Heute gehts mit unserem schmanten Oberarzt weiter. Viel Spaß!!!
„SABINE!!!!“ Die Angesprochene zuckte zusammen. „Ja Herr Doktor.“ „Na verschwinden sie endlich, damit ich in Ruhe arbeiten kann.“ „Was soll ich denn stattdessen machen?“ „Na keine Ahnung. Das was sie normalerweise sonst so machen.“ „Und das wäre? Mir fällt nämlich jetzt nichts ein, was sie meinen könnten Herr Doktor.“ „Na da haben sie ja die Antwort!“ Diese verstand nicht. „Nichts ist die Antwort Schwester Sabine.“ „Aber irgendwas muss ...“ „Von mir aus lesen sie ein Buch meiner Mutter oder gehen sie zu ihrem Pychopathen und machen das was sie vorhin auch schon gemacht haben aber lassen sie mich in Ruhe!“ „Aber Herr Doktor Günni braucht mir doch nicht noch einen roten Blumenstrauß kaufen.“ „Sagen sie bloß sie rennen mit so einem Gesicht durch die Gegend wegen Unkraut.“ „Das ist kein Unkraut Herr Doktor, sondern wunderschön. Irgendwann werden sie auch einer Frau Blumen bringen.“ „Ja wers glaubt. Die einzige Frau bei der ich das mache ist meine Mutter. Apropo da fällt mir ein bringen sie mir dieses Grünzeug doch mal her.“ „Herr Doktor. Das freut mich aber dass es ihnen jetzt doch gefällt.“ „Was? Sabine labern sie nicht solchen Unsinn. Aber ich bin in einer Stunde bei meiner Mutter verabredet und da keine Zeit mehr ist, sowas zu besorgen müssen es halt ihre tun. Also bringen sie sie.“ „Wie, sie meinen?“ „Ja genau. Sie geben mir ihre Dingsda und ich gebe sie meiner Mutter. Dann bekomme ich keinen Vortrag von ihr und sie ist zufrieden. So haben alle Beteiligten was davon.“ „Herr Doktor aber was habe ich denn davon?“ „Sie? Sie fliegen dafür wegen ihrer Inkompetenz nicht raus.“ „Oh danke Herr Doktor. Ich hole sie gleich.“
Marc betrachtete die Blumen von allen Seiten. „Ich weiß nicht warum Frauen auf so etwas stehen! Wozu haben sie die überhaupt bekommen? Sagen sie bloß sie sind schwanger!?“ „Wie kommen sie denn darauf Herr Doktor.“ „Na Gott äh mir sei dank. Nach so einen Chaoten hätte ich echt nicht gebrauchen können.“ „Wer sagt denn dass es ein Junge wird.“ „Also sind sie es doch?!“, fragte Marc geschockt. „Nein. Ich meine ja nur.“ „Gut weshalb dann der ganze Aufwand? Haben sie Geburtstag?“ „Nein ich hatte erst letzten Monat Geburtstag Herr Doktor.“ „Sagen sie bloß dieser Wahnsinnige arbeitet schon seit einem Jahr hier!?“ „Nein fast Herr Doktor. Heute vor einem Jahr sind Günni und ich zusammen gekommen.“ „Ach dieses Grauen ist bereits schon seit einem Jahr?“ „Ja Herr Doktor ist das nicht herrlich. Und ich hoffe dass noch sehr viele Jahre folgen.“ „Sabine. Ihre Beziehung ist ein Scherz. Naja das Datum passt ja.“ „Wie meinen sie das jetzt Herr Doktor?“
Marc stöhnte genervt auf. Ohne ein weiteres Wort ließ er Sabine stehen, nahm sich das ´Grünzeug´und machte sich auf den Weg nach Hause, wo er sich noch schnell zurecht machte. Er sprang unter die Dusche, zog sich neue Klamotten an, machte sich die Haare und schmierte sich mit Rasierwasser ein. Zum Schluss begutachtete er sich noch einmal selbst in dem Spiegel. Nachdem er sich selbst für mehr als gut – verboten gut – bezeichnete, war er fertig für den Besuch.
Eine halbe Stunde fuhr er zu dem Haus seiner Mutter. Als er dort ankam schnappte er sich die Blumen und ging zur Haustür. Er drückte die Klingel und wartete. Hätte er gewusst was heute Abend noch so alles auf ihn zukommen würde, hätte er mit Sicherheit nicht die Klingel betätigt, sondern hätte schnellstens das Weite gesucht.
Hmm. Was ihm wohl bei seiner Mutter erwarten wird?
„So da wären wir.“ „Wow. Es hat sich überhaupt nicht verändert.“ „Naja. Das Haus vielleicht nicht aber der Rest schon.“ „Wieso wie meinst du das?“, Gretchen blickte Maja an. „Prinzessin gehst du mal bitte ein bisschen spielen.“ „Okay.“
Gretchen und ihr Vater setzten sich auf die Couch.
„So was ist los Papa? Und wo ist überhaupt Mama?“ „Deine Mutter und ich leben getrennt!“ „Was? Wieso das denn?“ „Es hat sich alles verändert seitdem du weg warst. Und dann ist eben irgendwie alles auseinander gefallen.“ „Inwiefern?“ „Naja. Das ist alles etwas kompliziert.“ „Sag es mir. Ich werde es schon verstehen. Bin schließlich Akademikerin.“, Gretchen lächelte ihren Vater aufmunternd an. Dieser stimmte mit ein. „Ja ich weiß. Klaus hat mir davon erzählt. Das freut mich. Wenigstens eine in unserer Familie die mir nachkommt. Vanessa arbeitet zwar als Krankenschwester im EKH aber meistens geht sie shoppen anstatt zur Arbeit. Egal. Wie geht’s dir dabei? Schon sehr viele interessante Fälle gelöst?“ „Ja hab ich und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut …. Papa. Du lenkst ab. Na los erzähl schon.“ „Schade hätte ja klappen können. Willst du die lange oder die kurze Version?“
„Maaaammmmmmaaaa. Ich hab huuunnngggeeerrr!!!“ „Wohl eher die kurze Version.“ „Sie kommt nach dir weißt du das? Was hat sie denn vom Vater? Wo ist der überhaupt? Sag bloß der hat euch sitzen lassen?“ „Ja – Nein. Man Papa. Jetzt sag schon. Ich hab zuerst gefragt also!“
„Die Kurze? Na schön. Ich hatte laufend Affären - deine Mutter ist dahinter gekommen - wir hatten ne Pause. Währenddessen hatte sie so einen Jüngling. Wir haben uns ausgesprochen – sie hat mir ihren Liebhaber verschwiegen. Das ging einige Monate gut, bis ich etwas mit Elke anfing. In ihrer Nähe habe ich mich so jung gefühlt. Ich wollte mich von deiner Mutter trennen. In dieser Zeit kam auch der Geliebte von ihr und sie haben sich sehr intensiv verabschiedet unter der Dusche.“ „Unter der Dusche? Mama?“ „Man glaubt es kaum was? Mit mir wollte sie das nie machen.“ „Und woher wusstest du das?“ „Ganz einfach. Es wurde gefilmt und in diese Computer gestellt.“ „Du meinst Internet?“ „Sag ich ja.“ „Und wieso gefilmt? Wer macht so was?“ „Deine Schwester. Sie hat sich so quasi ihr zweites Einkommen gesichert.“ „Tz. Das sieht ihr wieder ähnlich.“ „Jedenfalls bin ich zu Elke gezogen – sie und Mama wurden die besten Freundinnen und ich wurde gegen sie eingetauscht.“ „Moment. Dass ich dich richtig verstehe. Du wohnst jetzt wieder hier und Mama bei deiner Ex-Affäre?! Irgendwie voll schräg findest du nicht?“
„HAHA. Mach dich nur lustig über deinen alten Vater. Deine Mutter hat mir nur einen lächerlichen Brief hinterlassen. Seid sie weg ist, ist hier alles so still. Vanessa kommt auch nur ab und zu nach Hause. Und wenn sie zu Hause ist jammert sie wer ihr denn jetzt das Frühstück macht.“
„Du bereust das Ganze wirklich oder?“ „Ja das tue ich. Und ich bin froh dass Maja und du jetzt hier seid. Lass uns einfach alles vergessen und einen Neuanfang versuchen. Was hältst du davon?“ „Gerne Papa.“ Sie umarmten sich.
„MMMAAAAMMMAAA! Willst du dass ich umkippe und sterbe?“ Gretchen lachte. „So schnell stirbst du schon nicht Maja.“ „Woher willst du das wissen?“ „Ganz einfach.“ sagte Franz. „Wäre das der Fall wäre deine Mutter schon längst unter der Erde. Nicht war Kälbchen?“ und begann zu lachen.
Diese schaute ihn zuerst böse an, stieg dann aber in sein Lachen mit ein.
„Olivie. Schön dass du es doch noch hier her geschafft hast.“ „Mutter nenn mich nicht so. Und ehrlich gesagt frage ich mich sowieso gerade warum ich mir das freiwillig antue.“ „Marc Olivie. Ich verbiete dir so über deine Mutter zu reden. Und was ist das?(zeigt auf die Blumen)“ „Dann hör auf mich Olivie zu nennen. Die Dinger sind für dich. Viel Spaß damit.(und gibt sie ihr)“ „Ah ehm danke. Wofür habe ich das denn verdient. Es ist weder Muttertag noch habe ich Geburtstag.“ „Ja das frage ich mich allerdings auch.“ „Selbst das lässt meine Stimmung nicht trüben. Das Essen müsste auch gleich fertig sein.“, antwortete Elke grinsend.
Marc trat ein. „Mutter bist du krank?“ „Wieso?“ „Weil es hier nicht verbrannt riecht und außerdem seit wann kochst du?“ „Olivie mach keine Scherze. Natürlich koche nicht ich.“ „Ach sondern.“ „Jemand anderes eben.“, sagte sie geheimnisvoll. „Also dass deine Liebhaber jetzt auch noch für dich backen und den ganzen Haushalt schmeißen ist mir neu.“ „Eh naja fast.“ „Wieso fast? Was …?“, weiter kam Marc nicht, da er unterbrochen wurde.
„Gourmettörtchen. Das Essen ist fertig. Wann kommt denn dein Sohn?“, fragte Bärbel, während sie das Essen auf den Essenstisch abstellte. Erst jetzt bemerkte sie Marc, der sie verwirrt musterte. „Mutter. Was macht denn die Ex-Frau deines Liebhabers und meinem Chef hier?“ „Franz ist nicht mehr mein Liebhaber. Er hat in mir vielmehr eine Sklavin gesehen.“ „Seit wann stört dich das denn?“ „Eine Sklavin der Lust zu sein stört mich nicht im Geringsten. Aber er wollte dass ich ihm Frühstück mache Olivie. Frühstück hörst du? Das ist doch eine Frechheit.“ Marc verdrehte die Augen. „Oh ja welch Verbrechen.“ „Siehst du. Ich wusste du würdest es verstehen. Sei doch froh. Dir war es ohnehin unangenehm, dass ich etwas mit deinem Vorgesetzten hatte.“ „Gut, okay. Ist mir jetzt auch egal und wieso ist Frau Haase hier?“ „Weil sie gut ist?!“ „Und deswegen hast du sie eingestellt? Um für dich zu kochen?“ „Nicht ganz. Mir gefällt es auch mit ihr Zeit zu verbringen.“ „Ihr seid Freundinnen geworden?! Gut wenn du willst aber das beantwortet immer noch nicht die Frage was sie hier macht!? Und vor allem warum sie dich Gourmettörtchen nennt!“
Nun mischt sich auch Bärbel ein, die bis dahin nur schweigend zugeschaut hatte.
„Jetzt setzten wir uns erst einmal gemütlich hin und essen miteinander!“ „Das ist eine Hervorragende Idee. Was hast du uns denn Schönes gekocht?“, stimmte Elke mit ein. „Schweinsbraten mit Semmelknödel. Und als kleine Nachspeise einen schönen Marmorkuchen.“
Gemeinsam setzten sie sich hin und fingen an zu essen. Nur widerwillig und zögerlich, gesellte sich auch Marc dazu. Er wusste nicht was er davon halten sollte.
