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Dieses Thema hat 295 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Ann Offline

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30.03.2009 23:54
#126 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Im Haus war Jochen mitlerweile der Alkohol ausgegangen und seine Mutter hatte sich verzogen, wohin auch immer. Er hatte schon Franz gefragt, ob noch Nachschub da wäre, doch der wusste es auch nicht. Also blieb ihm nur seine Schwester, aber die konnte er auch nicht finden. Ihm blieb wohl nichts anderes übrig als sie zu suchen. Er ging von Raum zu Raum, doch nirgendwo war sie auf zu finden. Auch die befragten wussten nicht, wo sie seien könnte. Wer verschwindet denn schon auf seinem eigenen Geburtstag?, fragte Gretchens Bruder sich. Er lehnte sich an eine Fensterwand und überlegte genau, wo er sie zuletzt gesehen hatte. Denn ohne Alkohol auf einer Party? Das konnte er den Gästen nicht zumuten. Während er fieberhaft überlegte, ließ er seinen Blick schweifen. Er musste schließlich zweimal hinsehen, als er nach draußen blickte. Seine Schwester hatte er gefunden. Jedoch küssend mit ihrem Oberarzt. Seine Augen weiteten sich. Er hatte zwar schon gehört, dass die beiden was miteinander gehabt haben sollen, doch geglaubt hatte er das nicht wirklich. Er glaubte nur seinen sicheren Quellen. Da kam ihm ein Gedanke. Bis jetzt durfte er sich die Gerüchte immer nur anhören. Deswegen zog er sein Handy aus der Hosentasche und aktivierte die Kamera-funktion. Dann schoss er ein eindeutiges Foto und grinste zufrieden dabei. Dann sagte er noch zu sich selber:,,Danke Schwesterherz!", bevor er sein Handy wieder zurücksteckte und dem Treiben noch eine Weile zuschaute.

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Ann Offline

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31.03.2009 00:24
#127 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Draußen liebkosten ihre Lippen sich immer noch gegenseitig. Bis Gretchen wieder schaltete und sich von ihm löste.,,Ich kann das nicht!" Marc stand verdattert da und verstand die Welt nicht mehr. Erst machte sie seit Wochen das ertste Mal keine Anstalten mehr und dann sowas. ,,Aber jetzt gerade ging es doch auch!" erwiederte er. Gretchen wollte gerade etwas sagen, als sie ein Rascheln hinter Marc bei den Büschen hörte. Doch als sie nichts erkennen konnte fuhr sie fort:,,Es geht nicht! Das geht nicht so einfach! Das mit Gabi ... Es war ein Fehler von Anfang an. Du bist verlobt und das bleibt auch so." Marc strich ihr über die Wange und erklärte ihr dabei:,,Aber ich hab dir schon Mal gesagt, dass ich sie nicht heiraten werde." Sie nahm seine Hand von ihrer Wange und wich zurück.,,Nenn mir einen Grund warum ich dir glauben sollte." Dann ging sie Richtung Treppen, wobei ihr die Tränen wieder liefen. ,,Gretchen ... ich weiß, dass ich das nicht wieder gut machen kann ...aber ..." Sie blickte kurz Richtung Treppe und sah Jochen an einem der Fenster zuschauen.,,Bitte geh!" Auch Marc hatte Jochen draufhin gesehen und ließ sie ziehen. Er war jedoch zufrieden. Denn Gretchen wirkte wieder ruhiger. Sie ließ wieder an sich ran und schrie nicht mehr, sondern sprach in einem eher wehmütigen Ton. Das zeigte ihm, dass er genau diese Masche anwenden müsste, um sie davon zu überzeugen, dass er Gabi alles andere als heiraten wollte. Seine Zufriedenheit wehrte jedoch nicht lange. Denn als er sich wieder durch die Büsche und das Unterholz zwengte, erblickte er schon Gabi wenige Meter neben ihm. Scheinbar wartete sie schon auf ihn. Am liebsten würde er sie jetzt zusammenstauchen. Da er aber nicht wusste, ob Gretchen dies noch hören würde, zog er wortlos an ihr vorbei. ,,Würdest du mir bitte Mal erklären was das soll!!!" Die Krankenschwester wurde ziemlich laut, als sie ihrem Verlobten hinterherlief. Dabei war sie mehr traurig als wütend und weinte deshalb auch. Sie hatte sich das Schauspiel zwangsweise mit angeschaut, jedoch musste sie sich zügeln nicht dazwischen zu gehen, da der Haase ja nicht wusste, dass sie hinter Marc und ihr her war. Gabi stand wirklich kurz vor der Verzweifelung, da sämtliche Mittel fehl schlugen. Wie konnte sie die beiden bloß auseinander kriegen? Auch wenn der dicke Haase einen Rückzug gemacht hatte, so war es schlimm genug die beiden Turteltauben mit an zu sehen und damit zu wissen, dass es so schnell nicht zwischen ihnen vorbei ist. Sie war mit ihrem Latein am Ende. Dazu kam noch, dass sie sich seit Monaten nicht wohl fühlte, seitdem der Mann verstorben war. Immer wieder holten sie Schuldgefühle ein. Denn eine skrupellose Mörderin war sie nun wirklich nicht. Es tat ihr Leid, dass ein Menschenleben unter ihrer Verzweifelung leiden musste. Aber was hätte sie anders tuen sollen? Sie wollte doch auch nur ein bisschen Gegenliebe.

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Ann Offline

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31.03.2009 00:57
#128 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

So schwer konnte es doch nicht sein einen Mann dazu zu bringen, einen zu lieben, schließlich hatte Dr.Haase es ja auch geschafft. Doch dann mekrte sie einen fatalen Fehler. Sie hatte in erster Linie versucht, dass er sich in sie verliebt. Erst im Nachhinein hatte sie die Taktik ein wenig geändert. Sie musste die beiden erst auseinander bringen. Aber an dem Punkt war sie auch schon Mal. Es war also wie ein aussichtsloser Kreislauf und sie sah kein Mittel zur Unterbrechung. Was sollte sie also tun?
Gretchen ging die Treppen der Terasse hoch und schließlich trat sie durch den Hintereingang wieder ins Wohnzimmer. Dort wartete auch schon ihr kleiner Bruder auf sie.,,Hey warum habt ihr aufgehört? Haste plötzlich nasse Füsse bekommen- vor was auch immer- oder warum hast du die Leine angezogen." Jochen grinste ihr frech ins Gesicht.,,Spar dir deine Bemerkungen!" Erst jetzt bemerkte er ihre Tränen, die noch an ihrer Wange hingen.,,Ach, heulst du jetzt auch schon vor Glück oder warum bringst du deinen Oberarzt nicht mit rein?" ,,Gehts noch lauter?" zischte Gretchen ihn an.,,Soso ist das also. Ich könnte ja Mal Papa erzählen, was sein verlobter Oberarzt so treibt oder Mama, die wird das bestimmt auch brennend interissieren!" ,,Du mieser, kleiner ...was willst du mir damit sagen?" ,,Du könnest für den Anfang Mal neuen Alkohol besorgen und sonst kann ich dir nichts garantieren ..." Gretchen sah ihn böse an:,,Keller zweite Tür links. Wenn du es wagst ... dann kannst du ja gerne Mal meine Selbstverteidungsgriffe zu spüren bekommen." Jochen lachte nur und sagte noch:,,Uhhh...Sollte ich jetzt Angst haben?"
Gabi hielt weiterhin Schritt mit Marc während sie vor sich hin seufzte. Doch der Oberarzt zog es vor zu schweigen. An seinem Auto hielt er an und suchte seine Schlüssel.,,Du-hast-meine-Frage-nicht-beantwortet!", schrie sie jetzt noch lauter. Marc sah sie erschrocken an, vor allem als er ihre Tränen sah. ,,Was soll das hier werden? Ein Verhör? Ich muss dir nichts erklären. Du brauchst auch nicht so zu tun, als ob dich das ganze hier bewegt." ,,Aber Marc ich liebe dich doch! Warum hasst du mich so? Ich will doch nur das Beste für uns! Und dann rennst du zu diesem übergewichtigem Professortöchterchen!" ,,Das Beste? Das seh ich! Es gibt kein uns, verstanden? Und jetzt lass mich in Ruhe und ratter davon!" entgegnete Marc angenervt. ,,Wir haben eine Abmachung!", wies Gabi ihn weiter darauf hin.,,Echt? Ich glaube du verstehst mich falsch. Ohne deine Selbstsüchtigkeit würde ich gar nicht erst mit dir reden oder dich ansehen! Also lass mich jetzt in MEINE Wohnung fahren, klar?" So schnell wie er konnte öffnete er die Fahrertür, stieg ein und fuhr davon. Die weinende Gabi ließ er alleine dort stehen.

