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Dieses Thema hat 154 Antworten
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Kälbchen1 Offline

Mitglied

Beiträge: 388

08.01.2015 00:10
#151 RE: Meine Story! Zitat · antworten

Ohne viele Worte: Ich hoffe ihr seit alle gut ins neue Jahr 2015 reingerutscht! Image and video hosting by TinyPic
Und ich hoffe, euch gefällt der neue Teil den ich noch zu später Stunde veröffentliche! Bald gibt es auch wieder mehr mit Gretchen und Marc (falls ihr die beiden vermisst haben solltet) Versprochen!

Liebe Grüße, Emma


"Anna?"
"Medhi!"
"Mamaa!" rief Lilly erfreut. "Ich hab' Papa gefunden! Ganz alleine!" verkündete sie stolz.
Anna und Mehdi starrten sich kalt an. Es war so viel passiert. Es war so viel unausgesprochen.
"Schön..." brachte Anna heraus.
"Bist du sehr böse auf mich?"
"Nein, nein, mein Schatz..." sagte sie ohne den Blick von Mehdi abzuwenden.
"Was willst du hier, Anna?" Das war das einzige, was Mehdi im Moment interessierte.
"Anna wollte Claire kennenlernen, nicht wahr Anna?" warf Marc unschuldig ein und schaute sie grinsend an. Anna schaute tötend zurück. Mehdi schaute nur irritiert zwischen beiden hin und her. "Und Claire war sehr überrascht...Man könnte schon fast sagen, sie war geschockt." fügte er betont hinzu. "Damit hat sie ganz sicher nicht gerechnet...Anna hat sie völlig umgehauen...wortwörtlich..."
Mehdi schaute misstrauisch zu Anna und schluckte: "Was...ist...passiert?"
Marc genoss es Anna zuzusehen wie sie ins schwimmen kam und grinste in sich hinein.
"Es tut mir leid...ich wusste nicht...ich dachte sie wäre..." stammelte Anna.
"Wo ist sie?" wollte Mehdi wissen.
"Schwesternzimmer..." antwortete Marc und ging Mehdi aus dem weg, der auf die Tür zupreschte und verschwand.
"Danke, Marc!" fauchte Anna wütend.
"Entschuldigung, aber wäre es dir lieber gewesen, wenn ich vor Lilly erzählt hätte, wie es wirklich abgelaufen ist!?" gab Marc gedämpft zurück.
"Es ist so widerlich, wie du dich an dem Leid anderer erfreust!" zischte Anna ihm zu und schüttelte den Kopf.
"Guck mal Mama, ich hab' mit Claire zusammen ein Bild gemalt! Das bist du, Papa und ich..."
"Toll, Lilly... Mal' doch bitte noch mal eins, ok?" versuchte Anna ihre Tochter zu beschäftigen, damit sie sich in Ruhe mit Marc unterhalten konnte und tatsächlich ging Lilly an Mehdis Schreibtisch zurück und fing konzentriert an zu zeichnen.
"Ist da eigentlich etwas zwischen...Mehdi und..." versuchte Anna beiläufig zu fragen.
"Wieso? Eifersüchtig?"
Anna schaute ihn unbeeindruckt an.
"Nein..." antwortete Marc.
"Hängt er immer noch an dieser...Gretchen Haase...?" fragte sie mit einem verächtlichen Unterton. Marc schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ihm ging dieser Tonfall gehörig gegen den Strich. Hatte sie vergessen, was Mehdi alles für sie getan hatte, obwohl er Gretchen geliebt hatte?
"Ich weiß es nicht, aber ich persönlich fände es schlimmer, wenn er noch an dir hängen würde, nach der Scheiße die du abgezogen hast!"

"War sie das?" fragte Mehdi, obwohl es wahrscheinlich eine ziemlich dumme Frage war. Marc hatte sich relativ deutlich ausgedrückt. "Das...das tut mir leid..."
"Was? Dass du mir verschwiegen hast, dass deine Ex eine gewalttätige Psychopathin ist?" gab Claire zurück und drückte sich einen Eisbeutel auf die Gesichtshälfte, mit der sie Bekanntschaft auf dem Boden gemacht hatte.
"Sie ist keine Psychopatin...Sie muss...ihre Gründe gehabt haben..." sagte Mehdi ruhig.
"Sie hatte eine Waffe! Und sie hat mir diese Waffe an den Kopf gehalten! Ich dachte, ich muss sterben, verdammte Scheisse! Machen sowas normale Menschen? Ich glaube nicht!"
"Ich glaube nicht, dass sie dir ernsthaft weh getan hätte..."
"Das hat sie schon! Wieso verteidigst du sie die ganze Zeit? Sie hätte abgedrückt, wenn Marc nicht aufgetaucht wäre!"
"Ich verteidige sie nicht..."
"Überhaupt nicht..."
"Hör zu... Ich war fast 10 Jahre mit ihr verheiratet...Sie ist die Mutter von meiner Tochter...sowas verbindet für immer..." versuchte er zu erklären. "Sie hat viel Scheiße gebaut...sehr viel Scheiße...Ich hatte zwei tote Schafe in meinem Spint liegen und... tut mir leid, ich komme vom Thema ab..." unterbrach er sich selbst. "Was ich sagen will: Sie ist kein schlechter Mensch, sonst wäre ich nicht mit ihr zusammen gewesen! Das ist doch noch irgendwo in ihr drin...oder nicht? Ich meine..." Mehdi erkannte, dass er sich nicht nur vor Claire, sondern vor allem vor sich selbst zu rechtfertigen versuchte.
"Man kann sich auch in Menschen täuschen, wie du eventuell bemerkt hast?" sagte Claire ruhig.
"Du hast dich noch nie in jemanden getäuscht?" gab Mehdi zurück und musste an Gabi denken, was ihm ein schlechtes Gewissen bereitete.
"Doch natürlich, aber es hat nie in Entführung oder Morddrohungen geendet!" gab sie zurück.
Wenn du wüsstest..., dachte Mehdi.
"Frau Doktor! Wie sehen Sie denn aus...??" fragte Sabine geschockt, als sie ins Schwesternzimmer kam.
"Es ist nur ein Kratzer..." beteuerte Claire und versteckte die Abschürfung hinter dem Eisbeutel. Sabine hatten ihnen gerade noch gefehlt.
"Lassen Sie mal sehen! Wie ist denn das passiert?"
"Ich...Ich bin hingefallen..." log Claire und hoffte für Mehdi, dass er ihr in alle Ewigkeit dankbar dafür sein würde, dass niemand mit der Auseinandersetzung mit Anna erfahren würde. "Alles in Ordnung... Dr. Kaan hat sich das schon angeschaut..."
"Hingefallen?" fragte Sabine blinzelnd.
"Ja, ich bin schon den ganzen Tag so tollpatschig. Wären Sie so lieb und würden mir einen Kaffee machen, bitte?" fragte Claire zuckersüß, um sie vom weiteren Nachfragen abzuhalten.
"Natürlich, Frau Doktor!" antwortete Sabine eifrig und machte sich an die Arbeit.
"Ich sollte nach Marc und Anna sehen... Kommst du nach?" flüsterte Mehdi.
"Auf mir sitzen werde ich das alles ganz sicher nicht!"


