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Dieses Thema hat 451 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

24.01.2011 19:31
#451 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hey....

Danke für die Kommis. Freut mich, dass euch dieser Teil und auch die Muik dazu gut gefallen haben! Wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Lg Vanny



http://www.youtube.com/watch?v=ioyLgK_FtSU&feature=related

Wie lange hatte ich auf diesem Augenblick gewartet? Und nun war er endlich da.

Gretchen schreitet mit ihrem Vater an der Hand den langen Gang zum Altar entlang.

Auch wenn ich zwischenzeitlich nicht mehr damit gerechnet hatte, gab es immer noch Menschen, die mir Mut zu gesprochen und mir geholfen haben.

Dabei fällt ihr Blick zu Sabine, die sie aus einer der Bänke anstrahlt und beide Daumen hoch hält. Gretchen quittiert das mit einem leichten Kopfschütteln, lächelt die Schwester aber dennoch dabei an.

Nie und nimmer hätten wir gedacht, dass es uns mal treffen könnte und haben uns deshalb dagegen gewehrt.

Marc steht immer noch vorne, mit dem Rücken zum Altar, und wartet darauf, dass Gretchen zu ihm kommt. Als sie dann endlich vor ihm steht, lächelt er sie kurz an und reicht ihr seine Hand.

Auch wenn wir selbst einiges dafür aufgeben mussten, so zählt doch in diesem Moment nur eins: Dass wir den Menschen, der uns wichtig ist, glücklich sehen.

Nachdem das Brautpaar dann zum Altar gewandt steht, sieht Gretchen Mehdi noch mal an, der lächelnd zu nickt. Anschließend sieht sie kurz nach hinten, wo Ihre Eltern zwischenzeitlich in der ersten Reihe sitzen. Während ihr Vater ihr fast ein bisschen stolz erscheint, zückt Bärbel mal wieder ihr Taschentuch und schnäuzt hinein, so dass man es wahrscheinlich durch die ganze Kirche hören kann.
Auf der anderen Seite sieht sie dann Elke, die sich ebenfalls, obwohl sie wahrscheinlich am liebsten heulen würde, ein gequältes Lächeln abringt.

Eins konnte ich mit Sicherheit behaupten: Mein Leben ist und würde auch bestimmt nie langweilig.

Pfarrer (räuspert sich kurz): Können wir dann?

Gretchen wendet ihren Blick wieder nach vorn und nickt kurz.

Pfarrer: Also dann....frage ich dich....Marc Olivier Meier, willst du, Margarethe Haase zu deiner Frau nehmen, sie lieben, achten und ehren, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod euch scheidet? So antworte jetzt, ja ich will!
Marc (sieht Gretchen tief in die Augen): Ja....ich will!
Pfarrer: Dann frage ich jetzt dich Margarethe Haase, willst du Marc Olivier Meier zu deinem Mann nehmen, ihn lieben, achten und ehren, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod euch scheidet? So antworte du ebenfalls mit, ja ich will!

Sich nicht zu entscheiden ist immer die falsche Entscheidung. Sich zu entscheiden kann auch eine falsche Entscheidung sein. Aber auch eine scheinbar falsche Entscheidung, wird am Ende immer die Richtige sein, wenn wir den Weg unseres Herzens gehen....

Gretchen (lächelt Marc kurz an): Ja, ich will!

Denn die Liebe lässt sich einfach nicht begründen. Sie kennt weder Angst noch Stolz. Sie basiert auf Vertrauen. Jemanden gehen zu lassen, in der sicheren Erwartung, dass er zurückkommt....

Nachdem Mehdi seinen Dienst als Trauzeuge geleistet hat, sieht er sich ebenfalls in der Kirche um und entdeckt in einer der hintersten Reihen Sabrina, die ihn schüchtern anlächelt. Er strahlt sie ebenfalls an und wendet sich anschließend wieder nach vorn.

Denn nur das Vertrauen in jemanden, bringt oft das Beste in ihm ans Licht.

Pfarrer: Dann erkläre ich sie hiermit zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut dann jetzt küssen!

Das lässt Marc sich dann natürlich nicht zweimal sagen. Er zieht Gretchen kurzerhand zu sich und gibt ihr einen langen leidenschaftlichen Kuss.
Nachdem sie sich dann wieder von einander gelöst haben beugt Gretchen sich zu Marc rüber und flüstert ihm etwas ins Ohr.

