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Dieses Thema hat 169 Antworten
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schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

21.06.2010 18:09
#76 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

Nur wenige Augenblicke später betrat Sabine, die den letzten Teil von Gretchens und Marcs Gespräch wohl noch mitbekommen hatte, das Schwesternzimmer. Sie legte ein paar Akten auf dem Schreibtisch ab, ehe sie sich ebenfalls auf einen Stuhl fallen ließ und laut ausatmete.
„Der Doktor Meier wird also nicht mit ihnen auf das Fest gehen?“
Gretchen schüttelte ein wenig enttäuscht den Kopf und ließ die Schultern hängen.
„Nein. Er will gar nicht erst hingehen.“
Sabines Gesichtsausdruck wurde nachdenklich und sie legte einen Finger an ihr Kinn.
„Seltsam. Dabei haben ihre Sterne für Samstag Romantik angekündigt und ich hatte eigentlich vermutet, dass das mit dem Geburtstag zu tun haben würde. Komisch.“
Fragend wendete Gretchen ihren Blick zu Sabine rüber die für einen Moment in ihrer Sternenwelt hängengeblieben zu sein schien. Nach wenigen Sekunden wurde Sabines Blick allerdings wieder klar und ihre Miene erhellte sich sichtlich.
„Also wenn sie nicht mit dem Doktor Meier hingehen werden, dann könnten wir doch zusammen gehen. Ich habe ohnehin noch keine Begleitung für den Abend und bis Morgen Abend werde ich wohl auch niemanden mehr finden.“
Gretchen setzte an um eine Ausrede loszuwerden.
„Wissen sie eigentlich hat Dr. Kaan mich ja schon so halb gefragt ob ich mit ihm hingehe und…“ Als Gretchen jedoch sah, wie Sabine immer trauriger wurde, gab sie sich einen Ruck.
„Na gut ich denke es ist vielleicht wirklich keine schlechte Idee wenn wir zusammen hingehen. Wir können schließlich auch ohne die Männer Spaß haben!“
Gretchen rang sich zu einem Lächeln durch und so langsam ärgerte sie sich, dass sie doch noch von der Feier erfahren hatte. Aber jetzt war sie gezwungen hin zu gehen und das auch noch zusammen mit Sabine. Aber sie hatte es der naiven Krankenschwester einfach nicht abschlagen können.
Mit einem dicken Grinsen im Gesicht erhob sich Sabine wieder von ihrem Stuhl und griff nach den Akten die sie zuvor abgelegt hatte. Pfeiffend sortierte sie die Akten wieder in den Schrank ein und verließ anschließend gut gelaunt das Schwesternzimmer.

Marc hatte sich in der Zwischenzeit in sein Büro verzogen. Interessiert blätterte er in einem Automagazin und hatte die Füße auf den Schreibtisch gelegt. Angeregt betrachtete er die Bildchen der teuersten und besten Sportwagen, als auf einmal seine Bürotür aufgerissen wurde.
Genervt blickte Marc von seinem Heft auf und erkannte seinen Freund und Kollegen Mehdi, der in der Tür stand und ihn anblickte.
„Ja entweder rein oder raus aber bleib bitte nicht so blöd in der Tür stehen!“ zeterte Marc los, woraufhin Mehdi kurz mit den Schultern zuckte und anschließend die Tür hinter sich schloss.
Nachdem Mehdi auf einem Stuhl Platz genommen hatte, legte Marc die Zeitung endgültig weg, verschränkte seine Hände vor seinem Bauch und lehnte sich lässig zurück.
„Also rück raus mit der Sprache, was gibt’s?“
Unsicher wie er beginnen sollte, schaute Mehdi auf seine Hände und räusperte sich ein paar Mal bis er endlich den Mut fand zu sprechen.
„Also eigentlich bin ich nur gekommen um zu fragen..ähh… ob du auch… also ob du zu dem Geburtstag gehst. Vom Professor meine ich.“
Erwartungsvoll blickten Mehdis Augen zu Marc und langsam löste sich auch die Anspannung von dem jungen Gynäkologen.
Marc stöhnte genervt auf.
„Mein Gott, was habt ihr alle mit diesem blöden Geburtstag?! Ich werde nicht hingehen ok? Ich hab einfach keinen Bock. Das hab ich Hasenzahn auch schon gesagt!“
Mehdis Lippen zierte auf einmal ein kleines Lächeln, das er, sobald er es bemerkt hatte, versuchte zu verstecken, damit Marc ihm bloß nicht auf die Schliche kam.
„Du meinst also du gehst gar nicht hin? Auch nicht kurz?“
„Hab ich doch grade gesagt, oder?!“ gab Marc leicht pampig zur Antwort und kratzte sich mit der rechten Hand am Ohr.
Wieder musste Mehdi sich wirklich Mühe geben um das Grinsen zu verstecken.
„Das ist ja wirklich ganz… schade.“ Versuchte er so traurig wie möglich zu sagen, was ihm allerdings nicht wirklich gelang.
„Naja, ich muss dann auch mal wieder. Man sieht sich.“
Verwundert schaute Marc dabei zu, wie Mehdi das Büro wieder verließ. Er überlegte einen Moment angestrengt, was der seltsame Auftritt seines Freundes zu bedeuten hatte, bis es ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel.

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

22.06.2010 14:43
#77 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

weiter gehts
ich danke euch für eure kommis
ich hab nen kleinen zeitsprung gemacht, ich hoffe, das stört euch nicht
ganz liebe grüße


Gelangweilt ließ Gretchen den Blick durch die Halle über die Köpfe der ganzen Menschen gleiten, als Sabine auf einmal mit zwei Gläsern auf sie zukam und ihr eins davon reichte.
„Ich dachte wir beide könnten ein bisschen Prickelwasser gebrauchen, so zur Einstimmung.“
Vergnügt nahm Sabine einen kleinen Schluck aus ihrem Glas und wippte leicht mit dem Fuß zur Musik. Sie ließ ihren Blick ebenfalls durch den Saal gleiten, der sich langsam aber sicher immer weiter mit Menschen füllte.
Sabine hatte ganz offenbar beste Laune, so wie sie die ganze Zeit über grinste. Gretchen hingegen zog ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Peinlich genug, dass sie mit Sabine hier war, aber dazu kam auch noch, dass sie sich eigentlich gewünscht hätte, mit Marc hier zu sein. Oder dass er sich zumindest blicken ließ. Aber da hatte sie sich wohl zu viel erhofft, immerhin kannte sie Marc lange genug um zu wissen dass solche Feste wirklich nicht sein Ding waren. Und sie waren ja auch nicht zusammen, da brauchte sie sich auch nichts vormachen.
Mit einem Seufzer nahm Gretchen noch einen großen Schluck von ihrem Champagner und holte mit der anderen Hand ihr Handy aus ihrer kleinen roten Tasche um auf die Uhr zu schauen.
Halb neun. Toll, der Abend hatte also grade erst angefangen.
Gretchen verstaute das Handy wieder in ihrer Tasche und nahm erneut einen Schluck vom Champagner.
Wenn sie diesen Abend unbeschadet überstehen wollte, dann würde das wohl nur mit einer Menge von Sabines Prickelwasser klappen, so viel war sicher.
Gretchen warf einen Blick nach rechts, wo sich ihre Eltern lachend mit ein paar Kollegen unterhielten. Sie dachte daran wie sie ihren Vater noch vor zwei Tagen mit dieser Möchtegernautorin erwischt hatte und schwor sich, ihren Vater beizeiten noch einmal darauf anzusprechen. Schließlich war sie vorgestern was diese Sache anbelangte viel zu milde zu ihm gewesen. Er sollte sich endlich entscheiden.
Gretchen schüttelte ihren Kopf und versuchte so den Gedanken zumindest für den Moment los zu werden, schließlich schien der Abend auch so schon schlimm genug zu werden.
Sie ließ ihre Augen weiter wandern und blieb bei Knechtelsdorfer und Gordon hängen, die schon wieder verdächtig grinsten und sich auffällig träge bewegten.
Gretchen schaute weiter nach links und entdeckte den Tisch mit dem Buffet, aber sie war enttäuscht als sie erkennen konnte, was ihre Mutter alles beim Caterer bestellt hatte. Da gab es zum Beispiel Sushi und spätestens nach dem Restaurantbesuch damals mit Alexis hasste sie rohen Fisch. Und der gebratene Fisch daneben, hatte es ihr auch nicht unbedingt angetan. Zumindest gab es Mousse au Chocolat, das heiterte Gretchen wieder ein bisschen auf.
„Schade, dass der Doktor Meier nicht hier ist.“ Hörte Gretchen auf einmal Sabine sagen, die immer noch neben ihr stand.
Gretchen wandte ihren Kopf in Sabines Richtung und sah die Krankenschwester fragend an. So wie Marc sie immer behandelte, konnte sie es doch nicht wirklich bedauern, dass er nicht hier war. Sabine schien zu ahnen was in Gretchens Kopf vor sich ging, deshalb setzte sie zu einer Erklärung an.
„Ich meine, weil die Sterne ja für diesen Abend Romantik für sie voraus gesagt haben und ich hatte eigentlich geglaubt, dass das mit dem Doktor Meier zusammen hängt. Aber wer weiß, vielleicht lernen sie ja heute Abend noch jemanden kennen.“
Verträumt grinste die blonde Krankenschwester Gretchen an. Bevor die allerdings auch noch auf die Idee kam, ihr hier irgendeinen Kerl aufschwatzen zu wollen, nur damit die Prophezeiung ihrer Sterne wahr werden würde, holte Gretchen sie lieber ganz schnell wieder aus ihren Gedanken zurück.
„Ach was Sabine! Wer braucht schon Marc. Und sowieso. Ich dachte wir beide kommen heute mal ohne Männer aus. Also reden wir auch nicht weiter darüber.“
Um ihre Worte zu verstärken, nahm Gretchen noch einen Schluck aus ihrem Glas und trank es somit aus. Sabine tat es Gretchen gleich und leerte ihr Glas ebenfalls. Dann schnappte sie sich Gretchens Glas und hielt beide Gläser euphorisch in die Luft.
„Ich hol uns was Neues!“ rief sie, und war schon wieder Richtung Bar verschwunden.
Gretchen seufzte leise auf und blickte noch einmal im Saal umher. Sie erwischte sich selber dabei, wie sie hoffte, doch noch auf Marc zu treffen. Immerhin konnte er seine Meinung ja mittlerweile geändert haben. Mit den Augen suchte sie jeden Winkel der Halle ab, aber sie konnte zu ihrer Enttäuschung Marc nirgendwo sehen.
Plötzlich jedoch spürte sie einen warmen Atemzug an ihrem Nacken und eine Männerstimme flüsterte ihr sanft ins Ohr.
„Was stehst du denn hier so alleine rum?“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

23.06.2010 12:24
#78 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey ihr lieben!
ihr habt natürlch recht, es ist nicht marc. wär ja auch zu einfach gewesen und sowieso, er wollte doch eh nicht kommen
also dann viel spaß mit dem neuen teil und danke für eure kommis


Überrascht drehte Gretchen sich um und sah plötzlich in die sanften braunen Augen von Doktor Mehdi Kaan, der ein Lächeln aufgesetzt hatte und Gretchen freundlich begrüßte.
„Mehdi! An dich hatte ich gar nicht mehr gedacht. Also ich meine, dass du auch kommen würdest. So meinte ich das.“
Peinlich berührt darüber, was sie grade wieder von sich gegeben hatte, zupfte Gretchen mit der freien Hand an ihrem Ohrläppchen herum und versuchte Mehdi mit einem schiefen Lächeln zu überzeugen.
„Ich wollte auch erst nicht kommen, aber dann hab ich es mir doch anders überlegt.“ Gestand Mehdi ihr und dachte dabei an das Gespräch mit Marc zurück. Gott sei Dank hatte er es sich anders überlegt. Eine bessere Gelegenheit als diese hier konnte es für ihn ja gar nicht geben. Und wenn Marc nicht hier war, standen seine Chancen umso besser.
Während Mehdi einen Schluck aus seiner Bierflasche nahm, kam auch Sabine wieder angerannt, in der Hand zwei neue Gläser mit Champagner.
Freudig strahlend kam sie auf Gretchen und Mehdi zu und drückte Gretchen das zweite Glas in die Hand.
„Dr. Kaan, wie schön dass sie auch hier sind.“ Stellte die Krankenschwester vergnügt fest und konnte nicht umhin, den attraktiven Gynäkologen eine Sekunde länger anzusehen als es nötig gewesen wäre.
„Ich freue mich ebenso Schwester Sabine. Bei so netter Gesellschaft.“
Grinsend zwinkerte Mehdi Gretchen zu und an hob anschließend die Bierflasche in seiner Hand ein Stück an.
„Auf einen schönen Abend!“
„Auf einen schönen Abend!“ wiederholten Gretchen und Sabine fast gleichzeitig, auch wenn Sabine wohl ein bisschen euphorischer war als Gretchen, und dann stießen die drei erst mal miteinander an.
Eine Weile schwiegen die drei und Gretchen lauschte der Musik, die grade lief, bis Mehdi auf einmal seine Hand an ihre Hüfte legte, sich ein Stück nach vorne beugte und mit rauer Stimme in ihr Ohr flüsterte.
„Du siehst wunderschön aus heute Abend.“
Als Mehdi seinen Kopf wieder nach hinten nahm und Gretchen intensiv anblickte, wurde ihr auf einmal bewusst, dass er sie wohl immer noch nicht so ganz hatte vergessen können. Die Situation war ihr mit einem Mal ziemlich unangenehm und sie machte einen Schritt zurück, so dass Mehdi die Hand von ihrer Hüfte nehmen musste und lächelte ihn ein bisschen gequält an.
„Ahh… oh… ja danke… Aber Sabine auch!“ stammelte Gretchen vor sich her und kratzte sich dabei nervös am Hinterkopf.
Sabine, die nur die Hälfte des Gesprächs mitbekommen hatte, begann mit einem Mal noch breiter zu grinsen und verträumt schaute sie Mehdi an, der ihr kurz freundlich zunickte und seinen Blick dann wieder auf Gretchen ruhen ließ.
Erneut nahm er einen Schluck von seinem Bier und entschuldigte sich dann bei Gretchen und Sabine um sich ein neues zu holen.
Als Mehdi außer Reichweite war, stupste Sabine Gretchen mit der Schulter an und zwinkerte ihr schelmisch zu.
„Ich wusste doch, dass die Sterne für sie heute Romantik parat haben. Jetzt wo Doktor Kaan hier ist, besteht für mich nicht der geringste Zweifel. Und der Doktor Kaan ist doch wirklich so unglaublich nett und zuvorkommend.“
„Mhm…“ Gretchen nickte nur und traute sich zunächst nicht der Krankenschwester zu widersprechen, schließlich beschloss sie aber doch, reinen Tisch zu machen. Schließlich hatte sie wirklich kein Interesse daran einen romantischen Abend mit Mehdi zu verbringen und so wie es ihr schien, hatte Sabine ohnehin ein viel größeres Interesse an ihm als sie selbst.
„Ich glaube nicht, dass die Sterne von Mehdi geredet haben, Sabine. Vielleicht haben sich ihre Sterne auch einfach nur geirrt. Kann ja auch mal sein.“

Die Sterne haben sich bestimmt geirrt. Wenn überhaupt will ich so einen Abend mit Marc erleben. Und zwar nur mit Marc. Hach. Schade, dass er nicht hier ist. Seufz.

Schulterzuckend nahm Gretchen einen weiteren Schluck vom Champagner und schaute Sabine dabei entschuldigend an. Sie konnte ja auch nichts dafür, wenn die Krankenschwester ihr Leben von Sternen und ähnlichem Zeug abhängig machen wollte.
„Die Sterne irren sich nie Frau Doktor.“ Erwiderte Sabine leicht empört während sie Ausschau hielt, ob Mehdi bereits wieder auf dem Weg zu ihnen war.
„Wie auch immer.“ Gretchen winkte ab und nahm zur Sicherheit einen weiteren Schluck, als ihr auf einmal eine Idee kam.
„Sagen sie mal Sabine, wie wär‘s denn wenn sie heute Abend mal ein bisschen Spaß haben und mit Mehdi tanzen, hm?“
Sabines Augen weiteten sich.
„Und das macht ihnen wirklich nichts aus?“
„Nein, wirklich nicht. Ich finde schon jemanden, mit dem ich mich so lange unterhalten kann, ganz sicher.“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

24.06.2010 14:07
#79 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

einen wunderschönen sonnigen tag euch allen
ich danke euch für die tollen kommis und wünsche euch viel spaß mit dem neuen teil


Aufmunternd lächelte Gretchen Sabine an und nickte der Krankenschwester zustimmend zu. Sabine schlug eine Hand auf ihre Brust und verpasste Gretchen eine stürmische Umarmung, die sie aber gleich wieder löste, als sie sah, dass Mehdi sich den beiden wieder näherte.
Bei den beiden Frauen angekommen, wurde er gleich wieder von Sabine angeschmachtet, die dieses Mal nicht lange fackelte und Mehdi unverzüglich ansprach.
„Doktor Kaan?“
Überrascht wanderte Mehdis Blick zu Sabine, die einen Schritt auf ihn zukam und immer noch grinste.
„Schwester Sabine?“
„Würden sie mir vielleicht die Ehre eines kleinen Tanzes mit ihnen erweisen?“
„Äh…“
Sichtlich überfordert suchte Mehdi auf diese Frage hin Gretchens Blick, diese nickte ihm jedoch so eifrig zu, dass er gar nicht anders konnte, als Sabines Bitte nachzukommen.
„Selbstverständlich.“
Fast gleichzeitig stellten Sabine und Mehdi ihre Getränke neben sich ab und Mehdi nahm Sabines Hand in seine, um sie zur Tanzfläche zu führen.
Gretchen schaute den beiden noch lächelnd hinterher ehe sie noch einen frustrierten Blick auf ihr Glas warf und es dann in einem Schluck leerte.
Seufzend richtete Gretchen ihren Blick auf den Boden. Sie dachte darüber nach, wie der Abend für sie hätte verlaufen können, wenn Marc hier wäre. Vielleicht hätte er sie dann heute Abend abgeholt und vielleicht hätte er sogar eine kleine Blume dabei gehabt. Und dann hätten all ihre Verwandten endlich mal sehen können, dass sie durchaus auch in der Lage war einen Marc Meier für sich zu begeistern. Hach ja. Der Abend hätte so schön werden können, wenn Marc doch nur mit ihr hier hin gegangen wäre.
Leicht traurig darüber, dass sie jetzt alleine hier stand, schüttelte Gretchen den Gedanken schnell wieder ab. Marc war schließlich nicht hier und an ihn zu denken, würde ihre Feierlaune ohnehin nur noch mehr trüben.
Gretchen räusperte sich und wollte sich grade umdrehen um sich einen neuen Drink zu holen, als sie auf dem Boden vor sich ein Paar schwarze Männerschuhe ausmachte und der Geruch eines wohlbekannten Aftershaves ihr in die Nase stieg.
Langsam richtete Gretchen ihren Blick nach oben und tatsächlich, es war Marc der da vor ihr stand. Sie blinzelte ein paar Mal um sicher zu gehen, dass ihr Wunschdenken ihr auch ja keinen Streich spielte, doch er schien wirklich und wahrhaftig vor ihr zu stehen.
„Na Hasenzahn? Wieder alleine?“
Da Gretchen immer noch unfähig war, etwas zu sagen, starrte sie sie Marc einfach weiter an. Dem kam das Verhalten seines blonden Gegenübers ein wenig seltsam vor, woraus er auch kein Geheimnis machte.
„Ja, jetzt guck nicht so. Ich bezweifle, dass du dich nicht mehr an mich erinnern kannst.“
Von Marcs Spruch wieder in die Realtität zurück befördert, schenkte Gretchen ihm ein aufgesetztes Lächeln und drückte ihm anschließend ihr leeres Glas in die Hand.
„Statt hier dumme Sprüche zu klopfen kannst du mir mal lieber was Neues zu trinken holen!“
Für einen kurzen Moment weiteten sich Marcs Augen, dann drehte er sich allerdings wortlos um und marschierte zur Bar. Nach wenigen Minuten kam er mit einem Bier in der linken und einem Champagner in der rechten Hand wieder zurück und reichte Gretchen ihr Glas.
Erst jetzt bemerkte Gretchen wie unglaublich gut Marc aussah. Er trug einen schwarzen Anzug, der wirklich perfekt saß, dazu die schwarzen Schuhe, die sie ja eben schon hatte bewundern dürfen und ein weißes Hemd. Und natürlich die Krawatte. Und seine Haare. Gretchen hatte nur einen kleinen kurzen Blick auf seine Frisur geworfen und doch merkte sie, wie ihr Herz auf einmal begann schneller zu schlagen.
Sie beobachtete Marc eine Weile wie er an seinem Bier nippte und seinen Blick über die Menge gleiten ließ, bis sie endlich die Stille zwischen den beiden brach.
„Siehst gut aus heute.“
Marcs Lippen zierte ein selbstbewusstes Grinsen, dann jedoch wurde sein Blick ernster und er sah Gretchen direkt in die Augen.
„Du siehst auch ganz nett aus.“
Auch wenn Marcs Wortwahl mal wieder nicht so ganz passend gewesen war, konnte sie sich doch vorstellen, was er damit eigentlich hatte sagen wollen, weswegen sie ihn grinsend ansah.
„Danke.“

