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Dieses Thema hat 185 Antworten
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 Erfindet eure eigene Fortsetzung !
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Olivia<3 Offline

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Beiträge: 1.373

26.08.2011 11:08
#26 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hab mich echt über die Kommentare von euch gefreut!
Hier ist dann auch schon der nächste Teil!
Hoffe es gefällt euch!
Olivia


Die beiden verbrachten noch eine schöne Zeit in der Stadt, um dann gen Nachmittag zurück ins Hotel zu kehren.
„Marc, gehen wir gleich noch mal an den Strand?“ bettelte Gretchen.
„Können wir.“ sagte er erschöpft und stellte die schweren Einkaufstüten ab.
So machten sich die beiden wieder auf den Weg an den Strand. Gretchen steuerte diesmal direkt auf die Strandkörbe zu, denn auch sie war von dem ausgiebigen Bummel durch die Stadt etwas erschöpft.
Sofort ließ sie sich in den nächstbesten Strandkorb fallen. Marc tat es ihr nach.
„Marc, das ist der schönste Urlaub, den ich je hatte!“ murmelte sie ihm zu.
„Hmm“ bejahte er ihre Aussage und strich ihr eine Locke aus dem Gesicht.
Eine Weile lagen sie schweigend aneinandergeschmiegt dort und schwiegen. Beide genossen die Nähe des anderen. Gretchen konnte sein Herz schlagen hören, das gleichmäßige pumpen beruhigte sie. Gedankenverloren strich Marc ihr immer wieder durchs Haar.
Nein, um keinen Preis der Welt gebe ich sie jemals wieder her! Niemals!
Er ließ all die Erinnerungen die er mit ihr hatte an sich vorbeiziehen und stellte sich vor, wie es weiter gehen würde mit den beiden. Er malte ich seine Zukunft aus, so wie sie ihm gefiel.
Er seufzte.
„Alles okay?“ fragte Gretchen, die sein Seufzen mitbekommen hatte.
„Hmm?...Alles bestens.“ murmelte er.
„Hast du etwa geträumt?“
„Ich? Nee..“ versuchte er sich zu verteidigen, ein Marc Meier träumt doch nicht!
„Nein gra nicht..“ Sie wusste, dass er in Gedanken war und sie musste in sich hinein lächeln.
Und er wirft mir vor, ich wäre verklemmt, dabei ist er verschlossener, als ne Schatztruhe. Aber er ist ja auch mein allerliebster Schatz!
Sie lächelte ihn verliebt an.
„Woran denkst du?“ fragte er verschmitzt.
Hmm, daran dass du verschlossener bist als ne Schatztruhe und cooler als ne Kühltruhe.
Aber das konnte sie ihm ja unmöglich sagen.
„Hmm, an...“ sie stotterte.
„Gibs doch zu, dass du an den Besten der Besten gedacht hast!“ er lächelte sie mit seinem Meier-Grinsen an.
„An wen? An Gott?“ Sie grinste, sein Ego war einfach auch zu überdimensional!
„Na an mich natürlich!“ Er nahm sie in den Arm und küsste sie.
Na, der beste Küsser ist er ja...
Sie küssten sich noch eine Weile, bis sie von einem Ball getroffen wurden.
„Hey!“ rief Marc auch schon, „Wer war das?“
„Marc, das war nur ein Ball!“ beschwichtigte Gretchen ihn.
Ein kleines Mädchen und ein Junge erschienen in seiner Blickfläche.
„Entschuldigung...Kannst du uns unseren Ball wieder geben?“ fragte das kleine Mädchen schüchtern.
Gretchen warf ihnen den Ball zu.
„Wo sind denn eure Eltern?“ fragte Marc, der sich wieder beruhigt hatte.
„Da drüben!“ Der junge zeigte auf die zwei Eltern, die auf ihre Kinder zu liefen:
„Tommy, Lisa, was habt ihr denn jetzt schon wieder angestellt?“ fragte die Mutter auch schon besorgt.
„Gudrun!“ rief Gretchen auch schon der Mutter zu. Denn die Mutter der beiden Kinder, war niemand anderes, als Gudrun, eine ehemalige Mitschülerin von Gretchen.
„Gretchen!“, und nach einem Blick auf Marc, „Marc, bist du das?“
„Ja, wer denn sonst?“ fragte er frech.
„Was macht ihr denn hier?“ fragte Gretchen.
„Wir sind doch im Urlaub! Der Michael und ich, und das sind unsere beiden Kinder Tommy und Lisa.“ erklärte sie, „Und was machst du hier, und dann auch noch mit Marc Meier?“
„Das gleiche wie ihr? Urlaub!“ meinte Gretchen.
„Du und Marc? Hätte ich nie gedacht, er war doch immer so gemein zu dir!“ fragte Gudrun verwundert.
„Ja, aber Zeiten ändern sich, er hat sich echt verändert.“ erklärte Gretchen ihr.
„Ja, ich hab gehört, dass er jetzt Oberarzt in Berlin ist, stimmt das?“ fragte Gudrun.
„Ja, er ist dazu auch noch mein Oberarzt!“ Gretchen lächelte.
Marc bekam von dem ganzen Gespräch nichts mit, denn er hatte sich von den beiden Kindern und dem Vater der beiden überreden lassen mit ihnen Fußball zu spielen. Und er spielte lieben mit den kleinen Gören Fußball, als sich die langweiligen Tratschgeschichten seiner Freundin anzuhören.
Die beiden Frauen lachten.
„Und du bist jetzt richtig mit ihm zusammen? Mit Marc Meier, dem coolsten Typen der Schule?“ fragte Gudrun ungläubig,
„Ja, so könnte man das sagen!“ Gretchen musste zugeben, sie war schon ein wenig stolz darauf mit Marc zusammen zu sein.
„Ja, das freut mich! Wo er doch immer so gemein war!“ sie lächelte, „habt ihr nicht auch geheiratet, das meinte Susanne zu mindest!“
„Nee, haben wir nicht, geheiratet habe ich jemand anderes, aber das ist Geschichte, er war ein Betrüger und Schwerverbrecher.“ Wieder kam die ganze Geschichte mit Frank wieder hoch. Sie schluckte.
„Das muss schrecklich gewesen sein!“ mitfühlend legte Gudrun ihr eine Hand auf den Arm.
„Nee, es geht schon, und dann kam ja Marc, also eigentlich war er ja schon früher da, aber dann bin ich erst mit ihm zusammen gekommen!“ Sie lächelte bei dem Gedanken an die Szene am Flughafen und die unbeschreibliche Nacht davor.
„Wenigstens etwas!“ meinte Gudrun, sie war schon ein wenig eifersüchtig auf Gretchen, denn Marc war schließlich der begehrteste Junge der ganzen Schule, und ausgerechnet Gretchen bekam ihn ab, aber sie gönnte es ihr, außerdem hatte sie ja Michael und ihre zwei Kinder.
„Und, wie hast du Michael kennen gelernt?“ fragte Gretchen schließlich neugierig.
„Er war zwei Klassen über mir und wir haben später zusammen Psychologie studiert, da haben wir uns dann näher kennen gelernt und vorletztes Jahr haben wir dann geheiratet!“
„Nee, ans Heiraten ist bei uns noch nicht zu denken, ist ja alles noch relativ frisch.“ Gretchen lächelte.
„Das wird schon noch!“ sprach Gudrun ihr Mut zu.
„Und in welchem Hotel seid ihr?“ fragte Gretchen dann.
„Wir haben eine Ferienwohnung in Morsum!“ erklärte Gudrun, „Hotelurlaub mit den beiden kleinen geht nicht, und ihr?“
„Hier direkt am Strand, in dem kleinen Hotel.“ Gretchen zeigte auf das Gebäude.
„Sieht doch ganz nett aus!“ meinte Gudrun.
In dem Moment kam Marc auf die beiden Frauen zu, das Fußballspiel hatte ein Ende gefunden, weil kurz vor einem grandiosen Tor von Marc Meier, Lisa ins Wasser gefallen war, zwar nicht richtig, aber immerhin war sie nass genug, um nicht weiter spielen zu können.
„Was ist passiert?“ fragte Gudrun ihren Mann, als sie die nasse Lisa sah.
„Kleiner Sportunfall“ Michael lächelte seine Frau an und gab ihr eine Kuss.
„Mama, der Marc kann echt toll Fußball spielen!“ erklärte der kleine Tommy seiner Mutter, „Der hat sogar zwei Tore gemacht, aber dann ist die Lisa ins Wasser gefallen!“
„Schön, dass ihr so viel Spaß hattet!“ meinte Gudrun, und drückte Tommy an sich.
Hach, das Familienleben ist doch soooo schön, wenn ich ehrlich bin, hätte ich das auch alles gerne, mit Marc...
Sie war schon wieder in Gedanken.
Aber schon stellte sich Marc hinter seine Freundin und legte die Arme um ihre Hüften.
„Ist das deine Freundin?“ fragte Lisa neugierig.
„Ja, das ist meine Freundin!“ meinte Marc und lächelte.
Macht ihm Familie doch Spaß? Er ist doch sonst nicht so kinderfreundlich!
„Wir müssen dann jetzt auch wieder gehen,“ verabschiedete sich Gudrun, „Wir haben nämlich keine Wechselsachen mit, und Lisa ist komplett durchnässt!“ Sie nahm die kleine auf den Arm.
„Gut, vielleicht sehen wir uns ja nochmal!“ meinte Gretchen.
„Bestimmt! Hier ist auch meine Handynummer, dann kannst du mich ja mal anrufen!“ Gudrun drückte Gretchen einen Zettel in die Hand.
„Danke, bis demnächst!“
Gretchen und Marc verabschiedeten sich von der kleinen Familie.
Dann waren sie wieder allein.
„Und hat das Fußballspielen Spaß gemacht?“ neckte sie ihren Freund.
„Vielleicht!“ er grinste.
„So offen heute? Was Familie betrifft?“ Sie musste lachen.
„Hmm“ murmelte er, er hatte gemerkt, dass es das war, was er immer vermisst hatte, als Kind. Seine Mutter oder sein Vater hatte nie mit ihm gespielt. Immer musste er zu den Nachbarn, oder er beschäftigte sich mit sich selbst. Aber das, was er heute erlebt hatte, war für ihn, als würde er verpasstes aufholen.
Gretchen spürte, dass er in Gedanken war, sie fragte sich worüber er wohl nachdenken würde.
Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her.
„Und was hast du mit Gudrun so besprochen?“ brach er das Schweigen.
„Ach, das was man so bespricht, wenn man sich lange nicht gesehen hat.“ meinte sie.
„Und, was erzählt man sich so?“ fragte er neugierig.
„Sie hat mir von Michael erzählt, dann haben wir über Frank geredet und über dich natürlich.“ Sie lächelte sie an.
„Ich hoffe ja nur Gutes!“ Er grinste.
„Was sollte man denn schlechtes über sich erzählen?“ fragte sie grinsend.
„Stimmt“ stimmte er ihr zu und küsste sie lange und intensiv.

Olivia<3 Offline

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Beiträge: 1.373

27.08.2011 08:50
#27 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hier geht es auch direkt weiter, freu mich auf eure Kommis! Olivia

Die beiden verbrachten noch den Rest des Tages spaßend und knutschend in „ihrem“ Strandkorb.
Erschöpft kehrten sie gen Abend zurück ins Hotel. Kurz vor dem Abendessen meldete sich dann Gretchens Handy:
„Haase?“ fragte sie und ging auf den kleinen Balkon zum Telefonieren.
„Margarete, wie geht es dir und Marc?“ fragte sie.
„Mama, es geht uns gut!“ Gretchen freute sich, dass ihre Mutter anrief, auch wenn sie manchmal etwas nervig war.
„Das freut mich, und was..was macht ihr so den ganzen Tag?“
Gretchen wusste genau, woran ihre Mutter dachte.
„Also, gestern waren wir am Strand, genau wie heute Nachmittag. Am Vormittag waren wir in der Stadt, wir haben neue Schuhe und ein schönes Kleid gekauft. Und was macht ihr so?“
„Ach, das übliche, Franz ist die ganze Zeit im Krankenhaus und ich bin zu Hause, putzen, kochen, waschen...“ antwortete Bärbel.
„Hm, wie läuft es denn Im Krankenhaus?“ fragte Gretchen auch schon interessiert.
„Da gebe ich dir am besten deinen Vater, der ist da glaub ich besser informiert.“ Sie lächelte und rief: „Franz! Komm mal, deine Tochter ist am Telefon!“
Gretchen lächelte, zu Hause schien alles wie immer zu sein. Dann war auch schon ihr Vater am Telefon:
„Kälbchen!“
„Papa, wie geht es dir denn?“
„Gut, und euch, behandelt der Meier dich gut?“ Er hoffte, dass er es sich nicht schon wieder verscherzen würde.
„Papa, natürlich behandelt er mich gut!“ antwortete sie sofort.
„Hätt ja sein können, du weißt ja, wie er manchmal ist!“ mahnte ihr Vater sie.
„Ja, aber hier ist er ganz anders!“ meinte sie.
„Das freut mich, mein Kälbchen wird vielleicht doch noch mal sesshaft!“ erwiderte er daraufhin.
„Papa, ich werde ihn nicht gleich heiraten!“ meinte sie.
„Das will ich auch hoffen, er ist nicht der Typ, den du heiraten solltest! Ich glaube es ist besser, wenn er keine festere Bindung als eine Beziehung eingeht!“
„Ja, das stimmt, ich habe nach der Sache mit Frank auch erst mal genug vom Heiraten..“
„Ach apropros Frank! Er hat sich dann doch der Polizei gestellt!“
„Ja, das habe ich auch gelesen, ich glaube, dass es besser ist, wenn er im Gefängnis ist! Du erinnerst dich ja noch, wenn er anrief oder als er im EKH auftauchte!“
„Das stimmt, dann können du und Marc sorgenfreier zusammen sein, nicht?“
„Hmm, Papa, was interessiert dich das eigentlich so sehr, das mit mir und Marc?“ fragte sie neugierig, es sah so aus, als wollte ihr Vater um alles in der Welt dafür tun, dass Marc sie gut behandelte.
„Kälbchen, ich will einfach nur, dass du glücklich bist! Und wenn du das nur mit Marc Meier bist, dann soll es so sein, aber er soll dich wenigstens vernünftig behandeln, was ja nicht immer der Fall war!“
„Papa, das ist ganz lieb von dir, aber wir werden das schon regeln, versprochen, ich möchte nicht, dass du dich immer einmischst!“
„Aber jetzt habe ich mich doch gar nicht eingemischt, sondern mich nur mit dir darüber unterhalten!“
„Das meine ich auch nicht, es geht mir um generell!“ sagte sie sanft.
„Ja, ich werde es versuchen, aber wenn er dich verletzt, dann...dann schmeiße ich ihn raus!“
„Papa, jetzt hast du dich schon wieder eingemischt! Wenn es so weit ist, dann kümmere ich mich selber darum, und wenn ich dann doch mal deine Hilfe brauche, dann frage ich dich, okay?“
„Ist gut...“ Franz war ein wenig stutzig, dass seine Tochter seine Hilfen nicht annehmen würde, aber er war auch froh darüber, dass sie versuchte alles selbst zu regeln, und bis jetzt hatte sie es mit einigen Hindernissen ja doch ganz gut hinbekommen.
„Papa, ich muss dann auch mal Schluss machen, wir gehen jetzt gleich runter zum Essen!“
„Okay Kälbchen, wir melden uns dann mal, ja?“
„Nee lass mal, ich ruf euch an, einverstanden?“
„Okay, bis dann...“ verabschiedete sich Franz.
„Bis dann.“ verabschiedete sich auch dessen Tochter.
Sie trat wieder zurück ins Hotelzimmer, in dem Marc schon auf dem Sofa saß und sich das nächstbeste Fußballspiel anzusehen.
„Da bin ich wieder, es waren nur meine Eltern, die wissen wollten, wie es uns geht.“ begrüßte sie ihn.
„Hmm...“ Marc war ganz gebannt von dem Fußballspiel.
Gretchen schlich sich hinter ihn und bedeckte seinen Hals mit Küssen.
Das erweckte Marc aus seiner Starre, er zog sie zu sich aufs Sofa und begann sie leidenschaftlich zu küssen.
Gretchen ging auf sein Spielchen ein. So kuschelten sie eine Weile auf dem Sofa. Sie genossen ihre gegenseitigen Zärtlichkeiten, und vergaßen die Welt um sich herum, bis...
...Marcs Handy aus voller Kehle plärrte:
„Geh nicht ran!“ meinte Gretchen und küsste ihn wieder.
„Was, wenn es jemand wichtiges ist? Dein Vater zum Beispiel?“ fragte er.
Gretchen seufzte.
„Mein Vater hat vor zwei Minuten bei mir angerufen und es scheint alles in Ordnung zu sein!“
Aber jetzt war sie romantische Stimmung eh vorbei und Marc ging an sein Handy:
„MARC OLIVIER!“
„Mutter, was willst du?“ fragte er auch schon genervt, er hätte nicht drangehen sollen!
„Olivier, wo bist du, ich war im Krankenhaus, aber diese kleine Schwester, die ein bisschen durch den Wind ist meinte du wärst mit deiner Assistenzärztin auf Sylt! Kannst du mir das erklären?“ Elke Fischer war aufgebracht, was machte sein Sohn mit dieser Frau, und dann auch noch auf Sylt, das klang ja so, als wären sie beiden im Urlaub!
„Da gibt es nichts zu erklären, das ist einfach so!“ meinte er mürrisch.
„Das ist einfach so, du kannst mir doch jetzt nicht sagen, dass du EINFACH so mit jemanden in den Urlaub fährst! Ist da etwa was am Laufen, Olivier?“
„Nenn mich nicht so, und wenn schon, dann ginge es nichts gar nichts an!“
„Was hat diese Frau nur aus dir gemacht! So kenne ich dich doch gar nicht! Du hattest noch nie eine Beziehung! Und dann auch noch mit ihr!“ Sie schnappte nach Luft, „Erst diese Schlampe von Krankenschwester und jetzt noch die Tochter von Franz? Olivier, was ist nur mit dir los?“
„MUTTER NENN MICH NICHT SO! Lass das mal meine Sorge sein!“
„Gib sie mir mal, ans Telefon!“ meinte Elke plötzlich.
„Hasenzahn, meine Mutter will dich sprechen, wenn du mich fragst, komplett hysterisch!“ Er gab seiner Freundin den Hörer:
„Guten Tag Frau Fischer!“ sagte Gretchen freundlich.
„Frau Haase! Was machen Sie mit meinem Sohn?“ fragte diese auch schon, unfreundlicher denn je.
„Ich bin mit ihm zusammen, und es scheint ihm nicht schlecht zu gehen.“ meinte Gretchen.
„Wissen Sie, mein Sohn weiß nicht was eine Beziehung ist, und ich denke auch nicht, dass es das richtige für ihn ist!“ warnte Elke.
„Ich glaube eher, dass es ihm gut tut, er ist viel einfühlsamer und netter geworden.“
„Das mag ja sein, aber...“
Sie konnte ihren Satz nicht beenden, denn Marc hatte Gretchen den Hörer abgenommen.
„Mutter hör auf! Es geht dich nichts an und damit basta, wenn du es nicht haben kannst, dass ich eine Beziehung habe, dann ist es dein Pech! Aber nerv bitte nicht mich, oder meine Freundin damit.“ Dann legte er auf.
„OLIVIER!“ rief seine Mutter noch.
Gretchen lächelte, ihr Marc hatte es doch noch geschafft zu seiner Liebe zu ihr zu stehen.
„Sorry, aber so ist sie nun mal,meine Mutter...“ entschuldigte sich Marc für das Auffällige Verhalten Elkes.
„Macht doch nichts, meine Mutter ist auch nicht viel besser, sie ist die Tratschtante schlechthin!“ Sie gab ihm einen Kuss.
Marc seufzte, jetzt war es wohl ganz offiziell, sogar seine Mutter wusste Bescheid, dass Marc Meier eine Beziehung hatte, und so sehr zweifelte er gar nicht mehr an seinen Fähigkeiten in einer Beziehung, er genoss es ja selber.
„Wollen wir dann nicht mal zum Abendessen gehen?“ lenkte er schnell vom Thema ab.
„Hmm...Ich hab Hunger!“ meinte auch Gretchen.
„Na, wenn das mal nichts neues ist!“ Er schmunzelte und nahm sie bei der Hand.
Gemeinsam gingen sie in das kleine Hotelrestaurant.
Das Essen verlief schweigsam, denn jeder ging seinen Gedanken nach:
Endlich hat er es doch noch seiner Mutter gesagt! Auch wenn sie es eh schon auf anderem Wege erfahren hatte. Aber er hat es wenigstens nicht abgestritten. Und wie er seiner Mutter dann klar gemacht hat, wo der Hammer hängt! Richtig süß, als wenn er mich wirklich lieben würde, aber tut er das nicht auch? Langsam verschwinden die letzte Zweifel! Er hat sich wirklich verändert, selbst meinem Vater und den Schwestern ist es aufgefallen, dass Dr. Meier viel netter geworden ist. Tue ich ihm etwa gut?
Auch Marc dachte an Gretchen und seine Beziehung zu ihr:
So, jetzt habe ich das hinter mir! Jetzt weiß es meine Mutter also auch, es würde mich nicht wunder, wenn sie das auch in einem ihrer Kitschromane verarbeiten würde!
Aber ich bin stolz drauf, lange wäre die Beziehung mit Gretchen eh nicht mehr zu verheimlichen gewesen, im Krankenhaus geht eben alles rum! Sieht man ja an der Sache mit Sylt!
Aber eines weiß ich jetzt, ich habe noch nie jemanden so geliebt. Ich hatte in den letzten Jahren viel Sex, aber bei keiner der Frauen habe ich so viel gefühlt, wie bei Gretchen...

