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Dieses Thema hat 169 Antworten
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schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

22.07.2010 18:51
#101 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

Hallo ihr lieben :)
danke wie immer für die tollen kommentare
es geht auch gleich weiter :)
ich will euch schon mal vorwarnen, ich weiß nicht ob ich es schaffen werde am wochenende noch etwas rein zu stellen weil ich arbeiten muss und montag und dienstag 3 klausuren schreibe. aber danach kommt auf jeden fall wieder was.
jetzt aber erst mal viel spaß mit diesem teil hier


Elke Fischer war zwischenzeitlich wieder zu Hause angekommen.
Sie war immer noch fassunglos über das was sie kurz zuvor im Krankenhaus hatte erfahren müssen. Dass ihr Sohn irgendwann einmal eine Frau haben würde die länger blieb als nur für eine Nacht, dass hatte sie sich immer schon schwer vorstellen können und wenn sie ehrlich war, war sie auch nicht gerade scharf auf eine Schwiegertochter gewesen. Aber dass er sich jetzt ausgerechnet Gretchen Haase, die Tochter ihrer ehemaligen Affäre ausgesucht hatte, schien für Elke Fisher ein schlechter Scherz zu sein.
Aufgewühlt begab die Autorin sich in die Küche und gönnte sich ein Glas Weißwein, und dass, obwohl es nicht einmal Vier Uhr Nachmittags war und sie sosnt so früh dem Alkohol nur in Notfällen fröhnte. Und das hier war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar ein echter Notfall. Allein der Gedanke daran, demnächst mit Franz und vor allem Bärbel verwand sein zu können, trieb ihr eine Gänsehaut auf den Rücken.
Die Situation war so absurd, dass Elke fast schon darüber hätte lachen wollen, wenn sie nicht gewusst hätte, dass es Marc mit Gretchen ernst zu sein schien. Nie im Leben hatte sie ihren Sohn so gesehen. Die Sekunden in denen sie die beiden auf dem Gang entdeckt hatte, bevor sie durch ihr Rufen auseinander geschreckt waren, ließen keinen Zweifel zu. Ihr Sohn war verliebt in diese Frau und das bis über beide Ohren. Das hatte auch das unfreiwillige Geständnis über die Lautsprecher sehr deutlich gemacht.
Gequält ließ Elke sich auf den Stuhl an ihrem Schreibtisch fallen und schaltete den Laptop an. Die paar Minuten die der Laptop brauchte um hochzufahren, nutzte sie, um über das Geschehene noch einmal nachzudenken. Kaum hatte sich der Desktop vollständig geladen, hatte Elke auf einmal einen Einfall. Ganz automatisch startete sie ein Word-Dokument und begann zu schreiben. Wenn die Verbindung zwischen Margarethe Haase und ihrem Sohn etwas gutes hatte, dann dass sie soeben ihre Blockade losgeworden war.

Zur selben Zeit saßen Franz und Bärbel Haase ratlos auf ihrem gelben Cordsofa und schauten gedankenverloren auf die Mattscheibe des Fernsehers, der eher nur beiläufig lief. Bärbel Haase versuchte nun schon seit zwanzig Minuten an ihrem Schal weiter zu stricken, weil ihre Gedanken aber immer wieder zu ihrer Tochter und Marc Meier abschweiften, musste sie die Maschen immer wieder lösen und neu beginnen.
Auch für Bärbel Haase war der Gedanke an eine mögliche Verwandschaft mit Elke Fisher ein wahrer Dorn im Auge. Aber langsam beschlichen sie auch Zweifel und ein schlechtes Gewissen. Selbst wenn sie die Autorin nicht mochte, gab ihr das das Recht sich in Gretchens Beziehung einzumischen? Für einen kurzen Moment dachte Bärbel Haase darüber nach, dann schüttelte sie den Gedanken jedoch schnell wieder ab und blickte erneut auf die Stricknadeln in ihrer Hand.
Dieser Meier tat ihrer Tochter doch nicht gut. Das musste sie doch wissen. So oft wie er sie belogen und betrogen hatte. So oft wie sie wegen ihm geweint hatte, da konnte sie doch nicht ernsthaft glauben, dass es dieses Mal anders sein würde.
Franz Haase schien die Gedanken seiner Frau erraten zu haben. Behutsam legte er eine Hand auf ihr Bein, was Bärbel dazu veranlasste, von ihrem Schal aufzusehen und zu Franz rüber zu schauen.
"Denkst du immer noch über unser Kälbchen und den Meier nach?"
Bärbel Haase nickte stumm. Dass sie auch gegen diese Verbindung war weil es bedeuten würde, dass sie bald vielleicht mehr mit Elke Fisher zu tun haben würde als ihr lieb war, verschwieg sie ihrem Mann lieber.
Franz Haase räusperte sich als er die Fernbedienung in die Hand nahm und durch das Programm zappte.
"Warten wir doch erst mal ab. Vielleicht tauscht er sie in zwei Wochen auch wieder gegen eine andere ein. So wie ich den Meier kenne, ist das doch ziemlich wahrscheinlich. Das ist zwar sehr bedauernswert für unser Kälbchen, und wir werden Mühe haben ihre Tränen zu trocknen, aber wenn es dann vorbei ist, ist das Thema auch gegessen."
Bärbel verzog die Lippen zwar zu einem leichten Lächeln, aber so optimistisch wie ihr Ehemann war sie was das Thema anging ganz und gar nicht. Ihre Tochter war schon so ewig in Marc Meier verliebt, dieses Thema würde nie ganz beendet sein, auch wenn er sie in zwei Wochen wieder fallen ließe. Und das größte Problem an der Sache war, dass Bärbel Haase nicht einmal wirklich die Hoffnung hatte, dass Marc Meier ihrer Tochter wieder weh tun würde. Sie befürchtete, dass es dem jungen Mann dieses Mal todernst war. Noch bevor sie ihre Bedenken äußern konnte, hatte Franz sich erneut zu ihr umgedreht.
"Mach dir mal nicht allzu viele Gedanken Butterböhnchen. Wir werden ja sehen was passiert. Außerdem bekommen wir doch auch übermorgen diesen neuen Pfleger für die Chirugie. Der sieht auch ziemlich gut aus wenn ich ihn vom Bewerbungsgespräch richtig in Erinnerung habe. Vielleicht lenkt der sie ja auch ein bisschen vom Meier ab."
Bärbel nickte erneut und widmete sich ein wenig beruhigter wieder ihrem Schal.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

23.07.2010 18:09
#102 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so ich lass euch nur schnell den nächsten teil da, dann bin ich wieder weg...
viel spaß damit


Zwei Tage später hatten weder Gretchen noch Marc ein Wort mit ihren Eltern gesprochen. Für Marc war das durchaus nichts besonderes, seine Mutter meldete sich ohnehin nur wenn sie selber etwas brauchte und um seine Ruhe zu haben vermied auch er es, sich öfter als einmal die Woche bei ihr zu melden.
Für Gretchen war die Situation allerdings ziemlich ungewohnt und zugleich auch unangenehm weil sie ihren Eltern hier im Krankenhaus in den letzten zwei Tagen doch schon einige Male begegnet war und sich nicht zu mehr als einem "Hallo" hatte durchringen können.
Bis jetzt hatte Gretchen zumindest ihrer Mutter immer alles erzählen können aber die Sache mit Marc schien anders zu sein. Sie verstand ja, dass ihre Mutter gewisse Zweifel hegte was die Beziehung zu Marc anbelangte, aber sie konnte das doch nicht von vornherein ablehnen ohne dem ganzen eine Chance zu geben. Auch wenn es ihr sicher schwer fallen würde, so einfach wollte sie ihren Eltern nicht verzeihen. Vor allem nicht nachdem sie sich so unmöglich aufgeführt hatten.
Gedankenverloren biss Gretchen von ihrem Schokocroissant ab und sah aus den Augenwinkeln, wie Marc sich mit einer Zeitung und einer Tasse Kaffee zu ihr an den Tisch setzte. Am Schreibtisch rechts neben ihr saß Sabine und war in den ersten Band der Doktor Rogelt Reihe vertieft, weil sie beschlossen hatte, alle 56 Bände noch einmal zu lesen.
Eine Weile herrschte noch Schweigen im Schwesternzimmer weil Marc in seine Zeitung und Sabine in ihr Buch vertieft war und Gretchen immer noch ihren Gedanken hinterher hing.
Allerdings wurde nur nach wenigen MInuten die Tür zum Schwesternzimmer aufgestoßen und Franz Haase erschien im Türrahmen. Zusammen mit einem braunhaarigen ca 1,80m großen Mann der um die dreißig sein musste.
Als Gretchens Blick auf den von Papa Haase traf, schaute sie gleich wieder den neuen Mann an und wartete gespannt darauf wer er wohl war. Die Anwesenheit ihres Vater war für Gretchen doch ein bisschen seltsam, jetzt wo sie offiziell sauer auf ihn war. Und auch an dem alten Haasen ging der Streit nicht spurlos vorrüber. Um die peinliche Situation zu überspielen räusperte er sich kurz und legte dem Neuen anschließend die Hand auf die Schulter.
"Das hier ist Andreas Klein. Er ist unser neuer Krankenpfleger für die Chirugie. Wurde ja auch mal Zeit, dass jemand der armen Schwester Sabine zur Hand geht."
Marc lachte kurz laut auf, wurde von Gretchen unterm Tisch aber gleich wieder durch einen Tritt gegen das Schienbein gemaßregelt, weswegen er das "Wird aber auch Zeit. Die Gute ist ja völlig überfodert." nur noch in sich rein nuschelte.
Gretchen hatte seine Worte allerdings sehr gut verstanden und warf ihm noch einen bösen Blick zu, ehe sie sich dem neune Krankenpfelger zuwandte.
Sie stand auf und schüttelte ihm freundlich die Hand, warf noch einen verlegenen Blick zu ihrem Vater rüber und schaute dann wieder zu Andreas Klein rüber.
"Hallo. Ich bin Gretchen Haase. Ich hoffe sie werden es hier auf der Station mögen."
Marc machte sich gar nicht erst die Mühe aufzustehen sondern warf von seinem Platz nur ein "Meier, Oberarzt." in die Runde und verzog die Lippen zu einem einseitigen Grinsen.
Franz Haase schaute nach ein paar Sekunden auf die Uhr und hatte sich schon zur Türe gedreht als er den dreien noch zurief, dass er wieder los müsse. "Ein Chefarzt hat immer zu tun. Kälbchen, du zeigst Herr Klein bitte das Krankenhaus." hatte er gesagt und schon war er verschwunden.
Insgeheim ärgerte Gretchen sich darüber, dass ihr Vater sie nicht einmal fragte ob sie Zeit hatte dem neuen das Krankenhaus zu zeigen. Nein, er nahm einfach mal an, dass seine Tochter sich die Zeit schon nehmen würde. Er hatte sie nicht einmal gebeten, sondern so gut wie befohlen und das, obwohl er genau wusste wie sauer sie wegen der Sache mit Marc noch war.
Aber es brachte auch nichts sich jetzt darüber aufzuregen. Und sie wollte ihren Unmut auch nicht vor dem Neuen Kundtun. Er konnte ja schließlich nichts dafür, dass er hier im Irrenhaus gelandet war.
"Na dann kommen sie Herr Klein, ich zeig ihnen mal das Krankenhaus."
Gretchen warf noch einen Blick zu Marc rüber der sich wieder in seine Zeitung vertieft hatte und verließ anschließend das zusammen mit dem Neuen das Schwesternzimmer. Auf dem Flur schlugen sie die Richtung zum Aufzug ein.
"Sagen sie Herr Klein wo haben sie denn vorher gearbeitet?"
Andreas Klein musste lächeln.
"Ursprünglich komme ich aus Essen. Ich bin vor ein paar Monaten hier nach Berlin gezogen. Ich musste einfach mal was Neues sehen. Aber bitte nennen sie mich doch Andreas."
Gretchen hielt Andreas freudig ihre Hand entgegen.
"Schön Andreas. Ich bin Gretchen."

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

25.07.2010 09:28
#103 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey!
so es geht weiter :) ich danke euch für die lieben kommentare
und was den neuen pfleger angeht, mit dem hab ich was ganz spezielles vor
viel spaß mit dem nächsten teil und liebe grüße


Zielstrebig steuerten die beiden den Fahrstuhl an. Dort angekommen drückte Gretchen gleich auf den Knopf für die Sieben und nachdem sich die Türen wieder geschlossen hatten und der Aufzug sich in Bewegung gesetzt hatte, wandte Gretchen sich wieder an Andreas.
„Was hältst du davon wenn wir gleich in die Cafeteria gehen und einen Kaffee trinken? Ich nehme an du hast ein Krankenhaus schon mal von innen gesehen und das Elisabethkrankenhaus dürfte auch nicht wirklich anders sein als jedes andere Krankenhaus.“
Andreas quittierte Gretchens Vorschlag mit einem Lächeln und nickte ihr zu.
„Gerne sogar. Auf so eine trockene Führung hätte ich ohnehin keine Lust gehabt. Außerdem hat ein Freund von mir erst vor drei Wochen hier gelegen, da hab ich mich auch schon mal ein bisschen umgesehen als ich ihn besucht habe. So kam ich ja auch erst darauf mich hier zu bewerben. Ich hatte eigentlich vor es erst in der Charié zu versuchen, habe meine Meinung aber dann doch geändert."
Gretchen musste schmunzeln. Bei dem Wort Charité hatte sie an ihren Vater denken müssen, der bei jeder Gelegenheit darauf bestand, dass das Elisabethkrankenhaus weitaus besser war als die Charité.
„Lassen sie das bloß nicht meinen Vater wissen. Der schwört auf unser Krankenhaus und hört das Wort Charité gar nicht gerne. Aber… als Chefarzt kann er wohl auch nicht anders.“
Gretchen zuckte mit den Schultern und bald darauf hatten sich die Türen des Fahrstuhls geöffnet und die beiden traten hinaus.
In der Cafeteria angekommen reihten sie sich in die Schlange der anderen Koffeinjunkies ein und setzten sich anschließend zusammen an einen Tisch in der Nähe der Türe.
„Und wie gefällt ihnen Berlin bis jetzt?“ fragte Gretchen schließlich um die Unterhaltung ein wenig in Gang zu bringen.
„Bis jetzt wirklich sehr gut. Das ist was ganz anderes als Essen. Die Leute hier haben ihren eigenen Charme würde ich sagen. Aber gut, das haben sie wohl überall.“
Andreas lächelte und nahm einen Schluck Kaffee, ehe er seinen Blick wieder auf Gretchen richtete.
„Wie ist es denn hier zu arbeiten? Ich habe schon gehört dass der Chef dein Vater ist.“
Gretchen strich sich eine Strähne hinter die Ohren ehe sie ebenfalls einen Schluck Kaffee nahm. Wirklich reden wollte sie jetzt über ihren Vater nicht. Deswegen winkte sie nur schnell ab.
„Jaaa das stimmt. Aber deine Kollegen sind wirklich nett. Gut an Schwester Sabine wirst du dich gewöhnen müssen, die ist manchmal ein bisschen… langsam. Und… ja Marc ist… ja Marc eben. Aber es macht wirklich Spaß hier zu arbeiten, du wirst schon sehen.“
Gretchens Augen strahlten als sie Marcs Namen erwähnt hatte, was auch Andreas nicht entgangen war. Lächelnd schaute er sie mehrere Sekunden an und nahm noch einen Schluck Kaffee.
„Bist du mit diesem Marc Meier eigentlich zusammen?“
Gretchen war ein bisschen überrascht über diese Frage. Sie kannte Andreas ja erst seit ein paar Minuten und dann kam er gleich mit so einer persönlichen Frage. Andererseits konnte sie es ihm wohl auch kaum verübeln denn wahrscheinlich war ihr die Verliebtheit geradezu ins Gesicht geschrieben.
Gretchens Wangen röteten sich leicht und verlegen strich sie sich mit einer Hand über den Nacken.
„Nun ja… also irgendwie… schon.“
Verwundert zog Andreas eine Augenbraue hoch.
„Die Fronten sind also noch nicht geklärt?“ Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht.
Gretchen musste kurz überlegen.
„Doch, die Fronten sind eigentlich schon geklärt. Es war nur ziemlich… kompliziert zwischen uns.“
Gretchen zwang sich zu einem Lächeln, welches Andreas erwiderte.
Andreas hatte grade begonnen etwas zu erwidern, als Gretchen sich plötzlich an ihrem Kaffee verschluckte und deswegen nur die Hälfte seines Satzes mitbekam.
„… wirklich sehr gutaussehend. Und diese Hände!“
Gretchen wusste darauf erst mal nicht was sie sagen sollte. Ihr Gesicht nahm erneut ein zartes Rosa an und verlegen über dieses Kompliment schaute sie auf ihre Hände.
„Ja, also… danke… Das… ja… Danke“
Andreas musste lachen und winkte mit einer Hand ab.
„Aber ihr seid ja zusammen, da habe ich wohl keine Chance.“
Gretchen stimmte in sein Lachen mit ein und aus welchem Grund auch immer konnten die beiden sich kaum noch einkriegen.
Und genau in diesem Moment betrat ein gewisser Oberarzt die Cafeteria und steuerte gradewegs auf Gretchen und Andreas zu.
Andreas beobachtete Marc dabei, wie er Gretchen vom Stuhl hochzog und hinter sich her aus der Cafeteria schleifte. Gretchen warf noch einen entschuldigenden Blick zu Andreas ehe Marc mit ihr um die Ecke verschwunden war.
In der Nähe des Fahrstuhls blieben sie stehen.
„Hasenzahn! Der flirtet mit dir. Das hab ich genau gesehen! Du wirst nicht mehr mit ihm reden! Kapiert?!“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

26.07.2010 15:07
#104 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey!
ihr habt natürlich recht, so einfach lässt gretchen sich das von marc nicht gefallen
ich wünsche euch viel freude mit dem neuen teil :)
glg


