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Dieses Thema hat 135 Antworten
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Marc loves Gretchen Offline

PJler:


Beiträge: 1.486

14.03.2010 11:45
#76 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. hier mal wieder der neue Teil.. Wird ja auch zeit ne? mich shcon auf Kommis....


Langsam drehte ich mich wieder zum Geländer, schnipste die alte Zigarette weg und zündete mir eine weitere an. Ich betrachtete abermals den klaren Sternenhimmel und tat so als Lara gar nicht hier wäre. Doch leider hatte ich die Rechnung ohne meine neugierige kleine Halbschwester gemacht.

„Man Marc, bitte sag mir was passiert ist. Vielleicht kann ich dir helfen.“

„Du mir helfen? Pah! Das ich nicht lache, du hast ja noch gar keine Ahnung vom Leben, geschweige denn von der Liebe!“

„Marc! Ich hab sehr wohl Ahnung!“

„Aber du weißt nicht über die wahre Liebe Bescheid! Gar nichts weißt du darüber! Okay, also lass mich in Ruhe!“

„Nein, werde ich nicht! Wie willst du dir da so sicher sein das ich nie die wahre Liebe erfahren habe?“

„ Weil du sicher noch nie das Gefühl gehabt hast den anderen zu verstehen, ohne Worte. Du hast noch nie den Drang verspürt den anderen Menschen die ganze Zeit neben dir zu spüren. Ihn mit deiner Zuneigung und deiner Liebe zu überschütten. Du hast sicher noch nie so eine Verzweiflung verspürt als der geliebte Mensch dich nicht mehr wollte. Du hast sicher noch nie gewünscht Tod zu sein weil du ohne den anderen nicht leben kannst. Noch nie hast du solche Sehnsucht verspürt. Noch nie hast du einem Menschen diese drei Worte gesagt und sie wirklich so gemeint, aus tiefstem Herzen hast du sie noch nie gesagt. Okay!? Deswegen bin ich mir so sicher das du nie die wahre Liebe erfahren hast.“

All das hatte ich in Richtung des Sternenhimmels gesagt, während dem ganzen Gespräch hatte ich sie kein einziges Mal angeschaut. Doch nun wandte ich meinen Blick von den Sternen ab und drehte meinen Kopf zur Seite um sie neben mir am Geländer stehen zu sehen. Ihr Blick war verträumt, als ob ich gerade wahnsinnig romantisch gewesen wäre. Doch das war ich doch nicht. Oder?

„Ach Marc. Warum sagst du es ihr nicht einfach so wie jetzt gerade?“

„Häh?“

„Manchmal bist du schon schwer von Begriff ne? Warum sagst du ihr nicht einfach das du sie liebst, ohne ich liebe dich zu sagen? Du kannst deine Gefühle beschreiben, oder was weiß ich was! Aber wenn du ihr so etwas wie jetzt gerade sagst, dann kann sie gar nicht anders als dir zu glauben.“

„Meinst du?“

„Ja das meine ich. Marc ich bin schließlich auch eine Frau.“

„Naja ein Mädchen noch ne?“

„Ich werde bald sechzehn, bin also ganz sicher kein Mädchen mehr.“

„Okay, Okay. Aber weißt du was? Ich finde sie ist jetzt mal dran.“

„Mit was Marc?! Sie hat dir schon dein ganzes Leben gesagt dass sie dich liebt, und gezeigt hat sie es auch! Was ist zum Beispiel mit der Polizeiaussage von Gabi die Gretchen verhindert hat?!“

„Woher weißt du das alles?“

„Von Mehdi, hatte schließlich viel Zeit. Und er halt auch.“

„Das glaub ich jetzt nicht.“

„Glaubs ruhig. Und geh jetzt endlich schlafen Bruderherz. Es ist vier in der Früh. Zermatter dir nicht denn Kopf darüber. Ich helfe dir mit dem Romantikkram wenn du mich brauchst okay? Aber das wird schon. Man merkt schon von weitem das ihr zwei einfach für einander geschaffen wurdet. Ihr werdet auch irgendwann zueinander finden, da bin ich mir sicher.“

„Wirklich?“

„Ja wirklich. Zweifel nicht alles an was ich sage. Wenn ich etwas sag dann mein ich das auch so, komm ja nach dir ne?“

Frech grinste sie mich an und schlang danach ihr Arme um mich, für eine Weile standen wir nur eng umarmt da. Es tat mir gut eine Schwester zu haben die immer zu mir stand und mich mochte, schon eine ganze Weile fragte ich mich wie ich nur die ganze Zeit ohne sie auskommen konnte. Doch nun war sie da, sie würde mir helfen. Das wusste ich.

„Ich hab dich lieb Marc.“

„Ähmm… Ich dich auch Kleine.“


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Marc loves Gretchen Offline

PJler:


Beiträge: 1.486

14.03.2010 17:51
#77 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, wenn ich in blau schreibe steht ein Epi bevor.. Naja bin ja nicht wiklich gut auf diesem Gebiet, also bitte ich um ein mildes Urteil.. Aber wenn es euch gefällt, dann bin ich froh.. Dann sagt es mir auch bitte.. Also, ich hoffe es ist nicht zu schrecklich.. Freu mich auf eure Meinung.. TaTa hier ist mein zweiter EPI!!!

Die Liebe. Schon ein kompliziertes Gefühl. Doch wir alle kannten es.

Es konnte die wahre Liebe sein, für die wir alles aufgeben würden. Doch manchmal war der Verstand einfach gegen sie, und so leicht würde er sich dieses Mal nicht geschlagen geben, dieses Mal war er stärker als das Herz.

Gretchen schlug eines ihrer vielen Tagebücher zu und schmieß es an die Wand. Danach begann sie bitterlich zu weinen und flüsterte. „Dieses Mal nicht Meier, du wirst mich nicht mehr verletzen. Vergiss es.“

Es konnte die neugewonnene Geschwisterliebe sein. Auf einmal spielten wir nicht mehr den Macho, wenigstens unseren Geschwistern gegenüber nicht. Wir genossen es einander zu haben und vergaßen für einige Momente die Verzweiflung über unsere unerwiderten Liebe. Denn tief in unserm innern wussten wir das es dieses Mal nicht genug sein würde „Ich liebe dich“ zu sagen.


Marc löst sich von Lara, nimmt ihr Gesicht in seine Hände, gibt ihr einen Stirnkuss und schickt sie ins Bett. Wohl wissend dass er nicht ins Bett gehen würde, verlässt Lara trotzdem den Balkon und kriecht in ihr warmes Bett. Marc steht noch die halbe Nacht am Balkon, zündet sich eine Zigarette nach der anderen an und betrachtet einfach nur die Sterne.


Es konnte die Schwärmerei sein. Wo wir noch nicht genau wussten ob sie uns wirklich glücklich machen konnte, doch wir fragten uns nicht dauernd ob es ein fröhliches Ende nehmen würden sondern hatten unserer rosarote Brille immer dabei und lebten im jetzt, und nicht in der Zukunft. Wir waren endlich wieder glücklich und ließen uns dieses Gefühl nicht mehr nehmen.


Mehdi holte Maria von ihrem Haus ab, nahm ihre Hand und ging mit ihr Essen. Maria war ebenso verliebt wie Mehdi und so hatten sie einen wunderschönen Abend, der durch zuviel Alkohol im Bett von Mehdi endete.

Es konnte die alte und immer wieder kommende Hassliebe sein. Wir wussten nicht warum wir das alte Kapitel unseren Leben nicht vergessen konnten, und wünschten es einfach auf sich beruhen zu lassen. Doch wir wussten das wir es erst vergessen können wenn diese Person genau so leidete wie wir selbst, andererseits würden wir uns wünschen ihn einfach in den Armen zu halten und ihn einfach Unser nennen zu können.

Gabi stand am Fenster des Schwesternwohnheims und starrte auf den dunklen Himmel. Ihr Gesicht war von einer eisernen Maske bedeckt, und sie flüstert immer wieder. „Marc. Du wirst schon noch sehen wozu deine kleine „Affäre“ fähig ist.“

Jaja die Liebe, kompliziert war sie auf jeden Fall. Doch sie war nun Mal das schönste Gefühl was wir fühlen konnten. Sie konnte uns wunschlos glücklich machen oder zu Tode betrübt, doch sie war nun mal das nach dem wir uns alle sehnten.


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15.03.2010 18:16
#78 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Hier wieder mal der neue Teil... hoffe er gefällt euch.. mich schon auf Kommis..

Als ich am nächsten Morgen erwachte, musste ich mich erst wieder zu Recht finden. Ich konnte mich nur mehr an die sternenklare Nacht, meine herumschwirrenden Gedanken und die vielen Zigaretten erinnern. Anscheinend war ich dann im Morgengrauen wieder in die Wohnung getaumelt und hatte mich auf die Couch geschmießen. Dort war ich dann eingeschlafen. Doch ich wusste ganz genau dass ich keine Decke hatte. Also war Lara die fürsorgliche kleine Dame die mich Frierenden in der Nacht zugedeckt hatte. Und ehe ich mich versah hatte sie sich schon über mich gebeugt.

„Geht’s dir gut Marc? Ich hatte schon Angst das du dich ins Koma gesoffen hast, aber da hier keine Spuren von Alkohol zu finden waren hab ich dich einfach nur zugedeckt.“

„Danke Lara. Warum bist du eigentlich schon so früh wach?“

„Marc, schau mal hinter mich auf die Uhr. Es ist fast zwölf, hab mich schon gewundert das du nicht aufgewacht bist.“

„Oh, naja du hättest mich ruhig wecken können. Gibt’s ein Frühstück das nicht giftig ist?“

Mittlerweile hatte ich mich aufgerichtet und wuschelte jetzt durch meine Haare.

„Man Marc, ich wollte dich nicht vergiften okay?!“

„War ein Scherz Kleine! Reg dich ab.“

„Und zu deiner Frage. Ja es gibt Toast mit Schinken und Käse. Das ist du ja oder?“

„Ja, gerne sogar. Machst du mir schnell einen, ich geh mal duschen und mich herrichten. Müssen ja nachher zum Autokaufhaus ne?“

„ Okay. Mach ich. Brauch aber nicht zu lange. Sonst wird das Essen kalt.“

Ich erhob mich von dem ledernen Sofa und begab mich langsam zum riesigen Bad. Schon ewig hatte ich darüber nachgedacht mir ein neues Auto zu kaufen, doch irgendwie war es eben immer nur ein Gedanke gewesen. Keine fixe Idee. Doch nun freute ich mich schon riesig wieder den Geruch von neuen Ledersitzen zu riechen, oder den Fahrtwind wenn ich vielleicht eine Probefahrt mit einem Cabrio machen würde. Und das würde ich. Ja. Denn heute hatte ich frei. Naja, eigentlich ja nicht. Aber die Akten konnten auch noch morgen erledigt werden. So schlimm würde es nicht sein, obwohl? Ach nein. Gretchen hatte sicher schon vergessen das ich heute arbeiten kommen würde.

„MARC!!!!! KOMMST DU BITTE!!“

Ich schreckte auf, anscheinend stand ich wieder mal schon ewig unter dem angenehm lauwarmen Wasser der Dusche. Nun ließ ich noch ein letztes Mal die Wassertropfen über meinen Körper rinnen und trocknete mich ab. Das Wasser heute, hatte auf mich eine etwas fragwürdige Wirkung. Es hatte mich sozusagen von meinen Sorgen reingewaschen. Für heute war ich einfach glücklich. Ja das war ich. Auch wenn ich in meinem Spiegelbild noch Zweifeln sehen konnte, es war mir egal. Morgen konnte ich wieder Trübsal wegen Gretchen blasen, heute würde ich ein neues Baby bekommen. Naja ein neues Auto halt. Nun blickte mich mein Spiegelbild frech grinsend an, ja nun war ich bereit. Bereit einige Stunden wunschlos glücklich zu sein.


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16.03.2010 17:17
#79 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Hier der neue Teil.. hoffe er gefällt euch! mich über eure Kommentare..


Mit nassen Haaren und nur einem Handtuch bekleidet trat ich aus dem Bad, mit schnellen Schritten ging ich dann auch zur Küche und sah meine kleine Schwester grinsend an.

