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Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 14.318 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2
Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

25.04.2010 17:44
Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hallo Ihr Lieben!
Ich bin neu im Forum, und hab lang hin und her überlegt, ob ich auch mal mein Glück versuchen sollte, meine kleine Geschichte zu erzählen.
Denn ich lese schon lange all die tollen Geschichten, und war mir oft nicht sicher, ob ich diesem hohen Schreibniveau auch entsprechen kann.
Deshalb auch mein Respekt an alle, die immer wieder auf´s Neue soviel Phantasie und Kreativität an den Tag legen. Hut ab!!!!
Aber ich möchte es trotzdem versuchen, deswegen seid bitte nicht allzu streng mit mir.

Los geht´s!!!
Eure
Nadine
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Ich weiß nicht. Irgendwie ist der Mond heute abend nicht so hell wie gestern. Bißchen frisch ist es auch. Ob ich mir doch ne Jacke holen sollte? Ach, egal. Einfach alles egal! Seufz!!!! Ich bade im Selbstmitleid! Ich fass es nicht, hier sitz ich nun, spät in der Nacht, einsam und verlassen auf der kleinen Bank am See, und starre in den Himmel.
Guut, einsam und verlassen habe ich mir ja selber ausgesucht. Aber immerhin nicht ganz freiwillig.
Schließlich war nicht ich es, die monatelang ein falsches Spiel gespielt hat, um dann, mit einem lauten Knall, die Bombe platzen zu lassen.Und das mitten in den Flitterwochen.
Hatte sowieso die ganze Zeit so ein komisches Gefühl, als ob irgendetwas nicht stimmen würde. Alexis war auch so merkwürdig zu mir, druckste immer nur rum, wenn ich ihn gefragt hatte, was denn los sei. Super Flitterwochen, echt. Genauso hatte ich mir das immer in meinen kühnsten Träumen vorgestellt.
Okay, wenn ich gaanz ehrlich bin, war der Prinz in meinen Träumen auch immer ein ganz anderer. Aber ich hatte einen Schlußstrich gezogen, Schluß mit der unerfüllten Schwärmerei, auf in die reale Welt, hab ich mir gesagt. Man kann ja schließlich nicht ewig träumen, ne?
Doch jetzt , nach allem, was seit der Hochzeit passiert ist, kam ich mir vor wie in einem Traum, nur leider eher wie ein Albtraum.
Wenn ich nur daran zurückdenke überkommt mich ein eiskalter Schauer.
Alexis, wie er da vor mir steht, um mir immer wieder und wieder zu sagen, er hätte das alles nicht gewollt. Jaa, ich auch nicht, soviel ist sicher.
Alles, was passiert ist, hätte er nur für mich getan. Sicher.
All die Lügen, Heimlichkeiten und nicht zuletzt die Geschichte mit seiner Mutter haben mir unglaublich gut getan, muss ich schon sagen.
Und wieder merke ich, wie Wut in mir aufsteigt. Aber die Krönung des Ganzen war dann sein Vorschlag.
Jetzt, wo doch alles geklärt sei, könnten wir doch einfach so weitermachen, wie bisher. Frechheit!!!!
Erst lügen, was das Zeug hält, und dann sowas. Hallo? Was denkt der sich eigentlich? Sollen wir wie Bonnie und Clyde durch die Welt fliehen, immer mit der Angst im Nacken, jeden Moment enttarnt zu werden, oder wie? Nee nee, das war mir dann doch ein bißchen zu viel Abenteuerlust auf einmal.
Hab ich ihm dann auch klar zu verstehen gegeben, da half auch sein Betteln und Flehen nichts. Sogar geweint hat er.
Aber all das lies mich kalt. Zu groß war die Enttäuschung.

Nach stundenlanger Diskutiererei hab ich ihm dann schließlich versprochen, ihn nicht an die Polizei zu verraten, wenn er mich in Ruhe lassen würde, für immer. Nach einer Weile hat er zugestimmt, wohl auch, weil er merkte, dass ich mich nicht umstimmen ließ.
Ich wollte nur noch nach hause.
Dort angekommen, hab ich dann nur noch schnell meine ganze Habe zusammen gepackt, um fast schon fluchtartig die Villa zu verlassen.
Ich wollte einfach alles so schnell wie möglich hinter mir lassen.

Nach einem langen Irrlauf durch halb Berlin, entschloss ich mich letztendlich, zu meinen Eltern zu fahren, mal wieder.
Scheint mein Schicksal zu sein, nach einem weiteren Scheitern in meinem Leben immer wieder dort zu landen, in meinem persönlichen rosa Albtraum.
Aber wo hätte ich denn auch hingehen sollen? Mehdi fiel aus, der hätte sich vielleicht nur wieder unnötig Hoffnung gemacht, jetzt, wo ich wieder Single war.
Sabine war auch keine gute Idee, hätte mir wahrscheinlich nur die ganze Zeit Karten gelegt, den Mond angejault, Horoskope vorgebetet, oder sonst so nen Müll.
Und Gigi? Nein danke, denn nach der Sache mit Marc konnte ich ihr einfach nicht mehr vertrauen.
Außerdem war sie ja auch, zum Glück, längst wieder in London.
Und Marc?? Ach jaaa, seufz, Marc.... der würde wahrscheinlich vor Lachen vom Stuhl kippen, und mich mein Leben lang damit aufziehen, in was für einen Schlamassel ich mich, mal wieder, manöuvriert hatte.
Nein danke, ganz falscher Ansprechpartner. Schließlich hatte er ja auch nichts getan, um diese Misere zu verhindern, oder?
Außer dieser Kuß, dieser unglaubliche Kuß, auf meinem Polterabend.
Hach, wie mir beinahe die Knie den Dienst verweigert hätten.
Irgendiwe hatte ich das Gefühl, er wollte mir mit diesem Kuß etwas bestimmtes sagen.
Ich war kurz davor, schwach zu werden.
Aber ich war so überfordert mit dieser Situation, dass ich ihm eine gescheuert habe.
War ja schließlich der Tag vor meiner Hochzeit.
Und wie er mich dann angesehen hat, so als ob, als ob... ja als ob was eigentlich? Er doch mehr Gefühle für mich hatte?
Klar, deswegen hatte er ja auch nichts besseres zu tun, als kurz vorher mit meiner besten Freundin zu schlafen. Korrigiere, EHEMALS beste Freundin.
So doll kann es ja dann mit seinen Gefühlen nicht bestellt gewesen sein, oder?
Nee, nee, zum Glück bin ich nicht weich geworden. Ich bin vernünftig geblieben, die altbekannten Gefühle einfach ignoriert.
Ich hatte mich richtig entschieden.

Obwohl.... das ganz große Los war es ja dann doch nicht, wie sich herausgestellt hat.

Aber was denke ich eigentlich schon wieder an Marc, Oberarsch Meier?
Weil Du das Dein ganzes Leben, oder besser gesagt, zwei Drittel Deines Lebens, lang, schon tust.

DAS MUSS AUFHÖREN, sage ich zu mir selber, und schüttel zur Überzeugung noch schnell den Kopf, als ob ich damit diese Gedanken aus meinem Kopf verbannen könnte.

Aber was muss, das muss. Nie wieder Männer, tun einem schlußendlich doch nur weh.

Zum Glück war mein Vater sehr verständnisvoll.
Meine Mutter hingegen war am Boden zerstört, doch kein Millionär in der Familie.
Dabei hatte sie doch schon so bei ihren Freundinnen mit ihm geprahlt. Mußte sie dann trösten.
Ts ts, tat ja so, als ob sie diejenige wäre, die betrogen wurde. Aber naja, so ist sie halt.

Mein Vater hat mir dann, nach all seinen Flüchen und Verwünschungen, bis auf unbestimmte Zeit freigeben.
Schon gut, seinen eigenen Vater als Chef zu haben.
Wär sonst sicherlich nicht so leicht gewesen.
Unvorstellbar, ich hätte Marc darum bitten müssen.
Gar nicht auszudenken, was der alles vom Stapel gelassen hätte, von wegen Arbeitsmoral und so.

Uuups, schon wieder Marc. Schnell anderes Thema.

Nach zwei Tagen im Bett, und unendlich viele Tränen später, hatte ich dann beschlossen, ein paar, oder ein paar mehr, Sachen zusammen zu packen, und in unserem kleinen Ferienhaus am See, kurz hinter Berlin, meine Wunden zu lecken.

Habe meinen Eltern noch das Versprechen abgerungen, niemandem ein Wort zu sagen, wo ich so schnell hin verschwunden bin.

Daraufhin mußte ich ihnen versprechen, dass ich mich in regelmäßigen Abständen melden würde, um ein Lebenszeichen abzugeben.

Nachdem alle Sachen gepackt waren, fuhr ich los.

Allerdings nicht an den See, sondern erst noch schnell ins Rathaus, um dort die Ehe annulieren zu lassen.
Hatte zum Glück einen sehr verständnisvollen Beamten vor mir sitzen.
Ich glaub, er war von mir, meinen nicht enden wollenden Tränen, und der ganzen Geschichte, die ich ihm auftischte, maßlos überfordert.

Konnte ihm ja nicht die Wahrheit erzählen, hatte ich ja schließlich versprochen.
Also stammelte ich irgenwas von kurz nach der Heirat hätte mein Ehemann mir gebeichtet, nebenbei die ganze Zeit eine Affäre gehabt zu haben.
Dann seine Spielsucht, mit der er sein Geld regelmäßig durchbringt. Ach ja, und nicht zu vergessen, hat er mich auch die ganze Zeit geschlagen.

Fast hatte ich schon Angst, ziemlich übertrieben zu haben, aber der Beamte meinte, wenn er einen Beitrag dazu leisten könne, dass ich diesen Mistkerl unverzüglich aus meinem Leben streichen kann, dann würde er das tun.
Und schwups, war ich schneller wieder ledig, als ich gucken konnte.

Hm.. sollte vielleicht doch noch einmal über eine Schauspielkarriere nachdenken. Wo war ich? Ach ja... als ich also dieses unsägliche Kapitel hinter mir lassen konnte, rief ich mir noch schnell ein Taxi, warf meine Tasche in den Kofferraum, und fuhr zu unserem Haus.

Auf in ein neues Leben hab ich mir gesagt........also hoffentlich.......

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2010 18:11
#2 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben!
Dank einer schnellen Hilfe, wie ich einen neuen Teil einstellen kann,
hier ein weiterer, etwas kleinerer Teil.
Ich hoffe, er gefällt trotzdem

Lieben Gruß NadineImage and video hosting by TinyPic


Zur gleichen Zeit nicht weit in einem Krankenhaus in Berlin tigerte mal wieder besagter Oberarzt wie bestellt und nicht abgeholt durch die Gänge seiner Station.
Seine Miene war abweisend, und keiner wagte es, ihn ohne triftigen Grund anzusprechen.
Natürlich erledigte er seine Arbeit, so wie es von ihm verlangt wurde, aber er war nicht mehr mit der selben Leidenschaft bei der Sache, wie er es noch vor gar nicht allzu langer Zeit war.

Die meisten seiner Kollegen schenkten dem nicht weitere Beachtung.
Nur die paar, die ihn besser kannten, wußten zu genau, warum dieser attraktive Mann so verändert und in sich gekehrt war.

Schwester Sabine konnte sich nur zu gut vorstellen, was der wahre Grund war.
Hach, wie schade ist es doch, dass die beiden einfach nicht zusammen sein können, dachte sie im stillen bei sich.
Dabei war es doch von Anfang an so offensichtlich, dass sie zusammen gehören.
Auch wenn beide krampfhaft versucht haben, das zu vertuschen.
Aber ihr konnten sie nichts vormachen.

Wo die Frau Doktor bloß steckte?

Marc hingegen machte sich auf den Weg in sein Büro.
Er hatte noch etwas Zeit bis die Visite anstand, und die nächste OP war erst für morgen früh angesetzt.
Darüber war er im stillen ganz froh, denn es fiel ihm in der letzten Zeit recht schwer, sich zu konzentrieren.

In seinem Büro angekommen, schloß er hinter sich die Tür ab.
Das tat er in letzter Zeit immer öfter, wenn er allein und vor allem ungestört sein wollte.

Mit einem tiefen Seufzer ließ er sich auf seine Couch fallen.
Für ein paar Momente schloß er die Augen und atmete einige Male tief durch, in der Hoffnung, dass dieses ungute Gefühl in der Magengegend doch endlich verschwinden würde.
Aber nichts dergleichen geschah, im Gegenteil, jedes Mal, wenn er die Augen schloß, sah er Gretchen vor sich, wie sie diesem...diesem...Millionärsfuzzi das Jawort gab.

Und wieder spürte er so ein unangenehmes Ziehen durch seinen ganzen Körper.
Laut fluchend gab er auf, und setzte sich an seinen Schreibtisch.
Doch auch hier wollten die Gedanken an Gretchen nicht aus seinem Kopf verschwinden.

Gedankenverloren starrte er auf sein Schublade, nur zu gut wissend, was sich darin befand.

Sollte er....?

Nein, dachte er sich entschieden, bringt doch eh nichts.

Doch er konnte nicht anders.
Langsam zog er die Schublade auf.
Und da war es wieder, diese sehsüchtige Ziehen.

Vorsichtig, wie einen kleinen Schatz, nahm er das Foto raus, und betrachtete es eine Weile.

Sie sieht so schön aus, wenn sie lächelt, dachte er sich.

Er dankte innerlich dem jährlichen Betriebsausflug und der dazugehörigen Rundmail, denn so hatte er wenigstens dieses Foto von ihr.

Irgendwann wird das schon nachlassen, und ich kann endlich in mein altes Leben zurückkehren.

Ob es ihm allerdings immer noch so gut gefallen würde, wie früher, da war er sich nicht so sicher...

Doch auf einmal schreckte er auf.

Oh nein, das Treffen mit dem Professor hatte ich ja fast vergessen.
Das ist jetzt echt das Letzte, was ich gebrauchen kann.

Fieberhaft überlegte er, was wohl der Grund für dieses Treffen sein könnte, aber ihm fiel nichts ein.

Dann werde ich wohl in den sauren Apfel beissen müssen.
Okay, Meier, auf in den Kampf....

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

27.04.2010 17:44
#3 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten


Ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für Eure Kommentare!!!!
Das baut echt auf.

Deswegen hier wieder ein weiterer Teil.
Ich wünsch Euch viel Spaß damit

Lieben Gruß sendet

Nadine

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Eine knappe Stunde später saß Marc mit Mehdi in der Cafeteria und stocherte lustlos in seinem Essen.

Mehdi beobachtete dieses Spiel eine ganze Weile, bis er ihn schließlich ansprach.

Mehdi:"Sag mal, Meier, alles klar bei Dir?"

Doch von Marc kam außer einem kurzen Nicken keine weitere Reaktion.
Er starrte ohne Unterlass auf seinen Teller.

Mehdi ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Erneut sprach er ihn an.

Mehdi:"Und da bist Du Dir ganz sicher? Was hat denn der Alte von Dir gewollt? Haste wieder die Etats gesprengt
oder schamlos jegliche Schwester belästigt?"

Doch wieder kam außer einem unverständlichem Grummeln kein Kommentar von Marc.

"Nun sag schon," bohrte Mehdi weiter, "ich nerv Dich sowieso so lange, bis Du mit der Sprache rausrückst!"

Nach einer weiteren schier endlosen Weile sah Marc schließlich auf, seufzte laut und fuhr sich durch die Haare.

Marc:"Gretchen.....sie... sie... hat für unbestimmte Zeit den Dienst quittiert."

Mehdi:"WAS? Aber warum?"

Marc, der mittlerweile seine Sprache wiedergefunden hatte, sah ihn wütend an.

Marc:"Was weiß ich denn? Der Alte hat keinen Grund genannt, nur etwas gefaselt von familiäre Angelegenheit, oder so.
Ist mir doch scheiß egal, warum. Umso besser, dann habe ich wenigstens nicht die ganze Zeit dieses nervige Weibsbild an der Backe,
das mich sinnlos volltextet oder mich anhimmelt."

Mehdi: "Ist richtig, Meier, wer soll Dir denn das abkaufen?"

Marc ist mittlerweile aufgesprungen.
Wütend fuchtelt er mit seinen Armen in der Luft.

Marc:"Ach die kann mich mal, ihr alle könnt mich mal. Wer braucht schon Weiber, stehen einem sowieso immer im Weg."

Mit diesen Worten verläßt er fast fluchtartig die Cafeteria.
Mehdi, der bei Marc´s Gefühlsausbruch sitzengeblieben war, mußte jetzt doch ein wenig schmunzeln.
Er lehnte sich entspannt in seinen Sitz zurück und sah ihm nach.
Das scheint ja schlimmer um Meiers Herz bestellt zu sein, wie bisher angenommen, dachte er bei sich.
Wer hätte gedacht, dass Marc mal die Bedeutung des Wortes Liebeskummer so schmerzhaft am eigenen Leibe erleben würde.....

Marc, der unterdessen in seinem Büro angekommen war, knallte die Tür zu und ließ sich in seinen Stuhl fallen.
Kraftlos vergrub er sein Gesicht in seinen Händen.

Wie kann sie nur? War ihr denn auf einmal alles egal, wirklich alles?
Dabei war ich mir so sicher, dass ihr der Job mindestens genauso wichtig war, wie mir.
Und hieß das, dass sie vielleicht gar nicht mehr wiederkommen würde? Aber das geht doch nicht, wie soll das denn gehen?
Sie war es doch, die mich so gut kannte, wie niemand sonst!
Die meinen Tag mit einem einzigen Lächeln retten konnte, auch wenn mir manchmal alles zu viel wird.

Nur bei ihr konnte er, seine Maske fallen lassen. Wenigstens ab und an.
Das wußte sie doch. Würde er sie nie wieder necken können, ihre Nähe spüren, ihren Duft wie beiläufig einatmen?
Und jetzt? Back to the roots? Ja, aber wie, verdammt?

Oh Mann, Meier, sieh es ein, Du bist im Arsch!!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

27.04.2010 23:57
#4 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hallo an alle zusammen!

Vielen Dank, dass Euch meine Story gefällt.
Bitte verzeiht, wenn der Schreibstil nicht perfekt ist.
Ich bin halt kein Profi!!!!!
Also seid bitte nicht allzu streng mit mir.
Ich hoffe, die Geschichte gefällt Euch trotzdem ein bißchen?!
Deswegen auf Wunsch hier noch weiterer Teil.
Zwar etwas spät, aber immerhin....

Lieben Gruß
Nadine


So vergingen einige Wochen.
Marc war mehr ein Schatten seiner selbst, was Mehdi ziemliches Kopfzerbrechen bereitete.
So kannte er den sonst so gewandten Marc Meier gar nicht. Den konnte doch bisher nicht wirklich viel beeindrucken.
So als ob das Wort Gefühl gar nicht in seinem Wortschatz vorkam. Aber das schien jetzt anders zu sein.

Auch die Kollegen hatten sich daran gewöhnt, ihm lieber aus dem Weg zu gehen, geschweige denn, ihn irgendetwas zu fragen.

