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Dieses Thema hat 347 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Verena1991 Offline

Frauenversteher:

Beiträge: 4.598

12.08.2010 19:52
#326 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Gretchen erschien in den nächsten drei Tagen nicht im Krankenhaus. Weder als Patientin noch als Ärztin. Vielmehr blieb sie einfach bei ihrer These, sie könnte ihre Krankheit „wegschlafen“. Irgendwann reichte es ihr aber, dass sie nur noch zu Hause blieb und nichts tat außer gelegentlich ihrer Mutter zu erklären, dass es schon besser werde. Und das war es auch tatsächlich schon etwas geworden. Gesund war die junge Frau jedoch noch lange nicht. In einem Moment von Übermut beschloss Gretchen, dass sie doch wieder arbeiten könnte. Da Marc jedoch schon vor Stunden zum Krankenhaus aufgebrochen war, blieb ihr nichts anderes übrig als mit dem Fahrrad zu fahren. Zwar fühlte sie sich etwas matt, aber das Gefühl versuchte sie zu unterdrücken. Es würde schon alles irgendwie werden. Und irgendwie schaffte sie es auch zum Krankenhaus. Große OPs sollte sie sich vielleicht noch nicht zumuten, aber gegen kleinere Sachen konnte doch nichts sprechen. Da war sie sich doch sicher. Sie war noch nicht lange auf der Station der Chirurgie, als sie auch schon entdeckt wurde. Und das von niemand Geringerem als Marc Meier persönlich. Und der war keinesfalls angetan von dem Auftauchen seiner Freundin. Er ließ sein Team, mit dem er gerade die Visite durchgeführt hatte, stehen und steuerte schnurstracks Gretchen an.
„Hasenzahn? Was zur Hölle machst du hier?“, fragte Marc sie prompt und hatte dabei die Hoffnung, dass sie sich doch einmal gründlich durchchecken lassen wollte. Doch da wurde er auch schon gleich enttäuscht.
„Arbeiten, was sonst?“, antwortete Gretchen ihm wie selbstverständlich, doch Marc konnte nicht glauben, was er da hörte. So viel Schwachsinn hätte er seiner Freundin nicht zugetraut.
„Arbeiten? Spinnst du jetzt komplett? In deinem Zustand kannst du doch nicht arbeiten! Wie bist du überhaupt hierher gekommen?“
„Mit dem Fahrrad.“, erklärte Gretchen ihm wahrheitsgemäß, doch für ihre Antwort hatte Marc nur ein Kopfschütteln übrig.
„Du kannst doch nicht einfach mal so mit dem Fahrrad ins Krankenhaus fahren! Du hast noch immer Fieber!“ Zur Überprüfung seiner Aussage legte Marc seine Hand auf ihre Stirn, die sich nun sogar noch heißer anfühlte als am Morgen.
„Marc, mir geht es doch schon besser! Zu Hause fällt mir langsam die Decke auf den Kopf.“
„Dann lern kochen oder mach sonst was Sinnvolles, aber wie kommst du auf die bekloppte Idee, dass du wieder arbeiten kannst? Den Zeitpunkt bestimmt nämlich noch immer dein behandelnder Arzt und der bin noch immer ich!“
„Soll ich jetzt wieder fahren, oder was?“
„Jetzt wirst du mal richtig untersucht!“, stellte Marc in einem Ton klar, der keinen Widerspruch duldete. Doch bevor er sich ganz Gretchens Gesundheit widmete, wandte er sich noch seinem Team zu. „Visite wird verschoben, wir haben noch einen Notfall reinbekommen. Sabine, bereiten Sie schon mal ein CT vor!“
„Ein CT? Mein Vater betet uns immer vor, dass wir sparen sollen!“, erinnerte Gretchen ihren Freund, während sich Sabine schon an die ihr angewiesene Aufgabe machte und sich die Traube des Teams langsam auflöste.
„Aber bestimmt nicht an der falschen Stelle! Dein Vater hält mir nämlich auch schon vor, dass ich dich mal richtig untersuchen soll!“
„Aber…“
„Kein ‚Aber’ mehr! Ich bin jetzt dein Arzt und entscheide, was das Beste für dich ist!“

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Verena1991 Offline

Frauenversteher:

Beiträge: 4.598

13.08.2010 01:39
#327 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

„Sieht ganz so aus, als hättest du dir da eine schöne Nasennebenhöhlenentzündung eingehandelt. Hab ich dir doch schon vorgestern gesagt!“, teilte Marc ihr nach all seinen gründlichen Untersuchungen die Diagnose mit, die das bestätigte, was er schon vermutet hatte. Spätestens heute hätte er sie auch ins Krankenhaus verschleppt, um sicherzugehen.
„Bitte? Gar nichts hast du mir gesagt!“
„Doch, hab ich! Du hast mir nur nicht zugehört in deinem Wahn, dass du gar nicht krank bist! Jetzt hast du es ja Schwarz auf Weiß.“
„Gut, dann bin ich eben doch krank! Verschreib mir was und dann kann ich auch gehen.“ Es wollte Gretchen nicht gefallen, dass sie wohl doch so im Unrecht gewesen war und sie am besten schon früher hätte ins Krankenhaus kommen sollen. Dafür musste sie sich wohl erst im Fieberwahn einreden, dass sie wieder arbeiten gehen könnte. Selbstsicher wollte Gretchen schon wieder von der Untersuchungsliege in Marcs Büro aufstehen, als sich Marcs Hand auch schon gegen ihre Brust stemmte und ihr klarmachte, dass die genau dort liegenbleiben sollte.
„Ist schon fast süß, wie du glaubst, ich würde dich tatsächlich gehen lassen!“ Mit diesen Worten und einem kleinen Grinsen im Gesicht ließ Marc ihre Vorstellungen platzen, ehe er mit deutlich ernsterer Miene fortfuhr. „Du hast eine bakterielle Infektion, das heißt, dass du Antibiotika bekommst und zusätzlich hast du die Wahl zwischen Nasenspray und Nasentropfen.“
„Dann nehm ich Spray.“ Sofort schrieb Marc ihren Wunsch auf das Rezept, bevor er nun seine Kompetenzen als Arzt gegen die als Freund eintauschte. Das verleitete Gretchen schließlich auch zu der Frage, warum sie meistens mit Ärzten anbändelte. Diese Sorgen waren unerträglich.
„Du bleibst jetzt hier liegen, bis ich fertig bin und dann fahr ich dich wieder nach Hause. Und damit du nicht wieder auf dumme Ideen kommst, werd ich deiner Mutter sagen, dass sie auf dich aufpassen soll, wenn ich arbeiten werde.“
„Bitte was? Ich bin doch kein Kind mehr!“
„Was du a ganz toll unter Beweis gestellt hast, als du einfach mal so mit dem Fahrrad zum Krankenhaus gefahren bist, um zu arbeiten.“
„Gut, das war eine blöde Idee, a-aber… Taschentuch! Hatschi!“ Marc rollte in seinem Bürostuhl nach hinten zu seinem Schreibtisch, um dessen Schubladen zu durchsuchen. Tatsächlich hatte er darin vorsorglich welche gebunkert und warf ihr die Packung rüber, die sie mit einem verschnieften „Danke“ auffing.
„Einsicht ist ja schon einmal der erste Weg zur Besserung.“
„Und genau deswegen ist es nicht nötig, dass meine Mutter auf mich aufpasst!“, verteidigte Gretchen weiter ihre Unabhängigkeit. Bärbel mutierte zu einer noch größeren Glucke, wenn eines ihrer Kinder krank war und darauf konnte Gretchen gut verzichten. Darauf wollte sie sogar unbedingt verzichten.
„Das glaube ich aber schon. Alternativ könnte ich dir natürlich auch eine elektronische Fußfessel verpassen.“
„Also so langsam spinnst du wirklich total! Ich bin krank und keine Schwerverbrecherin!“
„Der Übergang ist doch auch manchmal fließend. Fakt ist, dass du eine Gefahr für die Menschheit bist, wenn du so draußen herumläufst. Und für dich im Übrigen auch. Was mir auch nicht wirklich recht wäre, da ich mich mittlerweile doch schon sehr an dich gewöhnt habe und ich sonst auch gar nicht mehr wüsste, wer zukünftig meine Wohnung putzen soll.“
„Ich schwöre dir, dass ich dir den Hals umdrehen werde, sobald ich wieder topfit bin.“, kommentierte sie mit der kräftigsten Stimme, die sie aufbringen konnte, seine abgefälschte Liebeserklärungen. Doch mittlerweile hatte sie sich auch schon an ihn gewöhnt und auch an die Tatsache, dass sie nur selten wirkliche Liebesschwüre von ihm zu hören bekam. Doch er sorgte sich wirklich um sie und das war ihr Beweis genug von seiner Liebe.

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Verena1991 Offline

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Beiträge: 4.598

13.08.2010 16:13
#328 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Ich glaube allmählich, dass ich euch lang genug habe zappeln lassen, oder? Und als Dank für eure lieben Kommis hab ich mir gedacht, dass ich heute alle Teile bis hin zurück zur "Gegenwart" reinstellen könnte. Na, was haltet ihr davon? Ich richte mich da ganz nach euch

Marc hatte seine Drohung wirklich war gemacht. Fast eine Woche war Gretchen noch krank gewesen und kaum eine Minute davon blieb sie unbeobachtet. Den Großteil der Überwachung übernahm Doktor Marc Meier höchstpersönlich, der genauestens darauf achtete, dass Gretchen auch ja ihre Medizin einnahm. Doch da er noch andere Patienten hatte, hatte er tatsächlich noch Bärbel zur Unterstützung herangezogen, die nicht selten auch Franz mitschleifte. Während diesen Besuchen hatte Gretchen jedoch eine ganz klare Taktik: Sie stellte sich einfach schlafen. So konnte sie die Tage gut herumbringen und in aller Ruhe wieder genesen. Auch wenn sie sich auch ohne die wachenden Augen auf ihr ganz auf ihre Gesundheit konzentriert hätte. Zum Einen fehlte ihr noch immer die Arbeit, aber zum Anderen – und das war das stärkere Bedürfnis – vermisste sie auch die Zärtlichkeiten und Intimitäten mit Marc. Sie freute sich schon sehr darauf, wenn sie ihm ihre ganze Dankbarkeit dafür zeigen konnte, dass er sich so gut um sie kümmerte. Etwas zu gut für ihren Geschmack, aber besser als gar nicht. Sie meckerte zwar immer rum, wenn er sie fragte, ob sie ihr Antibiotikum schon genommen hätte, aber in Wahrheit liebte sie ihn dafür jedes Mal ein Stück mehr. Die Zeiten waren wohl endgültig vorbei, dass sich Marc Meier nur für einen einzigen Menschen interessiert und sich nur um diesen Gedanken gemacht hatte. Und das war er selbst gewesen. Gretchen Haase war stolz auf sich. Und auf ihren Freund. Mit ihren kleinen Makeln waren sie sonst doch ein perfektes Paar.
Doch irgendwann kam der Tag, an dem der letzte Husten erklungen, das letzte Taschentuch verbraucht und der letzte Kopfschmerz vergangen war. Sie fühlte sich wieder topfit und das merkte man ihr auch an. Und so war Gretchen auch der Meinung, dass Bärbel ihren Wachdienst abbrechen könnte, bevor Marc nach Hause kam. So hätte sie auch Zeit, um noch ein wenig etwas vorzubereiten. Doch Bärbel hatte noch ihre Zweifel an der Gesundheit ihrer Tochter.
„Aber, Margarethe, was ist, wenn du doch nicht wieder ganz fit bist und hier zusammenbrichst?“
„Mama, mir geht’s gut! Sogar hervorragend! Ich war jetzt über eine Woche lang krank, das reicht. Ich werde hier höchstens noch verrückt, wenn ich weiter nur rumliege!“
„Ja, aber…“
„Schau mich mal an! Mir geht es gut! Und das im Übrigen schon den ganzen Tag lang.“, argumentierte Gretchen weiter und hoffte, damit zum Erfolg zu kommen. Bärbel legte die Stirn in Falten und überlegte auch gründlich, was sie tun sollte und ob sie auf ihre Tochter hören konnte. An diesem Punkt durfte Gretchen keinesfalls aufhören. Nun hieß es unbedingt weiterzumachen. „Früher hast du mich doch auch immer gleich wieder in die Schule geschickt, sobald es mir besser ging!“
„Ja, schon, aber… Marc hat mir ganz deutlich gesagt, dass ich erst dann gehen soll, wenn er wieder da ist…“
„Und warum hat er das gesagt? Damit ich nicht wieder irgendwelche Dummheiten mache, wie er sagen würde. Und das mach ich bestimmt nicht! Außerdem geht es mir wie gesagt gut und daher ist es vollkommen unnötig, dass jemand auf mich aufpasst!“
„Und ich kann dich wirklich alleine lassen?“ Innerlich begann eine große Party in Gretchen. Sie wusste, dass sie ihre Mutter endlich so weit hatte.
„Ja, Mama!“
„Gut, aber du rufst an, wenn irgendetwas sein sollte!“
„Ja, Mama!“, antwortete Gretchen noch, war aber sicher, dass das nicht nötig sein würde. An diesem Tag würde nichts Schlimmes mehr passieren, sondern nur das das Gegenteil. Voller Vorfreude begleitete Gretchen ihre Mutter noch zur Tür, bevor sie sich für den Abend vorbereitete.

