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Dieses Thema hat 135 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Marc loves Gretchen Offline

PJler:


Beiträge: 1.486

25.04.2010 18:06
#101 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So!
Hier der neue Teil! Danke mädels das ihr meine Story überhaupt noch lest. Ich hab euch lieb und hoffe das ich euch mit diesem Teil eine Freude mache..

Wie ein kleiner Schuljunge stand ich nun vor der Villa. Sie lebte nun nicht mehr bei ihren Eltern, nein, sie wohnte noch immer in der Villa von Alexis besser gesagt Frank. Nervös ziehte ich mit meinen Schuhen Spuren in den Sand, nachdem ich geläutet hatte ertappte ich mich dabei ein Herz in den Boden gezogen zu haben. Schnell verwischte ich es und schaute gespannt auf die Tür. Mir war jetzt schon klar dass sie wunderschön aussehen würde doch als sie nun die riesige Türe öffnete stockte mir der Atem. Noch nie hatte ich so eine wunderschöne Frau gesehen. Sie war wirklich ein lebender Engel. Ihre Haare fielen locker auf ihre Schultern herab, so wie ich es mochte. Sie hatte sich dezent geschminkt jedoch ihre Augen mit schwarzen Kajal betont. Sie selbst hatte sich in ein außergewöhnliches rotes Abendkleid geschmießen. Es ging ihr knapp über die Knie und war schräg geschnitten das es bei einem Bein noch weiter oben aufhörte. Dazu noch Mörder Stilettos. Jedoch konnte sie mit ihnen gehen. Als ich noch immer nichts sagte und bloß an ihr herab schaute, wurde sie langsam unsicher. Hektisch schaute sie was an ihrem Outfit nicht stimmen könnte. Doch bevor sie sich ernsthafte Sorgen hätte machen können fand ich dann doch meine Sprache wieder.

„ Du.. Du siehst einfach.. bezaubernd aus.“

„Danke Marc. Du siehst auch..“ weiter kam sie nicht da ich sie unterbrach.

„Sag mir nicht das ich gut ausschaue das sagt keine Frau einem Gentleman.“

Frech grinste ich sie an, sie erwiderte mein Lächeln und ich versank wieder einmal in ihren kristallblauen Augen. Ihr ging es anscheinend nicht anders denn wir standen einfach nur da und sahen uns verliebt in die Augen. Nach geraumer Zeit bat ich ihr dann meinen Arm an und sie hackte sich sofort unter. Wie beflügelt schritten wir zu meinem frischgewaschenen Ford Mustang und ich öffnete ihr ganz Gentlemanlike die Wagentüre.
Als wir nach kurzer Zeit von dem Gelände rollten war ich noch immer nicht ganz bei der Sache. Ich fragte mich wofür ich so eine wunderschöne Frau verdient hatte, nachdem ich ihr so viel angetan hatte. Doch ich konnte sie entschädigen, ja, und genau das würde ich ab jetzt an machen. Angefangen bei diesem Date, denn dieses Date würde sie nie wieder vergessen. Dafür würde ich persönlich sorgen. Wir schwiegen die ganze Autofahrt über jedoch war es keine bedrückende Stille. Wir beide hingen einfach unseren Gedanken nach die sich sowieso nur um den anderen und um diesen ganz besonderen Abend drehten. Leise drehte ich das Radio auf da wir noch mindestens eine viertelstündige Autofahrt vor uns hatten.
http://www.youtube.com/watch?v=3ZayGR8OWvI
Ich musste lachen als ich erkannte welches Lied da gerade angespielt wurde, sie genau so. Wir dachten uns wahrscheinlich beide dass es so viele Zufälle gar nicht geben konnte. Damals war es doch genau so gewesen. Als sie völlig genervt aus der Villa von diesem reichen Schnösel gerannt kam. Und als ich ihr das im Auto sagen wollte und sie mir die verbrannten Liebesbriefe hingehalten hatte. Als ich dann wütend den Motor anspringen ließ und genau dieses Lied herauskam. Only you. Nun saßen wir unter ganz anderen Umständen in einem völlig anderen Auto doch sofort war diese Magie wieder da. Auch wenn sie damals nicht so stark gewesen war. Sie war immer da gewesen. Und nun fuhren wir beide selig grinsend durch die Straßen und bekämpften dieses Spannung zwischen uns beiden nicht mehr. Nein, wir zeigten sie uns. Denn langsam legte Gretchen ihre Hand auf meine die auf dem Schaltknüppel ruhte. Wir lächelten uns noch einmal an bevor ich nun in der langsam aufkommenden Dämmerung mit Vollgas auf die Autobahn fuhr. Wir liebten beide den Fahrtwind und lauschten einfach wunschlos glücklich der Musik. Ich war mir jetzt schon sicher dass dieser Abend der schönste in meinem Leben sein würde. Bis jetzt halt. Es würden sicher noch viel schönere Folgen, mit Gretchen an meiner Seite konnte das bloß so sein.


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Marc loves Gretchen Offline

PJler:


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26.04.2010 20:32
#102 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Hier wieder der neue Teil! Auch wenn ich mich über Kommentare sehr freue würde ich sie noch lieber in meiner Kommiecke sehn.. Nur so als Tipp..

http://www.youtube.com/watch?v=UUgDQt7paDA
Als wir nach kurzer Zeit an dem Restaurant ankamen parkte ich etwas abseits vom normalen Parkplatz. Sie sollte nicht sofort meine Überraschung sehen. Ich wollte dass alles perfekt war. Doch Gretchen schien bis jetzt noch zu zweifeln. Das erkannte ich allein schon an ihren Augen. Sie strahlten nicht wie sonst, doch sie würden heute heller als je zuvor strahlen da war ich mir sicher. Sie wollte schon aus meinem Cabrio aussteigen doch ich legte noch einmal schnell meine Hand auf ihre und bewegte sie damit dazu sich mir wieder zu widmen und nicht der klemmenden Autotüre. Ich sah ihr tief in die Augen und ließ dann langsam etwas in ihre Hand gleiten. Sie schaute mich verwundert an und öffnete dann ihre Hand. In ihrer wunderschönen Handfläche lag eine ein Euro Münze. Wenn man nur einen Blick darauf warf erkannte man nicht dass sie keine normale Münze war, doch bei näherem betrachten bemerkte man sofort die Gravierung. Sie sah mich etwas verwundert an. Anscheinend hatte sie die Gravierung noch nicht bemerkt. Ich würde sie nicht darauf ansprechen, ich wollte dass sie es selbst bemerkte.

„Weißt du noch? Den schulde ich dir noch für den Kaffee. Aber Gretchen? Ich schulde dir noch viel mehr. Und heute werde ich damit anfangen meinen unendlichgroßen Schuldenberg abzuarbeiten.“

Ein etwas verunsichertes Lächeln zierte mein Gesicht doch sie bekam sofort diesen wunderbaren verträumten Blick und das war genug Genugtuung für mich. Schnell verwandelte sich mein unsicheres Lächeln in ein selbstsicheres und glückliches Lächeln.

„Marc? Das weißt du noch?“

„Natürlich weiß ich das noch. Ich hab da ja auch noch andere Überraschungen für dich.“

„Da bin ich aber jetzt schon gespannt.“

„Gut so. Aber Hasenzahn?“

„Ja?“

„Dreh dich mal kurz um. Du bekommst eine Augenbinde.“

„Ähmm.. Okay.“

Und schon band ich ihr behutsam eine rote Augenbinde um. Danach stieg ich aus dem Wagen, öffnete ihr die Türe und half ihr aus dem Auto. Sie hakte sich ein weiteres Mal unter und so gingen wir den etwas längeren Weg zum ihrem Lieblingsrestaurant hinauf. Ich wunderte mich zwar das sie weder die Gravierung bemerkt hatte noch wo wir waren. Jedoch freute ich mich einfach zu sehr auf den kommenden Abend um mich darüber zu ärgern. Sie würde es noch früh genug mitbekommen. Nun standen wir vor dem „Te amó!“. Es war schon seit mehreren Jahren Gretchens Lieblingsrestaurant. Sogar früher in der Schule war sie öfters hier gewesen. Woher ich das noch wusste? Wahrscheinlich fand ich sie damals schon wundervoll und wollte es mir einfach nicht eingestehen. Um ehrlich zu sein hatte ich keinen Schimmer warum sich dieses Restaurant in mein Gehirn eingebrannt hatte. Doch es war nun mal so. Natürlich hatten die Besitzer des Restaurants über die Jahre hin gewechselt jedoch war die Grundidee des kleinen italienischen Feinkostrestaurants geblieben. Wie ich dem Besitzer aufgetragen hatte, waren die ganze Einfahrt und der Eingang mit Kerzen geschmückt. Als ich nun langsam, bedacht Gretchen nicht wehzutun, die Augenbinde abnahm und sie umher schaute traute sie ihren Augen wohl kaum. Sie starrte immer und immer wieder auf die Einfahrt, die Orchideen die im Garten wuchsen und in verschiedenen Vasen aufgestellt waren, die Bäume die sich sachte im Wind bewegten und deren Blüten langsam auf den Boden flogen, die Kerzen, den Eingang der nur mehr mit roten Rosen geschmückt war und dann, ja dann, schaute sie mich an. Ihre Augen waren wie zwei wunderschöne Kristalle. Das Blau kam mehr als je zuvor heraus. Sie konnte in diesem Moment nicht sprechen, oder wollte es nicht, denn sie viel mehr einfach nur in die Arme und drückte mich fest an sich.


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29.04.2010 17:32
#103 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels! Tut mir leid das erst jetzt der neue Teil kommt.. Habe leider Chemie lernen müssen aber jetzt kriegt ihr mal diesen Teil.. Hoffe er gefällt euch!

Nach kurzer Zeit ließen wir uns wieder los, jedoch legte ich ihre Hand in meine und zog sie sachte zum Eingang. Schnell folgte sie mir, jedoch schwebte sie schon fast neben mir vor lauter Glück. Und so machte sie mich auch glücklich. Eigentlich war das alles nicht meine Art, jedoch musste ich mir eingestehen dass ich für sie alles machen würde. Nur um sie nie mehr zu verlieren. Als wir bei der Eingangstür angekommen waren öffnete ich ihr die Tür und sie trat noch immer staunend ein. Hinter ihr ging auch ich in das Restaurant. Es war dunkel hier drinnen nur das sanfte Licht der Kerzen erhellte das Restaurant, keiner aus uns war hier. Was sie vielleicht verblüffte, mich jedoch keinesfalls. Auch wenn es viel gekostet hatte, hatte ich das ganze „Te amó“ reserviert. Drinnen roch es verführerisch und auf einem gedeckten Tisch standen die zwei dampfenden Nudelteller. Ich hatte ihre Lieblingsspeise bestellt, und kurz bevor ich angekommen war eine Sms an Luigi geschrieben. Zumindest war die Spaghetti alà Carbonara früher ihr Lieblingsessen gewesen und ich hoffte dass sie es jetzt noch immer waren. Anscheinend ja, denn sofort als sie die Speise erblickte drehte sie sich mit einem verzauberten Lächeln um. Ich ging voraus und richtete den Stuhl so dass sie sich darauf setzen konnte. Ich war selbst über meine Gentlemanfähigkeiten verwundert. Früher hatte ich das natürlich nie zum Einsatz gebracht, bei den Frauen die ich mir ausgesucht hatte, hatte schon ein bisschen meines Charmes gereicht um sie gefügig zu machen. Bei Gretchen war es jedoch ganz anders. Als ich mich auch gesetzt hatte lächelte ich sie noch einmal an und zog dann aus meinem Sakko einen Umschlag heraus, schob ihn ihr zu und sah sie bloß an.

„Marc? Was soll das bedeuten?“

Etwas verwirrt starrte sie denn dicken Umschlag an.

„Ließ dir den Brief durch und dann schau dir an was dabei ist. Wenn du willst kann ich dir nachher noch einmal alles persönlich sagen jedoch wäre es mir lieber wenn du es erst lesen würdest.“

Sie nickte langsam, wahrscheinlich verstand sie gerade was in dem Briefumschlag war. Mit was ich mich seit heute morgen herumquälte. Mit wie viel Mühe ich diesen Brief geschrieben hatte. Das ich alles was ich an meinem vergangen Geburtstag gesagt hatte ernst gemeint hatte. Sie wollte gerade anfangen zu lesen als ich sie noch ein weiteres Mal unterbrechen musste.

„Ich hoffe dass ich jetzt einmal die richtige Entscheidung getroffen habe, Hasenzahn?“

Sie blickte mich an, zuerst etwas verwirrt jedoch begann sie sich sofort zu erinnern. Anscheinend viel es ihr wie Schuppen von den Augen den sie legte den Brief kurz zur Seite und nahm meine auf dem Tisch liegende Hand. Streichelte sanft mit ihren Fingern über meine und sagte dann bloß verträumt.

„Ich wusste gar nicht dass es so einen Marc Meier gibt. Aber bis jetzt hat mir diese Seite auch sehr gut gefallen. Und ja.“

„Was ja?“

„Ja, du hast einmal die richtige Entscheidung getroffen. Das weiß ich jetzt schon, auch wenn ich diesen Brief…“, sie deutete mit ihren Augen zu dem Umschlag, „ noch nicht gelesen habe. Ich hab es einfach im Gefühl.“

„Also darf ich den Brief wieder haben?“ grinsend sah ich sie an.

„Nein, nein so leicht kommst du mir nicht mehr davon.“

Sie lächelte mich ebenfalls kurz an und nahm dann ihre Hand von meiner um kurz darauf den Briefumschlag behutsam zu öffnen und langsam zu lesen zu beginnen.


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02.05.2010 14:16
#104 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels! Hier ist eurer sehnlichst gewünschter Brief. Doch bevor ich euch lesen lasse muss ich euch noch etwas verraten. Also: Meine Geschichte besteht aus drei Teilen. Wie ihr wisst bestand der erste Teil aus Marcs Sicht, der zweite der nun beginnt wird aus Gretchens Sicht erzählt und der dritte.. Naja okay ich verrats euch.. Der Dritte wird wieder aus Marcs Sicht erzählt. Jedoch werde ich euch nicht verraten wie lang die kommenden Teile sein werden. ich hoffe ihr mögt meine Geschichte trotz Sichtänderung noch. Marcs Sicht kommt sowieso wieder zurück.. Also.. Ich hör jetzt auf zu schreiben und lass euch endlich lesen. Viel Spaß.
P.S.: DANKE, DANKE für eure leiben kommentare. Die sind wirklich mein Motor. Ich hab euch sooo lieb!


Zweiter Teil: Gretchen

http://www.youtube.com/watch?v=8wxOVn99FTE

Als ich das dünne Papier aus dem Umschlag nahm viel mir sofort Marcs ordentliche Handschrift auf. Hätte mir jemand gesagt dass dieser Abend so verlaufen würde hätte ich bloß laut aufgelacht und lächelnd abgewinkt. Nie hätte ich mir so etwas Wunderschönes von Marc erwartet, nie hätte ich es für möglich gehalten. Allein die bezaubernde Idee mit meinem alten Lieblingsrestaurant verblüffte mich. Doch nun konnte ich es vor Spannung einfach nicht mehr ertragen und faltete so schnell wie möglich den Brief auseinander. Bei den ersten Worten musste ich schon lächeln, diesen Spitznamen würde er sich wohl nie abgewöhnen.

