Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 451 Antworten
und wurde 109.617 mal aufgerufen
 Abgeschlossene Fortsetzungen!
Seiten 1 | ... 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19
Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

20.12.2010 19:11
#401 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen hastet Gretchen die Treppe herunter und zieht sich dabei auf den letzten Stufen noch ihren rechten Schuh schnell an. Anschließend flitzt sie in die Küche, wo auch schon ihre Mutter sehnsüchtig auf sie wartet. Immerhin wollte sie ihre Tochter ja noch etwas fragen.

Bärbel: Ah Gretchen....gut, dass du endlich kommst! Ich wollte....
Gretchen (greift nach einem Brötchen und unterbricht sie): Ja, aber ich hab jetzt keine Zeit Mama!
Bärbel (verwundert): Aber...du musst doch was anständiges essen!
Gretchen (verdreht die Augen während sie sich ihr Brötchen mit Nutella schmiert): Das tu ich ja auch! Aber nachher kriegt Marc wieder nur nen Anfall wenn ich zu spät komme!
Bärbel (versucht es nochmal): Was den feinen Herrn Oberarzt betrifft, da hab ich....
Gretchen (unterbricht sie erneut und beißt dann kurz in ihr Brötchen): Ich weiß Mama. Du hältst nicht sonderlich viel von ihm und eigentlich ist Papa ja der Chef. Trotzdem will ich keinen Ärger.

Sie beißt nochmal schnell in ihr Brötchen, nimmt sich den Rest davon noch mit für unterwegs und will dann verschwinden.

Bärbel: Aber....jetzt warte doch mal!
Gretchen (mittlerweile schon im Flur): Ich bin wirklich spät dran Mama! (Sie steckt noch mal kurz ihren Kopf durch die Tür): Ach ja! Und warte heute nicht mit dem Essen auf mich!
Bärbel (verwundert und neugierig zugleich): Hast du etwa noch was vor?
Gretchen (stöhnt): Nein. Doppelschicht! Tschüss dann!
Bärbel (in Gedanken versunken): Ja....tschüss....

Das allerdings bekommt die junge Ärztin schon gar nicht mehr mit weil sie sich schon längst im Hausflur befindet und gerade die Tür hinter sich zu zieht.

~*~ ~*~ ~*~

Wenige Stunden später betritt Timo dann das Zimmer seiner Freundin.

Tina (erleichtert, weil sie dachte er würde sein Versprechen doch nicht halten): Timo! Gott sei Dank, dass du kommst!
Timo (zögerlich): Ich....musste noch etwas erledigen....
Tina: Hast du....es dabei?
Timo (leise und mit gesenktem Blick): Ja.
Tina: Danke.

Die beiden sehen sich zum ersten Mal seit Tagen wieder direkt in die Augen und werden plötzlich ungewöhnlich still.

Timo: Tina....Du....

Seine Freundin greift plötzlich um sich und zieht aus der Nachttischschublade einen Umschlag und hält ihn ihrem Freund hin.

Timo (verwundert): Was....ist das?
Tina: Ich....will nicht, dass du für etwas bestraft wirst, nur weil ich....

Sie bricht ihren Satz ab und senkt ihren Blick. Doch dann holt sie einmal tief Luft und fährt fort.

Tina: Wenn...die Polizei kommt, dann gib ihn ab. Dann können sie dir nichts.
Timo (gerade etwas überfordert): Tina ich....
Tina (nimmt überraschenderweise seine Hand in ihre und drückt sie fest): Du du kannst! Du MUSST sogar! Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn du ins Gefängnis müsstest...wegen mir. Bitte!

Sie lässt seine Hand wieder los und senkt ihren Blick.

Timo (seufzt kurz): Du....hast wirklich an alles....gedacht.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

21.12.2010 17:46
#402 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hey alle zusammen!
Ja. Das mit den Beiden ist wirklich schrecklich, ich weiß, aber es freut mich, dass ich es offenbar schreibtechnisch ganz gut hinbekommen hab Werde jetzt den nächsten Teil posten und mal sehen, vll am Abend später noch einen. Die 7. Folge wird sowieso bald zu Ende sein und die Geschichte dann somit hoffentlich im neuen Jahr auch, worüber ich ehrlich gesagt ganz froh wäre, weil ich nicht weiß, wie ich es bei den Arbeitszeiten im Praktikum noch schaffen soll, mich hier regelmäßig blicken zu lassen^^
Deshalb gebe ich jetzt mal ein bisschen Gas und versuche das ganze möglichst gut zu Ende zu bringen.
Danke für die Kommis und viel Spaß beim lesen

Lg Vanny

@Lorelei: Mail kommt noch...versprochen. Wollte heute morgen zurück schreiben, aber da kam wieder was dazwischen...zum kotzen so was echt Und was den Schnee betrifft: Kein Kommentar




Tina (sieht wieder zu ihm hoch, obwohl er es in der Zwischenzeit ist, der seinen Blick strikt auf den Boden gerichtet hält): Nein....eine Sache hab ich noch vergessen. Timo?
Timo (sieht kurz hoch): Hmm?
Tina (sieht zwischen seinen Augen hin und her, die in diesem Moment nichts als Schmerz ausdrücken): Ich weiß, dass ich dir das noch nie so gesagt habe, aber ich möchte, dass du weißt, dass du das Beste bist, was mir in meinem Leben je passiert ist! Und das hier hat auch alles nichts mit dir zu tun oder mit meiner Liebe zu dir. Vergiss das bitte niemals....Ich....liebe dich.
Timo (fixiert sie nun auch mit seinem Blick): Wenn du mich so sehr liebst, wieso tust du mir dann so was an? Ich meine, wenn ich besser aufgepasst hätte, dann....
Tina (legt ihm plötzlich den Finger auf die Lippen, um ihm zu signalisieren, dass er bitte nicht weiter sprechen soll): Shhhht....Du....bist nicht Schuld okay?
Timo: Aber....
Tina: Es gibt eben Dinge, die passieren nun mal....Schicksal nennt man das und dagegen sind wir alle machtlos.
Timo (läuft vor lauter Wut eine Träne die Wange herunter, obwohl er sich eigentlich geschworen hatte stark zu bleiben): Aber warum? Warum ausgerechnet wir? Wieso verdammt?
Tina (senkt ihren Blick): Das...weiß nur der liebe Gott....

Wieder herrscht eine Zeit lang Schweigen.

Tina (sieht ihn wieder an): Ich....werd an dich denken....da oben...jeden Tag!

Doch diese Aussage macht es für den jungen Mann nur noch schwieriger als ohnehin schon und er kann nun seine Tränen wirklich nicht mehr zurück halten.

Timo: Pfff....
Tina (will ihm noch etwas sagen und nimmt erneut seine Hand): Versprich mir noch eins....(nachdem er sie wieder ansieht, fährt sie fort)....trauere nicht um mich, das Leben geht....
Timo (unterbricht sie nun aufgewühlt): Soll das jetzt ein Witz sein?! Ich vermisse dich doch jetzt schon! Wenn ich mir vorstelle, dass ich nie wieder sehe, wie deine Augen aufblitzen, wenn du mal wütend bist oder wie du lächelst, wenn du dich freust wie ein kleines Kind über einen Lolly! Ich....kann das einfach nicht verstehst du? Ich mach das hier, weil....weil ich dich liebe und ich will, dass du glücklich bist, aber du kannst nicht von mir verlangen, dass ich....dass ich dich so einfach....aus meinem Leben streiche, als wärst du nie da gewesen! Das....geht einfach nicht! Ich....
Tina (unterbricht ihn nun nachdem sie ihm ruhig zugehört hat): Aber....das sollst du doch auch gar nicht! Denke bitte nicht schlecht von mir....ich weiß selbst, dass das hier feige ist und auch ungerecht dir gegenüber, aber bitte....(sie macht eine kurze Pause und atmet noch mal tief durch)....mach dir keine Vorwürfe....nie hörst du?
Timo: Ich....
Tina: Versprich es mir...bitte! Denn sonst....würde ich keine Ruhe finden.

Timo bleibt nichts mehr übrig, als stumm zu nicken. Eine Weile herrscht wieder Schweigen, bis er dann merkt, dass Tina so langsam unruhig wird. Deshalb greift er dann in seine linke Jackentasche. Er sieht seine Freundin noch einmal prüfend an, worauf diese nur kaum merklich und kurz nickt.
Anschließend atmet er noch mal tief durch und öffnet dann die obere Kappe, der Kanüle, die sie immer noch am Handrücken hat.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

21.12.2010 21:02
#403 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

So. Dann mach ich mal weiter mit unseren beiden anderen "Pflegefällen"^^


Zwischenzeitlich in der Cafeteria des Krankenhauses....

Gretchen und Marc nehmen an einem der Tische platz und stellen die Tabletts darauf ab.

Marc (amüsiert sich): Pff....
Gretchen (verwundert): Was ist?
Marc: Na ist doch schon wirklich unglaublich, wie doof manche Leute sein können?!

Die junge Ärztin weiß was er meint und erinnert sich nur allzu ungern an ihre handwerklichen Versuche.

Gretchen: Naja ne?!
Marc: Ja was?! Ist doch so! Welcher Mensch ist denn bitte zu blöd um mit ner Bohrmaschine anständig umzugehen und statt n Loch in die Wand in sein Bein bohrt?!

Ähm ja....ICH?!

Der Oberarzt merkt dann plötzlich, dass seine Assistenz etwas rot wird und beschämt auf ihr Frühstück blickt.

Marc (sieht sie verwundert an hat dabei Mühe sich das Lachen zu verkneifen): Hasenzahn du....nee oder?!
Gretchen (fängt an wild mit den Händen herum zu fuchteln): Ja!....Nein!....Also....ich meine....
Marc (schmunzelt nur noch, weil er bereits genug gehört hat): Schon klar!
Gretchen (verschränkt zickig die Arme vor ihrer Brust): Na und?! Jeder hat eben....andere Qualitäten....
Marc (findet mal wieder Gefallen daran sie zu provozieren): Ach ja?! Und die sollen sein?! E....
Gretchen (blitzt ihn böse an): Ich rede nicht vom Essen Marc! Falls du das meinst?!

Eine Weile sagt keiner der beiden etwas. Doch dann muss Gretchen doch noch was klarstellen.

Gretchen: Und außerdem....war´s nur der Finger okay?!
Marc: Hmm....
Gretchen (seufzt): Ich weiß Marc. Das ist jetzt natürlich mal wieder die vollkommene Bestätigung für dich, dass ich doch doof bin! Aber soll ich dir was sagen?! (Sie beugt sich ein kleines Stück zu ihm herüber und versucht zu grinsen): Es ist mir egal, was du von mir denkst?!

Nachdem Marc sie dann nur mit erhobenen Augenbrauen und nicht sonderlich überzeugtem Blick ansieht, will sie ihre Aussage noch irgendwie bestätigen.

Gretchen (nickt noch mal): Ist es ja auch! Wirklich!
Marc (stöhnt kurz und trinkt anschließend einen Schluck von seinem Kaffee): Na dann?!
Gretchen (sieht das wieder als Angriff): Na dann....haben wir ja kein Problem ne?!
Marc (etwas irritiert): Ähm...war das jetzt....ne Frage oder....
Gretchen (wird langsam wieder unruhig, wie immer wenn er in der Nähe ist): Was weiß denn ich?! Sag du´s mir!
Marc: Was soll ich dir sagen?
Gretchen (will es jetzt endlich wissen): Na...ob wir ein Problem haben!
Marc (deutet etwas unsicher mit dem Finger auf sie): Du meinst, weil....

Er bricht seinen Satz ab, weil Gretchen plötzlich seufzend ihren Kopf auf der Tischplatte abstützt.

Gretchen: Ich weiß es doch....auch nicht!
Marc (bohrt weiter): Was....weißt du nicht?
Gretchen (wird etwas lauter): Einfach alles! (Spürt dann aber die Blicke der anderen und senkt ihre Stimme wieder auf Normallautstärke): Das ist alles so....
Marc (vervollständigt ihren Satz, weil ihr anscheinend mal wieder die Worte fehlen): Kompliziert?!
Gretchen (fühlt sich bestätigt): Ja genau! Ich meine....das....das hat irgendwie alles verändert! Findest du nicht auch?

Danke an meine treue Seele Lorelei für die lieben Kommis, die du immer da lässt

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

22.12.2010 18:15
#404 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Guten Abend allerseits!
Bin endlich zu Hause und vor allem im Warmen! Und weil das für mich heute mal relativ früh mit Feierabend ist, stell ich euch jetzt schon den neuen Teil rein und mal sehen vll später dann wieder einen zweiten.

@Lorelei: Brauchst doch nicht rot zu werden Liebes Im Gegenteil...ich müsste mich eher schämen...weißt ja wieso Hab dich auch lieb

@Martchen + [nicole]: Auch über eure Kommis hab ich mich wahnsinnig gefreut. Dachte so langsam wirklich schon ich hätte alle vergrault

Aber....ihr habt Recht: Noch ist nicht Hopfen und Malz verloren hier. Dehalb werd ich jetzt mal schnell den neuen Teil reinstellen, damit ihr möglichst bald zu eurem wohlverdienten Ende kommt

Viel Spaß beim lesen wünsch ich! Und was Timo und Tina anbelangt....da sag ich mal nix außer: Let einfach selbst^^

Lg Vanny



Marc (unschlüssig was er jetzt dazu genau sagen soll): Schon?!
Gretchen: Siehste! Ich meine...vorher da....

Sie bricht ihren Satz ab und fängt von neuem an.

Gretchen (stöhnend): Ach keine Ahnung! Wieso musste das überhaupt passieren?!
Marc (merkt, dass sie wieder zweifelt und lenkt vom Thema ab): Ähm...hast du....eigentlich schon mal wieder deinen Vater gesehen?
Gretchen (etwas verwirrt, wie er jetzt ausgerechnet darauf kommt): Äh...nein?! Sollte ich denn?!

Natürlich! Sie hatte mal wieder nicht den blassesten Schimmer! Da musste er wohl ein wenig nach helfen.

Marc: Ich dachte es wäre dir so unheimlich wichtig gewesen das....Gerücht aufzuklären?!
Gretchen (verzieht ihre Lippen zu einer kleinen Schnute): Ist es ja auch!....Nach wie vor! Aber....mittlerweile redet ja auch keiner mehr davon! Aber trotzdem....wenn ich Zeit hab, werd ich das aufklären. Nicht, dass du nachher wieder in sein Büro musst und OP-Verbot bekommst...nur wegen mir....

Nur wegen ihr? Nur wegen ihr machte er den ganzen Zirkus doch überhaupt erst hier?!

Marc (sieht keine andere Möglichkeit mehr, als noch mal über seinen Schatten zu springen und sieht auf sein Tablett, während er fast flüstert): Ich war´s....
Gretchen (kommt nun gar nicht mehr mit): Bitte?!
Marc (stöhnt erst und strafft dann seine Schultern): Ich hab deinem Vater gesagt, dass....
Gretchen (fällt aus allen Wolken): DUUU??!! Aber....wieso....ich meine warum? Was sollte das denn?
Marc (stöhnt kurz und legt die Gabel beiseite): Also Hasenzahn....ehrlich gesagt hab ich dich ja immer für klug gehalten, aber ich werd meine Meinung diesbezüglich wohl noch mal überdenken müssen.
Gretchen (völlig durch den Wind): Du....hältst mich....also tatsächlich für....klug?

