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Dieses Thema hat 77 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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SoulSister Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 863

31.08.2010 20:00
#76 RE: Story by SoulSister Zitat · Antworten

Hier zwischen waren eigentlich noch ein paar Teile, aber die sind verschwunden. -.-
Na ja, viel Spaß!


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Zwei Wochen später ging Marc mir so weit aus dem Weg, dass ich ihn nur noch fragen konnte, wie ich den Skalpell halten musste. Mehr vermied er und ich war verwirrt darüber. Was war an unserem Gespräch so falsch gewesen? Oder schaffte er vielleicht sogar gerade Platz für mich..?
In der Mittagspause kam ich an einem Patientenzimmer vorbei, in dem ich Mona alleine liegen sah, das Gesicht hinter einer Bibel verborgen. Da ich sie seit letzter Woche nur selten gesehen hatte, öffnete ich die Tür und ging auf ihr Bett zu. Sie senkte die Bibel und sah mich etwas überrascht an. „Frau Haase, was machen sie denn hier?“ „Ich dachte, ich komme mal vorbei, wo.. doch heute Sonntag ist. Kirchentag und so, ne?“ Mona hob die Augenbrauen und sah mich verwirrt an, worauf ich mich neben sie an ihr Bett setzte. „Wie geht es dir?“ Ich warf einen kurzen Blick auf die Monitoren. Ihr Puls war schwach und auch sonst stand es um ihre Vitalfunktionen schlecht. Sie schnaubte leise auf und legte die Bibel zur Seite. „Ich warte nur auf das Ende, Gretchen. Ich fühle keine Schmerzen mehr.“ Ich sah sie an und senkte meinen Blick etwas betreten. „Warum gibst du auf? Willst du die letzten Tage nicht genießen, ich meine das Wetter ist schön-“ Mein Blick wanderte kurz aus dem Fenster, wo es aus Eimern goss, „.. und äh..“ „Irgendwann wird es eben Zeit und meine ist jetzt gekommen. Ich habe alles gesehen, was ich in meinem Leben sehen wollte.“, antwortete sie mit einem Lächeln und mir wurde klar, dass sie keine Angst davor hatte, die Augen zu schließen, wenn es Zeit war. „Ich bewundere dich, Mona. Du bist eine starke Frau, hm?“, erwiderte ich nach einer Weile und griff nach ihrer Hand. Wir kannten uns nicht lange und waren nie wirklich befreundet gewesen, aber sie strahlte etwas aus, dass sie einfach so unglaublich mutig wirken ließ, man musste sie einfach mögen. „Ich wünschte, dass wäre ich wirklich.“, antwortete sie nach einer weiteren Weile tonlos und drückte meine Hand ein wenig fester.

