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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

17.01.2010 16:49
Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben!

Wie versprochen habe ich eine weitere Story auf Lager, die ich euch nun gerne vorstellen möchte. Ich hoffe sie gefällt euch so sehr wie meine andere Story und ich bekomme wieder so herrlich viele Kommentare von euch
Eine Zusammenfassung werde ich jetzt hier erst mal noch nicht posten, dann wäre nämlich die ganze Spannung raus....
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim lesen und hoffe, dass ihr noch Lust auf eine weitere Story von mit habt!

Kapitel 1

Gretchen sah Marc beunruhigt an als dieser den OP verließ und im Vorraum deutlich hörbar vor ein Regal trat. Trotz allem ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen und beendete die OP. Marc hatte es nicht länger ausgehalten. Was auch immer mit ihm passiert war seit dem Zeitpunkt als sie heute Morgen zusammen aufgestanden waren, es hatte ihm ordentlich die Laune verdorben.
„Kannst du mir bitte sagen was mit dir los ist?“, fragte Gretchen sauer als sie aus dem OP herauskam, wobei Marc die Arme auf einem der Waschbecken abgestützt hatte.
„Kannst du mich einfach in Ruhe lassen?“, fragte Marc zurück, während Gretchen ihn von hinten umarmte.
„Okay.“, sagte sie und küsste Marc im Nacken, während dieser sich nun zu ihr umdrehte. Marc atmete tief durch und sah Gretchen dabei an. Er war zum ersten Mal in seinem Leben glücklich und dann passierte so etwas. Gretchen erschrak bei der Traurigkeit die in Marcs Blick lag und nahm ihn nun einfach in den Arm, wo Marc sich etwas entspannte.
„Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst, oder?“ Marc nickte etwas. Darüber konnte er nicht mit ihr reden, es würde alles verändern.
„Gehen wir nach dem Dienst was essen?“
„Ich kann nicht, ich muss Bürokram erledigen, es wird spät heute.“
„Dann hole ich uns was zu essen und leiste dir im Büro etwas Gesellschaft.“, schlug Gretchen vor, während Marc den Kopf schüttelte.
„Heute nicht Hasenzahn.“, sagte er und löste sich dann aus der Umarmung.
„Okay. Dann sehen wir uns morgen?“
„Ja, bis morgen.“, sagte Marc und gab Gretchen einen eher flüchtigen Kuss. Gretchen sah Marc nachdenklich hinterher. Sie musste dringend herausfinden was passiert war. Vielleicht wusste Mehdi mehr, schließlich war er Marcs bester Freund. Gretchen beschloss direkt zu ihm zu gehen, allerdings fehlte von Mehdi jede Spur. Er hatte wahrscheinlich schon Feierabend gemacht, was auch sie nun tun würde. Alleine, ohne Marc.
Als Gretchen am nächsten Morgen zum Dienst erschien, fehlte von Marc noch jede Spur.
„Sabine, haben Sie Doktor Meier gesehen? Wir haben eine Operation, die bereits vor zehn Minuten starten sollte.“, sagte Gretchen und sah verwirrt auf die Uhr. Marc war niemals zu spät, schon gar nicht wenn es um solch eine große Operation ging.
„Tschuldigung. Morgen Hasenzahn.“, erklang nun Marcs Stimme hinter Gretchen. Er trug noch nicht einmal seine OP Kleidung und Gretchen fielen direkt die dunklen Schatten unter seinen Augen auf.
„Hey, guten Morgen. Fühlst du dich nicht gut?“, fragte sie und gab Marc dann einen Kuss. „Doch, bestens. Ich hab nur nicht besonders viel geschlafen. Was haben wir jetzt, dass du schon OP Kleidung trägst?“, fragte Marc verwirrt.
„Marc, wir haben die Hermann OP vor uns.“
„Was? Die….die ist heute?“, fragte Marc und schloss kurz die Augen.
„Scheiße.“, fluchte er und sah dann an sich herunter.
„Ich geh mich umziehen. Bereite den Patienten vor und dann ab in den OP, wir treffen uns dort.“, sagte Marc und verschwand dann wieder aus dem Schwesternzimmer.
Marc aß noch schnell ein paar Kekse und trank etwas Wasser bevor er zum OP herüber ging. Eine achtstündige OP und er hatte gerade mal zwei Stunden geschlafen. Das konnte ja heiter werden.
„Alles bereit?“, frage Marc als er in den OP hereinkam und sah Gretchen an, die nickte.
„Gut. Skalpell bitte, wir fangen an.“, sagte Marc und versuchte sich so gut es ging zu konzentrieren. Gott sei dank war er derart begnadet in seinem Beruf, sonst hätte ihm die OP nun mit Sicherheit große Probleme bereitet.
„Hasenzahn. Mehr saugen, ich sehe überhaupt nichts.“, sagte Marc, während Gretchen ihn nun ansah.
„Ah, du kannst also doch noch reden.“
„Was? “
„Nun ja, wir haben kein Wort geredet, zumindest nichts, was über einsilbige Anweisungen hinausging.“
„Tut mir leid, ich muss mich heute ausnahmsweise mal konzentrieren.“
„Das musst du sonst auch.“
„Ja, sonst bereite ich mich auch auf eine solche OP vor. Schlafe genug, esse genug und vergesse es nicht.“, sagte Marc, der nun merkte, dass ihn die Operation ungemein anstrengte. Marc atmete tief durch als der Patient schlussendlich wieder zugenäht vor ihm auf dem OP Tisch lag. Er sah auf die Uhr. Ganze achteinhalb Stunden hatten sie nun operiert. Gretchen streckte sich neben Marc und ging in den Vorraum um sich von ihrer OP Kleidung zu befreien, was Marc ihr gleichtat, wobei er sich kurz an der Wand abstützte.
„Kannst du mir einen Gefallen tun?“, fragte Marc, während Gretchen sich zu ihm umdrehte.
„Holst du mir Cola und Würfelzucker?“, fragte Marc, wobei Gretchen nun erst verstand, dass es Marc nicht gut ging.
„Achteinhalb Stunden OP ohne Essen und ohne wahrnehmbaren Schlaf waren eine dumme Idee.“, erklärte Marc, während Gretchen auf Marc zuging.
„Alles okay?“
„Ja, wirklich nur Kreislauf und noch nicht mal genug um was zu spritzen, aber ich habe keine Lust so in die Cafeteria zu wanken.“, erklärte Marc, während Gretchen sich auf den Weg macht um Marc etwas Zuckerhaltiges zu besorgen. Marc setzte sich derweil auf einen kleinen Wandvorsprung. Er musste so dringend mit Gretchen reden, aber nicht bevor er bei Mehdi gewesen war und die Ergebnisse glasklar von ihm bestätigt bekam.
„Hier.“, sagte Gretchen direkt und reichte Marc einen Schokoladenriegel, eine Cola und puren Würfelzucker. Alles was sie auf die Schnelle hatte auftreiben können.
Gretchen sah Marc besorgt an. So hatte sie ihn in der ganzen Zeit die sie nun zusammen arbeiteten noch nie erlebt. Irgendetwas musste ihn wirklich sehr bedrücken.
„Sehen wir uns heute Abend?“, fragte Gretchen vorsichtig.
„Wir müssen glaube ich dringend reden.“, fuhr sie fort, was durch Marc mit einem Nicken beantwortet wurde.
„Bist du gegen acht bei mir?“, fragte Marc, worauf nun Gretchen nickte. Sie trat einen Schritt nach vorne und küsste Marc zärtlich, wobei sie eine wahnsinnige Angst vor dem nahenden Abend hatte, denn schon wieder entging ihr die Traurigkeit in Marcs Blick nicht. Marc wartete noch kurz bis das er sich besser fühlte und ging dann zu Mehdi hoch. Dieser saß hinter seinem Schreibtisch und sah Marc direkt ernst an als dieser den Raum betrat.
„Bereit für die Wahrheit?“, fragte Mehdi, während Marc den Kopf schüttelte.
„Ganz im Ernst? Nein. Absolut nicht.“
„Hast du schon mit Gretchen darüber gesprochen?“
„Nein, ich wollte erst abwarten was herauskommt, aber sie wird heute Abend um acht bei mir sein. Sag mir bitte, dass ich ihr gar nichts erzählen muss.“
„Ich befürchte das kann ich nicht.“

....to be continued!



DANKE AN MARC_MEIER_FAN für die tolle Signatur.
Übrigens passend zu meiner Geschichte:
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Ganz viel Marc, ganz viel Doktor Meier und ganz viel Drama

Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

18.01.2010 18:42
#2 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 2

„Was?“
„Du bist definitiv der Vater von Gabis Kind.“, sagte Mehdi, während Marc sich auf den Stuhl vor Mehdis Schreibtisch sinken ließ und sich mit der Hand durchs Gesicht fuhr.
„Oh bitte nicht.“
„Du wirst Vater Marc und das schon relativ bald.“
„Wann?“
„Gabi ist bereits im fünften Monat.“
„Fünfter Monat. Das ist toll. Ganz toll, besonders weil Gretchen und ich vor ein paar Tagen zum halbjährigen angestoßen haben. Das ist wirklich super toll.“
„Ich kann da nichts zu Marc. Den Mist hast du dir mal wieder vollkommen alleine zuzuschreiben, sonst niemand.“
„Mehdi, es war ein einziges Mal, nachdem Gretchen mehr oder weniger Schluss gemacht hatte. Das alles war noch ganz am Anfang.“
„Dann erzähl ihr das so.“
„Ja, tolle Idee. Du weißt doch wie Gretchen ist.“ Mehdi nickte erneut, während Marc sich nun erhob.
„Marc.“, rief Mehdi noch, während Marc schon an der Tür angekommen war.
„Egal was passiert, ich bin hier, okay?“, erklärte Mehdi, während Marc nickte und dann aus Mehdis Büro herausschlich.
„Marc!“, erklang die Stimme von Gabi nun, die ihn triumphierend ansah.
„Lass mich in Ruhe Gabi.“
„Das werde ich mit Sicherheit nicht tun.“, sagte Gabi und lachte dabei, was bei Marc eine Gänsehaut verursachte. Sie würde ihn sein ganzes Leben lang dafür büßen lassen.
„Wir reden morgen, okay? Ich muss das jetzt auch erst mal verdauen.“
„Du wirst Vater Marc, freu dich wenigstens etwas.“, sagte Gabi vorwurfsvoll, während Marc sie böse ansah.
„Sehe ich so aus?“, fragte er und ging dann weiter.
Gretchens Hände waren schweißnass als sie am Abend vor Marcs Tür ankam und sie zuckte zweimal zurück bevor sie die Klingel betätigte. Marc sah in ihren Augen noch elendiger aus als er die Tür öffnete.
„Hey!“, sagte Gretchen und beugte sich nach vorne um Marc zu küssen, während der Kuss von ihm erwidert wurde. Sie gingen ins Wohnzimmer herüber, wo Marc sich schwerfällig auf seine Couch sinken ließ. Gretchen setzte sich ebenfalls hin und drehte sich zu Marc, der tief durchatmete.
„Ich muss mit dir reden.“, sagte er leise und sah dabei zu Boden.
„Das habe ich mir bereits gedacht.“, erklärte Gretchen und sah Marc dabei noch immer an. „Ich habe einen wahnsinnig großen Fehler begangen.“, begann Marc und sah Gretchen dabei kurz an, wobei er ihrem Blick allerdings nicht stand halten konnte. Wie hatte er nur das Beste was ihm bis jetzt in seinem Leben passiert war bereits am Anfang kaputt machen können? Gretchen hatte das alles nicht verdient.
„Was?“
„Kannst du dich an den Tag erinnern, wo ich nicht mit dir zum Ärzteball gegangen bin und wir uns so sehr gestritten haben?”
„Ja, schließlich war das unser erster und bis jetzt einziger großer Streit, wie könnte ich das also vergessen?“
„In jener Nacht kam Gabi hier vorbei.“
„Oh Marc nein.“
„Ich….ich habe wirklich gedacht mit uns beiden sei es aus, es war alles so kompliziert und ich dachte wirklich du hast mich in den Wind geschossen.“
„Und?“
„Ich habe mit Gabi geschlafen in jener Nacht.“
„Was? Und es fällt dir erst jetzt ein mir das zu sagen?“, fragte Gretchen enttäuscht, wobei sich Tränen in ihren Augen bildeten. Wie sehr hatte sie gehofft, dass Marc Meier sich ändern würde, dass ihm so etwas bei ihr nicht passieren würde, dass sie die richtige Frau für ihn war, die ihn zähmte und mit ihm ein herrliches Familienlaben führte? Und nun das. Alles worauf sie gehofft hatte, alles woran sie geglaubt hatte, vorbei.
„Gretchen, Gabi ist schwanger. Sie erwartet ein Kind von mir.“, brachte Marc nun die ganze Wahrheit heraus, während Gretchen ihn einen Moment lang stumm vor Schreck ansah.
„Bitte, Hasenzahn, ich weiß das ich Mist gebaut habe, aber das war noch ganz am Anfang, wir waren ja gerade mal so kurz zusammen und ich wusste noch nicht was ich an dir hatte. Ich wollte das nicht.“ Gretchen schüttelte den Kopf und erhob sich von der Couch, was Marc ihr gleichtat. Er wollte sie umarmen, da die Tränen über ihre Wange liefen, wobei Gretchen seine Hände allerdings direkt weg schlug.
„Fass mich nicht an. Nie wieder Marc!“, schrie Gretchen und drehte sich dabei um, während Marc ihr direkt nachging.
„Gretchen bitte, tu das nicht. Bitte, ich verspreche dir, dass es nur ein einziger Ausrutscher war.“
„Nein Marc, dir war es von vorneherein klar, dass es das dann mit uns war. Und diese Dreistigkeit mir nur davon zu erzählen, weil Gabi ein Kind von dir erwartet und du es mir quasi erzählen musst, das ist noch die Krönung an der ganzen Sache. Du bist und bleibst einfach unfähig eine Beziehung zu führen. Werd glücklich mit deiner Arbeit Marc.“, sagte Gretchen und ging dann zur Tür, während Marc im Wohnzimmer zurückblieb und zusammenzuckte als Gretchen die Tür ins Schloss warf. Marc atmete tief durch und erschrak bei dem Brennen in seinen Augen. Er hatte seit Jahren nicht geweint, doch jetzt begann er zu schlurzen wie ein kleines, allein gelassenes Kind. Er fühlte sich als sei ihm der Boden unter seinen Füßen weggerissen worden. Er hatte den einzigen Menschen vergrault den er in seinem Leben jemals wirklich geliebt hatte, wie hatte er das versauen können?

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

19.01.2010 19:14
#3 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 3

Als Gretchen am nächsten Morgen im Krankenhaus erschien waren ihre Augen noch immer angeschwollen, so dass Schwester Sabine sich direkt erkundigte, ob Gretchen geweint hatte. „Sabine, sprechen Sie mich nicht darauf an!“, entfuhr es Gretchen, die sich dann auf einen der Stühle sinken ließ.
„Morgen.“, erklang nun Marcs Stimme, den Gretchens Anblick noch mehr schmerzte als er es jemals erwartet hatte. Gretchen entging nicht, dass auch Marc ziemlich elendig aussah, doch das gab ihr ein sonderbar gutes Gefühl, denn sie gönnte ihm momentan noch alles Schlechte. Marc drehte sich nun wieder um und ging in sein Büro zurück. Er konnte sie nicht ansehen, konnte nicht in ihrer Nähe sein.
„Marc!“
„Gabi!“, entgegnete Marc als Schwester Gabi hereinkam und an seinem Schreibtisch Platz nahm.
„Und, wie ist dein Plan?“
„Herrgott Gabi, wie um alles in der Welt soll ich schon jetzt einen Plan haben? Ich weiß es erst seit gestern.“
„Hast du schon mit Blondie Schluss gemacht.“
„Was soll das?“
„Na ja, weil wir zwei ja jetzt ein Kind zusammen kriegen will ich auch, dass wir eine nette kleine Familie sind.“
„Oh Gabi bitte, übertreib es nicht schon wieder! Und damit es dir gleich noch besser geht und du deinen Triumph noch weiter in vollen Zügen auskosten kannst, sie hat mich verlassen, nicht ich sie.“, erklärte Marc, wobei Gabi zuerst wirklich ein Lächeln über das Gesicht huschte. Als sie allerdings Marcs Gesichtsaudruck sah verging ihr das Lächeln. In ihren Augen hatte er noch nie so unglücklich und deprimiert ausgesehen wie in diesem Moment. „Marc, wir kriegen das auf jeden Fall hin.“, sagte Gabi nun, während Marc sich in seinem Schreibtischstuhl zurücklehnte und sich mit der Hand durchs Gesicht fuhr. Er dachte an seine eigene Kindheit zurück und daran, dass er die Fehler seiner Eltern niemals selbst begehen wollte. Er selbst wollte seinem Kind immer eine gute Zukunft bieten, eine heile Familie und ausgerechnet jetzt, wo er noch gar nicht bereit dazu war, bekam er ein Kind mit einer Frau, der er vieles zutraute, allerdings keine adäquate Kindererziehung.
„Marc.“, sagte Gabi erneut, während Marc sie nun ansah.
„Gib mir noch etwas Zeit Gabi, okay?“
„Morgen ist ein Ultraschalltermin bei Dr. Kaan. Wenn du dein Kind also sehen willst, dann solltest du morgen um 10 Uhr dort sein.“, erklärte Gabi und verließ dann den Raum.
„Dr. Meier?“
„Was Herr Gott noch mal?“, fragte Marc genervt als Schwester Sabine hereinkam.
„ Ich glaube nicht, dass Sie Ihre Operationen jeden Tag vergessen dürfen.“, sagte Schwester Sabine, während Marc aufstand und sich kurz räusperte.
„Selbst wenn Sabine, dann wäre ich der Einzige auf der Station der das dürfte.“, sagte Marc und sah Sabine dann an.
„Ist noch was?“
„Ja, ich finde das sehr schade mit der Frau Doktor und Ihnen.“
„Raus!“, entgegnete Marc direkt, während Sabine den Raum verließ und Marc sich noch einmal auf seinen Schreibtischstuhl sinken ließ. Er hatte tatsächlich schon wieder eine Operation vergessen. Marc holte sich schnell das Krankenblatt herbei und überflog das Notwendigste, bevor er zum OP herüber ging, wo Gretchen und die gesamte Mannschaft schon im OP beim Patienten warteten.
„Schön das Sie auch kommen Herr Doktor.“, sagte Schwester Iris gehässig als Marc den OP betrat.
„Bitte?“, fragte Marc, der noch eine Sekunde lang daran glaubte sich verhört zu haben.
„Raus Schwester Iris, sofort raus aus meinem OP! Reden Sie meinetwegen zuhause mit Ihrer Katze in dem Ton, aber nicht mit mir.“
„Aber Dr. Meier.“
„Raus, sofort! Und nachher gibt’s dann erst mal ein Gespräch über ihre Zukunft!“, schrie Marc und ging dann zum OP Tisch herüber, während Schwester Iris weinend den OP Saal betrat.
„Der Dr. Meier war so viel netter als sie noch zusammen waren. Jetzt ist er wieder der Alte geworden.“, flüsterte Schwester Sabine enttäuscht in Richtung Gretchen, während Marc kurz aufsah.
„Schwester Sabine, möchten Sie auch noch rausfliegen?“, fragte Marc, während Sabine kurz den Kopf schüttelte und dann den Kopf senkte.
„Skalpell.“, orderte Marc und wartete einen kurzen Moment, bevor er neben sich schaute. „Tja, wenn man die Schwester herausschmeißt die das Operationsbesteck anreicht, dann wird das eine ziemlich eintönige Operation.“, sagte Gretchen nun, während Marc ihr nur einen flüchtigen Blick zukommen ließ.
„Sabine. Los. Skalpell.“, orderte Marc erneut und schnipste dabei mit den Fingern, während Schwester Sabine ihren Platz nun wechselte. Marc sprach während der ganzen Operation kein einziges Wort und verließ auch den Operationssaal genauso schweigsam wieder. Er fühlte sich elendig, sowohl psychisch, wie auch physisch, weshalb er sich direkt nach der Operation in sein Büro zurückzog. Hauptsache er hatte seine Ruhe und musste dabei nicht Gretchens Gesellschaft standhalten.
„Marc?“, erklang wenige Sekunden später Gretchens Stimme, was Marc zusammenzucken ließ.
„Wir haben noch einen Patienten. Kommt in etwa zwei Minuten mit dem RTW.“
„Klasse.“, entgegnete Marc und lief dann hinter Gretchen her. Sie kamen viel zu früh draußen an, wobei ein langes Schweigen zwischen beiden eintrat.
„Ich würde übrigens morgen gerne vorbeikommen.“, sagte Gretchen, während Marc sie überrascht ansah, wobei die Hoffnung in ihm direkt übersprudelte.
„Ich habe noch Sachen bei dir, die ich mir gerne abholen möchte. Es wäre nett, wenn du sie schon einmal weitestgehend zusammenpacken würdest.“, fuhr Gretchen fort, während Marc sie nun geschockt ansah. Sie machte es also mehr als endgültig.
„Gretchen bitte tu mir das nicht an. Tu uns das nicht an bitte.“, flehte Marc, während Gretchen den Kopf schüttelte.
„Du hast dir das selber angetan. Es gibt kein uns mehr Marc!“, sagte sie bestimmend, während Marc glaubte sein Herz bei ihren Worten in tausend Stücken zerspringen zu hören.