Dass ich DAS noch erleben darf?!

Marc: Nein! Jetzt....nicht mehr!
Gretchen (versteht die Welt nicht mehr): Aber du hast doch immer....also ich meine...deine ganzen Kommentare! Was sollte das denn dann?
Marc (mittlerweile dann doch etwas genervt): Mein Gott Gretchen! Du musst halt nicht immer alles auf die Goldwaage legen! Ist n Fehler!
Gretchen (zögerlich): Du hast es...wieder getan!
Marc (nun verwirrt): Was hab ich....getan?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

23.12.2010 18:28
#405 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Heute mal nur ein kurzes Kommi dazu, weil ich irgendwie ziemlich fertig bin von dem Tag Was das Happy End zu Weihnachten angeht...hmm mal sehen was sich da machen lässt ne...also in Punkto Zucker und so^^
Auf jeden Fall danke für eure Kommis und viel Spaß beim lesen des nächsten Teils!

Lg Vanny



Gretchen: Na das G-Wort!
Marc (kommt nun gar nicht mehr mit): Welches....

Dann aber scheint es ihm doch langsam zu dämmern, auf was sie gerade hinaus will und er schüttelt nur mit dem Kopf.

Marc: Ist das....wirklich so wichtig jetzt?!
Gretchen: Ja...für mich....schon!
Marc: Ah ja?!
Gretchen (senkt ihren Blick plötzlich und wird ganz still): Weil du....meistens wenn du es mal sagst....es dann....ehrlich meinst!
Marc (erstaunt): So. Siehst du das so?! Hmm....
Gretchen (will sich noch mal vergewissern): Ist doch so oder?
Marc (unentschlossen): Kann sein?!
Gretchen (unsicher): Also....war das gerade wirklich dein Ernst oder?
Marc (stöhnt mal wieder und lehnt sich anschließend lässig gegen die Rücklehne seines Stuhls): Was denkst DU denn?!
Gretchen (seufzt schwer und lässt mal wieder den Kopf in ihre Handfläche sinken): Das ist es ja gerade Marc! Das....weiß ich eben bei dir nie so genau! Du....sagst ja nichts! Also zu mindestens....
Marc (geht nun voll auf Risiko und sieht ihr in die Augen): Muss man das denn unbedingt immer? Also ich meine reden? Kann man das nicht auch....anders?
Gretchen (verliert sich für kurze Zeit in seinen Augen): Doch schon, aber....
Marc: Aber was?

Jetzt weiß ich, was mich dazu getrieben hat. Genau dieser Blick war es! Das hatte in dem Moment so was....naja ehrliches halt und jetzt auch wieder!

Gretchen: Heißt das....also....

Marc atmet innerlich erstmal erleichtert auf. Sie schien es endlich gecheckt zu haben! HALLELUJA!!

Marc (will dann aber auch zu erst von ihr eine Sicherheit, bevor er es wirklich noch einmal wagt): Was wäre wenn?
Gretchen (gerade mal wieder etwas überfordert): Dann....(Sie atmet noch mal tief durch, bevor sie fort fährt): Dann würde ich fragen, wie du dir da so sicher sein kannst. Ich meine....vorher da....
Marc (seufzt leise in sich hinein): Jetzt lass doch mal....Früher is früher und jetzt ist eben....jetzt!
Gretchen: Aber...wieso?
Marc: Boah....was weiß ich denn? Es....kam einfach so okay?!
Gretchen: Bist du....dir auch wirklich sicher?

Am liebsten hätte der Oberarzt einfach mal laut geschrien oder in die Tischkante gebissen. Ihre ständige Fragerei machte ihn nämlich so langsam wahnsinnig!

Mal sehen...je nachdem wie kaputt ich nachher bin, gibt´s später noch einen Teil. Vorrausgesetzt ich bin dann noch nicht tot in mein Bett gefallen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

23.12.2010 21:54
#406 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Naaa gut....Weil ihr es seid und weil morgen ja auch Weihnachten ist, gibt´s noch einen Teil heute Ich weiß Gretchen nervt, aber habt doch mal ein bisschen Vertrauen Wie gesagt: ALLES WIRD GUT! Äh....früher oder später nee^^

Lg Vanny



Marc (versucht ruhig zu bleiben, kann aber seine Ironie mal wieder nicht im Zaum halten): Nee! Die Idee kam mir gerade einfach so zwischen Tür und Angel!
Gretchen (senkt traurig ihren Blick): Achso.
Marc (langsam mit seinem Latein am Ende): Du raffst gar nix oder?! Ich mein....wie lange kennst du mich jetzt?
Gretchen (sieht wieder zu ihm hoch): Über zwanzig Jahre. Wieso?
Marc: Zwanzig Jahre. Und dir ist nicht einmal aufgefallen, dass sich da was geändert hat in der Zwischenzeit?! (er deutet mit seinem Zeigefinger zwischen sich und Gretchen hin und her)
Gretchen (unsicher): Doch schon, aber....
Marc: Aber was?
Gretchen: Keine Ahnung! Ich schätze ich muss mich....erstmal daran gewöhnen....
Marc: Ah ja?! Und wie lange soll das dauern, wenn ich fragen darf? Nochmal 20 Jahre?!
Gretchen: Nein. Natürlich nicht, aber....der Gedanke, dass du....versteh doch! Das ist für mich so abwegig, wie damals die Erkenntnis, dass die Erde eben keine Scheibe sondern eine Kugel ist!
Marc (stöhnt und überlegt zunächst, was er jetzt darauf wieder antworten soll): Willkommen im Club!
Gretchen: Dann weiß du ja....wie es mir dabei geht.
Marc (atmet noch mal tief durch): Was willst du?
Gretchen (verwirrt): Wie? Was will ich?
Marc: Naja...die Leute damals haben´s ja auch begriffen ne?!
Gretchen (seufzt und stützt ihren Kopf wieder ab): Ich....weiß es nicht.
Marc (leise): Super....
Gretchen (will sich verteidigen): Ja...ich kann doch auch nix dafür! (Will es ihm irgendwie erklären, weil sie mittlerweile doch glaubt es ihm schuldig zu sein): Da ist so ein....Schalter....und der lässt sich nun mal nicht so einfach....umpolen. (Sie sieht seinen skeptischen Blick und versucht es erneut): Das....Vertrauen zu dir....das ist einfach....nicht mehr da und ohne....das hat das alles einfach keinen Sinn, verstehst du?!
Marc (schüttelt kurz mit dem Kopf): Nicht wirklich, aber okay.
Gretchen (verwundert): Okay?!
Marc (trinkt noch einen Schluck von seinem Kaffee): Ja...okay.

Eine Weile herrscht Schweigen und beide widmen sich wieder ihrem Essen.

Gretchen (dann nach einiger Zeit): Meinst du denn....wir können irgendwann so was wie....Freunde werden?

HORROR! Denn er wusste, jetzt würde sie mit ihm den gleichen Mist versuchen, der auch schon bei Mehdi keinen Erfolg hatte. Warum dann also erst probieren?

Marc (zuckt kurz mit den Schulter): Ich denke nicht.
Gretchen (senkt enttäuscht ihren Blick und widmet sich wieder ihrem Essen, obwohl ihr der Appetit inzwischen gründlich vergangen ist): Ja gut....wär wahrscheinlich auch...zu viel des Guten.

Sie seufzt noch mal kurz und legt anschließend die Gabel weg, weil sie jetzt wirklich nichts mehr runter bekommt.

Marc: Hmm!

Eine Weile scheint er zu überlegen, genauso wie Gretchen, die sich längst schon wieder in ihrer eigenen kleinen Welt befindet.

Marc (atmet noch mal tief durch): Okay?! Ich wollte das eigentlich nicht, aber du lässt mir ja keine andere Wahl!

Oh Gott! Was jetzt? Will er mich etwa....rausschmeißen?! Aber....das kann er doch gar nicht selbst entscheiden oder doch?! Scheiße! Was....mach ich denn jetzt?!

So. Wenn ich dann morgen zwischendurch Zeit dazu finde, schmeiß ich euch dann den Epi rein, womit die 7. Folge dann auch endlich beendet wäre

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

24.12.2010 23:36
#407 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hey Ihr Lieben!

Trau mich ja fast nicht mich noch mal zu melden hier Denn ich hatte euch ja eigentlich breits heute Mittag den Epi verssprochen, bin aber (wie immer) nicht dazu gekommen, vor lauter Stress^^ Aber jetzt sind meine Kleinen endlich im Bett und ich hol es einfach nach. Hoffe das ist in Ordnung....
Aber zuerst wollte mal ein paar Worte loswerden:
Ich weiß, ich habs schon oft gesagt, aber ich bin immer wieder von den Socken, dass mein Rumgeschreibsel so gut bei euch ankommt Als ich vor gut 2 Jahren hier in das Forum kam, hätte ich es wirklich nicht für mich gehalten, dass ich
a) überhaupt mal so ne Geschichte schreiben würde (hab Aufsätze in der Schule nämlich immer gehasst wie die Pest, weil ich nie so die Fantasie dafür hatte)
b) Dann schnell gemerkt hab, nachdem ich eine fertig hatte, dass so was auch schnell süchtig machen kann und das deshalb hier schon insgesamt meine 4 Story ist, die ja auch bald wieder ein Ende finden wird (hab gestern nach DAS ENDE geschrieben)
und c) und das ist wohl das verrückstes daran, dass mir den Mist auch noch irgendeiner "abkauft" sprich: liest^^

Deshalb wollte ich euch noch mal auf diesem Wege danken! Ihr seid der grund dafür, dass es diese Geschihte überhaupt gibt, weil ihr man bei den megageilen Kommis von euch einfach weiterschreiben muss, auch wenn ich mal einen kleinen Hänger habe, seid ihr da und unterstützt mich tatkräftig! DANKE DAFÜR!!!
Außerdem wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2011! Fängt ja imemrhin schon gut mit DD an ne?!


Lustiges zu Weihnachten GB Pics

So nun aber genug gelabert. Hier dann jetzt de versprochene Epi. Wie gesagt zwar etwas verspätet, aber doch noch rechtzeitig. Sind ja noch keine 12 Uhr
Also...viel Spaß beim lesen!

Lg Vanny



http://www.youtube.com/watch?v=i1az0o6Boss&feature=related

Plötzlich steht Marc auf und schaut Gretchen für einen Moment einfach nur an. Er wusste nicht, ob das was er vor hatte richtig war, aber er wusste, dass es nötig sein würde.

Veränderungen. Sie bestimmen eigentlich tagtäglich unser Leben, auch wenn wir sie nicht immer direkt erkennen.


Gretchen sieht von der Tischplatte, die sie die ganze Zeit über fixiert hat, hoch und ist mehr als verunsichert in diesem Moment.

Gretchen: Marc was...soll das?

Wir reden uns ein alles sei in Ordnung, aber im Grunde haben wir einfach nur Angst. Angst davor einen Fehler zu machen, aber am meisten fürchten wir uns vor dem was noch kommt...der Zukunft.

Timo hat es dann nach längerem Zögern doch fertig gebracht seiner Freundin das Mittel, welches alle Muskeln im Körper lähmt und somit auch die Atmung und das Herz, zu injizieren und beide warten nun darauf, dass es endlich vorbei ist. Während Tina langsam anfängt nach Luft zu ringen, hält er die ganze Zeit über ihre Hand ganz fest, während ihm Träne für Träne still die Wange herunter läuft.

Was wird sie bringen, fragen wir uns. Werden wir für immer allein bleiben und irgendwann einsam sterben?

Mehdi sitzt in seinem Büro und grübelt mal wieder. Er wusste: Er musste sie endlich los lassen. Denn....Gretchen liebte nun mal nicht ihn, sondern jemand anderes. Jemand, der das offenbar nicht zu schätzen wusste, zu mindestens nicht so wie er. Aber egal welch Wut er auch gegen seinen Freund hatte, er würde die Situation nicht ändern können. Und deshalb MUSSTE er sie einfach vergessen. Die Frage war nur wie?

Oder bekommen wir doch noch eine Chance, weil wir eingesehen haben, dass wir alles falsch gemacht haben?

Bärbel und Franz sitzen gerade beim Nachmittagskaffee und unterhalten sich. Doch plötzlich steht Bärbel auf und geht zu der Kommode im Wohnzimmer. Sie zieht ein kleines Buch hervor und kommt damit auf ihren Mann zu. Nachdem Franz sie fragend ansieht, klärt sie ihn langsam auf.

Bärbel: Das hier sind....10.000. Mehr konnte ich leider nicht verdienen, um die....unsere gestohlene Rentenkasse wieder aufzufüllen. Es tut mir so Leid Franz....

Sie senkt traurig ihren Blick und hält ihm das Sparbuch hin. Ihr Mann nimmt es zwar an, legt es aber anschließend neben sich auf den Tisch und zieht seine Frau ein Stück zu sich.

Franz (ruhig): Butterböhnchen. Das mit dem Geld ist mir doch gar nicht mehr so wichtig. (Er holt noch mal tief Luft und legt dann den Arm um ihre Taille) Wichtig ist nur,....dass wir in Zukunft immer ehrlich zu einander sind, damit uns so etwas nicht noch einmal passiert!
Bärbel (nickt kurz): Du hast Recht Franz. Keine Geheimnisse mehr.

Um diesen Entschluss zu besiegeln, nähert Bärbel sich ihrem Mann und gibt ihm anschließend einen langen, intensiven Kuss.

Die Chance dem anderen zu zeigen, dass wir uns geändert haben...seinetwegen. Wir wissen, dass es nicht einfach werden wird, aber die Vorstellung diesen Jemand am Ende ganz zu verlieren, lässt uns einfach darüber hinweg sehen.


Nach, für Gretchen gefühlten drei Stunden, beginnt Marc dann endlich zu sprechen, wenn auch am Anfang noch etwas leiser, da ihm mittlerweile die Blicke der halben Cafeteria sicher sind.

Marc: Ich weiß....(er räuspert sich noch mal kurz, um seiner Stimme, die etwas heiser klingt, etwas mehr Tiefe zu geben)....Ich weiß, dass ich nicht immer einfach bin, aber um ehrlich zu sein....das bist du auch nicht gerade. Um genau zu sein....treibst du mich manchmal echt in den Wahnsinn!

Und Dinge tun, vor denen wir bisher immer eine Abscheu hatten.

Gretchen (sieht ebenfalls die Blicke der anderen und zischt ihm kurz zu): Setz dich endlich....wieder hin verdammt!
Marc (geht gar nicht darauf ein und spricht weiter): Du...bist anders....Ich weiß ich hab....verdammt lange gebraucht um das zu kapieren, aber mittlerweile.... hab ich mich fat daran irgendwie gewöhnt, an deine Art. Und deshalb....(er atmet noch mal tief durch und spricht sich in Gedanken Mut zu)....frage ich dich hiermit, ob du mich heiraten willst!

Weil wir einfach Angst haben. Angst noch mal enttäuscht zu werden und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wissen, dass wir diesmal nicht mehr die Kraft dazu haben, wieder aufzustehen und neu anzufangen.

Gretchen hat es nun im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen und sie sieht ihn einfach nur mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen an. Was sollte sie denn jetzt nur tun?