http://www.youtube.com/watch?v=ArZtUgS_Sqk&feature=related

Er konnte nicht mehr konzentriert arbeiten, schon seit dem Tag nicht mehr, an dem er Gretchen angelogen hatte. Sein Herz war zwar wirklich voll, aber sie hatte sich einen Platz gesichert, wenn es auch ein Teil seines Herzens war, dass er nicht gerne hergegeben hatte. Jeden Tag hatte er sich gegen die Gefühle gesträubt, bereut, wenn er sie verletzt hatte, Küsse genossen und verdammt, aber am Ende blieben alle diese Momente nur Erinnerungen, denn bevor sie ihn zu etwas verleiten konnten, womöglich sogar zu einem Liebesgeständnis, sperrte er sie weg, in die hinterste Schublade. Dabei hatte diese Mona recht gehabt. Alles was sie gesagt hatte, stimmte, aber er wollte es nicht wahrhaben. Warum auch?
Er blieb kurz vor dem Zimmer mit der Nummer 111 stehen, in dem die blonde Frau sich mit Gretchen unterhielt. Sie hatte recht, irgendwann musste er es ihr sagen. Er war es ihr schuldig. Aber was, wenn sie seine Liebe nicht verdient hatte? Auf der anderen Seite ekelten ihn der Gedanke, eine Beziehung zu führen, fast an, ihm war bewusst, was da auf ihn zukam. Und es machte ihm Angst.
Plötzlich öffnete sich die Tür und Hasenzahn trat heraus. Sie sah ihn etwas verwirrt an, dann schloss sie die Tür. „Wie geht es ihr?“, murmelte er leise und sah sie dabei nicht an. Gretchen lächelte und schüttelte den Kopf, wobei eine Träne an ihrer Wange hinunterlief. „Bald hat sie alle Schmerzen hinter sich“, war alles was die blonde Assistenzärztin von sich gab, dann verschwand sie mit eiligen Schritten.
Etwas unsicher sah er sich um, dann öffnete er die Zimmertür und räusperte sich leise. Mona, die sich hinter ihrer Bibel vergraben hatte, sah ihn an und legte das abgenutzte Buch neben sich. „Doktor Meier?“ Er atmete kurz tief durch und warf einen kurzen Blick auf die Monitoren. Nicht mehr lange, dann war es so weit. Sie warf einen kurzen Blick auf den Stuhl neben ihrem Bett und er folgte dem stummen Kommando. „Wollen sie alleine sterben?“ Marc sah sie an und war unschlüssig, was er sonst sagen sollte. „Erstens Doktor Meier, nennen sie mich Mona. Zweitens ist Gott immer bei mir, ich bin nie alleine und drittens.. dürfen sie bleiben, um mir zu sagen, was ich hören will.“ Sie lächelte ihn schwach an und er konnte nicht anders, als ihr Lächeln zu erwidern.
Er drehte sich kurz um und versicherte sich, dass sich keiner vor dem Zimmer aufhielt. „Du hast mich gefragt ob ich weiß was Liebe ist.“, begann er und räusperte sich leise. Dieses Gespräch war definitiv nicht nach seinem Geschmack, aber er schuldete es ihr. „Ich weiß es.“ „Und woher?“, erwiderte sie leise und sah ihn an. „Ich kenne da eine Frau die..“, er stockte kurz, „ich aus mir unbekannten Gründen.. mag.“ Marc sah die leichenblasse Mona an und stelle zufrieden fest, dass sie lächelte. Er wusste nicht, warum er ihr diese Dinge erzählte, er wusste nur, dass er das richtige Tat. „Wusstest du, dass mir noch eine gute Tat gefehlt hat, um wirklich in den Himmel zu kommen?“, murmelte sie nach einer Weile und ihre Stimme wurde immer brüchiger. Marc erwiderte nichts und sah sie stumm an. „Du musst mir versprechen..“, sie hielt kurz an und sah auf den Monitor neben sich, auf dem zu sehen war, dass ihr Puls immer schwächer wurde, „dass du es ihr sagen wirst, klar Marc Meier?“ Sie atmete tief durch und richtete sich schwerfällig in ihrem Kissen auf. Sein Blick wanderte zu Boden und als er ihre kalte Hand auf seiner spürte, sah er auf. „Versprichst du es mir?“ Ihr Blick hatte nicht an seiner Intensivität verloren, ganz im Gegenteil, er war entschlossener als je zuvor. Marc griff nach ihrer Hand und fuhr sich kurz über die Lippen, dann nickte er. „Ich verspreche dir, ich werde Gretchen sagen, dass ich.. Dings hier.. sie.. liebe.“ Selbst jetzt brachte er diese Worte kaum über seine Lippen, doch als er Mona leise Lachen hörte, war er zufrieden mit seinem Versprechen. „Ach äh.. wirst du wütend, wenn da oben kein Gott auf dich wartet?“, fügte er leise hinzu und sah sie mit einem Grinsen an. „Ich werde ausrasten..“, antwortete die Blonde lächelnd und ihr Blick wanderte kurz zu der Bibel neben ihrem Tisch.
Er wusste was geschehen würde. Nicht mehr lange und ihre Organe würden versagen und er wusste nicht, ob er sie wirklich alleine lassen sollte, aber auf der anderen Seite bedeutete sie ihm nicht so viel, dass er sich ihren Tod ansehen musste. Sie schien seine Zweifel zu spüren und drückte seine Hand ein letztes Mal, eine Art Bekräftigung, das Versprechen einzuhalten – Dann ließ Marc ihre Hand los und stand auf. Sie war bald zuhause.

SoulSister Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 863

21.11.2010 18:53
#77 RE: Story by SoulSister Zitat · Antworten

DAS ist echt peinlich! Hach, ich wusste gar nicht, dass sich noch irgendwer an die Story erinnert, da das aber der Fall ist & mir aufgefallen ist, dass ich hier schon länger mal wieder was reinstellen wollte.. Tada! Wer will, kann ja weiter mitlesen. ;D Eine Entschuldigung, warum es so lange gedauert hat gibt es nicht.. Wächst alles auf mich, mich dumme Nuss. >___< Viel Spaß!

