Sodele,ein neuer Teil. Hoffe er gefällt euch. Würd mich über ein Lebenszeichen meiner Leser freuen. Auch kurze Kommis zeigen mir,dass ihr euch für meine Story interessiert und sind für mich Motivation. Also, wenn möglich kurzen Kommi hinterlassen. Bis dann lg
Sprachlos stand Marc in der Tür und ließ den Kochtopf, den er unnötigerweise im Eifer des Gefechts mitgenommen hatte mit einem lauten Knall zu Boden gleiten.
Er ließ den Blick über den ganzen Raum gleiten und blieb schließlich bei Gretchen hängen, die gerade noch versuchte das Preisschild ihre Kleides abzurupfen. Verführerisch lächelte sie Marc unter ihrer wilden Lockenpracht zu und fragte: „ Na Schatz?“
Ohne zu antworten lief Marc auf Gretchen zu und umarmte sie fest, während er ihr einen festen Kuss gab. Sanft und dennoch leidenschaftlich hob er seine Freundin auf das Bett und begann behutsam ihr die über die Beine und den Hintern zu streichen. Schließlich nahm er ihr Gesicht in beide Hände und begann vom Bauchnabel aufwärts in Richtung Gesicht die Haut zu küssen. Überall wo Marc Gretchen berührte, bildete sich eine Gänsehaut. Mit zitternden Fingern knöpfte Gretchen die Knöpfe von Marc´s hellblauen Hemd auf und strich über seinen sonnengebräunten Rücken bis zum Gürtel hinab, an dem sie sich langsam aber entschieden zu schaffen machte.
Marc schob unterdessen beide Hände unter den dünnen Stoff, der beide noch voneinander trennte und zog anschließend den Reißverschluss des Kleides hinunter. Das Kleid glitt herab und Marc war wie bezaubert. Sollte das vor ihm wirklich der kleine Hasenzahn vom Schulhof sein? Diese wunderschöne Frau? Die perfekten Rundungen, die glänzenden, blonden Locken, die strahlenden Blitzeaugen? Und was man von außen nicht erkennen konnte- das reinste,größte und gütigste Herz von allen?
„Was ist los? Stimmt was nicht?“
Zweifelnd schaute Gretchen ihren Freund an.
Ey,bitte mach jetzt keine dummen Witze über meine Figur…findet der mich etwa fett?
„ Ich hab nur gerade nachgedacht wie wunderschön du heute aussiehst.“
Oh Gott, wie süß…
„ Nur heute?“, fragte Gretchen spöttisch.
„ Nein,immer.“
Liebevoll küsste Marc Gretchen´s Bauch und fing an sie zu kitzeln, bis sie vor lachen fast vom Bett fiel.
Leidenschaftlich begannen beide schließlich sich ihrer Klamotten zu entledigen. Dabei schauten sie einander tief in die Augen und strichen mit fließenden Bewegungen über den Körper des jeweils anderen. Es lag keine Hektik und keine Unsicherheit in ihren Bewegungen. Nur gegenseitiges Vertrauen, Respekt und vollkommene Hingabe einer großen Liebe. Mit jeder Faser ihrer Körper war die erotische Anziehungskraft der beiden zu spüren, die sich wie zwei Magnete magisch anzogen und einander umkreisten. Letzten Endes versanken beide in einer tiefen Umarmung und Umklammerung, während ihr Liebesakt sich seinen Weg bahnte. Beide gingen sehr vorsichtig und zerbrechlich miteinander um. Vorsichtig- um das noch junge und zerbrechliche Glück, das beide umgab nicht zu gefährden.
„ Oh Marc, ich liebe dich so sehr.“, murmelte Gretchen bevor sie sich endgültig Marc hingab.
„ Hasenzahn…ich liebe dich mehr, auch wenn das ´mir jetzt endgültig die Eier abschneidet.“
Es war eine wunderschöne Nacht voller Leidenschaft in der sowohl Marc wie auch Gretchen letzten Endes wussten wie stark die gegenseitige Hingezogenheit zueinander bestand und die zweite Erkenntnis, die sie aus diesem Abend zogen, war das Gefühl eines Schicksals, dass sie beide durch Höhen und Tiefen letztendlich doch nur zueinander geführt hatte.
Die ersten kleinen Sonnenstrahlen, die in ihr Gesicht schienen, weckten Gretchen. Staunend sah sie auf die linke Bettseite wo ein junger Mann mit verstrubbelten, braunen Haaren sich weit ausgestreckt hatte. Er nahm mit seiner Körperspannweite 2/3 des gesamten Bettes aus und murmelte glücklich und zufrieden im Schlaf vor sich hin. Lächelnd strich Gretchen ihm mit dem kleinen Finger über die Wange und hob seinen Arm um ihn um ihre Taille zu schlingen. Glücklich schmiegte sich Gretchen mit dem Gesicht zu Marc an ihren Freund . Eine Weile verhielt sie in dieser Position.
„ Hasenzahn…schau mich bitte nicht so an, wenn ich schlafe.“
„ Marci, du bist also doch wach.“, freute sich Gretchen.
„ Nein, ich schlafe noch. Und nenn mich bitte nicht Marci. Schatz, wir waren uns doch einig: Marc, Dr. Meier, Gott und Gebieter sind geeignete Namen für mich.“
„Marc, nimm´ s nicht tragisch. Ich könnte dich ja schließlich auch…Olivier nennen.“, schlug Gretchen lachend vor, weil sie genau wusste, wie Marc auf diesen Namen reagieren würde.
Entsetzt hob Marc sein rechtes Augenlid.
„ Bloß nicht.“
„ Wieso? Du nennst mich doch auch Hasenzahn.“
„ Jaaaaaaaaahahaha, weil ich dein Oberarzt bin.“
„ Fragt sich wie lange noch.“, entgegnete Gretchen frotzelnd.
„ Wird für dich doch bald Zeit in Rente zu gehen.“
„ Hey, hallo…ich hab meine besten Jahre noch vor mir.“
„ Oho, Herr Dr. Meier. Das war ja mal ne Ansage! Da möchte ich aber einen Beweis.“
„ Kannste gern haben.“
Während Gretchen Marc´ s M- T-Shirt anzog, stürzte sich Marc auf sie und begann ihr ganzes Gesicht und ihren Oberkörper mit Küssen abzudecken, bis Gretchen lachend um Hilfe schrie.
Gerade als Marc inne halten wollte, nahm Gretchen ein großes Kissen und schlug ihm damit auf den Kopf. „ Na warte, du kleines Biest.“
Eine wilde Kissenschlacht begann, in deren Verlauf sich auf dem Boden ein rießiger Haufen an Federn ansammelte. Prustend vor Lachen und völlig erhitzt sprangen Gretchen und Marc im Zimmer umher und jagten sich gegenseitig, ehe beide sich erschöpft aufs Bett fallen ließen.
„ So viel Spaß wie mit dir, hatte ich bisher noch mit keiner Frau.“
Grinsend schob Marc sich auf Gretchen und begann sie erneut mit seinem Körper in Wallung zu bringen.
Ein Türklingeln durchbrach das erneute Liebesspiel der beiden Ärzte.
„ Einfach ignorieren. Wir tun einfach so als ob wir gar nichts gehört hätten.“
Zustimmend nickte Gretchen und fuhr an Marc´s Hals mit dem Finger entlang…
Ein erneutes Sturmklingeln durchbrach die erotische Atmosphäre…
Genervt stöhnte Marc auf.
„ Ich kann so nicht. Ich kann in Fahrzügen,unter der Dusche,im Flugzeug, aber nicht SO!!!!!“
„ Gut zu wissen.“
Ein lautes Klopfen unterbrach die beiden Ärzte noch einmal.
Marc warf den Kopf in den Nacken und zog sich ein weißes Hemd über seine Boxershorts, ehe er zur Tür ging.
„ Marc Olivier! Hast du meinen neuen Roman nun endlich gelesen? Wie siehst du überhaupt aus? Hast du in einer Legebatterie geschlafen? Überall diese Federn. Komm mir bloß nicht zu nahe. Wo hast du überhaupt so lange gesteckt? Tagelang habe ich versucht, dich zu erreichen…Meine ganze Karriere steht ohne dich auf dem Spiel.“
„Mutter, verdammt noch mal,ich war in Quarantäne. Danke, für deinen zahlreichen Besuch. Ich habe mich wirklich gefreut dich an meinem Krankenbett zu sehen.“, entgegnete Marc frostig und betont ironisch.
„ Marc Olivier…“
„ Mutter,bitte nenn mich nicht so.“
„ Olivier,du weißt genau wie sehr ich Kranke verabscheue. Das wirkt sich negativ auf meine Schreibarbeit aus.Ich könnte eine Blockade bekommen. Gerde jetzt, wo sich Dr. Rogelt so gut verkauft.“
Nana, bahnen sich da etwa schon wieder neue Schwierigkeiten am Haase-Meierschen Horizont auf? Naja ,ganz so schlimm wird das Gespräch mit Marc´s Daddy schon nicht laufen. Außerdem gibt´s noch die eine oder andere...hm sagen wir...Überraschung für unser Lieblingspäarchen. Und Marc muss erst einmal beweisen ob er wirklich zum Familienmensch gemacht ist.Kommis wie immer erwünscht! lg
„ Ich weiß!“, presste Marc hervor.
„ Habt ihr gesprochen?“
Elke zog langsam ihre lange Zigarette aus dem Mundwinkel und stieß einige Rauchblasen aus.
„ Ändert das was an der Situation, Mutter?“
„ Was soll die Fragerei? Welche Situation´“
„ Dass ich mich nie auf nur irgendjemand verlassen konnte. Weder auf dich noch auf ihn. Oder hast du dich in der ganzen letzten Woche auch nur einmal gefragt wie es deinem Sohn geht?“
„ Marc Olivier. Ich verbitte mir diesen Ton!“
„ Und ich verbitte mir das ach so plötzliche Interesse an mir. Sonst ist es dir doch auch egal was ich tue. Mutter, weder du noch Vater wart für mich da, als ich euch geraucht habe.Also. warum belassen wir es dann nicht einfach dabei und führen unsere eigene Leben.“
„ Olivier,du kannst doch nicht einfach…“
Marc lief puterrot an.
„ Marc, was ist denn hier los?“, rief Gretchen und schaute fragend ihren Freund an.
Miss günstig musterte Elke die blondgelockte Blondine mit dem Federkleid im Haar und dem viel zu kurzen T-shirt ihres Sohnes.
„Frau Fisher.“, gequält lächelnd nickte Gretchen Marc´s Mutter zu.
„ Ah gut Fräulein Haase, dass sie hier sind. Können Sie bitte Olivier zur Vernunft bringen? Er muss mit seinem Vater reden. Maximilian muss ihm alles erklären.Das ist er ihm schuldig.“
„ Mutter, zum allerletzten Mal. Nenn mich NICHT!!! Olivier.Außerdem werde ich nicht mit ihm reden. Der hat nicht mit mir zu reden. Die letzten 20 Jahre hat es ihn doch auch nicht interesiert was ich mache.“
„ Marc Ol…schon gut…Marc. Dein Vater lügt nicht. Er sagt die Wahrheit.Welchen Grund sollte ich haben ihn in irgendeiner Weise zu decken? Max hat mich mit dir sitzen lassen.“
„ Nachdem du ihn nach Strich und Faden betrogen hast.“
„ Das tut nichts zur Sache, Olivier.“
„ Mutteeeeeeeeeeeeeer.“
„ Ja, ich gebe zu unsere Ehe lief nicht immer rosarot-lila-pink kariert. Und trotzdem. Alles war explosiv mit ihm. Jede Ader meines Körpers pulsierte,als er mich nahm. Diese ganze sexuelle, erotische Ebene…alles in mir schrie nach ihm. Und dann hat er diesen Fall angenommen. Er wollte befördert werden um für die Familie auch ohne meine Bücher sorgen zu können. Und schließlich hatte er keine Zeit mehr für mich. Keine Zeit mehr für uns.“
„ Mutter,ich glaube du solltest jetzt gehen.Ich muss allein sein. Jetzt.“
„ Marc!“
Schlurfend ging Marc in die Küche, setzte sich auf einen Stuhl und vergrub den Kopf in den Armen.
„Seien Sie für ihn da.So wie ich nie für ihn da war. Ich weiß, er schätzt Ihre Meinung sehr. Und obwohl wir unsere Differenzen haben, denke ich, dass Sie genauso wie ich wollen, dass Marc glücklich ist. Ich verstehe die Sache zwischen Ihnen und meinem Sohn nicht besonders, vielleicht sind Sie die Richtige für ihn. Ich hoffe es für Sie.“
Elke legte Gretchen die Hand auf den Unterarm, drückte ihn kurz und verschwand dann mit großen Schritten und flatterndem Mantel.
Gretchen schlich sanft und auf Zehenspitzen in die Küche und zog sich sanft einen Stuhl neben Marc. Zart strich sie über Marc´s Rücken.
„ Glaubst du sie lügt?“, fragte Marc ohne den Kopf zu heben.
„ Marc,ich kann deine Familie schlecht beurteilen. Deine Mutter ist… nun ja auf den ersten Blick vielleicht eine Hex…ähm eine nun ja sehr dominante Frau,aber ich glaube nicht,dass sie einen Grund hat dich anzulügen. Ich weiß wie schwer es dir fällt deinen Vater als Menschen zu sehen,der einen Fehler begangen hat. Ich versteh das. Aber Marc, wenn sie wirklich Recht hat und all das stimmt,was dein Vater dir erzählt hat, dann musst du einfach mit ihm reden.“
„ Ich weiß.“, stöhnte Marc auf. „Kommst du mit?“
„ Würdest du das wollen?“
„ Frau Dr. Haase,sie wollen doch Teil meines Lebens sein. Da bitte…“
Grinsend sahen sich beide in die Augen. Azurblau tauchte in Smaragdgrün und beiden war klar, dass die erneuten Schwierigkeiten des Lebens gerade erst wieder begonnen hatten.
Gretchen drehte gedankenverloren an einer blonden Strähne ihre lockigen Haares, als sie über eine Patientenakte gebeugt einen Donought aß.
„ Na Hasenzahn, fünftes Frühstück?“
„ Na Marc, wieder mal deine Periode?“
„ Hast du schlechte Laune heute, oder was? Du bist zickiger als sonst. Und das will was heißen!“
„ Marc,du weißt doch, Papa sollte heute entlassen werden und meine Mutter ruft alle zwei Minuten auf meinem Handy an und will wissen, wann sie vorbeikommen soll.“
„Oho,hier hat aber jemand mal schlechte Laune. Bist du sicher,dass du deinen Frust nicht lieber unten am Süßigkeitenautomat austoben willst?Kannst mir auch gern ne Tafel mitbringen.“
Herzhaft biss Marc in ein Stück von Gretchen´s Schockoladentafel. Seit sie zusammen waren,war Marc süchtig nach Schokolade geworden.
„ Sieh mal wie fett ch deinetwegen werde. Ich denk nur noch ans Essen.“, beklagte Marc sich lauthals.
„ Tja Marc, mehr Sport.“
„ Gerne, wenn du mitmachst?“, sagte Marc, während er anzüglich grinste und Gretchen um die Taille umfasste.
„ Marc hör auf,ich bin kitzelig…hör auf…ja hörst du jetzt auf!“
Scherzhaft schlug Gretchen mit der Akte auf die Finger,jedoch nicht ohne ihm gleichzeitig die Arme um den Hals zu schlingen und einen dicken Kuss auf den Mund zu drücken.
„ Hast du schon mit deiner Mutter geredet? Oder mit deinem Vater?“
Entnervt stöhnte Marc auf.
„ Sind wir hier bei ´ Zwei bei Kalwass´ oder bei der ´Supernanny´? Schatz, sorry, aber halt dich da weitgehenst raus.“
„ Marc,du weißt,dass rausschieben zwecklos ist. Früher oder später wirst du keine andere Chance haben,als mit beiden zu reden.“
„ Gretchen, zerbrich dir nicht meinen göttlichen Kopf.“
„ Es ist zwecklos. Ich werde nicht locker lassen,Marc. Du musst mit ihnen reden. Besser früher als später.“
„ Frau Doktor, ihre Mutter ruft gerade an!“
Genervt rollte Gretchen mit den Augen und nahm den Telefonhörer in die Hand.
„Ja Mama, in einer halben Stunde. Aber bitte, lass es langsam mit ihm angehen. Er hat gerade einen leichten Ebola - Erreger überstanden. Das steckt man nicht so einfach weg… Ist gut, Mama…aber ruf jetzt bitte nicht noch mal an…ja ist gut…nein,bloß nicht…also gut. Ja bis dann…ja Mama,ich weiß….tschüss…“
Marc verstand nur noch einzelne Gesprächsfetzen. Seine Gedanken schweiften mehr und mehr zu seinen eigenen Eltern.
Ich kann nicht mit ihnen reden. Weder mit Mutter, noch mit Vater…woher soll ich wissen was richtig ist…Sicher hat Hasenzahn Recht. Klar sollte ich vor allem mit Vater reden. Und dennoch…ich kann das einfach nicht. Zumindest vorerst…Ich will nicht wieder von ihm enttäuscht werden. Das würde vielleicht sogar mein Verhältnis zu Gretchen negativ beeinflussen. Gerade jetzt, wo alles so gut läuft…und ich keine Angst haben muss, dass ich wieder mal die Panik bekomme und vor meinen Gefühlen davon laufe.
„Marc, alles in Ordnung? Du schaust so verbissen!“
Erschrocken blickte Marc auf…
„ Gretchen…zerbrich dir nicht den Kopf über mich. Ich komm schon klar. Schau einfach mehr auf dich selber. Du kümmerst dich immer um andere, aber dich selber vergisst du dabei. Du hast ne verdammt anstrengende Zeit hinter dir…der Schleimer,der ein Betrüger ist, ne annulierte Hochzeit, nen Ebola Erreger…komm zur Ruhe!“
Marc strich Gretchen über´s Haar und drückte sie an sich.
„Marc, du kommst trotzdem nicht umhin, mit ihnen zu reden. Und ich lass auch nicht locker. Ich erkenne jeden deiner Hintergedanken. Also,gib auf!“
„ Ich…weiß nicht wovon du sprichst.“
Kopfschüttelnd nahm Marc eine willkürliche Patientenakte aus dem Schrank und tat, als läse er interessiert dahin.
„ Neeeeeeeeeeeeeeein, natürlich nicht. Aber ich geh jetzt mal Mehdiu besuchen.“
„ Mach, das!“; sage Marc mit betont vielbeschäftigter Stimme.
„Ach ja Marc,“, rief Gretchen, „ der Patient,dessen Akte du da in den Händen hälst, ist bereits seit 2 Monaten verstorben.“ „Ja, ich äh…informier mich gern…dings…äh rück…rückblickend.“
„ Sicher.“, murmelte Gretchen noch, ehe sie um die Ecke bog.
„ Mehdi,ich weiß nicht was ich noch tun soll… Er weigert sich verhement auf seinen Vater zuzugehen. Dabei sehe ich genau,wie schlecht es ihm wegen der ganzen Sache geht. Gestern habe ich ihn sogar dabei erwischt,wie er sich alte Kinderfotos angeschaut hat.“
Mehdi grinste breit vor sich hin.
„ Du hast den Meier ja ganz schön gezähmt,Gretchen.“
„ Mehdi,darum geht´s doch gar nicht. Ich will doch einfach nur,dass er genauso glücklich ist wie ich.“
Gedankenverloren glitt Mehdi´s Blick über Gretchen´s Gesicht…Verträumt betrachtete er die blonden Locken und die blauen Augen seiner Ex-Freundin. Seufzend schüttelte er schließlich seinen Kopf.
„ Gretchen,glaub mir, Marc weiß schon was er tut. Ich kenn ihn jetzt schon fast 15 Jahre. Glaub mir,der steckt das weg.“
Ein Klopfen durchbrach das Gespräch und die beiden Ärzte drehten sich augenblicklich um.
„ Dr. Kaan,ich…“, verstört blickte Gaby auf die Szene,die sich ihr soeben bot. Gretchen saß vor Mehdi an den Schreibtisch gelehnt und kaute ihren Schokoriegel,währen Mehdi sie verträumt musterte.
Oah ne…jetzt ist der immer noch hinter dem dicken Hasen her…Wie ich sie hasse…wackelt hier mit ihren Riesenbrüsten rum und die Gockel geilen sich alle daran auf.
„ Schwester Gabi?“
Mehdi´s braune Südländeraugen richteten sich auf die junge Schwester.
„ Frau Fisher würde gern die Ergebnisse der letzten Untersuchung abholen, um ihren Sohn zu bitten einen Blick darauf zu werfen.“
„ Bitteschön“, sagte Mehdi und gab ihr einen zerfledderten Ordner mit einem kleinen Lächeln, „Und dieses Mal sagen Sie ihr bitte das richtige Ergebnis,ja?“
Als Mehdi für einen kurzen Augenblick Gabi´s Arm streifte,spürte sie ein Kribbeln im Arm und Hitze,die sich im ganzen Körper ausbreitete.
Oh komm schon, Gabi Kragenau…er ist dein Chef…na ja ok,bei Marc hat mich das auch nicht gestört…aber du fandst ihn doch immer zu weich,zu lieb,zu nett…wieso ist das jetzt alles anders?...oh diese Augen…und muskulös ist er auch ganz schön…wie er sich wohl anfühlt…
„Schwester Gabi,ist noch was, Sie schauen so abwesend?“
Lächelnd und mit sehnsüchtigem Blick erwiderte Gabi : „Nein,nein…alles bestens, Dr. Kaan… Ähm…wann machen Sie heute Schluss?“
„ Schwester Gabi,wollen Sie mir auf subtile Art und Weise klar machen,dass sie früher Feierabend haben wollen um sich das letzte Paar Schuhe im Ausverkauf zu sichern?“
Nein,ich will dich fragen,ob du heute Abend mit mir augehen willst…oh ist der begriffsstutzig…
Gretchen sah verwirrt vom einen zum anderen.
„ Ähm nein,Dr. Kaan,ich war nur…interessiert.“
Und mit einem schüchternen Lächeln und sehnsüchtigem Blick schob Gabi sich langsam aus der Tür.
„ Kannst du mir das mal bitte erklären?“
Fassungslos schaute Gretchen Mehdi ins Gesicht.
„Was?“, fragte Mehdi ahnungslos.
„ Männer kapieren auch echt nie was!“, murmelte Gretchen genervt und verließ Mehdi´s Büro achselzuckend.
„ Frauen.“
Stöhnenend rieb Mehdi sich die Schläfen und sackte mit seinem Kopf in die verschränkten Arme auf dem Schreibtisch.
Wieder mal was Neues! Würde mich sehr darüber freuen,wenn ihr mir einen Kommi dalassen würdet,wie ihr die neuen Teile fandet. Vielen Dank und liebe Grüße!
„ Marc Olivier!“
Ohne sich umzudrehen ergriff Marc beim Vernehmen der dunklen,rauchigen Stimme die Flucht.
„ Olivier,ich weiß,dass du mich gesehen hast. Flucht hilft dir nichts! Olivier,ich warne dich-bleib stehen!“
Die plötzliche Erkenntnis,dass seine Flucht zwecklos war,blieb Marc stehen und drehte sich um.
Das darf doch wohl nicht wahr sein.
Elke Fisher und ihr Ex-Mann liefen geradewegs auf ihren Sohn zu.
„ Was macht der hier?“
„ Marc Olivier, nicht in diesem Ton! Es wird Zeit,dass du mit deinem Vater redest. Ähnlich genug seid ihr euch ja.“, sagte Elke während sie beide missmutig Männer musterte.
„ Ich denk ja gar nicht daran! Mutter…“
„ Olivier, ich diskutiere nicht. So,ich werde mich jetzt wieder Dr. Rogelt widmen. Ach ja, Marc. Bitte sei so gut und schau dir die Ergebnisse meiner letzten Gynäkologieuntersuchung an. Schließlich will ich als Privatpatientin nicht in die Fänge von Kurpfuschern gelangen.“
Ohne ein weiteres Wort zischte Elke um die Ecke und machte es sich in der Sitzecke bequem.
Marc schaute seinen Vater an.
„ Und jetzt? Ich dachte du wolltest mit mir reden. Also,schieß los mit deinem Abenteuermärchen.“
Ungläubig lauschte Marc seinem Vater. Ohne ihn zu unterbrechen oder den Kopf zu schütteln,kratze sich Marc mehrmals am Kopf und rieb sich nachdenklich das Kinn.
…
„ Marc,du musst mir dieses Mal einfach vertrauen. Ich weiß wie schwer das alles für dich sein muss,aber bitte versuch mir wenigstens zu glauben.“
Stammelnd erwiderte Marc: „ Ich…ähm…ich muss …ich…ich muss darüber nachdenken…“
Schnell stand Marc auf und rannte in Richtung Ärzteumkleide wo er sich zuerst eine ganze Ladung kalten Wassers ins Gesicht kippte.
„ Frau Doktor, die Müller-Op steht bereit…, aber der Dr. Meier ist immer noch nicht da.“
Sabinesah abwartend zu Gretchen.
„ Oh…ähm…dann…werd ich ihn mal suchen.“
„ Ich glaube,der Dr. Meier ist in der Umkleide. Ich kann seine Aura wahrnehmen.“
„ Ja Schwester Sabine, auch wenn ich wohl eher sein stinkiges Aftershave rieche.“
Doch Sabine hörte schon gar nicht mehr auf Gretchen,sondern summte eine leise Entspannungsmelodie vor sich hin und schloss die Augen.
Genervt verdrehte Gretchen die Augen und schlurfte in die Umkleide.
Schon auf dem Gang stolperte Gretchen achtlos gegen einen gutausseheneden Mann.
„ Entschuldigen Sie…“, murmelte Gretchen leise und wollte gerade weitergehen,als sie am Arm festgehalten wurde.
„ Nein,Frau Dr. Haase. Ich habe mich zu entschuldigen. Dass ich so unbedarft in ihr Leben geplatzt bin und Marc´s Leben unnötig kompliziert habe.“
Erschrocken blickte Gretchen in Max Meier´s grüne Augen,die denen seines Sohnes so ähnlich waren.
„ Herr Meier…“
„ Nennen Sie mich doch bitte Max.“
„ Max…äh Gretchen…Max, Sie…ähm ich meine du hast Marc´s Leben nicht kompliziert. Es war kompliziert seit dem Tag als du gegangen bist.“
„ Ich hab ihm viel zu viel zugemutet. Ich hoffe,dass er mir irgendwann einmal vergeben kann. Er ist mir trotz allem so wichtig.“
Unangenehm berührt scharrte Gretchen mitr den Füßen und versuchte eine neutrale Miene aufzusetzen.
„ Max, ich will mich da nicht einmschen. Sie…also du solltest Marc Zeit geben. Er hat ein paar schwierige Monate in letzter Zeit gehabt. Er braucht enfach ein wenig Zeit für sich.“
„ Gretchen,ich weiß es ist vermutlich viel verlangt,aber ich würde mir wünschen,dass du noch einmal mit ihm redest.“
„ Herr Mei…Max…ich weiß wirklich nicht, ob das so eine gute Idee ist. Marc trifft sene Entscheidungen alleine.“
„ Gretchen…glaub mir, Marc wird auf dich hören. Ich sehe doch wie er dich ansieht. Mir ist nicht entgangen wie er deine Nähe sucht und immer wieder in dein Gesicht schaut um zu shen was du denkst. Und auch wenn ihr erst kurz zusammen seid,so glaube ich doch,dass du einen guten Einfluss auf ihn hast.“
Als Gretchen in Max´ treue, grüne Augen sah und ihren Marc darin erkannte war hr mal wieder klar: Hasenzahn hat eine neue Mission.
„ Na schön,ich rede mit ihm.“
Dankbar stürzte Max auf Gretchen zu und erdrückte sie fast mit seiner Umarmung, während sie ihm nur verlegen den Rücken tätschelte.
Ohhhhhh…der fühlt sich ja genauso wie Marci an! Und er riecht auch genauso! Stop, Gretchen. Er ist dein zukünftiger Schwiegervater!
Hm… wie Marci. So sieht unser Schatz später mal aus. Ob er wohl denselben Leberfleck wie Marc am Rücken hat, dachte das 13-jährge Gretchen
Du bist also auch mal wieder da…und was ist es dieses Mal?
Nichts, mir war einfach nur langweilig. Außerdem wollte ich doch mal Marci´s Vater kennen lernen. Er wird schleßlch mal der Opa meiner Kinder…
Oh nein,schon wieder diese Hochzeitsfantasien…
Was erwartest du? Ich bin erst 13…
Na toll,hast du jetzt vielleicht auch einen Tipp, wie ich Marc und seinen Vater wieder näher zusammenbringen kann?“
Äh…nein. Aber dir wird schon was einfallen…Und stell dich geschckt an. Ich will,dass men Schwiegervater mich mag!
Toll, wenn man dich einmal braucht…
Doch das kleine Gretchen summte schon längst wieder ihren Hochzeitswalzer und hörte schon längst nicht mehr auf ihr älteres Ich.
Hey,zuerst mal meinen Dank an meine fleißigen Kommentatoren ( Nora und Schneewittchen!) Ihr seid super! Wär toll, wenn noch ein paar stille Leser sich aufraffen würden,auch einen Kommi zu schreiebn. Muss kein langer sein,einfach nur kurz eure Meinung kund tun. Kostet euch maximal 2-3 Minuten und ich weiß, was ich besser machen kann. Thx. So was anderes: neuer Teil^^ Also je schlimmer der Streit,desto schöner die Versöhnung,die schon bald folgen wird. Seid gespannt, ich geb m,ir Mühe. Es wird auch wieder viele Flashbacks und Streitgespräche der beiden Gretchens geben. Also bd lg
Einzelne Wassertropfen perlten an Marc´s Gesicht ab und flossen über die porzelane Oberfläche in den Ausfluss ab. Mit gerunzelter Stirn starrte Marc seinem makellosen Spiegelbild entgegen und raufte sich die Haare. Vorsichtig schob er seine Haare mit einem Seitenscheitel hinter die Ohren um gleich darauf in ein jüngeres Ebenbild seines Vaters zu schauen.
Er wollte mich nie verlassen…es war nicht meine Schuld. Er…sein Job…er wollte mich nicht in Gefahr bringen.
Mit undurchdringlicher Miene stieß Marc einen leisen Seufzer aus.
„ Na Meier, was ist los? Hat Gretchen dich zum Weichei umerzogen, oder warum stöhnst du so rum?“, rief Marc´s Spiegelbild verächtlich aus.
„ Ich stöhn hier ja mal überhaupt nicht rum. Und ein Weichei bin ich schon gar nicht!“
„ Ja sicher…Marc Meier, der nie eine feste Beziehung wollte, ist mit einer Frau zusammen, die er über alles liebt und für die er inzwischen alles tun würde. Er rennt nicht mehr vor Verantwortung davon und er bricht fast in Tränen aus, nachdem er den wahren Grund für das Verschwinden seines Vaters herausgefunden hat. Und du willst kein Softie sein? Marc Meier, schäm dich! Sie hat dich verweichlicht und will dich vollends kastrieren. Du wirst ein Leben lang auf ein einziges Paar Brüste und einen Hintern fixiert sein, dessen Straffheit von Hasenzahns Schokoladengenuss abhängt. Marc Meier, siehst du nicht wie sie dich zum Vollidioten macht? Dich, der du dich nie verlieben wolltest?“
Marc starrte entsetzt auf das imaginäre Spiegelbild vor ihm.
„ Lass sie fallen! Du kannst jede haben. Jede Frau, die du willst, absolut jede. Und du willst Hasenzahn?“
Wütend blickte Marc nun in sein eigenes lachendes Gesicht und schlug mit der bloßen Hand auf den Spiegel.
Das Lachen erstarb und Marc sah wie das Blut über sein Handgelenk tropfte und die Scherben, aus seiner Wunde herausstachen.
„ Sag so was NIE! Wieder.“, stieß er atemlos aus und spuckte ins Waschbecken.
„Nie werde ich mich für eine andere interessieren. Es wird immer sie sein. Immer!“, murmelte Marc.
„ Schön das zu hören, Schatz!“
Gretchen, die sich heimlich auf die Männertoilette geschlichen hatte,küsste ihren Freund auf die Wange und nahm seine blutende Hand in Augenschein.
„ Schön, dass du endlich mal Gefühle zulässt, aber den Spiegel hättest du nicht gleich zertrümmern müssen. So schlecht ist der Anblick nämlich wirklich nicht.“, setzte sie lächelnd hinzu.
Peinlich berührt,die pochende Hand spürend, schaute Marc auf den Boden.
„ Ich besiege gerade alte Geister.“
„ Uh Schatz, alte Geister ist ein gutes Stichwort…weißt du…es gibt da so eine Hoffnung in mir,dass du mit deinem Vater doch noch nicht das letzte Wort geredet hast.“
„ Mo-ment. Heißt das…ne,Gretchen sag mir jetzt bitte nicht, er hat dich adrum gebeten ein gutes Wort für ihn einzulegen?“
„ Ähm, Marc…“
Ohne eine Antwort abzuwarten, legte Marc los.
„ Gretchen,ich sag dir jetzt eines. Wenn du willst, dass das mit uns hält,was ich doch hoffen will,dann ist mein Vater Tabuthema. Ich will nicht, dass wir uns darüber streiten. Glaub mir,das würde alles nur kompliziert machen.“
„ Warum musst du eigentlich immer so verdammt stur sein? Marc,ich versteh das nicht. Er hat dir mehr als einmal einen plausiblen Grund gegeben, warum er damals wegmusste. Es war zu deinem eigenen Schutz.“
„ Hasenzahn,ich warne dich. Du könntest es bereuen,deine Nase in diese Angelegenheit gesteckt zu haben! Nämlich dann wenn du wieder Single bist.“
„ Soll das jetzt eine Drohung sein?“
„ Ne Hasenzahn…sieh es als gut gemeinten Razschlag.“
„ Also…geht´s noch?“
„ Glaub mir,der Typ bringt nichts als Ärger. Der versucht nur Unfrieden zu stiften. Der Rest ist ihm egal. Er muss ja den Scherbenhaufen auch nicht wieder zusammensetzen den er hinterlässt egal wo er auftaucht. Mein Vater ist ein Egoist wie er im Buche steht.“
„ Du denkst also ich habe eine schlechte Menschenkenntnis.“
„ Haben wir doch schon oft genug erlebt.“
„ Ach ja? Wann denn zum Beispiel,Herr Oberschlau? Ich verstehe deine wirklich unnötigen Anspielungen nicht.“
„ Hasenzahn…du hast einen Betrüger geheiratet. So viel zu deiner Menschenkenntnis. Ich würde eher sagen,dass du mal wieder alles durch die rosarote Hippiebrille betrachtest und dir der Rest egal ist. Übrigens…extra für Blondinen…der Rest bin ich.“
„ Marc,nur weil du merkst,dass du mir argumentativ unterlegen bist,musst du nicht ausfallend werden.“
„ Ich- dir unterlegen.Erde an Planet Rosarot direkt hinter dem Mond in der Milky-Way- Straße: du bist doch so naiv…bei dir sind alle Wölkchen pink und jedermann schwebt auf Wolke 7. Es gibt keine Scheidungskinder und keine Männer,die ihre Frauen für eine andere verlassen. Du glaubst an die wahre Liebe und ewige Treue. Das ist doch ein Witz. So bin ich nicht erzogen worden. Und ich glaube auch nicht daran.“
Fassungslos starrte Gretchen ihren Freund an.
„ So siehst du das also. Das blöde naive Blondchen für zwischendurch. Hält ja doch nicht ewig. Netter Zeitvertreib,die dämliche Kuh. Fällt schon darauf rein,das ich nur Sex will. Den Betrüger hat sie schließlich auch ran gelassen.“
„ Oh ja, guter Punkt. Der Geldsack. Wie naiv muss man eigentlich sein um nicht zu erkennen,dass er…“
„Marc,weißt du was: lass es gut sein. Ich bin vielleicht naiv,aber nicht so naiv nicht zu erkennen,dass wir beide völlig unterschiedliche Auffassungen von einer Beziehung haben. Schade,ich dachte wirklich das mit uns wäre etwas besonderes. Hab ich mich wohl geirrt.“
Tränen liefen über Gretchen´s Wangen und ihre Stimme wurde brüchig.
„ Aber lass mich dir eines sagen: Alexis hat mich wenigstens aufrichtig geliebt. Er hätte mir nie solche Dinge wie du an den Kopf geworfen. Und noch was: Es ist mir verdammt noch mal egal, ob du dich mit deinem Vater versöhnst oder nicht. Mir ging es einzig und allein um dich. Weil ich dich liebe,auch wenn du ein vollkommener Idiot bist. Weil ich eben doch daran glaube,dass in dir ein guter Kern unter einer harten Schale steckt.“
Getroffen schaute Marc in Gretchen´s Gesicht.
Betont gleichmütig und kalt versuchte Marc sich seine innere Aufruhr nicht anmerken zu lassen.
Verdammt, ich liebe sie doch. Warum kann ich nicht einfach über meinen Schatten springen. Aber ich darf jetzt nicht nachgeben. Sie tanzt mir sonst auf der Nase herum. Ich brauche Zeit, warum versteht sie das nicht. Ich kann meinem Vater nicht von heute auf morgen vergeben. Es geht einfach nicht.
„ Bist du fertig?“
„Ja Marc, mit dir.“
Tränenüberströmt rannte Gretchen nach draußen und knallte die Tür hinter sich zu.
Sorry,hab heute eine kleine Schreibblockade und bevor der Flasback schlecht wird, lass ich ihn lieber weg...Versöhnung kommt bald,hab den Streit nur wegen dieser wahnsinnig schönen Versöhnungsidee eingebaut. Lasst euch überraschen.lg an alle meine Leser und besonders an meine fleißigen Kommi-Schreiber.
3 Wochen später
„ Margarethe, jetzt iss doch endlich was…sieh dich mal an…du siehst aus wie ein kleines Albino-Kind aus Afrika. Ganz magere Hüften…Da bekommst du mal ganz sicher kein Kind raus!“
„ Mama,ich sterbe doch sowieso als alte Jungfer. Kann dir also alles egal sein.“
„ Kälbchen?“
„ Ja, Papa?“
Genervt reckte Gretchen den Kopf um quer um die Ecke zu ihrem Vater zu blicken,der sich gerade noch die obersten Hemdknöpfe schloss.
„ Kälbchen,du weißt, heute läuft deine Krankmeldung ab. Ich kann nicht noch länger ein Auge zudrücken.“
Erschrocken zog Gretchen den Kopf ein. Ein gespieltes Husten kam über ihre Lippen.
„ Papa,wirklich,ich glaube ich habe eine ganz schlimme Grippe. Mir geht´s wirklich überhaupt nicht gut. Es ist wirklich zu früh um wieder zu arbeiten…“, krächzte Gretchen gespielt krank.
„ Ach papperlapapp. Wenn ich wieder arbeiten kann,bist du auch wieder fit genug. Also,ich warte im Wagen auf dich. Bärbelchen?“
Und während Franz seiner Frau einen Kuss auf den Mund gab,lehnte sich Gretchen verzweifelt auf ihren rechten Arm und vergrub das Gesicht zwischen den Händen.
Ich kann Marc nicht wieder sehen. Nicht heute. Und morgen auch nicht. Warum können die das alle nicht begreifen.