Schwester Sabine ging sogar noch einen Schritt weiter.
Jedesmal, wenn Marc in Sicht war, versteckte sie sich oder drehte sich auf dem Absatz um und verschwand hinter der nächsten Ecke.
Seine Laune war ja immer schon gefürchtet gewesen, aber jetzt war sie unberechenbar geworden.

Mehdi widerum hatte akzeptiert, dass er seine Chance verspielt hatte.
Auch wenn er sich mittlerweile eingestehen mußte, dass sie wohl nie auf Dauer glücklich geworden wären.
Denn sie hätte niemals so für ihn empfunden, wie sie es für Marc tat.
Diese Erkenntnis schmerzte anfangs noch ziemlich, doch dann beschloss er, sein Leben neu zu ordnen.
Er hatte sowieso nie daran geglaubt, dass Gretchen über Marc hinweg war, als sie Alexis geheiratet hatte.
Und auch jetzt war er sich sicher, dass nicht unendliches Glück und die erfüllte Liebe Gretchen fern hielt.
Irgendwas war passiert, das stand für ihn fest.

Davon versuchte er auch dieses Mal wieder Marc bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Cafeteria zu überzeugen.
Mehdi:"Mann, Marc. So geht das doch nicht weiter. Schon mal wieder in den Spiegel geschaut? Du siehst echt zum abgewöhnen aus!!"
Marc sah nur kurz von seinem Teller auf und murmelte etwas unverständliches.

Doch Mehdi wollte es diesmal nicht einfach so auf sich beruhen lassen, wie sonst immer.

Mehdi:"Alter, mir reicht es langsam. Das Elend schaue ich mir nicht mehr länger an.
Wenn DU nicht zum Prof gehst, und ihn fragst, wo Gretchen steckt, dann mach ICH das. Dann werde ICH sie suchen, und finden, und dann werde ICH glücklich mit ihr."

Abwartend lehnte er sich zurück. Er wußte, mit diesem letzten Satz würde er den Teufel raufbeschwören. Und so war es auch.
Bei dem Wort Gretchen zuckte Marc merklich zusammen.
Er beugte sich nach vorne und zischte Mehdi ins Ohr: "Wag es Dir, noch sind wir befreundet, aber das kann sich ganz schnell ändern."
Zufrieden lächelte Mehdi ihn an. Na wer sagt´s denn, dachte er, da ist ja doch noch Leben in ihm drin.
Mehdi: Na endlich Alter, wollte die Hoffnung schon aufgeben. Und jetzt sieh zu, schaff Deinen Allerwertesten ins Chefbüro und zwing den Alten, Dir zu sagen, wo sie ist.
"Sag mal, bist Du irre? Außerdem weiß ich üüüberhaupt nicht, wovon Du wieder faselst!" rief Marc wenig überzeugend.
"Ja sicher! Also? Schon überlegt, was Du sagen sollst?"

Doch das war gar nicht mehr nötig, denn in diesem Moment durchdrang eine Lautsprecherstimme die Cafeteria.

"Dr. Marc Meier sofort ins Büro von Professor Haase, Dr. Meier bitte sofort ins Büro."

Die beiden Freunde sahen sich erstaunt an.
Dann erhob Marc sich blitzartig und sprintete los.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

28.04.2010 16:11
#5 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten



Nachschlag!!!!!!!
Ich hoffe, es gefällt.

Liebe Gruesse
sendet

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Keine 5 Minuten später saß ein ziemlich hibbeliger Oberarzt im Büro seines Chefs, und griff sich immer wieder nervös an den Hals.
Er wartete darauf, dass der Professor ihm endlich den Grund nannte, warum er eigentlich auf diesem Stuhl saß.
Doch der Chef des Krankenhauses tigerte nur gedankenverloren durch den Raum.
Den Zeigefinger hatte er an seinen Mund gelegt, während die andere Hand auf seinem Rücken ruhte.

Marc hielt die Stille nicht mehr aus und räusperte sich umständlich.
"Ähhhh...Herr...Professor?" meldete sich Marc kleinlaut zu Wort.

Doch dieser ignorierte ihn weiterhin.
Irgendwann drehte er sich zu Marc um und sagte:

Franz:"Meier, hören Sie mir jetzt genau zu. Ich weiß nicht, ob ich hier das Richtige tue, aber ich sehe mir das Elend nicht mehr länger mit an.
Ich kann es einfach nicht mehr verantworten, dass Sie nicht hundertprozentig bei der Arbeit sind.
Hier stehen Menschenleben auf dem Spiel und..."
Marc:"Aber Herr Professor, ich...."
Franz: "Meier, das war keine Aufforderung an Sie, zu sprechen, sondern eine Feststellung.
"Ja...Herr...Professor." stammelte Marc und rutschte tiefer in seinen Stuhl.
"Wo war ich? Ahh ja... ich will dass sie zu meinem Kälbchen gehen und sie zurückholen." fing Franz erneut an.

Marc wollte ihn unterbrechen, doch ein Blick des Professors genügte, um ihn gleich wieder verstummen zu lassen.
Franz:"Gut. Wie sieht also Ihr Plan aus?"
Marc:"Mein... mein Plan? Also, Herr Professor... ich... nun ja... also.....ich?"
Franz: "MEIER, soll das eine Antwort sein????? Wollen Sie mir etwa allen Ernstes weis machen, dass sie meine Tochter nicht lieben?
Ich bin hier der Chef, ich bekomme alles mit. Und selbst wenn mir das nicht ein paar Vögelchen gezwitschert hätten, ich bin nicht blind.
Sehen Sie sich doch mal an. Ihr stetiger Verfall ist ja nicht mehr mit anzugucken.
Und DAS fing kurz nach Gretchens Hochzeit an, oder wollen Sie das etwa abstreiten?"
Marc:"Also... nun ja... Herr Professor..."
Franz: "Das deute ich mal als JA. Sehr schön....Ich konnte diesen Alexis sowieso nie leiden, Geld ist doch nicht alles auf der Welt, oder Meier?"

Doch Marc war immer noch nicht in der Lage, auch nur einen vernünftigen Satz rauszubringen.
Währenddessen fuhr der Professor unbeirrt fort.
Franz:"Ich wußte immer, mein Kälbchen wird niemals glücklich mit ihm. Und ich hab ja auch recht behalten."
Marc:"Herr Professor, ich verstehe nicht ganz, was Sie mir eigentlich sagen wollen?"
Franz:"Dass Sie ab morgen ebenfalls beurlaubt sind. und zwar bis auf weiteres. Für Ersatz ist schon gesorgt."
Marc:"BITTE? Aber warum? Was habe ich denn...?"
Franz:"...falsch gemacht? So ziemlich alles, wenn Sie mich fragen. Ganz zu schweigen diese Sache mit der Schwester Gabi, also ich muß schon sagen... aber ich schweife ab. Sie fahren morgen in unser Ferienhaus und werden mein Mädchen wieder zurückholen. Wenn das einer kann, dann Sie. Und der Himmel weiß, warum."
Verständnislos schüttelte er den Kopf, bevor er weitersprach.
"So....Mehr werde ich Ihnen nicht verraten. Das soll Gretchen selbst entscheiden, ob sie Ihnen die ganze leidliche Geschichte erzählen will.
Nur so viel: Sie ist allein dort, und Alexis ist hoffentlich über alle Berge. Alles verstanden?
Guut, und jetzt...RAUS HIER..... Sie haben noch genug vorzubereiten für die Übergabe der Station morgen, und packen müssen Sie ja auch noch.
Aber eins rate ich Ihnen. Überlegen Sie sich einen guten Plan, wie Sie Gretchen zurückgewinnen wollen, denn leicht wird das nicht, das kann ich Ihnen sagen.
Vielleicht beratschlagen Sie sich mit Dr. Khaan, der kann doch so gut mit Frauen, oder?"

Mit diesen Worten ging er zur Tür und öffnete sie.
So blieb dem verdutzten Marc nichts anderes übrig, als ohne ein Wort das Büro zu verlassen .

Noch am selben Abend saß ein immer noch verwirrter Marc Meier auf seinem Sofa.
Er konnte immer noch nicht fassen, was heute nachmittag im Büro seines Chefs passiert war.
Grad hatte er Mehdi, der ihm gegenüber im Sessel saß, erzählt, was der Professor ihm alles an den Kopf geworfen hatte.
Und so saß Mehdi nun schon mehr als 5 Minuten da, und lachte sich tot.
Er konnte sich gar nicht mehr einkriegen, so sehr hatte ihn das Gehörte belustigt.

Marc hingegen wurde es langsam echt zu bunt.
Marc: "Khaan, das ist NICHT witzig. Ich saß da wie der letzte Depp, kein Wort habe ich rausbekommen."
Mehdi:"Hihi... das ist.. haha... echt... das... hihi...Geilste...was ich jeh...hahaha... gehört habe....."

Langsam wurde Marc echt sauer.
Marc:"Ey, Du Arsch, könntest Du mir vielleicht sagen, was ich jetzt machen soll?"
Daraufhin verstummte Mehdi. Ungläubig starrte er ihn an.
Mehdi: "Was für ne blöde Frage: Zu Gretchen fahren, wie der Alte gesagt hat?"
Marc: "Und wie soll das gehen? Ich fahre hin, zieh sie in meine Arme und wir reiten zusammen in den Sonnenuntergang, oder wie?"
Mehdi: "Vielleicht nicht ganz so, aber die Richtung stimmt schon mal."
Marc wedelte mit der Hand vor seinem Gesicht hin und her.
"Du merkst ja wohl die Einschläge nicht mehr, oder?!" rief Marc und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Bierflasche.
Doch Mehdi ließ sich davon nicht beeindrucken.
Er nahm ebenfalls einen tiefen Schluck und lächelte Marc triumphierend an.
Mehdi: "Unfassbar, Marc Meier, der Frauenvernichter schlechthin, holt sich Ratschläge bei mir.
DAS muss ich aufschreiben, das glaubt mir sonst kein Mensch!! Also wenn ich es nicht selbst mit eigenen Ohren hören würde, dann...."
Marc:"MEHDI!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Beschwichtigend hob Mehdi die Arme, konnte sich allerdings das Grinsen nicht verkneifen.
Mehdi: "Is ja schon guuut. Also. Ich fasse mal zusammen: Gretchen scheint laut dem Professor also nicht mehr mit Alexis zusammen zu sein, richtig?
Also muß etwas gravierendes passiert sein. Und sie ist jetzt schon mehrere Wochen allein in dem Ferienhaus?
Oh Mann, das ist nicht gut. Wahrscheinlich hat das Ganze sie ziemlich verletzt. Jetzt heißt es einen guten Plan zu haben."
Marc: "Ach... Mister Oberschlau, soweit war ich auch schon."
Mehdi: "Dann lass uns mal überlegen, wie wir die Operation Marc/Gretchen gestalten werden. Eins aber ist sicher, Meier: Leg Dir ein dickes Fell zu, denn einfach wird das nicht. So wie ich Gretchen kenne, wird Dir einige Male die Tür vor der Nase zugeknallt werden... aber was soll´s, schläfste eben davor!"
Marc: "Bitte? Ich penn doch nicht vor so ner beschissenen Haustür!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Mehdi: "Oh doch, das wirst Du, und noch viel mehr."

Während Mehdi immer mehr Ideen rausposaunte, wechselte der Gesichtsausdruck von Marc immer wieder zwischen Verwunderung und Empörung.
Manchmal warf er ein "DAS werde ich ganz sicher nicht tun" oder"Du hast sie doch echt nicht mehr alle" ein,
aber Mehdi sagte immer nur"OHH doch, mein Alter, das wirst Du" und fuhr mit seinem Plan fort.

Spät in der Nacht, nachdem Mehdi endlich gegangen war, stand Marc auf seinem Balkon und rauchte eine Zigarette.
So ungläubig er vorhin auch all den Ideen von Mehdi zugehört hatte, so sicher war er sich jetzt doch,
dass er wohl oder übel ein paar eben dieser Ideen in die Tat umsetzen mußte, um Gretchen wieder für sich zu gewinnen.
Bei dem Gedanken an sie mußte er unweigerlich lächeln. Er nahm einen tiefen Zug von seiner Zigarette und schaute in den Himmel.

Na warte, Hasenzahn, dachte er bei sich, Du wirst einen Marc Meier erleben, wie ihn die Welt noch nie gesehen hat.
Und wenn es das Letzte ist, was ich tue......

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

29.04.2010 12:07
#6 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben,

Hilfe!!! Bei den ganzen lieben Kommentaren werd ich ja root!
Mehr davon......

Deswegen jetzt schon mal ein weiterer Teil.
Ich hoffe, ich schaffe es heute abend noch, einen zweiten reinzustellen.
Viel Spaß erst mal mit diesem.

Lieben Gruß
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Am nächsten Morgen saß eine junge Frau, wie eigentlich jeden Morgen, mit einem Kaffee in der Hand auf der kleinen Bank am Ufer des Sees.
Noch ein wenig verschlafen sah sie den Wellen zu, die sanft ans Ufer glitten.
Ihre Laune war schon mal besser, denn sie hatte, wieder einmal von Marc geträumt.

Na das klappt ja super, ging ihr durch den Kopf. Soviel zum Thema vergessen.
Gretchen Haase, Du schaffst es ja nicht mal in kilometerweiter Entfernung, ihn aus Deinem Kopf zu verbannen.
Soviel also zum Thema Planumsetzung!!!!!

Sie hob ihre Tasse, trank einen Schluck von dem heißen Kaffee und seufzte.
Okay, Gretchen, noch mal auf Anfang. Männer sind schlecht, ganz schlecht!!!
Und Marc ist.....über alle Maßen schlecht, gerade zu bösartig schlecht, so!
Wär doch gelacht, wenn ich diese lächerliche Episode meines früheren Lebens nicht einfach ad acta legen könnte.
Und sooo toll ist er ja nun auch nicht!
Lügnerin!, rief sofort die kleine, nervige Stimme in ihrem Kopf. Marc ist sowas von toll, sexy, unglaublich, unwiderstehlich und.....

Gretchen schüttelte heftig den Kopf.

HALT!!!! Kommando zurück. Marc ist natürlich eklig, arrogant, überheblich, ganz und gar nicht süß und erst recht sexy!!!!! Jawohl!
Das kann doch nicht so schwierig sein. Einfach an etwas vergleichbar ekliges denken.....mal überlegen......also.....Kakerlaken! Guut, weiter! Mistkäfer....Pickel....Fußpilz! Sehr guuut!!!! Und nicht zu vergessen....Knechtelsdorfer! Schleimbolzen!!!!!! HAH!
Und schon habe ich Marc vergessen. War doch ganz leicht. Ohne Problem.

Sie trank einen weiteren Schluck.

So, dachte sie, und jetzt muß ich das Ganze nur noch glauben. Aber das wird schon!!!!
Vielleicht sollte ich mir lieber Reportagen über Triebtäter anschauen, anstatt Liebesschnulzen.
Genau! Keine romantischen Filme mehr! Wirken nur kontraproduktiv!

Sie griff nach der Decke, die sie sich mitgebracht hatte, und legte sie sich über die Beine.
Eine Weile überlegte sie, was sie heute alles anstellen könnte. Vielleicht einfach nur die Stille genießen?
Denn mittlerweile hatte sie sich ganz gut eingelebt. Und auch die Einsamkeit, die ihr am Anfang noch Schwierigkeiten bereitet hatte, empfand sie jetzt als sehr angenehm.
Es war ja auch zu schön hier.
Das kleine rote Holzhäuschen mit den weißen Fensterrahmen und der kleinen Veranda, war zwar bescheiden, aber doch mit allem ausgestattet, was man zum leben brauchte. Auch lag es etwas versteckt zwischen mehreren Bäumen. Und der Weg zum See war nicht länger als 50 Meter.
Gretchen schwamm jeden Abend bis zur kleinen Badeinsel, die nicht weit entfernt vom Ufer vor Anker lag, und beobachtete die Sterne.
Tagsüber beschäftigte sie sich viel mit lesen oder Spaziergängen entlang des Ufers. Jeden Morgen radelte sie zu dem kleinen Tante Emma Laden im nächsten Dorf, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen.
Und so langsam, nach ein paar Wochen, kehrte auch ihre Lebensenergie wieder zurück.
Sicher, sie war immer noch verletzt, aber das Ganze tat nicht mehr so weh, wie am Anfang.
Denn wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, so war diese Heirat doch nicht mehr als eine Flucht aus ihrem bisherigen, chaotischen Leben.
Sie wollte endlich glücklich sein, und Alexis kam da genau zum richtigen Zeitpunkt.
Er überhäufte sie mit Komplimenten, und gab ihr das Gefühl, schön und begehrenswert zu sein.
Als er ihr dann den Antrag gemacht hatte, war sie auch wirklich glücklich, schließlich hatte sie ja einen Plan vom Leben, und der sollte gefälligst auch in Erfüllung gehen.
Vielleicht hatte sie deswegen immer wieder die kleine Stimme überhört, die ihr leise zuflüsterte, dass er nicht der Richtige, nicht ihr Prinz, war.
Doch nach all den Enttäuschungen in der Liebe wollte sie einfach auf Nummer sicher gehen.
Ja, und was dabei herausgekommen ist, hat man ja dann gesehen.
Alexis war eine noch viel größere Enttäuschung, als sie es sich jemals hätte vorstellen können.
Doch so war es nun mal. Das Leben geht weiter.
Männer! Wer braucht sie schon? Liebe wird sowieso völlig überbewertet.

Langsam erhob sich Gretchen von der Bank, und ging den kleinen Weg zurück zum Haus. Doch plötzlich erstarrte sie mitten in der Bewegung.
Sie glaubte einfach nicht, was sie da sah........

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

29.04.2010 20:24
#7 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hellö!
Ich hab´s geschafft....
hier der 2. Teil.

lieben Gruß

NadineImage and video hosting by TinyPic



Marc blieb bei hrem Anblick unvermittelt stehen.
Er war nicht sicher, ob er auf sie zugehen, oder ihr lieber die Zeit geben sollte, den Schock zu verdauen. Deshalb starrte er sie einfach nur an.
Und wieder spürte er dieses Ziehen in seinem ganzen Körper.

Meier, reiß Dich zusammen, so schwer kann das doch nicht sein! Du bist doch kein pickeliger Teenager mehr!! Geh einfach hin, und dann.... ja, und was dann?
Gott, war er nervös, das gibt es doch nicht. Aber sie sieht so unglaublich schön aus, so zerbrechlich.
Und wenn sie wegrennt? Renn ich dann... hinterher?
Konzentrier dich, Mann, das ist doch nicht die erste Frau, die dir gegenüber steht.
Die Mission, denk an die Mission.

Ohne es zu merken, straffte er die Schultern.
Doch auch Gretchen hatte Schwierigkeiten, ihre Gedanken zu ordnen.

Oh Gott, was macht der denn hier? Woher zum Teufel weiß er, wo ich bin? Ohh... er sieht so gut aus.
Unwillkürlich kniff sie die Augen zusammen.