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Es war grau, überall Nebel, verregnet und das perfekte Wetter, um Hasenzahn kein Liebesgeständnis zu machen. Zumindest war das eine von den Ausreden, die er sich schon die ganze Zeit einredete. Er hatte es versprochen, aber warum eigentlich? Wenn er einen Tag später darüber nachdachte, war es der größte Mist, den er je gebaut hatte. Gut nur, dass wenigstens seine Mutter noch nicht auf den Beinen war, wenn die davon wüsste.. Er wollte nicht weiter darüber nachdenken.
Als Marc Meier zu erkennen meinte, dass irgendwo da, hinter dem Nebel, Hasenzahn von ihrem Fahrrad stieg und sich auf den Weg ins Krankenhaus machen wollte, setzte er sich langsam in Bewegung. Das hier war mit Abstand härter als ein Abend ohne Bier und Fußball.

Dieser Tag war so ziemlich einer der Tage, den man streichen konnte, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Erstens hatten wir so schlechtes Wetter, dass ich zweitens nur knapp dem Tod entkommen war, denn erstens² regnete es so stark, dass ich aussah wie ein nasser Pudel und zweitens² war ich fast gegen einen Baum gefahren. Nur diesmal so richtig mit Schwung.
Vielleicht meinte es da irgendwer doch noch gut mit mir, denn die Sonne ging ein kleines bisschen auf, als ich Marc auf mich zukommen sah. Was sollte ich jetzt tun? Ausweichen, das Gespräch suchen oder ihm doch gleich um den Hals fallen? Ohne einen Entschluss fassen zu können, blieb er vor mir stehen und sah mich an. Er kniff die Augen zusammen und räusperte sich leise. „Bitte sag nichts Marc, ich weiß dass ich aussehe wie Angela Merkel wenn sie meint, sie sei gut angezogen, ich brauche deinen Kommentar dazu wirklich nicht..“, nuschelte ich leise und stellte mein Fahrrad ab. „Äh-..“ „Okay, ich seh vielleicht noch beschissener aus als Angela Merkel, aber das ist kein Grund-“ „Hasenzahn, ich wollte eigentlich was ganz anders sagen, aber ich bewundere deine realistische Selbsteinschätzung?“, erwiderte er mit einem verwirrten Grinsen und ich sah ihn sofort entschuldigend an. „Ach äh.. nicht?“ Marc seufzte kurz leise, fuhr sich durch die Haare und sah zur Seite. „Nein ich wollte.. mit dir reden.“ „Super, dass hast du ja jetzt geschafft..“, erwiderte ich trocken und entschied mich, diesem Gespräch doch aus dem Weg zu gehen. Wahrscheinlich würde es doch nur in einem einzigen Desaster enden. Ich seufzte leise und lief los, hoffte aber insgeheim, dass er etwas sagen würde. Und einmal, wenigstens dieses eine mal wurden meine Hoffnungen erfüllt. „Ich.. muss.. dir was sagen, Hasenzahn..“ Ich blieb stehen und mir war sofort klar, dass ich meinen Entschluss verwarf und ihm jetzt doch zuhören würde. Ich blieb stehen, drehte mich aber nicht um. Ich hörte seine Schritte und als er neben mir stand, sah ich ihn wieder an. „Was.. willst du mir denn sagen?“ Statt mir eine Antwort zu geben, lief er los und ich folgte ihm stumm.
Irgendwann blieb er stehen, wir waren eine ganze Weile gelaufen und hatten mindestens das halbe Krankenhaus umrundet, was mich nicht nur einem anscheinenden Geständnis von Marc Meier, sondern auch ein paar Kilo weniger näher brachte, schließlich hatte ich sicher einige Kalorien verbrannt.
Er drehte sich um und atmete tief durch. Wind brauste auf und ich war mir so sicher, wenn nicht gleich ein Vogel sein Geschäft auf meinem Kopf entledigen würde, dann wäre das hier eine perfekte Situation für ein Liebesgeständnis, im Hintergrund ließ ich in Gedanken schon mal Shes like the Wind laufen. Er sah unruhig um sich und schien so nervös, dass er nichts sagen konnte. Na ja, ein bisschen konnte ich ihm ja auf die Sprünge helfen. „Marc? Geht es um.. uns?“ Erst jetzt sah er mich wieder an und ich hoffte, er würde ja sagen. Er runzelte die Stirn und räusperte sich leise, dann nickte er. „Ja, um äh.. dich und mich.“, fügte er heißer hinzu und wippte nervös hin und her. Ich sah ihn erwartungsvoll an und biss mir fast etwas zu fest vor Aufregung auf die Lippe. „Hasenzahn, wenn du mich weiter so ansiehst-“ „Okay, sag einfach irgendwas Marc!“, erwiderte ich leicht säuerlich und verschränkte die Arme.