„Mach hier mal nicht so einen Stress, das Essen kann man auch wieder aufwärmen. Keine Angst.“

„Man Marc! Ich hab dir gesagt du sollst dich beeilen, und was machst du?! Stehst 20 Minuten unter der Dusche.“

„Mein Gott! Spiel dich hier nicht so auf wie meine Mutter okay!? Sei froh dass du hier wohnen kannst. Hast du eigentlich mal was von Olivier gehört?“

„Ne. Noch nicht. Aber normalerweise kommt er in zwei Monaten in etwa wieder und holt mich ab.“

„In zwei Monaten?!“

„Ja. Leider musst du es noch so lange mit mir aushalten ne?“

„Nein ich war nur geschockt das du schon so früh wieder abhaust. Warum könnt ihr nicht hier leben. Olivier ist mir egal, den kenn ich sowieso nicht. Aber dich hab ich in… Ähmm… Ins Herz geschlossen eben.“

„Och Marc. Vielleicht überzeug ich ihn einfach davon hier zu leben okay?“

„Okay. Dürft ich jetzt endlich meinen Toast!?“

„Jaja. Kommt ja schon.“

Und schon reichte sie mir den Teller auf dem um die fünf Toasts gelagert waren. Ich nahm einen davon und aß ihn, verschlang ihn regelrecht. Daraufhin schnappte ich mir zwei weitere, trank danach noch meinen schwarzen Kaffee und begab mich wieder ins Bad um meine Haare zu föhnen. Ich spürte Laras Blick als ich aufstand, anscheinend wunderte sie sich das ich einfach mit nichts als einem Handtuch in der Wohnung herumspazierte. Doch es war immerhin meine Wohnung oder? Da durfte ich es ja auch.

Nach etwa einer weiteren Stunde herrichten, waren wir beide fertig. Ich schloss noch einmal schnell ab und stieg dann in meinen alten Volvo. Ich konnte froh sein wenn ich dafür noch 500 Euro kriegte, doch heute würde es so weit sein. Heute schick ich meinen Volvo Gangsta endlich in Rente. Ja vielleicht war es kindisch meinen Autos Namen zu geben, doch ich hatte es mir nun mal angeeignet. Irgendwie schmerzte es mir es zu verkaufen, doch ich brauchte nun mal einen neuen. Als Lara eingestiegen war, ließ ich den Motor noch ein letztes Mal aufröhren und spielte mit dem Gaspedal. Nach ein paar kurzen Momenten in dem ich mit dem Gaspedal, der Handbremse und der Kupplung gespielt hatte, ließ ich meinen alten Volvo mit Vollgas auf die Straße fahren. Lara beobachtete mich schon die ganze Zeit etwas besorgt, doch ihr würde nichts geschehen. Und mir auch nicht, heute wollte ich meinen Wagen noch einmal austesten bevor ich einen neuen kriegte.


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16.03.2010 19:19
#80 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. hier wieder der neue Teil.. Hoffe das ihr mich irgendwie versteht, wegen dem Auto... ich fand einfach das es ein zu göttliches Bild sein würde, wenn Marc wirklich in diesem Auto seine kurven drehen würde.. Jedenfalls hoffe ich das der Teil euch gefällt, bin aber selbst nicht ganz zufrieden damit.. Also bin ich natürlich auch offen für Kritik... und jetzt hör ich mal auf zu plappern und lass euch lesen.. mich auf Kommis..

Nach kurzer Fahrzeit waren wir auch schon am Autokaufhaus angekommen. Doch zu Laras Überraschung standen wir nicht vor einem Wagenkaufhaus von BMW, Audi, Golf, Fiat, VW oder irgendetwas in dieser Art. Nein, wir standen vor dem Oldtimerkaufhaus. Ja irgendwie war mir dieser Einfall gekommen, und es gab bestimmt „renovierte“ Oldtimer Cabrios. Ja, ganz bestimmt würde es so welche geben.

„Marc, ganz sicher das du nichts hochmodernes möchtest?“

„Nein, diesmal nicht. Ich will ein Oldtimer Cabrio. Du wirst schon sehen, es wird dir gefallen.“

„Okay, ich lass mich überraschen.“

Und so schloss ich meinen Volvo ab, klopfte ihm noch einmal aufs Heck und verließ ihn dann. Einerseits hingen viele Erinnerungen an diesem Wagen und so fiel es mir schwer mich von ihm zu trennen, doch anderseits wusste ich dass er ausgedient hatte.
Als ich um das Gebäude herumging, entdeckte ich sofort ein Model das mir von Anhieb gefiel. Also ging ich auch schnell ins Kaufhaus. Ein etwas in die Jahre gekommener Verkäufer lächelte mich voller Freude an und ich konnte nicht anders, ich lächelte ebenso freudestrahlend zurück. Dieses Kaufhaus war um so vieles anders, wie die anderen. Die ganze Atmosphäre war gemütlich, nicht so steril wie bei BMW.

„Grüßgott der Herr. Kann ich Ihnen behilflich sein, oder wollen sie lieber erst schauen?“

„Guten Morgen. Ich hätte da schon einige Fragen zu diesem Mustang da drüben. Kommen sie mal mit.“

Und schon verwickelte mich der ältere Herr in ein langwieriges Gespräch über den weißen Mustang, der im Jahre 2007 „renoviert“ worden war. Und so nicht mehr so viel Benzin brauchte, und nur mehr eine geringe Menge von Schadstoffen hervorrief. Nach einer kleinen Diskussion über meinen alten Volvo, kriegte ich schließlich 500 Euro bar auf die Hand und hatte ihn verkauft. Gleich danach machte ich einen Vertrag mit dem netten Verkäufer, der mir sogar Preisnachlass gab und war gerade dabei zu unterschreiben als Lara sich zu Wort meldete.

„MARC! Darf ich hier vielleicht auch mal mitsprechen?“

„Lara du weißt schon das das da“, ich zeigte auf den blankpolierten weißen Mustang. „ mein Auto sein wird, und nicht deines oder?“

„Ja aber.. ich mein… Naja… Eigentlich finde ich den Wagen e cool. Also kauf ihn ruhig.“

„Dankeschön, Schwesterchen das du mir das erlaubst.“ Sagte ich mit sarkastischem Unterton.

Etwas genervt drehte ich mich wieder zu dem Verkäufer, der mich grinsend ansah und bloß sagte.

„ Ach ja. Jüngere Geschwister sind schon manchmal anstrengend ne?“

„Ja da haben sie recht.“

Mit Schwung setzte ich meine Unterschrift unter den Vertrag und reichte ihn dem älteren Mann.
Wir machten dann noch einige geschäftliche Sachen aus, bevor er mir den Mustang auf den Parkplatz fuhr. Schnell erklärte er mir noch wie er zu fahren war und ließ mich dann endlich in mein neues Auto. Lara ließ sich neben mich in den Sitz gleiten, beide lächelten wir. Denn wir waren heute wirklich perfekt angezogen, für eine Fahrt in einem alten blitzblank polierten Mustang Cabrio.
Beide hatten wir braune Lederjacken und Pilotensonnenbrillen an. Sie hatte auch noch einen Schal, dieses Bild war einfach zu genial. Und so grinsten wir uns breit an. Ich verabschiedete mich noch schnell von dem Verkäufer und fuhr dann langsam vom Parkplatz. Es war einfach ein wunderbares Gefühl den lauwarmen Fahrtwind wieder in den Haaren und auf der Haut zu spüren. Sich wieder den Wind um die Nase wehen zu lassen. Und so fuhren wir etliche Umwege um bloß nicht zu schnell wieder aussteigen zu müssen.

Und hier ist ein Bildchen von Marc neuem Wagen:


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16.03.2010 20:50
#81 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. hier der neue Teil.. Der letzte für heute.. Und er wird es leider auch bis Donnerstag bleiben.. Da ich morgen, wie jeden Mittwoch einen Tanzkurs habe und deswegen keine Zeit zum schreiben habe.. Aber am Donnerstag kriegt ihr sofort wieder einen neuen Teil.. Hoffe dieser gefällt euch..

Als wir doch noch vor meiner Wohnung ankamen, händigte ich Lara den Wohnungsschlüssel aus und sagte ihr das ich spätestens um acht Uhr wieder hier wäre. Ich hatte mich dazu entschlossen wieder ins Krankenhaus zu fahren, irgendwann musste ich die Akten erledigen, ich konnte es nicht ewig vor mir herschieben. Und so trat ich wieder auf das Gaspedal und fuhr mit einem Höllentempo zum EKH. Unter den warmen Sonnenstrahlen fühlte sich die Welt gleich viel netter an. Ja, im Moment fühlte ich mich so als ob sich wirklich alles und jeder gegen mich verschworen hätte. Naja, alles fing mit Gretchen an und alles endete mit ihr. Auch wenn ich mir geschworen hatte nicht mehr über sie nachzudenken, mindestens heute nicht, konnte ich es nicht verändern. Ich konnte meinem Herz nicht sagen das es sie vergessen sollte, Nein. Es wäre das gleiche wie wenn Geld auf einmal auf Bäumen wachsen würde. Das war unmöglich, nie würde ich sie vergessen können. Leider. Ja manchmal fühlte ich mich von mir selbst etwas veräppelt. Denn manchmal wäre es viel klüger sie einfach zu vergessen, doch leider oder Gott sei Dank hatte ich die Rechnung jedes Mal ohne mein Herz gemacht. Ja manchmal war ich froh darüber, doch jetzt in diesem Moment würde ich diesen Teil meines Herzens der Gretchen gehörte am liebsten herausreißen. Doch das ging nicht, denn mein ganzes Herz gehört ihr. Und ohne Herz konnte man ja bekanntlich schlecht leben.
Die ganze Autofahrt über hatte ich an sie gedacht, und nun sah ich sie auch schon am alten Apfelbaum im Park gelehnt. Ich drehte mein Radio etwas leiser und rief ihr:

„Na Hasenzahn! Schon wieder Mittagspause oder was?! Na hop, an die Arbeit!“ zu.

Sie drehte sich beleidigt in meine Richtung um, obwohl sie schon ganz genau gewusst hatte dass ich es war staunte sie nicht schlecht als sie mich in meinem neuen Wagen sah. Ich grinste sie noch einmal frech an bevor ich mich wieder den Parkplätzen widmete. Irgendein Volltrottel hatte sich also in meine Parklücke gedrängt. Das gab es doch nicht.
Sofort zückte ich mein Handy und rief Schwester Sabine an.

„Ja hallo Schwester Sabine!“

„Hallo Herr Doktor. Warum rufen sie denn an?“

„Ach ich dachte ich rede mit ihnen jetzt mal über meine Probleme.“

„Ach ehrlich?“

Wie konnte eine einzige Frau so viel Dummheit besitzen?!

„Natürlich nicht!! Rufen sie mal bitte meinen Parkplatz aus und sagen sie das der Fahrer des gelben Audis sein verkacktes Auto von meiner Parklücke wegfahren soll!!!“

„ Oookaaay, Heerrr Dooookkttoor.“

Man jetzt musste sie doch nicht fast heulen, so schlimm war das jetzt auch wieder nicht oder? Ich legte trotzdem auf und wartete gebannt darauf wann der Fahrer des quietschgelben Audis auftauchen würde. Und wer es überhaupt sein würde? Doch als ich sah wer da durch die gläsernen Türen des Elisabeth Krankenhauses kam, verschlug es mir dann aber die Sprache.


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19.03.2010 09:48
#82 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Erstens wollte ich mich entschuldigen das gestern dann doch nichts mehr kam, ich fand einfach keine Zeit zu schreiben.. Aber jetzt kriegt ihr ja den neuen Teil.. und vielleicht kriegt ihr am Abend auch noch nen neuen, nur wenn ihr wollt versteht sich.. Hoffe der Teil gefällt euch, und freu mich auch schon auf Kommis..

Keine andere als Gina Amsel ging mit kurzen, kleinen jedoch schnellen Schritten zu meinem Parkplatz. Noch immer hatte sie das gleiche Monstrum von Brille auf der Nase und ihre Haare hatte sie nur hinter ihre Ohren gestrichen. Sie sah potthässlich aus, wie immer. Nichts war von der Gigi auf der Hochzeit geblieben, vielleicht hätte ich sie gar nicht mal so unattraktiv gefunden wenn sie mir meine Zukunft mit Gretchen nicht versaut hätte. Doch um weiter nachzudenken blieb mir keine Zeit, denn nun war sie bei meinem Wagen angekommen.

„Neues Auto Marc?“

„ Was geht dich das an? Aber wenn du es wissen willst, JA. Was machst DU bitte hier?“

„ Ich arbeite, wie du an meinem Arztkittel erkennen kannst?!“

„ Wer hat denn dir bitte erlaubt zu arbeiten, der Chefarzt sicherlich nicht!“

„Woher willst du das wissen?!“

„Man Gigi! Ich bin der Chefarzt!“

Ihr Gesichtsausdruck verändert sich schlagartig von einem süffisanten Lächeln zu einer erschrockenen Maske.

„Ja du brauchst gar nicht so zu gucken. Pack mal wieder schön deine Koffer und buch dir ein Flugticket nach London, das wirst du brauchen.“

„Bitte Marc! Lass mich hier arbeiten. Ich brauch den Job hier, ich hab gekündigt. In London mein ich.“

„Ich bin hier doch kein Kummerkasten oder so. Das ist doch dein Problem. Ruf ne Hotline an, vielleicht interessiert es die ja.“

Grinsend schaute ich sie an und sah wie sie in ihrem Kopf alles durchging, und dann fasste sie nach dem letzten Strohhalm.

„Marc, ich hab ein Angebot für dich.“

„Interessiert es mich auch ganz sicher, sonst fahr endlich mit deiner verkack*** Karre weg.“

„Was ist wenn ich Gretchen die Wahrheit sage? Du kannst sogar dabei sein wenn du willst! Bitte, ich weiß ja jetzt das Frank der Falsche war. Obwohl ich bezweifle das du der Richtige für sie bist, würde ich ihr die Wahrheit sagen. Nur bitte schick mich nicht weg.“

„ Und du sagst ich könnte bei eurem Gespräch zuhören?“

„Naja vielleicht könntest du dann an der Tür lauschen oder so? Sonst würde sie es mir nicht glauben.“

„Okay. Du kannst hier arbeiten. Ich ruf dich noch an wegen der Sache wann du es ihr sagen sollst. Und blockiere nie wieder meinen Parkplatz. Verstanden?! Erwarte auch nicht so viel Gehalt. Okay?!“

„Okay, Okay. Danke Marc.“

Schon rannte sie zu ihrem Wagen und parkte rasend schnell aus. Und suchte sich einen neuen Parkplatz. Wie gut es doch tat sie in der Hand zu haben. Nun würde ich bald mehr Vertrauen von Gretchen kriegen oder? Ja, das würde ich. Hoffte ich jedenfalls. Und so parkte ich gemütlich ein. Stieg schlussendlich aus meinem Wagen, schloss ihn ab und ging mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu den gläsernen Eingangstüren, wo leider schon die nächste „Überraschung“ auf mich wartete.


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19.03.2010 18:53
#83 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So meine Spätzchen... Hier der erwünschte neue Teil.. Hoffe er ist auch für aussenstehende lustig geworden.. Ich wollte halt witzig sein.. Viel Spaß beim Lesen..

„OLIVIER!!!!“ schallte es über das Krankenhausgelände. Am liebsten wäre ich wieder zu meinem Wagen gerannt und weit weggefahren, doch da sie mich schon längst gesehen hatte, hatte es keinen Sinn mehr. Und so nickte ich ihr bloß zu und betrat mit ihr an meiner Seite das Krankenhaus.

„Olivier. Wie geht es dir denn? Ich hab dich schon so lang nicht mehr gesehen.“

„ Mir geht’s gut. Wie du siehst. Was machst du hier?“

„Ich war bei Mehdi. Du weißt ja, diese Wechseljahre machen mir zu schaffen. Einfach un..“

An dieser Stelle wusste ich dass dieses Gespräch kein Appetitliches Ende nehmen würde wenn ich sie nicht unterbrach. Sogleich ergriff ich das Wort.

„ Wirklich toll. Mutter. Doch ich meinte eigentlich was du von mir willst?“

„Ach darf ich meinen Sohn nicht einfach mal auf der Arbeit besuchen. Ohne das ich etwas von ihm will?“

„Nein darfst du nicht, besser gesagt machst du es einfach nie. Also was ist.“

„Das ist ja..“

„Völlig richtig? Gut erkannt? Die vollkommene Wahrheit?“

„Sei doch nicht so zynisch!“

„Ich und zynisch? Da kennst du mich aber nicht gut. Aber jetzt sag schon, was willst du hier?“

„Ich wollte mit dir über das Buch sprechen? Weißt du noch?“

Natürlich wusste ich es noch. Das Buch das Gretchen und meine Geschichte erzählen sollte. Ich hoffte jetzt schon das Gretchen dieses Buch nie, wirklich niemals in die Hände bekommen würde.

„Ja, weiß ich noch. Was willst du mich denn bitte dazu fragen?“

Währenddessen waren wir am Fahrstuhl angekommen und stiegen ein, im letzten Moment streckte noch eine ganz besondere Ärztin die Hand durch den kleinen Schlitz, damit der Lift sich abermals öffnete. Und nun war die peinliche Situation schon geschaffen. Meine Mutter die mit mir über ein Buch sprechen wollte, das sich mit keinem anderen Thema als Gretchen und mir beschäftigte. „Toll gemacht Meier, warum konntest du nicht einmal die Treppen nehmen?!“ dachte ich bloß.

G: „Hallo Marc, Hallo Fr. Fischer.“

Ich: „Mutter hast du mir nicht erzählt das ihr zwei euch duzt?“

E: „Natürlich nicht.“

Ich: „Naja, jedenfalls: Hallo Hasenzahn. Arbeitest du auch schön fleißig?“

E: „Seit wann versteht sich eigentlich der Chefarzt mit seinen Angestellten?“

G: „ Wir sind nun mal ein..“

Ich: „ familiäres Krankenhaus.“

Gretchen sah mich etwas verblüfft an. Sie hatte wohl nicht gedacht das ich ihre Gedankengänge so genau kannte.

E: „Naja auch egal. Olivier wegen dem Buch.“

Ich( schon etwas nervös): „Welchem Buch?“

E: „Jetzt stell dich doch nicht so blöd! Vor zwei Minuten wusstest du es noch. Das Buch über G…“

Ich: „Gerlinde und Kunigund. Natürlich weiß ich es.“

Ich bemerkte ein leises Lachen von der anderen Seite des Fahrstuhles. Meine Mutter jedoch auch.

E: „Was lachen sie denn bitte?!“

G: „Sie schreiben doch nicht ehrlich ein Buch über das Mittelalter oder?“

Ich: „Natürlich schreibt sie das!“

Ich schenkte meiner Mutter einen tödlichen Blick. Doch leider verstand sie anscheinend die Botschaft nicht.

E: „Schreib ich auch nicht. Marc hat doch nur manchmal Hirngespinste. Ich schriebe doch über sie und ihn.“

Ich: „Sie meint über Ärzte.“

Versuchte ich die Situation noch irgendwie zu retten, ein weiterer bitterböser Blick streifte meine Mutter.

E: „Natürlich nicht Olivier! Ich schreibe doch über eure Liebe! Schon vergessen?“

G: „WAS?!“


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19.03.2010 23:04
#84 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Hier der neue Teil.. Es wird wahrscheinlich bis Sonntag der letzte sein.. Tut mir leid.. und ich weiß das dieser kurz ist.. Aber wie gesagt in zwei Tagen kriegt ihr einen neuen..


Warum musste mir das meine Mutter antun?! Hasste sie mich wirklich so sehr oder was? Wie sollte ich ihr das bitte erklären? Das war doch… Einfach viel zu kompliziert und peinlich und ich weiß nicht was noch alles. Ich hasse diese Frau! Ja Ich hasse sie!

Ich: „Sie wollte dich doch nur auf den Arm nehmen. Hasenzahn. Keiner würde ein Buch über dich schreiben, nicht mal meine Mutter.“

E: „Olivier! Ich verbiete mir so…“

Ich: „Halt die Klappe Mutter!“

G: „Marc! Denkst du wirklich ich bin so blöd!“

Ich: „Ähmm… Ja.“

E: „Ja das denke ich auch. Warum wissen sie das denn noch immer nicht?!“

G: „Also stimmt es doch! Warum schreiben sie über mich und ihn ein Buch? Und dann noch über Liebe! Pah… Das ich nicht lache. Nie und nimmer würde ich so ein arrogantes, egoistisches und bindungsängstliches Arschl*** wie ihn lieben!“

Ich: „Naja, da stimm ich dir jetzt aber nicht wirklich zu. Ich mein was ist mit deiner ganzen Kindheit und den Monaten in denen du hier arbeitest. Jetzt sind es schon fast eineinhalb Jahre. Ich mein so etwas kannst du ja deiner Großmutter erzählen aber mir doch nicht.“

G: „Achja. Und was macht dich da so sicher das ich dich noch immer liebe!?“

Ich: „Vielleicht weil du gestern noch wolltest das ich dich küsse? Weil dein Herz ja sagt aber dein Verstand nein! Vielleicht weil ich es in jedem Blick spüre, in jedem Lächeln.“

G: „Ach Marc Meier. Dein Ego ist doch einfach viel zu groß. Komm mal wieder runter!“

In diesem Moment öffneten sich die Türen des Aufzugs und Gretchen schritt heraus, sie eilte in Richtung Schwesternzimmer davon. Ich flüsterte bloß:
„Toll gemacht Mutter. Wirklich ganz toll.“
Doch das merkte sie schon gar nicht mehr. Anscheinend hatte Gretchen und mein Wortgefecht sie glücklicher als alles andere gemacht, denn sie eilte ebenfalls schnell aus dem Fahrstuhl und flüsterte immer nur vor sich hin: „Das wird ein geniales Kapitel, ich sehe es schon vor mir.“

Etwas niedergeschlagen fuhr ich einen weiteren Stock hinauf, ging dann rasch zu meinem Büro und ließ mich in meinen großen Lederschreibtischstuhl fallen. Jaja, das Leben war nicht einfach. Eigentlich ganz und gar nicht. Doch oft waren wir nicht einmal wirklich daran schuld. Ich meinte, was hatte ich mit der komischen Idee von meiner Mutter zu tun. Seufzend machte ich mich an die Akten. Da kein einziger nach mir sah und ich fiele Akten zu bearbeiten hatte saß ich bis spät ind der Nacht daran. Irgendwann schaltete ich den Computer aus, legte die Akte beiseite und ließ mich schlussendlich auf meine Couch fallen. Mit meinem Kittel bildete ich mir eine notdürftige Decke und schlief dann nach einiger Zeit. Doch leider fiel ich in einen unruhigen Traum.


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21.03.2010 12:08
#85 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, hier der neue Teil... Hoffe er gefällt euch.. Und ich mich schon auf Kommis..

Ich fand mich in der Kirche wieder, doch dieses Mal feierte man hier keine Hochzeit. Nein, ganz sicher nicht. Alles war schwarz geschmückt, verwelkte schwarz gefärbte Rosen standen überall herum. Am Altar stand ein Pfarrer der sich noch die Unterlagen zu Recht sammelte. Bald würde er anfangen zu sprechen. Mein Blick schweifte etwas zur Seite, und da sah ich einen großen hölzernen Sarg. Rundherum ein paar Blumen, doch nicht wirklich viele. Kein einziges Foto stand von dem Toten herum. Nichts. Ich ging ein paar Schritte nach vorne, und ließ meinen Blick durch die Kirche schweifen. Viele Freunde hatte derjenige wohl nicht gehabt, denn die Kirche war fast leer. In den ersten Reihen saßen ein paar Leute, und da ich wissen wollte wer den gestorben war ging ich nach vorne. Ich entdeckte meine Mutter und meinen Vater, natürlich beide schwarz angezogen. Doch keiner der zwei weinte, der Verstorbene war wahrscheinlich nicht so wichtig für sie gewesen. Ganz vorne sah ich Lara im Arm von Mehdi, diese beiden weinten bitterlich. NEIN! Es war doch nicht etwa Gretchen gestorben oder?! Ich wollte schon auf den Sarg zu rennen als ich Gretchen in der letzten Reihe entdeckte. Sie sah gar nicht traurig aus. Hatte zwar etwas Schwarzes an, aber sie vergoss nicht eine einzige Träne. Ich setzte mich in eine Reihe der Kirche und lauschte dem Pfarrer weil ich wissen wollte wer denn hier verstorben war.

„ Danke für ihr erscheinen. Wir werden heute über einen ganz besonderen Mann sprechen, er war zwar nicht der Netteste oder Sympathischste. Doch auf jeden Fall war er ehrgeizig. Er übersprang eine Klasse, hatte seine Doktorarbeit schon mit 28 Jahren hinter sich. Wurde danach mit 29 der Oberarzt der Chirurgie und mit 34 Chefarzt. Ja, er war ein wohlhabender Mann. Sein Beruf war sein Leben, und das merkt man alleine schon wenn man hier in die Runde schaut. Nur zwei Leute die nicht mit ihm verwandt sind, sind heute hier. Er hatte nicht viele Freunde, und erlebte nie die wahre Liebe. Er liebte zwar, da sind wir uns alle sicher. Doch auch seine wahre Liebe ist hier heute anwesend, und wir wissen alle was er ihr angetan hatte. Sie wollte ihn nicht mehr, und so wurde er verbittert, ja, er lebte nur noch für seinen Job. Mied den Umgang mit Leuten, selbst mit seiner Familie. Nur noch seiner Halbschwester und seinem besten Freund vertraute er sich an. Ja, das hier ist wirklich kein schöner Tag für uns alle. Ich kannte ihn noch von jungen Jahren, als er zu mir beichten kam. Er war schon immer ein schlimmer Bursche gewesen, doch er bereute jede einzelne Tat. Deswegen sah ich ihn auch so oft. Wir alle mochten ihn, manche mehr, manche weniger. Manche kannten ihn in und auswendig, andere kannten ihn kaum. Doch alle die hier heute anwesend sind hatten eine Bindung zu ihm, sei es die familiäre, die freundschaftliche oder die liebende. Will hier noch irgendwer etwas über Marc sagen?“

Schon die ganze Zeit über wusste ich das ich dort lag, ja, ich hatte es geahnt. Hatte es gewusst, doch bis zu dem letzten Moment hatte ich gehofft das dass hier nicht meine erbärmliche Trauerfeier war. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich durchsichtig war. Ich blickte mich um, keiner machte Anstalten etwas zu sagen, doch auf einmal erhob sich Gretchen und schriet zum Altar. Anscheinend ging ihr mein Tod doch nah, vielleicht probierte sie ihre Tränen zurückzuhalten, um nicht allzu verletzlich zu wirken. Sie war am Altar angekommen, ihre liebliche Stimme war anders als sonst. So hart und verbittert.

„Wir wissen alle woran Marc gestorben ist. Ja. Er wollte wohl nicht länger einsam dieses Leben leben. Wollte lieber in die Hölle. Ja denn ich bin mir ganz sicher dass so einer wie er nie und nimmer in den Himmel kommen würde. Ja und eigentlich habe ich ihm nur mehr diese fünf Worte mit auf den Weg zu geben. Fi** dich doch du Arsch***!!“

Mich erschütterten ihre Worte. Was hatte ich den noch alles für Mist gebaut? Mein Tod machte ihr nichts aus. Kein bisschen Trauer sah ich in ihren Augen. Nichts. Dort war bloß Erleichterung zu sehen. Sie war erleichtert mich nicht mehr ertragen zu müssen! Ich konnte es nicht glauben. Ich rannte auf den Altar zu, wollte sie an den Schultern packen und sie rütteln, mich entschuldigen, fragen was ich den bitte gemacht hatte. Doch ich griff bloß durch sie hindurch, und meine Schreie verließen nie meinen Mund. Ich versuchte es trotzdem weiter. Immer wieder schrie ich.

„Hasenzahn! Bitte hass mich nicht so. Was hab ich den veranstaltet?! Ich liebe dich doch!“

Doch wie die vorherigen Schreie hörte sie sie nicht, auch die anderen Gäste hörten sie nicht. Und so ging sie einfach durch mich hindurch und verließ erhobenen Hauptes die Kirche.

Auf einmal spürte ich einen harten Schlag, und langsam realisierte ich das das alles bloß ein Traum gewesen war. Und als ich die Augen öffnete sah ich in das besorgte Gesicht von MEINEM Hasenzahn! Ja, sie hatte nach mir gesehen. Sie hatte mich nicht vergessen, sie verachtete mich auch nicht. Mir fiel ein Stein vom Herzen.

„Marc, geht’s dir gut? Du hast dauernd geschrien und du bist eiskalt."


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21.03.2010 20:41
#86 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So ihr Süßen, hier der neue Teil..


Langsam richtete ich mich von der Couch auf. Schüttelte mich um diesen schrecklichen Traum zu vergessen und sah sie dann einfach nur fragend an. Sie sah mich ebenfalls fragend an, sie wusste ja nichts von meinem Traum. Würde sie so etwas in der Realität machen? Nie im Leben oder? Das wäre nicht die Gretchen die ich liebte. Lange fragte ich mich immer wieder das gleiche. Doch anscheinend wurde es Gretchen langsam zu blöde und sie erhob sich von der Couch um zu gehen.

„Warte Gretchen.“

„Du sprichst also wieder.“ Sie grinste mich an, doch dieses Lächeln verflog relativ schnell wieder. Vermutlich erinnerte sie sich an DAS Buch.

„Ja ich spreche wieder. Und ja es geht mir gut.“

„Naja das hat ja ganz anders geklungen. Man hat dich bis auf die Gänge gehört. Und dann bin ich reingekommen, hab dich immer wieder gerüttelt doch du bist nicht aufgewacht und so blieb mir nichts anderes über als dir eine runterzuhauen.“

Erst jetzt spürte ich den Schmerz in meiner linken Wange, wie immer hatte sie nicht gerade sanft zugeschlagen. Doch mir wurde erst jetzt bewusst was ich in meinem Traum immer und immer wieder geschrien hatte und so wurde ich leicht panisch.

„Ähmm… Hasenzahn? Was habe ich denn geschrien?“

Nun schmückte ihr Gesicht ein breites, süffisantes Grinsen. Ich hoffte bloß dass ich die letzten drei Worte nicht geschrien hatte, oder wenigstens keiner sonst auf dem Gang gestanden hatte.

„Etwas von: „Hasenzahn, hass mich doch nicht. Ich liebe dich.“

„Ja Träume eben. Schon komische Sachen. Dieser war total unrealistisch. Würde nie und nimmer in Wahrheit geschehen. Ich mein, warum sollte ich denn auch lieben? Gibt ja nicht wirklich was Besonderes an dir außer dein Gewicht.“

Damit hatte ich sie wieder einmal hart getroffen, doch irgendetwas wehrte sich dagegen jetzt aufzuhören zu reden. Und so redete ich einfach weiter, anscheinend zeigte dieser realistische Traum doch Wirkung.

„ Man Hasenzahn. Bitte heul jetzt nicht. Und weist du auch warum?“

„ Marc weist du was! Du kannst mich mal, und nur das du es weißt, mein Verstand hat sich definitiv gegen dich entschieden!“

Doch einmal ging ich nicht darauf ein. Ließ mich von ihr nicht beirren das zu sagen was ich mir vorgenommen hatte.

„ Du sollst das nicht zu Herzen nehmen, denn all die Beleidigungen, all die Anspielungen meine ich nicht ernst. Es ist eine Art Schutz für mich und weist du was? Mir tut jede einzelne Tat in der Seele weh. Ich bereue alles was ich dir angetan habe. Ganz ehrlich. In diesem Moment könnte ich gar nicht lügen. Ich wollte nur das du das weißt, nicht das du mich in ein paar Jahren hassen wirst und dir mein Tod egal wäre.“

Ihr verletzter Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. Ihre Augen leuchteten, ich konnte förmlich ihr Herz sehen das einen Freudensprung nach dem anderen machte. Doch nach kurzer Zeit wurde ihr bewusst was ich am Ende gesagt hatte und so nahm sie blitzschnell meine Hand und sah mich besorgt an.

„Marc? Du bist doch nicht etwa sterbenskrank oder? Warum denkst du denn an deinen Tod?“

Meine Augen weiteten sich, nie wäre ich darauf gekommen das sie aus so einem Satz gleich so eine Annahme machen würde. Doch schnell antwortete ich ihr und streichelte ihr dabei über die Wange.

„Keine Angst Gretchen. Ich werde nicht sterben. So schnell wirst du den Meier nicht los sein. Was sollte die Welt denn auch schon ohne Gott ne?“

Ich lächelte ihr noch einmal zu bevor ich ihre Hand fester in meine nahm und dann mit ernster Stimme fragte.

„Meintest du das ernst? Dein Verstand hat sich gegen mich gewendet?“


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22.03.2010 17:30
#87 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So meine Mädels.. hier der neue Teil.. Habt ihr Lust auf ne klitzekleine Ration Zucker.. Wenn nicht müsst ihr den Teil nicht lesen.. mich auf Kommis..

Ihr Lächeln erstarb, sie schaute mir nicht mehr in die Augen und machte den Eindruck ernsthaft nachzudenken. Immer und immer wieder schweifte ihr Blick von mir ab, sie ließ ihn durch den Raum kreisen, stand von der Couch auf tigerte durch den Raum, setzte sich wieder hin. Wollte mir etwas sagen, ließ es dann aber doch wieder. Währenddessen wurde ich immer nervöser. Konnte es denn wirklich sein das ich es endgültig vermasselt hatte? Das durfte jetzt nicht passieren, nicht dann wenn ich das erste Mal Gefühle zuließ. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte sie sich wieder neben mich auf das Sofa, sie erhob ihren Blick und da sah ich ihre kristallklaren Augen wieder. Sie waren nicht mit Trauer bedeckt, nein, sie wirkten hoffnungsvoll. Und so erweckten sie auch Hoffnung in mir.

„Marc?“

Ich hauchte bloß ein klitzekleines „Ja.“ Hervor da mich die Nervosität noch immer fest im Griff hatte.

„Du hast dich gerade noch mal so gerettet. Vielleicht kann sich mein Verstand langsam mit dir anfreunden. Aber bloß langsam. Mach dir nicht zu große Hoffnung, Gott.“

Den letzten Satz hatte ich überhört, ignorierte ich. Da ich wusste das sie es nicht ernst meinen konnte. Und gerade für solche Sätze oder Ansagen liebte ich sie. Manchmal zwar nicht, aber wenigstens sehr oft. Mein Blick schweifte abermals auf ihre kristallklaren Augen, und ich konnte einfach nicht anders. Ganz langsam näherte ich mich ihr, bis meine Lippen nur mehr wenige Millimeter von ihren entfernt waren. Ganz leise flüsterte ich.

„ Dann lass deinen Verstand mal schön grüßen, Hasenzahn.“

Lächelte ihr etwas verliebt entgegen, ich bedeckte ihr Wange mit einem Kuss und stand dann von der Couch auf. Sie hatte bei meinem Satz lächeln müssen, wahrscheinlich hatte sie gewusst dass so etwas kam. Ich jedoch schnappte mir meine Lederjacke und meine Autoschlüssel, ich war sowieso schon viel zu spät dran. Es war schließlich fast drei Uhr in der Früh. Lara machte sich wahrscheinlich schon Sorgen um mich. Als ich mir meine Lederjacke gerade überwarf entdeckte ich Gretchens überraschten Gesichtsausdruck.

„Ja, worauf wartest du denn? Hopp, Hopp. Hol deine Sachen, ich bring dich nach Hause. Deine Schicht ist jetzt sowieso zu Ende. Komm schon.“

Lächelnd nahm ich ihre Hand, verschränkte meine Finger mit ihren und zog sie zum Schwesternzimmer. Dort beobachtete ich durchaus amüsiert ihre Hektik und ihre kläglichen Versuche all ihre Sachen so schnell wie möglich zusammen zusuchen. Als sie ihre Tasche endlich gepackt hatte, hatte sie ein weiteres Problem. Natürlich wollte sie sich nicht vor mir umziehen, es war zu früh. Ich verstand es sofort und drehte mich um. Traute mich wirklich nicht noch einmal nach hinten zu schauen. Nach einer Weile spürte ich ihren Atem an meinem Hals und hörte ihr geflüstertes „Danke, Marc.“. Ich sagte einmal nichts, nahm sie bloß ein weiteres Mal an ihrer Hand, verschränkte meine Finger abermals mit Ihren und so gingen wir nach unten zum Parkplatz.


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22.03.2010 21:07
#88 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. Hier der neue Teil..

Wir erreichten nach kurzer Zeit auch schon mein Auto, langsam ließ ich ihre Hand los und machte ihr die Türe des Wagens auf. Nachdem sie sich im inneren Teil des Autos befand schloss ich die Tür, begab mich auf die andere Seite und setzte mich hinein. Ich wollte gerade auf den Knopf drücken der für das Dach des Cabrios verantwortlich war, da es doch frischer war als vorher, als mir Gretchen ihre Hand auf meine legte und mir damit zu verstehen gab das ich das Dach offen lassen sollte. Ich wunderte mich zwar doch sagte nichts. Langsam fuhren wir vom Parkplatz, eine ganze Weile schwiegen wir. Doch wir mochten die Stille, sie war nichts Störendes. Wir, ich zumindest, konnte meinen Gedanken nachhängen. Ich war erleichtert, fühlte bloß eine riesengroße Welle von Glück in mir aufkommen. Denn ich hatte sie noch nicht verloren, ich konnte ihr noch beweisen dass ich sie liebte und das würde ich auch. Ich brauchte bloß noch einen Plan. Gretchen wusste jedoch wie man Glücksgefühle zerstören konnte, oder einen Dämpfer verpassen konnte denn mit einer einzigen Frage überfuhr sie mich total.

„Du Marc? Was ist jetzt eigentlich mit dem Buch deiner Mutter?

Was sollte ich ihr denn schon sagen? Noch vor wenigen Stunden hatte ich mich aus dieser Situation herausreden können, doch das würde mir jetzt ganz bestimmt nicht mehr gelingen. Das war mir auch völlig bewusst doch trotzdem probierte ich es.

„ Wie schon gesagt. Sie wird kein Buch über uns schreiben.“

„Ach Marc. Verkauf mich hier nicht für Blöd! Sie hat es ja schon zugegeben.“

„Ja und? Was hab ich damit zu tun?“

„Du hättest es mir sagen können oder?“

„Warum denn das? Ist doch total unwichtig, es wird sowieso keiner lesen außer so schrullige Tanten und … Sabine.“

Als mir bewusst wurde das Sabine ein Buch über mich und Gretchen lesen würde drehte ich mich mit panischem Blick zu Gretchen. Diese sah mich jedoch bloß verständnislos an.

„Ja, Marc. Aber ich muss trotzdem erst meine Einverständnis dafür geben. Wie kommt deine Mutter überhaupt auf so ne Idee?“

„Okay, Okay. Naja sie kam angebliche auf ihre "geniale" Idee als sie gesehen hat wie du heulend an meinem Krankenbett lagst. Aber Hasenzahn, das ist jetzt nicht wichtig. Hast du kapiert das Sabine, unsere Schwester Sabine, dieses Buch lesen wird?“

„Ja und?“

„Gretchen! Sobald sie es gelesen hat, erzählt sie es überall herum und kurz darauf weiß es das ganze Krankenhauspersonal.“

„ Dieses Buch wird doch kein Dr. Rogelt Band, oder? Und deswegen wird sie es auch nicht lesen oder? Und bis dieses Buch erscheint kann ja noch viel passieren. Nicht?“

Langsam beruhigte ich mich wieder. Sie hatte Recht mit dem was sie sagte. Doch etwas anderes interessierte mich viel mehr.

„Das stört dich gar nicht?“

„Was?“

„Das meine Mutter ein Buch über unsere nicht vorhandene Beziehung schreiben will, und es dann verkauft.“

„Ein kleines bisschen stört es mich schon. Aber nicht weil sie über unsere… noch“, dieses eine Wort sagte sie zögernd und sehr leise, was mich bloß noch aufmerksamer machte, „ nicht vorhandene Beziehung schreibt sondern da es unserer Geschichte ist. Normalerweise, würde ich es nicht erlauben. Aber da ich weiß das ich sie davon nicht abhalten kann erlaube ich es, sag ihr das ich das Buch dann wenigstens Probe lesen will bevor es veröffentlicht wird.“

Sie konnte sich also eine Beziehung mit mir vorstellen, wünschte sich sogar eine. Mein Herz machte einen Riesenfreudensprung, ich befürchtete schon das sie es sehen konnte. Doch natürlich ging das nicht. Ich anwortete ihr bloß lässiger als ich es eigentlich war.

"Willst du es handsigniert auch noch haben oder reicht die nicht gebundene Version?"
Frech grinste ich sie an, und genau in diesem Moment kamen wir vor ihrem Haus an.


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23.03.2010 18:35
#89 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So ihr süßen Mädels.. Hier ist wieder mal der neue Teil.. Hoffe er gefällt euch..

„ Ach die nicht gebundene Version reicht mir schon Marc. Danke der Nachfrage.“

Grinsend saß sie vor mir. Am liebsten hätte ich meine Arme um sie geschlungen, ihr zärtlich über die Haare gestrichen und sie einfach nur geküsst. Doch ich hielt mich zurück, ich wollte sie nicht überfordern. Sie freundete sich erst jetzt wieder damit an Männern zu trauen. Mir zu vertrauen. Ich wusste das sie mir irgendwann trauen könnte, irgendetwas in mir sagte mir das ich sie irgendwann in meinen Armen liegen haben würde, das wir uns irgendwann unbekümmert lieben konnten. Ich wusste dass wir gemeinsam alles schaffen konnten, das wir füreinander geschaffen worden waren. Und so wartete ich bis sie den ersten Schritt in meine Richtung machen würde, oder mir Zeichen gab.
Sie hatte mich schon die ganze Zeit über sprachlos angesehen, wollte immer wieder ansetzen zu reden. Verwarf den Gedanken jedoch anscheinend wieder. Nun legte sie aber ihre Hand auf meine Wange, streichelte immer und immer wieder zärtlich darüber. Ich wollte etwas sagen, sie jedoch legte mir ihren Finger auf die Lippen und gab mir damit zu verstehen dass ich besser nichts sagen sollte. Sie hatte vermutlich recht, dieser Moment war ohne Worte viel schöner. Doch ich rückte etwas näher an sie heran, streichelte ihr ebenfalls über ihre Wange. Langsam verschwand meine Hand unter ihrer langen blonden offenen Haarpracht, ich rückte noch näher an sie heran. Unsere Blicke sagten mehr als tausend Worte. Wir wussten was der andere fühlte, was der andere dachte, was der andere wollte und so bat ich sie sozusagen mit meinem Blick um Erlaubnis, Erlaubnis für einen Kuss. Anscheinend verstand sie und näherte sich mit ihren Lippen meinen, nur mehr wenige Millimeter waren zwischen uns, und dieses Mal küsste ich sie. Zuerst zögerlich, dann immer leidenschaftlicher. Unsere Lippen verschmolzen miteinander, die Welt um uns herum schien nicht mehr zu existieren. Nach kurzer Zeit löste ich mich von ihren verlangenden Lippen und wanderte zu ihrem Hals. Als ich dort ihre erhitzte Haut mit meiner Zunge liebkoste, fühlte ich ihre Gänsehaut. Sie fühlte sich Pudelwohl, sie nahm jedoch mein Gesicht noch einmal in ihre Hände, küsste mich leidenschaftlich und streichelte mir noch ein letztes Mal an diesem Abend über die Wange.

„Lass mir Zeit Marc. Du wirst schon noch dafür belohnt werden. Ich verspreche es dir.“

„Ich lass dir doch Zeit.“

Meine Hand wanderte wieder auf ihre Wange, ich streichelte einmal sanft darüber gab ihr danach noch einen Wangenkuss und bedrängte sie nicht mehr. Wie schon vorher sagte mir eine innere Stimme dass ich mich nicht beeilen müsste. Wir hatten noch ein ganzes Leben vor uns. Und so verabschiedete sie sich von mir, gab mir jedoch noch einen Kuss auf meine Stirn und stieg dann endgültig aus dem Wagen. Langsam ging sie um das Auto herum, schritt die Treppen der Villa hinauf und drehte sich noch einmal um. Als sie sah dass ich noch nicht gefahren war und ihr nachschaute bildete sich ein von Glück erfülltes Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie winkte noch einmal und verschwand dann hinter der Haustür der Haases. Eine Weile schaute ich noch auf genau diese und fuhr dann schlussendlich schweren Herzens davon. Schließlich wartete eine besorgte fünfzehnjährige Halbschwester auf mich.


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01.04.2010 11:40
#90 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So meine Süßen, wie schon angekündigt kommt heute mal der erste der mehreren Teile die heute folgen werden. Hoffe es gefällt euch, und natürlich hoffe ich auch das nach dieser längeren Pause meine Geschichte nicht langweilig geworden ist.. Hoffe ihr seid mir Treu geblieben.. Und ich weiß das ich viel hoffe, so bin ich halt.. Aber ich hör jetzt mal auf zu plaudern und lass euch lieber lesen.. Viel Spaß..

Ich raste gewissenlos durch die Straßen Berlins. Meine Gedanken, mein Körper, meine Seele. Alles war bei Gretchen, und verlangte auch so schnell wie möglich wieder zu ihr zu kommen. So aufgewühlt war ich noch nie gewesen, keine Frau hatte mich jemals so geküsst, nie hatte ICH eine Frau so geküsst. Da ich durch mein Nachdenken Gefahr lief umzudrehen und wieder vor der Villa Haase zu stehen beschloss ich mich auf die Straße zu konzentrieren. Schließlich wollte ich kein weiteres Mal im Krankenhaus landen. Mindestens nicht als Patient.
Nach einer kurzen Weile war ich vor meiner Wohnung angekommen, ich parkte bloß noch schnell meinen Ford Mustang und stieg dann aus. Gerade als ich die Haustüre aufschließen wollte, hörte ich ein mädchenhaftes Kichern. Langsam drehte ich mich um, natürlich hatte ich schon eine Ahnung was mich erwartete, doch ich hoffte das nicht sie die zierliche Gestalt war die bald meine Wohnung erreichen würde. Doch anscheinend war mein Hoffen um sonst gewesen, unter der Straßenlaterne erkannte ich ihre Figur, ihr Gesicht und ihren Kleidungsstil sofort. Was mich jedoch beunruhigte war der geschätzte siebzehnjährige an ihrer Seite. Als sie mich entdeckte fluchte sie laut auf, sah bangend zu dem Jungen hoch. Dieser jedoch verstand nicht was sie so fürchtete. Es war glasklar das sich meine kleine Schwester keine Sekunde um mich gekümmert hat, sie hatte sich keine Sorgen gemacht. Stattdessen war sie voller Freude durch die Berliner Nachtclubs getourt. Mit kleinen, ungewohnten, schüchternen Schritten waren sie und ihr Begleiter schließlich bei mir angekommen. Sie erwartete ein Donnerwetter und das würde sie auch kriegen. Doch da sie einer Schreiattacke alá Marc Meier entgegen fieberte entscheid ich mich für die andere Variante, die weitaus schlimmere.

„Hey Marc.“ Langsam hob sich ihr Blick, ihre Augen waren nicht die die ich kannte. Sie waren nicht so kokett, so frech eher zurückhaltenden und schüchtern.

„Hey Schwesterherz! Und Kleine wie war die Party so? Hast dich doch nicht schon wieder vor der lauten Musik gefürchtet oder?“

Ich sagte das mit einer vor Ernsthaftigkeit triefenden Stimme, jedoch konnte ich ein kleines Grinsen nicht verbergen.
Der charmante Blick ihres Begleiters veränderte sich schlagartig. Er wurde verblüfft, fragend, völlig ahnungslos blickte er zuerst komisch zu mir und dann zu Lara. Leider war meine Schwester ja nicht auf den Mund gefallen und so reagierte sie sofort.

„Ach Phillip? Keine Angst, Marc macht oft Scherze. Er ist so ein richtiger Scherzkeks. So ist er halt mein Bruderherz.“

Der beunruhigte Gesichtsausdruck von dem Burschen, der anscheinenden einen ziemlich beschissen** Namen hatte, entspannte sich wieder. Sein Lächeln war ähnlich wie mein eigenes, natürlich war es nicht annähernd so einprägendend, so markant. Für sein Alter war er ein hübscher Junge, kein einziger Pickel zierte sein Gesicht, seine Augen hatten eine interessante Farbe. Es war kein Grün, kein Blau, kein Grau. Eine Mischung aus allen drei würde es wahrscheinlich am ehesten Treffen. Doch etwas in mir stieg bei dem Anblick dieses Burschens auf. Und es war nicht gerade Freundlichkeit, Nein, irgendetwas in mir ließ Alarmglocken schrillen. Dieser Phillip war ein Abbild meines früheren Ichs. Dieser Phillip wollte mit meiner kleinen Schwester schlafen. Dieser Phillip wollte sie entjungfern. Und nun wusste ich was in mir aufstieg, vielleicht war es eine Art väterliche Fürsorge. Jedoch hatte ich mir geschworenen auch Lara einen Denkzettel zu verpassen und so führte ich meinen Plan fort. Der erste Versuch den Jungen zu vertreiben war also gescheitert, doch auch nur wegen des Eingriffs Seitens von Lara. Jedoch sollte sie sich ihrer Sache nicht zu sicher sein.


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01.04.2010 19:09
#91 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So hier der angekündigte Teil.. Vielleicht kommt heute noch einer.. Versprechen kann ich aber nichts... Bin ja müde.. Ähm... Aber jetzt wünsche ich euch mal viel Spaß beim Lesen..

Ich schloss elegant die Wohnungstüre auf, bat sie einladend ins Innere der Wohnung und schloss hinter ihnen wieder die Türe. Als ich zögernd das Wohnzimmer betrat, hatten sie es sich schon auf meiner polierten Ledercouch gemütlich gemacht. Witzig, frech oder was ich auch immer war, holte ich mir ein Bier und setzte mich zwischen die Beiden auf das Sofa. Sofort schaltete ich den Fernseher an und drehte ihn auf volle Lautstärke. „Gespannt“ verfolgte ich die Kurznachrichten. Ich sah aus den Augenwinkeln das es Lara langsam zu Bunt wurde und so streifte sie kurzerhand Phillips Hand und sagte ihm damit: „Gehen wir doch auf mein Zimmer.“ Er nickte, sein riesiges anzügliches Lächeln machte mich rasend. Doch ich unterdrückte diese Wut, ich verbarg sie tief in meinem Inneren. Als ich anfing zu sprechen hörte ich mich ganz normal an. So wie immer.

„Lara? Du kannst ihn ruhig in dein rosarotes, voller Pferdeposter geschmücktes Zimmer bringen. Aber dann zeig ihm wenigstens deine riesige Briefmarkensammlung auf die du doch so stolz bist. Ihm wird sie sicher gefallen.“

Meine Stimme war ernst, nur schwer verbarg ich das Grinsen. Doch der junge Bursche bemerkte es anscheinend nicht. Völlig verblüfft schaute er zu Lara. Diese wurden etwas panisch, sie wollte gerade ansetzten die Situation noch irgendwie zu retten. Doch da hatte sie die Rechnung ohne ihren neuen Halbbruder gemacht.

„ Ach und bevor ich es vergesse. Achte bitte darauf dass dein Schlangenterrarium fest verschlossen ist. Ich will nicht das gleiche erleben wie letztes Mal verstanden. Und Phillip sicherlich auch nicht. Keiner hat in der Früh gerne einen riesigen eigentlichen Python an seinem besten Stück hängen. Dein letzter Liebhaber hat ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, ich will das ganze nicht noch einmal erleben. Verstanden!?“

Mit diesen Aussagen hatte ich den Siebzehnjährigen endgültig aus dem Haus gejagt. Er reichte Lara etwas verstört die Hand, warf sich im Gehen seine Jacke über, kniete sich bloß noch schnell in der Garderobe hin um seine Schuhe anzuziehen. Lara versuchte ihn in einem Flüsterton zu beruhigen, ihm die Sache zu erklären. Doch dieser junge hatte wirkliche Angst um sein bestes Stück. Es verlangte mir viel Selbstbeherrschung ab nicht lauthals los zu lachen. Der Anblick seines Gesichtsausdruckes der sich in Sekundenschnelle verändert hatte war einfach zu göttlich gewesen. Jedoch beherrschte ich mich selbst, ich wollte diesen Burschen nicht mehr hier haben. Und deswegen musste mein Plan klappen. Anscheinend meinte es Gott gut mit mir. Denn nach nicht länger als fünf Minuten stolperte „Phillip“ zur Tür hinaus. In die dunkle Nacht davon. In diesem Moment als Lara ihn nicht mehr sah, schloss sie die Haustüre mit einem ohrenbetäubenden Lärm. Vor Wut schnaufend stampfte sie in das Wohnzimmer zurück. Als sie begann zu sprechen, besser gesagt zu schreien hatte ihre Stimme an Gewicht zugenommen. Sie war etwas tiefer geworden, jedoch noch weit vom Bedrohlichen
entfernt.

„ Marc! Was sollte DAS gerade!?“

„Ähmm… Was?“

Grinsend hatte ich mich auf der Couch zur Seite gedreht, sah sie dort vor Wut beinah schreien. Doch ich war auf alles vorbereitet, selbst wenn sie etwas nach mir werfen würde wäre ich schnell genug von diesem Platz hier weg. Vielleicht hatte ich es zu weit getrieben. Doch es war richtig gewesen und so fühlte ich mir keiner Schuld bewusst.

„Du weißt genau was! Ich dachte du wärst lockerer und cooler wie Olivier! Aber anscheinend habe ich mich geirrt!“

Mit diesen Worten wollte sie den Raum in Richtung ihres Zimmers verlassen, ich machte keine Anstalten mich vom Sofa zu erheben, jedoch begann ich zu sprechen.

„ Lara.“, ganz ruhig sprach ich das ganze aus. Ich wollte sie nicht noch weiter auf die Palme bringen, „ Du bist noch zu jung für das Ganze. Vielleicht wäre ich „lockerer“ wenn du siebzehn oder achtzehn wärst.“

Rasant drehte sie sich um. Schaute mich mit zornigen Augen an.

„ Was redest du da für eine SCHEI**!? Ich bin ganz und gar nicht zu jung für eine Beziehung! Und das hier“ , sie zeigte mit den Fingern in Richtung Haustüre, „ wäre vielleicht eine geworden!“

„Wäre sie nicht.“ Ganz ruhig und bestimmt sprach ich die Worte aus.

Jedoch kümmerte sie mein Tonfall herzlich wenig. Noch verärgerter als vorher stampfte sie auf mich zu und baute sich vor mir auf. Frech wie sie war, in normaler Lara Manier, fragte sie:

„Warum denn bitteschön NICHT?!“

„Weil er dich nur für eine Nacht wollte. Er hätte dich bloß benutzt.“

Langsam erhob ich mich, jetzt war ich um mindestens zwei Köpfe größer als meine Schwester. Doch das störte sie nicht das Geringste. Sie reckte mir rotzfrech und wütend denn Kopf entgegen und schrie dann schon fast.

„ Woher willst du das denn bitteschön wissen!!!?? Nur weil du früher so warst, muss er es doch nicht sein!“


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02.04.2010 22:38
#92 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Mädels? Es tut mir wirklich leid das ich erst jetzt etwas reinstell.. Aber da heute Karfreitag ist hab ich weitgehend auf den Computer verzichtet.. besser gesagt ich hatte einfach keine Zeit.. Tut mir leid.. Aber hier ist der Teil.. Hoffe er gefällt euch..

Es überraschte mich dass sie es beim Namen nannte, dass sie es überhaupt wusste verblüffte mich schon. Sie hatte mit Absicht so gehandelt, sie hatte mich verletzten wollen. Es verwunderte mich selbst, aber sie hatte es geschafft. Sie hatte mich verletzt. Ich wusste dass ich früher ein schlechter Mensch gewesen war, ich hatte sehr, sehr viele Frauenherzen auf dem Gewissen. Und früher hatte es mir kein bisschen ausgemacht. Doch nun hasste ich diesen Teil meiner Vergangenheit. Ich hätte alles dafür getan diesen Teil rückgängig zu machen, doch ich konnte es nicht. Verbittert starrte ich auf das einzige Bild in meiner Wohnung. Es stand neben dem Fernseher, und zeigte mich. Mich in einer altbekannten Position. Ich saß zwischen zwei Frauen an einer Bar, flirtete heftig, lachte und berührte die Hände der Blondinen. Es war auf der letzten Mallorcareise entstanden. Stefan, einer meiner engsten Freunde, hatte nichts Besseres zu tun gehabt als diesen Moment zu fotografieren. Nun starrte ich voller Hass auf dieses Bild. Hasste mich selbst. Ich versuchte mich zu beruhigen, dachte an Gretchen. Sie war schließlich der Grund gewesen warum ich mich geändert hatte, sie war meine Rettung gewesen. Durch den Gedanken an sie konnte ich in Ruhe meine Gedanken und meine Gefühle wieder ordnen. Ich senkte meinen Blick wieder, Lara schaute mich weiterhin provokant an. Ich hielt in diesem Moment ihrem Blick nicht stand. Ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, und senkte ihn dann schließlich auf den Boden. Lara machte Anstalten zu gehen, setzte einen Schritt in Richtung Zimmer. Den Zweiten, den Dritten. Schließlich rang ich mich zu einer Antwort durch. Meine Stimme zeigte nichts von meinem inneren Aufruhr, nichts von meiner Verletzlichkeit, und nichts von meiner Wut. Sie klang wie die Stimme eines jungen Lehrers, dem man zwar nicht glauben und folgen wollte. Doch seine Worte berührten einen. Ob man es wollte oder nicht.

„ Lara. Ja ich bin nicht dein Vater. Und ja ich war früher so. Die Betonung liegt auf dem war und natürlich auf dem früher. Wahrscheinlich weißt du von Mehdi dass ich so war. Jedoch will ich dir eins sagen. Ich habe mich durch eine Frau geändert. Ich bereue jedes Herz das ich gebrochen habe, jede Seele die ich verletzt habe. Doch dieser Junge, Phillip. Er war nicht einmal volljährig, er hat keine Ahnung wie sehr er Frauen damit wehtut. Woher ich weiß das er ein eiskalter Macho ist? Weil er die gleichen „Tricks“ verwendet die ich verwendete. Er lächelt gleich, er benimmt sich gleich. Er ist gleich. Genau so wie ich es war, so hat er dich behandelt. Und ich wollte dich bloß vor dieser Seelenqual schützen. Ich mach es nicht mehr. Okay? Ich lass dich deine Erfahrungen machen. Entschuldige bitte.“

Bei den letzten beiden Sätzen war der Sarkasmus hervorgedrungen. Die Verletzlichkeit ließ sich wohl doch nicht ganz verbergen, jedoch hatte ich sie anscheinend sprachlos gemacht. Um sie nicht so stehen zu lassen sagte ich dann bloß.

„Du wirst mir irgendwann dankbar sein. Aber wie gesagt ich mach es nicht mehr. Ich geh schlafen… Kleine. Morgen hab ich Schicht.“

Langsam ging ich zu meinem Schlafzimmer, zog mir bloß die Hose aus und zog mir ein riesiges T-Shirt an. Erst jetzt bemerkte ich meine Müdigkeit. Kein Wunder. Es war schließlich vier in der Früh. Um sieben musste ich schon wieder aus dem Bett. Kurz fluchte ich noch, bevor ich mich ins Bett fallen ließ.
In dem Moment als ich meine Augen schloss, öffnete sich die Türe. Ich wusste genau das Lara hineinschlich. Doch aus einem Instinkt heraus ließ ich meine Augen zu. Tat so als ob ich schon schlief. Sie setzt sich sachte auf eine Seite des Bettes und legte mir behutsam die Hand auf die Wange. Behutsam streichelte sie darüber. Als sie zu sprechen begann war ihre Stimme ruhig, vorsichtig jedoch entschuldigend und bereuend.

„Marc? Anscheinend schläfst du ja schon oder? Also kann ich es dir ja sagen. Also…“


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03.04.2010 21:21
#93 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels, hier der vor 29 Minuten angekündigte Teil.. Hoffe er gefällt euch..


„… Ähmm… ich wollte dir danken. Danke dass du mich vor ihm bewahrt hast. Als ich jetzt auf dem Sofa saß und über ihn nachdachte, fielen mir wirklich all seine „Tricks“ auf. Du hattest wirklich recht. Der Typ hätte mich wirklich nur benutzt. Ich würd dir das ja nie sagen wenn du wach wärst. Ich könnte das einfach nicht. Da haben wir wohl beide das gleiche von Olivier geerbt. Diese kalte Fassade. Wir zeigen unsere Gefühle nicht. Uns fällt so etwas schwer. Und weißt du was? Du bist der einzige der mich versteht. Aber auch nur weil du in dieser Hinsicht genau gleich bist wie ich. Oder ich genau gleich bin wie du. Ist doch egal. Aber weißt du noch etwas Marc? Ich bin seit dem Zeitpunkt wo ich dich kennengelernt habe viel glücklicher. Denn ich hab immer schon gespürt dass noch irgendwer zur Familie gehörte. Auch wenn ich es nicht wusste. Irgendetwas sagte es mir. Und jetzt wo ich dich kenne kann ich mir kein Leben ohne dich mehr vorstellen. Du bist einfach der beste große Bruder den es gibt. Ich bin froh dass ich dich habe. Ich hab dich lieb.“

Noch einmal streichelte sie mir über die Wange, gab mir einen Wangenkuss und verließ dann den Raum. Ich war völlig gerührt. Und auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, mir ran tatsächlich eine Freudenträne über die Wange. Nie hätte ich es für möglich gehalten das ein Teenager mich so liebte wie ich bin. Nie hätte ich gedacht dass ich meine Halbschwester so ins Herz schließen konnte. Glücklich kuschelte ich mich in die Kissen und schlief dann endlich, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, ein.

Als ich am nächsten Morgen erwachte und auf die Uhr schaute bekam ich einen Heidenschreck. Um sieben sollte ich im Krankenhaus gewesen sein, nun war es zehn Uhr. Schnell hüpfte ich aus dem Bett, verhedderte mich in einem Kabel meiner Nachtischlampe und flog mit der Nase voraus auf den Bretterboden. Benommen richtete ich mich sofort wieder auf, jedoch bemerkte ich dass ich nicht wirklich wenig aus der Nase blutete. Ich zog mir trotzdem zuerst etwas an und ging dann ins Bad um mich um meine Nase zu kümmern. Ich sah schrecklich aus, als hätte ich einen Boxkampf hinter mir gehabt. Nicht nur mein Geruchsorgan war beschädigt worden, Nein, es kam noch schlimmer, meine Lippen wurden langsam blau. Ich fluchte auf. Stoppte danach die Blutung und probierte die Nase irgendwie schöner aussehen zu lassen. Neben dem Waschbecken entdeckte ich Laras Abdeckstift. Ich überlegte nicht lange und griff zu. Gott sei Dank hatte sie denselben Hautton wie ich und man bemerkte die Schminke nicht. Die Nase sah zwar nicht normal aus jedoch etwas besser. Ich putzte mir noch schnell die Zähne, sprühte mir Deo und Parfüm über und wuschelte noch einmal meine Haare auf, bevor ich in die Küche ging um mir ein Coolpack zu holen. Die Lippen würden zwar trotzdem etwas blau werden doch wenigstens würden sie nicht anschwellen. Ich war heute wirklich nicht mit dem guten Fuß aufgestanden. Sauer stand ich in der Küche, schlang mein Brot hinunter das ich mir schnell gemacht hatte und hechtete danach zur Haustür um mich fertig anzuziehen und danach endlich aufzubrechen. Doch gerade als ich die Tür öffnen wollte sah ich einen beschrifteten Zettel an der Tür kleben. Die Handschrift war definitiv von Lara. Darauf stand in fast schon unleserlichen kleinen Buchstaben: „ Bin einkaufen. Gretchen hat angerufen. Ruf sie verdammt noch mal zurück!“
Was wollte Gretchen denn bitte von mir? Und warum rief sie nicht an mein Handy an? Doch im Moment musste ich mich beeilen um ins Krankenhaus zu kommen. Ich schnappte mir noch schnell meine Autoschlüssel und mein Handy, warf mir meine Lederjacke über und rannte dann zu meinem Mustang. Ich trat aufs Gas und raste los. Überfuhr dabei fast meinen alten schrulligen Nachbarn der mir alle möglichen Beschimpfungen hinterrief, doch mir war es egal. Ich zückte langsam mein Handy und wählte Gretchens Nummer. Auch wenn ich sie bald sehen würde wollte ich jetzt schon wissen was sie von mir gebraucht hatte.


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04.04.2010 17:43
#94 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels.. hier der neue Teil.. Bin zwar selbst nicht so überzeugt von diesem Teil, aber ich wollte euch nicht sehnlichst auf einen Teil am ostersonntag warten lassen.. Und wenn ihr Glück habt dann kriegt ihr heute noch nen zweiten..


Berlins Straßen waren dicht befahren an diesem Tag, doch es kümmerte mich nicht. Gespannt hörte ich in die Ohrmuschel meines Handys, das langsame regelmäßige Tüten machte mich nur nervöser. Meine Gedanken rasten, ich kam einfach nicht darauf was Gretchen von mir gewollt haben könnte. Hatte ich eine OP verpasst? Nein das konnte nicht sein, bis jetzt war ich nur für die Visiten und für den Aktenkram eingeteilt. Meine Narben von den Scherben waren einfach noch zu wenig verheilt. Hatte sie mir vielleicht etwas sehr wichtiges mitteilen wollen? Vielleicht etwas über unsere noch nicht vorhandene Beziehung? Das tüten machte mich regelrecht wahnsinnig, zu gespannt war ich auf Gretchens Neuigkeiten. Als sie endlich abnahm, atmete ich erleichtert auf. Jedoch hatte sie es nicht gehört, Gott sei Dank.

„Gretchen Haase.“

„Machst du das extra?“

„Was?“

„Das du mich nicht begrüßt und anstatt dessen deinen Namen sagst. Wenn ich dich anrufe weiß ich ja wohl das du es bist oder?“

„Marc. Hey. Tut mir leid, hatte vorher nicht auf den Bildschirm geguckt. Wo bist du eigentlich?“

„Ich sitze ihm Auto, bin in ner viertel Stunde im Krankenhaus. Hab verschlafen. Aber Lara hat gesagt DU hast mich angerufen?“

„Ach hat sie das?“

„Ähmm.. Ja hat sie.“

„ Interessant.“

„ Hasenzahn? Ist irgendwas mit dir los? Oder warum sagst du mir nicht was du wolltest?“

„Das erfährst du wenn du da bist.“

„Aber….“
Sie hatte schon aufgelegt, ich hörte nur mehr das regelmäßige Tüten des Telefons.
Etwas wütend schmiss ich das Handy auf den Beifahrersitz und gab dann nur noch mehr Gas.

Als ich nach einer etwas anstrengenden Autofahrt durch die Türen des Krankenhauses schritt rannte mir gleich eine altbekannte Person entgegen.

„Herr Doktor! Herr Doktor!“

„Sabine ich hatte sie schon bei ersten rufen gehört! Was wollen sie denn?“

„Die Frau Doktor erwartet sie in ihrem Büro.“

„Und deswegen schreien sie über den ganzen Krankenhausflur?“

Sie setzte schon an um etwas zu sagen, doch ich unterbrach sie sofort.

„ Sie müssen die Frage nicht beantworten!“

Ich ließ sie stehen und stieg in den Aufzug. Die Türen schlossen sich und ich drehte mich bloß verwundert um als ich bemerkte wer da neben mir im Fahrstuhl stand. Was hatte sie denn hier zu suchen? Hatte Sabine nicht gesagt…

„Hallo Marc. Wir müssen reden.“

Sie drückte auf den Stoppknopf, setzte sich locker auf den Boden des Liftes und forderte mich damit auf mich ebenfalls zu setzen.


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04.04.2010 21:46
#95 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So ihr Süßen.. Weil ihr so brave Kommischreiber wart kriegt ihr noch einen neuen Teil..
http://www.youtube.com/watch?v=OVYZyJQg3xo&feature=fvst

Völlig baff ließ ich mich langsam die Wand entlang gleiten bis ich schließlich dicht neben Gretchen ebenfalls am Boden des Fahrstuhls saß. Längere Zeit sagte sie nichts, ich verfolgte immer wieder ihren Blick. Öfter blieb er an meinen Händen, meinen Beinen und meinen Füßen hängen. Doch mindestens genauso oft starrte sie auf die kahle graue Wand des Aufzugs. Ich ließ sie in Ruhe, wollte sie nicht drängen. Ich schaute immer und immer wieder auf ihre glasigen Augen, ihr nachdenklicher Blick machte mich unsicher. Als ich mich gerade in meinen fragenden Gedanken verlor begann sie endlich zu sprechen, und erlöste mich damit von meiner „Qual“.

„Marc?“

Mehr nicht. Nur Marc. Ich wartete. Ich wollte dass sie weiter sprach. Doch anscheinend wartete sie auf eine Antwort denn sie sagte bloß ein weiteres Mal.

„Maaarc?“

Ich wendete ihr meinen Blick zu, schob meinen Finger unter ihr Kinn, richtete damit ihren Blick etwas höher. Nun schaute sie mir in die Augen. Ganz leise hauchte ich dann.

„Ja, Hasenzahn?“

Sie löste ihren Blick wieder von mir. Senkte ihn wieder. Also gab ich es auf und wartete bloß auf eine Frage, auf eine Antwort, auf Irgendetwas. Und dann kam es endlich. Jedoch war es nicht gerade erlösend gewesen.

„Hast du eine Idee was ich dir sagen will? Besser gesagt über was ich mit dir reden will, Marc?“

„Über den Op-Plan?“

Laut hörbar schnaufte sie auf. Ja, ich wusste das diese Frage taktlos und dumm gewesen war, jedoch wollte ich mit einer Frage wie: „Über unsere noch nicht vorhandene Beziehung?“ sie nicht dazu bringen sich wieder über mein Ego aufzuregen. Anscheinend probierte sie meine hirnrissige Frage zu ignorieren und sprach einfach weiter.

„Ich will mit dir über meine Gefühle reden. Ich will von dir erfahren wie deine Gefühle zu mir sind. Ich weiß das du so etwas hasst, aber Marc bitte versteh mich! Ich kann nicht mehr, ich will nicht dauernd wie ein Pingpongball hin und her geschossen werden. Ich bin kein Spielzeug. Wenn ich wüsste das du wirklich nur deinen Spaß haben willst könnte ich mir dir entziehen, jedoch ist seit der Hochzeit, deinem Koma, dem…“, sie stockte, ihre Augen wurden noch glasiger als zuvor, „ dem Tod meines Vater alles anders. Du hast mir schon einmal gestanden dass du mich liebst. Aber es war bloß ein aus Verzweiflung geschriener Satz. Ich weiß nicht ob du denn je ernst gemeint hast. Und denkst du wirklich das so ein einfaches Ich liebe dich nach 17 Jahren wo du mich immer und immer wieder verarscht hast reicht. Nein, ganz bestimmt nicht. Wir müssen das nicht hier im Fahrzug besprechen. Aber wie ich dich kenne würdest du nie für so ein Gespräch ein Abendessen bei dir oder bei irgendeinem Restaurant verschwenden. Und deswegen will ich es jetzt und hier mit dir regeln. Sag es mir bitte Marc! Auch wenn es dir schwer fällt. BITTE!“

Ich dachte über all das was sie gesagt hatte nach. All das was sie sagte stimmte. Bis auf eine Sache und so probierte ich sie umzustimmen.

„Gretchen?“

Sie gab mir keine Antwort. Doch nun verlangte ich das gleiche wie sie vorher von mir.

„Greeetchen?“

„Ja Marc?“ etwas trotzig sagte sie es, jedoch ignorierte ich ihren Tonfall.

„Ich hol dich heute Abend von dir daheim ab okay? Wir gehen essen, und dann ringe ich mich dazu durch mit dir über meine“, ich musste schlucken, sie schaute mich etwas erstaunt an, „ Ringe ich mich dazu durch mit dir über meine Ge… Gefü… Gefühle zu reden okay?“

Voller Verwunderung begann sie langsam zu nicken. Nie hätte sie erwartet das ich sie wirklich schick zum Essen ausführen wollte um mit ihr über so etwas wie, ähmm… Gefühle zu sprechen. Sie kannte zwar viele Seiten von mir, jedoch ein paar waren ihr noch völlig fremd.


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05.04.2010 11:13
#96 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

Hey Mädels.. Hier kriegt ihr wieder nen Teil.. Ich hab zwar keine Ahnung ob ihr heute noch einen kriegt... Aber hier habt ihr wenigstens etwas Lesestoff...

Ich stand behutsam auf, wusste nicht ob sie noch weiter hier drinnen sitzen wollte, wollte sie nicht verärgern, doch sie machte ebenfalls Anstalten aufzustehen und so drückte ich locker auf den Stopknopf um den Fahrstuhl wieder in Bewegung zu setzten. Doch nichts geschah. Ich drückte abermals darauf, etwas hektischer. Noch immer nichts. Gretchen hinter mir begann schon schneller zu atmen. Sie hasste so etwas. Ich hoffte bloß das dass Licht nicht ausfallen würde. Zack. Es war dunkel. Was hab ich dir getan, Gott! Hinter mir machte sich nun Verzweiflung breit. Ihr Atmen wurde immer schneller. Kurz hörte er auf um dann in ein verzweifeltes Schluchzen überzugehen. Ich selbst mochte die engen Räume von Fahrstühlen nicht wirklich, aber nun musste ich ihr helfen.

„Gretchen, wo bist du?“

Ich tastete mich behutsam durchs Dunkle. Gott sei Dank war es leicht sie zu finden, der Raum war schließlich nicht groß und sie schniefte lauthals. Als ich ihren Arm berührte schlug sie meine Hand weg. Sie stand noch. Jedoch ließ ich mich nun an der Wand hinunter gleiten und saß schließlich. Ich zückte mein Handy und probierte den Notruf, doch natürlich, wie konnte es anders sein, hatte ich keinen Empfang.

„Gretchen? Bitte antworte mir doch. Ich will dir bloß helfen.“

Nun ließ sie sich neben mir nieder. Zwar war ein kleiner Abstand zwischen uns, jedoch zog ich sie einfach zu mir und schlang meine Arme um sie. Ihr Kopf war nun auf meinen Schultern, immer wieder flüsterte ich ihr Sachen wie: „Es wird alles wieder gut Hasenzahn.“ Oder „Hab doch keine Angst, ich bin doch bei dir. Es passiert dir schon nichts. Ich pass doch auf dich auf.“. Langsam begann sie sich zu beruhigen. Ihr Atmen wurde ruhiger und ihr schluchzen hörte endlich auf. Sie kuschelte sich noch weiter an mich und begann dann endlich mit einer erstickten Stimme zu sprechen.

„Danke Marc, ohne dich wäre ich jetzt schon hyperventiliert.“

„Nichts zu danken. Das machen Freunde schließlich so, oder?“

„Seit wann sind wir Freunde?“

„Ähmm… Schon immer oder? Seit du wieder hier arbeitest. Oder?“

„Wir können doch gar nicht Freunde sein Marc.“

„Warum nicht?“

Ich hatte Angst dass sie mich eigentlich nicht mochte, dass sie mich nicht mehr aushielt. Das sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Doch Gott sei Dank wurde ich von ihr aus meinen hirnrissigen Gedanken gerissen.

„Weil da viel zu viel Spannung zwischen uns ist. Freunde begehren den anderen nicht. Sie lieben sich nicht. Wir können keine Freunde sein, siehst du?“

„Aber ich mein…“

„Was meinst du?“ fragte sie weil meine Stimme für kurze Zeit versagt hatte.

Jedoch konnte ich gleich danach wieder über dieses Thema sprechen, es tat gut ihr dabei nicht in die Augen sehen zu müssen. Die Dunkelheit tat mir gut.

„Ich meine in einer Beziehung, ja? Da ist der Partner doch auch dein bester Freund oder? Du erzählst ihm doch alles und kannst immer auf ihn zählen. Sehe ich das richtig oder kommt gleich wieder so ein Satz wie: „Marc Meier du hast wirklich keine Ahnung von einer richtigen Beziehung!“?

Sie überlegte kurz, antwortete dann mit fröhlicher Stimme und einem Lächeln im Gesicht. Ich ahnte nur dass sie lächelte, denn das Licht war noch immer aus.

„Marc Meier du hast wirklich….“ Sie zögerte es absichtlich hinaus. Langsam wurde ich etwas wütend. Was wollte das? , „ Du haste wirklich Ahnung von einer Beziehung. Woher weißt du das bitte?!“

Ich lachte auf. Jeder Mensch, auch ein Marc Meier sehnte sich nach einer funktionierend, liebenden Beziehung. Anstatt ihr das zu sagen verblüffte ich sie aber aufs Neue.

„Das sieht man ja immer in den ganzen Liebesschnulzen die man mit euch Frauen anschauen muss.“

„Marc, Marc, Marc. Du wirst immer derselbe bleiben nicht war?“

„Ganz verändern kann mich keine, auch nicht du Gretchen Haase. Aber schau mich an ich bin nicht mehr derselbe wie früher. Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder. Ich frage mich jeden Tag was du mit mir gemacht hast. Erkennst du das nicht?“

„Doch ich erkenne es. Und ich bin jetzt schon gespannt auf unser Abendessen. Du wirst schon noch hören was ich alles erkenne.“

Sie grinste mich ganz sicher an. Ich kannte sie viel zu gut, als das ich es nicht gespürt hätte. Langsam näherte ich mir ihr und wickelte mir eine Haarsträhne von ihr auf meine Finger. Irgendwo hatte ich gelesen das dass“ Ohne dich kann ich nicht leben.“ bedeutend sollte. Ich hoffte dass sie es ebenfalls gelesen hatte, doch anscheinend hatte ich wieder mal Pech. Den sie lachte bloß etwas blöd auf und sagte dann „Marc lass das doch.“ Ganz leise. Ich ließ widerstrebend die Haarsträhne los, genoss dann einfach weiterhin die Nähe von ihr bis das Licht auf einmal wieder ansprang.


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06.04.2010 19:11
#97 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So Mädels der neue Teil ist da.. Tattata!..

Abrupt ließen wir uns los und rappelten uns schnell auf. Etwas erschrocken starrte Gretchen nun in den Spiegel des Aufzugs. Warum konnte sich diese Frau keine wasserfeste Wimperntusche kaufen? Jedoch liebte ich auch diese Schwäche von ihr. Langsam näherte ich mich ihr, strich ihr behutsam und zärtlich die verlaufene Schminke weg und küsste sie dann aufs Haar. Währenddessen schaute sie die ganze Zeit unser Spiegelbild an. Lächelte. Verträumt sah sie aus. Ein wunderschönes Gefühl war es für mich. Doch ich ging schnell auf die andere Seite des Fahrstuhls als die Türe sich begann zu öffnen. Eine entsetzte Sabine stand vor dem Aufzug, neben ihr ein grinsender Oberarzt, kein andere als Mehdi. Vor den zweien standen natürlich noch die Arbeiter die uns befreit hatten. Langsam näherte ich mich ihnen, schüttelte jedem die Hand und bedankte mich, nachher ging ich schnell in Richtung Büro davon und winkte Mehdi heran. Dieser verstand sofort und folgte mir. Hinter mir hörte ich noch ein erleichterndes „Frau Doktor!“ und dachte mir nur, die arme, arme Gretchen. Ich konnte mich jedoch in diesem Moment nicht um Sabine kümmern. Mehdi und ich hatten schließlich gerade mein Büro erreicht. Als wir eingetreten waren schloss ich hinter meinem besten Freund die Türe und ließ mich dann in meinen Schreibtischsessel fallen. Etwas erstaunt setzte sich Mehdi endlich mir gegenüber und begann dann mit einer fragenden Stimme zu sprechen.

„ Marc, was ist los?“

„Gar nichts.“

„Erzähl mir doch keinen Blödsinn. Also was ist los?“

Ich fuhr mir durch die Haare, sagte jedoch nichts und schaltete stattdessen meinen Computer an.

„Marc! Was ist? Hat dich Gretchen abgewiesen?“

„Nein. Wie kommst du denn auf das?“

Ich sah ihn nicht an und tippte währenddessen ich sprach mein Passwort ein. Er sah mir anscheinend derweil auf die Finger und übersprang dann einfach meine Frage.

„Meier du musst ja wirklich verschossen in Gretchen sein ne? Du hast sie sogar als Passwort.“

„Warum schaust du mir bitte zu wenn ich mein Passwort eingebe!?“

„Ist doch egal Marc! Liebst du sie?“

„Ja ich liebe sie. So ein Gespräch hatten wir schon ein Mal.“

„Hatten wir nicht.“

„Doch.“

„Nein.“

„Ach nein. Stimmt ja. Das war das Koma.“

Mein Kumpel schaute mich bloß fragend an.

„Ist doch jetzt egal. Ich sag dir was. Okay? Ich liebe sie nicht nur, sie ist…“

„Deine wahre Liebe. Ich weiß.“

„Woher?“

„Das sieht man dir ja an.“

„Ehrlich!? Oh mein Gott, SCHEI**!“

„Beruhig dich wieder. Ich glaub nicht das dass jeder merkt. Ist doch auch egal. Was ist jetzt mit Gretchen?“

„Wir treffen uns heute Abend.“

„Ist doch toll.“

„Nicht wenn sie mit mir über meine Gefühle reden will.“

„oh…“

„Ja ich weiß.“

Währenddessen surfte ich schon im Internet herum um bei meinem Lieblingsrestaurant zu reservieren. Ich seufzte noch einmal und sagte dann etwas verzweifelt.

„Mehdi was soll ich denn bitte machen? Du weißt wie gefühlsverkrüppelt ich bin!“

„Meier hör mir jetzt mal zu! Dein Ego muss dir heute Abend egal sein. Verstanden?! Du musst aus deinem Herzen sprechen. Überleg nicht ob du ihr das wirklich sagen sollst, verstanden?! Sag ihr das einfach. Wenn du heute Abend auf dein Gottverdammtes Ego achtest hast du sie schon verloren.“

„Pah Mehdi! Ich mach mich doch nicht zum Dorfdeppen vor ihr. Ich werde keine schnulzigen Sachen zu ihr sagen. Hast du es verstanden?!“

„Gut wie du willst! Dann hast du sie eben verloren. Ist e besser für mich!“

Wütend stand er auf. Ging mit großen, lauten Schritten zur Tür und blieb noch einmal kurz stehen als er seine Hand auf die Türklinke gelegt hatte.

„Man Meier. Verkack es nicht! Sonst wirst du bloß ein verzweifelter Oberarzt mit einem Riesenliebeskummer. Genauso wie ich. Ich mein es doch nur gut. Vergiss dein Ego für einen Abend, du Penner!“

Nach diesen Worten verließ er den Raum und ließ mich, Marc Meier, nachdenklich zurück.


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10.04.2010 16:49
#98 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

@all
Ich kann euch mitteilen das ich bald wieder hier sein werde, es geht mir besser.. Jedoch muss ich mich jetzt noch eine kurze Weile auf die SSchule konzentrieren.. Aber wie gesagt ich bin bald wieder hier..


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19.04.2010 20:38
#99 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

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25.04.2010 09:34
#100 RE: 2. Story von Marc loves Gretchen Zitat · Antworten

So ihr Süßen! Bin wieder da.. Und es geht mir wieder besser. Zwar bin ich noch nicht wieder da ganz alte.. Aber ich bin nah dran..
Ich hoffe das euch meine Geschichte überhaupt noch interessiert, könnte ja verstehen wenn ihr aufgehört habt sie zu lesen.. War ja wirklich ein böses Mädchen euch an so einer Stelle allein zu lassen.. hier mal jetzt ein Teil.. Vielleicht kommt heute noch einer.. Wenn ihr schön fragt..


Der anschließende Tag war nicht gerade erwähnenswert, die Visite hatte ich sowieso verpasst und der Aktenkram interessierte mich nicht. Nicht im Geringsten. Meine Gedanken schweiften nach ein paar Sekunden Konzentration sowieso wieder zu Gretchen ab. Es hatte keinen Sinn und so beschloss ich kurz nach Hause zu fahren um mich umzuziehen. Ich wollte Gretchen an so einem besonderen Abend nicht in meiner Arbeitskleidung über den Weg laufen. Nein, es sollte besonders sein. Romantisch. So wie sie es wollte. Ich wusste jetzt schon dass dieser Abend nicht leicht für mich werden würde, aber für Gretchen tat ich nun mal alles. Als ich durch die Krankenhaustüren ging erblickte ich eine altbekanntes Gesicht im Park. Gigi saß auf einer Parkbank und richtete sich gerade ihre Brille. Da mir unser Deal gerade wieder einfiel beschloss ich diesen Trumpf gleich an diesem Abend einzusetzen. Als ich sie erreicht hatte bemerkte sie erst nach etwa fünf Minuten dass ich vor ihr stand. Danach blickte sie mich grinsend an, bei ihren Anblick dachte ich noch einmal darüber nach ob ich vielleicht doch nicht so viel essen hätte sollen.

„Hallo Marc. Schöner Tag, nicht war?“

„Ja, aber der Tag wird sicher noch besser. Ruf Gretchen an, oder triff dich mit ihr und erzähl ihr deine kleine Lüge. Das war der Deal. Weißt du noch?“

„Man Marc. Muss das heute sein. Die Operation ist nicht gut verlaufen und ich hab fast nichts geschlafen. Bin sowieso niedergeschlagen. Muss ich genau heute auch noch meine Freundschaft zu ihr riskieren.“

„Gigi! Es war der Deal verstanden. Da ist mir dein Gefühlszustand ziemlich egal. Also mach das jetzt bitte.“

Sie nickte niedergeschlagen und richtete dann noch ihre Brille bevor sie aufstand.

„Sofort, Herr Professor.“

Danach schritt sie ihren Weg zum Krankenhaus fort. Ich sah ihr bis zum Eingang nach, ich wollte bloß sicher gehen dass sie wirklich ins Krankenhaus ging. Danach begab ich mich zu meinem Auto, stieg ein und fuhr in einem ziemlichen schnellen Tempo fort.
Nach einer halben Stunde daheim, in der ich mein Outfit noch immer nicht bestimmen konnte, läutete schließlich mein Handy. Schnell kämpfte ich mich aus dem Kleiderhaufen und nahm dann endlich ab.

„Meier.“

„Hallo Marc.“

„Gretchen? Was ist denn los? Du hörst dich etwas verzweifelt an.“

„Marc. Es tut mir alles soo leid! Das ich dir das nicht geglaubt habe. Das mit Gigi.“

„Ach ist schon in Ordnung. Ich hätte mir nach all meinen Lügen auch nicht geglaubt.“

Jedoch stahl sich langsam ein Lächeln auf mein Gesicht. Schließlich war nun nur noch eine noch bessere Stimmung zu erwarten. Heute Abend würde ich über meinen Schatten springen und ihr all das sagen was ich mir schon so of gedacht hatte.

„Marc?“

„Ja.“

„Bist du sauer?“

„Nein. Wie kommst du denn bitte auf das?!“

„Naja, weil ich dir nicht geglaubt habe.“

„Ach, Gretchen. Wie schon gesagt ich bin nicht angefressen. Ich freu mich bloß auf heute Abend. Es ist schon sieben, also beeil dich mal das du vom Krankenhaus wegkommst, ich hol dich um acht ab, schon vergessen? Bis später, Hasenzahn.“

Und mit diesen Worten hatte ich aufgelegt. Nach diesem Gespräch wusste ich auch ganz genau was ich anziehen wollte, nämlich meinen neuen Anzug. Zwar trug ich keine Krawatte, ich wollte ihr ja nicht gleich einen Heiratsantrag machen. Der Anzug war nicht zu seriös, nein, den so wie ich in trug kam er locker rüber. Nachdem ich noch einmal mit dem Besitzer des Restaurants gesprochen hatte und klar gestellt hatte wie es aussehen sollte, setzte ich mich auf die Couch und schaltete den Fernseher ein. Jedoch wanderte mein Blick immer und immer wieder auf die Uhr. Um halb acht wurde ich dann schon hektisch und begann alles fertig zu machen. Um dreiviertel acht sperrte ich gerade meine Wohnung zu und setze mich ins Auto. Lachte noch einmal über mich selbst da ich mich selbst nicht mehr erkannte und trat dann aufs Gas um zu Gretchen zu fahren. Noch nie war ich so nervös gewesen.Aber auch noch nie so glücklich.


marcs Anzug


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