WIESO muß der immer so verdammt gut aussehen, das ist doch nicht gerecht!!!! Was mach ich denn jetzt?
Kann ja schlecht hier stehen bleiben! Soll ich einfach auf ihn zugehen? Und sowas sagen, wie Ach Marc, Du auch hier?
Nein, das ist blöd! Warum guckt der denn so? Seh ich etwa so schlimm aus?

In ihren Gedanken ging sie ihre Kleidung durch.

Guuut, ist jetzt nicht das beste Outfit, das ich im Schrank habe, aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht.
Mama hatte wohl doch recht... immer auf´s Schlimmste vorbereitet sein.
Oh nein..... nein, nein, nein, mein Herz klopft wie verrückt. Wieso klopft das denn jetzt wie verrückt? Marc ist doch Geschichte, oder etwa...doch... nicht?

Und während beide versuchten, ihre Gedanken zu ordnen, gingen sie aufeinander zu, bis sie schließlich direkt voreinander standen.
Eine ganze Weile schauten sie sich nur in die Augen, denn keiner von beiden wußte so recht, was er sagen sollte.
Marc war der erste, der seine Sprache wiederfand.

"Gretchen....." flüsterte er, "ist...ähm...ich meine....geht es Dir gut?"
Verwirrt sah sie zu ihm auf.
"Ähhh... ja, ganz gut, soweit?" Skeptisch sah ihn an.

Irgendwie wirkt der sooo... nervös? Aber nee, der doch nicht! Oder?
Mister Ich-bin-so-cool-ich-pinkel-Eiswürfel stand ihr gegenüber und brachte keinen vernüntigen Satz raus. Unfassbar!!

Marc: "Also... Dein Vater schickt mich. Ich... also ich... soll Dich wieder zurück...holen, also... nach Berlin, natürlich, das meine ich, ja."
Gretchen:"Ahh ja!? Mein Vater? Komisch, zu mir meinte er, man könne Dich ruhig auf den Mond schießen. Wärste besser aufgehoben."
Marc:"BITTE? Ähh ja, ich meine, also wir... also wir haben uns....ausgesprochen."

Ungläubig verzog sie das Gesicht.

"Ausgesprochen? Ihr Beide? Wie? Bei einem Käffchen, oder wie?"

Diese Vorstellung ließ Gretchen doch ein wenig schmunzeln.
Marc und ihr Vater, an einem Tisch, vielleicht noch mit nem leckeren Latte macciato, und quatschen, wie Mädchen, über Gott und die Welt.
Lustige Vorstellung!!

Marc:" Naja... nicht ganz so...aber...so ähnlich!"
Gretchen:"So ähnlich. Ahhh ja... na dann... gratulier ich zur neuen Freundschaft?"

Mit diesen Worten drehte sie sich um und stapfte Richtung Haus, wo sie kurze Zeit später die Haustür mit einem lauten Knall ins Schloss fallen ließ.
Marc sah ihr erstaunt, aber auch traurig hinterher.

Scheiße, irgendwie lief das nicht so, wie er gedacht hatte. Aber was hatte er denn erwartet?
Dass sie ihm um den Hals fällt, nach allem, was er sich geleistet hat?
Er mußte sich eingestehen, dass er erst einmal kleine Brötchen backen mußte. Spontan dachte er an Mehdi´s Worte: "Das wird ein steiniger Weg, mein Alter!!!!".

Und wie es aussah, hatte dieser damit auch, verdammt noch mal, recht.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

30.04.2010 18:43
#8 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hallo Mädels!
Danke, danke, danke für die lieben Kommentare.
Hier ein weiterer Teil,
wünsch Euch viel Spaß!

Liebe Gruesse
sendet
Nadine



Gretchen ließ sich langsam an der Haustür entlang Richtung Boden gleiten.
Sie atmete ein paar mal tief durch, und versuchte, ihren Herzschlag wieder zu normalisieren.
Chaos herrschte in ihrem Kopf, gepaart mit stetig wachsender Wut.

Wie konnte Papa nur? Ich hatte doch ausdrücklich gesagt, niemand soll wissen, wo ich bin!!!! Und dann ausgerechnet Marc?
Ausgerechnet derjenige, der mir so oft weh getan hat, der meine Gefühle immer wieder mit Füßen getreten hat?
Den schickt er hierher zur... ja zur was denn? Errettung? Ich bin schon groß, verdammt, ich kann sehr gut allein auf mich aufpassen.
Guut, vielleicht nicht immer, aber Marc? Nen besseren hatte er nicht gefunden, oder wie?

Während Gretchen vor sich hin grübelte, stand Marc immer noch an der selben Stelle, und war unsicher, was er als nächstes machen sollte.

Diese Frau macht mich noch wahnsinnig!!!!! Wieso bin ich nur so verdammt nervös? Bin ich doch sonst nicht, bei den anderen Weibern.
Aber Moment mal, Gretchen war ja nicht wie die anderen. Sie war einzigartig, so viel steht fest.
Aber was jetzt? Soll ich zu ihr gehen? Sollte ich zumindest, denn telepathisch werde ich wohl kaum ihr Herz zurückgewonnen können.
Also gut, dann auf ein neues...

Gretchen erschrak, als es plötzlich leise, aber bestimmt an der Tür klopfte.
Panik machte sich ihr breit.

Oh Gott, was mache ich denn jetzt?, dachte sie.
Ach, auch egal, ich mach einfach nicht auf.

Trotzig verschränkte sie die Arme vor Brust.

Jaa, man muß schon sagen, ein wirklich erwachsenes Verhalten, Gretchen, echt, ging es ihr durch den Kopf.

Doch das Klopfen hörte einfach nicht auf. Denn Marc, der ja auf der anderen Seite der Tür stand, wurde es langsam zu blöd.
Fast schon wollte er sich umdrehen und gehen, doch dann fiel ihm wieder sein "Auftrag" ein.
Also versuchte er es erneut.

Marc:" Gretchen, nun komm schon, mach auf. Denkst Du echt, das mich das beeindruckt?
Du, ich hab da keinen Stress mit, die Tür aufzubrechen. Außer natürlich, Du machst mir freiwillig auf? Ähm... Bitte?"

Doch nichts geschah. Stattdessen kam nur ein "Pff, DAS wagst Du doch eh nicht" zurück.
Marc mußte lächeln. Bockig also, ja? Als ob das was neues für mich wäre. Na dann werde ich mal Taten folgen lassen.

Marc:" Du hast es nicht anders gewollt, Hasenzahn. Aber ich würde Dir raten, geh von der Tür weg!
Ich will Dich nämlich nicht gleich als erste Amtshandlung eine Wiederbelebung einleiten müssen."

Mit diesen Worten schritt er ein paar Schritte zurück, und nahm Anlauf.
Das kam zwar bei Mehdi´s Planungen nicht vor, aber er war ja auch nicht Mehdi, also konnte er ruhig ein paar Meiersche Abwandlungen einbringen.
Gretchen, die auf der anderen Seite der Tür saß, wurde zunehmend nervös.

Das macht der jetzt nicht wirklich, oder? Der spinnt ja wohl?
Moment mal, ich höre ja gar nichts mehr, wieso verdammt noch mal höre ich jetzt nichts mehr?

Sie griff nach der Türklinke und zog sich hoch.
Langsam öffnete sie die Tür einen Spalt weit und lugte vorsichtig um die Ecke.
Da sah sie im selben Augenblick, wie Marc, gepaart mit einem merkwürdigen Schrei, auf die Tür zulief.
Gretchen riss die Augen auf und schaffte es gerade noch rechtzeitig, die Tür aufzureissen.

Marc allerdings, der ziemlich viel Schwung hatte, konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen, und segelte mit einem nicht grade galanten "Scheisse!!!!!!!!!" Richtung Boden.
Es schepperte und polterte, er rutschte einmal quer durch den kleinen Flur, um dann von der kleinen roten Kommode am Ende des Flurs abgebremst zu werden.
Er war so verdutzt, dass er erst einmal ein paar Augenblicke brauchte, um zu realisieren, was gerade passiert war.
Dann fasste er sich an seinen schmerzenden Kopf.

"Boahh, sag mal, Hasenzahn, SPINNST DU? Hättest Du mir nicht sagen können, dass Du es Dir anders überlegt hast?
Ich hätte mir sonstwas brechen können?"

Wütend funkelte er sie an. Dieses WEIB!!!!!!!

Gretchen war so perplex, dass sie erstarrte.
Doch dann lief sie los, kniete sich neben ihm nieder und betrachtete ihn mit wachsender Besorgnis.

Gretchen:"Marc, oh nein, das...das wollte ich nicht!!!!"
Marc:"Ja, das wäre ja auch noch schöner!"
Gretchen:"Was machst Du denn auch? Kannst wohl immer noch kein Nein akzeptieren?
"DU sagst doch immer, der Prinz müsse ein bißchen Einsatz zeigen, um Deine Aufmerksamkeit zu erregen. Von wegen Festung stürmen und so?" murmelte er, als er sich mühsam wieder aufrappelte.

Gretchen stockte mitten in der Bewegung.

"Prinz sagst Du? Wer soll das denn sein? DU etwa? Naja, bisher warst Du wohl eher ein Frosch, oder?"

Mit diesen Worten stand sie nun dicht vor ihm und funkelte ihn böse an.
Marc war so erstaunt über diesen Satz, dass er nun ebenfalls wütend wurde.

"Ach ja? Is das so? Wußte gar nicht, dass Frösche dann SO küssen..."
Mit diesen Worten griff er blitzschnell nach ihren Handgelenken und zog Gretchen an seinen Körper.
Ihre Arme hielt er vorsichtshalber hinter ihrem Rücken fest. Denn wer weiß, Gretchen holte ja gern mal aus und scheuerte ihm eine.
Und dann küßte er sie. Erst preßte er nur seine Lippen auf ihre, doch schnell wurde daraus ein überaus zärtlicher Kuß.
Gretchen versuchte anfangs noch, sich zu wehren, doch gegen ihn hatte sie keine Chance.
Hatte sie ja nie, wenn er sie küßte, und erst recht nicht, wenn er sie SO küßte.
Langsam spürte sie das ihr nur allzu bekannte Kribbeln in ihrem Körper aufsteigen, und ihre Knie wurden weich.
Marc hatte längst ihre Arme losgelassen, und hielt nun ihr Gesicht vorsichtig in seinen Händen.
Da war es wieder, dieses Gefühl, dass er jedesmal hatte. Dieser komplette Verlust von Zeitgefühl, Raum und Verstand.
Er fühlte nur diese Lippen, diese unglaublich süßen Lippen, die längst den Widerstand gegen ihn aufgeben hatten.
Er spürte ihren schnellen Herzschlag an seiner Brust, genauso, wie sie seinen fühlen mußte. Gott, wie hatte er das vermißt!!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2010 01:26
#9 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

An meine Kommis schreibenden Mädels....
hach...Ihr seid sooo toll, danke!
Muß jedesmal lächeln, wenn ich Eure Sachen lese.
Brauche unbedingt mehr davon!!!!!!!
Deshalb wieder, ein zwar kleiner, aber hoffentlich feiner, Teil.
Ich wünsche Euch viel Spaß damit.
Feiert schön in den Mai!

Liebe Gruesse
Eure
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Gretchen ging es nicht anders.

Oh mein Gott, fast hätte ich vergessen, wie schön unsere Küsse immer waren, dachte sie.
Aber das geht doch nicht, ich hatte doch meinen Plan.
Keine Männer mehr! Auch nicht dieser.
Dieser attraktive, unglaublich küssende Mann.
So komm ich doch nie voran. Hatte ich schon erwähnt, wie guuut der küßt?
Aber nein..... das geht doch nicht, er hat mich einfach zu oft verletzt.
Obwohl.... nur noch ein klein wenig küssen...wirklich... nur noch eine klitzekleine Zeit lang, dann werde ich wieder vernünftig...ganz sicher.

Und so standen beide da, völlig versunken in diesem Wahnsinnskuss, der schließlich doch irgendwann ein Ende fand.

Langsam löste er seine Lippen von ihren und sah sie an. Er sah den inneren Kampf in ihren Augen, und lächelte.

Mhmhm... scheint ja wirklich noch nicht alles verloren zu sein, dachte er und löste sich langsam von ihr.
Nachdem er ein paar Schritte rückwärts gegangen war, drehte er sich um und ging Richtung Tür.
An der Schwelle drehte er sich allerdings noch einmal zu ihr um.

"Schön, Dich...wiederzusehen, Hasenzahn."sagte er, schloß die Tür und ließ eine völlig verwirrte Gretchen zurück.

Was war das denn jetzt? Träume ich etwa?
Vorsichtshalber kniff sie sich in den Arm.

AUA, nein, kein Traum!! Guut. Also...ich meine... natürlich nicht gut.
Ganz und gar nicht gut! Was zum Teufel will Marc denn hier?
Und geküßt hat er mich auch noch, so ne Frechheit. Als ob nichts passiert wäre.
Jaa, okay, ich hab ihn auch geküßt, geb ich ja zu.
Aber er hat angefangen.
Und jetzt? Der... der... der kann doch jetzt nicht einfach so... gehen?

Rasch ging sie zum Fenster.
Doch das einzige, was sie sah, war ein weißer Volvo, der Richtung Hauptstrasse fuhr.
Ungläubig sah sie hinterher.

Der haut tatsächlich ab?! Umso besser, dachte sie trotzig, dann kann ich ja wieder da weitermachen, wo ich vor seinem Auftauchen aufgehört habe.
Soll er doch, mir doch egal, was ist schon ein Kuß. Pffff!
Als ob das bei mir irgendetwas berührt hätte. Gaaanz bestimmt nicht!!!!
Bin ja schließlich längst über ihn hinweg, ne?
Da müßte weitaus mehr passieren, als so ein läppischer Kuß. Und sooo toll war der nun auch nicht, also echt.
Was bildete der sich eigentlich ein? Denkt wohl, ich falle ihm sofort wieder um den Hals, oder wie?
Das kann er mal gleich vergessen. Jawoll!!!!
Und schon ist er wieder aus meinem Gedächtnis gestrichen!!!!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2010 13:57
#10 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hallo meine Lieben,

ihr motiviert unglaublich mit Euren Kommentaren, vielen Dank!
Deshalb... bevor ich das schöne Wetter draußen genieße....
wieder ein Teil
Hoffe, er gefällt Euch.
Knutscha
sendet
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Doch mehrere Stunden, und unendlich viele Selbstverwünschungen später, blieb ihr nichts anderes übrig, als sich selbst einzugestehen, dass das nicht so einfach wahr. Marc Meier hatte sich, mal wieder, klammheimlich in ihren Kopf geschlichen.
Immer wieder lugte sie aus dem Fenster. Doch nichts. Kein Marc weit und breit.
Aber Gretchen traute dem Frieden nicht. Dazu kannte sie ihn einfach zu gut. Irgendetwas führte der im Schilde, soviel war sicher.
Doch Gretchen hatte sich fest vorgenommen, dieses Mal standhaft zu bleiben, auch wenn er sich noch so sehr abstrampelte.
Sie würde ihn einfach ignorieren, so sieht´s aus! Und auch aus meinen Gedanken werde ich ihn verbannen. Das wär doch gelacht!
Marc, wer ist schon Marc!!!!!!! Ob ich noch ne Runde schwimmen sollte, bevor ich schlafen gehe? Nee, lieber nicht.
Nachher taucht Marc doch wieder auf und sieht mich noch im Badeanzug. Ach scheiße, schon wieder Marc, anderes Thema, anderes Thema......

Aber Marc hatte die letzten Stunden nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Er war ins Dorf gefahren, um ein paar Utensilien für die Umsetzung seines Plans zu besorgen. Ganz so, wie Mehdi es gesagt hatte.
Allerdings hatte er noch nie etwas so peinliches über sich ergehen lassen müssen. Wie die Frau im Blumenladen ihn angelächelt hatte, so wissend.
Gott, war das unangenehm. Hat die doch allen Ernstes gesagt, ich müsse ja etwas schlimmes ausgefressen haben, wenn ich das alles veranstalten würde.
Pfff, die hat doch keine Ahnung. Außerdem...das geht sie ja wohl üüüberhaupt nichts an!!!!
Normalerweise hätte Marc es niemals auf sich genommen, sich so, in seinen Augen, zum Affen zu machen.
Doch nach dem Kuß vorhin war alles andere nebensächlich. Noch konnte er es schaffen, es war nicht zu spät.
So, jetzt noch irgendwo was leckeres essen. Gehe mal nicht davon aus, dass Gretchen was für mich kochen würde.
Komme ja noch nicht mal ins Haus, ohne Gewalt anzuwenden.
Ach Hasenzahn...bockig wie eh und jeh. Als ob sie nicht wüßte, dass mich das noch mehr reizen würde.
Aber Vorsicht ist geboten. Besser Schritt für Schritt.
Insgeheim hoffte er allerdings, dass er auch den Arsch in der Hose hatte, um das alles wirklich durchzuziehen.

Gretchen hatte es irgendwann aufgegeben, immer wieder aus dem Fenster zu linsen.
Nachdem sie sich etwas zu essen gemacht hatte, schmiß sie sich auf´s Sofa und schaltete den Fernseher ein.
Doch so ganz konnte sie sich weder auf das Programm, noch auf das Essen, konzentrieren.
Irgendwann gab sie es auf, schaltete den Fernseher aus und ging ins Bett.
Doch schnell zeigte sich, dass einschlafen sich als deutlich schwieriger gestaltete.
Immer wieder dachte sie an den Kuß. Und dann fielen ihr automatisch wieder all die anderen Situationen ein, die sie mit Marc erlebt hatte.
Wie sie ihn das erste Mal wiedergesehen hatte, damals, im Fahrstuhl.
Wie er sie gerettet hatte, und dann der Dornröschenkuß, der daraufhin folgte.
Damals hatte sie zum ersten Mal gespürt, dass auch ein Marc Meier Gefühle zeigen konnte.
Jaa, und dann der Schlag ins Gesicht, als er Gabi heiraten wollte.
Was er ja auch getan hätte, wenn sie ihm nicht im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch gerettet hätte.
Ja, und dann kam Alexis. Und damit der totale Reinfall.
NEIN!!!! Ich werde nicht wieder auf Marc reinfallen. Der Kuß vorhin war einfach nur ein kleiner Moment emotionaler Schwäche.
Nichts weiter. Bedeutungslos, jawoll.
Hah, das wär doch gelacht, wenn ich nicht standhaft bleiben könnte.
Ich werde es allen zeigen. Gretchen Haase braucht keinen Mann!!!!!

Und während sie so nachdachte, fiel sie in einen unruhigen Schlaf, in dem dann doch wieder ein gewisser Oberarzt durch ihre Träume geisterte.

Marc kehrte erst wieder auf das Grundstück zurück, als er sicher sein konnte, nicht entdeckt zu werden.
Sein Auto parkte er vorsichtshalber außerhalb des Sichtfeldes. Vorsichtis lugte er zum Haus, aber alles war dunkel.