Geliebte Gretchen, Geliebte Hasenzahn.
Du ahnst wahrscheinlich schon was ich mit diesem Brief erklären will. Wahrscheinlich würdest du es jedoch lieber aus meinen Mund hören. Doch du weißt wie schwer mir so etwas fällt. Jedoch würde ich, wenn du darauf bestehen würdest, probieren es dir zu sagen. Aber jetzt probiere ich das was ich für dich empfinde mal in Worte zu fassen, was mir ebenfalls nicht leicht fällt. Okay, ich weiß dass mir nichts in diesem Gefühlskram leicht fällt. Entschuldige mich bitte dafür. Du musst wohl mit dieser Schwäche von mir leben, aber wie es aussieht ist das gar nicht mal so ein großes Problem. Die letzten 20 Jahre haben dich ja auch nicht so gestört oder? Okay ich sollte aufhören so zu schreiben, eigentlich wollte ich ja einmal in meinem Leben romantisch sein. Also, los geht’s. Hoffen wir es klappt nicht?
Gretchen? Ich erinnere mich noch an deine erste Patient, Frau Schmitz weißt du noch? Als sie am Tod gerade noch mal so vorbei geschlittert ist da hast du was zu mir gesagt. Erinnerst du dich auch noch daran? Wenn nicht dann schreibe ich es einfach noch einmal auf. Also, ich zitiere: „Vielleicht gibst du ihr was Kardioproduktives, das ist für das Organ das du nicht kennst. Das Herz.“ Ein anderes Mal als du mir so etwas Ähnliches an den Kopf geworfen hast war nach dem „Unfall“ wo du mich nähen musstest. In der Früh? Weißt du noch? Wenn du dich ein weiteres Mal nicht erinnern solltest zitiere ich es, auch wenn nicht gerne, noch einmal. „Ich werde einfach ein ignorantes Arschloch, das nichts mehr fühlt.“. Es folgten öfters so welche Anspielungen und nie konnte ich dir sagen dass ich sehr wohl ein Herz besitze und sehr viel fühle. Was dich angeht fühle ich sogar mehr als du dir vielleicht vorstellen kannst. Ich wollte es mir bloß nie eingestehen. Jedoch werde ich in diesem Brief nie die drei Worte erwähnen, sie währen so.. so.. so banal. So völlig ausdruckslos, nein, ich werde versuchen meine Gefühle zu umschreiben. Denn einfach „ich liebe dich.“ Zu schreiben wäre wirklich viel zu wenig. Mein Gott, Hasenzahn! Was hast du bloß aus mir gemacht? Was ist mit meinem Leben passiert? Könntest du mir vielleicht mal verraten woher du dir das Recht genommen hast mein Leben auf den Kopf zu stellen?! Ach, ich bin schon wieder so unromantische. Ich sollte mich wirklich beherrschen nicht? Also noch einmal.
Ich habe mir jeden einzelnen Moment mit dir eingeprägt den seit dem Wiedersehen im Fahrstuhl an deinem ersten Arbeitstag wusste ich das uns irgendetwas verbindet. Ach, verdammt Gretchen. Was ich sagen will ist das du mir gehörig den Kopf verdreht hast. Wenn du in meiner Nähe bist fühle ich mich wohl, ich kann dir alles sagen, ich kann ohne dich nicht mehr leben denn du bist die Luft die ich zum Atmen brauche. Ohne dich wäre mein Leben sinnlos, denn mein einziges Ziel ist es zu lieben und geliebt zu werden. Und zwar nicht von irgendeiner Frau sonder von der Frau die mir als einzige das Wasser reichen kann. In jeglicher Hinsicht. Ich will von der Frau geliebt werden die es geschafft hat mich so zu verändern das ich öfters in der Früh aufwache und mir denke was ich hier eigentlich veranstalte. Ich will von der Frau geliebt werden die mich als EINZIGE wunschlos glücklich machen kann. Ich will von dir geliebt werden, Margarethe Haase. Nur von dir, ich will glücklich mit dir sein. Okay und vielleicht schreibe ich die „banalen“ drei Worte jetzt doch noch an den Schluss dieses durchaus komischen Briefes.
ICH LIEBE DICH!
P.S.: Oh mein Gott! Ist das ein schlechter Liebesbrief! Tut mir leid, Hasenzahn, aber besser kann Ichs einfach nicht. Jedoch tu mir den Gefallen und verbrenn diesen Liebesbrief nicht okay? Schau mal in den Briefumschlag. Ich behalte mir doch sehr viel auf. Zumindest wenn es etwas mit dir zu tun hat.


Mit einem seligen, vom Glück erfüllten Lächeln ließ ich den Brief sinken und begutachtete noch einmal den Umschlag. In ihm befand sich die ganze Asche meiner 46 Liebesbriefe. Die Freudentränen bannten sich den Weg über meine Wangen und ich konnte nicht anders. Ich lachte auf und hüpfte um den Tisch herum um mich dann in Marcs ausgestreckte Arme gleiten zu lassen. Ich sah in seinen Augen die vollkommene Ehrlichkeit. Er hatte jedes Wort in diesem Brief ernst gemeint, und nun saß ich auf seinem Schoß. Ich wurde von meiner ewigen Jugendliebe geliebt. Er hatte es mir gestanden! Ich stieß einen kurzen Freudenschrei aus und verschloss dann seine Lippen mit meinen. Noch nie hatte ich mich einem Menschen so nah gefühlt. Endlich waren mein Verstand und mein Herz einer Entscheidung. Und ich war mir sicher das das noch sehr lange so bleiben würde.


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03.05.2010 18:45
#105 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels.. Hier der neue teil.. Hoffe ihr habt spaß daran. Und bitte seit mir nicht böse, aber ich muss mich erst in die Rolle der Gretchen eingewöhnen..


Zärtlich küssten wir uns weiter, behutsam wie bei unserem ersten Kuss. Als wenn wir Teenager wären und nie geküsst hätten, ja genau so vorsichtig küssten wir uns in diesem Moment. Mehr hätten wir beide wahrscheinlich auch nicht verkraftet denn allein dieser langsame Kuss machte mich wahnsinnig. Am liebsten, auch wenn es nicht meine Art war, hätte ich ihm sofort die Kleider vom Leib gerissen. Ihm ging es wohl ähnlich den langsam bekam ich den kleinen Meier zu spüren, einen Moment nachher ließ er dann auch schon schweren Herzens von mir ab und blickte mir entschuldigend in die Augen. Ich lachte bloß ein weiteres Mal und zog in noch einmal heran um seine Lippen abermals mit einem kurzen jedoch voller Gefühl steckenden Kuss zu verschließen. Als mich dieser Kuss ein weiteres Mal fast um den Verstand gebracht hatte beendete ich ihn schließlich und stand langsam auf. Das mittlerweile kalte Essen beförderte ich schnell in die Küche damit der Geschäftsführer oder seine Angestellten nicht zu viel Arbeit hatten. Danach kam ich wieder in den Essraum und zog Marc an seiner Hand zum Ausgang des Restaurants. Ich hatte schließlich noch etwas mit ihm vor das ich mir schon als Teenager immer gewünscht hatte. Langsam fiel im jedoch das Schweigen ziemlich schwer und er riss sich sanft von meiner Hand los. Das bewirkte jedoch nur dass ich mich überrascht zu ihm umdrehte und dann ziemlich trotzig seine Hand ein weiteres Mal mit meiner umschloss. Abermals machte er seine Hand sanft von meiner los und blieb dann einfach stehen. Schon etwas verwunderte drehte ich mich zu ihm um und sagte dann schon ein bisschen enttäuscht.

„Marc Meier! Bin ich dir etwas peinlich?! Wenn ja, dann such dir doch einfach eins dieser Skelette!“

Mit diesen Worten ging ich ziemlich rasant zum Auto, zu spät bemerkte ich jedoch dass Marc mich ja nach Hause führen musste und lief wieder einmal butterrot an. Hatte ich Marc gerade wirklich ohne Grund angeschrien? Nein oder? Er hatte schließlich Unbehagen als er mit mir Hand in Hand herum gegangen ist! Wenn ich ihm peinlich war dann hatte er mich sowieso nicht verdient! Ja genau Gretchen! Marc hat DICH gar nicht verdient. Jedoch wurde mein momentanes „Weltbild“ unsanft erschüttert. Denn nun stieg ein etwas wütender Dr. Marc Meier in seinen Mustang. Etwas genervt sah er mich an, jedoch auch wütend und völlig verblüfft.

„Mein Gott Gretchen! Was denkst du dir denn bitte immer?!“

„Das du ein Arschloch bist was mich eigentlich gar nicht verdient hat, da ich dir e nur peinlich bin. Ja ich bin nun mal ein Tollpatsch, eine hoffnungslose Romantikerin, schokosüchtig und deswegen auch etwas übergewichtig aber wenn du mich wirklich liebst dann sollte dir das egal sein!“

„Ach, Gretchen! Verdammt ich wollte doch bloß wissen warum du so hetzt! Deswegen hab ich deine Hand losgelassen, um mit dir zu reden. Um deine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken und sie von deinen Gedanken abzuwenden.“

„Ehrlich?“ fragte ich schon etwas kleinlauter.

„Ja ehrlich! Gretchen?“

„Hmm.“ Nun wurde mir das ganze schon wieder peinlich. Und leider nicht bloß ein bisschen.

„ Gretchen ich.. ich.. ich.. li.. liebe.. di.. dich. Und deswegen bist du mir doch nicht peinlich und ich liebe jedes Gramm an dir. Und deine Träumerei und, und, und deine verdammt komischen „Unfälle“ die dir oft passieren. Ich liebe dich einfach.“

„Ach Marc.“

Wieder einmal schlang ich meine Arme um ihn. Sanft drückte ich ihn an mich und sog seinen Geruch auf. Nun füllte ich mich wieder glücklich, und nahm mir vor nicht gleich alles so schlimm zu sehen. Noch einmal küsste ich ihn auf die Stirn bevor ich ihm unser nächstes Ziel verriet. Frech grinsend sah er mich an und trat dann langsam aufs Gas. Der Motor des Mustangs schnurrte auf und wir fuhren rasant wieder auf die Autobahn. Ein weiteres Mal legte ich meine Hand auf seine und schaltete das Autoradio an.


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09.05.2010 10:48
#106 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Tut mir leid das erst jetzt der neue Teil kam aber ich hab so unmengen viel in der Schule zu tun. Entschuldigung. Aber ich probier jetzt wieder regelmäßig etwas reinzustellen..

Als wir an unserem Ziel ankamen, stieg ich sofort aus. Dieses wunderschöne Bild hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen. Völlig verträumt drehte ich mich im Kreis als mich zwei starke Arme umschlossen und ich Marcs Atem in meinem Nacken spürte. Ein weiteres Mal dachte ich dass das alles doch nur ein Traum sein konnte. Seit wann war Marc so, so, so einfühlsam und romantisch? Nicht das es mir nicht gefallen hätte, es war jedoch einfach nur so ungewohnt. Doch ich beschloss es zu genießen, vielleicht war das alles doch nur ein Traum. Und wenn es das sein sollte wollte ich ihn wenigstens auskosten.

„Wunderschön hier, nicht?“

„Ja, wirklich sehr schön.“

Wir beide schauten auf den weiten See der im Abendrot noch schöner aussah als sonst. Früher saß ich immer hier, ganz allein und wünschte mir nur ihn an meiner Seite. Ja und nun, nun stand er nicht nur neben mir sondern hinter mir und schlang seine Arme noch fester um mich. Ich nahm jedoch seine Hand und führte ihn wortlos zum Steg, wo ein klassischer Pavillon stand. Wir setzten uns jedoch nicht in den Pavillon sondern auf den Steg und ließen unsere Füße ins Wasser baumeln. Das Wasser war kalt jedoch war es genau richtig da heute wieder einmal so ein schwüler Frühlingstag war. Marc nahm zögernd meine Hand und streichelte immer wieder darüber. Wir beide brauchten keine Worte, nein, in diesem Moment war es einfach viel schöner ohne diese bedeutungslosen Laute. Auf einmal war der ganze Kummer von den letzten Tagen, Wochen, Monaten verflogen. Die ganze Geschichte mit Alexis oder besser gesagt Frank konnte mich jetzt nicht mehr hinunter reißen in die qualvollen Stunden der Einsamkeit. Nein, nun hatte ich schließlich endlich den Mann den ich mir seit meinem elftem Lebensjahr immer, wirklich immer gewünscht hatte. Auch wenn ich es öfter versucht hatte zu unterdrücken. Doch diesen Mann konnte man wahrscheinlich gar nicht unterdrücken.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht blickte ich dann schließlich in Marcs Richtung. Ganz im Gegensatz zu meinen Erwartungen schaute er nicht in die atemberaubende Landschaft sondern blickte mich an. Schon zierte mein Gesicht ein zarter Rot ton.
„Beobachtest du mich?“

„Nein, natürlich nicht. Ähmm ich wollte nur wissen ob alles, ähm, okay ist?“

„Natürlich Marc Meier.“

Meine Stimme tropfte schon vor Ironie, aber auch vor Freude.
Er beobachtete mich tatsächlich. Mich. Hasenzahn. Das hässliche Entlein vom Schulhof das sich nun anscheinend in einen zauberhaften Schwan verwandelt hat. Und schon verwandelte ich mich in ein grinsendes Honigkuchenpferd. Er hatte mich anscheinend beobachtet denn nun musste er einfach mit grinsen. Und so saßen wir beide am Steg. Blickten und in die Augen und bekamen nach geraumer Zeit einen Lachanfall. Wir beide lachten schallend und bekamen beim Anblicken des anderen einfach noch einen Lachflash. Und es fühlte sich so verdammt richtig an. Nach dem wir uns langsam erholt hatten stand Marc auf und zog mich an meiner Hand auch hoch. Er kniete sich hin und sagte bloß.
„Komm schon steig auf Hasenzahn. Reite.“ Etwas anzüglich grinste er. Jedoch ignorierte ich das und stieg auf seinen Rücken. Abermals lachend rannte wir zum Auto wo wir beide zu Fall kamen. Ein weiteres Gelächter folgte. Wir benahmen uns wie ein vierzehn jähriges Pärchen jedoch war uns das auch egal. Lachend öffnete er mir die Tür und ging dann auf die andere Seite.

„Es wäre wohl besser wenn ich jetzt langsam zu Lara fahre. Nicht das sie mir noch nen Typen anschleppt.“

„Hat sie leicht schon eine Bekanntschaft gehabt oder was?“

„ja leider. Und das muss ihr großer Bruder jetzt wohl verhindern.“

„Ach marc, spiel dich doch hier nicht als Engelchen auf. Du hast doch jede aufgerissen.“

Ich lächelte ihn noch einmal an.

„ja aber das wird wohl jetzt nicht mehr passieren... ich… Hab ja... Schließlich… dich… HASENZAHN!“

Ich ignorierte das hasenzahn einfach und kuschelte mich an ihn während er aufs Gas trat und wir nach kurzer Zeit wieder unter mittlerweile Mondschein auf die Autobahn auffuhren.