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Ann Offline

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01.04.2009 23:34
#129 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 24

Gabi konnte das einfach nicht so stehen lassen. Die Hochzeit musste her und zwar so schnell wie möglich. Am besten noch bevor die beiden sich wieder nähern konnten. Denn an diesem Morgen war sie früh morgens im Krankenhaus erschienen, damit sie die beiden eine Zeit lang beobachten konnte. Auf die leichte Schulter wollte und konnte sie die Beziehung der Ärzte nicht mehr nehmen. Deshalb schlich sie langsam den beiden hinterher. Dabei waren ihr vor allem die Blicke der beiden nicht entgangen. Und das obwohl Gretchen und Marc sich nur gegenseitig aufzogen. Deshalb beschloss sie gleich heute mit den Vorbereitungen zu beginnen und alles Nötige in die Wege zu leiten, um Marc ein wenig bluten zu lassen. Also machte sie sich gleich auf den Weg, um alles zu organisieren, bevor ihre Nachtschicht beginnen würde.
Gegen Ende ihrer Mittagspause saß die Assistenzärztin in der Cafeteria. Schnell stand sie auf und stellte ihr Tablett beiseite. Dabei bemerkte sie, dass von vielen Seiten getuschelt wurde und sie im Blickzentrum stand.

Hab ich irgentwo ein Schild hängen? Oder kann man meinen BH sehen? Mist hätte doch nicht das dünne Sweatshirt anziehen sollen!

Sie zupfte noch ein wenig an ihrem Shirt und ging dann zum Schwesternzimmer. Dort angekommen setzte sie sich noch ein wenig zu Sabine, die in ihre Romane vertieft war. Denn ihr Oberarzt war noch nicht zu sehen. Also nahm sie sich eines der Croissants und die neue ,,InTouch". Als sie gerade das Heft aufgeschlagen hatte und sich dem ersten Thema gewidmet hatte, schaute Sabine auf und starrte sie an. Dann traute sich die Schwester zu fragen:,,Was war denn da gestern mit Ihnen und Dr. Meier?" Gretchen verschluckte sich gerade an dem Stück Croissant, dass sie kurz vorher abgebissen hatte. Als sie sich dann wieder gefangen hatte erwiederte sie:,,Bitte? Ich meine woher ..." Sie musste die Frage nicht aussprechen, denn ihr Gesichtsausdruck beendete diese für sie.,,Haben Sie beide jetzt sowas wie eine Affäre?" Gretchen sah sie entsetzt an.,,Was...Wie...ähm...Wie bitte kommen Sie jetzt darauf?" ,,Ich hab da sowas gehört." ,,Sie müssen nicht immer glauben, was man Ihnen sagt." ,,Gut besser gesehen", fügte die Krankenschwester hinzu. ,,Hä ... Wie gesehen? Raus mit der Sprache!" ,,Naja ... also ehrlich gesagt macht das gerade die Runde. Also ein Foto von Ihnen und Dr.Meier." Gretchens Augen weiteten sich.,,Wie Foto? Was für ein Foto? Und sagen Sie mir endlich bei wem Sie das Foto gesehen haben." Sabine fühlte sich ein wenig eingeschüchtert und plapperte nur so vor sich hin.,,Genau genommen hat jeder in diesem Krankenhaus dieses Foto, der ein Bluetooth fähiges Handy hat." Jetzt hatte es auch bei Gretchen Klick gemacht. ,,Schwester Sabine, welche Aufgaben wurden heute den Praktikanten zugeteilt?" ,,Die Praktikanten haben in genau - ... 3 Minuten Pause." Die Assistenzärztin sprang sofort von ihrem Stuhl auf und machte sich wieder auf den Weg in die Cafeteria. Auf dem Flur begegnete sie Marc. ,,Ähhh ... wo genau willst du jetzt hin? Wir haben eine OP!" Doch sie stürmte an ihm vorbei und deshalb folgte Marc ihr.,,Bist du schwerhörig?" Mitlerweile stieg Gretchen in den Aufzug und Marc hinterher. ,,Ich bring ihn um!" brach es kurzzeitig aus ihr heraus. ,,Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?", fragte ihr Oberarzt. ,,Nicht dich. Meinen kleinen Bruder!" ,,Aha?! Und das kann nicht bis später warten oder wie?" ,,Nein!", schrie Gretchen schon fast. ,,Achja und was hat er angestellt, sodass du die OP sausen läss, wenn ich schon Mal die Zeit hab zu fragen, weil die OP's ja sowieso nach Lust und Laune stattfinden?", fragte Marc genervt. Sie nuschelte:,,Offenbar hat er ein Foto ... von - uns." ,,Verstehe", erwiederte der Oberarzt bevor sich die Türen öffneten und Gretchen in die Cafeteria stürmte.

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Ann Offline

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04.04.2009 00:38
#130 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Dort schaute sie schnell nach links und dann nach rechts. In der hinteren Ecke erblickte sie eine Gruppe von Zivis und Praktikanten. Sie ging gleich darauf zu. Marc hing ihr immer noch im Schlepptau. Als sie bei der Gruppe ankam sah sie auch gleich Jochen in der Mitte des Getümmels, der sein Handy in der Hand hielt. Die anderen standen alle so, dass sie auf den 4 x 5 cm kleinen Bildschirm gucken konnten. Dabei lachten sie die ganze Zeit und rissen Witze. Dabei bemerkten sie nicht einmal Gretchen, die wütend vor der Meute stand. Erst als einer der Zivis ihren Bruder darauf hinwies:,,Äh ... Jochen?!" Er tippte ihm auf die Schulter. ,,Was gibts?" Dann zeigte der Zivi auf Gretchen und Jochen erstarrte. Urplötzlich erstarrte sein Blick. Dann ließ er sein Handy in seine Kitteltasche fallen und lächelte gekünselt. ,,Schwesterherz! Hast du nicht Dienst oder so?" Der Zivi tippte Jochen erneut an und deutete auf Marc, der gerade dazu trat.,,Ich glaube sie hatte gerade andersweitig zu tun", flüsterte er Jochen und den anderen zu. Die Meute brach gleich wieder in Gelächter aus. Gretchen wurde es zu viel und sie zerrte ihren Bruder mit Gewalt aus der Menge hinter die nächste Ecke.

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04.04.2009 02:15
#131 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Vorher hatte Jochen sein Handy noch weitergegeben, was Gretchen nicht entgangen war, sodass sie Marc angestiftet hatte sich das Handy wieder zu holen.,,Sag Mal tickst du noch ganz richtig da oben? Ich hoffe für dich, dass du eine gelungene Ausrede hast, sonst kannst du was erleben!" ,,Ich äh ...", stammelte ihr Bruder. Dann kam Marc um die Ecke und reichte ihr das Handy. Als Gretchen das Bild sah wurde sie noch wütender. Sie hielt es Jochen demonstrativ vor die Nase.,,Und was soll das bitte?" ,,Was regst du dich denn so auf? Was kann ich dafür wenn ihr beide", dabei schaute er zwischen den beiden hin und her,,... naja was auch immer. Jedenfalls steht ihr doch aufeinander. Was kann ich denn dafür, wenn du ein Problem damit hast?" ,,Achja und seit wann muss das ganze Krankenhaus über mein Privatleben bescheid wissen? Du hast sie doch nicht mehr alle!" Dann versuchte sie krampfhaft das Bild zu löschen, was eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Jochen setzte noch nach:,,Das nützt dir sowieso nicht viel!" Draufhin schmiss sie ihm das Handy entgegen und eilte zum Aufzug. Marc, der nur stumm neben ihr gestanden hatte, folgte ihr. Im Aufzug fragte sie ihn:,,Sag mal stört dich das gar nicht oder warum hast du nichts gesagt?" ,,Du kennst doch das Personal: Reden viel - arbeiten wenig! Mir solls egal sein", antwortete der Oberarzt knapp.,,Und was ist mit ...naja die Verlobung ... und ... die denken doch jetzt alle ...", weiter kam sie nicht, da sie von Marc unterbrochen wurde:,,Du weißt, was ich davon halte!" Danach öffneten sich die Türen des Fahrstuhls und die beiden machten sich auf den Weg zur OP.