Wunderbar, dachte er, läuft ja wie geplant.
Langsam stieg er aus und schloß leise die Autotür. Bloß keinen Lärm veranstalten.
Er öffnete seinen Kofferraum, nahm alle Sachen, die er für diesen Teil seines Plans brauchte, heraus, und schlich Richtung Häuschen.
Zum Glück waren die Nächte in diesem Sommer sehr mild, sodass er nicht leiden müßte.
Mit einem Grinsen dachte er an Gretchen´s mögliches Gesicht, wenn sie sah, was er hier veranstaltete.

Hasenzahn, dachte er sich, nimm Dich in Acht! Soeben wurde die erste Runde eingeläutet.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2010 18:19
#11 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
ich schon wieder.
Hier schnell ein weiterer, kleiner Teil.
Hänege nämlich gerade am Fernseher fest. Music nonstop auf 3sat.
Bin gerade total geflasht!!!!
Wünsch Euch viel Spaß
und hoffe auf Eure Kommentare.
Ein paar von Euch werden sich freuen.

Bis denne

Eure

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Als Gretchen am nächsten Morgen aufwachte, fühlte sie sich wie gerädert.
Gut geschlafen war was anderes. Und dann erst dieser Traum. Seufz!!!!
Ich werde noch wahnsinnig! Ein Kuß genügt..... und Marc Meier schwirrt durch meine Träume.
Und WIE der geschwirrt ist!!!!

Schlagartig überzog eine tiefe Röte ihr Gesicht.

Nicht mehr dran denken, Gretchen, einfach nicht mehr dran denken. Denk an deinen Plan.
Sonst weisen sie dich am ende doch noch in die Klapsmühle ein. Diagnose: Unheilbar mit dem Virus Marcus Meierus infiziert!!!!!
Ohne Aussicht auf Heilung....oder so.
NEIN! So weit darf ich es einfach nicht kommen lassen. Ich muß mich auf mich selbst konzentrieren.

Langsam stand sie auf und schlich in die kleine Küche.
Dort stellte sie den kleinen Espressokocher auf den Herd. Noch einen Topf mit Milch dazu, bevor sie den Herd einschaltete.
Während der Espressokocher vor sich hin blubberte, schlich sie Richtung Fenster.
Lieber auf Nummer sicher gehen. Doch als sie nach draußen blickte, war weit und breit kein schäbiger, weißer Volvo zu sehen.
Gut so, dachte sie.
Einen kurzen Moment spürte sie die Enttäuschung.

Doch sie schüttelte rasch den Kopf.
Sehr gut, log sie sich selber an, kann ich wieder in meinen Alltag zurückkehren.

Nachdem sie sich nen Latte macciato zubereitet hatte, ging sie ins kleine Wohnzimmer und las die Zeitung von gestern.
Nachdem der Kaffee leer war, gönnte sie sich eine ausgiebige Dusche.
Da schönes Wetter war, entschied sie sich für ein leichtes, hellrosa Top und einen Rock mit dezent romantischem Blumenmuster.
Noch schnell ein paar Flip Flops, Haare locker zusammengebunden, los geht´s.
Sie warf noch einen kurzen prüfenden Blick in den Spiegel, dann schnappte sie sich ihre Handtasche und öffnete die Tür.

Wäre sie nicht so konzentriert darauf gewesen, in ihrer Tasche zu kramen,
hätte sie vielleicht noch rechtzeitig bemerkt, dass etwas ihr den Weg nach draußen versperrte.
Doch so spürte sie plötzlich nur einen Widerstand an ihrem Fuß.

"Was zum......?" dachte sie noch, doch dann war sie mehr damit beschäftigt, ihr Gleichgewicht zu halten,
anstatt darauf zu achten, WAS genau da eigentlich im Weg lag.
Die Flip Flops taten ihr übriges. Verzweifelt suchte sie noch nach einem Halt, der einen Sturz verhindern könnte.
Doch zu spät.
Und schon lag sie bäuchlings über einem verschlafenen Marc Meier, der sie, zwar überrascht, aber belustigt anblickte.

"Marc!! Was zum Teufel soll das?" fauchte Gretchen ihn an.
"Wieso? Is doch ganz...gemütlich hier? Und die Aussicht hat sich auch schlagartig enorm gebessert." sagte er grinsend,
während er unverhohlen auf ihren Hintern starrte.

"Sag mal, hast Du sie nicht mehr alle? Du kannst doch nicht vor der Tür schlafen!!
"Siehste doch...klappt eigentlich ganz gut. Hätte es mir schlimmer vorgestellt"
"Aber ich hätte mir sonst was brechen können!"
"Haste aber nicht! So... wie wär es mit Frühstück?"
"Frage beantwortet: Du hast sie DEFINITIV nicht mehr alle!!!!!!!"

Mit diesen Worten rappelte sie sich auf und verließ wutentbrannt die Veranda.

Bloß weg hier, sonst bring ich den um.
"Dann eben nicht....noch nicht", dachte Marc noch, und schaute ihr amüsiert zu, wie sie sich wütend auf dem Fahrrad abstrampelte.
Immer noch grinsend zog er seinen Schlafsack wieder über seinen Kopf.

Heilige Scheiße, das macht ja richtig Spaß!!!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

02.05.2010 14:10
#12 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So...meine Lieben!
Bin aus dem Musikhimmel zurück.
Und hab da zufällig so nen kleinen Teil, den ich jetzt mal poste, okay?
Hoffe, Ihr mögt ihn,
freue mich auf Eure Kommis

Lieben Gruß
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Gretchen jedoch, die mit ihrem Fahrrad auf dem Weg ins Dorf war, konnte sich kaum einkriegen.

Der spinnt ja wohl, kann doch nicht einfach so da pennen. Wo kommen wir denn da hin?
Und dann tut er auch noch so, als ob das das Normalste von der Welt wäre, pfff. Was denkt der sich eigentlich?
Ich stalke den doch auch nicht! Naja... nicht immer...also nur das eine Mal halt, unter der Dusche.
Aber das war was gaaanz anderes. DAS war eine Ausnahmesituation!!!!!
Vor allem: Was soll das denn? Denkt der wirklich, sowas Kann mich beeindrucken?
Werde ich einfach ignorieren, nicht dass der denkt, damit hätte er auch noch Erfolg. Das wäre ja noch schöner.

Als sie ihre Einkäufe erledigt hatte, und zum Haus zurückkehrte, war sie immer noch stinkig.
Schnell stellte sie ihr Fahrrad ab, griff ihren Einkaufskorb und ging Richtung Veranda.
Dort erwartete sie ein immer noch grinsender Marc Meier, der, an die Veranda gelehnt, in seinem Schlafsack steckte und ein paar Magazine las.

"Na, Hasenzahn, wieder beruhigt?" fragte er sie belustigt, obwohl er das eindeutige Gegenteil in ihrem Gesicht ablesen konnte.
"AAAAARGGHHH!" war ihr einzger Kommentar, als sie über ihn hinweg stieg und die Tür hinter sich zuknallte.

Ach Hasenzahn, auch wenn du es vielleicht noch nicht weißt....ich werde dir beweisen, dass du zu mir gehörst.
Ob du willst, oder nicht, ging Marc durch den Kopf. Mit einem Lächeln griff er wieder nach seinem Magazin.

Gretchen unterdessen fing an, vor lauter Wut, die komplette Hütte zu putzen. Das soll ja aggressionsabbauend sein.
Doch nach zwei Stunden schweißtreibender Putzerei war ihre Laune immer noch nicht besser.
Mehrmals lugte sie aus dem Fenster, in der Hoffnung, Marc hätte sein idiotisches Spiel aufgegeben.
Doch Marc lag unverändert an der gleichen Stelle wie schon zwei Stunden zuvor. Seelenruhig las er nun ein Buch.

Dann wurde es ihr zu bunt. Wütend stampfte sie zur Tür, öffnete diesen einen Spalt und steckte den Kopf raus.
"Gedenkst Du, hier den ganzen Tag zu verbringen?" fragte sie ihn grimmig.
"Joah, hatte ich eigentlich vor. Wieso?" fragte Marc zurück.
"Och, hat mich nur interessiert. Darf´s vielleicht noch ein Käffchen sein?"
"Na da sag ich nicht nein. Vielleicht noch ein Brötchen mit...."doch weiter kam er nicht,
denn Gretchen knallte mit den Worten "Träum weiter" die Tür wieder zu.

Doch sie konnte sich ablenken, wie sie wollte. Immer wieder sah sie vor ihrem inneren Auge, wie Marc vor ihrer Türe campiert.
Was hätte sie früher dafür gegeben, wenn er das gemacht hätte. Aber die Zeiten sind vorbei, endgültig.
Ich tue einfach so, als wär er gar nicht da. Ich laß mich doch nicht von meinem Plan abbringen,
erst recht nicht von diesem...diesem.... ach ich weiß nicht, wer.
Marc? Wer ist schon Marc! Kenne keinen Marc, also kann und werde ich auch nicht an ihn denken, so!
Wußte gar nicht, dass der so süß aussieht, wenn er noch verschlafen ist.... och manno........

Marc unterdessen lugte auch immer wieder durch das kleine Fenster über ihm. Und was er sah, belustigte ihn zunehmend.
Gretchen schien richtig sauer zu sein.
Aber gut, wenigstens schon mal eine Art von Gefühl. Zwar noch nicht das richtige, aber immerhin.
Dann wollen wir doch mal gucken, wie lange sie, und vor allem ich, das aushalten.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

02.05.2010 20:12
#13 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hach....
ich bin grad sooo in Schwung.....
deshalb wieder ein Teil
Ich hoffe, es stört Euch nicht?!

Lieben Gruß
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Zwei Tage lang ging dieses Spielchen so weiter.
Morgens stieg Gretchen wortlos über ihn, um ihre täglichen Einkäufe zu erledigen,
um ihn dann, nachdem sie wieder über ihn steigen mußte, um zurück ins Haus zu gelangen,
den restlichen Tag zu ignorieren.
Sie blieb einfach den ganzen Tag drin.
Doch auch sie wußte, dass sie ihn nicht ewig da draussen liegen lassen konnte.
Irgendwie hatte sie gehofft, dass er die Lust an diesem Spielchen verlieren würde.
Aber Marc dachte gar nicht dran.
Schließlich war er bestens vorbereitet. Mit Mehdi´s Hilfe hatte er an alles gedacht.
Schlafsack, Luftmatratze und ein kleines Kopfkissen machten ihm die Zeit des Ausharrens erträglich.
Für genug Beschäftigung hatte er mit einem Buch und einer Masse an Zeitschriften gesorgt.
Und immer, wenn Gretchen auf dem Weg ins Dorf war, zog er den kleinen Ersatzschlüssel, den er wohlweislich von ihrem Vater bekommen hatte, aus seiner Hosentasche.
Er ging ins Haus, um zu duschen und seine Zähne zu putzen. Handtuch hatte er sich selbst mitgebracht.
Nicht, dass ihn noch eins von Gretchens Handtüchern verraten hätte, wenn es bei ihrer Rückkehr auf einmal nass war.
Aus dem Kühlschrank nahm er sich nur soviel, dass es nicht auffiel.
Auch hielt er sich nicht länger als nötig in dem Häuschen auf, weil er doch ein etwas schlechtes Gewissen hatte,
so in Gretchen´s Privatsphäre einzudringen, ohne dass sie es wußte.
Wenn, dann sollte sie ihn schon einladen, reinzukommen.
Aber sein Gefühl sagte ihm, dass das noch eine Weile dauern konnte.

Am dritten Tag stand Gretchen schon recht früh auf, weil sie einfach nicht mehr schlafen konnte.

Das ist doch zum Mäusemelken, ging ihr durch den Kopf, als sie sich den Schlaf aus den Augen rieb.
Wenn das so weiter geht, bin ich bald ein nervliches Wrack.
Aber den Sieg werde ich ihm nicht gönnen. Und wenn er da draußen versauert...mir doch egal!

Wütend stieg sie unter die Dusche.
Nachdem sie noch einmal vergeblich versucht hatte, etwas Schlaf zu finden, gab sie es schließlich auf.
Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass es bereits neun Uhr war. Langsam stand sie wieder auf und zog sich an.
Sie griff nach ihrer Tasche und öffnete die Tür.
Mit einem bösen Funkeln in den Augen sah sie auf Marc hinab, als sie, wieder einmal, über ihn steigen mußte.

Sie hatte gerade die zwei Stufen erreicht, die die Veranda herab führten, als sie plötzlich verwundert innehielt.
Da rieselte ihr doch irgendetwas auf den Kopf!?
Sie blickte nach oben, und sah in diesem Moment einen riesigen Schwall Rosenblätter auf sich zustürzen.
Eine Sekunde später war sie über und über mit den Blättern übersät. Der Kopf eines jungen Mannes erschien, der sie entschuldigend ansah.

"Sorry.... hab den Sack fallen gelassen! Es sollte eigentlich rieseln!" sagte dieser nun verschämt.
"BITTE?" war Gretchen´s Kommentar, als sie vergeblich versuchte, alle Blätter zu erwischen, die sich in ihren Haaren verfangen hatten.

Sie drehte sich zu Marc um, der sie schelmisch anlächelte.

Das darf nich wahr sein, DAS MUSS ein Albtraum sein! dachte sie genervt und ging die Stufen hinunter, um zu ihrem Fahhrad zu gelangen.
Doch als sie um die Ecke bog, blieb sie erneut stehen.
Denn plötzlich ertönte sanfte Musik.
Eine leise Männerstimme sang George Michael´s Song "Careless Whisper".
Als sie näher an die kleine Scheune herantrat, sah sie, dass dort zwei Männer mit Gitarre standen, die für die Musik verantwortlich waren.

Gretchen riss ungläubig die Augen auf.

Doch dann drehte sie sich auf dem Absatz um, und stapfte wütend die Veranda empor.

"Sag mal.... bist Du zufällig....wahnsinnig geworden, oder so?" funkelte sie Marc an.
Doch dieser bleib davon unbeeindruckt.
"Ich weiß gar nicht, was Du meinst!?" sagte er scheinheilig.
"Na...DAS DA!" schrie sie nun und deutete auf die kleine Scheune.

Gespielt schwerfällig erhob Marc sich und linste über das Geländer.
"Kenn ich nicht!" sagte er schließlich, als er sich wieder setzte.
"MARC! Verarschen kann ich mich selber." Gretchen spürte, wie immer mehr Wut in ihr aufstieg.
"Hasenzahn.... nicht aufregen....is nich gut für den Teint." Mühsam versuchte er, ein Lachen zu unterdrücken.

Gretchen vergrub verzweifelt ihr Gesicht in den Händen. Dann strich sie sich durch ihre Haare.
"DU....machst mich wahnsinnig!" flüsterte sie nun.
"Jaaa?" fragte Marc zurück.
"Soll mich das etwa beeindrucken?"
"Funktioniert es denn?" lächelte er sie nun hoffnungsvoll an.
"Ähhhh....NEIN!" sagte sie wenig überzeugend, als sie die Schultern straffte.
"Wer bist Du, und vor allem, was hast Du mit Marc gemacht?" rief sie, doch dann drehte sie sich um, und verließ die Veranda.

Sie ignorierte die Musiker, die nun erneut anfingen, ein Lied für sie spielen. Wieder George Michael, doch diesmal "A Different Corner"

Verdutzt blieb sie stehen. Sie kannte den Text auswendig, schließlich war das eines ihrer Lieblingslieder.
Ungläubig blickte sie zur Veranda. Sie sah Marc, der sich lässig auf die Veranda gelehnt hatte, und sie liebevoll ansah.

Eine Weile erwiderte sie seinen Blick, doch schnell gewann sie ihre Fassung wieder.
Sie schnappte sich ihr Fahhrad und radelte davon, als ob der Teufel hinter ihr her wäre.

Woher kennt er dieses Lied? Und warum zum Teufel weiß er, wie sehr ich es Liebe?
Oh Gott, ich bin dem Untergang geweiht!
Muß Papa unbedingt fragen, ob er eine gute Nervenheilanstalt kennt, dachte sie verzweifelt, als sie das kleine Dorf erreichte.
Man weiß ja nie, was noch kommt!!!!

Nachdenklich betrat sie den kleinen Lebensmittelladen.
Sie suchte sich ihre Sachen zusammen, die sie heute besorgen wollte und ging zur Kasse.

Verwundert stellte sie fest, dass alle Personen, die sich ebenfalls im Laden befanden, sie merkwürdig anblickten.
Sie kniff die Augen zusammen.
Doch dann legte sie ihre Einkäufe auf den kleinen Tresen und sah die Kassiererin auffordernd an.

"Morgen!" grummelte Gretchen und wartete darauf, dass die alte Dame die Preise in die Kasse eingab.

Doch stattdessen starrte die Frau sie unverhohlen an.
Gretchen spürte, wie eine leichte Nervosität ihren Körper überkam.
"Ähhh....is was?" fragte sie nun leicht gereizt.
"Nun ja...also....Sie...haben da was?" sagte diese nun und deutete auf Gretchens Haar.

Sofort wußte Gretchen, was los war.
Sie schloß für ein paar Momente die Augen.
"Ich....weiß!!!!" seufzte sie schließlich.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

03.05.2010 18:04
#14 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben,
vielen, vielen Dank für die tollen Kommis, die Ihr immer schreibt.
Freu mich jedesmal tierisch darüber.
Und da ich Nachschub brauche.....
hier wieder ein neuer Teil.

Mal schauen, wie er Euch gefällt!

Dicken Gruß
sendet
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Marc, der sich in Gretchens Abwesenheit mal wieder am Kühlschrank bediente,
dachte über das nach, was vorhin passiert war.
Immer noch etwas ungläubig darüber, dass er das tatsächlich durchgezogen hatte, schüttelte er leicht den Kopf.

Was ist bloß los mit mir? So ne schnulzige Kacke mach ich doch sonst nicht.
Auf Mehdi kann ich die Rosenaktion nicht schieben, die kam tatsächlich aus meinem Kopf.
Unglaublich! Oh Scheiße!!!! Ich....mutiere....zum Weichei. Jetzt hat es mich auch erwischt.
Ich muß schleunigst was tun, um meine Männlichkeit wieder zu erlangen, DRINGEND!
Nicht, dass sie nachher noch denkt, dass mach ich jetzt immer so.
Dabei hasse ich dieses ganze romantische Getue doch wie die Pest, würg!
Obwohl.... wie sie da vorhin stand.... mit den ganzen Blättern in den Haaren?
War gar nicht so leicht, die Fassung zu waren. Aber wenn ich gelacht hätte, wäre sie mir wahrscheinlich an die Gurgel gegangen.
Dieser Anblick war aber auch einfach zu geil! Und wie böse sie mich angefunkelt hat. Herrlich!
Für den Anblick könnte ich mir glatt noch mehr einfallen lassen. Auch wenn das den totalen Verlust meiner Männlichkeit bedeuten würde.
Der Weg ist doch bekanntlich das Ziel, oder? Und schließlich geht es hier um meinen Hasenzahn.
Wenn sich da der Aufwand nicht lohnt, wo dann? Nirgends!
Werde Mehdi wohl was größeres kaufen müssen, zum Dank. Ohne Arschtritt hätte ich solche Aktionen sicherlich nie gemacht.
Es gab ja auch bisher keine Frau in meinem Leben, die mich so in ihren Bann gezogen hat, wie Hasenzahn.
Unfassbar! Hätte nie gedacht, dass es mich auch mal erwischt.
Bei Nina dachte ich ja schon, ich wär in sie verliebt gewesen...aber das war nichts im Vergleich dessen, was Gretchen mir jetzt bedeutet.
Korrigiere: Ich BIN bereits zum Weichei mutiert!