Gretchen (leise): Ich....liebe dich!
Marc (grinst sie an): Das hoffe ich doch....Frau Meier!

Die junge Ärztin grinst ihn ebenfalls an und schmiegt sich dann an ihn, bevor sie gemeinsam Hand in Hand die Kirche verlassen.

Sodele...wie ihr euch sicher denken könnt ist das hier so ziemlich der letzte Teil meiner Story. Okay...einen hab ich noch, als Nachtrag, der dann zwar ziemlich lang ist, aber dafür dann auch der Letzte ist

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

25.01.2011 04:23
#452 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Moin Moin, oder für andere hier auch noch gute Nacht

Nachdem ich jetzt wirklich mitten in der Nacht aufstanden bin und nun noch ein bisschen Zeit hab, bevor ich mich gleich fertig machen für die Arbeit, stelle ich noch schnell den letzten Teil rein. Wie gesagt er ist etwas länger, weil ich diesen Nachtrag nicht unbedingt trennen wollte.
Zum Inhalt sag ich jetzt einfach nur mal folgendes: Da ich euch über die ganze Zeit hinweg so gequält habe und es dann auch noch versch. Zeitsprünge gab, beschloss ich euch in dem Nachtrag etwas über die "Vergangenheit der letzten 5 Jahre" zu breichten, bzw. Gretchen in dem Fall, weil ich einige Passagen in Form von Tagebucheinträgen verfasst hab.
Hoffe euch gefällt es und ihr könnt zum letzten Mal noch mal lachen, weinen (wenn dann nur vor Freude, dass das mal kalr ist hier^^) oder auch dahin schmelzen. Wie ihr wollt hauptsache ihr habt Spaß dabei

Lg Vanny



5 Jahre später....

Gretchen sitzt da und schreibt in ihr Tagebuch.

http://www.youtube.com/watch?v=zg4c9K2vtf4

Schon in der Bibel steht geschrieben: Die Liebe erträgt alles! Sie glaubt alles, sie hofft alles und sie duldet auch alles!
Ob sich seit der Hochzeit zwischen uns etwas verändert hat? Nein. Nicht wirklich....
Wir lieben und streiten uns immer noch wie am ersten Tag....


Marc (energisch): Nein verdammt! Kommt nicht in Frage Hasenzahn!
Gretchen (versucht es mit Hundeblick und deutet auf die Tapete vor ihnen im Regal): Aber Marci....guck doch mal....
Marc (verzieht das Gesicht): Ich HABE es gesehen! Und meine Antwort heißt immer noch nein und noch mals nein!
Gretchen (probiert es mit Schmollen): Aber wieso denn nicht? Immerhin ist das auch meine Wohnung! Und ich....
Marc (hebt abwehrend die Hände): Woah woah woah Hasenzahn! Als du damals bei mir eingezogen bist war nie die Rede davon, dass du meine Hütte in einen rosa Plüschalptraum verwandeln darfst!
Gretchen (beleidigt): Die ist nicht rosa, sondern flieder!
Marc (bleibt dabei): Noch schlimmer!
Gretchen (versucht es erneut): Aber....diese weißen sterilen Wände sind ja wohl auch nicht das Wahre oder?!
Marc: Wieso? Also mir gefällt´s!
Gretchen: Ja eben! DIR gefällt es! Aber MIR nicht Marc! Ich komm mir vor wie im Krankenhaus verdammt!
Marc (etwas beleidigt): Dafür, dass dir das nicht gefällt wohnst du aber schon ziemlich lange dort!
Gretchen (murmelt in sich hinein): Ja, weil ich muss....
Marc: Bitte?!
Gretchen (sieht betreten zu Boden): Naja...ich hab halt nie was gesagt, weil....
Marc (hakt nach): Weil was? Sprich dich ruhig aus Hasenzahn?!
Gretchen (mit ihrem Latein am Ende): Ja keine Ahnung! Was weiß denn ich?!
Marc (etwas verwirrt): Ah ja?!
Gretchen (wird zickig): Ja! Was ist jetzt?!
Marc: Die Antwort lautet immer noch nein!
Gretchen (versucht es jetzt auf die andere Tour und schmiegt sich dicht an ihn): Kann man denn da gar nichts machen?!
Marc (sieht an ihr herunter): Hasenzahn?!
Gretchen (klimpert ordentlich mit den Wimpern und sieht zu ihm hoch): Was denn Marc?
Marc (sieht sich kurz im Laden um und knirscht mit den Zähnen): Du weißt ganz genau was ist! Also lass das! Das ändert sowieso nix an meiner Meinung!
Gretchen (geht noch einen Schritt weiter und streicht ihm über die Brust): Bist du dir da wirklich ganz sicher?
Marc (versucht stur zu bleiben): Ja!
Gretchen (wandert mit ihren Händen noch ein Stück tiefer, nachdem sie sich vergewissert hat, dass sie allein sind): Wirklich GANZ sicher?!