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Ann Offline

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04.04.2009 22:15
#132 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Der Professor sah gerade nach dem Rechten und schlenderte durch die Krankenhausflure, bis ihm eine Gruppe Krankenschwestern kichernd in der Ecke sah. Das war nicht ungewöhnlich, doch als je näher er kam, desto mehr hörte er ihre Gespräche.,,Also ich dachte ja er wäre vergeben." ,,Scheinbar läuft es zwischen Dr.Meier und seiner Verlobten nicht so. Dann ist er ja doch noch nicht verloren", freute sich die Schwester. ,,Ich glaube da hast du schlechte Karten. Da ist sie dir wohl zu vor gekommen", antwortete eine andere Krankenschwester und deutete bei ihrer Aussage auf ihr Handy, worauf sich das Foto befand.,,Ach du kennst doch Dr. Meier" zwinkerte wieder die andere. ,,Trotzdem sonst würdest du nicht nur ein Foto finden, wo er sie nur küsst." Die Krankenschwester stöhnte, dann fragte sie:,,Wer ist die überhaupt?" ,,Pff keine Ahnung!" Wieder eine andere fügte hinzu:,,Ich glaube, dass ist doch seine Assi, oder?" ,,Stimmt!", nickten alle zustimmend. Franz war auf den Schock stehen geblieben und lief den Gang zurück, da mitlerweile schon an ihnen vorbei war.,,Kann ich das Mal sehen?", fragte Franz, als er vor den dreien stand. Die Schwestern schauten sich beänstigend an, da sie wussten, dass Marcs Assistenzärztin gleichzeitig die Tochter des Professors war.,,Natürlich, Herr Professor!", erwiederte die Schwester mit dem Handy in der Hand und übergab es Franz. Als er das Foto sah und zudem noch erkannte, dass es vom gestrigen Abend sein musste, raste er vor Wut. Trotzdem fragte er ruhig:,,Woher haben Sie das?" ,,Ähm ... das hat ...ääh ... jeder", die Schwester verschluckte die letzten Worte fast, da sie den Zorn von Dr. Haase sah. Franz nahm das Handy an sich und fragte:,,Kann ich mir das Mal ausleihen?" ,,Natürlich!" Dann befahl er außerdem:,,Sorgen Sie dafür, dass alle weiteren Exemplare von sämtlichen Mobiltelefonen verschwinden, verstanden?" Die Krankenschwestern nickten. ,,Gut, dann jetzt ab an die Arbeit!" Daraufhin verschwand Dr. Haase schnell auf die chirugische Station.

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05.04.2009 00:18
#133 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Im Schwesternzimmer traf er dann auch gleich auf Schwester Sabine und seine Tochter, die gerade in ein Gespräch vertieft waren.,,Papa, ist was passiert?", fragte Gretchen ihn, nachdem sie ihr Gespräch sofort unterbrochen hatte als sie ihren Vater sah.,,Schwester Sabine holen Sie sofort Dr.Meier aus seinem Büro und bestellen Sie ihn hierher!" ,,Aber der wollte doch gerade Pau.-" ,,Sofort!", unterbrach Franz sie. Gretchen wunderte sich warum ihr Vater so schlecht gelaunt war.

Vielleicht hat es was mit Mama zu tun? Ne sonst würde er Marc nicht hierhin bestellen. Oh Gott, er hat doch Wind davon bekommen! Jochen kann jetzt erst Recht was erleben.

Sabine machte sich sofort auf den Weg.,,Tür zu!", schrie Der Professor noch. ,,So jetzt zu dir!", fing Franz an, als Sabine weg war, ,,Hab ich dir zu deinen Männergeschichten nicht was gesagt?" ,,Was meinst du?", fragte sie noch unschuldig. ,,Du weißt genau was ich meine oder wie war das mit Meier?" ,,Aber das hatten wir doch schon ..." ,,Das mein ich nicht! Ich rede von gestern Abend!" Sie wollte gerade antworten, als Marc den Raum betrat. ,,Sie wollten mich sprechen, Herr Professor?" ,,Schön, dass Sie auch da sind Dr.Meier. Dann könnt ihr mir ja das Mal erklären!" Daraufhin holte Franz das Handy aus seiner Kitteltasche und schmiß es vorsichtig auf die Anrichte. Marc stand völlig planlos da und schaute zu Gretchen rüber. ,,Ach, wissen die Herrschaften also schon, was dadrauf ist oder warum wollt ihr es euch nicht ansehen?" Als er keine Antwort bekam fuhr er fort:,,Ich hätte gerne eine Erklärung, warum ihr euch mir widersetzt!" Da Marc nichts sagte übernahm Gretchen das Wort:,,Papa, glaub mir da war nichts!" ,,Das sieht mir hier drauf aber anders aus!" ,,Ja ... ich meine nein...äh.. auf jeden Fall hat das nichts zu bedeuten!" ,,Und was sagen Sie dazu, Dr. Meier?" Er räusperte sich kurz und wendete sich dann dem Professor zu.,,Sehe das genauso." Dann wurde Franz etwas lauter:,,Achja?! Ich glaube euch kein Wort! Meier ich habe Sie gewarnt; Sie sind ab sofort beurlaubt und damit das klar ist", er hielt drohend seinen Finger hoch, ,,Sie lassen ab jetzt die Finger von meiner Tochter, solange Sie verlobt sind, verstanden? Sonst bekommen Sie es mit mir zu tun!" ,,Bitte?", entgegnete Marc nur. Doch dann wurde es Gretchen zu viel:,,Papa lass das! Es ist mein Leben! Ich bin ja wohl erwachsen und kann selber entscheiden was ich mit wem mache! Und dafür musst du Marc nicht zur Rechenschaft ziehen!" ,,Und was schlägst du vor, soll ich bitte stattdessen tun? Was ist denn mit dem Ruf der Klinik? Es wir sowieso schon gemunkelt! Soll das jetzt so weitergehen?" ,,Das sagst gerade du! Wie war das denn mit Mama und dir? Ihr habt euch doch auch vor dem gesamten Personal gestritten! Ist das etwa gut für den Ruf oder wie darf ich das verstehen? Papa ich kann mich gut alleine um meine Probleme kümmern. Und falls es dich beruhigt, da war wirklich nichts!" Franz wusste nicht, was er darauf sagen sollte und schaute zwischen den beiden hin und her. Hinter Marc endeckte er dann Sabine vor der Tür stehen, die lauschte. ,,Ähm ... gut ... dann hätten wir das ja ... also ab an die Arbeit!" Daraufhin verließ er das Stationszimmer wieder und ließ die beiden überrumpelten Ärzte zurück, die mit der Reaktion nicht gerechnet hatten.

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Ann Offline

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05.04.2009 20:32
#134 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nachdem der Professor an Sabine vorbei gegangen war, ging auch sie. Als die beiden alleine waren, herschte Stille. Irgentwann brach Marc dann das Schweigen:,,Das wirst du deinem Bruder spüren lassen, oder?" Gretchen lächelte ihn kurz an:,,Aber hallo!" Dann musste auch Marc ein wenig lächeln.,,Ja wir sehen uns dann ja gleich bei der OP!", sagte er noch und verließ den Raum. Gretchen blieb mit ihren Gedanken allein zurück.