Gretchen schaute den zeternden Mann vor sich kurz verwundert an, ehe sie zum Gegenschlag ansetzte.
„Was? Der flirtet doch nicht mit mir?! Wir haben uns nur unterhalten! Ich versuche nur nett zu sein damit er einen leichten Start hat. Wenn man bedenkt, dass er in nächster Zeit mit dir zusammen arbeiten muss, da kann er schon einen Freund gebrauchen! Allein wie du dich jetzt schon wieder aufführst. Wie stellst du dir das vor, dass ich nicht mehr mit ihm reden soll, hm? Wir sind ab jetzt Kollegen, schon vergessen?!“
Gretchen verschränkte provokant die Arme vor der Brust und schaute Marc abwartend an. Dieser kratzte sich kurz verlegen am Kopf, musste er doch zumindest insgeheim zugeben, dass Gretchen irgendwie Recht hatte. Wenn der Typ ab jetzt auf der Chirurgie arbeitete, konnte Marc ihr wohl kaum verbieten mit ihm zu reden. Und auch wenn er nicht hier arbeiten würde, könnte Marc es ihr nicht verbieten.
Marc schüttelte kurz den Kopf, dann nahm er die Hand wieder runter und straffte die Schultern leicht.
„Ist mir egal Hasenzahn. Ich will dich nicht zusammen mit diesem schleimigen Typen sehen. Schau dir den doch allein mal an. Diese Sonnengebrannte Haut und der perfekte Haarschnitt. Und diese komische Kette die der anhat. Auf sowas stehst du doch gar nicht!“
Gretchen verdrehte genervt die Augen. Dieser Mann war einfach unglaublich. Sie wusste zwar, dass er im Grunde nicht an ihr zweifelte, und doch verärgerte sie seine Eifersucht in diesem Moment.
„Du hast Recht! Auf sowas stehe ich auch nicht! Ich hab dir doch gesagt dass ich nur nett sein wollte. Aber du musst dich mal wieder wie ein Primat aufführen und mich aus der Cafeteria schleppen. Du spinnst doch!“
Gretchen hob ihren Zeigefinger noch und tippte damit gegen ihre Stirn, anschließend drehte sie sich um und stapfte davon. Sie hatte wirklich keine Lust sich jetzt auch noch weiter mit Marc zu streiten, nachdem die Sache mit ihren Eltern ihr noch im Kopf herum schwirrte.
Weil sie aber weder Lust hatte Marc heute noch einmal zu begegnen, noch wusste wo sie hätte hingehen sollen, entschied sie sich nach Hause zu fahren. Sie wusste dass ihr Vater im Moment Dienst hatte und wenn sie Glück hatte, würde ihre Mutter vielleicht beim Einkaufen sein oder bei der Maniküre vielleicht.
Verärgert stieg Gretchen in den Bus und fuhr nach Hause.
Ihr Kopf war immer noch rot angelaufen, als sie die Tür zur Haase-Villa aufschloss und ihre Tasche auf den Boden im Flur fallen ließ. Sie horchte kurz nach, ob jemand zu Hause war, und als sie sich grade erleichtert auf den Weg in ihr Zimmer machen wollte, schallte ihr die Stimme ihrer Mutter aus der Küche entgegen.
„Jochen? Bist du das?“ Bärbel erschien mit Schürze bekleidet und einem Geschirrtuch in der Hand im Flur.
„Margarethe? Dich hätte ich hier nicht erwartet. Warum bist du denn nicht bei deinem Meier?“
Verärgert hatte Gretchen bereits die ersten zwei Stufen genommen als sie sich noch einmal zu ihrer Mutter umdrehte.
„Muss ich jetzt schon um Erlaubnis bitten wenn ich mal nicht bei Marc sein will oder was?“
Wütend ging Gretchen lautstark die Treppe rauf, während Bärbel die Augen wissend aufriss und sich schon vorstellen konnte, dass Gretchen mal wieder Streit mit Marc hatte. Sie hatte es ohnehin gewusst. Über kurz oder lang würde das nicht gut gehen können. Das hier war schon der erste Beweis dafür.
In ihrem Zimmer angekommen ließ Gretchen sich auf ihr Bett fallen und starrte an die Decke zu ihren kleinen Glitzersternen, die sie dort im zarten Alter von dreizehn aufgeklebt hatte. Eine Weile blieb sie einfach liegen und ärgerte sich über Marcs Eifersucht und darüber, dass ihre Mutter anscheinend immer noch versuchte sich in ihr Leben einzumischen und das obwohl sie schon dreißig war.
Als plötzlich Gretchens Handy klingelte, seufzte sie laut auf und warf einen Blick auf das Display. Die Nummer kannte sie nicht, trotzdem nahm sie ab.
„Haase?“
Am anderen Ende der Leitung raschelte es kurz, bis Gretchen eine Männerstimme erkannte.
„Hi, ich bin’s. Andreas. Schwester Sabine hat mir deine Nummer gegeben.“
„Hallo Andreas.“
„Ich wollte eigentlich nur fragen wie es dir geht. Als ich gehört habe dass du nach Hause gefahren bist hab ich mir Sorgen gemacht. Vor allem nachdem Marc dich aus der Cafeteria… naja… gezerrt hat.“
Gretchen seufzte und drückte das Handy anschließend fester an ihr Ohr.
„Ach, Marc ist manchmal eben unmöglich. Aber so ist er eben. Mir geht’s ganz gut, keine Sorge. Ich bin nur ein bisschen genervt, das ist alles.“
„Vielleicht nimmst du dir einfach morgen frei? Ein bisschen Erholung tut dir sicher gut. Dann könnten wir auch heute Abend zusammen was Essen gehen, was hältst du davon?“
Gretchen war unsicher. Eigentlich hatte sie geplant sich bis heute Abend längst wieder mit Marc versöhnt zu haben, natürlich nur wenn dieser Idiot sie endlich anrief. Doch jetzt gefiel ihr der Gedanke ihn noch ein bisschen leiden zu lassen. Schließlich hatte er es im Grunde genommen auch nicht anders verdient.
Sie zögerte noch einen kurzen Moment, dann sagte sie jedoch zu.
„Okay, holst du mich um 8 ab?“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

28.07.2010 13:21
#105 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey mädels.
erst mal sorry dass gestern nichts mehr kam aber ich hab klausur geschrieben und hatte dann ab mittags migräne
ich will euch natürlich trotzdem für die lieben kommentare und die stillen leser danken
und jetzt gehts auch schon weiter.
glg


Pünktlich um acht Uhr stand Andreas vor dem Haus der Familie Haase um Gretchen abzuholen. Als Gretchen in ihrem Kleid die Tür aufmachte, lächelte Andreas sie sanft an und überreichte ihr eine kleine Rose, die Gretchen dankend annahm.
„Ach das ist aber nett. Das wär doch wirklich nicht nötig gewesen.“
Gretchen begab sich zurück in die Küche um die Blume ins Wasser zu stellen, Andreas folgte ihr.
„Ach weißt du ich finde, man sollte nicht mit leeren Händen bei einer Verabredung auftauchen. Das gehört sich einfach nicht.“
Gretchen schmunzelte kurz, ehe sie sich wieder zu Andreas umdrehte und ihn strahlend ansah.
„Wollen wir dann?“
Andreas nickte und die beiden gingen zu seinem Auto, einem schwarzen Jeep. Nachdem Andreas losgefahren war, schaute Gretchen sich ein wenig im Auto um. Die Stille die im Moment vorherrschte war ihr irgendwie unangenehm.
„Und, hast du gut hergefunden?“
Andreas nickte, und deutete mit einer Hand auf das Navi, das gut erkennbar an der Windschutzscheibe klebte, woraufhin Gretchen rot anlief und beschloss, doch lieber erst mal still zu sein. Deswegen verlief der Rest der Fahrt auch relativ ruhig, bis die Beiden vor einem spanischen Restaurant parkten und ausstiegen.
Sie setzten sich an einen der vielen Tische auf der Sonnenterasse und ein Kellner begrüßte sie kurz darauf und reichte ihnen die Karte.
Während Andreas die Getränke bestellte, warf Gretchen einen Blick auf ihr Handy. Es hätte ja immerhin sein können, dass Marc sie doch versucht hatte anzurufen. Aber nichts. „Dieser sture Bock!“ dachte sich Gretchen verärgert und legte das Handy zurück in ihre Tasche.
„Und weißt du schon was du essen willst?“ Aufgeschreckt aus ihren Gedanken an Marc schaute Gretchen Andreas für einen Moment irritiert an, dann jedoch hatte sie sich schnell wieder einigermaßen gesammelt.
„Was? Ja, ich glaube ich nehm den Thunfisch mit Knoblauch. Und du?“
Andreas blätterte noch eine Weile in der Karte ehe er grinsend aufsah.
„Ich denke ich nehme dasselbe.“
Eine halbe Stunde später, in der sich die beiden eigentlich ganz gut über dies und das unterhalten hatten, brachte der Kellner das Essen.
„Du sag mal, ist das mit Marc und dir immer so ein Hin und Her?“
Gretchen musste sich kurz räuspern, schon wieder so eine Frage aus heiterem Himmel und Andreas war nun wirklich niemand, mit dem sie ihre Probleme mit Marc besprechen wollte, dafür kannte sie ihn einfach zu wenig.
„Äh ja weißt du, es ist manchmal ein bisschen kompliziert. Aber ich liebe ihn. Und er mich. Also das… denke ich zumindest. Gesagt hat er es noch nie. Aber so ist er eben. Er muss es mir auch nicht sagen. Er zeigt es mir… irgendwie.“
Andreas hob eine Augenbraue und schaute skeptisch auf.
„Ahhhjaaa… So ist das also. Hatte er denn schon viele Freundinnen vor dir? Er macht irgendwie den Eindruck als könnte er…“
Gretchen hätte sich fast an ihrem Fisch verschluckt, nur ein großer Schluck Weißwein half ihr, ein größeres Malheur zu vermeiden.
„Also ich hab ihn nicht nach der genauen Anzahl gefragt aber ich bin mir sicher dass es… einige waren.“
Unsicher nahm Gretchen die Serviette zur Hand und wischte sich damit den Mund ab. Sie hoffte, dass das Thema für Andreas nun beendet sein würde, doch dieser war grade so schön dabei Fragen zu stellen, dass er gar nicht genug bekommen konnte.
„Und das stört dich gar nicht? Zu wissen dass er mal ein Weiberheld war? Oder vielleicht immer noch ist?“
Gretchen wusste nicht so recht was sie antworten sollte. Natürlich störte es sie wenn sie darüber nachdachte, aber wichtig war doch nur, dass er sich nun für sie entschieden hatte und die anderen Frauen ihm nie etwas bedeutet hatten. Das wusste sie mit Sicherheit.
„Ich… versuche darüber hinweg zu sehen. Und ich weiß auch, dass ihm keine jemals so viel bedeutet hat wie ich.“
Wieder verzog Andreas die Augenbraue und nahm anschließend ebenfalls noch einen Schluck Wein.
Gretchen wollte grade noch etwas hinzufügen, als sie auf einmal ihr Handy klingeln hörte. Als sie sah, dass es Marc war der anrief, machte ihr Herz einen kleinen Hüpfer und entschuldigend schaute sie Andreas kurz an, ehe sie abnahm.
„Marc?.... Ja…. Nein, ich bin mit Andreas essen… Was? Nein ich werde ganz sicher nicht jetzt nach Hause fahren…. Nein ich hab noch nicht mal aufgegessen und… Mein Gott… Ja, ich habe morgen frei aber… Was? Nein! Führ dich doch nicht immer auf wie ein eifersüchtiger…“
Doch Marc hatte bereits aufgelegt und Gretchen legte das Handy seufzend wieder weg. Andreas sah, dass Gretchen betrübt war und schaute sie aufmunternd an.
„Mach dir nichts draus. Dann ist er eben eifersüchtig. Bis übermorgen hat er sich wieder abreagiert, ich kann morgen ja ein gutes Wort einlegen. Und außerdem hat das doch auch was Männliches wenn er so eifersüchtig ist und dich vor anderen Männern beschützen will, findest du nicht?“
Gretchen schenkte Andreas noch ein leichtes Nicken, gepaart mit einem verlegenen Lächeln, dann machte sie sich daran ihren Fisch auf zu essen.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

29.07.2010 18:15
#106 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey ihr! :)
ihr glaubt also andreas ist schwul? wer weiß das schon (außer mir versteht sich)
mehr von andreas gibts morgen, jetzt gibt es erst noch mal ein bisschen martchen


Nachdem Gretchen wieder zu Hause angekommen war, hatte sie sich noch von Andreas verabschiedet und war auf ihr Zimmer gegangen. Ihre Eltern waren Gott sei Dank nicht zu Hause gewesen, so musste sie sich zumindest schon einmal nicht vor ihnen rechtfertigen oder ihnen irgendwas erklären. Die Genugtuung, dass sie im Moment Streit mit Marc hatte, wollte sie ihnen einfach nicht geben.
Jetzt lag Gretchen in ihrem Bett und starrte erneut auf die kleinen Sternaufkleber an ihrer Zimmerdecke, und so langsam beschlich sie ein schlechtes Gewissen weil sie mit Andreas ausgegangen war.
Natürlich, Marc hatte sich heute in der Cafeteria und auch eben am Telefon wie ein eifersüchtiger Idiot aufgeführt, aber sie musste zugeben, dass sie die Sache mit dem Abendessen mit Andreas auch nicht besser gemacht hatte.
Gretchen stieß ein lautes Seufzen aus, dann stand sie vom Bett auf und zog sich um. Im Schlafanzug konnte man ohnehin besser rumlümmeln, als in einem Kleid.
Fertig umgezogen ließ sie sich wieder auf ihr Bett fallen. Nach wenigen Sekunden warf sie einen neugierigen Blick auf ihr Handy, aber wie auch nicht anders zu erwarten war, hatte sich niemand bei ihr gemeldet. Insgeheim hatte sie auf einen Anruf von Marc gewartet, aber wenn sie ehrlich war konnte sie sich kaum vorstellen, dass er ihr schon wieder verziehen hatte.
Für ein paar Minuten starrte sie auf das leere Display ihres Telefons, dann gab sie sich einen Ruck und wählte Marcs Nummer.
Es klingelte ein paar Mal und Gretchen wollte schon fast wieder auflegen, als sie am anderen Ende der Leitung ein rascheln vernahm und sich eine genervte Männerstimme meldete.
„Was gibt’s?“
Gretchen drückte das Telefon näher an ihr Ohr und schlüpfte unter ihre Bettdecke, ehe sie dem störrischen Mann am Apparat antwortete.
„Marc? Ich bin's.“
„Ich weiß Hasenzahn!“ gab dieser nur gelangweilt von sich.
Eine Weile herrschte Schweigen zwischen den beiden weil keiner so genau wusste was er sagen sollte. Marc war immer noch wütend, weil Gretchen einfach mit diesem Andreas essen gegangen war und Gretchen war immer noch eingeschnappt, weil Marc sich heute in der Cafeteria und auch am Telefon wie ein Steinzeitmensch aufgeführt hatte.
Schließlich war es Gretchen die sich einen Ruck gab und etwas sagte.
„Ich vermisse dich.“ gab sie ehrlich zu und war gespannt was Marc wohl dazu sagen würde.
Doch Gretchen vernahm nur ein Knurren und dann räusperte Marc sich.
„Warst doch mit dem Schleimscheißer beschäftigt, wozu brauchst du mich dann.“
Gretchen seufzte. Manchmal war Marc wirklich ein kleiner Idiot.
„Marc, ich war doch nur mit Andreas essen. Sonst haben wir nichts gemacht. Wir haben uns nur unterhalten. Wie wäre es wenn du mir ein bisschen vertrauen würdest? Du kannst doch nicht ernsthaft glauben, dass ich je wieder einen anderen anmachen würde wenn ich dich habe oder?“
Auf beiden Gesichtern bildete sich ein schwaches Lächeln, was bei Marc aber gleich wieder verschwand und durch ein erneutes Knurren ersetzt wurde.
„Marc?“
Gretchen konnte hören, dass Marc immer noch aufgebracht war, sein Atem verriet ihn, obwohl er zunächst nichts dazu sagte. Dann jedoch konnte er sich endlich aufraffen.
„Verdammt Gretchen, ich vertrau dir ja! Aber dem Schleimscheißer nicht. Der führt doch irgendwas im Schilde, das muss dir doch aufgefallen sein, so wie der immer um dich herum schawenzelt. Ich hab den im Visier, klar?!“
Gretchen musste schmunzeln. Irgendwie war Marcs Eifersucht ja auch süß und schmeichelhaft, aber die meiste Zeit war es einfach nur nervig.
„Du brauchst dir wirklich keine Sorgen machen. Andreas ist wirklich nett und verständnisvoll. Er ist ein toller Gesprächspartner und kann wirklich gut zuhören, aber mehr nicht. Geht das in deinen sturen Kopf rein Herr Doktor?!“
Wieder ertönte auf der anderen Seite der Leitung ein Knurren, diesmal aber schon ein bisschen leiser als zuvor, was Gretchen darauf schließen ließ, dass ihr Sturkopf es endlich verstanden hatte.
„Sehen wir uns morgen Abend?“
„Ich hol dich nach der Schicht zu Hause ab, ok?“
Gretchen nickte, obwohl Marc das am Telefon natürlich nicht sehen konnte, aber er wusste auch so, dass sie einverstanden war.
„Gut, dann sehen wir uns morgen Hasenzahn.“
„Ja gut, morgen Abend dann.“
Gretchen wollte ihr Telefon grade vom Ohr nehmen und auflegen, als Marcs Stimme erneut zu ihr drang.
„Ach und Hasenzahn?“
„Ja?“
„Ich ähh... dings... vermisse dich auch.“
Gretchens Lippen zierte ein glückliches und verträumtes Lächeln.
„Gute Nacht Marc.“

schleumel Offline

Mitglied


Beiträge: 2.683

31.07.2010 18:30
#107 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallöchen :)
ich hab grade nicht viel zeit, deswegen lass ich euch einfach nur den nächsten teil da. aber keine sorge, habe eure storys und die kommis dazu nicht vergessen. die kommen sobald ich zeit habe, versprochen :)
und jetzt viel spaß mit dem neuen teil


