Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Willkommen im Doctor´s Diary Fan-Forum!
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 14.322 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2
Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2010 15:17
#26 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben.....
Na...da bin ich ja beruhigt!
Ihr scheint ja, zum Glück, noch keine Überdosis bekommen zu haben.
Dann wollen wir doch mal sehen, was Ihr zum neuen Teil sagt.
Ich bitte Euch allerdings, von körperlicher Gewalt Abstand zu nehmen.

Was meint Ihr? Was soll passieren?

Nen lieben Gruß
von Eurer
Nadine



Es dauerte eine Weile, bis Mehdi abhob.

"Ey Alter.....spinnst Du? Ich hab schon geschlafen!!!" rief er schlaftrunken.
"Was kann ich dafür, wenn Du abends nichts besseres zu tun hast?" lachte Marc.
"Sehr witzig! Was ist los? Ist mit Gretchen alles okay?" fragte Mehdi nun besorgt.
"Soweit ja. Glaube ich!"
"Wie? Was soll das heißen, Du glaubst?"
"Alter..... wenn ich Dir das erzähle......" fing er an,
bevor er Mehdi von den Ereignissen mit "Alexis" erzählte.

Kaum hatte er seine Erzählung beendet, polterte Mehdi auch schon los.
"ICH WUSSTE ES!!!! Dieses arrogante Arschloch!!!! Dem werd ich es zeigen...." schrie er ins Telefon.
"Frag mich mal. Dem würde ich am liebsten sein dreckiges Grinsen aus dem Gesicht prügeln!!!!!!!
Aber das geht nicht. Gretchen will davon nichts hören." sagte Marc.
"Das kann ich verstehen......reden hilft ihr bestimmt viel mehr. Vielleicht sollte ich sie mal anrufen und......" überlegte er,
doch Marc unterbrach ihn erneut.
"Whow whow, mal langsam Kumpel! Das ist ja wohl meine Aufgabe!"
"Ja ja.... schon gut. Aber wehe, Du läßt wieder Deine dämlichen Arschlochsprüche los! Das ist nämlich das letzte..." tadelte Mehdi ihn aufgebracht.
"Schon klar....PAPA!" stöhnte Marc und verdrehte die Augen.
"Gut! Und wie sieht es mit unserem Plan aus?"
"Ähhh... wir arbeiten an der Umsetzung." stammelte Marc unsicher.
"Ahhh ja....Okay, aber denk dran....immer schön langsam!" belehrte Mehdi ihn erneut.
"Jaha....ICH HAB`S KAPIERT!""""

Nachdem sie noch eine Weile miteinander telefoniert hatten, legte Marc schließlich auf und fuhr sich durch die Haare.

War ja klar, dachte er, dass Mehdi´s Beschützerinstinkt durchkommt!
Also echt.....Gretchen anrufen. Der spinnt ja wohl! DAS ist ja wohl definitv meine Sache!!!!
Der soll bloß seine dreckigen Finger von ihr lassen. Auch DAS darf ja wohl nur ICH!
Also....sie trösten, meine ich.....ja.....nur das! Der Rest......kommt später.
Wenn Gretchen endlich die Sache mit dem Penner vergessen hat.
Aber erst einmal muß ich mich abreagieren.

Eilig ging er den kleinen Weg zum See hinunter.
Dort angekommen, zog er rasch seine Sachen aus, warf sie auf die Bank und lief in den See, um sich abzukühlen.
Einen kurzen Moment stockte ihm der Atem, als das eiskalte Wasser seinen Körper umspielte.

Scheint mein Schicksal zu sein, dass mein Körper so gequält wird. Aber kalt soll ja gesund sein.
Hauptsache, mein Hirn wird endlich wieder frei von Mordgedanken.

Nach ein paar Momenten gewöhnte er sich an die Temperatur und fing an zu schwimmen.
Doch je mehr er sich vom Ufer entfernte, desto schneller schwamm er.
Man hätte meinen können, ein Geist wäre hinter ihm her, so verbissen vollzog er seine Schwimmzüge.

Doch es war einzig und allein der Gedanke daran, was Alexis getan hatte, wie sehr er Gretchen verletzt hatte, der ihn so antrieb.
Als er spürte, wie seine Muskeln leicht anfingen zu brennen, drehte er sich um,
und war nun doch erstaunt darüber, wie weit er tatsächlich vom Ufer entfernt war.
Doch viel gebracht hatte es nichts. Er war immer noch wütend.

Deutlich langsamer schwamm er jetzt zum Ufer zurück.
Als er wieder festen Boden unter seinen Füßen spürte, stieg er langsam aus dem Wasser und ließ sich auf die kleine Bank fallen.
Verzweifelt starrte er in den Himmel, so als ob dort eine Lösung für all seine Fragen zu finden wäre.
Aber natürlich fand er dort nichts, was ihn beruhigen konnte.

Er stützte seine Ellenbogen auf seine Knie und fasste sich mit beiden Händen in den Nacken.
Dann schloß er seine Augen und atmete mehrere Male tief durch. Doch auch das half nichts.

Immer wieder dachte er an die Worte von Gretchen.
Und den Ausdruck in ihren Augen. Dieser Schmerz, der ihm fast noch mehr wehgetan hatte.
So etwas hatte sie nicht verdient.
So ein Schlag ins Gesicht mußte für sie die Hölle gewesen sein. Das darf ihr nie wieder passieren.

Mühsam hob er den Kopf und starrte auf´s Wasser.
Eine lange Zeit beobachtete er nur die Wellen, die sanft das Ufer umspielten.
Schließlich seufzte er laut und rieb sich den Nacken.

Was mache ich eigentlich hier, dachte er verzweifelt. Das ist doch Wahnsinn!
Gretchen hat es einfach nicht verdient, verletzt zu werden. Nicht schon wieder.
Das verkraftet sie sicher nicht. Aber bin ich dann richtig für sie?
Wohl kaum! Gerade ich, der ihr schon so oft wehgetan hatte?
Und kann ich garantieren, dass ich es nie wieder tun würde?NEIN!
Auch wenn ich es nicht absichtlich tun würde....ich scheine dafür ein Garant zu sein.

Marc spürte deutlich, wie sein Magen sich zusammenzog.

Ich muß hier weg, ging es ihm durch den Kopf, noch war es nicht zu spät.
Noch könnte ich gehen, ohne sie zu verletzen! Bevor sie erneut eine Enttäuschung erleben muß....durch mich!
Sie könnte wieder ganz die alte Gretchen werden, die sie früher war....auch ohne meine Hilfe.
Aber was wäre dann?
Soll wirklich alles wieder so sein wie früher? Wo wir nur "Freunde" waren?
Wie wäre mein Leben ohne sie? Könnte ich wirklich wieder so tun, als ob ich nichts für sie empfinden würde?
Könnte ich es ertragen, sie im Krankenhaus zu sehen, mit ihr zusammen zu arbeiten, ohne sie berühren zu dürfen?
Ohne die Gewissheit, dass sie zu mir gehört?
Und dann, vielleicht irgendwann, es hautnah mitbekommen, wie ein neuer Mann ihr Herz gewinnt?
Ein anderer Mann, der sie in den Arm nehmen darf, sie lieben darf?
Ein anderer Mann als ich?

Bei dem Gedanken an diese Möglichkeit kniff er unwillkürlich die Augen zusammen.
Er spürte, wie er unwillkürlich seine Hände zu Fäusten ballte.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2010 16:53
#27 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
was denkt Ihr denn von mir? Bin doch nicht verrückt!
Deshalb also hier die "Auflösung".
Hoffe, sie gefällt Euch!
Freue mich auf Eure Kommis!!!!!!
Lieben Gruß
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic



Verdammt noch mal....NEIN! DAS würde ich nicht ertragen...NIEMALS!!
Ich werde das nicht zulassen! Ich muß es einfach schaffen.... ich muß es schaffen, sie nie mehr zu verletzen.
Zu groß wäre die Gefahr, sie endgültig zu verlieren. Das wäre unvorstellbar!
Und wer weiß.... wenn sie mir hilft, habe ich doch eigentlich ganz gute Chancen, oder?
Aber egal, wie.....ich will, und werde, Gretchen nicht aufgeben!

Fest entschlossen stand er auf, griff nach seinen Sachen und ging eilig den kleinen Weg zurück zum Haus.
Er warf seine Kleidung achtlos auf´s Sofa und ging Richtung Schlafzimmer.
So leise wie möglich öffnete er die Tür und linste vorsichtig um die Ecke.

Hoffentlich hat sie nicht mitbekommen, dass ich weg war, dachte er besorgt, als er zum Bett schlich.

Doch seine Sorge war unbegründet.

Gretchen lag immer noch friedlich schlafend auf ihrer Seite des Bettes.
Lange betrachtete er sie einfach nur. Wie sie so dalag, völlig entspannt, ihre Haare wild über dem Kissen verstreut.

Plötzlich war ihm eines völlig klar:
Was auch immer passiert....mein Leben wäre nichts mehr wert ohne Hasenzahn!!!!!

Vorsichtig, um sie nicht doch noch zu wecken, hob er die Decke und legte sich neben sie.
Doch kaum lag er, öffnete Gretchen kurz verschlafen die Augen.
Sie lächelte ihn an, robbte dichter an ihn heran und schmiegte sich in seinen Arm.
Marc hatte das Gefühl, sein Herz würde für einen langen Moment still stehen.

"Du...bist ja....ganz nass." murmelte sie verschlafen, und strich ihm sanft mit der Hand über seine Brust.
"Shhhht.....schlaf weiter." flüsterte Marc zurück, und streichelte ihr liebevoll über den Arm.

Doch dann, als er merkte, dass sie wieder eingeschlafen war, konnte auch er sich langsam entspannen.

Noch mal gut gegangen, dachte er erleichtert.
Nicht auszudenken, wenn sie mir auf die Schliche gekommen wäre.
Wie hätte ich ihr denn erklären sollen, warum ich eine weitere Runde im See gebraucht habe?
Ganz zu schweigen von meinem kurzzeitigen "Panikanfall".

Mit einem Lächeln schloß er seine Augen.
Instinktiv zog er Gretchen fester an sich heran.
Tief atmete er ihren Duft ein und genoss das wohlige Gefühl ihres Körpers an seinem.

Ab jetzt konnte es nur besser werden.

Am nächsten Morgen wurde Gretchen durch die ersten warmen Sonnenstrahlen geweckt, die ihr sanft ins Gesicht fielen.
Sie blinzelte kurz, noch gar nicht ganz bei sich, und wollte sich grade umdrehen, als sie feststellte, dass irgendetwas sie daran hinderte.
Sie drehte ihren Kopf langsam zur Seite, und sah in das schlafende Gesicht von Marc,
der direkt hinter ihr lag, eng an sie gekuschelt und den Arm um ihre Taille gelegt. Gretchen spürte schlagartig, wie ihr Herz schneller schlug.

Vorsichtig, ohne ihn nicht zu wecken, drehte sie sich um und betrachtete ihn.

Wie süß er doch aussieht, wenn er schläft, dachte sie.
Behutsam schob sie ihm eine Strähne aus dem Gesicht.

Ich fasse es nicht! Ich liege wahrhaftig mit Marc Meier im Bett. Schon wieder.
Soviel also zu meinem Plan.
Wie willensfest ich doch bin, unglaublich! Aber stört es mich?
Nein, nicht wirklich.
Marc hatte es irgendwie geschafft, in den letzen Tagen mein Herz Stück für Stück zu öffnen. Für ihn!
Dass er jemals so sein könnte, hätte ich nie zu hoffen, oder gar zu träumen gewagt.
Doch jetzt habe ich es am eigenen Leib erlebt. Und unendlich genossen.
Wie süß die Idee mit dem Museum war. Wer hätte gedacht, dass ein Marc Meier so romantisch sein kann?
Aber das würde ich ihm nicht sagen, womöglich würde er es noch abstreiten.
Lieber genießen und schweigen. Seufz....und das alles für mich!!!!

Ein dickes Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit, und sie mußte sehr an sich halten, nicht aufzuspringen und auf dem Bett zu hüpfen.
Aber dann würde Marc sie wahrscheinlich endgültig für verrückt erklären.

Ach, egal, dachte sie noch kurz, bevor sie sich nun doch auf ihn stürzte.

Marc war so überrascht, dass er einige Momente brauchte, um zu realisieren, dass eine anscheinend wahnsinnig gewordene Gretchen ihn anstrahlte.
Doch dann schlang er die Arme um sie und wirbelte sie herum, sodass er auf ihr lag.

"Überfällst Du eigentlich jeden Morgen friedlich schlafende Männer?" fragte er sie lächelnd und küßte sie zärtlich auf den Mund.
"Wieso? Höre ich da etwa eine versteckte Beschwerde?"
"Nööö...wollt ich nur wissen. Weißt Du....für meine eigene Sicherheit, dann kann ich mich schon mal seelisch darauf einstellen!"
"Ich kann´s auch lassen!" grinste sie schelmisch und wollte sich von ihm lösen.
"Untersteh Dich! Dich lass ich so schnell nicht mehr weg, verlaß Dich drauf!" sagte er und küßte sie erneut.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2010 18:30
#28 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
Heute zwar etwas später als sonst, aber ich hätte da wieder einen kleinen Teil für Euch!
Natürlich nur, wenn Ihr noch keine "Überdosis" habt????
Und was ich noch sagen wollte....
vielen, vielen Dank an meine fleißigen Kommischreiber, die mir stetig Kommis hinterlassen.
Ich freue mich jedesmal darauf, zu erfahren, wie Euch der neue Teil gefällt.
Ihr versüßt mir den Abend damit.
Und natürlich, nicht zu vergessen....meine zahlreichen, stillen Leser.
Es freut mich ungemein, dass Ihr mich durch meine Geschichte begleitet.
Deshalb... an Euch alle!
Fühlt Euch gedrückt!!!!!
So..... genug davon, hier der neue Teil!
Lieben Gruß
und viel Spaß
wünscht Euch
die
NadineImage and video hosting by TinyPic



Eine Weile alberten sie noch herum, doch dann standen sie auf und gingen in die Küche,
um zu sehen, was sie sich zum Frühstück zaubern konnten.

Später am Tag schwangen sie sich auf die Räder und erkundeten die nähere Umgebung.

Nachdem sie einige Minuten gemütlich geradelt waren, kamen sie an einem kleinen Stand vorbei, an dem man sich seine Blumen selbst abschneiden konnte.
Sie hielten an, und Gretchen stellte sich einen hübschen Strauß Wildblumen zusammen, während Marc ein paar Euro in den kleinen Kasten warf,
der auf einem kleinen Tisch neben dem Feld befestigt war.
Später kauften sie noch einen Korb Erdbeeren und radelten weiter um den See.
An einem kleinen Steg hielten sie an.
Sie gingen bis ans Ende des Steges, setzten sich und ließen ihre Füße ins Wasser baumeln.
Beide genossen die Nähe des anderen, und unterhielten sich angeregt über Gott und die Welt.
Und so verdrückten sie ein paar Erdbeeren, quatschen und lachten, bis die Sonne schließlich langsam unterging.
Ein leichter, kühler Wind kam auf, deshalb schnappten sie sich ihren Korb und gingen zurück zu ihren Fahrrädern.
Als sie in dem kleinen Häuschen ankamen, war die Sonne bereits untergegangen.
Da es auch im Haus rasch kühler wurde, warf Marc ein paar Scheite Holz in den alten Ofen und zündete sie an.
Sofort entbrannte ein loderndes Feuer, das den kleinen Raum rasch erwärmte und in ein angenehmes Licht tauchte.
Dann ging er zu ihr auf´s Sofa.
Sie kuschelten sich eng aneinander in die Decke, aßen die restlichen Erdbeeren,
bis ihnen schlecht war und sahen sich einen lustigen Film im Fernsehen an. Arm in Arm schliefen sie schließlich ein.

Die nächsten Tage verbrachten beide wie in einer anderen Welt.
Sie unterhielten sich so viel, wie noch nie zuvor in ihrem Leben, und beide waren sich sicher,
dass es sehr lange dauern würde, bis ihnen mal der Gesprächsstoff ausgehen würde.

Doch keiner traute sich, anzusprechen, was unvermeidbar war.
Wann dieser Urlaub mal zu ende gehen würde.

Doch irgendwann hielt Gretchen die Ungewissheit nicht mehr aus.

"Marc?" sprach sie ihn schließlich vorsichtig an, als sie wieder mal auf der Bank am See saßen.
"Mhmhm?" murmelte dieser und gab ihr einen leichten Kuß auf die Stirn.
"Wann....mußt Du eigentlich.....zurück?" Ängstlich sah sie ihn an.
Doch Marc strich ihr nur beruhigend über den Arm.

"Keine Ahnung. Dein alter Herr hat mir kein Zeitlimit gesetzt.
Aber irgendwann muß ich wohl." sagte er und streckte sich.

Eine Weile herrschte Schweigen, während beide ihren Gedanken nachhingen.

"Ich weiß nicht....ob ich schon bereit bin, mich dem Alltag und..... all den Fragen zu stellen." erwiderte sie nachdenklich.
Traurig blickte sie zu Boden.
Marc drehte sich zu ihr um.
Er sah ihre Unsicherheit, nahm ihre Hand und hielt sie fest.
Dann hob er mit der anderen Hand ihr Gesicht langsam an, sodass sie gezwungen war, ihn anzusehen.

"Hör mal. Wenn Du willst, bleiben wir noch.
Auch wenn ich die Arbeit vermisse, ein paar Tage werde ich wohl noch aushalten.
Und wenn Du bereit dafür bist, nach hause zu gehen, dann werde ich schon aufpassen, dass niemand Dich zu sehr mit Fragen löchert.
Bei Mehdi und Sabine bin ich mir allerdings nicht so sicher, ob mir das gelingen wird."

Er versuchte sich an einem aufmunternden Lächeln, doch so richtig wollte es ihm nicht gelingen.
Und auch Gretchen´s Lächeln scheiterte kläglich.

"So schlimm wird es schon nicht werden.....Also noch ein paar Tage, ja?" fragte sie schließlich.
"Ja....Und wo willst Du hin, wenn wir wieder in Berlin sind?" fragte er sie vorsichtig.
"Keine Ahnung? Wohl oder übel wieder in meinen rosa Kinderalbtraum? Ich weiß nicht.
Wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben. Noch habe ich nichts anderes." erwiderte sie.

Marc überlegte kurz, doch dann war er sich sicher.

"Also... ich meine, nur wenn Du magst.... könntest Du doch.... bei mir wohnen, also....natürlich nur, bis Du was eigenes gefunden hast!"

Ungläubig sah Gretchen ihn an.
Doch dann schüttelte sie den Kopf.

"Das ist lieb, aber... nein... das kann ich nicht annehmen." sagte sie nach einer Weile.
"Und warum nicht? Wär doch nicht viel anders als hier. Und das hat doch geklappt, oder nicht?
Außerdem....immer noch besser als bei Deinen Eltern. Ich überlass Dir auch ne Schublade.
Oder zwei, wenn Du ganz lieb bist!" Mit einem verschmitzten Lächeln sah er sie an.

Lachend schlug sie ihm leicht mit der Hand auf den Arm.

"Das hättest Du wohl gern." sagte sie.
"Joah.. also wenn Du mich so fragst...."
"MARC!!"
"Schon gut, schon gut. War nur Spaß....Also?" Fragend sah er sie an.
"Is das wirklich Dein Ernst?"

Gespielt feierlich hob er zwei Finger zum Schwur.
"Mein voller Ernst. Aber wehe, Du räumst mir die ganze Bude um.
Und keine rosa..." Doch weiter kam er nicht, denn Gretchen fiel ihm bereits freudestrahlend um den Hals.

"Ich nehme mal an, das heißt ja!" stöhnte er auf, überrascht über diesen Gefühlsausbruch,
doch dann lachte er ebenfalls und nahm sie noch fester in den Arm.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

16.05.2010 17:58
#29 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben.....
Vollgefressen vom wöchentlichen Sonntagsessen bei Oma, hätte ich mal wieder einen Teil für Euch!
Aber Vorsicht: Ist ein weiterer Anschlag auf´s "Suchtzentrum".
Aber bisher habe ich ja noch keine Beschwerden von Euch vernommen, gell?!
Mich hat gestern so ne Form von Schreibwahn überkommen,
und einen Teil des Resultats könnt Ihr im heutigen Teil lesen.
Danke an alle meine Kommischreiber, und die stillen Leser.
ich freue mich auf ein Feedback von Euch!
Wünsch Euch noch nen schönen Restsonntag!
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic




Am nächsten Morgen erwachte Marc aus einem überaus angenehmen Schlaf.
Er blinzelte kurz, bevor er sich genüßlich streckte und sich den Schlaf aus den Augen rieb.
Dann blickte er leicht zur Seite, wo er eine friedlich schlafende Gretchen vorfand.
Ihre Haare waren kreuz und quer über´s Kissen verteilt, der Mund war leicht geöffnet und ihren Arm hatte sie im Schlaf nach ihm ausgestreckt.

Bei diesem Anblick spürte Marc schlagartig ein wohliges Gefühl in der Herzgegend und ein sanftes Lächeln stahl sich auf seine Lippen.
Insgeheim gratulierte er sich selbst, dass er nicht gekniffen hatte letzte Nacht,
denn sonst hätte er diesen süßen Anblick wohl nie wieder genießen dürfen, dessen war er sich sicher.

Moment mal....SUESS???? Hab ich grad echt das Wort süß gedacht,
ging ihm sofort durch den Kopf, bevor er diesen ungläubig schüttelte.

Was hat diese Frau bloß aus mir gemacht? Dabei dachte ich immer, Worte wie süß, romantisch oder gar verliebt,
kämen in meinem Wortschatz gar nicht vor. Und jetzt?
Könnten mir bei Gretchen mehr als genug Worte einfallen, die diese Frau beschreiben würden.
Zum Beispiel sexy....anziehend.....süchtig machend.....reizvoll......WAHNSINN!......niedlich.......herrlich tollpatschig......
Hab ich schon sexy gesagt???? Ja, ja, und noch mals ja!!! Nicht zu vergessen.....aufregend....sinnlich....verführerisch....ohhhh ja, und wie,
......attraktiv.....und unglaublich erotisch!!!!!
SCHLUSS JETZT! Wenn ich so weiter mache, kann ich für nichts garantieren.
Lieber an was ekliges denken.......mhmhm.....mal überlegen.....Liebesfilme......Kakerlaken......Schwester Sabine.....sehr gut!
.....Gabi....würghhhh....gaaaanz falscher Gedanke....was gibt´s noch?......Schnecken.......Eiter.....schon besser........