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11.05.2010 18:43
#107 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels.. Hier der neue Teil.. Ja ich weiß schon wieder wars nicht regelmäßig.. Aber leider bin ich nun krank geworden und komme leider nicht mal richtig aus dem Bett.. Meine Kraft reicht gerade noch dazu ein kapitel zu schreiben und es euch reinzustellen.. Ihr könnt ruhig mit mir schimpfen, ist ja wirklich unerhört von mir. ;D Hoffe euch gefällt meien Story trotzdem noch.. Und jetzt viel Spaß beim Lesen.
P.S.: Mädels?! Es tut mir leid das ich keine Kommis dalasse. Werde das so schnell wie möglich nachholen.. und dann muss ich auch alles nachlesen.. Wahrscheinlich wird das ne Arbeit aber das tu ich mir gern an..



Da er anscheinend noch nicht alles auf eine Karte setzen wollte und mich nicht nach dem ersten Date mit nach Hause nehmen wollte beschloss ich zu meiner Mutter zu fahren. Schließlich hatte ich mich wirklich schon länger nicht mehr um sie gekümmert und ihr ging es bestimmt nicht so gut. Jedenfalls wäre das ungewohnt, normalerweise würde sie wie ein völliger verzweifelter Putztornado durch das Haus rasen und alles blitzblank hinter lassen. Sie hatte sich im Gegensatz zu mir oder zu Jochen noch nicht vom Tod unseres Vaters, ihres Ehemanns erholt. Natürlich trauerten Jochen und ich auch noch um Papa. Jedoch hatten wir beschlossen ihn in unseren Gedanken weiterleben zu lassen und sonst das Leben weiter zu leben. Mama jedoch hatte das nicht geschafft. Jeden Tag rief sie mich mit verheulter Stimme an und wollte bloß wissen wie es mir ging. Fragen auf ihre Gesundheit beantwortete sie nicht. Deswegen war es wahrscheinlich eine gewissenhafte Idee bei ihr vorbei zuschauen. Und ich musste mir wohl eingestehen dass ich nach den schönen Stunden zu zweit die Einsamkeit der großen Villa nicht ertragen hätte.

„Marc?“

„Hmm.“

„Fährst du mich heim?“

„Zu deiner Mutter? Natürlich.“

Ich war etwas verblüfft das er sofort gewusst hatte das ich zu Mama wollte und nicht zu meinem eigentlichem Zuhause, der Villa. Meine Gedanken schwenkten wieder einmal von meiner Mutter zu Marc ab. Warum kannte er mich so gut? Ich war schon für längere Zeit ein offenes Buch. Für ihn zumindest. Auch wenn er mich schon ewig kannte hatte ich immer gedacht dass ich ihn nicht interessierte. Und nun? Nun war ich mir hundertprozentig sicher dass er sich für mich interessierte, dass er mich mochte, dass er mich sogar liebte! All diese Beleidigungen, all diese Tränen, all diese Verzweifelung waren um sonst gewesen. Er hatte mich anscheinend ja immer schon gemocht, vielleicht auch schon immer geliebt. Anstatt sauer zu werden da er mich immer und immer wieder verletzt hatte kuschelte ich mich bloß noch fester an ihn. Irgendwie hatte er es geschafft mein grenzenloses Vertrauen zu bekommen. Mein Herz sagte mir schließlich das er mich nicht mehr verletzten würde und nun war mein Verstand auch nicht mehr so abgetan von dieser Idee.

„An was denkst du denn gerade, Gretchen?“

„Ähm an alles mögliche.“

„Ja ist klar.“ Ich sah sein Grinsen zwar nicht wusste aber dass es in diesem Moment sein Gesicht zierte.

„Was denkst du denn?!“

„ Du denkst natürlich an mich. Und vielleicht auch an uns.“

Noch ein Zeichen das er mich einfach zu gut kennt, oder einfach bloß für Größenwahnsinn.
Ich sagte jedoch nichts dazu und legte einfach meine Hand auf seine, die auf dem Schaltknüppel ruhte.

„Siehste! Hab ich doch recht gehabt!“

„Das gibt’s ja gar nicht.“

Er drückte mir einen Kuss aufs Haar und lachte dann bloß kurz aber verdammt sexy auf.
Ach ich schwärmte schon wieder. Ich sollte mir das endlich mal abgewöhnen. Aber leider konnte ich das einfach nicht. Nicht bei diesem Mann. Ach menno! Schon wieder hatte ich geschwärmt. Das gab es doch einfach nicht. Und als ob Marc meine Gedanken gelesen hatte sagte er.

„Doch das gibt’s. Siehste doch!“


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06.06.2010 16:51
#108 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels. Oh mein Gott. Ich hasse mich selbst dafür das ich mich hier nie mehr melde. Und ich weiß das es ziemlich unfähr von mir ist. Es tut mir unendlich leid. Aber es ist für mich im Moment wirklich schwer, da ich total viel Stress habe. Wegen Schule und so. Und Geschehnisse die nun mal passiert sind noch immer verarbeiten muss. Tut mir leid. Hier habe ich aber einen zugegebernermaßen kleinen Teil für euch. Ich hoffe das er euch gefällt. Und wenn ihr mich noch nicht hasst und noch weitere Sachen von der Story erfahren wollt dann wäre es toll mich in der Kommiecke davon wissen zu lassen.

Als wir vor dem Haus meiner Mutter ankamen war die Stimmung zwischen uns noch immer die Gleiche. Ich war weiterhin an ihn gekuschelt und genoss es seine Wärme zu spüren. Seine Nähe. Keiner von uns beiden wollte sich wirklich trennen doch wir wussten dass es wohl fürs Erste das Beste war. Wir ahnten nämlich schon was passieren würde wenn ich heute Abend mit zu ihm kam. Oder er mit zu mir. Das würde das Feuer entfachen das wir beide versuchten zu unterdrücken. Ich hätte nie gedacht dass Marc ernsthaft mit mir zusammen sein wollte, dass er sogar am Anfang auf Sex verzichten würde. Ich bekam wieder einmal ein seliges Lächeln im Gesicht und blickte auf um sein Profil sehen zu können. Als ob wir uns abgestimmt hatten sah er genau in diesem Moment auf mich herunter. Seine smaragdgrünen Augen, sein Lächeln, sein Benehmen waren so anders als sonst. Nicht weniger attraktiv aber einfach so, so, so… Verliebt. Ja verliebt war das richtige Wort. Und als ich das realisierte weitete sich mein Lächeln bloß noch mehr. Marc musste Lachen als er das sah und sein Lachen riss mich einfach mit. Wieder einmal an diesem Abend kicherten wir wie ein Teenagerpaar. Uns war es jedoch nicht peinlich. Nein. Irgendwie war es genau richtig. Ich fühlte mich endlich wieder einmal geborgen. So richtig geborgen. Die Pleite mit Alexis, oder besser gesagt Frank, hatte mich regelrecht niedergeschmettert. Nie hätte ich gedacht dass ich so schnell wieder lieben konnte. Doch da hatte ich die Rechnung mal wieder ohne Marc Meier gemacht. Wie hatte ich bloß glauben können ohne ihn zu Recht zu kommen. Ihn nie mehr zu lieben. Das ging doch einfach nicht. Die heutige selbstbewusste und toughe Gretchen würde ohne diesen Mann, der nun neben mir saß, doch gar nicht existieren. Okay, es mochte vielleicht stimmen das ich nicht immer selbstbewusst oder schlagfertig war. Aber wenn ich es war dann hatte ich es bloß durch die Sprüche Marcs geschafft. Eigentlich hatte ich diesem Mann wirklich mehr zu verdanken als er wohl ahnte. Und als ich mir eingestehen wollte. Doch nun wollte ich nicht weiter nachdenken. Nein, ich wollte genießen. Deswegen tauchte ich aus meinen Gedanken auf und lächelte ihn an. Erst jetzt bemerkte ich dass er mich schon die ganze Zeit über anschaute als ob ich sein größter Schatz wäre.

„Ich will gar nicht wissen über was du die ganze Zeit nachgedacht hast, hasenzahn. Ich hoffe nur das es nichts Schlechtes war.“ Ein weiteres Mal schenkte er mir eines seines charmanten Lächelns.

„Wie könnte ich über Marc Meier etwas Schlechtes denken?“ anstatt ihn jedoch antworten zu lassen zog ich ihn zu mir herunter und küsste ihn leidenschaftlich.

So saßen wir im Cabrio, verliebt wie noch nie und küssten uns immer weiter. Wir hörten erst auf als wir einen erschreckten Schrei hörten.
„Margarethe! Was hat das zu bedeuten?! Bist du schon wieder auf dieses Arschloch hineingefallen?!“


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13.06.2010 22:13
#109 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels. Hier mal wieder der neue Teil. Hoffe das er genauso witzig für euch zum lesen ist, wie er für mich beim schreiben war.

Erschrocken fuhren wir auseinander. Meine Mutter stand mit ihrem Satinblauen Bademantel in der Haustüre und sah uns geschockt an. Ihre Augen waren weiter als jemals zuvor, als ob mich die Beziehung zu Marc töten würde. Ja genau so sah sie uns an, nach einigen Sekunden hatte sie sich jedoch von ihrem Schreck erholt und marschierte jetzt mit raschen Schritten zu Marcs Auto. Dieser machte sich nun anscheinend sorgen und hüpfte so schnell aus dem Mustang wie es ihm möglich war, schützend stellte er sich davor und ertrug dann auch die Tracht „Prügel“ die meine Mutter an ihm vornahm. Sie schlug ihm immer wieder auf die Brust, Marc musste nach einer bestimmten Zeit lachen. Er konnte sich einfach nicht mehr beherrschen und es stimmte ja. Es sah wirklich verdammt witzig aus als er ganz locker da stand und meine Mutter mit voller Kraft auf ihn einschlug. Ich kam auch nicht drum herum zu lachen. Nach einer Zeit gab es Mama wohl auf, sie ließ erschöpft ihre Arme sinken. Marc sah sie fragend an, sie blickte ihn weiter mit verärgertem Gemüt in die Augen. Um die richtige Explosion meiner Mutter zu verhindern stieg ich aus dem Auto, ging zu den beiden und schob Mama etwas von Marc weg. Danach reckte ich mich zu Marc hoch um ihm die letzten Worte für diesen Abend ins Ohr zu flüstern und küsste ihn dann noch kurz jedoch genauso leidenschaftlich wie vorher. Als ich die Unruhe bemerkte die sich hinter mir ausbreitete nahm ich meine Lippen von seinen und drehte mich zu meiner Mutter um. Mama sah mich bloß wütend jedoch zugleich verwirrt und neugierig an. Ich nahm sie am Arm und zog sie hinter mir her. Nachdem ich sie in den Hausflur verfrachtet hatte drehte ich mich noch einmal nach draußen um und sah Marc gerade noch mit einem frechen Grinsen das eindeutig an mich gerichtet war davonfahren. Etwas verliebt schaute ich ihm dann auch nach, jedoch wurde mir meine kurze Ruhe nicht gegönnt. Ich hatte ja vergessen dass ich jetzt zuhause war. Bei meiner Mutter die sich in alles einmischte. Und schon ging das Verhör los.

Sie: „ Margarethe, was soll das denn? Er bricht dir doch sowieso nur das Herz.“

Ich: „ Nein, Mama.“

Sie: „ Diese Antwort kenne ich, und ein paar Tage später liegst du mir wieder in den Ohren oder weinst oben in deinem Zimmer. Soll das jetzt schon wieder so sein, reichts dir nicht langsam!?“

Ich: „Mama, das wird nicht passieren.“

Sie: „Du warst dir immer so sicher. Du vertraust ihm viel zu sehr, ich verstehe nicht warum du genau so einem, einem, einem du weißt schon was, vertraust.“

Ich: „Toll für dich Mama.“

Sie: „Margarethe jetzt werd hier nicht frech! Ich verbiete mir so einen Ton wenn du mit mir redest.“

Ich: „Dann red halt nicht mit mir.“

Ich benahm mich zwar wie ein trotziger Teenager doch ich hatte erkannt das das die einzige Möglichkeit war Mama in kürzester Zeit abzuschütteln.

Sie: „ Du wirst dich jetzt mit mir an den Küchentisch setzen und mit mir reden. Verstanden?!“

Ich: „Nein, werde ich nicht. Ich bin 30 und kann tun und lassen was ich will.“

Mit diesen Worten marschierte ich die Treppen zu meinem alten Zimmer hinauf. Irgendwie hatte ich mir den netten Abend mit meiner Mutter anders vorgestellt.


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15.06.2010 20:38
#110 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels. Hier ist ein neuer Teil. Ich hab zwar keine Ahnung ob ihr meine Story überhaupt noch wollt aber ich stell hier trotzdem noch Teile für die stillen Leser rein. Viel Spaß.


In meinem Zimmer angekommen begann mein alltägliches Ritual, jedoch war es nun schon länger her dass ich es vollzogen hatte. Ich schmiss meine Schuhe in irgendeine Ecke, nahm mein Tagebuch aus dem Versteck, legte mich aufs Bett und blätterte es auf. Anders als sonst empfand ich nicht so eine große Lust in mein Tagebuch hineinzuschreiben. Anstatt sofort auf die freien Seiten zu blättern, begann ich jeden einzelnen Eintrag durchzulesen. Schon allein bei manchen niedergeschriebenen Gedanken musste ich herzhaft lachen. Ich fand in diesem Buch wirklich jede Stimmung von mir, von ausgelaugt bis zitternd vor Angst war alles vorhanden. Auch Schwärmereien über Marc waren nicht selten. Und bei jeder einzelnen kleinen Schwärmerei musste ich lächeln, denn es stimmte noch immer was ich da vor zwei Jahren geschrieben hatte. Eigentlich empfand ich noch genau gleich für IHN, ja und irgendwie würde er wohl auch weiterhin den Schlüssel zu meinem Herzen besitzen. Jedoch befanden sich in diesem Buch auch mehr als genug Todeswünsche für Marc Meier. Ja, viel zu viele eigentlich, doch im Nachhinein waren sie zwar noch immer schlimm jedoch mindestens genauso witzig zu lesen. Angefangen von Beleidigungen über gemeine Vergleiche bis hin zu Racheplänen befand sich alles in diesem einzelnen Buch. Jede Seite barg ein neues Geheimnis, manche hatte ich sogar schon wieder vergessen. Sie zu lesen machte mich irgendwie noch glücklicher wie ohnehin schon. Im Moment war alles genau richtig, um nicht perfekt zu sagen. All diese Probleme die ich früher hatte, all diese Tränen, all diese Gedanken waren so weit entfernt. Und das auf einmal. Ich beschloss jedoch keinen Eintrag in diesem wunschlos glücklichen Zustand zu schreiben, da ich bloß noch betrübter sein würde wenn ich mich mal wieder schlecht fühlte und dann diesen Eintrag lesen würde. Anstatt die Zeit mit weiteren Einträgen zu verschwenden beschlich mich eine Idee. Und schon schlug ich das Tagebuch noch einmal auf der ersten Seite auf. Und wie erwartet blitzten mir gleich auf der ersten Seite zwei große „Marc“ entgegen. Ich blätterte Seite für Seite, zählte jedes einzelne Mal als ich seinen Namen erwähnt hatte, insgesamt dauerte es wohl eine Stunde um das Tagebuch durch zu haben. Ich kam auf sensationelle 2000 Mal, ich schüttelte geschockt den Kopf. Das konnte doch gar nicht sein, ich war diesem Mann doch wirklich nicht soooo verfallen oder? Noch einmal las ich das 2000. „Marc“ im letzen Eintrag durch und genau in diesem Moment ertönte ein schriller Pieps-Ton. Zuerst erschrak ich fürchterlich doch relativ schnell bemerkte ich dass mein Handy diesen Ton verursachte. Piep. Schon begann ich zu suchen. Piep. Irgendwo hier musste es doch sein?! Piep. Ich beugte mich schnell über die Kante des Bettes und lugte unter es. Piep. Dort entdeckte ich das nervende Ding. Es leuchtete immer wieder blau auf. Piep. Ich streckte meine Hand aus und fiel sofort auf den harten Boden. Mein Schwerpunkt hatte wohl doch etwas über der Kante gelegen. Ich tat mir zwar nicht ernsthaft weh jedoch musste ich wie immer wen ich mich verletzte lachen. Piep. Endlich nahm ich nun das Handy und blickte auf den Bildschirm. Eine Sms. Als ich den Absender sah schlich sich sofort ein seliges Lächeln auf meine Lippen. Gespannt öffnete ich die Kurznachricht und musste doch etwas staunen als ich wieder einmal bemerkte wie gut mich Marc kannte.