"Wie geht es ihr?" fragte Anna, als Mehdi zurück in seinem Büro war.
"Soweit ganz gut..." antwortete er.
"Es tut mir unendlich leid... Hast du ihr das gesagt?"
"Ja..." Dass Claire ihr am liebsten den Hals umdrehen würde, ließ er lieber weg.
"Und?" wollte Anna weiter wissen.
"Können wir bitte unter vier Augen reden?" wich Mehdi der Frage aus und schaute zu Marc und Lilly.
"Natürlich..." sagte Anna und folgte Mehdi zur Tür.
Dicht gefolgt von Marc.
"Marc?"
"Was?"
"Unter vier Augen...Anna und ich..."
"Schade, jetzt würde es doch erst so richtig spannend werden..." sagte Marc mit gespieltem Bedauern.
"Schaust du bitte nach Lilly?" fragte Anna.
Marc rollte mit den Augen, ging aber brav zurück zum Schreibtisch.
"So Lilly! Jetzt zeigt dir der Meister wie man richtig malt!"
Draußen vor der Tür starrten sich Mehdi und Anna nur an. Alles was Mehdi sie fragen wollte, war weg. Zu viele Erinnerungen kamen hoch. Es ist naiv zu glauben, man könnte alles über einen Mensch wissen. Aber konnte man leben, wenn man jedem Misstraute? Konnte er jetzt Anna trauen, egal was für eine Geschichte sie ihm erzählen würde?
"Wo soll ich nur anfangen..Es...es tut mir unendlich leid...alles...du musst mir glauben...ich...es war alles nicht so geplant..." fing Anna an und schaute Mehdi mit glasigen Augen an.
"Ah ja, was war denn der Plan?" fragte Mehdi gereizt, obwohl er ruhig bleiben wollte.
Anna sog die Luft ein. "Ich hab mir mein Leben auch anders vorgestellt, Mehdi!" fauchte sie wütende, wegen seinem scharfen Ton.
"Dann hättest du vielleicht nicht anfangen sollen anschaffen zu gehen..."
"Ich habe Geld gebraucht! Ich erwarte nicht von dir, dass du das verstehst!"
"Das ist keine Entschuldigung..."
"Weißt du, meine Eltern haben mir kein Studium finanziert..." Anna zupfte angewidert an Mehdis Kittel. "Ich habe mir alles selber erarbeitet! Ja, erarbeitet, Mehdi! Und ich habe für mein Geld einen sehr hohen Preis gezahlt! Ich habe mich verkauft und Geld bekommen...Leistung und Gegenleistung..." Mehdis Magen zog sich zusammen, als er über Annas Worte nachdachte. "DAS IST DOCH ARBEIT, ODER NICHT? UND IST DAS NICHT DAS EINZIGE WAS ZÄHLT??" setzte Anna nach, als Mehdi nichts sagte. Die Tränen stiegen in ihre Augen und Mehdi kämpfte gegen seinen Beschützerinstinkt an
"Ich habe dir alles gegeben...Ein Haus, ein Auto, einen Garten, wir hatten Lilly..unser Leben war..."er stockte. "Für mich war es perfekt..." sagte er leise. "Warum hast du weitergemacht?"
Anna lächelte müde und schaute in die ferne, als hätte sie ein Bild aus vergangenen Tagen vor Augen. "Man kommt da nicht so einfach wieder heraus...sie machen dich von ihnen abhängig, sie erpressen dich, sie verfolgen dich, sie pumpen dich mit Drogen voll, wenn es sein muss...sie nehmen dir das letzte Stück Selbstachtung, dass du noch besitzt..."
"Du hättest mit mir reden können! Ich wäre für dich da gewesen!"
"Das hätte doch alles nichts gebracht... Es war ausweglos..."
"Am Ende hast du ja doch noch einen Ausweg gefunden..." murmelte Mehdi.
"Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen..." beteuerte Anna.
Mehdi lehnte sich müde gegen die Wand. "Ach Verdammt, Anna..." sagte er erschöpft. "Es hätte alles anders laufen können, verstehst du das nicht? Unser beider Leben könnte heute ganz anders aussehen..."
"Verstehe, du gibst mir die Schuld an dieser ganzen Sache hier..." sagte Anna. "Glaubst du, unser Leben wäre heute noch so wie früher?" Sie ließ ihm eine kurze Denkpause. "Du hättest dich doch trotzdem früher oder später in diese Gretchen Haase verliebt! So einfach kannst du mir nicht die alleinige Schuld zu schieben!" verteidigte sich Anna. "Ein Mörder läuft draußen frei rum, weil ich vor Jahren angefangen haben, anschaffen zu gehen..." sagte Anna mehr zu sich selbst und lachte.
"Falsch! Ein Mörder läuft draußen frei herum, weil du ihm geholfen hast, zu entkommen!"
Mehdi und Anna fuhren erschrocken zusammen.
"Ich...Ich habe ihm nicht geholfen! Ich bin Frank nie persönlich begegnet!" verteidigte sich Anna vor Claire. "Du wirst es nicht glauben, aber wir sind auf der selben Seite..." sagte Anna ruhig.
Claire lachte:"Sicher? Hat sich nämlich nicht so angefühlt..."
"Das war ein Missverständnis... Ich wollte einfach nur, dass Abdoul sein Geld wieder bekommt, dass er euch alle in Ruhe lässt!"
"Ich traue dir nicht..." sagte Claire gerade heraus.
"Das musst du auch nicht, aber vielleicht solltest du anfangen in deinen Reihen nach dem Verdächtigen zu suchen... Es gibt hier mehr Leute, die einen triftigeren Grund hätten, Frank zu helfen... Was hätte ich denn davon?"
"Ach ja? Wen hast du den im Kopf?" fragte Claire dann doch interessiert. Vielleicht konnte diese Anna noch ganz hilfreich sein. Vielleicht wusste sie mehr als sie alle zusammen.
"Ich dachte an...Gretchen Haase..."
"Claire und Gretchen sind Cousinen..." fühlte sich Mehdi verantwortlich, Anna aufzuklären.
"Cousine hin oder her!" sagte Anna gleichgültig. "Du kannst nicht bestreiten, das Gretchen Haase ein kleiner, blonder Engel ist, der ein zu großes Herz für alles und jeden hat."
Claire grinste:"Du weißt genau so viel wie ich...Nichts... Alles was du hast, ist ein Problem mit Gretchen..."
"Das stimmt nicht!" gab Anna zurück.
"Und vielleicht ist Gretchen blond und naiv..." verteidigte Claire Gretchen. "Und sie hat auch keine perfekte Kleidergröße und vielleicht sieht ihr Nachttisch aus wie ein Pferdekopf, aber...aber sie hat nie, NIE in ihrem ganzen Leben so eine Scheisse abgezogen wie du und du hast kein Recht, in so einem abfälligen Ton über sie zu reden!"
Anna schaute sie erschrocken an:"So..so war das nicht gemeint!"
"Wir sind fertig..." sagte Claire kalt und ging in Mehdis Büro. Nachdem sie die Türe geschlossen hatte, schlug sie sich die Hände ins Gesicht."SCHEISSE! SCHEISSE! SCHEISSE!AARGGHGH!"
"Mama sagt, Scheisse ist ein sehr böses Wort..." sagte Lilly und starrte sie an, genau wie Marc. Schnell strich sich Claire die zerzausten Stränen aus dem Gesicht und setzte ein lächeln auf.
"Das ist es auch, Liebes!"
"Warum sagst du es dann?"
"Na ja, manchmal...tun Erwachsene Dinge...die falsch sind..."
"Sowas werde ich nie machen, wenn ich Erwachsen bin..." sagte Lilly und malte seelenruhig weiter. Man konnte tatsächlich nur hoffen, dass Lilly mehr nach Mehdi kam und ihrer Mutter nicht in all zu vielem ähnelte.
Marc kam zu Claire und schaute sie besorgt an. "Soll ich dich nachhause bringen?"
"Es geht mir bestens... Geh du nach Hause! Du hast Morgen wieder Dienst und malen kannst du eh nicht..."
"Das nimmst du zurück! Ich hatte immer Einsen in Kunst!"
"Bestimmt..."
"Tatsache..." sagte Marc und grinste.

"Ich geh' dann wohl besser..." sagte Anna.
"Das darfst du nicht zu persönlich nehmen... Es war für uns alle ein bisschen viel in letzter Zeit..."
"Aber dafür kann ich nichts! Trotzdem halten mich alle für eine dumme Nutte, die Schuld an allem ist... Ihr habt nur auf einen Sündenbock gewartet, oder?"
"Du bist eben kein Unschuldslamm..."
"Ich hole Lilly..." sagte Anna und strafte Mehdi mit einem bösen Blick.
Mehdi hielt sie am Arm fest. "Ich will, dass Lilly vorerst bei mir bleibt..."
"Keine Panik, ich werde vorerst in der Nähe von Berlin bleiben... Du kannst sie gerne sehen, aber sie bleibt bei ihrer Mutter..." machte sie ihm klar. "Du hast keine Zeit für ein sie und du bist gar nicht auf ein Kind eingerichtet..."
Wäre das vielleicht ein guter Zeitpunkt, um Anna zu sagen, dass er im Schwesternwohnheim wohnte?
"Ich kann mir Urlaub nehmen und der Rest ist kein Problem..." behauptete er stattdessen.
Nein, lieber nicht.
"Du traust mir genau so wenig wie die anderen auch..." sagte sie sichtlich enttäuscht.
"Der einzige Unterschied ist, dass sich mein Misstrauen oft genug bestätigt hat..." gab er unbeeindruckt zurück.
"Du hast mein Wort, auch wenn das Wort einer Nutte anscheinend nichts Wert ist, ich bleibe in Berlin und du darfst sie sehen!"
"Wir können das auch auf einem anderen Weg klären, Anna, das weißt du..." machte Mehdi ihr Druck. Er wollte nicht noch einmal seine Lilly verlieren. Vorallem nach der Sache mit Frank und den Zuhältern musste jemand auf sie aufpassen. Es hätte jetzt schon alles Mögliche passieren können...
"Willst du mich Erpressen?" fragte Anna scharf. "Ja! Ich weiß, dass ein Oberarzt einen besseren Eindruck beim Jugendamt macht, als eine Prostituierte! Ich bin trotzdem ihre Mutter!"
"Ich will nur das, was mir zusteht..."
"Lilly ist also eine Art Besitz für dich oder wie darf ich das verstehen?" sie kreuzte die Arme vor der Brust.
"Sie ist meine Tochter!"
"Vielleicht..."
Dieses eine Wort versetzte Mehdi einen starken Stich in die Brust. Ihm war diese Tatsache zwar schon die ganze Zeit im Hinterkopf herumgeschwebt, aber da Anna es noch einmal laut ausgesprochen hatte, ließ ihn nach Luft schnappen.
"Wir werden ja noch sehen..." sagte Mehdi kälter als gewollt.
"Lass es..." sagte Anna nur und ging in sein Büro. Mehdi wartete Gedankenverloren, bis Anna mit Lilly an der Hand und der Sporttasche um der Schulter wieder heraus kam.
"Kann Papa mitkommen?" hörte er Lilly sagen. Musste er wirklich den harten Weg einschlagen, wenn er für seine Tochter da sein wollte?
"Nein, aber er kann dich ja mal besuchen kommen..."
"Aber ich will, dass er mitkommt! Ich hab' ihn schrecklich vermisst die letzte Zeit!" Lillys Worte brachen ihm das Herz. In solchen Situationen darf man weinen, oder? Wenn man sieht, dass sein Kind leidet und man nichts tun kann, weil es keine perfekte Lösung gibt. Nicht auszudenken, wie es Lilly die ganzen Monate ohne ihn gegangen ist? Irgendwo in der Fremde, ohne ihren Papa... Mehdi blinzelte, damit niemand sah, dass seine Augen glasig wurden.
"Das geht nicht, Liebes!" sagte Anna geduldig und kniete sich zu ihrer Tochter, um ihr in die glasigen Augen zu schauen und die Jacke zuzumachen.
"Dann bleibe ich hier bei Papa!" sagte Lilly entschlossen.
"Nein, wir gehen jetzt! Es ist schon spät!" Anna nahm ihre Tochter auf den Arm.
"Papa!" rief Lilly und streckte die Arme nach Mehdi aus. Mehdi ergriff sie. "Ich komme dich besuchen, versprochen!"
"Auf Wiedersehen, Mehdi!" sagte Anna und schaute ihn durchdringend an.
"Tschüss, Papa!" Wiederwillig ließ sich Lilly den Gang hinuntertragen und winkte ihrem Vater zum Abschied
"Bis Morgen, Maus!" rief Mehdi ihr hinterher und betete, dass Anna nur dieses verdammte Mal etwas so meinte, wie sie es sagte.