Wieder kam Wind auf und ich hatte langsam keine Geduld mehr. „Okay, ich wollte dir sagen-..“ Als ich laut aufschrie, stoppte er und sah mich verwirrt und genervt an. „Marc, was ist das, mach das weg, WAS IST DAS?!“ Ich begann laut zu quietschen und schlug wild um mich herum. „Maaaaaaarc!“ Ich kniff die Augen zusammen und schlug weiter um mich, während Shes like the Wind aufhörte zu spielen. Plötzlich griff Marc nach meinem Arm und hielt mich fest, sodass ich stehen blieb und aufhörte, um mich zu schlagen. Er sah mich leicht wütend an und griff an meine Wange. „Ein Blatt Hasenzahn, dass war nur.. ein.. Blatt.“, gab er gepresst hervor und warf das große Ahornblatt, dass an meiner Wange geklebt hatte, zu Boden. „Oh..“, murmelte ich leise und sah ihn etwas verlegen an. „Ich dachte, dass wär ein.. böses Eichhörnchen oder so gewesen..“, rechtfertigte ich mich leise und senkte den Blick. Marc seufzte leise und ich bemerkte, dass er sich wieder kurz umsah.
Ohne eine Vorwarnung hob er mein Gesicht seinem entgegen, sodass ich wir uns endlich in die Augen sahen. Vor nervöser Erwartung schlug mein Herz schneller, ich begann zu hyperventilieren und mein Magen begann zu flattern. Ich hatte so sehr versucht ihn mir aus dem Kopf zu schlagen, nicht an seine Küsse zu denken und daran, wie mein Puls raste wenn er mich ansah und lächelte, auch wenn die Wahrheit war, dass das hier nicht richtig war. Und trotzdem, ich wollte ihn küssen, immer und immer wieder.
Ehe ich etwas erwidern konnte, beugte er sich vor und küsste mich lange und tief. Unsere Zungen trafen sich und alle Vögel der Welt hätten mich als ihr Klo benutzen können, in diesem Moment war es mir egal. Der definitiv beste Kuss seit langem war dieser hier und im Hintergrund setzte wieder Shes like the Wind ein. Nach unendlich langer Zeit löste sich sein Mund von meinem und er sah mich etwas verwirrt an. Marc räusperte sich leise und fuhr sich über die Lippen. Mit der ganzen Brillianz meines Intellekts brachte ich ein atemloses 'Schööön' heraus, dass war aber auch alles was mein Verstand hergab. Plötzlich hörte ich jemanden klatschen und eine Trillerpfeife war zu hören. Marc und ich drehten uns verwirrt um und entdeckten Sabine, die eine Pfeife im Mund hatte und klatschend Luftsprünge vollbrachte. Ich sah zu Marc, der ein mildes Lächeln aufgesetzt hatte und sich nun wieder leise räusperte. „Mission Impossible ist.. geglückt!“, jauchzte Sabine und kam auf uns beide zugerannt. „Mission.. was?“ Da ich immer noch etwas auf dem Schlauch stand, verstand ich Sabine nicht wirklich und tastete stattdessen meine Lippen ab, um sicherzugehen das nach diesem Kuss noch alles an Ort und Stelle war. „Sabine, sind sie eigentlich völlig-“, setzte Marc an, wurde jedoch von Sabine unterbrochen. „Ja, vollkommen glücklich mit dieser Situation, Doktor Meier..“, brachte sie atemlos hervor und strahlte uns beide wie ein Honigkuchenpferd an. „Wann heiraten sie denn jetzt?“, murmelte sie leise und blies erneut in ihre Trillerpfeife, weshalb ich mir erschrocken die Ohren zuhielt. „Sabine!“, brachte ich hervor und griff nach der Pfeife. „Geheiratet wird hier-“ Leider „.. gar nicht.“, brachte ich hervor und sah kurz zu Marc, der von dem ganzen mehr als genervt, aber auch belustigt schien.
„Sternchen!“

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Signatur von I-love-DD, vielen Dank! ♥

SoulSister Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 863

31.12.2010 15:05
#78 RE: Story by SoulSister Zitat · Antworten

Das Ende? Sieht so aus..

