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Dieses Thema hat 283 Antworten
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Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

Beiträge: 3.117

09.10.2008 18:25
#126 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
In Berlin auf dem Bahnhof steht sich Betty die Beine in den Bauch.
Sie will Gretchen und Marc überraschen und abholen.
Der TGV hat inzwischen schon 10 min Verspätung.
Betty muss dringend zur Toilette doch sie hat angst das wenn sie auf dem Klo ist,
der Zug einfährt und sie Marc und Gretchen verpassen könnte.
Doch so langsam wird es echt kritisch. Sie gibt dem Zug genau noch 1 min.
Wenn er dann noch nicht gekommen ist, geht sie zur Toilette.

Kurz bevor Betty’s Ultimatum abgelaufen ist fährt der Zug in den Bahnhof rein.
Marc und Gretchen verlassen den Zug als erste und Betty hätte beinahe Gretchen umgerannt
vor Wiedersehensfreude.

Gretchen ist überrascht ihre Freundin am Bahnhof zu sehen: „Betty? Was machst du den hier?“
Betty hüpft von einem Bein aufs andere: „Ich will euch abholen und nach Hause fahren.“
Marc der inzwischen alle Gepäckstücke auf einen Wagen gestapelt hat: „Hallo. Was hab ich gehört
du willst uns von Bahnhof abholen. Wie kommen wir den zu der Ehre?“
Betty: „Kann ich euch das nachher erklären. Ich müsste mal dringend zur Toilette.
Das Auto steht auf dem Parkplatz draussen Reihe 4 Parkplatz 33.
Ich komme gleich nach.“
Betty macht sich im schnell schritt auf den Weg zum WC und Marc und Gretchen gehen zum Parkplatz.
In Reihe 4 angekommen sucht Gretchen Betty kleinen blauen Fiat doch findet ihn nirgends.
Marc und Gretchen stehen ratlos in der 4. Reihe.
Endlich kommt Betty sie sieht die beiden Fragen and: „Warum seit ihr noch nicht beim Auto.
Hab doch gesagt Parkplatz 33.“
Gretchen: „Aber ich seh deinen kleinen nicht.“
Betty drückt am Schlüssel den Öffnungsknopf und ein dunkelblauer Mercedes blinkt: „Habt ihr echt
Geglaubt das ich euch mit meinen kleinen abhole?
Das wollte ich euch nicht antun.“
Marc: „Ist das Mehdi’s Auto?“
Betty: „Ja ist es. Eigentlich wollte er auch mitkommen, aber ein Notfall ist ihm dazwischen gekommen.“
Sie gehen gemeinsam zum Wagen.
Als Marc die Koffer in den Kofferraum räumt fragt Gretchen Betty: „Seit ihr jetzt richtig zusammen?“
Betty ganz stolz: „Ja wir sind ganz offiziell zusammen.“
Marc hat das ganze mitbekommen und kann sich einen doofen Spruch nicht verkneifen: „Bitte vergesst nicht zu verhüten. Ich möchte nicht eure Kinder sehen. Das wäre dann eine
Naturkatastrophe.“


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

Beiträge: 3.117

10.10.2008 07:02
#127 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Betty schneidet eine fiese Grimasse zu Marc: „Na wer hat’s wohl mit der Verhütung nicht so
genau genommen.“
Marc hebt verteidigend seine Arme: „Hei ich hab nicht die Pille vergessen.“
Gretchen: „Hallo, geht’s noch.“
Marc: „Tschuldigung, sie hat mich rausgefordert.“
Betty: „Armer Marci, muss er sich entschuldigen sonst kriegt er keinen Sex.“
Marc und Gretchen gleichzeitig empört: „Betty!“
Betty: „Ist ja schon gut. Einsteigen wir fahren los zur Villa Meier. Obwohl Villa für die kleine Wohnung
Übertrieben ist.“

Nach 30 min dichter Verkehr kommen die 3 endlich vor der Wohnung an.
Betty hält den Wagen mitten vor dem Eingang an und Marc geht schon mal mit den
Koffern vor in die Wohnung.
Gretchen bedankt sich bei Betty das sie für sie das Taxi gespielt hat.
Und Betty erinnert sie an den Untersuchungstermin in 4 Tagen.
Gretchen: „Keine Angst das vergess ich schon nicht. Freu mich ja riesig darauf
meinen kleinen Krümmel endlich mal in 3D sehe.“
Betty: „Dann ist es ja gut. Wollte dich ja nur erinnern. Also ich muss jetzt. Tschüss“
Gretchen winkt Betty noch nach und geht dann zu Marc in die Wohnung.


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

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10.10.2008 08:25
#128 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 33: Die letzten Wochen zu zweit

Trotz Betty’s Ermahnung hätten Marc und Gretchen beinahe den Termin für den Ultraschal vergessen.
Sie hetzen ins Krankenhaus in die Gynäkologische Abteilung und schaffen es in der letzten Sekunde
doch noch pünktlich zu sein.
Ausser Atem klopfen Sie an und Betty öffnet ihnen die Türe.

Betty sieht die beiden an: „Seit ihr gerannt? Gretchen um Himmelswillen du sollst dich doch nicht überanstrengen.“
Gretchen immer noch leicht aus der Puste: „Geht schon.“

Betty führt die beiden rein, Gretchen setzt sich gleich auf den Untersuchungsstuhl.
Betty: „Mehdi kommt gleich er musste nur eben noch schnell telefonieren.“
Marc ist für seine Verhältnisse sehr ruhig. Das fällt nicht nur Gretchen auf
sondern auch Betty.

Betty: „Marc geht’s dir gut. Du bist so ruhig.“
Marc: „Ja mir geht’s gut. Muss man denn immer gleich reden.“
Betty: „Es ist nur seltsam das du keine Dummenbemerkungen über mich und Mehdi los
lässt. Fast als wärst du krank.“
Marc: „Ugly Betty es ist mir so was von schnurz was du und der Schnarchprinz macht.
Also bitte könnten wir dann endlich mal anfangen. Ich hab auch noch anderes zu Tun.“
Betty und Gretchen sehen sich an und zucken die Schultern.
Beide finden das Marc sich komisch verhält.
Mehdi kommt endlich herein: „Musste noch mit Lilli telefonieren ging leider etwas länger.
Sie wollte das ich mich von all ihren Puppen verabschiede.“
Gretchen denkt sich das Mehdi wirklich ein guter Papa ist und fragt sich Gleichzeit ob
Marc wohl auch mal so liebevoll zu ihrer Tochter sein wird.
Mehdi geht zu Gretchen hin und setzt sich auf seinen Stuhl. Er warnt Gretchen vor das
es gleich einwenig kalt werden könnte und trägt das Gel auf.
Kurz danach erscheinen die ersten Bilder auf dem Bildschirm.
Auf diesen Bildern muss man nicht mehr raten wo oben und unten ist.
Man kann die kleine deutlich erkennen. Sie saugt an ihrem Daumen und fühlt sich sichtlich wohl
in Gretchensbauch.
Betty ist gerüht und wischt sich eine kleine Träne weg.
Marc motzt Betty: „Sag mal heulst du bei jedem Kind das du auf dem Bildschirm siehst?“
Betty verteidigt sich: „Nein mach ich nicht. Aber sie soll ja schliesslich mein Patenkind werden.
Da wird man schon mal emotional.“
Gretchen bekommt nicht mit das Marc und Betty sich wieder mal angiften.
Sie sieht gebannt auf den Monitor und kann es kaum glauben das der kleine
Mensch wirklich in ihr drin ist.
Mehdi druckt ein Bild aus und fragt Gretchen: „Wisst ihr den schon wie sie heissen soll?“
Marc und Gretchen gleichzeitig: „Ja.“
Gretchen sieht Marc fragend an du Marc sie. Bis jetzt hatten Sie noch nie darüber gesprochen wie
ihr Würmchen den heissen soll. Aber anscheinend hatten sich beide Gedanken gemacht.
Betty war gespannt wie ein Flitzebogen und wollte unbedingt wissen wie die kleine den
heissen soll und bohrte weiter bis Marc zuerst seinen Namen sagte: „Stella Isabella Meier.“
Gretchen sah Marc geschockt an: „Sag mal willst du das unsere Tochter eine Pornodarstellerin wird.
Der Name geht ja mal gar nicht.“
Marc: „Was ist den deine Namensidee?“
Gretchen stolz: „Elisabeth Viktoria Meier.“
Marc: „Und das soll besser sein, das klingt ja total verstaubt. Das ist fast genauso schlimm wie Betty und Margarethe.“
Gretchen gekränkt: „Du findest Margarethe verstaubt?“
Betty und Mehdi stehen hilflos zwischen den beiden. Sie würden sich am liebsten selbst Ohrfeigen dafür
dass sie auf die Idee gekommen sind zu Fragen wie die kleine den heissen soll.
Gretchen: „Übrigens waren und sind Elisabeth und Viktoria grosse Königinnen.“
Marc: „Willst du mich jetzt auch noch Geschichte lernen. Ich weiss das. Aber ich will nicht das unsere Tochter heisst wie eine alte Jungfer.“
Mehdi versucht zu schlichten: „Wisst ihr was ihr beiden, wartet doch bis ihr die kleine im Arm habt
dann kommt der Name von ganz alleine.“
Gretchen und Marc gleichzeitig: „Halt die Klappe Mehdi.“
Betty: „Na wenigstens seit ihr euch in einem Einig.“


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

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10.10.2008 10:47
#129 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Marc sieht Betty böse an sagt aber kein Wort. Gretchen merkt das vielleicht Mehdi doch Recht hat
und sie einfach abwarten sollten. Schliesslich geht es nicht mehr so lange
wie es schon ging. Und eigentlich war die Schwangerschaft in den letzten Wochen
schön gewesen. Keine Morgenübelkeiten mehr, die Gefühlsschwankungen haben nachgelassen und
vor allem musste sie nicht mehr immer auf die Toilette.
Eigentlich könnte die sie ewig schwanger bleiben.
Gretchen sah Marc an sich nahm seine Hand und legte sie auf ihren Bauch.
Gretchen: „Solange die kleine noch hier drin ist bleibt sie eben unser Würmchen einverstanden?“
In dem Moment bewegte sich die kleine und strampelte gegen die Bauchdecke.
Marc konnte sie nicht nur spüren sondern sogar sehen. Denn Gretchens Bauch wölbte sich einwenig.
Jetzt wurde auch Marc weich, nickte und gab ihr einen Kuss.
Mehdi konnte sich einen weiteren Weisenspruch nicht verkneifen: „Die Mütter wissen eben
immer was gut ist.“
Marc hätte beinahe Mehdi eine geklatscht aber der reichte ihm einfach nur das Bild seiner Tochter.
Und Marcs Wut über Mehdi dummen Sprüche verflog.

