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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Feedback der Fans
Josiline Offline

Mitglied

Beiträge: 8

28.11.2011 19:07
Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Habe mal eine Frage, hat vielleicht jemand die jeweiligen Abschlusssätze von Gretchen mitgeschrieben oder so ? ich finde die so schön und traurig :(

Danke im Vorraus ... :)

Don Offline

Mitglied

Beiträge: 15

31.01.2012 17:03
#2 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Ich finde die auch sehr schoen.

Hasenzahn Offline

Mitglied


Beiträge: 367

17.05.2012 18:22
#3 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Ich fand die Schlussworte selbst so schön, deswegen bin ich auch gerade dabei, sie aufzuschreiben. Den Rest muss ich erst noch abtippen, da ich es per Hand in mein Zitatebuch geschrieben hab.

Hier also schonmal Staffel 1:


Es ist nicht bewiesen, aber wer genau auf sein Herz hört, weiß, was er fühlt. Stolz, dass man etwas richtig gemacht hat. Freude, weil man ein Leben gerettet hat. Oder Zweifel, ob man jemals eins hatte. Eine bittere Erinnerung an den Menschen, der es gebrochen hat. Eine unheimliche Leere, weil man nie wirklich geliebt hat. Hilflose Wut, weil man nicht weiß, ob das gebrochene Herz jemals wieder heilen wird.
Aber wenn man ganz fest dran glaubt kann man die Scherben kleben. Man weiß nur nie, wie lange es dauern kann, bis ein neuer Platz im Herzen frei wird und wer ihn einnehmen wird.


Jeder Mensch hat einen Traum. Der Traum von einem Leben zu zweit. Der Traum, ein neues Leben anzufangen. Oder der Traum, das alte endlich hinter sich zu lassen.
So mancher Traum allerdings entpuppt sich als Alptraum, aus dem man aufwachen möchte, so schnell wie möglich.
Tja, wir können uns eben nicht aussuchen, welche Träume Wirklichkeit werden, wir können nur hoffen. Denn manchmal passieren Wunder genau dann, wenn wir nicht mehr mit ihnen rechnen.


Wir alle haben Angst vor dem Bild, das sich andere von uns machen, dabei haben wir es selbst in der Hand, ob wir als einsames Porträt in schwarz-weiß enden oder ob wir auf ein Gruppenfoto gehören. Wir entscheiden, ob wir schüchtern ins Blitzlicht blinzeln oder ob es der Schnappschuss eines Kämpfers wird.
Und selbst wenn die meisten Fotos bescheuert aussehen, auf einem Abzug entdecken wir es dann, das Schöne, Kluge, Mutige in uns, das wir schon fast vergessen hatten.


Was wir letzten Endes haben ist das Gegenteil von dem, was wir wollen. Ein Grund traurig zu sein? Oder ist die schreckliche Wahrheit nicht das, wonach wir heimlich suchen? Auch wenn wir zu viel Angst haben es zuzugeben, endlich den Beweis zu haben, wie schlecht ein Mensch wirklich ist. Zu spüren, dass zu viel zerbrochen ist, um tiefe Gefühle empfinden zu können. Zu akzeptieren, dass Liebe stärker ist als der Tod.
Aber genauso ist es auch die Wahrheit, dass die wahre Liebe nie den direkten Weg geht. Sonst wäre das Leben vermutlich auch zu einfach.


Jeder von uns hat Geheimnisse, aber jeder von uns hat ein großes, über das wir nicht mal mit uns selbst reden. Aber wenn der Moment kommt und wir unser Innerstes nach außen gekehrt haben, gibt es kein Zurück mehr. Es geht nur noch vorwärts, vorwärts in die Freiheit, die man nie wollte. Vorwärts in die Liebe, in der bekanntlich alle Mittel erlaubt sind. Oder vorwärts ins Glück, dem noch einiges im Weg stand.



Es ist ja gar nicht die Hausarbeit, die Frauen frühzeitig altern lässt. Es ist die Suche nach dem Traummann, die fast immer nur ein Ende kennt, den Kompromiss.
Kein Mann ist perfekt, sagen wir uns. Ich werde keinen anderen mehr finden außer ihn, denken wir. Der kann garantiert Lampen anbringen, freuen wir uns. Er wird mich schon irgendwann so behandeln, wie ich es verdient habe, hoffen wir.
Und wenn wir einen sehr weisen Moment haben, spüren wir, dass er im Grunde nicht viel komplizierter ist als wir. Wir spüren, dass wir ihn gar nicht ändern müssen, denn wir selbst sind vielleicht gar nicht besser.


