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Dieses Thema hat 295 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Ann Offline

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09.11.2008 19:48
#26 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 12
Gretchen hingegen erkannte, dass sie den Eingang verpasst hatte. Die zweite Halbzeit hatte schon längst begonnen und sie suchte verzweifelt die richtige Tribüne. Doch nach dem ganzen Hin - und Herlaufen gab sie es auf.
Marc und seine Freunde saßen derweil im Stadion und bejubelten den Führungstreffer der Hertha gegen Hoffenheim. Nachdem sie dann auch wieder auf ihren Plätzen saßen und alle gut gelaunt waren, wollte Marc seinen Freunden noch den eigentlichen Grund des Treffens verraten. Er überlegte kurz, weil es sich eigentlich widersprach zu dem, was er vorhin gesagt hatte. Er trank sein Bier aus und schluckte tief. Doch dann erzählte er seinen Freunden von seiner Verlobung mit Gabi. Als Marc zuende gesprochen hatte, sagte einer seiner Freunde, was sie alle dachten:,,Du und heiraten? Der war gut!" Sie brachen in Gelächter aus. Nur Marcs Gesicht blieb ernst. Der Freund sah Marc und auch sein Gesicht wurde ernst:,,Du meintest das ernst? Oh mein Gott!" Er guckte zum Spielfeld und nahm ein Schluck von seinem Bier. Ein anderer Freund fragte:,,Aber du hast doch gerade noch gesagt, dass du keine Frau brauchst!" Marc rettete sich, indem er antwortete:,,Ja..ehm..weil ich ja jetzt schon eine habe!" Dann stand er auf, um sich ein neues Bier zu holen.
Er verließ die Tribüne und ging in die Außenräume und suchte zuerst nach einen Mülleimer, um den Pappbecher wegzuschmeißen. Dann sah er nach rechts und sah Gretchen an der Wand lehnend. Marc ging auf sie zu. Gretchen bemerkte ihn gar nicht, weil sie auf den Boden starrte. Als sie jedoch Schritte wahrnahm, drehte sie denn Kopf und sah Marc. Der grinste und sagte:,,Na, wohl doch Sehnsucht nach Schockolade, was?!" Marc blieb vor Gretchen stehen. ,,Du bist so witzig, Marc! Wie kommt es eigentlich, dass du auf einmal so gute Laune hast?" Er lächelte und sagte:,,Ja ich weiß! Ich hab doch immer gute Laune! Aber was machst du hier? Die zweite Halbzeit hat schon längst angefangen. Oder hast du Beziehungsstress mit deinem 'Niko'?" Gretchen sah ihn böse an.

Er hat es immer noch nicht verstanden! Was denkt der eigentlich von mir?

Gretchen hatte keine Lust ihm eine ernsthafte Antwort auf diese lächerliche Frage zu geben, also sagte sie:,,Gegenfrage - Was machst du hier?" Marc grinste, sah auf seinen Pappbecher und sagte nichts.

Was hat der denn? Wieso sagt er nichts?

Plötzlich kam Marc näher und auf Gretchen zu. Diese guckte panisch zu ihm.

Nein, er will doch jetzt nicht...nicht schon wieder! Kann er nicht einmal normal sein? Ich meine welcher Verlobter versucht schon dauernd eine andere Frau zu küssen? Obwohl scheint wohl doch normal zu sein, wenn ich an Peter denke...

Ihre Knie wurden weich und sie lehnte sich immer mehr an die Wand. Eigentlich hoffte Gretchen, dass Marc sie jetzt küssen wollte. Doch der kam zwar näher an sie ran, schmiss aber nur seinen Pappbecher in den Mülleimer, der neben ihr stand.

Na toll! Was rede ich? Ich wollte doch, dass er mich nicht küsst!

Gretchen stand trotzdem zusammengekauert da und immer noch mit einem leicht panischem Gesicht. Marc schaute sie komisch an. Dann grinste er und sagte:,,Verstehe!" Daraufhin setzte er seine Arme links und rechts neben Gretchen an die Wand.

Oh nein! Jetzt solltest du wirklich weglaufen! Er kann doch nicht einfach....

Marc kam immer näher und Gretchen bekam ein Kribbeln im Bauch. Im nächsten Moment dachte sie:

...oh doch er kann!

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Ann Offline

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12.11.2008 21:56
#27 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Ihre Lippen kamen sich immer näher. Gretchen machte keinerlei Anstand sich zu wehren. Für einen Moment hatte sie die Verlobung vergessen. Doch dann ertönten laute Schritte und eine Stimme rief:,,Gretchen?" Sie sah nach rechts; Marc drehte den Kopf nach links.

Wieso jetzt? Oh Gott Gretchen, du klingst so armsehlich!

Niko stand da und suchte verzweifelt nach Gretchen, nachdem diese nach Wiederanpfiff nicht mehr im Stadion erschienen war. Marc ließ einen genervten Laut hören, als er Niko sah. Dann senkte er seine Arme und drehte sich zu seiner Rechten. Da merkte er, dass diesen Typ, den Gretchen wohl dauernt bei sich hat, nicht der Einzigste war, der sie beobachtet beziehungsweise unterbrochen hatte. Dort stand einer seiner Freunde mit zwei Bier in der Hand und einem offenen Mund. Er war Marc gefolgt, weil er sich ebenfalls ein neues Bier holen wollte. Als er jedoch sah, dass sein Freund die Blondine von vorher küssen wollte, verschlug es ihm die Sprache und wohl auch die Mimik. Hinter Marc, ertönte Nikos Stimme:,,Mensch Gretchen, ich hab dich überall gesucht! Komm lass uns gehen." Wortlos ließ sie sich von ihmn mitzerren. Marc, der sich noch einmal zu Gretchen umsah, als er Nikos Stimme gehört hatte, wurde nur von diesem wahrgenommen und bekam einen bösen Blick hinterhergeschmissen. Der Arzt drehte sich wieder zu seinem Freund und ging auf ihn zu. Mitlerweile waren Niko und Gretchen schon außer Sichtweite, als der Freund fragte:,,Die Blonde von vorhin war jetzt aber nich deine Verlobte, oder?" Marc sagte nichts, nahm sich eines der Biere aus seiner Hand, nippte kurz daran und verschwand Richtung Tribüneneingang. Einige Sekunden stand sein Freund verwirrt da. Doch dann zuckte er mit den Schultern und folgte Marc.
Gretchen und Niko fuhren derweil nach Hause. Zwar hätte er gerne das Spiel zuende gesehen, aber er hielt es für angebracht Gretchen nicht länger im selben Gebäude wie diesen Oberazt zu halten. Er hatte das Gefühl gehabt, sie bräuchte jetzt Jemandem zum Reden und nicht Jemanden, der die ganze Zeit auf ein Spielfeld guckt und mitfiebert.
Zurück im Stadion saß Marc wieder auf seinem Platz. Die Freunde feierten, wie zuvor. Nur dann fragte einer:,,Lernen wir deine Verlobte auch mal kennen? Wie sieht sie überhaupt aus?" Marc überlegte. Was sollte er jetzt sagen? Sollte er Gabi beschreiben? Aber dann würde seinem Freund auffallen, dass Gretchen nicht seine Verlobte war. Er sah seinen Freund an, der ihn gesehen hatte. Dann suchte Marc nach den richtigen Worten:,,Ja das ist so...nämlich...eh...!" Dann sagte der Freund:,,Also ist es doch die Blonde? Ich hab die beiden nämlich gerade erwischt!" Er stieß einen der Freunde leicht an und diese lachten. Doch Marc blieb ernst. Ein anderer fragte:,,Wieso hast du das denn nicht gleich gesagt, dass sie die Glückliche ist? Hättest ihr wenigstens eine Karte neben uns bestellen können! Wo ist sie denn?" Marc stockte der Atem. Er konnte nicht mehr anders und spielte mit:,,Ähm...ja ich wollte euch überraschen..und...und ja sie musste früher weg...wegen...essen...also dem Essen nachher!" Die Freunde nahmen es humorvoll, fragten aber trotzdem:,,Und wann hattest du vor es uns zu sagen? Wenn das Spiel vorbei ist?" Statt auf eine Antwort zu warten, stießen sie lieber mit ihrem Bier an. Dann fragte wieder ein Anderer:,,Wie wärs, wenn du sie übermorgen zu Jörgs Feier mitbringst?" Jörg war der kräftigste der Truppe gewesen. Aber mitlerweile war er auch ein verheirateter Trottel geworden, wie Marc dachte. Zu dem Spiel wollte konnte er auch nicht kommen - 'Babysitten'! Eigentlich hatte Gabi ihn genervt, sie wolle doch mitkommen und er sollte sie doch endlich seinen Freunden vorstellen. Sie hatte nämlich die Post durchwühlt und die Einladung zur Jörgs fünfjähriger Hochzeitsfeier gefunden.
Marc nahm einen Schluck von seinem Bier. Er fragte sich, wie er das alles Gretchen erklären sollte. Oder Gabi! Am besten gar nicht. Also sagte er erst einmal:,,Ich werde sie mal fragen, ob sie mit will!"

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Ann Offline

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16.11.2008 16:39
#28 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Auf der Fahrt nach Hause erzählte Gretchen Niko, dass sie Marc und seine Freunde getroffen hatte und ihm erneut begegnet war, als sie den Tribüneneingang nicht gefunden hatte. Niko fragte, wie es zu der eindeutigen Position kam. Draufhin herrschte Stille.

Wie soll ich das denn jetzt erklären? Dass ich neben dem Mülleimer stand und Marc diesen Pappbecher (Noch ein Grund diese Dinger zu verfluchen) wegschmeißen wollte? Dass ich wieder mal schwach geworden bin, sodass selbst Marc das erkannt hatte? Nein - besser nicht! Klingt viel zu peinlich! Wie steh ich denn dann da? Als Trauerwrack, dass seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat?

Er riss sie aus ihren Gedanken.,,Du musst nicht mit mir reden, wenn du nicht willst!"

Na toll, jetzt ist er beleidigt!

Auch wenn es ihr peinlich war, erzählte sie ihm dann doch die ganze Szenerie. Niko musste kurz lachen.,,Du musst dringend was unternehmen, wenn du nicht jedes Mal weiche Knie bekommen willst." Gretchen sagte darauf:,,Achja und wie hast du dir das vorgestellt?" Niko hielt den Wagen vor dem Haus der Haases an.,,Lass dir was einfallen." Sie guckte ihn entsetzt an.