Gretchen zog sich wieder an, die beiden verabschiedeten sich von Mehdi und Betty und gingen.
Im Aufzug drückt Marc nicht die Null sondern den Knopf für die Etage der Chirurgie.
Gretchen: „Du weisst aber schon das wir noch 1 Woche Urlaub haben.“
Marc: „Ist mir schon klar. Will nur schnell nach der Post sehen.“
Gretchen: „Ich kenn das doch kaum sind wir da, werden wir auch gleich für irgend etwas eingespannt.“
Marc gibt ihr einen Kuss und versichert ihr das es nicht so sein wird: „Nur schnell die Post dann
gehen wir. Versprochen.“

Seit dem Gretchen schwanger ist hat sie Intuition noch nie getäuscht auch dieses Mal nicht.
Kaum sind sie aus dem Lift kommt Schwester Sabine auf sie zu gerannt: „Sie müssen sofort kommen
eine Schiesserei die Opfer wurden soeben eingeliefert und der Herr Professor kann sich nicht um alle kümmern.“

Gretchen sieht Marc an: „Hab ich es nicht gesagt.“
Marc: „Schwester Sabine geben sie mir die Unterlagen und bereiten sie schon mal alles für die OP vor.
Wir kommen gleich.“
(Das war wohl nichts mit gemütlichen Nachmittag vor dem Fernseher.)
Beide rennen zu ihren Schränken und ziehen sich um.
Als die Patientin mit der Schussverletzung in den OP geschoben wird sieht Gretchen das
es sich um Nadja Böhme handelt. Sie wird kreidebleich.
Marc sieht Gretchen an das es ihr nahe geht: „Willst du lieber draussen warten?“
Gretchen schüttelt den Kopf: „Nein wird ich nicht. Ich bin Ärztin geworden um Leben zu retten.
Und nicht um zuzusehen.“
Sie gehen beide in die OP und versuchen Nadja’s Leben zu retten.
Nadja ist von 3 Kugeln getroffen, eine ist ein glatter Schulter Durchschuss und die beiden anderen
stecken in der Nähe der Lunge und des Herzens.
Gretchen kann es nicht fassen: „Verdammt hatte Nadja den keine Schussfesteweste an.
Hoffentlich können wir die Kugeln entfernen ohne noch mehr zu verletzen.“

Nach 3 Stunden Kampf um Nadjas Leben verlassen sie die OP.
Die Kugeln sind entfernt und die Polizisten lebt. Sie wird auf die Intensivstation gebracht wo
schon ihr Mann und Kollege wartet.


[

Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

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10.10.2008 11:07
#130 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen und Marc sind erschöpft aber Gretchen möchte unbedingt noch zu Nadjas
Freund. Der gestandene Polizist sitzt wie ein Häufchen Elend auf dem Stuhl vor
der Intensivstation. Er wurde nicht zu Nadja gelassen weil er weder verheiratet
noch mit ihr verlobt ist. Gretchen setzt sich zu ihm hin und Marc sucht die
Stationsschwester der Intensiv um ihr zusagen das der geknickte Freund von Nadja
doch zu ihr darf.

Gretchen: „Nadja ist stark sie wird es schaffen.“
Polizist: „Wieso konnte sie nicht einfach auf Verstärkung warten. Sie ist einfach losgelaufen
und wollte der Frau helfen. Ich versteh es nicht.“
Gretchen weiss nicht was sie noch als Tröstende Worte sagen könnte.
Sie nimmt den Mann in den Arm. Und er weint an ihrer Schulter.
Marc kommt wieder zurück mit Oberschwester Roberta.

Marc: „Sie können jetzt zu ihrer Freundin. Oberschwester Roberta führt sie hin.“
Polizist wischt sich die Tränen weg und bedankt sich bei den beiden.
Er geht durch die Türe und Marc setzt sich erschöpft zu Gretchen.
In dem Moment öffnet sich nochmals die Türe zur Intensivstation.
Polizist: „Ich wollte noch sagen Gratulation zur Hochzeit und dem Baby.“
Dann verlässt er die beiden und geht zu seiner Nadja.

Sie bleiben noch ein paar Minuten sitzen und machen sich dann endgültig auf den
Weg nach Hause.

Ihre letzten Tage der Flitterwochen verbringen die beiden gemütlich
zu Hause. Sie wollen einfach nur die ruhigen gemeinsamen Tage, die sie noch haben
für sich geniesen.


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

Beiträge: 3.117

10.10.2008 11:29
#131 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 34: 2 Männer und eine Schwangere

Ihren ersten Arbeitstag nach den Ferien hätte sich Gretchen auch anders vorgestellt.
Im siebten Monat Schwanger zu sein und gleichzeitig eine mehrstündige Operation
durchzustehen schien nicht wirklich zusammenzupassen.
Sie verliess den OP bevor diese Fertig war.
Beinahe wäre sie zusammen geklappt als ihr Marc die gequetschte Niere eines Unfall-
opfers in die Hand gegeben hat.
Sie ging in ein leeres Zimmer, das die Ärzte gerne benützten wenn sie Nachtdienst hatten.
Und legte sich einwenig hin. Eine Stunde später kam Marc zu ihr.
Er machte sich sorgen um sie und die kleine: „Geht’s dir besser? Du warst vorhin
kreidebleich.“
Gretchen setzte sich im Bett auf: „Ja es geht mir Besser. Ich weiss auch nicht was das ist.
Mir wurde plötzlich alles Schwarz vor Augen. Und ich bin so schrecklich Müde.“
Marc machte sich wirklich sorgen: „Ich rufe Mehdi an. Er soll dich untersuchen.
Und dann gehst du nach Hause. Hast du mich verstanden.“
Gretchen wehrt sich: „Aber mir geht es jetzt doch schon wieder besser.“
Sie will aufstehen und kippt beinahe wieder um, Marc kann sie im letzten Moment halten.
Marc: „Jetzt ist fertig mit lustig ich piepe Mehdi an.“
Er zieht sein Telefon hervor und wählt Mehdis-Pieper an.
Mehdi kommt ein paar Minuten später angerannt.
Mehdi: „Was ist passiert? Gretchen du bist so blass?“
Gretchen: „Ihr übertreibt masslos.“
Mehdi und Marc gleichzeitig: „Wir übertreiben nicht.“
Gretchen muss lachen: „Ihr seit euch mal einig. Das gibt’s doch nicht.“

Mehdi untersucht Gretchen dabei verfinstert sich seine Miene.
Er nimmt ihr Blut ab und schickt eine Krankschwester damit sofort ins Labor.

Mehdi: „Gretchen ich befürchte die nächsten Tage wirst du hier bleiben.“
Marc umarmt Gretchen: „Was ist?“
Mehdi: „Genaues kann ich erst sagen wenn die Laborwerte da sind.
Aber eines ist klar, Gretchen du hast einen zu hohen Blutdruck,
und so was sollte man in der Schwangerschaft nicht auf die leichte Schulter nehmen.“
Gretchen beinahe noch blasser als vorher: „Das heisst was für unser Würmchen?“
Mehdi: „Der kleinen geht es bis jetzt gut. Aber nur wenn du dich in Zukunft schonst.
Wird das auch so bleiben.“

Mehdi lässt Gretchen und Marc alleine und geht.
Marc sieht Gretchen an: „Ich werde dir gleich ein richtiges Zimmer besorgen.“
Gretchen fängt an zu weinen: „Wie so muss bei mir immer alles so kompliziert sein?“
Marc: „Ich weiss es auch nicht. Soll ich deine Eltern bescheid sagen.“
Gretchen schüttelt den Kopf: „Mein Blutdruck ist schon zu hoch dann kann ich nicht noch eine
hysterische Mutter gebrauchen. Und von meinem Vater reden wir besser gar nicht.“


Gretchen81 Offline

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10.10.2008 11:47
#132 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Am nächsten Tag hat Mehdi dann auch die Laborergebnisse.
Leider sind sie nicht gerade gut. Als er Gretchen erklärt das sie nächsten paar Wochen
im Bett verbringen muss damit sie keine Frühgeburt riskiert,
wäre Gretchen am liebsten Gestorben.
Marc kommt nach einer OP zu ihr um nach ihr zusehen.
Er findet seine Liebe völlig in tränen aufgelöst.
Marc: „Sag schon was ist passiert, war Mehdi hier?“
Gretchen schluchzend: „Ja war er.“
Marc: „Was ist los stimmt etwas nicht mit unserem Kind.“
Gretchen: „Nein der kleinen geht es noch gut. Aber nur wenn ich mich an seine Anweisungen halte.“
Marc wütend: „Wieso sollst du dich an seine Anweisungen halten. Geht’s dem noch.“
Gretchen: „Ich darf die nächsten Wochen nur noch liegen. Das Risiko einer Frühgeburt
ist zu Gross. Solange mein Blutdruck und der Zucker so hoch sind.“

Mehdi hat inzwischen auch Gretchens Vater über den Zustand seiner Tochter informiert.
Da Gretchen wollte das jemand mit Einfühlungsvermögen mit ihm spricht.
Wenn Marc das übernommen hätte wäre sehr wahrscheinlich mal wieder ein Streit zwischen den
beiden losgegangen. Wie es in letzter Zeit häufiger war.
Gretchen hat den Verdacht das ihr Vater sich von Marc bedroht fühlt.
Er hat wohl das Gefühl das Marc ihm früher als es ihm lieb ist, als Nachfolger
auf dem Professorensitz folgen würde.


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

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10.10.2008 16:40
#133 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Marc setzt sich zu Gretchen aufs Bett und nimmt sie in den Arm.
Sein Pieper geht los. Nur widerwillig löst er sich von Gretchen.