Doch dieser Gedanke gruselte ihn nicht so sehr, wie er erwartet hatte.
Er hatte sich tatsächlich verändert.

Als Gretchen abends wieder schlaflos im Bett lag, dachte sie grimmig an den sturen Mann vor ihrer Haustür.
Schließlich setzte sie sich auf und seufzte.

Oh Mann....dieser Typ macht mich wahnsinnig!!!!! Ich glaub es einfach nicht.... ich bin gefangen in meinem eigenen Haus!
Was denkt der sich eigentlich? Will der etwa die ganze Zeit da draussen bleiben? Und soll ich deshalb die ganze Zeit hier drin versauern?
Aber nicht mit mir! Mir doch egal, ich lass mich doch von ihm nicht einschränken, soweit kommt´s noch.
Ich werde einfach so tun, als ob er gar nicht da wäre. Genau!!!!

Dieser Gedanke verbesserte ihr Laune schlagartig. Schnell sprang sie auf.

So.... was würde ich jetzt machen, wenn er nicht da wäre? Schwimmen gehen!
Hmhm... aber ich komme ja schlecht raus, ohne dass er das mitkriegt. Also... was tun? Und wenn ich...?
Nein!!!! Aber sonst komm ich doch nicht raus! Ich werde wohl oder übel in den sauren Apfel beissen müssen.
Na dann... Gretchen Haase, beweis mal Deine Sportlichkeit.

Sie öffnete die Schublade der Kommode und nahm ihren Badeanzug heraus.
Eilig zog sie ihn an und griff nach dem Handtuch.

Leise öffnete sie das Fenster und warf das Badetuch hinaus.
Ich fasse es nicht, dass ich das tue, dachte sie noch, bevor sie ihr Bein hob, um es durch das Fenster zu hieven.
Sie saß auf dem Fenstersims und atmete kurz auf.

Jetzt nur noch den Rest schaffen!
Vorsichtig versuchte sie, mit ihrem Fuß den Waldboden zu ertasten.

Der muß doch hier irgendwo sein, nur noch ein kleines....., war ihr letzter Gedanke, bevor sie ihr Gleichgewicht verlor
und wild fuchtelnd dem gesuchten Boden näher kam, als ihr lieb war.

Gretchen brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass sie gerade wirklich aus diesem blöden Fenster gefallen war.
Mühsam rappelte sie sich auf und versuchte, das Laub und den Dreck von ihrem Körper zu klopfen.
Enthusiastisch straffte sie die Schultern und strich sich durch die Haare.

Hah! dachte sie, nichts passiert.
Das war doch nur ein kleiner Rückschlag! Nichts weiter!
Mein Hintern tut zwar schon ziemlich weh, aber egal! Jetzt nur noch den Rest schaffen!

Sie griff nach dem Badetuch, wickelte es sich fest um ihren Körper und lauschte.
Nicht auszudenken, wenn Marc von dem Aufprall aufgewacht wäre. Doch nichts war zu hören.
Auf Zehenspitzen schlich sie zur Hauswand, um an ihr entlangzuschleichen.
Aber irgendwann war die Wand leider zu ende.
Also nahm sie all ihren Mut zusammen, wickelte das Tuch fester um ihren Körper und ging los.

Vorsichtig lugte sie zur Terasse. Aber sie konnte nichts erkennen. Alles schien ruhig zu sein.
Mit einem triumphierenden Lächeln ging sie leise den Weg entlang zum See.

Sie hatte allerdings die Rechnung ohne Marc gemacht.
Denn der hatte sehr wohl das Poltern hinter dem Haus mitbekommen.
Erst dachte er an Einbrecher, und machte sich bereit, den Typ im Notfall zu überwältigen.
Rasch zog er seinen Schlafsack auf und suchte nach etwas schwerem, was er im Notfall schmeißen konnte.

Doch als er sah, um was für eine Art von Einbrecher es sich handelte, konnte er es nicht fassen.

Ungläubig sah er Gretchen zu, wie sie den kleinen Weg zum See ging.
Du Biest!!!, dachte er, als er sich aufsetzte.
Na warte, die Tour werde ich Dir schön vermiesen.

Leise, damit sie keinen Verdacht schöpfte, ging er die beiden Stufen der Veranda hinab.
Er hielt kurz inne. Aber Gretchen schien ihn nicht bemerkt zu haben.
Dann lief er lautlos den kleinen Weg entlang, bis er sie fast eingeholt hatte.
G
retchen wollte gerade das Handtuch ablegen, als sie plötzlich hinter sich eine Stimme hörte.
"Hasenzahn.... das ist ja ein Zufall! Ich wollte auch gerade schwimmen gehen.
Warum hast Du denn nichts gesagt? Wäre gerne mit Dir zusammen gegangen." zog er sie auf.

Erschrocken drehte sie sich um. Panikartig hielt sie das Handtuch vor ihrer Brust fest.
Nicht auszudenken, wenn es aufging und er sie im Badeanzug sah!

"Marc....ähh...was machst Du denn hier?" stammelte sie nervös.
"Och... mir war so, als hätte ich ein komisches Geräusch gehört. Hast Du nichts mitbekommen?" fragte er sie scheinheilig.

Gretchen schüttelte scheinheilig den Kopf.

"Komisch...." sagte er, " dabei war es doch so irre laut!!
Fast so, als ob etwas gewaltig schweres von einem Baum gestürzt wäre. So was wie ein dicker Bär, oder so!"

Mit einem belustigten Grinsen im Gesicht kam er auf sie zu.
Gretchen konnte nicht glauben, was sie da hörte. Wütend stemmte sie eine Hand in die Hüfte.

"Gewaltig also, ja? Pass bloß auf! Ich geb Dir gleich gewaltig!" rief sie wütend und stapfte an ihm vorbei Richtung Haus.

"Und was ist jetzt mit dem Schwimmen?" rief Marc ihr lachend hinterher.
"Du kannst mich mal!!!" rief sie ihm über die Schulter hinweg zu.
Dann ging sie, ohne sich noch einmal umzudrehen, ins Haus zurück. Allerdings benutzte sie diesmal wieder die Tür.

Marc lachte laut auf.
Dann eben nicht, dachte er, und schlenderte nun ebenfalls wieder zurück zum Haus.

Tja, Du solltest Deine Feinde besser niemals unterschätzen, Hasenzahn.
Oder einfach etwas weniger ungeschickt sein.

Lächelnd legte er sich wieder in seinen Schlafsack und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf.

Wer hätte gedacht, dass das so extrem Spaß machen würde.
Jetzt muß ich es nur noch schaffen, dass sie mich ins Haus läßt. Aber das kann noch dauern......

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

04.05.2010 17:23
#15 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hach...wie toll!!!!
Ihr Lieben, ich freu mich, dass Euch der letzte Teil genauso gut gefallen hat, wie mir.
Ich muß gestehen, ich mußte selber lachen, als ich es gegengelesen habe.
Hier wieder ein kleiner Teil von mir.
Ich hoffe, er gefällt.
Is´n bißchen kürzer diesmal, versuche aber, heute abend noch was reinzustellen.
Freue mich, wie immer, auf Eure Meinungen!!!

Nen lieben Gruß
von der
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Gretchen konnte sich gar nicht mehr beruhigen, so wütend war sie über ihre gescheiterte Aktion.
Sie tigerte nun schon eine Weile in dem kleinen Schlafzimmer hin und her.

Dicker Bär, dachte sie grimmig, dem geb ich gleich dicker Bär! So eine bodenlose Frechheit!!!
Soll das etwa.... heißen.... ich bin...fett? Arrrgh!!
Am liebsten würde ich ihm jetzt den Hals umdrehen! ICH BIN NICH FETT!
Höchstens barock, also.... wenn überhaupt. Kann ja weggucken, wenn es ihm nicht paßt!
Boahh, ich hoffe, der erfriert da draußen!
Hoffentlich kommt wirklich ein gewaltiger Bär und frißt ihn auf.
Oder er wird von einem Schwarm Monstermoskitos zu Tode gestochen, das wär doch mal was.

Bei diesem Gedanken huschte nun doch wieder ein Lächeln über ihr Gesicht.
Die Vorstellung, dass Marc draußen mit der Übermacht Natur kämpfen könnte, belustigte sie doch sehr.

Marc hingegen war nicht mehr nach lachen zumute.
Denn so langsam ging ihm die Beschäftigung aus. Alle Zeitschriften waren nun schon mehrmals durchgelesen.
Und sein Mp3 Player hatte den Geist aufgegeben. Akku leer!
Aber an eine Steckdose kam er wohl nicht so schnell.
Er konnte ja schlecht Gretchen fragen, ob er den Player mal kurz anschließen dürfte.
Sie hätte ihm wahrscheinlich nen Vogel gezeigt.

Und was jetzt? Däumchen drehen?
Boahh, was würde ich jetzt für nen Fernseher und ne gute Reportage geben!!!
Aber ich darf jetzt nicht einbrechen! Dieses Spiel gewinne ich.
Ich hoffe nur, dass ich hier draußen nicht versauern muß, bis sie endlich weich wird.

Er konnte ja nicht wissen, dass das Schicksal ihm am nächsten Abend zu Hilfe kommen würde.

Denn es goss wie aus Eimern.
Fast gleichzeitig wurde es unangenehm kühler, und ein starker Wind kam auf.
Nach einem prüfenden Blick Richtung Himmel zog Marc den Reißverschluß seines Schlafsacks bis oben hin zu und wartete.
Er wußte, es würde nicht lange dauern, bis Gretchen weich wurde.
Dafür kannte er sie nun schon viel zu gut.

Und tatsächlich.
Lange mußte er nicht warten, bis die Tür geöffnet wurde und eine trotzige Gretchen ihm zurief: "Dann komm halt rein. Aber halt die Klappe."

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

04.05.2010 22:09
#16 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Yippieh!
Ich hab´s geschafft. Hier der Nachschlag!
Lieben Gruß
sendet
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Marc ließ sich das nicht zweimal sagen.
Er schnappte sich schnell alles, was nicht nass werden durfte, und ging ins Haus.
Ein weiterer Teilerfolg mehr, dachte er sich, als er die Sachen neben der Tür deponierte.
Etwas unsicher, was er nun als nächstes tun sollte, ging er ins Wohnzimmer.
Ein bißchen befürchtete er, gleich etwas schweres an den Kopf geworfen zu bekommen. Doch nichts geschah.
Gretchen deutete ihm mit einem Kopfnicken, dass er sich auf´s Sofa setzen durfte.
Sie selber ging ins Schlafzimmer, und schloß die Tür. Marc überlegte kurz, ob er ihr hinterher gehen sollte, entschloß sich aber dann dagegen.
Er wollte sie nicht bedrängen. Und so setzte er sich auf´s Sofa und schaltete den Fernseher ein. Doch es dauerte nicht lange, bis ihm die Augen zufielen.

Am nächsten wurde er durch den Geruch von frischem Kaffee geweckt.
Noch etwas verschlafen torkelte er in die Küche, und sah Gretchen, die gerade die Aufbackbrötchen aus dem Ofen holte.
Unsicher, ob er etwas sagen durfte, blieb er in der Tür stehen und sah ihr eine Weile still zu.
Als Gretchen alles, was man für ein Frühstück brauchte, auf ein Tablett getan hatte, ging sie an ihm vorbei und rief ihm über ihren Rücken hinweg zu.
"Kommst Du?"

Marc war so überrascht, dass er ihr eilig folgte und sich mit ihr auf´s Sofa setzte.
Sie aßen eine Weile schweigend, bis Gretchen ihn plötzlich ansprach.

"Hast Du irgendwann vor, Deinen Aufenthalt hier zu beenden?" Mißtrauisch sah sie ihn an.
"Hatte ich eigentlich nicht vor, nein" antwortete er.
"Ah ja...... und wolltest Du die ganze Zeit vor der Tür schlafen?"
"Wenn es sein muß, ja."

Nach einer weiteren Weile des Schweigens drehte Gretchen sich zu ihm um.
Prüfend sah sie ihn an.
"Also gut, hör zu..... da Du ja anscheinend nicht freiwillig gehen willst,
kannst Du... naja.... also mir macht es nichts aus, wenn Du auf dem Sofa schläfst.
Aber wehe, Du kommst auf dumme Gedanken. Dann bist Du schneller draußen, als Du gucken kannst."

Marc war so überrascht über dieses Friedensangebot, dass er nur ein "Alles klar Chef" murmeln konnte.

Und so verliefen die nächsten paar Tage ruhig.
Für Marc´s Geschmack etwas zu ruhig.
Er war so überrascht über ihr Friedensangebot, dass er sich hütete, ihr im Weg zu sein.
Auch traute er sich noch nicht, sie oft anzusprechen. Zu groß war die Gefahr, dass sie ihn wieder vor die Tür verbannen würde.
Also beschränkte er sich darauf, sich über diesen weiteren Teilerfolg zu freuen.
Aber dadurch, dass er nun die meiste Zeit mit Gretchen unter einem Dach verbrachte, bekam er die Möglichkeit,
sie heimlich ausgiebig zu beobachten.
Und was er da sah, machte ihm zunehmend Sorgen.
Denn Gretchen schwieg die meiste Zeit.
Was sehr untypisch für sie war. Normalerweise brabbelte sie ohne Unterlaß, was ihn nur allzu oft in den Wahnsinn trieb.
Doch das wäre ihm immer noch lieber gewesen als diese stille Gretchen. Auch fand er, dass sie ziemlich blass war.
Und wie er mitbekam, aß sie auch nicht sehr regelmäßig.
Er mußte sich schnellstmöglich was einfallen lassen, um die alte Gretchen wieder zum leben zu erwecken.
Er griff nach seinen Autoschlüsseln, rief noch "Bin gleich wieder da" und fuhr rasch ins Dorf.

Es wär doch gelacht, wenn er sie nicht ein bißchen aufheitern konnte.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

05.05.2010 16:51
#17 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hallo Ihr Lieben!
Hier mein neuer Teil. Ich hoffe, er gefällt Euch.
Freu mich auf Kommis.
Bis dahin
sende ich einen lieben Gruß
Eure
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Eine Stunde später kam er mit zwei vollen Tüten zurück.
Er stellte sie in der Küche ab und rief Gretchen zu sich.

"Ähm...Marc? Was ist das alles?"fragte sie unsicher.
"Alles was man zum kochen braucht. Und noch einiges mehr, zum Glücklichsein. Sieh selbst nach." antwortete er.

Gretchen trat skeptisch näher an den Tisch heran und packte langsam die Taschen aus.
Sie staunte nicht schlecht, als sie sah, was da alles zum Vorschein kam.
Eine Tüte gemischter Salat, Tomaten, Gurken, Champignons, sowie ein Weißbrot und eine Flasche Dressing.

Na toll, was soll das denn heißen, dachte sie.
Will mir wohl sagen, dass ich abnehmen soll. Na warte....

Doch Marc, der ihre Gedanken erahnt hatte, deutete nur mit einem Kopfnicken auf die zweite Tüte.
Zögerlich griff Gretchen danach, und nahm, nach und nach, Spaghetti, Eier, Mascarpone, Speck und eine Flasche Rotwein heraus.
Etwas enttäuscht sah sie ihn und fragte:

"Ach... und Nachtisch gibt´s nicht?"
Marc lachte kurz auf.
"Was denkst Du denn von mir?" rief er und zauberte blitzschnell eine übergroße Tafel Vollmilchschokolade hinter seinem Rücken hervor.

"Reicht die für den Anfang?"
Gretchen quiekte laut, griff nach der Schokolade und fiel ihm freudestrahlend um den Hals.

Marc stöhnte kurz auf, so überrascht war er über diese spontane Geste.
Doch dann genoss er diese unverhoffte Umarmung und schloß blitzschnell seine Arme um sie.
Tief atmete er ihren Duft ein. Zu lange hatte er darauf verzichten müssen.
Für kein Geld der Welt hätte er sich aus dieser Umarmung gelöst. Und auch Gretchen stand reglos da.
Zu lange war es her gewesen, dass sie jemand im Arm gehalten hatte, einfach nur so.
Doch nach einiger Zeit löste sie sich ruckartig von ihm und sah ihm verlegen in die Augen.

Nicht schwach werden, bloß nicht schwach werden! Denk an Deinen Plan!
Doch sie sah auch die Enttäuschung in Marc´s Augen.
Schnell blickte sie zur Seite.

"Ähm... und was machen wir jetzt mit all den Sachen?" fragte sie ihn.
Marc räusperte sich kurz und antwortete nur "Na... kochen!
Was denkst Du denn? Du kannst doch wohl kochen, oder?"
"Ich? Wieso denn ich? Ich dachte wir wollen das Ergebnis auch essen, da sollte ich wohl lieber die Finger von lassen."grinste sie ihn an.

Doch Marc ließ sich davon nicht beeindrucken.
"Nee nee, Fräulein, Bedienung gibt´s nicht. Entweder zusammen oder gar nicht!" rief er,
als er anfing, alle Kochutensilien, die sie brauchten , zusammen zu suchen.

Und so schnippelten sie wie die Weltmeister, brutzelten den Speck, während das Nudelwasser aufkochte, und verrührten die Eier mit der Mascarpone.
Zum Schluß hatten sie sich einen kleinen Salat und Spaghetti Carbonara gezaubert.
Von dem leckeren Ergebnis waren sie beide überrascht.

Gretchen mußte zugeben, dass ihr gemeinsames Kochen ihr tierischen Spaß bereitet hatte.
Während der ganzen Kocherei hatten sie sich angeregt unterhalten und viel gelacht.
Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte sie sich wieder unbeschwert und gut gefühlt.
Und Marc fühlte dasselbe.
Nachdem sie sich die Bäuche vollgeschlagen hatten, schnappten sie sich ihre Weingläser und ließen sich auf´s Sofa fallen.

Eine Weile lagen sie nur da und und hingen ihren Gedanken nach.
"Danke." flüsterte sie irgendwann, ohne ihn jedoch anzusehen.
Marc drehte ihr sein Gesicht zu.
Für ein paar Momente sah er sie einfach nur an.
"Gern geschehen" flüsterte er nun ebenfalls zurück.
Und wieder schwiegen sie.
Gretchen fühlte die angenehme Schwere vom Wein und gähnte.
Sie erhob sich vom Sofa und wünschte Marc eine gute Nacht.
Nachdem sie die Tür zu dem Schlafzimmer hinter sich geschlossen hatte, seufzte Marc einmal laut auf.
Er mußte sich die ganze Zeit über sehr zusammen reissen, sie nicht zu berühren und in seine Arme zu ziehen.
Sie einfach nur festhalten, mehr nicht, damit würde er sich zufrieden geben.
Aber so weit waren sie noch nicht.
Nachdem er eine Weile vor sich her gegrübelt hatte, fiel er in einen angenehmen Schlaf.

