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Dieses Thema hat 57 Antworten
und wurde 12.374 mal aufgerufen
 Erfindet eure eigene Fortsetzung !
Seiten 1 | 2 | 3
happyweekend Offline

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Beiträge: 89


25.08.2010 20:58
story von happyweekend Zitat · antworten

Hey,also ich hab mich jetzt mal selber an eine Fortsetzung gewagt,weil ich bisher immer so begeistert von euren tollen Fortsetzungsstorys war.Es ist das erste Mal,dass ich so etwas schreibe und ich bin für jede Kritik und Anregung offen:D Kommis sind insofern gern erwünscht!Nun aber genug der Rede,hoffentlich viel Spaß beim Lesen!

Manchmal geht das Leben seltsame Wege um uns zu zeigen wohin wir gehören oder wonach wir uns eigentlich sehnen. Durch viele Umwege müssen wir herausfinden, ob die Entscheidungen, die wir treffen die richtigen sind. Bestenfalls treffen wir diese Entscheidungen mit dem Herzen. Doch was ist, wenn wir nicht mal mehr unserem Herzen trauen können?




Ich hatte mir nie große Gedanken über das Sterben gemacht. Mit dem Tod konfrontiert zu werden war sozusagen ein Berufsrisiko. Und dennoch ist es etwas anderes, den eigenen Vater, Kollegen und Bekannte blutend am Boden liegend zu sehen.
Als mein Vater vor mir auf dem Boden lag, sah ich auf einmal alles verschwommen und gleichsam gestochen scharf. Das entsetzte Gesicht meiner Mutter (das letzte Mal hat sie so entsetzt geschaut, als ich meine Ich-mache-Karriere-und-brauche-keinen-Mann-zum-Glücklichsein-Phase hatte), das blutende Gesicht meines Vaters und letztendlich hörte ich das laute Summen der vielen Pieper meiner Hochzeitsgäste aus dem Krankenhaus.

Während ich verzweifelt versuchte meinen Vater wieder zu beleben, dachte ich nicht an meine Traumhochzeit mit dem „falschen“ Bräutigam (Hab ich das jetzt wirklich gedacht?), ich dachte nicht an die vielen Hochzeitsgäste, die plötzlich um mich herum zusammenbrachen und ich dachte auch nicht daran, das mich mein Hochzeitstrauma erneut eingeholt hatte. Mein Blick glitt nicht zu meinem vermeintlichen Traumprinzen, dem ich vor wenigen Sekunden Liebe und Treue bis an unser Lebensende versprochen hatte. Nein, mein Blick glitt suchend über die Bankreihen der Kirche und schweifte über das ausgebrochen Chaos hinweg. Die Tränen liefen mir über die Wangen.

1…2…3 komm schon, atme Papa…4…5…

Papa, bitte, du musst atmen! Lass mich nicht allein! Ich brauch dich doch! Wer führt mich denn sonst das nächste Mal zum Alta…!
Oh mein Gott! Hab ich das jetzt wirklich gedacht? Das nächste Mal? Mit wem denn? Auf geht´s Gretchen,lass dich nicht verunsichern. Du liebst Alexis. Nur Alexis. Marc ist dir vollkommen egal.)

„Ha! Das werden wir ja noch sehen. Ich kann nicht fassen, das du Marc für diesen …na ja,das du Marc fallen gelassen hast.Wir waren so nah dran,ihn zu verändern!“

Erschrocken schaute ich mich um. Es war nicht auszumachen woher diese zurechtweisende Stimme herkam.

„Du hängst immer noch an Marc. Und das wird auch nie anders sein. Ich will Marc! Ich will Marc!Ich will Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarc!“

Und plötzlich war mir klar woher die Stimme kam. Mein eigenes 13-jähriges Ich stritt sich mit mir…oh nein,ich muss echt dringend etwas essen…ich höre Stimmen…gaaaaaaaaaanz ruhig, Gretchen.Du bist schon seit vier Stunden auf Schoki-Entzug.Ist ja klar,dass dich das mitnimmt.Du halluzinierst!

„ Hättest du Marc geheiratet,wäre das alles nicht passiert. Ihr wärt glücklich auf einem Schimmel in den Sonnenuntergang geritten und hättet euch…“

Während die Stimme in meinem Kopf einfach nicht leiser wurde, ich mich unermüdlich mit den Hochzeitsfantasien einer pummligen 13-jährigen im Pferdepyjama beschäftigen musste und mein Tränenstrom partout nicht versiegen wollte,kämpfte ich nach wie vor um das Leben meines Vaters.

„Margarethe,Margarethe,was ist mit ihm? So sag doch was , Kind! Franz, Franz wach doch auf!“

Meine Mutter umklammerte die Hand meines Vaters. Nichts hatte vermocht meine Eltern in ihrer Ehe langfristig zu trennen.Nicht mal die Affaire meines Vaters mit der „ Erfolgsautorin“ ( musste seltsamerweise an Marc denken) Elke Fisher hatte etwas an diesem Zustand ändern können.

Ich war noch fester entschlossen zu kämpfen. Für Mama,für Papa,für mich und für Marc!

Marc?! Oh nein, es ging schon wieder los…Und während ich mir jeden Gedanken an den süßesten Obermacho der Welt verbot, spürte ich den klopfenden Herzschlag meines Vaters.

Alles würde gut werden! Ich konnte es spüren.



happyweekend Offline

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Beiträge: 89


25.08.2010 22:17
#2 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Ich war gerade so in Fahrt und wollte euch die folgende Marc-Szene nicht länger vorenthalten.^^ Übrigens gibt´s die Szene als kleines Leckerli auch bald noch aus der romantischeren Sicht- nämlich aus Gretchens ^^


Zur gleichen Zeit am Ufer eines naheliegenden Sees:

Marc´s Sicht






Mit einem nahezu lautlosen Platsch-Geräusch verschwand der Stein im See.

Wie oft hatte er schon hier gesessen? Es war schwer sich daran zu erinnern. Damals, als sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hatte, jedes Mal wenn seine Mutter mal wieder einen ihrer unsympathischen Lover angeschleppt hatte,ein paar Jahre später,als er zum Oberarzt ernannt worden war,seine Mutter ihm aber kurzfristig eine Absage zur Feier erteilt hatte. Sie war nie für ihn da gewesen. Nie hatte sie ihn umarmt, nie hatte sie ihm gesagt, wie stolz sie auf ihn war. Hatte ihm das überhaupt einmal jemand gesagt?

Ja,sein Vater.Aber das war lange her.Er war damals erst 8 gewesen.Es war der Tag an dem er zum ersten Mal in IHR Gesicht gesehen hatte.

Flashback:

Ein Spielplatz,der kleine Marc Meier klettert und tobt ausgelassen herum, Marcs Vater sitzt lächelnd auf der Parkbank und schaut seinem Sohn zu.

„ Marc, sei vorsichtig, das Klettergerüst wackelt etwas!Du bist vorhin schon einmal runter gefallen! Geh auch nicht zu nah an das Wespennest da drüben. Sie stechen dich sonst!“

„Ja ja,Papa!“

"Denk daran,ich will nicht,dass dir etwas passiert!"

Stolz lächelte der dunkelhaarige, gutaussehende Mann. Marc wurde wirklich viel zu schnell erwachsen. Schon bald würden die Mädchen ihm reihenweise nachlaufen.

Wenn er allein dieses kleine,dickliche,blonde Mädchen im Sandkasten betrachtete.Sie bemerkte noch nicht einmal den kleinen Jungen, der ihr Regenwürmer und Sand in die Haare warf,so sehr war sie damit beschäftigt Marc zu beobachten. (Na, wer das wohl ist? ^^) Mit unverholener Neugierde musterte sie Marc und aß dabei genüsslich einen halb zerlaufenen Schokoriegel.
„Marc,komm mal her!“, rief Max Meier seinem einzigen Sohn zu sich.

„Papi,Papi,du glaubst nicht was ich gerade gesehen habe! Da drüben,die Ente hat ganz viele kleine Entenbabys!Die muss ich dir alle zeigen!“

„Marc,schau mal!Siehst du das Mädchen da drüben?Sie ist ganz allein.Ich glaube,sie würde gern mit dir spielen.Willst du nicht mal zu ihr rüber gehen und mit ihr reden?“

Zweifelnd blickte der kleine Marc auf das schokoladenverschmierte Gesicht des kleinen Mädchens. Eigentlich mochte er keine Mädchen (Kaum vorstellbra,heute,oder?^^) Aber das MMädchen war wirklich ganz allein...
Nach einem Blick in das Gesicht seines Vaters wandte sich Marc entschlossen um um zu dem kleinen Mädchen zu gehen.

Max Meier seufzte. Ernsthaft und gleichzeitig sehr fröhlich unterhielten sich die beiden Kinder.

Am Abend als das kleine Mädchen namens Gretchen heim zum Essen musste, fuhr auch Familie Meier nach Hause.

Marc schlief schon halb auf der Rückbank,als Max sich leicht umwandte und sagte:
„ Marc,ich bin so stolz auf dich!“

„ Ich hab dich lieb, Papa!“, murmelte Marc schlaftrunken und schwebte ins Land der Träume.

Flashback Ende

Trotz der aufgeschürften Knie und einem Entenbiss war dieser Tag einer der schönsten in Marc´s Kindheit gewesen. Die Erinnerung an seinen Vater verblasste jedoch von Tag zu Tag mehr.

Komisch, ausgerechnet heute denke ich an ihn…am Tag der Hochzeit von Hasenzahn. Vielleicht weil sowohl er wie auch sie Menschen sind, die ich geliebt habe und die ich dann verloren habe.
Nie werde ich den Tag vergessen, als mein Vater gegangen ist. Ich kam von der Schule und sah seine Koffer im Flur stehen. Er hat gesagt,wir würden uns wieder sehen.Er könne jetzt nicht über die Gründe reden warum er ausziehe.Ich sei noch zu jung und könne das nicht verstehen. Er könne momentan niocht darüber sprechen.

Marc nahm einen Schluck aus der Bierflasche neben ihm.

Nicht verstehen. Ha, was gab´s denn da zu verstehen…er hat gesagt, er würde sich melden…

Wenn Hasenzahn mich jetzt so sehen könnte. Sie würde mich mit ihren Kulleraugen anschauen und in ihrer unverbesserlichen Weltverbessererart eine Tafel Schokolade aus ihrer Handtasche kramen.Hasenzahn…


Gretchen…die Frau zu der er bereit war die magischen drei Worte auszusprechen. Die Frau, die ihm alles bedeutete. Die er liebte. Und für die er doch nicht der Richtige war.



Plötzlich wurde er unsanft von seinem Pieper aus den Gedanken gerissen.

„ Was wollt ihr denn jetzt noch von mir?!“, schrie Marc über den ganzen See und warf den Pieper in das dunkelblaue Seewasser.
Frustriert setzte er sich wieder auf den Bootssteeg.

„Soll sie doch glücklich werden, mit diesem Bill Gates-Verschnitt. Marc Meier braucht keine Liebe.Ich bin der Gartenschlauch!“

Mit diesen Worten trank Marc die Bierflasche in einem Schluck leer und stand auf.

Das Spiel hatte gerade erst begonnen.



happyweekend Offline

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Beiträge: 89


26.08.2010 00:19
#3 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Hab die lieben Kommis gelesen und mich so gefreut,dass ich noch n bisschen weiterschreiben musste ;-)Morgen bzw. heute Mittag wenn ich auf die Uhr schaue geht´s weiter.






Wenn der letzte Funken Hoffnung erlischt, stehen wir vor der Frage wer wir sein wollen. Und dabei geht es nicht um die Frage ob Pommes- oder Kaviartyp, nein, es geht darum wonach wir uns in den tiefsten Ecken unseres Herzens sehnen. Wovon wir nachts träumen und wie weit wir bereit sind zu gehen wenn es um die wahre, große und einzigartige Liebe geht. Wenn wirklich alles verloren scheint und wir nur noch Dunkelheit um uns herum sehen, dann scheint trotzdem irgendwo ein kleines leuchtendes Etwas,das versucht uns den richtigen Weg zu zeigen.Ob wir diesen Weg einschlagen oder achtlos an ihm vorbeigehen ist Schicksal.

Schon von weitem konnte man die Sirenen der Krankenwägen hören.
Das blutverschmierte Brautkleid erschien Gretchen auf einmal lächerlich angesichts der sterbenden Menschen um sie herum.Das schlimmste war allerdings, dass sie nicht wusste was los war. Wenn man die Ursache einer Krankheit kennt,kann man sie bekämpfen.Aber so…?

Wobei…meine extrem kranke Marc- Fixierung scheint trotz mehrfacher Diagnose nicht heilbar zu sein.

Alexis von Buren trat hinter seine frisch angetraute Ehefrau um ihr Trost zu spenden. Behutsam strich er ihr eine Strähne hinter das Ohr und strich über ihre Schultern. Schweigend verstrichen die Sekunden, die Minuten. Momente in denen so viele Dinge unausgesprochen blieben. Schweigend lehnte sich Gretchen an ihren Ehemann.

Eigentlich sollte das der schönste Tag meines Lebens werden.Warum fühlt sich das alles jetzt nur so falsch an? Dumme Frage Gretchen…vielleicht weil dein Vater im Sterben liegt und 2/3 deiner Hochzeitsgesellschaft sich ebenfalls mit dieser mysteriösen Krankheit infiziert haben?

„ Vielleicht,weißt du aber auch das Marc der Richtige ist und hast jetzt ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Millionär, weil du immer noch an Marc hängst!“

„ Oh nein,du schon wieder!“, entnervt stricht sich Gretchen das Kleid glatt.

„ Goldie, hast du was gesagt?“

„ Nein, nein Alexis, ich bin nur so furchtbar fertig...“

Mitfühlend küsste Alexis die Wange seiner Frau und machte sich auf um ihr ein Glas Wasser und einen Schokoriegel zu besorgen.

„Damit das jetzt klar ist- ich liebe Alexis. Er wird mich zur glücklichsten Frau der Welt machen. Wir werden in einer Villa wohnen,die kein einziges rosa Zimmer aufweist, drei süße Kinder haben und zur Krönung…“

„ Das kannst du nicht ernst meinen! Denk an all die Momente,die wir mit Marc hatten.Er war und ist unser Traumprinz.Und du,du machst alles kaputt. Wenn du ehrlich bist,hast du zwar Gefühle für Alexis,aber eigentlich weißt du selber nicht so genau was du eigentlich wirklich willst. Erst Marc,dann Mehdi, dann Marc und dann Alexis…Was du an dem findest,ist mir ja immer noch schleierhaft…du leidest entweder an einer kompletten Geschmacksverirrung oder dein Zuckerspiegel war mal wieder zu niedrig.“

„ Weder noch kann ich dir versichern.Außerdem lasse ich mir keine Ratschläge von einer pubertierenden 13-jährigen geben.“

„ Bitte Frau Assistenzärztin, dann rennen Sie doch mit Scheuklappen in ihr Unglück. Dein ganzes Leben, seit du Marc das erste Mal gesehen hast, wolltest du ihn.Und jetzt auf einmal…“

„ Nein,nicht auf einmal…wenn ich deinen Monolog mal unterbrechen darf! Marc hat mich die ganze Schulzeit über gedemütigt,getrietzt und gepiesackt. Er spielt auch heute noch den Coolen vom Pausenhof und trampelt auf den Gefühlen anderer herum. Du weißt, er hatte 1000e von Chancen,die er alle nicht genutzt hat…im Gegenteil,er schläft mit Gigi an meinem Polterabend.Wie geschmacklos ist denn das,bitte?... Na? Jetzt fällt dir wohl auch nichts mehr ein!“

„Er war vermutlich traurig,dass…“

„ Hier Goldie!“ Alexis reichte Gretchen den Schokoriegel und das Glas Wasser.




„ Boah, kann der uns nicht mal alleine lassen. Wie hältst du es nur mit dem aus?Und was soll dieses dämliche Goldie?Ist doch lächerlich!, schmollend knirschte das june Gretchen mit den Zähnen.

„Da draußen ist ein ganz schönes Chaos…die lassen vorerst niemanden aus der Kirche raus.Wir sind sozusagen unter Quarantäne…“

„ Ach ne…und ich dachte wir könnten jetzt alle fröhlich pfeifend aus der Kirche raus spazieren…“, knurrte Gretchen´s jüngeres Ich.

„ Du wirst dich wohl oder übel mit Alexis abfinden müssen. Wir sind verheiratet.“

„ Tja mal sehen wie lange noch! Denk daran- ich höre alles, sehe alles und fühle alles was du fühlst! Das werden die längsten Tage deines Lebens!“

Und ohne ein weiteres Wort, feuerte das junge Gretchen wahllos Gretchen-Marc Erinnerungen auf die frisch verheiratete Frau von Buren ab.




Flashback (aus Gretchens Sicht- 12 Jahre):

Es war ein schöner Sommer gewesen.Naja zumindest für die Mädchen,die es sich leisten konnten knappe Bikinis anzuziehen und zusammen mit ihrem süßen Freund im Freibad zu plantschen. Mir blieb wie immer eigentlich nur übrig mir die Zeit irgendwo in der Stadt in einem Eiscafé zu vetreiben und dabei noch unzufriedener und unglücklicher zu werden.
Einzig und allein der Gedanke an Antonios Rieseneisbombe heiterte mich auf.
Bevor ich mich jedoch vollends meinen Gelüsten hingeben wollte,entschied ich mich einen Abstecher in die angrenzende Buchhandlung zu machen. Aus irgendeinem Grund war diese bis zum Rand überfüllt und voll von kreischenden Mittvierzigerinnen die gebannt auf einen kleinen Podest in der Mitte des Raumes schauten.


Dort saß eine dunkelhaarig gelockte Frau mit tief rauchige Stimme. Sie laß aus einem Buch vor sich, während sich die Frauen um sie herum scharrten und immer weiter vorwärts drängten.

„ Dr. Rogelt schien nicht mehr er selbst zu sein.Monique hatte das Tiefste,das Animalischte aus seiner Seele herausgeholt.Sie hatte ihn ohne zu zögern in die Geheimnisse der Liebeskunst eingteweiht. Monique war ihm ganz und gar verfallen-diesem Arzt,der ihr Herz in Wallung barchte!...“

„ Na.junge Dame,sind wir nicht noch ein bisschen zu jung um den neusten Dr. Rogelt- Roman kaufen zu wollen?“ Herr Schüller,der grauhaarige Buchladenbesitzer, zwinkerte mir zu.

Mit hochrotem Kopf ging ich um zwei Regalreihen herum um in meiner Lieblingsecke nach neuen medzinischen Fachlexika Ausschau zu halten. Im obersten Regal fand ich schließlich die neue Buchausgabe eines Werks das ein bekannter Chirurg geschrieben hatte. Fest entschlossen mir dieses letzte Exemplar zu sichern,hielt ich nach einer Leiter Ausschau.Da wohl im Moment keine vorhanden war,kletterte ich trotz massiver Gleichgewichtsschwierigkeiten und absoluter Unsportlichkeit am Regal hoch und zog das Buch heraus,nur um vor Entsetzen sofort herabzuspringen und ein wackelndes Regal nach mir zu ziehen.

Als ich das Buch herausziehen wollte,linste mir auf einmal ein grünes Auge direkt entgegen.
Als ich nun auf dem Boden lag,das Regal auf mir und die Bücher rund um meinen Kopf verstreut, sah ich sofort wer der Übeltäter war.( Wer wohl? xD)

Marc Meier!Seines Zeichens Brecher von Mädchenherzen und arroganter Obermacho.

Er hielt sich den Bauch vor lachen,half mir jedoch sofort,das Regal hochzuheben und mich zu befreien.

Alle Leute des Buchladens richteten ihre Blicke auf mich uind grinsten in sich hinein.
Denoch stellte ich ordnungsgemäß wieder alle Bücher in das Regal und murmelte mit hochrotem Kopf noch ein „ Danke“ in Marc´s Richtung.

Grinsend,sich wohl seines Streiches bewusst nickte er und zuckte mit den Schultern.
Er btrachtete mich lächelnd von der Seite und grinste breit in Richtung der schmachtenden Damen im vorderen Teil des Ladens.

„ Ganz schön peinlich,die Weiber!“

Unbeachtet seines Wortschatzes wagte ich nur ein schüchternes Nicken,als sich plötzlich unsere Hände streiften.Für einen kurzen Moment schoss mir das Blut in den Kopf.Ich hatte Marc Meier,den Schwarm aller getroffen.Er hatte mit mir geredet,mich berührt,mir beim Bücher aufsammeln geholfen…Ich war im siebten Himmel.

Der augenblicklich damit endete,dass er mir das Buch auf den Kopf schlug ( Es war ein leichter Schlag^^)

„ Sag mal, träumst du? Nein? Wenn du deine Sprache wiedergefunden hast,könnten wir ja n Eis essen gehen.Ich hab Hunger und hier wird´s mir echt zu langweilig…lauter alte Schachteln. Und meine Mutter ist wohl auch noch beschäftigt!“

Gerade als ich ihn nach seiner Mutter fragen wollte,zog er mich unsanft an der Hand mit sich und direkt zu Antonios Eisdiele.



Es war unsere erste Verabredung. Auch wenn letztendlich ich diejenige war,die seine fünf Portionen Eis zahlte,war es einer der schönsten Sommertage meines Lebens.
Als ich in Marc´s wunderschöne grüne Augen sah,wusste ich,das er eben nicht so tough war,wie er immer tat. Er war einfach nur ein Junge. Ein Junge,der mir in der Schule das Leben zur Hölle machte,den ich aber trotz allem immer lieben würde.