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Verena1991 Offline

Frauenversteher:

Beiträge: 4.598

13.08.2010 19:14
#329 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Irgendwie hab ich mir gedacht, dass euch der Vorschlag gefallen wird Dann spute ich mich mal, noch alles reinzustellen


Marc hatte sich schon beim Heimkommen gewundert, dass das Bärbels Auto nicht vor dem Haus stand. Dabei waren seine Anweisungen doch eindeutig gewesen. Er hoffte nur, dass nichts passiert war. Deswegen legte er den kurzen Weg zu seiner Wohnung etwas schneller gewohnt als sonst und öffnete rasch die Tür.
„Gretchen?“, rief er besorgt in die Wohnung und legte schnell seine Schlüssel beiseite. Zu seiner Erleichterung folgte Gretchen auch gleich seinem Rufen und trat aus dem Schlafzimmer. Sie trug nur einen kurzen Bademantel und ihre offenen Haare fielen locker über ihre Schultern. Sie lehnte sich seitlich gegen die Wand und sah ihn verführerisch an. Dieser Anblick ließ sein Blut vor allem nach der längeren Abstinenz ganz gewaltig in Wallung geraten. Gleichzeitig war er jedoch noch immer in Sorge um ihre Gesundheit und wollte ihr nicht zu viel zumuten. „Ist deine Mutter gar nicht mehr da?“ Das Thema auf Bärbel zu lenken, war für ihn eine gute Möglichkeit, sein Blut davon abzuhalten, in eine bestimmte Körperregion zu fließen.
„Nein, die ist schon gegangen. Das heißt, dass wir beide ganz alleine hier sind!“, hauchte sie ihm zu und kam dabei ganz langsam auf ihn zu. Marc konnte gar nichts dagegen tun, dass die Luft im Raum wieder knapp wurde.
„Äh… Und jetzt?“, fragte er und war unsicher, ob er ihre Avancen wirklich richtig verstand. Dabei war Gretchen der Meinung, dass diese doch wohl eindeutig waren.
„Jetzt feiern wir, dass ich wieder gesund bin!“
„Bist du sicher? Ich meine… nicht, dass du doch noch weiter etwas mit dir herumschleppst…“, druckste Marc herum und war eifrig darauf bedacht, dass er sich nicht zu sehr auf die Signale seiner Freundin konzentrierte. Doch das war ein aussichtsloser Kampf.
„Ich bin mir ganz sicher!“ Während sie ihm das noch einmal versicherte, öffnete sie den Bademantel und ließ ihn zu Boden fallen. In diesem Moment war der Kampf endgültig verloren. Denn Gretchen trug nichts außer schwarzer Spitzenunterwäsche. Selbst wenn Marc Widerspruch hätte einlegen wollen, konnte ihm kein Wort über die Lippen kommen, so verzaubert war er von ihrem Anblick. Welchen Eindruck sie auf ihn machte, konnte Gretchen ihm auch ganz einfach mit einem Blick auf seine Hose ablesen. Während Marc noch immer wie paralysiert dastand und den Körper seiner Freundin bewunderte, ging Gretchen nun zur Tat über und streifte Marc langsam den Mantel von seinen Schultern. Als sie sich anschließend ganz nah an ihn schmiegte und ihre Lippen erst nur sachte auf die seinen drückte, legte sich in Marcs Gehirn ein Schalter um und er erwachte aus seiner Trance. Fordernd platzierte er seine Hände auf Gretchens Hintern und forderte ebenso augenblicklich mit seiner Zunge Einlass. Diesen gewährte sie ihm natürlich gerne und sie musste auch nicht lange auf den nächsten Schritt warten. Seine Hände wanderten an ihren Beinen etwas nach unten, damit er sie anheben konnte und sie schleunigst ins Schlafzimmer tragen konnte, wo er sie aufs Bett legte und sich selbst über sie beugte. Seine Lippen begaben sich auf Wanderschaft über ihren Körper. Er vergrub sein Gesicht in ihrem Busen und benetzte diesen mit unzähligen Küssen, während er mit seinen Händen die Träger ihres BHs umfasste und diese langsam nach unter schob. Gretchen richtete sich leicht auf, damit er ihren Rücken entlangfahren konnte und mit einem Handgriff ihren BH öffnete. Gierig befreite er sie ganz von dem schwarzen Kleidungsstück und ließ es in einer Ecke des Schlafzimmers verschwinden. Doch natürlich sollte es nicht nur dabei bleiben. Es folgten alle übrigen Kleidungsstücke des Paares, sodass beide vollkommen nackt aufeinander lagen. Der kleine Meier war in Startposition und ein letztes Mal vor dem Eindringen wollte Marc Gretchen noch einen intensiven Blick zuwerfen. Er sah, dass sie ihn wollte. Ebenso, wie er sie wollte. Mit diesen Gedanken wollte er das erste Mal in sie vordringen, doch zuvor legte ihm die blonde Frau abwehrend eine Hand auf die Brust.
„Marc, warte!“, hauchte sie ihm zu, was ihn zu einem fragenden Zusammenziehen der Augenbrauen verleitete. Er täuschte sich doch nicht daran, dass sie auch mit ihm schlafen wollte. „Nach den Antibiotika sollten wir vielleicht lieber mit…“ Gretchen musste gar nicht zu Ende sprechen, da griff Marc auch schon zur Schublade des Nachtkästchens und holte daraus eine Verpackung Kondome.
„Daran soll’s nicht scheitern.“ Froh darüber, dass wenigstens Gretchen noch daran gedacht hatte, zog er sich das Kondom über, bevor er wieder ihren Blick auffing. Sie gab ihm ihr Okay und hielt ihn nicht weiter davon ab, dass er nun in sie eindringen konnte. Ein Stöhnen entwich ihr, als sie ihn in sich spürte. Erst bewegte er sich langsam in ihr, bevor beide das Tempo und ihre Lust kontinuierlich steigerten und ihre Bewegungen immer schneller wurden. Sie verliehen ihrer Begierde durch lautes Aufstöhnen Nachdruck, ehe sie sich ein letztes Mal aufbäumten und beinahe gemeinsam ihren Höhepunkt erreichten.

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Verena1991 Offline

Frauenversteher:

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13.08.2010 20:59
#330 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

„Okay, du bist eindeutig wieder fit!“, stellte Marc fest, nachdem er wieder genug Luft zum Sprechen übrig hatte. Eine zweite Runde hatten sie gleich obendrauf gesetzt und nach dieser lag Gretchen nun höchstzufrieden in den Armen ihres Freundes. Mit diesem krönenden Abschluss des Tages hatte dieser ja nun nicht wirklich gerechnet, aber dafür war er nun umso froher darüber. Nicht nur deshalb, weil die Abstinenz auch für ihn nicht unbedingt das Ereignis des Jahrhunderts war, sondern auch ganz einfach, weil er sich nun keine weiteren Sorgen um Gretchen machen musste und nicht mitansehen musste, wenn es ihr schlecht ging. Denn das war mittlerweile das Schlimmste für ihn geworden, was passieren konnte.
„Bei der Pflege, die du mir aufgehalst hast, musste ich ja wieder gesund werden. Danke!“ Nun, da alles Unheil abgewandt worden war, konnte sich Gretchen auch endlich dafür bedanken, dass er so für sie gesorgt hatte. Auch, wenn sie bei der nächsten Erkrankung lieber nicht wieder ihre Mutter als Wachhund bekommen wollte.
„Ist doch alles meine Pflicht als behandelnder Arzt.“, winkte Marc scheinbar gelassen ab, doch sah sie gleich darauf mit einem breiten Grinsen im Gesicht an. Seine Kompetenzen als Arzt hatte er ja eindeutig weit überschritten. Aber was tat man nicht alles für die Frau, die man liebte?
„Dann verschreibst du all deinen Patienten ihre Mutter als Aufpasserin?“, fragte Gretchen ihn neckisch und rutschte, sofern das noch möglich war, noch näher an ihn heran, sodass sie schon wieder halb auf ihm drauflag. Ihre nackte Haut so an sich zu spüren, ließ Marc schon den Gedanken an ein drittes Mal aufkommen.
„Klar, was denkst du denn? Sonderbehandlung für dich ist nicht!“
„Solange ich die Einzige bin, die diese andere, spezielle Behandlung bekommt, sobald sie wieder bei bester Gesundheit ist.“ Um ihrem Liebsten genau zu zeigen, welche Art von Behandlung sie meinte, schwang sie ein Bein um ihn rüber und setzte sich auf ihn. Die Decke hingegen folgte ihren Bewegungen nicht, sodass sie nackt wie Gott sie schuf, auf ihm saß. Der Anblick ihrer vollen Brüste und ihrer leicht im Mondlicht schimmernden Haut brachte Klein Meier dazu, sich ebenfalls aufzurichten, was Gretchen zufrieden in ihrem Schoß registrierte. Denn auch sie war einem weiteren Mal alles andere als abgeneigt.
„Keine Angst, die Behandlung steht dir ganz allein zu. Dafür kriegst du sie aber richtig!“, versicherte Marc und drehte sie mit einem Ruck wieder auf den Rücken und legte sich zwischen ihre gespreizte Beine. „Und was auch nur du darfst, ist, dass du mich morgen zu meinem Vortrag begleitest.“
„Du hast morgen einen Vortrag? Hast du mir gar nicht erzählt…“
„Tu ich doch jetzt.“ Und damit war die Sache für ihn auch schon geklärt. Es war doch klar, dass Gretchen mitkommen würde, wenn sie wieder gesund war. Er senkte seine Lippen auf die ihren herab und küsste sie mit voller Leidenschaft. Ihre Zungen streichelten sich mal zärtlich, mal fordernd. Mit einer Hand stütze er sich neben ihr ab, mit der anderen massierte er voller Begierde ihre weiche Brust. Dort verweilte seine gierige Hand jedoch nicht lange und sie machte sich daran, den ihr eigentlich schon bekannten Körper, genau zu erkunden. Er strich mit seinen Fingern sanft über ihren Bauch und hinterließ dort eine sanfte Gänsehaut. Sie wollte laut aufstöhnen, als er seine Hand zwischen ihre Beine legte, doch seine Zunge verhinderte dies. Gretchen wurde zunehmend unruhig und versuchte wieder die Oberhand über das Liebesspiel zu gewinnen, doch Marc machte in aller Ruhe weiter. Doch schließlich schaffte er Gretchen, den Mann von sich herunterzustoßen und sich nun wieder auf ihn zu setzen.
„So nicht, mein Lieber!“, warnte sie ihn und griff wieder zu der Packung mit den Kondomen, um das dritte an diesem Abend herauszuziehen. Sie zögerte nicht lange, ihm den Gummi überzuziehen. Das war nun ihr Spiel. Und sie wollte ihre Lust schnell befriedigen. Marc wehrte sich nicht dagegen, dass sie das Tempo beschleunigte und sie ihn in sich eindringen ließ. Es schien doch auch ihr gutes Recht, ein wenig selbst über ihre Sonderbehandlung zu bestimmen.

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Verena1991 Offline

Frauenversteher:

Beiträge: 4.598

13.08.2010 21:57
#331 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Am nächsten Abend war Gretchen wie versprochen mit zu dem Vortrag gekommen. Wörtlich hatte sie ihm das zwar nie gesagt, aber auch ihre körperliche Zustimmung ließ Marc gelten. Vor dem Vortrag stand das Paar noch zusammen und Gretchen war dabei, Marc seinen Anzug zurechtzurücken.
„Du machst das schon!“, sprach Gretchen ihrem Freund noch Mut zu, was dieser aber im Grunde nicht gebraucht hätte. Schließlich war Marc Meier nicht kleinlich, wenn es um Selbstlob ging.
„Natürlich mach ich…“
„Olivier!“ Beide sahen auf, als eine ihnen nur allzu bekannte schrille Stimme durch den Raum hallte und kurz darauf Elke Fisher mit ihren klackenden Schuhen neben ihnen stand.
„Du sollst mich nicht so nennen, Mutter!“, erinnerte Marc zum gefühlten millionsten Mal, doch wie immer überging Elke das mit gutem Gewissen und kam gleich zu ihrer Beschwerde.
„Wie kommst du dazu, mir einfach so auf die Mailbox zu sprechen, dass ich nun doch nicht zu deinem Vortrag kommen soll?“
„Und wie kommst du dazu, das einfach zu ignorieren?“, fragte Marc nun im Gegenzug Elke, die jedoch nur die Arme vor der Brust verschränkte und ihren Sohn mit einem bohrenden Blick ansah. Sie hatte ihm eine Frage gestellt und nun hatte er diese auch zu beantworten. Bevor seine Mutter ihn noch Stunden so musterte oder gar mit ihrer Mini-Handtasche angriff, beugte sich Marc doch lieber ihrem Willen. „Ich hab mich eben dazu entschieden, dass ich doch Gretchen mitnehme.“
„Und das sagst du mir eine Stunde vor deinem Vortrag? Ich habe mir extra dafür ein neues Kostüm gekauft!“
„Das hab ich ja nie von dir verlangt. Ich hab mich da auch eher kurzfristig umentschieden. Ich dachte, dass Gretchen in ihren Umständen vielleicht…“
„In welchen Umständen?“, unterbrach Elke die Erklärung ihres Sohnes und legte Gretchen eine Hand auf die Schulter. „Du bist doch nicht etwas schwanger?“ Schockiert sah Elke die Freundin ihres Sohnes an und erwartete eine Antwort von dieser. Gretchen hatte auch schon den Mund geöffnet, um Elkes Sorge zu verneinen, doch bevor auch nur ein Ton aus ihr herauskam, hatte Marc das schon für sie übernommen.
„Gott bewahre, nein!“ Nach Marcs rascher und barscher Antwort, blieb Gretchens Mund noch eine Weile geöffnet. Die Kernaussage seiner Antwort war zwar richtig, aber sie war alles andere als erfreut über die Art, wie er es gesagt hatte. Sie planten zwar noch keine Kinder und Gretchen wollte ja auch nicht gleich morgen schwanger werden, aber nach rund einem Jahr Beziehung hatte sie natürlich schon über das Thema nachgedacht und empfand es als gar nicht so absurd, wie Marc es offenbar tat. Sie kamen doch meistens gut miteinander aus, sie liebten sich wirklich und das Finanzielle sollte auch kein Problem sein. Bis zu ihrem Facharzt dauerte es ja auch nicht mehr so lange. Da wäre ein Kind doch nun wirklich kein Drama. Doch mit dieser Ansicht stieß sie wohl auf Gegenwehr.
„Gott sei Dank! Ich bin wirklich noch nicht bereit für Enkelkinder!“ Elke nahm ihre Hand wieder von Gretchen und hielt sie sich nun stattdessen theatralisch ans Herz.
„Keine Angst, Mutter, wir wollen auch ganz sicher noch keine Kinder. Wir wollen unser Leben ja auch noch genießen! Stimmt’s, Hasenzahn?“ Gretchen lächelte bemüht, aber es kam dennoch etwas gequält rüber. „Mit ihren Umständen hatte ich nur gemeint, dass sie krank war und ich nicht wusste, ob sie rechtzeitig wieder gesund wird.“
„Dann war ich also nur die zweite Wahl für dich?“ Gretchen hörte dem Gespräch der beiden nur mit einem Ohr zu. In Gedanken blieb sie mehr bei Marcs Worten. Hätte es ein einfaches ‚Nein’ nicht auch getan? Waren sie nicht schon weiter als ein ‚Gott bewahre, nein’?


