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Dieses Thema hat 295 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Ann Offline

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Beiträge: 8.697

30.01.2009 22:08
#76 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Meier! Waren Ihnen meine Anweisungen nicht deutlich genug!" Marc hatte kaum die Tür geschlossen, da wurde er auch schon angeschrien. Dann erwiderte er:,,Herr Professor können wir nicht wie zwei ganz normale Menschen miteinander reden." Franz schaute ihn erst stumm und wütend an. Dann ging er zu seinem Chefsessel und setzte sich, um anschließend auf den Stuhl ihm gegenüber zu weisen. Marc setze sich ebenfalls stumm hin. ,,Gut", sagte Franz nun, ,,Ich warte. Sie sind mir nicht nur eine Erklärung schuldig." ,,Äh...ja. Inwiefern?" ,,Fangen Sie einfach Mal damit an, warum Sie gerade nicht in Ihrem Büro waren, obwohl ich es ausdrücklich angeordnet hatte."
Marc erklärte kurz, dass er in der Cafeteria war und sich einen Kaffee geholt hatte. Dies könnte notfalls sogar die Schwester bezeugen. Dagegen konnte Franz nichts sagen, da er daran nicht gedacht hatte. Vorerst glaubte er ihm. Dann fragte er weiter:,,So und jetzt möchte ich gerne wissen, warum meine Tochter außwärts übernachtet und in Ihrem Wagen wieder hier auftaucht." Marc wollte schon zur Antwort ansetzen, doch der Professor fügte hinzu:,,Jetzt erzählen Sie mir nicht wieder die Geschichte von heute morgen." Jetzt war Marc sprachlos. Er wollte gar nicht versuchen Ausreden zu finden. Sein Chef hatte sich schon längst seinen Teil gedacht und wollte sich darin nur bestätigen.
Das Schweigen Marcs bestätigte also nochmals die Meinung des Professor. Dieser war dadurch fast außer sich, hielt sich aber dennoch zurück. Er fragte dann:,,Was läuft da zwischen Magarethe und Ihnen? Sie haben Gretchen bereits verletzt, gerade wegen Ihrer jetzigen Verlobten. Und dann auch noch das. Sie und Magarethe....und das obwohl Sie verlobt sind. Bei Ihnen ist das ja nicht überraschend, Meier. Aber mein Kälbchen. Sie ist doch nie der Mensch dafür gewesen. Das kann ich einfach nicht verantworten." Marc starrte den Professor nur Worte suchend an. Der sprach aber weiter:,,Solange Sie verlobt sind, halten Sie sich gefälligst fern von ihr. Haben Sie das verstanden." Marc nickte, sagte aber:,,Finden Sie nicht, dass sie trotzdem zu schnell gehandelt haben. Ihre Tochter und ich sind im OP ein klasse Team und von irgentwem muss sie doch etwas Änständiges lernen."
Franz erwiderte aber:,,Und wie soll sie sich dann von Ihnen fernhalten?" ,,Ich denke wir sind alt genug, um es auf reinberuflicher Ebene zu belassen." Franz überlegte lange, bis er wieder antwortete:,,Ab Morgen." Marc grinste und stand auf:,,Danke, Herr Professor!" ,,Unter einer Bedingung", fügte Franz hinzu, ,,Wenn ich Sie ihr auch nur einmal näher kommen, als erlaubt. Handel ich sofort." Der Oberarzt erwiderte:,,Jawohl" und ging Richtung Tür. Er hielt schon die Klinke in der Hand, als Franz ihn erneut ansprach:,,Achja und Meier..." er drehte sich nochmals um ,,hmmm". Dann sprach Franz weiter.,,Lassen Sie sich meine Worte nochmal durch den Kopf gehen. Noch ist nichts verloren." Dann verließ Marc das Büro.

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Ann Offline

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04.02.2009 22:20
#77 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 19

Liebes Tagebuch,
komme gerade aus der Cafeteria. Nach der Visite hab ich mich jetzt in die Umkleide verzogen, da Sabine gerade nicht da ist.
Aber nun von Anfang: Nachdem mein Vater gestern seiner Wut freien Lauf gelassen hatte, wollte ich gestern Abend nochmal mit ihm reden. Denn Marc hatte ich an dem Tag auch nicht mehr gesehen. Bin also davon ausgegangen, dass mein Vater sich wieder irgentetwas einfallen lassen hat. Beim Abendessen wollte ich ihn also darauf ansprechen. (Anmerkung: Ich dachte immer, dass kochen gar nicht so schwer ist - wenn man ein Rezept hat. Aber die Angaben taugten nichts. Habe dann nach 'Gefühl' gekocht, wie meine Mutter jetzt sagen würde. Hab somit Papa's Lieblingsessen noch gerettet. Wie mans nimmt) Jedenfalls wies ich ihn noch Mal auf das Thema hin. Er reagierte immer noch empfindlich. Das sah man an seinem zornigen Gesichtsausdruck. Doch das einzigste, was er sagte, war, dass er nicht mehr darüber reden wolle und dass ich mich glücklich schätzen sollte. Mehr hat er dann auch nicht mehr gesagt. Na toll. Was soll man daraus deuten? Habe mich darauf eingestellt die nächsten Wochen zu Hause eingesperrt zu leben.
Und heute Morgen war dann doch alles anders. Marc kam gut gelaunt ins Stationszimmer und rief mich zur Visite. Ich will gar nicht wissen, wie er es geschafft hat meinen Vater umzustimmen. Mitlerweile bin ich dafür, dass Marc seine Strafe zurück bekommt. Denn die Tatsache, das er es geschafft hat meinen Vater zu überreden, hat ihn nur bestätigt. Er fühlt sich wieder wie Gott höchstpersönlich. Natürlich musste er mir auch immer wieder sagen, dass er es ja gesagt hätte. War aber absehbar. Es wundert mich aber, dass Marc bis jetzt noch keine Annäherungsversuche unternommen hat, obwohl er gestern fast damit durchgekommen wär. Hält er sich jetzt wirklich an die Ansage? Oder hat er jetzt wieder eine andere gefunden mit der ers machen kann. Ist mir egal. War sowieso ein Fehler. Ich meine Marc und eine Frau. Das ist ja wie Tag und Nacht. Außerdem hat mein Vater Recht. Er ist mit Gabi verlobt. Wenn man sowas Verlobung nennen kann...
Ich mach mir am besten erst gar keine Hoffnungen. Ich muss ihm sagen, dass es ein Fehler war!

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Ann Offline

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05.02.2009 15:27
#78 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Gretchen erschreckte sich, als jemand das Stationzimmer betrat. Schnell wollte sie ihr Tagebuch verstauen, doch dann hielt sie es nur hinter ihren Rücken, weil Marc im Durchgang stand und einige Papiere sortierte. Dann sah er Gretchen.,,Gibt es heute keinen Schockopudding oder lagerst du deine Schockolade jetzt hier?" Gretchen warf ihm einen bösen Blick zurück. Marc grinste. Dann fügte er hinzu:,,Oder was hälts du da hinter deinem Rücken?" ,,Das geht dich gar nichts an!"

Am besten ich sags ihm jetzt.