Dennoch....bei allen Zweifeln ist da noch etwas in uns. Nämlich Sehnsucht. Der Wunsch endlich glücklich zu werden. Aus zwei Halben ein Ganzes zu machen. Einfach unser Herz für uns sprechen zu lassen. Eine Sprache, die wir bis jetzt ignoriert haben, obwohl sie die einzige ist, die uns wirklich glücklich machen kann.

Nachdem Marc sie dann immer noch fordernd ansieht, entschließt Gretchen sich dann doch etwas dazu zu sagen.

Gretchen (zögerlich): Marc ich....ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll....Ich....

Der Oberarzt schweigt zwar, signalisiert ihr aber mit seinem fast flehenden Blick, dass sie wenigstens irgend etwas sagen soll.

Gerade als sie erneut ansetzen will, etwas zu sagen, signalisieren ihnen ihre Pieper, dass es wohl einen Notfall gibt.

Die aber auch manchmal einfach nur weh tut....

Auch als Tina nach ihrem Todeskampf dann ihre Augen für immer geschlossen hat, sitzt Timo immer noch an ihrer Seite und hält ihre Hand.

Timo (leise): Mach´s gut Tina. Ich....liebe dich....

Plötzlich wird die Tür aufgerissen. Marc und Gretchen stürmen auf das Bett zu.

Marc: Scheiße!

Er drängt sich sofort an Timo vorbei und schubst ihn zur Seite, um sofort mit der Reanimation anzufangen, weil das EKG bloß noch die Nulllinie anzeigt.
Das aber bekommt der junge Mann schon gar nicht mehr mit. Auch nicht, wie der Oberarzt seiner Assistenz weitere Anweisungen gibt, um die junge Frau ins Leben zurück zu holen. An der Tür beobachtet er die Beiden noch eine Weile und geht dann heimlich, still und leise davon.

Dennoch sollten wir nie aufhören sie zu sprechen. Denn wer weiß, wie lange wir noch die Möglichkeit dazu haben werden?! Denn....

Während Marc noch versucht die junge Frau unter Einsatz seiner ganzen Kraft ins Leben zurück zu holen, beobachtet Gretchen ihn eine ganze Weile.
Als er dann schließlich kurz seufzt während er die Bettdecke über die junge Frau zieht, treffen sich ihre Blicke plötzlich und der jungen Ärztin wird genau in diesem Moment etwas klar.

Das Leben ist einfach zu kurz und zu kostbar, um es mit Machtkämpfen und sinnlosen Streitereien zu vergeuden. Bekommen wir doch tagtäglich immer wieder vor Augen geführt, wie schnell es einfach zu spät dafür sein könnte, die richtige Entscheidung zu treffen....

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

25.12.2010 11:46
#408 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

So. Bevor ich dann gleich wieder den ganzen Tag unterwegs bin, stell ich jetzt noch schnell den Anfang der 8. Folge rein. Mal wieder so ne Art Flashback^^
Hoffe es gefällt euch. Ausführlich werde ich mich dann wohl heute Abend dazu äußern und vll noch einen Teil reinstellen, je nachdem wann ich wieder zurück sein werde.....

Lg Vanny



Für immer und ewig! - Oder?


http://www.youtube.com/watch?v=xyByGz09nM0

Schon früh übte ich mich darin meine Emotionen gnadenlos auf die Probe zu stellen.

Gretchen ist wieder 14. Zum ersten Mal ist sie einen Abend alleine zu Hause, weil ihre Eltern auf so einen komischen Ball gefahren sind. Natürlich will sie die Zeit Gewinn bringend nutzen. Aber nicht etwas für wilde Partyorgien, wie die anderen ihrer Altersstufe. Nein. Gretchen war anders. „Ghost – Nachricht von Sam“ sollte es sein! Auf den hatte sie sich schon so lange gefreut, weil ihre Mutter ihr bis jetzt immer verboten hatte ihn zu sehen. Doch...was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß! Dachte das junge Mädchen kichernd und voller Vorfreude, auf fast zwei Stunden zwischen Action, Drama und hemmungslosem Geheule.

Vorsichtig wie ich war, traf ich natürlich erstmal einige Vorsichtsmaßnahmen. Für den Fall der Fälle.

Bevor sie den Film startet, geht sie in die Küche, um sich für den Ernstfall zu rüsten. Ihre „Lebensrettenden Hilfsmittel“ deponiert sie dann auf dem Glascouchtisch vor ihr. Eine Großpackung Tempos, drei Tafeln Schokolade und natürlich etwas zu trinken, falls der Hals zu trocken werden würde, vom Heulen. Schließlich zieht sie sich dann die Wolldecke bis unter den Hals und fiebert aufgeregt dem Film entgegen.

Schnell merkte ich dann, warum meine Mutter mir bisher verboten hatte diesen Film zu sehen.

Zunächst einmal kneift sie die ganze Zeit über die Augen zu. Besonders am Anfang des Films als Sam überfallen und umgebracht wird.

Dennoch wollte ich ihr und mir beweisen, dass ich stark genug war, um auch in Extremsituationen die Fassung zu bewahren.

Auch wenn sie sich des Öfteren ängstlich unter der Bettdecke verkriecht und am Ende nur noch zusammengekauert und heulend ihre Schokolade in sich rein futtert und ein Taschentuch nach dem anderen voll heult, sieht sie sich den Streifen bis zum bitteren Ende an.

Ja. Ängste waren eben dazu da, um sie zu bekämpfen. Ich hatte einen Plan! Meine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen.

~*~ ~*~ ~*~

Dummerweise scheiterte ich aber auch noch 16 Jahre später immer wieder genau daran....

Wieder zurück in der Gegenwart, sitzt Gretchen im Wohnzimmer auf der Couch bei dem gleichen Film. Wieder hat sie die gleiche Haltung angenommen, heult, verbraucht Unmengen an Taschentüchern, die zwischenzeitlich alle zusammengeknüllt auf dem Tisch vor ihr liegen. Einen Unterschied gab es jedoch. Sie hatte keine Schokolade mehr, was die Sache nicht gerade einfacher für sie macht und sie deshalb aufgeregt auf ihren Nägel herumkaut.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

25.12.2010 20:49
#409 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Guten Abend!
So. Ich hatte ja heute Mittag gesagt, dass ich mich dazu äußern und noch einen Teil reinstellen werde, was ich hiermit dann auch tue
Aber erstmal ein Worte zu den letzten Teilen, ganz besonders zu dem Epi aus der 7. Folge. Ich kann mir vorstellen, dass euch der plötzliche Heiratsantrag ein wenig schockiert hat (ich hoffe nicht im neg. Sinne^^), aber ich hab mir da wirklich lange Gedanken drüber gemacht und finde einfach, dass DD doch genauso davon lebt, also ich meine von den spontanen, einfach nicht vorhersehbaren Aktionen mancher Charaktere. Ihr könnt mir glauben Marc das keinesfalls geplant, es kam einfach so, was ihm meiner Meinung nach auch am ähnlichsten käme, denn ich glaube wenn er etwas macht, macht er das in der Regel ohne groß darüber nach zu denken. Naja...wie auch immer! Es ist passiert also freut euch jetzt auch gefälligst! Nee....Spaß beiseite, Ernst kommt....ich hoffe ihr erholt euch schnell von dem kleinen Schock und begleitet mich auch noch bis zum Ende dieser so toll wie seit ihrem Anfang
Was die Geschichte um Timo und Tina angeht....ich denke jetzt wisst ihr welchen Sinn das ganze haben sollte und ich hoffe ir seid mir nicht böse, dass es so gekommen ist. Auch wollte ich, wie ich Martchen schon einma geschrieben hab, ein Thema rauspicken, welches eigentlich ein "Tabu.-Thema" ist, so wie es manchmal im TV auch gemacht wird.
So nun seid ihr aber sicher alle gespannt, ob sie es jetzt geschafft haben oder nicht, ne?! Ich kann euch nur eins sagen, spätestens in der Mitte dieser Folge werdet ihr sehen WARUM es gerade dieser Titel ist. Mehr sag ich dazu jetzt erstmal nicht, will euch ja nicht euer Weihnachtsfest doch noch verderben

Jetzt aber viel Spaß beim lesen und ich freu mich auf eure Kommis!

Einen schönen Weihnachtsabend noch
Lg Vanny



Ja. Mein Leben hatte sich zwar komplett verändert in den letzten drei Monaten.

Sie nimmt kurz ihren Blick von dem riesigen Plasma-TV, um sich in der Wohnung um zu sehen. Hatte sie doch gar nicht mal so schlecht hinbekommen. Ein paar Blumen hier, ein paar weibliche Akzente da und fertig war ihre Traumwohnung. Groß, hell und vor allem konnte sie das nun alles mit jemanden teilen.

Besser noch. Ich schien endlich am Ziel meiner Träume zu sein.

Plötzlich schaut sie kurz nach rechts, wo Marc zwischenzeitlich etwas komisch auf der Couch hängt und seelenruhig schläft, während sie hier mal wieder einen Kampf mit sich selbst austragen musste.

Klar war es nicht immer einfach. Aber ich wusste....es hatte sich gelohnt!

Sie sieht ihm eine Weile beim Schlafen zu und kuschelt sich nachdem der Film zu Ende ist, zufrieden und lächelnd an ihren Freund, der daraufhin nur kurz brummt und anschließend weiter schläft.

Blieb nur die Frage offen, ob das auch so bleiben würde?!

~*~ ~*~ ~*~

http://www.youtube.com/watch?v=RiI8r05Zoqc&feature=related

Denn auch wenn wir jetzt wirklich so was wie eine Beziehung führten, eins hatte sich nicht geändert.....Marc. Er verstand es nämlich immer noch wie kein anderer mich gnadenlos auf die Palme zu bringen.

Marc steht am Morgen danach vor der geschlossenen Badezimmertür und klopft heftig dagegen.

Marc: Hasenzahn....wird das heute noch was?!
Gretchen (stöhnt genervt): Jaha doch! Ich muss....nur noch kurz....
Marc: Kurz?! Du bist schon...seit ner halben Stunde da drin?!
Gretchen (ruft vom Spiegel, wo sie sich gerade ihre Locken bändigt und zu einer halbwegs anständigen Frisur formt, durch die Tür): Ja und?! Frauen brauchen eben immer länger im Bad!
Marc (seufzt leise): Ich hätt´s wissen müssen!
Gretchen (hat das mitbekommen, weil sie gerade die Tür geöffnet hat): Was hättest du wissen müssen?!
Marc (versucht sich irgendwie raus zu reden, bevor sie wieder nur rum zickt): Ja wegen dir kommen wir jetzt doch noch zu spät!
Gretchen (sieht ihn provozierend an): Wer hat denn verschlafen he und wollte dann noch unbedingt....
Marc (grinst sie breit an): Manchmal muss MANN halt Prioritäten setzen!
Gretchen (richtet sich ihre Frisur noch mal): Ja! Und mich dabei so verunstalten, dass ich aussehe als ob ich im Windkanal fest gehangen hätte! Schon klar Marc....
Marc (zwinkert ihr kurz zu): Na! Dann hat es sich doch gelohnt!
Gretchen (knufft ihn leicht in die Seite): Blödmann!
Marc (hebt den Finger): Ey ja?! Keine Misshandlungen mehr hatten wir doch gesagt Hasenzahn!
Gretchen (grinst ihn süffisant an): Manchmal muss FRAU eben Prioritäten setzen!

Anschließend lässt sie ihn mit geöffnetem Mund, über so viel Dreistigkeit einfach stehen und begibt sich ins Schlafzimmer.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

26.12.2010 17:42
#410 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Guten Abend!
So. ich hoffe ihr habt das "große Fressen" ohne schwere Umstände mittlerweile einigermaßen gut hinter euch gebracht.
Jahahaaa....sie SIND zusammen, wie ihr schon ganz richtig erkannt habt! Hab ja von Anfang an gesagt, dass irgendwann alles gut wird, ne^^ Aber mir wollte ja keiner glauben Dennoch war das, wie bereits angekündigt, noch nicht das Ende der Fahnentange. Wie das Fragezeichen hinter dem Titel treffsicher verrät, kommt da also noch was
Aber gut. Ihr sagt ja selbst, dass ihr darüber im mom nicht nicht nachdenken wollt und stattdessen lieber genießt. und weil immer noch Weihnachten ist, hier dann noch ein bisschen was zu genießen
Danke für eure Kommis, auch von denen, die sich länger nicht gemeldet hatten Und viel Spaß beim lesen des neuen Teils!

Lg Vanny




Doch ich glaub das war gerade das was uns ausmachte. Dem Alltag einfach keine Chance zu geben, auch wenn das meistens dann im Chaos endete.


Kurz darauf kommt Marc zu ihr und startet als er hinter ihr steht einen hinterhältigen Kitzelangriff auf sie, der sie vor lauter Schreck sofort aufs Bett sinken ließ.

Marc (sieht sie mit erhobenen Augenbrauen und lächelnd an, während er sie gnadenlos quält): Wie war das?!
Gretchen (bekommt vor lauter Lachen kaum noch Luft): Maaarc! Biiiitte....ich....kann nicht...mehr!
Marc (lacht ebenfalls und hört kurz auf): Na?! Gibst du etwa auf?!
Gretchen: Niemals!!
Marc: Gut?!

Wieder kitzelt er sie, bis schließlich sein Handy klingelt, dass noch immer auf dem Nachttisch liegt. Er wirft, während er immer noch auf Gretchen liegt, einen kurzen Blick auf´s Display und sieht die Nummer vom Krankenhaus.

Marc (zwinkert ihr kurz zu): Glück gehabt Hasenzahn!

Anschließend steigt er von ihr runter und nimmt ab.

Marc: Meier!....Ja...wir sind unterwegs! Stau in.....Mitte!

Nachdem er aufgelegt hat, kann Gretchen sich das Lachen kaum noch verkneifen.

Gretchen (amüsiert): Stau?!
Marc (hebt drohend den Finger): Jetzt werd bloß nicht frech du?!
Gretchen (provozierend): Sonst was?!
Marc (kommt noch mal zu ihr runter und kitzelt sie wieder kurz): Sonst mach ich da weiter wo ich aufgehört hab!
Gretchen (fleht und versucht ihn sich irgendwie vom Leib zu halten): Nein...bitte nicht! Ich....ergebe mich!
Marc (grinst sie an): Weise Entscheidung!

Er geht von ihr runter und auch Gretchen richtet sich wieder auf, um sich ihre Kleidung wieder zu richten.

Marc (klatscht ihr plötzlich auf den Hintern): Und jetzt Hasenzahn....schwing die Hufe! Es sei denn DU willst Schwester Sabine erklären, warum wir so spät kommen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

27.12.2010 19:05
#411 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

So. Damit wir hier endlich mal zu Potte kommen, hier dann der nächste Teil!



Nachdem die Beiden dann zwanzig Minuten später völlig abgehetzt, Gretchen mehr Marc weniger, im Stationszimmer der Chirurgie ankommen, beginnen sie auch direkt mit der Visite, um den unangenehmen Fragen von Sabine auszuweichen, die sie neugierig mit ihren Blicken mustert.

Marc (im Befehlston): Hasenzahn....Sabine! Heute noch!

Während Sabine nur stumm nickt und sich schnell den Aktenwagen schnappt, sieht Gretchen ihn giftig an.