Sie hatte versucht über seine Worte hinwegzusehen. Sie hatte es sogar geschafft, sich nicht allzu viele Gedanken mehr darüber zu machen. Doch nun, Wochen später, hallten die Worte wieder so laut wie damals in ihrem Kopf…

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Verena1991 Offline

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14.08.2010 16:29
#332 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Auf das Thema Schwangerschaft seid ihr ja schon ziemlich früh gekommen, aber ob das alles wirklich so stimmt? Lest selbst und Danke für eure immer wieder tollen Kommentare


Sie warf wieder einen Blick auf die Verpackung in ihren Händen. Die Verpackung der Kondome, die sich aufgrund ihrer Einnahme der Antibiotika verwenden mussten. Sie hatte sie gerade zufällig wieder unterm Bett gefunden, als sie eigentlich nur ihren Slip gesucht hatte. Doch dieser schien gerade mehr als unwichtig. Sie hatte die leere Verpackung schon wegwerfen wollen, als ihr Blick auf das Verfallsdatum gefallen war. Und das lag nun schon gute vier Monate zurück. Hieß im Klartext, dass sie ohne Schutz durch Pille und womöglich auch ohne den der Kondome miteinander geschlafen hatten. Und das auch mehrmals. Somit war es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sie schwanger sein konnte. Sie wusste nur nicht, wie sie das Marc sagen sollte. Hätte er, wenn es hart auf hart kommt, mehr für sie übrig als ein ‚Gott bewahre, nein’? Oder könnte er sich unter Umständen sogar freuen? Oder würde er doch lieber gleich seine sieben Sachen packen und sie im Stich lassen? Das wollte sie ihm nach ihrer langen und auch schönen gemeinsamen Zeit eigentlich nicht zutrauen. Zudem war auch noch gar nicht entschieden, ob sie wirklich schwanger war. Sie ermahnte sich wieder zur Ruhe und wischte sich einige Tränen aus dem Gesicht. Marc hatte sich so geändert für sie. Das hätte er nicht gemacht, wenn er sie nicht wirklich liebte. Sie würden sich dem stellen können. Gemeinsam. Egal, was passieren würde, sie würden es schon irgendwie schaffen.
Sie schreckte aus ihren Gedanken auf, als sie hörte, wie die Wohnungstür geöffnet wurde. Marc kam von der Arbeit wieder. War die Stunde der Wahrheit jetzt gekommen?
„Hasenzahn, bist du da?“
„Bin hier!“, rief sie ihm nervös entgegen und wischte mit der Hand erneut über ihre Wangen, um die Spuren ihrer Verzweiflung zu beseitigen. Sie wollte ihm immerhin möglichst stark gegenübertreten. Marc folgte ihrem Ruf auch prompt und stand Sekunden später im Schlafzimmer. Sofort fiel sein Blick auf seine Freundin, die verunsichert auf dem Bett saß und deren Augen von Weinen noch gerötet waren. Sofort kam er weiter auf sie zu und setzte sich neben sie aufs Bett.
„Hey, was ist denn los? Hast du geweint?“, fragte er sie besorgt und legte fürsorglich seine Hand auf ihre Wange und drehte ihr Gesicht in seine Richtung. Ohne es zu wissen, sprach er ihr so weiter Mut zu. Bestimmt würde er zu ihr stehen und mit ihr gemeinsam einen Test machen.
„Geht schon wieder.“, antwortete sie ihm und konnte dabei schon fast wieder fröhlich lächeln, was auch Marc wieder beruhigte.
„Und jetzt willst du mich verführen?“ Mehr als einen fragenden Blick hatte Gretchen für ihn in diesem Fall nicht übrig, verstand sie doch nicht genau, was er wollte. Er nickte in Richtung der Packung Kondome, die sie noch immer in den Händen hielt und nun fiel auch bei Gretchen der Groschen.
„Äh… Nein! Da ist sowieso keins mehr drin!“
„Na, dann…“ Mit einem schnellen Handgriff riss er ihr die Packung aus den Händen und Gretchens Herz begann vor Aufregung schneller zu schlagen. Würde er vielleicht selbst sehen, dass ihre Verhütung vor einigen Wochen nicht ganz so sicher gewesen war wie angenommen? Marc schien jedoch nicht einmal genauer auf die Packung zu schauen, sondern packte mit seiner freien Hand nach Gretchen und zog diese mit sich hoch. „Ich hatte sowieso noch was mit dir vor!“ Gretchen konnte sich nicht dagegen wehren, dass sie durch die Wohnung bis hin zur Tür gezogen wurde und Marc nebenbei das Beweismaterial mal eben wegschmiss.
„Marc, können wir bitte mal reden?“
„Jetzt? Ich hab nämlich eine super Überraschung!“ Überraschung klang gut und Gretchens Neugier war sofort geweckt. Ein Gespräch über eine eventuelle Schwangerschaft würde das natürlich nur verzögern oder im schlimmsten Fall ganz ausfallen lassen.
„Das hat noch Zeit. Erst die Überraschung!“

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Verena1991 Offline

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14.08.2010 19:12
#333 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Wäre schon möglich, dass es einfacher gewesen wäre, es ihm gleich zu sagen. Aber wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht? Gönnt mir bitte diesen letzten Spaß BTW sind es jetzt noch 16 Teile


Um zu der angekündigten Überraschung zu kommen, ließ Marc sie erst einmal in seinen alten Volvo steigen. Das Schweigen im Auto bereitete ihr allerdings Unbehagen. Marc hatte ja nicht den blassesten Schimmer, dass sie unter Umständen schwanger sein konnte. Und das von ihm, der erst im letzten Jahr die überraschende Wandlung vom rumhurenden Arschloch zum halbwegs ertragbaren Beziehungsmenschen vollbracht hatte. Sollte er nun wirklich innerhalb von neun weiteren Monaten auch noch zum Familienvater werden? Gretchen zweifelte wieder, ob das nicht zu viel des Guten für ihn war. Sollte sie sich ihm also wirklich offenbaren oder lieber keinen Wirbel darum machen, bevor sie sich nicht sicher war?
„So, da wären wir!“, teilte Marc ihr nach einer kurzen Fahrt mit und erst jetzt sah Gretchen wirklich konzentriert aus dem Fenster und erkannte, wo sie hingefahren waren. Nur war das eine Überraschung, über die sie sich nicht sonderlich freuen konnte.
„Ein Audi-Zentrum.“ Trocken sagte sie den Ort, an den sie gefahren waren. Sie blickte skeptisch zu Marc herüber, dessen Augen jedoch schon begeistert funkelten.
„Genau. Dafür spare ich schon lange. Ich brauch endlich mal wieder ein richtiges Auto.“ Diese Worte waren nicht gerade solche, die Gretchen beruhigen konnten. Wenn Marc von einem richtigen Auto sprach, meinte er bestimmt kein familientaugliches. Es sei denn, das würde noch eine wirkliche Überraschung werden. Wobei das wohl schon eher ein Wunder wäre. Vielleicht könnte sie ihm dabei ja gut zureden. Ansonsten sah sie da schwarz. Zaghaft stieg Gretchen aus und wollte sich schon eine Taktik überlegen, wie sie guten Einfluss auf Marc haben könnte. Falls das überhaupt möglich war. Schon gleich, als sie das Gebäude betraten, stürmte ein Verkäufer auf das Paar zu und fragte, ob er helfen könnte.
„Gerne. Aber ich weiß eigentlich schon ziemlich genau, was ich will!“ Wieder einmal bekam Gretchen ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Marc sah sich in dem großen Raum um, in dem die Autos ausgestellt wurden. Gretchen beobachtete seinen Blick genau, in dem sich plötzlich ein begeistertes Funkeln wiederfand. Zielstrebig steuerte Marc auf einen Wagen zu und Gretchen und der Verkäufer folgten ihm eilig. Gretchen betete bei jedem halbwegs familientauglichem Auto, dass Marc stehen bleiben würde, doch sein Weg führte ihn immer weiter.
„Marc, guck dir doch auch mal die anderen Autos an!“, bat Gretchen ihn, doch mit Verständnis ihres Freundes rechnete sie schon gar nicht wirklich. Dieser Idiot schien schon jetzt viel zu sicher über seine Entscheidung, als dass er sich so leicht umstimmen lassen würde. Beim nächsten Auto betete Gretchen schließlich, dass er weitergehen würde. Aber ausgerechnet dieses Mal blieb er wirklich stehen und baute sich begeistert vor dem Wagen auf.
„Der soll’s sein!“
„Ein TTS Roadster? Eine gute Wahl!“, begeisterte sich auch der Verkäufer und Gretchen verfluchte den Mann dafür, dass er Marc in seiner Wahl auch noch unterstützte. „Oder wollen Sie vielleicht doch lieber einen TT RS?“ Der Verkäufer wollte seinen Kunden schon weiterführen, doch der blieb beharrlich stehen.
„Nene, so ein Geldscheißer bin ich dann doch nicht!“ Wenigstens achtet der Herr ein wenig aufs Geld… Aber bitte nicht dieses Auto! Wie soll man da ein Kind transportieren können? Sogar der Kofferraum sieht zu klein dafür aus. Warum muss sich Marc nur einen sportlichen Zweisitzer aussuchen? Naja, noch ist nichts unterschrieben. Vielleicht kann ich ihn noch irgendwie davon abbringen…

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Verena1991 Offline

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Beiträge: 4.598

15.08.2010 00:27
#334 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

„Schatz, ist das dein Ernst? Da passen wir ja fast nicht mehr rein!“, begann Gretchen ihre Überredungsversuche. Sie konnten nicht herausmarschieren und dabei einen brandneuen Audi TTS geordert haben. Nicht in ihrer aktuellen Situation. Sie wollte sich nicht noch mehr Sorgen machen müssen, wenn sie einen Schwangerschaftstest machte.
„Ich schon. Bei dir wird’s höchstens knapp.“, antwortete Marc trocken und Gretchen musste sich stark zusammenreißen, ihm nicht zumindest verbal Schläge zu verpassen. Damit käme sie auch nicht weiter. Außerdem könnte er damit sogar bald Recht haben, sollte sie wirklich schwanger sein.
„Und was ist mit Einkaufen? In den Kofferraum passen doch höchstens deine Zigaretten!“
„Hasenzahn, wozu brauchen wir so viel Platz für Einkäufe? Da passt auch locker genügend Schokolade für dich rein!“
„Da hat Ihr Mann Recht. Für einen Zweipersonenhaushalt sollte der Platz nun doch ausreichend sein.“, mischte sich nun auch der Verkäufer mit einem freundlich aufgesetzten Lächeln in das Gespräch des Paares ein. Doch zumindest bei Gretchen kam das überhaupt nicht gut an.
„Äh, wir sind nicht…“ Marc wollte dem Verkäufer gerade erklären, dass er und Gretchen noch nicht verheiratet waren, aber da ließ Gretchen ihn nicht ausreden. Sie hatte eine Mission. Und der Verkäufer tat gar nicht gut daran, sie dabei zu stören.
„Halten Sie sich da doch raus! Sie werden meinen Freund nicht noch weiter darin unterstützen, dass er sich so einen Sportwagen kauft! Das wäre jetzt total unvernünftig, wenn wir uns so ein Auto zulegen!“
„Wieso denn unvernünftig?“, fragte Marc nach, woraufhin Gretchen erst einmal überlegen musste, was sie darauf antworten sollte. Sie konnte ihm ja jetzt schlecht einfach mal so sagen, dass sie vielleicht bald noch Platz für ein Kind bräuchten. Sie könnte ihn höchstens ein wenig in die Richtung lenken.
„Ich dachte, dass wir auch mal Kinder wollten… Und dafür ist das Auto ja wohl mehr als ungeeignet.“
„Das hat doch noch massig Zeit! Und bis dahin haben wir noch richtig Spaß. Mit diesem Auto! Also komm mir hier nicht mit Kindern, die noch nicht einmal ansatzweise in Planung sind!“, verteidigte Marc seinen Standpunkt und bereitete Gretchen damit Unbehagen. Wenn Marc nur wüsste, was sie wusste… Immer mehr bekam sie das Gefühl, dass sie keinesfalls schon jetzt mit Marc reden sollte.
„Und wenn wir uns dann doch einmal dazu entschließen? Dann haben wir einen Zweisitzer und was dann?“
„Das sehen wir dann schon. Ich plane doch nicht so weit im Voraus! Du tust ja so, als wärst du schon schwanger!“ Bei seinen Worten setzte ihr Herz kurzzeitig aus. In der Wohnung hatte sie noch gehofft, dass er von selbst erkennen würde, was mit ihr los war, aber nun sah die ganze Sache vollkommen anders aus. Er sollte nicht einmal ahnen, dass sie den Verdacht hatte.
„So ein Quatsch! Ich plane nur auch schon für die Zukunft, das ist alles. Wozu hast du mich überhaupt mitgenommen, wenn dir meine Meinung sowieso egal ist?“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah in erwartend an. Alles, was sie gesagt und ihm geraten hatte, war an ihm abgeprallt. Seine Meinung war doch schon gefestigt. Was sollte sie dann noch hier?
„Naja, wenn du anderer Meinung gewesen wärst, hätte ich das durchaus berücksichtigt.“
„Soll heißen, dass meine Meinung schon etwas zählt, sofern sie genau deiner entspricht?“, fasste Gretchen seinen Gedanken zusammen und konnte nicht wirklich glauben, was sie da hörte.
„Jetzt hast du’s erfasst!“ Ungeachtet der offensichtlich schlechten Laune seiner Freundin, kam er auf diese zu und tippte dieser neckisch auf die Nase. Doch auch damit kam er bei ihr nicht weiter.