„Was genau wolltest du mir heute verkünden?“ „Wie?“ „Na was ist der Grund warum ich hier bin?“ „Achso ja ehm lass uns doch erst einmal essen und später darüber reden.“
Elke wandte sich zu Bärbel. „Mhm. Der Schweinsbraten schmeckt einfach herrlich Pupsbärchen.“ „Danke mein Gourmettörtchen. Das Geheimnis ist lange, aber nicht zu lange. Sonst vertrocknet er.“
Marc schaute sich dieses Schauspiel an und wurde immer verwirrter. Er legte sein Besteck zur Seite und schob seinen Teller von sich weg. „Okay es reicht. Was ist hier los?“ „Was soll los sein, Olivie?“ „Mutter ich warne dich. Hör auf damit und sag endlich was hier gespielt wird.“
Aber jeder Elke noch Bärbel machten Anzeichen etwas zu sagen, weshalb Marc ihnen auf die Sprünge half.
„Gourmettörtchen? Pupsbärchen? Und du willst mir was Wichtiges sagen? Das passt doch alles nicht zusammen. Und irgendwie habe ich das Gefühl dass gleich etwas kommen wird was mir ganz und gar nicht gefällt.“ „Nun du oder sie …. wie soll ich sie denn jetzt ansprechen?“, fragte Bärbel. Marc verdrehte die Augen. „Von mir aus auch du aber erzählt mir hier mal endlich jemand was los ist?“ „Gut ich bin die Bärbel aber das weißt du ja bestimmt schon.“ „Das weiß ich bereits. Was ich allerdings nicht weiß, ist, was sie mit meiner Mutter am Hut haben.“ „Nun ja das ist etwas kompliziert und ...“, druckste Bärbel herum.
„Wir lieben uns und sind zusammen! Also sei schön brav und sag hallo zu deiner Stiefmutter!“, redete Elke endlich mal Klartext. Marc klappte der Mund nach unten. 5 Minuten lang herrschte absolute Stille. Anfangs war Marc geschockt, bis ihm ein anderes Gefühl beschlich. Er fing an herzhaft zu lachen. Elke und Bärbel sahen ihn verwirrt an.
„Wieso lachst du jetzt mein Sohn?“ „Mutter das war wohl der beste Scherz den ich heute gehört habe.“ „Wieso Scherz Olivie.“ „Na einen Aprilscherz. Wieso lacht ihr nicht mit?“
Bärbel sah Elke an und meinte. „Siehst du. Ich habe dir gesagt wir sollten ihm es nicht am 1. April sagen.“ Elke schaut ihrem Sohn direkt in die Augen: „Marc Olivie du solltest mich doch kennen. Ich mache keine Scherze. Wir sind ein Paar.“
Am Abend saß Marc eine ganze Weile am Sofa und dachte über den heutigen Abend nach. Es war nichts Neues für ihn dass seine Mutter einen Liebhaber nach dem anderen hatte. Selbst dass sie kurzzeitige Beziehungen führte, unter anderem mit seinem Chef, machte ihn nichts aus und akzeptierte es auch. Aber dass sie jetzt mit einer Frau liiert war, schlug ihm doch gewaltig auf den Magen. Schon alleine die Vorstellung wie die beiden … . Bäh. Nicht mehr darüber nachdenken, Meier; tadelte er sich selbst. Wie kam seine Mutter plötzlich auf eine solch blödsinnige Idee? Sie interessierte sich doch noch nicht einmal an Frauenfreundschaften! Im Grunde genommen interessierte sie sich noch nicht einmal für andere Menschen. Sie wechselte ihre Liebhaber auch wie die Unterwäsche. Marc musste grinsen. Ja von irgendjemanden musste er ja dieses Lotterleben haben. Ob sein Vater wohl treu war? Oder hatte dieser seine eigene Familie auch hintergangen so wie er seine Mutter nur quasi benutzt hatte? Seid damals war sie anders. Und von heute auf morgen sollte sich das ändern?! Er verstand einfach nicht was geschehen war? Er gönnte es seiner Mutter, keine Frage. Aber musste es ausgerechnet eine Frau sein? Sicher die Beziehungen seiner Mutter hielten nie lange. Der Professor war der beste Beweis dafür. Also gibt es keinen Grund zur Sorge.
Marc schnaufte. Und wieso hatte er das Gefühl dass es dieses Mal nicht der Fall sein wird.
Nach lange Denken schlief er dann doch noch ein.
„Er hat es doch ganz gut aufgenommen.“, versuchte Elke Bärbel aufzuheitern. Leider klappte das nicht so ganz. „Meinst du? Ich denke nicht dass er sehr begeistert darüber war.“ „Ach was. Marc Olivie freut sich innerlich für uns. So war er schon immer.“ „Ich möchte aber dass er mich gerne mag und mich nicht hasst.“ „Mein Sohn hasst dich doch nicht. Er ist einfach etwas überrascht und überfordert gewesen. Schließlich bist du meine erste Beziehung.“ „Aber mit Franz warst du doch auch zusammen.“ „Ja aber ich meinte du bist meine erste, richtige Freundin.“ „Freundin? Das ist ein komisches Gefühl. Aber mit gefällt es.“
Elke ging auf Bärbel zu, umarmte sie und meinte. „Gut. Das ist sogar sehr gut. Mir nämlich auch.“, nach diesen Worten legte Elke ihre Lippen auf die von Bärbel.
Nach einer ausgiebigen Knutscherei setzten sie sich auf die Couch und redeten etwas miteinander.
„Weißt du. Marc Olivie würde es nie im Leben zu geben, aber es schmerzt ihn, keinen Vater zu haben.“ „Was war mit seinem Vater?“ „Er … Ich hatte eine Affäre mit seinem Vater. Eine lockere Bekanntschaft, nichts Ernstes. Leider wurde es irgendwann dann ernst, als ich die Diagnose bekam dass ich Schwanger war. Ich war am Boden zerstört, wusste nicht was ich machen sollte. Du musst wissen dass Marcs Vater früher genauso war wie er jetzt. Ich wollte es abtreiben, aber als ich dieses kleine Pünktchen gesehen habe und auch noch sein kleines Herzchen hab schlagen hören, konnte ich es nicht mehr. Also ging ich wieder nach Hause. Anfangs hatte ich es für mich behalten, aber irgendwann musste ich es ihm sagen. Ich habe es ihm gesagt, aber wie ich es erwartet habe war er alles andere als begeistert darüber. Seine Eltern wollten aber dass er zu dem Kind und mir steht. Zuerst ging das auch so halbwegs gut, aber als Marc Olivie gerade mal ein Jahr alt war, lernte Marcs Vater eine Andere kennen. Er verließ uns, gründete mit dieser Frau eine Familie und hat sich nie wieder gemeldet.“ „Der arme Junge. Ich weiß wie er sich fühlen muss. Es ist schrecklich nicht zu wissen, wie es einer geliebten Person geht oder wo sie sich gerade aufhält.“ „Ja das Ganze hat ihn sehr mitgenommen. Auch wenn er noch so klein war, so ist es dennoch nicht einfach spurlos an ihm vorbei gegangen. Mit seinen Großeltern hatten wir noch ab und zu noch etwas Kontakt. So erfuhr ich auch, dass Marcs Vater und seine Frau einen Autounfall hatten und dabei verstarben.“ „Oh das tut mir leid.“ „Es ist schon länger her. Ich weiß nur dass ihr Sohn von dem einen Verwandten zum Nächsten gezogen ist und irgendwann alles selbst in die Hand genommen und sein eigenes Leben geführt hat.“ „Kennst du ihn?“ „Nicht ganz. Ich habe ihn noch nie gesehen, aber seine Großelten haben noch manchmal Kontakt zu ihm. Sie haben mir Fotos von ihm gezeigt. Er sieht seinem Vater sehr ähnlich und anscheinend haben mein Olivie und er den gleichen Charakter. Sie würden sich bestimmt gut verstehen.“ „Na dann lade ihn ein.“ „Meinst du?“ „Ja. Wie wäre es wenn du ihn zu deinem Geburtstag einladest?“ „Vielleicht hast du recht. Aber jetzt genießen wir zwei erst einmal unsere Zweisamkeit. Wie wäre es mit einer gemütlichen Runde im Whirlpool?“ fragte Elke schelmisch grinsend. „Na da sag ich doch nicht nein.“
Und so begaben sich die Beiden in das Wasserbecken, um das entspannte Wasser zu genießen und nicht nur das.
So heute gehts dann weiter. Sorry dass gestern nichts kam. Aber mein Internet ging leider nicht. Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen.
Am nächsten Morgen saß Familie Haase gemeinsam am Tisch und frühstückten. Sowohl Maja als auch Gretchen hatten bereits ihr 3 Nutellabrot, als sich eine vierte Person dazugesellte.
„Hallo. Guten Morgen Pa ..“ weiter kam Vanessa nicht. Zu sehr war sie von dem Anblick schockiert. Das kann doch nicht sein. Sie hatte sich doch darum gekümmert. Selbst ihren Brief von damals hatte sie verschwinden lassen. Und das war alles andere als leicht gewesen.
Hallo Mama! Hallo Papa!
Ich bin es, Gretchen. Es tut mir leid. Es tut mir unendlich leid dass ich so viele Fehler gemacht habe. Ich weiß dass ich eine Schande für euch war, und dafür möchte ich mich gerne entschuldigen. Vielleicht wundert ihr euch aber ich war oben. Ja ich war ganz weit oben. War ein Star. Ich hatte wirklich alles was man sich erträumen kann, aber eines hatte mir trotzdem immer gefehlt zu meinem ganzen Glück. Meine Familie. Aber ich weiß dass ich euch enttäuscht habe und ich auch kein Recht dazu habe, aber ihr fehlt mir. Meine Karriere musste ich aufgeben. Ich bin schwanger geworden und mein Manager hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder die Karriere oder das Kind. Ich konnte es einfach nicht tun. Auch wenn ich eine alleinerziehende Mutter werden würde, so wollte und konnte ich es nicht töten. JA du hast richtig gehört Mama, du wirst Oma. Das was du immer wolltest. Jedenfalls studiere jetzt in Köln, um Ärztin zu werden. Genauso wie Papa. Euer Brief hat mir damals das Herz gebrochen, aber ich verspreche dass ich mich ändern will. Nie wieder werde ich euch bloß stellen oder dermaßen enttäuschen, aber bitte gebt mir noch eine Chance.
Bitte bitte verzeiht mir.
Euer Kälbchen.
Nachdem dieser Brief ankam, vernichtete sie ihn schnell und schickte einen gefälschten Brief an Gretchen.
Margarethe!
Was denkst du? Dass sich unsere Meinung einfach so ändert? Da hast du falsch gedacht. Menschen können sich nicht ändern. Sieh zu dass du mit deinem Kind alleine klar kommst, aber lass uns in Ruhe. Wir sind ohne dich viel besser dran.
Sie hatte doch dafür gesorgt dass ihre Schwester nicht mehr auf die Idee kam, hier aufzutauchen. Was also machte sie hier?
„Was zum Teufel machst du hier?“ „Vanessa!?“ „Verschwinde!“, zischte Vanessa sie an. „Vanessa!“, zügelte sie ihr Vater. „Was? Sie hat uns verlassen. Ist einfach gegangen und hat uns einfach mit einem blöden Brief abgespeist. Sie hat kein Recht darauf, hier zu sein.“ „Vanessa könnte ich dich bitte einmal unter vier Augen sprechen?“, Gretchen stand auf und ging in die Küche. Ihre Schwester folgte ihr.
„Was machst du hier? Hau ab! Das kannst du doch am Besten!“ „Jetzt spuck hier nicht so große Töne, ja! Wir wissen beide dass du daran Schuld warst, dass alles so kam wie es jetzt ist.“ „Ich weiß nicht was du meinst.“ „Komm jetzt stell dich nicht blöd. Du hast diese Briefe geschrieben. Du hast mich doch noch nie gemocht. Aber wieso? Was genau habe ich dir getan? Wieso wolltest du mich erst nach siebzehn Jahren los werden? Das ergibt doch alles keinen Sinn.“ Vanessa lachte gehässig auf. „Was du gemacht hast? Du kamst auf die Welt. Das reicht bereits. Nie gemocht? Stimmt und dieses Gefühl nahm von Jahr zu Jahr zu. Aber irgendwann kam ich an einem Punkt an, an dem ich dich nicht nur gehasst sondern auch missachtet habe.“
Was war wohl der Grund? Wisst ihr es? Ratet doch mal. Wer weiß vielleicht errät es jemand von euch.