Er hat einen Notruf aus der Intensivstation bekommen.
Als er an kommt sieht er nur noch wie seine Kollegen um Nadja Böhme hilflos rum stehen.
Anderer Arzt: „Exitus um 15.46 Uhr.“
Marc: „Was ist passiert?“
Anderer Arzt: „Sie war aus dem Koma aufgewacht und 5 min später bekam sie Herzflimmern.
Sie war nicht mehr zu retten.“
Marc steht fassungslos im Zimmer. Er fragt sich wie er Gretchen das beibringen sollte.
Nadja war so was wie eine Freundin für sie und jetzt, jetzt war sie tot.
Marc geht wie in Trance zu Gretchen, wenn er jetzt nicht sagte was passiert ist.
Dann würde sie es sicher von Sabine erfahren.
Als er Gretchens Zimmer betritt ist dort ihr Vater und umsorgt seine Tochter.
Franz: „Ach Marc, solltest du nicht Arbeiten?“
Marc verwirrt: „Ja schon, aber ich muss Gretchen was sagen.“
Er schluckt, Gretchen sieht das etwas schlimmes passiert ist.
Franz: „Dann geh ich doch vielleicht besser.“
Marc: „Ehh, nein bleib bitte.“

Marc geht zu Gretchen setzt sich zu ihr aufs Bett.
Zögernd beginnt Marc: „Gretchen, ich muss dir leider etwas sagen.“
Gretchen: „Was ist passiert, etwas mit Betty?“
Marc: „Nein Betty geht’s gut.“
Franz: „Jetzt Marc mach schon.“
Marc sieht Gretchen in die Augen und spricht endlich aus, was er schon die ganze Zeit sagen will: „Nadja,
sie ist vor einer halben Stunde gestorben.“
Gretchen kann es nicht fassen, die OP war so gut verlaufen und alles schien auf bestem Weg.
Gretchens Verzweiflung spiegelt sich in ihren Augen: „Wieso?“
Marc: „Ihr Herz. Sie ist aus dem Koma aufgewacht und dann hat ihr Herz plötzlich auf gehört zu schlagen.“
Marc möchte gerne noch länger bei Gretchen bleiben und sie trösten.
Doch er muss gehen, er hat einen OP-Termin den er nicht verschieben kann.
Franz nickt ihm zu und Marc verlässt das Zimmer.
Kaum ist Marc aus dem Raum will Gretchen aus ihrem Bett raus.
Franz versucht seine Tochter aufzuhalten: „Du darfst dich nicht aufstehen. Kälbchen denk doch an dich
Und das Kind.“
Doch bevor er noch ein Wort sagen ist seine Dickköpfige Tochter bereits aus dem Bett geklettert.
Auf halben weg zur Türe bricht Gretchen zusammen. Franz drückt den Notrufknopf und trägt seine Tochter wieder ins Bett.
Betty und Dr. Kaan kommen ins Zimmer. Mehdi rennt ums Bett rum und fragt den Professor was passiert ist. Der Professor erklärt das eine Freundin von Gretchen soeben verstorben ist und sie sich aufgeregt
hat und zur Türe raus wollte. Und dann ist sie einfach umgekippt.


Gretchen81 Offline

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10.10.2008 19:08
#134 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen kommt wieder zu sich: „Ich muss zu Nadja…“
Mehdi hält sie zurück: „Gretchen, du kannst ihr nicht mehr helfen. Bleib liegen.“
Endlich lässt sich Gretchen wieder in ihr Bett fallen.
Mehdi spricht Franz an: „Herr Professor könnten sie mich und Gretchen alleine lassen.“
Betty versteht und hackt bei Franz ein und führt ihn nach draussen.
Mehdi zu Gretchen: „Gretchen da du nicht hören willst. Bleib ich jetzt einfach hier sitzen.“
Gretchen sieht Mehdi in die Augen: „Warum tust du das?“
Mehdi: „Weil du in meinem Herzen immer ein Fensterplatz hast und Freunde so etwas eben für einander machen. Schlaf jetzt einwenig.“
Gretchen kuschelt sich in Kissen und versucht zu schlafen.

Marc und Mehdi wechseln sich tatsächlich jeden Tag ab und wachen bei Gretchen.
Gretchen ist inzwischen recht genervt von dem Beschützerei der beiden Männer.
Doch sie stellt auch Fest das Marc und Mehdi sich wieder anfreunden haben.
Nach 3 Wochen hat sich Gretchens Blutdruck endlich eingestellt und auch
das Problem mit der Schwangerschaftsdiabetik sieht inzwischen weniger schlimm aus
als gedacht. Mehdi warnt aber Gretchen vom Arbeiten ab.
Gretchen muss ihm schwören das sie sich bis zur Geburt der kleinen Maus nicht mehr anstrengt.
„Ich schwöre es.“
Mehdi: „Schön, ich hoffe ich kann mich auf dich verlassen.“

Betty kommt mit einem Rollstuhl rein.
Gretchen verdreht die Augen: „Aber von dem war nie die rede. Ich kann laufen.
Und das schon seit ein paar Jahren.“
Marc steckt den Kopf zur Türe rein: „Entweder du lässt dich von Ugly-Betty runterfahren oder ich
trag dich.“
Gretchen grinst Marc an: „Müsstest du eigentlich nicht im OP stehen?“
Marc gibt Gretchen einen Kuss: „Für meine Liebste verzichte ich gerne auf eine OP.
Der Rössel hat sie übernommen.“
Gretchen: „Ach so und dein Bandscheibenvorfall darf dann wohl auch der Rössel richten.“
Marc erstaunt: „Was für ein Bandscheibenvorfall?“
Gretchen: „Wenn du mich runter getragen hast, dann hast du definitiv einen.“
Marc: „Und das heisst?“
Gretchen murrend: „Ich nehm den Rollstuhl. Aber du schiebst.“
Betty fährt den Rollstuhl zu Gretchen hin, nimmt Mehdi an die Hand: „Komm wir lassen die beiden alleine.“


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11.10.2008 18:44
#135 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 35: Perfektes Timing?

Gretchens wehen kommen immer schneller und so langsam muss sie wirklich ins Krankenhaus.
Nur Marc ist einfach nicht zu erreichen. Hundert mal hat sie ihn versucht in seinem Büro und auf
dem Handy zu erreichen. Gretchens Fruchtblase platzt. Jetzt ist es höchste Zeit fürs Krankenhaus,
sie ruft den Krankenwagen. Ein paar Minuten später ist dieser auch schon da.

Gordon hilft Gretchen hinten in den Krankenwagen einzusteigen.
Auf der Fahrt ins Krankenhaus fragt Gordon Gretchen: „Wo ist den Dr. Meier?“
Gretchen die gerade wieder eine Wehe hat, macht ihre Atemübungen und nach dem sie die
Wehe weggeatmet hat antwortet sie Gordon: „Er hat Dienst und ich konnte ihn nicht erreichen.“

Marc ahnt noch nicht einmal das Gretchen gerade auf dem Weg ins Krankenhaus eingeliefert wird.
Und das seine Tochter gerade auf dem Weg ans Tageslicht ist.
Er ist mit einer komplizierten Operation beschäftigt.

Der kommt im Krankenhaus an Betty und Mehdi stehen schon bereit um mit Gretchen in
den Kreissaal zu fahren.
Gretchen kann gerade noch so zwischen zwei Wehen Betty sagen das Marc
noch nicht weiss dass sie hier ist.
Betty läuft in die Chirurgie und erfährt dass Marc eine Operation hat.
Im OP-Raum 3 wird sie fündig klopft an die Scheibe und zuerst wird sie gar nicht beachtet.
Betty schnappt sich ein Mundschutz und geht in den OP rein.
Marc ist wütend das er während der Arbeit gestört wird und will Betty raus schmeissen lassen.
Die kann gerade noch bevor sie aus der Türe rausgeschupst wird sagen: „Gretchen ist im Kreissaal.“

Marc hätte beinahe das OP-Besteck fallen gelassen.
Er sieht seinen Assistenten an: „Das schaffen sie auch ohne mich.“
Und verlässt den OP. Er beeilt sich.
Er rennt einen Patienten über den Haufen und stolpert beinahe über das Kabel eines Staubsaugers.


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12.10.2008 23:07
#136 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Als Marc im Kreissaal ankommt hat er immer noch die OP-Klamotten von seinem OP an,
welche natürlich inzwischen nicht mehr wirklich steril ist.
Mehdi motzt Marc sofort an und weisst ihn darauf hin: „Marc, wechsle bitte deinen Kittel.
Schliesslich sind wir hier in einem Sterilenraum.“
Marc macht gleich wieder einen Schritt zurück und greift sich einen neuen Kittel und Maske.
Er geht wieder in den Kreissaal zu Gretchen.
Gretchen ist blass und schweiss läuft ihr über die Stirn.
Marc nimmt ihre Hand.
Mehdi: „Bei der nächsten Wehe bitte noch nicht pressen. Der Muttermund ist noch nicht genug weit
geöffnet.“
Marc Knöchel an der Hand laufen langsam weiss an. Er verzieht keine Miene.
Gretchen ist gerade dabei Marc die Hand zu brechen vor lauter Schmerzen.
(Margarethe jetzt bloss nicht vor lauter Schmerzen schreien.
Ich bin eine Frau die halten das aus. Wir empfinden weniger schnell Schmerzen.
Scheisse tut das weh.)
Gretchen: „Ich halte das nicht mehr aus. Wie lange soll das ganze denn noch gehen.“
Mehdi: „Ich kann dir keinen Wehenhämmer geben. Es bleibt dir nichts anderes übrig als durchzuhalten.“
Langsam wäre aber Marc für ein Schmerzmittel. Gretchen legt alle ihre Schmerzen in die
Hand von Marc.

Nach quälenden Minuten die Gretchen wie Stunden vorkommen.
Gibt ihr Mehdi endlich das OK fürs Pressen.