Nachdem Marc und Andreas am nächsten Tag die Visite hinter sich gebracht hatten, saßen sie nun zusammen mit Schwester Sabine im Schwesternzimmer und tranken Kaffee. Marc war ziemlich müde, hatte er die Nacht doch kaum geschlafen, weil eine gewisse süße blonde Assistenzärztin sich immer wieder in seine Gedanken geschlichen hatte. Dass sie sich für heute frei genommen hatte, ärgerte ihn ein bisschen, aber zumindest würde er sie heute Abend sehen können.
Zwar war er den ganzen Morgen zu Andreas recht freundlich gewesen, zumindest für einen Marc Meier, so ganz traute er diesem Kerl allerdings immer noch nicht. Und um Gretchen nicht zu verärgern und sich selbst ebenfalls nicht auf die Palme zu bringen, hatte er ihn auch nicht mehr nach dem gestrigen Abendessen mit Gretchen gefragt.
Seufzend nahm Marc sich die Tageszeitung die auf dem Tisch herum lag und blätterte mehr oder minder interessiert darin rum, bis er auf einmal glaubte, einen Blick auf sich zu spüren. Als er den Kopf jedoch anhob und erst zu Andreas und dann zu Sabine schaute, schüttelte er kaum merklich den Kopf und erklärte sich seine aufkommende Paranoia mit dem Schlafmangel der letzten Nacht.
Nach einer Weile legte er die Zeitung weg und trank den letzten Schluck seines mittlerweile nicht mehr ganz so heißen Kaffees. So langsam machte sich der Hunger in seiner Magengegend breit. Für eine Nanosekunde dachte Marc darüber nach, ob er wohl Schwester Sabine fragen sollte, ob sie ihn in die Cafeteria begleiten würde, er entschied sich jedoch schnell dagegen und räuspterte sich.
„Ich geh mal ne Kleinigkeit essen. Wenn irgendwas ist piepen sie mich an.“
Doch Sabine reagierte gar nicht, denn die Schwester war mal wieder in einen Doktor Rogelt Roman vertieft und hatte für einen kurzen Moment die Welt um sich rum vergessen. Marc warf ihr einen abwartenden und zugleich auch genervten Blick zu, ehe er seine Stimme erneut erhob, dieses Mal lauter und energischer.
„Sabine!“
Aus ihrer Traumwelt gerissen erschrak die Krankenschwester zunächst, hatte sich aber schnell wieder gefangen und schaute Marc mit großen Augen an.
„Ja, Herr Doktor?“
„Ich geh was essen. Wenn was ist, anpiepen!“
Sabine nickte und vertiefte sich gleich darauf wieder in ihren Roman, Andreas jedoch war aufgesprungen und Marc auf den Gang gefolgt.
„Warten sie Doktor Meier, ich komme mit. Könnte auch einen Happen vertragen!“
Marc nahm seine Begleitung murrend zur Kenntnis, sagte aber nichts. Irgendwie würde er diesen Kerl ja ohnehin aushalten müssen, immerhin arbeitete er ab jetzt auf der selben Station.
„Von mir aus.“ grummelte Marc noch, ehe sie in den Aufzug stiegen und ihn auf der Sieben wieder verließen.
In der Cafeteria holten sowohl Marc als auch Andreas sich das Tagesangebot, Hühnchencurry mit Reis, und setzten sich an einen freien Tisch am Rande der Cafeteria.
Während Marc die Soße mit dem Fleisch vermischte und sich die erste Gabel in den Mund schob, hatte er erneut das Gefühl, dass ein Augenpaar auf ihn gerichtet war, doch als er hoch schaute, hatte Andreas seinen Blick bereits wieder abgewandt und Marc schob dieses komische Gefühl erneut auf den fehlenden Schlaf von letzter Nacht.
Wieder nahm Marc eine Gabel, so übel wie der Fraß hier meistens war, das Curry war ganz in Ordnung.
Ein wirkliches Gespräch wollte zwischen den beiden nicht aufkommen, was Marc aber auch nicht wirklich störte, so hatte er zumindest seine Ruhe.
Grade als er sich die nächste Gabel in den Mund schob, schaute Andreas ihn erneut an, dieses Mal allerdings ganz offensichtlich.
„Mein Gott, ist das scharf!“ rutschte es dem Krankenpfleger auf einmal raus, was Marc dazu veranlasste die eine Augenbraue zu heben und Andreas fragend an zu sehen.
„Bitte was?“
„Äh... Die Sauce... Das Curry ist extrem scharf.“
Marcs Blick wurde noch skeptischer, schließlich beließ er es aber dabei und murmelte nur ein „Mhm.“ und aß weiter ohne Andreas noch wirklich zu beachten.
Andreas jedoch verputzte sein Curry so schnell er konnte, verabschiedete sich und murmelte irgendetwas von Arbeit die er noch zu erledigen hatte. Marc interessierte das herzlich wenig, wenn Andreas weg war, würde er vielleicht Gretchen anrufen können. Jetzt wo sie nicht da war musste er doch zugeben, dass sie ihm nicht nur als Assistenz fehlte.
„Reiß dich mal zusammen, du hast sie vor nicht einmal 24 Stunden zuletzt gesehen!“ redete Marc sich noch ein, zog dann aber doch sein Handy aus der Hosentasche.
Er wollte grade Gretchens Nummer wählen, als sich auf einmal ein dunkelhaariger Mann an seinen Tisch setzte und ihn schelmisch angrinste.
„Na Meier? Alles fit im Schritt?“
Genervt schaute Marc von seinem Handy auf, dass er jetzt wohl wieder wegpacken konnte.
„Boah, Mehdi. Was willst du?“

schleumel Offline

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04.08.2010 20:54
#108 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey mädels :)
sorry dass so lange nichts kam aber ich bin grade irgendwie total im stress (und das obwohl ich semesterferien hab)
auf jeden fall geht es jetzt weiter und ich hoffe ihr habt spaß damit :)
glg


Grinsend begab sich Mehdi zu seinem besten Freund an den Tisch, stellte die Kaffetasse vor sich ab und schlug die Beine übereinander.
„Wie ich sehe hast du einen neuen Freund hier im Krankenhaus gefunden? Ich will doch schwer hoffen, dass der mir mein Amt als dein offiziell bester Freund nicht streitig macht. Obwohl, wenn er dich erst besser kennt, will er sicher nicht mehr mit dir befreundet sein.“
Mit hochgezogener Augenbraue hatte Marc den Ausführungen des Gynäkologen gelauscht und entschied sich dann dazu, seinem Freund die passende Antwort zu geben.
„Wer hat denn gesagt dass du mein bester Freund bist? Außerdem ist das nur der neue Krankenpfleger auf der Chirurgie, ich bin nicht mit dem befreundet!“
Schmunzelnd nahm Mehdi einen Schluck Kaffe und schaute Marc anschließend vergnügt an.
„Oh, aber ich bin sicher, er wäre gerne mit dir befreundet.“
Marc verstand natürlich nicht was der Frauenarzt versuchte anzudeuten, weswegen er diesen fragend ansah.
„Was… willst du mir jetzt damit sagen?“
„Ach Marc bitte. Sag jetzt nicht du hättest nicht bemerkt wie der dir immer auf den Hintern starrt. Dass ist mir sogar schon aufgefallen und ich arbeite nicht mal auf eurer Station.“
Entsetzt ließ Marc die Gabel in seiner Hand sinken und starrte Mehdi entgeistert an.
„Bist du sicher? Ganz sicher dass er nicht vielleicht auf den Arsch von…. Schwester Stefanie gestarrt hat? Ich meine die hat ja auch was… männliches… irgendwie…“
Mehdi schüttelte den Kopf.
„Also weißt du wenn ich ehrlich bin glaube ich wirklich dass er es auf deinen Hintern abgesehen hat. Im… wahrsten Sinne des Wortes.“
Mit einem Mal brach Mehdi in lautes Gelächter aus, Marc wirklich böser Blick, ließ ihn aber schnell wieder verstummen. Er räusperte sich noch einmal und sieht Marc anschließend wieder ernst an.
„Boah Mehdi, ich weiß ja, dass mein Arsch im ganzen Krankenhaus der schönste ist, aber sowas? Nein ganz sicher nicht, du musst dich verguckt haben.“
„Ähhh… doch?“
„Pfff…. Ganz sicher nicht!“
Genau in diesem Moment hatte Marc seinen Oberkörper ein Stück zur Seite gedreht um noch einmal in die Richtung zu blicken in die Andreas verschwunden war, und genau in diesem Moment erwischte er Andreas, der wohl im Eingang der Cafeteria stehen geblieben war, dabei, wie er ihm auf den Hintern starrte.
Verdutzt drehte Marc sich anschließend wieder zu Mehdi um und sah ihn trocken an.
„Der hat mir grade auf den Hintern geglotzt.“
Wissend nickte Mehdi mit dem Kopf.
„Hab ich doch gesagt.“
Marc war sein Entsetzen regelrecht anzusehen.
„Ja… und jetzt?“
Doch Mehdi zuckte nur mit den Schultern und konnte sich ein verschmitztes Grinsen nicht mehr verkneifen.
„Ja, was weiß ich. Mir hat noch nie einer auf den Hintern gestarrt.“
„Kein Wunder.“ Murmelte Marc schließlich, allerdings so, dass Mehdi es nicht verstehen konnte, und ließ seinen Kopf anschließend auf die Tischplatte sinken.
„Was mach ich denn jetzt, Mehdi?“
„Keine Ahnung. Vielleicht lädst du ihn mal zum Essen ein?“ Mehdi hatte sich diesen Kommentar nicht verkneifen können, auch wenn er genau wusste, dass sein Freund gleich platzen würde.
„Sag mal spinnst du? Nachher glaubt der noch ich steh auf ihn. Soweit kommt’s noch!“
„Mein Gott Marc, sei doch mal ein bisschen toleranter. Und freu dich doch wenn deine Anziehungskraft nicht mal vor Männern haltmacht.“
Mehdi zwinkerte seinem besten Freund zu, was dieser aber nur mit einem schiefen Lächeln quittierte.
„Ich glaube ich muss darüber nachdenken ob ich mir nicht einen neuen besten Freund suche. Du bist nicht wirklich hilfreich, Kaan!“
Knurrte Marc noch, ehe er die Cafeteria wieder verließ und sich zurück an die Arbeit machte.

schleumel Offline

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09.08.2010 22:02
#109 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so mädels es geht endlich weiter.
ich weiß ihr musstet lange warten, tut mir leid. aaaber ich hab im moment so viel zu tun. sobald ich mehr zeit habe, kommt auch wieder öfter was :)
ich hoffe ihr habt spaß mit dem neuen teil, der ist heute mal ein bisschen anders
glg


In seinem Büro angekommen ließ Marc sich erst einmal in den großen schwarzen Sessel hinter seinem Schreibtisch sinken und seufzte laut auf. Er hatte ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass dieser Andreas wirklich scharf auf ihn sein sollte. Sowas hatte er schließlich noch nie gehabt. Dass die Frauen ihm in Scharen nachliefen, das kannte er zur Genüge aber bis jetzt hatte er noch keinen männlichen Verehrer gehabt.
Kopfschüttelnd griff Marc schließlich zum Telefon und wählte Gretchens Nummer, die sich auch nur wenige Sekunden später am Telefon meldete.

G: „Ich wusste du würdest anrufen!“
M: „Wie kannst du wissen dass ich dich anrufe? Soweit ich weiß habt ihr gar kein ISDN also siehst du meine Nummer auch nicht.“
G: „Ich wusste es einfach. War doch klar dass du es nicht bis heute Abend ohne mich aushältst!“
M: „Also mal langsam Hasenzahn. Denk bloß nicht ich würde keinen Tag ohne dich aushalten. Es ist wohl eher so, dass du es nicht ohne mich aushältst!“
G: „Stimmt. Deswegen hast du mich ja auch angerufen und nicht ich dich!“
M: „Ich will ja nicht, dass du denkst ich würde nicht an dich denken wenn du nicht bei mir bist.“
G: „Also denkst du doch an mich. Und hast mich deswegen angerufen!“
M: „Mein Gott, ja! Wenn du unbedingt willst!“
G: „Wusste ich’s doch!“
M: „Hasenzahn, ich muss dir was erzählen!“
G: „Marc! Jetzt sag mir bitte nicht, dass du Andreas blöd angemacht hast nur weil wir gestern zusammen gegessen haben. Wie oft muss ich dir denn noch…“
M: „Hasenzahn!“
G: „…sagen dass du nicht eifersüchtig sein musst. Ich finde wirklich nichts an Andreas und auch sonst an keinem anderen Typen, außer dir natürlich. Das muss…“
M: „Haaasenzaaahn!“
G: „… dir doch mal so langsam klar sein. Ich meine ich gebe dir doch wirklich keinen Anlass dafür. Du musst mir einfach mehr vertrauen Marc! Du weißt doch dass Vertrauen wichtig ist. Ich vertrau dir ja auch. Also meistens zumindest und…“
M: „Haaaaaaaasenzaaaaaaaaaaaahn!“
G: „Ja?“
M: „Würdest du mir jetzt vielleicht mal zuhören bevor du wilde Thesen und Vermutungen aufstellst?“
G: „Ja dann sag doch endlich! Ich halte dich sicher nicht davon ab!“
M: „Hm… Also… Was Andreas angeht… Der…“
G: „Wusste ich es doch, dass dich das aufregt dass wir zusammen Essen waren! Mein Gott Marc! Wann kapierst du denn endlich, dass ich nur dich liebe und dass….“
M: „Hasenzahn, wenn du nicht sofort die Klappe hältst lege ich auf!“
G: „Gut, bin still!“
M: „Wirklich?“
G: „Ja, Indianerehrenwort!“
M: „Also Mehdi sagt Andreas ist schwul. Und der schaut mich auch die ganze Zeit über an. Auf den Arsch um genau zu sein! Ich wette der will mich entführen und… Ja! Wenn ich nicht aufpasse bin ich ganz schnell mit dem allein im Aufzug und dann…
G: lautes Lachen
M: “Gretchen?”
G: lacht weiter
M: “HASENZAHN!”
G: “Was?”
M: “Hast du mir zugehört?”
G: „Ja, was glaubst du denn warum ich lache?“
M: „Hasenzahn das ist nicht lustig! Ich muss mit dem zusammen arbeiten! Was wenn der mich angrabbelt?“
G: „Macht er sicher nicht. Soll ich dich vor dem großen bösen Andreas beschützen?“
M: „Ganz dünnes Eis Hasenzahn!“
G: „Und was hast du jetzt vor?“
M: „Keine Ahnung, vielleicht schick ich den auf Mehdis Station? Der kann den doch sicher gebrauchen. Vielleicht entdeckt Mehdi dann auch noch seine weibliche Seite und…“
G: „Marc!“
M: „Ja was?“
G: „Sei nicht immer so gemein zu Mehdi. Er ist immerhin dein bester Freund und…“
M: „Ach das verträgt der schon… Bist du grad allein?“
G: „Was? Ja, warum?“
M: „Kannst mir ja sagen was du für Unterwäsche anhast. Dann weiß ich schon mal welche ich dir heut Abend runter reiße!“
G: „Marc! Doch nicht am Telefon! Was wenn uns jemand hört?!“
M: „Ich denk du bist alleine? Wer soll uns denn hören? CIA? KGB?“
G: „Marc bitte.“
M: „Komm schon Hasenzahn! Ich bin schon den ganzen Tag scharf auf dich, versüß mir doch die Arbeitszeit ein bisschen.“
G: „Ich werde dir ganz sicher nicht sagen was ich drunter trage! Aber vielleicht will Andreas ja…“
M: „Hasenzahn?!“
G: „Schon gut!“
M: „Also gut, dann warte ich bis später. Aber glaub ja nicht, dass du mir entkommen könntest, hörst du? Um punkt sieben steh ich vor deiner Tür und hol dich ab.“
G: „In Ordnung. Dann bis später. Ach und Marc?“
M: „Hm?“
G: „Ich liebe dich.“
M: „Ich...Herrgott Gretchen, müssen wir das am Telefon besprechen?!“
G: „Aber ich..hab‘s doch nur gesagt, ich dachte..“
M: „Ja das ist ja nett und gut aber… lass uns bei… einer Kiste Wein... später drüber… dings… ähh.. sprechen.“
G: „Marc.“
M: „Was?“
G: „Ich hab dir grad gesagt dass ich dich liebe.“
Stille
G: „Marc?”
M: „Ja ich bin noch da!“
G: „Und?“
M: „Ja äh...danke?“
G: „MARC!“
M: „Ja herrgott nochmal Gretchen du weißt genau dass ich in... Gefühlsdingen nicht so gut bin.“
G: „Aber du..könntest doch wenigstens etwas...erwidern?“
M: „Äh...ja...gleichfalls?“
G: „Du bist unmöglich!“
M: „Ich weiß. Aber genau deswegen bist du ja auch so verrückt nach mir.“
G: „Spinner. Wir sehen uns heute Abend.“
M: „Ok, bis später.“

Schmunzelnd legte Marc den Hörer wieder zurück aufs Telefon und lehnte sich anschließend in seinem Sessel wieder zurück. In Gedanken war er bereits bei Gretchen und dem Abend den sie zusammen verbringen würden und ein dickes Grinsen stahl sich auf sein Gesicht welches erst wieder verschwand, als Sabine mit einem Stapel Akten die noch unterschrieben werden mussten ins Büro gestürmt kam und gleich darauf bereute, dass sie nicht angeklopft hatte.

schleumel Offline

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12.04.2011 20:02
#110 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben!
ihr werdet es nicht glauben aber ich hab tatsächlich weiter geschrieben. ich will mich auch gleich dafür entschuldigen dass so lange nichts kam. ich hoffe euch interessiert trotzdem noch wie es weiter geht und ihr lasst mir ein paar kommis da :)
ich weiß nicht ob ich es schaffe täglich was reinzustellen, aber ich gebe mir mühe regelmäßig einen neuen teil reinzustellen.
damit ihr wieder ein bisschen reinkommt hab ich die letzten teile mal kurz für euch zusammen gefasst:

Also, weder Gretchens Eltern noch Marcs Mutter sind so wirklich begeistert davon, dass Gretchen und Marc zusammen sind, allein schon weil sie befürchten, irgendwann einmal miteinander verwandt zu sein. Franz versucht die Bedenken seiner Frau noch beiseite zu schieben indem er einwirft, dass er einen gutaussehenden Pfleger eingestellt habe. Der ist Marc auch gleich ein Dorn im Auge weil er vermutet dass Andreas sich an Gretchen ranmachen will, bis Mehdi ihm klar machen kann, dass Andreas es sicher nicht auf Gretchen sondern auf Marc abgesehen hat. Jetzt haben die beiden sich einen Tag nicht gesehen weil Gretchen frei hatte und Marc holt sie jetzt zu Hause ab.