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Verena1991 Offline

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15.08.2010 15:16
#335 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

„Dürfen wir vielleicht mal Probesitzen?“, fragte Marc den Verkäufer, der daraufhin wie selbstverständlich nickte. „Na, komm schon, Hasenzahn! Du musst nur einmal das Gefühl für den Wagen bekommen. Dann wirst du ihn bestimmt lieben!“
„Das glaub ich kaum…“, antwortete Gretchen noch immer bockig, doch sie ließ sich dennoch von Marc zur Beifahrertür schieben, die er ihr sogar öffnete. Gretchen rollte zwar ungesehen von Marc mit den Augen, aber setzte sich schlussendlich doch in den Wagen. Marc eilte um den Wagen herum und ließ sich auf dem anderen Sitz nieder. Fast schon liebevoll streichelte er das Lenkrad und das Armaturenbrett und bestaunte den Wagen.
„Ist er nicht wundervoll?“
„Muss ich jetzt eifersüchtig werden?“, fragte Gretchen tonlos. Das Auto sah vielleicht nicht schlecht aus, aber es war definitiv nicht das, was sie bräuchten, wenn sie schwanger war. Oder wenn sie irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft schwanger werden möchte.
„Keine Angst, ich bleib dir schon treu!“ Als wäre es nicht genug, dass Marc den Wagen liebkoste, roch er nun auch noch an dem Wagen und sog seinen Duft ein. „Weißt du, was das ist?“
„Du sagst es mir doch eh gleich.“
„Das ist der Geruch von Freiheit!“ Ganz falsches Stichwort für Gretchen. Immer mehr verschwand auch das letzte Stück Mut, mit ihm über die abgelaufenen Kondome und die möglichen Folgen zu reden. Freiheit. Nicht gerade das, was er mit einem Kind hätte. Dann hieß es ja mehr Pflichten. Solange Marc so dachte, durfte sie nicht schwanger sein. Als hätte ihr das Wort nicht auch so gereicht, musste Marc seine Gedanken natürlich auch noch weiter ausführen. „Stell dir das doch mal vor. Wir beide fahren über die Straßen, spüren den Fahrtwind und genießen einfach unsere Freiheit. Nur wir beide. Na, was meinst du?“, fragte Marc und war eigentlich sicher, dass er sie so begeistern konnte. Doch da biss er noch auf Granit. Tatsächlich stieg Gretchen jedoch auch ein Geruch in die Nase. Zwar nicht der von Freiheit, aber der von frischen Ledersitzen.
„Ich rieche hier nur Leder. Da wird einem ja schlecht!“ Das war ihr tatsächlich geworden und sie stieg lieber schnell aus, bevor das flaue Gefühl in ihrem Magen schlimmer wurde. War das jetzt auch noch ein erstes Zeichen für eine mögliche Schwangerschaft? Gerade schien auch alles auf einmal zu kommen. Sie lehnte sich gegen ein anderes Fahrzeug und atmete erst einmal tief durch. In Sorgen stieg Marc auch schnell aus und legte Gretchen behutsam seine Hand auf den Rücken.
„Alles okay?“
„Jaja… Ich konnte Leder nur noch nie besonders leiden…“ Das stimmte sogar. Nur löste es nicht immer gleich so eine Übelkeit in ihr aus. Aber eine Schwangerschaft durfte nicht Ursache dafür sein. Auch, wenn er gerade wieder so lieb war, hatte sie heute schon genug gehört, was ihr Zweifel beschwerte.
„Über die Sitze lässt sich bestimmt reden.“
„Marc, ich will dieses Auto nicht!“, stellte Gretchen noch einmal klar, nachdem es ihr wieder einigermaßen besser ging. Auch, wenn sie nicht wirklich Hoffnung hatte, dass er seine Meinung ändern würde.
„Letztendlich muss ich es aber zahlen und fahren.“
„Aber wie wäre es denn mit so einem hier? Dann würde ich sogar auch was draufzahlen!“, schlug sie ihm stattdessen vor und schlug mit der Hand leicht auf das Auto, an dem sie sich gerade angelehnt hatte. Praktischerweise war das ein Kombi. Doch schon Marcs Blick konnte sie ablesen, dass das für ihn keine Option war.
„So was fahr ich bestimmt nicht! Und auf die 500 Euro, die du zusammenkratzt, kann ich auch verzichten. Warum bist du denn so gegen den TTS?“
„Ich weiß auch nicht… Ich hab einfach ein schlechtes Gefühl dabei. Bitte, überleg es dir noch einmal! Bitte, Marc!“ Der Chirurg wusste zwar nicht wieso, aber das schien Gretchen ja unglaublich wichtig zu sein. Er bezweifelte zwar, dass eine Überlegungszeit seine Meinung ändern würde, aber es schien ihr wirklich enorm am Herzen zu liegen.
„Gut, ich denk nochmal drüber nach! Aber versprich dir nicht zu viel davon!“

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Verena1991 Offline

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15.08.2010 18:03
#336 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Ohne neuen Wagen fuhren die beiden wieder nach Hause. Gretchen war zwar froh, dass doch noch kein neuer Sportwagen vor ihrer Haustür stand, aber sie hatte ihre berechtigten Zweifel, dass Marc ohne Weiteres seine Meinung ändern würde. Vielleicht erst, wenn sie mit ihm über ihre Befürchtung reden würde. Doch davor hatte sie viel zu viel Angst. In letzter Zeit hatte Marc viel zu viel von sich gegeben, dass zeigte, dass er keinesfalls schon Kinder wollte. Bevor sie keine Gewissheit hatte, würde sie keinesfalls mit ihm reden. Doch das Problem bestand darin, dass sie auch vor der Gewissheit so große Angst hatte, dass sie es nicht wagte, einen Test zu machen. Sobald Marc vor dem Haus geparkt hatte, öffnete Gretchen schon die Beifahrertüre und stieg rasch aus. Sie wollte jetzt einfach schnell ins Bett und nach Möglichkeit nicht über irgendetwas reden müssen. Doch zu ihrem Pech folgte Marc ihr natürlich auch gleich und hielt sie am Arm zurück, bevor sie ins Bad verschwinden konnte.
„Hasenzahn, warte mal!“
„Was ist denn noch?“, fragte sie ihn genervt und wollte sich erst auch gar nicht zu ihm umdrehen. Damit sie das tat, musste Marc schon nachhelfen und sie zu sich ziehen.
„Was ist los mit dir?“
„Nichts. Ich will nur ins Bad.“, log Gretchen und bemühte sich darum, Marc mit einem möglichst starken Blick anzusehen. Doch in seinem Blick erkannte sie auch etwas. Nämlich, dass er ihr nicht ganz glaubte.
„Verarsch mich hier nicht! Vorhin hast du doch auch schon geheult und seitdem verhältst du dich schon so merkwürdig. Willst du mir nicht endlich sagen, was los ist?“ Mit treuen und ehrlichen Augen sah er sie an. Und wieder einmal fragte sich Gretchen, ob es wirklich so schlimm sein könnte, wenn sie ihm ihr Herz ausschüttete. Warum wechselte er nur so schnell von dem coolen, freiheitsliebenden Marc zum besorgten Freund? Das verwirrte sie nur zusätzlich. Sie wusste überhaupt nicht, woran sie war. Sie blinzelte, um die wiederkommenden Tränen aus ihren Augen zu drücken. Leise rannen einige Tränen ihre Wangen hinab, was Marc einen zusätzlichen Stich versetzte. Es konnte doch nichts so schlimm sein, dass sie es lieber für sich behielt und weinte als sich ihm anzuvertrauen. Ein Jahr waren sie schon zusammen. Ein Jahr, in dem er dachte, dass sie immer weiter zusammengewachsen waren und sie eine ausreichende Vertrauensbasis aufgebaut hatten und in dem er ihr gezeigt hatte, dass er ihr immer zur Seite stand. Doch nun stand sie vor ihn und sie weinte stumm. Vorsichtig legte Marc seine Hände auf ihre Wangen und wischte ihr mit seinen Daumen die Tränen weg. „Was ist los?“
„Das verstehst du nicht…“
„Wie soll ich es denn verstehen, wenn du nicht darüber redest?“ Als Gretchen nur mit den Schultern zuckte, beschloss Marc, einfach weiterzureden. Irgendwie musste diese Nuss doch zu knacken sein. „Das liegt doch nicht nur an dem Auto, oder? Ich dachte, das könnte uns beiden gefallen. Vielleicht auch mal ein kleiner Road Trip. So was wollte ich schon immer mal machen!“ Marc wollte ihr ein aufmunterndes Lächeln zuwerfen, doch er wusste nicht, was seine Worte wieder mit ihr angerichtet hatten. Aber wie sollte er das auch, wenn sie nicht mit ihm redete?
„Es ist nicht nur das Auto… Ich… hab einfach meine Tage, okay? Und davon verstehst du ja wohl wirklich nichts!“ Gretchen riss sich von ihm los und verschwand dann so schnell wie möglich im Badezimmer, dessen Tür sie schnell zuschloss. Marc wusste zwar nicht, ob er ihr glauben sollte, dass nur das der Grund war, aber so kam er scheinbar nicht weiter. Er hoffte nur, dass sie doch noch zu ihm kommen würde, wenn es ihr wirklich schlecht ging. Gretchen überlegte währenddessen, ob er ihre Ausrede geschluckt hatte. Wenn sie sich nicht irrte, sollte diese Ausrede planmäßig morgen schon wieder Tatsache werden. Wenn das eintreten sollte, könnte sie endlich beruhigt durchatmen.

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Verena1991 Offline

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15.08.2010 21:46
#337 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Doch auch fünf Tage später konnte sie noch nicht durchatmen. Sie brauchte endlich Gewissheit. Doch immer, wenn sie an einer Apotheke vorbeischlenderte, verließ sie der Mut. Sie kam mit ihrem Verhalten selbst nicht klar. Doch das alles war für sie nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhörte. Ihr Verstand sagte ihr, dass sie Klarheit schaffen musste, doch die Angst übertönte das mit Leichtigkeit. Sie versuchte so normal zu leben wie immer und manchmal schien ihr das auch zu gelingen. Das war auch bitter nötig, da die sie mit Marc ja nicht nur quasi zusammenwohnte, sondern auch mit ihm arbeitete.
In ihrer Mittagspause gingen sie zusammen in die Cafeteria, wo Gretchen allerdings nur ungern mit Marc alleine sitzen wollte. Zielstrebig visierte sie deshalb Mehdi und Maria an, die sich gegenüber an einem Vierertisch saßen. Mit einem freundlichen Lächeln nahm sie den Stuhl neben Mehdi, während Marc sich neben Maria und somit gegenüber von Gretchen setzte.
„Deine Mutter hat mich gestern übrigens zu ihrer Hochzeit nächste Woche eingeladen.“, begann Mehdi das Gespräch an Marc gewandt. Dieser schien dabei allerdings nicht besonders interessiert und zuckte daher nur leicht mit den Schultern.
„Die lädt jeden ein, dem sie schon irgendwann einmal über den Weg gelaufen ist und der halbwegs in die Hochzeitsgesellschaft passt. Den Papst hat sie übrigens auch eingeladen, weil der sie damals gefirmt hat. Ich bezweifle aber, dass der kommen wird. Zumal sie eigentlich auch aus der Kirche ausgetreten ist.“
„Fragen kann man ja mal.“
„Mal angenommen, der Papst kommt wirklich… Findet ihr nicht auch, dass ich da unmöglich mit so einem alten Volvo hinfahren kann?“, fragte Marc in die Runde und Gretchen knallte wütend ihr Besteck auf ihr Tablett. Das war ja typisch, dass Marc nichts unversucht ließ, um sie von seinem Traumauto zu überzeugen. Gedanken, ob es nicht auch ein andres Auto tun würde, hatte er sich dagegen wahrscheinlich keine gemacht.
„Ich glaube, da legt der nicht so viel wert drauf. Willst du dir ein neues Auto kaufen?“, antwortete Mehdi und stellte zugleich die neue Frage. Doch bevor Marc das bejahen konnte, mischte sich nun Gretchen auch mit einem giftigen Ton in die Unterhaltung ein.
„Ich glaube ja, dass dem Papst ein familienfreundliches Auto besser gefallen würde!“
„Wozu braucht ihr denn ein familienfreundliches Auto?“, fragte nun Maria und sah interessiert zwischen Gretchen und Marc hin und her. Eigentlich war es ihr ja egal, was andere so trieben, aber durch Mehdi hatte sie sich doch zwangsläufig etwas mehr mit dem anderen Paar angefreundet.
„Brauchen wir ja nicht!“, antwortete Marc rasch, was Gretchen wiederum ärgerte. Er schien sich wirklich noch keinerlei Gedanken um dieses Thema gemacht zu haben. „Aber Hasenzahn ist der Ansicht, dass wir eine Familienkutsche brauchen!“
„Vielleicht braucht ihr ja auch mal eine. Gretchen ist doch sowieso ein Familienmensch und bei dir ist das auch gar nicht mehr so abwegig.“
„Genau!“, stimmte Gretchen Mehdi zu, der sich, sehr zu ihrer Freude, auf ihre Seite stellte. Gott sei Dank gab es wenigstens einen, der ihrer Meinung war.
„Es reicht doch auch, wenn sie sich in fünf Jahren ein größeres Auto kaufen.“, widersprach Maria und somit schien klar, dass es zwei gegen zwei stand. Das Team Meier/Hassmann gegen Team Haase/Kaan.