Kann es sein das du gerade durch dein Tagebuch liest?


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17.06.2010 18:13
#111 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey mädels. Hier zwar ein kurzer teil aber wenigstens einer.
und danke für eure lieben kommentare. Ich hab mich wirklich sehr darüber gefreut.


Ähmm. Woher weißt du das jetzt?


Naja. Eigentlich sollte so ein wundervoller Abend mit dem Gott höchstpersönlich wohl festgehalten werden oder?


Wir sind heute aber mal wieder bescheiden.

Ich musste lachen. Ja irgendwie fand ich seine alten Scherze auch noch witzig. Da ich heute sowieso ein verdammt glücklicher Mensch war der lachte wie schon lange nicht mehr, waren diese Lacher am Abend allein auch nicht mehr selten. Nein. Es machte mir auch nichts aus das meine Mutter nach kurzer Zeit fragend in mein Zimmer blickte. Ich zeigte ihr allein schon mit meinem Blick dass ich sie jetzt nicht hier haben wollte. Sie sah mich zwar traurig an aber schloss dann auch wieder die Tür hinter sich. Ich beschloss es doch noch mal nachher mit ihr zu probieren. Ein anständiges Gespräch würde dabei wohl nicht rauskommen, aber was solls.

Bescheiden braucht ein Marc Meier auch nicht zu sein oder, Hasenzahn?


Ich überlegte ob ich sein sowieso überdimensionales Ego stärken sollte, aber wenn ich es nicht tat würde er es sich wohl oder übel eine andere suchen. Deswegen tippte ich geschwind in mein Handy.

Nein, ein Marc Meier muss wirklich nicht bescheiden sein. Danke noch einmal.

Siehste. (: Für was sagst du denn Danke?


Manchmal jedoch war mein Traumprinz wirklich schwer von Begriff. So eine Frage musste man nach so einen Abend doch nicht stellen oder? Ich sagte für alles Danke. Für den wunderschönen Brief, für die Küsse, für sein Liebesgeständnis. Einfach für alles.

Hat Gott heute keinen Durchblick oder was? Ich sage für den Abend, für den wunderschönen Abend danke. Schwachkopf. (:

Ach Hasenzahn. Du brauchst dich doch nicht zu bedanken. Der einzige der das muss wäre wohl ich. Aber ich tu es nicht. x’DD Entschuldige. Das hat jetzt einfach sein müssen. Gretchen ich sage danke für deine keine Ahnung wievielte Chance.


Wenn mir jemand vor einem Jahr oder noch vor ein paar Monaten erzählt hätte das Marc Meier so eine nette Sms überhaupt zustande brachte hätte ich im den Vogel gezeigt und lachend abgewinkt, aber nun. Nun war es die Wahrheit.

Hab ich gern gemacht. Achso. Und danke für den Euro, den du mir jetzt endlich zurückgegeben hast.

Hast du ihn eigentlich schon genauer unter die Lupe genommen?


Ich begann sofort in meiner Tasche nach dem Euro zu suchen. Als ich ihn gefunden hatte und ihn mir vor die Augen hielt entdeckte ich die wunderschöne Gravur. Wie hatte es bloß geschehen können das ich sie vorher übersehen hatte. In den Außenseiten des Geldstücks war nach Marcs handschriftlichem Vorbild hineingeschrieben worden. Das Einzige was ich dir jetzt noch Schulde ist mein Herz. Verträumt stand ich von meinem rosaroten Bett auf und ging zum Fenster. Die Nacht war völlig klar, bloß ein paar einzelne Sterne sahen auf mich herunter. Ich tippte bloß noch ein kurzen, jedoch ausdrucksvollen Satz in mein Handy und legte es dann beiseite.

Ich liebe dich Marc Meier.


Ich dich auch, Gretchen. Gute Nacht, ich hoffe dass du von mir träumst.


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20.06.2010 18:43
#112 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels. Hier der neue Teil. Hpffe er gefällt euch. Und ich freu mich natürlich sehr über eure Kommentare, ich hab euch lieb.

http://www.youtube.com/watch?v=cyNSGbJ7yRI

Ich hatte nicht den blasesten Schimmer wie lange ich da am Fenster stand, mit dem Geldstück in der Hand und in die kristallklare Nacht blickte. Mir wurde es erst bewusst als ich meine Mutter hörte die meine Türe öffnete und mir eine Gute Nacht wünschen wollte. Ich drehte mich zu ihr um und überlegte gar nicht mehr, ich ging auf sie zu, nahm ihre Hand und zog sie hinunter in die Küche. Sie folgte mir, etwas verwirrt zwar, aber immerhin ging sie mit mir hinunter. In der Küche angekommen ließ ich mich auf einen unserer Stühle fallen und sagte meiner Mutter damit, dass sie sich auch hinsetzen sollte. Für eine Weile saßen wir uns einfach nur gegenüber, Mutter und Tochter. Zum ersten mal nach langer Zeit bemerkte ich dass ich einige Gesichtszüge von ihr geerbt hatte, und das meine Augen auch nicht wirklich viel Unterschied zu ihren hatten. Ich musste lächeln als ich es bemerkte, sie lächelte zurück konnte es sich dann aber doch nicht verkneifen etwas zu sagen.

„Du liebst ihn wirklich oder?“

Ich hatte nicht gedacht dass sie mir so eine Frage stellen würde. Eigentlich war sie ja völlig gegen ihn, und nun, nun fragte sie voller Zärtlichkeit in der Stimme danach ob mein Herz wirklich nur für ihn schlug. Ich nickte sofort, nicht heftig, aber doch überzeugt davon. Als ob das nicht genug wäre gab ich ihr dann auch noch mit einem freudigen Lächeln eine Antwort.

„Ja Mama. Ich liebe ihn von ganzem Herzen.“

„Bist du dir ganz sicher?“

„Ja, ganz sicher.“

„Du weißt dass er dich schon oft verletzt hat?“

„Ja Mama. Aber er hat sich verändert. Ehrlich.“

„Gegen diese Liebe kann ich wohl nichts ausrichten. Und ich wünsche mir doch nur dass du glücklich bist. Und wie ich sehe bist du das. Zumindest jetzt. Seit Ewigkeiten ist es heute das erste Mal gewesen das ich dieses besondere Lächeln wieder gesehen habe.“

Anstatt ihr zu antworten erhob ich mich vom Tisch und umarmte sie. So wie früher wenn sie mir etwas ganz besonderes erlaubt hat. Wenn sie nach ewigem Quengeln endlich zugestimmt hatte. Genau so froh war ich früher auch schon gewesen, und nun ging es ja um etwas viel wichtigeres und so freute ich mich umso mehr. Sie erwiderte meine Umarmung, und ich spürte dass es ihr gut tat. Seit Papa nicht mehr da war, war sie genauso verschlossen wie Marc es immer gewesen war. Seit dem Zeitpunkt hatte ich kein Lächeln mehr auf ihren Lippen gesehen und heute war es endlich wieder so weit gewesen. Sie hatte wirklich gelächelt. Sie war wieder etwas fröhlicher, wieder etwas mehr Mama-artig eben. Ich spürte dass mein Kleid langsam nass wurde, ihre Freudentränen machten mir nichts aus. Nein, im Gegenteil ich heulte mal wieder mit. Na ganz toll dachte ich mir bloß. Typisch ich eben. Aber irgendwie machte mir das alles in diesem Zeitraum nichts aus. Ich war einfach bloß glücklich. Und so fühlten meine Mutter und ich uns endlich wieder vereint.

Mein bester Freund Mehdi hatte in diesem Moment jedoch nicht mal einen kleinen Funken von Glück verspürt. Die Nachtschicht war zwar gerade ruhig und er hatte Zeit sich zu entspannen jedoch war weder Maria noch Gabi anwesend um ihn von seinen verwirrten Gedanken abzulenken. Er war zwar glücklich mit Maria Hassmann jedoch wusste er nicht was aus ihnen beiden werden sollte, noch weniger wusste er wie es um Lily und Anna stand. Anna konnte ihm gestohlen bleiben, sie hatte ihn einfach zu sehr enttäuscht jedoch dachte er Tag und Nacht an seine kleine Lilymaus und machte sich fürchterliche Sorgen um sie. Betrübt stand er von seinem Schreibtischstuhl auf und ging ans Fenster. Auch ihn faszinierte die kristallklare Nacht jedoch wurde er aufgeschreckt von einem ganz besonderen Geräusch. Sein Handy klingelte. Okay, so besonders war dieses Geräusch auch nicht jedoch war Mehdi Kaan einfach froh von seinen Gedankengängen abgelenkt zu werden. Wie gewohnt hatte er das Handy sofort gefunden und hob ab.

„Kaan am Apparat. Was kann ich für sie tun?“

„Mehdi ich bins, es geht um Lily!“


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24.06.2010 11:48
#113 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey ihr Süßen.
Ich weiß lang lang ists her. Jedoch kam ich einfach nie dazu. Tut mir leid. Aber hier ist er ja nun. Tatataaaa der neue Teil. Vorhang auf. Und viel Spaß bei der "Vorstellung" wünsch ich euch.


„Anna?“

„Ja wer denn sonst? Schwachkopf.“

„Nicht in diesem Ton. Aber jetzt sag mal was ist mit Lily?“

Nervös schritt der Gynäkologe durch sein Büro. Seine freie Hand hatte er in seinen Haaren und strich sich die dunklen Locken aus dem Gesicht. Völlig aus dem Häuschen war er gewesen als er Annas Stimme am Apparat erkannt hatte. Doch irgendetwas in ihrem Tonfall ließ ihn zweifeln.

„Du musst schnell nach Friedrichshafen.“

„Warum Anna? Ist etwas passiert?“

„Das erfährst du schon noch alles. Mach dich auf den Weg wir treffen uns im Gasthof Rebstock. Verstanden?“

„Ja aber du kannst mich doch hier nicht einfach ohne Grund stehenlassen! Weißt du wie lang ich fahren muss um nach Friedrichshafen zu gelangen!?“

Doch nichts weiter als ein monotones tuten drang mehr an sein Ohr. Sie hatte aufgelegt. Diese Eigenschaft hatte er schon immer an Anna gehasst. Früher als die zwei noch ein wirkliches Ehepaar waren hatte er es schon verabscheut. Jedes Mal musste er irgendwohin fahren, ohne Grund rief sie ihn jedes Mal aus den Federn. Öfters mitten in der Nacht. So verliebt wie er war holte er sie tatsächlich jedes Mal ab, um dann zu sehen wie sie mit ihren Freundinnen nach einer durchzechten Partynacht ins Auto stieg. Nie hatte er ein Wort darüber verloren. Er hatte sie einfach zu sehr geliebt. Doch nun, nun er liebte er sie nicht mehr. Nicht einmal ein kleines bisschen. Er würde natürlich trotzdem nach Friedrichshafen fahren, er konnte doch seine kleine Lilymaus nicht im Stich lassen. Und so packte Mehdi Kaan schnell seine Sachen zusammen und verließ das Büro. Kurz schaute er noch in Marcs Büro vorbei um ihm eine Nachricht zu hinterlassen. Er würde das schon verstehen. Er war schließlich sein bester Freund, und so fuhr der mit dem Aufzug nach unten, verließ das Krankenhaus und stieg in seinen Wagen.

http://www.youtube.com/watch?v=ORhOQUFsc2g
Ich wusste noch nichts von dem ganzen. Glücklich wie nie zuvor lag ich in meinem Bett und hielt das Geldstück von Marc in meiner Hand. Seit wann lief eigentlich alles so perfekt in meinem Leben? Ja irgendwie war es doch ein Wahnsinn das genau bei mir, Gretchen Haase, alles richtig verlief. Aber ich beschloss es zu genießen, ich wollte mein Glück durch zu viele Gedanken nicht zerstören. Ich wendete meinen Blick von dem Euro ab und blickte nun zu meinem Nachttisch. Hinter Taschentuchpackungen und Schokoladeverpackungen lag noch immer der Ehering von Alexis. Besser gesagt von Frank. Nie hatte ich ganz losgelassen und deswegen hatte ich ihn mir behalten. Doch nun schwang ich meine Beine aus dem Bett und nahm den Ehering an mich. Danach räumte ich die endlosen Verpackungen weg und legte auf den völlig blankgeputzten Tisch das Geldstück und den Brief von Marc. Lächelnd blickte ich auf den Tisch herab, doch irgendetwas fehlte da doch noch. Ach genau. Von unten holte ich mir noch ein paar Blumen und stellte sie dann schließlich neben den Sachen von Marc auf den Tisch. Jetzt war es perfekt. Ich ging mit schnellen Schritten ins Bad, schloss hinter mir ab und stellte mich an den Spiegel. Ein etwas unentschlossenes Gesicht blickte mir entgegen. Natürlich war die Zeit mit Frank schön gewesen, doch die Gefühle für Marc waren immer stärker gewesen und das sogar in der Zeit nach der Hochzeit. Wenn ich so daran zurückdenke, hatte ich den Verdacht dass Frank mir nur die Wahrheit erzählt hatte weil er merkte das ich auch ohne ihn Leben konnte. Die meiste Zeit nach der Hochzeit verbrachte ich nämlich an Marcs Bett und nicht wie erwartet MIT meinem Ehemann im Bett. Nur deswegen hatte er mir die Wahrheit erzählt. Nie hatte ich ihn gefragt, doch ich hatte da eben einen Verdacht. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen, Detektivin Haase wieder einmal im Einsatz. Doch warum sollte ich mich mit der Vergangenheit herumschlagen? Das Jetzt war wichtig, und im Jetzt war ich schließlich grenzenlos glücklich oder? Nun schaute ich abermals in den Spiegel, mein Gesichtsausdruck war so entschlossen wie niemals zuvor. Ich öffnete das Klo und schmiss den Ehering hinein. Nachher betätigte ich die Klospülung und mit dem Ring waren auch alle meine Erinnerung an ihn, all der Schmerz wegen ihm verschwunden.


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27.06.2010 22:02
#114 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels. Tut mir leid für die Verspätung. Also das so lang kein Teil mehr kam. Hoffe das euch dieser entschädigt. Zwar nicht wirklich Zuckerhältig jedoch kommt unser kleines Rotzgör Lara wieder darin vor. Habt ihr sie schon vermisst?
Freue mich natürlich wahnsinnig über eure Kommentare. :b Sie motivieren immer so schön. Viel Spaß beim Lesen Mädels.


