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Dieses Thema hat 295 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Ann Offline

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05.03.2009 22:16
#101 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sabine schaute sie immer noch an, als ob sie eine Antwort erwarten würde. Gretchen grinste daraufhin nur gequält und widmete sich wieder ihrem Schokopudding. Gerade als sie sich einen Löffel davon genommen hatte und wieder aufblickte, sah sie Gabi in die Cafeteria stampfen. Gretchens Laune verschlechterte sich nur in dem Moment und sie machte einen zornigen Gesichtsausdruck in Richtung der Krankenschwester. Sabine sah ihr Gesicht und verfolgte den Blick. Gretchen sah, dass Gabi und eine andere Schwester mit einem Tablett in den Bereich der Tische trat. Dann sah die Ärztin sich um. Der Tisch neben ihnen war frei, so wie einer in der Ecke.

Bitte lieber Gott! Lass sie nicht hierhin ...
Das war ja klar. Die beiden kommen geradewegs hierhin. Warum immer ich?
Kannst du nicht jemand anderen strafen?


Gretchen versuchte Gabi einfach zu ignorieren und unterhielt sich weiter mit Sabine. Doch dann fiel immer häufiger Marcs Name in Gabis Gespräch, sodass Gretchen neugierig wurde. Die Verlobte merkte, dass es am Tisch neben an ruhiger geworden ist und holte dann zum finalen Schlaga aus.,,Heute Abend ist Marc mal wieder nicht da. Angeblich ist er mit seinem Freund in der Disco. Aber wenn du mich fragst - Treue ist zwar wichtig - trotzdem bin ich mir bei seiner Vergangenheit da nicht so sicher. Deswegen überlege ich noch ihm nicht zu folgen. Er sucht sich doch bestimmt wieder nur eine Neue." Die nichts- ahnende Schwester gegenüber sagte:,,Aber du musst ihm doch mal vertrauen. Wenn er dich heiraten will, zeigt es doch, dass er sich geändert hat. Also bleib heute Abend doch mal zu Hause und mach dir darüber keine Gedanken." ,,Ich glaube du hast Recht.", antwortete Gabi noch. Sie hatte damit wohl ein paar Gerüchte über ihre 'Beziehung' in die Welt gesetzt, aber das war der Schwester egal. So lange Marc sie heiratete, waren ihr die anderen gleichgültig. Hauptsache Gretchen würde erst einmal schlucken. Die Frauen unterhielten sich noch über die Disco, sodass der Name deutlich wurde.

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,,Es gibt unter den Menschen mehr Kopien als Originale."

Ann Offline

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06.03.2009 23:29
#102 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Die zukünftige Frau Meier ist also misstrauisch? Jetzt bin ich völlig verwirrt.
Was soll das Ganze? Ich meine Marc will Gabi nicht heiraten und Gabi misstraut ihm völlig. Wie alt sind die beiden eigentlich? Man heiratet doch nicht nach Lust und Laune.
Auf was hab ich mich da eingelassen? ...
Sabine liegt mir seit dieser Mittagspause mit dieser Disco in den Ohren. Sie meint, dass ich da doch mal hingehen sollte. Warum auch immer.
Das werde ich mit Garantie nicht tun. Wer weiß was Gabi wieder erzählt hat. Bei ihr kann man sich nie sicher sein.
Muss Schluss machen, Marc kommt gerade ins Stationszimmer.


,,Leg den Stift bei Seite. OP fängt gleich an." Gretchen verstaute ihr Tagebuch noch schnell im Spind, bevor sie Marc folgte.

Und was ist wenn Gabi doch Recht hat?

Die Ärztin stieg gerade mit ihrem Oberarzt in den Fahrstuhl. Dann fragte sie:,,Du Marc?" ,,Jap?" Dabei drehte er sich in ihre Richtung und sah ihr in die Augen. Dabei hatte Gretchen schon fast vergessen, was sie fragen wollte. Weil sie abgelenkt war und nicht weiter antwortete, sagte er:,,Was gibts?" Sie rüttelte sich kurz wach und fragte erneut:,,Äh...ich...hast du heute Abend schon was vor?" ,,Eigentlich schon. Aber was immer du willst, wir können es morgen nachholen." Dabei grinste er sie an. ,,Was machst du denn?", fragte sie weiter.,,Bin nur mit einem Kumpel unterwegs. Wieso?" ,,Nur so..."

Scheinbar stimmt es. Das Gleiche hat er auch seiner (grrr) Verlobten gesagt. Obwohl ... dann kann man sich ja nicht sicher sein. Also entweder er hat die Wahrheit gesagt oder uns beide angelogen.
Ich vertraue ihm.

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Ann Offline

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09.03.2009 22:52
#103 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nach der OP ging Gretchen wieder ins Stationszimmer. Auch Marc uns Sabine sind dorthin gegangen. Der Oberarzt hat jedoch nur eine Akte wieder abgelegt. Als dieser in den Aufzug verschwunden ist, setzte Sabine sich zu Gretchen.,,Frau Doktor, wollen Sie sich das nicht nochmal überlegen mit der Disco? Ich meine wenn Sie und Doktor Mei -." Da unterbrach Gretchen Sie:,,Schwester Sabine., ich sag es nur immer wieder: Nein. Warum sollte ich auch?" ,,Aber Sie haben Dr. Meier viel mehr verdient als Schwester Gabi. Seit dem Sie hier sind hat er sich verändert und zwar zum Positiven. Früher hat er jede Woche eine neue Frau gehabt, die sogar hier aufgetaucht sind. Und er hat sich nie für die Patienten interessiert. Aber seit Sie da sind scheint ihn das immer mehr zu kümmern. Frauen tauchen hier auch nicht mehr auf und wie er Sie anschaut - Also wenn Sie mich fragen, Frau Doktor, ist er Hals über Kopf in Sie verliebt. Und wenn Sie da heute Abend nicht wegen Dr. Meier hin wollen, dann wenigstens, weil Sie einer Kollegin, die gerne Mal wieder feiern gehen würde, einen Gefallen tun wollen."

Wusste gar nicht, dass Sabine so viel Überzeugungskraft hat.
Aber Marc war Mal noch großkotziger als jetzt? Kaum vorzustellen.


Gretchen schmunzelte immer noch, während die Schwester sie erwartungsvoll ansah. Sie blickte in Sabines Gesicht und sagte dann:,,Schön, dann komm ich eben mit. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, was ich da soll." Daraufhin strahlte Sabine.,,Geht doch", murmelte sie noch.,,Was haben Sie gesagt?", fragte Gretchen. ,,...Nichts...", sagte Sabine schleppend.

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Ann Offline

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11.03.2009 22:03
#104 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gegen Abend wartete Gabi vor der Disco. Marc hatte sie vor etwa einer viertel Stunde mit Eric dort reingehen sehen. Ihre Freundin ließ auch nicht lange auf sich warten. Gabi erkannte sie schon von weitem.,,Hey Sabrina!" Die Krankenschwester gab ihr ein Küsschen rechts und eins links. ,,Du siehst perfekt aus.", sagte Gabi und schaute an ihrer Freundin runter. Diese hatte ihre betontesten Sachen angezogen. Sie bedankte sich noch bei Gabi, bevor die Krankenschwester ihr noch erklärte:,,Also du weißt was du zu tun hast. Falls es nicht klappt, schütt ihm die hier ins Glas. Aber nur im Notfall." Gabi gab ihr ein Fläschen mit K.O. Tropfen.,,Der Typ muss sich das Ganze wohl ganz schön verdient haben. Der wird sich das wohl nächstens zweimal überlegen, ob er sich mit dir anlegt. Und wehe er sieht nicht so gut aus, wie auf dem Foto." Sabrina steckte die Flasche in ihre Tasche, bevor sie von Gabi in die Disco geschoben wurde.,,Achja und ... besorg mir sein Handy, wenn du ihn soweit hast. Ich bin hier draußen.", sagte Gabi noch. Dann ließ sie ihre Freundin alleine vor dem Türsteher stehen, der sie reinwunk und verschwand wieder in ihr Versteck.
Drinnen saß Marc mit seinem Freund an der Bar. Eric versuchte ihm weiß zu machen, dass er die Frauen, die ihn die ganze Zeit umschwirrten, doch einmal ansprechen sollte. Aber Marc lehnte immer wieder dankend ab. Aus einem Grund, den er sich nicht erklären konnte, hatte er dabei nämlich ein schlechtes Gewissen. Früher ist ihm das nie in den Sinn gekommen. Wozu auch? Bei Frauen brauchte er das ja auch nicht haben. Schließlich war da selten etwas Festes gewesen. Und selbst wenn - aufgehalten hatte ihn das auch nicht. Was also hat dazu geführt, dass sich das ändert? Dabei kamen ihm Ninas Worte wieder in den Sinn:,,Ich hatte keine Lust dir beim großwerden zu zusehen". Vielleicht war es ja das. Er war älter geworden. Die Zeit des Feierns und sorglosen Lebens war längst vorbei. Jetzt ist wohl die Zeit, an der er Verantwortung übernehemen müsste. Das konnte er noch nie gut. Und inwiefern? ,,Das einzig reife in deinem Leben ist dein Job", erinnerte er sich weiter. Wenn er seinem Gewissen und seinem Bauchgefühl folgen würde und diese verantwortungslose Hochzeit loswerden wollen würde, stände sein Job in Gefahr. Er musste schmunzeln. Wer kann einem schon sagen, was richtig ist und was nicht? Dieses ständige schwanken, was wichtiger sein könnte, machte ihn noch wahnsinnig. Dazu kam noch die Erkenntnis, dass er älter geworden war und sich nicht mehr unberechenbar durchs Leben stürzen konnte. Dies senkte seine Stimmung zusätzlich. Eric, der den grummeligen Marc auch nicht länger ertragen wollte, verschwand auf die Tanzfläche. Der Oberarzt sah nur verloren in sein Bier und trank es schließlich aus.