Ich fange schon wieder an mich an ihn zu gewöhnen. Dabei sollte ich ihn doch für all das hassen.

Während Gretchen noch eine Weile im Stationszimmer verharrte, ging Marc in sein Büro. Dort traf er gleich auf Gabi, die schon auf der Couch saß und sehnsüchtig auf ihn wartete. ,,Schön das du endlich da bist und jetzt sag mir Mal bitte wie es dazu kommen konnte!" , hielt auch sie ihm gleich das Handy vor Augen. ,,Nicht schon wieder", murmelte Marc und verdrehte seine Augen. Dann setzte er sich an seinen Schreibtisch und widmete sich weiteren Akten. ,,Ich lasse mich nicht mehr von dir ignorieren! Du hörst mir zu! Du sagst mir sofort, ob du damit was zu tun hast! Weißt du eigentlich was das heißt?! Alle denken doch jetzt sonst was über unsere Hochzeit! Und deswegen hab ich da schon Mal vorgesort!" Marc schaute kurz auf und sah sie erwartungsvoll an. Dann zog sie etwas aus ihrer Tasche und hielt es ihm entgegen.,, Die Einladungen zu unserer Hochzeit. Namen stehen drauf und die sollen heute noch alle raus!" Marc sah nun eher entsetzt aus.,,Sag mal spinnst du? Denkst du ich hab da nicht auch mitzureden?" ,,Ach auf einmal. So nicht! Und jetzt nimm!" ,,Nein, ich verteil die Dinger doch nicht für dich. Ich will immer noch nicht heiraten!" Gabi nahm die EInladungen wieder ein Stück zurück.,,Gut dann verteil ich sie eben. Aber dann bekommt jeder Haase sie mit Garantie von mir selbst überreicht." Marc, der kurzzeitig wieder auf seine Akten geachtet hatte, schaute wieder auf.,,Wie bitte? Das ist nicht dein ernst. So wie ich dich kenne, hast du doch das ganze Krankenhaus eingeladen." ,,Genau!", grinste die Krankenschwester hämisch.,,Gib her!", gilt Marc ihr auffordernd die Hand hin. ,,Warum nicht gleich so? Und wehe ich sehe die Einladungen nicht heute noch in den Händen des Personals." Draufhin machte sich die Schwester auf den Rückzug. Doch kurz bevor sie den Raum verlassen wollte, hielt Marc sie auf.,,Moment Mal." Er hatte die Einladungen geöffnet und flüchtig darüber geschaut, wobei ihm das Datum auffiel.,,Das ist ja schon in - 4 1/2 Wochen!" Gabi schloss nur die Tür und sagte noch:,,Viel Spaß beim Austeilen!"

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05.04.2009 21:02
#135 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc war irritiert. Wie sollte er bis dahin die Hochzeit stornieren. Vor allem das ganze ohne Plan. Erstmal piepte er Sabine an, die daraufhin auch sofort erschien.,,Verteilen!", hielt er Sabine die Einladungen hin. Nur Gretchens Karte hatte er vorher heraus genommen. Sabine guckte etwas verdutzt, als sie las, was sie verteilen sollte, jedoch machte sie keine Anstalten und verschwand wieder, um sich auf den Weg zu machen.
Gegen Feierabend machte Gretchen sich auf den Weg zur Umkleide, um danach nach Hause zu fahren. Doch als sie dort ankam, traf sie sofort auf Sabine, die am Schreibtisch saß und etwas las.,,Schwester Sabine, was lesen Sie denn da?" ,,,Ähhh...nichts!" Dabei versteckte die Krankenschwester das Papier hinter ihrem Rücken. Gretchen ging daraufhin auf sie zu und hielt ihr die Hand hin.,,Nun geben Sie schon her. Wie diese Schundromane sah das ja jetzt gerade nicht aus." ,,Ich glaube, dass das keine so gute Idee ist", erwiederte die Krankenschwester.,,Und warum?" Widerwillig hielt die Schwester ihr die Einladung hin, da Gretchen es sowieso früher oder später lesen würde. Dr. Haase nahm das Papier entgegen und las. Dabei stockte ihr der Atem und sie lies sich rückwärts auf einen Stuhl fallen.,,Das glaub ich jetzt nicht!", sagte sie nur. Sabine erwiederte noch:,,Ich hab es Ihnen ja gesagt." Gretchen fuhr derweil fort:,,Wie immer, alles nur leere Versprechungen." Dabei kamen ihr schon wieder die Tränen und sie ließ ihnen freien Lauf.

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05.04.2009 23:15
#136 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Dann nahm sie die Einladung, zerknüllte sie und warf sie in den Müll. Danach machte sie sich so schnell wie möglich auf den Weg nach Hause.
Im Fahrstuhl begegnete sie auch noch Marc. Schnell wischte sie sich ihre Tränen weg und stieg ein. Es herrschte wieder einmal Stille. Doch als sie fast unten angekommen waren, wünschte Marc ihr noch einen schönen Feierabend. Doch er war mehr als verwundert, als er keine Antwort bekam, sondern sie nur schwieg und ihn nicht einmal dabei ansah. ,,Dann eben nicht", murmelte er. Sie schaute ihn noch einmal kurz an, bevor sie den Fahrstuhl verließ. Erst jetzt hatte er bemerkt, dass sie wohl geweint haben muss. Und in dem Moment fasste er sich an den Kopf. Wieso hatte er die Einladungen nicht einfach weggeschmissen?
Gretchen fuhr gerade mit ihrem Fahrrad nach Hause, als sie zu allem Überfluss auch noch unwissend über einen großen Stein fuhr, sodass das Rad am Rande abrutschte und sie sich auf dem Boden wiederfand. Dann bemerkte sie, dass außerdem noch die Kette aus ihrem Rad heraus gesprungen war und es den ein oder anderen Kratzer davon getragen hatte. Als sie dann auch noch an sich herunter sah und die Schürfwunden bemerkte, war ihr Tag komplett im Eimer.

Notiere mir den Tag, als einen der schrecklichsten in meinem Leben. Direkt nach: 'Ich habe Marc Meier wieder getroffen und er ist mein Chef' und 'Peter hat mich betrogen'. Bin froh, wenn ich heil zu Hause ankomme!

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09.04.2009 00:17
#137 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen richtete sich wieder auf und versuchte vergeblich die Kette wieder in ihr Fahrrad zu bekommen. Also blieb ihr nichts anderes übrig als das Fahrrad den Restweg zu schieben und ihre öligen Finger an dem Rad abzuschmieren. Doch durch die frischen Schürfwunden gestaltete sich das ganze schwerer als gedacht, denn der brennende Schmerz verteilte sich so, dass sie kurzzeitig nur humpelnd voran kam.
Nach einiger Zeit, in der der Schmerz immer weiter schwand, fuhr ein Auto neben ihr im Schritttempo. Der Fahrer ließ das Fenster herunter.,,Na schöne Frau? So sieht man sich wieder! Kann ich Ihnen behilflich sein?", grinste er sie an. Gretchen stoppte daraufhin ihre Bewegung und überlegte krampfhaft woher sie das Gesicht kannte. Der Faherer eines BMW 3er Coupé hielt derweil ein paar Meter vor ihr ruckartig an und fuhr zu der Stelle, an der Gretchen stehen geblieben war, zurück.