Am nächsten Morgen wurde ich durch das monotone Geräusch meines Weckers geweckt. Verschlafen drückte ich auf diesen um ihm den Ton zu kappen. Wenigstens funktionierte das und so drehte ich mich im Bett herum und kuschelte mich noch einmal in meine Decke.

Währenddessen lief ein bestimmter Chefarzt des EKH fast in seiner Wohnung Amok. Lara trieb ihn noch zur Weißglut. Dieses Mädchen war doch ernsthaft erst um fünf Uhr in der Früh in der Haustür erschienen, auch wenn der feine Herr es sich selbst nie eingestehen würde hatte er tatsächlich aus Sorge kein Auge zu machen können. Und nun, nun wollte sie ihm nicht einmal die Information geben wo sie die ganze Nacht verbracht hatte. Wenn er ein Kind in die Welt setzen würde hoffte er jetzt schon inständig auf einen Jungen. Diese „Art“ von Menschen musste nämlich nicht befürchten in der Nacht entführt, vergewaltigt, ermordet oder ähnliches zu werden. Wenigstens nicht so stark wie die weibliche Spezies. Lara saß auf einem der Barhocker in der gefliesten Küche von Marc und starrte ihren Toast die ganze Zeit über an. Derweil wurde Marc immer wütender, er musste sowieso bald los doch er würde nicht eher gehen bevor sie ihm verraten hatte was sie getrieben hatte. Oder besser gesagt ob sie es getrieben hatte. Die aufkeimende Wut über sie probierte er mit seinem Schinken-Käse Toast zu ersticken und stopfte sich ohne wirkliches kauen zwei große Bissen in den Rachen.

Ein ganz anderes Frühstück brachte Mehdi Kaan hinter sich. Er war am Abend in Friedrichshafen angekommen und hatte in der Nähe des Gasthofs die Nacht verbracht. Früh war er schon aus den Federn gewesen um den ersten Anruf bei seiner Noch-Frau zu tätigen. Doch wie erwartet war diese noch nicht um 6 aufgewesen. So musste er sich noch länger gedulden und saß nun um sieben in einem französischen Bistro, gegenüber der Frau die ihm seine Lilymaus genommen hatte. Ihre Begrüßung war kühl ausgefallen, auch das war zu erwarten gewesen. Mehdi hatte sich bloß einen kleinen Braunen bestellt, zum Essen hatte er keine Nerven mehr übrig. Anna jedoch hatte für sich und für seine kleine Lily ein großes Frühstück bestellt. Lily saß überglücklich auf dem Schoß ihres Vaters und schlang ihre dünnen kleinen Ärmchen um den Hals ihres Papas.

„Anna? Warum bin ich hier?“

„Ach das ist ne lange Geschichte.“

„Dann erzähl mal…“

Zurück in Berlin hatte ich nicht den blassesten Schimmer von Marcs Wutausbrüchen oder Mehdis Frühstück mit Anna, das einzige was ich wusste war die Tatsache dass ich viel zu spät dran war. Und schon jetzt war mir bewusst dass Marc mich, trotz der Beziehung die wir führten, in Stücke reißen würde. Oder hatte sich das auch geändert? Nachdenklich blieb ich im Raum stehen, doch nach kurzem wurde mir meine stressige Lage wieder bewusst und ich wühlte noch schnell in meinem Kleiderschrank herum um etwas Passendes zu finden. Danach rannte ich die Stufen hinunter, sagte meiner Mutter tschüss, schnappte mir einen Apfel, verließ das Haus und sprang auf mein Fahrrad. Bloß in der Hoffnung das Marc mich nicht allzu sehr bestrafen würde, obwohl seine Strafen würde doch eher angenehm sein nicht?


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18.07.2010 12:26
#115 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Jaa ich weiß. Hier ist es mittlerweile schon verdammt verstaubt, aber irgendwie fand ich einfach nie die Zeit zu schreiben und habe im Moment auch nicht wirklich den Kopf dafür. In meinem Privatleben geht nämlich alles drunter und drüber. Mehr muss ich dazu nicht sagen. und will ich auch nicht. Auf jedenfall ist hier mal ein langer Teil. Ich hoffe er gefällt meinen verbliebenen Lesern. Viel Spaß.

Derweil ich mich abstrampelte um so rechtzeitig wie möglich im Krankenhaus anzukommen saß Marc schon im Schwesternzimmer. Schwester Sabine hatte ihm schon sein zweites Frühstück vorbereitet und reichte es ihm gerade. Dr. Marc Meier war noch immer auf hundertachtzig, Lara hatte ihm, wie erwartet nicht erzählt wo sie gewesen war. Er als Chefarzt hatte aber leider rechtzeitig im Krankenhaus sein müssen und so musste er wohl oder übel ohne Info zum EKH fahren. Das einzige was seine Laune etwas aufhellen konnte hatte sich auch noch nicht gezeigt, kein einziges Schokocroissant war angerührt worden, weder hatte er ihre blonde Lockenmähne hier gesehen. Und so verdüsterte sich seine Laune nur noch mehr.

„Was wollen sie denn trinken Dr. Meier?“

„Kaffee. Einen dunklen.“

„Gut, kommt sofort.“

Vor lauter Wut auf Lara brachte er nicht einmal ein Dankeschön heraus. Doch Sabine wunderte das nicht, sie war die Launen ihres Chefarztes schon lange gewohnt. Dafür legte sie sich schon wieder neue Theorien zurecht was passiert sein konnte. Natürlich war etwas mit Gretchen Haase am wahrscheinlichsten für die üble Stimmung von Dr. Meier, so dachte Sabine eben. Doch als diese völlig fertig und schnaufend ihren Kopf durch die Tür des Schwesternzimmers steckte, erhellte sich auf einmal die Miene des Arztes. Er stand auf und ging auf die völlig erschöpfte Ärztin zu. Nicht nur sie lächelte wie schon lange nicht mehr, er hatte mindestens ein gleich glückliches Lächeln auf dem Gesicht und so beschloss die Schwester das Zimmer rasch zu verlassen obwohl sie nur zu gern gewusst hätte was dort vor sich ging.
Marc war anscheinend nicht im Geringsten auf mich sauer gewesen, er nahm mich sofort in den Arm als ich mir das erste Schokocroissant angelte. Ich spürte wie er meinen Duft auf sog, wie er mich vermisst hatte, mir ging es da genau gleich also ließ ich das Schokocroissant auf den Tisch fallen und umarmte ihn ebenfalls. Ich wuschelte ihm sofort durch seine dunklen Haare und streckte meinen Kopf in seine Richtung, diese Geste erkannte er natürlich sofort und schon hatte ich seine sanften Lippen auf meinen. Wieder einmal war es ein atemberaubender Kuss der so zärtlich und sanft war wie ich diesen Mann nicht gewohnt war. Jedoch liebte ich seine Zärtlichkeiten, wie alles an ihm. Viel zu schnell löste er seine Lippen wieder von meinen, und drehte sich um. Er ging zurück zum Tisch und aß sein Salamibrot weiter. Verwundert blickte ich ihn an. Erst jetzt bemerkte ich das er müde aussah, und gestresst. Nachdenklich vielleicht. Also schnappte ich mir ein zweites Mal an diesem Tag das gleiche Croissant und gesellte mich zu ihm an den Tisch. Zuerst aßen wir beide, schwiegen uns an, doch nach kurzer Zeit wurde mir schon bewusst das wir doch eigentlich Visite hatten und so sprang ich auf.

„Marc, schnell wir sind sowieso schon viel zu spät dran.“

„Für was?“, brummte dieser nur völlig unmotiviert.

„Na für die Visite, für was denn sonst?!“

„Die macht der Rössel. Hatte heute keinen Bock drauf. Und der Rössel muss jetzt sowieso einige Arbeitsstunden aufholen da er im Krankenstand war.“

„Aber Marc. Nur weil du keine Lust hast kannst du doch nicht blau machen.“

„Wie du siehst bin ich hier im Krankenhaus. Also mach ich nicht blau. Und jetzt nerv nicht rum, wenn du arbeiten willst dann geh doch. Der alte Rössel würde sich bestimmt über deine Gesellschaft freuen. Ich jedenfalls würde im Moment gerne meine Ruhe haben.“

Mit diesen Worten drehte er sich zum Fenster um und blickte in den Park.
Inzwischen wurde ich wütend. So kannte ich ihn gar nicht, natürlich die schlechte Laune schon. Aber das er seiner Arbeit nicht nachging, das war ungewöhnlich. Ich ließ meine Hand auf den Tisch knallen. Verblüfft schaute mich mein Freund an.

„So Freundchen. Hör mir mal zu. Ich weiß nicht was mit dir los ist, aber mich anmotzen brauchst du trotzdem nicht. Und anstatt zu arbeiten hängst du hier herum und isst wahrscheinlich dein drittes Brötchen und trinkst deinen vierten Kaffee. Verdammt, was ist los?!“

„ Es ist mein zweites Brot.“

„Marc! Das ist doch völlig unbedeutend! Ich würde gern wissen was mit dir los ist?!“

So kannte er Gretchen gar nicht, er wusste dass sie impulsiv sein konnte. Aber vielleicht hatte er diese Eigenschaften von ihr einfach verdrängt. Er hatte eben ganz vergessen, das sie die einzige Frau war die ihm auch kontra geben konnte. Doch diese Eigenschaften liebte er doch auch so sehr an ihr und so stand er auf und nahm die völlig überraschte Assistenzärztin in den Arm. Streichelte ihr über den Rücken und flüsterte ihr ins Ohr das er sie liebte.
Ich genoss die Umarmung zwar doch nach kurzer Zeit drückte ich ihn von mir weg und sah ihn fragend an. Er musste lächeln bei meinem Blick fing dann aber doch an zu erzählen. Mich wunderte es gar nicht das Marc Meier sich Sorgen um die Kleine machte, doch er musste lernen das seine kleine Schwester langsam erwachsen wurde.

„Ich verstehe dich ja Marc. Aber schau mal, du hast doch auch mit sechzehn schon mit jeder geknutscht. Sie darf wohl auch eigene Erfahrungen machen oder? Nur weil du früher ein Arsch warst heißt das nicht dass jeder so war. Und wie du siehst können Frauen den schlimmsten Macho von allen zähmen. Oder?“

Er lächelte wieder einmal und küsste mich dann auf die Stirn. Ich war noch immer verblüfft darüber das wir beide es nun endlich geschafft hatten gemeinsam unsere Wege zu gehen. Und so umarmte ich ihn noch ein weiteres Mal, ganz fest um mich zu vergewissern das ich nicht träumte.


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23.07.2010 13:05
#116 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, hier der neue Teil. Ich weiß das ihr lange warten müsst, es tut mir ja auch leid aber ich danke euch das ihr mir noch immer Kommentare hinterlasst. Die helfen mir sehr. Und motivieren mich. Ich hoffe das euch dieser Teil auch wieder gefällt obwohl er traurig ist.

Mehdi Kaan saß währenddessen noch immer verblüfft am Frühstückstisch des französischen Bistros. Ihm war doch glatt der Kaffee aus der Hand geglitten als Anna ihm eröffnet hatte dass sie noch immer als Nutte tätig war. Scheppernd war die Tasse auf den Boden gefallen, und zersprungen in etliche Teile. Er hatte sich ja schon viele Theorien darüber gemacht was seine noch Ehefrau ihm unbedingt mitteilen wollte, aber das sie sich noch einmal auf das Rotlichtmilieu eingelassen hatte konnte und wollte er nicht glauben. Noch dazu stellten sich ihm Fragen wie: Wo war Lily während ihrer “Arbeitszeiten“ gewesen? Wusste Lily davon? Schwebte Anna und nun auch Lily deswegen in Gefahr?
Und ehe er sich versehen hatte waren diese Fragen ihm auch schon rausgerutscht, leider in einem ziemlich lauten Ton. Die Gäste des Bistros drehten sich schon alle nach der kleinen „Familie“ um. Deswegen beschloss Anna schnell zu zahlen und dann in den Park zu gehen da sie hoffte das dort nicht so eine Menschenmasse ihnen zuhörte.
Nach fünfminütigen Spaziergang in denen Lily die Hand ihres Vaters nicht einmal losgelassen hatte waren die Kaans auch schon im Park angekommen. Anna setzte sich auf eine Bank und zeigte Mehdi damit dass er sich gefälligst hin setzen sollte. Nachdem er ihrem Wunsch nachgekommen war begann Anna zu erzählen. Von ihren Geldsorgen, von ihrer alten Freundin Chantal die ihr wieder einen Job besorgt hatte, von den zunehmenden Schwierigkeiten die sich mit Lily herausstellten und von ihrem Entschluss ihre Tochter nicht mehr unter diesen Umständen großziehen zu wollen. Bei jedem Satz kämpfte sie mit den Tränen, doch das was Mehdi am meisten erschrak war das er kein Mitleid für diese Frau empfand, kein bisschen. Er hörte ihr bloß zu, als ob sie eine Fremde wäre. Nicht seine Noch- Ehefrau weder die Mutter seiner Tochter. Nein, er sah sie an, nickte ab und zu doch mehr Gefühlsregung tat sich bei dem Gynäkologen nicht. Als Anna gerade den letzten Satz ihrer Geschichte zu Ende sprach stand er auf und ging auf den Spielplatz der gleich neben der Bank lag. Er nahm seine Tochter auf den Arm ging zurück zu Anna und sagte ihr seine letzten Worte.

„Anna? Ich verstehe dich nicht und werde dich auch nie wieder verstehen jedoch will ich das du weißt das ich natürlich für meine Tochter sorgen werde. Wenn du irgendwann mal aus diesem Milieu draußen bist kannst du sie ja mal besuchen, du weißt wo du uns findest. Aber mir wäre es lieber das sie nicht mit einer Prostituierten Kontakt hat. Vielleicht sehen wir uns bei ihrem 14. 16. oder 18. Geburtstag. Tschüss Anna.“

Damit ging Mehdi seinen Weg, ging zurück zum Hotel und nahm seinen Sachen, ging danach zum Wagen verstaute seine und Lilys Sachen die sie die ganze Zeit über schon mit sich schleppte, setzte seine Tochter in den Wagen, ging auf die Fahrerseite, stieg ein und fuhr los. Ohne noch einen einzigen Gedanken an Anna zu verschwenden. Er ließ mit dieser Fahrt seine Vergangenheit hinter sich. Seine Liebes- Vergangenheit.

Anna Kaan saß auch noch nach einer Stunde auf der ein und derselben Parkbank. Weinte bitterlich, dachte nach, fing wieder an zu schluchzen, fing sich wieder, dachte dann doch wieder über Lily und Mehdi nach und die Tränen bannten sich ein weiteres Mal den Weg über ihre Wangen. So ging es die ganze Zeit über bis sie von einem Geräusch aufgeschreckt wurde. Ihr Handy klingelte, die Anrufer ID verriet ihr das Chantal anrief. Sie hob nicht ab, sie schmiss das Handy wütend gegen den nächsten Baum. Mehdi hatte Recht, dieses Geschäft war nichts mehr für sie aber es war das einzige was sie noch hatte. Nur deswegen klaubte sie die Teile des Mobiltelefons wieder zusammen und reparierte es. Nur deswegen rief sie gleich darauf Chantal an und sagte ihr dass sie gleich da sein würde. Noch einmal ließ sie Tränen zu und riss sich dann zusammen. Das war nun mal ihr Leben.