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- 3 Wochen später -

Mit einem breiten Lächeln klingelte ich an der Tür, er öffnete mir, betrachtete einen Moment kritisch die Raketen für heute in meiner Hand und ließ mich dann kommentarlos hinein. Ich wäre fast ausgerastet vor Freude, denn alles kam mir alles so bekannt vor, endlich war ich wieder hier, nach dieser ewig langen Zeit.. „Sternchen?“

Ich warf Marc einen etwas wütenden Blick zu, in letzter Zeit äffte er Frank ständig nach, und das zugegeben ziemlich gut. Er nahm mir die Raketen mit einem vielsagenden Blick ab, wahrscheinlich hatte er Angst um seine Wohnung, aber mir war das vollkommen egal, sahs hier immerhin gerade völlig legal auf seinem Sofa (Erinnere an Einbruch mit anschließendem Knutschen in seiner Dusche), außerdem ertragen wir uns in letzter Zeit ziemlich gut. War ja auch klar gewesen, dass wir heute Silvester zusammen feiern würden, endlich mal ein Jahr, in dem ich meiner Mutter und ihren alljährlichen Erzählungen über Jochen & mich als dicke Kleinkinder entkam.
Da Marc irgendwohin verschwunden war, stand ich auf, warf meine Jacke auf die Couch und ging in seine Küche, an der Theke vorbei, die ordentlich aufgeräumt war, genau wie der Rest der Küche, aber irgendwie hatte ich die Befürchtung das war nur so, weil Marc sie nicht besonders oft benutzte. Wahllos riss ich irgendwelche Schubladen auf, bis ich fündig wurde (Auch wenn ich nichts gesucht hatte – Oder doch? Schokolade konnte selbst jetzt nicht schaden..). Vor mir lagen 3 Tafeln Schokolade und mir kam eine geniale Idee (.. um Marc nicht ganz klar zu machen, dass ich dringend Schokolade brauchte, weil meine Nerven mit mir durchgingen) – Marc Meier und ich, Gretchen Haase (Oder sollte ich mich schon Gretchen Meier nennen?) bei einem romantischen Schokoladenfondue.. Mit einem breiten Lächeln griff ich nach den Tafeln Schokolade, ein lautes Räuspern ließ mich jedoch innehalten. „Äh, Hasenzahn, was wird das?“ „Na ich dachte, wir könnten-“ „Schokolade essen? Hasenzahn, du bist hier die Dicke, warum soll ich-“ „Marc!“ Ich warf ihm einen erneuten wütenden Blick zu, dann gab er genervt nach und ging auf mich zu, um in der Schublade neben mir einen Topf hervorzuholen, außerdem gab er mir Bananen, Trauben und Erdbeeren, wobei ich gar nicht wissen wollte, wo er die in dieser Jahreszeit her hatte.
Als er sich hinter die Theke setze und mir einen auffordernden Blick zuwarf, sah ich ihn irritiert an. „Ja was?“ Marc warf mir einen etwas belustigten Blick zu. „Frauen kochen, Männer.. sitzen.“, fügte er hinzu als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt. „Echt Marc, du bist so emanzipationsgestört!“, erwiderte ich und hackte wütend auf die Banane ein, was er mit einem selbstgefälligen Lächeln kommentierte.
Ungefähr 10 Minuten später, um ungefähr 11 Uhr, sahs ich neben Marc Meier, neben mir stand auf dem Herd ein Topf voll wunderbar duftender Schokolade, was mich im Minutentakt veranlasste, zufrieden zu seufzen. Oh, außerdem hatte ich ein scharfes Küchenmesser in der Hand, mit dem ich ihn dazu gezwungen hatte, Obst zu schneiden.
Jetzt bediente ich mich, ohne darauf zu achten was er tat, bis er sich so laut räusperte, dass ich mich fast an einer Traube verschluckt hätte. „Hasenzahn!“ Schuldbewusst ließ ich die Erdbeere, die ich gerade in Schokolade getaucht hatte, neben mich und sah Marc an, als hätte ich etwas ganz schlimmes getan. „Gut..“, gab er ruhiger von sich und begann plötzlich zu grinsen. „Was?!“, gab ich hysterisch von mir, auf der Suche nach einem Spiegel im Raum. Ohne Vorwarnung hatte er sich zu mir vorgebeugt und küsste mich nun. Der Kuss war der leckerste überhaupt, schokoladig..
Und dann ging irgendwie alles ganz schnell – Ich hatte mich aufgerichtet (Schnell noch nach einer Erdbeere mit vieeeeeel Schokolade gegriffen), er ebenfalls und in weniger als 10 Sekunden waren wir in seinem Schlafzimmer gelandet. Sein Oberteil flog durch die Gegend, aber wir wurde (Leider!) unterbrochen, als sein Telefon klingelte. „Scheiße!“ Gereizt ließ er von mir ab (Er war gerade mehr als leidenschaftlich dabei gewesen, mir mein Oberteil auszuziehen) und verließ mit dem Telefon den Raum.
Für einen Moment lag ich nur überrumpelt auf seinem Bett, versuchte etwas Luft zu bekommen, dann richtete ich mich auf, um mich etwas umzusehen. Außer das auch hier alles ziemlich ordentlich war (Ich übersah einige Klamotten auf dem Boden für meinen Marci ja gerne!), gab es nichts besonderes. Da ich auf keinen Fall neugierig war, griff ich in ein kleines Regal neben seinem Bett, in dem Fotoalben standen. Ich schlug das erste auf und ein kleiner Marc Meier grinste mir entgegen. Wie süß! Hoffentlich wurden unsere Kinder mal genau so süß! Etwas verwirrt schüttelte ich den Kopf - Musste dringend von Wolke 7 entkommen, sonst nicht mehr lange zurechnungsfähig.
Als ich hinter mir ein Geräusch hörte fiel mir auf, dass Marc, oben ohne und mit einem Bier in der Hand, neben mir aufgetaucht war. „Was machst du da?“, bemerkte er beinahe nebensächlich, während er sich auf sein Bett warf. Lächeln legte ich mich mit dem Fotoalbum in der Hand neben ihn.