Am nächsten Morgen erwachte Gretchen aus einem schönen Traum.
Lange Zeit lag sie noch da und dachte darüber nach. In ihrem Traum fühlte sie sich wohl, war glücklich, aber an sehr viel mehr konnte sie sich nicht erinnern.
Nur dass ein paar Mal Marc aufgetaucht war. Marc, wie er sie in den Arm nahm, sie küßte, mit ihr herumalberte und sie liebte.
Aber die Realität sah anders aus.
Sie hatte gelernt, dass es den wahren Prinzen nicht gab. Und alle Männer letztendlich doch nur Frösche waren.
Und der größte aller Frösche lag nicht weit von ihr entfernt auf ihrer Couch.
Wieder dachte sie an den gestrigen Abend.
Marc war so anders gewesen.
Keine Gemeinheiten, keine blöden Sprüche.
Er hatte ihr eine Seite gezeigt, die sie schon immer in ihm vermutet, aber nie zu hoffen gewagt hatte, diese auch zu sehen.
Sollte es etwa möglich sein, dass Marc mehr Gefühle für sie hatte, als er zugeben würde?

Oh nein, schon wieder die gleichen Fragen, ob und wenn, wie eigentlich immer schon, seit wir uns kennen.
Ich will das nicht mehr, ich kann das einfach nicht mehr.
Ist es denn so schwer, einfach glücklich zu sein, ohne Wenn und Aber?
Anscheinend nicht in meinem Leben. Aber nicht mehr mit mir!!!!!
Ich werde glücklich, auch ohne ihn, ähh....ich meine, ohne Männer!!!!!!!!!!!!!

Als Gretchen aus ihrem Schlafzimmer trat, schlich sie auf leisen Sohlen Richtung Küche.
Als sie an dem Sofa vorbeikam, sah sie dort einen noch immer schlafenden Marc liegen.
Seine Haare waren total verwuschelt, und auch die Decke war verrutscht, so dass sie eine gute Sicht auf seinen muskulösen Oberkörper hatte.
Eine Weile stand sie nur da und betrachtete ihn.

Nur eine Weile, schwor sie sich, dann hab ich mich wieder im Griff. Aber er sieht einfach zu süüüüß aus, wenn er schläfst.
Schluß jetzt, Gretchen, reiß Dich zusammen. Er ist auch nur ein Mann, nichts weiter.

Sie schüttelte ihren Kopf, als ob sie damit da Bild aus ihrem Kopf verbannen könnte.
Sie war so in ihren Gedanken versunken, dass sie nicht mitbekam, dass Marc in der Zwischenzeit seine Augen geöffnet hatte und sie nun unverhohlen anblickte.

Mit einem leichten Grinsen sah er sie an.
"Morgen Hasenzahn, hat´s Dich aus dem Bett gehauen?"
"Huch, MARC, erschreck mich doch nicht so.....ähhhh..... bist Du schon länger wach?" fragte sie ihn nervös.
"Nee, keine Sorge!"

Mit einem Satz sprang er auf, streckte sich und ging an ihr vorbei, um in der Küche den Kaffee aufzusetzen.
Gretchen´s Gesicht überzog eine leichte Röte.
Zu deutlich konnte sie eben Marc´s Körper in ganzer Pracht sehen.
Denn als er so unvermittelt aufgesprungen war, bekam sie unweigerlich den Rest von Marc´s perfekten Körper zu sehen.
Und das einzige, was Marc trug, war eine enge Pant, die die Fantasie noch mehr einheizte.

Oh mein Gott, ich werde noch wahnsinnig, dachte sich Gretchen, als sie ihm langsam in die Küche folgte.
Wie soll ich DAS bloß überstehen?

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2010 17:41
#18 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Hach...
Ihr Lieben...Ihr seid toll!
Vielen Dank für Eure Kommis. Hab mich wie bolle darüber gefreut!!!!
Und deshalb....mein heutiger Teil.
Ich hoffe, er gefällt Euch!

Nen lieben Gruß sendet
die
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Auch beim Frühstück konzentrierte sich jeder auf seine eigenen Gedanken.
Gretchen versuchte immer wieder, sich daran zu erinnern, dass sie doch einen Plan hatte, und auch kein Marc Meier etwas daran ändern könne.
Mit verbissenem Gesichtsausdruck betete sie sich ihr Vorhaben immer wieder vor.

Marc beobachtete sie belustigt.
Er konnte sich nur allzu gut vorstellen, was da grade in ihrem hübschen Köpfchen vorging, und so wurde seine Laune von Minute zu Minute besser.
Bisher war doch alles ganz gut gelaufen, ihre Mauer war merklich am bröckeln, auch wenn sie noch so sehr versuchte, dass vor ihm zu verbergen.
Doch dafür kannte er sie einfach zu gut.
Ihre Gedanken waren ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
Jetzt hieß es, vorsichtig sein, nichts überstürzen.
Vielleicht erzählt sie mir ja dann von alleine, was dieses Arschloch sich geleistet hat.
Marc war jetzt mehr als je zuvor davon überzeugt, dass es etwas schlimmes gewesen sein mußte, dass sie jetzt so verschlossen war.
Und egal, wie lange es dauerte, er würde ihr die Zeit geben. Er würde warten.
Doch jetzt stand erst einmal der heutige Tag an.

Während Gretchen eine ausgiebige Dusche nahm, überlegte Marc, was sie mit dem herrlichen Wetter anstellen könnten.
Nach kurzer Überlegung entschloß er sich, mit ihr eine kleine Radtour, mit anschließendem Picknick, zu machen.
Er ging nach draußen in den kleinen Schuppen direkt hinter dem Haus und brachte das alte Fahrrad wieder in Schuss.
Viel brauchte er zum Glück nicht machen, nur Luft aufpumpen und den Staub entfernen.
Als er das Fahrrad nach draußen neben Gretchens stellte, ging er wieder hinein und wartete darauf, dass Gretchen wieder aus ihrem Zimmer kam.

Zuerst war sie wenig begeistert, was seinen Vorschlag anbelangte, denn schließlich war Sport nicht gerade eine von Gretchens Lieblingsfreizeitbeschäftigungen.
Doch dann ließ sie sich überreden.
Schnell packten sie ein paar Lebensmittel und etwas zu trinken zusammen, verstauten alles auf den Rädern und los ging es.
Marc ließ sich dabei nur allzu gern von Gretchen führen, denn er kannte sich ja nicht besonders in der Gegend aus.
Als sie eine Weile den kleinen Radweg entlang des Ufers geradelt waren, hatten sie ein gemüliches Plätzchen in der Nähe eines kleinen Baches gefunden.
Marc breitete die Decke aus, während Gretchen den Korb vom Fahrrad nahm und zu ihm auf die Decke ging.
Sie setzte sich neben ihn, und beide genossen die Sonne, die Umgebung und den leichten Wind, der sie umspielte.
Nachdem sie ein paar Trauben gegessen, und Marc etwas Wasser in die Pappbecher gefüllt hatte, schaute Gretchen ihn plötzlich an.
Zögerlich begann sie zu reden.

"Marc... ich... ich weiß nicht, warum... naja... also warum Du auf einmal so anders sein kannst.
Aber ich danke Dir dafür, dass es so ist. Und auch, dass Du keine Fragen stellst.
Ich würde Dir gern alles erzählen, wirklich, aber ich kann nicht.... noch nicht, verstehst Du? Ich..."

Doch Marc unterbrach sie.
"Schscht... Du kann mit mir reden, wann immer du es willst. Ich werde da sein. Egal, wann. Ich werde für Dich da sein, okay?"

Gretchen konnte nur nicken. Lange sah sie ihn an, und nach einer Weile lehnte sie sich an seine Schulter.
Marc legte den Arm um sie, und so saßen sie einfach nur da, ohne noch ein weiteres Wort über das Geschehene zu verlieren.
Als Gretchen anfing zu frieren, packten sie ihr Zeug zusammen und radelten zurück.
Unterwegs hielten sie an einem kleinen Kiosk an und besorgten sich noch ein paar Tiefkühlpizzen.
Als sie am Haus amkamen, ließ Marc ihr, ohne groß ein Wort darüber zu verlieren, ein heißes Bad ein.
Und während Gretchen sich in der Wanne wieder aufwärmte, legte er die Pizzen in den Ofen,
holte zwei Decken aus dem Schlafzimmer und durchsuchte den Schrank nach einer passenden DVD, die sich anschauen konnten.

Nach einer Weile kam Gretchen mit einem Trainingsanzug bekleidet aus dem Bad und setzte sich auf´s Sofa.
Marc legte ihr die Decke über die Beine und holte die Pizza.
Als er zurückkehrte, setzte er sich dicht neben sie und legte sich ebenfalls die Decke über die Beine.
Dann reichte er ihr ihren Teller und schaltete den DVD Player an.
Marc hatte sich für eine ungefährliche Komödie entschieden, und so konnten beide ihren eigenen Gedanken nachhängen.
Als der Film beendet und die Pizzen verschlungen waren, schaltete Marc auf das normale Fernsehprogramm um.
Gretchen überlegte kurz, doch dann rückte sie näher an ihn ran, und legte sich in seinen Arm.
Marc hielt kurz die Luft an, fast so, als befürchtete er, dass sie es sich wieder anders überlegen würde.
Doch nichts geschah.
Zögerlich strich er ihr über den Arm. Doch auch das ließ sie geschehen.
Nach einer Weile spürte er, wie ihr Kopf auf seiner Schulter immer schwerer wurde.
Er neigte seinen Kopf langsam nach vorne und sah, dass sie tatsächlich eingeschlafen war.
Vorsichtig löste er sich von ihr und stand leise auf. Eine Weile betrachtete er sie, wie sie dalag und friedlich schlief.
Doch dann beugte er sich zu ihr hinunter und hob sie hoch.
Automatisch legte sie den Kopf auf seine Schulter, während er sie langsam ins Schlafzimmer trug.
Dort angekommen, legte er sie langsam auf das Bett und deckte sie zu.

Als er sich umdrehte und leise zur Tür gehen wollte. hörte er plötzlich Gretchen hinter sich.

"Marc...." flüsterte sie, " könntest Du... also.... würdest Du.... vielleicht.... hier, bei mir, bleiben?"

Überrascht drehte er sich um.
Damit hatte er jetzt nicht gerechnet.
Zögerlich ging er wieder auf das Bett zu. Etwas unsicher, was er nun tun sollte, blieb er eine Weile vor dem Bett stehen.
Doch Gretchen schlug wortlos die Decke zurück. Dann sah sie ihn auffordernd an.
Marc huschte ein leichtes Lächeln über das Gesicht, bevor er sich vorsichtig neben sie legte.
Er hob seinen Arm und wartete ab.
Gretchen zögerte kurz, doch dann schmiegte sie sich genüsslich an seine Brust.
Marc zog die Decke über sich und Gretchen und genoss dieses ungewohnte Glücksgefühl.
Gretchen fiel fast augenblicklich in einen ruhigen Schlaf, und nach einer Weile,
in der er kaum zu atmen wagte, schlief auch Marc mit einem angenehmen Gefühl im Bauch ein.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2010 17:55
#19 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten


Ihr Lieben....
weiter geht´s!
Und wie immer....vielen Dank für Eure Kommis,
freu mich jedesmal darauf, zu erfahren, wie Ihr den neuen Teil findet.
Aber genug von mir, kommen wir zu den wichtigen Dingen, gell?
Los geht´s!!!!!

Eure
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Als Gretchen am nächsten Morgen die Augen aufschlug, war sie etwas verwirrt über den Arm, der quer über ihren Bauch lag.
Sie blickte mit den Augen den Arm entlang nach oben und erschrak, als sie feststellte,
dass der Rest des Körpers Marc gehörte, der seelenruhig auf dem Bauch lag und schlief.
Langsam griff sie nach dem Arm, um ihn langsam von ihrem Bauch zu heben, und legte ihn ebenso vorsichtig neben sich ab.
Sie setzte sich auf, zog die Beine an und schloß ihre Arme darum.
Lange starrte sie einfach nur auf Marc hinab.

Ohh Gott, was habe ich bloß getan?, dachte sie bei sich.
Aber er war so lieb gewesen, so verständnisvoll, sooo... anders. Und sie wollte einfach nicht alleine sein.
Und wenn sie ganz ehrlich zu sich war, mußte sie sich eingestehen, dass sie so gut wie schon lange nicht mehr geschlafen hatte.

Aber das geht doch nicht, ich wollte doch nie mehr mein Herz öffnen.
Als ob es für Marc jemals geschlossen gewesen wäre, sprach wieder die innere Stimme, doch Gretchen schüttelte schnell den Kopf.

Sie konnte nicht aufhören, ihn anzustarren.
Wie friedlich er da lag, die Haare total zerwühlt, und den Arm nach ihr ausgestreckt.
Warum tat er das bloß?
Sollte es wirklich möglich sein, dass er mehr für mich empfindet?
Ist das seine Art, mir das so zu zeigen? Dabei war ich mir so sicher, dass er sich nie ändern würde.
Und jetzt? War alles anders! Aber vielleicht zu spät?!

Doch soviel Gretchen auch grübelte, sie kam nicht weiter.
Sie beschloß, abzuwarten, was weiter passieren würde, und ging in die Küche, um Kaffee zu kochen.
Danach ging sie mit zwei Tassen zurück ins Schlafzimmer und setzte sich auf den Rand des Bettes.
Sie wedelte mit der Hand über der Kaffeetasse hin und her, um den Geruch in Marc´s Gesicht zu wedeln.
Doch nichts passierte.
Als sie grade die Tasse abgestellt hatte, beugte sie sich zu Marc hinüber, und legte sanft ihre Hand auf seinen Arm.
Marc blinzelte etwas benommen, reckte sich und grummelte vor sich hin.

"Hasenzahn..... och nö, nich aufstehn", murmelte er, und zog sie an ihrem Arm näher an sich heran.

Doch Gretchen lachte nur kurz auf, schlug spielerisch kurz mit der Hand auf seinen Arm, und drückte ihm die Tasse in die Hand.
Marc setzte sich auf und rieb verschlafen seine Augen.

"Wie... hast Du geschlafen?" fragte er sie vorsichtig, bevor er einen Schluck Kaffee nahm.
"Gut. Sehr gut sogar!!!" erwiderte sie und lächelte ihn schüchtern an.
Und Marc lächelte zurück.

"Und? Was liegt heute an, Chef?"
"Och ich weiß nicht. Sag Du es mir!" sagte sie und sah ihn auffordernd an.
"Mhmhm... vielleicht sollten wir uns die Räder schnappen, und schauen, was im Dorf so los ist.
Und zur Belohnung gönnen wir uns vielleicht n Eis?"
"Ohh ja!" rief Gretchen und klatschte begeistert in die Hände.
Marc mußte bei diesem Anblick spontan lachen.

"Dann laß mich nur schnell duschen gehen. Will schließlich nicht verantworten, dass Du Dich meiner schämen mußt in der Öffentlichkeit" scherzte er,
schwang seine Beine aus dem Bett, und ging ins Bad.

Das ist, glaub ich, so ziemlich das letzte, was die Frauen im Dorf denken würden, wenn sie Dich sehen, dachte sie noch, als sie kopfschüttelnd ins Wohnzimmer ging.

Kurze Zeit später erschien ein frisch geduschter Marc wieder im Wohnzimmer.
Er war mit einer schlichten Jeans und einem schwarzen T-shirt bekleidet.

Das ist doch unfair, dachte Gretchen, wie kann der nur in solchen Klamotten sooo gut aussehen?

Schnell ging sie ebenfalls unter die Dusche.
Danach entschied sie sich für nen weiten Rock, der ihr bis kurz über´s Knie reichte, ein Trägertop und leichte Sandalen.
Die Haare ließ sie offen.

Als sie ins Wohnzimmer trat, nickte Marc nur anerkennend.
Und so gingen sie nach draussen, schwangen sich auf die Fahrräder und radelten gemütlich Richtung Dorf.
Dort angekommen, schlossen sie ihre Räder an einem Baum an und schlenderten durch das niedliche Dorf.

Doch an einer kleinen Boutique stoppte Marc plötzlich.
Fragend sah er Gretchen an. Sie folgte seinem Blick und öffnete erstaunt den Mund.

Denn in der Auslage hing ein wunderschönes Kleid.

Gretchen zögerte eine Weile, doch dann ließ sie sich überreden, und ging mit Marc hinein.
Während dieser wartend auf einem Stuhl saß, stand Gretchen nun schon geschlagene 10 Minuten in der Kabine und starrte ungläubig in den Spiegel.
Das Kleid saß perfekt, hatte oben zwei dünne Träger und ab der Brust fiel es in weichen Bahnen bis auf den Boden.

Plötzlich hörte sie eine Stimme von draußen.
"Gretchen... alles okay? Doch keine gute Idee von mir gewesen?" fragte Marc unsicher.
"Doch... nein.... ich meine..... ach ich weiß nicht, ob ich sowas anziehen kann." erwiderte sie unsicher.
"Wenn ich kurz reinschauen darf, würde ich Dir diese Frage beantworten können." rief Marc.
"Ähm...okay. Aber nicht lachen" rief sie zurück.

Doch als Marc seinen Kopf durch den Vorhang steckte, war ihm gar nicht nach lachen zumute.
Ihm verschlug es regelrecht die Sprache.
Er starrte sie einfach nur an.
Gretchen unterdessen hüpfte unsicher von einem Bein auf´s andere.

"Also nicht so toll!" folgerte sie, als er sie immer noch anstarrte.
"Spinnst Du? Du siehst wunderschön aus. Ich kann gar nicht aufhören, Dich anzusehen.!!!!" rief Marc,
"Wir kaufen dieses Kleid! Und keine Widerrede."
"Aber Marc.... ich weiß nicht. Ich..."
"Wenn Du es nicht kaufst, dann tu ich es. Das Kleid sitzt perfekt.
Außerdem kannst Du es hervorragend für morgen abend gebrauchen." sagte er bestimmt.

Neugierig sah Gretchen ihn an.
"Morgen abend? Wieso? Was is denn morgen abend?"
"Das wirst Du dann sehen! Also abgemacht: Das Kleid ist gekauft" und mit diesen Worten zog er seinen Kopf wieder aus der Kabine.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2010 17:57
#20 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Na, wie findet Ihr das Kleid?

Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen
Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

08.05.2010 16:38
#21 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So.....
meine Lieben,
hier der nächste Teil!
Freu mich, wie immer, auf Eure Kommentare.
Lieben Gruß
von der
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Gretchen schaute noch einmal kurz an sich herab und drehte sich herum.
Dann zog sie das Kleid wieder aus und ging lächelnd aus der Kabine, wo Marc bereits an der Kasse auf sie wartete.
Als Gretchen bezahlen wollte, meinte die Kassiererin nur, das dies bereits geschehen wäre.
Erstaunt sah Gretchen Marc an. Doch dieser lächelte nur, ließ das Kleid einpacken und griff nach der Tüte.
Vorsichtig streckte er die Hand nach Gretchen aus und sah sie fragend an.
Gretchen zögerte kurz, doch dann lächelte sie ebenfalls und griff nach seiner Hand.
Und so gingen sie den restlichen Nachmittag Hand in Hand durch die kleinen Straßen, bis sie sich schließlich in der kleinen Eisdiele das versprochene Eis abholten.