Ein weiteres Mal sah er zu Gretchen rüber, die immer noch friedlich dalag, nicht wissend, was gerade in seinem Kopf vorging.

Weiter geht´s.......liebenswert.......betörend.....lustvoll, ohhh ja! Ohhh nein....Scheiße!!!! Das klappt ja hervorragend.
Soviel zum Thema den kleinen Meier ablenken!!
Ich sollte lieber schleunigst aufstehen.

Ein letztes Mal warf er einen sehnsüchtigen Blick auf Gretchen,
bevor er langsam seine Hand hob und ihr leicht über die Wange streichelte.
Mit einem Seufzer wandte er sich schließlich ab, warf die Decke zurück und ging leise in die Küche.

Während der Kaffee vor sich hin kochte, griff er nach seinem Handy und telefonierte gut gelaunt mit der alten Dame im Blumenladen,
um endlich einen Liefertermin zu vereinbaren.
Schnell diktierte er noch einen kurzen Text, der in der Karte stehen sollte und legte schließlich zufrieden auf.
Jetzt mußte er nur noch dafür sorgen, dass er Gretchen aus dem Haus bekam.

Er goß sich beiden jeweils eine Tasse Kaffee ein und ging zurück ins Schlafzimmer.
Langsam trat er näher an das Bett heran, stellte den Kaffee auf dem kleinen Tischchen ab und setzte sich vorsichtig auf die Bettkante.
Gretchen drehte sich zwar auf die andere Seite, schien aber nicht aufgewacht zu sein.
Die Decke war leicht verrutscht, was ihm einen unverhofften Blick auf ihre aufreizende Kehrseite bescherte.
Marc wollte schon die Hand danach ausstrecken, besann sich aber schnell eines besseren.
Schließlich stand ja seine Lieferung an.
Und es wäre ihm doch etwas unangenehm gewesen, im Haus zu sein, wenn Gretchen es entgegennahm.

Übertrieben laut räusperte er sich mehrmals, doch das brachte ihm nur ein unwilliges Grummeln von Gretchen ein.
Rasch zog sie sich das Kissen über den Kopf.

Aber das beeindruckte Marc keineswegs.
Einen kurzen Moment überlegte er, ob er sich nicht einfach wieder zu ihr legen sollte,
doch dann fiel ihm erneut die Lieferung wieder ein und er entschied sich dagegen.
Er griff nach dem Kissen und zog es ihr weg.
Mit einem bösen Blick drehte Gretchen sich schließlich zu ihm um.

"Marc....bitte....gib mir das Kissen zurück!" sagte sie nun wenig begeistert.
"Ich denke gar nicht daran, Du faules Stück. AUFSTEHEN.....JETZT!!!" rief er und warf das Kissen vorsichtshalber in die andere Ecke des Zimmers.

Entsetzt starrte Gretchen ihn an.
"DU....Du....EKEL!" rief sie erbost, und verschränkte trotzig ihre Arme ineinander.
"Von mir aus...gern....wenn Du dann endlich aufstehst?" sagte er mit einem unschuldigen Lächeln.

Doch Gretchen schien keineswegs daran zu denken, dass Bett zu verlassen.
Mehrmals versuchte sie, sich die Decke über den Kopf zu ziehen. Und genauso oft zog Marc sie ihr wieder weg.
Als sie merkte, dass sie gegen ihn keine Chance hatte, entschied sie sich für eine andere Taktik.

Mit aufreizendem Blick griff sie nach plötzlich nach seiner Hand und versuchte, ihn ins Bett zu locken.
Zärtlich strich sie mehrmals mit dem Daumen über seinen Handrücken, was sofort ein warmes Gefühl in Marc auslöste.
Er spürte, wie sein Herz schneller schlug, während ihm das Atem auf einmal immer schwerer fiel.
Er mußte sich stark zusammenreißen, um nicht doch noch schwach zu werden.
Gretchen hingegen robbte dichter an ihn heran, bevor sie mit einem süßen Lächeln ihren Kopf auf seinen Schoß legte.

Marcs schwerer Atem ging fast in eine Atemnot über.
Er spürte förmlich, wie ihm der Schweiß ausbrach.
Fast fluchtartig sprang er auf, faßte sich an die Brust und versuchte, seinen Herzschlag zu kontrollieren.

Gretchen, die sah, wie zerrissen er war, wähnte den Sieg schon auf ihrer Seite und streckte ein weiteres Mal die Hand nach ihm aus.
Mit sehnsüchtigem Blick sah sie zu ihm auf.
Marc bemerkte dies zwar, zwang sich aber, seinen Blick auf etwas unverfängliches zu richten.
Er bemerkte den Kaffee, dankte Gott dafür und griff eilig danach.

"Ähhhh....ja...hier....der....ähhhh....Kaffee, ne?!" stammelte er und reichte ihr die Tasse,
bevor er fluchtartig das Schlafzimmer verließ.

Gretchen stellte die Tasse wieder auf dem Tischchen ab und rekelte sich noch einmal genüßlich.
Mit einem wissenden Grinsen dachte sie an Marcs Gesichtsausdruck zurück.

Herrlich, dachte sie, und lächelte vor sich hin.
Wer hätte gedacht, dass ich jemals sooo eine Wirkung auf Marc Meier haben könnte.
Nicht dass es mir anders gehen würde...aber das ist ja nicht neues.
Aber das auch bei ihm auszulösen, ist einfach zu schön.
Am liebsten würde ich ihn küssen, bis keiner von uns beiden mehr weiß, wo oben und unten ist!!!
Und genau das mache ich jetzt auch.

Wild entschlossen warf sie die Decke zurück, schwang ihre Beine aus dem Bett und ging nun ebenfalls in die Küche.
Dort fand sie einen aufgelösten Marc vor, der noch immer leichte Schwierigkeiten hatte, seinen Puls unter Kontrolle zu bringen.
Dieser Anblick bestätigte sie ihn ihrem Vorhaben nur noch mehr.

Mit einem Lächeln ging sie langsam auf ihn zu.
Marc, der ihr Erscheinen bemerkt hatte, sah sie überrascht an.

"Gretchen....?" sagte er noch, bevor sie sich stürmisch in seine Arme warf und ihre Lippen auf seine drückte.

Marc war so überrascht, dass er kurz aufstöhnte, doch dann schlang er erfreut die Arme fest um ihren Oberkörper
und erwiderte ihre Zärtlichkeiten.
Mit einer Hand hielt er ihren Rücken fest, während er die andere Hand in ihren Nacken legte,
um ihren Kopf noch näher als möglich zu sich heranzuziehen.

Gretchen legte ihre Hand auf seine Brust und spürte deutlich seinen schnellen Herzschlag.
Diese Tatsache löste in ihr ein unheimliches Glücksgefühl aus.

Dass ihre Küsse das bei ihm bewirken konnten, war für sie immer noch unfassbar.
Und unglaublich schön.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

17.05.2010 16:11
#30 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
Hier der zweite Teil von meinem Schreibanfall!
Wenn man so will..die Fortsetzung von der Liebesdosis.
Wolltet Ihr doch, oder????
Wünsche Euch viel Spaß!!!
Danke für Eure lieben Kommis, hoffe, wie immer, auf mehr davon!!!!!!
Fühlt Euch gedrückt!
Eure NadineImage and video hosting by TinyPic



Lange standen sie einfach nur da und knutschten hemmungslos.

Marc hatte das sichere Gefühl, niemals genug von dieser Frau bekommen zu können.
Er spürte, wie sein Verstand sich mehr und mehr von ihm verabschiedete. Aber zu diesem Zeitpunkt war es ihm völlig egal!
Dieses warme Glücksgefühl, dass seinen Körper wie ein Blitz durchströmte, war einfach zu reizvoll für ihn.
Auch wenn er wußte, dass er wenigstens noch einen kleinen Rest Verstand brauchte, um nicht vollends dieser Frau zu erliegen.

Nicht dass er sich das nicht sehnlichst gewünscht hätte, oh nein, aber noch war es dazu zu früh, das spürte er deutlich.
Und so begnügte er sich damit, sie bis zur Besinnungslosigkeit zu küssen.

Irgendwann jedoch reichte ihm auch das nicht mehr.
Er wollte sie noch näher bei sich spüren.
Er umfasste sie mit seinen Armen, hob sie leicht an und setzte sie auf dem Küchentresen ab.

Sofort schlang sie ihre Beine um ihn, während Marc´s Hände wieder nach oben wanderten, bevor er mit beiden Händen ihr Gesicht umfasste.
Er wußte, dass es unglaublich gefährlich für ihn war, wenn er nicht bald die Kontrolle wiederbekam.
Doch er schaffte es einfach nicht, sich von ihr zu lösen.

Zu sehr genoss er es, Gretchen im Arm zu halten, sie zu berühren und ihren Körper dicht an seinem zu spüren.

Und Gretchen ging es nicht anders.
Sie fühlte eine derartige Leichtigkeit ihren Körper durchströmen, wie noch niemals zuvor ihrem Leben.

Wie hatte sie nur jemals annehmen können, dass sie über Marc hinweg war?
Sie war mehr als jemals zuvor meilenweit davon entfernt. Aber das bereute sie keineswegs, das Gegenteil war der Fall.
Sie genoss es unheimlich, seinen Körper berühren zu dürfen, ihn zu schmecken, ohne dass irgendwelche widrigen Umstände ihnen im Weg waren.

Immer wieder strich sie mit ihren Händen über seinen muskulösen Rücken.

Himmel, dachte sie, ist der gut gebaut.
Wie gemein. Wie soll man denn da widerstehen können?
Wenn das so weitergeht, bin ich bald nicht mehr Herrin meiner Sinne!

Und auch Marcs Gedanken gingen in eine ähnliche Richtung.
Sie fühlt sich soooo unglaublich gut an.
Wie BLÖD war ich eigentlich?? DAS habe ich die ganze Zeit verpaßt? Ich sollte mich echt mal neurologisch untersuchen lassen.
Oder mich bei meiner Mutter bedanken. Hätte mir ruhig mal beibringen können, was in einem passiert, wenn man verliebt ist.
Also echt!!!! Und WAS da alles passiert.... Mann oh Mann!!!
Hätte ich das schon früher gewußt, hätte ich sie sicherlich schon längst in mein Bett geschleift.
Diese Frau ist definitiv mein Untergang...also.... widerstandsmäßig!
Wie, zum Teufel, soll ich jetzt noch standhaft bleiben?

Eine ganze Weile küßten sie sich wie verrückt, während ihr Hände unaufhörlich auf Erkundungstour gingen,
bevor sie sich schließlich doch irgendwann schwer atmend voneinander lösten.

Beide brauchten einen Moment, um in die Realität zurückzukehren.
Mit deutlicher Erregung im Blick sahen sie sich tief in die Augen.
Gretchen zitterte am ganzen Leib, und auch Marc hatte Mühe, seine Hände unter Kontrolle zu bekommen.

Marc war schließlich der erste, der seine Sprache wiederfand.

"Ich....ähhhh....geh...also....ich geh...dann mal.....duschen!" stammelte er.
"Mhmhm...." war der einzige Kommentar, den Gretchen zustande brachte.

Marc trat einen Schritt zurück, fuhr sich durch die Haare und sah sie ein letztes Mal sehnsüchtig an.
Dann drehte er sich um und ging eilig ins Bad.
Um, wie er sich hundertprozentig sicher war, eine weitere kalte Dusche zu genießen.

Als er kurz darauf fröstelnd unter dem kalten Wasserstrahl stand, schoss ihm wieder seine Lieferung durch den Kopf.
Er spürte, wie ihn eine stetig wachsende Nervosität beschlich.

Scheiße, scheiße, scheiße.....bin ich nervös!
So kenne ich mich ja gar nicht!
Aber so etwas hätte ich früher ja auch nie im Leben gemacht, also kann ich ja gar nicht wissen, wie es einem geht, wenn man so etwas veranstaltet.
Ich hoffe nur, es ist nicht zuviel des Guten.....wenn es ihr nicht gefällt, dann.....sterbe ich definitv den Peinlichkeitstod...oder so.
Aber was tut man nicht alles für diese Frau?
Und wenn ich mich komplett zum Affen machen muß...mir egal....meine Ehre ist eh schon längst dahin, also was soll´s!
Warscheinlich kann ich mich jetzt in einem Strickkurs anmelden, ich, das neue Mitglied im Weicheiclub.
Jegliche Instanzen der Männlichkeit werden mir jetzt sicherlich den Zutritt verweigern.
Mit Weicheiern trainiert man halt nicht gern.....ich ja auch nicht,
früher....außer Mehdi halt......aber DAS war auf jeden Fall eine Ausnahme.....Mehdi eben!

Und auch Gretchen saß eine lange Zeit träumend auf dem Tresen, ehe sie ihre Gedanken wieder in normale Bahnen lenken konnte.

Soll das jetzt immer soooo sein? Hach....wie herrlich!
Von mir aus könnte die Welt außerhalb dieser Mauern ruhig einfrieren, stehen bleiben, oder am besten gleich gar nicht mehr existieren.
Das alles wäre mir egal.....Hauptsache, Marc ist hier!
Kein Telefon, kein Strom, rein gar nichts....jaaaa. das wär toll!
Obwohl.... so ganz ohne Strom? Auf meinen Epilierer möchte ich aber nicht verzichten!
Wie würde ich denn da nach kurzer Zeit aussehen? Wie ein Yeti?
Sehr sexy.....Marc würde bestimmt schreiend davonrennen.
Also lieber doch Strom. Lebensmittel werden ja auch immer sooo schnell schlecht, wenn man sie nicht im Kühlschrank aufbewahrt!!!!
Nee nee, Strom MUSS sein!!!
Aber ansonsten nähe ich unsere Klamotten selber.
Kann man eigentlich aus Schilf Hemden und Hosen flechten? Keine Ahnung!
Obwohl.....Marc in einem knappen Lendensschurz?? Ach nee....geht ja gar nicht....ich kann doch keine Tiere töten!!!!!
Und ein echter Lendenschurz besteht doch hauptsächlich aus Leder, oder?
Auf jeden Fall ernähren wir uns nur von den Früchten der Natur....am liebsten das, was ohne jegliches Zutun von selbst gestorben ist!
Kann ja wohl schlecht nen Hasen töten, oder gar ein niedliches Bambi?!
Jaaaa, und dann bekommen wir zehntausend Kinder....naja...vielleicht nicht gaaanz so viele!
Aber so zwei oder drei? Mhmhm.....was Marc wohl dazu sagt?
Wem sie wohl ähnlicher wären? Mir oder doch eher.....
STOP Gretchen! Immer schöööön langsam......eins nach dem anderen!
Nachher ist Marc noch völlig überfordert. Ich darf seinen derzeitigen Zustand nicht überstrapazieren.
Bin sowieso schon mehr als erstaunt, zu was ein Marc Meier so in der Lage sein kann, wenn er verliebt ist.....also.....das ist er doch, oder????
Muß das UNBEDINGT mal bei passender Gelegenheit rausfinden.
So ganz subtil natürlich.......so was wie....
Duhu? Marc? Mensch.....was ich schon immer mal fragen wollte.... Naja, vielleicht nicht ganz so....aber so in etwa?

Eine Weile saß sie noch da und spann sich die erwünschte Zukunft vor ihrem geistigen Auge zurecht,
doch dann hüpfte sie beschwingt von der Anrichte und ging seelig hinaus auf die Veranda.
Dort lehnte sie sich an die Brüstung und blickte verträumt in den Himmel.
Seufzend schloß sie die Augen und atmete mehrmals tief die noch kühle Morgenluft ein.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2010 17:03
#31 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
also wirklich...wenn man Eure Kommis so liest,
hat man ja eine bestimmte Vorstellung, wie es Eurer Meinung nach weitergehen soll.
Schämt Euch!!!!!!!
Ich muß gestehen.....da müßt Ihr wohl noch ein bißchen warten.
Ich hoffe, der neue Teil gefällt Euch trotzdem.
Hab mich tierisch über Eure Kommis gefreut, und ich hoffe, natürlich, auf mehr!
Aber erst einmal wünsch ich Euch viel Spaß.
Fühlt Euch geknuddelt
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic



Wie herrlich still es hier ist, ging ihr durch den Kopf,
wenn die Welt noch zu schlafen scheint!!!!
Kein Autolärm...keine Sirenen...keine nervigen Menschen, die einen mit unangenehmen Fragen löchern könnten.....nur diese absolute Stille.
Unglaublich!

Da es noch früh am Morgen war, schien die Sonne noch nicht warm genug, sodass sie etwas fröstelte.
Sie schlang die Arme um ihren Körper und rieb sich leicht über die Oberarme.

Ich will nicht zurück in die andere Welt! Ich will am liebsten auf ewig hier bleiben.
Aber das geht nicht. Irgendwann muß ich zurück....und Marc auch.
Dafür lieben wir beide unseren Job viel zu sehr.
Und wer weiß.....vielleicht überstehen wir ja den Alltag.
So schwer kann das doch nicht sein?
Vor allem, nachdem wir schon alle diese gemeinen Hürden genommen haben, die man uns immer wieder in den Weg geworfen hat!
Dann sollten wir doch auch alles andere schaffen, oder?
Mich würde ja mal interessieren, wie man auf uns reagieren wird.
Schwester Sabine wird bestimmt vor lauter Aufregung nen Schlaganfall bekommen.

Seufzend verdrehte sie die Augen.

Kann mir ihre Worte schon regelrecht vorstellen!
SIE hat es ja IMMER gewußt, wie in Band so und so, Dr. Rogelt und die Liebe....was weiß ich!
Und Mehdi....naja...er wird wohl oder übel damit umgehen müssen.
Und Gabi erst...hihihi.....wer zuletzt lacht, lacht halt immer noch am besten, gell?
Gott, kann ich gemein sein, also wirklich! Ich SOLLTE mich schämen....vielleicht!
Oh Gott...und Mama, die wird bestimmt sofort wieder Heiratspläne schmieden.
Weil das ja mit der ersten schon soooo hervorragend geklappt hat, ne?
Sehe schon vor mir, wie sie Marc sofort mit Beschlag belegt, sodass er keine Luft mehr bekommt.
Wahrscheinlich wird sie ihm, wie so ein ekliger, kleiner Blutegel, nach und nach sein Gehirn aussaugen....
Oh nein....nein, nein, nein, DAS muß ich unbedingt verhindern.
DAS wäre definitv zuviel des Guten für unseren freiheitsliebenden Marc!
Das darf ich nie vergessen. Der kriegt bei zuviel Enge womöglich Panik und flieht.
Aber gut, dass ich weiß, wie er tickt.
Obwohl...im Moment scheint er ja nicht genug von mir zu bekommen......hach....seufz!
Diesen Zustand muß ich so lang wie nur irgend möglich geniessen...........

Marc, der in der Zwischenzeit seine Dusche beendet hatte, betrat nun ebenfalls leise die Veranda.
Eine Weile blieb er im Türrahmen stehen und beobachtete sie einfach nur, wie sie so dastand, an das Geländer gelehnt, die Augen geschlossen.
Sofort spürte er wieder das, ihm mittlerweile nur allzu gut bekannte, Ziehen in der Brustgegend.

Wie wohl der Alltag wird?
Denen werden garantiert die Augen aus dem Kopf fallen,
wenn sie erfahren, dass Gretchen und ich.....nun ja.....dass wir....zusammen sind?
Ich gehe doch mal ganz stark davon aus, dass wir das sind....oder?
Nein, natürlich sind wir das....Gretchen ist nicht so eine Art von Frau, die ein leichtes Techtelmechtel will.
Wenn, dann will sie einen Mann voll und ganz...mit Haut und Haaren.
Und wenn es nach mir geht....gerne!
Hab sowieso keine Chance mehr, diese Frau aus meinem, mir meinem damals sehr gefälligen, Leben zu verbannen...
nicht, dass ich das jemals wollen würde....ich bin doch nicht irre!
Wahrscheinlich werden sie alle wie verrückt auf sie einreden, dass sie so einen Mann wie mich lieber in den Wind schießen sollte!!!!!
Naja....ich muß zugeben....ich könnte es sogar verstehen, nach allem, was ich mir geleistet habe.....
mit Ruhm habe ich mich nicht gerade bekleckert.
Aber...unglaublich, aber wahr...ich bin ein anderer geworden!!!
Und DAS wird sich auch sooo schnell nicht wieder ändern......

Doch dann stieß er sich vom Rahmen ab, ging leise auf sie zu und trat dicht hinter sie.
Kurz bevor er sie berühren konnte, blieb er stehen.
Er schloß ebenfalls kurz die Augen und atmete einmal tief den Duft ihrer Haare ein,
die wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt waren.

Gretchen hatte seine Anwesenheit nicht bemerkt, bis plötzlich zwei starke Arme sie umfingen und sie sanft an sich drückten.
Marc legte den Kopf auf ihre Schulter, rieb nun an ihrer Stelle sanft über ihre Oberarme und betrachtete die Bäume,
deren Blätter sich sanft im Wind wiegten.

"Zweifel?" fragte er sie schließlich leise, sein Mund dabei dicht an ihrem Ohr.

Gretchen spürte seinen Atem auf ihrer Haut entlangstreichen.
Sofort bekam sie eine Gänsehaut, die ihren kompletten Körper nach und nach eroberte.
Sie lehnte sich an ihn, legte ihre Hände leicht auf seine, und schüttelte kaum merklich den Kopf.

"Keineswegs!" flüsterte sie bestimmt,
woraufhin Marc seine Arme noch fester um sie schlang.

Lange standen sie da und genossen erneut die Nähe des anderen.

Doch dann gab Marc ihr einen Kuss auf´s Haar und löste sich leicht von ihr.
Er räusperte sich kurz, dann stupste er ihr mit dem Zeigefinger leicht auf die Nasenspitze.

"Netter Versuch, Hasenzahn.....aber jetzt heißt es, endlich.....anziehen!" sagte er streng,
doch sein Blick verriet das Gegenteil.

Gretchen knuffte ihn leicht in die Seite, doch dann löste sie sich von ihm,
lächelte zur Bestätigung seiner Worte und ging hinein.
Dort nahm sie ebenfalls eine genüßliche Dusche. Allerdings bevorzugte sie warmes Wasser.