Olivia<3 Offline

Mitglied


Beiträge: 1.373

29.08.2011 12:33
#28 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hi, hier ist direkt was neues von Sylt! Viel Spaß
Olivia


Am nächsten Morgen nach dem Frühstück schlug Gretchen vor, dass sie doch Fahrrad fahren könnten, sie hatte gestern in der Stadt einen Stand gesehen, an dem man sich Fahrräder ausleihen konnte:
„Und Marc, was hältst du davon?“ fragte sie fröhlich.
„Weiß nicht...“ wenn es eins gab, was Marc Meier wirklich hasste, dann war es Fahrradfahren.
„Magst du kein Fahrradfahren?“ fragte sie verwundert.
„Hmm...nee, nicht wirklich.“ Er versuchte ein Lächeln, er wollte seiner Freundin keinen Wunsch abschlagen, aber wenn es ums Fahrradfahren ging, dann traf sie bei ihm auf taube Ohren.
„Schade, aber wir können ja auch was anderes machen, wie wäre es wenn...“
„Wenn wir heute einfach mal hier bleiben und uns einen schönen Tag im Hotel machen“ beendete er ihren Satz und grinste sie verführerisch an.
„Maaarc...“ leistete sie schwach Widerstand war seinem Blick aber schon erlegen. Sie schmolz dahin.
Schon erlegte er sie mit einem atemberaubenden Kuss. Gretchen vergaß alles um sich herum, wie immer wenn sie Marc küsste. Der Kuss wurde schnell zur Knutscherei und endete, wie fast immer in einer Runde gemächlichem Love-Boat. Gretchen genoss die Bestätigung, die Marc ihr schenkte, und seine Zärtlichkeiten waren das schönste, was es für sie gab.
Auch Marc genoss es von ihr geküsst und geliebt zu werden. Die Luft war vor Liebe zum Zerreißen gespannt.
Die beiden verbrachten den gesamten Vormittag mit ihrer außerordentlich sportlichen Aktivität.
„Wolltest du nicht was erleben in deinem Urlaub?“ fragte Marc außer Atem zwischen zwei ihrer leidenschaftlichen Küsse.
„Hmm, und das tue ich.“ Sie küsste ihn wieder und wieder. Und schon sank das verliebte Pärchen wieder in die Kissen.
Hinterher lagen die beiden sich erschöpft in den Armen, und kuschelten.
„Marc, und was machen wir heute Nachmittag? Wir können doch nicht den ganzen Tag hier im Hotelzimmer verbringen!“ murmelte sie.
„Ich schon, ich könnte auch noch die nächsten Tage hier verbringen...“ er lächelte verliebt.
„Ja du, aber ich bin doch nicht nach Sylt in den Urlaub gefahren, um die Woche im Hotel zu verbringen!“ verteidigte sie sich.
„Wir waren doch gestern den ganzen Tag unterwegs, gönn mir den einen Tag, den ich nur mit dir verbringen will.“ er guckte sie bittend an.
Er ist eben doch ein Sex-Monster...Aber süß, wie er es ausgedrückt hat, er hat nicht ein mal...na du weißt schon gesagt.
„Na dann, werde ich dir mal den Gefallen tun.“ Sie verwickelte ihn wieder in eine nicht jugendfreie Knutscherei.
Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Und so verstrich auch der Nachmittag, Liebe und Zärtlichkeiten.
Es wurde ein schöner Nachmittag für beide, jeder kam auf seine Kosten. Sowohl Gretchen als auch Marc genossen die gegenseitigen Zärtlichkeiten und Küsse, der Verstand schon längst nicht mehr aktiv.
Bis es dann an der Tür klopfte, erst zaghaft, dann immer lauter.
„Nein!“ rief Marc auch schon und bearbeitet weiter seine Freundin.
Aber es klopfte schon wieder.
Wer ist das denn verdammt noch mal so wichtiges?
Dann fiel ihm ein, dass gegen halb sechs immer das Zimmermädchen kam, um zu putzen und das Bett zu machen. Bis heute waren sie immer unterwegs gewesen, wenn sie kam, aber heute hatte das Zimmermädchen Geräusche hinter der Tür vernommen, weswegen sie lieber angeklopft hatte.
Er seufzte und rappelte sich auf.
„Wer ist das?“ fragte Gretchen und wickelte sich ungeniert in die Bettdecke.
„Das Zimmermädchen, zum putzen!“ antwortete Marc und zog sich seine Boxershort über.
„Na super!“ Sie griff nach ihren Sachen und schlüpfte ins Bad, was sich in die Bettdecke gewickelt als relativ kompliziert ergab.
Es klopfte wieder.
„Ist ja gut!“ er lief immer noch leicht bekleidet zur Tür und öffnete dem verschüchterten Zimmermädchen, „Dann aber schnell, wir haben nicht ewig Zeit!“
Sie machte sich sofort an die Arbeit. Marc schnappte sich Hemd und Hose und klopfte an die Badezimmertür:
„Marc bist du das?“ fragte Gretchen.
„Wer sonst, der Hotelmanager?“
Sie öffnete ihm die Tür. Sie hatte sich schon umgezogen. Er stand immer noch in Boxershort vor ihr.
Hat der der Putzfrau jetzt so sie Tür geöffnet? Na ja, das wäre ja mal wieder typisch Marc, hätte nichts anderes von ihm erwartet. Dass der so ein Selbstbewusstsein hat, einfach in Unterwäsche die Tür zu öffnen.
Ein Schimmer rosa breitete sich über ihre Wangen. Das vernahm auch Marc, der natürlich genau wusste, woran seine Freundin dachte.
„Jetzt hab dich nicht so, ich kann mich ja sehen lassen!“ Er grinste frech und schlüpfte in seine Hose.
Gretchen konnte über so viel Ego nur lächeln.
Marc machte sich derweilen an seinem Hemd zu schaffen, leider stellte er dabei fest, dass es zu lange zerknittert auf dem Boden gelegen hatte, so konnte er es bestimmt nicht anziehen. Er stolzierte also so wie er war durchs Zimmer, um sich ein neues seiner gebügelten blauen Hemden zu holen. Das Zimmermädchen staunte nicht schlecht, was auch Gretchen sehen konnte. Die Röte schoss ihr ins Gesicht, was musste er es aber auch immer provozieren.
Marc kam mit seinem frischen Hemd wieder und zog es sich über.
„Geht es dir jetzt besser?“ fragte er grinsend, er fand es lustig, wenn sich die Röte über das Gesicht seiner Freundin zog. Er genoss es sichtlich, dass es ihm galt.
„Komm, wir wollen das arme Zimmermädchen ja mal nicht überfordern, lass uns ins Café gehen.“ meinte er lieb lächelnd und zog seine Freundin aus dem Hotelzimmer.
Das Zimmermädchen blickte ihnen fasziniert nach, obwohl eigentlich eher Marc und seinem sexy Hinterteil.
„Marc, die hat dir die ganze Zeit auf den Arsch geschaut!“ beschwerte Gretchen sich auch schon.
„Tja, sei doch froh, dass du so einen beliebten Freund hast!“ meinte er daraufhin nur kurz
angebunden.
Er drückte sie an die Wand und lehnte seine Arme links und rechts von ihrem Gesicht an die Wand. Er sah ihr tief in die Augen und meinte:
„Gretchen, ich und auch mein durchtrainierter Körper, gehören dir allen, und..na ja, mir natürlich.“ Er küsste sei zärtlich.
„Das wollte ich hören“ sie besiegelte das mit einem Kuss. Dann machten sich die beiden auf den Weg auf die Dachterasse des Hotels, da sich darauf das Café befand.
Als sie auf der Terasse saßen und sich den Meereswind um die Ohren wehen ließen, bestellten sie beide einen Kaffee.
„Eigentlich hatte ich ja heute nicht vor das Hotelzimmer zu verlassen!“ meinte Marc und grinste sei an, „Ich hätte mir den Nachmittag echt schöner vorstellen können...mit dir.“
Sie wusste genau wovon ihr Freund redete.
„Marc nicht hier, es kann uns jeder hören!“ flüsterte sie ihm warnend zu.
„Hasenzahn, jetzt hab dich nicht so, wir wissen doch alle, wovon ich rede, nicht?“ meinte er.
„Marc lass es trotzdem, wir haben ja gleich noch genug Zeit!“ murmelte sie.
„Jetzt fängst du aber selber an.“ meinte er und musste lächeln.
„Marc bitte, können wir jetzt mal das Thema wechseln, wir sind in einem Café!“
„Na und.“
Gretchen seufzt, dem Kerl war einfach nicht mehr zu helfen. Schweigend nippte sie an ihrem Kaffee.
„Hasenzahn, jetzt sei nicht gleich beleidigt! Das war doch nur Spaß“ entschuldigte sich Marc.
„Sehr witzig...“ Aber sie musste lächeln, natürlich hatte sei ihm verziehen.
Sie nahm seine Hand, Marc wehrte sich nicht dagegen. Und dann saßen sie einfach nur da, und sahen sich in die Augen.
Der magische Moment wurde wieder von einem der Kellner gestört, der fragte, ob er noch etwas bringen könnte.
„Nein danke...“ meinte Gretchen und löste ihren Blick wieder von Marcs smaragdgrünen Augen.
Nachdem sie noch eine Weile besprochen hatten, was man denn morgen machen könnte, aber zu keinem Entschluss gekommen waren, gingen die beiden wieder nach unten auf ihr Zimmer, um die Meinungsverschiedenheit, die entstanden war wieder gutzumachen, das Zimmermädchen müsste ja jetzt fertig sein.
Knutschend fiel das Pärchen aufs Bett, und die Liebe nahm seinen Lauf. Das zuvor ordentliche Zimmer, wurde mit diversen Kleidungsstücken verziert. Das ordentlich gemachte Bett durchwühlt. Man fragt sich sicherlich, wer und ein Zimmer dieser Größe in so kurzer zeit in ein Schlachtfeld verwandeln kann, und vor allem wie. Die beiden schafften es, und sie brauchten nur ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Was in diesem Fall eine flotte Runde Speed-boat bedeutete

Olivia<3 Offline

Mitglied


Beiträge: 1.373

30.08.2011 19:03
#29 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey, heute zwar etwas später, aber trotzdem...
Viel Spaß
Freu mich auf eure Kommis!
Olivia


Marc und Gretchen verbrachten noch den ganzen Abend auf diese angenehme Weise.
„Was machen wir denn heute?“ fragte Gretchen neugierig, den heutigen Tag wollte sie nicht wieder im Hotel verbringen, auch wenn es ihr gestern noch so gut gefallen hatte, es war dann halt einfach kein Urlaub für sie.
„Hmm...Ich hab mir da schon was überlegt.“ er grinste sie an.
„Eine Überraschung?“ fragte sie aufgeregt, wie ein kleines Kind.
„Hmm, ja.“ er lächelte sei verliebt an.
„Was ist es denn?“
„Hasenzahn, dann wäre es keine Überraschung mehr!“ meinte Marc.
„Stimmt.“ Sie widmete sich wieder ihrem Brötchen.
Marc hat für mich eine Überraschung? Das ist ja mega-romantisch! Was es wohl ist? Ich bin schon so gespannt!!!
„Nach dem Essen muss ich nur kurz noch mal los, was besorgen, währenddessen musst du aber im Zimmer bleiben...“ meinte er geheimnisvoll.
„Mann, im Hotelzimmer ist es aber langweilig!“ maulte Gretchen.
„Ich dachte, du willst deine Überraschung!“ verteidigte sich Marc.
„Hmm, mist“ meinte sie noch, gab sich aber dann zufrieden, schließlich erwartete sie eine Überraschung von Marc, und das war es wert im Hotel auf ihn zu warten.
„Aber beeil dich, ja?“ bat sie ihn noch.
„Klar, es soll doch schnell losgehen.“ erwiderte er und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Ein Adrenalinstoß schoss durch ihren Körper, als er ihr über die Wange strich.
Schnell beendeten sie ihr Frühstück.
Zurück auf ihrem Zimmer:
„Marc, was soll ich denn anziehen, was warmes, oder was dünnes?“ Gretchen war in heller Aufruhr, sie hasste es, wenn sie nicht eingeweiht war.
„Was normales halt, nicht zu dünn, nicht zu dick!“ meinte Marc, es war echt anstrengend eine Überraschung vorzubereiten, wenn sie so neugierig war.
Gretchen entschied sich also für Jeans und Shirt, mit Strickjacke. Sie wuselte durchs Zimmer, vom Bad ins Wohnzimmer, von da ins Schlafzimmer, und wieder zurück. Es war kaum zum Aushalten.
„Hasenzahn, ich muss dann kurz los!“ meinte Marc und ging zur Tür, in der Hand die große Tasche, in denen er Jacken und Decken verstaut hatte.
„Jaa, aber beeil dich!“ rief sie ihm aus dem Bad hinterher. Er hatte wieder den richtigen Moment abgepasst, denn so konnte sie die Tasche nicht sehen, und damit auch keine nervigen Fragen stellen.
Marc machte sich auf den Weg mit der Tasche zu seinem Auto, er wollte noch schnell einkaufen gehen, damit sie auch genug zu Essen hatten, bei seiner Überraschung. Bis jetzt konnten sie ja immer im Hotel essen. Er fuhr also zum nächsten Supermarkt und deckte sich mit allem, was ihm in den scharfen Oberarzt-Blick kam.
Nach dem Einkaufen machte er sich auf den schnellsten Weg zurück zum Hotel, er wollte seinen Hasenzahn nicht zu lange sitzen lassen.
Gretchen erwartete ihren Oberarzt schon sehnsüchtig.
„Marc, da bist du ja, das hat ja ewig gedauert...“ meinte sie aufgeregt, dabei war er kaum eine halbe Stunde unterwegs gewesen.
„Na ja, kommst du dann?“ fragte er und reichte ihr ihre Jacke.
„Hmm, zwei Minuten, ich hol nur noch meine Tasche.“ meinte sie und verschwand kurz.
5 Minuten und drei Küsse später saßen die beiden im Auto.
Marc hatte Gretchen nach einigen Protestversuchen die Augen verbunden, damit sie nicht sah, wohin es ging, denn es war ja eine Überraschung.
Jetzt war Gretchen noch aufgeregter als zuvor, denn mit verbundenen Augen hatte sie wirklich keinen blassen Schimmer, was Marc vorhaben könnte. Sie war ihm hoffnungslos ausgesetzt. Aber die Tatsache, dass er etwas für sie vorbereitet hatte, beschwichtigte sie ungemein.
Sie fuhren nicht lange, ungefähr eine Viertelstunde, dann hielt das Auto an.
Marc ging um das Auto herum, um seiner Freundin die Tür zu öffnen. Er half ihr aus dem Wagen.
„Bleib mal kurz hier stehen, ich hol nur schnell was aus dem Kofferraum.“ meinte er und holte die Tasche und den Korb mit dem Essen aus dem Kofferraum.
Gretchen war derweilen unruhig geworden, sie wusste nicht, was Marc im Schilde führte.
Dann war er wieder bei ihr und griff auch wieder bei ihr und griff nach ihrer Hand. Er schwang die Tasche über die Schulter und nahm den Korb in die andere Hand.
Dann führte er Gretchen ein Stück an der Hand, bis sie ein wenig vom Parkplatz entfernt waren.
„Marc, kann ich das Tuch jetzt abnehmen?“ fragte sie zaghaft.
„Warte, noch einen Moment.“ Er führte sie noch ein Stück weiter, „Aufpassen, jetzt kommen Stufen!“
Sie stieg an ihrer Hand die Stufen hoch, und konnte den Duft des Meeres riechen.
„Marc, wo sind wir?“ fragte sie wieder.
„Du wirst es gleich sehen.“ meinte er uns schlang von hinten seine starken Arme um ihre Hüften und schnüffelte an ihrem Engelshaar.
Er ließ wieder von ihr ab, um die Decke auszubreiten. Er legte schnell noch Besteck, Teller und die Speisen auf die Decke, dann trat er wieder hinter sie.
„Jetzt nehme ich dir das Tuch ab.“ säuselte er ihr ins Ohr, und sie spürte seine Finger an ihrem Haar.
Dann nahm er ihr sanft das Tuch von den Augen. Sie blickte aufs Meer. Sie drehte sich um und blickte in Marcs smaragdgrüne Augen. Dieser lächelte schüchtern. Gretchens Blick schwenkte auf die Picknickdecke, und ihr Gesicht strahlte.
Marc freute sich, dass er ihr eine solche Freude bereiten konnte.
Gretchen lächelte ihn an und fiel ihm um den Hals. Sie musste sich stark anstrengen, dass ihr nicht die Freudentränen kamen, so etwas hatte noch nie jemand für sie getan, und dann auch noch Marc!
Marc wirbelte sie herum und atmete ihren süßen Duft ein.
„Marc, ich liebe dich!“ meinte sie außer sich vor Glück.
„Ich...ich dich auch.“ er küsste sie.
Dann setzten sie sich auf die Decke. Marc wickelte seine Freundin in eine dicke Wolldecke, da es für ein Picknick eigentlich zu kalt ist.
Sie kuschelte sich glücklich an ihn und schaute aufs Meer.
„Danke, es ist echt schön hier!“ meinte sie.
„Bitte, für dich doch gerne.“ Er gab ihr einen Kuss aufs Haar.
Sie lagen noch ein wenig einfach so da und genossen die Ruhe und das Rauschen des Meeres.
Irgendwann bekam Gretchen aber Hunger und sie widmete sich dem Essen, was Marc gekauft hatte.
Sie fütterten sich gegenseitig mit Trauben und kleinen Käsehäppchen. Immer wieder verwöhnte er ihre Haut mit seinen zarten Küssen.
Für die beiden gab es in diesem Moment niemand anders auf der Welt, als sich.
Marc spürte wieder, dass sie ihm wichtiger war, als alles andere auf der Welt, denn er war für Überraschungen nicht zu haben, und mit Romantik hatte er grundsätzlich nichts am Hut, aber diesmal war es anders, diesmal machte es ihm Spaß etwas für sein Gretchen vorzubereiten und er genoss die friedliche Zweisamkeit mit ihr. Er war schlichtweg ein glücklicher Mensch, dem es in dem Moment egal war, was andere von ihm dachten.
Es ist echt das schönste, was er je gemacht hat. Ich hätte gar nicht gedacht, dass er es schafft so romantisch zu sein. Es ist einfach so schön mit ihm zusammen zu sein. Ich habe das Gefühl, dass es ihm genauso geht, sein Gesicht ist so entspannt, und er lächelt die ganze Zeit so...glücklich halt. Ja genau, Glück ist das richtige Wort!
„Wollen wir nicht noch ein Stückchen am Deich entlang gehen?“ fragte Marc, nachdem sie sich lange geküsst hatten.
„Hmm, das ist eine gute Idee.“
Marc stand auf, und half seiner Freundin auf die Beine. Er packte schnell die Decken und das übrig gebliebene Essen ein.
Dann nahm er sie bei der Hand und sie gingen los.
„Marc, es ist echt schön mit dir im Urlaub!“ meinte sie, als sie schon ein Stück gegangen waren.
„Ja, ich...“ Jetzt musst du sagen, dass es dir auch gefällt Meier!, „Ich finde es auch...sehr schön...mit dir.“, er setzte ab, „Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen werde, aber, es ist das schönste, was mir..na ja, was mir in meinem Leben passiert ist.“
Sie blieb stehen.
„Echt?“ Sie blickte ihn mit ihren blauen Augen strahlend an.
„Ja, ganz echt.“ Er strich ihr liebevoll über die Wange, „Das aller schönste.“
Gretchen stellte sich auf die Zehenspitzen und sah ihm tief in die Augen.
„Das war das schönste, was du je in deinem Leben zu mir gesagt hast!“ Dann küsste sie ihn.
Und bei diesem Kuss zerbrach in Marc etwas. Etwas, was er immer versucht hatte zu verdrängen. Es war der Wunsch nach Lieb, nach einer Beziehung.
Vielleicht war er doch kein schlechter Mensch.

Olivia<3 Offline

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01.09.2011 19:18
#30 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey! Hier der neue Teil, etwas kürzer aber immerhin. Hab allerdings ein schlechtes Gefühl, denn das Feedback war seeeeeehr knapp! Nur einen Kommi!
Das geht so nicht weiter
Ich hoffe inständig, dass jetzt mehr Kommis kommen...
Deswegen widme ich diesen Teil Nicki662, die immer so fleiíg liest und Kommis hinterlässt!
Eure Olivia


Und das Gefühl strömte durch seine Blutbahnen, breitete sich in seinem ganzen Körper aus. Er war glücklicher, als jemals zuvor. Er drückte Gretchen fest an sich und überdeckte sie mit ihren Küssen. Er wollte sie nie wieder loslassen. Die Liebe von ihr, war wie eine Droge für ihn, er kam nicht mehr von ihr los.
Er schloss die Augen und genoss einfach nur ihre Nähe und vergaß alles um sich herum.
„Marc...“
Nichts.
„Ma-harc!“ sagte Gretchen diesmal etwas lauter.
„Was?“ fragte er perplex.
„Es fängt an zu regnen, vielleicht sollten wir besser zurück gehen.“ meinte Gretchen un lächelte, „Hast du etwa wieder geträumt?“ fügte sie grinsend hinzu.
„Hmm...“ murmelte er immer noch nicht ganz auf der Erde angekommen.
„Marc, ist alles in Ordnung mit dir?“ fragte sie verwundert, denn sonst würde Marc doch nie zugeben, dass er träumen würde.
„Jaaaa....“ sagte er gedehnt.
„Gut, komm, dann gehen wir mal zurück.“ Sie nahm Marc bei der Hand und zog ihn mit sich.
„Marc, wo hast du denn geparkt?“ fragte sie.
„Da drüben, nicht ganz so weit.“ meinte er, mittlerweile konnte er wieder halbwegs klar denken, und er fragte sich, was ihn denn grade geritten hatte, er war ja völlig weg gewesen.
Er zeigt nach links. Dann machten sich die beiden auf den Weg zum Auto, denn es begann schon zu tröpfeln und in der Ferne grollte der Donner.
Als es richtig anfing zu regnen, waren sie am Auto angekommen. Schnell verstauten sie die Taschen im Kofferraum und stiegen ein.