Leider bin ich morgen beschäftigt also müsst ihr euch wohl oder übel mit dem kleinen teil zufrieden geben. Viel Spaß!
Es war der 20 März 1998. Familie Haase war wie immer außer sich vor Freude – Tante Polly kam zu Besuch. Alle bis auf Vanessa. Diese fand ihre Tante eher nervig und lästig.
„Mama muss diese schreckliche Person unbedingt herkommen?“ „Also Vanessa. Jetzt beleidige nicht meine Schwester.“ „Aber sie ist so ich weiß nicht. Ich meine hast du sie dir einmal genau angesehen? Du trägst ja schon Sachen, die außer Mode sind aber sie!“ „Naja sie besitzt nun mal eine kleine Pferderanch. Da ist es doch normal dass man da Reitklamotten an hat. Außerdem sind solche Sachen doch in Mode, nicht?“, versuchte Bärbel Haase ihre Schwester zu verteidigen. „Coole und enge Reitklamotten – ja. Alt-Oma-Klamotten mit dreckverschmierte und zerrissene Hosen aber nicht.“
Ja Tante Polly war etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Grunde genommen ein herzensguter Mensch. Geld hatte sie zwar nie sehr viel, aber dennoch brachte sie Gretchen immer die wundervollsten Sachen mit. Und im Sommer machte Gretchen immer Urlaub bei ihr. Sie durfte die zwei Pferde – ja ihre Ranch war wirklich klein - striegeln, füttern, den Stall ausmisten und reiten. Die zwei Wochen bei ihrer Tante waren für Gretchen immer das absolute Highlight in den Sommerferien gewesen. Polly war wie eine zweite Mutter für sie.
„Also ich mag Tante Polly.“ meinte Gretchen. Vanessa sah sie abschätzig an. „Kein Wunder. Wie heißt es so schön? Gleich und Gleich gesellt sich gerne.“ „Tja ich bin lieber eine freundliche, lebensfrohe Frau mit Zielen als eine billige Schlampe ohne Ziele.“
Nach diesen Worten war Vanessa baff. Das hatte sie nicht erwartet. Ihre Schwester hatte sie gerade voll beleidigt.
„Was hast du da gerade gesagt?“, fragte Vanessa. „Ich habe nur die Wahrheit gesagt.“ „Mama. Hast du das gehört?“ „Ja hab ich.“ „Sie beleidigt mich!!!“ „Wieso? Deine Schwester hat nie erwähnt dass du so eine Schlampe wärst.“ „Aber ich war gemeint.“ „Also wenn dann nur im Gedanken, und das kannst du ihr nicht nachweisen. So ich gehe jetzt nach dem Kuchen schauen.“
Vanessa schüttelte nur den Kopf. „Tz. Ihr führt euch auf als die Queen persönlich vorbei kommt.“ „Komm jetzt sei nicht so. Die Sonne lacht, es ist keine einzige Regenwolke am Himmel und unsere Tante kommt zu Besuch. Das ist doch allen Grund happy zu sein, oder?“, versuchte Gretchen sie milder zu stimmen. Nicht erwähnenswert dass sie es nicht schaffte. „Ich wünschte ich könnte dir irgendwann dieses Happygetue austreiben. Wenn es nach mir ginge soll Tante Polly ihre große Neuigkeit sagen wovon sie da die ganze Zeit über gesprochen hat und danach gleich wieder die Biege machen.“ Gretchen grinste. „Ich weiß genau dass du es nicht so meinst. Vielleicht ist sie ja schwanger.“ Vanessa verdrehte die Augen. „Von was und von wem bitte?“ „Stimmt. Na dann hat sie ja vielleicht den Richtigen kennengelernt.“ „Wohl kaum. Wer würde schon Sie freiwillig nehmen?“ Gretchen wollte gerade etwas erwidern, als es an der Tür läutete.
Gretchen stürmte mit strahlendem Gesicht auf die Türe zu und machte sie auf. Doch was sie sah, ließ ihr Grinsen binnen einer Sekunde verschwinden.
Sorry dass gestern nix kam aber hatte keine Zeit. Und morgen leider auch nicht deshalb bekommt ihr heute den neuen Teil on, damit ihr nicht all zu lange wartet. Viel Spaß!
Ein Polizist stand vor der Tür. Was hatte er zu sagen? Seine Mine war so undurchdringlich, so undurchschaubar. Das Alles fragte sich Gretchen.
„Guten Tag. Wohnt hier eine gewisse Bärbel Haase alias Wolf?“ „Ja. Ja das ist meine Mutter aber was wollen sie von ihr?“ „Es geht um ihre Schwester, Polly Wolf. Dürfte ich kurz rein kommen?“ „Ja bitte kommen sie rein.“, sagte Gretchen völlig gedankenverloren.
„Mama. Die Polizei ist da.“ „Wie die Polizei?!“ Hoffentlich haben die nicht herausbekommen dass ich früher mal was mit Drogen am Hut hatte, dachte Bärbel bei sich. „Guten Tag Madam. Ich bin hier um mit ihnen zu reden.“ „Nein bitte nicht einsperren Herr Wachtmeister. Ich kann doch meine Kleinen nicht einfach alleine lassen.“ „Gute Frau wovon sprechen sie bitte? Aus welchen Grund sollte ich sie einsperren?“ „Eh na sie wissen doch warum. Aber bitte ich schwöre dass ich vollkommen clean bin!“ „Clean?“, fragte der Polizist mit zusammengezogenen Augen. Hier war doch irgendwas faul. „Ich bin eigentlich wegen ihrer Schwester hier! Wieso reden sie dann von einsperren. Kann es sein dass sie irgendetwas nicht Legales machen?“ „Ich. Nein ich doch nicht wie kommen sie denn darauf? Nein ich doch nicht. Ich bin eine einfache Hausfrau und Mutter.“ Doch das überzeugte ihn noch nicht. „Und wieso sagen sie dann sie seien clean?“ Bärbel überlegte fieberhaft nach einer Antwort. „Na wegen des Schmutzes! Ja wegen des Schmutzes. Dabei habe ich doch gestern Vormittag erst ordentlich geputzt!“ „Und wieso sollte mich das interessieren? Denken sie etwa ich sperre jemanden ein weil sein Haus nicht sauber ist?“ „Ach sagen sie bloß sie sind kein Reinigungspolizist?!“ „Reinigungspolizist? Hab ich zwar noch nie was von gehört aber nein, ich bin ein normaler Polizist.“, und beendete somit sein Verhör. Jemand der so blöde Antworten gibt, kann nichts kriminelles durchziehen, dachte er. Bärbel hingegen war erleichtert. Tja. Die sich-blöd-stellen-Masche funktioniert noch immer.
„Oh. Und was genau hat jetzt meine Schwester angestellt?“ „Nunja ich denke wir sollten uns erst einmal setzen.“ gesagt – getan.
„Ihre Schwester war heute mit einem Cabrio unterwegs. ...“ „Mit einem Cabrio? Das war nicht meine Schwester.“ „Wir haben ihre Personalien. Sie heißt doch Polly Wolf, oder?“ „Ja schon. Ach ich verstehe. Sie hat ihn geklaut und sie suchen nach ihr, stimmts?“ „Eh nein soweit ich weiß besaß ihre Schwester den Wagen.“ Bärbel war verwundert. „Sind sie sich da sicher?“ Der Polizist nickte. „Ja wir haben alle zulässigen Papiere überprüft.“ „Dann hat sie bestimmt eine Bank überfallen und konnte sich deswegen das Auto leisten. Na geschickt hat sie sich dabei ja nun nicht gerade angestellt. Ein jeder Verbrecher mit Verstand deponiert vorerst das ganze Geld, bis Gras über die Sache gewachsen ist und es danach erst Stück für Stück ausgeben. Mich wundert es, dass sie nicht schon beim Überfall hops genommen wurde?!“ „Eh Moment. Sie hat das Auto weder gestohlen noch ist sie irgendwo eingebrochen oder sonstiges!“ „Nicht?! Aber woher hatte sie dann das Geld?“ „Das weiß ich leider nicht. Ist mir aber auch egal. Ich bin wegen eines anderen Grundes hier. Ihre Schwester ist mit dem besagtem Auto zu schnell gefahren … .“ „Und hat einen Strafzettel dafür kassiert, hab ich Recht?! Ich habe ihr schon immer gesagt sie soll nicht immer so schnell rasen.“ „Stopp. Bedauerlicherweise hatte sie einen Unfall.“ „Einen Unfall?! Oh mein Gott!“, meinte Bärbel und schlug sich die Hand vor den Mund. Nun mischte sich auch Vanessa in das Gespräch ein. Sie verdrehte die Augen und meinte: „Na und? Mehr Gehirnzellen kann sie ja nicht mehr verloren haben! Oder hat sie etwa ins Gras gebissen?!“ „Ich befürchte leider ja.“ „Oh. Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“, sagte Vanessa nun doch etwas geschockt. Nur Bärbel verstand mal wieder nicht. „Sie hat ins Gras gebissen? Aber wieso sollte sie so etwas tun?“
Gretchen, rannen schon die Tränen, klärte ihre Mutter so gut es geht auf. „Mama. Sei jetzt bitte stark ja.“ „Kind aber wieso weinst du denn? Deine Tante war schon immer etwas eigen. Aber keine Sorge. Wir kriegen die Flecken schon wieder raus.“ meinte Bärbel zuversichtlich. „Mama ich denke du hast da was falsch verstanden.“ „Aber was hast du denn? Ich bin mir sicher dass man Polly im Krankenhaus wieder ordentlich zusammenflicken wird. Sie ist zäh, glaub mir. Die bringt niemand so schnell ins Grab.“ „Doch Mama. Tante Polly. Sie, sie ist gestorben Mama.“ Bärbel völlig fassungslos. „Was aber ihr habt doch gerade gesagt dass …“ doch weiter kam sie nicht, da sie jetzt erst so richtig verstand, was man ihr die ganze Zeit über mitteilen wollte und fing nun selbst an zu weinen.
Ich weiß ich sollte mich weil so lange nichts mehr kam. Aber ich hatte in letzter Zeit sehr viel zu tun. Schule vorbei - Jobsuche - mein kl. Großneffe kam zur Welt - Opa auf Reha besuchen und und und. Hoffe ihr könnt mir verzeihen wenn es jeden 2. Tag was zu lesen gibt. Viel Spaß!
Ja der Tod von Tante Polly traf alle wie eine Faust ins Gesicht. Außer Vanessa. Diese hatte nach dieser Nachricht nur einen Gedanken. Wie zum Teufel konnte sich ihre Tante so einen teuren Schlitten leisten?
Kurz nachdem der Polizist gegangen war, meinte sie zu ihrer Mutter, sie müsse etwas frische Luft schnappen. Während Gretchen ihre Mutter tröstete und Franz noch etwas in der Arbeit zu tun hatte und von alldem nichts wusste, machte sich Vanessa auf den Weg zu Tante Pollys Haus. Vielleicht würde sie ja herausbekommen, von wo das Geld stammte und wenn sie etwas hätte, dann wer es erben würde.
An ihrem Ziel angekommen nahm Vanessa den Zweitschlüssel unter der Matte und ging in das Haus hinein. Dort machte sie sich gleich an die Arbeit, den Platz zu finden, wo Tante Polly die wichtigsten Daten aufbewahrte.
Nach einer Stunde suchen fand sie immer noch nichts. Vanessa wurde verrückt. Sie suchte und suchte – fand jedoch nichts. Hier war rein gar nichts. Weder irgendein Testament noch Geld. Das Einzige was es hier gab waren Fotos von ihrer Tante und ihrer verhassten Schwester. Überall.
Vanessa bekam eine mords Wut. Sie nahm den Bilderrahmen neben den Bett auf der Kommode und schleuderte ihn gegen die Wand. Dieser zersprang und verfiel in lauter Einzelteile. Aber er offenbarte etwas. Vanessa fing an fies zu Grinsen. Das war genau das, was sie gesucht hatte. Wer hätte gedacht, dass ein Mensch seinen letzten Willen in einem Foto versteckte?!
Mit großer Vorfreude nahm sie das Testament und begann zu lesen.
Meine Lieben. Wenn ihr das hier lest bin ich wohl schon in die ewigen Jagdgründe geritten. Aber bitte weint nicht wegen mir. Ich bin mir sicher, eines Tages werden wir uns hier im Himmel wiedersehen, außer Vanessa vielleicht, denn da bin ich mir nicht so sicher ob nicht der Teufel seine Hände im Spiel haben könnte.
