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Dieses Thema hat 370 Antworten
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 SCHAU NICHT WEG, ES GEHT UNS ALLE AN!!!
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Flora Offline

Admine & Gründerin des DD-Fanforums


Beiträge: 7.046

19.10.2012 13:32
Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Selbstmord nach Nacktfotos

Vancouver –

Sie fiel vor der Webcam auf einen Pädophilen herein, nahm sich drei Jahre später das Leben. Die Geschichte von Amanda Todd ist erschütternd – jetzt jagt die Hacker-Gruppe Anonymous den Täter.

Das Mädchen aus Kanada war gerade mal zwölf Jahre alt, als sie im Internet den Mann kennenlernte, der ihr Leben zerstörte. Der Fremde forderte sie auf, ihr T-Shirt hochzuziehen – und das Mädchen tat es. Ein Jahr später sollte sie das bitter bereuen: Der Mann kontaktierte sie bei Facebook, erpresste sie. Er wusste Name, Adresse und viele persönliche Daten von Amanda, wollte ihre hilflose Situation ausnutzen.

Zitat
Er forderte sie auf, noch mehr vor der Webcam zu entblößen – doch sie weigerte sich. Der Täter veröffentlichte ihre halbnackten Fotos daraufhin im Internet, Amanda wurde gemobbt und öffentlich ausgelacht. In einem Youtube-Video erzählte sie auf vielen Zetteln ihre tragische Geschichte:




Sie nahm Anti-Depressiva, kam in eine Klinik, hat zwei Selbstmordversuche hinter sich. Sechs Wochen, nachdem sie das bewegende Video bei Youtube veröffentlichte, nahm sie sich schließlich das Leben.




Quelle: http://www.berliner-kurier.de/panorama/s...4,20627176.html


http://www.facebook.com/RestAmandaTodd

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"I'd rather be hated for who I am than loved for who I am not."

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

08.11.2012 12:48
#2 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Mobbing Opfer Tim begeht Suizid

Bestürzung nach Tims Mobbing-Selbstmord


Jahrelang wird Tim von Mitschülern und im Internet gemobbt, verspottet, attackiert - bis er sich mit 20 Jahren das Leben nimmt. Seine Eltern veröffentlichen seinen Abschiedsbrief im Internet und lösen damit eine Welle der Bestürzung aus. Mittlerweile ist auch die Polizei involviert.

Amsterdam –
Er wurde über Jahre hinwegbeschimpft, verspottet, ausgegrenzt. Vergangene Woche hielt es Tim Ribberink nicht mehr aus - und nahm sich das Leben. Tim wurde nur 20 Jahre alt. Seinen Eltern hinterließ der 20-Jährige einen Abschiedsbrief, darin schrieb er: „Liebe Pap und Mam, ich wurde mein ganzes Leben lang verspottet, gemobbt, gehänselt und ausgeschlossen. Ihr seid fantastisch. Ich hoffe, dass ihr nicht sauer seid. Auf Wiedersehen, Tim.“

Diesen Auszug aus dem Brief veröffentlichten Tims Eltern in der niederländischen Tageszeitung „Twentsche Courant Tubantia“ als Traueranzeige - auch um auf das Thema Mobbing Aufmerksam zu machen. Das ist ihnen gelungen: Im Internet reagierten Hunderte Menschen entsetzt und tief getroffen. Auch im kleinen Ort Tilligte nahe der deutschen Grenze, in dem Tim mit seiner Familie lebte, zeigten sich die Einwohner und Nachbarn fassungslos. Die Eltern seien überwältigt von den Reaktionen, sagte ein Sprecher der Familie der Nachrichtenagentur ANP.

Eltern schalten Polizei ein
Tims Eltern wollen aber nicht nur die Öffentlichkeit aufrütteln, sondern jetzt auch gegen diejenigen vorgehen, die ihren Sohn in den Selbstmord getrieben haben. Deshalb hätten die Eltern die niederländische Polizei eingeschaltet und den Ermittlern zwei Fälle von Cybermobbing gemeldet, teilte ein Sprecher der Familie gegenüber RTL mit. Außerdem erstatteten die Eltern demnach Anzeige gegen Unbekannt. Denn noch im vergangenen Sommer sei Tim über das Internet als "Loser und Homo" bezeichnet worden. Das Problem: Mobbing wird nicht strafrechtlich verfolgt, eine ernsthafte Ermittlung wird deshalb wohl nicht eingeleitet, schreibt die Tubantia.

Am Dienstag wurde Tim beerdigt. Seine Eltern kämpfen weiter, machen weiter aufmerksam auf das Thema "Mobbing", damit Tims Tod am Ende nicht umsonst war. (mit dpa)


Weitere Fälle:

*In den Niederlanden löst der sogenannte Facebook-Mord Entsetzen aus. Die 15 Jahre alte Winsie aus Arnheim hat laut Staatsanwaltschaft auf dem Netzwerk Facebook verbreitet, dass ihre Freundin Polly Sex mit mehreren Jungen hatte. Polly will sich angeblich rächen und schmiedet mit ihrem Freund ein Mordkomplott. Am 14. Januar ersticht der 15-Jährige Winsie. Im September wird er zu einem Jahr Jugendgefängnis und drei Jahren Zwangstherapie verurteilt.


*Ein 20-jähriger Student in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey filmt seinen homosexuellen Zimmergenossen mit dessen Liebhaber. Über Twitter ermuntert er andere Studenten, den Schwulen-Sex online mitzuverfolgen. Als der gefilmte Student von den Aufnahmen erfährt, nimmt er sich das Leben. Ein Gericht verurteilt den 20-Jährigen im Mai zu 30 Tagen Gefängnis - wegen Unterschlagung von Beweismaterial und Lügen bei der Polizei. Für das Mobbing verhängt der Richter eine dreijährige Bewährungsstrafe.

*Eine 18-Jährige wird in Berlin von Mitschülerinnen auf der inzwischen indizierten berüchtigten Internetplattform Isharegossip längere Zeit schwer beleidigt. Ihr 17-jähriger Freund will die Angriffe beenden und verabredet sich mit anderen Schülern zu einer Art Schlichtungsgespräch. Dabei tauchen etwa 20 Jugendliche auf und prügeln den 17-Jährigen krankenhausreif. Sechs mutmaßliche Täter nimmt die Polizei fest. (dpa)


Quelle: http://www.fr-online.de/panorama/mobbing...2,20802488.html

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

11.11.2012 11:51
#3 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Cybermobbing gibt es auch hier
BZ-INTERVIEW mit Eduard Nikolaus über Gefahren im Internet / Veranstaltung am Montag im Geschwister-Scholl-Gymnasium.


WALDKIRCH. Lust und Frust bei Facebook & Co.: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium nahm letztes Schuljahr am Projekt "101 Schulen" in der Initiative "Kindermedienland" teil und führt dies zusammen mit dem Kreismedienzentrum weiter. Es geht um die "richtige" Nutzung und darum, für Gefahren in sozialen Netzwerken zu sensibilisieren. Für das Projekt am Gymnasium zuständig ist unter anderem Studienrat Eduard Nikolaus. Mit ihm sprach BZ-Redakteur Bernd Fackler.

BZ: Was hat der spektakuläre Fall Amanda Todd in Kanada mit dem Projekt "101 Schulen" zu tun?
Eduard Nikolaus: Amanda Todd wurde durch Cybermobbing (Mobbing im Internet) nach Veröffentlichung eines Nacktfotos durch einen Chat-Partner in den Selbsttod getrieben. Besonders schockierend daran war, dass sie ihren Fall als Hilferuf einen Monat zuvor auf Youtube schilderte. Das Staatsministerium in Stuttgart hat erkannt, dass neben den Chancen auch große Gefahren bei der Nutzung "neuer Medien" entstehen und es in Schulen großen Aufklärungsbedarf gibt. Die Initiative "Kindermedienland" gab uns die Möglichkeit, Alternativen zu finden, die unabhängig von kommerziellen Anbietern, Schüler über die Gefahren schult und Eltern über die Medienwelt ihrer Kinder informiert.

BZ: Weiß man denn auch von Fällen von Cybermobbing, die Elztäler Schüler betrafen?
Nikolaus: Leider wissen wir, dass es mehr als nur einzelne Fälle gibt. Das Internet hat vor den Toren des Elztals nicht halt gemacht. Ja es ist inzwischen bei vielen sogar immer und überall in Form eines Smartphones dabei. Texte und Aussagen über Personen lassen sich damit sehr schnell und unreflektiert veröffentlichen. Unterschiedliche Charaktere werden leider auch bei uns nicht immer toleriert, was schnell zu einem Cybermobbingfall führen kann.