,,Du Marc..." ,,Hmm" Er las sich gerade eines der Papiere durch, die er danach immer in eine der Schubladen legte.

Vielleicht doch der falsche Zeitpunkt. Bin ihm ja anscheinend sowieso egal. Sonst hätte er sich mehr bemüht.

,,...ähm...wann fängt die OP an?" Er sah sie etwas verwirrt an. Denn sonst wusste sie immer eher die Zeiten, als er. Sie wollte doch etwas anderes sagen. Der Oberarzt steckte die letzten Unterlagen in eine Schublade und machte sie zu.,,In 30 Minuten.", sagte er. Dann ging Marc wieder. Doch vor der Tür blieb er stehen, machte sie auf und schloss sie wieder. Damit es sich anhörte, als wenn er das Stationszimmer verlassen würde.
Gretchen schrieb derweil weiter:

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Ann Offline

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05.02.2009 17:03
#79 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sollte aufhören über Marc zu schreiben oder nachzudenken. Denn genau dann taucht er immer auf. Er hatte noch einige Papiere sortiert. Mein Tagebuch hat er aber nicht zu Gesicht bekommen. Habe es hinter meinem Rücken versteckt. Das war eigentlich unnötig. Schließlich weiß er ja, dass ich Tagebuch schreibe. Andererseits muss er aber nicht wissen, dass ich es auch zur Arbeit mitnehme. Sonst ist es nirgentwo mehr sicher.
Jedenfalls wollte ich es ihm sagen, aber habe mir dann doch gedacht, dass sich das Thema von selbst erledigt. Denn ich schein ihn ja nicht mehr zu interessieren. Möchte gerne Mal wissen, ob jetzt Gabi wieder dran ist oder er wieder eine neue gefunden hat. Sollte mir darüber keine Gedanken mehr machen. Will daran nicht denken. Habe schließlich mein eigenes Leben. Bin nicht von ihm abhängig. Obwohl....gehe lieber nochmal in die Cafeteria. Muss meinen Frust loswerden.


Dann klappte Gretchen das Buch wieder zu und verstaute es im Spint. Dann erschrak sie erneut. Denn sie hörte seine Stimme aus der anderen Richtung.,,Ich dachte das war ein Scherz, als du gesagt hast, dass deine Eltern dein Tagebuch gefunden haben.Aber du schreibst ja wirklich." Sie drehte sich um und sah Marc lässig im Durchgang stehen. Er lachte jetzt. ,,Wie lange stehst du schon da?", fragte Gretchen ihn. ,,Eine Weile", gab er zu Antwort.,,Aber du bist doch...ich hab die Tür gehört!" Marc grinste.,,Vergiss nicht, ich bin Gott" Jetzt grinste er noch breiter und ging auf sie zu.

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Ann Offline

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05.02.2009 21:28
#80 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

. Dann zog er sie zu sich.,,Marc!", sagte Gretchen. Als er sie dann versuchte zu küssen, drehte Gretchen sich weg.,,Hör auf! Es war ein Fehler" ,,Das glaubst du doch selber nicht", erwiderte Marc. Doch die Assistenzärztin sagte nur:,,Lass mich los" und löste sich aus seinem Griff. Dann ging sie zur Tür. Aber Marc stellte sich ihr in den Weg und schloss die Tür hinter sich ab. Dann nahm er den Schlüssel an sich. ,,Was soll das?", fragte Gretchen. Aber dann drehte sie sich um und wollte durch die Tür aus dem Stationszimmer. Als sie die Klinke runterdrückte, ging aber auch diese Tür nicht auf. Sie ging wieder zu Marc rüber, der ihr nun den anderen Schlüssel provokativ zeigte. ,,Schön dann warte ich eben die halbe Stunde." Sie verschräkte die Arme. ,,Ich könnte auch Dr.Rössel oder Dr.Liesing anpiepen. Die schaffen das bestimmt auch." Gretchen seufzte.,,Was willst du?" Marc steckte die Schlüssel in seinen Kittel. Dann ging er wieder zu ihr, schnappte sie und drückte sie leicht gegen die Wand.,,Marc lass das!" Doch der dachte gar nicht daran und küsste sie. Prompt folgte auch gleich eine Ohrfeige. Danach hielt Marc jetzt ihre Hände gegen die Wand, sodass sie sich nicht mehr wehren konnte. Dann küsste er sie wieder. Anfangs versuchte Gretchen sich noch zu wehren, aber sie kam gegen Marc einfach nicht an. Also gab sie nach und erwiederte den Kuss. Als ihre Küsse immer leidenschaftlicher wurden, vergaß Gretchen, warum sie sich eigentlich gewehrt hatte. Marc löste dann den Griff und schlang stattdessen seine Arme um ihre Taille. Dann zog er ihren Kittel aus und die beiden sanken zu Boden. Dabei fielen die Schlüssel aus Marcs Kitteltasche. Man hörte sie klirrend auf dem Boden aufkommen. Die beiden küssten sich weiter und Gretchen nutze den Moment, um sich auf die andere Seite zu drehen, sodass sie jetzt auf Marc lag. Dann löste sie sich von ihm und stand auf. Sie schnappte sich die Schlüssel und ihren Kittel und ging zur Tür. Marc richtete sich langsam auf. Er grinste und sagte:,,Du Biest!" Sie ignorierte Marc und versuchte gerade den anderen Schlüssel an der Tür. Dann öffnete sie diese, als Marc noch sagte:,,Das hat ein Nachspiel", wobei er die Augenbrauen hochzog. Gretchen blickte sich nocheinmal schmunzelnd um, bevor sie durch die Tür verschwand.

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Ann Offline

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06.02.2009 21:17
#81 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nach der OP und einigen Untersuchungen in der Ambulanz ging Marc in sein Büro. Dort angekommen erledigte er noch einigen Papierkram. Bis Gabi Wort wörtlich in das Büro stürzte. Sie schloss die Tür und keifte Marc gleich an.,,Schön das man dich auch nochmal zu Gesicht bekommt. Was denkst du dir eigentlich dabei einfach abzuhauen. Wir sind verlobt. Oder muss ich dich jedes Mal daran erinnern?" Sie unterbrach kurz, aber Marc bearbeitete weiter seinen Papierkram. Das machte sie noch wütender.,,Du nimmst mich nicht ernst! Wenn dir dein Job wichtig und deine Freiheit wichtig sind, dann solltest du so schnell wie möglich wieder zurück kommen und dich endlich an unserer Hochzeit beteiligen. Das Krankenhaus redet schon. Also gib dir gefälligst mehr Mühe darin. Sonst sitzt du bald hinter schwedischen Gardienen und kannst dein Walross nicht mehr beschützen." Jetzt blickte Marc langsam von seinen Akten auf.,,Bist du jetzt fertig? Ich hab nämlich noch zut tun." Gabi schnellte zur Tür und rief:,,Das wirst du noch bereuen!" Dann verschwand sie und ließ wütend die Tür knallen. Marc schmiss, als Gabi verschwunden war, die Akte auf den Tisch, stand auf und lehnte sich an seinen Schreibtisch. Dann fuhr er sich durch die Haare. Gabi war für ihn schwer einzuschätzen. Dass sie ihn anzeigen würde, glaubte er am wenigsten. Denn 1. Sie bekommt all das was sie von ihm wollte - das Kind, die Hochzeit. Sie hatte so lange darauf gewartet und es erzwungen, dass sie es kurz vor dem Ziel nicht so schnell aufgeben würde. Und 2. Sie würde sich bei einer Anzeige selber mit ins Boot ziehen. Denn sie war ja nicht ganz unbeteiligt. Es stände also seine Aussage gegen ihre, auch wenn er der Fahrer gewesen war. Also eine Chance von 50:50. Falls ihm dann glauben geschenkt würde, hätte Gabi sich somit ein Eigentor geschossen. Das würde sie wohl kaum eingehen wollen.
Andererseits wusste er nicht wie weit Gabi gehen würde, um ihn an sich zu binden. Für einen kurzen Moment fürchtete er um Gretchens Sicherheit. Marc musste schnell eine Lösung finden. Es blieb nicht mehr viel Zeit, bis Gabi wahrscheinlich durchgreifen würde. Er hatte sie schon genug prvoziert und nachgeben würde er mit Garantie nicht.