So meine liebe Familie, kommen wir zum Wichtigsten. Der Grund warum ihr alle heute hier seid. Die Aufteilung meines Hab und Gut.
Die Meisten werden sich wohl fragen – Welches Hab und Gut?!
Nun die Frage möchte ich euch hiermit gerne beantworten:
Meine geliebte Ranch geht an meine Schwester Bärbel Haase alias Wolf. Ich bin mir sicher, du wirst das Richtige mit ihr tun. Vielen Dank für alles Schwesterchen. Du warst immer für mich da und hast mich nie im Stich gelassen, egal in welchem Dilemma ich gerade steckte. Ich wünsche dir noch ein schönes Leben.
Ja Bärbel Haase hatte etwas Gutes damit getan. Sie hatte die Ranch an einen netten Besitzer verkauft. Mit dem dabei wenig entstandenen Geld unterstützte sie das SOS-Kinderdorf und hoffte, so einen kleinen Beitrag gemacht zu haben.
Meine ganze Weinsammlung geht an meinen Schwager Franz Haase. Tja mein Lieber. Jetzt musst du mich nicht mehr ertragen – bist du froh? Nein Spaß. Du wirst mir natürlich auch schrecklich fehlen und ich hoffe, das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich weiß dass du respektvoll mit den guten Stücken umgehen wirst und sie für wichtige Anlässe aufheben wirst. Wenn dein erstes Enkelkind auf die Welt kommt zum Beispiel. Und dass du mir ja auf meine Familie aufpasst! Sonst komme ich aus dem Jenseits und verfolge dich, hörst du?!
Ja auch Franz Haase hatte die Weinsammlung bis heute in Ehren gehalten.
Und nun zum Schluss der für mich wohl am allerwichtigste Person in meinem Leben. Vanessa strahlte. Jetzt würde sie endlich erfahren, was ihr Erbe war. Ihr wohlverdientes Recht.
Heute ein etwas kürzerer Teil. Hoffe er gefällt euch trotzdem. Lg
Doch da hatte sie sich geschnitten. Den auf dem Testament stand ganz fett und in Großbuchstaben: MEINE NICHTE MARGARETHE HAASE, darauf.
Vanessa verzog ihr Gesicht. Wieso sollte ihre beschissene Schwester etwas bekommen und sie nicht? Das war unfair. Der Gedanke, dass Tante Polly sowieso nur unnützige Sachen besaß, ließ sie etwas zur Ruhe kommen. Doch nur solange, bis sie zu einer bestimmten Stelle ankam.
Meine Liebe du warst immer wie eine eigene Tochter für mich. Ihr wundert euch bestimmt wie ich mir so einen teuren Wagen leisten konnte. Nun die Antwort ist diese – ich habe im Lotto gewonnen. Die eine Hälfte habe ich behalten. Die Andere aber habe ich auf ein Sparbuch gegeben – dort dürften mittlerweile etwa 12.000 Euro darauf sein. Und dieses Sparbuch mitsamt dem Wagen gehören dir Gretchen. Es ist mit einem persönlichem Passwort gesichert, und nur du weiß, wie es lautet. Ich finde es wirklich schade, deine Kinder nicht mehr kennen zu lernen. Aber das Schicksal wollte es so. Ich hoffe dir mit dem Geld eine Starthilfe in dein zukünftiges Leben gegeben zu haben und wünsche dir alles Glück dieser Welt – du hast es dir verdient.
In Liebe eure Tante Polly
Vanessa war über das Gelesene mehr als geschockt. Ihre Schwester bekam hier ein kleines Vermögen und sie sollte leer ausgehen? Das war der Moment in dem Vanessa beschloss, mit ihrer Schwester kurzen Prozess zu machen und sie ein für allemal loszuwerden. Wenn sie schon dieses Geld nicht besitzen konnte, dann sollte es Gretchen erst recht nicht. Also fälschte Vanessa das Testament. Eines indem nur das Erbe von ihren Eltern erwähnt wurde.
So wusste nur Vanessa von dem Geld Bescheid. Diese ging nachdem der Anwalt das Testament vorgelesen hatte zur besagten Bank, um sich das Geld abzuholen. Leider hatte Vanessa bis heute nicht das richtige Passwort herausgefunden. Und so ging sie leer aus. All die Jahre versuchte sie verzweifelt das richtige Passwort zu finden, blieb aber erfolglos.
Vor 5 Jahren, als sie es wieder versuchen wollte, erfuhr sie, dass das Geld bereits seit einer Woche abgehoben worden sei. Vanessa kochte vor Wut. Nahm es aber so hin. Ihr war das jahrelange Gesuche sowieso zu mühsam geworden.
Dass Gretchen das Geld abgehoben hatte, auf das kam Vanessa nicht im Geringsten. Wie auch? Sie hatte ihre Schwester quasi aus dem Verkehr gezogen. Sie stellte keine Bedrohung mehr da.
Ja Gretchen wüsste von ihrem Erbe noch nicht einmal bis heute etwas, hätte David es nicht durch seine Recherchen per Zufall entdeckt. Gretchen war verwundert. Schließlich stand davon nie etwas im Testament. Aber noch mehr verwirrte und verwunderte sie das Lösungswort. Selbst sie brauchte eine gewisse Zeit, um es herauszufinden. Wer hätte gedacht, dass Tante Polly ausgerechnet das Wort „Hasenzahn“ als Passwort nahm?! Das war doch verrückt!!!
Ja ich weiß es kam jetzt ewig nichts mehr von mir aber ich war quasi im Urlaub. Hoffe es gefällt euch und ich bekomm keine . Viel Spaß damit!
Gretchen war schockiert. Dass ihre Schwester immer auf ihr eigenes Wohl aus ist und die Anderen sie null interessieren wusste sie, aber dass sie so herzlos ist und der Tod von ihrer Tante so kalt lässt, damit hatte sie nicht gerechnet. Anstatt zu trauern sah Vanessa nur Geldzeichen.
„Du Du wusstest Bescheid wegen dem Konto?! Und das war der Grund?“, flüsterte Gretchen nur eher zu sich selbst. Nachdem sie dies alles so richtig realisiert hatte, wurde sie immer lauter. „Du bist krank weißt du das? Ein geliebter Mensch ist gestorben und das Einzige was dich interessiert ist, was du erbst? Du hast sie doch echt nicht mehr alle. Ich hätte dir das Geld freiwillig gegeben, du hättest mich nur fragen brauchen, ob wir teilen. Aber mich einfach so in die Wüste zu schicken war echt das Letzte.“ Vanessa lachte einmal fies auf. „Ha. Du bist noch immer genau so dumm und naiv wie früher. Es ging mir nicht nur um das Geld, nein. Sondern es war viel mehr die Tatsache dass du immer bevorzugt wurdest und vermutlich auch noch wirst. Und wer mir in die Quere kommt, wird ausgelöscht.“
Gretchen glaubte sich verhört zu haben. „Wie? Was meinst du damit?“ fragte sie völlig verunsichert. Das konnte nicht sein. Nein das durfte einfach nicht auch noch sein. In ihr schlich sich eine böse Vorahnung.
Doch Vanessa antwortete ihrer Schwester ohne mit der Wimper zu zucken: „Na was glaubst du wohl? Nachdem du diesen Brief geschrieben hast konnte ich mir doch nicht sicher sein, dass du nicht noch einmal einen schreibst und den dann vermutlich auch noch wer anderer liest. Oder noch schlimmer, dass du gleich persönlich hier aufkreuztest. Ich musste Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit die Wahrheit nicht rauskommt.“
„Vanessa! Was hast du getan?“, Gretchen betonte jedes einzelne Wort genau, langsam und laut. Zum Glück waren Franz und Maja spazieren und bekamen von all dem nichts mit.
„Ich denke du weißt ganz genau was ich in die Wege geleitet habe.“ „Ich will es hören!“, sprach Gretchen wieder im Flüsterton. „Von dir! Aus deinem Mund!“ „Na schön wie du willst. Noch einmal für die ganz Doofen. Ich musste dafür sorgen, dass du dich von Berlin verhieltst, um nicht aufzufliegen. Also habe ich jemanden beauftragt, dies zu verhindern.“
Gretchens Gefühlszustand schwang zwischen Verletztheit - weil sie ihrer eigenen Schwester anscheinend überhaupt nichts bedeutete, Verwirrtheit – weil sie es einfach nicht begreifen konnte wie ein Mensch zu so etwas fähig sein konnte, Wut – über die Dreistigkeit von Vanessa aber auch Trauer – weil sie anscheinend so eine Boshaftigkeit besaß.
„Du warst es. Deswegen ist das Alles passiert. Das war gar kein Zufall, das war alles geplant.“, es war vielmehr eine Feststellung als eine Frage. Traurig schüttelte Gretchen den Kopf, während sie sprach. Sie konnte das Alles einfach nicht begreifen.
„Oh ja. Das hättest du mir nicht zugetraut, was? Tja leider verlief nicht alles nach Plan wie man sieht. Wie heißt es so schön? Wenn du etwas richtig erledigt haben willst dann mach es selbst.“
Es war der 12. Juni 2000 und Gretchen hatte ihr Studium, wie sollte es auch anders sein, mit Bravur bestanden. Heute Abend sollte ordentlich gefeiert werden. Ein paar ´Schulkollegen´ und sie wollten auf das überstandene Jahr feiern. Jetzt war es so weit. Ab jetzt heißt es die Arbeit ruft. Mit diesen Noten würde Gretchen schon etwas passendes finden. Zumindest hoffte sie das. Denn von irgendetwas musste sie schließlich leben und über die Runden kommen.
Aber daran wollte sie später denken. Heute hieß es erst mal ordentlich die Sau raus lassen. Ein wenig zumindest. Denn betrinken würde sie auf keinen Fall. Nein. Das könnte sie nicht. Sie blickte verträumt an sich runter und strich sich leicht über ihren Bauch.
„Na du da drin? Geht es dir gut?“ Das Kleine fing an etwas zu strampeln, als wolle es ihr antworten. Gretchen grinste. „Schön. Und ich werde auch dafür sorgen, dass das so bleibt, hörst du?“
Da es so heiß die letzten Tag war gibts heute nur nen kleinen Teil. Viel Spaß!
Nachdem sich Gretchen angemessen angezogen hatte, ging sie zu dem besagtem Treffpunkt. Auf dem Weg dorthin begegnete ihr Pauline, ihre Schulkollegin. Gretchen und Pauline verstanden sich prächtig. Beide haben keinen Kontakt zu der Familie. Sie hatten also die gleiche Situation, nur dass Pauline freiwillig gegangen ist, da sie ihre Eltern nicht mehr aushielt. Anfangs fragte sich Gretchen wieso ihre Freundin dieses Alleinsein dem Familienleben bevorzugte. Doch als ihr Pauline ihr alles erklärte und ihr klar wurde, dass Paulines Eltern genau so schlimm waren wie Vanessa, konnte sie sie etwas verstehen.
„Hi Gretchen, na wie geht’s euch?“, sprach sie und zwinkerte ihr zu. „Hallo Pauline. Danke uns geht’s gut und dir?“ „Geht schon.“, antwortete sie.
Sie blickten neben sich. Dort sahen sie, wie gerade einem Frau einen Kinderwagen mit einem kleinem Jungen darin vor sich her schob.
Sowohl Gretchen als auch Pauline schauten ihnen noch etwas hinterher.
Wow. Und so etwas werde ich auch bald haben. Dachte Gretchen. Wie es wohl wird, wenn die Kleine erst einmal hier ist. Ja es wird ein Mädchen, ein süßer kleiner Wonneproppen und eines der schönsten Babys der Welt. Das wusste sie einfach. Pauline holte sie wieder aus ihren Gedanken.
„Krass oder? So ein Ding wirst du auch bald haben.“ „Ja. Naja fast. Ich werde ein rosa ´Ding´ bekommen.“ „Ach echt. Es wird ein Mädchen? Gratuliere. Gott sei Dank. Noch einen von der männlichen Spezies hätte ich nicht ertragen.“
Gretchen grinste. Ja Pauline war zwar eigenartig aber eine große Hilfe.
„Haste schon einen Namen für (zeigte auf den Bauch) das da?“ Gretchen hasste es, wenn sie ihr Baby so abwertend nannte, aber so war eben ihre Art, und im Grunde genommen meinte sie es ja nicht so.