Als sie aus der Dusche trat, griff sie nach dem Badetuch und schlang es sich fest um ihren Körper.
Dann stellte sie sich vor den Spiegel und wischte den Wasserdampf weg.
Eine Weile betrachtete sie sich, doch dann strich sie ihre Haare zurück und lächelte.

Ich sehe glücklich aus, dachte sie fröhlich, und griff nach der Zahnbürste. Jaaaa, und ich bin es auch!

Pfeifend genoss sie das warme Wasser, dass über ihren Körper rieselte.
Nachdem sie sich noch besonders sorgsam zurecht gemacht hatte,
ging sie ins Schlafzimmer und schlüpfte in schöne Unterwäsche.

Man weiß ja nie, dachte sie lächelnd.
Nicht dass ich es darauf anlegen würde.....dafür wär es mir zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh.
Aber darauf wetten, dass sie nicht doch noch schwach werden konnte, wollte sie lieber nicht.

Danach trat sie an die Kommode.
Sie öffnete die Schublade, entschied sich für eine leichte, weiße Sommerhose,
und, dazu passend, eine hellblaue Tunikabluse mit leichter Blumenstickerei am Dekolleté.
Rasch zog sie die Sachen an, warf noch einen prüfenden Blick in den Spiegel, und nickte zufrieden.
Anschließend trat sie aus dem Schlafzimmer, und ging Richtung Sofa,
wo Marc bereits fertig angezogen saß und den inzwischen kalt gewordenen Kaffee trank.
Noch hatte er sie nicht bemerkt.
Gretchen beobachtete ihn eine Weile, wie er so dasaß und seine Stirn wegen des kalten Kaffees in Falten legte.
Die Hand hatte er immer wieder an seinen Hals gelegt.
Gretchen bemerkte dies und hob erstaunt die Augenbraue.

Was hat er denn? fragte sie sich.
Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich meinen, er ist nervös....aber wieso?
Gibt doch keinen Grund! Hat er etwa...doch Panik?

"Marc.....ähhhh.....alles okay? Hast Du......Halsschmerzen?" fragte sie ihn unsicher.

Verwundert über diese Frage sah Marc sie an.
"Halsschmerzen? Wieso Halsschmerzen, nein.....ähhhhh....alles...okay!" stammelte er hilflos,
doch dann erhob er sich und ging mit ihr in die Küche.

Sie aßen noch schnell eine Kleinigkeit, dann fuhren sie zum Marktplatz des Dorfes,
wo an diesem Tag mehrere Stände aufgebaut waren.

Gretchen wunderte sich zwar, warum Marc immer wieder mal nervös auf seine Uhr sah,
doch sie fragte nicht weiter nach.
Gemütlich schlenderten sie über den kleinen Markt, bis Gretchen schließlich einen niedlichen Blumenladen entdeckte.
Sie wollte geradewegs darauf zu gehen, als sie erstaunt innehielt.

Vor dem kleinen Laden stand der selbe junge Mann, der ihr auf etwas unsanfte Weise einen Rosenregen beschert hatte.
Als der Mann sie entdeckte, lief er puterrot an, winkte ihr verlegen zu und verschwand danach eilig ins Innere des Ladens.

Ach....guck mal einer an!!!! dachte sie schelmisch.

Mit einem wissenden Lächeln drehte sie sich zu Marc um und sah ihn mit hochgezogenerAugenbraue fragend an.
Marc verstand erst nicht so recht, warum sie jetzt so merkwürdig grinste,
doch als er nun ebenfalls sah, WO genau sie stehengeblieben waren, bekam er vor lauter Schreck fast einen Hustenanfall.

Nicht auszudenken, wenn Gretchen ausgerechnet in DIESEN Blumenladen gehen würde.
Die alte Dame würde ihn bestimmt verraten. Und das könnte für ihn mehr als peinlich werden!!!!
Ich muß sie UNBEDINGT ablenken...bloß...womit, zum Teufel?

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2010 16:24
#32 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So....
Ihr Lieben!
Vielen Dank für Eure lieben Kommis, bei manchen mußte ich ziemlich schmunzeln.
Nun aber zum heutigen Teil...
mal schauen, ob Eure Ahnungen sich bewahrheiten.
Hab gestern abend noch, nachdem ich Eure Kommis gelesen habe,
einen kleinen Scherz eingebaut, und ich bin mir sicher,
einige von Euch werden ihn sofort bemerken.
Betrachtet es also mit einem Augenzwinkern!!!
Ich hoffe, Ihr hinterlasst mir wieder ein paar liebe Kommis.

Lieben Gruß
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic



Rasch versuchte er, Gretchen auf andere Gedanken zu bringen.
Er deutete willkürlich auf irgendeinen Stand in der Nähe und versuchte mehrmals vergeblich, sie dort hin zu schieben.

"Ähhhh....Hasenzahn....Mensch....schau mal, soooo viel......"sagte er,
doch als er sah, auf WAS für einen Stand er da deutete, brach er abrupt ab.
Schlagartig überzog eine gesunde Röte sein Gesicht,
und etwas verärgert über sich selbst, verdrehte er die Augen.

".....Feinrippunterhosen." vollendete er schließlich kaum hörbar seinen Satz.

Gretchen die seinem Blick gefolgt war, hatte redlich Mühe,
sich ein Lachen zu verkneifen.

"Marc....ich wußte ja gar nicht...dass Du sooo einen ausgefallenen Geschmack hast." sagte sie noch, bevor sie losprustete.
"Also ICH stehe ja eher auf eine andere Unterwäscheart.....etwas weniger altbackenes." sagte sie immer noch lachend.

Marc griff sich nervös ins Haar.
Die Hand um seinen Hals griff erneut enger zu, und er wurde zunehmend blasser.

"Ähhh...nein....also bitte....nun komm jetzt!" rief er verzweifelt,
und griff erneut nach ihrem Arm.

Doch Gretchen entwich geschickt seinem Griff und ging bereits einen weiteren Schritt auf den Blumenladen zu.
Sie wußte nur allzu sicher, dass Marc von einem Herzinfarkt nicht mehr weit entfernt war.
Diese Tatsache bereitete ihr allerdings eine unglaubliche Schadenfreude,
und sie genoß es unheimlich, ihn so zappeln zu lassen.

"Ohhhh....sieh doch nur! Was für hübsche Blumen da...." sagte sie gespielt überrascht,
wurde jedoch sofort von Marc unterbrochen.

"Scheiß auf die Blumen....werden doch eh....völlig überbewertet!!!" sagte er mit rotem Kopf.
Die ganze Situation war ihm deutlich unangenehm.
Und die gefühlte Hand, die immer noch um seinen Hals gelegt zu sein schien, drückte auch immer fester zu.

"Außerdem.... hab ich TIERISCHEN Hunger! Ähhhh...wir wollten doch was essen....oder?
Und Blumen kann man ja bekanntlich nicht essen!
Ich würde da auch eher was gängigeres bevorzugen." sagte er und reichte ihr hoffnungsvoll erneut die Hand.

Gretchen sah seinen verzweifelten Gesichtsausdruck und bekam sofort ein schlechte Gewissen.
Da sie ihn nicht länger unnötig quälen wollte, gab sie rasch nach und ging auf ihn zu.
Sie griff nach seiner Hand, verschränkte ihre Finger mit seinen und drückte sie leicht.

"Stimmt! Da drüben sieht es so aus, als ob man da etwas zu essen bekommen könnte.
Und wie Du schon sagst....wer braucht schon Blumen, ne?" sagte sie
und deutete demonstrativ auf einen Stand mit Obst und Gemüse.

"Richtig....ja...sieht ganz so aus!!!!" antwortete Marc erleichtert,
drückte ihre Hand und ließ sie vorsichtshalber die nächste Zeit nicht mehr los.
Doch auf einmal wurde er stutzig.

"Ähhhh....Moment mal....hast Du was gegen....Blumen?" fragte er verunsichert.

Gretchen blickte zu ihm auf und sah, wie er mit sich zu kämpfen hatte.

Der führt doch irgendwas im Schilde, ging ihr durch den Kopf.
Bloß was?

Marc, der immer noch nervös auf ihre Antwort wartete,
machte sie nun wieder auf sich aufmerksam.

"Hasenzahn?" fragte er und sah mit einem mehr als verunsicherten Blick in ihre Augen.

Gretchen jedoch, die seine Frage schon vergessen hatte, wußte nicht so recht, was er von ihr wollte.

"Jaha?" fragte sie ihn nun etwas abwesend.
"Blumen....ich will....nun...ob Du sie nicht magst.....wollt ich wissen....
natürlich nur so....interessehalber.....natürlich, nur....darum frage ich. Ja!!!!!" sagte er,
und wußte selbst, wie blöd das klingen mußte.

Total unauffällig Meier, schoß ihm durch den Kopf, also echt!!!!!!!!

Doch Gretchen schien dies nicht zu bemerken, denn sie hatte längst einen Stand mit handgemachter Schokolade entdeckt.
Sofort war ihr Gehirn auf Suchtmittel gepolt.
Etwas ungeduldig begann sie, von einem Bein auf´s andere zu hüpfen.

"Doch, natürlich, ICH LIEBE BLUMEN....welche Frau tut das denn bitte nicht?
Ganz besonders...wenn sie mit Liebe geschenkt werden!" sagte sie bestimmt, und zog ihn bereits Richtung Schokolade.

Die imaginäre Hand an Marc´s Hals ließ sofort etwas mehr Atemluft zu,
sodass er erleichtert aufatmete und sein Gesicht wieder eine gesunde Farbe annahm.

An dem kleinen Stand angekommen, war Gretchen fast nicht mehr zu bremsen.
Sie schien, wie Marc belustigt feststellte, auf einem anderen Planeten zu sein.
Der Verkäufer bot ihr mehrere Sorten zum probieren an, was Gretchen fast in eine Art Rauschzustand versetzte.
Marc, der etwas Abseits am Ende des Standes an einem Pfosten lehnte, beobachtete dies mit großem Vergnügen.

Am liebsten hätte er sie an sich gerissen und ihr die Schokolade von den Lippen geküßt.
Aber moment mal....wieso denn eigentlich nicht?

Gedacht, getan.

Marc stieß sich vom Pfosten ab, ging eilig auf sie zu und zog sie stürmisch an sich.
Er schlang seine Arme fest um ihren Körper und preßte leidenschaftlich seine Lippen auf ihre.
Gretchen war so überrumpelt von seinem Angriff, dass sie leicht den Halt verlor.
Sie klammerte sich sofort an seine starken Arme, während er sie weiterhin wie von Sinnen küßte.
Und da sie ja in seinen Armen sicher war, den Boden nicht näher zu betrachten, erwiderte sie seinen Kuß mit derselben Hingabe.

Doch nach langer Zeit, während sie schon belustigte Blicke und anfeuernde Pfiffe ernteten,
lösten sie sich langsam voneinander.

"Was...war das...denn...gerade?" stammelte sie erregt.
"Na...Du hattest Schokolade am Mund.....Die mußte ich doch testen.
Ich kaufe doch nichts, was nicht meinen Ansprüchen genügt." sagte er lachend,
und leckte sich noch einmal zur Bekräftigung seiner Worte genüsslich über die Lippen.
Dann zwinkerte er ihr zu.

"Lecker....diese Schokolade kann man definitiv kaufen!" sagte er mit tiefer Überzeugung.
Gretchen lachte kurz auf.
"Du bist UNMÖGLICH!!!!" sagte sie,
doch grinste sie dabei von einem Ohr zum anderen.

Nachdem sie sich eine kleine Auswahl zusammengestellt und natürlich auch gekauft hatten,
bekam Marc auch noch eine Tüte Bonbons, damit er nicht völlig leer ausging.

Danach bummelten sie gemütlich weiter.
An dem nächsten Obststand hielten sie ein weiteres mal an.
Sie ließen ihre Blicke über die Auslage schweifen, wo sich saisonbedingt die tollsten Obstsorten befanden,
was es ihnen nichte gerade leicht machte, eine Wahl zu treffen.

Doch letztlich entschieden sie sich auch hier für eine vielfältige Auswahl,
ließen sich alles einpacken und schlenderten erneut die kleinen Gassen zwischen den Ständen entlang.
Mittlerweile war es recht voll geworden, und ein geschäftiges Treiben herrschte an den einzelnen Ständen.

Irgendwann gelangten sie an den Stand mit den griechischen Spezialitäten.
Und da beide mittlerweile einen riesigen Hunger hatten, schlugen sie hier richtig zu.
Sie schlenderten weiter auf eine kleine Bank zu, setzten sich und aßen die Leckereien, die sich in ihrer Tüte befanden.
Eine ganze Weile beobachteten sie das hektische Treiben an den Ständen, und hier und da lästerten sie über die Menschen,
die an ihrer Bank vorbeikamen.

Irgendwann, als alle Köstlichkeiten verputzt waren, erhoben sie sich,
kauften sich noch ein Eis und schlenderten gemütlich zurück zum Auto.


Na, meine Lieben.....den Wink mit dem Bretterzaun bemerkt?
Ihr wolltet es, also kriegt Ihr es!!!!!!!!!!!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2010 16:42
#33 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
Ich weiß üüüüüberhaupt nicht, was Ihr meint,
wolltet Ihr etwa keine Bonbons?!
Mhmhm....muß ein Missverständnis sein.....komisch, komisch!!!
Nun aber hier der neue Teil!!!
Weiß allerdings nicht, ob er Euch gefallen wird.
Ich setze schon mal lieber den Schutzhelm auf,
bevor ich heute abend Eure Kommis lese.
Liebe Gruesse
Eure
Nadine



Nach einer kurzen Fahrt erreichten sie den kleinen Weg, und Marc stoppte das Auto.

Beide stiegen aus, nahmen ihre Einkäufe aus dem Kofferraum. Sie lächelten sich noch einmal an,
bevor sie sich umdrehten und Hand in Hand zum Haus gingen.

Doch als Gretchen ihren Blick von Marc abwendete und zur Veranda sah, erstarrte sie.
Und einen kurzen Moment krampfte sich ihr Herz zusammen.
Ohne es zu merken, drückte sie seine Hand immer fester, was Marc mit einem irritierten Blick auf seine Hand feststellte.
Erstaunt sah er sie an.
Jegliche Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen, und sie begann am ganzen Körper zu zittern.

Was zum Teuf....., dachte er besorgt, doch als er ihrem Blick folgte,
blieb er ebenfalls unvermittelt stehen.
Ungläubig dessen, was er da sah, drückte auch er nun Gretchens Hand deutlich fester.
Fast so, als ob er damit die bösen Geister vertreiben könnte.
Allzu deutlich konnte er spüren, wie eine unbändige Wut in ihm aufstieg, die er kaum noch unterdrücken konnte.

Denn niemand geringerer als Alexis, oder besser gesagt, Frank, kam im selben Augenblick langsam die kleinen Stufen der Veranda herab und ging auf sie zu.
Als er jedoch Marc erblickte, versteinerte sich seine Miene sofort.

Marc konnte nun nicht mehr an sich halten.
Abrupt ließ er Gretchens Hand los und ging eiligen Schrittes auf Frank zu.

"Marc, bitte.... NICHT" rief Gretchen noch, doch es war zu spät.

Marc hatte Frank bereits erreicht und schlug ihm ohne Vorwarnung mit der Faust kräftig ins Gesicht.
Dieser war so überrascht, dass er sofort zu Boden ging.
Marc stürzte sich auf ihn und schlug wie wild auf ihn ein.
Irgendwann stand er auf und ging ein paar Schritte rückwärts.
Schwer atmend blickte er auf Frank herab, während dieser sich an die Nase fasste und angewidert das Blut wegwischte.
Marc beugte sich ein weiteres Mal drohend über ihn.

Mit blankem Hass in den Augen sah er auf Frank hinab.
"ICH FASS ES NICHT!!! Du Wichser.... wie kannst Du es wagen, Dich wieder in ihre Nähe zu trauen!" schrie Marc ihn an.
Frank, der sich seine immer noch blutende Nase hielt, blickte wütend empor.
"Das geht Dich gar nichts an. Oder glaubst Du ernsthaft, dass sie immer noch so dumm ist, sich wieder auf Dich einzulassen?
Nachdem sie mit MIR zusammen war?" lachte Frank gehässig.
"HALT die Fresse, oder ich vergesse mich" schrie Marc nun schon fast.

Gretchen, die sich mittlerweile aus ihrer Starre gelöst hatte, trat hastig an Marc´s Seite und griff nach seinem Arm,
als dieser sich wieder bedrohlich Frank nähern wollte.
Doch Marc riss sich sofort wieder von ihr los.
Er war einfach zu aufgebracht, um sich beruhigen zu lassen.

"Sternchen...." schmeichelte Frank, als er sie erblickte und versuchte mühsam, sich aufzurappeln.
"Ich bin NICHT Dein Sternchen!" sagte Gretchen bestimmt, ohne ihn jedoch anzusehen.

Sie war zu sehr darauf konzentriert, Marc zu beobachten.
Denn sie war sich bei seinem Anblick ziemlich sicher, dass er kurz davor war, sich erneut auf Frank zu stürzen.

"Bitte.....lass uns noch mal über alles reden. Du fehlst mir doch so!" bettelte Frank nun.

Marc lachte gehässig auf.
"Wieso? Hat die alte Kuh Dich etwa aus ihrem Bett geschmissen?
Oder hat sie sich tatsächlich für einen besseren Stecher entschieden?
Könnte ich ja durchaus verstehen!" provozierte Marc ihn nun.

Bei diesem Satz drehte Gretchen sich zu ihm um und starrte ihn entgeistert an.
"MARC! Das ist NICHT witzig!" Mittlerweile böse über seinen Spruch funkelte Gretchen ihn an.
Ungläubig drehte Marc sich zu ihr um und sah sie an.
"Willst Du diesen Penner jetzt etwa noch verteidigen?" fragte er sie wütend.

Doch Gretchen kam gar nicht dazu, zu antworten, denn Frank,
der sich mittlerweile aufgerichtet hatte, meldete sich erneut zu Wort.

"Ich hab wenigstens den Arsch in der Hose, zuzugeben, dass ich Fehler gemacht habe.
Was man von Dir ja nicht behaupten kann. Dabei ist das doch eine recht lange Liste, soviel ich weiß!" stichelte nun auch Frank.
"Willst Du noch ein paar drauf?" funkelte Marc ihn wütend an.
"Komm doch....noch mal wirst Du nicht das Glück haben, auch zu treffen!"
"DAS können wir gerne austesten."
"Na dann...komm!" rief Frank und hob die Fäuste zum Kampf.

"HÖRT AUF!!! UND ZWAR ALLE BEIDE!" schrie Gretchen und hielt sich die Ohren zu.
Überrascht drehten sich beide Männer zu ihr um.

Nach einer Weile nahm Gretchen die Hände wieder herunter,
seufzte laut auf und blickte mit entschlossener Miene zu Frank.

"Du willst reden? Dann bitte... reden wir!" sagte sie bestimmt.
"BITTE?" Ungläubig dessen, was sie da gerade gesagt hatte,
starrte Marc sie ein weiteres Mal entgeistert an.

"Sternchen, wie schön...." triumphierte Frank.

Doch keiner achtete auf ihn.
"Du willst also allen Ernstes noch mit diesem Penner reden?
Wozu? Damit er Dich weiter belügen kann?
Reicht es Dir noch nicht?" Marc konnte es einfach nicht fassen.
"Marc... Du verstehst das nicht... ich...." stammelte Gretchen.
"Boah, echt ey. Wie kann man bloß so blöd sein? Ich habe doch echt geglaubt, Du hast daraus gelernt!
Aber anscheinend willst Du es nicht anders.
Scheint Dir wohl zu gefallen, dass man Dir in den Arsch tritt!" schrie Marc sie an.
"Marc...nein...das verstehst Du völlig...." sagte Gretchen und ging einen Schritt auf ihn zu.

Doch Marc hob abwehrend die Hand und ging einen Schritt zurück.
" Ohhh nein, ich glaub, das versteh ich schon genau richtig.
Aber von mir aus! Mach doch, was Du willst!!!! Ist mir doch egal.
Dieser ganze Romantikscheiß ging mir eh schon tierisch auf die Eier!" funkelte er sie wütend an.

Doch Gretchen konnte in seinem Blick lesen, dass das gelogen war.
Erneut ging sie einen Schritt auf ihn zu und wollte nach seiner Hand greifen.
Doch Marc schlug ihre Hand weg.

"Das ist mir jetzt echt zu blöd hier. Werde glücklich mit dem Penner, und laß mich in Zukunft in Ruhe!"

Mit diesem Worten drehte er sich um und ging eilig zu seinem Auto.
Schnell stieg er ein, knallte die Tür zu, und raste davon.

Ungläubig, was gerade passiert war, starrte Gretchen ihm hinterher.
Sie spürte, wie ihr die Tränen in die Augen schossen, doch sie blinzelte tapfer dagegen an.

Dann fahr doch, Du Feigling, dachte sie. Ich glaub Dir eh kein Wort.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2010 15:26
#34 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
hier wieder ein neuer Teil.
Etwas früher als sonst, aber ich hab Schiss,
dass ich noch mehr Schläge kriege!
Werde allerdings den Schutzhelm noch aufbehalten müssen,
aber entscheidet selbst!!!!
Vielen Dank für Eure Kommis,
auch wenn Ihr von der derzeitigen Handlung eher geschockt seid.
Aber es wird schon wieder Bonbons geben.....abwarten.
Ich wünsch Euch viel Spaß.
Eure
den Kopf einziehende
NadineImage and video hosting by TinyPic

PS: BITTE BITTE



Nachdem sie ein paar Mal tief durchgeatmet hatte, drehte sie sich langsam Frank zu.
Dieser stand mittlerweile wieder fest auf seinen Beinen.
Kurz klopfte er sich den restlichen Dreck von seinen Klamotten,
bevor er mit einem triumphierenden Lächeln einen Schritt auf sie zu ging.
Seinem Blick war deutlich anzusehen, dass er seinen vermeintlichen Sieg über seinen Erzfeind sehr genoss.

Als Gretchen dies bemerkte, verdrehte sie kurz die Augen.
Immer noch wütend über Marc, aber auch ein bißchen über sich selbst,
lief sie schnellen Schrittes an Frank vorbei und ging ins Haus.

Frank sah ihr erstaunt hinterher.
Er zögerte kurz, doch dann folgte er ihr mit gebührendem Abstand.