Gretchen: Muss das immer sein?!
Marc (stöhnt während sie gemeinsam den Flur zum ersten Zimmer entlang gehen): Wir hatten das doch geklärt oder?
Gretchen (unentschlossen): Ja schon, aber....
Marc (unterbricht sie grinsend): Nix aber! Sonderbehandlungen gibt’s nur zu Hause! Und jetzt hopp!

Er öffnet die Tür und betritt das Zimmer. Gretchen schüttelt nur noch mal kurz mit dem Kopf und folgt ihm anschließend.

Manchmal ist er echt unausstehlich....

Wie unausstehlich der Oberarzt wirklich sein konnte, demonstriert er ihr dann gleich beim ersten Patienten an diesem Tag.

Marc (wirft noch mal einen kurzen Blick in die Akte): So Herr....Donald! Bis auf einen schrecklichen Namen, konnten wir nichts feststellen! Sie können dann also gehen!

Jep! Er war wieder in Höchstform heute! Zeit, um ihn wieder mal auf den Teppich zu holen.

Gretchen (mit zusammen gebissenen Zähnen): Marc!
Marc (unschuldig): Was´n? Stimmt doch!
Gretchen (leise, weil der Patient sie schon komisch ansieht): Mag sein, aber es gibt eben Dinge, die muss man nicht aussprechen!
Marc (sieht sie mit erhobenen Augenbrauen an): Nicht? DU bist doch immer so für´s REDEN!
Gretchen: Aber nicht so verdammt!
Marc (wendet sich dann wieder dem Patienten zu): Naja wie auch immer?! Hier...ihre Entlassungspapiere.

Während der Oberarzt schon zum nächsten Bett geht, bleibt Gretchen noch lächelnd neben dem Mann stehen.

Marc: Hasenzahn! Genug geflirtet! Weiter machen!

Manchmal könnte ich ihm echt den Hals umdrehen!

Gretchen (tötet ihn mit ihrem Blick): Ich...flirte nicht ja?! Ich bin nur...nett!
Marc (grinst erneut): Dann sei doch jetzt bitte bei Herrn....Weiler so....NETT und wechsle den Verband ja?!
Gretchen (schluckt ihre Aggressionen herunter und lächelt ihn unschuldig an): Sicher....Herr Oberarzt!
Marc: Gut!

Sie geht zum Verbandswagen, um sich die Utensilien zu holen und will dann sofort anfangen, das alte Pflaster zu entfernen, als Marc sie plötzlich erneut maßregelt.

Marc (klatscht ihr kurz auf die Finger, so dass selbst der Patient sich kurz erschreckt): Eh eh eh Hasenzahn! Erst die Handschuhe!
Gretchen (etwas eingeschnappt): Aua! Das....hättest du mir auch sagen können Marc!
Marc: Hab ich ja jetzt ne?!

GRRRRRRRRR!!!

Schließlich streift sie sich dann knurrend ein paar Handschuhe über und beginnt mit dem Verbandswechsel.

Gretchen (grinst ihn nachdem sie mit allem fertig ist, süffisant an): Gut so.....DR. MEIER?!
Marc (wirft einen prüfenden Blick auf ihre Arbeit): Joah...für ne Allgemeinmedizinerin gar nicht mal so übel!
Herr Weiler (verwundert): Ach? Dann sind sie also gar keine Chirurgin?
Gretchen (wirft ihrem Oberarzt wieder einen tötenden Blick zu, während der sich das Grinsen kaum verkneifen kann): Nein?! Aber....bald bin ich eine!
Marc (leise): Fragt sich nur wann?!

Rege mich nicht auf....Obwohl, jedes Gericht der Welt würde mich ohnehin freiprechen...wegen seelischer Grausamkeiten!

Unbeobachtet vom Patienten verpasst sie Marc einen kurzen aber wohl schmerzhaften Tritt auf den Fuß und grinst dabei Herrn Weiler unschuldig an.

Herr Weiler (etwas verwirrt): Ähm ja....dann ist ja gut ne?!
Gretchen: Genau! Und wir....(sie packt sich Marc und schleift ihn förmlich aus dem Raum)...müssen dann jetzt auch wieder! Gute Besserung!
Herr Weiler (sieht den Beiden noch skeptisch nach): Pfff....Ärzte sind auch nicht mehr das was mal waren! Scheiß Sparmaßnahmen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

27.12.2010 23:18
#412 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Draußen auf dem Flur angekommen, keift der Oberarzt seine Assistenz dann auch sofort an.

Marc (wütend): Was soll die Scheiße?!
Gretchen (verschränkt wütend die Arme): Das gleiche wollte ich DICH gerade fragen! Ich meine...was hab ich dir denn getan, dass du heute andauernd auf mir rum hackst?!

Sie senkt traurig ihren Blick und hat wirklich Mühe ihre Tränen zurück zu halten.

Marc (stöhnt genervt): Boah Hasenzahn....jetzt....hör endlich auf zu flennen! Ich hab dir gleich gesagt, dass sich hier im Krankenhaus....
Gretchen (unterbricht ihn und führt seine Erklärung präzise zu Ende, da sie sich diese jetzt in den vergangenen drei Monaten schon des Öfteren anhören musste und bald auswendig kennt): Nichts zwischen uns ändern wird! Ich weiß Marc. Das....sagtest du ja bereits mehrere Male....
Marc: Na also! Wo ist dann bitte dein Problem?!
Gretchen (lässt ihren Blick stur auf den Boden gerichtet): Ich....hab halt immer das Gefühl, dass du....
Marc (lässt sie gar nicht erst zu Ende sprechen und stöhnt kurz, weil das ja wohl völliger Schwachsinn ist): Mensch Gretchen....dass du auch immer alles sofort überbewerten musst?! Guck....Ich (er deutet auf sich) Chef, du (er zeigt auf Gretchen) Assistenz! Da ist der Ton halt manchmal etwas rauer! Außerdem....hat dich das früher auch nie gestört!
Gretchen: Ja....ich weiß ja, aber....(sie sieht zu ihm hoch)....früher das war eben anders....also zwischen uns. Und außerdem....es hat mich sehr wohl gestört Marc, nur hab ich nichts gesagt.
Marc (seufzt leise, weil er mit seinem Latein dann auch am Ende ist): Und was....willst du jetzt?!
Gretchen: Bloß....ein bisschen mehr Respekt....mehr nicht Marc.
Marc (seufzt erneut): Mehr nich....
Gretchen: Ist das denn so schwer? Ich meine....sonst geht es doch auch...irgendwie!
Marc (hebt kurz seinen Finger, als ob er sich bedroht fühlen würde): Eh! Privat is privat und Beruf is Beruf, okay?!
Gretchen (seufzt nun auch nur noch): Okay....

Anschließend dreht sie sich von ihm weg und geht.

Marc (sieht ihr hinter her): Äh...wo willst du jetzt hin?!
Gretchen (im gehen): Ist besser, wenn ich gehe. Nicht, dass uns noch jemand zusammen hier sieht und du dich meinetwegen schämen musst!
Marc: Aber....
Gretchen (winkt ab): Ist schon gut Marc. Ich hab´s verstanden....

Der Oberarzt will noch etwas sagen, aber da ist sie schon um die Ecke verschwunden. Deshalb atmet er noch mal tief durch und begibt sich anschließend in sein Büro. Er hatte ja gleich gewusst, dass diese ganze Beziehungssache auch einen Haken hat.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

28.12.2010 14:33
#413 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hmm....ihr wollt also wissen, wie es dazu gekommen ist? Das hab ich fast befürchtet Aber....also ich finde, dass man manche Dinge gar nicht so genau breittreten sollte und man es einfach dabei belässt. Ich weiß, das wird euch jetzt höchstwahrscheinlich nicht schmecken, aber ich dachte mit dem letzten Abschnitt im Epi wäre alles gesagt und den Sprung hab ich ja nicht umsonst gemacht ne^^
Tut mir Leid, wenn ihr enttäuscht seid, aber dafür wird auch in Gegenwart/Zukunft noch sehr viel passieren, was die beziehung der Beiden angeht und das werde ich dann ausschreiben
Viel Spaß beim lesen wünscht

Vanny




Währenddessen ist Bärbel in der Villa Haase schwer beschäftigt. Als ihr Mann sich zu ihr gesellt und die vielen aufgeschlagenen Hefte bemerkt, setzt er sich kurz zu ihr.

Franz: Was machst du denn da?
Bärbel (zeigt ihm das Cover des Heftes, welches sie gerade eifrig durchforstet): Vorbereitungen!
Franz: Vor....(er sieht nun, um was für eine Zeitschrift es sich dabei handelt „Unsere Hochzeit – Der schönste Tag im Leben“ und seufzt kurz, bevor er anders fortfährt): Findest du nicht, wir sollten das den Beiden überlassen? Ist ja immerhin....ihre Hochzeit!

Auch wenn er seiner Tochter ihr Glück wirklich von ganzem Herzen gönnte, aber so ganz an den Gedanken gewöhnen, dass sein bester Oberarzt wohl bald auch sein Schwiegersohn sein würde, konnte er sich noch nicht.

Bärbel (etwas eingeschnappt): Ach! (Sie widmet sich wieder den Brautkleidern zu): Gretchen hat doch für so etwas gar keine Zeit! Sie hat so viel in der Klinik zu tun und da ist sie bestimmt froh, wenn ich ihr das abnehme!
Franz (äußert nun zum ersten Mal seine Bedenken): Wieso auf einmal diese Hektik? Ich meine....Gretchen hat noch nicht mal ihren Facharzt und sie könnten doch auch danach noch....
Bärbel (unterbricht ihn lächelnd): Ach Franz! Nun lass die Kinder doch! Außerdem....Kinder sollten immer in geordneten Verhältnissen aufwachsen!
Franz (sprachlos und stottert deshalb vor sich hin): Ki...ki...Kinder? Ist sie...etwa....SCHWANGER?!?
Bärbel (besänftigt ihn schnell wieder mit einem Lächeln): Nein Franz. Das war nur....rein vorsorglich!
Franz (atmet erleichtert aus): Gut!
Bärbel (überlegt kurz): Wobei....so langsam sollten sie sich echt mal darüber Gedanken machen! Immerhin ist Gretchen jetzt schon 30!
Franz (verständnislos): Na und?!
Bärbel (grinst kurz): Die biologische Uhr Franz! Frauen....
Franz (widerspricht ihr sofort): Aber sie hatte sich doch gerade dafür entschieden Chirurgin zu werden! Soll sie das denn jetzt alles wieder hin schmeißen, nur wegen so ein paar....Hormonen?!
Bärbel: Aber....
Franz (unterbricht sie): Und außerdem....mein Oberarzt und Kinder?! Der weiß doch wahrscheinlich nicht mal, wie man das Wort buchstabiert?!
Bärbel (will ihn wieder besänftigen): Also wenn ich mich nicht täusche, dann hat ER ihr den Antrag gemacht!
Franz (winkt ab, weil er sich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden kann oder auch will): Hmmm! Und wenn! Trotzdem kann ich mir das nicht vorstellen!
Bärbel (sicher): Wir werden ja sehen.

Anschließend widmet sie sich wieder ihrer Zeitschrift zu.

~*~ ~*~ ~*~

Währenddessen sitzen Sabine und Gretchen sich im Stationszimmer gegenüber und unterhalten sich. Wobei es eher Gretchen ist, die sich mal wieder bei der Schwester über alles auslässt, was ihr nicht in den Kram passt. Allem voran über ihren Oberarzt.

Gretchen: Ich meine....was ist denn so schlimm daran, wenn er....
Sabine (unterbricht sie ruhig): Gar nichts Frau Doktor. Aber....naja....kaum einer hätte hier wirklich damit gerechnet, dass sie es mal so weit schaffen würden....
Gretchen (sieht sie plötzlich schockiert an): Bitte?! Was soll das denn heißen?!
Sabine (blickt etwas eingeschüchtert zu Boden, anhand des rauen Tons): Aber....sie müssen doch zu geben Frau Doktor, dass sie Beiden einen langen Weg hinter sich haben oder?
Gretchen (unschlüssig): Ja schon, aber....das ist doch kein Grund! Und außerdem...hat er mich ja wohl lange genug gequält, da kann er ja jetzt mal....naja....also nett sein?!
Sabine: Sie sollten....das nicht so....überbewerten.
Gretchen (mehr zu sich selbst): Das gleiche hat er auch gesagt....
Sabine: Na sehen sie! Ich bin mir sicher....im Grunde....liebt er sie, sonst hätte er ihnen ja wohl kaum einen Antrag gemacht...vor drei Monaten.
Gretchen: Ganz genau....VOR DREI MONATEN! Und? (Sie hebt ihre Hand kurz)....sehen sie da irgendeine Veränderung?!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~Vertrauen ist das, was man hat, bevor man die Realität begreift~~

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

28.12.2010 23:30
#414 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hallo Ihr Lieben!

Freut mich, das euch der Teil gefallen hat und hab beschlossen, auch wenn´s schon ziemlich spät ist, euch noch einen zu geben.
Danke für die Kommis und viel Spaß beim lesen.

Lg Vanny

P.S. Ich muss shcon sagen, ihr kennt mich ziemlich gut, dass ihr bereits ahnt, dass du noch was kommt



Sabine: Das nicht, aber....
Gretchen (lässt ihre Hand wieder auf ihre Oberschenkel sinken): Sehen sie! (Etwas leiser): So langsam glaube ich ....er will mich gar nicht mehr heiraten....

Die letzten Worte flüstert sie dann fast nur noch, wobei ihre Stimme sehr heiser klingt, weil sie wieder den Tränen nahe ist.

Sabine (lächelt sie kurz an und will ihr Mut zu sprechen): Ach Frau Doktor....denken sie doch nicht so was. Das....ist bestimmt völlig unter gegangen...bei dem Stress hier in letzter Zeit.
Gretchen (sieht sie verständnislos an): Wie kann man denn so was bitte vergessen?!
Plötzlich betritt Frau Dr. Hassmann den Raum und geht zu ihrem Spind, um sich für ihre Schicht um zu ziehen.

Maria (blickt kurz zu den Beiden): Wer hat was vergessen?

Wenn ich ihr das jetzt sage, dann wird sie nur wieder ihren dummen Kommentar dazu abgeben. Von wegen „Ich hab´s ja gleich gewusst“ und so....Nein danke! Kein Bedarf!

Sabine (will gerade zu einer Erklärung ansetzen): Ach die Frau Doktor ärgert sich nur darüber, dass der Dr. Meier die....
Gretchen (unterbricht sie schnell): Die....Blumen nicht gegossen hat....heute Morgen!
Maria (sieht sie über ihre Schulter ungläubig an): Ah ja?!
Gretchen (wirft Sabine noch mal einen kurzen Blick zu): Ja genau! Nichts weiter!
Maria (grinst sie dreckig an): So lange er nicht vergisst SIE täglich zu bewässern, ist ja alles in Butter ne?!
Gretchen (lächelt peinlich berührt): Hehe ja....
Maria (knallt ihren Spind wieder zu und richtet sich anschließend den Kragen ihres Kittels): Na dann....noch viel Erfolg ne?!

Sie grinst noch mal kurz und verlässt anschließend den Raum.

Na toll! Das war ja mal wieder ein Eigentor Gretchen. Super gemacht!