Verdammt,kämpf endlich um ihn. Ist er dir egal? Du weißt doch wie er ist. Marc bleibt Marc. Er meint das alles nicht so…er wollte dich nicht verletzen. Manchmal geht er nur etwas ungeschickt vor. Aber tief in sich drin tut es ihm leid,dass er dich so verletzt hat.“, entgegnete Gretchen´s jüngeres und aufmüpfigeres Ich.
Hast du überhaupt irgendeine Ahnung wie sehr er mich verletzt hat? Und dabei waren wir doch so glücklich. Ich dachte wirklich er hätte sich geändert. Ich weiß doch,dass er im Grunde ein guter Mensch ist. Ich kenne Marc doch. Er tut nach außen hin hart,ist aber im Prinzip ein Mrensch mit einem weichen Herzen. Fast hätte ich die Schale durchbohrt. Aber Marc ist wie eine dieser russischen Holzpuppen ( Matroschkas) ,der man eine Schale auszieht um nur gleich darauf die Vorfreude auf die kleinste Puppe zu zerstören, da man wieder nur vor einer weiteren Hülle steht. Ich liebe ihn,aber er bringt mich mit seiner verdammt sturen Art auf die Palme. Ich mach ganz sicher nicht den ersten Schritt. Er ist der Mann,er muss auf mich zugehen.
Gretchen Haase,ich dachte du hättest studiert…Als moderne Akademikerin von heute hätte ich mehr Emanzipation von dir erwartet!
Das kleine Gretchen rümpfte die Nase und versuchte angestrengt böse zu gucken.
Ähm, Marc macht es mir nicht gerade einfach emanzipiert zu sein.
Du liebst ihn ja doch viel zu sehr um lange auf ihn böse zu sein!
Das werden wir ja noch sehen, rief das ältere Gretchen erregt.
Also,husch,husch…ab in den Ärztekittel und auf in den Kampf um Marc Meier!
Ey,geht´s noch? Ich soll mich von einer 12-jährigen rumkommandieren lassen?
Jop,du hast es erfasst. Wenn du auch so begriffsstutzig bist!Außerdem bin ich 13., entgegnete die jüngere Gretchen-Version erregt.
Pfffhhh… werden wir ja noch sehen wer sich hier bei wem entschuldigt. Ich ganz sicher nicht bei Marc. Aber ich werde heute ins Krankenhaus gehen. Soll er doch sehen wie sehr er mich vergrault hat. Marc Meier, ich werde dich so spüren lassen wie falsch es war mich zu verletzen.Die Lektion hast du dir verdient!Du wirst mich noch auf Knien anflehen dich zurückzunehmen.
Das kleine Gretchen stand verblüfft da.
Was hast du vor? Also Lektion gut und schön, aber bitte quäl ihn nicht so sehr…ich bestreite ja nicht, dass er all das verdient hat, aber sei nicht zu hart… du willst ihn schließlich ja noch irgendwann vor den Traualtar bekommen und dabei wenn möglich nicht zerren.
Der wird mich doch eh nie heiraten.
Abwarten., murmelte das kleine Gretchen,wobei sie trotz ihres noch jungen Alters bereits eine teuflisch gute Hochzeitsstrategie austüftelte.
Das kann ja heiter werden., murmelte Gretchen,zog ihre Jacke an und rannte schnurstraks zur Hautür hinaus.
So...endlich gibt´s die Versöhnung,wobei ich es leider,leider immer noch nicht egschafft habe,einen angemessenen Flashback hinzubasteln...Sorry,aber irgendwie klappt´s gerade nicht wirklich mit dem Schreiben. Hoffe ich habe die Versöhnung trotzdem ganz nett hinbekommen. Also bald gibt´s mehr von Martchen und vor allem steht ja immer noch der Konflikt zwischen Marc und seinem Daddy aus. Also lasst euch überraschen was es denn sonst noch an Überraschungen gibt xD lg
Stirnrunzelnd betrachtete Marc das kleine,pummlige Mädchen vor ihm. Die große Platzwunde an ihrem Kopf und das ausströmende Blut ließ sie vor Schreck zusammenzucken und am ganzen Körper wie Espenlaub zittern.
Lustig…sie sieht aus wie Haasenzahn in dem Alter …Ach Meier,jetzt denkst du schon wieder an sie…Ich vermisse sie so. Ob ich nicht vielleicht doch…Nein! Erst soll sie sich entschuldigen. Sie hat mein Vertrauen missbraucht.Oah ne Marc,du redest inzwischen wie einer von ´Verbotene Liebe´.
„ Verblute ich jetzt?“
„ Hm.Wenn du weiter so rumzappelst und mich nicht an die Wunde lässt,könnte es durchaus sein,dass ich dir Edward Cullen vorbeischicke!“
Mit schreckgeweiteten Augen sah die 14-jährige Marc ehrfürchtig an.
„ Sie sehen gar nicht aus wie ein Arzt!“
Genervt legte Marc den Faden ab.
„ Ah ja? Du sag mal, wie ist das überhaupt mit deiner Wunde passiert?“
Beschämt schaute das Mädchen auf den Boden.
„ Raus mit der Sprache. Bist du auf dem Supermarktboden ausgerutscht,als du dir aus der Gefriertruhe ein Eis klauen wolltest,oder was ist los?“
Mit einem Blick auf Sabine,die neben Marc stand, mumelte die Kleine: „ Ich darf´s niemandem sagen.“
„ Ja…gut,dass ich Marc Meier und nicht niemand bin. Sabine, raus hier.“
Kaum war die neugierige Sabine aus der Tür geschlurft, begann das brünette Mädchen mit den blauen Kulleraugen zu sprechen.
„ Sie müssen mir versprechen, dass Moritz keinen Ärger bekommt.“
„ Äh, Moritz?“
„ Ja, Moritz ist ein Junge von meiner Schule“
Die Kleine wurde rot.
„ Aha, verstehe. Oder eher gesagt,ich verstehe nicht was dieser Marcus…“
„ Moritz!“
„ Was dieser Moritz mit deiner Platzwunde zu tun hat.“
„ Also der Moritz, dem geht´ s gerade nicht so gut. Sein Papa meldet sich nicht bei ihm und seine Mama hat ständig einen neuen Freund. Ja und deswegen ist der Moritz immer ganz traurig und ich tröste ihn dann immer. Wir spielen dann immer Karten oder gehen schwimmen oder gehen ein Eis essen. Und wir sind richtig gute Freunde geworden.“
„ Weiter? Was hat er mit deinem Unfall zu tun?“
„ Ja also…Moritz hat Freunde,die lachen mich immer aus und sagen gemeine Sachen zu mir. Und Moritz will nicht,dass die anderen wissen,dass wir Freunde sind und deswegen macht er eben immer Scherze mit mir.“
Allmählich ging Marc ein Licht auf.
„ Der verarscht dich! Und du…sag mal…du bist doch verknallt in den. Sonst würdest du dir das von dem nicht gefallen lassen.“
„Ähm. Müssen wir darüber reden? Moritz ist so toll. Er sieht aus wie Brad Pitt in jungen Jahren und er hat so ganz schöne, grüne Augen…fast so schöne Augen wie Sie.“, sagte sie, während die Kleine kräftig mit den Augenlidern zwinkerte.
„ Äh…ja. Und Moritz…hat er dir eine Falle gestellt?“
Ein Räuspern erfüllte den Raum. Marc sah auf und blickte in ein leicht sonnengebräuntes Gesicht, das von wuscheligen braunen Haaren und blitzenden, grün gesprenkelten Augen gekennzeichnet war. Ein schuldbewusster Ausdruck lag auf dem Gesicht.
„ Ähm…hi.“
Verlegen grüßte er das Mädchen und sah dann zu Marc.
„ Hi…ich bin Moritz.“
„ Ah wie schön. Dann kannst du mir ja vielleicht erklären wie es dazu kam,dass die Kleine hier eine riesige Platzwunde am Kopf hat und partout nicht sagen will wie bzw. wer sie ihr verpasst hat.“
Moritz kratzte sich am Kopf und sah abwechselnd zwischen Marc und dem kleinen Pummelchen hin und her.
„ Ich…äh…ich…“
„ Na? Wird das heute noch ein ganzer Satz? Du weißt schon- Satz: Subjekt,Verb, Objekt.“
„Herr Doktor “, meldete sich ein zartes Stimmchen zu Wort, „ der Moritz kann nichts dafür. Vergessen Sie was ich gesagt hab. Ich bin gestolpert und gegen einen Stein gefallen.“
„ Du bist jetzt mal ruhig- ich hab deinen kleinen Freund hier gefragt.“
„ Ich bin nicht ihr…“, begann Moritz,verstummte aber, als er das kleine, kalkweiße Mädchen neben sich ansah.
„ Also,auf jetzt…raus mit der Sprache.“ „ Also…ich…ich hab gedacht es wäre ganz lustig, wenn wir sie ein bisschen verarschen. Sie müssen das verstehen, meine Freunde,die…ja die verstehen das nicht, wenn ich…ja Sie wissen doch wie das ist mit Freunden. Da will man doch zeigen wie cool man ist. Ja und ich hab sie dann ans Seeufer zu einem Date eingeladen. Jeder weiß ja,dass sie auf mich abfährt. Wir wollten doch nicht…ich wollte doch nicht , dass sie sich verletzt. Es ging doch alles so schnell. Ich bin auf den Ast geklettert und die anderen haben sich hinter den Büschen versteckt um zu sehen wie ich Kettenkarussel…äh…ja wie ich sie eben erschrecke…Und dann …“
„ Äh Moment. Du lockst sie zum See um ihr dort große Gefühle vorzuspielen,entscheidest dich dann,dich auf einen Baum zu setzen und von oben zu erschrecken? Bist du eigentlich bescheuert?“
„ Ähm…also das war noch nicht alles… wir haben überall so klebrige Weiße Pampe am Bootssteeg verteilt,so dass sie daran kleben bleibt und den Eimer Kleister,den wir mit Federn über sie werfen wollten,hab ich wohl auch noch nicht erwähnt. Ja und das mit der Platzwunde…das war sozusagen eher Zufall,als der Ast abgebrochen ist und ich samt Ast auf sie gefallen bin.Und dann hat sie sich den Kopf an einem Stein angeschlagen.“
Ein gequält verzogenes Halbgrinsen zog sich über das Gesicht von Moritz.
„ Du“, herrschte Marc Moritz sauer an, „ raus hier,sofort!“
„ Hey, aber Doc, sie wird doch wieder,also ich mein,sie wird nicht noch durchgeknallter als vorher?“
„ Raus hab ich gesagt,oder soll ich dir Beine machen. Und das du es gleich weißt- die junge Dame könnte ohne Probleme wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Polizei gehen. Hau bloß ab Freundchen.“
„ Hey, ich wollte doch nicht,dass…“
„ RAUS!“
Sobald sich die Tür geschlossen hatte,brach das Mädchen in Tränen aus und stellte Marc vor ein weiteres unlösbar scheinendes Problem.
„ Hey,äh…hey…ist doch alles gut…wir nähen das und du wirst wieder aussehen wie neu…also… wenn wir Glück haben,bleibt nur eine ganz feine Narbe zurück,die du dann irgendwann, also ja…zusammenmit anderen Hautunreinheiten…überschminken kannst.“
Das Mädchen jauchzte heulend auf und fing noch mehr an zu heulen.
Hilflos schaute sich Marc um.
Verdammt…was würde Hasenzahn jetzt tun…argh ich werde verrückt hier.Marc Meier, tief durchatmen… Blitzartig fiel Marc eine Lösung für das bestehende Problem ein.
„ Äh,kann ich dir einen Schokoriegel anbieten? Meine Freundin…also meine Ex-freundin deponiert die immer hier in meinem Büro und wenn wir Glück haben kommt,immer aus irgendeiner Schublade was schokoladiges zum Vorschein.Wollen wir mal suchen?“
Das Mädchen rieb sich die Augen und stand auf um zusammen mit Marc auf allen Vieren durch das Büro zu kriechen und einen Schokoriegel zu suchen.
„ Hab einen.“, erleichtert entnahm Marc der Schublade einen Schokoladenriegel um ihn daraufhin gleich wieder schmerzhaft zurückfallen zu lassen. Unter dem Schokoriegel kam das Bild einer schönen,blonden Frau zum Vorschein,die unter ihren vielen Locken lächelnd in Richtung Fotografen winkte.
„ Ist sie das?“
Die Kleine hatte sich hinter Marc geschlichen und sah nun ebenfalls die Fotografie.
„ Wer?“
„ Na, ihre Freundin?“
„ Ja,das ist mein Hasenzahn.“
„ Sie ist sehr hübsch. Lieben Sie sie?“
„Indiskret bist du ja mal gar nicht?“
„ Nein,einfach nur neugierig.“
„ Ja, ich liebe sie sehr. Aber manchmal reicht Liebe allein wohl nicht aus. Man muss immer darum kämpfen glücklich zu sein.“
„ Kämpfen Sie denn?“
„ Ich…ja…also äh nein. Ich kämpfe nicht. Um mich wird gekämpft.“
„ Sind Sie ein Macho?“
Zweifelnd musterte das Mädchen Marc.
„ Meine Mama sagt immer,dass man sich vor Machos in Acht nehmen muss. Moritz ist ein Macho. Manchmal ist er ganz arg nett und dann ist er wieder total gemein und unfreundlich.“
„ Du hälst ziemlich viel von dem Typen.“
„ Er ist nicht immer so blöd. Und vielleicht kann ich ihn ja noch ändern.“
„ Da hast du dir aber noch ganz schön viel vorgenommen,junge Dame.“
Mit einem bezaubernden Lächeln nickte er der Kleinen zu.
„ Glaub mir,eines Tages wirst du dein Glück finden. Ob es Moritz sein wird, oder ein besonderer Prince Charming… wer weiß das heute schon.“
„ Mama sagt immer,dass ich unbedingt 20 Kilo abnehmen muss und viel selbstsicherer werden muss, weil ich sonst keinen Mann finden werde,der mich heiraten will.“
Ok,korrigiere…sie sieht nicht nur aus wie Hasenzahn früher,sie denkt auch noch genauso…war ich auch so ein Vollidiot wie Moritz früher?
„Weißt du, meine Fr…meine Ex- Freundin ist dir ziemlich ähnlich. Als Kind war sie dir sehr ähnlich und ich…ich war in etwa so wie dein Moritz. Und insgeheim hab ich sie schon immer gemocht,weil sie der mitfühlenste und tollste und herzlichste Mensch von allen ist. Und als ich kapiert habe,dass sie das Wichtigste in meinem Leben ist,war es fast zu spät. Sie hat mich bezaubert und vermutlich habe ich mit meiner dummen und wirklich absolut blöden Art alles was zwischen uns war kaputt gemacht. Weißt du,als wir mit fast 20 Jahren Verspätung endlich zusammen waren, hat sich das alles so richtig angefühlt. Wie wenn man nach langer Zeit endlich am Ziel ist- angekommen,zu Hause. Jedesmal, wenn ich in ihr Gesicht sehe,sehe ich den Menschen der mich liebt und den ich liebe,mit Haut und Haaren und allem was dazu gehört. Wenn ich damals in Moritz´ Alter schon begriffen hätte,wie toll Menschen wie du oder Hasenzahn sein können,wäre vielleicht alles anders verlaufen. Was ich damit sagen will ist einfach,bleib du selbst und lass dich nicht verbiegen.Ich bin mir sicher,in Moritz steckt ein guter Kern und du wirst ihn finden.“
Strahlend schaute das kleine Mädchen Marc an und drückte seine Hand.
„ Ähm ja…wie heißt du eigentlich…also für die Akten.“, versuchte Marc von seinem plötzlichen Gefühlsausbruch,bei dem ihm beinahe die Tränen in die Augen gestiegen waren, abzulenken.
„ Margarethe Kettler.“
Marc schüttelte den Kopf und grinste in sich hinein.
„ Noch einen Tag Beobachtung, dann kannst du wieder nach Hause.“
Während Marc vertieft über seine Akten da saß und gedankenverloeren immer wieder zu seinem Hasenzahn abschweifte,stand diese, die Hand vor den Mund gepresst da und unterdrückte ihre Freudentränen.
Sanft schlich sie sich hinter Marc´s Stuhl und winkte und zwinkerte dem Mädchen noch kurz zu,ehe sie das Zimmer verließ.
Zärtlich schlang sie die Arme um Marc und küsste seinen Nacken,wohingegen sie alle Rachepläne vergas.
Überrascht drehte sich Marc um und starrte Gretchen mit großen Augen an.
„ Oh Marc,das war so süß, was du gerade gesagt hast!“
Ein Lächeln umspielte Marc´s Mund.
„ Waren wir uns nicht einig,dass das Wort „süß“ und Marc Meier in einem absolut indiskutablen Zusammenhang stehen?“
Lachend zog er Gretchen auf seinen Schoß und begann glücklich und voller Leidenschaft jede einzelne Stelle ihres Gesichtes zu küssen.
„ Marc…es tut mir so leid…ich hätte nicht…“
„ Psst…Hasenzahn,ich liebe dich und ich war einfach nur bescheuert und allgemein finde ich,dass unser Streitereien absolut unnötig si…“
Gretchen verschloß Marc´s Mund mit einem Kuss,der sich anfühlte,als ob er für die Ewigkeit gemacht sei.
Hallöchen,noch ein weiterer Teil von Martchen...Ah ja was ich noch anfügen wollte: für alle die,die Moritz und Margarethe ( Spitzname: Greta) mochten-gute Nachricht,Marc und Gretchen sind momentan so verliebt,dass sie ja eventuell auch noch unseren kleinen Rabauken einen Wink mit dem Zaunpfahl geben wollen. ^^ Also bis dann lg
„ Und du bist mir wirklich nicht mehr böse?
„Hmmmm…doch.Aber es gibt ja einen Weg wie du das alles wieder gut machen kannst.“, erklärte Marc verschlagen und grinste seiner Freundin breit ins Gesicht.
„Hmmm…“, flüsterte Gretchen leise und spielte mit Marc´s Hemdknöpfen, „ Vielleicht verschieben wir das lieber auf heute Abend.“
Mit diesen Worten schmiegte sie sich jedoch immer näher an Marc und legte ihre Hand absichtlich auf die Innenseite seines Oberschenkels. Während es Marc immer heißer wurde und er das Gefühl hatte,in einer 90 Grad heißen Sauna zu sitzen,freute sich Gretchen tierisch wie leicht sie ihren Freund um den Verstand bringen konnte.
„ Ähm…Und warum nicht jetzt?“
Marc schluckte laut und schob sich die Schweißperlen von der Stirn.
„ Weil,“ hauchte Gretchen in Marc´s Ohr, „ da draußen noch ganz viele Patienten warten,die noch von uns behandelt werden möchten.“
Dabei schob Gretchen ihren Rock um eine halbe Oberschenkellänge nach oben und spielte mit der langen Kette um ihren Hals, die sie langsam in den tiefen Weiten ihres drallen Ausschnitts verschwinden lies.
Mit offenem Mund starrte Marc Gretchen an.
„ Marc,Schatz…die Akte.“
Sanft beugte sich Gretchen über Marc´s Schulter um scheinbar in die Unterlagen zu sehen und ließ ihn dabei einen Blick in ihr Dekoltee werfen. Überall war ihr betörender Duft und ihre glänzenden,blonden Locken strichen über Marc´s Schulter.
Uhhhhh…ich bin so durchtrieben,aber ein bisschen leiden muss er schon noch,nachdem was war.
„ Vielleicht sollten wir nochmals versuchen die Eltern dieses kleinen Mädchens zu erreichen,meinst du nicht?Oh entschuldige…was bin ich heute wieder tollpatschig.“
Absichtlich schmiss Gretchen einen Stapel Bücher auf den Boden und bückte sich um alles wieder aufzuheben,wobei sie Marc einen tiefen Einblick in ihren Ausschnitt und auf ihren wohlgeformten Hintern gab.
Marc spürte, wie ihm das Blut in jede einzelne Faser seines Körpers schoss und die Erregung vollen Besitz von ihm ergriff…er war kurz davor Gretchen zu packen und sie an Ort und Stelle zu lieben.
Gretchen sah genüsslich in das Gesicht ihre Freundes. Mit aufgesetzter Unschuldsmiene legte sie die Hände auf seine Schultern und begann seinen verspannten Rücken zu massieren.
„ Schatz,du siehst so angespannt aus. Alles in Ordnung?“
„ Äh…ja ich…äh.Alles in Ordnung,wollte ich sagen.“
„ Das freut mich so. Vor allem,dass du uns diesesmal ein bisschen Zeit gibst und nicht gleich wieder versuchst mich in die Kiste zu bekommen.“, erwiderte Gretchen scheinheilig.
Marc´s verdatterter Gesichtsausdruck verlor nun völlig an Fassung.
„ Ähm ja.“, versuchte Marc zu sagen,wobei er das pulsierende Etwas in seinem Schoß zu ignorieren versuchte.
Zart setzte sich Gretchen mit übereinander geschlagenen Beinen auf seinen Schoß und küsste ihn kurz auf den Mund,wobei sie Marc noch einmal einen Blick auf ihre langen Beine und die rundlichen und straffen Brüste in ihrem Ausschnitt gab.
Grinsend musterte Gretchen ihren Marc
Ok , nur noch ein bisschen, dann hat er genug gelitten.
Noch einmal schob Gretchen ihren eng- anliegenden Rock wie zufällig ein Stückchen höher, wobei sie Marc den Ansatz ihres Strapsbandes zu sehen gab.
Gleichzeitig zog sie ihr Oberteil etwas weiter runter,wobei am Brustansatz ihr blauer Spitzen-BH zu sehen war.
„ Hach Marc,ich bin so froh,das alles wieder gut zwischen uns ist.“
Lachend fuhr Gretchen sich durch die langen Locken und ließ sie hinter ihre Schulter fallen, wobei sie Marc wie zufällig im Schritt berührte.
„ Oh,entschuldige… Heute bin ich wohl etwas zu stürmisch.“
Doch Marc hörte ihr schon gar nicht mehr zu. Kurz angebunden stand er auf,schloss seine Bürotür ab,ließ die Jalouisien nach allen Seiten hinunter und lief im Halbdunkel wieder zurück zum Schreibtisch,den er sofort mit einer einzigen Handbewegung abfegte.
Also gut, der Arme hat genug gelitten. Irgendwann muss ja auch mal Schluss sein. Außerdem sieht er heute ja mal wieder zum Anbeißen scharf aus.
Leidenschaftlich begann Marc seine Freundin auf den Schreibtisch zu setzen. Gretchen gewährte seinem Drängen nur allzu gern Einlass. Während Marc sich mit einem kurzen Ruck das Hemd aufriss,wobei alle Knöpfe durch den Raum flogen,gestaltete sich diese Aktion mit Gretchens engem Rock schwieriger.Immer weiter schoben seine drängenden Hände den Rock stückweise nach oben, wobei sie über die langen Beine seiner Freundin fuhren und schließlich an den Innenseiten ihrer Oberschenkel verweilten. Wild knutschend entledigte er sich seiner mittlerweile im Schritt viel zu engen schwarzen Hose und Gretchens weißer Bluse. Sanft begann er Gretchen´s Bauch zu küssen und schließlich ihren Busen mit Küssen zu liebkosen. Nachdem er die Träger beiseite geschoben hatte und ungeduldig an dem blauen Hauch von Nichts geszerrt hatte,umgriff er mit beiden Händen Gretchen´s wunderbare Rundungen und massierte sie unter Gretchen´s leisem und genussvollen Seufzen bis zur vollkommenen Erregung der Brustwarzen. Liebevoll beugte sich Marc hinab und nahm langsam eine der Beiden Hügel in den Mund und zog leicht zwischen den Zähnen daran was Gretchen fast den Atem raubte.Mit sanften Küssen und einem leichten Zungenspiel verwöhnte er beide Brüste und wanderte hinab bis zu Gretchen´s Bauchnabel,den er genüsslich mit der Zunge umspielte. Langsam aber bestimmt beugte sich Marc tiefer und tiefer hinab und schob Gretchen mehr und mehr in Rückenlage über den Schreibtisch. Zart zog er ihr mit den Zähnen das Strumpfband ab und befreite beide Beine von den schwarzen Nylonstrapsen, ehe er sich vorsichtig herantastend des nahezu durchsichtigen, blauen Spitzenslips seiner Freundin entledigte. Marc begann nun die Innenseite von Gretchen´s Oberschenkel zu streicheln und schließlich zu küssen, wobei sie leise Stöhngeräusche ausstieß. Sanft küsste Marc seine Freundin vom Knie aufwärts,die Innenschenkel entlang, erst auf der einen,dann auf der anderen Seite. An der alles entscheidenden Stelle hielt er inne, hob den Kopf und schaute in das Gesicht seiner Freundin,grinste und übersah diese Stelle geflissentlich,wobei er sich dem anderen Bein zuwandte und die ganze Prozedur wiederholte,nicht auf den schwachen Protest seiner Freundin eingehend. Als Marc spürte wie sich Gretchen wohlig zusammenzog,grinste er,tauchte erneut ab und umspielte schließlich die salzigen Tiefen ihre Unterleibs,wobei er spürte wie Gretchen sich bereitwillig öffnete und seinem immer tieferen Drängen Einlass gewährte. Wie eine Blume bot sie sich dar und Marc tat seinen übrigen Dienst als perfekter Liebhaber. Gretchen richtete sich auf und blickte mit ihren blauen Augen in Marc´s perfektes Gesicht. Suchend strich sie über seine erhitzten Wangen und verwuschelte ihm die brauen Haare,wobei sie zart mit den Händen seinen Körper entlangfuhr und dabei seine engen Boxershorts Zentimeter für Zentimeter nach unten schob. Sie spreizte ihr Beine weit nach außen,setzte sich auf die Kante des Schreibtisches und zog Marc direkt vor sich. Lächelnd schaute sie in sein wunderschönes Gesicht.
„Oh Marc, zum ersten Mal in meinem Leben bin ich froh, dass du schon so viel Erfahrung mit Frauen hast.“
Grinsend drückte Marc Gretchen an sich, gab ihr einen zärtlichen und eingehenden Kuss auf den Mund, schlang ihre Beine um ihn und begann langsam, aber kraftvoll in sie einzudringen. Keuchend vor Erregung bewegten sich beide rhythmisch vor und zurück, immer schneller und tiefer,bis an den Rand der Ekstase,wobei Gretchen nun ihrerseits versuchte Marc auf seine Kosten kommen zu lassen. Sanft fuhr sie die Konturen seines Körpers nach und begann mit ihren Händen, seinen Körper und ganz besonders eine pulsierende Stelle nachzufahren, die sie damit in einen Zustand eines flatternden Schmetterlings versetzte. Bebend vor Erregung liebkoste Marc den Nacken und Hals seiner Freundin, ehe beide erschöpft, aber über alle Maßen glücklich nebeneinander auf den Boden fielen und sich voller Liebe und Hingabe musterten. Voller Zuneigung schmiegte sich Gretchen an Marc und küsste ihn ein letztes Mal auf den Mund, bevor sie eng an ihn geschmiegt, einschlief.
----------------------------------------------------------------- Wie wunderschön sie ist. Wie ein Engel. Mein Engel.
Liebevoll betrachte Marc das schlafende Gesicht mit der wilden, blonden Lockenmähne neben ihm. Zärtlich strich er über ihren Rücken.
„ Irgendwann wirst du diejenige sein.“, murmelte er noch geheimnissvoll,bevor auch Marc der Erschöpfung nachgab und in das Land der Träume fiel.
Sorry,dass ein paar Tage schreibtechnisch Ebbe war,aber ich bin momentan einfach nachder Arbeit so fertig,dass ich kaum noch zum schreiben komme. Nicht sauer sein,ich versuch mich zu bessern^^ Also lg
2 Monate später
„ Schaaaaaaaahhhhhaaaaatz, hast du schon wieder keine Milch gekauft?“
Stöhnend zog Marc sich die Bettdecke über den Kopf und drehte sich murrend auf die andere Seite.
„ Maaaaaaaaaarc…wo hast du die Kekse hin…du weißt, ich werde sauer, wenn ich morgens nichts Süßes bekomme…“
Grunzend zog Marc auch noch das Kopfkissen über seinen Kopf und kümmerte sich nicht weiter um die flehenden Rufe seiner Freundin nach etwas Essbarem.
Gretchen kam schlurfend ins Schlafzimmer.
„ MMMMMaaaaaaaaaahhhhhhhhhharc…mir ist so langweilig. Ich kann nicht schlafen,meine Beine tun weh, meine Brüste spannen wie verrückt und ich muss mich die ganze Zeit übergeben,obwohl ich essen könnte ohne Ende.“
„ Also keine Verbesserung zum üblichen Zustand. Du hast doch immer Hunger,also…alles bestens.“, grummelte Marc in seine Bettdecke, obwohl ihn Gretchen´s Symptome eindeutig stutzig hätten machen müssen.
Müde wälzte er sich auf die andere Seite.
„ Gretchen,es ist vier Uhr nachts…ich bin verdammt müde und kann dein Gequassel im Moment nicht ertragen…bitte,komm wieder ins Bett und schlaf ne Runde…wir müssen morgen früh bald raus…“
Gretchen stiegen die Tränen in die Augen.
„ Du bist so unsensibel…und ich dachte, du hättest dich geändert! Du liebst mich gar nicht richtig! Ich bin dir doch ganz egal!“
Ein heftiges Weinen durchbrach ihren Gefühlsausbruch. Laut schluchzend heulte Gretchen auf Marc´s Bettdecke.
„ Boah Hasenzahn,bitte…ich bin müde…Ich arbeite täglich 14 h…Ich brauche Schlaf! Hey Schatz,du weißt ich liebe dich, aber ich muss jetzt wirklich schlafen.“
„ Oh Marci,ich wusste du liebst mich.Hmmmmm…“
Sanft kuschelte Gretchen sich an ihren Freund und begann seine Hand unter ihr Schlafanzugoberteil zu schieben.
„ Ähm Gretchen…was genau soll das werden?“
„ Marci…ich glaube das weißt du doch genau… jetzt…ich will Sex. Ich brauche ihn. Ich will ihn. Sofort. Jetzt.“
Schockiert riss Marc die Augen auf.
„ Hast du Fieber? Ey, du bist doch krank. Du benimmst dich echt merkwürdig.“
„ Ah Marci,das hast du jetzt wunderschön gesagt.“, sagte Gretchen gespielt verführerisch,wobei sie sich die obersten beiden Knöpfe ihre Schlafanzugs aufknöpfte.
„ Hey,hey,hey…Gretchen,nein,halt, stopp. Was ist verdammt nochmal los mit dir. Die ganze Woche geht das schon so…Verdammt noch mal. Es ist mitten in der Nacht.“
“ Was ist nur für ein Spießer aus dir geworden, Marc Meier.”
Dies ließ Marc nicht auf sich sitzen. Grinsend schwang er sich trotz anhaltender Müdigkeit hinüber zu seiner Freundin und begann sie von ihren restlichen Klamotten zu befreien.
„ Frau Doktor,wenn ich es Ihnen doch sage…ich sehe in ihrer Teetasse eindeutig das Zeichen für eine freudige Überraschung. Ein unerwarteter Besuch.“
Oh nein, bitte nicht Alexis… Äh Frank… Es reicht, dass er mir dauernd Postkarten und Liebesbriefe aus irgendwelchen fernen Inselstaaten schockt. Will eigentlich keinen Kontakt zu Verbrechern haben…
„ Wie Sie meinen. “, entgegnete Gretchen grinsend und tätschelte Sabine die Schulter.
Heimlich umsehend nahm Gretchen sich vom Tisch einen Donought, biss schnell hinein und steckte ihn mit zwei anderen in ihre Tasche.
Wissend grinste Sabine in sich hinein, nahm einen Duftspray aus ihrer Tasche und sprühte den ganzen Raum mit einem besonderen Duftöl ein,der auf eine bestimmte Art stimmulierend wirken sollte.
„ Frau Doktor…sagen Sie mal… weiß es der Dr. Meier schon?“
„ Ähm Sabine… Sie wissen es etwa? Es tut mir ja auch so furchtbar leid… Ich bin manchmal einfach so furchtbar ungeschickt…Und momentan ist eh der Wurm drin.“
„ Ja freuen Sie sich doch gar nicht?Das war es doch was Sie die ganze Zeit schon sehnlichst wollten.“
„ Sabine, Marc wird total sauer sein.“
„ Meinen Sie? Ich glaube er wird sich bestimmt wahnsinnig freuen.“
„ Aber seine Eltern sind ein rotes Tuch für ihn…das wissen Sie doch.“
„ Wieso seine Eltern…wovon reden Sie?“
„ Na, vom Ärzteball,zu dem ich seine Eltern eingeladen habe. Wovon reden Sie?
„ Du hast was,bitteschön?“
Gerade als Sabine Gretchen von ihrer Vermutung erzählen konnte,trat Marc mit säuerlicher Miene zu den beiden Frauen,stemmte beide Hände an die Hüften und schaute streng zu seiner Freundin.
„ Raus.“
Sabine beeilte sich rasch den Raum zu verlassen.
„ Hasenzahn-du nicht!“
Verlegen und unschuldig schauend hielt Gretchen mitten in ihrem Lauf inne und blcikte zu Marc.
„ Du kannst es einfach nicht lassen.“, seufzte Marc und atmete schwer aus.
„ Gretchen,du weißt doch wie sehr ich dieses Thema verabscheue… Wir haben uns fast deswegen getrennt. Hast du denn gar nichts daraus gelernt?“
Betrübt schaute Gretchen vor sich hin.
„ Komm mal her.“
Marc zog Gretchen auf seinen Schoß.
„ Hey,weil ich noch was vom letzten Mal gut zu machen habe,lassen wir es bei der Einladung zum Ärzteball. Vielleicht rede ich sogar ein paar Worte mit ihnen,aber mehr kannst du wirklich nicht von mir verlangen.“
Jubilierend stand Gretchen auf,reckte die Arme in die Höhe und fiel dann ihrem Freund um den Hals.
„ Hey,hey,hey…nicht ganz so stürmisch! Aber versprich mir auf deine ganzen Schokivorräte, dass das der letzte Alleingang gewesen ist.“
„ Kann ich nicht um was anderes wetten?“
Marc blickte streng und musterte sie durchdringend.
„ Ok,ok…war nur ein Scherz.“
Gerade als Gretchen ihrem Schatz einen Kuss geben wollte und sich ihre Lippen berühren wollten,sprang sie wie von der Tarantel gestochen auf und rannte ans Waschbecken,wo sie sich übergab.
Marc der verdutzt schaute und das erste Mal an seinen Qualitäten als guter Küsser zweifelte,fragte vorsichtig : „ Ähhhhhh…Hasenzahn? Alles…in Ordnung?“
Tja,ein neuer Teil. Nochmals sorry,dass es so langsam voran geht,aber ich hab gerade echt viel Arbeit. lg bb <3
„ Geht schon wieder…Muss wohl was falsches gegessen haben.“
Gretchen wusch sich den Mund mit kaltem Wasser aus und rieb ihr Gesicht ab…
„ Sicher?“
„ Marc, wirklich es ist alles in Ordnung. Mir geht es gut.Mach dir keine Gedanken.“
Beruhigend nahm Gretchen Marc´s Hand und drückte einen Kuss darauf.
„ Also gut Hasenzahn…freut mich,dass du jetzt wieder auf der Höhe deiner Leistungsfähigkeit,also knapp unter dem Durchschnitt bist.“
Grinsend versuchte Marc ein Lächeln auf das Gesicht seiner Freundin zu zaubern, erntete jedoch nur einen Schlag auf den Oberarm.
„ Au, sag mal spinnst du?“
„ Ne, aber gerade heute wo es mir so schlecht geht,musst du so unverschämt unsensibel sein!“
Betrübt schaute Gretchen auf den Boden und senkte die Augenlider.
„ Hey Schatz! Komm,schau mich an.“
Gretchen blickte Marc in die Augen. Das grün gesprenkelte Leuchten in seinen Augen brachte sie aus der Fassung. Die Wärme und Liebe die in seinen Augen lag, waren zu viel für das sensible Gretchen,das auf einmal und völlig grundlos anfing wie ein Schlosshund zu heulen.
Ein Klopfen an der Tür durchbrach die merkwürdige Situation.
„Ach hier seid ihr… Hallo Margarethe…warum siehst du denn so blaß aus? Hoffnetlich hast du kein Hepatitis? Ach hallo, Marc…was ist denn mit meiner Tochter los…oh…Sie haben doch wohl nicht mit ihr Schluss gemacht…Oder haben Sie…Nein,Margarethe hat dieser Kerl dich betrogen?“
Statt einer Antwort heulte Gretchen nur noch lauter und schluchzte auf.
„Sie widerlicher…“, Bärbel holte mit ihrer Handtasche aus, „ betrügerischer,heuchlerischer Herzensbrecher…meiner Tochter so das Herz zu brechen. Was fällt Ihnen ein?!“
Immer wieder hieb Bärbel unter hysterischem Geschrei auf Marc ein,der gar nicht wusste wie ihm geschah.
„ Au,nein…hallo? Gretchen,könntest du hier mal bitte deiner Mutter erlklären was mit dir los ist?´Au,au, Frau Haase…ich habe ihre Tochter nicht betrogen…So langsam wird mir das alles hier zu blöd. Aua!“
Nach einem letzten heftigen Schlag durch Bärbel´s Handtasche ergriff Marc die Flucht durch die Zimmertüre.
---------------------------------------------------------------------------- „ Mama,ich sag dir doch, Marc hat mich nicht betrogen…Ich weiß auch nicht warum immer wieder alles so…“
Gretchen brach erneut in Tränen aus und vergrub ihr Gesicht in der Schulter ihrer Mutter,die ihr unbeholfen den Rücken klopfte.
„ Margarethe,ist ja alles gut…Schatz,du ruinierst mir die ganze Bluse…100 Prozent Seide...die Flecken von deiner Maskara bekomme ich nie wieder raus…“
Doch Gretchen heulte noch lauter…Erst als ihre Mutter einen Schokoriegel aus der Tasche fischte,beruhigte sich Gretchen und griff gierig nach der Nervennahrung.
„ Gretchen…?“
Beglückt sah Bärbel in das schokoladenverschmierte Gesicht ihrer Tochter.
„ Nein ist das wirklich war? Gretchen…du bist doch nicht etwa…?“
„ Doch Mama,und wie…ich könnte einen ganzen Schokoberg verdrücken…Dieser Heißhunger…er lässt einfach nicht nach.“
Wissend lächelte Bärbel in das Gesicht ihrer Tochter.
„Da gibt es doch eine ganz einfache Erklärung dafür.“ „ Und die wäre?“
„ Also Margarethe…ich darf doch wohl sehr bitten…wer will denn hier von uns beiden die Akademikerin sein?“
„ Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst…und außerdem wird mir das jetzt echt zu blöd hier.“
Frustriert biss Gretchen in ihren vierten Schokoriegel und lehnte sich wegen der ansteigenden Übelkeit in ihrem Magen an die Wand.
„ Denk mal scharf nach…Heißhungerattacken, Übelkeit, Gefühlsausbrüche, Gewichtsschwankungen…“
„ Momentan…das schwankt öfters.“
Bärbel winkte ihre Tochter nur genervt ab.
„ Kind,ganz einfach…du bist schwanger.“
„ Nein.“, flüsterte Gretchen mit heiserer Stimme.
„ Oh doch.“, rief Bärbel mit zusammengefaltenen Händen entzückt aus.