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Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

20.01.2010 19:41
#4 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 4

„Der RTW ist da.“, sagte Gretchen, während Marc noch immer wie angewurzelt dort stand und krampfhaft versuchte die Fassung wieder zu finden, die er gerade in einem ihm unbegreiflichen Ausmaß verloren hatte. Gretchen war derweil bei Gordon angekommen und hörte diesem Aufmerksam zu, während Marc noch immer dort stand und vor sich starrte. „Würdest du vielleicht auch zuhören?“, fragte Gretchen hart, während Marc abwesend nickte und dann auf Gordon und Gretchen zuging.
„Ich denke er hat massive innere Blutungen.“, erklärte Gordon während Marc ihn nun anblickte.
„Seid ihr wahnsinnig, wieso habt ihr ihn nicht in die Charite gebracht verdammt?“, fragte er und überprüfte per Druck den Bauchraum.
„Wunderbar.“, entfuhr es Marc, der dann Gretchen Anweisungen gab, während sie sich auf den Weg ins Innere machten. Schon wenig später standen sie wieder zusammen im OP, wobei Marc versuchte alles so routiniert wie eben gerade möglich ablaufen zu lassen.
„Wann willst du morgen kommen?“, fragte Marc nach erfolgreicher OP und zog seinen Kittel aus.
„Keine Ahnung. Wann passt es dir am besten?“
„Du hast doch einen Schlüssel. Geh rein und hol die Sachen raus wann immer du willst. Ich bin dann so oder so nicht da.“
„Wieso?“
„Ich muss morgen nach der Arbeit den Notarztdienst übernehmen.“
„Wie viele Stunden machst du denn dann Dienst?“
„27.“
„Tolle Idee.“
„Tja, sag’s deinem Vater und nicht mir. Ich habe bestimmt nicht hier geschrien bei diesem schwachsinnigen Notarztdienst.“, entgegnete Marc und verließ dann den OP. Er war vollkommen fertig und musste nun dringend nach Hause um sich vor der Wahnsinnsschicht etwas auszuruhen. Zuhause angekommen legte Marc Gretchens Sachen behutsam zusammen, wobei ihn jedes einzelne Teil schmerzte. Er dachte an die schönen Momente die sie zusammen erlebt hatten und daran wie perfekt ihm alles erschienen war und nun stand er vor den Scherben der einzigen Beziehung die ihm mehr bedeutet hatte als sein eigenes Leben. Marc öffnete eine Weinflasche und begann direkt aus der Flasche zu trinken. Er wusste das er sich die ganze Nacht nur hin- und herwälzen würde. Seine Gedanken gingen zu Gabi und dem Kind welches sie in sich trug, was Marc erneut das Gefühl gab innerlich zu zerbrechen. Als der Wecker am nächsten Morgen schellte fühlte Marc sich wie gerädert. Er hatte die ganze Flasche Wein getrunken, was ihm nicht wirklich gut getan hatte.
„Toll Meier! Super Idee vor einer 27 Stunden Schicht!“, lobte er sich selber und trat dann mit dem Fuß aus Wut vor den Türrahmen. Als er im Krankenhaus ankam saß Gretchen wie immer gerade bei einem Kaffee im Schwesternzimmer.
„Morgen“, sagte Marc und schenkte sich einen Kaffee ein.
„Schwester Sabine, haben wir hier Kopfschmerztabletten?“, fragte Marc, während Sabine nickte und zum Schrank herüber ging.
„Haben Sie einen Kater? Ich trinke dann immer….“
„Schwester Sabine, Kopfschmerztablette und Klappe halten.“, sagte Marc, während Sabine Marc die Tablette überreichte.
„Hör auf so mit ihr zu reden Marc. Das ist wirklich abartig.“, mischte Gretchen sich nun ein. „Halt du dich doch da raus! Das hier ist meine Station und die führe ich so wie ich sie führen will!“, entgegnete Marc und spülte die Kopfschmerztablette dann herunter.
„Wie willst du denn heute bitte 27 Stunden hinter dich bringen?“
„Auch das muss nicht deine Sorge sein.“, erklärte Marc und drehte sich dann mit seinem Kaffee in der Hand um: Sie hatte Recht, er hatte keine Ahnung wie er die Schicht überstehen sollte und das alles lag nur an seiner eignen Unvernunft.
Marc war froh, dass der Morgen erst einmal weitestgehend ruhig verlief, so hatte er wenigstens genug Zeit dazu sich zu überlegen, was er bezüglich des Ultraschalls tun wollte? Wollte er sich diesen Dolch wirklich ins Herz jagen und sich sein Baby anschauen? Langsam aber sicher musste er sich schließlich mit dem Gedanken anfreunden. Marc stand auf und machte sich auf den Weg zu Mehdi, der ihn direkt anblickte, als Marc den Raum betrat.
„Wie siehst du denn aus? Warst du noch unterwegs gestern? Hättest auch mal Bescheid sagen können.“, sagte Mehdi sofort, während Marc sich schwerfällig auf einen Stuhl fallen ließ.
„Ich war nirgendwo, weil ich zu beschäftigt damit war Gretchens Sachen zusammen zu räumen, die sie heute abholen wird.“
„Oh Marc. Das….“
„Lass uns jetzt bitte nicht mehr darüber reden, okay? Ich fühle mich echt scheiße.“
„Wann machst du Feierabend?“
„In etwa 23 Stunden.“
„Was?“
„Notarztdienst.“
„Du bist Irre!“
„Nicht ich bin irre, der Professor ist irre und wenn du mich fragst ist es kein Zufall, dass ich so kurzfristig die Notarztschicht aufgebrummt bekommen habe.“
„Du glaubst er macht das extra wegen der Sache mit Gretchen?“
„Möglich.“
„Hallo. Ich….Marc!“, sagte Gabi überrascht als sie den Raum betrat, wobei sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Marc tatsächlich kommen würde. Auch Marc freute es zu sehen, wie erleichtert Gabi war, da er sich in der letzten Nacht auch Gedanken darüber gemacht hatte, was es für sie bedeutete ein Kind zu bekommen.
„Tja, dann wollen wir uns den kleinen Meier mal angucken, was?“, fragte Medhi, während Marc erneut ein komisches Gefühl durchzog. Gabi legte sich auf die Liege, während Marc auf einem Stuhl Platz nahm und auf den Monitor schaute. Er zwang sich nicht die inneren Organe zu analysieren und dann blieb ihm schlagartig der Atem weg als er das kleine Geschöpf auf dem Bildschirm erkannte.
„So, da haben wir das Baby.“, sagte Mehdi und sah auf Marc, der mit weit aufgerissenen Augen auf den Bildschirm schaute. Gabi, die jedes Mal aufs Neue fasziniert war, wischte sich eine Träne von der Wange, was Marc aus dem Augenwinkel mitbekam. Übermannt von den Bildern auf dem Monitor zögerte er nicht lange und drückte Gabis Hand, während sein Blick nicht vom Monitor wich.
„Also erst mal kann ich die wichtigste Nachricht verkünden, das Baby hat sich gut entwickelt und ist gesund und munter.“, sagte Mehdi.
„Kannst du schon sehen was es wird?“
„Nein, dafür liegt es zu ungünstig. Beim nächsten Termin kann ich es bestimmt feststellen.“ Marc ließ Gabis Hand wieder los, während Mehdi das Gel von Gabis Bauch wischte. „Schwester Gabi, noch zwei Monate, dann werde ich Sie vom Dienst freistellen. Bis dahin werde ich sie so einsetzen, dass sie sich nicht großartig anstrengen müssen.“, sagte Mehdi, während Gabi von der Liege aufstand und nickte.
„Hast du mittlerweile einen Plan?“, fragte Gabi an Marc gewandt, der direkt den Kopf schüttelte.
„Hast du eigentlich einen Kater? Du siehst fertig aus.“, stellte nun auch Gabi fest. Marc wollte gerade etwas entgegnen als sein Piepser losschrillte. Marc ging zu Mehdis Telefon hinüber und rief die Nummer zurück.
„Haase.“, meldete sich Gretchen am anderen Ende.
„Meier.“
„Mach dich auf den Weg, wir haben einen Notfall.“, sagte Gretchen, während Marc das Telefon wieder auflegte.
„Muss los.“, sagte er und lief dann bereits los.

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21.01.2010 18:12
#5 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 5

Als er in der Notaufnahme ankam gab Gretchen ihm direkt die nötigsten Informationen, so dass sie den Patienten mit Marc zusammen weiter behandelte. Als Marc zwei Stunden später wieder in sein Büro kam lag dort ein Ultraschallbild auf seinem Schreibtisch, was Marc kurz zum Lachen brachte. Er setzte sich auf die Kante seines Schreibtischs und betrachtete das Bild stumm, wobei er nicht mitbekam, dass Gretchen ebenfalls hereingekommen war. Sie sah auf Marc und erkannte schnell, was er dort in der Hand hielt.
„Darf ich mal sehen?“, fragte sie, während Marc Gretchen erschrocken ansah, dann allerdings nickte, so dass Gretchen näher kam.
„Guck mal hier ist das Köpfchen, da sind die Füße, die kleinen Händchen.“, sagte Marc, wobei er den Stolz in seiner Stimme bemerkte. Auch Gretchen war dies nicht entgangen. „Was hast du jetzt vor?“, fragte sie, während Marc sie einen Moment lang stumm ansah.
„Ich hab keine Ahnung.“, gab er zu und legte das Foto dann aus der Hand.
„Ich denke du solltest für Gabi da sein, eine Schwangerschaft ist bestimmt nicht das leichteste auf der Welt.“
„Das weiß ich, aber Gretchen ich kann das nicht. Ich liebe dich und ich wünsche mir nichts mehr als das du zu mir zurück kommst.“
„Du hast es versaut Marc, ich werde nicht zu dir zurückkommen. Du hast mich betrogen und das kann, will und werde ich dir nicht so einfach verzeihen, so leid wie es mir auch tut.“
„Das hießt also egal was passiert, zwischen uns beiden wird nie wieder etwas sein, obwohl wir uns lieben?“
„Ja, von meiner Seite heißt es genau das.“, sagte Gretchen hart.
„Gretchen!“, entfuhr es Marc schockiert, wobei sich sein Herz krampfhaft zusammenzog.
„Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du irgendwann die Richtige findest, die du lieben kannst ohne das eine andere Frau dazwischen kommt, aber ich bin nicht diejenige und du bist nicht der Mann mit dem ich mir vorstellen kann alt zu werden. Es wäre etwas was ich mir gewünscht habe, aber vorstellen kann ich es mir nicht.“, erklärte Gretchen hart.
„Tu jetzt das Richtige für das ungeborene Kind, vielleicht ist das ja etwas in deinem Leben was dir neben deinem Beruf mal gelingt. Zu wünschen wäre es dem Kind wirklich.“, fügte Gretchen noch hinzu, während Marc schockiert von Gretchens messerscharfer Ehrlichkeit in seinem Büro zurückblieb. Gretchen fragte sich bereits beim Verlassen des Büros ob sie zu hart zu Marc gewesen war, doch sie hatte all das mal loswerden müssen und sie fand es wichtig, dass Marc es auch wusste, so hart die Wahrheit auch war.
„Dr. Meier?“
„Nein jetzt nicht!“, entgegnete Marc und blickte erst dann auf, wo er Gordon vor sich stehen sah.
„Ich kann leider nichts dazu. Wir fahren heute zusammen. Hier ist Ihre Jacke.“, sagte Gordon und überreichte Marc die Notarztjacke.
„Ihr piept mich also an, wenn es einen Notfall gibt.“
„So wird’s gemacht. Der Fahrer und der Wagen stehen draußen bereit. Vielleicht haben wir ja einen eher ruhigen Dienst.“
„Ja vielleicht.“, entgegnete Marc und hing die Jacke über seinen Stuhl.
„Geht’s Ihnen gut?“, fragte Gordon nach, während Marc ihn noch einmal ansah.
„Wonach sieht’s denn aus? Wir sehen uns dann später.“, sagte Marc, während Gordon sein Büro verließ.
„Marc?“
„Was?“, fragte Marc gereizt. Wieso konnte er in seinem Büro nicht einmal alleine sein? „Sorry, ich wollte nicht stören.“, sagte Gabi, während Marc tief durchatmete.
„Nein, komm ruhig rein.“
„Okay, ich will es nicht übertreiben, aber das Baby tritt gerade sehr doll und ich dachte du willst vielleicht mal fühlen.“, sagte Gabi, während Marc sie einen Moment unsicher ansah, bevor er auf sie zuging und seine Hand auf ihren Bauch legte. Gabi nahm sie und schob sie an die richtige Stelle, wo Marc direkt die Augen weitete.
„Wow! Es hat auf jeden Fall power.“, sagte Marc und lächelte dabei etwas. Gabi betrachtete Marc, der seine Hand nach kurzer Zeit wieder von ihrem Bauch nahm und zu seinem Schreibtischstuhl herüber ging.
„Okay, ich denke es liegt an den Hormonen, die machen einen zwischendurch glaube ich nett. Was ist los mit dir Marc?“, fragte Gabi, während Marc sie nun ansah.
„Was soll los sein?“ „Du hast sie wirklich geliebt, richtig?“ Marc antwortete ihr nicht auf die Frage, sondern sah sie lediglich an.
„Wenn ich irgendwas für dich tun kann und das meine ich jetzt ernst, dann sag bitte Bescheid.“
„Gott Gabi.“
„Ich sag ja, die Hormone Marc.“ Marc zuckte regelrecht zusammen als im selben Moment sein Pieper ging.
„Warte kurz.“, sagte er an Gabi gewandt und rief dann die Nummer auf dem Piepser zurück. „52-jähriger Mann nach Sturz aus dem Fenster.“, bekam er als Information. Marc griff hinter sich und stülpte sich die Notarztjacke über.
„Erster Einsatz?“
„Leider ja.“
„Sei vorsichtig Marc, bitte.“, sagte Gabi, während Marc sich noch einmal zu ihr umdrehte. „Ich glaube die Sache mit den Hormonen tut dir gut.“, sagte er und rannte dann raus. Auf dem Flur kollidierte er fast mit Gretchen, die er allerdings nicht weiter beachtete. Gretchen sah Marc kurz hinterher. „Sei vorsichtig.“, flüsterte auch sie, zwang sich aber im selben Moment nicht mehr über ihn nachzudenken.
Als Marc im RTW zurück ins Krankenhaus kam war der Mann den sie bei sich hatten bereits verstorben. Gretchen, die vor der Tür zusammen mit dem neuen diensthabenden Oberarzt auf den RTW gewartet hatte sah Marc nur kurz an, während dieser aus dem RTW stieg. „Scheiße!“, fluchte er und ging dann rein. Genau das hatte ihm heute an diesem beschissenen Tag noch gefehlt. Gretchen zog sich ihre Handschuhe aus und ging dann zur Umkleidekabine herüber. Ihre Schicht war nun beendet, während Marc die nächsten 17 Stunden noch vor sich hatte. Marc befreite sich von seiner Notarztjacke und legte sich auf die Liege in seinem Büro, er wollte wenigstens versuchen etwas Schlaf zu bekommen. Marc lag noch nicht ganz als sein Piepser bereits wieder losschrillte. Im Großen und Ganzen kam er während der gesamten Nacht gerade mal auf eine Stunde Schlaf.
„Dr. Meier noch nicht wieder da?“, fragte Gretchen als sie am Morgen zum Dienst erschien. „Nein, er musste zu einer Schießerei.“
„Eine Schießerei?“, erklang es gleichzeitig aus Gabis und Gretchens Mund, während Sabine lediglich nickte.
„Seit wann ist er weg?“
„Seit eineinhalb Stunden.“, erklärte Sabine weiter, während Gabi sich besorgt über ihren Bauch strich.
„Und wer übernimmt dann die Schicht solange bis Dr. Meier wieder hier ist?“
„Dr. Böhmer ist noch geblieben. Der Dr. Meier hatte heute Nacht, laut Dr. Böhmer nur eine Stunde lang keinen Einsatz, sonst war er immer unterwegs.“
„Na dann wird der Dienst ja heute ein richtiger Spaß werden.“
„Marc tut was er kann.“, sagte Gabi nun verteidigend, während Gretchen sich zu ihre herumdrehte.
„Hat Sie irgendwer nach Ihrer Meinung gefragt?“
„Das ist mir egal, aber wenn ich Ihre Verachtung in der Stimme höre könnte ich kotzen.“, entgegnete Gabi, während im Schwesternzimmer der Funk anging.
„Meier für St. Elisabeth Krankenhaus.“, erklang Marcs Stimme, während Gretchen gezwungen war als einzige Ärztin im Raum den Funk zu bedienen.
„Marc wir hören dich.“
„Wir kommen mit einem schwerverletzten. Mach den OP fertig, damit wir sofort anfangen können: Schussverletzungen im Bauchraum.“, gab Marc durch, während Gretchen bestätigte und dann alles vorbereitete. Zwangsweise musste Marc nun auch selber operieren, da seine Schichten nahtlos ineinander übergingen.

....to be continued!