~*~ ~*~ ~*~

Marc ist gerade auf dem Weg nach oben, als plötzlich Gabi zu ihm in den Fahrstuhl steigt. Als er die Schwester sieht, stöhnt er nur kurz und lehnt sich anschließend gelangweilt in eine Ecke.

Gabi (kann es mal wieder nicht lassen): Ich hab gehört du hast ein neues Hobby?
Marc (weiß nicht was sie meint und will´s auch gar nicht erst wissen): Wenn du mich schon einfach so an quatschst dann bitte auch so, dass ich es verstehe ja?!
Gabi (stichelt weiter): Na der Heiratsantrag in der Cafeteria! Aber du stehst ja wie ich weiß gerne im Mittelpunkt ne?!
Marc (stöhnt genervt): Boah Gabi....Geh jemand anderem mit deinem sinnlosen Gelaber auf die Nerven okay?!

Kurz darauf kommt der Fahrstuhl im siebten Stock an und der Oberarzt steigt aus.

Gabi (lehnt sich bevor die Türen wieder schließen noch ein Stück hinaus und ruft ihm nach): Ich hoffe für sie, dass du es diesmal wenigstens ernst meinst!

Marc sagt gar nichts mehr dazu und öffnet stattdessen die Tür zur Cafeteria und betritt schließlich die Terrasse, um sich seine wohlverdiente Zigarette zu gönnen.
Doch nachdem er einen tiefen Zug genommen hat, blickt er kurz runter in den Park und hält inne.

Marc (murmelt vor sich her): Was zum Teufel....?!?

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

29.12.2010 20:32
#415 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Wenige Minuten später öffnet sich dann unten die Nebeneingangstüre und der Oberarzt steuert zielstrebig auf den Park zu. Als er näher kommt sieht er dann das Elend in seinem ganzen Ausmaß. Hatte er doch nicht so schlechte Augen, um sehen zu können, dass Hasenzahn mal wieder flennte. Die Frage war nur: Wieso schon wieder?
Schließlich verlangsamt er seinen Gang und setzt sich dann bei ihr angekommen, neben die junge Ärztin auf die Bank. Eine Weile herrscht Schweigen. Während Gretchen ihn anscheinend gar nicht wahrnimmt, sieht Marc zu ihr herüber und mustert sie eine ganze Zeit lang mit seinem Blick.
Schließlich atmet er dann noch mal tief durch und gibt sich einen Ruck sie doch anzusprechen.

Marc (vorsichtig): Alles....(er dreht seinen Kopf in ihre Richtung und senkt seinen Blick etwas, um ihr in die Augen schauen zu können)....okay bei dir?
Gretchen (wendet sich ihm ganz kurz zu, sieht aber dann sofort wieder auf den Boden): Hmm....
Marc (skeptisch): Wirklich? Ich meine du....

Er sieht wie Gretchen ihre Tränen eilig wegwischt, weil sie weiß, was er sagen will, und bricht seinen Satz ab.

Marc (hakt nach einiger Zeit dann doch weiter nach, wenn auch immer noch mit der nötigen Zurückhaltung): Ist es...vielleicht wegen....eben?
Gretchen (seufzt kurz müde): Ach Marc....Ich weiß doch langsam auch nicht mehr was ich tun soll....
Marc: Äh....du musst....
Gretchen (unterbricht ihn, weil ihre Stimmung langsam von tief traurig in stink sauer umschlägt): Du sagst mir ich soll nicht immer alles auf die Goldwaage legen?! Aber wenn ich mal irgendwas sage oder tue, dann....hältst du mir das wahrscheinlich noch Monate später vor?!
Marc (versucht sich wieder Gehör zu verschaffen): Das mag ja....
Gretchen (schneidet ihm wieder das Wort mitten im Satz ab und gestikuliert nun auch noch wild mit den Armen, nachdem sie von einer Sekunde auf die andere von der Bank aufgesprungen ist und nun direkt vor ihm steht): Ich meine....findest du das etwa fair Marc?!
Marc: Also eigentlich....
Gretchen (nicht mehr zu bremsen): Ich mach und tu alles, damit das mit uns klappt! Und was machst du?!

Der Oberarzt will ihr auf diese Frage eine Antwort geben, aber Gretchen kommt ihm mal wieder zu vor, noch ehe er überhaupt einen Ton heraus bringen kann.

Gretchen: Richtig! Du machst....gar nichts!
Marc: Äh....
Gretchen (schüttelt immer wieder leicht mit dem Kopf): Du versuchst es ja nicht einmal! Wahrscheinlich bin ich nicht mehr als ne nette Nebensache für dich! Aber....so geht das nicht, hörst du?! Das....mach ich einfach nicht mit!
Marc (wird dann hellhörig und fragt vorsichtig nach): Wie....darf ich DAS jetzt verstehen?!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

30.12.2010 09:59
#416 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

@Lorelei: Danke für deinen Kommi! Wollte dann auch gerade was dazu sagen: Also du hast schon Recht. Aber es sind noch nicht die eigentlichen Gewitterwolken, obwohl die ja dann auch wieder fast schön sind, bis auf...naja lassen wir das lieberIch werd jetzt noch einen Teil reinstellen und dann heute Abend wahrscheinlich noch einen. Ich will endlich fertig werden und das wenn´s geht noch vor dem 5.
Alo dann viel Spaß wünsch ich und ich geh dann wohl schon mal in Deckung ne^^

Lg Vanny



Sie sieht ihn kurz an und lässt erschöpft die Arme sinken, ehe sie bedeutend ruhiger fortfährt.

Gretchen: Du....hast wirklich nicht die geringste Ahnung, worum es mir geht oder?
Marc (schüttelt leicht mit dem Kopf): Äh....ehrlich gesagt....nicht wirklich nein?!

Zuerst reißt die junge Ärztin kurz die Augen auf, beruhigt sich aber dann wieder und lässt sich stöhnend wieder auf der Bank neben ihm nieder.

Er weiß es wirklich nicht! Ich kann´s nicht glauben....Okay Gretchen. Gaaaanz ruhig....Denn eigentlich kann er das ja auch gar nicht wissen. Woher auch?!

Sie atmet noch mal tief durch und setzt anschließend zu einer Art von Erklärung an.

Gretchen: Sieh mal Marc. Eine Beziehung....das bedeutet mehr, als sich ständig zu küssen und....(sie wird mal wieder leicht rot und sieht beschämt zu Boden, während sie sich den Rest förmlich in den Bart murmelt)....naja eben alles was man....sonst noch so macht.

Wieder richtet sie ihren Blick zu dem Oberarzt, um sich zu vergewissern, dass er ihren Ausführungen auch folgen kann, damit sie dann fort fahren kann. Nachdem er nichts sagt und sie nur intensiv ansieht, entschließt sie sich dann dazu ihre Erklärung fortzusetzen.

Gretchen: Eine Beziehung....das heißt....sich auf den anderen einzulassen, auf ihn und seine Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen und ihn aber gleichzeitig auch am eigenen Leben teilhaben zu lassen. DAS ist das was man Vertrauen nennt Marc. Und Vertrauen ist wichtig!

Ich weiß nicht wieso, aber habe gerade das starke Gefühl, dass ich zur Lehrerin mutiere....oder Therapeutin. Je nachdem aus welchem Blickwinkel man das sieht....

Sie schnauft noch mal kurz aus und will dann ihm das Wort überlassen.

Marc (gerade etwas überfordert): Und jetzt?
Gretchen (versteht nicht, was er von ihr will): Wie und jetzt? Das war´s!
Marc (versteht ihren letzten Satz mal wieder komplett falsch): Bitte?!
Gretchen (verunsichert wegen seines doch leicht aggressiven Tonfalls): Äh....reicht das denn etwa nicht? Ich meine ich wüsste sonst nicht, wie ich es anders erklären sollte.

Nun registriert auch der Oberarzt wie die Aussage zu deuten ist und atmet im Stillen erstmal erleichtert auf, wovon Gretchen allerdings nichts mitbekommt, weil er strikt versucht die Fassade aufrecht zu erhalten.

Marc (bemüht sich locker zu bleiben): Und du willst jetzt also von mir, dass ich all diese Dinge in Zukunft befolge, oder wie darf ich das jetzt verstehen?!

Er kapiert´s einfach nicht! Lieber Gott....was soll ich tun? Hilf mir gefälligst ein einziges Mal!

Gretchen (atmet noch mal tief durch, um sich zu beruhigen): Nein Marc. Du musst dir....(sie seufzt kurz)....keine Checkliste oder etwas derartiges anlegen und jeden Punkt einzeln abarbeiten, falls du das jetzt meinst?!
Marc: Gut!

Der wollte tatsächlich jetzt? Ich glaub´s ja wohl nicht?!

Gretchen (aufgebracht): Herr Gott noch mal! Alles was ich will....ist, dass du ab und zu....naja....halt ehrlich bist und mich teilhaben lässt....an deinem Leben! (Sie wird wieder ruhiger): Meinst du....du kriegst das hin?
Marc (monoton und ohne sie dabei anzusehen): Hab ich ne Wahl?!

Gretchen schnauft nach dieser Äußerung einmal kurz, steht dann auf und lässt ihn einfach sitzen.

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

30.12.2010 13:30
#417 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Bevor ich jetzt gleich abzische, noch schnell ein Teil. Kommis dazu wie immer abends^^


Hab ich ne Wahl! So eine Unverschämtheit! Hört sich ja fast so an, als ob ich er dazu gezwungen wurde mit mir zusammen zu sein! Dabei hat ER mir doch den Antrag gemacht und nicht umgekehrt! Ich versteh das einfach nicht! Ich meine....was ist denn plötzlich wieder los? Vorher war doch alles gut zwischen uns....Ob ich....

Während sie Gedankenverloren wieder das Krankenhaus betritt, nachdem sie Marc hatte einfach sitzen gelassen, weil sie sich so über seine Aussage geärgert hatte, bleibt sie plötzlich abrupt stehen, weil sie sieht wie zwei ihr sehr wohl bekannte Menschen vor dem Aufzug fast an die Gurgel gehen.

Bärbel (aufgebracht): Was mischen sie sich denn da ein?! Sie....sie....

Meine Mutter und....Elke Fischer! Na DAS hat mir jetzt gerade noch gefehlt!

Sofort steuert sie auf die Beiden zu und versucht zu retten was zu retten ist, bevor sie endgültig zum Klinikgesprächsthema Nummer eins mutierte hier.

Gretchen (geht dazwischen, als Elke sich gerade zur Wehr setzen will): Was ist denn hier los?!
Elke (übergeht Gretchen´s Frage und verzieht ihr Gesicht): Frau....Haase....
Bärbel (mischt sich sofort wieder ein): Jetzt hören sie endlich auf meine Tochter so abfällig zu behandeln! Sie....
Gretchen (unterbricht sie mit vorgehaltener Hand): Mama! Ich kann für mich alleine sprechen okay?!
Bärbel (verwundert und zugleich ein bisschen gekränkt): Aber ich wollte doch nur....
Gretchen (langsam wütend, weil sie gerade bestimmt andere Sorgen hat, um sich auch noch um zwei keifende Hennen zu kümmern): Ja Mama! Du willst immer nur! Und meistens endet genau das dann im Chaos! Also halt dich einfach daraus okay?!
Bärbel (empört): Also das ist ja wohl....
Elke (stöhnt schwer und hält sich die Hand vor die Stirn): Großer Gott! Was tust du mir nur an?!

Ich überhöre das jetzt einfach mal ganz gepflegt und schieb es einfach auf die Verlustängste. Obwohl....kennt diese Frau eigentlich so etwas? Naja egal....

Gretchen (atmet noch mal tief durch und wendet sich dann Elke zu): Frau Fischer. Also ich kann ja verstehen, dass ich nicht gerade ihre erste Wahl bin, was ihren Sohn betrifft....
Elke (unterbricht sie hochnäsig und verzeiht ihr Gesicht, während sie Gretchen mustert): Wohl wahr!

Nicht aufregen Gretchen. Sie....meint das nicht so. Denk an den Plan! Wobei....welchen überhaupt? Rettet meine noch nicht wirklich vorhandene Hochzeit oder wie?!

Gretchen (versucht sich zusammen zu reißen und fährt mit ihrer Erklärung fort): Aber können wir nicht einfach versuchen....naja irgendwie miteinander....klar zu kommen?

Während Frau Fischer mal wieder überlegt, mischt sich auch Bärbel wieder ein.

Bärbel: Aber Margarethe! Heißt das etwa....du gibst nach?! Einfach so?! Diese....
Gretchen (platzt der Kragen): Mama! Das ist kein Spiel hier....verdammt! Und ich will auch keinen Kleinkrieg! Versteh das endlich! Alles was ich will, dass sie (sie deutet auf Elke)....es akzeptiert und wir in Frieden leben können! Ist das denn wirklich so schwer?!
Bärbel (will widersprechen): Aber....
Gretchen: Nein! Nix aber! Sie wird bald so zu sagen zur Familie gehören (die beiden fast angewiderten Blicke der Frauen ignoriert sie und fährt ungehindert fort) Also find dich endlich damit ab oder lass es einfach!
Elke (hat dann lange genug überlegt und sagt dann auch mal wieder was dazu):
Also das eins klar ist… ich werde das akzeptieren, aber ich heiße es keinesfalls gut!
Gretchen: Glauben Sie mir… das hatte ich auch nicht erwartet, Frau Fischer.
Elke: Dann hätten wir das ja endlich mal geklärt!
Anschließend dreht sie sich ohne noch ein weiteres Wort zu verlieren einfach um und stöckelt davon.
Würde mich ja echt mal interessieren was ich dieser Frau eigentlich so Schlimmes getan habe…
Kurz nach dem Elke nicht mehr zu sehen ist, spricht Bärbel ihre Tochter dann erneut an.
Bärbel: Wie kannst du es nur immer wieder zu lassen, dass sie so mit dir umgeht?! Ich meine… ich kann ja verstehen, dass du wegen dem…
Gretchen (unterbricht sie sofort): Ja Mama! Ich weiß ganz genau was du jetzt sagen willst, aber auch das ist ganz allein meine Sache.

Bärbel will gerade noch etwas sagen, aber Gretchen stöhnt nur einmal ganz laut und macht anschließend schnell, dass sie da weg kommt.

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

30.12.2010 22:25
#418 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hey Ihr Lieben!