„ Oh nein.“
„ Aber ja doch.“
Blut rauschte in Gretchen´s Ohren und auf einmal begann der ganze Büroraum,sich um Gretchen zu drehen. Das letzte was Gretchen hörte,war die Stimme ihrer Mutter.
„ Hoffentlich wird es ein Mädchen. Wir können deine niedlichen kleinen Strampelanzüge noch einmal verwenden. Margarethe? Margarethe!“
Sodele...nächster Teil...würde mich über weitere Kommis freuen.;-) Im nächsten Teil gibt´s vermutlich einen kleinen,süßen Flashback und vor allem unter Umständen ein Widersehen mit Moritz und Greta. Also bis denn!
„ Margarethe…Margarethe…“
Langsam öffnete Gretchen die Augen und blinzelte mehrfach,als sie über sich ein helles, unangenehmes Licht sah.
„ Marc,nun sagen Sie doch…ist die Verletzung am Kopf sehr schlimm?“
Während Marc seine Freundin durchgehend musterte,murmelte er:
„ Frau Haase…sie hat sich nur den Kopf gestoßen. Ich befürchte der Aufschlag hat weder ihr Schockoladensuchtzentrum noch die Neurosen-Zentralschaltstelle beschädigt.“
Gretchen stöhnte laut auf.
„ Oh Hasenzahn, na ausgeträumt? Was machst du nur für Sachen? Deine Mutter wollte mich sogar schon aus der Herz-Op von Herrn Berger holen,weil sie Angst hatte du könntest Spätfolgen davon tragen.“
Er rollte mit den Augen.
Gretchen sah unsicher über seine Schulter hinweg ihre Mutter an die ihr begeistert zuwinkte und die Daumen drückte.
Bärbel formte mit den Lippen den stummen Ruf : „ Na los,sag es ihm!“
Gretchen seufzte und schüttelte langsam den Kopf,wobei Marc leicht irritiert zwischen seiner Freundin und der deren Mutter mit dem Blick wanderte.
„ Ähm…Hasenzahn…wenn es dir nichts ausmacht,geh ich mal eben ne Runde nach drausen um eine zu rauchen…hier riecht´s mir zu sehr nach Frauengespräch.Frau Haase.“
Marc nickte Marc Bärbel zu,wobei er es tunlichst zu Gretchen´s Belustigung vermied, Bärbel und ihrer Handtasche zu nahe zu kommen.
Er küsste seine Freundin auf die Wange und lief dann mit langen Schritten aus dem Untersuchungsraum. ---------------------------------------------------------------------------------------
„ Mama,das ist unmöglich…ich weiß genau,das wir immer verhütet haben. Ich nehm die Pille,das weißt du doch.“
„ Margarethe…deine Brüste sind riesig…glaub mir,du bist schwanger…solche Brüste hat man nur während der Schwangerschaft.“
„ Mama, könnten wir unser Gespräch auf eine weniger peinliche Ebene verlegen?“
Missbilligend schüttelte Bärbel den Kopf und schnalzte mit der Zunge.
„ Papperlapapp…Gretchen,du bist schwanger,ich bleibe dabei. Wo liegt denn das Problem. Du und der Meier,ihr seid doch jetzt zusammen. Jetzt fehlt nur noch…“
„ Der Heiratsantrag…Mama,ich weiß. Aber ich bin NICHT schwanger. Es kann nicht sein.“
„ Gut,dann bitte,mach einen Test und du wirst sehen was los ist.“
„ Ich brauche keinen Test,Mama.“
„ Ich eigentlich auch nicht,weil ich mir sicher bin,dass du ein Kind bekommst.“
Gretchen stöhnte entnervt auf.
„ Schön.Gut. Ich mach diesen verdammten Test. Aber ich möchte später eine Entschuldigung von dir hören.“
Bärbel strahlte ihre Tochter an. „Ich freue mich ja auch schon so auf mein Enkelkind. Hoffentlich bekommt es deine Locken.“
„ AAAAAAAAAAAAArgh.“
----------------------------------------------------------------------- Wie unser Kind wohl aussehen würde? Hm bestimmt hätte es Marc´s wunderschöne,grüne Augen….Halt,stopp Gretchen! Lass dich von Mama nicht nervös machen. Wir haben immer verhütet. Es kann also gar nichts passiert sein. Gar nichts. Und gleich werde ich ganz beruhigt hier rausgehen und Marc umarmen,ihm einen Kuss geben und glücklich sein,dass ich jetzt noch nicht schwanger bin…
Mann…wenn ich mir sicher bin,warum verdammt noch mal mach ich dann überhaupt diesen verdammten Test? Und warum dauert das so lange?
Hektisch wühlte Gretchen in der Tüte mit der Gebrauchsanweisung ihres Schwangerschaftstests.
Ahhhhhhh…ich halte das nicht mehr aus…Ich trau mich nicht hinzusehen…ich will nicht…also eigentlich doch…bitte,bitte lieber Gott,bitte…ich weiß,ich hab dich schon so oft um Hilfe angefleht….bei jedem unzähligen Diät-Versuch,als ich doch wieder der Schoki verfallen bin und dich um Srandfestigkeit angebettelt habe,damals,als ich unbedingt den schicken schwarzen Blazer im Winterschlussverkauf ersteigern wollte,oder als ich unbedingt wollte,dass Marc Gabi verlässt… Bitte,ich habe für den Rest meines Lebens nur noch einen Wunsch…bitte,lass mich jetzt noch nicht schwanger sein…
Ein letztes Mal atmete Gretchen durch und warf schließlich einen Blick auf ihre rechte Hand,in der nun ihr Schicksal lag.
Scheiße…wieso ist der blau…wieso ist der blau? Was bedeutet blau?
Hektisch durchwühlte Gretchen noch einal ihre Gebrauchsanweisung…
Scheiße. Babyblau.
Ich bin schwanger. ---------------------------------------------------
Nein“, flüsterte Gretchen , wobei ihr Tränen in die Augen stiegen, „ nein,das darf nicht wahr sein. Das, das ist alles nur ein Albtraum. Ein furchtbarer, furchtbarer Albtraum. „ Das kann doch nicht sein…wir haben doch immer…wir haben doch aufgepasst.“
Auch bei weiteren 5 Schwangerschaftstest war Gretchen zum gleichen Ergebnis gekommen: Schwanger.
Schlagartig stockte Gretchen´ s Atem.
Die Lebensmittelvergiftung vor acht Wochen…wie verrückt hab ich mich übergeben…aber,da haben wir doch nicht…oh nein, haben wir doch…oh…oh…ooooooh…
Marc bringt mich um. Der bringt mich um,wenn ich ihm sage,dass ich schwanger bin. Hilfe! Ich will jetzt noch kein Kind. Ohne Trauschein…Bitte, ich will jetzt kein Kind. Ich bin noch nicht soweit. Und Marc ganz sicher auch nicht. Gerade erst haben wir uns gefunden und jetzt gleich Anhang? Bitte,bitte lass mich aufwachen…“
Gretchen schloss fest die Augen und öffnete sie dann einen kurzen Moment später wieder. Ein Schockmoment durchfuhr Gretchen als sie plötzlich in ein paar grüner Augen blickte.
„ Alles in Ordnung, Hasenzahn?Du siehst so blass aus. Soll ich dir nen Tee von Sabine machen lassen?“
Schnell schob Gretchen den Schwangerschaftstest hinter den Rücken.
„ Süße, was versteckst dudenn da vor mir?“
„ Ich? Iiiiiiiiiich?Iiiiiiiiiiiiiiiiiiich ähm…ich verstecke gar nichts. Nichts,rein gar nichts. Hast du nicht Visite.“
Genervt von den Geheimnissen seiner Freundin schob Marc sich an ihr vorbei und wollte nach Gretchen´ s Hand greifen, die sich jedoch mit Händen und Füßen wehrte. Lachend kitzelte Marc seine Freundin,der daraufhin der Test aus den Händen fiel. Staunend hob Marc den Test auf, nur um daraufhin in das schuldbewusste und beklemmende Gesicht seiner Freundin zu sehen.
Marc schluckte geräuschvoll und sah Gretchen direkt in die Augen.
„ Ich glaub du musst mir was erklären.“
„ Marc…es tut mir so leid. Ich…kann gar nicht sagen wie leid es mir tut. Ich hab einfach nicht daran gedacht nach dieser verdammten Fischvergiftung meine Pille wieder dem Zyklus anzupassen…Ich weiß,dass war einfach nur bescheuert und unnütz und einfach nur total…Marc…bitte,jetzt sag doch was!“
„ Was erwartest du denn jetzt?“
„ Ich weiß nicht. Sag du´s mir.“
„ Gretchen…du weiß ich bin kein Familienmensch. Nie gewesen seit mein Vater mich damals verlassen hat. Und ich hab ihn gerade erst wiedergefunden. Und alles läuft prima zurzeit. Wir führen eine richtige Beziehung und zu meinem Erstaunen machst du mich jeden Tag aufs Neue ein bisschen mehr verliebt in dich.“
„ Aber?“ „ Gretchen…es tut mir leid, aber ich weiß nicht, ob ich schon so weit bin. Ein Kind bedeutet Verantwortung und Verpflichtung…und auch,dass wir unsere Freiheit einschränken müssen. Du müsstest beruflich kürzer treten, wir würden jahrelang mit Babygeschrei leben müssen und kaum ist das Kind dann halbwegs erwachsen,haben wir wieder nur Stress, weil dann die Pubertät kommt…der erste Liebeskummer, der erste Vollrausch, heimliches Rauchen auf dem Balkon…Kinder bedeuten Einschränkung. Sind wir wirklich schon so weit?“
„ Ich weiß es nicht.“
„ Siehst du, ich nämlich auch nicht.“
Während Marc Gretchen´s Gesicht musterte,regte sich ein warmes Gefühl,das sich von seiner Herzmitte im ganzen Körper ausbreitete und ein Kribbeln verursachte.
„ Und dennoch…Gretchen…eigentlich wollte ich nie Kinder. Also zumindest bisher noch nicht…aber trotzdem glaube ich, dass ein Kind eine tolle Sache wäre. Vielleicht muss man manchmal auch einfach nur darauf hören was das Herz einem sagt. Einfach den Verstand ausschalten.“
„ Marc Meier,versuchen Sie mir auf eine merkwürdige und undurchsichtige Art und Weise klar zu machen,dass Sie sich…“
„ Jap,ich könnte mir vorstellen ein Kind mit dir zu bekommen. Auch wenn ich nicht versprechen kann,dass ich irgendwann die Flucht ergreife,wenn ich in einen Schwangerschaftsvorbereitungskurs gehen muss.“
Gretchen liefen die Tränen über die Wangen.
„ Aber Marc, bist du dir ganz sicher? Ein Kind stellt man nicht einfach so in die Ecke wie ein Auto. Und jetzt schon so viel Verantwortung?“
„ Wir kennen uns schon fast 25 Jahre, Gretchen. Du liebst mich und ich…du weißt schon auch…wir verdienen beide ganz gut und es wird sowieso Zeit für mich sesshaft zu werden… ich bin 33…wie soll denn das noch weitergehen?“
In diesem Moment stürzte sich Gretchen auf Marc und küsste sein ganzes Gesicht ab, wobei sie die salzigen Freudentränen, die ihr über die Wangen liefen, ignorierte.
Sooooo...^^ Ein etwas längerer Teil. Kunterbunt durchgemischt geht´s weiter. Gaby verführt Mehdi, Marc und Gretchen im Babyglück und dann natürlich unser Nachwuchs- Gretchen mit seinen Liebesproblemen. Naja einige von euch haben ja schon bezweifelt,ob Moritz wirklich der Mr. Right für Greta ist. Eine andere Option-nämlich der charmante Mädchenschwarm Ben taucht in Greta´s Leben auf und sorgt für mächtig Wirbel. Und Gretchen und Marc? Naja,die wollen natürlich helfen. In allererster Linie ja Gretchen,die alte Romantikerin. Sanfte Muttergefühle machen sich bei ihr breit und gesellen sich im Magen gleich links vomm Schokodonought. Und Marc? Der versucht derweil Moritz und Ben ins Gebet zu nehmen und haerauszufinden, welcher der beiden letztendlich der bessere für Greta ist. Und woher stammen nun denn eigentlich ihre Verletzungen? Das und mehr lest ihr bald.Bd lg <3
„ Dr. Kaan…ich hab hier noch die Akte von Frau Metzger.“
Gaby beugte sich zu dem südländischen Arzt hinab und legte dabei sanft ihre Hand auf seine Schulter.
Mehdi nahm von Gaby kaum Notiz und malte gedankenverloren Herzchen auf seine Schreibtischunterlage.
„ Dr. Kaan?Alles in Ordnung?“
Gaby strich Mehdi´s Rücken entlang.
„ Äh ja…Schwester Gaby, Sie können dann auch Feierabend machen.“
„ So früh schon?“
Überrascht sah Mehdi auf und lächelte seine Krankenschwester an.
„ Na,gönnen Sie sich doch auch mal was…es ist doch gerade Sommerschlussverkauf,wenn ich mich nicht irre.“
„ Dr. Kaan,ich würde viel lieber bei Ihnen bleiben. Sie arbeiten zu viel…seit der Sache mit dem Virus arbeiten Sie fast jeden Tag von Nacht zu Nacht durch.“
„ Gaby, woraus resultiert Ihr plötzliches Interesse für andere Menschen? Es ist lieb von Ihnen,dass Sie sich Gedanken um mich machen,aber im Gegensatz zu vielen der anderen Ärzte hier,habe ich nichts für was es sich lohnt heim zu gehen,die Tasche in die Ecke zu werfen und ´ Hallo Schatz,wieder zu Hause´ zu rufen.“
Gaby lächelte Mehdi mitfühlend an.
„ Und…wie müsste Ihre Traumfrau sein?“
„ Nun ja,also sie müsste ehrlich sein…“
Gaby starrte verschämt auf ihre Hände.
„ Und ein herzliches Auftreten haben…Sie müsste liebevoll sein und Kinder mögen.“
Gaby lief rot an und wischte sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn.
„ Und ja,sie sollte eine natürliche Anziehung auf mich ausstrahlen,mich zum Lachen bringen, Verführerin und beste Freundin gleichzeitig sein. Wenn ich ihr in die Augen sehen würde…“
Mehdi sah Gaby tief in die Augen.
„ Und sie berühren würde…“
Er legte die Hand auf Gaby´s Hand.
„ Müsste ich Herzklopfen haben…Ich hätte den natürlichen Drang sie zu küssen und würde mich meiner Sehnsucht nach der einzig wahren und ewigen Liebe hingeben.“
Gaby sah Mehdi vollständig bezaubert an.
„ Tja…aber das ist wohl nur eine Illusion. So eine Frau gibt es nicht.“
„ Dr. Kaan…und wenn Sie Ihre Ansprüche etwas herunterschrauben würden?“
Und ohne eine Reaktion abzuwarten,stürzte sich Gaby voller Leidenschaft auf Mehdi und drückte ihm einen Kuss auf den Mund.
„ Mmmmmmhmmmmmhmmm…“, versuchte Mehdi etwas zu sagen, „ Schwester Gaby!“
„ Dr Kaan?“ Mit hochroten Wangen und zerzausten Haaren löste sich Gaby von Dr. Kaan´s Lippen und schaute ihn schuldbewusst an.
„Schwester Gaby…Sie brauchen mich nicht trösten…ich bin über Gretchen hinweg. Und über Anna. Sie sind so eine tolle Frau. Zeigen Sie der Männerwelt was in Ihnen steckt. Das mehr hinter dem kurzen Rock und dem tiefen Ausschnitt steckt, als man von außen vermuten könnte.“
Gaby zupfte ihren Kittel zurecht und schaute Mehdi fragend und tief in die Augen. Schließlich öffnete sie ihren Haarknoten und ließ ihre langen Haare über die Schultern fallen. Gleichzeitig öffnete sie trotz Mehdi´s irritiertem Blick ihre obersten Kittelknöpfe und strich sich sanft die Träger ihres Spitzentops über die Schultern.
„ Schwester Gaby…was äh…“
„ Psst…“, flüsterte Gaby, hielt einen Finger vor Mehdi´s Mund und bewegte sich elegant auf Mehdi zu.
„ Schwester Gaby, ich glaube nicht,dass das eine gute Id…“
Doch Gaby verschloss Mehdi´s Protest bereits mit einem sanften Kuss auf den Mund, der auch ihn ins Schwitzen brachte…
Verdammt nein,Mehdi…du willst keinen One-Night Stand… ooooohhh jetzt weiß ich was Marc an ihr gefunden hat….sie macht ja wirklich alles mit, dachte Mehdi,als Gabi sich langsam seinem Hosenladen näherte,ihn begierig öffnete und sanft begann mit ihren erfahrenen Händen seine pulsierende Manneskraft zu erforschen.
„ UUUh Dr. Kaan…ich glaube,Ihr Protest ist soeben erloschen.“; murmelte Gaby grinsend, ehe sie sich Mehdi´s Schoß näherte und mit ihrem Mund seine intimsten Stellen erforschte.
Mehdi konnte nun nichts mehr gegen seine innerste Natur unternehmen. Geschickt zog er Gaby nun neben sich auf die Patientenliege und begann ihr mit rasender Leichtigkeit das Spitzentop auszuziehen. Zart strich Mehdi über Gaby´s klopfendes Herz,die glühenden Wangen und ihren perfekten Körper,ehe er sie in eine bequeme Position platzierte und sich gefühlvoll ihren Verführungskünsten ergab.
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„ Ich weiß jetzt schon,dass es ein Junge wird.“
„ Ach jaaaaaaaaaaa? Und warum? Ich weiß,dass es ein Mädchen wird. Eine Mutter spürt das!“
Scherzhaft kniff Gretchen Marc in die Seite.
„ Woher ich das weiß? Ganz einfach. Marc Meier zeugt nur Jungs. Nur richtige Kinder. Keine Heulsusen und Barbie-Puppen. Richtige Jäger und Gartenschläuche!“
„ Gartenschläuche?“ „ Nichts was du verstehst,Schatz.“
Marc strich Gretchen sanft über die Stirn und die Schläfen,drückte sie an sich und sagte : „ Im Ernst Schatz, mir ist es egal ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Naja ein kleiner Marc wäre schon ganz cool,aber ich geb mich auch mit einem kleinen Haasenzahn zufrieden.“
„ Frau Doktor Haase, Dr. Meier…es ist ein kleines Mädchen hier,die nur von Ihnen verarztet werden will, Herr Doktor.“, unterbrach Sabine die heimelige Szene.
„ Hasenzahn,komm und geh Schokoriegel essen. Man hat Gott gerufen.“
„ Grmpf.“
Marc streichelte seiner schmollenden Freundin noch einmal über den Kopf und platzierte seine Hand beschützend auf ihren Bauch,ehe er in das nebenanliegende Patientenzimmer ging.
Gretchen, voller Neugierde dachte gar nicht daran ihren Freund mit einem kleinen Kind aleine zu lassen. Dazu war sie viel zu neugierig wie Marc mit Kindern umging,schließlich war er der Vater ihrer Tochter…also …des Babys.
Kaum war Marc durch die Türe getreten,war ihm auf einmal klar, warum ein kleines Kind mit ihm sprechen wollte. Es war Greta Kettler.
„ Du? Was machst denn du schon wieder hier? Hat dein Moritz mal wieder Mist gebaut?“
„ Dr. Meier, ich muss mit Ihnen reden.“
„ Geht nicht ohne Termin.“, versuchte Marc sich der Sache zu entziehen und wollte rückwärts aus der Tür laufen.
„ Ich bin aber Privatpatientin.“
Marc stöhnte auf,setzte sich auf die Patientenliege neben Greta und hörte was sie ihm zu sagen hatte.
„ Dr. Meier… das mit Moritz…das hat sich erledigt glaube ich.“
Marc fiel eine klaffende Wunde an Greta´s Ellenbogen und den beiden Knien auf. Ihre braunen,großen Locken hingen zerzaust an ihren Schultern hinunter. Ihre Kleidung war blutverschmiert und zerissen.
Sanft und zu seiner Überrschung voller Mitleid strich Marc sanft über ihren Arm und nahm ihre kleine,zarte Kinderhand zwischen seine beiden Hände. Tränen liefen Greta über das beschmutzte Gesicht, was ihre Brille beschlagen ließ.
Verdammt was mach ich denn jetzt?
Marc nahm das kleine,heulende Mädchen aus einem Instinkt heraus einfach in den Arm und strich ihr über den Rücken.
Fürsorglich säuberte und verband Marc ihre Wunden,schenkte ihr zum Trost eine von Gretchen´s Schokotafeln, reichte ihr ein Taschentuch und ließ ihrZeit sich zu beruhigen, ehe er anfing Fragen zu stellen.
Gretchen,die von der Tür aus die ganze Szene beobachtete,war beeindruckt wie behutsam Marc mit dem kleinen Mädchen umging und war sich auf einmal sicher,dass er ein wunderbarer Vater werden würde.
Leise schlich sie sich von hinten zur Türe herein und küsste ihren Freund in den Nacken.
Marc schreckte aus seinem ratternden Gedankengang auf und schaute seine Freundin verwundert an,die er dann jedoch sogleich auf seinen Schoß zog.
„ Gretchen,du kennst Greta ja schon. Greta,das ist Gretchen Haase,meine Freundin.“
„ Hallo.“, entgegnete Greta schüchtern und reichte Gretchen die schokoladenverschmierte Hand.
Gretchen ergriff sie,drückte sie kurz und streifte danach die Hände an Marc´s Kittel ab,der sie missbilligend musterte.
„ Du kannst es mir ruhig erzählen, Greta. Und Gretchen auch. Wenn jemand weiß wie du dich im Moment fühlst, ist es Gretchen. Vertrau mir.“
„ Herr Doktor…das ist alles nicht so einfach.“
Beschämt verschränkte Greta die Hände und wippte mit den Beinen.
„ Also gut,ich erzähl´s Ihnen…aber Sie müssen mir versprechen nicht zu lachen.“
Marc wechselte einen kurzen Blick mit Gretchen und nickte schließlich.
„ Gut,ja, versprochen. Also los jetzt.Was hat Moritz diesmal angestellt?“
Flashback ( 3 Wochen zuvor)
„ Greta,wo bleibsch du denn.“, lispelte Caroline zu ihrer besten Freundin.
„ Oh tschuldigung!“, murmelte Greta im Vorbeigehen einem hübschen Jungen zu,der sich zu ihrer Verwunderung nicht ausfällig oder gemein wie der Rest ihrer Jahrgangsstufe verhielt. Und das obwohl sie ihm mit ihrer Tasche im Vorbeigehen schmerzhaft in der Bauchregion erwischt hatte. Der Neue, so nannten ihn alle. Noch waren sie alle versucht herauszufinden zu welcher Kategorie Mensch Ben Hagedorn gehörte. War er der Coole vom Schulhof,der sogar Moritz Seeberg Konkurrenz machen konnte, oder war er einer der unzähligen Normalos,die unauffällige Mitläufer blieben? War er einer der Streber,die ganze Nachmittage in der Schule verbringen konnte? Ein Mädchenschwarm? Ein Aufreißer? Ein Nerd? Ein Sportler?
Das Einzige was Greta von Ben wusste, war ein tiefer und beseelter Ausdruck in den strahlend blauen Augen,die von einem dunklen und lang geschwungenem Wimpernrahmen umrandet waren. Seine dunklen,glatten Wuschelhaare standen wild in alle Richtungen ab und umrahmten ein gebräuntes Gesicht auf dem ein strahlendes Surferlächeln mit blitzeblanken und geraden Zähnen zum Vorschein kam. Er trug dunkelblaue, abgewetzte Jeans und ein weißes Hemd. Insgesamt machte er Moritz wirklich Konkurrenz und war ihm in seinem Aussehen ebenbürtig. Ihre Charaktere hätten jedoch unterschiedlicher nicht sein können wie Greta im nächsten Augenblick feststellen konnte.
„ Oh…macht nichts. Ist ja nichts passiert“, murmelte Ben,obwohl sein schmerzverzerrtes Gesicht und die Hand,die er sich in den Magen presste etwas anderes sagte, „ Aber ma ehrlich…du hast doch hundertpro Ziegelsteine in deiner Tasche.“
Greta war verwirrt. Ein Junge der so gut aussah,strafte sie nicht mit Missbilligung und Unverschämtheit wie Moritz,sondern mit Charme und Freundlichkeit? Ein Junge-zu ihr-Greta? Ein zartes Prickeln machte sich in Greta´s Magengrube breit und strahlte vom Herzen aus durch den ganzen Körper. Ein Gefühl,das sie bisher nur von Moritz kannte.
„ Na hat´s dir die Sprache verschlagen? Also wenn ich meine Wenigkeit vorstellen dürfte? Ich bin Ben. Ben Hagedorn. Ich glaub du bist in meiner Klasse,stimmt´s?“
Greta fand langsam wieder ihre Sprache.
„ Ähm…ja…also ich bin Greta. Also eigentlich Margarethe Kettler,aber Greta reicht.“
„ Freut mich. Willst du mich vielleicht ein bisschen herumführen? Ich kenne mich noch nicht so aus hier. Und vielleicht kann ich ja als Entschädigung für deinen fiesen Schlag noch einen Kaffee in der Mensa herausschinden.“
„ Leider haben wir hier keine Mensa.“, entgegnete Greta ihm lächelnd, „ Aber vielleicht ergibt sich mal eine andere Gelegenheit.“
Ben grinste sie an und erwiderte: „ Jap,vielleicht hast du ja Lust mit mir heute Mittag ein Eis essen zu gehen. Ich würde mich freuen. Stuttgart ist doch eine Spur kleinere als Berlin und ohne dich könnte ich mich ja verlaufen.“
Er zwinkerte Greta kurz zu.
„ Dieses Risiko darf ich natürlich nicht eingehen.“
Charmant bot Ben mit einer angedeuteten Verneigung Greta den Arm und ließ sich von ihr die Schule zeigen.
Als sie den Schulhof passierten,folgten ihnen die Blicke aller anwesenden Schüler. Überall wurde getuschelt und getratscht was denn der attraktive Neuankömmling von Margarethe Kettler wollte,dem hässlichen kleinen Entchen.
Greta fühlte sich zunehmend unwohl,besonders da sie der Blick von Moritz aus der Raucherecke herüber störte. Der feindselige Blick, den er Ben und ihr zuwarf lies sie erzittern.
„ Hab ich was falsch gemacht,Greta,oder warum starren die mich alle so an?“
„ Ben,sie starren nicht dich an…sie überlegen sich was so jemand wie du mit so jemand wie mir hier macht. Ich bin nicht unbedingt ein Schulschwarm und dann schau mal dich an.“
Ben starrte mit seinen strahlend blauen Augen an sich hinunter.
„ Wieso? Was ist denn mit mir? Ich seh doch ganz normal aus. Zwei Beine,Zwei Arme,Zwei Ohren…oder…oh nein,hab ich heute vergessen mein Glasauge aufzusetzen?“
Greta zuckte zusammen und starrte in Ben´s Gesicht.
„ Hey,hey,hey…war nur ein Witz. Aber was sollte so komisch daran sein,das du mir die Schule zeigst?“
„ Ben…lebst du hinter dem Mond? Jungs wie du…“, Greta wedelte mit ihren Händen durch die Luft und umschloss damit Ben und seine verwirrende Perfektion, „ die geben sich hier nicht mit so unscheinbaren Mädchen wie mir ab. Gib zu,du wurdest bestimmt von etlichen hübschen Mädchen gefragt,ob sie dir die Schule zeigen dürfen.“
„ Definiere hübsch!“
„ Ben,du machst das hier jetzt gerade ziemlich schwer.“
Ben lächelte verschmitzt.
„ Warum denn? Wir sind 15…ein Junge,ein Mädchen- was ist so schlimm daran? Hey,ich hab dich gefragt,ob du mir die Schule zeigst,nicht mehr. Wenn die anderen Probleme damit haben,bitte…muss uns doch nicht belasten.“
„ Mich nicht,du schon. Du bist neu an der Schule. Ich will nicht,dass du dir jetzt schon den Ruf versaust,indem du mit Leuten wie mir abhängst.“
„ Seh ich so oberflächlich aus,als dass ich auf die erste kleine Schickimickitusse hereinfalle,die sich mir an den Hals wirft? Ich habe den ganzen ersten Schultag damit verbracht eine Bankreihe hinter dir zu sitzen und mir zu überlegen wie ich am besten mit dir ins Gespräch komme. Du hast etwas was die anderen Mädchen nicht haben. Ich habe dich beobachtet. Wie du freiwillig versuchst anderen zu helfen,wenn sie eine Aufgabe nicht verstehen,wie du in der Pause das Klassenzimmer aufräumst,dass die anderen keinen Ärger bekommen. Wie du die Schulkatze fütterst und liebevoll auf sie einredest. Und du machst dir Gedanken,dass du nicht hübsch genug seist für ein einziges Gespräch mit mir?“
„ Ähm.“
Greta biss sich auf die Lippen und wurde rot.
„ Und weißt du was,es ist mir verdammt egal was die hier alle von mir halten. In meiner alten Schule war ich auch ein Ausenseiter,weil ich damals noch eine Brille mit Horngestell und eine Zahnklammer trug.“ Er machte eine kleine Pause,strich Greta sanft mit der Hand vom Haaransatz über die Schulter bis hinunter zum Hansgelenk und ergriff es sanft.
„ Greta…in meinen Augen bist du schön. Egal wie du dich vielleicht selber fühlen magst. Vielleicht muss erst ich kommen um dir die Augen zu öffnen.“
Langsam beugte sich Ben vor und küsste Greta sanft und zur Überraschung aller fest auf den Mund.
Moritz lies seine Zigarette fallen,trat heftig voller Wut darauf,drehte sich um und lief in Richtung Fahradständer wo er seine angestaute Wut erst einmal unbemerkt an Greta´s Fahrrad ausließ.
Greta schwebte indessen im 7ten Himmel. Überall wo sie hinsah,alles was sie berührte…alles…war Ben. Kein Moritz. Keine Gemeinheiten. Nur Ben.
Juhu, neuer Teil xD Hoffe er gefällt euch... was ich mit Greta mache,weiß ich leider selbst noch nicht so genau... Irgendwie mag ich Ben sehr,weil er den selben Namen wie mein Bruder hat und genauso lieb ist,andererseits hat Greta auch noch sehr starke Gefühle für Moritz...Ach, ich weiß noch nicht...Dafür hab ich schon einen konkreten Plan für Gretchen,Marc und das Baby... Ich sage nur,das Gespräch mit Marc´s Eltern wird vermutlich sehr... lustig ^^ Zwischen Gaby und Mehdi wird es sehr heiß hergehen und es wird auch noch viele andere spannende Wendungen geben ! Also bis dann xoxo
„ Aber es ist doch toll,wenn du in Ben jemand so…verständnissvolles gefunden hast.“, mutmaßte Marc.
Gretchen schaute mitfühlend zu Greta.
„ Aber da sind dann noch die Gefühle für Moritz, ganz tief unter den Gefühlen für Ben,hab ich Recht?“
Greta schaute auf und nickte,wobei ihr eine Träne über die Wange lief.
„ Ja…Ben ist toll! Er ist lieb und intelligent und charmant und…er sieht wahnsinnig gut aus. Ich bin ihm wichtig und er bemüht sich um mich. Aber er braucht mich nicht so sehr wie Moritz mich.“
Verständnissvoll nickte Gretchen und strich über Greta´s Hand.
„ Bist du in Ben verliebt?“
Greta nickte heftig und mumelte: „ Aber Moritz mag ich auch. Und Dr. Meier meinte ja auch,ich soll ihn noch nicht aufgeben.“
Streng schaute Gretchen ihren Freund an,der ratlos mit den Schultern zuckte.
„ Greta, was ist passiert?“ ------------------------------------------------------- Flashback Fortsetzung ( 3 Wochen später)
Ben und Greta saßen zusammen mit einigen anderen Schülern ihrer Klasse am Lagerfeuer. Nach einem anstrengenden Wandertag war es Greta ganz Recht,dass sie sich eng an Ben gekuschelt und in eine warme Decke eingehüllt vor den wärmenden Flammen entspannen konnte und vor sich hin träumen konnte. Ben hatte einen Arm um ihre Hüfte geschlungen und Greta hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt. Greta´s braune Locken hingen in nassen Strähnen ihren Rücken hinab. Eine Stunde zuvor war sie mit Ben noch im See herumgetollt. Wäre Greta nicht so verliebt gewesen,wäre ihr vielleicht aufgefallen, dass hinter den angrenzenden Büschen am See ein Paar grüner Augen jedem ihrer Schritte folgte und sie nicht aus den Augen ließ. Moritz hatte sie seit dem Nachmittag beobachtet. Wie sie mit Ben im eiskalten Nass herumgealbert hatte,wie er ihr einen kleinen Strauss Gänseblümchen gepflückt hatte, den sie lachend und mit einem Kuss entgegennahm, wie er ihr den Rücken mit Sonnenmilch eingecremt hatte und wie sich beide schließlich am Lagerfeuer zusammengekuschelt hatten. Nichts war Moritz verborgen geblieben. Es störte ihn,dass dieser neue Typ sich in sein Revier wagte. Greta war für ihn reserviert. Obwohl Moritz Greta nie als hübsch befunden hatte,sah er auf einmal alles ganz anders. Hatten ihre blauen Augen schon immer so geleuchtet? War ihr Gesicht schon immer so rein und rosig gewesen? War der Mund schon immer so kirschrot und wohlgeformt gewesen? Die Gesichtszüge ebenmäßig? Die Haare glänzend und lockig?
Nein,Greta hatte sich nicht verändert. Es war Moritz,dem es ganz und gar nicht passte,das diese Mädchen mit den großen blauen Augen sich in einen anderen als ihn verliebt hatte. In diesen Schönling vom Land…Und Greta? Die blühte von Tag zu Tag mehr auf. Ihre Brille war Kontaktlinsen gewichen,die Zahnklammer war gewichen und es war nur eine Frage der Zeit bis auch der letzte Babyspeck gewichen war und sie zu einer wahren Schulschönheit heranwachsen würde.
Neidisch und verärgert beobachtete Moritz wie Ben´s Arm fürsorglich über Greta´s Rücken strich.
„ Ich geh mir mal noch schnell eine Jacke holen…irgendwie wird mein Rücken langsam kalt.“
Gezwungenermaßen stand Greta auf und lächelte ihren Freund an.
„ Soll ich sie dir schnell holen?“, bot Ben an.
„ Nein,nein. Das Zelt steht ja gleich dort hinten. Bin gleich wieder da.“
„ Will ich aber doch hoffen. Und verlauf dich nicht, mein kleiner Schussel.“
Verliebt küsste Ben seine Freundin auf die Wange und ließ sie widerwillig gehen.
Greta stolperte durch die Dunkelheit und tastete sich an den Bäumen und Zweigen den kleinen, mit Fackeln gesäumten Trampelpfad zu den Zelten entlang. Moritz war unbemerkt aufgestanden und ihr in einiger Entfernung gefolgt. Er musste einfach mit ihr reden. Herausfinden ob sie glücklich war mit dem Schnösel.
Greta war inzwischen in ihr Zelt geklettert und suchte in ihrem Rucksack nach ihrer weißen Strickjacke,als sie hörte wie hinter ihr der Reisverschluss des Zeltes aufgezogen wurde und jemand hereinkam.
„ Ben…du musst mir nicht hinterherkomm…“, setzte Greta lächelnd an,doch als sie sich umdrehte,saß nicht Ben,sondern Moritz vor ihr.
„ Ähm…das ist mein Zelt.“
„ Ich weiß.“
„ Was suchst du dann hier drin?“
„ Weiß nicht. Ich wollte reden.“
Greta behagte die Situation nicht. Die Nähe zu Moritz war trotz ihrer starken Gefühle für Ben schmerzhaft und irgendwie belastend.
„ Oh reden…Warum mit mir? Und ich glaub es gibt bessere Orte zum Reden als dieses Enge Zelt.“
„ Greta,jetzt bleib hier.“
Gerade als Greta sich an Moritz vorbeidrängeln wollte,riss dieser den Reisverschluss schnell herunter, wobei dieser abriss und Moritz und Greta eingeschlossen zurückließ.
„ Na toll… und jetzt?“
„ Ja…ähm reden.“
Greta sah Moritz verdutzt an.
„ Moritz… wo hast du denn deine Stinkbomben gelassen? Oder die Furzkissen,den Plastik-Hundehaufen…zumindest eine Beleidigung hätte ich jetzt schon erwartet.“
Moritz stotterte ungelenk herum.
„ Also Greta, ich…nun, ähm, also, ich…ich…“
„ Ich,du äh…ach nein weißt du ich…“, äffte Greta in neu hinzugewonnener selbstbewusster Art Moritz nach.
Moritz sah Greta einfach nur an.
„ Schau mich nicht so an.“, murmelte Greta genervt,wobei sie krampfhaft versuchte am Reisverschluss zu ruckeln, „ Verdammt. Warum geht dieses blöde Teil nicht auf. Beeeeeeeeeeeeeeen! Verdammt noch mal, Beeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeen!“, rief Greta laut,doch ihr Freund konnte sie aufgrund der lauten Musik am Lagerfeuer nicht hören.
„ Lass das,es bringt doch nichts.“, flüsterte Moritz und legte seine Hand auf Greta´s Hand,welche ihm die ihrige jedoch wie von einer Tarantel gestochen sofort wieder entzog. Kühl blickte sie ihm direkt in die Augen, wobei sich eisige Stelle über ihr Zelt legte.
„Bist du…seid ihr…also fühlst du…ach Mann,warum ist das jetzt so schwer? Also äh Greta,du und Ben…“
„ Danke der Nachfrage,zwischen Ben und mir ist alles bestens. Wir sind glücklich verliebt und frisch zusammen. Ich wüsste zwar nicht was dich das angeht, aber ja, er macht mich glücklich.“
Mit bebender Stimme und einem Funkeln in den Augen sah Greta Moritz an.
„ Greta,verdammt hör mir jetzt einfach mal zu,ok?“
„ Ach ja? Nenn mir einen guten Grund warum ich dir zuhören sollte. Mir fällt nämlich keiner ein.“
„ Weil,also ich…ich mag dich.“
„ Aha…nicht gut genug.“
Greta wandte sich ab.
„ Greta,ich weiß ich hab dich furchtbar verletzt und dir weh getan.“
„ Mich gedemütigt,beleidigt,mit Schlamm beworfen,mir Hundekot auf den Stuhl gelegt, verfaulte Eier in meinen Rucksack geschmuggelt, meine Zöpfe abgeschnitten…Willst du noch mehr Beispiele hören?“
Greta stemmte die Hände in die Hüften und schaute Moritz bitterböse an.
„ Du demütigst mich seit der ersten Klasse Tag für Tag und bringst mich regelmäßig mit deinen Späßen ins Krankenhaus. Du hast keinen Respekt vor meinen Sachen und machst dich bei jeder Gelegenheit über mich lustig. Du bist nichts anderes als total gemein,gehässig und ignorant. Mit so jemandem wie dir möchte ich nichts zu tun haben.“
(Stimmen einfach überhören)
Moritz war beeindruckt. So klar hatte es noch nie jemand vor Greta gewagt,ihm die Meinung frei heraus ins Gesicht zu sagen.