Ca. 3000 km südlicher:
Mehdi und Gigi kamen grade von einer komplizierten OP.
„Echt toll, wie du das grade gemacht hast Medhi.“
„Hmm...“ zu viel Lob konnte der Gynäkologe auch nicht vertragen, „Hast du eigentlich noch mal was von Gretchen gehört?“
„Nee, sie ruft mich nicht an, weißt du was?“ war ihre Antwort.
„Nein, mein Stand der Dinge ist, dass sie wegen Marc später fliegen wollte, aber dann nicht nach gekommen ist, das heißt, dass sie entweder Stress hatten und sie frustriert war, aber dann wäre sie vielleicht doch noch gekommen, oder...oder, dass sie halt doch nochh glücklich zusammen sind? Ich weiß es nicht...“ Er seufzte, der Gedanke, dass Gretchen mit Marc glücklich zusammen waren versetzte ihm immer wieder einen Stich im Herzen. Aber er gönnte es ihr, er hatte nie eine richtige Chance gehabt, denn er wusste, dass Gretchen immer nur Marc geliebt hatte, und dies auch immer noch tut.
„Wir können sie ja mal anrufen...“ Schlug Gigi vor, sie hatte auch lange nichts mehr von Gretchen gehört, und wollte wissen, wie es um ihre Beziehung mit Marc stand.
„Ja, das ist doch eine gute Idee...“ er seufzte.
Gigi holte sofort ihr Handy aus der Tasche und wählte Gretchens Nummer:
„Haase?“ fragte Gretchen
„Hey Mausi!“ meinte Gigi.
„Gigi! Wie geht es dir? Warum rufst du an?“ fragte Gretchen.
„Gut, ich wollte fragen, wie es dir geht, was du so machst, jetzt wo du doch mit Marc zusammen bist!“ meinte Gigi.
„Mir und Marc geht es gut, wir sind grad im Urlaub, auf Sylt.“ meinte Gretchen.
„Schön, und, wie is er denn so?“ fragte sie neugierig.
„Wie meinst du das denn?“
„Ist er das gleiche Arsch wie früher?“ meinte Gigi.
„Nee, er ist ganz anders, richtig romantisch!“ schwärmte Gretchen.
„Echt?“
„Ja, wie geht es dir und Medhi? Läuft da was?“
„Nee, er hängt noch an dir, willst du ihn mal sprechen?“ fragte Gigi.
„Gerne, das tut mir Leid, er ist auch ein ganz netter Mensch, aber ich liebe halt Marc!“
„Ja, hier ich geb ihn dir mal!“ Gigi reichte das Telefon weiter an Marc.
„Hey Medhi!“ begrüßte sie ihn freudig.
„Gretchen! Bist du glücklich?“ fragte er.
„Ja, glücklicher denn je!“ meinte sie.
„Und Marc? Behandelt er dich gut?“ fragte Medhi besorgt, er kannte Marc schließlich und wusste, wie er manchmal war.
„Auch, ja sicher behandelt er mich gut. Warum sollte er das nicht tun?“
„Du weißt doch, wie er manchmal ist!“ warnte Medhi.
„Du klingst schon wie mein Vater! Marc und ich sind glücklicher denn je, wirklich!“
„Das...das freut mich Gretchen, ich wünsche euch ganz viel Glück...“ Medhi seufzte.
„Danke, gibst du mir noch mal Gigi?“ fragte sie.
„Ja, tschüss Gretchen, grüß Marc von mir, ja?“
„Mach ich...“ meinte sie, sie spürte, dass es für Medhi nicht einfach war, mit ihr zu sprechen.
Medhi überreichte Gigi wieder ihr Handy.
„Gigi, ist Medhi immer so wortkarg, oder...oder nur jetzt?“ fragte sie traurig.
„Gretchen, es liegt nicht an dir, er ist einfach traurig, aber glaub mir, das gibt sich wieder!“ beruhigte Gigi sie.
„Wirklich?“
„Ja, er hat ja erst mal Abstand, und dann hat er sich wieder eingekriegt...“
„Gut, ich muss dann jetzt auch auflegen“ meinte Gretchen.
„Wir können ja dann später noch mal telefonieren.“ meinte Gigi.
„Gut, bis dann“ verabschiedete sich Gretchen.
„Bis dann, und noch viel Spaß im Urlaub mit Marc!“
„Danke!“
Dann legte Gigi auf. Sie seufzte, sie konnte es nicht ertragen, dass sich Gretchen schon wieder Sorgen machte. Und dann auch noch um Medhi, dem geht es hier doch ganz gut, er hatte wohl nur grade einen schlechten Moment.
„Medhi, ist alles in Ordnung?“ fragte sie ihn schließlich.
„Jaaaaa“ meinte er gedehnt.
„Das klang grade aber anders.“ meinte sie trotzig, „Ist es wegen Gretchen?“
„Hmm, vielleicht ein bisschen.“ gab er zu.
„Medhi, wie soll das denn gehen? Du kannst ihr doch nicht ewig nachtrauern.“ meinte Gigi vorwurfsvoll.
„Ja ich weiß, aber ich kann es halt nicht abstellen.“ gab er patzig zurück.
„Ich glaube du brauchst Abstand...Und vor allem Ablenkung! Wie wäre es, wenn wir morgen in die Stadt fahren und in die Disko gehen?“ fragte sie erfreut.
„Weiß nicht...“ murmelte er.
„Nix weiß nicht! Das wird gemacht!“ meinte Gigi entschlossen.
Dann stand sie auf und ging ihrer Wege.
Madhi blieb noch ein wenig sitzen. Vielleicht sollte er sich wirklich eine neue Frau suchen, etwas Ablenkung konnte ihm vielleicht doch nicht schaden.
Seufzend stand er auf und ging auf die gynäkologische Abteilung des Krankenhauses.

Auf Sylt war die Stimmung um einiges besser. Gretchen und Marc waren wieder im Hotel angekommen. Der Anruf von Gigi und Medhi hatte Gretchen zwar verstört, aber sie hatte gemerkt, dass man mit Marc doch reden konnte. Er hatte zugehört und gemeint, dass sie nicht daran Schuld war, dass Medhi sauer oder traurig ist.

Olivia<3 Offline

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01.09.2011 20:30
#31 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey! Ich hab für euch doch noch einen Teil, aber nur einen mini-klitze-kleinen.
Viel Spaß
Olivia


„Marc, morgen müssen wir schon wieder nach Hause!“ meinte Gretchen traurig, als sie Abend gemeinsam im Bett lagen.
„Ja, leider...“ murmelte er und nahm sie noch ein wenig fester in den Arm.
„Marc, bald sind die Prüfungen für meinen Facharzt.“ meinte Gretchen wieder etwas besorgt, „meinst du ich schaff das, ich bin ja jetzt ein wenig aus der Übung!“
„Hasenzahn, wir waren nur 5 Tage weg, das schaffst du schon!“ sprach er ihr Mut zu.
„Meinst du wirklich?“
„Klar, du bist doch nicht um sonst meine beste Assistenz!“ meinte er.
Gretchen lächelte ihn an, solch ein Lob von Marc, was war denn in ihn gefahren. Die gute Seeluft scheint ihm und auch seinem Geist gut zu tun.
Sie kuschelte sich an ihn. Dann schliefen die beiden glücklich und zufrieden ein. Morgen würde es wieder nach Berlin gehen, zurück ins richtige Leben. Dort hatte die Romantik und die Liebe nicht allzu viel Platz, wie im Urlaub. Aber sie würden das beste draus machen. Und irgendwann, irgendwann gibt es ja doch wieder Urlaub für die beiden.

Olivia<3 Offline

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02.09.2011 21:16
#32 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hier ein kleiner Teil für euch!
Freu mich auf euer Feedback


Am nächsten Morgen wachten sie schon relativ früh auf und konnten nicht mehr einschlafen.
„Marc, ich will nicht zurück nach Berlin“ seufzte Gretchen.
„Ich doch auch nicht, aber wir müssen, der Job wartet nicht auf uns und noch mehr urlaub können wir uns nicht nehmen!“ beschwichtigte Marc sie.
„Du hast ja Recht!“ stimmte Gretchen ihm zu.
„Komm, dann lass uns schnell packen und wenn du möchtest, dann können wir noch mal kurz zum Strand bevor wir losfahren.“ meinte Marc.
Damit war Gretchen sofort einverstanden.
Nach dem Frühstück machten sie sich an die Arbeit die Taschen zu packen. Beim Aufräumen fand Gretchen den Fotoapparat, den sie mitnehmen wollte, um Fotos zu machen. Aber sie hatte es vergessen. Seufzend nahm sie den Apparat aus der Tasche.
„Marc, sollen wir nicht noch ein paar Fotos machen, wenn wir gleich am Strand sind! Ich habe den Fotoapparat extra mitgenommen, und wir haben keine Fotos gemacht.“
Marc musste lächeln, so etwas konnte mal wieder nur Gretchen einfallen! Aber er willite ein, er gönnte ihr diesen Spaß.
„Klar, warum auch nicht.“
Er betrachtete den Apparat genauer. Er schaltete ihn ein und machte sich mit den Funktionen bekannt.
„Dann stell dich mal dort hin, vors Fenster, wir machen ein Foto von uns beiden.“
Er platzierte den Apparat auf dem Regal und drückte den Selbstauslöser.
Er stellte sich neben sie und nahm sie in den Arm. Die Kamera klickte und schoss ein Foto.
Sie machten noch mehrere Fotos vor dem Fenster, dann machten sie sich wieder ans Packen.
Eine Stunde später war das Zimmer aufgeräumt und die Taschen gepackt. Marc und Gretchen machten sich mit der Kamera auf den Weg zum Strand.
„Stell dich ein bisschen weiter nach links, du bist nicht im Bild, und ein bisschen mehr ans Meer!“ wies Gretchen Marc zurecht.
Sie schoss ein Foto, dann machten sie noch ein Foto von sich beiden am Meer.
Dann gingen sie wieder zu den Strandkörben. Sie ließen sich in den nächstbesten fallen. Gretchen machte ein Foto vom Strand und dem Meer.
Marc ließ sich den kalten Wind um die Nase wehen. Langsam versank er wieder in seinen Gedanken:
Wie wird es in Berlin werden? Die Schwestern werden bestimmt über sie reden und Sabine hatte bestimmt schon die ersten Hochzeitsvorbereitungen getroffen, dabei steht das doch noch gar nicht an. Obwohl ich könnte es mir durchaus vorstellen mit Gretchen den Rest meines Lebens zu verbringen. Aber heiraten? Muss es denn sofort vor Gott, oder dem Standesamt sein? Nein, bis jetzt sind wir doch auch so glücklich, nicht?
Was wird meine Mutter tun, wenn wir wieder da sind? Mensch jetzt mach dir doch nicht wieder so viele Gedanken! Deine Mutter wird dich schon nicht umbringen und niemand zwingt dich zu einer Hochzeit! Alles wird gut!

„Marc, kommst du, ich will noch ein Foto machen!“ riss sie ihn aus seinen Gedanken.
„Was?...Ja, ich komme...“ Er rappelte sich auf, und als er in ihre strahlenden Augen sah waren seine Sorgen, wie weggeblasen.
Sie verbrachten noch den ganzen Vormittag am Strand, machten Fotos, lagen in den Strandkörben und waren einfach nur glücklich. Sie genossen die letzten Minuten ihres gemeinsamen Urlaubs in vollen Zügen, denn gegen zwei mussten sich schon wieder zurück fahren.
Die Rückfahrt verlief wieder relativ schweigsam, was zum einen daran lag, dass Gretchen wieder die Hälfte verschlief und zum anderen daran, dass beide mit ihren Gedanken und Erinnerungen an den vergangenen Urlaub beschäftigt waren.
Sie kamen erst gegen Abend in Berlin an. Morgen würden sie wieder arbeiten müssen.
Es ist ein Gefühl, wie wenn man in der Schule Ferien hatte und jetzt wieder Schule ist., dachte Gretchen kurz vor dem Einschlafen., obwohl es nur 5 Tage waren.

Olivia<3 Offline

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03.09.2011 14:01
#33 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

So ihr lieben!
Heute gibt es dann auch mal was medizinisches
Freu mich auf eure Kommis
Olivia


Am nächsten Morgen kamen die beiden müde im Krankenhaus an. Sie vermissten das gemeinsame Frühstück im Hotel.
„Guten Morgen Herr und Frau Doktor!“ empfing sie auch schon Schwester Sabine erfreut, „Da sind sie ja wieder! Wie war denn ihr Urlaub?“
„Guten Morgen Sabine! Gut, danke der Nachfrage!“ begrüßte Gretchen die Krankenschwester.
„Morgen!“ begrüßte auch Marc sie.
Sabine wunderte sich, sonst begrüßte der junge Oberarzt sie nie!
„In 5 Minuten ist Visite!“ meinte er und widmete sich dem Aktenstapel.
Sabine machte sich auf den Weg die Visite vorzubereiten. Gretchen bleib bei Marc.
„Heute so nett?“ fragte sie auch verwundert.
„Hmm?“ brummte er.
„Du hast Sabine begrüßt“ stellte sie fest.
„Ja und?“ fragte er, den Blick immer noch auf den Akten.
„Das machst du sonst nie!“
„Tja, ein mal ist immer das erste mal!“ meinte er gelassen.
Plötzlich klingelte ihr Pieper.
Die beiden machten sich sofort auf den Weg in die Notaufnahme:
„Was haben wir?“ fragte Marc sofort.
„Patient 35 Jahre, stabil, verdacht auf Magenperforation.“ gab Gordon an.
„Okay, Hasenzahn! Röntgen und dann OP vorbereiten, wir müssen sofort aufmachen!“
„Klar..“
Sie brachte den Patienten also auf die Radiologie.
„Marc, der Patient hat einen Magendurchbruch, ausgelöst durch drei Magengeschwüre!“ meinte sie, als sie wieder zurück auf der Chirurgie war und sich für die OP vorbereitete.
„Gut, dann müssen wir es raus nehmen! Und zwar schnell, bevor es zu spät ist!“
Während der OP:
„Hasenzahn, was müssen wir als nächstes machen?“ fragte Marc und setzte seine Prüfer-Miene auf.
„Wir schneiden das Geschwür komplett heraus und vernähen den Defekt!“
„Sehr gut, dann mach das doch mal!“ meinte Marc.
„Ich? Okay...“ meinte Gretchen.
„Siehst du noch jemand anders hier, der das machen könnte?“, er zeigte um sich, „Das ist jetzt keine besonders schwere Aufgabe! Und wenn was schief geht, kann ich immer eingreifen.
Und dann ließ er sie operieren und Marc musste gar nicht eingreifen, denn sie schaffte die OP mit links.
„Sehr gut Hasenzahn!“ lobte Marc sie nach der OP, „So will ich dich auch in der Prüfung sehen!“
In dem Moment kam er Gretchen so vor, als wäre er ihr Lehrer, der sie auf die Prüfung vorbereitete.
„Hmm“ murmelte sie, während sie sich Mundschutz abnahm.
„Herr und Frau Doktor! Der Professor möchte Sie sprechen, Sie sollen nach der OP sofort in sein Büro kommen!“ platze Sabine ins Zimmer, „Es scheint dringend.“
Was hat er denn jetzt schon wieder? (G/M)
Sie machten sich also auf den Weg zum Büro des Chefarztes.
„Herein!“ kam es von drinnen, als Marc an die Tür klopfte.
Sie traten ein.
„Hallo Papa!“ begrüßte Gretchen ihren Vater freundlich.
„Guten Morgen Herr Professor!“
„Morgen Kälbchen, guten Morgen Dr. Meier! Schön, dass ihr wieder aus dem Urlaub zurück seid!“
„Ja, Papa, du hast uns herbestellt, was gibt es denn?“ brachte Gretchen es auf den Punkt.
„Ach so, ja, ich wollte euch nur wieder willkommen heißen. Da ihr ja jetzt wieder da seid!“ meinte Franz.
„Und deshalb hast du uns hier her bestellt, um uns „Hallo“ zu sagen?“ fragte Gretchen verwundert.
„Wieso, ist doch nett von ihm!“ mischte Marc sich ein.
Und das aus seinem Munde...
„Hab mich halt nur gewundert.“ erwiderte sie.
„Wollt ihr denn von eurem Urlaub erzählen?“ fragte der Professor interessiert.
„Papa...“
„Aber natürlich!“ meinte Marc.
Marc führt doch schon wieder was im Schilde!
Der Professor lächelte: „Dann setzt euch doch mal!“ Er zeigte auf die zwei Stühle in seinem Büro.
Sie setzten sich.
„Es war ein schöner Urlaub...“ begann Gretchen.
„Und?“
„Sollen wir dir jetzt jeden Tag einzeln beschreiben?“ fragte Gretchen genervt.
Besser nicht, wenn ich an den Mittwoch denke...Das müssen wir ihm dann besser nicht auf die Nase binden.
„Nein, natürlich nicht...“
Marc begann zu erzählen: „Also, wir waren am Strand, in der Stadt, haben auf dem Deich ein Picknick gemacht und waren spazieren. Und am Mittwoch...“ setzte Marc mit einem Grinsen fort.
„Waren wir...“ Sie suchte fieberhaft nach einer Ausrede, die nicht ganz gelogen war.
„Den ganzen Tag im Hotel.“ beendete Marc ihren Satz.
„Ahh...“ Der Professor lächelte wissend und Gretchen schoss die Röte ins Gesicht.
„War es also im großen und ganzen ein schöner Urlaub?“ hakte er noch mal nach.
„Ja natürlich, ich glaube wir hatten es echt mal nötig Berlin zu verlassen“ erklärte Marc.
„Das freut mich doch für euch!“ meinte der Professor.
Nachdem sie noch eine Weile gequatscht hatten, gingen Gretchen und Marc ind die Cafeteria:
„Dieser Mann macht mich wahnsinnig!“ meinte Gretchen, „Alles will er wissen und kontrollieren...Wenn du mich fragst voll kommen paranoid! Hinter jeder Ecke nen Gangster!“
„Ja, aber gönn ihm doch die Freude, dass seine einzige Tochter jetzt endlich glücklich ist!“
„Marc, sonst ist aber noch alles gut bei dir, oder? Du bist doch sonst nicht so...so mitfühlend!“
Das war ihm auch schon aufgefallen, aber er konnte es nicht abstellen, er wusste nicht wieso, er hoffte, dass er irgendwann wieder fähig sein würde in ihrer Anwesenheit klar zu denken.
„Ich weiß auch nicht, woran es liegt...“ Er lächelte, „Aber sei doch froh! Besser, als wenn ich gemein bin, oder?“
„Hmm, stimmt, aber es ist nur sehr ungewohnt.“ bemerkte sie.
In der Cafeteria trafen sie nach langer Zeit mal wieder Frau Doktor Hassmann.
„Ach, Meier und Haase, aus dem Liebesurlaub zurück?“ fragte sie abschätzig.
„Neidisch?“ fragte Marc und legte demonstrativ einen Arm um ihre Hüfte.
„Nee nee.“ meinte sie, „Auf so nen Mann, wie Sie kann ich mit Vergnügen verzichten.“
„Ach ja, Sie und der Knechtlesdorfer, nicht?“ fragte Marc , „Wie isser denn so? Genauso verpeilt, wie im OP?“
„Tja, ich wüsste nicht, was Sie das etwas angeht!“ meinte sie.
„Ach, das geht doch rum...“ meinte Marc, „Sie kennen doch das Krankenhaus, und allen voran Klatschtante Sabine.“
„Stimmt, hier gibt es halt keine Geheimnisse! Auch nicht, was Sie betrifft.“ meinte sie und musterte das Ärztepärchen.
„Ah, und was betrifft uns? Wenn ich fragen darf?“ mischte sich nun auch Gretchen in die Unterhaltung ein.
„Tja...Ziemlich viel, wenn sie mich fragen. Aber ich bitte Sie mich jetzt zu entschuldigen, denn in diesem Krankenhaus gibt es durchaus auch Menschen, die arbeiten müssen...“
Sie blickte die beiden noch mal an, dann machte sie auf dem Absatz kehrt und verschwand in Richtung Neurologie.
„Was war das denn?“ fragte Gretchen belustigt.
„Eine verbitterte Emanze, wenn du mich fragst!“ erwiderte Marc und musste grinsen.

Olivia<3 Offline

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05.09.2011 20:46
#34 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Sorry, dass ich es im Moment nur schaffe alle zwei Tage einen teil zu posten, aber mir fehlt einfach die Zeit, am Mittwoch fängt die Schule an, am Wochenende hatte die halbe Familie geburtstag
So jetzt hab ich aber wieder was für euch, ich hoffe es gefäll euch!
Freu mich auf eure Kommis
Olivia


Der Nachmittag war ein gewöhnlicher im EKH, OP, Visite und dann Dienstschluss.
Gretchen und Marc operierten zusammen und erledigten die Visite. Auch Gretchen hatte sich nun wieder an den Krankenhaus-Alltag gewöhnt. Auch wenn Marc viel netter war als früher, war es immer noch anstrengend seine Assistenz zu sein.
Am Abend gab es dann eine Ansprache vom Professor in der Cafeteria:
„So, die alljährlichen Facharztprüfungen in der Chirurgie stehen wieder an!“
Allgemeines Stöhnen breitete sich unter den anwesenden Ärzten aus.
Gretchen war auf einmal aufgeregt, denn auch sie war diesmal dran mit der Prüfung.
„Die schriftlichen Prüfungen finden am 16.10.2011 statt, hier im EKH.“ fuhr der Professor fort.
„Das ist in drei Wochen!“ flüsterte Gretchen Marc zu.
„Wer diese Prüfung mit Erfolg bestanden hat, darf eine Woche später an der mündlichen Prüfung teilnehmen!“
Der Professor hielt kurz inne,
„Der Geprüfte muss sich einer Prüfungskomission stellen und wird anhand von 6 standadisierten Patientenfällen geprüft.“ erklärte der Professor weiter.
„Marc, glaubst du ich schaff das?“ fragte Gretchen besorgt.
„Natürlich, mach dir nicht immer solche Sorgen.“ beruhigte Marc sie.
„Aus unserem Krankenhaus werden zwei Assistenzärzte an der Prüfung teilnehmen:
Dr. Margarethe Haase und Dr. Maurice Knechtelsdorfer!“ verkündete der professor und blickte stolz zu seiner Tochter.
Die anwesenden Ärzte und Schwestern klatschten Beifall. Sie dachten die Rede des Professors wäre nun beendet, aber:
„Moment, ich bin noch nicht fertig!“ unterbrach er die, die schon zum gehen gewandt waren, „Wir begrüßen auch ganz herzlich unseren Neuzugang in der Chirurgie Dr. Sophia Menz, sie wird morgen ihren ersten Tag am Elisabeth-Krankenhaus, als Assistenz in der Chirurgie haben. Ich hoffe ihr macht ihr den Anfang nicht ganz so schwer!“ Er blickte zu Dr. Meier, dem Oberarzt auf der Chirurgie.
„So jetzt ist die rede beendet!“ meinte der Professor und lächelte.
Wieder gab es ein wenig Applaus und dann löste sich die Gruppe in der Cafeteria langsam auf. Auch Dr. Gretchen Haase und Dr. Marc Meier verließen mit der Menge den Raum.
„Marc, jetzt wo ich gehört hab, worum es eigentlich geht, ist mir schon ein wenig mulmig, ich hab zwar meinen OP-Katalog voll, aber 6 Patientenfälle?“ Sie seufzte.
„Hasenzahn!“ Marc stöhnte genervt auf, „Mach dir doch nicht immer Sorgen, die Prüfungen sind erst in drei Wochen, da kannst du noch genug lernen!“
„Lernst du mit mir?“ fragte sie bittend.
Marc seufzte,
„Ja, natürlich!“ Er legte einen Arm um ihre Schulter.
Das macht einen Freund doch aus, nicht? Wenn er zu dir hält und dich unterstützt! Marc Meier hilft mir beim lernen!
Gretchen blickte ihn verliebt an.
Als sie ins Schwesternzimmer kamen, um sich umzuziehen, tuschelten die Schwestern schon aufgeregt.
„Eine Neue Ärztin auf der Chirurgie!“ stellte Schwester Ingeborg fest.
„Ich bin gespannt, wie der Herr Doktor mit ihr umgeht!“ meinte Sabine.
„Nee, ich weiß nicht, was ich davon halten soll!“ sagte Schwester Lisa.
„Was tuschelt ihr denn da?“ fragte der Herr Doktor plötzlich unverhofft. Die drei waren so in ihr Gespräch vertieft gewesen, dass sie das Pärchen gar nicht haben kommen hören.
Sie zuckten zusammen.
„Wir haben...über...über die neue Assistenz in der Chirurgie geredet!“ stotterte Sabine.
„Aha, na dann“ meinte Marc und wartete auf Gretchen, die sich schnell umzog, damit sie nach Hause fahren konnten.
„Was, was halten Sie denn davon, dass eine neue Ärztin kommt?“ fragte Sabine schüchtern.
„Ähm, was soll ich davon halten,“ meinte Marc, „Ich schere mich nicht besonders um eine Neue auf der Chirurgie.
„Stimmt...“ lachte Sabine, „Sie haben ja jetzt die Frau Doktor!“
Die anderen Schwestern grinsten verschwörerisch.
Was führen die denn jetzt im Schilde?
„Ja...genau“ stotterte Marc, „Aber ich glaube das überschreitet Ihren Aufgabenbereich um einiges.“ Er blickte vielsagend auf die nach Gerüchten lechzende Schwesternschaft.
„Na Marc, hältst du einen Plausch mit den Schwestern?“ fragte Gretchen und nahm seine Hand.
„Ich? Nee...“ Er lächelte sie an und es wurde ihr warm ums Herz.
„So, wir müssen dann auch mal!“ meinte Marc und zog Gretchen aus den Blicken der Tratschtanten Sabine, Ingeborg und Lisa.
„Marc, und gab es neuen Tratsch und Klatsch aus dem Krankenhaus?“ fragte Gretchen provokant.
„Hmm, eigentlich nichts, sie haben sich nur über sie neue Assistenz in der Chirurgie ausgetauscht.“ meinte Marc.
„Und? Was hältst du davon?“ fragte sie neugierig.
„Für mich gibt es sowieso nur eine Assistenz.“ Er drückte sie an sich und gab ihr einen atemberaubenden Kuss.
Der Abend wurde noch lang für die beiden, denn es blieb natürlich nicht nur bei dem einen Kuss...