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Verena1991 Offline

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16.08.2010 01:18
#338 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Na, sollen wir noch einen draufsetzen? Und natürlich quäle ich euch nicht mit Absicht, das... ist reiner Zufall Danke, dass ihr es so tapfer aussteht. Dauert auch nicht mehr lange, versprochen


„Was für ein Auto soll es denn überhaupt sein?“, fragte Maria weiter, während sich Gretchen mehr und mehr die Frage stellte, warum das überhaupt hier diskutiert wurde. Es war doch ihre und Marcs Sache, welches Auto sie sich zulegten. Wobei es im Grund ja eigentlich Marcs Sache allein war…
„Das wissen wir noch nicht!“
„Ein Audi TTS Roadster.“, verkündete Marc und überging seine Freundin einfach. Dass sich diese mehr und mehr verraten fühlte, nahm er gar nicht wahr.
„Gute Wahl!“
„Marc, du hast gesagt, dass du dir das noch einmal überlegst!“
„Hab ich doch auch! Nur hat sich meine Meinung eben nicht geändert!“
„Ich wollte mir auch mal so einen Sportwagen zulegen. Dann bin ich ungeplant schwanger geworden, hab geheiratet und schon hab ich mich in einen Kombi wiedergefunden.“, erzählte Maria kurz ihre kleine Lebensgeschichte in Verbindung mit ihrem Auto. Dass das Marc Fressen für einen ungünstigen Kommentar lieferte, ahnte sie dabei ja nicht.
„Hörst du, Hasenzahn? Komm mir hier ja nicht auf die Idee, schwanger zu werden!“ Das saß. Marc hätte Gretchen mit einer Bratpfanne verprügeln können, es hätte dasselbe Gefühl in ihr ausgelöst. Sie fühlte sich vor den Kopf geschlagen und seine Aussage schmerzte sie sehr. Hätten sie doch nur zu zweit gegessen… Aber so musste sie unbedingt hier weg!
„Da müsste ich auch schön blöd sein, um mich von so einem Vollidioten wie dir schwängern zu lassen!“, schlug sie zurück, bevor erste Tränen kommen konnten. Marc schien in letzter Zeit einen Sensor dafür zu haben, wann er das sagen sollte, was gerade den meisten Schaden anrichtete. Er wusste natürlich nicht, wie schmerzhaft seine Worte für Gretchen waren, aber das machte es nur unwesentlich besser. Mehr und mehr schürte er einfach die Angst in ihr, dass sie am Ende ohne ihn, aber mit Kind dastand. Es könnte leichter werden, wenn sie mit ihm redete, aber es konnte um so vieles schlimmer werden. Die Panik davor war zu groß, dass sie ihn ganz verlieren konnte. Er war ein Vollidiot, eindeutig, aber sie liebte diesen Vollidioten einfach so sehr. Nur konnte sich dieser noch nicht ansatzweise eine Familie mit ihr vorstellen. Ohne ihr Essen großartig angerührt zu haben, stand sie auf und marschierte aus der Cafeteria. Strafend sah Mehdi seinen Freund an und wollte ihm deuten, dass er Gretchen folgen sollte. Doch daran dachte der gerade nicht.
„Die ist schon die ganze Zeit so drauf! Die lässt alles an mir aus!“
„Meier, manchmal bist du echt ein Vollidiot!“ Mit einem Kopfschütteln stand Mehdi nun auch auf und machte sich daran, Gretchen wieder aufzuspüren. Einer musste sich um die aufgelöste Frau ja kümmern. Nur Marc konnte nicht verstehen, warum sich plötzlich die ganze Welt gegen ihn verschworen hatte. Warum taten alle so, als müsste er unbedingt gleich morgen eine Familie mit Gretchen gründen? Sie hatten doch beide auch beruflich genug zu tun und noch nicht das erreicht, was sie erreichen wollten. Gretchen sollte erst einmal ihren Facharzt machen und er hoffte schon auf seinen Aufstieg zum Chefarzt. Franz hatte angekündigt, in einigen Monaten in den Ruhestand treten zu wollen und Marc tat nun sein Bestes, um diese Nachfolge antreten zu können. Da konnte er sich noch nicht auf eine Familienplanung konzentrieren.
„Ein Roadster also?“, schnitt Maria wieder das Thema an, um die negative Stimmung zu vertreiben. Auch Marc war das mehr als recht und mit Maria hatte er ja offenbar jemanden, der ihn mal verstand.
„Ja, genau!“

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Verena1991 Offline

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16.08.2010 14:36
#339 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Die Story noch nicht zu Ende und trotzdem werde ich schon nach einer dritten gefragt Darüber hab ich mir natürlich auch schon viele Gedanken gemacht. Genaueres dazu werde ich aber erst in meiner kleinen Abschiedsrede sagen
Dann starten wir jetzt aber erst einmal in die letzten 10 Teile und vielen Dank für eure lieben Kommentare



Fünf Minuten hatte Mehdi gebraucht, bevor er dank einem Tipp von Sabine, Gretchen fand. Diese hatte sich auf der Toilette eines leerstehenden Patientenzimmers eingeschlossen und hatte nichts von sich übrig gelassen außer ein kleines Häufchen Elend. Ihre Augen waren schon gerötet von den Tränen und sie hatte sich am Boden niedergelassen, mit dem Rücken gegen die Wand gelehnt. Als Mehdi hereinkam, gab sie sich keine Mühe, ihr Schluchzen zu verbergen. Mehdi hatte doch schon immer Verständnis für sie gehabt. Er ließ sich neben ihr herab und legte fürsorglich den Arm um sie. Gretchen ließ es zu uns bettete ihren Kopf dankbar an seine Schulter. Mit seiner freien Hand suchte Mehdi in seinem Kittel nach einem Taschentuch, welches er Gretchen reichte. Sie dankte ihm leise und war wirklich unheimlich froh, dass Mehdi ihr gefolgt war und ihr eine Schulter zum Anlehnen bot. Er wartete kurz, bis sie sich ihre Nase geputzt hatte und sprach sie dann vorsichtig an.
„Gretchen? Wenn ich dich etwas frage, antwortest du mir dann ganz ehrlich?“ Gretchen ahnte schon, dass er auf der richtigen Spur war. Sie nickte leicht mit dem Kopf. Sie wollte mit ihm darüber reden. Sie musste mit jemandem reden. Die ganze Sache machte sie noch verrückt. „Bist du schwanger?“
„Ich weiß es nicht…“, antwortete Gretchen und brach erneut in Tränen aus. Es fiel ihr nicht leicht, darüber zu reden, aber es war bitter nötig. Mehdi könnte sie es anvertrauen und er würde sie verstehen. Warum konnte sie nur nicht mit Marc so darüber reden? Warum hatte der sie mit seinen Kommentaren so weit weggestoßen?
„Willst du mir sagen, was genau passiert ist?“
„Als ich krank war, da… da hab ich A-antibiotika be-bekommen… Wir haben dann schon… also zusätzlich verhütet, a-aber… die hatten ihr V-verfallsdatum schon ü-überschritten…“, schluchzte Gretchen, wobei Mehdi seinen Arm immer stärker um sie legte. Nach Marcs Spruch konnte er verstehen, warum sie nun so aufgewühlt war. An Marc konnte sie sich nicht wenden und umso dringender brauchte sie jetzt wohl ihn.
„Und Marc weiß nichts davon?“ Kaum merklich schüttelte Gretchen den Kopf, doch auch so hätte Mehdi gewusst, dass er damit richtig lag. „Gretchen, hör mir mal zu… Ich weiß, dass Marc wirklich ein Arschloch sein kann. Aber ich weiß auch, dass er dich wirklich liebt und dich nicht hängen lassen wird!“
„Du hast ihn doch gehört…“
„Ja, hab ich! Ich kann dich auch wirklich verstehen, dass dich da der Mut verlässt. Aber der Meier labert ja viel, wenn der Tag lang ist und…“
„Und er meint auch alles so!“, fiel Gretchen ihm ins Wort und setzte sich dabei wieder aufrecht hin. Sie kannte Marc doch. Er war niemand, der sich verstellte. Einerseits schätzte sie das natürlich an ihm, aber es war eben auch manchmal sehr verletzend. Ob er das nun wusste oder nicht.
„Trotzdem glaube ich nicht, dass er dich einfach so im Stich lässt! Rede mit ihm! Dann tun ihm seine Sprüche auch leid. Er ist nun mal ein hirnloser Trampel, der manchmal wirklich zu blöd ist, um etwas zu checken.“
„Ja, das ist er…“, stimmte Gretchen zu. Mehdi hatte nach nur wenigen Minuten gemerkt, was mit ihr los war und Marc hatte es nach Tagen noch nicht geschafft. Er mochte ja ein brillanter Chirurg sein, aber auf menschlicher Ebene war er nicht der Hellste.
„Sollen wir einen Test machen? Ich glaube, du brauchst hier erst einmal Sicherheit.“ Ja, das brauchte sie. Nur hatte sie alleine nicht den Mut gehabt, sich diese zu besorgen. Aber nun hatte sie einen guten Freund an ihrer Seite.
„Ich hab gleich noch eine OP mit diesem Vollidioten, aber dann hab ich Feierabend.“
„Komm dann einfach vorbei. Ich warte so lange auf dich.“

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Verena1991 Offline

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16.08.2010 20:13
#340 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Gleich nach der OP, die erstaunlich ruhig verlaufen war, machte sich Gretchen auf den Weg zu Mehdis Büro. Noch mehr OPs lang wollte sie sich nicht fragen müssen, ob sie nun schwanger war oder nicht. Zudem warf sie immer wieder prüfende Blicke zu Marc. Es konnte doch nicht sein, dass er wirklich nicht den geringsten Verdacht schöpfte. Wie beschränkt konnte er in dem Punkt nur sein? Anstatt dass er ihr sagte, dass alles gut werden würde, klopfte er seine Sprüche. Sie sollte nicht auf die Idee kommen, schwanger zu werden… Wie hätte sie darauf schon anders reagieren sollen? Und wie würde Marc reagieren, wenn sie schwanger wäre? Es gäbe zwei Szenarien. Er wäre für sie da und würde sie vielleicht sogar auf das Kind freuen. Sie würden eine glückliche Familie werden und sie wäre da angelangt, wo sie schon immer sein wollte. Oder aber er ließ sie sitzen. Er würde sich seinen Sportwagen kaufen und sie säße allein mit dem Kind da, ohne mit ihrer Ausbildung fertig zu sein. Am besten war sie gar nicht schwanger. Sie musste es wissen. Sie hatte ihre Faust schon angehoben, um gegen die Tür von Mehdis Büro zu klopfen, doch sie hielt inne. Das könnte unter Umständen alles zerstören. Langsam ließ sie ihren Arm wieder sinken und trat von der Tür zurück. Es war das Einfachste, einfach nach Hause zu gehen…

Eine Stunde später wurde Mehdi langsam ungeduldig. So lange konnte das doch nicht dauern. Gerade hatte er eh nichts zu tun, also beschloss er, nachzusehen. Er betrat die Station 3a der Chirurgie und hielt nach jemandem Ausschau, der ihm weiterhelfen konnte. Und dabei fiel sein Blick genau auf die Richtige.
„Schwester Sabine?“ Er wunderte sich sowieso, was die Krankenschwester hier machte. Meistens operierte sie doch mit Marc und Gretchen zusammen. Wenn die OP also noch liefe, wäre sie kaum hier anzutreffen. Sabine blieb auf dem Gang stehen und wartete, bis Mehdi auf sie zugekommen war.
„Ja, Doktor Kaan?“
„Operiert Gre… Doktor Haase noch?“
„Die Frau Doktor? Die hat doch schon seit über einer Stunde Feierabend.“ Sie hatte sich also gedrückt. Da hatte Marc es ja erfolgreich geschafft, ihr Angst einzureden. Er würde seinem Freund ja gerne so richtig den Kopf waschen, aber damit würde er auch Gretchen verraten. Es war ihr schon nicht leicht gefallen, sich überhaupt jemandem anzuvertrauen. „Kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen?“
„Nein, Danke… Ist etwas Privates. Ich ruf sie einfach an!“ Mehdi wandte sich schnell ab und zückte schon sein Handy, um Gretchens Nummer zu wählen, während er langsam über die Krankenhausflure streifte. Doch zu seinem Leidwesen meldete sich nur die Mailbox. Dann würde er ihr eben so auf diese sprechen. Dafür blieb er stehen und lehnte sich leicht gegen die Wand an. „Gretchen? Wo genau bist du? Du hast schon längst Feierabend und bist nicht vorbeigekommen! Wenn du das hörst und es dir anders überlegst… Ich bin noch eine Stunde da. Du brauchst Gewissheit, sonst macht dich das noch verrückt. Wenn du den Test noch machen willst, komm vorbei oder ruf zumindest zurück.“ Mit einem unguten Gefühl, legte er auf und steckte sein Handy wieder weg. Die ganze Sache konnte so kein gutes Ende nehmen.
„Welcher Test?“