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Kälbchen1 Offline

Mitglied

Beiträge: 388

17.03.2015 21:43
#152 RE: Meine Story! Zitat · antworten

Ich präsentiere: Einen neuen Teil *tadah* (Ein bisschen viel BlaBla, aber muss auch mal sein)
Und ich schäme mich (mal wieder) zutiefst!
Seid nicht zu streng mit mir und fühlt euch gedrückt! Liebe Grüße, Emma



"Schau zu, dass du Lilly bekommst und das diese Frau so schnell wie möglich aus deinem Leben verschwindet!" fuhr Claire Mehdi an.
Mehdi schaute sie nur an und bedeutete ihr zu schweigen.
"Bist du lebensmüde???" sprach Claire weiter. "Wo ist sie jetzt? Verschwindet sie jetzt einfach wieder? Mit Lilly?"
"Wenn wir Glück haben, schafft sie's eh nur bis zum nächsten Baum..." warf Marc todernst ein und schaute beide an, als würde er nicht verstehen, was ihr Problem ist.
Claire kieckste und versuchte ihr Lachen zu unterdrücken. "Der war nicht schlecht..." musste sie zugeben.
"SEHR LUSTIG!" entfuhr es Mehdi. "Würdet ihr jetzt bitte gehen? Ich muss arbeiten! Danke!" fuhr er ruhiger fort.
"Och Mehdi..." sagte Marc genervt und verzweifelt. "Langsam solltest du sie durchschaut haben..."
"Gehen, du wolltest gehen, Marc..." sagte Mehdi nur.
"Ich meine ja nur..." sagte Marc ergeben und ging zur Tür.
"Du auch!" fuhr er Claire an.
"Mehdi, das war doch nicht" setzte sie an.
"Bitte!" unterbrach er sie forsch.
"Komm, Claire... Ich bring dich nachhause..." meinte Marc beschwichtigend.
Widerstrebend wendete sich Claire von Mehdi ab, aber sie wusste, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen war, schließlich würde sich Anna nicht in Luft auflösen... Oder vielleicht doch?
"Jetzt guck' nicht wie ein angeschossenes Reh!" fuhr Marc Claire an, als sie auf den Gang traten.
"Tu' ich nicht..." gab sie gereizt zurück.
"Du solltest dich da raus halten! Das ist eine Sache zwischen Mehdi und Anna!"
"Bitte? Wenn Anna etwas mit Frank zutun hat, geht das uns alle etwas an!" zischte Claire. "Und außerdem werde ich nicht zuschauen, wie diese Frau hier auftaucht und wieder so eine Scheiße mit Mehdi abzieht!"
"Ich glaube Anna, dass sie nichts mit Frank zutun hat..." meinte Marc. "Und Mehdi ist selber Schuld, wenn er sich wieder verarschen lässt..." fügte er gleichgültig hinzu.
"Ich kann ja verstehen, dass du immer noch sauer auf ihn bist wegen der Sache mit Gretchen, aber so egal kann dir doch dein Freund nicht sein..."
"Freund..." lachte Marc. "Ein Freund schmeißt sich nicht an die Freundin ran!"
"Er nimmt Tabletten..." sagte Claire geradeheraus.
Marc schluckte. "Okay..." versuchte er so gleichgültig wie möglich zu sagen. Er war ja nach der ganzen Sache mit Gretchen nicht besonders gut auf ihn zu sprechen gewesen, aber Tabletten?
"Ich bitte dich, Marc! Hasst du ihn so sehr, dass es dir so egal ist?"
"Ich hasse ihn nicht! Die Sache mit Gretchen ist doch schon so gut wie vom Tisch..." gab er zurück. Mehdi hatte riesige Scheiße gebaut, aber jetzt schien es wirklich schlecht um ihn zu stehen. Mehdi hatte schon einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. Würde er es auch ein zweites Mal tun?
Marc versuchte sich zu beruhigen. Claire dramatisierte das sicher nur über, um ihn auf ihre Seite zu bekommen.
"Er nimmt Tabletten, weil er mit dem ganzen hier nicht klar kommt... und diese Frau wird es sicher nicht besser machen..." sprach Claire weiter, um Marc zu überzeugen.
"Mehdi versucht sicherlich nur runterzukommen, zu schlafen und anständig seinen Job zu erledigen. Ich würde das Gleiche tun!" gab Marc zurück.
"Mit dem Zeug ist nicht zu Spaßen..." murmelte Claire.
"Was willst du? Willst du mir ein schlechtes Gewissen machen? Ich bin Mehdi nichts schuldig,oder? Er ist selber Erwachsen!" fuhr Marc sie schärfer als geplant an.
"Jaja, Beruhig dich!" gab Claire beschwichtigend zurück.
"Ich bring dich jetzt nach hause..." wiederholte Marc.
"Ich will nicht nach Hause.."
"Soll ich dich auf der Autobahn aussetzen? Ich bring dich jetzt nachhause und dann schläfst du zur Abwechslung mal wieder durch!"
"Gut..." knurrte Claire nur widerwillig.

