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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3
happyweekend Offline

Schwesternhelferin:

Beiträge: 106

20.01.2011 20:12
#51 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Was für eine Folge gestern!Ich bin immer noch so von den Socken! Ja,also es gibt jetzt wieder mal nen neuen Teil!Viel Spaß und bitte Kommis hinterlassen!

„ Und Sie sind sich ganz sicher,dass dieses Kleid auf den Namen Marc Meier bestllt wurde?“

Ungläubig starrte Gretchen das lange,weiße Kleid an.
Es war bodenlang und einfach nur traumhaft anzusehen. Auf den ersten Blick sah es schlicht aus,doch bereits ein zweiter genauerer Blick ließ den Betrachter erkennen,
dass es sich keinstenfalls um ein gewöhnliches Kleid handelte.
Unter der Brust zierte eine Borte aus Edelsteinen den oberen Teil des Kleides .


http://www.brautkleider-online.ch/popup_...pID=139&imgID=1

„Mais oui,der junge Mann sagte schon,dass sie vermutlich gar nischt mit so eine schöne Kleid reschnen würden... er ´at genaue Anweisungen gegeben wie das Kleid auszusehen ´ätte ...er sagte,er ´abe sich nach dem besten Designer der Stadt umgehört und sich schließlich für uns entschieden...!“, zwitscherte die kleine,zierliche Verkäuferin.


„ Oh Marc,du bist ja verrückt!“

Gretchen schossen angesichts des wunderschönen Hochzeitskleides die Tränen in die Augen.

„Er hat mir nichts davon erzählt...ich dachte,er hätte die ganze Hochzeitssache vergessen.“

„ Wie hätte ich das denn vergessen können,du hast mir jahrelang mit nichts anderem in den Ohren gelegen.“

Gretchen drehte sich schnell herum und wischte sich die Tränen von den Wangen.

„Hi!“, murmelte Marc grinsend.

„ Hallo.“,flüsterte Gretchen heulend und schmiss sich augenblicklich in Marc´s Arme,wo sie in ein Schlosshundartiges Geheule ausbrach.

Marc tätschelte ihr unbeholfen den Rücken.

„Naja,also so ganz war das ja nicht die Reaktion,die ich erwartet hatte.“

Gretchen starrte Marc mit großen verheulten Augen und geröteten Wangen an und drückte ihm einen liebevollen Kuss auf den Mund. Marc konnte ihre salzigen Tränen schmecken, doch spätestens als Gretchen den Kuss löste und flüsterte: „ Ich liebe dich so sehr.“, wusste Marc,dass es weder für ihn noch für Gretchen je jemand anderen geben könnte,als den anderen. Sie waren,so kitschig es sich anhörte und auch wenn er es lange nicht hatte wahr haben wollen füreinander bestimmt.
Vorsichtig schluckte Marc schwer und gab sich Mühe nicht allzu verweichlicht zu wirken,bei dem was er nun vorhatte zu seiner zukünftigen Ehefrau zu sagen.


„ Ich dich auch,Hasenzahn.“

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„ Maaaarc...jetzt sag schon,wann du heiraten willst...und wo? Und wie läuft das alles überhaupt?“

Gretchen setzte einen Schmollmund auf und schaute mit ihren großen Veilchenaugen bettelnd zu ihrem Fast-Ehemann.

„ Nene...vergiss es...ich verrate nichts.“

Gretchen legte den Kopf schief und lächelte verführerisch.

„ Ich glaube doch...es könnte nämlich sein,dass deine Freundin sich nach männlicher Körperwärme sehnt ... allerdings,da sie ja jetzt verlobt ist und jeder weiß,dass Sex so kurz vor der Hochzeit nicht gut ist...“

„ Zwecklos... aber ich bin entsetzt wie skrupellos du meine Gefühle für dich ausnützst... ich dachte du liebst mich und dabei willst du mich auch nur wie alle anderen Frauen ins Bett bekommen.“, sprach Marc theatralisch vor sich hin und hielt sich den Handrücken an die Stirn.

Gretchen strich mit ihrem Zeigefinger über Marc´s Lippen und seinen Hals und schob schließlich ihre ganze Hand unter sein blaues Poloshirt . Sie schob ihr Gesicht ganz nah vor seines und flüsterte :“ Ganz sicher? Nur das Datum?“

Marc kostete es einiges an Überwindung die Hände seiner Freundin an den Handgelenken zu ergreifen und zurück an ihren eigenen Körper zu schieben.
Gespielt gefasst grinste Marc Gretchen an.

„An der Verführungstaktik aka.die Wie-schalte-ich-meinen-Verlobten-aus- Masche üben wir aber noch mal,Hasenzahn! Du hast es hier schließlich mit einem Akademiker zu tun und nicht mit einem 8-Klässler der Rütli-Schule.“

Gretchen verzog den Mund zu einer Schnute.

„ Und was hat der Herr Oberarzt nun vor? Meine Füße tun ja so schrecklich weh...ich glaube ich kann heute keinen Schritt mehr laufen... bei deinem Programm... Eifelturm, Notre Dame und Louvre an einem Nachmittag...“

„ Ich muss ja schließlich deine Allgemeinbildung fördern...beim momentanen Stand überholt dich David ja locker noch in der Grundschule.“

„ Haha...sehr lustig,Herr Meier.“

„Na gut, wir gehen heute Abend schick essen...“

„Wo denn?“

„ Lass dich überraschen.“

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Gretchen betrachtete sich prüfend im Spiegel. Das blaue, bodenlange Kleid umspielte ihre weiblichen Rundungen wie ein Wasserfall und ließ ihre blauen Augen besonders strahlen. Ihre blonden Locken fielen in weichen Wellen über ihre Schultern. Schließlich legte Gretchen ihre neuen saphirblauen Ohrringe (Adventskalendergeschenk von Marc) und den wunderschönen Verlobungsring an und stürmte hinaus ins große Schlafzimmer der Suite um ihren Verlobten wieder zu sehen.

Marc, der sich gerade ungeduldig aus dem Sessel erhoben hatte und durch das große Erkerfenster in den sternenklaren Nachthimmel von Paris blickte, drehte sich erst um, als ihm eine kleine Hand auf die Schulter gelegt wurde. Marc drehte sich langsam um und es blieb ihm erst einmal die Luft weg.
Sein Mund klappte auf und er sog die Luft ein.
Die wunderschöne Frau, die da vor ihm stand, war Gretchen. Noch nie hatte sie so bezaubernd für Marc ausgesehen.

„ Du...du...“, stammelte er.

Gretchen lächelte Marc fragend an und legte den Kopf schief.

„Wow... du siehst...fantastisch aus.“

Er legte den Arm um ihre Taille und gab ihr einen zärtlichen Kuss, wobei er ihr über den Rücken strich. Schließlich ließ er seine Hand dort verweilen und zog seine Verlobte in Richtung Aufzug, wo bereits der Liftboy auf beide wartete.
Marc murmelte einen französischen Satz zu dem jungen Mann und schob ihm einen Geldschein zu, woraufhin dieser den Aufzug in die vierte Etage fahren ließ und anschließend die beiden in einen kleinen Wintergarten brachte. Dort zeigte er auf einen kleinen, romantisch dekorierten Tisch in der Mitte des Raumes. Wunderschöne, exotische Blumen schmückten den ganzen Raum, ließen jedoch noch genug Raum für das atemberaubende Panoramafenster mit Rundumblick über Paris. Wie in einer Kuppel konnten Gretchen und Marc sowohl den klaren Sternenhimmel über ihnen, wie auch die leuchtenden Lichter der Stadt der Liebe betrachten.

Wie ein vollendeter Gentleman schob Marc Gretchen den Stuhl zurecht und goß ihr ein Glas Wein ein,wobei er ihr von hinten einen zärtlichen Kuss auf den Hals gab.

Gretchen, die bisher alles nur fassungslos und über alle Maßen überwältigt geschwiegen hatte, legte einen Arm um seinen Nacken und küsste ihn mit ihrer ganzen Hingabe zärtlich auf den Mund.

„Marc, das ist soooo wunderschön,ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“

„Hmmm mein Vorschlag wäre ja: Marc, du bist der attraktivste und charmanteste Oberarzt des Universums,jede Frau könnte sich glücklich schätzen, dich auch nur als Affäre zu bekommen-womit habe ich nur so einen tollen Typen verdient?!“

„ Ach Marci,ich glaube du wirst dich nie vollständig ändern. Das ist vermutlich auch genau der Grund warum ich nie von dir loskomme.“

Marc grinste.

„Das will ich ja auch mal schwer hoffen!“

„Aber wehe,du erziehst David zu genau dem gleichen Kaliber Mann!“

„Selbstbewusst, charmant, weltgewandt ?“

„ Nein, besserwisserisch, frauenfeindlich, selbstverliebt...“

Marc setzte sich auf eine Eckkante des Tisches und goss sich mit einem belustigten Lächeln einen Schluck Wein ins Glas.

„Na und wenn mein Sohn auch nur mein gutes Aussehen geerbt hat,hilft ihm das schon bei der Frauenwelt weiter...“

Gretchen stand auf und schlang die Arme um Marc´s Hüfte.

„ Ach Marc,ich denke zwei Marc Meiers wäre definitiv für die Frauen dieser Welt.“

„Vielleicht hast du Recht, Hasenzahn. Aber so ein Weichei wie Mehdi soll er ganz sicher nicht werden! “

„Maaaaaarc!“

Marc stöhnte auf.

„Na was...ist doch wahr.Der traut sich ja noch nicht mal zuzugeben,dass er auf Gaby steht.Ich hätte sie mir an seiner Stelle über die Schulter geworfen und in die nächstbeste Besenkammer gezerrt, anstatt großartig über Gefühle und so n Scheiß nachzudenken.“

Gretchen zog eine Augenbraue hoch.

„Soso...Gefühle und so n´ Scheiß. Und außerdem zerrst du ja mal hier gar niemanden in die Besenkammer außer mich...wir führen eine monogame Beziehung.“

„ Seit wann denn das?...das hättest du mir aber auch mal früher sagen können!“, sagte Marc und grinste verschlagen, nur um sich im nächsten Moment den Arm zu reiben, auf den ihm Gretchen gerade einen heftigen Hieb verpasst hatte.

„Hey!“

„ Autsch, das tat weh! Hasenzahn- keine häusliche Gewalt gegenüber Starchirurgen.“

„Naja,solange ich zu Hause der Boss bin!“

„ Bitte?“

„ Na du weißt doch- Küche und Balkon sind dein Revier!“

„Pfh, da kümmere ich mich dann doch lieber um die Kindererziehung.“

Während ihres Dialoges,waren sich die Gesichter von Marc und Gretchen immer näher gekommen, bis sich ihre Nasenspitzen fast berührten.
Schließlich beugte sich Marc noch einen Zentimeter nach vorne, zog Gretchen fest in seine Arme und gab ihr einen Hollywoodleinwandreifen Kuss.

Leidenschaftlich vergrub Gretchen die Hände in seine Haaren und strich über jede einzelne Faser seines Gesichts. Marc schob Gretchen auf den Tisch und schob ihr Kleid immer weiter nach oben,bis er endlich ein Stück ihres Oberschenkels frei gelegt hatte. Grinsend küsste er diese kleine,freizügige Stelle und fuhr mit dem Finger ein Herz auf ihrem Schenkel nach.
Gretchen strich ihm währenddessen liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schaute ihren Freund und Bald-Ehemann zärtlich an.
Ein Räuspern durchbrach die aufgeheizte Atmosphäre des kleinen Wintergartens.
Ein gut aussehender Mann im Smoking fuhr gerade einen voll geladenen Servierwagen herein. Gretchen zog schnell ihr Kleid nach unten und errötete auf der Stelle. Marc grinste und stand lässig auf um dem Kellner ein Trinkgeld zu geben. Ihm entging nicht dessen neidischer Blick,als er die blondgelockte Schönheit hinter Marc bemerkt hatte. Der junge Mann schaute interessiert zu Gretchen hinüber und zwinkerte ihr zu Marc´s Missfallen auch noch zu.

„Das wäre dann alles...Sie können dann also gehen...den Rest mach ich dann alleine...“

Der junge Kellner hörte Marc jedoch gar nicht zu,sondern tauschte immer noch hoffnungsvolle Blicke mit Gretchen,die es sich im Scherz erlaubte ihren Freund mit seiner Eifersucht ein wenig zu trietzen. Keck fuhr sie sich durch die langen blonden Locken und zwinkerte dem jungen Kerl verführerisch zu.

Marc schoss Giftpfeile auf diesen jungen Typen,der es wagte seinen Hasenzahn anzubaggern. Als der junge Mann Marc´s Blicke bemerkte,zuckte er zusammen,murmelte ein kurzes "Pardon.", verneigte sich kurz und lief dann mit schnellen Schritten Richtung Aufzug.

"Wurde ja auch Zeit...Hast du den etwa gerade angebaggert?",knurrte Marc.

"´Naja,also er war ja schon ganz niedlich."

" Ich glaub´s ja nicht..."

Gretchen stand auf,gab Marc einen kurzen Klaps auf den Po und legte dann ihren Kopf auf seine Schulter.

" Marc Meier,du verrückter Idiot... allmählich solltest du es endlich mal verstehen,dass ich dich liebe. Nur dich.."

Marc lächelte.

"Auch wenn du langsam alt wirst:", fügte Gretchen lächelnd hinzu,wofür Marc sie von oben bis unten durchzukitzeln anfing.

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Gretchen nahm sich einen großen Löffel von dem wunderbaren Nachtisch und lehnte sich anschließend genüsslich zurück in ihren Stuhl.
Marc war kurz nach draußen gegangen um einen Anruf seiner Mutter entgegenzunehmen, die um drei Uhr nachts angerufen hatte,nur um Marc´s Meinung zu ihrem neuen Romanentwurf zu hören.
Gelangweilt malte Gretchen mit dem Löffel ein Herz in den letzten Rest Mousse au Chocolat...
Das Essen war einfach fantastisch gewesen: der feinste Hummer, der zarteste Fisch, das knackigste Gemüse, selbstgemachte Teigwaren, den cremigsten Nachtisch...Marc hatte ja wirklich etwas aufgefahren.

Gretchen lächelte verliebt vor sich hin. Marc Meier war ihr zukünftiger Ehemann. Sie hatten es tatsächlich geschafft Marc´s Angst vor Beziehungen in Staub zu zerbröseln.

Marc kam wie auf Zehenspitzen leise zur Tür herein und schlich sich unbemerkt hinter die wartende Schönheit.
Sanft strich er die blonden Locken auf eine Seite des Halses und ließ eine wunderschöne, diamantene Halskette in Schlüsselform um ihren schmalen Hals gleiten.

Überrascht hob Gretchen den glitzernden Schlüssel nach oben und besah die feine Gravur an seiner Unterseite.

Nur du trägst den Schlüssel zu meinem Herzen. In Liebe, Marc.

Eine Träne der Rührung floß Gretchen die Wange herab,die Marc mit einer sanften Berührung wegstrich.
Sie wurde von Marc auf dessen Schoß gezogen,wo sie sich in seine Arme gleiten ließ und einem innigen Kuss hingab.
Ohne weitere Worte,die es nebenbei bemerkt auch gar nicht gebraucht hatte, genoß das zukünftige Ehepaar Meier ihre bereits vorgezogenen Flitterwochen.

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22.Dezember

Marc stieß eine letzte Rauchblase aus, ehe er sich heimlich umsah und diese dann im Blumentopf zerdrückte. Er wusste,
dass Gretchen es nicht gerne sah,wenn er sich eine Raucherpause gönnte. Eigentlich hatte er ihr ja weiß gemacht,dass er mit dem Rauchen aufgehört hatte,aber jetzt,wo er fernab von zu Hause sah es Marc als Luxus an, sich eine kleine Zigarette zu gönnen. Zuhause hatte er sich selbst auferlegt, auf sämtliche Zigaretten zu verzichten um den kleinen David nicht zu gefärden.

Hastig zog Marc seinen Pfefferminzspray aus der Tasche und erfrischte seinen Atem.
Von hinten schloß sich eine Hand um seinen Hals und drehte Marc zärtlich herum.
Gretchen stand mit zerzausten Haaren und nur mit ihrem lilanen Morgenmantel bekleidet vor ihm.

„Äh Hasenzahn,ich weiß ja,dass du nicht unbedingt von der schnellen Truppe bist,aber soweit ich weiß ist der Frühling noch nicht ausgebrochen... warum zum Teufel läufst du hier rum,als ob Hochsommer wäre?“

„ Ich wollte meinem wunderbaren Verlobten einen schönen guten Morgen wünschen und ihn daran erinnern,dass er mir versprochen hatte keine einzige Zigarette mehr anzufassen.“

„ Ich rauche doch gar nicht.“

Gretchen legte beide Arme um Marc´s Körper und tat so als wollte sie sich an ihn kuscheln. Doch stattdessen fischte sie mit einem verschlagenen Grinsen eine Zigarettenschachtel aus Marc´s Manteltasche.

„Ok ertappt...aber es war nur eine einzige. Eine winzig kleine...ich hab ja gar nicht richtig dran gezogen. Ich hab nur daran genippt... einen ganz klitzekleinen Zug.“

Marc setzte sein charmantestes Lächeln auf und legte seine beiden Hände auf Gretchen´s Taille und zog sie unter seinen Mantel,den er um beide schloss.

„ Hm...selbst wenn ich wollte,könnte ich dir sowieso nicht richtig böse sein... aber das Rauchen gewöhnst du dir ganz schnell wieder ab...!“

Marc grinste,überkreuzte die Finger und hielt sie in die Höhe.

„Du bist unmöglich,Marc Meier...was heirate ich da nur für einen Vollidioten!“

„ Naja, also ehrlich Hasenzahn-allmählich hast du ja wirklich alle Arten von Männern durch: Untreue,Betrüger;Weicheier...es war ja Zeit,dass mal ein richtiger Mann in dein Leben tritt.“

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Marc: Wir wissen doch Beide, dass Gretchen Probleme hat ihre Gefühle richtig zu deuten. Du kannst ihr ein Knöllchen an die Windschutzscheibe packen und sie interpretiert das als Heiratsantrag.
Alexis: Willst du aufs Maul??
Marc: Stopfs mir doch mit T-Aktien du neureiches Arschloch!!

happyweekend Offline

Schwesternhelferin:

Beiträge: 106

02.02.2011 23:31
#52 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Neuer Teil, Kommis wären super!!!


„Ah ja…und der bist du?“

Marc runzelte die Stirn.

„Na, wer denn sonst? Du hast mit deinen Männergeschichten ja schon das ganze Elisabethkrankenhaus durch… !“

„ Ich könnte mich ja mal nochmal in der Charite umsehen.“
„ Untersteh dich,Weib!“


Marc zog Gretchen an ihrem Mantelkragen zu sich her und legte beide Hände um ihre Taille. Seine linke Hand strich Gretchens Rückgrad sanft hinauf und hinunter, während die rechte Hand sich langsam zu der Schleife auf Gretchens Taille hintaste,die den Mantel noch zusammenhielt. Mit einem schelmischen Grinsen zog Marc an einem Schleifenende. Hektisch blickte Gretchen sich nach alle Seiten hin um und versuchte panisch Marc´s Hand zur Seite zu schieben.

„ Schaaaaaatz, wir sind hier nicht zu Hause…Marc, jetzt hör doch mal auf,du machst mich ganz wuschig…Wirst du jetzt wohl mal…“

Marc grinste noch breiter sein Lausbubenlächeln und fing an Gretchen´s Dekoltee mit Küssen zu bedecken. Ohne Vorwarenung packte er seine Verlobte,zog sie in seine sanften Arme und hob sich hoch. Gretchen der von jetzt auf nacher die Beine weggezogen wurden,stieß einen panischen Schrei aus und zappelte mit den Füßen.

„ Hasenzahn,jetzt entspann dich doch mal und zappel hier nicht so rum wie ein angeschossenes Wildschwein. Wibei…eigentlich hat´s ja auch was, wenn sie sich zieren.“

Ein breites Grinsen huschte über Marc´s Gesicht. Gretchen verpasste ihm einen leichten Hieb gegen den Arm,den er nur mit einem Lachen quittierte. Sanft ließ Marc Gretchen aufs Bett herab , wobei er über ihr verharren blieb und sie eingehend musterte.

„Was machst du nur mit mir…?“, murmelte er,wobei er die Konturen ihrer Lippen mit dem Zeigefinger nachfuhr.

„Was meinst du?“

Gretchen zog Marc an seinem Hemdkragen neben sich,wobei beide nun eingehend die wunderschöne Stuckdecke betrachteten.

Gretchen ergriff Marc´s Hand und legte sie auf ihr Herz. Beide drehten ihr Gesicht gleichzeitig zur Seite,so dass sie sich tief in die Augen blickten.
Marc hob seine linke Hand und strich Gretchen liebevoll eine Strähne aus dem Gesicht. Gretchen schloss die Augen und genoss die sanfte Berührung seiner Fingerspitzen, die über ihre glatte Haut strichen. So viele Gedanken schossen ihr in diesem Moment durch den Kopf. Wie vollkommen er doch war-ihr Prinz….der sie mehr als einmal gerettet hatte und den sie liebte wie er war. Mit all seinen Fehlern war er und das würde er auch immer sein, der Mann ihres Lebens.

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„Oah Hasenzahn… nichts anfassen… wenn du was kaputt machst und ich es bezahlen muss,mach dich schonmal für eine heiße Runde Versöhnungssex warm.“

„Marc!“


„Ach jetzt sei doch nicht wieder so verklemmt. Mal ehrlich…mit deinem mickrigen Assistentengehalt musst du ein Jahr arbeiten und kannst dir gerade mal einen von den Dingern da leisten.“

Verträumt strich Gretchen über den silbern glänzenden Kerzenleuchter.

„Oh ja…ein Glück habe ich so einen spendablen und gut verdienenden Freund.“, murmelte Gretchen und zwinkerte Marc zu.

„ Naja,also dafür müsste aber auch eine kleine Gegenleistung fällig sein.“

Marc grinste und stellte sich ganz nah hinter seine Freundin,wobei er seine beiden Hände auf ihre Taille legte und unter ihr rotes Shirt legte.

Aufreizend rieb er seinen Körper an ihrem,wobei er sich jedoch immer wieder nach alle Seiten versicherte,dass die Luft rein war.

„Meinst du das ist echtes Gold?“

Gretchen zeigte auf ein goldnes Tintenfass, samt vergoldetem Federkiel auf einem edlen Ebenholzschreibtisch.
Marc stoppte in seiner Bewegung und schaute Gretchen fassungslos an.

„Ähhhhh Hasenzahn???Ich mach dich gerade an und du ….du….du…“

„Ach Marci…“

„Marc.“
Gretchen lächelte und schlang die Arme um seinen Hals.

„ Oach Schatz,jetzt sei nicht gleich beleidigt….ich träume doch nur schon wieder… du kennst doch mein Faible für Glitzer.“

Marc seufzte und strich Gretchen eine Locke aus dem Gesicht.

„ Du warst schon als Kind so eine Träumerin.“

Gretchen lächelte. Verliebt blickte sie ihrem Prinzen in die Augen.

„Aber Träume werden manchmal wahr, Marc.“

Schwärmerisch verzog Gretchen das Gesicht und lehnt ihren Kopf an Marc´s Schulter, wobei sie in einen tiefen Tagtraum versank.

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Gretchen stand vor dem vergoldeten Spiegel und betrachtete ihr Spiegelbild. Das lange rote Barockkleid umhüllte sie wie eine Prinzessin aus einem Märchen.Unruhig sah sie sich um….wo war Marc?Gerade eben noch war sie doch noch gegen seine Schulter gelehnt….

Ein Klopfen riss Gretchen aus ihrem Verwirrtheitszustand. Ein junges Mädchen in einem langen blauen Abendkleid trat ein. Sie trug in den Händen eine graue Perücke,die sie mit einem schüchternen Knicks auf Gretchen´s Haupt bettete.

„Verehrte Herrin… dies soll ich Ihnen von seiner königlichen Hoheit überreichen. Er freut sich schon sehr das neue Kleid an Euch bewundern zu dürfen.“

Perplex starrte Gretchen die Zofe an und folgte ihr schließlich zögernd in einen lärmenden Ballsaal in dem bereits mehrere Ballgäste tanzten. Eine Fanfare ertönte und die Musik verstummte. Demütig senkten die Tänzer ihre Blicke,wobei die Damen in einem tiefen Knicks und die Herren in einer tiefen Verbeugung im Spalier standen,durch den Gretchen so anmutig wie möglich zu schreiten versuchte.
Bewundernd folgten ihr die Blicke der Männer,was viele der anwesenden Frauen vor Neid erblassen ließ. Gretchen folgte dem Spalier und kam schon bald zu einem kleinen Pavillion, in dem ein junger Mann mit dem Rücken zu ihr stand. Kalt flossen die Schweißperlen über Gretchen´s Rücken. Obwohl der junge Mann ihr den Rücken zudrehte,war ihr auf der Stelle klar,dass es sich bei dem breitschultrigen Mann nur um Marc….ihren Marc handeln konnte.
Alle Fasern ihres Körpers zogen sich zusammen, als dieser sich umdrehte und sie mit einer Hähnchenkeule zu sich her winkte.Es war nicht Marc,der ihren Traum gestürmt hatte,sondern Alexis,der mit seinem gewohnten überheblichen Lächeln über die anwesenden Gäste urteilte.

„Baroness…wie wunderschön Ihr heute ausseht…das Kleid schmeichelt Euch.“

Ohne Vorwarnung begann er Gretchen´s Arm der ganzen Länge nach abzuküssen wobei er Fettflecken auf ihrer Haut hinterließ. Angewidert war Gretchen versucht ihm die Hand zu entziehen,doch ein lautes Geräusch ließ alle Anwesenden auf der Stelle innehalten.

Der ganze Buffettisch war zusammengestürzt und zwischen dem ganzen am Boden verteilten Essen saß ein ziemlich verdutzt aussehender Marc Meier,der über und über mit Torte verschmiert dasaß.

Er trug seinen weißen Arztkittel und das Stetoskop um den Hals geschlungen,doch mit einem flinken Ruck stand er auf und zog aus der Innentasche seines Mantels ein langes,silbern blinkendes Schwert.

„Gib dir keine Mühe sie beeindrucken zu wollen….gegen mich hast du keine Chance…sie gehört mir allein! “

Marc hob die Spitze seines Schwertes an Alexis´ Gurgel und schlang seinen freien,linken Arm um Gretchen´s Taille. Marc setzte zu einem filmreifen Kuss an und balnmcierte seine Prinzessin über die Schulter nach draußen, wobei er sein Schwert jedoch weiterhin gezückt hielt.
Die Lichter um sie herum verschwammen und das letzte was Gretchen sah,waren die grünen Augen ihres Beschützers,der sie ins Gras bettete und seine zarten Lippen auf ihre eigenen drückte.

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Gretchen schlug die Augen auf und tauchte sofort wieder in das Meer grüner Wellen,die ihr Herz zum Schmelzen brachten.

„Sag mal,beobachtest du mich immer wenn ich schlafe?“, murmelte Gretchen verschlafen.

„ Ach Hasenzahn,ich finde es nur immer so interessant was du mir erzählst wenn du schläfst.“

Gretchen schlug sich mit der Hand aufs Gesicht und schüttelte peinlich berührt den Kopf. Die ganze Nacht hatte sie von Marc geträumt. Von ihrer gemeinsamen Hochzeit und ihrer Zukunft,die so offen wie alles andere war.

„Hey,ich träume ja auch die ganze Nacht nur von dir…naja gut,manchmal träume ich auch vom Chefarztposten,aber…“

„Marc…auch auf die Gefahr hin, dass ich mich total blamiere,aber was hab ich gesagt?“

Marc grinste und zog lächelnd seine Augenbrauen nach oben.

„ Das würdest du jetzt gerne wissen…sag ich dir aber nicht.“
„Maaaaaarc.“
„Gott wär mir lieber.“

Gretchen verschränkte die Arme und starrte an die Decke.

„ Du hast die ganze Zeit unsere Namen runtergerasselt. Marc und Gretchen Meier-Haase war die schlimmste Konstellation…nicht dein Ernst? Ich will nicht den Namen eines Karotten-knabbernden Nagetiers tragen! Wie sollen mich die Leute denn da noch Ernst nehmen?“

„Äh ich heiße auch Haase?“
„ Dich nimmt ja auch keiner Ernst.“

Gretchen ergriff ein Kissen und zog es Marc scherzhaft über den Kopf.Dieser ließ das jedoch nicht auf sich sitzen und kletterte auf seine Freundin,wobei er mit seinen Armen ihre beiden Handgelenke umklammerte und sie wie in einem Käfig festnagelte.