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22.01.2010 19:03
#6 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 6

Als Marc den OP betrat stand Gretchen bereits mit dem gesamten Team bereit. Sie sah Marc kurz an, der unglaublich dunkele Schatten unter seinen Augen hatte und wahnsinnig müde aussah.
„Skalpell. Schnell. Wir haben schon genug Zeit am Einsatzort verloren.“, sagte Marc und legte dann los, wobei Gretchen ihn kurz neidisch ansah. Auch nach so vielen Stunden auf den Beinen sah es bei Marc noch immer so aus als würde er lediglich einem Hobby nachgehen, da er mit solch einer alles umfassenden Leichtigkeit operierte. Sie brauchten fast dreieinhalb Stunden für die OP, wobei Marc auch zum Ende hin noch nicht einmal irgendetwas davon anzumerken war, was er für einen Dienst hinter sich hatte.
„Wie viele Einsätze hattest du denn?“, fragte Gretchen als sie dabei waren den Patienten zuzumachen. Marc sah sie kurz an, sie hatten noch kein einziges Wort miteinander gesprochen, seitdem er den OP betreten hatte.
„Sechs.“, erklärte Marc und vollendete dann die letzte Naht.
„Fertig! Hasenzahn, wenn du mich suchst, ich bin in meinem Büro.“
„Ich wecke dich nur i m Notfall.“
„Wecken? Ich muss die Einsatzprotokolle der letzten Nacht schreiben.“
„Kannst du das nicht noch morgen machen?“
„Lass das einfach meine Sorge sein, ja?“, sagte Marc und verließ dann den OP. Bevor er in sein Büro ging, ging Marc am Kaffeeautomaten vorbei und zog sich gleichzeitig noch einen Schokoriegel. Bis zur Mittagspause dauerte es schließlich noch einige Stunden, ganz zu schwiegen bis zum Ende seines Dienstes. Marc rief das notwendige Programm in seinem Computer auf und begann schwerfällig zu tippen. Das Operieren war ihm noch so leicht von der Hand gegangen, was man von dem Papierkram nun nicht behaupten konnte. Gretchen zögerte es heraus Marc bezüglich eines Patienten Bescheid zu geben.
„Schwester Sabine, holen Sie bitte Dr. Meier?“, fragte Gretchen, während Sabine nickte und sich auf den Weg machte.
„Dr. Meier, Sie müssen mitkommen!“, sagte Sabine während sie in Marcs Büro stürzte. Dieser hatte mit dem Kopf auf seiner Tastatur gelegen und geschlafen, wobei er nun direkt aufschreckte.
„Was?“, fragte er irritiert.
„Ein Notfall.“, wiederholte Sabine erneut. Marc nickte und stand auf, während Sabine ihn angrinste als er näher kam.
„Was?“
„Dr. Meier, Sie haben einen Abdruck der Tastatur auf der Stirn.“, sagte sie und lachte dann, was von Marc kurz nachgeäfft wurde, während er weiter ging.
„Was haben wir?“, fragte Marc, während Gretchen Marc ansah.
„Was hast du denn da am Kopf?“
„Dr. Meier hat auf seiner Tastatur geschlafen.“, erklärte Sabine nun, während Marc Gretchen ansah.
„Ich dachte wir haben einen Notfall, warum haben wir dann also noch Zeit über solche Belanglosigkeiten zu quatschen?“
„Wir haben einen Ultraschall gemacht, der Mann hat einen Milzriss.“, sagte Gretchen und deutete auf den Patienten.
„Kann ich mich davon auch selber überzeugen bevor wir hier einfach in den OP stürzen?“, fragte Marc, während Gretchen ihm genervt das Ultraschallgerät herüber reichte.
„Okay; Milzriss. Ab in den OP, sofort.“, sagte Marc und löste die Bremsen des Bettes.
„Und seit wann genau werde ich erst gerufen, wenn du schon eine Diagnose erstellt hast?“ „Ich wollte dich nicht umsonst holen.“, erklärte Gretchen während Marc nickte. Sie gingen zusammen zum OP herüber, wo der Patient vorbereitet wurde, während Gretchen und Marc sich steril wuschen. Im OP stellte Marc schnell fest, dass er ungemein Probleme hatte sich zu konzentrieren.
„Marc!“, rief Gretchen plötzlich erschrocken, während Marc bereits fluchte.
„Mehr Bauchtücher!“, rief Marc.
„Du hast seine Leber verletzt.“
„Ja danke, ich habe es mitbekommen.“, entgegnete Marc und fluchte dann noch einmal. So etwas war ihm noch niemals zuvor passiert.
„Schneller Gretchen, Bauchtücher und Sauger!“, forderte Marc und versuchte nicht zu sehr in Hektik zu verfallen.
„Kammerflimmern.“, gab Gretchen durch, während Marc den Kopf schüttelte. Das alles durfte nicht passieren.
„Marc, du musst die Blutung stillen, wir verlieren ihn.“, sagte Gretchen, während Marc weiter fieberhaft operierte.
„Blutung gestillt!“, rief er und entfernte dann die Bauchtücher, während er sich bei einem Blick auf den Monitor eigenständig davon überzeugte, dass sich alles wieder normalisierte. Schwester Yvonne wischte Marc den Schweiß von der Stirn, während Marc tief durchatmete und Gretchen anblickte, die ihn ebenfalls ansah.
„Das war ganz schön knapp.“, stellte sie fest. Marc nickte abwesend, während Gretchen ihn noch einmal ansprach.
„Wir müssen noch zumachen.“, sagte Gretchen, während Marc nun routiniert fortfuhr. Gretchen hatte noch niemals erlebt, dass Marc auch nur ein kleiner Fehler unterlaufen war, weshalb sie dieser grobe Fehler umso mehr erschrak und ihr bewusst machte, dass Marc am Ende seiner Kräfte und seiner Konzentration angekommen war.
„In drei Stunden hast du es geschafft.“, sagte Gretchen, als sie gemeinsam mit Marc den OP verließ, während Marc sich auf einen Vorsprung an der Wand setzte.
„Alles okay?“, fragte Gretchen, was Marc mit einem Kopfschütteln beantwortete.
„Ich habe die Leber punktiert Hasenzahn. Der Patient hätte draufgehen können.“, sagte Marc und befreite sich dabei von seinen Handschuhen.
„Ja, aber das ist er nicht. Du hast wunderbar reagiert.“ Marc schüttelte den Kopf und strich sich mit der Hand durchs Gesicht.
„Willst du dich nicht fertig machen? Du solltest in die Cafeteria gehen und etwas essen, falls wir gleich noch einen Einsatz bekommen.“, sagte Gretchen, während Marc den Kopf schüttelte.
„Ich bleibe noch.“, sagte er, wobei Gretchen nun den Vorraum verließ.
„Hey!“, sagte Mehdi als er Gretchen in der Cafeteria sitzen sah und ging auf sie zu.
„Hey!“, erwiderte auch Gretchen.
„Ich bin auf der Suche nach Marc und hatte gehofft, dass er vielleicht hier ist.“
„Wenn er noch nicht wieder in seinem Büro ist, dann sitzt er wahrscheinlich noch immer im Vorraum von OP 2.“, erklärte Gretchen, während Mehdi sie fragend ansah.
„Wir hatten gerade eine OP, die wirklich scheiße gelaufen ist, aber das muss unter uns bleiben. Ich habe nicht vor meinem Vater oder sonst wem davon zu erzählen.“
„Bei Meier ist eine OP schief gelaufen?“, fragte Mehdi ungläubig.
„Nein Mehdi, sie ist nicht schief gelaufen, sie ist so richtig schief gelaufen. Marc hat während der Milzop die Leber des Patienten punktiert, was zu massiven Blutungen und Kammerflimmern geführt hat.“
„Oh.“ „Wir haben ihn wieder stabilisieren und die Blutung stillen können, aber das war trotzdem eine haarscharfe Nummer.“, erklärte Gretchen, während Mehdi sich nun wieder erhob.
„Ich werde mal nachschauen gehen und ihn dann überreden wenigstens noch ein paar Minuten in die Cafeteria zu gehen.“

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25.01.2010 17:51
#7 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 7

„Na, neuen Pausenraum gefunden?“, fragte Mehdi als er Marc auf dem Vorsprung sitzen sehen sah. Er hatte noch immer seine blutverschmierte OP Kleidung an.
„Kannst du mich in Ruhe lassen?“
„Ich glaube nicht. Gretchen hat mir gerade anvertraut was passiert ist.“
„Klasse.“
„Marc, sie hat es nur mir erzählt. Du bist auch nur ein Mensch, solche Fehler können passieren.“
„Jedem anderen vielleicht, aber nicht mir. Außerdem dürfen sie nicht passieren. Mehdi, der Patient hätte es um ein Haar nicht geschafft.“
„Er hat es aber geschafft und jetzt hör auf Trübsal zu blasen. Du bist einfach müde und fertig. Komm wir gehen Pause machen! Auch du brauchst zwischendurch mal eine Stärkung.“, sagte Mehdi und klopfte Marc dabei auf die Schulter.
„Was mache ich beim nächsten Notfall? So was wie gerade darf nicht noch mal passieren.“ „Wird es auch nicht, weil wir dich bis dahin wieder einigermaßen hinkriegen. Sollte nichts Großes mehr dazwischen kommen gehst du in drei Stunden nach Hause und schläfst dich erst mal so richtig aus.“, erklärte Mehdi, während Marc leicht nickte.
„So und jetzt hoch mit dir. Es bringt dich nicht weiter wenn du nur hier rumsitzt!“
„Da könntest du Recht haben.“, entgegnete Marc und stand dann extra langsam auf, während Mehdi ihn vorsichtig am Arm fasste.
„Kreislauf?“, fragte Mehdi, was Marc durch ein kurzes Nicken beantwortete.
„Los, zieh dir die Sachen aus und dann gibt’s was Leckeres auf die Gabel. Heute stehen Spätzle und Geschnetzeltes auf dem Programm, dazu eine Cola und Schokopudding.“
„Kling gut.“
„Ich weiß.“ Mehdi wartete bis Marc soweit war und ging dann zusammen mit ihm nach oben, wo sie sich zu Gretchen an den Tisch setzen. Marc hätte alles dafür getan ihre Gegenwart zu meiden, allerdings hatte Mehdi nicht nachgedacht und sie hatten immer zusammen gesessen und gegessen.
„Guten Appetit.“, sagte Gretchen, die bereits zu Ende gegessen hatte und erhob sich, sobald Marc sich ihr gegenüber auf den Stuhl gesetzt hatte. Marc lächelte bitter und nahm seine Gabel zur Hand, während Mehdi ihn kurz prüfend ansah.
„Meier!“, erklang die Stimme von Franz hinter Marc, als er gerade die zweite Gabel in den Mund gesteckt hatte.
„Wo sind die Bilanzen die ich vor zwei Tagen angefordert habe?“, fragte Franz ernst.
„Herr Professor, ich habe seit etwas mehr als 24 Stunden Dienst, ich hatte eine wirklich schlimme Notarztschicht und eine OP jagt die Andere, ich werde mich darum kümmern und sie Ihnen dann zukommen lassen.“
„Und wann ist dann?“
„Ich werde in drei Stunden nach Hause gehen, ein paar Stunden schlafen und mich dann daran setzen.“
„Ich brauche sie bis morgen. Ist das ein Problem für Sie Meier?“
„Bis wann morgen?“
„Morgen früh. Wenn das ein Problem für Sie ist, dann kann ich auch gerne einen anderen Oberarzt damit betreuen, allerdings frage ich mich dann, wieso sie die Station leiten und….“ „Ich habe es verstanden Herr Professor. Bis morgen ist die Bilanzliste bei Ihnen.“, sagte Marc, während Franz sich umdrehte und die Cafeteria wieder verließ. Marc schmiss seine Gabel wütend auf sein Tablett und wischte sich den Mund ab.
„Was jetzt?“, fragte Mehdi irritiert.
„Jetzt setze ich mich an die Liste. Soviel dann zu in drei Stunden nach Hause.“
„Marc das ist Wahnsinn.“
„Du hast es doch gerade selber mitbekommen, oder? Scheiße ist, dass ich es ihm noch nicht einmal übel nehmen kann. Ich habe seiner einzigen Tochter das Herz gebrochen, ich glaube ich würde mich an seiner Stelle ja nicht anders verhalten.“
„Ja aber Marc, das geht über alles hinaus was du schaffen kannst.“
„Ich schaffe das schon.“
„Und wie willst du das anstellen?“ Marc zuckte die Schultern und schaufelte sich dann schnell seinen Nachtisch herein.
„Auf zu den Listen.“, sagte Marc und ging dann zurück in sein Büro, wo er sich keine einzige Sekunde konzentrieren konnte. Marc ging zum Arzneimittelschrank herüber und kramte ein Fläschchen hervor, das ihm garantiert helfen würde wieder in Schwung zu kommen. Er zog sich die Spritze auf und band seinen Arm ab. Just in dem Moment als Marc sich die Spritze initiieren wollte öffnete sich seine Tür und Gretchen kam herein, die sofort inne hielt als sie Marc erblickte.
„Was hast du vor?“, fragte Gretchen schockiert, während Marc die Spritze wieder herunternahm.
„Haben wir schon wieder einen Notfall?“, fragte Marc und übersprang Gretchens Frage galant.
„Nein, eigentlich brauche ich nur eine Unterschrift von dir.“ Marc lockerte die Binde um seinen Arm und legte sie mit der Spritze zusammen zur Seite.
„Wo und für was?“, fragte Marc.
„Behandlungsplan von Herrn Schmitz.“, erklärte Gretchen, während Marc das vorliegende Blatt kurz studierte und es dann unterschrieb.
„Marc, was hattest du vor?“, fragte Marc, während dieser Gretchen lediglich ansah.
„Du hast es doch gleich geschafft. In zwei Stunden kannst du nach Hause gehen und bis dahin hoffen wir einfach mal, dass kein Notfall mehr hereinkommt.“
„Ich kann in zwei Stunden nicht nach Hause gehen.“
„Was?“
„Ich muss noch eine Liste mit Bilanzen erstellen. Ich denke das wird mich noch ein paar Stunden kosten, dann kann ich nach Hause gehen.“
„Wie lange hast du dann frei?“
„Lange genug..“, erklärte Marc und stand dann wieder auf.
„Fertig?“
„Ich werde bestimmt nicht gehen, wenn das zur Konsequenz hat, dass du dir irgendwas in die Adern jagst.“
„Lass das mal meine Sorge sein.“
„Ich denke ich werde das meinem Vater melden müssen.“
„Herrgott Gretchen, tu einfach was du nicht lassen kannst. Melde und petze soviel wie du willst bei deinem Vater, es ist mir egal. Wenn er mich dazu kriegen will, dass ich am Boden liege, fein, das wird er mit Sicherheit irgendwann schaffen, aber erstmal kenne ich noch genug Mittel und Wege um das zu verhindern.“
„Wovon redest du da?“
„Kannst du nicht eins und eins zusammenzählen?“
„Ich weiß nicht was du meinst.“ Marc lachte auf und nickte etwas.
„Geh jetzt einfach und tu was du tun willst, aber halt mich nicht noch länger von der Arbeit ab.“ Gretchen drehte sich wütend um und verließ Marcs Büro, während dieser sich die Aufputschmittel verabreichte und sich dann nach kurzer Zeit neu gestärkt an seinen Schreibtisch setzte. Das war der Vorteil daran Arzt zu sein.
„Dr. Meier, Sie müssen noch einmal kurz mitkommen!“, sagte Schwester Sabine kurz vor Marcs eigentlichem Feierabend. Er hatte schon einiges erledigt bekommen, so dass ihn die Störung nicht zu sehr aus dem Konzept brachte. Gretchen war bei einem Patienten der zuvor durch eine Glasscheibe gestürzt war.
„Marc, ich bekomme das alleine nicht alles unter Kontrolle.“, gab Gretchen zu, während Marc sich seine Handschuhe überzog. Gretchen entging nicht wie wach und konzentriert Marc war als er begann den Patienten gemeinsam mit ihr zu versorgen.

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26.01.2010 18:01
#8 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 8

„Machst du das öfter?“, fragte Gretchen, während Marc sofort wusste worauf sie anspielte.
„Soll ich dir jetzt die Antwort geben die du hören willst?“
„Marc ich meine das ernst.“
„Auch wenn ich vor dir eigentlich keine Rechenschaft ablegen muss, nein, ich mache das nicht öfter, nur wenn es gar nicht mehr anders geht.“
„Und was war es?“
„Das wüsstest du gerne, was?“ Gretchen sah Marc vernichtend an, während dieser sie nur anlächelte. Sie versorgten den Patienten weiter zusammen bis Marc sich von seinen Handschuhen befreite. Er merkte, dass die Wirkung langsam nachließ, allerdings wollte er wenigstens noch die Liste fertig gestellt bekommen.
„Wenn noch was ist, ich bin im Büro.“
„Ich bin zuhause.“, entgegnete Gretchen und zog sich dann wütend ihre Handschuhe aus, was Marc beobachten konnte. Am liebsten hätte sie sich nun zu ihm herumgedreht und ihm eine schallende Ohrfeige verpasst. Als wenn es ihr nicht schon schwer genug fallen würde Marcs Anblick zu ertragen, so musste sie jetzt auch noch mit ansehen wie er Dummheiten baute, ohne dabei etwas unternehmen zu können. Marc war an seinen Schreibtisch zurückgekehrt und merkte, dass er langsam nicht mehr Herr seiner Gedanken war, die sich wieder nur noch um Gretchen drehten. Marc stellte mit allergrößter Mühe die letzte Liste fertig und sah dann auf als sich die Tür öffnete. Er war gerade dabei seinen PC herunter zu fahren.
„Feierabend?“, erklang die Stimme von Gabi, während Marc nickte.
„Wie viele Stunden bist du jetzt hier?“
„Etwa 30. Ich muss jetzt noch beim Professor vorbei und ihm die Listen auf den Tisch legen und dann geht’s endlich nach Hause.“
„Heftig. Wenn ich überlege wie oft ich zwischendurch schon zum Schlafen zuhause war.“, erklärte Gabi, während Marc leicht die Augen verdrehte über ihren Kommentar. Er erhob sich und wollte die Listen packen, allerdings griff er dabei ins Leere und taumelte dabei leicht zur Seite.
„Hey!“, sagte Gabi direkt erschrocken und umfasste Marc, der sich ebenfalls am Schreibtisch festhielt.
„Alles in Ordnung?“, fragte Gabi besorgt, was Marc mit einem Nicken beantwortete.
„Red mit mir!“, forderte Gabi, wobei Marc die ehrliche Panik in ihrer Stimme nicht entging. „Alles in Ordnung.“, bestätigte Marc.
„Komm, ich fahre dich nach Hause.“
„Wir müssen erst noch beim Professor vorbei und die Listen abgeben.“, sagte Marc, während Gabi di e Listen zur Hand nahm.
„Leg dich hin und bleib um Gottes Willen hier sitzen, ich bin sofort wieder zurück.“, sagte Gabi und übernahm dann die Aufgabe die Listen zum Professor hoch zu bringen, während Marc sich wieder auf seinen Schreibtischstuhl sinken ließ. Sein Kreislauf hatte sich eindeutig zu Wort gemeldet, alle Reserven seines Körpers waren nach mittlerweile 30 Stunden gänzlich erschöpft. Als Gabi wieder in Marc Büro kam war dieser bereits in seinem Bürostuhl zusammengesunken und schlief friedlich. Gabi hatte alle Mühe Marc wach zu bekommen und legte dann schlussendlich den Arm um ihn, wobei Marc vor Müdigkeit so stark schwankte als sei er sturzbetrunken, was Gabi nur mit Mühe abfangen konnte. Gretchen, die noch bei einem Patienten gewesen war, drehte direkt auf der Ferse um als sie Gabi und Marc Arm in Arm auf sich zukommen sah. Das alles war zuviel für sie, den Anblick konnte und wollte sie nun wirklich nicht ertragen.
„Helfen Sie mir lieber statt sich herumzudrehen!“, presste Gabi hervor, während Gretchen sich nun doch noch einmal umdrehte und feststellen musste, dass Gabi und Marc gar nicht Arm in Arm gingen.
„Was ist los?“, fragte Gretchen sofort.
„30 Stunden ohne Schlaf sind dann wohl doch zuviel. Marc ist im Büro eingeschlafen und ich glaube sein Körper kann und wird es nicht zulassen schon wieder geweckt zu werden.“, erklärte Gabi, während Gretchen auf die beiden zuging und Marc nun ebenfalls unterhakte. Am Auto angekommen kramte Gabi in Marcs Jackentasche nach dem Autoschlüssel und setzte ihn dann gemeinsam mit Gretchen ins Auto herein.
„Ist das normal?“, fragte Gabi und sah Marc dabei besorgt an.
„Ja bei Marc ist das ab einem gewissen Punkt wirklich normal.“, erklärte Gretchen und schloss dann schweren Herzens die Autotür hinter Marc, während Gabi nun die Aufgabe übernahm ihn gut und sicher nach Hause zu bringen.
Als Marc am nächsten Tag seine Augen öffnete sah er sich verwirrt in seinem Zimmer um. Er konnte sich nur noch schemenhaft darin erinnern, dass Gabi und Gretchen mit ihm zum Auto gegangen waren, während sein Körper nur noch auf Sparflamme gearbeitet hatte. Marc sah auf die Uhr, er hatte neun Sunden lang tief und fest geschlafen und fühlte sich dabei als sei er gerade erst ins Bett gegangen. Marc musste kurz überlegen, bevor ihm einfiel, dass er bereits in zwei Stunden wieder zum Dienst musste.
„Hallo guten Morgen!“, sagte Gabi, während Marc erschrocken in seinem Bett hoch schreckte. Gabi stand im Türrahmen und lächelte Marc dabei an.
„Was machst du denn hier?“
„Ich habe dich nach Hause gebracht und bin hier geblieben.“
„Okay.“
„Frühstück ist fertig. Ich hoffe du hast nichts dagegen, dass ich schon zweimal gefrühstückt habe.“
„Was sollte ich dagegen haben?“
„Na ja, ich habe zumindest erwartet, dass du was dagegen hast, dass ich hier bin, aber Junior hat gestern Abend noch eine Kickboxstunde durchgezogen, weshalb ich wirklich nicht mit dem Bus zurück zum Schwesternwohnheim fahren wollte.“
„Schon okay, kein Problem.“
„Gut. Dann können wir ja vielleicht auch darüber sprechen wie es in Zukunft weitergehen soll.“
„Das können wir, wenn du mir genug Zeit gibst eine ausgiebige Dusche zu nehmen.“
„Klar.“ Marc schlug die Decke zurück und machte sich auf den Weg ins Badezimmer, während Gabi ihm Kaffee aufschüttete. Marc setzte sich an den gedeckten Frühstückstisch und lächelte Gabi dabei kurz an.
„Ja dann danke.“, sagte er und begann zu frühstücken, was Gabi ihm gleichtat.
„Frühstück Nummer drei mh?“
„Witzig.“
„Okay, um eines mal von Anfang an klar zu stellen, wir bekommen zwar ein Baby zusammen, aber ich werde nichts mit dir anfangen, werde dich nicht heiraten oder irgendetwas in der Art.“
„Ich kann im Schwesternwohnheim nicht bleiben. Sobald ich in Mutterschutz gehe fliege ich raus und Kinder sind schon mal gar nicht erlaubt.“
„Hast du eine neue Wohnung?“
„Wovon denn Marc? Weißt du wie viel ich im Monat verdiene? Ich kann mir das einfach nicht leisten.“
„Dann fang an zu suchen und ich tue dir den Rest dabei, was nicht heißen soll, dass du zukünftig in einem 200 qm2 Loft wohnen wirst...“
„Das ist mir schon klar Marc, so was erwarte ich auch gar nicht.“
„Fakt ist du brauchst ein Wohnung, also such dir eine.“
„Wir brauchen Babymöbel und Kleidung.“
„Auch klar.“
„Gut. Und wie soll es dann in Zukunft werden?“
„Keine Ahnung Gabi. Ich wollte kein Baby und ich bin auch nicht bereit dazu.“
„Ja, aber jetzt ist es auf dem Weg.“
„Du kannst dir über eins im Klaren sein, ich werde mich immer um dieses Kind kümmern und dafür sorgen, dass es auch in 50 Jahren noch gerne und lachend an seine Kindheit zurückdenkt, das ist das einzige was ich dir absolut fest versprechen kann.“
„Gut.“
„Gut.“
„Wann musst du zum Dienst?“
„Ich muss gleich losfahren.“
„Das muss ich auch. Nimmst du mich mit?“ Marc nickte und frühstückte in Ruhe zu Ende bevor er gemeinsam mit Gabi zum Krankenhaus fuhr.

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27.01.2010 18:50
#9 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 9

„Morgen.“, sagte Gretchen knapp als sie an Marc vorbeiging, was von Marc erwidert wurde. Es tat ihm so weh wie kalt Gretchen zu ihm war und er war froh, dass sie nicht mitbekommen hatte, das er am heutigen Morgen mit Gabi im Krankenhaus erschienen war.
Auch am heutigen Tag verbrachten sie den Dienst eher nebeneinander her und vermieden es beide so gut wie eben gerade möglich Kontakt zueinander zu haben. Marc fuhr nach dem Dienst sofort nach Hause, er hatte eindeutig noch viel Schlaf nachzuholen. Als er am nächsten Morgen zum Dienst erschien ging er wie immer zum Schwesternzimmer herüber um sich seinen Kaffee zu besorgen, während Schwester Susanne gerade dabei war sich fürchterlich über etwas aufzuregen.
„Und jetzt schlafen wir da bei drei Grad in der Kälte.“, erklärte sie Schwester Sabine, während diese Marc den Kaffee eingoss.
„Was ist denn los?“, fragte Marc genervt über den Stress am frühen Morgen.
„Als wenn Sie das interessieren würde.“, entgegnete Susanne.
„Ja, da haben Sie mit Sicherheit Recht.“
„Aber eigentlich müsste es sie ja interessieren wegen der Schwester Gabi.“, sagte Sabine nun. „Was denn Herrgott noch mal?“
„Im Schwesterwohnheim ist die Heizung ausgefallen und sie muss durch eine neue Heizungsanlage ersetzt werden. Die Schwestern müssen dort bei kalten Temperaturen schlafen.“
„Ja und, was kann ich dazu?“
„Nicht das dem Baby Meier noch etwas passiert, weil es dort so kalt ist.“ Marc schüttelte genervt den Kopf, musste aber im selben Moment feststellen, dass er sich wirklich Sorgen machte. Sorgen um sein ungeborenes Baby.
„Mist!“, fluchte er und machte auf dem Absatz kehrt um zu Mehdi hoch zu fahren.
„So früh schon bereit für ein Pläuschchen?“, fragte Mehdi, während Marc die Augen verdrehte.
„Du bist definitiv zu viel mit Frauen zusammen.“
„Berufsrisiko. Was kann ich denn für dich tun?“
„Ist es schlimm wenn Gabi in ihrem Zustand ohne Heizung schlafen muss?“
„Es ist nicht unbedingt schlimm, aber es kann schlimm werden, wieso?“
„Kann dem Baby was passieren?“
„Eigentlich nicht.“
„Eigentlich nicht oder mit Sicherheit nicht?“
„Gabi könnte sich eine Erkältung einfangen oder eine Blasenentzündung. Letzteres wäre schlimm ja.“ Marc atmete tief durch. Das hatte ihm jetzt gerade noch gefehlt. Die Tür öffnete sich hinter beiden und Gabi betrat den Raum, dick eingemummelt, wobei ihre Zähne allerdings trotzdem klapperten.
„Ich glaube ich erfriere. Irgendwelche Tipps wie ich wieder warm werde?“, fragte Gabi, während Mehdi nickte.
„Ich schütte Ihnen einen heißen Tee auf und drehe die Heizung höher.“, erklärte er, während Marc noch immer mit sich kämpfte.
„Du solltest bei mir übernachten, solange die Heizung im Wohnheim nicht funktioniert.“, sagte Marc, während ihn Gabi überrascht ansah und auch Mehdi drehte sich herum und sah Marc mit großen Augen an. So kannte er seinen Freund beim besten Willen nicht. Dieses Kind schien ihm wirklich viel zu bedeuten.
„Gute Idee, sonst hätte ich es Ihnen angeboten. Wir wollen ja nicht, dass dem kleinen Meier noch was passiert.“, sagte Mehdi während Marc nickte.
„Ich hole dich nach Feierabend ab, aber Gabi nur solange bis die Heizung wieder funktioniert und nur des Babys wegen.“
„Ja Marc, ich habe es verstanden, okay?“
„Gut.“
Marc half Gabi am Nachmittag mit ihrer Tasche und fuhr dann gemeinsam mit ihr zu seiner Wohnung herüber.
„Du kannst das Bett haben, ich werde auf der Couch schlafen.“, erklärte Marc, während Gabi ihn kurz am Arm festhielt.
„Danke Marc.“, sagte sie, was Marc mit einem Nicken beantwortete. Was blieb ihm anderes übrig?
„Na Gabi jetzt bei dir eingezogen?“, fragte Gretchen am nächsten Morgen direkt. Sie hatte am gestrigen Tag beobachtet wie Marc Gabis Tasche ins Auto gepackt hatte.
„Ich weiß zwar nicht was genau dich das angehen sollte, aber um die Gerüchteküche mal direkt zu unterbinden, die Heizung im Schwesternwohnheim ist kaputt. Draußen ist Winter und das Risiko das für das Baby besteht will ich nicht zu verantworten haben.“, erklärte Marc und ging dann an Gretchen vorbei.
„Ich bin noch immer erstaunt darüber wie viel Verantwortung du plötzlich übernehmen kannst.“
„Ich dachte du kennst mich gut genug um zu wissen, dass ich nicht anders handeln kann, weil ich meinem Kind nicht so eine miserable Kindheit geben werde, wie sie mir gegeben wurde.“, sagte Marc gereizt und verließ dann das Schwesternzimmer. Gerade Gretchen musste ihn doch verstehen. Als Marc am Abend nach Hause kam weitete er direkt die Augen.
„Hast du gekocht?“, fragte Marc irritiert über die Teller die auf dem Tisch standen.
„Ja, auch wenn du mir so was ja nicht zutraust, aber ich kann kochen. Zumindest Grundrezepte.“ Marc lachte etwas und setzte sich dann an den Tisch. Er hatte einen wahnsinnigen Scheißtag gehabt. Nach etwa einer Woche war auch die Heizung im Wohnheim endlich wieder repariert, so dass Marc sein Reich bald wieder für sich hatte.

Mit jedem Tag der verging musste Marc mehr und mehr feststellen, dass Gretchen ihm niemals vergeben würde. Ihre Beziehung bestand lediglich noch im arbeiten, während Marc sich so sehr nach Gretchen sehnte. Mit jedem weiteren Tag freundete sich Marc allerdings mit dem Gedanken an Vater zu werden, was plötzlich nicht mehr das Schlimmste war, was er sich vorstellen konnte. Gabi war mittlerweile schon im siebten Monat und die Babykugel war nicht mehr zu übersehen.
„Der RTW bringt einen Patienten.“, erklärte Gretchen an Marc gewandt, der kurz von seinem Schreibtisch einen Blick aus dem Fenster warf.
„Wir müssen in die Kälte?“, fragte er, während Gretchen die Augen verdrehte.
„Ich kann Gordon ja auch anfunken und fragen ob sie ihn direkt in dein Büro fahren.“ Marc nickte und nahm sich seine Jacke vom Garderobenhacken, die er draußen angekommen dann allerdings Gretchen hinhielt, da sie selbst keine Jacke so schnell griffbereit hatte. Gretchen zögerte nicht lange und streifte sich die Jacke über, während sie mit Marc zum RTW herüberlief. Gretchen war so sehr damit beschäftigt gewesen sich ihre Jacke anzuziehen, dass sie unter dem ganzen Schnee nicht die kleine Bordsteinerhebung bedacht hatte, die sie nun mit voller Wucht ins Straucheln brachte. Marc hatte Gretchen geistesgegenwärtig ergriffen und fing sie so gut es ging auf, wobei er nun unwillkürlich mit Gretchen zu Boden ging.
„Oh Gott, sorry,“ sagte Gretchen sofort, die auch noch auf Marc gelandet war und sah sich nach diesem um, wobei Marc sich langsam aufsetzte und dabei seine rechte Hand umklammerte.
„Scheiße!“, fluchte er laut, während Gretchen ihn schockiert ansah.
„Bist du okay?“, fragte sie, wobei sie nun schon erkennen konnte, dass Marcs Hand zumindest blutete.
„Verdammt, es gibt nur eine Sache an meinem Körper die mir wirklich wichtig ist und das sind nun mal meine Hände!“, fluchte Marc, während mittlerweile auch der RTW angekommen war.
„Meinst du es geht? Der RTW ist da.“, sagte Gretchen und half Marc dann beim aufstehen, während sie zusammen zum RTW herüber liefen, wobei Marc seine Hand noch immer umklammert ließ. Er wusste, dass es mindestens acht Wochen operationsfrei bedeuten würde, sollte er sich seine Hand wirklich gebrochen haben. Gordon schilderte kurz den Sachverhalt, während Marc aufatmete. Kein allzu schlimmer Fall und nichts was zwangsläufig eine Operation mit sich bringen würde.

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Kapitel 10


„Hasenzahn, du musst jetzt ausnahmsweise mal alles selber machen.“, erklärte Marc und sah Gretchen an, die nickte.
„Sollen wir uns erst deine Hand angucken?“
„Nein, erst der Patient.“, erklärte Marc und führte Gretchen dann behutsam durch die einzelnen Schritte.
„Gott sei dank keine OP.“, stellte Marc erleichtert fest bei einem Blick auf den Ultraschall und gab Gretchen dann weitere Instruktionen.
„Schwester Sabine, gehen Sie bitte zum Professor und melden, dass aktuell kein leitender Oberarzt im Dienst ist.“, sagte Marc und verließ dann den Behandlungsraum, dicht gefolgt von Gretchen.
„Kann ich mitkommen?“, fragte sie und sah Marc dabei besorgt an.
„Wieso willst du mitkommen?“
„Ich bin schließlich schuld, wäre ich nicht so ungeschickt gewesen und gestolpert, dann wäre das alles nicht passiert.“, erklärte sie, während Marc sie nun anlächelte.
„Wenn das zur Folge hat, dass du danach immer soviel mit mir redest, dann kannst du das meinetwegen jeden Tag machen.“, erklärte Marc.
„Was?“
„Wir haben seit zwei Monten glaube ich nicht soviel geredet wie jetzt gerade und das ging nicht von mir aus.“
„Wir haben wohl miteinander geredet.“
„Ja über Patienten, aber sonst nicht.“
„Und jetzt?“
„Jetzt genieße ich das weiterhin.“
„Nein Marc, was jetzt mit deiner Hand?“
„Ach so, gut, erst einmal röntgen und dann nachschauen ob es genährt werden muss.“
„Oh Gott das tut mir so leid.“
„Leid tun kann es dir wenn die Hand gebrochen ist, dann wird meine Laune in den nächsten Wochen dementsprechend sein.“, erklärte Marc und ging dann zum Röntgen herüber.
Marc nahm mit Gretchen zusammen im Wartezimmer Platz, da noch zwei Notfälle vor ihnen waren.
„Und, wie geht es deinem Baby?“, fragte Gretchen und sah Marc dabei an.
„Sehr sehr gut, er entwickelt sich prächtig.“
„Er?“
„Ja, der kleine Meier ist dann wirklich ein kleiner Meier.“, sagte Marc und sprühte dabei vor stolz.
„Wie arrangierst du dich denn jetzt mit Gabi?“
„Eigentlich erstaunlich gut. Sie hat endlich begriffen, dass es bei allem nur um das Kind geht und nicht um sie oder um ein uns und seitdem funktioniert es wirklich gut.“
„Also keine Pläne zusammen zu ziehen oder ähnliches?“
„Gott nein. Gretchen, diese Pläne hatte ich nur mit dir und mit niemand anderem sonst.“, erklärte Marc, wobei er Gretchen tief in die Augen sah.
„Meier!“, erklang im selben Moment die Stimme des Professors, was Gretchen dazu veranlasste ihren Blick schnell von Marc abzuwenden.
„Herr Professor.“
„Wieso habe ich keinen leitenden Oberarzt mehr?“, fraget Franz, während Marc ihm nun seine provisorisch verbundene Hand entgegen hielt.
„Oh nein, Meier! Wie konnte das passieren?“
„Ich bin schuld.“, sagte Gretchen nun, während Franz seine Tochter ansah.
„Was?“
„Ich bin gestolpert, Marc hat mich nur aufgefangen.“
„Kälbchen, weißt du wie viel diese Hände wert sind?“
„Ja, das weiß ich Papa, aber jetzt ist es halt passiert.“
„So, erstmal ist hier noch gar nichts passiert. Ohne Röntgenbilder können wir noch gar nichts dazu sagen.“, erklärte Marc und sah seinen Chef und ehemaligen Schwiegervater dann an. „Wenn Sie vielleicht ebenfalls draufgucken würden Herr Professor.“
„Worauf Sie sich verlassen können Meier!“ Marc nickte etwas und wurde dann aufgerufen, wobei Gretchen und Franz warteten.
„Was läuft denn da wieder mit dem Meier Kälbchen?“
„Was?“, fragte Gretchen und sah ihren Vater an.
„Na ihr hättet euch doch geküsst wäre ich nicht dazwischen gekommen.“
„Was…also nein…also wirklich….Papa.“, stammelte Gretchen.
„Hat er dir nicht genug angetan?“, fragte Franz, dem es noch immer unheimlich leid tat seine Tochter leiden zu sehen. Es war definitiv Zeit dafür, dass Dr. Meier wieder ein paar extra Schichten schob, so wie er dies in den letzten Wochen bereits drei Mal getan hatte. Notarztschichten waren schon etwas herrliches um seine Ärzte zu quälen.
„So wir gehen uns die Hand mal ansehen, Kälbchen du wartest hier auf die Röntgenbilder.“, erklärte Franz nachdem Marc vom Röntgen zurück war und ging mit ihm in ein Behandlungszimmer herüber.. Er legte Marcs Hand auf einen kleinen Tisch und befreite sie dann von dem Verband.
„Bevor wir hier weitermachen, ich will, dass sie die Hände von meiner Tochter lassen, haben Sie mich verstanden?“, sagte Franz streng, während Marc ihn überfordert ansah.
„Bitte?“
„Sie wissen genau was ich meine Meier. So sehr ich Sie auch als einen meiner besten und talentiertesten Oberärzte schätze, im privaten Bereich sind sie weniger talentiert und ich habe meine Tochter jetzt genug leiden sehen! Was sie ihr angetan haben ist mit nichts auf der Welt wieder gut zu machen, also lassen Sie sie jetzt einfach in Ruhe!“
„Mit Verlaub Herr Professor, aber ich denke, dass kann Ihre Tochter immer noch am besten selber entscheiden.“
„Nein, das denke ich nicht, weil sie blind ist im Bezug auf Sie. Außerdem werden Sie Vater Meier. Kümmern Sie sich besser um dieses Kind und um Schwester Gabi, denn beide können nichts für ihr unvernünftiges und unreifes Verhalten, genauso wenig wie meine Tochter, die es von allen allerdings am meisten spüren musste.“
„Ich kann Ihnen das nicht versprechen Herr Professor, denn ich liebe Gretchen wirklich.“ „Lieben, ach Meier, hören Sie doch auf. Sie haben doch überhaupt keine Ahnung was Liebe wirklich bedeutet.“, sagte Franz, während Gretchen im selben Moment mit den Bildern hereinkam. Sie bekam den eisigen Blick mit, den ihr Vater Marc zuwarf, bevor er die Röntgenaufnahmen an sich nahm.
„Okay, es ist nichts gebrochen, aber eine ziemlich schlimme Verstauchung.“
„Also drei Wochen ohne Operationen?“, fragte Marc, während Franz sich nun auf den Hocker vor den Tisch setzte und Marcs Hand leicht bewegte, was Marc zusammenzucken ließ.
„Wir werden mit zwei Stichen nähen. Das werden drei Wochen werden Meier.“
„Scheiße!“, fluchte Marc nun und hätte am liebsten mit voller Wucht gegen den Tisch getreten.
„Ich schreibe Sie die nächste Woche krank, damit ihre Hand sich etwas erholen kann und danach gibt es dann zwei Wochen Notartdienst.“
„Zwei Wochen Notarztdienst?“, fragten Gretchen und Marc gleichzeitig.
„Zusätzlich zu den normalen Schichten?“, fragte Marc, während Franz ihn nun ansah.
„Sie können jawohl kaum normale Schichten absolvieren wenn Sie nicht operieren können. Sie werden zur Visite hier sein und zusehen, dass der Bürokram erledigt wird und den Rest der Zeit übernehmen Sie den Notarztdienst.“, sagte Franz nun bestimmend, während Gretchen ihren Vater ansah.
„Papa, ich finde das ziemlich hart und unfair.“, ergriff Gretchen nun Partei, da sie wusste, dass Marc sich nie gegen etwas wehren würde was er Professor so bestimmt hatte.
„Dann ist ja gut, dass du das nicht zu bestimmen hast So, dann Meier flicken wir mal ihre Hand wieder zusammen, Sie haben jetzt genug geblutet. Gretchen die Betäubungsspritze bitte.“, erklärte Franz und begann dann die Wunde an Marcs Hand zu nähen, wobei Gretchen instinktiv Marcs andere Hand nahm als Franz die Betäubungsspritze verabreichte. Marc lächelte Gretchen kurz an, während diese ihm seine Haare aus der Stirn strich und ihn ebenfalls anlächelte, ganz zum missfallen von Franz, der sich allerdings nichts anmerken ließ. Marc war froh als der Professor seine Hand schlussendlich verbunden hatte und sie in der Schlinge um seinen Hals ruhte.

....to be continued!