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Ann Offline

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07.02.2009 22:12
#82 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nach Ende der Schicht ging Gretchen zu ihrem Fahrrad und schloss es auf. Auch Marc kam gerade aus dem Krankenhaus. Als er sie sah grinste er Gretchen breit an und ging an ihr vorbei. Gretchen verlangsamte dabei ihre Bewegungen.

Was ist denn jetzt los? Irgentwas stimmt mit Marc doch nicht. Dieses Grinsen und nicht Mal ein Wort. Möchte zu gern wissen, was er jetzt wieder vor hat.

Marc steig gerade in seinen Wagen und wartete bis Gretchen vom Parkplatz fahren würde. Denn er hatte gesehen, wie der Professor aus dem Fenster schaute. Deswegen ging er auf Nummer sicher. Wenige Minuten nachdem Gretchen losgeradelt war, ließ auch Marc seinen Motor an. Dann fuhr er ihr hinterher.
Gretchen bog gerade in eine Seitenstraße ein, als ein Auto sich näherte und schließlich neben ihr herfuhr. Sie sah kurz nach rechts, auf die Straße und sah den silbernen BMW. Daraufhin erhöhte sie ihr Tempo. Auch das Auto fuhr schneller. Dann kurbelte Marc sein Fenster runter.,,Hey, jetzt halt Mal an!" rief er. Doch Gretchen fuhr weiter.,, Nenn mir einen Grund". ,,Weil ich dein Chef bin!"

Wieso hat er immer die besseren Argumente?

Gretchen bremste sofort ab.,,Du hast 3 Minuten." Marc parkte den Wagen neben dem Bürgersteig, machte den Motor aus und stieg aus dem Auto.

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Ann Offline

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07.02.2009 23:07
#83 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Was willst du?" fragte Gretchen ihn. ,,Du bist mir noch was schuldig!" Sie verdrehte die Augen und wollte wieder auf ihr Fahrrad steigen.,,Ich fahr dann Mal weiter!" Doch Marc sagte:,,Ich bin noch nicht fertig." ,,Ich aber", erwiderte die Ärztin und wollte weiter fahren. Aber Marc stellte sich vor das Fahrrad und hielt es fest. Dabei berührten sich ihre Hände. Gretchen zog ihre direkt weg. ,,Was willst du noch? Ich fahr jetzt nach Hause. Wenn ich da nicht auftauche, bringt mein Vater mich um. Also egal was es ist. (Ich kanns mir denken) Nein." Jetzt grinste der Oberarzt wieder.,,Ich denke schon. Du hast heute Spätschicht." ,,Hä, aber ich dachte ich hab heute Nachtschicht mit.." Doch er unterbrach sie.,,Du hast Spätschicht mit mir." ,,Deswegen fährst du mir jetzt hinterher. Hättest du mir das nicht eben sagen können?" ,,Lass dich überraschen. Sabine hat sowieso noch was gut bei mir. Und dein Vater beobachtet uns. War ja nicht überraschend. Außerdem ginge das dann nicht." Er stellte sich an die Seite des Fahrrads und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Seine Hand blieb an ihrer Wange und dann küsste er sie, sodass es Gretchen den Boden unter den Füßen wegzog. Und beinah hätte sie das Fahrrad vergessen und wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen. Doch dann löste er sich von ihr und sie konnte wieder klar denken. Dann ging Marc wieder zum Auto. ,,Die drei Minuten sind dann wohl um. Vergiss nicht, du hast Spätschicht." Dann stieg er ein und fuhr los. Gretchen stand noch einige Minuten da, bevor sie los fuhr.

Ich sag ja, bessere Argumente!

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Ann Offline

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08.02.2009 23:50
#84 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen fuhr gerade mit dem Fahrrad zur Spätschicht. Lange war sie nicht zu Hause gewesen, aber lange genug, sodass ihr Vater sie gesehen hatte, dem sie auch gleich von der Spätschicht mitgeteilt hatte.

Frage mich, was er jetzt schon wieder vorhat. Die Klinik hat ja schließlich nicht viele Ecken. Aber vielleicht fährt Marc lamgsam wirklich auf einer anderen Schiene und er überrascht mich mit etwas, mit dem ich gar nicht rechne. Wobei man ja eben mit vielem nicht rechnen kann. Oh Gott, ich hoffe andere Frauen haben auch so erbährmliche Gedanken.
Falsch andere Frauen haben nicht solche Gedanken, denn sie kommen gar nicht erst in diese Lage. Also wie hat er das wieder geschafft? Wieso fahr ich eigentlich jetzt zur Spätschicht? Ich könnte doch einfach anrufen und sie wieder umlegen.


Gretchen blieb kurz stehen, dann fuhr sie aber weiter.

Ich fahr sowieso hin, weil ich dann zu Hause keine ruhige Minute hätte und hin muss ich früher oder später dann doch wieder. Außerdem kriegt Marc dann Wind davon und wer weiß, was er sich dann wieder einfallen lässt. Es war dann zu spät, als ich ihn reden lassen hab. Und nach dem Kuss war ich sowieso nicht mehr bei Verstand. Und genau das nutzt er aus. Das ist unfair. Muss unbedingt wissen, wo sich sein wunder Punkt verbirgt.

Während ihrer Schicht passierte nicht sonderlich viel. Die meisten Verletzten gab es immer noch Nachmittags. Also waren es nur die restlichen Patienten, die davon übrig blieben, die zu behandeln waren. Zwischendurch kam noch ein Alkoholiker rein, der von der Straße abgekommen war. Dadurch war er in eine Leitplanke gefahren. Doch auch dieser hatte nur einen leichten Unterschenkelbruch, eine Platzwunde und eine leichte Gehirerschütterung. Den Rest des Abends gab es nicht mehr viel zu tun. So konnte Marc Sabine kurz sein Anliegen erklären.

Die Schicht ist jetzt zu Ende und ich frage mich: Was hat er vor?
Muss schließlich direkt nach Hause. Papa merkt doch, wenn ich etwas hinauszögern sollte.


Gretchen zog sich gerade ihren Kittel aus und verräumte ihn. Dann nahm sie ihre Tasche und wollte gehen.