Flashback Ende

„ Netter Versuch“

„ Das war ein wunderschöner Nachmittag, komm gib´s zu! Viel besser als alles was du je mit Alexis erlebt hast! „

„ Schön,dass du nur das Ende dieses ´Ach-so-tollen-Dates´ ausgelassen hast.“

„ Ähm…ist mir wohl entfallen“

„ Tja mir nicht. Susanne hat uns nämlich gesehen und am nächsten Morgen in der ganzen Schule rumerzählt,dass ´Hasenzahn´und Marc Meier was am laufen hätten,woraufhin Marc überall rumerzählt hat,er hätte dich total verarscht.Außerdem hat er,wenn ich mich noch recht erinnere meine Zöpfe streichholskurz abgeschnitten und meine neue Jacke mit Tinte beschmiert.“

„Ähm…du bist gestresst,ich versteh das,aber…“

„ ICH BIN NICHT GESTRESST!“

Ups,hab ich das jetzt laut gesagt?



happyweekend Offline

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Beiträge: 89


26.08.2010 13:23
#4 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So,wie versprochen,der nächste Teil.Werd über den Nachmittag noch einen,vlt. auch 2 Teile hochladen. Seid gespannt,der nächste Teil wird sich wieder intensiv mit unserem Lieblingsoberarzt und seiner Kindheit/Jugend beschäftigen. Vorher aber gibt´s was neues von unserem falschen Millionär! Viel Spaß!



Alexis begann allmählich nervös zu werden. Was wenn diese Typen von der Seuchenkommission alle Pässe kontrollieren würden? Er war sich sicher, das sie gründlicher vorgehen würden, als die Typen aus dem Krankenhaus. Bloß nicht auffallen, war eigentlich seine Devise.

Alles gut,Frank. Alles wird gut.Bisher ist doch alles glatt gelaufen. Jeder nimmt dir den reichen Schnösel ab. Keiner wird ahnen,dass du in in Wirklichkeit Frank Mahler heißt und aus Berlin-Wedding kommst.Keiner wird es je erfahren.
Na ja gut,die alte Schachtel weiß es ja schon.


Frank vergrub das Gesicht in den Händen und rieb sich das Gesicht, als ihm Mechthild einen verführerischen und gleichzeitig lüsternen Blick zuwarf.

Es war doch so alles nicht geplant…Lissi und ich wollten doch nur weg von daheim. Und dann kam dieser von Buren. Mit seinem ganzen Geld. Der ideale Arbeitgeber…immer flüssig und selten daheim. Tja und ich glaube als sein Butler hab ich auch ganz gute Arbeit geleistet.

Ich konnte doch nicht ahnen, dass der Typ sich erhängt. Woher hätte ich wissen sollen, dass er die scheinbare Fehlinvestition seines Geldes nicht verkraftet. Gerade als ich ihm die Nachricht von einem Missverständnis ([lila]Schreibfehler passieren nun mal[/lila]^^) überbringen wollte, hängt der nackt an der Decke. Er hing wohl sprichwörtlich an seinem Geld…
Was hätte ich denn anderes tun können, als ihn verschwinden zu lassen. Ich hab ihn doch nicht getötet! Und Lissi und ich konnten das Geld so gut gebrauchen. Nach alle den Jahren ohne irgendetwas…der Tod unserer Mutter, der Spielsucht unseres Vaters…dem Leben, der Jugend in dieser Sozialbauwohnung…
Ohne Liebe…bis ich sie fand…




Zärtlich blickte Alexis zu seiner frisch angetrauten Ehefrau. Ohne es beeinflussen zu können, hatte sie sich in sein Herz geschlichen. Es erobert und voll und ganz zum Schmelzen gebracht. Sie war seine Königin. Und obwohl es keine Liebe auf den ersten Blick gewesen war,als er diese kleine,unbeholfene Hummel in seinem Garten entdeckt hatte,wurde Alexis klar,das sie die Einzige war,die er je geliebt hatte,die er je lieben würde.
Sie hatte ihn bezaubert und er würde alles auf sich nehmen um sie glücklich zu machen,auch wenn das bedeutete…

Er warf einen schnellen Blick zu Mechthild.

Auch wenn das bedeutete…nein,daran konnte er nicht denken.Er musste Gretchen alles erzählen. Sie würde es…verstehen. Wenn diese leidige Sache mit dem Virus erledigt war,würde er ihnen beiden ein nettes,kleines Haus in der Toskana kaufen,wo sie dann ganz bescheiden leben würden.Ohne Aufsehen zu erregen. Ganz normal wie ein gewöhnliches liebendes Ehepaar. Gut vielleicht mit dem ein oder anderen Luxus…

Vielleicht die Yacht?Aber auf jeden Fall den Picasso!Und die Lamborghinis!

Die Toskana wäre genau der richtige Ort für ihn und Gretchen.Weit weg von allem Übel und Misstrauen und vor allem weit weg von diesem Oberschleimer Marc Meier.Wut kochte in Alexis hoch.Er erinnerte sich nur all zu gut an das Gespräch,das er mit Marc nach seinem Hochzeitsantrag an Gretchen geführt hatte.


Flashback

„Was soll das,du Arschloch?! Sie ist mit mir verheiratet!Siehst du den Ring an meinem Finger? Der selbe steckt bald auch eine Spur schlichter an ihrem Finger.Also pass auf, worauf du deine Glubschaugen richtest. Ich geb dir den guten Rat : lass die Finger von meiner Frau,sonst…“

„Was sonst du neureicher Geldsack? Willst du mir sonst n Blümchentatoo aufs Schulterblatt malen? Oder dich halbnackt zu mir ins Bett legen?Was sonst? Soll ich Angst vor dir haben ….uuuuuuh mir schlottern schon die Knie!“

„ Hör mal gut zu,du kleiner Wichtigtuer…Gretchen will dich nicht mehr, sonst hätte sie ja wohl deinen lächerlichen Heiratsantrag angenommen. Sie steht wohl nicht auf arrogante Vollpfosten,die…“

„ Oha, das neureiche Arschloch bezeichnet den weltbesten Chirurgen als Vollpfosten…Wer von uns beiden ist hier noch mal der Akademiker? Ich sag dir nur eines, früher oder später wird sie sich immer für mich entscheiden! Immer! Weißt du warum? Weil sie mich liebt. Mich, nur mich und sonst niemand. Dass sie gelegentlich emotional völlig verwirrt ist,dürfte ja selbst dir schon aufgefallen sein.Oder warum hat sie dich noch mal geheiratet?“

„ Meier, treib´s nicht zu weit, sonst kriegst du was auf´s Maul. Ich bin nicht so zögerlich wie dieser Waschlappen von Gynäkologen. Ich hab schon andere wie dich gepackt!Pass bloß auf…!“


Die beiden Männer standen sich wutentbrannt gegenüber, beide Fäuste geballt und jeder bereit, den ersten Schlag zu setzen.

Flashback Ende

Ja, es würde Gretchen gut tun endlich von diesem testosterongesteuerten Schlitzer wegzukommen.Insgeheim plagte ihn trotz der Hochzeit die Angst,sie könne immer noch an Meier hängen.Er wusste schließlich wie Gretchen war.

Neurotisch,verwirrt,unsicher,besserwisserisch…eben mein Mädchen.


Lächelnd schaute Alexis zu seiner Frau. Nein, seine Sorge war unbegründet.

„Ich liebe dich Gretchen“, murmelte er noch halblaut, ehe er sich auf den Weg machte um draußen mit den Leuten von der Seuchenschutzbehörde und den anwesenden Ärzten zu sprechen.

„ Ein Glück,dass Meier nicht hier ist-der hätte mir jetzt zu meinem Unglück noch gefehlt!“


Nana,der gute Alexis sollte sich mal nicht zu früh freuen.Er trifft vermutlich früher wieder auf Marc als erhofft!Und was ist mit Gretchen-wird sie wirklich mit Alexis...äh Frank in die Toskana ziehen? Oder wird sie leidenschaftlich von unserem Lieblingsoberarzt entführt und zur Vernunft gebracht? Und was ist mit der älteren Generation? Wird Gretchens Vater wieder gesund? Wird Max Meier wieder in den Schoß seiner Familie zurückkehren?
Bleibt dran,es wird spannend!



happyweekend Offline

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26.08.2010 14:48
#5 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Hm...irgendwie bin ich noch nicht ganz so zufrieden,aber ich weiß gerade nicht wie ich´s besser schreiben kann.Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tips.Noch mehr Gretchen und Marc love moments gibt´s im nächsten Teil! glg




Die Zigarette war fast abgebrannt. Die Bierflasche fast leer. Nur der Kopf war mal wieder bis zum Bersten mit Sorgen gefüllt.
Und wer war Schuld an diesem Zustand? Eine Frau. Lächelnd schüttelte Marc den Kopf.Nie hätte er sich vorstellen können,dass ihm eine Frau mal so den Kopf verdrehen könnte.

Er hatte sich dagegen gewehrt,gesträubt,darüber geflucht und dennoch…spürte er immer noch diese Hingezogenheit zu seinem „ Hasenzahn“. Ob er wollte oder nicht war er mehr und mehr fasziniert von ihr.Wie konnte sie ihn nur so verletzen? War es das Geld, das sie zu diesem Typen hingezogen hatte?
Gedankenverloren betrachtete er das Bild der attraktiven,blonden Frau in seiner Hand.Sanft strich er über das Bild. Warum hatte sie ihm nur nicht geglaubt,als die Amsel behauptet hatte,er hätte mit ihr geschlafen…warum hatte sie ihm nicht vertraut?

Dumme Frage ,Meier! Warum wohl nicht! Du bist ja schließlich auch die Inkarnation eines Engels…wie oft hab ich sie schon enttäuscht…aber Moment, Gegenfrage- wie oft hat sie mich schon enttäuscht!
Als sie z.B. heute diesem Typen einfach das Ja-Wort gegeben hat, ohne auch nur im entferntesten daran zu denken was das wohl für mich bedeutet. Nicht das ich Respekt vor der Ehe und vor verheirateten Frauen im Allgemeinen hätte…Aber trotzdem…außerdem hat sie der Amsel mehr geglaubt wie mir. Die zieht doch tatsächlich mehr Wahrheit aus den Worten dieser Hexe als mir zu glauben…



Während Marc Gramm für Gramm Enttäuschungen,Unwahrheiten und Ähnliches gegeneinander aufwog,zogen seine Gedanken ihn unwillkürlich zu einem der Tage an denen er zum ersten Mal erfahren hatte wie nah Enttäuschung und Liebe zu einer Person beieinander liegen.

Flashback



Eigentlich hätte es der schönste Tag in Marc´ s Leben werden sollen. Es war sein 12ter Geburtstag. Schon früh morgens war er aufgestanden und hatte sich über den Riesen Berg Geschenke hergemacht, die ihm seine Mutter zur Entschädigung für ihre Geschäftsreise und damit verbundene Abwesenheit an seinem Geburtstag entschädigen sollten Marc kannte seine Mutter, die ihre Kitschromane als einzigen Lebensinhalt betrachtete…er hatte gelernt ihre Nichtbeachtung zu akzeptieren. Seine uneingeschränkte Liebe und Bewunderung galt jemand anderem. Dem tollsten Vater der Welt, Max Meier .Sein Vater war für Marc das Wichtigste.Er war immer für ihn da, ob es darum galt eine Schürfwunde zu versorgen oder ihm Tipps für den effektivsten Spickzettel zu geben. Nur darum galt sein zweiter Weg an diesem Morgen dem Schlafzimmer seines Vaters, den er sogleich zu einer Partie Tennis überreden wollte.
Als er das Dunkel des Zimmers betrat, fiel ihm sofort ein unangenehmer Geruch auf. Erschrocken öffnete Marc die Jalousie und sah seinen Vater aus der Nase blutend und in seinem Erbrochenen liegend auf dem Boden ausgebreitet.

„ Papa,Papa,wach doch auf!Bitte,bitte,Papa ich habe Angst!“

Stöhnend bewegte Max seinen Arm.

Während Marc den Notarzt rief und hoffend betete, dass sein Vater schnell wieder gesund werden würde,schaute er verzweifelt aus den Fenster um auch dort nach Hilfe Ausschau zu halten. Nur um dort den größten Schock seines Lebens zu bekommen.

Seine Mutter saß im Taxi,das schräg gegenüber ihre Hauses stand und küsste dort einene anderen Mann.Er sah wie seine Mutter ohne Scham das Hemd des Mannes aufknöpfte während im selben Moment Marcs Vater im Schlafzimmer in seinem Erbrochenen lag.
Marc stand an seinem 12ten Geburtstag vor den Scherben seiner Familie und es gab in diesem Moment nichts was ihn irgendeiner Weise trösten konnte.

Dieser Tag,den er zu 80 Prozent wartend in einer stinkigen Ecke des Elisabeth-Krankenhaus verbracht hatte,brannte sich für immer in Marc´s Gedächtnis ein.

Die Hilflosigkeit, der er an diesem Tag so hoffnungslos ausgeliefert war, war für ihn genauso unverständlich wie die Tatsache, das seine Eltern bereits in zwei verschiedenen Welten lebten, obwohl ihr einziger Sohn an diesem Tag 12 geworden war.

Marc´s Vater wollte partout nicht über diesen verhängnissvollen Zwischenfall an Marc´s Geburtstag sprechen.Er weigerte sich, seinem Sohn zu sagen was genau zu seinem Zusammenbruch geführt hatte.

Einzig allein ein kleines, dickes, blondes Mädchen, die Tochter des Oberarztes, das er aus der Schule kannte, tröstete ihn im Warteraum des Krankenhauses und schenkte ihm zur Beruhigung einen Schokoriegel.

Er war matschig und zerlaufen, aber irgendetwas in ihren blauen Augen hielt ihn davon ab, den Schokoriegel einfach wegzuwerfen.

Zum Dank erntete er ein strahlendes Lächeln, das augenblicklich die Sonne durch die dunkle Wolkendecke seiner Gedanken durchscheinen ließ.


Flashback Ende


Wenn nur alle Probleme der Welt mit Schokolade gelöst werden könnten, dachte Marc bitter.
Drei Wochen später ist mein Vater dann ohne eine Erklärung ausgezogen…und Gretchen, die mir auf einmal so wichtig geworden war, habe ich von mir weggestoßen, sie gepiesackt und weggeekelt, weil ich genau wusste, dass nur der verletzt werden kann, der liebt.
Und dennoch habe ich dieses Lächeln nie vergessen.
Sie hat mich nie aufgegeben. Nicht sie hat mich verraten. Ich habe sie verraten. Indem ich Gabi heiraten wollte, na ja zugegeben musste, indem ich zu feige war, ihr meine Gefühle zu gestehen, indem ich sie in die Arme dieses Widerlings getrieben habe.
Aber eines ist klar, von Buren, mach dich darauf gefasst, ich werde um sie kämpfen.Und niemand hat gesagt, dass ich fair kämpfen werde.


Wenn sie Krieg wollen, bekommen sie Krieg!



happyweekend Offline

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Beiträge: 89


27.08.2010 15:28
#6 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Im nächsten Teil giebt´s definitiv wieder einen schönen Marc-Gretchen-Flashback. Und Gretchens 13-jähriges Ich meldet sich auch mal wieder zu Wort. Sie will schließlich Marc! lg und viel Spaß beim Lesen!



Inzwischen war die gesamte Hochzeitsgesellschaft inklusive des frisch vermählten Ehepaares zu speziellen Untersuchung ins Elisabeth-Krankenhaus verfrachtet worden wo nach wie vor um das Überleben der Virus-Erkrankten gebangt wurde.

Mehr und mehr wurde allen Beteiligten klar, dass die Seuchenschutzbehörde momentan genauso hilf- und machtlos war wie alle anderen Anwesenden.
Für Gretchen war allerdings die Tatsache, dass ihr Vater vielleicht lebensgefährlich an irgendeinem tropischen Virus erkrankt war vorherrschender als die Angst sich selber angesteckt zu haben…

Wenn ich doch nur etwas tun könnte…Gretchen Haase, furchtlose Retterin der zum Tode Verdammten…hm na ja abgesehen davon, dass mal wieder ein Hochzeitstraum geplatzt ist, mein Vater sterben könnte und Marc wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint…

Ein schrecklicher Gedanke kam Gretchen auf einmal in den Sinn.

Was wenn ihm etwas passiert ist? Was wenn er sich auch angesteckt hat und jetzt irgendwo daliegt und hilflos dem Tod entgegenblickt? Nein, das darf einfach nicht sein! Marc, Marc, bitte melde dich! Marc, ich brauche dich. Ich brauche dich so sehr. Bitte lass mich nicht im Stich!

Tränen liefen Gretchen über die Wangen.

Merkwürdig, dass man in so einer Situation so klar sehen kann. Wie stark meine Gefühle immer noch für ihn sind.

Der wohlbekannte Handyklingelton riss sie aus ihren Gedanken.

Ja?

Gretchen?

Marc?Oh mein Gott,Marc,ist bei dr alles in Ordnung? Geht´s dir gut? Wo bist du?

Was gebärdest du dich denn jetzt so peinlich? Natürlich geht´ s mir gut. Du bist ja jetzt endlich unter der Haube und wir müssen uns alle nicht länger Sorgen machen ob du noch vor den Wechseljahren den Passenden findest.



Es gibt keinen Grund den Beleidigten zu spielen, Marc.

Ich bin nicht beleidigt,ich bin froh, dass die Sache endlich erklärt ist…Ich meine geklärt ist (hicks)

Sag mal, Marc…bist du betrunken?

Und? Was erwartest du jetzt? Dass ich mich heulend in deine Strumpfhose kralle und dich bitte die Ehe annulieren zu lassen?

Hallo ich bin doch nicht Britney Spears!
Echt? Ich dachte ihr wärt verwandt. Die Cellulite,schlecht blondierte Haare…hätte wetten könne ihr wärt verwandt.

Sehr lustig Marc.


Betretenes Schweigen.



Marc,was ich dir sagen wollte…

Ja? (hoffnungsvoll)

Es fällt mir so schwer das jetzt zu sagen…

Spuck´s aus. Also nicht den Keks den du jetzt gerade im Mund hast,sondern was du mir sagen willst.

Die Hochzeit ist einfach fürchterlich in die Hose gegangen…Erst ist Papa blutend zusammengebrochen,dann weitere 2/3 der Gäste,mein Hochzeitskleid ist ruiniert und ich sitze an meinem ersten freien Tag seit fast 2 Monaten wieder im Krankenhaus…

Und ich habe das Gefühl den falschen geheiratet zu haben…verbot sich Gretchen gerade noch hinzuzufügen.

War ja klar,dass gleich die Apokalypse ausbricht wenn du endlich mal nen Deckel gefunden hast.

Maaaaaarc!

Ja schon gut, Hasenzahn. Ich komme. Aber damit das klar ist,ich mach das ganz sicher nicht um deine schwachsinnige Idee von einer Traumhochzeit zu retten. Ich glaub nämlich nach wie vor,dass das ein Fehler war.

Wie meinst du das jetzt?

Dass du den Falschen geheiratet hast?

Weil der Richtige vielleicht nicht merkt, dass er der Richtige ist.

Oder Frauen wie immer nicht wissen welches paar Schuhe sie wollen.Denk drüber nach.

Marc,ich weiß sehr wohl was ich…hallo?


Aber da hatte der Oberarzt schon aufgelegt. Und über Gretchens Kopf braute sich bereits schon wieder das nächste Unwetter zusammen.

Mit wem hast du da gerade telefoniert?

Oh nein,scheiße…Alexis,ich…

War das der Wichtigtuer?

Nein,ich…Alexis bitte.

Sternchen,ich will nicht,dass du mit ihm redest.Du bist meine Frau,basta! Dem wird ich´s noch zeigen!Das Arschloch kann´s einfach nicht lassen,in meinem Gebiet zu wildern.

Alexis!

Wutschnaubend rannte Frank in Richtung der Männertoiletten um sich abzureagieren.

Oh nein,nicht das auch noch!, dachte Gretchen ehe sie sich zum x-ten Mal an diesem Tag in einen Streit mit ihrem jüngeren Ich begab.



happyweekend Offline

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28.08.2010 18:32
#7 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Lade in ca. ner dreiviertel Stunde den nächsten Teil inklusive dem schönsten Flashback aller Zeiten xD hoch.Zuvor nochmal einen kurzen Gretchen-Streit^^



Was regt sich der Spießer denn jetzt schon wieder auf?

Stöhnend hielt sich Gretchen den Kopf…zwei Stimmen in ihrem Kopf waren einfach zu viel…

Wobei…genug Masse hab ich ja für zwei Menschen…Egal…Alexis ist kein Spießer. Er macht sich nur Sorgen.

Begründet, wenn ich so sehe wie du noch an Marc hängst“, meldete sich das junge Gretchen zu Wort.

Ich hänge nicht mehr an Marc! Hast du eigentlich mal wieder vor, dich in die hinterste Ecke meines…äh unseres Gehirns zu verziehen?

Ich werde dich jetzt ganz sicher nicht mit deinem ganzen Gefühlschaos allein. Marc hat schließlich wie immer Recht: wird dir erst mal klar, was du wirklich willst.

Ich weiß schon sehr lange was ich will.

Marc!

Nein,verdammt!

Ach ja?

Ja!

Und warum wolltest du vor nicht allzu langer Zeit noch mit Marc ins Bett? Und warum macht es dir etwas aus, dass er angeblich mit Gigi geschlafen hat?