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06.09.2010 10:57
#117 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hallo Mädels,
Ich weiß das es hier wirklich schon ewig nicht mehr weitergegangen ist. Jedoch verspüre ich im Moment einfach nicht so eine Große Lust zu schreiben da ich viel in der Realität hinter mich zu bringen habe. Jedoch Werde ich versuchen regelmäßig einen Teil reinzustellen. Versprechen kann ich leider nicht's. Bei mir geht es drunter und drüber. Aber eure Kommentare würden mich wirklich anfeuern. Also hoffe ich auf ein paar. Bitte. :))
Viel Spaß beim lesen. An meine verbliebenen Leser.


Marc und ich waren dann schließlich doch von unserem Tisch aufgestanden und gingen gerade den Gang zum Büro von Marc entlang. Da kein Mensch in Sicht war hatte Herr Obermacho doch tatsächlich meine Hand genommen und schloss sie tief in seinen Finger ein. Nicht einmal wenn ich gewollt hätte, hätte ich sie befreien können. Wir stolperten ein, zwei Mal da wir unsere Augen nicht von dem anderen lassen konnten und uns unsere eigenen Füße des Öfteren im Weg waren. Sobald wir wieder einmal für eine kurze Schrecksekunde dem Boden näher waren und uns wieder gefangen hatten fingen wir an zu lachen. Es war ein befreiendes Gefühl so mit ihm durch die Krankenhausgänge zu wandern. Denn nun spielte er sich eben nicht als der Chef auf. Nein, nun war er eben mein Freund. Marc Meier war tatsächlich mein Freund. Hätte auch nicht gedacht das ich dass in diesem Leben noch einmal sagen werde. Aber es war doch wirklich die Wahrheit. Und noch einmal musste ich lächeln und in seine smaragdgrünen Augen schauen. Doch diese waren ausnahmsweise mal nicht auf mich fokussiert sondern starrten auf ein Blatt Papier das an seiner Bürotür hing. Schnell riss er es ab und öffnete die Tür zu seinem Arbeitszimmer. Ich betrat es nach ihm und bekam bloß noch zu Augen wie er den Zettel in einer seiner Schublade verschwinden ließ.

„Marc?“

„hmm?“ antwortete er bloß gedankenverloren und starrte aus dem Fenster.

„Von wem war die Nachricht?“

„Von niemand besonderem.“

„Sah aber anders aus.“ Ich näherte mich langsam seinem Schreibtisch.

„Ist wirklich nicht wichtig.“

„Marc, sag es mir. Wir vertrauen uns doch. Oder?“

Er drehte sich etwas überrascht um und sah mich an. Ich blickte ihn nur weiterhin in die Augen und verlangte damit eine Antwort, die kam dann auch prompt.

„Natürlich tun wir das!“

„Also?“

„Mehdi hat sich bloß für zwei oder drei Tage freigenommen.“

„Und warum lässt du die Nachricht so schnell in deinen Schubladen verschwinden?“

Er seufzte und kam dann auf mich zu. Seine Arme schlangen sich um meine Taille und sein Mund wisperte mir nur ins Ohr: „Du musst auch immer alles wissen was?“

Ich lächelte und nickte dann bloß. Er seufzte abermals und erklärte mir dann dass er auf der Suche nach Anna und Lily war. Besser gesagt das Anna angerufen hatte und Mehdi Angst um die Kleine hatte. Ich nickte bloß, wenigstens bekam Mehdi seine Lily wieder, was sehr wahrscheinlich war. Ich freute mich für ihn doch Marc war da wohl anderer Meinung da ich kein einziges Anzeichen von Freude in seinem Gesicht las.

„Marc?“

„Ja, Hasenzahn?“

„Warum bist du so bedrückt über eine eigentlich gute Nachricht?“

„Ich weiß einfach mehr von der Geschichte als du es ahnen könntest.“

„Erzählst du mir was du weißt?“

„Das wäre Mehdi ganz und gar nicht recht.“

„Bitte, Bitte, Bitte Marc. Sonst knöpf ich mir ihn vor wenn er hier ist.“

Marc ließ sich in seinen Chefsessel fallen klopfte auf seinen Schoß und zeigte mir damit das ich mich bitte hinsetzen sollte. Ich setzte mich auf seine gemütlichen Beine, wartete noch ein paar seiner Seufzer ab und hörte dann mehr als interessiert zu.


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14.09.2010 14:10
#118 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Halli Hallo Mädels. ;D
Hier ist wenigstens in etwas kleinerm Abstand der nächste Teil. :)) Mich freut es zu lesen das ich wenigstens noch drei wundervolle Leser habe. Ich hab euch lieb Mädels! :D Natürlich auch die anderen Leser, wenn es anonyme geben sollte. Jedenfalls hör ich jetzt auf zu quatschen und geb euch lieber mal den nächsten Teil zum lesen. :)) Viel spaß, würde mich sehr über kommentare freuen ihr Lieben.


Mehdi würde wohl nach Berlin durchfahren, noch einmal eine Nacht in diesen schrecklich ungemütlichen Jugendherbergen würde er nicht ertragen. Lily saß neben ihm, schaute immer wieder auf die Straße dann wieder ins Wageninnere und schließlich zu ihm und schwieg eisern. Da Mehdi das von seiner sonst so fröhlichen Tochter nicht kannte fragte er sie auch prompt ob es ihr in Friedrichshafen gefallen hatte. Sie nickte bloß und starrte dann weiterhin auf das Armaturenbrett des Wagens. Mehdi fragte sie immer und immer wieder nach banalen Sachen, doch seine Lilymaus erwiderte seine Fragen immer nur mit ziemlich einsilbigen Antworten. Schließlich gab er es auf und konzentrierte sich einfach wieder auf die Straße. Lily machte währenddessen das Radio an und wippte ein bisschen mit dem Kopf hin und her wenn eines ihrer Lieblingslieder gespielt wurde. Aber was ihren Vater bloß noch mehr verblüffte war die Tatsache das sie sich nicht einmal bei „Hannah Montana“ mitreißen ließ um zu singen. Wie sonst immer. In seinem Kopf malte er sich die schlimmsten Ereignisse aus, er wusste schließlich nicht was Lily alles mit ansehen musste. Doch als sie Berlin immer näher kamen begann Lily dann doch zu reden, jedoch hätte Mehdi auf diese Frage gerne verzichtet. „Papa? Was ist eigentlich eine Prostituierte?“

Währenddessen machte sich Lara gerade für ein Treffen mit ihrem neuen besten Freund fertig. Marc hatte sie schließlich doch an der Schule angemeldet und gleich am ersten Tag hatte sie sich mit Oliver wahnsinnig gut verstanden. Er brachte sie zum Lachen, auch wenn ihr nicht dazu zu Mute war. Und er war einfach das was man den Inbegriff eines besten Freundes nennen durfte, vielleicht stand er ja sogar im Wörterbuch unter „bester Freund“. Sie musste grinsen. Sie war wirklich glücklich, auch ohne einen Freund zum küssen, ja sogar ohne ihren Vater und ihre angebliche Mutter. Sie schaffte es sogar ohne ihren Hund Lucky glücklich zu sein, und das allein weil sie nun auch hier eine wunderbare „Familie“ hatte. Wenn man das so nennen durfte. Schließlich war Marc ihr in dieser kurzen Zeit so immens wichtig geworden, na klar konnte er nerven, aber nicht so wie ihre Mutter oder gar ihr Vater. Er sorgte sich um sie, und er gab ihr ein geborgenes Zuhause. Seine neue Freundin, ein seliges Lächeln konnte sich Lara nicht verkneifen, Gretchen war in der Wohnung auch von ihr aus immer gern gesehen. Ja, sie konnte anstrengend sein jedoch hatte sie so ein großes Herz und war schon fast besser im trösten wie ihr Vater. Und da war natürlich auch Oliver dem sie wirklich alles erzählen konnte und mit dem sie einfach den Spaß ihres Lebens hatte. Ja, eigentlich war das Leben hier in Berlin, besser gesagt der Lebensabschnitt, der beste den sie je erlebt hatte. Sie sah sich noch einmal im Spiegel an, korrigierte ihren Eyeliner, zog sich ihre Schuhe an und ging wahnsinnig glücklich aus dem Haus.

Ich saß völlig verdattert auf Marcs Schoß. Nie und nimmer konnte Mehdis Frau eine Prostituierte sein. Das konnte ich einfach nicht glauben. Sie war schließlich glücklich, sie hatte einen Ehemann und eine engelsgleiche Tochter. Was sollte das? Das machte doch keine normale Frau oder? Ich hoffte dass Mehdi mit Lily zurückkehren würde, und dass nachher alles „in Ordnung“ sein würde. Ich hoffte von ganzem Herzen. Marc war jedoch wirklich ein guter Freund, auch wenn Mehdi es am Anfang vielleicht nicht zu schätzen gewusst hatte, das tat er jetzt bestimmt. Die Geschichte der Kaans machte mich zwar noch immer fertig jedoch brachte es nichts jetzt darüber zu grübeln. Ich würde einfach eine Stütze für Mehdi sein, ja das wäre wohl das Beste. Und Mehdi würde doch auch nicht nur mich als Unterstützung bekommen, nein, Marc würde immer sicherlich wieder einmal tatkräftig unter die Arme greifen. Ja, Marc. Warum hatte er diese wunderbaren Seiten von ihm alle versteckt gehalten? Nun, erst jetzt als ich ihn schon mit allen Schwächen zum Freund hatte, packte er erst die richtig guten Seiten aus. Natürlich hatte er noch viele mehr. Die er mir auch ab und zu gezeigt hatte, aber diese hier wahren doch geradezu phänomenal. Ich erwachte aus meinen Gedanken als er mich liebevoll auf die Stirn geküsst hatte. Ich liebte diesen Mann einfach, mehr als alles andere. Auch wenn ich im Moment nicht einmal so genau wusste warum.
„Hasenzahn? Willst du noch Pause machen oder hilfst du mir bei den nächsten Ops?“
„Natürlich helf ich dir Marc. Was denkst du denn?“ ich grinste, stand von seinem Schoß auf und krallte mir seine Hand. Wenigstens hier drinnen konnte ich sie doch noch halten, vielleicht auch noch bis zu dem Gang in dem die Op- Säle waren. Wenn ich Glück hatte würde uns keiner begegnen. Er stand ebenfalls auf und ging mit mir im Schlepptau durch die Krankenhausgänge, sah mich an und in diesem Blick lag so viel Liebe das ich die Geschichte der Kaans bloß ganz vergessen konnte. Er überwältigte mich einfach so.


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22.09.2010 07:44
#119 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, etwas neues zu lesen. Ich hoffe Lara gefällt euch. den dieser Teil ist nur ihr gewidmet. ;DD

Lara saß jetzt schon eine geschlagene halbe Stunde in ihrem Lieblingscafe und war auf hundertachtzig. Oliver war bislang noch nicht aufgetaucht. Nicht mal einen Anruf oder eine Sms hatte sie von ihm gekriegt. Er war zwar nur ihr bester Freund und nicht ihr Freund aber trotzdem, sie hasste es wenn Leute Treffen nicht einhielten. Sie hatte sich einen Kaffee bestellt und wartete nun darauf das die blonde etwas zu dicke Kellnerin, die ihres Achtens selbst zu doof für diesen Beruf war, ihr den Latte brachte. Sie hatte ihr Buch gezückt, ihr Tagebuch. Sie musste schließlich noch den neusten Eintrag schreiben und hatte im Moment sowieso den hauptsächlichen Inhalt dieses Eintrags vor sich. Der Name Oliver würde in diesem Eintrag wohl öfter fallen als sie es eigentlich wollte. Aber naja, was sollte sie schon machen, sie musste sich schließlich abreagieren können. Als die Kellnerin ihr dann endlich den Latte brachte war sie gerade mit dem letzten Satz fertig geworden. Sie bezahlte auch gleich, damit sie nachher nicht noch einmal ewig auf sie warten musste. Jedenfalls legte sie ihr Tagebuch wieder in die Tasche und trank den Kaffee in ziemlich schnellem Tempo aus. Als sie sich gerade von ihrem Stuhl erhob schallte eine ihr nur allzu bekannte Stimme durch das Frühstückslokal. Eine Stimme die sanft war, und voller Freude, eine Stimme die ihren Namen rief. Olivers Stimme.

„Lara! Lara! Lara! Da bist du ja!“

„Ja hier bin ich, verdammt sauer, ich werde jetzt gehen, schließlich habe ich fast eine Stunde hier auf dich gewartet. Du Idiot!“

„Aber Lara, warte doch. Bitte, Bitte warte doch.“

Sie hatte währenddessen schon ihre Jacke angezogen und war im Inbegriff zu gehen als er sie am Arm festhielt.

„Ich habe eine Erklärung für mein zu spät kommen. Und du wirst begeistert sein wenn du sie hörst.“

„Und was bitteschön ist deine “ach so tolle“ Erklärung?“

„Jennifer, du kennst sie doch oder?“

„Ja, was ist mit ihr?“

„Die hat mich doch tatsächlich gefragt ob ich mit ihr zum Frühjahrsball gehen will. Und sie wollte mich auch heute sofort treffen, auf nen Kaffee und deswegen bin ich jetzt zu spät. Laraaaaaa sie ist so toll.“

„Und das soll mich jetzt begeistern?“

Irgendetwas in ihr fühlte sich verletzt, war es ihr Herz? Nein, das durfte gar nicht sein, schließlich war das doch nur ihr bester Freund, nur Oliver. Nicht Robert oder Kevin, die verdammt gut aussahen. Nein nur Oliver mit seinen blonden verwuschelten weichen Haaren, mit seinen tiefblauen Augen, mit seinem immer etwas gequälten Lächeln. Nur ihr Oliver. Ach, sie musste es wohl einsehen. Da war etwas mehr als Freundschaft in der Luft.


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01.10.2010 09:09
#120 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels der nächste Teil. Hoffe er gefällt euch. Und ebenfalls hoffe ich auf Kommentare. Dann weiß ich was ich besser machen kann. hab euch Liiieb.

Die Op war gut verlaufen, wie immer in letzter Zeit, das einzige was mich und sehr wahrscheinlich auch Marc störte waren die Blicke von den Schwestern. Diese Blicke die einem schon verrieten das sie viel oder gar alles wussten. Marc hatte sie wieder einmal blöd angemacht und ihnen einen fiesen Spruch nach dem nächsten reingedrückt aber das hielt Schwester Gudrun und Schwester Gerti nicht davon ab sich weiterhin so anzuschauen. Bei jeder Berührung die Marc und ich zwischen uns hatten kam ein neuer „wissender“ Blick. Einfach nur extrem kindisch wie ich fand, doch Marcs kleine Ausraster machten das ganze nicht gerade unauffälliger. Ich hatte mich, nachdem ich noch einmal im Zimmer des Unfallpatienten gewesen war und mich versichert hatte dass es ihm gut ging, ins Schwesternzimmer verzogen. Schließlich hatte ich nun eine kurze Pause zwischen den ganzen Ops, als nächste würde eine sehr komplizierte Operation zu erledigen sein und davor wollte ich mich noch ein wenig ausruhen. Hatte mir selbst Marc empfohlen, den es war die erste ihrer Art für mich. Aber als ich gerade die Türe des Schwesternzimmers aufstoßen wollte hielt ich inne, ich hörte die nicht geraden leisen Stimmen von Gudrun und Gerti über nichts Geringeres als Marc und mich tratschen.