Um Punkt sieben Uhr abends stand ein ungeduldiger Oberarzt vor der Haustüre der Familie Haase und wartete darauf dass seine Angebetete ihm endlich die Türe aufmachte. Er hatte sie immerhin einen ganzen Tag nicht mehr gesehen und auch wenn er es wirklich nur ungern zugab, so hatte er sie doch ganz schön vermisst. Als Gretchen ihm endlich mit einer kleinen Reisetasche in der Hand die Türe aufmachte und auf ihn zugestolpert kam, konnte er grade noch rechtzeitig seine Arme ausbreiten um die Blondine vor der sicheren Fall zu bewahren.
„Wow, Hasenzahn nicht so hastig. Ich weiß, du hast mich schrecklich vermisst und konntest es gar nicht abwarten mich zu sehen aber…“
Mit einem Grinsen auf den Lippen sah Marc zu Gretchen hinunter, die sich in seinen Armen nun wieder halbwegs gefangen hatte und ihn durch ihre zerzauste Mähne hindurch ansah.
„Marc, ich bin nur über die blöde Fußmatte gestolpert und außerdem, wer hat hier wen sehnsüchtig vermisst, hm?“
Vergnügt musterte Gretchen das Gesicht des Mannes der sie in den Armen hielt und für einen Moment glaubte sie einen Hauch von Röte zu erkennen der allerdings schnell wieder verschwunden war. Lächelnd zog sie die Haustüre der Haase-Villa zu und nahm Marc bei der Hand und zog ihn zu seinem Auto damit sie endlich zu ihm fahren konnten.
Bei in der Wohnung angekommen, war Marc schnell im Bad verschwunden und Gretchen schlug den Weg in die Küche ein. Ihre Mutter hatte nämlich heute nichts gekocht, weswegen Gretchens Magen gewaltig knurrte. Bevor sie sich also weiter auf Marc konzentrieren konnte, musste sie unbedingt was zwischen die Beißer bekommen.
Obwohl sie nicht wirklich die Hoffnung hatte in ihm etwas zu finden, öffnete Gretchen die Tür des Kühlschranks. Wie immer herrschte hier drin gähnende Leere. Gretchen hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und wollte den Kühlschrank grade wieder schließen, als ihr Blick auf ein kleines Fach in der Türe fiel und sie einen Sahne-Schokopudding entdeckte. Hatte da etwa jemand für sie einen Schokopudding gekauft?
Quietschend nahm Gretchen den Pudding aus dem Fach heraus und schnappte sich einen Löffel aus der Schublade.
Schnell hatte sie den Pudding leer gelöffelt aber ein wirkliches Sättigungsgefühl wollte sich bei ihr immer noch nicht breit machen. Marc musste doch irgendetwas zu essen haben, nur so ganz von Luft und Liebe konnte der doch auch nicht leben.
Gretchen durchstöberte weiter die Küchenschränke ihres Freundes und fand doch tatsächlich eine Maggie Tütensuppe die seit einem halben Jahr abgelaufen war.
Doch was tat man nicht alles wenn man Hunger hatte? Mit einem Schulterzucken schnappte die junge Ärztin sich einen kleinen Topf und schütte Wasser hinein. Nach wenigen Minuten begann das Wasser an zu kochen und Gretchen gab den Inhalt der Tüte dazu.
Gretchen hatte so konzentriert die Suppe beobachtet und immer wieder gerührt, dass sie gar nicht bemerkt hatte, dass Marc längst aus dem Bad gekommen war und sich nun von hinten an die junge Frau heranschlich.
Als seine Lippen ihren Hals berührten, schreckte sie leicht auf musste dann aber doch grinsen und schloss für einen Moment die Augen.
„Hasenzahn?“
„Mhm?“
„Was wird das hier?“
Die junge Frau warf den Kopf zurück und strich mit ihrer freien Hand über Marcs Bein während seine Lippen ihren Hals auf und ab wanderten und sie fast um den Verstand brachten.
„Suppe.“ Murmelte Gretchen leise und plötzlich fiel ihr wieder ein, dass sie ja eigentlich Hunger gehabt hatte. Sie wusste wenn sie sich jetzt auf Marcs Spielchen einlassen würde, müsste sie sicher noch 2 Stunden warten bis sie etwas zu essen bekäme.
Vorsichtig aber doch bestimmt stieß Gretchen den Oberarzt von sich weg und richtete ihre Aufmerksamkeit nun wieder völlig auf die Tütensuppe.
„Suppe, Marc. Ich mache Suppe. Könntest du also vielleicht…“ mit einer winkenden Handbewegung gab Gretchen Marc zu verstehen, dass er ein Stück zur Seite gehen sollte was dieser auch verblüfft tat.
„Willst du mich verarschen?!“
Den Blick weiter auf die Suppe gerichtet und hin und wieder rührend, antwortete Gretchen Marc mit vollem Ernst.
„Nein Marc ich hab Hunger. Und wenn wir jetzt… wenn wir… na du weißt schon dann bekomm ich ja ewig nichts in den Magen und dann, ja dann hab ich schlechte Laune, das weißt du doch.“
„Allerdings.“ Murmelte Marc noch verdutzt, was Gretchen allerdings nicht mitbekommen hatte.
Doch ein Marc Meier gab mit Sicherheit nicht so einfach auf. Er wusste doch ganz genau wie er Gretchen von ihrer Suppe würde abbringen können.

schleumel Offline

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13.04.2011 05:38
#111 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey!
da der jetlag mich immer noch hat und ich schon seit 2 stunden wach bin und mich langweile, gibt es den neuen teil für euch jetzt schon
ähhh jeder unter.... 25 kann auch gleich wieder auf "zurück" klicken (wie gut, dass ich dann selbst nicht lesen dürfte)
ich hoffe es gefällt euch und ihr lasst mir ein paar kommis da :)
glg


Schnell knöpfte er sein Hemd auf und warf es zusammen mit seinen Socken auf den Stuhl neben ihm. Den Gürtel seiner Jeans legte er gleich mit dazu und damit Hasenzahn ihm auch bloß nicht würde widerstehen können, zog er die Jeans noch ein kleines Stückchen weiter runter so dass sie ein Stück unter seinem Hüftknochen saß. Dann machte er einen Schritt auf die Frau zu die sich grade mit einer großen Kelle einen Teller mit Suppe fertig machte. Gretchen hatte grade den ersten Löffel probiert und für genießbar empfunden, als Marc sich von hinten an sie heranschmiegte und seine Hände sachte um ihre Taille schloss. Gretchen erschrak leicht, ließ sich jedoch nichts anmerken und versuchte ihren aufdringlichen Freund schnell wieder los zu werden. Sie wusste schließlich genau wo das hier sonst enden würde und mit Suppe hatte das ganz sicher nichts zu tun.
„Marc bitte! Kannst du nicht noch 20 Minuten warten? Oder 15? Ich beeil mich auch.“
Ein Grinsen stahl sich in Marc Meiers Gesicht und noch ehe Gretchen sich an den Tisch setzen konnte, hatte er ihr den Teller aus der Hand genommen und zur Seite gestellt. Perplex und immer noch den Löffel in der Hand haltend, schaute Gretchen ihren Freund an, der jetzt auch wieder näher an sie heran trat.
Erst jetzt bemerkte Gretchen, dass Marc sich schon von ein paar Kleidungsstücken befreit hatte und wie gefährlich tief seine Jeans saß.
Sie spürte plötzlich wie ein leichtes Kribbeln in ihr aufstieg und für einen Moment setzte ihr Verstand aus und sie konnte sich nicht satt sehen an diesem durchtrainierten Oberkörper auf den sie beste Sicht genoss.
Gretchen musste schlucken. Es konnte doch nicht angehen, dass dieser Idiot nur sein Hemd ausziehen musste und schon war es um sie geschehen? Gut, wahrscheinlich hätte er sein Shirt nicht einmal ausziehen müssen sie konnte ihm ja so schon kaum widerstehen.
Marc spürte wie der Widerstand der Blondine wich und er nutzte die Chance um sie in die Arme zu schließen und ihr einen atemberaubenden Kuss zu geben. Sanft fuhr er mit seiner Zunge über ihre weichen Lippen und bat um Einlass, der ihm liebend gern gewährt wurde. Als seine Hände von ihrer Hüfte abwärts fuhren und über ihren Po strichen war es um die junge Assistenzärztin völlig geschehen. Mit einem Klirren ging der Löffel, den sie eben noch festgehalten hatte, zu Boden und ihre Hände legten sich auf Marcs Brust.
Mit einem Ruck hatte der junge Chirurg sein Mädchen auf die Arbeitsplatte der Küche gehoben und sie vorsichtig dort abgesetzt. Gretchen hatte Marc zwischen ihre Beine gelassen und wild küssend drückten sie ihre Körper aneinander.
Mit seiner rechten Hand strich Marc Gretchen die Haare zur Seite und seine Lippen glitten zärtlich über ihren Hals. Er wusste, dass sie das jedes Mal um den Verstand brachte und so schien es auch dieses Mal zu sein denn Gretchen hatte die Augen geschlossen, den Kopf zurück gelegt und ihr entwich ein leises Stöhnen. Marcs linke Hand, die eben noch auf Gretchens Hüfte geruht hatte, ging nun auf Wanderschaft und suchte sich ihren Weg unter Gretchens Bluse. Sanft fuhren Marcs Fingerkuppen über Gretchens Bauch und glitten weiter zu ihrem Rücken. Gretchen merkte wie ihr das Atmen immer und immer schwerer fiel und ihr Herzschlag sich von Sekunde zu Sekunde, so schien es zumindest, beschleunigte. Verlangend schob sie ihre Hände hinten in Marcs Hose und zog ihn noch ein Stück näher an sich ran. Ihre Körper waren sich jetzt so nah, dass sie zwischen ihren Beinen deutlich seine Erregung spüren konnte.
Die Lust der beiden schien ins Unermessliche zu steigen. Begierig auf das was ihn erwartete, knöpfte Marc Gretchens Bluse auf und strich sie ihr von den Schultern. Der Anblick der sich ihm nun bot, erregte ihn nur noch mehr und mit einem Ruck hatte er Gretchen erneut hochgehoben und nun taumelten sie wild küssend durch Marcs Wohnung bis sie schließlich im Schlafzimmer angekommen waren, wo Marc sie wieder absetzte.
Vorsichtig beugte er sich über sie und ein paar Strähnen fielen ihm in die Stirn, während er Gretchen mit seinen grünen Augen ansah. Dann fiel sein Blick auf ihre vollen Brüste, die nur noch durch einen dunkelblauen Spitzen-BH verdeckt waren. Verlangend schob Marc eine Hand an Gretchens Rücken und mit einem geschickten Handgriff hatte er den BH geöffnet, zur Seite geschoben und auf den Boden geworfen.
Als sich seine Lippen auf ihre Brustwarzen senkten und diese fordernd umspielten, entwich beiden ein leises Stöhnen und Gretchen schloss erneut die Augen. Mit beiden Händen umfasste Marc nun diese beiden wunderschönen, prallen Brüste die ihn jedes Mal aufs Neue in eine andere Welt verfrachteten. Zufrieden stellte Marc fest, dass die Frau unter ihm sich vor Lust wandte.
Seine Lippen wanderten nun weiter nach unten bis hin zu ihrem Bauchnabel und küssten sie dort, während er seine Hände unter den Bund ihres Rockes schob und ihr diesen abstreifte. Sie trug jetzt nur noch ein blaues Spitzenhöschen, passend zu ihrem BH der sich ja schon auf dem Boden wiedergefunden hatte. Das hatte Marc grade noch feststellen können, bevor er komplett in eine andere Welt abgetaucht war und ihr eben dieses Höschen auch noch vom Körper gerissen hatte.
Sanft strich er mit der rechten Hand die Innenseite ihrer Oberschenkel entlang, die andere Hand ruhte auf ihrer Hüfte. Als seine Finger endlich Gretchens Schoß erreicht hatten, konnte er spüren wie sie ihm ihr Becken entgegenstreckte und er hörte wie sie laut aufstöhnte. Das gleiche geschah, als er nach einer Weile seine Zunge zur Hilfe nahm und mit dieser tief in sie eindrang. Marc konnte fühlen wie Gretchens Körper unter seinen Berührungen immer mehr bebte und mit einem Mal spürte er wie Gretchens Hände durch seine Haare wuschelten.
Erneut entwich Gretchen ein lautes Stöhnen. Sie war einfach wie Wachs in den Händen dieses Mannes.
Um seine Zunge noch ein bisschen intensiver spüren zu können, verstärkte sie den Druck ihrer Hände auf seinen Kopf. Ihr Schoß kribbelte wie ein Feuerwerk und sie wusste sie war kurz davor zu kommen.
Das hatte Marc anscheinend auch bemerkt, doch anstatt sie weiter zu verwöhnen, hörte dieser Idiot einfach auf und legte sich grinsend neben sie.
Gretchen konnte kaum fassen was sie sah, als sie ihre Augen öffnete und den schelmisch grinsenden Mann neben sich betrachtete, der die Hände hinter dem Kopf verschränkt hatte und sie frech ansah.
Mit einem Ruck richtete Gretchen sich auf und in einem Schwung zog sie dem dreisten Mann Hose und Boxershorts aus. Der würde seine gerechte Strafe gleich bekommen, dachte sie sich noch ehe sie sich über ihn beugte und ihn langsam in sich hinein gleiten ließ.
Dann begann sie ihr Becken zu bewegen. Und Gretchen dachte gar nicht daran, erst einmal langsam anzufangen. Der Mann wollte Krieg, er sollte ihn bekommen.
Während sie ihre Hüften rhythmisch auf und ab bewegte, beugte sie ihren Oberkörper ein Stück nach vorne, wohlwissend, dass ihre vollen Brüste dem Dr. Meier nun genau vor dem Gesicht herumwippten.
Diese Frau ist so unglaublich sexy, schoss es Marc noch durch den Kopf ehe er die Augen schloss und sich schon auf einen unglaublichen Höhepunkt freute, doch da hatte er die Rechnung ohne seine blonde Freundin gemacht die nun mit einem Mal von ihm hinunter stieg und ihn ebenso frech ansah wie er sie vorhin angesehen hatte. Dass es sie auch ein bisschen Überwindung gekostet hatte, verbarg sie lieber.
Marc erkannte was die Frau vorhatte. Aber nicht mit ihm. Schnell hatte er sich über Gretchen gebeugt und sanft aber durchaus bestimmt ihre Beine auseinander geschoben. Als er wieder in sie eindrang stöhnten beide laut auf. Immer schneller und härter wurden seine Stöße und Gretchen war insgeheim froh darüber, dass er keine Zeit verlor denn auch sie sehnte sich nach Befriedigung.
Schon kurze Zeit später spürte Marc wie Gretchens Körper sich unter ihm aufbäumte und dann für einen Moment steif wurde. Dann entspannte sie sich wieder und jetzt war es auch um ihn geschehen. Ein letztes Mal stieß sein Becken nach vorne, dann sackten beide erschöpft zusammen.

schleumel Offline

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14.04.2011 10:00
#112 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

naaaachschuuuuub
wenn ihr schön brav seid gibts heute abend mehr, weil der teil ein bisschen kurz geraten ist. ich wünsche viel spaß damit und wollte mich ganz doll bei euch bedanken, dass euch die story noch interessiert und ihr euch immer noch die zeit nehmt mir ein paar kommis da zu lassen. danke


Nachdem sie einen Moment verharrt hatten, schnappte Gretchen sich die Bettdecke und warf sie über sich und Marc während sie ihren Kopf auf seine Schulter bettete und seine Nähe genoss. Langsam strichen ihre Finger über seinen Bauch.
Plötzlich spürte sie wie Marc ihre Hand nahm und seinen Kopf zu ihr drehte, weshalb sie ihren Kopf ebenfalls etwas anhob um ihn ansehen zu können.
„Du Hasenzahn, hat dein Vater dir von meinem Vortrag erzählt?“
Gretchen musste schmunzeln. War es immer noch so, dass Marc bei seinen Vorträgen gerne jemanden dabei hatte? Nur dass er dieses Mal nicht seine Mutter bat ihn zu begleiten sondern sie. Sie hoffte zumindest, dass er dies jetzt tun würde.
Gretchen nickte.
„Sag mal, würdest du vielleicht mitkommen?“ Bevor Gretchen antworten konnte fasste Marc sich nervös in den Nacken. „Also nicht, dass ich dich unbedingt dabei haben will, aber dein Vater hat keine Flug- sondern Zugtickets gebucht und ich dachte wenn du mitkommst dann… ist die Fahrt nicht so langweilig?“
Gretchen wusste es besser. Natürlich wollte er sie dabei haben, er traute sich nur mal wieder nicht es offen zuzugeben. Sie beschloss, dass es besser war Marc in dem Glauben zu lassen sie habe ihn nicht durchschaut und ging nicht weiter darauf ein. Stattdessen lächelte sie ihn an.
„Klar, kann ja nicht verantworten, dass du dich auf der Fahrt alleine zu Tode langweilst.“
„Gut, dann… sag ich deinem Vater Bescheid. Der hat mich nämlich gebeten einen meiner Assis mitzunehmen. Zu Lernzwecken. Wahrscheinlich wusste der eh dass ich nicht den Knechtelsdorfer nehmen würde.“
Gretchen musste schmunzeln. Der hätte was erleben können wenn er lieber den Knechtelsdorfer mitgenommen hätte. Aber Gott sei Dank war dem ja auch nicht so. Gretchen schloss erneut die Augen und schmiegte sich näher an Marc an, der seinen Arm anhob und mit seiner Hand sanft über ihren Arm strich.
Auch als Gretchen Haase schon lange eingeschlafen war, hielt Marc sie noch in seinem Arm. Er war immer noch wach und starrte an die Decke im Schlafzimmer. Er fragte sich, warum er ihr nicht einfach hatte sagen können dass er sie gern dabei hatte? Es war nun mal so, er konnte es nicht länger leugnen. Er hatte sie gern, ja er liebte sie wahrscheinlich. Und warum verdammt konnte er ihr das nicht einfach sagen? Andere Leute taten das doch schließlich auch Tag für Tag. Sicher, seine Gesten und sein Verhalten Gretchen gegenüber sprachen wahrscheinlich Bände, vor allem für sie, dafür kannte sie ihn einfach zu gut. Und trotzdem wusste er, dass sie es eines Tages von ihm würde hören wollen. Sie war schließlich Gretchen Haase.
Als die beiden am nächsten Morgen im Krankenhaus ankamen wurden sie von zwei neugierigen Augenpaaren schon erwartet. Sabine und Andreas standen zur Visite bereit im Schwesternzimmer und als Marc die beiden sah, stöhnte er nur genervt auf, brummte ein „Morgen.“ und zog Gretchen hinter sich her in die Umkleide. Dann schloss er die Tür hinter ihnen begann damit sich umzuziehen. Gretchen schaute ihn eine Weile verwundert an ehe sie sich dazu entschloss nachzufragen was los sei.
„Ähhh… Marc?“
Marc hatte grade seinen Kittel übergeworfen als er sich zu Gretchen umdrehte. Ein wenig unmotiviert schob er sich einen Kugelschreiber in die Kitteltasche und schaute auf Gretchen herab, die sich grade gesetzt hatte um die Schuhe zu wechseln.
„Was ist?“
„Warum bist du denn so abweisend?“
„Abweisend? Also du kannst doch jetzt wirklich nicht behaupten dass ich abweisend bin. Immerhin haben wir gestern Nacht doch noch-“
Gretchen verdrehte die Augen und nachdem sie ihn ihre Schuhe geschlüpft war stand sie wieder auf.
„Marc ich rede nicht von mir, sondern von Andreas. Du kannst ja nicht mal vernünftig guten Morgen sagen.“
Leicht gereizt schob sich Marc an Gretchen vorbei. Er hatte die Klinke der Tür zum Schwesternzimmer bereits in der Hand als er sich noch einmal umdrehte.
„Hasenzahn ich muss auch nicht nett zu dem sein. Ich bin sein Chef. Das hat jetzt nichts damit zu tun dass der… scharf auf mich ist klar?!“
Und schon war Marc aus dem Zimmer gerauscht und Gretchen folgte ihm grinsend.

schleumel Offline

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14.04.2011 18:18
#113 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so ihr habt es so gewollt, es geht weiter ;)
ich hoffe der teil gefällt euch :) wie es am wochenende mit neuen teilen aussieht weiß ich leider noch nicht weil ich mal wieder arbeiten muss und so. könnte also evtl samstag nichts geben, nur schon mal zur vorwarnung^^
so, jetzt aber viel spaß mit dem neuen teil. freu mich wie immer auf kommis


Im ersten Patientenzimmer ließ Marc sich die Akte des Patienten geben.
„Gestrige Appendektomie durchgeführt von Dr. Rössel.“ erklärte Andreas während er die Akte raussuchte und sie Marc rüberreichte. Der zuckte leicht zusammen als seine Finger die von Andreas berührten, versuchte aber sich nichts anmerken zu lassen. Um seine Unsicherheit zu überspielen räusperte Marc sich kurz und machte dann einen Schritt auf den Patient zu.
„Ja, dann bitte einmal Verband ab damit ich mir die Narbe ansehen kann.“
Als Marc aus den Augenwinkeln sah, wie sich Andreas bereits in Bewegung setzte um Marcs Aufforderung Folge zu leisten, fügte Marc noch ein deutliches „Schwester Sabine.“ hinzu.
Verblüfft hielt Andreas in seiner Bewegung inne und machte einen Schritt zurück um Schwester Sabine den Vortritt zu lassen. Diese trat an das Patientenbett heran und entfernte den Verband.
Während sie das tat, schaute Marc immer wieder heimlich zu Andreas rüber, immer darauf bedacht, dass sich ihre Blicke niemals trafen. Marc war immer noch ganz verwundert darüber, dass dieser Andreas tatsächlich scharf auf ihn sein sollte.
Nachdem Sabine den Verband abgenommen hatte, trat Marc noch einen Schritt näher und betrachtete die Narbe, die offenbar gut angefangen hatte zu heilen.
Andreas und Sabine hatten zwischenzeitlich damit begonnen die Akten neu zu sortieren damit sie im nächsten Zimmer nicht wieder würden suchen müssen.
„Ja ähh… Narbe verheilt gut. Patient bleibt noch zwei Tage zur Beobachtung und dann…“ Marcs Blick schweifte erneut zu Andreas ab, der das allerdings nicht bemerkt hatte. Dafür aber Gretchen die Marc jetzt ein wenig unsanft mit ihrem Ellenbogen in die Rippen stieß und ihn eindringlich ansah.
„… Äh ja dann kann der Patient nach Hause.“
Als sie das Patientenzimmer wieder verließen, war Sabine schon mit Andreas voraus gegangen und Gretchen hielt Marc am Arm zurück und beugte ihren Kopf zu ihm rüber.
„Marc, hörst du jetzt mal auf dich so kindisch zu benehmen?“
Nervös zupfte Marc den Kragen seines Hemdes zu Recht und setzte seine Schritte fort um Gretchen nicht in die Augen sehen zu müssen.
„Ich benehme mich überhaupt nicht kindisch, ja? Wenn hier jemand kindisch ist dann ja wohl dieser Andreas.“
„Ach, und warum jetzt genau?“
Marc senkte seine Stimme noch ein wenig als er sah dass Gretchen und er fast bei Sabine und Andreas angekommen waren.
„Na dass der denkt ich könnte irgendwann mal auf den stehen obwohl ich so eine tolle Frau wie dich lie… bumsen kann.“
Für diese Bemerkung fing Marc sich gleich den nächsten Knuff mit dem Ellenbogen, insgeheim musste Gretchen allerdings ein dickes Grinsen unterdrücken, schließlich wusste sie genau, was Marc eigentlich hatte sagen wollen, es aber dann mal wieder doch nicht getan hatte.
Als sie die Visite endlich hinter sich gebracht hatten, war Marc in einem Affenzahn in Richtung Cafeteria gegangen und Gretchen hatte sichtlich Mühe mit ihm mitzuhalten. Erst im Aufzug blieb Marc gezwungener Weise stehen und drückte den Knopf für die sieben.
Nachdem sich die Türen des Aufzugs geschlossen hatten schaute Gretchen Marc mit großen Augen an.
„Was ist denn auf einmal los? So einen Hunger kannst du doch gar nicht haben ich meine wir haben doch zu Hause noch… Warte mal. Du hast gar keinen Hunger oder? Du läufst einfach nur vor Andreas weg!“
„Ach red doch keinen Unsinn! Ich laufe hier vor gar niemandem weg! Ganz bestimmt nicht vor so einem wie Andreas!“
Gretchen sah Marc skeptisch an und nickte mit dem Kopf.
Als die Türen des Fahrstuhls sich endlich öffneten, stürmte Marc mit dem gleichen Tempo hinaus, mit dem er auch hinein gestürmt war und wieder hatte Gretchen alle Mühe mitzuhalten.
In der Cafeteria angekommen holten beide sich einen Kaffee und setzten sich an einen der freien Tische. Für eine Weile schwiegen beide und tranken still ihren Kaffee. Gretchen war ein bisschen in Gedanken an den gestrigen Abend versunken und ihre Wangen hatten sich bereits zart rosa gefärbt. Marc huschte ein Grinsen über die Lippen als er Gretchen einen flüchtigen Blick zuwarf. Seine Miene verdunkelte sich allerdings wieder als er kurz nacheinander Mehdi, und was das noch viel größere Übel war, Andreas die Cafeteria betreten sah.
Stöhnend lehnte er sich in seinem Stuhl zurück und schlug die Beine übereinander während er noch einmal an seinem dampfenden Kaffee nippte.

schleumel Offline

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15.04.2011 14:29
#114 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallöchen :)
ich danke euch für die kommentare und will hoffen, dass ihr auch weiter so schön fleißig bleibt ;) ob ich morgen schaffe einen neuen teil einzustellen weiß ich wie gesagt noch nicht... aber sonntag geht es auf jeden fall weiter... wünsche euch schon mal ein schönes wochenende und viel spaß mit dem neuen teil


Gut gelaunt setzten sich Mehdi und dann auch Andreas an den Tisch zu Gretchen und Marc. Gretchen warf Marc daraufhin einen prüfenden Blick zu, dieser erwiderte ihren Blick mit einem gequälten Grinsen.
„Und Meier? Heute schon Leben gerettet?“ versuchte Mehdi ein Gespräch in Gang zu bringen, was angesichts Marcs Laune nicht ganz so einfach war.
„Hm..“ brummte dieser nur und lehnte sich ein Stück nach links um sich die Gala vom Nachbartisch zu nehmen, die offenbar jemand dort hatte liegen lassen. Demonstrativ klappte er die Zeitung auf und begann zu lesen.
Der dunkelhaarige Gynäkologe war einen Moment irritiert und schaute zu Gretchen rüber die nur mit den Schultern zuckte. Wenn es eins gab, dass Mehdi Kaan in der Zwischenzeit über seinen Freund gelernt hatte, dann, dass man seine Launen nicht immer so persönlich nehmen durfte. Deswegen ging er gar nicht weiter auf Marc ein sondern wandte sich an Andreas.
„Und wie sieht es bei ihnen aus? Haben sie sich schon gut eingelebt hier?“
Andreas, dessen Blick eben noch an Marc geklebt hatte, drehte seinen Kopf jetzt nach rechts und sah Mehdi direkt ins Gesicht während er freundlich lächelte.
„Bei so netten Kollegen geht das ja auch gar nicht anders. Es gefällt mir sehr gut hier, danke der Nachfrage.“
Gretchen spitzte daraufhin frech die Lippen und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, während sie Marc unterm Tisch gegens Schienbein trat.
„Wir sind ja alle froh, dass wir einen Neuen im Team haben. Nicht wahr Marc!?“
Marc, der sich grade schön hinter seiner Gala versteckt hatte, konnte seinen Aufschrei grade noch unterdrücken, verschüttete allerdings seinen Kaffee und funkelte Gretchen wütend an.
„Spinnst du?!“
„Ja dann versteck dich halt nicht hinter der Gala sondern nimm auch am Gespräch teil!“
Am liebsten hätte Marc Gretchen unterm Tisch ebenfalls einen Tritt verpasst, er ließ es jedoch bleiben und knallte stattdessen die Zeitung klangvoll auf den Tisch.
„Du wir sind hier doch nicht im Kindergarten! Ich muss an gar nichts teilnehmen!“
Für einen Moment herrschte Ruhe am Tisch, man hörte nur wie Marc den Rest seines Kaffees schlürfte, bis Mehdi die Stille brach.
„Ich hab gehört ihr fahrt morgen nach Hamburg?“
Da von Marc nur ein Knurren kam, übernahm Gretchen lieber das Antworten.
„Ja, Marc hält einen Vortrag über Unfallchirurgie und mein Vater meint, dass es ganz gut wäre für mich wenn ich da zuhöre. Soll ja schließlich auch was lernen hier.“ Gretchen untermalte ihre Aussage noch mit einem Lächeln, Marc verdrehte jedoch nur genervt die Augen und wünschte sich an einen anderen Ort.
Er konnte förmlich spüren, wie Andreas ihn mit seinen Augen verschlang. Es wurde Zeit, dass er etwas unternahm gegen diese… visuelle Vergewaltigung. Er zögerte nicht lange und schnappte nach der Hand seines Mädchens und zog daran, so dass sie gezwungen war sich zu ihm umzudrehen und ihm näher zu kommen. Und bevor Gretchen fragen konnte was das ganze sollte und warum er sich so seltsam benahm, klebten die meierschen Lippen auch schon auf ihren und drückten ihr einen Kuss auf, der ihr Hören und Sehen vergehen ließ. Eine Ewigkeit, so schien es zumindest für Mehdi und Andreas, küssten Marc und Gretchen sich sehr intensiv und als sie endlich voneinander abließen, war Gretchens Gesicht leicht gerötet, Marc hingegen grinste den jungen Gynäkologen und seinen Verehrer mit einem Augenzwinkern an.
Wieder herrschte Stille, bis Mehdi seinen Stuhl zurück schob und aufstand.
„Ich muss jetzt wieder. Kinder zur Welt bringen, ihr wisst schon.“ Sprach’s und war verschwunden.
Genüsslich lehnte Marc sich in seinem Stuhl zurück und fischte eine Zigarette aus der Schachtel in seinem Kittel, die er sich anschließend zwischen die Lippen schob. Dann richtete er seinen Blick wieder auf Andreas, dem die ganze Situation wohl auch unangenehm war, und nickte ihm kurz angebunden zu.
„Kaan ist übrigens noch zu haben!“
Für diesen Kommentar fing Marc sich unterm Tisch gleich den nächsten Tritt, aber das nahm er gern in Kauf denn nun konnte er dabei zusehen wie Andreas sich hastig erhob, sich mit einem Nicken von beiden verabschiedete und anschließend sah, dass er schleunigst aus der Cafeteria rauskam.
Als Marc sein Grinsen endlich eingestellt hatte drehte er seinen Kopf zu Gretchen rüber. Da er sich allerdings einen bitterbösen Blick einfing schaute er schnell wieder weg und machte ebenfalls Anstalten aufzustehen.
„Ja was?! Ist der doch selber schuld. Was baggert der mich auch so blöde an?!“ Gretchen verdrehte nur die Augen und trank den letzten Schluck ihres Kaffees aus.
„Ich geh noch schnell eine rauchen. In 10 Minuten Mandel-OP. Nicht vergessen!“ und schon rauschte Marc aus der Cafeteria in Richtung Aufzug.

schleumel Offline

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17.04.2011 22:43
#115 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so weiter geht's :)
viel spaß damit und noch einen charmanten abend wünsche ich



Einen Tag später saßen Gretchen und Marc im Intercity-Express in Richtung Hamburg. Der Zug war grade angefahren und verließ langsam den Berliner Bahnhof.
Marc hatte beide Reisetaschen in dem Fach über den Sitzen verstaut und ärgerte sich immer noch darüber, dass der Professor keine Flugtickets gebucht hatte. Aber das Krankenhaus musste ja sparen und die Zugtickets waren nun mal einfach billiger gewesen. Zumindest musste er nicht alleine fahren.
Gretchen hatte es sich grade gemütlich gemacht und ihre Handtasche auf dem Sitz neben sich abgestellt. Gut gelaunt kramte sie ihr Buch heraus und wollte sich grade die Kopfhörer ihres iPods in die Ohren stecken als Marc lautstark protestierte.
„Ey Hasenzahn, so geht das jetzt aber nicht!“
Verdattert sah Gretchen auf.
„Was? Warum was ist denn?“
Ungeduldig rutschte Marc auf seinem Sitz herum und nahm ihr anschließend den iPod aus der Hand.
„Ja du, ich hab dich mitgenommen damit du mich bespaßt. Also hopp. Mach irgendwas. Ich muss hier jetzt immerhin fast 2 Stunden rumsitzen.“
Erstaunt über die Ungeduld des Mannes ihr gegenüber klappte Gretchen ihr Buch wieder zu und verdrehte die Augen.
„Und wie hast du dir das vorgestellt? Soll ich jetzt für dich tanzen oder…?“
Marc huschte ein Grinsen übers die Lippen, dann jedoch schaute er Gretchen ziemlich eindeutig an und legte unter dem ausgeklappten Tisch eine Hand auf ihren Oberschenkel.
„Ich wüsste da schon was wie du mir die Zeit versüßen könntest.“
Fassungslos schob Gretchen die meiersche Hand wieder von ihrem Oberschenkel runter und räusperte sich verlegen. Hoffentlich hatte noch niemand die anzügliche Bemerkung ihres Freundes gehört.
„Marc! Sicher nicht jetzt und vor allem auf keinen Fall hier!“
Schon wieder spürte Gretchen eine bekannte Hand auf ihrem Oberschenkel, die jetzt auch noch ein Stückchen nach oben wanderte.
„Komm schon Hasenzahn. Sei doch nicht so verklemmt. Ich geh auf Toilette und in 3 Minuten könntest du dann doch auch-“
„Marc! Vergiss es gleich wieder!“ Erneut schob sie die aufdringliche Hand zur Seite und rutschte in ihrem Sitz hin und her, bis sie kerzengrade saß.
Marc entwich ein enttäuschtes Stöhnen, dann ließ er die Schultern fallen und schaute Gretchen gequält an.
„Und wie soll ich das hier aushalten? Was soll ich denn die ganze Zeit machen?!“
„Marc jetzt benimm dich nicht wie ein Vierjähriger. Du wirst dich doch wohl 2 Stunden lang beschäftigen können. Im Flugzeug müsstest du das doch auch.“
Ein dreckiges Grinsen bildete sich auf Marcs Gesicht ab.
„Was hast du denn jetzt schon wieder?!“
„Na im Flugzeug kann ich immerhin noch den Stewardessen hinterher schauen, das fällt hier ja leider auch flach.“
Gretchen entließ laut Luft durch die Nase und klappte ihr Buch wieder auf. Auf diesen Kommentar wollte sie lieber gar nicht erst eingehen, sonst würde die Fahrt mit Sicherheit ein Höllenritt werden.
Für eine Weile herrschte schweigen, bis Marc endlich ein Licht aufging und er sich für seinen dummen Kommentar schon fast schämte. Aber manchmal brach das Arschloch eben doch noch durch. Sanft lächelnd beugte er sich nach vorne und nahm Gretchens Hand. Die schaute ihn auch sogleich an und er konnte sehen, dass sie immer noch leicht angesäuert war.
„Komm schon Hasenzahn. Das war doch nur ein dummer Scherz. Natürlich wärst du trotzdem die heißeste Frau im Flugzeug.“
Gretchens Wangen färbten sich leicht rot und sie wurde ein bisschen verlegen. Es kam immerhin nicht oft vor, dass Marc ihr so ein Kompliment machte, da wusste sie mit seinen Gemeinheiten manchmal einfach besser umzugehen.
„Das sagst du doch jetzt nur so.“
„Hab ich jemals irgendwas einfach nur so gesagt?“
Gretchen schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Siehst du.“
Gretchen hatte sich immer noch nicht gerührt, sie starrte weiter stoisch auf ihr Buch und das obwohl beide ganz genau wussten, dass sie keineswegs dabei war zu lesen.
Mit einem kleinen Seufzer stand Marc auf, ging um den kleinen Tisch zwischen ihnen herum, nahm Gretchens Handtasche von dem freien Platz neben ihr und stellte sie auf den Platz wo er zuvor gesessen hatte. Dann setzte er sich neben sie und legte einen Arm um sie.
„Na komm.“
Gretchen lächelte schwach und schmiegte sich nur allzu gern an die starke Schulter des Mannes neben ihr. Sie atmete tief ein um den Duft seines Aftershaves besser wahrnehmen zu können und da war es wieder. Dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheit, dass nur er ihr geben konnte.
Es dauerte keine zehn Minuten da war Gretchen in Marcs Arm eingeschlafen und auch Marcs Lider wurden verdächtig schwer.