Sie klimpert noch mal unschuldig mit den Wimpern.

Marc stöhnt daraufhin nur kurz und dreht sich noch mal zu den verschiedenen Tapeten um. Schließlich deutet er auf eine gelbliche.

Marc: Die oder keine! Und das...ist mein letztes Wort!

Aber trotzdem bin ich unendlich glücklich. Denn Glück bedeutet mehr als nur einen Sechser im Lotto oder das zu bekommen was man will. Glück ist....gehalten zu werden, wenn du fällst, gestärkt zu werden, wenn du zweifelst und geliebt zu werden, wenn du liebst.

Marc (stöhnt kurz): Hasenzahn...kannst du mir mal sagen, warum du jetzt schon wieder heulst?!
Gretchen (schluchzt): Ich bin schlecht. Nein ich bin noch schlechter als schlecht! Ich schaff das nie!
Marc (Kommt auf sie und umfasst ihre Taille, wobei er ihr in die Augen sieht): Hör mal zu....Du SCHAFFST das sehr wohl okay?! Wir haben das doch alles mindestens dreißig mal durch gekaut!
Gretchen (unsicher): Ja aber....was ist wenn ich was wichtiges vergesse, wenn ich....
Marc (legt seinen Finger auf ihren Mund und deutet ihr somit an still zu sein): Keine Widerrede jetzt! (Er gibt ihr einen kleinen Schupps): Du gehst da jetzt rein und zeigst denen was du kannst! Und wenn du mal keinen Plan hast, stellst du dir einfach vor ich säße da und du willst es mir unbedingt zeigen, wie in deiner Anfangszeit im Krankenhaus. Da wolltest du das doch ständig!
Gretchen (sieht ihn erstaunt an): Das hast du gemerkt?
Marc (stöhnt kurz): Bin ja nicht blöd ne?! Und jetzt ab rein da!

Er nickt kurz zur Tür des Raumes, in dem die Prüfungskommission sitzt.

Gretchen (umarmt ihn nochmals und gibt ihm einen Kuss): Danke.

Sie lächelt ihn an und betritt anschließend den Raum, um einen Teil ihrer Facharztprüfung dort abzulegen.

Es gibt eben Dinge, die ändern sich nie! *seufz* Mittlerweile glaube ich sogar, dass das Chaos bei uns nicht nur Ferien macht...nein ich glaube es ist so was wie unser Untermieter!
Apropos Chaos und Untermieter. Es gibt da inzwischen noch einen zweiten Mann in meinem Leben, der sich einen Empfang verschafft hat, den wir wohl beide nicht mehr so schnell vergessen werden....ganz der Papa eben! In jeder Hinsicht! *seufz*


Gretchen und Marc stehen vor dem alten Volvo und streiten sich wiedermal.

Gretchen (klatscht sich die Hand vor die Stirn und schüttelt mit dem Kopf): Wie kann man so was nur vergessen Marc?
Marc (versucht sich zu verteidigen): Meine Fresse eh! Hast du noch nie was vergessen?
Gretchen: Doch! Aber noch nie so was wichtiges wie zu tanken!

Gut. Könnte daran liegen, weil ich gar kein Auto fahre, aber das sag ich ihm jetzt nicht! Er soll leiden!