Das wird ne harte Nummer, dachte er, als er auf die Veranda trat.

Er griff nach dem riesigen Strauss roter Rosen, der mit den unzähligen anderen geliefert wurde,
die sich bereits im Haus befanden, und lächelte auf widerliche Weise.
Die Sträusse waren kurz nach seiner Ankunft geliefert worden.
Und Frank betrachtete es als glücklichen Wink des Schicksals, dass der Lieferant bei der Übergabe nicht zu merken schien,
dass er selbst gar nicht der Auftraggeber war.
Und er hätte sich lieber einen Finger abgehackt, als die Wahrheit klarzustellen.

Um so besser für mich, dachte er noch hinterhältig, bevor er die Schultern straffte,
seine Krawatte zurecht rückte und einen Schritt auf die Tür zuging.

Bevor er jedoch das Haus betrat, zog er die Karte heraus, verzog kurz angewidert den Mund
und warf sie anschließend achtlos auf den Boden.

Der Möchtegernchefarzt hat jetzt bestimmt nichts mehr dagegen, dachte er noch böse,
ich kann den jetzt sowieso viel besser gebrauchen.

Dann trat er mit den Blumen in der Hand über die Türschwelle.
Etwas zögerlich betrat er anschließend den kleinen Raum.
Da er nicht wußte, wo Gretchen steckte, schlich er vorsichtig Schritt für Schritt weiter.
Doch schließlich entdeckte er sie.

Gretchen saß, in sich zusammengesunken, auf dem Sofa, hatte den Kopf zurückgelehnt
und starrte mit leerem Blick an die Decke.

Langsam trat Frank an sie heran, bevor er neben ihr in die Knie ging.
Er hoffte sie würde ihm irgendwann den Blick zuwenden, doch mußte er nach einiger Zeit mit Enttäuschung feststellen,
dass Gretchen gar nicht daran dachte, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen.

Eindringlich sah er sie an.
"Goldie.... ich freu mich so, dass Du noch mit mir reden willst!"sagte er leise.
Doch wieder kam keine Gefühlsregung von ihr.

Er versuchte ihre Hand zu greifen, aber Gretchen zog sie sofort weg.
Dann hielt er ihr den Strauss hin, den sie jedoch sofort mit einer abwehrenden Handbewegung zur Seite schob.

Die Masse an Blumen, die überall wahllos im Raum verteilt waren,
hatte sie zwar bemerkt, aber sie interessierten sie nicht.
Denn sie ging ja fälschlicherweise davon aus, dass sie von Frank kamen.

Erneut versuchte Frank nun, ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
"Liebes... bitte.... ich weiß, und Du hast ja auch gesagt, dass ich Dich in Ruhe lassen soll,
....und.....ich habe es auch nicht anders verdient.
Aber Du hast mir sooo gefehlt in den letzten Wochen." redete er ohne Unterlass.

Aber Gretchen reagierte einfach nicht.
Sie sagte kein Wort. Auch würdigte sie ihn keines Blickes.
Frank, der sich nicht sicher war, ob sie überhaupt ansprechbar war,
hob die Hand und wedelte zwei- oder dreimal vor ihrem Gesicht hin und her.
Und endlich bedachte sie ihn mit einem Blick.
Allerdings war dieser so böse, dass er innerlich zusammenzuckte. Sofort nahm er seine Hand wieder runter.

Kurz darauf blickte sie, fast so, als ob nichts gewesen wäre, wieder an die Decke.
Frank wurde nun zunehmend ratloser.
Unsicher, was in dieser Lage für ihn am besten wäre, geschweige denn er als nächstes tun sollte,
wagte er es schließlich nach langer Zeit erneut, sie anzusprechen.

"Ich weiß....es ist viel Zeit vergangen, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben,
aber...willst Du es mir vielleicht erzählen?"

Doch Gretchen antwortete immer noch nicht, sondern starrte weiterhin die Decke an.

Verzweifelt fuhr er sich durch die Haare.
Achtlos legte er den Strauss auf den Tisch. Dann erhob er sich und setzte sich mit etwas Abstand neben sie.

"Okay...pass auf. Ich mach Dir nen Vorschlag," versuchte er es weiter,
"wir müssen uns ja auch erst einmal wieder aneinander gewöhnen.
Vielleicht sollten wir es ganz langsam angehen lassen? Es ist ja ziemlich viel passiert,
also....was hältst Du davon, wenn wir uns nen schönen DVD Abend machen?
Reden können wir ja morgen immer noch, hm?"
Hoffnungsvoll sah er sie an und wartete gespannt auf ihre Antwort.

Nach einer Weile senkte Gretchen den Kopf
und schaute ihn mit leerem Blick an. Doch dann nickte sie.

Denn eigentlich hatte sie überhaupt keine Lust mehr, mit ihm zu reden.
In ihrem Kopf herrschte totales Chaos. Da kam ihr sein Vorschlag gerade recht.
Hauptsache, er hielt die Klappe. Sie mußte nachdenken. Und zwar gewaltig.

Frank fasste ihr Schweigen als ja auf, erhob sich schnell und lächelte erfreut.
"Wunderbar!!!! Dann gehe ich mal in die Küche und mach uns ne Flasche Wein auf, was meinst Du?" sagte er fröhlich,
dann drehte er sich auf dem Absatz um und ging eilig davon.
Als er in der Küche verschwunden war, seufzte Gretchen erleichtert auf.

Endlich Stille, dachte sie erleichtert, Gott sei Dank! Zwar nur kurz, aber immerhin.

Sie hob ihre schweren Arme und rieb sich die schmerzenden Schläfen.
Doch leider half es nichts. Ihr Kopf dröhnte fürchterlich.
Immer wieder schossen dieselben Fragen durch ihren Kopf.

Warum ist Marc so einfach gegangen?
Ich wollte es ihm doch erklären, aber er hat ja nicht mal zugehört, dieser....dieser....sture Bock!
Denkt der wirklich, dass ich Alexis, ähhhh Frank, zurück haben will?
Nach allem, was wir hier zusammen erlebt haben? DAS kann er doch nicht allen Ernstes glauben? Oder doch?
Vielleicht ist es dann wirklich besser, wenn er weg ist, bei dem nicht nicht vorhandenen Vertrauen.
DAS ist doch mal wieder gaaanz typisch für ihn...beim geringsten Anlass geht er stiften.
Anscheinend hat er sich doch kein bißchen verändert!!!
Guuuut, geringster Anlass ist vielleicht ein bißchen untertrieben....aber trotzdem.
Soll das immer so sein? Bei der kleinsten Schwierigkeit zieht er den Schwanz ein?.....Arghhh!!!!
ICH FASSE ES NICHT! Und ich war soooo blöd, und hab tatsächlich angefangen zu glauben, dass er mich liebt......wie dumm von mir!
Mal wieder! Wahrscheinlich war es nur ein weiteres seiner kleinen Spielchen.
Wollte sich wohl selbst was beweisen, was weiß ich....

Du weißt genau, meldete sich sofort die kleine, innere Stimme zu Wort, dass es NICHT so ist!
Marc hat sich definitv verändert, siehst Du das denn wirklich nicht???

Doch Gretchen schüttelte nur unwillig den Kopf.
Sie war so sehr damit beschäftigt, ihre Gedanken zu ordnen,
dass sie nicht mitbekam, dass Frank bereits aus der Küche zurückkehrte.

Bewaffnet mit einer Flasche Rotwein und zwei Gläsern kam er lächelnd auf das Sofa zu,
stellte die Gläser auf den Tisch und schenkte ihnen ein.

Gretchen bemerkte seine gute Laune und stöhnte kurz genervt auf.

Was grinst der denn jetzt so blöd?

Doch Frank war innerlich schon so sehr auf Versöhnung gepolt,
dass er ihre miese Laune gar nicht realisierte.

"Dann will ich doch mal sehen, ob ich einen guten Film finde", sagte er fröhlich und ging zum Regal.
Übertrieben lehnte er sich nach vorne und hob den Zeigefinger an die Lippen.

" Mal sehen..... in unserem Fall wäre sicherlich eine Komödie die beste Wahl, oder?
Vielleicht werden wir dann ein bißchen lockerer" lachte er sie an.

Gretchen lächelte gekünstelt zurück.

Locker? dachte sie ungläubig, ich geb Dir gleich locker. Du Vollidiot....Aber nicht jetzt!!!!
Nun schieb endlich den dämlichen Film rein und halt die Klappe.....ich MUSS nachdenken.

Mit genervtem Blick beobachtete sie, wie er immer noch eingehend die DVD-Sammlung durchstöberte.
Innerlich zählte sie bis hundert, um nicht die Fassung zu verlieren.

Doch Frank schien auch das nicht zu bemerken.
Kurz darauf zog er triumphierend einen Film hervor und legte ihn in den Player.
Er kehrte zum Sofa zurück, griff nach der Fernbedienung und setzte sich dicht neben sie.
Er versuchte, den Arm um sie zu legen, doch Gretchen rückte sofort ein Stück von ihm weg.
Es war ihr unmöglich, ihn so dicht neben sich zu haben.

"Ich hab gehört, der soll ganz gut sein." sagte er lächelnd,
nachdem er den Arm wieder runter genommen hatte.

Dann lehnte er sich entspannt zurück, griff nach seinem Glas und hielt es ihr hin.

"Na dann... auf einen entspannten Abend!"

Aufmunternd sah er sie an. Doch Gretchen starrte nur auf den Fernseher.
Frank trank einen Schluck, dann startete er den Film.
Gretchen griff nun ebenfalls nach ihrem Glas und trank das Glas in einem kräftigen Zug leer.
Mit echter Verwunderung im Blick sah Frank ihr dabei zu.

Dann wartete sie darauf, dass der Film begann.
Nach einigen Werbespots und Hinweisen auf aktuelle Filme, die es bald zu kaufen gab,
ging es los.

Aber als endlich der Titel der Films erschien, ließ Gretchen vor Schreck unvermittelt ihr Glas los,
welches zu Boden fiel und in tausend Teile zerbrach.
Wie von der Tarantel gestochen sprang sie auf und starrte ungläubig auf den Bildschirm.

Erschrocken über ihr Verhalten, verschluckte Frank sich heftig.
Doch nachdem er seinen Hustanfall überstanden hatte, sah er verwirrt zu ihr auf.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

22.05.2010 15:28
#35 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Sooo...Ihr Lieben!
Vielen lieben Dank für Eure Kommis.
Ihr scheint ja von der derzeitigen Entwicklung weniger begeistert zu sein.
Hmhm....was machen wir da bloß?
Ha! Ich hab´s!
Vielleicht gefällt Euch dieser Teil ja schon wieder ein bißchen besser!
Mal schauen, wie Eure Kommis ausfallen.
Leider ist dieser Teil etwas kürzer als sonst,
aber mehr schaffe ich heute einfach nicht, sorry!
Ich wünsch Euch noch ein schönes Restpfingstwochenende, auch wenn das Wetter
nicht so mitspielt, wie gewünscht!
Fühlt Euch gedrückt.
Eure
NadineImage and video hosting by TinyPic



"Sternchen," rief er besorgt, "um Gottes Willen!
Was ist denn? Geht es Dir nicht gut?"

Immer noch ungläubig, was hier gerade passierte, drehte sie sich langsam zu ihm um,
nur um dann gleich wieder auf den Fernseher zu starren.

Frank wurde nun zunehmend nervöser.
Besorgt griff er nach ihrer Hand und erschrak. Sie war eiskalt.
Er griff etwas fester zu, um bei Gretchen eine Reaktion hervorzurufen.
Doch Gretchen stand einfach da, wie versteinert, und starrte verbissen auf den Bildschirm.

"Sternchen....bitte.....sag doch was!? Soll ich vielleicht lieber einen anderen Film einlegen?"

Frank verstand die Welt nicht mehr.
Nach einer Weile drehte sie sich erneut zu ihm um. Mit gefühllosem Blick sah sie auf ihn hinab.
Dann schloss sie kurz die Augen und atmete einmal tief durch.

Als sie ihre Augen wieder öffnete und ihn ansah, erschrak er zutiefst.
"Raus hier" sagte sie plötzlich unvermittelt.
Frank war so verwirrt, dass er sie weiterhin besorgt anblickte.
"Was? Aber.....was.....Sternchen... ich versteh nicht ganz..." stammelte er
und versuchte erneut, ihre Hand zu halten.

Doch Gretchen wich einen Schritt zurück und schüttelte vehement den Kopf.
"Hast Du nicht gehört, was ich gesagt habe? DU SOLLST VERSCHWINDEN!!!!!" erwachte sie nun vollends aus ihrer Starre und schrie ihn an.
"Aber.... was ist denn auf einmal los mit Dir?"
"Halt einfach die Klappe, okay? Und damit wir uns richtig verstehen:
Wage es ja nicht, jemals wieder in meine Nähe zu kommen. Ansonsten überlege ich mir das mit der Anzeige noch mal!"

Mit deutlich entschlossenem Blick schaute sie auf ihn herab.
Frank überlegte noch einen Moment, doch dann erkannte er traurig, dass jegliches weitere Wort von ihm überflüssig war.

Seufzend erhob er sich und ging langsam zur Tür.
Kurz bevor er jedoch die Tür öffnete, drehte er sich noch einmal zu ihr um.
Aber Gretchen hatte sich bereits abgewendet.
Mit einem weiteren Seufzer trat er auf die Veranda und verschwand.

Er wußte zwar nicht, wie, aber er mußte einsehen, dass er verloren hatte.

Gretchen hingegen bekam gar nicht mit, dass Frank längst gegangen war.
Sie konnte immer noch nicht glauben, was gerade passiert war.

Unfassbar, dachte sie noch, als sie wieder auf den Fernseher starrte.
DAS glaub ich nicht! DAS kann ich einfach nicht glauben!

Sie zitterte am ganzen Körper und nur allzu deutlich konnte sie ihren eigenen Herzschlag spüren.
Doch dann erwachte sie schlagartig zum leben.
Eilig lief sie in den Flur, griff mit zittrigen Fingern nach ihrer Tasche und rannte aus dem Haus.
Als sie mehrmals vergeblich versucht hatte , den Schlüssel ins Schloß zu stecken, um die Tür abzuschließen,
fiel ihr plötzlich etwas im Augenwinkel auf, das in der hinteren Ecke der Veranda lag.
Gretchen kniff die Augen zusammen, doch dann ging sie darauf zu und hob es auf.

Verwirrt stellte sie fest, dass es eine kleine Karte war. Sie öffnete den Umschlag und las den Text.
Doch von Wort zu Wort wurden ihre Augen immer größer.
Sie lies mit kraftlosen Händen die Karte sinken.
Eine böse Ahnung schlich sich in ihren Kopf.
Kurz warf sie einen letzten Blick ins Wohnzimmer.

Erst jetzt realisierte sie bewußt die immense Flut an Blumen, die überall im Raum verteilt waren. Und ihre Ahnung verschlimmerte sich.
Wieder blickte sie ungläubig auf die Karte in ihrer Hand.
Als ihr dann die völlige Bedeutung ihrer Tat klar wurde, hatte sie das ungute Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.
Mit eiskalten Händen fasste sie sich entsetzt an den Hals.

Ohhhh nein, dachte sie verzweifelt, das darf doch nicht wahr sein.
Und ich dachte....Ohh Gott, DAS wird er nicht verstehen.
Aber ich dachte doch.....Wie konnte ich nur soooo blöd sein? Was muß er denn jetzt denken?
Und ich habe ihn noch verflucht....dabei....ICH MUSS ZU IHM....er muss mir einfach zuhören...
und wenn ich ihn zwingen muß, notfalls mit Gewalt.

Ein Gefühl der Panik erfasste ihren Körper, und unweigerlich begann sie zu zittern.
Ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr.
Fast hatte sie das Gefühl, am Boden festgewachsen zu sein, so sehr hatte ihre Einsicht sie erschüttert.

Doch dann löste sich ihre Starre und sie rannte los.
Hoffentlich nicht zu spät.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

23.05.2010 17:48
#36 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben.....
Vielen, vielen Dank für Eure Kommis.
Anscheinend gefällt Euch die Wandlung um einiges besser!
Warum bloß.....kann ich ja gaaaaaar nicht verstehen!
Hier mein heutiger Teil....Nachschlag!
Bin ja mal gespannt auf Eure Reaktionen!
Ich duck mich schon mal.....
Liebe Gruesse
Eure
Nadine




Zur gleichen Zeit saß ein extrem schlecht gelaunter Marc Meier auf einem seiner Sessel
und führte die mittlerweile dritte Flasche Bier an seinen Mund.

Meine Fresse....Ich bin soooo dämlich!!! Und wie ich mich zum Volldeppen gemacht habe.....unglaublich.
Wie ein verliebter Gockel hab ich mich benommen.
Und ich Vollidiot hab auch noch geglaubt, dass es richtig ist....weil es sich richtig angefühlt hat.
Jaaaa...und jetzt? WAS ist jetzt?
Verarsche is jetzt. Und zu allem Überfluss bin ich der auch noch wie ein läufiger Hund hinterhergerannt.
Pfff, als ob ich sowas nötig hätte. Sooo besonders ist sie nun auch wieder nicht.
Echt! Macht mir auch gar nichts aus, üüberhaupt nichts....
Liebe...pah.....dass ich nicht lache....brauch doch kein Mensch....ohne lebt es sich auf jeden Fall besser.
Mein altes Leben hat mir ja eh viel besser gefallen, viel unkomplizierter,
ohne dieses ständige Gesülze von Liebe, Treue und so weiter. Bla bla bla.
Gretchen Haase....wer is schon Gretchen Haase.
Nur ein weiteres, nervendes Weibsbild, mehr definitiv nicht. Nur eine weitere, lächerliche....

Weiter kam er in seinen Gedanken nicht, denn plötzlich ertönte eine Stimme.

"Marci.....Baby.... hast Du nicht vielleicht doch Lust,
hier rüber zu kommen und uns ein bißchen Gesellschaft zu leisten?" säuselte die rothaarige, gutaussehende Frau auf seinem Sofa.

Aufreizend schlug sie die Beine übereinander. Dann klopfte sie auffordernd mit der Hand neben sich und sah ihn mit verführerischem Blick an.
Doch Marc wollte nicht flirten, und erst recht nicht alles andere.
Genervt wandte er seinen Blick wieder von ihr ab, bevor er einen weiteren, kräftigen Zug aus seiner Flasche nahm.

"Jaa, bitte, Süßer, uns ist doch sooooo langweilig" meldete sich nun auch die Blondine zu Wort.
"NEIN, Mann!" sagte Marc forsch, bevor er die Flasche wieder an seine Lippen führte.
"Aber Marci," säuselte nun wieder die Rothaarige und tätschelte sein Knie,
"dabei gibt es doch sooo tolle Dinge, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann."

Langsam ließ sie ihren Daumen um sein Knie kreisen. Die dritte Dame, die in der hinteren Ecke saß,
verdrehte kurz die Augen, bevor sie ihren Mp3-Player aus ihrer Tasche nahm und sich kopfschüttelnd die Stöpsel in die Ohren steckte.
Marc schob angewidert mit einer schnellen Bewegung die Finger von seinem Knie.

"Laß das!" zischte er die Rothaarige an.

Doch die ließ sich von seiner schlechten Laune nicht beeindrucken.
Ein weiteres Mal sie ihre Hand auf sein Bein, diesmal aber an einer etwas höheren Stelle.
Grimmig sah Marc auf ihre Finger hinab, die sich langsam kreisend ihren Weg nach oben bahnten.
Genervt stöhnte er laut auf.

"Aber wir sind doch nicht wirklich nur hier, um auf dem Sofa gut auszusehen, oder?" kokettierte die junge Frau unbeirrt weiter.

Was ihr erneut einen mehr als bösen Blick von Marc einbrachte.
Wütend griff er nach ihrer Hand und hinderte sie mit festem Griff daran, noch höher zugehen.
Erschrocken schrie die Rothaarige nun auf.

"AUA....Marc....DAS tut WEH!" rief sie und zog erschrocken ihre Hand weg,
als Marc diese endlich locker ließ.

"Ich hab Dich wohl nicht darum gebeten, mich zu begrabbeln!" sagte Marc gereizt.
"Ach Marc...komm, sei doch nicht so! Wir werden auch ganz lieb zu Dir sein", säuselte nun wieder die Blondine,
" und wenn Du magst, darfst Du uns auch gern..."
doch weiter kam sie nicht, denn sie wurde von einem nun bis auf´s äußerste gereizte Marc unterbrochen.

"BOAH EY....habt ihr vorhin nicht zugehört?
Ihr sollt einfach nur da sitzen, ansonsten aber die Fresse halten. Is doch nicht schwer, oder?"

Grimmig sah er nun wieder geradeaus und widmete sich wieder seiner Bierflasche.
Die war aber, wie er mit großem Bedauern feststellen mußte, mittlerweile leer.

Auch das noch, dachte er wütend, sonst noch was?

Er griff neben sich und zog eine weitere Flasche aus dem Sixpack.
Die letzte!

War ja klar, wie soll es auch anders sein.

Er hielt den Flaschenhals mit dem Kronkorken direkt an die Tischkante und schlug einmal kräftig drauf.
Mit einem lauten Knall flog der Verschluss durch die Gegend und landete auf dem Boden,
wo sich bereits die anderen Korken befanden.
In der Tischplatte waren bereits leichte Kerben zu sehen, doch das war ihm völlig egal.
Das würde den heutigen Tag auch nicht mehr schlechter machen können.

Langsam hob er die Flasche an seinen Mund.

Noch war keine erlösende Wirkung des Alkohols zu spüren. Aber zur Not würde er eben auf härtere Mittel zurückgreifen.
Hauptsache, er würde irgendwann vergessen, was heute passiert war.
Wenigstens für ein paar Momente.
Und wenn er dafür seine kompletten Alkoholvorräte vernichten müßte, das wäre es ihm wert.
Er wollte einfach nicht mehr nachdenken. Und auch das schmerzhafte Ziehen in seiner Herzgegend konnte er nicht mehr lange ertragen.
Er konnte dieses Gefühl bisher nicht, und er mochte es auch nicht.
Noch niemals zuvor hatte er so heftig Liebeskummer gehabt.
Und wenn es nach ihm gehen würde, hätte er auf diese Erfahrung liebend gern verzichtet.
Dieses Gefühl, komplett neben sich zu stehen, nicht zu wissen, wie sein Leben weitergehen soll,
all das war einfach unerträglich.
Hätte er das vorher gewußt, wäre er niemals in dieses verdammte Strandhaus gefahren.
Und hätte auch nicht dieses ganze Theater veranstaltet.
Nur um dann so einen gewaltigen Schlag vor den Kopf zu bekommen.