„Hmm. Ich dachte an Marie. Wie findest du den?“ „Marie?! Hmm. Klingt gar nicht mal so übel. Nein gar nicht übel. Wirklich.“
Pauline ging auf Gretchen zu, hielt ihre Hand auf den Bauch und sprach. „Hi Ding.“ Tj das Baby hatte es wohl gar nicht gerne, wenn man es als Ding bezeichnete. Um dies zu zeigen boxte es Pauline einmal. „Aua. Das Ding ist gewalttätig. Vielleicht solltest du es einmal ordentlich erziehen und abrichten, oder es wenigstens an die kurze Leine nehmen.“
„Pauli. Das ist ein Baby, kein Hund. Außerdem wie stellst du dir das vor? Soll ich mir eine Schnur um den Bauch binden und du führst mich?“ „Na das wärs doch. Dann kannste mir nicht mehr davonlaufen.“
Beide fingen an zu lachen.
Hoffe es hat euch gefallen. Mache ne kl. Umfrage. Ihr stimmt ab ob Vanessa "brav" oder besser netter werden oder so bleiben soll. Plane es nämlich aber wenn ihr das nicht wollt ... .
So weiter gehts. Wünsch euch viel Spaß mit dem Rest vom Flashback. Man sagt doch immer man sollte immer dann aufhören wenns am Schönsten ist.
Nach einer Weile schaute Pauline auf Gretchens Bauch und hielt wie vorher ihre Hand darauf. „Nein Spaß. Es tut mir leid dass ich dich beleidigt habe. Alles wieder gut?“ Es kam nur ein kleiner Kick. „Ich werte das mal als ein Ja. Was hältst du davon wenn die Mama heute Abend mal ein bisschen Spaß hat?!“
„Pauline. Ich werde garantiert keinen … haben!“ „Ach komm schon. Dein letzter Fick liegt bestimmt Jahre zurück.“ „Eh hallo!“, sagte Gretchen und deutete auf ihren doch schon etwas größeren Bauch. „Das gilt nicht. Du hast überhaupt nichts miterlebt – warst quasi ausgenockt.“ „Na und? Ich werde trotzdem nicht ...“ „Ach komm schon. Der einzige Vorteil schwanger zu sein ist, dass man so viel herumvögeln kann ohne groß über Konsequenzen nachdenken zu müssen.“ „Das stimmt doch gar nicht. Schwanger zu sein ist das Schönste was du dir vorstellen kannst.“ „Nenn mir nur einen guten Grund dafür, weshalb man sich die ganzen Nachteile wie immer-fetter-werden, die ekeligen Essensgelüste zu den verschiedensten Zeitpunkten und den dazugehörigen Würgen antun sollte?!“ „Ganz einfach. Wenn das kleine Wesen erst einmal hier ist und du es auf den Armen hältst steht die Welt für einen Moment stehen, und du hast das Gefühl, dass sich ab diesem Zeitpunkt alles nur noch um diese eine Person drehen wird.“
Pauline verdrehte die Augen. „Du siehst eindeutig zu viel Liebesfilme. Na komm du Dramaqueen. Denn heute Nacht dreht es sich bei dir nicht um irgendetwas anderes als die Salami, verstanden?“ „Aber ...“ „Kein aber. Genieße es. Hab Spaß. Mein Gott du bist jung, also nutze es aus.“
In dem Club angekommen gingen sie sofort zu der Bar und bestellten sich etwas. Pauline wurde pausenlos zum Tanzen aufgefordert. Ihr wurde sogar ein Drink nach dem Anderen spendiert. Sie schien es richtig zu genießen, im Mittelpunkt zu stehen.
Gretchen hingegen schauten die Männer noch nicht einmal an. Es war eben nicht so einfach, als Schwangere jemanden kennen zu lernen – wenn auch nur für eine Nacht. Eigentlich war sie dafür nicht gemacht – für unverbindliche One-night-Stands. Aber wer weiß, vielleicht gefiel es ihr auch ein wenig?!
Doch nach Mitternacht hatte Gretchen keine Lust mehr, wie eine Außerirdische angestarrt zu werden und beschloss nach Hause zu gehen. Sie verabschiedete sich von Pauline und ging des Weges. Dort traf sie auf einen großen Unbekannten, der sie offensichtlich verfolgte, so hatte sie zumindest das Gefühl. Und sie sollte Recht behalten.
Könnte wirklich eure Hilfe gebrauchen. Marc und Maja spielen Strip oder besser gesagt Wahrheitspocker. Wenn jemand gewinnt darf er seinem Gegner eine x-beliebige Frage stellen. Das Problem ist: Mir fallen keine passenden Fragen ein.
Hab irgendwie ein kleines Black-out. Den Kopf zur hälfte wo anders. Hoffe ihr nehmt mir das nicht übel. Aber bin gerade auf Jobsuche und so. Geldverdienen ist heutzutage echt nicht leicht. Und auch einen zu finden wo die Bezahlung stimmt. Stehe zwischen den Berufen Buchhalterin und Altenfachbetreuerin. Was denkt ihr darüber? Naja egal ich werd schon das Passende finden. Hoffe ich jedenfalls. Zurück zum Thema.
Jetzt seid ihr gefragt. Welche Fragen könnten Marc bzw. Maja stellen bzw. antworten?
Ihr würdet mir wirklich sehr weiter helfen. Ich bin mir sicher dass eure Fragen bestimmt toll sind.
Hi. So da morgen bei mir zu Hause ne Party ist und am Samstag ne Geburtstagsfete schick ich euch heute den nächsten Teil. Ich hoffe ihr seid mir deswegen nicht böse . Also viel Spaß und einen schönen und vorallem heißen Tag wünsche ich euch noch.
„Du bist echt gestört. Jemanden auf mich anzusetzen, der ja aufpasst, dass ich nicht zu sehr in die Nähe von Mama und Papa komme.“
In diesem Moment hörten sie wie jemand vor der Haustür war. Franz und Maja waren zurück.
„Bin gespannt was Papa dazu sagt.“ Doch Vanessa ließ die Drohung ihrer Schwester ziemlich kalt. „Ach ja? Ich an deiner Stelle würde das lieber lassen. Du hast Mama und Papa schon einmal unglücklich gemacht. Und wem glaubst du werden sie ihr Vertrauen schenken? Ihrer treuen Tochter, die Tag für Tag für sie da war oder ihrer selbstsüchtigen Tochter, die wegen der Karriere-halber einfach so gegangen ist? Ich rate dir nur eines, wenn du sie nicht wieder verlieren willst dann lass es besser. Sie haben dir verziehen, Papa zumindest, also belasse es doch dabei. Fahr heim, wo immer das auch ist, komm von mir aus ein oder zweimal im Jahr und sonst bleibt alles wie beim Alten.“
Gretchen überlegte. Sie kannte ihre Schwester und wusste genau, dass sie das auch ihre Drohung durchziehen würde.
„Hallo. Da sind wir wieder. Na wie wars? Konntet ihr euch auch ordentlich aussprechen?“ Franz sah seine Töchter erwartungsvoll an.
„Ja sicher haben wir das und weißt du was? Wir haben uns auch wieder vertragen. Hab ich Recht?“ „Ja hast du.“, sagte Gretchen nach langem Zögern. Vanessa grinste siegessicher. „Das ist schön. Ich finde es im Übrigen toll dass du deiner Schwester verzeihst. Gerade dir ist es doch so ans Herz gegangen, dass sie weg war.“ „Ach echt? Das kann man ja fast gar nicht glauben, ne?“, meinte Gretchen höhnisch. „Ja ist so. Ich muss jetzt eh erst mal wieder los. Tschüss.“ mit diesen Worten verschwand Vanessa so schnell wie möglich aus dem Schussfeld.
Nachdem Vanessa weg war, fing Gretchens Vater an zu sprechen.
„Kälbchen dürfte ich dich kurz unter vier Augen sprechen. Maja kann derweil Fernsehen.“ Gretchen hatte zwar keine Ahnung was genau er mit ihr besprechen wollte aber sie war sich sicher, dass ihr dieses Thema bestimmt nicht gefallen würde. Das erkannte sie an seiner Stimme, aber sie wusste auch, dass sie sich all dem stellen musste. Also gab sie ihm ein einfaches Nicken und ging mit ihrem Vater Richtung Arbeitszimmer.
„Setz dich doch bitte.“, befahl er ihr und diese tat wie ihr befohlen.
„Also fangen wir einmal bei Punkt eins an. Wer ist Maja?“ Gretchen verstand die Frage nicht wirklich. „Maja ist meine Tochter. Aber das weißt du doch.“ Ihr Vater schüttelte nur den Kopf. „Ist sie nicht. Ich habe mit ihr geredet beim Spaziergang. Du hast sie adoptiert, warum?“ „Sie ist meine Tochter Papa. Ich mache keinen Unterschied dass Maja nicht bei mir groß geworden ist. Warum ich sie zu mir genommen habe fragst du?! Weil sie mich braucht, und weil ich sie brauche. Mehr brauchst du nicht zu wissen.“ „Okay. Zweite Frage. Wieso hast du Maja vorgeschickt?“ „Das habe ich nicht. Maja war der Ansicht, dass ich unglücklich in der Situation wegen dem Verhältnis zu meiner Familie war, also ist sie hier her. Ohne meinem Wissen“ „Und?“ „Was und?“ „Hatte sie recht?“
Und schon wieder gibts zu sagen: Bis die Tage - aber diesmal wirklich!!! Würde mich aber auch freuen von euch vorher was zu hören - Auch von den stillen Lesern. Würde mich nämlich brennend interessieren wieviele das sind.
Gehe morgen ganz schön baden, aber ein kleiner Teil davor kann ja nicht schaden, oder?
Nach langem Hadern mit sich entschloss Gretchen die Wahrheit zu sagen.
„Ja!“ war ihre Antwort.
Franz Haase schüttelte den Kopf, so als wolle er seine nächsten Worte gut überlegen. „Und wieso bist du dann nicht eher gekommen?“ „Weil ich mich geschämt habe.“ „Wieso bist du dann überhaupt gegangen damals?“
Gretchen schwieg. Sie wusste nicht, was sie antworten sollte. Die Wahrheit würde er ihr niemals abkaufen, zu absurd klang das Ganze und sie wollte ihn nicht verletzen.
„Ich hatte eigentlich immer gedacht, du würdest dich zu Hause wohl fühlen.“ „Das habe ich!“ „Oder haben deine Mutter oder ich etwas falsch gemacht?“ Ihr nicht, wohl eher meine liebe Schwester. „Nein ihr wart immer für mich da. Bessere Eltern hätte ich mir nicht wünschen können!“ Außer dass ihr eurer Erstgeborenen Tochter einen anderen Charakter vererben hätte können. Wovon sie den wohl hat? Hmm?! „Dann frage ich mich noch einmal. Wieso?“ „Weil du immer wolltest, dass ich in deine Fußstapfen trete. Aber das war nicht mein Wunsch. Mein Traum war es Sängerin zu werden. Du wolltest es mir immer ausreden und ich wollte beweisen, dass ich es weit bringen kann.“ „Und? Hat die große Karriere geklappt?“ „Anfangs ja aber es kam etwas unerwartetes dazwischen.“ „Und was wenn ich fragen darf?“ „Das spielt keine Rolle. Jedenfalls bin ich danach ….“ „Nach Köln gegangen und hast da dein Studium beendet. Hab ich recht?“ „Dein Freund Klaus hat es dir erzählt oder?“ „Ja das hat er.“ „Dann weiß du auch dass ich ...“ „Dort Oberärztin seit kurzem bist? Ja auch das weiß ich. Aber wieso ausgerechnet Arzt? Es gibt so viele andere Berufe?“ „Um andere Menschen zu helfen. Und weil ich wollte, dass du glücklich und stolz auf mich bist. Auch wenn du es nicht wusstest!“ „Glaub mir, das bin ich. Sehr sogar und ich bin froh, dass du wieder zu Hause bist.“ „Das bin ich auch.“
Beide grinsten sich an. „Weiß Mama schon, dass du hier bist?“ „Oh mein Gott Mama. Darauf habe ich ja ganz vergessen.“ „Macht ja nichts. Du kannst sie ja heute besuchen. Ich muss nämlich leider trotz allem arbeiten.“
Und weils gestern doch recht wenig war, gibts heut den nächsten Teil - ist das nicht wunderbar? Viel Spaß damit!