"Morgen, Haase... Wissen sie schon das Neuste?" wurde Gretchen von Maria Hassmann begrüßt, als sie sich am Kaffeeautomat begegneten.
"Sie werden es mir sicherlich gleich mitteilen?" gab Gretchen dessinteressiert zurück, warf ein paar Münzen ein und drückte eine Taste.
Angefressen von Gretchens Desinteresse, schien die Hassmann zu überlegen, ob sie überhaupt Lust hatte, sich weiter mit Gretchen zu unterhalten.
"Unser Donrnröschen ist wieder hier... Ich dachte, es interessiert Sie vielleicht..." sagte sie dann trotzdem. Es könnte noch ganz unterhaltsam werden.
"Wer?" fragte Gretchen irritiert zurück, während sie den Plastikbecher entnahm.
Maria rollte mit den Augen. "Kaan...Anna Kaan...die Sie auf magische Weise aus dem Koma zurückgeholt haben..." half sie ihr auf die Sprünge.
"Wer?" musste Gretchen nochmal fragen. War das möglich? "Ich...Ich meine...warum?" stotterte sie. "Ist ihr irgendetwas zugestoßen?"
"Nö, der geht es bestens...und sie läuft, als wäre nie etwas gewesen..." schüttelte sie verständnislos den Kopf. "Das Achte Weltwunder, wenn sie mich Fragen... Bei Gelegenheit muss ich mir das unbedingt nochmal anschauen..." murmelte sie zu sich selbst, "Glauben Sie, die lässt sich zu einem CT überreden?"
"Sie haben meine Frage nicht beantwortet, Frau Dr. Hassmann..." hakte Gretchen nach.
"Woher soll ich denn das Wissen?! Aber ich glaube, dass ist kein gutes Zeichen..."
"Warum?"
"Haase...es ist nie gut, wenn der oder die Ex plötzlich auf der Matte steht..." antwortete Maria genervt. "Sie hätten sich und Kaan einiges erspart, wenn sie sich nicht eingemischt hätten... Sie wäre gestorben und es hätte niemanden überrascht... Stellen Sie sich vor, wo Sie heute stünden? Aber Sie wollten den Kaan ja nicht... und mir haben Sie ihn auch nicht gegönnt..."
"Also erstens Mal, bin ich immer wieder über ihre Einstellung zum Patienten schockiert!" sagte Gretchen und schaute Maria tadelnd an. "Zweitens, habe nicht ich Anna Kaan aus dem Koma geholt, sondern ihre Tochter und drittens: warum müssen Sie schon wieder auf der Geschichte von damals herumhacken? Sie haben doch jetzt den Knechtlesdorfer, oder nicht?"
"Hey, es ist nicht einfach einen Freund zu haben, der fast 10 Jahre jünger ist!" gab Maria zurück. "Er ist...so jung... in der Blüte seines Lebens...und ich...bekomme Falten...und Cellulite..." murmelte sie angewidert und verzog das Gesicht.
"Sie sind wirklich zu bemitleiden...Und demnächst kommen noch die Wechseljahre..." sagte Gretchen mit gespielten Bedauern und sog die Luft scharf ein. "Tja, der Kreislauf des Lebens...und spätes Glück beinhaltet immer ein gewisses Risiko..."
"Tja, kann man nichts machen..." sagte die Hassmann gespielt gleichgültig. "Aber vielleicht können sie mir ja ein paar Tips gegen Cellulite geben, Sie kennen sich ja bestens auf dem Gebiet aus..."
Gretchen versuchte ein knurren zu unterdrücken. Wieso konnte sie nicht ein einziges Mal schlagfertiger sein als die Hassmann? Nur ein einziges Mal? So für's Selbstwertgefühl?
"Ein ander' Mal vielleicht... Ich muss jetzt echt gehen! War nett, mit ihnen zu plaudern..." sagte Gretchen zuckersüß und wandte sich von der Neurologin ab. Sie versuchte sich ihren Ärger nicht anmerken zu lassen. Sie war eine junge, hübsche Frau. Auch noch in der Blüte ihres Lebens. Oder doch nicht? Mit dieser Frage würde sie sich wohl später noch auseinandersetzen müssen. Jetzt musste sie Mehdi finden.
"Mehdi!" fing Gretchen ihn vor der Umkleide ab.
"Hallo Gretchen!" sagte Mehdi und lächelte. "Wie geht es dir?"
"Bestens und dir? Hab gehört Anna ist wieder hier?" kam Gretchen sofort zum Punkt. Mehdi erstarrte in seiner Bewegung. Hatte Claire wirklich nichts besseres zu tun gehabt, als gleich zu ihrer Cousine zu rennen?
"Mir geht es auch gut, danke..." beantwortete Mehdi die erste Frage.
"Mehdi!"
"Hm?" machte er unschuldig und schaute sie mit großen Augen an.
"Anna?"
"Achsooo, jaaa" sagte er gedehnt. "Nichts besonderes..." fügte er hinzu und überlegte, wie viel ihr Claire über ihre gestrige Auseinandersetzung mit Anna erzählt haben mochte.
"Bitte?" hakte Gretchen ungläubig nach. "Ist es dir völlig gleichgültig? Nach allem, was sie sich geleistet hat?"
"Ich klär das alleine, Gretchen, okay?"
"Ich will nur nicht, dass sie dir wieder Schwierigkeiten macht..." sagte Gretchen ernsthaft besorgt.
"Ich kümmer' mich darum!"
"Und was ist mit Lilly?"
"Ich kümmer mich darum!" widerholte er. "Ich habe alles im Griff!" beteuerte er und lächelte aufmunternd.
Gretchen schaute ihn an. "Es ist keine Schande, wenn du das nicht alleine schaffst und..."
"Können wir das vielleicht wann anders klären, ich bin echt müde..." versuchte Mehdi sie abzuwimmeln.
Gretchen schluckte kurz. "Ähm...natürlich..."
Dann schob sich Mehdi an ihr vorbei und fuhr sich durch die Haare. Er wusste Gretchens Fürsorge wirklich zu schätzen, aber manchmal war es wirklich anstrengend. Er war erwachsen und es gibt nunmal Dinge, die man lieber alleine klärt.
Während er zum Schwesternwohnheim lief, klingelte sein Handy. Auf dem Display erschien eine unbekannte Nummer.
"Hallo?" nahm er vorsichtig ab.
"Überraschung..."
"Anna..." sagte er sofort erleichtert.
"Du hast nicht wirklich daran geglaubt, dass ich mich melde, oder?"
Mehdi überlegte kurz, was er darauf antworten sollte. "Ich habe es gehofft..." sagte er dann wahrheitsgetreu, damit die Pause nicht zu lang wurde.
Er konnte Anna am anderen Ende seufzen hören.
"Warum rufst du an? Woher hast du meine Nummer?" redete er schnell weiter.
"Krankenhaus..." sagte sie nur. "Du kannst Lilly sehen, wenn du willst..."
"Natürlich will ich..."
"Gut, wohin soll ich sie bringen?"
"Ans Krankenhaus..." antwortete Mehdi. Wie sollte er bloß Anna auf Dauer verheimlichen, dass er weder eine eigene Wohnung, noch ein Auto besaß? Aber sie wollte ihm anscheinend auch nicht verraten, wo sie zurzeit wohnte.
"Ich will nicht, dass du sie mit auf die Arbeit nimmst..." meinte Anna nur.
"Ich habe Feierabend...Ich...Ich nehme sie dann zu mir nachhause...und dann unternehmen wir was schönes..." log er.
"Na gut..."

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Kälbchen1 Offline

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Beiträge: 388

12.06.2015 21:42
#153 RE: Meine Story! Zitat · antworten




"Hallo Marc..."
"Hallo Haasenzahn..." begrüßte Marc Gretchen als sie in den Aufzug stieg.
Die Tür schloss sich und die Stille wurde Gretchen sofort unangenehm. Wie konnte das sein? Wie konnte man sich unwohl neben jemandem fühlen, der einem schon so viel Sicherheit gegeben hatte?
Gretchen räusperte sich. "Die Hassmann bekommt Cellulite..." sagte sie, ohne Marc anzuschauen.
Marc schob die Augenbrauen zusammen. "Und...warum erzählst du mir das?"
"Weil...also...weil du immer so tust, als wäre ich die einzige Frau die Cellulite hat.."
"Du hast kein Cellulite, Hasenzahn..." gab Marc irritiert zurück.
"Aha..." meinte sie nur abweisend.
"Ich hab dich für die Gallenstein-OP mit mir eingeteilt..." verkündete Marc und schaute schüchtern zu ihr hinüber.
"Schön..."
"Das ist ja nicht auszuhalten mit dir!" sagte Marc und verdrehte die Augen.
"Kannst du mir bitte verraten, wie ich normal mit dir umgehen soll, Marc? Nach allem was passiert ist?"
"Um Gottes Willen..." söhnte Marc. "Nicht schon wieder..."
"Tut mir leid, dass ich nicht so gefühlskalt bin wie du..."
"Ignorieren wir mal, dass wir das alles schon durchgesprochen haben, Gretchen... Aber müssen wir das hier klären?"
"Anscheinend schon! Es ist der einzige Ort, wo du nicht einfach weglaufen kannst!" gab Gretchen zurück.
Dann ging die Fahrstuhltür auf, Marc sah sie an und sog die Luft ein. "Du bist anstregend..." flüsterte er.
"Selber..." flüsterte Gretchen trotzig zurück und musterte sein Gesicht. Dann sprang Marc aus dem Fahrstuhl.
"Siehst du, dass meinte ich!" rief ihm Gretchen hinterher, bevor sie ihm folgte.

"Wie schon gesagt, bei Fragen können sie sich gerne melden!"
"Vielen Dank, Dr. Kaan..." sagte die Frau mit einem breiten grinsen und schüttelte ihm die Hand.
"Nichts zu danken, Auf Wiedersehen..."
"Auf Wiedersehen..." die Frau wandte sich ab und ging Richtung Tür, die ihm Moment von außen aufgerissen wurden.
"H-hallo..." stammelte Claire und starrte die Frau irritiert an. Sie mussten sich schon einmal begegnet sein.
"Hallo..." sagte die Frau und lächelte sie an, dann drückte sie sich an Claire vorbei und verschwand.
"Was wollte die Frau hier?" fragte Claire beunruhigt und schloss die Türe hinter sich.
"Hallo Claire..." begrüßte Mehdi sie zuerst und schaute sie streng an.
"Hallo Mehdi..." sagte sie ungeduldig. "Die Frau?!" hakte sie nach.
"Wieso interessiert dich das?"
"Darf ich nicht fragen?" gab Claire unschuldig zurück.
"Du könntest mir sagen, warum du das mit Anna nicht für dich behalten konntest..."
"Was?"
"Gretchen kam heute morgen zu mir..."
"Damit habe ich nichts zu tun!" verteidigte sich Claire. "Wirklich!"
"Wer dann??"
"Keine Ahnung, vielleicht Marc?" sagte sie ungeduldig. "Anna lag hier über ein Jahr im Krankenhaus und ist deine Ex-Frau! Das halbe Krankenhaus kennt sie!" fügte sie hinzu, als Mehdi sie komisch ansah. "Und jetzt sag mir, was diese Frau hier wollte..."
"Ich wüsste nicht, was dich das anginge..." gab Mehdi trotzig zurück.
"Willst du mich verarschen??" Claire schaute ihn ungläubig an, dann sog die Luft scharf ein und machte sich auf den Weg zum Computer.
"Ärztliche Schweigepflicht!" sagte Mehdi und packte sie am Arm.
"Es ist verdammt wichtig, Mehdi! Es geht quasi um Leben und Tod!" sagte sie laut und zutiefst beunruhigt. Mehdi schaute sie durchdringend an.
"Was hast du angestellt?" fragte Mehdi nun ebenfalls beunruhigt. "Claire?"
Claire entriss ihm den Arm und warf ihren Pony zurück. "Die Frau, Mehdi?"
"Claire?!"
"Mehdi!"
Mehdi stöhnte genervt. "Was macht wohl eine Frau beim Gynäkologen, Claire??" gab Mehdi nun gereizt zurück. "So wie die gelächelt hat, wird sie kaum eine Geschlechtskrankheit haben!"
Claire entglitten die Gesichtszüge. "Sie ist schwanger? So richtig schwanger?"
"Wie kann man nicht richtig schwanger sein?"
Mehdi konnte in ihrem Gesicht so etwas wie ein "Verdammt!" lesen. "Jetzt sag mir endlich was los ist!" Warum konnte ihm Claire nicht einfach sagen was los war? Wenn alle nur Geheimnisse voreinander hatten, konnte das hier doch nicht funktioniern! Klar, war er da die Sache mit Gabi, die er vor den anderen Geheim halten musste, aber das war auch etwas anderes...
"Hat sie etwas über den Vater gesagt?" wollte Claire wissen, während sie sich unruhig die Haare hinter das Ohr strich.
"Nein..." sagte Mehdi. "Aber es wird wohl einen geben..." gab er ungeduldig zurück.
"Das das nicht durch Luftbestäubung funktioniert hat, weiß ich auch!" fauchte sie zurück, während sie aus dem Raum stürzte.