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Ann Offline

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11.03.2009 22:26
#105 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Dann starrte er das Glas gedankenverloren an, als er angesprochen wurde.,,Von alleine wird das Glas aber nicht voll." Marc sah zu seiner rechten, wo die Frau stand. Der Arzt blickte nur wieder auf sein Glas und antwortete nicht.,,Ich geb dir auch eine Runde aus." Marc blickte wieder zu ihr. Jetzt betrachtete er sie genauer. Sie war attraktiv - ohne Frage - aber warum tat sich bei ihm nichts? Vorher hätte er so eine Frau nie allein nach Hause gehen lassen. Und jetzt? Es wurmte ihm wieder. Er stellte das Glas ab und sagte:,,Wollte sowieso gerade gehen." Sabrina versuchte ihre weiblichen Reize spielen zu lassen und setzte sie gekonnt in Szene. Dann rückte sie näher an ihn heran.,,So einfach kommst du mir aber nicht davon." Marc schaute ihr direkt in den Ausschnitt und ließ sich dann doch überreden. Er verdrängte seine vorherigen Gedanken und versuchte sich noch einmal selbst zu beweisen, dass es noch nicht soweit mit ihm gekommen war. Aus dem einen Bier wurden dann zwei, drei usw. bis man es Marc anmerkte. Sabrina hatte deutlich weniger als er getrunken. Aber genau das, war auch ihr Ziel gewesen. Schließlich redete der Oberarzt immer mehr und immer unverständlicher. Plötzlich begann er zu jammern von Gretchen und der Hochzeit. Sabrina nervten seine Worte nur noch. Sie hatte sich das Ganze etwas anders vorgestellt. Sie wollte sich nicht nur irgentwelche Probleme anhören. Als Marc dann kurz, wegen dem vielen Bier, zur Toilette verschwand, beschloss sie kurzerhand die Tropfen in sein Glas zu kippen. Kurz darauf kam Marc dann auch wieder und nahm gleich einen kräftigen Schluck von seinem Getränk.

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Ann Offline

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11.03.2009 22:36
#106 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Ich weiß immer noch nicht, ob das so eine gute Idee war." ,,Was haben Sie schon zu verlieren?", erwiderte Sabine. Die beiden saßen gerade auf dem Weg in die Disco in Sabienes Auto. Es hatte sich alles etwas hinausgezogen, da Gretchen nocheinmal überredet werden musste. Denn sie wollte nicht wirklich Marc hinterherspionieren. Denn egal wer Recht hatte, sie hätte immer das Nachsehen. Denn wenn Gabi Recht hatte, was Gretchen einfach mal verdrängte, würde das kein schöner Anblick werden. Und wenn sie Marc glaubte würde der sie bestimmt irgentwann erblicken und dann hätte sie ihr Misstrauen deutlich gemacht.,,So wir sind da", riss Sabine sie aus ihren Gedanken. Die Schwester parkte den Wagen ganz in der Nähe. Ein kleines Stück mussten sie dennoch laufen, da schon viele ihnen zuvor gekommen waren.
Gabi war froh, wo sie Gretchen und Sabiene erblickte. So musste sie sich um das Problem wenigstens nicht mehr kümmern. Denn sie war sich nicht sicher gewesen, ob die Ärztin wirklich kommen würde. In dem Fall hätte sie sich Marcs Handy schon früher aneignen müssen, um sie ein wenig zu locken.

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Ann Offline

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11.03.2009 22:38
#107 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen musste ein wenig grinsen, als sie daran dachte, was Sabine sich angezogen hatte, um an dem Türsteher vorbei zu kommen. Sie hatte sich in ihre engen Teenieklamotten gequetscht. Zwar sahen diese noch etwas '80 like' aus, aber es hatte gewirkt. Die beiden kamen vorbei. Als Gretchen dann den Raum betrat, den man schon die ganze Straße lang wegen der Musik gehört hatte, sah sie zunächst nirgentwo ihren Chef. Sie setzte sich zunächst mit Sabine an die Bar und bestellte sich einen Drink. Nachdem sie diesen dann gereicht bekommen hatte und genüßlich daran schlürfte, ließ sie ihren Blick nochmal durch den Raum schweifen. Schließlich verschluckte sie sich. Sie musste zweimal in die dunkle Ecke blicken, um zu glauben, dass Marc mit einer gut aussehenden jungen Frau wild rumknutschte. Tränen sammelten sich in ihren Augen. Jetzt sah auch Sabine, die sich vorher noch nett mit dem Barkeeper (er fand es nicht ganz so nett, sondern war eher genervt)
unterhalten hatte, ihr trauriges Gesicht. ,,Frau Doktor, was ist de-." Dann sah auch sie in die Ecke.,,Oh", sagte sie daraufhin nur. Dann setzten sich die beiden in der Ecke in Bewegung. Sie gingen geradewegs in die daneben liegenden Toiletten. Jetzt liefen Gretchen die Tränen nur so die Wange herunter.,,Das ... tut ... mir Leid!", stammelte die Krankenschwester.,,Schon gut. Sie können ja nichts dafür, dass ... dass ich immer wieder dumm genug bin, um ... mich auf Männer einzulassen.", schlurzte sie.,,Sollen wir wieder fahren, Frau Doktor?" ,,Warten Sie noch .." Daraufhin stand Gretchen auf. Sie begab sich geradewegs Richtung Ecke, wo die beiden vorher standen. Dort lehnte sie sich an die Wand und wartete. Trotz der lauten Musik war das einzige Geräusch, das sie vernahm, das Stöhnen, was aus der daneben liegenden Toilette kam. Dabei strömten die Tränen nur so aus ihr heraus.Irgentwann wurden das Gestöhne weniger, bis es schließlich ganz verstummte. Wenige Minuten später trat Marc wieder in den Raum. Er machte sich noch den Hosensteil zu. Dann erblickte er Gretchen, die wenige Meter neben ihm stand. Er ging langsam auf sie zu.,,Gretschen", nuschelte er. Ihr strömten nur noch mehr Tränen die Wange runter. ,,Ey nischt weinen", sagte er und grinste sie unverschämt an.,,Sag mal hast du sie nicht alle? Ich wusste, dass du dich nicht geändert hast. Ich hab keinen Bock mehr auf leere Versprechungen." Er trat ihr näher.,,Was hascht du denn?" ,,Lass mich in Ruhe! Du solltest mal deine Fahne riechen!" ,,Des war nur ein Bier, vielleischt uch zwei!" Er grinste sie weiter unverschämt an und blinzelte durch seine Augen. Dann trat auch noch diese Frau neben ihn.,,Du bist so ein Arschloch! Das war doch alles nur Heuchlerei ... und mit der Hochzeit und ...", schrie Gretchen ihn an. Dann knallte sie ihm eine und zwar so, dass man es im Umfeld hören konnte.

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Ann Offline

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11.03.2009 22:47
#108 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie war froh, dass es da noch die Musik gab, sonst hätte wohl die ganze Disco sie angestarrt. Er hielt sich die Wange.,,Isch weiß gar nischt was dein Problem ischt." Draufhin holte sie nochmal aus und ohrfigte ihn erneut. Dann wurde ihr alles zu viel. Marc und diese billige Frau, die fröhlich tanzenden Menschen, während sie gerade im Elend versank. Sie stürmte aus der Disco. Vor der Tür ließ sie sich heulend an der Wand nieder und schlurzte nur so in sich hinein. Zwischendurch bekam sie vor lauter weinen kaum Luft. Es machte einfach nichts mehr Sinn. Sie saß einfach nur da und weinte vor sich hin, ohne großartig nachzudenken. Es waren die letzten kalten Tage draußen, sodass ihr Körper fror. Aber nicht einmal das bemerkte sie. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit beruhigte sie sich wieder ein wenig und rieb sich die Augen.