„Gretchen Meier! Das klingt!“,murmelte er leise vor sich hin,ehe er begann Gretchen´s Bauch mit Küssen zu besäen.

„Gretchen Haase passt viel besser…David Haase…David Meier-Haase…David Meier…“

„Ganz eindeutig Punktsieg für Meier.“

„Hm vielleicht hast du Recht.“

Genüsslich schloss Gretchen die Augen. Erst das Vibrieren ihres Handys riss Gretchen aus ihren Gedanken.

„Nicht rangehen… !“

Gretchen lächelte bedauernd,während Marc stöhnend den Kopf in den Nacken warf.
„ Haase.“


Eine rauchige Stimme meldete sich am Telefon,die jedoch in einen heftigen Hustenanfall ausbrach sobald sie mit einem Krächzen ihren Namen hervorgepresst hatte.
„ Elke Fisher.“
Gretchen zuckte zusammen.

„Frau Fisher…. ….wieso rufen Sie….ich meine Marc doch sein eignes Handy dabei.“

Marc erstarrte neben Gretchen zu einer Marmorstatue.

„ Olivier interessiert mich im Moment nicht… es geht um Ihren Sohn.“

„ Äh…David? Was ist mit ihm. Gibt es Schwierigkeiten?“
Marc horchte auf und setzte sich kerzengerade aufrecht hin. Er streckte seinen Kopf ganz nah an Gretchens´ um die Stimme seiner Mutter auch durch den Kopfhörer zu vernehmen.

„ Nein,nein… alles in Ordnung. Es geht ihm wunderbar… heute wird er seine erste Elke Fisher- Lesung bekommen… er wird das neue Titelbild meines Romans sein… ´ Dr. Rogelt und die Wirren der Liebe´. Dr. Rogelt bekommt einen Sohn…“

Marc unterdrückte ein lautes Lachen und zuckte nur mit den Schultern,als Gretchen ihn verwirrt anblickte.

„Äh ja, also….Sie wollen ihn also fotografieren lassen…“

„ Nun ja….Maximilian…gib das Handy her….Maximilian!“
„Gretchen?“
Die Stimme von Marc´s Vater ertönte durch den Lautsprecher
„Max…“
„ Es tut mir so leid… ich weiß nicht wie das passieren konnte… und Elke nimmt das alles mal wieder gar nicht Ernst…“
„ Maximilian!“, rief Elke im Hintergrund.
„David… ich hätte es verhindern müssen…es tut mir soooo leid…bitte seid nicht sauer auf mich…“
Marc riss Gretchen den Hörer aus der Hand.
„Hallo…Papa, was ist los…???!!“


Während Marc das Handy fest an sein Ohr drückte und hektisch im Zimmer umherschritt,gelang es Gretchen nur einzelne Wortfetzen zu erhaschen.

„ Wie…ein Fotoshooting mitten im Winter…habt ihr den Arsch offen? Er ist ein halbes Jahr alt und ihr zieht ihn mitten im Winter den halben Tag für ein dämliches Fotoshooting durch die Gegend??? Im Strampelanzug bei -10 Grad…wir kommen sofort heim…ja,ich bin sehr sauer… wir reden noch,da kannst du deinen Arsch drauf wetten.“

Entnervt tippte Marc auf die Oberfläche des Touchscreenhandys und ließ sich aufs Bett fallen.

„Gretchen…es tut mir so leid…aber wir müssen sofort abreisen…der Kleine hat sich eine Lungenentzündung eingefangen.“

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Im Flugzeug:

Missmutig starrte Marc aus dem Fenster.Gretchen strich über seine Wange und schmiegte sich ganz eng an seinen Arm.


„Marc,das ist doch alles nicht so schlimm… diese zwei Tage in Paris waren einfach traumhaft… DU warst traumhaft! Wir haben so viel gesehen,so viel erlebt… es gibt keinen Grund enttäuscht zu sein…“

„ Darum geht´s doch überhaupt nicht! Du verstehst das nicht.“
„Dann erklär´s mir.“
„ Es war alles vorbeitet…die ganze Hochzeit… das Schiff, die Geigenspieler,500 rote Rosen,das Restaurant,die Hochzeitssuite,das Feuerwek und das Kleid…alles war organisiert… und meine Eltern setzten das Leben unseres Sohnes leichtfertig aufs Spiel und vermiesen uns zu guter Letzt auch noch die Hochzeit!“
Gretchen klappte der Mund auf.
„ Du wolltest mich in Paris heiraten?“
„Ohhhh Hasenzaaaaaahn! Ja verdammt…am 24.“

„Eine Schiffshochzeit? Nur wir beide? Marc….oh mein Gott…“
Gretchen schaute ihren Freund gerührt an und legte ihre Hand auf seinen Arm.

„ Ich bin so sauer! Mir ist es sogar egal,dass ich ein paar Tausend Meter über dem Erdboden bin.“
„Ach Marc.“
Gretchen kuschelte sich ganz eng an Marc heran und lehnte ihren Kopf auf seine Schulter.

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Marc war nach dem kurzen Gespräch mit seinen und Gretchens´ Eltern verärgert zur Haustür hinausgestürmt und hatte die Tür verärgert zugeknallt.
Gretchen schlich ihm besänftigend nach und legte ihre kleine Hand auf Marc´s Schulter,der sich gerade aus Frust eine Zigarette anzünden wollte.

„ Nanana…das lassen wir aber mal schön bleiben,Herr Doktor.“

Marc achtete gar nicht auf Gretchen und ließ sich bereitwillig die Zigarette aus der Hand nehmen.

„Die haben uns eiskalt gelinkt…mein eigner Vater hast mich gelinkt…die spielen uns hier vor,dass unser Sohn schwer krank ist,nur damit wir nicht ohne sie heiraten…die haben doch nen Knall!“

Gretchen strich Marc über die Wange und legte seinen Arm um ihre Schulter,wobei sie auf seinen Handrücken einen Kuss drückte.
„Vielleicht hat es auch sein gutes.“

Marc schaute sie verdutzt an.

„Muss ich das jetzt verstehen? Ähm…Hasenzahn,das ist jetzt die dritte Hochzeit die geplatzt ist und du bist immer noch guten Mutes unter die Haube zu kommen?“

„Marc,sieh es doch mal positiv. Hätten wir wirklich ohne unsere Eltern heiraten wollen,ohne unsere Freunde und noch viel wichtiger:ohne unseren Sohn? Marc,ich fand deine Idee einfach superromantisch…nur wir beide… aber wir sind nicht nur Marc Meier und Gretchen Haase,sondern wir sind auch Eltern und Kinder und Freunde.“

„ Gretchen,mit der Hochzeit in Paris wollte ich genau das verhindern,was jetzt mal wieder passiert ist : Sie mischen sich mal wieder in alles ein… ich meine,gut du bist das vermutlich gewöhnt…, aber einmal wollte ich,dass wir mal nur an uns denken. Ich möchte keine Hochzeit mit farblich abgestimmten Tischkärtchen und rosanen Hochzeitsgeschenken. Ich hab natürlich nicht so viel Ahnung vom heiraten wie du,aber eigentlich sollte es doch primär darum gehen, dass wir heiraten,weil wir uns….na dings,du weißt schon….na lieben und so Zeug.“
Marc scharrte unruhig mit den Füßen und setzte sich schließlich auf die oberste Treppenstufe.

„ Es ist mir egal wie wir heiraten,hauptsache ich steh nicht allein vorm Altar.“

Marc legte den Kopf schief.

„ Puh,also noch kann ich mich ja umentscheiden… so eine wilde Ehe hat ja auch ihre Vorteile.“

Gretchen riss entsetzt die Augen auf.

„Irgendwie macht mich das ja extrem scharf,wenn wir wieder mal nach den christlichen Moralvorstellungen sündigen.“, murmelte Marc,wobei er den Stoff von Gretchen´s linker Schulter strich und einen sanften Kuss darauf setzte, „Außerdem schau dir mal David an! Als uneheliches Kind geboren und trotzdem ein solcher Prachtkerl.Spricht eigentlich gegen die Ehe.“

„Maaaaarc!“

„Schon gut, schon gut… glaubst du,ich hätte Unsummen für unser kleines französisches Abenteuer ausgegeben, wenn ich dich nicht wirklich hätte heiraten wollen?“

Er strich Gretchen eine Locke aus dem Gesicht und zig sie näher zu sich heran.

„Wir heiraten am schnellstmöglichen Termin, Hasenzahn-das verspreche ich dir!“

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Schwesternhelferin:

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22.02.2011 22:28
#53 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Neuer Teil,viel Spaß!Und bitte schreibt mal wieder Kommis!

4. Januar

„Ich hab dir doch schon dutzendmal erklärt,dass da nichts mehr ist,verdammt nochmal!“
Mehdi hatte wild gestikulierend mit den Händen in der Luft herumgewedelt,während Gaby mit der Patientenakte vor der Brust mit herausforderndem Blick vor ihm stand.

„Und ICH, Dr. Kaan habe IHNEN schon dutzendmal erklärt, dass Sie mir keinerlei Rechenschaft schuldig sind. Sie können tun und lassen was Sie wollen.“
„ Ach ja?“

Mit schnellem Schritt stand Mehdi auf und ging auf Gaby zu. Diese wich vor ihm zurück und stieß schließlich gegen die Wand des Büros. Als sie rechts zur Türe hinaus flüchten wollte,wurde sie von Mehdi´s ausgestrecktem Arm aufgehalten. Mit seinen Armen nagelte er sie sozusagen an der Wand fest.

„Was wird das jetzt,wenn´s fertig ist?“
Mehdi hab Gaby´s Kinn mit seiner rechten Hand hoch und musterte die feinen,ebenmäßigen Gesichtszüge der jungen Krankenschwester.

„Dr. Kaan,ich wäre Ihnen sehr dankbar,wenn Sie mich loslassen würden,es gibt noch eine Menge zu erledigen und ich…“

Mehdi drückte einen sanften Kuss auf den geöffneten Mund der jungen Frau. Ihr anfänglicher Widerstand erlosch und sie erwiderte den Kuss des Gynäkologen.
Für einen kurzen Moment schien es,als hätten sich alle Missverständnisse der beiden in diesem einen magischen Kuss in Luft aufgelöst…aber auch nur für einen Augenblick. Gaby riss sich los,hob ihre Rechte und verpasste Mehdi eine Ohrfeige,ehe sie heulend aus dem Zimmer stürmte und die Tür hinter sich zuknallte.
„So viel zum Klischee,dass Gynäkologen Frauernversteher sind.“, murmelte Mehdi und hielt sich die brennende Wange.
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„Sie hat mir einfach eine geknallt. Ich weiß ja,dass sie manchmal nicht ganz einfach ist,aber momentan ist sie wirklich…wie kommt sie nur darauf,dass ich noch an Gretchen hänge.“

„ Tust du nicht?“
Marc sah von seiner Lasagne auf.

Mehdi warf entnervt den Kopf in den Nacken.

„Na komm schon,so ganz grundlos stelle ich die Frage nicht. Mal ehrlich,wenn ich nicht da wäre und sie Single wäre…na…also ich glaube nicht,dass du da zurückstecken würdest.“

Mehdi schaute sich nach alle Richtungen in der Krankenhauscafeteria um.

„ So ein Quatsch. Schwachsinn. Du glaubst doch nicht im Ernst,dass ich…“

Er verstummte. Nicht besonders von sich selbst überzeugt fügte er an :“ Also mal rein hypothetisch…“

Marc lehnte sich in seinem Stuhl vor und nahm einen Löffel Pudding in den Mund.

„Ja, ich höre.“

„ Nur mal angenommen,sie wäre nicht,wenn auch aus mir unerfindlichen Gründen nur in dich verschossen und mal angenommen ich würde keine Beziehung damit zerstören…“
„ Würdest du sie gern bumsen wollen.“, führte Marc den Satz zu Ende.
„Nein,bestünde die Möglichkeit,dass ich…naja…dass wir…eine gemeinsame Zukunft hätten.“
„Oh mein Gott.“

Marc hielt sich die Hand vor den Mund.

„Boah Mehdi…wie lange willst du ihr denn noch hinterhertrauern…? Sie ist so gut wie verheiratet….mit mir,im Übrigen.“

Marc sandte Mehdi einen drohenden Blick.

„Ich trauere ihr doch gar nicht hinterher…ich meine doch nur,dass ich nach wie vor denke,dass wir etwas besonderes hatten…der Sex war einfach…unglaublich….und alles mit ihr war soooo intensiv.“
Marc räusperte sich.

„Mehdi,ich sag dir jetzt mal was… Es gibt Themen über die redet man nicht mit dem neuen Freund der Ex… zumindest nicht,wenn man keinen Nasenbeinbruch haben möchte. Also, erspar mir Details aus deinem und Hasenzahns´ Sexleben.“

„Oah Marc,ich muss dir doch hoffentlich nicht erst sagen was für eine tolle Frau sie ist. Ich meine, sie ist warmherzig und ehrlich und treu und…“

„ Süß.“

Marc hatte mittlerweile einen Silberblick aufgesetzt und sah vor seinem inneren Auge das Bild seines Hasenzahns.

Mehdi schaute ihn irritiert an,während Marc sich wieder zu sammeln versuchte und sich räusperte.

„Sie sieht wahnsinnig toll aus…Ich meine allein die Haare…ein Traum!Du hast echt Glück,Meier.“

„Naja… .“ ,grinste Marc, „ Manchmal treibt sie mich in den Wahnsinn…sie ist neurotisch und zickig und unberechenbar. Und ihre Tollpatschigkeit ist wirklich unleugbar. Außerdem wird sie ständig grundlos eifersüchtig .“

„Grundlos?“

Marc wurde rot.

„Mehdi,ich sag dir das jetzt im Vertrauen…und wehe du erzählst Hasenzahn davon. Ich habe seit wir zusammen sind,nicht einmal daran gedacht wie es wäre mit einer anderen zu bumsen; ich schau nicht mal mehr hübschen Frauen nach!…nachts träume ich nicht mehr von Gisele Bündchen , sondern von Hasenzahn…und das schlimmste ist,dass sich das alles total richtig anfühlt. Als ob wir wirklich….boah ich kann das jetzt nicht sagen…“

„Zusammengehören?“

Marc nickte.

„Nicht mal mehr ´nen Porno kann ich mir reinziehen. Sofort habe ich ein schlechtes Gewissen und ekel mich vor mir selber. Siehst du wie krank ich eigentlich bin?“
„ Nicht krank,Meier…verknallt. Über beide Ohren.“

Marc grinste und legte seinen Kopf auf seine verschränkten Arme.

„Und was jetzt? Also mit Gaby? Also nur mal so nebenbei…Hasenzahn ist tabu für dich! Wenn ich mitbekomme,dass du Aas ihr nachstellst oder irgendwelche Annäherungsversuche startest,dann…!“

„Ja dann?“
Marc schluckte. Mehdi lächelte.
„Deine Drohungen waren auch schon mal beeindruckender,Meier.“

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Gretchen brach ein großes Stück von ihrem Schokomuffin an und schlang ihn genüsslich hinunter, während sie in ihrem Facharztbuch ziellos hin- und herblätterte.



„Das wird doch nie was.“, murmelte sie unzufrieden vor sich hin.

Ein Krümel flog auf die Seite,den sie unwirsch wegstrich.

„Na Haase…wieder zurück in der Realität angelangt,nachdem Sie von ihrem Machochirurgen nach Paris abgeschleppt wurden?“

„Frau Dr. Hassmann.“, entgegnete Gretchen entnervt.

Maria nahm Gretchen unwirsch das Buch aus der Hand und las den Buchrücken.

„Na Ihr Charmeur kann Ihnen da doch sicher helfen. So lange ist das alles bei ihm ja auch noch nicht her.“

„ Frau Dr. Hassmann, sind Sie manchmal eigentlich nicht auch ein wenig überfordert? Ich meine der Job,Kind,Haushalt,Weiterbildungen,die unregelmäßigen Arbeitszeiten…“
Maria schnappte sich den Rest von Gretchen´s Muffin und biss hinein.

„Haase,Sie überlegen jetzt aber nicht ernsthaft das Ganze sausen zu lassen und irgendwo eine langweilige Allgemeinmedizinerpraxis aufzumachen?“
Gretchen schüttelte entschieden den Kopf.

„Nein,aber…ach ich weiß auch nicht. Marc meint,ich spinne,dass ich mir dauernd solche Sorgen mache…Aber im Gegensatz zu ihm bin ich einfach zu wenig ehrgeizig.“

Maria lehnte sich im Stuhl zurück und warf den Kopf in den Nacken.

„Vielleicht täte es Ihnen auch einfach gut, wenn Sie mal die Abteilung wechseln würden. Nichts gegen das Gespann Meier/Haase,aber manchmal habe ich so das Gefühl, Sie sind mehr mit den Augen Ihres Kollegen als mit dem Patienten beschäftigt sind . Merken Sie sich eines,Haase : Es ist schlecht,sehr schlecht,wenn man von einem Mann abhängig ist. Ich spreche aus Erfahrung.“

„Und was soll ich jetzt tun?“
Maria verdrehte die Augen.

„ Na,Ihnen ist auch nicht zu helfen… Oah Haase…es reicht doch,wenn Sie Ihren dicken Hintern ins selbe Bett mit Meier quetschen,da müssen Sie doch nicht auch noch bei der Arbeit aneinanderkleben.“

Gretchen stützte die Hand auf dem Tisch ab und schloss für einen Moment die Augen.
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„Und hast du schon mit ihm darüber geredet?“

Franz sah aus dem Fenster hinaus.

„Ähm nein…Papa,ich weiß nicht,aber ich glaube Frau Dr. Hassmann hat Recht. Seit ich mit Marc zusammen bin…ich kann es schlecht beschreiben,aber ich bin nicht konzentriert…Du weißt doch wie das ist,wenn man verliebt ist. Natürlich habe ich nur noch Augen für ihn.“

„Soll ich mit ihm reden?“

„Nein Papa,das muss ich selber tun…und zwar so,dass er nicht gleich beleidigt ist. Es geht mir in erster Linie darum was du denkst.“

„ Kälbchen,Fakt ist,dass Meier der beste Chirurg im EKH ist. Er ist kompetent,fleißig,zielstrebig…“

„Papa,ich habe jetzt fast 2 Jahre mit ihm zusammengearbeitet,ich weiß wie gut er ist.“

„Er ist der beste Oberarzt,den wir haben und ich glaube,dass du von ihm am meisten lernen kannst,wenn du dich auf das fachliche beschränkst.“

„ Jaaaa,aber genau das funktioniert nicht. Nur wie soll ich das Marc erklären…? Er wird immer so schnell beleidigt,wenn er das Gefühl hat,ich
schenke ihm zu wenig Aufmerksamkeit.“

„Ach Kälbchen…das wird weder euer erster noch euer letzter Streit sein. Sobald ihr beide erst mal verheiratet seid,bestimmen Streit und Ärger euren Alltag.“

„Oach Papa,ich mag es nicht,wenn du so abfällig über die Ehe sprichst… ich glaub eben daran,dass das zwischen Marc und mir etwas besonderes ist…nur weil du und Mama wieder mal streitet…“
„ Wir streiten nicht.Wir reden erst gar nicht miteinander.“, bemerkte Franz trocken.
Gretchen verdrehte die Augen und machte sich auf um ihren kleinen Sohn im Krankenhauskindergarten zu besuchen.
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Marc unterhielt sich gerade angeregt mit den drei netten,jungen Kindergärtnerinnen,die im Krankenhauskindergarten/- tagesstätte arbeiteten.

„Dr. Meier,ihr Sohn ist wirklich ein Schatz. So ein liebes und ruhiges Kind!“, flötete die jüngste von ihnen,Carolin.

„Oh ja…ein so umgänglicher und unkomplizierter Charakter.“, fügte Sophie, eine brünette Schönheit an.

„Na von der Mutter hat er das unkomplizierte Wesen sicher nicht. Meine Frau ist nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln für mich.“

Gretchen horchte auf.

Hat er gerade ´ meine Frau´ gesagt? Och wie süß!!!

Zum Entzücken der beiden Kindergärtnerinnen legte Gretchen von hinten den Arm auf Marc´s Schulter und begrüßte ihn mit einem Wangenkuss.

„Ach wie schön ihr beide zusammenpasst!“, fügte die dritte der Kindergärtnerinnen, Doris Schnippel an, „ Marc, ich wusste schon damals, dass aus
dem kleinen Frechdachs mal ein richtiger Mann werden würde.“

Nervös grinste Marc seine ehemalige Kindergärtnerin an und legte den Arm um die Taille seiner Freundin.

„Wissen Sie,Gretchen Marc war schon immer so ein süßes Herzchen. Die Mädchen haben ihn immer so übel getrietzt und Marc war immer so geduldig. Er hat mir als Kind immer Blümchen gepflückt und mir dann geschenkt…so ein liebes Kind…Und David sieht ihm ja auch so ähnlich. Die selben grünen Augen, das selbe Lächeln, die selben Haare sogar der gleiche Gesichtsausdruck.“
Gretchen grinste Marc an.

„ Soso,Marc wurde als Kind von Mädchen getrietzt… das kann man sich ja kaum vorstellen.“
„ Oh ja…sie haben ihn einmal soagr in die Gartenhütte bei Dunkelheit eingesperrt . Der arme Kleine.“
Mitleidig lächelte Frau Schnippel Marc an und tätschelte seinen Arm. Marc,der es sichtlich genoss die Aufmerksamkeit und das Mitleid aller anwesenden Damen eingeheimst zu haben lächelte ergeben zurück.
Gretchen biss sich auf die Lippe um nicht laut aufzulachen,verpasste Marc jedoch einen leichten Stoß mit dem Ellenbogen.
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Marc lächelte seinen kleinen Sohn zufrieden an. Er lag friedlich in seinen Armen,währen Marc ihm zärtlich über die Wange strich.

Gretchen beobachtete die liebevolle Geste mit einem Lächeln und lehnte sich entspannt zurück in den Massagesessel des Kaufhauses.

„Steht dir gut so ein Baby.“

Marc schaute auf.

„ Dir steht´s noch besser…“

Gretchen hob den Kopf.

„War das der subtile Versuch mich zu einer erneuten Schwangerschaft zu überreden?“

„ Na noch zwei Jungs wären doch super!“

„ Ähhh… ja sicher… und mir bleibt dann der Job als Küchenmagd und Putzfrau?“

Marc kitzelte David unter dem Kinn,wobei dieser vergnügt gluckste und lachte…

„ Ach Hasenzahn,jetzt komm schon…zwei Jungs!“

„ Ha! Wenn dann noch ein Mädchen…noch einen kleinen Marc erträgt die Welt nicht.“

Gretchen stand auf und setzte sich zu Marc auf die Parkbank.Marc grinste süffisant.

„Also gut,dann zwei Jungs und ein Mädchen…von mir aus gern.“

„ Du bist unmöglich.“

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Gretchen kam erschöpft mit fünf voll beladenen Tüten aus der Boutique,währen Marc und David geduldig im Eiscafé auf sie gewartet hatten.

„ Na Hasenzahn, Monatsgehalt auf den Kopf geschlagen?“

„Hm ich muss mich doch jetzt allmählich auf unsere Hochzeit einstellen.“

Verlegen sah sich Gretchen nach alle Seiten hin um,als sie aus der Tüte ein blaues Strumpfband fischte. Marc nahm das kleine Spitzending aus ihrer
Hand und grinste frech bei der rötlichen Färbung die Gretchen´s Gesicht annahm.

„Was hast du sonst alles feines gekauft.“

Neugierig versuchte Marc einen weiteren Blick in die Tüte des Dessousladens zu erhaschen.

„Nix da…Überraschung für heute Abend….“

„ Ich kanns kaum erwarten.“, flüsterte Marc heiser in Gretchen´s Ohr.
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Gretchen strich sich eine Locke aus der mit Schweiß bedeckten Stirn und kuschelte sich eng an Marc´s Brust.

„ Ich liebe dich.“

Erwartungsvoll schaute Gretchen in Marc´s Gesicht und blickte gespannt auf seine Lippen.

Als Marc nach weiteren drei Sekunden außer einem Grinsen immer noch keine Reaktion gezeigt hatte, drehte sich Gretchen gespielt beleidigt zur Seite.

„ Oach Hasenzahn,komm schon! Ich hab dich auch gern,weißt du doch.“

Amüsiert drehte sich Gretchen um.

„ Du hast mich gern.“, bemerkte sie belustigt.

Marc stöhnte auf.

„Wieso willst du eigentlich dauernd diesen bescheuerten und völlig kommerziell verwendeten Satz dauernd aus meinem Mund hören?“

„Weil ich genau weiß wie schwer es dir fällt ihn auszusprechen und dieser Satz daher dein größter Liebesbeweis ist.“

Marc zog die Augenbraue hoch.

„Maaaaaarc. Es sind nur drei Worte.“

„ Boah schön,gut. Hasenzahn,ich liebe dich.“, nuschelte Marc vor sich hin.

„Geht das noch mit ein bisschen mehr Pathos?“

„Sonst geht´s noch,oder?“

„ Bitte? Bitte,bitte,bitte?“

Gretchen legte den Kopf schief und schaute Marc aus ihren veilchenblauen Augen an.

Marc seufzte entkräftet und legte seine rechte Hand auf ihre Wange,über die er sanft strich. Sanft lächelte er seine Freundin an und neigte sein
Gesicht ganz nah zu dem ihrigen. Sanft drückte er einen Kuss auf ihre zarten Lippen und schloss dabei die Augen.

Als sich seine Lippen nach Ewigkeiten von Gretchens´ zu lösen schienen und er sie mit einem verliebten Blick anlächelte,war sein erster Satz :

„ Hasenzahn… du bist eine furchtbare Nervensäge, aber ich liebe dich trotzdem.“

„ Oh Marc…das hast du jetzt soooo schön gesagt!Du kleiner Romantiker.“
Marc hob schnell den Zeigefinger.


„ Bevor ich hier komplett verweichliche,lass uns lieber noch nen Quickie reinschieben bevor Madame zum Dienst muss.“

„ Maaaaarc!“

„ Jaja, schon gut…wir können eigentlich auch den ganzen Tag im Bett bleiben. Denk mal allein daran wie viele Kalorien du jetzt schon mit meiner Hilfe verbrannt hast.“

„ Da sag ich doch mal recht herzlich Danke, Doktor Olivier.“

„ Brrrrrr…hör auf!“

„ Muss ja sowieso jetzt zum Dienst.“

Grinsend zog Gretchen mit einem Ruck die Bettdecke weg und wickelte sie sich um den Körper.

Ungeschickt hüpfte Gretchen wie ein eingepacktes Geschenk durch den Raum und begann sich langsam unter der Decke einzukleiden.
„ Ähhhh Hasenzahn-was wird das?“

„ Was?“

„ Na das.“, er zeigte grinsend zu Gretchen´s lächerlichem Aufzug.



„ Ich will nicht,dass du meine Schwabbelstellen siehst.“

Marc begann lauthals zu lachen.

„Dürfte ich erfahren was daran so komisch ist?“

„ Tschuldigung.“

Marc verkniff sich ein weiteres Grinsen.

„ Ich denke nur daran,dass ich vermutlich jede Schwabbelstelle schon intensivv begutachtet habe,letzte Nacht und zu dem Entschluss gekommen
bin,dass ich deine Schwabbelstellen seeeeehr sexy finde.“
„ Das sagst du nur um mich zu trösten. Irgendwie süß von dir.“

Gretchen grinste zuckersüß.

„ Aber lüg mich nicht an. Ich sehe schrecklich aus. Die Schwangerschaftskilos sind immer noch größtenteils vorhanden und David ist jetzt schon über
ein halbes Jahr alt!“

„ Boah Gretchen. Warum glaubst du, stehen die ganzen Flachpfeifen auf dich…Mehdi, Gordon, der Schnösel,Knechtelsdorfer…“

„ Äh Moment…Kenchtelsdorfer?“

„ Weil du verdammt scharf aussiehst.“

„Findest du das wirklich? Bin ich auch wirklich nicht zu dick?“

„Hasenzahn, du machst mich wahnsinnig…Frauen…“

Gretchen ließ sich mit einem Schwung aufs Bett fallen und strahlte ihren Ehemann unter verwuselten Locken an.

„Heiratest du mich trotzdem?“

„ Nur wenn du heute blau machst und den ganzen restlichen Tag mit mir im Bett verbringst!“

Marc´s Handy wanderte unter die Decke und verweilte auf Gretchen´ s Bauch.
Gretchen seufzte.