Marc (fährt sich mit der Hand stöhnend durch die Haare): Pass auf! Du wartest hier und ich guck, wo die nächste Tankstelle ist!
Gretchen (sieht sich skeptisch um und erblickt dabei die Bäume dicht um sie herum): Vergiss es! Du lässt mich jetzt hier nicht alleine, verstanden?!
Marc (seufzt): Hasenzahn...was soll passieren? (Er zwinkert ihr kurz frech zu): Außerdem wer dich im Dunkeln mitnimmt, lässt dich im hellen dann eh wieder laufen!
Gretchen (blitzt ihn böse an): Haha! Wirklich...sehr witzig Marc! Aber....(sie deutet an sich herunter)....vielleicht bin ich schwanger?!
Marc: Ja und?! Wie gesagt du bist SCHWANGER und nicht sterbenskrank!

Frechheit so was!

Gretchen (formt ihre Augen zu Schlitzen): Manchmal bist du echt so....so unsensibel und....und....(sie stockt und zuckt kurz zusammen)
Marc (stellt sich fordernd vor sie): Und was? Sprich dich ruhig aus Hasenzahn?!
Gretchen (flucht): Verdammt!
Marc (grinst sie an): Sind dir wohl die Beschimpfungen ausgegangen was?!
Gretchen (mit zusammen gepressten Lippen): Marc! Ich glaube....es....kommt!
Marc (verwirrt): Wie jetzt?!
Gretchen (schreit, weil die Schmerzen mittlerweile immer schlimmer werden): Das Kind du Idiot!
Marc (sieht sie drohend, aber auch zugleich ein bisschen flehend an): Hasenzahn....das ist jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für deine schlechten Scherze okay?!
Gretchen (stützt sich am Dach des Autos ab, um die nächste Wehe einigermaßen ertragen zu können): Das....war kein Scherz! Es...tut verdammt weh!
Marc (fährt sich aufgewühlt durch die Haare und läuft ein paar Runden im Kreis): Scheiße man!
Gretchen (schreit ihn an): Marc! Jetzt tu verdammt noch mal endlich was?!
Marc (etwas überfordert mit der Situation und schreit deshalb zurück): Ja was denn verdammt?!
Gretchen: Ja du bist doch hier der Arzt?!
Marc: Ja...du etwa nicht oder was?!
Gretchen (schreit ihn erneut an): Ja soll ich mir das Kind etwa selbst raus ziehen oder was?!

In der Zwischenzeit hat Marc nervös sein Handy aus dem Auto geholt und versucht verzweifelt Hilfe zu holen, aber auch das ohne Erfolg.

Marc (flucht vor sich hin): Scheiße...kein Empfang!
Gretchen (sarkastisch): Wundert es dich?! Wir sind im Wald Marc!
Marc (etwas neben der Spur): Okay...dann...dann geh ich runter zur Straße und versuche....
Gretchen (unterbricht ihn, während sie versucht die nächste Wehe irgendwie zu überstehen): Marc Meier....du bewegst deinen Hintern jetzt nicht hier weg und lässt mich allein?!
Marc (versucht sich irgendwie raus zu reden): Bis dahin bin ich längst zurück! So schnell kommt das nun auch nicht! Ich ruf nen Krankenwagen und....

Er unterbricht sich selbst, als er bemerkt, wie Gretchen Wasser die Beine herunterläuft....Fruchtwasser.

Marc: Scheiße.....
Gretchen (süffisant grinsend): Und? Meinst du jetzt immer noch, dass wir genug Zeit haben?! (Die nächste Wehe kündigt sich an): Es...will...raus verdammt!!!
Marc (spricht sich selbst Mut zu, während er fast panisch auf und ab läuft, mit der Hand an der Stirn): Okay! Keine Panik....wir...schaffen das schon...irgendwie....
Gretchen (schreit): Es...tut aber....weh verdammt! AHHHHH!
Marc (aufgescheucht): Scheiße, Scheiße, SCHEIßE!!!
Gretchen (schreit erneut): Jetzt...tu endlich was Mensch!
Marc (kommt wieder auf sie zu): Ja ja....äh....(er hält ihr kurz die Hintertür des Wagens auf): Rein da!
Gretchen (auch etwas durcheinander wegen der Schmerzen): Und dann? Soll ich etwa ne Runde schlafen und darauf warten bis es vorbei ist, oder wie?!
Marc (versucht sie in seiner Panik dennoch kurz anzugrinsen): Ja....Wolltest du das Kind etwa im Stehen bekommen, oder was?!
Gretchen: Nein...natürlich nicht!
Marc (versucht die Fassung wieder zu erlangen): Na also! Und jetzt hinlegen und Klappe Halten!
Gretchen (empört): Maaaaaaahhhhhhrc!
Marc: Ich...weiß wie ich heiße Hasenzahn?! Mach einfach was ich dir sage! Wir....werden das Kind schon schaukeln...äh raus holen.