„Aber das die zwei wirklich denken das wir alle so doof wären und das nicht merken ist auch wirklich zum schießen, nicht wahr?“ lachte Gudrun auf.

„Ja, wirklich. Ich mein das merkt ja wohl ein Blinder mit nem Krückstock!“ danach stimmte auch Gerti in das Gelächter ein.

„Aber was so ein Mann an so einer wie ihr findet, das frage ich mich andauernd.“

„Naja, Gudrun. Zugeben muss man schon das sie abgenommen hat und irgendwie schon sexy ist. Auf ihre Art eben.“

Ich sah zufrieden und glücklich an mir hinunter. Aber da kam schon der nächste Satz von Gudrun.

„Ja aber ich mein allein wegen ihres Charakters, sie ist hysterisch unglaublich zickig und tollpatschig noch dazu.“

„So meine Damen! Soll ich mal auch was dazu sagen?! Gretchen ist eine unglaubliche Frau, und nicht so ein Biest wie ihr zwei hier! Ihr beschimpft sie als zickig? Was seit ihr denn dann, ihr seit diejenige die über sie lästern nur weil ihr euch am liebsten ein Stückchen von ihr abschneiden würdet. Und jetzt raus hier!“

Was ich nicht bemerkt hatte war das Marc das ganze Gespräch wohl auch gehört hatte und sich wohl wieder mal nicht beherrschen konnte und eingegriffen hatte. Schon sah ich die zwei Schwestern, wie aufgescheuchte Hühner, aus dem Raum flüchten und in den nächsten Lift steigen. Ganz leise öffnete ich die Türe damit Marc mich nicht bemerkte. Er schmierte sich gerade ein Salamibrot und regte sich noch immer leise über die „ zwei potthässlichen dummen Gänse“ auf. Ich näherte mich ihm ganz leise, beinahe lautlos und schlang dann meine Arme von hinten um ihn. Überrascht drehte er sich um doch als er meine Locken bemerkte beruhigte er sich wieder.

„Danke Marc. Dankeschön.“

„Für was denn jetzt genau?“

„Ach, das weißt du doch.“

„Nein weiß ich nicht Hasenzahn, also raus mit der Sprache.“

„Wegen den zwei Schwestern.“

„Das, das, das hast du gehört?!“

„Ja habe ich, als ich sie lästern hörte wollte ich ihnen noch eine Weile zuhören.“

„Hasenzahn?“ , er nahm meinen Kopf in seinen und richtet ihn so das ich ihm genau in die Augen sah, „nimm das bitte nicht ernst. Was diese zwei unqualifizierten Schwestern von sich geben ist doch nur Müll. Du bist perfekt so, so, so wie du eben bist. Verstanden Hasenzahn?“

„Jaaaaaa, Herr Offizier.“

Ich lächelte ihn an und kuschelte mich dann nur noch fester an seine Brust. Er genoss es anscheinend und schlang seine Arme auch um einiges enger um mich.


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02.10.2010 20:31
#121 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, da es wieder einmal länger gedauert hat bis der Teil kam gibt es einen extragroßen. ;DD
Okay? :))
Hoffe er gefällt euch und mir würden Kommentare wirklich gut tun. :))
hab euch liiieb.


Mehdi Kaan wusste immer noch nicht wie er auf die Frage seiner Tochter antworten sollte, wie erklärte man auch einer achtjährigen was eine Prostituierte war?! Nervös trommelte er mit seinen Finger auf das schwarze Lenkrad. Lily wurde währenddessen immer unruhiger und fragte noch dreimal nach bevor sie anfing sich selbst etwas zusammenzureimen.
„Ist dass eine Frau die mit anderen Anprostet? Ich meine weil ja das Wort „Prost“ in Prostituierte drin steckt. Das wäre ja mal ein toller Beruf, nur mit Leuten anprosten und schon bekommt man Geld.“
Auch wenn dem Gynäkologen nicht nach lachen zu Mute war musste er sich wirklich zusammenreißen nicht in einen Lachanfall auszubrechen. Was sich kleine Mädchen immer ausdachten, das war doch wirklich zum schießen. Aber wie er ihr das ernsthaft erklären konnte wusste er immer noch nicht.
„Lily? Weißt du, es gibt Sachen da bist du noch zu klein um es zu wissen.“
Von der Beifahrerseite des Autos vernahm er bloß wütende Laute. Er musste sich ein weiteres Mal zusammenreißen um nicht zu lachen, langsam aber sicher ähnelte das Kind neben ihm seiner Tochter.
Nach dem sie im Zentrum von Berlin schon bei der fünften roten Ampel standen und Lily weiterhin nicht nachgefragt hatte wiegte Mehdi sich in Sicherheit.
„Lilymaus?“
„Ja?“
„Dir macht es doch nichts aus wenn wir kurz im Krankenhaus vorbeischauen oder mein Schatz?“
„Nein, nein Papa. Ich würde sehr gerne Gretchen und Marc wieder Hallo sagen.“
„Marc?“
„Ja, er heißt doch so oder? Der große Mann, mit den dunkelbraunen Haaren und den grünen Augen der ziemlich böse schauen kann aber eigentlich total lieb ist.“
„Hört sich nach Marc an, aber woher kennst du ihn denn?“
Sie musste lachen, ein kleines hohes Kinderlachen das Mehdi Kaan wieder wunschlos glücklich machte, endlich konnte er seiner Tochter wieder beim lachen zuhören.
„ Weißt du das gar nicht Papa? Als ich hingefallen bin und mir am Ellbogen weh getan habe, da hat mich Marc sofort genäht und versorgt. Und seit dem bin ich ihm dann öfter im Krankenhaus begegnet. Er ist eigentlich gar nicht so gemein wie er wirkt.“
„Da hast du recht Lilymaus, ja da hast du Recht.“ Er grinste.
Schließlich wusste Mehdi dass Marc ein richtiger Charmeur sein konnte, nicht nur bei Frauen sondern auch bei kleinen Kindern. Marc liebte Kinder, bis auf seine eigenen, die er Gott sei dank noch nicht hatte. Aber bei einem war er sich sicher, sein bester Freund wäre ein perfekter Kinderarzt geworden, denn schon seit dem er fünfzehn war hatte er sich immer für die jüngeren eingesetzt und ihnen geholfen. So einen Hass verspürte er nicht auf die kleinen Racker, ganz und gar nicht, er liebte eigentlich die meisten von ihnen, er zeigte es bloß nie. Um sein Machoimage schön aufrecht zu erhalten. Die Frage von vorhin hatte Mehdi schon längst wieder vergessen, was ihm wohl noch zum Verhängnis werden würde, doch davon ahnte er noch nichts.

Inzwischen stand Lara noch immer wie vom Donner gerührt vor Oliver. Er sah sie weiterhin aufgeregt und glücklich an. Seine tiefblauen Augen glänzten und das tat Lara nur noch mehr weh, denn in diesen kurzen Momenten hatte sie gerade bemerkt das sie Oliver liebte, das sie ihn doch nicht an einer anderen verlieren konnte und das sie leider sogar den Tränen nah war. Warum musste auch immer ihr so etwas passieren? Was sollte sie denn machen? Sollte sie so reagieren wie es sehr wahrscheinlich ihr großer Bruder gemacht hätte, oder sollte sie ihre Gefühle überspielen und so tun als ob sie sich für ihn freute, wie es sicherlich Gretchen hinter sich gebracht hätte? Doch da nun Mal meierisches Blut durch ihre Adern floss entschied sie sich für die erste Variante.
„Jennifer sagst du?“
„Ja! Ist das nicht fantastisch?!“
„Wundert mich ehrlich gesagt das so eine wie sie etwas von so einem wie dir will.“
Ewiderte sie bloß trocken. Ihr Herz schrie zwar danach damit aufzuhören und ihn nicht zu verletzten aber irgendetwas, wahrscheinlich ihr beschissener Stolz ließen die Worte ganz von allein ihre Zunge hinunterpurzeln.
„Oliver! Ganz ehrlich so eine wie sie, mit ihren langen blonden Haaren, ihren großen Brüsten, ihrem makellosen Gesicht und ihr tollen Figur kann jeden haben. Was sollte sie mit dir anfangen?! Sie verarscht dich. Ganz sicher. Aber naja, lass dich halt drauf ein wenn du unbedingt willst, komm aber nachher nicht zu mir angekrochen und berichte mir davon wie sie dich fertig gemacht hat.“
Und damit löste sich Lara von ihm und ging durch die kleine verspiegelte Tür des Cafés hinaus ins Freie. Kalter Wind schlug ihr entgegen aber das machte ihr nichts, im Moment hätte sie schönes Wetter gar nicht ertragen. Als sie sich noch einmal umdrehte sah sie Oliver vor dem Cafe stehen, einerseits war sein Gesichtsausdruck wütend aber andererseits auch völlig aufgelöst. Man sah regelrecht dass er nicht wusste ob er ihr nachrennen sollte oder doch lieber mit stampfenden Schritten in die entgegen gesetzte Richtung eilen sollte. Lara wusste auch nicht so recht ob sie nicht einfach zurück rennen sollte und sich entschuldigen, bei diesem Anblick wurde ihr Mitleid geweckt. Noch dazu war es doch Oliver, ihr Oliver. Doch ihr Stolz ließ es nicht zu, nein, schließlich wollte er doch mit dieser doofen Jennifer zu diesem doofen Frühlingsball in dieser doofen Schule gehen. Wütend kramte sie ihr Handy hervor und schickte Marc eine Sms das sie ins Krankenhaus käme, sie musste schließlich mit ihm reden. Er würde sie verstehen.


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03.10.2010 12:22
#122 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels,
Hier mal wieder ein neuer Teil. ((; Ein Riesendanke an die Leute die mir einen Kommi hinterlassen haben. Ich hab mich wirklich riesig darüber gefreut. Ich hoffe dieser Tel gefällt euch auch. ((: Würde mich natürlich wieder über 'Feedbäck' freuen. :DD Viel Spaß beim Lesen.


Marc und ich standen noch lange im Schwesternzimmer, eng umschlungen. Er fing nach einer Zeit an mit einer Haarsträhne von mir zu spielen, wie schon damals im Lift vor unserem Abendessen lief mir ein wohliger Schauer über den Rücken. Ich löste mich nach geraumer Zeit von ihm, ließ mich dann noch zärtlich von ihm küssen und schaute ihm dann noch lange in seine smaragdgrünen Augen. Was mich wunderte war, dass sich um seine Pupillen herum ein brauner Rand gebildet hatte. Er hatte doch normalerweise keine Umrandung von seiner Pupille, nie und nimmer das wäre mir doch bestimmt in fast zwanzig Jahren aufgefallen.
„Marc?“ hauchte ich ganz leise, da er mich so voller Liebe anblickte.
„ Hmm?“
„Seit wann hast du eine braune Umrandung von deiner Pupille?“
„Häh?“
„Na da“, ich legte meine Hand behutsam auf seine Wange und strich mit meinem Daumen sachte unter seinem Auge hin und her, „ um deine nachtschwarze Pupille liegt ein brauner Kreis.“
„Ich hab keine Ahnung seit wann das so ist. Ist doch eigentlich auch egal oder?“
Ich nickte leicht und küsste ihn noch ein weiteres Mal ganz leicht auf seine Lippen. Danach entzog ich mich ihm weil er mich enger an sich heranzog und den Kuss leidenschaftlicher werden ließ. Normalerweise hätte ich nichts dagegen einzuwenden gehabt aber da ich doch bald meine erste Tumor- Op haben würde in der der Tumor auf den Gesichtsnerv drückt, wollte ich mich nicht ablenken lassen. Als ich nun vor ihm stand und ein weiteres Mal in seine Augen blickte bemerkte ich die Umrandung der Pupille noch viel deutlicher.
„Was soll das denn Gretchen?“
„Ich muss mich konzentrieren. Nachher. Meine ich. Jedenfalls, Marc?“
„ Jaaaaaa.“
„Kann es sein das du, das du eventuell, das du..“
„Ja, Hasenzahn? Raus mit der Sprache.“
„Das du, das dein…“
„Hasenzahn, wird’s dann bald mal?“ Er lächelte ein wenig, doch eigentlich wollte er langsam die Frage gestellt bekommen und nicht bloß Bruchteile davon.
„Kann es sein das du, ahmmm, erregt bist?“, ganz leise hatte ich mich dann schließlich doch getraut die Worte zu sagen.
Er lachte auf und zog mich wieder zurück in seine Arme.
„Und wenn es so wäre Hasenzahn?“
Der Abstand zwischen meinen Lippen und seinen war um deutliches geringer geworden.
„Dann weiß ich wann du diese braune Umrandung hast.“
„Dann weißt du es eben na und?“, er lächelte sein unwiderstehliches Lächeln und küsste mich dann wie ich noch nie geküsst worden wahr. Alles in mir wurde weich, meine Knie schlotterten und ich konnte mich kaum noch auf ihnen halten, gut das Marc mich in seinen starken Armen hielt sonst wäre ich auch schon längst am Boden gelegen. Lächelnd brach er den Kuss abrupt ab und stellte mich wieder sachte auf die Beine.
„Und wie sind meine Augen jetzt?“
„Teilweise sehr braun.“
„Was ist hier teilweise braun? Ich hoffe doch nicht das irgendwer Kaffee verschüttet hat.“
Er lachte auf, und ich konnte gar nicht anders ich lachte mit. Dr.Hassmann konnte ja nicht wissen was wir hier trieben. Wir fuhren auseinander bevor Maria um die Ecke bog.
„Nein, Nein Frau Kollegin. Alles okay.“
„Okay, Dr. Haase ich wollte sie sowieso mal was fragen.“
Marc grinste bloß und verschwand mit einem anzüglichen Blick aus dem Schwesternzimmer.
Na toll! Mich lässt er wieder mal mit ihr alleine. Was für ne Frage stellt die mir denn jetzt?! Ich hoffe nichts mit Marc, ich bin doch so schlecht im Lügen.