Danke für die Kommis! Ja...Gretchen hat es schon nicht leicht^^ Aber da muss sie wohl durch, wie noch durch so vieles
Und weils so schön war, kommt hier dann noch ein dritter Teil für heute und naja...weil ich nicht weiß, ob ich morgen dazu kommen werden, was reinzustellen
Weiter geht´s im Hause "Meier/Haase". Viel Spaß dabei

Lg Vanny



Am Abend als Gretchen dann auf der Couch sitzt und sich irgendeine dieser TV-Sendungen reinzieht, die Marc überhaupt nicht ab kann, herrscht zunächst eisiges Schweigen zwischen den Beiden und die junge Ärztin hegt dabei auch keinesfalls die Absicht irgendetwas an diesem Zustand zu ändern. Im Gegenteil. Sie beachtet ihren Freund überhaupt nicht und starrt stur auf den riesengroßen Flachbildfernseher. Anders als Marc, der zwischendurch immer mal wieder zu ihr herüber schaut und sich so langsam ernsthaft die Frage stellen muss, wozu er sich das hier überhaupt alles antut. Immerhin hatte er lange genug seine Ruhe und musste sich mit etwas wie den typischen Stimmungsschwankungen einer Frau nicht ernsthaft beschäftigen. Außer in den Momenten als Elke sich mal wieder dazu entschieden hatte ihrem ja ach so beschissenen Leben endlich ein Ende zu setzen vielleicht.
Aber gut. Er hatte es sich so ausgesucht, auch wenn es höchstwahrscheinlich in einem Moment völliger geistiger Umnachtung gewesen sein musste, also müsste er jetzt das Beste daraus machen. Irgendwie....
Schließlich seufzt er kurz leise in sich hinein und startet dann doch noch einen Versuch auf seine Freundin zu zu gehen, in dem er sich näher neben sie setzt und seine Hand auf ihrem Oberschenkel platziert.
Zunächst einmal lässt die junge Frau sich das auch ohne groß davon Kenntnis zu nehmen gefallen. Doch als Marc weiter geht und mit seiner Hand kontinuierlich höher gleitet, legt sie plötzlich ihre Hand auf seine und schiebt sie anschließend weg, bevor sie sich wieder intensiv der Mattscheibe widmet.

Gretchen (leicht zickig): Lass das Marc!
Marc (langsam auch genervt): Boah....

Eine Weile herrscht wieder Schweigen und der Oberarzt steht schließlich auf, um sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank zu holen, was Gretchen leicht Kopf schüttelnd zur Kenntnis nimmt, aber nichts weiter dazu sagt.
Nach ungefähr 10 Minuten eisiger Ignoranz von ihrer Seite, reicht es dem Oberarzt dann und er stellt sie zur Rede.

Marc (stöhnt): Wieder Stress mit Mami oder wieso zickst du so rum hier?!
Gretchen (dreht ihren Kopf erst etwas entgeistert in seine Richtung, funkelt ihn aber dann relativ böse an): Nein...danke! Mit meiner Familie ist alles supi!
Marc (stöhnt erneut und stellt die Bierflasche vor sich auf dem Couchtisch ab): Na spuck´s schon aus! Wo liegt diesmal wieder dein Problem?! War die Schoko im Automaten heute schlecht oder was?!
Gretchen (dreht sich erneut zu ihm um und formt ihre Augen zu Schlitzen): Du kapierst echt gar nix oder?!
Marc (überfragt): Äh...ehrlich gesagt...nein?!
Gretchen (seufzt in sich hinein): Also manchmal da frag ich mich....ob das überhaupt alles einen Sinn hat hier....
Marc (wird dann auch hellhörig und sieht sie erstaunt, aber auch fragend zugleich an): Wie....darf ich das jetzt wieder verstehen?
Gretchen (unsicher und sieht ihn deshalb auch nicht direkt an): Naja....ich meine....wenn du das alles nicht willst, es zwingt dich keiner dazu Marc! Und ich....am allerwenigsten!
Marc: Ahhhh....ja?!
Gretchen: Mehr hast du jetzt dazu nicht zu sagen oder was?!
Marc (vorsichtig): Was...äh...soll ich denn sagen...deiner Meinung nach?

Vielleicht, dass du mich liebst, mich auch heiraten, nie wieder verlieren willst und wir n Haufen Babies bekommen werden?! Irgendwann...Wobei...zwei würden mir auch schon reichen....Ein kleines süßes Mädchen mit blonden langen lockigen Haaren und strahlend blauen Augen. Und natürlich einen kleinen Jungen, der braune Haare, grüne Augen, so leuchtend wie ein Smaragd und sein freches aber auch irgendwie süßes Grinsen hat. Hach ja....Das wär toll....

Unweigerlich gerät sie mal wieder ins Träumen, was auch Marc nicht verborgen bleibt, der sie deshalb skeptisch ansieht und ihr damit signalisieren will, dass er immer noch auf eine Antwort wartet.

Aber DAS....wäre dann wahrscheinlich zu viel verlangt....

Gretchen (seufzt leise in sich hinein und widmet sich anschließend wieder dem Fernseher): Vergiss es einfach....
Marc (mehr fragend als aufgeklärt): Okay?!

Anschließend greift er wieder nach seinem Bier und lehnt sich erneut auf der Couch zurück. DAS konnte ja wirklich noch heiter werden!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

31.12.2010 14:31
#419 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Hab mich dazu entschieden doch noch einen Teil reinzustellen, auch wenn diese Teile denkbar schlecht zum jahreswechsel sind Aber schlimmer als ohnehin schon kann es (dieses jahr) nicht mehr werden und deshalb Augen zu und durch Im neuen Jahr geht´s dann weiter und ich gelobe feierlich Besserung...ich versprechs
So. Jetzt wünsch ich euch allen viel Spaß beim letzten teil in diesem Jahr. Hoffe wir sehen uns in alter Frische wieder und ihr bleibt mir weiterhin treu


Guten Rutsch GB Pics

Lg Vanny



Am nächsten Morgen sitzen die beiden dann am Tisch und frühstücken. Beziehungsweise....Marc liest seine Morgenzeitung und trinkt Kaffee und Gretchen kaut frustriert auf ihrem Nutellabrötchen herum.
Der Oberarzt hatte heute nach dem Aufstehen, als er ihr einen Kuss geben wollte, sie diesen aber eher unwillig erwiderte und anschließend ins Bad gerauscht ist, bereits bemerkt, dass das Thema, welches auch immer, noch lange nicht gegessen ist und beschließt deshalb sie noch mal anzusprechen.

Marc (senkt die Zeitung langsam und bemerkt dabei, dass sie ihn schon die ganze Zeit regelrecht angiftet): Okay! (Er legt die Zeitung beiseite und atmet kurz durch): Was auch immer es ist Hasenzahn! Spuck´s endlich aus, bevor du vor lauter Wut noch platzt hier!
Gretchen (atmet ebenfalls tief durch, um das unbändige Verlangen zu unterdrücken, ihm doch noch an die Gurgel zu springen): Also....das ist ja wohl....Ich....
Marc (langsam genervt): Also was Hasenzahn?! Seit gestern zickst du nur noch rum und regst dich wahrscheinlich wieder über Dinge auf, die total unwichtig und idiotisch sind? Oder....haste etwa wieder deine Tage?!

Während er all das so belanglos in den Raum wirft, als ob es nichts wäre, hat die junge Ärztin mal wieder die größte Mühe und Not ihre Tränen zurück zu halten.

Unwichtig und....idiotisch also? Er nennt unsere Hochzeit wirklich unwichtig und idiotisch! Ich könnte....

Marc, der seinen Blick die ganze Zeit über nicht von ihr genommen und sie argwöhnisch beobachtet hat, reißt sie dann wiedermal aus ihren Gedanken.

Marc (stöhnt): Boah ey....kannst mir vielleicht endlich mal sagen, worüber genau du dich so aufregst?!

Am liebsten hätte Gretchen einfach nur laut geschrien, aber das verkneift sie sich dann doch und belässt es lieber bei Gedanken.

Über dich du blöder Idiot! Denn...du kapierst es einfach nicht!

Gretchen (versucht ihre Tränen immer noch zu unterdrücken, legt ihr Brötchen auf den Teller und steht auf): Ich...reg mich überhaupt nicht auf, ja?! (Sie bemerkt kurz wie Marc die Augen verdreht und leise vor sich hin stöhnt): Außerdem....sollten wir wirklich langsam los! Bevor wir noch zu spät kommen!

Anschließend schnappt sie sich ihre Jacke und rauscht, nicht ohne die Tür zuknallen zu lassen, hinaus.

~*~ ~*~ ~*~

Gretchen (auf 180): Boah! Ich könnte mich so aufregen! So eine Wut hab ich im Bauch!

Mehdi, der ihr in seinem Büro gegenüber sitzt, beäugt sie zunächst skeptisch, sagt aber nichts weiter dazu.

Gretchen (faucht ihn an): WAS?!
Mehdi (nimmt vorsichtshalber schon mal Sicherheitsabstand und fragt dann vorsichtig nach): Was....ist denn genau....passiert?
Gretchen (springt plötzlich vom Stuhl auf und läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn durch sein Büro): Nichts ist passiert!
Mehdi (mehr als vorsichtig): Äh....Und deshalb....
Gretchen (unterbricht ihn, zieht weiter ihre Bahnen und klatscht sich dabei immer wieder mit der Hand vor die Stirn): Weißt du....und ich dachte....jetzt wird endlich alles gut! Endlich bin ich am Ziel und kann mein Leben auch endlich mal im Glück genießen!

Sie bleibt kurz stehen und sieht ihn an.

Mehdi (immer verwirrter): Äh ja....Aber....das tust du doch! Du hast doch....
Gretchen (unterbricht ihn wieder und läuft erneut hin und her): Na eben nicht!
Mehdi (sieht sie fragend an): Wie jetzt? Ich dachte....
Gretchen: Jaha....das dachte ich auch Mehdi! Aber Pustekuchen! Er wird sich nie ändern! Nie, nie, nie, verstehst du?
Mehdi (ballt unter dem Tisch vorsorglich seine Hände zu Fäusten und beißt die Zähne zusammen): Hat er dich etwa....betrogen?

Gretchen bleibt erstaunt stehen und sieht ihn einen Moment lang verträumt an.

Oh! Er ist so süß, wenn er sich um mich sorgt! Wie ein großer Bruder, der seine Schwester beschützt! Ich wünschte das könnte ich von Marc auch mal behaupten. Aber nein! Der Herr denkt ja nur an sich selbst!

Nachdem Mehdi dann bemerkt hat, dass Gretchen in Gedanken ist, zählt er sich selbst eins und eins zusammen und springt von seinem Stuhl auf.

Mehdi (krempelt sich die Ärmel seines Kittels hoch und will murmelnd zur Tür): Den mach ich zur Minna....

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

01.01.2011 18:30
#420 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

So das neue Jahr ist da und ich auch wieder Und mit mir natürlich ein neuer Teil. Vielleicht hab ich ja doch noch die Chance aufn paar nette Worte, ne Kate^^
Danke für eure Kommis und viel Spaß beim lesen

Lg Vanny



Auch Gretchen, die dann inzwischen mal wieder in der Realität angekommen ist, als sie den eisigen Luftzug neben sich vernimmt, den Mehdi beim vorübergehen auslöst, reagiert dann schnell und hält ihn zurück, bevor er zur Tür raus geht.

Gretchen: Nein Mehdi! Nicht....
Mehdi (dreht sich zu ihr um): Wieso nicht? Ich hab ihn gewarnt damals....und er kann nicht hören! Also....wird er jetzt sehen, was er davon hat, wenn man mich nicht ernst nimmt!

Er hat ihn....

Gretchen (hält ihn noch immer zurück und sieht ihn skeptisch an): Du hast was bitte?!
Mehdi (kratzt sich verlegen im Nacken und vermeidet es sie anzusehen): Ähm...nun ja....
Gretchen (langsam ungeduldig): Meeehdiiii! Nun sag schon!
Mehdi (atmet noch mal tief durch): Also schön! Nach unserem Streit hier vor ein paar Monaten, hatten wir noch ein Gespräch, nachdem du gegangen bist. Ich....hab ihm gesagt, dass ich es nun mal nicht ändern kann, dass du ihn liebst und ich dich deshalb frei gebe.
Gretchen (zieht skeptisch die Augenbrauen hoch und sieht ihn an): Freigeben?
Mehdi (fährt sich sichtlich nervös durch die Haare und sieht stöhnend zur Decke): Ja verdammt! Ich meine....immerhin hattest du mir da ja mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass das mit uns....also, dass das nichts mehr wird und....

Den Rest bekommt Gretchen gar nicht mehr mit, weil sie mal wieder in Tagträume verfällt und verzückt zur Decke blickt.

Hach....wie romantisch! Er hat mich freigegeben....fühle mich gerade wie eine Prinzessin! Nur mein vermeintlicher Prinz....also der braucht noch ein bisschen Übung....

Nachdem Mehdi dann mit seiner Erklärung fertig ist, will er dann endgültig gehen.

Mehdi (öffnet die Tür): Und deshalb....bekommt er jetzt was er verdient!
Gretchen (drückt die Tür geistesgegenwärtig wieder zu): Nein Mehdi! Bitte lass das!
Mehdi (verwundert und mit mahlendem Unterkiefer vor Wut): Nenn mir einen Grund Gretchen? Er hat dich betrogen, obwohl ich ihm ausdrücklich gesagt hab, dass er dich nie wieder so verletzen soll! Also....

Er befreit sich aus ihrem Griff und will endgültig los stürmen.

Gretchen (unterbricht ihn etwas lauter, als er schon fast auf dem Flur ist): ABER ER HAT MICH DOCH GAR NICHT BETROGEN!!
Mehdi (bleibt plötzlich stehen und sieht sie skeptisch an): Hat er....nicht?
Gretchen: Nein verdammt!
Mehdi (kommt wieder zurück und schließt die Tür zu seinem Büro): Aber wieso? Ich meine du....
Gretchen (seufzt kurz schwer): Ach! Ich weiß es doch auch nicht!
Mehdi (sieht sie verwirrt an): Ähm....jaha?!
Gretchen (gestikuliert mit ihrer rechten Hand durch die Gegend, um ihm irgendwie zu erklären, was sie meint, während der Gynäkologe sie nur misstrauisch ansieht): Ich....hab einfach das Gefühl....dass er....naja dass er noch gar nicht dazu bereit ist! Also Hochzeit, Familie....
Mehdi (hebt skeptisch die Augenbrauen und senkt seinen Blick): Bist du etwa....und weißt jetzt nicht wie du es ihm sagen sollst oder was?!
Gretchen (reißt kurz die Augen auf und schüttelt heftig mit dem Kopf): Neiiiin! (Sie versucht lächelnd abzuwinken, was aber nicht besonders überzeugend aussehen muss, in Mehdi´s Augen): Was du immer gleich denkst! Ich bin doch nicht....schwanger?!
Mehdi: Dann bist du....über die Zeit. Sollen wir einen Test machen? Ich kann....

Er macht sich bereits auf den Weg zu seinem Schrank, um ihr Blut abzunehmen.

Gretchen (hält ihn sofort davon ab und hebt beschwichtigend die Hände): Nein Mehdi. Das ist wirklich....(sie atmet noch mal tief durch, wäre sie doch besser nie gekommen)....nicht nötig! Glaub mir doch!
Mehdi (hält kurz inne und sieht sie wieder an): Okay?! Aber....was ist dann dein Problem? Ich meine....er hat dich weder betrogen, noch bist du schwanger. Ich....versteh es ehrlich gesagt gerade nicht!

Hmm....selbst er versteht es nicht! Mehdi versteht es nicht! Heißt das dann....dass ich das wirklich alles etwas dramatisiere und ich in Wahrheit wieder mal das Problem ganz alleine darstelle?! Bin ehrlich verwirrt!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

02.01.2011 15:34
#421 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Wünsche euch auch allen noch mal ein frohes neues Jahr und mach auch direkt weiter mit dem nächsten Teil. Ich sag´s gleich mal vorweg...es könnte sein, dass ihr heute noch einiges zu lesen bekommt, weil ihr wisst ja die Zeit rennt^^
Hab gerade den neuen Traier mehrmals gesehen und mich immer nich nicht erholt davon
Viel Spaß beim lesen und danke für die Kommis!