„Du kannst dir nicht vorstellen wie gern ich auf dieses Angebot eingehen würde,aber mein Vater rastet aus,wenn ich schon wieder nicht zum Dienst erscheine.“

„ Der soll sich mal nicht so haben. Das eine Mal… Ich hab dir freigegeben.“

„ Natürlich ganz uneigennützig.“

„Ach Gretchen, komm schon…David ist bei deiner Mutter, wir sind also ungestört…“

„ Marc,du kannst mir nicht einfach freigeben…Papa ist für den Dienstplan zuständig!“

„ Dann sag doch einfach,du wärst krank.“

Gretchen schien zu überlegen, während sie den attraktiven Mittdreißiger im Bett vor ihr betrachtete.

Ein kurzes Zwinkern von Marc und Gretchen zückte ihr Handy.

„ Ja auch Haase hier…Papa,du ich hab leider schlechte Nachrichten… ich habmir gestern wohl irgendwie den Magen verdorben …ja ich weiß…nein Papa,ich
bin nicht schwanger… Ja danke,das ist lieb von dir. Marc? Ja,der ist auch hier… er kümmert sich so rührend um mich…Fieber? Ähm hab ich noch nicht nachgemessen…“

Gretchen warf einen Seitenblick zu Marc.

„ Nein,mir ist nur dauernd so furchtbar heiß…“

Marc ließ seine Hand über Gretchens Oberkörper gleiten,wobei seine Hand schließlich auf Gretchen´s rechter Brust verweilte,die er sanft massierte.

Grinsend schwang er sich über seine Freundin und drückte zarte Küsse auf ihr Dekoltee.

„ Ähhhhhh jaaaa Papa,ich …vielleicht könntet ihr ja David noch den Tag über bei euch behalten? Wegen der…der….ohhhh…der Ansteckungsgefahr…“

Marc nahm Gretchen´s Brustwarze in den Mund und umspielte sie zärtlich mit seiner Zunge. Gretchen´s Körper wölbte sich unter den sanften
Berührungen.

„ Nein,nein….Papa,es ist alles in Ordnung. Nein,mir ist gaaaaanz sicher nicht…schlecht. Also doch,also…Papa ich glaube,ich muss mich jetzt wirklich
hinlegen. Ja….gut….tschüss Papa.“

Erleichtert drückte Gretchen den Ausknopf ihres Handys und küsste Marc stürmisch auf den Mund.

„ Huuuuuuhuuuu Margarethe??? Warum macht denn niemand auf…Franz,das arme Kind…Marc hat ihr bestimmt keine Hühnerbrühe gekocht…Vermutlich liegt sie
dort ganz entkräftet und weiß nicht mehr wie sie auf die Beine kommen soll!“

Suchend klopfte Bärbel die Wohnungstür und rief mehrmals laut Gretchen´s Namen.

„Kälbchen?Alles in Ordnung mit dir?“

Gretchen und Marc wälzten sich derweil immer noch wild auf dem Bett hin und her und versuchten das vehemente Geklingel an der Haustüre zu überhören.

Gretchen hielt einen Moment inne und legte beide Hände in den Nacken ihres Freundes.

„Wir sollten aufmachen, bevor sie die Polizei rufen.“

„Hasenzahn….nicht aufstehen…du bleibst hier, mein armer kranker Hasenzahn. Dein über alles geliebter Ehemann kocht seiner Frau eine Hühnerbrühe wie
von der Schwiegermutter vorgeschlagen. Und zieh dir was an-man könnte auf die Idee kommen,du hättest etwas anderes getan,als krank im Bett zu liegen.“

Schnell zog Marc sich ein Hemd und eine Hose an,das erstbeste was er in seinem Schrank u fassen bekam. Im Gehen sammelte er noch einige wild
herumverstreute Kleidungsstücke ein und stopfte sie eilig in den Schrank.Gretchen machte schnell das Bett und zog sich in Windeseile einen rosanen
Jogginganzug an,ehe sie sich mit einer Wolldecke aufs Sofa verzog und eine leidende Gesichtsmiene aufsetzte.
Lächeln schüttelte Marc den Kopf,fuhr sich einmal noch schnell durch die Haare und öffnete dann die Haustüre,wo eine ungeduldige Bärbel und ein besorgter Franz bereits seit mehreren Minuten warteten.

Erleichtert schlang Bärbel die Arme um Marc´s Hals und drückte ihm einen Kuss auf beide Wangen. Unbeholfen tätschelte er Bärbel den Rücken.

„Du meine Güte…warum macht ihr denn nicht auf?! Wir waren so furchtbar besorgt…“

„ Ich äh…war unter der Dusche und hab das Klingeln nicht gehört. Und Gretchen hat geschlafen…“

„Ach mein armer Schatz,Margarethe wie geht es dir denn? Ganz blass und mager sieht sie aus…Marc,du musst dich wirklich besser um sie kümmern…“

„ Oh keine Sorge,Gretchen bekommt von mir eine Rundumbetreuung mit allem was dazu gehört,nicht wahr, Schatz?“

Marc grinste Gretchen hinterhältig an.

„Oh ähm ja klar….Marc ist wirklich rührend um mein Wohl besorgt.“

„Jaja rührend,das sehe ich. Wo ist der Erkältungstee und die Wärmflasche? Noch nicht mal eine Hühnerbrühe sehe ich.“

Vorwurfsvoll schüttelte Bärbel den Kopf.

„Es wird Zeit,dass eine Frau das hier in die Hand nimmt. Marc,setz bitte mal Teewasser auf.“

„ Äh bitte?“, murmelte Marc, völlig überrascht von der Tatsache,dass eine Frau ihm einen Befehl gab.

Gretchen winkte ihn mit beiden Händen fort und lächelte ihn hinter dem Rücken ihrer Mutter verschlagen an.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------„Mama,es ist alles in Ordnung. Wirklich.
Marc ist ja bei mir. Falls etwas ist,rufe ich dich an. Passt mir gut auf David auf!“

Gretchen winkte ihrer Mutter von der Haustüre aus noch ein letztes Mal,ehe sie sich erleichtert in den Sessel fallen ließ.

„Puh geschafft.“

Marc saß gelassen auf dem Sofa und blätterte in seiner medizinischen Fachzeitschrift, wobei er wie ein geschickt platziertes Accessoire aus einer
Möbelzeitschrift wirkte.

Wieder einmal dachte Gretchen darüber nach wie perfekt Marc doch war. Liebevoll erhob sie sich und setzte sich samt Kuscheldecke neben ihren Freund. Zärtlich strich sie ihm die Haare aus dem Gesicht und lehnte ihren Kopf an seinen Oberkörper.
Während sie versonnen eine Strähne ihre goldblonden Lockenkopfes um ihren Finger wickelte, schlug Marc seine Zeitung zu und lehnte seinen Kopf auf Gretchens´. Liebevoll strich er über ihren Arm und legte ihren Arm um seinen Körper.

Die entspannte Atmosphäre und sie Tatsache, dass Marc kurz vorm Einschlafen war, ließen Gretchen wagen eine delikate Angelegenheit anzusprechen.

„Marc…du sag mal…wie ist das für dich,dass wir zusammen operieren?“

„Was?Du operierst? Seit wann?“

Marc grinste und Gretchen verpasste ihm einen scherzhaften Klaps.

„Im Ernst. Hast du nicht manchmal das Gefühl, dass wir durch unsere Beziehung irgendwie abgelenkt sind? Mal ganz abgesehen davon, dass wir ständig aufeinanderhocken? Wir sind doch quasi nie alleine, wenn wir gemeinsame Schichten haben. Du hast mich 24 Stunden am Tag um dich herum.“
Marc hob misstrauisch den Kopf.

„Hasenzahn? Was ist los…du verschweigst mir was….du spielst doch nicht grundlos die freiheitsliebende Männerversteherin! Raus damit!“

„Wie kommst du darauf das ich…“
Marc setzte einen strengen Blick auf.
„Na schön…gut. Ich hab bald meine Facharztprüfung…“

„Ich weiß. Und? Hast du Angst,dass du das nicht packst? Ey Gretchen komm…du hast dich über zwei Jahre in meinem OP behauptet.Und jetzt zweifelst du daran,ob du das packst?“

„ Falsch Marc. Ich habe das Gefühl,dass ich mehr oder weniger auf der Stelle stehe uund nicht vorwärts komme.“
Marc schaute verdutzt und drehte Gretchen so herum,dass er ihr direkt in die Augen sehen konnte.

„Äh soll das jetzt heißen,dass du von mir nichts lernen kannst,oder wie?“

„Oach Marc,bitte…jetzt versteh doch nicht schon wieder alles falsch! Kannst du dir nicht denken wie schwierig es für mich ist,mich auf die Arbeit
zu konzentrieren,wenn du in der Nähe bist?“

Marc schob Gretchen von sich fort und richtete sich auf.

„Du willst wechseln…Ich fass es nicht…“

„ Marc,es ist doch nur so lange bis ich meinen Fcaharzt habe. Und privat ändert sich doch nichts zwischen uns.“

„Oh doch! Unterschiedliche Schichten,Zeitmangel und am Ende stressen wir uns gegenseitig nur noch.“

„ Das ist doch nicht wahr! Du wirst sehen wie gut uns das tun wird…Es ist doch nicht für lange.“

„ Du wiederholst dich.“

„Ja,weil du mich anscheinend nicht verstehen kannst oder willst!“

„ Bist du dir sicher,dass es dir lediglich um die Facharztprüfung geht?“

Marc sah Gretchen provozierend an.

„Worum soll´s mir denn sonst gehen?“

„Gibt´s nen anderen?“

Gretchen prustete los und zeigte Marc einen Vogel.

„Aber sonst geht noch alles klar mit dir.“

Marc beäugte Gretchen misstrauisch.

„ Jetzt verstehe ich auch,warum du die Kinderplanung erst mal auf Eis gelegt hast…und warum du den Hochzeitstermin nach Paris immer weiter
hinausgezögert und verschoben hast! Raus mit der Sprache,hör auf mich anzulügen!“

„Marc ich weiß wirklich nicht,was in dich gefahren ist. Das Nordstadtkrankenhaus hat einen exzellenten Ruf und Dr. Stier ist eine Koriphäe auf
seinem Gebiet.“

„ Du windest dich auch aus allem wieder raus...Nordstadtkrankenhaus…du hast sie ja nicht mehr alle…Cédric Stier….pfh niemals. Das lasse ich nicht
zu!“

Gretchen lief dunkelrot an.

„Ach ja und wieso? Er ist im übrigen ein sehr netter Ma…“

„Ah ja…sicher. Zufällig kenne ich deinen ´netten´ Dr Stier aus Studienzeiten noch ganz genau.Der hat sich an jedes attraktive weibliche Wesen
rangemacht…egal ob er vergeben oder nicht…Der kann die Finger nicht von Frauen lassen,die einen Freund haben…“

Gretchen verschränkte die Arme.

„Na du warst früher auch kein Kind von Traurigkeit. Und selbst wenn das alles stimmt was du sagst,verstehe ich deine Bedenken nicht. Sicher, Cedric
ist ein attraktiver Mann…“

„Cedric…ahja,beim du sind wir also auch schon!“

„Er war wirklich sehr nett zu mir…hat sich gleich für meine Facharztprüfungen interessiert.“

„Gretchen,das einzige wofür dieser Mann sich interesiert hat,waren deine Titten.“

Marc stand außer sich vor Wut auf und lief aufgeregt im Zimmer umher.

„Soll das heißen, ich hab nichts zu bieten außer meinen Brüsten?“

„Boah Gretchen!“, rief Marc energisch aus.

„Du denkst ich pack das alles nicht…du hälst mich für inkompetent!“

Ungläubig schüttelte Gretchen den Kopf.

„Na,war das ein Geheimnis?“, erwiderte Marc zynisch.

„Zu deiner Information: Ja,ich finde Dr. Stier sehr attraktiv und sehr charmant. Das heißt jedoch noch lange nicht,dass ich bei der erstbesten
Gelegenheit mit ihm in die Kiste hüpfen würde. Und weißt du auch warum?“

„ Nein,aber ich bin sehr gespannt auf dein nettes kleines Märchen!“

„ Weil ich dich liebe,du verdammter Vollidot. Weil du mit David der wichtigste Mensch in meinem Leben bist. Weil du für mich der attraktivste,
charmanteste, liebevollste und aufregenste Mann der Welt bist. Weil es nahezu keine Sekunde in den letzten 20 Jahren gab,in denen ich mir nicht
gewünscht habe,dass wir beide zusammen sind. Und das alles soll ich wegen einem wildfremden Machochirurgen an den Nagel hängen? Hälst du mich für
komplett debil?“

Gretchen hatte bei ihrer Ansprache den Finger in Marc´s Brust gebohrtbund funkelte ihn an.

„Und eines noch, Herr Dr. Meier: Was die Hochzeit angeht- Ich sage nur 1. März …eigentlich sollte es eine Überraschung werden…“

„Der Tag an dem wir uns zum ersten Mal nach 15 Jahren wiedergesehen haben…“, flüsterte Marc reumütig.

„Du erinnerst dich daran…“, murmelte Gretchen verliebt und schaute Marc tief in Augen, nur um sich kurz danach zu räuspern.

„Ach ja gut,du erinnerst dich. Schön. Dann sieht Monsieur vielleicht endlich ein,dass er sich keine Sorgen zu machen braucht.“

Marc setzte seinen Hundeblick auf.
„Es…tut mir leid…Gretchen,versteh mich doch. Ich war nie ein Bezeihungsmensch…und auf einmal habe ich eine Familie. Innerhalb eines Jahres steht
meine Welt völlig auf dem Kopf. Du und David…ihr habt in meinem Leben alles zum positiven verändert…gut ich hab weniger schlaf und mache mir ständig grundlos Sorgen,aber im Grunde genommen habe ich gar nicht gewusst,wie sehr ich mich nach so etwas gesehnt habe…Gretchen,du bist so eine tolle Frau…Ich seh täglich wie sie dich alle anstarren…Mehdi und Gordon,Knechtelsdorfer…ganz geschweige denn von den Liebesbriefen , die dir dein Exmann dauernd schickt…“

„Liest du etwa meine Post?“

„Lass mich mal ausreden…egal wo ich mit dir hingehe…überall stehen diese Wichser und baggern dich an… Und jetzt willst du auch noch ausgerechnet zu
Cedric Stier… Der wird alles versuchen um dich ins Bett zu kriegen. Egal mit welchen Methoden!“

Gretchen´s Wut verrauchte langsam. Zärtlich strich sie über Marc´s Hand und ergriff diese.

„Von mir aus,wechsel den OP,aber bitte geh zu deinem Vater oder zur Hassmann,oder zum Rössel…der ist wenigstens schon seit Urzeiten verheiratet und
treusorgender Familienvater…“

„Du bist irgendwie süß,wenn du eifersüchtig bist.“

„ Ich find mich ja selber unausstehlich…es ist nur so,dass ich mir einfach Sorgen mache…in der Vergangenheit warst du sowieso so wechselhaft in
Beziehungsdingen… Erst der Arsch,der dich betrogen hat,Mehdi,ich,der Schnösel,wieder ich…“

„Marc,du weißt genau wie viele Missverständnisse uns das Leben schwer gemacht haben… immer hat uns jemand oder etwas einen Strich durch die
Rechnung gemacht. Es sit nicht fair,dass du mir das jetzt vorwirfst!“

Marc hob beschwichtigend die Hände und legte sie auf die Schultern seiner Freundin.

„Hör zu,Hasenzahn. Was ich dir eigentlich sagen möchte,ist,so peinlich sich das jetzt auch anhört,dass du die einzige Frau bist mit der ich alt
werden möchte… die einzige Frau außer meiner Mutter,die mir je ein nettes Wort entlocken wird.“

Zärtlich drückte Marc einen Kuss auf Gretchen´s Stirn und drückte sie fest an sich.

„Ichliebe dich auch,Marc. Und ich freue mich auf unsere Hochzeit. Rosa ist dir doch recht für die Farbe der Torte und der Blumengestecke?“

Marc lachte und küsste seine Bald-Ehefrau mit inbrünstiger Leidenschaft auf den Mund.

„Bereit für scharfen vorehelichen Sex?“

Gretchen nickte grinsend.

Mitten im Kuss hielt sie jedoch inne und legte einen Zeigefinger an Marc´s Lippen.

„Ich rede mit Frau Dr. Hassmann. Aber du versprichst mir,dass du in Zukunft deine völlig unbegründete Eifersucht im Griff hast. Du Spinner
übersiehst nämlich, dass ich dich nie betrügen könnte.Denn aus mir unerfindlichen Gründen bist gerade du der Mann, in den ich mehr als die Hälfte
meines Lebens verknallt bin.“

„Ok.“, flüsterte Marc.

Wild knutschend fielen beide übereinander her.

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„Gaby… Sie bedeutet mir nichts mehr…wirklich. Sie ist Vergangenheit. Marc würde mich doch zwei Köpfe kürzer machen,wenn ich mich nur in ihre Nähe
wagen würde.“

Gaby stand mit verschränkten Armen in Mehdi´s Büro.

„ Und warum verdammt nochmal hast du dann ein Bild von diesem dicken Nilpferd in deinem Geldbeutel?“

Mehdi fing an zu lachen.

„Ich wüsste nicht was daran so komisch ist!“

„Du bist eifersüchtig.“

„ Pah…auf wen denn? Auf diese dicke Planschkuh?“

Mehdi wirkte wieder ernst.

„Oh Gaby…ich fass es nicht,dass du wegen eines lächerlichen Bildes,dass seit Urzeiten unbemerkt im Futter meines Geldbeutels ist so durchdrehst…
Ich fahre doch nicht einfach so zum Spaß mit meiner Frau zum Liebesurlaub nach Venedig.“

„Weißt du,Mehdi….eigentlich dachte ich,du seist das komplette Gegenteil von Marc. Einfühlsam,verständnissvoll,ehrlich… aber nein,eigentlich bist du
genauso ein Idiot. Was hat dieser dieser dicke Walfisch an sich,dass ihr jedes männliche Wesen wie ein kleiner Yorkshireterrier
hinterherläuft,sobald sie ihn nur einmal mit ihrem dicken Arsch anguckt?“

„ Du musst nicht eifersüchtig sein, auch wenn ich gestehen muss,dass mich das extrem scharf macht.“

Gaby verdrehte die Augen.

„ Ach Gaby,komm schon. Gretchen ist meine Ex. Es muss dir doch klar sein,dass wir ein spezielles Verhältnis zueinander haben. Aber ich werde nie
wieder versuchen sie und Marc auseinander zu reißen. Und zwar aus mehreren Gründen: Erstens: Sie ist verheiratet. Mit meinem besten Freund. Sie
haben ein gemeinsames Kind,das bestimmt kein Einzelkind bleiben wird. Zweitens: Sie liebt nur Marc. Da würde ich nie dagegen ankommen. Und
drittens: rein zufällig ist vor einigen Monaten eine bildschöne Krankenschwester in mein Herz getreten,in die ich mich Hals über Kopf verliebt
habe.“



Gaby starrte stur gerade aus,während ihre Augen glasig wurden.Mehdi zog sie neben sich auf den Stuhl und nahm ihre Hände in die seinen.



„Hey Prinzessin…ich liebe nur dich. Ist das angekommen?“

Gaby schlug die Augen nieder. Mehdi nahm ihren Kopf zwischen seine Hände.

„Hey…komm schau mich an. Hast du gehört was ich zu dir gesagt habe?“

Als Gaby die Augen wieder öffnete und in Mehdi´s braune Perseraugen sah,sah er eine kleine Träne,auf ihren langen Wimpern sitzen.

Sanft wischte Mehdi sie mit einer fließenden Bewegung weg und drückte einen zärtlichen Kuss auf Gaby´s Lippen, den diese nach kurzem Zögern von
ganzem Herzen und seiner Liebe nun vollständig versichert erwiderte.

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27. Februar

David gluckste zufrieden auf dem Schoß seines Vaters und konnte gar nicht genug von dem Hoppe,Hoppe,Reiter- Spiel bekommen,das Marc mit seinem Sohn
ausprobierte.

„…dann macht der Reiter plums.“

Lachend tat Marc so als würde er den Kleinen fallen lassen,hielt ihn jedoch sicher und fest auf dem Arm.

Gretchen saß den beiden lächelnd gegenüber und blätterte provisorisch über die Seiten ihres Medizinfachbuches. Es fiel ihr schwer sich auf die
verschwimmenden Buchstaben zu konzentrieren, angesichts ihrer beiden Männer, die nun beide lachend versuchten zu essen. Marc schob David in dem
Cafeteriahochstuhl immer wieder einen kleinen Happen in den Mund,der jedoch nur kritisch seine Augenbraue hochzog.



„ Gretchen,ich finde unser Sohn sollte etwas besseres bekommen als dieses Hundefutter… Sieht ja wirklich abschreckend aus.“

„Ich bin mir sicher du bist als Kind von deiner Mutter nur mit Kaviar und Lachshäppchen gefüttert worden.“;

„ Na, man sieht ja wo das hinführt, wenn man seinen Kindern schon im Kleinkindalter Schokopudding hineinstopft.“, gab Marc schlagfertig zurück.

Gretchen schüttelte lächelnd den Kopf und widmete sich wieder ihrem Buch. Inzwischen konnte sie über Marc´s Witze und freche Anspielungen nur noch
lachen, da sie inzwischen genau wusste wie sehr er ihre Rundungen liebte.

„Passt denn dein Kleid noch? 2 Tage , Hasenzahn.“

Gretchen schlug ihr Buch zu und verpasste Marc einen Klaps auf den Oberarm.

David lachte lauthals, woraufhin Gretchen und Marc einstimmten.

Dr. Hassmann setzte ihr Tablett auf Gretchen´s und Marc´s Tisch.

„ Ich sag Ihnen, Haase- gehen Sie nie auf Speeddatings. Wobei…“

Sie musterte Marc.

„…vielleicht finden Sie ja dort was jüngeres.“

Marc klappte der Mund auf und stemmte die Hände in die Hüfte.

„ 30 abwärts sieht es wirklich verdammt gut aus…Millionärssöhne, Firmenerben, Juristen…was Ihr Herz begehrt. Wobei Millionäre und Medziner hatten
Sie ja nun wirklich schon zur Genüge…wie man sieht. Uhhhh süßes Kind-wessen Nachwuchs haben Sie beide denn jetzt schon wieder geklaut?“

Sie beugte sich zu David hinüber und gab ihm die Hand. Aus irgendeinem ,für Marc unerfindlichen Grund mochte David die neurotische Ärztin und
lächelte sie freundlich an.

„Ach Frau Dr. Hassmann…es ist doch immer wieder erfrischend mit Ihnen zu plaudern…wobei…eigentlich reden sie ja am liebsten mit sich selbst…wie
lang sind sie doch gleich Single?“

Marc lehnte sich entspannt in seinem Stuhl zruück und zwinkerte Gretchen zu.

„Wie haben Sie beide nur so ein liebes Kind zustande gebracht…Raus mit der Sprache, Haase- Wer ist der Vater?“

„Bedaure, ich bin nur an Frauen mit Klasse interessiert.“

„ Wieso heiraten Sie dann bitte die Haase?“

„ Warum steigen Sie nicht auf Ihren Besen und warten auf den nächsten Vollmond, ehe Sie sich wieder unter unschuldige Mitbürger mischen?“

„Ohoooo, hat da jemand etwa seine Tage? Kamillentee und Wärmflasche helfen ganz gut.“

„Ich wollte mich eigentlich geistig mit Ihnen duellieren - aber wie ich sehe sind Sie unbewaffnet!“

happyweekend Offline

Schwesternhelferin:

Beiträge: 106

07.03.2011 23:22
#54 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

So mal wieder was schön langes!Viel Spaß! Ich würd mich wie immer sehr über Kommis freuen!


Lächelnd hatte Gretchen Marc´s und Maria´s verbalen Schlagabtausch verfolgt.

„Ich will euch beide ja nicht von eurem Kleinkrieg abhalten, aber ich glaube der kleine Mann hier muss zurück in den Kinderhort und wir wieder an die Op-tische.“

Gretchen hob ihren kleinen Sohn aus dem Hochsitz.

„ Ich bring ihn runter, dann können die Damen sich noch ein wenig über die neue Frühjahrsmode oder Maniküre unterhalten.“

„Ich könnte Dr. Haase auch gerne über ihr Sexleben ausquetschen…oder ihr von meinem erzählen.“

Marc hielt David die Ohren zu.

„ Bitte…keine schmutzigen Details,solange mein minderjähriger Sohn im Raum ist.“

Er nahm Gretchen den Kleinen ab und trug ihn sanft in Richtung Ausgang der Cafeteria.

„ Und ich dachte, Sie seien erfahren!“, rief Maria durch den ganzen Raum, wobei sie das Gelächter von einigen dort sitzenden Ärzten aufschnappte.

Mit hochrotem Kopf drängte sich Marc aus der Tür.

„1 zu 0 für Hassmann. Mit einem gezielten Pressing und Vorchecking schafft es Hassmann in der 89. Minuten,die schon nahezu einer Verlängerung
gleicht den entscheidenden Stoß zum 1:0 zu erzielen. Der Torwart liegt getroffen am Boden.“

„Woher kennen Sie sich denn mit Fußball aus?“

„Ich hab mal mit einem Fußballreporter geschlafen… Hatte einen netten Mercedes vor der Garage stehen…Hat mir Freikarten für alle Heimspiele von
Hertha geschenkt…“

„Hertha?“

„Vergessen Sie´s.“

„Ja ähm und jetzt?“

„ Na,erzählen Sie doch mal …passt ihr Hochzeitskleid denn überhaupt noch?“

„ Frau Dr. Hassmann,ich…“

„Schon klar,schon klar…war ein schlechter Spruch…eigentlich habe ich ja Mitleid mit Ihnen… den Rest Ihres Lebens müssen Sie mit Marc Meier
verbringen…sehr trostlose Aussichten- wobei sein knackiger Hintern. Wundert mich,dass Sie beide es bisher bei einem Kind belassen haben.“

Gretchen rührte in ihrem Pudding herum.

„Was nicht ist,kann ja noch werden…Ich wollte immer eine große Familie. Nach meiner Facharztprüfung sehen wir weiter. Jetzt wird erstmal
geheiratet.“

„ Wer ist denn Ihre Trauzeugin?“

Gretchen sah peinlich berührt zu Boden und danach verlegen zu Maria.

„Ach Sie wollen,dass Ich…?“

„Mein Bruder steckt irgendwo in Südamerika mit seiner Forschungsgruppe fest und wird es nicht mal rechtzeitig zur Hochzeit schaffen,Gigi werde
ich nach der Lüge mit Marc ganz sicher nicht fragen und Sabine hält es für ein schlechtes Omen für unsere Hochzeit,wenn sei als unverheiratete
Frau Taruzeugin ist. Eigentlich wollte ich daraufhin Mehdi fragen,aber Marc war wieder mal schneller als ich…“

„ Also bin ich dann ihr letzter Rettungsring?“

„Naja also bildlich gesprochen.“, murmelte sie,währen sie skeptisch Gretchen´s Bauch musterte.

„Äh ja…also sozusagen…“

„ Klingt gut… also welche Farbe ist denn für die Trauzeugin vorgesehen.“

Gretchen lächelte verlegen.

„Wieso frage ich überhaupt?“

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„ Ich sehe aus wie Cindy aus Marzahn in schlank.“

Ungläubig drehte sich Maria vor dem großen Anprobespiegel des Brautmodenladens. Das knielange zartrosa Kleid floss elegant an ihrem Körper hinab.
Gretchen musterte ihre Kollegin erstaunt von Kopf bis Fuß.

„Sie sehen toll aus!“

„Muss es denn ausgerechnet rosa sein? Was wäre denn zum Beispiel mit blau…?“

„ Was glauben Sie was dieses verdammte Farbkonzept mich Nerven gekostet hat. Marc wollte grau als Hauptfarbe… grau! Furchtbar…aber zum Glück
konnte ich ihn ja noch umstimmen.“

Maria schüttelte den Kopf.

„Zum Glück.“, murmelte sie ironisch.
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„Einfach perfekt…Sie wird es lieben…die perfekte Märchenhochzeit… Kirche, Kutsche, Pavillon, Hochzeitsreise ...sie wird es lieben! Gibt es
irgendetwas woran du eigentlich nicht gedacht hast?“

Bewundert musterte Mehdi seinen besten Freund,der entspannt zurückgelehnt in seinem Sessel saß und völlig versunken in die Hochzeitsringe war,die
er in einem roten Samtkästchen in der Hand hielt.