BZ: Was können, was müssen Schüler, Lehrer, Eltern in einem solchen Fall denn als erstes tun?
Nikolaus: Das größte Problem ist eigentlich, dass wir Erwachsene gar nicht oder zu spät von den Fällen erfahren. Sollte ein Fall an uns Lehrer getragen werden, so haben wir die Möglichkeit, mit unserem Schulsozialarbeiter Michael Ohnemus, den wir zum Glück am Waldkircher Gymnasium haben, adäquat zu handeln. Noch wichtiger ist Michael als Anlaufstelle für unsere Schüler und Eltern. Aber auch im Internet findet man Hilfe. Besonders empfehlenswert ist die Seite klicksafe.de mit den wichtigsten Informationen und einer Hotline für eine professionelle Hilfe. Auf keinen Fall sollte man sich ohne Vorkenntnisse direkt einmischen, da die Wirkung des Handelns nicht abzuschätzen ist. Entscheidend ist aber, die "Zuschauer", die es aufgrund des Internets in großer Zahl gibt, sogenannte "Möglichmacher" (sie machen durch ihr Zuschauen erst eine solche Tat möglich) wach zu rütteln. Sie davon überzeugen, sich an eine erwachsene Person ihres Vertrauens zu wenden und von Vorfällen zu erzählen.

BZ: Bei der ersten Teilnahme des Gymnasiums an diesem Projekt vor einem Jahr kamen 230 Eltern zu einem Informationsabend über die Medien der Kinder. Am kommenden Montag, 12. November, ist wieder solch’ ein Elternabend (19.30 Uhr). Was ist das Thema? Und können auch andere Interessierte kommen?
Nikolaus: Um die Kinder und Jugendliche zu erreichen und bei ihrem Handeln in Bezug auf die neuen Medien positiv beeinflussen zu können, müssen wir Erwachsenen erst mal verstehen, wieso die "Neuen Medien" diese Faszination ausüben. Der Medienabend soll den Eltern einen Einblick in die Medienwelt ihrer Kinder geben und sie über die mögliche Medienerziehung informieren. Gerne heißen wir auch andere Interessierte willkommen. Der Bedarf an Informationen und Schulungen im Bereich Medien ist unheimlich groß.

Neben den Gefahren von sozialen Netzwerken besteht der Konsumhunger an Computerspielen. Gehirnforscher Spitzer weist in seinem neuen Buch "Digitale Demenz" auf den Zusammenhang zwischen hohem Medienkonsum und Aufmerksamkeitsstörungen hin. Das veränderte Sexualverhalten, bedingt durch Konsum von Pornografie im Internet, und auch Datenschutz und Urheberrecht (Tauschbörsen) sind weitere Themen in der Medienwelt unserer Schüler. In welcher Form wir diese Punkte in den Schulalltag einbringen können, hängt auch davon ab, welche Ressourcen uns das Kultusministerium zur Verfügung stellt beziehungsweise noch lässt.


Quelle: http://www.badische-zeitung.de/waldkirch...--65486385.html

Alex Offline

Mitglied


Beiträge: 2.908

18.11.2012 12:47
#4 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Dieser Fall hat nichts mit Cyper Mobbing zu tun , es geht aber trotzdem um Mobbing


Horror im Elite Internat - Schüler musste seinen Mitschülern die Füsse massieren


Mobbing Skandal im deutschen Elite Internat " SALEM " : Ein Internatsschüler wurde über längere Zeit
von mehreren Mitschülern physisch und psychisch gequält.



Kompletter Bericht http://www.20min.ch/ausland/news/story/E...sieren-14549963

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

09.02.2013 11:30
#5 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Mobbing im Internet: So kann man sich wehren
Cybermobbing - besonders über Smartphones - ist für die Betroffenen oft folgenschwer. Experten geben Tipps, wie man sich schützen kann.



Hannover. Immer eine Hand am Handy und non-stop online: Durch die zunehmende Nutzung von Smartphones wird das Cybermobbing für Jugendliche noch folgenschwerer. Laut Niedersächsischer Landesmedienanstalt (NLM) steige die Intensität von Mobbingattacken im Internet, weil inzwischen 40 Prozent der Jugendlichen über moderne Handys ins Internet gehen, sagte die Jugendschutzreferentin der Medienanstalt, Sabine Mosler, anlässlich des Safer Internet Day an diesem Dienstag. Über ihre Mobiltelefone stünden viele Jugendliche praktisch pausenlos im Kontakt zu sozialen Netzwerken und seien Mobbing dort stärker ausgesetzt als früher.

Drei Viertel aller Anfragen an die von den Landesmedienanstalten für junge Leute zum Thema Internet betriebene Onlineplattform beträfen inzwischen das Cybermobbing, sagte Mosler. «Uns ist aufgefallen, dass die Zahl der Anfragen nach der Berichterstattung über das Mobbing-Opfer Tim in den Niederlanden angestiegen ist», fügte sie hinzu. «Das Problembewusstsein ist gestiegen.» Der 20-jährige Niederländer hatte sich im Herbst das Leben genommen und Mobbing, Spot und Hänseleien als Grund genannt.

Abwehrstrategien

«Mobbing gab es schon immer, vor allem auf dem Schulhof», sagte Mosler. Nun aber gehe dies in sozialen Netzwerken zu Hause weiter. Wenn Hänseleien öffentlich würden, bekämen sie für die jungen Leute ein anderes Gewicht. Mobbing treffe die jungen Leute besonders hart, weil sie sich nicht ausgegrenzt fühlen wollten und sich ihr Selbstbewusstsein erst noch entwickeln müsse, um Beleidigungen besser verarbeiten zu können. 15 Prozent der 12- bis 19-Jährigen fühlten sich nach einer Umfrage inzwischen von Cybermobbing betroffen.

Der Rat der Medienexperten an Betroffene: Am besten mit dem Mobber selber sprechen - möglicherweise gemeinsam mit Eltern oder Lehrern - um ihm die Tragweite seines Tuns vor Augen zu führen. Außerdem könne man versuchen, diskriminierende Inhalte in sozialen Netzwerken blockieren oder entfernen zu lassen. Ein letzter Schritt sei der Gang zur Polizei oder zu einem Anwalt, um gegen Verleumdung vorzugehen oder die Löschung von Fotos durchzusetzen.


Quelle: http://www.abendblatt.de/ratgeber/multim...ich-wehren.html

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

03.03.2013 12:34
#6 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Internet-Hetze
Facebook-Terror gegen Anna LoosAnonyme User beschimpften die Schauspielerin als „arrogante Schlampe aus dem Osten“. Jetzt wehrt sie sich


Jahrelang war TV-Star Anna Loos, 42, aktive und begeisterte Facebook-Nutzerin.

Doch seitdem sie ohne ersichtlichen Anlass und seit Tagen schon von anonymen Besuchern ihrer Seite als „arrogante Schlampe aus dem Osten“ und „abgehobener Superstar“ bepöbelt wird, leidet die Loos. Bis gestern – da ging sie zum Gegenangriff über.

„Sorry, Leute, das geht gar nicht, denn das trifft mich sehr, ich bin auch nur ein Mensch“, sagte die zweifache Mutter der BILD am SONNTAG.

Die Ehefrau von „Tatort“-Professor Jan­Josef Liefers, 48, und Sängerin der Band Silly („Kopf an Kopf“) wehrte sich genau dort, wo auch die Anfeindunen stattfinden: An ihre 15 515 Freunde und Fans postete Loos: „BRAUCHE EURE HILFE!!!! Feiglinge mit getürkten Facebook-Accounts schreiben Schrott an meine Wand und beleidigen mich und meine Band, Silly. Sollte es unter Euch einen begabten Hacker geben, helft mir, die Feiglinge zu finden, damit ich mir diese mal vornehmen kann. Danke ­ Eure Anna“

Nach wenigen Stunden hatte die Berlinerin bereits mehr als 500 „Gefällt mir“-Posts und über 140 Kommentare wie „Halte durch, das sind Idioten“ oder „Schnapp sie dir!“. Einige warnten allerdings vor einem „öffentlichen Pranger“.

Loos denkt aber nicht daran, irgendwas zurückzunehmen: „Ich hasse Feigheit. Gerne lerne ich aus Kritik, oder setze mich damit auseinander, solange es fair und offen zugeht.“

Quelle: http://www.bild.de/unterhaltung/leute/an...48728.bild.html

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

04.03.2013 12:35
#7 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

„Schlampe aus dem Osten“
Anna Loos sucht Facebook-HackerMuss man sich im Netz alles gefallen lassen?



Berlin – Das Internet bringt manchmal die fiesesten Seiten der Menschen ans Licht: TV-STAR ANNA LOOS (42) WIRD WÜST IM INTERNET BEPÖBELT!

Die beliebte Schauspielerin („Weissensee“) und Frau von „Tatort“-Star Jan Josef Liefers (48) wurde auf ihrer Internet-Seite (16 000 Fans) im Online-Netzwerk „Facebook“ als „arrogante Schlampe aus dem Osten“ und „abgehobener Superstar“ beschimpft.

Das Problem: Die Beiträge stammen von Nutzern, die sich unter falschem Namen bei „Facebook“ angemeldet haben („Fake Profile“). Das will Anna Loos nicht akzeptieren!

Auf ihrer Fan-Seite schreibt sie: „BRAUCHE EURE HILFE!!!! Feiglinge mit getürkten Facebookaccounts schreiben Schrott an meine Wand und beleidigen mich und meine Band Silly.“

MUSS MAN SICH IM INTERNET ALLES GEFALLEN LASSEN?

„Social Media“-Anwalt Thomas Schwenke (38) aus Berlin zu BILD: „Kein Nutzer muss Beleidigungen im Internet tolerieren. Die Plattform ‚Facebook‘ bietet für Betreiber von öffentlichen Seiten einige Möglichkeiten.“

• Miese Kommentare können entfernt werden.