"Oh Nein, Oh nein, oh nein!" murmelte Claire vor sich hin, während sie über den Gang rannte. "Gordon!"
"Hallo, schöne Frau..." zog er seine Schleimspur.
"Lass den Scheiß! Hast du eine Frau gesehen, ungefähr so groß, blonde Haare, blaue Augen, Marc Meiers Beuteschema?" fragte sie schnell.
Mit einer lässigen Bewegung zeigte er auf den Fahrstuhl "Gerade hier vorbeigekommen...Du hast ihren tollen Hintern vergessen!"
"Super..." fluchte sie.
"Warum? Willst du dem Meier 'ne Neue Andrehen? Ich dachte, du willst den wieder mit der Frau Dr. Haase zusammenbringen?"
"Darum geht es ja..." meinte Claire genervt, während sie hektisch überlegte. "Ich fahre die Beziehung der beiden gerade völlig gegen die Wand... Ach Scheiße!" fluchte sie, dann wandte sie sich ab und rannte zum Treppenhaus. Sie konnte überall sein, deshalb konnte Claire nichts anderes tun, als ihrem ersten Gedanken nachzugehen. Sie nahm zwei Stufen auf einmal und rannte auf die Chirugie und tatsächlich stand die Blondine dort auf dem Gang neben Marc... und Gretchen. "Oh nein..."
"Da bist du ja! Ich hab dich schon gesucht!" meinte Claire übertrieben freundlich und zog die Frau von Marc weg, der sie nur verwirrt anschaute. Um der nächsten Ecke zog Claire sie in die Abstellkammer und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Du bist also schwanger?" fragte sie unfreundlich.
"Was willst du?" fragte sie zurück. "Ich wollte mich gerade mit Marc unterhalten!"
"Wer ist der Vater?"
"Keine Ahnung..." antwortete sie.
"Gut..." seufzte Claire.
"Aber offiziell wird es Marc Meier sein..." fügte sie hinzu.
"Bitte was?"
"Was denn? Es war doch deine Idee?" gab die Blondine unschuldig zurück. "Weißt du nicht mehr?"

"Larissa! Warte!"
"Was willst du?" fauchte Larissa, während sie im Treppenhaus von Marcs Wohnung stehen blieb und ihre blonde Mähne zurück warf.
"Ich möchte kurz mit dir reden!" sagte Claire ruhig und holte sie ein.
"Wegen Marc? Ich möchte mit diesem Arschloch nichts mehr zu tun haben! So etwas lasse ich mir nicht gefallen! Ich lasse mich doch nicht als Schlampe beleidigen!"
"Genau darum geht es ja..." meinte Claire, während sie das Bedürfnis hatte, Larissas wirklich sehr kurzen Rock etwas weiter runter zu ziehen.
"Was meinst du?" fragte sie irritiert.
"Du solltest dir das nicht gefallen lassen..." stimmte Claire ihr zu.
"Ich dachte Marc wäre dein Freund..." hakte Larissa misstrauisch nach.
"Nicht wirklich..." antwortete Claire.
"Und was willst du jetzt von mir?"
"Na ja... Ich bin auch ziemlich sauer auf Marc...und ich dachte...vielleicht könnten wir ihm zusammen eins auswischen..."
"Du meinst, ich soll DIR helfen ihm eins auszuwischen!"
"Wir hätten beide unseren Spaß oder nicht?"
"An was denkst du?" wollte sie wissen.
"Nehmen wir mal an, du würdest nach ein paar Wochen wieder auftauchen...und behaupten, dass du schwanger von Marc wärst..."
Larissa lachte. "Und das würde er mir dann für wie lange abkaufen?"
"Du kennst Marc nicht! Für ihn gibt es nichts schlimmeres, als ein Kind... Auch wenn er es dir nur für 20 Sekunden glaubt, wird ihn das so fertig machen, dass er sich die nächsten Monate zwei mal überlegt, wen er vögelt!"
"Ah ja..." meinte sie nur. "Ich weiß nicht... Das könnte tatsächlich ganz amüsant werden..."
"Der Blick, wenn du es ihm sagst, wird unbezahlbar sein..." versprach ihr Claire, aber wenn es Marc daran hinderte, permanent mit Frauen zu schlafen, die nicht Gretchen waren, war ihr jedes Mittel recht.
Larissa schien ernsthaft zu überlegen. "Pffff...Mal schauen..."
"Bitte..."
"Mal schauen..." meinte sie nur. Dann stöckelte sie auf ihren High-Heels davon.


Claire konnte an ihrem damaligen Plan nichts kritisieren. Es wäre wirklich ziemlich lustig geworden. Wer hätte auch schon ahnen können, dass Larissa anscheinend wirklich eine Schlampe war und mit jedem zweitbesten in die Kiste stieg? Wer hätte ahnen können, dass sie wirklich schwanger wurde?
"Larissa, dass ist wirklich kein Spaß mehr... Du kannst ein Leben zerstören!" versuchte es Claire auf der sachlichen Ebene.
"Du meinst 'Marcs Leben'..." sagte Larissa kühl. Claire schwieg. "Was ist mit dem Leben meines Kindes? Ich habe keinen Job... die anderen Männer waren alles Looser... bis auf Dr. Marc Meier!"
"Trotzdem kannst du ihm nicht"
"Entweder ich komme irgendwie zu Geld oder ich muss es abtreiben lassen, kapierst du es nicht?" fuhr sie ihr dazwischen. "Soll ich das Leben von etwas zerstören, dass gar nichts dafür kann? Oder von jemand, der sowieso genug von allem hat und dem die Sonne aus dem Arsch scheint!"
"Du weißt schon, dass es so etwas wie einen Vaterschaftstest gibt..."
"Wir werden ja sehen!" sagte sie herausfordernd.
"Glaubst du, Marc lässt sich einfach so ein Kind unterschieben?" gab sie zurück. "Von einer Frau, von der er weiß, dass sie für eine schnelle Nummer zu haben ist?"
Larissas Augen blitzten. "Du unterschätzt mich!" fauchte sie. "So schnell gebe ich nicht auf! Und wenn es nur dafür ist, dir eins reinzuwürgen!"
"Es gibt andere Mittel und Wege..." versuchte es Claire noch einmal ruhig.
"Halt die Klappe!" fauchte sie nur und verschwand aus der Kammer. Claire konnte nur hoffen, dass Marc mittlerweile mit Gretchen verschwunden war. Was hatte sie nur getan? Sie hatte das Beste gewollt...und jetzt das... Sie öffnete niedergeschlagen die Türe und trat auf den Gang.
"Was ist denn los?" kam ihr Gordon entgegen. "So schlimm?"
"Ich habe Marc indirekt ein Kind untergeschoben..." murmelte sie abwesend und schaute in die Ferne.
Gordon lachte. "Hast du einen Vaterschaftstest gefälscht oder was?"
"Das ist nicht lustig..." sagte Claire ernst. "Und Nein..."
"Mach dir keine Gedanken, der Meier wird Erfahrung mit sowas haben..." meinte Gordon ernst. "Und sonst hast du immer noch mich... Ich bin Rettungssanitäter... Ich kann es wie ein Unfall aussehen lassen, wenn du verstehst, was ich meine?"
"Gordon..." presste Claire hervor. "Du bist keine Hilfe..."