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09.04.2009 00:53
#138 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Was ist los? Überrascht? " Gretchen konnte sich immer noch keinen Namen zusammenreimen.,,Ähm...", stotterte sie vor sich hin, ,,ich...äh....?" Der dunkelblonde Mann grinste:,,So ist das also! Nunja, dann eben anders." Daraufhin parkte der Mann sein Auto am Straßenrand und stieg aus. Dann ging er zu Gretchen.,,Na erfrischt das ihre Erinnerungen schon eher?" Gretchen grübelte noch vor sich hin, dann erinnerte sie sich wieder.,,Ah...Sie sind doch ... der Greenpeace Typ!" Der Mann musste kurz lachen, dann sagte er:,,Dann stell ich mich wohl noch Mal vor: Dr. Martin Beck, Frau Dr. Haase." ,,Sie können sich noch an meinen Namen erinnern?", fragte Gretchen verwundert.,,Wundert Sie das so sehr? Bei dem Anblick konnte ich den Namen doch gar nicht verdrängen." Die Assistenzärztin fühlte sich sichtlich geschmeichelt. Dann fügte Dr.Beck hinzu:,,Lassen wir doch das Förmliche, wenn es dir nichts ausmacht?" ,,Sicher, dann ähm ja...sagen sie...du doch Gretchen", erwiderte die Ärztin.,,Gut Gretchen, wie ich sehe könntest du wohl meine Hilfe gebrauchen. Soll ich dich nach Hause fahren?" Sie überlegte kurz, aber verneinte letztendlich, indem sie antwortete:,,Danke, das ist wirklich nett, aber das geht schon."

So gut kenne ich ihn dann ja auch wieder nicht. Wer weiß, wohin mich das führt.

,,Keine Widerrede. Ich hab dich doch gesehen. Du humpelst ja. So kann ich dich doch nicht auf die Straße lassen." ,,Okay..."

Warum kann ich nicht einfach 'nein' sagen?

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10.04.2009 00:38
#139 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nachdem Gretchen dem Tierarzt die Adresse durchgegeben hatte unterhielten sich die beiden über all Mögliches. Denn obwohl sie sich nur einmal kurz im Park begenet waren, als Gretchen eigentlich etwas mit Niko unternehmen wollte, gingen sie recht vertraut miteinander um. Zudem ließ Gretchen sich auf die Flirversuche von Dr. Beck ein und genoss es nach dem hin und her der letzten Wochen endlich wieder richtig geschätzt zu werden.,,Da ist es", sagte die Ärztin, als Martin in die Straße einbog, in der die Villa Haase lag. Schließlich stoppte der Tierarzt den BMW und fragte sie:,,Soll ich dir noch dabei helfen dein Fahrrad wieder in die Gänge zu bekommen?"

Soll ich oder soll ich nicht? Ich meine er scheint wirklich nett zu sein. Aber das geht dann doch wieder zu schnell. Kenne ihn ja nicht wirklich und ihn dann gleich mit nach Hause nehmen ? Besser nicht. Außerdem seh ich Mama jetzt schon am Fenster sitzen.

,,Ähm ... danke aber du hast schon genug getan. Ich krieg das schon wieder hin." ,,Sicher?", fragte er noch einmal und lächelte sie dabei an, da er daran dachte, wie sie versucht hatte die Kette wieder in ihr Rad zu bekommen.

Hilfe bei dem Lächeln kann man ihm ja kaum widersprechen ...

Gretchen sah ihn eine Weile an ohne zu antworten.,,Noch jemand da?", fragte er dann schließlich. Sie befreite sich aus ihren Gedanken, indem sie den Kopf kurz schüttelte.,,Ähm ja...ich muss dann jetzt auch Mal langsam ...", berichtete sie dann und stieg aus. Martin stieg ebenfalls aus und hiefte ihr Rad aus dem Kofferraum und übergab es ihr.,,Sieht man sich denn nochmal?" Sie entgegnete nur ein ,,Mal sehen", bevor sie sich verabschiedete.

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13.04.2009 23:22
#140 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 25
Es vergingen ein paar Wochen, indenen Marc versuchte Gretchen wieder ein Stück näher zu kommen. Doch sie hatte andere Pläne und ging ihrem Oberarzt nur aus dem Weg. Darüber reden wollte sie nicht, schon gar nicht mit ihm. Denn eigentlich konnte er es sich ja denken, warum sie ihn mied, aber anscheinend machte er sich darüber nur wenig gedanken. Denn irgentwann wurde ihm die ständige Ignoranz zu viel und er zog sie nach der Visite um eine Ecke. Dann fragte er:,,Was soll das eigentlich?" ,,Sag mir lieber was das hier soll. Ich hab jetzt Pause also wenn du mich entschuldigen würdest", entgegnete Gretchen ihm, um dem Gespräch auszuweichen. Marc hielt sie fest und erwiderte nur:,,Du weißt genau was ich meine! Du ..." er stoppte kurz, da gerade eine Schwester vorbei lief, die die beiden verwundert ansah. Daraufhin kam eine weitere Schwester um die Ecke und Marc beschloss das Ganze woanders hin zu verlegen. Deswegen befahl er seiner Assistenzärztin:,,Mitkommen!" und ging dabei schon wieder in den Gang.,,Vergiss es", murmelte sie vor sich hin und verschwand unauffällig durch den Treppenaufgang. Marc, der nach einem leeren Zimmer gesucht hatte, ging gerade wieder an der Ecke vorbei und sah nur noch, wie die Tür zuging. Dann wurde es ihm zu viel. Er gab auf. Außerdem würde er Gretchen jetzt mit Garantie nicht hinterherlaufen. Sie wollte doch sowieso nicht mit ihm reden. Also beschloss er sich erstmal um sein grundlegendes Problem zu kümmern. Er wusste nämlich immer noch nicht, wie er diese Hochzeit verhindern sollte. Aber wenn er Gretchen beobachtete war er sich auch nicht mehr so sicher, ob er sich darum noch bemühen sollte.

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Ann Offline

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15.04.2009 02:10
#141 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen entspannte sich derweil bei einem Schokopudding in der Cafeteria. Sie wollte nicht mehr darüber nachdenken, was zwischen ihr und Marc war und wie es weitergehen sollte. Oder warum er ständig leere Versprechungen machte. So ließ sie ihren Blick durch die Cafeteria schweifen, um neuen Gedankenstoff zu finden. Ihr Blick blieb bei Mehdi und Dr. Hassmann hängen.

Dr. Hassmann? Was macht die denn wieder hier? Stimmt ja ... die drei Monate sind rum! Wie schnell die Zeit vergeht ...

Mehdi hatte bemerkt, dass Gretchen kurzzeitig zu ihnen rüber gestarrt hatte. Deswegen entschuldigte er sich bei Dr. Hassmann, stand auf und ging geradewegs auf sie zu. Schließlich hatte er da noch einiges gerade zu stellen, weil sie sich seit dem Kuss damals nicht unterhalten hatten.
Gretchen ahnte ihr Unglück schon kommen, als Mehdi an ihren Tisch kam.

Mehdi! Den hatte ich auch komplett vergessen. Wie soll ich denn jetzt mit ihm umgehen? Ich meine das letzte Mal haben wir uns fast geküsst und ... ich bin abgehauen. In gewisser Weise, also im übertragenem Sinn ... also ... ist auch egal! Was soll ich denn jetzt sagen?

,,Hallo Gretchen! Darf ich?", fragte der Gynäkologe vorsichtig. ,,Ehm...gerne doch!" ,,Wie geht es dir? Du siehst so blass aus!", fragte er weiter, nachdem er Platz genommen hatte. ,,Ach weißt du viel Stress in letzter Zeit .. so viele Unfälle ... da ist man eben ein wenig erschöpft! Und dir?" ,,Ganz gut ... soweit. Gretchen ... warum ich mit dir reden wollte ... ich weiß es ist jetzt schon etwas her, aber wir haben uns seitdem nicht mehr gesehen! Seit dem .... du bei mir warst", zögerte Mehdi. Dann fügte er noch hinzu:,,Ich will das du mir das ehrlich beantwortest: Hatte es was für sich zu bedeuten?"

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Ann Offline

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16.04.2009 00:28
#142 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen schwieg eine Weile.

Was sag ich denn bitte jetzt? Ich weiß die Antwort doch selber nicht.

,,Gretchen?" Sie sah ihn immer noch verwirrt an und fing an sich etwas zusammen zu reimen:,,Also ... Mehdi ... es ist nämlich so, dass ich ..." Sie brach ihr Gestottere ab, weil ihr Pieper sie unterbrach. ,,Du ich muss dann auch! Notfall!" Dr.Kaan lächelte gequält und nickte nur kurz. Für Gretchen war die Situation wohl wie gerufen gekommen, dachte der Gynäkologe sich und war entäuscht darüber.
In der Notfallaufnahme angekommen endeckte Gretchen niemanden weit und breit.