Marc war so in seine Gedanken vertieft, dass er nicht mitbekam, dass die Blondine ihn mehrmals angesprochen hatte.
Doch jetzt wedelte sie so auffällig mit der Hand in der Luft, dass er es einfach nicht übersehen konnte,
und so sah er mit abweisendem Blick ein weiteres Mal auf´s Sofa.

"Duhu...Marc.....wir haben ganz schön Hunger!
Würdest Du uns vielleich ne Pizza bestellen?"sagte die Blondine, und auch Rothaarige sah ihn flehend an.

Marc verdrehte genervt die Augen.

Auch das noch, dachte er, bevor er sich umständlich erhob und in die Küche ging, um die Bestellzettel zu holen.

Sich bezahlen lassen, und dann auch noch Ansprüche stellen.
Dienstleistung ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Pfff... als ob die nicht schon teuer genug wären!!!

Mit unzähligen Zetteln in der Hand kehrte er ins Wohnzimmer zurück.
Achtlos warf er den Stapel auf´s Sofa.

"Bitte sehr, die Damen. Aber denkt bloß nicht, dass ich die Rechnung übernehme.
Das könnt Ihr mal schön selber machen, ne?" sagte er mit schadenfrohem Lächeln,
dann nahm er wieder in seinem Sessel Platz.

Kurz darauf wurde das Essen geliefert.
Marc hatte wohlweislich gleich noch einen Sechserpack Bier mitbestellt.

Man weiß ja nie.
Aber er hatte das dumpfe Gefühl, er würde noch weitaus mehr Alkohol benötigen, um diesen Abend zu überstehen.

Nachdem die Damen die Hälfte der Pizzen verdrückt hatten, hatte auch Marc so einen Hunger bekommen,
dass er nun ebenfalls nach einem Stück griff.

"EY!" rief die Blondine, und wollte ihm auf die Hand schlagen, damit er das Stück wieder fallen ließ.

Doch der grimmige Blick, mit dem Marc sie bedachte, hielt sie davon ab.
Rasch ließ sie ihre Hand wieder sinken.

"Braves Kind!" sagte Marc, bevor er genüsslich in sein Stück biss.
"Außerdem", fügte er kauend hinzu, "wir wollen ja nicht, dass Ihr noch fett werdet.
Kommt, glaub ich, nicht so gut in Eurem Gewerbe, oder? Wer steht denn schon auf dicke Frauen?"

DU AUF JEDEN FALL, flüsterte sofort die kleine Stimme in seinem Kopf,
die einfach keine Ruhe zu geben schien.

Marc verdrehte genervt die Augen.
Den Ausschalter für mein Gewissen muß ich wohl noch suchen, dachte er grimmig.

"Hast Du was dagegen, wenn wir den Fernseher anmachen?" sprach ihn die Rothaarige vorsichtig an.
Doch Marc wedelte abfällig mit der Hand.
"Von mir aus....aber Vorsicht! Nicht dass ihr meinen Fernseher schrottet.
Frauen haben es ja bekannterweise nicht so mit Technik, ne!" sagte er gerinschätzig.

Ungläubig über seine Worte sah die Rothaarige ihn an.
Doch dann seufzte sie kurz, murmelte nur ein "wie Du meinst" und griff nach der Fernbedienung, um das Gerät einzuschalten.
Die Blondine schüttelte nur kurz den Kopf, dann griff sie unter den Tisch, und holte ein paar Zeitschriften hervor.
Lustlos fing sie an, in ihnen zu blättern.

Marc ließ seinen Kopf in den Nacken fallen und starrte an die Decke.

Vielleicht, dachte er, war das doch keine so gute Idee.....
Hilft auf jeden Fall nicht!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2010 17:20
#37 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben....
Na, Ihr scheint ja von der Meierschen Bewältigungstherapie weniger begeistert zu sein!
Mal schauen, was Ihr dann zum nächsten Teil sagen werdet.
Ich ahne allerdings nichts gutes!
Fühlt Euch von mir gedrückt!
Eure
Nadine


Gretchen, die auf der Rückbank eines Taxis saß, fluchte immer wieder leise vor sich hin.

"Ich bin so blöd!" grummelte sie, und fuhr sich hektisch durch die Haare.
"Wie kann man nur so blöd sein?" rief sie und schüttelte den Kopf.

Der Taxifahrer beobachtete sie besorgt im Rückspiegel, während er zügig durch die Strassen von Berlin fuhr.

"Allet jut bei Ihnen?" fragte er sie vorsichtig.

Doch Gretchen war zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu verfluchen,
als dass sie zu einer vernünftigen Antwort fähig war.

"Also, wenn Se kotzen müssen, sagen Se aber rechtzeitich Bescheid, wa?"

Verwirrt sah Gretchen schließlich auf.

"Kotzen? Wieso?" fragte sie ihn verwundert.
"Naja, ick meen ja nur. Weil Se so blaß sin!" erwiderte er und warf erneut einen Blick in den Rückspiegel.
Noch verwirrter als zuvor fuhr Gretchen sich erneut durch die Haare.

"Kümmern Sie sich mal lieber um den Verkehr vor Ihnen." sagte sie schließlich grimmig.
"Wie Se meenen, gnä´ Frau." antwortete der Fahrer und blickte wieder gerade aus.

Doch Gretchen war jetzt so verunsichert, dass sie ihn doch wieder darauf ansprach.

"Meinen Sie, ich sollte vielleicht noch ein bißchen Rouge auflegen?" fragte sie leise.
"Wenn Se nich noch jemanden erschrecken wollen, wärt woll besser, wa?" antwortete der Fahrer
und lächelte sie durch den Spiegel hinweg aufmunternd an.

Hektisch fing Gretchen an, in ihrer Tasche zu wühlen.
Doch sie fand alles mögliche, nur kein Rouge.
Sofort mchte sich ein Gefühl der Panik in ihr breit.

"Oh Gott, ich hab nichts mit! Und jetzt? Was mach ich jetzt?"

Unruhig rutschte sie auf dem Sitz hin und her.

"Also....meene Mama hat ja imma jesacht, rinnkneifen....also..inne Backen, weeste?"
"Ahhh ja!" sagte Gretchen wenig überzeugt, bevor sie stirnrunzelnd wieder aus dem Fenster sah.

Doch in einem unbeobachteten Moment hob sie die Hände und kniff sich nun doch mehrmals in die Wange.
"Besser?" fragte sie unsicher, was ihr wieder einen Blick des Taxifahrers einbrachte.
"Jupp. Aber keene Sorje. Er wird Ihnen och so nehmen!" zwinkerte er ihr durch den Spiegel hinweg zu.
"Wer?" fragte Gretchen erstaunt.
"Na der Idiot, um den Se sich solche Jedanken machen!" lächelte er sie an.

Gretchen rutschte mit rotem Kopf etwas tiefer in den Sitz und sah aus dem Fenster.

Hoffentlich, dachte sie. Aber dazu werde ich wohl etwas mehr brauchen, als ein bißchen Rouge.

"Hey Lady" unterbrach der Fahrer ihre Gedanken.
"Wir wären dann jetzte am Ziel, wa."

Er drehte sich zu ihr um, lehnte lässig seinen Arm auf den Beifahersitz, und lächelte sie aufmunternd an.

"Der wird Se schon nich uffessen.
Wat soll so´n niedlichet Ding wie Ihnen schon anjestellt haben!"

Gretchen griff hektisch nach ihrem Portemonnaie und bezahlte.
Dann stieg sie langsam aus und sah an dem Haus empor.

Sie war zwar erst einmal hier gewesen, doch sie wußte sogar im Schlaf, wo sich seine Wohnung befand.
Dann sah sie erleichtert, dass in seiner Wohnung Licht brannte.

Mehrere Male atmete sie tief durch, bevor sie sich langsam Richtung Hauseingang bewegte.

Auf in den Kampf!!


"Marci... uns ist langweilig!" schmollte die Rothaarige und sah Marc vorwurfsvoll an.

Doch dieser saß in seinem Sessel und starrte weiterhin an die Decke.

"Seh ich so aus, als ob es mich interessiert?" fragte er sie nun grimmig, ohne sie jedoch anzusehen.
"Ach komm schon, Süßer. Wir hatten doch früher immer so viel Spaß miteinander." gurrte sie erneut.

Doch Marc wollte sie gerade wieder anschreien, als es plötzlich klingelte.

Überrascht sahen die drei Frauen ihn an.
Aber Marc bewegte sich kein Stück. Er beschloß, das Klingeln zu ignorieren.

Noch mehr Menschen hätte er sicherlich nicht ertragen.
Die hier anwesenden waren ihm schon mehr als zuviel.

Doch das Klingeln wurde immer aufdringlicher.
Irgendwann wurde es ihm zuviel.

"MANN!" schrie Marc, und erhob sich wütend aus seinem Sessel.
Eilig ging er zur Tür, bereit, die nervige Person anzuschreien.
Außer sich vor Wut riss er die Tür auf. Sein Mund bereits geöffnet, um jede Sekunde loszubrüllen.

"Alter, wo ist Dein....." schrie er.

Doch als er die Person erkannte, verstummte er schlagartig.
"Ha...senzahn?" Ungläubig starrte er sie an.
"Marc.... Gott sei Dank...ich...also... störe ich?" stammelte sie nervös.
"Ähhh.... naja...nein?"

Mit einer Hand griff er sich an die Brust.

Die Luft ist auf einmal so dünn hier, dachte er noch, als sie ihn erneut ansprach.

Mit einem erleichterten Lächeln sah Gretchen ihn an.
"Guut, darf ich...dann vielleicht....reinkommen?" fragte sie,
wartete jedoch die Antwort gar nicht erst ab, und schritt eilig an ihm vorbei.

Doch als sie sah, was sich da noch im Wohnzimmer befand, blieb sie wie vom Blitz getroffen stehen.

Scheiße, scheiße, scheiße, dachte Marc noch. Das darf doch alles nicht wahr sein.

Eilig knallte er die Tür zu und lief ihr hinterher.
Gretchen stand immer noch an derselben Stelle.
Ungläubig über den Anblick, der sich ihr bot, wanderte ihr Blick immer wieder zwischen ihm und dem Sofa hin und her.

Plötzlich meldete sich die Rothaarige zu Wort.
"Oh... also, wenn Sie sauber machen wollen, wir können gern die Füße heben" sprach sie Gretchen an.
"Die...Füße?" fragte Gretchen verwirrt.
"Na...zum SAUGEN!" antwortete die Blondine und sah mit einem Blick an, als ob sie dumm wäre.

Fassungslos schritt Gretchen immer weiter rückwärts.
"Gretchen.. warte... ich kann das..." stammelte Marc und wollte ihren Arm greifen.

Doch Gretchen riss sich los und stürmte aus der Tür.

"Dann wohl doch nicht saugen." sagte die Blonde und lachte.

"HALTET DIE KLAPPE!!!!!!" schrie Marc und ließ sich wieder in den Sessel fallen.

Er vergrub das Gesicht in seinen Händen. Das war´s dann wohl, dachte er, und verfluchte sich selbst.

Gretchen stürmte eilig die Treppen hinunter. Und von Stufe zu Stufe wurde sie immer wütender.

Dieser Arsch, dachte sie grimmig. Hat sich ja schnell getröstet.
Und ich blöde Kuh renne ihm auch noch hinterher. Ich werd´s wohl nie lernen.
Er hat sich nicht geändert. Wie konnte ich mich nur so täuschen lassen.
Und dann diese drei Grazien... pffff, als ob die was besseres wären.
Und wie abfällig die mich angesehen haben?! Was glauben die eigentlich, wer sie sind?
ICH muß nicht SO einen Job machen, um über die Runden zu kommen. Also wirklich!!!!!
Aber nicht mit mir. Denen werde ich es zeigen.
Das wäre doch gelacht, als ob ich mich von so halben Personen beeindrucken lassen würde.
Wo kommen wir denn da hin?

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2010 15:51
#38 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Also wirklich...."Ihr Lieben"!
Vielen Dank für Eure Kommentare, aber....
wußte gar nicht, dass Ihr soooo gewalttätig sein könnt.
Aber man gut, dass ich meinen Schutzhelm vorsichtshalber aufgelassen habe.
Jetzt geht es weiter.
Achtung, Achtung!!!! Gretchen Haase in Aktion!!!
Freue mich darauf, zu erfahren, was Ihr dazu sagt.
Fühlt Euch gedrückt.Image and video hosting by TinyPic
Eure
Nadine



Als sie endlich, ihrem Gefühl nach unendlich viele Stufen später, auf die Strasse lief, war ihre Laune auf dem Nullpunkt.
Tränen schossen in ihre Augen, doch sie kämpfte tapfer dagegen an.

NEIN!!!! Ich werde jetzt NICHT heulen! Nicht wegen diesem....diesem....notgeilen Bock.
Ich glaub es einfach nicht, DAS hab ich doch wohl geträumt, oder?
Und ich hohle Kuh renne auch noch hier her.....und dann sowas!
Das KANN und MUSS nur ein Albtraum sein.

Ungläubig hob sie den Kopf und blickte nach oben.
Fast schon hoffte sie, dass sie Marc auf dem Balkon entdecken würde.
Doch nichts dergleichen war zu sehen.
Außer dem immer noch erleuchteten Fenster sah sie nichts.
Kein Marc, der sich verzweifelt über das Geländer lehnte, um sie zu entdecken.
Kein Marc, der ihr ebenso verzweifelt hinterherrief.
Der sie bitten würde, wieder zu ihm zu kommen.

Plötzlich kniff sie die Augen zusammen.

Aber....Moment mal....warum zum Teufel steht der jetzt eigentlich nicht da?
Das wäre ja wohl, nach allem, was wir zusammen erlebt haben, das MINDESTE, was er jetzt tun müßte.
Aber nein.....der feine Herr hat es wohl nicht nötig, DER doch nicht!
Sag mal, ist dem denn alles egal? Alles vielleicht nur Show gewesen?
War ich....etwa... nur eine weitere, nette kleine Episode in seinem Massenspeicher an Frauen?
Wenn es nicht klappt, auch nicht schlimm? Auf zur nächsten???
Boahh....ich könnte ihn umbringen!!!!! Und diese...diese.....dürren, dummen Weiber gleich mit!

Wutentbrannt drehte sie sich auf dem Absatz um und ging die Stufen wieder hinauf.
Oben angekommen, lehnte sie an die Wand und wartete darauf, dass sich ihr Atem, wenigstens halbwegs, wieder normalisieren würde.

Vielleich sollte ich doch mehr Sport machen, dachte sie japsend, und strich sich mit zittrigen Fingern die Haare aus dem Gesicht.

Gilt Tagebuch schreiben eigentlich als Sport? Wohl kaum....obwohl....kommt auf das Buch an, oder?
Und wenn es ein richtig schweres ist? Könnte doch dann glatt als Gewichtheben durchgehen, oder nicht?
Wie auch immer.....dann sollte ich vielleicht doch noch eine zweite "Sportart" aussuchen.
Dieses Gejapse ist ja peinlich!!!! Also....für mein zartes Alter.

Nach einer Weile hatte sich ihr Puls wieder beruhigt.
Sie richtete sich auf, straffte entschlossen ihr Schultern und klingelte erneut Sturm.

Es dauerte eine Weile, doch dann wurde die Tür aufgerissen zum zweiten Mal aufgerissen.

"Ha..senzahn?" fragte Marc verunsichert, und zuckte unweigerlich zusammen.
Fast so als ob er befürchtete, gleich einen ordentlichen Schlag ins Gesicht zu bekommen.
"HALT...die Klappe!!!" rief sie ihm zu, bevor sie wütend an ihm vorbeistürmte.

Marc starrte ihr ein weiteres Mal an diesem Abend fassungslos hinterher.
Er kannte Gretchen zu gut, um nicht zu wissen, dass gleich die Hölle ausbrechen könnte. Und wahrscheinlich auch würde.

Wild entschlossen stapfte sie Richtung Wohnzimmer.
Kurz bevor sie das Sofa erreichte, blieb sie stehen und stemmte entschlossen die Hände in die Hüften.
Wütend funkelte sie die drei Frauen an.

"Na? Was vergessen?" fragte eine gehässig.
"Ja....Euch rauszuschmeissen!" sagte Gretchen bestimmt.

Die Rothaarige fing an zu lachen.
"Und wer will das tun? DU etwa?" lachte sie und schaute Gretchen abfällig von oben bis unten an.

"Sieht so aus! Wenn ich dann bitten dürfte" antwortete Gretchen nur und machte eine einladende Handbewegung Richtung Tür.

Doch die Rothaarige lachte weiterhin gehässig.
"Ha ha ha, als ich mir von so ner Wuchtbrumme was sagen lassen würde!" lachte sie und stupste ihre Freundin an.

Das war zuviel. Gretchen ging wütend einen Schritt auf sie zu.

" Diese Wuchtbrumme wird Dir gleich zeigen, wieviel Kraft in ihrer Faust steckt!!"" sagte sie wütend.

Doch Marc, der sich, wohlwissend über ihr Temperament, leise an sie herangeschlichen hatte,
machte nun den letzten Schritt auf sie zu, schlang die Arme um ihren Bauch und hob sie hoch,
bevor sie auch nur den Hauch einer Chance hatte, sich auf die Rothaarige zu stürzen.
Doch das hinderte Gretchen nicht daran, wie verrückt mit den Armen und Beinen zu rudern.

"MARC...." schrie Gretchen, während sie ohne Erfolg versuchte, sich aus seinen Armen zu befreien.
"....lass mich SOFORT runter!!!"

Doch Marc hielt sie weiterhin unbeeindruckt fest.
Die Anstrengung, sie im Zaum zu halten, war ihm deutlich anzusehen.

"Das....werde....ich.....ganz sicher...NICHT....machen!" sagte er stöhnend,
während ihm langsam, aber sicher, der Schweiß ausbrach.

"Nicht, bevor Du Dich wieder beruhigt hast!"
"Pahh, darauf kannst Du lange warten!" rief sie ihm zu.
Und ihrem Blick, dem sie ihm über ihre Schulter hinweg, zuwarf, war mehr als deutlich anzusehen, wie wütend sie war.

Plötzlich lachte die Rothaarige auf.
Das Bild, dass sich den Damen auf dem Sofa bot, musste wohl sehr komisch sein.

Marc, dem die Anstrengung ins Gesicht geschrieben stand, und der seine redliche Mühe hatte, sein Gleichgewicht zu halten.
Und Gretchen, die immer noch wild mit Armen und Beinen um sich schlug, um endlich wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

"Ohhh Marcilein....schaffst Du es etwa nicht mehr, ein Weibsbild zu bändigen???? Das hatte ich aber mal anders in Erinnerung!" rief die Bondine nun.

Der letzte Satz erregte sofort wieder Gretchens Aufmerksamkeit.
Ein weiteres Mal versuchte sie energisch, sich aus seinem festen Griff zu lösen.

"DUUUUU......Du....billige.....kleine Schlampe! Sieh bloß zu, dass Du hier rauskommst! Oder ich vergesse mich!" schrie sie laut.
"Ach ja? Dafür müsstest Du aber erst mal wieder den Boden berühren, oder?" sagte die Rothaarige mit provozierendem Unterton in der Stimme.
"Na warte......!" rief Gretchen und griff nach Marc´s Armen.
"Und das soll...." setzte die Blondine an,
doch sie wurde von Marc unterbrochen.

"HABT IHR NICHT GEHÖRT, WAS SIE GESAGT HAT? RAUS HIER!!!!!!!!!!!" schrie er,
und war mehr als bemüht, Gretchen unter Kontrolle zu halten.

Überrascht sahen die drei Frauen ihn an.

"Aber Marci....." schnurrte die Blonde.

Doch Marc schrie erneut.
"Boah ey, dafür braucht man doch nun echt nicht viel Gehirn, um das zu verstehen! RAUS!!!!"

Ohne ein weiteres Wort standen die Drei auf und packten ihre Sachen.
Nachdem sie noch einmal mit einem abfälligen Blick Gretchen gemustert hatten, verließen sie die Wohnung.

Als sie endlich gegangen waren, wartete Marc darauf, dass Gretchen sich beruhigte.
Langsam stellte er sie wieder auf ihre Füße, hielt sie aber vorsichtshalber weiterhin fest im Arm.

Er wußte aus schmerzlicher Erfahrung, wie hart Gretchen zuschlugen konnte.
Und ihrem Blick nach zu urteilen, war sie der Idee, ihm körperliche Gewalt anzutun, nicht abgeneigt.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2010 16:47
#39 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben!

Vielen lieben Dank für Eure Kommis.

Ich freu mich,
dass Euch die derzeitige Situation wieder besser gefällt.
Brauch jetzt wohl keinen Helm mehr, oder????

Und deshalb....weiter geht´s.
Zwei Sturköppe prallen aufeinander!!!!

Fühlt Euch gedrückt!
Eure
Nadine



Es herrschte eisige Stille im Raum.

Gretchen warf ihm giftige Blicke zu, die von Marc mit derselben Hingabe erwidert wurden.

Beide waren zu stolz, um als erster auf den anderen zuzugehen.
Und so dauerte es einen langen Moment, doch dann war es Gretchen, die als erste das Schweigen brach.

"MARC...lass...mich SOFORT los!" rief sie grimmig, und versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien.

Doch vergeblich.Denn Marc war natürlich stärker.
Mit seinen Händen hielt er eisern ihre Arme fest, sodaß sie sich nicht mal einen Millimeter bewegen konnte.

"Nur, wenn Du aufhörst, Dich wie eine Furie zu benehmen!" rief er schwer atmend.

Was ihm einen erneuten, überaus wütenden, Blick von Gretchen einbrachte.
Sie überlegte noch kurz, was sie als nächstes tun sollte, doch dann sah schließlich zähneknirschend ein,
dass sie gegen ihn einfach chancenlos war. Also war eine andere Taktik angesagt.

"Argggghhhhh!!! Na gut....von mir aus!" sagte sie schließlich widerwillig,
als sie sich selbst eingestehen mußte, dass er sie sonst wahrscheinlich noch zehn Jahre in Zaum halten würde.