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

25.06.2010 12:37
#80 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey! :)
es geht weiter im text mal gucken ob der meier es wieder vermasselt oder ob er's nicht vermasselt
ich danke allen kommischreibern und auch den stillen lesern
und jetzt viel spaß damit


Eine Weile standen die beiden schweigend nebeneinander und Gretchen lauschte der Musik, während sie mit ihrem Fuß auf und ab wippte und immer wieder unauffällig zu Marc rüber schaute. Da Marc seinen Blick allerdings durch den Saal schweifen ließ, bemerkte er die sehnsüchtigen Blicke seiner Assistenzärztin zunächst nicht.
So langsam reichte es Gretchen allerdings, weswegen sie sich Marc zuwandte und ihn an der Schulter antippte.
„Willst du vielleicht…äh.. tanzen?“
Für einen Moment verdrehte Marc genervt die Augen.
„Das ist doch nicht dein Ernst?!“
Als er jedoch in Gretchens Augen sah, und darin ein unbändiges Strahlen und Glänzen erkannte, konnte er nicht anders als ja zu sagen.
„Ja mein Gott, ok. Bevor du den ganzen Abend rumquengelst.“
Und schon hatte Marc Gretchen an der Hand gepackt und zog sie hinter sich her auf die Tanzfläche.
Für einen Moment blieben die beiden gegenüber voneinander stehen und sahen sich kurz an. Grade als sie anfangen wollten, wechselte die Musik, woraufhin Marc eine Augenbraue skeptisch anhob, so als befürchtete er, dass das hier kein Zufall war.

http://www.youtube.com/watch?v=-pNpR6KGLEk&feature=related

Er besann sich dann jedoch eines besseren. So verrückt war nicht mal Hasenzahn. Sein skeptischer Gesichtsausdruck verwandelte sich in ein Lächeln als er sah, dass Gretchens Wangen leicht rosa angelaufen waren. Schmunzelnd nahm er ihre Arme und hängte sie sich um den Hals ehe er seine Hände auf ihren Hüften platzierte.
Gretchen spürte augenblicklich wie die Hitze in ihr aufstieg und ihr Herz wie wild anfing zu pochen. Der Moment war einfach perfekt.
Leise seufzend lehnte sie ihren Kopf nach vorne auf seine Schulter und schmiegte sich noch ein Stück näher an ihn ran, was der junge Oberarzt mit einem zufriedenen Grinsen zur Kenntnis nahm. Auch er verstärkte den Druck um Gretchens Hüfte mit seinen Armen und zog den süßen Duft ihrer Haare ein.
Eigentlich hielt er gar nichts von solchen peinlichen und schnulzigen Momenten aber heute würde er einmal eine Ausnahme machen. Natürlich nur Hasenzahn zu Liebe.
Langsam löste Marc mit einer Hand den Griff um Gretchens Hüfte und ließ seine Hand ein Stück weiter nach oben zu ihrem Rücken wandern. Da das rote Kleid welches sie trug am Rücken ziemlich weit ausgeschnitten war, konnte er seine warme Hand auf ihre nackte Haut legen. Langsam fuhren seine Fingerspitzen über Gretchens weiche Haut und hinterließen eine leichte Gänsehaut auf ihrem Rücken.
Gretchen hatte ihre Augen längst geschlossen und sie genoss die Berührungen ihres Tanzpartners so sehr, dass sie einmal mehr Gefahr lief, diesen Planeten für einen Moment zu verlassen. Ihre Hände waren immer weiter runter gerutscht und mit einem Mal spürte sie Marcs Hosenbund an ihren Fingern. Erschrocken über sich selbst nahm sie die Hände schnell wieder ein Stück höher und hoffte, dass Marc nichts bemerkt hatte.
Und sie hatte Glück, er hatte tatsächlich nicht bemerkt, dass Gretchen ihre Hände fast hinten in seine Hose geschoben hätte, weil er viel zu beschäftigt damit gewesen war, seine Fingerspitzen sanft über Gretchens Rücken gleiten zu lassen.
Langsam bewegten die beiden ihre Hüften zum Takt der Musik, und Gretchen bemerkte, dass das Kribbeln in ihr immer stärker wurde und sich langsam in ein großes Verlangen verwandelte, Marc endlich wieder nah zu sein.
Nach einer Weile hob Marc seinen Kopf ein wenig an, was Gretchen dazu veranlasste dasselbe zu tun. Für ein paar Sekunden sahen die beiden sich einfach nur in die Augen. Gretchen hatte das Gefühl, dass ihr Herz gleich zerbersten müsste vor lauter Spannung die in der Luft lag.
Sie spürte wie Marcs rechte Hand nach ihrer Griff und sich ihre Finger ineinander verschränkten. Sie lächelte für eine Sekunde, schaute Marc anschließend aber wieder ernst in die Augen.
Kurz darauf beugte Marc seinen Kopf wieder ein wenig nach vorne und lehnte seine Stirn gegen ihre. Bereits jetzt konnte sie seinen warmen Atem auf ihrer Haut spüren, und ihr entging auch nicht, dass Marc ungewöhnlich schnell atmete für so einen langsamen Tanz.
Lächelnd schlossen beide die Augen und tanzten noch ein bisschen, bis Gretchen auf einmal merkte, dass Marc sein Kinn immer weiter nach vorne schob. Langsam fuhren seine Hände an ihrem Körper hoch und umfassten schließlich ihr Gesicht.
Kurz darauf fühlte sie Marcs weiche Lippen auf ihren und ein Schauder durchzog sie. Ihr Herz pochte wie wild in ihrer Brust.
Marcs Lippen strichen sanft über die ihren und sie erwiderte diesen unglaublichen Kuss nur allzu gerne. Auch als Marcs Zunge zärtlich um Einlass bat, gewährte sie ihr diesen. Der Kuss, welcher vorsichtig und sanft begonnen hatte, wurde immer leidenschaftlicher und ohne groß darüber nachzudenken, hatte Gretchen ihre Hände schließlich doch auf Marcs Hintern gelegt.
Nach einer Weile lösten sie sich schwer atmend voneinander und Gretchen erkannte, dass Marcs Blick ein wenig glasig war als er sie ansah.
„Willst du vielleicht woanders hin?“

ich hoffe das hat euch gefallen
samstag wird es leider keinen teil geben weil ich mal wieder arbeiten muss und den ganzen tag unterwegs bin. ich denke aber dass ich es sonntag schaffen werde. kommentare zu euren geschichten werde ich dann wahrscheinlich heute abend machen.
ich wünsch euch ein schönes wochenende

schleumel Offline

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Beiträge: 2.683

27.06.2010 09:58
#81 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey :)
also es geht weiter :)
ob ich morgen was reinsetzen kann weiß ich noch nicht, bin den ganzen tag unterwegs und weiß noch nicht wann ich abends zu hause bin. wenns nicht zu spät wird bekommt ihr noch nen teil
so jetzt aber erst mal viel spaß mit diesem teil hier.
wünsche euch noch einen schönen sonntag
ps: wir schicken die engländer gleich nach hause


Weder Gretchen noch Marc hatten bemerkt, dass sie im Moment Mittelpunkt des kompletten Saals geworden waren und zwei Augenpaare sie besonders intensiv beobachteten. Das eine gehörte Mehdi Kaan, der mit einem kleinen Stich im Herzen feststellen musste, dass er seine Chance mal wieder vertan hatte. Das andere gehörte zu Bärbel Haase, die argwöhnisch und mit Skepsis feststellen musste, dass dieser fiese Oberarzt Marc Meier ihre Tochter mal wieder um den Finger gewickelt hatte.
Weil Gretchen, von ihren Gefühlen überwältigt, immer noch kein Wort hervor brachte, nickte sie Marc nur stumm zu, worauf der sie am Handgelenk packte und sie hinter sich her aus dem Saal zog.
Bei Marc angekommen, legte Gretchen zunächst die kleine rote Tasche ab und streifte sich die unbequemen hohen Schuhe von den Füßen und auch Marc warf sein Jackett achtlos über das Sofa, zog sich Schuhe und Socken aus und löste den Knoten seiner Krawatte.
Unschlüssig darüber, was sie jetzt tun sollte, blieb Gretchen einen Moment im Flur stehen, während Marc sich bereits auf den Weg in die Küche gemacht hatte um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen.
Erst als sie Marc aus der Küche rufen hörte, sammelte sie sich wieder einigermaßen und folgte ihm ebenfalls in die Küche.
„Willst du auch was trinken?“
Als Gretchen die Küche betrat, hatte Marc sich grade mit einem Feuerzeug das Bier aufgemacht und sah sie fragend an.
„Ein Wasser wär toll.“ Erwiderte Gretchen schüchtern, während Marc einen Schluck von seinem Bier nahm, ein Glas aus dem Schrank holte und Gretchen ein Glas Wasser einschenkte.
Als Marc sich umdrehte um Gretchen ihr Glas zu geben, blieb sein Blick auf ihrem Kleid kleben. Es saß genau so, dass es ihre wunderschönen Rundungen, über die sie sich seiner Meinung nach ständig zu Unrecht beschwerte, zur Geltung brachte. Als ihm klar wurde wie unglaublich gut sie darin tatsächlich zur Geltung kamen, streifte er endgültig die Krawatte ab und hängte sie über den Küchenstuhl, bevor es hier drin noch zu heiß wurde.
Bevor Gretchen bemerkt hatte, dass Marc sie überhaupt angestarrt hatte, wandte er seinen Blick lieber schnell wieder ab und hielt ihr das Wasserglas entgegen.
Grade als sie es ihm aus der Hand nehmen wollte, zog er seine Hand wieder zurück und sah sie an.
„Marc? Was-“
Weiter kam sie nicht denn Marc hatte das Wasserglas und ebenso seine Bierflasche auf der Arbeitsplatte abgestellt, hatte ihr Gesicht mit beiden Händen umschlossen und nun konnte sie spüren, wie er seine Lippen auf ihre presste und sie so zum Schweigen brachte.
Mit einem Schlag war das Kribbeln in Gretchens Körper zurück gekehrt und so schnell das Kribbeln gekommen war, genau so schnell hatte sich auch ihr Verstand verabschiedet, weswegen sie den Kuss erwiderte und ihre Arme um Marcs Körper schlang um ihn noch näher bei sich zu spüren.
Nach einem Moment, der Gretchen wie eine Ewigkeit vorgekommen war, ließ Marc von Gretchen ab und schaute ihr in die Augen. Sie erwiderte seinen Blick zwar, war jedoch unfähig etwas zu erwidern, was der Mann ihr gegenüber als Anlass nahm, seine weichen Lippen wieder auf ihre zu legen und seine Hände über ihren Rücken gleiten zu lassen. Vorsichtig drückte er Gretchen gegen die freie Wand in seiner Küche und er spürte wie sein Herz langsam begann schneller zu schlagen.
Er wollte sie. Mehr als alles andere auf dieser Welt und die Zeit in der er sie wegen seiner eigenen Dummheit nicht hatte haben können, hatte ihm das nur umso deutlicher gezeigt. Und jetzt hatte er sie wirklich so weit bekommen, dass sie mit ihm hier her gekommen war und sich sogar von ihm küssen ließ, ohne dass er befürchten musste, dass sie ihm wieder eine schmierte.
Dieses Mal würde er alles richtig machen. Und er musste ihr auch gar nicht sagen wie sehr er sie liebte und begehrte, er würde es ihr einfach jetzt zeigen.
Vorsichtig ließ er eine Hand ihren Körper entlang nach oben gleiten bis zu ihren Haaren, wo er ihr eine Strähne aus dem Gesicht strich und sanft mit seinem Daumen ihre Wange streichelte, während sie sich immer noch zärtlich küssten.
Gretchen genoss Marcs sanfte Berührungen und mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch stellte sie fest, wie nah Marc sich an sie gepresst hatte und wie zärtlich er doch zugleich dabei war.
Als Marc irgendwann von ihr abließ und sie erneut anschaute, hatte sie jedoch auf einmal Bedenken.
„Marc? Ich…“

schleumel Offline

Mitglied


Beiträge: 2.683

29.06.2010 19:08
#82 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey mädels :)
sorry dass gestern nichts mehr kam, aber ich habs einfach nicht geschafft.
dafür gibt es heute einen teil, der ein stückchen länger ist :) und ihr solltet die kühlakkus schon mal bereit halten. also alle jüngeren leser machen ganz schnell die augen zu und gehen wieder zurück zur übersicht
und jetzt viel spaß damit


Schnell und bevor Gretchen weiter sprechen konnte, legte Marc ihr seinen Zeigefinger auf die Lippen und versuchte sie so zum Schweigen zu bringen.
„Shhhhht.“
Marcs Blick war so intensiv, dass Gretchen nicht fähig war etwas zu erwidern und ihre Bedenken zu äußern. Vorsichtig nahm Marc seinen Finger wieder runter während er seinen Blick starr auf Gretchen gerichtet hatte und ihr weiter in die Augen sah. Mit seinen Händen griff er nach den ihren und umschloss sie fest.
„Vertraust du mir?“
Für einen kurzen Moment verzogen sich Gretchens Lippen zu einem sanften Lächeln, dann nickte sie langsam und schaute Marc dabei fortwährend in die Augen. Auf Marcs Lippen zeichnete sich ebenfalls ein Lächeln ab, dann ließ er Gretchens Hände wieder los und beugte sich langsam zu ihr nach vorne. Vorsichtig berührten seine Lippen die ihren. Kurz darauf ließ er wieder von ihr ab und schaute sie erneut an. Als er sah, dass der Zweifel aus ihren Augen gewichen war, nahm er erneut ihren Kopf zwischen seine Hände. Langsam kamen seine Lippen immer näher, und als er endlich Gretchens Lippen, die sich nicht mehr gegen ihn wehrten, auf seinen spüren konnte, durchfuhr es ihn wie ein Blitz. Zärtlich strich er mit seiner Zunge über ihre Lippen, worauf Gretchen ihren Mund ein Stück öffnete und so Marcs Zunge Einlass gewährte.
Langsam nahm Marc seine Hände wieder runter und auch seine Lippen wanderten ein Stück tiefer zu ihrem Hals. Gretchen spürte wie ihr immer wärmer wurde und sie schloss ihre Augen und legte den Kopf in den Nacken um Marcs Berührungen zu genießen.
Seine Küsse brannten wie Feuer auf ihrer Haut und sie versuchte ein Aufseufzen zu vermeiden als Marcs Hände sich um ihre Hüfte legten und er sie näher an sich ran zog, während er immer wieder sanfte Küsse auf ihren Hals hauchte.
Sie legte ihre Hände auf seine Schultern und ließ sie wieder nach unten sinken, indem sie die Konturen seiner muskulösen Arme nachfuhr und die Augen schließlich wieder öffnete. Für einen Moment hatte Marc von ihrer Haut abgelassen und seine Augen suchten wieder die ihren. Durch ein paar Strähnen die ihm mittlerweile in der Stirn hingen, sah er sie für einen Moment an ehe sein Blick weiter nach unten wanderte und er seine Augen gar nicht mehr von ihrem üppigen Brüsten losreißen konnte. Gretchen nahm das mit einem Schmunzeln zur Kenntnis, ehe sie Marc kurz in die Seite knuffte, woraufhin er wieder in ihr Gesicht sah.
Als er Gretchen so ansah, wusste er, dass er diese Frau unbedingt haben musste. Und zwar nicht nur für einen Moment der Leidenschaft, sondern auch für alles andere.
Er machte wieder einen Schritt auf sie zu, diesmal aber energischer als zuvor. Fordernd ließ er seine Hände von ihrem Rücken runter auf ihren Hintern gleiten und drückte seine Handflächen verlangend gegen ihre Pobacken. Gretchen atmete daraufhin laut aus und schlang ihre Arme um Marcs Nacken, als er sie mit einem Ruck anhob und sie ihre Beine um seine Hüfte legte.
Begierig suchten seine Lippen die ihren und während er mit Gretchen auf den Armen durch die Küche torkelte, wanderten seine Lippen immer weiter nach unten, bis sie ihr Dekolleté erreicht hatten.
Weil das Verlangen zu groß war und Marc es wohl nicht bis zum Schlafzimmer geschafft hätte ohne Gretchen anfassen zu können, setze er sie kurzerhand auf dem Küchentisch ab. Ihre Beine hatte sie immer noch um ihn geschlungen.
Mit einem leichten Druck gegen ihre Schulter drückte Marc Gretchens Oberkörper nach unten und beugte sich schließlich über sie. Langsam ließ er seine rechte Hand unter ihr Kleid gleiten und fuhr damit an ihrem Oberschenkel nach oben. Vorsichtig strich er mit seinen Fingerspitzen über die Haut an der Innenseite von Gretchens Oberschenkeln und seine Lippen kümmerten sich weiter um ihr Dekolleté.
Nach einer Weile ließ Marc seine Lippen wieder weiter nach oben wandern und an ihrem Ohrläppchen angekommen, knabberte er kurz zärtlich daran, ehe er ihr mit rauer Stimme, in der man deutlich seine Erregung erkennen konnte, etwas in Gretchens Ohr flüsterte.
„Ich will dich.“
Gretchens Herz machte einen Hüpfer und sie biss sich auf die Lippe als Marcs Küsse wieder weiter nach unten wanderten.
Während Marc mit seinen Händen an der Seite von Gretchens Körper entlangfuhr und sie sanft über den Stoff des Kleides gleiten ließ, griff sie mit einer Hand in seine Haare.
Für einen Moment ließen Marcs Lippen von Gretchens Haut ab und er richtete sich kurz auf, allerdings nur um eilig sein Hemd aufzuknöpfen und es achtlos zu Boden zu werfen.
Grade als er sich wieder zu Gretchen runter beugen wollte, stemmte sie eine Hand gegen seine Brust und richtete sich ebenfalls auf.
Da Marc aber nicht lange die Finger von ihr lassen konnte, hatte er bereits wieder einen Schritt nach vorne gemacht und hatte seine Hand auf ihrem Rücken platziert, so dass er sie wieder an sich drücken konnte.
Sich wild küssend, torkelten die beiden schließlich ins Schlafzimmer und dort angekommen hatte Marc Gretchen mit einem Ruck umgedreht und seine Lippen auf ihren Nacken gelegt. Zärtlich ließ er seine Lippen ihren Nacken hinunter zu ihrem Rücken wandern und vorsichtig schob er seine Finger an den Rand des Kleides um den Reißverschluss zu öffnen. Gretchen beugte ihren Kopf zur Seite während Marc ihre Halsbeuge küsste und dabei langsam den Reißverschluss nach unten zog. Sanft wanderten seine Lippen zu ihrer linken Schulter und Marc strich beide Träger des Kleides vorsichtig nach unten, so dass das Kleid einen Moment später von Gretchens Schultern rutschte.
Verlangend schaute Marc sich die aufregende blonde Frau vor seinen Augen an, die nun nichts weiter mehr trug als ihre rote Spitzenunterwäsche und während er sich wieder nach vorne beugte und erneut Gretchens Hals mit feurigen Küssen bedeckte, zog er ihr die Haarspange aus den Haaren, die ihre Mähne hoch gehalten hatte und ihre Haare fielen langsam nach unten auf ihre Schultern.
Gretchen drehte sich wieder zu Marc um und kam gleich auf ihn zu um ihn endlich wieder küssen zu können. Das Kribbeln in ihrem Körper war schier unerträglich geworden und auch die Hitze stieg immer weiter in ihr auf.
Langsam ließen die beiden sich aufs Bett fallen und wieder beugte Marc sich über Gretchen. Langsam fuhren seine Hände über ihren Körper und verlangend umschlossen seine Hände nun ihre vollen Brüste. Gretchen stemmte ihren Oberkörper ein Stückchen nach oben, so dass Marc nur einen einzigen Handgriff brauchte, um Gretchens BH zu öffnen und ihn ihr vom Körper zu streifen. Der Anblick ihrer nackten Brüste erregte Marc nur noch mehr und so schob er mit seinem Knie ihre Beine auseinander und legte sich dazwischen. Kurz darauf konnte Gretchen seine Erregung deutlich spüren. Sie stöhnte leise auf, als seine Hände erneut ihre Brüste umschlossen und Marcs Lippen sich auf ihre Brustwarzen legten und sanft daran saugten.
Lustvoll bäumte Gretchen Marc ihren Körper entgegen, was den jungen Mann nur noch mehr dazu ermunterte, ihre Brüste weiter zu verwöhnen.
Als er nach einiger Zeit von ihren Brüsten abließ, stieß Gretchen ihn von sich runter und schubste ihn sanft aber bestimmt so aufs Bett, dass er nun mit dem Rücken auf der Matratze lag und sie sich so ungestört an seiner Hose zu schaffen machen konnte, die kurz darauf in einer Ecke des Zimmer zum liegen kam.
Anschließend hob Gretchen ein Bein, schlang es über Marc rüber und setzte sich auf ihn. Unter ihrem Schoß konnte sie deutlich spüren wie erregt Marc war und sie wusste es würde nicht mehr lange dauern bis er sich nicht mehr würde zurück halten können. Umso besser für sie, denn sie kämpfte ebenfalls mit ihrer Beherrschung.
Langsam beugte sie sich nach unten und benetzte Marcs Brust mit brennenden Küssen. Ihre Lippen wanderten immer weiter nach unten, bis sie schließlich den Rand seiner Boxershorts erreicht hatten. Dort angekommen ließ sie ihre Hand hinein gleiten woraufhin Marc ein raues „Hmmmm“ ausstieß und sich sichtlich entspannte.
Es dauerte jedoch nicht lange, da war die Anspannung in Marc so groß, dass er Gretchen mit einem Ruck wieder zurück auf das Laken schmiss und ihr so schnell er konnte das rote Höschen vom Körper riss. Langsam und sanft ließ er seine Finger über ihre intimste Stelle gleiten und es dauerte nicht lange, da hatte sich auch seine Zunge dazu gesellt.
Gretchen konnte ihre Erregung nun nicht mehr zurückhalten und ihr entwich ein lautes Stöhnen. Kurz bevor sie jedoch unter Marcs Zunge zum Höhepunkt gekommen wäre, hörte der junge Mann auf und beugte sich wieder über sie um erneut ihre Brüste zu küssen.
Aus den Augenwinkeln bekam Gretchen noch mit wie er seine schwarze Boxershorts zu Boden warf. Er wollte grade nach einem der Kondome in seiner Nachttischschublade greifen, als Gretchen seine Hand nahm und ihn so davon abhielt.
Kaum merklich schüttelte sie den Kopf und sah ihn an.
„Ich will dich spüren.“ Flüsterte sie ihm zu und Marc überlegte nicht lange, dafür vertraute er ihr zu sehr.
Ebenfalls kaum merklich nickte auch Marc und nur einen Moment später konnte sie spüren wie er langsam in sie eindrang, wobei beide laut aufstöhnten.
Gretchen hatte ihre Beine um Marc geschlungen, der nun langsam damit begann sich in Gretchen zu bewegen. Sein Atem wurde immer schneller und ihm fielen ein paar Strähnen in die Stirn während er sich leicht nach hinten beugte und sich eins von Gretchens Beinen über die Schulter legte. Weil Gretchen Marc dadurch noch intensiver spüren konnte, seufzte sie leise auf und biss sich auf die Lippe.
Kurz darauf krallte Gretchen ihre Finger in Marcs Oberarme und auch Marc bäumte sich ein letztes Mal auf ehe sie beide beinahe gleichzeitig zum Höhepunkt kamen.
Erschöpft ließ Marc sich auf Gretchen sinken, welche ihre Arme um ihn schloss und es genoss, ihn noch kurz in sich zu spüren.
Irgendwann richtete Marc sich schließlich doch wieder auf und legte sich neben Gretchen auf den Rücken. Sie bettete ihren Kopf auf seine Schulter und spürte, wie er einen Arm um sie legte. Bald darauf hörte sie ein gleichmäßiges Atmen und ein Blick zur Seite bewies ihr, dass Marc eingeschlafen war.
Vorsichtig strich sie mit einem Finger über seine nackte Brust und lächelte.
„Ich liebe dich, Marc Meier.“ Flüsterte Gretchen noch, ehe sie ebenfalls in einen tiefen Schlaf fiel.

schleumel Offline

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30.06.2010 13:34
#83 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallo leute :)
wahnsinnig heiße grüße mann mann mann ich geh hier noch kaputt
naja, bevor ich geschmolzen bin, setz ich euch den neuen teil rein. viel spaß damit und danke an alle kommischreiber und leser


Als Gretchen am nächsten Morgen erwachte, bemerkte sie rasch, dass Marc nicht mehr neben ihr lag. Sie reckte sich kurz und strich mit einer Hand über das Bettlaken. Verträumt dachte sie daran was gestern Nacht geschehen war.
Erst war sie einfach nur glücklich gewesen, dass Marc doch auf dem Fest ihrer Eltern erschienen war und dann hatte er auch noch mit ihr getanzt. Und sie hatte genau gespürt, dass dieser Tanz etwas ganz Besonderes gewesen war. Was danach in seiner Wohnung passiert war, vermochte sie gar nicht in Worte zu fassen. Es war unbeschreiblich gewesen und sie wurde allein beim Gedanken daran was er mit ihr angestellt hatte wieder rot im Gesicht.
Aber jetzt fragte sie sich erst einmal, wo er schon wieder steckte. Langsam setzte sie sich im Bett auf und schaute sich verschlafen um. Im Schlafzimmer war er schon mal nicht, also war er wahrscheinlich entweder im Bad oder in der Küche.
Gretchen gähnte noch einmal herzhaft ehe sie sich erhob und aufstand. Sie streckte sich noch einmal, dann stieß sie plötzlich einen Schrei aus weil ihr bewusst wurde, dass sie immer noch nackt war. Wieder zierte ein leichtes rosa ihr Gesicht und so schnell sie konnte hechtete sie zu Marcs Kleiderschrank und zog ein T-Shirt und schwarze Boxershort hervor, die sie schnell anzog.
Anschließend öffnete sie vorsichtig die Schlafzimmertür und augenblicklich stieg ihr der Geruch von frischem Kaffee in die Nase.
Vergnügt begab sie sich in die Küche, wo sie Marc vorfand, der eine Kaffeetasse vor sich stehen hatte und in der Tageszeitung blätterte.
„Na Hasenzahn? Hast du dich schon wieder erholt?“ grinsend ließ er die Zeitung sinken und schaute sie anzüglich an. Gretchen ignorierte seine Anspielung jedoch und öffnete die Tür des Küchenschranks zu ihrer linken um nach einer Kaffeetasse zu suchen.
„Sag mal Marc, was ist das jetzt eigentlich mit uns, hm?“ fragte Gretchen vorsichtig, während sie die Tür des nächsten Küchenschrankes aufriss, darin aber nur Teller zum Vorschein kamen.
Skeptisch hob Marc die Augenbrauen und sah Gretchen verwundert und fragend an.
„Was meinst du?“
Gretchen warf die Hände in die Luft, ließ sie danach aber gleich wieder fallen und drehte sich für einen Moment zu Marc um, ehe sie sich wieder dem nächsten Küchenschrank zuwendete und die nächste Tür öffnete.
„Findest du nicht, dass wir langsam mal darüber reden sollten?“
Marc hatte die Nase kraus gezogen und er beobachtete Gretchen dabei, wie sie eine Schranktür nach der nächsten aufriss und immer noch nach einer Tasse suchte.
„Darüber dass die Kaffeetassen ganz rechts im oberen Fach sind, oder-“
Gretchen warf Marc einen funkelnden Blick zu, ehe sie sich ein Stück weiter nach rechts bewegte und die Schranktür aufriss. Energisch nahm sie eine der Tassen raus und goss sich etwas von dem wohlduftenden, dampfenden Kaffee ein, ehe sie sich wieder an Marc wandte.
„Über uns. Ich meine was gestern gewesen ist. Und was jetzt wird.“
Schmunzelnd legte Marc die Zeitung zur Seite und schaute Gretchen an. Die war allerdings ein wenig irritiert. Sollte es im Endeffekt wirklich so einfach gewesen sein Marc Meier zum Reden zu bringen? Und dann grinste er dabei auch noch anstatt ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter zu ziehen und sich davor drücken zu wollen?
Natürlich nicht, das sollte sie in diesem Moment feststellen.
„Weißt du Hasenzahn, ich würde mich ja wirklich gerne mit dir unterhalten aber wenn du nicht in deinem Kleid zur Schicht erscheinen willst, dann sollten wir wirklich langsam los damit du dir zu Hause noch was anderes anziehen kannst. Wobei… Meine Boxershorts stehen dir auch wirklich gut.“
Grinsend endete Marc seinen Satz und erst jetzt bemerkte Gretchen, dass sie heute Morgen noch keinen einzigen Blick auf die Uhr geworfen hatte, geschweige denn daran zu denken, dass sie gleich würde arbeiten müssen.
Wie von der Tarantel gestochen flitzte sie in Marcs Schlafzimmer, suchte ihre Sachen zusammen, zog sich noch einen von Marcs Pullis über und huschte wieder hinaus zu Marc, der im Flur bereits auf sie wartete. Schmunzelnd sah er dabei zu, wie Gretchen ihre Pumps wieder anzog und schließlich in ihrem seltsamen Outfit die Treppe hinunter hüpfte und zum Auto lief.
Mühelos hatte er sie schnell wieder eingeholt, nachdem er die Haustüre abgeschlossen hatte und jetzt saßen sie in seinem Auto und heizten über Berlins Straßen in Richtung der Haase Villa. Dort angekommen, hatte Marc den Wagen noch nicht ganz zum Stehen gebracht, als Gretchen bereits die Tür aufgerissen hatte und mit ihrem Kleid und der kleinen roten Tasche unterm Arm Richtung Haustür lief.
Gretchen war grade dabei den Schlüssel in ihrer Handtasche zu suchen, als die Haustüre auf einmal von innen aufgerissen wurde, und Bärbel Haase ihre Tochter verwundert und entsetzt anblickte.
„Margarethe, wo bist du denn die Nacht über gewesen? Und wie siehst du überhaupt aus?“
Entsetzt schlug Bärbel die Hände vor den Mund und schaute verwirrt dabei zu, wie Gretchen sich seufzend an ihr vorbei schob und die Treppe zu ihrem Zimmer hochrannte.
Doch so leicht ließ Bärbel Haase sich nicht abwimmeln. Sie konnte sich nämlich nur allzu gut vorstellen was Gretchen die Nacht über im wahrsten Sinne des Wortes getrieben hatte. Schließlich hatte sie genau gesehen wie sie auf der Geburtstagsfeier ihres Mannes diesen Meier erst geküsst hatte, und dann auch noch mit ihm verschwunden war.
Eilig lief sie hinter ihrer Tochter her und schlug die Tür zu ihrem Zimmer auf, wo Gretchen sich grade frische Unterwäsche angezogen hatte.
Erschrocken schaute Gretchen ihre Mutter an und hoffte inständig, dass Bärbel nur einmal den Mund halten würde und nur ein einziges Mal Rücksicht auf ihre Privatsphäre nehmen würde. Doch weit gefehlt. Bärbel Haase hatte ganz sicher nicht vor zu schweigen.
„Margarethe jetzt sag mir endlich wo du gestern Nacht gewesen bist. Und warum du mit deinem Kleid unter dem Arm in Männerunterhosen und Pumps nach Hause kommst!“
Genervt drehte Gretchen sich zu ihrer Mutter um und verdrehte die Augen.
„Mama! Würdest du bitte…?“
Bärbel winkte mit der Hand ab und setzte sich anschließend aufs Bett. So leicht würde sie Gretchen ganz sicher nicht davon kommen lassen. Zumindest nicht, bis sie genau wusste was passiert war.
„Margarethe bitte. Ich bin deine Mutter. Du kannst vor mir nichts verheimlichen!“

Naaajaaaaaaaaaa…

Hastig griff Gretchen nach einer Jeans die sie sich überzog.
„Weißt du Mama, ich hab jetzt wirklich keine Zeit. Ich hab gleich Dienst und ich bin eh schon zu spät dran. Warum reden wir nicht ein anderes Mal darüber, hm?“
Bärbel ließ sich von der Eile ihrer Tochter allerdings nicht beeindrucken und weil sie sich ohnehin schon denken konnte, was geschehen war, stellte sie einfach ein paar Vermutungen auf.
„Du hast doch mit Sicherheit die Nacht wieder mit diesem Meier verbracht? Der wartet doch auch draußen auf dich oder etwa nicht?“
Gretchen hatte sich in der Zwischenzeit ein T-Shirt geschnappt und es übergezogen und war nun dabei, ihre Haare wieder einigermaßen zu ordnen.
„Mama!“
Bärbel Haase verschränkte die Arme vor der Brust.
„Margarethe aber ihr habt doch verhütet oder? Von dem will ich ganz sicher keine Enkelkinder. Nicht auszudenken…“
Bei Gretchen riss allmählich der Geduldsfaden.
„Weißt du Mama, es geht dich wirklich nichts an aber wenn es dich nachts ruhiger schlafen lässt: ich nehme die Pille wieder. Schon länger, ok?“
Erleichtert atmete Bärbel Haase aus und nickte zufrieden. Sie wusste nun alles was sie hatte hören wollen und auch Gretchen war endlich fertig. Und so schnappte sie sich nur noch schnell ihre rosa Handtasche und ihr Handy und eilte anschließend wieder raus zu Marc.

wie ihr seht, bekommen gretchen und marc kein baby und gretchen hätte marc natürlich niemals von den kondomen "ferngehalten" wenn sie die pille nicht nehmen würde. nicht dass ihr denkt dass die beiden so verantwortungslos sind

schleumel Offline

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01.07.2010 13:28
#84 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

weiiiiter geeeehts
danke an alle leser und kommischreiber


Als Gretchen und Marc im Schwesternzimmer ankamen, hatte Sabine bereits alles für die Visite vorbereitet. Freudig lächelnd begrüßte sie ihre beiden Lieblingsärzte, schließlich hatte auch sie mitbekommen wie die beiden sich erst geküsst hatten und dann auch noch zusammen das Fest verlassen hatten.
Nachdem sie die beiden begrüßt hatte und Marc und Gretchen zu ihrem Spint gegangen waren um sich ihre Kittel überzuziehen und ihre Sachen abzulegen konnte Sabine sich ihr Grinsen nicht länger verkneifen und schlussendlich siegte bei ihr die Neugier.
„Wie war denn ihr Abend noch?“ fragte sie deswegen vorsichtig an und schaute zwischen Marc und Gretchen hin und her.
Von Marc kam allerdings keine Reaktion, zumindest nicht in Richtung Sabine denn er warf Gretchen lediglich einen anzüglichen Blick zu und drehte sich anschließend wieder um, um seinen Kittel zu richten und sich das Stethoskop umzuhängen.
Gretchen allerdings, war mittlerweile wieder zart rosa angelaufen und versuchte sich und Marc noch irgendwie rauszureden.
„Ja, also war… wirklich… ganz nett… der Abend.“
Mit einem künstlichen Lächeln entließ sie Luft aus ihrer Nase und schaute Sabine verlegen an, die nur wissend mit dem Kopf nickte.
„Wie war denn ihr Abend noch?“
Sabines Gesichtsausdruck wurde auf einmal nachdenklich. Für einen Moment sagte sie nichts und schaute nachdenklich auf einen Punkt hinter Gretchen, dann jedoch wurde ihr Blick wieder klar und leicht verwirrt blickte sie Gretchen an.
„Eigentlich ganz in Ordnung. Aber leider hat der Doktor Kaan, kurz nachdem sie beide gegangen sind auf einmal auch gesagt, dass er jetzt weg müsse und dann stand ich da und musste den Rest des Abends mit Knechtelsdorfer und Gordon verbringen.“
Für einen Moment schien Sabine mit den Gedanken wieder abzuschweifen, dann jedoch zuckte sie mit den Schultern.
„Visite ist fertig vorbereitet, ich warte dann draußen auf sie.“ Und schon hatte Sabine sich umgedreht und den Raum verlassen.
Es dauerte keine zwei Sekunden, da spürte Gretchen auf einmal, wie sich von hinten zwei starke Arme um ihre Hüfte legten und ein Lippenpaar sanft über die Haut auf ihrem Nacken strich. Sofort spürte Gretchen wieder diese Hitze in sich aufsteigen und ein leichtes Kribbeln durchfuhr ihren Körper als eine der beiden Hände sich auf ihren Hintern legten und Marcs Lippen ihrem Ohr immer näher kamen.
„Ganz nett, ja?! Muss ich dein Gedächtnis etwa wieder auffrischen?“ raunte Marc ihr zu und mit einem Ruck hatte er sie umgedreht und sie gegen den Spint hinter ihr gedrückt.
Seine Lippen hatte er fordernd auf die ihren gelegt und seine Zunge begann ein Spiel mit ihrer. Gretchens Herz begann wie wild zu pochen als Marc seinen Körper noch enger an sie presste und ihr somit noch wärmer wurde.
Für einen Moment, so hatte sie das Gefühlt, war ihr Atem aufgrund dieses unglaublichen Kusses stehen geblieben und sie wagte es kaum die Augen wieder zu öffnen als Marc nach einer Weile von ihr abgelassen hatte und sie schelmisch angrinste.
Zufrieden drehte Marc sich um und verließ den Raum. Gretchen konnte nicht anders als ihm hinterher zu starren. Sie war immer noch sprachlos von diesem unglaublichen Kuss. Natürlich war die gestrige Nacht nicht einfach nur „ganz nett“ gewesen aber sie hatte auf keinen Fall Sabine alle Details brühwarm auftischen wollen. Zumal sie wusste was für eine Tratschtante die Krankenschwester nun mal war.
Gretchen hing noch eine Weile ihren Gedanken nach bis sie unsanft aus diesen wieder in die reale Welt zurück geholt wurde.
„Hasenzahn? Kommst du?“
Marc streckte seinen Kopf zur Tür rein und musste vergnügt feststellen, dass sein Kuss genau das bei Gretchen bewirkt hatte was er gewollt hatte.
Mit hoch rotem Kopf schob Gretchen sich an ihm vorbei und gesellte sich vor dem Schwesternzimmer zu Sabine, die mit dem Wagen auf dem die Akten lagen, die ganze Zeit hier gewartet hatte.
Nun stieß auch Marc wieder dazu und endlich konnten sie die Visite beginnen.
Eigentlich hatte Gretchen mit Sabine vorgehen wollen, Marc hielt sie jedoch für einen kurzen Moment zurück. Erst als Sabine ein paar Meter vor ihnen war, ließ er Gretchen wieder los und die beiden setzten sich ebenfalls in Bewegung.
Und Gretchen sollte schnell heraus finden warum Marc sie zurück gehalten hatte, denn kaum hatte er ihr Handgelenk losgelassen, da spürte sie auf einmal wie seine Hand sich seitlich unter ihren Kittel schob und hinten unter ihr T-Shirt wanderte. Mit steigender Atemfrequenz schloss sie für einen kurzen Moment die Augen als sie fühlte, wie Marcs Fingerspitzen sanft über ihren Rücken glitten. Sie versuchte jedoch sich nichts anmerken zu lassen, was ihr allerdings nicht gelang, dafür kannte Marc sie einfach zu gut.
Vor dem ersten Patientenzimmer angekommen, nahm er schmunzelnd seine Hand wieder weg und öffnete immer noch grinsend die Tür. Sabine, welche vor der Tür gewartet hatte, folgte Gretchen, welche ebenfalls das Zimmer hinter Marc betrat.
„Guten Morgen Herr Peters!“

schleumel Offline

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02.07.2010 08:03
#85 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so den heutigen teil gibt es schon ganz früh, bin nämlich nachher unterwegs so von wegen badesee und so
danke an alle kommischreiber und leser, ihr seid die besten
und jetzt viel spaß =)


Im Zimmer angekommen blieben die drei vor dem Bett von Herr Peters stehen und Marc ließ sich von Sabine seine Akte geben.
„So Herr Peters. Ich bin Doktor Meier, Oberarzt. Sie sind also von der Leiter gefallen und haben sich das linke Bein gebrochen, hm?“ fragte Marc, während er die Akte studierte.
Leicht beschämt nickte Herr Peters Marc zu und wartete darauf, was Marc jetzt sagen würde. Dieser entnahm der Patientenakte ein Röntgenbild und warf einen genauen Blick darauf. Schließlich schaute er wieder auf und setzte ein knappes Lächeln auf.
„Sie müssen nicht operiert werden. Das ist ein glatter Bruch, da reicht ein einfacher Gips. Haben sie noch Schmerzen oder andere Beschwerden seit sie von der Leiter gefallen sind?“
Während Herr Peters das Gesicht zu einer nachdenklichen Miene verzog, machte Marc einen Schritt zur Seite, näher an Gretchen heran, die das mit Verwunderung zur Kenntnis nahm.
Wenig später spürte Gretchen eine Hand auf ihrem Rücken die vorsichtig hoch und runter strich und sich schließlich auf ihren Hintern legte. Augenblicklich schoss Gretchen die Röte ins Gesicht und sie funkelte Marc böse von der Seite an. Marc jedoch hatte seinen Blick starr auf Herr Peters gerichtet.
„Also eigentlich habe ich keine Schmerzen. Und sonst… auch keine Beschwerden. Außer dem Bein natürlich.“
Herr Peters fing laut an zu lachen bei seinem „Witz“, was Marc nur dazu veranlasste die Augenbrauen skeptisch zu heben und wieder einen Blick in die Akte zu werfen die er immer noch in der freien Hand hielt.
Mit der anderen Hand strich er weiterhin über Gretchens Hintern. Mit ihrem linken Arm versuchte Gretchen Marcs vorwitzige Hand loszuwerden, was ihr allerdings nicht so leicht gelang, schließlich wollte sie möglichst unauffällig dabei sein.
"Sabine? Erstversorgung, Gips und dann Entlassung vorbereiten!" sagte Marc schließlich und reichte Sabine die Akte, welche sie gleich zur Hand nahm.
"Herr Peters, wir sehen uns das nächste mal zur Nachuntersuchung und bis dahin bitte von allem fernhalten das höher ist als Sie."
Aus den Augenwinkeln konnte Marc erkennen, dass Sabine grinste, Gretchen allerdings war immer noch damit beschäftigt seine Hand möglichst unauffällig abzuschütteln.
"Und was ist mit meiner Frau? Die ist genau einen halben Kopf grösser als ich!", lachte Herr Peters und schlug sich daraufhin auf das Bein, traf aber dummerweise das falsche, weswegen er kurz vor Schmerz die Augen zusammen presste.
Nun war es auch an Marc zu grinsen. Er räusperte sich, nahm die Hand von Gretchens Hintern und deutete ihr mitzukommen.
"Hasenzahn, mitkommen. Es gibt noch einen weiteren Patienten der unsere Aufmerksamkeit braucht"
Gretchen verdrehte genervt die Augen, folgte Marc aber dann doch aus dem Zimmer.
"Ja meine vielleicht, deine ist ja ganz wo anders."
Marc verzog seine Lippen zu einem einseitigen Grinsen und als Gretchen sich an ihm vorbei aus dem Raum schob, konnte er nicht umhin einen Blick auf ihren Nacken zu werfen, der durch die hochgesteckten Haare gut sichtbar war und er musste schmunzeln als er daran dachte, wie empfindlich sie an dieser Stelle war.
"Mh, Hasenzahn, ich bin Oberarzt, sowas wie Multitasking wurde mir doch in die Wiege gelegt"
Gretchen schnaubte auf.
„Und wo ist jetzt dieser weitere Patient der unsere Aufmerksamkeit braucht?“
Abwartend ließ Gretchen ihren Blick zu Marc wandern. Dieser jedoch verzog seine Lippen zu einem anzüglichen Grinsen und machte einen Schritt auf Gretchen zu, so dass sie gezwungen war, ebenfalls einen Schritt zurück zu machen. Dort stieß sie allerdings mit ihrem Rücken gegen die Wand, was von Marc genau so beabsichtig gewesen war.
Noch bevor Gretchen ihm entwischen konnte, hatte Marc seine Hände links und rechts neben Gretchens Kopf an die Wand gestützt und jetzt sah er sie fordernd an.
„Maaaarc!“
„Hm?“
„Würdest du mich vielleicht…?“
Doch Marc dachte gar nicht daran Gretchen frei zu geben. Stattdessen beugte er seinen Kopf nach vorne und Gretchen konnte bereits seinen warmen Atem in ihrem Gesicht spüren. Augenblicklich begann ihr Herz wieder wie wild zu schlagen und sie begann schneller zu atmen.
Für einen kurzen Moment berührten sich ihre Lippen, doch zu einem richtigen Kuss kam es zunächst nicht, denn Marc zog seinen Kopf wieder zurück und schaute Gretchen an.
In ihren Augen konnte er sehen, dass sie es genauso sehr wollte wie er, doch aus irgendeinem Grund schien sie sich zu zieren. Wahrscheinlich war das wieder ihr prüdes Denken und die Angst von irgendwem erwischt zu werden.
Marc war jedenfalls egal ob man sie zusammen sehen würde oder nicht, deswegen presste er seine Lippen nun auf Gretchens und einen Arm nahm er herunter und legte ihn um ihre Hüfte um sie näher an sich zu ziehen.
Auch in seiner Magengegend kribbelte es gewaltig und nachdem seine Hand sich wenig auf Wanderschaft begeben hatte, hatte sich auch seine Herzfrequenz deutlich erhöht.
Sie fuhren erst wieder auseinander als sie von Gordons Stimme aus ihren Gedanken gerissen wurden.
„Äh, wir haben hier einen betrunkenen Jungen mit einem gebrochenen Finger. Würde einer von ihnen vielleicht mal…“
„Das kannst du machen Hasenzahn. Ich bin in meinem Büro wenn irgendwas ist.“

schleumel Offline

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03.07.2010 20:35
#86 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand!!!
ähem. ja
viel spaß mit dem neuen teil und danke an alle leser und kommischreiber


Mit Schwester Marion im Schlepptau, betrat Gretchen die Ambulanz und sie konnte schon von weitem hören was ihr blühte, denn der offenbar stark alkoholisierte junge Mann der sich den Finger gebrochen hatte, gröhlte lauthals durch die komplette Notaufnahme und hielt die Schwestern mit seinen Sprüchen auf Trab.
Bei dem etwa siebzehn jährigen Jungen angekommen ließ Gretchen sich von Gordon seine Akte geben und warf einen Blick darauf.
„Also, Lukas! Wo ist denn das Problem?“
Grade als Gordon ihr den Vorfall genauer erläutern wollte, meldete sich Lukas leicht abwesend und aschfahl zu Wort.
„Ich glaub… ich glaub mir ist schlecht!“
Kurz danach war ein lautes Würgen zu vernehmen und bald darauf schaute Gretchen entsetzt an ihrem T-Shirt herunter.
„Schwester Marion? Geben sie dem jungen eine Infusion mit Kochsalzlösung und machen sie eine Röntgenaufnahme von dem Finger. Ich… geh mich umziehen!“
Und schon war Gretchen auf den Flur gestürmt wo sie auch gleich auf Marc stieß. Der schaute sie ziemlich amüsiert an, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und zeigte mit dem Finger auf ihr Shirt.
„Sag mal wurdest du angekotzt oder was?“
Gretchen konnte sich nur zu einem einseitigen Lächeln durchringen während sie weiter in Richtung Schwesternzimmer ging, dicht gefolgt von Marc.
„Um deine Auffassungsgabe beneiden dich sicher auch alle, hm?“
Gretchen wollte grade weiter stürmen als sie von Marc am Arm zurück gehalten wurde.
„Hey, jetzt schalt doch mal nen Gang runter hier.“
Leicht angesäuert blieb Gretchen stehen und wollte grade die Arme vor der Brust verschränken, was sie aber dann doch lieber sein ließ und funkelte Marc böse an.
„Ach und wieso?“
Auf Marcs Lippen bildete sich ein dreckiges Grinsen und er konnte nicht umhin noch einen eindeutigen Blick auf das Desaster auf Gretchens Shirt zu werfen.
„Bei deinem Tempo verschleuderst du hier nur das… Mittagessen, also-“
„Marc!“
„Was denn? Ist doch so?“
Gretchen stieß noch ein wütendes „Argh!“ aus, ehe sie ihren Weg zum Schwesternzimmer weiter fortsetzte, immer noch dicht gefolgt von Marc.
„Hasenzahn bleibst du jetzt…! Ist dir nicht klar, dass so noch jemand ausrutschen könnte?“
Erneut drehte Gretchen sich zu Marc um, der sie immer noch belustigt musterte.
„Und ist die klar, dass du auch bald ausrutschen wirst, aber ganz absichtlich?!“
Erneut blieb Marcs Blick auf Gretchens Shirt kleben, dann jedoch verzog er sein Gesicht und packte Gretchen kurzerhand am Arm.
„Na komm.“
Gretchen riss sich jedoch genervt von ihm los und erwiderte ziemlich genervt:
„Ich hab jetzt echt keinen Bock auf deine Spiele Marc. Mag ja sein, dass dich das in irgendeiner… unmenschlichen Art und Weise anturnt, aber-“
Weiter kam Gretchen allerdings mit ihren aufgebrachten Ausführungen nicht weil Marc ihr trocken das Wort abschnitt.
„Hasenzahn, du solltest die Kleider wechseln.“
Daraufhin packte er sie am Handgelenk und schleifte sie weiter den Gang hinunter.
„Und mit Verlaub, der Geruch von Spaghetti mit… was ist das? Pudding? Turnt mich keineswegs an. Da ist ja dein Parfüm noch besser.“
„Bitte WAS hast du grade gesagt?“
Marc überhörte Gretchens Frage einfach und zog sie weiter den Gang entlang.
„Hast du Sachen zum wechseln im Spint?“
Fast schon schüchtern schüttelte Gretchen den Kopf und schaute anschließend auf den Boden.
„Na dann komm, ich fahr dich schnell nach Hause.“

schleumel Offline

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04.07.2010 16:04
#87 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

Schon kurz nachdem die beiden losgefahren waren, mussten sie feststellen, dass der Verkehr in Berlin mal wieder die Hölle war, und es sicherlich noch ewig dauern würde, bis sie das Haus von Gretchens Eltern erreicht haben würden.
Genervt schaute Marc auf die überfüllte Straße vor sich und er drückte ein paar Mal gereizt auf die Hupe, was allerdings nichts brachte, das es wirklich nur sehr sehr schleppend voran ging.
Angewidert kurbelte Marc das Fenster runter.
„Hasenzahn, du stinkst wirklich.“
Gretchen hatte für Marcs Spruch nichts weiter als ein lautes Aufschnaufen übrig. Es war immerhin nicht ihre Schuld dass dieser betrunkene Junge sie angekotzt hatte, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
„Ob du’s glaubst oder nicht, ich kann mir auch schöneres vorstellen, Marc!“
Genervt drehte Gretchen ihren Kopf zur Seite und schaute aus dem Fenster. Eine Weile herrschte Schweigen, bis Gretchen merkte, wie Marc das Steuer auf einmal aggressiv zur Seite riss und mit dem Wagen vor einer kleinen Boutique zum stehen kam.
„Komm, wir holen dir einfach was Neues. Die Straßen sind so voll, da sind wir heute Abend noch nicht bei dir.“
Etwas verunsichert nickte Gretchen und folgte Marc aus dem Wagen raus und in den kleinen Laden rein.
Drinnen wurden sie gleich von einer leicht aufgetakelten, überfreundlichen Verkäuferin empfangen.
„Aahhh, guten Tag die Herrschaften. Was kann ich denn für sie beide tun?“
Den riesigen Kotzfleck auf Gretchens Shirt schien die Verkäuferin galant zu ignorieren. Gretchen wollte sich grade erklären, als ihr von Marc das Wort abgeschnitten wurde.
"Ja meine Freundin wurde vollgekotzt und braucht was Neues"
Entsetzt blickte Gretchen zu Marc rüber, der die Verkäuferin allerdings so ernst er nur konnte anschaute und das ganze ernst zu meinen schien.
"Marc!"
Schulterzuckend wandte er sich schließlich an Gretchen und zog die Stirn kraus.
"Was? Ist doch so!"
Gretchen war das ganze schon wieder ziemlich peinlich und eine dezente Röte hatte sich auf ihre Wangen gelegt als sie sich wieder der Verkäuferin zuwandte.
"Ja aber man...ja. Also...ja ich brauch...ein neues T-Shirt"
Lächelnd schlug die Verkäuferin die Hände vor dem Bauch zusammen und nickte.
"Oh natürlich. Und in welcher Größe?"
Noch bevor Gretchen etwas erwidern konnte, hatte Marc sich bereits irgendein Shirt geschnappt und hielt es nun in die Luft.
"Das hier?"
Für einen Moment betrachtete Gretchen das Shirt in Marcs Hand, dann hob sie eine Augenbraue und sah Marc skeptisch an.
„Marc. Das ist Umstandsmode.“
Marc warf einen erneuten Blick auf das Shirt und blickte dann zur Gretchen rüber und konnte sich ein schelmisches Grinsen nicht verkneifen.
"Ja du...bist ja auch in einem gewissen Umstand, ne? So mit der Kotze?"
„Marc!“
Bevor die Situation noch eskalierte, hatte die Verkäuferin bereits ein paar T-Shirts zusammen gesucht und sie Gretchen in die Hand gedrückt. Ein kurzer Blick auf das Etikett verriet Gretchen dass sie Verkäuferin mit Größe 40 genau ins Schwarze getroffen hatte und die Shirts gefielen ihr auch vom Stil her. Also ließ sie sich von der Verkäuferin zur Umkleide führen.
Auf dem Weg dorthin entdeckte Gretchen allerdings noch ein wunderschönes Kleid, dass sie sich kurzerhand ebenfalls schnappte und mit in die Kabine nahm. Jetzt wo sie schon mal hier waren, würde sie das auch ausnutzen müssen. Marc betrachtet das ganze mit einem leichten Seufzen und ließ sich vor der Kabine auf ein großes schwarzes Ledersofa fallen.
Kurz nachdem Gretchen die Kabine betreten hatte, steckte sie ihren Kopf noch einmal aus dem Vorhang hervor und reichte Marc ihre Tasche.
„Passt du drauf auf?“
„Nein, Hasenzahn. Ich werde sie dem nächstbesten Menschen in die Hand drücken und dann lachend weglaufen.“
Genervt verdrehte Gretchen die Augen und schloss den Vorhang wieder. Manchmal konnte Marc wirklich unmöglich sein.

schleumel Offline

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05.07.2010 09:54
#88 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

ihr lieben!
heute gibt es noch mal ein bisschen zucker
*seriöse stimme einsetz* "die folgende textpassage ist für leser unter sechzehn jahren nicht geeignet." *seriöse stimme wieder ausschalt*
ihr wisst ja was das heißt
viel spaß damit


Eine gefühlte Stunde saß Marc jetzt schon auf dem schwarzen Ledersofa und Gretchen machte immer noch keine Anstalten in absehbarer Zeit aus der Umkleide raus zu kommen. Genervt spielte er an dem Träger von Gretchens rosa Tasche und starrte gelangweilt geradeaus.
„Hasenzahn wie lange dauert das denn noch?“
Gretchen hatte in der Umkleide grade das vorletzte Shirt anprobiert und zog es grade wieder aus.
„Also ein bisschen musst du dich noch gedulden Marc. Ich hab noch ein T-Shirt und das Kleid.“
Entsetzt blickte Marc auf und riss die Augen auf.
„Kleid?“
„Ja weißt du es hing da und ich dachte wenn wir schon mal hier sind dann…“
„Verstehe.“ Erwiderte Marc trocken und ließ sich wieder ins Sofa zurück fallen.
Als Gretchen nach einer weiteren viertel Stunde immer noch nicht aus der Umkleide gekommen war, riss bei Marc so langsam der Geduldsfaden, weswegen er energisch vom Sofa aufsprang und den Vorhang ein Stück zur Seite riss um Gretchen, die grade das Kleid wieder ausgezogen hatte, zu sagen, dass sie sich gefälligst beeilen sollte.
Was er dann jedoch zu Gesicht bekam, brachte das Blut in seinen Adern zum kochen und mit weit aufgerissenem Mund starrte er die Frau an, die nur in dunkelblauer Spitzenunterwäsche vor ihm stand und ihn genau so anfunkelte, wie die kleinen Strasssteinchen auf ihrem BH-Träger.
„Marc?! Was soll-“
Plötzlich hörte Gretchen Schritte näher kommen und weil sie nicht wusste was sie tun sollte, schließlich wollte sie sich jede größere Peinlichkeit ersparen, zog sie Marc kurzerhand in die Umkleide, schloss blitzschnell den Vorhang und presste ihre Hand auf Marcs Lippen, damit er auch bloß die Klappe hielt.
„Alles in Ordnung bei ihnen? Oder brauchen sie Hilfe?“
„Nein, alles bestens. Daaankeee!“ rief Gretchen zwei Oktaven höher als normalerweise und hörte dabei zu, wie die Schritte der Verkäuferin sich langsam wieder entfernten. Eine Weile blieben die beiden noch so in der engen Kabine stehen, bis Gretchen langsam ihre Hand von Marcs Lippen nahm und ihn zischend anfauchte.
„Kannst du mir mal sagen was du hier drin zu suchen hast?!“
Marc war mit seinen Gedanken jedoch schon ganz woanders denn sein Blick war auf Gretchens Brüsten kleben geblieben, die nur von diesem kleinen Stück Stoff, welches sich BH schimpfte, bedeckt waren.
„Du hast doch… mich hier… reingezogen!“
Gretchen folgte Marcs Blick und hatte schnell festgestellt, warum er so vor sich her stotterte. Energisch legte sie einen Finger unter sein Kinn und hob seinen Kopf an, damit er ihr in die Augen sah und nicht ihre Brüste anstarrte.
„Also das hab ich ja nur gemacht weil… damit es nicht noch peinlicher wird. Und jetzt gehst du ganz schnell raus hier!“
Gretchen wartete darauf, dass Marc sich umdrehte und endlich die Kabine verließ, doch nichts dergleichen geschah. Eine Weile sah sie ihn abwartend an, bis sein Kopf auf einmal nach vorne preschte und er seine Lippen stürmisch und ohne Vorwarnung auf ihre presste. Gretchen wollte sich erst noch dagegen wehren, immerhin war ihr deutlich bewusst, wo sie sich grade befanden. Als sie jedoch ihren Mund öffnete, eigentlich um Marc zu sagen dass er gefälligst aufhören sollte, hatte Marc seine Zunge schon in ihren Mund geschoben und massierte damit fordernd die ihre.
Und schwupps, da war es um den Verstand der Margarethe Haase geschehen.
Leise seufzend schloss sie ihre Augen und spürte bald darauf, wie Marc seine rechte Hand weiter nach oben schob und damit verlangend über ihre Brust fuhr. Er machte noch einen winzigen Schritt nach vorne und presste seinen Körper ganz nah an ihren.
Gretchen spürte wie es bei ihr anfing zu Kribbeln und wie ihr immer wärmer wurde. Ihre Wangen waren bereits leicht gerötet, als sie noch einen letzten Versuch unternahm, Marc von seinem Vorhaben abzubringen.
„Marc!“ flüsterte sie leise, doch der war mit seinen Lippen schon längst weiter nach unten zu ihrem Hals gewandert und küsste nun sanft ihr Schlüsselbein. Durch ein paar Stirnfransen schaute er zu ihr auf und sah sie anzüglich an.
„Wenn du leise bist, merkt keiner was.“ Versicherte er ihr und machte sich mit der Hand, die er auf ihrem Rücken liegen hatte, daran den Verschluss ihres BH’s zu öffnen. Nur eine Sekunde fiel das gute Stück zu Boden und Marc ließ seine Lippen noch ein Stück weiter nach unten wandern. Mit beiden Händen umschloss er nun ihre Brüste und küsste begierig die empfindliche Haut dazwischen.
Gretchens Widerstand war mittlerweile einem unbändigen Verlangen gewichen und so machte sie sich daran Marcs Gürtel zu öffnen und ebenso seine Hose, die an seinen Beinen entlang zu Boden glitt.
Kurz darauf hatte Marc Gretchen mit einem Ruck umgedreht. Lüstern machte er sich daran Gretchens Nacken zu küssen, während seine Hände ihren Rücken entlang zu ihrem Po glitten und schließlich das kleine dunkelblaue Höschen von ihr abstreiften. Fordernd fuhren Marcs Hände über Gretchens Hintern während er immer noch ihren Nacken küsste.
Langsam ließ Marc seine Hand weiter nach vorne zwischen Gretchens Beine wandern was Gretchen kurz leise aufseufzen ließ. Sie warf ihren Kopf nach hinten und griff mit ihrer rechten Hand nach Marcs Haaren.
Kurz darauf drehte sie sich wieder um und öffnete stürmisch die Knöpfe von Marcs Hemd, welches bald darauf über seine Schultern zu Boden glitt. Verlangend schaute Gretchen Marc an, während sie eine Hand über seine muskulöse Brust weiter nach unten fahren ließ und ihre Hand anschließend in seine schwarze Boxershorts glitt. Marc zog daraufhin deutlich hörbar Luft durch die Nase ein und schloss genießend die Augen.
Bald darauf griff er jedoch nach Gretchens Handgelenk und zog ihre Hand so wieder aus seiner Boxershorts raus, die wenig später ebenfalls zu Boden glitt.
Fordernd presste Marc Gretchen an die Wand der Umkleide, hob mit einer Hand ihr linkes Bein an und mit der anderen hielt er sie an der Hüfte fest.
Und nur wenig später konnte Gretchen Marc tief in sich spüren. Sie hatte große Mühe ein lautes Aufstöhnen zu unterdrücken, schließlich wusste der Mann nur allzu gut was er tat. Immer wieder stieß er sein Becken nach vorne, zuerst nur langsam, dann jedoch immer fordernder, schneller und härter.
Als Marc merkte, dass Gretchen kurz davor war ihren Höhepunkt zu erreichen, schob er seinen Kopf ein Stück nach vorne und presste seine Lippen so gut er konnte auf ihre. Während er sie küsste, spürte er, wie sich ihre Finger in seinen Rücken krallten, nach wenigen Sekunden aber wieder locker ließen. Und fast im selben Moment war auch Marc froh, dass er seine Lippen immer noch auf die von Gretchen gepresst hatte, denn auch er hätte sonst wahrscheinlich laut aufgestöhnt.
Nachdem sie ein paar Sekunden verschnauft hatten, wurde Gretchen augenblicklich puterrot und hektisch suchte sie all ihre Sachen zusammen, während auch Marc sich schnell wieder anzog und, um auch ja nicht aufzufallen, einen Moment vor Gretchen die Umkleide verließ.
Gretchen zog sich irgendeins der vielen Shirts an, gepasst hatten sie schließlich alle, schnappte sich das Kleid und ihr altes Shirt und folgte Marc wenige Minuten später aus der Umkleide.
Immer noch mit hoch rotem Kopf ging sie zur Kasse und legte das Kleid dort ab. Dabei hatte sie die ganze Zeit das Gefühl, dass die Kassiererin sie so komisch ansah.
Allerdings bemerkte Gretchen auch, wie die Verkäuferin immer wieder interessiert zu Marc rüber blickte, der neben Gretchen stand und darauf wartete, dass sie gehen konnten.
Marc schien diese Blicke der Verkäuferin, die ihm zu allem Überfluss auch noch zugezwinkert hatte, auch bemerkt zu haben, weswegen er demonstrativ den Arm um Gretchens Hüfte legte und ihr für die Verkäuferin noch gut hörbar etwas ins Ohr flüsterte.
„Du warst so unglaublich heiß eben.“
Gretchens Gesichtsfarbe wurde daraufhin nur noch dunkler, Marc jedoch grinste vor sich her und strich Gretchen auch noch über den Hintern.
Als die Verkäuferin das sah, blickte sie starr auf ihre Kasse, packte das Kleid ein und gab den Preis für das Shirt ein, welches Gretchen bereits trug.
Gretchen bezahlte schnell und war froh, als sie endlich wieder in Marcs Auto zurück zum Elisabeth Krankenhaus saßen.

schleumel Offline

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06.07.2010 14:34
#89 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

Endlich wieder im Krankenhaus angekommen, gingen Gretchen und Marc grade den Gang Richtung Schwesternzimmer entlang, als Schwester Sabine auf einmal auf die beiden zukam.
„Ahh Frau Doktor ich hab schon gehört was in der Ambulanz passiert ist!“
Gretchen und Marc blieben kurz stehen und schauten beide Sabine an. Gretchen konnte sich noch zu einem Lächeln durchringen doch Marc verdrehte nur genervt die Augen.
Sabine hatte das allerdings nicht bemerkt und betrachtete Gretchen und Marc nun ein wenig genauer.
„Frau Doktor, war da wieder Wind?“
Gretchen verstand nicht sofort worauf Sabine hinaus wollte weswegen sie die Krankenschwester fragend ansah.
„Bitte was?“
Auf Sabines Lippen zeichnete sich ein wissendes Lächeln ab während sie weiter zwischen Gretchen und Marc hin und her schaute.
„Ja, ihre Haare sehen so aus als ob-“
Schnell und bevor Sabine ihre Vermutung äußern konnte räusperte Marc sich und schob sich gekonnt an Sabine vorbei.
„Jap, ich bin dann in meinem Büro und für den restlichen Tag nicht mehr erreichbar.“
Für einen Moment schauten beide Frauen Marc hinterher, Gretchen hatte sich jedoch relativ schnell wieder gesammelt und schenkte Sabine noch ein erzwungenes Lächeln, ehe sie hinter Marc her lief.
„Ja, Sabine. Ich muss dann auch mal.“
Sabine nickte nur grinsend und begab sich zufrieden in die Cafeteria.
Gretchen hingegen, hatte grade Marcs Bürotür aufgerissen, natürlich mal wieder ohne anzuklopfen, weswegen Marc von der Akte aufsah, die auf seinem Schreibtisch lag, und Gretchen mit hochgezogenen Augenbrauen anschaute.
„Ähhh hatte ich nicht gesagt, dass-“
Doch Gretchen ließ ihn gar nicht erst zu Wort kommen. Sie wollte jetzt unbedingt klären was da zwischen ihnen war. Und vor allem was da eben in der Boutique vorgefallen war.
„Marc, wir müssen reden!“
Marc zog die Stirn in Falten und lehnte sich ein Stück in seinem Stuhl zurück.
"Und...über was?"
Bereits jetzt schon davon genervt, dass sie Marc mal wieder jedes Wort einzeln aus dem Mund würde ziehen müssen, stemmte Gretchen die Hände in die Hüften und sah ihn eindringlich an.
"Ja über..das was jetzt da vorgefallen ist. In der Umkleide."
"Und was soll ich dazu jetzt genau sagen weil ich war nur...knapp 5 Minuten drin?"
Gretchen zog eine Augenbraue hoch und wippte ungeduldig mit dem rechten Fuß auf und ab.
"Marc!"
"Ja ist es jetzt meine Schuld wenn du so lange brauchst um dich umzuziehen!"
"Nein ich...du weißt schon, dass wir...hm hm…schon wieder!"
Allein bei dem Gedanken daran wurde Gretchens Gesicht augenblicklich wieder zartrosa und in ihr stieg kurz eine Hitzewelle empor, was sie Marc aber nicht merken ließ.
"Ja gut und...jetzt willst du eine Detailbeschreibung oder was?"
Marc hatte sich mittlerweile von seinem Stuhl erhoben und stand Gretchen nun lässig an seinen Schreibtisch gelehnt gegenüber.
"Boah. Sag mal wie schwer von Begriff bist du eigentlich?"
"Ja dann sag doch was du genau willst!"
"Ich will ja nur dass wir-"
Aufschnaufend schaute Gretchen kurz zur Seite ehe sie Marc wieder in die Augen sah, und darin ein dreckiges Grinsen erkannte.
"Es vielleicht nochmals tun?"
"Nein! Ich mein...ja, nein...also jetzt bleib mal beim Thema!"
So langsam verstand Marc das ganze hier nicht mehr. Wie sollte er nur jemals aus Gretchen schlau werden, wenn sie sich immer so kompliziert ausdrückte.
"Ja, was ist denn das Thema? Jetzt sag schon was du willst Herrgott nochmal. Ist doch natürlich dass du wieder ran willst."
"Ey...! Ich finde nur wir sollten drüber reden. So geht das doch nicht, dass wir...hier und…dort aber das was dazwischen ist das...ja."
Das war endgültig zu viel für den jungen Mann und auf seinem Gesicht zeichnete sich ein riesiges Fragezeichen ab.
"Das was...hä?"
Gretchens Miene wurde langsam ärgerlich. Es konnte doch nicht wahr sein, dass dieser sture Bock schon wieder nicht seinen Mund aufbekam um Klartext zu reden. Das schlimmste dabei war, dass sie trotzdem wehrlos gegen ihn war.
"Ach Marc jetzt stell dich nicht so an."
"Hasenzahn. Wenn du mich wieder flachlegen willst, dann gib‘s einfach zu. Ansonsten sag schon was du wirklich willst."
Verlegen schaute Gretchen zu Boden und schon fast flüsternd verließen die Worte ihren Mund.
"Ja halt...dich..."
"Also doch!" stellte Marc zufrieden fest und wollte grade einen Schritt auf Gretchen zu machen, als diese plötzlich wieder vom Boden aufschaute und ihm direkt in die Augen sah.
"Aber nicht so! Ach..Mensch, ich...Gott!"
Gretchen drehte sich um, öffnete die Bürotür und stürmte auf den Gang. Als die Tür knallend ins Schloss fiel, zuckte Marc kurz zusammen und starrte eine Weile auf die geschlossene Tür ehe er plötzlich wieder aus seinen Gedanken erwachte, die Tür aufriss und Gretchen nachrannte.

schleumel Offline

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07.07.2010 12:19
#90 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

huhu mädels :)
es geht weiter , ich hoffe der teil gefällt euch
danke an alle kommischreiber und leser
und jetzt viel spaß beim lesen :)


„Hasenzahn jetzt warte!“
Kurz bevor Gretchen den Aufzug erreicht hatte, hatte Marc sie eingeholt. Schnell preschte seine Hand nach vorne und fasste die blonde Frau am Handgelenk. Sie wurde einmal herumgewirbelt und dann mit dem Rücken an die Wand hinter ihr gepresst.
Dicht vor ihr stand Marc, der immer noch ihr Handgelenk hielt und sie allerdings so intensiv ansah, dass Gretchen keinen weiteren Fluchtversucht startete.
„Was ist?“ gab sie patzig zurück und wartete nur auf den nächsten blöden Spruch von Marc. Doch nichts. Kein blöder Spruch und auch kein dreckiges Grinsen.
Stattdessen ließ Marc ihr Handgelenk los und legte die nun frei gewordene Hand auf ihre Hüfte während er sie immer weiter aus seinen grünen Augen ansah.
„Hasenzahn ich hab ja nicht gesagt dass ich dich nicht will…“ raunte Marc ihr zu und seine Lippen waren ihrem Hals schon verdächtig nahe gekommen. Mit einer Hand drückte Gretchen schließlich gegen Marcs Brust um ihn ein Stück von sich weg zu drücken und um ihm wieder in die Augen sehen zu können.
„Soll das jetzt heißen, dass…“ doch weiter kam Gretchen nicht, denn Marcs Kopf war blitzschnell nach vorne geeilt und nun drückten sich die meierschen Lippen fest auf die von Gretchen Haase und brachten sie so zum Stillschweigen.
Marc hatte das zeternde Weib in seinen Armen zunächst nur geküsst, um sie endlich zur Ruhe zu bringen, jetzt jedoch merkte der junge Chirurg wie in ihm ein warmes Gefühl aufstieg und wie sehr er diese Frau schon wieder begehrte, obwohl er sie vor nicht mal einer Stunde noch gehabt hatte. Und es war nicht nur das. Am liebsten wollte er sie die ganze Zeit um sich haben.
Und mit einem Mal legte Marc so viel Gefühl in diesen Kuss, dass Gretchen glatt umgekippt wäre, hätte der Mann nicht kurz zuvor seine Arme um ihren Körper geschlungen und sie fest an sich gezogen.
Als er nach einer Weile eher widerwillig den Kuss löste und sie ansah, wusste er genau, dass sie genau dasselbe gespürt hatte wie er. Für einen Moment schloss Marc die Augen und sog den Duft ihrer blonden Mähne ein, dann sah er sie wieder an, jedoch unfähig etwas zu sagen.
In ihren großen blauen Augen konnte er erkennen, dass sie auf eine Erklärung hoffte, für das was grade und auch eben in der Umkleide geschehen war.
Marc jedoch war so überrumpelt von der Erkenntnis, dass er Gretchen vollkommen und wahrhaftig liebte, dass er keinen Ton heraus bekam. Sowas war ihm, dem Frauenheld schlechthin, schließlich noch nie passiert.
Immer noch abwartend schaute Gretchen verdutzt in das völlig abwesende Gesicht des Mannes vor ihr und so langsam wurde sie ungeduldig, weswegen sie Marc einen kleinen Klapps in die Seite verpasste, woraufhin er sie wieder klar ansah.
„Marc? Alles ok?“
Marc hatte sich schnell wieder gefangen, schließlich wollte er sich eine mögliche Peinlichkeit ersparen. Lächelnd blickte er Gretchen an und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
„Ich dachte ich hätte dir eben in dem Geschäft schon zu verstehen gegeben was ich von uns halte?“
Empört zog Gretchen die Stirn kraus.
„Also wenn du jetzt die Sache in der Umkleide meinst dann-“
Doch Marc ließ sie gar nicht ausreden. Nachher stellte sie nur wieder falsche Vermutungen an und er würde es ausbaden müssen, so viel war sicher.
„Hasenzahn ich meinte eigentlich vorher. Als ich sagte, meine… dings… ähh… Freundin *räusper* braucht ein neues Shirt.“

Hat der grade-? Oder hab ich mich etwa verhört? Das ist mir in dem Laden ja gar nicht aufgefallen. Ob er das denn jetzt auch ernst meint? Oder sagt er das jetzt nur damit ich ruhig bin?

„Und das meinst du ernst?“ fragte Gretchen schließlich, nachdem sie Marc wieder einigermaßen frei gegeben hatte.
Marc nickte daraufhin nur, sah sie aber ernst an und Gretchen wusste, dass er es meinte wie er es gesagt hatte.
Verlegen kratzte Marc sich am Ohr und blickte ein wenig hilflos auf Gretchen runter, die ihn immer noch verträumt ansah.
„Also jetzt wo wir… willst du da vielleicht heute Abend…“
„Zu dir kommen?“
Marc nickte nur. Immerhin war das Neuland für ihn, er würde Gretchen schließlich nicht einfach rausschmeißen können wenn es auf einmal doch nicht so lief wie er wollte. Doch jetzt gab es ohnehin kein Zurück mehr.
„Gerne!“ rief Gretchen aus, drückte ihm einen Kuss auf den Mund und verschwand in Richtung Schwesternzimmer.

schleumel Offline

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08.07.2010 11:59
#91 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so... nach dem "fiasko" gestern abend dachte ich mir ich setz euch ne kleine aufmunterung rein...
also... zumindest für diejenigen über 16
viel spaß damit und danke an alle leser und kommischreiber


Am Abend nach Dienstschluss war Marc schon zu sich nach Hause gefahren, Gretchen hatte sich von ihrem Vater mitnehmen lassen. Sie wollte nur noch schnell ein paar Sachen holen, man konnte schließlich nie wissen was der Abend noch ergeben würde. Also steckte sie schnell ein paar Klamotten und Unterwäsche zum Wechseln ein, ihre Zahnbürste und ihre Haarbürste.
Dann schwang sie sich auf ihr Fahrrad und machte sich auf zu Marc.
Zwanzig Minuten später saß sie im meierschen Wohnzimmer auf dem Sofa und wartete darauf, dass Marc aus der Küche zurück kam.
Der kam nach einer Weile wirklich mit zwei Tellern bewaffnet auf sie zu, stellte die Teller vor ihr auf dem Tisch ab und setzte sich zu ihr. Gretchen musste sich sehr zusammenreißen um nicht laut aufzulachen, als sie sah, was Marc ihr da feines „gekocht“ hatte.
Schmunzelnd nahm sie ein Stück der dampfenden Tiefkühlpizza und beobachtete Marc dabei wie er sich ebenfalls ein Stück nahm und sich einen Schluck aus seinem Bier gönnte.
Sie saßen eine Weile schweigend und essend nebeneinander, bis Marc schlussendlich seinen Teller wegstellte und Gretchen dabei beobachtete, wie sie das letzte Stück der Pizza in sich rein schob.
„Du sag mal Hasenzahn, müssten wir das nicht eigentlich feiern? Dass wir beide jetzt…naja…“
Gretchen schaute den Mann neben sich, der sie schon wieder so anzüglich anblickte, ungläubig an.
Dass Marc Meier ein kleiner Nimmersatt war, daran gewöhnte sie sich nur allzu gerne. Schmunzelnd nahm sie seine Hand in ihre und sah ihn eine Weile an. Er schien immer noch auf eine Bestätigung ihrerseits zu warten und bewegte sich wohl deshalb kaum.
Gretchen stellte schnell ihren Teller ab, den sie noch in der anderen Hand hielt, dann erhob sie sich kurz, nur um sich bald darauf auf Marcs Schoß zu setzen und ihn mit kleinen sanften Küssen zu überhäufen. Das ließ der junge Oberarzt sich nur allzu gerne gefallen und entspannt lehnte er sich zurück während seine Hände sich auf Gretchens Rücken legten und sie noch ein bisschen näher an sich ran zogen.
Diesmal war es Gretchen die die Initiative ergriff und ihre Zunge langsam und vorsichtig in Marcs Mund gleiten ließ. Marc war diesem Spiel natürlich alles andere als abgeneigt und so ließ er seine Hände ein Stück weiter nach unten rutschen und umfasste Gretchens Hintern.
Gretchen merkte augenblicklich wie ihr Bauch begann zu kribbeln und sie legte ihre Arme um Marcs Hals und intensivierte den leidenschaftlichen Kuss dem sie ihm ohnehin schon gab.
Sie spreizte ihre Beine noch ein wenig weiter um Marcs Erregung besser spüren zu können und während sie sich daran machte die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen, bedeckte sie Marcs Hals mit fordernden Küssen. Kaum war sein Hemd zu Boden gefallen, da senkte sich ein volles Lippenpaar auf Marcs Brust und Marc seufzte auf als Gretchen wieder von ihm abließ und sich aufrichtete, so dass er ihre vollen Brüste nun direkt vor seinem Gesicht hatte.
Diese indirekte Einladung ließ Marc sich natürlich nicht zwei Mal machen und mit einem geschickten Griff hatte er Gretchens neues Shirt hochgezogen und ihren BH zu seinem Hemd geworfen.
Gierig umfasste er ihre Brüste und senkte seine Lippen auf die selbigen herab. Fordernd umschlossen seine starken Hände ihre weichen Brüste und Marcs Lippen arbeiteten sich weiter vor zu ihren Brustwarzen, die er sanft küsste und liebkoste.
In beiden wuchs die Erregung schier ins Unendliche und es dauerte nicht lange, da hatte Marc Gretchen von sich runter gestoßen und sie aufs Sofa gelegt um ihr die Hose ausziehen zu können.
Marc schaute Gretchen noch einmal kurz an, ehe er sich hinunter beugte, Gretchens Slip zur Seite schob und mit seiner Zunge zwischen ihren Beinen abtauchte. Gretchen hatte währenddessen die Hand in seinen Haaren vergraben und stöhnte leise seinen Namen.
Nach einer Weile hob Marc seinen Kopf wieder an und sah Gretchen erneut an. Die richtete sich kurzerhand auf und drückte ihn so ins Sofa zurück, dass sie sich wieder auf ihn setzen konnte. Allerdings nicht, ohne ihm vorher Hose und Boxershorts auszuziehen.
Als sie ihren Unterkörper langsam auf seinen senkte und beide merkten wie Marc langsam in sie eindrang, entwich beiden ein lautes Seufzen. Für einen Moment genoss Gretchen das Gefühl ihn einfach nur in sich zu spüren, dann jedoch nahm sie die ungeduldigen Hände des Mannes unter ihr wahr, die an ihrer Hüfte klebten und darauf warteten, dass sie sich bewegte. Und das tat sie dann auch. Während sie ihr Becken zunächst nur langsam bewegte, konnte sie Marcs erregten Atem an ihrem Hals spüren und bald darauf bedeckten seine Lippen ihre Haut und hauchten brennende Küsse darauf.
Langsam wurden die Bewegungen ihres Beckens schneller und auch Marcs Atem wurde immer unregelmäßiger.
Gretchen streckte den Rücken durch und legte den Kopf nach hinten während sie die Augen schloss und merkte, wie Marc mit seinen Händen ihre Brüste umschloss.
Es dauerte nicht lange, da bäumten sich die Körper der beiden fast zum gleichen Zeitpunkt ein letztes Mal auf, nur um dann zufrieden ineinander zu versinken.
Gretchen wartete noch einen Moment, indem sie es genoss Marc so nah zu sein, ehe sie sich wieder von ihm erhob, ihm seine Boxershorts zuschmiss und kurz ins Bad ging.

schleumel Offline

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09.07.2010 10:42
#92 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so und weiter geht's :)
freut mich, dass der letzte teil euch gefallen hat danke an alle kommischreiber und leser
morgen wird es wahrscheinlich keinen teil geben weil ich den ganzen tag unterwegs sein werde.
aber jetzt erst mal viel spaß mit diesem teil hier


Eine gute halbe Stunde später saßen beide erschöpft auf Marcs Sofa und schauten Fern. Gretchen hatte sich in Marcs Bademantel gehüllt und hatte ihren Kopf an seiner Schulter angelehnt.
Sie war schon im Begriff einzuschlafen, als Marc sie auf einmal ansprach.
„Du Hasenzahn einen Vorteil hat das ja schon, dass wir beide jetzt… du weißt schon.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen erhob Gretchen ihren Kopf von Marcs Schulter und schaute ihn skeptisch an.
„Was meinst du?“
„Na jetzt zickst du wenigstens nicht mehr rum wenn ich dich küssen will. Und haust mir auch keine runter.“
Gretchen huschte ein Lächeln übers Gesicht, ehe sie gespielt beleidigt die Arme vor der Brust verschränkte und Marc empört ansah.
„Sei dir da mal nicht zu sicher Marc Meier. Wenn du nicht nett zu mir bist, setz ich dich auf Liebesentzug!“
Dem jungen Chirurgen fielen fast die Ohren aus dem Kopf als er Gretchens Drohung hörte. So was hatte noch keine Frau zu ihm gesagt. Normalerweise rissen sie sich eher darum, dass er mit ihnen schlief. Aber Gretchen war eben auch in dieser Hinsicht etwas Besonderes.
Schmunzelnd lehnte Gretchen sich wieder an seine Schulter und die beiden ließen sich noch eine Weile vom Fernseher berieseln.
Nach einiger Zeit bemerkte Marc zu seiner rechten ein leises Schnarchen. Er blickte daraufhin zu Gretchen runter, und erkannte dass sie bereits eingeschlafen war.
Mit einem Lächeln auf den Lippen erhob Marc sich vorsichtig, nahm die schlafende blonde Frau in seine Arme und trug sie vorsichtig zum Bett, wo er sie sanft ablegte und zudeckte.
Anschließend hob er die Decke an, legte sich zu Gretchen ins Bett und schlug seinen Arm um sie.
Gretchen wurde kurz wach als sie merkte, dass Marcs Arm sich um sie gelegt hatte, schlief jedoch fast augenblicklich wieder ein.
Sie seufzte leise auf, als sie sich auf einmal auf der Motorhaube eines alten weißen Cadillacs wiederfand. Sie trug einen weiten pinken Rock und eine weiße Bluse. In ihrem Haar steckte eine rosa Spange, die ihre blonden Locken ein wenig bändigte.
Neben sich erkannte Gretchen Marc, der einen Arm um sie gelegt hatte. Er trug blaue Jeans, ein weißes T-Shirt und eine schwarze Lederjacke. Seine Haare waren lässig nach hinten gegelt. Verzückt von dem wunderschönen Sonnenuntergang über Los Angeles zuckte Gretchen kurz mit den Schultern und lehnte sich weiter an Marcs Schulter an. Der Himmel war in ein prächtiges Farbenspiel getaucht und Gretchen genoss die Aussicht über die Stadt. Von hier aus konnte man sogar die großen „Hollywood“-Buchtstaben erkennen, die über der Stadt thronten.
Ein leichter Wind kam auf und wehte Gretchens Rock zur Seite. Auf ihrer Haut bildete sich eine Gänsehaut, was Marc gleich bemerkte und seinen Arm fester um sie legte.
„Frierst du, Babe?“
Verlegen nickte Gretchen woraufhin Marc seine Lederjacke auszog, sie ihr über die Schultern legte und ihr dabei half von der Motorhaube runter zu kommen. Zusammen stiegen sie in den weißen Cadillac und sahen der Sonne weiter dabei zu wie sie den Himmel in bunte Farben tauchte.
Marc legte seinen Arm wieder um Gretchens Schultern und zog sie ein Stück näher zu sich um sie besser wärmen zu können.
Gretchen bemerkte bald, dass Marc sie die ganze Zeit über anstarrte weswegen sie ihren Kopf in seine Richtung drehte und ihn ebenfalls ansah. Ihre Gesichter waren sich bereits jetzt schon so nahe, dass sie den Atem des jeweils anderen auf ihrer Haut spüren konnten. Gretchen schloss für einen Moment die Augen und spürte, wie Marc eine Hand an ihre Wange legte und seine Lippen sanft die ihren berührten. Mit einem Mal hatte Gretchen vergessen, dass sie eben noch gefroren hatte. Stattdessen jagte nun eine Hitzewelle nach der anderen durch ihren Körper und ihr Bauch kribbelte so sehr, dass sie Angst hatte gleich vor lauter Glück explodieren zu müssen.
Als Marc nach einer Weile von ihren Lippen abließ, sah er sie mit seinen smaragdgrünen Augen eindringlich an und strich ihr erneut über die Wange.
„Gretchen, du bist so wunderschön!“
Gretchen schmunzelte. Sie murmelte noch ein leises „Ach Marc.“ ehe sie sich schmatzend umdrehte und sich die Decke bis zu den Schultern hochzog.

schleumel Offline

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11.07.2010 23:56
#93 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

sooooorry dass der neue teil erst jetzt kommt aber ich war den ganzen tag am see und dann grillen und dann war ja auch noch finale... stress pur
jedenfalls kommt jetzt der neue teil für euch. mal gucken was marci in dieser nacht so träumt
viel spaß damit



Marc nahm das Schmatzen seiner Freundin nur noch am Rande wahr, denn auch er war grade dabei in eine Traumwelt abzutauchen.
Er war bereits schon seit Stunden unterwegs zu der Burg, in der man angeblich die wunderschöne blonde Prinzessin festhalten sollte.
Seine Rüstung lag schwer auf seinen Schultern und nur allzu deutlich spürte er das Gewicht des Schwertes welches an seinem Gürtel hing.
Das Pferd unter ihm trabte langsam den Weg entlang und die Sonne brannte. Marc griff nach seiner Feldflasche die an seinem Sattel hing, und nahm einen kräftigen Schluck Wasser.
So ritt Marc noch eine Weile, bis hinter einer Biegung tatsächlich aus der Ferne eine Burg zu erkennen war. Marcs Herz machte einen gewaltigen Satz. Schon bald würde er seine holde Herzensdame wieder in seinen Armen halten können.
Mit einem sehnsüchtigen Lächeln auf den Lippen gab er seinem Hengst die Sporen und die beiden preschten den schmalen unbefestigten Weg entlang auf die Burg zu.
Vor der Burg angekommen stieg Marc von seinem Pferd ab, band es an einem Baum fest, klopfte ihm zwei Mal beruhigend auf die Seite und betrat klopfenden Herzens die Eingangshalle der Burg. Kaum hatte er ein paar Schritte in die Halle gemacht, da trat ein komplett in schwarz gekleideter Mann vor ihn und hielt ihm sein Schwert entgegen.
Marc zog sein Schwert ebenfalls und blickte in die Augen des Burgherren, der Gretchen, seine holde Maid, gefangen hielt um sie mit dem König des Nachbarlandes zu verheiraten.
„Gebt frei die holde Dame, für euer Zuspruch ich euch entlöhnen werde!“
Der Burgherr, von Buren sein Name, blickte Marc entgeistert an und zog eine ratlose Miene.
„Was?“
Marc verdrehte genervt die Augen und atmet einmal tief aus.
„Ja gut. Lass das Weib endlich frei oder ich hau dir eine über!“
Das war die Sprache die von Buren verstand, doch er war ganz und gar nicht gewillt die Dame in seinem Turm einfach so frei zu geben.
„Ihr müsst schon mit mir kämpfen wenn ihr sie befreien wollt.“
Das ließ sich der tapfere Marc natürlich nicht zwei Mal sagen und er machte einen weiten Schritt nach vorne und hielt sein Schwert empor.
Die beiden tänzelten eine Weile um den jeweils anderen herum bis Marc mit seinem Schwert endlich nach vorne schnellte, sein Ziel allerdings verfehlte, weil von Buren sein Schwert ebenfalls nach oben riss und sich somit vor Marcs Angriff verteidigte.
Marc ließ sich davon allerdings nicht abschrecken und er wagte erneut einen Angriff. Doch auch dieser wurde von seinem Gegner abgeblockt.
Marc ließ seine Augen aufmerksam umher wandern um von Burens Schwachstelle zu finden. Davon abgelenkt wäre es für ihn fast zu spät gewesen als nun auch sein Gegner einen Angriff wagte und seine Schwertspitze Marc gefährlich nahe kam. Marc konnte grade noch ausweichen, taumelte allerdings und fiel zu Boden.
Für den jungen Ritter schien die Situation aussichtslos, er lag am Boden, das Schwert von Burens direkt an seiner Kehle. Von Buren wollte grade zustoßen, als Marc sich blitzschnell zur Seite rollte, sein Schwert ergriff und sich wieder aufrichtete.
„So leicht wirst du mich nicht los von Buren!“
„Das werden wir ja noch sehen!“
Mit einem gewaltigen Hieb hatte Marc von Buren das Schwert aus der Hand geschlagen und es mit seiner freien Hand aufgefangen. Siegessicher blitzte er von Buren an, der nun wehrlos und geschlagen vor ihm stand.
„Wenn du nicht willst, dass ich dich töte, dann verschwindest du ganz schnell von hier und lässt dich in diesem Land nie wieder blicken!“
Es dauerte nicht lange, da hatte der Feigling von Buren beschlossen zu türmen und so lief er so schnell ihn seine Füße tragen konnten aus der Burg hinaus in die Ferne.
Marc steckte sein eigenes Schwert wieder zurück in seinen Gürtel, das andere hatte er immer noch in der Hand als er die Treppen zum Turm hinauf lief.
Ungestüm riss er die Tür zu dem Zimmer ganz oben auf und erkannte darin seine Angebetete, die sogleich sie ihn erblickt hatte, vom Bett aufsprang und in seine Arme rannte.
„Oh teuerster Marc, ihr habt mich befreit aus den Fängen dieses abscheulichen von Buren!“
Stürmisch küsste Gretchen ihren Retter und wollte ihn nie wieder aus ihren Armen entlassen. Dem Ritter gefiel das nur allzu gut und ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
„Natürlich habe ich euch errettet. Ihr seid meine holde Prinzessin!“
„Oh Marc!“
Stürmisch küssten die beiden sich und der Ritter Marc hob seine holde mit einem Ruck hoch und trug sie zurück zum Bett, wo er sie sachte ablegte und sich über sie beugte.
Er würde sich jetzt erst einmal seine Belohnung abholen.

schleumel Offline

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13.07.2010 15:04
#94 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey! :)
sorry dass gestern nichts mehr kam, aber ich habs einfach nicht geschafft. ob ichs morgen schaffen werde, weiß ich auch noch nicht so genau aber ich geb mein bestes.
jetzt wünsch ich euch aber erst mal viel spaß mit dem neuen teil. es wird noch mal ein bisschen wärmer also nichts für die jüngeren unter euch
vielen lieben dank an alle kommischreiber und leser
glg


Als Marc am nächsten Morgen aufwachte, war Gretchen bereits aufgestanden. Sie stand neben dem Kleiderschrank und hatte sich grade wieder Marcs Bademantel angezogen, als sie merkte, dass Marc sie ansah.
„Guten Morgen!“ Gretchen schenkte Marc ein Lächeln, während sie den Gürtel des Bademantels um ihre Hüften fester zog und die Arme anschließend wieder fallen ließ.
Mit einem Schmunzeln dachte Marc an seinen Traum zurück, selbst davon überrascht, dass er tatsächlich imstande war, so etwas zu träumen.
„Hasenzahn? Ich will jetzt meine Belohnung!“
Und mit einem Satz war Marc aus dem Bett aufgesprungen, war auf Gretchen zugegangen und hatte seine Arme um ihre Hüfte geschlungen. Fordernd legten seine Lippen sich auf die ihren und seine rechte Hand wanderte ihren Rücken entlang um sie näher an sich ran zu ziehen.
Als Gretchen es schließlich nach einer Weile schaffte, sich von dem gierigen Mann loszureißen, sah sie ihn mit geröteten Wangen und überraschtem Blick an.
„Belohnung? Also ich weiß ja nicht was du geträumt hast Marc, aber ich gehe jetzt duschen.“ Und schon hatte Gretchen sich aus Marcs Fängen losgerissen und marschierte schnurstracks in Richtung Badezimmer.
Seufzend sah Marc an sich runter, richtete seinen Blick dann wieder nach oben und ließ die Schultern hängen.
Als er hörte, wie Gretchen das Wasser der Dusche anstellte, huschte ihm ein Lächeln über die Lippen und mit einem Mal hatte Marc Meier eine Idee. Schnell schlüpfte er aus seiner Boxershorts und warf sie neben sich auf den Boden. Auf Zehenspitzen eilte er ins Bad und schloss die Türe hinter sich so leise er konnte.
Gretchen hatte ihn zum Glück noch nicht bemerkt denn sie stand mit dem Rücken zu ihm und hatte ein leichtes Lied auf den Lippen.
Umso überraschter war sie, als sich zwei starke Hände um ihre Hüften schlangen und verlangende Lippen sich auf ihren Nacken legten.
Für einen kurzen Moment zuckte Gretchen zusammen, dann jedoch spürte sie, wie Marc seinen nackten Körper an ihren presste und sie konnte deutlich spüren wie erregt er war. Das verursachte bei ihr ebenfalls ein stürmisches Kribbeln und sie konnte nicht anders als die Augen zu schließen und Marcs fordernde Berührungen zu genießen. Seine starken Hände glitten über ihren Bauch und suchten sich stürmisch den Weg hoch zu ihren Brüsten. Dort angekommen umschloss Marc Gretchens Brüste mit seinen Händen und massierte sie verlangend und strich dabei immer wieder über ihre Brustwarzen.
Gretchen stöhnte laut auf als Marcs Lippen sich erneut auf ihren Nacken senkten und kurz darauf wurde sie herumgewirbelt und mit dem Rücken gegen die Duschwand gepresst.
Ein Schauer durchzog sie als ihr Rücken die kalten Fliesen berührte, doch gleich darauf wurde sie von einer erneuten Hitzewelle durchzogen weil Marcs Zunge ungeduldig Einlass in ihren Mund gefordert hatte und die ihn gewähren ließ.
Marc beugte seinen Kopf nun ein Stück nach unten und umfasste mit seiner linken Hand Gretchens Brust, die andere ließ er langsam zwischen ihre Beine gleiten, woraufhin Gretchen laut aufstöhnte. Mit ihrer eigenen Hand, drückte sie Marcs rechte Hand noch näher an sich ran, und das Kribbeln in ihrem Körper wurde umso stärker. Ihre freie Hand legte sie auf Marcs durchtrainierten Hintern und zog ihn ein Stück näher zu sich, so dass sie seine Erregung, die sich an ihr Bein presste, sehr deutlich spüren konnte.
Als Marc von ihr abließ, sah er Gretchen für einen kurzen Moment an, und mit pochendem Herzen und schwerem Atem betrachtete er die blonde Frau vor sich ein wenig genauer, denn das Wasser lief ihr in kleinen Rinnsalen über den Körper und ihre Haare klebten nass daran.
Dann beugte er sich wieder vor und küsste die Frau die er so sehr liebte so leidenschaftlich und verlangend, dass Gretchen einmal mehr befürchten musste, dass ihre Beine ihr den Dienst versagen würden. Wie gut, dass sie immer noch zwischen Marc und der Wand eingeklemmt war.
Als sie erneut kur voneinander abließen, sahen sie sich für einen Moment in die Augen. Anschließend beugte Marc seinen Kopf ein Stück nach vorne, bis seine Lippen direkt neben ihrem Ohr waren.
„Ich will dich. Jetzt sofort!“ flüsterte er Gretchen mit rauer Stimme zu und weil er wusste, dass Gretchen ihn ebenso sehr wollte, fackelte er nicht lange rum und hob Gretchens linkes Bein an, während sie ihre Arme um in legte.
Nur eine Sekunde später konnte Gretchen spüren wie er langsam in sie hinein glitt und ein lautes Stöhnen entwich beiden. Für eine Weile verharrte Marc, dann jedoch begann er sein Becken kräftig und schnell nach vorne zu stoßen, was Gretchen jedes Mal laut aufstöhnen ließ. Und so kam es, dass beide schon nach kurzer Zeit und beinahe gleichzeitig einen unglaublich intensiven und langen Höhepunkt erlebten.
Eine Weile standen sie danach noch zusammen in der Dusche, ließen sich vom Wasser berieseln und hingen ihren Gedanken nach. Marc huschte ein Lächeln auf die Lippen. Genau so hatte er sich seine Belohnung vorgestellt.

schleumel Offline

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15.07.2010 12:16
#95 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

so weiter geht's :)
ich danke euch für die lieben kommentare, ihr seid die besten und danke auch an die stillen leser :)
und jetzt wünsche ich euch viel spaß mit dem neuen teil
glg



Nachdem beide sich schließlich doch noch ohne Zwischenfälle und meiersche Angriffe hatten fertig machen können, waren sie in Marcs Auto ins Krankenhaus gefahren und hatten sich ins Schwesternzimmer begeben wo sie grade dabei waren ihre Kittel überzuziehen.
Nachdem Marc auch in die weißen Turnschuhe geschlüpft war, begab er sich zu Sabine an den Schreibtisch und sah sich die oberste Akte schon einmal an.
„Sabine der Junge mit dem gebrochenen Finger, ist der noch da?“
Sabine nickte und wies mit der Hand auf eine Akte die weiter rechts auf dem Tisch lag.
„Sie meinen den Jungen der die Frau Doktor angekotzt hat? Das hier ist seine Akte. Und wenn sie seine Entlassung noch nicht genehmigt haben, dann wird er wohl auch noch hier sein.“
Marc nickte ebenfalls und nachdem er die Akte durchgesehen hatte, war auch Gretchen zu den beiden gestoßen und sah Marc und Sabine abwartend an.
„Also, können wir dann jetzt, oder-“
Gretchen deutete mit einer Hand zur Tür hin woraufhin Marc sich räusperte und sich mit der Akte des Jungen in der Hand an Gretchen vorbei schob. Daraufhin folgten Gretchen und Sabine ihm und kurz darauf betraten sie zusammen das Patientenzimmer des Jungen.
Marc blieb neben dem Bett stehen, warf einen erneuten Blick auf die Akte, holte dann ein Röntgenbild hervor und schaute dann auf den Gips des Jungen hinunter.
„So Tim Schneider… Wie geht’s dem Finger? Wie ich sehe hat Dr. Rössel dir schon einen Gips verpasst.“
Der Junge nickte und nachdem er Gretchen erblickt hatte, die neben Marc hervorgetreten war, färbte sich sein Gesicht leicht rötlich und verlegen schaute er auf die Bettdecke. Gretchen hatte das vergnügt festgestellt. Schien so, als würde er sich trotz der erheblichen Menge an Alkohol doch noch an den kleinen Vorfall erinnern können.
Während Marc sich die Blutwerte des Jungen ansah, bemerkte Gretchen wie Tim langsam wieder seinen Kopf hob und Gretchen verhalten ansah.
„Tut mir übrigens leid. Also was ich da… Was da in der Notaufnahme passiert ist.“
Zunächst hatte Gretchen dem Jungen noch eine Standpauke halten wollen, dass so viel Alkohol gefährlich war und man wissen musste, wo seine Grenzen lagen, aber sie konnte sehen, dass es ihm aufrichtig leid tat. Und er machte auch wirklich nicht den Eindruck, als hätte er ernsthaft ein schlimmes Alkoholproblem, also schenkte Gretchen ihm ein gütiges Lächeln und nickte leicht.
„Ach ist schon in Ordnung.“ Winkte Gretchen ab und dachte dabei an die Sache in der Umkleide und wie danach eins zum anderen geführt hatte und sie nun tatsächlich Marc Meier als ihren festen Freund bezeichnen konnte.
„Hatte ja auch was Gutes.“ Fügte Gretchen noch hinzu und ihr Gesicht färbte sich augenblicklich zart rosa.
Marc hatte das mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen und schaute nun von den Werten auf.
„Ach ja? Was hat es denn gutes wenn man angekotzt wird Hasenzahn? Sag doch mal.“
Sofort wurde Gretchens Gesicht noch drei Nuancen dunkler und Marcs Lippen zierte ein vergnügtes Grinsen. Nervös fuhr Gretchen sich mit einer Hand durch die Haare und strich so eine Strähne hinter ihr Ohr.
„Also das… ich… das ist… ähm… geht dich gar nichts an Marc. Und wenn sonst alles in Ordnung ist, können wir ja jetzt auch mit dem nächsten Patienten weitermachen, ne?!“
Gretchen räusperte sich, strich ihren Kittel glatt, marschierte schnurstracks an Marc und Sabine vorbei und verließ den Raum. Seufzend ließ Marc die Schultern hängen, verdrehte genervt die Augen und ging hinter Gretchen her. Sabine folgte ihm mit den restlichen Akten.
Draußen vor der Tür hatte Gretchen schon auf Marc gewartet und kaum hatte Sabine die Patiententür hinter sich geschlossen, da polterte Gretchen auch gleich los.
„Sag mal Marc was sollte das denn bitte grade?“
Marc riss die Augen auf.
„Bitte?“
Verärgert stemmte Gretchen die Hände in die Hüften, ehe sie eine Hand wieder anhob und mit dem Zeigefinger vor Marcs Gesicht herum wedelte.
„Du weißt ganz genau was ich meine. Musst doch die Sache in der Kabine nicht gleich jedem auf die Nase binden.“ Zischte Gretchen und nahm den Finger anschließend wieder runter.
„Man Hasenzahn mach dich doch mal locker. Woher soll der Junge denn wissen wovon ich geredet habe? Und selbst wenn, den siehst du doch eh nicht wieder wenn der mal hier raus ist.“
„Ja aber trotzdem! Das musste doch nicht-“
Weiter kam Gretchen nicht denn Marc hatte seine beiden Hände an die Wand hinter Gretchen angelehnt und schloss somit ihr Gesicht zwischen seinen Armen ein.
„Sabine den Rest der Visite machen sie mit Knechtelsdorfer und Rössel. Dr. Haase und ich haben jetzt was zu besprechen!“
Die Krankenschwester nickte nur und ging zurück ins Schwesternzimmer, wo sie Knechtelsdorfer und Rössel mit dem Mikrophon ausrief.
„Und nun zu dir Hasenzahn. Wann hörst du endlich auf so verklemmt zu sein, hm?“
Noch bevor Gretchen antworten konnte, spürte sie Marcs warme und sanfte Lippen auf ihren und kurz darauf legte sich eine Hand auf ihre Hüfte. Sie hatte noch protestieren wollen, immerhin waren sie hier im Krankenhaus und auf dem Gang konnte sie nun wirklich jeder sehen, doch wie immer wenn Marc Meier sie küsste, hatte Gretchens Verstand sich bereits schon verabschiedet, weswegen sie eine Hand auf seinen Rücken legte und ihn näher zu sich zog. In Gretchen breitete sich langsam das wohlbekannte Kribbeln aus als Marcs Lippen sachte über ihren Hals fuhren. Sie schloss die Augen und atmete schwer aus, als die beiden auf einmal aufgrund einer schrillen Stimme erschrocken auseinander fuhren.

schleumel Offline

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16.07.2010 08:15
#96 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

morgen :)
setz euch den neuen teil jetzt schon rein weil ich heut den ganzen tag unterwegs sein werde. ob ichs morgen schaffe was rein zu setzen weiß ich leider nicht.
aber jetzt erst mal viel spaß mit dem neuen teil :)
(100 gummipunkte gehen übrigens an verena)


„Marc Olivier!“
Seufzend ließ Marc von Gretchen ab und ließ die Schultern hängen, als er seine Mutter erkannte, die auf ihren schwarzen Pumps laut klackernd immer näher kam und die beiden ungläubig ansah.
Als sie ihren Sohn endlich erreicht hatte, blieb sie vor diesem stehen, ließ ihren Blick zwischen Gretchen und Marc hin und her wandern und zog neugierig eine Augenbraue nach oben.
„Mutter wie oft muss ich es dir denn noch sagen, du sollst mich nicht-“
Doch Elke beachtete die Einwürfe ihres Sohnes gar nicht erst. Viel lieber wollte sie nun erst einmal wissen, warum sie ihn hier mit der Tochter des Professors in einer eindeutigen Pose vorgefunden hatte und das ohne jegliche Vorwarnung.
„Olivier hast du mir was zu sagen?“
So als wäre Gretchen gar nicht anwesend, deutete Elke mit ihrer kleinen schwarzen Handtasche zu Gretchen rüber und wartete auf eine Antwort von Marc.
„Also?“
Marc wich einen Schritt zurück und schaute seine Mutter an, welche ungeduldig auf eine Antwort von ihm wartete. Er wusste, dass seine Mutter einen riesen Aufstand machen würde, wenn er ihr jetzt sagen würde, dass er mit Gretchen zusammen war. Wenn es selbst für ihn ungewohnt und auch noch ein bisschen seltsam war so etwas zu denken geschweige denn es auszusprechen, wie sollte seine Mutter dann erst reagieren. Sie kannte ihn schließlich kaum anders.
Marc wusste allerdings auch genau so gut, dass ein falsches Wort von ihm Gretchen ganz schön sauer machen würde. Und er hatte wirklich keine Lust auf Diskussionen, weder mit seiner Mutter, noch mit Gretchen. Und so entschied er sich für die einfachste Lösung.
„Ich wüsste nicht was dich das angeht Mutter. Ich frage dich schließlich auch nicht aus über dein Liebesleben.“
Offensichtlich nicht zufrieden mit dieser Antwort blickte Elke ihren Sohn misstrauisch an, warf dann noch einen Blick zu Gretchen rüber, die die ganze Zeit noch kein Wort gesagt hatte, und drehte sich anschließend wieder zu Marc.
„Gut, ich bin auch eigentlich wegen etwas anderem hier.“
Grade als Elke ansetzen wollte zu reden, hatte Gretchen sich zum gehen umgewandt, doch mit einem Mal spürte sie Marcs Finger, die fest ihr Handgelenk umschlossen und sie schaute ihn für eine Sekunde an. Mit seinem Blick und dem festen Griff an ihrem Handgelenk bat Marc Gretchen eindeutig darum zu bleiben und ihn nicht mit seiner Mutter allein zu lassen.
Gretchen verdrehte die Augen leicht, entschied sich dann aber doch bei Marc zu bleiben und ihm beizustehen, schließlich wusste sie selber nur zu gut, wie sehr Mütter nerven konnten, und Elke Fisher hatte diese Fähigkeit anscheinend auch noch perfektioniert.
Also verschränkte Gretchen die Arme vor der Brust und blieb neben Marc stehen, gespannt darauf, weswegen Elke Fisher dieses Mal ins Krankenhaus gekommen war.
„Olivier ich habe eine Blockade!“
Marc seufzte laut auf, drehte sich anschließend um und schlug den Weg zum Schwesternzimmer ein. Er hatte vielleicht den winzigen Funken Hoffnung gehabt, dass er seine Mutter so abschütteln konnte, aber natürlich zeigte seine Flucht nicht die gewünschte Wirkung und Elke folgte ihm sogleich, was auch Gretchen dazu bewegte den beiden zu folgen.
„Mutter bitte! Ich arbeite! Hast du niemanden sonst den du damit nerven kannst?“
„Olivier ich bitte dich. Ich habe ein ernsthaftes Problem!“
Im Schwesternzimmer angekommen goss Marc sich einen Kaffee ein und ließ sich seufzend auf einen Stuhl fallen, Elke folgte ihm und setzte sich ebenfalls, während Gretchen am Schreibtisch stehen blieb und das ganze lieber mit ein wenig Abstand betrachtete.
„Was ist es denn dieses Mal? Ist dein Weinvorrat wieder zunichte gegangen? Oder hat wieder jemand deinen kreativen Jogakreis gestört, hm?“
Elke zog ihre Sonnenbrille ab und schob sie sich in die Haare, während sie noch einmal zu Gretchen rüber blickte, die immer noch angelehnt ab Schreibtisch stand.
„Sagen sie mal Kindchen, bekomme ich hier keinen Kaffee?“
Gretchen setzte ein unechtes Lächeln auf und griff daraufhin nach einer Tasse aus dem Schrank die sie anschließend mit Kaffee füllte.
„Doch natürlich Frau Fisher. Wir wollen ja nicht, dass sie wegen Kaffeemangels nachher nicht mehr an ihren literarisch wertvollen Werken weiter schreiben können.“
Immer noch falsch grinsend stellte Gretchen die Tasse vor Elke, die ihr nur einen missbilligenden Blick zuwarf, ab und lehnte sich anschließend wieder gegen den Schreibtisch.
„Also Mutter, was ist jetzt dein Problem, ich hab nicht ewig Zeit.“
Elke streckte daraufhin die Schultern durch und nahm erst mal einen Schluck Kaffee.
„Er hat es beendet und jetzt kann ich nicht mehr schreiben!“
Marc verstand nicht so recht, weswegen er seine Mutter fragend ansah.
„Wer hat was beendet?“
„Franz will nicht mehr mit mir schlafen!“

schleumel Offline

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18.07.2010 14:13
#97 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

weiter gehts :)
ich danke euch für die lieben worte und wünsche euch viel spaß mit dem neuen teil und noch einen schönen sonntag :)
glg


Erschrocken rissen Gretchen und Marc fast gleichzeitig die Augen weit auf und sahen Elke an, die so tat als hätte sie gerade das Natürlichste der Welt von sich gegeben und seelenruhig auf ihre manikürten Fingernägel schaute.
Gretchen starrte die Frau nur ungläubig und mit offenem Mund an, während Marc sich an seinem Kaffee verschluckte und erst einmal tief Luft holen musste.
Während Marc versuchte wieder zu Atem zu kommen, dachte Gretchen an die Situation im Büro ihres Vaters vor ein paar Tagen, als sie Elke und ihn in eindeutiger Pose erwischt hatte. Wenn er die Beziehung zu ihr nun tatsächlich beendet hatte, hatten ihre Worte anscheinend ihre Wirkung nicht verfehlt und er war endlich zu Verstand gekommen. Auf Gretchens Lippen bildete sich plötzlich ein kleines Lächeln, was allerdings gleich wieder verschwand, als ihr bewusst wurde, wie lange diese Sache zwischen ihrem Vater und Frau Fisher nun schon gelaufen war.
Gretchen war gerade dabei zu überlegen was sie nun am besten sagen würde, doch Marc kam ihr zuvor.
„Ja Mutter, das ist jetzt aber wirklich dein Problem!“
Mit einer ausladenden Handbewegung strich Elke Fisher sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht und schaute ihren Sohn verzweifelt an.
„Das weiß ich nur allzu gut selber, Marc Olivier. Aber du musst mir helfen diese schreckliche Blockade loszuwerden. Nächste Woche will mein Lektor bereits schon wieder drei neue Kapitel sehen und ich habe nicht einmal eins schreiben können. Dabei ist alles so abgestimmt dass ich den neuen Dr. Rogelt auf der Buchmesse präsentieren kann. Wenn ich mich nicht an die Zeitvorgaben halte, kann ich das ganz schnell vergessen.“
Marc seufzte laut auf und nahm erneut einen Schluck Kaffee ehe er sich wieder seiner Mutter zuwandte.
„Dann such dir doch einfach jemand anderen zum Vögeln. Irgendjemanden findest du sicher der dir die Blockade wegvö... der dafür sorgt dass die Blockade verschwindet.“
Skeptisch betrachtete Elke Fisher ihren Sohn und sie schien über seinen Vorschlag nachzudenken. Ein Blick in Gretchens Richtung verriet Marc jedoch, dass sie von seinem Vorschlag eher weniger begeistert war, denn sie schaute ihn ziemlich verärgert an und hatte dabei auch noch die Arme vor ihrem Körper verschränkt.
Plötzlich meldete Elke sich wieder zu Wort.
„Olivier, wie stellst du dir das vor? Ich bin nicht mehr die Jüngste und kann nicht einfach in irgendeinen Nachtclub gehen und mir jemanden aufgabeln. Das ist völlig unangemessen für eine Frau wie mich. Außerdem will ich ganz sicher nicht den erstbesten!“
Gretchen reichte es so langsam. Sie hatte schließlich besseres zu tun, als sich im Schwesternzimmer die lebensbedrohenden Liebesprobleme ihrer fast potenziellen Schwiegermutter anzuhören, vor allem nicht weil sie genau wusste, dass der letzte Mann mit dem Elke Fisher geschlafen hatte, ihr Vater gewesen sein musste. Allein bei de Gedanken daran wurde sie schon wütend, weswegen sie sich nun auch nicht mehr zurück halten wollte.
„Genau Marc, ich bitte dich. Eine Frau in ihrem Alter hat es da wirklich nicht so leicht. Wer will schon eine Frau mit Falten? Bei der man nur hofft, dass die Wechseljahre sich noch nicht eingeschlichen haben. Da musst du deine Mutter schon verstehen, dass es nicht so einfach ist einen Kerl aufzureißen.“
Elke Fisher drehte sich entrüstet zu Gretchen um, die für Elke aber nichts weiter als ein schiefes Lächeln übrig hatte.
„Sie kommen auch noch in mein Alter Kindchen, und da können sie froh sein wenn sie überhaupt noch irgendjemanden abkriegen. Ich meine wenn sie jetzt schon Übergewicht haben, wie soll das erst in dreißig Jahren sein?“
„Mutter!“
Nachdem Elke Gretchen noch einen missbilligenden Blick zugeworfen hatte, wendete sie sich wieder an Marc.
„Was? Ist doch so. Wenn sie nicht aufpasst sieht sie mit sechzig aus wie der Marshmallow-Mann.“
„Mutter!“ rief Marc ein weiteres Mal energisch, den ein Blick in Gretchens Richtung genügte um ihm zu zeigen, dass sie kurz davor war zu explodieren. Marc räusperte sich noch einmal ehe er begann zu sprechen.
„Gretchen ist nicht.... also... sie hat... sie ist nicht dick, ok?“
Verwundert starrte Elke ihren Sohn an. Warum verteidigte er denn jetzt dieses Mädchen, obwohl er genau wusste, dass Elke sie nicht leiden konnte und warum hielt er auf einmal zu Gretchen und nicht zu ihr?
So langsam dämmerte es Elke dann auch.
„Marc Olivier, sag bloß du und diese Person...?“
Weiter kam sie jedoch nicht weil die Tür zum Schwesternzimmer aufgerissen wurde und Bärbel und Franz eintraten.

schleumel Offline

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19.07.2010 17:00
#98 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hallöchen :)
ich möchte euch mal wieder für die tollen kommentare danken, ihr seid die besten und ein danke geht auch an die stillen leser und jetzt geht es auch schon weiter :)
ich hoffe es gefällt euch
glg


Überrascht blickte Franz Haase in die Runde und zu seinem eigenen Unwohlsein erkannte er die dunkelhaarige Autorin sofort. Er hatte seine Frau gleich wieder aus dem Zimmer schieben wollen um ja jede kleine Peinlichkeit zu vermeiden. Schließlich hatte er seiner Frau die zweite Affäre mit Elke Fisher immer noch nicht gestanden.
Bärbel dachte jedoch gar nicht daran das Zimmer zu verlassen.
„Ach Frau Fisher. Sind sie mal wieder hier um allen ihren Mitmenschen auf die Nerven zu fallen mit ihrem theatralischen Gerede?“
Bärbel setzte ein süffisantes Lächeln auf und goss sich daraufhin ebenfalls eine Tasse Kaffee ein, ehe sie sich zu Marc und Elke an den Tisch setzte, und sich ganz und gar nicht an der Anwesenheit der Autorin zu stören schien.
Elke Fisher hatte das mit Argwohn beobachtet und nachdem Bärbel sich zu ihr an den Tisch gesetzt hatte, hob sie fragend eine Augenbraue und warf einen Blick zu Franz hinüber, der sie mit seinem Blick schon quasi anflehte bloß dicht zu halten über das, was zwischen ihnen geschehen war.
Auch Gretchen war der Blick ihres Vater nicht entgangen und sie stöhnte kurz leise auf ehe sie die Augen verdrehte und zu Marc sah, der verwirrt zwischen Elke und Bärbel hin und her schaute, und schon ahnte, dass es gleich wohl ein riesen Donnerwetter geben würde.
Elke Fisher lehnte sich ein Stück in ihrem Stuhl zurück und lächelte selbstgefällig, ehe sie ihren Blick wieder von Franz abwandte und sich wieder Bärbel zudrehte.
„Wissen sie Frau Haase, ich glaube sie sollten hier mal nicht so große Töne spucken. Immerhin bin ich nicht diejenige die überhaupt nicht mitbekommt was in ihrer Umgebung abgeht.“
Bärbel Haase war nach den Worten der Autorin sichtlich verwirrt. Seufzend schlug Marc eine Hand vor die Augen. Er hatte es ja geahnt.
Franz Haase fielen bald die Augen aus dem Kopf nachdem er realisiert hatte, wie nah Elke dran war, Bärbel alles zu erzählen. Das wäre mit Sicherheit das Ende seiner Ehe mit seinem Butterböhnchen. Das würde sie ihm niemals verzeihen. Und das zu Recht. Sie war schon beim ersten Mal unheimlich verletzt gewesen und es hatte ihm weh getan sie so zu sehen und in der Zeit als er nicht bei ihr gewesen war, hatte er sie ehrlich und aufrichtig vermisst. Warum er in die Affäre ein weiteres Mal eingewilligt hatte, wusste er selber nicht. Diese Frau wusste anscheinend einfach welchen Schalter sie bei ihm umlegen musste um das zu bekommen was sie wollte. Bis vor 2 Tagen. Da hatte er die Sache endlich und für immer beendet und genau das schien ihr jetzt ordentlich gegen den Strich zu gehen. Hilfesuchend wandte der Professor seinen Blick zu Gretchen, die sogleich reagierte und einen Schritt nach vorne auf ihre Mutter zu machte.
„Weißt du Mama, ich glaube Frau Fischer will damit einfach nur sagen, dass… dass du noch gar nicht gemerkt hast, dass Sabine allen hier immer die Sterne liest. Und.. ja… solltest du auch mal ausprobieren.“
Verlegen kratzte Gretchen sich am Nacken während Bärbel sich wieder von ihr abwandte und verwirrt über Gretchens Worte nachzudenken schien. Gretchen warf einen schnellen Blick zu Marc rüber, der sie mit weit aufgerissenen Augen anstarrte und immer noch fassungslos war über Gretchens schlechte Ausrede.
Entschuldigend zuckte Gretchen mit den Schultern und ließ sich wieder gegen den Schreibtisch fallen um sich dort anzulehnen. So langsam wurde die Situation hier drin ziemlich ungemütlich und zwar für alle beteiligten.
Mit einem Mal erhob Elke sich von ihrem Stuhl und zog ein paar Blätter aus ihrer Handtasche, die sie anschließend Marc in die Hand drückte.
„Ließ das. Ich brauche deine Hilfe, ich bin schließlich deine Mutter. Ich weiß ja nicht wie lange mein… Problem noch andauern wird. Ich rufe dich morgen an.“
Mit diesen Worten stapfte Elke aus dem Schwesternzimmer und hinterließ einen mehr als genervten Marc, der sich schon wieder die Bücher seiner Mutter schreiben sah, nur weil sie mal wieder eine Blockade hatte. Stöhnend überflog er die Seiten, legte sie anschließend wieder zur Seite und schaute den Professor an, dem man regelrecht ansehen konnte wie erleichtert er war, dass er dieses Mal noch so glimpflich davon gekommen war. Aber er musste seiner Frau die Wahrheit sagen, so viel war sicher. Noch mehr Aufregung solcher Art würde sein ohnehin schon lädiertes Herz ganz sicher nicht aushalten. Er konnte schließlich keinen weiteren Herzinfarkt riskieren und er wollte seinem Butterböhnchen nie wieder weh tun, so viel stand fest.
Mit einem Lächeln nahm der Professor seine Frau an die Hand und half ihr vom Stuhl aufzustehen.
„Was hältst du davon wenn wir jetzt eine Kleinigkeit essen gehen? Oder einen Kaffee zusammen trinken?“
Bärbel war natürlich sofort begeistert und ließ sich nur allzu gerne von ihrem Mann aus dem Schwesternzimmer begleiten. Kaum waren die beiden verschwunden, da atmeten Gretchen und Marc erleichtert aus. Während sie hörbar Luft durch die Nase entließ, strich Gretchen sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht und sah Marc an, der gerade aufgestanden war und auf sie zu kam.
„Das war ganz schön knapp.“
„Hm!“
Ein Blick in die Augen des Mannes der ihr immer näher kam genügte um festzustellen was er wollte. Seine Hände hatten sich bereits fordernd um ihre Taille geschlungen und seine Lippen benetzten die empfindliche Haut an ihrem Hals als er mit rauer Stimme flüsterte:
„Wo waren wir eben stehen geblieben bevor meine Mutter uns gestört hat?“
Grinsend sah Gretchen Marc an, dann legte sie ihre Hände auf seinen Hintern und zog ihn näher zu sich ran.
„Ich glaube du wolltest mir zeigen wie sehr du mich liebst.“ Hauchte Gretchen verführerisch und presste ihre Hüfte gegen die von Marc.
Für einen Moment musste Marc schmunzeln dass Gretchen ihre Verklemmtheit anscheinend doch ganz gut ablegen konnte wenn sie denn wollte. Dann entschwand das Grinsen aus seinem Gesicht und mit einem kräftigen Ruck hatte er Gretchen angehoben und auf dem Schreibtisch abgesetzt. Küssend schlang sie ihre Beine um seinen Körper und sie spürte wie seine Hand langsam unter ihr Shirt glitt und ihren Rücken entlang strich.
Ein weiteres Mal wurden die beiden von einer schrillen Stimme auseinander gerissen und erschrocken und immer noch erhitzt, blickten sie in das hochrote Gesicht von Schwester Sabine, die panisch auf den Schreibtisch zugelaufen kam.

schleumel Offline

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20.07.2010 16:21
#99 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

„Frau Doktooor!“
Mit einem riesen Satz war Sabine am Schreibtisch angekommen und betätigte so schnell sie konnte den Knopf neben dem Mikrophon. Gretchen und Marc sahen ihr entgeistert dabei zu bis auch bei den beiden der Groschen fiel und sich ihre verwunderten Gesichter in entsetzte Gesichter verwandelten.
„Sabine? Haben sie etwa grade…?“ Gretchen sah die Krankenschwester fragend an und deutete mit ihrem Zeigefinger auf das Mikrophon.
Beschämt sah Sabine zu Boden.
„Tut mir leid, ich muss es wohl angelassen haben als ich Doktor Rössel und den Knechtelsdorfer für den Rest der Visite ausgerufen habe.“ Gab sie kleinlaut zu und wagte es gar nicht erst Marc ins Gesicht zu sehen.
„Sagen sie mal, was können sie eigentlich, hm? Nicht mal ein Mikrophon ausschalten? Ist das schon zu viel für ihren winzigen Intellekt?“ fauchte Marc und trat dabei einen Schritt näher an die ohnehin schon eingeschüchterte Krankenschwester heran.
„Es tut mir leid, ich bin so schnell gekommen wie ich konnte aber…“
Schlagartig wurde Gretchen bewusst, dass sie mal wieder Unterhaltungsprogramm für das gesamte Krankenhaus gehalten hatten.
„Sie meinen, das Mikrophon ist schon an seit-“
Sabine nickte nur stumm und fixierte mit ihren Augen weiterhin den Boden vor ihren Füßen.
„Marc, das ganze Krankenhaus hat bei dem Theater hier eben zugehört. Ganz zu schweigen davon dass meine Eltern jetzt auch schon von uns wissen. Und deine Mutter wahrscheinlich auch wenn sie nicht vorher schon das Krankenhaus verlassen hat.“
Marc zog die Augenbrauen hoch und bemühte sich um ein Lächeln, was ihm anhand der momentanen Situation einfach nicht gelingen wollte. Er wollte grade etwas erwidern, als seine Mutter plötzlich wie ein Blitz zur Tür herein geschossen kam.
„Marc Olivier! Sag mir bitte dass das nicht war ist! Oh ich hab es gewusst. Ich hab es schon geahnt als ich euch eben auf dem Flur getroffen habe. Und du hast mich angelogen! Genau! Angelogen hast du mich. Deine eigene Mutter. Wie konntest du mir das nur antun?!“
Seufzend verdrehte Marc die Augen im Kopf und musste dabei zusehen wie seine Mutter sich erneut auf einen Stuhl fallen ließ und sich erschöpft den Handrücken auf die Stirn fallen ließ.
„Ich hab dir doch gesagt, dass dich das nichts angeht Mutter. Mein Liebesleben hat dich doch früher auch nicht interessiert, warum also dann jetzt?“
Elke Fisher warf ihrem Sohn nur einen genervten Blick zu. Sie wollte sich grade an Gretchen wenden, als Bärbel und Franz in Zimmer platzten.
„Kälbchen! Du und der Meier?“
„Margarethe! Schon wieder der Meier? Der bricht dir doch nur wieder das Herz!“
Nun mischte sich auch Elke Fisher wieder ein.
„Ich habe ja gleich gesagt dass die beiden nicht zueinander passen. Mein Olivier hat etwas besseres verdient.“
Das hörte Franz Haase gar nicht gerne. Auch wenn der Sex mit Elke immer sensationell gewesen war, so durfte sie nicht über seine Tochter sprechen.
„Elke! Wie redest du denn über Gretchen?“
Elke reagiert darauf jedoch nicht, sondern schaute ihren sichtlich überforderten Sohn böse an. Jedoch hatte Bärbel Haase auf jeden Fall noch etwas zu dem Thema zu sagen.
„Franz, sie hat doch Recht. Zwar nicht damit dass der Meier etwas Besseres verdient hätte, aber die beiden passen doch wirklich ganz und gar nicht zusammen, das musst du doch auch sehen?“
Gretchen hatte sich das ganze Theater schweigend angesehen und musste einmal mehr feststellen, dass ihr hier offenbar mal wieder niemand eine richtige und selbstständige Entscheidung zutraute. Als ihre Mutter sie dann auch noch aufforderte mit ihr nach Hause zu kommen, platzte Gretchen endgültig der Kragen.
„Sagt mal was bildet ihr euch alle ein? Glaubt ihr nicht ich bin alt genug diese Entscheidung selber zu treffen? Könnt ihr euch nicht einfach mal für mich freuen anstatt gleich wieder alles schlecht zu reden? Ihr habt doch überhaupt keine Ahnung von allem. Und jetzt lasst mich alle in Ruhe bevor ich wirklich noch eine schlechte Entscheidung treffe!“
Mit diesen Worten stapfte Gretchen aus dem Schwesternzimmer.
Marc warf einen Blick in die mittlerweile staunend schweigende Runde und zuckte kurz mit den Schultern ehe er Gretchen hinterher lief.
Zurück blieben die verdutzten Eltern des Pärchens und eine ziemlich eingeschüchterte Sabine.

schleumel Offline

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21.07.2010 17:23
#100 RE: 2. Story von Schleumel Zitat · antworten

hey!
ich will euch nochmal für die lieben kommentare danken :) und natürlich danke ich auch den stillen lesern dafür, dass sie die story immer noch so fleißig verfolgen
und jetzt wünsche ich euch viel spaß mit dem neuen teil


„Hasenzahn jetzt warte doch mal!“ rief Marc Gretchen hinterher die völlig aufgelöst den Gang des Elisabethkrankenhauses entlang lief. Sie hatte es zwar nicht beabsichtigt, letzten Endes kam sie aber doch vor Marcs Büro an, wo sie die Tür aufriss und hinein stampfte.
Marc hatte grade hinter ihr den Raum betreten als sie sich energisch mit einer Hand an den Kopf fasste, sich zu ihm umdrehte und ihn verzweifelt ansah.
„Das ist wieder mal typisch! Alle müssen sich einmischen weil sie meinen sie wüssten was das beste für mich ist. Mache ich denn wirklich so einen unfähigen Eindruck? Als würde ich mein Leben nicht selber auf die Reihe bekommen? Unglaublich was die sich alle einbilden. Ich mische mich doch auch nicht fortwährend in das Leben meiner Eltern ein!“
Gretchen schnaubte auf und schnappte nach Luft während sie die Arme wieder fallen ließ, mit denen sie eben noch wild in der Luft herum gestikuliert hatte. Ihr Gesicht war leicht gerötet und ihre Haare standen in wilden Strähnen von ihrem Kopf ab.
Marc sah sie für einen Moment an, dann machte er einen Schritt auf sie zu und strich ihr behutsam über den Arm.
„Ach komm Hasenzahn. Ist doch egal was die denken.“ Versuchte er sie zu besänftigen und schloss seine Arme um ihren Körper.
Gretchen hatte sich mittlerweile auch wieder ein bisschen beruhigt und nun sah sie mit großen, traurigen Augen zu dem Mann hoch der sie im Arm hielt.
„Ich weiß, dass es eigentlich egal ist Marc. Aber ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt. Ich meine, meine Eltern sollten nicht durch die Krankenhauslautsprecher zusammen mit dem Rest des Krankenhauses von uns erfahren. Vielleicht hätten sie es dann auch anders aufgenommen. Ich meine ich wusste ja dass meine Mutter nicht grade erfreut sein würde aber trotzdem. Ich dachte eben ich würde sie noch von uns überzeugen können wenn sie wüssten wie sehr ich dich liebe.“
Marc lächelte die Frau in seinen Armen an, drückte sie noch ein Stück näher an sich und gab ihr einen sachten Kuss auf ihr zerzaustes blondes Haar.
„Du kannst sie doch jetzt immer noch von uns überzeugen Hasenzahn. Dass sie es so durch die Lautsprecher erfahren mussten haben sie sich sicher auch anders vorgestellt. Hab doch ein bisschen Geduld.“
Behutsam strich Marc mit seinem Daumen über Gretchens Wange worauf sie ihr Gesicht ein Stück hob und ihn ansah.
„Meinst du wirklich?“
Die erste Träne bahnte sich den Weg hinunter von Gretchens Auge über ihre Wange bis hin zu Marcs Daumen, der die Träne gleich wieder wegwischte und seine Lippen sanft auf ihre Stirn senkte.
„Ganz sicher.“ Raunte Marc und drückte sie erneut an sich.
Gretchens Lippen umspielte ein zartes Lächeln und eine Welle voller Wärme strömte durch ihren Körper als Marc sie noch ein bisschen fester an sich drückte.
Eine Weile standen die beiden so da und genossen die Wärme und die Geborgenheit des anderen, bis sie vom Gang aus wieder Stimmen vernahmen.
„Kälbchen? Meier?“
„Margarethe?“
Ebenfalls konnten sie Schritte hören, besonders laut waren die, die offensichtlich von hohen Absätzen stammten.
„Marc Olivier!“
Stöhnend ließ Marc von Gretchen ab und schaute durch seine offene Bürotür auf den Gang, wo er Bärbel und Franz Haase und seine Mutter auf Gretchen und sich zukommen sah.
Schon von weitem fingen die drei an zu reden.
„Margarethe du kannst dich doch nicht einfach aus dem Staub machen. Da gibt es noch einiges zu klären. Du kannst uns das doch nicht einfach verschweigen wenn du mit dem Meier zusammen bist.“
„Das gleich gilt auch für dich Olivier. Deine Mutter einfach so im Schwesternzimmer alleine zu lassen. Und das, obwohl ich dank dir einem Herzinfarkt nahe bin!“
Marc warf einen Blick zu Gretchen rüber, die ebenfalls in Richtung Flur schaute und genervt die Augen verdrehte. Wenn ihre Eltern so einen Zirkus veranstalteten, mussten sie sich doch nicht ernsthaft darüber wundern, dass sie eben weggelaufen war weil sie einfach genug hatte.
Sie befürchtete schon, dass jetzt eine Endlosdiskussion folgen würde, die drei schienen nämlich wirklich nicht locker zu lassen, doch kurz bevor die drei Marcs Bürotür erreicht hatten, schlug Marc die Tür mit seinem Fuß zu und drehte blitzschnell den Schlüssel herum.
Was man anschließend vernahm, war ein wildes Klopfen und Rufen.
„Kälbchen was soll denn das? Mach sofort die Tür auf!“
„Marc Olivier ich warne dich! Du wirst diese Türe jetzt schleunigst aufmachen!“
Marc musste schmunzeln.
„Sonst was?“ fragte er provokant, verschränkte die Arme vor seinem Körper und blickte auf die geschlossene Tür.
Für einen Moment herrschte Ruhe, bis Elkes Stimme wieder zu hören war.
„Schön du willst es wohl nicht anders mein Sohn. Ich werde jetzt gehen!“ und schon vernahmen Marc und Gretchen ihre klackernden Schritte die sich leise entfernten. Kurz darauf hörte man zwei weitere Fußpaare die sich langsam entfernten, was Gretchen aufatmen ließ.
„Danke.“ Flüsterte sie Marc schon fast zu, was dieser mit einem Lächeln quittierte und noch einmal näher an sie ran trat und seine Lippen langsam auf ihre sinken ließ.

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