Wieder bei dem Häuschen angekommen, stellten sie die Fahrräder in dem kleinen Schuppen ab, brachten ihre Einkäufe ins Haus und gingen danach Richtung See.
Dort setzten sie sich auf die kleine Bank und beobachteten die sanften Wellen, die stetig Richtung Ufer schwappten.
Plötzlich drehte Gretchen sich zu Marc um und sah ihn an.

"Marc... ich wollte... nur danke sagen. Das war ein schöner Nachmittag."
"Finde ich auch!" sagte Marc und griff nach ihrer Hand.
Zärtlich strich er immer wieder mit seinem Daumen über ihren Handrücken.
Und Gretchen ließ es zu.

"Was hältst Du davon, wenn wir reingehen. Langsam krieg ich echt Hunger" meinte er schließlich.
"Na dann... lass uns mal schauen, was wir dagegen tun können" lachte Gretchen.

Und so gingen beide, sich immer noch gegenseitig an den Händen haltend, zurück.

Spät am Abend, nachdem sie noch eine Weile vor dem Fernseher gesessen hatten, stand Gretchen auf und ging Richtung Schlafzimmer.
An der Tür drehte sie sich zu Marc um und fragte unsicher:

"Kommst Du mit?"
"Wenn ich morgen wieder einen Kaffee ans Bett kriege, gerne!", sagte er lächelnd, stand auf und folgte ihr ins Schlafzimmer.
Gretchen ging ins Bad und zog sich ein T-Shirt und eine Pyjamahose an.
Als sie ins Schlafzimmer zurückkam, hatte sich Marc bereits bis auf seine Shorts ausgezogen, und lag bereits unter der Decke.
Gretchen tapste zum Bett und legte sich mit etwas Sicherheitsabstand neben ihn.

"Keine Sorge, ich beiße nicht. Werde auch artig sein, versprochen!" sagte er und hob seinen Arm.
Gretchen robbte an ihn heran und legte sich schließlich in seinen Arm.

"Ich find´s schön, dass Du da bist" flüsterte sie nach einer Weile.
"Ich auch" flüsterte Marc zurück und zog sie noch etwas fester in seinen Arm.

Nachdem Gretchen irgendwann eingeschlafen war, lag er noch eine zeitlang da, und genoss es, sie ihm Arm zu halten.
Er hatte zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, alles richtig zu machen.
Er konnte förmlich spüren, dass Gretchen sich ihm nach und nach öffnete, und diese Tatsache machte ihn glücklich.

Wer hätte gedacht, dass ich jemals mit Hasenzahn im Bett liegen würde, dachte er lächelnd.
Doch er würde diesen Zustand für kein Geld der Welt gegen einen anderen eintauschen wollen. Sie fühlte sich so gut an, wie sie so dalag, dicht an ihn geschmiegt, und ruhig atmend.
Wie gern würde er sie jetzt küssen, doch er wollte sie auf keinen Fall drängen.

Und langsam spürte er, wie die Müdigkeit ihn übermannte.

Am nächsten Morgen war Gretchen wieder als erste wach.
Doch diesmal war ihr von Anfang an durchaus bewußt, dass Marc nicht weit von ihr im Bett neben ihr lag.
Sie konnte regelrecht spüren, wie ihr Schutzwall zu bröckeln begann. Doch es störte sie nicht.
Zu sehr genoss sie die Tatsache, dass sie sich in seiner Nähe unglaublich wohlfühlte.
Instinktiv spürte sie, dass es richtig war.
Vorsichtig robbte sie näher an ihn heran, bis sie mit ihrem Gesicht dicht an seinem war. Sie zögerte einen Moment, doch dann küßte sie ihn leicht auf die Lippen.
Marc blinzelte kurz und sah sie erstaunt an.
Doch Gretchen erwiderte lächelnd seinen Blick.
Langsam näherte sein Gesicht sich dem ihren.
Bedächtig hob er seine Hand und streichelte ihr Gesicht.

Und dann küßte er sie.
Zuerst berührten ihre Lippen sich nur ganz leicht, fast so, als ob er befürchtete, dass sie sich wieder zurückziehen würde.
Doch Gretchen tat nichts dergleichen.
Und so zog er ihren Kopf dichter an sich heran, und küßte sie inniger.
Doch keineswegs stürmisch, sondern überaus zärtlich.
Beide verloren sich völlig in dem Kuß.

Nach einer Ewigkeit lösten sich voneinander und sahen sich an.
"Morgen..." flüsterte Gretchen.
"Na, das ist ja fast besser als Kaffee ans Bett" zog er sie auf.
"DU!!!!" war Gretchens Antwort und warf ihm ein Kissen auf den Kopf.

Doch Marc lachte nur, schnappte sie bei den Armen und zog sie wieder zu sich hinunter.
Und bevor sie weiter schimpfen konnte, verschloß er ihren Mund mit einem weiteren atemberaubenden Kuß.

Nachdem sie eine ganze Weile wild knutschend im Bett verbracht hatten, standen beide auf und gingen in die Küche, um sich Frühstück zu machen.
Was sich als äußerst schwierig herausstellte, denn immer wieder zog Marc sie an sich und küßte sie.
Aber schließlich schafften sie es irgendwie doch noch, und so standen sie, mit ihren Tassen in der Hand, in der Küche und lächelten sich über den Rand hinweg an.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

09.05.2010 18:32
#22 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
Ich hoffe, Ihr hattet einen tollen Muttertag!!!
Oder besser gesagt, Omatag, wie bei mir.
Mir is zwar immer noch ein bißchen schlecht von all dem Kuchen,
aber ich hätte da so einen "kleinen" neuen Teil für Euch!
Lust??????
Ach ja....und wie Kate sagen würde....der Name scheint Programm!!!!
Ich hoffe, Ihr bekommt keinen Schock, und freue mich auf Eure Kommentare.

Eure
nie mehr Kuchen essen wollende
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Den restlichen Tag verbrachten sie mit faulenzen.
Als sich Gretchen am frühen Abend in die Wanne legte, sann sie über die letzten Tage nach.
Sie konnte nicht genau sagen, was diesen plötzlichen Wandel in ihrem Inneren verursacht hatte.
Doch irgendetwas war passiert.
Vielleicht war es Marc´s Rücksichtnahme, vielleicht aber auch nur die Tatsache, dass er da war, ohne Anworten zu erwarten.
Und als sie ihn heute morgen geküßt hatte, hatte sie keine Angst gespürt, sondern das Gefühl, das Richtige zu tun.
Denn sie fühlte sich wohl in seiner Gegenwart.

Als sie aus der Wanne stieg, um sich für den Abend zu stylen, war sie beschwingt und neugierig, was für eine Überraschung Marc für sie bereit hielt.

Sie entschied sich für locker zusammengesteckte Haare, denn das würde ihrer Meinung nach zu dieser Art von Kleid am besten passen.
Auch ihr Make-up war sehr dezent.
Noch schnell ein paar Riemchensandalen, und fertig.

Als sie aus dem Schlafzimmer trat, saß Marc bereits fertig gestylt auf dem Sofa.
Als er sie sah, blitzten seine Augen anerkennend auf.
Er selbst hatte sich für ein weißes, tailliertes Hemd entschieden. Dazu eine schlichte, dunkle Jeans und braune Schuhe.
Als Gretchen auf ihn zu ging, streckte er ihr die Hand entgegen, welche sie auch gleich ergriff.

"Nimmst Du mich so mit?" fragte Marc, und lächelte sie an.
"Dieselbe Frage könnte ich Dir auch stellen", lächelte sie zurück.
"Ich wär verrückt, wenn ich es nicht täte. Wollen wir dann?"
"Gern!"

Gretchen griff sich ihre kleine Tasche, und Marc öffnete ihr, ganz Gentlemanlike, die Tür.
Gemeinsam schlenderten sie zu seinem Auto. Und auch hier öffnete Marc ihr die Tür.

"Bitte sehr gnädige Frau" grinste er und reichte ihr die Hand, um ihr beim Einsteigen zu helfen.
Gretchen konnte es immer noch nicht ganz fassen, wie verwandelt er war.
Doch sie griff nach seiner Hand und ließ sich ins Auto helfen.

Wie im Film, dachte sie. Mal schauen, was er noch so geplant hat.

Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt, in der Gretchen anhand der Umgebung nicht erkennen konnte, wie der Abend weiter verlaufen würde, hielt Marc plötzlich an.
Gretchen schaute sich um, doch sie konnte außer einem Park und einem Museum nichts erkennen.
Verwirrt schaute sie zu ihm herüber.
Doch Marc lächelte nur, stieg aus und kam um das Auto herum, um ihr beim aussteigen zu helfen.

"Marc... ähhh...ich versteh nicht ganz.... wollen wir in den Park?" Irritiert sah sie ihn.

Doch Marc schüttelte nur lächelnd den Kopf.
Langsam führte er sie Richtung Museum.

"Du wirst schon sehen. Etwas mehr Geduld, wenn ich bitten darf", sagte er nur, als er ihr die große Messingtür aufhielt.
"Och Marc, echt? Ich hab eigentlich keine Lust auf Kultur und so n Kram" schmollte sie.

Aber Marc ließ sich davon nicht beeindrucken.
Er führte sie Richtung Empfang, wo bereits ein Angestellter des Museums hervortrat und ihnen entgegenkam.

"Guten Abend die Herrschaften. Wenn sie mir bitte folgen würden?" sagte dieser und geleitete die beiden Richtung Aufzug,
der sich im hinteren Teil der riesigen Eingangshalle befand.
Er drückte den Rufknopf, und als sich die Türen öffneten, bat er sie mit einer ausladenden Handbewegung, einzutreten.

"Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend" sagte er noch, doch dann schlossen sich die Aufzugstüren.

"Marc... wollen wir nicht lieber was essen gehen? Ich hab echt tierischen Hunger." Mit vorgezogener Lippe blickte sie zu ihm auf.
"Das werden wir, keine Sorge....komm!" lächelte er und nahm ihre Hand.
Als sie aus dem Fahrstuhl traten, mußten sie kurz blinzeln, denn die Etage war nur schwach beleuchtet.
Bedächtig folgten sie den kleinen Gängen, die sie durch Gemälde und Kunstgegenstände führten.

Als sie um eine Ecke bogen, blieb Gretchen überrascht stehen.
Vor ihr, in einiger Entfernung, stand ein kleiner Tisch mit zwei Gedecken.
Überall im Raum waren Kerzenleuchter verteilt, die den Raum sanft erhellten.
Im Hintergrund spielte leise Pianomusik.
Und direkt neben dem Tisch stand ein elegant gekleideter Kellner, der sie bereits erwartete.

Immer noch sprachlos blickte Gretchen Marc an.
Doch der drückte nur kurz ihre Hand und führte sie zum Tisch.
Der Kellner zog ihr den Stuhl zurecht, während Marc Platz nahm.

"Und?" fragte Marc, "Überaschung gelungen?"
"Ich....ich... weiß nicht, was ich sagen soll."
Staunend blickte sie sich wieder um.
"Das ist wunderschön. Sowas hatte ich echt nicht erwartet."
"Dich mal, fast, sprachlos zu sehen, ist schon Belohnung genug. Kommt ja nicht oft vor, ne?" neckte er sie.
"Blödmann" sagte Gretchen, doch dann mußte auch sie lachen.

Plötzlich erschien der Kellner mit einer Flasche Rotwein. Er schenkte beiden ein, und fragte, ob er die Vorspeise servieren dürfe.
Marc nickte ihm zu, und kurze Zeit später erschien er mit einer gemischten Antipastiplatte. Dazu stellte er Weißbrot und etwas Kräuterbutter auf den Tisch.
Marc erhob sein Glas und schaute Gretchen in die Augen.

Nach einer Weile sagte er:
"Gretchen... ich weiß... es ist nicht alles so gelaufen zwischen uns, wie Du es Dir vorgestellt hast..."
"Marc, ist okay..."
"Nein, bitte... ich muß das loswerden. Ich hab Dir immer wieder weh getan, und das.... also... es tut mir leid.
Wenn ich könnte, würde ich so einiges wieder rückgängig machen. Aber das kann ich nicht.
Ich kann nur hoffen, dass Du mir irgendwann verzeihst."
Traurig sah er sie an.
Gretchen griff über den Tisch nach seiner Hand.
Sanft blickte sie in seine Augen.
"Marc..." sagte sie, "ich glaube, das habe ich längst. Auch wenn es sehr weh getan hat, als Du Gabi den Heiratsantrag gemacht hast."

Marc verzog bei dem Gedanken daran sein Gesicht.
"Aber ich weiß auch, warum Du das getan hast. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Du mir damals mehr vertraut hättest!"

Betreten blickte sie nach unten.
Doch Marc zwang sie, durch sanftes Drücken ihrer Hand, ihn wieder anzusehen.
"Ich konnte nicht, verstehst Du? Ich hatte einfach Schiss, dass Du nichts mehr mit mir zu tun haben willst, wenn Du die Wahrheit erfährst.
Wenn Du mich für einen Mörder gehalten hättest. Und als Du Gabi auf der Polizeistation denunziert hast, da war ich einfach nur froh,
heil aus der Sache rausgekommen zu sein. Und Du warst so enttäuscht von mir, ich wollte Dir einfach nicht noch mehr antun."
"Marc...das ist so lange her. Lass uns heute nicht über schlechtes nachdenken. Einfach nur über schöne Dinge reden, und den Abend genießen."

Aufmunternd sah sie ihn an.
Dankbar lächelte Marc zurück, und reichte ihr das Glas, um anzustoßen.

Den restlichen Abend redeten sie über dies und jenes, während ihnen nach und nach Saltimbocca alla romana, Tiramisu und Panna cotta serviert wurde.
Zwischendurch lachten sie auch ein paar Mal, denn der Abend gestaltete sich als sehr ungezwungen und entspannt.
Beide genossen die Anwesenheit des anderen, und man konnte spüren, dass das Eis gebrochen war.

Unbemerkt hatte sich wieder die alte Vertrautheit eingeschlichen,
die die beiden schon immer verbunden hatte, fast so, als ob nichts geschehen wäre.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

10.05.2010 17:06
#23 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben.
Ick freu mir tierisch, dass Euch meine Idee mit dem Museum gefallen hat.
Also...dann mal schnell weiter im Text, gell?
Für die Romantikjunkies unter Euch!!!!!!!!!
Nen dicken lieben Gruß
sendet die
Nadine
Ps:



Nachdem sie noch eine weitere Stunde bei Kerzenschein gesessen und geredet hatten,
machte plötzlich der Kellner hinter ihnen durch ein leichtes Räuspern auf sich aufmerksam.
Nach einem Blick auf die Uhr stellten sie erschrocken fest, dass es mittlerweile halb ein Uhr nachts war. Sie hatten völlig die Zeit vergessen.

Sie erhoben sich vom Tisch, und Marc gab dem Kellner noch schnell ein angemessenes Trinkgeld.
Nachdem sie noch kurz getuschelt hatten, kam Marc zu Gretchen zurück und reichte ihr seinen Arm.
Auf dem Weg nach draußen mußte Marc feststellen, dass Gretchen erstaunlich ruhig war.
Das änderte sich auch nicht, während sie nach hause fuhren.
Er machte sich nun doch Sorgen, dass ihr der Abend doch nicht so gut gefallen haben könnte, wie er erhofft hatte.
Während der Fahrt sah er mehrmals zu ihr hinüber, doch sie starrte nur gedankenverloren aus dem Fenster.

Am Häuschen angekommen, stieg er rasch aus, kam um das Auto herum und öffnete ihr erneut die Tür.
Dann half er ihr aus dem Auto, und so gingen sie schweigend den kleinen Weg entlang, der zum Haus führte.
Etwas fahrig suchte Gretchen in ihrer kleinen Tasche nach dem Schlüssel.
Als sie ihn schließlich fand, zitterten ihre Finger so stark, dass sie es nicht schaffte, den Schlüssel auch ins Schloß zu stecken. Hilflos sah sie Marc an.

Marc zog zwar fragend die Augenbraue hoch, doch er griff sofort nach dem Schlüssel und öffnete die Tür.
Dann ließ er ihr den Vortritt und folgte ihr mit wachsender Besorgnis.

Ohne ein Wort zu verlieren ging Gretchen in die Küche und öffnete dort eine weitere Flasche Wein.
Als sie ins Wohnzimmer zurückkam, hatte Marc bereits ein paar Kerzen angezündet und saß auf dem Sofa.
Gretchen setzte sich zu ihm und schenkte ihnen beiden zwei Gläser voll ein.
Sie griff nach dem Glas und trank es mit einem kräftigen Zug leer, was Marc nur noch mehr verwunderte.

"Gretchen....alles okay? Hab ich....?" setzte er an, wurde jedoch sofort von ihr unterbrochen,
indem sie abwehrend die Hand hob. Rasch schloß er seinen Mund wieder und wartete einfach ab.
Gretchen war die Anspannung ins Gesicht geschrieben.
Sie knetete nervös ihre Finger, so daß die Knöchel weiß hervortraten.
Spontan griff Marc danach, und hielt ihre Hände fest, was ihr half, sich etwas zu beruhigen.

Es dauerte eine Weile, doch dann atmete sie mehrere Male tief durch, bevor sie zögerlich anfing, zu sprechen.

"Alexis... er hat mich von Anfang an..... nur belogen.... und betrogen!"
Vorsichtig hob sie ihren Blick und sah ihn an.
"BITTE???" war Marcs einziger Kommentar, während er die Augen aufriss und sie entgeistert anstarrte.
"Er existiert nicht.....also schon, aber nicht wirklich........ Alexis von Buren existiert nicht.
Jedenfalls nicht als die Person, die ich geheiratet habe. Er hat einfach die komplette Identität angenommen.
Alles, einfach alles, war erstunken und erlogen."

Schluchzend brach sie ihre Erzählung ab.
Marc konnte nicht glauben, was er da hörte. Er fühlte sich völlig machtlos.
Da er sich nicht besser zu helfen wußte, rutschte er langsam an sie heran und nahm sie vorsichtig in den Arm.
Immer wieder streichelte er ihr beruhigend über den Rücken, bis sie sich aus seiner Umarmung löste und zögerlich weitersprach.

Doch je mehr er hörte, desto wütender wurde er.
Irgendwann konnte er nicht mehr an sich halten und sprang fluchend auf.
"Ich bring ihn um!!!!! Dieser Arsch! Der wird sich noch wünschen, nie gelebt zu haben. Ich werde...."
"Marc.... NICHT! Bitte....ich habe das alles hinter mir gelassen."
"Seit wann weißt du das?"
Er hat es mir kurz nach Antritt der Flitterwochen erzählt.
Aber die Krönung des Ganzen war, dass er, nachdem er mir alles gebeichtet hatte, vorschlug, durchzubrennen und ein neues Leben zu beginnen."
BITTE? Was glaubt der denn, wer ..... und was hast Du dazu gesagt?"
"Ich habe natürlich nein gesagt. Dass ich ihn nie wieder sehen will, solange ich lebe. Und dass ich ihn nicht anzeigen werde, wenn er mich in Ruhe läßt."
"DAS ist nicht Dein Ernst!? Dieser Penner kann doch nicht ungestraft davon kommen!"
"Doch, Marc, bitte! Ich kann einfach nicht mehr, ich will das alles nur vergessen und nach vorne schauen, bitte!!!"