"Wer war die Frau, Marc?"
"Keine Ahnung..." sagte Marc unschuldig. Warum ist sie ins Krankenhaus gekommen? Warum?
"Dafür schien sie dich ziemlich gut zu kennen..."
"Quatsch..." stritt er ab. Und was hat Claire damit zutun?
"Warum sollte sie dich sonst ansprechen?
"Warum sollte sie einen so attraktiven Mann wie mich nicht ansprechen?" versuchte Marc so lässig wie möglich zu sagen. Es ist absolut kein Gutes Zeichen, wenn ein One-Night-Stand plötzlich auftaucht.
"Sie kannte deinen Namen, Marc..." ließ Gretchen nicht locker und ihr Gesichtsausdruck wurde düsterer.
Marc zeigte auf sein Namensschildchen:"Marc Meier, Oberarzt Chirugie" las er vor. "Vielleicht eine ehemalige Patientin...". fügte er hinzu. Es ist gegen die Absprache, die man indirekt trifft, es ist gegen die Spielregeln oder die AGB's die man automatisch akzeptiert, in dem man sich auf einen Mann einlässt, der deutlich gezeigt hat, dass er auf nichts Festes aus ist!! Das ist nicht fair! Lea/Luisa/Lena/wieauchimmersieheißen mag spielt nicht fair!
Gretchen musterte Marc ungläubig. Die Frau würde zu gut in sein Beuteschema passen.
"Gretchen!" sagte Marc genervt. "Die Frau könnte genau so gut im Supermarkt um die Ecke arbeiten! Ich merke mir nicht jedes Gesicht!" Schwanger... Was, wenn sie schwanger ist??
"Sie sieht nicht so aus, als würde sie ihm Supermarkt um die Ecke arbeiten..." warf Gretchen zweifelnd ein.
"Haasenzahn!" zischte Marc zurück. Hör doch bitte auf so viel zu fragen!!, bettelte Marc still. Bitte sei nicht schwanger! Bitte sei nicht schwanger! Bitte sei nicht schwanger!
"Ich sag ja nur...Ich meine...vielleicht warst du mal mit ihr...du weißt schon...du und sie..."
"Was?" fuhr ihr Marc ins Wort und lachte unsicher auf. "Sei nicht albern, Haasenzahn!" Sie darf nichts davon erfahren! Nie! Marc sah in ihre traurigen, blauen Augen. Das würde sie nicht verkraften.
"Sie war schon ziemlich hübsch..."
"Du bist ziemlich hübsch..." säuselte er, während er noch immer in ihren Augen verloren war.
"Was?" Gretchen
"Nichts...Nichts..." sagte er und fuhr sich über das Gesicht, um sich wieder zu sammeln. "Es ist nichts..."
"Ehrlich?"
"Versprochen..."
Sie lächelte kurz und Marc wurde warm ums Herz. Aber er durfte nicht. Diese Situation heute war wieder das beste Beispiel dafür, dass er schlecht für sie war und ihr nur weh tun konnte...

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Kälbchen1 Offline

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23.09.2015 18:51
#154 RE: Meine Story! Zitat · antworten



"Okay, was ist hier los???" fragte Marc barsch, als er die Tür seines Büros hinter Claire zu schlug.
Claire entriss ihm ihren Arm, verschränkte die Arme und schaute ihn demütig an, wie einen getretenen Hund.
"Ich will es wissen, sofort!" hakte Marc nach.
"Beruhig dich!"
"Ich bin ruhig!" gab Marc lauter als beabsichtigt zurück. "Ich will einfach wissen, was diese Frau hier macht und was du damit zu tun hast!"
Plötzlich ging die Tür auf und Mehdi kam herein.
"Was?" fauchte Marc.
"Ich muss mit Claire reden..." sagte Mehdi
"Ich auch!" gab Marc zurück.
"Wie praktisch, dass wir nun in einem Raum sind..." sagte Mehdi unbeeindruckt und setzte sich auf einen Stuhl.
Marc rieb sich die Stirn. Er hatte keine Kraft sich mit Mehdi auseinanderzusetzen.
"Na gut..." sagte er und zwang sich ruhig zu bleiben. "Was ist mit dieser Frau?"
Claire schluckte und schaute zur Seite. "Marc..."
"Meinst du die Schwangere?" fragte Mehdi nebenbei und sah ihn nichtsahnend an.
"Welche Schwangere?" hakte Marc nach. Seine Befürchtung durfte sich nicht bestätigen. Das war unmöglich. Vollkommen unmöglich. Hilfesuchend schaute er zu Claire. In der Hoffnung, dass sie genau so irritiert aussah.
Aber Claire presste die Lippen zusammen. Und zog die Augenbrauen hoch. Und öffnete den Mund, aber daraus kam nichts und sie klappte ihn wieder zu.
"SCHWANGER?????"
"Ähm...Ja??" antwortete Mehdi irritiert. Jetzt war er es, der hilfesuchend zwischen den beiden hin und her schaute.
Marc musste sich gegen seinen Schreibtisch lehnen und Claire begann sich mit Daumen und Zeigefinger die Schläfen zu massieren.
"Was..." setzte Mehdi an, dann wurde es ihm klar. "Nein...Marc...MARC!"
Marc hielt sich nur die Hand vor den Mund und versuchte ruhig zu atmen. Alles würde gut werden. Bei Gabi hatte es auch funktioniert. Wenn dieser blöde Unfall auf dem Weg zur Klinik nicht passiert wäre, hätte Gabi abgetrieben.
"Hör mir zu, dir fehlen ein paar wichtige Zusatzinformationen!" sagte Claire, nachdem sie sich gefasst hatte.
"Wie konnte das passieren?" wollte Mehdi wissen. "Weiß Gretchen davon??"
"Weiß sie nicht!" antwortete Claire. "Und ich werde einem Gynäkologen nicht erklären, wie das passiert ist!"
"Und wieso wusstest du davon? Und ich nicht?"
"Sei still! Ich muss mit Marc reden!"
"Wieso muss jeder von euch immer sein scheiß Soloding durchziehen!" schimpfte Mehdi laut.
"RUHE!" fuhr Marc dazwischen. Er brauchte Ruhe, er konnte nicht klar denken. Da war Mehdi und Claire und Gretchen und irgendwo in seinem Kopf hörte er seine Mutter:"DU HAST ES BEFRUCHTET!" schreien. Und er hatte es befruchtet und schien kein bisschen aus seinen Fehlern aus der Vergangenheit gelernt zu haben.
"Es ist nicht dein Kind!" drang durch das dröhnen in seinem Kopf.
"Was?" sagte Marc mit trockenem Mund.
"Also...vielleicht...sie weiß nicht wer der Vater ist..." sagte Claire.
"Wirklich?" fragte Marc.
"Das hat sie zumindest behauptet..."
"Aber warum erzählt die dir sowas...??" fragte er misstrauisch
"Das...ist eine...andere...Geschichte..." stammelte Claire.
"Ich höre??" fuhr Marc sie an.
"Ich dachte...es wäre vielleich Lustig dir einen kleinen Schreck einzujagen..." sagte Claire entschuldigend.
"Bitte was??" fauchte Marc. "Das war geplant? Von dir??"
"Du hast dich ziemlich arschig verhalten..." wich Claire aus. "Du hast Gretchen betrogen!"
"Ich bin nicht mehr mit Gretchen zusammen! Kapier das endlich!" schrie Marc laut und Claire zuckte zusammen. "Ich bin am Arsch!!"
Claire schwieg betreten.
"Danke, Claire...Vielen Dank..." fügte Marc hinzu. "Ich muss mit meinem Anwalt telefonieren..." sagte er zu sich selbst und zog sofort sein Handy heraus.
"Lass uns eine Sache klar stellen..."
Überrascht schaute Marc von seinem Display auf. "Ich hab genug gehört..." sagte Marc kalt.
"Es tut mir Leid, dass dir diese Frau solchen Ärger macht..."
"Genau..." lachte Marc. "Ich bin fertig mit dir!"
"Lass mich ausreden!" unterbrach Claire ihn laut. "Ich habe dich nicht gezwungen mit dieser Frau zu schlafen! Wahrscheinlich verarscht sie dich nur und war in den letzten Wochen noch mit 10 anderen Männern in der Kiste, von denen genau so gut einer der Erzeuger sein könnte. Dann hattest du wirklich Glück, Marc. Dann war dir das hoffentlich eine Lehre. Aber wenn das Kind wirklich von dir ist, bist du selber Schuld und das kannst du auch nicht auf mich abwälzen!"
Marc starrte sie an. "Raus... Aber beide!"
Mehdi zog Claire am Arm vor die Türe, bevor sie etwas erwidern konnte.
"Ich habe doch Recht, oder nicht?"
"Ganz unrecht hast du nicht...aber solche Aktionen müssen aufhören!" sagte Mehdi väterlich.
"Aber ich wollte doch nur... Ich meine... Gretchen..."
"Wie alt bist du? 12?" tadelte er sie. "Hast du auch einmal an Marc gedacht?"
"An was hast du gedacht, als du sie geküsst hast?" fragte Claire zurück.
Mehdi blies hörbar aus und schüttelte den Kopf. "Manchmal frage ich mich, wer von euch beiden einen Nachttisch in Form eines Pferdekopfes hat... Aber Nun Gut..." meinte er und wandte sich ab.
"Jetzt sei bitte nicht beleidigt!" murmelte Claire müde.
Mehdi fuhr herum. "Ich bin nicht beleidigt!"
"Bist du!"
"Bin ich nicht!" gab er zurück. "Tut mir leid, dass ich Menschen Ratschläge gebe, obwohl ich selber nicht besser bin! Das brauchst du mir nicht zu sagen!"
Claire schaute ihn an, Mehdi schaute zurück und seufzte und streckte ihr versöhnlich die Hand entgegen. "Keine Spontanaktionen, keine Alleingänge mehr! Okay?"
"Was?" Claire schaute auf seinen Hand und lachte auf.
"Wir bewahren und gegenseitig vor wahnsinnigen Aktionen..." gab er todernst zurück.
"Also klärst du vorher mit mir ab, wenn du jemanden küssen willst?"
"Zu meiner eigenen Sicherheit..." antwortete er. Sie zuckte mit der Augenbraue. "Das bedeutet aber auch: keine Geheimnisse!"
Mehdi musste an Gabi denken und zwang sich ihr die Hand immer noch bestimmt hinzuhalten:"In Ordnung!"
Claire schlug ein, aber dann verfinsterte sich ihre Miene:"Wir haben trotzdem keine Lösung für unser aktuelles Problem..."
"Wir können da auch nicht viel machen..." sagte Mehdi ernst. "Lust auf Zoo?"