Ein Schrei halt durch den Kreissaal.
Mehdi: „Herzliche Gratulation, es ist ein Mädchen.“
Er gibt die kleine Marc, der endlich aus Gretchens Klammergriff befreit ist.
Als er zu Gretchen hingeht sehen sich die beiden in die Augen und sagen gleichzeitig:
„Sophia Maria.“
Mehdi lächelt: „Na also habt ihr doch geeinigt. Schöner Name.“


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 08:50
#137 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Betty nimmt Marc die kleine Sophia ab und geht mit ihr zur Routine Untersuchung.
Gretchen wundert sich immer noch darüber wieso Marc plötzlich
den gleichen Namen will wie sie.
Als sie in ihrem Zimmer angekommen sind fragt sie ihn: „Marc, wieso hast du dich für Sophia
entschieden.“
Marc sieht Gretchen in die Augen: „Es war so ein Gefühl.“
Die beiden sind einige zeit einfach nur still und geniessen die Ruhe.
Als Betty mit der kleinen Reinkommt erschrecken sie zuerst, da sie beide völlig in ihren Gedanken waren.
Betty: „Die kleine Maus ist von Kopf bis Fuss komplett und gesund.“
Gretchen streckt sich der kleinen Entgegen und Betty legt sie ihr in die Arme.
Betty: „Sie ist mit abstand das hübscheste Baby. Und Gott sei dank ganz die Mama.“
Marc schaut Betty etwas sauer an.
Betty: „Ja ist ja gut. Die blauen Augen hat sie von ihrer Mama und die Grübchen halt von dir.
Meine ja nur das sie weit schlimmeres von dir Erben hätte können.“
Sophia Maria schlummert in den Armen ihrer Mutter und Betty zieht es vor
den Raum zu verlassen bevor sie noch wirklich mit Marc anfängt zu streiten.

Marc lächelt die kleine Sophia in Gretchens Armen an: „Wenn ich Ugly-Betty auch nicht mag.
Aber sie hat Recht. Sie hat wirklich deine Augen und ist das wundervollste Baby das ich je gesehen habe.“
Gretchen streichelt dem Baby über die Wange: „Wir werden wohl nicht mehr lange unsere Ruhe haben.“
Marc etwas erstaunt: „Wieso meinst du?“
Gretchen: „In ein paar Minuten werden ihr meine Eltern zur Türe rein platzen und
ich nehme an das werden nicht die einzigen sein.“
Marc setzt erneut aufs Bett legt seinen Arm um Gretchen: „Dann sollten wir diesen Moment auskosten.“
Ein Sonnenstrahl trifft das Gesicht der kleinen Maus und sie muss niesen.

Als Franz und Bärbel das Zimmer betreten werden sie ganz sentimental.
Bärbel zu Franz: „Erinnert dich dieses Bild nicht an etwas.“
Franz: „Bald sind es 30 Jahre her als wir da so sassen und unser Kälbchen im Arm hatten.“
Bärbel hat eine Träne in den Augen und gibt Franz einen Kuss auf die Wange.

Ist das nun Gretchens Happy End?


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 09:10
#138 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 36: alles nur geträumt

Als Gretchen ihre Augen macht sieht sie nur eine weisse Decke.
(Wo bin ich? Was ist passiert?)
Sie sieht sich um und bemerkt das sie im Krankenhaus liegt.
An ihr kleben diverse Sensoren die ihren Herzschlag überwachen, der Tropf und ein Beatmungsschläuchchen ist ebenfalls an ihr.

Gretchen ist verwirrt sie weiss nicht was passiert ist und warum sie überhaupt an diesen Maschinen angeschlossen im Krankenhaus liegt.
Eine Krankenschwester betritt das Zimmer: „Sie sind wach Frau Doktor endlich.
Ich hole gleich Frau Dr. Hassmann.“
Ein paar Minuten später ist Frau Dr. Hassmann an Gretchensbett: „Wie geht es ihnen?“
Gretchen: „Soweit ich es beurteilen kann gut. Aber warum bin ich hier.“
Hassmann: „Können sie sich den an nichts mehr erinnern?“
Gretchen: „Nein. Was ist passiert.“
Hassmann: „Sie wurden von einem Autofahrer angefahren als sie auf dem Weg nach Hause waren.“
Gretchen: „Wie lange bin ich schon hier.“
Hassmann: „Sie lagen 10 Monate im Koma.“
Gretchen kullert eine Träne über die Wange: „Was ist mit Sophia?“
Hassmann erstaunt: „Wer ist Sophia?“
Gretchen erschrickt, hatte sie das alles nur geträumt.
Sie hatte nie eine Tochter und Marc und sie haben nie geheiratet.
Gretchen: „Ich hab das alles nur geträumt.“
Hassmann besorgt: „Frau Doktor Haase geht es ihnen nicht gut?“
Gretchen: „Nein es ist alles in Ordnung.“
(Nichts ist in Ordnung, wenn ich nur geträumt habe, dass Marc mich liebt und wir ein Kind haben.
Dann hab ich auch nur geträumt das Gaby das Kind verloren hat und weg gegangen ist.
Wie ungerecht ist diese Welt. Gott warum straffst du mich so?)
Hassmann: „Ich lasse sie jetzt einen Moment alleine. Es werden sicher gleich noch ein paar Leute ihrer
Familie kommen und solange ruhen sie sich aus.“

Als Frau Doktor Hassmann das Zimmer verlässt fängt Gretchen bitterlich an zu weinen.
Alles was sie geträumt hatte war so real gewesen.
Und jetzt.
Marc wäre sicher inzwischen mit Gaby verheiratet und Mehdi mit seiner Frau und Lilly glücklich.
Nur sie immer noch alleine.
Sie schloss die Augen und wollte wieder in ihren Traum zurück.
Doch den gibt es nicht mehr.
Gretchen wird vom öffnen der Tür aus ihren Gedanken gerissen.
Jochen war der erste der es in Ihr Zimmer geschafft hat.

Jochen: „Hallo Schwesterchen, na wie geht’s?“
Gretchen immer noch mit verheulten Augen: „Scheisse, hab gerade feststellen müssen
das alles nur ein Traum war.“
Jochen: „Soll ich Frau Hassmann holen. Du redest etwas wirr.“
Gretchen: „Nein mir geht’s ja gut. Ich lebe ja.“
Jochen: „Okay….“
Da ging die Türe erneut auf und Gretchens Vater kam herein und setzte sich aufs Bett seiner Tochter.
Franz: „Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht. Gott sei dank bist du wieder auf gewacht.
Wir dachten schon wir hätten dich verloren.“
Er kann seine Tränen nicht mehr zurück halten und fängt zu weinen an.
Gretchen: „Mensch Papa, ich bin doch wieder wach und mir geht’s gut. Alles in Ordnung.“

Ein paar Tage später darf Gretchen das Krankenhaus wieder verlassen.
In den ganzen Tagen wo sie wach im Krankenhaus lag hatte sie weder Marc oder Mehdi gesehen.
Keiner der beiden hatte sie besucht.
Sie schwört beim Verlassen des Krankenhauses, dass sie nicht mehr ihren Träumen nach hängen wird und sich nur noch auf die Arbeit konsentrieren wird.
Marc und Mehdi sollen ab sofort nur noch ihre Arbeitskollegen sein nicht weniger und nicht mehr.
Keine Gefühle sollen ihr mehr in die Quere kommen.


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 09:43
#139 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Zu Hause wird sie von ihrer Mutter wie erwartet bemuttert.
Bärbel: „Du musst etwas essen Kind, du bist so dünn.“
Gretchen: „Jetzt hab ich endlich mal Kleidergrösse 36 und jetzt willst du mich mästen.
Mutti hör damit auf.“
Bärbel ist gekränkt und stellt das Tablett voll mit wundervollen Dingen auf das rosa Nachtischchen.

Gretchen war wirklich dünn geworden. Nicht Knochengestellmässig sondern gut proportioniert.
Die Arme und Beine waren schlanker und ihr Bauch war flach.

Sie ist es satt immer nur rum zu sitzen. Schliessilch hat sie 10 Monate geschlafen.
Ihre Verletzungen sind längst verheilt und ausgeruht ist sie genug.
Jochen kommt in ihr Zimmer: „Na wie geht’s?“
Gretchen: „Ich will wieder arbeiten. Halte das ausruhen nicht mehr aus.“
Jochen: „Kann das sein das du unbedingt zu deinem Gott in weiss willst?“
Gretchen erschrocken: „Nein! Ich bin Ärztin geworden weil ich leben retten will und nicht um auf meinem Hintern zu sitzen.“
Jochen: „Du erinnerst mich gerade an was. Ich soll dir von unserem Physiotherapeuten ausrichten:
du sollst morgen ins Fitnesscenter kommen.
Deine Muskulatur sei geschwächt und müsste dringend aufgebaut werden.“
Gretchen: „Na toll.“
Jochen: „Und noch was. Dein Oberarsch hat dich als du im Komma warst ab und zu besucht.“
(Er hat sich um mich sorgen gemacht. Wie süss. Margarethe was hast du dir vorgenomen.
Marc ist nur dein Chef und nichts mehr.)

Jochen lässt seine Schwester wieder alleine und Gretchen greift nach dem Schokopudding den ihre
Mutter ihr gemacht hatte.