• Die Kommentarfunktion kann man abschalten.

• Nutzer mit „Fake-Profilen“ können bei „Facebook“ gemeldet werden. Je mehr User den Übeltäter melden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser blockiert oder aus „Facebook“ verbannt wird.

Muss „Facebook“ die Identitäten von anonymen Übeltätern herauszugeben? Der Experte: „Die Chancen sind gering, das Unternehmen sitzt in den USA. Das Problem ist die Vollstreckung eines möglichen deutschen Urteils.“

Anna Loos bittet deshalb ihre Fans um Hilfe: „Sollte es unter Euch einen begabten Hacker geben, helft mir die Feiglinge zu finden, damit ich mir diese mal vornehmen kann. Danke Eure Anna“

Ist das erlaubt?

Schwenke zu BILD: „Ja! Sie hat ja noch nichts getan, sondern einen Aufruf getätigt. Das ist eine straflose Vorbereitungshandlung. Anders wäre es, wenn Frau Loos zum Hacken eines bestimmten Accounts auffordern würde. Dann droht ihr eine ‚Facebook‘-Kündigung und sie könnte von der betreffenden Person angezeigt werden.“

Quelle: http://www.bild.de/digital/internet/anna...54622.bild.html

Greta Offline

stellv.Admine

Beiträge: 103.654

05.03.2013 12:52
#8 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Kollegen-Schikane
Wege aus der Mobbing-Hölle



Die Kollegen grüßen nicht, setzen böse Gerüchte in die Welt, manipulieren Arbeitsergebnisse oder schwärzen einen beim Chef an: Mobbing im Job hat viele Gesichter. Laut einer Studie war jeder neunte während seines Arbeitslebens schon einmal betroffen.

Wer unter Psychoterror im Büro leidet, wird häufig schwer krank. Der Dauerstress löst zum Beispiel Unruhe, Angstgefühle und Depressionen aus. Auch psychosomatische Probleme wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Tinnitus oder Herzrasen können auftreten - als Langzeitfolgen drohen sogar Herzinfarkte und Suchterkrankungen.

Doch wo fängt Mobbing an, und wann ist es nur ein normaler Streit unter Mitarbeitern? Eine wichtige Rolle spielen dabei der Zeitraum und vor allem die Systematik hinter dem Verhalten. Wird etwa eine Kollegin wochenlang nicht gegrüßt, wird sie stärker darunter leiden, als wenn es nur einmal vorkommt. „Aber auch eine einmalige massive Belästigung, zum Beispiel sexuelle oder körperliche Gewalt, stellt Mobbing dar“, erklärt Hans-Otto Morgenthaler, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Ludwigshafen. Morgenthaler hat gemeinsam mit anderen Experten das Netzwerk mobbing-hilfe.de ins Leben gerufen.

Große Angst vor Jobverlust

In seine Kanzlei kommen viele Mobbing-Opfer, leider meistens erst dann, wenn es ihnen körperlich und psychisch bereits sehr schlecht geht. Gemeinsam suchen Anwalt und Betroffene nach Lösungen. „Häufig höre ich den Satz: ‚In den Laden setze ich keinen Fuß mehr‘. Die Mehrheit der Opfer möchte so schnell wie möglich aussteigen“, so Morgenthaler. Andere hätten große Panik, demnächst gekündigt zu werden. Diese Angst kann Morgenthaler ihnen nehmen, denn der Arbeitgeber hat gegenüber seinen Beschäftigten eine Fürsorgepflicht.

Allerdings empfiehlt der Anwalt, nach Möglichkeit nicht selbst zu kündigen. „Dann gibt es nämlich weder eine Abfindung noch ein gutes Zeugnis – und die Arbeitsagentur kann das Arbeitslosengeld für drei Monate sperren.“ Besser sei es, wenn der Arbeitgeber kündige. „Wenn die Fronten nicht völlig verhärtet sind, biete ich ihm ein Gespräch an“, sagt Morgenthaler. Werden sich beide Seiten einig, lässt sich der Gang vor das Arbeitsgericht womöglich noch verhindern. Bei sehr schweren Übergriffen haben Opfer auch Anspruch auf Schmerzensgeld.

Es kann jeden treffen

Ärzte und Sekretärinnen, Abteilungsleiter und Arbeiter: Die Opfer kommen aus allen Branchen und Abteilungen. „Mobbing kann jeden treffen. Es sind keinesfalls nur schüchterne graue Mäuse, die betroffen sind, sondern auch starke und erfolgreiche Menschen“, weiß Mobbing-Expertin Claudia Feldner aus Bonn. Als Beraterin und Coach hilft sie nicht nur Betroffenen, sondern schult auch Personal in Unternehmen. So lernen etwa Betriebsräte, mit dem Problem umzugehen und Mobbing gezielt vorzubeugen.

Nach Feldners Erfahrung entwickelt sich Mobbing oft schleichend aus ungelösten Konflikten. „Manchmal arbeiten die Opfer bereits mehrere Jahre im Betrieb und hatten vorher nie Probleme“, sagt Feldner. Sie rät Betroffenen, sich frühzeitig professionelle Hilfe zu holen, zum Beispiel bei einem Arzt mit Mobbingexpertise.

Opfer brauchen Stärkung

In ihrer Beratung sei es vor allem wichtig, die Betroffenen zu stärken und ihnen ihr Selbstwertgefühl zurückzugeben. Denn in der Regel haben sie ein ganzes Team von Kollegen gegen sich, die alle Vorwürfe bestreiten. „Oft heißt es dann: ‚Die ist ja hysterisch‘ oder ‚Der spinnt doch‘“, beschreibt die Beraterin die Situation. Auch für Kollegen, die Mitleid empfinden sei es leichter, sich auf die Seite der Mobber zu schlagen. „Denn sie fürchten sonst – und das zu Recht – ebenfalls ausgegrenzt zu werden.“

Zunehmender Stress und destruktive Kommunikationsstrukturen - Feldner macht die Kultur und die Strukturen in den Unternehmen mitverantwortlich für die unheilvolle Entwicklung. „Nach meinem Empfinden nimmt die Solidarität zwischen den Mitarbeitern vielfach ab. Konflikte werden solange ignoriert oder unter den Tisch gekehrt bis sie eskalieren“, sagt sie.

Umso vorbildlicher sei es, wenn sich Konzerne wie Ford oder VW mit Anti-Mobbing-Programmen für einen fairen Umgang im Betrieb einsetzten. Für die Unternehmen hat der Psychoterror auch finanzielle Folgen: Der Deutsche Gewerkschaftsbund schätzt den mobbingbedingten volkswirtschaftlichen Schaden auf 15 bis 25 Milliarden Euro – jedes Jahr


Quelle und weitere Tips hier: http://www.berliner-kurier.de/karriere/-...0,21978616.html

Greta Offline

stellv.Admine

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10.03.2013 11:28
#9 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Hetz-Kampagne gegen Sylvie van der Vaart

In der Nachbarschaft der Moderatorin sollen Plakate mit der Aufschrift "Eine andere Stadt wäre besser für sie!" aufgehängt worden sein. Auch auf die Trennung zu ihrem Mann spielt das Blatt an.

Hamburg. Die beliebte Moderatorin Sylvie van der Vaart ist Opfer einer Hetz-Kampagne in ihrer Nachbarschaft geworden. Laut einem Bericht der Hamburger Morgenpost sind in Eppendorf böse Plakate aufgehängt worden, auf denen das niederländische Model als "künstlich" und "nervig" tituliert wird. Auf dem Plakat ist ein Foto der Blondine abgebildet und darunter steht: "Genau diese Dame meine ich! Furchtbar!" Doch es wird noch persönlicher: "Armer Sohn - jetzt, wo der Papa auch nicht mehr da ist", heißt es weiter. Zu guter letzt schließt der Text auf dem Plakat: "Eine andere Stadt wäre besser für sie!"

Sylvie van der Vaart äußerte sich zunächst nicht zu den Plakaten. Laut dem Bericht ist auch noch nicht bekannt, wer hinter der Aktion stecken könnte. Bislang gebe es nur Vermutungen. Für die Moderatorin dürfte es schmerzhaft sein, dass sie ausgerechnet in Eppendorf angegriffen wird. Sie hatte immer wieder betont, wie sehr sie Hamburg und insbesondere den Stadtteil Eppendorf liebe.



Quelle: http://www.abendblatt.de/hamburg/article...-der-Vaart.html

Greta Offline

stellv.Admine

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19.03.2013 11:42
#10 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Schalke-Torwart bei Facebook zum Selbstmord aufgefordert
Hildebrand: Die Grenze ist überschritten


Was für eine fiese und feige Attacke!

Schalke-Torwart Timo Hildebrand (33) wurde nach dem 0:3 in Nürnberg von einem anonymen „Fan“ auf seiner facebook-Seite zum Selbstmord aufgefordert!

Der Dorstener mit dem facebook-Namen „Don Jannis“ schrieb in falschem Deutsch: „Du dummer basdart! Erschieß dich bitte. Du kanns nix“.

Was diese Attacke noch furchtbarer macht: Hildebrands Berater ist Jörg Neblung (45) – dessen Freund Robert Enke (†32) hatte 2009 Selbstmord begangen.

Hildebrand geht offensiv damit um, reagierte bei facebook: „Was mich noch viel mehr schockiert hat, war dieser post (Eintrag; d.Red.) den ich nach dem Spiel an meiner Pinnwand hatte. Das kann nicht geduldet werden. Das ist auch der Grund weshalb ich es hier poste! Bin gespannt wie das hier diskutiert wird!“

Es gab bis gestern fast 3000 Kommentare, fast alle Fans verurteilten den Kommentar scharf.

Hildebrand zu BILD: „Ich denke, dass ich eine recht hohe Toleranzschwelle gegenüber Kritik habe, dieser Typ hat die Grenze jedoch eindeutig überschritten!“

Rechtliche Schritte will er vorerst nicht einleiten. Es wird aber versucht, „Don Jannis“ (Profil mittlerweile gelöscht) mit Hilfe von facebook ausfindig zu machen.

Quelle: http://www.bild.de/sport/fussball/timo-h...61264.bild.html

Greta Offline

stellv.Admine

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05.04.2013 10:23
#11 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Ex-Freunde posten Nacktfotos
Facebook-Terror gegen Schulmädchen




Frankfurt – Es ist eine schreckliche Vorstellung: Nacktaufnahmen gelangen in die falschen Hände und werden im Internet gezeigt!

Genau das passierte Schülerinnen auf einer Facebook-Seite. Dort veröffentlichten vermutlich Jugendliche freizügige Fotos ihrer Ex-Freundinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Daneben stehen die Namen der Opfer, Wohnort und Schule. Ähnliche Seiten gibt es auch für andere Städte.

Nun hat sich das Landeskriminalamt eingeschaltet. „Wir haben ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet“, sagt Sprecher Udo Bühler. Grund: Verbreitung von Kinderpornografie, Beleidigung und Verleumdung.

Auf der inzwischen abgeschalteten Facebook-Seite hieß es: „Hier wird jede Bitch (,Schlampe‘) bestraft. Alle heimlichen Kahbas (,Huren‘) werden veröffentlicht! Wenn ihr welche kennt schickt uns ein Bild und ihre Geschichte und los geht‘s.“ Die Nacktfotos wurden für kurze Zeit gezeigt, dann wieder gelöscht.

Innerhalb weniger Tage meldeten sich fast 9000 „Fans“ der Facebook-Seiten an. Viele versahen die Fotos mit feixenden und menschenverachtenden Kommentaren, leiteten sie weiter. So verbreiteten sich die Aufnahmen in rasantem Tempo auf Schulhöfen, im Wohnort, im Freundeskreis.

Wer dahintersteckt, ist unklar. Aufgedeckt hat den Fall IT-Spezialist Tobias Huch (31) aus Mainz. Seine Versuche, die Seite sperren zu lassen, waren erfolglos.

Zu BILD sagt er: „Der Betreiber dieser Seite ist nichts anderes als ein Kinderschänder. Er legt es darauf an, dass junge Mädchen zu Schaden kommen. Entweder durch Vergewaltigung oder Selbstmord.“ Facebook verweist jedoch darauf, dass alle Inhalte, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, umgehend gelöscht werden.

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/facebook/...68002.bild.html

Greta Offline

stellv.Admine

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11.04.2013 12:59
#12 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Suizid nach Vergewaltigung in Kanada
Anonymous will Namen von Vergewaltigern publizieren



Die Kanadierin Rehtaeh Parsons hat sich umgebracht, weil Fotos ihrer Vergewaltigung herumgezeigt wurden. Den Verdächtigen konnte die Polizei allerdings nichts nachweisen. Jetzt drohen die Hacker von „Anonymous“, deren Namen der zu veröffentlichen.
Als 15-Jährige wurde die Kanadierin Rehtaeh Parsons von vier Jugendlichen im Haus eines Freundes vergewaltigt, so hat sie es erzählt. Einer der Täter hatte ein Foto während des Verbrechens ein Foto von ihr geschossen und es im Internet verbreitet. Die junge Kanadierin wurde in der Schule gemobbt, Freunde wandten sich von ihr ab. Schließlich zog die Familie sogar um, um Rehtaeh vor dem Mobbing zu schützen. Doch die Verletzungen saßen da wohl schon zu tief. Die mittlerweile 17-Jährige hat sich erhängt.

Das Hacker-Kollektiv „Anonymous“ will nun Strafen für die mutmaßlichen Täter erzwingen, berichtet die britische „Daily Mail“. Die Computer-Aktivisten arbeiteten an der „Operation Justice for Rehtaeh“ und forderten die Polizei im ostkanadischen Nova Scotia auf, sofort gesetzliche Maßnahmen gegen die Täter zu ergreifen.


Die Netzgemeinde fordert harte Strafen
Die Hacker drohten, andernfalls die Namen der Vergewaltiger zu veröffentlichen. „Anonymous“ hat via Twitter eine Erklärung veröffentlicht, in der behauptet wird, zwei der mutmaßlichen Täter bereits identifiziert zu haben. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis man auch die anderen beiden benennen könne.

Die Hacker bekräftigen, zwar niemanden zur Selbstjustiz ermuntern zu wollen, warnen aber gleichzeitig davor, dass es voraussichtlich nicht mehr lange dauere, bis sie auch andere die Namen der Täter herausfinden. „Anonymous“ scheint mit der Aktion vielen Kanadiern aus der Seele zu sprechen. Es gibt mittlerweile mehrere Facebook-Seiten zum Gedenken an Rehtaeh Parsons. Neben Beileidsbekundungen finden sich dort auch viele hasserfüllte Posts, die harte Strafen für die Täter fordern.


Justizministerium will untersuchen
Ein Kommissar der „Royal Canadian Mounted Police” sagte dem kanadischen Nachrichtensender CBS, die Ermittlungen seien nach einem Jahr eingestellt worden, weil es keine ausreichenden Beweise gegen die Verdächtigen gab. Der Justizminister von Nova Scotia, Ross Landry, sagte dem Sender, dass sich die Familie des Opfers auch nie formell über die Ermittlungen beschwert hätte.


Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/erst-v...aid_958125.html

Greta Offline

stellv.Admine

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12.04.2013 11:35
#13 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Vergewaltigt, auf Facebook verhöhnt, in den Tod getrieben
Zwei Mädchen, dasselbe traurige Schicksal



Die Jungen fielen über Audrie Pott († 15) her, als sie betrunken und wehrlos auf einem Bett lag. Acht Tage später erhängte sich das junge Mädchen, nachdem ein Foto der Tat bei Facebook auftauchte.

Saratoga (Kalifornien) – Jetzt hat die Polizei drei Teenager (alle 16) verhaftet. Sie sollen an der Gruppenvergewaltigung beteiligt gewesen sein. Laut dem Anwalt der Opferfamilie hatten sie Fotos der Misshandlungen auf ihren Handys.

Die Horror-Party im vergangenen September: Etwa zehn High-School-Schüler tranken harte Alkoholmixgetränke im Haus eines Freundes, dessen Eltern über das Wochenende weggefahren waren.

Audrie trank bis zur Besinnungslosigkeit. Im Schlafzimmer machten sich mehrere Jungen über das bewusstlose Mädchen her. „Sie taten ihr unvorstellbare Dinge an“, so Opferanwalt Robert Allard zum US-Sender NBC.

Währenddessen nahmen die Schüler Fotos von der unbekleideten Audrie auf – und zeigten sie anschließend im Internet herum. Ein Bild landete auf Facebook. Allard: „Das Foto verbreitete sich rasend schnell.“

Audrie war geschockt. Auf Facebook schrieb sie: „Die ganze Schule weiß Bescheid. Mein Leben ist ruiniert.“ Dann brachte sie sich um.

Opferanwalt Allard kündigte an, dass Audries Eltern noch mehr Schüler anzeigen wollen. Polizeisprecher Kurtis Stenderup: „Die Ermittlungen dauern an. Das hier ist noch lange nicht vorbei.“

Auf einer Internetseite schreiben Audries Eltern: „Sie liebte ihre Familie, ihre Freunde, ihre Hunde Raja und Bailey, Pferde und die Natur. Sie war dabei, die Fähigkeit zu entwickeln, mit den Grausamkeiten dieser Welt zurecht zu kommen. Aber ihre Abwehrkräfte waren noch nicht stark genug.“

Auch sie wurde vergewaltigt: Vor einer Woche starb Rehtaeh Parsons

Bereits vor einer Woche hat sich in Kanada die Schülerin Rehtaeh Parsons († 17) erhängt – auch sie wurde Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Vier Teenager im Alter von 14 bis 17 Jahren hatten sie laut ihrer Mutter im November 2011 vergewaltigt und Fotos der Tat im Internet verbreitet.

Auf Facebook wurde Rehtaeh anschließend noch einmal zum Opfer: Sogar noch nach ihrem Tod posteten User bei Facebook wüste Beleidigungen. „ Ich unterstütze keine Huren, sorry“, schrieb einer.

Rehtaeh hatte 2011 im Haus eines Bekannten mit dessen Freunden Wodka getrunken. „Sie wusste noch, dass sie in einen Raum gebracht wurde“, so ihre Mutter zur britischen „Daily Mail“. „Dort hatten die Jungen Sex mit ihr, während sie sich übergab.“ Rehtaeh hörte, wie die Telefone der Täter klickten, als sie fotografierten.

Aber das Schlimmste sollte erst noch kommen: Ein Foto von der Vergewaltigung machte im Internet die Runde, Rehtaeh wurde verhöhnt und gedemütigt – und die Täter blieben unbehelligt!

„Sie haben Fotos gemacht, die Bilder auf Facebook gepostet und Gott weiß wem gemailt“, schrieb Rehtaehs Vater nach ihrem Tod. „Wie ist es möglich, dass jemand solche digitalen Spuren hinterlassen kann und die Polizei immer noch sagt, es gebe keine Beweise für ein Verbrechen?“

Die kanadische Regierung hat mittlerweile Untersuchungen angekündigt, und die Hacker-Gruppe Anonymous droht mit Rache für Rehtaeh: „Unsere Forderungen sind eindeutig: Die Polizei muss umgehend Ermittlungen gegen die beschuldigten Personen aufnehmen“, heißt es in der Mitteilung.

„Handeln Sie schnell! Wir waren in der Lage, die Jungen innerhalb von zwei Stunden zu lokalisieren. Es kann nicht lange dauern, bis sie auch wer anders findet.“



Quelle: http://www.bild.de/news/ausland/vergewal...72462.bild.html

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22.05.2013 13:05
#14 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Cybermobbing-Studie
Jeder fünfte Jugendliche im Netz bedroht

Umfrage unter 10 000 Schülern, Eltern und Lehrern +++ Mobber meist in sozialen Netzwerken aktiv



Lügen, Hetze und Erpressung: Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist laut einer Umfrage Opfer von Mobbing über das Internet.

Das ist laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus” ein Ergebnis der bislang größten bundesweiten Cybermobbing-Studie, für die mehr als 10 000 Schüler, Lehrer und Eltern befragt wurden.

Die Zahlen sind erschütternd: 63 Prozent der Mädchen und 51 Prozent der Jungen wurden im Internet bereits beleidigt. 47 Prozent klagen über Verleumdungen und Lügen. Und jeder Fünfte wird im Internet sogar erpresst!

Facebook & Co. als Mobbing-Plattform

In 80 Prozent der Fälle schlagen die Täter demnach in sozialen Netzwerken wie Facebook zu. Knapp die Hälfte der Opfer kennt die Täter aus der Schule. Jeder dritte Mobber war zuvor selbst Opfer.

.Laut dem Autor der Studie Uwe Leest („Bündnis gegen Cybermobbing”) ist an den Online-Hetztiraden besonders schlimm, dass kränkende Beiträge oder Fotos im Netz „auf ewig präsent” seien. Die Studie wird in dieser Woche offiziell vorgestellt.

Quelle: http://www.bild.de/digital/internet/mobb...59616.bild.html

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23.05.2013 11:01
#15 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Kein Schmerzensgeld für Bespitzelung
Arbeitnehmer trägt bei Mobbing die Beweislast

Wollen Arbeitnehmer vor Gericht wegen Mobbings Schmerzensgeld einklagen, müssen sie ihre Vorwürfe beweisen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, zu diesem Zweck Beweismittel herauszugeben.



Bei Mobbing trägt der Arbeitnehmer die Beweislast. Der Arbeitgeber muss Beweismittel nicht herausgeben, denn das würde die gesetzliche Beweislast umkehren. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 11 Sa 731/11) entschieden. Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem Fall fühlte sich ein Pfleger gemobbt. Kollegen hätten ihn etwa als unentschuldigt fehlend ins Gruppenbuch eingetragen, obwohl er sich krankgemeldet hatte. Nun verlangte er von seinem Arbeitgeber Schmerzensgeld. Zu diesem Zweck forderte er auch die Herausgabe der Unterlagen einer Detektei, die ihn observiert hatte. Der Arbeitgeber hatte den Detektiv beauftragt, weil er Zweifel an der Krankmeldung hatte. Jener befestigte einen GPS-Sender am Auto des Klägers und fand heraus, dass der Mann während der Krankschreibung auf einer Baustelle arbeitete.

Das Arbeitsverhältnis wurde aufgrund fristloser Eigenkündigung des Klägers beendet. Er begründete die Kündigung damit, dass er durch Mobbing am Arbeitsplatz krank geworden sei. Folgende Diagnosen seien in Folge des Mobbings gestellt worden: Depression, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Hautausschläge, Hand- und Fußekzem mit Schuppung und Rhagaden, erhebliche Schwierigkeiten im Zusammenleben mit seiner Familie. Er verlangte dafür Schadenersatz von seinem ehemaligen Arbeitgeber. Darüber hinaus forderte er die Herausgabe der Unterlagen der nach seiner Ansicht rechtswidrigen Überwachungsmaßnahmen.

Die Richter entschieden, dass der Arbeitgeber weder die Detektei benennen noch Unterlagen herausgeben muss. Es gehe dem Kläger allein um den Entschädigungsanspruch. Diesen wolle er mit den Informationen weiter begründen. Er müsse aber das Mobbing zuvor nachweisen und trage dabei die Beweislast. Dies sei vom Gesetzgeber so gewollt. Wäre der Arbeitgeber verpflichtet, diese Informationen herauszugeben, würde dies die Beweislast umkehren, urteilten die Richter.

Quelle: http://www.n-tv.de/ratgeber/Arbeitnehmer...le10676066.html

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25.05.2013 11:21
#16 RE: Mobbing (Internetmobbing ) Zitat · antworten

Psychoterror im Netz
Internet-Mobbing treibt zwei Mädchen in den Selbstmord



Für Carolina und Gabrielle wurde der Druck zu groß: Nach wochenlangem Psychoterror haben sich die jungen Mädchen selbst das Leben genommen – die eine in New York, die andere im 7000 Kilometer entfernten Italien. Auslöser soll Mobbing im Internet gewesen sein.
Nachdem sie monatelang in der Schule und im Internet schikaniert und verhöhnt wurden, haben sich zwei Mädchen in den USA und in Italien das Leben genommen. Die beiden Fälle hängen nicht miteinander zusammen. In New York erhängte sich eine Zwölfjährige, in Italien stürzte sich eine 14-Jährige von einem Balkon. Beide Mädchen sollen Opfer von Mobbing in der Schule und im Internet geworden sein.


In New York fand eine 15-Jährige die Leiche ihrer Schwester im gemeinsamen Zimmer im Stadtteil Queens. Die Polizei bestätigte, dass die Zwölfjährige in einem Abschiedsbrief auf Psychoterror eingegangen sei. Bilder von Gabrielle Molina zeigen zwar ein lachendes Mädchen mit strahlenden Augen, die Schülerin hatte aber seit Monaten mit Beleidigungen zu kämpfen. Ausgangspunkt war offenbar eine Prügelei mit einer anderen Schülerin. Ein Video davon tauchte im Internet auf, zudem war das Mädchen als „Schlampe“ und „Hure“ beschimpft worden.

In der Nähe von Novara im Piemont wird gegen acht italienische Teenager wegen des Verdachts ermittelt, die 14 Jahre alte Carolina durch Mobbing in den Tod getrieben zu haben. Das Mädchen hatte sich nach einer Party vom Balkon im dritten Stock ihrer Wohnung gestürzt. Freunde berichteten danach, sie sei mit Facebook-Einträgen beleidigt worden. Die Polizei prüft Videos und Fotos, die möglicherweise von den Jungen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren im Netz veröffentlicht worden waren.


Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/psycho...aid_998337.html

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30.05.2013 13:14
#17 RE: Mobbing Zitat · antworten
Kirchenrecht
Wenn Pfarrer gemobbt werden



Rolf Thumm ist Pfarrer. Er kam plötzlich nicht mehr in seine Kirche. Der Kirchenvorstand hatte die Schlösser ausgetauscht. Evangelische Gottesmänner können überraschend leicht Opfer von Attacken werden - dank überkommener Kirchengesetze.

Als die Mitglieder des Kirchenvorstands nicht mehr in seine Gottesdienste kamen, ahnte Pfarrer Rolf Thumm, dass er auf der Abschussliste stand. Er wurde ganz aus dem Gottesdienstplan gestrichen, beurlaubt, stand vor ausgetauschten Kirchenschlössern. Und erlitt einen Burnout.

Kirchengemeinden als Hort von Mobbingattacken - das will nicht recht zum Gebot der christlichen Nächstenliebe passen. Doch dass bei rund 26.500 katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland auch Pfarrer von Mobbing betroffen sind, liegt auf der Hand. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Als vor elf Jahren die letzte repräsentative Studie über Mobbing unter deutschen Erwerbstätigen erschien, lag die Betroffenenquote bei 11,3 Prozent.

Der Clinch zwischen Pfarrer Thumm in der Evangelischen Kirchengemeinde Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis und seinem Kirchenvorstand schwelte schon lange. Thumm hatte 2009 bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Veruntreuung erstattet - im Zuge der Pfarrhaussanierung hätten sich drei Kirchenvorstandsmitglieder Aufträge selbst zugeschanzt. Der damalige Vorsitzende des Bauausschusses im Kirchenvorstand, Walter Beig, sagt, mit Korruption habe das nichts zu tun gehabt, der Kirchenvorstand habe die Aufträge schließlich an seine Firma vergeben. Das Verfahren wurde eingestellt.


Die Gegenseite wiederum zeigte Thumm beim Landeskirchenamt Düsseldorf an. Er habe rund um den Wiederaufbau der abgebrannten Kirche eigenmächtig Aufträge vergeben, etwa Kirchenfenster bestellt. Es sei alles einstimmig beschlossen worden, hielt Thumm dagegen. Er wurde von der Evangelischen Kirche im Rheinland EKiR abberufen, klagte dagegen und wurde dann beurlaubt. "Ich wurde einfach kaltgestellt", sagt er.

Die Crux der Kirchengerichtsbarkeit

Als Pfarrer ist Thumm kirchlicher Beamter und fällt damit unter die Kirchengerichtsbarkeit. Im Gegensatz zu weltlichen Gerichten sind kirchliche Gerichte nicht zur Wahrheitsfindung verpflichtet. Nach dem evangelischen Pfarrdienstgesetz reicht es, wenn das Verhältnis zwischen Pfarrer und Gemeinde oder Kirchenvorstand "zerrüttet" ist, um ein Verfahren gegen den Pfarrer zu eröffnen und ihn abzuberufen.

"Das führt dazu, dass Mobbing strategisch eingesetzt wird, um dann von einer Zerrüttung zu sprechen", sagt Sabine Sunnus vom Verein David, der Mobbingopfern in der Evangelischen Kirche hilft. Über 60 Fälle hat der Verein im vergangenen Jahr betreut, die meisten der Hilfesuchenden waren Pfarrer. "Meist werden gezielt Lügen und Gerüchte verbreitet", sagt Sunnus.

In der katholischen Kirche werden Pfarrer anders als bei den evangelischen Kollegen nicht vom Kirchengemeinderat gewählt - die Posten werden von der Diözesanleitung zugeteilt. Wenn katholische Priester gemobbt werden, dann also eher vom Dekan. Als Anlaufstellen dienen die Betriebseelsorger der einzelnen Diözesen; im Ordinariat Rottenburg-Stuttgart etwa gibt es eine eigene Mobbingkommission für kirchliche Beschäftigte.

In Zukunft nur Vertretungsjobs

Dem evangelischen Pfarrer Peter Lehwalder wurde vorgeworfen, er grüße nicht und spiele zu wenig Musik in seinen Gottesdiensten. Nach 20 Jahren in der Kirchengemeinde Burgholzhausen im Taunus teilte ihm der Kirchenvorstand nach den Sommerferien 2011 mit, man habe ihm das Vertrauen entzogen, er solle die Gemeinde verlassen. Mit Mobbing habe das nichts zu tun, sagt der Kirchenvorstandsvorsitzende Heinrich Adam Loy, "es gab seit Jahren ein Grundrauschen der Unzufriedenheit." Die eigens gegründete Initiative gegen Mobbing in der Evangelischen Kirchengemeinde Burgholzhausen hält dagegen: "Der Vorsitzende wollte unseren Pfarrer loswerden", sagt Barbara Völksen von den Lehwalder-Unterstützern.

Am Ende drängte die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beide Konfliktparteien, ihre Ämter zum 31. Mai 2013 niederzulegen. "Das Kirchenrecht sieht zurzeit keine andere Lösung vor", erklärt Jens-Markus Meier von der EKHN. Lehwalder, der sich wegen des andauernden Konflikts nicht äußern will, unterschrieb die Vereinbarung und konnte so ein Verfahren wegen "nachhaltiger Störung in der Wahrnehmung des Dienstes" vermeiden.

"Wenn gegen einen Pfarrer erst ein Verfahren läuft, dann will ihn meist keine Gemeinde mehr haben", so Kirchenmobbing-Expertin Sunnus. Der Neuanfang wird auch so schon schwer: Statt der erhofften Pfarrstelle hat der 52-Jährige, der derzeit auf einer halben Vikarstelle im Nachbardorf arbeitet, bisher nur Vertretungsdienste in Aussicht.

Rechtlos in der Kirche


ANZEIGEPfarrer Thumm hat dieses Problem nicht mehr. Seit Januar 2012 ist der 66-Jährige in Rente. Vor ein paar Monaten konnte er doch noch einen kleinen Erfolg verbuchen. Im Dezember 2012 befand das Kirchliche Verwaltungsgericht der EKiR seine Abberufung für rechtswidrig. Begründung: Das Landeskirchenamt habe die gegen Thumm erhobenen Vorwürfe nicht überprüft. Der Neusser Rechtsanwalt Ulrich Walter, der mehrere Pfarrer in Mobbing-Fällen vertritt, bewertet das Urteil als Quantensprung: "Erstmals hat ein Kirchengericht bemängelt, dass es keine Sachverhaltsprüfung gab", sagt er.

Das Landeskirchenamt hat Revision eingelegt. Man wolle damit derlei Versetzungsfälle "letztinstanzlich klären", so die EKiR. Thumm ist zuversichtlich, aber er will den Konflikt endlich hinter sich lassen. Er wünscht sich, dass kirchliche Beamte künftig auch vor ordentliche Gerichte ziehen können: "Es kann nicht sein, dass ein ganzer Berufsstand der Institution Kirche praktisch rechtlos ausgeliefert ist."

Thumm hat mittlerweile einen Selbsthilfeverein gegründet für Menschen mit Problemen aller Art. Auch katholische Pfarrer, die gemobbt werden, haben sich schon gemeldet.




Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleb...n-a-902295.html

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15.06.2013 10:49
#18 RE: Mobbing Zitat · antworten

USA: Selbstmord nach Vergewaltigung auf Party und Fotos auf Facebook - Täter gefasst


Nachdem ein 15-jähriges Mädchen in Kalifornien auf einer Party vergewaltigt wurde und die Bilder von der Vergewaltigung auf dem Online-Netzwerk Facebook verteilt wurden, beging sie Selbstmord.

Kurze Zeit vor ihrem Selbstmord soll sie auf ihrem Facebook-Profil eine Notiz mit "Die ganze Schule weiß es ... Mein Leben ist ruiniert" hinterlassen haben.

Nun hat die Polizei sieben Monate danach drei Teenager im Alter von 16 Jahren festgenommen. Zwei von den Teenagern besuchen die selbe Schule wie das Mädchen. Offenbar war das Mädchen, als es vergewaltigt wurde, betrunken.

Quelle: http://www.shortnews.de/id/1032625/usa-s...-taeter-gefasst

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19.06.2013 12:43
#19 RE: Mobbing Zitat · antworten

Mönchengladbach
Marienschule geht gegen Mobbing vor




Mönchengladbach (RP). Unter dem Motto "KlaWir – Klasse sind wir" engagieren sich Zehntklässler in einem neuen Projekt. Regelmäßig leiten sie eine Schulstunde in den fünften Klassen, um zum Thema Streitigkeiten und Ausgrenzung Präventivarbeit zu leisten.


Lisa darf heute beschimpft werden. "Trottel – Dummkopf – Miststück": Jeder Schüler tritt vor und darf eine Beleidigung aussprechen. Lisa kann das wegstecken – sie ist eine Puppe. Mitgebracht haben sie Luca, Charlotte, Annika und Yannik. Das Quartett gestaltet mit der Klasse eine Stunde zum Thema Streitschlichtung. Während die Schimpfwörter gesammelt werden, ist es laut im Klassenraum. Doch als die Jugendlichen diskutieren, wie man solche Beleidigungen verhindern kann, um sein Gegenüber nicht zu verletzten, sind die Fünftklässler still. Sie hören auf ihre vier Mitschüler, die den Unterricht leiten – obwohl diese nur ein paar Jahre älter sind.

"Es war nicht einfach, die Diskussion zu moderieren. Aber ich denke, es hat ganz gut geklappt", sagt Annika nach der Stunde. Die 16-Jährige ist Teil eines Patenteams an der Bischöflichen Marienschule, die seit dem Beginn des Schuljahres mit den fünften Klassen an dem Projekt "KlaWir – Klasse sind wir" arbeiten. Alle zwei Wochen leiten die Zehntklässler ehrenamtlich eine Stunde, um präventiv gegen Streitigkeiten, Ausgrenzung und Mobbing in der Schule vorzugehen.

"Natürlich haben wir Lehrer diese Probleme auch schon im Unterricht thematisiert. Doch bei diesem Projekt war uns von Beginn an wichtig, dass die Paten an dem Konzept mitarbeiten. Sie sind viel näher dran an den Schülern, sie gestalten die KlaWir-Stunden", sagt Projektleiterin Barbara Boonen. Insgesamt 20 Schüler der Jahrgangsstufe zehn haben sich bereiterklärt, am Projekt mitzuwirken. "Ich glaube, dass es wichtiger geworden ist, über solche Dinge zu sprechen", sagt Luca (16).

Jeden Donnerstag in der ersten Unterrichtsstunde kümmern sich die Paten um "KlaWir", in der einen Woche bereiten sie die Schulstunde vor, in der anderen sind sie mit der Klasse aktiv, machen Rollenspiele oder Diskussionsrunden. Auch außerhalb der KlaWir-Stunden stehen die Paten den jungen Gymnasiasten als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem gibt es regelmäßige Sitzungen mit den Projektleitern.

"Wir erhoffen uns, dass sich das Miteinander an unserer Schule langfristig verbessert. Auch die Paten können aus den Stunden etwas mitnehmen. Streit und Ausgrenzung sind keine Probleme, die mit der Oberstufe einfach verschwinden", sagt Barbara Boonen. Dass der Erfolg ihrer Initiative nicht messbar ist, wissen die Lehrer, aber nach gut einem Jahr haben sie erste Erkenntnisse gesammelt. "Man kann schon sehen, dass sich in der Klasse eine gute Gemeinschaft gebildet hat. Und die jüngeren Schüler schauen genau darauf, wie sich ihre Paten verhalten", sagt Heiner Pastor. Der Mathelehrer der fünften Klasse unterstützt mit seiner Kollegin Nadine Rosen-Küppers das Projekt.

Auch die Paten ziehen ein positives Fazit. "Zunächst war es schwer, da wir nicht die Autorität eines Lehrers haben. Doch mit der Zeit sind wir voll akzeptiert worden", sagen Annika und Luca. In zwei Wochen werden sie erneut die Puppe Lisa mit in die Klasse nehmen. Dann soll sie von jedem Schüler jedoch nur aufmunternde Worte erhalten. Beleidigungen und Ausgrenzung sollen schließlich keinen Platz im Schulalltag haben.


Quelle: http://www.rp-online.de/niederrhein-sued...g-vor-1.3477462

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22.06.2013 11:46
#20 RE: Mobbing Zitat · antworten

Mobbing:
Gericht weist Extrem-Mobbing-Klage zurück

Eine so hohe Klagesumme gab es noch nie: Eine Ökonomin forderte 900.000 Euro Schmerzensgeld wegen Schikane durch den Chef. Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen.


900.000 Euro Schmerzensgeld hat eine Frau wegen Mobbings am Arbeitsplatz gefordert. Es war das höchste Schmerzensgeld, das je vor Gericht wegen Schikane verlangt worden war. Nun hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf die Klage zurückgewiesen und nicht einmal eine Revision zugelassen. Das Gericht folgte damit der Rechtsprechung der ersten Instanz.

Die bei der Stadt Solingen beschäftigte Rechnungsprüferin hatte behauptet, durch ihre Vorgesetzten jahrelang schikaniert worden zu sein. Ihrer Ansicht nach nahm das Mobbing in einer unrechtmäßigen Kündigung ihren Anfang. Als sie nach einem Kündigungsschutzprozess an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollte, habe man ihr fortdauernd Steine in den Weg gelegt: Man habe ihr Schulungen verweigert und sie mit einem Sonderauftrag an eine neun Kilometer entfernte Einsatzstelle "entsorgt".

Das Gericht wertete die von der Klägerin eingebrachten Fälle allerdings – wie schon die Richter in der ersten Instanz – nicht als systematisches Mobbing. Die Richter argumentierten, dass auch länger andauernde Konfliktsituationen zum Arbeitsleben gehören können. Im vorliegenden Fall seien weder schikanöse Tendenzen noch Persönlichkeitsverletzungen zu erkennen, die ein Schmerzensgeld rechtfertigten. Gleichzeitig brachte die Kammer in ihrer Urteilsbegründung zum Ausdruck, dass die Klägerin selbst keinen ausreichenden Beitrag geleistet habe, die verhärtete Auseinandersetzung zu entschärfen. So hatte sie ein Mediationsverfahren abgelehnt, weil sie von ihren Vorgesetzten verlangt hatte, das angebliche Mobbing zunächst zuzugeben.

Klägerin wollte ein Zeichen setzen

Mit der Höhe des geforderten Schmerzensgeldes hatte die Klägerin ein Zeichen setzen wollen. "Mir geht es darum, dass Mobbing auch mal aufhört hier in Deutschland", sagte sie im Gerichtssaal am Dienstag. Ihr Anwalt hatte die Höhe der Summe mit der jüngeren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts begründet, wonach die bislang zugesprochenen Summen zu niedrig seien, um abschreckend zu wirken.

Nach der Urteilsverkündung zeigte sich die 52-Jährige Diplom-Ökonomin entsetzt. "Ich kann dieses Urteil nicht nachvollziehen. Mobbing-Opfer haben keine Lobby", sagte sie den anwesenden Medienvertretern. "Es ist ein bedrückendes Gefühl, morgen wieder zur Arbeit zu gehen." Sie ist weiterhin als Rechnungsprüferin für die Stadt Solingen tätig.

Arbeitsrechtlern zufolge könnte die Frau zudem auch auf den Prozesskosten in Höhe von schätzungsweise 53.000 Euro sitzen bleiben.



Quelle: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-0...ng-arbeitsplatz

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23.06.2013 12:33
#21 RE: Mobbing Zitat · antworten

Arbeitsrecht
Mobbing-Klage auch noch nach langer Zeit

Häufig gibt es in Arbeitsverträgen Ausschlussklauseln, die dafür sorgen, dass man nur eine gewisse Zeit lang gegen seinen Arbeitgeber klagen kann. In Mobbing-Fällen gelten diese aber nicht, hat das Bundesarbeitsgericht entschieden.




ühlen sich Arbeitnehmer gemobbt, können sie sich rechtliche Schritte reiflich überlegen. Vertragliche Ausschlussklauseln, die häufig eine Frist für Klagen setzen, greifen hier nicht, wie das Bundesarbeitsgericht entschieden hat. (Az: 8 AZR 280/12)

Die Klägerin war nach eigenem Vorbringen von ihrem Vorgesetzten fast täglich als „doof“, „blöd“ oder „unfähig“ bezeichnet worden. Zudem sei sie sexuell belästigt worden. Schon nach zweieinhalb Monaten war sie dauerhaft krank, das Arbeitsverhältnis wurde aufgelöst. Erst nach einem weiteren halben Jahr klagte die Arbeitnehmerin und verlangte ein Schmerzensgeld wegen Mobbings.

Urteile aufgehoben
Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht wiesen die Klage ab, ohne die Vorwürfe näher zu prüfen. Laut Arbeitsvertrag gelte für alle gegenseitigen Ansprüche eine Ausschlussfrist von drei Monaten. Diese habe die Arbeitnehmerin verpasst.

Das BAG hob diese Urteile nun auf. Mobbing geschehe immer vorsätzlich. Das Gesetz lasse eine Einschränkung der „Haftung wegen Vorsatzes“ durch vertragliche Ausschlussfristen aber nicht zu. Im Streitfall soll das Landesarbeitsgericht Köln daher nun doch noch prüfen, ob die Mobbing-Vorwürfe berechtigt sind.



Quelle: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/...t-12239289.html

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stellv.Admine

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27.06.2013 12:30
#22 RE: Mobbing Zitat · antworten

Verleumdungen auf Instagram
Schwedische Mädchen wegen Mobbing verurteilt

Früher geschah es auf dem Schulhof, heute anonym im Netz: Schüler werden beleidigt und bedroht. Eine Hetzkampagne gegen Schülerinnen kommt zwei junge Schwedinnen nun teuer zu stehen.




Zwei schwedische Schülerinnen sind wegen schwerer Verleumdung von anderen Mädchen in der Internet-Fotobörse Instagram verurteilt worden. Die beiden hatten Fotos der Opfer hochgeladen und mit kränkenden Kommentaren wie "Huren und Schlampen" versehen. Die Veröffentlichung hatte im Dezember 2012 zu gewalttätigen Protesten an zwei Schulen in Göteborg geführt.

AnzeigeDas Göteborger Gericht verurteilte eine 15-Jährige zu einer Jugendstrafe, während eine 16-Jährige 45 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss. Ihren 38 Opfern müssen die Mädchen als Entschädigung jeweils 15.000 Kronen (1700 Euro) zahlen, insgesamt eine Summe von 570.000 Kronen (65.000 Euro).

Nach dem Mobbingaufruf auf Instagram waren einige hundert Gymnasiasten auf die Straße gegangen und hatten Polizisten und Passanten mit Steinen und Flaschen beworfen. Sie argumentierten, sie müssten nun die "Ehre der Opfer" wiederherstellen. Die Krawalle nahmen so ein Ausmaß an, dass zwei Schulen vorübergehend geschlossen werden mussten.

Jede Dritte Opfer von Mobbing-Attacken im Netz
Jeder dritte Jugendliche in Deutschland ist bereits Opfer von Mobbing-Attacken im Internet oder per Handy geworden. Und auch weltweit gibt es immer mehr Opfer von Internet-Mobbing.

Erst kürzlich haben hunderte Kanadier einer 17 Jahre alten Schülerin gedacht, die nach Attacken im Internet gegen sie Selbstmord begangen hatte. Bei einer Mahnwache in Halifax in der ostkanadischen Provinz Neuschottland forderten sie, dass die Bloßstellung und Beschimpfung von Menschen im Internet aufhören müsse. "Stoppt das Mobbing", sagte die Cousine des Opfers vor der stillen Menge. Das Mädchen war laut seiner Mutter 2011 vergewaltigt worden. Nachdem Bilder im Internet kursierten, nahm sie sich das Leben.



Quelle: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panora...verurteilt.html

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29.06.2013 10:49
#23 RE: Mobbing Zitat · antworten

Mobbing im Internet
Eltern in die Pflicht genommen



Zwei schwedische Schülerinnen beschimpfen gleichaltrige Mädchen und Jungen im Netz als Schlampen und Huren. Das gegen sie gefällte Urteil löst in Schweden eine heftige Debatte aus.


Ein Urteil über Internet-Mobbing hat in Schweden heftige Debatten ausgelöst: nicht wegen des Schuldspruchs gegen die beiden Teenager, die deftige Beleidigungen gegen ihre Mitschüler und andere Jugendliche ins Web stellten, sondern wegen des Schadenersatzes, den das Gericht den Opfern zusprach.

Für diesen haften nämlich die Eltern der Täterinnen, was sie rund 40.000 Euro kosten kann. Ist das ein „wichtiges Signal an alle Erwachsenen“, wie der Anwalt Arash Raoufi meint, der mehrere der Geschädigten vertrat? Oder eine „unangemessene Konsequenz des Gesetzes über Elternverantwortung“, wie dessen Kollege Claes Östlund behauptet?

Das Gesetz, auf das sich das Gericht in Göteborg berief, stammt aus dem Jahr 2010 und wurde von Justizministerin Beatrice Ask initiiert, um die Eltern jugendlicher Straftäter in die Pflicht zu nehmen. Sie können für ihr Versäumnis der Sorgepflicht mit einer eher symbolischen Geldstrafe belegt werden, die bei rund 1000 Euro liegt. Dieser Paragraf fand nun erstmals in einem Fall Anwendung, in dem es nicht um physische Gewalt geht, und da der Schadenersatz 38 Geschädigten zugesprochen wurde, vervielfachte sich die Summe.

Üble Beschimpfungen
Die beiden Mädchen hatten Ende vergangenen Jahres auf der Internet-Fotobörse Instagram ein Konto eingerichtet, auf dem sie Gleichaltrige mit Foto, Namen und Adresse als „Schlampen“ und „Huren“ bezeichneten und übel beschimpften. Sie forderten andere auf, weitere „Orror“ (Slang für „Huren“) beiderlei Geschlechts kenntlich zu machen, und die Liste umfasste rasch mehr als hundert Namen.

Viele der Angeprangerten reagierten schockiert auf die völlig haltlosen Beschuldigungen. Im Dezember kam es in Göteborg zu Aufruhr vor zwei Gymnasien, als Freunde der Opfer deren „Ehre rächen“ wollten. Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, die Schulen wurden aus Sicherheitsgründen tagelang gesperrt, eine 17-Jährige, die zu Unrecht beschuldigt wurde, hinter dem Konto zu stehen, musste mit ihrer Familie abtauchen.

Als Täterinnen wurden später zwei andere ermittelt. Sie wurden nun wegen schwerer Verleumdung verurteilt: eine 15-Jährige, die zugab, die Fotoseite „aus Spaß“ betrieben zu haben, und eine 16-Jährige, die gegen ihr Leugnen auf Grund eindeutiger Indizien schuldig gesprochen wurde. Als Strafe müssen beide nun gemeinnützige Arbeit leisten. Außerdem wurden sie zur Zahlung von je 15.000 Kronen (1710 Euro) an die 38 Opfer verurteilt, die sich als Geschädigte gemeldet hatten. Für mehr als die Hälfte dieser Summe haften die Eltern.

Während der Schuldspruch generell auf Zustimmung stieß – endlich habe die Justiz verstanden, dass Verleumdung und Bedrohung auch Verleumdung und Bedrohung sind, wenn sie im Internet verbreitet werden, lobt die Zeitung „Dagens Nyheter“ –, weckt die Verantwortung der Eltern gemischte Reaktionen.

„Man versäumt die Aufsichtspflicht, wenn Kinder mitten in der Nacht auf der Straße sind und anderen Leuten auf die Fresse hauen“, sagt Östlund. „Aber es ist unlogisch, dass sie 300.000 Kronen zahlen müssen, nur weil ihr Kind ein paar Mausklicks am Computer machte.“ Im Gegenteil, erwidert Raoufi: „Was die Kinder zu Hause machen, sollte einfacher zu kontrollieren sein.“ Selbst wenn, wie im Fall der 16-Jährigen, die allein erziehende Mutter nicht mal einen eigenen Computer hat.

Theoretische Diskussion
„Es ist schwer zu wissen, was Teenager treiben“, kommentiert die Publizistin Hanne Kjöller. „Aber es ist wichtig, dass das Gericht zeigt, dass man sich nicht mit Nicht-Wissen aus der Verantwortung stehlen kann.“

Da allerdings weder die Mädchen noch ihre Eltern imstande sind, den Schadenersatz zu zahlen, bleibt die Diskussion theoretisch. Und da Verleumdung kein Tatbestand ist, bei dem Opfer notfalls vom Staat entschädigt werden, werden die 38 Verleumdeten ihre jeweils 15.000 Kronen kaum jemals erhalten. Ungesühnt bleiben auch die Krawalle, die durch das Instagram-Konto ausgelöst wurden: Trotz Steinhagel auf die Polizei und zertrümmerten Autos und Fensterscheiben wurde gegen keinen der Randalierer Anklage erhoben.



Quelle: http://www.fr-online.de/panorama/mobbing...2,23538370.html

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01.07.2013 11:26
#24 RE: Mobbing Zitat · antworten

Neues Gesetz in Grenada
Kein Online-Mobbing am Traumstrand

Das Karibikparadies Grenada geht gegen Trolle und Internet-Hooligans vor. Beleidigungen über Facebook und Twitter sollen künftig verboten sein. Bei Vergehen drohen zum Teil saftige Strafen.




Im kleinen Inselstaat Grenada ist es künftig strafbar, Personen über Webseiten wie Facebook und Twitter zu beleidigen. Die Abgeordneten der Karibikinsel verabschiedeten am späten eine entsprechende Maßnahme, die Teil eines Gesetzesentwurfs gegen elektronische Verbrechen ist. Das Gesetzesvorhaben stellt auch andere Aktivitäten im Internet unter Strafe, darunter das elektronische Stalking und Identitätendiebstahl.


Nach dem Gesetzesvorhaben droht Personen, die wegen beleidigender Kommentare im Internet verurteilt werden, eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 37.000 Dollar oder drei Jahre Haft. Auf die Verbreitung von Kinderpornografie steht nach dem Entwurf eine Geldstrafe von bis zu 111.000 Dollar und eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.


Quelle: http://www.n24.de/n24/Wissen/Reise/d/308...raumstrand.html

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07.07.2013 12:04
#25 RE: Mobbing Zitat · antworten

„Eine männliche Lottofee. Huch, ich werd gaaanz rollig.“
Fieses Facebook-Mobbing gegen neuen Lottoprinzen
Chris Fleischhauer präsentiert seit Mittwoch als erster Mann die Lottozahlen und wird deshalb angefeindet



Seine Premiere im Internet meisterte Chris Fleischhauer, 31, souverän. Als am Mittwoch bei der ersten Live-Ziehung der Lottozahlen 6 aus 49 ein Monitor ausfiel, moderierte der Stuttgarter geistesgegenwärtig weiter.

Aber als Fleischhauer nach der Premiere selbst online ging, war es mit seiner Gelassenheit vorbei. Auf der Facebook-Seite des Moderators und unter verschiedenen Artikeln wurden massenhaft beleidigende Kommentare gepostet. Nicht wenige davon deutlich unter der Gürtellinie. „Eine männliche Lottofee. Huch, ich werd gaaanz rollig.“ „Sehr schön gemacht, Frau Fleischhauer.“ Oder, noch deutlicher: „Wir brauchen dich nicht. Verpiss dich.“

Andere Pöbeleien, die direkt in seinem Postfach landeten, will Fleischhauer lieber nicht gedruckt sehen.


Offenbar scheinen sich einige Menschen massiv daran zu stören, dass die Glückszahlen erstmals von einem Mann präsentiert werden. „Wir haben einen schwulen Bürgermeister in Berlin und einen schwulen Außenminister. Jetzt ist es an der Zeit, auch bei der Glücksfee umzudenken. Nach fast 50 Jahren kann das auch mal ein Typ machen“, findet Chris Fleischhauer.

Bei diskriminierenden Posts fackelt er nicht lange: „Homophobe Äußerungen sind respektlos und deshalb werden sie von mir gelöscht.“

Und der unverheiratete Zahlenmann sieht trotz aller Unterstellungen auch keinen Anlass, die Öffentlichkeit über Details seines Privatlebens aufzuklären: „Da bitte ich um Verständnis. Zu gegebener Zeit sage ich vielleicht mal was, aber im Moment möchte ich nichts Privates auspacken.“

Den neuen Job empfindet der TV-Journalist trotz allen Ärgers nach wie vor als Hauptgewinn. Auch auf seiner Facebook-Seite will Fleischhauer aktiv bleiben. Denn viele Kommentare liest er auch gerne: „Besonders witzig finde ich es, wenn mir einige vor der Ziehung ihre persönlichen Lottozahlen schicken.“



Quelle: http://www.bild.de/unterhaltung/tv/lotto...63136.bild.html

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