Gretchen streckte ihm die Hand entgegen.
Und nach einer Weile setzte Marc sich wieder neben sie auf´s Sofa.

"Bist Du sicher?" fragte er sie. "Wenn Du willst, dann..."
Doch Gretchen schüttelte energisch den Kopf.
"Nein." flüsterte sie schließlich.
Eine Weile herrschte Schweigen, doch dann sprach Marc sie erneut an.
"Meinst Du, das war es jetzt?"
"Ich hoffe es." lächelte sie schief.

Keiner von beiden wußte so recht, wie er mit der Situation umgehen sollte,
bis Marc schließ die Initiative ergriff und sie erneut an sich zog.

"Komm her..." flüsterte er und zog sie in seinen Arm.
Und Gretchen ließ es bereitwillig geschehen.
Zu sehr hatte es sie aufgewühlt, das Ganze auszusprechen, es jemandem zu erzählen. Doch die Nähe zu Marc tat ihr gut.
Und so langsam beruhigte sie sich auch wieder. Sie löste sich leicht von ihm und blickte zu ihm auf.

"Und jetzt? Den Abend hab ich wohl ziemlich versaut, oder?"
Unsicher sah sie ihn an. Doch Marc lächelte nur.
"Jetzt? Jetzt.......SPRINGEN WIR DEN SEE!!!" rief er, sprang auf und zog sie vom Sofa hoch.

Erschrocken starrte sie ihn an.
"WAS? NEIN.... nein, nein, nein. Ich werde ganz sicher NICHT schwimmen gehen!"
"Wieso? Kannst Du etwa nicht.... schwimmen?" zog er sie auf.

Gretchen stemmte bockig ihre Hände in die Hüften und funkelte ihn kampfeslustig an.
"Natürlich kann ich!!! Ich will nur nicht...." brach sie den Satz ab,
und klappte erschrocken den Mund zu. Schlagartig hatte eine gesunde Röte ihr Gesicht überzogen.
Fast hätte sie sich verraten.

Doch zu spät, denn Marc hatte sie bereits durchschaut.
"...dass ich Dich im Badeanzug sehe? Warum?"
Er griff nach ihren Händen, schob sie leicht von sich und betrachtete sie wohlwollend von oben bis unten.

"Also ich sehe nichts, was mich abschrecken sollte!"
Ganz im Gegenteil, fügte er in seinem Kopf hinzu.

Doch Gretchen starrte ihn weiterhin entsetzt an.
"Das kannst Du mal ganz schnell wieder vergessen!" rief sie empört und drehte sich um.
Marc trat dicht hinter sie und flüsterte ihr ins Ohr.
"Hasenzahn... ich geb Dir fünf Minuten.
Entweder Du ziehst Dir freiwillig den Badeanzug an, oder ich schlepp Dich zum See und schmeiß Dich in voller Montur hinein!"
"DAS wagst Du nicht!" erwiderte sie trotzig.

Doch dessen sicher war sie sich keineswegs.
"Finde es doch heraus. Noch hast Du die Wahl" grinste er sie an.
Er hob seinen Arm, deutete demonstrativ auf seine Uhr und sagte,

"Die Zeit läuft....ab....JETZT."

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

11.05.2010 17:46
#24 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben.....
vielen Dank für die tollen Kommis!!!!!!!
Hier also der 2. Teil von Gretchens "Zwangshandlung".
Wünsche Euch viel Spaß,
und freu mich auf Eure Kommentare.
Nen ganz lieben Gruß
sendet die
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Wütend stapfte Gretchen ins Schlafzimmer und schlug die Tür zu.

Pfff, der spinnt ja wohl. Ich mach mich doch nicht zum Affen.
Und mir wochenlang dumme Sprüche anhören? NEIN, danke! Da kann er lange warten.
Die Peinlichkeit erspar ich mir dann lieber.
Aber... wenn er doch Ernst macht?
Der würde es glatt fertig bringen und mich mich wie ein Neandertaler über die Schulter schmeißen, um mich zum See zu schleppen!!!
Wär ja schließlich nicht das erste Mal, dass er die Tür einrennen will.

Zögerlich ging sie zur Kommode und öffnete die Schublade.
Dann nahm sie ihren schwarzen Badeanzug heraus und überlegte, was sie nun als nächstes tun sollte, als sie plötzlich erneut Marcs Stimme hörte.

"Du hast noch genau.... 1 Minute 46!
Dann komm ich rein und hole Dich da raus" hörte sie ihn von draußen rufen.

Erschrocken sah sie zur Tür.
Schnellen Schrittes ging sie ins Bad und schloß die Tür ab.

Sicher ist sicher, dachte sie, als sie sich rasch den Badeanzug überstreifte.
Man weiß ja nie, nachher geht seine Uhr noch falsch.

Danach griff sie nach dem übergroßen Badetuch, das über der Wanne hing, schlang es sich fest um den Körper und trat aus dem Schlafzimmer.
Marc verdrehte zwar kurz die Augen, als er das riesige Badetuch sah, sagte aber lieber nichts.
Er nahm sie bei der Hand, und sie gingen den kleinen Weg entlang bis ans Ufer.

Etwas unsicher, was sie nun tun sollte, blieb Gretchen schlichtweg stehen und hielt weiterhin krampfhaft ihr Handtuch fest.
Nervös blickte sie zu Boden.

Marc hingegen hatte sich schnell seiner Klamotten entledigt, und stand nun,
nur noch mit einer knappen Shorts bekleidet, vor ihr und sah sie auffordernd an.
Als Gretchen schließlich den Blick hob, und mit Entsetzen feststellen mußte, dass er kaum noch noch etwas anhatte,
lief sie bei seinem Anblick tiefrot an.

Marc bemerkte dies zwar, behielt aber seinen Kommentar, der ihm bereits auf der Zunge lag, lieber für sich.
Er verschränkte die Arme vor der Brust und hob spöttisch eine Augenbraue.

"Hasenzahn..... legst Du freiwillig das Handtuch weg, oder muß ich nachhelfen?" sagte er und ging,
um sie von seiner Entschlossenheit zu überzeugen, einen Schritt weiter auf sie zu.

"Untersteh Dich!!! Ähhhh....wenn Du Dich dann bitte..... umdrehen würdest?" fragte sie trotzig und hielt ihr Handtuch noch etwas fester.

Marc blickte sie eine Weile ungläubig an.
Doch dann drehte er sich mit einem lauten Seufzer Richtung Haus.

Blitzschnell ließ Gretchen das Handtuch fallen und rannte zügig ins Wasser.

Marc, der hinter sich ein leises Plätschern hörte, drehte sich überrascht um.
Dort sah er, dass Gretchen bereits bis zur Brust im Wasser war.

"Ey! Du schummelst!!" rief er und lief nun ebenfalls los.

Schnell hatte er sie erreicht und schubste sie ins Wasser.
Gretchen war so überrascht über diesen Angriff, dass sie mit einem erstaunten Schrei ins Wasser pumpste.
Kurz darauf kam sie prustend wieder an die Oberfläche und funkelte ihn wütend an.
Marc sah ihren wütenden Blick und brach in schallendes Gelächter aus.

Na warte, dachte Gretchen hinterhältig, und griff blitzschnell nach seinem Bein.
Ruckartig zog sie ihm so den Boden unter den Füßen weg.
Und Marc war so überrascht über ihren Gegenschlag, dass er zwar noch wild mit den Armen fuchtelte,
bis er schließlich doch mit einem lauten Platscher ins Wasser fiel.

Nun war Gretchen diejenige, die laut auflachen mußte. Doch als sie seinen kampfeslustigen Blick, verging ihr das Lachen schlagartig.
Sie versuchte noch, zu entkommen, doch es war zu spät.
Marc hatte sie bereits an den Schultern gepackt und drückte sie erneut unter Wasser.

Nachdem sie sich noch eine Weile lang mit Wasser bespritzt hatten, schwammen beide Richtung Badeinsel.
Marc wollte Gretchen den Vortritt lassen, doch sie schüttelte nur den Kopf. Und so stieg er zuerst die kleine Leiter empor.
Gretchen folgte direkt hinter ihm. Was ihr einen netten Ausblick auf seinen Körper erlaubte.

Sie legten sich dicht nebeneinander auf den schwimmenden Steg und sahen sich die Sterne an, die hoch über ihnen am Himmel leuchteten.
Doch irgendwann drehte Marc sich zu ihr um, stützte seinen Kopf auf seinem Arm ab und betrachtete sie, wie sie mit geschlossenen Augen still dalag.

"Gretchen?" sprach er sie leise an, " es tut mir leid, was alles passiert ist, und ich wünschte, ich hätte es verhindert.
Aber es tut mir nicht leid, dass das" er zeigte mit seinem Finger zwischen ihm und ihr hin und her, " dabei herausgekommen ist!"

Gretchen lächelte nur, denn sie war nicht in der Lage, etwas zu sagen.
Langsam hob er seine Hand und strich mit seinem Finger die Konturen ihres Gesichtes entlang, bis er schließlich bei ihren Lippen verweilte.
Wie in Zeitlupe näherte sich sein Gesicht dem ihren, bis er kurz vor ihrem Mund abwartend innehielt.
Das letzte Stück sollte sie ihm entgegenkommen. Und das tat sie auch.

Fast vorsichtig berührten sich ihre Lippen, bis Marc seine Hand in ihren Nacken legte und sie näher an sich heran zog.
Gretchen legte ihm ihre Hand auf seine Brust, und deutlich konnte sie seinen Herzschlag spüren.

Plötzlich umfaßte er ihre Arme und hob sie hoch, sodaß sie auf ihm lag.
Mit seinen Händen strich er ihr zärtlich die Haare zurück und blickte ihr intensiv in die Augen.
Wieder kam sein Gesicht dem ihren immer näher, bis schließlich sein Mund dicht an ihrem Ohr war.

"Du fühlst Dich gut an!" raunte er ihr heiser zu.
Gretchen bekam schlagartig eine Gänsehaut.
Plötzlich konnte sie nur allzu deutlich seinen Körper an ihrem spüren.

"Das kann ich nur zurückgeben." sagte sie und grinste ihn verführerisch an.

Keiner wagte es, sich zu bewegen, aus Angst, dieser Moment könnte vergehen.
Doch irgendwann fing Gretchen an zu zittern.
Sofort rieb Marc ihr kräftig die Arme, damit ihr wieder etwas wärmer wurde.

"Was meinst Du? Wollen wir zurückschwimmen und ne heiße Dusche nehmen?" fragte er.

Doch als er ihren skeptischen Blick sah, fügte er rasch noch etwas hinzu.
"Keine Sorge, jeder für sich!" lachte er.
"Na dann... wer als erster im Haus ist!" rief sie, sprang blitzschnell auf und hüpfte in den See.

Marc ließ sich Zeit.
Soll sie ruhig gewinnen, dachte er lächelnd.
Dich krieg ich schon noch, Hasenzahn.

Langsam erhob er sich und ließ sich ins Wasser gleiten.
Seelenruhig schwamm er Richtung Ufer, wo Gretchen bereits, in ihr Handtuch gewickelt, auf ihn wartete.

Doch als er langsam aus dem Wasser stieg, und auf sie zukam, konnte Gretchen kaum den Blick von ihm abwenden.
Das Wasser lief in feinen Rinnsälen am seinem Körper hinab und reflektierte so das schwache Mondlicht.
Verlegen blickte sie auf den Boden.

Denn wenn sie noch länger hingesehen hätte, wär sie sich nicht mehr so sicher gewesen, ihm noch länger widerstehen zu können.

"Kommst Du?" rief er ihr zu, als er an ihr vorbeiging.
Schnellen Schrittes ging sie hinterher.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

12.05.2010 17:29
#25 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So.....
meine Lieben!
Ich freu mich total, dass Euch meine Geschichte gefällt.Image and video hosting by TinyPic
Ich hoffe, es nicht eine Überdosis Romantik??????
Aber da müßt Ihr jetzt durch!
Hier der nächste "Angriff".
Viel Spaß, und ich freue mich, wie immer, auf Eure Kommentare.

Fühlt Euch
gedrückt!
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic



Wieder im Haus angekommen, ließ er ihr den Vortritt,
und so genoß sie kurze Zeit später das heiße Wasser der Dusche.

Während Gretchen unter der Dusche stand, ging Marc in die Küche, um den Kühlschrank zu durchstöbern.

Heilige Scheiße, dachte er bei sich, und fuhr sich durch die Haare.
Am liebsten wär´ ich für immer auf dieser kleinen Insel geblieben. Und es wäre nicht bei harmlosen Küssen geblieben.

Seufzend dachte er an die Momente zurück.

Nein! Harmlos ist definitv die falsche Beschreibung dafür!!!!!
Wohl eher das Gegenteil. Und wenn das beschreibend dafür ist, was noch alles kommen könnte, dann.....gnade mir Gott!!!
Dann bin ich dieser Frau hemmungslos verfallen! Ohne Aussicht auf Linderung.
Aber...als ob ich das überhaupt wollen würde......

Nach kurzer Überlegung schloß er den Kühlschrank wieder und überlegte,
womit er Gretchen eine kleine Freude machen könnte.

Die Eingebung folgte sofort, und er schlug sich gegen die Stirn,
dass er nicht gleich darauf gekommen ist.
Lächelnd setzte er seine Idee in die Tat um.

Als Gretchen wenige Augenblicke später aus dem Badezimmer trat, hatte Marc bereits die Bettdecke für sie zurückgeschlagen.
Schnell hüpfte sie ins Bett und zog sich mit einem wohligen Seufzer die Decke bis zum Kinn hoch.

Wie lieb von ihm, dachte sie seufzend, als sie sich noch weiter einkuschelte.
Und vorhin erst..... hach..... am liebsten hätte ich nie mehr aufgehört. Seine Küsse sind soooo unglaublich!!!!!
Sie machen definitv Lust auf mehr.......seufz......fast wär ich schwach geworden. Aber noch nicht....!

Kurz darauf kam Marc mit einer dampfenden Tasse heißer Schokolade zu ihr.
Gretchen klatschte vor lauter Freude ein paar Mal in die Hände und quiekte vergnügt.

Schokolade war jetzt genau das, was als Ersatz herhalten mußte.

Als Marc sah, dass sie sich wie ein Kind über seinen Einfall freute, überzog ein warmer Schauer seinen Rücken.
Wortlos und mit einem süffisanten Lächeln reichte er ihr die Tasse.

"Gute Idee?" fragte er, obwohl er die Antwort bereits kannte.
Dankend griff sie danach und sog mit der Nase den herrlichen Duft ein.
"SEHR gute Idee!" erwiderte sie lächelnd, bevor sie den ersten Schluck nahm.

Eine Weile betrachtete er sie, wie sie ihre Schokolade genoss.

Das gibt es doch nicht! Ich könnte schon wieder über sie herfallen, so süß, wie sie gerade aussieht.
Als ob Schokolade trinken etwas erotisches wäre. Ich BIN bereits verloren!!!!!!!!
Ich muß hier weg, sonst....kann ich für nichts garantieren!

Rasch stand er auf und ging zum Bad.

"Ich geh dann auch schnell unter die Dusche." sagte er und blieb etwas unschlüssig in der Badezimmertür stehen.
Langsam drehte er sich zu ihr um und sah sie an.

"Bist Du noch....?" wollte er fragen, doch Gretchen kam ihm zuvor.
"Wenn Du wieder hier schlafen würdest, bin ich noch wach, wenn Du rauskommst, ja!" sagte sie mit einem schüchternen Lächeln.
"Gern!" meinte er erfreut und verschwand schnell im Bad.

Zügig drehte er den Hahn auf und stellte sich unter das eiskalte Wasser.
Einen Moment hielt er den Atem an, bis sein Körper sich an diese harte Maßnahme gewöhnt hatte.
Doch er wußte, dass er diese Tortur über sich ergehen lassen mußte, um die Phantasien aus seinem Kopf zu verbannen,
die sich still und heimlich eingebrannt hatten.

Nach für ihn unendlichen 10 Minuten stellte er das Wasser wieder ab und griff bibbernd nach dem Handtuch.

Scheiße, das ist eindeutig zu kalt für mich und meinen Freund!!!! Aber gleich liege ich ja in einem warmen, gemütlichen Bett mit Hasenzahn.
Sie kann mich bestimmt wieder aufwärmen, wenn.... oh nein!

Marc verdrehte kurz die Augen und sah an sich hinunter.
Grimmig warf er das Handtuch weg und stellte erneut das kalte Wasser an.

Selbst Schuld, Meier!!! Na dann...auf in eine neue Runde!!!!!

Wenig später, als er seinen besten Freund wieder einigermaßen im Griff hatte,
trat er aus dem Bad und ging ins Schlafzimmer,
wo er eine friedlich schlafende Gretchen vorfand.

Leise schlich er zum Bett und blieb abrupt davor stehen.
Vorsichtig setzte er sich auf die Bettkante und betrachtete sie.

Ungläubig dachte er an das, was sie ihm vorhin erzählt hatte.
Wieder spürte er eine unbändige Wut in ihm aufsteigen. Hätte er damals nur den Arsch in der Hose gehabt, wär das alles nicht passiert.
Wütend ballte er die Hände zu Fäusten.

Am liebsten würde er diesen Arsch verprügeln, bis er nicht mehr aufwacht.
Aber wenn er ganz ehrlich zu sich war, konnte er sich selbst auch nen Tritt verpassen.
Doch damals war sein falscher Stolz ihm im Weg gewesen.
Und jetzt? Jetzt saß er hier, und betrachtete die Frau, die ihn so verändert hatte.
Ohne die er sich sein Leben nicht mehr vorstellen konnte.

Ungläubig schüttelte er den Kopf.

Wer hätte das gedacht....Marc Meier war tatsächlich verknallt, und das so richtig!
Früher wollte er mit den Frauen nur ins Bett, und dann so schnell wie möglich weg.
Und jetzt war der Sex Nebensache. Und wenn es ewig dauern würde, es störte ihn nicht, ganz im Gegenteil.
Er hatte endlich das Gefühl, anzukommen. Er fühlte sich nicht mehr so leer, wie er das die meiste Zeit seines Lebens getan hatte.
Auch wenn er das nicht oft zeigen konnte, er hatte immer das Gefühl, dass Gretchen hinter seine Fassade blicken konnte.
Noch vor kurzem wär er schreiend davon gerannt, doch jetzt störte ihn der Gedanke keineswegs.
Auch wenn das bedeuten würde, dass er sich verwundbar machte.
Doch das wollte er für Gretchen in Kauf nehmen.

Leise stand er auf und schlich ins Wohnzimmer.
Dort griff er nach seinen Zigaretten und seinem Handy.
Dann wählte er die Nummer seines besten Kumpels.

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