Am nächsten Morgen hat Gretchen ihren Termin im Fitnessstudio.
(Wieso eigentlich im Fitnessstudio, schliesslich haben wir doch im Krankenhaus eine eigenen
Physiotherapieraum. Auch egal. So laufe ich wenigstens nicht gleich Marc oder Mehdi
über den Weg.)
Als sich Gretchen ihre Kleider anzieht bemerkt sie, dass ihr irgend wie nichts mehr passt.
Der Trainigsanzug schlappert an ihr rum und wenn sie hüpft fallen ihr die Hosen gleich runter.
So kann sie unmöglich ins Fitnessstudio.
Sie setzt sich frustriert auf ihr Bett. Ihre Mutter kommt zu ihr ins Zimmer: „Kind was ist den los?“
Gretchen: „Ach Mama, ich hab keine Kleider mehr die passen. Sogar die Jogginghose
fällt mir runter.“
Bärbel überlegt einen kurzen moment. Sie verlässt das Zimmer,
um nur wenige Zeit später wieder rein zu kommen. In der Hand hält sie ihren Sportanzug.
Bärbel: „Probier meinen. Er wird dir sicher auch einwenig zu gross sein. Aber er ist wenigstens
kleiner als deiner.“
Gretchen umarmt ihre Mutter: „Aber ein Problem wäre da immer noch.“
Bärbel fragend: „Was den mein Kind?“
Gretchen: „Was ziehe ich sonst an. Mir passt ja gar nichts mehr. Kann doch nicht die ganze
zeit mit dem Anzug rum laufen.“
Bärbel: „Weisst du was. Wir gehen nach deiner Therapie gemeinsam Kleider kaufen.“


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 10:20
#140 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Gretchen geht raus und will sich ihr Fahrrad greifen.
Bärbel ruft ihr noch nach, sie hört sie aber nicht.
Als Gretchen ihr Fahrrad sucht kann sie es nicht finden. Sie geht zurück ins Haus zu ihrer Mutter.
Gretchen: „Mutti wo ist eigentlich mein Rad.“
Bärbel: „Aber Margarethe das ist beim Unfall kaputt gegangen. Es ist so wieso nicht gut,
wenn du jetzt schon wieder mit dem Rad durch die Gegend fährst.
Nimm das Auto.“
Bärbel gibt ihr die Schlüssel vom Citroen.
Sie fährt ins Fitnessstudio dort trifft sie auf ihren Therapeuten Chuck: „Hallo Marge?“
Gretchen: „Ich heisse Gretchen.“
Chuck: „Oh entschuldige. Ich war einwenig zu lange in den Staaten. Also du lagst also
10 Monate im Koma?“
Gretchen: „Ja scheint so.“
Chuck: „Wir müssen dringend an deiner Muskulatur arbeiten.“
Gretchen: „Also eigentlich hab ich das Gefühl es sei alles in Ordnung.“
Chuck: „Glaub mir das wirst du gleich nicht mehr denken. Also wir machen für den
Anfang ein paar Steps.“

Nach Fünfminuten steppen möchte Gretchen am liebsten auf den Boden liegen und nicht
mehr aufstehen.
Chuck geht schnell ein paar Unterlagen holen und Gretchen setzt sich auf eine Hantelbank und
schliesst die Augen.

„Hasenzahn bist du das?“

Gretchen öffnet die Augen und vor ihr steht Marc, der grinst sie an.
(Na super, das passiert auch nur mir.)
Gretchen: „Marc was machst du den hier? Solltest du nicht arbeiten?“


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 11:10
#141 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Marc: „Ich wüsste nicht was das dich angeht. Aber ich bin jeden zweiten Tag hier.“
Gretchen erstaunt: „Wirklich?“
Chuck kommt wieder: „Oh hallo, Dr. Meier.“
Gretchen bemerkte wie Chuck Marc auf den Hintern sah.
(Kann das sein das Chuck schwul ist?)
Marc liess die beiden alleine und ging an den Butterflyer.
Chuck wendete sich nur zögerlich von Marc Anblick ab. Was bei Gretchen zu einem Lachanfall führte.
Chuck: „Hei, wieso lachst du mich aus.“
Gretchen: „Ich, ich lach dich doch nicht aus.“
Chuck: „Was war den das sonst.“
Gretchen: „Chuck kann es sein das du auf Männer stehst?“
Chuck: „Wieso weisst du das?“
Gretchen: „Weil du genau wie ich, auf Marc’s Hintern gestarrt hast.“
Chuck: „Oh Jesus. Ich sollte wohl mehr darauf achten wo hin ich sehe. Wenn einer im Krankenhaus erfährt das ich schwul bin, nicht auszudenken was dann passiert.“
Gretchen beruhigt Chuck und versichert ihm das sie es niemandem sagen wird.

Chuck: „Das ist gut. Komm lass uns jetzt an ein Gerät gehen. Warm bist du ja inzwischen.“
Er zeigt ihr eine Maschine an der sie ihre Arm und Brust Muskulatur trainieren kann.
Chuck: „Gretchen kann das sein das du während dem Koma sehr viel an Gewicht verloren hast.“
Gretchen: „So ein zwei Kilo waren es schon.“ Sie wird leicht rot.
(Kann ihm doch nicht sagen, dass ich von Kleidergrösse 42 auf 36 runter bin.)
Chuck: „Ist ja egal. Auf jedenfall sorgen wir jetzt dafür dass die 2 Kilo da bleiben wo sie sind.
Und zwar weg.“
(Wenn der meine Lust auf Schokolade kennen würde.)
Chuck sieht sie an als ob er ihre Gedanken lesen könnte: „Wenn du immer brav deine Übungen machst.
Darf es zwischen durch auch mal ein Stück Schokolade sein.“
Gretchen: „Du machst jetzt Witze oder?“
Chuck: „Nein mach ich nicht. Also komm. Und eins und zwei und drei und vier.“

Nach einer Stunde Fitnessmarathon ist Gretchen am Ende. Sie wünscht sich nur noch
eine Warme Dusche und ein Stück Schokolade.
Als sie am Wellness bereich vorbei geht sieht sie die Sauna.
(Eine kleine Runde in der Sauna wäre aber auch nicht schlecht.)
Sie geht sich umziehen. Da sie auch aus ihrem Honolulu Bikini raus gewachsen ist
hatte sie schon vorher am Eingang einen neuen gekauft.
Einen roten schlichten Bikini.


Gretchen81 Offline

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13.10.2008 11:43
#142 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Sie wickelt sich in der Umkleide ein Handtuch und steigt in die Badeschlappen.
(Auf in die Sauna)
Erleichtert stellte Gretchen fest das die Sauna leer war und sie sich in aller ruhe entspanne könnte.
Sie legte sich auf die unterste Stufe und schloss die Augen.
Als sich die Tür öffnete zuckte sie einen kurzen Moment zusammen.
Dachte sich dann aber wieder das wohl keiner rein gekommen ist und sie ruhig weiter
relaxen könnte. Doch Gretchen hatte sich geirrt.
Marc hatte den gleichen Einfall wie sie und wollte auch in die Sauna.
Als er Gretchen da liegen sah beobachtete er sie eine Zeitlang stumm.
Bevor sie bemerkte dass sie beobachtet wurde ging Marc wieder aus der Sauna raus.
Gretchen erschrak erneute und machte ihre Augen auf.
Doch da war niemand. Sie fand dann das sie jetzt lange genug geschwitzt hätte und sie
jetzt nach Hause fahren sollte um etwas zu essen. Schliesslich will sie am Nachmittag mit ihrer Mutter
noch einwenig Kleider kaufen gehen.

Gretchen kommt zu Hause an und läuft als erstes in die Küche. Weil sie da ihre Mutter vermutet.
Gretchen: „Mutti, ich bin wieder zu Hause.“
Doch ihre Mutter sitzt nicht alleine in der Küche am Esstisch.
Mehdi: „Hallo Gretchen.“
Am liebsten wäre Gretchen gerade wegs in Ohnmacht gefallen.
(Was hab ich bloss an. Ein paar Klamotten die ich mir von meiner Mutter geliehen habe.
Der wird was von mir denken.
Eh Moment mal, was tut der eigentlich hier?)
Gretchen: „Hallo Mehdi?“
Bärbel schenkt Dr. Kaan noch einwenig Kaffee nach: „Dr. Kaan wollte mal nach dir sehen.“
(Aha)
Gretchen schnippisch: „Das hast du ja jetzt getan also kannst du wieder gehen.“
Bärbel empört: „Margarethe.“
Mehdi lässt sich von Gretchens direkter Abfuhr nicht abbringen, grinst sie an und nimmt einen Schluck aus seiner Tasse.
Bärbel findet das hier einer Zuviel ist und sagt: „Ich gehe dann mal und schaue nach der Wäsche.“

Gretchen hat sich inzwischen an den Tisch zu Mehdi gesetzt, da sie eingesehen hat dass
er wohl nicht so einfach wieder gehen wird.

Mehdi sieht sie mit seinen braunen Augen an: „Wie geht es dir?“
Gretchen: „Danke geht recht gut. Werde nächste Woche wieder arbeiten gehen.“


[

Gretchen81 Offline

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13.10.2008 17:29
#143 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
(Was will der hier. Die letzten Worte die wir gewechselt haben waren doch
eigentlich klar.)
Mehdi wird ernst: „Es ist viel passiert in den letzten Monaten.
Und ich bin mir in einigen Sachen klar geworden.“
(Hilfe, steuere direkt auf einen Eisberg zu. Bitte kein Liebesgeständnis.)
Gretchen: „Aha.“
Mehdi: „An dem Tag wo du von diesem Auto angefahren wurdest ist
Anna wieder bei mir eingezogen.“
Gretchen: „Und warum sagst du mir das?“
Mehdi: „Dieser Einzug war das endgültige Ende unserer Ehe.
Wir haben beide gemerkt, dass keine Liebe mehr zwischen uns ist.
Unsere Scheidung läuft und Anna ist zusammen mit Lilli zu ihren Eltern gezogen.“
(Déjavu, das ist ja wie in meinem Traum.)
Gretchen hängt wieder in ihrem Traum in dem Marc ihr gesagt hat
das er sie liebt.
Mehdi: „Gretchen? Träumst du?“
Gretchens Tagraum verschwindet: „Was?!? Nein sicher nicht.“
Mehdi: „Gretchen an meinen Gefühlen für dich hat sich nichts geändert.
Ich liebe dich noch immer.“
Gretchen hat das erneute Liebesgeständnis wie eine Faust aufs Auge getroffen.
Sie wäre beinahe vom Stuhl gekippt.
Mit offenem Mund sieht sie Mehdi an.
Bärbel kommt zurück und sieht das ihre Tochter durch den Wind ist: „Kind was ist den passiert.“
Gretchen ignoriert ihre Mutter und fragt Mehdi: „Wie stellst du dir das vor?“
Mehdi: „Können wir nicht da weiter machen wo wir stehen geblieben sind?“
Gretchen schüttelt den Kopf: „Ich glaube nicht dass das so einfach möglich ist.
Gib mir Zeit.“
Sie lässt Mehdi und Bärbel in der Küche zurück und geht auf ihr Zimmer.
Als sie auf ihrem Bett liegt nimmt sie ihr Tagebuch und schlägt es beim letzten Eintrag auf.
In dem steht das Marc gesagt hat dass er vielleicht doch an Märchen glaubt.
Und sie küsst.
Der Heiratsantrag von Gabi kam später und das konnte sie nicht mehr rein schreiben.
Da kurz bevor sie zu Hause war von einem Auto, das die Vorfahrt missachtet hatte,
angefahren wurde.