Olivia<3 Offline

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07.09.2011 13:34
#35 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey!
Jetzt isr zwar wieder Schule, das heißt nicht, dass ich keine neuen teile poste!
Zur Vorwarnung: Wir machen einen kleinen Zeitensprung, aber...
lest selbst!
Freu mich auf Kommis!
Olivia


Die neue Assistenz in der Chirurgie war der reinste Horror, Marc fragte sich ernsthaft, an welcher Uni die studiert hätte.
Sie war noch unorganisierter als der Knechtelsdorfer und noch verpeilter als Gretchen, was eine schlechte Mischung ergab. Im OP musste man drauf achten, dass sie nicht ausversehen abrutschte und wichtige Organe verletzte, denn sie war ein wahrer Zappelphillip, konnte keine Sekunde still sitzen. Marc und Gretchen hatten alle Hände voll zu tun, sie zu „zähmen“ und im Schach zu halten, dann alleine lassen konnte man Sophie Menz keine zwei Sekunden.
„Dr. Meier, es tut mir wirklich Leid!“
Sie hatte es doch tatsächlich hingekriegt den Aktenstapel, den sie bearbeiten sollte zu verschlampen.
„Na dann suchen Sie ihn, und zwar heute noch! Wir haben nämlich noch andere Dinge zu tun als auf Ihre Akten zu warten!“ Er blickte frech zu Gretchen, die bei seinem Blick errötete, sie wusste genau was er sagen wollte.
„Knechteösdorfer, helfen sie Fr. Dr. Menz die Akten zu suchen, Hasenzahn, wir beginnen mit der Visite.
Marc hatt zu lernen, zu lernen, dass es nicht nur Menschen gibt, die perfekt sind, wie er, auch wenn es schwierig für ihn war, er musste jetzt ein Jahr mit ihr aushalten!
Aber auch Gretchen lernte in den nächsten drei Wochen viel dazu. Sie lernte für die schriftlichen Prüfungen und Marc half ihr dabei, was zwar nicht immer effektiv war, aber sie fühlte sich dennoch vorbereitet.
Sie stand mit anderen angehenden Chirurgen vor der Tür zum Prüfungsraum. Gretchen hatte schon immer ein wenig Prüfungsangst gehabt. Ihre Handflächen waren kalt und schwitzig und ihr Herz beförderte Adrenalin durch ihre Adern.
Marc stand einige Meter weiter und unterhielt sich grade mit einem der jungen Männer.
Auf einmal blickte er sie an. Er wandte sich von seinem Gesprächspartner ab und ging zu seiner Freundin.
„Hey, was ist denn, du guckst, wie gerädert!“ meinte Marc und legte einen Arm um ihre Schulter.
„Bin nur aufgeregt..“ murmelte sie und trat von einem Fuß auf den anderen.
„Ach mach dir keine Sorgen, du kriegst das schon hin!“ machte Marc ihr Mut.
„Meinst du wirklich?“ fragte sie skeptisch.
„Aber sicher.“ Er gab ihr zu Bestätigung einen Kuss.
In dem Moment tauscht die Prüfungsbeamte auf.
Die angehenden Chirurgen und auch Gretchen gingen in den Prüfungsraum, das letzte, was Gretchen von Marc sah, war die Geste, die ihr klarmachen sollte, dass er ihr die Daumen drückte. Dann verschwand auch sie im Prüfungsraum für die schriftliche Prüfung.
Als Gretchen die Fragen vor sich sah, entspannte sie sich langsam wieder, sie hatte es sich komplizierter vorgestellt. Die Prüferin erklärte noch ein mal was zu tun war, dann durften sie beginnen.
Die ersten Fragen konnte Gretchen auf Anhieb beantworten. Es ging um bestimmte Operationen. Sie erinnerte sich an Bilder von sich und Marc, wie sie einen dieser Beispielfälle behandelten.
Die nächsten Fragen waren zwar komplizierter, aber auch diese schaffte sie ohne weitere Probleme.
Marc hatte währenddessen die Visite gemacht und eine Gallenstein-OP mit Chaos-Assistenz Menz durchgeführt. Er war richtig froh, als die OP endlich beendet und der Patient ohne Vorfälle wieder zu war.
Er dachte wieder an Gretchen, die grade dabei war Fragen zur Chirurgie zu bearbeiten. Er lächelte, sie würde das schon schaffen.
In der Cafeteria gönnte er sich einen Kaffee, als Schwester Gabi die Cafeteria betrat, zusammen mit Tropenarzt-Fritz. Seit die beiden ein Paar waren, sind sie unzertrennlich. Marc musste unwillkürlich an sich und Gretchen denken, sie waren ja nun auch schon seit der geplanten Afrika-Reise zusammen.
Vor seinem inneren Auge spielten sich wieder die Szenen am Flughafen ab.
„Marc, träumst du?“ fragte Gabi belustigt, sie ließ keine Gelegenheit aus dem Oberarzt eins auszuwischen.
„Für dich immer noch Dr. Meier!“ gab der Oberarzt genervt von der Krankenschwester zurück.
„Na wie läufts zwischen dir und der übergewichtigen Blondine?“ stichelte Gabi weiter.
„Was geht dich das an?“ meinte Marc patzig, er hatte keine Lust mit der jungen Krankenschwester zu reden.
„Oh, armer Marc, läufts nicht so glänzend!“
„Dr. Meier! Und zweitens, es interessiert dich zwar eh nicht, aber wir sind glücklich, ...ich liebe sie!“
Gabi blieb die Spucke weg, diese Antwort hätte sie nicht gerechnet. Sie schnappte nach Luft und machte auf dem Absatz kehrt.
Marc lächelte. In Gedanken war er wieder bei Gretchen. Was kümmerte ihn Gabi und ihre Sticheleien! Gedankenverloren rührte er in seinem Kaffee, sie ganze zeit dieses verliebte Grinsen auf den Lippen.
„Dr. Meier!“ Eine Stimme drang von fern an sein Ohr.
Sabine!
„Die Frau Doktor sucht sie schon!“
Gretchen ist fertig mit ihrer Prüfung! Das muss gefeiert werden! Mit...

Der junge Oberarzt stand auf und ließ sich von der Krankenschwester zu seiner Freundin führen.
„Marc!“ empfing diese ihn schon.
„Hasenzahn!“ Er nahm sie in die Arme, „Wie war die Prüfung“
„Leichter, als ich gedacht hab!“ meinte sie.
„Siehst du, du hast dir wieder ganz um sonst Sorgen gemacht!“ tadelte er sie gespielt.
„Stimmt.“
In dem Moment tauchte die andere Assistenz Dr. Menz auf. Sie war schier außer Atem und sah verängstigt aus.
„Ich...Mir...Ein Patient stirbt!“ stieß sie hervor.
„Wo?“ fragte Marc sofort uns setzte wieder die Oberarzt-Miene auf.
„Zimmer 375!“ schnaufte sie.
Gretchen und Marc machten sich sofort auf dem Weg in das besagte Zimmer.
Was hatte Dr. Menz denn nun wieder angestellt?

Olivia<3 Offline

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09.09.2011 16:05
#36 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey ih lieben, hier bin ich wieder! Danke erst mal für die Kommis!
Hoffe euch gefällt der neue teil!
Freu mich auf Kommis!
Eure Olivia


Sie kamen außer Atem in dem benannten Krankenzimmer an.
Der Patient lag auf dem Boden und rührte sich nicht. Gretchen blickte auf das EKG und schreckte zusammen. Kammerflimmern!
„Menz! Defi!“ rief Marc.
Die Assistenz zuckte zusammen und stolperte mehr oder weniger auf den Not-Defi zu.
„Aufladen auf 100!“ sagte Marc bestimmt.
Er setzte die Elektroden an und der Stromstoß lies den Körper des Mannes aufschrecken.
Das EKG zeigte immer noch die Null-Linie an.
„Aufladen auf 200“ befahl Marc.
Diesmal glückte der Versuch den Mann zurück ins Leben zu holen. Seine Herzrythmus war wieder systol.
Als der Patient von einer Schwester wieder ins Bett gebracht wurde und die Spuren der Reanimation beseitigt waren, guckten sowohl Gretchen als auch Marc die junge Assistenz Dr. Menz an.
„Was haben sie ihm gegeben?“ fragte Marc und die Empörung war ihm ins Gesicht geschrieben.
„Ich...“ stotterte sie, „ich hab die Infusionsbeutel vertauscht.“ gab sie vorsichtig zu.
„Und was war in dem falschen Beutel, was zu Herkammerflimmern geführt hat?“ fragte Marc auch sofort.
„Es war,“ sie blickte hilfesuchend um sich, „Ich weiß es nicht.“
„Mitkommen!“ befahl Marc der jungen Assistenz und schleifte anschließend Gretchen hinter sich her.
Sophie Menz folgte schüchtern, ihr Blick tief auf den Boden gesenkt.
„Marc, du hättest nicht so überreagieren müssen!“, tadelte Gretchen ihren Freund, „Sie ist doch jetzt völlig fertig.“
„Ja, das kannst du wohl sagen, fertig mit ihrer Zeit am EKH auf jeden Fall!“ schimpfte Marc weiter.
„Wirst du sie etwas rausschmeißen?!“ fragte Gretchen verdattert.
„Ich nicht, die Aufgabe wird der Professor übernehmen!“ meinte er entschlossen.
„Marc, das kannst du nicht machen! Lass ihr doch noch eine Chance!“
„Mein Gott, sie hat fast eine Patienten umgebracht, da kann ich nicht lange fackeln!“ verteidigte sich Marc.
„Ja Marc, aber ich weiß nicht, ob das in der Situation das richtige ist!“ versuchte es Gretchen wieder.
„Okay, lassen wir den Professor entscheiden.“ meinte Marc und steuerte zielstrebig auf die Tür für das Büro des Professors zu.
Sophie Menz war den beiden schweigend gefolgt, sie hatte wohl mitbekommen, dass ihr der Rausschmiss drohte. Aber was konnte sie dafür, die Beutel sahen so gleich aus und sie hatte kurz nicht aufgepasst, es war doch nicht ihre Absicht gewesen.
Sie seufzte, jetzt war es eh zu spät, entweder würde man sie rausschmeißen, oder nicht. Es war alles nur eine Frage der Meinung des Professors, aber so wie sie ihn kannte, war dieser ruhiggesitteter, als ihr Oberarzt Dr. Meier, der schon beim kleinsten Anzeichen auf einen medizinischen Fehler über ihre Entlassung nachdachte.
„Herein!“ rief der Professor.
Marc, Gretchen und die Assistenz betraten den Raum.
Der Professor staunte nicht schlecht.
„Dr. Meier, Kälbchen, Dr. Menz? Was macht ihr hier?“ fragte er etwas verblüfft.
„Herr Professor, Dr. Menz hat wohl ausversehn einen der Infusionsbeutel vertauscht und der Patient bekam dann Kammerflimmer, wir mussten reanimieren.“
„Und warum kommen Sie damit zu mir?“ fragte der Professor.
„Papa, Marc will sie entlassen, aber ich habe ihm gesagt, dass sie eine zweite Chance verdient hat. Daher wollen wir dich fragen, was du zu diesem Thema meinst.“ mischte sich nun Gretchen in das Gespräch.
„Tja, was machen wir denn da?“ Er blickte von Marc zu Gretchen und sein Blick blieb an Dr. Menz hängen. Er seufzte.
„Dr. Menz, was haben sie zu diesem Thema zu sagen?“ fragte er und blickte sie an.
„Ich...Ich habe sie nur vertauscht, es tut mir schrecklich Leid Herr Professor, ich verspreche Ihnen, dass das nie wieder vorkommt!“ entschuldigte sie sich außer Atem, der Vorfall setzte ihr stark zu.
„Als ob...“ murmelte Marc, „Das passiert ihr doch ständig, is nur noch nix passiert!“
„Meier ruhig!“ meinte Franz im Chefarzt-Ton.
Marc zuckte mit den Achseln und hielt aber gehorsam den Mund.
„Sie sind sich sicher, dass Ihnen das nicht noch einmal passiert?“ fragte Franz ruhig.
Sie nickte.
„Ich denke, dass sie die nächsten drei Wochen eine Art Probezeit haben sollten, in der Sie beweisen können, dass sie es auch ohne weitere Vorfälle schaffen können! Falls ich von irgendeinem der Ärzte eine schlechte Rückmeldung bekommen sollte, werde ich sie entlassen müssen, so Leid es mir auch tut.“
Er sah zu ihr hinüber, schweigend nickte sie. Marc seufzte und verdrehte die Augen.
„Danke Herr Professor Haase, das ist wirklich sehr nett von ihnen!“ Sie bedankte sich vielmals.
Die drei verabschiedeten sich rasch vom Professor. Dr. Menz hatte jetzt Pause, so wie Gretchen und Marc.
„Ist nicht zu fassen, wie soll ich das denn aushalten, sie kann ja nichts alleine machen! Alles muss man selbst machen!“ beschwerte sich Marc bei Gretchen weiter über die neue Assistenz.
„Ach Marc, wir haben es doch jetzt schon so lange ausgehalten!“ meinte Gretchen und griff nach seiner Hand.
„Stimmt!“ meinte Marc und lächelte, die Berührung seiner hübschen Freundin beruhigte ihn enorm.
„In drei Tagen sollen die Ergebnisse des schriftlichen Tests fertig ausgewertet sein!“ meinte Gretchen.
„Was für Ergebnisse?“ fragte Marc verwundert.
„Marc, ich habe grade meine Facharztprüfung geschrieben!“ meinte Gretchen etwas beleidigt.
Marc erschrak, wie hatte er das vergessen können.
„Klar! Aber ich bin mir sicher, dass du das geschafft hast!“ Er gab ihr einen Kuss aufs Haar.

Olivia<3 Offline

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11.09.2011 09:37
#37 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey heute leider nur ein etwas kleinerer Teil, aber sie Schule stresst mich enrm, unsere Lehrer lassen gleich die ersten Vokabeltest schreiben und auch Hausaufgaben gibt es bergeweise...
Hoffe es gefällt euch!
GLG Olivia


Nach langer Zeit beschloss Gretchen an diesem Abend endlich ein mal wieder Tagebuch zu schreiben, Marc schaute sich ein Fußballspiel im Fernsehn an, und das war die Gelegenheit für Gretchen sich mit ihrem Tagebuch zu beschäftigen:
Liebes Tagebuch,
Ich weiß, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber es ist in letzte Zeit so viel passiert, da hatte ich einfach nicht die Zeit das alles auf zu schreiben.
Also, das schönste zu erst, nicht wahr? Ich bin ENDLICH mit meiner Jugendliebe Marc Meier zusammengekommen!
Eigentlich wollte ich ja nach Afrika fliegen, aber dann war Marc am Flughafen und hat mich aufgehalten. Ich kann es selbst kaum fassen, aber er hat mir sogar schon mal „Ich liebe dich“ gesagt! Und das aus dem Mund von Marc Meier, der sonst Angst vor jeglicher Art von Gefühlen hat! Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich mit ihm bin, ich könnte mir keine schönere Beziehung vorstellen, als die, die Marc und ich haben.
Wenn ich mit ihm schlafe, ist es für mich wie der siebte Himmel, jedes mal aufs neue, wunderschön und romantisch!
Vor kurzem waren wir sogar zusammen im Urlaub! Auf Sylt, es war ein sehr schöner Urlaub, denn Marc hat mir sogar eine Überraschung vorbereitet, wir haben ein romantisches Picknick auf dem Deich gemacht und es war wunderschön, Marc hat nicht mal geschmollt, oder hat sonst etwas machomäßiges gesagt.
Ich glaube, dass er Beziehungen im Grunde doch gar nicht so schlecht findet, denn er scheint es schier zu genießen mit mir zusammen zu sein. Und es geht ihm, glaube ich nicht nur um Sex, denn jetzt, wo ich für meine Facharztprüfungen lernen muss, hat er mir sogar geholfen und mir Mut zugesprochen.
An Heiraten oder Kinderkriegen ist zwar nicht zu denken, aber ich habe gemerkt, dass man das nicht braucht zum Glücklichsein, ich bin auch ohne all das glücklicher denn je.
Aber nun zu den unschönen Ereignissen der letzten Wochen:
Kurz vor unserem Urlaub auf Sylt tauchte plötzlich mein Ex-Ehemann auf und sorgte für Aufruhr, er hatte sich als Patient ins Krankenhaus geschmuggelt unter einem anderen Namen, aber er ist natürlich bald aufgeflogen...
Zu der Zeit gab es aber auch Stress mit Marc, was zu einigen Missverständnissen führte, aber Frank sitzt hinter Gittern und alles ist wieder gut!
Bald stehen die mündlichen Facharztrüfungen an, ich bin schon sehr aufgeregt, Marc wird leider nicht unter den Prüfern sein, aber das ist vielleicht auch besser so, denn dann wäre ich nur abgelenkt!
Eine neue Ärztin auf der Chirurgie gibt es auch, aber sie ist eine Katastrophe, heut hat sie fast einen Patienten umgebracht! Aber zum Glück nur fast!
Medhi ist jetzt mit Gigi in Afrika, aber er hängt offensichtlich immer noch an mir, er tut mir Leid, aber er muss akzeptieren, dass ich mich für Marc entschieden hab! Gigi wird ihn schon aufmuntern! Zwischen den beiden funkt es offensichtlich nicht besonders, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wie lange habe ich mit Marc nach diesem Motto gelebt, und es hat sich gelohnt, jetzt bin ich glücklich mit ihm zusammen!
Muss jetzt Schluss machen, Marc macht Anstalten zu kommen,
LG,

Gretchen.

„Hasenzahn! Was machst du da? Schreibst du wieder Tagebuch?“ fragte er auch schon belustigt.
„Ich? Nee, wieso?“ antwortete sie nervös, Marc muss es ja nicht wissen, dass sie Seiten über ihn schrieb.
Marc lächelte ungläubig und warf sich neben sie aufs Bett.
„Fußball schon zu Ende?“ fragte sie vorsichtig.
„Nee, aber war langweilig, ich hatte da eher Bock auf was anderes“ Er rückte näher an sie heran und begann ihren Hals zu liebkosen, „Außerdem haben wir noch zu feiern, dass du den schriftlichen Teil hinter dir hast.“
Gretchen seufzte innerlich, dieser Mann konnte wohl doch nicht genug kriegen.
Aber für schlaue Gedanken war es zu spät, Marc hatte sie schon voll in seinen Bann gezogen. Die „Feier“ konnte beginnen.

Olivia<3 Offline

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13.09.2011 16:38
#38 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Hey ihr fleißigen Leserinnen!
Heute gibt es wieder nur einen etwas kleineren Teil, aber ich schaffe im Moment nicht so viel, Schule stresst enorm
Zum Teil:
Heute lernen wir Dr. Menz mal etwas näher kennen und nach Afrika reisen wir auch mal wieder...
Freu mich auf eure Kommis!
GLG Olivia


In einem anderen Stadtteil von Berlin machte sich eine andere junge Assistenz ernsthafte Gedanken über ihre Karriere:
Sophie Menz saß an ihrem kleinen Küchentisch in ihrer kleinen Wohnung und zweifelte an sich selbst. Sie hatte sich so sehr gewünscht eine erfolgreiche Chirurgin zu werden, aber ihr Plan war etwas schief gelaufen. Sie hatte zwar ihr Medizinstudium mit Erfolg beendet und auch bei der Bewerbung um einen Platz als Assistenzärztin hatte sie Glück gehabt an ein so nettes Krankenhaus zu kommen, wie das EKH. Aber dann sah sie ihren Oberarzt zum ersten mal und das brachte sie vollkommen aus dem Konzept, denn sie konnte sich nur zu gut an den begabten Chirurgen erinnern. Aber es war seltsam, dass er sie nicht wieder erkannte. Sie erinnerte sich noch genau, wie sie ihn damals in der Bar getroffen hatte, sie fand ihn sehr attraktiv, aber er war schon sturzbetrunken gewesen. Diese Situation hatte sie damals ausgenutzt und sich an ihn herangemacht. Was bei einem so betrunkenen kein Wunder war, ging er auf ihre Versuche ein und sie landeten zusammen im Bett. Dr. Meier so hieß er, wie sie später erfuhr, machte sich am nächsten Morgen sofort aus dem Staub, aber sie vergaß ihn nie. Auch wenn sie sich quasi gar nicht gekannt hatte, wusste sie, dass sie ihn liebte und sie kam von dem Gedanken mit ihm zusammen zu sein nicht mehr los. Immer wieder schwebte ihr sein Gesicht vor und sie wurde jedes mal wieder in die Realität zurück gerissen, wenn sie daran dachte, dass sie ihn nie wieder sehen würde. Aber dann eines Tages stand er leibhaftig vor ihr, allerdings als ihr Oberarzt. Und wie gesagt, das brachte sie aus dem Konzept, sie hatte sich vorgestellt zu kündigen, aber wie sähe das denn aus, also machte sie weiter, was sich als schwierig ergab, denn jedes mal, wenn er in ihrer Nähe war, konnte sie sich nicht richtig konzentrieren.
Im Krankenhaus ging das Gerücht herum, dass Marc Meier mit der anderen Assistenz Dr. Haase zusammen wäre, aber Dr. Menz wollte dies nicht glauben, immer noch hatte sie Träume von sich und ihrem Oberarzt.
Und wo war sie jetzt gelandet, beinahe hatte man sie herausschmeißen wollen, ausgerechnet Marc hatte diese Idee. Das hatte ihr einen Stich versetzt, denn sie hoffte immer noch, dass er sie irgendwann erkennen würde.
Sie seufzte und schenkte sich noch etwas Rotwein ein.
Sie nahm sich vor, sich die Idee von ihr und Dr. Meier so bald es geht aus dem Kopf zu schlagen und sich erst mal sicher zu sein, ob er denn jetzt wirklich an die andere Assistenz vergeben war. Aber manchmal sah es schon so aus, musste sie sich eingestehen.
Ab morgen würde sie versuchen sich auf die Arbeit zu konzentrieren, denn sie wollte es nun wenigstens schaffen eine gute Chirurgin zu werden.

In Afrika:
Langsam aber sicher kam wieder Leben in Medhi, er hatte es nun geschafft, dass er seit einem Tag keinen einzigen Gedanken an Gretchen und ihren Oberarzt zu verschwenden. Gigi hatte ihn nun schon mehrmals in die einzige Stadt im Umkreis von 50km geschleppt und ihn versucht aufzumuntern. Es erwies sich als schwierig, aber nicht unmöglich.
„Du wirst sehen! In einem Jahr bin ich geheilt!“ verkündete er Gigi stolz beim Abendessen.
„Das ist eine sehr gute Einstellung!“ lobte Gigi ihn, „Wie wäre es heute Abend mit Disko?“
Auch sie war sehr froh, dass es mit Medhi wieder aufwärts geht. Lange genug hatte sie ertragen, wie er depressiv war und den ganzen Tag nur davon geredet hat, wie es wäre, wenn er mit Gretchen zusammen wäre. Dann kamen die Phasen, in denen er sich stundenlang über Marc aufregte, dass dieser nicht mehr sein Freund sei, und so weiter. Aber nun schien es ihm besser zu gehen.
„Ja...gerne!“ erwiderte er.
Das war das erste mal, dass er freiwillig einwilligte, ohne, dass Gigi ihn überreden musste.
„Um 8?“ fragte sie.
„Ja, 8 ist super...“ meinte Medhi und lächelte.
Plötzlich hörten sie wie jemand im Gang rief:
„Wir brauchen einen Arzt!“
„Scheiße!“ Gigi und Medhi sprangen gleichzeitig auf und rannten zu der afrikanischen Frau.
Sie führte sie in eines der spärlich eingerichteten Patientenzimmer. Auf dem Bett lag eine junge, schwangere Frau, die zuckte und sich verkrampfte.
„Krampfanfall!“ stellte Gigi die Diagnose und forderte Tubus und die passenden Medikamente.
„Wir brauchen einen Ultraschall! Nacht, dass dem Kind was passiert!“ meinte Medhi und sagte einem der Pfleger Bescheid, er solle einen Ultraschall für die Schwangere Frau vorbereiten.
Nach einer Weile beruhigte sich der zuckende Körper der Frau und sie konnten sie auf die Gyn bringen, wo der Ultraschall schon bereit stand.
„Mist...“ murmelte Medhi, als er das Ultraschallbild betrachtete.
„Die Plazenta wurde nicht genügend mit Sauerstoff versorgt, wir müssen das Kind rausholen! Wir brauchen einen OP!“ Medhi stand auf und nahm Gigi bei der Seite:
„Machen wir das zusammen?“ fragte er.
„Klar!“ Sie lächelte ihm zuversichtlich zu, so gefiel er ihr schon viel besser.

Olivia<3 Offline

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15.09.2011 18:42
#39 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

So hier is direkt der neue teil, aber als kleine Vorwarnung: Is nicht ganz so rosig, wei sonst, aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Es gibt eine "nette" Gabi-Intrige!
Freu mich auf Kommis!
Olivia


Drei Tage später war es dann endlich so weit, die Ergebnisse der schriftlichen Test waren ausgewertet.
„Und was haben Sie für ein Gefühl bei der Prüfung?“ fragte Maurice Knechtelsdorfer seine Kollegin Dr. Haase.
„Eigentlich ein ganz gutes, und Sie?“ antwortete sie.
„Ich weiß net!“ meinte dieser.
Sie standen in der Umkleide und warteten darauf, dass eine der Schwestern ihnen die Auswertung ins Fach legen würde. Marc war nur noch mal in sein Büro gegangen, er hatte noch einen Stapel Akten zu bewältigen. Gretchen sollte mit den Ergebnissen zu ihr kommen, damit er ihr gratulieren konnte, oder sie trösten, je nach dem, aber er war zuversichtlich, dass sie diese Prüfung schaffen würde.
In diesem Moment kam ausgerechnet Schwester Gabi, um die Unterlagen in die Fächer zu legen, als sie die beiden Assistenzärzte sah, lächelte sie schadenfroh, sie hatte einen Plan, wenn Dr. Haase die Prüfung nicht schaffen würde, wäre Marc dann nicht enttäuscht von ihr, und das gönnte die Krankenschwester Gretchen vom ganzen Herzen. Schadenfroh vor sich hin grinsend, verteilte sie die Briefe auf die Fächer. Dann machte sie sich wieder auf den Weg.
Als die Schwester ihrer Wege gegangen war, liefen die beiden Assistenzärzte sofort zu den Fächern und nahmen die jeweiligen Umschläge aus ihren Fächern.
Andächtig strich Gretchen über den Umschlag:
„Testergebnisse von …“ Sie konnte nicht entziffern, was dort stand, seltsam. Sie machte sich aber keine weiteren Sorgen, da war wohl einfach nur die Tinte verschmiert.
Sofort machte sie sich auf den Weg zu Marcs Büro, ihr Herz pochte vor Aufregung, hatte sie bestanden oder nicht?
„Herein!“ war die Antwort auf ihr klopfen.
„Hey Marc!“ Gretchen betrat den Raum. Marc blickte von seinem PC auf und als er seine Freundin erblickte, huschte ein Lächeln über sein makelloses Gesicht.
„Hasenzahn!“ empfing er sie freundlich, „Und?“ er blickte sie fragend an.
„Wie und?“ fragte sie.
„Na, wie waren die Ergebnisse?“ fragte er lächelnd.
„Ich..ich hab noch nicht geguckt, ich wollte, dass du dabei bist...“ gab sie zu.
Marc musste wieder Lächeln.
„Okay, dann werde ich den Brief jetzt mal öffnen“ Ihre Finger waren ganz kalt, dabei gab es doch eigentlich gar keinen Grund zur Sorge, oder?
Vorsichtig öffnete sie den Umschlag mit Marcs Brieföffner.
Als sie den ersten Blick drauf geworfen hatte, zuckte sie zusammen:
Es tut uns Leid ihnen mitteilen zu müssen, aber sie haben nicht bestanden. Wir bitten Sie am 25.11.2011 zur Nachprüfung... Weiter kam sie nicht. Sie wandte den Blick von dem Blatt ab.
Das konnte sie Marc unmöglich beibringen, er würde enttäuscht sein.
„Und?“ fragte Marc wieder neugierig, „Du hast bestanden, nicht?“
Er hatte keinerlei zweifel daran, aber etwas in ihrem Blick stimmte nicht.
„Hmm...“ Sie nickte, sie konnte ihm nicht sagen, dass sie durchgefallen war. Sie versuchte überzeugend zu klingen.
„Zeig mal!“ meinte Marc.
„Nee lass mal, ich muss dann auch mal...Fr. Dr. Hassmann wollte mich sprechen!“ entschuldigte sie sich.
Marc zweifelte, irgendetwas stimmte nicht, aber was?
Schon war Gretchen verschwunden, und ein erstaunter Marc blieb an seinem Tisch sitzen und blickte ihr sorgenvoll hinterher.

Zu gleicher Zeit freute sich im anderen Flügel des Krankenhauses ein junger Assistenzarzt über seine bestandene Prüfung, zwar hatte er dem Umschlag nicht entnehmen können, an wen er adressiert war, aber das war ihm jetzt auch egal, denn der einzige Satz, der ihn interessierte, war der, in dem stand, dass er bestanden hatte.
Seine Freundin, Oberärztin in der Neurochirurgie freute sich mit ihm, denn es wunderte sie schon ein wenig. Aber es stand dort schwarz auf weiß.
In seinem Freudentaumel hätte er fast Schwester Gabi umgerannt.
„Was freut Sie denn so sehr?“ fragte sie charmant.
„Hab grade meine Facharztprüfung bestanden!“ meinte Maurice und war schon um die nächste Ecke verschwunden.
Schwester Gabi musste grinsen, es hatte also geklappt, jetzt konnte sie nur noch hoffen, dass Gretchen die Prüfung nicht bestanden hatte.
Fröhlich vor sich hin pfeifend traf die Schwester dann auch schon die junge Assistenz, aber diese sah gar nicht gut aus, stand vor dem Schoko Automaten und blickte traurig in der Gegend herum.
Ja, es hatte wirklich funktioniert, Gabi freute sich, sie hätte nicht gedacht, dass es so einfach werden würde.

Olivia<3 Offline

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17.09.2011 12:06
#40 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

hey! Heute gibt es dann mal wieder etwas mehr von mir zu hören!
Hab mich sehr über eure Kommis gefreut!
Hoffe der neue Teil gefällt euch!
Viel Spaß
Kuss,
Olivia
PS: Freu mich auf eure Kommis!


Marc wunderte sich, dass seine Freundin so schnell verschwunden war, er hatte erwartet, dass sie vor Glück anfangen würde zu heulen, oder sonstiges, aber stattdessen war sie einfach verschwunden. Seufzend widmete er sich wieder seinen Akten, aber immer wieder schweiften seine Gedanken ab.
Als sie den Brief gelesen hatte, war ihr Gesichtszug angespannt und es sah so aus, asl würde sie sich beherrschen, und dann traf ihm der Gedanke, wie ein Blitz. Gretchen hatte gar nicht bestanden, aber sie wollte es nicht sagen, da sie dachte, dass er enttäuscht sein würde.
Er sprang auf und machte sich auf die Suche nach ihr, das musste geklärt werden, es ging doch nicht an, dass sie ihn anlog, damit er zufrieden war. Das stimmte doch nicht, er liebte sie auch so, wenn sie die Prüfung nicht bestanden hatte.
„Herr Doktor passen Sie doch auf!“ beschwerte sich Sabine, als der Oberarzt sie fast über den Haufen rannte.
„Halten Sie die Klappe, ich hab es eilig!“ war seine mürrische Antwort.
Schon war er im Aufzug verschwunden.
Sabine konnte sich schon denken, dass es um die Frau Doktor geht, da sie jene grade traurig vor dem Schokoautomaten gesehen hatte.
Marc suchte das ganze EKH ab, aber von Gretchen war keine Spur zu finden.
Schließlich nahm er sein Handy und rief sie an.
„Haase...“ murmelte sie hörbar traurig.
„Gretchen, wo bist du? Ich mach mir doch Sorgen! Was ist denn los?...“ sprudelte es aus ihm hervor.
Ein Paar Schwestern blieben stehen und kicherten über den Ausbruch des sonst so beherrschten Oberarztes.
Er scheuchte sie mit einer hastigen Handbewegung weg.
Kichernd verschwanden die Schwestern um die Ecke. Aber Marc hatte längst schon ganz andere Sorgen.
„Marc, ich bin hier...“ meinte sie.
„Und wo ist hier?“ fragte er.
„ich warte in deinem Büro.“ dann legte sie auf.
Marc sprang sofort auf und machte sich auf den Weg in sein Büro.
„Gretchen!“ empfing er sie und nahm sie in den Arm, er sah, dass sie geweint hatte. Sie hatte immer noch den Umschlag in der Hand.
„Marc, es ist alles so schrecklich.“ sie begann wieder zu schluchzen.
„Komm her...“ er nahm sie in den Arm und gab ihr ein Kuss aufs Haar.
„Marc ich...“ Sie schluchzte wieder, „Ich hab gar nicht bestanden, ich bin durchgefallen.“
„Warum hast du das denn nicht gleich gesagt?“ fragte er verwundert.
„Ich wollte nicht, dass du enttäuscht bist.“ gab sie kleinlaut zu.
„Aber Hasenzahn, warum sollte ich das?“ fragte er verwundert, „Ich hatte eh schon Angst, dass du besser wirst als ich!“ Er lächelte.
„Was soll das denn heißen?!“ Dass du mir das gar nicht gegönnt hast?!“ Sie löste sich aus seiner Umarmung und baute sich vor ihm auf.
„Hasenzahn, so war das gar nicht gemeint!“ versuchte er sie zu beschwichtigen.
„Ich hab das schon richtig verstanden!“ schrie sie ihn an.
„Gretchen bitte, jetzt ist aber mal gut!“
„Nein! Nichts ist gut! Du bist einfach so unsensibel! Ich bin traurig, und was machst du? Dir fällt nichts anderes ein, als blöde Witze zu reißen!“ Gretchen war auf 180, wie konnte Marc nur so wenig Verständnis für sie haben?
„Es tut mir Leid, ich wollte das nicht, wirklich nicht, ich wollte dich nur aufmuntern, es war nicht böse gemeint!“ versuchte er sich zu entschuldigen.
Aber er traf damit bei Gretchen auf taube Ohren.
„Das hast du ja super hingekriegt!“ motzte sie weiter.
„Gretchen was soll ich denn jetzt machen?! Ich habe doch versucht mich zu entschuldigen!“
„Tja, das hättest du dir vorher überlegen sollen!“
„Jetzt sei doch nicht so stur!“
„Ich bin ÜBERHAUPT NICHT stur!“
„Und was willst du jetzt machen?“ fragte Marc, er wusste genau, dass sie auf diese Frage keine Antwort haben würde.
Und wieder hatte er Recht, auf diese Frage hatte sie keine Antwort. Es folgte eine peinliche Minute des Schweigens, das nutzte Marc aus.
„Gretchen, glaub mir, es tut mir Leid, ich wollte dich nicht verletzten!“ Er kam ein Schritt auf sie zu.
Aber Gretchen drehte sich demonstrativ von ihm weg, sie würde nicht zu hören, sollte er doch labern, was er will!
„Gretchen, auch wenn du mir jetzt nicht zuhören wirst, ich will es einfach nur sagen: Ich liebe dich, vom ganzen Herzen und ich kann nicht ansehen, wenn du so traurig bist!“
Die Worte lösten in Gretchen etwas aus, sie begann hemmungslos zu weinen.
„Komm her“ meinte Marc.
Widerwillig kam Gretchen zu ihm und ließ sich in seinen Arm fallen.
„Marc es tut mir Leid, aber es geht mir im Moment nicht so gut, ich hab einfach überreagiert.
Marc schmunzelte uns sog ihren süßen Duft ein.
„Und was ist jetzt mit deiner Prüfung?“ fragte er, um wieder zum Thema zu kommen.
„Wie gesagt, ich habe sie nicht bestanden!“ meinte sie traurig.
„Zeig mal“ er deutete auf den Umschlag, den sie immer noch in der Hand hielt, er konnte es sich einfach nicht vorstellen, dass sie durchgefallen war.
Gretchen streckte ihm den Umschlag entgegen.
Marc fiel sofort auf, dass die Anschrift verwischt war. Er öffnete den Umschlag und grinste.
„Gretchen, guckst du mal bitte?“ er winkte sie zu sich heran.
Er deutete auf die Anschrift. Gretchen las und zuckte zusammen.
„Marc, das ist nicht wahr, oder?“ fragte sie ungläubig.
„Doch, das sind nicht deine Ergebnisse, sondern die vom Knechtelsdorfer!“ Marc war außer sich.
„Aber, das heiß ja, dass ich wahrscheinlich gar nicht durchgefallen bin!“ stellte sie fest.
„Ja, das heißt es wahrscheinlich!“ bestätigte er, „Los, wir müssen den Knechtelsdorfer suchen, bevor er allen erzählt, dass er bestanden hat!“
„Ja, das wäre vielleicht ganz gut!“ Stimmte Gretchen ihm zu.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg den anderen Assistenzarzt zu suchen, das forderte eine Erklärung. Irgendwer musste aus versehen, oder absichtlich die Ergebnisse vertauscht!
Da sie ihn nicht fanden half nur noch eins: Der Pieper!
Marc beschloss also den Knechtelsdorfer anzupiepen, damit er herkommen könnte, denn er war nirgends aufzufinden.
Zwei Minuten später war er auch schon da.
„Was gibt es denn?“ fragte er neugierig.
„Sie haben doch sie Prüfung bestanden, nicht wahr, Herr Knechtelsdorfer?“
„Ja, da haben Sie recht Herr Dr. Meier!“ gab dieser zu.
Über Gretchens Gesicht huschte ein Lächeln, was Marc natürlich nicht entging.
„Könnte ich die Ergebnisse mal sehen?“ fragte Marc weiter.
„Aber natürlich! Kommen Sie mit!“ Maurice führte sie zu seinem Spind.
Er drückte seinem Oberarzt einen Umschlag in die Hand. Marc fiel sofort auf, dass auch hier die Anschrift verwischt war, er zog skeptisch die Augenbrauen hoch.
Er öffnete den Umschlag:
„Knechtelsdorfer, haben Sie denn das Schreiben auch genau gelesen?“ fragte Amrc belustigt.
„Nee, hab nur auf das Ergebnis geachtet.“ murmelte der verwirrte Assistenzarzt.
„Das sehe ich!“ meinte Marc und zeigte Maurice und Gretchen den Brief des Prüfungsamtes.
„Das heiß, ich hab gar net bestanden?“ fragte Maurice verwundert und enttäuscht.
„Nein, das haben Sie nicht, Gretchen gib ihm seine Ergebnisse!“
Gehorsam gab Gretchen dem Knechtelsdorfer den Umschlag, der ihm zustand.
„Eine Frage habe ich da noch!“ meinte Marc, als jeder seinen eigenen Umschlag in der Hand hielt, „Erinnert ihr euch noch, wer heute Fächerdienst hatte?“
„Nee...“ meinte der Knechtelsdorfer, immer noch überwältigt, dass er doch nicht bestanden hatte und nun zur Nachprüfung eingeladen war.
„Doch!“, sagte Gretchen, „Es war Schwester Gabi! Sie hat noch so schadenfroh gegrinst, aber ich hab mir nichts dabei gedacht!“
„Dieses Miststück!“ entfuhr es Marc, „Knechtelsdorfer abtanzen, Hasenzahn mitkommen!“
Gesagt getan, Marc machte sich mit Gretchen auf den Weg in die Gyn, wo Schwester Gabi Dienst hatte.
„Schwester Luisa, hast du die Schl...Schwester Gabi gesehen?“ fragte er eine vorbeilaufende Schwester.
„Hm, die ist im Behandlungszimmer.“ meinte sie und deutete auf den Weg dorthin.
Marc machte sich schnellen Schrittes auf den Weg dorthin. Gretchen hatte Mühe ihm zu folgen.
Gretchen war noch nicht ganz um die Ecke, als Marc schon die Tür zum Behandlungszimmer aufgerissen hatte.
„Wo ist Gabi?!“ motzte er den neuen Arzt auf der Gynäkologie an.
Der war so überrumpelt, dass er gar nicht sofort antworten konnte.
„Marc Olivier! Was machst du hier!“ rief auch schon seine Mutter vom Behandlunsstuhl.
Marc schlug die Hände vors Gesicht und seufzte, die hatte ihm grade noch gefehlt.
„Mutter nenn mich nicht so, und ich hab jetzt auch keine Zeit mit dir zu diskutieren! Wo ist Gabi?!“ antwortete er gereizt.
„Marc, was willst du?“ fragte sie unschuldig.
„Für dich immer noch Dr. Meier. Mitkommen!“ Befahl er der Krankenschwester.
Gehorsam, dennoch mit ein Paar Zweifeln folgte er ihr.
„Was willst du?“ fragte sie genervt.
„Was sollte das?!“ Er hielt ihr Gretchens Umschlag mit den Ergebnissen der Facharztprüfung unter die Nase.

Olivia<3 Offline

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18.09.2011 15:53
#41 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Da heut Sonntag ist gibt es heute noch einen Teil!
Ich hoffe es gefällt euch!
Gruß und Kuss,
Olivia
PS: Freu mich auf eure kommis!


Gabi schluckte, sie hatte sich das alles anders vorgestellt. Sie hatte gedacht, dass Marc enttäuscht sein würde, aber nicht, dass er jetzt zu ihr kam, um sie zur Schnecke zu machen. So sehr sie sich anfangs über den Plan gefreut hatte, desto enttäuschter war sie jetzt, wo ihr Plan daneben gegangen war.
„Was das ist, habe ich gefragt!?“ motzte Marc auch schon weiter.
„Marc...“ setzte sie an.
„Weißt du was, es ist mir auch egal was das sollte, das kann man sich ja denken!“ er wandte sich von ihr ab, „Du bist einfach nur eifersüchtig, aber weißt du was Gabi, es wird nie ein „Wir“ geben, verstanden?!“
Gabi seufzte, das wusste sie, sie wollte sich doch eigentlich nur an Gretchen rächen, da Marc sich damals für sie entschieden hatte, und nicht für Gabi.
Gabi verdrehte die Augen.
„Ich hätte echt nicht gedacht, dass du mal so enden würdest!“ meinte sie provozierend, „Ein richtiges Weichei!“ Sie grinste höhnisch.
Das saß, wenn Marc Meier eines hasste, dann war es, wenn man ihn ein Weichei nannte!
„ICH BIN KEIN WEICHEI!“ keifte er sie auch schon an.
„Doch das bist du, ein verliebtes Weichei, um genau zu sein!“ stichelte die Krankenschwester weiter.
„Und wenn schon, was geht es dich an? Geh doch zu deinem Tropenarzt in die Pampas!“ bluffte Marc.
Gretchen beobachtete das Schauspiel fasziniert, fast amüsiert.
Darauf wusste Gabi nichts mehr zu sagen. Sie drehte sich um und verschwand hinter der nächsten Ecke.
„Soll sie doch bleiben wo der Pfeffer wächst!“ meinte Marc noch, dann wandte er sich wieder Gretchen zu.
„Marc, das war jetzt aber echt überflüssig und kindisch!“ Gretchen versuchte sich ein Lächeln zu verkneifen.
„Trotzdem, ich bin KEIN Weichei!“ regte er sich immer noch auf.
„Nein, warum solltest du?“ Gretchen lächelte ihn an, „Verliebt sein heißt nicht, dass man ein Weichei ist!“
„Meinst du?“ langsam beruhigte sich Marc wieder.
„Weiß ich...“ beruhigte Gretchen ihn, „Und seit wann kümmert es dich, was Gabi sagt?“
„Hmm, stimmt, was sinnvolles kam aus ihrem Mund noch nicht!“ bestätigte Marc.
„Gehts wieder?“ erkundigte Gretchen sich nach seinem gefühlsmäßigem Zustand.
„Hmm...“ murmelte er grimmig.
Sie machten sich zurück auf den Weg auf die chirurgische Station, es stand noch eine Hüftschrauben-OP an.
Auf halber Strecke begegnete ihnen der Knechtelsdorfer:
„Herr Doktor, ich hab da eine Frage!“ meinte er.
„Und?“ fragte Marc knapp.
„Hier steht, dass ich die Prüfung net bestanden habe, und was soll ich jetzt tun?“ fragte er auch schon los.
„Ja, sie müssen zur Nachprüfung! Das steht doch auch in dem Schreiben!“ meinte Marc genervt von dieser überflüssigen Frage.
„oh, und wann ist die?“ fragte er weiter.
„Knechtelsdorfer, vielleicht lesen Sie das Schreiben noch einmal genau. Wir wissen ja, dass ungenaues Lesen zu Missverständnissen kommen kann.“ mischte sich nun auch Gretchen in das Gespräch ein.
„Hmm, vielleicht sollte ich das mal tun!“ meinte er geknickt und ging wieder seiner Wege.
„Ich frag mich echt manchmal, wo der studiert hat!“ Marc verdrehte spöttisch die Augen.
Gretchen lächelte, er war wieder der Alte.
Da war dann nur noch die Hüftschrauben-OP, bei dem Gedanken, seufzte Gretchen schon innerlich. Sie hasste Hüftschrauben, das war keine Aufgabe für sie, das war Männer-Sache.
„Na freust du dich schon auf die OP?“ fragte Marc, als hätte er ihre Gedanken gelesen.
„Na ja, ich muss schon sagen, dass es angenehmere OPs gibt!“ gab Gretchen zu.
Marc schmunzelte.