Schließlich bewegt sie sich dann auch zurück zum Schreibtisch, nimmt wieder davor Platz und seufzt kurz müde.

Gretchen: Ach....ich versteh´s ja glaub ich selbst nicht einmal! Ich glaube fast, dass ich mal wieder ganz alleine das Problem bin! Wie immer eigentlich....
Mehdi (versteht jetzt endgültig nix mehr): Äh....
Gretchen (springt plötzlich auf): Danke Mehdi! Du....hast mir sehr geholfen!
Mehdi: Öh....

Er will noch etwas sagen, hebt auch seinen Arm, aber das bekommt sie gar nicht mehr mit, da sie schon wieder auf dem Flur ist.

Ich werde jetzt einfach zu ihm gehen und ihm sagen, wie Leid mir das alles tut! Und wenn er fragt, was war, dann....ja dann sag ich einfach....der Stress ist schuld! Genau! So mache ich es!

Doch als sie vor seinem Büro ankommt, ist Marc gar nicht da. Etwas enttäuscht schließt sie die Tür wieder und begibt sich zum Stationszimmer.

Dann eben später. Das läuft mir ja nicht weg....

~*~ ~*~ ~*~

Währenddessen öffnet sich bei Mehdi im Büro erneut die Tür und er denkt es wäre Gretchen, die ihm doch noch etwas mitteilen wollte, weil sie eben so schnell davon gerauscht ist und ihn ahnungslos zurück gelassen hatte.

Mehdi (plappert sofort drauf los): Da bist du ja wieder! Ich dachte schon....
Marc (bleibt im Türrahmen stehen und sieht etwas verwirrt zurück auf den Flur): Äh....alles....klar?!
Mehdi (winkt ab und widmet sich wieder seinen Unterlagen): Ach du bist es!
Marc (schließt langsam die Tür, aber nicht ohne sich vorher noch mal auf dem Flur umzusehen): Wen....hattest du denn erwartet?
Mehdi (etwas in Gedanken und plappert deshalb vor sich hin, während er irgendwas in seinen Computer eingibt): Och....Gretchen. Sie war gerade kurz hier und ich dachte....
Marc (unterbricht ihn schnell, während er sich auf den Stuhl gegenüber von seinem Freund setzt): Hasenzahn war hier?

Nachdem Mehdi ihm einen zwar kurzen, aber strafenden Blick zuwirft, versucht der Oberarzt schnell vom Thema abzulenken.

Marc (etwas unsicher): Was....wollte sie denn?
Mehdi (unterbricht seine Arbeit nun, wendet sich über die Schreibtischplatte gebeugt seinem Freund zu und wirft ihm einen fast schon provokanten Blick zu): Das müsstest du doch wohl besser wissen, oder?!
Marc (öffnet sprachlos den Mund und deutet auf sich): Ich? Wieso das denn jetzt schon wieder?!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

02.01.2011 17:06
#422 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Mehdi: Naja....sie sah eben schon ziemlich....fertig aus. Also...was hast du diesmal wieder angestellt?
Marc (wird langsam wütend): Ja nix verdammt! SIE zickt doch ständig rum?!
Mehdi: Marc. Jetzt hör mal....(er beugt sich noch ein Stück weiter rüber zu ihm, sieht ihn an wie ein Vater, der seinem Sohn erklären will, wie die Welt funktioniert, wobei auch seine Stimme sanfter wird)....Gretchen ist ne Frau....
Marc (unterbricht ihn genervt): Mehdi! Ich kenne die Anatomie des menschlichen Körpers! Immerhin bin ich Arzt?!
Mehdi (stöhnt kurz und lehnt sich dann wieder murmelnd zurück): Ja und trotzdem musst du noch ne Menge lernen, mein Lieber!
Marc (entsetzt): Bitte wie?!
Mehdi (verzieht kurz sein Gesicht): Naja....ich weiß ja, so wie eigentlich alle hier, dass du nichts auf Gefühle gibst und erst recht nicht auf die von anderen....

Der Gynäkologe merkt wie sich Mister Gockel wieder aufplustern will, lässt ihm aber diesmal keine Gelegenheit dazu und führt seinen Satz zu Ende, noch bevor Marc etwas sagen kann.

Mehdi: Aber dennoch ist es ab und zu mal wichtig sich in einer Beziehung in den anderen hinein zu versetzen.
Marc (grinst ihn kurz dreckig an und deutet mit dem Finger auf ihn): Äh...was wird das? Also....ich bin aufgeklärt?!
Mehdi (springt plötzlich auf und schlägt dabei mit der Handfläche so fest auf die Tischplatte, dass sogar Marc kurz zusammenzuckt): Nein man! Bist du eben nicht! Zumindest nicht was solche Dinge anbelangt! Verdammt Marc! Sex ist nicht alles in einer Beziehung und schon gar nicht mit Gretchen! Irgendwas bedrückt sie! Das hab ich doch gesehen! Und du....(er wird wieder etwas ruhiger und nimmt schließlich grinsend Platz)....naja mit Verlaub, aber....so ganz taufrisch siehste ja wohl auch nicht aus, ne?! Wohl ne lange Nacht gehabt, was?!

Marc findet das gar nicht witzig und jetzt ist er derjenige, der plötzlich aufspringt und durch den Raum rennt, so wie Gretchen eben.

Marc: Meine Fresse! Ich weiß doch auch nicht, was für eine Laus ihr jetzt schon wieder über die Leber gelaufen ist! Seit gestern zickt sie nur rum und wenn ich sie frage wieso bekomm ich nur zur Antwort, dass ich ja überhaupt nix raffen würde! Du weißt...ich sag das echt selten, aber ich raff´s wirklich nicht man! Was meint die? Ich bin Hellseher, oder was?!

Mehdi, der sich die Schimpftiraden seines Freundes erstmal in Ruhe angehört hat, steht dann erneut auf und geht auf ihn zu, um den mittlerweile doch sehr aufgebrachten Oberarzt irgendwie zu besänftigen.

Mehdi: Siehst du? Und DAS genau meine ich!
Marc (sieht ihn erstaunt und ungläubig an): Äh...und das heißt? Ich mein...soll ich jetzt irgend so nen Kurs belegen, um die Frau mal zu verstehen oder wie?
Mehdi (will ihn dann ein bisschen ärgern): Du...das wäre vielleicht gar nicht mal so ne schlechte Idee! Ich kenn da so einen....
Marc (hebt sofort abwehrend die Hände und weicht einen Schritt zur Seite): Woah, woah, woah! Ich werd mich garantiert nicht mit zehn anderen weichgespülten, schwulen Trauersäcken in einen Raum setzen und ne Runde Joga machen! Vergiss es! Aber ganz schnell!

Nachdem Mehdi dann nur noch vor sich hin grinst, wird es Marc zu bunt.

Marc: Und wieso grinst du jetzt bitte so beschissen?!

Nun ist es um Mehdi geschehen und er verfällt erstmal in hemmungslosem Gelächter.

Mehdi (bekommt kaum ein Wort fließend heraus, vor lauter Lachen): Du....dein Gesicht gerade....das hättest du echt mal....sehen müssen!
Marc: Ja ja....ich lach dann später ne?! Du Arsch....

Der Oberarzt dreht sich um und will gehen, als Mehdi ihn plötzlich zurück hält.

Mehdi: Sorry man! Aber....(er wischt sich noch die letzte Lachträne aus dem Gesicht und versucht sich wieder zu beruhigen)....jetzt geht’s wieder!
Marc (grinst ihn kurz sarkastisch an): Wie schön für dich!

Nochmal versucht er das Büro zu verlassen, aber wird wieder von seinem Freund davon abgehalten.

Mehdi: Ich hab doch gesagt, dass es mir Leid tut man! Pass auf....jetzt hör mir mal zu....Was ich damit eigentlich nur sagen wollte, ist....dass du auf sie eingehen musst. Ich meine....es muss doch wohl irgendwas vorgefallen sein, dass sie so reagiert! Gretchen würde niemals....
Marc (unterbricht ihn und winkt kurz spöttisch ab): Pff...da kennst du Hasenzahn aber schlecht!
Mehdi (glaubt den Fehler im System gefunden zu haben): Da!
Marc (versteht nur Bahnhof): Was?
Mehdi: Du achtest sie einfach nicht genug! Das ist es!
Marc (zeigt ihm einen Vogel): Nur weil ich sie nicht immer bei ihrem richtigen Namen nenne?! Du spinnst doch echt!
Mehdi: Nein Marc! So was nennt man Wertschätzung! Und glaub mir, wenn du sie ständig beleidigst, dann schätzt sie das keineswegs!
Marc (verdreht die Augen): Ah ja?! Und deshalb ist Madame jetzt beleidigt oder wie?! Das ist doch völliger Quatsch!
Mehdi (widerspricht ihm sofort): Nein Marc...ist es nicht! Und im Grunde...weißt du das auch!
Marc (spöttisch): Pfff....
Mehdi (wird jetzt langsam auch wütend): Verdammt noch mal Marc! Jetzt hör endlich auf mit dem Scheiß! Du weißt genauso gut wie ich, dass dir das sowieso nix bringt! Also rede mit ihr! Und du klärst das!
Marc (sieht ihn etwas erschrocken an, angesichts seines Befehlstons): Äh...aber sonst geht’s noch oder was?!
Mehdi (geht wieder zu seinem Schreibtisch und nimmt grinsend dahinter Platz): Joah....alles im grünen! Wieso?
Marc (winkt wütend ab und rauscht davon): Ach...leckt mich doch alle am Arsch...echt!

Nachdem er die Tür mit einem lauten Knall hinter sich geschlossen hat, zuckt Mehdi kurz mit den Schultern und widmet sich anschließend wieder dem PC und seiner Arbeit zu.

Mehdi: Hmm!

Kurz nachdem der Oberarzt das Büro seines Freundes fluchtartig verlassen hat, begibt er sich auf den Weg zum Stationszimmer, um sich einen Kaffee zu holen, in dem sich auch schon Gretchen und Sabine befinden.

Gretchen (etwas lauter): Meine Güte! Es geht mir doch nicht um dieses Stück Metall, sondern darum, dass ich ständig das Gefühl bei ihm habe, er nimmt das einfach alles nicht ernst!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

02.01.2011 18:49
#423 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

So weil es so schön war und auch weil ich euch das was noch kommt nicht unbedingt am Mi antun will, wenn wir alle so voller Vorfreude sind....stell ich jetzt noch nen Teil rein^^ Viel Spaß dabei <3


DAS war es also! Sie war sauer auf ihn, nur weil er es anscheinend irgendwie verpasst hatte ihr so rundes Erkennungsmetall zu besorgen, damit auch jeder schön sah, dass sie bereits vergeben war! Na...DAS ließe sich doch einrichten!
Als er bemerkt, dass Gretchen das Stationszimmer verlassen will, begibt er sich schnell hinter die nächste Ecke und wartet, bis sie schließlich in den Lift gestiegen ist, bevor er sich nun zu Sabine begibt.

Marc (lehnt sich kurz über die Theke): Sabine?
Sabine (sieht kurz zu ihm): Wenn sie die Frau Doktor suchen, die ist gerade weg.
Marc: Ähm nein....ich meld mich kurz ab! Muss noch was erledigen! Und...ich will nicht gestört werden, klar?!
Sabine (grinst ihn kurz an, weil sie etwas ahnt und legt pflichtbewusst ihre rechte Hand an ihre Schläfe): Ay ay Sir!
Marc (schüttelt etwas verwirrt den Kopf): Äh ja dann....bin dann mal weg!

Anschließend dreht er sich immer noch leicht Kopf schüttelnd weg und begibt sich in sein Büro, um dort seine Schlüssel zu holen.

Sabine (ruft ihm noch nach): Ach und Herr Doktor?
Marc (dreht sich noch mal rum): Äh ja...war dann noch was?
Sabine (sieht verträumt zur Decke): Ich würde Weißgold oder Platin nehmen und einen kleinen Stein! Frauen lieben Diamanten!
Marc (jetzt noch verwirrter): Äh...woher wissen sie?
Sabine (lächelt ihn kurz an): Ich bin gar nicht so blöd wie sie immer denken Herr Doktor?!
Marc: Ah ja?! Hätten sie dann vielleicht demnächst die Güte ihr (er deutet mit den Fingern Gänsefüßchen in der Luft an)....Talent im OP auszuleben, anstatt sich ständig in meine Angelegenheiten zu mischen?!
Sabine (kleinlaut): Natürlich Herr Doktor....
Marc (sarkastisch): Wirklich zu gütig!

Er will gerade gehen, als ihm dann doch noch etwas einfällt.

Marc: Ach ja und Sabine?!
Sabine (etwas eingeschüchtert): Ja Herr Doktor?
Marc (hebt kurz den Finger und sieht sie drohend an): Kein Wort zu Ha....Dr. Haase meinte ich, klar?!
Sabine (hebt theatralisch ihre beiden Finger): Ich kann schweigen wie ein Grab!
Marc (dreht sich um und murmelt im gehen): Die armen Toten....

Als er dann endgültig weg ist, lehnt sie sich verträumt auf ihrem Bürostuhl zurück und seufzt kurz.

Jetzt würde endlich alles gut....

~*~ ~*~ ~*~

Kurz darauf kommt dann auch Gretchen wieder, die sich inzwischen bei zwei Stücken Schoko-Sahne-Torte und einer Tasse Kakao abreagiert hat und fragt nach ihrem Oberarzt.

Gretchen: Haben sie Doktor Meier vielleicht irgendwo gesehen?
Sabine (rutscht plötzlich unruhig auf ihrem Stuhl hin und her, was auch Gretchen nicht verborgen bleibt): Äh ja der...der ist....
Gretchen (sieht sie skeptisch an): Alles in Ordnung bei ihnen Schwester Sabine?
Sabine: Ja...ja klar!
Gretchen: Ja und? Wo ist Ma....äh ich meinte Dr. Meier jetzt?

Noch bevor die Schwester dazu kommt zu antworten, meldet sich Gretchen´s Pieper für einen Notfall.

Auch das noch!

Gretchen: Moment....

Sie stöhnt kurz und zieht das kleine Gerät anschließend aus ihrer Kitteltasche.

Ein Notfall.....und Marc ist nicht da! Warum auch immer? Naja...nützt ja alles nix....ich muss da wohl hin!

Gretchen (schiebt den Pieper wieder in ihre Kitteltasche): Wir....reden später darüber. Jetzt müssen wir erstmal in die Notaufnahme.

Da sie sich bereits abgewendet hat, bemerkt sie gar nicht mehr, dass die Schwester kurz erleichtert aufatmet bevor sie ihr ebenfalls folgt.

Im Behandlungsraum angekommen begibt sie sich sofort zum Patienten, einem etwa 35-40 Jahre alten Mann. Neben der Trage erblickt Gretchen dann noch ein kleines Mädchen, so etwa in Lilly´s Alter schätzt sie sie.

Gretchen (begrüßt den Patienten): Guten Tag! (beugt sich zu der Kleinen herunter und reicht ihr die Hand): Na? Und wer bist du?
Mädchen (leise): Natalie....hilfst du jetzt meinem Papa?
Gretchen (lächelt sie freundlich an): Natürlich tue ich das! Jetzt gucken wir aber erstmal was ihm fehlt okay?!
Natalie (nickt leicht): Hmm.
Gretchen (wendet sich wieder dem Patienten zu): So....was führt sie denn zu uns?