„Elke Schatz, Frühstück.“ „Ah vielen Dank mein Pupsbärchen. Aber ich muss gleich los. Ich gibt noch so viele unerledigte Dinge zu machen und überhaupt keine Zeit. Schrecklich, ich merke schon wieder wie sich ein Stresspickel bemerkbar macht.“ Bärbel ging auf ihre Freundin zu, nahm sie in den Arm und strich ihr beruhigend auf dem Rücken auf und ab. „Nun beruhige dich erst einmal. Du schaffst das alles. Mache dir nicht immer so viel Stress, das ist nicht gut für dein Karma.“ „Wie recht du doch hast meine Liebe. Ich bin froh dass ich dich habe, meine Muse.“ „Ich auch.“ Sie küssten sich.
„Und was machst du heute noch so?“ „Ich werde das Haus erst einmal auf Vordermann bringen.“ „Wie? Schon wieder? Ich dachte das hättest du erst.“ „Das meine Liebe ist bereits zwei Wochen her.“ „Na wie du meinst. Viel Spaß noch und Tschüss.“ „Tschüss. Und am Abend mache ich dir eine schöne entspannte Massage. Was hältst du davon?“ „Mhm. Klingt verlockend.“ „Na dann. Komm nicht zu spät, sonst verpasst du noch was.“, als Untermauerung ihrer Worte klapste sie Elke einmal am Hintern.
Nachdem Elke weg war, fing Bärbel mit dem Haushalt an, bis das Telefon klingelte.
„Hallo?“ „Hallo Bärbel. Wo bist du gerade?“ „Eh na bei Elke. Wo sollte ich denn sonst sein?“ „Gut. Dann bleib auch da. Du bekommst nämlich gleich Besuch.“ „Besuch? Franz ich werde garantiert keine heiße Affäre mit dir anfangen.“ „Schade. Aber vielleicht hast du ja irgendwann dann doch Lust dazu. Außerdem wer redet denn davon dass ich komme?“ „Nicht!? Aber wer denn dann?“, als Bärbel diese Frage stellte, klingelte es plötzlich an der Haustür. „Wie ich höre wirst du dass gleich erfahren.“ und hat aufgelegt.
Bärbel ging verwirrt zu der Tür und öffnete sie. Was sie sah, ließ ihr den Atem stocken. Das kann nicht sein. Sie musste träumen. Eine andere Möglichkeit gab es einfach nicht. Ja genau – es muss ein Traum sein oder eine Fatamorgana. Sie zwickte sich einmal kurz. Okay. Ein Traum war es schon einmal definitiv nicht und solche Trugbilder gab es schließlich nur in der Wüste. Also täuschten sich ihr Augen also nicht?! Ihre Tochter war zurück gekehrt! Auch wenn es Jahre her war, so würde sie ihre Tochter immer wieder erkennen.
„Margarethe?!“, fragte sie flüsternd. Auch für Gretchen war dieser Moment etwas ganz besonderes. „Hallo Mama.“, antwortete sie mit Freudentränen in den Augen. Ihre Mutter sagte nichts mehr darauf, sondern ging auf sie zu und umarmte sie eine Weile, wo sie immer die Worte ´du bist wieder da´ und ´ich kann es nicht glaube, dass du wieder Daheim bist´ murmelte.
Erst nach einigen Minuten entdeckte sie Maja und löste sich von Gretchen.
„Wer ist das denn?“ „Das ist meine Tochter.“ „Hallo. Ich bin Maja.“
Bärbel hielt sich die Hand vor den Mund. Die Tränen stiegen ihr in die Augen. „Sag bloß das ist meine Enkeltochter.“ „Nicht ganz.“ sagte Maja. Bärbel blickte Gretchen fragend an. „Kommt doch erst einmal herein. Ich denke wir haben einiges zu besprechen.“
Hi Leute. Hier gibts jetzt den nächsten Teil da ich so happy bin. Hab am Mittwoch ein Vorstellungsgespräch. Bin voll nervös. Drückt mir die Daumen meine Lieben.
„Jetzt setzt euch doch erstmal. Wollt ihr etwas trinken?“ Wie aus einem Mund antworteten Gretchen und Maja gleichzeitig: „Kakao bitte.“ Bärbel fing an zu lachen. „Na man merkt richtig dass ihr Mutter und Tochter seid. Wartet ich hol es euch schnell.“
„So. Da bin ich wieder. Vorsicht, heiß.“ „Danke.“ antworteten wieder beide zur selben Zeit. „Na bei euch beiden scheint das Mutter-Tochter-Band ja ziemlich tief zu sein.“ „Für das dass wir uns erst seit knapp einem halben Jahr kennen ja.“ antwortete Gretchen. „Wie seit einem halben Jahr? Das Kind ist doch nie und nimmer ein halbes Jahr alt!“ sie blickte Maja an und meinte: „Oder?“ „Nein ich bin 10 ½.“ „Wusste ich es doch. Also wie kommst du dann darauf?“ „Ganz einfach Mama. Maja hat 10 Jahre in einem Heim gelebt, bevor ich sie zu mir geholt habe.“ „Wie Heim? Sag bloß das ist nicht meine Enkeltochter.“ „Doch Mama, das ist sie.“ „Nein ist sie nicht. Sie ist nicht deine leibliche Tochter!“
Maja kamen schon etwas die Tränen. Sie wollte gerade aus dem Wohnzimmer gehen, als sie hörte: „Sie ist meine Tochter. Hier drin!“ meinte Gretchen und zeigte direkt auf ihr Herz. Als sie diese Worte vernahm drehte sie sich um, lief auf ihre Mutter zu und umarmte diese. „Ich hab dich lieb Mama.“, antwortete sie. „Ich dich auch meine Kleine.“
Bei diesem Bild ging Bärbel richtig das Herz auf. Selbst wenn Maja nicht ihre ´echte´ Enkeltochter war, so würde sie sie dennoch so behandeln. Deshalb sprach sie sie an. „Maja. So heißt du doch oder?“
Maja blickte Bärbel in die Augen und nickte.
„Na komm einmal her und lass dich von deiner Oma einmal ordentlich durchknuddeln.“
Nachdem dies geschehen war entdeckte Maja den riesigen Teich draußen und fragte ob sie die Fische dort etwas füttern durfte. Bärbel stimmte zu und gab ihr etwas Fischfutter, danach setzten sich Mutter und Tochter gemütlich zusammen.
„Meine Margarethe es ist so schön dass du wieder da bist.“ „Find ich auch Mama.“ „Aber nun erzähl einmal. Was hast du all die Jahre so getrieben?“ „Nicht sehr viel. Nachdem das mit der Karriere doch nicht so geklappt hat bin ich nach Köln gezogen und habe dort mein Studium beendet. Jetzt bin ich Oberärztin.“ „Wow. Dann hast du ja genau das gemacht was dein Vater von Anfang an für dich wollte.“ „Ja. Aber ich habe es hauptsächlich für mich gemacht, weil ich anderen Menschen helfen wollte verstehst du?!“ „Ich denke schon. Wie bist du eigentlich zu Maja gekommen?“ „Das ist eine lange Geschichte.“ „Ich habe Zeit.“ „Okay also wo fange ich da nur an? Hm.“
Und so erzählte sie ihrer Mutter von der ersten Begegnung mit Maja.
„Und wieso ausgerechnet sie?“ „Ich weiß nicht genau. Ein Blick in ihre Augen hat mir verraten dass sie mich braucht. Klingt irgendwie komisch oder?“ „Nein überhaupt nicht. Da war von Anfang an so eine Vertrautheit und Geborgenheit zwischen euch oder?“ „Ja. Woher weißt du das?“ „Ganz einfach. Bei dir hatte ich das selbe gefühlt. Als ich dich das erste Mal in den Händen hielt wusste ich auch dass ich immer für dich da sein wollte. Komischerweise hatte ich bei Vanessa das Gefühl nicht. Ist das nicht merkwürdig?“ Vielleicht hast du indirekt ja schon damals gewusst dass sie so hinterhältig ist, sagte aber: „Ja ein bisschen.“
Hoffe es hat euch gemundet. Bis zum nächsten Mal. PS: Missing DD ich habe mich sehr über deinen ersten Komi gefreut - aber auch über die Anderen.
Das Mutter-Tochter-Gespräch geht in die zweite Runde. Viel Spaß!
„Aber jetzt wechseln wir wieder das Thema. Wie kommt es dass du hier bist?“ „Naja ich habe es ja schon sehr lange bereut euch verlassen zu haben, habe mich aber nie getraut wieder nach Hause zu kommen, da ich mich so geschämt habe.“ „Ach Margarethe. Du hättest dich doch nicht schämen brauchen. Jeder Mensch macht Fehler, ich bin da keine Ausnahme. Aber man macht gleich den Nächsten wenn man nicht versucht ihn rückgängig zu machen.“ „Du hast recht. Jetzt weiß ich das Gott sei Dank ja auch.“ „Wie kommt es dass du dich doch noch dazu entschieden hast?“ „Maja hat die Initiative ergriffen und ist alleine nach Berlin, nachdem mich Papa beim ersten Mal weg geschickt hat, wollte ich nämlich wieder aufgeben.“ „Wieso ersten Mal?“
Und so erzählte sie ihrer Mutter von ihrem ersten Berlinaufenthalt und diese war ganz und gar nicht begeistert darüber.
„Das ist nicht zu fassen. Wenn ich deinen Vater in die Hände kriege kann er sich schön auf einen längeren Krankenstand gefasst machen und dieses Mal gibt es niemanden der ihn gesund pflegt.“ „Mama er hat es bestimmt nicht böse gemeint. Apropo Papa er hat gemeint dass ihr euch getrennt habt und du jetzt bei seiner Exaffäre wohnst.“ „Oh wie ich höre hat er dir die Geschichte bereits erzählt.“ „Oh ja. DAS hat er.“ „Eh wie viel genau hat er dir gesagt?“ „Em ich würde mal sagen alles.“ „Oh nein, das heißt du weißt auch über ...“ „Die Dusche bescheid? Ja Mama das weiß ich und ich frage mich ernsthaft wie du das machen konntest – noch dazu mit jemanden der dein eigener Sohn hätte sein können.“ „Eh nun ja bei mir war es wohl der gleiche Grund wie bei deinem Vater. Durch ihn habe ich mich so jung und lebendig gefühlt.“ Gretchen stöhnte etwas auf. „Mama!“ „Ja was? Dein Vater hatte das Selbe gemacht.“ „Wie er hatte auch etwas mit nem jungen Teenager?“ fragte sie scherzeshalber. „Margarethe! Also wirklich. Du weißt doch was du meinst also könnten wir bitte das Thema wechseln.“ „Wie du willst. Wie kommt es dass du ausgerechnet mit Papas Ex wohnst?“ „Nun ja was soll ich sagen. Wir verstehen uns eben.“ „Das ist echt ungewöhnlich.“ „Bei uns war halt schon von Anfang an eine gewisse Spannung vorhanden.“ „Du meinst ihr wolltet euch schon immer gegenseitig am liebsten auf den Mond schießen?“ „Nein eher das Gegenteil. Eine Anziehungskraft.“ „Die hat die Welt im Allgemeinen Mama.“ „Eine unerklärliche Verbundenheit?!“ „Ja ihr hattet beide was mit Papa.“ „Lass es mich anders ausdrücken. Wir fühlten uns in der Nähe des jeweils anderen sehr wohl.“ „Du meinst freundschaftlich?“ „Ja das auch.“ „W Was meinst du mit ´das auch´?“
Bärbel zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Nun ja was soll ich sagen, es ist einfach so passiert.“ „Mama sag mir jetzt BITTE nicht das was ich denke was du meinst.“ „Na gut dann sag ich es dir eben nicht.“ „MMMAAAMMMAA. Jetzt sag mir nicht dass du und diese Elke ...“ „Na ja wo die Liebe eben hinfällt. Sieh es doch mal positiv. Jetzt hast du nicht nur deine Eltern zurück sondern eine Mutter dazu bekommen. Bei ihr bin ich so glücklich wie schon lange nicht mehr.“ Gretchen dachte über die Worte ihrer Mutter nach. Es war zwar ein komisches Gefühl dass ihre Eltern nicht nur getrennt sondern ihre eigene Mutter mit der Ex ihres Vaters zusammen war, aber sie würde sich daran gewöhnen. Schließlich waren sie im 21 Jahrhundert – die Welt wurde diesbezüglich ja immer moderner und wenn ihre Mutter happy war dann war sie das auch.