"Ich halte es hier keine Stunde länger aus... Ich scheiß auf die Kündigungsfrist, Herr Professor!"
Franz Haase schaute entsetzt von seinen Akten auf. "Setzen Sie sich bitte erst einmal..." versuchte er seinen Oberarzt zu beruhigen und deutete auf einen Stuhl.
"Ich will mich nicht setzen..."
"Was liegt Ihnen denn auf dem Herzen, Meier?"
"Ich...ich will darüber nicht reden..."
"Bitte? Ich kann und will sie nicht einfach so gehen lassen. Es reicht schon, dass ich sie bald an das Nordstadtkrankenhaus verliere." sagte Franz mit bedauerlicher Miene.
"Es handelt sich um...um...ein familiäres Problem... Privat" Das klang gut. Familiäre Gründe waren immer eine gute Ausrede. Obwohl es Marc den Magen umdrehte, wenn er an seine eigene zukünftige Familie dachte.
"Was? Geht es um Elke?" fragte er sofort betroffen.
"Nein, Nein...meiner Mutter geht es Bestens..." antwortete Marc und hoffte, dass es der Wahrheit entsprach.
"Gut, Gut..."
"Herr Professor..." versuchte Marc das Gespräch auf das Wesentliche zu lenken.
"Ich weiß nicht, Marc" kämpfte der Professor mit sich selbst.
"Ich muss hier raus, bitte..."
"Aber jetzt sofort? Und für wie lange? Ich muss erst jemanden finden, der Sie vertreten kann..." sagte der Professor und wühlte in seinen Unterlagen. "Klären wir das nachher in Ruhe?"
"Das ist zu spät..." sagte Marc und fuhr sich durch die Haare. "Es tut mir leid!" sagte er zum Abschied, als er aus dem Büro stürmte. Er zog sich um, zückte sein Smartphone und und buchte einen Flug nach Mallorca. Auf dem Weg nach draußen wagte ihn keiner anzusprechen.

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Kälbchen1 Offline

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28.05.2016 02:06
#155 RE: Meine Story! Zitat · antworten

"Guck mal, Papa! Eisbären!"
Lilly rannte begeister an das Gehege und versuchte die Aufmerksamkeit des dösenden Tiere zu erwerben.
"Süß..." murmelte Claire. "Also Lilly..."
"Hmh..."brummte Mehdi zustimmend.
"Das ist doch Unglaublich, oder? Marc soll mal nen Gang runter schalten! Es ist ein Kind! Keine Krankheit!" Claire schüttelte den Kopf. "Hätte er lieber die Diagnose für HIV erhalten?? Wahrscheinlich schon! Er vögelt sich durch halb Berlin und gibt MIR die Schuld wenn was passiert! Vollpfosten!" Claire bemerkte, dass Mehdi ihr nicht zuhörte und stattdessen Gedankenverloren seiner Tochter hinterherstarrte. Obwohl es ihr schwer fiel, schluckte sie ihre Wut über Marc Meier hinunter. "T-tut mir leid..." stammelte sie. "Ich wollte dich nicht damit belästigen...du hast ja selber genug...Probleme und...Mehdi??"
Er schreckte aus seiner Trance und auf starrte sie an. "Was?Hast du etwas gesagt? Tut mir leid...Ich war in Gedanken..." er massierte sich die Schläfen und seufzte tief.
"Möchtest du darüber reden?" fragte sie zögernd. Sie musste wieder an die Medikamente denken, die Mehdi wegen seiner Probleme nahm und an den Selbstmordversuch, von dem ihr Gretchen einmal berichtet hatte. Sie war kein Psychologe und wusste nicht, ob es gut war sich in etwas einzumischen wovon sie keine Ahnung hatte. Sie wusste nicht einmal, ob das mit Mehdi eine richtige Freundschaft war.
"Nein, es ist nichts..." meinte Mehdi.
"Sicher? Ich meine...du kannst mir echt alles sagen!" stammelte sie. Sie wollte ihm nicht zu nahe kommen. Sie wollte nicht, dass es komisch zwischen den beiden wurde. "Also du musst nicht, aber... Ich weiß nicht, aber...Vielleicht..."
"Ist schon gut..." versuchte Mehdi sie zu beruhigen.
"Ich will nur, dass du weißt, dass du nicht alleine bist! Du hast Freunde, die für dich da sind..."
"Es geht mir gut! Es ist nur wegen Lilly..." fiel er ihr ins Wort. "Ich will nicht, dass sie bei Anna ist..."
Claire fragte sich, ob er nun ein paar beruhigende Worte hören wollte und jemand brauchte, der ihm das Händchen tätschelte oder ob er einen freundschaftlichen, ehrlichen Ratschlag von ihr wollte oder einfach nur jemand brauchte, der ihm zuhört.
"Würde ich auch nicht wollen..." Sie entschied für die zweite Variante und hielt die Luft an, während sie Mehdis Reaktion abwartete.
Er grinste nur müde:"Von dir hätte ich nichts anderes erwartet..."
"Du hast mich also nur gefragt, weil du wusstest, dass du mit mir über Anna ablästern kannst? Ich dachte schon, du wolltest meine Meinung hören, weil du meine unglaublich gute Menschenkenntnis schätzt!" sagte Claire mit gespielter Entrüstung.
"Du bist mit Gretchen verwandt! Mehr gibt es zum Thema Menschenkenntnis nicht zu sagen..."
"Bitte? Gretchen und ich sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere!"
Mehdi schaute skeptisch.
"Bin ich seit über 15 Jahren in ein Arschloch verliebt, mit der Überzeugung, dass er sich irgendwann -nur wegen mir- ändern wird? Dass ich mit ihm irgendwann 3 Kinder, ein Haus mit Garten und einen Hund haben werde? Obwohl er schon beim Wort "Kind" Ausschlag bekommt? Habe ich nach kürzester Zeit irgendeinen dahergelaufenen Millionär geheiratet, obwohl ich so gut wie gar nicht über ihn wusste? Bin ich mit irgendwelchen komischen Gestalten befreundet, die sich bei Vollmond irgendwelche mysteriösen Substanzen auf die Fußnägel schmieren?? Und mit dir war ich auch nie zusammen!" Sie schaute ihn herausfordernd an. "Mehr zum Thema Menschenkenntnis gibt es nicht zu sagen!"
"Okay, okay..." meinte Mehdi lachend.
"Papa, die Eisbären sind voll Langweilig. Die machen gar nichts. " kam Lilly enttäuscht zurückgeschlurft.
"Ihnen ist wahrscheinlich ein bisschen zu warm, Mäuschen, aber ich glaube ich hab da vorne Zebras gesehen..."
"Echt?" sagte Lilly und war schon voraus gerannt.
"Die Chancen stehen nicht so gut, dass alleinige Sorgerecht zu bekommen..." fing Mehdi an, als sie ihr hinterherliefen.
"Aber wenn das Jugendamt wüsste, dass Anna..." setzte Claire an.
"Ich will nicht, dass sie Probleme bekommt und ich will nicht, dass sie Lilly nicht mehr sehen darf." sagte Mehdi. "Außerdem arbeite ich sehr viel, ich habe keine eigene Wohnung und sonst niemand, der sich um Lilly kümmern kann... und Anna kann immer noch behaupten, dass ich nicht der Vater wäre, was ein weiterer Grund wäre Lilly bei ihrer leiblichen Mutter zu lassen."
"Du stehst als Vater auf dem Papier! Und was ist mit deinen Eltern? Du kannst bestimmt bei ihnen unterkommen, sie werden dich bestimmt auch finanziell unterstützen und sich um Lilly kümmern." meinte Claire. "Und das mit der Vaterschaft kann auch einfach nur gelogen sein... Dieser Frau glaube ich kein Wort!"
"Wenn ich bei meinen Eltern wohnen würde, würde ich ziemlich lange brauchen bis ich im Krankenhaus bin... Also noch weniger Zeit für Lilly..."
"Es gibt eine Lösung..." sagte Claire überzeugt.
"Du hast keine Ahnung..." sagte Mehdi nur und wandte sich von ihr ab.
Sie lief ihm hinterher und packte ihn am Arm. "Ich war noch nicht fertig!" fauchte Claire und hielt die Luft an. "Ich habe am eigenen Leib erfahren mit was für Leuten deine Anna verkehrt! Du erinnerst dich?" fragte sie herausfordernd. "Du übrigens auch!" Sie machte eine Pause, um die Augenbraue hochzuziehen und Widerspruch entgegen zu nehmen, aber Mehdi schwieg. "Ich will gar nicht wissen, was Anna sonst noch für Hobbys hat! Lilly gehört da nicht hin, da sind wir uns schon mal einig! Und wenn du sie wirklich daraus holen willst, dann wäre es an der Zeit eine Lösung zu suchen und nicht nur Gründe aufzuzählen, warum es nicht geht!"
"Du bist mit Gretchen verwandt..." sagte er nur und lächelte müde.
Claire schaute ihn nur entrüstet an und schüttelte den Kopf. "Dann mach doch, was du für richtig hältst!"
"Claire, ich möchte mich nicht mit dir streiten!" sagte er ruhig.
"Streiten? Ich versuche doch nur"
"Hör zu! Ich brauche niemand, der mir das Leben erklärt!" fiel er ihr ins Wort.
"Vorallem niemand, der selber Scheiße baut?" fragte sie herausfordernd. "Du hörst jetzt mir zu! Das mit Marc und dieser blöden Tussi ging mächtig nach hinten los, aber trotz allem habe ich mein Leben immer noch ein bisschen mehr im Griff als du! Und vielleicht ist mir nicht komplett egal, was mit den Menschen ist, die um mich herum sind. Vielleicht sind Gretchen und ich uns in diesem Punkt ähnlich: Dass wir uns um die Menschen kümmern, die uns wichtig sind! Aber es hat rein gar nichts mit dem Haas'schen Helferkomplex zu tun, dass ich dir in Arsch trete, damit du eine realistische Chance nutzt!"
Claire und Mehdi schauten sich herausfordernd an, bis ein greller Schrei beide zusammenzucken ließ.
"Verdammt, LILLY!!!!"