Weil…weil…weil…das geht dich überhaupt nichts an!

Das war nicht die Antwort auf meine Frage!

Werd bloß nicht frech, junge Dame! Deine Hormone verblenden dir die Sicht!Du siehst nicht wie wunderbar glücklich ich mit Alexis bin.Wie einfach alles ist! Alexis ist ehrlich und aufrichtig, er heiratet keine andere, weil er jemanden umgefahren hat und derjenige dann daran gestorben ist! Er hat keine Schwierigkeiten mir jeden Tag zu sagen wie sehr er mich liebt und er macht auch keine unpassenden Bemerkungen über meine Figur! Er ist einfach nur der perfekte Ehemann.

Du weißt, dass Marc der Richtige ist! Du bist schon Ewigkeiten in ihn verliebt!

Ich war in ihn verliebt. Ich humple nur manchmal noch.

Genau…weil sie dir den kleinen Zeh amputiert haben. Sicher doch, belüg dich nur weiter. So hast du Marc sowieso nicht verdient.

Argh…auf wessen Seite stehst du hier eigentlich?

Siehst du denn nicht was du für Chancen hast? Die Chance mit dem Mann deiner Träume glücklich zu werden. Ihn doch noch zu ändern!

Marc ist multiresistent!

Wie du willst,du hast es nicht anders gewollt. Ich zeig dir jetzt genau mal den Moment, als dir klar war, dass Marc der Mann ist , den du heiraten willst!

Mach ruhig, aber sei nicht enttäuscht wenn ich nicht sofort auf ihn zurenne und ihn anflehe mich zu heiraten. Er hat mir nämlich schon ein paar Mal zu viel das Herz gebrochen!

Und was war das mit Mehdi?

Ich hab ihm nicht das Herz gebrochen…wir haben uns…einverständlich getrennt. Und jetzt zeig mir was dir so „dringend“ auf der Seele brennt.

Wetten du siehst die Sache mit Marc ganz anders wenn du das erst mal gesehen hast?

Oh nein. Das ist nicht fair! , konnte Gretchen gerade noch denken,ehe sie eine wohlbekannte Musik vernahm.



happyweekend Offline

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28.08.2010 19:12
#8 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So,später kommt noch das Ende des Flashbacks,ich muss jetzt nur auch mal etwas verschnaufen.So gegen 21 Uhr kommt spätestens der nächste Teil,denk ich mal. Lg und viel Spaß! Ps.an alle Marc-Fans: keine Sorge,der Flashback wird im zweiten Fall definitiv SEHR! Marc -lastig,Louis wird bald aus dem Rennen gekeglet xD ich bin ja selber auch marc-Fan!^^ Bleibt dran,es wird romantisch! Image and video hosting by TinyPic

Flashback



Es war der letzte Schultag in Gretchens Leben. Vielmehr, das letzte Mal, dass sie diese „ heiligen Hallen der Intelligenz“ betreten sollte.

Komisch, verbringt man 9 Jahre lang jeden Tag hier und am letzten Tag ist man traurig,dass alles zu Ende geht, obwohl man die ganze Schulezeit über von einem charakterlosen Fiesling namens Marc Oberarsch Meier gepiesackt wurde…aber der hat ja zum Glück schon letztes Jahr Abi gemacht…die Chance, dass ich ihm also heute über den Weg laufe, ist somit in etwa so groß wie Wahrscheinlichkeit, dass ich jemals mein Wunschgewicht erreiche. Also nie.

Gretchen strich sich ein letztes Mal die langen, glänzenden Locken hinters Ohr und zupfte ihr fließendes, blaues Abendkleid in die richtige Position ehe sie die große Aula des Albert Einstein Gymnasiums betrat.

Was starren die mich denn jetzt alle so an? Oh Gott, ist mein Lippenstift verschmiert?


„Ein Gläschen Sekt, schönste aller anwesenden Damen?“, unterbrach mich eine Stimme.

Verdutzt musterte Gretchen Louis, einen von Marc ´s Fußballfreunden. Sonst kannte er sie nur unter dem Namen „Hasenzahn“.

Wie guckt denn der mich an? Erkennt der Vollidiot mich etwa nicht? Na warte Freundchen, jetzt kann ich dich mal all das bereuen lassen was Marc Meier mit mir je angestellt hat. Die abgeschnittenen Zöpfe, die angekokelten Haare, meine versteckte Kleidung nach dem Schwimmunterricht…Eigentlich fies von mir,ihn das büsen zu lassen,aber er war ja auch einer dieser Mitläufer, die mich mit Marc vor allen blo gestellt haben. It´s time for Hasenzahn´s revenge!

„Aber gerne, schöner fremder Mann!“

Bezaubert von dieser unbekannten Schönen, verschüttete Louis beinahe den Sekt über seine Hose. Ihre langen, blonden Locken fielen in zarten Wellen über ihr Schultern bis zur Taille hinunter. Der sinnliche kirschrote Mund und die blauen, blitzenden Augen strahlten wie 100e Diamanten. Das mitternachtsblaue, bodenlange Kleid umspielte ihren Körper sanft und rückte die atemberaubende Oberweite in den Focus. Louis konnte kaum an sich halten vor Begeisterung. Dieses wahrhaft göttlich aussehende Geschöpf musste er unbedingt vor Marc in Sicherheit bringen, der im hinteren Teil der Aula gerade dabei war das Mikrofon für die Rede des Direktors zu manipulieren.

„Na Schönheit,Lust den schönen Sternenhimmel mit mir zu betrachten?“

Oh ne,also Rache schön und gut,aber mich selber muss ich ja wohl nicht bestrafen.

„ Wenn du mich vorher kurz entschuldigen würdest,ich möchte noch schnell einigen alten Bekannten Hallo sagen.“

„ Aber natürlich Cinderella. Aber vergiss ja nicht nachzukommen. Ich warte draußen auf dich.“

Froh das Gutaussehende aber definitiv schleimige und arrogante Großmaul Louis Degenhardt losgeworden zu sein, entschied sich Gretchen ihre Eltern im Getümmel der Tische, Bühne und Dekorationen zu suchen.

Unfassbar…ein neues Kleid, eine neue Frisur und ein bisschen Charme und alle starren mich an wie E.T. Schade, dass Marc Meier nicht hier ist. Würde ihm ja zu gern nur alles heimzahlen was er mir je angetan hat.

„Au, sag mal welcher Penner…“

„ Ups …Schuldigung!“



Als Gretchen aufschaute wem sie gerade so tapsig auf den Fuß getreten war, verschlug es ihr jedoch den Atem. Ein Blick in seine tiefen, grünen Augen und es war, als wäre sie trotz diesem furchtbar teuren Kleid und diesem aufwendigen Makeup, wieder das kleine Mädchen vom Schulhof, dass Pausenbrote ins Gesicht geklatscht bekommt.

„Du?Was machst denn du hier?“

Auch Marc war für einen Moment erst einmal sprachlos.Gebannt von den wunderschönen dunkelblauen Augen,die ihm entgegensahen war er zunächst einmal verwirrt.

„Ähm…kennen wir uns? Ich bin mir sicher, du wärst mir in Erinnerung geblieben schöne Frau“, bewundernd glitt Marc ´s Blick auf die wunderschöne Frau, die ihn verdutzt musterte,
„aber zu deiner Frage, ich bin heute Louis Begleitung, da Annet ihn einfach kurzerhand abserviert hat.“

Etwas erstaunt, dass ihn die attraktive Schönheit immer noch verdattert anstarrte,versuchte Marc mit Charme und dem vollen Ausspielen seiner Anziehungskraft ihre Aufmerksamkeit zu erhatschen.

Meine Güte, sieht der in diesem Anzug scharf aus…es gehört doch wirklich verboten so gut auszusehen… und wie der mich anschaut…als ob er genau wüsste wer ich bin…argh, nein Gretchen wir fangen jetzt ganz sicher nicht an wieder von Marc Meier zu träumen! Wir wollten Rache und jetzt sind wir schon wieder in den Fängen dieses Machos, dieses unglaublich fiesen,bösartigen und unverschämt gutaussehenden Machos…seufz.

Während Marc tatsächlich ein Gefühl der Vertrautheit in den tiefblauen Augen seiner Begleitung zu erkennen glaubte,murmelte er halb zu sich gewandt: „ Quatsch Meier, so eine heiße Braut würdest du doch bestimmt wieder erkennen. Und wenn du nur ihren Bh als Trophäe behalten hättest!“

„ Sag mal,wie heißt du eigentlich? Bist du allein hier? Zu wem gehörst du wenn ich fragen darf?“

„ Ähm ich,ich…“

„ Ist dein Name nun ähm oder ich?“, schmunzelte Marc,zufrieden,dass ihm selbst eine solche Schönheit nicht wiederstehen konnte.

„ Ich bin Sophia. Sophia Haase. Ich bin die Cousine einer Abiturientin. Gretchen Haase,sagt sie etwas?“

„ Gretchen Haase?Na, das ist aber mal ne Überraschung. Das gute Gretchen hat nie erzählt,dass sie eine so attraktive Verwandtschaft hat! Wo ist denn der gute Haasenza…ähm die gute Gretchen heute-hab sie noch gar nicht entdeckt.Ich muss ihr doch noch alles Gute wünschen.Wir hatten so viele schöe Erinnerungen gemeinsam.“

„Huhu Gretchen! Komm Franz,jetzt lass doch mal den Kuchen.Da hinten ist Gretchen!“, rief in diesem Augenblick Gretchens Mutter in Richtung:

„ Äh da hinten,da hinten ist sie.Ich hol sie mal schnell.Tschüss Marc!“

„ Woher kennst du meinen Nam…!“, rief Marc Gretchen hinterher,aber er sah lediglich noch ein kleines Stückchen blauen Stoffes um die Ecke huschen.

Glücklich,der Anziehungskraft eines Marc Meers wiederstanden zu haben,stand Gretchen an der frischen Luft.

Oh nein,Louis.

Gretchen blieb keine Zeit durchzuatmen,da sich in eben jenem Augenblick wieder Louis Degenhardt näherte.
„ Schöne Frau…“, setzte er an, „ würden Sie mir die Ehre eines Tanzes zukommen lassen! Ich wäre entzückt mit Ihnen über das Parkett schweben zu dürfen“

Schleimer.Was denkt der sich.Dann doch lieber mit…nein,Gretchen auch nicht mit Marc Meier!

Andererseits , warum nicht.Als Gretchen könnte ich ja lang warten aufgefordert zu werden.

„ Aber gern doch! Finden Sie das mit dem Sie nicht albern?Sophia Haase!“

„Was?Die Schwester von Gretchen Haase?“

„ Nein,nein,ihre Cousine…“

Erleichtert küsste Louis Gretchen´s Hand und zog sie immer weiter in den Ballsaal,wo sie sich zugleich in die Gruppe der Tanzenden einreihten.



happyweekend Offline

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28.08.2010 21:17
#9 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Ha,Louis ist weg.Jetzt geht´s mir besser^^ Im nächsten Teil,der eventuell später noch on kommt,gibt´s die große Auflösung unserer Cinderella.Wie wird Marc wohl reagieren? We´ll see.


„I did it myyyyyyyyyyyyyyyyyyy waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay“, summte Louis in seinem nervigsten Tonfall in Gretchens Ohr.

Oh Mann, bei seiner Stimme wär er ein Fall für Modern Talking…ob Dieter Bohlen ihn noch aufnimmt? Und tanzen kann er auch nicht…Au,das war mein Zeh…

„ Sophia, du bist wirklich so …unglaublich! Ich glaube,ich habe noch nie eine so attraktive Frau wie dich gesehen…einfach wundervoll…Es ist mir egal, dass du die Cousine von der Haase bist…wir müssen ja keinem erzählen wie du in Wirklichkeit heißt…glaub mir,es ist nur zu deinem besten…Aber für heute können wir ja ein bisschen…Spaß haben?Hm..was meinst du,wollen wir nicht dieses unnütze Kleid loswerden?

Louis Hand glitt über Gretchens Rücken strich über den Träger ihre Kleides herunter zur Wirbelsäure und verweilte auf Gretchen´ s Po.

Sag mal, spinnt der?!!! Was hat der heute gegessen? Oder eher geraucht???

„ Sag mal,geht´s noch?Nimm gefälligst deine Griffel von mir!“

„ Ey,was hast du denn auf einmal? Du willst das doch auch!Die ganze Zeit hast du mich angebaggert und jetzt zickst du rum?Ich hätt´s wissen müssen.Bei der Cousine konntest du ja nicht normal sein!“

Gretchen hob ihre Hand und mit sämtlicher Kraft,die sie aufbringen konnte,verpasste sie Louis eine deftige Ohrfeige.

„Gibt´s hier Probleme?“

Oh ne,der fehlt mir jetzt gerade noch.

„Äh,kann mir mal einer erklären was hier los ist?“

Sprachlos starrten Louis und Gretchen Marc an. Louis,der sich die Wange hielt,merkte sehr schnell was mal wieder passiert war.

Marc Meier hatte ihm mal wieder eine neue Eroberung ausgespannt.
Er brauchte sich ja nur mal anschauen wie Sophia seinen eigentlich besten Freund anstarrte.

„ Na, hat die kleine Schlampe dich etwa auch angemacht?“

Marc´s Blick glitt zwischen Louis und Gretchen hin und her. Und in Sekundenbruchteilen entschied er sich…Louis eine reinzuhauen. Louis konnte kaum glauben was gerade passiert war.
Bitterböse starrte er Marc an und rannte dann nach draußen. Marc hatte mal wieder mit seinem Charme gespielt.Alle Frauen flogen auf ihn.Sogar Annett,eigentlich die Freundin von Louis.

Inzwischen hatte sich ein kleiner Aufruhr um Gretchen und Marc gebildet. Gretchen,der die ganze Situation extrem peinlich war,nahm nur allzu gern Marc´s angebotenen Arm,der sie an den Rand der Tanzfläche zog.

Hmm…Marc tanzt einfach göttlich.Wie würde er wohl reagieren, wenn er wüsste…Stopp,nein Gretchen…du wirst ihm nicht sagen wer du bist… es würde alles zerstören.Heute Abend will ich einfach nur… glücklich sein.Mit ihm.



Zärtlich strich Marc über Gretchens Haar und sog ihren Duft ein. Stutzend roch er noch einmal…woher kam ihm dieser Duft so bekannt vor…er hätte wetten können,diesen Geruch schon einmal vernommen zu haben.
Nach Beendigung des Tanzes zog Marc Gretchen in Rich.tung des kleinen Schulgartens.

Das zunächstige Rumalbern und Lachen endete schließlich in einer ernsten Unterhaltung:

„ Sophia…ich weiß nicht woher ich dich kenne…ich überlege woher ich dich kenne,aber ich… Ich kann mir nicht vorstellen schon einmal jemanden wie dich getroffen zu haben…so jemand Geheimnissvollen und Reizvollen. Und dennoch,vom ersten Augenblick an kommt mir alles so vertraut und bekannt vor…jeder Blick,jede Geste…Sag mir wer du bist!“

„ Marc,ich glaube nicht,dass du oder Louis,oder irgendjemand in dem ganzen Raum da drinnen wirklich wissen wollen wer ich bin.Und wieso sollte ich daran glauben,dass du tatsächlich Gefühle entwickelst.Bisher war´s ja wohl eher das Gegenteil.Ich weiß nur,dass besser niemand wissen soll wer ich bin.“

Genau genommen weiß ich es ja nicht mal selber…

„Weißt du,ich glaube du willst mir mit alldem irgendetwas sagen…es ist wie wenn ich die Lösung des Rätsels kenne,nur den Code nicht kenne!“

„ Der Code jedes Rätsels liegt im Ursprung, im Sandkasten quasi…Ich glaube nicht,dass es gut wäre, wenn wir dieses letzte Rätsel lüften würden.“

„ Weil du Angst hast,eine andere zu sein…?! Hey,so n total oberflächlicher Typ bin ich wirklich nicht.Egal was andere sagen!"

„ Nein,ich glaube nur,diese Andere würde dir nicht im Entferntesten gefallen.“

„ Wie kannst du dir da so sicher sein?“

„ Bin ich ja nicht,das ist das Problem.Du überraschst mich,immer wieder, Marc Meier.“
„ Liegt es an irgendetwas was dir deine Cousine über mich erzählt hat? Hey Sophia,deine Cousine ist sicherlich ein netter Mensch,aber sie kennt mich doch gar nicht richtig. Sie glaubt mich zu kennen und ich muss zugeben,manchmal liegt sie ziemlich richtig.Klar,ich hab mich ihr gegenüber nicht immer korrekt verhalten,aber das muss uns beide doch nicht beeinflussen.“

„ Boah, sag mal,…willst du mich nur ins Bett bekommen, oder was? Du stehst hier und laberst, dass du mich attraktiv findest…hast du dir überhaupt mal die Mühe gemacht hinter diese Fassade zu schauen? Zu sehen was ich denke? Willst du wissen was ich denke? Dass du verdammt noch mal extrem selbstverliebt bist und sonst zu gar keinen Gegühlen bereit bist!“

„Wie kommst du bitte darauf,dass ich nichts fühle? Wer spielt denn hier die eiskalte Lady DeWinter…Du kommst hierher,verdrehst allen männlichen anwesenden Männern den Hals und stellst dich dann am Ende als unschuldiges Lämmchen hin.Gib zu,du hast Louis doch mit Absicht so abblitzen lassen um dich für deine kleine Cousine zu rächen.“

„ Und wenn es so wäre?“

„ Willst du dich auch an mir rächen?“

„ Das würde Gretchen nicht wollen.“

„ Sie kennt mich nicht. Sie weiß nicht wie ich bin.“

„ Weißt du wer ich bin?“

„Ich glaube schon.Du bist eine wunderschöne Frau,die mir den Kopf verdreht hat.Die intelligent und tiefsinnig zu sein scheint…

„ Ich glaube sie kennt dich ziemlich gut-Gretchen- in vielerlei Hinsicht.“

„Wie meinst du das?“

„ Marc, es ist deine Aufgabe das herauszufinden. Und bis dahin ist es besser wenn wir nicht miteinander reden.“



Gerade als Gretchen gehen wollte,lief Marc mit drei schnellen Schritten auf Gretchen zu und küsste sie direkt auf den Mund.

Das ist es also…wovon ich so lange geträumt habe…Marcs warme, weiche Lippen, seine leuchtenden Augen…alles was ich je wollte…Oh Marc…

„Sophia…“

Doch Gretchen rannte schon zurück in den Ballsaal wo sie trotz Tränen in den Augen noch die Kraft fand,sich bis zu dem Tisch ihrer Eltern durchzuzwängen.



happyweekend Offline

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29.08.2010 16:24
#10 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Hach,diesmal bin ich wirklich zufrieden.Aber ich kann mich hoffentlich trotzdem noch steigern.Der nächste Teil wird aus der Sicht von einem neuen,naja fast neuen Charakter sein.Mehr will ich noch nicht verraten.^^ Also viel Spaß beim lesen und bitte Kommis hinterlassen!



„ Kommen wir nun zu dem eigentlich schönsten Teil des Abends. Der Verleihung der Abizeugnisse.“, setzte der Direktor im letzteren Drittel seiner Rede an.

Nein,nicht das auch noch…Marc soll es nicht so herausfinden. Na ja,eigentlich auch nicht anders…Ich hab mir das alles doch früher immer so gewünscht…und jetzt ist mein größter Wunsch,dass ich mich hier einfach unsichtbar machen kann…hm mit 10 Kilo Übergewicht wohl eine aussichtslose Möglichkeit…

Gezwungen erwiderte Gretchen das stolze Lächeln ihrer Eltern, die ihr begeistert zunickten.

„ Du machst das Kälbchen.“

„ Margarethe, denk daran, Bauch rein, Brust raus, aber pass bloß auf, dass dir nichts in den Ausschnitt fällt!“

„ Ja Mama,Mann es ist doch nur ein verdammtes Zeugnis!“

Und ich werde mich vor allen Leuten als Volltrottel hinstellen…na toll, eigentlich wollte ich mich heute mal in kein Fettnäpfchen setzten…Oh Gretchen,schwieriges Unterfangen,wenn man bedenkt,dass dein Hintern so groß wie Europa ist…

„ Angerer, Nina“

Nein,nein…die fangen ja schon an…wie viele Buchstaben bis H sind es denn noch? Oh ne, Mann wird das peinlich…fast so peinlich wie damals, als Marc diese peinliche Kontaktanzeige unter meinem Namen ans schwarze Brett der Schule gehängt hat…

Nach und nach rief der Direktor alle Schüler auf.

„ Degenhardt,Louis“
„ Engel,Marie“
„Froder,Simon“
„Fry, Karin“
„ Gießer,Tamara“
„ Greiner,Philipp“
„ Grießer,Louise“

„ Haase,Margarethe“

In Schockstarre blieb Gretchen wie angewurzelt an ihrem Platz stehen.

„ Haase,Margarethe?“

Langsam,den Blick auf den Boden gerichtet und mit hochrotem Kopf stieg Gretchen die Stufen zur Bühne herauf. Ungläubiges und erstauntes Kopfschütteln und Gemurmel entging ihr ebenso wenig wie der verdutzte und erschreckte Blick von Marc Meier der sich lässig an die große Säule neben der Bühne gelehnt hatte. Aus dem Augenwinkel sah Gretchen, wie ihr bei der Zeugnissübergabe das Publikum aplaudierte und weiterhin ungläubig musterte.Sie sah wie Louis sich verlegen die Augen rieb und ihre Mutter sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte.