Liebes Tagebuch,

10 Monate sind vergangen seit meinem Unfall. An den ich mich nicht einmal mehr erinnern kann.
Meine Mutter hat mir erzählt, dass ein Autofahrer wohl die Vorfahrt missachtet hat
und mich auf dem Radweg erfasst.
Ich erinnere mich nur noch an Marc’s letzte Worte zu mir.
„Ich mach dich unglücklich“ - wie Recht er doch hatte.

Ein gutes hatte ja diese 10 Monate Koma.
Hab nun endlich meine Traummasse erreicht.

War im Fitnessstudio zwecks Muskelaufbau und festgestellt mein Physiotherapeut ist Schwul.
Und ich habe Marc gesehen. Wusste gar nicht dass er ins Fitnessstudio geht.
Sieht man ihm jetzt irgendwie gar nicht so an.

Werde gleich mit Mutti noch ein paar Kleider kaufen gehen.
Sobald Mehdi gegangen ist.
Denn er hat mir erzählt das er sich scheiden lässt und
das er mich immer noch liebt.
Unglaublich er will einfach da weitermachen wo wie aufgehört haben.
Verstehe die Männer nicht mehr.

Korrektur, ich hab die Männer noch nie verstanden.


Gretchen81 Offline

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14.10.2008 10:38
#144 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 37: Mein erster Arbeitstag

Liebes Tagebuch,

Heute ist mein erster Arbeitstag seit Monaten.
Ich hoffe nur, dass ich nicht gleich am Morgen früh Mehdi über den weglaufe.
Es reicht mir schon, dass ich Marc nicht aus dem Weg gehen kann.


Da Gretchen immer noch kein neues Fahrrad muss sie mit dem Auto zur Klinik.
Die Parkplatz suche gestaltet sich aber schwieriger als erwartet.
Oberärzte haben natürlich ihren eigenen Parkplatz nur kleine Assistenz-Ärztinnen
haben keinen und müssen sich ihren Platz erst erkämpfen.
Nach fünf Minuten umkreisen findet sie endlich eine Stelle wo sie ihren kleinen parkieren kann.

Durch die Parkplatzsucherei ist Gretchen jetzt auch noch knapp dran.
Das heisst sie muss rennen. Ihre Kondition ist, trotz inzwischen schlankerer Statur, noch immer nicht
die Beste. So kommt sie völlig ausser Atem beim Aufzug an.
Sie kann im letzten Moment noch in den Lift rein schlüpfen. Leider erkennt sie zu spät das
auch Mehdi und Marc im Lift stehen. Über Gretchenslippen kommt gerade noch ein: „Morgen.“
Mehdi und Marc machen es ihr gleich.
Sie hat das Gefühl sich in der Höhle der Löwen zu befinden.
Der Lift hält an und Mehdi steigt aus, beim Aussteigen streift Mehdi mit seiner Hand Gretchen absichtlich.
Ein kleiner Schauer durchfährt sie. Sie lässt sich aber nichts anmerken.
Doch Marc ist es sehr wohl aufgefallen.

Beim nächsten Stock steigen Marc und Gretchen aus.
Marc spricht immer noch kein Wort mit Gretchen, was ihr nur so recht ist.
Er geht in sein Büro und Gretchen Richtung Umkleide.
Dort wird sie beinahe von Sabine über den Haufen gerannt.

Sabine: „Frau Doktor schön das sie wieder da sind.“
Gretchen: „Ich freue mich auch wieder hier zu sein.“
Sabine: „Ohne sie war es hier nicht schön.“
Gretchen ist verwundert: „Wieso was ist den passiert.“
Sabine: „Der Herr Doktor war die ganze Zeit missgelaunt und dann war da auch noch die Geschichte mit Gaby….“
Marc unterbricht Schwester Sabine und schnauzt die beiden mal wieder gehörig an: „Hasenzahn es ist ja
schön das du wieder da bist. Aber hier ist immer noch nicht das Kaffeekränzchen sondern die
Chirurgie. Und wir haben jetzt Visite.“

Gretchen dreht sich um zu Sabine und schneidet eine Grimasse, darauf hin muss Sabine lachen.
Was Marc erst recht missfällt: „Schwester Sabine die Unterlagen aber pronto.“
Die zuckt zusammen und gibt Marc demütig die Unterlagen.
(Hier herrscht ja ein Ton wie in einer Kaserne. Der spinnt doch.)

Als Marc bei einem Patienten eine Diagnose stellt die in Gretchensaugen falsch ist,
unterbricht sie ihn direkt: „Marc das kann gar nicht sein. Der Patient klagt über starke Schmerzen
auf der linken Seite.“
Marc dreht sich zu seiner Assistenzärztin um und funkelt sie böse an: „Und seit wann willst du
das wissen.“
Gretchen deutet auf die Patientenakten: „Hier steht schwarz auf weiss links.“
Marc der soeben bemerkt das er wirklich falsch liegt gibt sich aber noch nicht geschlagen.
Er besteht darauf das der Patient auf seine Diagnose hin untersucht wird.
(Kann der keine Fehler zu geben. Der ist so selbst verliebt.)
Gretchen ist stinksauer und das lässt sie Marc auch spüren: „Wenn du gern mit dem Leben der Patienten spielst nur weil du keine Fehler zu geben kannst, bitte.“
Der betroffene Patient sieht erschrocken zu seinem Arzt.
Marc würde am liebsten Gretchen an die frische Luft setzen, er reist sich aber zusammen: „Sie werden nicht sterben. Und ich bin mir sicher das sie schon bald wieder aus diesem Krankenhaus raus
gehen können.“
Im Gang platzt Marc aber endgültig der Kragen. Er lässt alle vorgehen bis auf Gretchen.
Die hält er am Arm zurück.
Gretchen bekommt Gänsehaut als sie Marcs Hand spürt.
(Nicht weich werden.)
Marc: „Sag mal spinnst du. Ich hab dir schon mal gesagt, das du deine klappe halten sollst.
Du kannst mich doch nicht einfach vor einem Patienten so hinstellen. Ich bin dein Chef.“
(Ein unglaublich süsser Chef, vor allem wenn er wütend ist.)
Marc: „Ich warte.“
Gretchen erstaunt: „Bitte?!? Auf was?“
Marc: „Auf deine Entschuldigung. Oder soll ich das in meinen Bericht rein schreiben.“
Gretchen: „Ja genau schreib auf: Assistenzärztin hat Fehler bemerkt und ihren Ober(arsch)arzt
darauf hingewiesen.“
Marc ist sprachlos, er lässt ihren Arm los und geht zur restlichen Gruppe.
(Gretchen so langsam machst du dich.)

Während der restlichen Visite mischt sich Gretchen nicht mehr ein.
Schwester Sabine zieht Gretchen am Ende der Visite zur Seite: „Frau Doktor was halten Sie davon,
wenn wir zusammen einen Kaffee trinken gehen.“
(Ich hätte zwar mehr Lust auf ein Stück Schokokuchen, aber da wird Chuck wohl nicht Freude haben.)
Gretchen nickt zustimmend: „Dann könnten sie mir auch weiter erzählen was mit Gabi ist.“
(Also eigentlich ist mir die Kuh ja schnuppe, aber so einen kleinen Tratsch wäre ja nicht schlecht.
Vielleicht ist ja aufgegangen wie ein Hefeküchlein, seit der Hochzeit mit Marc.)


Gretchen81 Offline

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14.10.2008 14:17
#145 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Sabine und Gretchen setzen sich an einen der hintersten Tische in der Cafeteria.
Gretchen ist gespannt: „Also welche Geschichte war mit Gaby?“
Sabine atmet tief ein schaut noch einmal rings und rechts und dann erzählt sie Gretchen die ganze Geschichte: „Können sie sich noch an das Unfallopfer erinnern das Doktor Meier alleine operieren wollte?“
Gretchen nickt: „Der kurz nachher verstorben ist, obwohl seine Werte in Ordnung waren.“
Sabine: „Ja genau der. Ich musste die Polizei verständigen da der Mann keine Papiere dabei hatte.
Und da ist die Polizei gekommen.“
Gretchen: „Jetzt machen sie es nicht so spannend.“
Sabine: „Die Polizei fand das auch merkwürdig das der Patient trotz stabiler Werte dann an plötzlichen
Blutungen gestorben ist. Als sie das Zimmer unter suchten fand man den Klingelknopf
ausser reichweite des Patienten Blut verschmiert.“
Gretchen fängt an zu gähnen: „Ja und. Was hat das mit Gaby zu tun.“
Sabine: „Dazu komme ich gerade. Als ich dem Patienten die Verbände gewechselt habe, kam Gaby rein.
Ich hab das der Polizei gesagt und die haben ihren Spinnt durchsucht. Darin haben sie einen Blut getränkten Kittel gefunden. Als die Polizei sie befragen wollte ist sie geflohen und die Treppe runter gestürzt.“
Gretchen macht grosse Augen: „Was?!? Und wie geht es ihr.“
In dem Moment geht Gretchens Pager los.
Sabine und Gretchen machen sich sofort auf den Weg zur Unfallstation.

Sie kommen gerade rechtzeitig an.
Gordon übergibt den Patienten an Sabine und erklärt in einem Atemzug
Unfallhergang und vermutete Verletzungen.
Beim rausgehen stoppt er kurz an der Türe dreht sich nochmals um und sagt zu Gretchen:
„Frau Doktor sie sehen heute atemberaubend aus.“
Gretchen wird beinahe rot und sieht zu ihren Füssen,
da stellt sie fest das ihr Pulli wohl beim rennen etwas verrutscht ist.
Denn man sieht die Spitze von ihrem neuen BH. Sie dreht sich von dem Patienten weg und
will ihren Pulli zu Recht rücken, als Sie beinahe in Marc geknallt wäre.
Sein Blick fehlt wie immer zuerst auf Gretchens Ausschnitt: „Neu?“
Und grinst sein typisches Grinsen.
(Der scheint seine Wut inzwischen auch wieder vergessen zu haben.)
Gretchen: „Nein mit Perwoll gewaschen.“
Sie zieht rasch wieder ihren Pullover an den richtigen Ort.
Sabine kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Marc: „Was kucken sie so. Der Patient muss geröntgt werden und dann bereiten sie den OP vor.“

Gretchen und Marc ergänzen sich im OP ohne ein Wort mit einander zu wechseln.
Im Aufzug nach der gelungen OP nähert sich Marc langsam zu Gretchen hin.
(Nein, nicht schon wieder. Ich werde sicher wieder weiche Knie bekommen, wenn der mich gleich anspricht.)