Gretchen sieht ihn zwar noch mal skeptisch an, tut dann aber was er verlangt hat und legt sich auf die Rückbank.

Gretchen: Und jetzt?!
Marc: In welchen Abständen kommen die Dings...äh hier Wehen?!
Gretchen (aufgebracht): Ja was weiß denn ich?! Meinste ich hab ne Stoppuhr in mi....ahhhhhh Scheißeeeeeee tut das weh!
Marc (atmet noch mal tief durch, während er sich sein Jacket auszieht und die Ärmel seinem Hemdes hochkrempelt): Okay....das beantwortet denk ich meine Frage! (Er drückt ihr seine Jacke in die Hand): Hier! Halt mal!
Gretchen (verwirrt): Mir ist nicht kalt Marc?!
Marc (sarkastisch): Ja....Willst du unser Kind vielleicht mit Tempotaschentüchern warmhalten, oder was hattest du gedacht?!

Gretchen zieht beleidigt eine Schnute und versucht währenddessen die nächste Wehe hinter sich zu bringen, in dem sie vor sich hin hechelt wie ein junger Hund.

Marc: Du musst atmen Hasenzahn!
Gretchen (jammert): Aber...es tut...so weh!
Marc: Ja...du musste jetzt wohl durch!
Gretchen (blitzt ihn böse an): Du hast die Schmerzen jaaaaaaaaaaaaaahhhhhhh.....nicht!
Marc (reibt sich kurz sein rechtes Ohr): Nee, aber dafür bald nen Tinitus, wenn du mir weiter so ins Ohr schreist....
Gretchen (hat langsam Mordgedanken): Ich schwöre dir....wenn ich das hier hinter mir hab dann werd ich aahhhhhh SCHEIßE!!!
Marc (beugt sich ein Stück über sie): Äh....ich glaube du bist jetzt gerade nicht unbedingt in der geeigneten Position, um zu verhandeln?!
Gretchen (wütend): Ich will auch nicht verhandeln, sondern einfach nur, dass es endlich vorbei ist!

Inzwischen hat sie ihre Beine gespreizt und der Oberarzt kann bereits den Kopf sehen.

Marc: Das lässt sich denk ich einrichten Hasenzahn....

In der Zwischenzeit hat er sich kniend vor ihr auf dem Sitz platziert und gibt ihr, nun wieder etwas routinierter und auch ruhiger letzte Anweisungen.

Marc: Okay Hasenzahn....bei der nächsten Wehe presst du was das Zeug hält, umso schneller hast du es hinter dir!
Gretchen: Es....tut ahhhhhhhhhhhhh!
Marc (unterbricht sie): Nicht schreien, pressen hab ich gesagt!

Da Gretchen nicht wirklich eine Wahl hat, tut sie dann wie befohlen und drückt so fest sie kann, bis die Wehe zu Ende ist.

Marc: Gut so! Und jetzt wieder atmen! Der Kopf ist schon bald da!
Gretchen (ganz aus dem Häuschen, weil sie gerade eine schmerzfreie Phase hat): Was echt? Kannst du auch die Haarfarbe sehen?
Marc (sieht sie entgeistert an): Andere Sorgen haste gerade nicht oder wie?!
Gretchen: Doch ahhhhhhhhhhhhhh!
Marc (gibt wieder Anweisungen): Dann....Klappe halten und pressen!
Gretchen (presst unter der größten Anstrengung ein paar Worte hervor): Tuuuuuuu iiiiiiich doooooooooch verdaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhmmt!
Marc (sieht kurz zu ihr hoch und grinst sie an): Na dann sind wir uns ja einig!

Er sieht wieder nach unten und verschafft sich erneut einen Überblick über die Situation.

Marc (seufzt und wischt sich dabei den Schweiß von der Stirn): Gut. Noch ein-zwei-mal dann sollten wir es geschafft haben.
Gretchen (zickig): Du meinst wohl ICH sollte es geschafft haben! Schließlich hab ich hier die ganze Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

Während Gretchen noch einmal alles gibt, nimmt Marc unten seinen Sohn in Empfang.