„Nein,ich hoffe nicht… es soll die Traumhochzeit werden,die sie sich immer gewünscht hat. Das bin ich ihr schuldig. Nach zwei mehr oder weniger
geplatzten Hochzeiten,ist es an der Zeit,dass der dritte Anlauf klappt. Und die Hochzeit ist überfällig. Vielleicht ziert sie sich dann auch nicht
mehr so mit weiterem Nachwuchs.“

„ Ihr habt doch noch Zeit…Gretchen ist gerade mal 31…da sind noch gute 10 Jahre drin um eine halbe Fußballmannschaft zu bekommen.“

„In letzter Zeit streiten wir immer öfters um dieses Thema…Weißt du bevor wir David hatten,war das Thema Kinder gar nicht wichtig…Ich war Zeit
meines Lebens fest davon überzeugt,dass Kinder mit meiner Lebensplanung nicht vereinbar sind…Ich mochte sie noch nicht mal besonders…und dann kam
der Tag,als dieses kleine Stück Mensch zum ersten Mal in meine Augen blickte, als ich es zum ersten Mal richtig hinter all den Schläuchen und
Glasscheiben sehen konnte. Und ich wusste sofort,dass ich unbedingt Vater werden will.“

Mehdi nahm sich einen Keks aus der Schale auf dem Wohnzimmertisch.

„ Meier, ich hab´s dir immer gesagt. Ein Kind- das verändert dein ganzes Leben. Ich war so gerne Vater…Das Gefühl gebraucht zu werden…dass etwas
von dir in diesem kleinen Menschen steckt…“

Marc sah in das Gesicht seines schlafenden Sohnes,der in seine Kuscheldecke gehüllt friedlich in der Wiege schlief.

„Weißt du, alles was früher wichtig war…das Geld, Karriere, Frauen…Gretchen und der Kleine haben alles verdrängt. Hätte ich früher gewusst wie
glücklich mich das alles macht,hätte ich nicht gezögert sie gleich von der Stelle wegzuheiraten.“

„ Ich hab immer gesagt, du hast ein Mordsglück so eine tolle Frau wie sie zu haben… Aus mir unerfindlichen Gründen hat sie dich nie
aufgegeben,egal was für einen verkorksten Charakter du doch hast. Und jetzt heiratet sie dich auch noch. Du bist der größte Glückspilz überhaupt.“

Versonnen betrachteten beide, das große Bild an der Wand, das Gretchen´s Anlitz in schwarz-weiß darstellte.

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„Wir müssen das nicht tun. Mit diesem bescheuerten Polterabend,meine ich. Wenn´s nach mir gehen würde,würden wir ganz entspannt zu Hause auf dem
Sofa liegen und…“
Gretchen zog Marc mit beiden Händen an seinem Hemdkragen ganz nah zu sich heran.

„Du weißt wie gern ich heute Nacht bei dir wäre,aber ich möchte wirklich,dass das mit dem Heiraten klappt.“

„Verständlich…ist ja auch schon dein dritter Anlauf.“

„ Es ist keine gute Idee,dass deiner nervösen Bald-Ehefrau am Tag vor eurer Hochzeit noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.“

„Ach komm schon,aller guten Dinge sind drei.“

Gretchen lächelte und drückte einen zarten Kuss auf Marc´s Lippen.

Seufzend löste Marc den Kuss und legte seine beiden Arme um Gretchen´s Taille. Schmunzelnd betrachtete er seine wunderschöne Freundin.

„Wer hätte das je gedacht! Marc Meier und Gretchen Haase heiraten.“

„Na ich habe das ja schon als Kind geahnt.“

Marc hob lächelnd die rechte Augenbraue.

„ Und Susanne meint ,sie habe schon damals die besondere Bindung zwischen uns beiden gespürt.“

„Moment. Äh Gretchen…du hast Susanne aber nicht auf unsere Hochzeit eingeladen?“

„Äh…“

Marc lachte schallend.

„Irgendwie hätte ich es ja ahnen müssen…vermutlich sehe ich morgen unsere halbe Schule wieder… inklusive deinem altehrwürdigen Bombenbastler
Schewenborn,der beim Klassentreffer seine Griffel nicht von dir lassen konnte.“

„Ab morgen bin ich sowieso eine verheiratete Frau. Du musst also keine Sorge haben,dass ich vor dem Altar weglaufe.“

Marc wollte gerade erneut seine Lippen auf Gretchen´s Mund setzen,als Gretchen´s Vater in den Aufzug stieg und den beiden missbilligende Blicke
zuwarf.

„Meier, mitkommen!“

„Äh…Herr Professor?!“

„ Na los!In mein Büro.“

Marc warf Gretchen einen hilflosen Blick zu, die nur ratlos mit den Schultern zuckte.

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„Kaffee?“

Marc schüttelte den Kopf.

„Keine Sorge,Meier. Was ich dir zu sagen habe,sage ich dir kurz und schmerzlos.“

Marc schluckte.

„Willkommen als vollwertiges Mitglied der Familie Haase .“

„ Äh….bitte?“

„Naja,ein Kind ist die eine Sache…Eine Heirat eine andere. Es freut mich,dass Gretchen einen Chirurgen heiratet. Einen Mann,der ihr das Wasser
reichen kann…“

„ Ich äh…weiß jetzt irgendwie nicht,was ich…“

„ Na mir ist doch schon seit Urzeiten klar, dass es so enden musste. Und ich gebe zu, dass ich sie keinem Mann lieber geben würde, als
demjenigen ,der sie wirklich liebt. Und jemand, der auf gewisse Weise genauso gestört ist wie sie selbst.“

Franz nahm einen Schluck aus seinem Kaffeebecher.

„Wenn ich nicht wüsste, dass du beide Kategorien erfüllen würdest, würde ich dich nicht mit ihr vor den Traualtar gehen lassen. Es gibt keinen
Mann, den sie je mehr geliebt hat, als dich, egal mit welchem Idioten sie gerade zusammen war.“

„ Sie ist die einzige Frau,die ich je…“, Marc verstummte und sah Franz bedeutungsvoll an.

„Ich weiß. Und gerade,weil ich weiß, dass du sie sehr liebst und du sie ganz sicher glücklich machen wirst,bekommst du heute von mir ein etwas
verfrühtes Hochzeitsgeschenk.“

Marc blickte Franz verdutzt an,der ihm einen kleinen Stapel Zettel in die Hand drückte.

„Was äh…ist das?“

Franz verdrehte die Augen.

„ Das ist deine Zukunft,Marc… ich übertrage dir mit diesem Vertrag die Leitung des Elisabethkrankenhaus und setze dich als meinen offziellen
Nachfolger ein.“

Erschrocken schaute Marc den Vertrag an. Ein schwarzer Strich markierte ihm die Stelle, wo seine Unterschrift noch fehlte.

„ Der Ärztevorstand war ganz begeistert von dir. Aus dem jüngsten Oberarzt des EKH soll jetzt der jüngste Chefarzt werden. Ich gratuliere!“

Über Marc´ s Gesicht breitete sich ein Grinsen aus.

„Chefarzt! Ich weiß jetzt gar nicht was ich… Herr Professor…“

„Franz.“

„Danke,das ist wirklich… das was ich mir immer erträumt habe! „

„Na los, Meier. Wie ich meine Tochter kenne, steht sie schon mit dem Ohr an die Tür gelehnt draußen und wartet auf dich.“

Franz reichte Marc einen silbernen Kugelschreiber, mit dem Marc ohne zu Zögern seine Unterschrift unter den Vertrag setzte.

„So Junge und jetzt lauf schon los.“

Schnell stand Marc auf,hielt einen Moment inne und umarmte Gretchen´s Vater.

„Danke. Für alles!“

Er klopfte Franz noch einmal auf die Schulter und lief schließlich schnell zur Tür hinaus.

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Gretchen drehte und wendete sich vor dem Spiegel. Die langen,blonden Locken fielen ihr locker über beide Schultern und zusammen mit dem
wunderschönen Brautkleid sah sie aus wie eine griechische Göttin.

Das Kleid hatte sie letzte Woche aus Paris einschicken lassen und zu dem kleinen Brautladen um die Ecke für letzte Änderungen bringen lassen.



„Etwas Neues,etwas Altes,etwas Geliehenes und etwas Blaues… das Kleid ist neu,das Strumpfband blau, Mama hat mir zwei wunderschöne Kämmchen von
meiner Großmutter gegeben und Frau Dr. Hassmann hat mir eine ganz tolle Tasche geliehen.“

Bewundernd betrachtete Mehdi Gretchen von seinem Sessel aus. Schon ewig hatte er kein Brautmodengeschäft mehr betreten.

Gaby saß skeptisch auf seinem Schoß und hielt sein Hand.

„Gretchen, du siehst ganz,ganz toll aus und ich bin sicher Marc wird sein Eheglübte nicht mehr vortragen können,wenn er dich erstmal sieht.“

„Ehegelübde? Sag nicht,er hat…“

Erschrocken hielt sich Mehdi die Hand vor den Mund.

„Er hat ein Ehegelübde für mich geschrieben? Nur für mich???“

„ Ich habe nichts gesagt.“, versuchte Mehdi zu retten.

Gretchen jauchzte vor Freude und tanzte fröhlich einen Walzer durch den Laden.

Belustigt lächelte Gaby Mehdi an und schmiegte sich an ihn.

Die Türklingel des Ladens (ein Hochzeitsmarsch) riss die drei schwer verliebten aus ihren Gedanken.

Ein abgehetzter Marc Meier hatte den Laden gestürmt und stand auf einmal seiner Verlobten im Brautladen gegenüber.

Die Verkäuferin hetzte mit dem Brautschleier herbei und warf ihn schnell so über Gretchen,das Marc nunmehr nur die Shilouette einer Beduinenfrau
entdecken konnte.

„Marc! Jetzt hast du das Kleid gesehen.“

Heulend rannte Gretchen auf die Damentoilette des Brautmodengeschäftes und schloss ich ein.

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„Hasenzahn, jetzt mach auf! Ich hab doch überhaupt nichts gesehen…Komm schon,mach auf…ich halt mir auch die Augen zu…“

„ Warum musstest du denn jetzt unbedingt reinplatzen. Du weißt doch,dass ich das Kleid anprobieren wollte.“

Marc lehnte den Kopf gegen die Türe.

„Ich wollte dir das gern von Angesicht ins Angesicht sagen.“


Gretchen schniefte.

„Niemals wirst du mich heute noch sehen. Zum Glück war die Verkäuferin schnell genug. Ich riskier nicht noch einmal,dass du mich siehst …“

„Boah Gretchen!“

„Was du mir zu sagen hast,kannst du auch durch die Türe sagen.“

Marc stöhnte entnervt.

„Komm raus,jetzt.“

„Du hast mir überhaupt nichts zu sagen.“

„ Als dein Chefarzt sehr wohl,Hasenzahn.“

Im ganzen Raum herrschte Stille.Dann durchbrach ein Schrei das Brautmodengeschäft.

Die Tür wurde aufgedonnert und die attraktive Braut fiel ihrem Verlobten um den Hals.

„Marc,ich freu mich so für dich! Das ist genau das, was du immer wolltest!“

Ganz eng drückte Marc seine Freundin an sich und vergrub sein Gesicht in ihre wallende Lockenmähne.

„Ich freue mich so auf morgen.“

„Oh Gott.“

Hektisch raffte Gretchen ihr Kleid und flüchtete erneut in die Toilette.

Marc schüttelte grinsend den Kopf.

„Marci, ich liebe dich, aber du musst jetzt gehen und mich in Ruhe mein Brautkleid anprobieren lassen… Es bringt Unglück,wenn man die Braut vor
der Hochzeit im Kleid sieht…Ich hoffe,du hast dir gerade eben wirklich die Augen zugehalten,ansonsten…“

„Hasenzahn, hol mal Luft…“

„Mehdi? Bitte schaff Marc hier raus und sorg dafür,dass er vor heute Abend nicht mehr in meine Nähe kommt.“

„ Ach Gretchen,diese Idee mit dem dämlichen Polterabend ist doch eine Schnapsidee…und morgen noch dieser komische Junggesellenabschied…Ich seh
dich fast zwei Tage nicht…wo soll denn da der Sinn sein?“

„Marc,hast du nicht gehört : Ich liebe dich!“

Marc stöhnte.

„Bis heute Abend, Hasenzahn.“

Entnervt wurde Marc von Mehdi nach draußen begleitet,wo beide in die Meiersche Wohnung fuhren um letzte Vorbereitungen für den Polterabend zu
treffen.

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Leise Jazzmusik ertönte von der Band,während Gretchen immer noch in Marc´s Badezimmer stand und unzufrieden mit sich im Spiegel herumzupfte.

Marc klopfte ungeduldig von außen an die Türe.

„Greeeeeetchen. Wie lange willst du denn noch im Bad bleiben?“

„Boah Marc…jetzt dauert´s noch länger!“

„Du treibst mich wirklich noch in den Wahnsinn!“

„Liebst du mich trotzdem?“, rief Gretchen schmunzelnd durch die Badtüre.

„Hab ich ´nen Telefonjoker?“

Wie zur Antwort öffnete Gretchen die Badetüre.

„Na endlich bekomme ich meine Verlobte heute auch mal wieder zu Gesicht!“

Zärtlich legte Marc seine Hände um die Taille seiner Freundin und fuhr mit seinen Händen die Form ihrer Hüften nach.

Marc trug einen dunklen Anzug, während Gretchen ein rotes Cocktailkleid trug.Es war sehr eng anliegend und Marcs spürte wie die Hitze in ihm
aufwallte als er sah wie sich Gretchen´s Brüste unter dem tiefen Ausschnitt wölbten.

„Äh schickes Kleid, neu?“

„Ja, gefällt´s dir?“

„ Gefallen wäre untertrieben… Es bringt deine Vorzüge …“

Er starrte weiterhin auf Gretchen´s Dekoltee.

„… recht klar zum Vorschein….sag mal,meinst du nicht wir können die Leute noch ein wenig warten lassen und noch ein bisschen…“

Marc begann Gretchen´s offene Lockenmähne beiseite zu schieben und ihren Hals mit Küssen zu bedecken.

Gretchen strich eine Strähne hinter Marc´s Ohr und lies ihre Hand dort verweilen.

„Wir haben alle Zeit der Welt. Übermorgen um diese Zeit sind wir verheiratet und ich verspreche dir,dass wir die aufregendste Ehe überhaupt führen
werden. Inklusive Sex. Aber bis wir verheiratet sind,mein Schatz, herrscht strikter Sex-Entzug. Da bin ich abergläubisch.“

Marc warf enttäuscht den Kopf in den Nacken.

„Ein einziges,winziges Mal?“

Gretchen schüttelte ihren Lockenkopf.

„Oralverkehr?“

Gretchen verpasste Marc einen Stoß.

„Au! Ja tschuldigung…war doch nur ne Frage…was ist mit fummeln?“

Gretchen schüttelte erneut bedauernd ihren Kopf.

„Aber knutschen…knutschen wird doch erlaubt sein.“

Wie zur Antwort presste Gretchen ihre Lippen auf seinen Mund. Marc tastete Gretchen´s Rücken ab und wollte ganz vorsichtig den Reisverschluss des
Kleides aufziehen. Zu seiner Überraschung zog Gretchen ihn ins Schlafzimmer,wobei sie ihre schwarzen High-Heels in die Ecke beförderte.

„Ich bin…sowas…von…inkonsequent.“, keuchte sie zwischen den wilden Küssen,die Marc auf ihren Mund setzte.

Mit müheloser Leichtigkeit hob er sie aufs Bett uns beugte sich über sie.Marc schob Gretchen´s kurzes Kleid immer weiter nach oben und spreizte
dabei ihre Oberschenkel weit auseinander. Die Begierde ließ ihn heftig atmen und unter jeder von Gretchen´s fahrigen Berührungen bildete sich eine
Gänsehaut auf seinem nahezu perfekten Körper. Mit zittrigen Händen wurde Stoff für Stoff abgelegt,bis nur noch der zarte Hauch eines Stoffes beide
vor einer vollständigen Vereinigung trennte.

Marc fuhr mit seinen Händen ihre Hüfte nach und schob schließlich das kleine Stück zarten Spitzenstoffes zur Seite. Vorsichtig beugte er sich über
sie und stütze sich vor ihrem Gesicht ab. Er schaute sie einen Moment lang einfach nur an. Und die Liebe,die in seinem Blick lag, zerstörte all
die hektische Leidenschaft zwischen den beiden und machte ihnen genug Raum um sich in aller Ruhe und mit allem Gefühl,das beide aufbringen konnten
zu lieben.

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„Wo wart ihr beide denn so lange?“

Bärbel schüttelte missbilligend den Kopf,als sie ihre Tochter samt Verlobten zur Terassentür hinaustreten sah.

Marc´s Garten war mit Fackeln und Kerzen gesäumt und bot genug Raum für alle Gäste zum ausgelassenen Plaudern und Poltern.

Gretchen hatte ihren Arm eng um Marcs´ gewickelt und beider Hände waren ineinander verschränkt.

„Und wie seht ihr beide überhaupt aus! Gretchen, dein Reisverschluss ist nicht mal richtig zu.“

Marc trat zwischen die beiden.

„Moment,das nimmt der zukünftige Ehemann in die Hand.“

Lächeln strich Marc Gretchen´s Haare über ihre Schulter und zog den Verschluss langsam zu. Dabei pustete er leicht über Gretchen´s freien Rücken
und setzte einen Kuss auf ihren Nacken. Gretchen lachte und zog Marc´s Arm um ihre Hüfte.

„Wie die Kinder… Marc,deine Krawatte sitzt ja auch ganz schief…Ach Kinder,ich weiß ja es ist schwer,wenn man frisch verliebt ist,das war ich ja
auch mal, aber ein bisschen zusammenreißen müsst ihr euch ja schon.“

„Der Herr erlaubt?“, fragte Gretchen grinsend in Richtung Marc und machte sich an Marc´s Krawatte zu schaffen.

Dabei zog sie ihn mehrmals zu sich her und küsste ihn auf den Mund.

Bärbel schüttelte resigniert den Kopf und wandte sich wieder den Gästen zu.

Marc legte einen Arm auf Gretchen´s Taille und zog sie mit sich zu Mehdi und Gaby,die gerade dabei waren mit David auf seiner Krabbeldecke zu
spielen.

Marc setzte sich neben Mehdi auf die Bank,während Gretchen vorsichtig neben David auf die Knie ging und ihn freudestrahlend begrüßte.

„Na,Marc…schon nervös vor deinem großen Tag?“

„Äh …ich… natürlich nicht.“

Gretchen warf Marc einen liebevollen Blick zu,drückte David einen Kuss auf den Kopf und setzte sich dann auf Marc´s Schoß.



„Aber wehe du vergisst übermorgen die Ringe…Ich mach dich zwei Köpfe kürzer…“

Marc strich über Gretchen´s Knie.

„… schließlich soll alles perfekt sein für die schönste Braut von allen.“, ergänzte Mehdi und prostete Gretchen zu.

Gaby stand auf,klopfte sich das Gras vom Kleid und murmelte an Mehdi gewandt: „ Ich geh mich mal kurz frisch machen.“

Gretchen warf Mehdi einen vorwurfsvollen Blick zu und gab ihm einen Schubs,der ihm bedeuten sollte,Gaby zu folgen.

„Was denn jetzt schon wieder? Ich hab doch überhaupt nichts gemacht…“, murmelte dieser widerwillig,rannte jedoch seiner Freundin hinterher.

„Zielich viel Drama bei den beiden,findest du nicht? Ich weiß immer noch nicht wie ich es finden soll,dass mein bester Freund mit meiner
verrückten Ex-Affäre zusammen ist.“

„Menschen ändern sich,Marc…Und Mehdi hat es wirklich verdient glücklich zu sein!“

„Glücklich ja,aber mit Gaby… Schatz,sei mir nicht böse,aber du siehst leider immer nur die guten Seiten der Menschen…aber leider ist die Welt
nicht halb so rosa wie in deinen Träumen…Und dass Gaby ein intrigantes Miststück ist,bezweifle ich keinen Moment.“

„Es reicht mir schon,wenn unsere kleine Welt rosa ist.“

Gretchen lehnte den Kopf an Marc´s Schulter und schweigend betrachteten beide den kleinen Jungen,der auf dem Boden saß und hinbrabbelte.

„Und du bist dir ganz sicher,dass du morgen nicht auf einmal alles anders überlegst und stattdessen doch lieber Mehdi heiratest?“

„Ich hab mir fast 20 Jahre lang ausgemalt wie es wäre,wenn wir beide einmal heiraten,da werde ich dich ganz sicher nicht vorm Traualtar stehen
lassen.“

„20 Jahre…meinst du unsere reale Hochzeit kann mit deinen Traumfantasien mithalten?“

Gretchen strich Marc eine Strähne aus der Stirn.

„Ganz sicher… ich habe dir in der Planung schließlich vollkommen vertraut.“

Marc ergriff Gretchen´s Hand und umfasste sie zärtlich.

„Ich weiß gar nicht wie ich morgen ohne dich durchstehen soll…allein schon dieser lächerliche Junggesellenabschied… es kommt sowieso nur Mehdi.“

„ Ihr geht aber in keinen Stripclub?!!!“

Gretchen setzte sich plötzlich auf und schaute Marc ernst an.

„Naja,Mehdi hatte ja mehr an ein Bordell gedacht. Vielleicht treffen wir ja da seine Exfrau wieder.“

„ Maaaaarc! Ich finde das nicht lustig.“

„Ach komm schon…Wenn´s mir nur um Sex gehen würde,dann würde ich dich einfach über meine Schulter schmeißen und dich ins Schlafzimmer zerren.“

„ Die Idee gefällt mir irgendwie, Herr Doktor.“

„Vorgezogene Hochzeitsnacht?“

Gretchen seufzte.

„Du machst es mir wirklich nicht leicht stark zu bleiben… Du stehst da und schaust mich an…mit deinen Hundeaugen…wie soll ich denn da bitte
konsequent bleiben?“

Marc strich über Gretchen´s Wange,die sofort glühend heiß und seiner Berührung würde.

„Ich würde lügen,wenn ich abstreiten würde,dass ich es nicht genieße, welche Wirkung ich auf dich habe.“



Gretchen lächelte Marc an und strich über seinen Arm. Als Marc merkte wie sehr seine Verlobte in ihrem kurzen, schulterfreien Kleid fror,schälte
er sich umständlich aus seinem Jackett und legte es Gretchen über die Schultern.

„Der perfekte Gentleman.“, murmelte Gretchen lächelnd.

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Eng umschlungen tanzten Marc und Gretchen zu der eingängigen Melodie.Marc hatte seinen Kopf ganz nah auf Gretchen´s Schulter platziert und summte
die Musik leise in ihr Ohr,währen er mit seiner rechten Hand zärtlich über ihren Rücken strich.

David war schon längst zu Bett gebracht worden,die Lichter waren gedimmt worden und auch die Gäste hatten sich der ruhigen und entspannten
Atmosphäre angepasst.

„Darf ich mal ablösen?“

Franz hatte Marc auf die Schulter getippt.

„Ähm…“

Marc sah sehnsüchtig zu seiner Freundin.

„Natürlich.“

„ Du bekommst sie ja gleich wieder,Marc, aber heute Abend gehört mein Kälbchen noch mir.“

Bärbel lief mit wehendem Rock auf das Dreiergespann zu. Durch den Alkohol bereits leicht angeheitert, fasste sie Marc an der Hand.

„Na los, Herr Doktor. Zeigen wie mal den beiden, wie viel Leidenschaft in deinen Hüften steckt!“, murmelte sie betrunken.

Ungeniert fasste Bärbel Marc an den Po,was Gretchen mit einem dicken Grinsen und Marc mit einem entsetzten Blick zur Kenntnis nahm.

Bestimmend legte Bärbel Marc´s Hände um ihre Taille und schmiegte sich eng an ihn.

Marc war wie eine verwirrte Marionette,während Bärbel einen leidenschaftlichen Tango aufs Parkett zauberte. Marc versuchte so gut es ging mit ihr
Schritt zu halten,doch spätestens als Bärbel eine Rose aus einer der Blumenvasen zückte und zwischen ihre Zähne legte,begann er hilfesuchend zu
Gretchen zu blicken.

Die umstehenden Gäste beobachteten amüsiert wie Bärbel ihre Wange eng an Marcs´ legte und ihn mit ihrem Klammergriff durch den Garten ´schob´.

„Oh Herr Meier,du tanzt göttlich!“

„ Danke …Bärbel,äh wie lange müssen wir noch tanzen?“

„Geht meinem Schwiegersohn denn schon die Puste aus? Da hält ja mein Franz mit seinen Gebrechen besser mit! Huhu Franz,ich liebe dich,mein Schatz!“

Aufgeregt winkte Bärbel ihrem Mann zu,der ihr einen Luftkuss zuwarf.

Gretchen und Franz schauten auf das ungleiche Paar,das gegen den Takt der Musik durch den Garten stolperte.Beide brachen in ein lautes Lachen aus.

„ Wer hätte das gedacht? Du und der Meier vor dem Traualtar…und das ganz ohne Fesseln und Knebeln.“

„Ja…er macht sich.Ich könnte mir keinen besseren Vater für David vorstellen.“

„Weißt du Kälbchen,ich würde diese Ehe nicht unterstützen,wenn ich nicht wüsste,dass er derjenige ist,der dich glücklich macht!Schließlich ist es
nun der dritte Anlauf.“

„Danke Papa.“

Gretchen stellte sich auf die Zehenspitzen und schlang die Arme um seinen Hals. Sie drückte ihn ganz fest an sich.

Unterdessen wurde Marc von Bärbel immer wilder im Kreis gewirbelt. Schließlich endete die Musik und Bärbel fiel Marc überschwänglich um den Hals.

„Hach…wie ein junger Gott… du erinnerst mich so an meinen Franz…“

Franz und Gretchen verkniffen sich beide ein Lächeln und gesellten sich zu dem ungleichen Tanzpaar.

Marc war froh seine Verlobte wieder zu haben und legte einen Arm auf ihre Hüfte,während sie eine Hand auf seine Brust legte und sich an ihn
schmiegte.

„Deine Mutter…also sie hat ja wirklich…Feuer im…äh…im Blut.“

Gretchen verdrehte die Augen.

„Sei froh,mit Peter hat sie damals Limbo getanzt.“

„Und mit dem Schleimer?“

„Schneewalzer…sehr theatralisch.“

„Hmmm.“

Marc grinste und drückte einen Kuss auf Gretchen´s Kopf.

Ein lautes Klirren erklang,als Bärbel ihr Sektglas fallen lies.

„Jetzt wird gepoltert!“

Dem Jubeln der Gäste folgte sogleich mehreren lauten Klirrern und Zerbrechgeräuschen.

Maria hatte als eine der ersten einen alten Teller in die Hand genommen und schmiss ihn energisch auf den Boden.

„Auf Sie, Haase… Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei!“

Mehdi zog Gaby an der Hand hinter sich her,wobei er eine hässliche Porzellangiraffe und eine Karaffe zu Boden schmetterte.

„Alles Gute für euch beide. Es gibt keinem,dem ich mehr Glück gönne als dir,Gretchen.“

Sanft umarmte er seine Exfreundin und klopfte anschließend Marc auf die Schulter.

„Pass gut auf sie auf. Sie hat einen schlagkräftigen Gynäkologen!“

Gaby stand verlegen vor dem Brautpaar und wollte schon wieder mit Mehdi weitermarschieren,als sie schließlich ein gepresstes : „Viel Glück.“
Herauspresste.

Gretchen bemerkte ihre Unsicherheit und lächelte ihr freundlich zu. Marc´s Gesichtsausdruck blieb jedoch neutral.

Bärbel und Franz traten gleichzeitig nach vorne und ließen mehrere alte Tassen und Teekannen zu Boden gleiten.

„Wie schade um das schöne Geschirr…Die Teekanne war sogar noch von Großtante Elisabeth…du weißt schon Franz…Lise mit dem Papagei…“

Franz gab seiner Tochter im Vorbeigehen einen Kuss auf die Wange und klopfte Marc auf die Wange. Bärbel umarmte das Brautpaar beide auf einmal und
drückte beiden unzählige Küsse auf die Wangen.

Die gesamte Hochzeitsgesellschaft lies mehr und mehr Geschirr zu Boden gleiten, bis ein riesiger Berg an zerbrochenem Geschirr auf dem Boden lag

Einer der letzten Gäste war Marc´s Vater gewesen,der mit Elke im Schlepptau gekommen war.

„Ich wünsche dir alles Glück der Welt,Marc.“

Max umarmte seinen Sohn und hielt ihn so fest,dass Marc fast keine Luft mehr bekam.