Eine Weile betrachtete Marc noch prüfend ihr Gesicht, denn so ganz traute er dem plötzlichen Frieden nicht.
Doch dann lockerte er langsam seinen Griff, bis er sie schließlich endgültig freigab.

Gretchen wandte ihr Gesicht zu ihm.
Sie standen nun mit leichtem Abstand voreinander und funkelten sich mit wütendem Blick an.

"So... und nun zu Dir!" sagte Gretchen und ging auf ihn zu.

Sie wollte gerade die Hand heben und ihm eine scheuern,
doch Marc ahnte dies bereits und griff rechtzeitig nach ihren Arm.
Mit einem schnellen Ruck zog er sie an sich.
Und plötzlich standen sie so dicht voreinander, dass kein Blatt Papier mehr zwischen ihnen Platz gehabt hätte.

Da sie aber mehr damit beschäftigt waren, sich giftige Blicke zuzuwerfen,
dauerte es einen Moment, bis beide realisierten, dass der andere so extrem nah war. Gefährlich nah.

Die Wut in den Augen wich einer puren Begierde,
und beide hatten enorme Schwierigkeiten, dem anderen dies nicht zu zeigen.
Denn sofort beschleunigte sich beider Herzschlag ins Unermeßliche.
Und das Atmen fiel auch deutlich schwerer.
Marc schloß für einen kurzen Moment die Augen, und sog unbewußt den Duft ihrer Haare ein.
Was ihn allerdings nur noch mehr erregte.
Und auch Gretchen hatte so ihre liebe Mühe, ihren Atem zu normalisieren.

Doch dann riss sie sich los und ging einen Schritt zurück.
Schweratmend sah sie an, doch dann tauchten sofort die Bilder von vorhin wieder vor ihrem geistigen Auge auf,
und die Verletzung kehrte in ihren Blick zurück.

Wutentbrannt stemmte sie die Hände in ihre Seite und funkelte ihn an.
"Hast Du es wirklich sooooo nötig, dass Du noch nicht mal einen Tag warten konntest, um die nächste abzuschleppen?
Und dann gleich drei? Eine hätte wohl nicht gereicht, oder was?" fragte sie ihn wütend.

Da aber auch Marc durch die plötzliche Distanz wieder Kontrolle über seinen Herzschlag erlangt hatte,
funkelte er ebenso wütend zurück.

"Und wenn? Was geht Dich das an?" erwiderte er nun ebenso gehässig.
"Du hast Recht, es geht mich gar nichts an. Interessiert mich auch gar nicht.
Ich wollte Dir nur die Tour vermasseln!" lächelte sie ihn schadenfroh an.

Sie stapfte an ihm vorbei Richtung Wohnungstür.

Doch plötzlich spürte sie wieder die Tränen aufsteigen, und beschleunigte ihren Schritt.
Alles war ihr recht, nur nicht, dass er sie weinen sah.
Aber gerade als sie die Tür einen Spalt weit geöffnet hatte, schossen zwei Arme an ihr vorbei und drückten energisch die Tür wieder zu.

Mit einem Arm umfasste Marc ihre Taille, während er mit der anderen weiterhin die Tür geschlossen hielt.
Gretchen spürte sofort wieder das bekannte Kribbeln durch ihren ganzen Körper jagen.
Eingeschlossen zwischen ihm und der Tür war sie sich nun mehr als deutlich seiner Nähe bewußt.
Und plötzlich spürte sie seinen schnellen Atem, der an ihrem Hals entlangstrich.
Was ihren Widerstand nur noch mehr schwächte.
Unvermittelt hielt sie die Luft an und schloß die Augen.
Ihr Herz pochte wie verrückt und fast schon befürchtete sie, gleich den Verstand zu verlieren.

"Hasenzahn...." raunte er ihr heiser ins Ohr,
"Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich Dich jetzt gehen lasse?"

Sanft vergrub er sein Gesicht in ihren Haaren.
Und Gretchens Atem beschleunigte sich noch mehr.

"Marc....bitte....lass mich...." flüsterte sie und versuchte erneut, unter Tränen, die Tür zu öffnen.
"Schscht...." flüsterte er leise ins Ohr, bevor er seinen Griff leicht verstärkte.
Sanft küßte er sie auf´s Haar.

Gretchen´s Widerstand schwand dahin, und so ließ sie sich müde gegen seine Brust sinken.
"Bitte...." flüsterte sie, und versuchte erneut, die Tür zu öffnen.
"Nein! Nicht bevor wir das nicht geklärt haben!" sagte er und drehte sie vorsichtig herum.

Wie in Zeitlupe hob er seine Hand und wischte mit dem Daumen eine Träne weg, die sich ihren Weg über ihre Wange gesucht hatte.
Dann hob er die andere Hand und legte sie ihr vorsichtig an´s Kinn, um ihr Gesicht anzuheben.
Doch Gretchen blickte stur auf den Boden.

Hätte sie aufgesehen, wäre sie verloren gewesen, dessen war sie sich sicher.

Marc neigte schließlich seinen Kopf nach unten, um ihr doch noch in die Augen blicken zu können.
"Hasenzahn....." sagte er mit leiser Stimme,
"glaubst Du wirklich, dass ich mit drei Frauen gleichzeitig rummache,
nach allem, was in den letzten Wochen gewesen ist?"

Etwas ungläubig schüttelte er den Kopf. Bei seinen Worten hob Gretchen den Kopf und sah ihn traurig an,
bevor sie bockig ihre Arme ineinander verschränkte. Abwehr war schließlich immer noch die beste Verteidigung.

"Sieht ganz so aus!" erwiderte sie trotziger Stimme.
"Dürfte doch kein Problem für so....so.... nen.... Hengst wie Dich sein, oder?" fügte sie hinzu,
doch war es ihr unmöglich, ihn dabei ansehen.

Marc glaubte nicht, was er da hörte.
Sofort stieg wieder Wut in ihm auf.

"Gretchen, jetzt pass mal auf...." sagte er nun mit fester Stimme, doch Gretchen unterbrach ihn ebenso wütend.

Ruckartig machte sie sich endgültig von ihm los und schubste ihn zurück.
"Nein, DU paßt jetzt mal auf!", schrie sie,
"Ich dachte wirklich, Dir liegt etwas an mir, nach all der Mühe, die Du Dir gemacht hast.
Wie dumm von mir, nicht wahr?
Ein Marc Meier ändert sich wohl nie, das hätte ich doch eigentlich wissen müssen.
Ein Marc Meier hat es nicht nötig, sich nur auf eine Frau zu beschränken.
Das haben wir ja eben auch eindeutig sehen können!" fuhr sie fort.

"Gretchen... ich habe nicht..." setzte er erneut an, doch Gretchen hob abwehrend die Hand.

"Aber weißt Du was? Ich will es wohl nicht anders lernen! Von daher... danke.
Eindeutiger kannst Du mir nicht zeigen, wie egal ich Dir doch bin!" rief sie mit Tränen in den Augen.

"Meine Fresse......Gretchen!!!! Ich wollte NICHT mit denen schlafen!"
"Ach nein?" rief sie spöttisch,
"Was denn dann? Habt ihr Euch zu ner Partie Scrabble getroffen, oder wie?
Sag mal, für wie blöd hältst Du mich eigentlich?"

Mit diesen Worten drehte sie sich wieder zur Tür um.
Doch plötzlich hörte sie Marc hinter sich.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2010 15:31
#40 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben!

Vielen lieben Dank für Eure Kommis!!
Dann wollen wir doch mal sehen, wie Marc sich rausredet.
Ich wünsch Euch viel Spaß mit dem neuen Teil,
und hoffe, natürlich, wie immer, auf Eure Meinungen!!!

Liebe Gruesse
sendet Euch
die
Nadine
PS: Gut gegrillt ist doch halb gegessen, ne????



"Bitte....geh nicht!" rief er leise, aber bestimmt.

Gretchen wagte es nicht, sich zu bewegen.
Lange stand sie einfach nur, unschlüssig, ob sie jetzt einfach gehen oder ihn doch anhören sollte.
Schließlich entschied sie sich für das letzere.
Langsam drehte sie sich zu ihm um und sah ihn mßtrauisch an.

"Warum?" fragte sie mit trauriger Stimme,
"Nenn mir einen vernünftigen Grund, warum ich bleiben sollte! Wenigstens einen!" fügte sie hinzu,
doch dann sah sie auf den Boden.

Aus Angst, er würde den immensen Schmerz in ihren Augen sehen können, den sein Handeln verursacht hatte.
Aber zu spät.

Für einen kleinen Moment konnte Marc ihn sehen.
Und erschrak.

"Gretchen....bitte...ich...kann nicht......also....das....war....." stammelte er hiflos.

Überrascht sah Gretchen auf.
Sie suchte in seinem Blick nach einer Antwort, doch außer seiner Hilflosigkeit fand sie nichts.
Sie schüttelte den Kopf, doch dann sah sie ihn mit festem Blick an.

"Ist das alles???? Du...kannst es nicht? WAS Marc? WAS kannst Du nicht?
Mir die Wahrheit sagen? Endlich mal ehrlich sein, was?
Wenn Du es noch nicht mal weißt, wer denn dann?"

Mit einem letzten traurigen Blick sah sie an.
Es war ihm anzusehen, wie sehr er mit sich kämpfte. Wie sehr er versuchte, die richtigen Worte zu finden, und zu sagen.
Doch das reichte ihr nicht. Nicht mehr. Sie wollte mehr.
Und wenn er noch nicht mal dafür bereit war....wofür denn dann überhaupt?

Und wieder kämpften sich die Tränen in ihre Augen zurück.
Doch diesmal war es ihr egal. Er sollte ruhig sehen, was er, ein weiteres Mal, mit ihrem Herzen angestellt hatte.

Sie drehte sich seufzend zur Tür, hob ihre Hand und griff nach der Türklinke.
Einen kurzen Moment zögerte sie noch, doch dann drückte sie leicht die Klinke nach unten.

Und erschrak. Denn plötzlich hörte sie Marc schreien.

"VERDAMMT NOCH MAL, Gretchen......ich wollte nicht..... ALLEIN SEIN.....okay?
Das ist alles!!!!! MEHR NICHT!!!!! Oder sah das etwa nach wilder Sexorgie aus?" schrie er jetzt wütend.

Bei seinen Worten blieb sie abrupt stehen.
Sollte das wirklich wahr sein?

Gretchen sagte nichts.
Sie schloß ihre Augen, und rief sich wieder das Bild vor Augen, das sich ihr vorhin geboten hatte.
Und kam ins Grübeln. Insgeheim mußte sie ihm Recht geben.
Wieder sah sie die Blondine vor sich, die die Zeitschriften noch auf dem Schoss hatte,
während die andere sogar Kopfhörer im Ohr hatte und vor sich hin summte.
Und von den Pizzaschachteln ganz zu schweigen, die überall verteilt waren.
So wirklich hatte das nicht nach wilder Party ausgesehen.

Sie war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie zu spät mitbekam, dass Marc immer wütender wurde.
Denn dieser faste ihr Schweigen falsch auf und wurde immer ungehaltener.

"Aber sag mal....was interessiert Dich das überhaupt?" rief er mit einem hämischem Lächeln,
"Soviel ICH weiß, hattest Du doch heute Deine große Aussprache, oder nicht?
Warte! Ist die Versöhnung etwa nicht gut gelaufen? Ohhhh nein....
na das tut mir doch mal RICHTIG leid!!!!" sagte er mit vor Ironie triefender Stimme.

Gretchen lief unverzüglich rot an.
Nervös zappelte sie von einem Bein auf´s andere.
Diese plötzliche Wendung des Gespräches behagte ihr gar nicht!

"Ähhhm.... nun ja...." stammelte sie.

Fragend hob Marc seine Augenbraue und sah sie interessiert an.

Was ist denn jetzt los? Hier stimmt doch irgendwas nicht. Wieso ist die denn jetzt so nervös?

Aber da Gretchen sich nicht besser zu helfen wußte, ging sie lieber wieder in Abwehr über.
Trotzig hob sie ihr Kinn und fuchtelte etwas unbeholfen mit den Händen in der Luft.

"Also.....DAS.....tut ja jetzt wohl üüüberhaupt nichts zur Sache!" fügte sie hinzu.

Marc lehnte sich lässig an seinen Küchentresen und verschränkte die Arme vor der Brust.
Belustigt beobachtete er das Schauspiel eine Weile, bis er sie schließlich erneut ansprach.

"Sag mal, Hasenzahn...." fragte er sie belustigt,
"kommt es mir nur so vor, oder kann es sein...dass Du..... vielleicht ein kleines bißchen... nervös bist?"

Ertappt starrte Gretchen ihn an.

"ICH? Ähhhh....NEE....ich meine.....
Pfff.... wieso sollte ich denn nervös sein? Gibt doch keinen Grund, ne?" zappelte sie weiter
und wußte nicht so recht, wohin sie zuerst und zuletzt gucken sollte.

"Ahh ja!" sagte Marc wenig überzeugt.

Langsam fing diese Spiel an, ihm Spaß zu machen.
Der Anblick von Gretchen, wenn sie derartig nervös war, war aber auch einfach zu schön.

"Bekomme ich dann auch ne Antwort?" sagte er und sah sie auffordernd an.
"Ne Antwort...natürlich.....ja.... ähhhh... worauf genau?" stammelte sie weiter.

Leicht genervt verdrehte Marc die Augen.

"Arschloch und Du.... heute.... am See.... Aussprache?" half er ihr auf die Sprünge.
"Ach sooo...DAS...ja....ähhhhm..." versuchte sie sich aus der Situation zu retten,
"...ist ja....jetzt wohl nicht das Thema, oder?"
"Ach nich? Also ich dachte ja.....eigentlich schon?" zog er sie weiter auf.
"Also... das...ist mir ECHT zu blöd hier!" rief sie verzweifelt,
doch dann drehte sie sich auf dem Absatz um, und wollte erneut zur Tür rennen.

Aber da hatte sie die Rechnung ohne Marc gemacht.
Blitzschnell stieß er sich vom Tresen ab und hechtete ihr hinterher.
Schnell hatte er sie erreicht.

Er wirbelte sie herum und warf sie mit einem gekonntem Schwung über seine Schulter.
Gretchen war so überrascht darüber, dass sie plötzlich kopfüber hing, dass sie erschrocken aufschrie.

"MARC.... laß mich SOFORT runter, Du...Du.... Neandertaler!" schrie sie erbost
und trommelte wild auf seinen Rücken ein.

Doch Marc konnte über ihre Kinderschläge nur laut auflachen.

Glaubt sie ernsthaft, dass ich sie dann runterlassen würde? Da müßte schon mehr passieren!!!!

"Damit Du gleich wieder versuchst, abzuhauen? Das kannste mal schön wieder vergessen!" rief er ebenso laut,
und ignorierte schlichtweg ihre Schläge.
Was Gretchen fast zur Weissglut trieb. Sie kniff ihm mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte, in die Seite.
Doch Marc ließ sich auch davon wenig beeindrucken.

Mit der stampelnden Gretchen auf der Schulter ging er schnurstracks Richtung Schlafzimmer.
Kraftvoll schlug er mit der flachen Hand auf ihren Hintern.
Empört darüber, schrie Gretchen laut auf.

"AUA!!! Sag mal....spinnst Du?" rief sie wütend und schlug ihm nun wieder fester auf den Rücken.
"Ganz im Gegenteil!!!! Und nebenbei bemerkt.....
nette Aussicht, Hasenzahn, muß ich ja mal sagen!" lachte er.
"Ach ja....und ich wäre Dir übrigens überaus dankbar,
wenn Du bei Deinem kläglichen, tätlichen Angriff keine lebenswichtigen Organe treffen würdest!" rief er ihr,
immer noch lachend, über die Schulter hinweg zu.

Gretchen konnte nicht fassen, was sie da hörte.
Empört über diese Frechheit schnappte sie nach Luft.

"BITTE? Wer benimmt sich denn hier wie der erste Mensch?" schnaubte sie zickig,
und schlug immer weiter auf seinen Rücken ein.

"Du läßt mir ja keine andere Wahl."

Als er das Bett erreicht hatte, warf er sie mit einem gekonnten Wurf von seiner Schulter,
dann ging er eilig zur Schlafzimmertür und schloß sie ab.
Den Schlüssel zog er ab und steckte ihn vorsichtshalber in seine Hosentasche.

Gretchen, die etwas unsanft auf ihrem Hintern gelandet war,
richtete sich blitzschnell wieder auf, bevor sie ihn zynisch anlächelte.

"Pfff... als ob mich das beeindrucken würde.
Denk bloß nicht, dass ich mir den Schlüssel nicht holen würde!" rief sie trotzig.

"Beweise Gretchen....Beweise!" sagte er lachend,
und lehnte sich lässig an den Türrahmen.

Wartend darauf, was sie nun als nächstes tun würde, schob er lässig die Hände in die Hosentaschen.

Ungläubig starrte Gretchen ihn an.
Doch dann kam Leben in ihren Körper.
Blitzschnell sprang sie vom Bett.

Marc wartete schon darauf, dass sie sich auf ihn stürzen würde, aber da hatte er sich getäuscht.
Gretchen dachte gar nicht daran, sich den Schlüssel zu holen, sondern lief schnurstracks ins Badezimmer.

Mit einem lauten Knall fiel die Tür ins Schloss.
Sofort war ein Schlüssel zu hören, der rasch umgedreht wurde.

Marc lächelte vor sich hin.
Gemütlich ging er zum Bett und setzte sich auf die Kante.
Er verschränkte genüsslich die Arme vor der Brust und wartete ab.

Ach Hasenzahn....., dachte er, stur wie eh und jeh....aber von mir aus.
Ich hab Zeit. Und Du keinen Ausweg!!!!

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

28.05.2010 16:22
#41 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So...Ihr Lieben!
Tausend dank für Eure Kommis, sie zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht,
wenn ich sie lese!
Und deshalb....weiter geht´s!
Hatte gestern schon wieder so nen schrägen Anfall von Schreibwahn,
und dabei rausgekommen, sind die Gedanken von Gretchen.
Aber lest selbst.
Ich wünsch Euch viel Spaß,
und freue mich auf Eure Meinungen.
Lieben Gruss
von der
Nadine



Und während Marc vor der Tür darauf wartete, dass Gretchen aufgab,
lief diese immer wieder, wie ein Tiger im Käfig, kreuz und quer durch´s Badezimmer.
Und ärgerte sich über sich selbst.

Scheiße,scheiße, scheiße, dachte sie verzweifelt,
während sie sich irgendwann seufzend auf den Badewannenrand setzte.

Wie schießt man sich eigentlich am sichersten ein Eigentor?
Klare Antwort: Einfach Gretchen Haase fragen, die weiß garantiert, wie es geht. Aus eigener, dummer Erfahrung.
Nen besseren Ort hätte ich mir wohl nicht aussuchen können? Da wär ja sogar der Balkon noch besser gewesen.
Immerhin hätte ich da wenigstens eine geringe Chance, zu entkommen.
Naja....also....theoretisch!
Ich spring ja noch nicht mal vom 1-Meter Turm im Schwimmbad, dann würde ich auch bestimmt keine Hauswand runterklettern.
Aber.....ich HÄTTE es tun können.
Aber hier?

Mit schnellen Blicken suchte sie hoffnungsvoll den Raum nach einem Fenster ab,
doch leider Fehlanzeige.

Gut gemacht, Gretchen Haase, das war wirklich eine gaaaanz tolle Idee!
Jetzt haste dich also tatsächlich selbst in eine Falle gejagt. Letzter Ausweg?
KEINER!! Supi! Und ich könnte wetten, dass der werte Herr Meier jetzt da draußen sitzt und sich ins Fäustchen lacht.
Der wartet doch nur darauf, dass ich um Hilfe bettele.
Aber nicht mit mir! Und wenn mein Stolz das letzte ist, was ich retten kann.
Immerhin etwas. Aber egal, wie, ich gehe hier nicht so schnell wieder raus.
Nee, und wenn ich hier Wurzeln schlage. Den Triumph werde ich ihm nicht gönnen.
Das kann er vergessen. Mich kriegt er nicht klein!!!!

Eine Stunde später sah das Ganze etwas anders aus.

ICH WILL HIER RAUS!!!! Oder ich sterbe an Langeweile.
Pfff....hätte ruhig mal ein paar Zeitschriften hier haben können.
Haben nicht alle Männer Zeitschriften auf dem Klo? Wahrscheinlich....alle.....außer Marc Meier.
Gott braucht sowas nicht.
Moment mal....was mache ich eigentlich hier?
Denke ich gerade wirklich über Marc´s Klogewohnheiten nach?
Ich glaube, ich verliere den Verstand!!!
Ab wieviel Stunden geht einem eigentlich der Sauerstoff aus?
Ich meine, hier ist doch kein Fenster! Ohh nein, dann geht es bestimmt schneller!
Sollte das wirklich mein Schicksal sein?
Gestorben....aus Sauerstoffmangel....auf dem Klo?
Naja, nicht nur Klo, auch Badezimmer.....aber das ist doch nicht wirklich besser, oder?
Auf jeden Fall hab ich mir meinen Tod SO nicht vorgestellt!
Oh mein Gott....ich kann doch nicht ewig hier drin festsitzen?!
Obwohl....können schon....aber dann würde ich DEFINITIV einen qualvollen, einsamen und vor allem hungrigen Tod sterben.
Einsam okay, hab mich eh schon an den Gedanken gewöhnt, dass ich wohl nie heiraten, also auch keine Kinder haben werde.
Und qualvoll naja....muss nicht unbedingt sein, gibt ja bekanntlich weitaus nettere Methoden, um zu sterben.
Aber hungrig??? BITTE! ICH? Ich schaffe es ja noch nicht mal, NICHT an Essen zu DENKEN!
Wahrscheinlich werde ich irgendwann so unterzuckert sein, dass ich in mmeinem Wahn Schokolade durch den Raum fliegen sehen würde.
Aber apropos Essen.....und wenn ich einen Bringtdienst anrufe?
Kann den doch fragen, ob er so lieb wäre, mir das Essen.....durch das nicht vorhandene Fenster zu liefern.
Mist! Also wohl doch eher verhungern....Arrgghh!

Irgendwann war sie aufgestanden und hatte vor lauter Langeweile angefangen,
das Badezimmer etwas genauer zu untersuchen.