Da hätte ich auch selber drauf kommen können!

Sie verabschiedete sich von ihm und verließ den Audi.

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Ann Offline

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17.11.2008 19:38
#29 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 13
Am nächsten Morgen im Krankenhaus wartete Marc auf Gretchen. Aber nicht im Stationszimmer, sondern er wusste ja, dass sie die Treppe nahm. Also stand er am ersten Treppenabsatz.
Währenddessen schloss Gretchen gerade ihr Fahrrad ab. Sie war mal wieder spät dran.

Marc wird mich umbringen! Schon wieder zu spät...

Schnell hetzte sie zur Treppe. Schon jetzt schnaufte sie.
Marc hörte, dass die Tür unten aufging. Schon kamen schnelle Schritte näher. Das musste Gretchen sein. Schließlich stand sie vor ihm. Gretchens Herz schlug noch schneller, als sowieso schon. Sie hatte gehofft schneller von ihm los zu kommen, um ihn endlich zu vergessen.

Schließlich ist er verlobt. Aber wie soll ich ihm aus dem Weg gehen, wenn er mir entgegen läuft?

Geschockt wagte sie keinen weiteren Schritt. Sie fragte nur:,,Was machst du hier?" Er grinste und antwortete:,,Hab auf dich gewartet!" Sie guckte nur verwirrt und sagte:,,Schön, können wir jetzt arbeiten?" Daraufhin ging sie an Marc vorbei und wollte die Treppe weiter hinauf. Doch der hielt sie am Arm fest. Gretchen drehte sich ihm zu.

Was will er jetzt schon wieder?

Seine Hand nahm nun ihre Hand. Er zog sie zu sich. Mal wieder wurden Gretchens Knie weich. Trotzdem bekam sie noch ein paar Worte heraus:,,Was soll das werden, Marc?" Er lächelte sie an.,,Naja, ich dachte wir könnten da weitermachen, wo wir gestern unterbrochen wurden." Dabei zog er die Augenbrauen hoch und kam ihr näher.

In der Zeit ging Gabi gerade durch die Station der Gynäkologie. Sie war auf dem Weg zu Mehdis Behandlungszimmer, weil ihre Schicht gerade begonnen hatte. Sie blickte verträumt durch die Gegend. Sie stellte sich vor, wie Marc zu ihr wäre, wenn sie eine kleine Familie hätten und er sie endlich lieben würde. Doch als sie am Treppenaufgang vorbei ging, glaubte sie Marc aus dem Blickwinkel, auf dem Treppenabsatz nach unten, gesehen zu haben. Sie ging ein paar Schritte zurück, um nachzusehen. Langsam und leise näherte sie sich den Glastüren. Davor blieb sie stehen. Tatsächlich stand da Marc. Aber was sie sah, ließ ihr gerade noch fröhliches Gesicht, zu einem wutendbrannten und vorallem traurigen Blick schwinden. Er stand da mit dem dicken Ha(a)sen, in eindeutiger Position. Tränen füllten ihre Augen. Eigentlich hatte sie nichts gegen Gretchen. Eigentlich beneidete sie sie eher. Denn sie hatte das geschafft, das Gabi sich immer erhofft hatte. Gretchen hat es geschafft, dass er sich in sie verliebt. Das sah man ihm immer mehr an. Auch wenn er es wie üblich zu überspielen versucht. Gabi konnte ihren neidischen Blick nicht abwenden. Was sollte sie tuen, damit er sich in sie verliebt und den dicken Ha(a)sen vergisst? Kurzerhand fasste sie einen Plan, wendete den Blick ab und machte sich auf den Weg zu Mehdi. Sie war sowieso schon spät dran gewesen.

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Ann Offline

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18.11.2008 23:44
#30 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Was mach ich denn hier eigentlich? Erinnere dich daran, was Niko gesagt hat! Ich soll mir was einfallen lassen. Also gut...

Gretchen löste sich von Marc, bevor er sie küssen konnte. Der war sichtlich genervt davon:,, Was ist denn jetzt schon wieder?" In Gretchen stieg die Wut hoch. ,,Was los ist? Du bist immer noch verlobt! Also benimm dich auch so!" Ihre Wut wandelte sich schnell in Trauer um. Eine Träne lief ihr die Wange runter.,,Marc, das muss aufhören. Ich kann nicht mehr. Was willst du noch von mir? Du heiratest, also sei glücklich darüber und lass mich zufrieden." Marc dachte daran, wie er ihr denn jetzt das mit seinen Freunden richtig stellen soll. Denn eigentlich wollte er 'lockerer' an die Sache rangehen. Aber jetzt hat er es noch schlimmer gemacht. Mit Gabi musste er auch noch reden. Er wollte aber erst mit Gretchen reden. Die schaute ihn erwartungsvoll an. Sie hoffte auf eine ehrliche Antwort oder Reaktion. Doch stattdessen bekam sie zu hören.,,In der Mittagspause, in mein Büro!" Daraufhin ging er die Treppe hoch. Er drehte sich noch kurz zu ihr um und sagte:,,Deine Frühschicht hat vor sieben Minuten angefangen!"

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Ann Offline

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23.11.2008 21:27
#31 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Das gibts nicht! Was bildet der sich ein. Erst einen auf ich-will-dich-küssen und dann wieder der übliche Oberarsch. Obwohl so ungewöhnlich klingt das auch wieder nicht. Aber warum will er, dass ich in sein Büro komme? Was gibt es da denn noch zu reden? Werde ihn wohl nie verstehen. Ist vielleicht auch besser so.

Gretchen hetzte die Treppe hoch. Marc war vor ihr im Stationszimmer angekommen. Vor Sabine tat er legte er dann noch einen oben drauf:,,Schon wieder zu spät Hasenzahn. Ich glaub ich rede mal mit deinem Vater. Er sollte dir die Schockolade kürzen."

Wie bitte? Also langsam reichts. Jetzt ist deine Chance. Sag was Fieses Gretchen!!!

Sie wollte gerade ausholen. Nur wusste die Ärtztin nicht, was sie ihm entgegen werfen könnte. Dann ging Marc auch schon los zur Visite und sie folgte ihm nur schweigsam.
Auch heute blieben Marc die Sprüche nicht aus. Während der ganzen Visite wurde Gretchen zusammengestaucht. Eine ältere Dame sagte schon dem Oberarzt, dass man zu jungen, hübschen Frauen doch etwas netter seien sollte. Doch Marc dachte erst gar nicht daran.
Nach der Visite wollte Gretchen sich nioch erst eine Tafel Schokolade holen, bevor sie sich in die Höhle des Löwen wagte. Aber dazu kam sie nicht. Vor der Treppe rief ihr jemand zu:,,Wo willst du hin? Kommst du jetzt gefällist mit?" Dabei ziegte Marc auf den Fahrstuhl. Wortlos ging sie an Marc vorbei in den Fahrstuhl. Der folgte ihr dann. Gretchen fühlte sich unwohl. Jedes Mal, wenn sie in dem Gefährt war, passierte irgentetwas Unvorhersehbares. Zumindest wenn Marc dabei war. Sie kauerte sich in eine Ecke. Der Oberarzt sah sie nur verwundert an. Gretchen versuchte daraufhin ihre Form von Angst zu verbergen und quälte ein Lächeln heraus. Dann fragte er:,,Ist irgentwas oder warum versteckst du dich in der Ecke?" ,,Nene, Alles Bestens, danke!" Dann ertönte ein 'Bling' und die Türen zum Untergeschoss öffneten sich. Sie gingen zu Marcs Büro. Dort angekommen, schloß Marc die Tür ab. Gretchen musste daraufhin stutzen. ,,Was wird das?" Er antwortete:,,Muss ja nicht jeder reinplatzen!" Marc schien nervös. Er wusste nicht, wie er ihr jetzt das Ganze erklären sollte. Es war einfach zu peinlich. Also setzte er sich erstmal auf seinen Bürostuhl und sagte nichts. Gretchen wurde ungeduldig und fragte:,,Was ist denn jetzt. Sonst kann ich gleich wieder gehen!" Marc versuchte die richtigen Worte zu finden.,,Ja also, das ist nämlich so. Es ist...öhm...ja...also...im Stadion.." ,,Was soll damit sein. Jetzt sag schon. Hab schließlich nicht den ganzen Tag für sowas Zeit!"

Sollte mehr daraus achten die Wahrheit zu sagen. Eigentlich würde ich lieber mein ganzes Leben hier bei Marc verbringen.

Marc machte daraufhin kurzen Prozess:,,Gut, wie du willst. Wie du vielleicht mitbekommen hast, hat einer meiner Freunde uns beobachtet. Ich hab ihnen vorher von meiner Verlobten erzählt. Und jetzt denken sie, du wärst..." Gretchen unterbrach ihn:,,Ich wär deine Verobte?!" Marc nickte nur. Gretchen stand da mit offenem Mund. ,,Aber du hast ihnen doch die Wahrheit gesagt?" Insgeheim hoffte sie natürlich das Gegenteil.

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Ann Offline

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23.11.2008 22:44
#32 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Gretchen, das ist das, wovon du immer geträumt hast! Aber deine Träume gehen ja sowieso nie in Erfüllung. Selbst wenn, ich trag ja gar keinen Ring von Marc. Wie der wohl aussehen würde?

Für einen Moment betrachtete sie ihre Hand. Doch dann sah sie wieder zu Marc, der beschämt durch die Gegend sah. Auf sein Schweigen hin sagte sie:,,Das ist ja mal wieder typisch Marc Meier! Kann zu Nichts und Niemandem stehen." Er versuchte sich zu verteidigen:,,Darum gehts doch gar nicht!" Dann stand er auf und ging langsam auf sie zu. ,,Achja, worum dann?", wollte Gretchen wissen. Marc stand nun ein paar Meter von ihr entfernt. ,,Jörg feiert morgen seine fünfjährige Hochzeit und ich soll...meine Verlobte mitbringen!" Gretchens Herz schlug schneller. Marc wollte, dass sie seine Verlobte spielte, oder was?