Im OP:
„Hier“ Marc überreichte Gretchen den Bohrer.
„Ich soll das machen?“ fragte sie verwundert, sonst war Marc im OP der Alleingänger schlechthin.
„Warum nicht, dann zeig doch mal, was du kannst!“ Er zwinkerte ihr verschwörerisch zu.
Gretchen lächelte ihm zu, Marcs Blick schenkte ihr Mut, wie so oft. Er war halt ihr Held.

Olivia<3 Offline

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20.09.2011 10:52
#42 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Sorry, dass der heutige Teil nicht ganz so lang ist, aber ich bin momentan verhindert viel zu schreiben...
Freu mich trotzdem über Kommentare!
Liebe Grüße,
Olivia


Es war ein ganz normaler Nachmittag in Afrika gewesen, die Sonne brannte heiß auf das dürre Land und die Arbeit in dem schlecht klimatisiertem Krankenhaus fiel Medhi schwerer denn je. Schon den ganzen Tag hatte er so ein seltsames Gefühl gehabt. Er hatte es ignoriert und auf die flimmernde Hitze draußen geschoben.
Gleich hatte er noch ein Geburt vor sich, aber sein Kopf hämmerte schon seit der Mittagspause unerträglich, außerdem fühlte er sich müde und schlapp.
„Medhi, ist alles okay mit dir?“ fragte Gigi besorgt, als sie ihn sah, „Du bist ganz blass.“
Sie trat einen Schritt näher an ihn heran.
„Es geht schon!“ meinte Medhi und rappelte sich mühsam hoch. Ein Schmerz jagte ihm durch die Stirn und er musste sich an der Wand abstützin.
„Bist du sicher? Medhi du siehst gar nicht gut aus, und du fühlst dich an, als hättest du Fieber!“ meinte Gigi voller Sorge.
„Hm, vielleicht sollte ich mich etwas hinlegen.“ gab nun Medhi zu, dem es nun so schlecht ging, dass er es für unmöglich hielt, eine Geburt durchzuführen.
„Komm, ich bring dich auf dein Zimmer,“ bot Gigi an, „Du siehst nicht aus, als würdest du es alleine schaffen.“
Medhi hatte nicht mehr die Kraft ihr zu protestieren, er wollte einfach nur noch schlafen.
„Hier, ich habe dir eine Flasche Wasser auf den Nachttisch gestellt!“ sagte Gigi, als sie Medhi ins Bett verfrachtet und die Vorhänge zugezogen hatte.
Aber Medhi hörte sie schon gar nicht mehr, er war schon längst weggedämmert, in einen unruhigen und traumlosen Schlaf.
Gigi wunderte sich, was ihr Kollege denn haben könnte, hoffentlich nicht irgendeinen tropischen Virus! Sie machte sich aber vorerst keine weiteren Gedanken, Medhi würde schon wieder gesund werden, bestimmt war es nur ein leichter Virusinfekt. Also organisierte sie einen Arzt, der für Medhi die Geburt, die eigentlich anstand erledigen konnte.

Derweil in Berlin:
Wie sollte Maurice diese Nachricht nun an Maria weitergeben? Er war verzweifelt, so freudig hatte er ihr erzählt, dass er bestanden hat und jetzt das, es waren gar nicht seiner Ergebnisse gewesen, sondern die von seiner Kollegin Haase. Maria würde gar nicht begeistert sein.
„Maria!“ rief er ihr auch schon zu, „Wir müssen reden!“
„Was ist den?“ Und schon kam die Oberärztin aus der Neurochirurgie auf ihn zu.
„Lass uns doch irgendwo hingehen, wo es ein bisschen ruhiger ist“ Er warf einen skeptischen Blick auf den belebten Flur des Krankenhauses.
„Klar, wir gehen in meine Büro!“ schlug sie fröhlich vor.
Die beiden machten sich also auf den Weg in die Neurochirurgie.
„Was gibt’s denn?“ Maria Hassmann hatte schon auf ihrem Schreibtischstuhl platz genommen.
„Es gibt da ein Problem!“ gab er etwas kleinlaut zu.
„Und das wäre?“ fragte sie neugierig.
„Mit den Prüfungen...“ murmelte er.
„Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase herausziehen, schlimmer als, dass du doch nicht bestanden hast, kann es doch gar nicht werden!“ meinte sie locker.
Maurice fühlte sich ertappt.
„Ja, so schlimm wird es dann wohl sein!“ meinte er.
„Was? Du hast also doch nicht bestanden? Wie das denn?“
„Die Ergebnisse von mir und der Frau Haase wurden vertauscht, ich hatte ihre Ergebnisse, und sie meine, und da ich nicht genau genug gelesen habe, habe ich nicht gemerkt, dass ich ihre Ergebnisse in der Hand hatte!“ Er seufzte, „Bist du jetzt sauer?“
„Nee, sauer nicht, ich würde sagen für die Nachprüfung, werden wir beide ein bisschen lernen, nicht? Es geht ja nicht an, dass du noch mal durchfällst!“
„Echt jetzt? Du bist nicht sauer oder so?“ fragte der Knechtelsdorfer verwundert über die Reaktion seiner Freundin.
„Ja, ich sehe keinen Grund sauer zu sein, denn du hast ja noch eine Chance, und die werden wir nutzen!“ meinte sie entschlossen.
Damit war er trotz aller Verwunderung eiverstanden.
„Wann ist denn die Nachprüfung?“ fragte sie.
„Moment...“ Er nahm das Schreiben zur Hand und überflog es, „Hier steht es, in genau drei Tagen!“
„Schon so früh?“ wunderte sie sich, „Das heißt dann wohl anstrengen, nicht?“
„Ja, das heißt es wohl...“ murmelte Maurice.
„Dann hab ich auch direkt ne spannende OP für dich mein Lieber, Lust auf ein Hirnaneurysma?“ fragte sie kess.
„Sicher, aber immer doch Maria!“ Er freute sich wieder mit ihr operieren zu können, denn es war wesentlich entspannter, als bei Dr. Meier im OP.

Olivia<3 Offline

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21.09.2011 13:36
#43 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

So ihr lieben, heute gibt es auhc wieder mehr als gestern.
Und es geht weiter mit Medhi, ob er jetzt etwas ersnstes hat? Lest selbst!
Ich wünsche euch viel Spaß!
Eure Olivia

„Marc ich bin so aufgeregt, morgen ist schon die mündliche Prüfung!“ Gretchen rannte mit ihrem Medizinbuch in der Hand in Marcs Wohnzimmer auf und ab.
Marc, der diesen Nachmittag eigentlich die Übertragung des Fußballspiels seiner Lieblingsmannschaft gucken wollte, blickte ihr genervt nach:
„Hasenzahn du stehst im Bild!“ moserte er auch schon rum.
Gretchen machte sich genervt auf den Weg in die Küche und Marc konnte wieder den kleinen blauen Männchen auf dem Bildschirm folgen.
„Ma-harc!“ kam es auch schon aus der Küche, „Haben wir denn gar keine Schokolade?“
Er stöhne genervt auf.
„Wonach siehts denn aus?“
„Ach Menno, wie soll ich mich denn ohne Schokolade konzentrieren.“ Sie ließ sich neben ihn aufs Sofa fallen.
„Mach dir doch nicht immer solche Sorgen, die blöde erste Prüfung hast du doch auch bestanden!“ beruhigte Marc sie.
„Hach ja...“ Sie seufzte, gelangweilt folgte sie dem Fußballspiel.
Marc nahm sie in den Arm und widmete sich ebenfalls wieder dem Fußballspiel.
„Hasenzahn, wie wäre es, wenn ich dich heute Abend spontan zum Essen einlade? Ich glaube du kannst ein wenig Abstand zu den Prüfungen gebrauchen.“ fragte Marc auf einmal.
Gretchen war sichtlich überrascht, Essen gehen war normalerweise nicht seine Art und dann auch noch so spontan.
„Jetzt im Ernst?“ fragte sie ungläubig.
„Ja, warum nicht?“ meinte er beiläufig.
„Marc, ich freu mich ja so!“ Sie gab ihm einen überschwänglichen Kuss.
Sie sprang sofort auf um sich fertig zu machen. Marc seufzte, aber nicht weil er genervt war, sondern weil er glücklich war, dass sie sich so freute.
„Wohin sollen wir denn gehen?“ fragte er und schaltete den Fernseher aus, seine Mannschaft spielte mal wieder miserabel, das konnte er sich nicht weiter ansehen. Stattdessen widmete er sich nun auch den Aussehen.
„Weiß nicht, überrasch' mich! Ich bin gespannt, was du dir einfallen lässt.“ Sie lächelte verschmitzt.
So hatte sich Marc das ganze dann doch nicht vorgestellt.
„Wie wäre es mit einem Italiener?“ er erinnerte sich an das Restaurant, dass drei Straßen weiter aufgemacht hatte.
„Das ist zwar keine Überraschung mehr, aber es hört sich gut an!“ meinte Gretchen und ging ins Bad um sich zu schminken und die Haare zu machen.
Marc lächelte und schlüpfte in eine frische Hose und schnappte sich ein gebügeltes rosa Hemd.
„Du siehst super aus!“ meinten sie beiden gleichzeitig, als sie sich im Wohnzimmer trafen.
Sie lächelte glücklich und fiel ihrem Freund um den Hals.
Marc gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Gut, dann lass uns mal los!“ meinte er und nahm sie bei der Hand.
„Fahren wir gar nicht mit dem Auto?“ fragte Gretchen verwundert, als Marc nicht wie gewöhnlich auf seinen weißen Volvo zusteuerte.
„Ja, heute geht’s mal zu Fuß! Ist nur ein kurzer Weg!“ Marc legte einen Arm um sie. So machten sie sich auf den Weg zu dem neuen Italiener 3 Straßen weiter:
„Du Marc, das ist echt ganz süß von dir!“ meinte Gretchen und schmiegte sich noch enger an ihn.
„Hmm...“ murmelte er verträumt.
Gretchen genoss den kurzen Weg an der Seite ihres Freundes, wie eh und je.
„Guten Tag, haben Sie einen Tisch reserviert?“ fragte ein netter Kellner mit italienischen Akzent.
„Nein,aber haben Sie denn einen Tisch frei?“ fragte Marc höflich.
„Aber sicher, für eine solch hübsche Dame haben wir doch immer einen Tisch!“ Meinte der Kellner und zwinkerte Gretchen frech zu.
Das war natürlich auch Marc nicht entgangen. Er warf dem Kellner einen vielsagenden Blick zu.
Gretchen musste über so viel Revierpinkelei nur lächeln.
„Marc, er wollte doch nur nett sein.“ beschwichtigte Gretchen ihren Freund.
Die beiden suchten sich einen schönen Tisch am Fenster.
„Es ist wirklich sehr schön hier.“ meinte Gretchen und blickte sich um.
„Ja, für dich doch nur das beste.“
Sie sah im verliebt in die Augen.
„Darf ich ihnen die Speisekarte reichen?“ fragte ein anderer Kellner höflich, „Und wollen Sie schon etwas trinken?“
„Ja, ein mal den Hauswein.“ bestellte Marc und nahm seine Karte entgegen.
Der Kellner reichte auch Gretchen die Karte.
„Und was willst du essen?“ fragte Marc seine Freundin.
„Hm, ich kann mich nicht so ganz entscheiden.“ meinte Gretchen.
„Gut, dann werden wir dir diese Entscheidung ein mal abnehmen.“ Er stand auf und ging zu dem Kellner, der hinter dem Tresen stand.
Was hat Marc denn jetzt schon wieder vor, aber es scheint eine schöne Überraschung zu werden.
Gretchen seufzte verträumt, ihr Marc war also doch noch ein Romantiker.
Aber schon war er wieder da und setzt sich gegenüber von ihr an den Tisch.
„Das Essen kommt gleich.“ meinte Marc geheimnisvoll.
„Bin gespannt, was du dir diesmal hast einfallen lassen.“ meinte Gretchen glücklich.
In dem Moment klingelte Gretchens Handy.
Mit hochrotem Kopf fummelte sie an ihrer Tasche herum und zog schließlich das plärrende Teil hervor.
„Gigi?“ fragte sie verwundert.
„Mausi es ist etwas schreckliches passiert!“ Marc hörte sie Stimme der aufgebrachten Freundin schon vom weitem.
„Gigi, was ist denn?“ fragte sie erschrocken.
„Gretchen, es ist etwas mit Medhi, er wird sich in Afrika irgendetwas eingefangen haben! Wir sind am Flughafen von Berlin! Kommt doch bitte dort hin, es geht im gar nicht gut!“ meinte Gigi bedrückt.
„Klar! Und danke, dass du angerufen hast.“ Dann legte sie auch schon auf.
„Marc, wir müssen zum Flughafen, Medhi geht es gar nicht gut, er hat irgendeinen tropischen Virus!“ Gretchen war vor Aufregung aufgesprungen und hatte ihren Stuhl gleich mit umgerissen.
„Was?“ fragte Marc und sprang ebenfalls auf.
„Wir müssen sofort dahin!“ Gretchen griff nach ihrer Jacke und machte Anstalten das Lokal zu verlassen.
„Gretchen warte doch mal!“ Marc eilte ihr hinterher, dem verdutzten Kellner warf er ein: „Das bezahle ich später, das hier ist ein Notfall“ hinterher.
Gretchen rief ein Taxi und so machten sie sich auf den Weg zum Flughafen, jede Sekunde zählte. Im Taxi machte sich Marc daran einen Krankenwagen zu erreichen, denn Medhi muss dringend ins Krankenhaus.
Endlich waren Sie angekommen. Sie erblickten Gigi und Medhi schon vom weitem, denn Gigi lag viel mehr auf den Sitzen in der Wartehalle und Gigi blickte sich aufgeregt nach dem jungen Ärztepärchen um.
„Da sind sie!“ meinte Gretchen und lief auf die beiden zu.
„Gigi! Was ist denn los! Der RTW kommt gleich und...“ Dann sah sie erst sah sie Medhi so richtig.
Marc hatte derweilen den Krankenwagen gesichtet und lotste die Rettungssanitäter zu Medhi.
Gretchen hatte schon Vitalfunktionen und den Gesunheitszustand Medhis ausfindig gemacht.
„Marc, alles spricht auf Tuberkulose hin! Was wenn der Erreger multiresistent ist?“ fragte Gretchen besorgt.
„Gretchen, dann haben wir ein Problem und womöglich die ganze Welt angesteckt.“ Er blickte auf die vielen Menschen am Flughafen.
„Okay, wir müssen mit ihm ins Krankenhaus und Gigi soll sich auch auf den Erreger testen lassen.“ stellte sie klar.
So machten Sie sich alle im RTW mit auf den Weg ins Krankenhaus, ins EKH selbstverständlich.
„Mausi, ich wusste, dass es mit Afrika schwierig sein würde.“ Sie umarmte Gretchen freudig und vor allem erleichtert zu wissen dass die Ärzte in Deutschland mehr tun könnten, als in Afrika.
„Und ich hab euch so vermisst!“ Sie seufzte, „Ich hoffe, dass es Medhi bald besser geht!“
Auch Marc machte sich Sorgen um seinen besten Freund, auch wenn das beinahe undenkbar scheint. Sein Zustand war ernst, das wusste Marc und wenn man nicht bald Klarheit hatte, konnte man ihm nicht helfen. Alle Symptome wiesen auf Tuberkulose hin, aber ohne die Blutwerte konnte man nichts aussagen, in Afrika gab es viele Erreger, die teilweise schwer zu behandeln waren und die Zeit war knapp. Sie mussten schnell handeln.

Olivia<3 Offline

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23.09.2011 17:56
#44 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Heut ist der teil zwar auch nicht ganz so lang aber immerhin.
Mal gucken, wie es um den guten Medhi steht...
Liebe Grüße,
Olivia


„Papa! Wir brauchen wen aus der Inneren! Wer weiß, was das für ein Virus ist! Er war ja in Afrika!“ rief Gretchen ihrem Vater zu, als sie mit Medhi aus dem Rettungswagen kamen.
Gretchen hatte schon auf der Fahrt mit ihrem Vater gesprochen und den Ernst der Lage erläutert. Medhi musste in Quarantäne, bis man feststellen konnte, dass er nichts hochansteckendes hat.
Schnell fuhr sie gemeinsam mit Marc und Gigi Medhi in das bereits vorbereitete Untersuchungszimmer, zogen ihren Mundschutz an und begannen mit den nötigsten Untersuchungsmethoden:
Abhören, Blut abnehmen und so weiter, wie oft hatte Gretchen das schon gemacht, wie oft, aber diesmal war es anders, es war kein Unbekannter, um dessen Leben es jetzt ging, es war Medhi, ihr guter und vertrauensvoller Freund Medhi! Und aus dem Grund behandelte sie ihn besonders gewissenhaft.
Medhi war noch immer nicht bei Bewusstsein, er schwitzte stark und hatte Fieber, aber weitere Symptome konnte man bei seinem zustand nicht feststellen.
„Marc, wir müssen bis morgen warten, er ist nicht bei Bewusstsein!“ meinte Gretchen zu Marc.
„Hasenzahn, dann müssen wir ihn eben aufwecken!“ konterte Marc.
Gesagt getan, er verpasste Medhi eine saftige Ohrfeige.
„Jetzt dürfte er wieder wach sein.“ meinte Marc und grinste.
„Mensch Marc, das ist nicht irgendwer, das ist Medhi, um dessen Leben es hier geht!“ beschwerte sich Gretchen über sein Verhalten.
„Mensch Hasenzahn, jetzt mach mal kein Drama, den kriegen wir schon wieder hin! Der Medhi hat nen starkes Abwehrsystem!“ ,meinte Marc locker, aber tief in seinem Inneren war er nicht locker, sondern ganz im Gegenteil! Sein Inneres schrie fast vor Angst um den Freund, denn es sah nicht gut aus.
Und das tat es in der Tat, denn Marcs Ohrfeige hatte nicht viel ausgelöst, der Patient fiel nach einem kurzen Aufstöhnen wieder in den Schlaf.
Marc verschlug diese Reaktion die Sprache.
„Ja und jetzt, Herr Oberschlau?“ fragte Gretchen schnippisch, aber starr vor Angst.
„Ich...Ich weiß es nicht!“ meinte Marc, so können wir nicht herausfinden, was er hat!“ Er war ins Stottern geraten, vor dieser Situation, hatte er gottseidank noch nicht stehen dürfen.
„Wir müssen auf die Blutergebnisse warten, und ihn symptomatisch behandeln, das heißt Fieber- und Schmerzmittel!“ meinte er, nachdem er sich wieder gesammelt hatte.
„Den Mann in Quarantäne!“ rief er der Schwester zu, die mit im Raum war, „Hasenzahn, wir kümmern uns um die Blutergebnisse, Medhi sieht gar nicht gut aus.“
Mit klopfenden Herzen folgte sie ihrem Oberarzt.
„Marc, vielleicht sollten wir noch mal Gigi fragen, wie die Krankheit verlaufen ist!“ meinte Gretchen.
„Gut, übernimm du das, ich kümmere mich ums Blut!“ Er warf ihr eine Kusshand zu und verschwand hinter der nächsten Ecke.
Gretchen machte sich also auf den Weg zu Gigi, die vollkommen aufgelöst im Schwesternzimmer saß und sich womöglich grade von Sabine volllabern ließ.
„Gigi!“ rief Gretchen die Freundin.
„Gretchen...“ ihre Stimme klang matt und erschöpft, nicht dass sie auch noch krank wird.
„Gigi, du musst mir erst mal erzählen, wie die ganze Sache gelaufen ist! Also die Krankheit und so.“
„Klar, also alles hat gestern Nachmittag angefangen, Medhi war ganz schwach und hatte hohes Fieber, er konnte kaum noch laufen. Aber am Abend, da ging es ihm schon wieder gut. Er war beim Abendessen. In der Nacht war er wieder ganz fiebrig und konnte kaum schlafen. Er hat mir echt Sorgen gemacht, aber am nächsten Morgen, ist er dann wieder normal aufgestanden. Und wollte auch Arbeiten, ich konnte ihn nicht davon abhalten. Bis er dann im OP umgekippt ist und nicht mehr zu sich kam! Ach Gretchen, ich hätte ihn nicht arbeiten lassen sollen! Ich hätte es voraussehen sollen!“ Ihr schossen die tränen in die Augen und sie begann zu weinen.
„Gigi nein, du bist nicht Schuld, mach dir keine Sorgen, wenn dann ist er es selbst Schuld, er wollte ja unbedingt Arbeiten! Wirklich, nicht weinen jetzt.“ versuchte Gretchen ihre Freundin zu trösten.
„Meinst du?“ fragte sie unsicher.
„Wirklich, Marc kümmert sich schon um die Blutergebnisse und dann wissen wir, was es ist, aber ich habe such schon eine Vermutung, und wenn die stimmt, dann bist du garantiert nicht Schuld!“ versuchte es Gretchen weiter.
„Ja, das ist gut.“ Sie schluchzte noch ein mal, „Ich brauch jetzt erst mal ein Stück Schokolade! Ich geh mal kurz zum Automaten, wenn du willst kannst du schon zu Marc gehen!“ gab Gigi ihr zu verstehen.
„Ja, bring mir ne Tafel mit!“ meinte Gretchen und machte sich auf den Weg ins Labor.
„Marc, bist du hier?“ fragte Gretchen.
„Ja sicher wo denn sonst?“ fragte er etwas genervt, aber die Tatsache, dass es nur Gretchen war, beschwichtigte ihn.
„Marc, ich habe noch mal Gigi gefragt, und aus dem was sie erzählt hat, konnte man viel verwerten! Ich habe schon eine Vermutung, was es sein könnte....“ Sie druckste ein wenig herum.
„Und zwar?“ Marc schaute wie gebannt in das Mikroskop, was vor ihm stand.
„Es könnte sein, dass Medhi Malaria hat, die Symptome stimmen und aus dem was Gigi erzählt hat, konnte man nur das schießen. Sie sagte, dass das Fieber nur in Schüben kam, und es ihm zwischendurch gut ging und er auch weder arbeiten wollte, aber dann ist er zusammen gebrochen.“ Gretchen schwieg einen Augenblick.
„Ja, das könnte durchaus sein, dann werden wir doch noch mal einen Blick auf die Blutprobe werfen, Frau Doktor?“ er winkte sie zu sich ans Mikroskop.
Vorsichtig blickte sie herein: Zweifellos, das war Malaria.
„Na super...“ Sie seufzte.
„Immer noch besser als Ebola, denn gegen Malaria kann man heutzutage etwas machen, was bei Ebola ja nicht der Fall ist.“ Erleichtert ließ Marc sich auf den Stuhl fallen.
„Das war auch meine erste Vermutung, sie sich ja zum Glück nicht bestätigt hat.“ Gretchen seufzte.
„Gut, Medhi muss dann auf die Innere, wir können nix mehr für ihn tun, außer gute Besserung wünschen!“ Marc stand wieder auf und ging aus dem Raum.
Gretchen folgte ihm verwirrt.
„Du schiebst ihn jetzt einfach ab?“ fragte sie empört.
„Hasenzahn, das ist nicht unser Fachgebiet! Was sollen wir als Chirurgen gegen Malaria unternehmen?“ fragte er.
„Trotzdem finde ich, dass du ihn ein bisschen respektvoller behandeln solltest!“ Sie zog einen Schmollmund.
„Ist ja gut, aber auf die Innere kommt er trotzdem!“

Olivia<3 Offline

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24.09.2011 14:11
#45 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Sooo, zwar gab es heute, bzw. gestern nur einen Kommi, aber das hält mich natürlich nicht vom Schreiben ab!
Vielleicht gibt es nach dem Teil ja mehr Kommis!
Hoffe es gefällt euch, obwohl ich mir an manchen Stellen nicht so sicher bin
Bin gespannt auf eure Kommentare!
Knutscher,
Olivia


Gretchen und Marc fielen an diesem Abend erschöpft von den Strapazen des vergangenen Tages in ihr Bett und schliefen sofort ein. Sie waren einfach zu müde um sich noch groß um ihre abendlichen Bedürfnisse zu kümmern. Es war zu viel passiert, Medhi wäre fast gestorben, Gigi war wieder in Deutschland und und und. All diese Erlebnisse spiegelten sich in Gretchens Träumen wider:
Sie stand auf einer Wiese, mit Medhi und Marc. Sie wusste nicht woher, aber sie war sich sicher, dass sie diese Wiese kannte.
Auf einmal fiel Medhi auf den Boden und stöhnte und schrie vor Schmerzen. Gretchen versuchte zu ihm zu kommen, aber eine unsichtbare Hand hielt sie zurück. Sie versuchte es immer wieder und mit jedem Schritt, den sie versuchte zu machen, schrie Medhi ein bisschen lauter. Sie konnte förmlich sehen, wie das Leben mit jedem Schrei immer mehr von ihm wich. Gretchen versuchte Marc anzuschreien, er solle Medhi helfen, aber dieser tat so, als würde er sie gar nicht hören.