Nachdem Marc sich aus dem Staub gemacht hatte, ging er schnurstracks in sein Büro. Schließlich wollte auch er sich zumindest eine halbe Stunde aufs Ohr hauen bevor er die Operation hinter sich bringen würde. Noch immer musste er lächeln wenn er an Gretchen dachte, wie verklemmt sie doch war. Das war einfach unglaublich. Doch so war sie nun mal, seine Gretchen. Letztendlich konnte er sie wirklich sein Mädchen nennen. All das was sie in den insgesamt letzten zwanzig Jahren erlebt hatten war nicht umsonst gewesen, nein, nun hatten sie sich endlich zusammengerauft. Und auch wenn er es nicht gerne hörte, wenn er nicht so stolz und egoistisch gewesen wäre würde er sie schon sehr viel länger sein nennen dürfen. Als er im vierten Stock aus dem Aufzug stieg konnte er seinen Augen nicht glauben, vor ihm standen Mehdi und seine kleine Lily. Das kleine Mädchen ließ einen freudigen Schrei vernehmen und rannte auf Marc zu um nur kurze Momente später von ihm durch die Luft gewirbelt zu werden. Sie quietschte glücklich auf und umarmte Marc nachdem er sie wieder auf dem Boden aufgesetzt hatte. Mehdi sah den beiden nur verblüfft zu, so etwas hätte er wirklich nicht von Marc erwartet.
„Hey Mehdi, alter Sack auch wieder da?“ rief Marc mit seinem fröhlichem Lächeln auf den Lippen.
„Tut mir Leid das ich mich so plötzlich abgemeldet habe aber du weißt ja.“
„Macht nichts war doch sowieso nur ein Tag.“
„Dann bin ich erleichtert. Marc?“
„Ja Mehdi.“
„Ist es okay wenn ich und Lily heute noch ne Pause machen und erst morgen wiederkommen. Also ich mein das ich erst morgen wieder zum Dienst antrete?“
„Jaja, und jetzt hau schon ab und genieß deinen Tag. Verstanden?“
Die beiden lächelten sich an und Marc umarmte die kleine noch mal bevor er zu Mehdi ging und ihm leise ins Ohr flüsterte: „ Und wenn du Hilfe brauchst, Gretchen und ich sind immer für dich da, okay?“
Der Gynäkologe nickte zaghaft und nahm seine Tochter an der Hand. Er war froh so einen Freund wie Marc zu haben, noch dazu hatte er sich nun wirklich zum besseren verändert. Er lächelte noch einmal als er an Gretchen und Marc dachte, nach ewigen Hin und Her hatten sie es schließlich doch geschafft. Noch einmal rief er seinem Freund hinterher das er morgen ganz sicher schon am Anfang des Tages hier sein würde, dieser winkte nur lächelnd ab und ging dann weiter in Richtung seines Büros.


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03.10.2010 20:52
#123 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels!
Hier wieder einmal ein neuer Teil. ((:
Hoffe er gefällt euch. :)) Ich weiß er ist nicht sooo lang aber wenigstens noch was kleines am Abend. ;D Und danke an die lieben Kommischreiberinnen. ;DD
Viel Spaß beim Lesen wünsch ich euch.


„So Frau Kollegin Haase. Wie geht es Ihnen den heute?“ sie lächelte mich freudig an.
Was will die denn jetzt wirklich von mir?! Normalerweise ist sie doch auch nicht auf der netten Tour, aber naja, mir soll’s recht sein.
Dr. Hassmann setzte sich auf einen der ungemütlichen Stühle und überschlug ihre Beine. Danach sah sie mich erwartend an. Ich rollte mir einen der Schreibtischstühle heran und setzte mich ihr dann gegenüber hin.
„Mir geht es hervorragend und Ihnen?“
Noch einmal musste ich kurz an Marc denken, schließlich ging es mir nur wegen ihm wunderbar. Nur wegen ihm war ich endlich wieder glücklich, wunschlos glücklich.
„Mir geht es auch ganz gut. Und da ich nicht lange um den heißen Brei herumreden will, Sie kennen mich ja, wollte ich Ihnen auch sofort die Frage stellen. Ist das in Ordnung?“
„Ahm. Ja natürlich Dr. Hassmann.“
„Auch wenn ich es nicht gerne zugebe, ich brauche Ihre Hilfe.“
Das hätte ich mir jetzt fast gedacht!
„Und in was brauchen Sie meine Hilfe?“
„Könnten wir uns nicht duzen Dr. Haase? Da würde ich mir dann besser vorkommen so etwas zu fragen.“
Dass sie mir noch mal vorschlägt sie zu duzen hätte ich mir auch nie gedacht. Aber wie man sieht geschehen Wunder.
„Ja aber natürlich Frau.. ahm Maria.“
„Ich hasse es zwar dich das zu fragen, aber du bist wohl die einzige die mir hier weiterhelfen kann. Schließlich hast du ihn ja schon einmal erobert….“
Die will sich jetzt nicht allen ernstes Mehdi schnappen oder?!
„Und naja jetzt wollte ich dich fragen wie ich das schaffe. Schließlich hatten wir ja auch schon mal Sex, aber da waren wir beide betrunken und naja danach haben wir nicht mehr so viel miteinander geredet. Das hat das ganze kaputt gemacht.“
Was?! Er war mit ihr im Bett?! Warum erzählt er mir so was denn nicht?!


Als Marc in seinem Büro angekommen war und sich auf seinen Schreibtischstuhl fallen ließ ertönte sogleich die Melodie von Superman (von Eminem) und kündigte dem Ober und Chefarzt eine SMS an. Er zückte sein Handy und öffnete die Kurzmitteilung von Lara. Was wollte sie denn im Krankenhaus? Es musste dringend sein sonst würde sie einfach bis am Abend warten, wenn seine Schicht zu Ende wäre. Aber einen Reim darauf konnte er sich auch nach fünfminütiger Nachdenkerei nicht machen. Schließlich hatte sie, soweit er wusste, keinen Freund und was sollte den so schlimmes mit ihren Freundinnen passiert sein das sie mit IHM besprechen würde. Doch zumindest musste er nicht lange in der Ungewissheit baden, denn in diesem Moment öffnete sich seine Bürotür ohne ein einziges Klopfen und Lara stürmte herein. Sie rannte auf ihn zu und fiel ihm in seine Arme, und auch wenn sie das eigentlich nicht gewollt hatte fing sie an zu schluchzen und brach in Tränen aus. Marc strich ihr behutsam über den Rücken und probierte sie irgendwie wieder zu beruhigen, doch so ganz schaffte er das einfach nicht. Doch da Lara ja Lara war riss sie sich nach einer Zeit selbst zusammen und setzte sich dann auf den Schreibtischrand. Marc sah sie besorgt und fragend an. Sie wartete noch einen Moment und begann dann zu erzählen als sie sicher war das ihre Stimme nicht mehr brüchig war.
„… und dann bin ich aus dem Cafe gestürmt und hab ihn stehen gelassen, und irgendwie fühl ich mich jetzt beschissen weil er ja wirklich eine Chance bei dieser Jennifer hätte und naja. Verstehst du mich?“
Und wie er sie verstand, schließlich hatte er sich oft genau gleich gefühlt als er Gretchen wieder einmal etwas an den Kopf geworfen hatte, als er ihr wieder einmal irgendetwas versaut hatte auf das sie sich schon gefreut hatte. Er wusste ganz genau wie sich das anfühlte, doch wie er seinen kleinen Schwester helfen sollte wusste er auch nicht so recht.


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04.10.2010 20:23
#124 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels. :))
Hier der neue Teil. :) Und da Kate heute wieder zurück aus Italien ist und schon einen sehr sehr lieben Kommentar geschrieben hat widme ich ihn jetzt einfach mal dir liebe Kate. :))
Hoffe er gefällt dir und euch allen. Ich weiß er ist nicht so lang wie die anderen aber als kleines (zu frühes) Betthupferl reicht er doch oder? ;DDD Viel Spaß



„Und was hast du jetzt vor?“
„Das weiß ich doch selbst nicht genau. Man Marc, ich erzähl dir das weil ich dachte, naja, das du mir helfen könntest.“
Lara saß noch immer auf dem Rand des Schreibtisches, hatte die Beine überschlagen und sah ihn fragend an. Marc währenddessen richtete sich gerade aus seinem Stuhl auf und ging durch den Raum. Er wusste das er eigentlich im Moment keine Nerven für so ein Gespräch hatte schließlich musste er sich mental auf die Op vorbereiten, andererseits wollte er seine kleine Schwester nicht ohne einen Rat vor die Tür setzen.
„Marc? Bringt das Rumgelaufe was oder machst du nur ein bisschen Sport zwischendurch?“
„Man Lara! Wenn du mal ganz kurz die Klappe halten würdest könnte ich dir vielleicht helfen!“
Lara wollte das nicht so stehen lassen, schließlich hasste sie es wenn Marc in so einem Ton mit ihr redete, doch irgendetwas sagte ihr das sie wohl wirklich besser daran täte nun nichts zu sagen und einfach, so schwer es auch war, zu warten.
Marc überlegte derweil fieberhaft, auch wenn alles in ihm sich dagegen sträubte sagte ihm sein Gewissen das es wohl das Beste wäre wenn sie sich bei diesem Oliver entschuldigte und ihm seine Gefühle gestand. Aber da er selbst nicht gerade der Meister darin war, beschloss er Lara zwischen zwei Möglichkeiten auswählen zu lassen.
„Hast du’s dann?“
Lara hatte einfach nicht mehr länger warten können, auch wenn es nicht mal fünf Minuten waren, sie fühlten sich an wie fünf Stunden. Sie musste einfach schleunigst wissen wie sie das mit Oliver wieder klären könnte.
„Jaja, reg dich ab. Sonst kriegst du gar keinen Rat!“
„Bitte, Bitte Marc. Sag schon.“
Flehend sah sie an, man merkte ihr wirklich an das sie die ganze Sache belastete.
„Entweder du triffst dich mit ihm, entschuldigst dich und gestehst ihm deine Gefühle, oder du wartest bis er sich meldet. Und dann kannst du ja wieder nett zu ihm sein wenn du willst, und ihn irgendwie dazu bringen mit dir und nicht mit der anderen Schlampe auf diesen komischen Ball zu gehen.“
„Warum verdammt noch einmal gibst du mir zwei Möglichkeiten?!“
„Weil du es doch noch selbst lösen solltest, tu das was dir dein Herz sagt.“
Sie nickte langsam, und verstand ihn, sich selbst doch so ganz genau wusste sie nicht was sie machen sollte.
„Und jetzt Schluss mit diesem gefühlsdusseligen Gelaber. Ich muss arbeiten Kleine. Wir sehen uns nach der Schicht okay?“
Marc lächelte sie noch einmal an, zog sie kurz in seine Arme und setzte sich danach wieder auf seinen Schreibtischstuhl. Lara stimmte ihm noch zu, verließ dann das Büro und schloss sogar die Türe, doch nach Hause konnte sie im Moment noch nicht. Nein, in diesem modernen und schönen Loft war viel zu viel Einsamkeit, noch immer hatte Marc kein einziges Foto aufgetrieben, keine Schnappschüsse, nicht einmal ein paar Bilder. Normalerweise störte sie es nicht, doch nun konnte sie diese kahlen weißen Wände nicht gebrauchen, und so blieb sie noch ein wenig im EKH und ging in die Cafeteria.

Marc hatte noch die letzte Akte unterschrieben, stellte sich seinen Wecker in zwanzig Minuten und legte sich dann auf die unbequeme Couch, doch für so ein kurzes Schläfchen diente sie allemal. Am Anfang hatte er noch Probleme mit dem Einschlafen, seine Gedanken kreisten einfach unaufhörlich um Frauen, Gretchen und Lara machten ihm das leben nicht gerade einfacher, oder Stressfreier doch auf jeden Fall schöner. Mit einem Lächeln im Gesicht, da er gerade noch an Gretchens blonde Locken, an ihre kristallblauen Augen und ihre lächerliche Frage gedacht hatte, schlief er dann endgültig ein. Der kurze Schlaf würde ihm gut tun.


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Beiträge: 1.486

06.10.2010 20:09
#125 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels! ;D
Hier mal wieder in kleines "betthupferl" ich weiß, es ist zu früh aber was soll man (frau) schon machen. Ich musste mich bis vor kurzem mit "schulischen Aktivitäten" herumschlagen und hatte deswegen heute nicht so viel Zeit zu schreiben, aber ich hoffe ich komme morgen dazu einen längeren Teil zu schreiben. Hier ist jedenfalls ein kleines Teilchen der Geschichte. :DDD

@ Kate: Ich glaub * noch mal schnell im Kalender nachschauen* nee, Weihnachten steht noch nicht vor der Türe. :DD Aber du hast das vorherige Teilchen trotzdem gekriegt weil du dich sofort wieder an meine Geschichte gesetzt hast und gelesen hast. ;D Und mir dann auch noch einen verdammt lieben Kommentar geschrieben hast. :)) Deswegen hast du den einfach verdient. :DD Drücke dich


„Wie bitte?!“

„Wussten Sie… Wusstest du das noch gar nicht? Ihr erzählt euch doch sonst auch alles!“

„Da hast du recht aber das hat er mir verschwiegen, frag mich bitte nicht warum, ich habe nicht mal den blassesten den Schimmer!“

Etwas Wut verspürte ich nun schon auf Mehdi, schließlich hatten wir uns geschworen uns alles zu erzählen und was tat er?! Er behielt seine Bettgeschichten für sich! Was mich jedoch nur noch mehr verwunderte war das Mehdi und Maria tatsächlich miteinander geschlafen haben sollten? Maria war doch so gar nicht sein Beuteschema. Okay, bei Mehdi konnte man sowieso nicht von einem Beuteschema reden, aber trotzdem passte Maria irgendwie nicht zu ihm. Wie hatte sie das denn bitte angestellt?!

„Gretchen? Ich hab dich was gefragt!“ ihre Stimme klang schon leicht genervt, aber was sollte man machen.

„Ohh, entschuldige. Was willst du denn wissen?“

„Weißt du wie ich das wieder regeln kann? Ich meine wir waren wirklich stockbesoffen als wir miteinander im Bett landeten und am nächsten Morgen haben wir uns beide total geschämt und seit dem haben wir eigentlich nicht mehr miteinander geredet aber ich glaube…“

„Jaaa?“

„ Naja ich denke..“

„Jaa?“

Jetzt hört sie sich schon so an wie ich gerade vorher als ich Marc gefragt habe. Naja aber das war ja wirklich peinlich. Was wird sie mir denn jetzt bitte sagen!?

„Ich denke dass ich mich in ihn verliebt habe.“ Gab sie dann schließlich kleinlaut zu.

„Dann solltest du ihm das so sagen, triff dich mit ihm verdammt noch mal und sage es ihm offen ins Gesicht. Sei aber ein bisschen romantisch, das weiß er zu schätzen.“

„Weißt du? Ich sage so etwas Männern nicht gerne. Ich bin zu oft verletzt worden.“

„Da sind wir ja gar nicht einmal so verschieden, aber Mehdi braucht jetzt echt mal ein Liebesgeständnis. Bitte rufe ihn an und gehe mit ihm ins Theater oder was weiß ich was. Sag ihm doch einfach dass du Gefühle für ihn hast. So schwer ist es gar nicht.“

Nachdenklich senkte Maria ihren Blick und ihre Stirn legte sich in Falten. Mehr konnte ich nun aber auch nicht für sie tun und deswegen beschloss ich mich langsam auf den Weg zur Cafeteria zu begeben, brauchte schließlich noch eine Kleinigkeit bevor ich die Op hinter mich bringen würde.

„und wenn du mich jetzt entschuldigen würdest. Tschüss Maria.“

Sie erwiderte nichts bis ich schon fast auf dem Gang angekommen war.

„Danke Gretchen. Danke.“

Ich lächelte ihr bloß flüchtig entgegen und stieg dann in den nächsten Aufzug.

Mehdi hatte noch schnell ein paar Unterlagen aus seinem Büro holen müssen und hatte Lily aufgetragen sich eine Schokotafel bei der Cafeteria des EKH zu kaufen, damit er in Ruhe nach den Akten suchen konnte. Er wollte zwar nicht an seinem freien Tag arbeiten, musste aber diese verfluchten drei Akten noch schnell unterschreiben damit Marc das endlich einmal kontrollieren konnte. Und da sein Freund so viel für ihn gemacht hatte wollte er ihn wenigstens mit so einer Kleinigkeit nicht warten lassen. Er zog gerade eine seiner Schublade auf und vertiefte sich im Inhalt dieser als die Tür mit einem Krachen aufflog und Maria mit schnellen Schritten auf ihn zu eilte.


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