Wie stellt der sich das vor? Man spielt nicht mit seiner Zukunft. Er sollte mal Erwachsen werden und sich der Wahrheit stellen. Man kann doch nicht einfach sagen 'das ist meine Verlobte' und auf der Hochzeit steht eine andere Frau am Altar. Was bildet der sich schon wieder ein? Die Hochzeit ist ein wichtiger Schritt im Leben, da kann man nicht einfach irgentwen heiraten. Man sollte auf die Liebe seines Lebens warten. Aber das scheinen Männer ja sowieso nicht verstanden zu haben. Komme mir gerade vor, als wenn ich einem Teenager erklären müsste, warum Rauchen schädlich ist und nicht 'in'.

Sie sagte zu ihm:,,Und ich soll jetzt...." Marc nickte.,,Sag mal, hast du sie nicht mehr alle!" Sie wollte gerade weiterreden, da sagte er nur:,,Das hab ich mir schon fast gedacht!" Jetzt war sie noch mehr getrotzt:,,Was soll das denn schon wieder heißen? Sag mir bitte, wie du deinen Freunden erklären willst, wenn dann Gabi an deiner Seite steht? Steh doch endlich mal zu ihr. Das macht man nämlich, wenn man verlobt ist. Oder hast du da irgentwas verschlafen?" Marc antwortete nur:,,So mein ich das auch gar nicht. Ich will das du mitkommst, damit wir das klären können. Das macht den Abend viel erträglicher." Gretchen war verwirrt.

Wie war das denn jetzt gemeint?

Ein kleiner Hoffnungsschimmer erleuchtete in ihr. Im nächsten Moment ergänzte Marc dann aber noch:,,Also ich meine wegen der Hochzeit und...Gabi würde es erst mal jedem unter die Nase binden. Und alle Nerven......und...!" Gretchen grinste:,,Nerven?" Der Oberarzt sagte sichtlich nervös:,,Ja, nerven." Dann lenkte er ab.,,Also was ist, kommst du jetzt mit?" Gretchen könnte Freudensprünge machen. Marcs nervöse Art machte ihr wieder Hoffnungen. Dennoch sagte sie:,,Vergiss es.!" Marc war perplex:,, Aber....Was spricht denn dagegen?" ,,Ich steh mit Garantie nicht für deine Probleme gerade." Er gab nicht auf:,,Wieso nur meins? Schließlich standest du doch auch in dem Stadion und abgeneigt schienst du ja gerade nicht! Was ich auch verstehen kann." Dabei zuckte er mit den Augenbrauen. ,,Marc ich glaube bei deiner Erziehung ist irgentwas schief gelaufen.." Sie musste an Elke denken und kurz lachen.,,...so viel Selbstüberschätzung kann ja nicht angeboren sein." Marc warf ihr einen bösen Blick zu und sagte:,,Gut, dann komm ich morgen um sieben und hol dich ab." Er grinste.

Der glaubt doch jetzt nicht wirklich, dass ich mitkomme? Das hätte er wohl gerne. Naja, eigentlich könnte man sich das Ganze ja mal angucken.

Sie sagte also nichts darauf und Marc schloß die Tür wieder auf und machte sich auf die Suche nach Gabi.

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Ann Offline

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24.11.2008 20:57
#33 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Er steig in den Aufzug und fuhr Rictung Gynäkologie. Als er sie dort im Schwesternzimmer nicht fand, klopfte er Wohl oder Übel an Mehdis Tür.,,Herein", ertönte von drinnen. Schnell drückte er die Klinke runter und trat ein. Mehdi schaute ihn verwundert an.,,Dr.Meier; Wie komm ich denn zu der Ehre? Falls Sie Ihre Mutter suchen, die hat erst heute Nachmittag einen Termin." Dabei grinste er hämisch. Marc ging nicht weiter darauf ein und sagte:,,Äh, ja..." Er blickte kurz durch den Raum, konnte Gabi aber nicht endecken...,,Wo ist Gabi?" Mehdi wunderte sich, dass Marc wohl wirklich an seiner Verlobten inerissiert war. Eigentlich hätte er von ihm in Sachen Frauenbeziehungen weniger oder besser gar kein Verantwortungsgefühl erwartet, vor allem, dass er wohl noch nicht wegen des Kindes ausgetickt ist. Der und Kinder, dachte Mehdi kurz und musste lachen und den Kopf schütteln. Marc guckte ihn komisch an. Er fragte sich was der Gynäkologe genommen hatte oder ob er ein Mit-dem-Kopf-wackel Syndrom hatte.,,Ja, was ist jetzt?", fragte Marc daraufhin genervt.,,Da muss ich dich entäuschen", begann Mehdi,,die hat gerade frei gekriegt. Magenbeschwerden, wenn du verstehst, was ich meine" Der Chirug fragte sich, warum Gabi immer gleich Alles und Jedem erzählen muss. Schon schlimm genung, dass er dieses Wesen auch noch heiraten soll. Aber auch das hatte sie natürlich dem Personal erzählt, dass nicht während des Antrages im Krankenhaus war oder es noch nicht gehört hatte. Sie ging ihm sowieso auf die Nerven mit dem ganzen Hochzeitstamtam. Sollte sie sich doch selber drum kümmern. Marc beschloss ihr einfach nichts mehr von der Party zu erzählen und wenn sie fragte, die Feier wurde abgesagt! Ihr Pech, wenn sie nicht da ist und auf Hochschwanger tut!
Währeddessen war Gretchen schon wieder im Stationszimmer. In die Cafeteria gehen hätte sich nicht mehr gelohnt. Sie unterhielt sich mit Sabine, die ihre Mittagspause über dort gewesen war. Dann fragte Gretchen:,,Schwester Sabine, warum haben Sie Ihre Pause eigentlich hier verbracht?" Sabine senkte den Kopf und hielt mit beiden Händen ihren Kaffee fest. ,,Ah, Dr. Liesing! Was hat er angestellt?", fragte Gretchen dann. Sabine nuschelte unverständlich, aber Gretchen bemühte sich sie zu verstehen:,,Naja...er..wollte....nur Freundschaft." Die Ärtzin wollte wenigstens Eine aufmuntern und sagte:,,Ach, das sagen sie alle am Anfang, Männer!" ,,Meinen Sie?", guckte Sabine wieder von ihrem Kaffee auf.

Naja, bei ihr wohl eher nicht. Dr. Liesing und Sabine? Da passen ja Nordpol und Afrika besser zusammen.

,,Ja sicher." Sabine huschte ein Grinsen aufs Gesicht. Dann fragte sie:,,Und was ist mit Ihnen und Dr.Meier?" Gretchen antwortete nur knapp:,,Ein ich und Dr. Meier gab es nicht und wird es nicht geben!" Sie sah auf die Akte und sprach weiter:,,Er ist immer noch..." Auf einmal begann Sabine komische Bewegungen zu machen, um ihr zu signalisieren, dass sie mit Sprechen aufhören sollte. Doch Gretchen fragte dann nur:,,Was soll das Schwester Sabine? Eine neue Yoga-Übung?Naja, jedenfalls ist Marc wie immer. Immer noch verlobt, immer noch selbstverliebt." Sie stöhnte kurz enttäuschend. Bei dem letzten Satz hörte Sabine auf zu wedeln, starttdessen grinste sie. ,,Warum grinsen sie sol?", wollte die Ärztin wissen. Doch da war es auch schon zu spät. Hinter ihr sagte Jemand:,,Hasenzahn, sag mal wann hattest du vor zur OP zu kommen?" Sie drehte sich um und Marc stand da mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Oh Gott? Der hat das doch jetzt nicht gehört, oder? Nein Gretchen hat er nicht, sonst hätte er irgentwas gesagt. Außerdem ist meine Stimme fast Weg. Ich sprech so leise, dass man mich nicht hören kann. Okay...vielleicht auch nicht. Aber er hat mich nicht gehört. Er hat mich nicht gehört. Er hat es nicht...

,,Von mir träumen kannst du auch noch später.", sagte er und ging Richtung OP Saal.

Na, toll Gretchen. Du solltest dringend eine Liste erstellen, wo du Reden darfst und wo nicht, damit dir das nicht nochmal passiert!

Sie warf Sabine noch einen bösen Blick zu und ging dann auch zur OP.

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Ann Offline

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26.11.2008 20:58
#34 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nach dieser Situation schien Marc sowas wie Dankbarkeit zu zeigen. Er hatte ihr zwar immer noch den Ein oder Anderen Spruch reingedrückt, aber dabei hat er sie angelächelt.

Immerhin ein Fortschritt. Ist wohl seine Art Dankbarkeit zu zeigen. Was ist dann meine? Werde das mal beobachten.

Nach der OP saß Gretchen gerade im Stationszimmer, hatte sich einen Kaffee genommen und sich auf einen Stuhl niedergelassen. Sie machte sich Gedanken über ihre Liste und schrieb sich die Auflistung direkt dick in ihr Tagebuch:

Also werde dann mal anfangen. An welchen Orten darf ich nicht über Marc reden?
Nummer 1: Stationszimmer (So was wie gerade brauch ich nicht noch einmal!)
Nummer 2: OP Vorraum (Gefahr das er selbst jeden Moment reinplatzt)
Nummer 3: OP Raum (Selber Grund, wie bei 2 und ernten böser Blicke der Kollegen)


Weiter kam sie nicht, denn ihr Pieper klingelte. Sie legte ihr Buch zurück in den Spint und eilte zu dem Notfall. Als sie dort ankam, konnte sie Marc noch nicht sehen. Gordon kam ihr entgegen:,,43-jährige Frau, linker Arm gebrochen und Vermutung auf leichtes Schleudertrauma. Keine inneren Blutungen." ,,Was ist denn passiert?", wollte Gretchen wissen.,,Sie ist vor ein Auto gelaufen, hatte gerade nochmal Glück." Da kam auch schon der Oberarzt um die Ecke und Gordon ergänzte flüsternd:,,Hatten wir bis jetzt auch." Marc nahm sich die Akte und Gretchen lugte mit ihm darüber. Sie lasen den Namen und guckten sich ungläubig an. Dann guckten sie sich die Frau kurz genauer an und sagten im Chor:,,Frau Schneider?" Diese reagierte auf ihren Namen, war aber noch benommen. Sie fragte nur:,,Wo bin ich?" Gretchen sagte daraufhin:,,Sie sind im Krankenhaus. Wissen Sie noch was passiert ist?" Ihre ehemalige Lehrerin begann zu stottern:,,Da...ein Auto...und...gefahren...und..." Daraufhin wurde die Frau wieder bewusstlos.,,Haste ja toll hinbekommen, Hasenzahn!" Diese sagte darauf nur:,,Wieso nur weil du dir deine Englischnote geschlafen hast, heißt das noch nicht, das ich mich nicht um sie sorge. Scheint dir ja egal zu sein. Also, wie immer!" Marc grinste wieder breit:,,Wieso eifersüchtig?" Sie antwortete nur:,,In deinen Träumen vielleich!" und begann zu lachen.

Bei der kurzen Untersuchung stellte sich das Schleudertrauma als Fehlanalyse heraus. Den Oberarzt freute dies. Nicht wegen seiner ehemaligen Lehrerin, sondern weil dann Dr. Liesing nicht kommen musste. Auch wenn er mitlerweile nicht mehr an eine Beziehung zwischen Gretchen und ihm glaubte, konnte er den Kerl einfach nicht leiden. Sie richteten den Armbruch von Frau Schneider. Es war ein leicht komplizierter Bruch, den Marc und Gretchen als eingespieltes Team meisterten. Freudig verließ diese den OP. Sie freute sich schon morgen auf die Visite.

Was sie wohl zu Marc sagt. Denke mal sie kann sich noch an ihn erinnern. An mich bestimmt. Hab mich schließlich immer bei mir ausgeheult. Sie war die einzigste Lehrerin, der auch die Probleme außerhalb des Unterrichts interessierten. Sie war immer für Einen da gewesen, wenn man jemanden zum Reden brauchte. Welcher Lehrer opfert heutzutage noch seine Pause dafür?

Daraufhin zog Gretchen sich um und fuhr nach Hause.

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Ann Offline

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27.11.2008 20:36
#35 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 14
Gretchen machte sich am nächsten Morgen auf den Weg zum Krankenhaus. Sie fuhr durch die Straßen. In der Zwischenzeit hatte sie ihre erste Liste vervollständigt:

Nummer 4: Auf dem Flur (Wieder selber Grund wie bei 2,3)
Nummer 5: Gynäkologie (Gabi)
Nummer 6: Krankenhaus (man ist nie vor dem sicher)
Nummer 7: Nikos Wohnung (Man weiß ja nie wo Marc seine Kameras hat (Er hatte mit Garantie auch mal Nachbarinnen))
Nummer 8: Stadion (schrecklicher Ort)
Nummer 9: Die Party heute Abend (zu viele Zeugen anwesend)


Sie hatte sich fest vorgenommen sich endlich mal an was zu halten. Die Liste war der erste Schritt. Sie stellte schnell ihr Fahrrad ab und ging zur Station.
Währenddessen saß Marc in seinem Büro. Er las gerade das neueste Buch seiner Mutter. Die hatte ihm das Buch gestern nach ihrem Termin bei Dr. Kaan gegeben. Er sollte es lesen bevor es an die Öffentlichkeit kommt. Sie meinte nur er hätte momentan die Ehre das zu lesen. Ein Mann soll ein Frauenbuch lesen. Marc dahcte sich, dass sie nun endgültig mitten in den Wechseljahren steckte. Sie konnte ja nicht mal mehr klar denken. Seit wann interessierte sie sich dafür, dass jemand ihre Schundromane vorher las. Vor allem begann sie sich auf einmal für die Hochzeit zu interessieren. Elke hatte sich noch nie um seine Beziehungen oder Probleme gekümmert. Immer durfte er sich nur ihre anhören und sie bemitleiden. Die Nachricht der Hochzeit schien irgentwie eine andere Seite an ihr aufgeweckt zu haben. Denn statt sich aufzuregen hatte sie nur gesagte :,,Schön das du auch mal unter die Haube kommst." Allerdings wusste sie noch nicht das es Gabi war. Würde ihre Meinung wohl ändern. Das letzte Mal schien sie nicht gut auf die Schwester reden zu sein. Wenigstens konnte sie sich dann nicht beschweren, dass Marc ihr nichts von der Hochzeit erzählt hatte. Er hatte nur ein kleines Detail weggelassen. Mitlerweile ist Marc fast vor dem Buch eingeschalfen. Eigentlich wollte er es wegschmeißen, aber seiner Mutter konnte er einfach nicht widersprechen.

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Ann Offline

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27.11.2008 23:46
#36 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Doch dann sah er auf die Uhr, legte das Buch bei Seite und wollte zum Stationszimmer. Doch als er gerade rausgehen wollte, öffnete Gabi die Tür. Marc schien genervt:,,Was willst du? Es gibt auch Leute, die arbeiten müssen." Die Schwester betrat das Zimmer und Marc ging zurück auf seinen Stuhl. ,,Ich wollte mit dir die Gästeliste durchgehen." ,,Wenn du mir meine Zeit stehlen willst, kannst du auch noch später machen!" Dann sagte die Schwester aber:,,Da bist du aber auf dieser Hochzeitsfeier. Deswegen wollte ich dich auch noch fragen." Marc blieb cool. Noch konnte er es ihr ausreden. Also sagte er:,,Was soll damit sein?" Gabi sagte:,,Na ich komm mit. Deine Freunde kennen deine Zukünftige doch noch gar nicht. Außerdem dachte ich so ein Hochzeitsfeier..." Der Oberarzt unterbrach sie:,,Vergiss es. Das Wort Hochzeit kann ich nicht mehr hören. Also verschon mich damit. Ich will meine Kumpels doch nicht verschrecken, wenn du da aufkreuzt. Außerdem...hat Jörg mich angerufen...die Party...wurde verschoben!" Gabis Stimmung war fast am Nullpunkt. Ihre Augen waren leicht feucht. Sie sagte noch:,,Ja dann können wir ja nachher die Liste besprechen...!" Marc schob sie unsanft aus seinem Büro und sagte noch:,,Lad ein wen du willst. Hauptsache es sind nicht mehr als du zählen kannst. So 20?" Er musste lachen, sagte dann noch:,,Bin nicht da, kannste dir sowieso abschminken mit deiner Liste." Dann schloss er die Tür. Empört lief Gabi den Gang entlang. Marc wartete noch, bis sie verschwunden war. Er sah auf die Uhr. Er war bereits fünf Minuten zu spät. Das Alles nur wegen einer Krankenschwester, dachte er sich. Dann öffntete Marc die Tür und machte sich auf den Weg zur Arbeit.
Sieben Minuten zu spät traf der Oberazt am Stationszimmer ein. Gretchen konnte sich einen Spruch nicht verkneifen:,,Na, wer kommt hier denn zu spät. Welche war es dies mal? Oder hast du doch mal beschlossen Gabi zu nehmen?" Marc sagte nur:,,Wann die Arbeit beginnt bestimm immer noch ich. Also hopp! Oder willst du erst alle Schockocroissants aufessen?"

Man hat der wieder eine Laune. Könnte ruhig mal freundlicher sein. Schließlich muss ich heute für ihn mit gerade stehen. Na, wie das wohl endet!

Im letzten Zimmer der Visite lag Frau Schneider. Auf den Besuch hatte Gretchen sich schon gefreut. Marc trat stürmisch in das Zimmer.,,So Frau Schneider...", fing Marc an. Die Lehrerin schaute die beiden an, als wenn sie etwas sagen wollte. Aber sie schwieg. Marc sprach derweil weiter:,,Ich bin Dr. Meier, der behandelnde Arzt und das ist Dr.Haase, Assistenz." Im Gegensatz zu Gretchen glaubte der Oberarzt, dass Frau Schneider sich nicht mehr erinnerte. Doch da täuschte er sich. Denn sie unterbrach Marc und sagte:,,Gretchen?..Marc? So sieht man isch wieder. Ihr arbeitet zusammen?" ,,Sieht so aus. Zeigen sie mal Ihren Arm!", erwiderte Marc. Er untersuchte den Arm, während Frau Schneider weiter fragte:,,Seit ihr endlich zusammen?" Gretchen sah fragend zu Marc, aber der ließ nicht von seiner Arbeit ab. Auf das Schweigen fragte sie:,,Jetzt sag nicht ihr seit verheiratet und ich war nicht eingeladen!" Der Oberarzt war fertig mit seiner Arbeit, stand wieder auf und grinste Gretchen an. Er überließ ihr das Wort:,,Wir sind nicht verheiratet." Marc sagte nur:,,Sie müssen noch ein paar Tage hier bleiben. Bis Morgen. Draufhin wollten die beiden den Raum verlassen, doch Frau Schneider sagte noch:,,Gretchen, setzt du dich mal zu mir?" Marc öffnete die Tür und verließ das Zimmer. Er gúckte die beiden vorher noch einmal an. Doch statt zu gehen, wartete er vor der Tür. Gretchen setzte sich zu ihrer ehemaligen Lehrerin aufs Bett. Diese fragte:,,Was ist da mit Marc und dir? Ich hab dir ja immer gesagt, irgentwann wird er dich respektieren!" Gretchen sagte:,,Respektieren? Ich darf jeden Tag seine schlechte Laune ertragen. Darauf hab ich echt keine Lust!" ,,Ach Männer sind so. Das ist seine Art zu zeigen, dass er dich mag. Es sei denn du schläfst mit ihm. Aber du bist glaub ich die letzte, von der ich sowas sagen würde."
Währenddessen hatte Marc dies mit angehört. Er lächelte kurz und dachte: Frauen und ihre Analysen von Gefühlen. Man kann es auch übertreiben....oder falsch inertpretieren!
Er schüttelte dern Kopf und ging.
,,Natürlich nicht!", antwortete Gretchen. Die Lehrerin sagte:,,Wundert mich ja auch nicht. Hätte ich von dir nie erwartet. Aber du liebst ihn, oder?" Gretchen vertraute ihr und sagte nicht. Stattdessen guckte sie beschämt zu Boden. Dann satnd sie auf und sagte:,,Ich muss dann mal wieder." Frau Schneider grinste.,,Freut mich dich wieder gesehen zu haben. Bis Bald....und er wird sie dir schon zeigen." ,,Was denn?", fragte die Ärztin. ,,Bis Morgen, Gretchen!" antwortete die Lehrerin nur darauf.

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28.11.2008 22:09
#37 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Trotz Marcs schlechten Laune meisterte Gretchen die Frühschicht. Sie machte sich auf den Weg nach Hause. Dort schmiss sie sich auf das Bett und schrieb in ihr Tagebuch.

Liebes Tagebuch,
hatte mir ja heute eigentlich vorgenommen Marc zu erklären, dass ich nicht mitkomme, vorallem weil seine Laune dazu dem entsprechend war. Habe aber keinen Anhaltspunkt gefunden mit dem ich da raus komme. Werde wohl mitgehen müssen. Zudem hatte ich das fast vergessen, als auf einmal Frau Schneider auf dem OP Tisch lag. Sie war vor ein Auto gelaufen. Würde mal zu gerne wissen, wie sie das geschafft hatte. Eigentlich hatte sie immer den Eindruck hinterlassen aufmerksam und vernünftig zu sein. Was bringt so eine Frau dazu unaufmerksam über die Straße zu laufen? Vielleicht war es auch einfach ein Raser, der von einem zum anderen Moment auftauchte und sie anfuhr. Naja, denke mal morgen weiß ich die Antwort, weil die Polizei morgen zum Ausquetschen aufkreuzt. Vorausgesetzt ich überlebe den heutigen Tag. Risiko ist möglich!


Sie legte das Buch in ein sicheres Versteck.

Gut meine Mutter ist zwar nicht da, aber hinter den Büchern im Bücherregeal würde selbst Jochen es nicht finden, der ja ab und zu auch schnüffelt! Bis jetzt hat er noch nichts gefunden. Hoffe ich mal...

Gretchen setzte sich vor den Fernseher, um noch ein wenig ,,Lebe deinen Traum" zu sehen. Als sie vor dem Gerät saß, ärgerte sie sich noch, dass wenn Marc ja um sieben käme, sie ja gar kein ,,Gute Zeieten, schlechte Zeiten" gucken könnte.
Schlußendlich stand sie, eine Stunde bevor sie abgeholt werden würde, vor dem Schrank. Sie wühlte darin rum, bis sie endlich ein brauchbares Kleid fand. Es war dunkelblau mit einem nicht allzu tiefen Ausschnitt. Sie legte das Kleidungsstück über ihren Stuhl und ging erst mal duschen. Um zehn vor sieben stand sie fertig angezogen vor dem Spiegel und betrachtete sich selber. Nervös ging sie durch die Gegend und suchte ihre Sachen zusammen. Dann stand sie im Flur und wartete. Noch fünf Minuten bis er kommen würde. Gretchen kamen diese wie eine halbe Ewigkeit vor. Als es dann an der Tür klingelte rief ihr Vater aus dem Wohnzimmer.,,Magarethe, machst du auf?"

Mist den hab ich total vergessen. Was sag ich dem jetzt. Egal ich geh einfach. Bin schließlich fast dreißig.

Ein wenig ratlos stand sie im Raum. Ein erneutes Klingeln riss sie aus ihren Gedanken. Jetzt kam ihr Vater aus dem Wohnzimmer. Sie ging schnell zu Tür, wollte sie schnell aufmachen und gehen. Doch - zu spät. Franz fragte schon:,,Wo willst du hin? Warum hast du dich so hübsch gemacht?" Gretchen öffnete einfach die Tür ein Stück, schlüpfte durch und sagte noch:,,Tschüss, Papa!" Der Professor sagte noch:,,Jetzt warte doch mal...!" Aber da war sie auch schon weg.

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28.11.2008 22:38
#38 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Vor der Tür drehte Gretchen sich rum. Marc, der sich an dem Türrahmen mit der Hand abgestützt hatte, war ihr so ziemlich nah. Er sah ihr kurz tief in die Augen. Doch dann drehte er sich rum, spielte mit seinem Schlüssel und rief:,,Kommst du?" Wie ein Hund seinem Herrchen folgte Gretchen Marc zu seinem Auto und stieg ein. Während der Fahrt fragte sie:,,Und wie willst du das heute anstellen?" Er antwortete:,,Naja, ich warte bis sie soviel getrunken haben, dass sie gar nicht mehr richtig begreifen, dass du nicht meine Verlobte bist." ,,Aha und was soll ich da machen?" Er konnte ja jetzt schlecht sagen, 'damit Gabi nicht mitkommt' oder Ähnliches. Also sprach er:,,Ich habs versprochen. Konnte ihnen diese Idee einfach nicht ausreden!" Für einen Moment trafen sich ihre Blicke. Doch schnell sahen beide wieder auf die Straße. Dann hielt Marc an.,,So da wärn wir." Gretchens Herz pochte als sie ausstieg.

Was der Abend wohl bringt? Wie er mich vorstellen will, vorallem wenn er nachher das Gegenteil erklären muss!

Gretchen stand da und sah das Haus. Es war hellgelb, fast weiß, gestrichen. Drei Treppenstufen führten zur Haustür, auf der ein ,,Herzlich Willkommen'' Schild fixiert war. Von außen sah man die Windowcolor der Kinderzimmer im 1. Stock am Fenster haften. Im Vorgarten lag noch das Spielzeug der Kinder. Die Ärtzin hatte schon damals immer davon geträumt mir Marc in so einem Haus zu wohnen. Sie wären verheiratet, hätten Kinder und wären glücklich. Sie erinnerte sich an ihre Träüme. Doch dann erweckte Marc sie wieder. Er streckte ihr die Hand entgegen.,,Komm. Wir sind sowieso schon spät dran." Grinsend nahm sie seine Hand. Zusammen gingen sie dann einmal um das Haus, weil die Feier im Garten stattfand. Als die beiden um die Ecke bogen, sah man auch gleich schon Marcs Freunde am Gartenhaus stehen, mit einer Flasche Bier in der Hand. Der Garten war festlich gemschückt. Am Boden steckten überall fackeln und an der Hütte hingen Girlanden. Vor Marcs Freunden blieben sie stehen. Einer kam direkt auf Marc zu und sagte:,,Da ist ja unser Oberarzt!", er begrüßte ihn,,Schön das du gekommen bist und wie ich sehe haste noch jemanden mitgebracht."

Das muss wohl dieser Jörg sein.

Leicht zögernd sprach der Arzt:,,Öhm.ja..das ist Gretchen, meine...Verlobte!" Dabei hat er das letzte Wort fast verschluckt. Marc schien nervös zu sein.

Er hat wohl doch sowas wie Angst. Wahrscheinlich vor der Erklärung...

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28.11.2008 22:56
#39 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

,,Na da haste aber einen Fang gemacht!", fiel Jörg dazwischen und reichte Gretchen die Hand.,,Ich bin Jörg, Marcs ehemaliger Studien Kollege." Sie antwortete:,,Freut mich, Gretchen Haase!" Danach stellte Jörg ihr noch die anderen Freunde vor. Einer fragte:,,Und was machste beruflich?" Sie sagte:,,Äh..ja..ich bin seine Assistenzärztin." Dann sagte ein Anderer:,,Also wenn du willst, die Weiber sind im Wohnzimmer und machen einen auf Mutter Theresa!" Die Männer lachten und stoßen mit dem Bier an. Gretchen bedankte sich, lächelte Marc noch an und ging zu den Frauen. Sie konnte einige schon von draußen erkennen, da die Wohnzimmerscheibe ziemlich groß war und das Getratsche konnte sie auch schon durch die offene Gartentür hören. Vorsichtig trat Gretchen an die Tür. Die Frauen standen alle vor einem Kinderbett und begutachteten das Baby. Es waren fünf Frauen, die sich vor das Kinderbett drängelten. Nur eine Frau stand etwas abseits. Sie hatte ein gut zweijähriges Kind auf dem Arm und beruhigte die Frauen, als sie Gretchen sah. Diese waren sofort stumm und sahen sie an. Die Frau mit dem Kind sprach sie an:,,Hallo. Sie müssen wohl Marcs Verlobte sein." Gretchen nickte und erneut bekam sie eine Hand engegen gestreckt.,,Ich bin Susanne, Jörgs Frau. Und das sind Tanja, Lucia, Sophie, Brigitte und Manuela." Eine nach der Anderen sagte ,,Hallo'' Gretchen stellte sich erneut vor. Susanne bat sie sich auf das Sofa zu setzen. Dort tratschten sie eine Weile. Gretchen wurde voll und ganz ausgefragt. Bei Fragen im Umgang mit Marc musste Gretchen improvisieren. Doch es machte ihr sichtlich Spaß. Sie verstand sich ziemlich gut mit ihnen. Besondes Susanne hatte eine freundliche Ader. Doch irgentwann begann das Baby zu schreien. Susanne stand auf und gab Marie, das zweijährige Mädchen, in Gretchens Hände. Lucia und Sophie standen mit auf, um ihr zu helfen (oder wohl eher um sie zu nerven und auszufragen). Auch Brigitte stand auf und ging zur Toilette. Gretchen saß nun mit dem Kind auf dem Schoß und Manuela auf der Couch. Die Kleine nuckelte an ihrem Schnuller, bis sie dann auf ein Puppenhaus in der Ecke zeigte und quängelte. ,,Willst du damit spielen?", fragte Gretchen. Sie nahm die Kleine auf den Arm und ging mit ihr zu dem Puppenhaus. Da setzte sie sie ab und das Mädchen hielt ihr eine Puppe entgegen. Gretchen nahm diese. Doch das reichte ihr wohl nicht. Sie wollte, dass sie mit ihr spielte. Also gab die Ärztin sich der Kleinen geschlagen und spielte mit ihr.
Die Männer waren immer noch an der Hütte und tranken Bier. Doch als dieses dann leer wurde, ging Jörg in die Hütte und suchte eine weitere Kiste. Als er keine fand, beschloss er seine Frau zu fragen. Mitlerweile waren auch mehr Gäste da. Es lief Musik und so gut wie jede Altersgruppe war anwesend. Marc fand das für ein fünfjähriges Hochzeitsfest zu viel. Zu viel Aufwand - zu viele Gäste. So würde er ja nicht mal heiraten. Da fiel ihm wieder die Hochzeit mit Gabi ein und die Tatsache, dass er ja seinen Freunden noch was sagen musste. Doch dann sprach Jörg sie an.,, Holt ihr auch mal eure Weiber? Ich denke es sind alle da. Dann können wir gleich anfangen." Bis auf zwei folgten sie Jörg zum Wohnzimmer. Der stürmte direkt dort hinein und redete mit seiner Frau. Marc hatte sich derweil an den Türramen gelehnt und beobachtete Gretchen. Sie spielte mit einem kleinen Mädchen. Er musste zugeben, dass das ziemlich niedlich aussah, obwohl er eigentlich schreiende Bälger hasste. Doch Gretchen konnte echt gut mit Kindern. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Dann kam Jörg wieder auf sie zu. ,,Die hat doch ein Rad ab!" ,,Was ist los?" fragte Marc. ,,Die hat kein Bier mehr gekauft. Sie meinte wir würden uns ja nur sinnlos betrinken, also hat sie nicht mehr eingekauft!" Marc kümmerte sich nicht darum. Er musste ja sowieso noch fahren. Aber einige der Freunde stöhnten und fluchten. Nur Marcs Plan war dahin.

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28.11.2008 23:03
#40 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Nachdem Susanne mit Jörg geredet hatte, kam sie auf Gretchen zu. Sie nahm ihre Tochter wieder auf den Arm und sagte, dass sie sie wohl mal ins Bett legte. Da sah Gretchen Marc in der Gartentür stehen. Er hatte sie wohl schon länger beobachtet. Dann winkte er sie zu sich. Auch die anderen gingen raus in den Garten und Marc legte seinen Arm um Gretchen. Ihr Herz schlug höher bei seiner Nähe. Sie genoss es an seiner Seite zu stehen. Dann stellten die beiden sich an einen Tisch und bekamen Sekt. Jetzt kam auch Jörgs Frau aus dem Haus. Sie ging zu ihrem Mann und der schlug mit einem Löffel gegen das Glas. Alles war still. Jörg hielt eine kurze Rede. Danach versuchten einige Männer sich mit Sekt zu betrinken. Nach einiger Zeit merkte man ihnen dann auch die leichte Betrunkenheit an.
Gretchen fragte Marc:,,Und wann willst dus ihnen sagen?" Marc antwortete nicht, sondern nahm sie an der Hand.,,Lass uns tanzen!" Sie machte keinen Anstand ihm zu widersprechen. Also tanzten sie eine Weile. Erst wurde nur schnellere Musik gespielt. Aber die beiden lachten und hatten Spaß. Dann lief im Hintergrund Das Beste von Silbermond. Marc kam ihr nähe rund legte schließlich seine Hände an ihre Hüfte. Sie waren nun eng beieinander. Marc kam ihr immer noch näher.

Spinnt der jetzt? Was will der denn gleich sagen? War nicht meine Verlobte, hab sie aber trotzdem vor allen geküsst?

Sie sprach:,,Marc" Ein ,,Mmh" bekam sie als Antwort. ,,Was soll das?" Ihre Stimme wurde leiser:,,Was sollen die denn denken? Ich dachte du willst mit ihnen noch reden. Da kannst du doch jetzt...!" Er grinste und flüsterte in ihr Ohr:,,Wir können den Plan auch ändern." ,,Marc!" Doch er ließ nicht ab. Er flüsterte wieder in ihr Ohr:,,Geht sowieso nich anders. Die Frauen haben uns das Bier gestrichen. Ich lad die einfach nicht ein." Gretchen wollte zwar noch was sagen, doch bei Marcs Blick schmelzte sie dahin und vergaß was sie sagen wollte. Der Oberarzt setzte wieder zum Kuss an. Diesmal ließ Gretchen es aber zu. Die beiden küssten sich innig. Sie schienen alles um sich herum vergessen zu haben.
Doch der währte nicht lange. Denn dann merkten sie, dass sie angestarrt wurden. Marc musste grinsen, fast lachen. Doch Gretchen war das peinlich, weil sie ja die Wahrheit nicht kannten. Im Hintergrund hörte sie dann die Frauen.,,Ohhh...die beiden sind so süß zusammen!" Auf den Kommentar grinste Marc nur noch mehr.
Den Rest des Abends durften sie sich dann immer wieder anhören, wie gut sie doch zusammen passen würden. Auch wenn sie wusste, dass morgen wieder der Alltag einkehren würde, genoss sie die Zeit mit Marc. Auch ihm schien es zu gefallen, obwohl er versuchte das zu verbergen.
Gegen drei Uhr morgens verabschiedeten sie sich von Jörg und Susanne. Dann gingen sie zum Auto.
Während der Fahrt sagte keiner etwas. Immer wieder warfen sie sich verliebte Blicke zu. Vor dem Haus der Haases hielt Marc an. Sie stiegen beide aus. Schließlich standen sie sich gegenüber. Gretchen sah zu Boden und sagte:,,Ja dann...bis morgen!" Sie wollte gehen. Doch Marc zog sie zurück und küsste sie. Gretchen wäre vor weicher Knie fast eingeknickt bei seinem Kuss. Sie lösten sich voneinander. Und da hatte Marc auch schon Gretchens Hand im Gesicht.
Marc stöhnte leicht genervt. Das hätte er sich auch denken können. Dann ging er wieder zur Fahrertür und sagte nur:,,Bis Morgen!"

Mehr nicht? Er hätte ruhig noch mal was sagen können!

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05.12.2008 18:21
#41 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 15
Am folgenden Tag ging Gretchen runter in die Küche, um zu frühstücken. ,,Morgen Kälbchen", sah sie ihren Vater am Esstisch ein Brötchen essend. Sie schnappte sich ebenfalls ein Brötchen und wollte schon los. ,,Warte mal", hörte sie ihren Vater rufen. ,,Mach schnell ich muss los!" Jochen, der sich gerade ein Brot schmierte grinste Gretchen an. Als diese das sah guckte sie fragend.

Wenn Jochen so guckt, will mein Vater mich wieder irgentwas ausfragen.

Franz sah ebenfalls Jochens Blick, da er wusste worum es ging. Daraufhin bat er ihn und Gretchen alleine zu lassen. Dann fragte der Professor:,,Gretchen, wo warst du gestern?"

Lass dir was einfallen....ach...sag einfach, dass ihn das nichts angeht!

,,Papa, ich bin alt genug...." Da fiel er ihr auch schon ins Wort:,,Kind, du kannst alles. Nur halt mich nicht für dumm. Das hübsche Kleid, die Tatsache, dass du um 4 Uhr nach Hause kamst und glaub mir...die Motorgeräusche des Autos meines besten Oberarztes kenn ich auch schon seit Jahren. Man kann ihn ja nicht überhören. Also wo wart ihr? Du weißt doch, deiner Mutter und mir kannst du alles erzählen." Gretchen war empört.,,Du hast gewartet bis ich wiederkomme und uns belauscht. Das glaub ich jetzt nicht." Franz schüttelte den Kopf.,,Nein. Ich hab nur eine schlaflose Nacht, eine Uhr und ein offenes Fenster gehabt."

Muss mir dringend eine andere Taktik überlegen oder ausziehen. Geht aber auch wieder nicht. Dazu müsste sich mein Stundenlohn aufbessern, um zumindest eine Wohnung in der Stadt zu kriegen. So ein Mist aber auch!

,,Ich geh dann mal!", wollte sie einfach gehen. Doch Franz ließ sich diesmal nicht so leicht abwimmeln.,,Moment. Du bleibst schön hier! Sonst frag ich Dr. Meier." Sie drehte sich ihrem Vater wieder zu.,,Na also geht doch. Jetzt möchte ich aber wissen, wo du warst und vorallem was hat Meier wieder damit zu tun." Doch seine Tochter reagierte nicht.,,Kälbchen, hat er dir wieder weh getan?"

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05.12.2008 19:42
#42 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Weh getan? Er heiratet eine andere!!!! Das ist schlimm genug.

,,Der bekommt erst mal was zu hören!" ,,Nein Papa, hat er nicht." sagte sie daraufhin schnell. ,,Aber warum warst du denn jetzt mit ihm weg?" Und wieder schwieg sie. Ihr Vater grinste sie an.,, Magarethe...sag nicht etwa? Ich kenne mich mit Affären aus. Ich dachte der Meier heiratet, also such dir einen anderen Mann." Gretchen war jetzt baff.,,Wie bitte? Ich hab nichts mit Marc. Nur weil ich mal mit ihm Essen war, heißt das noch lange nicht, dass ich so bin wie du. Ich werde mit Garantie nie Fremdgehen und das schon gar nicht wenn ich verheiratet bin, zwei Kinder hab und einen gut bezahlten Job!" Der hatte gesessen. Franz sah sie nun traurig an. Sie sagte noch:,,Tschuldigung!" und ging zu ihrem Fahrrad.
Durch das Gespräch mit ihrem Vater war sie zu spät gekommen. Marc hatte gleich den passenden Spruch dazu. Er war mal wieder kaum auszuhalten. Aber das war auch nicht anders zu erwarten gewesen. Also fraß sie seine Sprüche einfach in sich hinein, ohne Contra zu geben. Ihr war heute einfach keine Antwort eingefallen. Sie hatte keine Erklärung dafür. Einfach alles verwandelte ihr Körper in Trauer. Es war ein komisches, einsames Gefühl, das sich nicht wegdenken ließ.
Auch als sie bei Frau Schneider in das Zimmer kamen, ließ die Assistenzärztin den Kopf hängen. Da die Lehrerin die letzte Station der Visite war, bat diese Gretchen noch da zu bleiben. Denn sie hatte ihre traurige Miene bemerkt und fragte was los sei. ,,Ich weiß es selber nicht. Hab aus irgeneinem Grund keinen Anlass zum glücklich sein." Frau Schneider lächelte sie an.,,Wenn du jemanden zum Reden brauchst ich bin da."

Hab ich das heute nich schon mal gehört? Hier hat sich wohl jeder abgesprochen!!!

,,Gut. Dann will ich dich nicht länger aufhalten. Du hast dir deine Pause schließlich verdient. Und jetzt lach doch mal, Kindchen." Gretchen versuchte ein wenig gequält zu lachen und verließ das Zimmer.
Der restliche Tag verlief wie er angefangen hatte - grau und niederschmetternd. Gretchen wollte sich gerade umziehen, als ihr Pieper noch ging. Schnell zog sie ihren Kittel wieder über und rannte zur Notaufnahme. Selbst Gordon mit seinen Komplimenten konnte sie nicht glücklich stimmen. Und Marc? Der hatte sowieso nichts besseres zu tun, als sie zu demütigen. Das schlimmste war, dass er sie dabei nicht einmal ansah.

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05.12.2008 20:25
#43 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Als sie den Mann, der eingeliefert worden war, auch noch an Herzversagen verloren, war Gretchens Stimmung endgültig am Boden. Die beiden gingen in den Vorraum und zogen die Kleidung aus. Die Ärztin hatte Tränen in den Augen und schmiss die Sachen wutentbrannd in die Wäsche. Als sie dann auch noch ihren Handschuh nicht ausbekam, fluchte sie und zerrte wild daran rum. Auch Marc hatte unterdessen ihre traurige Miene bemerkt. Er sah ihr zu, wie sie versuchte den Hanschuh auszuziehen. Er zog es vor den Mund zu halten. Sie tat ihm Leid, aber er konnte sich nicht überwinden etwas nettes zu sagen. Also ging er zu ihr hin, hielt ihre Hand fest und sagte:,,Versuch es mal ohne daran zu zerren." Dabei zog er ihr den Handschuh aus. Gretchen, der mitlerweile Tränen die Wange runterliefen, war für einen Moment sprachlos. Seine Berührung lief wie ein warmer Schauer durch ihren Körper.

Er kann so einfühlsam sein, wenn er will.

Marc blickte kurz zu ihr auf, ließ ihre Hand los und verschwand aus dem Raum. Er rief noch zurück:,,Wehe du kommst morgen nicht pünktlich!"

Das war ja mal wieder sowas von klar. Er macht immer alles kaputt. Haben andere Frauen auch so ein Glück? Wahrscheinlich nicht. Die suchen sich anscheinend die Love-Boat Typen raus. Muss ich mir mal merken.

Nachmittags saß Gretchen, mal wieder alleine vor dem Fernseher. Eine andere Beschäftigung fiel ihr nicht mehr ein. Als ihr nach Oliver Geissen und Lebe deinen Traum, das ganze zu langweilig wurde. Machte sie sich doch Gedanken und beschloss mal spazieren zu gehen.

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05.12.2008 21:00
#44 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Das ist die beste Gelegenheit nachzudenken. Irgentwie muss ich dieses Gefühl ja wieder loswerden. Außerdem ist es gesünder, als drei Packungen Chips vor dem Fernseher.

Sie nahm mal wieder das Auto ihrer Mutter und fuhr an einen, am Rand der Stadt gelegenem Wald. Dort parkte sie das Auto und stieg aus. Sie hatte sich so ein altes Ding von ihrem Vater mitgenommen, auf dem man Radio hören konnte. Sie wusste schon gar nicht mehr, wie es hieß. Auf dem Weg schaute sie durch die Stille Natur. Man hörte nur noch die letzten Vögel des Jahres singen und den Wind rauschen.

Komme mir gerade vor, wie 60 oder älter. Spazieren gehen...wie bin ich da denn drauf gekommen? Machen das nicht immer die alten Leute? Glaube Marc würde mich auslachen, wenn er das hören würde. Aber die frische Luft tut trotzdem gut. Das komische Gefühl trag ich trotzdem noch mit mir. Irgentwo macht es einen traurig, aber irgentwie auch nicht. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Es ist, als wenn irgentwas stört, fehlt....ach ich weiß auch nicht. Im Moment geht einfach alles schief. Mein Vater will mir unterstellen, so wie er zu sein. Als wenn ich was mit Marc anfangen würde, obwohl er verlobt ist. Bin doch nicht er. Versteh sowieso nicht, warum er Gabi heiratet. Andauernd kommt er mir näher, macht einem Hoffnungen. Nur damit am nächsten Tag wieder der Alltag einkehrt. Ich glaube, er braucht eine neue Affäre. Kann halt nie nur eine Frau haben. Typisch Marc. Immer wenn er mich küsst oder es versucht, fühlt es sich richtig an und ich werde schwach. Es fühlt sich immer so an, als wenn wirklich Gefühle im Spiel wären, auch seinerseits. Seine am Tag folgenden Reaktionen beweisen dann wieder das Gegenteil. Glaube er macht das mit Absicht. Das muss wohl seine Masche sein. So zu tun, als wenn man was für den anderen empfinden würde, um denjenigen in die Kiste zu bekommen. Er macht das verdammt gut. Sollte Schauspieler werden, dann müsste ich ihn im Krankennhaus nicht mehr sehen. Ob er das mit seinen anderen Affären auch gemacht hat? Bestimmt. Aber nicht mit mir Marc Meier! Andererseits Gabi hatte doch mal erzählt, dass er noch nie so nett zu einer war, mit der er noch nicht geschlafen hat. Das hieße widerum er hat doch Gefühle. Erlich gesagt hab ich das auch geglaubt, bis er Gabi den Antrag gemacht hat. Aber dann würde er sie doch nicht heiraten oder schwängern! Ich versteh gar nichts mehr. Gabi redet sowieso viel Stuß. Werde mich wohl damit abpfinden müssen. Denke, ich muss Marc endgültig abhaken. Muss mich endlich in einen neuen Mann verlieben. Aber wann trifft man denn schon auf die Liebe seines Lebens. Von heute auf morgen mit Garantie nicht. Man weiß es halt nie. Das heißt, ich kann nur warten - warten, das tu ich schon sei 17 Jahren. Vielleicht sollte ich damit auch aufhören und mich auf was komplett anderes konzentrieren. Dann wird meine Zeit schon kommen. Aber was? Karriere? Funktioniert nicht. Hab ich schon mal probiert.

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05.12.2008 21:31
#45 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie kam auf keine Antwort, also beschloss sie endlich das Radioding von ihrem Vater auszuprobieren. Nach einigem hin und her und finden der richtigen Knöpfe, lief dann auch rbb. Mitlerweile war Gretchen am Ende des Waldes angekommen. Dort lag ein See. Sie beschloss einmal drum herum zu gehen und dann wieder nach Hause zu fahren.
Immer noch radiohörend ging sie am Ufer endlang. Dann ertönte im Radio das Lied ,,Walk Away". (http://www.youtube.com/watch?v=5mlYmhmELpA)
Bei dem Lied kamen ihr fast die Tränen, wenn sie an ihre Situation mit Marc dachte.

Sollte vielleicht auch einfach abhauen. Wäre die beste Lösung. Irgentwohin, wo mich keiner kennt. Wo ich meinen Facharzt machen kann. Wo ich Marc vergessen kann. Sollte endlich auf andere Gedanken kommen. Klingt gar nicht mal so schlecht. Im Moment hält mich hier nichts.

Währeddessen war Marc noch im Krankenhaus. Er hatte noch eine Stunde Dienst. Er war gerade auf dem Weg zum Stationszimmer, als Gabi auf ihn zugerannt kam. Marc blieb stehen und sie klammerte sich an ihn und strich ihr über den Kittel. ,,Ähm Marc, Kommst du heute frührt nach Hause?" ,,Wieso sollte ich?" satgte er patzig.,,Na ich dachte, du willst auch mal wieder Spaß haben." Mit einer Bewegung befreite er sich von ihr und sagte:,,Vergiss es. Da macht ja Akten sortieren mehr Spaß."

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05.12.2008 21:58
#46 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Jetzt wollte sie auch mal zurückschlagen. Also sagte Gabi:,,Achja, das hat sich früher aber ganz anders angehört." ,,Das ist der Punkt. Früher!" Gabi grinste:,,Das soll ich dir jetzt glauben? Da ist ein Nilpferd aber ehrlicher als du!" Marc blieb stehen drehte sich um und musste lachen. Sie hörte sich genau wie Gretchen an, nur ihre Sprüche waren unterste Schublade. Gabi konnte sich Marcs Lachen nicht erklären. Schließlich hat sie genau das gemacht, was dieser dicke Haase auch gemacht. Trotzdem hat er sich in sie verliebt. Sie dachte sich einfach, dass Marc länger dafür braucht und verschwand, nachdem der immer noch lachte.

Gretchen war derweil wieder Zuhause. Es war schon dunkel. Als sie in die Küche kam, sah sie, dass Franz gekocht hatte.

Wow! Das hat er noch nie gemacht!

Bei einem angenehmen Familienabend mit Jochen und Franz, verließ Gretchen auch endlich das Gefühl. Anscheinend gibt es doch noch Leute, die ihr nichts böses wollen. Ob sie es sagen oder nicht. Da fielen ihr Sabine, Niko, Mehdi und ihre Familie ein. Also verwarf sie den Gedanken vom Wegziehen, um sich endlich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Den Menschen, die einen mögen, gerecht zu werden. Vielleicht würde man dann so seinen Frust los.

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07.12.2008 21:33
#47 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Kapitel 16
Eine Woche verging, in der Gretchen endlich mal einem Ziel näher zukommen schien. Sie hatte sich nicht von Marc unterkriegen lassen und trotzdem ihren eigenen Weg gemacht. Sie fühlt sich gut, auch wenn noch ab und zu ihr Gehirn nach Liebe schrie. So würde sie Marc Schritt für Schritt vergessen.

Ist gar nicht so einfach. Muss schließlich jeden Tag mit ihm arbeiten.

Marc fand Gretchens Verhalten gar nicht lustig. Sie hatte doch sonst nie so gute Laune gehabt. Er dachte schon sie hätte wieder einen Neuen. Aber das war es wohl auch nicht. Denn er war ihr während der Woche einmal nach Hause und durch den Park gefolgt. Fast hätte sie ihn gesehen. Aber nichts. Marc fragte sich, woher sie diese neue gute Laune hatte. Offenbar eine Seite an ihr, die er nicht kannte. So lange niemand männliches dahinter stand, gefiel Marc ihre neue Einstellung. Man musste ja schließlich nicht immer alles schlecht und aussichtslos sehen.
Gabi hatte ihn die Woche auch nicht in Ruhe gelassen. Ständig kam sie wieder mit ihrer Hochzeit angelaufen. Ehrlich gesagt, hatte er sich bis jetzt nicht wirklich damit beschäftigt. Also kam ihm das Ganze eher wie eine Geburtstagsfeier seiner Mutter vor. Das heißt sie findet nicht statt. Zumindest hoffte er das. Schließlich hatte er nie vor gehabt zu heiraten. Hält doch sowieso nicht lange, also wozu unnötig Geld ausgeben, dachte er immer. Aber von Gabi kommt er wohl erstmal nicht los. So hatte er sich das nie vorgestellt.
Seitdem Gretchen ihre Einstellung geändert hatte, nahm sie auch wieder den Fahrstuhl und fuhr ab und zu mit dem Auto zur Arbeit. Auf den ganzen Abnehmwahn hatte sie nämlich auch keine Lust mehr.