Was ... wirklich was hab ich dir getan lieber Gott? Musst du immer wieder Hoffnungen zerstören? Ich dachte wirklich er hat das ernst gemeint ... die Hochzeit abzusagen.
Es war alles nur gelogen und eine billige Masche, auf die ich wie immer mal wieder rein gefallen bin.
Wie konnte ich nur so blöd sein?


Einige Tränen kullerten ihr noch die Wange runter, bis Gretchen sich tränenleer fühlte. Jetzt merkte sie auch den kalten Boden unter ihren Beinen. Und dann schließlich Sabine, die wohl schon etwas länger dort saß. Als die Krankenschwester merkte, dass die Ärztin sich langsam beruhigt hatte, zwang sie sie aufzustehen. Dann zerrte Sabine sie zum Auto. Denn Gretchen schien die ganze Zeit über geistesabwesend. Sie konnte sich in dem Moment einfach nicht klar über ihre Situation werden. Deswegen schwieg sie auch und zwang sich nicht all zu viel zu denken, um schneller zu vergessen.
Gabi derweil hatte die Assistenzärztin beobachtet und war sichtlich zufrieden, dass ihr Plan so einfach aufgegangen war. Sie schlich sich aus ihrem Versteck und trat in die Disco. Am Tresen sah sie Sabrina und Marc. Ihr Verlobter war mit dem Kopf auf der Theke eingeschlafen.,,Ich hab gesagt nur im Notfall sollst du die Tropfen nehmen. Naja aber das war sehr gut, danke. Obwohl so abwegig war das mit den Tropfen dann auch wieder nicht ... Ich hab da so eine Idee ..." ,,Ich muss sagen Marc war wirklich nicht schlecht. Woher kennst du ihn? Aber du hättest mir ruhig sagen können, dass seine Ehefrau hier aufkreuzt!", sagte Sabrina.,,Sie ist nicht seine Ehefrau oder seine Freundin oder sonst irgentwas!" ,,Echt?! So haben die beiden sich aber aufgeführt - wie ein streitendes Ehepaar." Sabrina verdrehte die Augen.,,Äh...ja! Hast du das Handy und hilf mir lieber ihn in ein Taxi zu schleppen!", sagte Gabi noch, bevor sie versuchten Marc aus der Disco zu kriegen.

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Ann Offline

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11.03.2009 23:47
#109 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Kapitel 22

Gabi hatte Marc am gestrigen Abend nur mühevoll mit in ein Taxi und dann in seine Wohnung geschleppt. Danach hatten sie ihn direkt ins Bett gelegt. Gabi hatte sich noch schnell von Sabrina verabschiedet, bevor sie begonnen hatte Marc auszuziehen. Schließlich ist auch sie leicht bekleidet in das Bett gestiegen und hatte sich Marcs Handy zur Hand genommen. Sie hat sich einige SMS angesehen. Anfangs hatte sie nur welche von Eric gefunden, der noch geschrieben hatte, wo Marc denn abgeblieben wäre. Doch als sie weiter zurückgeschaut hatte, hatte sie nur einen Namen gefunden.,,Gretchen, Gretchen, Gretchen ... ich kanns nicht mehr hören!" Sie hatte das so laut gesagt, dass Marc sich auf die andere Seite gelegt hatte. Sie hätte jetzt einen Elefanten auf ihm reiten lassen können und er hätte es nicht gemerkt. Gabi hatte sich Mal wieder nach ihren Zeiten mit Marc gesehnt. Auch wenn sie damals unzufrieden war, weil sie nur Sex hatten. Jetzt hätte sie viel drum gegeben, wenn Marc wieder mit ihr geschlafen hätte. Aber sie hatte sich gedachte, dass das jetzt auch nicht mehr lange dauern würde, wenn sie ihn erstmal wieder im Griff hätte. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht hatte sie sich an Marc gekuschelt und war eingeschlafen.
Jetzt stand sie am Fenster und rauchte sich eine Zigarette. Sie war immer noch nur in Unterwäsche. Sie hatte sich noch ein wenig die Haare durchwuschelt und Marc hier und da mit Lippenstift versehen. Außerdem hatte sie mit Spülmittel nochmal über Marcs Gesicht gewischt, sodass sein Abdruck von der wohl recht heftigen Ohrfeige Gretchens deutlich wurde. Mitlerweile war es nachmittag und ihr Verlobter war immer noch nicht aufgewacht. Doch als sie gerade darüber nachdachte, hörte sie Geräusche aus dem Bett.
Marc wachte gerade auf. Noch hatte er die Augen geschlossen, da er sich erst schmerzhaft an den Kopf fasste. So Kopfschmerzen hatte er noch nie gehabt. Dann setzte er sich auf und öffnete die Augen. Er sah geschockt durch den Raum und sah Gabi am Fenster stehen. Seine Augen wurden größer. Was macht er in seiner Wohnung? Da fällt ihm ein, warum hat er so Kopfschmerzen? Was war da passiert? ,,Ehm ... was mach ich hier?", fragte er. Gabi drehte sich um und sah in sein schockiertes Gesicht. Der Oberarzt blickte an sich herunter und sah, dass er nur in Boxershort dasaß. Was ihn aber noch mehr schockierte war, dass der Lippenstift der gewisse Körperstellen zierte, identisch mit dem war, den Gabi an ihren Lippen verschmiert trug. Dann bemerkte er seine brennende Wange und rannte ins Bad. Er sah in den Spiegel und bemerkte seine rote Wange, die leichte blaue Flecke hatte. Schockiert ging er zurück in sein Schlafzimmer, wo immer noch die rauchende Gabi stand. Dann setzte er sich zurück auf das Bett. Gabi grinste hämisch, als sie sein Gesicht sah. ,,Was - ist - gestern passiert? Und warum rauchst du?", fragte er. Gabi drückte die Zigarette auf dem Fensterbrett aus und ging auf ihn zu.,,Das eine Mal wird unser kleines schon nicht umbringen.Hmm...aber schade, dass du dich nicht mehr daran erinnern kannst. Es war so ... unbeschreiblich geil und vor allem oft." Marcs Augen wurden immer größer. Schließlich setzte Gabi sich auf Marcs Schoß und flüsterte ihm ins Ohr:,,Tja Marc, ich hab ja gesagt, dass du besser wieder hier einziehen solltest. Aber du hast dich ja leider nicht daran gehalten." Sie küsste ihm am Hals, bis er sie von sich stoß. Er zeigte mit dem Finger auf sie:,,Du bist so... Ach vergiss es! Ich fahr jetzt arbeiten!" Leise fügte er noch hinzu, aber so das Gabi es hören konnte:,,Damit ich dich los bin." Gabi grinste wieder und sagte:,,Da würde ich jetzt nicht hin." Dabei deutete sie auf seine Wange. Er drehte sich wieder zu ihr um. Jetzt war er sprachlos. ,,Scheiße", brachte er nur heraus. Und dann noch,,Gretchen". Dann wurde er rasend vor Wut.,,Was hat sie da gemacht? Wie ... ich mein ... das kann doch alles gar nicht sein! Du mises ... hinterhältiges ... Miststück!", schrie er sie an. Sie wich ihm aus und sagte nur kalt:,,Ich geh duschen." Daraufhin verschwand sie im Bad und ließ den verdatterten Marc zurück.