(Wuhu, wem die Szene bekannt vorkommt.. -> http://www.tvinfo.de/fernsehprogramm/sen...edizin/bilder/7)

„Du warst so zuckersüß, Marc!“ Ich kicherte er leise, worauf Marc nur einen Schluck aus seiner Flasche nahm. „Und jetzt nicht mehr, oder was?“ Noch bevor ich protestieren konnte, klingelte sein Telefon erneut. Genervt drückte er mir sein Bier in die Hand, verschwand erneut und ließ mich alleine. Na ja, solange er wieder zurück kam.. Bevor ich meinem Blick ein weiteres mal den goldigen "Marc Meier als Baby" - Bildern widmete, sah ich mich im Raum um und sah direkt vor mir, halb unter dem Bett liegenden, Unterwäsche. Aber nicht irgendwelche Unterwäsche.. Frauenunterwäsche. Definitiv nicht Marcs, außer es gab da etwas, dass er mir verschwiegen hatte. Ruckartig war ich aufgestanden, hatte 'es' unter seinem Bett hervor gezogen und es betrachtet. Ein hellblauer BH und eine dazu passende Unterhose, oder sollte man es lieber gleich Tanga nennen? Zu allem Überfluss kam jetzt auch Marc wieder, der mich etwas irritiert ansah. „Hasenzahn, wo hast du das her?“ Mit einer schwungvollen Bewegung (Besser als ich es bei den Bundesjugendspielen je hätte werfen können), pfefferte ich ihm die Unterwäsche ins Gesicht und war im nächsten Moment an ihm vorbei gerannt.
„Marc Meier, du Arsch!“, schrie ich durch die Wohnung und konnte ihn gleich hinter mir hören. „Gretchen, jetzt bleib stehen, ich-..“ „Es reicht Marc! Du musst dich endlich entscheiden, deine Freiheit oder endlich mal erwachsen werden..“, unterbrach ich ihn und kämpfte gegen die Tränen an. Hatte er also neben mir doch tatsächlich noch was mit irgendwelchen Frauen gehabt.. Tzzz! Und für sowas entgingen mir Mamas Geschichten an Silvester.
„Gretchen!“ Er klang ehrlich verzweifelt, als ich seine Wohnung verließ, aber jetzt würde ich mich nicht umdrehen, nicht schon wieder, hatte ihm schließlich oft genug verziehen! Egal wie sehr man liebt, jeden Fehler kann man nicht verzeihen. Oder doch..? Ich entschied mich dagegen. Nein, konnte man nicht, nicht mal Marc Meier.
Das war dann wohl das Ende...

.. Einen Teil hätte ich noch.. >_____<
Wünsche euch einen schönen Tag heute, lasst es krachen & einen guten Rutsch!

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