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Verena1991 Offline

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16.08.2010 22:13
#341 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Erschrocken wirbelte Mehdi herum und sah Marc vor sich stehen, der eine Antwort erwartete. Mehdi konnte dessen Neugier verstehen, aber er durfte nichts sagen. Das war Gretchens Aufgabe.
„Was? Von welchem Test redest du?“
„Von welchem Test redest DU? Verkauf mich nicht für blöd, Mehdi! Und ruf auch nicht meine Freundin an und frag sie nach irgendeinem Test!“ Was sollte Mehdi darauf nur antworten? Marc hatte leider Gottes das Telefonat mitbekommen. Das ließ sich nicht mehr ändern. Jetzt stellte er natürlich Fragen, deren Antworten Mehdi ihm aber nicht liefern konnte. Auch wenn er der Meinung war, dass diese Sache schnellstmöglich geklärt werden sollte.
„Ich glaube, das solltest du lieber mit Gretchen selber klären.“
„Ich frag aber dich! Gretchen sagt mir doch gar nichts mehr! Und ich will jetzt verdammt nochmal wissen, was los ist!“ Aus Gretchen bekam er wirklich nichts raus. Doch Mehdi wusste anscheinend mehr. Und bei dem hatte Marc auch weniger Skrupel, Gewalt anzuwenden, um die Wahrheit herauszubekommen. Er wollte und er musste wissen, was mit seiner Freundin los war. Irgendetwas beschäftigte sie und machte sie fertig. Das würde er sich nicht länger ansehen.
„Ich darf dir nichts sagen. Ärztliche Schweigepflicht!“
„Ich scheiß auf deine ärztliche Schweigepflicht! Du bist Gynäkologe, Alter! So viel Arzt steckt da nicht in dir! Sag mir endlich, was los ist!“ Mehdi konnte es nicht ganz befassen, wie beschränkt Marc wirklich war. Aber er war auch besorgt. Das konnte man ihm allein an den Augen ablesen. Marc sorgte sich wirklich um Gretchen. Aber er musste auch selbst herausfinden können, was ihr fehlte.
„Fahr nach Hause und kümmere dich um Gretchen, okay? Sie braucht dich jetzt!“ Mehdi drehte sich wieder herum und ging einen Schritt weiter in Richtung seines Büros. Doch weiter als einen Schritt kam er dabei wirklich nicht. Schon spürte er eine Hand auf seiner Schulter, die ihn wieder drehte und gegen die Wand drückte.
„Verarsch mich hier nicht! Entweder du sagst, was los ist oder ich prügel es aus dir heraus!“ Mehdi zweifelte nicht daran, dass Marc es wirklich so meinte. Der Mann würde sich vermutlich durch ganz Berlin prügeln, um herauszufinden, was mit Gretchen los war. Nur zeigte er ihr nie, was er alles für sie tun würde. Sonst hätte Gretchen nun nicht so eine Angst vor einer Schwangerschaft. Sagen durfte er nichts. Aber er durfte Marc vielleicht einen kleinen Anreiz geben. Anders würde sich Gretchen weiter verrückt machen, genauso wie Marc.
„Was glaubst du, was sie für einen Grund hat, einen Test zu machen? Bei mir?“ Marcs Griff wurde leichter, doch so ganz schien der Groschen noch nicht gefallen zu sein. „Meier, du bist in manchen Belangen echt selten dämlich! Fassen wir noch einmal zusammen: Sie will bei einem Gynäkologen irgendeinen ominösen Test machen und wehrt sich mit Hand und Fuß gegen einen kleinen Zweisitzer.“ Endlich fiel Marc die Wahrheit wie Schuppen von den Augen. Das erklärte ihr Verhalten natürlich. Warum war ihm das nicht früher eingefallen? Plötzlich schien ihm alles so klar zu sein. Er ließ ganz von Mehdi ab und machte überfordert ein paar Schritte nach hinten.
„Du meinst, sie… sie ist…“
„Sie weiß es nicht. Ich glaube, du solltest das jetzt aber weiter mit ihr klären.“
„Scheiße, das kann nicht sein!“ Marc konnte nicht glauben, dass sie wirklich schwanger war. Oder es zumindest sein könnte. Wozu hatten sie denn immer verhütet? Sie wollten doch noch keine Kinder. Oder zumindest er nicht.
„Wie gesagt, klärt das untereinander. Sei für sie da und macht einen Test! Sie braucht Klarheit! Und du jetzt wohl auch…“

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Verena1991 Offline

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17.08.2010 07:18
#342 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Umgehend tat Marc das, wovor sich Gretchen so lange gedrückt hatte. Er kaufte einen Schwangerschaftstest und machte sich damit umgehend auf den Weg zu seiner Wohnung, wo er seine Freundin vermutete. Die Sache musste nun endlich geklärt werden. Nicht nur, ob sie tatsächlich schwanger war, sondern auch, warum er es so von Mehdi erfahren musste. Doch als er zu Hause ankam, war seine Wohnung leer. Dabei wartete sie doch meistens schon auf ihn, wenn er etwas später als sie heimkam. Nur ausgerechnet an diesem so wichtigen Tag war es anders. Da er aber nicht einfach rumsitzen konnte und darauf warten bis sie kam. Er zückte schnell sein Handy, um sie anzurufen. Doch auch er hatte nicht mehr Glück als Mehdi und erreichte ebenfalls nur ihre Mailbox.
„Hasenzahn, es ist mir scheißegal, wo du gerade bist, aber du schwingst deinen Arsch jetzt sofort hierher! Wir haben da etwas zu klären!“ Er legte schnell auf und zündete sich eine Zigarette an. Irgendwie musste er sich beruhigen. Er wartete drei Zigaretten und Gretchen war noch immer nicht da. Allmählich wuchs in ihm deshalb eine Wut. Erst musste er von Mehdi erfahren, dass sie eventuell schwanger war und dann war sie nicht einmal da, wenn das geklärt werden musste. Stattdessen trieb sie sich irgendwo herum und ging nicht einmal an ihr Handy. Er holte gerade erneut sein Handy heraus, als er hörte, wie die Tür aufgesperrt wurde. Sofort kam er ihr schon entgegen und hatte dabei nicht den Willen, sich zu zügeln.
„Wo zur Hölle warst du?“, fragte er sie in einem scharfen Ton und natürlich merkte so auch Gretchen sofort, dass etwas nicht stimmte. In ihr wuchs die Angst, dass er etwas wusste. Aber Mehdi hatte sie doch nicht etwa verpfiffen? Sie stellte schnell ihre Sachen ab und versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben.
„Ich war bei meinen Eltern, also zu Hause… Ich hab nur meine Post geholt und eine Kleinigkeit gegessen.“
„Was denn? Saure Gurken mit Sahne?“ Diese Antwort schien eindeutig zu sein, dass er bescheid wusste. Glücklich war er darüber ganz offensichtlich kein bisschen. Viel mehr war er wütend. Ertappt blickte Gretchen zu Boden und wagte es nicht, sich zu äußern. Sie wusste auch gar nicht, was die richtigen Worte waren bei Marcs schlechter Stimmung. „Würdest du bitte mit mir reden?“
„Ich… ich weiß es doch noch gar nicht…“
„Tja, und ich erst recht nicht! Weil meine Freundin offenbar nicht einmal so viel Vertrauen in mich hat, dass sie mit mir darüber redet! Stattdessen muss ich es von einem Gynäkologen erfahren!“ Wenn es nach Gretchen gegangen wäre, hätte er es so auch nicht erfahren. Bis jetzt hatte sie sich nur Vorwürfe von ihm anhören müssen. Dabei hatte er doch auch nicht alles richtig gemacht.
„Ich wollte doch mit dir darüber reden!“
„Und warum hast du es dann nicht?“
„Kannst du dir das echt nicht vorstellen? Gleich im Anschluss musstest du mir doch dein Traumauto präsentieren und hast nur noch von deiner tollen Freiheit geredet! Erst heute hast du doch noch gesagt, dass ich ja nicht schwanger werden sollte! Da hab ich den Mut verloren, ja! Ich hatte eben Angst!“ Erst jetzt, als er ihre wässrigen Augen sah und ihre brüchige Stimme hörte, wurde ihm erst richtig klar, was er da alles von sich gelassen hatte und welche Wirkung das auf Gretchen gehabt haben musste. Er hatte auch alles so gemeint, wie er es gesagt hatte, aber nun sah die Sache anders aus. Ohne es zu wissen, hatte er sich wie das größte Arschloch verhalten. Langsam kam er auf die zitternde Gretchen zu und nahm sie vorsichtig in den Arm. Anfangs wehrte sie sich noch leicht, doch Marc ließ nicht locker und zog ihren Körper immer näher an sich heran. So brachen schließlich alle Dämme bei Gretchen und sie ließ all ihren angestauten Gefühlen freien Lauf und weinte Marcs Hemd voll. Doch das machte dem gerade herzlich wenig aus. Er war nur froh, dass er sie endlich wieder in den Armen halten konnte.
„Es tut mir leid…“

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Verena1991 Offline

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17.08.2010 18:32
#343 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Als wäre eine Entschuldigung von Marc Meier nicht schon etwas Sensationelles und Ungewöhnliches, zeigte er ihr nun wirklich, dass er für sie da war. Er wartete ein Weilchen bis der Fleck auf seinen Hemd immer größer wurde und Gretchen sich langsam wieder beruhigte. Liebevoll küsste er sie auf ihr Haar und nahm anschließend ihr Gesicht in seine Hände. Noch immer erkannte er eine Spur von Angst in ihren Augen, die er allerdings auch hatte. Er hatte genauso wenig Ahnung wie sie, wie es mit einem Kind weitergehen konnte.
„Wir schaffen das alles schon irgendwie, oder?“
„Und deine Freiheit?“
„Ist mir längst nicht so wichtig wie du!“ Aufmunternd lächelte er sie an und strich dabei mit seinen Daumen immer wieder über ihre verweinten Wangen. Jetzt, da Marc zu ihr stand, schöpfte sie neuen Mut. Sie hätte doch von Anfang an mit ihm reden sollen. Ganz ungeachtet, ob er seine Sprüche klopfte oder nicht. Sie hätte mehr auf seine Liebe vertrauen sollen. Im letzten Jahr hatte er ihr doch oft genug gezeigt, wie sehr er sie liebte und wie wichtig auch ihm diese Beziehung war.
„Ich glaub, ich kam mir noch nie so doof vor…“
„Ach, Quatsch! Weißt du noch an deinem ersten Arbeitstag, als du dachtest, ich wollte dich in meinem Büro vögeln? Da hast du dich doof gefühlt!“ Er hatte zwar eine etwas komische Art, ihr klarzumachen, dass sie sich für ihr Verhalten nicht schämen musste, aber sie konnte sogar schon wieder etwas lachen. Und ihr Lachen war in diesem Moment wirklich Musik in seinen Ohren. So sehr hatte er das vermisst und erst jetzt wurde ihm klar, wie sehr er das an ihr liebte. „Oder als du mit diesen Diätpillen abnehmen wolltest, um mir zu gefallen. Oder schon immer in der Schule…“
„Ist ja gut, ich hab’s verstanden!“
„Sind wir dann wieder gut?“, fragte Marc unsicher und hoffnungsvoll. Als Antwort streckte sich Gretchen leicht und drückte ihre Lippen auf die seinen. Dieser Kuss machte beiden klar, dass sie es schaffen würden. Falls sie wirklich schwanger war, wäre das auch kein Drama, sondern nur eine neue Herausforderung, die sie zusammen meistern würden. Sie liebten sich und bewiesen sich auch schon lang, dass sie zusammen durch Höhen und Tiefen gehen konnten und das ihren Gefühlen zueinander keinen Abbruch tat. Vorsichtig lösten sie den Kuss und gingen gemeinsam zur Couch, auf der sie sich niederließen.
„Wie… kommst du eigentlich darauf, dass du schwanger sein könntest?“, stellte Marc nun auch die Frage, die ihn nun auch schon etwas beschäftigte. Sie hatten doch eigentlich immer dafür gesorgt, dass nichts dergleichen passieren konnte.
„Die Kondome, die wir verwendet haben, nachdem ich krank war, waren abgelaufen…“
„Dann haben wir’s wohl beide verbockt…“, murmelte Marc gedankenverloren, bis ihm bewusst wurde, dass seine Wortwahl wieder nicht optimal war. Bevor er Gretchen damit aber wieder verunsicherte, berichtigte er sich lieber. „Ähm… also jetzt nicht verbockt im negativen Sinn, sondern eher… verursacht…“
„Ist schon gut, ich weiß, was du meinst… das haben wir beide ja nicht geplant.“
„Noch wissen wir ja nicht, ob etwas passiert ist. Ich hab uns einen Test geholt. Sollen wir den jetzt mal machen?“ Marcs Worte hatten wir unbeabsichtigt etwas in Gretchen bewirkt. Nur löste es diesmal keine Angst in ihr aus, sondern Mut. Er sprach nicht davon, dass sie den Test machen sollte, sondern beide gemeinsam. Als eine Einheit. Es betraf beide gleichermaßen und sie gingen ab jetzt gemeinsam durch diese Sache, als Paar.
„Ja, machen wir es…“

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Verena1991 Offline

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17.08.2010 22:04
#344 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Ähm... erstmal mmuss ich mich hier wohl nochmal zu meiner Aussage äußern, dass ich mir über eine 3. Story Gedanken gemacht habe. Damit habe ich nicht gemeint, dass es da gleich wieder eine geben wird. Ich meinte nur, dass ich viel überlegt habe. Über viele Monate hinweg hab ich an meinen beiden Storys geschrieben und nach dem Ende von dieser hab ich mir nicht einfach gedacht: Feierabend und fertig. Natürlich habe ich mir da Gedanken gemacht, ob ich mich wieder ans Schreiben machen kann/will/soll. Jedoch will ich erst einmal diese komplett abhaken, bevor ich das ganz genau erläutern werde. Tut mir leid, wenn es missverständlich formuliert war


Nach etwa einer Minute kam Gretchen wieder aus dem Bad und setzte sich neben Marc auf die Couch, den Schwangerschaftstest legte sie auf den Tisch vor ihnen. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und genoss es, seine Nähe zu spüren.
„Jetzt müssen wir vier Minuten warten…“, meinte sie kurz, bekam von Marc aber keine Antwort mehr. Sie beide waren sehr nervös und warteten gespannt das Ergebnis ab. Gretchen empfand die Stille jedoch als unerträglich und begann lieber ein Gespräch mit Marc über ihre Zukunft. „Wie geht es weiter, wenn der jetzt positiv ist?“
„Ehrlich gesagt, hab ich keine Ahnung… Ich hab mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht…“, gab Marc wahrheitsgemäß zu. Er hatte noch keine Vorstellung davon wie es sein könnte, wenn er Vater werden würde. „Aber irgendwie werden wir das Kind schon schaukeln!“
„Ich wollte ja immer Kinder, aber jetzt, wo es wirklich so sein könnte, ist es schon komisch… Das ist auch der erste Test, bei dem ein positives Ergebnis nicht der absolute Supergau wäre…“
„Naja, einen besseren Typen an deiner Seite findest du ja auch nicht mehr!“ Marc versuchte zwar, die Situation entspannt zu sehen, doch die Anspannung im Raum blieb und wurde von beiden Seiten aufrecht erhalten. Keiner konnte wirklich sagen, wie es weitergehen würde. Marc wollte seinen Arm auf ihrer Hüfte ablegen, doch zuckte er zusammen, als seine Finger dabei leicht über Gretchens Bauch streiften und auch Gretchen verkrampfte sie dabei. Dort wuchs eventuell schon ihr Kind heran, dem sie ein Zuhause bieten mussten. Und das würden sie auch. Egal, ob es geplant war oder nicht. Gretchen legte ihren Kopf so, dass sie Marc in die Augen sehen konnte und er fing ihren Blick auf. Beide waren sie nervös und unsicher, aber so voller Liebe. Und dieses Gefühl gab beiden Kraft und ihre Körper entspannten sich wieder. Marcs Hand rutschte sogar weiter und legte sich nun direkt auf Gretchens Bauch. Sie lächelte sich gegenseitig an, sowohl mit dem Mund, aber auch mit den Augen. Anschließend wandten beide ihren Blick wieder Richtung Tisch, wo der Test noch immer lag, aber noch kein Ergebnis anzeigte.
„Wo sollen wir dann eigentlich wohnen? Unsere… also deine Wohnung reicht zwar für uns zwei, aber mit Kind wird es knapp.“ Es war zwar zu früh, um wirklich darüber zu reden, aber Gretchen sprach ihre Sorgen einfach mal aus. Besser als ein Schweigen war es in jedem Fall und ein bisschen die Zukunft planen durfte ja wohl erlaubt sein. Nur hätte sie sich dabei fast verplappert.
„Dann suchen wir uns etwas Größeres. Und du musst hier übrigens nicht so tun, als wärst du nicht schon vor Langem eingezogen.“ Überrascht setzte sich Gretchen richtig auf, sodass Marc gezwungen war, seine Hand von ihrem Bauch zu nehmen. Aber das erforderte nun erst einmal richtige Klärung, wenn sie sowieso schon dabei waren, Tatsachen zu schaffen.
„Wie? Du weißt, dass…“
„Hasenzahn, ich merke alles! Mir ist schon lange klar, dass du hier eingezogen bist. Ich wollte nur abwarten, wann du es mir sagst!“
„Und du hast nichts dagegen?“, fragte Gretchen sicherheitshalber noch einmal nach.
„Sonst hätte ich doch etwas gesagt. Wenn du willst, kannst du auch gerne ganz offiziell bei mir einziehen!“
„Klar, will ich!“, antwortete Gretchen glücklich und fiel Marc um den Hals. „Ich liebe dich!“, flüsterte sie ihm noch zu und senkte dann wieder ihre Lippen auf seine, um ihn zu küssen. Und so verbrachten sie die restliche Wartezeit und jede Sekunde, die ihre Lippen aufeinanderlagen, verschwand ihre Angst Stück für Stück.
„Ich glaub, die vier Minuten sind um… Wollen wir zusammen nachsehen?“, fragte Gretchen nach dem Kuss und Marc nickte zaghaft. Gemeinsam beugten sie sich zum Tisch vor und nahmen den Test in die Hand.


Ihr wusstet bestimmt, dass ich an dieser Stelle einen Schnitt mache Vorher würde es mich einfach noch interessieren, was ihr glaubt oder was ihr hofft

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Verena1991 Offline

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18.08.2010 13:31
#345 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

„Negativ…“, sprach Gretchen traurig das Ergebnis aus, das der Test zeigte. So viel Angst sie auch zuvor gehabt hatte, aber sie hatte es sich nun doch gewünscht, schwanger zu sein. Marc war so für sie dagewesen und der Gedanke an eine gemeinsame Familie war plötzlich so schön gewesen. Ein Leben, das sie und Marc zusammen gezeugt hatten. Tief in sich hatte sie wirklich gehofft, dass sie schwanger wäre. Doch das war sie nun nicht. Und auch Marc spürte ein Gefühl in sich, dass er so nicht erwartet hätte: Enttäuschung. Er konnte nicht ganz verstehen, woher dieses Gefühl kam. Er hatte noch kein Kind gewollt. Im Grund hatte er sich nie Kinder gewünscht, nur bei Gretchen schien das nicht vollkommen absurd. Aber das alles war ihm immer so weit weg vorgekommen, als hätten sie noch so viel Zeit. Jetzt aber wurde er einfach so mit diesem Gefühl konfrontiert. Ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge der beiden, wäre eine schöne Vorstellung gewesen. Nur wurde das nun doch nicht wahr. So, wie er es sich eigentlich gewünscht hatte. Eigentlich…
„Dann haben wir ja nochmal Glück gehabt!“, wollte Marc gelassen erwidern, doch Enttäuschung schwang auch in seiner Stimme mit. Diese hatte auch Gretchen erkannt, aber sie wusste nicht, ob das nicht nur Einbildung von ihr war. Konnte es wirklich sein, dass Marc sich auch ein anderes Ergebnis gewünscht hätte?
„Ja, Glück gehabt…“, wiederholte sie seine Worte und ebenfalls seinen Tonfall dabei. Eine Weile herrschte Schweigen und jeder dachte über das Ergebnis nach. Ursprünglich waren sie der Meinung gewesen, ein negativer Test würde nichts ändern, aber das stimmte nicht. In ihnen hatte sich viel geändert. So merkten sie vielleicht noch deutlicher, was sie eigentlich wollten, als sie es bei einem positiven Ergebnis getan hätten. Doch eine Weile wagte keiner, das auch auszusprechen.
Komm schon, Gretchen! Du willst doch ein Kind von Marc. Er war eben verständnisvoll und er wird es auch wieder sein. Es ist vielleicht noch etwas früh, aber so etwas wie einen perfekten Zeitpunkt gibt es doch auch nicht… Gib dir einen Ruck!
„Marc, ich weiß, dass das jetzt vielleicht verrückt klingt und es unerwartet kommt, aber ich will ein Baby mit dir!“, sprach die junge Frau es einfach aus. Egal, was Marc nun sagen würde, aber sie hatte es einfach aussprechen wollte. Sie wollte ihm gegenüber auch ehrlich sein und ihm nichts mehr verheimlichen. Marc war erstaunt über ihre offenen Worte, aber sie lösten doch irgendwie ein gutes Gefühl in ihm aus. Doch er musste sich auch erstmal wirklich an den Gedanken gewöhnen.
„Gretchen, ich…“ Diese erkannte sofort, wie überfordert Marc auch gerade mit der Situation war. Natürlich hatte sie ihn mit ihrem Wunsch etwas überfallen, aber es war das Richtige gewesen, darüber zu reden.
„Es muss ja nicht gleich sofort sein! Aber ich bin jetzt 31, ich mache bald meinen Facharzt und wir sind auch glücklich zusammen! Ich meine doch nur, dass wir wirklich gute Eltern sein könnten und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als eine Familie mit dir zu sein!“
„Okay…“, nuschelte Marc erst so leise, dass Gretchen erst dachte, sie müsste sich verhört haben. Es kam ihr mehr wie ein Traum vor, dass Marc zustimmte, eine Familie zu gründen.
„Was?“
„Okay! Aber nicht sofort… Lass uns bitte erst die Hochzeit meiner Eltern abwarten und uns dann noch einmal genauer darüber unterhalten, in Ordnung?“ Das war sogar mehr als in Ordnung für Gretchen. Sie stand mit ihrem Traummann kurz vor einer Familienplanung. Was sollte sie sich da noch mehr wünschen? Mehr wollte sie doch auch noch gar nicht. Überglücklich fiel sie ihm erneut um den Hals. Sie war ihrem Happy End näher als jemals zuvor.


Wäre das Thema also auch geklärt Verbleiben also noch 3 Teile. Ich denke mal, die lassen sich heute noch alle reinhauen

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Verena1991 Offline

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18.08.2010 16:46
#346 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Fast fertig, aber eine Kleinigkeit gäbe es da vielleicht noch zu klären Was das wohl wäre?

Eine Woche später stand dann die große Hochzeit von Marcs Eltern an. Alles war im großen Stil aufgezogen und sehr ausgeschmückt. Es war extra ein Schlossgarten für die Hochzeit angemietet worden. Der Papst war zwar nicht gekommen, dafür aber jede Menge Leute aus der Berliner High Society und viele Leute, die man kennen konnte, aber nicht musste. Die Braut trug ein edles, weißes Kleid und strahlte zudem übers ganze Gesicht. So glücklich hatte nicht einmal Marc seine Mutter jemals gesehen. So war es auch zu erwarten, dass sie, genauso wie ihr Ehemann, ohne zu zögern ihr Eheversprechen gaben. Es war eine schöne Zeremonie gewesen und gerührt hatte Gretchen beobachtet, wie sie sich das Ja-Wort gaben. Dabei hatte sie sich an Marc gekuschelt und träumte still und heimlich schon von einer eigenen Hochzeit. Wenn Marc schon bereit war, sich ernsthafte Gedanken um gemeinsame Kinder zu machen, warum dann nicht auch um eine Heirat?
Die Feier an sich war ebenfalls schön organisiert. Ganz im Sinne von Elke gab es reichlich Alkohol und ein üppiges Buffet. Als Sohn und dessen Begleitung saßen Marc und Gretchen selbstverständlich am Tisch des Brautpaares. Zwar empfand es Marc als ein wenig seltsam, mit 33 Jahren auf der Hochzeit seiner Eltern zu sitzen, nachdem er sich so lange damit abgefunden hatte, dass die beiden kein Wort miteinander sprachen. Und nun waren die beiden plötzlich glücklich wie eh und je und vor allem Elke schien ein vollkommen neuer Mensch zu sein. Natürlich war sie noch immer eigensinnig, aber auch viel mütterlicher. Eine Eigenschaft, die er so nicht gut von ihr kannte. Manchmal schien ihm das alles noch etwas unwirklich, fast schon unheimlich. Alle Meiers hatten sich verändert und waren schon fast zu richtigen Familienmenschen geworden.
„Und? Wann wird es denn nun bei euch beiden so weit sein?“, fragte Oliver ganz unvermittelt. Noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte er ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass es das seinen Sohn jemals fragen könnte. Aber nun nahm Marc sein Gretchen schon ganz selbstverständlich mit zu Anlässen, wie auch jetzt die Hochzeit seiner Eltern. Selbst ein Blinder konnte erkennen, wie sehr sich die beiden liebten. Die beiden gaben ein so schönes Paar ab, das trotz ihrer gelegentlichen Differenzen perfekt zusammen passte.
„Äh, also…“ Gretchen versuchte eine Antwort zu finden, aber so recht wusste sie keine. Sie hoffte ja wirklich, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde, aber sie wusste nicht, ob Marc das genauso sah.
„Das werden wir erst beide klären, bevor wir das sagen können.“, antwortete Marc anstelle seiner Freundin und hatte dabei ein strenges Pokerface aufgesetzt. Doch das brachte Gretchen auch nicht wirklich weiter. Konnte sie nun bald träumen oder nicht?
„Wenn es so weit ist, müsst ihr mir unbedingt zuerst bescheid sagen! Gretchen, ich muss dir dann dringend meinen Schneider empfehlen. Der Mann ist jeden Cent wert!“, mischte sich nun auch Elke an und klang dabei erstaunlicherweise auch sehr euphorisch. Anfangs war es für Elke doch sogar ein Problem gewesen, dass Marc überhaupt eine feste und ernsthafte Beziehung eingegangen war und nun wollte sie sogar bei einer Hochzeit helfen, die noch nicht einmal im Raum stand.
„Ja, Danke… Das werden wir ja noch sehen, wann und ob es mal soweit ist.“, gab sich Gretchen unsicher. Sie fühlte sich doch komisch, mit Außenstehenden über eine Ehe zu reden, bevor sie das nicht mit Marc getan hatte. Erstmal wüsste sie gerne genau, wie er dazu stand.

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Verena1991 Offline

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18.08.2010 19:00
#347 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Je später der Abend, desto lockerer die Stimmung. Das traf auch auf die Fisher/Meier-Hochzeit zu. Es wurde weniger gegessen, dafür aber umso mehr getanzt. Ob nun schnellere oder langsamere Stücke gespielt wurden, Gretchen und Marc waren kaum auseinanderzubringen und turtelten ausgelassen herum. Bis das Brautpaar aufbrechen wollte und Elke abschließend ihren Brautstrauß werfen wollte. Da Gretchen vor Marc nicht als heiratswütige Irre dastehen wollte, hatte sie sich zurückhalten wollen und sich gar nicht in die Menge der unverheirateten Frauen stellen wollen. Doch es gab da jemanden, der das anders sah.
„Komm schon, Hasenzahn! Stürz dich ins Getümmel!“ Als wäre Gretchen noch nicht genug überrascht gewesen, dass Marc sie verbal zur Teilnahme an dieser Tradition ermutigen wollte, gab er ihr sogar noch einen kleinen Schups in die richtige Richtung. Etwas unsicher stellte sich Gretchen zu der Menge, hielt sich dabei aber lieber im Hintergrund. Direkt bei allen anderen zu stehen, erschien ihr zu gefährlich. Am Ende würde alles noch in einem fürchterlichen Kampf um den Strauß ausarten und sie wäre mittendrin. Es war doch nur ein alter Brauch, der nicht bedeuten musste. Sie musste diesen Strauß nicht fangen. Sie sah einfach mehr als Zuschauer zu, wie Elke den Blumenstrauß blind in die Menge warf. Gretchen fühlte sich in einen dieser Filme versetzt, als alle Frauen wie verrückt in die Luft sprangen, um den lebensverändernden Brautstrauß zu fangen. Doch der Strauß flog. Und flog. Und flog. Er flog über alle Hände und Köpfe hinweg. Entsetzt erkannte Gretchen, dass er direkt auf sie zugeflogen kam. Reflexartig zog sie ihre Hände nach vorne, um das Flugobjekt aufzufangen. Und tatsächlich fand sich wenig später auch tatsächlich ein wunderschöner Brautstrauß in ihren Händen. Verlegen lächelte Gretchen in die Menge und auch zu Elke, die interessiert nachsah, wo der Strauß gelandet war. Auf den Lippen der Autorin breitete sich sogar ein kleines Lächeln aus, als sie erkannte, wer den Strauß gefangen hatte. Vielleicht konnte sie ihren Schneider ja früher empfehlen als sie gedacht hätte. Und solange ihr Sohn glücklich war, war sie es auch. Gretchen als Frau konnte für ihn nur ein Hauptgewinn sein.
Natürlich lagen sämtliche Augenpaare auf Gretchen und natürlich auch die von Marc, der sich zwischenzeitlich wieder an den Tisch gesetzt hatte und sich eine Zigarette angezündet hatte. Sie war froh, als wieder Musik ertönte und die Aufmerksamkeit von ihr wegfiel. Unauffällig stahl sie sich zurück zu ihrem Freund und winkte diesem verlegen mit dem Strauß zu, ehe sie sich auch neben ihn auf einem Stuhl niederließ.
„Ich wusste gar nicht, dass du so gut fangen kannst.“
„Ich auch nicht… Eigentlich wollte ich den ja auch gar nicht fangen.“, gestand sie und drehte nervös den Strauß in ihren Händen. Irgendwie bedeutete es ihr doch etwas, dass sie ihn gefangen hatte. Es war vielleicht nur ein Brauch, aber irgendeinen Ursprung musste dieser auch haben. Dagegen hätte sich sicherlich nichts dagegen, wenn sie wirklich als Nächste vor den Traualtar treten würde. Doch Marc machte nicht wirklich den Anschein, als würde er einen Antrag planen oder sich durch diese Tradition dazu bringen lassen würde.
„Warum denn nicht?“
„Ist doch nur so ein blöder, alter Brauch.“
„Ja, das ist es wohl…“, pflichtete Marc ihr bei. Doch mit einem ungesehenen Lächeln überlegte er, dass es auch anders sein konnte und er dachte dabei an das kleine, schwarze Kästchen, das sich in seiner Hosentasche befand.