Komisch ... vielleicht sind sie schon im OP?

Aber auch da war in den letzten Minuten kein Notfall eingetroffen. Schließlich ging Gretchen ins Stationszimmer, um dort noch einmal nachzufragen. Dort traf sie auch gleich auf Sabine und Marc, der einige Unterlagen sortierte.,,Ach! Wieso piepst du mich an, wenn es keinen Notfall gibt!", schrie Gretchen leicht aufgebracht. Marc schaute kurz von seinen Unterlagen hoch und antwortete:,,Ich hab dich nicht angepiept!" ,,Achja das steht hier aber ganz anders!" Sie schaute vorsichtshalbar noch mal nach und erkannte Marcs Nummer. ,,,Das war ... Schwester Sabine! Sie hatte meinen Pieper genommen!" Sabine schaute kurz verwundert zu ihrem Chef, der ihr signalisierte, dass sie besser mitspielen sollte.,,Ja ...ich hab meinen ... nicht gefunden", stotterte die Schwester. ,,Wieso haben SIe mich dann angepiept." Sabine schaute nur Hilfe suchend zu Dr. Meier, da ihr nichts einfiel.,,Sie wollte nur nach ein paar Unterlagen fragen", sagte Marc dann schließlich. ,,Und wieso bestellen Sie mich dann in die Notfallaufnahme?" Sabine schaute wieder zu Marc rüber. Doch der legte nur seine Unterlage weg und verschwand. ,,Weiß auch nicht", winselte die Schwester, die dabei mit den Schultern zuckte. Gretchen setzte sich daraufhin zu der Schwester. Dann fragte sie:,,Sie waren das doch gar nicht, oder?" Sabien schüttelte nur vorsichtig den Kopf.

Hätte ich mir es auch denken können. Trotzdem gibt es da doch keinen Zusammenhang. Wieso sollte er mich anpiepen und dann auch noch in die Notaufnahme?

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Ann Offline

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16.04.2009 23:26
#143 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc ging derweil in sein Büro. Er war immer noch stocksauer, weil er Gretchen und Mehdi zusammen in der Cafeteria gesehen hatte. Eigentlich wollte er ja nicht dazwischen gehen, aber als er in die ernsten Gesichter der beiden gesehen hatte, konnte er sich nicht mehr zurück halten. Deshalb bestellte er Gretchen kurzer Hand in die Notaufnahme, um sicher zu gehen, dass sie wirklich kommen würde. Da zwischen ihm und seiner Assistenzärztin erstmal alles still lag, wollte er wenigstens verhindern, dass sich jemand anderes wieder um Gretchen 'kümmert'. Denn das Gefühl dazu trat einfach immer wieder in ihm auf. Dabei war er besonders bei Mehdi immer noch vorsichtig, da die beiden schließlich mal ein Paar waren.
Am Ende ihrer Schicht fuhr Gretchen wie üblich mit dem Rad nach Hause. Doch als sie die Tür aufschloss kam ihr gleich ihre Mutter entgegen.,,Gretchen! Da ist jemand für dich!" Dann flüsterte sie etwas leiser:,,Warum sagst du mir denn nicht, wenn du einen netten Mann kennen lernst?" Sie sah ihre Mutter verwundert an, konnte sich aber im nächsten Moment einen Reim auf das Ganze machen. Sie betrat die Küche und sah Martin mit einem Kaffee in der Hand lässig an der Theke lehnend.,,Was machst du hier?", fragte sie immer noch leicht benebelt. Er nippte noch kurz an seiner Tasse und stellte diese dann an die Seite.,,Naja ... du hast mir keine Nummer gegeben und da dachte ich mir, ich schaue einfach mal da vorbei, wo ich dich zuletzt abgeliefert habe." Der Tierarzt lächelte sie daraufhin erwartunsvoll an.

Wie peinlich! Jetzt weiß er, dass ich bei meinen Eltern wohne! Wenigstens hat er noch nicht die Flucht vor meiner Mutter oder dem Inder gemacht. Vielleicht wurde er aber auch zu dem Kaffee genötigt und wollte sich danach aus dem Staub machen. Also Mama trau ichs zu, dass sie ihn dazu noch mit Fragen gelöchert hat.

,,Aha" antwortete Gretchen entgeistert.,,Und jetzt?" ,,Naja deine Mutter hat mir versichert, dass du heute Nachmittag nichts vor hast und wenn du Lust hast können wir ja was zusammen machen." Gretchen nickte nur kurz:,,Okay."

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Ann Offline

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19.04.2009 01:11
#144 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Warum war mir klar, dass Mama sagt, dass ich am Nachmittag nichts vorhabe?

,,Und wohin sollen wir?", fragte Gretchen dann. Er lächelte sie nur chamant an:,,Wo immer du hin willst!"

Er ist wirklich süß! Aber wohin? Kino? Nein, zu aufdringlich. Essen? Nachmittags? Wohl eher nicht ...
Und Sport können wir sowieso abhaken. Dann auch noch bei dem schönen Wetter! Da fällt mir ein ...


,,Wie wäre es mit Eis essen?" ,,Gute Idee! Sollen wir dann?" Die Ärztin nickte darufhin kurz. Als die beiden sich dann auf machen wollten, kam aber noch Bärbel in die Küche. ,,Kann ich Ihnen noch etwas Gutes tun, Dr. Beck?" Der Tierarzt antwortete:,,Das ist nett, danke. Aber ich denke ich brauche nichts weiter." ,,Wir müssen dann auch ...", fügte Gretchen hinzu, um der Situation zu entkommen. Bärbel, die aus ihrem Dauergrinsen gar nicht mehr heraus kam, wünschte ihnen noch viel Spaß und ließ die beiden ziehen.
,,Und was machst du sonst, wenn du nicht gerade Leben rettest oder deinem Oberarzt das Leben zur Hölle machst?", fragte Martin, nachdem sie sich es in einem Eiscafé gemütlich gemacht hatten und an ihrem Spagettieis löffelten. ,,Hey! Ich hab gesagt, dass er seine Launen an uns auslässt!" ,,Mmmh, schon klar und du lässt dir das bestimmt gefallen." Dabei schenkte er ihr wieder ein Lächeln. ,,Na irgentwer muss ihm doch einmal die Stirn bieten! Du solltest sehen, wie er mit den Krankenschwestern umgeht", entgegnete sie schon etwas ernster. So redeten und alberten sie noch eine Weile herum, sodass sie sich immer sympathischer wurden.

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Ann Offline

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20.04.2009 19:53
#145 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie verstanden ziemlich prächtig und redeten über Gott un die Welt. Auch als sie das Café verließen und ein wenig durch den Park spazierten, hatte jeder der beiden noch genug zu erzählen. So erfuhr Gretchen von seltenen Tierarten und außergewöhnlichsten Tierkrankheiten, während Dr.Beck sich Geschichten aus der Chirugie anhörte. Zudem teilten sie sich einige Leidenschaften, wie sich herausstellte. Denn auch er meidet eher den Sport und dreht dafür ein paar Runden mit dem Fahrrad.

Er macht keinen Sport? Mmmh danach aussehen tut es aber nicht. Im Gegenteil er sieht eigentlich ganz gut trainiert aus ...