schleumel Offline

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18.04.2011 19:32
#116 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

es geht weiter :) freu mich auf kommis

Kurz bevor sie Hamburg erreicht hatten waren beide wieder aufgewacht. Marc reckte sich einmal ausgiebig und strich sich mit einer Hand durch die Haare.
Am Bahnhof stiegen sie dann in ein Taxi, das sie zum Hotel brachte. Nachdem sie dort eingecheckt hatten, ihre Sachen in ihrem Zimmer (Papa Haase hatte natürlich 2 Einzelzimmer gebucht die sich jetzt auch nicht mehr umbuchen ließen) verstaut und sich frisch gemacht hatten, trafen sie sich in der Halle des Hotels. Sie erkundeten noch ein wenig die Stadt und gingen einen Happen essen, waren aber am frühen Abend bereits wieder zurück im Hotel, da ja zumindest Marc morgen einen anstrengenden Tag vor sich hatte.
Um neun waren beide auf ihren Zimmern verschwunden. Marc hatte sich noch gewundert, warum Gretchen gar keine Anstalten gemacht hatte bei ihm schlafen zu können, aber wenn sie nicht wollte, dann wollte sie eben nicht.
Achtlos warf Marc sein Hemd, seine Socken und die Jeans auf den Boden und setzte sich samt Laptop ins Bett. Er wollte noch einmal kurz seine Unterlagen überfliegen um auch gut vorbereitet zu sein morgen früh. Es dauerte jedoch keine 5 Minuten, da klopfte es leise an seiner Tür. Wohlwissen, dass das nur eine sein konnte, huschte Marc ein Lächeln über die Lippen und er sprang auf um ihr die Tür zu öffnen.
Zugegeben, ihr rosa Schlafanzug war nicht das erotischste Kleidungsstück, was er sich an ihr vorstellen konnte, aber irgendwie sah sie darin unheimlich süß aus. Mit einem Grinsen ließ er sie herein und schaute dabei zu, wie sie es sich in seinem Bett gemütlich machte, ehe er sich neben sie setze.
Erwartungsvoll schaute er sie an. Gretchen machte eine winkende Handbewegung und pustete Luft aus.
„Diese Betten sind doch eh viel zu groß für einen alleine. Da kommt man sich ja so verloren vor.“
„Mit anderen Worten, du hast deinen gutaussehenden Oberarzt so sehr vermisst, dass du gerne auch die Nacht mit ihm verbringen möchtest.“
„Jetzt bilde dir mal nicht zu viel ein mein Lieber.“ Konterte Gretchen leicht unbeholfen und ärgerte sich im selben Moment darüber, dass sie nicht schlagfertiger war.
Grinsend fuhr Marc seinen Laptop herunter und stellte diesen neben dem Bett ab. Dann rutschte er ein Stück nach unten und hob seinen Arm leicht an um der Frau neben ihm zu bedeuten, dass sie sich ankuscheln sollte.
„Komm.“
Gretchen zögerte einen Moment. Dieser Mann war einfach unglaublich. Im einen Moment noch einen blöden Spruch klopfen und im nächsten Moment wieder unglaublich süß sein, dieses doppeldeutige Verhalten hatte er offenbar perfektioniert.
Mit einem Nicken deutete Marc erneut auf seinen Arm, diesmal zögerte Gretchen nicht, sondern platzierte ihren Kopf auf seiner nackten Brust. Kurz darauf spürte sie, wie sein starker, warmer Arm sich um sie legte und sie genoss das Gefühl seiner Nähe mit einem leichten Kribbeln im Bauch.
Wenig später waren beide eingeschlafen.
Nachdem sie am nächsten Morgen aufgewacht waren hatten sie sich fertig gemacht und waren runter gegangen um zu frühstücken. Als sie im Saal angekommen waren, hatte das Gesicht der blonden Assistenzärztin ein strahlendes Lächeln geziert angesichts des reichhaltigen Frühstücksbuffets, was Marc mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen hatte. Während er sich lediglich einen Kaffee und ein Vollkornbrötchen mit Käse holte, schlug Gretchen schon weitaus umfangreicher zu. Als sie sich an ihrem Tisch wieder trafen, hatte Madame ein Schokocroissant, ein Brötchen mit dick Nutella, eine Schale Schokopudding und einen Schokomuffin auf ihrem Tablett.
Ohne Marc anzusehen setzte sie sich ihm gegenüber an den Tisch und biss als erstes in ihr Schokocroissant. Beim Anblick von Gretchens Tablett hätte Marc sich fast an seinem Kaffee verschluckt. Erst sein Husten ließ Gretchen zu ihm aufsehen.
„Was?!“
„Ähhh… Hast du den anderen Gästen auch noch was übrig gelassen oder…“
„Marc! Wir haben einen langen Tag vor uns ich… stärke mich nur angemessen. Das Frühstück ist immerhin die wichtigste Mahlzeit am Tag das weißt du doch.“
Marc nahm einen weiteren Schluck seines Kaffees ehe er tief durchatmete. Diese Frau war einfach unverbesserlich.
Nachdem sie fertig gefrühstückt hatten, begaben sie sich langsam in Richtung des Saals in dem Marc seinen Vortrag halten würde. Vor der Tür blieben sie noch einmal stehen und während Gretchen Marcs Kragen und die Krawatte richtete, atmete dieser noch einmal tief durch. Beruhigend strich Gretchen mit einer Hand über seine Brust und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Du wirst da drin großartig sein, da bin ich mir sicher.“
Grinsend zog Marc eine Augenbraue noch und drückte Gretchen ebenfalls einen kleinen Kuss auf.
„Natürlich werde ich großartig sein, ich bin ja auch der Beste.“ Sprach’s und schon öffnete er die Tür und begab sich zum Podium. Gretchen folgte ihm und nahm ihren Platz in der ersten Reihe ein, den man extra für sie frei gehalten hatte.

schleumel Offline

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19.04.2011 17:32
#117 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so ihr lieben es geht weiter :)
wenn euch das zu schnell ist, dann müsst ihr bescheid sagen, dann setz ich die teile nicht so schnell nacheinander rein.
ob ichs morgen schaffen werde weiß ich noch nicht, gebe mir aber mühe ;)
und jetzt viel spaß mit dem neuen teil, ich freu mich auf eure kommis :)


Nach knapp zwei Stunden hatte Marc seinen Vortrag beendet. Von allen Seiten war ihm applaudiert worden und alle hatten bewundernd zu ihm aufgesehen. Er selber, aber vor allem auch Gretchen, waren stolz wie Oskar und beiden stand das Grinsen ins Gesicht geschrieben.
Nachdem sich alle verabschiedet hatten und auch die letzte Diskussion über Unfallchirurgie beendet war und Marc mindestens ein Dutzend Hände geschüttelt hatte, packte er seine Sachen zusammen und die beiden verließen ebenfalls den Saal.
„Du sag mal Hasenzahn, was hältst du davon wenn wir noch was trinken gehen?“
Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute die Dame auf ihre Uhr und zeigte ihrem Freund danach einen Vogel.
„Marc, es ist erst halb drei Uhr nachmittags, du glaubst doch nicht, dass ich mir um diese Uhrzeit mit dir die Kante gebe, das kannst du vergessen mein Lieber.“
Marc entließ ein leises Stöhnen, dann fasste er Gretchen am Handgelenk und mit einem Ruck hatte er sie so umgedreht, dass sie ihn ansehen musste.
„Wer hat denn davon gesprochen dass ich mich volllaufen lassen will, hm?“
Gretchen versuchte sich aus Marcs Griff zu befreien, doch sie hatte keine Chance und so blieb ihr gar nichts anderes übrig, als dem Wunsch ihres Freundes und Oberarzt nachzukommen.
„Na schön, aber vorher wirst du mir was Ordentliches zu essen besorgen. Und mehr als 2 Bier gibt’s für dich auch nicht.“
Schmunzelnd ließ Marc sein Gretchen wieder los und die beiden schlugen den Weg in die hoteleigene Bar ein. Die Bar war sehr geschmackvoll eingerichtet und lud gleich zum Verweilen ein. Anstatt von Stühlen saß man hier auf dick gepolsterten Sitzbänken und das Licht war leicht gedämmt.
Gretchen und Marc ließen sich gegenüber voneinander an einem Tisch am Rand nieder und Gretchen schnappte sofort nach der Speisekarte und nachdem die beiden etwas gegessen hatten, durfte Marc sich endlich das ersehnte Bierchen bestellen. Gretchen bestellte ein Glas Sekt und die beiden stießen an. Auf den Vortrag, Marcs Erfolg, den Ausflug nach Hamburg aber vor allem auf die beiden und dass sie es endlich geschafft hatten zueinander zu finden.
Eine Weile plauderten sie über dieses und jenes bis Gretchen auf einmal eine wunderschöne Brünette entdeckte. Schöne lange Haare, diese unendlichen braunen Augen, Beine bis zum Himmel, elegante Kleidung und natürlich war sie dünn. Und das allerschlimmste? Sie kam geradewegs auf die beiden zu, tippte Marc, der sie noch gar nicht bemerkt hatte an der Schulter und lächelte aufreizend.
„Meier? Marc Meier?“
Mit einem Ruck drehte Marc sich um und sah der Frau direkt ins Gesicht. Gretchen konnte erkennen wie es in seinem Kopf begann zu rattern.
„Äh..jaaaa? Und sie sind?“
Die Brünette grinste süffisant und nahm ihre schwarze Brille ab.
„Julia Becker? Du kannst mich unmöglich vergessen haben. Oder erinnerst du dich nicht mehr daran wie gerne wir immer…“
Mit einem Mal hatte es bei Marc Klick gemacht und um Schlimmeres zu verhindern, fiel er Julia schnell ins Wort.
„Ach die Julia aus der Uni. Klar erinnere ich mich.“
Mit der rechten Hand deutete Julia auf den Platz neben Marc.
„Darf ich? Du hast mir noch gar nicht deine nette Begleitung vorgestellt.“
„Oh richtig. Das ist Gretchen. Wir sind beide wegen des Vortrags hier.“
Nachdem Julia Platz genommen hatte strich sie ihren Rock glatt und warf einen Blick auf die Getränkekarte.
„Ach wegen dem war ich auch hier. Wirklich sehr gelungen dein Vortrag. Und du bist wirklich schon Oberarzt?“
Marcs Brust schwellte stolz an und er nahm einen weiteren Schluck seines Biers.
„Ja, im Elisabethkrankenhaus. Oberarzt der Chirurgie.“
Der Kellner kam und Julia bestellte ein Glas Weißwein.
„Oberarzt der Chirurgie.“ Wiederholte sie. „Ich wusste damals schon, dass du es zu was bringen würdest. Du bist einfach der Beste.“
Marc quittierte ihre Aussage mit einem selbstbewussten Schmunzeln ehe er sich einen weiteren Schluck seines Bieres gönnte.

schleumel Offline

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20.04.2011 17:09
#118 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben.
also erst mal möchte ich mich für eure tollen kommentare bedanken. die sind immer wieder eine sehr gute motivation weiter zu schreiben, danke dafür
was julia angeht, es kann ja icht immer FFE herrschen, ne?!
ich hoffe ihr habt spaß mit dem neuen teil... oder auch nicht *hüstel*
lasst mir ein paar kommis da wenn ihr mögt :)
ganz liebe grüße


Gretchen hingegen freute sich gar nicht darüber, dass sie diese alte Bekannte von Marc hier getroffen hatten. Sie konnte sich schon sehr gut vorstellen was die beiden damals verbunden hatte, und das war mit Sicherheit nicht dieselbe Lieblingsband gewesen. Genervt schlürfte Gretchen an ihrem Sekt und bestellte sich gleich noch einen als der Kellner den Weißwein für Julia brachte.
Zu allem Übel hatte der Kellner dann auch noch Julia für Marcs Freundin gehalten, was dieser zwar gleich verneint hatte, jedoch hatte er auch nicht wirklich klargestellt, dass Gretchen seine Freundin war.
Gretchen war stinksauer. Nicht nur dass die beiden sich während ihres Gesprächs über irgendwelche neuen Operationsmethoden und die gute alte Zeit überhaupt nicht um Gretchen kümmerten, nein. Denn dazu kam auch noch, dass diese Julia sich augenscheinlich ohne Hemmungen an Marc ranschmiss. Immer wieder legte sie ihre Hand auf seinen Arm und lachte über jeden seiner Witze egal wie gut oder schlecht dieser gewesen war.
Genervt verdrehte Gretchen die Augen und wendete sich ganz ihrem Getränk zu. Immerhin wollte sie Marc nicht hier drin eine Szene machen, aber der konnte was erleben wenn sie oben waren.
Es dauerte geschlagene drei Stunden, bis Marc und Julia sich endlich voneinander verabschiedeten, natürlich bestand sie auf das übliche Küsschen links Küsschen rechts, und Gretchen und Marc in Richtung Aufzug gingen.
Vor dem Aufzug mussten sie warten und Marc hob einen Arm um ihn um Gretchen zu legen, doch sein Arm wurde energisch wieder zurück geschoben. Verwundert schaute Marc Gretchen an, die jedoch starrte geradeaus auf die Türen des Fahrstuhls und hoffte, dass diese sich bald öffnen würden.
„Sag mal, ist irgendwas?“
Verärgert verschränkte Gretchen die Arme vor der Brust.
„Ob etwas ist? Ach ich weiß nicht Marc! Ist denn irgendwas?!“
Immer noch schaute Gretchen starr auf die Türen des Aufzuges die anscheinend eine Ewigkeit brauchten um sich endlich zu öffnen. Marc war genauso verwirrt wie zuvor.
„Jetzt sag halt was du hast!“ Langsam wurde ihm das hier auch zu blöd. Er hatte nichts getan weswegen er sich hätte schämen müssen und wenn Gretchen sauer auf ihn war, dann sollte sie ihm gefälligst auch sagen warum. Im Raten war er schließlich noch nie gut gewesen.
„Du müsstest doch am besten wissen was ich habe! Ich kann nicht glauben, dass dir nicht mal aufgefallen ist was du gemacht hast!“
Genervt verdrehte Marc die Augen und richtete seinen Blick anschließend ebenfalls auf die Türen des Fahrstuhls.
„Tut mir leid wenn ich zu unsensibel bin dann suchst du dir vielleicht lieber so einen Weichspüler wie den Kaan. Dann könnt ihr zusammen „Vom Winde verweht“ gucken und euch dabei die Augen ausheulen oder was weiß ich!“
Das reichte jetzt wirklich. Wutentbrannt drehte Gretchen sich zu Marc um und sah ihn zornig an.
„Du meinst ich soll mir einen neuen suchen damit du mit deiner Julia zusammen sein kannst oder was? Dann brauchst du dich noch weniger um mich zu scheren als du es eben unten in der Bar ohnehin getan hast!“
Nachdem Gretchen gesprochen hatte, richtete sie ihren Blick wieder auf den Fahrstuhl, Marc hingegen drehte sich jetzt wieder zu ihr und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust.
„Darum geht es hier also. Du denkst wirklich ich würde wieder was mit Julia anfangen wollen?!“
Gretchen drehte sich nun wieder um und die beiden sahen einander in die Augen, beide waren wütend und enttäuscht.
„Ich weiß nicht Marc, sag du es mir! Ich meine, sie ist doch voll dein Typ. Lange dunkle Haare, lange Beine, sexy, DÜNN!“
„Würdest du wegen der bitte nicht so ein Theater machen?!“ genervt drehte Marc sich erneut zum Aufzug und hämmerte auf den Knopf ein. „Wann kommt dieser scheiß Aufzug endlich!“ Dann drehte er sich wieder zu Gretchen um und hob einen Finger in die Höhe.
„Das war nichts Ernstes mit uns damals ok? Wir haben nur ein bisschen gevögelt, mehr nicht. Außerdem ist das jetzt schon Jahre her und sie war nicht mal besonders gut, klar?!“
Verärgert drehte Gretchen sich wieder zum Aufzug und entließ gut hörbar einen Schwall Luft durch die Nase.
„Ach verschon mich bitte damit, ja?!“
Marc stöhnte laut auf und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, dann herrschte Schweigen bis der Aufzug endlich kam.

schleumel Offline

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21.04.2011 14:14
#119 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

sooo geht auch schon weiter :)
wie immer danke für die tollen kommis, ihr seid die besten
nächster teil ist übrigens nichts für junges gemüse
ich weiß übrigens noch nicht genau wie und wann ich es über ostern schaffe einen neuen teil zu posten aber ich geb mein bestes



Im Aufzug waren die beiden allein. Die Spannung zwischen den beiden war so stark, dass man damit den kompletten Strombedarf des Hotels hätte decken können. Es dauerte auch nicht lange, bis Marc das Wort ergriff.
„Bist du wirklich nur sauer weil du Angst hast ich könnte was mit dieser Julia anfangen?“
Gretchen atmete tief durch um sich besser beherrschen zu können was allerdings nicht so wirklich klappte.
„Nein?! Ich bin auch sauer, weil du mal wieder nicht zu mir gestanden hast. Du hast mich weder als deine Freundin vorgestellt noch hast du das wirklich klar gestellt als der Kellner dachte dass diese dumme Julia deine Freundin ist!“
„Muss ich denn ständig und überall sagen dass du meine Freundin bist? Reicht das nicht wenn ich deine Hand nehme oder dich küsse?!“
Gretchen schnaubte verächtlich.
„Es würde reichen, wenn du es denn tun würdest. Seit diese blöde Kuh mit ihren langen Beinen und dem kurzen Rock aufgetaucht ist hab ich keinen Kuss mehr bekommen!“
Marc wusste nicht was er darauf erwidern sollte, schließlich hatte sie schon irgendwie Recht und er wusste nicht mal warum er sich so verhalten hatte. Dann bekommt sie ihren Kuss eben jetzt, dachte der junge Chirurg sich und machte einen Schritt nach vorne. Forsch presste er Gretchen gegen die Wand des Fahrstuhls und drückte seine Lippen auf ihre. Die junge Frau begann heftig zu atmen und Marc wähnte sich schon in Sicherheit, doch zu früh. Zwei Sekunden später hatte sie ihm eine gescheuert, worauf er von ihr abließ, sich die schmerzende Wange hielt und sie verständnislos ansah.
„Wag es ja nicht mein Lieber!“ drohte Gretchen ihm, doch ihre Worte erzielten bei weitem nicht die gewünschte Wirkung. Ganz im Gegenteil. Mit einem Mal war Marc bis aufs äußerste erregt. Er wusste selber nicht warum doch sein Körper schnellte erneut nach vorne und seine Lippen pressten sich auf die von Gretchen. Eisern hielt Gretchen ihren Mund geschlossen so sehr Marcs Zunge auch um Einlass bat.
Da sie sich nicht mit ihren Händen wehren konnte, denn Marc hielt ihre Handgelenke umschlossen wie ein Schraubstock, biss sie zu. Doch Marc ließ nicht von ihr ab, im Gegenteil er ließ nun endlich ihre Handgelenke los und umfasste mit beiden Händen ihren Hintern um ihre Hüfte näher an seinen Körper zu drücken. Gretchen konnte seine wachsende Erregung nun deutlich spüren und ein verlangendes Kribbeln machte sich nun auch in ihr breit. Vorsichtig öffnete sie ihren Mund und gewährte Marcs Zunge Einlass. Auch der metallische Geschmack seines Bluts konnte sie nicht aufhalten, mit einem Mal wollte sie ihn so sehr, dass es schon fast wehtat. Sie spürte wie sich das Verlangen in ihrem ganzen Körper ausbreitete. Nur noch am Rande bekam sie mit, wie Marc die Stopp-Taste des Aufzugs betätigte.
Leidenschaftlich spielten ihren Zungen miteinander. Verlangend hatte Gretchen sich Marcs Hemd gepackt und versuchte nun, es aus dem Saum seiner Hose zu befreien um es ihm ausziehen zu können. Sie gab sich keine Mühe die kleinen Knöpfe einzeln aufzumachen sondern sie riss einfach daran und die Knöpfe fielen klackernd zu Boden. Wild küssend glitten die beiden an der Wand des Fahrstuhls entlang zu Boden und die Tatsache, dass links und rechts von ihnen Spiegel angebracht waren erregten sie noch mehr.
Stürmisch griff Marc unter Gretchens Rock und schob ihn nach oben nur um ihr Sekunden später den Slip vom Körper zu reißen. Fordernd fuhren seine Hände über ihren Körper und dort angekommen, verweilten sie eine Weile bei Gretchens Brüsten bis Gretchen eine seiner Hände nahm und sie zusammen mit ihrer nach unten zu ihrem Schoß schob. Marc verstand. Kurz richtete er sich auf um sich seiner Jeans und Boxershorts zu entledigen, dann schob er Gretchens Rock noch ein Stückchen höher und legte sich zwischen ihre Beine. Das Verlangen der beiden brannte wie Feuer in ihren Körpern und beide schrien laut auf vor Lust als Marc mit einem harten Stoß in Gretchen eindrang. Ein kurzes aber sehr heftiges Liebesspiel begann, immer wieder stieß Marcs Becken heftig nach vorne und jedes Mal entwich Gretchen dabei ein lautes Stöhnen. Es dauerte nicht lange, da stöhnten beide laut auf und ihre Körper versteiften sich für einen kurzen Moment ehe sie wieder erschlafften. Für einen Moment blieben sie so liegen, bis Gretchen Marc mit einem Stoß von sich hinunter schubste, ihren Slip wieder überstreifte, den Rock und die Haare zurecht machte und den Aufzug weiter fahren ließ. Marc war sichtlich verwirrt, hatte seine Klamotten angesichts der Tatsache dass der Aufzug weiter fuhr aber ebenfalls schnell wieder eingesammelt und übergezogen. Als die Aufzugtüren sich öffneten, stürmte Gretchen nach draußen und holte die Schlüsselkarte für ihr Zimmer aus ihrer Tasche hervor.
Aus den Augenwinkeln hatte Marc sehen können, dass es auf ihrer Wange mal wieder verdächtig glänzte. Seufzend schaute er dabei zu wie Gretchen immer und immer wieder die kleine weiße Karte durch den dafür vorgesehenen Schlitz zog doch nichts tat sich. Kopfschüttelnd fasste er sich an die Stirn.
„Hasenzahn? Das ist mein Zimmer?“
Irritiert warf Gretchen einen Blick auf die Nummer an der Tür, dann drehte sie sich um, stapfte an Marc vorbei und öffnete die Tür ihres Zimmers.
„Ja, und das wird es heute Nacht auch bleiben, da kannst du Gift drauf nehmen!“ sprach’s und war anschließend mit einem lauten Türknallen im Zimmer verschwunden.
Marc schüttelte erneut den Kopf und öffnete anschließend die Tür zu seinem Zimmer. Da verstand einer diese Frauen.

schleumel Offline

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23.04.2011 17:42
#120 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

sooo es geht weiter :)
vielen dank für die tollen kommentare
der nächste teil kommt wahrscheinlich erst dienstag oder mittwoch, bin jetzt erst mal österlich (?) eingespannt. ich wünsche euch schöne feiertage und viel sonne. und viel erfolg beim eier-suchen


Die Zugfahrt zurück nach Berlin war überwiegend schweigend von statten gegangen. Zwar hatte Marc zwischendurch einmal versucht, irgendwie ein Gespräch zustande zu bringen, doch Gretchen war kühl geblieben und hatte ihren Oberarzt auch weiterhin ignoriert.
Danach hatten beide starr aus dem Fenster geblickt und als sie in Berlin angekommen waren hatte sich jeder ein Taxi bestellt und sie waren getrennt nach Hause gefahren. Jetzt, drei Stunden später, waren beide wieder im Krankenhaus, schließlich gab es für Marc noch genug zu erledigen. Mit Sicherheit hatte sich wieder einiges an Papierkram auf Marcs Schreibtisch angesammelt über die letzten drei Tage und er wollte das lieber so schnell es ging hinter sich bringen.
Und auch Gretchen war gleich nachdem sie ihre Sachen ausgepackt und sich ein wenig ausgeruht hatte wieder ins Krankenhaus gefahren. Zu Hause wäre sie ohnehin alleine gewesen und sie hoffte insgeheim, sich im Krankenhaus bei irgendjemandem über Marc auszuheulen und wenn es nur Schwester Sabine war.
Marc hatte sich bereits in sein Büro verzogen als Gretchen im Krankenhaus angekommen war. Umso besser, so ersparte sie sich unnötige Diskussionen mit diesem sturen Kerl.
Gretchen hatte sich gerade einen Kaffee gemacht und saß nun mit einer Zeitschrift am Tisch als Sabine den Raum betrat.
„Guten Tag Frau Doktor. Ich hatte sie eigentlich erst morgen wieder zurück erwartet.“
Gretchen legte die Zeitung beiseite und machte eine winkende Handbewegung.
„Ich hatte auch nicht damit gerechnet heute schon wieder hier zu sitzen. Aber wie sie sehen können haben wir uns beide geirrt.“ Gretchen versuchte noch ein Lächeln zustande zu bekommen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Natürlich hatte sie sich den heutigen Nachmittag anders vorgestellt. Eigentlich hatte sie ihn mit Marc verbringen wollen. Es kam schließlich nicht so oft vor, dass beide gleichzeitig einen ganzen Nachmittag und Abend frei hatten. Sie hatte sich schon vorgestellt wie die beiden verliebt durch die Stadt geschlendert wären, ein Eis gegessen hätten und dann hätten sie einen schönen Abend zu Hause verbracht oder wären vielleicht sogar noch essen gegangen. Und jetzt? Jetzt saß sie hier und ärgerte sich maßlos über das Verhalten des Mannes den sie liebte. Aber sie würde dieses Mal stark bleiben und nicht sofort wieder nachgeben wenn er sie mit seinen grünen Augen so ansah wie er es immer tat wenn ihm etwas leid tat. Ja seine Augen, in denen sich Gretchen
„FRAU DOKTOR!“
Gretchen schreckte aus ihren Gedanken hoch, die Krankenschwester hatte anscheinend nicht zum Ersten Mal nach ihr gerufen.
„Ja? Was… Was ist denn?“
„Hat der Doktor Meier sich mal wieder daneben benommen?“
Gretchen seufzte.
„Ja… irgendwie schon…“
Mit großen Augen trat die Krankenschwester einen Schritt näher und setzte sich zu Gretchen an den Tisch. Dann stützte sie ihren Kopf mit einer Hand ab und sah Gretchen erwartungsvoll an.
Gretchen dachte einen Moment darüber nach, ob sie Sabine jetzt wirklich von der Sache erzählen sollte. Die Gefahr bestand immerhin, dass Sabine mal wieder alles ausplappern würde. Aber wem sollte sie sonst davon erzählen? Ihre Eltern waren beide beschäftig und so wie die beiden ihrer Beziehung mit Marc noch gegenüber standen wollte sie den beiden sicher nichts davon erzählen. Mehdi fiel auch flach, schließlich wollte sie nicht, dass er sich verletzt fühlte oder sich gar wieder Chancen ausrechnete. Blieb also nur Schwester Sabine.
Gretchen hatte grade angefangen von Julia zu erzählen, als Gordon auf einmal ins Schwesternzimmer geplatzt kam. Seine Sanitäteruniform war blutverschmiert und auch sein Blick ließ nichts Gutes vermuten.
„Notfall! Weiblich, 46 Jahre Autounfall. Verdacht auf Schädelhirntrauma, außerdem schwere innere Verletzungen und etliche Knochenbrüche!“
Mit einem Ruck war Gretchen aufgesprungen und hinter Gordon hergelaufen. Vor sich auf dem Flur sah sie Marc ebenfalls in Richtung Notaufnahme laufen.

schleumel Offline

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26.04.2011 13:47
#121 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben!
ich möchte euch für die netten kommentare danken :) habe mich wirklich sehr gefreut. und jetzt geht es auch schon weiter ;)
ich will mich übrigens schon jetzt im vornherein für medizinische ungereimtheiten entschuldigen, ich habs einfach so geschrieben wie es sich für mich am sinnvollstens anghört hat. ich hoffe das macht die sache nicht unspannender oder so. bin ja schließlich kein arzt
jetzt aber viel spaß mit dem neuen teil


Marc warf einen Blick auf die schwer verletzte Frau auf der Liege und es kostete ihn nicht viel fachliches Wissen um zu erkennen, dass die Frau in höchster Lebensgefahr schwebte.
„Okay! Wir brauchen ein großes Blutbild, CT- und Röntgenaufnahmen und machen sie sofort OP 3 fertig. Wenn die Frau überleben soll müssen wir uns beeilen!“
So schnell sie konnten schoben sie die Frau in Richtung der Operationsräume. Während sie darauf achtete, dass die Infusion, die man der Frau schon im Rettungswagen angelegt hatte, immer hoch genug hing, drehte Gretchen sich zu Sabine um, die sichtlich Mühe hatte Schritt zu halten mit den beiden Ärzten.
„Sabine! Können sie bitte Schwester Ingeborg darum bitten herauszufinden ob die Frau Angehörige hat?“
Schwester Sabine nickte kurz und im OP angekommen schnappte sie sich so schnell sie konnte das Telefon welches dort an der Wand hing um Schwester Ingeborg zu informieren. Nachdem sie das getan hatte, wusch sie sich zusammen mit Gretchen und Marc so schnell sie konnte steril und dann warteten sie darauf, dass die Anästhesie begann zu wirken. Zwei quälend lange Minuten vergingen, dann nahmen alle ihre Plätze ein. Genau zum rechten Zeitpunkt kam dann auch Schwester Ingeborg mit den CT- und Röntgenaufnahmen herein.
„Die Frau heißt Sandra Kramer. 46 Jahre. Sie hat einen Mann den wir soeben informiert haben, er ist auf dem Weg hierher.“
Zusammen sahen Gretchen und Marc sich die Aufnahmen an. Sie mussten sich wirklich beeilen wenn sie die Frau noch retten wollten. Im kompletten Bauchraum hatte sich Blut angesammelt und eine Niere und die Milz schienen gerissen zu sein.
„Piepen sie die Hassmann an, die soll sich um den Kopf kümmern!“ befahl Marc bevor er sich wieder der Frau auf der Liege widmete.
Marc ließ sich von Sabine das Skalpell geben. Er atmete noch einmal tief durch und ließ seinen Kopf zwei Mal im Nacken kreisen bevor er den ersten Schnitt wagte.
Sofort kam ihm Blut entgegen und Gretchen versuchte das Blut so gut sie konnte mit Bauchtüchern aufzusaugen, so dass Marc überhaupt sehen konnte was er tat. Kaum hatte er jedoch eine Blutung gestoppt, da begann es an einer anderen Stelle zu bluten.
„Okay, wir entfernen zuerst die Milz, dann die Niere. Aber erst mal müssen wir die ganzen scheiß Blutungen stillen. Hasenzahn, du klebst die kleineren mit Fibrin ich nehm die größeren und… Scheiße Kammerflimmern! Defi! Schnell!“
Mit einem Satz war Marc um die Frau herum gelaufen und Sabine hatte ihm die Paddels in die Hand gedrückt.
„Aufladen auf 180!“ Blitzschnell setzte Marc der Frau die Paddels auf die Brust. „Und weg!“ Vom Stromstoß bäumte sich der Körper von Sandra Kramer einmal auf, fiel dann aber wieder in sich zusammen.
„Okay, aufladen auf 200! Und weg!“ Auch dieses Mal bäumte sich der Körper der Frau unter dem Stromstoß auf, doch der nicht enden wollende Piepton blieb bestehen.
„Scheiße! Okay, nochmal! Aufladen auf 220!“ wieder positionierte Marc die Paddels auf der Brust der Frau und wieder bäumte sie sich auf, doch nichts geschah. Der Piepton blieb. Resignierend legte Marc die Paddels wieder weg.
„Zeitpunkt des Todes…“ er warf einen Blick auf die Uhr, „19.07 Uhr.“
Marc war bereits in den Waschraum gegangen und hatte sich die OP Klamotten ausgezogen und auch Gretchen wollte grade in den Waschraum gehen als Frau Hassmann auf einmal herein gestürmt kam. Die Gesichter der Anwesenden verrieten ihr allerdings schnell, was passiert war. Mit einem Schulterzucken machte sie sich wieder auf den Weg zu ihrer Station.
Als Gretchen den Waschraum betrat konnte Marc aus den Augenwinkeln erkennen, dass sie schon wieder weinte. Dass sie solche Sachen immer so an sich ranließ verstand der junge Chirurg nicht. Vor allem weil Gretchen diese Frau ja nicht einmal gekannt hatte. Er würde wahrscheinlich nie schlau aus dieser Frau werden. Als Gretchen schniefend den Raum verließ überlegte Marc für einen Moment ob er ihr hinterher laufen sollte.

schleumel Offline

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27.04.2011 16:38
#122 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

geht weeeiter :) freue mich auf kommis


Er wusste schließlich wie sehr sie jetzt jemanden gebrauchen konnte der sie ein wenig tröstete und sie in den Arm nahm. Egal wie zickig sie sich seit gestern Abend benommen hatte, er selber war ja auch nicht unschuldig an dem Streit gewesen. Nicht auszudenken was passiert wäre wenn Gretchen sich drei Stunden mit einem Ex unterhalten hätte. Was er getan hatte war Marc jetzt schon fast peinlich. Auch wenn er überhaupt keine Ahnung von Beziehungen hatte, hätte er doch wissen müssen was er anrichtete.
Jetzt konnte er die Sache aber auch nicht mehr ändern, alles was er jetzt tun konnte war, sich um sein Mädchen zu kümmern und darauf hoffen, dass sie einem dummen Idioten wie ihm noch einmal vergab.
Marc hatte den OP gerade verlassen und sah noch wie Gretchen am Ende des Ganges um die Ecke huschte, als Schwester Ingeborg, die ja noch nichts vom Tod von Frau Kramer wusste, mit einem Mann in den Mittvierzigern vor ihn trat.
„Das ist der Herr Kramer. Der Ehemann von der Frau Kramer.“
Marc nickte dem Mann kurz zu, dann räusperte er sich und strich sich währenddessen mit einer Hand über den Hinterkopf.
„Es tut mir sehr leid Herr Kramer, aber wir konnten nichts mehr für ihre Frau tun. Wir haben alles versucht aber die Verletzungen waren einfach zu stark.“ Marc bemühte sich um eine ruhige Stimme, als er jedoch sah wie Herr Kramer weinend zusammen brach und von Schwester Ingeborg gestützt werden musste, hatte auch er einen kleinen Kloß im Hals.
„Neeeinn! Das kann nicht sein! Sie kann nicht tot sein! Saaaandraaaa Neeeeiiiiin!!!“ Marc konnte sehen wie für Herr Kramer eine Welt zusammen brach.
Er konnte sich gar nicht vorstellen was passieren würde wenn Hasenzahn so etwas passieren würde. Das wäre sein Ende.
Bevor Marc sich zum Gehen umwandte, presste er noch ein „Tut mir wirklich leid.“ hervor, dann drehte er sich um und rauschte den Gang entlang hinter Gretchen her. Er würde das jetzt klar stellen.
Doch Gretchen war wie vom Erdboden verschluckt. Er suchte sie im Schwesternzimmer, in der Cafeteria, in leeren Patientenzimmern, in den Abstellkammern, im Treppenhaus, im Aufzug, sie war nirgendwo aufzufinden. Eine halbe Stunde war bereits vergangen und er hatte sie immer noch nicht gefunden. Schließlich kam ihm eine letzte Idee. Der Park!
Und tatsächlich, als er die Flügeltüren des Krankenhauses aufstieß sah er sie auf einer Bank in der Nähe des Eingangs sitzen. Mit einer Tafel Schokolade in der einen, und einem Taschentuch in der anderen Hand.
Sie hatte offenbar aufgehört zu weinen aber sie sah immer noch sehr betrübt aus. Marc trat an sie heran und setzte sich neben sie auf die Bank. Dann legte er einen Arm um sie und drückte sie an sich. Beide sagten eine Weile nichts, bis Gretchen sich nach einer Weile aus seinem Griff befreite und ihn ansah.
„Was wird das?“ fragte sie leicht gereizt. Zwar genoss sie es von Marc getröstet und in den Arm genommen zu werden, aber der Streit war noch lange nicht vergessen.
„Ich wollte bei dir sein.“ gab Marc offen zu, was Gretchen doch ein bisschen verwunderte. Die Sache mit Frau Kramer musste ihn mehr mitgenommen haben als er zugeben wollte.
Bevor Gretchen eine Antwort geben konnte, sah sie wie ein weinender Mann gestützt von einem anderen Mann, wahrscheinlich ein Freund, das Krankenhaus verließ und in Richtung Parkplatz ging. Für einen Moment hatte er zu Gretchen und Marc rüber gesehen, seinen Blick dann jedoch wieder abgewendet. Gretchen räusperte sich.
„Ist das Herr Kramer?“
Marc beantwortet ihre Frage mit einem Nicken. Er wollte seinen Arm erneut um Gretchen legen, die stand jedoch auf und sah ihn verärgert an.
„Das hier bedeutet noch lange nicht, dass ich dir schon verziehen habe. Da musst du dir schon was Besseres überlegen als mich in den Arm zu nehmen, auch wenn ich das grade gut gebrauchen konnte. Aber unser Streit ist damit trotzdem nicht beendet. Ich will dass du endlich voll und ganz zu mir stehst und mich nicht einfach ignorierst nur weil eine von deinen geilen Exfreundinnen grade in der Stadt ist oder so.“
Mit diesen Worten ließ Gretchen den verdutzten Marc allein auf der Bank zurück.

schleumel Offline

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28.04.2011 16:49
#123 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

haaallooo :)
vielen lieben dank für eure kommentare. es freut mich immer ungemein wenn ich sehe dass euch gefällt was ich mir so in meinem köpchen zusammen spinne
ich wünsche euch viel spaß mit dem neuen teil :)
ps: mein wochenende wird leider ziemlich stressig, es könnte also sein dass ihr den nächsten teil erst sonntag oder montag bekommt.