„ Sehr geehrte Frau Haase, es ist mir eine Ehre sie als beste Abiturientin ihres Jahres auszuzeichnen. Wir wünschen Ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute.“

Gretchen war wie in Trance. Sie verstand kaum was der Direktor zu ihr sagte.Lag es an dem Mikro,dass Marc zuvor präpariert hatte,oder war es eher die Aufregung?

„ Meine Tochter,das ist meine Tochter. Sie wird Akademikerin.Wenn sie also niemanden findet,der sie heiraten will, kann sie sich immerhin noch selber versorgen.“

Na toll,danke Mama.

Die rote Rose in den Händen und das Zeugnis unter den Arm geklemmt, lief Gretchen auf dem schnellsten Weg, wie es die 8 cm hohen Schuhe eben zuließen von der Bühne. Peinlich berührt und mit hochrotem Kopf wagte sie es nicht, aufzusehen und in all die Gesichter zu sehen. Besonders die Blicke eines wohlbekannten jungen Mannes lagen nach wie vor auf ihr. Marc Meier, der sonst so coole Macho, brauchte auf diesen Schock erst einmal eine Zigarette.



Langsam folgte Gretchen ihm in einiger Entfernung nach draußen.

„ Marc?“

Er reagierte nicht.

„Marc?“

„ Was willst du?“

„ Ich ähm…tut mir leid? Auch wenn ich jetzt nicht wirklich weiß,warum ich das sage?“

„ Hasenzahn,du weißt nicht warum du das sagst? Geht´s dir noch gut? Ähm du stellst dich hier hin und gibst dich als ne völlig andere Person aus und findest das noch voll in Ordnung?“

„ Das kann dir doch völlig egal sein“

„ Ist es aber nicht, das ist das Problem, Frau Oberstreberin. Wenn ich nur daran denke,was ich dir alles gesagt habe…ich könnt´ kotzen.“

„ Sag mal, geht´s noch? Es gibt keinen Grund so ausfallend zu werden. Aber das zeigt mir,dass du genauso bist wie ich immer gedacht habe. Ich hab mich wohl geirrt-dich kann man nicht ändern.“

„ Du würdest das sowieso nicht schaffen.“

„ Und du hast doch nur Angst was die anderen sagen würden,wenn du dich mit „dem uncoolen Haasenzahn“ einlässt, du arroganter Mistkerl.“

Wütend funkelte Gretchen Marc an und bohrte ihm ihren Zeigefinger in die Brust.



„ Du bist wirklich richtig scheiße und ich…“

„ Marc Meier,ich interessiere mich nicht im Geringsten dafür was du von mir hälst.Wenn ich jemals an dir interessiert war,dann ist das jetzt…“

Doch Gretchen kam nicht mehr dazu ihren Satz zu beenden. Ihre Worte wurden von einem leidenschaftlichen Kuss durch Marc Meier verstummt. Ihr anfangs schwacher Protest versiegte bereits nach wenigen Sekunden, als ihre Lippen sich zu einer einzigen Masse verschmolzen und die einzige Anziehungskraft die Gretchen spürte eine solche war, die von Marc Meier ausging.

Während im Inneren des Ballsaals bereits die Abiband spielte,strich Marc sanft über Gretchens Rücken und ihr Gesicht, während Gretchen völlig gebannt seine Bauchmuskeln unter dem weißen Hemd ertastete.

Langsam zog Marc Gretchen immer weiter in die Dunkelheit…hinein in das tiefe Dickicht des dicht bewachsenen Schulparks.



Behutsam strich er Gretchen eine Strähne aus dem Gesicht und zog sie unter eine rießige Eiche. Sanft küsste er ihre Schultern und begann ihr die perlenbesetzten Träger ihres Kleides von der Schulter zu schieben. Während Gretchen bereits die Knöpfe seines Hemdes öffnete, schob Marc langsam den Reißverschluss von Gretchen´ s Ball kleid nach unten.

Die Vertrautheit die beide in diesen Augenblicken, eigentlich in dieser ganzen Nacht spürten war so beeindruckend und wunderschön, dass es ein unvergesslicher Tag –sogar in Marc Olivier- Meiers Gedächtnis geblieben war. Die Liebe, die beide in dieser einen Nacht geteilt hatten , war eine Liebe auf Zeit gewesen.

Flashback Ende

Mit Tränen in den Augen saß Gretchen ganz versunken in ihre Gedanken da.

„ Hab ich doch gewusst,dass dieser Moment ganz sicher etwas in dir auslöst.“

Gretchens 13-jähriges Ich vollführte wahre Purzelbäume in Gretchens Kopf. Sie stellte sich gerade vor, wie sie an einem sonnigen Wintertag, inmitten eines kleinen Schneeparadieses in einer verschneiten Landschaft in einer Kirche stand. In ihrem langen perlenbesetzten Brautkleid stand sie am Arm ihre Bräutigams vor dem Altar, währen draußen tausende von Tauben um die prunkvolle Kutsche flogen. Kinder streuten weiße Rosen und als Gretchen in das Gesicht ihre Bräutigams blickte,sah sie das altbekannte und vertraut geliebte Gesicht von Marc Meier.

Erschrocken riss Gretchen die Augen auf.

„ Hey,hey ganz ruhig. Überleg,was alles assieren könnte, wenn du Marc nimmst…“

Das junge Gretchen spielte ihre volle Macht aus und zeigte Gretchen in Gedanken ein Bild von einem schmucken kleinen Häuschen am See, mit Blumen auf der Veranda und frischen Kuchenduft, der aus der Küche wehte. Zwei Hunde liefen schwanzwedelnd um das Haus und als Gretchen sich im Geiste dem schön eingerichteten Wohnzimmer näherte,sah sie im Schaukelstuhl jemanden sitzen. Die Person summte leise ein Einschlaflied vor sich hin und wiegte ein kleines,zartes Bündel liebevoll in seinen Armen…

„Marc als Vater.“, flüsterte Gretchen

„ Er wäre ein toller Vater.“, flüsterte das kleine Gretchen…

Naja, solange das Kleine kein Junge ist und genauso viele Frauen aufreißt…

„ Sei ehrlich,diese Erinnerung hat dich berührt.“

„ Natürlich, es war die schönste Nacht meines Lebens…aber wir wussten damals beide,dass das mit uns nicht gut gehen würde. Er hatte schon damals diesen immensen Frauenverschleiß und ich war mir einfach sicher,dass er nie zu mir sagen könnte „ Ich liebe dich.“.Und ich sollte bis heute Recht behalten. Außerdem hat sich diese ganze Diskussion erübrigt.Ich bin damals,nach dieser Nacht alleine ohne Marc aufgewacht. Er hat das ganze vermutlich als einmalige Sache gesehen. Und heute bin ich verheiratet. Ich kann Alexis nicht verlassen. Er bedeutet mir…viel.Ich will ihn nicht verletzen.“

„ Aber du liebst Marc.“

Ja, leider…

„ Ich…ich will jetzt nicht länger darüber reden. Meine Entscheidung ist schhon lange getroffen. Außerdem zählt jetzt nur noch,dass Papa und die anderen wieder gesund werden!

Schluck, und den den Rest,den Rest...klären wir später...

Aber diesen letzten Gedanken behielt Gretchen lieber für sich.



happyweekend Offline

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29.08.2010 18:54
#11 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So,der nächste Teil.Danke für euren lieben Kommis. Es macht wirklich Spaß zu schreiben mit so viel Unterstützung!

Es gibt neues von Marc´s Vater und vor allem geht es um die Frage warum er seine Familie verlassen hat. Im nächsten Teil,der eventuell später noch folgt,trifft Marc auf Gretchen und es kommt noch einmal zu einer Art Magic Moment.Bleibt dran! lg




Was war denn hier verdammt noch mal los…Eigentlich wollte er doch nur sein krankes Patenkind besuchen, das nach einer Nierentransplantation wieder aus der Narkose erwacht war…Nur kurz wollte er nach ihr sehen und dann sofort wieder verschwinden. Es war nicht gut wenn er all zu lang hier verweilte. Nachher würde er noch auf Marc treffen.Der würde ihn bestimmt auch mit dieser albernen Bettlerverkleidung erkennen.

Das würde mir zu meinem Glück gerade noch fehlen. Es würde den Jungen nur komplett verunsichern mich jetzt zu sehen. Warum ich mich nie bei ihm gemeldet habe, würde er sich fragen…man würde ihn nur unnötig verunsichern. Er ist jetzt erwachsen, hat seine eigenen Sorgen,da braucht er ganz sicher keinen Vater, der alte Geschichten aufwärmt und ihm ständig zu erklären versucht was damals falsch gelaufen ist,dass er seinen kleinen Sohn zurückgelassen hat. Elke wird ihm bestimmt eine „passende“ Erklärung gegeben haben.
Sie hat ja schließlich immer eine Erklärung parat.


Diesen und ähnlich düsteren Gedanken hing Max Meier nach,während er verdutzt dem Massenauflauf im Elisabethenkrankenhaus ausgeliefert war…

Was ist denn verdammt noch mal hier los? Und wieso rennen die alle wie gestört herum und…oh… haben die gerade „ Seuche“ gesagt?

Schwitzend strich sich Max die Schweißperlen von der Stirn.

War ja klar, dass das passieren musste, wenn ich versuche in das Revier meines Sohnes einzudringen…Wo ist er nur? Bestimmt versucht er gerade irgendeinem bedauernswerten Menschen,der tödlich erkrankt ist,das Leben zu retten…Mein Sohn, ein begabter Chirurg. Was bin ich stolz auf ihn. Ob er bemerkt hat,dass ich nie ganz aus seinem Leben verschwunden bin? Ob er weiß,dass ich alle seine wichtigen Lebensstunden live erlebt habe-ihm stets gefolgt bin? Als er seinen ersten Fußballpokal bekommen hat,als er seinen Schulabschluss bekommen hat,sein Studium bestanden hat…ich war immer da. Hinter einer Mauer oder Säule, unter dem Restauranttisch, als Kellner, Eisverkäufer oder Zeitschriftenhändler. Was würde er nur…?

„ Tschuldigung,würden Sie mir bitte nicht im Weg stehen? Gott wird verlangt um Leben zu retten!“

Genervt zwängte sich Marc an dem heruntergekommenen Mann vorbei, dessen Gesicht von einer Kapuze verdeckt war.

Er hat mich nicht erkannt.

Max wusste nicht ob er über diesen Zustand erfreut oder eher traurig sein sollte.



Das letzte Mal als er seinen Sohn gesehen hatte, war dieser noch ein Kind gewesen, das sich heulend an sein Hosenbein geklammert hatte und ihn inständig gebeten hatte, ihn und seine Mutter nicht zu verlassen. Es hatte ihm damals das Herz gebrochen seinen Sohn zurücklassen zu müssen. Aber es war besser so- zu Marc´s Schutz. Sie hätten dem Kleinen sonst etwas angetan. Er hatte damals mit der schwangeren Elke über das Problem geredet,ein Kind zu bekommen. Und denoch war er nach Marc´s Geburt der glücklichste Vater der Welt gewesen. Stundenlang hatte er den Kleinen herumgetragen und ihn liebkost. Dass er je eine solche Zuneigung für ein kleines Wesen empfinden konnte,war im vorher nicht klar gewesen.Es hatte alles verkompliziert.

Ich hätte ihn so gern aufwachsen sehen. Wäre so gern dabei gewesen,als er seine erste Freundin kennen gelernt hat, hätte ihm so gern Ratschläge gegeben wie man die hübschen Mädchen um den Finger wickelt ( als ob Marc das nicht selber wüsste Xd), ihm ein Katerfrühstück zubereitet.

Aber es war so besser für Marc gewesen.Man hatte ihn nicht aus seiner ursprünglichen Umgebung reißen müssen, keine neue Identität ausklügeln müssen. Marc hatte eine weitgehend unbeschwerte Kindheit genossen, die ohne Zeugenschutzprogramm auskam.

Damals, als er von Beruf Polizist geworden war und dann als erfahrener Polizeibeamter in das Drogenkartell eingeschleust worden war, hatte er nicht mit den Folgen für seine Familie gerechnet. Mehr und mehr wurde er von diesem Fall absorbiert. Den jungen Mädchen, die aus Osteuropa entführt worden waren und dann in Deutschland die Pässe abgenommen worden waren. Die dann als lebendige Drogenkuriere dienen mussten und schließlich das Kokain sogar verschluckten um Polizeikontrollen zu entgehen. Als er schließlich im Gericht gegen die Drogenbosse aussagte,wurde ihm Rache geschworen. „ Wir machen dich fertig,du Aas! Du bist nirgendwo mehr sicher,merk´s dir! Und niemand der bei dir ist,kann sich jemals in Sicherheit fühlen! Denk dran!“

Zunächst hatte Max das alles nicht besonders ernst genommen. Die Drohanrufe, den toten Raben auf der Fußmatte, die Schutzgelderpressungen…doch dann…hatte man sich auf irgendeine Weise Zugang zu ihrem Haus verschafft und einen Teil des Auflaufs der im Kühlschrank stand, vergiftet. Hätte Marc davon gegessen, wäre er an der Dosis gestorben. So war aber er ins Krankenhaus eingeliefert worden und hatte kurz darauf beschlossen zu Marc´s Sicherheit erst einmal unterzutauchen und in das Zeugenschutzprogramm einzutreten.

Missmutig setzte sich Max auf den blauen Stuhl der ihm am nächsten stand.

„So viele Fehler,so viele Fehler…“, seufzte er und rieb sich das Gesicht.



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29.08.2010 21:14
#12 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So,wie versprochen der nächste Teil mit einer extra Portion für alle Romantik-Freaks! Und keine Angst,Gretchen hat sich nicht angesteckt,Marc küsst wohl nur so gut,dass ihr erstmal die Luft wegbleibt.^^


Marc Meier lief mit Schutzkleidung in Richtung Quarantäneraum wo bereits Gretchen sehnsüchtig auf ihren Oberarzt wartete.

„ Marc!“

Endlich!

„ Ja,ja schon gut, brauchst nicht gleich Konfetti werfen.“

Und er ist leider wieder genauso fies wie immer. Naja,vielleicht etwas beschwipster...

Gretchen,es ist nur seine subtile Art wie er versucht dir zu zeigen wie sehr er dich lieb…

„ Hasenzahn, hörst du mir zu? Ich hab gerade mit den Leuten von der Seuchenschutzbehörde gesprochen.Wie es aussieht hat hier irgend so eine seltsame Green-Peace-Gesundheitslatschen - Tussi einen astreinen Ebola - Virus eingeschleppt…Deinem Vater geht es soweit,also den Umständen entsprechend gut.Gretchen, ich bin aber ehrlich, es gibt nicht besonders viel was wir für ihn tun können. Und ihr müsst jetzt noch mindestens 10 Tage bleiben. Erst dann ist die Inkubationszeit vergangen.“

„ Marc, es tut mir so Leid…“

„ Was?“

„ Das mit Alexis und mir, das…“

„ Interessiert mich nicht, hat mich nie interessiert,wird mich nie interessieren was du und der Vollpfosten macht,gemacht habt oder vorhabt zu tun.“

„ Aber Marc, ich…“



„ Ja Gretchen,mir ist es völlig egal was du tust. Die Fronten sind geklärt, du bist verheiratet und ich… werde versuchen diesen ´Zustand´ zu akzeptieren. Ich will aber, dass du weißt, dass alles echt war. Jeder Kuss, jede Berührung, jedes einzelne…na ja ok jedes einzelne, nette Wort, dass ich je zu dir gesagt habe. Ich will,dass du weißt,dass du immer noch die Wahl hast,dich anders zu entscheiden.“

Äh seh ich da eine Träne in Marci Marc Oberarschloch Meiers Augenwinkel?

Oh ne,schade,war nur n Fusel…


Sanft hob Marc die Hand und ergriff Gretchens Hände.

„In dir, ganz tief drin, weißt du, dass es die falsche Wahl war den Snob zu heiraten. Du weißt, dass du das den Rest deines Lebens bereuen wirst. Ich will,dass du heute nur für einen kurzen Augenblick daran denkst, was passiert wäre, wenn ich das da vorne neben dir am Altar gewesen wäre. Wenn du mich geheiratet hättest.“

Oh,daran hab ich heut schon mal gedacht…

Sanft küsste Marc Gretchen´s rechte und dann linke Hand und drückte die linke an sein Herz.

„ Ich liebe dich .“ , formte er mit den Lippen,doch kein Ton kam über seine Lippen.

WAS????????? Hab ich gerade richtig gehört…äh gesehen? Marc Meier, der tollste Typ der ganzen, ganzen Welt sagt, äh ok deutet die magischen drei Worte an?

Marcs grüne Augen betrachteten die blonde Ärztin vor ihm.Und plötzlich war es ihm egal wer um sie beide im ganzen Raum herumstand. Kurzentschlossen entfernte Marc seinen Munschutz und küsste Gretchen zärtlich auf den Mund.

Oh mein Gott…Marc,nein,du wirst dich…oh küsst der gut…

Gretchen haben Probleme.Große Probleme…Scheiße,mein Herz klopft wie verrückt und warum wird mir auf einmal so schwindelig?



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30.08.2010 17:17
#13 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Sooooo,hab gedacht ich varriiere die Flashbacks Mal-dieses Mal ist das ältere Gretchen sozusagen hautnah am Geschehen, auch wenn sie nicht direkt eingreifen kann.
Beim nächsten Teil hab ich momentan noch keine so richtigen Vorstellungen,entweder gibt´s Gretchens Aufwachen oder eine Szene mit Marc´s Daddy oder eine Alexis Szene oder auch was ganz anderes...Gigi gibt´s ja schließlich auch noch und Mehdi und Günni und Mitzi und den Knechtelsdorfer und und und...ah ich hab glaub ich zu ne große Marc Fixierung und vergess alles andere...Argh egal,ich krieg das hin. Neuer Teil kommt vermutlich später noch online.lg und viel Spaß




„Gretchen,Gretchen hörst du mich?“



Langsam schien der Nebel um Gretchen herum zu verschwinden. Getrieben von einer Stimme lief sie ins Tageslicht. Abgelenkt von dem strahlenden Licht,sah Gretchen nicht die vielen Schatten,die wie selbstverständlich um sie herum tanzten. Instinktiv hatte sie sich für genau dieses einzige Licht entschieden…

Das Licht wurde heller und blendender-es war jedoch trotz allem nicht unangenehm. Im Gegenteil wärend zog es Gretchen zu sich.

Als sie schließlich die Augen aufklappte, fand Gretchen sich an einer wohlbekannter Stelle wieder…hinter dem alten Ford,der gegenüber dem Haus von Marc´s Eltern stand.

Neben ihr kniete ein kleines, pummliges Mädchen, dass gespannt auf die Haustür des gegenüberliegenden Hauses starrte.

„ Gleich,gleich,gleich!“, frohlockte das Mädchen und linste auf die Daisy Duck Uhr an ihrem Handgelenk…

Verwirrt sah sich Gretchen um. Sie war inmitten einer ihrer Jugenderlebnisse gelandet.

14 oder 15 war sie damals gewesen.



Plötzlich öffnete sich die Haustür und ein junger und schon damals unglaublich gut aussehender Marc Meier lief immer drei Stufen auf einmal nehmend und dabei lässig Kaugummi kauend die Einfahrt zu seinem Haus hinunter ehe er kurz stehen blieb und sein Fahrrad schnappte. Lässig mit einer Hand seinen Rucksack, den Walkman und die Cola balancierend und einhändig Fahrrad fahrend sauste er die kleine Abfahrt hinauf und in rasender Geschwindigkeit den Weg Richtung Schule.

„ So, Agent Hasenzahn 007 meldet sich zum Dienst!“ , rief Gretchen und nahm selbst ihr rosa-pinkes Fahrrad in die Hand. Keuchend,aber nicht ohne noch einmal kurz ihr Aussehen im Handspiegel zu überprüfen machte sich das junge Gretchen auf Verfolgungsjagd ihres Jugendschwarms.

„ Nein,halt warte! Stop! Warte auf mich!“, rief das erwachsene Gretchen während sie ächzend versuchte neben dem Fahrrad herzulaufen.
„ Du holst ihn sowieso nicht ein! Er macht vier Mal die Woche Sport,fährt jeden Morgen mit dem Fahrrad in die Schule und schleppt keine 10 Kilo Übergewicht mit sich herum.“

Doch das kleine Gretchen konnte ihr älteres Pendant leider nicht hören. Verbissen und mit zusammengebissenen Zähnen fuhr sie ächzend und unter Höllenqualen den Hügel herauf.Gretchen rüttelte verzweifelt am Fahrrad ihres jüngeren Ichs und brachte diese in enorme Gleichgewichtsschwankungen.

Cool! Wie bei Ghost!

„ Na,genug hinterhergeschnüffelt?“

Ups, wusste ich doch, dass an dieser Erinnerung was faul war…doppeltes Ups.

„ Hat´s dir jetzt die Sprache verschlagen, Hasenzahn?“

Nein,nein sag etwas kreatives…so was wie Beobachtungen für den Biounterricht…wann verlassen die meisten Schüler das zu Hause oder irgend wie so was…komm schon!

„ Ich hab dir nicht hinterher geschnüffelt, ich fahr hier nur rein zufällig vorbei…also quasi an deinem Haus…du weißt schon schöne Gegend und so.“

Scheiße.

„ Ja und du versteckst dich auch so gern hinter alten Autos?“

„ Ähm, das war nur ein Test um dein Sehvermögen zu testen.“

„ Mein Sehvermögen?“

Der glaubt dir kein Wort.

„ Jahahaha…weißt du ich will doch Ärztin werden und da ist es ratsam schnellstmöglich alle Menschen in seiner Umgebung auf mögliche Krankheiten und Gendefekte zu untersuchen. Es war nur ein Test,sozusagen.Also ein Test,du weißt schon.“

„ Ahahhahahaha ( gekünsteltes Lachen). Hör mal zu Hasenzahn. Ich möchte nicht, dass du länger vor unserem Haus Wache schiebst oder mir folgst. Vor allem nicht in diesem neoprengelb-pinken Jogginganzug mit Herzchenmuster.“

„ Ich hab nicht…“

„ Mir egal was du nicht hast. Wenn du willst,dass ich mit dir ausgehe oder überhaupt mal nur rede,musst du dir wohl was besseres einfallen lassen.Bin schon gespannt was rauskommt!“

Ah…jetzt….

Lächelnd grinste Marc dem jungen Gretchen ins Gesicht und entschloss sich schließlich spontan und nahezu schüchtern ihr einen kleinen Wangenkuss zu geben, jedoch nicht ohne sich zuvor noch in alle Richtungen abzusichern,dass niemand in der Nähe war.

Sprachlos stand das junge Gretchen da und streichelte sich verlegen die knallrote Wange während sie Marc nachsah, der wie wenn ihn unsichtbare Geister antrieben den Berg hochpreschte und hinter einer Ecke verschwand.

Oh nein…hey du,hallo…

Die reifere Version von Gretchen Haase tat alles um von der jüngeren Versionm bemerkt zu werden.

Hallo? Haaaaaaaaaaaaaaallo? Du darfst ihm nie trauen,nie! Heute wird er dir in der Pause sein Joghurt in die Haare schmieren und anschließend den Zettel „ Bitte nicht füttern. Tier ist auf Diät.“ An den Rücken pinnen.
Trau ihm nie,aber gib ihn nicht auf. Nie,hörst du, nie aufgeben!


Doch leider erreichte Gretchen ihr eigenes Ich. Seufzend setzte sie sich also auf einen Stein. Gretchen´s Kopf dröhnte, alles wurde schwummrig und sämtliche Farben verschmolzen nachdem sie noch einen letzten Blick in ihr eigenes, jüngeres und total verliebtes Gesicht geworfen hatte.


" Ich glaube die Frau Doktor wird langsam wach?!", rief eine Frauenstimme.

" Ja,hat ja auch lange genaug geschlafen...Wobei wie viel Kalorien verbraucht man nochmal in einer Stunde Schlaf?"

" Marc, halt bitte einfach die Klappe...", murmelte Gretchen und schlug ihn noch halb schlafend mit dem Arm scherzhaft gegen die Brust.

Grinsend setzte sich Marc auf einen Stuhl neben das Bett in dem Gretchen lag und scheuchte Sabine aus dem Einzelzimmer,das für Gretchen als Ruheraum dienen sollte.

Manchmal können wir es uns nicht aussuchen in wen wir uns verlieben. Gefühle scheinen unberechenbar und willkürlich.Und dochgibt sich der wahre Mr. Right nur schwer zu erkennen.Wir durchlaufen Höhen und Tiefen und müssen plötzlich feststellen,dass der Anker um den wir uns drehen,fest verwurzelt die ganze Zeit auf uns gewartet hat. Es liegt an uns die rettende Kette zu ergreifen oder uns von der Fliehkraft mitziehen zu lassen. Ob wir die große Liebe also leben dürfen,bleibt letztendlich unserem eigenen Schicksal überlassen.



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31.08.2010 13:12
#14 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Sooooooo. Hab mir mal gedacht ich mach zur Abwechslung mal ein kleines Kapitel Mehdi/ Gabi rein.Wirft natürlich viele Fragen auf: Werden Gabi und Mehdi Gretchen überzeugen können? Ist Gabi wirklich so ein großes Biest, oder versteckt sich hinter der rauen Fassade ein weicher Kern? Tja die Auflösung gibt´s in einem der nächsten Teile. Der nächste Teil wird Gretchen´s Aufwachen beinhalten und wenn es gut läuft wieder mal einen wunderschönen Flashback. Ansonsten wünsch ich euch viel Spaß.Der nächste Teil kommt vermutlich so gegen Nachmittag/ Abend. Bis dahin viel Spaß LG

Schweiß lief Mehdi über die Stirn.

Verdammt ich bin Gynäkologe…und jetzt muss ich hier…oh nein…alles wird gut. Alles wird gut!

Mehdi saß inzwischen von vielen bekannten Gesichtern im Sammelzimmer der Quarantänestation.

Was ist denn hier verdammt nochmal los?

Mehdi Kaan sah sich um. Überall saßen die Menschen,die er kannte,die er jeden Tag sah…und die genau den gleichen verzweifelten Gesichtsausdruck aufgesetzt hatten wie er selbst.

Dort drüben am Fenster saß Gretchen´s Mutter,der still die Tränen über die Wangen liefen.

In der rechten Ecke des Zimmers saß Alexis von Buren, dieser Widerling, der Mehdi´s große Liebe heute geheiratet hatte.

Und am Fußende eines der Betten saß Gigi Amsel, Gretchen´s beste Freundin. Naja ob sie wirklich Gretchen´s beste Freundin war? Erzählt man seiner besten Freundin man hätte mit ihrer großen Liebe geschlafen,obwohl der anscheinend nur Gretchen liebte? Marc war regelrecht ausgeflippt als er gemerkt hatte,dass Gigi Gretchen angelogen hatte. War es seine Sorge um Gretchen gewesen oder war es nur vielmehr die Wut gewesen,dass eine Frau ihn ausgetrickst hatte und damit sein ganzes zukünftiges Glück auf´s Spiel gesetzt hatte.
Mehdi würde mit Gretchen reden müssen-und das besser früher als später…



Oder darf ich mich da gar nicht einmischen…andererseits will ich ja nur ihr Bestes…und auch meine Chancen steigen wieder,wenn sie statt mit dem Snob mit Marc zusammen ist…aber ob sie einfach wegen so einer Lüge von Gigi den Typen verlässt? Wohl kaum.
Aber will ich sehen wie sie in das Unglück ihres Lebens rennt?
Man sagt ja immer,Gynäkologen sind Frauenversteher…tja in meinem Fall wohl eher nicht.Warum sind sie nur immer so kompliziert-Gretchen im speziellen?


Voller Frust stopfte sich Mehdi einen Donought in den Mund…

Wenn man in dieser wirklich dummen Situation wenigstens wüsste, wie es den ganzen Erkrankten geht…Gundis,Schwester Ingeborg,Gretchen´s Vater und so viele andere. Warum musste man sich nur so völlig deplatziert und machtlos fühlen?

Und wo waren überhaupt Gretchen und der Meier?

„ Dr. Kaan?“

Schwester Gabi stand vor ihm und schaute ihn fragend an.

„ Dr. Kaan, wie lange müssen wir noch hier bleiben…ich…ich hab solche Angst.Ich will hier raus.“, flüsterte die junge Frau.

„ Schwester Gabi, bleiben sie einfach ruhig. Ich bin mir sicher es wird bald alles wieder gut.Schauen Sie, die Inkubationszeit für Ebola liegt bei 10-11 Tagen. Danach werden wir hier rausgehen und erst einmal unsere Freiheit genießen.“

„ Und was wenn nicht?“

Daran will ich gar nicht denken…

„ Gabi,Sie dürfen den Mut nicht verlieren. Wir werden hier völlig unbeschadet aus dieser Sache wieder herauskommen!“

„ Und was ist, wenn das alles eine Strafe sein soll? Für mich? Dr. Kaan,ich war nie ein guter Mensch…Ich glaube das Kind hätte mich zu einem besseren Menschen gemacht,aber jetzt da es tot ist…“

„ Gabi,dass Kind ist weder durch ihre noch durch irgendeine andere medizinische Schuld gestorben. Sie werden ganz sicher nicht für irgendetwas bestraft.“

„ Aber ich wollte nur das Schlechteste für sie.Sie sollte genau die gleiche Leere und Traurigkeit wie ich spüren.Sie sollte gar nichts mehr haben.Ich hab sie in ihr Unglück rennen lassen und jetzt bin ich an allem Schuld…Das war die Strafe für alles.“

„Was meinen Sie-ich verstehe Sie nicht?!“

Gabi schaute sich in alle Richtungen um und versicherte sich,dass keiner sie belauschte.Flüsternd begann sie:

„ Der dicke Haase…ich weiß, dass ihr Millionär jemanden auf dem Gewissen hat. Der hat jemanden umgebracht! Ich hab´s mit eigenen Augen gesehen- also die Leiche.“

„ Gabi beruhigen Sie sich,Sie reden ja ganz wirr!“

„ Im Haus gibt es einen Geheimgang. Ich bin praktisch durch Zufall auf ihn gestoßen.Und dann war da plötzlich diese Leiche eingemauert! Und durch zwei Löcher in der Wand konnte ich hören,dass dieser Van Buren ein Betrüger ist. Er gibt sich für einen Millionär aus.Und das schlimmste: diese alte Schachtel- seine Mutter- weiß davon. Glauben Sie mir,der hat den echten Van Buren umgelegt! Und jetzt bestraft man mich weil ich der Haase nichts davon gesagt habe!“

Stille legte sich über das Gespräch der Beiden. Nachdenklich und gleichzeitig entsetzt starrte Mehdi in Gabi´s Gesicht.

„ So sagen Sie doch etwas, Dr. Kaan!Wir sind mit einem Mörder im gleichen Raum.“

„ Ich,ich,ich…Gabi Sie dürfen darüber mit niemandem sprechen. Der Mann ist gefährlich.Ich glaube Ihnen.Wir müssen Gretchen alles erzählen. Atmen Sie tief durch. Glauben Sie mir, Sie sind kein schlechter Mensch.Es war richtig,sich mir anzuvertrauen.“


Alles wird ….gut.Alles wird…gut.

Beruhigend strich Mehdi über Gabi´s Arm.
Dankbar lächelte Gabi ihren Oberarzt an.

Er hat etwas so beruhigendes.In sich ruhendes.Warum ist mir das nicht schon längst aufgefallen?, dachte sich Gabi und setzte sich neben Dr. Kaan um mit ihm leise die Strategie für das weitere Vorgehen zu besprechen.



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31.08.2010 15:23
#15 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Sooooo.Also,hier kommt der nächste Teil.Der Flashback hat dieses Mal leider nicht mehr so gut reingepasst.Er kommt aber vermutlich im übernächsten Teil.Der nächste Teil wird wie es momentan aussieht wieder aus der Sicht von Marc´s Daddy zu tun haben.Thx für die lieben Kommis.Viel Spaß beim Lesen.Vlt. kommt heut nochmal ein Teil.lg



„Marc?“

Suchend streckte Gretchen im Schlaf die Hand nach dem Mann aus,der ihre Gefühlswelt vermutlich noch bis zum letzten Atemzug beherrschen würde.

„Pssssssscht,Pscht…alles gut.Ich bin da.“

Zärtlich ergriff Marc Gretchen´s Hand und strich ihr mit einer Hand sanft über die Stirn.

Wenn sie so schlief sah sie aus wie ein kleiner Engel,dachte Marc bei sich. Die blonden Locken,die zarte, blasse Haut, die ruhigen und friedlichen Atemzüge.Sein Ruhepol. Die Insel zu der es ihn immer wieder hinzog.

„ Marc,Marc, ich liebe dich.Ich brauch dich so sehr.Bitte verlass mich nicht!“

Zögernd überlegte Marc,ob er Gretchen aus ihrem unruhigen Traum erwecken sollte,aber er konnte es nicht über sich bringen ihren Schlaf zu stören.

„ Hey,hey,hey…ich bin da.Du kannst dich entspannen.Ich bin bei dir.Immer.“



Marc wusste noch genau wie oft er ihr früher beim Schlafen zugeschaut hatte. Damals im Ferienlager, als er ihr eigentlich Würmer in den Schlafsack stecken wollte und dann aber ihr süß träumendes Gesicht gesehen hatte,das ihn abgehalten hatte sich genauso fies wie immer zu benehmen. Oder später,als sie damals nach Gretchen´s Abiball zusammen geschlafen hatten und er sich dann mitten in der Nacht davon geschlichen hatte. Es war so eine wunderschöne Nacht gewesen. Gretchen hatte wie eine Göttin ausgesehen und spätestens als ihm klar geworden war, dass der kleine Tollpatsch Gretchen Haase vor ihm stand,war ihm klar geworden,dass Gretchen die Frau seines Lebens hätte werden können. Sie war die Einzige,die ihm Kontra geben konnte.Die Einzige,die seinen frechen Sprüchen parieren konnte.Die Einzige,die sein Herz berührte. Gerade das hatte ihm Angst gemacht.

Nach der Trennung seiner Eltern war Marc in ein Loch gefallen. Nie hatte er eine Frau emotional an sich heran gelassen. Seine Mutter hatte ihm nahezu täglich eingebleut:

„ Marc Olivier, merke dir-die Liebe ist undankbar. Du wirst einmal ein genauso furchtbarer Mann wie dein Vater.Merke dir,Marc Olivier- es gibt keine Liebe. Gefühle sind lediglich Verwirrungen in deinem Kopf.
Unnütze Einrichtungen der Natur um die Menschen dazu zu zwingen sich auf einen einzigen Mann oder eine einzige Frau zu fixieren, der sie sich dann für den Rest ihre Lebens unterwerfen müssen. Ein wahrer Feingeist setzt auf die körperliche Lust und lebt diese aus. Merke dir Olivier- die wahre Liebe ist ein Hirngespinst.
Es gibt sie nicht. Wage es nie, meine Worte zu vergessen.
Hast du gehört,Olivier?“

Es war kein Wunder,dass diese Worte im Geist eines 13-jährigen verzweifelten Jungen Anklang fanden. Er hatte die Fähigkeit verloren,einem Menschen ganz und gar zu vertrauen,sich emotional auf ihm einzulassen.
Seine ganze Kindheit hatte er damit verbracht, auf seinen Vater zu warten,einen Mann zu dem er aufsehen konnte.Der ihm Ratschläge erteilen konnte. Die ersten Monate nach dem Weggang seines Vaters hatte Marc jeden Tag nach der Schule stundenlang am Briefkasten gewartet um zu sehen ob ihn sein Vater endlich zu sich holen würde oder ihm zumindest schreiben würde. Er hatte stundenlang an seinen Geburtstagen am Fenster gesessen und darauf gewartet,dass sein Vater vorbei kommen würde,ihn in den Arm nehmen würde und sie dann alle zusammen Marmorkuchen aus der Bäckerei um die Ecke essen würden.
Er hatte ein Fotoalbum angelegt, jeden kleinen Schritt seiner Kindheit fotografiert um das Album irgendwann einmal seinem Vater zeigen zu können,doch sein Vater war nicht dagewesen als er seine erste Freundin gehabt hatte,sein Abitur bestanden hatte oder in seine erste eigene Wohnung gezogen war.

Als Marc gerade 16 geworden war,war er schnurstraks in den Keller marschiert um dort den alten Anzug seines Vaters anzuprobieren.Die Ärmel waren viel zu lang gewesen und die Kravatte bereits mottenlöcher-zerfressen und denoch hätte er ein Spiegelbild seines Vaters sein können.

Marc blinzelte um den Schleier vor seinen Augen zu zereißen und denoch gelang es ihm nicht den Kloß in seinem Hals loszuwerden.

„ Marc,alles in Ordnung?“

Gretchen sah in schlafertrunken aus ihren saphirblauen Strahleaugen an.

„ Oh,du bist ja wach.Hmmm…ja,alles in Ordnung. Wie geht´s dir, Hasenzahn?“

„ Ich fühl mich wie erschlagen.Aber es lag glaube ich nicht am Ebola-Virus.“

Schüchtern lächelte Gretchen Marc an,der ihr Lächeln schwach erwiderte.

„Marc,ich denke es gibt vieles was zwischen uns beiden noch unklar ist.Viele Dinge ,die noch im Unbekannten schweben. Aber bevor ich irgendetwas entscheide,muss ich erst mit Alexis reden. Wir sind immerhin verheiratet und es gibt zweifellos noch viel zu reden. Ein Teil von mir war oder ist lange überzeugt gewesen,dass er der Mann meines Lebens ist. Lass mich erst alles mit ihm klären.“

„ Ich hoffe du weißt immer noch was richtig ist.“

Wortlos stand Marc auf und verließ das Zimmer in Richtung Sammelzimmer der Quarantänestation.
Ehe er das Zimmer verließ,drehte er sich noch kurz um,hielt kurz inne und zwinkerte Gretchen zu.



„ Und Gretchen,…“

„ Ja?“

„Hier,fang…!“

Marc zog aus seiner Manteltasche eine große Tafel von Gretchen´s Lieblingsschokolade und warf sie seiner Assistenzärztin zu.
Kaum,dass Marc das Zimmer verlassen hatte, nahm Gretchen die,mit einer Schleife verzierte Schokolade in die Hand und laß das kleine Kärtchen,das vom einen Ende der Schleife herabhing.

„In Liebe, M.“

Seufzend legte Gretchen die Karte an ihr Herz,als ob sie damit direkt das Herz von Marc schlagen hörte.



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31.08.2010 17:40
#16 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So,ein Teil aus der Sicht von Marc´s Vater.Viel Spaß!




Unschlüssig stand Max vor den Scherben seiner Vergangenheit.

Er ist so groß geworden. Und er ist wirklich ein Ebenbild von mir…ob er mich in meinem normalen Aufzug wohl erkannt hätte?
So gern würde ich mit ihm reden.Ihm sagen wie sehr ich ihn all die Jahre vermisst habe.Wie wichtig er mir ist. Ob er mir glauben würde? Inzwischen haben sie die Drogenbande vollständig ausgeknockt.
Ich kann ihn nicht mehr in Gefahr bringen und dennoch habe ich Angst was er zu mir sagen würde. Er fühlt sich vermutlich verraten und im Stich gelassen.Wer kann es ihm verdenken?


„ Entschuldigen Sie, können Sie mir verraten wo ich mit Marc äh ich meine Dr. Meier sprechen kann?“, wandte sich Max an die Empfangsdame.

„ Herr…?“

„ Herr Schleicher.“, überlegte Max kurz.

„ Herr Schleicher, leider ist Dr. Meier im Moment nicht zu sprechen. Wie Sie wohl bereits sehen können,ist der Teufel los. Eine Patientin hat einen gefährlichen afrikanischen Virus angesteckt und ein Teil der Ärzteschaft hat sich eventuell angesteckt-sind somit erst einmal der Quarantäne unterstellt.Kann ich Sie eventuell an ein anderes Krankenhaus überweisen?“

„ Nein,nein,danke. Aber zu Dr. Meier…er schwebt doch wohl nicht ernsthaft in Gefahr?“

„ Herr Schleicher,eigentlich darf ich Ihnen hierüber keine Auskunft erteilen. Wir dürfen momentan nicht mehr Preis geben. Zu geeigneter Stunde werden wir hoffentlich mehr Informationen ausgeben. Und nun entschuldigen Sie mich bitte,ich muss die Angehörigen der betreffenden Personen benachrichtigen.“

Die Empfangsdame beugte sich wieder über einen rießigen Stapel und fing an die Liste aller Angehörigen abzutelefonieren.


Oh mein Gott. Marc. Was ist wenn er sich angesteckt hat? Ich …ich muss zu ihm.Er braucht seinen Vater jetzt.



Unbemerkt schlich sich Max in die Umkleidekabine der Chirurgie und suchte sich geeignete Klamotten um als Seuchenschutzbeauftragter durchgehen zu können.

Nach einer kurzen Rasur, gekämmten Haaren und frischen Klamotten sah Max wie ein älteres Ebenbild seines Sohnes aus.

Während er einen Seuchenbeauftragten kurz ablenkte und dabei mit einem gezielten Kampfsporttritt ausknockte,in den Umkleideraum schleppte und ihn dort an einen Stuhl knebbelte, nahm er dessen Schutzkleidung und schlich sich an zwei weiteren Wachmännern (grüßend und fröhlich pfeifend) vorbei in die Intensivstation.


Hm…haben sich die 35 Jahre Polizeidienst ja doch mal bezahlt gemacht!

Nach kurzem Zögern klopfte Max an die Zimmertür des Sammelquarantänezimmers.

Als er eintrat,starrten ihm ungefähr 30 Menschen angstvoll entgegen.

„Ähhhh…keine Angst…äh ich wollte nur mal sehen ,ob bei Ihnen alles in Ordnung ist.“

„ Gibt es etwas neues von meinem Mann?“, fragte ihn eine attraktive,blonde Frau während sie sich zitternd an seinen Arm hing.

„ Wir …äh…wir tuen was wir können, Frau…ähm….“ ( Max hatte diesen Satz schon oft in seinen Lieblingsarztserien gehört)

„ Haase.“

„ Hören Sie mal hier,so geht´s ja nicht. Sie können uns hier doch nicht einfach festhalten…ich bin Geschäftsmann. Meine Aktien legen sich ja nicht von selbst an.“, fuhr ihn ein dunkelhaariger,überheblicher Mann an.

„ Ja, und Leichen schafft man ja auch nicht von selbst aus dem Weg.“, flüsterte Gabi und stupste Dr. Kaan.

„Ja, ähm gut…äh ich meine…wir …äh sie…wir holen sie alle schnellstmöglich raus.“

Max war sich sicher,dass er als Arzt nicht unbedingt überzeugend war.