Marc (nachdem er kontrolliert hat, ob alles dran ist): Na also...geht doch!
Gretchen (völlig fertig): Was....ist? Hab ich.....

Weiter kommt sie nicht, weil sie in dem Moment schon den alles erlösenden Schrei hört, der in dem Moment wie Musik in ihren Ohren klingt.
In der Zwischenzeit schnappt Marc sich seine Jacke und packt den Säugling warm darin ein, obwohl er sie danach höchstwahrscheinlich nur noch wegschmeißen kann.

Marc (murmelt vor sich hin): Ich hoffe du weißt das irgendwann mal zu schätzen. Die war echt teuer!

Er lächelt die geschätzten 50 cm Leben kurz an und übergibt ihn anschließend an Gretchen, die schon ungeduldig darauf wartet ihr Kind endlich in den Armen halten zu können.
Die junge Ärztin schiebt die „Decke“ ein Stück zur Seite, um einen genauen Blick auf ihr Baby werfen zu können.

Gretchen (lächelt kurz): Na du bist aber eine Süße!
Marc (versucht sich gerade irgendwie zu säubern, was ohne Wasser ein denkbar schlechtes Unterfangen ist): Äh....es ist ein Junge Hasenzahn?!
Gretchen (peinlich berührt, weil sie bis zur letzten Minute felsenfest davon überzeugt war ein Mädchen zu bekommen): Oh! (Sie sieht noch mal nach, um sich zu vergewissern): Tatsächlich!
Marc (grinst): Hab ich ja gleich gesagt! Aber Madame meinte ja wieder alles besser wissen zu müssen!
Gretchen (seufzt kurz): Ist okay Marc! Du...hast gewonnen! Zufrieden jetzt?!
Marc (grinst über beide Ohren): Jep!
Gretchen (vorsichtig): Aber....haben wir doch trotzdem ganz gut hinbekommen. Meinst du nicht auch?
Marc (hat sich in der Zwischenzeit zu den Beiden gesetzt): Hmm....

Noch immer betrachtet Gretchen völlig fasziniert den Säugling....ihr Baby! Somit sind dann auch alle Schmerzen, inklusive geeigneter Foltermethoden für den Vater des Kindes in Vergessenheit geraten und sie hat nur noch Augen für das kleine Bündel Mensch in ihren Armen.

Gretchen (leise): Er hat deine Augen....
Marc (betrachtet seinen Sohn ebenfalls und sieht anschließend lächelnd zu Gretchen): Und deine Nase....

Ja. Ich muss schon sagen...das war ziemlich aufregend und ich bin wirklich froh, dass ich ihn hatte, sonst wäre ich da wahrscheinlich wahnsinnig geworden, wenn ich es nicht schon längst bin! So wie Marc immer so schön sagt....

Sie wendet ihren Blick kurz von ihrem Buch ab und sieht sich in der Gegend um, nur um sich dann Kopf schüttelnd, aber mit einem Lächeln wieder ihrem Geschriebenen zu widmen.

Tief in meinem Inneren hab ich es ja immer schon gehofft, aber seitdem Ben, also unser Sohn da ist, bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man auch aus dem schlimmsten Egoisten einen richtigen Familienmenschen machen kann. Und das ist ganz allein MEIN Verdienst! *grins*
Marc ist ein wunderbarer Vater und ich hab das Gefühl, dass er die Zeit mit seinem Sohn richtig genießt.


Sie sieht wieder hoch und entdeckt die beiden in etwas weiterer Ferne auf der großen Wiese. Der kleine Ben, inzwischen drei Jahre alt, kämpft verzweifelt um den Ball, aber Marc will ihm den nicht so einfach kampflos überlassen.

So ein Kindskopf!

Sie schüttelt nochmal lächelnd mit dem Kopf, schließt ihr Tagebuch und begibt sich anschließend zu den anderen.

Bärbel (kommt mit dem Kuchen auf die Terrasse): Margarethe! Da bist du ja endlich! Wir wollen doch anfangen!