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30.01.2010 14:44
#11 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 11

„Über alles weiter brauche ich Ihnen ja nichts zu erklären. Wir sehen uns zum Fäden ziehen.“, sagte Franz und stand dann auf.
„Kälbchen kommst du?“
„Ich bleibe noch ein wenig.“, sagte Gretchen, wobei Franz die Tür einen deut zu laut hinter sich schloss.
„Wie kommst du jetzt nach Hause?“, fragte Gretchen, während Marc die Schultern zuckte. „Ich werde jetzt noch ein wenig Bürokram erledigen und dann mal sehen. Vielleicht fährt mich Gabi oder Mehdi.“ Gretchen nickte etwas. Sie hatte so sehr gehofft, dass sie ihn nach Hause fahren konnte.
„Aber vorher werde ich mir erst noch etwas gegen die Schmerzen besorgen. Ich habe gar keine Lust zu wissen wie es später schmerzen wird, sobald die Betäubungsspritze abklingt.“ „Ich hole dir was. Leg dich doch einfach noch ein paar Minuten hier her. Du bist so oder so ganz bleich.“
„Vielleicht hast du Recht.“, gab Marc zu und legte sich nach hinten auf die Liege über um sich noch etwas auszuruhen, während Gretchen ihm etwas gegen die Schmerzen besorgte. „Hast du zuhause genug?“
„Ich werde gleich noch bei der Hausapotheke vorbeischauen und mich mit genügend Schmerzmitteln eindecken. Ich freu mich schon darauf, wenn ich wieder hier bin und meinen tollen Notarztdienst antreten darf.“
„Das glaube ich dir.“, sagte Gretchen, während Marc sich nun aufsetzte.
„Aber erstmal ist es noch ein weiter Weg durch den Bürokram bevor ich überhaupt eine Woche zuhause bleiben kann.“, sagte Marc und stand dann auf.
„Marc!“, rief Gabi direkt als sie Marc erblickte. Er trug seinen Arztkittel über seinem gesunden Arm und sah Gabi direkt an.
„Gabi, nicht schon wieder in Panik verfallen, es ist nur eine verstauchte Hand.“, sagte Marc, wobei auch Gretchen die Panik in Gabis Stimme direkt aufgefallen war.
„Oh Gott. Ich werde immer sofort panisch was dich angeht seitdem ich schwanger bin, ich weiß, aber ich hab solche Angst davor, dass ich alleine mit dem Baby dastehe.“, redete Gabi los, während Gretchen leicht nickte, da sie sie sogar verstehen konnte.
„Das wirst du nicht.“, bekräftigte Marc nun.
„Und was ist mit dir?“
„Ich habe Retter gespielt und bin ausgerutscht. Nun ja, leider bin ich mit der Hand als erstes aufgekommen. Die Wunde ist genäht, die Hand nur geprellt.“, erklärte Marc, während Gabi nickte.
„Komm, ich fahre dich nach Hause.“, bot sie an, doch Marc schüttelte den Kopf
„In vier bis fünf Stunden können wir da vielleicht noch mal drüber reden.“
„Marc, du bist krank geschrieben, geh nach Hause.“, sagte Gretchen nun.
„Oh ja, gute Idee. Dann sag mir mal wann du nächste Woche arbeitest. Ach ja, stimmt ja, den Dienstplan hat ja noch gar keiner geschrieben.“
„Okay, du hast Recht.“, gab Gretchen nun zu, während Marc nickte und sich dann umdrehte. „Ruf mich an, wenn du nach Hause willst. Ich gehe jetzt rüber ins Wohnheim, hab Feierabend.“, erklärte Gabi, während Marc weiterging und Gretchen ebenfalls weitergehen wollte, aber von Gabi aufgehalten wurde.
„Aber sonst ist alles okay mit ihm, oder? Gibt es etwas worauf ich in der nächsten Woche achten sollte?“, fragte Gabi, während Gretchen sie kurz ansah.
„Marc weiß selber worauf er achten soll.“, sagte Gretchen kühl und ging dann weiter. Es schmerzte sie noch immer, obwohl sie sich mittlerweile sicher war, dass Marc absolut nichts mehr für Gabi empfand und das alles wirklich ausschließlich für das gemeinsame Kind tat, was nun mal auf dem Weg war.
„Hey Meier, wann hast du frei? Gehen wir einen trinken?“, fragte Mehdi beim Hereinkommen in Marc Büro und sah dann auf Marcs Hand.
„Scheiße, was ist dir denn passiert?“
„Gretchen….“, erklärte Marc und wollte eigentlich fortfahren, doch Mehdi weitete direkt die Augen.
„Gretchen hat dir die Hand gebrochen?“, fragte Mehdi.
„Och Mehdi bitte, erst einmal ist die Hand nicht gebrochen sondern nur verstaucht und zweitens habe ich Gretchen nur davor bewahrt zu stürzen. Du hättest Gretchen doch nicht wirklich zugetraut, dass sie mir die Hand bricht, oder?“
„Nein natürlich nicht, aber ich hätte ihr auch nicht zugetraut das sie so hart und kalt zu dir ist und das zieht sie auch auf eine mir unbegreifliche, fast unheimliche Art und Weise durch.“, erklärte Mehdi, während er sich auf den Stuhl vor Marcs Schreibtisch sinken ließ.
„Sie hat es durchgezogen, wie auch immer, denn das hatte ich Hasenzahn auch beim besten Willen nicht zugetraut, aber ich glaube da ist seit heute endlich Schluss mit.“
„Ach wirklich? Jetzt wird’s interessant.“, sagte Mehdi und lehnte sich dabei im Stuhl zurück, wobei er die Arme hinter seinem Kopf verschränkte.
„Nun ja, ich bin schließlich nur wegen ihr schwer verletzt.“
„Ja sehr schwer, eine Prellung. Uh….“
„Eine Prellung UND ich bin mit zwei Stichen genäht worden. Wenn ich dich an meinen Beruf erinnern darf, dann bin ich wirklich schwer verletzt.“
„Genäht auch noch? Gut, in dem Punkt gebe ich dir Recht. Da wird der Professor ja toben vor Freude. Wie lange fällst du denn aus?“
„Drei Wochen keine Operationen. Die komplette nächste Woche bin ich krank geschrieben, in sechs Tagen werden mir die Fäden gezogen und dann kann ich zwei Wochen Notarztdienst machen.“
„Der Professor hasst dich wirklich.“
„Das tut er auch, was er heute noch mal deutlich gemacht hat. Er hat ziemlich direkt festgestellt, dass ich ein wahnsinniges Arschloch bin, dass seiner Tochter weh getan hat und das ich im privaten Bereich nichts von dem Talent abbekommen habe, was mich im Beruf auszeichnet.“
„Ja, da muss ich ihm ausnahmsweise mal Recht geben.“
„Ey, ey ey, ja?“
„Na was denn? Willst du das etwas abstreiten? Du hast es im privaten Bereich bis jetzt immer ziemlich ordentlich versemmelt und….“
„Ja danke Mehdi es ist angekommen, aber ich habe selber einen ganz guten Überblick wie mein Privatleben aussieht, da brauche ich jetzt wirklich nicht noch eine Belehrung von dir, ich kenne all die Katastrophen gut genug.“
„Okay.“
„Na ja, auf jeden Fall hat sie meine Hand gehalten und mehr als drei Worte mit mir geredet, was ich jetzt einfach schon mal als ein sehr gutes und positives Zeichen werte.“
„Ja, das würde ich auch tun.“
„Na siehst du und wenn mir ein Frauenarzt dem Frauen vertrauen da schon Recht gibt. Apropos Frauenarzt, kann man was dagegen tun, dass Gabi immer sofort in Panik gerät wenn sie mich mal nicht sofort erreichen kann? Du hättest die Panik hören müssen als sie heute den Verband gesehen hat.“
„Ich muss dich enttäuschen, da kann man nichts gegen machen. Gabi hat eine wahnsinnige Angst davor mit dem Baby alleine da zu stehen und diese Angst kann man ihr auch nicht nehmen. Versuch einfach dir nicht weh zu tun und erreichbar zu sein.“
„Ja, super Idee, danke.“
„Tja, dann kommst du wohl nicht mit noch einen trinken gehen, was?“
„Ich würde ja liebend gerne, wirklich, aber ich bin vollgepumpt mit Scherztabletten, damit ich wenigstens meinen Bürokram noch erledigt kriege. Ich denke ich würde nach dem ersten Bier umfallen und außerdem werde ich bestimmt Irre wenn die Schmerzen erst mal zurückkommen. Ganz zu schweigen davon, das mir wirklich nicht zum feiern zumute ist, denn das alles ist eine einzige Katastrophe!“ Mehdi nickte und erhob sich dann.
„Toll, wenn du Notarztdienst hast gehst du auch keinen mit mir trinken, weil du dann grundsätzlich komplett fertig bis und schlechte Laune hast und danach dauert es nur noch zwei Monate und du wirst Vater, das ist wirklich Mist, ich glaube ich muss mir einen neuen besten Freund suchen.“, sagte Mehdi lächelnd, während er Marcs Stuhl wieder richtig hinstellte.
„Ich kann dir die Nummer von einem guten Escortservice geben.“
„Arschloch.“, entgegnete Mehdi und verließ dann Marcs Büro, während dieser seine Akte zuschlug.

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01.02.2010 18:38
#12 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 12

Er hatte alles erledigt, der Rest konnte zwar eigentlich auch keine Woche warten, aber daran konnte er jetzt nun mal nichts ändern. Marc nahm sein Telefon zur Hand und klemmte es sich zwischen Schulter und Ohr, während er Gabis Nummer wählte. Es würde keine einfache Aufgabe werden alles nur mit der linken Hand zu bewerkstelligen, zumal er es gewohnt war seine Hände zu gebrauchen.
„Kragenow.“
„Steht dein Angebot noch? Ich wäre dann jetzt soweit fertig.“
„Klar. Kommst du raus?“
„Klar.“ Marc erhob sich und zog sich dann seine Jacke über seinen linken Arm. Frieren musste er also auch noch.
„Geht’s nach Hause?“, fragte Gretchen als sie Marc am Schwesternzimmer vorbeigehen sah. „Ja, zwangsweise.“, sagte er, während Gretchen von ihrem Schreibtischstuhl aufstand und auf Marc zuging.
„Nicht das du dich noch erkältest.“, sagte sie und zog dann Marcs Reißverschluss zu. „Danke.“
„Wenn ich irgendwas tun kann um meine Tollpatschigkeit wieder gut zu machen, dann ruf mich an, ja?“ Marc nickte und hatte insgeheim direkt einen Plan gefasst.
Gabi fuhr Marc wie verabredet nach Hause, wobei Marc ihr das Auto direkt mitgab, da er in den nächsten Tagen so oder so nicht in der Lage war Schaltwagen zu fahren. So blieb ihm zumindest genug Zeit eine Reihe Fachbücher zu lesen, die sich zuhause mangels Zeit aufgetürmt hatten. Marc fluchte bereits bei der Tatsache, dass er seinen Knoten nicht aus den Schuhen bekam und kämpfte sich dann so heraus, wobei er sich seinen Fuß am Tisch anstieß und erneut fluchte. Die Zeit konnte ja heiter werden.
Marc schreckte auf als mitten in der Nacht das Telefon auf seinem Nachttisch zu schellen begann. Er hatte noch nicht wirklich geschlafen, da das Pochen in seiner Hand dies nicht zuließ.
„Meier.“, meldete er sich, wobei er Gabis Stimme am anderen Ende direkt erkannte.
„Oh Gott sei dank, geht’s dir gut?“, fragte Gabi sofort, während Marc sich in seine Kissen zurücksinken ließ.
„Was ist denn los?“
„Ich hatte einen der schrecklichsten Alpträume, die ich jemals hatte und musste mich einfach davon überzeugen, dass es dir gut geht.“
„Mir geht’s gut Gabi.“, versicherte Marc. Schwangere Frauen wurden für ihn dank Gabi wirklich zu einem Rätsel, obwohl auch er ihre Sorgen nachvollziehen konnte, da sie definitiv nicht in der Lage war ein Baby alleine aufzuziehen.
„Was hast du denn geträumt?“, fragte Marc nun, während Gabis Atem am anderen Ende sich langsam normalisierte.
„Das will ich dir nicht erzählen. Glaub mir es war so real, ich hatte wirklich Angst das dir was passiert ist.“
„Gabi hör auf dir diese Angst immer einzureden, es wird schon nichts passieren.“
„Okay.“
„Dann schlaf jetzt weiter, es ist bestimmt nicht gut für den Kleinen, wenn du dich immer so aufregst.“
„Du hast Recht.“
„Wenn noch was ist, dann ruf mich an ja?“
„Ja.“
„Nacht Gabi.“
„Gute Nacht Marc.“ Gabi atmete tief durch als sie das Handy wieder neben ihr Bett legte. Irgendetwas würde passieren, das spürte sie ganz deutlich und es machte ihr schon jetzt Angst. Marc legte das Telefon zur Seite und schüttelte leicht den Kopf. Gabi tat ihm schon fast leid, da sie momentan überhaupt nicht in der Lage war ihre Gefühle und Emotionen zu steuern und zu kontrollieren, etwas, was Marc sich in einer Millionen Jahren nicht vorstellen konnte. Nach drei Tagen zuhause war Marc sich sicher, dass die Decke kurz davor war über ihm einzustürzen. Er versuchte sich daran zu erinnern, wann er zum letzten Mal drei Tage am Stück zuhause gesessen und einfach nichts gemacht hatte, doch es wollte ihm kein einziges Mal einfallen. Am Abend nahm Marc sein Handy zur Hand und atmete tief durch, bevor er Gretchens Nummer wählte.
„Marc, hey!“, meldete sich Gretchen am anderen Ende.
„Hey!“
„Wie geht’s dir und deiner Hand?“
„Es geht so, uns ist brutal langweilig.“, erklärte Marc.
„Oh, was kann man wohl daran ändern?“
„Du könntest mit mir essen gehen, dafür, dass du mir das mit der Hand angetan hast.“, sagte Marc, wobei Gretchen hören konnte, dass er dabei lachte.
„Das hast du dir ja gut ausgedacht.“
„Ja, oder? Ich bin auch besonders stolz darauf.“
„Aber ich habe keine Zeit.“
„Oh.“
„Es tut mir wirklich leid. Ich fahre doch mit meiner Mutter zum Wellness. Wie wäre es mit dem nächsten Wochenende?“
„Da bin ich doch im Dienste des Notarztwagens unterwegs.“
„Die Wochenende auch?“
„Klar, alles durch. Dafür habe ich ja jetzt frei.“
„Das dich meiner Vater so behandelt tut mir wirklich leid. Ich habe versucht mit ihm zu reden, aber er verteidigt das alles mit ganz logischen Argumenten, obwohl ich mittlerweile verstanden habe, dass pure Boshaftigkeit dahinter steckt.“
„Er hat doch Recht. Wäre ich dein Vater würde ich das Arschloch, dass dich dermaßen enttäuscht hat genauso behandeln.“
„Marc, ich…..“
„Du brauchst darauf nicht antworten, ist schon okay.“, entgegnete Marc, der merkte, dass das alles Gretchen unangenehm war.
„Wo geht’s denn hin zum Wellness?“, fragte Marc um vom Thema abzukommen.
„Nur in ein Hotel hier in Berlin.“
„Ja, dann wünsche ich dir schöne Tage und lass den anderen vom Buffet auch noch was übrig.“
„Marc!“
„Viel Spaß Hasenzahn.“
„Danke.“, entgegnete Gretchen, während Marc sich in seine Couch zurücksinken ließ.

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05.02.2010 19:04
#13 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 13


Nachdem Marc noch zwei weitere Tage tapfer ausgehalten hatte rief er bei Mehdi an. Irgendwer muss ihn doch ablenken können.
„Kaan.“
„Meier.“
„Meier, alles klar?“
„Geht. Hast du dir schon neue Freunde gesucht?“
„Ich bin gerade dabei.“
„Dann vergiss das. Was unternehmen wir? Mir ist langweilig. Mir war seit Jahren nicht mehr langweilig. Ich hatte ganz vergessen wie grausam das ist.“
„Was willst du machen?“
„Keine Ahnung. Außer Bowlen gehen stehe ich glaube ich für alles zur Verfügung.“
„Schade, das wollte ich gerade vorschlagen.“
„Witzig.“
„Nimmst du noch Schmerzpillen.“
„Ja aber sicher doch. Ohne wäre ich schon lange die Wände hochgegangen.“
„Gut, dann gehen wir keinen trinken. Lust was essen zu gehen?“
„Wieso nicht. Zumindest wenn du mir mein Fleisch schneidest.“
„Ach der arme kleine Marcy. Sei froh das ich noch keine neuen Freunde gefunden habe, sonst wäre ich heute Abend mit denen unterwegs.“
„Ja Mensch, da bin ich aber wirklich froh.“
„Dann hole ich dich wann ab?“
„Acht?“
„Okay. Schade eigentlich das du nicht fahren kannst, sonst würde ich mich begießen und du könntest mich nach Hause fahren.“
„Ich kann auch ein Taxi nehmen.“
„Mit Sicherheit. Wir wissen, dass wir dann beide zu tief ins Glas gucken würden und im Gegensatz zu Mister Krankgeschrieben muss ich ja morgen wieder hart arbeiten.“
„Oh ja, dich von schwangeren Frauen anschreien lassen. Brutale Arbeit. Obwohl mittlerweile wo ich es selber erlebe habe ich vielleicht sogar schon ein bisschen Mitleid mit dir. Gabi hat mich mitten in der Nacht aus dem Bett geschellt nur um mich zu fragen, ob es mir gut geht und alles in Ordnung ist.“
„Sei froh, dass du erreichbar warst, sonst hätte sie dir mit Sicherheit noch einen Besuch abgestattet.“
„Gott bewahrte. Bist du jetzt schon auf dem Weg?“
„Witzig.“
„Dann bis später.“
„Bis später.“ Marc erhob sich von seiner Couch und atmete erleichtert auf. Er musste nicht noch weiter alleine zuhause herumsitzen. Zumindest nicht in ein paar Stunden. Marc ging zum Badezimmer herüber und befreite seine Hand von dem Verband, da er ihn am heutigen Tag wechseln musste. Er betrachtete die Wunde und bewegte seine Hand etwas, was Gänsehaut am ganzen Körper hervorrief. Wenigstens war es schon besser geworden und würde nun auch von Tag zu Tag wieder besser werden. Als Mehdi am Abend bei Marc ankam öffnete ihm dieser direkt die Tür.
„Noch nicht fertig?“, fragte Mehdi, da er es gewohnt war, dass Marc direkt zu ihm herauskam. Marcs Blick sank nach unten auf seine geöffneten Schuhe und traf dann wieder Mehdis Blick.
„Ich habe keine verdammten Schuhe mit Klettverschluss.“, fluchte Marc, während Mehdi sich nach unten beugte.
„Das ich mal vor dir zu Boden gehe um dir deine Schuhe zuzubinden.“
„Könnten wir einfach darüber schweigen?“
„Könnten wir auch, aber wo blieb dann der Spaß?“, fragte Mehdi und stand dann wieder auf. Er nahm Marcs Jacke vom Hacken und war ihm auch damit behilflich.
„Haben wir dann alles?“, fragte er, während Marc ihn böse ansah. Mehdi hob abwehrend die Hände und verließ mit Marc zusammen das Haus um zum essen zu fahren.
„Das Lubis ist direkt um die Ecke.“, sagte Mehdi, während Marc den Kopf schüttelte.
„Du kannst es auch nicht abwarten mal wieder einen trinken zu gehen, oder?“
„Überlegst du bitte mal wann wir das letzte Mal zusammen unterwegs waren?“
„Ja, du hast ja recht.“
„Also wundert es dich, dass ich mal wieder richtig Lust habe mich zu betrinken? Im Gegensatz zu dir habe ich mir nicht zwischenzeitlich mutterseelenallein eine Flasche Wein getrunken.“
„Ja, danke das du mich wieder daran erinnerst.“
„Theoretisch können wir das Auto ja immer noch stehenlassen und loslegen, oder?“ „Schmerztabletten.“
„Dann trink halt weniger.“
„Wenn es dir hilft.“, sagte Marc und stand dann zusammen mit Mehdi auf.
„Wir sind definitiv zu jung um einfach nur zusammen was essen zu gehen. Außerdem brauche ich endlich mal wieder eine Frau.“, sagte Mehdi, als sie in die Bar herein gingen. Marc merkte schon das zweite Bier und beschloss einen Gang herunterzuschalten, während Mehdi eine Runde Schnaps bestellte. Schlussendlich war es kurz nach drei als Marc und Mehdi zusammen die Bar verließen. Marc musste sich an einer Hauswand abstützen, da er dermaßen schwankte, wobei er sich über Mehdi kaputt lachte, der ihnen schwankender Weise ein Taxi anrief. Marc fiel vollkommen angezogen in sein Bett und bereute es am nächsten Morgen zutiefst als er wach wurde. Er stürmte zur Toilette herüber und begann
erst einmal sich zu übergeben. Wieso hatte er nur zustimmen müssen? Marc zog sich seine Sachen aus und taumelte wieder ins Bett zurück, wo er sich unter die Decke mummelte. Er schreckte hoch als es an der Tür schellte und hämmerte und war im ersten Moment wild entschlossen das alles einfach zu ignorieren, bis die Stimme von Gabi erklang.
„Moment.“, brüllte Marc und zog sich schnell eine Hose und ein Shirt über bevor er die Tür öffnete.

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08.02.2010 18:30
#14 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 14

„Oh Gott sei dank!“, sagte Gabi direkt und fiel Marc um den Hals.
„Was ist denn jetzt schon wieder los?“, fragte Marc, während Gabi ihn ansah.
„Das frage ich dich. Ich versuche schon den ganzen Morgen dich zu erreichen.“
„Warum?“
„Weil wir verabredet waren Marc.“
„Heute?“
„Ja heute, vor zwei Stunden. Wir wollten losfahren und die Kinderzimmer angucken.“ „Scheiße.“
„Ja, ich merke auch schon, dass das nichts wird. Bist du betrunken?“
„Ich war es….obwohl, es könnte auch sein, dass ich es immer noch bin. Willst du reinkommen?“
„Nein.“
„Nein?“, fragte Marc überrascht.
„Bestimmt nicht. Du Arsch hast mich versetzt.“
„Du hättest mich doch eh abholen müssen, also worauf hast du dann bitte bei dir in der Wohnung gewartet?“
„Marc, ich habe dir dein Auto gestern Abend wiedergebracht.“
„Oh, aber ich kann doch noch gar nicht wieder fahren.“
„Doch, ich denke schon. Zumindest hast du gesagt, dass du wieder fahren kannst, wenn du die Fäden gezogen bekommen hast.“
„Das ist heute?“
„Nein Marc, das wäre heute morgen gewesen. Herrgott was ist denn los mit dir?“, fragte Gabi. „Ich war mit Mehdi unterwegs und wir haben etwas zuviel getrunken. Ich war so froh mal wieder raus zu kommen und habe es total vergessen. Weißt du was Gabi, ich fahre gleich ins Krankenhaus und lasse mir die Fäden ziehen und dann fahren wir morgen früh direkt los und schauen uns Kinderzimmer, Kinderwagen, Kinderkleidung und alles in der Art an, ja?“
„Du bist ein Arsch Marc.“
„Gabi, ich habe es vergessen okay? Was soll ich jetzt tun? Auf Knien um Entschuldigung betteln. Entweder es ist okay so oder du kannst dir das alles morgen alleine ansehen und ich glaube nicht, dass du das willst.“
„Zieh dich an, ich fahr dich in dieses scheiß Krankenhaus, sonst kommst du da heute ja nie an.“
„Ja, aber gib mit mindestens eine halbe Stunde, ohne Dusche geht hier gar nichts.“
„Wie genau willst du denn duschen, oder darf neuerdings Wasser an die Fäden kommen?“ Marc schaute auf seine Hand und fluchte dann laut.
„Gott Marc, falls du mir gerade zeigen willst wie das Leben mit einem Kleinkind wird, dann gelingt es dir wahnsinnig gut. Setz dich aufs Bett und halt den Mund, du kriegst so oder so nichts hintereinander heute.“
„Und wieso genau soll ich mich dafür aufs Bett setzen?“
„Setz dich auf den Stuhl, setz dich aufs Klo, aber Hauptsache du setzt dich, damit ich dir eine Plastiktüte über deine Hand ziehen kann. Wir packen die gute Hand nämlich jetzt wasserdicht ein, dann bekommst du auch deine extrem notwendige Dusche, die dich hoffentlich wieder klar im Kopf macht.“ Marc lachte etwas, während Gabi wütend in die Küche herüber ging. „Zieh dich schon mal aus.“
„Das hättest du wohl gerne, was?“
„Verdammt Marc, ich bin schwanger, das muss reichen. Sex ist jetzt wirklich das Letzte woran ich denke, aber bitte, sieh zu wie du dich mit deiner Plastiktütenhand ausgezogen kriegst. Es ist mir egal. Ich werde auf deiner Couch liegen, die Chipsreste in mich hinein schieben und fernsehen. Sieh zu wie du klarkommst.“
„Boah Gabi ey, ich hab einen Kater, ja. Kannst du also bitte mit der Hormonschleuderei aufhören und einfach die Klappe halten?“ Marc hatte dies gerade ausgesprochen als Gabi ihm bereits die Plastiktüte und das Klebeband ins Schlafzimmer schmiss. Marc schüttelte genervt den Kopf und machte sich dann selber fertig, wobei er noch einmal feststellte wie elendig er sich fühlte. Nachdem er fertig war stieg er zusammen mit Gabi ins Auto ein und fuhr zum Krankenhaus herüber, wobei sie während der ganzen Fahrt kein Wort miteinander sprachen. „Ruf mich an, wenn ich dich wieder abholen soll.“, sagte Gabi, was Marc mit einem Nicken beantwortete, während er die Türe hinter sich zustieß. Als Marc auf seiner Station ankam hörte er direkt Gretchens wunderschönes lachen, was ihn erstaunte, da er der Meinung war, dass sie noch Urlaub hatte.
„Was ist das denn hier? Pause? Wir haben halb 4, wieso wird hier nicht gearbeitet?“, fragte Marc direkt streng als er ins Schwesternzimmer hereinkam. Gretchen drehte sich zuerst erschrocken um, wobei dann allerdings ein Lächeln auf ihrem Gesicht erschien.
„Weil wir keinen Oberarzt haben der uns quält.“, sagte sie und ging dann auf Marc zu.
„Bist du krank? Du siehst grauenvoll aus?“, fragte Gretchen direkt.
„Ja, ich bin sehr sehr krank. Frag mal Mehdi, der hat heute dieselbe Krankheit wie ich.“ „Oh….ach so!“, sagte Gretchen.
„Und ich dachte schon du hättest es wieder nicht kapiert.“, sagte Marc, während Gretchen die Augen verdrehte.
„Wie war denn das Wellness? Wieder zugenommen?“
„Marc!“
„War nur ein Scherz. Du siehst erholt aus.“
„Danke. Ich wünschte gleiches könnte ich von dir behaupten.“
„Oh, ich bin erholt. Unter der Alkoholmaske liegt en ganz erholtes Gesicht.“, sagte Marc und hielt dann seine Hand hoch.
„Ist der Professor da?“
„Wieso Fäden ziehen ist doch Assistenzsache, oder?“ „Ja, bei jedem Bauarbeiter und Kassenpatienten mit Sicherheit. Glaubst du allen ernstes ich würde dich mit deinen Anfängerhänden an diese wertvolle Hand lassen?“
„Erinnerst du dich daran, dass ich deine Kopfwunde damals genäht habe und wie gut ist es bitte geworden?“
„Ich diskutiere da ja gar nicht mehr mit dir drüber, ich bin der Chef hier und deshalb geht’s jetzt zum Professor.“
„Der ist nicht da.“
„Hasenzahn!“
„Na, was? Der ist wirklich nicht da. Heute ist doch diese komische Tagung.“
„Scheiße.“
„Tja, würdest du also mit mir vorlieb nehmen?“
„Zur Not ziehe ich sie mir selber.“
„Marc, es ist auch nur Fäden ziehen Herrgott noch mal.“
„Du hast gut reden.“ Gretchen nickte und ging dann mit Marc in Richtung Behandlungszimmer herüber, wobei Marc an der Operationstafel direkt hängen blieb und sofort zwei Schritte zurück machte.
„Wollt ihr mich verarschen?“, fragte er als er die Liste begutachtete.
„Was ist jetzt schon wieder?“
„Was soll das? Drei Operationen?“
„Wir sind komplett unterbesetzt. Dr. Schröder ist im Urlaub, Dr. Nolten arbeitet schon 18 Stunden täglich und mein Vater, der versucht dein Operationspensum zu erfüllen ist heute auf dieser Tagung.“ Marc schüttelte den Kopf und folgte Gretchen dann. Es wurde definitiv Zeit, dass er wieder selber ein Auge auf seine Station warf. Marc setzte sich auf einen Stuhl und befreite seine Hand von dem Verband, während Gretchen alles vorbereitete.
„So, dann sehen wir uns die Hand mal an.“
„Sprich nicht mit mir als sei ich ein Dreijähriger.“ Gretchen verdrehte genervt die Augen und nahm Marcs Handgelenk dann zwischen ihre Finger

....to be continued!



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09.02.2010 10:04
#15 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 15

„Was macht die Bewegung?“, fragte Gretchen, während Marc seine Hand vorsichtig drehte und wendete.
„Okay.“ Gretchen drückte etwas zu und forderte Marc dann auf seine Hand noch mal zu bewegen.
„Schmerzen?“
„Ziemlich.“
„Na ja, dann sieht es ja schon wieder ganz gut aus.“, sagte Gretchen und begann dann unter dem strengen Blick von Marc die Fäden zu ziehen, wobei Marc sichtlich erleichtert war als Gretchen ihre Arbeit beendet hatte. Sie ging zur Schublade herüber und klebte Marc dann ein Bienchenpflaster auf die Wunde, was Marc direkt zum lachen brachte.
„Kinderärztin kriegt man glaube ich nie vollkommen aus dir heraus, oder?“
„Gewöhn dich schon mal dran, demnächst klebst du bestimmt auch das ein oder andere Bienchenpflaster auf offen geschürfte Knie von klein Meier.“ Marc lachte erneut und nickte dann.
„Ja, ich fürchte, dass das passieren wird.“, sagte er und lehnte sich in dem Stuhl zurück.
„Du hast meine Einladung essen zu gehen nie wirklich ausgeschlagen.“, sagte Marc, während Gretchen ihn etwas angrinste.
„Das weiß ich.“
„Und wann gehen wir?“
„Übermorgen? Aber nur wenn du zahlst.“
„Ich soll zahlen? Ich glaube du hast da gerade ein paar Probleme die Realität richtig zu deuten. Oder war ich es, der das hier verschuldet hat?“, fragte Marc und hielt seine Hand dabei hoch.
„Du verdienst das dreifach von mir.“
„Wenn man damit auskommt. Nun ja, das ändert nichts an der Tatsache, dass du mich einzuladen hast als Wiedergutmachung.“
„Ist es nicht schon Wiedergutmachung genug, dass ich mich überhaupt dazu bereit erkläre, dass ich es überhaupt in Erwägung ziehe mit dir essen zu gehen.“
„Punkt für dich.“
„Na siehst du, also du zahlst und ich suche das Restaurant aus.“
„Ich geb mich dann mal geschlagen. Wir haben nur noch ein Problem.“
„Wann haben wir das mal nicht?“
„Ich hab morgen noch frei und ab übermorgen Notarztdienst.“
„Stimmt, das hatte ich fast vergessen.“, sagte Gretchen und sah Marc dann an.
„Und wann haben wir dann Zeit essen zu gehen?“
„Morgen Abend?“
„Ja gut, ist abgemacht.“
„Abgemacht.“, sagte Marc und lachte dann, während er sich wieder von seinem Stuhl erhob. „Ich gehe jetzt erst mal wieder schlafen.“
„Kurier deine Hand noch aus. Ich finde es so oder so verfrüht, dass du übermorgen schon wieder damit arbeiten musst.“
„Ja aber nur grobmotorisch, das ist schon okay.“, sagte Marc und verließ dann gemeinsam mit Gretchen den Raum.
„Irgendwas was ich gerade noch nachschauen muss, oder alles soweit unter Kontrolle?“
„Eine Sache hätte ich vielleicht noch kurz.“
„Die da wäre?“
„Du musst einen Arztbrief unterschreiben.“ Marc nickte und folgte Gretchen dann ins Schwesternzimmer.
„Schwester Sabine, rufen Sie Schwester Gabi an und sagen ihr Bescheid, dass sie mich in fünf Minuten abholen soll?“ Sabine nickte, während Marc sich schnell den Arztbrief durchlas und dann eigentlich unterschreiben wollte, wobei der Kugelschreiber ihm direkt aus der Hand fiel. „Verstehst du das jetzt mit dem Notarztdienst?“, fragte Marc lachend und unterschrieb dann mit seiner linken Hand.
„Also um sieben morgen Abend?“
„Okay. Holst du mich ab?“
„Okay.“ Marc verließ die Station, wobei das Grinsen kaum von seinem Gesicht zu bekommen war.
„Was grinst du denn so blöd?“, fragte Gabi direkt als Marc ins Auto eingestiegen war.
„Nichts was dich etwas angehen würde.“
„Uh, hat Blondie dir wieder Hoffnungen gemacht, dass sie dich zurücknimmt.“
„Gabi, ich habe keine Ahnung was diese Feindseeligkeit heute schon wieder soll, ist mir auch scheiß egal, weil dein Leben ist dein Leben und mein Leben ist mein Leben. Fertig und aus.“, sagte Marc und sah dann aus dem Fenster. Die nächsten achtzehn Jahre würden ja wirklich ein Spaziergang werden.
„Wann treffen wir uns morgen?“, fragte Gabi als sie aus dem Auto ausstieg, da sie mit dem Bus zurück nach Hause fahren wollte, obwohl Marc ihr angeboten hatte sie zurück zu bringen.
„Morgen früh. Halb 8?“
„Einverstanden.“ Marc war froh als er wieder im Bett lag und sich die Decke über seinen schmerzenden Kopf ziehen konnte, wobei er leicht lachte, da es heute unerwarteter Weise einer der schönsten Tage seit langem gewesen war.
Als Marc am nächsten Tag aufstand hatte er noch keine Ahnung, dass er sich vollkommen umsonst auf das Treffen mit Gretchen am Abend freute, da der Tag nicht so verlaufen würde, wie er sich das vorgestellt hatte. Ganz und gar nicht so wie er sich das vorgestellt hatte. „Guten Morgen.“, sagte Marc als Gabi ins Auto einstieg.
„Morgen.“, entgegnete auch Gabi.
„Schlecht geschlafen?“, fragte Marc, während Gabi nickte.
„Schlecht geträumt, mal wieder.“, antwortete sie und lehnte ihren Kopf dann ans Fenster. Selbst Marc fand Freude daran die Babysachen auszusuchen und Gabi war sehr froh über die Tatsache, dass ihre Geschmäcker beim aussuchen der Babysachen nicht vollkommen auseinanderdrifteten. Marc bezahlte am Ende ohne zu Murren den angefallenen Betrag und war sich dabei sicher, dass er noch niemals für etwas so gerne Geld ausgegeben hatte, wie für die Babysachen.
„Ich kann es kaum erwarten den kleinen Mann im Kinderwagen liegen zu sehen.“, sagte Marc als er mit Gabi zusammen das Geschäft verließ. Gabi blieb derweilen stehen und hielt sich an einem Pfosten vor dem Geschäft fest, wobei Marc sich fragend zu ihr umdrehte.
„Alles okay?“, fragte er besorgt, während Gabi leicht den Kopf schüttelte.
„Ich bin vollkommen am Ende.“, gab sie zu, wobei Marc sie nun sanft umarmte.
„Komm, wir gehen zum Auto herüber.“, sagte er behutsam.
„Willst du etwas essen oder trinken?“, fragte Marc, was Gabi mit einem Nicken beantwortete. Marc sprintete zurück in den Laden, wo es einen kleinen Essensbereich gegeben hatte und besorgte Gabi all das was sie wollte. Während Gabi das Mitgebrachte zu sich nahm, baute Marc den Kinderwagen zusammen und verstaute ihn hinten im Auto. Es war das einzige Teil neben den Babysachen, dass sie jetzt schon mitgenommen hatten, der Rest würde später geliefert werden.
„Besser?“, fragte Marc, als er wieder vorne angekommen war, während Gabi nickte.
„Viel besser.“, sagte sie, so dass Marc ebenfalls ins Auto einstieg und den Motor startete. „Müssen wir noch irgendwo hinfahren, oder geht’s jetzt ab nach Hause?“, fragte er als er den Motor startete.
„Ab nach Hause.“, antwortete Gabi sofort und legte den Sicherheitsgurt dann an. Marc fuhr vorsichtig vom Hof des Geschäfts herunter und nahm dann Kurs auf zuhause. Er war froh, dass ihm seine Hand den Dienst des Schaltens nun wieder erfüllte, obwohl es bei jedem Mal aufs Neue weh tat.
„Hast du heute Abend ein Date mit Blondie?“, fragte Gabi nach einer Weile des Schweigens. „Hör auf sie so zu nennen.“
„Hast du oder hast du nicht?“ Marc lächelte etwas und nickte dann. Gabi sah Marc gerade an als sich seine Augen vor Schreck weiteten.
„Nein, nein! Scheiße!“, rief er und trat mit voller Wucht auf die Bremse. Gabi sah erschrocken nach vorne, während Marc den Wagen schon herumriss, so dass das entgegenkommende Fahrzeug mit voller Wucht in seine Seite prallte. Er wollte soviel wie möglich von Gabi und seinem Sohn weg halten. Obwohl alles in einem Bruchteil von Sekunden geschah, fand Marc noch die Zeit seine Hand vom Lenkrad zu nehmen und schützend auf Gabis Bauch zu legen, so als ob er das drohende Unglück damit verhindern könnte.

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10.02.2010 16:37
#16 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 16

Der Knall der folgte war ohrenbetäubend. Berstendes Metall und zersplitterndes Glas übertrafen das Schreien von Gabi, bis binnen Sekunden eine erschreckende Stille eintrat. Gabi holte tief Luft und schnellte dann mit ihrem Kopf nach oben. Auch sie hatte die Hände schützend vor ihren Bauch gehalten und sah nun auf Marcs Hand, die schlaff in ihren Schoss lag.
„Marc?“, flüsterte Gabi leise, erhielt allerdings keine Antwort. Sie drehte ihren Kopf zur Seite, wo sie direkt erkannte, dass Marc mit hängendem Kopf dort saß.
„Marc?“, fragte Gabi erneut und drehte sich ein Stück zur Seite, wobei ein plötzlicher Schmerz durch ihren Körper fuhr. Marc regte sich nicht, so dass Gabi die Hand nach ihm ausstreckte und leicht an ihm rüttelte, doch auch das half nichts. Gabi spürte wie eine Welle von Panik sie augenblicklich übermannte. Sie ignorierte den Schmerz, befreite sich von dem Sicherheitsgurt und drehte sich nun ganz zu Marc um. Sie erschrak als sie sah, dass Blut auf seinen Schoss tropfte. Gabi sah an Marc herunter, wobei eines seiner Beine eingeklemmt aussah. Gabi berührte leicht Marcs Wange, wobei sie bei einem anschließenden Blick auf ihre Hand feststellen konnte, dass das Blut von Marcs Kopf stammte.
„Marc!“, rief Gabi nun lauter, wobei Marc sich langsam rührte.
„Kannst du mich hören Marc?“, fragte sie und sah sich dann draußen um. Außer der Fahrer des anderen Wagens, der ebenfalls noch immer in diesem saß war weit und breit niemand zu sehen. Wieso hatten sie auch diese menschenleere Straße nach Hause nehmen müssen. „Gabi?“, fragte Marc nun leise und lehnte sich nach hinten in seinen Sitz zurück, wobei er leicht aufstöhnte.
„Au. Oh nein. Nein!“, sagte Gabi nun, die ihre Schmerzen nun lokalisieren konnte und einsehen musste, dass sie von ihrem Bauch herrührten. Marc, der noch immer Probleme hatte herbeizukommen, war wieder leicht weggedämmert, wobei Gabi ihn nun panisch anstupste. „Marc das Baby!“, schrie sie in Panik, wobei nun auch Marc wieder mehr herbeikam.
„Was ist los?“, fragte er und sah Gabi dabei an.
„Das Baby. Ich weiß es nicht. Oh Gott Marc, es tut so weh!“, weinte Gabi nun, während Marc versuchte sich zu Gabi herumzudrehen, woran ihn zum einen seine Schmerzen und zum anderen die Tatsache hinderten, dass sich etwas in das Fleisch seines Beins bohrte.
„Hilf mir Marc!“, forderte Gabi, während Marc sie überfordert ansah.
„Ich verliere das Baby Marc, oh Gott, ich verliere das Baby!“, schrie Gabi panisch, während Marc den Kopf schüttelte.
„Das wirst du nicht tun!“, sagte er bestimmend und tastete dann an seinem Bein entlang. „Keine Arterie. Das ist gut.“, sagte Marc und sah Gabi dann an.
„Gib mir deinen Schal!“, forderte er, was Gabi direkt befolgte. Gabi sah Marc einen Moment lang an und musste dann zu ihrer Verwunderung feststellen, dass Marc sich nicht etwa das Bein mit ihrem Schal abband, sondern diesen zwischen seine Zähne nahm.
„Was hast du vor?“, fragte Gabi, während Marc den Schal noch einmal aus seinem Mund nahm.
„Steig aus und leg dich auf die Wiese und tu mir den Gefallen einen Krankenwagen anzurufen, ja?“
„Aber Marc.“
„Vertrau mir einfach Gabi: Denk an das Baby und tu was ich dir sage. Leg dich hin und atme ganz ruhig, ich bin gleich bei dir.“
„Marc nein, dein Bein, du bist eingeklemmt.“
„Gabi bitte. Vertrau mir okay?“ Gabi nickte und stand dann vorsichtig aus dem Wagen aus um zu tun was Marc ihr gesagt hatte. Marc nahm den Schal wieder zwischen seine Zähne. Sein Bein war nicht eingeklemmt, es hatte sich lediglich etwas von der Karosserie in sein Bein gebohrt. Marc schloss für einen Moment die Augen und dachte an das Ultraschallbild seines Sohnes. Er würde alles tun damit ihm nichts passierte. Marc befreite sein Bein mit einem harten Ruck, wobei seine Schreie durch Gabis Tuch abgedämpft wurden. Marc überkam die Bewusstlosigkeit, da sein Körper und vor allem sein Gehirn versuchte sich vor dem unmenschlichen Schmerz zu schützen, doch Marc riss seine Augen auf und versuchte sich diesem wohligen Gefühl nicht zu ergeben.
„Marc?“, rief Gabi nun, während Marc alle Kraft zusammen nahm und aus der Beifahrertür herauskletterte, da seine Tür bis ins Wageninnere eingedrückt war. Marc blieb eine Sekunde auf dem Boden liegen und versuchte seine eigenen Verletzungen zu analysieren. Er sah auf seine Beinwunde, die so tief war, dass er nicht ausschließen konnte ob der Muskel verletzt worden war. Seine Kopfwunde bemerkte er nur dadurch, dass das Blut ihm in die Augen getropft war. Seine linke Seite schmerzte sehr, wobei Marc auf mindestens drei gebrochene Rippen tippte. Er hievte sich vom Boden auf und kroch zum Wagend Des Unfallverursachers herüber, wobei dieser noch immer regungslos auf seinem Lenkrad lag. Marc öffnete die Tür mit etwas Gewalt und tastete nach dem Puls, wobei allerdings nichts mehr tastbar war. „Scheiße!“, fluchte Marc nun, konzentrierte sich allerdings nicht weiter darauf, schließlich musste er sich um Gabi und um sein Kind kümmern.
„Marc um Gottes Willen, bist du in Ordnung?“, fragte Gabi, während Marc sie lediglich etwas anlächelte.
„Winkel die Beine an.“, sagte Marc und schob dann Gabis Kleid hoch, wobei er ihre Unterhose langsam nach unten zog. Der Muttermund war nicht geöffnet und es war auch kein Blut zu sehen. Marc tastete Gabis Bauch ab, allerdings hielt Gabi diesen Druck nicht aus. „Marc es tut so weh.“, sagte sie, während Marc ihre Hand drückte.
„Ich werde Mehdi anrufen.“; sagte Marc und nahm das Handy, welches neben Gabis Hand lag. Mit zittrigen Händen versuchte er Mehdis Nummer zu wählen, wobei das Display des Telefons immer und immer wieder vor seinen Augen verschwamm.
„Du brauchst nicht mehr anrufen.“, sagte Gabi, da im selben Moment schon die Sirenen des nahenden Krankenwagens zu hören waren. Die Sanitäter nahten, wobei Marc sie aufforderte sich erst um Gabi und das Baby zu kümmern. Er selbst stand mit Hilfe eines Sanitäters auf und humpelte zum Krankenwagen herüber.
„Fahren Sie uns einfach so zur Klinik. Wir möchten ins Elisabethkrankenhaus. Verständigen Sie dringend Dr. Kaan und teilen Sie mit, dass es um Frau Kragenow geht.“, erklärte Marc, wobei er froh war als er endlich Platz genommen hatte.
„Mehdi, alles klar?“, fragte Gretchen als sie Mehdi erblickte, der gerade das Funkgerät im Schwesternzimmer zur Seite legte.
„Mehdi?“, fragte Gretchen erneut, während Mehdi sich zu ihr herumdrehte.
„Wir sollten uns bereithalten.“, sagte er und zog dann ein paar Gummihandschuhe aus dem Spender.
„Bereithalten wozu?“
„Ein Krankenwagen ist auf dem Weg hierhin. Marc und Gabi hatten einen Unfall.“

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11.02.2010 23:41
#17 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Vorsicht!!!! Das Kapitel ist hart und wahrscheinlich nichts für schwache Nerven!

Kapitel 17

„Was?“, fragte Gretchen geschockt und sah Mehdi dabei an.
„Sie sind in einem Krankenwagen unterwegs. Marc hat die Anweisung selbst gegeben, dass ich mich für Gabi bereithalten soll. Es scheint also mit ihm alles in Ordnung zu sein.“, sagte Mehdi, während Gretchen tief durchatmete. Sie musste jetzt dringend ruhig bleiben, es half niemandem weiter, wenn sie schon jetzt in Panik geriet.
„Ich begleite dich nach draußen.“, sagte Gretchen und folgte Mehdi dann, der draußen auf den RTW warten wollte. Als dieser mit Blaulicht ankam und sich die Türen öffneten hielt Gretchen für einen Moment die Luft an.
„Schwerer Verkehrsunfall.“, begann der Sanitäter, während Mehdi direkt Gabis Hand nahm. „Irgendwas stimmt nicht.“, sagte Gabi, während Mehdi sie aufbauend anlächelte.
„Wir schaffen das schon. Bleiben Sie nur ganz ruhig Schwester Gabi.“
Gretchen war vor dem Krankenwagen stehen geblieben und sah schockiert auf Marc, der mit Hilfe des anderen Sanitäters aus dem RTW ausstieg. Gretchen fasste Marc direkt um die Taille.
„Was ist mit dir?“, fragte Gretchen erschrocken.
„Nichts, wir müssen uns um Gabi und das Baby kümmern.“, sagte Marc bestimmend. Er hatte nur dieses Ziel vor Augen und genau das war es auch was ihn noch aufrecht hielt.
„Marc, was fehlt dir?“, fragte Gretchen noch einmal, während sie zusammen mit Marc zur Notaufnahme herüber ging.
„Kopfverletzung, tiefe Beinwunde und voraussichtlich ein paar gebrochene Rippen linksseitig.“
„Was?“, Gretchen sah Marc erschrocken an.
„Hast du schon etwas bekommen?“, fragte Gretchen, die versuchte sich zu erklären, wie Marc es schaffte diese wahnsinnigen Schmerzen auszuhalten.
„Nein.“
„Marc, du stehst vollkommen unter Schock!“, sagte Gretchen, während sie mit Marc eigentlich zu einem Behandlungszimmer herüber gehen wollte.
„Ich muss erst mit Mehdi reden.“, sagte Marc, musste sich allerdings langsam eingestehen, dass er vollkommen am Ende war. Seine Verletzungen waren eindeutig zu schwer um sie noch weiter zu ignorieren.
„Marc, komm jetzt bitte mit! Ich werde mit Mehdi reden und ihm sagen, dass er uns über alles direkt durch eine Schwester auf dem Laufenden halten soll, in Ordnung?“, sagte Gretchen und sah Marc ängstlich an.
„Nein.“ Gretchen atmete tief durch und ging dann zum Behandlungszimmer von Mehdi herüber, der gerade einen Ultraschall durchführte. Das Flehen von Gabi hatte aufgehört, wobei Gretchen nicht feststellen konnte ob sie bewusstlos war, oder ob Mehdi sie ruhig gestellt hatte.
„Mehdi du musst dringend mit Marc reden. Er muss sich behandeln lassen!“, sagte Gretchen und sah Mehdi dann an, der sich mit der Hand durchs Gesicht fuhr.
„Wie sieht’s aus?“, fragte Gretchen, der der Ernst der Lage erst in dem Moment bewusst geworden war, als sie Mehdis Gesichtsausdruck gesehen hatte.
„Nicht gut.“, sagte Mehdi leise.
„Aber…aber Gabi ist doch im achten Monat, dass das Baby ist doch lebensfähig.“
„Gretchen das Baby ist tot.“, sagte Mehdi nun, während Gretchen der Atem stockte bei Mehdis Worten.
„W….was? Aber, aber Marc, er….“, sagte Gretchen, wobei sie sah, dass Mehdi seine Tränen kaum zurückhalten konnte.
„Es sind keine Herztöne mehr da, das Baby ist im Bauch gestorben.“, sagte Mehdi, während Gretchen sich halt suchend an einer Wand abstützte.
„Aber Marc.“, sagte sie wieder, wobei sie ihre Tränen nicht zurückhalten konnte. Sowohl ihr wie auch Mehdi war klar, dass Marc das nicht verkraften würde, auch wenn er versuchen würde sich nichts anmerken zu lassen.
„Ich muss es ihm sagen.“, flüsterte Mehdi nun und sah Gretchen dabei mit so viel Schmerz im Blick an, dass Gretchen diesem nicht stand halten konnte. Wie sollte er eine solche Nachricht nur seinem besten Freund beibringen? Mehdi erhob sich langsam und ging dann dicht gefolgt von Gretchen auf Marc zu, der an einer Wand am Ende des Ganges lehnte und sich direkt vollständig aufrichtete als er Mehdi erblickte. `
„Mehdi, wie geht’s ihm?“, fragte Marc, wobei Mehdi nun vom Boden aufsah. Marc holte direkt Luft als er den Gesichtsausdruck seines besten Freundes sah, wobei mittlerweile Tränen in seinen Augen schimmerten.
„Marc, es tut mir so leid. Wir…wir konnten nichts mehr tun. Das Baby ist bereits im Bauchraum verstorben.“, sagte Mehdi behutsam, während Marc den Kopf schüttelte.
„Nein!“, sagte Marc ungläubig und schüttelte dabei den Kopf. Er wollte sich an Mehdi vorbeischieben, doch dieser hielt ihn sanft zurück.
„Mehdi tu was, operier Gabi, hilf David, um Gottes Willen tu was!“, sagte Marc, während Mehdi langsam den Kopf schüttelte.
„Er ist tot Marc!“, sagte Mehdi direkt, doch Marc schaffte es sich an Mehdi vorbei zu drängen.
„Ich werde sie jetzt operieren, wenn du zu unfähig bist. Jeder andere bekommt sein Kind gesund aus deinen Händen mit nach Hause und ich werde ihm jetzt helfen!“, sagte Marc wild entschlossen, hielt allerdings inne als er bei Gretchen angekommen war, die ihn mit ihrem tränenüberströmten Gesicht ansah.
„Du musst mir assistieren. Bitte.“, sagte Marc, war nun allerdings schon eindeutig leiser geworden.
„Marc bitte, zwing mich nicht es auch noch auszusprechen.“, sagte Gretchen, während Marc regungslos vor ihr stehen blieb. Gretchen sah ihn nun ebenfalls an. In Marcs Gesicht war keine Regung zu sehen, genau wie sie es erwartet hatte. Marc hingegen konnte nicht fassen, welche Worte ihm dort gerade entgegen gebracht wurden. Er fühlte sich als würde er selbst neben sich stehen und das Ganze nur von Außerhalb betrachten. Es konnte doch nicht wirklich wahr sein, dass es hier um seinen Sohn ging. Sie hatten doch gerade alle Sachen besorgt. Marc merkte wie das wohlige Gefühl wieder Besitz von seinem Körper zu ergreifen versuchte, nur dieses Mal kämpfte er nicht mehr dagegen an. Er hatte keinen Grund mehr dagegen anzukämpfen.
„Mehdi!“, rief Gretchen erschrocken, als sie merkte, dass Marcs Beine unter seinem Körper langsam nachgaben. Mehdi, der direkt hinter Marc gestanden hatte, fing ihn auf und hob ihn dann hoch um ihn zum Behandlungszimmer herüber zu bringen, wo mittlerweile auch Dr. Rösler angekommen war. Gretchen zitterte mittlerweile am ganzen Körper und wurde von Dr. Rösler gebeten draußen zu warten. Mehdi musste gezwungenermaßen nun zum OP herüber. Er konnte und wollte es Gabi nicht zumuten, das Baby so auf die Welt zu bringen und hatte sich dazu entschlossen es zu holen, obwohl das entgegen aller Vorschriften war. Gretchen versuchte derweil sich auf dem Flur wieder zu fangen und atmete ein paar Mal hintereinander tief durch. Sie musste jetzt unbedingt stark sein, denn es half niemandem weiter, wenn sie nun die Fassung verlor und panisch reagierte. Marc brauchte sie jetzt und würde sie auch noch eine ganze Weile lang brauchen, sofern er es denn zulassen würde.

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13.02.2010 16:08
#18 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 18

Marc schreckte direkt auf als er sein Bewusstsein wiedererlangte. Er wollte sich aufsetzten, doch Gretchen, die mittlerweile auf seiner Bettkante saß, drückte ihn behutsam an den Schultern wieder aufs Bett.
„Pscht.“, sagte sie, während Marc bei einem Blick in Gretchens Augen alles wieder einholte. Der Unfall, die Stunde danach, die Worte von Mehdi, die traurige Gewissheit. Gretchen sah den Schmerz in Marcs Augen, der mit jeder zurückkehrenden Erinnerung stärker zu werden schien, und musste sich augenblicklich zwingen nicht zu weinen.
„Wurde ich operiert?“, fragte Marc, der das Gefühl hatte etwas sagen zu müssen, da auch er sah wie traurig Gretchen ihn anblickte.
„Nein, die Rippen werden von alleine heilen und die Beinwunde war nicht allzu tief. Du musst allerdings ein paar Tage hier bleiben, weil du eine Gehirnerschütterung hast.“
„Wie geht’s Gabi? Was hat Mehdi noch getan?“, fragte Marc und sah Gretchen dabei an. „Sie….er hat einen Kaiserschnitt durchgeführt, damit Gabi das Baby nicht zur Welt bringen muss.“, erklärte Gretchen, wobei sich Marcs Gesichtsfarbe augenblicklich änderte. Alleine bei dem Gedanken daran wirkte er weiß wie eine Wand.
„Ich will ihn sehen.“, sagte Marc plötzlich, während Gretchen die Augen weitete.
„Nein Marc, tu dir das doch nicht an.“, sagte sie, doch Marc schüttelte den Kopf und setzte sich langsam auf.
„Ich werde mich mein ganzes Leben lang fragen wie er wohl ausgesehen hätte.“, sagte Marc und schlug dann die Bettdecke zurück.
„Moment, nicht so schnell. Du darfst eigentlich überhaupt nicht aufstehen.“
„Ach Blödsinn Gretchen. Versuch mich nicht vor etwas zu schützen, ich weiß genau was ich tue.“, sagte Marc bestimmend, während Gretchen langsam nickte.
„Das mag sein, aber zuerst einmal werde ich mit Mehdi sprechen und ihn fragen ob es überhaupt möglich ist das Baby zu sehen.“, erklärte Gretchen und erhob sich dann, während Marc sich in seine Kissen zurücksinken ließ. Als Gretchen Mehdis Büro betrat, musste sie feststellen, dass er ebenfalls versuchte seine Fassung wieder zu erlangen. Die roten Ränder um seine Augen waren noch deutlich sichtbar.
„Ist es nicht komisch das wir alle weinen, nur Marc hat noch keine einzige Träne vergossen?“, fragte Gretchen, während Mehdi sie nun ansah.
„Marc ist Marc und das ist das was mir bei der ganzen Sache am meisten Angst macht.“, sagte er, während Gretchen sich vor Mehdi an den Schreibtisch setzte.
„Mehdi, Marc will das Baby sehen.“
„Was? Oh Gott, warum will er sich so etwas antun?“
„Marc meint, dass er sich sonst das ganze Leben lang fragen wird wie er ausgesehen hat.“ „Wir haben ein Foto gemacht. So etwas machen wir immer und bieten den Eltern dann an ein Bild mit nach Hause zu nehmen, als Erinnerung.“
„Mehdi sprich bitte mit ihm.“
„Ich kann ihm nicht unter die Augen treten. Momentan noch nicht.“, sagte Mehdi, während Gretchen energisch den Kopf schüttelte.
„Du musst Mehdi. Er ist dein bester Freund und nur du kannst ihn von seinem selbstmörderischen Vorhaben abbringen.“, sagte Gretchen, wobei sich im nächsten Moment schon die Türe öffnete. Es war Marc, der sich einfach über alle Anweisungen hinweg gesetzt hatte.
„Marc!“, entfuhr es Gretchen und Mehdi gleichzeitig.
„Ich will ihn sehen.“, sagte Marc nun, während Mehdi tief durchatmete.
„Ich finde, dass das keine gute Idee ist. Wir haben ein Foto gemacht, das du dir gerne anschauen kannst wenn du möchtest.“
„Verkauf mich nicht für dumm Mehdi, ich möchte ihn sehen. Jetzt sofort.“, sagte Marc, wobei Mehdi langsam nickte, was Gretchen geschockt wahrnahm.
„Bist du dir sicher, dass du das verkraften wirst?“, fragte Mehdi noch einmal nach.
„Bleibt mir etwas anderes übrig?“, fragte Marc zurück und folgte Mehdi dann. Gretchen hielt einen Moment inne, kam dann allerdings ebenfalls hinterher. Sie wollte für Marc da sein. Mehdi öffnete die Tür, wo ein kleiner in Tücher gehüllter Körper auf einem kleinen Tisch lag. Marc nährte sich zögernd, während Mehdi und Gretchen an der Tür stehen blieben. Der kleine leblose Körper war in Tücher eingewickelt. Marc umfasste ihn vorsichtig und befreite das Gesicht langsam von dem Tuch. Er holte tief Luft als das kleine perfekte Gesicht seines Sohnes zum Vorschein kam.
„Kleiner David.“, flüsterte Marc, was Gretchen nun vollends aus der Fassung brachte.
„Es tut mir so leid was passiert ist. Ich habe es versaut, wie immer.“, flüsterte Marc und legte den kleinen Körper dann wieder auf den Tisch zurück. „Es tut mir so leid.“, sagte Marc dabei noch einmal und deckte das kleine und perfekte Gesichtchen wieder zu, dass er nun niemals wieder zu sehen bekommen würde.
Mehdi stockte bei Marcs Worten der Atem. Er durfte sich nicht die Schuld an all dem geben. Marc nickte und kam wieder auf Gretchen und Mehdi zu. Auch jetzt hatte er keine einzige Träne vergossen, während Mehdi ihm sanft auf die Schulter klopfte als er an ihm vorbeiging. „Ist Gabi schon wach?“
„Ja, das ist sie.“
„Weiß sie es?“, fragte Marc weiter, was Mehdi mit einem Nicken beantwortete.
„Sie ist direkt nebenan.“, erklärte Mehdi, während Marc die Tür zu Gabis Zimmer öffnete und herein ging.
„Du mieses Schwein traust dich noch hierher?“, schrie Gabi sofort als Marc den Raum betrat. „Gabi….ich….“
„Marc er ist tot. David ist tot. Hättest du nur besser aufgepasst! Er ist tot Marc!“, schrie ihn Gabi weinend an, während Marc stumm nickte. Das Einzige in seinem Leben das er jemals hinkriegen wollte lag nun leblos dort, ohne jemals auch nur einen Atemzug getan zu haben. Marc drehte sich wortlos um und verließ den Raum wieder, wobei Gretchen auf dem Flur noch immer auf ihn gewartet hatte. Gabi hatte so laut geschrien, dass sie jedes Wort deutlich verstanden hatte.
„Marc bitte gib dir nicht die Schuld an dem was passiert ist. Es war ein Unfall!“, sagte Gretchen direkt, doch Marc sah sie nur stumm an.
„Mach meine Papiere fertig. Ich werde gehen.“, sagte er teilnahmslos und ging zu seinem Büro herüber.
„Was? Marc sei doch vernünftig.“, sagte sie, doch Marc ging einfach weiter. In seinem Büro angekommen öffnete er seinen Schrank um sich eine Hose und ein T-Shirt herauszuholen. Er hatte immer Ersatzwäsche dort, sollte er sich bei einem besonders blutigen Einsatz beschmutzen. Marc versuchte alleine aus seinem T-Shirt herauszukommen, allerdings war seine Bewegungsfähigkeit durch seine gebrochenen Rippen massiv eingeschränkt.
„Marc bitte sei vernünftig.“, flehte ihn Gretchen noch einmal an und half ihm dann mit dem Shirt.

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20.02.2010 14:52
#19 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 19

Marc antwortete ihr nicht und leistete die nötige Unterschrift um aus dem Krankenhaus entlassen werden zu können. Er bestellte sich ein Taxi nach Hause und war unendlich froh als er endlich die Türe hinter sich schließen konnte.
Gretchen war froh als endlich der Tag gekommen war, an dem Marcs Fäden gezogen werden mussten, da dies gleichzeitig bedeutete, dass sie ihn wiedersehen würde und sich davon überzeugen konnte wie es ihm ging. Ihre Anrufe hatte er nicht entgegengenommen und auch für Mehdi war er nicht erreichbar. Gretchens Sorge verstärkte sich am Ende des Tages in ein kaum aushaltbares Maß, da Marc nicht zum Fäden ziehen erschienen war. Niemand auf der Station hatte ihn gesehen oder etwas von ihm gehört. Gretchens beschloss bei Marc zuhause vorbei zu fahren um nach dem Rechten zu sehen. Sie hatte Angst um ihn. Große Angst. Gretchen klopfte und schellte abwechselnd, allerdings wurde ihr die Tür durch Marc nicht geöffnet. Gretchen holte ihr Handy aus der Handtasche hervor und rief bei Mehdi an, der sich relativ schnell am anderen Ende meldete.
„Ich mache mir Sorgen um Marc. Er war nicht zum Fäden ziehen und ich bin jetzt zu ihm nach Hause gefahren, aber er öffnet nicht.“
„Okay, ich habe nur auf diesen Anruf gewartet. Ich komme mit dem Ersatzschlüssel vorbei.“ „Du hast einen Schlüssel für Marcs Wohnung?“
„Ja natürlich.“
„Oh Gott sei dank. Dann bis gleich.“, sagte Gretchen erleichtert und war froh als Mehdi endlich bei ihr eintraf.
„Marc?“, rief er, als er gemeinsam mit Gretchen in die Wohnung herein ging.
„Mehdi, wenn ihm etwas passiert ist.“, flüsterte Gretchen, wobei sie plötzlich von einer wahnsinnigen Angst durchzogen wurde.
„Bleib du hier stehen, ich sehe nach.“, sagte Mehdi, wobei Gretchen sofort stehenblieb. Also hatte auch Mehdi diese Befürchtung.
„Wir hätten viel früher herfahren sollen.“, sagte Gretchen nun, was Mehdi tief in seinem Inneren ebenfalls dachte. Sie hatten sich darauf geeinigt Marc erst einmal in Ruhe zu lassen, ihm Zeit zu geben, doch jetzt befürchtete auch Mehdi, dass sie ihm zuviel Zeit gegeben hatten.
„Marc?“, rief Mehdi noch einmal und hielt dann die Luft an als er die Tür zum Schlafzimmer aufstieß.
„Marc?“, fragte er erneut und entdeckte dann den leblosen Körper neben Marcs Bett.
„Oh Gott Gretchen, hier ist er.“, rief Mehdi und kniete sich dann neben Marc auf den Boden. Die Frage weshalb er ihnen nicht geantwortete hatte und nicht auf sie reagiert hatte, erklärte sich schnell als Mehdi die immense Alkoholfahne entgegenschlug. Gretchen kam nun ebenfalls ins Schlafzimmer herein, wo Mehdi Marc gerade aufs Bett verfrachtet hatte. Marc stöhnte dabei leise auf, sonst war allerdings keine Regung zu vernehmen. Das Schlafzimmer glich einem Schlachtfeld aus leeren Chipstüten, Pizzakartons und unzähligen leeren Flaschen alkoholischer Getränke. Auf Marcs Nachttisch türmten sich Tablettenpackungen und Döschen. Auch Marcs Erscheinungsbild ließ Gretchen noch einmal zurückschrecken. Die Sachen die er trug waren dreckig, sein Bart deutete darauf hin, dass er sich seit einer Woche nicht mehr rasiert hatte. Direkt neben seinem Nachttisch hatte Marc das Ultraschallbild aufgehängt.
„Scheiße Mehdi.“, sagte Gretchen nachdem sie alles erfasst hatte. Mehdi nickte etwas und ließ sich auf den Bettrand sinken.
„Es wird Zeit das sich jemand um ihn kümmert.“, sagte Mehdi und sah Gretchen dabei an, die mittlerweile die Tränen in den Augen hatte. Gretchen verließ den Raum und ging in Marcs Küche herüber, wobei sie mit einem Müllsack in der Hand wiederkam und begann Marcs Schlafzimmer aufzuräumen. Das war das Einzige was sie momentan für ihn tun konnte. Gretchen beugte sich über Marcs Nachttisch und ging die Medikamentenpackungen durch, die sich dort befanden. Von Schlaftabletten über Beruhigungstabletten bis hin zu Schmerzmitteln war alles dort vorhanden, allerdings nichts was Gretchen größere Sorgen bereitet hätte.
„Ich denke wir kommen am besten morgen früh wieder, wenn der Herr seinen Rausch ausgeschlafen hat.“, schlug Mehdi vor, was Gretchen mit einem Nicken beantwortete. Momentan konnten sie wirklich nichts für ihn tun. Als Gretchen am nächsten Morgen gemeinsam mit Mehdi die Wohnung und schlussendlich auch das Schlafzimmer betraten sah Marc sie direkt verwirrt an.
„Was macht ihr denn hier?“, fragte er und setzte sich dabei auf.
„Falsche Frage, was machst du hier?“, fragte Mehdi, während Marc ihn lediglich ansah.
„Wir haben uns Sorgen gemacht, du hättest gestern eigentlich zum Fäden ziehen gemusst.“, sagte Gretchen, wobei Marc nuschelte, dass er das dann wohl vergessen habe.
„Vergessen? Du warst dicht bis hinten gegen. Verdammt Marc vor lauter Spirituosen und Müll konnte man deinen Schlafzimmerboden kaum erkennen und auf dem Stück das noch sauber war lagst du regungslos. Erzähl uns also nicht von vergessen!“, erklärte Mehdi direkt, während Marc langsam nickte. Er hatte so sehr gehofft diese Konfrontation vermeiden zu können.
„Mach das du unter die Dusche kommst und dich wieder hergestellt kriegst. Wir nehmen dich mit zum Fäden ziehen.“, sagte Gretchen nun.
„Ich kann nicht duschen.“
„Ja mein Gott, dann mach dich fertig Marc.“
„Kannst du mir die Fäden nicht einfach hier ziehen?“
„Hier?“
„Hasenzahn bitte.“, flehte Marc während Gretchen die Hände hob.
„Und womit genau? Mit deiner Küchenschere?“
„Ich habe alles hier was du brauchst.“, erklärte Marc, was Gretchen nicht im Geringsten verwunderte.
„Was machen die Rippen?“, fragte Gretchen als Marc sich aus dem Bett quälte um seinen eigenen kleinen OP hervor zu holen.
„Wunderbar.“, entgegnete Marc ironisch, während Gretchen am Küchentisch Platz nahm. Sie entfernte Marc zuerst die Fäden der Kopfwunde und sah Marc dann an.
„Du stinkst aus dem Mund wie eine Schnapsbrennerei.“, sagte sie, was Marc mit einem Schulterzucken beantwortete.
„Seit wann bist du eigentlich so uneitel und lässt dir von Hasenzahn deine Fäden an einer sichtbaren Stelle so mir nichts dir nichts in deiner eigenen Küche ziehen?“, fragte Mehdi, während Marc mit den Schultern zuckte.
„Ist doch eh egal.“, sagte er, während Gretchen und Mehdi sich direkt einen vielsagenden Blick zuwarfen.
„So dann Hose runter!“, sagte Gretchen und hoffte inständig auf einen Spruch von Marc, der allerdings nicht kam. Stattdessen ließ er stumm die Hose runter und setzte sich dann wieder auf den Küchenstuhl.
„Fertig.“, sagte Gretchen nach getaner Arbeit, während Marc nun aufsah.
„Gab es sonst noch was?“, fragte er, während Mehdi mit dem Kopf schüttelte.
„Dann danke für die Versorgung zuhause und auf Wiedersehen.“, sagte Marc wobei sich nun auch Gretchen erhob.
„Scheiße.“, fluchte sie als sie zu Mehdi in den Wagen stieg.
„Kannst du mit deinem Vater reden? Marc braucht dringend was um die Hand und wenn er wieder im Krankenhaus ist haben wir auch ein Auge auf ihn und er kann es sich mit Sicherheit nicht erlauben dort auch nur einen Schluck zu trinken.
„Aber er hat vier gebrochene Rippen Mehdi.“
„Das weiß ich. Dann soll er halt für ein paar Stunden am Tag kommen und ein bisschen Bürokram machen, aber er braucht etwas zu tun.“ Gretchen nickte. In diesem Punkt musste sie Mehdi definitiv Recht geben, weshalb Gretchen direkt durchging zu ihrem Vater als sie wieder im Krankenhaus angekommen waren.

....to be continued!



DANKE AN MARC_MEIER_FAN für die tolle Signatur.
Übrigens passend zu meiner Geschichte:
http://www.doctorsdiaryfanforum.de/t1414...n-Dr-Ryina.html
Ganz viel Marc, ganz viel Doktor Meier und ganz viel Drama

Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

21.02.2010 17:53
#20 RE: Story 2 von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 20

Gretchen schilderte ihm nicht annährend wie schlimm es tatsächlich um Marc stand und war froh, dass ihr Vater auch so direkt auf ihren Vorschlag einging. Franz rief am nächsten Tag bei Marc an, wobei dieser auf den ersten Anruf nicht reagierte. Beim zweiten Anruf begrüßte er Franz direkt mit
„Hallo Herr Professor.“
„Meier. Wie fühlen Sie sich? Was machen die Rippen?“ „Alles in Ordnung Herr Professor. Sie heilen langsam wieder zusammen.“
„Ich wollte Sie etwas fragen Meier, Sie können sich allerdings auch gerne darauf berufen, dass sie ja eigentlich krank geschrieben sind, aber es wäre nett wenn sie wiederkommen würde.“
„Wann?“, fragte Marc, der mit so etwas nicht gerechnet hatte.
„Heute, morgen, mir egal wann. Sie sollen auch nur ein paar Stunden am Tag hier erscheinen, alles andere würde mit ihrer Rippenfraktur ja einer einzigen Folter gleichen, aber sie müssen den Papierkram der Station unter Kontrolle halten und die Visite leiten. Hier geht es drunter und drüber, das kann ich Ihnen versichern.“ Marc holte am anderen Ende tief Luft. Wie sollte er das nur schaffen? Er wollte schlafen und seine Gefühle betäuben, aber schlussendlich verspürte er den starken Reiz endlich wieder arbeiten zu gehen.
„Ist in Ordnung. Ich bin morgen früh da.“, versicherte Marc.
„Gut Meier. Ich habe nichts anderes erwartet.“, entgegnete Franz und legte dann auf. Marc stand schwerfällig auf und ging zu seinem Medikamentenschrank herüber. Er nahm eine Schachtel hervor und setzte sich dann wieder auf sein Bett.
„Tja Meier, herzlich Willkommen am Arsch.“, sagte er und spülte die erste Tablette herunter. Wer hätte gedacht, dass es einmal soweit kommen würde, dass er Antidepressiver einnehmen müsste um auch nur einigermaßen wieder auf die Beine zu kommen? Als Marc am nächsten Morgen im Krankenhaus erschien reagierte Gretchen gespielt überrascht, wobei sie ihm am liebsten um den Hals gefallen wäre.
„Ja nicht gleich Konfetti streuen.“, entgegnete Marc und ging dann durch in sein Büro. Marc leitete wenige Stunden später routiniert die Visite, wobei Gretchen kurz die Luft anhielt als Dr. Hoffmann Marc sein herzlichstes Beileid aussprach, was Marc allerdings nur mit einem Nicken abtat. Keine Reaktion, keine Gefühle, einfach nur unnatürliche Kälte und dann entdeckte Gretchen etwas, dass sie schlagartig traf. Marc Augen strahlten eine unendliche Traurigkeit aus, sein Blick war leer, vollkommen gefühllos. Die äußere Hülle von Marc Meier war wieder da. Der Oberarzt war da, der seine Sprüche klopfte und sein Wissen weitergab, doch ein großer Teil von Marc Meier, vielleicht der Hauptteil von ihm, schien gemeinsam mit David gestorben zu sein. Gretchen schossen bei dieser Erkenntnis schlagartig die Tränen in die Augen, wobei Marc, der nun wieder von seinem Krankenblatt aufsah, sie verständnislos anblickte. Er wollte das nicht sehen, er konnte keine weinenden Menschen ertragen, da er viel zu sehr damit beschäftigt war sich selber vollkommen unter Kontrolle zu halten.
„Hasenzahn, was ist denn los? Was soll das? Wir sind hier mitten in der Visite!“, polterte Marc los, wobei Gretchen kurz nickte und sich durch die Haare fuhr.
„Ich will so was nicht mehr sehen. Lern endlich deine Gefühle in den Griff zu bekommen. Du kannst nicht jeden Patienten direkt adoptieren und in dein Herz schließen, das geht einfach nicht. Dein Verhalten gerade war komplett unangebracht, ich hoffe das ist dir klar.“, schimpfte Marc sie aus, während Gretchen ihm gar nicht richtig zuhörte, sondern sein Gesicht betrachtete. Wie sollte er nur jemals wieder der Alte werden? Den Mann den sie so gut kennen und dadurch wahnsinnig lieben gelernt hatte? Marc schüttelte immer noch wütend den Kopf und stapfte in sein Büro herüber, wo er sich auf seinen Schreibtischstuhl sinken ließ.
Wie sollte er die Tage hier nur rumkriegen? Wenigstens hatte er mit Erleichterung davon erfahren, dass Gabi erst einmal in Kur geschickt worden war. So musste er ihr wenigstens nicht auch noch unter die Augen treten. Marc war froh darüber, dass er nach ein paar Stunden wieder nach Hause gehen konnte. Weder Gretchen noch Mehdi waren mehr zu ihm gekommen. Vielleicht hatten sie endlich begriffen, dass er nur seine Ruhe wollte. Zuhause angekommen schaltete Marc direkt den Fernseher an, um nicht wieder von der alles umfassenden Leere und Stille erdrückt zu werden. Marc ging zum Kühlschrank herüber und holte eine Flasche Bier hervor, wobei er kurz zögerte, sie dann allerdings doch öffnete, wobei er sie nach dem ersten Schluck in den Ausguss schüttete.
„Reiß dich zusammen Meier!“, befahl er sich selber. Er hatte seit dem Unfall nicht eine Träne vergossen und ließ das Thema so wenig wie möglich an sich heran.
Als Marc am nächsten Tag im Krankenhaus erschien war Gretchen froh darüber, dass er klar und nüchtern dort erschien, denn sie hatte sich bereits wieder Sorgen gemacht, was er nach Feierabend angestellt hatte. Marc holte sich seinen Kaffee im Schwesternzimmer und ging dann zu seinem Büro herüber.
„Marc ich habe eine Patientin bei der ich deinen Rat brauche.“, sagte Gretchen schweren Herzens als sie zu Marc ins Büro kam. Sie hatte sich schon den ganzen Morgen Gedanken darum gemacht, wie sie wohl damit umgehen sollte.
„Okay.“
„Aber Marc, ich weiß nicht ob….“, sagte Gretchen und brach mitten im Satz ab, während Marc nun von seiner Akte aufsah und Gretchen fragend ansah.
„Ob was? Oder machst du ein Ratespiel?“, fragte er.
„Ob es so eine gute Idee ist. Ich meine ich kann auch Dr. Hoffmann oder jemand anderen hinzuziehen.“
„Wieso solltest du das tun? Ich bin dein diensthabender Oberarzt, ich bin dein leitender Oberarzt, ich bin dein Chef, also wieso genau solltest du jemand anderen hinzuziehen?“
„Die Frau um die es geht hatte heute Morgen einen Autounfall, sie ist schwanger und wird momentan von Mehdi auf der Gyn betreut, allerdings braucht sie auch noch eine OP und….“ Gretchen konnte sehen, dass Marc bei ihrer Schilderung leicht zusammenzuckte, wobei er allerdings schon Sekunden später wieder vollkommen regungslos zuhörte.
„Und was?“, fragte Marc erneut, da Gretchen bei seiner Reaktion bereits wieder aufgehört hatte zu sprechen.
„Und ich brauche halt deinen Rat.“
„Gut, dann gehen wir hoch, ich denke nicht, dass es noch lange warten kann, oder?“ Gretchen schüttelte den Kopf, während Marc sich von seinem Stuhl erhob.
„Was machen die Rippen?“, fragte Gretchen als sie sah wie langsam Marc aufstand und dann noch einmal inne hielt.
„Keine Ahnung.“, nuschelte er und verließ dann zusammen mit Gretchen sein Büro.
„Mehdi, da sind wir.“, rief Gretchen in Mehdis Büro herein.
„Gut, dann schauen wir mal nach Frau Meinhardt. Das Baby ist soweit stabil.“
„Soweit stabil oder stabil?“, fragte Marc, während Mehdi ihn kurz ansah.
„Je nachdem was ihr veranstalten wollt.“, entgegnete Mehdi und steuerte dann mit Marc und Gretchen den Raum an, indem Marc David zum ersten Mal angesehen, zum ersten Mal gehalten und für immer verabschiedet hatte. Gretchen entging es nicht, wie Marc leicht zurückzuckte und ein ganzes Stück zurückwich als Mehdi die Tür öffnete.
„Meier? Kommst du?“, fragte Mehdi, der in diesem Moment noch nicht präsent hatte in welchem Raum sie sich befanden. Marc sah kurz auf und nickte, während Gretchen sich auf die Lippen biss. Es tat ihr so weh ihn so sehr leiden zu sehen.
„Frau Meinhardt, darf ich Ihnen Dr. Meier und Dr. Haase vorstellen?“, fragte Mehdi, während Marc noch immer auf den Tisch starrte auf dem sein kleiner David gelegen hatte. Marc merkte wie der ganze Raum sich um ihn herum zu drehen begann. Er sah auf die schwangere Frau die dort lag und sah augenblicklich wieder Gabi vor sich liegen. Marc schüttelte sich kurz, während Gretchen ihn direkt ansah.
„Marc?“, fragte sie, doch dieses Mal hatte Dr. Meier sich nicht unter Kontrolle. Noch nicht einmal annährend.
„Tschuldigung.“, nuschelte Marc und drehte sich dann um. Er schwankte als er zur Tür herüber ging, während Gretchen und Mehdi sich einen kurzen Blick zuwarfen.
„Marc?“, fragte Gretchen und folgte Marc nach draußen, der sich an der gegenüberliegenden Wand abstützte und den Kopf nach unten baumeln ließ, wobei er schwer atmete.
„Marc?“, fragte Gretchen noch einmal, dieses Mal allerdings deutlich beunruhigter als noch zuvor.
„Gib mir eine Minute.“, brachte Marc hervor und fühlte sich nicht in der Lage seinem inneren Druck auch nur noch eine Sekunde stand halten zu können. Noch ehe Gretchen etwas sagen konnte verlor Marc den Kampf gegen sich selber und übergab sich mitten im Gang.

....to be continued!



DANKE AN MARC_MEIER_FAN für die tolle Signatur.
Übrigens passend zu meiner Geschichte:
http://www.doctorsdiaryfanforum.de/t1414...n-Dr-Ryina.html
Ganz viel Marc, ganz viel Doktor Meier und ganz viel Drama

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