Und weil er so beeindruckt von diesem Mädchen war, küsste er sie ohne zu Zögern auf ihren halboffenen Mund,der immer noch zu einer weiteren Schimpftirade geöffnet war. Moritz sah die Überraschung in ihren Augen und die Vewunderung, die ihr praktisch ins Gesicht geschrieben stand. Für eine Minute hatte Moritz das Gefühl Greta würde seinen Kuss erwidern,ehe sie ausholte und mit geballter Kraft eine Ohrfeige auf seine Wange niederschallen ließ.
„ Sag mal hast du sie noch alle? Du hast ja mal wirklich eine an der Waffel! Ich hab einen Freund, du verdammter Vollidiot! Es gab eine Zeit in der ich alles dafür gemacht hätte um dich zu küssen…aber Moritz,du bist mir egal. Ich bin in Ben verliebt,du selbstverliebtes Arschloch. Wenn du denkst,alle Frauen warten nur auf dich, muss ich dich enttäuschen. Ich warte nämlich ganz sicer nicht auf dich!“
Während Moritz sich verzweifelt die Wange hielt,dröhnte von außen eine Stimme sowie das Leuchten einer Taschenlampe ins Zelt hinein. „ Greeeeeeeta! Greeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeta?“
Moritz hielt sich den Kopf ,zog Greta zu sich hinüber und hielt ihr eine Hand vor den Mund bis der Besucher außer Reichweite war.
Danach schaute Moritz Greta lange an. Ihre roten Wangen hoben sich deutlich von der Dunkelheit um sie herum ab.
„ Warum hast du das gemacht?“
„ Darum.“, murmelte Moritz und küsste Greta dieses mal nicht stürmisch und drängend, sondern mit dem ganzen Ausdruck seiner Gefühle zärtlich und liebevoll auf den Mund.
Verwirrt, dass ihr Herz schnell und unregelmäßig zu schlagen anfing,erwiderte Greta den Kuss zu ihrer Überraschung. Als ob sie Urzeiten auf diese eine kleine Lippenberührung gewartet hätte,sog sie sanft Moritz´ Geruch ein,der sich im ganzen Zelt verteilt hatte. Eine Ewigkeit berührten sich die Lippen der beiden Teenies, bevor beide schließlich ihre Lippen lösten und sich verwirrt in die Augen sahen.
Greta versuchte panisch Moritz´ Nähe zu entfliehen,nahm in Windeseile ihre Nagelschere,schnitt einen kleinen Riss ins Zelt und flüchtete durch diese kleine Luke nach draußen,wo sie schließlich über mehrere Wurzeln stolpernd den kleinen Feldweg entlang rannte. Plötzlich geriet Greta ins Taumeln,konnte sich nicht mehr festhalten,schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf und blieb verletzt liegen.
Eine Ewigkeit lag Greta nun dort…auf dem Waldboden. Durch eine verschwommene Umgebung hörte sie nur noch entfernte Stimmen.
„ Greta? Greta, verdammt! Holt doch den Notarzt!“, hörte Greta die vertraute Stimme von Ben,wobei sie ein warmes Gefühl in der Magengegend ereilte.
„ Oh Gott,hoffentlich hat sie keine Gehirnblutung.“, rief Caroline ängstlich.
„ Keine Sorge, Greta…es wird alles wieder gut.“, murmelte eine bekannte Stimme an Greta´s Ohr, was sie jedoch nur erschrocken zusammenzucken ließ. Eines war sicher. Sie musste Moritz meiden. Oder ihre Beziehung zu Ben war dem Ende geweiht. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Also meine Tochter hat mit 15 ganz sicher noch keinen Freund.“, murmelte Marc halblaut vor sich hin.
„ Oho,der Herr Doktor findet sich langsam mit einer weiteren Frau im Haushalt Meier/ Haase ab?“
Grinsend zwickte Gretchen ihren Freund scherzhaft in die Wange.
„ Äh nein… also mein Sohn darf selbstverständlich mit 15 seine Erfahrungen sammeln,wollte ich sagen.“
„ Pfhhhh… du Macho. Was ist denn da für ein Unterschied?“ „ Männer sind Jäger.“
„ Und Frauen Sammler.“
„ Deine Konter werden aber auch immer schlechter.“
„Ha, genau wie deine Sprüche.“
„ Äh…entschuldigung wenn ich Sie beide störe, aber erstens blute ich an mehreren Wunden am ganzen Körper,mein Kopf dröhnt wie verrückt und ich habe immer noch keinen Rat wegen Moritz und Ben bekommen.“
Gretchen und Marc sahen sich gleichzeitig an und prusteten los.
„ Was ist daran jetzt so komisch?“
Eingeschnappt verschränkte Greta die Arme.
„ Weil wir beide vielleicht die falschen als Liebesratgeber sind. Greta, wende dich doch besser an die Krankenhausschlampe Gaby Kragenow.“
„ Marc! Deine Weste ist auch nicht so rein,wie du Greta hier glauben machst“, wandte sich Gretchen an ihren Freund und dann erklärend an Greta, „ Er ist ein Frauenheld.“
Aber seufzend erwiderte Gretchen : „ Aber was Liebe angeht,verlässt der Papa besser den Raum,oder versorgt die Wunden. Für Liebesfragen bin ich nun mal der Experte.“
Sanft drängte Gretchen Marc aufzustehen,gab ihm einen Klaps auf den Po und wandte sich an Greta.
Marc schaute verdutzt auf die beiden Namendgenossinnen,überließ Gretchen das Reden und wandte sich stattdessen Greta´s Wunden zu.
„Also, “, seufzte Gretchen widerwillig,wobei sie veträumt Marc´s Hintern beobachtete,als dieser sich hinkniete um Greta´s Wunden an den Beinen zu begutachten, „ du weißt nicht ob dein total gutaussehender und über alle Maßen charmanter Freund Ben der Richtige ist, weil du noch Gefühle für diesen Moritz hast.“
„ Ja,hab ich doch gesagt.“
„ Greta, ich denke ich muss dir nicht sagen,wie bescheuert du wärst,wenn du Ben für Moritz fallen lassen würdest. Moritz hat dich nicht verdient.“
Uh…ja Marc…bitte bleib genau so…Ach wie süß, der Kissenabdruck an seiner Backe…
Marc sah auf einmal auf.
„ Hey,sag mal Hasenzahn…so leicht soll sie diesen Marcel…äh Moritz doch nicht aufgeben. Hast du mich etwa so leicht abgeschossen? Naja, ok der Geldsack hat dich ein bisschen aus dem Tritt gebracht,aber jeder weiß ja wie geldgeil Frauen sind. Kauf ihnen ein paar Schuhe oder eine Handtasche und sie kleben an dir wie ein Stück Hundescheiße.“ „ Marc Olivier!“
„ Haasenzahn,nicht du auch noch.“, stöhnte Marc auf.
„ Tja, selber Schuld Marci,wenn du immer wieder mit deinem frauenfeindlichen Mist kommst.“
„ Ähm…entschuldigung,wenn ich die verehrten Ärzte unterbreche,aber eigentlich wollte ich einen Rat von Ihnen.“
Verärgert musterte Greta Marc und Gretchen,die sich inzwischen schon wieder frisch verliebt anschmachteten und kaum mehr Notiz von ihrer Patientin nahmen.
„ Entschuldige,was hast du gesagt?“
Greta verdrehte nur genervt die Augen.
Ein Klopfen durchbrach die Stille und ein für Greta bekanntes Jungengesicht trat mit besorgter Miene herein.
„ Greta! Entschuldigung,dass ich hier so hereinplatze, aber ich wollte sehen wie es meiner Freundin geht!“
Gretchen warf Greta einen vielsagenden Blick zu,nickte anerkennend und grinste ihren Freund an.
„ Ahhhhh, gut,dass du kommst, Jan…äh Ben.“, fing Marc an.
„ Ja ähm,ich hab Greta hier her gebracht. Es ist doch hoffentlich nichts schlimmes?“
„ Keine Sorge, sie ist nicht schwanger.“
„ Marc!“
Gretchen funkelte ihren Freund böse an,worauf dieser hin wieder versuchte ihr einen versöhnlichen Wangenkuss zu geben.
„ Wir lassen euch zwei besser mal alleine.“
Gretchen und Marc verließen das Zimmer,jedoch nur um im Flur wild knutschend zu verweilen.
„ Waren wir früher auch so schlimm?“
„ Du ja,ich nicht.“, erwiderte Marc.
„ Also fandest du mich damas scheiße?“
„ Oah Hasenzahn…bitte jetzt keinen Streit.“
„ Hey,jetzt komm…sei bitte ehrlich…hätte ich irgendwie damals eine Chance gehabt?“
„ Willst du eine ehrliche oder eine beschönigte Antwort?“
„ Die ehrliche natürlich.“
„ Egal du bekommst nur eine beschönigte, du bist immerhin schwanger. Mit meinem Kind.“
„ Oh Marc.“
„ Hasenzahn,jetzt wird bitte nicht sentimental, wenn du hörst was ich dir jetzt sage. Also,ich habe da ja so meine eigene Theorie. Frauen,die einem nachlaufen, sind nie interessant. Interessant werden sie dann,wenn man um sie kämpfen muss. Ich bin ein Jäger. Du verstehst?“
„ Äh nein…“
Marc küsste Gretchen auf den Mund.
„ Ist egal , Schatz. Ich weiß ja,dass du blond bist. Ich hätte es besser wissen müssen.“
Schezhaft knabberte er an Gretchen´s Ohr und pustete ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„ Haha. Haben wir heute mal wieder einen unserer lustigen Tage?!“
„ Mann…sind schwangere immer so empfindlich? Zum Glück bin ich kein Gynäkologe geworden.“
„ Ja, ich glaube Mehdi ist für diesen Beruf eindeutig besser geeignet.“
Marc blieb der Mund offen stehen.
„ Stimmt…der ist vom Charakter her ja auch eine halbe Frau.“
„ Marc!“
„ Au!Hasenzahn,ich steh zwar auf die SM-Masche,aber bitte nur im Schlafzimmer.“
Marc rieb sich den Arm.
„ Wieso verteidigst du Mehdi überhaupt immer? Mich verteidigst du nie! Hast du immer noch Schuldgefühle,dass du ihm keine zweite Chance gegeben hast?Boah Gretchen…der findet schon wieder auf die Beine. Du musst dich nicht weiter um ihn kümmern. Laut den neuesten Gerüchten macht das ja sowieso schon Gaby.“
„ Marc,kann es sein,dass ich hier Eifersucht aus deiner Aussage heraushöre, oder warum willst du nicht,dass ich mich um ihn kümmere? „
„ Weil du schwanger bist?! Mit meinem Kind!“
„ Ach und das macht mich jetzt zu deinem Eigentum? Quasi-geschwängert,Stempel drauf,auf der Liste abgehakt! Marc,hörst du dir manchmal eigentlich selber zu?“
„ Äh…du baggerst doch sowieso alles an, was sich nicht retten kann. „
„ Bitte???“
„ Oh ja, Mehdi, diesen seltsamen Typen mit den Diätpillen,Gordon,dein Ex-Verlobter, der Geldsack,mich.“
„ Äh geht´s noch? Mit Peter war ich verlobt,,das mit Mehdi war etwas ernstes, den Typen mit den Pillen hab ich nur becirct um an sein Laptop zu kommen,mit Gordon ist nie etwas gelaufen,mit Alexis war ich verheiratet und mit dir…ja äh…was ist das noch mal mit uns?“
„ Wir sind zusammen und du bist schwanger von mir.“
„ Oh danke,dass du mich daran erinnerst, dass meine Brüste immer größer werden,meine Beine anschwellen,ich mich die ganze Zeit übergeben muss und gleichzeitig alles Essbare in mich hineinstopfe.“
„ Hmmm…also zufällig schätze ich die neue Größe deiner Brüste. Sie fühlen sich nämlich genauso gut an wie sie aussehen.“
„ Schön,dass du soviel Spaß an meiner Schwangerschaft hast.“
„ Tja…na ja ich verspreche dir, dich auch noch zu lieben,wenn du 15 Kilo mehr auf den Rippen hast und Schwangerschaftsstreifen.“
„ Sehr beruhigend,danke Marc. Statt pseudolustige Sprüche zu klopfen, könntest du leiber Mal mit deinen Eltern reden und ihnen erzählen,dass du Vater wirst.“
„ Wird gemacht,ich schreib ne Mail.“
Gretchen sah ihren Freund ernst an.
„ Maaaaaaaaaarc…du willst doch nicht,dass die Mama böse wird und nacher das Kind zu Schaden kommt. Also ließ deiner Freundin jeden Wunsch von den Augen ab.“
Marc seufzte schwer,beugte sich zu Gretchens Bauch hinab und flüsterte: „ Hey du da drin,ich weiß du hörst mich! Ich sag dir, je unausstehlicher sie noch wird, desto ehr werde ich dich das später spüren lassen. Sei anständig,dann werde ich mich dafür einsetzen,dass du mit 18 ein eigenes Auto bekommst und mit 16 bis nach Mitternacht ausgehen darfst.“ Dann streichelte er noch einmal sanft über Gretchen´s Bauch,drückte Gretchen eine Schokoladentafel in die Hand und einen Kuss auf die Wange und machtesich auf seinen Eltern die frohe Botschaft zu verkünden. ------------------------------------------------------------------
Sooooo... neuer Teil. Freut mich,dass euch die Story so gut gefällt. Macht echt Laune, zu sehen,dass ihr so fleißig Kommis schreibt. Das motiviert mich auch richtig toll weiterzuschreiben,also danke,danke,danke. Zur Story: Marc betätigt sich offiziell als Chefkuppler in Mehrfachmission...Er ist nämlich nicht ganz so 100 prozentig auf Ben´s Seite wie er vorgibt.Schließlich braucht ein Mädchen mit 15 laut Marc noch keinen Freund. Wem wird er Greta anvertrauen? Ben oder Moritz? Es wird sehr,sehr spannend...und Marc wird sozusagen in seine eigene Schulzeit zurückversetzt. Was das heißt? Lasst euch überraschen ;-) Gretchen wird sich in den nächsten Folgen mit den üblichen Schwangerschaftsproblemen herumschlagen...sie wird allerlei verrückte Sachen anstellen,die Marc an den Rande seiner Kräfte bringen werden. Schon mal im Teleshopping- Kanal einen Bauch-weg-Gürtel bestellt, oder sich von einer TV-Astronomin die Karten legen lassen? Für Gretchen absolutes Neuland,aber schließlich soll ihr Baby die bestmöglichste Förderung erhalten. Darum beschallt sie sich auch selbst mit Mozart,dass das ganze Karnkenhaus erbebt,oder versucht mit Hilfe seltsamer Gymnastikübungen ihren Beckenboden zu trainieren. Ob das mal gut geht, oder soie sich stattdessen nur den Fuß verknackst...? Mal sehen...,bleibt dran!^^
„ Marc Olivier, das darf doch in Gottes Namen nicht wahr sein…Ich glaube ich habe einen Herzinfakt…ich bin noch zu jung für eine Großmutter. Großmütter sind bereits jenseits der 50, haben graue Haare und Falten. Ich bin eine Göttin der Jugend, siehst du das nicht.“
" Miutter,du bist bereits über 50."
Elke fasste ihren Sohn an den Schultern und schüttelte ihn durch.
„ Olivier! Hörst du mir zu? Ich will das nicht. Kinder und Babys sind schlecht für meine Kreativität. Außerdem hast du jetzt keine Zeit für ein Kind.“
„ Na ist doch gut, dass wir noch 7 Monate Zeit haben, bis es soweit ist.“
„ Olivier,ich mache keine Scherze. Es ist mir schleierhaft, woher du diesen schwarzen Humor geerbt hast. Lustig ist der ganz sicher nicht. Du musst meine neue Romanreihe Probe lesen. Und zwar nicht zwischen Windeln und Fläschchen geben,sondern bei höchster Konzentration.“
Marc verdrehte die Augen.
„ Elke,jetzt lass den Jungen doch mal und freu dich lieber,dass wir Familienzuwachs bekommen. Vielleicht erbt unsere Enkelin sogar deine schriftstellerische Begabung. Eine Verbindung zu deinen jugendlichen Lesern,das wäre doch fantastisch!“
Max wusste genau wie er seine Frau umstimmen konnte und zwinkerte dabei Marc zu,der gegen seine Überzeugung lachen musste.
„ Maximilien“, sprach Elke ihren Mann französisch an, „ tu as raison. Wie wunderbar…Elke Fisher, ganz up to date… ich werde Lesungen geben…in Kindertagesstätten, Schulen,Universitäten…allein die Mütter…Marc Olivier,ein Kind! Was für eine fantasitische Leistung!“
Marc grinste seinen Vater an und empfand ein tiefes Gefühl der Wärme und Zuneigung,als er in das Gesicht seines Vaters sah.
Während Elke schon in komplett anderen Sphären schwebte,zog Max seinen Sohn am Ärmel in den angrenzenden Salon.
Marc brach fast in Lachen aus, als er seine Mutter noch ganz verzückt ´´ Erziehungsratgeber À Twilight´ by Elke Fisher´rufen hörte.
„ Marc,ich finde wir sollten deine Vaterschaft gebührend feiern. Auf diesen Tag habe ich schon so lange gewartet. Mein Sohn ist erwachsen und hat bald eine eigene Familie…Das ist wirklich schwer zu verkraften.“
Unerwartet zog er Marc´s Kopf zu sich heran,strich durch dessen verwuschelte Haare und drückte ihn fest an sich,wobei er ihm auf die Schulter klopfte.
„ Du freust dich wirklich darauf Großvater zu werden.“
„ Marc,es gibt nichts schöneres auf der Welt wie Kinder. Als ich damals blutjung und noch komplett unerfahren was das Leben anging, deine Mutter heiratete und kaum richtig im Leben stehend Vater wurde,war mein erster Gedanke die pure Angst, die mir das Blut in den Kopf schießen lies. Ich dachte wie verrückt über meine verlorene Freiheit und die ganzen Einschränkungen nach. Und neun Monate lief ich gequält durch die Welt. Ich war 20 und fühlte mich,als ob mein Leben dabei wäre zu enden. Bei jedem Schwangerschaftsvorbereitungskurs, bei jedem Gespräch mit den Ärzten und der Hebamme,immer hatte ich das Gefühl vor einer rießig hohen Mauer zu stehen,die ich alleine nicht überwinden konnte…“
„ Vater…du trägst nicht unbedingt dazu bei,dass ich mich besser fühle.“
„ Lass mich ausreden. Als ich nach 9 Monaten dann schließlich deine Mutter ins Krankenhaus fuhr, wäre ich im Kreissaal vor Aufregung fast selber aus den Latschen gekippt. Und dann hörte ich dieses Geschrei eines Menschen. Eines kleinen Menschen,der mich brauchte. Ich sah in deine Augen und du hast sofort aufgehört zu brüllen. Du hast mich ganz durchdringend angeschaut und ich war auf der Stelle komplett bezaubert. Verstehst du was ich dir sagen will? Sobald du nach 9 Monaten dieses winzig kleine Persönchen vor dir hast, das von dir abhängig ist, dann weißt du,dass du dieses Geschöpf Zeit deines Lebens so sehr lieben wirst,das es dich umbringen würde, wenn ihm etwas zustößt.“
Max öffnete den Alkoholschrank und nahm eine Flasche mit einer gelebn Flüssigkeit heraus.
Er schenkte zwei Gläser ein und reichte Marc eines davon.
„ Marc, das letzte Mal habe ich von diesem Cognac getrunken,da wurdest du geboren. Ich habe ihn von meinem Vater damals bekommen. Auch er hat damit meine Geburt begrüßt.“
Beide erhoben die Gläser,prosteten sich zu und tranken die Gläser in einem Zug aus, wobei Marc einen heftigen Hustenanfall bekam.
„ Oh….ist der selbstgebrannt?“, krächzte Marc hervor.
Max nickte lächelnd und zog seinen Sohn dann auf die Couch.
„ Und…hat Gretchen schon die ersten emotionalen Ausbrüche hinter sich?“
„ Sie, nun ja…sie ist launischer als sonst. Sonst ist sie nur zickig und extrem schwierig und jetzt ist sie…launisch und schwer berechenbar. In der einen Sekunde fliegt sie dir um den Hals,in der anderen schreit sie dich an.“
Marc lachte.
„ Aber ich liebe sie trotzdem von Tag zu Tag mehr…Ist das verrückt?“
Max zuckte mit den Schultern.
„ Vielleicht ein bisschen. Aber Marc,ganz ehrlich. Ich glaube, du hättest keine bessere Wahl treffen können. Ich wusste schon damals, auf dem Spielplatz, dass sie die richtige für dich ist.“
„ Du hast sie erkannt?“
„ Ja, am Schokoriegel.“
Max zwinkerte und beide brachen in ein synchrtonisches Lachen aus.
„ Nein, im Ernst…ihr seid ein hübsches Paar.“
„ Ich habe lang für diese Einsicht gebraucht.“
„ Ich gebe dir den einen Rat: Lass sie und das Kind nie wieder los, egal was passiert.“
Max klopfte seinem Sohn auf den Schenkel,zog ihn zu sich heran und umarmte ihn fest. Marc´s Widerstand schmolz dahin,er vergrub das Gesicht an der Schulter seines Vaters,damit dieser nicht seinen gerührten Gesichtsausdruck sah und sagte mit brüchiger Stimme: „ Oh Papa, ich hab dich so vermisst.“
„ Ich dich auch,mein Junge.“
Nachdem sich beide wieder etwas gefasst hatten und verschämt wegen ihres Gefühlsausbruches zu Boden schauten, fand es Marc an der Zeit einige Fragen zu stellen.
„ Und du und Mutter? Alles im Lot? Ihr scheint euch ja wieder recht nahe gekommen zu sein.“
„ So nahe wie man deiner Mutter nur kommen kann. Weder sie noch ich haben die letzen 20 Jahre wie Nonnen bzw. Mönche gelebt. Es stört keinen von uns beiden. Wir genießen die gemeinsame Zeit.“
„ Klingt so als sei diese begrenzt?“
„ Marc,mach dir keine Gedanken. Du weißt, ich bleibe in deiner Nähe. Ich will meine Enkeltochter aufwachsen sehen. Bestimmt wird sie genauso eine Schönheit wie ihre Mutter.“
„ Lass das bloß nicht Gretchen hören!“
„ Was? Dass sie scharf aussieht?“
„ Nein,dass du dir eine Enkeltochter wünschst. Sie will unbedingt eine Tochter. Mir wäre ein Sohn lieber. Ansonsten muss ich aufpassen,dass meine Wohnung nicht bald als Schauplatz für Saw 7: Die Rache der Barbie verwendet wird.“
„ Und wie sieht es mit dem nächsten Schritt aus?“
„ Was meinst du?“
Marc zündete sich eine Zigarette an.
„ Heiraten?“
Marc stieß eine Rauchwolke aus.
„ Nicht jetzt. Noch nicht.“
„ Marc,du bist fast Mitte 30…auf was wartest du denn noch? Du hast eine Frau, die dich liebt und die du liebst, du verdienst gut, deine Freundin erwartet ein Kind von dir…besser kann es doch nicht laufen!“
Nachdenklich sah Marc vor sich hin.
„ Die ganze Verantwortung. Erst das Kind und dann gleich heiraten…ich weiß nicht. Das geht mir zu schnell.“
Max nickte mitfühlend.
„ Ich will dich in keiner Weise zu irgendetwas drängen,aber ich glaube du solltest dir dein Glück absichern. Jede Frau will geheiratet werden. Und Gretchen ist hübsch,ich denke, sie würde jederzeit einen Mann finden,der sie heiraten will.“
„ Vielleicht hast du Recht. Ich muss darüber gründlich nachdenken. Eines Tages werden wir heiraten…aber nicht jetzt. Erst einmal freuen wir uns auf das Kind.“
„ Und wie! Cheers!“
Beide stießen ein weiteres Mal an, wobei in Marc´s Kopf unkontrollierbare Gedanken umherschossen. -----------------------------------------------------------------------
„ Du Vollidiot hast sie doch gar nicht verdient. Erst peisackst du sie ohne Ende und dann, als du siehst wue sie dabei ist, glücklich zu werden,verdrehst du ihr wieder den Kopf und verunsicherst sie.“
„ Hey,hey,hey…ganz ruhig Brauner… schrei hier nicht rum wie ein Mädchen. Greta soll sich entscheiden. Oder hast du etwa Angst davor wie sie sich entscheiden wird? Du bekommst es doch nur mit der Angst zu tun,weil du genau weißt,dass ich es sein werde.“
„ Und wovon träumst du Nachts, Moritz? Sie liebt dich nicht. Sie ist mit mir zusammen. Das sagt ja wohl schon alles. Du willst sie doch bloß wieder verunsichern,bevor du sie ein weiteres Mal verletzen kannst. Was hast du diesesmal vor? Reisnägel auf ihre Matratze legen? Ihren Stuhl mit Sekundenkleber einreiben.“
„ Hey,danke für den Tipp…wird ich demnächst mal ausprobieren. Vielleicht bei dir.“
„ Du mieser,kleiner,intriganter…“
„ Hey,hey,hey…verdammt noch mal, was ist denn hier los?!“
Gretchen trat zwischen die beiden Streithähne und schaute die beiden, sowie Greta, die verschüchtert in der Ecke saß an. Ben lies seine Fäuste wieder sinken,starrte Moritz jedoch bitterböse an. Sowohl er, wie auch Moritz überragten mit ihren 15 und 16 Jahren Gretchen um eine Handbreite, was es für diese umso schwerer machte sich durchzusetzen.
„ Der Gartenzwerg versteht nicht,dass es mein Gebiet ist wo er hier wildert.“
„ Ach unser Zwerg-Goliath meint mal wieder er müsste hier den Dicken markieren,obwohl er kaum aus dem Windelalter heraus ist.“
„ Sie ist meine Freundin.“
„ Fragt sich wie lange noch.“ Bevor Ben seinen Faustschlag setzten konnte,sprang Gretchen abermals dazwischen und bekam so den heftigen Faustschlag von Ben´s Hand direkt in ihr Gesicht.
Gretchen sah nur noch Sterne,ließ sich auf den Krankenhausboden sinken, ehe alles schwarz um sie herum wurde.
-------------------------------------------------------------------------------- „ Ist sie schlimm verletzt? Wirklich Dr. Meier, es tut mir sooooo soooo soooo furchtbar leid. Ich wollte ihre Freundin wirklich nicht erwischen,im Gegenteil, ihre Freundin ist wirklich eine ganz tolle Frau und Ärztin und darum will ich noch mal sagen wie…“
„ Jaja…schon gut. Sie hat einen Dickkopf, die hält das aus. Aber das nächste Mal,triff bitte den richtigen. Meine Freundin ist schwanger.“
„ Oh Glückwunsch…also noch mal wegen dem Schlag. Eigentlich schlag ich keine Frauen, dass tut mir wirklich so leid…wenn ich irgendwas tun kann…“
„ Oh ja, putz alle Krankenhausflure, übernimm alle meine Nachtschichten diesen Monat und verpass diesem Moritz eine.“
„ Äh?“
„ Vergiss es. Mann Jan, …“
„ Ben.“
„ Ben, warum lässt du dir das Mädchen wegschnappen? Greta hängt aufgrund irgendeines genetischen Defekts,den Frauen so intus haben, am falschen Typen. Kein Problem. Denn du bist der Richtige. Dann zeig ihr das doch auch,verdammt noch mal. Du bist nicht so langweilig wie du denkst,nur weil Moritz älter ist und Greta schon länger kennt. Mensch Junge, du siehst klasse aus, du hast was im Kopf und verdammt noch mal zeig das Greta doch. Zeig ihr jeden Tag aufs Neue wie toll du sie findest und was sie dir bedeutet. Mach dich rar, zeig ihr, dass du mehr drauf hast, als die Softienummer. Spiel mit deinem Charme,mach sie eifersüchtig,aber halt die Leine dabei kurz. Greta ist in dich verliebt,das sieht jeder Blinde. Aber du willst sie vor einem Moritz-Rückfall bewahren? Dann Ben…spiel nicht den zuverlässigen,beständigen Ben,sondern sei der, der du wirklich bist.“
„ Wow…also das nenn ich mal einen guten Ratschlag. Und wie bekomm ich es hin,dass Moritz nicht länger interessant für sie ist.“
„ Das überlass mal mir. Ich glaube, ich hab da eine Idee.“
„ Warum helfen Sie mir, obwohl ich ihre Freundin geschlagen habe?“
Marc grinste Ben an,sah dann auf das Gesicht seiner Freundin auf der Liege vor ihm und murmelte dann: „ Tja Ben,es wird Zeit der Welt zu zeigen,dass Jungs wie Moritz nicht mehr gebraucht werden. Am Anfang dachte ich,Moritz wäre mein jüngeres Ich. Falsch Ben, ich glaube wirklic,dasd du ein anständiger Kerl bist, der Greta verdient hat. Wenn Greta meine Tochter wäre, würde ich nach einem Jungen wie dir suchen. Wobei meine Tochter mit 15 ganz sicher noch keinen Freund haben wird.“
Ben grinste Marc an.
„ Alles klar.“
Marc legte seine Hand auf Ben´s Schulter.
„ Mission ´Meier rettet junges Liebesglück´ beginnt in 4,3,2…1…0 Sekunden.“
„ Halt mein Lieber, so schnell rennst du der werdenden Mutti nicht davon.“
Gretchen schaute ihren Freund trotz dröhnendem Kopf lächelnd an und winkte ihn zu sich rüber.
Erleichtert schaute Marc ihr in die Augen küsste sie auf die Stirn.
„ Tschuldige…Aspirin sind für Schwangere nicht drin.“
Stöhnend legte sich Gretchen wieder auf das Bett.
„ Frau Doktor, es tut mir wirklich so, so, soooooo sehr leid, dass ich…“
„ Ja,ja wir wissen es jetzt. Schatz.leg dich noch mal hin,ich bin bald wieder bei dir.“
Sanft drückte Marc Gretchen ein Kissen in die Hand und breitrete eine Wolldecke über ihren Füßen aus.
Dann schob er den besorgten Ben nach draußen, lief noch einmal durch die Tür zurück, warf seiner Freundin einen Handkuss zu und rannte dann Ben hinterher auf den Gang.
Sorry,dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe,dafür kommt jetzt ein langer Teil^^ Ich bin momentan gesundheitlich etwas angeschlagen und hab mir eine Stirn-Hals-Nebenhöhlenentzündung eingefangen...Naj und so bin ich lange nicht zum Schreiben gekommen. Dafür jetzt einen neuen Teil. Bitte schlagt mich nicht,dass das Ende dieses Teiles so offen ist,aber ich finde ein bisschen Drama muss immer dabei sein ;-) Ich verspreche euch aber hoch und heilig,dass weder Gretchen,noch Marc, noch das Baby sterben. Nur wird diese ganze Unfallgeschichte die Beziehung G-M in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Also lasst euch überraschen,ich hab einen Plan.^^
Ben strich sich die dunklen Wuschelhaare aus dem Gesicht. Die blauen Augen waren hinter einer stylishen Sonnebrille versteckt,unter seiner neuen abgewetzten schwarzen Lederjacke trug Ben ein einfaches weißes T-shirt, dunkelblaue Jeans und lässige, weiße Turnschuhe. Zu diesem Outfit hatte ihm Marc geraten,jedoch erst nachdem Ben es abgelehnt hatte ein eierschalenarbenes Poloshirt anzuziehen.
„ Dr. Meier,ich weiß wirklich nicht,ob Greta das so toll finden wird.“
Marc schüttelte den Kopf.
„ Ganz sicher wird sie den neuen Ben noch viel cooler finden. Ben-merk dir eines: Frauen wollen keinen Typen,der sie über die Blumenwiese in den Sonnenuntergang trägt. Sie wollen einen richtigen Mann,der sie mit seiner Weidenrute in die Höhle treibt.“
„ Aha.“
Ben hob eine Augenbraue. So ganz war er nicht von den Verkupplungskünsten des Marc Meier überzeugt.
„Na los,die kleine,zierliche Blondine mit den Locken…die im Minirock mit den hohen Schuhen…“
„ Jana!“
„ Ja genau…frag die Kleine,ob du sie nacher in der Pause auf ein Eis einladen kannst. Schau nicht zu Greta hinüber. Behandle sie wie Luft.Konzentriere dich auf diese Jana. Schau ihr tief in die Augen,zwinker ihr zu,streich dir cool durch die Haare,bezaubere sie mit deinem Charme.“
„ Hab keinen Charme.“
„ Los jetzt, Ben. Willst du Greta als Freundin behalten,oder nicht? Also gib dir gefälligst Mühe!“
Kämpferisch verengte sich Ben´s Blick,als er soeben sah wie sich Moritz mit Greta unterhielt. Ohne weiter mit der Wimper zu zucken,ging er mit großen Schritten auf Jana zu,die sich verlegen durch die Haare wuschelte, ihren Rock zurechtzupfte und das Oberteil noch mal einige Zentimeter nach unten zog.
„ Na also,geht doch.“, murmelte Marc, als er sah wie Greta puterrot anlief,den schmachtenden Moritz ignorierend eifersüchtig zu Ben und Jana starrte. Ben hatte gerade seinen Arm lässig an der Mauer abgestützt,als er Greta´s Blick bemerkte. Um sie noch rasender zu machen,legte Ben seinen Arm um Jana´s Taille während er mit ihr sprach und anzwinkerte.
„ Was soll das bitte?“
Moritz stand vor Marc und sah den Oberarzt säuerlich an.
„ Oh du! Was soll was?“
„ Sie helfen Ben. Meinen Sie ich durchschaue Ihre Masche nicht? Die gute alte Eifersuchtsnummer. Lächerlich. Sie glauben doch nicht wirklich,dass Greta auf diese seltsame Art reinfällt,die vielleicht vor 30 Jahren als cool galt.“
Marc stieß entrüstet seinen Atem aus.
„ Hör mal gut zu, du Pseudo-David-Hasselhoff…“
„David-wer?“
„ Ach vergiss es…zu deiner Information…vor 20 Jahren. Und jetzt reg dich mal ab…wer sagt dir denn,dass ich Ben wirklich helfe deine Greta zu erobern?Greta sehnt sich nach jemandem,der sie auf Händen trägt. Und nicht jemanden der sie mit dieser lächerlichen Masche eifersüchtig machen will.Also mal schön locker machen!“
Marc versuchte Moritz direkt in die Augen zu schauen,ohne auch nur den Hauch eines Blinzelns zu zeigen.
„ Sie lügen doch…“, murmelte Moritz,jedoch nicht ganz überzeugt.
„ Willst du Greta nun erobern…“
„ Ähm…Moritz Seeberg erobert nicht,er lässt sich erobern. Ich hab es nicht nötig einer Frau hinterherzulaufen.“
Marc verdrehte die Augen.
„ Willst du nun meine Hilfe,oder nicht?“
Abschätzend sah Moritz Marc an.
„ Wenn Sie mich verarschen,dann bedeutet das Krieg. Also…Sie wissen wie Sie dran sind. Und wie lautet Ihre Strategie?“
Marc grinste süffisant,schmunzelte und fing an das Spiel nach seinen Regeln zu spielen.
Wie dieses Spiel ausgehen würde und wer letzendlich Greta´s Gunst gewinnen würde,das würde allein Greta entscheiden.
„ Und? Haben die beiden Ihren Plan geschluckt?“
Greta sah Marc mit ihrem festen,durchdringenden Blick an.
„ Naja,also…ich denke schon?! „
„ Oh nein…“
„ Was meinen Sie denn mit ´Oh nein!´, junge Dame?“
„ Äh nichts…ihre Freundin meinte nur,ich solle aufpassen,dass Sie nicht anfangn zu denken,da Sie das im Normalfall ihr überlassen.“
Marc wurde rot.
„ Ach meine Freundin sagt das. Na warte…die kann was erleben. Sie kann froh sein,dass sie schwanger ist…mit MEINEM Kind.“
„ Aha.“
Stirnrunzelnd betrachtete Greta den attraktiven Arzt vor sich.
„ Dr. Meier, ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten,zumal ich das mit dem Respekt über den ´ Halbgöttern in Weiß sehr ernst nehme…“
„ Gott“
„ Was?“
„ Na, es gibt nur einen fähigen Halbgott in Weiß- mich.“
„ Aja…egal. Was ich damit sagen will…glauben Sie wirklich Sie sind der Richtige um das zwischen Moritz,Ben und mir geradezubiegen?“
„ Naja… also entscheiden musst du dich schon selber.“
Greta nickte bedächtig,sah Marc tief in die Augen und seufzte laut.
„ Dr. Meier, warum muss das alles nur immer so kompliziert mit der Liebe sein?“
„ Da fragst du jetzt ausnahmsweise wirklich mal den falschen.“
„ Wissen Sie Dr. Meier… wenn ich zehn Jahre älter wäre, wären Sie vermutlich meine erste Wahl…aber so…ach, was für ein Jammer… so eine Verschwendung an Potential… Unsere Kinder hätten bestimmt hübsch ausgesehen.“
Marc riss entsetzt die Augen auf.
„Naja, du kannst ja schauen, ob mein Sohnemann was für dich wäre…bis zu dann die 30 überschreitest, hat er dann das ideale Alter für´s erste Date.“
Greta hob die Schultern zu einem wagen Schulterzucken,nickte Marc lächelnd zu und begab sich pünktlich zum Gong wieder ins Klassenzimmer.
„ Ich ruf Sie an, wie´s gelaufen ist.“, rief sie Marc noch über die Schulter hinweg zu,ehe Greta im Haupteingang verschwand.
Marc atmete tief aus, straffte die Schultern und wollte sich gerade zum gehen wenden,als er an der Schulter festgehalten wurde und unsanft herumgewirbelt wurde. -------------------------------------------------------------
„ Ja Mensch, Marc Meier! Das gibt´s doch nicht! Wir laufen uns ja wirklich ständig über den Weg!“
Die junge Frau brach in ein hysterisches,keuchendes Gelächter aus.
„Susanne.“, brachte Marc gezwungen freundlich hervor.
„ Schön dich äh zu sehen…mit der äh Chemo ist alles gut gelaufen,meinte Gretchen?!“
„ Ach Marci,lieb, dass du fragst. Ja, aaaaaaaaaaaaaaaaalles bestens. Und ich habe einen neuen Job. Und einen neuen Freund. Er ist Anwalt. Wirtschaftsrecht. Totaaaaaaaaal spannend, sag ich dir. Und du? Also von Gretchen hört man ja gar nichts mehr, seit sie diesen stinkreichen und totaaaaaaaaal gutaussehenden Millionär geheiratet hat…Tja so ist das wohl… Geld verdirbt den Charakter.“
„ Ähm ne… also Gretchen geht es gut. Sie äh…ist geschieden, also die Ehe wurde vielmehr annuliert…ja und sie ist schwanger.“
„ Nein,die Ärmste…er hat sie sitzen lassen…und das war ihr so peinlich,dass sie sich nicht bei mir melden wollte… Ach das arme Häschen…und jetzt ist sie eine alleinerziehende Mutter.“
Mitfühlend schnäuzte Susanne in ihr apricotfarbenes Stofftaschentuch.
„ Ähhhh…nein Susanne… Sie ist jetzt mit mir zusammen.“
Susanne fing an zu strahlen und kniff Marc fest in die Wange.
„ Marci, ich wusste in dir steckt ein anständiger Kerl. Wie ritterlich! Du ziehst das Kind eines anderen auf. Ganz modern. Eine Patchworkfamilie…wie romantisch!Was hat Gretchen nur ein Glück mit dir.“
Wieder wusch sich Susanne eine Träne aus dem Augenwinkel.