Marc inzwischen ganz nah an Gretchen ran: „Hasenzahn, hab ich dir eigentlich schon
mal gesagt du mein bester Assi bist.“
Gretchen versucht Marc’s Blick auszuweichen: „Nein, könnte mich nicht mehr daran erinnern.“
Marc’s Lippen berühren beinahe ihre, ihr Herz schlägt gerade Purzelbäume.
Gretchen: „Marc“
Marc: „Mmmh“
Gretchen: „Wenn du nicht wieder eine gescheuert willst. Solltest du abstand halten.“
Das hat gesessen, Marc geht sofort auf Abstand: „Hasenzahn du hast dich überhaupt nicht verändert.
(Und ob ich mich verändert habe.)

Die Türe öffnet sich und Gretchen hat nur noch ein Ziel, nach Hause gehen.
So schnell sie nur kann zieht sie sich um.
Als Sabine zu ihr kommt erschrickt Gretchen.
Sabine: „Ich bin es doch nur Frau Doktor.“
Gretchen: „Schleichen sie sich bitte nie mehr von hinten so an. Das ist ja lebensgefährlich.“
Sabine: „Wollte ihnen doch nur noch erzählen was aus Gaby geworden ist.“
Gretchen setzt sich hin: „Setzen sie sich und erzählen sie.“
Sabine setzt sich mit einem Strahlen im Gesicht neben Gretchen: „Also auf der Flucht vor der Polizei,
über sieht Gaby das die Treppe frisch gewischt ist und stürzt diese herunter.“
Gretchen: „Korrigieren sie mich wenn ich falsch liege aber das hatten wir schon.“
Sabine: „Ja. Also man hat Gaby am unteren Ende der Treppen gefunden.
Sie hat der Polizei gestanden dass sie den Klingelknopf in der Hand hatte, doch nicht gedrückt hat.
Weil der Mann sie bedrohte. Ihre letzten Worte waren, ich wollte doch nur mein Baby schützen.“
Gretchen geschockt: „Ihre letzten Worte, ihr Baby, was ist mit Gaby. Ist sie …“
Sabine schüttelt heftig den Kopf: „Gaby liegt im Koma. Frau Doktor Hassmann hat aber wenig Hoffnung
das sie jemals wieder aufwachen wird. Ja Gaby war schwanger.“
Gretchen schweigt.
(War das der Grund wieso Marc ihr den Heiratsantrag gemacht.)
Sie wird durch das klingeln ihres Handy’s aus ihren Gedanken gerissen.
Ihre Mutter ist am anderen ende der Leitung und will nur wissen ob sie Heute pünktlich nach Hause komme und vielleicht noch schnell etwas einkaufen könnte.
Gretchen: „Ja Mama ich bin schon unterwegs und ich hol dir auch diese Charlotte-Kartoffeln.“

Gretchen bedankt sich bei Sabine das sie ihr die Geschichte mit Gaby erzählt hat
und verabschiedet sich.


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14.10.2008 19:20
#146 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Am Abend sitzt Gretchen zu Hause auf dem Bett und schreibt ihn ihr Tagebuch:

Liebes Tagebuch,

Mein erster Arbeitstag verlief zwar nicht ganz ohne stolperer,
jedoch hatte ich immer alles im Griff.
Marc hat mich versucht zu küssen, hab ihn aber abblitzen lassen.
Bin richtig stolz auf mich, war kurz davor weich zu werden.
Konnte das aber gerade noch verhindern.
Es sieht tatsächlich so aus als ob mein Ziel Karriere statt Liebe in greifbare Nähe rückt.

Schwester Sabine hat mir erzählt, dass Gaby schuld am Tod des Unfallopfers war,
der von einen LKW Fahrer abgegeben wurde.
Die Polizei wollte sie vernehmen und sie ist die Treppe runter gestürzt.
Jetzt liegt sie im Krankenhaus im Koma.
Die Chancen, dass sie jemals wieder wach wird, sind verschwindend klein.
Ich mag sie zwar nicht leiden, doch so was wünsche ich keinem.


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15.10.2008 11:13
#147 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 38: Geburtstag

Ein paar Tage sind vergangen seit dem Gretchen wieder in der Klinik angefangen hat zu Arbeiten.
Sie hatte es bis jetzt immer geschafft Marc auf Abstand zu halten.
Sogar Mehdi konnte sie die letzten paar Wochen gut ausweichen.
Hin und wieder begegneten sie sich und eine kleine Berührung von Mehdi löste bei Gretchen
Gänsehaut aus. Aber näher kamen sie sich nicht.

Liebes Tagebuch,

Heute ist mein 30. Geburtstag, meine Mutter war gestern etwas komisch.
Habe das ungute Gefühl das sie irgendetwas plant.
Dabei weiss sie doch ganz genau, dass ich Geburtstags-Parties hasse.
Wie ich sie kenne lädt sie sicher noch Peter oder Günni ein.
Oder noch schlimmer Marc und Mehdi.
Wenn sie das macht wird auf meinem Grabstein stehe:
Starb an ihrem 30. Geburtstag, dank ihrer Mutter.


Gretchen versteckt ihr Tagebuch und geht runter um zu Frühstücken.
Der sieht aus wie immer.
(Seltsam hätte erwartet das hier grosses Buffet aufgefahren ist.)
Gretchen setzt sich an den Tisch greift sich ein Brötchen und den Schokoaufstrich.
Ihr Vater setzt sich ebenfalls an den Tisch nimmt sich die Zeitung und
einen Kaffee. Gretchen kommt das ganze jetzt doch arg
seltsam vor. Keiner scheint sich an ihr Geburtstag zu erinnern.
(Mir auch recht.)
Nach einem Brötchen und einem Orangensaft mach sich Gretchen auf dem Weg zur Arbeit.

Im Stationszimmer ist niemand zu finden. Sie nimmt sich die Patienten-Unterlagen und
schaut sie erstmals durch.
Als nach 5 Minuten immer noch niemand da ist fragt sie sich wo die den alle bleiben.
(Bin ich heute Morgen mal zu früh oder wieso ist hier niemand.)
Sie schaut auf ihre Uhr und stellt fest dass sie tatsächlich heute mehr als eine Viertelstunde zu Früh ist.
Sabine kommt mit einer Schachtel ins Stationszimmer und lässt beinahe diese fallen als sie Gretchen sieht: „Frau Doktor was machen sie den schon hier?“
Gretchen sieht von den Unterlagen hoch: „Arbeiten was sonst?“
Sabine roter Kopf bekommt jetzt auch noch Schweissperlen: „Aber sie sind doch sonst nicht so früh.
Jetzt haben sie meine Überraschung verdorben.“
Gretchen neugierig: „Was für eine Überraschung?“
Sabine öffnet die Schachtel darin ist ein Erdbeer-Schokokuchen: „Wollte sie doch mit Kuchen und Kaffee
zum Geburtstag überraschen.“
„Sie haben an meinen Geburtstag gedacht?“ Gretchens Augen leuchten und sie umarmt Sabine.
Sabine ist überrascht: „Ich vergesse doch ihren Geburtstag nicht.“
Gretchen kann es nicht lassen und steckt den Finger in die Torte und leckt ihren Finger genüsslich ab.
Marc kommt gerade um die Ecke und sieht wie Gretchen ihren Finger ableckt. Er grinst sie an: „Hasenzahn so was machen wir dann aber besser nach dem Dienst.“
Das Geburtstagskind schlägt schnell die Schachtel vom Kuchen zu: „Du bist zu spät. Wir sollten schon längst auf der Visite sein.“
Marc schnappt sich seine Unterlagen: „Das weiss ich. Schliesslich bin ich nicht der jenige der
hier ein Kuchenkränzchen veranstaltet.“ Er verlässt den Raum und Gretchen flüstert beim Rausgehen
Sabine ins Ohr: „Danke vielmal, nachher essen wir ein Stück gemeinsam.“


Gretchen81 Offline

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15.10.2008 20:33
#148 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Die Visite verläuft ruhig, für Gretchens Geschmack, zu ruhig. Sie hat einfach erwartet
das ausser Sabine sonst noch irgendjemand an ihren Geburtstag denkt.
Aber nichts.
Sie mag zwar keine Überraschungspartys aber wenigstens an ihren Geburtstag denken sollte man schon.
Nach der Visite essen Sabine und Gretchen zusammen im Stationszimmer, wie versprochen ein Stück
Kuchen. Genüsslich verdrücken die beiden ihre Kuchenstücke und quasseln über Gott und die Welt.
Bis sie von einer Männerstimme aus ihrem Tratsch gerissen werden: „Gretchen hier bist du.“
Mehdi geht zu den beiden rüber: „Hab dich gesucht. Wollte dir Herzlichen zu deinem 30. Geburtstag gratulieren.“
Gretchen ist erstaunt darüber das Mehdi weiss wann sie Geburtstag hat: „Ehm, danke. Ein Stück Kuchen?“
Mehdi setzt sich zu den beiden: „Da sag ich nicht nein.“
Beim Kuchen essen vergessen sie die Zeit. Und Gretchen hätte eigentlich zusammen mit Sabine schon
längst auf dem Weg zum OP sein müssen.
Marc sucht die beiden wütend. Als er Gretchen zusammen mit Mehdi findet, kocht bei
ihm auch noch die Eifersucht: „Ja geht’s noch. Ihr stopft euch hier bei Kaffee und Kuchen die
Mägen voll. Und ich stehe im OP und warte.“
Dabei sieht er Mehdi besonders böse an.
Gretchen sieht auf die Uhr und merkt das Marc leider recht hat: „Ist ja gut. Ich komme ja schon.“

Es ist schon spät als Gretchen endlich nach Hause kann.
(Jetzt am liebsten ein heisses Bad und dann ins Bett.)