Deshalb nahm sie Bärbels Hände in ihre und meinte: „Es freut mich für dich das du glücklich und zufrieden bist Mama.“ „Danke mein Schatz. Sag mal wie sieht es denn bei dir aus? Wo ist dein Ehemann? Und wieso hast du deinen Ring nicht oben? Sag bloß du hast ihn verloren. Oder gegessen – das würde dir ähnlich sehen. Also Margarethe wie oft habe ich dir schon gesagt dass man immer sehen soll was man in den Mund nimmt.“ „Ehm Mama?!“ Versuchte Gretchen sie zu unterbrechen, scheiterte aber kläglich. „Na gut ich meinte damit eigentlich das Essen und nicht naja andere menschliche Dinge eben und so die man durch die Dunkelheit im Schlafzimmer nicht sehen kann.“ „Mama.“ „Das darfst du dann natürlich in den Mund nehmen. Aber auch das sollte so wie die Lebensmittel gewaschen sein. Das habe ich deinem Vater auch immer gesagt nachdem er und Klaus eine Party Tennis gespielt hatten. Bevor er da nicht duschen war musste er auf Zärtlichkeiten verzichten. „Mama.“ „Du weißt dass bei dem Wort ´Sauberkeit´ bei mir Ende im Gelände ist. Hmm. Vielleicht hatte er sich deswegen andere Frauen gesucht. Die dumm genug waren das alles mitzumachen.“ „MMMAAAAMMMMAA!!!!“
So eine kleine Nachtlecktüre gibts noch da ich Morgen keine Zeit zum posten haben werde. Viel Spaß damit!!! [OMG2]
Erst jetzt bemerkte Bärbel ihre Tochter.
„Ja eh ja was ist denn?“ „Mama ich möchte dich ja nicht enttäuschen aber ich bin nicht verheiratet.“ „Nicht? Ja aber“ „Nein das ist auch der Grund weshalb ich keinen Ehering trage.“ „Aber ihr werdet doch noch heiraten oder?“ „Wen heiratet Mama?“ fragte Maja, die sich jetzt auch dazugesellte. „Na ihren Freund.“ „Welchen Freund?“ „Wie welchen Freund?!“ „Naja ich “ „Nein Margarethe, tut mir das nicht an. Sag mir nicht dass du immer noch alleine bist. Kind willst du wirklich als einsamen Jungfer sterben?“ „Mama jetzt übertreib mal nicht.“ „Ich übertreibe nicht Margarethe, aber dein Vater und ich leben nunmal nicht ewig und Maja lebt irgendwann auch einmal ihr eigenes Leben. Kind willst du wirklich einmal ganz alleine da sitzen?“ „Nein Mama das will ich nicht.“ „Sag mir nicht du bist … Oh nein deswegen hattest du schon früher auch immer weg gesehen wenn ein nackter Mann im Fernsehen war. Du Du stehst nicht auf sie. Oh mein Gott deswegen hast du auch ein Kind adoptiert da du wusstest dass du sonst nie ein Kind haben würdest. Oh nein das überlebt mein Herz nicht. Ich werde nur dieses eine Enkel haben?!“ „Mama?!“ Doch so wie vorhin auch hörte sie nicht, sondern schlug sich die Hand vor den Mund und meinte „Und ich bin schuld.“ „Eh was?!“ „JA es ist meinte schuld dass du auf Frauen stehst. Das liegt in deinen Genen und die hast du von mir geerbt – oder von deinem Vater. Der steht ja auch auf Vielweiberei.“ „Mama ich denke dass ist nicht vererblich.“ „Nicht?“ „Nein.“ „Gott sei Dank. Das heißt dass ich nichts falsch gemacht habe. Ja aber wieso bist du denn dann eh anders?“ „Mama ich bin nicht anders!“ „Nicht?“ „Nein.“ „Ja aber wieso „ „Der Richtige war eben noch nicht dabei.“ „Danke Gott.“ meinte sie und betete ein wenig. „Mama du bist echt unmöglich.“ „Was? Ist es verboten der eigenen Tochter das Beste zu wünschen?“ „Ich möchte euch nicht unterbrechen aber ich habe Hunger.“
So Bewerbungsgespräch beendet - lief EIGENTLICH ganz gut. Mal schauen wies weiter geht. Und heute geht es weiter mit Bärbel, Maja und Gretchen weiter - und Elke kommt jetzt auch noch hinzu.
Nachdem Maja dann gegessen hatte, verbrachten die Drei gemeinsam noch einen schönen Nachmittag zusammen. Bärbel war es irgendwie nicht so wichtig zu wissen, warum ihre Tochter damals das Weite gesucht hatte, Hauptsache sie war wieder da.
Am späten Nachmittag meinte Bärbel dann: „Na kommt ihr Lieben. Ich mache euch das Gästezimmer fertig. Ihr müsst ja völlig erschöpft sein.“ „Eh Mama. Das ist nicht dein Haus. Meinst du nicht du solltest vorher nicht fragen, ob das okay ist?!“
Doch diese meinte nur: „Ach Elke wird schon nichts dagegen haben.“ „Wer ist Elke?“ fragte Maja. „Eh weißt du mein Schatz Elke ist nun ja ...“ „Omas Freundin. Und weil sich Oma und Opa etwas gestritten haben wohnt sie jetzt vorübergehend hier.“
Wenn man vom Teufel spricht. Genau in diesem Moment kam Elke herein und betrat mit einem „Bin wieder da. Wo ist denn meine zauberhafte Koch- und Putzfee?!“ das Wohnzimmer. „Oh du hast Besuch. Sehr erfreut. Ich bin Elke Fischer. Aber das wissen sie bestimmt schon.“ meinte sie und hielt Gretchen die Hand hin. Etwas verwirrt nahm diese die Geste an.
„Hättest du die Güte mir zu erklären wer deine Gäste sind?“ „Eh ja klar. Wie unhöflich von mir. Elke das sind mein Gretchen und Maja. Naja und umgekehrt halt.“ „WAS?! Das ist deine zweite Tochter?! Was für eine Überraschung. Hätte ich gewusst dass Besuch kommt hätte ich mir etwas anderes angezogen und wäre etwas früher hier gewesen. Eh Moment, ich gehe mich nur mal eben schnell umziehen.“ „Wegen uns brauchen sie sich keine Umstände machen Frau Fischer, wirklich nicht.“ „Nun lass sie doch. Vorher gibt sie doch eh keine Ruhe.“ „Ja da hat deine Mutter Recht. Ich bin gleich wieder da.“
Nachdem sich Elke etwas passenderes angezogen hatte, gesellte sie sich zu den anderen Damen.
„So da bin ich wieder. Also noch einmal von vorne.“ Sie reichte Gretchen die Hand und meinte „Freut mich sie kennen zu lernen. Selbstverständlich seid ihr heute unsere Gäste über Nacht.“ - „Danke Frau Fischer. Das ist wirklich sehr nett von ihnen. Aber bitte, sagen sie doch Gretchen.“ „Gut. Dann nennen sie mich doch bitte Elke.“
Nun ging sie auch auf Maja zu und gab ihr die Hand. „Hallo Kleine. Wie heißt du denn?“ „Hallo ich bin Maja.“ „Maja. Schöner Name. Und was genau hast du jetzt mit meiner Bärbel zu tun?“ „Ich bin ihre Enkeltochter irgendwie.“
Vielen Dank für die tollen Komis meine Lieben - habe mich sehr gefreut. Dafür bekommt ihr heute noch einen kleinen Teil.
Nach diesem Satz wurde Elke ganz weiß im Gesicht und schlug sich die Hand vor den Mund.„Großer Gott ich bin doch noch viel zu jung um Oma zu sein, noch dazu für ein (sie blickte Maja an) wie alt bist du nochmal?“ „Eh 10 ½.“ „Für ein 10 jähriges Mädchen. Bärbel Schatz ich fühle mich so alt. Hilf mir. Unternimm irgendetwas. Selbst dein Kind hat schon lange ein Kind. Ich merke wie die Zeit mich einholt. Sie verfliegt immer schneller. Genauso wie meine Jahre vergehen. Ich glaube ich schwinde dahin.“
Bärbel verdrehte die Augen und blickte in die fragenden Gesichter von Maja und Gretchen.
„Du Mama sag mal, kann es sein dass sie ein bisschen naja zugedröhnt ist?“ fragte Gretchen ihre Mutter flüsternd. „Ach nicht doch Kind. Das ist ihr normaler Zustand. Wenn sie zu ist macht sie immer viel verrücktere Sachen.“ „Oh. Na dann bin ich ja beruhigt.“ meinte Gretchen nicht ganz überzeugend. Mit wem hatte sich ihre Mutter da nur eingelassen?!
„Elke. Jetzt beruhige dich doch erst einmal.“ „Beruhigen? Wie soll ich mich denn bitteschön beruhigen? Ich habe durch diesen Schock bestimmt schon irgendwo eine Stressfalte bekommen.“ „Nein hast du nicht. Deine Faltenanzahl ist im Vergleich zu gestern immer noch die selbe.“ „Oh Gott sei “ - „Moment was hast du da eben gesagt?! Ich habe Falten. Großer Gott ich brauche eine Anti-Falten-Maske aber schnell.“ Maja grinste. „Ich hilft sowieso nicht.“ Gretchen meinte nur zu ihrer Tochter: „Maja. Benimm dich bitte etwas.“ „Nein nein das Kindchen hat recht. Das Zeug hilft sowieso nichts. Ich brauche sofort die Nummer von meinem Schönheitschirurgen. Schnell.“ „Aber ich dachte der wäre letzten Monat in Pension gegangen.“
„Achja. Dieser alte Sack. Na dann brauche ich eben einen Neuen. Dings äh(meinte Maja) du da. Du kennst dich doch bestimmt mit diesen Geräten aus, wo man tippen kann und so.“ „Sie meinen Handy?“ „Nein etwas anderes. Größer.“ „Computer vielleicht?“ „Ja genau das meine ich. Na dann weißt du doch auch bestimmt, wie man ihn benutzt und damit surft, oder?“ „Sicher. Eine Leichtigkeit. Aber wieso machen sie es nicht selber? Wissen sie nicht, wie es funktioniert?“ meinte Maja grinsend. „Kindchen. Denkst du etwa ich komme aus der Steinzeit?“ Mit drohenden Finger ging Elke auf Maja zu. „Sag jetzt besser nichts.“ meinte diese mit rauer Stimme, als sie merkte, dass Maja ansetzten wollte, etwas zu sagen. Nachdem diese es aber unterlassen hatte, fuhr Elke fort. „Nun Natürlich weiß ich wie das geht. Bin ja nicht von gestern. Aber mein Bärbelchen erlaubt es mir nicht.“ Die Angesprochene stöhnt genervt auf. „Wie oft denn noch Törtchen. Dieses Ding ist ein Elektrogerät. Und jedes Kind weiß, dass diese nicht mit Wasser in Berührung kommen dürfen. Also suche dir etwas anderes, wenn du unbedingt surfen willst. Wie wäre es mit dem Bügelbrett. Das hat doch die richtige Größe und Form.“
Sowohl Gretchen als auch Maja mussten sich ein Lachen sehr verkneifen. Elke hingegen lächelte Bärbel freundlich an: „Mäuschen ich bin froh, dass ich dich habe.“ Bärbel lächelte. „Aber manchmal treibst du mich in den Wahnsinn.“ Das Lächeln war verschwunden.
Hi Leute. Heut ist so schönes Wetter. Findet ihr nicht auch? Deshalb schenke ich euch einen neuen Teil. Arbeite gerade wieder an meiner FF und an einem leidenschaftlichen für Marc. Ja wohl jede von uns würde gerne in so einer Situation stecken oder nicht? So aber jetzt gehts erstmal mit Elke und co weiter. Viel Spaß!!!! Und danke noch mal über eure Komis und dass sich auch stille Leser gemeldet haben - habe mich sehr darüber gefreut.