,,Du machst wirklich keinen Sport?", fragte sie dann erneut nach.,,Okay gut, du hast mich erwischt. Gehe ab und zu ins Fitnessstudio, aber nur aus Trotz. Und manchmal scheint es sich ja dann doch zu lohnen." Dabei blinzelte er kurz zu ihr herüber und lächelte wieder. Gretchen erwiderte seines und erzählte:,,Ich hab mich auch einmal im Fittnesstudio versucht. Wurde aber dazu genötigt und es stellte sich als absolute Fehlentscheidung heraus!" ,,Wieso? Ist Sport einfach nicht dein Ding oder kannst du dich da nicht mehr blicken lassen." Die Ärztin grinste als Antwort auf seine Aussage. ,,So ähnlich. Meine Mutter wollte unbedingt mit mir dahin, weil sie Bestätigung brauchte, dass sie doch noch fit ist. Nur das Problem war, dass die Affäre meines Vaters dieselbe Idee hatte." ,,Oh! Das klingt gar nicht gut! Wie ist das Ganze dann ausgegangen?", fragte der Tierarzt. ,,Die Affäre meines Vaters, die nebenbei bemerkt die Mutter meines Oberarztes ist, landete in der Notaufnahme." Martin musste kurz auflachen.,,Mein Gott klingt das kompliziert. Die Mutter deines Oberarztes ... man man man! Aber deine Mutter scheint ja wenigstens eine Frau zu sein, die nur wenige Worte braucht, was?" Er lachte erneut. Gretchen musste dabei zumindest mitgrinsen. Denn wenn sie recht darüber nachdachte, musste das alles für ihn nur ziemlich durchgedreht und lustig klingen. Daher sagte sie auch nichts zu seinem Kommentar. Er sprach sie dann darauf an:,,Oder ist sie es nicht?"

Warum erzähl ich ihm eigentlich das alles? Vom Prinzip her kenn ich ihn doch noch nicht lange und erzähle schon peinliche Geschichten von mir! Aber jetzt ist es sowieso zu spät!

,,Nunja ...", begann sie und schaute schnell weg, da sie selber schon fast lachen musste, weil sie schon wusste, was er vermutete. Und wenn sie so an Elkes Gesicht dachte, fand sie die Situation mitlerweile ziemlich belustigend, auch wenn es damals noch unter einem ganz anderen Schleier lag.
Martin schaute sie nur an und brachte wieder ein breites Grinsen über sein Gesicht.,,Ne oder? DU warst das?", sprach er seine Vermutung aus und lachte wieder, nachdem Gretchen kurz genickt hatte.

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20.04.2009 21:58
#146 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Die beiden waren so in sich vertieft, dass sie gar nicht bemerkten, wie schnell der Abend kam. So hatten sie sich spät noch auf eine der vielen Parkbanken gepflanzt und beobachteten den Fortschritt der Sonne, die am Horizont langsam schwand. Doch mit der sinkenden Sonne, gingen auch die Temperaturen zurück, sodass Gretchen ein wenig kühl wurde. Der blonde Mann wendete sich kurz von dem Wechsel von Tag zu Nacht und sah, dass die Chirugin Gänsehaut bekam. Als er seinen Blick von seiner dunklen Hose und seinem blauen Shirt nahm, fiel ihm die etwas abgenutze Lederjacke ein. Die sollte ihr genügen. Also zog er sie schnell aus und streifte sie Gretchen über.,,Danke", flüsterte sie leise und suchte sein Gesicht. Doch der Tierarzt schaute weiter auf den Sonnenuntergang. Schließlich richtete sie sich auch wieder geradeaus. Als die Sonne letztendlich hinter den Straßen Berlins versank, fand Dr. Beck seine Sprache wieder:,,Wunderschön,nicht wahr?" ,,Ja" entgegnete sie nur. Offenbar hatte er für einen Moment in Gedanken geschwebt, denn man sah ihm zwischendurch seine verträumten Gesichtzüge an, die er zur Natur warf. Doch nun, da der rote Ball verschwunden war, schien er wieder in der Realität angekommen. Denn diese Blicke schenkte er nun seiner Banknachbarin, die diese zwischendurch erwiderte. Man merkte eine gewisse Chemie in der Luft, auch wenn sich dort zwei Menschen ansahen, die sich kaum kannten. Doch statt irgendeiner diese Sotuation nutzt, steht Martin auf und reicht ihr seine Hand. Denn als wenn er hell sehen könnte, gähnte die Assistenzärztin erst einmal, bevor sie in seine Hand fasste. Einen Moment hielten die beiden inne. Bis Gretchen ihre Hand wieder seiner entzog.,,Anstrengender Tag heute?", fragte Martin danach.,,Du weißt ja, die Arbeit ruft! Und ich muss morgen wieder zeimlich früh Marcs Launen ertragen!" Er guckte etwas irritiert, verstand aber dann.,,Ich nehme mal an Marc ist dein hochgerühmter Oberarzt ist", sie nickte, ,,Dann sollten wir uns langsam auf den Weg zu dir machen, damit du deinen Schönheitschlaf noch bekommst, wobei du auch gut ohne auskommen würdest, wenn man es so sieht." Er grinste wieder über beide Ohren und sah in das rote Gesicht einer Ärztin. ,,Ja ich denke wir sollten dann Mal", brachte sie noch heraus.
Vor dem Haus der Haases hielt Martin dann an und stieg mit aus.,,Nicht das wir es vergessen, diesmal hätte ich gerne deine Nummer, wenn nichts dagegen spricht?" ,,Gerne", sagte sie ihm und diktierte ihm ihre Handynummer und rechte ihm zudem seine Jacke.

Soweit so gut. Aber wie soll ich mich jetzt von ihm verabschieden?

Martin nahm ihr den Gedanken ab und gab ihr einen Kuss auf die Wange. ,,Schlaf schön", zwinkerte er ihr noch zu, bevor er wieder in sein Auto stieg.

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Ann Offline

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21.04.2009 00:12
#147 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sabine begrüßte Gretchen zur Mittagspause gleich mit den Worten:,,Frau Doktor, Ihr Handy blinkt schon die ganze Zeit und macht alle fünf Minuten ein Geräusch."

Mein Handy? Wer ruft mich denn jetzt an ... bestimmt wieder meine Mutter!

Sie nahm Sabine das Handy aus der Hand und dankte ihr noch.

Eine SMS? Nummer unbekannt? Wer ist das denn?!

Da meldete sich kurz Sabine zu Wort:,,Wer ist denn Martin?" Die Ärztin drehte sich entsetzt um.,,Sie haben meine SMS gelesen? Gehts Ihnen gut?" Sabine erschrak kurz, weil die Assistenzärztin ein wenig laut geworden war.,,Ja, mir gehts gut", winselte sie noch.

Gott, hab bitte erbarmen! Wie kann man nur ... ach vergessen wir das!

Gretchen tippte noch ein wenig auf dem Handy rum, bis sie die SMS geöffnet hatte.

Na Dörnröschen hast du dich gut erholt? Ich dachte mir ich schicke dir ein wenig Abwechslung. Du weißt schon, damit du deinen Oberarzt nicht nervst :D
Liebe Grüße
Martin


Ist das süß. Da ist ja noch ein Bild. Ein paar Witze und Bilder. Er ist wirklich aufmerksam ...

,,Woher kennt er denn Dr. Meier?" Gretchen drehte sich gereizt zu Sabine um, die mitlerweile hinter ihr stand. ,,Schwester Sabine, müssen Sie nicht noch Akten sortieren? Aber nur damit Sie Ruhe geben: Ich bin Männer im Moment satt!" Die Schwester musterte sie ungläubig.,,Das hört sich aber nicht so an, als wenn Martin nur Freundschaft will." ,,Lassen Sie das mal mein Problem sein!"

Hilfe, warum muss Sie immer so neugierig sein? Werde kurz antworten: (Wenn ich jetzt einen Roman schreibe, bin ich heute noch nicht fertig! Diese blöden Tasten ...)

Lieber Martin,
Danke für deine Nachricht. Ich geb mein Bestes!
Liebe Grüße
Getchen


,,Senden"! Na bitte geht doch. Darauf gönn ich mir erstmal einen Schokopudding. Aber mein Handy kommt mit!

Doch vor der Fahrstuhltüre wartete niemand anderes als Marc Meier. Sie war kurz davor wieder die Treppen zu steigen, als sie sich wieder dagegen entschied. Denn man konnte ja nicht ständig davonlaufen. Also stellte sie sich neben ihren Oberarzt und wartete auf das Gefährt. Dennoch herrschte peinliche Stille, auch als sie schließlich alleine im Fahrstuhl standen. Plötzlich klingelte Gretchens Handy wieder. Sie zückte es und Marc sah sie erstaunt an. Er fragte sich, seit wann sie simst und vor allem mit wem? Als sie dann auch noch auf den Tasten rumfummelte und schließlich strahlte, als sie ihre Nachricht las, brannte bei ihm etwas durch.