Eigentlich hatte ich das ja als Ende vorgesehen Aber dank einer gewissen doofen Nuss () hab ich mir das nochmal überlegt und setze noch einen drauf Das habt ihr alle euch schließlich auch verdient

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Verena1991 Offline

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18.08.2010 22:43
#348 RE: 2. Story von Verena Zitat · Antworten

Wie bereits gesagt, habt ihr alle diesen letzten Teil im Grunde nicht mir, sondern der Naddl (jepp, du bist ne doofe Nuss ) zu verdanken, die auch bei dieser Geschichte wieder eine tragende Rolle gespielt hat. Deswegen gehört der letzte Teil auch dir, Süße
Danke dir, dass du auch dieses Mal wieder die Stelle meiner persönlichen Assistentin besetzt hast. Von dir im Voraus zu hören, wie mein Geschreibsel ist, hat mir oftmals Mut gemacht. Auch wenn du mich ab und an wie deine Sklavin behandelt und mich schon fast dazu gezwungen hast, möglichst schnell möglichst viel zu schreiben, muss ich dir auch dafür danken. Diesen Arschtritt hab ich auch manchmal wirklich gebraucht
Ich hab dich ganz, ganz, ganz doll lieb


Hier nun also der letzte Teil meiner Geschichte...




Marc drückte seine Zigarette in dem bereitstehenden Aschenbecher aus und stand anschließend auf. Er streckte ihr seinen Arm entgegen und bot ihr seine, sodass Gretchen dachte, er wolle sie lediglich erneut zum Tanzen auffordern.
„Komm mit!“ Sie legte den Strauß auf den Tisch und nahm lächelnd seine Hand, um sich von ihm hochziehen zu lassen. Zu ihrem Erstaunen strebten sie jedoch nicht die Tanzfläche an. Stattdessen führte Marc sie in die Weiten des Schlossgartens. Aber das war Gretchen auch nur recht. Getanzt hatten sie heute schon genug. Da verbrachte sie nun lieber ein paar Minuten alleine mit ihrem Freund.
„Was genau machen wir denn?“
„Wir gehen spazieren.“, erklärte Marc kurz und lächelte in sich hinein. Wenn sie nur wüsste, was er wirklich mit ihr vorhatte. Er erinnerte sich noch, wie euphorisch sie bei dem Thema Heiratsantrag werden konnte. Doch seit ihren geplatzten Hochzeitsträumen ging sie vorsichtiger an das Thema heran. Damals war er einfach noch nicht bereit dafür gewesen, aber heute Nacht könnte sie das alles hinter sich lassen. Heute Nacht würde sie das bekommen, was sie verdiente, was sie sich immer gewünscht hatte. Nach einer Weile empfand Marc einen Platz als gut genüg für sein Vorhaben. Ein kleiner Teich schimmerte im Mondlicht und der Sternenhimmel breitete sich herrlich über ihnen aus uns zeigte sich von seiner schönsten Seite. Alles schien so, als wäre es nur für sie gemacht. Für zwei Menschen, die sie von ganzem Herzen liebten und die bereit waren für alles, was die Zukunft noch bringen würde. Durch die Hecken konnten sie sicher sein, dass sie ganz unbeobachtet waren. Sie setzten sich auf die kleine Parkbank und sagten erst einmal nichts. Gretchen begnügte sich damit, die Nacht zu genießen und Marc dabei an ihrer Seite zu haben. Mehr brauchte sie nicht. Sie war einfach glücklich. In Marcs Kopf ratterte es währenddessen wie verrückt und er ging noch einmal die Worte durch, die er sich grob zurechtgelegt hatte. Er konnte nur hoffen, dass es die richtigen Worte waren. Er hatte keine Angst vor dem Heiraten. Er wollte für immer mit dieser Frau zusammen sein und das konnte ruhig jeder wissen. Seine einzige Angst war, dass sie ablehnen könnte. Aber um das herauszufinden, musste er sie fragen. Sein Gretchen. Das Gretchen, das schon immer von ihrem Happy End mit einer Hochzeit geträumt hatte. Was sollte schon schiefgehen?
„Gretchen, ich… ich muss dich dann noch etwas fragen…“
„Nur zu!“, antwortete Gretchen ihm mit einem zufriedenen Lächeln, unwissend, was gleich auf sie zukommen würde. Marc nahm all seinen Mut zusammen und rutschte von der Bank runter auf seine Knie. Gretchens Lächeln verschwand augenblicklich und wich der vollkommenen Überraschung. Sollte das nun ein Antrag werden? Nach ihren Erfahrungen wollte sie aber lieber ruhig bleiben als gleich auszuflippen. Sie wusste ja, wie es sonst ausgehen könnte. Doch dieses Mal fühlte es sich auch anders an. Es lag eine ganz andere Stimmung in der Luft. Es fühlte sich alles viel richtiger an.
„Ich hab keine Ahnung, wie das geht und irgendwie hab ich auch gerade alles vergessen, was ich sagen wollte…“, gab Marc mit einem verlegenen Lachen zu. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, ebenso erging es Gretchen. Das war schließlich ein Moment, der ihr ganzes Leben verändern würde. „Also versuch ich es jetzt einfach so… Gretchen, du… du weißt, dass ich immer ein totales Arschloch war. Vor allem dir gegenüber. Aber trotzdem hast du dich in mich verliebt, was ich vermutlich gar nicht verdient hab. Aber du hast auch einen besseren Menschen aus mir gemacht und ich habe es nie bereut, dass ich mich für dich so geändert habe. Ich bin sogar wirklich froh darüber. Ich will auch nicht, dass das jemals zu Ende geht. Du bist die Frau, mit der ich für immer zusammen sein will und ich will auch Kinder mit dir. Das will ich wirklich. Weil du die Frau meines Lebens bist und ich dich wirklich liebe.“ Sehr zu seinem Erstaunen kamen ihm diese Worte ganz leicht über die Lippen. Er sah einfach nur in Gretchens strahlend blaue Augen und er wusste dadurch, was zu sagen war. Jeder einzelne Blick auf sie verriet ihm, dass sie seine große Liebe war und er keine Scheu davor haben musste. Er kramte kurz in seiner Tasche und zog ein kleines Kästchen hervor. Und spätestens da war Gretchen klar, dass das wirklich ein Antrag war. Ihr Herz schlug so heftig wie nie in ihrer Brust. Der Mann, den sie ein Leben lang geliebt hatte, machte ihr in diesem Moment einen Heiratsantrag und erfüllte ihr somit den größten Wunsch. Sie liebte Marc, wollte mit ihm zusammen sein und ihn heiraten. Marc öffnete die schwarze Schatulle und ein kleiner Diamantring kam zum Vorschein, dessen Anblick Gretchen die Sprache verschlug. Das würde ihr Verlobungsring sein, der aller Welt zeigen würde, an wessen Seite sie gehörte. Es schien ihr noch unwirklich, aber sie wusste doch auch auf eine bestimmte Weise, dass das echt war und dass es wirklich passierte. „Und deswegen frage ich dich, Gretchen Haase, ob du… ob du meine Frau werden willst!“ Gretchen schluckte schwer, als sie seinen Worten lauschte. Denn diese Worte machten sie so glücklich. Sie empfand ein Glück von einem Ausmaß, das sie noch nicht gekannt hatte. Sie hatte das Gefühl zu schweben. Es war der schönste Moment in ihrem Leben. Diese Frage kannte nur eine Antwort für sie. Sie wollte es in die Welt hinausschreien. Ganz offiziell hatte Marc ihr die Fragen aller Fragen gestellt. Das war der Moment, auf den sie so lange warten musste, für den sie so hart kämpfen musste. Aber das alles war es wert gewesen.
„Natürlich will ich das!“ Ihre Stimme war schon brüchig durch die glücklichen Tränen, die ihr leise über die Wangen liefen. Es war schlichtweg unmöglich für die junge Frau, ihre Emotionen im Griff zu haben. War sie doch ohnehin schon näher am Wasser gebaut, erfüllte sich gerade ihr Lebenstraum. Marc fiel alle Anspannung vom Herzen und das Gefühl von purem Glück durchströmte nun auch seinen ganzen Körper. Sie würden heiraten, den ewigen Bund der Ehe eingehen. Sie würden einen weiteren Schritt ihres gemeinsamen Lebens gehen. Immer würden sich füreinander einstehen und einander beistehen. Sie würden eine Familie sein, zusammen wohnen und Kinder bekommen. Sowohl seine, als auch Gretchens Hände zitternden, als er ihr den Ring über den Finger streifte. Nur kurz konnte Gretchen den Ring bestaunen, der sie auf ewig mit Marc verbinden würde. Schon spürte sie Marcs Lippen auf den ihren. Sie küssten sich. Sie küssten sich mir all der Liebe, die sie einander geben konnten.



Das war sie dann, meine kleine zweite Geschichte. Einerseits macht es mich doch traurig, dass sie zu Ende ist, aber ich bin doch auch froh und erleichtert, dass ich sie endlich zum Abschluss gebracht habe. Mit fast 200.000 Wörter ist sie auch etwa 33% länger als meine erste (Preisfrage: Wie viele Wörter hatte die erste Story? ), was ich zu Beginn auch nicht gedacht hätte

Ich hoffe, dass hier niemand enttäuscht über das Ende ist Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden. Mir war von Anfang an klar, dass ich sie nicht schwanger werden lasse und sie auch nicht heiraten werden. Das hatte ich einfach schon in der ersten Story und ich selbst hasse es, wenn ich dieselben Dinge immer und immer wieder genauso mache. Und das mache ich oftmals. Auch, wenn ihr vielleicht nichts dagegen gehabt hättet, mich hätte es einfach selbst gestört Jetzt habe ich aber meine Nicht-Schwangerschafts-Heiratsstory, also stünden mir bei einer eventuellen dritten Story wieder alle Wege frei Und falls es noch wen interessiert: In meiner Vorstellung haben sie natürlich geheiratet und 2 Kinder bekommen. Erst nen Jungen, dann ein Mädchen. Benannt nach ihren Großeltern. Franiver und Elbel Nein, das dann natürlich doch nicht

Alleine hätte ich das Alles übrigens niemals geschafft. Jeder der Schreiber hier weiß wahrscheinlich selbst, wie wichtig es ist, Feedback zu bekommen und zu hören, ob das Geschriebene gut ankommt oder nicht. Man freut sich sogar irgendwie über die Schläge, die man angedroht bekommt. Denn auch die zeigen nur, dass ihr mitgefiebert habt. Und das ist es, was man erreichen will.
Für jeden einzelnen Kommentar bin ich wirklich dankbar und hat mir oftmals die Motivation gegeben, die ich gebraucht habe. Ohne euch hätte ich das Alles niemals geschafft. Ihr wart wahrscheinlich sogar wichtiger für diese Story als ich es war. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl zu sehen, dass sich die Mühe offenbar lohnt. Und nicht nur die anderen Autoren hier im Forum werden wohl wissen, wie wichtig Rückhalt durch andere ist. Diesen zu erhalten hat mich immer wieder aufgebaut
Daher möchte auch ich noch einmal an alle Leser appellieren, dass sie zu den wunderbaren Geschichten hier Kommentare schreiben. Nehmt euch einfach ein paar Minuten und lasst ab und an ein paar liebe Worte da. Das ist wirklich nur ein kleiner Teil der Zeit, die die Autoren in ihre Geschichten investieren. Und ihr macht damit jemandem garantiert eine ganz große Freude

Ich wurde auch gefragt, ob ich noch eine dritte Story schreiben werde. Erstmal freut es mich, dass ihr scheinbar noch Interesse daran hättet. Allerdings muss ich sagen, dass ich wohl erst einmal nicht wieder alleine eine Story schreiben werde. Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, aber ich glaube nicht, dass sich das weiter mit der Schule vereinbaren lässt. Nach Jahren des Nichtstuns wird es in meinem letzten Jahr vielleicht mal an der Zeit, dass ich wieder mit dem Lernen anfange. Gerüchteweise soll das Abi ja nun auch kein Zuckerschlecken sein
Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Sicherheitshalber sag ich daher lieber nicht, wo mein Haus wohnt

In diesem Sinne sag ich euch ein letztes Mal ein Danke, das wirklich von ganzem Herzen kommt

Und meine Abschlussrede ist doch was länger geworden als geplant

Fühlt euch alle ganz lieb von mir gedrückt,
Verena

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