Der Mann sagt daraufhin nichts und zieht stattdessen einfach sein Hosenbein hoch, wobei er kurz stöhnt.

Oh mein Gott!

Gretchen und auch Sabine reißen daraufhin kurz die Augen auf.

Mann: Jagdunfall....
Gretchen (nickt immer noch mit geöffnetem Mund): Ah ja....

Anschließend wendet sie sich der Schwester zu.

Gretchen (murmelt vor sich her): Scheint ein Steckschuss zu sein, aber größere Gefäße sind nicht verletzt. Sabine!....Spray und Tupfer zum desinfizieren!
Sabine: Ja wohl Frau Doktor!

Nachdem Gretchen dann alles zusammen hat, beginnt sie mit der Behandlung.

Gretchen: Ich befürchte die muss operativ entfernt werden Herr....?
Mann (entschieden): Nein! Keine OP! Ich bleib auf keinen Fall hier!
Gretchen (etwas ratlos): Aber....
Mann (bestimmend und zugleich auch etwas nervös): Machen sie einfach nen Verband drum und geben mir was für die Schmerzen mit und gut ist!
Gretchen (atmet noch mal tief durch): Ich befürchte sie haben mich nicht ganz verstanden! Das MUSS operiert werden! Denn....wenn wir die Kugel nicht entfernen....wird sich das umliegende Gewebe entzünden und dann....ist auch nur ein kleiner Eingriff...wirklich! Wir legen sie kurz in Narkose, entfernen die Kugel und wenn alles gut geht können sie bereits morgen schon die Klinik verlassen!

Sie will sich gerade umdrehen, um alles vor zu bereiten, als sie der Mann ziemlich unsanft am Arm packt und wieder zu sich zieht.

Mann (mit knirschenden Zähnen): Sag mal...bist du taub oder was?! Ich hab gesagt keine OP verdammt!

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

03.01.2011 06:08
#424 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Moin Moin

Da auch für mich nun die schöne Zeit wieder ein Ende hat, bekommt ihr den neuen Teil schon, bevor ich gleich los muß. Hab diesmal auch meinen USB-Stick schon eingepackt und wenn ich es schaffe stelle ich dann während der Arbeit noch einen rein. Danke für die Kommis und viel Spaß beim nächsten Teil

Lg Vanny



Währenddessen steht Marc im Zentrum Berlins im Stau und flucht vor sich hin.

Marc (schlägt kurz auf Lenkrad): Wieso fahren die denn nicht verdammt noch mal?!

Mittels Radio erfährt er dann kurz darauf den Grund für das Verkehrschaos.

„Wir unterbrechen die Sendung für eine wichtige Durchsage. Der gefährliche Straftäter, der heute Nacht, noch aus unerklärlicher Ursache, aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, befindet sich weiterhin auf der Flucht. Es wird....“

Schließlich schaltet Marc genervt ab und sucht sich einen anderen Sender. Die Musik hier war zwar nicht ganz so prickelnd, aber wenigstens musste er sich das Gelaber von dem schwulen Typen nicht weiter antun, wenn er hier schon festsaß.

http://www.youtube.com/watch?v=tobtgk0ctCo

Während er dann darauf wartet, dass es an der Ampel endlich weiter geht und auch noch die letzte Oma mit Gehwagen die Straße überquert hat, gerät der Oberarzt erneut ins Grübeln.
War das was er gerade hier tat wirklich richtig? Er hatte doch Pläne für sein Leben! Und in diesen tauchte garantiert nicht das Wort Hochzeit oder gar Familie auf!
Plötzlich hallt eine Stimme in seinem Kopf:

„Manchmal muss man seine Pläne eben ändern, bevor es zu spät dafür sein könnte!“

Eine Stimme, die er eigentlich nie wieder hören wollte. Denn auch wenn seine Mutter das nie gestattet hatte, aber er hatte ihn geliebt. So wie ein Sohn eben seinen Vater liebt. Zu ihm aufsieht und manchmal auch mit ihm angibt. Der Moment, als er für immer ging, war wohl der Schlimmste in seinem Leben gewesen. Denn....irgendwas hatte ihm gesagt: Er wird nicht wiederkommen. Das war´s....
Und er sollte Recht behalten. Denn als am späten Abend zwei Herren in grüner Uniform vor ihm standen und fragten, ob seine Mutter zu Hause wäre....genau in diesem Moment ist etwas passiert, was er bis jetzt lange von sich weggeschoben hatte. Schließlich blieb ihm ja auch nichts anderes übrig....
Denn als die Polizisten, seiner Mutter ein paar Bilder aus dem Portemonnaie zeigten, welches sie am Unfallort gefunden hatten, verzog sie keine Miene. Einige würden sagen es war der Schock, aber er wusste es besser! Es war nichts als ihre übliche Kälte...Eiseskälte....
Und sie würde ihm niemals auch nur die geringste Chance lassen, seinen Vater zu vermissen, um ihn zu trauern, wie es für gewöhnlich üblich gewesen wäre....
Nein. Sie war anders. Für sie war das ein Zeichen von Schwäche und er wollte auf keinen Fall schwach sein. Immerhin musste er sich doch jetzt um sie kümmern, jetzt wo sie alleine waren....

Als der Fahrer in dem Wagen hinter ihm kurz hupt, schreckt er aus seinen Gedanken auf und schüttelt sich kurz, bevor er aufs Gas tritt.

~*~ ~*~ ~*~

Währenddessen spitzt die Lage in der Notaufnahme zu.

Gretchen (jammert und versucht sich zu befreien): Aua! Sie tun mir weh! Lassen...sie das! Was soll denn ihre Tochter denken?!

Sie deutet mit einem Wink auf das kleine Mädchen, dass bereits mit einem ängstlichen Blick in der Ecke steht. Daraufhin lässt er sie dann auch los, aber nicht ohne noch mal klar zu machen, dass er das gerade durch aus ernst meinte.

Gretchen: Ich meine....pfff...wie stellen sie sich das denn vor?! Ich kann sie nicht einfach.....so nach Hause schicken! Sie wären....eine tickende Zeitbombe so!
Mann (murmelt vor sich hin): Ja ja....und jetzt mach endlich!
Gretchen (mittlerweile dann doch etwas irritiert von dem Ganzen): Okay?! Wie sie meinen.....dann....ziehen sie doch mal die Jacke aus und legen sich hin, damit ich wenigstens die Einschussstelle versorgen kann!
Mann: Nein!
Gretchen: Wie...nein?!
Mann: Das können sie auch so!

Echt ein komischer Vogel....der Typ. Naja....Marc müsste sowieso bald kommen. Der wird ihn schon irgendwie zur Vernunft bringen. Hat da ja....seine ganz eigenen Mittel und Wege....

Sie und Schwester Sabine tauschen gegenseitig einen vielsagenden Blick aus, bevor die junge Ärztin sich dann daran macht die Wunde wenigstens notdürftig zu reinigen und zu verbinden.
Während sie das tut vernimmt sie plötzlich das Klingeln eines Handys.

Gretchen: Äh....Das ist hier aber nicht erlaubt ne?!
Mann: Das ist ja auch nicht meins!

Gretchen will gerade etwas sagen, als sie sieht wie die kleine Natalie ihr Handy aus der Tasche zieht und anschließend zögerlich ran geht.

Natalie: Ja....Mama?....Wo ich bin?....Bei....

Plötzlich schreitet dann der Mann ein, der ihr einen komischen Blick zu wirft und dabei leicht mit dem Kopf schüttelt, was Gretchen noch stutziger macht.

Natalie: Bei....bei Lisa Mama! Also mach dir keine....Sorgen!

Hä? Wieso sagt sie denn nicht, dass sie bei ihrem Vater ist?! Hier ist doch was....faul?!

Gretchen (während Natalie immer noch telefoniert): So...das hätten wir! Dann müssen sie mir jetzt aber wenigstens noch ihre persönlichen Daten geben und kurz schildern wie der....Unfall passiert ist! Für die Versicherung....
Mann: Schhhhhtt....nicht so laut!
Gretchen: Wieso denn? Ich hab doch gar nicht....
Natalie: Das....das war.....Lisa´s Mutter!....Nein Mama...wirklich....ich bin okay! Mach dir keine Sorgen!

So jetzt reicht´s!

Gretchen (schmeißt die Utensilien auf den Wagen und wendet sich mit verschränkten Armen dem Mann zu): So....Schluß mit lustig. Was ist hier los?!
Mann (zisch ihr zu): Das geht sie einen Scheißdreck an! Machen sie einfach ihre verdammte Arbeit und gut is!

Sabine ist mittlerweile schon in ausreichender Entfernung zurück getreten, weil sie bereits befürchtet, dass das nur schief gehen kann.

Natalie (wieder am Handy): Papa? Nein...der ist nicht hier....und ich....muss jetzt auch....auflegen...mach´s gut Mama. Hab dich lieb!
Gretchen (atmet noch mal tief durch): Also das....geht mich sehr wohl etwas an! Ich meine...sie kommen hier hin....mit einem Kind und einer....ungeklärten Schussverletzung! Wollen sie wissen was ich glaube?! Sie....haben sie (sie deutet auf das Mädchen) wahrscheinlich irgendwo...mitgenommen und sind jetzt....auf der Flucht so zu sagen! Deshalb die Verletzung! Von wegen Jagdunfall!

Ohne noch auf den Mann zu achten nimmt sie sich schließlich einfach das Handy aus Natalie´s Hand und spricht hinein.

Gretchen: Ja hallo?! Dr. Haase hier....Elisabeth-Krankenhaus....nein! Ihrer Tochter geht es gut! Sagen sie....kennen sie einen Mann? Etwa 1,80 groß, schwarze Haare, südländischer Typ glaub ich....dunkle Jacke und....

Weiter kommt sie nicht, weil ihr plötzlich das Handy aus der Hand gerissen wird.

Mann: Sabrina? Francesco hier! Jaha genau der! Da guckste was?! Wie ich raus gekommen bin? Tut nix zur Sache! Nur eins....solltest du die Bullen rufen...siehst du deine Tochter nie wieder, verstanden?!

Er legt auf.

Gretchen (etwas hilflos): Wer zum Teufel sind sie? Und....was haben sie vor?!
Francesco: Das....kann ich dir sofort erklären! Du hast ja nicht anders gewollt!

Was kommt denn jetzt?!

Die Frage soll sie schneller beantwortet bekommen als ihr lieb ist. Denn kurz darauf öffnet der Mann dann doch den Reißverschluss seiner Jacke und lüftet damit das schreckliche Geheimnis, welches sich darunter verbirgt.

OH....MEIN....GOTT!!!


So! Und bevor ich mich jetzt killt, würde ich gerne noch ein paar Worte dazu los werden Das ich euch das "antue" ist nämlich nicht ganz allein meine Schuld, sondern auch die einer gewissen kleinen Österreicherin (ne Edina, weiße Bescheid^^), die einmal zu mir meinte, als ich die folgenden Teile nur mal so aus Langeweile geschrieben habe und ohne jegliche bösen Absichten, dass sich das doch super in dieser Story hier machen würde und ich damit dem ganzen noch mal einen ordentlichen Kick verpassen könnte, so kurz vor dem Happy End^^ Also....Beschwerden bitte an anderer Stelle. Denn ich weiße hiermit jegliche Schuld für den Inhalt der nächsten Teile wehement von mir

Dornröschen Offline

Gynäkologe:


Beiträge: 11.121

06.01.2011 21:07
#425 RE: 2. Story von Dornröschen Zitat · Antworten

Halli Hallo!

Okay. Hatte euch ja gesagt, dass es heute weiter geht und nachdem ich die ganzen Eindrücke mal verarbeitet hab, bin ich jetzt auch wieder dazu in der Lage euch einen neuen zu geben. Hoffe ihr seid auch bereit? Okay dann los^^
Ein herzliches Dankeschön noch mal an meine Kommentatoren, auch an die neue in der Runde Freut mich, dass es dir gefällt

Lg Vanny



Sabine (vollkommen entsetzt): Ist das....?
Gretchen (immer noch leicht sprachlos): Eine....Bombe Sabine....ja......

Sie hat zwischenzeitlich das Mädchen an ihre Seite gezogen und hält sie an der Schulter fest.

Gretchen (flüstert ihr zu): Keine Angst...alles....wird....gut!
Sabine (völlig fertig mit dem Nerven): Wir werden alle....sterben!
Francesco: Schnauze verdammt! Sonst bist du die Erste, kapiert?!

Sabine nickt nur zaghaft.

Francesco: Und....keiner verlässt den Raum! Sonst gehen wir alle drauf!
Gretchen (versucht dann doch etwas zu sagen): Und was....haben sie jetzt vor? Ich meine....
Francesco: Sag mal....bist du echt taub?! Ich hab gesagt Fresse halten! Ich denke nach....

Ah ja....

Eine Weile herrscht dann auch Stille und der Mann läuft unruhig im Raum auf und ab.

Francesco (murmelt vor sich hin): Verdammte Scheiße....
Gretchen (kann es einfach nicht lassen): Sie ist ihre Tochter stimmt´s?! Und sie haben sie tatsächlich entführt und die Schussverletzung ist vom....Ausbruch?!
Francesco: Uhhhh....da haben wir ja ein ganz schlaues Köpfchen?! (Er geht auf sie zu, packt sie bei den Haaren und zieht sie herunter)....Pass auf, dass dir das nicht bald platzt!

Ahhhh.....bitte lieber Gott! Mach irgendwas! Ich bin noch....viel zu jung zum sterben und....hab noch so viel vor in meinem Leben! Marc...wo bist du?

~*~ ~*~ ~*~

Der Gesuchte befindet sich gerade noch am anderen Ende der Stadt in seinem Wagen und flucht vor sich hin.

Marc (schlägt aufs Lenkrad): Verdammte Scheiße!

Er war sowieso schon viel zu spät dran und jetzt auch noch das! Irgend so ne Kontrolle, wegen dem Bekloppten, der aus dem Knast ausgebrochen war und der jetzt quer durch Berlin gesucht wurde, sowie er gerade noch mal im Radio vernimmt.

Radiosprecher: Wir unterbrechen das Programm noch mal für eine wichtige Durchsage! Der 38 Jährige Gefangene, der gestern aus dem Gefängnis ausbrechen konnte, befindet sich anscheinend immer noch auf der Flucht. Da es sich um einen hochgradig gefährdeten Straftäter handelt, erbittet die Polizei dringend ihre Mithilfe. Hinweise bitte an die nächst zuständige Polizeidienststelle oder unter der Nummer: 0.....

Weiter kommt er nicht, weil Marc das Radio genervt ausschaltet und kurz stöhnt.

Marc: Ja ja...Leck mich!

Na ja, aber wenigstens hatte er das was er wollte...den Ring! Er hoffte nur, dass Gretchen endlich zufrieden wäre....

So und wenn ihr dann nicht allzu geschockt seid und noch schreiben könnt, dann brüllt einfach kurz und ich geb euch noch was

Seiten 1 | ... 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19
 Sprung  
Weitere Links
| Sicher und kostenlos Bilder hochladen|9-1-1 FanSeite|
zum Impressum | 2008- © Doctor's Diary FanForum | Admins JackySunshine & Seppy | Moderatoren Lorelei & Mellow | Gründerin des Forums Flora
Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz