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Dieses Thema hat 106 Antworten
und wurde 3.442 mal aufgerufen
 Forenspiele
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Greta Offline

Erfolgsautorin:

Beiträge: 103.656

23.06.2014 10:44
#51 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsezten und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an sienem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhaken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hat, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc, nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt sine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat?

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

21.07.2014 14:51
#52 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsezten und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an sienem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhaken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hat, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc, nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt sine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider.

Lorelei Offline

Facharzt:


Beiträge: 10.053

23.07.2014 14:18
#53 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsezten und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.

MissMeier Offline

PJler:


Beiträge: 1.659

23.07.2014 18:48
#54 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Most men live lives of quiet desperation."

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

23.07.2014 19:18
#55 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

Sassi Offline

PJler:


Beiträge: 1.129

26.07.2014 17:45
#56 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

28.07.2014 17:28
#57 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab.

Greta Offline

Erfolgsautorin:

Beiträge: 103.656

02.08.2014 10:11
#58 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !

Sassi Offline

PJler:


Beiträge: 1.129

07.08.2014 21:25
#59 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden.

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

07.08.2014 21:41
#60 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

Sassi Offline

PJler:


Beiträge: 1.129

07.08.2014 22:04
#61 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage.

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

07.08.2014 22:35
#62 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.

Greta Offline

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Beiträge: 103.656

10.08.2014 10:52
#63 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

10.08.2014 20:52
#64 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte.

Rems Offline

Student:


Beiträge: 331

11.08.2014 16:16
#65 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Beiträge:1.510Heute 20:52#64 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-SpielZitat vormerkenZitat · antwortenDies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte."Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch."Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf."Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte."Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen."Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen."Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten."Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren."Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen."Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite. "Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

12.08.2014 00:30
#66 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

Greta Offline

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14.08.2014 08:15
#67 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

14.08.2014 19:28
#68 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"

Greta Offline

Erfolgsautorin:

Beiträge: 103.656

16.08.2014 10:32
#69 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art!

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

17.08.2014 14:21
#70 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.

MissMeier Offline

PJler:


Beiträge: 1.659

17.08.2014 20:09
#71 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.
Die Verwunderung über den plötzlichen Wandel Gretchens war ihm allerdings deutlich ins Gesicht geschrieben, er wollte dies nicht glauben.

"Most men live lives of quiet desperation."

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

17.08.2014 22:21
#72 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.
Die Verwunderung über den plötzlichen Wandel Gretchens war ihm allerdings deutlich ins Gesicht geschrieben, er wollte dies nicht glauben. Als er konzentriert den OP betrat und ihr über den Mundschutz noch einen wankenden Blick entgegenwarf, sah sie bereits stur auf den ersten Patienten, der friedlich narkotisiert auf dem Tisch lag und von dem anstehenden Wortgefecht der so autoritär aussehenden Ärzte nichts mitbekommen würde.

MissMeier Offline

PJler:


Beiträge: 1.659

18.08.2014 08:56
#73 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.
Die Verwunderung über den plötzlichen Wandel Gretchens war ihm allerdings deutlich ins Gesicht geschrieben, er wollte dies nicht glauben. Als er konzentriert den OP betrat und ihr über den Mundschutz noch einen wankenden Blick entgegenwarf, sah sie bereits stur auf den ersten Patienten, der friedlich narkotisiert auf dem Tisch lag und von dem anstehenden Wortgefecht der so autoritär aussehenden Ärzte nichts mitbekommen würde.
Bevor sie an's. OP-Besteck gingen, schaute er ihr in die blauen Augen und fragte dann: "Sag mal Hasenzahn ist gerade die Emanzipation mit dir durchgegangen oder war die Schokolade schlecht?!" Doch Gretchen schaute ihn nicht einmal an und sagte nur genervt "Tja, Marc. Stell dir vor, auch ich kann anders! Da staunt der Dr. Meier aber, was? Gewöhn dich lieber dran!"

"Most men live lives of quiet desperation."

Greta Offline

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22.08.2014 10:31
#74 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.
Die Verwunderung über den plötzlichen Wandel Gretchens war ihm allerdings deutlich ins Gesicht geschrieben, er wollte dies nicht glauben. Als er konzentriert den OP betrat und ihr über den Mundschutz noch einen wankenden Blick entgegenwarf, sah sie bereits stur auf den ersten Patienten, der friedlich narkotisiert auf dem Tisch lag und von dem anstehenden Wortgefecht der so autoritär aussehenden Ärzte nichts mitbekommen würde.
Bevor sie an's. OP-Besteck gingen, schaute er ihr in die blauen Augen und fragte dann: "Sag mal Hasenzahn ist gerade die Emanzipation mit dir durchgegangen oder war die Schokolade schlecht?!" Doch Gretchen schaute ihn nicht einmal an und sagte nur genervt "Tja, Marc. Stell dir vor, auch ich kann anders! Da staunt der Dr. Meier aber, was? Gewöhn dich lieber dran!"
Ja dass sass, aber natürlich wollte Marc sich nicht die Blösse geben!

Elli Offline

Butterböhnchen:


Beiträge: 2.273

24.08.2014 21:40
#75 RE: Doctor's Diary Fortsetzungsstory-Spiel Zitat · Antworten

Dies war der Beginn eines ereignisreichen Tages im Elisabethkrankenhaus. Ein gewisser Dr. Marc Meier war mal wieder schlecht drauf. Keine Spur von Hasenzahn oder Schwester Sabine, aber was noch viel schlimmer war, keine Spur von frischem Kaffee! Nachdem er gute drei Minuten ungeduldig im Stationszimmer gewartet hatte und danach immer noch keiner gekommen war, dem er befehlen konnte, welchen zu machen, stapfte er mit finsterer Miene und noch angefressener als zuvor Richtung Cafeteria, um wenigstens dort zu seinem flüssigen Frühstück zu kommen. Auf dem Weg dorthin traf er auf Gretchen. Diese pustete behutsam in den viel zu heißen Kaffee, den sie in ihrer Hand trug - bis sie ihn einfach dreist aus den Händen genommen bekam. Verwundert wanderte ihr Blick nach oben, als sie die grimmige Miene ihres attraktiven Oberarztes sah und sich schon auf eine saftige Predigt gefasst machte.
"Der Kaffee ist beschlagnahmt", kam es dann auch prompt, in gewohnter Manier, von diesem! Arrogant wie eh und je, deshalb konnte Gretchen nur unverständlich den Kopf schütteln und musterte ihn akribisch.
"Und dürfte ich auch erfahren, warum?", wollte Gretchen durchaus verärgert wissen. "Abgesehen davon, dass mein Personal es nicht für möglich hält, ihre Sklavendienste zu erledigen und du schon wieder an Fettleibigkeit zunimmst, durch deine zwei Tafeln hier, hatte ich einfach Bock auf nen Kaffee!", ließ er locker von den Lippen fallen und legte dabei eine Leichtigkeit an den Tag, dass Gretchen durch ihr angespanntes Gefühl fast ein wenig neidisch wurde.
Marc zwinkerte ihr frech zu, trank genüsslich und mit lautem Schlürfen von ihrem Kaffee, verzog dann aber nach dem Runterschlucken das Gesicht und schüttelte leicht schaudernd den Kopf.

"Da ist ja Zucker drin!", beeilte er sich, das Gesöff zurückzugeben, was aber nicht ganz so souverän funktionierte wie geplant. Insbesondere, weil Gretchen nicht darauf vorbereitet war, ihren Becher nochmal im vollen Zustand wiederzukriegen und deshalb in einem Anflug von klassischer Tollpatschigkeit nicht zugriff, als er ihn ihr in die Hand drücken wollte, weswegen sich der Plastikbecher blitzschnell Richtung Boden verabschiedete, dort klappernd aufschlug und sowohl ihre als auch Marcs weiße Diensthose vom Schienbein abwärts mit dem nunmehr ehemaligen Inhalt verzierte.

Wie auf Knopfdruck lugte Gretchen verlegen zu ihrem Oberarzt nach oben, nachdem sie beide das Dilemma überrascht beäugt hatten und hoffte, dass sie nun einigermaßen gereihte Worten finden konnte, die dieses Misere erklären würden und gleichzeitig nicht zu viel Bammel und Ehrfurcht offenbarten.
Bevor sie jedoch zur Sprache kam, schimpfte Marc sie schon von der Seite an: ''Boah Hasenzahn, kannst du nicht einmal aus deiner Gedankenwelt aufwachen und aufpassen?'' Und wie es nunmal immer so war, wenn Marc sie "anmotzte" in seiner gewohnten Manier... wollte auch diesmal den Teil ihres Gehirns, der für die Schlagfertigkeit und das "Zurückgeben" Marcs pampiger Art, nicht wirklich die Arbeit aufnehmen!
Mehr als ein indigniertes "Ich?!", gepaart mit einem für ihre Verhältnisse bösen Blick, wollte ihr nicht einfallen.
Und da Marc ja sowieso schon eine "prächtige" Laune heute hatte, und er sowieso immer das letzte Wort haben musste, kam natürlich prompt seine Antwort!
"Nein, der andere Haase mit dem dicken Hintern und den zwei linken Händen, der mir ständig auf die Nerven fällt!" Das konnte Gretchen jetzt nun wirklich nicht auf sich sitzenlassen, daher kam es von ihr ganz "schlagfertig": "Also.. du.. das ist ja wohl.. du.." ..aber Marc wäre nicht Marc, wenn er auch da nicht das letzte Wort hätte!
"Das ist die Wahrheit und jetzt bring deine dicke Kiste endlich in Bewegung und geh dich umziehen, bevor die Patienten noch vor der Narkose mitbekommen, auf was sie sich eingelassen haben, als ihre freie Arztwahl auf so nen Schussel wie dich gefallen ist!"

Selbstlos wie Gretchen eben war und was Marc dafür doppelt und dreifach fehlte, dückte sie sich schwerfällig von der Tischplatte, stöhnte leise vor sich hin und warf ihm noch einen gewünscht grimmigen Blick entgegen, welcher bei Marc eher als missglücktes Zwinkern ankam.
Und während Marc sich fragte, was sie jetzt wieder mit ihrem Blick sagen wollte, nahm sich Gretchen im Stillen vor, dringend was für ihre Schlagfertigkeit zu tun und an ihrer Arroganz und Selbstgefälligkeit zu arbiten, vielleicht sollte sie Marcs Rat befolgen und sich die paar Stündchen pro Tag nehmen?
Langsam trottete Gretchen an Marc vorbei in Richtung Umkleide und Marc, dem ihr Tempo eindeutig zu langsam war, schrie ihr hinterher: "Aber dalli, wir sind hier ja nicht im Rentnertreff!" Ja, sie würde sich heute Abend, mit der obligatorischen Tafel Schokolade, die ja so anregend wirkt, mal hinsetzen und einen Plan schmieden!

Bevor sie ihr Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen konnte, hieß es noch bis viertel nach acht Sklavendienste ausüben, natürlich nicht ohne sich zwischenzeitlich ein wenig ihrer heißgeliebten Sünde zu widmen, quasi vorzeitig.
Aber kaum hatte sie die Schokolade in der Hand, quasi zum "Angriff bereit", hörte sie schon ihren Namen rufen.

''Hasenzahn, kommst du jetzt endlich oder musst du dir erst noch dieses Zeug reinpfeifen?''

Die Antwort, die Gretchen geben wollte, lautete 'Ja muss ich, weil du mich gerade tierisch nervst!', aber weil sie das aus mehreren Gründen ja nicht sagen konnte, begnügte sie sich damit, die Schokolade in ihrer Kitteltasche verschwinden zu lassen, ihre Schritte zu beschleunigen, Marc noch einen finsteren Blick zuzuwerfen und sich abschließend zu wundern, wie er es überhaupt geschafft hatte, sie auf dem Weg zur Umkleide zu überholen, ohne dass sie das mitbekommen hatte.

In der Umkleide angekommen sah sie, dass auch Maria und Medhi dabei waren sich umzuziehen! Als Mehdi seine Exfreundin an der Tür erblickte, schlich sich ein strahlendes Lächeln auf seine Lippen und er begrüßte sie vielleicht einen Tick zu euphorisch, zumindest für den Geschmack von Dr. Hassmann, die dafür nur ein abfälliges Augenrollen und Naserümpfen übrig hatte.
"Gretchen", formten seine Lippen lieblich und in seinen Augen erkannte Maria angewidert, wieviel Begeisterung der Gynäkologe noch für seine Arbeitskollegin hatte.
Genauso überschwänglich kam es natürlich auch von Gretchen: "Hallo Medhi, alles paletti?!" Was Maria ein weiteres Mal zum Augenverdrehen gebracht hat!
Wie macht die das bloß, nur einmal mit den Wimpern geklimpert und alle Männer auf Station mutieren zu sabbernden Jungsverschnitts, dachte die brünette Ärztin sichtlich angefressen, kontrollierte dann noch einmal ihre Frisur in dem kleinen Spiegel an der Tür ihres Spindes, knallte diesen dann geräuschvoll zu, wodurch sie doch noch die Aufmerksamkeit bekam, die ihr zustand, und verschwand anschließend kopfschüttelnd im angrenzenden Stationszimmer.

Mehdi ließ sich von diesem Abgang nicht irritieren, und wollte gerade nachfragen, was mit Gretchen beziehungsweise ihrer bräunlich gesprenkelten Arbeitskluft passiert war, als die soeben zugeschlagene Tür schon wieder aufgerissen wurde und Marc mit ähnlich bespritzter Hose und im Gegensatz zu ihm und Gretchen eindeutig nach Süden zeigenden Mundwinkeln den Raum betrat.
Marc, der Medhis Blicke sofort bemerkt hat, und es ihm so gar nicht passt.. erwiderte gleich: "Was glotzt du den so blöd- noch nie nen Kaffeefleck gesehen?" Kam es auch prompt charmant und gutgelaunt von Marc!

Mehdi beschloss, nicht noch Öl in Marcs Feuer zu gießen, rückte seinen Kittel zurecht, machte sich nach einem Kopfschütteln an Marcs Adresse und einem mitleidsvollen Blick zu Gretchen, weil sie dessen Laune noch eine ganze Schicht lang ertragen müssen würde, auf den Weg zu seiner Station und ließ sie somit alleine in der Höhle des schlechtgelaunten Löwen.

"Mist, jetzt hab ich gar keine frische Hose mehr hier!" schimpfte Marc gleich darauf weiter angesichts seines Spindinhalts und Gretchen meinte nur lapidarisch, verstohlen in sich hineingrinsend: "Tja, ich würde dir ja freundlicherweise eine von mir leihen, weil ich so ein netter Mensch bin, aber ich vermute mal, vorher läufst Du lieber braungefleckt rum – (ha!!, soviel zum Thema 'Schlagfertigkeit müsste frau haben!')

''Nein danke, die würde mir auch nicht passen, hat ja nicht jeder Größe XXL, ne?!'', erwiderte Marc daraufhin mit einem verschmitzten Lächeln, das aber nur kurz anhielt.

Denn starke, selbstbewusste und kluge Frau hin oder her, die Bemerkung hatte gesessen. Im Grunde war es doch genau jener wunder Punkt bei Gretchen, der Selbstbewusstsein hin oder her, sie immer wieder treffen würde! Und da stand sie also da.. bemüht sich nichts anmerken zu lassen.

"Hopp hopp, Hasenzahn, wir können hier nicht ewig rumstehen, zieh ich mir halt dort gleich die OP-Klamotten an," sprachs, drehte sich um und machte sich auf den Weg zur anstehenden Hüftgelenks-OP, "und auf, wird's bald, die warten schon auf uns, hol ich mir eben unterwegs noch nen Kaffee!!" und Gretchen, inzwischen umgezogen, hoppelte ihm den Flur hinterher, sich mal wieder über einen weiteren beschissenen Start in den Tag mit einem unterirdisch gelaunten Oberarsch ärgernd..

Ja.. und der Tag wurde sozusagen immer "besser"... dachte sie sich, während sie Marc assistierte.. und von Metallica - Musik beschallt wurde! Aber das würde ja noch gehen.. wenn Marc da nicht noch einen draufsetzen würde! "Sag ma', wie hast du eigentlich das Studium geschafft, Hasenzahn?", rief er bissig mit einem gehässigen Blick in ihre Richtung, wo er ihre Unsicherheit sofort bemerkte. "Ich meine, soviel Chancen bekommt man meiner Meinung nach nicht und wenn man zusätzlich noch ne Packung Tempo im OP braucht UND drei Stunden, eh man durch die OP-Tür kommt, dürfte das nicht unbedingt Pluspunkte bringen. Oder was meinste?!"
Boaaahhh dieser Arsch.. Ich muss mal umbedingt in meinem Tagebuch nachlesen, warum ich ihm genau damals auf dem Schulhof das Leben gerettet habe, und ihn nicht an seinem Schokoriegel hab ersticken lassen.. dachte sie sich, bevor sie an einer Antwort ansetzte.
Leider kam im Gegensatz zu dem selbstsicheren, standhaften Gedankenansatz ein spärlicher und nicht minder trauriger Blick ihrerseits gepaart mit echauffierend- unüberlegten Worten.
"Musst du immmer auf mir rumhacken.. kannst du nicht einmal.. ein einziges MAL nett sein.. oder zumindest mich nicht immer fertigmachen???" Und während Gretchen diese Worte, die sie im Grunde gar nicht sagen wollte, dann doch gesagt hatte, kam es wie es kommen musste, nämlich dass es schon mächtig in Gretchens Augen schimmerte! Stöhnend richtete Marc kurzzeitig den Blick auf die neurotische Blondine, mit dem Gedanken, warum sie immer so unglaublich melodramatisch sein musste. Und da Marc nun mal Marc war und nicht der strahlende Prinz, wie Gretchen ihn sich manchmal erträumt hat.. musste dieser direkt seine Gedanken allem miteilen!
"Könnte ich, will ich aber nicht und jetzt operier gefälligst anständig und heul nicht in den Patienten!" Ja, was hat sie auch anders erwartet? Dass er mal, einmal nett sein könnte, sie respektieren würde, wie es Frau Schneider mal gesagt hat? Nein. Nie im Leben würde er das tun. Hatte es früher nicht und wird jetzt schon mal gar nicht damit anfangen! Der Zug war abgefahren... leider. Und so beschloss Gretchen traurig, aber dennoch entschlossen, endlich damit aufzuhören, sie würde sich Marc Meier ein für alle Mal aus dem Kopf schlagen und heute war doch ein guter Tag dafür, damit zu beginnen.
Natürlich war aber auch das mal wieder leichter gesagt als getan, denn allein der Anblick seines Astralkörpers war Grund genug, ihn nicht bis auf weiteres zu ignorieren.

"Wenn du nicht langsam mit deiner dominierenden...ehm...Arroganz aufhörst und deine überhebliche Arzt, äh Art, meine ich, stecken lässt, dann passiert was, aber so richtig, ja!", versuchte sie die Oberhand über ihr altbekanntes Katz- und Maus- Spiel zu erlangen.

"Oh jetzt schlottern mir aber die Knie nach der Drohung.", antwortete Marc trocken und völlig unbeeindruckt von ihrer Ansage.
Augenverdrehend- vielleicht weil es gewohnt feucht um ihre Gesichtsmittelpunkte wurde, nahm sie die arrogante Spitze ihres Chefs hin und sah bis zum Ende der OP starr auf den Patienten herab. Ja, heute war definitv nicht ihr Tag und es gab nur eine Sache, die sie jetzt noch aufmuntern konnte.. !
Zu der sollte es aber vorerst leider nicht kommen, denn noch vor dem Ende der OP ging plötzlich die Tür auf und eine Schwester, die sich notdürftig einen Mundschutz vors Gesicht hielt, kam reingeeilt und informierte das Chirurgenteam Meier-Haase über einen Großunfall auf der Autobahn und circa 5 Schwerverletzte, die innerhalb der nächten Minuten eintreffen würden. Damit war es bewiesen: Doktor Margarete Haase hatte das Glück mal wieder NICHT auf ihrer mehr als weiblichen Seite.

"Sabine, Knechtelsdorfer auftreiben und herbringen, den Professor auch.. Rössel soll die Triage machen und Hasenzahn, du klemmst hier noch schnell ab und dann geh raus und mach dich schonmal neu steril, das dauert bei dir ja sowieso immer etwas länger; ich mach hier zu, und dann nehmen wir uns den ersten vor, und ab!", gab Marc seine Anweisungen, immer noch ganz Herr der Lage. Dieses Mal schwor sich Gretchen bei der weiblichen Spezies, dass sie ihm keinen weiteren Grund geben würde, sich künstlich und ihrer Meinung nach völlig unnötig über sie zu echauffieren oder gar lustig zu machen, weswegen die 30 jährige schlichtweg konzentriert nickte, ihm nur einen flüchtigen Blick zuwarf, wobei sie letztendlich nur seine Gesichtszüge prägnant wahrnahm und sich dann für Marcs Geschmack zügigen Schrittes auf den Weg aus dem OP machte.
Während sie sich neu steril wusch, nach sich vor.. mal nicht Frau sondern Ärztin zu sein! Ja.. sie würde sich von ihrer bresten Seite zeigen!

"Na Feinwäsche beendet?", trat kein geringerer als ihr Oberarzt in Person mit einem arroganten Augenbrauenzucken in den Raum und warf ihr über die Schulter einen für Gretchens Begriffe recht abschätzigen Blick entgegen, mit dem sie überhaupt nicht umgehen konnte. Hatte nur sie das Gefühl oder war er heute wirklich besonders schlecht drauf!?

Ihre Antwort tropfte voller hilfesuchender Worte, die als Schlagfertigkeit in Person durchgehen und Marc Meier die Sprache verschlagen konnten.

"Mein Lieber Marc, spar dir deine Bemerkungen oder was auch immer sie sein sollen.. für jemanden auf der sie auch wirklich hören will!"
Ihr arrogant angehauchter Abgang zeigte Wirkung, als Marc ihr mit langem Gesicht und leicht vor den Kopf gestoßenen Blick hinterher sah und sich keine zwei Sekunden später verdattert zu Sabine herumdrehte mit den Worten: "Sagen Sie mal Schwester Sabine, Haben Sie gerade dieselben Worte aus Hasenzahns Mund gehört, wie ich? Oder...?"
"Ja... Dr. Meier... Was für eine Frau!" Kam es von Sabine in ihrer träumerischen Art! Irritiert wandte Marc ihr für eine Millisekunde abwertend den Kopf entgegen, bevor er sich widererwartend nicht mit einem neunmalklugen Spruch auf in den OP machte, sondern ausnahmsweise die Lippen verschlossen hielt.
Die Verwunderung über den plötzlichen Wandel Gretchens war ihm allerdings deutlich ins Gesicht geschrieben, er wollte dies nicht glauben. Als er konzentriert den OP betrat und ihr über den Mundschutz noch einen wankenden Blick entgegenwarf, sah sie bereits stur auf den ersten Patienten, der friedlich narkotisiert auf dem Tisch lag und von dem anstehenden Wortgefecht der so autoritär aussehenden Ärzte nichts mitbekommen würde.
Bevor sie an's. OP-Besteck gingen, schaute er ihr in die blauen Augen und fragte dann: "Sag mal Hasenzahn ist gerade die Emanzipation mit dir durchgegangen oder war die Schokolade schlecht?!" Doch Gretchen schaute ihn nicht einmal an und sagte nur genervt "Tja, Marc. Stell dir vor, auch ich kann anders! Da staunt der Dr. Meier aber, was? Gewöhn dich lieber dran!"
Ja dass sass, aber natürlich wollte Marc sich nicht die Blösse geben! Und genau deshalb beschloss er ihr nicht wieder Grund für einen ihrer hysterischen Heulanfälle zu geben, warf ihr lediglich einen scharfen Blick entgegen und gab bis zum Schluss der OP einzig und allein knappe Antworten, über deren Art und Weise der Freundlichkeit sich zwar streiten ließ, aber gut.

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