Menschen sind halt wie sie sind. Solange ich zufrieden bin geht es mir gut.

Auch an diesem Morgen nahm sie den Fahrstuhl. Mehdi war mit ihr eingestiegen und begrüßte sie gleich. Sie antwortete mit einem ,,Morgen" und stellte sich in die andere Ecke. Dann fragte der Gynäkologe:,,Wenn du Lust hast, können wir den verpatzten Abend nachholen?"

Sag jetzt bloß nein. Ich hab jetzt eine Woche Marc durchgehalten. Da muss Mehdi das Gleiche spüren!

Gretchen fand aber einfach keine Worte. Der Fahrstuhl erlöste sie. Er hielt an und....Marc und ein Patient stiegen ein. Als sich die Türen schlossen fragte Mehdi noch einmal:,,Also was ist?" ,,Mal sehen!" sagte sie kurz und sah weg. Dabei sah sie gar nicht wie vorwurfsvoll Marc sie ansah. Er dachte, dass sie wohl doch wieder was mit einem Kerl hat, der obendrein Dr.Kaan hieß. Marc kochte innerlich vor Wut, aber sagte nichts. Mehdi musste grinsen, als er sah, wie Marc zu Gretchen rüber guckte. Der Fahrstuhl hielt an und dann stieg der Gynäkologe auch schon auf seiner Station aus.

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10.12.2008 22:59
#48 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Marc sagte erst nichts, da der Patient noch anwesend war. Auf der nächsten Station stieg dieser jedoch aus. Nun waren die beiden allein im Fahrstuhl. Er sag zu Gretchen, die wegschaute. ,,Da haben ja die beiden größten Vollidioten des Krankenhauses wieder zusammengefunden, was?" Sie guckte mit großen Augen zu ihm rüber.

Was hat der gerade gesagt? Das glaub ich jetzt nicht.

,,Ich glaub ich hab mich verhört!" erwiderte die Assistenzärztin. Die Türen öffneten sich und Marc ging grinsend an ihr vorbei. Gretchen folgte ihm wortlos.
Nachdem sie sich umgezogen hatten, gingen sie zum Behandlungszimmer. Auf dem Weg dorthin meckerte Marc mal wieder an Gretchens Figur herum, da sie sich heute schon wieder einen Donat, statt dem daneben stehenden Obst genommen hatte. In dem Behandlungszimmer saß ein kleiner Junge. Er hatte sich eine Verletzung beim Fußballspielen zugezogen. Dies sah man, da er noch sein Fußballdress anhatte. Er weinte bitterlich vor Schmerzen. Marc sah sich die Akte an und ging zu dem Jungen. ,,So dein Knöchel tut also weh. Zeig mal her." Der Oberarzt sagte das so ruppig, dass Gretchen zu ihm hinging und sagte:,,Marc, bitte! Das ist ein Kind." ,,Na und - da kenn ich noch den ein oder anderen hier im Krankenhaus, auf den das auch zutrifft." Sie sah ihn vorwurfsvoll an, drehte sich dann zu dem Jungen:,,So wir untersuchen jetzt erst mal den Knöchel. Du brauchst keine Angst zu haben." Sie tastete vorsichtig das Fußgelenk des Jungen ab.,,Scheint nur geprellt zu sein. Da hast du aber noch mal Glück gehabt. Zur Sicherheit müssen wir den aber noch mal röntgen, ja?" Verlegen nickte der Junge.,,Kann ich denn lange nicht Fußball spielen?" Gretchen sagte:,,Ach was, ich denke in 3 Tagen kannst du wieder durch die Gegend rennen!" Zufrieden grinste der kleine Fußballer. Marc drückte Sabine die Akte in die Hand und sprach:,,Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit, Hasenzahn. Mach hinne!" Sie verabschiedete sich noch von dem Jungen und folgte ihrem Chef.
In ihrer Mittagspause stellte Gretchen gerade ihren Schokopudding auf das Tablett. Sie drehte sich um und guckte durch die Cafeteria.

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Ann Offline

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10.12.2008 23:18
#49 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten
Keine Spur von Sabine. Muss ich wohl wieder alleine essen! Ist mir auch recht. Bin ja schließlich Karrierefrau. Brauche niemand anderen.

Sie setzte sich an einen freien Tisch. Gedankenversunken aß sie ihren Schockopudding. Sie dachte gerade über Marc nach, als Mehdis Stimme plötzlich vor ihr ertönte.,,Hallo Gretchen. Darf ich?" Sie nickte.

Kann ja schlecht nein sagen! Ich glaub der macht das mit Absicht.

Doch Mehdi schaffte es tatsächlich sie auf andere Gedanken zu bringen. Sie lachten und sprachen über alles mögliche. Dabei blieb der ein oder andere Blick Gretchens an seinen Augen hängen.

Trotzdem hat er immer noch fantastische Augen!! Stopp. Denk an was anderes!!!

In dem Moment betrat Marc die Cafeteria. Dann sah er doch tatsächlich wieder Gretchen mit diesem Vollidioten. Eigentlich war ihm das zwischen den beiden ziemlich egal. Aber es beschlich ihn immer der Verdacht, dass die beiden wirklich wieder was miteinander hatten. Bei dem Gedanken stieg die Wut in ihm hoch. Er sah auf die Uhr und ging dann zielstrebig zu dem Tisch.
Gretchen und Mehdi lachten gerade, als Marc seine Hände an der Tischkante ablehnt. Dieser sagte:,,Kommst du Hasenzahn?" Gretchen sah auf die Uhr.,,Marc. Ich hab noch 5 Minuten Pause!" Doch der erwiderte nur:,,Wann deine Pause vorbei ist bestimm immer noch ich, also mitkommen." Er warf Mehdi noch kurz einen bösen Blich hinterher, bevor er mit Gretchen zum Aufzug verschwand.,,Was sollte das denn jetzt schon wieder?" fragte die Ärztin. ,,Was denn?", tat Marc ahnungslos und grinste. ,,Du weißt genau, was ich meine." Deie Türen gingen auf und die beiden stiegen ein. Der Oberarzt antwortete immer noch nicht.,,Marc?", fragte sie erneut. Doch statt zu antworten sah er sie nur an und rückte näher an sie heran. ,,Ich will eine Antwort." Jetzt stand er direkt vor ihr und legte seine Hände um ihre Hüfte.,,Kannst du haben!", sagte er und wollte sie küssen. Doch diesmal ließ sie sich nicht auf ihn ein. Sie machte schnell zwei Schritte zurück und wurde lauter.,,Hör auf damit. So geht das nicht weiter. Du kannst doch nicht jedes mal, wenn du ein schlechtes Gewissen hast oder sonst irgentwas, ich weiß ja nicht was du denkst!, mich küssen und dann ist alles gut oder was?" ,,Bis jetzt hast du dich nich beschwert." ,,Bitte was?" Gretchen war fassungslos.,,Du kannst doch nicht einfach....mit meinen Gefühlen spielen..." Erwartungsvoll sah Marc sie an. ,,Ja....was kann ich nicht?" fragte er dann. Doch dann gingen die Türen des Fahrstuhls auf und Gretchen verschwand schnellst möglich. Marc rief ihr noch hinterher.,,Du weißt schon, das wir jetzt eine OP haben und dazu musst du in die andere Richtung!" Doch sie beachtete ihn nicht, sondern wartete bis er verschwunden war. In ihren Augen sammelten sich Tränen.

Ich konnte ihm das doch jetzt nicht sagen. Wer weiß, was der ernst nimmt und was nicht. Oh man! Ich muss mich dringend von den Männern fernhalten. Das fürht nur ins Chaos!!!

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Ann Offline

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Beiträge: 8.697

19.12.2008 23:39
#50 RE: Meine Geschichte Zitat · Antworten

Sie wischte sich die Tränen noch schnell weg und ging zur OP. Marc war mal wieder mehr als nur schlecht gelaunt. Schließlich überstand sie diese, auch wenn ihr Oberarzt immer noch auf die fehlende Antwort von ihr wartete. Doch statt ihm zu antworten, wies sie ihn immer wieder auf den Patienten hin, um von sich abzulenken. Nach der Op verschwand sie so schnell wie möglich, sodass Marc sie nicht mehr sah.
Zuhause angekommen schmiss sie sich auf das Bett und schrieb in ihr Tagebuch:
Liebes Tagebuch,
Bin stolz auf mich. Habe Marc gezeigt, wo es lang geht und dass er nicht alles mit mir machen kann. Frage mich nur wie er das gemeint hat, mit dem 'bis jetzt hast du dich nicht beschwert'. War das jetzt positiv oder negativ. Ich mein, das zeigt doch eigentlich nur, dass es ihm wohl gefällt. Er mag mich. Jetzt mach ich mir schon wieder Gedanken um ihn. Schrecklich. Gibt es dagegen nicht eine Medizin? Eine Art 'nicht denken' Pille?

Nachtrag: War gerade in der Apotheke. Die Verkäuferin hat mich wohl für bescheuert gehalten, als ich sie nach einer Art Vergessenspille gefragt hab. Sie meinte dann, wenn ich mich umbringen will, sollte ich einfach eine Überdosis Asperin nehmen. Wollte aber nicht in die Klapse, falls das schief gehen sollte. Den Gedaken schnell wieder gelöscht.


Gretchen legte den Stift hin, da ihr Handy klingelte. Auf dem Bildschirm stand Nikos Name. Sie nahm ab, als auch schon Nikos Frage ertönte:,,Hast du heute schon was vor?" Gretchen sagte ihm, dass sie Zeit hätte und er fragte auch schon: ,,Wie wär es wenn wir Minigolf spielen gehen?" ,,Minigolf?!?!", fragte die Assistenzärztin nach. ,,Ja, irgentwie musst du ja mal aus deinem Zimmer kommen und dich beschäftigen. Was ist, kommst du mit?" Gretchen überlegte kurz.

Er hat Recht. Seit Wochen vescharr ich mich in meinem Zimmer. Es wird Zeit für Abwechslung.

,,Einverstanden", sagte sie schließlich. Der Freund sagte ihr noch, dass er sie abholen würde und legte auf.

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