Allerdings dauerte ihr Spionageanfall nicht lange, denn Marc war anscheinend ein sehr ordentlicher Mensch.
Und so lag auch nicht rum, was ihre Aufmerksamkeit wert gewesen wäre.

Doch dann entdeckte sie den Badezimmerschrank.
Sie öffnete ihn bedächtig, und linste hinein. Und wurde ein weiteres Mal enttäuscht.
Denn außer den typischen männlichen Utensilien wie Rasierer, Aftershave und Nageletui fand sie nichts verdächtiges.

Doch plötzlich fiel ihr Blick auf die Flasche Aftershave, die etwas weiter links vor dem Spiegel stand.

Eine Weile überlegte sie, doch dann konnte sie sich nicht beherrschen.
Wie magisch angezogen griff sie danach. Aber als sie den Deckel abnahm und dran schnüffelte, wußte sie sofort, dass das ein Fehler war.
Sofort tauchte das Gesicht von Marc vor ihrem geistigen Auge auf. Und wie er sie geküßt hatte....immer wieder....und wieder.
Seufz.....oh nein!

Sie spürte, wie sich augenblicklich eine Gänsehaut ihren Körper entlang arbeitete.
Und ihr Herz pochte auf einmal auch wie verrückt. Erschrocken stellte sie den Flakon wieder an seinen Platz zurück.
Nur mühsam bekam sie ihre Atmung wieder in den Griff.

Hat der Sauerstoffmangel schon angefangen?
Aber nein, das muß an dem Parfum liegen. Blöder Fehler, gaaaanz blöder Fehler!
Hätt ich ja eigentlich wissen müssen. Aber wer nicht hören will, muss fühlen.
Bloß schnell weg hier.....also....ich meine....lieber wieder zurück in die sichere Zone der Badewanne.
Aber was jetzt? Ich kann doch nicht ewig hier im Bad bleiben?
Und wenn ich vorsichtig die Tür öffne und um die Ecke linse?
Kann ja im Notfall schnell wieder zumachen, falls er direkt vor der Tür lungert und mich vielleicht....noch anspringt....oder so.

Gesagt, getan!

Sie zögerte noch für einen kurzen Moment, ob sie die Sicherheit des Badezimmers gefährden sollte, doch dann schlich sie auf Zehenspitzen zur Tür.

Nicht auszudenken, wenn sie Marc durch zu viel Lärm vorwarnen würde.
Dann würde er sie bestimmt schnappen und anspringen.

Nun tu doch nicht so, als du das nicht wollen würdest, rief sofort die kleine, umbarmherzige Stimme in ihrem Kopf.
Weswegen bist du denn sonst hier, mhm?

Gretchen schüttelte entsetzt über ihre eigenen Gedanken den Kopf.

Dann griff sie nach dem Schlüssel und drehte ihn äußerst leise, um nicht vielleicht doch noch Lärm zu veranstalten.
Sie wartete einen kurzen Moment, und lauschte, nur für den Fall, daß Marc ihre kleine Spionageaktion mitbekommen hatte.
Doch es war kein Geräusch von der anderen Seite zu hören.
Langsam öffnete sie die Tür.
Sie linste durch den Spalt, konnte aber, zum Glück, nichts verdächtiges entdecken.
Nun etwas mutiger geworden, öffnete sie die Tür ein weiteres, großes Stück mehr.

Doch als sie den Kopf um die Ecke streckte, traute sie ihren Augen kaum.
Marc lag der Länge nach ausgestreckt, mit einer Tüte Chips in der einen, und der Fernbedienung in der anderen Hand, auf dem Bett. Als er sie entdeckte, hielt er ihr die Tüte entgegen. Und das amüsierte Lächeln auf seinem Gesicht war ein mehr als deutlicher Beweis dafür, wie sehr er dieses Spielchen genoss.
"Na... Hasenzahn? Schon fertig mit schmollen? Dann komm und hol Dir auch ein paar....Chips!" zog er sie auf.
Gretchen war so empört über seinen Anblick, dass sie rasch ihren Kopf zurückzog und die Tür mit einem lauten Knall wieder ins Schloß fallen ließ.
Das heißt dann wohl nein, dachte Marc noch, bevor er erneut genüsslich in die Tüte griff und sich eine weitere Handvoll Chips in den Mund stopfte.
Herrlich, wenn sie sich so aufregt, dachte er kauend, und wie süß sie doch ist, wenn sie wütend ist. Dabei hätte sie doch wissen müssen, dass ich nicht so schnell aufgebe! Es ist aber auch immer wieder zu schön, ihr Gesicht zu sehen, wenn sie denkt, sie könnte mich autricksen. Nur um dann feststellen zu müssen, dass ich schon vorher gewußt habe, was sie wohl als nächstes tut. Aber ich kenn sie und ihre Macken mittlerweile einfach zu gut. Und genau dafür liebe ich sie ja auch so! Ach Du Scheiße!!! Zum Glück hab ich das grad nicht laut gesagt!! Lieber wieder auf den Film konzentrieren. Kenne ich zwar schon, aber egal. Und so wie ich Gretchen kenne, hab ich auch noch Zeit für einen zweiten Film.....oder dritten.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

29.05.2010 14:30
#42 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben...
Tausend Dank für eure lieben Kommis,
ich freu mich, dass Euch mein Schreibanfall gefallen hat.
Dann wollen wir doch mal sehen, wie es weitergeht!

Wie lange Gretchen es wohl im Bad aushalten wird??
Fühlt Euch gedrückt!!!!
Liebe Gruesse
Nadine



Gretchen, die direkt hinter der Badezimmertür stand, kochte mittlerweile vor Wut.

Arrrgghh! DIESER MANN MACHT MICH WAHNSINNIG!!!
Und ich blöde Kuh stecke auch noch den Kopf raus. Dabei hätte ich es wissen müssen.
Das war ja sowas von klar, dass der sich einen Heidenspaß daraus macht, während ich hier drin versauere.
Jetzt steht definiv fest, der hat sie nicht mehr alle! Und wie gelassen er mich angegrinst hat?!
So als ob das das normalste der Welt wäre. Unglaublich....liegt der da seelenruhig, und mampft Chips, während ich hier drin verhungern muß!
Guuut.....vielleicht nicht sofort.....immerhin hab ich heute ja schon was gegessen....
aber das ist schon einige Stunden her....und wenn das sooo weitergeht, dann.....sterbe ich bestimmt.....irgendwann!
Aber Monsieur hat natürlich die Ruhe weg. Kann ihm ja auch egal sein, er hat ja was zu essen!!!
Vielleicht bestellt er noch ne Pizza, damit er auch ja keinen Hunger schieben muß, während er auf meinen Untergang wartet?
Apropos Hunger.....bloß nicht daran denken....mein Magen knurrt nämlich auch schon ziemlich dolle.
Hätte nichts gegen ein paar Chips einzuwenden gehabt.
Aber DAS werde ich ihm nicht zeigen. Die Blöße gebe ich mir nicht!!!

Plötzlich klopfte es leise an der Tür.
Erschrocken wich Gretchen einen Schritt zurück.

"Gretchen?" rief Marc leise.
"GEH WEG!!!" rief sie mit lauter Stimme zurück.
"Komm schon! Das ist doch albern. Meinst Du nicht, Du hast genug geschmollt?"
versuchte Marc sie zu beschwichtigen.

Trotzig verschränkte Gretchen die Arme vor der Brust.
"NEIN!" rief sie ihm entgegen.
"Aber ich hab so ne leckere Pizza bestellt! Willst Du wirklich, dass ich die alleine esse?" versuchte er es erneut.

Erstaunt blickte sie zur Tür.

Wie.... hat der etwa meine Gedanken gelesen?
Aber.... das kann doch gar nicht sein, dachte sie ungläubig,
ging aber vorsichtshalber lieber doch noch einen Schritt weiter von der Tür weg.

"Nun komm schon... das ist doch echt kindisch! Außerdem...
Du kannst ja schlecht auf ewig da drin bleiben."

"Wollen wir wetten?" erwiderte sie trotzig, wußte aber gleichzeitig, wie dumm das klang.
"Vorschlag: Du öffnest die Tür einen Spalt weit, und ich schieb Dir die Hälfte der Pizza rein.
Danach kannste gern die Tür wieder von Deiner Seite schließen.
Ist auch kein fauler Trick, versprochen!" redete er weiter auf sie ein.

Mißtrauisch blickte Gretchen zur Tür.
Hin und her gerissen zwischen Hungerfühl und Trotz überlegte sie, was sie als nächstes tun sollte.

Sollte sie ihm trauen? Oder sollte sie sich für den sicheren Freitod entscheiden?

Eine unendliche Zeit lang herrschte Stille.
Marc wollte schon aufgegeben, und zum Bett zurückgehen,
als er plötzlich ein leises "Okay" hörte.
Schnell ging er in die Küche und verteilte die Pizza auf zwei Teller.

Teilerfolg die 48., dachte er noch, wieviele ich wohl brauchen werde, bis sie wieder rauskommt?
Doch dann mußte er unwillkürlich lächeln.

Auch wenn sie ihn mehr als oft in den Wahnsinn trieb mit ihrem Sturkopf.....
war es doch eines der Dinge, die er so an ihr liebte. DAS war eben Gretchen live.

Er kehrte ins Schlafzimmer zurück, setzte sich neben die Tür und klopfte leise.

Kurz darauf ging die Tür ein Stückchen auf, und Marc schob ihr rasch den Teller hinein.
Danach wurde die Tür sofort wieder geschlossen.
Marc lächelte vor sich hin, während er nach einem Stück Pizza griff.

Wenn es um´s Essen geht, hat sie halt einfach keine Widerstandkraft.
Sollte ich mir auf jeden Fall merken. Obwohl....das wußte ich ja bereits!

Gretchen setzte sich neben die Tür, griff nach dem Teller, legte ihn sich auf den Schoß und nahm ebenfalls das erste Stück.
Es roch einfach herrlich, wahrscheinlich auch, weil sie einen so enormen Hunger hatte, dass sie womöglich alles gegessen hätte.
Genüsslich führte sie das Stück an ihren Mund. Mit einem herzhaften Haps biss sie hinein.
Und als sich der leckere Geschmack in ihrem Mund ausbreitete, schloß sie verzückt die Augen.

Eine Weile aß jeder für sich, ohne ein Wort zu sagen, doch dann wagte Marc einen weiteren Versuch.

"Duhu...Gretchen...warum genau bist Du jetzt eigentlich so sauer?" fragte er vorsichtig.

Lange kam nichts, doch dann plötzlich....

"Warum... hast Du mit.... Gigi geschlafen?"
Marc seufzte hörbar auf.

Das war wohl die falsche Frage, dachte er, doch dann beschloß er, die Karten auf den Tisch zu packen.

"Hab ich nicht!" sagte er bestimmt.
"Aber.... Gigi... sie hat doch..."
"Gelogen, verdammt noch mal!!!! Und so was nennt sich beste Freundin!
Wohl eher beste Feindin!" schnaubte er verächtlich.
"Und wieso sollte sie...." setzte Gretchen erneut an.

Doch wieder wurde sie von Marc unterbrochen.
"Weil sie eine hinterhältige Schlange ist? Weil sie stark untervögelt ist?
Weil sie Dich vor einem großen Unglück bewahren wollte? Vor einen großen Unglück wie.... mir?"
Den letzten Satz sagte er sehr leise, doch sie hatte ihn gehört.

Das würde auf jeden Fall einen Sinn ergeben, überlegte sie kauend.
Gigi konnte ihn nicht leiden, soviel war sicher. Und sie hätte alles getan, um ihn von mir fernzuhalten.
Und wenn eine Lüge dafür notwendig gewesen wäre......

Plötzlich dachte sie an seinen Satz, damals,
kurz bevor er in der Cafeteria um die Hand von der Schlange Gabi angehalten hatte.
"Ich mach Dich unglücklich" hatte er gesagt.

Und wie recht er damals gehabt hatte. Das hatte sooo unglaublich weh getan.
Aber jetzt? Was ist jetzt? Zur Zeit kann man ja nicht gerade sagen, dass ich vor Glück hüpfen könnte, dachte sie und seufzte.

"Hallo?" brachte Marc sie wieder in die Realität.
"Womit sie ja nicht ganz unrecht hatte, oder?" fragte sie ihn leise.
"Ich weiß..... aber Du weißt auch, wie leid mir das tut. Und Du weißt, warum!" antwortete er.
"Und was war das dann mit dieser Weiberherde heute abend?"

Marc verdrehte kurz die Augen.
Jetzt heißt es wohl Farbe bekennen. Er räusperte sich mehrmals umständlich.

"Ich.... also....ähhhh....ich.... hab es nicht ausgehalten.... alleine!" gab er zähneknirschend zu.

Erstaunt über diese ehrliche Antwort starrte Gretchen auf die Tür.

"Sie sollten einfach nur da sein, mehr nicht!
Nach Deiner Nummer mit Alexis wär ich am liebsten die Wände hochgegangen, oder hätte sinnlos etwas zusammengeschlagen.
Aber das hätte mir auch nichts gebracht. Da hab ich halt mein altes Buch rausgekramt.
Und die Mädels kenn ich noch von Anna. Ich wußte, sie würden keine großen Fragen stellen.
Die tun alles, wenn man sie bezahlt. Und wenn es nur still auf dem Sofa sitzen und gut aussehen ist.
Und das war genau das, was ich wollte." fuhr er fort.

"Mhmhm...." war Gretchens einziger Kommentar.

Wieder herrschte lange Schweigen.
Marc war sich nicht sicher, ob sie sein Verhalten verstand, doch er wartete einfach ab.
Was anderes blieb ihm eh nicht übrig.

"Und... was wolltest Du mir damals... im Fahrstuhl... wirklich sagen? Eine Kleinigkeit....hast Du gesagt."
Marc spürte, wie ihm schlagartig der Schweiß ausbrach.

Scheiße, scheiße, scheiße, dachte er, laß Dir was einfallen.

"Na jedenfalls nicht, wir haben gebumst!" sagte er.

Gut! Etwas Zeit gewonnen.

"Sondern?" fragte sie nun weiter.

Oder auch nicht.

"Ähhhhh.......na die... drei Worte eben?" stammelte er.
"Heirate ihn nicht?" fragte sie.
"So ähnlich!" antwortete er ausweichend.
Er faßte sich an den Hals, und neigte den Kopf leicht zur Seite.

Warum zum Teufel ist es denn so heiß hier drin?????

"Haste mal Feuer?" kam als weiterer Vorschlag von ihr.
Marc fuhr sich nervös durch die Haare.
"Nicht wirklich!" druckste er herum.
"Dann.... gleich ist Visite!"

Was hatte Mehdi ihm gesagt?, überlegte er kurz, Augen zu und durch?
"Nein...ähhh..." stammelte er weiter.
"Aber doch wohl nicht, hast Du zugenommen?" fragte sie etwas wütend,
"Also wenn Du mir nur wieder eins reinwürgen wolltest, dann......"

"Meine Fresse, NEIN!" schrie er nun, "ICH....LIEBE....DICH, also...
ich mein....das waren die verdammten Worte, die ich Dir versucht habe, zu sagen!"

Erschrocken über sich selbst, schlug er die Hand vor den Mund.
Ohne es wirklich zu wollen hatte er es gesagt.....einfach so.
Aber ihre Frage, ob er sie zu dick findet, konnte er einfach nicht mehr hören.
Dabei sollte sie doch ganz genau wissen, dass das genaue Gegenteil der Fall war!!

Ja, und deswegen ist es mir halt rausgerutscht, dachte er nervös,
und zack, ab sind sie, die Eier. Die ganze männliche Entwicklung, von wegen Jäger und Schlachtengewinner, umsonst!!!
Für EINEN läppischen Satz. NUR drei Worte eben.
Aber für mich die schwierigsten Worte auf der Welt!

Fast erwartete er, dass der Himmel über ihm zusammenbrechen würde.
Doch nichts dergleichen geschah.

Stattdessen war ein lautes Scheppern von der anderen Seite der Tür zu hören.
Gretchen hatte vor lauter Schreck den Teller fallen gelassen.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

30.05.2010 01:15
#43 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

YEAHHH Ihr Lieben!

Wir sind Grandprix

Und ganz Hannover feiert, das könnt Ihr mir glauben!!!!!!
Und weil ich sooooo gut drauf bin, hier,
wie ich in meinen Kommentaren gelesen habe, auf mehrfachen Wunsch,
ein weiterer, kleiner Teil.

Mehr natürlich morgen,
wenn ich vom Planeten LENA zurück bin!

Feiert schön, so wie wir!
Eure
Nadine



Ungläubig dessen, was sie da gerade gehört hatte, starrte sie mit weit aufgerissenen Augen auf die Tür.
Nur um auch wirklich sicher zu gehen, kniff sie sich beherzt in den Arm.

"AUA!" rief sie laut. Vielleicht hätte ein etwas weniger beherzter Kniff auch gereicht.
Sie rieb leicht mit ihrer Hand über die schmerzende Stelle, in der Hoffnug, dass kein blauer Fleck zurückblieb.

Doch als sie eben diesen echten Schmerz verspürte, wußte sie eindeutig, dass es kein Traum war.

Bitte?? Hat er.....DAS....gerade wirklich gesagt???

Unwillkürlich breitete sich ein dickes Grinsen auf ihrem Gesicht aus.
Ergriffen und von plötzlichen Zukunftsphantasien überrollt,
fasste sie sich an die Brust, schloß verträumt die Augen und juchzte leise auf.

Yippieh! Ich werde doch heiraten, Mama endlich mundtot kriegen, zehntausend Kinder kriegen,
vor Liebe ganz taumelig sein, mit Marc bis an mein Lebensende glücklich sein,
hach.......seufz....wie toll! Also.....Gesetz dem Fall, er hat das ernst gemeint!
Im Eifer des Gefechts läßt man sich ja gern mal zu etwas hinreissen, was man eigentlich nicht so meint,ne?
Aber es klang zumindest schon mal so, als ob er das auch so gemeint hat.
Und ein Marc Meier sagt das ja nicht einfach nur so, oder?
Nee, der würde sich eher die Hand abhacken, als sowas zu sagen.
ABER...yippieh....er hat es gesagt! Gott, ich bin im Himmel!!!!!
Mindestens....wenn nicht sogar noch einige Hemispheren drüber.
Aber da ist die Luft auf jeden Fall noch knapper als hier. Ach...auch egal, wer braucht schon Sauerstoff, wenn er verliebt ist?
Obwohl...es heißt ja....von Luft und Liebe leben.......
dann wäre Sauerstoff wohl doch nicht von Nachteil.
Das Gefühl, atemlos zu sein, ist ja auch nicht grad das angenehmste, was ich kenne!
Gibt WEITAUS schönere....zum Beispiel liebeskrank.....oder duselig vor Glück.....

Gretchen war so mit ihrem Glückstaumel beschäftigt,
dass sie gar nicht daran dachte, ihm auch zu antworten.

Marc hingegen wagte es kaum, vor lauter Anspannung, zu atmen.
Seine gesunde Gesichtsfarbe war einer starken Blässe gewichen,
und auch seine Hände waren urplötzlich schweissnass und eiskalt.

Heilige Scheiße! Ich hab es gesagt, dachte er verdutzt, ich hab es tatsächlich gesagt.
JETZT bin ich im Arsch!!!! Weichgespült! Eine totale Lusche! Vorbei die Zeiten des gefühlskalten Marc Meier,
der die Frauen als reines Spielzeug betrachtet, eine nach der anderen.
Denn eben genau dieser Marc ist einer einzigen Frau verfallen. Auf immer und ewig, wie es aussieht.
Also dann doch Strickclub! Boah, dabei hasse ich Handarbeiten doch wie die Pest.
Kann ja mal Mehdi fragen, was er mit seiner Freizeit so anstellt....
immerhin hat er ja ausreichend Erfahrung im Bereich der Warmduscher.
Und jetzt soll ich tatsächlich dazugehören???
Unfassbar! Aber Moment mal....sooo schlecht fühlt es sich gar nicht an?!
Hmhm....irgendwie bin ich jetzt doch ziemlich erleichtert, dass ich endlich die Klappe aufgemacht habe!
Wer hätte das gedacht? Auf jeden Fall kann sie mir nicht mehr vorwerfen, dass ich nicht zu meinen Gefühlen stehe.
Denn DAS habe ich DEFINITIV hiermit getan!
Jaaa...und jetzt? Was mache ich jetzt?
Ich hab´s.....ich könnte sie ja an mich reissen und hemmungslos abknutschen...oder so!
Jetzt....wo ich es endlich gesagt hab! Naja....aber dafür müßte sie ja erst einmal rauskommen.
Oder mir zumindest antworten. Hat sie denn überhaupt geantwortet?
Mal überlegen....nöö...also nicht dass ich wüsste. Und auch jetzt......sie sagt ja gar nichts.
Warum, zum Teufel, sagt sie denn nichts? Sie redet sonst doch auch immer wie ein Wasserfall!
Und ausgerechnet jetzt.....sagt sie NICHTS? Nicht mal EIN verdammtes Wort??

Ein Gefühl der Panik machte sich im ihm breit.
Er überlegte noch, wie er am schnellsten und vor allem unauffälligsten das Land verlassen könnte,
und vor allem, was man in Brasilien oder sonstwo alles brauchen könnte,
als er plötzlich durch ihre Stimme aus seinen Gedanken gerissen wurde.

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

30.05.2010 17:43
#44 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

So...meine Lieben!

Die Erde hat mich wieder.
Und ich bin eine der wenigen Hannoveranerinnen,
die nicht vor dem Rathaus steht.
Aber dafür kann ich Euch heute noch nen kleinen Teil reinstellen.
Ist doch auch okay, oder?

Freu mich auf Eure Kommis!!!!!
Eure
Nadine



"Was... hast Du.... gesagt?" flüsterte sie ihm leise durch die Tür hinweg zu.

Erleichtert atmete er auf, nur um dann gleich wieder die Augen zu verdrehen.

Oh nein, jetzt soll ich das doch nicht etwa wiederholen, oder?
Das kann sie mal gleich wieder vergessen. Einmal ist schon schwer genug!
Hab den Herzinfarkt grade mal abwenden können, da werde ich mich bestimmt nicht sofort wieder der Gefahr aussetzen.
Jedenfalls nicht so schnell. Vielleicht im nächsten Jahr wieder?
Aber auch nur, wenn keiner dabei ist! Soviel ist sicher.