"Mehdi, was ist passiert??" fragte Gretchen erschrocken und eilte der Trage entgegen, die von einem Sanitäter geschoben wurde. "Lilly?" sagte sie schockiert, als sie das verweinte Mädchen erkannte.
"Zebrabiss..." sagte Mehdi nur. "Ist Marc hier?"
"Ich weiß nicht, soll ich ihn anpiepen?"
"Nein, es wird schon nicht so schlimm sein..." murmelte er, während er seiner Tochter über den Kopf streichelte.
Gretchen nickte und folgte ihnen in eine Untersuchungsraum.
Als Claire nach Mehdi als letztes den Raum betreten wollte, fuhr er herum und versperrte ihr den Weg.
"Mehdi..." setzte sie an. "Es tut mir leid, dass ich dir so eine Szene gemacht habe. Aber wir hätten beide besser aufpassen müssen..." versuchte sie sich zu verteidigen.
"Lass gut sein.." sagte er nur und schlug ihr die Tür vor der Nase zu.
"Claire, du baust echt nur scheiße..." murmelte sie zu sich selbst und sie zuckte zusammen, als ihr jemand von hinten auf die Schulter klopfte.
"Claire!" sagte sie der Professor gut gelaunt. "Wir haben uns auch schon eeeeewig nicht mehr unterhalten..."
"J-jaa..." stammelte sie. "Aber..."
"Würdest du deinem alten Onkel die Ehre erweisen und mit ihm einen Kaffee trinken gehen?" sagte er und schaute sie erwartungsvoll an. "Wir sehen uns doch so wenig, obwohl wir im gleichen Krankenhaus arbeiten und seit Kälbchen und du so Erwachsen seid, haben wir schon ewig nichts mehr miteinander unternommen."
Claire versuchte ihre Augenbrauen unter Kontrolle zu behalten, damit sie ihre Abneigung nicht verrieten. Eine Tasse Kaffee mit Franz, wahrscheinlich noch Kuchen, dazu Fragen über die Karriere und Geschichten von Früher, begleitet von dem "Schenk-mir-Aufmerksamkeit-denn-ich-bin-Alt-und-bald-tot-Blick". Bitte nicht jetzt! Sie sog die Luft ein.
"Klar, gerne!" sagte sie und lächelte unbeholfen.
"Sehr schön!" sagte Franz strahlend und schob sie vor sich her in die Cafétaria.
Und Franz erzählte und erzählte und Claire versuchte an den passenden Stellen zu lachen oder betrübt zu schauen, während sie eigentlich an Franz vorbeischaute und in ihren Gedanken hing. Wie konnte sie alles was passiert war, wieder gerade biegen? Sie musste irgendwie diese blöde Schnepfe loswerden. Marc würde sich nie im Leben ein Kind unterschieben lassen, dieses Problem würde sich von alleine lösen, aber sie musste sie von Gretchen fernhalten, bevor sie noch mehr Chaos verursachte.
"Weißt du eigentlich was mit dem Meier ist?!"
Schlagartig wurde sie aus ihren Gedanken gerissen.""Ähm...Nein? Warum denn?"
"Er kam heute morgen in mein Büro gestürmt und hat alles hingeschmissen... Ich wollte Gretchen nicht darauf ansprechen. Ich glaube sie ist immer noch nicht so gut auf ihn zu sprechen. Aber wen wundert's`? Der Meier hat sich so einiges geleistet."
"Was?" fragte Claire beunruhigt. Marc liebt seinen Job mehr als alles andere. Und dann kommt eine blöde Schlampe und er zog den Schwanz ein? Er konnte sich doch nicht einfach so aus dem Staub machen?
"Naja, er hat sie ja schon immer nicht angemessen behandelt, meiner Meinung nach. Das hat ja schon in der Schule angefangen, aber das weißt du ja selber. Aber das wahren ja Kindereien..."
"Nein, nein..." unterbrach sie ihn. "Marc hat hingeschmissen?"
"Habe ich doch gesagt..." antwortete er irritiert.
"Aber er muss doch irgendwas gesagt haben?"
"Nein, deshalb frage ich ja dich..." gab der Professor wieder irritiert zurück.
"Ich...Ich muss los...Danke für den Kaffee!" Claire versuchte zu lächeln, sprang auf und verließ die Caféteria.

"Danke, dass du dich so lieb um Lilly gekümmert hast..." sagte Mehdi, als er mit Gretchen aus Lillys Zimmer auf den Gang trat.
"Immer wieder gern..." sagte sie lächelnd. "Ich würde sie gern diese Nacht hier behalten, aber wenn alles in Ordnung ist, kann sie gleich Morgen früh wieder nachhause."
"Gut..." sagte Mehdi und lächelte schief. Gretchen tätschelte ihm aufmunternd den Arm. "hey, ihr geht es bald wieder besser. Ihr sitzt einfach noch ein wenig der Schreck in den Knochen."
Mehdi nickte.
"Aber das Vieh hat sich schon ziemlich fest gebissen. Wie ein Kampfhund." sagte Gretchen und schaute Mehdi erwartungsvoll an, als wollte sie ihn ermuntern ein bisschen mehr zu erzählen.
"Kampfzebra!" sagte Mehdi nur und Gretchen kicherte unbeholfen und spielte nervös mit ihren Händen.
"Also...War's schön im Zoo? Also vor dem Unfall?" fragte sie so beiläufig wie möglich. "Warum wart ihr eigentlich im Zoo? Du und Claire? Also ich möchte dir nicht zu Nahe treten... Aber ich meine...vielleicht habt ihr euch ja auch nur zufällig getroffen...also im Zoo...Gibt's ja manchmal..." stammelte sie nervös.
"Weißt du..." setzte Mehdi an. Er musste unbedingt mit Gretchen über die Sache mit Marc reden, bevor sie es auf einem anderen Weg erfahren würde. Er wusste, dass das Claire nicht passen würde und wahrscheinlich würde Gretchen Marc dafür hassen, dass er mit einer anderen geschlafen hat, aber es war Zeit für die Wahrheit und die Wahrheit tut nun mal Weh. "Wir müssen reden!" sagte Mehdi.
"Oh, okay..." sagte Gretchen und Mehdi schob sie ins Schwesternzimmer. Nachdem er überprüft hatte, dass wirklich niemand anderes hier war, sog er die Luft ein und wollte ansetzen zu sprechen, als ihn Gretchen unterbrach:
"Ich habe echt kein Problem damit, dass du jetzt mit Claire zusammen bist! Ich bin froh, dass sie so jemanden wie dich gefunden hat. Ihr seid ein echt schönes Paar und Lilly wird sich sicher auch mögen!"
Mehdi entglitten die Gesichtszüge und er brauchte einen Moment, um seine Stimme wieder zu finden. "W-was?" stammelte er. "Nein, nein... wie kommst du darauf?
"Du brauchst es nicht zu leugnen! Ich kann verstehen, dass es für euch vielleicht ein bisschen komisch ist, weil ich mit dir zusammen war und Claire meine Cousine ist, aber es ist wirklich Okay!" sagte Gretchen und lächelte ihm aufmunternd zu.
"Gretchen..." setzte er erschüttert an.
"MEHDI! fauchte Anna als sie ins Schwesternzimmer gestürmt kam.
"Anna!" sagte Mehdi überrascht. "Beruhig dich bitte! Lilly geht es gut!"
"Naja, den Umständen entsprechend eben! Ich war gerade bei ihr!" sagte Anna wütend. "Und was macht die hier?" Sie deutete auf Gretchen.
"Hallo, Frau Kaan..." sagte Gretchen nur Freundlich.
"Mit welcher hast du denn gerade was am Laufen? Immer noch mit ihr oder mit komischen Braunhaarigen? Oder vielleicht sogar mit Beiden?" fragte sie herausfordernd.
"Was soll das Anna? Das tut doch jetzt überhaupt nichts zur Sache!"
"Fakt ist: Lilly liegt im Krankenhaus, weil DU deine Aufsichtspflicht verletzt hast! Wo warst du, als der Unfall passiert ist? Hast du mit der Braunhaarigen ne kleine Nummer auf der Toilette geschoben??" fauchte sie.
"Wir klären das draußen!" sagte Mehdi bestimmt, packte Anna am und zerrte sie zum Fahrstuhl, bevor noch mehr Gerüchte über ihn und Claire in Umlauf geraten würde. Die WÄnder im Krankenhaus hatten nämlich Ohren.

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