Von Marc keine Spur. Ich frage mich, was dann dieses ganze hin und her sollte.

Sie stieg in den Fahrstuhl und fuhr nach unten. Im Erdgeschoss öffneten sich die Türen und Gretchen steig aus. Doch weit kam sie nicht. Denn eine Hand zog sie bei Seite. Marc stand neben dem Aufzug lässig an der Wand und hatte nur auf sie gewartet. ,,Wenn du dann auch endlich fertig bist, können wir ja dann los", sagte Marc und wollte schon Richtung Ausgang, zu seinem Auto, gehen. Doch Gretchen blieb stehen und fragte nur:,,Marc, du weißt, dass das nicht geht!" ,,Oh doch. Ist alles geklärt. Glaub mir." Dann wunk er sie zu sich und Gretchen folgte ihm, wenn auch etwas missmutig.

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Ann Offline

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09.02.2009 21:58
#85 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Auf der Fahrt in Marcs Auto schwiegen beide. Irgentwann fragte Marc dann:,,Hast du hunger?"

Etwas zu essen täte jetzt ganz gut. Hab heute nocht nicht vie gegessen. Er will also Mal wieder essen gehen. Warum eigentlich nicht.

Gretchen nickte stumm. Bis jetzt waren sie auf der Autobahn Stadt auswärts gefahren. Nun fuhr Marc ab. Sie kamen auf einer verlassenen Landstraße wieder raus. Mitlerweile war es ziemlich spät geworden. Vereinzelt zogen Geschäfte und einige kleinere Häuser an ihnen vorbei. Das einzige, wo aber noch leben stattzufinden schien, waren die Tankstellen. Doch dann erblickte sie ein weiteres Geschäft, das noch offen hatte, in der Ferne und Gretchen wusste, dass Marc genau darauf zusteuerte. Sie sagte:,,Das ist ist jetzt nicht dein Ernst!" ,,Hast du eine bessere Idee? Wo willst du um diese Uhrzeit sonst hin?" Sie konnte nicht glauben, dass er es ernst meinte.,,Ja, aber Mc Donalds ...?" Marc musste kurz lachen. ,,Was lachst du so?", fragte Gretchen. ,,Nichts. Wir können auch gerne zu Burger King, wenn du da lieber hinwillst." Marc versuchte nicht erneut zu lachen, aber sein Grinsen sprach Bände. Also gab Gretchen sich lieber geschlagen. Sie wusste worauf er hinauswollte. Aber sie wollte es nicht auf einen Spruch drauf ankommen lassen.
Am Mc Drive fragte Marc sie:,,Was willst du? Und wehe du nimmst nur einen Gartensalat!" Dabei grinste er schon wieder. Daraufhin überließ sie ihm die Entscheidung. Der Oberarzt bestellte zwei Menüs, bevor er das Essen entgegennahm und weiter fuhr.

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09.02.2009 22:12
#86 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Wieder fuhren sie auf der Landstraße, die kein Ende zu haben schien. Je weiter sie aus der Stadt fuhren, desto weniger Häuser traf man an. Gretchen saß da mit der Tüte auf dem Schoß. Nach fast einer viertel Stunde fragte sie:,,Wo fahren wir denn hin?" ,,Wir sind gleich da", antwortete Marc nur.
Tatsächlich fuhren sie nach wenigen Minuten von der Landstraße ab. Die kleine Seitenstraße zog sich in die Länge. Irgentwann wurde der Untrgrund holpriger und Gretchen erkannte, dass sie am Waldrand entlang fuhren. Schließlich hielt Marc an einer Lichtung an. Dort endete auch die Straße, die nun wirklich soetwas wie einen Parkplatz darstellte. Dann stieg Gretchen aus und blickte sich um. Links, rechts und auch hinter hier waren Wälder zu erkennen. Wenn sie geradeaus blickte konnte die Ärztin in unzählige Wiesen und Felder blicken. Sie standen auf einem kleinen Hügel, der sich etwas von den umliegenden Feldern abhob. Dann sah sie, wo Marc hingefahren war. Auf einem kleinen Vorsprung stand eine steinerne Kapsel. Sie waren an einer Sternwarte.
Marc weckte sie aus dem schönen Anblick. ,,Kommst du?", fragte er und hielt dabei die McDonalds Tüte in der Hand. Gretchen folgte ihm zu einem weiteren kleinen Vorsprung hinter der Kapsel. Dann breitete Marc eine Decke aus und setzte sich. Gretchen gesellte sich zu ihm. Dann öffnete er die Tüte und hielt ihr die Pommes entgegen. Sie nahm diese an und aß ein paar. Erst jetzt blickte sie in den klaren Himmel. Überall leuchteten die Sterne. ,,Wow, hier ist es wunderschön", sagte sie, als sie immer noch verträumt in den Himmel sah. ,,Hmm", erwiderte Marc, bevor er sich einen Bürger nahm. ,,Wie kommst gerade du, auf diesen schönen Ort." ,,Was soll das denn jetzt heißen?", fragte Marc etwas belustigt. Nachdem Gretchen nicht antwortete, fuhr er fort:,,Du hast doch so in die Sterne gestarrt auf der Party deiner Eltern. Da dachte ich mir ..." ,,Was dachtest du?", fragte sie. ,,Naja siehst du ja. Dachte mir, dass du das bestimmt toll findest." ,,Aha", brachte Gretchen nur leise heraus.

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09.02.2009 22:30
#87 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie aßen noch eine Weile, bis sie die Überreste zusammenpackten. Etwas müde lehnte Gretchen sich vorsichtig an Marcs Schulter. Dieser guckte zuerst verwirrt, ließ es dann aber zu und legte seinen Arm um ihre Hüfte, wobei ers ie noch ein Stück zu sich zog. Gretchen schaute derweil weiter in die Sterne. ,,Wie hast du das eigentlich hingekriegt? Ich meine wegen meinem Vater." ,,Du bist so müde und erschöpft von der Arbeit, dass du im Krankenhaus übernachtest." ,,Das war alles? Deswegen das mit Sabine." ,,Genau. Sie hat deinen Vater angerufen und ihm bescheid gesagt", antwortete Marc. ,,Und was meinstes du mit dem Gefallen, den sie dir noch schuldig ist. Das kann ich mir kaum vorstellen." Vorerst grinste Marc. Dann sagte er:,,Es war gar nicht so schwer ihr das einzureden." ,,Die Arme Sabine. Du bringst sie ja noch ganz zur Verzweifelung." Dabei musste auch Gretchen grinsen. Nach einigen Minuten der Stille fragte Gretchen Marc dann, was sie schon lange beschäftigte:,,Du Marc" ,,Hmm." Sie fragte vorsichtig:,,Womit ... hab ich das eigentlich verdient? Ich meine du bist verlobt, was ja auch nicht alle Tage vorkommt und verbringst trotzdem mehr Zeit mit mir, als mit ... ihr." Sie wollte Gabis Namen nicht aussprechen. ,,Du schläfst mit mir und würdigst sie keines Blickes. Also warum bist du mit ihr verlobt? Wie kommt es dazu?" Marc blieb für eine Weile stumm. Er wusste nicht, ob er Gretchen wirklich davon erzählen sollte. Er sah ihre Verzweiflung. Dennoch entschied er sich dafür selber um diese Hochzeit herum zu kommen. Also lehnte er sich zu ihr rüber und küsste sie.
Mit der Reaktion hatte Gretchen nicht gerechnet. Als sie sich lösten, wartete sie immer noch auf eine Antwort. Marc sagte dann:,,Genieß doch einfach Mal den Moment." ,,Weißt du, ich will es einfach nur verstehen. Es ist schwer nachzuvollziehen." Marc stöhnte entnervt. Auch er konnte das Thema Gabi nicht leiden. Vielmehr wusste er aber nicht, wie er Gretchen davon überzeugen konnte, dass ihm die Verlobung nichts bedeutet. Lange schwieg er. ,,Du musst es mir nicht sagen, wenn du nicht willst. Ich hab schon richtig verstanden", entgegnete sie etwas patzig. Wieder stöhnte Marc und Gretchen war schon von Begriff aufzustehen und ihn aufzufordern sie nach Hause zu fahren. Doch Marc zog sie wieder zu sich. ,,Ich verspreche dir ... dass diese Hochzeit nie stattfinden wird", sagte er. ,,Aber wies.-", setzte Gretchen an. Doch Marc hielt ihr den Finger auf die Lippen, bevor er sie küsste. Gretchen reichte die Antwort vorerst und so wurden ihre Küsse leidenschaftlicher und wilder. Schließlich packten sie ihre Sachen zusammen und fuhren zum Hotel.

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11.02.2009 22:23
#88 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sanft wurde Gretchen aus ihrem Schlaf gerissen. Marc hatte sie noch einige Minuten im Schlaf beobachtet, bevor er sie leicht wachgerüttelt hatte. Mitlerweile war er schon fertig und hockte vor dem Bett. Etwas verschlafen blinzelte sie jetzt auf und sah direkt in Marcs Gesicht.,,Morgen. Ist es schon wieder so spät?" Dabei linste sie rüber zur Uhr.,,4 Uhr! Willst du mich umbringen?!" Sie legte ihren Kopf wieder ins Kissen und wollte schon weiterschlafen. ,,Hey, aufstehen!", sagte Marc ,,oder willst du erst im Krankenhaus ankommen, wenn dein Vater schon das ganze Krankenhaus nach dir durchkämmt hat?" Widerwillig setzte sie sich auf und seuftze. Marc musste daraufhin grinsen. Dann richtete auf und ging ins Wohnzimmer. Er sagte noch:,,Du kannst in der Klinik noch schlafen! Beeil dich. Ich bring dich hin." Gretchen suchte ihre Sachen zusammen und ging ins Bad. Als sie wieder herauskam, sah sie Marc, der durch die Zeitung blätterte. Sie schloss die Tür gerade und fragte:,,Und was machst du?" Marc faltete die Zeitung wieder zusammen und schmiss sie auf den Wohnzimmertisch.,,Ich fahr natürlich wieder zurück und komme zur gewohnten Arbeitszeit wieder."

Eins muss man ihm lassen: Er macht denselben Fehler nicht noch einmal.

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12.02.2009 23:37
#89 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen hörte die leiserwerdenen Geräusche von Marcs Auto, als sie vom Parkplatz ins Krankenhaus ging. Im Stationszimmer angekommen, sah sie Sabine. Sie lag mit dem Kopf auf dem Schreibtisch über einem von Elkes Büchern und war eingeschlafen. Sie schnarchte.,,Schwester Sabine?", fragte Gretchen . Die Schwester schreckte sofort hoch.,,Ja?! Ach Sie sinds Frau Doktor!"

Ich beneide sie nicht. Hab, Gott sei Dank, keinen so leichten Schlaf.

Bevor die Ärztin etwas sagen konnte, ergänzte Sabine:,,Ich hab Ihnen Zimmer 84 fertig gemacht."

Was hat Marc ihr eigentlich noch alles aufgetragen? Und vorallem mit welcher Erklärung?

Noch etwas verwirrt, sagt sie leise:,,Danke." Dann verschwindet Gretchen auf das Zimmer, um noch ein wenig zu schlafen.
Wenige Stunden später wird sie von ihrem Vater geweckt.,,Kälbchen? Du kannst mir doch sagen, wenn du zu müde zum Arbeiten bist. Dann hätt ich dich nach Hause geschickt." ,,Es geht schon. Jetzt hab ich ja geschlafen." Sie versuchte so wach, wie möglich zu wirken, was ihr bei wenigen Stunden Schlaf ziemlich schwer fiel. Deswegen war sie dann auch dankbar, als ihr Vater sich wieder an die Arbeit machte. Dann zog sie sich ihren Kittel über und verließ das Zimmer.

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15.02.2009 00:20
#90 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 20
Liebes Tagebuch,
heute kommt meine Mutter aus Indien wieder. Etwa in einer Stunde landet ihr Flieger. Ich muss sagen, dass ich sie wirklich vermisst hab. Außerdem wollte ich nicht noch länger den Haushalt so gut wie alleine schmeißen. Dazu zählt nicht, dass ich ihre Art bezüglich Männer für mich vermisse. War froh mal für 2 Monate nicht zu hören, wer doch als Schwiegersohn in Frage komme. Das wird dann jetzt wohl weiter so gehen. Obwohl sie in einem Zeitalter groß geworden ist, indem ich, Gott sei Dank, nicht aufegwachsen bin. Wir leben ja nicht mehr in einer Zeit, wo man einen halbwegs geeigneten Mann heiratet und die Frau nur eine Art Sklavin war. Wenn das noch so wäre, wär ich jetzt mit Peter verheiratet. Grrrr...schreckliche Vorstellung. Ich sitze zu Hause mit den Kindern, während er seine...- ich will es mir gar nicht erst nocheinmal vorstellen.
Ich frage mich, ob meine Mutter sich gut erholen konnte. Ich hoffe sie verzeiht Papa, was zwar nicht richtig wäre, aber dann hört sie wenigstens damit auf sich selbst etwas zu beweisen. Darunter muss dann meistens ich leiden. Jochen ist ja immer schön fein raus. Es wundert mich schon, das er heute mal zu Hause ist und gleich mit zum Flughafen fährt. Man bekommt ihn ja sonst kaum zu Gesicht.
So werde jetzt Mal runter gehen. Mein Vater ruft schon.

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Ann Offline

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15.02.2009 15:58
#91 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Falscher Alarm. Ihm ist eingefallen, dass er Mama ja was schenken könnte. Das fällt ihm aber früh auf. Jedenfalls hat er mich gefragt, was Mama denn gefiel. Hab ihm gesagt, dass er sie länger kennt, als ich. Er soll sich doch um seine Ehe bemühen. Jetzt ist er nochmal losgezogen. Werde wohl warten müssen, bis er wieder da ist. Kann ja schlecht mit dem Fahrrad zum Flughafen.
Wenn meine Mutter wieder da ist, fängt wohl auch der Stress an. Denn in knapp 2 Wochen werde ich 30! Noch ein Grund zum Weglaufen. Ich will jetzt noch gar nicht garan denken. Aber wie ich meine Mutter kenne, wird sie mich sofort damit konfrontieren. Sie will bestimmt wieder eine risiege Feier, wie bei meinem 20. Geburtstag. Da war halb Berlin da. Das Ganze endete in einer Katastrophe, weil Günni mir den ganzen Abend gefolgt war. Damals war er wenigstens noch schüchtern. Jetzt besgrbscht er einen. Werde ihn gleich von der Gästeliste streichen, die Mama wahrscheinlich schon zusammen gestellt hat.
Jetzt ruft Papa erneut. Er ist gerade wiedergekommen. Werde mal sehen, was er sich einfallen lassen hat und dann geht es zum Flughafen!


Gretchen ging die Treppe runter und sah ihren Vater mit einem Strauß Rosen in der Hand.,,Da warst du ja sehr kreativ", entgegnete sie. Franz grummelte kurz über die Antwort seiner Tochter. Dann rief er auch Jochen und die drei fuhren zum Flughafen.

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Ann Offline

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18.02.2009 22:53
#92 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Eine halbe Stunde standen sie am Schalter bis die Durchsage kam, dass das Flugzeug aus Indien gelandet sei. Aufgeregt warteten die drei, dass Bärbel ihnen entgegen kam. Die drei fragten sich schon, ob Bärbel doch einen anderen Flug genommen hatte, da gerade die letzten Passagiere wiederkamen. Doch dann tauchte sie doch noch auf. Braungebrannt trat sie als eine der letzten in die riesige Eingangshalle am Schalter. Aber das Wetter hatte sie trotzdem nicht vergessen. Sie war in ihrer dicken Kleidung wiedergekommen, in der sie auch abgereist war. Schien ja auch logisch. Wi in Indien bekam man schon Kleidung für den europäischen Winter zu kaufen? Gretchen und Jochen gingen auf ihre Mutter zu, nur Franz verharrte an seiner Stelle. Gretchen umarmte ihre Mutter herzlich.,,Hallo Mama." Als sie die Umarmung löste fragte Gretchen noch:,,Wie geht es dir?" ,,Blendend Kind, blendend. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schön Indien ist und die Kultur - faszinierend! Aber ich hab mir Sorgen gemacht. Seit ihr gut zurecht gekommen? Ich hoffe das Haus sieht nicht aus wie ein Schlachtfeld." Gretchen grinste.,,Nein, nein. Schön, dass es dir gefallen hat." Dann wandete sich Bärbel zu Jochen. Gegen seinen Willen wurde auch dieser herzlich umarmt. Im Hintergrund ging auch Franz langsam in Richtung seiner Frau, jedoch zögerte er. Dann löste Bärbel wieder ihre Umarmung. Dann fiel Jochen etwas auf:,,Wo ist denn dein Gepäck?" Bärbel wirkte etwas verlegen.,,Das müsste gleich kommen. Hridayesh ist wirklich hilfsbereit." ,,Bitte wer?", fragte Gretchen.,,Hridayesh. Er ist ein echter Gentleman. Stell dir vor, er folgt mir sogar zurück nach Deutschland." ,,Zurück?", fragte Jochen, bevor Gretchen fragen konnte. ,,Ja, er ist deutscher. Eigentlich heißt er Frank, aber er hat sich schon vor 30 Jahren der indischen Kultur angeschlossen. Ihr könnt ihn auch selber fragen. Da hinten kommt er." Bärbel wunk einem glatzköpfigen Mann zu. Mit seinem indischen Dress und dem kälteschützendem, orangem Gewand war er kaum zu übersehen. Gretchen war sichtlich geschockt. Sie brachte kein Wort mehr heraus. Auch Franz war schlagartig stehen geblieben und starrte seine Konkurrenz, die nun bei seiner Frau stand, wutentbrannt an. Dann gingen sie Richtung Ausgang. Als sie an Franz vorbeikamen hielt Bärbel kurz inne. Franz fragte nur:,,Was soll das?" Frau Haase antwortete kurz:,,Du hattest deine Chance und wusstest eben nicht, was du hast", dann ging sie zu einem Taxi. Gretchen sagte noch:,,Aber Mama, wir sind doch mit dem Auto hier." ,,Ich glaube nicht, dass da genügend Platz ist." Sie blitze Franz nocheinmal an, bevor sie mit Hridayesh in das Taxi einstieg.

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Ann Offline

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19.02.2009 23:02
#93 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Zu Hause hing der Haussegen schief. Franz hatte sich in sein Büro verzogen, um ein wenig Ruhe zu haben. Denn Bärbel und der Deutschinder machten sich gerade über den Weinvorat her. Der Chefarzt konnte immer noch ihr kichern hören. Schnell hatte er sich seine Ohrstöpsel geholt, um nicht gleich vor Wut ins Wohnzimmer zu platzen. Dann versuchte er sich wieder auf den Papierkram vor ihm zu konzentrieren. Auch Gretchen hatte sich in ihr Zimmer verzogen und versuchte das Lachen und Kichern ihrer Mutter zu ignorieren.

Also lange halte ich das nicht mehr aus. Hatte ja gehofft, dass die beiden wieder zusammenfinden. Aber mit diesem Hiää... konnte ja keiner rechnen. Ich wusste doch, dass sie sich wieder etwas beweisen muss.
Das wird ja immer lauter! Ich muss hier weg. Frage mich, wie Papa das aushält. Obwohl er es ja eigentlich verdient hat. Ich glaub ich ruf Marc an. Schließlich haben wir uns die letzte Woche nur noch auf der Arbeit gesehen. Viele Ausreden würden zu sehr auffallen. Er hat dann doch tatsächlich immer wieder versucht mich während der Mittagspause zu vernaschen. Habe bis jetzt Stand gehalten. Aber lange hätte ich das sowieso nicht mehr durchgezogen. Irgentwann kann man ihm einfach nicht mehr widerstehen, auch wenn es während der Arbeitszeit ist.
Werde jetzt also Marc anrufen. Da mein Vater sich verschanzt hat und er sowieso andere Probleme hat, müsste es kein Problem sein Mal wieder ins Kino zu gehen.

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Ann Offline

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23.02.2009 18:15
#94 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Habe versucht Marc zu erklären, dass ich wegen meiner Mutter flüchten will. Aber was macht er? Behauptet doch tatsächlich das wäre nur eine Aurede, weil ich Sehnsucht nach ihm hätte. (Irgentwo hat er ja auch Recht. Aber das muss er ja nicht gleich wissen.) Hab dann einfach aufgelegt. Irgentwie muss er ja mal lernen, dass seine Selbstverliebtheit ihn nicht weiterbringt. Außerdem, warum sollte ich ihn anlügen?
Jetzt sitze ich hier immer noch fest. Bin gerade mal sämtliche Nummern durchgegangen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Niko versucht hat ein paar mal bei mir anzurufen. Werde mal zurückrufen.

Auch da keinen Erfolg gehabt. Er hatte nur versucht anzurufen, um mir zu sagen, dass er noch ein paar Wochen länger wegbleibt. Entspricht jetzt also noch einer Woche. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als Sabine zu fragen.