Die ältere Frau stellt den Kuchen in die Mitte und zündet dann, als alle sitzen die drei darauf befindlichen Kerzen an.
Ben, der in zwischen auf Gretchen´s Schoß sitzt, klatscht freudestrahlend in seine kleinen Hände und will sich anschließend direkt an der Schokoladentorte zu schaffen machen.
Gretchen weist ihn noch rechtzeitig in seine Schranken und mahnt ihn kurz.

Marc (lacht kurz): Also das hat er eindeutig von dir!
Gretchen (wird kurz rot): Ja äh....ist ja auch mein Sohn ne?!
Bärbel (unterbricht das Ganze dann): Kinder! (Sie sieht wie Gretchen kurz die Augen verdreht, fährt aber ungehindert fort): Jetzt seid doch mal kurz ruhig, bevor die Kerzen noch runtergebrannt sind! (Sie wendet sich an den kleinen Jungen): Na los mein Kleiner!
Da das Kleinkind nicht so recht weiß was es machen soll, nimmt Gretchen ihn auf den Arm und hilft ihm dabei die Kerzen auf seinem Geburtstagskuchen auszupusten.
Nachdem das geschehen ist, stimmt Bärbel dann zur Krönung noch ein Geburtstagslied an, wobei die meisten der Anwesenden nur genervt die Augen verdrehen, aber anschließend doch noch mit einstimmen.
Als dann alle mit dem Essen fertig sind und die Männer, sprich: Der kleine Ben, Marc, Mehdi und sogar Franz, wieder ihren Beschäftigungen nachgehen, widmet sich Gretchen Sabrina, die mit ihr noch als einzige am Tisch sitzt.

Sabrina (lächelt Gretchen kurz an): Sie sind wirklich total süß zusammen!
Gretchen (grinst über beide Ohren): Ja! Ich hätte es auch niemals für möglich gehalten, dass Marc sich ausgerechnet über ein Kind mal so freuen würde.
Sabrina (erstaunt): Wieso? Mochte er keine Kinder haben?
Gretchen: Hmm...nein ich glaube das stand eigentlich nicht auf dem Plan....
Sabrina: Naja....aber Dinge ändern sich nun mal ne?!
Gretchen: Ja. Du sag mal...was hat Mehdi jetzt eigentlich gesagt? Ich meine hast du es ihm schon gesagt?
Sabrina (blickt schüchtern zu ihr auf): Ich hatte....bis jetzt noch nicht die richtige Gelegenheit dazu. Und außerdem weiß ich nicht, wie....
Gretchen (unterbricht sie und nimmt ihr die Zweifel): Er wird sich freuen...glaub mir! Ich meine....ein Kind....das ist doch etwas wunderbares und ihr....liebt euch doch, oder?
Sabrina (strahlt sie an): Ja!
Gretchen: Siehst du! Also...was soll schief gehen?
Sabrina (lächelt sie kurz an): Stimmt du hast Recht! Gleich heute Abend sag ich es ihm!
Gretchen: Das ist die richtige Einstellung!

Anschließend stehen auch die beiden Frauen auf und begeben sich zu dem Rest.

Gretchen (jammert): Marc! Also jetzt gib ihm doch auch mal den Ball!
Marc (etwas außer Atem): Hasenzahn! Der Sinn an Fußball ist, dass man darauf aufpasst, dass kein anderer den Ball bekommt!
Gretchen (seufzt kurz): Das...weiß ich! Stell dir vor Marc! Aber....er ist doch noch so klein!

Marc schießt den Ball daraufhin zu Mehdi und deutet ihm an, dass er eine kurze Pause macht. Anschließend begibt er sich zu Gretchen und flüstert ihr etwas zu.