Gretchen schrie und schrie, bis sie eine starke Hand unsanft aus dem Schlaf riss.
„Hey...“ Marc strich ihr vorsichtig über das schweißnasse Haar.
Unsicher blickte Gretchen um sich, sie war noch nicht richtig in der Realität angekommen.
Sie erblickte Marcs Gesicht.
„Wo...ist...Medhi?“ brachte sie außer Atem hervor.
„Hasenzahn...Er ist im Krankenhaus, es geht im gut, was ist denn los mit dir?“ fragte er verwundert.
„Marc, ich hab so schlecht geträumt, bist du sicher, dass es ihm gut geht?“ war die Antwort.
„Ja, er ist im EKH gut versorgt und bekommt auch schon ein Mittel gegen seine Krankheit, er wird sich bald erholen.“ versuchte er sie zu beruhigen.
Dankbar kuschelte sie sich an ihn, es war doch nur ein Traum gewesen, alles würde gut werden. Marc strich ihr über die Wange:
„Geht wieder?“
„Hmm...“ murmelte sie und schloss wieder die Augen, aber sofort sprangen ihr wieder die Bilder aus ihrem Traum entgegen. Sie riss die Augen wieder auf.
„Gretchen?“ fragte Marc, der ihr Zucken mitbekommen hatte.
„Alles okay, aber kannst du das Nachtlicht anlassen?“ fragte sie schüchtern.
„Klar...“ Marc rappelte sich auf und knipste die Nachttischlampe an.
Als er wieder bei ihr war, kuschelte sich Gretchen sofort wieder an ihn.
Bald war sie wieder eingeschlafen, was man von Marc nicht behaupten konnte. Die vielen blonden Locken auf seinem freien Oberkörper kitzelten und machten ihn wahnsinnig, aber sie wieder zu wecken war schier unmöglich. Er würde weitere Alpträume riskieren.
So lehnte er sich an und versuchte die Augen zu schließen um einzuschlafen.
Als die ersten Sonnenstrahlen Marc weckten, konnte er sich kaum bewegen, er war im Sitzen eingeschlafen, Gretchens Kopf mitsamt Locken noch immer auf seiner Brust. Er versuchte aufzustehen ohne seine Freundin zu weckne, was in Anbetracht der Tatsache nicht einfach war.
„Marc bleib hier...“ murmelte sie im Halbschlaf, als er versuchte ihren Kopf aufs Kissen zu betten.
Marc seufzte und lehnte sich wieder zurück. Er betrachtete sie genauer. Ihre feinen Gesichtszüge waren im Schlaf entspannt und es schien als würde sie Lächeln. Marcs Blick wanderte zu ihren wirren Haaren und er musste schmunzeln. Vorsichtig nahm er eine ihrer Locken in die Hand und wickelte sie andächtig um seinen Finger, das Gefühl ihrer weichen Haare in seiner Hand beruhigte ihn und er genoss es in vollen Zügen ihr so nah zu sein. Er schloss die Augen und erinnerte sich an die schönsten Momente, die sie zusammen verbracht hatten: Ihr erster richtiger Kuss im Aufzug, nachdem er sie aus den Klauen Dr. Sandströms gerettet hatte, ihr erstes Mal kurz bevor sie nach Afrika fliegen wollte, der Urlaub, jetzt wo er so darüber nachdachte, fiel ihm auf, dass jeder einzelne Moment mit ihr unvergesslich schön war. Und...
„Marc? Bist du wach?“ riss ihn Gretchen aus seinen Träumen. Sie hatte ihn schon einige Zeit beobachtet und sein eliges Grinsen war ihr natürlich nicht entgangen.
„Was? Ja...“ meinte er und öffnete verwirrt die Augen.
„Könntest du mir dann unter Umständen meine Haare zurückgeben, ich wollte Duschen gehen.“ Sie deutete auf die Strähne, die er in seinen Erinnerungen immer wieder um seinen Finger gewickelt hatte.
„Klar!“ Marc wurde rot und grinste verlegen.
Gretchen grinste und gab ihm für so viel Träumerei einen dicken Kuss. Dann verschwand sie im Bad und ließ den noch nicht ganz auf der Welt angekommenen Marc in seinem Bett sitzen.
Marc seufzte und legte sich wieder hin.
Jetzt denkt sie wieder ich wäre süß...Und hält mich für nen verknallten Dorfdepp! Aber ich bin doch nicht Medhi, ich habe mich halt nur ein wenig erinnert. Außerdem war Schlafen ja eh unmöglich, im Sitzen. Aber ich bin noch lange kein Weichei, ich hab ja nur ein wenig meine Erinnerung aufgefrischt.
Mittlerweile war Gretchen wieder im Schlafzimmer angekommen, frisch geduscht mit nassen Haaren. Marc fand sie sah zum Anbeißen aus. Gretchen merkte sofort, was Marc dachte, es war ja immer das gleiche morgens.
„Marc jetzt nicht, wir müssen zu Medhi, ich will wissen, wie es ihm geht. Außerdem fängt unsere Schicht gleich an, wir haben verschlafen!“ Sie deutete auf die Uhr, die schon viertel vor neun anzeigte.
Marc seufzte und stand mühselig auf, beim Schlafen im Sitzen hatte er sich wohl den Nacken verspannt.
Mühsam machte er sich auf den Weg zur Dusche. Das warme Wasser entspannte seine Muskeln wieder und nach einer ausgiebigen Dusche fühlte er sich frischer. Mit guter Laune machte er sich zurück auf den Weg ins Schlafzimmer, um sich umzuziehen. Gretchen war schon dabei das Frühstück vorzubereiten.
Nach dem Frühstück ging es dann ab ins EKH, wo sie von Schwester Sabine schon sehnsüchtig erwartet wurden:
„Herr Doktor, Frau Doktor! Sie sind zu spät, es gibt schlechte Nachrichten, wegen dem Herrn Doktor Kaan!“
„Was?“ fragten die beiden jungen Ärzte verwundert.
„Kommen Sie mit, Dr. Schulz aus der Inneren wird es ihnen erklären.“ meinte Sabine.
Gespannt folgten die beiden der Schwester.
„Guten Morgen Hr. Dr. Meier und Fr. Dr. Haase! Ich bin Dr. Schulz aus der Inneren Medizin!“ stellte sich ein weiterer junger Oberarzt vor.
„Morgen, sind Sie neu hier?“ begrüßte Marc ihn knapp.
„Relativ, aber das ist jetzt auch nicht Thema, es geht um Hr. Kaan, der Malaria-Patient.“ unterbrach Dr. Schulz die Unterhaltung.
„Ja, was ist denn mit ihm?“ fragte Gretchen aufgeregt.
„Es ist ein Problem bei der Ausgabe des Mittels gegen Malaria aufgetreten, Dr. Kann verträgt dieses Mittel nicht und es hat für ihn starke Nebenwirkungen, wie Herz-Rythmus-Störungen und ähnliches, wir werden ihm das Mittel nicht weiter verabreichen können. Das weitere Problem ist, dass wir kein anderes Mittel geben können, da wir zu dem Zeitpunkt kein weiteres zur Verfügung haben.“ erklärte er sachlich.
„Was?“ fragte Gretchen entgeistert, „Und was haben Sie vor nun zu tun? Wenn wir kein Mittel haben, dass die Infektion bekämpft, wird er sicher sterben!“
Gretchen war außer sich. Marc nahm vorsichtig ihre Hand, um sie zu beruhigen.
„Wir haben noch eine Möglichkeit an ein anderes Medikament zu kommen, mit einem ähnlichen Wirkstoff, an sich aber anders. Bis wir dieses bekommen müssen wir ihn aber weiter symptomatisch behandeln.“ versuchte nun auch Dr. Schulz Gretchen zu beschwichtigen.
„Wann wäre dieses Medikament denn verfügbar?“ erkundigte sich Marc, der sich nun auch begann ernsthaft Sorgen um seinen Kumpel Medhi zu machen.
„In einer Woche, werden wir es sicher haben!“ meinte Dr. Schulz.
„Und Sie meinen, dass er bis dahin durchhält? Sein Krankheitsstadium ist weit fortgeschritten!“ meinte Gretchen ängstlich.
„Ich weiß es nicht, aber wenn er stark ist, wird er es schaffen!“ verkündete Dr. Schulz traurig.
Gretchen fasste Marcs Hand stärker.
„Hasenzahn, Medhi ist nicht der Typ, der aufgibt, er wird es schaffen!“ beruhigte Marc sie.
„Meinst du?“ fragte sie unsicher.
„Ich bin mir sogar ziemlich sicher...“ Marc gab ihr einen zarten Kuss auf die Stirn.
„Kann ich ihn sehen?“ Gretchen wandte sich wieder zu Dr. Schulz.
„Sicher...Er kann dich nur nicht hören, wegen der starken Schmerz- und Fiebermittel.“ erklärte dieser.
„Okay, ich will zu ihm!“ verkündete Gretchen und ließ sich von Dr. Schulz den Raum zeigen, in dem Medhi lag.
„Soll ich mitkommen?“ fragte Marc.
„Nein, ich will alleine mit ihm reden!“ sagte Gretchen traurig und küsste ihn.
Dann trat sie vorsichtig in den Raum. Und dort lag Medhi an unzählige Schläuche angeschlossen, mit Schweißperlen auf der Stirn. Er sah gar nicht gut aus.
Gretchen setzte sich an sein Bett und nahm vorsichtig seine Hand. Eine Träne floss aus ihrem Auge und tropfte auf das weiße Laken.
„Medhi...“ sagte sie, „ Es tut mir so leid, du hast es wirklich nicht verdient hier zu liegen. Es tut mir Leid, dass ich mich für Marc entschieden habe! Aber was soll ich machen, aber ich glaube, dass du ein guter Freund bist, der das verkraftet und es mir nicht übel nimmt. Aber falls du es wem übel nehmen solltest, dann nicht Marc, sondern mir, ich habe mich ja schließlich entschieden. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du hier im Sterben liegst, aber glaub mir Medhi, wir werden alles tun, was in unser Macht steht, um dich zu retten! Wirklich alles...“ Sie schwieg und wischte sich die Träne weg, die über ihre Wange kroch.
Sie beugte sich vor und küsste ihn auf die Stirn.
In dem Moment begannen die Maschinen laut zu piepen: Kammerflimmern.

Olivia<3 Offline

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25.09.2011 11:47
#46 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Erst mal Danke für eure super süßen Kommis! Ich hab mich wirklich sehr gefreut!
Leider werde ich in der nächsten Woche kaum zum Schreiben kommen, da wir besuch haben und ich alle Hände voll zu tun hab, jenen zu versorgen!
Ob ich zum kommentieren komme weiß ich noch nicht, aber ich werde es versuchen!
Aber nun geht es erst mal weiter, ich wünsche euch viel Spaß!
Olivia


Gretchen zuckte bei den Geräuschen zusammen und musste sich kurz sammeln, bevor sie den Notruf drückte. Schon kam Marc, der vor der Tür gewartet hatte herein. Da Gretchen momentan unfähig war etwas zu tun und sich erst mal sammeln musste, machte Marc sich an dem Defibrillator zu schaffen.
Sie brauchten zwei Versuche um das Flimmern zu stoppen. Gretchen war in heller Aufruhr, nachdem sie sich einigermaßen gefasst hatte.
„Marc, wir können nicht mehr eine Woche warten, er wird es nicht schaffen!“ Sie brach in Tränen aus.
„Gretchen, was soll ich denn machen, ich kann das Medikament doch nicht herzaubern!“ Marc seufzte, ihn stresste diese Situation auch enorm.
„Marc, ich geh zu Gigi, sie soll den Ernst der Lage erfahren...Außerdem brauche ich dringend Schokolade.“ Sie versuchte ein Lächeln, aber es gelang ihr nicht.
„Hasenzahn, ich komm mit, ich brauch auch etwas Ablenkung....“ Er unterbrach sich selbst.
Meier, das hast du jetzt nicht ernsthaft gesagt! Du Weichei!
Gretchen war überrascht, Marc machte die Situation also auch zu schaffen, das hätte sie nicht gedacht, er war doch sonst auch immer so cool gewesen und hatte den Anschein erweckt, es würde ihn alles nichts angehen. Sie konnte sich nur an eine Situation erinnern, in der er ansatzweise so verzweifelt gewesen war. Das war bei dem Mann, den Marc umgefahren hatte und unbedingt allein operieren wollte, dort hatte er sich auch Sorgen gemacht und war an seine chirugischen Grenzen gekommen. Und nun war es ja Medhi, sie konnte Marc verstehen, dass die Situation auch ihn stresste.
Gretchen nahm ihn bei der Hand und meinte:
„Es ist echt schön zu wissen, dass du dir Sorgen machst, wenn jemand in deinem Freundeskreis so schwer krank ist. Du zeigst ja richtig Gefühle.“
Und wieder lief Marc rot an. Er wollte keine Gefühle zeigen, das stand ihm nicht. Die Liebe zu Gretchen konnte er zwar nicht mehr verbergen, aber er versuchte es immer noch vergebens. Aber Sorgen machte er sich ganz bestimmt nicht, schon gar nicht vor anderen!
„Na ja...“ war deshalb die kurze Antwort.
„Ach Marc, es ist nun wirklich nicht schlimm, wenn du auch mal deine Gefühle zeigst!“ tadelte sie ihn, „Das gehört zum normalen Menschenleben dazu.“
Marc schwieg betreten.
„Du musst noch viel lernen...“ Sie seufzte, blickte ihm tief in die Augen und ließ ihn stehen.
Verwundert blieb Marc zurück.
„Alles okay mit ihnen?“ fragte plötzlich Maria Hassmann.
„Was wollen Sie denn hier? Und ja, es ist alles okay.“ antwortete er genervt.
„Das sah aber grade ganz anders aus.“ missbilligend blickte sie zu ihm herauf, „die Haase hat Sie wohl ganz schön unter Kontrolle, nicht?“
„Sag mal, Sie halten sich da schön raus, verstanden? Bereiten Sie lieber ihren „Freund“ auf seine Prüfungen vor, er scheint ja nicht grade der hellste zu sein!“ Er lächelte spöttisch.
„Sie halten sich wohl auch für witzig!“ meinte Maria Hassmann genervt, „Ich hab gehört, dass Dr. Kaan gestern Abend eingeliefert wurde, stimmt das?“
„Ja, das stimmt, wenn Sie zu ihm wollen, gehen Sie doch auf die Innere und fragen Dr. Schulz, dann nerven Sie uns wenigstens nicht.“, sprachs, lächelte zuckersüß und verschwand hinter der nächsten Ecke.
Ungläubig blickte Maria ihm hinterher, dann machte sie sich auf den Weg auf die Innere um doch noch mal nach Medhi zu sehen.
„Hasenzahn! Kommst du mal bitte?“ fragte Marc, als er das Schwesternzimmer betrat.
Gretchen und Gigi saßen grade Schokolade essend in dem kleinen Raum und unterhielten sich angeregt. Die Stimmung war aber bedrückt, was daran lag, dass Medhi dem Tod nur knapp entronnen war.
„Marc? Was willst du?“ fragte sie.
„Wir müssen reden!“ meinte er knapp, die Begegnung mit Fr. Dr. Hassmann steckte ihm noch in den Knochen.
„Oh, du und reden?“ fragte sie verwundert.
„Ja, ich und reden, kannst du dir gar nicht vorstellen, oder?“ Er lächelte künstlich.
Gretchen erkannte, dass mit Marc momentan nicht zu spaßen war.
„Was hast du denn?“ fragte sie verstört, als sie allein im Raum waren.
„Wieso hast du mich einfach stehen gelassen?“ fragte er beleidigt.
„Ich...“ setzte sie an.
„Du? Ich stand da, wie ein...ein verknallter Dorfdepp eben!“ beschwerte er sich.
„Marc, das ist nichts wofür du dich schämen brauchst!“ versuchte Gretchen ihn zu beschwichtigen.
„Das ist mir egal, die blöde Hassmann hat mich dann dumm von der Seite angequatscht, nur weil du mich einfach hast stehen lassen!“ Er hörte sich ein bisschen an, wie ein bockiges Kind, das sich über ich selbst ärgerte.
„Also das ist nun wirklich kein Grund sich so aufzuregen! Kann es sein, dass du nur auf dich selbst sauer bist?“ meinte sie.
„Warum sollte ich?“ fragte er entgeistert, aber er wusste, dass sie Recht hatte, es hatte ihn aufgeregt, dass er ihr so verwirrt nachgeschaut hatte und zu allem Überfluss vorher auch nicht Gefühle gezeigt hatte! Aber er war auch sauer, dass sie es schon wieder geschafft hatte, ihn zu verblüffen. Und es ärgerte ihn, dass ausgerechnet Dr. Hassmann aufkreuzen musste.
„Keine Ahnung, aber immer wenn du mich anmeckerst, warst du im Endeffekt nur sauer auf dich selbst“ Sie kam ein Stück auf ihn zu, „Marc Meier, ich kenne dich schon seit Ewigkeiten, so langsam kann ich dich schon ganz gut einschätzen.“
Marc seufzte, und wieder schaffte sie es auf eine gewisse Eigenart ihn zu beruhigen.
„Ja, vielleicht hast du Recht...“ murmelte er.
„Geht doch!“ Sie gab ihm einen Kuss, „Und jetzt kümmern wir uns um die Medikamente für Medhi, ich hab da nämlich noch was rausgefunden.“
„Hmm, dann schieß mal los!“

Olivia<3 Offline

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02.10.2011 11:03
#47 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Ihr Lieben Leserinnen!
Heute dann auch mal wieder was neues von mir, leider nur relativ wenig, aber mehr ist momentan nicht drin! Ich versuche heute und morgen nich etwas mehr zu schreiben, aber ich kann nichts versprechen!
Ich hoffe es gefällt euch trotzdem,
Liebe Grüße,
Olivia


„Marc, wir werden an die richtigen Medikamente kommen! Ich habe noch mal mit einem alten Freund geredet, der sich auf dieses Gebiet festgelegt hat. Er wird kommen und versuchen Medhi zu helfen!“ begann sie.
„Das sind ja ausnahmsweise mal erfreuliche Nachrichten,“ Marc war erleichtert, denn auch für ihn war es schwierig gewesen den Freund so hilflos zu sehen.
„Ja, er hat gemeint er würde versuchen sofort zu kommen, aber er hat viel zu tun momentan.“ erklärte Gretchen weiter.
„Wer ist denn dieser alte Freund wenn ich fragen darf?“ in seiner Stimme lag eine Spur von Eifersucht.
„Dr. Josef Hansen, es ist eigentlich auch eher ein Bekannter meines Vaters, aber er ist so was wie ein Onkel für mich.“ Sie lächelte ihn an, wie konnte er denn auf Josef eifersüchtig sein, ihren Fast-Onkel!
Marc nickte erleichtert.
Auf einmal tauchte Gigi auf, sie hatte das Gespräch der beiden heimlich belauscht und ihr war ein Stein vom Herzen gefallen, als sie gehört hatte, dass es für medhi doch noch Hoffnung gab.
„Was? Was kann der Arzt denn noch für ihn tun?“ fragte sie aufgeregt.
Sowohl Marc, als auch Gretchen blickten sie verstört an, als sie so einfach mir nichts, dir nichts aus ihrem Versteck herauskam und sich in die Unterhaltung der beiden einmischte.
Gigi schaute sie durchdringend an, sie wollte jetzt endlich wissen, ob es denn wirklich noch Hoffnung für Medhi gab, denn die Umstände waren schwierig.
„Ähm...“ begann Marc, „Hasenzahn hat nen alten Freund gefunden, der Medhi wahrscheinlich helfen kann.“
„Das ist doch schön, wann wird dieser denn kommen?“ fragte sie weiter.
„Das steht noch nicht fest.“ meinte Marc kurz angebunden.
Gigi nickte verloren.
„So, Hasenzahn und ich haben jetzt aber auch noch anderes zu tun, als zu trauern!“ meinte Marc und zog sie mit in den Umkleideraum.
„Was für ne OP steht an?“ fragte er betont lässig, er hatte wieder voll auf Karriere-Modus umgeschaltet.
Gretchen war etwas überrascht über seine plötzliche Wandlung und konnte nicht sofort antworten:
„Ähmm...“ setzte sie an, aber ein gewisser jemand hatte sie schon unterbrochen:
„Gallenblase, minimal-invasiv!“
Gretchen nickte, heute würde sie wohl keine Bonuspunkte im OP kriegen, Marc hatte offensichtlich seine übliche OP-Laune.
Im OP:
„Hasenzahn aufpassen!“ Marc nahm ihr das Endoskop aus der Hand, „Wenn du nicht aufpasst treffen wir noch die Leber!“
Gretchen verdrehte die Augen und blickte auf den Monitor, sie würde niemals die Leber treffen, aber Marc hatte schlechte Laune, warum auch immer, und brauchte jemand zum anmotzen, da bot sie sich doch direkt an, nicht?
Sie war froh, als sie diese OP endlich hinter sich hatte, denn Marc meckerte pausenlos nur rum, was aber auch daran liegen konnte, dass die Gesamtsituation etwas angespannt war und Gretchens Finger ein wenig mehr zitterten als sonst.
„Alles okay bei dir?“ fragte Marc sie nach der OP, „Du guckst so...traurig halt.“
Was ist denn jetzt los? Seit wann fragt Marc Meier, mich nach meinen Gefühlen?!
„Ähmm, es ist nur, weil du mich im OP immer so anmeckerst!“ Sie guckte bedrückt zu Boden.
Das traf Marc wie ein Schlag, denn das war keinesfalls sein Ziel gewesen, er war nur angespannt gewesen und hatte mal wieder nicht an seine Mitmenschen gedacht.
„Hasenzahn, das...das war echt nicht so gemeint und es tut mir echt leid, ich weiß gar nicht, was ich jetzt sagen soll.“ er blickte sie hilflos an.
„Es tut dir Leid?“ fragte sie entgeistert und ein breites Grinsen zauberte sich auf ihr Gesicht.
Marc schaute sie verstört an, was hatte sie denn jetzt?
„Du hast gesagt, dass es dir Leid tut!“ Sie begann fast eine Freundentanz zu machen.
„Warum genau tanzt du jetzt durchs Zimmer?“ fragte er belustigt.
„Weil du dich sonst NIE entschuldigst! Schon gar nicht bei einer solch harmlosen Sache!“ Sie nahm ihn in den Arm.
Marc kuschelte sich glücklich an sie, trotz der Tatsache, dass er über ihre Reaktion immer noch etwas verwundert war!
Er begann sie zu küssen, was zu einer wilden Knutscherei führte. Die Küsse waren so voller Liebe und Leidenschaft...
„Herr und Frau...“ weiter kam Sabine nicht, als sie das wild herumknutschende Paar erblickte. „Ich wollte nicht stören, aber der Professor sucht sie!“ Dann machte sie sich so schnell es ging wieder aus dem Staub.
Gretchen und Marc seufzten gleichzeitig, genau jetzt musste der Professor natürlich stören, und vor allem, was wollte er eigentlich?

Olivia<3 Offline

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04.10.2011 19:15
#48 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Schade, dass es zum letzten Teil so wenig Feedback gab, aber was soll man tun?
Ich versuche es einfach noch mal Vielleicht klappts ja!
Aus dem Grund, dass es gestern nur einen Kommi gab und der von einer sehr, sehr netten und lieben Person stammt, werde ich ihr diesen Teil widmen! Lena/Loco! Vielen Dank für deinen Kommi!
Aber nun weiter im Text:
Viel Spaß und Freude bei einem neuen Teil
Liebe Grüße,
eure Olivia


„Kälbchen, eigentlich wollte ich nur mit dir sprechen, aber dich und den Meier gibt es wohl nur im Doppelpack!“ Er musterte sie kritisch, sein Blick blieb an ihren zerzausten Haaren hängen und er zog die Augenbrauen hoch.
Gretchen wurde rot.
„Papa, was ist denn?“ fragte sie.
„Meier, können Sie uns einen Moment allein lassen, ich möchte gerne mit ihr sprechen.“ Er deutete zur Tür.
„Klar doch.“ Er zögerte kurz, ihr noch einen Kuss zu geben, hielt es dann aber doch nicht für eine gute Idee.
„Ich habe gehört, dass es gut Nachrichten wegen deiner Facharztprüfung gibt! Und erzähl doch mal!“ forderte er sie auf.
Gretchen fiel plötzlich wieder ein, dass bald die mündlichen Prüfungen sein würden, durch das ganze Chaos mit Medhi hatte sie das ganz vergessen.
„Ja, die schriftliche Prüfung habe ich bestanden, obwohl...“ Sie erschrak über ssich selbst, die Sache mit Gabi und dem Missverständnis wollte sie doch nicht ihrem Vater erzählen, das würde nur Chaos mit sich führen!
„Ja?“ fragte er auch schon neugierig weiter.
„Ach nichts, es gab nur ein kleines Missverständnis, nichts schlimmes...“ versuchte sie sich rauszureden.
Marc musste über so viel Tollpatschigkeit nur lächeln.
Der Professor schien ihr das ganze nicht so recht zu glauben:
„Kälbchen, wenn du Probleme hast, dann kannst du mit mir darüber reden!“ er sah sie mitleidig an.
„Papa, es gibt keine Probleme und hör endlich auf mich Kälbchen zu nennen, das ist echt kindisch!“ Ein Vater, der sich in alles einmischte konnte sie jetzt mal gar nicht gebrauchen.
Franz Haase stutzte, hatte seine Tochter das grade wirklich gesagt? Er war überrascht, er war immer davon ausgegangen, dass sie beide eine gute Beziehung zueinander hatten, und den Spitznamen hatte sie doch sonst nicht so schlimm gefunden. Er war sich sicher, da war doch was im Busch.
„Papa, jetzt sei nicht sauer oder so, ich hab nur im Moment sehr viel Stress, mit Medhi und so...“ beruhigte sie ihn.
„Ach so stimmt, aber ich habe auch noch mal mit Josef gesprochen, er hat gesagt, dass er heute Abend kommen wird.“
„Schon heute Abend?“ fragte Gretchen neugierig, das hieße ja, dass heute Abend schon Hilfe für Medhi kommen würde.
„Ja heute Abend, ich denke, dass er Medhi helfen kann.“ meinte der Professor.
„Gut, ich muss dann jetzt aber auch schnell weiter, ich habe noch eine OP!“ wollte Gretchen sich verabschieden.
Betrübt verabschiedete er seine Tochter.
Franz war verunsichert, klammerte er vielleicht zu sehr an seinem Kälbchen? Sollte er sie vielleicht einfach gehen lassen? Er dachte sich, dass sie wahrscheinlich den richtigen Weg gehen würde, auch wenn dieser an der Seite von Marc Meier sein würde. Wenn Gretchen nur mit ihm glücklich sein konnte, dann sollte sie das auch. Außerdem war es ja auch immer noch besser als, wenn sie einen Mittellosen Obdachlosen lieben würde. Aber auch das hätte er akzeptieren müssen. Denn die Liebe war scheinbar unberechenbar.
Seufzend stand er auf, er hatte sich vorgenommen sich von nun an weniger in Gretchens Angelegenheiten einzumischen, denn im Endeffekt konnte er doch eh nichts ändern.

Gretchen hatte natürlich keine OP, aber sie hatte gespürt, dass ihren Vater etwas bedrückte und wenn dies der Fall wäre, dann ließe man ihn lieber in Ruhe.
Sie machte sich auf den Weg zu Marc, der sie schon in der Cafeteria erwartete.
„Was wollte dein Vater denn von dir?“ fragte er sie zur Begrüßung.
„Ich glaube er hat endlich verstanden, dass ich mein Leben von nun an alleine klären werde! Und, ich habe mir überlegt, dass ich nun endgültig von zu Hause ausziehen werde...“
In Marcs Herz breitete sich ein Lächeln aus.
„Ich werde mir morgen eine Wohnung suchen.“ beendete sie ihre Rede.
Schlagartig war das warme Gefühl in Marcs Herzgegend wieder verschwunden, sie wollte gar nicht zu ihm ziehen.
Er schwieg betreten.
„Marc? Alles in Ordnung, du freust dich gar nicht für mich!“ beschwerte sich Gretchen auch schon.
Warum sollte ich mich freuen? Du suchst dir eine eigene Wohnung und ich darf alleine wohnen!
„Doch, natürlich freu ich mich für dich...“ murmelte er unbeteiligt.
Gretchen sah ihn forschend an. So recht glaubte sie ihm nicht. Bis ihr plötzlich klar wurde, warum Marc so unzufrieden reagierte und ihr Herz machte einen Satz.
Was?! Marc Meier will nun endgültig und letztendlich mit mir zusammen ziehen? Bisher war ja alles nur so eine Lösung auf unbestimmte Zeit, mein ganzer Kram steht ja noch bei meinen Eltern! Marc ist soooo süüüüß!!!
Das Lächeln breitete sich über ihr ganzen Gesicht.
„Marc, wenn es dir nichts ausmachen würde, dann würde ich vorerst doch lieber zu dir ziehen, denn so schnell findet man ja keine Wohnung, oder?“ Sie lächelte provokant, sie wollte ihn nur ein wenig auf die Folter spannen.
Schlagartig war er wieder bei vollem Bewusstsein und er strahlte sie unverhohlen an:
„Gretchen, du kannst gerne auch ganz bei mir einziehen!“ Er schlug sich die Hand vor den Mund, da hatte er sich doch schon wieder gehen lassen, aber die Freude war zu groß.
Gretchen übersah die Geste und fiel ihrem Freund um den Hals.
„Das ist das einzige, was ich je gewollt habe!“ flüsterte sie ihm glücklich ins Ohr.
„Ja, ich auch.“ Er gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Jetzt war es Marc egal, egal, was die anderen von ihm dachten, egal, dass sie mitten in der Cafeteria standen...
Auf ein mal war es totenstill im Raum. Personal und Besucher starrten die innig Knutschenden verstört und neugierig an.
Aber Marc und Gretchen bekamen von all dem nichts mit, es gab für beide nur den jeweiligen anderen.

Olivia<3 Offline

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06.10.2011 20:00
#49 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

Wie versprochen geht es dann jetzt weiter im Text!
Freu mich auf eure Kommis!!!
Und natürlich auch noch DANKE an euch lieben Leserinnen!
GLG,OLivia


Bis Maria Hassmann Marc am Ärmel zupfte.
„Dr. Meier, ich glaube nicht, dass das hier der richtige Ort für eine Knutscherei ist, vielleicht nehmen Sie sich doch lieber ein Hotelzimmer.“
Marc zuckte zusammen und blickte sich erschrocken um. Er blickte in die Augen des versammelten Personals und der anwesenden Patienten, alle mit offenem Mund und allen voran natürlich Sabine.
Er schlug die Hand vor die Stirn und seufzte, wie konnte er sich nur wieder selbst vergessen und dann auch noch in der Cafeteria!
Gretchen schmunzelte, als sie ihren Freund sah.
Langsam machte sich das Personal wieder an die Arbeit und es kam wieder Regung in die Menge.
Maria Hassmann war schon längst wieder verschwunden, sie wollte nicht riskieren, dass der Meier einen Anfall bekam, der war ja was Gefühle anging sehr gestört.
Als Marc sich von dem ersten Schreck erholt hatte, musste er aber auch lächeln, denn die Situation war einfach zu locker, als dass er die beleidigte Leberwurst hätte spielen müssen, zu viel saß immer noch die Tatsache, dass Gretchen zu ihm ziehen würde. Er konnte nicht aufhören sich darüber zu freuen.
„Hasenzahn, wir gehen!“ meinte er kurz, konnte sich aber ein Lächeln nicht verkneifen.
Gretchen folgte ihrem Freund.
Dieser zog sie in eine der leerstehenden Wäschekammern. Sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte begann er seine Freundin wild zu küssen.
Gretchen war über den plötzlichen Angriff überrascht, aber er fing sie mit seinen Blicken. Sie konnte ihm einfach nicht widerstehen.
Seine Küsse wurden immer wilder, denn er war so voller Glück und das musste er hier und jetzt rauslassen.
Gretchen spürt, dass Marc nicht die Absicht hatte eine schnelle Nummer zu machen, würde er sie dann so küssen? Nein, Marc wollte Liebe und das auf der Stelle.
Gretchen konnte dies nur erwidern. Sie küsste Marc mit mehr Gefühl.
Sanft strich er durch ihr Haar. Gretchen genoss jede seiner verführerischen Streicheleinheiten.
Auch wenn es nur eine Wäschekammer war, mit genug Gefühl konnte sie der schönste Ort für ein verliebtes Ärztepärchen sein, den es gibt.
Als Gabi über den stillen Flur der Chirurgie lief, b´vernahm sie auf einmal laute Geräusche. Sie blieb stehen und lauschte angestrengt. Das war doch... Genau, sie vernahm ein leises Stöhnen. Interessiert, wer es denn nun schon wieder im Krankenhaus trieb, folgte sie dem Geräusch. Sie lief und lief, bis sie schließlich vor der Tür einer der Wäschekammern stehen blieb. Sie seufzte, als sie genau hinhörte wusste sie genau, wer dies war. Das erkannte sie sofort. Der konnte sich in seiner Lautstärke noch nie beherrschen. Sie hielt es aber für überflüssig die beiden zu stören, dass sollte dann schon jemand anders tun. Mit schnellen Schritten machte sie sich auf den Weg zum Büro des Professors:
„Herr Professor, ich habe ein Problem, ich glaube, dass sich da ein verstörter patient in der Wäschekammer verirrt hat und da ich keinen anderen Arzt erwischen konnte, musste ich leider Sie holen.“ Sie lächelte unschuldig.
„Schwester Gabi...“ Der Professor verdrehte die Augen und folgte der jungen Krankenschwester, die sich hämisch ins Fäustchen lachte.
„Ja und in welcher Kammer ist er jetzt?“ fragte der Professor ungeduldig, als sie im Flur der Chirurgie angekommen waren.
Zielstrebig ging Gabi auf eine der Türen zu. Der Professor folgte ihr neugierig. Sie riss die Tür auf:
Und dort war nichts.
Gabi war überrascht, wo waren sie denn hin?
„Ja und was ist hier jetzt?“ Franz Haase wurde langsam ungeduldig, er hatte schließlich noch besseres zu tun, als auf non-existente verirrte Patienten zu warten.
„Ich..ähh,“ Gabi geriet ins Stottern, „Grade war er noch hier!“
Franz beachtete die Schwester nicht länger sondern war schon hinter der nächsten Ecke verschwunden.
Gabi ärgerte sich grün und blau, wo waren die denn hin?! Sie hatte sie doch laut und deutlich gehört! Wütend machte sie sich wieder auf den Weg zurück in die Gynäkologie.
Der derzeit nicht auf dieser Station praktizierende Gynäkologe rang derzeit drei Stationen weiter mit seiner schweren Krankheit. Die Pfleger und Schwestern versuchten alles, das Fieber zu senken, aber all die Mittel halfen nur mehr oder weniger. Er war noch immer nicht ganz bei Bewusstsein, aber er wusste, dass Gretchen da gewesen war und dass bald alles gut werden würde. Er hatte aber auch im Gefühl, dass alle um ihn bangten, dass sein Zustand sehr ernst und kritisch war.
„Sein Fieber steigt weiter!“ flüsterte die Schwester Dr. Schulz zu. Der zog besorgt die Augenbrauen hoch.
„Aber heute Abend wird der Spezialist mit den richtigen Medikamenten kommen!“ versuchte Dr. Schulz sich selbst Mut zu machen.
Er überflog die Blutergebnisse, seine Augenbrauen schossen wieder in die Höhe. Der Spezialist sollte sich beeilen.
„Dr. Menz?“ rief er die angehende Chirugin zu sich, die mit einem Stapel Blutproben auf dem Weg ins Labor war.
„Was?“ Vor Schreck ließ sie beinahe die Proben fallen.
„Könnten Sie vielleicht dem Dr. Meier Bescheid sagen, dass er möglichst bald mit dem Spezialisten herkommen soll?“ fragte er locker.
„Ja, das werde ich tun.“ Bei dem Gedanken an Dr. Meier bekam sie weiche Knie und zittrige Finger. Sie ermahnte sich selbst, sich zu beherrschen.
Dr. Schulz verabschiedete sich wieder. Aufgeregt und mit klopfenden Herzen machte sich Dr. Menz erst auf den Weg ins Labor, um dann mit Dr. Meier zu reden, auch wenn sie die Knutscherei in der Cafeteria mitbekommen hatte, sie konnte ihre Gefühle nicht beisammen halten...

Olivia<3 Offline

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07.10.2011 18:24
#50 RE: Story von Olivia<3 Zitat · antworten

So, jetzt gehts weiter
Ist nicht viel, aber immerhin!
Viel Spaß,
Olivia


Kichernd und mit zerzausten Haaren kamen Marc und Gretchen nach ihrer schnellen Nummer wieder im Schwesternzimmer an.
Gabi musterte sie und ärgerte sich wieder, dass ihr kleiner Plan nicht funktioniert hatte.
„Gabi, was guckst du die beiden denn so grimmig an?“ fragte Sabine die Krankenschwester verwundert.
„Ach nichts...“ Erwiderte diese mit zusammengebissenen Zähnen.
Sabine wandte sich wieder zu dem glücklichen Pärchen, die sich vielsagende Blicke zuwarfen.
Gabi verdrehte nur die Augen und verließ das Schwesternzimmer, so viel Liebe konnte sie nicht vertragen.
„Sabine, was gucken Sie denn so?“ fragte Marc, als er mitbekam, wie die Schwester die beiden schwärmend ansah.
„Ich...ähh...gar nichts!“ Peinlich berührt wandte sie den Blick von ihren Lieblingsärzten ab.
Marc runzelte die Stirn, er wusste genau, dass die Krankenschwester ihn und seine Freundin angeschwärmt hatte, es war einfach typisch für Sabine, sie glaubte eben an die ganz ganz große Liebe, und wenn er ehrlich war, hatte er sie gefunden.
„Herr Doktor Meier! Ich soll Ihnen etwas von Dr. Schulz ausrichten!“ kam auf einmal Dr. Menz ins Zimmer.
Der Angesprochene seufzte und wandte sich seiner Assistenz zu:
„Was denn?“
„Sie...Er meinte, dass Sie sich mit dem Spezialisten für Dr. Kaan beeilen sollen, es steht schlecht um ihn!“brachte sie heraus uns schwärmte ihn heimlich an.
Marc stöhnte, das hatte er für einen Moment total vergessen:
„Hasenzahn! Ruf noch mal bei Dr. Hansen an!“ befahl er seiner Lieblings-Assistenz.
Gretchen nickte verloren, Medhis schlechter Zustand machte ihr immer wieder zu schaffen.
„Bis dann...“ Sophie Menz lächelte Marc noch ein mal anzüglich an, dann ging sie wieder ihrer Wege.
„Hasenzahn, hast du das gesehen?!“ fragte er, als Dr. Menz außer Hörweite war, „Hat Menz grade versucht mit mir zu flirten?“
Gretchen blickte ihn prüfend an.
„Weiß ich nicht, ich hoffe doch wohl nicht!“ meinte sie schmunzelnd.
„Dann werde ich mir das wohl nur eingebildet haben...“ murmelte er, es reichte ihm, dass er sich wegen Gretchen auf der Arbeit kaum konzentrieren konnte, da brauchte er nicht noch eine andere Ärztin, die ihn unverhohlen anschmachtete.
„Dr. Hansen? Hier spricht Gretchen Haase!“ meldete sich Gretchen bei Josef.
„Ach, das Gretchen, gibt es etwas neues wegen deinem Freund?“ fragte Dr. Hansen höflich.
„Nichts gutes, ich will Sie bitten, dass Sie so schnell wie möglich kommen, das Fieber steigt immer weiter, Dr. Schulz ist in diesem Fall ratlos!“ schüttet Gretchen dem Mediziner ihr Herz aus.
„Ach Gretchen, wenn das so einfach wäre, aber ich habe in einer Stunde Zeit! Ich werde es versuchen dann zu kommen!“ Josef hatte Mitleid mit Medhi, denn er war ja ein Freund von Gretchen, der Tochter seines besten Freundes, da musste er doch helfen, aber sein Terminplan war im Moment so voll.
„Das wäre super, haben Sie denn das richtige Medikament?“ fragte sie.
„Ja, ich habe es extra herkommen lassen!“ machte er ihr Mut.
Gretchen war erleichtert, jetzt würde alles gut werden, Medhi bekommt Hilfe! Und das schon in einer Stunde.
„Gut, dann werde ich dich jetzt nicht weiter bei der Arbeit stören!“ verabschiedete sich Gretchen.
„Gretchen, wir sehen uns dann in einer Stunde!“ Dann legte er auf.
Mit ein bisschen mehr Hoffnung ging sie zu Marc, in sein Büro. Dieser arbeitete grade an ein paar Akten.
„Marc, der Spezialist kommt schon in einer Stunde und er hat das Medikament!“ Gretchen strahlte ihn an.
„Das ist doch gut, oder?“ er klappte den Aktendeckel zu und schaute zu seiner Freundin.
„Ja, das kann man so sagen!“ bestätigte Gretchen und kam zu ihm. Marc machte ihr bereitwillig auf seinem Schoß Platz.
„Dann können wir ja jetzt deinen Umzug planen!“ säuselte er ihr ins Ohr.
Gretchen konnte seinen warmen Atem auf ihrem Hals spüren.
„Ja, das ist eine gute Idee, denn ich halte es keine drei Sekunden mehr dort aus!“ stimmte sie ihm zu.
„Aber du wohnst doch eigentlich gar nicht mehr richtig bei deinen Eltern, dort stehen doch nur deine Möbel und so!“ zweifelte Marc.
„Mist, da hast du recht, aber wenn ich richtig bei dir einziehen soll, dann will ich auch ein paar meiner eigenen Möbel und Sachen um mich haben.“ erklärte sie.
„Oh Gott, aber bitte nicht alles in rosa!“ meinte Marc gespielt warnend.
„Keine Bange, es ist nicht nur rosa, was pinkes ist auch dabei!“ witzelte sie.
Marc lächelte er, er freute sich sehr auf den endgültigen Umzug seiner Freundin, denn von dort an hatte er sie immer und überall um sich, zwar mit all dem Kram, der von da an in seiner Wohnung lagern würde, aber ihre reine Anwesenheit besänftigte dies enorm.
Verträumt sog er ihren süßen Duft ein und kuschelte sich zart an sie.
„Marc, wann soll es denn so weit sein?“ störte sie seine momentan leicht romantisch angeschlagene Ader.
„Hmmm, wie wäre es denn mit diesem Wochenende?“ schlug er vor.
„Meinetwegen! Je eher desto besser!“ Sie lächelte glücklich.
Marc schmunzelte, sie schien es wohl unter der Flinte ihres Vaters nicht mehr auszuhalten.
„Ist es denn so schlimm?“ fragte er.
„Was?“ fragte sie.
„Na, dass dein Kram noch bei deinen Eltern steht?“
„Weiß nicht, eigentlich nichts, aber ich würde so gerne richtig mit dir zusammen ziehen, weil ich dich doch liebe!“ begründete sie.
Das bewunderte Marc immer wieder an ihr, die Fähigkeit ganz einfach über ihre Gefühle zu sprechen, als wäre nichts dabei.
„Ich...Ich dich doch auch.“ Er gab ihr einen Kuss.

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