Kinder zu haben bedeutet Vergangenheit zu haben. Und Eltern, die Vergangenheit haben, streiten und verletzen sich. Aber wenn es ernst wird halten sie zusammen.
Vielleicht ist es Zufall, vielleicht auch ein Trick der Evolution, dass schon ein ungeborenes Kind seinen Eltern gemeinsame Erlebnisse beschert. Erlebnisse, die Mann und Frau unfreiwillig, aber unwiderruflich zusammenschweißen. Man sollte sich also gut überlegen, ob man einen Keil zwischen Eltern treibt oder ob man sich in einen Vater verlieben sollte. Denn es besteht die Gefahr, dass man nie die Einzige sein wird, die in seinem Herzen wohnt.


Sich in ein Märchen zu träumen bedeutet nicht nur Glück, Reichtum und Liebe. Nein, Märchen sind auch immer grausam.
Wollen wir wirklich die bösen Stiefschwestern erleben, die sich eher den Fuß abhacken würden, als den Prinzen an Aschenputtel zu verlieren? Wollen wir den kalten Hauch des Todes im Nacken spüren, der ungerecht wütet und uns plötzlich vom Schönen zum Biest macht? Können wir wirklich so brav und moralisch sein, dass wir unserem Liebsten alles verzeihen und weiter Haus und Hof mit ihm teilen, so wie wir es vor Gott versprochen haben?
Wir können aufgeben und die Welt verfluchen, ein dunkler aussichtsloser Ort geworden zu sein. Oder wir können uns auf den Hauch Magie besinnen, den wir immer wieder selbst erleben. Denn es gibt sie noch, die Aschenputtel, die Erbse und Schürze gegen ein Abenteuer tauschen. Sie reiten noch, die tapferen Prinzen, die ihr Dornröschen nach Hause bringen. Sie lieben sich noch, die holden Königskinder, die nur darauf warten, dass der Bann zwischen ihnen gebrochen wird, mit dem das Böse sie belegt hat.
Ja, solange es Magie gibt, wird es auch Happy Ends geben. Gut, vielleicht nicht von einer Sekunde auf die andere, aber irgendwann.
Und bis dahin gilt: Tapfer bleiben, niemals die Hoffnung aufgeben und bloß keine Kalorien zählen.


"Manchmal passieren Wunder genau dann, wenn wir nicht mehr mit ihnen rechnen."

Hasenzahn Offline

Mitglied


Beiträge: 367

17.05.2012 21:19
#4 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Staffel 2

Irgendwann ändern wir uns dann nämlich doch. Wir werden stark und sagen ihm „Leb' wohl“. Wir besiegen unseren Wunsch nach Rache, denn es geht nicht länger nur um uns allein. Wir geben ihn auf, den Kampf um die Richtige und geben uns der Falschen geschlagen. Wir beschließen, dass wir jetzt ganz brav sind. Aber nicht alle Dummheiten lassen sich so einfach vergessen. Wir ahnen, dass wir jemandem weh getan haben, der eigentlich nur unser Bestes wollte. Einige von uns verändern sich auch gar nicht, sie waren schon immer jemand anderes, als wir gedacht haben. Aber immer dann, wenn wir das Gefühl haben, wir haben verloren, schickt uns jemand ein Zeichen, als ob er uns sagen wollte, dass unser Abenteuer noch nicht zu Ende ist.


Es gibt Momente, in denen wir uns erinnern, wer wir waren. Wir waren wild und ließen uns nicht vorschreiben, wer oder was wichtig für uns war. Wir erinnern uns, dass wir neu anfangen wollten – ohne Männer. Und wir bereuen, uns für die Falsche entschieden zu haben.


Je mehr wir über die Menschen wissen, umso lieber haben wir sie oder umso mehr gönnen wir ihnen ein bisschen Strafe.
Einige Details wollen wir lieber nie erfahren, denn auf einmal stehen wir alleine da, ohne Frau, ohne Kind oder ohne Altersversorgung, was unsere Ehe erneut in Gefahr bringen würde.
Aber egal welches Geheimnis sie vor uns verbergen, sie bleiben die Menschen, die wir über alles lieben. Und für die Liebe tut eine Frau bekanntlich alles.


Tja, die Träume unserer Kindheit, irgendwann platzen sie und die geplante Zukunft zerfällt wie Staub. Vielleicht ist alles gar nicht wahr, vielleicht schlafen wir immer noch und all die absurden Dinge sind nur ein blöder Traum. Und wenn wir wach werden ist alles schön, weil jemand auf uns wartet, jemand, dem wir wichtig sind, jemand, den wir gar nicht richtig kannten, jemand, der eine zweite Chance verdient hat.


Ja, der ewige Wettkampf des Lebens. Jeder will Sieger sein, aber wo Gewinner jubeln, bleiben auch Verlierer auf der Strecke.
Ja, es weht ein kalter Wind im Wettkampf des Lebens, ein bitterkalter Wind, aber an soll nie aufgeben. Wer weiß, wer den Frühling bringen wird.