Marc: Ich dachte eigentlich, dass wir das Bett heute Abend mal wieder für uns alleine hätten....
Gretchen (steht auf dem Schlauch): Ja und?
Marc (stöhnt kurz): Hasenzahn....ich mach ihn müde, dann fällt der nur noch wie ein nasser Sack ins Bett....in...SEIN Bett....versteht sich! (Er legt seine Hand auf ihren Hintern und grinst sie schweinisch an)....Und wir können dann mal wieder so richtig....
Gretchen (empört sich und nimmt seine Hand weg): Maaaarc! Also wirklich jetzt?!
Marc (unschuldig): Wasn?
Gretchen (schockiert): Ja du kannst doch unseren Sohn nicht wie einen jungen Hund über den Rasen jagen, nur damit er müde ist und in seinem Bett schläft, damit du....
Marc (grinst sie an): Ja also...was schlägst du stattdessen vor? Valium fällt aus! Zu viele Nebenwirkungen!
Gretchen (versetzt ihm einen kurzen Stoß): Blödmann!
Marc (stöhnt genervt): Boah....ich will doch einfach nur mal wieder....
Gretchen (sieht ihn entgeistert an): Mal wieder? Das letzte mal war gestern?!
Marc: Ja eben!
Gretchen (versucht sich raus zu reden): Er hat halt....Angst im Dunkeln! Und außerdem....kannst du ihn ja dann wieder in sein Bett tragen!
Marc (sieht sie ungläubig an): Damit er dann nach zehn Minuten wieder vor dem Bett steht und uns nochmal fragt was wir da gerade machen?
Gretchen (wird schlagartig knallrot, als sie an die Situation vor ein paar Tagen denkt und räuspert sich kurz): Ja....ähm....das war....ähm....

Hab ihm natürlich nix gesagt! Bin ja keine Rabenmutter! Anders als Marc, der mir dann, das muss ich ihm neidlos zugestehen doch irgendwie noch aus der Patsche geholfen hat. Okay....er will jetzt zwar ein eigenes Pony, weil "reiten" ja total lustig zu sein scheint, wenn Mama und Papa dabei schon so viel Spaß haben, aber gut...das kriegen wir ihm auch schon noch wieder ausgeredet.

Marc (grinst sie wieder an): Eben! Und deshalb....werd ich ihn jetzt fertig machen!
Gretchen: Marc! Das ist dein Sohn!
Marc: Du! Kinder brauchen Herausforderungen!
Gretchen: Dann pass aber wenigstens auf, dass er sich nicht überanstrengt!
Marc (grinst sie noch mal an, bevor er dann geht): Ist ja nicht wie seine Mutter!
Gretchen (will sich empören, aber da ist er schon wieder weg): Also....das ist ja wohl....(sie ruft ihm noch nach)....Das kriegst du wieder!
Marc (zwinkert ihr zu, während er sich wieder den Ball schnappt): Na das hoff ich doch Hasenzahn!

Männer! Aber sie sind und bleiben die beste Medizin und das ganz ohne Rezept!


Ende


Sodele. Das war´s dann also. Wie gesagt, hoffe ihr hattet zum Abschluss wenigstens noch ein bisschen Spaß. Danke, dass ihr mich die ganze Zeit über begleitet und manchmal auch in den Hintern getreten habt, wenn mir mal wieder nix passendes einfiel! Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle, aber noch den "alten Hasen" hier danken

@Lorelei: Wir kennen uns ja jetzt auch schon ziemlich lange und du bist eine von denen, die mir auch schon in meinen vergangenen Projekten ein hohes Maß an Unterstützung gegeben hat! DANKE DAFÜR! Außerdem ziehe ich den Hut vor deiner Ausdauer. Ich weiß ich bin nicht gerade die einfachste Schreiberin hier, schon alleine wegen dem ständigen Zuckermangel in einen Stories^^ Es freut mich dennoch, dass du auch diesmal bis zum Schluß tapfer alles ertragen hast, was ich euch hier die letzten Monate so aufgetischt hab und noch dazu immer fleißig kommentiert hast, was man von mir ja gerade mal wieder nicht behaupten kann

@Katha, Martchen, esperanza, Azadeh u. v. m.: Auch an euch ein riesengroßes Dankeschön! Ihr wart auch immer da und habt mir in den Hintern getreten, wenn ich es mal gebraucht hab. Hoffe ich konnte auch euch ingesamt zufrieden stellen. Hab ja immer gesagt: Alles wird gut ne?!

@alle, die in den letzten Tagen noch dazu gekommen sind: Finde es toll, dass ihr euch, obwohl die Story zu diesem Zeitpunkt schon fast ihr Ende fand, noch die Mühe gemacht hab, alles nach zu lesen und zu kommentieren! Somit geht auch ein ganz großes Dankeschön an euch!

Wie gesagt hoffe, dass ich alle Erwartungen hier irgendwie befriedigen konnte und es für euch ein passendes Ende an dieser Stelle ist. Wie schon gesagt wurde: Mann soll aufhören, wenn´s am schönsten ist und das tue ich hiermit!

Lg Vanny

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