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22.04.2009 20:17
#148 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Als dir Assistenzärztin ihr Handy zuklappte, erschrak sie kurz, da sie in die Augen ihres Oberarztes blickte. Offenbar hatte er außerdem den Stop - Knopf gedrückt, denn sie spürte keine Fahrtbewegung mehr. Nach der Feststellung sah sie wieder zu Marc hoch und erahnte seine Absichten, als er ihr näher kam. ,,Noch einen Schritt und du bereust es!", schrie sie. Doch er hörte gar nicht auf sie, sondern näherte sich Gretchen. ,,Ist mir egal", entgegnete er schließlich. Dann war er so nah, dass er sich ihren Lippen näherte. Gretchen jedoch zwang sich ihm nicht in die Augen zu sehen und so wich sie schnell zur Seite und stellte sich ein paar Meter weit weg hin. Marc stöhnte kurz, was ziemlich genervt klang und lehnte sich wieder an die Fahrstuhlwand. ,,Was zum Teufel ist dein Problem?", fragte er dann. ,,Mein Problem? Kannst du dir das nicht denken? Oder hast du dir dein Gehirn auch schon rausgev*****?" zickte sie schon fast. Marc war von der ganzen Situation genervt und sagte:,,Mein Gott, wir waren doch nicht zusammen - zumindest nicht wirklich ... Außerdem hattest du auf deinem Geburtstag doch auch keine Probleme damit." ,,Ach schön, dass du das so siehst! Du machst es dir auch immer einfach. Keine Verpflichtungen, kein gar nichts. Hauptsache der feine Herr ist immer schön raus aus der Sache. Aber sobald es ernst wird immer wieder abhauen. Das war mal wieder so offensichtlich", erwiderte die wutendbrannte Gretchen. ,,Was hast du erwartet?", fragte er nachdem einige Zeit Stille herrschte. ,,Wie wärs, wenn du damit anfängst dein Gesagtes einzuhalten." ,,Die Hochzeit ...", raunte er und wollte fortfahren, als seine Assistenzärztin ihn unterbrach:,,Und jetzt sag nicht wieder, dass sie nicht statt finden wird. Die Platte hatten wir schonmal und sie ist zersprungen." Daraufhin schwiegen sie sich wieder an. ,,Und jetzt?", fragte Gretchen, als sie sich wieder beruhigt hatte und starrte in die Gegend, um Marc nicht anzusehen. Doch ihr Oberarzt drückte nur wortlos den Knopf und das Gefährt setzte sich wieder in Bewegung. Als Gretchen dies bemerkte, ging sie zu ihm rüber und drückte den Knopf erneut. ,,Und jetzt wieder davon laufen, dass kannst du doch am besten." ,,Gut, dann nenn du mir doch bitte eine Lösung!", erwiderte er. ,,Das mit uns ... ich meine .. wir beide haben keine Zukunft", flüsterte Gretchen schon fast. ,,Dann hätten wir das ja geklärt" und er drückte wieder den Schalter.

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24.04.2009 22:23
#149 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Als der Aufzug auf der Station der Cafeteria antraf, verließen ihn beide so schnell wie möglich. Dabei wären sie fast ineinander gerannt. Während Gretchen sich einsam an einen Tisch setzte, verschwand der Oberarzt auf die Terasse, um sich eine zu rauchen.

Ich hoffe, dass er das wirklich ernst nimmt ...
Oh Gott, der Tag wird ja immer besser! Jetzt kommt auch noch die schwangere Bald - Ehefrau dazu. Die hat ja richtig zugenommen, aber einen Bauch kann man erst langsam erahnen. In welchem Monat ist sie eigentlich? 3., 4.? Egal, ist schließlich ihr Problem. Ständige Stimmungschwankungen, Brechanfälle, Heißhungerattaken, Müdigkeit und dazu noch so einen Vater. Das muss man sich einmal vorstellen! Marc und ein Kind! Der kann sich selber doch nichtmal unter Kontrolle halten, wie soll das erst in einer Ehe mit Kind laufen. Nein, ich entwickel jetzt kein Mitgleid für Gabi. Immerhin hat sie sich das ja ausgesucht ... Obwohl, wenn da nicht der Antrag ... ach egal.
Jedenfalls bin ich da doch noch deutlich besser dran, als Gabi! Gut, der Mann den ich liebe heiratet bald. Aber daran kann ich jetzt auch nichts mehr ändern. Muss ihn einfach vergessen. Ich glaube ich frage Martin gleich mal, ob er denn heute schon etwas vorhat!


Doch alles schien für die Ärztin heute nicht gemacht zu sein. Denn ihr Oberarzt schikanierte sie nach ihrem Streitgespräch, Sabine nervte mit Beziehungstipps aus einer Zeitschrift und Martin hatte ihr für diesen Abend auch abgesagt. Er hatte ihr aber ein Date für morgen zugesagt. Dies war wenigstens ein Lichtblick, sodass Gretchen ein wenig aufgemuntert nach Hause fuhr. Doch auch diese kurzweilige Stimmungsänderung verschwand wieder, als ihre Mutter sie zu einem Essen mit ihr und ihrem Inder drängte. ,,Mama, was soll ich denn da mit euch? Geht doch lieber alleine!" ,,Aber Kind, deswegen will ich doch, dass du mitkommst! Ihr sollt euch besser kennen lernen. Du kennst ihn doch gar nicht!" Nachdem Bärbel ihr einen bittenden Blick zuwarf, überwand die Ärztin sich:,,Aber ich suche das Restaurant aus!"

Will schließlich nicht wieder in DEM Restaurant landen. Das kann ja wieder was werden. Bin ja mal gespannt, wen meine Mutter sich da geangelt hat. Ich hoffe, er ist nicht so verrückt, wie einer von denen, die Sabine aufnimmt. Die sind nämlich immer ähnlich ... sagen wir 'außergewöhnlich' gekleidet.

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24.04.2009 23:59
#150 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Bärbel umarmte ihre Tochter erst einmal vor Freude. ,,Ich freu mich. Du wirst sehen, er ist sehr sympathisch!" Gretchen grinste gequält.
Am Abend machten sich die drei dann auf zu einem Restaurant in der Innenstadt, dass Gretchen zuvor ausgewählt hatte. Ihr war es anfangs leicht unangenehm durch die halbe Stadt zu laufen, da Hridayesh alle Blicke mit seiner außergewöhnlichen Kluft auf sich zog. Selbst zu diesem Abend bestand er auf seine indische Tradition. Außerdem fand Gretchen ihn seltsam ruhig. Bis dahin hatte er seinen Wortschatz deutlich zurückgehalten. Als sie dann am Tisch saßen und bestellten, drohten sich die nächsten Probleme an. Aufgrund seiner neuen Religion dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis der Deutschinder das richtige Essen, das Bärbel dann natürlich auch gleich bestellte, ausgewählt hatte. Immer noch war es ziemlich schweigsam am Tisch und die Ärztin fragte sich, wie die beiden zueinander gefunden hatten, denn ihre Mutter braucht eigentlich immer viel Kommunikation. Doch als sie das ein oder andere Glas Wein getrunken hatte, zügelte sich die Zunge des Ausländers nicht mehr und er begann zu erzählen. Anfangs belehrte er die beiden Frauen über die Kultur Indiens und ihre Besonderheiten. Gretchen fand es sehr interessant andere Lebensweisen kennen zu lernen, deswegen folgte sie ihm aufmerksam. Irgentwann kamen sie auch auf das Thema 'Männer und Beziehungen' zu sprechen. Zu Gretchens Verwunderung konnte man Hridayesh zum Teil wirklich in die Kategorie Frauenversteher einorndnen. In dem Punkt war er eben doch noch europäisch geblieben. Er verstand wovon er redete. Nur als Bärbel ihm von Gretchens Männergeschichten erzählte, wurde Gretchen die Sache zu persönlich. Immerhin wusste nichtmal Bärbel alles.

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