Sie legte den Stift bei Seite und wählte Sabines Nummer. Die Krankenschwester war zunächste überrascht, stimmte aber einem Besuch zu. Also schlich Gretchen sich aus dem Haus (was ja nicht sonderlich schwer war) und fuhr mit dem Fahrrad zu Sabine.
Als Gretchen dann die Tür zur Wohnung geöffnet wurde, dachte sie sie wäre im falschen Film. Sabine stand vor ihr im Look der Flower Power Zeit. Sie trug die Haare offen und ein Band war um ihren Kopf gefestigt. Das gleiche Band fand man um ihre Unterbrust gewickelt, das ihr buntes Kleid festigte.,,Hallo Frau Doktor. Da sind sie ja!" ,,Ähh ja...Hallo" entgegnete die Ärztin noch etwas verwirrt. Dann bat Sabine sie hinein. Die Wohnung war ziemlich vernebelt. Daher konnte Gretchen nur halbwegs die Veränderungen in Sabines Wohnung erkennen. Überall war jetzt alles im Flower Power Look gehalten. Den Grund dafür fand sie auch gleich im Wohnzimmer. Da stand ein Typ, der ähnlich gekleidet war, wie Sabine und begrüßte Gretchen mit einem Peace Zeichen.

War doch keine so gute Idee gewesen hierher zu kommen. Brauche einen neuen Plan für den Abend und zwar dringend!

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01.03.2009 23:11
#95 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Doch dann setzte sich der Hippie auf den Boden, auf Sitzkissen und Sabine tat es ihm gleich. Die Krankenschwester bat Gretchen ebenfalls dazu. Die Ärztin zögerte anfangs, setzte sich aber widerwillig zu Sabine uns ihrem neuen Freund.

Offenbar scheint sie ja Dr. Liesing vergessen zu haben und ihr übliches Muster für verrückte Typen wiedergefunden zu haben!

Eine Weile saß Gretchen abweisend da und überlegte hin und her, wie sie wieder aus dieser Wohnung raus kommt, während Sabine und ihr Freund wohl meditierten. Gretchens Erlösung tönte aus ihrer Tasche, als ihr Handy klingelte. Schnell griff sie zu der Tasche, um ihr Handy heraus zu suchen. Schnell nahm die Ärztin ab und verschanzte sich in den nächsten Raum. ,,Haase", sagte sie. ,,So leicht lass ich mich nicht wegdrücken." ,,Marc? Wieso rufst du dann jetzt erst zurück?" ,,,Soll ich wieder auflegen?" ,,Schon gut." Sie zögerte kurz und fragte leise:,,Kannst du mich retten?" Sie hörte ein Lachen durch den Hörer, dann sagte Marc:,,Inwiefern?" ,,Ich bin bei Sabine." Wieder lachte Marc:,,Das erklärt alles. Was machst du da?" ,,Hol mich einfach nur ab", erwiderte Gretchen. Der Oberarzt sagte noch´, dass er in einer viertel Stunde da sei, bevor er auflegte. Dann ging Gretchen zurück ins Wohnzimmer und erklärte Sabine, dass es einen Notfall gäbe und sie sofort ins Krankenhaus müsste. Da Sabine aber, aufgrund der dünnen Wände und der Stille, das Gespräch größtenteils mitgehört hatte, sagte sie nichts weiter und grinste pausenlos. Dann verschwand die Ärztin, um auf den BMW zu warten.

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02.03.2009 16:39
#96 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Es daurte keine viertel Stunde bis Marcs Z3 vorfuhr. Er hielt so, dass Gretchen nur die Tür öffnen musste, um einzusteigen. Schließlich fuhr Marc los.,,Wohin fährst du?", fragte Gretchen wenige Minuten später.,,Ich dachte du wolltest ins Kino", antwortete Marc. Gretchen gab ihm ein freundliches Grinsen zur Antwort. Dieser fragte daraufhin:,,Was hat dich eigentlich zu Sabine getrieben? Doch nicht etwa wegen deiner Mutter?" ,,Eigentlich schon, wieso?" Marc lachte wieder:,,Aha, dann wohnt jetzt also ein Deutsch - Inder bei euch?" ,,Ja, wie ich es dir gesagt habe?!",,Und das soll ich dir glauben?" Sie sieht ihren Oberarzt misstrauisch an.,,Sonst wäre ich wohl kaum freiwillig in die 60er Jahre zurückgereist!" ,,So schlimm?" Dabei lachte Marc erneut.,,Du hättest erstmal die Wohnung oder den Hippie sehen sollen!" Marc musste schmunzeln.,,Ich wusste ja schon immer, dass Sabine nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Aber das war wohl deutlich untertrieben!"
Die beiden unterhielten sich noch eine Weile, bis sie am Kino ankamen. Sie entschieden sich dafür "Mord ist mein Geschäft, Liebling" zu gucken. Sie bemerkten aber nicht, dass Gabi im selben Film saß. Die Krankenschwester hatte sich dazu entschlossen ihre Freundin anzurufen, um mal wieder auszugehen, da sie immer nur vergeblich auf Marc wartete. Ihn jetzt mit diesem dicken Ha(a)sen zu sehen, machte sie wütend, zumal sie noch wenige Minuten vorher von Marc vor ihrer Freundin geprahlt hatte.

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03.03.2009 00:05
#97 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Vorerst hielt sie sich zurück, um erst einmal abzuwarten, was passiert. Damit sie endlich wusste, was nach wie vor, zwischen Marc und Gretchen lief. Als das Licht verdunkelte, fragte sie ihre Freundin unauffällig, ob sie sich nicht ein paar Reihen nach vorne setzten wollten, da dort noch einige Plätze frei waren. Ihre Freundin stimmte zu. Sie begaben sich zu Plätzen, die sich eine Reihe hinter der von Marc und Gretchen befand. Die beiden Ärzte saßen eher mittig, daher setzte Gabi sich geschickt an den Außenrand und ihre größere Freundin sich daneben. Von dort aus konnte die junge Krankenschwester ihre Zielobjekte besser und zugleich unendeckter beobachten.
Während des Films wäre Marc fast eingeschlafen. Gretchen konzentrierte sich nur auf den Film, den er viel zu schnulzig fand, obwohl einige Stellen ihn doch zum Lachen gebracht hatten. Irgentwann reichte es ihm und er legte unauffällig die Hand um Gretchens Taille. Erst gefiel ihr dies und sie rückte näher zu ihm. Doch dann fuhr er seine Hand unter ihren Pullover. Sie ahnte auf was er hinaus wollte, da sie sein Desinteresse für den Film bemerkt hatte. Schnell nahm sie seine Hand unter ihrem Pullover weg und flüsterte ihm zu:,,Marc! Der Film ist sowieso gleich zu Ende." Dieser gab sich jedoch nicht geschlagen und legte nach einiger Zeit seine Hand immer wieder auf ihren Oberschenkel und fuhr daran hoch. Dabei erntete er nur böse Blicke und wildes Hermugefuchtel. Als die Raumlichter wieder angingen stand Marc so schnell wie möglich auf und zog Gretchen mit sich. Am Ausgang des Raumes ließ er ihre Hand wieder los. Gretchen, die noch nicht mal dazu gekommen war ihre Jacke anzuziehen, zog diese schnell über und murmelte:,,So schrecklich war der Film jetzt auch wieder nicht." Sie holte dann wieder Marc ein, der nicht stehen geblieben war.

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03.03.2009 22:30
#98 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Gabi hatte Mühe Gretchen und Marc im Auge zu behalten, so schnell waren die beiden aus dem Kino. Während der Vorstellung hatte sie den Blick nicht einmal abgewendet. Deshalb hatte sie auch so gut wie jedes Detail bemerkt. Zwischenzeitlich musste die Schwester sich zürnen, um nicht vor Wut auf zu springen und die beiden gewaltsam zu trennen. Doch sie hielt durch.
Jetzt trennte Gabi sich von ihrer Freundin, die etwas schleppend das Kino verließ, um mit den beiden mitzuhalten.,,Wo willst du denn hin? Warte auf mich!", schrie ihre Freundin ihr noch hinterher. Doch da war Gabi schon Marc und Gretchen auf den Fersen.
,,Willst du noch irgentwo hin oder können wir dann zu mir?" Dabei grinste er sie an.,,Marc...ich glaube es ist besser wenn du mich jetzt nach Hause fährst. Wenn meine Mutter rausfindet, dass ich..." Die beiden waren vor dem Auto stehen geblieben. Dann legte er Gretchen den Finger auf die Lippen und zog sie zu sich.,,Kommt überhaupt nicht in Frage!" Daraufhin gab er ihr einen Kuss, der ihr fast den Atem raubte.
Gabi hatte sich derweil hinter zwei Mülltonnen gekniet und beobachtete Marc und Gretchen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Als sie die Blicke der beiden und den darauf folgenden Kuss sah, raste die Wut in ihr. Dass die Ärzte sich liebten wusste Gabi zwar, aber es zu sehen reißte ihr fast das Herz heraus. Und plötzlich wurde aus ihrer Wut Trauer. Trauer darüber, dass Marc sie nie so geliebt hatte, sondern nur eine weitere Trophäe in seinem Schrank war. Sie bedauerte, dass sie es nicht geschafft hatte, dass er sie so anschaut, dass er sie so küsste. Was hat der dicke Haase bloß richtig gemacht? Irgentwas muss Gretchen haben, dass sie nicht hat.
Gabi überlegte noch eine Weile. Auf einmal kam ihr diese Hochzeit albern und kindisch vor. Wenn sie jetzt an Gretchens Stelle wäre, wäre sie überglücklich. Doch dann zu wissen, dass genau dieser Mann, mit dem man eigentlich glücklich ist, heiratet, das würde auch ihr das Herz brechen. Aber sie stand eben nicht an dieser Stelle. Deshalb stieg die Gier wieder in Gabi auf und sie unterdrückte die zuvorigen Gedanken. Jetzt schienen ihr diese vollkommen abwegig. Sie musste die beiden trennen. Und das schneller, als sie ertwaret hatte.

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04.03.2009 20:36
#99 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 21
Zwei Tage waren seit dem Kinobesuch vergangen. Gretchen hatte die Tage bei Marc im Hotelzimmer übernachtet. Denn ihre Eltern waren so mit sich selber beschäftigt, dass sie nicht einmal merkten, dass nicht nur ihre Tochter fehlte, sondern auch ihr Sohn. Auch Jochen hatte sich bei einem Freund einquartiert.
Marc saß derweil in seinem Büro und arbeitete einige Akten durch, als sein Telefon klingelte. Nachdem er sich vorgestellt hatte, ertönte eine bekannte Stimme:,,Hey Marc, alter Freund! Gibt es bei dir was neues?" Es war die Stimme von Eric, seinem Freund aus der Schulzeit. Das letzte Mal hatten sie sich auf Jörgs Feier gesehen.,,Äh...Was gibts denn?" ,,Ich dachte mir wir könnten Mal wieder einen richtigen Männerabend machen. Du weißt schon, so wie früher. Schließlich heiratest du ja bald. Deine restliche Zeit solltest du da doch nutzen. Also ... heute Abend? Ich kenn da eine Disco!" Marc dachte kurz über das Angebot nach und stimmte dann zu.
Was Marc nicht wusste ist, dass Gabi vor seiner Tür stand und ihn belauschte. Als Marc zustimmte, huschte ein Grinsen über ihr Gesicht. Es war zu einfach gewesen. Sie kannte Eric noch, da er oft anrief als Gabi noch bei Marc war. Vor einigen Monaten also, war der Oberarzt öfters mit seinem alten Schulkollegen unterwegs. Daher wusste sie, dass Eric der gleiche Typ Mann war, der Marc auch einmal gewesen ist. Sie wusste, dass er sich keine Party in der Umgebung ausgehen lassen würde. Da Marc sein bester Kumpel war, war sie also hundertprozentig sicher, dass er zuerst bei ihm anrufen würde. Das Einzige was sie also tun musste war, ihm einen Flyer von einer angesagten Disco in den Briefkasten zu legen. Der Rest war ebenfalls ein Kinderspiel gewesen. Gabi hatte den gestrigen Tag damit verbracht Eric zu beobachten. So wusste sie, dass er jeden Morgen vor der Arbeit seine Post kontrolliert. Sie wusste außerdem, dass Eric ein Mann der Taten war. Also würde er sofort anrufen. Somit hatte sie die passende Zeit, in der sie bei Marc sein musste, um zu kontrollieren, ob ihr Plan aufgegangen war. Der erste Teil war schonmal aufgegangen. Die anderen würde schwieriger werden.

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05.03.2009 00:02
#100 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen setzte sich gerade mit Schwester Sabine in die Cafeteria. Obwohl es zwischen Marc und Gretchen im Moment bestens läuft, hatte der Oberarzt während der Visite keine Situation ausgelassen, ihr den ein oder anderen Spruch auf zu halsen. Die Assistenzärztin machte dies ein wenig stutzig.

Aber Arbeit ist nun mal Arbeit! Und die Sprüche bin ich ja sowieso gewohnt. Kontra geben schadet ja auch nicht.

Die beiden Frauen setzten sich an einen der freien Tische und plauderten ein wenig. Irgentwann fragte Sabine vorsichtig:,,Frau Doktor, läuft da eigentlich was zwischen Ihnen und Dr.Meier?" Gretchen lachte ziemlich auffällig und antwortete:,,Nein?! Er ist verlobt. Das wissen Sie doch." Die Schwester schaute etwas verdutzt.,,Ich dachte nur. Sie schauen sich gegenseitig immer so an, als ob ... sie verliebt wären. Und nach dem Gespräch von vorgestern, dass sie am Telefon gef.-" Gretchen schaute ziemlich entsetzt und unterbrach Sabine:,,Sie haben das Telefongespräch mit angehört?" Die Krankenschwester nickte kurz und fügte kleinlich hinzu:,,Die Wände sind so dünn ... "

Oh Gott. Ist das so offensichtlich? Sollte unbedingt mit Marc sprechen.
Andererseits ist das eine gute Frage. Ich weiß selber nicht was jetzt zwischen uns ist. Marc hat zwar gesagt, dass er nicht heiraten wird, aber wieso hat er es dann erst vorgehabt? Da kann doch etwas nicht stimmen.

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