„ Nein Susanne, das Kind ist von mir. Wir sind schwanger. In der achten oder neunten Woche.“
„ Oh je…du hast Gretchen doch wohl nicht auch noch zum Ehebruch überredet. Marc, bei aller Liebe, du siehst ganz passabel aus,obwohl“, sie griff Marc ins Haar und zog ihm ein graues Haar unter Marc´s Prozess aus der Schläfe, „ obwohl du langsam grau wirst…na ja, aber ganz soviel Geld wie ein Millionär hast du nicht. Und Babys sind teuer. Windeln,Kinderwagen,Autositze, Kleidung,Fläschchen,Babybadewanne,Babynahrung…das kostet alles. Hast du schon angefangen zu sparen? Achja und die ganzen Umstellungen…ein babygerechtes Auto,überall Vorrichtungen,dass das Baby nirgendwo hinunterfällt usw… da kommt einiges auf euch zu.“
Marc lehnte sich lässig gegen eine Mauer.
„ Naja,also immerhin muss ich es nicht aus mir herauspressen.“
„ Oh ja…das sind Schmerzen,sag ich dir. Und wie lange das dauert…na ja, du wirst ja bald selbst davon betroffen sein. Du Mausi, ich muss jetzt leider los…du weißt doch mein neuer Job…Ich bin doch jetzt Englisch und Theaterlehrerin am Alberet Einstein Gymnasium…unserer alten Schule. Und nächste Woche feiern wir doch auch noch Jubiläum…100-jähriges Bestehen…mit 100 Jahrgängen an Schülern…also mit denen, die noch leben…ein rießengroßes Klassentreffen! Sag Gretchen ja Bescheid!Das wird wunderbar. Nächste Woche Freitag, 18.00 Uhr. Vergiss es ja nicht!“
Ein schneller Kuss auf die Wange und ein kurzer Wink mit ihrem Taschentuch und Susanne war schon fast außer Sichtweite.
„ Oh ne…. Hasenzahn wird ausflippen… so was ist doch genau ihr Ding…!“
Marc drehte sich schnell um und ließ seinen alten Schulhof schnell hinter sich.
„ Marci…ich will dahin…jetzt stell dich bitte nicht so an. Es wäre doch toll mal zu sehen was die anderen nach dem Abi gemacht haben.“
„ Falsch Hasenzahn, du willst doch nur,dass alle total überrascht sind,dass du Medizin studiert hast,dir den Meier geangelt hast und zudem ganz passabel aussiehst.“
Gretchen grinste versteckt,nur um kurz darauf gleich wieder gespielt eingeschnappt zu schauen.
„ Marc…was soll das jetzt wieder heißen: ganz passabel…Zum Austragen deines Sprösslings bin ich gut genug,aber du schämst dich mit mir zusammen auf ein lächerliches Klassentreffen zu gehen…“
Marc,der gerade seine Felle davon schwimmen sah, schaute seiner Freudin direkt ins Gesicht.
Boah Susanne, ich bring das zu Ende was der Krebs nicht geschafft hat…was muss die apricotfarben-gekleidete Kuh auch Hasenzahn anrufen und ihr brühwarm vom Klassentreffen erzählen…Als ob ich nicht vorgehabt hätte es ihr zu erzählen… Ok, wollte ich nicht,aber es war wirklich nicht nett vom Schicksal mir Gretchen und Susanne aufzubürden…
„ Warum ist dir dieses dämliche Trefen bei dem sich alle nur gegenseitig observieren und mit Blicken sezieren so wichtig? Du kannst doch zufrieden sein mit dem was du hast. Du hast einen tollen Job,einen verständnissvollen und verdammt gutaussehenden Freund, du bist schwanger….was willst denn noch?“
Gretchen verschränkte die Arme.
„ Marc,du verstehst wie immer REIN gar nichts. Du verstehst schon allein das Prinzip nicht. Es geht mir doch nicht darum irgendjemanden zu beeindrucken…“
„ Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein…natürlich nicht. Wie komme ich nur wieder auf so eine absurde Idee.“
Marc grinste Gretchen nur frech ins Gesicht.
„ Au.“
„ Das kommt davon,wenn du mich immer wieder zur Weißglut treibst.“
Während Marc sich den Arm rieb, schnappte sich Gretchen die Hand ihres Liebsten legte sie an ihre Wange und begann mit den Augenlidern ihrer blauen Veilchenaugen zu flattern.
„ Schatzi,bitte…komm mit! Das wird bestimmt ganz toll. Susanne war doch schon immer so gut im organisieren. Sie wird eine tolle Party organisieren.“
„ Oh Gretchen,schau mich nicht so an, du weißt genau,dass ich so nicht…“
Nachdenklich musterte er das blond umrahmte Engelsgesicht vor ihm. Marc führte seinen Satz nicht zu Ende,atmete tief aus,schaute seinem Engel tief in die Augen und löste damit einen Jubelsturm Gretchen´s aus, die in die Hände klatschte.
„ Oh Marci, du bist der beste! Du bist so toll und charmant und lieb und…“
Gretchen begann wild Marc´s Gesicht mit Küssen zu bedecken,wohingegen Marc sie nur seufzend auf seinen Schoss zog und bemerkte: „ Was ist das nur mit dir….? Du schaust mir einmal in die Augen mit diesem flehenden Häschenblick und du bekommst alles von mir…Das ist ganz schön fies.“
„ Ich liebe dich auch, Schatz!“
Gretchen zwickte Marc in die Nase,warf ihrem Freund noch einen Luftkuss zu und verließ das Zimmer glücklich summend.
---------------------------------------------------------------- 1 Woche später
„ Gretchen,autsch…hallo, Marc an Hasenzahn…hör mal au an mir herumzuzupfen.“
„ Marc,deine Kravatte sitzt ganz schief.“
„ Und deine Brüste sprengen gerade dein Kleid.“
„ Wo,was…oh gott Marc, schau mal nach, ob der Reisverschluss noch sitzt.“
Beunruhigt tastete Gretchen an ihrem lilafarbenen Cocktailkleid entlang. Obwohl es ihr wie angegossen passte, fühlte sich Gretchen überhaupt nicht wohl in ihrer Haut. Ihre Brüste waren inzwischen rießig,sehr zu Marc´s Freude, der sich gerade an ihnen zu schaffen machte. Gretchen hieb im kurz auf die Finger.
„ Marc…seh ich fett aus?“
„ Sicher,tust du immer.“
„ WAS?!“
„ Hey,hey,hey…pack deine Streitaxt wieder ein. Gretchen du bist nicht fett,du bist schwanger. Und du siehst auch nicht fett aus, du siehst fantastisch aus. Lila steht dir fantstisch,zufrieden?“
Und was das anging,hatte Marc wirklich Recht. Gretchens Locken flossen in sanften Wellen über ihre Schultern. Das kräftige dunkellila ihre Kleides bildete einen starken Kontrast zu ihrer elfenbeinfarbenen Haut und umloss ihren Körper wie ein Wasserfall. Das weitausgeschnittene Dekoltee gab jedem Betrachter einen weiten Ausblick auf Gretchen´s Schokoladenseite. Das dezente Makeup umschmeichelte ihr feines Gesicht. Marc fand,das seine Freundin vermutlich noch nie so wunderschön wie in diesem Augenblick ausgesehen hatte.
„ Schatz,atme mal tief durch,ja?“
„ Marc du sagst das so einfach,aber du hast bis jetzt auch noch keine 3 Kilo zugenommen,diesen ständigen Heißhunger,die Gefühlsausbrüche,angeschwollene Beine usw…“
„ Nun komm schon…in geschätzten 6 Monaten halten wir das süßeste aller Babys auf dem Arm. Es wird schreien und uns zur Weißglut bringen,du wirst deine Schwangerschaftskilos nie losbekommen,aber ich glaube trotzdem,dass wir ganz glücklich werden könnten.“
Gretchen wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel.
„ Ach Marc,du hast das jetzt soooooooooooooo süß gesagt.“ ----------------------------------------------------------------
„ Gretchen,ich glaub das alles gar nicht. Du bist schwanger! Einfach unfassbar…Und auch noch von Marc! Iiiiiiiich hätte ja nie gedacht,dass der sich mal längerfristig an jemanden bindet.“
Susanne stieß ein röchelndes Lachen aus.
„ Ja, ähm…genug geplaudert würde ich mal sagen.“
Marc rettete seine Freundin vor Susanne,indem er sie sanft in Richtung Getränkestand zog.
„ Danke,das war Rettung in letzter Sekunde. Seit einer Viertelstunde versuche ich, aus Höflichkeit eine Frage zu stellen,aber sie lässt mich gar nicht erst zu Wort kommen.“
„ Gretchen Haase! Marc Meier! Wie schön Sie beide auch hier anzutreffen.Sie haben sich ja sehr verändert, Frau Haase. Und in anderen Umständen sehe ich. Gratuliere Ihnen!“
Gretchen´s ehemalige Klassenlehrerin Frau Schneider stand vor dem Ärztepäarchen und lächelte Gretchen freundlich an.
„ Und Sie, Marc. Ein richtiger Mann sind Sie ja geworden. Wer hätte das gedacht!“
Marc lief rot unter den anzüglichen Blicken der Lehrerin an. Schließlich hatte er kurz vorm Abi damals mit der noch jungen Lehrerin angebändelt.
„ Äh ja, dankeschön, Frau Schneider.“
Gretchen grinste ihren Freund unverhohlen an und beschloss ihren Freund noch ein wenig zu trietzen.
„ Ja ähm…also ich hoffe Sie beide entschuldigen mich einen Moment, ich muss mich mal eben frisch machen. Und Sebastian steht ja auch noch dahinten. Ich muss ihm unbedingt hallo sagen. Frau Schneider,wirklich schön Sie wiederzusehen. Marc,ich hoffe ich habe bald wieder das Vergnügen?!´“
Verzweifelt wollte Marc Gretchen´s Hand ergreifen,doch diese war schon mit wehendem Rock in Richtung Sebastian Schewenborn verschwunden.
„ Ja ,äh…Frau Schneider…“
„Katharina…das weißt du doch,mein kleines Dummerchen… jetzt,da Fräulein Haase weg ist,können wir die Förmlichkeiten ja begraben. Bist du noch Single? Also ich muss sagen der Anzug steht dir wirklich fantstisch. Und Arzt bist du geworden,habe ich gehört. Hat sich ja die Bionachhilfe mit mir ausgezahlt.“
Lüstern legte Katharina ihre Hand auf Marc´s Brust.
„ Papa, da bist du ja endlich… Ich hab dich schon überall gesucht. Komm,ich will dir doch noch unbedingt meinen neuen Freund vorstellen.Frau Schneider,Sie entschuldigen mich und meinen Vater.“
Frau Schneider blieb das Gesicht starr vor Schreck stehen, während Greta Marc am Unterarm eingehakt neben die Bar zog wo bereits Ben auf beide wartete.
„Greta,…das habe ich glaube ich noch nie zu einem weiblichen Wesen gesagt: Danke!“
„ Hab ich mir schon gedacht,dass Sie Hilfe brauchen. Naja, eine Hand wäscht die andere. Dafür brauche ich Ihre Hilfe jetzt nicht mehr.“
Verliebt lächelte Greta Ben an , der ihr sanft über den Rücken strich.
„ Du hast dich also entschieden. Gute Wahl,würde ich sagen.Und mit Moritz alles klar?“
Greta zuckte mit den Achseln.
„ Er ist und bleibt Moritz. Er wird drüber hinwegkommen. Meine ganzen Gefühle für ihn…das war nur so ein Geist aus der Vergangenheit. Ben ist meine Zukunft. Und Moritz muss erst einmal lernen erwachsen zu werden.“
Marc tätschelte Greta die Schulter und gab Ben einen Klaps auf den Oberarm,ehe er sich umwandte und in Richtung seiner Freundin marschierte, mit der er noch dringend ein Hühnchen zu rupfen hatte. -------------------------------------------------------------------
„ Marc…ich bin echt sauer. Es war nicht nötig, Basti so zu provozieren.“
Die frostige Atmosphäre im Auto war angespannt.
„ Ey, geht´s noch? Ich hab den ganz sicher nicht provoziert. Der hat dich angestiert wie so ein billiges Flittchen und du bist auch noch voll darauf eingestiegen.“
„ Äh wie bitte?“
„ Du hast mich schon richtig verstanden. Du hast mein Kind im Bauch und schäckerst mit diesem Lackaffen herum.“
„ Du bist doch nur eifersüchtig.“
Marc trat fester aufs Gaspedal.
„ ICH-BIN-NICHT-EIFERSÜCHTIG.“
„ Stimmt. Du kannst das Wort noch nicht mal buschstabieren. Deswegen hast du vorhin auch vor allen Leuten so einen Aufstand gemacht. Wie so ein eifersüchtiger,südländischer Gockel sprengst du unsere Unterhaltung,blaffst Basti an und schleuderst ihn mitsamt Susanne in die Torte. Die arme Susanne. Völlig unbeteiligt, hast du sie in so eine Situation gebracht.“
„Schön. Gut. Das mit Susanne tut mir Leid. Ich kaufe ihr einen Blumenstrauß.“
„ Ich will nicht,dass du anderen Frauen Blumen schenkst. Warum schenkst du mir nie Blumen?“
„ Oh ne… jetzt gibt´s mal wieder so eine ach so tolle Beziehungsdiskussion.“
„ Ach ja, wenn´s doch so annervt…warum bist du dann überhaupt noch bei mir?!“
Marc atmete tief ein und aus um sich zu beruhigen.
„ Ich werde dir auf diese beschissene Frage ganz sicher keine Antwort geben.“
„ Vielleicht ist es besser, wenn wir eine Pause einlegen.“
„ Eine Pause? Von was? Deinem Gezetter?“
„ Nein Marc. Mit uns.“
„ Spinnst du?“
„ Marc, halt bitte an,ich will aussteigen.“
„ Erst beruhigst du dich wieder.“
„ Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich? Ich beruhig mich hier mal überhaupt nicht. Marc Meier…Sie sind ein egoistischer,gemeiner,widerlicher,ich-bezogener…“
„ Vollidiot,der dich liebt.“
Marc hielt am Straßenrand an, sah Gretchen tief in die Augen. Während diese Marc einen gespielt beleidigten Blick entgegenfeuerte,setzte Marc seinen schönsten Hundeblick auf und legte Gretchen eine Hand aufs Knie.
„ Gretchen,jetzt komm…Ich geb ja zu,dass das eben nicht ganz fair war. Aber du willst doch deswegen nicht Schluss machen.“
Gretchen antwortete nichts,sondern starrte stur gerade aus.
„ Hasenzahn…es….estut mir leid,aber du weißt gar nicht wie sehr mich das stört,wenn ein anderer Mann dich angrabbelt. Ich hab ihre Blicke doch gesehen. Das hat die gar nicht gestört,dass du mein Kind in dir trägst. Ungeniert starren sie dir auf deine rießigen Brüste und geilen sich daran auf. Mal ehrlich…würde es dich gar nicht stören,wenn ich es zulassen würde,dass sich andere Frauen als du so ungeniert an mich heranschmeißen würden?“
„ Marc,halt. So läuft es doch die ganze Zeit. Sag mir ja nicht,dass du blind geworden bist gegen die Reize anderer Frauen seit wir zusammen sind. Natürlich stört es mich auch,wenn sich andere Frauen an dich heranschmeißen. Aber ich werfe deswegen niemand in eine Torte.“
Marc grinste.
„ Gib zu,dir geht es mehr um die leckere Torte,als um Sebastian Schewenborn.“
„ Sehr lustig.“
Gretchen funkelte Marc an.
„ Weißt du ich genieße es einfach noch bewundert zu werden…Ich werde allmählich fett und unansehnlich…Frau Schneider wusste noch nicht mal,dass ich schwanger bin,hat es aber sofort erraten….was glaubst du wie ich mich da fühle…Ich will nicht noch dicker werden!“
Marc blinzelte lachend,zuckte mit den Schulter,legte den Arm um Gretchen und bagann sie zärtlich zu küssen.
„ Wie gesagt…ich finde deine neue Oberweite bringt Vorteile mit sich. Und wenn du begehrt werden willst…bitte…hier bin ich!“
Gretchen lachte und stellte daraufhin fest,dass Versöhnungssex immer noch das beste am ganzen Streit mit Marc war. Ins Liebesspiel versunken,ahnten beide nichts von dem drohenden Unheil,das in Form eines betrunkenen Autofahrers auf sie zurollte.
Ein Leuchten, ein Stoß und ein harter Aufprall ließen die romantische Stimmung auf einen Schlag verpuffen. Ein Auto schlitterte über die Straße ,ein kurzes Aufleuchten,ein Schrei und der Wagen war mit Marc´s Volvo kollidiert. Das einzige,was auf der einsamen,dunklen Straße noch zu hören war,war das leise Blinkgeräusch eines Autos. Ansonsten herrschte absolute Stille in den airbaggefüllten Autos.
Danke für die Kommis! Hab mich über jeden megamäßig gefreut!Dankeschön! Zur Belohnung gibt´s einen neuen Teil,inklusive Flasback.Viel Spaß Übrigens gibt´s im nächsten Teil eine...nun ja...unvorhergesehene Wendung,die einiges durcheinanderwirbelt... also...immer schön dranbleiben.lg
Gretchen stöhnte laut auf. Überall um sie herum waren zerbrochene Scheiben,zersplitterte Kunststoff- und Metallsplitter. Und das schlimmste von allem überall Blut. Blut an ihren Händen, Blut an der Windschutzscheibe…Blut an…Ihren Beinen. Zwischen ihren Beinen sickerte rotes Blut.
Gretchen fing an zu weinen.
„ Mein Baby,mein Baby…“, schluchzend und weinend tastete Gretchen in der Dunkelheit nach Marc. Doch sie spürte nur etwas feuchtes…
„ Blut. Oh Gott Marc…Marc,Marc,hörst du mich?! Bitte,bitte lass mich nicht im Stich!“
Sie legte die Hand an seine Halsschlagader.
Beruhigt atmete Gretchen tief aus.
„ Gott sei Dank….puh…alles wird gut. Alles wird gut.“
Hektisch kramte Gretchen in ihrer Handtasche,doch sie fand ihr Handy nicht. Stattdessen öffnete Gretchen einen Schokoriegel und biss herzhaft hinein. Sie strich sanft über ihren Bauch.
„ Komm schon Würmchen,halte durch. Der Papa und die Mama sind bei dir.“
Doch das flaue Gefühl in ihrer Magengegend wollte selbst dann nicht verschwinden, als sie sich zu Marc´s Jackett-Tasche hinüberbeugte und sein Handy herauskramte.
„ Gretchen, wenn ich es dir doch sage. Alles in Ordnung. Naja,die Plazenta hat sich ein kleines bisschen abgelöst, was allerdings nicht weiter schlimm ist.“
„ Mehdi,du verschweigst mir doch was. Ich seh das in deinen Augen.“
Gretchen verengte ihre Augen und schaue misstrauisch in Mehdi´s braune Rehaugen.
„ Ähm…Gretchen,du wirst leider für den Rest deiner Schwangerschaft zu Hause das Bett hüten müssen. Also wirklich fast nur liegen. Kein stehen,kein laufen usw.bis auf weiteres.Zumindest die nächsten 6-7 Wochen.“
„ Was??? Aber Mehdi, wie…ich…bis zum Ende der Schwangerschaft?“
„ Gretchen,das war kein leichter Stoß für den Baby…ihr hattet einen heftigen Autounfall. Du musst dich dringend schonen,wenn du das Kind lebend auf die Welt bekommen willst. Ich verschreibe dir Magnosov. Zwei Mal täglich, weißt du ja.“
Zweifelnd nahm Gretchen das Medikament in die Hand.
„ Und Gretchen?“
„ Halt dich bitte daran.“
Mehdi strich ihr sanft über den Bauch.
„ Transport ist bestellt,heute Abend bist du wieder schön daheim.“
„ Und Marc?“
„ Der wartet schon die ganze Zeit vor meiner Tür und kratzt wie ein Hund daran. Er will wissen wie es dir geht.“
„ Dann will ich ihn mal nicht länger warten lassen.Hol ihn rein!“
Das ließ sich Marc,der die ganze Zeit als stilles Mäuschen an der Tür gelauscht hatte nicht zweimal sagen.
„ Endlich. Hasenzahn,wie geht´s dir? Alles in Ordnung?“
So hatte Gretchen Marc noch nie gesehen. Unter seinen Augen hatten sich tiefe Augenringe gebildet,sein Haar war zerzaust und ungekämmt, die Augen blickten müde,die Haut fahl und grau.
„ Marc,oh du siehst furchtbar aus…wie geht es dir ist eher die Frage.“
Marc hob den rechten Arm.
„ Zweimal gebrochen. Der Besoffene hat ganze Arbeit geleistet. Fast hätte er das Kind auf dem Gewissen und ich werde ca. zwei Monate nicht arbeiten können.“
„ Oh wird dir schwer fallen,mal nicht Gott spielen zu dürfen.“
„ Sehr lustig,Hasenzahn.Ich bin nur so verdammt froh,dass dir nichts passiert ist. Falsch,dass euch nichts passiert ist.“
„ Marc Meier,seh ich ein Anzeichen von einer Erleichterungsträne in Ihrem Augenwinkel?“
„ Quatsch! Pass nur auf,dass dein Sehnerv beim Unfall nichts abbekommen hat.“, murmelte Marc und rieb sich verstohlen über sein rechtes Auge.
„ Klaaaaaaaaaar.“
--------------------------------------------------------------------- 2 Monate später (20. SSW)
Eine laute Stimme ließ Marc aus seinem tiefen Schlaf aufschrecken.
„ Gretchen,verdammt noch mal,ich schlafe noch.“
„ Aber ich nicht mehr. Das Baby strampelt wie verrückt. Und ich hab Hunger auf Schokoeis.“
„ Gretchen,in der Tiefkühltruhe.“
„ Da ist aber nur noch eins mit Streuseln. Ich hasse Streusel.“
„ Gestern wolltest du unbedingt das Schokoeis mit den Streuseln haben.“
„ Aber heute mag ich keine Streusel mehr.“
„ Ich kann doch nicht jeden Tag Schokoeis kaufen gehen.“
„ Maaaaaaaaarc…bitte…besorgst du mir ein Eis? Und Erdbeeren…Und einen Schokocroissant.“
„ Oh bitte…Schatz,schlaf weiter…es ist zwei Uhr nachts…die Läden haben geschlossen.“
„ Die Tankstelle nicht.“
Gretchen lächelte Marc mit ihrem ´ Ich-weiß-du-würdest-alles-für-mich-tun´ Blick an, der sich stöhnend aufrichtete und sich anzog um siener Freundin alles nötige zu besorgen.
„ Wenn du nicht schwanger wärst,wäre ich jetzt sauer auf dich.“
„ Aber das bin ja nicht ich…Ist alles dein Junior.“
Marc seufzte,rieb sich die Augen und machte sich bereit zum Mitternachtseinkauf. ------------------------------------------------------------------------------------
Nachmittags:
„ Hm…hat Mehdi beim Ultraschall diesesmal was erkennen können?“
„ Jap,aber ich hab ihn nicht danach gefragt!“
„ Oh Gretchen….ich will wissen,ob ich schon anfangen kann das Baumhaus zu bauen, oder ob ich stattdessen ein Puppenhaus organisieren muss.“ ------------------------------------------------------------------------------------------- Flashback
15. SSW
„ Jetzt zappel doch nicht so rum…Marc,lass mich doch auch mal sehen… jetzt geh mit deinem Kopf zur Seite,ich seh so nichts.“
„ HA! Ich wusste es! Ein Junge! Ich hab den Mini-Meier gesehen!“
„ Marc, das war ein Finger.“
„Was? Nein! Ich weiß doch was ich gesehen habe! Das da ist mein Sohn.“
„ Oh nein,Marc…schau,das Baby hat sich gedreht.“
„ Tja,da will wohl jemand die Spannung noch etwas steigern.“, murmelte Mehdi.
---------------------------------------------------------- „ Ich finde wir sollten uns überraschen lassen.“
„ Ich will aber jetzt schon wissen was es wird.“
„ Glaub mir,ich finde es raus,wenn du Mehdi fragst.“ ------------------------------------------------------------------------------
„ Mehdi,du altes Mädchen…jetzt rück endlich damit raus…ich muss schließlich vorbereitet sein.“
„ Marc, vergiss es…ich wird dir auf keinen Fall sagen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Ich respektiere Gretchen´s Wunsch und damit basta.“
Marc nahm Mehdi an den Schultern,nahm tief Luft und begann Mehdi tief in die Augen zu schauen.
„ Hör zu. Ich habe seit ca. einem Monat nicht mehr richtig geschlafen, weil Hasenzahn mich nachts mit ihren Essgelüsten zur Verzweiflung bringt, ständig muss ich ihr irgendetwas besorgen,die ganze Zeit zickt sie mich nur an,weil ihr zu Hause langweilig ist und unser Sexlevel hat einen Minusrekord erreicht. Und du sagst mir ich draf noch nicht mal die´ Ursache allen Übels kennen lernen´? Wobei,inzwischen könnte ich schwören es ist ein Mädchen… Ein Junge kann in der Schwangerschaft nicht so kompliziert sein.“
Mehdi grinste Marc nur wissend an,machte sich los und rief Marc noch über die Schulter hinweg zu : „Vergiss es, Marc…ich sag´s dir nicht. Hast du mir das damals mit Anna erzählt?“
„ Darum geht´s dir also…und so was schimpft sich mein bester Freund…Da sieht man mal wieder: du bist eine von ihnen…von Zusammenhalt unter Männern hast du noch nie etwas gehört… Maaaaaaann Mehdi,wenn ich Pech habe,bleibt der Wurm noch vier Monate in Gretchen drin… Dann will ich wenigstens wissen,ob sich die ganze Schinderei lohnt.“
„ Das tut es so oder so. Ich weiß jetzt schon,dass sich Oberarsch Marc Meier auf der Stelle in seine Tochter oder seinen Sohn verlieben wird.“
„ Naja,also insgeheim hoffe ich aber trotzdem noch auf einen Sohn… sonst darf ich bald alle Wände in meiner Wohnung rosa streichen. Und überall Plüschteddybären…brrrrrrrrr.“
Marc schüttelte sich.
„ Töchter sind gar nicht so übel…Ich meine,Lilly war eine tolle Tochter. Es gibt keinen Tag, an dem ich sie nicht vermisse.“
Mehdi rieb sich den Nacken. Marc war betroffen und wusste nicht, was er sagen sollte.
„ Mehdi,schau äh…da draußen findet sich schon noch die richtige Frau für dich… und bis dahin…genieß das Junggesellendasein.“
„Oho,da spricht ja der Experte: der gezähmte Königstiger.“
„ Äh…was ist an mir bitte gezähmt? Und außerdem: wer schnurrt in letzter Zeit wie ein kastrierter Golden Retriever um Gaby rum?“
Mehdi kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„ Ich…äh…also…ich…äh…muss gehen.“
Marc hielt Mehdi jedoch am Ärmel fest.
„ Neeeeee…das glaub ich jetzt nicht….du und Gaby…neeee…IHR habt was am laufen?“
Marc brach in ein ohrenbetäubendes Gelächter aus.
„ Äh…hm….Warum findest du das jetzt auf einmal so lustig? Wir…äh…haben Spaß. Ich bin ein Mann…“
„ Auch wenn man das aufgrund deines Berufsstandes manchmal anzweifeln möchte.“
„ Sie ist eine Frau. Wir sind beide Single.“
„ Fragt sich nur wie lange noch. Naja,ehrlicherweise muss ich mir eingestehen,dass ich mir Sorgen um dich gemacht habe… noch ein bisschen länger und deine sexuelle Abstinenz hätte dich in die Arme von Sr. Sabine getrieben.“
„ Da wäre ich unserem neuen Pathologen aber in die Quere gekommen.“
„ Wem?“
„ Na, dem Gummersbach…Günni Gummersbach.Dem Ersatz für Dr. Klausen…“
„ Aja…dem Pathologen und Virusopfer… na ja,immerhin trifft er im Jenseits einige bekannte Gesichter wieder.“
„Ach Marc,wie sehr würde er sich über deinen schwarzen Humor freuen.“
Mehdi wandte sich schon um zum gehenals ihn Marca n der Schulter festhielt.
„ Mehdi,zwei Sachen noch. Einen Rat von einem guten,alten Freund. Erstens, bite pass bei Gaby auf. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt,dass sie intrigant und manipulativ ist.“
„ Und zweitens?“
„ Das zweite ist eine…ja…eine bittende Frage… Würdest du mir nicht doch verraten,was es wird?“
„ Du weißt,dass Gretchen mich umbringen wird,wenn ich dir was verrate?“ „ Ich schmeiß mich vor dich.“
Marc wippte aufgeregt mit dem Fuß.
„ Also gut…Marc…“
Marc hielt gespannt die Luft an.
„ Marc…es wird ein…“
Marc verkrampfte sich.
„ Baby.“
Marc schaute verwirrt,während Mehdi lachen musste.
„ Du hast doch nicht im Ernst geglaubt,ich setzte mich über den Willen der Mutter hinweg?!“, murmelte Mehdi, ein Lächeln unterdrückend.
„ Du….“, Marc hob den Zeigefinger, „ du…mieser Kerl…du….du…bist ein verdammt schlechter Freund.“
„ Kommst du heute Abend trotzdem zum Fußball gucken vorbei?“
„ Worauf du wetten kannst,du…du… AAS!“
Marc drehte sich apprupt um und schmiss die Tür zu seinem Büro mit voller Wucht zu.
Marc immitierte Gretchen´s hohe Piepsestimme: „ Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahaaaaaaaaaa?“
„ Komm ins Bett,ich will Fern sehen!“
„ Ja Schatz,ich komme gleich…einen Moment!“
Gretcehn klopfte ungeduldig mit der Fernbedienung auf der Bettdecke.
„ Marci,verdammt beeil dich…immer lässt du mich allein…“
„ Jetzt,warte doch mal ab…ich hab doch eine Überraschung für dich!“
Gretchen lehnte sich zurück, schnaufte mehrmals tief durch und versuchte das ungute Gefühl, das sich mehr und mehr in ihrem Bauch breit machte zu ignorieren.
„ Hey,hey,hey…junger Mann…schön langsam…wir haben noch ein bisschen Zeit bis zur Geburt…schön ruhig bleiben.“
Liebevoll strich Gretchen über das strampelnde Etwas in ihrem Bauch, das sich in den letzten Tagen mehr und mehr in ihrem Körper breit machte.
Gretchen richtete sich mühsam auf, wobei ihr der rundliche Babybauch im Weg war. Ächzend und stöhnend krabbelte bis zur Bettkante, wobei sie immense Schwierigkeiten hatte, ihren prallen Bauch mit dem Rest des Körpers mitzuziehen.
„ Gretchen Haase, was genau machen Sie da?“
„ Marc…ich äh…wollte nach dir schauen.“
„ Du weißt schon,dass du nicht alleine aufstehen sollst?“
„ Marc…mir geht´s gut, wirklich. Außer,dass das Baby heute besonders aktiv ist, wie ich seinem Gestrampel entnehmen kann.“
„ Tja,mein Sohn eben.“
„ Marc…du bist dir wirklich sehr sicher, dass es ein Junge wird,oder?“
„ Natürlich. Ich bin fest davon überzeugt.“
Gretchen seufzte.
„ Lassen wir uns überraschen.“
„ Gutes Stichwort. Ich habe gedacht,ich überrasche meine Liebste mal mit etwas ´romantischem´! Also,komm mit.“
Marc führte Gretchen mit verbundenen Augen auf die kleine Terasse,die in den kleinen,angrenzenden Garten führte.
„ Augen auf!“
Gretchen zog tief die Luft ein, als sie sich umschaute und starrte Marc entgeistert an.
„ Marc,das ist einfach…“
Ihr schossen die Tränen in die Augen.
„ Einfach…wunderschön.“
Marc hatte überall im Garten weiße Kerzen verteilt, die den Weg zu einem kleinen,versteckten Steinpavillion säumten. Dieser war mit weißen Tüchern und Rosenblättern dekoriert.
„ Oh Schatz,das hast du wirklich schön gemacht!“
Entzückt schalng Gretchen die Arme um ihren Freund und küsste ihn.
„ Moment…das war noch nicht alles.Komm mit.“
Langsam und vorsichtig zog Marc Gretchen in Richtung des kleinen Pavillions,wo ein üppig gedeckter Tisch stand.
„ Ich dachte,ich verwöhne dich heute mal so richtig,werdende Mama. Ich weiß, die letzten Monate waren nicht immer einfach für dich. Der ganze Stress,der Unfall,dann musstest du jetzt drei Monate praktisch nur daheim herumliegen.“
Gerührt strich Gretchen über Marc´s Wange,der ihr ein Glas Orangensaft einschenkte. Der dunkelblaue Sternenhimmel über ihnen erstrahlte in seinen schönsten Farben und tauchte Marc´s Garten in einen hellen Schimmer. Den Pavillion säumten 4 Fackeln,die zusammen mit den Kerzen leichtes Licht und Wärme spendeten. Erst jetzt bemerkte Gretchen,dass Marc das neue,gut riechende Aftershave benutzt hatte, das sie ihm erst kürzlich geschenkt hatte. Er trug sein langärmeliges Hemd,sowie seinen schwarzen Anzug. Gretchen fühlte sich leicht unwohl, mit ihren zerzausten Locken, dem seidenen,lila Schlafanzug und dem eilig übergeworfenen schwarzen Trenchcoat. Verlegen blickte sie auf die perfekte Szene,die sich ihr bot. Sogar,das selbst gekochte Essen,mit dem sich Marc über Stunden hinweg in Mehdi´s Küche abgemüht hatte, war einfach nur perfekt geworden. Die Tomatensuppe mit Sahneherzen, die traumhafte Lasagne in Herzausstechform und als Krönung die Mousse au Chocolat mit Erdbeeren…alles war Marc gelungen und sah einfach nur verdammt lecker aus.
„ Ich wusste gar nicht,dass du so gut kochen kannst.“
„ Ich ehrlich gesagt auch nicht.“
Beide stimmten in ein synchrones Lachen ein.
Gretchen wurde es ganz warm ums Herz als Marc ihre Hand nahm, sie fest drückte und ihr dabei tief in die Augen sah.
„ Oh Marc…ich weiß gar nicht was ich…ich hab gar nichts was ich dir zurückggeben kann.“
„ Da wäre ich mir mal nicht zu sicher.“
Marc wurde auf einmal ziemlich blass und nervös. Unruhig scharrte er mit dem Fuß und Gretchen spürte wie seine Hand klatschnass wurde.
„ Verdammt wo bleiben die denn?“
„ Wo bleibt wer?“
Doch Marc antwortete nicht. Stattdessen stand er auf und öffnete die Gartenpforte. Gretchen öffnete ihre Augen weit, als sie sah wie die Musiker ihre Instrumente aus den Koffern holten und ein ihr bekanntes Lied anstimmten.
Gretchen standen die Tränen in den Augen,als sie durch einen Tränenschleier wahrnahm wie Marc in die Innentasche seines Jacketts griff und eine kleine, schwarz-goldene Schachtel hervorkramte. Durch einen Wasserfall konnte sie das fragende Grün seiner Augen ausfindig machen. Es dauerte keine Millardenstel-Sekunde bis ihr die Antwort auf seine Frage klar war. „ Ja,ja natürlich du Idiot…ja,ich will dich heiraten.“
Erst dann warf sie einen Blick auf den wunderschönen,zierlich geformten Ring,der in der schmalen Schachtel verborgen war. Das silbern glänzende Schmuckstück besaß als krönenden Abschluss einen kleinen dunkelblauen Saphiren, der die selbe Farbe wie Gretchen´s Augen hatten.
Sanft streifte Marc Gretchen den Ring auf den Finger und küsste sie liebevoll auf den Mund, während die Musiker die passende Untermalung mitbrachten. -----------------------------------------------------------------------------------
Flashback ( Gretchen 9 Jahre)
Das 9-jährige Gretchen stand in einem viel zu großen Brautkleid mit Schokoflecken vor einer kleinen Holzkiste im Garten von Marc Meier´s Elternhaus.
Überall waren Blumen verstreut und weiß verkleidete Gartenmöbel aufgebaut. Aus einem Plattenspieler duddelte ein Louis-Armstrng Stück.
„ Marc,jetzt geh schon…du vermasselst das ganze Spiel…“, murrte Susanne.
„ Aber ich will noch nicht heiraten,ich bin noch viel zu jung. Man heiratet erst mit 10000 Jahren…Ich bin erst 10 ½…“
„ Oh Marc,das ist doch nur ein Spiel…“, beklagte sich Louis.
„ Ich will aber nicht mehr…Ich mag das nicht! Hier ist alles rosa!“
„ Ja,weil das die Lieblingsfarbe der Braut ist.“, behauptete Susanne altklug.
„ Ich mag aber kein rosa…ich will,dass alles blau ist!“
Marc zog Grimassen und versuchte Louis damit auf seine Seite zu ziehen. Alle amüsierten sich königlich über das ungleiche Paar,das vorhatte sich das Ja-Wort zu geben. Besonders Gretchen´s kleiner Bruder jochen klammerte sich immer an Gretchen´s Bein fest und brachte sie damit in den viel zu großen Schuhen zum wackeln.
Auch Susanne,die eigentlich später Lehrerin werden wollte, fühlte sich in ihrem geklauten Priestergewand und dem falschen,aufgeklebten Schnauzbart pudelwohl. Die Trauzeugen waren Louis und Jochen,wobei Jochen mehr damit beschäftigt war, die Wümer aus der Erde zu ziehen und versuchen in seine Nase zu stecken,als zuzuhören.
Susanne began mit ihrer Rede.
...
Nachdem Marc unter dem drohenden Blick von Susanne schließlich ein gequältes ´Ja´ hervorgebracht hatte und Marc Gretchen den, aus zweigen geflochtenen Ring auf den Finger geschoben hatte, endete sie feierlich : „ Herr Meier,Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
„ Wäh…niemals!Ich küsse doch kein Mädchen!Voll eklig! Louis soll das machen!“ „ Neeeeee…du bist der Bräutigam. Du musst sie küssen!“
Marc schüttelte den Kopf,atmete zweimal tief durch und küsste das rot angelaufene Gretchen kurz auf den Mund.
Danach wischte er sich schnell den Mund mit dem Ärmel ab.
„ Voll eklig…nie werde ich heiraten. Nie! Und küssen? Bäh!“
„ Kommt,gehen wir lieber was anderes spielen…vielleicht Piraten!“
Die Jungs waren noch immer Feuer und Flamme für Schwerter und Kanonen, wohingegen Gretchen immer und immer wieder die Stelle an ihrer Unterlippe berührte,an der Marc sie geküsst hatte. Sie würde sich für die nächsten 20 Jahre nach diesen Lippen sehnen. Doch dass wusste das kleine Gretchen an diesem sonnigen Maitag noch nicht.
Über 20 Jahre später hielt das Leben jedoch eine neue Überraschung bereit.
Sooooo^^ Sorry,dass es so lange gedauert hat,aber ich habe Grippe bedingt den halben Tag verschlafen ;-) Aber dafür jetzt was Neues! Die Überraschung: das Baby ist da! Viel zu früh! Und was jetzt? Wie werden sich Gretchen und Marc mit der neuen,schwierigen Situation arrangieren? Bleibt dran,es bleibt spannend ^^ lg
Während Gretchen und Marc zu den sanften,ausklingenden Geigenschwingen den Sternenhimmel und einander anschmachteten,waren im Elisabethenkrankenhaus zwei andere Menschen in ihr Liebesspiel vertieft.
Gaby saß auf Mehdi´s Schoß und fütterte ihn mit den Erdbeeren,die in einer Scale auf dem Schreibtisch vor ihr standen. Die Früchte,die die selbe Farbe hatten wie Gabys knallrote Lippen und ihr rotes Spitzentop,schmeckten Mehdi besonders gut,da er wie verzaubert von der jungen Schwester vor ihm war. Obwohl Marc´s Warnung ihn verwirrt hatte,war ihm doch klar,dass er sich Gaby´s Charme auf Dauer nicht entziehen würde können. Dafür waren die letzten Monate einfach zu aufregend gewesen. Mehdi war der nie der Typ für lockere Affären gewesen,doch er musste zu seiner Verlegenheit zugeben,dass er sich bei Gaby wohlfühlte. In gewisser Weise war sie wie er selbst: ganz tief im Inneren auf der Suche nach der Liebe,doch beide hatten bisher mehr Enttäuschungen als wahre tiefe Gefühle gefunden. In mancher Hinsicht waren sie wie füreinander geschaffen,auch wenn die ihre Charakterunterschiede nur umso markanter auffielen im Besisein des anderen.
Gaby bemerkte die Blicke der Kollegen…wie sie tuschelten. Sie,Gaby, habe den armen liebeskranken Mehdi eingewickelt wie eine Gottesanbeterin oder Tarantel,nur um ihn um sein ganzes Geld zu bringen und ihm das Herz zu brechen. Zu ihrem Erstauenen setzten Gaby diese Vorwürfe zu. Ihr war es nicht recht,dass sie nicht richtig wissen konnte, woran sie mit Mehdi war. War er ihr Freund? Ihr Geliebter? Ihr Verehrer? Eine lockere Affäre? Ein guter Freund? Es war schwer Mehdi´s nachdenklichen Blick zu deuten…in den Spiegel seiner rehbrauenen Augen zu sehen.
Bevor ich ihn mit diesem seltsamen Romantik-Quatsch in die Flucht vertreibe,belassen wir es doch lieber vorerst mit einer lockeren Affäre., dachte Gaby.
Mehdi schob seine rechte Hand unter das rote Spitzentop und fuhr über die gebräunte Haut,auf der sich eine leichte Gänsehaut bildete. Wild knutschend fielen beide beinahe von Mehdi´s Bürostuhl. Keiner der beiden bemerkte,das Mehdi´s Pieper Alarm klingelte. Völlig in ihr leidenschaftliches Liebesspiel versunken,störte das klingelnde Ding nur. Mehdi nahm es kurzerhand vom Schreibtisch und schmiss es mit einem gezielten Wurf in das Aquarium am anderen Ende des Raumes.
Lächelnd nahm er Gaby´s Gesicht in seine Hände und began sanft jeden Teil ihres Körpers mit Küssen zu bedecken.
Neckisch und gleichzeitig unglaublich zärtlich strich Gaby über Mehdi´s Oberkörper.
„ Mmh…“, Mehdi grinste , „ wussste gar nicht,dass du so kuschelbedürftig bist,Gretchen.“
Entsetzt blickte Gaby Mehdi an,der sie nur verwirrt anschaute. Erst als ihm wenige Sekunden klar wurde was genau er da eben gesagt hatte,hielt er erschrocken eine Hand vor den Mund.
„ Gaby,ich…das tut mir so leid…ich wollte das gerade nicht sagen.“
Doch Gaby stand nur ohne ein weiteres Wort auf und wollte den Raum verlassen.
„ Gaby,jetzt warte!“
Verletzt blickte Gaby in Mehdi´s Augen.
„ Was wollt ihr Männer eigentlich alle von dieser übergewichtigen,weltverbesserischen, blonden Ziege? Was hat sie denn verdammt noch mal so besonderes an sich,dass alle Männer verrückt spielen,sobald sie in ihre Nähe kommen. Kannst du mir das bitte verraten? Ach ne: Können Sie mir das bitte erklären? Unter den gegebenen Umständen halte ich es nämlich für besser,wenn wir uns wieder Siezen.“
Mit einem für Mehdi beeindruckenden Hüftschwung wollte Gaby würdevoll zur Türe hinausschreiten,doch da diese noch immer verschlossen war,machte ihr das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. Wütend rüttelte Gaby an der Türe, wandte sich mit einem gespielt kühlen Blick zu Mehdi um und fragte: „ Würden Sie mir bitte verraten wo Sie den Schlüssel ersteckt haben? Ich bin vielbeschäftigt und außerdem soll ja niemand auf die Idee kommen…“
Sie verstummte.
„ Wir hätten was am laufen?“, führte Mehdi zu Ende. „ Neeeeeeeeeeeein…wie könnte nur jemand auf so etwas kommen?“, fragte er scheinheilig,wobei er der brünetten Krankenschwester zuzwinkerte. „ Weißt du was,du bist so verdammt sexy, wenn du eifersüchtig bist.“
Er versuchte die Arme um Gaby´s schmale Taille zu legen,doch diese stemmte ihre Hände gegen seine Brust und drehte ihm den Rücken zu. „ Gaaaaaaby…jetzt sei nicht sauer…das war ein einfacher,lächerlicher Versprecher. Nichts weiter. Ich denk nicht an Sie,wenn ich mit dir schlafe,das schwöre ich.“
Er beugte sich über Gaby´s Schulter und küsste sie auf den Hals,während er sie fest drückte und seine Hände wieder unter ihr Oberteil schob. Doch diese schob abermals seine Hände weg,atmete tief durch,trat einige Schritte vor und drehte sich erst dann um.
„ Ich glaube dir kein Wort. Sie bedeutet dir noch was. Obwohl sie schwanger und glücklich mit Marc ist. Was muss denn noch passieren, bevor du sie dir endlich mal aus dem Kopf schlägst und einen Neuanfang wagst?“
„ Maaaaaaaaaaaann, Gaby…Gretchen und ich…das hat nicht funktioniert. Ich hab damit abgeschlossen,als ich gemerkt habe wie glücklich sie mit Marc ist. Die beiden gehören eben zusammen. Und was glaubst du,warum ich mit dir schlafe?“
„ Ich höre…“
„ Weil ich diesen Neuanfang will. Ich hab innerhalb eines Jahres so viel verloren… meine Frau,meine Tochter,Gretchen,meinen Stolz,meine Ehre… Bitte mach das alles, was gerade im Begriff ist zu entstehen nicht wieder kaputt, indem du wieder mit diesen ganzen Forderungen kommst. Wir beide haben es in letzter Zeit nicht einfach gehabt. Warum…“, er strich mit seinem Zeigefinger über Gaby´s Dekoltee, „ warum können wir nicht einfach diese kleine“, er küsste die Stelle hinter Gaby´s Ohr, „ dreckige“, er küsste die Stelle hinter dem anderen Ohr, „ Affäre nicht efach genießen?“
„ Boah…verdammt… du machst es dir wirklich verdammt einfach.“
Gaby machte sich los.
„ Inzwischen glaube ich wirklich,dass du und Marc mehr gemeinsam habt, als die Schwäche für kleine,pummlige Blondinen.“
„ Wieso…du bist doch nicht blond.“, versuchte Mehdi zu scherzen, doch er erntete nur einen bösen Blick von Gaby.
„ Was bin ich denn für dich? Nichts anderes als die billige,dumme Krankenschwester, die einem jederzeit für einen Quickie auf dem Schreibtisch zur Verfügung steht. Ne, also ehrlich,das muss ich mir nicht geben. Falls da je irgendetwas ähnliches wie Freundschaft zwischen uns vor den ganzen Sexgeschichten war,dann sieh dieses Gespräch als Kündigung an.“
„ Gaby,du weißt,dass es so nicht ist.“
„ Ach ja?“
„ Ja! Ich würde dich nie auf so eine Weise betrachten und das weißt du. Ich bin nicht so jemand,der Frauen nur benutzt. Ich mag dich. Und du hilfst mir eine Menge. Du tust mir gut.“
„Ja, aber du mir nicht.“
Verwirrt zog Mehdi Gaby auf die Patientenliege vor sich.
„ Mehdi,das alles hatte ich mit Marc schon. Und es war mir irgendwann nicht mehr genug. Und ich merke, wie mir das alles mit dir viel zu wichtig wird. Und das ist falsch.“
„ Ich versteh nicht ganz was du mir sagen willst.“
„ Siehst du?! Das ist wieder tpisch! Ich rede einfach an dir vorbei. Und du verstehst einfach nicht was ich dir sagen will. Es verletzt mich,wenn du mich mit´ Gretchen´ ansprichst. Und das ist keine Verletztheit, weil ich 20 Kilo weniger als sie wiege und sie prinzipiell das bekommt,was ich haben will. Es stört mich,wenn du sie immer noch mit diesem Ich-vermisse-dich-so- Blick ansiehst. Und ich mag es einfach nicht,dass ich immer die Geige Nummer 2 hinter ihr spielen soll.“
Mehdi zuckte zusammen.
„ Das stimmt so nicht. Und das weißtr du auch. Glaubst du wirklich,ich würde mit dir schlafen,wenn ich noch nicht über sie hinweg wäre? Ich verstehe deine Zweifel nicht. Gaby. Du bist wirklich eine unheimlich hübsche Frau. Ich kenne dutzende Frauen,die gerne dein Aussehen hätten. Klar,du hast deine Fehler,aber ich glaube nach wie vor,eher gesagt ich weiß,dass du einen guten Kern hast. Warum setzt du uns so unter Druck? Wir sollten Geduld haben und einfach mal abwarten was genau das zwischen uns beiden ist. Ohne Eile. Ohne Hektik.“
Mehdi schlang noch einmal die Arme um Gaby´s Taille.
„ Und jetzt sei nicht mehr sauer.“
Er nahm ihre Hand und drückte einen Kuss darauf.
Gaby zwang sich zu einem Lächeln,seufzte tief und schlang schließlich doch die Arme um Mehdi´s Hals.
„ Hasenzahn,ich weiß nicht wo dieser Vollidiot bleibt.“
„ Oaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah Maaaaaaaaaaaaaaaaaaarc…“, Gretchen zog Marc am Hemdkragen zu sich her, „ HOL MIR VERDAMMT NOCHMAL EINEN GYNÄKOLOGEN HER! ICH LIEGE IN DEN WEHEN!“
„ Gretchen,das ist…“
„ ICH WEIß, DASS ES VIEL ZU FRÜH IST… GLAUBST DU DAS KIND HAT EINEN WECKER BEI SICH DRIN? ES WILL RAUS!“
Sie stieß einen weiteren Schrei aus.
Marc versuchte währenddessen kalkweiß die Schwestern herumzuscheuchen um Mehdi zu finden.
„ Wieso geht dieser Vollidiot verdammt noch mal nicht an seinen Pieper.“ „ Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarc, VERDAMMT,ES TUT JETZT WIRKLICH WEH!“
Marc nahm einen Schluck aus einem Flachmann,den er aus seiner Jacketttasche fischte.
„ Ich wusste,ich hätte dir keinen Antrag machen sollen. War ja klar,dass was schief gehen muss!“
„ MARC MEIER, WENN DU MIR NICHT SOFORT MEHDI HERSCHAFFST, DANN GIBT ES WEDER EINE HOCHZEIT, NOCH EINE GEBURT. SONDERN EINE BEERDIGUNG-NÄMLICH DEINE!“
„ Ja,was soll ich denn machen? Ich bin Chirurg!“
„ DANN MACH EINEN KAISERSCHNITT!ES SOOOOOOOOOOOOOOOOOLL RAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHUUUUUUUUS!“
Marc sah vorsichtig nach unten…eine große Pfütze hatte sich unter Gretchen´s Liege gebildet. Seine Augen weiteten sich und er nahm noch einen Schluck aus seinem Flachmann.
„ Herr Doktor…Sie müssen was tun…die Frau Doktor…“
„ TÖTET GLEICH DEN WERDENDEN VATER, WENN ER NOCH WEITER BETRUNKEN RUMSTEHT,STATT SEINER SCHWANGEREN FREUNDIN EIN VERDAMMTES SCHMERZMITTEL ZU GEBEN!“
„ Nun tun Sie doch was,Herr Doktor!“
„ Besorgen Sie mir erst mal Kaan! Er hat doch Erfahrungen mit Kindern.“
Marc wurde immer kleinlauter und sank immer mehr in sich zusammen.
Kurz entschlossen straffte Marc die Schultern,atmete kurz durch,schaute seine Freundin an und murmelte: „ Hasenzahn, wir zwei werden das Ding schon schaukeln.“
„ Marc,ich hab solche AAAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhaaaaaaangst…Ich bin erst in der 30. Woche…“
Sie fing an zu heulen.
„ Schatz,hey es wird alles gut. Sieh´s positiv…du wirst nicht noch dicker!“
14 schwere Stunden später wurde schließlich ein winzig kleines Bündel Menschlein zur Welt gebracht. Das Baby,das zu Marc´s großer Begeisterung ein kleiner Meier war,musste als Frühchen leider sofort in den Brutkasten. Obwohl Mehdi bereits nach einer Stunde Meierscher Entbindungsarbeit zu spät gekommen war, standen die Chancen des kleinen Jungens ziemlich schlecht. Das kleine Bündel,das Marc nur kurz im Arm halten durfte,wog lediglich 1200g und gerade mal 38 cm groß. Für die Lungenreifespritze war es zu spät gewesen. Es galt nun den Kleinen so schnell wie nur irgendwie möglich aufzupäppeln. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Marc,ich versteh das alles nicht. Er gehört doch zu uns. Aber dieses kleine Bündel…hast du seine winzigen Hände gesehen? Er war so klein und schmal…so groß wie eine Hnad,aber doch nicht wie ein Baby!“
Marc saß auf einer Ecke des Krankenbetts.
„ Gretchen,sie werden ihn hinbekommen,da bin ich mir sicher. Klar,er ist winzig,aber schau…inzwischen retten sie Kinder,die in der 24. Schwangerschaftswoche geboren werden. Unser Sohn ist zäh. Wie sollte er auch anders werden? Bei dem Vater!“
Er nahm Gretchen in den Arm, die wie ein Schlosshund in seine Schulter weinte.
„ Marc,ich habe solche Angst…Es fühlt sich alles so falsch an. Wir hier und er…ganz weit weg von uns. Dabei war er gestern erst noch in meinem Bauch.“
Traurig strich Gretchen über ihren Bauch.
„ Dabei hab ich mir alles so schön vorgestellt. Und jetzt liegt er da…künstlich beatmet,isoliert und völlig alleine.“
„ Schatz,wir haben das süßeste Baby auf der ganzen Welt. Hast du ihn mal richtig angesehen? Die kleinen Füße und Hände…“
„ Ja Marc, 1200 Gramm auf einen ganzen Körper verteilt. Das ist eine Packung Zucker!“
„Ich weiß!“
Sanft schob Marc seine Hand auf Gretchen´s Hand und drückte sie fest.
„ Hey,bald wird der Kleine zufrieden im Baby-Safe schlummern,während wir uns am Altar das Ja-Wort geben werden. Du wirst sehen.“
Hallllllllllllöchen ;-) Also,neuer Teil, neues Glück! Vorneweg: Ich hab vor,den kleinen Meier nicht all zu lange im Krankenhaus schmoren zu lassen, schon bald wird er nämlich Papa und Mama ordentlich auf Trab halten. Gaby und Mehdi werden erst einmal ein wunderschönes Wochenende in Venedig erleben und sich dabei sehr nahe kommen. Mal sehen, ob sich zwischen den beiden etwas richtig festes entwickelt. Gretchen´s Mutter ist natürlich völlig aus dem Häuschen. Der kleine Enkel ist viel zu früh da. Nichts ist vorbereitet! Gretchen und Marc werden einiges damit zu tun haben, Bärbel in ihre Schranken zu weisen und ihre guten Ratschläge höflich, aber bestimmt abzuweisen.^^ Franz wird demnächst einen Blick in sein Schließfach werfen und dabei einen Schock bekommen... Wie Bärbel sich wohl da aus der Schlinge zieht? Und vor allem: wie wird sie so schnell das Geld besorgen? Also, wie immer: Bleibt dran,es wird spannend!^^ Bd lg <3
„ Kälbchen,jetzt beruhig dich doch mal.“
„ Papa,es ist ein bisschen schwer sich zu beruhigen,wenn der kleine Sohn in Lebensgefahr schwebt und der eigene Vater nicht an ein Überleben des Kleinen glaubt.“
„ So hab ich das doch gar nicht gesagt. Ich gebe nur die Diagnose von Herrn Dr. Pfeffer wieder.“
„ Der soll keine Diagnosen erstellen. Von mir aus soll der hingehen wo der Pfeffer wächst. Ich gebe meinen kleinen nicht so einfach auf. Jetzt sag doch auch mal was dazu, Marc!“
Marc strich beruhigend über Gretchen´s Rücken.
„ Gretchen,das heißt doch nicht,dass wir den Kopf in den Sand stecken sollen…“
„ Ach was?! Jetzt auf einmal…Ihr seid doch alle einer Meinung. Der Kleine ist zu schwach und übersteht nichtmal die ersten Tage. Wie soll er das auch? Ich hab ihn noch kein einziges Mal auf dem Arm gehabt. In den zwei Wochen,die er jetzt schon auf der Welt ist,hab ich gerade ein Mal mit einem Handschuh über seinen Arm streichen dürfen. Er braucht seine Mutter.“
Gretchen warf einen Blick auf Marc.
Sonst wird er später ein genauso gefühlskalter Macho wie sein Vater!
„ Gretchen,jetzt sei doch vernünftig…der Kleine hat noch nicht einmal volle Lungenreife,er ist ganz knapp um eine Lungenentzündung herumgekommen und du weißt das. Sein Kreislauf hat sich gerade erst richtig stabilisiert.“
Gretchen rieb sich das Gesicht mit beiden Händen,wobei ihr Marc einen Arm um die Taille legte.
„ Kälbchen,jetzt bitte lass dich doch nicht so gehen. Butterböhnchen ist schon ganz außer sich vor Sorge… gönn dir doch mal eine Pause.“
Marc spürte wie sich Gretchen´s Muskeln anspannten.
„ Papa,das Kind,das da nebenan liegt,ist nicht irgendein fremdes Kind,sondern mein Sohn. Wenn dich und Marc das alles kalt lässt,dann muss ich…“, sie schluckte die Tränen hinunter, „ das vielleicht verdammt noch mal so hinnehmen,aber ich werde nicht einfach tatenlos hier herumsitzen und Däumchen drehen.“
Grob entzog sie sich Marc´s griff und starrte ihn wütend an. Sie legte ihm die Hände auf die Schultern und schüttelte ihn.
„ Marc,verdammt er ist unser Sohn…und was machst du? Du stehst stundenlang vor der Scheibe des Früchenraums und schaust zu,wie er an all diesen Kabeln und Maschinen hängt!“
Sie begann bitterlich zu weinen.
„ Er ist doch noch so klein…Ich will mein Baby bei mir haben.“ Heulend rannte sie unter den verlegenen Blicken ihre Vaters hinaus auf den Flur,wobei ihr Marc mit zügigen Schritten folgte.
---------------------------------------------------------------------------------- „ Hey,hey,hey…Gretchen… es wird alles gut.“
Mehdi strich sanft über Gretchen´s Rücken und strich zärtlich über ihre Wange. Fest umarmte er sie und überließ ihr seine starke Schulter um sich auszuweinen.
„ Meeeeee….Mee…“, schluchzte Gretchen, „Mehhhhdi…danke,dass du jetzt…da bist. Ich mach mir solche Sorgen um mein Baby…Er sieht so klein aus… gar icht wie meins.“
„ Hey,hey…hübsche Frau. Jetzt wischen wir uns mal die Tränen aus dem Gesicht.“
Mehdi nahm ein Taschentuch aus seiner Manteltasche und tupfte Gretchen das Gesicht ab.
„ Warum kann Marc nicht so verständnissvoll sein?! Weißt du, Marc… er nimmt den Kleinen nicht wirklich war. Tag und Nacht steht er vor diesem entsetzlichen Raum und starrt mit diesem leeren Blick zu unserem Sohn. Als ob er an seinem Grab stehen würde…Aber ich kann mir jetzt nicht auch noch Sorgen um ihn machen. Der Kleine braucht mich jetzt. Und Marc gibt mir dauernd das Gefühl,gar nicht mehr für ihn da zu sein. Aber die Welt kann sich nicht 24h nur um ihn drehen. Wir haben jetzt ein Baby. Ich weiß, er macht sich auch Sorgen um den Kleinen,aber er wirkt völlig apathisch. Das bringt uns doch nicht weiter. Seit 2 Wochen telefoniere ich jede freie Minute mit diesem Früchenspezialisten aus Heidelberg, besorge Ratgeber und wälze sämtliche Bücher,die ich zu dem Thema nur finden kann. Und Marc? Er sitzt einfach nur da und hofft auf ein Wunder.“
Mehdi nickte verständnissvoll.
„Gretchen,sei mir bitte nicht böse,ich verstehe dich voll und ganz,aber meinst du nicht, du tust ihm vielleicht etwas Unrecht?“
„ Seit wann nimmst du Marc in Schutz?“
„ Darum geht es doch gar nicht. Ich weiß noch,als ich dich das erste Mal nach der Geburt besucht habe. Ihr beide wart kämpferisch und optimistisch. Ihr habt keinen Moment an eurem Sohn und eurer Liebe gezweifelt. Warum lasst ihr euch so zermürben? Dem Kleinen geht es doch soweit gut. Sicher,seine Lunge ist noch am Wachsen und er wirkt furchtbar zart und zerbrechlich,aber hast du in seine Augen gesehen? Er ist ein Kämpfer. Er schafft das. Also Kopf hoch.“
Spielerisch hob er Gretchen´s Kinn an und zwinkerte ihr spaßhaft zu.
„ Äh…störe ich?“
Gaby stand mit einem säuerlichen Blick in der Türe.
„ Äh nein,wieso?Gretchen wollte gerade sowieso zum Meier.Stimmt´s?“
Zu Gretchen´s Verwunderung zwinkerte ihr Mehdi zu, stand auf und legte einen Arm um Gaby´s Taille.
Gaby und Gretchen musterten sich beide perplex,wobei Gaby ziemlich verwirrt dreinschaute.
Wie zur Antwort strich Mehdi üebr Gaby´s Hals und küsste sie auf die Wange.
„ Ich ähhhhh…gehe jetzt wohl besser Marc suchen und mich entschuldigen.“
Im Gehen ergriff Gretchen nochmals unter Gaby´s strengen Blick Mehdi´s Hand.
„ Danke,für alles. Du bist der beste Freund,den man sich nur wünschen kann.“
Mit einem kurzen Nicken zu Gaby,verschwand Gretchen aus der Tür und ließ die beiden alleine.
„ Wie geht´s ihrem Baby?“
„ Ich dachte die Akkustik hinter der Türe ist bnicht so schlecht. Oder hast du die Stelle gerade verpasst,weil du zu beschäftigt damit warst auf mich kleine,imaginäre Giftpfeile zu schießen?“
„ Tut mir leid.“, entgegnete Gaby zerknirscht.
„ Naja,also eigentlich sollte ich ja sauer auf dich sein,aber ich finde es ja so verdammt sexy wenn du eifersüchtig bist.“
Er strich über Gaby´s Dekoltee,wobei seine Hand schließlich unter ihren Kittel wanderte.
„Dem Baby geht´s so gut wie es einem Baby in der 30. Schwangerschaftswoche nur gehen kann. Sie macht sich natürlich Sorgen.“
Gaby blickte traurig über Mehdi´s Schulter.
„Natürlich.“
„ Du denkst an dein Kind,nicht wahr?“
Gaby schüttelte unwirsch den Kopf.
„ Es ist besser wenn wir nicht darüber sprechen.“
„ Bist du eifersüchtig auf Gretchen?“
Gaby schien zu überlegen.
„ Nein. Nein,nicht wirklich!“, murmelte sie schließlich.
„ Klar,sie hat Marc und ein Baby und das ganze drum herum…Aber Marc hat mich nie geliebt. Mein Baby ist tot. Man sollte nicht um verlorene Dinge trauern. Außerdem sind Gynäkologen sowieso die besseren Liebhaber.“
Lachend schlang sie die Arme um Mehdi´s Kopf. „ Ach ja?“
„ Worauf du wetten kannst. Ich hab Erfahrung“
Mehdi´s Hand verweilte auf Gaby´s Po.
„ Hmmmm… dafür will ich Beweise sehen.“
Lächelnd beugte sich Mehdi herab und kitzelte Gaby´s Bauch.
Sanft fuhr Gaby durch Mehdi´s dunkle Locken und strich über sein Gesicht.
„ Mhh…Gaby, also…ich finde…“
„ Ja?“
„ Ich weiß,du bist eher der Typ für lockere Affären,aber ich glaube trotzdem wir sollten den nächsten Schritt wagen.“
„ Den nächsten Schritt?“
„ Mach die Augen zu. Und lass sie ja zu!“
Gaby versuchte zu schummeln,worauf Mehdi ihr lachend einen Klaps auf den Hintern gab.
Als sie die Augen tatsächlich wieder aufmachte,sah sie an ihrem Arm ein wunderschönes,tiefrotes Korallenarmband hängen.
„ Wow,das ist wirklich…danke!“
Noch nie hatte ein Mann Gaby etwas freiwillig geschenkt. Sie war gerührt und strich sich verlegen über die Augenwinkel;wobei sie Mehdi währenddessen fest an sich drückte.
„ Öhm…wenn ich das gewusst hätte,hätte ich die Flugtickets gar nicht erst bestellt.“
Gaby strahlte.
„ Die Flugtickets?“
Mehdi wedelte mit zwei Tickets in der Luft herum und fächelte sich vornehm Luft zu.
„ Joa, ich dachte etwas Erholung täte uns beiden ganz gut. Stress abbauen. Ein bisschen verschnaufen. Du. Ich. Ein kleines Hotel in der Altstadt Venedigs. Urlaub ist eingereicht. Alles bezahlt. Du musst nur noch ja sagen.“
Doch Gaby sagte nicht ja. Stattdessen schmiss sie sich Mehdi mit voller Leidenschaft an den trainierten Oberkörper und fiel wild knutschend über ihn her. Der Gynäkologe,der ihrem Drängen nur zu gern nachgab,brachte gerade noch die Flugtickets in Sicherheit,ehe auch er seiner Leidenschaft freien Lauf ließ. ------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Und du bist wirklich nicht mehr sauer? Ich weiß wirklich nicht was da vorhin in mich gefahren ist. Ich weiß,du leidest genauso unter der ganzen Situation wie ich.“
Marc strich über Gretchen´s Arm.
„ Doch. Ich bin immer noch suer. Aber weil ich nicht für die nächsten zwei Monate Sexentzug haben will, vergebe ich dir gleichermaßen großzügig wie nachsichtig.“
Gretchen zwang sich zu einen kleinen Lächeln.
Marc schlang einen Arm und Gretchen´s Schultern.
„ Warum können wir nicht auch mal einfach nur glücklich sein. Ohne Komplikationen.“
„ Hasenzahn,ich fürchte, dann wären wir einfach nur langweilig.“
„ Über zu wenig Action können wir uns in den letzten Monaten wirklich nicht beklagen.“
Marc küsste Gretchen´s Kopf, während sie sich fest an seine Brust schmiegte.
„ Dafür dürfen wir bald das wunderschönste aller Windelpupser in den Armen halten.“
„ Bald ist gut.“
„ Hey,Mehdi hat gesagt,dass wir vermutlich schon in sieben Wochen mit der Entlassung rechnen können…Das ist sogar vor dem eigentlichen Geburtstermin. Und bis dahin können wir in aller Ruhe das Kinderzimmer einrichten,Babysachen kaufen und anfangen, einen Namen für den Knirps zu finden.“
Gretchen grinste Marc an.
„ Du freust dich sehr,dass du Recht hattest,nicht?“
„ Hä?“
„ Es ist ein Junge.“
Marc strahlte.
„ Jap,ich wusste es. Ein Stammhalter. Und was für ein Prachtexemplar. Nicht mal geheult hat der Kleine bei der Geburt. Ein richtiger Mann.“
„ Ah ja…also mein Sohn darf ruhig weinen. Es ist doch schön, wenn Männer Gefühle zeigen.“
„ Sicher…wenn man so eine Memme wie Mehdi heranziehen will.“
„ Marc Olivier Meier! Er ist dein bester Freund!“
„ Naja,vermutlich auch mein einziger.“ „ Wundert dich das?“
„ Immerhin habe ich keine hässliche, lügnerische, betrügerische, manipulative und intrigante Brillenschlange als beste Freundin.“
„Marc,das war gemein!“
„ Hasenzahn…das magst du doch an mir!“
Grinsend beugte sich Marc über seine Freundin und küsste sie.
„ Auf jeden Fall habe ich mir schon genaue Gedanken über die Zukunft unseres Sohnes gemacht.“
„ Und wie sehen diese Pläne aus?“
„Na, auf jeden Fall Abitur. Medizinstudium,Doktorarbeit mit 28.“, dabei grinste er Gretchen zu.
„ Ah ja..naja und was machst du, wenn er Jura studieren möchte? Oder noch besser-er schlägt nach seiner Großmutter und wird Schriftsteller.“
Marc blickte entsetzt.
„ Bloß nicht.“
„Naja,wir haben zum Glück ja noch etwas Zeit. Wir sollten uns nämlich zum Beispiel langsam über einen Namen für den Kleinen Gedanken machen.“
„ An welchen Namen hattest du denn gedacht?“
Marc hob eine Augenbraue.
„ Du klingst schon wieder so skeptisch…warum machst du denn nicht den ersten Vorschlag?“
„ Tja,da ich unsere kleine Wette gewonnen habe,bestimme ich auch den Namen des Knirpses.“
„ Ha,das denkst doch auch nur du.“
„Also mein Sohn braucht einen heroischen Namen.“
„ Bedaure, Cäsar,Hannibal und Brutus sind aus der Mode,“, entgegnete Gretchen zynisch, „ aber deine Mutter wäre außer sich vor Freude,wenn wir ihn Olivier nennen würden.“
„ Das kann ich meinem Sohn nicht antun! Er wird schwule,rosa Hemden…“
„ Poloshirts.“
„ Poloshirts tragen,sich eine Dauerwelle verpassen lassen und einmal in der Woche zur Kosmetikerin gehen. Auf Wiedersehen,mein Traum von einem Baumhaus.“
Gretchen grinste und wuschelte durch Marc´s Haare.
„ Keine Angst. Olivier steht außer Konkurrenz am Ende der Schlange.“
„ Was bin ich jetzt beruhigt!“, entgegnete Marc sarkastisch.
„ Welche Scheußlichkeiten sausen sonst noch durch dein zugegeben-räumlich begrenztes- Hirnareal?“, fügte er noch an, ehe er sich einen Schlag seiner Freundin einfing.
„ Haha…na ja warum nicht Fabian, oder Sebastian?“
„ Hasenzahn, mein Sohn wird ganz sicher nicht den Namen einer roten Krustenkrabbe bekommen!“
„ Wusste gar nicht,dass du in deiner Freizeit ´Arielle,die kleine Meerjungfrau´ schaust?“
„ Na,wenn wir ihn nach deinem Fernsehprogramm benennen würden,müsste der Kleine wohl eher Ken oder Franz heißen.“
„ Zu deiner Information: Ich fand Barbie furchtbar!“
„ Hätte ich bei deinem Einrichtungsgeschmack kaum vermutet, ehrlich gesagt!“
„ Sie vermittelt ein falsches Schönheitsideal. Oder hast du schon jemals eine Frau wie Barbie getroffen?“
„ Äh Hasenzahn,können wir dieses Emanzipationszeugs auf einen anderen Termin legen? Er könnte direkt nach dem ´ Du hast gerade dieser Blondine nachgeschaut. Findest du mich nicht mehr attraktiv genug?!“- Termin oder nach dem ´ Du brauchst dringend ein neues, familienfreundliches Auto,Marc!´- gespräch stattfinden!“
„ Grrrrrr…“
„ Also…Namen…auch auf die Gefahr hin,dass du gleich wieder behauptest,ich hätte keinen Geschmack… mir gefällt David!“
„ David?!“
Gretchen hob die Augenbrauen,stellte sich ihren kleinen Sohn vor,grinste und nickte.
„ Ja…Marc Meier,Margarethe Meier, David Meier…der kleine David besiegt den großen Goliath…ein kleiner Kämpfer- das passt doch!“
Endlich war der Tag der Tage gekommen. Gretchen und Marc konnten ihren kleinen David endlich mit nach Hause nehmen. Während Gretchen alle erforderlichen Papiere besorgte,saß Marc an dem Bett seines Sohnes und strich gedankenverloren mit seinem Zeigefinger über die winzigen Hände und die feinen Gesichtszüge des schlafenden Baby´s. Marc stützte sein verschränkten Hände auf die Kante des Babybettchens und legte seinen Kopf darauf. Sein Vater hatte Recht gehabt…vom ersten Augenblick hatte sich Marc Meier in das kleine Wesen vor ihm verliebt. Die dichten,dunkelbraunen Haare, die kleine Stupsnase, die rosigen Wangen und die vollen Lippen. Er war einfach perfekt. Selbst Marc,der nie etwas besonderes für Kinder ürig gehabt hatte,war wie bezaubert von dem kleinen Mann vor ihm. Plötzlich und ohne das kleinste Geräusch öffnete David die Augen und sah zu seinem Vater. Die grünen Augen,die Marc auch an seinen Sohn weitergegeben hatte, musterten die Geschehnisse um ihn herum. Marc erkannte eine gewisse Neugierde,die in den kleinen Äuglein steckte. Liebevoll strich er dem Kleinen eine Strähne aus dem Gesicht und tippte ihm auf die Nase.
„Naaaaa? Was wird das? Eine neue Episode ´Marc Meier- der Mensch´?“
„ Gigi Amsel…was für eine beschissene Überraschung!“
„ Oach Marc,wie süß du dich freust mich wiederzusehen.“
„ Fahr zur Hölle,du bebrillte Hexe.“
„ Du warst auch schon mal schlagfertiger.“
„ Was willst du?“
„ Na Gretchen sehen. Was denkst du denn! Wegen dir bin ich ganz sicher nicht hier.“
Gigi stieß ein nicht sehr überzeugendes und übertrieben hohes Quietschelachen aus.
Marc lachte gespielt mit und mit einem wachsamen Blick mit.
„ Mal im Ernst Rumpelstilzchen…was willst du hier?“
„ Ich wollte dem kleinen David mal hallo sagen. Hallo,dutsidutsidu…“
David begann wie am Spieß zu brüllen,als Gigi über seine Hand strich.
Marc grinste.
Ich habe soeben beschlossen,dass du mit 18 einen Porsche bekommst, David.
„Oh…er findet dich sympathisch…“
Gigi verzog das Gesicht und behielt nur mit Mühe ihre Fassung.
„ Marc,ich hab die Papiere, wir könn…Gigi.“
Entsetzt verharrte Gretchen mitten in der Tür. „ Gretchen! Toll siehst du aus. So frisch und ausgeschlafen. Und richtig schlank. Unglaublich,dass du erst vor 7 Wochen entbunden hast.“
„ Gigi…was willst du?“
„ Ich bin deine beste Freundin. Und du lässt zu,dass uns dieser Vorfall mit Marc trennt?“
Gretchen starrte Marc fassungslos an.
„ Marc, komm, lass uns gehen.“
„ Du kannst mich nicht einfach so aus deinem Leben streichen! Wir sind Freundinnen,immer schon! Und auch ein Marc Meier kann das nicht ändern.“
Doch Marc und Gretchen haten nur noch schnellstmöglich den kleinen David gepackt und wortlos aus der Tür marschiert. -------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Ich kann´s einfach nicht fassen…Da meldet sich diese falsche Schlange einfach so, nachdem was alles vorgefallen ist und appeliert an eure Freundschaft. Was bildet sich diese hässliche,ungeliebte Brillenschlange eigentlich ein???“
Marc schnaubte vor Wut.
„ Marc…wir dürfen uns durch ihre Anwesenheit nicht so provozieren lassen. Das ist genau das was sie will.“
Gretchen saß mit übereinandergeschlagenen Beinen auf Marc´s Couch.
„Du hast Recht. Pfh… wer ist sie schon?“
Er atmete tief durch,schüttelte den Kopf und rieb sich die Stirn. Dann krempelte er seine Hemdsärmel hoch und hob David sanft aus seinem Bettchen heraus.
„ Na Knirps, wollen wir vielleicht mal die Windel wechseln?“
Statt einer Antwort,riss David zwar nur die Augen weit auf,doch Marc kitzelte ihn nur spielerisch unterm Kinn.
Während Gretchen in der Küche begann, für sich und Marc ein schnelles Essen zuzubereiten,wickelte Marc David.
Schließlich tauchte Marc über und über mit Babypuder bestreut und mit einem zufrieden glucksenden David auf dem Arm wieder auf.
Liebevoll trug er den Kleinen durch die ganze Wohnung und tätschelte ihm zärtlich den Rücken. Marc war nach der Begegnung mit Gigi um so glücklicher,dass sein kleiner Sohn gesund und zufrieden zu Hause war. Er hatte sich geschworen, dem Kleinen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.
„ Marc,es gibt essen.“
Marc legte David vorsichtig in die Wiege und drehte das kleine Mobile am Wiegendach. Aufmerksam beobachtete David die sich drehenden Plüschfußbälle um seinen Kopf.
Während Marc in seine Gedanken versunken war,strich Gretchen ihm sanft über den Unterarm.
„ Marc. Schatz. Das Essen wird kalt.“
„ Hmm… Gretchen…ich bin so froh,dass wir endlich alle zusammen sind. David ist wirklich die Krönung von allem was wir bisher hatten. Ich bin dir so dankbar,dass du diesem wunderbaren,kleinen Menschen das Leben geschenkt hast.“
Glücklich drückte er Gretchen´s Hand, die seine Hand glücklich an ihre Lippen führte und küsste.
„ Gretchen…du weißt wie wichtig mir David ist. Und darum habe ich mir überlegt,dass der Kleine Am besten nicht bei Wildfremden tagsüber untergebracht wird.“
„ Also willst du in Elternzeit gehen?“, witzelte Gretchen.
„ Iiiiiiiiiiiiiiiiich? Nein,du!“
„ WAS?“
„ Schau,ich verdiene locker genug um noch drei weietere Kinder durchzufüttern. Du musst nicht arbeiten. Mir ist es lieber,du bleibst bei David und schaust,dass es dem Kleinen an nichts fehlt!“
Die romantische Stimmung war mit einem Male wie verpufft.
„ Marc Meier! Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein! Ich soll das Heimchen am Herd spielen,während du deine Karriere vorantreibst.“
Marc nickte begeistert.