Wenn das Leben ein Kitschroman wäre, würde die Welt wohl anders aussehen.
Das Geld läge auf der Straße, Männer würden zu ihren Gefühlen stehen und Frauen würden sich von Fastfood fernhalten.


Ja, wir bleiben Schüler. Das ganze Leben lang müssen wir Fragen beantworten, im besten Fall mit dem Herzen.



An manchen Tagen fragen wir uns: „Was wäre wohl aus uns geworden, wenn der letzte Tag nie geschehen wäre?“
Wir hätten ihn nicht geküsst, den Mann, der uns vom einfachen Mädchen von nebenan zu einer Prinzessin gemacht hat.
Wir hätten sie nicht gefragt, die Frau, die sich in den verliebt hat, der wir lange nicht mehr waren und der wir trotzdem nie wieder sein können.
Ja, die Tage, die alles verändern, können uns aus dem Gefühl, eine Zukunft zu haben, ins kalte Nichts katapultieren. Im besten Fall wissen wir aber endlich, dass wir Gefühle haben. Und Gefühle sollte man raus lassen.


"Manchmal passieren Wunder genau dann, wenn wir nicht mehr mit ihnen rechnen."

Jelika Offline

Mitglied


Beiträge: 452

17.05.2012 23:15
#5 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Dankeschön Hasenzahn!!! Das ist echt ne tolle Idee, ich finde diese Abschlusssätze nämlich auch der Hammer!Image and video hosting by TinyPic

Hasenzahn Offline

Mitglied


Beiträge: 367

18.05.2012 16:43
#6 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Staffel 3

Zeitmaschinen sollten grundsätzlich verboten werden. Sie sind Spielverderber. Wäre doch langweilig, wenn wir wüssten, was passiert. Wir würden uns nicht mehr freuen, wenn uns jemand eine zweite Chance gibt. Wir wären nicht mehr überrascht, dass wir mal wieder die Arschkarte gezogen haben. Wir würden schon vorher wissen, wenn wir mal wieder Pech in der Liebe haben würden.
Ja, wir wissen nicht, was noch geschehen wird, aber zu träumen, dass es gut ausgeht für uns und zu hoffen, dass es den Richtigen gibt, ist das schönste Gefühl.


Die moderne Technik bringt eben doch nicht nur Freude in unsere Leben. Für jedes neue Medikament stirbt ein Versuchskaninchen. Eine einzige SMS kann tiefer treffen als ein Messerstich. Und es tat weh, so weh, dass ich wusste, dass er mir viel mehr bedeutete, als ich jemals zugeben würde.


Ein Blick kann vieles sagen.Wir haben verloren. Du gehörst mir. Du wirst sie mir nicht wegnehmen. Du hast sie unterschätzt. Wir genießen unsere zweite Chance.
Jetzt zeig ich's allen und mir auch.


Nicht alle unsere Wunden sind sichtbar. Die in unserer Seele bluten oft jahrelang. Wenn es jemand spürt stoßen wir ihn lieber weg als zuzugeben, dass uns etwas wehtut, etwas, das lange her ist, etwas, das uns seit Jahren davon abhält ein eigenes Leben zu führen, wonach wir uns so sehr gesehnt haben und um das wir kämpfen werden.
Aber einige von uns haben lange genug gekämpft, um ihn und um die große Liebe. Und irgendwann müssen wir einsehen, dass da Schicksal vielleicht eine ganz andere Zukunft für uns vorgesehen hat, eine Zukunft ganz alleine.


Ja, das erste Mal, es ist etwas besonderes. Aber es bleibt nicht das letzte Mal. Das Leben ist voller neuer Anfänge. Was ist schon das erste Mal zum ersten richtig tiefen Blick, den man sich zuwirft? Er kann so viel sagen. Sowas wie „Wir sind eine Familie.“, „Schonmal was mit einem Arzt gehabt?“, „Hab ich meine gute Unterwäsche eingepackt?“, „Du kannst mir vertrauen.“ oder einfach nur: ICH LIEBE DICH! ♥


"Manchmal passieren Wunder genau dann, wenn wir nicht mehr mit ihnen rechnen."

Schoki Schokolade Offline

Mitglied

Beiträge: 1.730

02.06.2012 14:32
#7 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Auch ein Danke von mir Hasenzahn. Ich liebe die "Abschlusssätze" total...!


LenaHase Offline

Mitglied


Beiträge: 10

13.05.2015 10:20
#8 RE: Abschlussworte Gretchen Zitat · antworten

Ich finde genau das macht die Serie zu etwas ganz Besonderem! Wenn Gretchen am Ende jeder Folge "ihr Fazit" über das Leben zieht und selbst noch so negativen Ereignissen bzw. Situationen etwas Positives abgewinnen kann. Darin, was sie sagt, erkenne ich mich oft selbst. Ich finde es sollte mehr Serien geben, die Humor und Sinnhaftigkeit auf eine diese Art und Weise miteinander verbinden :)

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