„ Ich…nun, ich…wo ist Dr. Meier?“

„Hab ich gerade meinen göttlichen Namen vernommen?“, murmelte Marc und schlug die Tür hinter sich zu.

„ Marc!“, entfuhr es Max.

„ Äh, ich bevorzuge Dr. Meier.“

„ Ja,natürlich. Wie geht es Ihnen? Sie sehen blaß aus!“

Irritiert von den seltsamen Fragen des Seuchenarztes vor ihm und beschämt vor den Anwesenden,deutete er dem Arzt vor die Tür zu gehen.

Kaum war die Tür hinter beiden geschlossen, entschloss sich Max seine Maskerade fallen zu lassen.
„ Hören Sie,für mich benehmen Se sich ziemlich merkwürdig,vielleicht sollte man Sie auch mal untersuchen?“, begann Marc.


Max hob zur Antwort nur seinen helmartigen Mundschutz und schaute in das fassungslose und erschrockene Gesicht seines Sohnes.

„ Vater?“

Marc´s Herz tat einen augenblicklichen Sprung als er in sein eigenes, älteres Gesicht starrte.



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01.09.2010 13:27
#17 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Neuer Teil! Später gibt´s vermutlich noch mal nen neuen!Mit Gretchen und einem neuen Flashback! Lg



Erschrocken schüttelte er seinen Kopf und rieb sich die Augen.

„Das ist alles nur ein Traum.Ein fürchterlicher Albtraum. Ich hab mich angesteckt. Ha, Hasenzahn hat mich angesteckt.Ich halluziniere.“

„ Marc…“

„ Ohohohoho nein, ich glaube dir gar nichts- du bist nur ein furchtbar schlechter Witz.“

„ Marc, ich…“

„ Nein,geh weg. Du bist nicht echt! Ich kenne dich nicht. Hau ab…alles ein schlechter Scherz…halluziniere wohl…wie wenn…nein,ich bin krank…Kaffee.Ja,ein Kaffee. Oder ein Bier.Ein kühles Bier.“

„ Marc,verdammt hör mir zu.Sieh mich an,los sieh mich an. Marc,du sollst mich ansehen.“

Widerwillig wandte Marc seinen Blick auf seinen Vater.

„ Einen Whiskey…ich …brauch definitiv nen Whiskey.“

„ Marc!“

„ Zwick mich, los mach schon.“

Max verpasste seinem Sohn einen leichten Stoß auf den Hinterkopf.

„ Au!“

„ Marc, ich bin es wirklich.“

Herzlich und liebevoll schaute Max in ein Ebenbild seines eigenen Paares grüner Augen.

Marc,dem es sichtlich die Sprache verschlagen hatte,stand mit offenem Mund da und starrte ungläubig auf den Mann,der ihn vor langer Zeit verlassen hatte.

„ Marc!“, rief Max seinen Sohn zu sich und breitete die Arme aus.

Marc hielt einen Moment inne,schien kurz zu überlegen,holte aus und…verpasste seinem Vater einen klatschenden Schlag ins Gesicht.
„ Marc,was…?“

„ HAU AB!!! VERSCHWINDE! ICH WILL DICH WEDER JETZT NOCH IRGENDWANN ANDERS WIEDERSEHEN! GEH!“

„ Lass mich doch…“

„ ICH LASS DICH HIER JA MAL GAR NICHTS! VERPISS DICH. ICH HABE KEINEN VATER!“, schrie Marc seinen Vater an.

„Du hörst mir jetzt zu ob du willst oder nicht!Ich hatte keine Wahl,ich…“

„ DU SOLLST GEHEN! SOFORT,ODER ICH VERGESSE MICH!“

„ NEIN! DU HÖRST MIR JETZT ZU, DU STURER BOCK!“

Erschrocken, dass sein Vater ihn nun auch anschrie, rang Marc um Fassung.

„ Hörst du mir jetzt zu,oder nicht?“

Statt einer Antwort schaute Marc kühl zur Decke und schien die Löcher in der Decke zählen zu wollen.Bemüht desinteressiert kratzte er sich am Kopf und summte ein Lied vor sich hin.

„ Marc,verdammt. Glaubst du es ist mir leicht gefallen dich bei Elke zurückzulassen? Zu wissen, dass sie dir ständig neue Lover als ihre Ersatzväter präsentiert? Zu wissen,dass du alles ohne mich erlebst? Den ersten Kuss,das Abitur, das Studium, den ersten Fußballpokal? Marc,du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Immer gewesen.Es war für mich eine Qual dich nicht sehen zu dürfen,nicht für dich da zu sein. Ich schäme mich dir deinen Vater so lange genommen zu hab…“

„ Oh ja,natürlich.Alles tut dir furchtbar leid. Haste noch was anderes auf Lager? Sonst muss ich mich nämlich nicht länger mit dir abgeben. Ärzte sind vielbeschäftigte Menschen,du verstehst?“

„ Natürlich vor allem auf der Quarantänestation!“

„ Hey! Du bist der letzte Mensch,der sich Ironie leisten kann!“

„Hör mir zu verdammt noch mal. Ich wollte das alles nicht!“

„ Du wiederholst dich,Vater.Es wird langsam langweilig.“

„ Es war zu deinem eigenen Schutz. Sie hätten dich sonst getötet!“

„ Was-wer?“

„ Ich war in diese Drogensache verwickelt.Großer Zirkel. Haben Mädchen aus Osteuropa nach Deutschland gelockt und den armen Dingern hier die Pässe abgenommen um sie als lebende Drogenkuriere zu benützen. Ich wurde eingeschleußt um als Zeuge später in den Gerichtsverhandlungen auszusagen und Beweise zu sammeln.Marc,ich bin da reingerutscht. Die sind mir auf die Schliche gekommen.Die wussten wo das Leck im Tank war und wie man diesem Leck das Maul stopfen konnte. Die haben mir gedroht dich umzulegen wenn ich nicht sofort aus der Stadt verschwinde. Ich musste ins Zeugenschutzprogramm. Die hatten überall ihre Leute. Die hätten uns überall aufgespürt. Und dich mir endgültig weggenommen. So konnte ich wenigstens unterbewusst immer bei dir sein. Dich sehen ohne dich in Gefahr zu bringen.“

Sprachlos starrte Marc seinen Vater an.

„ Warum…“

„ Herrgott Marc, die hätten uns am Ende der Welt gefunden. Ich hab mich von euch getrennt um dich nicht ganz zu verlieren. Die haben eure Post überwacht. Ich konnte dir nicht schreiben,rein gar nichts. Telefonate wurden belauscht. Und letztes Jahr haben die den Ring ausgeknockt. Die sind jetzt alle tot oder haben aus Angst vor den Bullen die Fliege gemacht.“

„ Ähm und das soll ich dir jetzt glauben? Vergiss es!“

Wortlos rauschte Marc zurück in das Sammelzimmer um dort mit seinem mittlerweile wieder besten Freund Mehdi zu reden.



happyweekend Offline

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02.09.2010 16:19
#18 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Sorry,dass ich gestern keinen Teil mehr online gestellt habe,aber ich hatte heute Frühschicht und musste schon um 5 raus. Wollte gestern also etwas vorschlafen.Dafür gibt´s heut den Teil.lg


Manchmal ist es nicht immer einfach die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gibt es überhaupt die eine richtige Entscheidung oder ist es nur eine kleine Fehlleitung in unserem Gehirn, die uns vorgibt wie wir uns entscheiden?
Das Leben lässt uns zwar stets die Wahl zwischen guten und falschen Entscheidungen zu wählen und dennoch können wir uns nie sicher sein, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, es sei denn unser Herz entscheidet sich.


Tag träumend lag Gretchen in ihrem Erholungsraum und sinnierte vor sich hin.

In ihrem Inneren hüpfte ein kleiner Gummiball namens junges Gretchen Haase herum,die sich rießig über die Annäherung mit Marc zu freuen schien.

„ Ich hab es dir gesagt! Ich hab´s dir gesagt! Du liebst ihn! Er liebt dich! Ihr liebt euch! Wir lieben uns! Alles wird wahr. Bald heiraten wir und überall sind Tauben und eine Kutsche und….oh es gibt noch so viel zu orgenisieren.“, jubilierte sie und began bereits eine to-do- Liste für ihre Hochzeit mit Marc zu machen.

„ Ähm du vergisst,dass…“

„ Ja,ja, dass du immer noch verheiratet bist.Schonn klar.“, sagte das 13-jährige Mädchen wobei sie besonders das Wort noch betonte.

„ Ich kann doch nicht so einfach….“

„Oh doch, du kannst! Und zwar sehr gut! Willst du auf ewig mit jemandem zusammen bleiben,den du weniger liebst als Marc?“

„ Ich…nein, aber ich kann doch nicht einfach mit ihm Schluss machen.Am Tag unserer Hochzeit.“

„ Gut,dann mach es eben morgen.“

Seufzend strich Gretchen sich die Haare aus dem Gesicht und versuchte sich zu entspannen.

„ Das ist nicht so einfach.“

„ Wieso, als du den Snob heiraten konntest, warst du doch auch nicht so zögerlich.“

„ Du redest immer mehr wie Marc. Und zu deiner Aussage: Ich bin 30.Ich kann nicht mehr ewig warten, bis Marc endlich den entscheidenden Schritt wagt und mich bittet ihn zu heiraten.“

„Oh Mann…wirklich unfassbar, dass ich mal so verzweifelt sein soll, Alexis zu heiraten.“

Statt sich noch länger mit dem älteren Gretchen herumzuärgern, dachte die 13-jährige lieber an eine weitere wundervolle Marc- Erinnerung.

Flashback



„ Oh ne…wo bin ich denn jetzt gelandet?“, beschwerte sich das ältere Gretchen als sie den Sportplatz ihrer ehemaligen Schule erkannte.

„ Die Szene dürfte dir doch bekannt vorkommen. Ich sage nur Projekttage. Als du damals unbedingt Fußball spielen wolltest, nur weil Marc hingegangen ist. Dabei hast du mehr das Gras als den Ball getroffen. Und dein Outfit erst?“

„ Ich weiß nicht wovon du redest.“, gab sich Gretchen bemüht unbeteiligt.

„ Neeeeeeeeeeeein…natürlich nicht. Wer´s glaubt. Ich sag nur…dieses absolut peinliche Shirt mit der Aufschrift „ I love the team captain“ und diese pinken Glitzerleggins.“

„ Ach ja stimmt. Du das hatte ich doch fast vergessen.“

„ Ah ja…unvergessen wie Marc sagte : „ Los, schießen wir die Diskokugel mal ab.“.“

„ Ja,er war schon immer so unlustig.“

„Ich fand ihn schon immer lustig . Nur weil du keinen Spaß verstehst. Aber jetzt sei ruhig, ich will was verstehen.“

„ Du hast mir ja wohl mal gar nichts zu bef…“

„ Psst!“


Lächelnd sahen die beiden Gretchens einem kleinen,pummligen Mädchen zu,das unter anweisenden Leitungen des Sportlehrers das Spielfeld hoch und runterrannte.

„ Haase, lauf,lauf,lauf.Beweg dich! Auf los,schneller.“, brüllte der Lehrer,der inzwischen einen hochroten Kopf hatte.

Oh nein „ der Stiernacken“…, dachte das erwachsene Gretchen während sie ihren ehemaligen Sportlehrer und Bundeswehrfeldwebel betrachtete.

Gleichzeitig konnte sie durch den verschwommenen Geist der Erinnerung Marc´s verbissenes Gesicht sehen,der als Kapitän seiner Mannschaft gleichzeitig Gretchen´s Position mitausfüllen musste und dabei zudem noch gegen die gegnerische Mannschaft Kampfarbeit leisten musste.

„ Oh, ich liebe ehrgeizige Männer…er war schon immer so zielstrebig.“, rutschte es dem jüngeren Gretchen heraus.

„ Pssst…“, zischte das erwachsene Gretchen und fühlte sich ihrem jüngeren Gegenüber nun viel überlegener.

„ Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaase…nun setz deinen dicken Hintern doch endlich mal in Gang! Ist ja nicht auszuhalten. Marc, gut so…. spiel ab, ja los, spiel ab, Mensch…“

So ein Idiot, dachten die beiden Gretchens gleichzeitig nur um danach beide vor Entsetzen aufzuquietschen.

Der gegnerische Stürmer stand breit grinsend mit dem Ball vor Gretchen, die verzweifelte Hampelbewegungen machte um ihm den Ball abzujagen. Lachend schoß er den Ball links von Gretchen vorbei in Richtung Netz, wobei sich Gretchen nach einem Blick in Marc´s Gesicht ihm jedoch in den Weg schmiss und den Ball mit voller Wucht gegen den Kopf gedonnert bekam.

Entsetzt lief das ganze Team zu dem kleinen,bewusstlosen Mädchen mit der aufgeplatzten Lippe und der Platzwunde unter dem rechten Auge.

Autsch…das tat weh…

Während der gegnerische Spieler vor Wut den Ball zum Ausgleich des Ergebnisses nicht ins Tor gebracht zu haben die Holzlatten des anliegenden Zaunes demolierte, war Gretchen nach wie vor bewusstlos.

Der Schiedsrichter pfiff das Spiel ab und ein Sieg wurde für Gretchen´s Team verbucht.

Marc starrte entsetzt auf Gretchen´s Gesicht. Er hatte ein schlechtes Gewissen als dort vor ihm diese leblose Gestalt lag,die ihn noch kurz vor ihrem Unfall so treu angesehen hatte.
Genauso hatte damals sein Vater hilflos vor ihm gelegen.

Zusammen mit ´dem Stiernacken´ brachte Marc Gretchen in das Lazarettzelt am Rande des Spielfeldes.

„ Schon gut, ich bleib bei ihr.“, flüsterte Marc heiser dem Lehrer zu.

Eine geschlagene Stunde wachte Marc an Gretchens Krankenbett ehe sie schließlich verwirrt um sich schauend und ziemlich zerstreut wirkend an Marc´s Hand klammerte und die Augen aufschlug.

„ Wo,was, wie,wer…?“, flüsterte sie und hielt sich den Kopf.

„ Aua.“

„ Hey,na? Hier die Tabletten sollst du nehmen. Gegen die Schmerzen. Du hast ne schwere Gehirnerschütterung und sollst dich noch schonen. Lass es langsam angehen und bleib erst mal liegen,okay?“

Obwohl Gretchen´s Kopf furchtbar wehtat, spürte sie Marc´ s Erleichterung, dass sie wieder aufgewacht war, was sie glücklicher als alles andere machte.
Fröhlich lächelte sie Marc an,der sich kurz räusperte und dann verlegen aufstand um die Patientin allein zu lassen.

„ Marc, Marc…tut mir so leid,ich bin immer so tollpatschig und es war auch irgendwie meine eigene Schuld.“

„ Quatsch. Hey, bald kannste wieder Fußball spielen. Wobei vielleicht wechselst du doch besser die Sportart. Vielleicht Schach?“

Grinsend strich Marc sanft über Gretchens Stirn und küsste sie auf die Wange ehe Gretchen noch etwas erwidern konnte.

„ Hach war das schön!“, flüsterten alle Gretchen gemeinsam und sahen schwärmerisch dem 17-jährigen Marc Meier nach.



Ein lautes Klopfen durchbrach den schwärmerischen Blick des jüngeren und älteren Gretchens.

„ Hallo Sternchen! Na, wie geht´ s meinem Goldstück?“

Schlecht, seit du da bist…, murmelte das jüngere Gretchen.

„ Ähm gut…also besser…ich bin wohl irgendwie gestolpert und hab mir den Kopf angeschlagen.“

„ Ja so was ähnliches haben die mir draußen auch gesagt. Äh, stör ich, du schaust so abwesend?“

Ja, sag ihm er soll gehen! , freute sich die 13 jährige innere Gretchen-Stimme.

„ Alexis…wir müssen reden.“

Oh ja,sagst du ihm jetzt,dass du Marc liebst?

„ Goldie, was ist denn los? Warum schaust du denn so ernst?“
„ Ich…ähm… es geht um die Hochzeit.“

Ja,ja, sag´s los!

„ Hey, ich weiß,dass war alles ganz anders als du es dir erträumt hast…keine Tauben und keine Liveband usw. stattdessen ein Virus,der alle lahm legt.Aber hey, wir können das alles nachholen.Heiraten wir eben noch ein drittes Mal.“

Das hättest du wohl gerne, knurrte eine leise Stimme.
Oh nein, wag es ja nicht, wurde diese Stimme lauter, als Alexis sich zu seiner Frau hinüberbeugte und sie sanft auf die Lippen küsste.

Los, scheuer ihm eine!

[video][http://www.youtube.com/watch?v=DVvxP4zsAQU/video]

Doch aus irgendeinem Anfall von furchtbar schlechtem Gewissen wandte Gretchen ihren Kopf nicht sondern ließ den Kuss zu, nicht ahnend, dass gerade ihr noch völlig platter Oberarzt zur Tür herienkam.

Wie wird Marc reagiern? In seiner Ich-lass-keinen-an-mich-ran-weil-ich-der-obercoole-Megachecker-Art oder Ich-kann-doch.jede-haben-der-heul-ich-keine-träne-nach- Art? Oder doch ganz anders?Würd mich über Kommis freuen!Image and video hosting by TinyPic



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03.09.2010 11:52
#19 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So erstmal ein klärendes Gespräch zwischen Gretchen und Alexis. Nicht, dass ihr euch so wundert, dass dieses Gesprch so kurz kommt. So gnaz war das noch nicht das Ende von Alexis. Also jetzt ertmal ein kleinerer Teil und später noch ein etwas größerer Teil.lg




Sprachlos und mit weit aufgerissenen Augen sah Marc wie Gretchen, sein Gretchen diesen abartigen Widerling küsste.

„ Alexis,ich…“,begann Gretchen, als ihr Blick auf den geschockten Mann hinter Alexis fiel.

Obwohl sie den Kuss abgebrochen hatte,sah sie den verletzten Blick in Marc´s Gesicht.

„ Marc, bitte warte…!“

„ Ich wüsste nicht worauf ich zu warten hätte.“ , erwiderte Marc während er stürmisch die Tür zuknallte und in Richtung Sammelzimmer lief.

„Würdest du mir bitte erklären was das eben war? Ich dachte ihr hättet alles geklärt.“, raunzte Alexis Gretchen an.

Hey,sprich nicht so mit uns, rief das kleine Gretchen entrüstet.

Da siehst du, was du mal wieder getan hast. Küsst diesen…schleimigen, ekelhaften, arroganten, wie-der-wär-ti-gen und absolut indiskutablen Geldsack. Sieh was du angerichtet hast. Wie du Marc verletzt hast.

Doch Gretchen war viel zu sehr damit beschäftigt, Alexis zu beruhigen um ihn schonend auf die folgende Unterhaltung einzustimmen.


„ Alexis…ich…mir tut es leid wie alles gelaufen ist. Diese ganze Virus- Sache hat mir eines klargemacht. Ein Teil von mir und dieser Teil ist ziemlich bestimmend“, erklärte Gretchen halb an ihr inneres Ich gewandt, „ wird immer an Marc hängen. Weil dieser Teil seit fast 25 Jahren darauf wartet,dass Marc Meier sich ändert. Ich weiß nicht woran es liegt,ich hab alles versucht um ihn aus meinem Herzen zu schneiden. Aber es geht nicht. Ich möchte ehrlich zu dir sein, weil die Zuneigung und die Gefühle für dich echt waren. Alexis, ich mag dich wirklich sehr. Aber es wäre weder dir noch mir selbst gegenüber fair das glücjkliche Ehepaar zu spielen.“

Schweigend saß Alexis da und starrte ins Leere.

„Alexis, jetzt sag doch bitte was! Brüll mich an, beschimpf mich, versuch um mich zu kämpfen, aber bitte sitz nicht so da- das ertrag ich nicht.“

„ Du hast die ganze Zeit gewusst, dass du ihn mehr liebst als mich, stimmt´ s? Ich war nur der Lückenfüller weil dein verehrter Herr Oberarzt zufällig verhindert war. Oder nein, noch besser ich sollte seine Eifersucht anstacheln. Ich hätte dich nie für so berechnend gehalten.“

„ Alexis,“, wandte Gretchen ein und legte ihm die Hand auf seinen Unterarm, „ ich hatte Herzklopfen mit dir. Du hast mich glücklich gemacht. Ich hab dich wirklich,wirklich mehr als nur freundschaftlich gern. Du bist in meinem Herzen. Du bist mir wichtig. Aber es reicht nicht um Marc herauszuschneiden. Ohne Marc bin ich nicht vollständig.“

„ Hat er dir je das gegeben was ich dir gegeben habe? Liebe, Zuneigung? Für den bist du doch nur eine weitere Nummer auf seiner Telefonliste. Dem geht es doch nur um sein Ego. Du bist ihm doch egal.“

„ Das stimmt nicht, Alexis. Ich bin Schuld. Ich hätte dich nicht heiraten sollen, solange ich noch Gefühle für Marc habe. Es war einfach unfair gegenüber dir und ich kann nur noch mal beteuern wie leid mir das alles tut.“

„ Du gibst uns also überhaupt keine Chance mehr?“

„ Alexis, du bist ein toller Mann. Du siehst gut aus, du bist großzügig und ehrlich, du kannst so charmant und gleichzeitig unglaublich mitfühlend sein. Du bist treu und aufrichtig und…“

„ Aber das reicht einfach nicht. Weil ich nicht Marc Meier bin.“, schloss Alexis.