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Ann Offline

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12.03.2009 22:53
#110 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Während Gabi sein Badezimmer belagerte rief er den Professor an und ließ sich für die Nachtschicht eintragen. Denn so konnte er unmöglich zur Arbeit erscheinen. Denn man sah ihm noch deutlich die Folgen des gestrigen Abends an. Außerdem quälten ihn die Kopfschmerzen, neben der Hoffnung, dass er sich doch wieder erinnern konnte. Aber nicht eine Sekunde wiederspiegelte sich. Das Unwissen machte ihn fast wahnsinnig. Es durfte einfach nicht wahr sein. Damit hätte er sich alles, was er in den letzten Wochen versucht hatte wieder gerade zu biegen, zerstört. Warum musste er auch ausgerechnet auf Gabi hereinfallen? Aber vor allem: Was hatte Gretchen von all dem mitbekommen?
Gretchen hatte die halbe Nacht wach gelegen. Erst klappte es den Abend zu verdrängen, doch als sie nicht einschlafen konnte waren ihre Gedanken zurückgekommen. Und wieder sind die Tränen gelaufen. Sie konnte einfach nicht wirklich glauben, dass Marc wirklich so skrupellos sein konnte. Vor allem warum sie das nicht vorher erahnt hatte. Warum war sie wieder auf ihn hereingefallen? Warum dachte sie, dass es diesmal anders war? Warum konnte sie nicht auch mal glücklich sein? Und vor allem: Wie sollte es jetzt weitergehen? Viele Fragen, auf die sie keine Antwort fand, wirrten ihr durch den Kopf. Sie war fast 30, single, kinderlos und das mit einem gebrochenem Herzen. Das einzige was ihr noch blieb, war ihr Job. Dort traf sie aber auch nur jeden Tag Marc und Mehdi, die ihr das Leben nicht einfacher machen würden. Spät in der Nacht war sie mit getrockneten Tränen eingeschlafen. Deswegen war sie auch erst am späten Nachmittag aufgewacht. Ihre Augen fühlten sich träge und müde an, als sie das Telefon aus dem Schlaf weckte. Sie hielt sich das Kopfkissen an die Ohren und wartete, bis das Klingeln verstummte. Endlich hörte sich kein Telefon mehr gnadenlos klingeln. Doch dann hörte sie Schritte auf der Treppe und kurze Zeit später wurde ihre Zimmertür förmlich aufgerissen. Sie blickte trotzdem nicht auf, sondern verharrte in ihrem Bett.,,Kind, was ist denn mit dir los? Du schläfst doch sonst nicht so lange!" Jetzt zwang sie sich doch einen verstohlenen Blick zur Tür zu werfen.,,Du siehst ja schrecklich aus! Was ist denn wieder los? Du weißt doch, du kannst uns alles erzählen", sagte Bärbel erschrocken.,,Mama, es geht mir gut. Könntest du mich bitte noch schlafen lassen." Bärbel beschloss ihre Tochter erstmal in Ruhe zu lassen. Außerdem wollte sie den Nachmittag noch mit Hridayesh in der Stadt verbringen.,,Gut .. aber dein Vater hat auf den Anrufbeantworter gesprochen. Du hast heute Nachtschicht, statt Spätschicht. Dr. Meier hat sie sich wohl verlegen lassen." In Gretchens Augen sammelten sich wieder Tränen.

Na ganz toll. Jetzt hab ich mal fünf Minuten nicht an ihn gedacht und meine Mutter fängt gleich wieder damit an. Jetzt muss ich nur noch den Heulkrampf lang genug unterdrücken, dann hätte der Tag schon mal etwas gutes.

,,Ja .. wir sind dann weg! Ruf an, wenn irgentetwas sein sollte", sagte ihre Mutter noch, bevor sie die Tür wieder schloss. Gretchen ließ ihren Kopf schwerfällig ins Kissen fallen. Sie schlurzte und weinte immer wieder, bevor sie dann wieder einschlief.

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Ann Offline

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12.03.2009 23:41
#111 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc ging fuhr mit einem mulmigen Gefühl zu Klinik. Er hatte weitmöglichst versucht seine Spuren zu entfernen. Frisch geduscht fuhr er also zur Arbeit. Seine Wange war aber trotz dessen noch leicht angeschwollen. Als er auf dem Parkplatz ankam, sah er Gretchens Fahrrad schon von weitem. Sie war also schon da. Er ahnte nichts gutes. Wenn er sich doch nur erinnern könnte. Aber das würde es wahrscheinlich auch nicht besser machen. Trotzdem beschäftigte ihn jetzt mehr, wie er mit Gretchen umgehen sollte. Er überlegte lange, bevor er aus seinem Auto stieg und in die Eingangshalle trat. Er musste ihr deutlich machen, dass er sich an gestern Abend nicht erinnerte. So könnte er es vielleicht stückweise wieder gut machen. Das wäre das Beste. Wer weiß, vielleicht hat Gabi auch nur wieder improvisiert und Gretchen wusste gar nicht, dass er gestern feiern war und dabei irgentwann sein Gedächtnis verloren hatte. Etwas ermutigt trat er in den Fahrstuhl.
Grechten saß derweil mit Sabine im Stationszimmer und schaute sich einige Akten an. Sie war lieber früher zur Klinik gefahren, um Marc nicht direkt über den Weg zu laufen. Sie sah vorsichtig auf die Uhr. Er müsste jeden Moment kommen. Ihr graute es ihm gleich wieder gegenüber zu stehen. Zu allem Überfluss entschuldigte Sabine sich immer wieder die ganze Zeit. Irgentwann reichte es Gretchen und sie sagte nur:,,Tun sie mir einen Gefallen und reden Sie bitte nicht mehr davon. Sie trifft keine Schuld. Wer weiß vielleicht war es auch besser so ..." Sie hatte sich immer noch nicht ganz im Griff. Deswegen sammelten sich immer wieder Tränen in ihren Augen und ab und zu kullerte eine ihre Wange herunter. Plötzlich hörte sie nähernde Schritte und schließlich stand Marc im Raum. ,,Hallo", sagte er nur leicht zögerlich. ,,Hallo, Herr Doktor", begrüßte Sabine ihn. Gretchen saß mit dem Rücken zu ihrem Chef und sie machte auch keine Anstalten dies zu ändern. Stattdessen streckte sie Sabine den Arm entgegen.,,Schwester Sabine könnten Sie mir mal bitte die Akte von Herr Fischer geben." Dabei klang sie ziemlih deprimiert. Denn sie musste wieder ihre Tränen zurückhalten. Marc merkte dies. Das machte ihn ebenfalls traurig. Die Krankenschwester sah flehend zwischen den beiden hin und her. Vorsichtig übergab sie ihr die Akte. Marc beschloss sich erstmal in sein Büro zu verziehen. Gretchen sah die Sache einfach viel ernster als er gehofft hatte. Am liebsten würde er sich in dem Moment für alles entschuldigen, so Leid tat sie ihm. Aber er wusste ja nicht einmal, was er verbrochen hatte. Also wozu unnötige Mühe machen?

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13.03.2009 00:17
#112 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc saß schon eine gefühlte halbe Ewigkeit in seinem Büro und bearbeitete Akten, die Sabine ihm immer wieder brachte. Jedesmal schaute sie ihn durchdringend eine Weile an. Bei ihrem letzten Besuch blieb sie noch einige Minuten stehen und sah ihn einige Minuten schuldbewusst an.,,Ist was?", fragte Marc.,,Finden Sie nicht, dass sie noch was gut zu machen haben?" Marc war nun völlig verwirrt. Was wusste Sabine denn schon davon? Wie kommt sie auf einmal ins Spiel? ,,Ich hab keine Ahnung wovon Sie reden! Und jetzt raus!" Die Krankenschwester stand gerade in der Tür und wollte sie wieder schließen, als sie noch sagte:,,Die Frau Doktor ist nur am weinen." Mit einem kurzen klicken fiel die Tür ins Schloss und sie war verschwunden. Sobald sie weg war warf Marc die Akte und den Stift auf den Schreibtisch und fuhr sich durchs Haar. Immer wieder musste er sich die Frage stellen: Was war nur passiert? Nur eins wusste er, dass er so schnell nicht Gretchens Vertrauen zurückgewinnen würde. Da müsste er schon zu höheren Mitteln greifen. Und dafür war er überhaupt nicht der Typ. Also was sollte er tun? Genau in dem Moment ging sein Pieper. Ihn erlöste der Unfall, denn die Arbeit lenkte ihn ein wenig ab, auch wenn er jetzt Gretchens abweisendes Verhalten ertragen musste. Als Gretchen bei Gordon ankam, war Marc schon da. Denn sie hatte noch etwas gezögert. Sie wusste selbst nicht, wie sie mit Marc umgehen sollte.
Ihr Oberarzt blickte sie in Erwartung auf eine Reaktion an. Denn sie war einfach nur schweigend neben Gordon und der Patientenliege hergegangen. Ein Schreien wäre ihm jetzt lieber, als dieses Schweigen und Nichtbeachten. Gordon übergab Marc den Patienten und die beiden Ärzte waren alleine. Gretchen, die einfach nur in Gedanken gewesen war. Räusperte sich jetzt kurz und fragte leise:,,Was gibts?" ,,Mann, 32 ist über einen Bierkasten gestolpert und eine Treppe heruntergestürzt. Er hat 2 Promille intus", sagte Marc. ,,Tja Männer sollten sich wohl besser zweimal überlegen, ob sie etwas trinken sollten." Der Oberarzt verstand ihre Anspielung sofort und hielt kurzerhand mit dem Patienten an.,,Gretchen, ich weiß wirkli-." Doch sie unterbrach ihn schnell:,,Ich fahr den Mann gleich zum Röntgen. Schwester Sabine taucht ja auch nicht auf." Sie schob die Liege weiter und ließ Marc stehen. Der folgte ihr erst wieder nach einigen Minuten.