„Kriegt die Braut denn auch noch einen klitzekleinen Wangenkuss von ihrem zukünftigen Schwiegervater?“

Gretchen bemerkte,dass Marc eine Träne der Rührung ins Auge gestiegen war und da sie wusste wie ungern er vor anderen Gefühle zugab,streckte sie
die Arme aus und lächelte Max an.

„Gretchen, meine Kleine.“

Überschwänglich hob Max Gretchen hoch und gab ihr einen Kuss auf beide Wangen.

„Von Tag zu Tag wird meine Kleine immer hübscher… Ich hoffe doch stark,dass meine Schwiegertochter ihre guten Gene weitervererbt und in nächster
Zeit noch ein paar Enkelchen folgen.“

Gretchen lief rosa an, als Max ihr zuzwinkerte und sich mit Marc abklatschte.

„Ihr zwei steckt doch unter einer Decke!“

„Bist du mir jetzt böse?“, fragte Marc scherzhaft und pieckste Gretchen in die Seite.

„Natürlich du frecher, egoistischer, hinterhältiger…süßester aller Männer.“

Ein tiefes Räuspern richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Elke,die verlegen mit ihrem riesigen Hut und trotz der Dunkelheit mit ihrer
Designersonnenbrille auf der Nase vor beiden stand.

„Marc Olivier…Frau Haase…meine Glückwünsche für euch beide…“

An das Publikum gewandt,rief sie überschwänglich aus:

„Übrigens wird ´Dr. Rogelt- Moniques Brautschleier´ ab nächster Woche in den Buchhandlungen erhältlich sein. Es wird hochdramatisch. Eine
Brautentführung,ein ominöser Erpresserbrief und letztendlich…ach,ich möchte nicht zu viel verraten…Einen Applaus für meinen Sohn und seine
Assistentin,die mich zu diesem Meisterwerk inspiriert haben.“

Gehemmt fingen die Gäste an zu klatschen.

„Genug,genug…und nun,Marc Olivier….wo ist meine Muse? Das liebste aller Enkelkinder? Ja,wo versteckt sich denn mein Kleiner?“

„Äh also eigentlich…Mutter,ich äh heiße Marc und David ist im Bett. Also da wo 8- Monate alte Säuglinge um halb 12 nachts auch sein sollten.“

Elke schüttelte missbilligend den Kopf

„Restriktive Erziehung fördert Aggressionen in der Pubertät. Strikte Verbote sorgen nur für Ungleichgewicht in der Eltern-Kind Beziehung.“

„Äh ja, Elke Darling,wir lassen die Verliebten mal einen Moment allein und du erklärst mir noch einmal ganz genau,wie du die Stelle mit Dr. Rogelt
und Monique in dieser abgelegenen Berghütte geplant hattest!“

Grinsend zog Max Elke weiter und zwinkerte Marc und Gretchen zu.

„Meine Mutter…“ , murmelte Marc genervt.

„Sie hat so einen wunderbaren Menschen wie dich auf die Welt gebracht, also kann sie nur ein guter Mensch sein.“

„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.“, murmelte Marc selbstzufrieden in Gretchen´s Ohr.

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„Musst du wirklich schon? Es ist doch noch viel zu früh.“

Marc hatte vor der Haustüre beide Hände um Gretchen´s Taille gelegt und hatte den leidenschaftlichen Kuss, der fast eine Viertelstunde gedauerst
hatte,gelöst.

„Schatz,es ist vier Uhr morgens…und wir haben morgen beide einen seeeeehr langen und harten Tag vor uns. Ich muss das Brautkleid abholen,nochmal
mit dem Cateringservice und dem Schlossbesitzer telefonieren,nebenbei meinen Junggesellinnenabschied feiern und mit Maria und Mehdi nochmal alles
durchsprechen. Und deinen Ring muss ich auch noch vom Juwelier abholen. Ich hoffe,die haben das mit der Widmung endlich hinbekommen…“

Marc zog Gretchen zu sich her und hielt ihre beiden Hände fest umschlungen.

„Mein kleines Hochzeitsmonster.“

„Nein Schatz,ich will doch nur,dass alles glatt geht.“

Marc seufzte.

„Also gut,ich seh schon,ich kann dich einfach nicht umstimmen hier zu bleiben.“

„Pass mir ja gut auf David auf…“

Marc verschloss Gretchen´s Lippen mit einem energischen Kuss. Plötzlich folgte ein Gekicher und Gretchen wurde von Maria weggezogen.Bedauernd warf
sie Marc einen letzten liebevollen Blick zu,ehe sie zu Maria ins Auto stieg. Sie warf Marc durch das offenen Dach des Cabrios einen federleichten
Kuss zu,den dieser auffing und gegen sein Herz drückte.

Das Aufbrausen des Motors.Gekicher und eine Sekunde später war Gretchen aus Marc´s Sichtweite.

„Na Marc,noch ein Bierchen und ne Runde Tischkicker?“

Mehdi war im Türrahmen mit zwei Bierflaschen aufgetaucht und hatte eine Hand auf Marc´s Schulter gelegt.

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Marc wachte mit brummendem Schädel inmitten von leeren Chipspackungen und Playstationspielhüllen auf.

„Boah!“

Marc fasste sich an den schmerzenden Kopf und blickte sich inmitten des Chaos um.

Mit geschlossenen Augen tastete er neben sich und spürte einen warmen Körper. Eng schmiegte er sich an diesen und atmete tief den Duft seiner
Freundin ein.

„Ich wusste,du würdest nochmal vorbeikommen.“

Ein Grunzen ertönte,dass so gar nicht zu Gretchen passen wollte.

Entsetzt öffnete Marc die Augen und erstarrte. Anstatt in die wunderschönen blauen Funkelaugen seiner Freundin zu schauen,starrte er in braune
Perseraugen.

Da Mehdi in eben diesem Moment entsetzt bemerkt hatte,dass nicht seine Gaby, sondern Marc neben ihm lag,sprangen beide Männer entsetzt schreiend
auf,wobei Marc erst einmal auf einen Bauklotz seines Sohnes hüpfte und schmerzend auf einem Bein hüpfte.

„Wieso bist du…halbnackt und liegst in MEINEM Bett?“, presste Marc hervor.

Mehdi war nur in seine Flugzeugboxershort gekleidet und starrte belustigt auf Marc,der mit zitterndem Finger auf ihn zeigte.

„Erinnerst du dich etwa nicht mehr an die letzte Nacht,Schatz?“

Marc wurde blasser und blasser.

„Ach Marc,komm schon. Seh ich schwul aus? Du hast den ganzen Abend nur darüber gejammert,dass deine Süße nicht bei dir ist…und ich hab Gaby
vermisst. Wir haben ein paar Bier getrunken,an deiner Playstation gezockt und dann hast du ständig Gretchen angerufen und ihr gesagt wie sehr du
sie liebst und vermisst. Irgendwann bist du total besoffen an meine Schulter gelehnt eingepennt und ich hab dich dann ins Bett getragen. Die Couch
war mir dann zu unbequem und dann dachte ich,dass dein Bett ja wohl groß genug für uns beide ist.“

Marc schien beruhigt.

„Mann, mein Schädel dröhnt wie verrückt.“

„Willst du eine Aspirin?“

„Kaffee wär mir lieber…sag mal,was hast du da genau eigentlich für ne hässliche Unterhose an???“

Entsetzt starrte Marc auf das unförmige Comicteil.

Mehdi drehte sich rechts und links vor dem Schlafzimmerspiegel.

„Sag bloß,Gaby hat dich noch nicht zum Shoppen mitgenommen?“

Mehdi zuckte mit den Schultern.

„Mir gefällt´s.“

Marc schüttelte den Kopf.

Interessiert stapfte er in seinem mittlerweile sehr zerknitterten Anzug um Mehdi herum und musterte ihn eingehend.

„Nach der Hochzeit machen wir einen richtigen Kerl aus dir…jemand toughen.“

„Meinst du wirklich das ist so eine gute Idee?“

Marc zog eine Augenbraue hoch und grinste.

„Denk dran, keiner ist geeigneter als ich für diese Aufgabe…ich heirate Gretchen.“

„Na dann…“

Mehdi nahm einen Schluck aus einer noch halbvollen Bierflasche und prostete Marc zu,der sich jedoch nur mit erneuten schmerzverzeertem Gesicht den
Kopf hielt.



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„Es gibt noch so viel zu tun,ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll… ich hab Papa losgeschickt um den Ring von Marc abzuholen und Mama ist schon
ins Schloss gefahren um nochmal mit dem Catering und den Musikern letzte Details durchzusprechen…Maria, wir müssen dringend noch das Kleid
abholen….und nochmal mit Sabine und Susanne wegen der Brautjungfernkleider reden…“

Maria biss von ihrem Brötchen ab und lehnte sich entspannt zurück.

„Sagen Sie mal,war das Ihr Handy,dass die ganze Nacht hindurch geklingelt hat?“

Gretchen wurde rot.

„Äh ja… das war Marc.“

Belustigt grinste Maria.

„Hatten Sie Telefonsex?“

„ Bitte?“

„Ach vergessen Sie´s.“

Gretchen stand auf und zog sich schon mal ihre Jacke an.

„Maria, wir sollten jetzt wirklich los…“

„Boah Haase….Sie sind so eine Nervensäge!“

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happyweekend Offline

Schwesternhelferin:

Beiträge: 106

18.03.2011 20:22
#55 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Neuer Teil! Ich beeil mich mit dem Weiterschreiben! Danke für eure Kommis, wie immer freu ich mich auf weitere! Viel Spaß!

„An deiner Hand ein Leben lang (1.3.11)“



Gretchen bestaunte die kleine, zierliche Schrift an der Innenseite von Marc´s Ring.

„Vielen Dank, Papa…es ist wirklich genauso geworden,wie ich mit dem Juwelier abgemacht hatte. Traumhaft.“

Gretchen hatte sich nach mehreren stressigen Stunden mit Maria in der Stadt völlig entkräftet zur Lagebesprechung auf das Sofa gepflanzt.

„Mama,klappt soweit alles mit dem Catering und den Blumenlieferanten?“

„ Natürlich Margarethe! Du hättest das Schloss mal sehen sollen. Überall rote,weiße und rosa Rosen! Und das Silberbesteck erst…wunderschön… und
dann war ich noch Probe essen mit diesem charmanten Somelier…ein sehr angenehmer Mensch…und so zuvorkommend…die Weine sind übrigens fantastisch…
und deine Musiker waren auch da…sehr romantisch kann ich dir sagen…Bach….wie lang hab ich das schon nicht mehr gehört…“



http://www.schlossamerang.de/uploads/med...it_Innenhof.jpg





„Jaja, schon gut… das Brautkleid ist abgeholt,Schuhe und Schmuck ebenfalls bereit…wie sieht es mit den Platzkarten und den kleinen Speisekarten
aus?“

Ratlos schauten sich Gretchen und ihre Mutter an.

Dann begann Bärbel zu grinsen.

„Du dachtest doch nicht wirklich,ich hätte sie vergessen.“

Bärbel stellte einen kleinen Karton auf den Tisch , in dem die frisch gedruckten Karten zum Vorschein kamen.



„Salatvariation mit geräucherten Lachs und Mozzarellabällchen, Tomaten, frischen Basilikum und Baguette

Rote-Beete-Suppe mit Himbeeren und Crostini

Spaghetti mit Venusmuscheln und Tomatensauce

Rumpsteak mit Chili-Schokoladen-Sauce , Salzkartoffeln und Anjoubirne

Erdbeeren mit rosa Pfeffer und Karamell-Ananas

Schoko-Kirsch-Pastetchen…“, las Gretchen und bekam leuchtende Augen.

„Ich wusste, ich kann mich auf Marc verlassen…Das ist traumhaft! Und wie wunderschön das alles geworden ist…diesemal ist einfach alles perfekt!Ich
habe in mein Brautkleid gepasst,ich heirate morgen einen Mann,den ich zur Abwechslung auch uneingeschränkt liebe und meine Hochzeit ist absolut
perfekt…“

Maria verdrehte die Augen.

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David saß auf seiner Spieledecke und stapelte Holzbauklötze aufeinander, während sein Vater aufgeregt hin und her lief und sich zweifelnd im
Spiegel betrachtete.Obwohl der Hochzeitsanzug perfekt zu ihm passte,schien er nur oberflächlich zufrieden.



Plötzlich hielt er inne und lächelte David an.

„Na was meinst du? Ich meine gut,die Schuhe sehen furchtbar aus,aber ansonsten…?“

David wandte sich seinen Spielzeugautos zu.

Marc seufzte.

„Also da deine Mutter möchte,dass wir eine perfekte Hochzeit haben und sie mich wie immer komplett um den Finger gewickelt hat,musst du mir schon
helfen, Kleiner. Welche gefällt dir besser?“

Marc kniete sich vor David und hielt ihm eine weiße und eine rote Rose hin.

David nahm kurzerhand die rote Rose aus Marc´s Hand und wollte sie sich in den Mund setcken.

In letzter Sekunde nahm Marc sie ihm aus der Hand.

David griff sich daraufhin die weiße Rose und begann alle Blätter abzuziehen.

Marc seufzte noch einmal.

„Ok,ok… wir nehmen keine von beiden… Du bist ein echt schwerer Fall.“

David grinste Marc an, der seinem Sohn über den Kopf strich.

„Na komm, wir gehen was essen und rufen dann die Mama an.“

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„ Ich vermisse dich.“

„ Eigentlich wäre das jetzt mein Satz gewesen.“

„Ich meine es ernst.“

„ Ich vermisse euch zwei auch! Aber ich habe so viel zu tun, dass ich kaum dazu komme großartig darüber nachzudenken… Sabine ist auf Maria´s Kleid
getreten und jetzt müssen wir nochmal zur Schneiderin…und mein Blumenstrauss wurde auch noch nicht geliefert…es gibt noch soviel zu tun,ich weiß
gar nicht wo ich…“

„Schatz?“

„ Ja?“

„Halt die Klappe.“

„ Wenn du jetzt hier bei mir wärst, würde ich dich küssen.“

„ Ich würde noch ganz andere Dinge mit dir machen.“, murmelte Marc anzüglich.

„ Sehr romantisch Marc,wirklich…und das am Tag vor unserer Hochzeit.“

„ Noch kannst du´s dir anders überlegen.“

„Das hätten Sie wohl gern, Herr Doktor.“, gab Gretchen lachend zurück.

„ Ehrlich gesagt nicht.“

„ Ich liebe dich auch, Marc.“

Marc lachte und klemmte das Handy unter seine Schulter, während er David und den Babybrei in seinen Händen balancierte.

„ Du kannst dich auf eine sehr harte Zeit einstellen, wenn wir beide erst einmal verheiratet sind…“

„Oh, man könnte ja wirklich Angst vor dir bekommen.“

„Könnte?“

„ Wenn ich nicht genau wüsste was für ein süßer Freund und Vater du bist.“

„ Hmmmm, ich muss an meinem Machoimage wirklich noch etwas feilen.“

„Quatsch.“

„ Vielleicht zerre ich dich morgen direkt nach dem Ja-Wort aus der Kirche und verschleppe dich auf mein einsames Hausboot,wo ich dich nach allen
erdenklichen Arten…“

„Jaja… ich kann´s mir schon denken. Aber bis morgen Abend solltest du dich lieber um unser Kind kümmern,damit ich mir keine Sorgen machen muss,Herr
Obermacho.“

Marc grinste und schob David einen erneuten Löffel Brei in den Mund. Gierig schlang David den Schokoladenbrei hinunter und riss seinen kleinen Mund
erneut weit auf.

„David scheint es prima zu gehen…wie kann nur so viel Schokolade in einen so winzigen Kerl passen?“

„Maaaarc! Du sollst ihn nicht mit dem Schokobrei vollstopfen! Das ist schlecht für seine Entwicklung!“

„ Äh…das Gemüsezeugs hat er mir auf mein Hemd geko….äh erbrochen und als ich deine Ach-so-tolle-und-entwicklungsfördernde-Bach-CD eingelegt
habe,hat er angefangen wie am Spieß zu brüllen…“

„Und deswegen läuft jetzt Metallica?“ ,fragte Gretchen zynisch,als sie die dumpfen Schläge aus Marc´s Steroanlage dröhnen hörte.

„Äh… David hat eben Geschmack!“
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Lächelnd legte Gretchen ihr Handy auf das rosa Nachtkästchen und kontrollierte am Schminktischchen ihr Makeup. Ein Gefühl der Wärme überkam sie,als das Bild ihres Freundes vor ihr
aufstieg.Drei Stunden hatten sie miteinander telefoniert und sie sehnte sich inzwischen so sehr nach Marc,dass sie den nächsten Morgen kaum mehr
erwarten konnte.

Zufrieden zupfte sie an ihrer neuen dunkelblauen Jeans und dem schwarzen Blazer herum. Schnell schlüpfte sie in ihre schwarzen Highheels, schnappte
ihre Handtasche samt Handy und stolperte die Treppe hinunter.

--------------------------------------------------------------------- ………………………………….

Marc betrachtete kritisch seine Mutter,die sich über David beugte.

„ Ich fass es nicht… Gretchen sagte , dass sie einen verantwortungsbewussten und zuverlässigen Babysitter organisiert hätte…und dann taucht SIE
auf???“, flüsterte Marc an Max gewandt.

„Gib ihr doch mal eine Chance.“

„Ähhhhh… wir reden von meinem Sohn. Der im Übrigen kein Versuchskaninchen ist, sondern ein wehrloses Kind !“

„Du redest als sei sie Frankensteins Mutter.“

„Nein, es reicht, dass sie meine ist!“

Marc atmete tief aus.

Max sah Marc bittend an, woraufhin dieser genervt aufstöhnte.

„Also gut. Aber nur auf Probe… und wehe sie leert Scotch in Davids Fläschchen oder ähnliche Scherze!“

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Marc saß gelangweilt auf der Couch . Natürlich hatte er Gretchen beruhigt,als sie ihn gefragt hatte,ob auch eine Stripperin Teil des Programms sei.

In Wirklichkeit hatte er von Anfang an geahnt,dass sein Junggesellenabschied als langweilige Party angedacht war,deren einziger Höhepunkt eine

verlebte Mittzwanzigerin war,die sich für ein paar müde Euro halbnackt um eine Stange wand.

Viel lieber hätte er mit seinem Hasenzahn auf der Couch gefummelt anstatt hier mit lauter hohlen Suffköpfen zu sitzen und sich zu Tode zu
langweilen.

Während seine Gäste anscheinend viel Spaß mit seiner Playstationkonsole und seiner DVD/ CD Sammlung hatten,nahm Marc einen großen Schluck Bier aus
seiner Flasche,als ein ziemlich verdutzter Mehdi mit einem jungen, gutaussehenden Mann den Raum betrat.

„Äh Marc,ich glaub da ist was schief gegangen mit der Stripperin…“
Grinsend zeigte Mehdi auf den jungen Mann,der ebenso verdutzt aus schaute wie der Rest der Männergesellschaft.



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„Und dann hat dieses Schwein mich an unserem Jahrestag sitzen gelassen…“

Eine heulende Stripperin saß nur mit Dessous und einem leichten Seidenmantel bekleidet auf der Couch der Villa Haase und tupfte sich mit einem
Taschentuch dich verschmierte Mascara unter den Augen hinweg.

Mitfühlend legte Gretchen eine Hand auf Laura´s Arm und versuchte sie zu trösten.

Bärbel sah missbilligend auf die junge,attraktive Frau,die eigentlich für Marc´s Junggesellenabschied engagiert worden war.

Als sie jedoch in Gretchen´s Party geplatzt war,hatte sie sich sofort an ihren eigenen Junggesellinnenabschied erinnert,der nun ein Jahr herlag und
an dem sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett erwischt hatte.

Mitleidig hatte Gretchen dem hübschen Größe 36-Model einen Schokomuffin angeboten und ihr eingehend versichert,dass sie auf Marc´s
Junggesellenabschied wohl kaum vermisst werden würde.



Schon kurz nachdem sich Laura als Stripperin für Marc´s Junggesellenabschied geoutet hatte, war Gretchen klar,dass diese topmodelverdächtige
Schönheit auf gar keinen Fall das Highlight auf Marc´s Junggesellenabschied werden dürfte.

Auch wenn es ihr sehr leid tat,dass der attraktive männliche Stripper dank der unglaublich uneffektiven Arbeit von Schwester Sabine bei ihrem
Verlobten gelandet war, war Gretchen gelinde gesagt froh,ihren Marc in reiner männlicher Gesellschaft zu wissen.

Laura zog ein erneutes Zewa-Taschentuch aus dem Spender und verfiel erneut in heftiges Schluchzen.

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Jonas saß inmitten lauter belustigter Männer, die sich gegenseitig mit Bier zuprosteten. Der muskulöse Stripper hatten seine anfängliche
Zurückhaltung aufgegeben und lachte nun gemeinsam mit der Männerrunde über derbe Witze.

Marc hatte sich indessen ins Schlafzimmer zurückgezogen und auf sein Bett geworfen.

Gedankenverloren nahm er sein M-Tshirt in die Hand und roch daran. Er dachte in jenem Moment an seine Verlobte,die vor gerade mal 48 Stunden sein T-
Shirt am Körper getragen hatte. Es trug noch den Duft ihrer warmen,weichen Haut und der duftenden Lockenmähne.

„Boah Meier,du bist so peinlich!“, rief Marc entsetzt aus und schmetterte das Shirt zurück aufs Bett. Er verschränkte die Arme und legte seinen
Kopf darauf.

Ohne Gretchen und David fühlte er sich so alleine.

Gelächter drang aus dem unteren Stockwerk nach oben durch. Auf einmal wurde die Tür zum Schlafzimmer aufgerissen und Marc von rauen Männerhänden an
den Armen nach draußen gezerrt wurde.


Als Mehdi und Max ihn die Treppe hinunterzogen und er noch in das belustigte Gesicht von Gretchen´ s Vater blickte, war ihm klar, dass der Abend
gerade erst begonnen hatte.

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„Gretchen,das ist ja der absolute Wahsinn hier.“

Susanne tanzte ausgelassen mit einem jungen Spanier und ließ sich giggelnd von ihm an den Po fassen.

Maria hatte sich ebenfalls einen gutaussehenden Südländer geangelt,der Gretchen erstaunlich stark an Knechtelsdorfer erinnerte.

Kopfschüttelnd lehnte sie ihren Kopf an Bärbels Schulter und seufzte schwer.

Eigentlich war die Idee mit der Disco ganz sicher nicht ihre Idee gewesen. Nein,als Ehefrau und Mutter konnte man doch wahrlich nicht mehr mit
jungen 20-Jährigen Hühnern zu schlechter Musik den nicht mehr cellulitefreien Hintern schütteln! Sie hatte schließlich Verantwortung.

Bärbel unterhielt sich unterdessen angeregt mit dem Barkeeper und achtete nicht auf ihre gelangweilte Tochter.Obwohl sich Bärbel nur durch Maria´s
starke Überzeugungskraft zum Diskobesuch erweichen hatte lassen,schien sie sich zu Gretchen´s Missfallen mehr zu amüsieren als die zukünftige Frau
Dr. Meier.

Kaum hatte sich Gretchen versehen, war auch noch ihre Mutter im Getümmel verschwunden.

„Oh ne… nicht die auch noch!“

Plötzlich lief Gretchen etwas Nasses am Arm hinunter.

„Hey!“

Ein großer dunkelhaariger Mann drehte sich zu Gretchen um und für einen Moment war sie wie vom Blitz getroffen.

Entsetzt starrte sie durch die matte Diskobeleuchtung in ein ihr wohlbekanntes Augenpaar.



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happyweekend Offline

Schwesternhelferin:

Beiträge: 106

07.04.2011 01:22
#56 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Tut mir leid,dass ihr so lange nichts mehr von mir gehört habt,aber ich bereite mich momentan auf einen ziemlich wichtigen Test vor und daher extrem im Stress. Dafür jetzt aber ein langer Teil! Viel Spaß!




„Oh ´tschuldige,war keine Absicht…kann ich dich zur Entschädigung auf ´nen Drink einladen?“

Gretchen stand da wie vom Blitz getroffen.

Der dunkelhaarige Mann vor ihr ,schein ihr mehr als nur bekannt zu sein. Mit einem Entsetzen stellte sie fest,dass er genau das Selbe schöne Augenpaar
besaß wie Marc. Seine Augen hatten genau den gleichen grünlichen Farbton,die gleichen Sprenkel in der Iris und genau den schelmischen Glanz,der die
Frauen bezauberte.

„Ich äh…äh…ähm ich…muss…äh ja …ich…ja,gerne.“

Der junge Mann lächelte und verzog einen Mundwinkel. Mit einem Augenzwinkern reichte er ihr die Hand und setzte sein breites,charmantes Lächeln erneut
auf.

„Niklas.“

„ Ich…äh…Gretchen.“

Niklas prostete Gretchen zu und blickte sie interessiert an.

„Sind Sie alleine hier?“

„ Ich äh…nein,meine Brautjungfern sind irgendwo …äh ja…“

Hilfesuchend sah Gretchen sich um und riskierte dabei abermals einen kurzen Blick in die grünen Strahleaugen vor ihr.

„Alles in Ordnung?“

„Entschuldigung…Sie…also ich weiß, das klingt jetzt verrückt ,aber Sie…Sie haben totale Ähnlichkeit mit meinem Verlobten.“

Niklas zog belustigt eine Augenbraue nach oben.

„Also nicht,dass Sie das jetzt für eine schlechte Anmache halten…also ich bin wie gesagt verlobt und wir haben einen süßen,kleinen Sohn…also abgesehen
davon,dass ich den tollsten Mann der Welt morgen heirate und ich…äh ja hm…ich glaube ich rede schon wieder viel zu viel…“

„Trinken Sie am besten erst einmal was…“

Niklas reichte ihr einen bunten Cocktail.

„Danke.“

Erleichtert zog Gretchen an dem Röhrchen und spielte mit dem kleinen Schirmchen,dass zur Dekoration des Glases diente.

„Siehaben wirklich genau seine Augen…die selbe Haarfarbe und der Mund….“

Beschwipst fuhr Gretchen die Konturen seiner Lippen nach.

„Moment mal…Die selben Augen? Sag nicht…DU bist… Marc´s Verlobte?“

„Marc? Woher kennen Sie Marc?“‘

Verwirrt schaute sich Gretchen um. Niklas grinste breit und deutete eine formvollendete Verbeugung an.

„Niklas Meier…ich bin Marc´s Cousin.“

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Gretchen warf den Kopf in den Nacken und lachte schallend. Niklas hatte ihr gerade eben erzählt wie er und Marc als 5-Jährige Marc´s toten Hamster auf
einem Scheiterhaufen aus Elkes Romanmanuskripten eingeäschert hatten.

Niklas prostete Gretchen erneut zu und nahm einen großen Schluck aus seinem Bierglas.



„Ja, Tante Elke war schon immer ein Hitzkopf… Ich glaube Marc hat sich von ihrer Standpredigt nie wieder richtig erholt… zumindest wollte er seit
damals nie wieder ein Haustier haben…und den guten alten ´ Dr. Rogelt´s´ ist er seitdem aus dem Weg gegangen.“

Gretchen fasste Niklas an die Wange und zog die Haut auf beiden Wangen zusammen und wieder auseinander.

„Das ist er der absolute Wahnsinn.“

Sie griff die Augen zusammen und betrachtete Niklas erneut von allen Seiten.

„Marc hat nicht übertrieben.“

„ Wieso?“

„ Neugierig, charmant, attraktiv…mit schlagenden Argumenten ausgestattet würde ich einmal sagen.“

Grinsend musterte er Gretchen und riskierte einen spitzbübischen Blick in ihren tiefen Ausschnitt.

Unsicher zupfte Gretchen ihr Top zurecht und legte ihre Kette wieder gerade um den Hals.

„Marc scheint es ja richtig ernst zu sein… Kind, Hochzeit…sogar noch kirchlich…es scheint ja,als hättet ihr beide euch gesucht und gefunden… Ich bin…
gelinde gesagt, überrascht, dass Marc heiraten möchte… Also nicht,dass ich nicht daran glaube,dass das zwischen euch beiden funktioniert…ich denke
nur,dass Marc einfach nicht der Typ für eine Ehe ist bzw. war… Aber ich freue mich wirklich schon sehr den kleinen David kennen zu lernen. Hoffentlich
ist er genauso ein hübsches und nettes Kerlchen wie der Papa…“

„ Weiß Marc schon, dass du hier bist?!“

Niklas rieb sich den Nacken.