„Boah….ich glaub´s ja nicht. Das kannst du dir abschminken. Wenn hier jemand von uns beiden zu Hause bleibt, bist du das!“
„ Schatz,wenn du die Angst hast daheim mit David zu wenig zu tun zu haben,könnten wir ja auch noch gern über weitere Kinder nachdenken.“
„ Marc!“
„ Ja, was denn? Schau,das ist die optimale Lösung für uns alle. David hat ein bekanntes Gesicht um sich,du kannst ständig in seiner Nähe sein und ich bin beruhigt,dass Davd in guten Händen ist.“
„ Ah ja…und sieben Jahre Medizinstudium waren dann einfach total für die Tonne?!“
„ Naja, jetzt tu mal hier nicht so, als hättest du medizinische Geschichte damit geschrieben.“
Gretchen verdrehte die Augen.
„ Marc, ich werde keinesfalls zu Hause bleiben. Ich liebe David über alles, aber weder ihm noch mir tut dein reichlich merkwürdiger Vorschlag gut.“
„ Ich werde David keinem Fremden anvertrauen.“
Ein Türklingeln durchbrach die hitzige Diskussion.
„ Und ich werde ganz sicher nicht hier versauern.“
„ Wir können auch umziehen.“
„ Grrrrrrr…. Marc! Treib mich nicht zur Weißglut.“
Es klingelte erneut.
„ Naja, du bist eher rot als weiß vor Wut. Ich weiß nicht warum du dich so aufregst. Eine Mutter hat für ihr Kind da zu sein. Besonders wenn das Baby so klein und zart wie David ist. Hast du vergessen wie sehr wir dafür gekämpft haben,dass der Kleine überlebt?“
„ Natürlich nicht!Aber mein Job ist mir auch wichtig. Glaubst du,ich hab mich umsonst die ganze Zeit mit dir herumgequält um kurz vor meiner Beförderung zur Oberärztin alles hinzuschmeißen?“
„ Als ob das arbeiten mit mir eine Qual wäre.“
Marc grinste anzüglich.
„ Wenn man Masochist ist sicherlich nicht.“
Sein Grinsen verschwand.
Ein Klopfen ließ beide aufschrecken.
Eine mit Blättern gespickte und zerzauste Bärbel klopfte und winkte wild vor dem Terasseneingang. Wagemutig war sie zuvor über die Hecke geklettert. Entnervt ließ Gretchen ihre Mutter durch die Terassentür herein.
„ Huhu…hallo Marc,Gretchen, wo ist denn mein kleiner, süßer Enkelsohn? Die Oma hat ihm was Schönes mitgebracht!“
Bärbel zog aus ihrer rießigen Tasche einen kleinen Plüschhund. Marc beäugte fachmännisch, ob alle Knöpfe fest genug angebracht waren und David auch ja nichts verschlucken konnte,ehe er seinem Sohn das Spielzeug in die Wiege legte. Gretchen verdrehte die Augen.
„ Margarethe… du bist ganz dünn geworden. Pass ja auf,dass du keine Hängebrüste bekommst!“ Marc grinste verstohlen über Bärbel´s Schulter zu Gretchen.
„ Mama…schön,dass du da bist. Vielleicht kannst du ja vermitteln.“
„ Oh…habt ihr Streit? Vor eurem Sohn? Schämen solltet ihr euch! Euer Kind in eure Streitereien mit hineinzuziehen!“
„ Wieso? Er versteht doch sowieso noch nichts “, murmelte Marc, „ Außerdem ist sie im Unrecht. Bärbel…sie will ihr eigenes Fleisch und Blut schutzlos den Händen einer Fremden ausliefern.“
Bärbel starrte Gretchen entsetzt an.
„ Was? Gretchen, du willst dein Kind abgeben?“
„ Mama, ich will nur wieder halbtags arbeiten gehen. Ich gebe David nicht zur Adoption frei…beruhig dich mal!“
„Das kann doch nicht dein Ernst sein! Ihr seid bald verheiratet. Marc verdient gut…und ich kann ja auch mal mit Franz reden,ob er nicht vielleicht noch eine Gehaltserhöhung draufsetzen könnte.“
Sie zwinkerte Marc zu,der ihr dankbar für ihre Unterstützung gleich ein Glas Wein einschenkte und neben sich auf der Couch Platz machte.
„ Ich fass es nicht…Euch ist völlig egal was mit mir ist. Als ob meine Wünsche gar nicht mehr zählen.Das könnt ihr euch aber mal abschminken. Ich gehe wieder arbeiten- ob es euch passt oder nicht. Papa ist im Übrigen der selben Ansicht wie ich. Er hat mir sogar schon die Nummer einer AuPair- Agentur herausgesucht.“
„ Kommt gar nicht in Frage!“, rief Marc aus.
„ Das werden wir ja sehen.“
Gretchen starrte Marc böse an.
„ Dann pass aber ja auf,dass ich deine Olga oder Svetlana oder was auch immer, nicht bald deinen Platz einnimmt.“
Marc zog eine Augenbraue hoch und schaute Gretchen provozierend an.
„ Marc Meier,das wagst du nicht!“
„ Wetten,dass doch?!“
„ Dann lass ich mich scheiden.“
„ Äh… Hasenzahn…wir sind noch nicht verheiratet. Außerdem machst du nie wieder einen so guten Fang wie mich.“
„ Ah ja?“ „ Ja! Du ziehst ja sowieso nur Heulbojen wie Mehdi und betrügerische Schleimer wie den Geldsack an.“
„ Marc,an deiner Stelle wäre ich jetzt vorsichtig mit dem was du sagst.“
„ Deine Mutter ist genau der selben Ansicht wie ich.“
„ Ja, meine Mutter…die war ja auch dreißig Jahre im Erziehungsurlaub.“
„Na, dann nimm dir mal ein Beispiel.“
„ Schluss jetzt. Ich gehe wieder arbeiten und damit basta!“
„ Wenn ich da mal noch etwas dazu sagen dürfte…“
„ Herrgott, NEIN, Mama…“
„ Gretchen…nun überleg dir das doch mal…das Leben zu Hause kann so toll sein. Du kannst deinem Mann ein schönes Nest einrichten…“
„ Mama, ich bin keine Vogelmutter.“
„ Du kannst deinem Sohn eine gute Mutter sein,sehen wie er aufwächst…ihn in geordneten Verhältnissen aufziehen. Übrigens: Wann heiratet ihr noch mal?“
Gretchen stöhnte auf.
„ Wenn ich die letzten Schwangerschaftspfunde abgenommen habe, in ein einigermaßen schönes Kleid passe, Marc sich mal wieder nicht wie ein Vollpfosten benimmt und David alt genug ist Blumen zu streuen…“ Genervt warf Gretchen ein Sofakissen nach ihrem Freund der ihr ein schadenfrohes Grinsen zugeworfen hatte, ehe sie kurz entschlossen aufstand und die Haustür hinter sich zuknallte.
„ Oh nein, Marc… du wolltest Carolina nicht übernehmen,also kümmerst DU dich um David.“
„ Sie ist Schwedin. Glaubst du ich will,dass mein Sohn anfängt Ikea-Traumata zu entwickeln? Sie wird ihn ins Fantasialand verschleppen und ihn dort bei Nase bohrenden und heulenden Kindern abliefern,die nur darauf warten,dass ihre shoppingsüchtigen Mütter und ihre entnervten Väter endlich das Billy-Regal und die Top 2000- der Sachen,die man in den Keller stellt und nie wieder gebrauchen wird, an der Kasse bezahlt haben.“
„ Maaaaarc… Carolina ist Dänin und ein wirklich nettes Mädchen.“
„ Sie fand mich auch sehr nett.“
Er zwinkerte und versuchte Gretchen´s Eifersucht anzustacheln,die ihm jedoch nur einen gleichgültig wirkenden Blick zuwarf.
„ Sag bloß, du hast etwas gegen blonde,blauäugige und langbeinige Topmodels?“
„ Also ich mag ja Hintern lieber an denen was dran ist.“
„ Ah ja… gib auf, Marc. Ich bleibe nicht daheim,egal was du sagst. Keine deiner Mobbing-Attacken hat geholfen mich zu vergraulen. Egal wie oft du mich trietzst – du hast keine Chance.“
Marc seufzte tief,umarmte seine Freundin und fing an an ihrem Ohr zu knabbern.
„ Bist du dir sicher? Gaaaaaaaaaaaaanz sicher.“
Gretchen grinste,tätschelte Marc wie einem Schuljungen die Wange und wuschelte ihm über die Haare.
„ Netter Versuch-nur leider fehlgeschlagen.“
Marc warf den Kopf in den Nacken.
„ Marc Olivier!“
„ Schnell,versteck mich!“
Marc wollte die Flucht ergreifen,als er die Stimme seiner Mutter vernahm.
„ Ja wo denn?“
„ Du bist doch breit genug für zwei.“, erwiderte Marc fies grinsend.
„ Frau Fishhhhhhhhher… ihr Sohn ist hier!“
„ Du Biest!“
Gretchen zog ihn am Ohr und ließ es sich nicht nehmen Marc einen letzten schadenfrohen Blick zuzuwerfen, ehe sie sich Elke zuwandte und sie begrüßte.
„ Frau Fisher…wie schön,dass Sie Marc besuchen.Er freut sich doch immer sooooooo , wenn Sie vorbeischauen und ihm dabei den neuen Dr. Rogelt mitbringen, stimmt´s Olivier?“
„ Olivier,ich wusste gar nicht wie sehr du meine Arbeit schätzst! Das eröffnet mir ganz neue Perspektiven. Das trifft sich auch so gut. Lies bitte das Manuskript zu meinem neuen Roman.“
Marc sank in seinem Stuhl zusammen.
„ Mutter, ich würde wirklich furchtbar gern…aber ich kann leider nicht. Da die Mutter meines Sohnes unfähig ist, sich um deinen Enkel zu kümmern, ist es an mir mich um David zu kümmern.“, sagte Marc wenig überzeugend.
Gretchen stemmte die Hände empört in die Hüften.
Doch sie hatte nicht mit Elke´s Reaktion gerechnet.
„ Marc Olivier…sei doch nicht albern! Natürlich hat deine Freundin besseres zu tun, als auf euren Sohn aufzupassen. Sie ist Ärztin.“
„ Assistenzärztin.“
„ Sie macht Karriere. Frauen heutzutage machen Karriere. Haushalt,Garten und Kinder-das ist Männerarbeit.“
" Genau Marci!"
„ WAS? Aber Mutter!“
„ Papperlapapp. Wenn ihr euch partout nicht einigen könnt…“
„ Dann muss der Opa hier wohl mal einspringen.Hallo Gretchen. Hallo, Marc.“, fiel ihr Max ins Wort,der soeben in Begleitung von Sr. Sabine und dem kleinen David ins Zimmer kam.
„ Herr Doktor, ich will sie ja wirklich nicht stören,aber der kleine David schreit schon wieder so und lässt sich nicht beruhigen. Vielleicht, wenn Sie mal…“
Sabine hob David auf eine Armlänge entfernt hoch.
Entnervt schob sich Marc durch das Gedränge zu David hindurch und nahm den kleinen,am Spieß brüllenden Jungen hoch.
„ Hey,hey,hey… alles gut,kleiner Mann.“
Beruhigend redete Marc auf David ein,der augenblicklich seine grünen Kulleraugen schloss und an Marc´s Schulter gelehnt einschlief.
Verzückt betrachteten alle weiblichen Anwesenden wie Marc leicht schaukelnd mit seinem Sohn auf und ab lief.
„Also Sr. Sabine…Sie sind ja einfach nur dermaßen unfähig. Schauen Sie, wie schnell David sich beruhigt hat.“
Zärtlich strich Marc über David´s dunkle,dichte Haare.
„ Marc,kann ich mal bitte mit dir reden? Allein.“
Max deutete den drei Frauen, das Zimmer zu verlassen.
Als die Tür ins Schloss gefallen war,deutete Max seinem Sohn eien Platz neben ihm auf der Liege. Marc setzte sich mit David in den Armen jedoch direkt in den Schreibtischstuhl gegenüber.
„ Ich weiß was du jetzt sagen wirst.“
„ Marc,das glaube ich kaum.“
„ Na das übliche. Warum springst du nicht über deinen Schatten? Bleib doch daheim bei David…das bist du deiner Familie schuldig usw. Aber Papa, ganz so einfach ist das nicht. Ich bin gerne Arzt. Ich brauche meinen Job. Genauso wie David eine Mutter braucht,die für ihn da ist. Ich verstehe nicht, warum Gretchen und Mutter das nicht begreifen wollen.“
„ Vielleicht müssen die beiden das auch gar nicht.“ „ Äh…ich glaube ich versteh nicht ganz…“
„ Marc. Du willst aus verständlichen Gründen deinen Job nicht aufgeben. Gretchen möchte wieder zurück in ihren Beruf. Eine Nanny wollt ihr beide auch nicht. Also eher gesagt nur du. Gretchen´s Mutter arbeitet als Krankenschwester, ihr Vater ist Oberarzt…Elke arbeitet auch den ganzen Tag.“
„ Und?“
„ Na, dann werde ich mich um David kümmern.“, schloss Max freudestrahlend.
„ Was?“
„ Marc. Ich liebe Kinder. Ich hätte gerne noch einen ganzen Haufen gehabt,wenn deine Mutter nicht um ihre Figur besorgt gewesen wäre. Ich verspreche dir hoch und heilig,dass ich auf David aufpassen werde, als ob er der heilige Gral,das Bernsteinzimmer und Excalibur zusammen genommen wäre.“
Marc schien zu überlegen.
„ Und du traust dir das wirklich zu? Papa,der Kleine kann wirklich anstrengend sein. Er ist jetzt gerade mal 2 ½ Moante alt. Außerdem ist es nict deine Aufgabe dich um ein Kind zu kümmern. Was ist mit deinem Job. Willst du nicht mehr arbeiten?“
Max fing an zu lachen.
„ Nun ja,für den Fall hab ich natürlich vorgesorgt. Ich kann Nachtschichten übernehmen. Wir sprechen uns alle ab. Meinen Aktenkram kann ich auch in David´s Besein erledigen.“
„ Papa, er ist wirklich noch klein.Schaffst du das wirklich?“
Unsicher musterte Marc seinen Vater.
„ Marc. Als du klein warst,habe ich mich auch um dich gekümmert,wenn deine Mutter auf Lesereise war.“
„ Jaaaaaa…aaaaaaaaber ich bin auch nicht fast drei Monate zu früh auf die Welt gekommen.“
Max verdrehte die Augen.
„ Was bist du nur für eine Glucke! David und ich…das wird wunderbar.Stimmt´s Kleiner?!“
Er strich David über die Wange. Zweifelnd starrte Marc erst David und dann Max an.
„ Also gut. Aber erstmal nur auf Probe.“
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ „ Also…das ist meine Nummer im Büro. Und hier ist meine Handynummer. Bitte ruf direkt an, wenn etwas ist! Und hier ist noch die Nummer vom Kinderarzt. Falls der Kleine Fieber bekommt oder…“ „ Marc.“
„ Dann ruf dort bitte sofort an und mach ihnen die Hölle heiß. Wenn du mit ihm rausgehst…“
„ Marc!“
„ Bitte zieh ihn warm genug an. Lange Strümpfe,Jacke,Mütze,Schal,Handschuhe…und bitte den Fleecepulli. Er wird so schnell krank.“
„ Marc!“
„ Ja was denn?“
„ Atme mal tief durch und entspann dich! David und ich haben alles unter Kontrolle.Jetzt verabschiede dich und geh zur Arbeit.“
„ Bist du dir ganz sicher,dass du klarkommst?“
Wehmütig blickte Marc zu seinem Sohn.
„ Ahhhhh Marc, du machst mich wahnsinnig!“
„ Ich mein ja nur…Fläschchen liegen im Kühlschrank und Windeln auf der Kommode.“
„ Marc,wenn du nicht bald deinen Hintern hier rausschwingst,wirst du enterbt!“
„ Ist ja schon gut.“
Marc beugte sich zur Wiege seines Sohnes herab, hob David heraus und strich ihm liebevoll über das Haar. Er drückte ihn fest an sich und küsste seine Wange, ehe er ihn schweren Herzens zurücklegte und mit wehmütigen und sehnsuchtsvollen Blicken das Haus verließ.
Kaum im Wagen angekommen, in dem seine Verlobte bereits grinsend wartete,atmete Marc tief aus und lehnte den Kopf an die Lehne.
„ Warum ist es nur so verdammt schwer ihn loszulassen? Ich will ihn nicht allein lassen,obwohl mein Vater auf ihn aufpasst.“
Gretchen gab Marc einen Kus und strich ihm über die Wange.
„ Ich bin mir sicher, dein Vater wird sich hervorragend um den Kleinen kümmern. Du machst dir völlig umsonst so viele Gdanken. Also beruhig dich. Max und David- das passt.“
„ Vielleicht hast du Recht…Meine Güte…Ich fühle mich wie eine von diesen Löwenmüttern,die ihre Kinder gegen jedes kleine Meerschweinchen verteidigen. Lächerlich.“
„ Naja…ich find´s ja eher süß. Vielleicht könntest du aber deine nun so frei gewordene Energie für etwas anderes nutzen.“
Marc grinste.
„ Soso…ja,da fallen mir auch cshon einige Dinge ein.“ „ Ach ja?“
„ Schwester Sabine trietzen,mein Hoppelhäaschen herumscheuchen,Leben retten und dabei noch unverschämt gut aussehen.“
„ Pass mal auf-du wirst nämlich auch nicht jünger. Bald kommen die grauen Haare und die Speckpolster am Bauch.“
„ Naja,also wenn ich mir Max anschaue,habe ich gute Gene,Hasenzahn.“
Gretchen kniff Marc in den Bauch und lachte.
„ Also gut,fahr los,bevor wir hier noch Wurzeln schlagen und die Nachbarn denken,wir machen hier eine Drogenübergabe.“
Max setzte sich zufrieden mit seinem Buch in den Sessel. Der kleine David hatte zuvor getrunken und war anschließend friedlich eingeschlafen. Kein einziges Mal hatte der Kleine geschrien. Einzig allein die ständigen Kontrollanrufe von Marc hatten Max auf Trab gehalten. Alle halbe Stunde rief er unter einem Vorwand an,gab sich jedoch nicht einmal die Mühe zu verbergen was er genau in Erfahrung bringen wollte. Beim zehnten Abruf hatte Max schließlich wortlos aufgelegt und entnervt den Hörer besiseite gelegt…
Max musste unweigerlich grinsen.
Marc war ein toller Vater. Überbesorgt und eine Glucke- aber ein toller Vater.
Max hatte noch keine fünf Minuten gesessen,als es an der Tür Sturm läutete und ein schnaubender Marc Meier vor der Tür stand.
„ Warum zum Teufel gehst du nicht ans Telefon! Ich hab mir wer weiß was für Sorgen gemacht!Geht es David gut?Ich hätte ihn niemals allein lassen dürfen…es hätte wer weiß was passieren können. David, Schatz,Papa ist zu Hause!“
Marc drängte sich an Max vorbei ins Wohnzimmer.
Marc beugte sich über seinen schalfenden Sohn Und strich ihm über die Stirn. Max lehnte sich indessen an den Türrahmen und verschränkte die Arme.
„ Marc,ich weiß nicht warum du dich so aufregst. David hat gegessen,geschlafen,gebrabbelt und mit mir gespielt. Er ist pflegleichter als du es je warst. Und du stürmst hier rein,nachdem du mich den ganzen Morgen mit Telefonanrufen gestalkt hast und spielst dich hier auf. Marc,ich weiß wirklich nicht was das soll.“
„ Du! Es geht hier um meinen Sohn,der fast drei Monate zu früh auf die Welt gekommen ist und seit er geboren ist, eine Lungenentzündung,einen Magen-Darm Virus und zahlreiche andere Infekte mit sich herumgeschleppt hat. Der Kleine braucht Aufmerksamkeit und das rund um die Uhr. Ich bin mir einfach nicht sicher,ob das mit dir und ihm eine so gute Idee ist.“
„ Du siehst doch wie gut es dem Kleinen geht…Ich weiß wirklich nicht warum du dich hier wie so ein aufgeblasener,peinlicher Junggockel benimmst. Sorry,aber ich finde du übertreibst maßlos.“
Marc setzte sich auf den nächstbesten Sessel,fuhr sich mit den Händen durch die Haare und atmete toef durch um seinen Puls zu beruhigen.
„ Papa,ich weiß selber nicht was los ist. Ich meine früher,da war ich allein. Da ging´s nur um mich. Verstehst du? Keine Verantwortung,keine Verpflichtungen…und jetzt? Ich sitze auf Kohlen. Wenn der Kleine nicht bei mir ist,fühlt sich das alles irgendwie total falsch an. Wie wenn ein Teil von mir fehlt. Ich bin wirklich total verweichlicht. Sogar Hasenzahn lacht schon über mich. Aber ich kann nicht anders.“
„Marc,hör zu. Ich glaube, du hast einfach ein Vertrauensproblem.“
„ Ohhhhhhh bitte, Papa…red nicht mit mir,als ob ich einen an der Klatsche hätte.“
„ Ach Marc, jetzt dramatisier das nicht alles so. David geht es gut. Er ist genauso groß wie andere Jungen seines Alters und auch seine Entwicklung ist in keinster Weise eingeschränkt hat der Kinderarzt gesagt. Warum vertraust du nicht in den Kleinen und in mich?!“
Max gestikulierte wild mit den Händen.
„ Ich vertraue doch in euch allen,aber allmählich glaube ich wirklich es wäre das Beste, wenn ich bei David bleiben würde… zumindest die erste Zeit.“
„ Also bei deinen frisch erwachten Muttergefühlen könnte ich darauf wetten,dass du ´ die erste Zeit´ bis zum Führerschein ziehst.“
Sooooooo ^^ Endlich ein neuer Teil xD Hoffe er gefällt euch,leider kann ich euch die Ursprungsfassung nicht mehr geben- sie war wirklich um Klassen besser. Naja...kann man nix machen. Immer schön fleißig Kommis hinterlassen! Neuer Teil kommt spätestens am Donnerstag! lg
„Marc,das kann doch nicht dein Ernst sein? Du kannst doch nicht ernsthaft Elternzeit einreichen wollen. Du bist Chirurg! Dein Job ist dein Leben,das waren immer deine Worte.“
„ Und jetzt ist eben meine Familie mein Leben.“ Ich verstehe dich nicht. Ich dachte das sei genau das was du wolltest.“
„ Falsch, Marc. Ich will einen Mann, der arbeitet und nicht unzufrieden zuhause auf seinen kleinen Sohn aufpasst.“
Gretchen wuschelte ihrem Freund durch das Haar.
„ David braucht einen Vater,der dauerhaft für ihn da ist. Nicht nur,wenn er mal keine Nachtschicht oder keinen Wochenenddienst hat. Er braucht jemanden,der mit ihm lacht und spielt und mit Bauklötzen Türme baut.“
„ David braucht vor allen Dingen jemand, der ihm ein Vorbild ist. Der im zeigt,dass es sich lohnt zu arbeiten.“
„ Gretchen,es ist doch erstmal nur für kurze Zeit. Und finanziell ist das locker drin. Ich hab eine Menge gespart und mit deinem Gehalt lässt sich unsere Familie locker ein paar Jahre durchfüttern,ohne dass wir sparen müssen.“
„ Marc,mir geht es hier nicht um die finanzielle Seite und das weißt du auch. Es geht mir darum,dass du deine Träume verwirklichst. Glaub nicht,ich hätte nicht bemerkt,dass du irgendwann mal Chefarzt werden willst. Marc du bist gut in deinem Job,und das weißt du auch! Willst du all das wirklich aufgeben?Ich glaube das nicht.“
Die beiden Ärzte musterten sich eindringlich. Marc seufzte und strich über Gretchen´s Arm.
„ Also schön. Du hast gewonnen. Aber wo soll David denn noch hin? Zu Max bringe ich ihn garantiert nicht mehr.“
„ Ich habe da schon eine Idee. Lass mich mal nur machen.“
Verwirrt starrte Marc seiner Freundin nach,die energisch aus der Tür schritt.
--------------------------------------------- 1 Woche später
„ Ich bin mir nicht ganz so sicher,ob das wirklich eine so gute Idee ist. Klar,David ist jetzt immer in meiner Nähe,aber...“
Gretchen legte ihren Zeigefinger an Marc´s Lippen und schlang den Arm um seinen Nacken.
„ Könnte der Übervater Marc Meier mal auf seine Freundin hören und endlich mal lernen Vertrauen zuzulassen?“
„ David ist noch viel zu klein für Experimente. Und vor allem nicht Experimente dieser Art. Gretchen,er ist ein Frühchen. Er braucht besondere Förderung!“
„ Marc,diese Sache ist beschlossen. Papa hat schon zugestimmt. Du hast also keine Wahl. Wir sind das erste Krankenhaus Berlin´s mit inbegriffener Kita!Die Räume neben unserem Kiosk unten in der Aula stehen sowieso leer. Wir werden dort Spielsachen hinstellen, Bettchen und Ruheecken,Malecken...usw. Über die angrenzende Terasse können die Kleinen prima hinaus ins Grüne,wo man einen Gemüsegarten und ähnliches anpflanzen kann. Eltern,die hier stationär behandlet werden, können ihre Kinder dort abgeben, genauso wie Kinder von Ärzten und Krankenschwestern. Ein richtiger Kindergarten. Papa hat sofort alles in die Wege geleitet.“
Marc blieb der Mund offen stehen.
„ Und ich werde hier mal wieder gar nicht gefragt, oder wie? Ich bin ja auch nur David´s Vater!“
„ Ich weiß nicht warum du dich so aufspielst.“
„ Ich spiel mich auf?“
„ Ja.“
„ So siehst du das also. Du entscheidest einfach alles über meinen Kopf hinweg und erwartest im Nachhinein Verständnis? Das sind wieder mal die Tage an denen ich denke...“
„ Ja Marc, an was denkst du? Dass es ohne mich besser wäre,oder wie?“
„ Das hast du jetzt gesagt,Hasenzahn!“
„ Marc!“
„ Manchmal habe ich das Gefühl dir ist David egal! Es kommt mir so vor,als sei ich der Einzige,der sich um den Kleinen Sorgen macht.“
„ Findest du es fair mir das an den Kopf zu werfen?“
Marc zuckte mit den Schultern.
„ Gretchen,du hast dich komplett verändert. Dir war eine Familie doch früher immer so wichtig. Heiraten,Kinder bekommen,eine große Familie...Und jetzt? Du hast doch alles was du dir je gewünscht hast! Und auf einmal scheint dir das alles nicht mehr wichtig zu sein! Für David hast du keine Zeit mehr,du willst ihn nur abschieben. Wir beide als Paar existieren sowieso nicht mehr! Du interessierst dich nur noch für dich selbst!“
Gretchen holte aus und verpasste Marc eine schallende Ohrfeige.
Dieser schaute sie nur lange und enttäuscht an,hob sich die Wange und lief mit großen Schritten zur Tür hinaus.
„ Verdammt.“, murmelte Gretchen und stützte sich auf ihrer Frisierkommode ab. Langsam sank sie in die Knie.
Sind Marc und ich doch nicht für den Alltag geschaffen? Ist unsere Liebe doch nicht stark genug?
Sie vergrub das Gesicht in den Händen.
War ich wirklich zu egoistisch? Habe ich seine Angst um David unterschätzt? Klar, ich habe mir furchtbare Sorgen um den Kleinen gemacht,aber jetzt wo er über den Berg ist,muss ich doch auch mal wieder mehr an mich denken! Ich liebe meinen Job nun einmal. Und David braucht uns als zufriedene und glückliche Menschen. Ausgelastet Menschen,die gerne arbeiten! Ach Marc,... warum kannst du mich denn nicht verstehen?
Gretchen strich mit traurigem Blick einen erneuten Tag in ihrem Kalender durch. Es war nicht der erste Dezembertag,der sie missmutig gestimmt hatte-nein,es war die Tatsache,dass sie mit ihrem Freund, bzw. Exfreund seit vier Wochen nahezu kein Wort gewechselt hatte. Marc war nach ihrer letzten Unterredung wortlos ausgezogen und hatte ihr lediglich kühl erklärt,dass er David von nun an Mittwochs bis Sonntags bei sich haben wolle. Während Gretchen die Tränen in den Augen gestanden waren;hatte er ein letztes Mal traurig in Gretchen´s Richtung geschaut,ehe er in sein neues,schwarzes Cabrio gestiegen war um seine Habseligkeiten im Hotel unterzustellen.
Eine Träne tropfte bei dieser Erinnerung auf Gretchen´s Hand.
Jeden Tag träumte Gretchen davon über Marcs´s warme,weiche Haut zu streichen und durch seine wuschligen Haare zu streichen. Ruhig sog sie den Duft des Zimmers ein,nur in der Hoffnung Marc´s Aftershave zu erschnuppern. Doch da war nichts. Nur die traurige Dunkelheit und Tristheit eines Lebens ohne Marc Meier.
Ich darf jetzt nicht nachgeben,sonst denkt er,er darf sich alles bei mir erlauben. Also los, Gretchen! Da draußen gibt es noch andere Männer außer Marc Meier! Er soll ruhig sehen,dass ich ihm nicht hinterhertrauere.
Entschlossen stand Gretchen auf und wollte gerade aus der Tür treten,als sie direkt in die Arme ihre Oberarztes lief, der sie überrascht auffing,ehe sie über seine Füße gestolpert wäre.
Wie magisch berührt, blickten sich beide in die Augen. Einen Moment lang verharrten sie in dieser Position.
„ Tja, ähm... Ich würd mal sagen du versuchst mal besser aufzupassen...nicht,dass du noch hinfällst. Das Gebäude ist soweit ich weiß nicht Erdbeben sicher.“ , räusperte sich Marc.
Gretchen schaute ihm nur wütend in die Augen,ehe sie die Hände in die Hüften gestemmt zur Tür herauslief.
Marc lehnte sich gegen seinen Spind und sank zu Boden.Tief ausatmend nahm er sein Handy in die Hand und tippte auf dem Touchscreen die Option ´ Bilder´ an. Lächelnd durchblätterte er die Bilder seines schlafenden Sohnes und die, seines erschöpften Vaters neben einem fröhlich glucksenden Davids. Zielstrebig durchsuchte Marc sein Hnady nach einem ganz bestimmten Bild. Als er es schließlich gefunden hatte,strich er sanft darüber. Das Bild zeigte Gretchen und ihn mit dem kleinen David auf dem Schoß. Er wusste noch genau, wann dieses Bild entstanden war.David war damals frisch aus der Klinik entlassen worden. Wie glücklich sie damals gewesen waren.
Und es war genau dieser Moment als Marc beschloss, für die Liebe seiner Freundin zu kämpfen. Er würde seine kleine Familie nicht einfach kampflos aufgeben.
Und er hatte auch schon die perfekte Idee, wie er das anstellen würde können. ------------------------------------------------------------------------
Gretchen rieb sich die Tränen mit einem Taschentuch aus den Augen.
„ Aber Margarethe,ich glaube nicht,dass wirklich alles verloren ist! Denk daran,ihr habt einen gemeinsamen Sohn. Soll David einer dieser rauchenden und drogensüchtigen Jugendlichen mit Scheidungstrauma werden?“
„ Marc und ich sind nicht verheiratet.“
„ Der Junge wird Bindeungsängste bekommen!Nie fähig sein wirklich zu lieben!“
„ Wenn ich da auch mal was dazu sagen dürfte...“, wollte Sabine hinzufügen.
„ Gretchen,ich verstehe nicht wie du solch eine Entfremdung zulassen konntest. Ein uneheliches Kind ohne Vater fehlt uns jetzt noch. Es war schon schwierig den Nachbarn zu erklären,dass du nichts von der Kriminalität deines Ex-mannes wusstest!“
Gretchgen atmete tief aus.
„ Frau Doktor...“
„ Du solltest wirklich noch einmal mit ihm reden. Das Geld ist kein Problem,doch er muss sich zu David bekennen. Schließlich soll der Kleine einmal Stammhalter werden.“
Sabine hüpfte ungeduldig auf und ab und streckte den Finger spitz nach oben.
„Frau Doktor,Frau Doktor, ich muss Ihnen etwas geben.“
Sie drückte Gretchen ein rot umwickeltes Päckchen in die Hand, an dem eine goldene Karte hing. Vorishctig zog Gretchen die Karte aus dem Umschlag und öffnete sie.
Ich weiß,zwischen uns ist in letzter Zeit viel schief gelaufen. Aber glaub mir, ich liebe dich von ganzem Herzen, auch wenn ich dich darum bitten werde diese Karte nach dem Lesen der Peinlichkeit halben zu verbrennen. Du bist die Frau mit der ich alt werden möchte. Gib mir bitte noch eine Chance und lass uns über alles noch einmal reden! Anbei findest du 24 Päckchen. Eine Art Weihnachtskalender,der dir jeden Tag zeigen soll, wie sehr ich dich liebe.
M.
Gretchen legte die Karte vorsichtig beiseite und schaute in das große rote Paket,das Sabine immer noch in der Hand hielt. Es waren einfache braune Leinensäckchen mit einer roten Schleife, die sie zusammenband. Auf allen Säckchen waren Nummern eingestickt,die stellvertretend für die 24 Tage bis Weihnachten stehen sollten.
Gretchen griff hinein und fischte das Säckchen mit der Nummer 1 heraus.
Als sie es öffnete fielen ihr zwei Karten in die Hand. Es waren Musicalkarten. Wie sehr hatte sich Gretchen schon lange wieder gewünscht mit Marc wegzugehen. Und er erfüllte ihr diesen Wunsch. Einen Abend zu zweit in ´Elisabeth´.
Lächelnd rollte sie den beiliegenden Zettel aus und las,was Marc dort mit seiner kleinen,krakeligen Schrift geschrieben hatte.
Schatz,ich weiß,ich sage es dir viel zu wenig,aber ich liebe die Art wie du lachst. Ich liebe es, wie du morgens aufstehst und sofort anfängst zu strahlen. Ich liebe es, wie du dich um andere sorgst. Ich liebe deine Natürlichkeit,deine Ehrlichkeit und dein Vertrauen,auch wenn ich es manchmal nicht verdien. Und das wichtigste von allem: Ich liebe dich! Ich hoffe du freust dich über die Musicalkarten. Ich warte auf dich,heute Abend um acht Uhr am Haupteingang. Ein Babysitter für David ist besorgt! Vergiss die Karten nicht! In Liebe
M.
Gerührt drückte Gretchen einen Kuss auf die Karte.
„ Mama,würdest du mir bitte das blaue Kleid aus der Reinigung abholen?“
Strahlend nickte Bärbel,während ihre Tochter sich bereits wieder schwärmend der kleinen Karte widmete. ----------------------------------------------------------------------------
Marc starrte ungeduldig auf seine Armbanduhr...wo blieb sie denn nur? Würde er hier am Ende ganz umsonst auf sie warten? War etwa alles schon zwischen ihnen verloren?
„ Marc?“
Die Stimme seiner Freundin ließ Marc aufschrecken, nur um ihn danach sprachlos zurückzulassen. Sein persönlicher goldgelockter Engel stand in einem atemberaubenden blauen Kleid vor ihm und lächelte ihn schüchtern an. Wie gelähmt schien sich sein Körper in Zeitlupe auf sie zu zubewegen. Wie mechanisch hob er einen Arm und war schon versucht, mit seiner Handinnenfläche über ihre Wange zu streichen.
„ Du siehst...wunderschön aus.“
Lächelnd blinzelte Gretchen Marc durch einen Tränenschleier hindurch an. Einen winzigen Moment später hatte sie die Arme um seinen Hals geschlungen und ihr ganzes Gesicht in seine Schulter gepresst. Sie sog seinen betörenden Duft ein und strich durch die wohlvertrauten Haare. Dabei liefen Gretchendie Tränen über die Wangen,während Marc ihr liebevoll über die Schulter strich.
„ Es tut mir so leid...ich wollte das alles nicht. Ich wollte dich nicht verletzen. Nur die Sache mit David...mir setzt das alles so zu!“
„ Pssst! Marc,es tut mir leid...Hör zu,ich liebe dich so sehr...ich liebe dich so sehr und ich hasse es wenn wir streiten. Die letzten vier Wochen waren die längsten meins Lebens.“
Verliebt blickten sich beide tief in die Augen und versanken in einen langen und zärtlichen Kuss.
--------------------------------------------------------------------------------------------- „Das war so ein wunderschöner Abend,mein Schatz! Danke!“
Gretchen strich zärtlich über Marc´s Schläfe hinab über seine Wange.
Marc legte seine rechte Hand locker um die Taille seiner Freundin und küsste sie liebevoll auf den Mund.
„Nie wieder Streit?“
„ Nie wieder.“ Beide grinsten sich an.
„ Schaffen wir sowieso nicht.“, warf Marc lachend ein.
„ Einen Versuch wär es wert!“
„Wie gefällt dir dein Kalender?“
„Wunderschön.Wie findest du mein Kleid?“
Gretchen drehte sich verführerisch hin und her.
„ Schön,aber ohne gefällst du mir noch besser.“
Marc grinste anzüglich und küsste Gretchen´s Schulter.
Das kleine französische Restaurant,in das sie nach dem Musical gegangen waren,vertiefte die prickelnde,romantische Stimmung zwischen den beiden umso mehr. Ein romantisches Lied wurde eingelegt und Gretchen´s und Marc´s Augen versanken mehr und mehr ineinander.
Verliebt ergriff Marc Gretchen´s Hand und drückte sanft einen hauchzarten Kuss darauf.
„ Ich liebe dich.“, formte Marc mit seinen Lippen, woraufhin Gretchen sein Gesicht in ihre Hände nahm und einen innigen Kuss auf seine zarten Lippen drückte.
„ So sehr wie ich dich liebe.“ ----------------------------------------------------------------------------------------------------
Am nächsten Morgen wachte Gretchen mit einem leichten Kater und schweren Kopfschmerzen auf. Der französische Wein war ihr gestern Abend nicht bekommen. Gähnend streckte Gretchen sich und griff wie zufällig neben sich, in der Hoffnung ihren Freund zu ertasten. Stattdessen griff ihre Hand in ein kleines, duftendes Stück Papier.
Prinzessin,
ich musste los zum Dienst. Ich hoffe wir sehen uns heute Abend, mein Schatz! Vergiss nicht,dein Päckchen aufztumachen. Ich liebe dich.
M.
Gretchen starrte verträumt auf das verschnörkelte M. und fuhr mit ihrem kleinen Finger verträumt die Konturen ihrer Lippen nach,die noch vor wenigen Stunden Marc´s perfektes Gesicht geküsst hatten.
Erst nach mehreren Minuten ergriff sie das kleine Säckchen mit der bestickten Nummer 2 und machte sich daran die rote Schleife zu lösen. Ungeduldig zog und zerrte Gretchen daran,bis im hohen Bogen ein wunderschönes Perlenarmband herausrutschte.
„ Oh Marc!“, flüsterte Gretchen.
„ Du verrückter Spinner.“
Ehrfürchtig legte sich Gretchen das Armband um und bestaunte fasziniert die Ebenmäßigkeit des feingliedrigen Schmuckstücks, das einen wunderschönen Kontrast zu Gretchen´ s elfenbeinfarbener Haut lieferte.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------- „ Und er hat dir dieses teure Armband einfach so geschenkt?“
„ Mama, wie oft denn noch? Marc wollte sich mit mir versöhnen...dieser Idiot...als ob ich ihm nicht verzeihen würde,egal was er macht...Oh Mama...ich liebe ihn so sehr...ich kann´s immer noch nicht glauben,dass wir wieder zusammen sind...vier Wochen...mir kam es wie eine halbe Ewigkeit vor...die Streitereien,der ganze Stress...es war wie wenn es das alles gar nicht gegeben hätte...Marc braucht mir nur einmal in die Augen zu sehen und ich fühle mich wieder wie ein 12-jähriges Schulmädchen...“
„ Du hast auch schon vorher für Marc Meier geschwärmt.“
„Jaaaaa,aber jetzt ist alles anders. Wir sind wirklich zusammen. Fest. Und wir haben einen total niedlichen,kleinen Sohn.“
„ Wann heiratet ihr?“
Gretchen stöhnte entnervt auf.
„Wenn Marc´s kubanische Ex-frau endlich der Scheidung zustimmt.“
„ Waaaaas? Der Meier ist geschieden?“
Gretchen zog eine Augenbraue hoch.
„ Mama,wir haben uns gerade erst wieder versöhnt. Man kann auch ohne Trauschein glücklich sein.“
„ Gretchen, du musst jetzt dran bleiben. Ihr habt ein gemeinsames Kind,schön und gut,aber das allein hält euch nicht zusammen...du musst schon Nägel mit Köpfen machen.“
„ Siehst du wie schön er schon lächelt,Papa? Er hat doch Gretchen´s Lächeln,findest du nicht?“
Max kratzte sich am Kopf.
„ Ja...hm...kann schon sein... auf jeden Fall ein hübsches Kind...aber bei dem Großvater-wer hätte etwas anderes erwartet?“
Marc grinste seinen Vater an.
„ Papa,wie würdest du es finden,wenn Gretchen´s und meine Hochzeit früher als erwartet stattfindet?“
„ Ich dachte die Hochzeit sei bis auf weiteres verschoben?“
„Bis David laufen kann und sein Veto einlegt?“
„ Nein,aber ihr habt euch doch gerade erst wieder vertragen. Du wohnst vorerst immer noch im Hotel...meinst du wirklich,es ist gut so überstürzt zu heiraten?“
„ Ach was. Papa,Gretchen und ich- wir passen zueinander. Und jetzt wird geheiratet! David soll schließlich in geordneten Verhältnissen aufwachsen!“
Ungeduldig hämmerte Mehdi auf die Fahrstuhltaste ein...Nichtahnend ,dass zwei Stockwerke weiter unten der Aufzug mit gedrückter Stopptaste als Liebesnest für zwei verliebte Ärzte diente. Gretchen hatte die Arme um den Nacken ihres Freundes geschlungen und küsste ihn zärtlich.
„ Schatz? Duuuuu???“
„Hmmm...nicht jetzt.“, murmelte Marc während er mit seiner linken Hand unter Gretchens Shirt strich.
„ Maaaaaaaarc...“
„ Ich weiß wie ich heiße,du musst meinen Namen nicht dauernd wiederholen,Hasenzahn.“
„ Haha.“
Entnervt seufzte Marc.
„ Hey Schatz...jetzt nehme ich mir mal extra ein paar Minuten für meine Freundin...ein paar David-freie Minuten und du willst schon wieder quasseln...nicht zum aushalten!“
Grinsend umfasste er Gretchen an der Taille und strich über ihren Rücken.
„ Marci...das ist nicht lustig...jetzt hör auf mich anzugrinsen... Ich finde das Armband wirklich wunder-,wunderschön...“ „ Aaaaaaaaber?“
„ Marc,ich will nicht,dass du mir andauernd teure Sachen kaufst.“
„ Von deinem Assistenzärztinnengehalt kannst du doch gar nicht allein überleben.“, erwiderte Marc frech.
„ Maaaaarc,ich mein´s ernst!Versprich mir,dass du mir in Zulunft keine teueren Sachen mehr kaufst! Marc,hallo ich rede mit dir...?!“
„ Jaja...“
„ Warum hört sich dieses ´Jaja´ nicht nach´ Ja mein Schatz,ich tu was du sagst.´ an?“
Marc grinste und küsste seine Freundin lachend auf den Mund. Beide waren so verliebt in ihren Kuss versunken,dass sie gar nicht merkten wie sich der Aufzug unter ihren Füßen bewegte und sich die Fahrstuhltür hinter Gretchen öffnete.
Gretchen die durch Marc an diese Türe gepresst wurde,verlor den Halt und fiel zusammen mit Marc rückwärts auf den Krankenhausboden,wo sie inmitten des morgendlichen Krankenhausgetümmels landeten.
„ Ihr zwei haltet hier also den ganzen Aufzug auf... hätte ich mir ja denken können.“, murmelte Mehdi seinen beiden Freunden zu.
„ Sehr witzig.“
Mit hochrotem Kopf wandte sich Gretchen unter Marc´s Körper hervor und stand leicht schwankend auf.
„ Finde ich auch. Also ihr zwei-wieder alles : Friede,Freude,Eierkuchen?“
Marc grinste :“ Du hast den Versöhnungssex vergessen. Der war auf jeden Fall erwähnenswert. Hasenzahn wird nämlich im Bett zur wilden Bestie...Ich hab Narben auf meinem Rücken die das beweisen.“
Zufrieden beobachtete Marc wie Gretchen´s Kopf immer röter anlief und sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten.
„ Marci, Schatz...wenn du nicht willst,dass du die nächsten fünf Monate wie ein Mönch leben musst, hältst du jetzt besser den Mund.“
Betont lässig um ihr unangenehmes Gefühl in der Magengegend zu unterdrücken,blickte Gretchen Mehdi ins Gesicht.
„ Wie war dein Urlaub in Venedig? Ich dachte ihr bleibt noch bis Freitag? Gibt´s schon wieder erste Konflikte im Beziehungsparadies?“
Mehdi kratzte sich am Kopf.
„ Frauen...dabei dachte ich immer,dass ich als Gynäkologe einen besonderen Draht zu ihnen hätte...Von wegen! Am dritten Urlaubstag ist Gaby beleidigt abgerauscht. Ohne ein einziges Wort der Erklärung hat sie mich vor dieser Gondel stehen lassen und mich samt meinen Blumenstrauss ins Wasser gestossen...“
Marc grinste.
„ Da hast du ja einen richtigen Hauptgewinn gezogen...wobei ich immer dachte du stehst auf dominante Frauen...Anna hatte ja auch ihre Vorlieben,habe ich mir sagen lassen...Mehdi,tut mir leid-aber du hast einen echt miesen Frauengeschmack.“
Gretchen räusperte sich verlegen. Marc versuchte ein verlegenes Grinsen....
„ Naja, auch ein blindes Huhn findet mal ein Ei.“, wandte er entschuldigend an Gretchen.
„Soll ich mal mit Gaby reden?“
„ Hasenzahn,ich weiß es ist schwer der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, besonders für dich, aber es gibt Menschen, die ganz sicher nicht mit dir über ihre Probleme reden wollen. Und Gaby gehört ganz sicher dazu.“, fügte Marc an.
Gretchen kratzte sich am Kopf.
„ Gretchen, ich weiß es ist lieb gemeint,aber ich will das lieber selber klären. Sie ist schließlich MEINE...“
Marc grinste und schaute Mehdi feixend in die Augen.
„ Jaaaaaa Mehdi,rück doch mal raus mit der Sprache...was ist sie denn genau?“
„ Ich äh...muss...mal....auf die Toilette.“
„ Ach Mehdi,jetzt komm schon!“, rief Marc Mehdi nach,der jedoch bereits flüchtend um die nächste Ecke gebogen war.
„ Hasenzahn, du entschuldigst mich, aber ich kann nicht zusehen wie er in sein eigenes Unheil läuft.“
Marc warf dem lachenden Gretchen noch eine Kusshand zu,ehe er schnellen Schrittes hinter seinem besten Freund herlief.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- „ Verfluchter Mist.“,murmelte Gaby vor sich hin,als sich der Inhalt ihrer Handtasche auf dem Boden verstreute.
Dabei war heute sowieso der Tag gewesen,vor dem es sie seit ihrer Abreise in Venedig gegraut hatte. Sie würde jeden Tag in Mehdi Kaan´s warme,braune Augen sehen müssen und wissen,dass ihre Beziehung keine Chnace hätte. Vor ihrem inneren Auge tauchte Mehdi´s Gesicht auf. Gaby schüttelte den Kopf um die Bilder zu vertreiben,die sie so tief in ihrem Inneren schmerzten.
Das Bild dieser blonden Mutter Theresa...in seiner Brieftasche...wie hatte er ihr das nur antun können! Er hatte sie belogen und benutzt. Sie (Gaby) bedeutete ihm rein gar nichts. Sie war nur ein billiges Ersatzspielzeug. Nicht mehr.
Dabei hatte der Urlaub so schön begonnen. Sie waren händchenhaltend in einer kleinen Pizzeria an der Rialtobrücke gesessen und hatten Wein getrunken,einem italienischen Sänger gelauscht und sich dabei verliebt in die Augen gesehen. Sie hatten die verwinkelten,kleinen Gassen Venedigs erforscht und waren sich schließlich in ihrem kleinen romantischen Hotel näher denn je gekommen.
Was hatte sie nur jemals an Marc Meier gefunden? Er war ein unreifer Schuljunge angesichts der erfahrenen und mysteriösen Ausstrahlung des sanften Gynäkologen Mehdi Kaan. Wie Schuppen war es ihr von den Augen gefallen,dass sich all ihre Wünsche mit denen Mehdis´ deckten. Eine Familie, ein Zuhause, Liebe... Geborgenheit.
Gaby seufzte und torpedierte das innere Bild von Gretchen Haase mit ihren bösen Blicken. Warum hing Mehdi immer noch so sehr an ihr,dass er ein zugegebenermaßen sehr schönes Bild von ihr in seiner Geldbörse aufbewahrte?Nicht,dass sie ihm hinterherschnüffeln hätte wollen...aber da sie den Portier um eine extra Flasche Champagner gebeten hatte und ihre Geldbörse nicht finden konnte,hatte sie sich nur kurz etwas von Mehdi borgen wollen. Und war dabei auf die Photographie der blonden Assistenzärztin gestoßen.
Nun,da sie von Marc Meier getrennt war,hatte er ja freie Bahn. Wofür hatte er also sie gebraucht? Dumme Frage,natürlich hatte er die dumme,kleine, naive Gaby als Mittel zur Eifersucht benutzt und gehofft,dass der blonde Pudel darauf anspringen würde.
Gaby stieß zu ihrer eigenen Verwunderung einen Schluchzer aus und ihre Augen füllten sich mehr und mehr mit Tränen der Wut und Enttäuschung.
„ Franz,wenn ich es dir doch sage! Das war eine einmalige Sache! Ich wusste nicht wie ich aus dem Schlamassel wieder herauskommen sollte!“
„ Butterböhnchen,nicht so,bitte! Du hast mein Vertrauen missbraucht! Ich bin tief gekränkt!So etwas hätte ich dir nicht zugetraut!Ein Liebhaber! Ich weiß nicht was mich mehr enttäuscht!Dass du mich betrogen hast,oder dass du unser gesamtes Erspartes leichtfertig aufs Spiel gesetzt hast! Und die Sache mit dieser Hanfplantage wird noch ein Nachspiel haben! Das sag ich dir!“
Franz bohrte seinen Finger in die Brust seiner Frau.
„ Was ist denn hier los?“ „ Margarethe,gut,dass du kommst! Erklär deinem Vater doch bitte einmal wie verletzt...“
„ Oh nein.haltet mich da bitte raus...“
„ Kälbchen,du musst jetzt einmal Stellung beziehen. Sonst war ich immer der böse Ehebrecher!Dabei war sie die ganze Zeit eine Betrügerin!Alles hat sie mir gebeichtet! Den Liebhaber,das verschwundene Geld,warum sie diesen lächerlichen Job angenommen hat,die Hnafplantage?“
„ Die Hanfplantage?“
Gretchen weitete die Augen.
„ Deine Mutter hat ein Zweitgeschäft betrieben – den Hanfhandel!“
„ MAMA! Sag,dass das nicht wahr ist!“
Bärbel blickte lächelnd in die Runde.
„ War ja klar,dass du alte Spießerin das wieder mal nicht verstehst...wie ihr Vater.Was habe ich nur falsch gemacht?“
„ Sie hat zusammen mit diesem Österreicher...Knechtelsberger...“
„ Knechtlsdorfer.“
„ Genau und Gordon Hanftees verkauft...deine Mutter eine Verbrecherin!“
Gretchen schüttelte ungläubig den Kopf.
„ Butterböhnchen,ich werde dir so lange nicht verzeihen bis du deinen Fehler eingesehen hast und dir etwas einfallen lässt um mich wieder milde zu stimmen.“
„ Ach Franz...weißt du nicht mehr...unsere Hochzteitsreise? Wer hat mich denn damals auf Usedom zu diesem Joint in den Dünen überredet...ach,wenn du nur wieder so abenteuerlustig wie früher sein könntest!“
„ Pfh...“
Gretchen starrte mit offenem Mund abwechselnd zu ihrer Mutter und ihrem Vater. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Gaby,verdammt jetzt sag doch endlich was du hast?!“
„ Ich bin nicht verpflichtet meinem Vorgesetzten gegenüber solche Angaben zu machen, HERR DOKTOR KAAN.“
„Wie die Dame will.“, entgegnete Mehdi eingeschnappt, setzte sich hinter seinen Schreibtisch und schlug mit einem lauten Knall sein Fachbuch zur Gynäkologie auf.
Aus den Augenwinkeln konnte er jedoch nicht die Augen von der jungen Krankenschwester vor ihm lassen.
Auch Gaby schaute immer wieder verstohlen zu Mehdi, atmete schließlich tief durch und lief mit angespanntem Körper steif zur Tür hinaus. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Ich versteh einfach nicht was sie hat...warum sie mich einfach so in dieses stinkende Gewässer gestoßen hat und mir ohne ein weiteres Wort die Blumen auf den Kopf gepfeffert hat...“
„ Du interpretierst in die ganze Sache zuviel hinein. Gaby ist eine gute,schnelle Nummer für zwischendurch,aber glaub mir...eine Beziehung ist mit ihr gar nicht möglich...Sie ist ein erpresserisches,hinterhältiges,gemeines Stück...“
„ Marc,hör auf so über sie zu reden...das stimmt nicht. Gaby ist...weißt du ich habe da so eine Theorie...“
Marc warf entnervt den Kopf in den Nacken.
„ Oh ne...Mehdi, komm mir jetzt bitte nicht mit der Theorie,dass sich in Wahrheit alle Frauen nur nach Liebe und Geborgenheit und dem ganzen Schwachsinn sehnen. Das trifft vielleicht auf Frauen wie Hasenzahn zu,aber ganz sicher nicht auf Frauen wie die Krankenhausschlampe Gaby Kragenow, die sämtlichen Oberärzten schon mal in der Besenkammer einen geblasen hat...Mehdi,gib´s auf...warum musst du Idiot dich auch immer gleich verlieben? Sieh´s doch endlich ein... Man hat weniger Probleme wenn man sich nicht immer gleich in die nächstbeste verschießt.“
„ Als ob der allwissende Oberarzt Dr. Marc Meier sich an diese Regel in der Vergangenheit gehalten hätte!Du bist doch selber zum totalen Softie mutiert seit dein Kleiner auf der Welt ist und zwischen dir und Gretchen endlich alles gebongt ist.“
Marc scharrte verlegen mit den Füßen.
„ Das ist etwas anderes. Das zwischen mir und Gretchen kannst du nicht mit dieser Bettgeschichte zwischen dir und Gaby vergleichen. Ich kenne Gretchen seit ich denken kann... sie bringt meine beste Site zum Vorschein und ich...ich sorge dafür, dass ihre neurotische Ader ein wenig in den Hintergrund tritt. Wir lieben uns und haben einen gemeinsamen Sohn miteinander. Uns verbinden die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft...alles fühlt sich mit ihr leicht und unbeschwert an... wie tausend Fäden in meinem Inneren,die mich zu ihr ziehen...Ich mach mir Sorgen um sie,wenn es ihr schlecht geht,ich kann an nichts anderes denken als an sie,wenn wir im Streit auseinander gehen...sie ist das erste woran ich denke, wenn ich aufwache und das letzte, woran ich denke, bevor ich einschlafe...kannst du das alles auch über Gaby sagen?“
Mehdi schluckte nachdenklich und schaute Marc unsicher an.
Oh Leute,es tut mir so leid,dass ich so lange nichts mehr von mir hören habe lassen,aber ich hatte dummerweise jetzt lange keinen Internetzugang mehr und konnte somit nicht weiterschreiben Dafür bekommt ihr jetzt wirklich einen mörderlangen Teil,der euch hoffentlich gefällt und entschädigt. Bd
12 Dezember
„Marc Olivier Meier- bist du des Wahnsinns?“
„ Hasenzahn,jetzt flipp nicht gleich wieder aus!“ „ Marc,das muss ein Vermögen gekostet haben! Du musst das nicht tun!“
„ Oah Gretchen, das ist ein Geschenk! 99,9 % aller Frauen würden angesichts meines Geschenks in Entzücken ausbrechen und ihrem Freund glücklich in die Arme fallen. Und was macht meine Freundin? Also Freude kann man so etwas ja wohl nicht behaupten!“
„ Vier Tage zu zweit in Paris... Marc,du musst verrückt sein...5 Sterne Hotel im Zentrum mit einem Rundumblick über ganz Paris...jeden Tag eine Dreisterneküche... du musst verrückt sein.“
„ Ich muss ja schließlich mit deinem Exmillionärsehemann konkurrieren können...naja, ein Trip nach Las Vegas ist es nicht ganz geworden,aber ich möchte dich ja schließlich auch nicht vor einem lausigen Elvis- Immitatoren heiraten.“
Gretchen strich ihm sanft über die Wange.
„ Du Spinner! Du kleiner,verrückter Spinner Marc Meier...ich liebe dich!“
„ Wir fliegen am 20. ab und kommen am 24. mittags wieder zurück,so dass wir mit dem Kleinen sein erstes Weihnachten zusammen feiern können.“
Marc schlang die Arme um die Taille seiner Freundin und drückte einen Kuss auf ihre Stirn. Gretchen schmiegte sich an Marc´s Brust und lächelte ihn verliebt an.
„ Ach Marc,glaubst du es ist fair,dass wir so viel Glück besitzen und meine Eltern so unglücklich sind?! Ich mach mir solche Sorgen...Was ist wenn sie sich wirklich trennen und nicht wieder zueinander finden? Ich kenne meinen Vater...stur wie ein anatolischer Bergesel.“
„ Hasenzahn, kannst du eigentlich einmal die Klappe halten und den Moment genießen?“
Marc zog die Augenbraue hoch und grinste Gretchen schelmisch an.
„ Du hast ja Recht,aber ich mache mir eben Sorgen um die beiden.“
„ Mach dir lieber Sorgen um deinen chronisch auf Sexentzug stehenden Freund,der hofft wenigstens auf einem romantischen Paristrip endlich mal wieder zum Stich zu kommen.“
Gretchen schlug Marc scherzhaft auf die Finger.
„ Marc Meier, denkst du eigentlich auch noch an etwas anderes, als das Wort mit den drei Buchstaben?“ „ Dann sollten Sie sich aber auch mal ein wenig züchtiger anziehen, Frau Doktor Haase.“, entgegnete Marc und warf einen offensichtlich begierigen Blick in den tiefen Ausschnitt von Gretchen´s Shirt.
Verlegen zupfte Gretchen an ihrem Kittel herum.
„ Zu aufreizend,meinst du?“
„ Naja,da Kaan ja mittlerweile hinter der Karnkenhausschlampe her ist,hab ich ja keine Konkurrenz mehr zu befürchten.“
„ Schatz, du standest immer außer Konkurrenz.“
„Diese Antwort habe ich selbstverständlich erwartet.“
Grinsend zog Marc Gretchen noch näher an sich und küsste sie leidenschaftlich und gleichzeitig sehr zärtlich auf den Mund,wobei er sie mehr und mehr in Richtung Patientenliege drängte. Fordernd strichen seine Hände über ihren Körper und öffneten spielend leicht die Knopfleiste von Gretchen´s Shirt.
„ Nanana, Herr Doktor...schön langsam. Sex im Büro ist mir auf Dauer dann doch ein wenig zu ungemütlich...“
Gretchen löste sich blitzschnell,trotz des Protestes ihres Freundes , drückte ihm noch einen Kuss auf die Wange und zwinkerte ihm noch verschlagen zu,ehe sie sich löste und hinaus in den Gang trat. Marc Meier hingegen saß völlig perplex mit verwuschelten Haaren und verrutschtem Polohemd auf der Kante seines Schreibtisches und ein verliebtes Lächeln umspielte seinen Mund.
Auf geht´s Meier,Konzentration. Du siehst aus, wie ein verknallter Vollidiot. Jetzt reiß dich mal zusammen.
Mühsam setzte Marc eine ernste Miene auf,richtete sein Äußeres und folgte seiner Freundin höchst professionell auf den Flur. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Blitzschnell streckte Marc seine Hand zwischen die Aufzugtür und zwängte sich noch hinein. Gretchen lehnte sich lasziv in die eine Ecke des Fahrstuhls und spielte mit dem obersten leicht geöffneten Knopf ihres Kittels,wobei sie wie beiläufig die goldblonden Locken schüttelte und Marc mit blauen Unschuldsaugen musterte.
Marc lehnte sich bemüht gleichgültig in die gegenüberliegende Seite des Fahrstuhls, direkt neben den Stopknopf des Aufzugs.
„ Wehe...“, brachte Gretchen hervor.
Marc grinste schelmisch und musterte Gretchen wie ein Raubtier seine Beute. Dann betätigte er den Stopknopf.
„Wehe was? Büro war dir ja zu ungemütlich...“
„ Maaaaaarc...was,wenn jemand kommt?!“
Blitzschnell ging Marc auf Gretchen zu.
„ Quatsch,da kommt niemand.“
Gierig schob Marc Gretchen´s engen Rock und ihren Kittel nach oben, während Gretchen verzweifelt versuchte,ihren Freund von dieser Schnapsidee abzubringen.
„ Marc,jetzt benimm dich mal,bitte...“
„ Ich dachte, du stehst auf das Arschloch Marc Meier...oooooooh Gretchen,jetzt guck nicht so...lass dich doch einfach mal gehen.“
Gretchen musterte die flackernden Augen ihre Freundes,in denen das Feuer der Begierde brannte. Seufzend drückte sie Marc einen entwaffneten Kuss auf den Mund,der auch in ihr das Feuer auslöste,das bereits Marc ergriffen hatte. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Erschöpft lehnte sich Gretchen an die Schulter von Marc.
„ Das war unglaublich...“
„ Oh ja, bitte nenn mich Sexgott.“
Gretchen streckte Marc spielerisch die Zunge heraus.
„ Naja Hasenzahn, normalerweise ist es ja nicht meine Art Komplimente zu machen,aber ich muss sagen...“
Er musterte seine halbnackte Freundin,wobei sein Blick auf Gretchen´s breiter Hüfte und prallem Hintern hängen blieb. Gretchen errötete vor Scham und zog ihre Klamotten einigermaßen über ihre Problemzonen.
„...dass ich deine Extrapfunde durch die Schwangerschaft mit David extrem scharf finde.“
Gretchen stand der Mund offen.
„ Marc Meier,du verarschst mich gerade eben. Der Mann,der früher höchstens eine Affäre mit einem abgemagerten Topmodel eingegangen ist,findet seine übergewichtige Freundin scharf?!“
Marc schien zu überlegen.
„Du weißt doch, dass ich Ärsche mag, an denen was dran ist. Außerdem unterschätzt du dich mal wieder vollkommen. Sagen wir´s mal so,ich hätte nichts dagegen wenn noch 2-3 Kinder dazukommen würden,wenn ich mir die Form deiner Brüste so anschaue...“
„ Waaaas? Noch drei Stück? Mein Hintern hat jetzt schon die Größe von Holland.“
„Maximilian, wo hast du nur schon wieder meine Perlenohrringe verlegt!Alles verräumst du mir...ach,ich bekomme schon wieder eine Schreibblockade bei diesem heillosen Durcheinander.“
Elkes rauchige Stimme wehte bis auf den Dachboden,wo er und Marc gerade damit beschäftigt waren eine uralte,weiße Wiege mit handbemalten Ornamenten über die Wendeltreppe nach unten zu transportieren und im Wohnzimmer aufzustellen.
„ David wird sicher wie ein König in dem Ding vorkommen...unglaublich,dass er jetzt schon fast sechs Monate alt ist...“
Marc kratzte sich am Kopf und hielt sich den Rücken.
„ Ja...unglaublich...wenn ich mir vorstelle,dass ich bis vor anderthalb Jahren noch nicht mal Frau und Kind wollte...naja Gretchen schon-aber gleich heiraten und Kinder...und jetzt kann ich mir ein Leben ohne die beiden nicht mehr vorstellen,so kitschig es auch klingen mag.“
Max grinste Marc an.
„ Paris,hum...die Stadt der Liebe...hast du schon die Ringe?“
„ Woher weißt du,dass ich...“
„ Ach Marc,komm schon,bitte...du fährst mit ihr nach eurer Versöhnung nach Paris um dort shoppen zu gehen,oder wie...hälst du mich für blöd? Du willst sie heiraten.“
Marc schaute schuldbewusst aus der Wäsche.
„ Hast du es Mutter erzählt?“
Max fing an zu lachen.
„Bewahre! Natürlich nicht...Ich will nicht, dass eure Hochzeit in Gretchen´s Erinnerung als Twilightfeier bestehen bleibt. Aber was hast du denn genau geplant?“
„ Wir heiraten am 24. Ich hab ein kleines Luxusboot gemietet und wir werden eine ganz romantische Schiffsfahrt machen .“
„ In deren Verlauf euch der Kapitän dann trauen wird.“
„ Du hast es erfasst. Alles wird genauso sein,wie Gretchen es sich gewünscht hat. Ganz romantisch,im kleinen Kreis. Nur wir beide.Überall Kerzen, Rosen und ein kleines Geigenorchester- dieses ganze Kitschzeugs,das Gretchen so liebt-du weißt schon.“
Marc schüttelte den Kopf.
„ Ich hoffe, du bist nicht sauer, dass ihr nicht dabei sein könnt,aber ich verspreche,dass wir noch eine große Hochzeit in Berlin nachfeiern. Kirchlich und standesamtlich. Nur gerade jetzt habe ich das Gefühl,dass Gretchen und ich genau das tun müssen. Vielmehr, dass ich das tun muss um ihr endlich zu zeigen wie viel sie mir bedeutet.“
Max musterte seinen Sohn und zog ihn schließlich in eine feste Umarmung.
„ Mach dir keine Sorgen-David ist bei mir und Elke in den besten Händen.“ -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
20 Dezember
„ Oh Marc,ich freu mich so....nur wir beide,ohne irgendwelchen Stress.“
Gretchen und Marc saßen nach einem tränenreichen Abschied seitens Gretchen von ihrem kleinen Sohn in der großen Abflughalle vom Flughafen Berlin-Tegel.
Auf Gretchen´s Wangen standen immer noch die salzigen Tränen, aber ihre geröteten Augen blickten schon wieder fröhlich zu ihrem Freund.
„ Unser erster gemeinsamer Urlaub- kaum zu glauben...Dass ich mit Marc Meier einmal auf einen romantischen Paristrip losfliegen würde, hätte ich bis vor anderthalb Jahren auch nicht gedacht.“
„ Es gibt noch viel mehr Seiten,die du von mir nicht kennst...“
Dabei grinste Marc frech und zwinkerte Gretchen zu.
„ Oh die Seite kenn ich schon.“
„ Na, dann warte mal ab, was du heute Abend in unserer Hotelsuite alles geboten bekommst. Und ich rede nicht vom Essen, falls du jetzt darauf spekuliert hast.“, murmelte Marc.
Gretchen beugte sich über ihren großen,rosanen Koffer und küsste Marc schelmisch auf den Mund.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- „ Schatz,du bist ja ganz grün im Gesicht...geht´s dir nicht gut?“
Gretchen grinste verschlagen, da sie Marc´ s Flugangst schon am ängstlichem Blick bemrkt hatte,als beide das Flugzeug bestiegen hatten.
„ Hast du das gerade auch gespürt? Und was ist das für ein Geräusch...“
Unruhig sah Marc sich nach allen Seiten hin um...
„ Ich höre nichts.“, murmelte Gretchen lächelnd.
„ Da war etwas-ganz bestimmt.“
„ Marc, beruhige dich mal...hier ist nichts. Alles in Ordnung...meine Güte,du hast gerade wirklich starke Flugangst,oder?“
Marc lachte gespielt auf.
„ Hahaha....Iiiiiiich und Flugangst... Nie im Leben!“
„ Natürlich.“
Gretchen unterdrückte ein Grinsen und ergriff Marc´s Hand.
„ Ach mein kleiner Held...du warst schon immer so besorgt darum,dass auch ja niemand erkennt,wenn du mal Angst hast.“
„ Pfh...“
Gretchen strich sanft über Marc´s Wange und drückte einen Kuss darauf.
„Immerhin weiß ich jetzt,wie sehr du mich lieben musst,damit du freiwillig in ein Flugzeug steigst.“
Ein klitzekleiner Ruckler war im Flugzeug zu spüren und Marc sog stark die Luft ein. Sein einer Arm klammerte sich fest in die Armlehne seines Sitzes und die andere Hand drückte Gretchen´s Hand fest zusammen. Gretchen seufzte tief und lehnte ihren Kopf an Marc´s Schulter.
Eng aneinander geschmiegt verbrachten beide den Rest des Fluges. Marc war so nervös,dass er kaum bemerkte wie ihm die die blonde Stewardess laszive Blicke zuwarf. Gretchen jedoch bemerkte es sehr wohl und sandte giftige und eifersüchtige Blicke in Richtung der Größe 36,die da in ihrem kurzen Rock und dem tiefen Ausschnitt ihrer Uniform weniger wie eine Flugbegleiterin, sondern vielmehr wie ein verkanntes Topmodel aussah. Als Marc schließlich einen Blick zu seiner Freundin warf, sah er belustigt zu wie diese mit zusammengekniffenen Augen und zusammengepresstem Mund betont besitzergreifend Marcs Hand streichelte und auf ihr Knie legte. Da er sich zum ersten Mal seit sie in dieses Flugzeug gestiegen war, anfing sich zu amüsieren,winkte er die Blondine zu sich her,setzte seinen charmantesten Blick auf und zwinkerte ihr zu.
„ Hallo schöne Frau,könnte ich bitte ein Glas Orangensaft bekommen?“
Die Stewardess setzte zu Gretchen´s Missfallen ihr schönstes Zahnpastalächeln auf und sah Marc mit einem verführerischen Blick an.
Ey jetzt baggert der sie auch noch an...ich glaub´s ja nicht! Schöne Frau...das ich nicht lache! Die ist doch hundertprozentig operiert...pfh...
Mit verschränkten Armen drehte Gretchen Marc den Rücken zu,der sie amüsiert in die Seite piekste. Marc beugte sich ganz nah hinüber zu seiner Verlobten und pustete ihr ins Ohr,wobei er einen Kuss auf ihr Ohrläppchen setzte und den Duft ihrer luftigen Locken einsog.
„ Aja...merkt der Herr auch mal wieder,dass er eine Freundin hat?“
Marc grinste noch breiter.
„ Du bist so scharf,wenn du eifersüchtig bist,weißt du das?“
Seine Hand wanderte zu Gretchen´s Wange und mit einem Schwung drehte er sie wieder zu sich um.
„ Pfh... eifersüchtig...das ich nicht lache! Auf diese dürre Ziege...“
Marc´s Mundwinkel zuckten einen Moment.
„ Nein Frau Doktor...wie komme ich nur auf die Idee...du sahst gerade aus,als würdest du das arme Mädchen am liebsten ohne Fallschirm aus dem Flugzeug werfen!“
„ Ich bin mir sicher,dass ihre Silikonbrüste airodynamisch sind!“
„Ach Schatz, es ist wirklich schön anzusehen wie sehr du mir vertraust.“, murmelte Marc ein erneutes Grinsen unterdrückend.
„ Tu tust gerade so als sei meine Sorge völlig unbegründet,wenn so ein junges, abgemagertes Nachwuchsmodel an meinen Freund ranwirft...!“
„ Hm...vielleicht weil du die keine Sorgen machen musst? Zufällig schätze ich nämlich Ärsche an denen was dran ist...übrigens-du hast Recht,sie ist wirklich furchtbar dürr.“
Marc zwinkerte Gretchen zu und gab ihr einen schnellen Kuss auf den Mund.
„ Das sagst du jetzt nur um mich zu trösten,weil ich heute Morgen nicht mehr in meine Lieblingsjeans gepasst habe.“
„ Ne, eigentlich möchte ich nur nicht auf Sexentzug für die nächsten 10 Jahre gesetzt werden.“
„ Keine Sorge,wirst du nicht.“
Gretchen beugte sich über die Armlehne hinüber zu Marc und küsste ihn voller Inbrunst und Leichtigkeit auf den Mund.
„Meine Damen und Herren,bitte legen sie ihre Sicherheitsgurte um und machen sie sich bereit zur Landung.“
Seufzend brach Gretchen den Kuss ab, wischte Marc noch schnell ein wenig von ihrem Lippestift aus dem Gesicht und ergriff seine Hand,ehe das Flugzeug zur Landung ansetzte. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
„ Marc, du bist verrückt! Das muss ein Vermögen gekostet haben! Ich glaub´ s nicht! Die Vorhänge und die Möbel...Wahnsinn- das ist...“
Gretchen stand inmitten der Hotelsuite,die über und über mit einem Meer von roten Rosen und Kerzen geschmückt war.
Marc lag grinsend auf seinem Ellenbogen aufgestützt im nahezu drei Meter breiten Bett und betrachtete genüsslich die kindliche Freude seiner Verlobten. Völlig in Gedanken versunken,bemerkte er nicht,wie seine Verlobte Anlauf nahm und sich aufs Bett schlittern ließ. Verliebt schlang sie die Arme um seinen Hals und fing an seine Lippen mit zärtlichen Küssen zu bedecken. Überrascht von der Eigeninitiative seiner Freundin wehrte sich Marc nicht,als Gretchen langsam aber bestimmt anfing sein Hemd zu öffnen und seinen Gürtel aus den Hosenschlaufen zu ziehen.
„Ähhhh Hasenzahn? Wollen wir nicht mal daheim anrufen und fragen wie es unserem Sohn geht,ehe du mich mit Haut und Haaren auffrisst?“
Gretchen strich über Marc´s Haare und betrachtete seine perfekten Gesichtszüge,ehe sie seufzend erwiderte :“ Ach Marc,du machst die ganze romantische Stimmung kaputt!“
„ Nja,also romantisch?! Das war ja jetzt auch mal eher Speedboat als Loveboat!“
Gretchen legte ihren blonden Lockenschopf auf Marc´s Schulter und schaute zu der wunderschönen Stuckdecke hinauf.
„ Das liegt nur an dir!“, klagte Gretchen, „Wenn du nicht so...verdammt gut aussehen würdest...“
„ Ich wusste es! Meine inneren Werte bedeuten die rein gar nichts! Du bist nur eine von diesen oberflächlichen Tussis!“, beschwerte sich Marc lachend, „ Normalerweise sind die Frauen von meinem Charme oder meinem Doktortitel beeindruckt und meine Freundin achtet mal nur wieder auf meinen Adoniskörper.“
„ Oha Herr Doktor, vielleicht wäre es an der Zeit Sie darauf hinzuweisen,dass ich schon einige graue Strähnen an ihren Schläfen entdeckt habe.“
„Was?“
Blitzschnell setzte sich Marc auf,stolperte mit weiten Schritten zu dem gold umrahmten Spiegel und untersuchte sein makelloses Gesicht nach Anzeichen des Alters. Gretchen fing lauthals an zu lachen, wobei Marc sich erleichtert umdrehte und sich wieder zurück aufs Bett fallen ließ,wobei er sich mit beiden Händen vor Gretchen´s Körper abstützte,die mit auf dem Rücken lag.
„ Hasenzahn....das schreit nach Rache!“
„Ich wusste doch,dass du eitler Gockel natürlich gleich mal wieder nachprüfen willst ob deine Universalwaffe noch einsetzbar ist.“
Marc grinste spitzbübisch und begann Gretchen´s Hals und Dekoltee mit Küssen zu bedecken.
„ Mmh...ich glaube, wir rufen doch lieber später zu Hause an...Sicherlich...mh...ließt Mutter David gerade ihren neuen Roman vor,oder mein Vater bastelt ihm ein neues Polizeiautomobile...“
Gretchen murmelte :“ Ganz bestimmt.Kein Grund sich Sorgen zu machen.“
Beide schauten sich verliebt an . Marc strich zärtlich über Gretchen´s Wange und über ihre Lippen,ehe er einen liebevollen Kuss darauf setzte.
„Danke Mama,ja uns geht´s gut.Marc ist einfach unglaublich...du glaubst nicht was er alles organisiert hat...“
Gretchen stand nur in Marc´s gekleidet auf dem kleinen historischen Balkon ihres Hotelzimmers und sprach leise in ihr Handy, damit Marc nicht aufwachte.Gretchen hatte es nicht über sich gebracht ihren so süß schlafenden Freund zu wecken,nur weil ihre hypernervöse Mutter sich mal wieder Sorgen gemacht hatte.
„Ja, wenn ich´s dir doch sage...das ganze Hotelzimmer voll mit roten Rosen und weißen Kerzen...Ja,sogar an den Champagner hat er gedacht...und heute morgen hab ich sein Päckchen geöffnet...Mama, ein Abholschein für irgendetwas samt einer Adresse...ja einer Pariser Adresse...Ich würde zu gern wissen was er sich jetzt schon wieder ausgedacht hat...ein Vermögen...allein schon das Armband und die Perlenohrringe,die er mir geschenkt hat...geschweige denn von diesem 5* Sterne Luxushotel...ein Bad ganz aus Marmor...und ich könnte wetten,die Wasserhähne sind mit Edelsteinen besetzt...In den letzten drei Wochen gab es nicht einen Tag wo er mich nicht völlig überrascht hat...und das von Marc Meier-dem Macho schlechthin...es fühlt sich an,als würde ich ihn jeden Tag neu kennen lernen und mich jeden Tag noch mehr in ihn verlieben,auch wenn ich jeden Tag glaube,dass ich vor Glück platze...Ja Mama,ich richte ihm deine Grüße aus...und schau bitte ab und zu mal nach Max und David...und versuch doch nochmal mit Papa zu reden...es ist bald Weihnachten und ich möchte nicht wie ein Scheidungskind feiern...ja ich schreib dir eine Karte...oh Mama ist gut jetzt ...ja ich pass auf...kuss.“
Seufzend legte Gretchen auf.Das alles kam ihr vor wie ein Traum.
Leise öffnete sie die Balkontür und zwängte sich wieder hinein,wobei sie sich blitzschnell frische Klamotten schnappte und ins Bad eilte,wo sie sich kurz abduschte und noch mit halbnassen Haaren.nur mit Geldbeutel und Abholschein bewaffnet aus dem Zimmer stahl. Bevor sie aus der Tür hinausgehen wollte,hielt sie noch kurz inne,betrachtete den schlafenden Marc und drückte ihm einen Kuss auf die Wange,jedoch vorsichtig um ihn auch ja nicht zu wecken. Schnell schrieb sie ihm eine Nachricht und legte diese auf das Kopfkiseen,ehe sie sich wie eine Einbrecherin davonstahl.