Traurig schaute ihn Gretchen an, nahm ihren Ehering vom Finger und legte ihn in Alexis Hand. Sie schloss seine Hand um den Ring und sagte: „ Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen.“

Fassungslos und wütend zugleich blieb Alexis auf dem Bett seiner Noch-Ehefrau sitzen, während diese sich aufmachte um ihrem Herzen zu folgen.



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03.09.2010 16:30
#20 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So die große Versöhnung--> viel Spaß!


Ha, ich wusste, dass du es schaffst! Die Gefühle für Marc sind einfach zu groß! Hach, alles wird gut. Wir werden glücklich sein und wenn die Ehe erst annulliert ist…hm…alles ist jetzt möglich. Er wird dich auf Händen tragen und ihr werdet zusammen Eis laufen gehen oder Rollschuh fahren oder ein Take That - Konzert besuchen.

Gretchens jüngeres Ich brach in Entzückungsschreie aus.

Ähm hallo, aber das neue Jahrtausend hat schon begonnen? Außerdem will auf kein Take That Konzert…lieber in die Oper oder ins Balett…

Oh ja, dann könnte er einen Anzug anziehen. Da sieht er immer so scharf aus!

Oh ja und du könntest uns dann ein wenig Privatsphäre lassen und dich wieder deiner eignen Zeit widmen…, rief Gretchen bemüht begeistert aus.

Hm, ich muss ja erst meine Zukunft in Ordnung bringen. Bevor du nicht definitiv mit Marc zusammen bist und ihr nicht zusammen vor dem Traualtar steht, kann ich nicht gehen. Und dann ist da ja noch die Kinderplanung. Ich würde ja zu gern meine Kinder und Enkelkinder kennen lernen.

Oh nein, stöhnte das ältere Gretchen laut auf.

Jetzt jammer hier nicht rum, da vorne steht Marc. Du hast noch was gut zu machen!

„ Marc!“

Marc,der verträumt zum Fenster hinausstarrte, nahm tief Luft,drehte sich um und lief wortlos auf den Gang der Quaratänestation hinaus.

Oh,oh…er ist sauer.

Unter den verwirrten Blicken der Hochzeitsgäste lief Gretchen ihrem Oberarzt nach.
„ Was ist denn?“, fragte Marc gereizt.

„ Marc, du verstehst das völlig falsch. Der Kuss…“

„ Schon gut,du bist mir keine Rechenschaft schuldig!“

„ Marc, warum sagst du das? Du weißt genau, das es dich stört. Mich würde es ja auch stören, wenn du jemand anderen küssen würdest.“

„ Ach ja?“

„ Ja! Marc, das war kein Kuss aus Liebe. Es war ein Abschiedskuss. Ich habe Alexis alles erklärt. Ich habe mich für dich entschieden.“

Marc stand völlig fassungslos da und wusste nicht wirklich ob er seinen Ohren trauen konnte.



„ Marc Meier, wenn du Vollidiot jetzt nicht augenblicklich herkommst und mich küsst, dann muss ich leider Gottes sämtliche Moralvorstellungen über den Mann, der den ersten Schritt macht, über Bord werfen und…“

„ Ja…und, Hasenzahn?“ , süffisant grinsend sah Marc Gretchen an.

„ Ach Marc,“, sanft strich Gretchen über Marc´ s Kopf, „ soll ich jetzt wirklich so emanzipiert sein?“

„ Hm, nein lieber doch nicht!“, leise lachend schlang er die Arme um Gretchen und küsste sie mit voller Leidenschaft auf den Mund.

Juhuuuuuuuuuuuuuu, jauchzte ein kleines Mädchen in Gretchen´s Kopf und Gretchen musste plötzlich mitlachen.

„ Hasenzahn, normalerweise bin ich es gewöhnt,dass die Frauen, die ich küsse in Ohnmacht fallen oder in Entzückung ausbrechen, aber dass sie lachen ist noch nie vorgekommen. Darf ich bitte den Grund dafür erfahren?“

„ Ähm…ich hab mir das nur so lange gewünscht und jetzt wird es…war. Wie ein Märchen.“

„ Ok, du bist definitiv für den Romantikpart in unserer Beziehung zuständig.

Hat der gerade Beziehung gesagt? Marc Meier, chronisch beziehungsgestörter Obermacho führt eine Beziehung mit mir????

„ Ähm Gretchen?“ , fragte Marc grinsend als er das schwärmerisch verzogene Gesicht seiner Freundin sah.

„ Schuldigung.“

„ Komm mit, ich weiß genau wo es ein ungestörtes Plätzchen für uns zwei hat.“

„ Maaaaaaarc, du willst doch nicht hier…ich meine…jetzt?!“
„ Hoah, Gretchen! Natürlich hier,jetzt, auf dem Krankenhausklo. Zwischen Waschbecken und Handtuchhalter. Für was hälst du mich eigentlich? Da will man einmal romantisch sein und sich ein schönes Plätzchen für sich und seine Liebste suchen und dann denkt die gleich wieder man will sie flachlegen.“

„ Ist ja nicht so,dass ich prinzipiell gegen…du weißt schon was wäre.“, grinsend zwinkerte Gretchen Marc zu, „ nur…vielleicht nicht…jetzt. Mein Vater ist immer noch nicht übern Berg und wir sitzen hier fest und wissen selber nicht ob wir vielleicht krank sind.“

„ Ach Quatsch. Gott steckt sich nicht an. Und du siehst doch stabil aus.“, grinste Marc Gretchen frech an.

„ Aber jetzt komm, oder willst du hier Wurzeln schlagen?“

Kurz entschlossen nahm Marc Gretchens Hand und zog sie eilig durch den Gang in Richtung des kleinen Gewächsgartens, der durch einen Zugang mit der Quarantänestation verbunden war.



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04.09.2010 12:36
#21 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So- drei Teile zusammengefasst. Im nächsten Teil,ja wie soll ich das jetzt am besten beschreiben...also es gibt auf jeden Fall eine Menge Action,da die gute alte Polizei, unser Freund und Helfer Alexis festnehmen will. Und dann wäre da ja auch noch Max,der sich unbefugt der Quaratänestation genähert hat. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Thx an der Stelle für meine tollen Kommi-Leute,ihr seid super! Später kommt heut auf jeden Fall noch ein Teil. Bis dann, viel Spaß beim Lesen!





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Wer war diese Frau?

Abschätzend musterte Max durch das Schlüsselloch hindurch die blonde, junge Frau, die sein Sohn umschlungen hielt. Hübsch sah sie aus.

Schöne Locken, Strahleaugen, gut verteilte Proportionen…tolle Frau.

Ob sie Marc glücklich machte? Er wirkte so unbeschwert und fröhlich…irgendwie so glücklich wie noch nie zuvor.

Hm…ich muss herausfinden wer sie ist. Vielleicht kann sie mir helfen einen Zugang zu ihm zu finden…

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Währenddessen waren Mehdi und Gabi in ein Gespräch über Alexis von Buren alias Frank Mahler.

„ Gabi, wir müssen vorsichtig vorgehen. Er könnte eine Waffe haben. Was ist wenn er erst weiß, dass wir die Wahrheit über ihn kennen? Der Mann ist gefährlich… Und in welcher Gefahr erst Gretchen schwebt. Wir müssen sie retten. Folgen Sie mir, aber unauffällig.“, sprach Mehdi ganz in Agenten-Manier und tat bewusst unauffällig…zumindest glaubte er das.

„ Gretchen, wir müssen dir etwas sa…“, entsetzt verstummte Mehdi, als er seinen Erzfeind auf Gretchen´s Bett sitzen sah.

„ Meine Frau ist nicht hier. Oder sollte ich eher sagen… sie war hier, aber jetzt ist sie fort.“, sagte Alexis mit einem drohenden Unterton in der Stimme.

Geschockt schmiss Mehdi die Tür zu, drehte sich um und schaute entsetzt in Gabi´s große Augen.

„ Er hat sie aus dem Weg geräumt!“, riefen beide gleichzeitig entsetzt aus.

„ Polizei.“, rief Gabi, „ ich…ruf die Polizei.“
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„ Marc,kann ich jetzt endlich die Augen aufmachen? Ich bin nicht gerne blind mit dir unterwegs!“

„ Sag bloß du nimmst mir die „ 7 Minuten im Himmel“ immer noch übel.“

Lachend schüttelte Marc den Kopf.



„ Hallo, ich dachte du wärst es, bis ich dann auf Ulla´ s Zahnspange gestoßen bin und wir dann zwei Stunden warten mussten bis man unsere Zahnspangen wieder enthakt hatte. Das war echt nicht lustig. Wobei der Kuss wohl schon zur Top Zehn der besten Küsse ever in meiner Rangliste zählt.“

„ Oh… welche Ränge hab ich denn inne.“

Neugierig pustete Marc eine Strähne an Gretchen´s Ohr vorbei.

„ Hm…das bleibt wohl mein kleines Geheimnis.“

„ Jetzt sag schon, Hasenzahn. Ich will ja wissen wie oft ich dich noch mindestens küssen muss, ehe mir die Top Ten alleine gehört.“

„ Also Marc, das wird mir jetzt wirklich zu persönlich.“

„ Hey du kannst mich auch gern nach meinen besten Küssen fragen. Ich antworte dir ehrlich.“

„ Küsse ich besser als Gabi?“

Errötend und verschämt grinste Gretchen ihren Freund an.

„ Hahahahaha, Hasenzahn…ist das deine einzige Sorge? Dass du schlechter küsst, wie die Krankenhausschlampe?“

„ Marc….jetzt sag was.“

„ Also, die Top Drei meiner allerbesten Küsse…. Hm…also damals mit Gabi im Auto…das war schon heiß.“, grinsend wartete Marc die Reaktion seiner Freundin ab, die ihn erst abschätzend anschaute, dann entsetzt guckte und ihm dann einen Schlag gegen die Bauchmuskeln verpasste.

„ Hey,hey…war doch nur Spaß, Hasenzahn. Kein Grund gleich den Baseballschläger herauszuholen . Natürlich waren alle meine Top Ten Küsse nur mit dir.“

Gerührt blickte Gretchen in Marc´s Gesicht.

„ Na,na…nicht gleich wieder so rührselig…Du kennst mich doch…die ganze Kitschschiene…ne, danke.“

„ Oach Marc, auch in dir steckt ein weicher Kern.“

Lästig abwinkend küsste Marc seine Freundin auf die Wange.

„So, wir sind da.“

Staunend sah Gretchen sich um. Sie war inmitten eines kleinen Blumenparadieses. Ein kleiner viktorianisch eingerichteter Wintergarten mit Blick auf den Krankenhauspark bildete in einem kleinen Erker den Abschluss der großen Gewächsanlage.

„ Wow. „

„ Ich wusste, das würde dir gefallen. Romantisch genug?“

Sanft schloss Marc die Türe zum Wintergarten, setzte sich auf einen der verschnörkelten Stühle und zog Gretchen auf seinen Schoß.

„ Na, Frau Assistenzärztin Haase, wie fühlt es sich an die richtige Entscheidung getroffen zu haben?“

„ Hm,“, überlegte Gretchen lange, „ich weiß nicht. Irgendwie ist das alles so unreal. Du entwickelst dich unter meiner Führung zu einem humanen Lebewesen, das Gefühle zulässt…“

„ Oh Gretchen,bitte! Ich geb mir ja Mühe, aber bitte , lass mich nicht total verweichlichen.“, flehte Marc.

„ Oach Schatzi, jetzt sei doch bitte nicht so.“, lächelte Gretchen ihren Freund zuckersüß an und strich ihm betont süßlich über die Wange.

„ Oh nein…“ , gespielt entsetzt lies Marc den Kopf in den Nacken fallen während seine Freundin ihm sanft den Hals küsste und begann die obersten Knöpfe seines Hemdes zu öffnen.

„ Ich…hm…will…gar…nicht, dass du dich änderst. Ich mag nämlich zufällig deine Ich-will-nicht-zu-einem-Softie-verkommen-aber-für-Gretchen-werde-ich-zum-Beziehungsmensch- Art sehr gern.“

„ Ähm Gretchen“, murmelte Marc, während es ihm allmählich heiß wurde, „ meinst du nicht wir sollten…“

„ Hm?“, fragte Gretchen während sie mit beiden Händen beschäftigt war, Marc´s Hemd aufzuknöpfen und jede Faser seines Körpers aufzusauegen.

„Warten?“

Augenblicklich stoppten Gretchen´s Hände und ihr Gesichtsausdruck wurde augenblicklich zu einer total verdatterten Maske.

„ Hmmm…weißt du: Prinzipien sind ja an sich schon ganz gut und so, aber ich meine…wir sind ja jetzt fest zusammen und wir sind hier ja ungestört und es sieht uns ja keiner…und weil ich dich wirklich sehr,sehr,sehr…liebe, würde ich sehr gern mit dir schlafen, auch wenn ich vorhin vielleicht nicht den Eindruck gemacht habe.“

„ Hasenzahn“, sanft umgriff Marc Gretchen´s Taille und zog sie fest zu sich, „ glaub mir, ich würde genauso gern jetzt alles vergessen und mit dir schlafen. Aber glaub mir,ich will,dass es dieses Mal etwas besonderes wird. Und nicht in einem total abgewrackten Krankenhaus mitten in einer Seuchenepedemie.“

„ Du hast Recht.“, traurig schaute Gretchen zu Boden.



„ Hey,hey,hey,ich liebe dich.“, flüsterte Marc als er Gretchens Kinn anhob und sie küsste.

Gretchen´ s Augen füllten sich mit einem Tränenschleier, als sie seine Worte hörte. Sie musste ihm wirklich wichtig sein. Er musste das alles wirklich ernst meinen.

„ Ich liebe dich auch, du Oberarsch Meier.“



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04.09.2010 19:39
#22 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So-nächster Teil.Ich sag´s vorneweg, Alexis wird noch nicht vollständig von der Bildfläche verschwinden,auch wenn ein Glück mit Gretchen vollständig ausgeschlossen ist. Nächster Teil kommt morgen und beschäftigt sich wieder mit Mar und seinem Daddy bzw. Gretchen.lg und viel Spaß


Während die beiden Ärzte sich in ihr himmlisches Paradies zurückgezogen hatten, war inzwischen die Polizei eingetroffen. Mit Schutzanzügen waren sie in die Quaratänestation gestürmt und hatten nach dem Grund für den eingehenden Notruf gesucht.

„ Tag, Polizei Berlin. Wir suchen einen gewissen Alexis von Buren.“

„ Ja, hier. Alexis von Buren.“, rief Alexis mit einem unguten Gefühl in der Magengegend.

„ Herr von Buren, wir erklären sie wegen des Verdachts auf schweren Betrug, Urkundenfälschung, vorsätzlicher Täuschung für verhaftet. Des weiteren wird die schwere Anschuldigung des Mordes an ihrer Ehefrau gegen sie erhoben.“

„Was,wie…aber Gretchen ist doch nicht tot.“

„ Alexander, was hat das zu bedeuten?“, fragte Bärbel naiv.

„ Alexis.“

„ Nein,“, rief Gabi besserwisserisch, „ eigentlich heißt er nicht so. Er ist ein Betrüger! Ich hab es mit eigenen Ohren gehört. Und die da ( sie zeigte auf Alexis´ Mutter) steckt mit ihm unter einer Decke. Und die haben den dicken Hasen umgebracht! Dr. Kaan und ich haben es mit eigenen Ohren gehört.“

„ Fräulein, es sind doch bedeutend schwere Anschuldigungen die sie da erheben.“, wandte der ältere Polizist ein.

„ Dr. Kaan und ich waren beide Zeugen. Überprüfen sie doch mal seine Identität.“

Hilfesuchend schaute Gabi zu Mehdi, der sich die schweißnasse Stirn abtupfte.

„ Sie beide können aber nicht irgendwie beweisen,dass…“

„ Was ist denn hier los?“, rief eine selbstsichere Stimme.

„ Was,“, zischte Gabi, „die ist ja gar nicht tot.“

Gerade waren Gretchen und Marc Hand in Hand in das Zimmer gekommen und starrten nun verwirrt auf die Szene,die sich Ihnen bot.

„ Wenn ich dann auch mal etwas sagen dürfte…“, fing Frau Nettelsbacher an.
„ Nein, ich glaube es ist vielmehr Zeit, dass ich etwas sage. Gretchen,glaub mir, ich hab das alles nicht gewollt.“

Zähneknirschend musste Marc ansehen wie seine Freundin verwundert an Alexis Seite wanderte und gebannt seinen Worten lauschte.

„ Sternchen.“, sagte Alexis während Marc zusammenzuckte, „ ich…ich bin nicht der, der ich vorgebe zu sein. Ich… heiße nicht Alexis von Buren und ich bin auch kein Millionär. Ich bin ganz einfach nur der Mann der dich liebt und der dich für immer glücklich machen wollte.“

Liebevoll lächelte er Gretchen an.

„ Alexis von Buren hat Selbstmord begangen als er dachte, das Wasser würde ihm bis zum Hals stehen. Ich habe seine Identität angenommen und sein Leben gelebt.“

„ Er ist ein Betrüger, ein Betrüger ist er. Eine, alte, blinde Frau wollte er täuschen. Ach mein armes Herz.“, rief Alexis´ Mutter.

„ Ähm…Sie alte Schachtel- geht´s Ihnen noch gut? Sie wussten doch ganz genau wer vor Ihnen stand. Frau Kragenow kann das zweifelsfrei bezeugen.“, rief Alexis entrüstet.

„Ich äh…muss gehen.“

„ Oh nein, das glaube ich kaum Frau von Buren. Sie werden uns aufs Revier begleiten. Herr von Buren,bitte kommen sie mit uns.“

Frank trat einen Schritt vor, umarmte Gretchen fest und murmelte ein schwaches „ Tut mir leid.“

Schockiert musste Gretchen nun mit ansehen wie ihr Noch-Ehemann oder vielmehr ihr ungültiger Ehemann sich blitzschnell von den Justizvollzugsbeamten losriss und zur Tür hinausstürmte.

Entsetzt starrten die Hochzeitsgäste Alexis nach, der unter der Verfolgung der Polizisten eine Hetzjagd durch das Krankenhaus veranstaltete.

Und Gretchen…stand einfach nur da. Das Blut schoss ihr durch die Wangen, Tränen flossen aus ihren Kulleraugen und sie vergrub das Gesicht in den Händen. Furchtbare Scham überkam sie und gerade als sie sich am liebsten in einem Mauseloch verkrochen hätte, ging Marc auf sie zu und zog sie fest in seine Arme.

„ Alles ist gut, Hasenzahn. Alles ist gut.“

Kopfschüttelnd und nach wie vor weit im Unklaren standen die Hochzeitsgäste um Marc und Gretchen herum und beobachteten die merkwürdige Szene,die sich da vor ihnen bot.

„ Aber, wenn nicht Alexander…wie heißt er denn dann?“, rätselte Bärbel.

„ Es war die richtige Entscheidung diese ganze Sache für sie zu beenden.“, dachte Mehdi.
„ Oh Dr. Kaan sieht so unglaublich gut aus. Ob er den dicken Haasen schon vergessen hat? Oh, wie er mich heute Nachmittag beruhigt hat. Er ist so einfühlsam!“, dachte Gabi während sie Mehdi eingehend musterte.

Und während sich alle anwesenden mit dem totalen Hochzeitscrash beschäftigten,fühlte Gretchen sich so geborgen wie noch nie, während sie in Marc´s Armen von schöneren Zeiten träumte.



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05.09.2010 18:58
#23 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So :) Neuer Teil! Nächster Teil kommt wieder morgen. Seid vor allem gespannt was zwiscehen Marc´s charmanten Daddy und Mitzi passiert. Max wird Gretchen wohl ziemlich schockieren. Ich dachte,ich müsste alle Infos,die bisher zur dritten Staffel bestehen mit einbauen. Ich hoffe ich hab ne gute Lösung gefunden. Wartet´s ab!Kommis wären super! lg


Unterdessen lief im Elisabethkrankenhaus ein bisher nochvöllig unbekannte Frau durch die Flure…Verzweifelt lief sie durch die Gänge um ihren kleinen Bruder zu suchen,der sich wohl in Lebensgefahr befand. In Quarantäne,hatten die Ärzte gesagt. Aber Maurice war doch auch Arzt. Marie alias Mitzi Knechtelsdorfer war sofort dem Anruf des Krankenhauses gefolgt,hatte sich ins Auto gesetzt und war mit Höchstgeschwindigkeit nach Berlin gedüst.

Aufgeregt rief sie immer und immer wieder den Namen ihres Bruders.

„ Maurice,Maurice! Verdammt noch mal, Maurice! Wo bist du? Autsch…“



Mitzi rieb sich den Kopf. Gerade als sie um die Ecke biegen wollte, war sie gegen einen gutaussehenden Mann geprallt.

„ Oh junge Frau,bloß nicht so stürmisch,sonst verletzen Sie sich noch.“

Verwirrt von den warmen, grünen Augen brachte Mitzi zunächst nur ein herausgedrücktes
„ Entschuldigung.“ heraus.