„Ich war über sechs Jahre im Ausland… Bis vor ein paar Monaten wusste ich noch nicht mal,dass Marc einen Sohn bzw. eine Verlobte hat.“

„Wie? Habt ihr denn nie telefoniert?“

„Ach du kennst doch Marc.Aus den Augen aus dem Sinn…abgeshen davon,dass er noch nie der absolute Familienmensch war… Max hat mich angerufen…er
wusste,dass Marc höchstwahrscheinlich zu stolz sein würde um seinen kleinen Cousin anzurufen.“

Gretchen betrachtete Niklas eingehend.Ihr Blick schweifte über seine strahlenden grünen Augen,die ebenmäßigen Gesichtszüge,den durchtrainierten Körper…

„Ich bin sicher, er wird sich freuen dich zu sehen…“

Gretchen nahm einen tiefen Schluck aus ihrem Glas.

„Ich muss sagen,ihr Meier´s habt wirklich gute Gene…“

Niklas prostete Gretchen lächelnd zu und bestellte beim Barkeeper eine neue Cocktailrunde.

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Grummelnd stand Marc auf um seinen Sohn zu beruhigen.Leise hörte man seine beruhigende Stimme auf David einreden,der augenblicklich verstummte,als
Marc ihn aus der Wiege hob.

Marc hatte sich frühzeitig von seiner Junggesellenabschiedsparty und somit auch dem Stripclub verabschiedet um gemeinsam mit seinem Sohn die letzten
Stunden als Junggeselle zu verbringen.

Zärtlich blickte er in ein Abbild seiner eigenen grünen Augen und strich über die wuscheligen Haare seines Sohnes. Gähnend legte sich Marc auf das
Sofa und bettete David auf seinen Bauch. Schützend breitete er die Decke über sie beide aus und schon kurze Zeit später waren er und sein kleiner Sohn
wieder in das Reich der Träume entschwunden.




Traumsequenz

„Mensch Papa….nun komm schon…ist doch nur geliehen.Nur für heute Abend…Bitte? Bitte,bitte,bitte?“

Ein fast erwachsener David fuhr sich durch die Haare und zupfte seine Lederjacke zurecht.

„David, du weißt wie gern ich…“,murmelte Marc scheinbar besorgt.

Marc sah im Traum sein eigenes älteres Ich ratlos mit den Schultern zucken. Sein älteres Ich hatte mehrere graue Strähnen,die sich durch die immer
noch sehr eigenwillige Frisur schlängelten.

Er trug inzwischen eine Brille,sah jedoch zu seiner Freude immer noch jugendlich und frisch aus. Man hätte David durchaus,als seinen jüngeren Bruder
schätzen können.

„Paps,du bekommst ihn doch auf jeden Fall zurück… komm schon…du warst doch auch mal jung…“

„ David,du hast erst seit kurzem den Führerschein…was ist wenn dir was passiert? Ich fahr euch,kein Problem…“

David verschränkte entnervt die Arme.

„ Es ist ein Date,Papa … Was macht das denn für einen Eindruck,wenn mich mein Vater hin- und zurückkutschiert?“

„ Wie ich dich kenne, wird ein zurückkutschieren nicht mehr nötig sein, da du dich von der Kleinen sowieso abschleppen lässt.“

„ Woah Papa! Muss ich mich jetzt wirklich mit dir darüber unterhalten? Ich finde das so krank!“

Marc ließ sich protestlos in den Sessel fallen und schlug die Zeitung auf. David wollte sich schon entnervt umdrehen, als sein Vater etwas Silbernes
über die Zeitung hob und klimpern ließ.Grinsend schob er die Zeitung nach unten und warf David den Schlüssel zu.

„Papa,du bist der Beste! Und ich hatte schon Angst,dass…“

„ Deine Mutter mich mal wieder um den Finger gewickelt hat und dein Date versaut?“

David grinste und ließ sich auf eine Sofaecke nieder.

„ Du kennst sie ja…“

„ Ich bin mit ihr verheiratet.“

David grinste.

„ Beileid.“

Marc lachte.

„Sie macht sich nur Sorgen…“

„ Paps, ich bin 18…volljährig.“

„ Für sie bist du allerdings in allererster Linie unser kleiner David.“

Marc grinste breit.

David zog die Stirn in Falten,wobei er wieder mal wie ein kleiner Verschnitt seines Vater´s aussah.

„ Oah, neeee… warum musste ich nur Einzelkind bleiben…“

Marc hob abwehrend die Hände.

„Daaaas hast du deiner Mutter zu verdanken, David…“

„Lästerst du etwa schon wieder über mich?“

Eine blond gelockte Frau mit einer Schürze lief den beiden Männern entgegen und platzierte sich auf das Designersofa. Sie sah dabei aus,als sei sie
einem 50er Jahre Möbelhausmagazin entsprungen.

„ Wie immer…Schatz.“

Beide grinsten sich an und Gretchen warf Marc einen Luftkuss zu.

Das ganze Wohnzimmer war ein perfektes Arrangement von Blumenmustern und einem rötlich-lilanen Farbkonzept…von Marc´s ehemaliger Junggesellenwohnung
war nichts mehr zu erkennen.

„Was möchtest du denn gerne heute Abend essen,mein Mausebärchen?“

„Nudelauflauf…und Hasenzahn,bitte nenn mich nicht Mausebärchen.“

„Aber Schatz,so nenne ich dich doch schon seit unserer Hochzeit.“

Gretchen stupste Marc mit ihrem Finger auf die Nase.

Gretchen´s Gesicht verschwamm und hatte auf einmal das Gesicht von Bärbel.

„Dass du mir aber auch ja deine Nudeln aufisst,Marc Olivier.“

Mit erhobenen Finger zeigte sie auf die angekohlten Nudeln,die auf einmal vor Marc auf dem Tisch standen.

Entsetzt versuchte Marc aufzustehen,doch er war wie am Stuhl festgeklebt.Überall um seinen Kopf schwirrten Gretchen´s und Bärbel´s Gesichter.

„Vergiss nicht den Müll runbterzubringen!“

„Hast du schon meine Tampons eingekauft?“

„Marc, wo bleibt meine Schokolade?“

„Du hast ihr auf den Arsch gestarrt…Lüg mich nicht an!“

„Du findest mich zu dick!“

„Du hast mich geheiratet, vergiss das nicht.“

Gleißendes Licht durchstrahlte den Raum und auf einmal sah er Gretchen in ihrem Hochzeitskleid vor dem Altar stehen. Lächelnd schaute sie ihn an. Mit
roten Augen.

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Marc schreckte aus dem Schlaf hoch, ohne dass er vorher noch das Ende dieses merkwürdigen Traumes erfahren hätte. Auf seinem Bauch döste friedlich
sein kleiner Sohn. Stolz strich Marc über Davids Haare und sog seinen zarten Duft ein.

„Nur ein blöder Traum.“, murmelte Marc zufrieden,drückte David fest an sich und schloss seine Augen ein erneutes Mal.

Nur wenige Minuten später riss ihn jedoch das laute Klingeln seines Handys erneut aus dem Schlaf.

„Hat man (n) denn hier nie seine Ruhe?“,stöhnte er laut auf.

David schlief seelenruhig weiter und schien sich an Marc´s Klingelton nicht zustören.

„Na deinen Schlaf hätte ich gern.“

Marc legte David vorsichtig in seine Wiege und drückte ihm einen Kuss auf die Backe, ehe er genervt das Gespräch ohne Nummernanzeige annahm.

------------------------------------------------------ ------------------------------------------------

„Du Vollidiot! Und was soll ich jetzt bitte Gretchen erzählen? Verdammt, was musstest du dich auch auf ne Schlägerei einlassen… Ich wusste gleich,dass
ich dich nicht allein lassen hätte dürfen…Und jetzt hab ich die Schererei…ein Trauzeuge,der mit gebrochenem Kiefer,einem gebrochenen Bein und zwei
gebrochenen Händen im Krankenhaus liegt…und das am Tag meiner Hochzeit…“

Marc lief entrüstet im Zimmer auf und ab.

Mehdi lag im Krankenhausbett vor ihm und schlief friedlich wie ein Baby.

Entnervt pflanzte sich Marc auf einen Besucherstuhl und vergrub das Gesicht in den Händen.

„Toll, die halbe Hochzeitsgesellschaft lässt sich in eine Massenschlägerei im Stripclub verwickeln, der Trauzeuge wird zusammengeschlagen und die
Braut hat ihr Handy abgestellt…Ganz klasse, Marc Meier darf mal wieder alle retten.“, murmelte Marc vor sich hin und rieb sich die Schläfen.

Sabine betrat den Raum.

„Doktor…Meier, die Frau Doktor hat gerade angerufen…sie ist auf dem Weg. Soll sie noch was mitbringen?“

Marc schaute Sabine irritiert an.

„Äh…zwei Bier, ein paar Pornos und Thunfischsandwiches?“

„ Ich werde es ihr …sagen.“

„ Sind Sie bescheuert?“

Sabine wirkte verdutzt, während Marc nur die Augen verdrehte.

Eine sehr zerzauste Gaby kam mit ihren hochhakigen Highheels in der Hand zur Tür herein und stürmte an Mehdi´s Krankenbett.

„Was ist denn los mit ihm? Geht´s ihm gut? Marc,verdammt jetzt sag doch was!“

„Er hat nichts,was sich nicht durch ein paar kräftige Schläge auf den Hinterkopf wieder beheben lassen könnte. Ich erkläre mich gern zu dieser Aufgabe
bereit. Denn dein Vollidiot von Freund hat meine ganze Planung auf den Kopf gestoßen… Und das knappe neun Stunden bevor ich Hasenzahn heirate.“

Gaby sah Marc verständnislos an.

„ Glaubst du eigentlich, es gibt nichts wichtigeres auf der ganzen Welt als deine Hochzeit? Dein angeblich bester Freund liegt hier mit
Knochenbrüchen am ganzen Körper und du denkst mal wieder nur an dich…“

„ Ohoooo Mutter Theresa gibt Weltverbesserungstips…Kleiner Ratschlag von mir,Gaby… ganz schlechte Masche…versuch´s mal eine Stufe tiefer…dann nimmt
man´s dir vielleicht gerade noch ab!“

„Aja…schön,dass ich mir jetzt schon Ratschläge von so gestörten Typen wie dir geben lassen muss.“

„Hör mir mal gut zu,du aufgetackelte Schnepfe…Mehdi ist nur aus einem Grund mit dir zusammen: du bist leicht flachzulegen.“

„Das ist doch lächerlich…“

Marc kniff Gaby in die Wange und klopfte danach leicht darauf.

„Nicht traurig sein, Gaby…irgendwo wird sich schon noch ein Schrottplatzbesitzer finden, der dich heiraten will.“

Gaby schüttelte genervt den Kopf und lief zur Tür hinaus.

Ein schüchternes Klopfen durchbrach den Raum. Eine vermummte Gestalt betrat den Raum. Mehrere Arztkittel waren um ihren Körper geschlungen und ein
weißes Bettlaken mit zwei Löchern für die Augen verhüllte den Kopf der Gestalt. Einzig und allein das bekannte Paar schwarzer Highheels ließen Marc
belustigt erkennen,dass es sich um seine Verlobte handelte,die gerade wie eine anatolische Wanderhirtin herumirrte und dabei mehrmals gegen den
Bettpfosten und medizinische Geräte stieß.

„ Marc?“

„ Oh Hasenzahn,meinst du nicht du übertreibst das alles? Ich hab dich schon nackt gesehen,ich dachte also ich hätte das schlimmste hinter mir…und dann
kommst du in diesem Aufzug hier rein.“

„ Marc!“

„Ja was? Ich bin gefrustet. Verdammt,wieso kann sich dieser blöde Idiot nicht zurückhalte??? Kannst du mir jetzt sagen was wir tun sollen?“

happyweekend Offline

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27.06.2011 23:11
#57 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Nach langer Zeit mal wieder was neues :) Viel Spaß!


„ Jetzt schieb doch nicht Mehdi die Schuld zu…er wollte das arme Mädchen doch nur beschützen.“
„Das arme Mädchen,wie du gerade so schön gesagt hast,ist ´ne Nutte und hatte Stress mit ihrem Freier…was muss der Idiot sich denn da einmischen?“

Marc sah wie Gretchen unter ihrer Verkleidung heftig mit dem Fuß wippte.

„Ist ja mal wieder typisch.“



„ Boah Gretchen, was ist mal wieder typisch?“

„Nichts,vergiss es.“



Marc stöhnte entnervt auf.

„Immer wenn du diesen Satz sagst, bist du sauer…was hab ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?“

„Du könntest ruhig mal etwas Verständnis und Mitgefühl für deinen besten Freund aufbringen.“

„Boah ey…müssen wir uns darüber jetzt wirklich streiten?“

Gretchen schien zu überlegen. Schließlich atmete sie erleichtert aus und setzte sich auf Marc´s Schoß.

„Nein…Marc, es tut mir leid…ich wollte dich nicht so anzicken…“

Marc lehnte sich an Gretchen´s Schulter und legte den Kopf in ihre Halsbeuge.

„Kannst dich ja gern mit einer Runde Versöhnungssex revanchieren.“

Um Gretchen´s Augen bildeten sich Lachfältchen,während sie Marc durchs Haar strubelte.

„Übrigens habe ich bereits eine Lösung für unser Problem mit den Trauzeugen…also natürlich nur,wenn du einverstanden bist.“

Marc zog eine Augenbraue nach oben.

Gretchen sprang auf und öffnete die Zimmertüre.

Marc klappte die Kinnlade auf.

„Nick???“

Gretchen schloss die Augen und lehnte sich auf dem Sofa zurück.

„Was für ein Tag…zwei Stunden Schlaf…ein Trauzeuge im Krankenhaus…“

„Ach Kälbchen,immerhin hat Marc dich vor der Hochzeit nicht mit Sr. Gaby betrogen…und die Hochzeit hat ihn bis jetzt so viel gekostet,dass er dich
höchstwahrscheinlich nicht sitzen lässt.“

„Danke Papa,jetzt geht´s mir doch gleich viel besser.“

Bärbel,die sich bereits ihr glitzerndes Pailettenkleid angezogen hatte,prüfte vor dem Spiegel noch einmal die Passform und ließ sich anschließend
neben ihre Tochter fallen.

„Ich weiß gar nicht was du hast…dieser Nick macht doch einen sehr charmanten Eindruck…und er hat einen süßen Hintern.“

Franz schaute auf und warf Bärbel einen tadelnden Blick zu.

„Es wäre mir wichtig gewesen, dass Mehdi dabei ist…und Jochen…“

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„Marc Olivier!”

Entnervt schleuderte Marc seine Kravatte in die Ecke,nachdem er sie selbst im fünften Anlauf nicht zugebracht hatte.

„Wann hört sie endlich,endlich auf mich so zu nennen?“

Ohne anzuklopfen stürmte Elke Marc´s Schlafzimmer.

„Du siehst ja schrecklich aus…diese Haare…ein Desaster…und überhaupt…ganz blass bist du…“

„Äh Mutter…ich ziehe mich gerade um?“

Elke fing an Marc´s Kravatte formgerecht zu binden,während Nick mit David auf dem Arm zur Tür hereingeschlendert kam.

„Na Marc,schon aufgeregt?Du siehst aus wie einer von Elke´s Vampiren.“



Elke rümpfte die Nase.

„Ich wüsste nicht was daran schlecht sein sollte.Marc Olivier,du siehst fantastisch aus.“

„Äh ja,raus hier-alle…aber flott…halt,David bleibt hier…bei euch Verrückten bleibt er nicht.“

Jauchzend schlang David die Hand um Marc´s Zeigefinger.

Kaum hatten Elke und Nick das Zimmer verlassen ließ Marc sich mit David aufs Bett gleiten.

David griff nach Marc´s Kravatte und fing an spielerisch das eine Ende in seinen Mund zu stecken.

Marc grinste :“ Womit dieses Problem sich auch gelöst hätte…wer trägt heute auch noch Kravatten?“

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Gretchen´s lange Lockenmähne war unterdessen unter einer großen Frisörhaube versteckt,während ihre Augen ehrfürchtig in das große Hochzeitsspezial
der Gala anlässlich der Hochzeit von Kate und William vertieft waren.

„Kate hat eine viel schönere Kutsche als ich.“, schüttelte Gretchen den Kopf.

„Und Herzogin von Cambridge ist sie jetzt auch…hach,einen wirklichen Prinzen heiraten…“

Gretchen verzog schwärmerisch das Gesicht, während Maria hinter ihrem Rücken Grimassen zog .

„Nun kommen Sie schon,Haase… in Kate´s Brautkleid hätten Sie doch in 100 Jahren nicht reingepasst. Also seien Sie froh,dass Sie in ihrer
kleinbürgerlich spießigen Manier einen halbwegs passabel verdienenden und gutaussehenden Mann gefunden haben,der sich ihrer erbarmt und ihnen einen
kleinen hässlichen Ring an den Finger steckt.“

Gretchen´s Lächeln erstarb.
„Glauben Sie denn nicht an die Ehe?“

Maria lehnte sich tief in ihrem Stuhl zurück.

„Merken Sie sich eines,Haase…Solche Fragen stellt man keiner geschiedenen Frau…“

„ Und das soll jetzt was genau heißen?“

„Mein verehrter Exgatte amüsiert sich gerade auf irgendeiner Yacht in der Karibik mit einem Unterwäschemodel,das ungefähr halb so alt ist wie ich.
Die Antwort lautet nein,ich glaube nicht an die Ehe.“

Gretchen schien zu überlegen.

„Aber es gibt doch auch sehr glückli…“

„ Die Frage war,ob ICH an die Ehe glaube. Nein,tue ich nicht…aber ganz ehrlich Haase,ich hoffe für Sie,dass es die glückliche Ehe wirklich gibt…
wenn ich es irgendjemandem gönne…naja,das führt jetzt zu weit…Sie haben ja immerhin eine 50:50 Chance,das es klappt.“

„Sagen Sie mal….was sagt denn eigentlich Knechtelsdorfer dazu,dass Sie es von vorneherein ausschließen nochmal zu heiraten?“

Maria wurde rot und rief laut :“ Wie lang dauert das denn hier noch? Die Frau heiratet,wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“

Gretchen verkniff sich ein Grinsen und vertiefte sich erneut in ihre Zeitschrift.

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„Meier!“

Marc erkannte die Stimme seines zukünftigen Schwiegervaters und hielt kurz vor der Eingangstür inne.

„Franz…äh,Gretchen noch nicht da?“

Sich nervös die Hände reibend,suchte Marc mit den Augen die Vielzahl der Hochzeitsgäste ab.

„Nein,als ich gegangen bin,gab es gerade ein äh…kleines Problem…aber das kann nur eine kurze Zeitverschiebung beinhalten…Also hmmm…“

Marc zog eine Augenbraue nach oben.

„Was ist passiert?“

„ Ich äh…ich hab ihr versprochen dir nichts davon zu sagen,Marc.“

Mühsam unterdrückte Franz ein Lachen und versuchte ernst dreinzublicken.

„Sie meinte,du würdest sie dann nur wieder aufziehen.“

„ Der Reisverschluss ist geplatzt.“,rief Marc wie aus der Pistole geschossen.

„ Von mir weißt du nichts!“,flüsterte Franz ihm zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

--------------------------------------------- ------------------------------------------------------------„Aber Margarethe…du verwischst ja deine
ganze Scminke…ach Kind,jetzt reiß dich doch zusammen.“

Wie ein Häufchen Elend saß Gretchen in ihrem halboffenen Hochzeitskleid auf dem Sofa.

„Ist doch jetzt sowieso alles egal…Marc heiratet mich soweiso nicht…Ich sehe aus wie eine dicke,unförmige Qualle…“

Hilflos warf Bärbel Maria einen Blick zu und zuckte mit den Achseln.

Maria ließ sich auf die Couch fallen und zog aus ihrer Tasche eine große Tafel Lindt-Schokolade.

„Auch was?“

Maria biss ein großes Stück von der Tafel ab und hielt den Rest Gretchen unter die Nase.

Gretchen schluchzte erneut wie ein Schlosshund und vergrub das Gesicht unter dem Sofakissen.

Maria winkte Bärbel aus dem Wohnzimmer.

„Jetzt hören Sie mal auf…sie heiraten heute einen gutaussehenden Mann,der sie aus mir zwar unerfindlichen Gründen liebt, obwohl er ein weitaus
attraktiveres und jüngeres Modell haben könnte. Sie haben einen wundervollen Sohn und eine Familie,die immer zu Ihnen steht,egal ob mal wieder ein
Betrüger geheiratet wird,oder ob sie mal wieder eine Hochzeit platzen lassen. ..Und Sie überlegen tatsächlich wegen eines zu engen Hochzeitskleides
alles platzen zu lassen?“

Gretchen hörte schlagartig auf zu weinen und blickte Maria interessiert an.

„ Die Schneiderin ist schon auf dem Weg…Sie lassen eine kleine Naht versetzen und schon können Sie Ihren Traumprinzen heiraten.“

„Meinen Sie wirklich,ich soll…“

Ein Klingeln durchbrach das Gespräch.

„Haase.“, meldete sich Gretchenmit tränenverwaschener Stimme.

„Hasenzahn, ich bin´s,Marc.Falls du dich nicht mehr erinnerst,äh wir hatten einen Hochzeitstermin…schon seit geschlagenen 23,5 Minuten warte ich
auf dich und es wäre sehr nett von dir, Schatz,wenn du mich nicht vorm Altar sitzen lassen würdest.“

„ Oh Marc,es ist alles so furchtbar…Ich habe nicht ins Kleid gepasst…“

„Das weißich alles schon. Süße, nun komm schon…“

„Wer hat dir das erzählt?“

„ Oh Hasenzahn…bitte!“

„WER???“

„Ich hab´s erraten.“

„Du findest mich fett…du hast dir schon gedacht,dass ich nicht ins Kleid passe…du hälst mich für eine fette Kuh!“

„Das stimmt doch so gar nicht! Gretchen,schwing jetzt deinen hübschen Hintern hierher und heirate mich,verdammt noch mal.“

„Du musst nicht so schreien.“

„Gretchen,du machst mich wahnsinnig!“

Gretchen tupfte sich die Tränen mit einem Taschentuch weg und lächelte.

„Marc,ich liebe dich.“

„ Hasenzahn,dann bitte lass es nicht aussehen,als hättest du mich vor der Hochzeit sitzen lassen…“

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Mit der Begleitung von wunder vollen Geigenklängen öffnete Franz die Wagentür des Oldtimers und half seiner Tochter aus dem Wagen. Staunend betrachtete er seine Tochter,die wie durch ein Wunder weder verheult,noch traurig aussah. In Windeseile war Gretchen frisch gemacht worden,während
die Schneiderin die Naht des Kleides leicht versetzt hatte. Das Kleid passte jetzt wie angegossen und Gretchen schwebte feengleich über den roten

Teppich der Kirche. Einzig die leicht geröteten Wangen zeugten noch von dem heftigem Tränenausbruch.Gretchen spürte wie sich ihre Augen erneut mit
Tränen füllten,doch diesesmal waren es nicht Tränen der Trauer,sondern Tränen des Glücks,die in ihre Augen stiegen,als sie Marc am Altar entdeckte.



Am Arm ihres Vaters schritt Gretchen mit großen Schritten den Kirchengang entlang. Als Marc schließlich die zarte Hand seiner Verlobten in seiner
eigenen Hand hielt und in ihre leuchtenden Vergissmeinnichtaugen blickte,wussten beide,das sie letztendlich das bekommen hatten,wonach sie sich so
lange gesehnt hatten- eine gemeinsame,glückliche Zukunft als Mann und Frau.

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Marc und Gretchen standen knutschend an die alte Eiche gelehnt. Marc strich sanft über Gretchen´s Gesicht und fuhr die Konturen ihre Körpers mit
seinen Händen nach.



„ Ich darf doch sehr bitten,Herr Meier…So geht das doch nicht! Wir wollen ästhetische Fotos…Züchtigkeit hat im Vordergrund zu stehen.“

Marc schaute nur kurz auf,als der Fotograf ihn rügte und wandte sich gleich danach wieder grinsend seiner Frau zu.

Noch einmal räusperte sich der Fotograf und das Ehepaar beschränkte seinen Körperkontakt auf die ineinander verschränkten Hände,die nun von den
Eheringen geschmückt wurden.

Lächelnd zog Marc seine Frau in eine Umarmung von hinten und legte seinen Kopf auf ihre Schulter.

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Ringe:



Kutsche:



Location:



Anzug:


Brautjungfernkleider:

happyweekend Offline

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08.10.2011 20:52
#58 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Ich weiß es ist lange her,seit ich das letzte Mal was gepostet habe,aber ich hatte viele private Dinge zu klären...sie sind zwar immer noch nicht vollständig geklärt,aber so ist das wohl...Männer... ;-) ich hoffe euch gefällt der neue Teil....sehr bald gibt´s mehr :)

„Aaaaaaaachtuuuung!“

Mit einem schwungvollen Wurf wurde der Blumenstrauss durch die Luft gewirbelt und landete in den Armen von…

„Haase! Sie hatten doch versprochen,dass Sie in eine ganz andere Richtung werfen würden…“

Maria hielt den Brautstrauss verlegen in den Händen.

„ Na,ob sich da irgend so ein armer und verzweifelter Geschlechtsgenosse erbarmt,wage ich mal zu bezweifeln, werte Kollegin.“, merkte Marc zynisch an.

„Marc!“,murmelte Gretchen ihm verlegen zu und trat ihm auf den Fuß.

„Autsch.Du musst nicht gleich zu körperlicher Gewalt übergehen.“

Gretchen schüttelte den Kopf.

„Zumindest nicht vor heute Abend in der Hochzeitssuite.“, raunte Marc ihr ins Ohr und pustete eine Locke aus Gretchen´s erhitztem Gesicht.

„Darf man die Turteltäubchen auch mal stören? Aus dem Weg, Meier, ich will deine wunderschöne Braut beglückwünschen.“

Lachend bahnte sich Nick einen Weg durch die Gäste,die in Grüppchen mit Sektgläsern auf dem Schlosshof verstreut standen.

„Gretchen,alles,alles Liebe und Gute…ich hoffe du bereust es irgendwann nicht,dass du nicht den attraktiveren und charmanteren der Meier-Cousins
genommen hast.“ , rief Nick Gretchen zu und drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Wange.

Geschickt wich er Marc´s gespielt empörtem Schlag auf den Oberarm aus und reichte seiner hübschen,brünetten Begleitung seinen Arm.

„So ein Spinner.“

Gretchen schlang die Arme um Marc´s Nacken und hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen.

„Ich liebe dich.“, murmelte sie völlig bezaubert von dem Glanz seiner grünen Augen in Marc´s Ohr.

Sanft drückte Marc einen Kuss auf die Lippen seiner Frau und fuhr ihr mit einer Hand die Wirbelsäule hinab.

„Huhu,huhu Margarethe…“

Mit einem winkenden Strauß roter Rosen lief Bärbel auf Gretchen zu und küsste ihre beiden Wangen.

„Mein Kälbchen…endlich verheiratet…Meier, ich hoffe du bist kein von Interpol gesuchter Hochzeitsschwindler, oder schon verheiratet…noch eine gescheiterte
Hochzeit halten meine Nerven nicht aus.“, merkte Franz an.

„Keine Sorge, wir bleiben solange verheiratet bis Gretchen mich für eine Tafel Vollmilchschokolade eintauschen will.“

Selbst Gretchen lächelte angesichts dieser Vorstellung.

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Unter dem Tisch wanderte Marc´s Hand auf Gretchen´s Oberschenkel entlang,die ihm immer wieder verliebte Blicke zuwarf.

„Glaubst du,es würde auffallen,wenn wir uns schon vor dem Dessert verdrücken würden?Da oben wartet nämlich ein rießiges,weiches Bett auf uns zwei…“,
flüsterte Marc Gretchen grinsend ins Ohr.



Unauffällig schaute sich Gretchen nach alle Richtungen um.

„Gut,aber unauffällig,ja? Du kommst mir in zehn Minuten nach und behauptest,du würdest nur mal eben telefonieren wollen.“

„ Bis gleich.“,flüsterte Marc in Gretchen´s Ohr und gab ihr einen sanften Klaps auf den Hintern.

„Marc?“

„Ja?“

„Ich vermiss dich jetzt schon.“

Gretchen spitzte die Lippen und deutete einen Kuss an,während Marc grinsend den Kopf schüttelte und kurz noch nach seinem Sohn sehen wollte,ehe er
seiner Ehefrau folgen wollte.



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Marc fuhr mit den Fingerspitzen sanft die schön verpackten Kurven seiner Braut nach. Das wunderschöne Hochzeitskleid,lag achtlos in der Ecke und auch
Marc´s Anzug lag wild verstreut auf dem Boden.

Gretchen lag nur mit hauchzarter Spitzenunterwäsche bekleidet neben ihrem Mann und verschränkte ihre Hand mit seiner.