Sie öffnet die Haustüre im Haus ist alles dunkel: „Mama? Papa? Keiner zu Hause?“
(Ja, ich hab meine ruhe. Schaumbad ich komme.)


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15.10.2008 21:38
#149 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kaum ist sie im Gang geht das Licht an und ein: „Happy Birthday“ kommt aus dem Wohnzimmer.
(Oh, nein das ist doch nicht wahr. Sie hat es wirklich getan. Ich bringe meine Mutter um.)
Vor ihr stehen mehr als zwei Dutzend Leute. Mehr oder weniger alle mit doofen Hüttchen.
Bärbel nimmt ihre Tochter in den Arm und gibt ihr einen Kuss auf die Wange: „Alles Gute zum Geburtstag Margarethe.“ Gretchen bedankt sich. Ihr Vater reicht ihr ein Glas Champagner und stösst mit ihr an.
Alle Gäste gratulieren ihr zum Geburtstag und wie es Gretchen befürchtet hat,
hat ihre Mutter Peter, Günni und Mehdi eingeladen.
Gretchen ignoriert das Peter mit ihr anstossen will, dieser begreift sofort und verabschiedet sich.
Als Mehdi ihr zu prostet lächelt Gretchen ihn an. Er geht auf sie zu und gibt ihr ein kleines Päckchen:
„Hier für dich. Bitte öffne es wenn du alleine bist. Muss jetzt leider gehen, Lilli ist heute bei mir und will
sie nicht warten lassen.“ Er gibt ihr zum Abschied einen Kuss auf die Wange.
Gretchen durchfährt ein angenehmer Schauer.
(Irgendetwas ist da zwischen Mehdi und mir. Kann nur nicht genau definieren was es ist.)
Immer wieder versucht Günni sich an Gretchen ran zu machen.
Sie flüchtet nach draussen, frische Luft kann sie jetzt gut gebrauchen.
Im Garten steht noch immer die Hollywoodschaukel die schon da stand als sie noch ein Kind war.
Gretchen setzt sich darauf und geniesst die Ruhe im Garten.
Sie schliesst ihre Augen und hofft dass alles wieder wie früher ist. Wie schön war es doch als sie ein Kind
war. Keine Liebesdurcheinander und keine nervenden Verehrer.
Sie spürt eine Hand auf ihrer Schulter und öffnet ihre Augen.
Vor ihr steht Marc, sie traut ihren Augen nicht: „Was tust du hier?“
Marc grinst sie an: „Wollte mal wieder durch Fremde Gärten streichen.“
Gretchen ungläubig: „Meine Mutter hat dich eingeladen, stimmt’s?“
„Wie kommst du nur auf solche Ideen. Und warum bist du hier draussen und nicht auf deiner Party?“
Er setzt sich zu ihr auf die Schaukel.
Sie sitzen ein paar Minuten einfach nur da und schweigen. Marc greift in seine Jacken Tasche und
gibt Gretchen einen Briefumschlag. Dann steht er auf und flüstert Gretchens Ohr:
„Mach in auf wann immer du willst. Und Hasenzahn komm morgen nicht zu spät.“
Dann geht er. Gretchen ist es draussen zu kalt geworden und sie schleicht sich auf ihr Zimmer.
Vorsichtshalber verriegelt sie ihre Türe. Legt sich auf das Bett und nimmt ihr Tagebuch aus dem Versteck.
Vor sich legt sie das kleine Päckchen von Mehdi und den Brief von Marc hin.
Sie öffnet keines von beidem. Stattdessen nimmt sie ihr Tagebuch und schreibt:

Liebes Tagebuch,

Ich weiss nicht was mit den Männern los ist.
Der eine Ignoriert einem, um im nächsten Augenblick dann doch wieder einem ganz nah zu sein.
Der andere ist so lieb und zu vorkommend, dass man ihn einfach Lieben müsste.
Doch ich weiss nicht was ich machen soll.
Mehdi und Marc haben wir beide ein Geschenk gegeben.
Aber geöffnet hab ich noch keins. Werde sie morgen öffnen.
Für heute war es zuviel Aufregung.
Vielleicht weiss ich ja morgen mehr.


Gretchen81 Offline

Alter Ha(a)se:

Beiträge: 3.117

16.10.2008 11:39
#150 RE: Fortsetzung von Gretchen81 Zitat · Antworten
Kapitel 39: Der Tag danach

Liebes Tagebuch,

Gut hatte ich die Türe gestern Abend noch verschlossen.
Gegen drei Uhr morgens hörte ich ein Geräusch vor der Türe.
Es war wohl Günni der Volltrunken in mein Zimmer wollte.
Hab dann nur noch gehört wie Papa ihn wohl die Treppe runter gescheucht hat.
Denke Günni wird ich in der nächsten Zeit nicht mehr sehen.
Muss heute wieder mal ins Fitnessstudio Chuck wird nicht erfreut sein,
wenn ich ihm sage das ich gestern beinahe eine halbe Torte verputzt habe.
Gott sei dank passen mir meine neuen Kleider noch.
Wenn ich wieder aus diesen raus wachse wäre das der Supergau.

ps.
Hab mich immer noch nicht getraut die Geschenke von Marc und Mehdi zu öffnen.

ps.
Hab mich getraut das Päckchen von Mehdi zu öffnen.
Es war eine Zeichnung von Lilli drin und eine Kette mit einem Herzanhänger.
Auf der Zeichnung stand: Du bist immer in unserem Herzen.
Hätte beinahe angefangen zu weinen.
Soll ich jetzt den Brief von Marc auch noch aufmachen.
Nein besser nicht. Sonst fang ich wirklich noch an zu weinen.
Gehe jetzt besser frühstücken.


Beim Frühstück verzichtet Gretchen heute auf das obligatorische Schokobrötchen und nimmt lieber
ein Vollkornbrot mit Frischkäse. Was zu einer Diskussion mit ihrer Mutter führt.
Bärbel macht sich einwenig sorgen um ihre Tochter: „Kind iss doch etwas richtiges
du wirst ja sonst noch dünner.“
Gretchen versucht ihrer Mutter klar zu machen das sie lediglich etwas
gesundes Frühstücken möchte. Ballaststoffe seien schliesslich wichtig,
sonst würde sie später im Fitnesscenter noch umfallen.
Als Gretchen sich die Autoschlüssel vom Auto ihrer Mutter schnappen will,
hält sie Bärbel auf: „Du warst gestern Abend plötzlich verschwunden, dabei wollten wir,
Papa und ich, dir noch dein Geburtstagsgeschenk geben.“
(Juhui, ich krieg mein eigenes Auto.)
Bärbel geht zusammen mit Gretchen in die Garage.
Doch da steht nur der kleine Pluriel: „Mutti wo ist den mein Geschenk.“
Bärbel zeigt auf ein Fahrrad vor ihr: „Hier. Dein neues Fahrrad.“
Gretchen weiss jetzt nicht wirklich ob sie sich freuen soll oder nicht.
(Eigentlich spricht ja nichts gegen ein Fahrrad. Dann tu ich gleichzeitig
was für die Umwelt und meinen Körper.)
Sie umarmt ihre Mutter und nimmt das Fahrrad.
Vor der Haustüre packt sie noch ihre Sporttasche darauf und fährt Richtung
Fitnesscenter davon.

Im Fitnesscenter wird sie von Chuck zu allen möglichen Geräten gehetzt.
Als Gretchen auf dem Laufband läuft weisst Chuck sie darauf hin,
das viele Männer ihr nachsehen: „Siehst du den süssen Typen da drüben,
mit dem Knackarsch. Der hat dir vorhin die ganze zeit auf den Hintern gestarrt.“
Gretchen dreht den Kopf, um sich den Kerl anzusehen und stolpert beinahe über ihre eigenen Füsse:
„Huch, ich glaube nicht dass der mich angesehen hat. Denn erstens ist mein Hintern
nicht wirklich so schön das sich jeder umdreht und zweitens ist der auf dich scharf.“
Chuck gibt Gretchen einen Klaps auf ihren Allerwertesten: „Oh Baby bei deinem Hintern werden
Jenny und Shakira neidisch.“
Gretchen läuft rot an: „Du bist ein Spinner und der Süsse da ist hunderpro auf dich scharf.“
Chuck: „Bist du sicher?“
Gretchen: „Tot sicher, soll ich es dir beweisen.“
Chuck: „Bunny wie willst du mir beweisen ob der Typ Schwul ist.“
Gretchen: „Warts ab.“
Sie geht zu dem wirklich schnuckeligen Kerl rüber und vor seiner Nase bückt sie sich um ihren Schuh
neu zu binden. Dann geht sie wieder zu Chuck zurück: „Und hat er jetzt auf meinen Hintern gestarrt.“
Doch statt Chuck gibt ein anderer eine Antwort: „Ach Hasenzahn, der muss blind gewesen sein, wenn er deinen Hintern nicht angesehen hat.“
Gretchen dreht sich erschrocken um: „Marc was machst du den hier.“
Marc grinst sie an: „Hab dir doch schon das letzte Mal gesagt, dass immer hier her komme.“
(Verflixt.) Gretchen: „Bin ja nicht blöd. Aber du hast doch jetzt eigentlich Dienst.“
Marc sieht auf die Uhr: „Also wenn mich jetzt nicht alles Täuscht fängt meiner erst in ein paar Stunden an, wie deiner auch.“
(Oh je. Muss mir den Dienstplan beim nächsten Mal genauer ansehen.)
Gretchen: „Aha, und du hast nichts besseres zu tun in deiner Freizeit als mich hier zu nerven?“
Marc ist gekränkt: „Ich dich nerven. Ich lauf dir doch nicht nach.“
Er dreht sich um und geht in die andere Richtung.
Chuck der bis jetzt die beiden nur beobachtet hat meint: „Marge, ihr seit echt ein Traumpaar.“
Gretchen meckert das sie und Marc kein Paar wären und auch niemals eins werden würden.
Was aber weder in Gretchens noch in Chucks Ohren wirklich glaubwürdig klingt.

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