„Gestatten Sie“, sagte Max lächelnd, „ Max Meier, mein Name. Mit wem habe ich die Ehre,Verehrteste?“

Verlegen strich Mitzi sich die Haare glatt. Obwohl der Mann vorher mindestens 15 Jahre älter als sie war, konnte sie kaum seinem Charme wiederstehen. Die blitzenden Augen, das wuschelige, dunkle Haar, die tiefe, angenehme Stimme, der durchtrainierte Körper…

„ Marie. Marie Knechtelsdorfer. Ich suche meinen Bruder. Er wurde auf die Quarantänestation gebracht.“

„ Teuerste, ich würde Ihnen nicht raten dort rein zu gehen. Erstens ist die Ansteckungsgefahr sehr hoch und zweitens können Sie sowieso nichts für Ihren Bruder tun. Auch mein Sohn ist vorerst in der Quarantänestation. Wir können wohl nur abwarten und hoffen. Wenn ich Sie jedoch in die Krankenhauscafeteria einladen dürfte und wir dort auf Neuigkeiten warten könnten,wäre ich wirklich angenehm erfreut. Wenn Sie mir die Ehre erweisen würden?“

Galant bot Max Mitzi den Arm und zwinkerte ihr verschlagen zu.

Sein offensiver Charme sowie seine wirklich ansprechende Verpackung überzeugten Mitzi schließlich und sie nahm erfreut den ihr angebotenen Arm an.

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„Ich kann einfach nicht glauben,dass ich mich so in ihm getäuscht habe,Mama.“

„ Oh doch, du hast ihn sogar geheiratet!Und dabei hat Alexander immer so einen feudalen Eindruck gemacht…Ich hätte schwören können, er hätte sogar die Ohren der Queen.“

„ Mama,Alexis. Und weil er mich angelogen hat,bin ich gar nicht mit ihm verheiratet.“

Oh nein…das heißt ich hab´ wirklich nicht vor meinem 30. geheiratet…

„ Und jetzt? Ist der Meier wieder am Zug? Bist du an ihm dran?“

„ Mama! Marc und ich…wir lassen es ganz langsam angehen.“

„ Und wann heiratet ihr?“

Ähm…nie wie ich Marc kenne?

„ Mama, vielleicht ist das keine besonders gute Frage, nachdem das heute schon der zweite Hochzeitsanlauf ist,der nicht geklappt hat?“

„ Aber aller guten Dinge sind doch drei.“

„ Wehe du redest darüber mit Marc!“

„ Worüber soll deine Mutter nicht mit mir reden?“

Fragend musterte Marc seine Freundin.

„ Ähm nichts,nichts. Oh danke für den Kaffee.“, sagte Gretchen und nahm Marc´s Tasse aus seiner Hand.

„Ich lass euch beiden dann mal allein.“

„ Und meld dich,falls sie was wegen Papa wissen.“

Bärbel stand auf und gesellte sich zu Mehdi und Gabi, mit denen sie sich weiterhin über das Thema „ Wie erkenne ich einen gefälschten Millionär zu widmen?“

„ Hasenzahn,nicht,dass ich irgendwie schadenfroh klingen will,aber…ich hab´ s dir doch gleich gesagt: Du und der Schnösel-ihr passt nicht zusammen.“

„ Stimmt, ich pass ja besser zu Oberarsch und Vollmacho Dr. Marc Meier.“

„Stimmt.“, erwiderte Marc grinsend und schlang einen Arm um die Hüfte seiner Freundin.

„Aber versprich mir bitte eines: bitte,bitte,bitte…gib mir keine Tierkosenamen, wandle meine Wohnung nicht in ein Barbiehaus um und mein allerletzter Wunsch ist…bitte hab Geduld mit mir. Das wäre dann…“, Marc begann zu zählen, „Oh erst meine zweite richtige Beziehung. Also bitte,zick nicht wieder gleich rum wenn ich irgendwas falsch mache.“

„ Hm…was die Tierkosenamen angeht ist das letze Wort noch nicht gesprochen, Hasi, “, wandte Gretchen lachend ein, „ aber ansonsten bin ich mir sicher,dass du ein wunderbarer Freund und Ehem…ok,ok schon gut.“
Marc grinste sie verlegen an.

Gretchen war die Frau, die ihn eines Tages vor den Traualtar ziehen würde, da war sich Marc sicher. Und was ihn noch mehr ängstigte, dass er vermutlich irgendwann freiwillig Gretchen heiraten wollen würde. Er,der Mann,der der Gartenschlauch war. Der Mann,der sich nie band.

Naja,dachte Marc, erst einmal überstehen wir die Ebola- Epedemie und dann…dann sehen wir weiter.



Nachdenklich setzt sich Marc neben seine Freundin und strich sanft über ihren Handrücken, während Gretchen sich an sene Brust lehnte und gemütlich einschlummerte.

Während sich die Sonne langsam senkte, war im Krankenhaus noch Hochbetrieb. An allen Fronten wurde um das Leben der sieben Infizierten, darunter Gretchen´ s Vater, nach wie vor gekämpft.

Während in der einen Ecke das große Glück nach langen Strapazen angekommen war und schon wieder neue Herausforderungen vor Gretchen und Marc standen, waren in der anderen Ecke immer noch Fragen über Fragen offen.

Würde man das Leben der Infizierten retten können?
Wo war Alexis?
Würde er letztendlich bestraft werden?
Würde Marc´ s Vater endlich die Chance haben seinem Sohn alles zu erklären?
Würde Mitzi Knechtelsdorfer ihren Bruder wieder sehen?
Und letztendlich die größte aller Fragen: Würde Gretchen noch einmal den Schritt vor den Traualtar wagen?



happyweekend Offline

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06.09.2010 22:14
#24 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

So-sorry,dass es so spät geworden ist,aber leider werden die nächsten Teile diese Woche auch immer erst um diese Zeit online kommen...Komm immer erst um 8 von der Arbeit heim und kann erst immer dann weiterschreiben. Trotzdem jetzt viel Spaß.bd lg




„ Schatz?“

Marc stöhnte leicht auf.

„ Maaaaaaarc!“

„ Hasenzahn, was ist denn jetzt schon wieder?“

„ Ich kann nicht einschlafen.“

„ Dann zähl Speckringe.“

„ Ich mein´s ernst.“

„ Ich auch. Au!“

Marc rieb sich den Arm.

„ Tja,das hast du nun davon,wenn du immer so frech zu mir bist.“, lachte Gretchen und tippte mit ihrem Finger auf Marc´s Nase.

„ Oho, Frau Assistenzärztin…Versuchen Sie mal nicht mich hier zu einem Weichei zu erziehen.“

„ Maaaaaaaaarc, ich kann immer noch nicht schlafen.“

„ Ja toll und ich auch nicht, wenn du mir jetzt die Ohren voll quengelst. Wie alt bist du? 12?“

„ Maaaaaarc, gehst du mit mir zusammen ein bisschen spazieren? So ganz romantisch bei Mondschein durch die Krankenhausflure?“

Ungläubig sah Marc seine Freundin an.

„ Hasenzahn…“, begann Marc, doch dann sah er das schöne Gesicht vor ihm und entschied sich Gretchen diesen Wunsch zu erfüllen.

Erschöpft atmete Marc aus und warf den Kopf in den Nacken.

„ Also gut. Komm.“

Fröhlich ergriff Gretchen Marc´s Hand und zog ihn hinaus auf den Flur um eine ganz bestimmte Absicht zu verfolgen.

„ Marc…du?...duuuuu?“, fragte Gretchen einschmeichelnd, während sie an Marc´s Hemdkragen spielte, „ duuuuuuuuuuuuuuuu? Du liebst mich doch?“

„ Oah ne, Gretchen, jetzt echt,bitte…wir hatten das Thema doch schon. Ich muss dir doch nicht alle zwei Sekunden sagen wie sehr ich dich…ja wie sehr ich dich…du weißt schon.“

„ Hm…ich hör´s nur so gern.“. lächelte Gretchen,schlang die Arme um ihren Freund und schmiegte sich an seine Brust.

„ Duuuuuuuu?“

„ Was noch? Spuck´s aus!“

„ Ok, ich mach´s auf die direkte Tour. Marci,meinst du nicht,Papa würde sich über das mit uns beiden freuen?“

„ Ähm…keine Ahnung, ob er mich so gern an deiner Seite sieht,aber er würde sich bestimmt freuen dich glücklich zu sehen.“, sagte Marc leicht verwirrt angesichts der Art wie Gretchen fragte.

„ Uuuuuuuuund… gerade weil er sich so darüber freuen würde und es ihm bestimmt gaaaaaaanz bald wieder besser gehen wird und …und…und heute eigentlich meine Hochzeitsnacht wäre…“

„ Gretchen, du wolltest es auf die direkte Art probieren.“

„ Maaaaaarc…das ist jetzt echt nicht so einfach…“

„ Ja und kompliziert versteh ich´s nicht.“
„ Herrgott Marc, ich will mit dir schlafen.“

„ Was?“

„ Hoach…ich will mit dir schlafen.Jetzt. Heute wäre eigentlich meine Hochzeitsnacht. Und jetzt hab ich endlich den passenden Mann. Ich verzichte auf den ganzen Romantikscheiß: Ich brauch das nicht. Ich brauch nur dich.Nur dich. Wirklich.“

Marc strich sanft über die Stirn seiner Freundin.

„ Und du sagst das jetzt nicht einfach so, weil du weißt,dass ich auf das Romatikzeugs nicht stehe?“

„ Nein, sondern weil ich dich wirklich ,wirklich liebe und dir ganz nahe sein will. Richtig. Ohne Handbremse. Ohne Vollspeed. Einfach ein goldener Mittelweg,“

„ Sicher? Ich kann noch warten.“

„ Boah Marc, heißt du Edward Cullen? Ich kann nicht warten.Schau mal wie schwer wir es uns in den letzten Monaten gemacht haben. Unnötig schwer. Wie wär´s, wenn wir einfach mal etwas auf die leichte Tour probieren.“

„ Also…auf die leichte Tour?“

Marc grinste verschlagen unter einer Strähne seines verwuschelten Haares hervor.
Dann beugte er sich vor und küsste Gretchen leidenschaftlich auf die Lippen, zog sie hinter die Ecke und begann ihr die blaue Seidenbluse zu öffnen.

Gretchen schloss die Augen und wuschelte durch Marc´s Haare, während sie mit der anderen Hand begann, die Tür zum Zimmer hinter ihnen zu öffnen.

Ohne das Licht anzuschalten tasteten die beiden sich durch das Dunkel bis zum Bett hinüber.

„ AUA!“, riefen zwei Stimmen gleichzeitig.

„ Was ist denn?“

„ Ich hab mir gerade den Kopf an irgendwas gestoßen.“, antwortete Gretchen mit schmerzverzerrter Stimme.

„ Hallo,ist da jemand?“, fragte eine verschlafene Stimme.

Durch das Dunkel hindurch merkte Gretchen wie Marc zusammenzuckte und sich versteifte.

Als das Licht anging standen sich auf einmal vier Menschen gegenüber von denen sich mindestens zwei lieber nicht in einer solchen Situation gegenübergestellt gesehen hätten.

„ Oh, ähm… entschuldigen Sie… wir ähm… sind wohl schon in ein belegtes Zimmer hereingeplatzt.“ , sagte Gretchen um die etwas unentspannte Situation auszugleichen.

Doch irgendetwas stimmte nicht, das spürte Gretchen. Und als sie den gegenüberstehenden Mann musterte, war ihr auf einmal sofort klar was.

Schweigend, mit einem bösen und durchdringenden Blick stand Marc seinem halbnackten Vater gegenüber.

„ Marc, Schatz, wollen wir gehen?“

„ Nein,einen Augenblick noch. Lass mich dir noch ganz kurz jemanden vorstellen.“

„ Marc,das muss doch jetzt nicht sein…“

„ Oh doch,glaub mir, das muss sein! Gretchen, darf ich dir meinen Erzeuger vorstellen. Das ist er: Der Mann, der seine Familie im Stich lies um sich selbst zu verwirklichen. Und der heute, nach fast 20 Jahren vor mir steht und mir irgendwelche Lügengeschichten erzählt, nur um ein paar Stunden später mit einer wildfremden und halbnackten Frau in dem Zimmer aufzutauchen in das ich mit meiner Freundin platze.“

Schweigen legte sich über den Raum.

„ Na Vater, willst du meiner Freundin nicht erzählen wie das mit den Meiers ist? Bindungsunfähig, unzuverlässig, treulos und ,dass sie immer abhauen, wenn es ernst wird? Na los, erzähl ihr, dass du Mutter verlassen hast, als ich 13 war.“

„ Marc,das ist nicht fair.“

„ Fair? Fair? Du bittest um Fairness? Wo hast du denn je auf Fairness geachtet? Du existierst für mich nicht. Was machst du hier? Platzst einfach so in mein Leben. Ich bauch dich nicht. Hau endlich ab. Ich hab dich nie gebraucht. Weil du mir egal bist. Ich bin froh, wenn du wieder weg bist und ich deine Visage nie,nie, nie mehr sehen muss…“

„ Marc, vielleicht sollten wir gehen.“, beruhigend nahm Gretchen Marc´s Hand.

„ Moment. Vielleicht wäre es an der Zeit,dass mir mein Vater auch seine charmante Begleitung vorstellt- wo sie doch schon so halbnackt vor uns steht?“

„ Marc,bitte… glaub mir,das ist zu viel für dich. Reg dich nicht so auf,bitte.“

„ Gretchen, bitte. Lass mich das zu Ende führen. Der da, schuldet mir eine Erklärung. Hat er immer.“

Mitfühlend drückte Gretchen Marc´s Hand und strich beruhigend darüber.

„ Marc,bitte! Hör mir doch endlich einfach mal zu!“

„ Hey, klar ich geb dir ne weitere Gelegenheit mich zu verarschen. Ey, du kannst mich mal.“

„Ich habe dir eine Erklärung gegeben, du wolltest sie nicht glauben.“

„ Wer soll dir denn schon noch glauben?“, fragte Marc verletzt und rannte aus dem Zimmer wobei er die Tür laut zuschlug.
Verwirrt von der seltsamen Situation, derer sie gerade Zeugin geworden war, schüttelte Gretchen den Kopf und rannte ihrem Freund hinterher.

Warum hat mir Marc nichts gesagt? Er ist doch sein Vater. Warum hat er mir nichts anvertraut. Es muss ihm beschissen gehen. Ausgerechnet heute…wo wir so glücklich waren… Oh Marc… Und sein… Vater… oh mein Gott, ich dachte ein 15-20 Jahre älterer Marc steht vor mir. Ich muss jetzt für ihn da sein. Ich kenne Marc. Er spielt jetzt vermutlich wieder den Unnahbaren,der nichts fühlt und in Wirklich keit leidet er wie ein Hund.

Entschlossen ihrem Liebsten Beistand zu leisten, lief Gretchen ihrem Glück entgegen.



happyweekend Offline

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07.09.2010 23:21
#25 RE: story von happyweekend Zitat · antworten

Hey,neuer Teil kommt online! Die nächsten Teile gehen hauptsächlich um Gretchen-Marc, aber auch mehr über die Zeit in den letzten 10 Tagen, die ich mit dem Zeitsprung überflogen habe. Würde mich sehr über nue Kommis freuen,da macht das Schreiben gleich wieder mehr Spaß. Lg und viel Spaß!





„ Schatz…Schatz,hey! Alles ok?“

Sanft strich Gretchen über Marc´s Wange, der sich verstohlen über die Augen wischte.

„ Ja,ja…hey,alles ok. Er ist nur ein egoistischer Heuchler, der mir mein Leben versauen will. Nichts womit du dich belasten solletst.“, entgegnete Marc mit gebrochener Stimme.

„ Marc, ganz so einfach ist das nicht. Wir sind zusammen. Da kann ich ja nicht deine Probleme einfach so ignorieren.“

„ Ein überflüssiges Problem. Er soll aus meinem Leben verschwinden. Damals hat er das doch auch ohne zu zögern gekonnt. Gretchen, weißt du was das für einen 13- Jährigen bedeutet, wenn sein Vater ohne irgendeine Erklärung einfach abhaut und sich nie wieder meldet?“

„ Hey,hey, Marc…Ich bin doch auf deiner Seite.“

Tröstend nahm Gretchen Marc in den Arm und drückte ihm einen Kuss auf die Schulter.

„ Tut mir leid, dass er unseren Abend so verdorben hat.“

„ Mir tut´s noch viel mehr leid,das kannst du mir glauben.“ , entgegnete Marc und drückte seine Freundin fest an sich.

„ Marc,versprich mir bitte,dass wir keine Geheimnisse mehr voreinander haben.“

Gut, vielleicht meine echte Kleidergröße und mein exaktes Gewicht…

„ Gar keine?“

„ Hm…ok nur die wirklich wichtigen musst du mit mir teilen.“

„ Ich liebe dich.“

„ Das war kein Geheimnis.“ , sagte Gretchen,während sie Marc zuzwinkerte.

„Aber eine Tatsache.“


Komplett erschöpft und müde sanken beide selig und ineinander verschlungen in den Schlaf.




10 Tage später






„ Marc,ich kann´s einfach nicht glauben. Endlich hat dieser ganze Albtraum sein Ende. Wir kommen endlich hier raus und Papa geht´s wieder gut und wir haben Urlaub und…“

„ Und du holst jetzt erst mal Luft, Hasenzahn. Ich freu mich jetzt auch erst mal auf ein bisschen Freizeit und Zeit zum Entspannen.“

„ Ohne mich?“, fragte Gretchen lächelnd, wobei sie Marc einen extra tiefen Einblick in ihr Dekoltee gab.

„ Doch. Mit dir.“, anwortete Marc und gab seiner Freundin mit der Akte,die er in seiner Hand hielt einen Klaps auf den Po.

„Maaaarc.“

„ Ja was? Darauf haben wir doch jetzt 11 Tage, wenn nicht noch länger gewartet. Also…“

„ Geht´s vielleicht noch n´ kleines bisschen romantischer?“

„ Hoah Gretchen…bitte?“

Mit einem gespielt kindlichen Ausdruck grinste Marc Gretchen an.

„Hm… zu dir oder zu mir?“

Augenblicklich verzog sich Marc´s Gesicht zu einem freudestrahlenden Breitmaulfroschgrinsen.

„ Vielleicht dahin, wo ich keine Barbie- Albträume bekomme, wenn ich einschlafe?“

„ Ich glaube lieber Marc,“, flüsterte Gretchen in sein Ohr,nachdem sie sich nach alle Seiten hin abgesichert hatte, „ dass du heute Nacht zu ganz vielen Dingen kommen wirst, aber ganz sicher nicht zum Schlafen.“

Verschlagen zwinkerte Gretchen Marc zu und pustete ihm leicht ins Ohr, ehe sie ihm einen dicken Schmatzer auf die Wange verpasste.

„ Ey, ich sag dir…du spielst die Unschuldsnummer nur. In Wirklichkeit bist du der Vamp. Du hast ja hier mal die Übung im anflirten.“

Sprachlos und mit ausgestrecktem Zeigefinger starrte Marc seiner geheimnisvoll grinsenden Assistenzärztin nach und wurde von ihr nach draußen gezogen.


Ein Klacken erfüllte den Raum,als der Schlüssel im Schloss knackte und herumgedreht wurde.

„ Meine Wohnung kennst du ja schon und wo das Bad ist, hast du ja auch schon herausgefunden.“, presste Marc lachend heraus und dachte an die Duschaktion vor einigen Monaten mit Gretchen zurück.
„ Ha,ha. Sehr lustig. Wenn du mir aber auch immer alles verheimlichst.“

„Wenn du auch immer so neugierig bist.“

Spaßig stupste Marc auf Gretchens Nase und drückte einen Kuss darauf.

„ Hm… dein Schlafzimmer sieht ohne Gaby´s Klamotten,die überall herumliegen definitiv besser aus!“

„ Und du siehst ohne Klamotten noch viel besser aus!“

Sanft schob Marc Gretchens Oberteil hoch und begann leicht ihr über den Rücken zu streichen.

„ Marc,ich hab Hunger.“ Zu v

„ Ich auch. Auf dich.“

„ Ich mein´ s Ernst.“

Stirnrunzelnd schüttelte Marc den Kopf, wandte sich dann um, um in der Küche etwas kleines für Gretchen zuzubereiten.

Dabei murmelte er ständig „ immer der falsche Zeitpunkt“ vor sich hin.

Gretchen schloss schnell die Badezimmertüre ab und zog eine Tüte unter ihren ganzen Sachen heraus,die sie sich für ihr Treffen mit Marc herausgesucht hatte.

Überall im Zimmer begann Gretchen weiße Duftkerzen zu verteilen und anzuzünden. Zügig verstreute sie rote Rosenblätter und dekorierte den Raum mit weißem Stoff.Sie verdunkelte das Zimmer und schließlich hob Gretchen eine kleine,silbrig glänzende Tüte hervor und begann sich umzuziehen.



Während Gretchen zuerst die schwarze Spitzenunterwäsche anzog und anschließend das schwarze Empirekleid mit Goldapplikationen auftrug, war Marc nach wie vor in der Küche damit beschäftigt den Herd irgendwie anzukriegen…

Verdammt…wieso hab ich hier so ein scheißteures Teil stehen wo ich eh nur beim Chinesen oder Italiener mein Essen bestelle?

„ Haaaaaaaaasenzahn? Macht´s dir was aus, wenn ich dir was vom Chinesen bestelle?“

„ Nene Schatz, nur bitte kein Ton Bui…“, rief Gretchen lachend während sie sich an ihr chaotisches erstes Date mit Alexis erinnerte.

„ Wobei…eigentlich hab ich doch keinen Hunger… Zumindest nicht auf Essen. Komm doch lieber her.“

„ Wie du befiehlst.“, stieß Marc erfreut aus und rannte mit schnellen Schritten ins Schlafzimmer wo er eine große Überraschung vorfand.



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