Zärtlich strich Marc Gretchen eine Strähne aus dem Gesicht.

„Weißt du eigentlich…“

Nachdenklich drückte er sich näher an sie.

„…weißt du eigentlich wie wunderschön du heute aussiehst?“

Gretchen lächelte.

„Jaaaaa, du hast es mir heute schon fünf mal gesagt.“

„Hmmm…ich dachte ihr Frauen wollt solche Sachen wie…dings…äh Komplimente hören.“

„Und ich dachte,…“, murmelte Gretchen,während sie Marc´s Boxershort langsam nach unten schob, „dass es nichts schärferes als einen Marc Meier im Anzug
gibt.“

Marc´s Grinsen erstarb.

„Was soll denn noch schärfer sein???“

„Hmm…ein nackter Marc Meier ist wirklich auch nicht zu verachten…“

„Na warte!“

Lachend fing Marc an Gretchen durchzukitzeln und jede einzelne Stelle ihre Körpers mit Küssen zu bedecken.

Gretchen´s anfänglich japsendes „Maaaarc,hör auuuuuf.Biiiitte.“, verwandelte sich in ein genießerisches Seufzen,als Marc den dünnen Dessousstoff
abstreifte und Gretchen´s Brüste liebkoste.

Spielerisch fuhr er mit den Fingern jede einzelne Kuhle ihres Schlüsselbeins nach und strich dann über ihre Brüste hinab zum Bauchnabel. Sein Kopf
wanderte immer tiefer und rundherum um ihren Bauchnabel erschütterten Gretchen leise und sanfte Küsse.

Schließlich schlang Gretchen ihre Hände um Marc´s Nacken und zogen ihn zu ihrem Gesicht.

Liebevoll tauchten ihre strahlenden blauen Augen in das unergründliche grüne Meer seiner Iris. Mit einem Lächeln zeigte sie Marc,dass sie bereit war
für den Sturm.

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Erschöpft aneinander gekuschelt lag das frisch verheiratete Ehepaar Meier in einem Meer von Federn und zerwühlten Kissen.

„Hasenzahn…das gerade eben…das war der beste Sex meines Lebens.“

Marc blickte völlig weggetreten drein,während seine vollkommen verwuschelte Frau mit dem Finger Muster auf seinen Bauch malte.

„ Na dann steht einer Wiederholung ja nichts mehr im Wege.“, grinste Gretchen und kletterte auf Marc´s Körper.

Verliebt drückte sie Marc einen Kuss auf dem Mund und kuschelte sich ganz eng an ihn.

Marc,der vor lauter blonden Locken um seinen Kopf kaum atmen konnte,zog Gretchen´s Kopf nach oben und strich ihr liebevolle über die erhitzen Wangen.


„Glaubst du,sie vermissen uns schon?“

„Na,ich glaube die kommen schon ganz gut ohne uns zurecht. Als ich deine Mutter zum Beispiel das letzte mal gesehen habe,hat sie sich mit Susanne ein
altes Fotoalbum angeschaut…du sahst übrigens zu süß aus in deinem Hasenfaschingskostüm.“

Gretchen starrte Marc fassungslos an.

„Jaaa und dein Vater war mit meinem Vater unten am See um leicht angetrunken Haifische zu angeln…Meine Mutter hat unsere Hochzeit als Lesung für ihren
neuen Vampir-Bestseller genutzt und die Hassmann und der Knechtelsdorfer treiben es in der Besenkammer,ein Stockwerk unter uns.“



„Marc,du hast ihnen tatsächlich beim Sex zugesehen???“

„Na,ich musste doch sehen wie der Österreicher bestückt ist…“

„Marc!“

"Ja was? Glaub bloß nicht,ich wüsste nicht auch über deinen Perser-Exfreund Bescheid.Als dein Ehemann hab ich es als meine Pflicht angesehen mich gründlichst mit deiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.“

„Äh und was heißt das genau?“

Marc wurde leicht rot.

„Ich habe mich mit all deinen Ex-freunden getroffen…also,die die nicht Verbrecher und auf der Flucht in Südamerika sind. Falls du dich fragst woher
ich ihre Adressen habe…deine Mutter ist wirklich sehr redselig,wenn sie zwei Gläser Eierlikör intus hat…“

„Marc….du hast nicht im Ernst???“

„Schau,ich finde es war meine Pflicht herauszufinden was du mir alles so verschweigst aus deiner Vergangenheit.“

„Marc!Du hättest mich auch einfach fragen können!“

„Hm…es war doch recht interessant was man so über dich herausfinden kann,Hasenzahn…besonders meine Unterhaltung mit diesem Schlappschwanz war lustig…
Peter hieß der Typ doch…“

„Was…was hat Peter dir erzählt???“, murmelte Gretchen und wischte sich die Schweissperlen von der Stirn.

„Oh…ohhhhhh das würde die Frau Dr. Meier gerne wissen…die Frage ist nur,ob der böse Marc ihr auch alles erzählt.“, fügte Marc grinsend hinzu und gab
Gretchen einen Klaps auf den Po.

„Vielleicht…“, murmelte Gretchen und drückte Marc´s Hände über seinen Kopf im Laken fest,“ vielleicht würde die Fr. Dr. Meier sich ja auf die ein,oder
andere Art erdenklich zeigen.“

Gretchen knabberte an Marc´s Ohrläppchen und fuhr mit ihrer Hand in Marc´s Boxershorts.

„Ohooooo,du bist wirklich gut,dass muss man dir lassen.“, lachte Marc.

„Komm schon,was hat mein Ex über mich gesagt?“

„Na er meinte,du seist neurotisch,krankhaft eifersüchtig,kontrollsüchtig…“

„Äh Marc,will ich das wirklich zu Ende hören?“

„Naja…es geht ja noch weiter….tollpatschig,eigensinnig,dickköpfig,nervig… tja…seine Arzthelferin hat ihn sitzen lassen,soll ich dir ausrichten…also
falls du es dir anders überlegen solltest mit der Hochzeit,du würdest seine Nummer ja kennen…“

Marc grinste breit.

„Maaaarc,sag mal,würdest du mich je betrügen?“

Gretchen sah ihn mit ihren blauen Hundeaugen an und biss sich gespielt unschuldig auf die Lippen.

Marc blickte ihr noch tiefer in die Augen und hob eine Augenbraue.

„Hasenzahn…wieso glaubst du habe ich dich geheiratet…vor allem mit diesen schrecklich kitschigen Blumen und rosanen Dekoration…auf einem Schloss,dass
für zwei Tage fast so viel kostet wie zwei Monatsgehälter?Mit diesem ganzen Tam-Tam…Kutsche,Tauben,Galadinner…Hasenzahn…es …“

Marc fuchtelte wild mit den Händen in der Luft umher,während Gretchen grinste,sich zu ihm hinüberbeugte und auf seinen noch geöffneten Mund einen
zarten Kuss drückte.

„Ich liebe dich auch,mein Schatz.“

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Vier Wochen später

Marc pfefferte den großen rosanen und seinen eigenen grauen Koffer in die Ecke und ließ sich auf seine Ledercouch fallen.

„Endlich wieder zu Hause.“, murmelte er und legte beide Beine auf den Couchtisch.

„Maaaaaaarc….kannst du mir mal eben helfeeeeen???“

Keuchend quetschte sich Gretchen ihrem Beautycase und mehreren Einkaufstaschen durch die Eingangstür.

Seufzend erhob sich Marc und nahm Gretchen einen Teil ihrer Beladung ab.

„Was musstest du auch ganz Mauritius leerkaufen…die Einheimischen haben sich mit dir ein Vermögen verdient.“

Gretchen verschränkte die Arme und rümpfte die Nase.

„Naja,ich dachte jetzt wo ich einen Oberarzt geheiratet habe,habe ich finanziell ausgesorgt.“

Marc grinste.

„Ich hatte wunderschöne Flitterwochen mit dir.“

Lächelnd schlang Marc die Arme um seine Frau und drückte einen Kuss auf ihren Haaransatz.

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Ein paar Monate später

„Nein, David! David, lass das stehen…nicht die Blumen! Oh nein,halt!!!“

Ein klirrendes Geräusch ließ Gretchen in der Küche aufschrecken,wo sie sich zum lernen zurückgezogen hatte.

„Alles in Ordnung?“, rief sie erschrocken durch die Schiebetür ins Wohnzimmer.

„Nein David, nicht die Scherben anfassen! …Jaja,alles in Ordnung. David hat nur diese hässliche Vase heruntergeschmissen…du weißt schon…diese
chinesische,die meine Mutter uns zur Hochzeit geschenkt hat.“

Marc nahm seinen Sohn auf den Arm und setzte ihn in den Laufstall,woraufhin dieser zu weinen begann.

„Sch…sch…alles gut,David…Papa räumt nur schnell die Scherben weg…“

Gretchen nahm wieder ihr Buch zur Hand und versuchte sich zu konzentrieren. Dies war allerdings nicht sehr einfach,angesichts des Lärmes,den ihr Mann
gerade mit Besen und Staubsauger verursachte…

„Verflucht!“, drang ein lauter Ruf aus dem Wohnzimmer.

„Maaaarc?“

Ein helles Lachen erklang aus dem Wohnzimmer. Es war ein sehr helles, lautes Lachen.

Gretchen legte ihr Buch beiseite und als sie das Wohnzimmer betrat,musste auch sie lächeln.

Marc lag mit völlig zerzausten und grauen Haaren auf dem Boden,in einem Gewühl aus Staubsaugerschläuchen, Scherben und Staub.

Ungläubig zeigte er auf David, der lauthals lachte und seinen Vater belustigt musterte.

Ein warmes Lächeln umspielte Marc´s Lippen und auch er fing laut zu lachen,während er sich den Staub von den Kleidern klopfte.



„Na was hat der Papa denn heute schon wieder angestellt?“

Gretchen zog Marc einige Spinnweben aus den Haaren und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

David streckte währenddessen im Laufstall die Arme nach Marc aus und signalisierte,dass er wieder frei sein wollte.

„Baapa.“

Aufgeregt kniete sich Marc vor seinen Sohn und schüttelte ungläubig den Kopf.

„Was hast du gerade gesagt? David….komm sag noch mal…sag nochmal…wer bin ich???“

David lachte und tippte sich mit dem Finger an die Nase.

„David,wer bin ich…ich bin dein Papa…sag nochmal Papa…nun komm David…du bist Papa´s Junge…“

Gretchen grinste und klopfte Marc auf die Schulter.

„Ich glaube nicht,dass du mit dieser Strategie viel Erfolg hast.“

„Ha! Du bist ja nur beleidigt,weil ´ Papa´ sein erstes Wort war!“

„Er hat ´ Baaaaapa´ gesagt.“

„Und mich gemeint.“

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happyweekend Offline

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Beiträge: 106

16.09.2012 23:46
#59 RE: story von happyweekend Zitat · Antworten

Nach Ewigkeiten mal wieder ein neuer Teil. :) Ich habe wieder Lust zu schreiben :)


Genervt schob sich Gaby eine Haarsträhne hinters Ohr und vertiefte sich wieder in die Patientenakten,die sie nach Marc´s ´neuem´ System ordnen sollte.
Seit Marc neuer Oberarzt war und Haase Senior sich zurückgezogen hatte, musste sie mehr und mehr Marc´ s Launen ausbaden. Seine neue Rolle als Chef nutzte er gerne so aus, dass er Gaby die langweiligen Bürogeschäfte aufhalsen konnte um sie möglichst stark zu piesacken.
Ein Klopfen lies Gaby zusammenzucken.

„Entschuldigung für die Störung…ich bin die neue Oberkrankenschwester… Laura Wagner…aber Laura reicht.“

Eine junge Frau mit langen braunen Locken betrat Marc´s Büro und schüttelte Gaby die Hand. Ihre blitzenden blauen Augen verzogen sich zu einem schelmischen
Zwinkern,als sie die Berge von Akten sah,die Marc Meier der jungen Krankenschwester aufgehalst hatte.

„Oh je…Aktenkram…was haben Sie denn angestellt; dass man Sie mit der Höchststrafe belegt?“

Gaby zuckte mit den Schultern.

„Dr. Meier ist ein Arsch. Das reicht für ihn als Begründung.“

Laura lächelte.

„Ich werde mich dann wohl erstmal mit Allen bekannt machen…Bis später…?“

„Gaby…ich bin Gaby.“

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„Und darum darf ich Ihnen allen Frau Wagner vorstellen. Sie wird unsere allseits geschätzte Kollegin Oberschwester Stefanie ersetzen.“

Marc lies sich ein kleines Grinsen nicht entgehen.

„Wie dem auch sei…herzlich willkommen Frau Wagner.“

Marc überreichte Laura einen großen Blumenstrauss, während die Kollegen anerkennend auf die Tische klopften.

„Gib zu,du hast sie doch nur ausgewählt, weil sie bildhübsch ist.“, flüsterte Gretchen ihrem Ehemann lächelnd zu,als dieser sich wieder zu ihr an den
Cafeteriatisch setzte.

„Tja,tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber zufällig stehe ich mehr auf blond und kurvig.“

Marc legte seine Hand auf Gretchen´s Knie und fuhr unter dem Tisch ihren Oberschenkel mit der Hand hinauf.Schamlos grinste er seine Frau an,während Mehdi
und Gaby sich zu ihnen an den Tisch setzten.

„Gaby…du hier? Also ich war ja schon überrascht,dass du lesen kannst,aber dass du meine Akten so schnell sortiert hast….tststs…Sachen gibt´s.“

Gaby warf Marc einen bösen Blick zu,während Mehdi in sich hineingrinste und Gretchen Marc einen bösen Blick zuwarf.

„Nicht böse sein,Gaby…Marc hat mal wieder seine ´Gestern-hat-mich-meine-Frau-nicht-rangelassen-heute-motz.-ich-meine-Kollegen-an´ -Tage.“

„Äh bitte?“

Marc zog seine Augenbraue nach oben und schaute amüsiert in Gretchen´s Kulleraugen.

Gretchen verdrehte die Augen und widmete sich wieder ihrem Schokopudding.

„Wie dem auch sei…“

Marc schlug seine Tageszeitung auf und strich mit einer Hand über Gretchen´s Beine,die auf seinem Schoss lagen.

„Oh! Schau mal das einer an… 35-Jähriger Oberarzt aus Freiburg entwickelt Medikament gegen die beginnende Demenzerkrankung …so ein Schwachsinn!“

„Naja Marc,hast ja noch ein Jahr Zeit um dich vor aller Welt zu beweisen…wobei,wenn ich es so recht bedenke…du bist ganz schön gealtert.“

Gaby verschränkte die Arme und sah Marc spöttisch an.

„Äh…ICH habe ganz sicher keine Probleme mit dem älter werden… im Gegensatz zu gewissen anderen Subjekten in diesem Raum…und JA, ich rede von Frauen,bekomme
ich weder Cellulite,noch andere Bindegewebsstörungen,die mich dazu zwingen am Strand nur noch in einem Parka bekleidet schwimmen zu gehen.“

Gretchen funkelte Marc böse an.

„Darüber macht man keine Witze!“

„Oach komm schon…sie hat angefangen!“

„Naja,wo sie recht hat,hat sie recht…“

Lächelnd blieb Gretchen´s Blick an den grauen Haarsträhnen hängen, die inzwischen vereinzelt Marc´s Haarschopf durchzogen.

„Äh…ich werde überhaupt nicht alt! Also technisch schon,aber…“

„Hört sich jetzt irgendwie so an,als ob du mit deinem Alter nicht klarkommen würdest.“ ,feixte Gaby und grinste Gretchen zu.

„Boah ey!“

„Hmmm…vielleicht suche ich mir bald was jüngeres…ohne Komplexe.“, murmelte Gretchen mit einem verschlagenen Unterton.

Marc stöhnte auf.

„Jetzt hat dich aber der Größenwahnsinn gepackt,Hasenzahn…Was besseres wie mich findest du nirgendwo.“

„Also ich finde ja 34 ist ein gutes Alter…“, mischte sich Mehdi ein.

„Weil du schon 36 bist,Mehdi.“, gab Gretchen lächelnd zurück.

„Na,also Marc und ich sind besser in Schuss als so mancher 20-Jährige…“

Gretchen hob ihre Augenbrauen und lächelte in sich hinein.

„Also seitdem Marc und ich zusammen sind…insbesondere verheiratet, würde ich nicht mehr die Hand dafür ins Feuer legen, dass er wirklich so topfit ist…
Abende voller Schokoeis und Chips gehen auch an ihm nicht völlig vorüber.“

„Ist ja nicht so,als hätten wir das nicht wieder heruntertrainiert.“, gab Marc mit einem anzüglichen Grinsen zum besten.

Gretchen schaute provozierend auf Marc´s flachen Bauch und runzelte die Stirn. Erst heute morgen hatte sie ihn ertappt,wie er im Schlafzimmerspiegel seinen
Bauch begutachtet hatte um von allen Seiten her zu prüfen,ob sich nicht doch schon ein kleiner Bierbauch abzeichnete.

„Du,sag mal!“

Marc gab Gretchen einen Schubser mit dem Arm.

„Entschuldigen Sie,wenn ich störe,aber ist bei Ihnen noch ein Plätzchen frei?“

Laura stand unsicher vor dem Tisch der Meier´s.

„Aber natürlich,setzen Sie sich doch.“, bot Gretchen freundlich lächelnd an und zog einen Stuhl vom Nachbartisch für Laura hinüber.

„Und?Haben Sie sich schon gut eingelebt in Berlin?“

„Nun ja…es geht so…ich habe die letzten Jahre bei meinen Eltern in Bayern auf unserem Bauernhof gewohnt…aber mit Mitte 20 ist das Zusammenleben auch nicht
mehr so einfach,wie als Teenager… deshalb hat es mich nach Berlin verschlagen…aber ich vermisse die gute Landluft…die Berge,die Wiesen,den Duft von
frischem Gras,die Tiere meiner Eltern…“

„Na ja,also störrische Ziegen gibt´s hier auch.“, murmelte Marc und grinste Gaby spöttisch an.

Gretchen trat Marc auf den Fuß und sah Laura mitleidig an.

„Es muss schwer für sie sein, so weit weg von zu Hause…ohne Familie und Freunde…ohne Mann.“

Marc lachte auf.

„Dass der Satz kommt,war klar.“

„Marc!“

„Ja was denn?!“

„Wir würden uns freuen,wenn Sie morgen Abend bei uns zum Essen vorbeischauen würden…sagen wir um acht?“

„Gretchen…morgen ist Fußballländerspielabend …“, warf Marc flehentlich ein.

„Ich nehme sehr gerne an.“

Laura zwinkerte Gretchen zu.

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Ein Tag darauf (mittags)

Nick rannte in Eilgeschwindigkeit aus dem Gerichtssaal in Richtung Taxistand. Sein wichtigster Kunde saß derweil schon seit einer halben Stunde im besten
5*- Restaurant der Stadt und wartete auf seinen Anwalt.

Zielorientiert steuerte Nick das einzige freistehende Taxi an und sprang direkt auf die Hinterbank des Wagens. Er bemerkte nicht,dass auf der anderen
Wagenseite zur gleichen Zeit eine junge Frau einstieg.

„Zum Elisabethenkrankenhaus,bitte.“

„Zum ´A la carte´“

Verwundert musterten sich Nick und die junge Frau sich. Ihre beiden Augen trafen sich und verhakten sich einen Moment. Laura´s Herz klopfte für einen
winzigen Moment schneller als sonst und Nick setzte sein charmantestes Lächeln auf.

„Ja und nu? Könnten sich die Herrschaften mal entscheiden?“

Ein bärtiger Taxifahrer drehte sich um und pustete Nick den Qualm seiner Zigarette ins Gesicht.

„Äh Entschuldigung,das war mein Taxi…wenn Sie bitte so freundlich wären und wieder aussteigen würden? Ich bin viel zu spät dran und…“, bat die junge Frau
entschuldigend.

„Tut mir leid,aber Sie müssen verzichten…mein Kunde wartet seit Ewigkeiten auf mich…ich muss wirklich ganz,ganz dringend zu meinem Termin. Aber ich würde
Sie zur Entschädigung gerne zum Essen einladen,wenn Sie mir ihre Telefonnummer geben würden.“

„ Das wäre ja noch schöner. Ts... Das ist nicht möglich…ich sagte Ihnen doch,ich war zuerst in diesem Taxi.“

Nick verdrehte genervt die Augen.

„Behaupten Sie! Beweise? Nein? Gut,Fahrer, zum ´ A la carte´.“

„Äh…nein! Zum Elisabethkrankenhaus! Ich streite mich doch jetzt nicht mit Ihnen herum…das ist mein Taxi…Ihr reichen Schnösel mit euren lächerlichen Hugo-
Boss- Anzügen denkt doch wirklich,ihr könnt euch alles erlauben! Zum Elisabethenkrankenhaus,aber zackig!“

„Und verspießte,frigide Zicken wie Sie würden mal am besten wieder einen Kerl brauchen,der ihnen zeigt, wo´s langgeht.“

„Das ist doch eine Unerhörtheit.Was bilden Sie sich überhaupt ein?“

Die Frau nahm ihre Handtasche und gab Nick einen Schlag auf den Oberarm mit.

„Raus mit euch…alle beide…auf solche Fahrgäste kann ich verzichten.“

„Wie jetzt?Das können Sie doch nicht machen…ich muss zur Arbeit!“

„ Mein Termin!“

„Raus jetzt!“

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„Herr Degermann…es tut mir wirklich furchtbar leid…mein Flieger hatte Verspätung…und dann wurde auch noch eine Verhandlung verlegt… ja verstehe… bitte
überlegen Sie es sich nochmals…unsere Zusammenarbeit war bis jetzt doch wirklich…ja…in Ordnung…Sie melden sich…Gut,ich danke Ihnen…auf Wiedersehen,Herr
Degermann.“

Nick steckte sein Handy in die Tasche und setzte sich auf eine Parkbank. Entnervt rieb er sich das Gesicht.

„Es tut mir wirklich leid…ja,ich weiß…mein erster,wirklicher Arbeitstag…mir tut das soooo leid…das wird nie wieder vorkommen…ich verspreche Ihnen hoch und
heilig,dass ich morgen…auf jeden Fall…okay….gut…vielen Dank. Auf Wiederhören.“

Laura setzte sich neben Nick auf die Parkbank und schüttelte ihre brauen Locken.

„Tut mir leid.“

„Was?“

„Ich war vorhin…sehr…zickig…dabei bin ich das eigentlich überhaupt nicht…wirklich nicht…es ist nur mein erster Arbeitstag in Berlin…und eigentlich läuft
alles falsch,was nur falsch laufen kann.“

„Verstehe.“

„Und?“

„Was und?“

„Na, wo bleibt Ihre Entschuldigung?“

„Äh…wofür genau?“

„Sie haben mich eine frigide Zicke genannt…erinnern Sie sich nicht mehr?“

„Äh…doch.“

„Also?“

„Ich denke immer noch,dass Sie eine Zicke sind?!“

„Bitte?“

„Sie haben meinen Termin versaut…die Chance,dass ich Millionär bin,bevor ich 33 bin…meinen Mandanten kann ich dank Ihnen in den Wind schießen… nur weil
eine kleine Krankenschwester denkt,sie müsse sich wichtiger machen,als sie ist.“

„Sie arroganter,egomaner,widerlicher Holzklotz! Wie schade,dass man sich mit Geld keine Sympathien kaufen kann,ich glaube,die hätten Sie bitter nötig!“

Laura stand wütend auf und verließ mit wehenden Haaren die Parkbank und stieg in das gerade angefahrene Taxi ein.

„Moment mal, das war MEIN Taxi.“, brüllte Nick ihr noch hinterher.

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„Nick!Das ist ja eine Überraschung…ich dachte,du wärst noch in New York! Da wird sich David aber freuen…und Marc erst… aber achtung,der Herr ist heute
etwas schlecht gelaunt…“

„Da hat er mit mir ja etwas gemeinsam… du wirst nicht glauben,was mir heute alles passiert ist…ich hatte einen furchtbaren Tag.“

Gretchen nahm Nick den Mantel ab und schob ihn in Richtung Esszimmer,wo bereits eine festlich gedeckte Tafel stand.
„Erwartet ihr Gäste?“

„Nein,nein…nur eine gute Bekannte,die wir zum Essen eingeladen haben. Und Gaby und Mehdi…Möchtest du auch dableiben? Du siehst aus,wie wenn du etwas gutes
zum Essen vertragen könntest.“

„Wenn du schon so fragst… ist sie hübsch?“

„Wer?“

„Na die Bekannte…ich könnte heute gerne etwas Zerstreuung vertragen.Am besten in Form von schnellem, ungebundenen Sex.“

„Boah, du bist echt schlimmer als Marc zu seinen besten Zeiten… Nick,echt, sei mir nicht böse,aber dir fehlt etwas Beständiges in deinem Leben… Du
verdienst in einer Woche mehr Geld als Marc und ich zusammen im Monat, du fährst einen Porsche,fliegst von einer Jetset-Party zur nächsten,gehst mit den
schönsten Frauen aus…aber Nick,was bleibt dir denn am Ende? Wer kümmert sich um dich,wenn du krank bist…wer tröstet dich,wenn du dich allein fühlst…willst
du denn gar keine Fam...?“

„Hasenzaaaaaaaaaaahn…bringst du mir mal den Flaschenöffner?“, tönte es aus dem Wohnzimmer.

Gretchen verdrehte entnervt die Augen.

„Vergiss alles was ich gesagt habe...“

„Ich geh schon.Mach dir keine Sorgen,Gretchen…ich pass schon auf mich auf…“

Lächelnd nahm Nick den Korkenzieher in die Hand und schlich sich ins Wohnzimmer, wo er unter lautem Jubeln bereits von Marc und David empfangen wurde.

Kopfschüttelnd sah Gretchen im Ofen noch einmal nach ihrem Braten und lief schließlich nach oben in ihr Schlafzimmer,um sich umzuziehen.



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Laura tuschte sich noch ein letztes Mal die Wimpern und schüttelte ihre braunen Locken auf.

Das blaue Cocktailkleid floss wie ein Wasserfall an ihrem Körper hinab und betonte ihre strahlend blauen Augen.

Zufrieden musterte sich Laura im Spiegel… schon seit Ewigkeiten hatte sie sich nicht mehr so zurechtgemacht.




Wozu auch? Es gab niemanden für den sie sich hätte hübsch machen müssen. Seufzend trug Laura noch ein paar Spritzer Parfum auf und trug einen schönen, roten Lippenstift auf,ehe sie Windeseile ihre Wohnung verließ.


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„Gaby,Schatz …du siehst wirklich toll aus.Können wir jetzt los?“

Gaby drehte sich unzufrieden im Spiegel.

„Die roten,oder die blauen Schuhe?“

„Nimm doch die schwarzen…die passen auf jeden Fall…“

„Hm…aber die sind so unbequem…ich nehme die roten.“

„Gut.“

Während Gaby sich vor dem Spiegel hin- und herdrehte,schlich sich Mehdi von hinten an sie heran und strich ihr die Haare zur Seite. Der Perser setzte zarte
Küsse auf den Hals seiner Angebeteten und legte ihr schließlich eine funkelnde Halskette um.

„Wow,ist die… Äh…die gehört aber nicht mir?!“

„Ein kleines Geschenk für meine Freundin ...“

„Sind das…Mehdi…sag mir bitte,dass das keine echten Diamanten sind…“

Mehdi grinste nur und zuckte lächelnd mit den Schultern.

Gaby lächelte Mehdi verliebt an und legte ihm eine Hand auf die Wange.

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Marc und Nick prosteten sich schon das vierte Bier zu,wie Gretchen besorgt bemerkte.



David saß zwischen den beiden auf der Couch und nuckelte an seiner Flasche. Insgesamt musste Gretchen unwillkürlich an die Fernsehserie ´ Two and a half

men´ denken,als sie die drei so einträchtig beisammensitzen sah.



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„Das war doch nicht nötig…wirklich,das ist sehr lieb von dir.“



Gretchen versank mit ihrer Nase fast in dem duftenden Blumenstrauss, den Laura ihr mitgebracht hatte.

„ Wenn ihr beide mich schon zum Essen einladet,muss ich mich doch wenigstens mit einem kleinen Gastgeschenk revanchieren.“

Lächelnd führte Gretchen Laura in das Esszimmer,wo bereits Gaby und Mehdi saßen,die sich gegenseitig mit Erdbeeren fütterten und verliebt Händchen hielten.

„Gaby und Mehdi kennst du ja schon…und das hier…“

Gretchen nahm ihren kleinen Sohn auf den Arm und setzte ihn in seinen Essstuhl.