Seit dem Tod von Frau Kramer waren jetzt schon zwei Tage vergangen an denen Gretchen Marc, so gut es eben möglich war, aus dem Weg gegangen war. Sicher, dass er ihr nachgegangen war und sie hatte trösten wollen war für ihn schon ein riesen Schritt gewesen aber irgendwie reichte ihr das noch nicht. Es konnte doch nicht angehen dass er gleich vergaß, dass sie seine Freundin war, wenn grade mal wieder eine seiner Exfreundinnen in der Stadt war. Und Gretchen war sich sicher, dass es von der Sorte Frau hier in Berlin einige gab und da würde es sicher öfters vorkommen, dass sie einer von Marcs ehemaligen Betthäschen begegneten. Gut, er hatte sich wirklich geändert, sie wusste ja, dass sie ihm mehr bedeutete als alle diese Frauen zusammen. Aber sie wollte, dass er auch dazu stand. Und zwar öffentlich. Und vor allem immer und nicht nur wenn ihm danach war.
Seufzend klappte Gretchen die Krankenakte vor ihr zu und atmete einmal tief ein und wieder aus während sie ihre Glieder von sich streckte. Vielleicht war es an der Zeit sich endlich mit Marc auszusprechen? Schließlich konnten sie sich nicht ewig anschweigen und wenn sie ehrlich war, dann vermisste sie ihn schrecklich.
Für einen Moment zögerte sie noch ob sie wirklich wieder einmal nachgeben sollte, dann stand sie jedoch mit einem Schulterzucken auf und machte sich auf den Weg zu Marcs Büro. Wenn sie weiter schmollen würde, davon hatte doch niemand etwas. Und sie waren doch erwachsen, da würde man doch über so etwas reden können. Naja, sie konnte zumindest darüber reden. Was Marc anging, da war sie sich noch nicht so ganz sicher.
Vor Marcs Bürotür blieb sie einen Moment stehen und straffte die Schultern, dann klopfte sie endlich an seine Tür. Von innen vernahm sie nur ein genervtes „Nein!“ welches sie gekonnt ignorierte und die Tür trotzdem öffnete.
Ohne vom Schreibtisch aufzusehen zeterte Marc los.
„Ich hab doch nein gesagt können sie nicht-“ Gretchen räusperte sich während sie die Tür hinter sich wieder schloss, was Marc von seinen Akten aufsehen ließ.
„Hasenzahn. Was ähhh… führt dich zu mir?“ Eigentlich wusste Marc ja bereits warum sie gekommen war. Immerhin mussten sie noch dieses blöde Missverständnis aus der Welt schaffen. Denn mehr war es für ihn auch nicht gewesen. Gut, er hatte es vielleicht versäumt Gretchen als seine Freundin vorzustellen, aber da hatte er in diesem Moment einfach nicht dran gedacht. Er war es einfach nicht gewöhnt eine Freundin zu haben, das konnte sie ihm doch nicht übel nehmen. Er bereute doch. Und wie er bereute. Die halbe Nacht hatte er wach gelegen und an Hasenzahn denken müssen. Sie war ihm einfach nicht aus dem Kopf gegangen, genau wie ein nerviger Ohrwurm. Nur, dass Gretchen alles andere als nervig war. Meistens zumindest.
Gespannt sah Marc dabei zu wie Gretchen sich ihm gegenüber auf einem Stuhl niederließ und ihren weißen Kittel dabei nervös glatt strich.
„Ich wollte mit dir über Hamburg reden. Ich-“
Marc fiel ihr sofort ins Wort. Er wollte sich ohne Umschweife bei ihr entschuldigen. Sie hatte schließlich nichts Falsches getan, er war doch der Idiot gewesen der seine Freundin beinahe drei Stunden nicht beachtet hatte, und das wegen einer anderen. Auch wenn er Julia gar nicht mehr anziehend gefunden hatte, so hatte er sich doch gefreut noch einmal alte Geschichten aus der Studienzeit austauschen zu können.
„Hör zu Hasenzahn! Ich wollte dir sowieso sagen dass es-“ Das Klingeln von Marcs Telefon unterbrach ihn. Genervt verdrehte er die Augen und murmelte ein „Wehe wenn das nicht wichtig ist!“ ehe er abnahm.
„Meier?!“
Am anderen Ende der Leitung meldete sich Sabine.
„Herr Doktor Meier, Schwester Sabine hier.“
„Ja? Was wollen sie?“ ungeduldig trommelten Marcs Finger auf seinen Schreibtisch. Da nahm er einmal seinen ganzen Mut zusammen und wollte sich entschuldigen, seine eigene Schuld eingestehen, ja sich die Eier wegnehmen lassen und dann so was.
„Der Herr Kramer ist hier, der will sie sprechen.“
„Kann das nicht warten?“
„Er sagt es sei sehr wichtig und er wirkt sehr angespannt.“
Marc stöhnte laut auf.
„Gut, ich komme.“ Dann legte er auf und sah Gretchen an. Schmunzelnd nahm er ihre Hand in seine.
„Ich muss kurz zum Schwesternzimmer, der Kramer ist da aufgetaucht, der will irgendwas. Merk dir wo wir dran waren, ok?“
Gretchen nickte und als Marc bereits aufgestanden war und seine Bürotür geöffnet hatte, erhob sie sich ebenfalls schnell und lief ihm hinterher.
„Warte ich komme mit!“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

02.05.2011 16:19
#124 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo ihr lieben :)
tut mir leid dass gestern nichts mehr kam, aber ich war einfach zu müde. war ein sehr anstrengendes wochenende
ich danke euch wie immer für die lieben kommis. immer schön weiter so
viel spaß mit dem neuen teil


Eilig rannten die beiden den Flur entlang zum Schwesternzimmer wo Sabine schon vor der Tür auf die beiden wartete. Bei ihr angekommen blieben Marc und Gretchen stehen und Marc warf einen schnellen Blick ins Schwesternzimmer, wo Herr Kramer am Tisch saß und nervös mit seinen Händen über seine Beine strich. Anschließend sah er wieder zurück zu Sabine.
„Hat er gesagt was er will?“
„Nein. Er hat nur gesagt dass er mit ihnen reden will. Aber ich denke es geht um den Tod seiner Frau.“
Marc verdrehte die Augen.
„Ach wirklich? Ich dachte er will Golf mit mir spielen.“ Noch während er über Sabines Naivität den Kopf schüttelte, stieß Marc die Tür zum Schwesternzimmer auf, Sabine und Gretchen folgten ihm.
„Herr Kramer? Sie wollten mich sprechen?“
Aufgeschreckt durch Marcs Worte drehte Herr Kramer sich um und stand einen Moment später auf, so dass die beiden Männer sich nun direkt gegenüber standen.
Man konnte deutlich sehen wie viel Überwindung es Herr Kramer kostete mit einer festen Stimme zu reden. Er sah wirklich sehr angespannt aus. Seine Haare waren wild durcheinander und sagen ziemlich fettig aus. Sein Hemd, welches er unter seiner Jacke trug, war durchgeschwitzt und ein unangenehmer Geruch ging von ihm aus.
„Ich will die Patientenakte meiner Frau sehen.“
Marc schnaubte verächtlich. Auch wenn es ihm sogar fast schon ein bisschen leid tat, was dieser Mann durchmachen musste, so konnte er doch nicht verstehen warum alle Welt immer den Ärzten die Schuld gab wenn jemand es nicht schaffte. Wo nichts mehr zu machen ist, das ist einfach nichts mehr zu machen.
„Wozu? Verstehen würden sie höchstens die Hälfte“
Nervös strichen die Hände von Herr Kramer über seine Jackentaschen.
„Das ist mir egal. Mein Anwalt sagt, ich habe das Recht die Akten einzusehen.“
Marc stöhnte auf.
„Na, dann werde ich meinen Anwalt wohl am besten auch kontaktieren, was?!“
Marc wollte sich grade umdrehen als er von Herr Kramer zurück gehalten wurde.
„Sie brauchen hier gar nicht einen auf Überheblich machen! Diese ganze Scheiße hier, das ist doch alles ihre Schuld. Wenn sie ihren Job richtig gemacht hätten dann würde meine Sandra jetzt noch leben!“ Herr Kramers Stimme hatte sich mehrere Male überschlagen und jetzt traten ihm auch wieder Tränen in die Augen. „Alles ihre Schuld! Wie soll ich bloß ohne Sandra leben?!“
Herr Kramer machte eine hektische Bewegung und Marc hob reflexartig die Hände zum Schutz. Als er erkannte, was Herr Kramer eigentlich vorhatte, gefror ihm das Blut in den Adern. Hilflos sah er Gretchen an, der die Angst ins Gesicht geschrieben stand.

Doktor Mehdi Kaan saß gefrustet an seinem Schreibtisch und verdrückte den letzten Keks aus seiner Jumbo-Packung. Was für ein scheiß Tag das heute gewesen war. Erst hatte er ein Kind zur Welt gebracht, dessen Mutter ihm so auf die Nerven gegangen war, dass er das arme Kind schon jetzt bemitleidete und dann hatte auch noch seine Mutter angerufen und ihn darum gebeten nach Dienstschluss noch für sie einkaufen zu gehen weil sie einfach so viel um die Ohren habe. „Natürlich Mutter.“ hatte er gesagt, weil er ihr einfach keinen Wunsch abschlagen konnte. Eigentlich hatte er sich auf einen entspannten Feierabend gefreut aber das konnte er ja jetzt wohl vergessen.
Genervt spülte er die die letzten Kekskrümel mit Kakao weg und seufzte. Genau in diesem Moment klopfte es an seiner Türe.
„Herein!“
Mehdi rechnete mit Gabi, die mal wieder irgendwas vergessen hatte oder mit Sabine die mal wieder für Marc den Laufburschen machen musste aber mit dieser wunderschönen unbekannten Frau die jetzt in der Türe stand, rechnete er nicht.
„Sind sie Dr. Kaan? Der Gynäkologe?“
Mehdi nickte eifrig.
„Ich bin Jasmin Ibrahim. Ich komme wegen der Vorsorgeuntersuchung. Mein Termin war eigentlich vor einer halben Stunde, aber ich hab es leider nicht eher geschafft. Wäre nett wenn sie trotzdem Zeit für mich hätten.“
Mehdi konnte immer noch nicht mehr als nicken. Er war völlig hin und weg von diesem bezaubernden Wesen. Mit einer geistesabwesenden Handbewegung wies er sie auf seinen Stuhl. Anschließend atmete er tief durch um sich wieder zu sammeln, was ihm relativ gut gelang.
„Gut, welche Vorsorgeuntersuchung war das noch gleich?“
„Brustkrebs.“

schleumel Offline

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03.05.2011 15:14
#125 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey
ihr wollt also wissen wie es weiter geht? na dann lest selbst
daaaaaanke für die lieben kommis


Während Jasmin Ibrahim sich auszog hatte Mehdi seine Mühe, sie nicht die ganze Zeit an zu starren, er wollte schließlich nicht unprofessionell wirken. Als er ihre perfekt geformten Brüste dann auch noch nach Knoten abtasten musste, wurde ihm ganz schön heiß, doch er versuchte sich so gut es ging nichts anmerken zu lassen.
Er wusste ohnehin nicht was mit ihm los war. Er war doch jetzt schon hunderten Frauen aus beruflichen Gründen an die Wäsche gegangen, und es waren weiß Gott auch sehr hübsche Frauen dabei gewesen, aber so wie jetzt hatte er sich noch nie gefühlt. Während Jasmin für einen Moment aus dem Fenster sah, musterte Mehdi ihr Gesicht.
Sie hatte einen recht dunklen Teint, dunkelbraune lange, wallende Haare, dunkelbraune Augen und volle, tiefrote Lippen. Mehdi kam es so vor, als wäre sie grade einem orientalischen Märchen entsprungen. Zwar trug sie eher westlich orientierte Kleidung und ihr akzentfreies Deutsch verriet ihm, dass sie wohl hier aufgewachsen war oder zumindest noch sehr klein gewesen war, als sie nach Deutschland gekommen war, und doch kam sie ihm vor wie eine fernöstliche Prinzessin.
So in Gedanken hätte Mehdi beinahe den Knoten unter seinem Daumen übersehen, jetzt holte ihn dieser wieder in die Realität zurück. So jung und schon Brustkrebs? Jasmin konnte kaum älter als Anfang dreißig sein.
Mehdi räusperte sich und nahm seine Hände weg woraufhin Frau Ibrahim sich wieder anzog, und Mehdi gespannt in die Augen sah.
Unbeholfen griff Mehdi nach der Patientenakte und warf noch einen Blick hinein, dann schaute er wieder rüber zu Jasmin.
„Es tut mir leid aber ich fürchte wir müssen eine Biopsie durchführen. Ich habe beim Tasten einen Knoten entdeckt, kann aber so nicht sagen ob er wirklich bösartig ist.“
Die junge Frau schien unbeeindruckt, was Mehdi doch sehr irritierte.
„Das hatte ich schon fast befürchtet.“
Ungläubig sah Mehdi sie an.
„Hatten sie?“
Jasmin nickte.
„Ja wissen sie, meine Mutter hat auch ziemlich früh Brustkrebs bekommen aber es wurde rechtzeitig entdeckt und sie konnte ganz geheilt werden. Ich vertraue ihnen, sie scheinen ein guter Arzt zu sein.“
Mit einem Lächeln nahm die junge Frau ihre Jacke und stand nun direkt gegenüber von Mehdi, der immer noch recht verwundert über die Reaktion der jungen Frau war.
„Soll ich für die Biopsie einen Termin machen oder soll ich gleich runter in die Onkologie gehen?“
Mehdi kratzte sich am Kopf, dann nahm er den Telefonhörer seines Telefons in die Hand und sah wieder auf.
„Wenn sie wollen können sie gleich runter gehen. Ich ähh… informiere nur noch einen Kollegen dann komme ich nach.“
Jasmin nickte noch, dann war sie auch schon wieder verschwunden. Mehdi starrte ihr noch einen Moment hinterher, beziehungsweise er starrte auf die Tür durch die sie verschwunden war, dann wählte er die Nummer der Onkologie und informierte seinen Kollegen über die neue Patientin. Dann stand er auf und machte sich ebenfalls auf den Weg.

Mit einer schnellen Bewegung hatte sich Herr Kramer Gretchen gepackt und Marc hatte nicht schnell genug reagiert und konnte nun nichts anderes tun als hilflos dabei zusehen, wie er Gretchen in seinem Griff gefangen hielt und, was das allerschlimmste war, ihr ein Messer an die Kehle zu halten.
Regungslos stand Marc da, er wusste einfach nicht was er tun sollte. Eine falsche Bewegung von ihm konnte Gretchen das Leben kosten, genauso wie ein falsches Wort. Quälend lange Sekunden vergingen bis Herr Kramer begann zu sprechen.
„Ihr Ärzte haltet euch doch alle für Halbgötter in weiß! Ihr denkt ihr könnt alles machen was ihr wollt. Die Menschen sterben euch unter den Händen weg und ihr schert euch einen verdammten Dreck! Oder hast du Schwein eine Sekunde um meine Frau getrauert, hm?“
Mit seinem Messer deutete Herr Kramer kurz auf Marc ehe er es Gretchen wieder an die Kehle hielt. Dabei war er offensichtlich ein wenig zu eifrig gewesen denn Gretchens Hals hinunter lief Blut. Zwar war es nur ein oberflächlicher Schnitt doch er reichte aus um Marcs Herz einen entsetzlichen Stoß zu verpassen. Er durfte nicht zulassen dass Gretchen etwas geschah.
„Herr Kramer ich bin sicher wir können das auch anders…“
„Halt’s Maul! Jetzt bin ich nämlich auch mal dran. Meine Frau ist alles für mich gewesen und du Schwein hast sie mir weggenommen! Und dafür wirst du jetzt bezahlen. Du wirst jetzt sehen wie es ist, wenn man den einen Menschen verliert, der einem alles bedeutet auf der Welt. Ich hab euch zwei doch zusammen gesehen im Park! Ich hoffe du erinnerst dich daran, denn das wird eine der letzten Erinnerungen an deine blonde Freundin sein!“
Mit seinem Arm holte Herr Kramer weit aus, dann schnellte sein Arm nach vorne und Marc konnte dabei zusehen wie das Messer der Kehle seines Mädchens immer näher kam. Er wollte schreien, wollte diesen Irren irgendwie davon abhalten doch sowohl seine Stimme als auch seine Beine versagten ihm den Dienst.
Hinter sich hörte er eine Frauenstimme „Neeeeiiinn! Stopp!!!“ rufen. Herr Kramer sah für einen Moment auf, kurz bevor die scharfe Klinge Gretchens Hals erreicht hatte.

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