„Jetzt sei doch nicht so grummelig. Du brauchst keinen Schönheitsfutzi. Für mich bist du auch so schön genug.“ „Oh Bärbelhäschen. Genau darum ertrage ich diese manchmal etwas nervenaufreibende Zeit mit dir. Im Nachhinein betrachtet bist du nämlich unersetzlich für mich. Gemeinsam überstehen wir den Schock, von heute auf morgen Großding geworden zu sein.“ „Och das hast du jetzt aber schön gesagt. Im Übrigen ist Maja nicht mein Enkelkind.“
Elke löste abrupt ihre bisherige Umarmung. „Nicht?“ „Nein. Naja zumindest nicht mein Leibliches. Maja wurde adoptiert.“ „Gott sei dank. Wieso hast du das denn nicht gleich gesagt?“ fragte sie etwas vorwurfsvoll. „Du hast nicht gefragt. Außerdem woher sollte ich wissen, dass das einen Unterschied machen würde!?“ „Na egal. Richten wir uns fürs Bett fertig.“, meinte Elke.
„Ihr seid echt schräg. Ist das bei euch beiden immer so?“ fragte Maja. „Eh nun ja eigentlich schon ja. Oder was meinst du Gourmettörtchen?“, meinte Bärbel und schaute Elke an. Diese zuckte nur mit den Schultern. In der Zwischenzeit hatte sich Maja ihren MP3-Player geholt und hörte etwas Musik.
„Heute war vielleicht ein anstrengender Tag. Wie ich mich schon auf das Bett freue.“ „Hmm wie wärs vorher mit einem kleinem Zwischenstopp im Whirlpool?“, fragte Elke. „Na da würde ich mich freuen, mein Gourmettörtchen.“
Gretchen räusperte sich. „Chrmchrm. Mama. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du deine Freundin mit dem Vornamen ansprechen würdest.“ Bärbel blickte sie daraufhin nur fragend an. Gretchen wiederum deutete mit Kopf Richtung Maja. „Nun mach dich doch nicht gleich ins Hemd. Die hört gerade sowieso Musik auf ihrem Kassettenrekorder.“
Doch selbst mit einer solchen Lautstärke konnte Maja anscheinend alles hören. „Das ist ein MP3-Player Oma und ich höre dich laut und deutlich. Und Mama, ich habs eh schon längst gewusst.“ „Eh was gewusst?“ „Na dass Elke Omas Freundin ist.“ „Ja genau. Sie sind gute Kumpels.“ „Das meinte ich nicht. Ich meinte so richtig zusammen. Ich frage mich wie es Opa dabei ging. Muss einem Mann ziemlich auf den Keks gehen, wenn die eigene Frau ihn wegen seiner anderen Freundin sitzen lässt.“ „Und woher weißt du das bitteschön?“ fragte Gretchen sie. „Na Omas Augen haben so doll geleutet als sie von Elke gesprochen hat.“
Gretchen war es ja nicht anders gewohnt von ihrer kleinen Maus. Aber die anderen beiden blickten Maja an, als ob sie von einem anderen Stern kommt.
„Wer ist das Kind bitte?“ fragte Elke „Meine Tochter die jetzt gleich ins Bett geht.“ „Och menno. Mama bitte.“ „Kein aber. Morgen musst du bald raus.“ „Okay. Vorher hab ich aber noch eine Frage.“ „Na gut. Dann stell sie.“ „Wie können Oma und ihre Freundin das Gleiche machen wie du und David immer?“
Gretchen antwortete nur „Maja es ist genau das Selbe und jetzt ab ins Bett.“ „Nein ist es nicht. Oder ist eine von den beiden ein Mann der verkleidet ist?“ „Maja ab ins Bett!“ meinte Gretchen jetzt schon im Befehlston. „Och menno. Dann schau ich eben im Computer nach oder ich frag Onkel David.“ „Du wirst weder das Eine, noch das Andere machen, verstanden?!“ „Jaja.“ meinte diese und ging sich die Zähne putzen.
Tschau bis morgen. Hoffe ich bekomme das Buch bzw. die 2 Bücher die ich haben will. Drückt mir die Daumen ihr Lieben.
So Leute da ich Greta ja so quäle und sie als einzige Entschuldigung nur das Schnell-weiter-Lesen gelten lässt gibts hier den nächsten Festschmauß.
Ihr könnt euch alle dafür bei meiner lieben Greta-Maus bedanken. Viel Spaß damit!
Gretchen stöhnte etwas genervt auf. Dieses Kind mit ihrem Wissen brachte sie eines Tages noch um den Verstand.
„Tut mir leid. Sie ist eben direkt. Ich gehe dann auch einmal schlafen und lass euch eure Ruhe, damit ihr noch (Bei dem Gedanken wurde Gretchen gleich rot im Gesicht) baden und … andere ... eh … Sachen machen könnt.“ „Ist schon gut. Das Kind gefällt mir. Aber ich frage mich von wem sie das hat!“, meinte Bärbel Nun mischte sich auch Elke ein. „Stimmt. Von deiner Tochter schon einmal nicht. Wenn sie wirklich so prüde ist wie es scheint.“ „Sie ist nicht nur prüde sondern auch manchmal etwas verpeilt!“
„Mama ich bin nicht so. Nur weil ich eben nicht über du weißt schon was reden will heißt das nicht dass ich verklemmt bin.“ „Doch das heißt es. Siehst du. Du kannst es ja noch nicht einmal aussprechen, was Elke und ich gleich machen werden.“ „So genau wollte ich das gar nicht wissen.“ „Ach wieso denn nicht? Ist doch etwas ganz natürliches, wenn man sich liebt. Da hat man eben seine menschlichen Bedürfnisse und die sollte man nachgehen. Es ist doch wunderschön.“
Elke stimmte ihr zu. „Oh ja. Da hast du recht. Wenn man den anderen streichelt und sich gegenseitig mit den Fingern und anderen Hilfsmitteln verwöhnt. Kaum zu glauben welche Flexibilität man bei einer Frau benötigt.“
„Danke. Jetzt kriege ich das Bild so schnell nicht mehr aus meinem Kopf.“ meinte Gretchen mit verzogenem Gesichtsausdruck.
„Kind jetzt sei doch nicht so. Lass dich lieber einmal gehen und lasse dich auf Abenteuer ein. Du wirst sehen dass es sehr viel Spaß machen kann.“
Nachdem Bärbel zu Ende gesprochen hatte, hörten die drei ein leises Gekicher.
Gretchen ging schnell zu dem Geräusch hin und sah Maja, die sich hinter der Wand versteckt hatte. „Cool. Ich wusste gar nicht dass das auch geht.“ meinte sie und blickte auf ihre Finger. „Maja! Ab ins Bett!“, meinte Gretchen streng. „Bin schon weg. Jetzt weiß ich ja das, was ich wissen wollte.“
„Tut mir einen Gefallen und verzichtet heute mal auf Sport.“ „Wieso Sport?“ Bärbel blickte Elke fragend an. Diese zog die Augenbrauen hoch und schaute Bärbel so lange an, bis selbst ihr der Groschen fiel. „Oh“ war das Einzige was sie sagte.
„Ja Mama. Jetzt weißt du von wem ich diese Verpeiltheit habe.“ „Ich verspreche dass wir uns heute Nacht zügeln werden und uns nicht unserer ... .“, meinte Elke freundlich. „Leidenschaft hingeben?!“ beendete Maja den Satz grinsend.
Elke bemerkte dies und fragte: „Sag von wem hast du bitte das ganze Wissen?“ „Teilweise vom Fernsehen und Internet. Teilweise von Onkel David.“
„Wer ist David?“ fragte Bärbel sofort ihre Tochter.
da ich morgen keine zeit haben werde zu posten gibts den neuen teil bereits heute. hinke in letzter zeit mit dem schreiben etwas hinterher also wundert euch nicht wenn erst übermorgen oder noch etwas länger etwas kommt - aber diese woche ganz bestimmt wieder, versprochen. Unser liebes Gretchen kann nicht schlafen - hmm. was macht sie da denn nur? Oh oh - ich sag nur vorsicht heiß! Jedenfalls bald - ich wollte eigenlich noch damit warten aber ich kann euch nicht mehr so lange quälen. von mir gibts nur noch eines zu sagen: viel spaß damit!!!
Gretchen geriet in Erklärungsnot. „David … eh … David ist ein … eh … Freund.“ „Ein einfacher Freund?“ fragte Bärbel hartnäckig nach und zog dabei ihre Augenbrauen hoch. „Ja David ist nur ein Freund.“ meinte diese bestätigend. „mit dem sie das Bett ab und zu mal teilt.“ „Ach interessant.“, meinte Bärbel „Mama es ist nicht so wie du denkst! David ist wirklich nur ein Freund und zwar mein Bester. Manchmal ist er eben länger auf Besuch, und bleibt eben über Nacht und da schläft er halt bei mir im Bett.“ „und auch mit ihr.“ stellte Maja richtig und gab somit die Information die Bärbel haben wollte.
„Margarethe. Ich wusste gar nicht dass du einen Freund hast.“ „Mama wir sind nicht zusammen!“ „Na gut dann Fast-Freund.“
„Maja. Musstest du das unbedingt sagen?“ „Ja. Man soll seine Eltern nicht anlügen.“ „Da hat sie recht“, meinte Bärbel. „Von wem hast du den Blödsinn denn bitte gelernt?!“ fragte Gretchen, ohne groß darüber nachzudenken, da ihr die jetzige Situation mehr als peinlich war. „Von dir!“ „Oh. Eh ja das stimmt auch aber manchmal ist eine kleine Notlüge nicht schlimm. Und wenn man ein mal eine Kleinigkeit verschweigt ist es kein Lügen. Verstehst du?“
Maja verstand und nickte.
„Gut. So und jetzt gehen wir beide schön ins Bett. Morgen früh geht unser Zug.“ „Was?! Morgen früh schon? Aber ihr könnt uns doch nicht so einfach wieder verlassen!“ „Mama wir müssen wieder zurück. Ich muss zur Arbeit und Maja müsste schon längst wieder in der Schule sein.“ „Ja aber ...“ „Wir kommen dich so schnell es geht besuchen.“
Bärbel stiegen die Tränen in die Augen. Sie umarmte ihre Tochter ganz fest und fragte: „Versprochen?“ „Versprochen!“ bestätigte ihre Tochter und erwiderte die Umarmung. Und so ging das Licht im Fischer-Haus aus. Nur eine Person konnte in dieser einen Nacht nicht schlafen. Gretchen Haase konnte nicht im Geringsten einschlafen – egal was sie versuchte es klappte einfach nicht. Zu sehr kreisten die Fragen in ihrem Kopf herum.
Nach langem hin und her überlegen beschloss sie einen kleinen Spaziergang zu machen. Ohne sich groß Gedanken zu machen machte sie einen Schritt nach dem anderen, ohne zu wissen wohin ihr Weg sie führte. Sie ließ sich nur von ihrem Instinkt leiten, und dieser führte sie zu einem bestimmten Haus. Vor der Haustür blieb sie unschlüssig stehen und dachte über die Konsequenzen nach. Sollte sie wirklich über ihren Schatten springen? War es falsch was sie hier gerade tat? Sie wusste es nicht – das Einzige was sie wusste war dass sie ihr Herz hierher geführt hatte und das hatte sie selten getäuscht. Mit allem Mut betätigte sie – trotz später Stunde – die Klingel.
Nur ein paar Minuten später ertönte eine Stimme aus dem Haus. „Sagen sie mal haben sie sie nicht mehr alle? Wer zur Hölle stört mich bitteschön mitten in der Nacht?! Eines sage ich ihnen sollte es nicht wichtig sein sprich dass jemand in Lebensgefahr schwebt dann suchen sie lieber gleich das Weite!!!“ „Hey ich bin es.“ „Und wer genau ist jetzt ich?“ fragte die andere Person genervt.
„Gretchen. Gretchen Haase alias Hasenzahn. Kann ich vielleicht raufkommen?“ „Ah was verschafft mir die Ehre?“ „Ich naja weiß nicht genau es ist nur so dass naja ach keine Ahnung. Ich konnte nicht schlafen und mein Weg führte mich hier her.“ „Soll heißen dass du es dir anders überlegt hast?!“ „Ich habe lang darüber nachgedacht und ja, das habe ich. Kann ich jetzt raufkommen?“ „Immer wieder gerne.“ - „Na dann kann die Party ja anfangen.“
Wo hat gretchen ihr Herz sie wohl geführt? Na willst ihr es? Hoffe es gefällt euch - diese Idee kam ganz spontan.