„Das ist mein kleiner Mann.Sag mal, hallo zu Laura.“

David jedoch verzog keine Miene,sondern wandte sich lieber dem kleinen Feuerwehrauto zu,das ihm Nick von seiner New York-Reise mitgebracht hatte.

„Na, ich glaube in das Alter wo er Frauen den Autos vorzieht kommt er erst noch.“

Marc stand mit verschränkten Armen im Türrahmen und grinste breit.

„Laura,setz dich doch schonmal…Marc, schaust du bitte noch eben schnell nach dem Wein?“

„Schon erledigt,liebste Schwägerin.“

Nick schlenderte lässig zum Tisch und stellte die Flaschen ab,hob seinen Blick um alle Anwesenden zu begrüßen…und blieb wie vom Donner gerührt stehen.

Laura,die gerade einen Schluck Wasser getrunken hatte,verschluckte sich und fing laut an zu husten.

„Sie???“, riefen beide gleichzeitig aus.

„Ihr kennt euch?“, fragte Gretchen verwundert.


„Alte Bettgeschichte,was?!“, stellte Marc fest.

„Nicht annähernd… Die junge Dame hier hat heute dafür gesorgt,dass ich meinen Termin verpasst habe.“

„ Und dieser…Herr…hat dafür gesorgt,dass ich zu spät zur Arbeit gekommen bin.“

Während sich Laura und Nick böse Blicke zuwarfen und die ganze Vorspeise und den ganzen Hauptgang entlang sich gegenseitig spitzfindige Sprüche an den Kopf
warfen, wechselten Gretchen und Marc amüsierte Blicke.

„… oh und wie sie ´frigide Zicke´ gesagt haben…hat er…davon kann man doch übehaupt nicht reden…Sie haben…ach ja? Was sind Sie? Anwalt…na wunderbar… da
fühlen Sie sich der kleinen Krankenschwester vollends überlegen.“

„Wenn Sie mal nicht…ach nun kommen Sie schon…wie lange wollen Sie mir das noch vorhalten…Sie brauchen sich ja wohl nicht dafür zu schämen,dass Sie eine
minder qualifizierete Tätigkeit ausüben…na,also mal ehrlich…Millionen verdienen Sie ja nicht unbedingt…“

Solche und ähnliche Gesprächsfetzen drangen zu Gretchen und Marc in die Küche.

„Vielleicht war es doch keine so gute Idee,die beiden am Tisch gegenüber zu setzen.“

„Hasenzahn,ich kenne meinen Cousin… er hat jetzt schon seinen Jägerblick aufgesetzt…“

Gretchen zog eine Augenbraue hoch.

„Jägerblick?“

„Hasenzahn,du verstehst wirklich nicht viel von Männern…komisch,dafür, dass du quasi schon das zweite Mal verheiratet bist .“

Gretchen gab Marc einen Schlag mit dem Geschirrhandtuch mit.

„Das erste Mal,klar? Die Ehe mit Alexis war ungültig…“

„Will ich auch schwer hoffen.“

Zärtlich legte Marc seine Arme um Gretchen´s Taille und drückte einen liebevollen Kuss auf ihre Lippen.

„Aber glaub mir,zwischen Nick und unserer Oberkrankenschwester geht heute noch was…noch drei Gläser Wein und die beiden landen zusammen in der Kiste.“

„Ein süßes Päarchen wären die beiden ja schon…allein optisch…sie ist ziemlich hübsch,findest du nicht?“

Marc knöpfte an Gretchen´s Rücken die Knöpfe ihres Kleides auf.

„Hm?Wie gesagt,ich stehe mehr auf blond.“

„Gina Lisa,Pamela Anderson und Scarlett Johanson?“

Mark zuckte mit den Schultern und fing an Gretchen´s Hals mit Küssen zu übersäen.

„Und trotzdem…also Nick und eine feste Beziehung…ich weiß ja nicht.“

„Wer hat was von einer festen Beziehung gesagt? Ich habe von einer Bettgeschichte gesprochen.“

Gretchen drehte sich entsetzt um und blickte Marc mit ihren blauen Veilchenaugen an.


„Aber Laura ist da gar nicht der Typ dafür!“


„Hasenzahn…du kennst sie seit 48 Stunden…woher willst du das wissen?“

„Marc,so gern ich Nick mag,aber ich finde,er sollte mal langsam eine ernsthafte Beziehung führen…eine Frau richtig kennenlernen…“

„Wieso kennen lernen? Er will doch nur mit ihnen ins Bett.“

„Maaaaarc! Kannst du mich mal ernst nehmen?“
„Und wieso bequatschen wir die Liebesprobleme anderer,wenn wir selber so viel schöneres mit unserer Beziehung anfangen könnten?“

Grinsend strich Marc Gretchen die Locken aus dem Gesicht und setzte wieder kleine Küsse auf ihr Gesicht und Dekoltee.

„Und noch….waren die beiden ja noch nicht mal zusammen im Bett.“, versuchte sich Gretchen zu beruhigen.

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Nick lehnte sich lässig auf der Couch zurück und schloss für einen Moment die Augen.

Gaby und Mehdi hatten sich schon vor einiger Zeit nach Hause verabschiedet und Gretchen und Marc waren irgendwo im Haus verschwunden.

„Vermutlich auf Schnitzeljagd,oder die beiden lösen gerade zentrale Fragen über die Erderwärmung.“ , dachte Nick und musste breit grinsen.

Der Wein hatte ihn müde gemacht,es fiel ihm schwer seine Augen offen zu halten…und ein leises Pochen in seiner hinteren Kopfhälfte gab ihm berits
Andeutungen,wie er sich am nächsten Morgen fühlen würde.

Auf der genau gegenüberliegenden Seite der Couch saß Laura,die Arme beide verschränkt,ungeduldig mit dem Fuß wippend und immer wieder einen Schluck Wein zu
sich nehmend.

Unwillkürlich musste Nick grinsen.

Langsam wanderte sein Blick über Laura´s lange,schlanke Beine,die in dem kurzen Kleid und den hohen Schuhen noch besser als ohnehin schon zur Geltung
kamen. Das blaue Kleid umfloss ihren Körper regelrecht und ließ genau den richtigen Raum für Nick´s Fantasie… Nick´s Blick verharrte an den seidigen
dunkelbraunen Locken,die Laura bis zur Brust fielen und ihr hübsches Gesicht umrahmten. Plötzlich fingen Laura´s blaue Augen Nick´s Blick ein und er zuckte
förmlich zurück,als er die Klarheit und Festigkeit in ihrem Blick sah.

„Glauben Sie Gretchen und Herr Dr. Meier haben uns für den Rest des Abends verlassen?“

„Wäre das so schlimm?“, fragte Nick augenzwinkernd.

„Äh …ja?!“

„Nun kommen Sie schon… .“

Nick hievte sich schwerfällig aus der Couch und setzte sich neben Laura.

„Ich bin mir sicher,wir können den Abend auch so schön ausklingen lassen.“

„So betrunken wie Sie sind? Herr Anwalt,ich bin schwer enttäuscht von Ihnen.“

„Sie können mich gerne medizinisch versorgen,Schwester Laura.“

„Na, das überlassen wir lieber mal Ihrem Cousin…“

„Der sieht aber nicht so gut aus wie Sie.“

Laura musterte Nick eindringlich.

„Sie flirten mit mir…“

Nick zuckte zusammen.

„Na, also…wollen Sie nicht angeflirtet werden?“

Laura verkniff sich ein Grinsen.

„Sie sind ja völlig betrunken.“

„Und Sie sind verdammt hübsch.“

„Da! Sie tun es ja schon wieder!“

„Ertappt.“, flüsterte Nick und zwinkerte Laura zu.

„Wissen Sie,es hat etwas sehr anziehendes,wenn Frauen nicht leicht zu haben sind…es spornt mich nur noch mehr an…“

Laura beugte sich ganz nah an Nick heran und murmelte : „ Na dann…“

Gerade als Nick´s und Laura´s Lippen kurz davor waren, sich zu berühren,wandte Laura grinsend den Kopf ab,tätschelte Nick die Schulter und warf
augenzwinkernd hinzu :“ Viel Erfolg.“

Völlig perplex schüttelte Nick den Kopf.

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Am nächsten Morgen:



Nick wachte auf, und verspürte ein sofortiges Ziehen im Kopf.

„Na? Gut geschlafen,Herr Anwalt?“
Neben der Couch kniete Laura bereits frisch geduscht und umgezogen und tätschelte Nick die Wange.

„Sie Ärmster…tut der Kopf noch sehr weh?“, rief sie laut aus und musste lachen,als Nick sich den Kopf hielt und schmerzhaft das Gesicht verzerrte.

„Ich hab Ihnen Frühstück gemacht…setzen Sie sich.“

Nick hob dankend die Hand und schaute sich völlig verwirrt um.

„Sind Sie immer so gut gelaunt am frühen Morgen? Wo bin ich überhaupt?“

„In meiner Wohnung…bestimmt nicht halb so schick eingerichtet,wie ihr Cityappartement,aber für spontane Übernachtungsgäste reicht es… Und mehr ist ja mit
dem mickrigen Gehalt einer minderqualifizieren Arbeitskraft auch nicht möglich.“

„Sie haben mich hierhergebracht?“

„Ich konnte Sie ja schlecht bei den Meier´s einfach so zurück lassen…Sie haben im Gegenzug versprochen sich zu benehmen und sich nicht nachts in mein Bett
zu schleichen.“

Nick lächelte schwach und nahm einen Schluck von seinem Kaffee.

„Und? Hab ich Wort gehalten?“

„Wie ein Gentleman. Bis auf das vollgesabberte Kissen waren Sie ein wahrlich pflegeleichter Übernachtungsgast. “

Laura lächelte.

„Hören Sie…lassen Sie uns doch einfach mal die Feindlichkeiten beiseite legen…ich entschuldige mich,dass ich so ein arroganter Snob war und Sie,dass Sie
sich wie Prinzessin Oberschlau aufspielen mussten. Ich entschuldige mich,dass ich Ihnen gestern an die Wäsche wollte, und Sie,dass Sie mich haben abblitzen
lassen.“, fügte Nick grinsend an und nahm einen großen Schluck Kaffee.

„Wann haben Sie das letzte Mal so in aller Ruhe gefrühstückt?“, unterbrach Laura Nick.

„Ich frühstücke nie. Dafür fehlt mir die Zeit.“

„Ich bin Krankenschwester,habe auch nie Zeit…frühstücke aber immer.“

„Sie scheinen den Inbegriff eines perfekten Lebens zu führen,könnte man meinen.“

Laura stutzte.

„Was heißt hier ´ könnte man meinen´?“

„Ich meine ja nur…“

„Nein,nein…sagen Sie es nur frei heraus.“

„ Eine Frau,die mit beiden Beinen fest im Leben steht…aber wenn ich mich hier so umschaue,bin ich mir ziemlich sicher,dass Sie keinen Mann in Sicht haben.“

„Wie haben Sie das denn so schnell zusammenkombiniert? Lassen Sie mich raten…scharfer Anwaltsverstand?“

„Sie haben eine Singlecouch…wenn Sie einen Mann hätten,müsste der bestimmt stundenlang abends mit Ihnen eine neue Folge von Desperate Housewives und Grey´s
Anatomy schauen,während Sie sich von ihm die Füße massieren ließen…eine Singlecouch passt da nicht rein.“

„Vielleicht stehe ich ja auch auf Frauen.“

Nick verschluckte sich an seinem Kaffee ,der ihm fast aus der Nase lief.

„Sie glauben aber auch alles.“, stellte Laura achselzuckend fest.

„Ich habe keinen Mann,weil ich keinen brauche…so einfach ist das. Trinken Sie Ihren Saft,das sind pure Vitamine.“

„Sie sind also eine selbstbewusste,moderne Frau, die weiß was sie will und dafür keinen Mann braucht.“

„Ganz genau.“

Nick zog zweifelhaft die Augenbraue nach oben.

„Sie brauchen gar nicht so zu schauen. Sind wir uns in dieser Hinsicht so unähnlich?Sie haben doch auch keine Freundin?“

„Naja,aber das ist ja etwas völlig anderes. Ich gehe mit den hübschesten Frauen aus,die ich treffe…manchmal kommt es mir so vor,als ob ich nie wirklich zu
Hause wäre…wochenlang fliege ich von einer Stadt zur nächsten…das ist mein Leben…“

„Faszinierend.“

Laura lächelte Nick an.

„Und Sie sind so wirklich glücklich?“

Nick nahm nachdenklich einen Schluck Kaffee.

„Ich denke schon.“

Laura schob Nick eine Schale mit Früchten zu.


„Und Dr Meier und Gretchen?“
„Was soll mit den beiden sein?“
„Sie haben so eine süße Familie.“

„Wollen Sie damit subtil hinterfragen,ob ich nicht auch manchmal das Bedürfnis nach einer Familie habe?“

Laura senkte den Blick und schob ihren Teller gerade.

„ Ich weiß nicht.“


Schweigend löffelte Laura ihr Müsli. Sie spürte, wie Nick sie beobachtete.

„Familie ist etwas für Menschen,die keine Karriere planen. Früher oder später muss man sich für eine Seite entscheiden.“

„Manchmal ist die vermeintlich schlechtere Lösung…“

Laura verstummte. Schweigend wandten sich beide wieder ihrem Frühstück zu.

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Während Laura in der Küche die gebrauchten Teller in die Spülmaschine räumte,war Nick schon ins Bad verschwunden und war unter die Dusche gesprungen.
Belustigt musterte er die vielen Fläschchen und Cremetuben, sowie die Dekofigürchen, die überall dekorativ im Raum verteilt waren.

Das warme Wasser rieselte an Nick´s Körper herab und verschaffte ihm wieder einen klaren Kopf.

Als Nick aus der Dusche sprang, fand er statt seinem zerknitterten Designeranzug eine abgewetzte Jeans, ein schwarzes Sweatshirt und Turnschuhe vor.

Nachdem Nick sich noch die Zähne geputzt hatte und seufzend über seine Bartstoppeln gestrichen hatte,war er wieder zu Laura ins Wohnzimmer
zurückgekehrt,die inzwischen in ihre Zeitschrift vertieft auf der Couch saß und sich eine Strähne ihres Haares um den Finger wickelte.

„Na da sind Sie ja! Steht Ihnen gut, der Alltags-Look!“,rief Laura lächelnd aus.

„Naja…“

Unzufrieden zupfte Nick an sich herum.

„Die Sachen gehören meinem großen Bruder. Er hat mir beim Umzug geholfen und gleich mal ein paar seiner Sachen deponiert.“

„Mein Anzug?“

„In der Waschmaschine.90 Grad Buntwäsche…“

Nick schluckte.

„Das war ein Witz…hängt im Schlafzimmer…er war ziemlich… naja… ramponiert… Sie haben sich gestern zwei Mal erbrochen.“

Nick setzte sich neben Laura und schüttelte den Kopf.

„Tut mir leid…Ich sollte weniger trinken.“

„Und weniger arbeiten.“

Nick schaute auf.

„Warum sind Sie eigentlich so interessiert? Ich meine…Sie können mich nicht mal wirklich gut leiden, bieten mir aber ein Bett für die Nacht an,frische
Klamotten, ein wundervolles Frühstück…“

Laura faltete ihre Zeitschrift zusammen.

„Um ehrlich zu sein…ich denke,dass Sie noch nicht ganz verloren sind…vielleicht sind Sie ja doch ein ganz netter Kerl,der gestern nur einen schlechten Tag
hatte.“

Nick lachte.

„Darf ich Sie wenigstens zum Dank zum Essen einladen?“

Erwartungsvoll blickten Nick´s grüne Augen in Laura´s Gesicht.

„Soll das ein Date werden?“

„Nennen Sie es so,wie Sie wollen. Tatsache ist,dass ich Sie gerne einladen würde.“

„Ich ähm…eigentlich…hm…ich hatte schon sehr lange keine Dates mehr.“

Nick grinste.

„War das ein ´ ja´?“

Laura blickte in Nick´s Gesicht. Die verstrubbelten Haare,die kleinen Bartstoppeln an seinem Kinn,das breite Sunny-Boy-Lächeln.

„Aber Sie werden keine Annäherungsversuche starten.“

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„Äh…Gretchen…ist Laura hier irgendwo?“

Gretchen sah von ihrer Patientenakte hoch.

„Die war vorhin im Dienstzimmer. Hattest du eine schöne Nacht?“

Lächelnd warf Gretchen einen Blick auf Nick,der in seinem schwarzen Anzug und dem großen Blumenstrauss fantastisch aussah.

„Ja,danke…aber nicht so,wie du schon wieder denkst…es ist nichts passiert.“

„Aha…was ganz neues…scheinbar bist auch du gegen den Oberschwesterncharme nicht ganz immun.“

„Wir gehen nur was essen…klar? Keine Hochzeit,keine Kinder…“

„Nicht mal eine klitzekleine Verlobung?“, warf Laura ein,die sich von hinten an Nick herangeschlichen hatte.Sie trug immer noch ihren Schwesternkittel.

„Oh mein Gott,Sie sehen aus,als ob wir zu einer Beerdigung wollen…ich dachte,wir hätten ein Date.“

Laura zwinkerte Nick zu.

„Bin gleich soweit. Geben Sie mir zehn Minuten.“

Zehn Minuten später stand Laura frisch und fröhlich vor Nick und strahlte ihn breit an. Sie trug eine einfache dunkelblaue Jeans,ein weißes Top und einen
dunkelblauen Cardigan mit hohen, schwarzen Pumps und Silberschmuck.

„Und?Was machen wir? Kino?Bowling?Fußball schauen?“

„Naja,ich dachte wir gehen erst mal schick essen und danach ins Theater?“

Laura´s Lächeln sank ab.
„Ich dachte wir machen das Ganze ein weniger förmlich?! Sie wissen schon…Spaß haben… Schauen Sie…ich bin keine von Ihren Models,die sich von Ihrem Geld
beeindrucken lässt,nur um am Ende des Abends als eine ihrer Trophäen nackt als Polaroid am Lampenschirm zu enden. Ich bin mit Ihnen verabredet,und würde
gerne SIE kennen lernen.“

Nick lächelte,zog sein Sakko aus und knöpfte seine obersten beiden Hemdknöpfe auf.

„Also gut,dann machen wir etwas, was Ihnen gefällt. Na los,Sie bestimmen wo´s langgeht.“

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„Ist das nicht herrlich?“

Laura ging in die Hocke und ließ ihre Hände durch das Gras gleiten.

„Naja…es ist ein Park.“

Laura zog die Augenbrauen hoch.

„Und wir sind über den Zaun geklettert….Laura,ich weiß wirklich nicht,ob das so eine gute Idee ist…wenn die uns hier erwischen…“

„Es ist nicht nur ein Park… schließen Sie die Augen…“

„Ach kommen Sie schon…“

„Augen zu,hab ich gesagt.“

„Ich weiß wirklich nicht,wo hier der Sinn…“

„Und Klappe halten!“

Nick stolperte über einen Ast und fluchte laut.

Laura lachte kurz auf und legte Nick einen Zeigefinger über die Lippen.

Im Pavillion setzten sich beide auf die Bänke und lauschten eng nebeneinander sitzend den nächtlichen Geräuschen.

Einige Laternen und Lampions tauchten den Pavillion in einen rötlichen Schimmer.

Laura zauberte aus ihrer Handtasche eine Flasche Wein und einen Flaschenöffner,sowie zwei Plastikbecher.

„Sie haben Recht. Es ist wirklich sehr schön hier.“,murmelte Nick,als er den leicht erleuchteten Park sah,der aus allen Ecken in den buntesten Farben zu
erstrahlen schien.

„Ich hab es Ihnen doch gesagt…die schönsten Dinge der Welt bekommen Sie nicht für Geld.“

Laura lächelte Nick an und schaute versunken in sein in Gedanken verlorenes Gesicht. Kurz entschlossen drehte sie Nick´s Gesicht in ihre Richtung und
setzte einen leichten Kuss auf seine Lippen. Zärtlich strich sie über seine hellen Wuschelhaare und seinen gebräunten Nacken. Nick,der sichtlich überrascht
war,erwiderte den Kuss schließlich. Sanft nahm er Laura´s Gesicht in seine Hände und strichen über ihre Wirbelsäule. Bedächtig zog er sie auf seinen Schoß
und intensivierte seinen Kuss. Schließlich löste Laura sich los und schaute Nick mit geröteten Wangen an.

„Die besten Dinge bekommt man nicht für Geld.“, wiederholte Nick und drückte einen erneuten Kuss auf Laura´s Lippen.


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„Marc ich weiß einfach nicht, was ich von dem ganzen halten soll…klar,sie ist eine tolle Frau,aber…“

„Boah Nick…echt… du musst…“

„Ich weiß,aber…“

Nick verstummte,als Gretchen mit einer Hand voll Akten in Marc´s Büro stürmte.

„Marc,ich brauch noch ein paar Unterschriften von dir.“


Misstrauisch schaute Gretchen zwischen Nick und Marc hin und her,die beide mit betretenen Mienen aus dem Fenster schauten.

„Äh störe ich irgendwie…“

Marc zückte seinen Kuli und grinste.

„Du doch nicht…auch wenn dich das sonst doch auch nicht kümmert.“

Eingeschnappt wollte Gretchen schon gehen,als Marc sie an der Hand zu sich auf den Schoß zog.Grinsend drückte er einen Kuss auf Gretchen´s Wange.

„Nick hat die neue Krankenschwester gebumst.“
Gretchen öffnete den Mund um etwas zu sagen,schloss ihn jedoch wieder betreten.

Nick hob abwehrend die Hände.

„Es ist einfach so passiert,okay? Bitte keine Moralpredigten…ich weiß selber nicht wie ich jetzt damit umgehen soll.“

„Naja…wie war´s denn?“, murmelte Marc und lehnte sich in seinem Chefsessel zurück.

„Es war…schön…glaube ich.“

Gretchen warf Marc einen belustigten Blick zu.

„Na was denn? Ich weiß doch auch nicht…Ich kenne sie doch eigentlich kaum…“

„Wo ist dann das Problem…niemand hat was gegen unverbindlichen Sex.“

Nick lehnte sich nachdenklich zurück und rieb sich das Gesicht.

„Wenn es denn unverbindlich war.“, fügte Gretchen an.

„Hasenzahn…nicht alle Menschen planen nach dem ersten gemeinsamen Sex die Hochzeit. Nick hatte einen sogenannten One-Night-Stand… wundert mich,dass du das
nicht kennst…nachdem was alles mit dir und Mehdi…“

„Ich dachte dieses Thema sei abgehakt.“

Marc grinste und verschränkte seine Finger mit Gretchen´s Hand.

„Könnten wir wieder zum ursprünglichen Problem kommen?“, murmelte Nick genervt und zeigte mit dem Finger auf sich.

„Na wie sieht denn Laura das ganze?“

„Ich hab sie heute morgen nicht gesehen…sie muss ganz früh los sein.“

„Uh…normalerweise bist du doch derjenige,der den Frauen davonläuft…nicht anders herum.“, feixte Marc.

„Ich weiß nicht…irgendwas war anders…ich meine…irgendwie…“

Gretchen lächelte.

„Ja?“

„Ach nichts…vielleicht bilde ich mir das ganze auch einfach nur ein. Fakt ist,dass wir miteinander geschlafen haben…eine einmalige Sache…unbedeutend.“,
versuchte Nick sich selbst zu überzeugen.

„Dann ist ja alles bestens…“, grinste Marc und warf Gretchen einen augenzwinkernden Blick zu.

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„Ob daas mit den beiden wirklich gutgeht?“

Marc hob zweifelnd eine Augenbraue.

„Naja…bei uns beiden hat es ja letztendlich auch funktioniert.“

Gretchen war in eine Patientenakte vertieft und zwirbelte eine blonde Locke um ihren Finger.

„Also ich weiß nicht…Nick war noch nie der Typ für feste Beziehungen…“

„Du etwa?“

Marc grinste.

„Okay, Punkt für dich…aber das ist auch etwas anderes…wir haben uns fast 20 Jahre Zeit gelassen um zusammen zu kommen.“

„Von meiner Seite aus eher unfreiwillig.“

Gretchen strich über Marc´s Wange und setzte sich auf seinen Schoß.

„Schon seltsam…ausgerechnet wir beide…ich meine…ich hätte mir nie vorstellen können,dass wir beide heiraten und ein Kind haben…Dann eher noch Cindy aus
Marzahn und Til Schweiger.“

„Na vielen Dank auch für den schmeichelhaften Vergleich.“

„Na so war das auch wieder nicht gemeint,Hasenzahn…ich meine nur,dass es mit uns beiden ja trotzdem funktioniert… auch wenn du mich andauernd um den
Verstand bringst, meine Wohnung in ein absolutes Chaos verwandelt hast und mir ständig widersprichst.“

„Gar nicht wahr!“, murmelte Gretchen und küsste Marc zärtlich auf den Mund.

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„Schwester… könnten Sie mir mal eben das Wasser reichen?“

Hildegard Sonnleitner lächelte die junge Krankenschwester dankbar an. Seit vier Wochen lag sie jetzt schon mit einem komplizierten Beinbruch im
Krankenhaus. Die 95-jährige Dame bekam nur selten Besuch von ihren Enkeln und freute sich daher sehr, ein junges und frisches Gesicht in ihrem Zimmer zu
sehen.


„So Frau Sonnleitner…Dr. Meier kommt später noch zur Visite vorbei… versuchen Sie noch, sich ein wenig auszuruhen.“

Ein Klopfen an der Türe ließ beide Frauen aufschauen.

Nick steckte den Kopf zur Türe herein.

„Hallo…Könnten wir kurz reden?“

Laura tat so,als sei sie sehr beschäftigt mit dem Aufziehen einer Schmerzspritze.

„Ich bin gerade sehr beschäftigt… vielleicht später.“

„Es dauert auch nicht lange.“

Frau Sonnleitner lächelte dem jungen,attraktiven Mann ermutigend zu.

„Sie müssen Sr. Laura´s Freund sein… ein so attraktiver,junger Mann…“

Nick wollte schon den Mund öffnen um die ältere Dame zu berichtigen,da fuhr sie schon fort.

„Sie machen ja meinem Dr. Meier Konkurrenz! Heinrich…mein Mann war auch so ein schneidiger Kerl…und der beste Tänzer der ganzen Stadt…wir haben getanzt…die
ganze Nacht hindurch…mein 16-ter Geburtstag…es war traumhaft…überall hingen Blumen…der Sternenhimmel über uns…“

Plötzlich wurde ihr Blick traurig.

„Es ist so schade,dass er mich nicht besuchen kann…Er fehlt mir so sehr…aber er sitzt im Rollstuhl und nie hat jemand Zeit,ihn vom Altenheim hierher zu
bringen…“

Mitfühlend strich Laura der alten Dame über die Hand.

„Aber er ruft mich jeden Abend an… er fühlt sich auch so schrecklich einsam…wir sind schon 75 Jahre verheiratet… waren bis zu meinem Unfall nie länger als
zwei Tage am Stück getrennt…wissen Sie…es gibt nichts schrecklicheres,als im Alter alleine zu sein… wenn man jung ist, hat man Freunde… doch die sterben

nacheinander alle…und ohne Partner bleibt man alleine zurück…das ist doch schrecklich…“

Nick schaute betreten zu Boden.

„Frau Sonnenleitner,Sie dürfen bald wieder zu ihrem Heinrich…Sie machen doch tolle Fortschritte…Sie dürfen nur nicht den Mut verlieren…Und jetzt müssen Sie
sich ein wenig ausruhen.“


Sorgsam strich Laura die Decke ihrer Patientin glatt und deutete Nick dann zur Tür. Sie schob ihn in das nächstgelegene leere Patientenzimmer und schloss
hinter sich die Türe.

„Nick,ich glaube wir sollten das ganze zwischen uns nicht unnötig komplizieren… wir hatten einen schönen Abend und eine noch schönere Nacht. Du bist nicht
der Typ für ernste Sachen und ich... also ich finde, es ist besser,wenn das Ganze eine einmalige Sache bleibt.“

Überrascht schaute Nick in Laura´s hübsches Gesicht.
„Du meinst das Ernst, oder?“

„ Nick, ich mag dich. Ich glaube, wir könnten ziemlich gute Freunde werden. Aber zu mehr bin ich momentan einfach nicht fähig. Und du sowieso nicht... also
lass uns das als eine schöne Erinnerung behalten, ja?“

Laura streckte ihre Hand aus.

„Freunde?“

Nick zögerte eine Millisekunde.


„Freunde.“

Mit einem komischen Gefühl in der Magengegend ergriff er Laura´s Hand.

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