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13.03.2009 23:06
#113 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marcs schlechte Laune bekam daraufhin erstmal Sabine zu spüren, die mit Absicht erst zum Röntgen erschienen war. Nachdem sie nur einen unkomplizierten Bruch feststellen konnten, verlegten sie den Mann in ein leeres Zimmer, damit er seinen Rausch ausschlafen konnte. Denn es war schon schwierig gewesen ihn dazu zu bringen, dass er wach bleibt und die Anweisungen befolgt. Danach war Gretchen schneller verschwunden, als Marc ihr noch hinterhergucken konnte. Also beschloss er sich erstmal wieder in sein Büro zu verschanzen. Doch dort verging die Zeit auch nicht wirklich schneller. Auf seine Akten konnte er sich nämlich auch nicht konzentrieren, solange er im Ungewissen tappte. Also beschloss er Gretchen anzupiepen. Erst überlegte er eine Weile. Wer weiß, ob sie überhaupt auftauchen würde, wenn sie merkt, dass Sabines nicht piept und es somit kein Notfall ist. Er entschied sich nach langem Überlegen dann doch dafür. Kurz darauf stand er auf und wartete bis neben der Tür bis Gretchen in sein Büro treten würde. Wie er erwartet hatte dauerte es ziemlich lange bis er nähernde Schritte hörte.

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14.03.2009 00:04
#114 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen stand noch einige Zeit mit der Türklinke in der Hand vor Marcs Büro und überlegte, ob sie reingehen sollte. Aber sie hatte wohl keine andere Wahl. Sie hoffte, dass es nur wegen irgentwelchen Akten oder Änlichem war. Vorsichtig trat sie in das Büro und wunderte sich um so mehr, dass niemand am Schreibtisch saß. Also trat sie in die Mitte des Raumes. Kurz danach schloss sich die Bürotür wieder und sie sah Marc, wie er sich gegen die Tür lehnte. Irgentwas musste er ja tuen, damit sie bei dem Thema nicht gleich wieder abhaut. Lange Zeit standen sie einfach nur da. Gretchen sah ihn böse an, wollte aber nichts weiter sagen. Also brach Marc das Schweigen:,,Gretchen ...". Er fuhr sich nochmal durch die Haare, weil er nicht wirklich wusste wie er anfangen sollte.,,Ich...ähh... also ... wegen ......gestern." ,,Kann ich dann wieder gehen?" Sie hatte sich Richtung Tür begeben. Denn sie wollte jetzt so schnell wie möglich weg. Mit Marc in einem Raum zu stehen war alleine schon ein bedrückendes Gefühl bei dem sie sich zusammenreißen musste. Aber dann noch von dem Abend zu sprechen raubte ihr den letzten Nerv. Außerdem hatte sie ja immer noch nicht diese Tränen im Griff. Auch deshalb glitzerten ihre Augen jetzt auch wieder. Sie versuchte seinen Blicken auszuweichen, damit er das nicht sah. Nachdem er keine Reaktion zeigte, sprach sie schon leicht schlurzend:,,Marc?!" Die Zeit reichte nicht aus um ihre Tränen weiter zu unterdrücken. Deswegen liefen sie ihr jetzt gnadenlos die Wange runter. Der Oberarzt sah dies und sprach:,,Es ist so ... egal was da passiert ist .." ,,Was?! Jetzt sag nicht es tut dir Leid! Du hast dich kein bisschen verändert! Von wegen 'ich heirate nicht'! Wie vielen Frauen hast du das eigentlich noch erzählt?! Du bist und bleibst der Alte ... ein arroganter, hinterhältiger und skrupelloser Macho-Oberarzt, der nur sich selbst kennt! Also spar mir deine Erklärungen! Und jetzt lass mich jetzt gehen!" Marc stand nur stumm vor der Tür. Er hatte sie noch nie so aufgebracht gesehen und dass machte ihn noch hoffnungsloser. Gretchen sagte wieder etwas lauter:,,Marc?!" Dann sah er wie sie versuchte ihre Tränen wegzuwischen, aber sie kamen schneller, als sie sie wegwischen konnte. Er kam sich in dem Moment schuldbewusst vor und ging vorsichtig ein paar Schritte auf sie zu. Dann fragte er:,,Was hat Gabi gemacht?" Gretchen sah ihn fassungslos an.,,Wie bitte?", schlurzte sie. Dann fuhr sie fort:,,Ich bin mit Garantie die letzte, die Gabi verteidigt, aber du kannst doch nicht immer alles auf sie schieben. Ist das deine Übliche Ausrede? Deine Verlobte? Nein dafür bist du ganz allein verantwortlich! Da kannst du dich nicht so einfach rausreden! Sie war nirgends zu sehen!" Er hegte nur noch mehr den Verdacht, dass Gabi hinter all dem steckte. Auch wenn er sich gerade nichts zusammenreimen konnte. Einfach nichts passte zusammen. Als er Gretchens erwartungsvolles Gesicht sah, sagte er schnell:,,Ich kann mich an nichts erinnern ..." ,,Das soll es jetzt besser machen?! Oder war das nur wieder eine neue Ausrede?!" Sie ging daraufhin an ihm vorbei und wollte gehen. Doch Marc hielt sie noch fest. Dann drahte sie sich zu ihm um und gab ihm eine erneute Ohrfeige auf seine angeschwollene Wange.,,Lass mich einfach nur in Ruhe!" Fluchtartig verließ Gretchen dann schnell den Raum. Marc hielt sich nur die Wange und jammerte vor Schmerzen.

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14.03.2009 23:53
#115 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 23

Liebes Tagebuch,
Morgen ist es soweit. Dann bin ich 30. Ich hatte mir bis jetzt noch keine großartigen Gedanken gemacht, obwohl meine Mutter mich seit Tagen mit den Vorbereitungen nervt. Eigentlich wollte ich ja keine große Feier, aber weil Mama darauf bestand hab ich mich dazu nötigen lassen. Jetzt sind mir für meine eigene Geburtstagsfeier die Hände gebunden. Außer bei der Gästeliste, die sie mir gestern stolz präsentiert hat. Sie wollte tatsächlich alles was ich jemals kennengelernt habe einladen. Den ersten Namen, den ich gestrichen hab, war erstmal Peter. Sie wollte doch wirklich meinen Ex-Verlobten einladen. Sie hat doch wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sie meinte allen ernstes, dass die Einladung eine Art Freundschaftsangebot meinerseits seien soll. Wer will schon mit einem Mann befreundet sein, der einem kurz vor der Hochzeit fremdgegangen ist?
Weiter auf der Liste stand unter anderem auch Günni. Seinen Namen durfte ich auch nicht streichen, weil es ja alte Freunde sind.'Die kann man doch nicht so einfach ausladen' , hatte sie gesagt. Toll, ich freu mich jetzt schon auf die ganzen Freunde meier Eltern. Wahrscheinlich hat meine Mutter sie nur unter der Bedingung eingeladen, wenn sämtliche Söhne mit mir essen gehen. Na das kann ja was werden.
Aber das beste ist immer noch, dass sie tatsächlich das halbe Krankenhaus einladen wollte. Woher kennt die die alle? Habe ihr erstmal erklärt, dass Frau Hassmann nicht da ist und ich mit Dr. Rößel und sämtlichen anderen Ärzten, die auf der Liste standen, noch kein einziges Wort gewechselt habe. Mehdis Namen habe ich vorerst stehen lassen. Aber Marc hab ich sofort durchgestrichen. Komischer Weise hat sie dazu auch nichts weiter gesagt. Weder zu Marc noch zu Mehdi.
Habe dann noch Niko auf die Liste geschrieben. Sie wollte natürlich sofort wissen, wer das ist und ob wir was miteinander hätten. Hab ihr natürlich die Wahrheit gesagt. Aber ich habe immer noch das Gefühl, dass sie mir das nicht so wirklich glaubt - Mütter eben.
Werde wohl dann morgen den ganzen Abend mit Sabine verbringen. Dann kann ich mich so richtig gehen lassen und ihr unter Alkoholeinfluss von meinen nicht erfüllten Planungen ab dem 30.Lebensjahr erzählen. Sie hört mir wenigstens zu.

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15.03.2009 22:55
#116 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie schloss das Buch und stand auf. Da sah sie Marc im Türrahmen des Stationszimmers stehen. Normalerweise hätte sie ihn jetzt gefragt wie lange er da schon stehen würde. Aber in den letzten zwei Wochen hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt. Wenn dann ging es nur um die Arbeit. Trotzdem war er anders als sonst. Denn er gab ihr ständig Recht ohne auch nur zu beweisen, dass er es mindestens doppelt so gut und schnell erkennen konnte, wie er es sonst tat. Nu seine Sticheleien hatten nicht aufgehört.
Jetzt standen sie da und sahen sich kurz an. Gretchen sah eher verwundert aus, warum er da so wortlos stand. Marc hatte nur ein Grinsen aufgelegt. Dann wendete sich die Assistenzärztin wieder ab und verstaute ihr Tagebuch im Spint.,,Komme", sagte sie nur darauf. Dann ging sie zur Tür, sodass sie vor ihm stand und wich seinem Blick aus.,,Würdest du mich bitte durchlassen?", murmelte sie. Sie befürchtete schon wieder das Schlimmste, als er keine Reaktion zeigte. Doch dann ging er ein Stück zur Seite und sagte ihr, als sie vorbei ging:,,Du hast aber noch zehn Minuten Pause." Sie blickte sich noch einmal um und sah ihn nocheinmal verwundert an. Dann ging sie wieter.

Ich blick da nicht mehr durch. Er beobachtet mich und das nicht zum ersten Mal. Das geht schon seit die ganzen zwei Wochen so. Was will er noch? War anscheinend nicht deutlich genug!

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16.03.2009 22:33
#117 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen ging ziellos durch das Krankenhaus. Sie wollte einfach nur noch die letzten zehn Minuten herum kriegen. Sie kam an dem OP - PLan vorbei und warf flüchtig einen Blick darauf. Doch so lange sie auch noch guckte, sie fand ihren Namen nicht auf der Tafel für sämtliche morgige OPs.

Hä?! Das war es wahrscheinlich, was Marc mir vorhin sagen wollte. Er hat mich vom OP Plan gestrichen. Womit hab ich das denn jetzt verdient?
Und dann ist er auch noch zu feige es mir noch zu sagen. Der bekommt erstmal ...
Besser nicht. Habe mir geschworen ihm aus dem Weg zu gehen. Das soll auch so bleiben.


Auf ihrem weiteren Weg begegnete sie ihrem Vater. Endlich sah sie ihn Mal wieder strahlen. Denn zuhause war er ein einziges Trauerwrack, was man ihm ja auch zu gute halten konnte. Schließlich flirtet Bärbel den ganzen Tag lang mit ihrem Deutsch-Inder und das einzige Geräusch, dass er wahrnehemen musste war ihr Gekicher und ihr Lachen dabei. Aber bei der Arbeit war es anders. Es war wohl das Einzigste, was ihn jetzt noch ablenken konnte. Als er sie sah sagte er direkt:,,Ah Magarethe dich such ich schon." ,,Was gibts denn?" ,,Deine Mutter hat mich dazu überredet sir für morgen frei zu geben. Du weißt schon, wegen den Vorbereitungen zur Feier. Schließlich schließt meine Tochter morgen in die Runde der 30er. Dann dauert es auch nicht mehr lange bis du deinen Facharzt hast. Ich bin stolz auf dich. Wie schnell die Zeit vergeht." Dabei hatte er ein stolzes Grinsen auf dem Gesicht. Seine Tochter jedoch quälte sich mühsam zu einem Lächeln und nickte.

Dann war das also doch nicht Marc, sondern mein Vater. Toll dann muss ich mich morgen schon meinem elendigem Schicksal einer Jungfer hingeben und darf dann noch nicht mal arbeiten. Echt eine gerechte Welt, auf der wir leben.

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16.03.2009 23:34
#118 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Am nächsten Morgen wachte die Ärztin nur wehmütig auf.

Oh Gott! Mein Leiden beginnt. Ab jetzt geht es langsam abwärts. Habe gestern noch spät einen Artikel gefunden. Darin stand unter anderem:

Meist ab dem 30. Lebensjahr bekommen viele Frauen die Macht der Hormone auf eher unangenehme Weise zu spüren. Auch wenn es vorher nie Probleme gab, haben sie auf einmal in der zweiten Zyklushälfte Beschwerden. Fünf bis zehn Tage vor Einsetzen der Regel kommt es zu unterschiedlichsten Symptomen wie Brustspannen, Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Akne oder Gewichtszunahme. Auch die seelische Ausgeglichenheit gerät ins Wanken: Viele Frauen sind äußerst reizbar und nervös, leiden unter depressiven Verstimmungen und mangelnder Konzentration, fühlen sich müde und ausgelaugt. Der Grund dafür hat einen Namen: PMS. Das Kürzel steht für Prämenstruelles Syndrom, was soviel bedeutet wie Beschwerde-Mix vor der Menstruation. Die PMS-Symptome können dann von Zyklus zu Zyklus variieren und auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Frauen sind derart betroffen, dass während dieser Zeit ein normaler Alltagsablauf für sie kaum mehr möglich ist. Warum haben insbesondere Frauen ab 30 PMS-Probleme? (Wenn das so ist dann hab ich PMS seit dem Marc in mein Leben getreten ist ...)

Die meisten Frauen zwischen Ende 20 und Anfang 30 leiden unter der typischen Dreifachbelastung: Job, Partnerschaft, Kinder. (Job ist keine Belastung eher eine Erleichterung. Partnerschaft - schön wärs. Kinder? Wär ja noch schöner. Wie wärs mit: Jugendliebe, Untauglichkeit in Sachen Männer und pubertierende Eltern? Das nenn ich doch mal Drefachbelastung. Gut klingt jetzt eher nach Teenagerproblemen .... Bin ich so abhängig und pubertär? Gleich mal in den Spiegel geschaut: Keine Akne. Verdacht außer Kraft gesetzt.) Alles in allem eine Lebensphase, die vielfältige Belastungen mit sich bringt. Die verschiedenen Lebensbereiche mit ihren so unterschiedlichen Anforderungen müssen unter einen Hut gebracht werden. Dies ist oft alles andere als einfach. “Die meisten Frauen sind Perfektionisten” (Wer hat Marc den Artikel schreiben lassen? Er würde sofort zustimmen.) , sagt die Frauenärztin Dr. Andrea Hoffmann aus Salzgitter. “Viele zerreiben sich zwischen den Ansprüchen, erfolgreich im Beruf, eine perfekte Hausfrau (Noch eine Erkenntnis: Besitze keinen eigenen Haushalt mehr. Verdacht blüht wieder auf.) , eine liebevolle Mutter und eine attraktive Ehefrau zusein(Kein Kommentar). Stress, mit all seinen negativen Auswirkungen auf Körper und Seele, ist dann vorprogrammiert.” (Hatte ich schon mein Leben lang)
Erschwerend kommt hinzu, dass die Belastbarkeit mit zunehmendem Alter nicht mehr so groß ist. Ab dem 30. Lebensjahr lässt die Leistungsfähigkeit der meisten Organsysteme bereits nach. Die Folge: Stresssituationen, die eine Frau mit 20 noch locker wegstecken konnte, können mit 30 zum Problem werden. (Nicht mehr so locker? Denke Marcs Verlobung und Mehdis auferstandene Frau habe ich mehr als locker weggesteckt. Oder besser: Darüber hinweggesehen. Aber nur kurzfristig. Wie konnte ich so blöd sein?)
Zweites Standbein gegen PMS ist die bessere Stressbewältigung. Diese Strategien helfen:

1. Nein sagen lernen! Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wird von Frauen meist erwartet. Setzen Sie Grenzen. (Grenzen deutlich gesetzt. Hoffe ich ...)

2. Organisation ist alles! Der Tag sollte so strukturiert sein, dass neben allen Pflichten auch ein persönlicher Freiraum erhalten bleibt.(Besitze ich nicht. Entweder ich begegne Problemen auf der Arbeit oder ich werde zuhause belästigt.)

3. Prioritäten setzen! Wichtige Dinge sollten zuerst erledigt werden. Das macht den Kopf frei und schafft Zufriedenheit. (Habe damit abgeschlossen, dass die wichtigen Punkte in meinem Leben nie in Erfüllung gehen werden. Also totaler Schwachsinn.)

4. Realistische Anforderungen an sich selbst stellen und Zeitpuffer im Tagesablauf einplanen. (Fordere nichts von mir. Mein Schiksal meint es nunmal nicht gut miz mir. Also warum noch Forderungen stellen?)

5. Eigenlob stinkt nicht! Hausarbeit ist undankbar und fällt in der Regel nur auf, wenn sie nicht erledigt wurde. Damit die Lust daran nicht verloren geht, heißt es Selbstmotivation lernen. (Gute Idee. Lobe mich ab jetzt bei jeder schlagfertigen Antwort)

6. Konflikte beim Namen nennen! Ärger, der heruntergeschluckt wird, macht Stress. Deshalb die Dinge am Arbeitsplatz oder zu Hause offen ansprechen. (Gar nicht so einfach, wenn man seinen Problemen jeden Tag über den Weg läuft und diese auch noch unfähig sind zuzuhören oder zu verstehen)

7. Neue Wege versuchen! Wenn etablierte Rollenverteilungen innerhalb der Familie unzufrieden machen, ist die Zeit gekommen etwas zu verändern. Deshalb die Probleme ansprechen und im Familienrat gemeinsam Lösungen entwickeln. (Wie gesagt Familie führt sich schlimmer auf als die Flodders themselves. Keine gute Idee)

Quelle:http://www.schaper-bruemmer.de/sub_icm_de.nsf/(html)/Frameset_load?OpenDocument&002News_002Presse_000WasFrauenab30zuschaffenmacht?OpenDocument&AllgNav_dsp?OpenForm&Kat0_root?OpenDocument&&&background=../vw_icons/bg_links1/$file/bg_links1.jpg&&

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20.03.2009 22:53
#119 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kaum hatte Gretchen sich aus dem Bett gequält stürmte auch schon Bärbel in ihr Zimmer.,,Kind, alles Gute zu deinem 30. Geburtstag!" Dann umarmte sie ihre Tochter hastig.,,Ich kann es kaum glauben. Gestern bist du noch zur Schule gegangen und heute schon 30! Wie schnell doch die Zeit vergeht." ,,Hmm..", sagte Gretchen nur wenig begeistert.
Im Krankenhaus derweil wartete Marc auf seine Assistenzärztin. Als die nicht auftauchte fragte er Sabine.,,Wissen Sie wo Dr.Haase ist?" ,,Die hat heute ..." setze die Schwester an. Doch diese wurde unterbrochen. Denn Franz kam gerade ins Stationszimmer und sagte nur:,,Meine Tochter hat heute frei." ,,Wie frei? Wieso weiß ich davon nichts?" ,,Das wollte ich Ihnen gerade mitteilen, Dr Meier. Jetzt müssen Sie wohl alleine zur Visite." Marc wunk daraufhin auch schon Sabine zu sich. Die Krankenschwester wollte schon die ganze Zeit ihrem Chef sagen, dass seine Assistenzärztin heute Geburtstag hatte. Aber wenn Sabine mit ,,Dr. Meier..." anfing, antwortete dieser nur:,,Jetzt nicht Schwester Sabine!" Er war sichtlich schlecht gelaunt. Er wollte es nicht zugeben, aber es war anders, wenn Gretchen nicht da war. Eigentlich sollte er froh sein, denn dann müsste er nicht ihr ignorierendes Verhalten ertragen. Aber stattdessen wünschte er sich, dass sie da wäre. Jetzt hatte sie auch noch einfach Mal so frei bekommen. Ist ja auch einfach, wenn der Vater der Chef ist, dachte er sich.
Den Rest des Tages ließ er danna uch dem Übrigen Personal seine Ärgernis spüren. Besonders Sabine ging ihm immer noch auf die Nerven. Nach dem ungefähr zwanzigsten Mal, schrie er dann:,,Was, Schwester Sabine, Was? Gehen Sie lieber wieder ihre Romane lesen, dann können Sie mir wenigstens hier nicht auf die Nerven gehen!" Die verängstigte Schwester stammelte noch:,,Ich wollte ... eigentlich nur sagen, dass die Frau Doktor heute Geburtstag hat!" Marc wirkte für einen Moment interessiert, sodass es auch Sabine nicht entging. Dieser huschte ein Grinsen über das Gesicht. Doch dann sagte Marc nur:,,Sonst noch was?" Sabine schüttelte den Kopf und wollte gehen.,,Wo wollen Sie denn jetzt bitte hin?", fragte Marc. ,,Sie haben doch gesagt, dass ich wieder meine ..." Der Oberarzt unterbrach sie:,,Spritzen entsorgen, sofort!" ,,Aber das machen doch normalerweise die Prak. -" ,,Ich hab sofort gesagt!" Daraufhin verließ Marc den Raum.

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22.03.2009 02:38
#120 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Er ging schnell in sein Büro und überlegte. Dann fasste er einen Entschluss. Das war eine Situation worauf er gewartet hatte. Irgentwie musste er es ja wieder gut machen, auch wenn er immer noch nicht genau wusste, was da eigentlich passiert war. Also zog er seinen Kittel aus, nahm sich seine Autoschlüssel und sagte Sabine, dass er für eine halbe Stunde weg sei. Die Schwester guckte noch etwas verdutzt und angesäuert, aber widmete sich dann wieder den Spritzen.
Währenddessen half Gretchen gerade ihrer Mutter beim Dekorieren. Dabei ließ Bärbel keine Gelegenheit aus ihre Tochter zu fragen, was in den letzten Wochen alles vorgefallen war. Irgentwann fragte sie:,,Was ist eigentlich mit dem Dr. Meier und dem Dr. Kaan?" Da Gretchen vor Bärbels Abreise nach Indien nicht noch mit ihren Problemen belasten wollte, hatte ihre Mutter noch keine Ahnung. Also erzählte ihr Gretchen knapp, dass Dr. Meier bald heiratet und dass Dr. Kaan sich um seine Frau kümmert. Sie wollte ihr nicht sagen, dass die beiden mitlerweile wieder getrennt sind, da Mehdi an dem Abend ja auch noch kommen würde und Gretchen wollte nicht das Bärbel sie versuchte Mehdi anzudrehen.
Marc hatte derweil ein Geschenk besorgt. Von Schwester Sabine wusste er jetzt auch, dass es eine Feier gab. Auch wenn er nicht eingeladen war, so wollte er zumindest dort vorbei schauen und Gretchen ihr Geschenk geben. Das nahm er sich fest vor. Als er dann auch noch von Sabine erfuhr, dass Gretchen den Kann eingeladen hatte, bestärkte das sein Vorhaben.
Nach Dienstende fuhr Marc dann gezwungenermaßen in seine Wohnung zurück, wo Gabi auf ihn warten würde. Denn nach der Aktion, die sie da mit Gretchen geplant hatte, um sie von ihm zu trennen, hatte er sich ihre Drohungen ernster genommen. Zwar hing sie ihm jeden Abend in den Ohren, von wegen ehelichen Pflichten und Hochzeit, Ultraschalluntersuchung usw. Er hatte einfach da weiter gemacht, wo er bei seinem Auszug aufgehört hatte. Er hörte weg. Das einzige was ihm zu schaffen machte war das harte Sofa. Denn mit Gabi in einem Bett schlafen wollte er sicherlich nicht. Schließlich blieb ihm dann nichts anderes übrig.

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24.03.2009 00:06
#121 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Wie nicht anders zu erwarten, kam Gabi mit einigen Katalogen in der Hand gleich angerannt, als er die Tür aufschloss. Marc stöhnte nur und stieß sie beiseite. Gabi platze in solchen Momenten nur vor Wut. Aber sie erwähnte nur:,,Du nimmst mich nicht ernst!" Marc setzte sich still auf das Sofa und schaltete den Fernseher an. Gabi huschte daraufhin direkt in das Bild, sodass er nichts mehr sehen konnte. Dann schaute er sie böse an:,,Was?", raunte er. ,,Kümmer sich gefälligst um mich und unser Kind! Mehr will ich doch gar nicht!" Dann hielt sie ihm die Kataloge entgegen. Doch er machte keine Anstalten sie entgegen zu nehemen, sondern antworte:,,Wars das?" ,,Gut, dann muss ich dich wohl an deine Zulassung und den Abend erinnern. Du unterschätzt mich immer noch. Ein fataler Fehler, wenn du mich fragst." Gabi setzte ihr fiesestes Grinsen auf und blickte ihn erwartunsvoll an. Marc dachte einen Moment darüber nach und gab wohl oder übel klein bei:,,Was soll ich mit diesen Dingern?" ,,Wie wärs mit einer Kinderzimmereinrichtung?" Sie suchte schnell den passenden Katalog ,,Hier." ,,Vergiss es. Ich will kein Kind! Also warum sollte ich dafür unnötig Geld ausgeben?" Die Krankenschwester nahm seine Aussage erstmal hin und reagierte gelassen. Sie hielt ihm einen anderen Katalog hin:,,Hier verschiedene Anbieter von Hochzeotstorten. Könntest einen Termin vereinbaren." Marc schnappte sich den Katalog, schlug eine Seite auf und rufte die Nummer an. Er vereinbarte einen Termin und erklärte, dass nur seine Verlobte vorbei kommen würde.,,So und jetzt geh aus dem Bild!", forderte er nachdem er den Hörer auf den Tisch fallen ließ. Gabi war mit diesem kleinen Fortschritt sichtlich zufrieden. Also weichte sie vom Fernseher und verschwand in die Küche.

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24.03.2009 23:04
#122 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Mitlerweile wurde es Abend in der Villa Haase. Gretchen hatte sich ein dunkelrotes Neckholderkleid angezogen und wartete darauf, dass es Abend wurde. Gegen sieben Uhr kamen auch die ersten Gäste. Die Assistenzärztin veruschte so begeistert wie möglich zu wirken und begrüßte jeden Gast freundlich. Mit ein einhalbstündiger Verspätung kamen dann auch die entferntesten Gäste aus Köln an. Denn Bärbel hatte ohne ihr wissen einige ihrer alten Freunde eingeladen. Das Auseinandertreffen ihrer drei alten Freunde verlief weniger rosig. Sie waren sauer, dass Gretchen sich nicht mehr gemeldet hatte und verstanden sowieso nicht, warum sie nicht mehr mit Peter zusammen war. Also musste Gretchen ihnen die gesamte Geschichte erzählen und von ihrem neuen, altem Leben berichten. Daraufhin stellte sie ihnen auch einige Kollegen wie Sabine und Mehdi vor. Dadurch hatte sich die Chemie deutlich gebessert. Somit war Gretchen den halben Abend schon damit beschäftigt gewesen sich mit ihren altem Freunden wieder gut zu verstehen.
Marc hatte derweil den halben Abend fern geschaut, da er nicht zu früh erscheinen wollte. Außerdem drückte er sich doch ein wenig davor, was er sagen sollte und vor allem ob er überhaupt reingelassen werden würde. Als er aber dann auf die Uhr schaute, die ihm 22:17 Uhr anzeigte, beschloss er sich auf den Weg zu machen. Er ließ den Fernseher an und versuchte sich so lautlos wie möglich aus der Wohnung zu schleichen, damit er Gabi nichts erklären musste. Denn das tat sie ständig. So einfach ließ sie ihn nicht mehr ziehen. Anfangs schien sein Plan zu funktionieren, denn Gabi bekam nicht viel von Marcs Fluchtversuch mit. Doch dann hörte sie leise die Tür aufgehen und wieder zufallen. Sie eilte schnell zur Haustür und blickte rüber ins Wohnzimmer. Marc war weg. Aber so einfach gab sie nicht auf. Sie schnappte sich ihren Motorradhelm und ihre Jacke, um Marc dann im Sicherheitsabstand zu folgen.

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30.03.2009 21:35
#123 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Vor dem Haus seines Chefs hielt Marc an und stieg aus. Bewaffnet mit seinem Geschenk ging er zur Haustür. Davor blieb er jedoch stehen. Denn wenn er jetzt klingelte, dann würde Gretchen ihm sowieso nicht aufmachen und ob der Rest der Familie ihm aufmachen würde stand auch noch in den Sternen. Also musste er sich etwas anderes überlegen. Er ging einmal um das Haus herum und stand schließlich im Garten. Er erinnerte sich plötzlich, wie er damals in den Garten kam, nachdem ihm ein Ball hineingeflogen war. Denn da musste er sich auch schon durch die Büsche schleichen. Schließlich lehnte er sich noch leicht versteckt im Gestrüpp an die Hauswand. VOn dort aus konnte er über das Anwesen der Haases sehen. Niemand war dort anzutreffen. Natürlich ist keiner da, es ist arschkalt, dachte sich Marc. Ratlos verharrte er erstmal dort.
Drinnen hatte Gretchen sich derweil von Günni losreißen können, der immer wieder seine schlechtesten Anmachsprüche ausprobierte. Sie stand nun in der Küche. Doch lange wehrte ihre Sicherheit nicht. Denn sie hörte schon wie er einige Partyleute damit belästigte sie nach Gretchen zu fragen. Dann folgten Schritte und sie flüchtete so schnell es ging nach draußen. Dort stürzte sie sich dann in den Garten und schloß leise die Tür hinter sich.

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30.03.2009 22:34
#124 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Dort stürzte sie sich dann in den Garten und schloß leise die Tür hinter sich. Dort ging sie ein wenig durch das nasse Gras. Dann sah sie in den klaren Himmel und erblickte die Sterne. Sie blieb wie angewurzelt stehen und starrte hinauf. Bis sie plötzlich die Gedanken einholten.

Oh Gott! Ich bin wirklich 30! Und alles was ich mir vor genommen hab geht nur den Bach runter. Gut ich hab einen Job und bin dabei mich als emanzipierte Karrierefrau im Männergenre durch zu schlagen - aber was bringt mir das, wenn mein Privatleben alles andere als rosig verläuft. Ich hab immer noch keinen Mann. Alle lassen mich stehen oder betrügen einen. Der eine spielt lieber Krankenpfleger und Babysitter und die anderen suchen sich eine 'Abwechslung'. Was mach ich bloß falsch? Warum sind andere glücklich und ich nicht? Bin ich zu anspruchsvoll oder hab ich einfach nur Pech? Wie soll ich das denn noch auf die Reihe kriegen? Ich bin 30! Es geht eindeutig Berg abwärts. Vorher hatte ich mir immer noch gesagt: Bis du dreißig bist hast du einen Mann, Kinder, Haus,...! Jetzt bin ich aber nunmal dreißig und habe keine Ausrede mehr. Warum immer ich?
Sollte mir ernsthaft eine Lösung überlegen. Werde dem nächst Bestem an den Hals fallen und ihn heiraten, mich schwängern und betrügen lassen. Machen andere Frauen doch auch. Gut heutzutage sind die dann unter 21. Na und ich bin eben 30. Wers glaubt.
Der richtige ist eben noch nicht gekommen! So und ab jetzt gilt: Nicht ich habe etwas falsch gemacht, sondern immer die Männer!


Während sie so überlegt hatte, hatte sie die Augen geschlossen. Das ein oder andere Mal, wenn sie dabei noch in Erinnerungen schwebte, kullerte eine Träne ihre Wange herunter.

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30.03.2009 23:40
#125 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc, der einfach nur dasaß und überlegte, merkte anfangs gar nicht, dass jemand den Garten betreten hatte. Erst als er seinen Blick hob und sich gerade überlegt hatte doch einfach Mal zu klingeln, blieb sein Blick an Gretchen heften. Zwar sah er sie nur von hinten, dennoch sah sie traumhaft aus. Marc überlegte kurz und ergriff dann seine Chance und ging auf sie mit leisen Schritten zu.
Gretchen war noch völlig vertieft in ihre Gedanken, als sie merkte, dass jemand hinter ihr stand. Sie öffnete die Augen und lauschte den Geräuschen. Sie merkte leichte Atemzüge in ihrem Nacken, die ihr Gänsehaut verleihten und das lag nicht an der Kälte. Sie wusste wer hinter ihr stand. Deshalb ging ein Schauer durch ihren Körper. Sie drehte sich trotzdem nicht um und sprach nur:,,Was willst du?!" Dann drehte er sie zu sich, damit sie ihn an sah. Doch Gretchen reagierte eher genervt und wich daraufhin ein paar Meter zurück.,,Du siehst ... toll aus!", stotterte Marc und lächelte. Gretchen schaute ihn nicht an, sondern zwang sich dazu irgentwo anders hin zu gucken, nur nicht in seine Augen. Sonst würde sie wieder schwach werden. Jetzt kam der Teil, den Marc hasste, aber bei Gretchen kam er wohl nicht drum herum. Also zog er eine Rose hinter seinem Rücken hervor. Es war eine weiße 'Triomphe de Flore', eine seltene Sorte.,,Alles Gute zum Geburtstag!", sagte er und übergab ihr die Rose. Gretchen schaute auf, als sie sah, welche Rose es war. Dabei blieb ihr Blick an seinen glizernden Augen hängen. Verdammt! fluchte sie innerlich. Doch da war sie schon in seinem Blick versunken. Marc zog derweil ein Kästchen aus seiner anderen Hand hervor und hielt sie mit beiden Armen vor dem Bauch fest. Dann sprach er:,,Es ist nur eine Kleinigkeit ..." Gretchen nahm das Kästchen entgegen und flüsterte:,,Danke!" Aber sie hielt die Sachen nur in der Hand und hielt seinem Blick stand.,,Mach es auf", fügte der Oberarzt dann hinzu. Sie wendete den Blick ab und öffnete vorsichtig die Schachtel. Darin fand sie ein Armband.,,Gefällt es dir?" Sie nickte nur wortlos. Marc erweiterte:,,Es ist passend zu der Kette, die ich dir geschenkt habe." Sie blickte wieder in seine Augen und lächelte, um ihm zu signalisieren, dass es ihr gefiel. Vorsichtig ging Marc wieder ein paar Schritte auf sie zu und nahm das Armband aus der Schachtel und öffnete es. Dann nahm er ihre Hand und legte es ihr um. Gretchen wusste auch nicht wie ihr geschah. Auf einmal schien der ganze Stress wie weggeblasen und sie genoss einfach nur den Moment. Auch Marc wunderte sich, dass Gretchen nicht zurück zuckte. Deswegen vergaß er dabei ihre Hand loszulassen, sondern erwiederte nur ihren Blick. Auch wenn es ihr gefiel schaute sie auf ihren Arm uns sagte:,,Danke, aber du kannst meinen Arm jetzt loslassen." ,,Tschuldigung", winselte Marc und ließ ihren Arm sinken. Einige Zeit standen sie noch da. Doch dann fing Gretchen an zu zittern. Dies sah auch Marc. Deshalb zog er schnell seine Jacke aus und legte ihr seine um. Dabei verharrte er einen Moment bevor er die Jacke los ließ. Die beiden standen sich nun wieder sehr nah. Marc strich Gretchen eine Strähne aus dem Haar. Sie sahen sich gegenseitig in ihre funkelden Augen und näherten sich aufeinander zu. Danach folgte ein zärtlicher und langer Kuss, der mit der Zeit intensiver wurde.

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