"Hasenzahn! Noch mal sage ich DAS bestimmt NICHT!!!" rief er deshalb auch bestimmt.
"IS ja GUUT!" rief sie mit trotzig verschränkten Armen zurück.

Sturer Bock!!!, dachte sie grimmig,
ich hab so lange darauf warten müssen, da ist es ja wohl nicht zuviel verlangt, wenn er es wiederholt, oder?
Immerhin muss ich ja sicher gehen, dass ich mich nicht verhört habe.
Wie peinlich wär das denn bitte, ich falle ihm um den Hals und rufe "Ich Dich auch",
und dann hat er womöglich was ganz anderes gesagt?

Wieder Schweigen.

Und da Marc gar nicht daran dachte, etwas zu sagen,
war Gretchen diejenige, die das Schweigen als erste brach.

"Und jetzt?" fragte sie vorsichtig.
"Naja...ich würd sagen...kommst Du erst mal raus, und dann...sehen wir weiter?" war sein Vorschlag.

Kurze Zeit später wurde die Tür einen Spalt weit geöffnet,
und ein paar mißtrauische Augen lugten hervor.
Aufmunternd lächelte er sie an.

"Nun komm schon! Ich verspreche auch, mich unserem Jahrhundert ensprechend zu benehmen." sagte er
und hob feierlich, um seine Worte zu bekräftigen, die Finger zum Schwur.

Zögerlich erhob sie sich vom Boden, öffnete nach und nach die Tür und trat langsam aus dem Bad.
Etwas unschlüssig, was sie nun als nächstes tun sollte, blieb sie mitten im Raum stehen.

"Komm..." sagte Marc leise und drehte sich um.

Dann ging er voran Richtung Wohnzimmer.
Er setzte sich auf´s Sofa, dann sah er zu ihr auf und klopfte auffordernd mit der Hand neben sich.

Gretchen trat langsam an´s Sofa heran, überlegte noch kurz,
doch dann setzte sie sich mit gebührendem Sicherheitsabstand neben ihn.
Ziemlich nervös knetete sie ihre Finger und sah auf den Boden.

Marc war eine solche Situation gänzlich fremd.
Noch nie hatte er einer Frau seine Liebe gestanden.
Deshalb wußte er auch nicht so recht, was man da als nächstes sagen sollte. Oder was sie von ihm erwartete.

Doch als das Schweigen unerträglich wurde, drehte er sich zu ihr um und sah sie an.

"Gretchen...." sagte er leise,
"willst Du mir vielleicht sagen, warum Du hier bist?"

Doch Gretchen stand nur auf, nahm ihre Tasche und kehrte zum Sofa zurück.
Sie holte die kleine Karte hervor und sah ihn schüchtern an.

"Ich...." sagte sie und hielt die Karte hoch,
"wollte mich für...die Blumen bedanken!"
"Gern geschehen." antwortete er und lächelte.
"Ich hab die Karte auf der Terasse gefunden. Alexis...
also ich meine...Frank hat sie wohl herausgenommen, bevor er mir den Strauss gegeben hat."

Marc spürte, wie Wut in ihm aufstieg.

Dieser Penner hat die Blumen wahrscheinlich als seine ausgegeben, dachte er grimmig.

"Und...ich wollte wissen....ob Du das ernst meinst.....den Text meine ich!" sagte sie nervös,
und hielt demonstrativ die Karte hoch.

Marc spürte, wie sich seine Kehle langsam zuzog.

Ohhh nein, nicht schon wieder, dachte er verzweifelt, immer diese Atemnot!
Hört das mit der Zeit auch mal auf? Das kann doch auf Dauer gar nicht gesund sein!
Also....als sie noch hinter der Tür saß, war es um einiges leichter gewesen.

Doch jetzt saß sie direkt vor ihm und sah ihn erwartungsvoll an.
Nervös fuhr er sich durch die Haare.

"Ähhhh...was...meinst Du?" fragte er und schaffte es nicht, ihr in die Augen zu blicken.

Eine Weile betrachtete sie ihn, wie er so dasaß,
nervös und zappelig, und wollte sich schon abwenden.

Doch dann nahm sie all ihren Mut zusammen, öffnete die Karte und las den Text erneut.
Diesmal allerdings laut.

"Ich bin kein Held.
Ich bin kein Dieb.
Ich bin verrückt,
und manchmal auch gemein.
Aber bitte, lass mich für immer in Deinem Herzen sein.
dhmg Marc
PS: Du kannst gerne nachzählen....
aber es sollten genauso viele Rosen wie Tage sein, die seit dem Moment vergangen sind,
nachdem wir uns im Fahrstuhl zum ersten Mal wiedergesehen haben."

Gretchen starrte noch einen Moment auf den Text,
doch dann hob sie ihren Blick und sah Marc ängstlich an.

Dieser saß zwar immer noch still auf dem Sofa,
doch jegliche Farbe war aus seinem Gesicht gewichen.

"Also...?" fragte sie zögerlich.

Marc wurde zunehmend nervöser.
Deutlich spürte er ihren durchdringen Blick.

Aber er konnte das doch nicht aussprechen. Oder?
Die Antwort sollte sie doch selbst schon längst wissen.

Ähhh....was meinst Du?" fragte er scheinheilig,
so als ob er die Antwort nicht längst kennen würde.

Nun war Gretchen diejenige, die herumdruckste.

"Nun ja....also....dieses dhmhg....was genau soll....das denn heißen?" war ihre nächste Frage,
doch wagte sie es nicht, ihn dabei anzusehen.

Marc spürte die mittlerweile altbekannte Hand an seinem Hals wieder deutlich fester zugreifen.

"Nun ja.....ich" stammelte er nervös, als er sich an den Hals griff,
"vielleicht......die...hat...mehr...Hupen...gehabt???" sagte er,
und wußte sofort, wie bescheuert das klingen mußte.

Erschrocken über seine Worte sah Gretchen ihn an.

"BITTE?" rief sie ungläubig.
"DAS ist doch nicht Dein Ernst, oder?"

Scheisse, dachte Marc, als er ihr entsetztes Gesicht sah,
lass Dir verdammt noch mal was besseres einfallen.

"ähhh, nein...ich meine.....ähhhh...der....hat....man.....Hirn...gestohlen? sagte er in einem weiteren,
kläglichen Versuch, seinen Hals doch noch aus der Schlinge zu ziehen.

"Marc....." sagte sie immer noch empört.
"Dann.....da....hat...man....heftigst....gevögelt? Vielleicht?" rief er mittlerweile verzweifelt,
bevor er sich mit der Hand ein weiteres Mal durch die Haare fuhr.

"MARC!!!!" sagte Gretchen nun mit deutlicher energischerer Stimme.
Ihr Gesicht sprach Bände, und mit einem unbarmherzigen Blick sah sie ihn auffordernd an.

Super Meier, ärgerte er sich über sich selbst, wie mache ich es noch schlimmer,
Lektion eins, zwei und drei mit Bravour bestanden. Gaaanz toll!!

Vorsichtig linste er zu ihr hinüber.
Doch Gretchen hatte mittlerweile den Blick gesenkt.
Zusammengesunken saß sie wie ein Häufchen Elend neben ihm.

Jaaa....bin ich denn bescheuert? schoss ihm durch den Kopf.
Arsch zusammenkneifen, Meier, sonst hast Du sie endgültig verloren.

Er atmete einmal tief durch, bevor er langsam zu ihr rüber rutschte.
Sanft hob er mit seinem Zeigefinger ihr Gesicht an und sah ihr mit einem intensiven Blick in die Augen.

Doch als er all die Angst und Unsicherheit in ihrem Blick sah, bekam er fast keine Luft mehr.
"Gretchen, ich....also...das soll heißen....Du hast mein Herz gestohlen!" sagte er vorsichtig,
allerding war der letzte Satz kaum noch zu hören.

"Was?" kam prompt von ihr.
"Du....ähhhh....hast....nun ja.....mein.....ähm....Herz...gestohlen!" antwortete er nun etwas lauter.

Doch wieder hatte Gretchen ihn nicht verstanden.
Er war sich sicher, gleich würde ihm der Sauerstoff ausgehen.

Umso besser, dachte er, dann komm ich heil aus der Nummer raus.

Doch da hatte er die Rechnung ohne Gretchen gemacht.
Denn die starrte ihn mittlerweile leicht genervt an.

"Mensch....Marc....kannst Du nicht lauter sprechen? Ich VERSTEH Dich nicht!" rief sie dann.

Marc sah sie ungläubig an.
Er konnte nicht fassen, dass er es zum dritten Mal wiederholen sollte.
Als ob einmal nicht genügen würde, dachte er entsetzt, nein,
ich muß mir gleich drei mal die Eier abschneiden lassen!

Er spürte, wie eine leichte Wut in ihm aufstieg.
"MEINE FRESSE....bist Du taub????? Das heißt.....DU.....HAST....MEIN.....HERZ....GESTOHLEN!!!!!"

Romantikjunkie ( gelöscht )
Beiträge:

31.05.2010 17:24
#45 RE: Story von Romantikjunkie Zitat · Antworten

Ihr Lieben!
Auf in den Endspurt.
Aber lest am besten selbst.

Nen Knutscha
sendet Euch
die
Nadine



Doch kaum hatte er es ausgesprochen, war sein Ärger verflogen,
und er klappte erschrocken den Mund zu.

Er wollte sie nicht anschreien, aber dass sie ihn einfach nicht verstand, machte ihn unglaublich wütend.
Und die Tatsache, dass er es dreimal wiederholen sollte, machte seine Laune auch nicht besser.
Er fühlte sich in die Enge getrieben, und dieses Gefühl behagte ihm gar nicht.
Marc war durchaus bewußt, warum er DAS niemals im Leben aussprechen wollte.
Er haßte es, nicht die Oberhand zu haben, vor allem wenn, wie jetzt, so eine peinliche Stille entstand.
Über Gefühle redet man nicht. Gefühle hat man, oder man hat sie nicht.
Ohne groß drüber zu reden.

Außer natürlich, man hat sich ausgerechnet in Gretchen Haase verliebt!
Die Frau, die immer und überall über Gefühle reden will. Die ihr Herz auf der Zunge trägt, ganz im Gegensatz zu ihm.
Aber das mußte er wohl in Kauf nehmen, wenn er diese Frau haben wollte.
Und daran gab es keinen Zweifel.
Denn ob er sie wollen würde, war schon lange nicht mehr die Frage gewesen,
sondern ob er mit all der Gefühlsduselei und dem Chaos, das ihr Leben umgab, auch klarkam.

Und jetzt hatte er ja quasi zugegeben, was er für sie empfand.
Als ihm klarwurde, WAS er gerade gesagt hatte, verspürte er ein leichtes Gefühl der Panik.

Scheisse, scheisse, scheisse......ich fasse es nicht!
Ich hab das echt laut gesagt! Oder....um genau zu sein...drei mal.
Noch tiefer kann ich gar nicht mehr sinken. Na wunderbar.....jetzt ist es amtlich....ich MUSS das Land verlassen!
Auf jeden Fall! Am besten noch heute! Aber was ist dann mit meinem Job?
Nee...das muß ich erst regeln. Dann eben erst morgen....aber dann auf jeden Fall!
Hab ich überhaupt noch einen gültigen Pass?

Marc war so in seinen Fluchtplan vertieft, dass er gar nicht mitbekam,
wie Gretchen ihn anstarrte.

Doch dann legte sie ihre Hand auf seinen Arm.
Marc erschrak sich so sehr über diese plötzliche Berührung,
dass er nur ungläubig seinen Blick senkte und ihre Hand anstarrte.

"Is...das...Dein...Ernst?" fragte sie ihn nun unsicher.

Immer noch wortlos sah Marc wieder zu ihr auf.

BITTE?, schoß es ihm durch den Kopf, hat sie mich das jetzt ernsthaft gefragt?
DAS wiederhole ich doch NICHT? Darf´s vielleicht noch schriftlich sein, so in dreifacher Ausfertigung?
Und wenn ich sage, dass ich sie verarscht habe?
Wie dumm sie doch wäre, das zu glauben?
Dann würde ich zwar lügen, aber dann würde ich wieder ungeschoren aus der Nummer rauskommen!!!!

Er wollte gerade loslegen, als Gretchen ihn unterbrach.
Gekünstelt lachte sie auf.

"Ha ha ha......reingefallen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich Dir das glauben würde, oder?" rief sie,
doch ihr Gesichtsdruck sprach das genaue Gegenteil.
"Natürlich nicht!" sagte sie erneut tapfer,
doch dann brach ihre scheinbare Fassade zusammen und sie sah rasch auf den Boden, damit er nicht mitbekam,
wie sehr sie sich insgeheim gewünscht hatte, dass es wirklich wahr wäre.

Marc beobachtete sie eine Weile, und war hin und her gerissen.

Kurz dachte er an die Fluchtmöglichkeit, die sich ihm bieten würde, wenn er jetzt log.
Doch dann fiel ihm sofort Mehdi ein, und was er alles mit ihm anstellen würde, wenn er jetzt wieder den Schwanz einkniff.
Langsam rückte er immer näher an sie heran, bis er schließlich dicht neben ihr saß.

"Was denkst Du wohl! Natürlich.....mein voller Ernst!" rief er mit fester Stimme,
bevor er sie in seine Arme zog.

Eine ganzen Weile saßen sie still da.
Doch dann löste sie sich leicht von ihm und hob ihre Hand, um ihm über die Wange zu streichen.

"Marc.... ich bin heute hier....also....ich wollte....
nur sagen, dass es mir leid tut, wie das heute nachmittag gelaufen ist." begann sie erneut.

Doch Marc schien zu ahnen, was sie als nächstes sagen würde, und wiegelte ab.

Jetzt will sie mir bestimmt erzählen, dass sie das alles nicht gewollt hat....dass sie nie vorgehäbt hätte, mit mir zu spielen....
doch als sie Frank wiedergesehen hatte, wußte sie, dass sie ihn immer noch liebt....bla bla bla.
So´n Scheiß halt....Aber das geb ich mir nicht! Muß ihr nur schnell genug zuvorkommen.
Dann wird es weniger peinlich....für uns beide.

"Schon gut.... Du hast Dich für ihn entschieden.
Ich kann zwar nicht verstehen, warum...aber bitte...Du mußt selbst wissen, was Du tust!" rief er hastig.

Gretchen sah ihn erstaunt an.

"Aber... so war es doch gar nicht!!!!" sagte sie bestimmt.

Marc war inzwischen vom Sofa aufgesprungen.
"Ach ja? Wie war es denn dann? Erklär es mir!
Ich stand da wie der letzte Idiot!!!"
Wütend sah er sie an.

"Bitte, versteh mich doch...... ich wollte es abschließen, für mich selber.
Mehr nicht!!!! Ich wollte ihm sagen, dass es keinen Sinn hat, dass er mich in Ruhe lassen soll."
"Das sah aber ganz anders aus. Jedenfalls hat ER das wohl nicht so verstanden." sagte Marc.

Bei dem Gedanken an das dreckige Grinsen von Frank wurde er noch wütender.

"Ich weiß. Er hat ja auch auf mich eingeredet. Aber ich wollte nichts hören.
Ich wollte noch nicht mal mehr mit ihm reden!" rief sie nun ebenso aufgebracht.

Marc sah sie überrascht an.
"Sondern?"
"Ich weiß nicht...es war mir egal, was er zu sagen hatte.
Und als er dann auch noch den Film eingelegt hatte...."

Erschrocken hielt sie sich die Hand vor den Mund.
Das konnte sie ihm nicht erzählen, das wäre doch zu peinlich!

Doch Marc sah sie skeptisch an.
Eine Weile beobachtete er ihr Gesicht.

"Was für ein Film war es denn?" fragte er schließlich mißtrauisch.

Gretchen lief puterrot an, was Marc nun nur noch mehr verwirrte.

"Nicht so wichtig....." stammelte sie,
"also...ich...meine....kein besonders.....guter Film?"
"Anscheinend ja doch, wenn ich mir Dein Gesicht so betrachtete!
Es war ja wohl kein Porno, oder?"

Erschrocken über seine Frage sah sie zu ihm auf.
Hektisch wedelte sie mit den Händen.

"NEIN... also nein, nein, kein....Porno"

Himmel, wie komme ich aus der Nummer wieder raus, dachte sie verzweifelt.

"Mensch, ist Dir auch so warm?" fragte sie hibbelig.
Eilig erhob sie sich vom Sofa und ging Richtung Balkon.

"Können wir vielleicht die Tür aufmachen?"

Marc folgte ihr und öffnete ihr die Tür.
"Sicher!" sagte er,
"und Du bist sicher, dass alles okay bei Dir ist?"

Gretchen hüpfte nervös von einem Bein auf´s andere.
Sie trat auf den Balkon und genoss für einen kurzen Moment die angenehme Kühle.
"Aber sicher doch.... alles...supi!"

"Na...dann!" bohrte Marc weiter,
"kannst Du mir ja ruhig sagen, um was für einen ominösen Film es sich handelt!"

Gretchen drehte sich um und umschloß das Geländer mit ihren Händen.
Sie murmelte etwas vor sich hin, was Marc allerdings nicht verstand.

"Bitte?" fragte er und trat näher an sie heran.

Gretchen murmelte erneut etwas, allerdings wieder so leise,
dass Marc es nicht verstehen konnte.

"Was? Tut mir leid, Gretchen, aber ich verstehe Dich nicht!!!"

"OH VERDAMMT, der Film hieß.....Nachts im Museum!" sagte sie kleinlaut.

"Ja und was ist daran...." fragte er verständnislos,
doch dann verstand er.

Eine Weile sah er sie ungläubig an, aber dann brach er in schallendes Gelächter aus.
Und auch Gretchen mußte unwillkürlich lächeln.

Er drehte sie zu sich herum und hob ihr Kinn.

"Ist das Dein Ernst? Der Typ hat sich selbst ins Aus geschossen,
und weiß wahrscheinlich nicht mal, warum?"

Gretchen war die ganze Situation so peinlich, dass sie nur nicken konnte.

Plötzlich zog Marc sie an sich, schlang die Arme um sie und wirbelte sie herum.

Und dann küßte er sie.
Und zwar so stürmisch, dass Gretchen schwindelig wurde.
Sie war so überrascht über seinen Überfall, dass ihr die Beine wegsackten.
Nach einer Unendlichkeit hob er den Kopf und lächelte sie glücklich an.

"Also...ich weiß ja nicht, wie es Dir geht...aber ich fand den Film gar nicht sooo schlecht!" lachte er,
"Und wenn ich es mir recht überlege, könnte ich ihn glatt zu meinem absoluten Lieblingsfilm erklären!"

Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und lehnte seine Stirn an ihre.
Sanft küßte er ihre Nasenspitze.

"Es freut mich...Hasenzahn,"raunte er ihr ins Ohr,
".... dass Dir unser Abend damals anscheinend genauso gut gefallen hat wie mir."

Er strich mit der Hand ihren Arm entlang und nahm ihre Hand.

"Komm!" flüsterte er und zog sie ins Wohnzimmer.

Doch plötzlich drehte er sich ruckartig zu ihr um
und lächelte sie schelmisch an.

"Ach!!" rief er, "Da fällt mir noch was ein.... ich wurde ja vorhin unterbrochen!!!"
"Ja?" sagte sie erstaunt, "Wobei denn....?"

Doch zu mehr kam sie nicht, denn plötzlich warf Marc sie erneut über seine Schulter.
Und so kam Gretchen zum zweiten Mal an diesem Abend in den Genuss,
sich den Hintern von Marc aus nächster Nähe zu betrachten.

Er schleppte sie wieder ins Schlafzimmer und wollte sie gerade auf´s Bett werfen, als er kurz innehielt.

"Kleine Planänderung!" rief er ihr über die Schulter hinweg zu,
während er die Tür zum Badezimmer auftrat.

Dort stellte er sie wieder auf ihre Füße und öffnete die Tür zur Dusche.
Mit einem süffisanten Lächeln umfaßte er ihre Arme und schob sie sanft hinein.

"Ähhhh.....Marc?" stammelte Gretchen, "was genau....wird das jetzt?"

Doch Marc ließ sich nicht beirren und drehte den Wasserhahn auf.
Kurz darauf waren beide bis auf die Haut durchnäßt.

"Ich glaub...." flüsterte er ihr heiser zu, während er sie Richtung Duschwand schob,
"wir haben da noch was zu erledigen!!!!"

Und schon fing er an, sie leidenschaftlich zu küssen,
während er an den Knöpfen ihrer Bluse nestelte.
Gretchen spürte, wie ihr schlagartig die Knie weich wurden.
Sie griff nach seinem Hemd und zog ihn dichter zu sich heran.

Plötzlich hob Marc leicht den Kopf.
Mit intensivem Blick sah er ihr in die Augen.
Gretchen hatte das Gefühl, ihr Herz würde jede Sekunde stehen bleiben.
Noch nie zuvor hatte sie soviel Liebe in den Augen eines Mannes gesehen.

"Ich...liebe...Dich!!!" raunte Marc, bevor er sie sanft auf den Mund küßte.
"Ich Dich auch!" sagte sie und erwiderte seine Zärtlichkeiten.

"Und denk nicht mal im Traum daran, jetzt wegzurennen!!" riet er ihr,
bevor er sie hochhob.

Aber seine Sorge war völlig unbegründet.
Denn wegrennen war definitiv das letzte, an das Gretchen jetzt dachte.

----------------------------------------------------------ENDE----------------------------------------------------------

Meine Lieben!
Das war´s!
Das war meine kleine Geschichte.

Ich hätte niemals gedacht, dass es mir soviel Spaß machen würde,
und da habt Ihr einen nicht unerheblich großen Teil zu beigetragen.
Dafür danke ich Euch.

Ich hab mich jeden Abend regelrecht darauf gefreut, Eure Kommis zu lesen.
Und natürlich hoffe ich, Ihr hinterlaßt mir zum Abschluß noch ein paar davon.
BITTE BITTE!!!!
Bin nämlich gespannt darauf, zu erfahren, ob Euch das Ende gefallen hat.

Fühlt Euch über alle Maßen geknuddelt!!
Eure
Nadine

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Weitere Links
| Sicher und kostenlos Bilder hochladen|9-1-1 FanSeite|
zum Impressum | 2008- © Doctor's Diary FanForum | Admins JackySunshine & Seppy | Moderatoren Lorelei & Mellow | Gründerin des Forums Flora
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz