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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 2.256 mal aufgerufen
 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
.shinyshoes ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2009 17:48
Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Wir haben uns nach der Weihnachtsgeschichte dann auch noch dazu entschieden, auch noch eine Story zusammen zu schreiben!
Das ganze knüpft alles - wie sollte es anders sein - an das Ende der 2. Staffel an, sprich in der Kirche, auf der Hochzeit...
Hoffe euch gefällts


Da lag er nun. Gretchens Vater. Und blutete aus der Nase. Auf einmal gingen alle Pieper der anwesenden Ärzte und es lag ein Geruch purer Angst in der Luft.
Gretchen eilte sofort zu ihrem Vater hin, der immer noch regungslos am Boden lag.
„Papa, Papa!“ rief sie, doch der Chefarzt gab kein Lebenszeichen von sich.
Sie überprüfte die Vitalfunktionen. Sein Puls war da, aber schwach.
Gretchens Mutter stand neben ihrem Mann und ihrer Tochter und fiel in Ohnmacht, als sie sah, dass Gretchen zur Herzmassage anlegte.
„Komm schon Papa, du kannst mich jetzt nicht alleine lassen!“ flüsterte Gretchen ihrem Vater zu.
„Nicht auf meiner Hochzeit!“ sie massierte sein Herz und machte anschließend eine Mund-zu-Mund-Beatmung. Doch der Chefarzt erwachte nicht.
Irgendwann traf ein Notarzt ein und trug Franz Haase in den Krankenwagen.
Alle weiteren Betroffenen wurden ebenfalls abtransportiert. Doch aus Grund von Mangel an Einsatzwagen kamen zu wenig Krankenwagen.
Gretchen regte sich auf.
Alexis indessen stand nur pikiert am Altar und beobachtete seine Frau, die im Kreis lief und versuchte die Kontrolle über ihre eigene Hochzeitsgesellschaft zu übernehmen.
„Leute! Jetzt bleibt doch mal ruhig!“ rief sie irgendwann. Doch die Menge hörte nicht, zu stark war ihre Nervosität und Angst.
Irgendwann wurde es Gretchen zu bunt und sie griff nach dem Stock einer alten Dame. Den schlug sie gegen das Mikro, welches immer noch an war.
Alle Gäste erschraken.
„Leute! Bitte beruhigt euch! Wir können nicht sagen, was passiert ist, aber bitte bleibt ruhig! Eine Massenhysterie wäre jetzt nur noch schlimmer! Bitte verhaltet euch ruhig und sobald ihr ähnliche Symptome, wie die meines Vaters, sprich Nasenbluten, Benommenheit, spürt, dann meldet das! Ich werde versuchen noch mehr Krankenwagen zu holen!“ Gretchen bat Alexis um sein Handy.
„Was willste denn damit?“ fragte der Millionär ganz blöd.
„Na, den Notruf holen?“ sie sah ihn wütend an. Konnte nicht verstehen, wie Alexis bei dem ganzen Chaos noch so ruhig und vor allem so gelassen bleiben konnte! Er könnte schließlich auch betroffen sein!
Gretchen tippte in sein Handy und wählte noch einmal den Notruf. Die Frau am anderen Ende hörte eine tobende Assistenzärztin, die soeben ihre Hochzeit retten wollte.
Als die nächsten Krankenwagen eintrafen und die weiteren Betroffenen ins Krankenhaus gebracht wurden, legte sich die Unruhe ein bisschen.
Die verbliebenen Gäste warteten mehr oder weniger beruhigt auf die Polizei, die in den nächsten Minuten eintreffen sollte.

Gretchen hingegen ging es gar nicht gut.
Verdammt, hoffentlich hat mich dieser blöde Virus nicht auch noch befallen! Schließlich habe ich meinem Vater geholfen und der ist betroffen! Oh man, lieber Gott, bitte mach einfach nur, dass mich das nicht auch noch getroffen hat! Wer soll denn dann meinen Vater retten?

Marc Meier, der die Kirche kurz vor dem Ja-Wort vorzeitig verlassen hatte, kam auf Grund der Massenpanik und der vielen Geräusche, die er von seinem weiter abgelegenem Auto her aufnahm, zur Kirche zurück. Als er die bibbernden Gäste und die Polizeiwagen vor dem Gebäude sah, eilte er sofort in die Kirche.

Was ist denn da passiert? Hat der Typ etwa irgendetwas gemacht? Hat er etwa Gretchen angefallen? Hat er etwa um sich geschossen? Ich habs doch gleich gesagt der ist nicht ganz bluna! Oh mein Gott, ich muss sofort nachsehen!

Er lief in die offene Kirche und lief Gretchen in die Arme.
„Hasenzahn“ rief er. Doch da brach die Ärztin schon in seinen Armen zusammen. Aus ihrer Nase lief Blut…

Langsam sackte die junge Ärztin in die Arme des Oberarztes, der währenddessen nur geschockt zusah, wie sich langsam Gretchens Augen schlossen.
„Hasenzahn!“ schrie er nun etwas lauter um Gretchen bei Bewusstsein behalten zu können, doch zwecklos. Die Blondine wurde bewusstlos.
Vorsichtig legte Marc seine Assistenzärztin auf den Marmorboden der Kirche ab und überprüfte ihre Atmung.
Diese war unregelmäßig und schwach.

Scheiße!!!! Boah hasenzahn! Was tust du mir heute eigentlich noch alles an?! Erst diese beschissene Hochzeit, dann das hier! Meier! Ruhig! Du musst jetzt deinen Job machen und verdammt noch mal ein sehr sehr sehr guter Arzt sein!

Diese Szenerie blieb natürlich auch den anderen Gästen, und vor allem Alexis nicht verborgen. Dieser stürmte gleich zu seiner Frau und versuchte sie anzusprechen, vergebens.
„Sternchen! Wach doch auf! Was hast du denn?“
„ Sag mal wie blöd bist du eigentlich! Du siehst doch dass sie dir nicht antworten kann du neureiches Arschloch!“ erwiderte Marc nur beiläufig und leistete nebenbei noch weiter Erste Hilfe.
„Pass mal auf du kleine Pissbacke! Ich spreche mit meiner Frau wann ich will und wo ich will und das kann dir scheiß egal sein in welchem Zustand sie dabei ist!“
„Jetzt hört auf mit eurem Machtkampf! Es geht hier um das Leben meines Mannes und meiner Tochter!“ mischte sich nun auch Bärbel mit ein, die die Situation mitbekommen hatte und nicht glauben konnte, was dort gerade vor sich ging.
„JETZT TUN SIE ENDLCIH WAS DR. MEIER!!!“ schrie die verzweifelte Frau nun durch die ganze Kirche, was alle Personen darin hoch aufschrecken ließ.
„Frau Haase! Meinen sie nicht dass ich alles tue was in meiner Macht steht?!“
„Sieht nicht danach aus!“ antwortete Bärbel nur ängstlich und kniete sich nun auch zu ihrer bewusstlosen Tochter herunter.


Marc versuchte indessen wie ein Verrückter Gretchen zu umsorgen. Sie musste sofort in ein Krankenhaus. Doch die Krankenwagen waren schon wieder weg.
Das ganze dauerte Marc jetzt zu lange. Er nahm Gretchen, die inzwischen doch wieder bei Bewusstsein war, auf seinen Arm und rannte los.
Bärbel und Alexis, die neben Meier standen, guckten ihm nur fassungslos nach.
„Wo wollen sie denn mit meiner Tochter hin, Meier?“ rief Frau Haase ihm nach.
„Weg!“ ließ Marc Bärbel nur wissen und lief weiter.

Gretchen war immer wieder mal zu Bewusstsein gekommen, jedoch nur sehr schwach.
„Wo bin ich denn?“ murmelte sie, als Marc gerade eine Kreuzung überquerte.
„Gleich bist du in Sicherheit“
„W…was machst du denn mit mir? du? Marc? Du?“ Gretchen sah ihn mit großen Augen, aber kleinen Pupillen an.
„Ja ich“ antwortete er und lief.

Am Krankenhaus angekommen lief der Oberarzt mit der Assistenzärztin sofort zur Notaufnahme. Die Schwestern versorgten sie.
Dann untersuchte Marc Gretchen auf innere Verletzungen. Er ging immer noch davon aus, dass der Oberarsch von Millionär ihr irgendetwas angetan hatte.
„Doktor Meier, da sind sie ja!“ rief Sabine, als sie den Doktor sah.
„Ja, aber ich kann grad nicht, ich arbeite“ sagt Meier in einem energischem Ton.
„Und genau das wollte Doktor Kaan auch machen, bevor er“
„Sabine! Nerven sie mich nicht mit unwichtigen Informationen!“
„Aber der Doktor Kaan ist“
„Ist mir ziemlich egal, was der ist. Im Moment ist Gre…äh, Doktor Haase wichtiger“
„Ach, das ist ja die Frau Doktor!“ bemerkte Sabine und sah sie an.
„Dieses Kleid, diese ganze Frau, unfassbar! Ich könnte heulen…hat sie denn auch Ja gesagt?“ wollte Sabine wissen.
„Weiß ich nicht, ich hoffe doch mal nich…ich meine, Schwester Sabine, Blutergebnisse! Und CT! Ich will innere Verletzungen ausschließen!“ die Schwester schob Gretchen in den CT-Raum, als ihr wieder einfiel, was sie Doktor Meier sagen wollte.
„Herr Doktor!“ rief sie erneut. Marc saß völlig fertig an einer Wand auf dem kalten Fußboden des Krankenhauses.
„Was ist Sabine?“
„Ein Virus“
„Wie ein Virus“
„Ein Virus geht im Krankenhaus um. Den Doktor Kaan hat es auch schon erwischt und jetzt ging es wohl auch unter den Hochzeitsgästen um, der Herr Professor hat auch schon…“ weiter ließ Marc sie gar nicht reden.
„Ein Virus?“ bohrte er nach.
„Ja, ein ziemlich schlimmer womöglich. Wir wissen noch nicht, um was für einen Erreger es sich handelt. Fest steht, es ist ein ziemlich gefährlicher!“
„Meine Güte! Wieso haben sie das denn nicht früher gesagt? Was sind die Symptome?“ Marc graute es vor der Wahrheit.
„Sie haben mich ja nicht gelassen….äh, die Symptome Herr Doktor, sind, Nasenbluten, Schwindelgefühl bis zur Bewusstlosigkeit“

Alles trifft auf Gretchen zu! Oh mein Gott! Hoffentlich kein schlimmer Virus, Ebola oder BSE oder die Vogelgrippe womöglich!

Marc lief sofort zu Gretchen in den CT-Raum und holte sie da raus.
Dann lief er mit ihr in einen weiteren Untersuchungsraum und ordnete den Schwestern diverse Tests an. Seine Gretchen würde ihm nicht einfach unter den Fingern weg sterben…

_____________
Suchst du mich, dann such ich dich. Ist die Versuchung groß genug?
_________________

...denn heute gibt es statt Anschrein, sunshine.

Naddl Offline

Verknallter Dorfdepp:


Beiträge: 5.308

05.01.2010 18:37
#2 RE: Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Sooo.... es geht weiter...
Es ist schön zu hören, dass euch user Anfang der Story schonmal gefallen hat
Wir Danken euch für die lieben Kommenatre und freuen uns schon tierisch auf die nächsten






„Meier!“ rief Frau Dr. Hassmann über den Krankenhausflur und ging schnellen Schrittes zu dem Oberarzt herüber.
„Wir wissen nun um welchen Virus es sich handelt!“ meinte die Brünette ernst und blickte Marc dabei ins Gesicht.
„Ja Hassmann, jetzt sagen sie schon! Was ist das für ein Virus?!“
„Ebola!“ flüsterte Maria nur mit zugebissenen Zähnen und blickte wild um sich, da sie keine Massenhysterie auslösen wollte.
„Bitte WAS?! EB……“

Scheiße! Gretchen!! Sie hat Ebola! Das bedeutet… Nein Meier! Halt die Eier still Mensch! Du bist Arzt und du wirst sie retten! Hast es ja schon mal geschafft… Aber was ist wenn nicht? Oh Fuck!

„Pscht! Mensch Meier sind sie denn von allen guten geistern verlassen?! Wollen sie dass hier gleich alles und jeder durchdreht?! Leise verdammt!“
Marcs Tonlage minimierte sich aufs geringste und leise sprach er weiter „ Ebola?! Aber das kann doch gar nicht sein?? Wo kommt die Scheiße denn her? Ach du scheiße Hasenzahn!“
Die Neurologin wollte kein größeres Risiko eingehen und zog den Oberarzt am Ärmel ins leere Schwesternzimmer. Dort verschloss sie die Tür und begann zu sprechen.
„ Weiß Gott wie dieser Virus hier ins Krankenhaus gebracht wurde, aber wir wissen mit 100 prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass es Ebola ist und sie wissen was das bedeutet?!“
„Es muss schnellstmöglich das Gegenmittel gespritzt werden, sonst…“
Weiter kam Marc nicht, da ihm ein eiskalter Schauer den Rücken herunter lief bei dem Gedanken, dass sein Gretchen möglicherweise ohne weitere Hilfe sterben würde.
„Genau! Also halten sie den Ball flach, informieren sie nur die Leute die es wirklich wissen müssen und bewegen sie ihren Arsch auf die Quarantänestation und verabreichen allen das gegenmittel, sonst sterben hier in den nächsten Tagen mehr Menschen als in 1 Monat in ganz Berlin!“

Ohne weiter in seiner Gedankenwelt Zeit zu verschwenden, machte sich der Oberarzt auf den Weg zu den erkrankten Personen auf der Quarantänestation, und verabreichte allen das Gegenmittel. Ob es jedoch helfen würde, wusste niemand genau.
Bei dem letzten Raum angekommen verspürte Marc ein flaues Gefühl in der Magengegend.

Hoffentlich hilft ihr das scheiß Medikament! Sonst bin ich echt arm dran! MEIER! Verdammt sie ist verheiratet! DU hast sowieso verloren! Aber trotzdem lasse ich sie nicht sterben!

Langsam öffnete er die Tür des Krankenzimmers und erblickte drei Personen in drei abgeteilten Ecken des Zimmers. Gretchen, Mehdi und Alexis lagen in ihren Betten und nur einer schaute auf. Anscheinend hatte Alexis sich nicht infiziert denn er hatte keinerlei Symptome, die darauf hinweisen könnten dass er ebenfalls infiziert war.

Wieso hat der Penner sich nicht angesteckt! Den hätte ich verrecken lassen! Wieso Gretchen und nicht er?? Man ist die Welt schieße ungerecht!

Marc ging also mit einem unangenehmen Gefühl von Wut und Verzweiflung in den Quarantäneraum und verabreichte allen das Mittel. Gretchen schlief. Sie bemerkte anscheinend gar nicht wirklich, dass Marc ihr das Gegenmittel spritzte.
„Was machen sie denn hier?“ fragte Alexis, als Marc zu ihm angetrapst kam.
„Was soll ich denn hier ihrer Meinung nach machen? Ihre Frau anfallen, ihr die Kleider vom Leib reißen und es ihr so richtig bes…“
„Halten sie mal die Klappe, sie Arschloch, ja? Wegen ihnen hat sie doch diesen dämlichen Virus nur!“
„Woher wollen sie das denn jetzt wissen?“
„Na, das weiß ich halt. Bin ja nicht blöd. Wer in Krankenhäusern arbeitet, wird eh irgendwann entweder angefallen oder psychisch krank!“
Marcs Wut staute sich noch deutlicher in seiner Magengegend. Er lehnte sich zu Alexis.
„So, jetzt hören sie mir mal zu, sie neureicher Schnösel, ihre Frau, ja, also MEINE Assistenzärztin - und ich sage ihnen, sie ist eine der besten! – liegt hier nicht, weil irgendein Virus von einer Patientin sie angefallen hat, sondern weil sie den Mut und die Berufung hat, Menschen zu helfen! Schon mal drüber nachgedacht, dass ohne uns Ärzte die Welt wohl ziemlich alt aussehen würde? Oder wissen sie, wie man eine akute Mykarditis behandeln?“ Marc sah Alexis ernst an, seine Augen schienen im hellen Krankenhauslicht wie ein Feuer.
Der Millionär sagte daraufhin gar nichts mehr zu ihm.

Am nächsten Tag untersuchte Marc seine Patienten noch einmal. Natürlich auch Mehdi und Gretchen.
Mehdi ging es inzwischen den Umständen entsprechend gut. Doch Gretchen bereitete ihm weiterhin Kopfschmerzen. Denn die Assistenzärztin hatte einen noch schwächeren Puls und auch ihr Gesicht hatte inzwischen die Farbe einer weißen Wand angenommen. Marc untersuchte Gretchen sofort, ließ diverse Bluttests anordnen.
Während er auf die Ergebnisse wartete, bekam sie plötzlich einen Krampfanfall.
„Sabine! Sofort Valproinsäure und Clomethiazo holen!“ rief Marc sofort und eilte zu Gretchen, die noch immer in seinem Behandlungszimmer auf der Bare lag.
„Oh mein Gott, was ist es denn? Ein Krampfanfall?“ fragte Sabine, nachdem sie der Ärztin die Antiepileptika gespritzt hatte.
„Ja, ich vermute“
„Aber…warum denn Herr Doktor?“
„Sabine! Seh ich aus wie Gott?“ Marc versuchte inzwischen einen Herzton zu erlangen, doch negativ.
„Na, aber so nennen sie sich ja manchmal gerne…“ bemerkte die Schwester.
„Okay Sabine, das reicht jetzt nicht! Holen sie den Defi!“ rief Marc der Schwester zu. Sabine eilte sofort und holte den Defi.
Marc setzte an auf 200. Bäm. Keine Reaktion. Er sah kurz zur Decke, dann versuchte er es erneut. Wieder keine Reaktion.
„300! Schnell Sabine!“ forderte er. Dann sah er erneut zur Decke, atmete einmal durch und setzte den Defi noch einmal an. Bäm.
Kurz danach erklungen wenige Herztöne. Marc atmete tief durch. Auch Sabine entspannte sich wieder sichtlich.
Nach dem Vorfall beruhigte sich Gretchen schnell wieder und auch Marc musste erst einmal wieder runterfahren. Sein Herz schlug noch immer schnell. Wie das eines Skispringers, der kurz davor ist, die lange Schanze hinunter zu rasen.
„Ist was?“ fragte Sabine, als Meier sich auf den anwesenden Stuhl niederließ.
„Nein, was soll schon sein?“
„Weiß nicht….sie wirkten so…nervös“
„Sabine! Ich bin Arzt, ich setzte mich für das Wohl meiner Patienten ein!“
„Naja, und manchmal auch ein bisschen mehr….“ Die Schwester verließ kichernd das Zimmer.
Als sie weg war atmete Marc noch einmal tief durch.

Einige Minuten später kam eine Schwester mit den Blutergebnissen.
„Hier Doktor Meier, das sind die Ergebnisse von Frau Haase….aber da müssen sie mal genauer ein Augen drauf werfen! Die Werte sind im Keller, sieht nach einem Schock aufgrund einer Allergie des Stoffes aus“ Marc riss ihr den Zettel aus der Hand und betrachtete das Ergebnis selbst.
„Und was ist es?“ fragte die Schwester.
„Hm…“ Marc überflog den Zettel. Wieso waren Gretchens Werte alle im Keller? Das kann doch nicht sein….
Er grübelte und grübelte.
Dann kam der zweite Zettel mit den weiteren Ergebnissen in den Raum und Marc durchlöcherte auch diesen.
Irgendwann schrak er hoch.
„Was haben sie denn?“ fragte Sabine, die inzwischen wieder anwesend war.
„Gretchen…ich meine, Frau Haase ist….ich meine, Gretchen ist….“ Marc stockte kurz.
„Sch…“ er wollte es gar nicht aussprechen.
„Was denn nu?“ nervte Sabine. „Schwanger“. Antwortete Marc schließlich.
Beide sahen sich fragend an. Anscheinend konnte weder Marc, noch Sabine richtig glauben, dass die Assistenzärztin es wirklich ernst meinte mit dem Millionär.

Ich kanns nicht glauben! Verdammte Biberkacke! Jetzt ist die auch noch schwanger! Gretchen! Meine Assistenzärztin! Mein Hasenzahn! Ist schwanger! Erwartet ein Kind! Von diesem Mistkerl! Von diesem Wichser! Von dieser Flachzange!

Marc konnte es nicht glauben. Er stand immer noch peckiert neben Gretchens Bett und starrte in die Leere. Die Frau, die er doch liebte, dessen Gefühle er zwar spät, aber dennoch erkannt hatte, ist schwanger. Und das von einem anderen!

„Der hat die doch vergewaltigt!“ fluchte Marc irgendwann und trat gegen den Mülleimer.
Als Schwester Sabine den Raum erneut betrat, schreckte Marc zurück.
„Sind sie sauer, Herr Doktor?“ fragte Sabine.
„Was? Ich?“ er lachte.
„Nein, wieso sollte ich das denn sein? Weil Gretchen ein bisschen mit diesem Millionär rumblödelte und anscheinend nicht weiß, wie man ein Kondom benutzt, oder die Pille richtig nimmt?“ er lachte noch lauter. Schließlich sollte Sabine seine Angst und Verletzlichkeit nicht bemerken.
„Nein, ich dachte vielleicht, weil sie jetzt doch etwas für die Frau Doktor empfinden, es ihr aber zu spät gesagt haben und sich jetzt ärgern, dass der Millionär zu erst da war und zum Zuge kam, während sie in die Röhre gucken!“
Wow. Krass. Genau das war es, das Marc dachte. Shit. Dass Sabine aber auch so kluge Dinge sagen kann, dachte er.
Doch wiedererwarten ließ er sich nichts anmerken und verließ einfach den Raum.

Doch schon nach wenigen Minuten hatte ein gewisser Oberarzt seine Abwesenheit schon bereut, denn das Schellen der Notklingel aus besagtem Zimmer ließ ihn zusammenzucken.
Schnellen Schrittes ließ Marc Meier zu dem Krankenzimmer, in dem die Frau lag die sein herz erobert hatte und riss mit Elan die Tür auf um zu sehen, was dort los war.
„Marc! Komm schnell! Du musst ihr helfen! Sie blutet stark!“ erklang nur die verzweifelte Stimme von Mehdi, der immer noch hilflos in seiner Ecke des Raumes saß und am liebsten zu Gretchen herüber gehechtet wäre.
Dr. Meier rannte zu seiner Assistenzärztin herüber und sah schon einen riesigen Blutfleck auf der Bettdecke. Mit Schwung klappte er die Decke zurück und schaute geschockt auf das Bild, welches sich ihm bot.
Besagtes Oberbett war durchgeblutet, das Bett in einer leuchtenden roten Farbe getränkt und mitten drin die mittlerweile schon vor Schmerzen zitternde Gretchen, die sich unbewusst die Hände an den Unterbauch hielt.
Ratlos blickte Marc zu seinem besten Freund der auch nur entsetzt auf der anderen Seite des abgetrennten Raumes stand.
„Scheiße verdammt! Mehdi was soll ich tun?! Sie verliert ihr Kind!“
„Sie… sie ist… schwanger?!“
„Ja Herr Gott! Wonach sieht’s denn aus?! Sag mir was ich tun soll!!! SCHNELL!“
„Sie… sie muss operiert werden! Du musst den Fötus entfernen. Wahrscheinlich hat sie starke innere Blutungen von den Medikamenten! Marc schnell… irgendetwas stimmt da nicht sonst verblutet sie!“
„Ich mach ja schon!“
Schnell löste Marc die Bremsen des Krankenbettes und schob die Blondine aus dem Krankenzimmer. Auf dem Flur schrie er nur nach Sabine.
„SABINE! SOFORT OP VORBEREITEN!“
„A…aber wie ? was ist denn passiert?!“
„Fragen sie nicht so blöd tun sie es einfach! ZACKIG!“
Ohne weitere Fragen zu stellen tat die Krankenschwester, wie ihr befohlen und hoffte genauso, wie Marc, dass Gretchen diese Operation gut überstehen würde…


"Crazy?! Die Verrückten werden überleben! xD"
Steffi hdggggdl
Elaly & Naddl = Wischmoppschleuder & Tablettschubse
"Grins nicht so... Ich hab Leichen im Keller!"

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.shinyshoes ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2010 01:29
#3 RE: Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Marc und die anderen Ärzte und Schwestern standen lange im OP.
Irgendwann rannte Marc hinaus, um eine Verschnaufpause zu machen. Das brauchte er jetzt einfach. Denn seine Gefühle überkamen ihn auch bei jeder Fingerbewegung. Schließlich war es Gretchen, die Frau seiner verdammten Träume, die dort auf dem OP-Tisch lag.
Draußen aß er schnell eine halbe Tafel Schokolade. Er hatte die kleine Tafel durch Zufall neben Gretchens Tasche, die in ihrem Zimmer lag, gefunden. Es tat ihm ja unendlich leid, aber das musste einfach sein. Schließlich half Gretchen die Schokolade ja auch immer.
Kurz danach eilte er in den OP zurück. Die Helfer sahen ihn fassungslos an. Er ahnte schlimmes.
„Herr Doktor, sie bekam erneute Blutungen!“ erklärte ihm Sabine.
Marc stand da und bewegte sich keinen Schritt weiter. Erst als er auf den Bildschirm sah und bemerkte, dass ihr Herzschlag doch noch da war, handelte er.
Marc gab sein Bestes.
Und er schaffte es.

Nach drei Stunden war Gretchen schon wieder im Aufwachraum. Marc wischte sich den Schweiß von der Stirn und dachte nach.
Wie zum Teufel sollte er das Gretchen erklären? Sollte er ihr einfach nebenbei sagen, dass sie schwanger war und durch das Virus Komplikationen aufgetreten sind? Oder sollte er schweigen? Wusste sie überhaupt, dass sie schwanger war? Vielleicht wusste sie es ja noch gar nicht. Und von Alexis wollte sie doch bestimmt kein Kind!
Erst jetzt bemerkte Marc, dass er sich mal wieder Wunschvorstellungen gemacht hatte. Jeder einzelne Gedanke, die Bilder, die in seinem Kopf herumschwirrten. Sie waren schlicht weg einfach nur Wünsche. Seine Wünsche.
Er wünschte sich, dass Gretchen es noch nicht wusste, dass sie es nie erfahren wird. Dass das Kind nicht von Alexis ist. Aber von wem dann? Er wünschte sich, sogar ein bisschen, dass es so kam. Zugegeben, das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber Marc Meier war insgeheim froh, dass die Schwangerschaft abgebrochen werden musste und sie das Kind nicht austragen konnte. Vielleicht würde sie sich freuen, vielleicht würde sie heulen. Aber eines würde sie sicherlich nicht: ein Kind von diesem gottverdammten Arsch zu bekommen!
Marc sah auf Gretchens Tasche, die kleine weiße Tasche, die sie als Braut dabei hatte und in der wohl so gut wie ihr halbes Leben vorzufinden war. Er wollte nicht, aber er konnte nicht widerstehen.
Marc griff zur Tasche. Ein Handgriff und sie war auf. Er fand typische Dinge, die Frau eben so dabei haben muss.
Lippenstift, Mascara, Eyeliner, alles andere kosmetisch Unbrauchbare, wie Marc fand. Gretchen ist schließlich auch so hübsch.
Doch er fand auch noch andere Dinge. Taschentücher. Geschenkt. Aber er fand auch eine kleine Kette….eine kette. Ein Talisman. Er sah sich beängstigt um, doch dann öffnete er ihn doch.

Und was er da sah, brachte ihn um seinen Verstand…
Ein Bild von ihm. Das bedeutet, sie hatte ihn doch noch gar nicht vergessen! Verdammt, wie konnte er nur auf die beschissene Idee kommen, es Gretchen nicht zu sagen? Gretchen nicht seine Gefühle zu gestehen und….und sie einfach diese Flachzange heiraten lassen?

Achtung, dachte er, jetzt kommt der Großangriff! Sobald Gretchen wieder wach ist, würde Marc ihr endlich alles gestehen. Das schwor er sich!



Zur gleichen zeit wollte Alexis von Buren, der früher entlassen worden war, seine angetraute Ehefrau besuchen. Ein mulmiges Gefühl beschlich den Betrüger, als er das EKH betrat.
Doch, groß kümmerte ihn das nicht. Seiner Frau müsste es ja mittlerweile besser gehen, dachte er und machte sich deshalb mehr Sorgen um die gefälschten Pässe in seiner Tasche des Jacketts, die er heute ein für alle mal entsorgen wollte.
Gleich nach dem besuch bei Gretchen wollte Alexis von Buren auch für immer Alexis von Buren bleiben.
Nichts ahnend, dass ihm bald eine Nachricht erreichen würde, die ihn alles vergessen lassen würde.

Gretchen blinzelte langsam mit ihren Augen und stöhnte leise vor Schmerz auf.

Verflucht, was ist denn geschehen? Was sind das überhaupt für Schmerzen?? Und wieso verdammt noch mal sitzt Marc hier an meinem Bett und hält mir die Hand?? Wuooouh… und wieder zum Teufel ist mir so schwindelig?? Ich seh alles verschwommen!!
Hilfe was ist mit mir los??


Wie in Zeitlupe drehte sie ihren Kopf zu Marc Meier herum und versuchte etwas zu sagen, doch vergebens… Ihr Hals streikte.
„Pscht! Hasenzahn nicht sprechen, alles wird gut! Möchtest du was trinken?!“
Fragte der Oberarzt besorgt nach und strich mit seiner Hand sanft über Gretchens Wange.
Mit einem Nicken gab sie ihm zu verstehen, dass sie Durst hatte, also reichte er ihr ein Glas Wasser und sah dabei zu wie sie das ganze Glas zwar langsam aber dennoch durstig leerte.

Was ist denn mit dem los?? Hat der irgendetwas genommen?? Der ist so nett! So kenn ich ihn gar nicht… Gut, manchmal in besonderen Momenten kann auch Marc Meier nett sein … aber… GRETCHEN!! HALLOOOO?! Du bist jetzt verheiratet! Also keinen weiteren Gedanken an deinen Oberarzt verschwenden… Trotzdem bleibt die Frage wieso ich solche Schmerzen habe!

„Marc… was… was ist passiert?!“
Nun war es soweit. Marc konnte nicht weiter vor der Tatsache davon laufen, seiner Assistenzärztin die Wahrheit zu sagen. Aber er sagte sich, Wenn schon die Wahrheit, dann die ganze!“
Deshalb begann er auch zögerlich mit der Sprache rauszurücken.
„Gretchen… ich… ich muss dir was sagen..“

Oh Gott! Was kommt denn jetzt? Bitte bitte lieber Gott kein Liebesgeständnis! Das kann ich jetzt ja mal GAR NICHT gebrauchen!! Oder vielleicht doch?? Neeheeein Gretchen Ha.. Ähh von Buren lass das!

„Was denn Marc??“
„Also, vorab musst du wissen, dass ich alles getan habe was in meiner Macht steht…“
Nun wuchs die Neugierde von der Blondine zunehmends. Deshalb unterbrach sie ihn auch schnell und fragte weiter
„ was ist los?!“

Meier du hast was in der Hose als zieh deinen Freund da unten jetzt nicht ein! Es muss ausgesprochen werden!

„Also…ähh.. Gretchen gut… mir tut das wahnsinnig Leid aber du… du warst schwanger!“

Wie ich war schwanger?? Wasss?? Ja ist mir schon klar, dass dir das nicht gefällt Meier!!! Mooooment mal! Hat er gerade „warst“ gesagt?? Oh Gott Nein… nein nein nein!

http://www.youtube.com/watch?v=FjvDAkcNDwY

„Wie.. wie meinst du das? Ich WAR schwanger??“
„Es.. nun ja es gab Komplikationen.. du hast die Medikamente gegen das Ebolavirus nicht vertragen und hattest dadurch… halt.. Naja… Blutungen…“
„Marc! Was ist mit meinem Baby!!!“
„Du… du… hast es verloren… Also eher gesagt haben wir noch versucht es zu retten… aber … keine Chance.. Es tut mir so Leid Gretchen!“

Ich… ich hab was?? Oh Gott! Wieso muss mir immer so etwas passieren?? Wieso immer ich?? Marc ist Schuld!! Gott ist das seine Retourkutsche weil ich Alexis geheiratet habe?? Er kann jeden anderem immer helfen!! Wieso dann nicht meinem Baby?? Ich wäre Mutter geworden! Er ist Schuld!!

Mittlerweile bildeten sich Tränen in den Augen der jungen Ärztin, die wiederum wie Wasserfälle aus ihren Augen strömten.

Meier was hast du getan?? Ich hasse es sie so zu sehen… aber es musste sein… Ich hoffe nur dass sie mir nicht die Schuld daran gibt!

Doch das tat Gretchen.. und wie sie es tat..
„Wieso hast du es nicht gerettet?! Ist das deine Rache ja?? Dass ich dich abblitzen lassen hab? Aber ich sag dir Marc daran bist du ganz alleine Schuld! Du hast mein Baby absichtlich nicht gerettet! Marc Meier das ist echt * schluchz* mies von dir! Es war ein leben! Und du hast es zerstört!!“
„Aber.. aber Hasenzahn ich hab doch getan was ich konnte! Du kannst mir jetzt nicht die Schuld für den Tod deines Kindes geben! Welches noch nicht einmal ein Kind war!“

Mittlerweile staute sich nicht nur Trauer, sondern auch Wut in Gretchen an, der sie Luft machen musste. Deshalb „ schrie“ sie Marc mit Leibeskräften an. Die Tränen flossen weiterhin.
„Ach? Was war es denn dann?? Marc Meier du bist so armseelig weißt du das?? Ich hab immer zu dir gehalten! Hab dir aus jeder verdammten Scheiße rausgeholfen! Und du? Was machst du? Kommst nicht damit klar dass ich endlich mal glücklich bin und versaust mir alles in dem du mein Kind ermordest?! Ich hasse dich! Ich hasse dich dafür was du mir schon alles angetan hast… aber am meisten hasse ich dich dafür, dass du mir das hier antust! Und jetzt geh!“

Ja leck mich! Das hat gesessen! Wieso gibt sie mir jetzt die Schuld dafür?? Ich wollte ihr doch nur helfen!!! Hätte ich sie etwa sterben lassen sollen?

„Das ist echt unfair Gretchen! Hätte ich dich sterben lassen sollen?? Ich habe alles getan was ich konnte verdammt!“
„JA! DAS HÄTTEST DU TUN SOLLEN! UND JETZT GEH ICH KANN DICH NICHT MEHR SEHEN!! VERSCHWINDE!“

Diese Ansage hatte gesessen. Marc Meier erhob sich von seinem Platz und ging zur Tür hinüber. Mit der Türklinke in der Hand drehte er sich noch einmal zu Gretchen, die ihren Kopf jedoch zum Fenster gedreht hatte und immer noch weinte.
Einen letzten Satz sprach er noch aus, bevor er das Krankenzimmer endgültig verließ. Und dieser lautete: „ Dass du mir so etwas zutraust hätt ich nicht gedacht… Ich bin kein schlechter Mensch und das weißt du auch aber dass du so über mich denkst… tzz“

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Suchst du mich, dann such ich dich. Ist die Versuchung groß genug?
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...denn heute gibt es statt Anschrein, sunshine.

Naddl Offline

Verknallter Dorfdepp:


Beiträge: 5.308

10.01.2010 21:16
#4 RE: Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Soo hier jetzt der nächste Teil... würden usn über Kommenare sehr freuen!

Liebe Grüße shinyshoes & Naddl





Marc ging aus Gretchens Zimmer und wurde immer schneller. Seine Wut trieb ihn an. Er konnte nicht glauben, was Gretchen ihm da gerade an den Kopf geworfen hatte. Dass sie so etwas von ihm denken würde! Ihm wurde schlecht bei dem Gedanken, dass es jetzt wohl endgültig zwischen ihm und ihr aus sei. Er hatte Gretchen schließlich noch nie so verletzt und gleichzeitig so wütend auf jemanden gesehen. Und das alles nur wegen ihm!

Verdammt Meier, seh drüber hinweg! Sie ist auch nur eine von vielen! Du könntest so viele andere haben! Du könntest bessere haben, dünnere, Frauen, die viel interessanter und verrückter sind, als Gretchen. Aber du willst ja nur sie!

Er wollte nicht länger darüber nachdenken und holte sich einen Kaffee. Vor Wut trat er vor den Kaffeeautomat, da dieser mal wieder nicht sofort seinen Kaffee ausspuckte. Eine Schwester, die an ihm vorbeiging sah ihn mit verwundertem Blick an.
„Was? Noch nie einen Oberarzt mit Liebeskummer gesehen?“ schnauzte er sie an.
Dann nahm er seinen Kaffee. Er konnte gar nicht glauben, dass er das soeben ausgesprochen hatte. Dass er tatsächlich zugegeben hatte, dass er Liebeskummer habe. Das ist wohl das beschissenste Gefühl, das man überhaupt haben kann. Wenn die Person, die man liebt, einen hasst. Wenn sie einen anderen hat.

Er wird bestimmt gleich hier aufkreuzen und sie absabbern, wie in diesen dämlichen Teeniefilmen. Mehdi hatte recht. Das was Gretchen und Alexis abziehen ist völlig übertriebene Kinderkacke! „Ach wir sind ja sooooo glücklich!“ wers glaubt…

Als er den Kaffee ausgetrunken hatte, zerdrückte Marc den Becher. Danach holte er sich noch einen. Er brauchte Beruhigung. Und der Schokoautomat funktionierte nicht.
Gott! Jetzt hatte Gretchen ihn auch noch zur Schokoladensucht gebracht! Aber gegen Liebeskummer half das eben doch am besten….
Hatte er vor zehn Jahren auch noch nicht gedacht!

Als Marc sich den zweiten Kaffee holte kam Alexis den Flur entlang gelaufen. Marc drehte sich um und sah direkt in die Augen des Millionärs. Er hätte schon wieder kotzen können! Dieser Arsch!
Doch Alexis nahm Meier gar nicht wahr. Stattdessen fragte er eine daherlaufende Schwester nach Gretchen. Sie deutete in die Richtung und Alexis wollte weitergehen.
Doch da hielt ihn Marc an der Schulter fest.
Er drehte sich um. „Was willst du?“ fragte Alexis leicht genervt.
„Ich will dass du dafür bezahlst!“ rief Marc mit ernstem Blick.
„Was? Wofür denn?“
„Dafür, was du Gretchen angetan hast!“
„Was hab ich ihr denn angetan?“
„Du bist schuld, dass sie das Kind verloren hat!“
„Welches Kind? Gretchen war doch nicht..“
„Doch sie war du verdammtes Arschloch und frag bitte nicht nach, was passiert ist! Ich weiß nur, dass DU schuld bist!“ schrie Marc und gab Alexis einen Schlag in den Bauch.
Dieser schubste Marc daraufhin zurück. Marc prallte gegen eine Wand. Doch es dauerte nicht lange, da nahm der Oberarzt Anlauf und stürmte auf den Millionär zu. Er bekam einen Schlag gegen die Schläfe und fiel zu Boden.
„Da hast du deine Strafe, die du verdienst!“ schrie Marc noch. Alexis krümmte sich auf dem Boden.
Eine herbeieilende Schwester kniete sich zu ihm nieder. Er blutete.
Marc stand daneben und sah zu, wie sie ihn versorgte. Dann passierte alles in Zeitlupe. Ein Ärzteteam kam angerannt und sie schoben Alexis in einen Untersuchungsraum. Er war bewusstlos. Marc Meier hatte jemanden bewusstlos geschlagen.
Immer noch stand Marc da, wie ein kleiner hilfloser Junge, der nicht versteht, was hier vorgeht. Das war auch so. Er verstand nicht, wieso sie dieses Arschloch auch noch behandelten.
Irgendwann kam Rössel auf ihn zugelaufen.
„Meier, was ist hier passiert?“ fragte er seinen Kollegen.
„W…weiß nicht“
„Wie weiß nicht! Sie waren doch dabei!“ rief Rössel ziemlich verärgert.
„Ja“ murmelte Marc.
„Hören sie mir mal zu Meier, nur weil sie hier der jüngste Oberarzt sind, dem die Frauen nur zu Füßen lagen, meinen sie wohl, sie könnten sich alles erlauben und einen armen Gast einfach mal krankenhausreif schlagen! Er wollte doch nur seine Frau besuchen!“
„Ja, und genau darum geht es doch!“ schrie Marc.
„Wissen sie was Meier, wenn sie mit ihrem Liebesleben nicht umgehen können, dann hören sie eben auf, alles zu nehmen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist!“ schrie Rössel den Oberarzt auf einmal an.
Marc stand immer noch wie angewurzelt da und sah auf die weiße Krankenhauswand.
„Was haben sie sich nur dabei gedacht? Er wird sie anzeigen! Das war Körperverletzung ohne Grund! Sie könnten ihren Job verlieren! Aber vielleicht würden sie dann mal merken, dass ihr Lebenswandel sie irgendwann noch einmal umbringt!“ ließ Rössel ihn wissen und ging in Richtung Untersuchungszimmer wo Alexis lag.

Es war nicht ohne Grund. Es war aus einem Grund, den eben keiner verstehen könne, der ihn nicht wirklich kenne. Und Gretchen kannte ihn, dachte Marc. Aber sie würde nicht verstehen, nicht nach all dem, was passiert ist. Was er ihr angetan hat.
Er fühlte sich wie in einem falschen Film, der ausnahmsweise mal nicht mit Happy End ausgehen würde, sondern mit einem großen Desaster. Ein Horrorfilm oder so.
Als er gerade gehen wollte, sah er bunte Flecken auf dem Boden. Er sah immer noch ein wenig verschwommen. Dennoch kniete er sich nieder und untersuchte diese „Flecken“.
Er nahm sie in die Hand. Es waren keine Flecken. Es waren Ausweise.
Viele Ausweise. sehr viele.
Einen davon klappte er auf. Es war ein Foto von Alexis zu erkennen. Alexis mit Dreitagebart und Brille.
„Monsieur Bellevedere“ stand daneben gedruckt. Geburtstag 15.07.1974.
Hä? Alexis hatte doch vor einem Monat noch Geburtstag. Und da war August!
Marc ahnte schlimmes, konnte seine Gedanken jedoch in diesem Moment noch nicht sortieren. Also nahm er alle Pässe mit und verschwand in sein Auto.

Dort trank er eine seiner schon seit längerem herumliegenden Wasserflaschen leer und sortierte wieder seinen Kopf. Er war ein Versager. Ein armseliger Versager. Wahrscheinlich waren diese Pässe nur einfach so da.
Er schaltete das Radio an.

http://www.youtube.com/watch?v=jzjUjNPYzLg&feature=related

Ja er war ein Creep. Ein Versager. Was machte er eigentlich hier? Was hatte Alexis ihm getan, dass er ihn so krankenhausreif schlagen konnte? Er hatte das getan, was Männer in seinem Alter nun mal irgendwann tun.
Sie lernen eine Frau kennen, verlieben sich irgendwann nach zig Dates in sie, oder wahlweise auch schon nach dem ersten Date, kommen mit ihr zusammen, checken irgendwann, dass sie sie heiraten wollen. Meistens nach der ersten Krise.
Und dann geht alles ganz schnell. Verlobung, Hochzeit, Kinder….
Ja, so ist der Sinn des Lebens, der Kreis des Lebens, wie er doch bei König der Löwen so schön gezeigt wurde, dachte Marc.
Und was war er?
Er war nur eine kleine, dämliche Statistenrolle, ein dämlicher Verlierer, in seinem eigenen Leben!

Nach einigen Minuten des in die Leere Starrens startete der Oberarztes den Motor seines Vo9lvos und fuhr einfach davon. Ziellos fuhr er durch Berlin und Umgebung. Sein Leben war eigentlich schon immer beschissen gewesen. Erst di dolle Kindheit mit dem Weggang seines Vaters, dann das Abrutschen in den Alkoholkonsum in seiner Studienzeit und auf den beliebigen Partys, dann sein Machogehabe welches nur als Fassade diente und jetzt die Sache mit seiner Assistenzärztin.
Marc konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Irgendwann sah er am Straßenrand einen Waldweg und parkte kurzerhand sein Auto dort. Schnell stieg er aus und rannte in den nahegelegenen Wald um dort einmal seinen ganzen Frust heraus zu schreien.
Alles was sich in den letzten Jahren an Wut, Trauer und Enttäuschung in ihm angesammelt hatte, wurde nun durch einen einzigen Schrei heraus gelassen.
Langsam gleitete der Oberarzt mit seinem Rücken an einem Baum herunter bis er auf dem kalten Waldboden saß.
Irgendetwas musste er doch tun können, um Gretchen von diesen Vorwürfen abbringen zu können, geschweige denn sie für sich zu gewinnen.
Er musste kämpfen, doch hatte er noch genügend Kraft dazu? Hatte er noch genug Mut um die Frau zu kämpfen die es einzig und allein geschafft hatte, in kürzester Zeit das Herz des ach so harten Oberarztes Dr. Marc Meier zu erobern?
Mit einem Griff in seine Jackentasche zog er alle Pässe, die Alexis im Krankenhaus verloren hatte heraus und betrachtete diese genauer.
Erst jetzt fiel ihm auf dass überall Alexis oder seine Schwester zu sehen waren und in allen Pässen ein anderer Name stand, geschweige denn eine andere Identität.
In einem der Dokumente war der Name Alexis von Buren vermerkt, jedoch sah der Typ auf dem Foto ganz anders aus als der Alexis den er kannte.
Nun ging dem Oberarzt ein Lichtlein auf. Nein, eine ganze Lichterkette!
Alexis von Buren war nicht Alexis von Buren!
Irgendetwas stimmte dort vorne und hinten nicht. Diese Beweise als neue Chance gesehen, machte sich Marc wieder auf den Weg zurück zu seinem Wagen um Gretchen endlich die Augen zu öffnen, wen sie dort wahrscheinlich geheiratet hatte….


Steffi, Kirsten, Verena, & Mini
Ihr seid die Besten!!

Verena? Zeig doch mal die Möpsche

.shinyshoes ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2010 23:12
#5 RE: Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Zur gleichen Zeit öffnete Alexis die Tür zu dem Krankenzimmer seiner Frau und schaute sie betreten an. Gretchen bemerkte ihren Mann im ersten Moment gar nicht, so sehr war sie in ihren Gedanken gefangen, schwanger gewesen zu sein.
„Sternchen?“ begann Alexis vorsichtig und bekam daraufhin die Aufmerksamkeit von seiner Frau.
Jedoch nicht die Reaktion die er sich erhofft hatte.
„Was willst du?!“
„Ähh… Entschuldigung? Meine Frau, also du, liegt im Krankenhaus und ich will sie besuchen! Ist das etwas verboten?“
„Kommst ein wenig zu spät mein Lieber! Ich hätte dich vor ein paar Stunden gebraucht, aber wahrscheinlich waren die Aktien wieder wichtiger als ich!“
„Ich hab schon gehört…“
„Und? Bist du hier hin gekommen um mir zu sagen, dass du sowieso keine Kinder willst und dass es gut so ist?!“
„Nein Sternchen ich..“
„Ach komm lass stecken! Ihr seid doch alle gleich verdammt! Wenns ernst wird hauen alle ab!“
„Was redest du denn da für einen Schwachsinn!“
„Das ist kein Schwachsinn, es ist die Wahrheit! Hättest du dich um mich gesorgt wärst du nicht von meinem Bett gewichen! Aber als ich aufgewacht bin hab ich nicht in deine Augen geschaut… sondern in die eines anderen Mannes! Ich bin dir doch egal!“
„Nein das bist du nicht! Gretchen wirklich ich wollte doch schon viel früher hier sein aber da kam dieses Arsch was du deinen Oberarzt nennst und hat mir eine reingehauen!“
„Er hat was?“
„Ja.. wie ein Irrer ist der auf mich losgegangen und meinte ich sei an allem Schuld und son scheiß! Der checkt das nicht dass er endgültig Geschichte ist!“
„Ist er das denn?!“
„Was?“
Wieder wendete Gretchen sich von ihrem Gatten ab. Sie wollte nur noch alleine sein. Einfach alles vergessen und niemanden sehen.


Vor lauter Wut auf Meier, verließ Alexis den Raum. Dieser Meier hatte ihm alles versaut!
Dass Gretchen schwanger war, davon wusste er doch nichts! Vielleicht hätte er ihr dann auch verordnet, sich nicht so sehr zu stressen wegen der Hochzeit. Aber jetzt war es so.
Alexis lief aus dem Krankenhaus, stieg in sein Auto, legte den ersten Gang ein und fuhr mit einem ohrenbetäubenden Quietschen los.

Gretchen lag derweil immer noch in ihrem Bett und konnte die Welt nicht verstehen. Erst eröffnete ihr Marc, dass sie schwanger sei, dann kam Alexis sie besuchen und erzählte ihr, dass Marc ihn verprügelt hatte und nun saß sie da – alleine.
Aber dennoch schlich sich das blöde Gefühl wieder ein, dass ihr Marc ja doch irgendwie leid tat. Das war immer so. Genau dann, wenn sie sich gerade von ihm gelöst hatte, kam er wieder in ihre Gedanken. Und sie war eigentlich davon ausgegangen, dass sie ihn in den letzten Monaten komplett vergessen hatte. Doch irgendwie war dem nicht so.
In diesem Moment tat ihr es unglaublich leid, was sie Marc an den Kopf geworfen hatte. Sie wollte das doch eigentlich gar nicht! Sie wusste ja selbst, dass Marc das beste getan hatte. Er würde immer das beste tun. Selbst für Alexis.
Aber Gretchen Haase – äh von Buren – musste ihn ja trotzdem blöd anmachen und anschreien. So würde das doch nichts mit einer Freundschaft.

Aber diese Prügelei mit Alexis? Gretchen verstand nicht ganz, warum Marc ihn angegriffen hatte.
Sie legte sich wieder ruhig hin und schlief ein.

Irgendwann wachte Gretchen plötzlich auf. Sie war schweißgebadet. Sie wusste jetzt, warum Marc das alles getan hatte, mit der Schlägerei und so. Er liebt sie! Gretchen schoss dieser Gedanken durch den Kopf, wie ein Blitz. Er leuchtete auf und dann war er auch schon wieder weg. Sie saß immer noch wie gelähmt da, ihr Herz schlug so laut, wie noch nie und starrte in die Dunkelheit. Das Licht des Mondes schien in ihr Zimmer. Irgendetwas war anders.



Was sollte sie jetzt tun? Gretchen war mal wieder in ihrem Gefühlschaos gefangen.
Sollte sie wirklich um ihre Ehe kämpfen, wenn sie doch genau wusste dass ihr Herz einem anderen gehörte?

Wieso muss ich immer die berühmte Arschkarte ziehen?? Gretchen… du musst jetzt logisch denken und die Pros und Kontras vor Augen halten. Was spricht für Marc? Er liebt mich (glaube ich zumindest), ich liebe ihn schon mein ganzes Leben lang..ähh… joa gut dann fassen wir jetzt mal Alexis Pros auf… Einfühlsam wenn er will, Liebt mich, hat mich sogar geheiratet, beschützt mich… ach menno.. soll ich auf meinen Verstand oder mein herz hören???

Irgendwann schlief die junge Blondine jedoch total erschöpft wieder ein. Doch eine Person wollte sich einfach nicht aus ihrem Kopf schleichen und verfolgte sie weiter bis hin zu ihren Träumen…. Marc Meier!

Derweil stieg oben genannte Person nachts um halb 3 am EKH aus seinem weißen Volvo aus. Fest entschlossen, Gretchen die Wahrheit zu erzählen ging er frohen Mutes zum Eingang ins Innere des Krankenhauses.
Doch schon am Fahrstuhl verließ den Oberarzt wieder der Mut.

Was ist wenn sie mir nicht zuhört? Wenn sie mir wieder solche scheiß Sachen an den Kopf wirft? Maaaan MEIER!! Du bist ein kel! Du hast doch wohl Eier in der Hose oder etwa nicht?! Es ist NUR eine Frau! Das schaffst du ja wohl mit links… verdammte Kecke wenn sie doch nur irgendeine von vielen wäre… was sie nicht ist..
Langsamen Schrittes stieg der junge Chirurg daraufhin in den Aufzug und drückte zögerlich die Intensivstation auf der Gretchen immer noch lag.


Augen zu und durch! Meier du packst das! Kannst ja sonst immer die ganze Station zusammen scheißen dann ist das ja wohl ein Klacks!

Auf der Station angekommen näherte der Oberarzt sich langsamen Schrittes dem Zimmer seiner Assistenzärztin. Das Mut zu sprechen hatte geholfen. Nun war Marc Meier mehr entschlossen denn je, Gretchen Haase die Wahrheit über seine Gefühlswelt zu beichten, „Alexis von Buren“ aus dem Weg zu räumen und endlich glücklich zu werden.
Langsam öffnete er die Tür und ging ins Zimmer hinein. Eigentlich wollte er schon seinen Text runterrattern doch da sah er wie sie schlief. Friedlich und mit geschwollenen Augen lag sie dort und war in ihrer Traumwelt gefangen.


Naja… also aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ne? Das was ich ihr zu sagen habe kann ich auch noch morgen bzw. später loswerden…Vie lieber würd ich mich jetzt zu ihr ins Bett legen und sie einfach nur im Arm halten… Oh Gott Meier was ist aus dir geworden?? Ist ja schrecklich!!!

Trotz der Erkenntnis, dass er mehr als weich geworden war, legte er sich vorsichtig zu Gretchen ins Bett und genoss ihre Nähe in dem er sie fest an sich drückte.

_____________
Suchst du mich, dann such ich dich. Ist die Versuchung groß genug?
_________________

...denn heute gibt es statt Anschrein, sunshine.

Naddl Offline

Verknallter Dorfdepp:


Beiträge: 5.308

25.01.2010 22:56
#6 RE: Story von Naddl & .shinyshoes Zitat · Antworten

Am nächsten Morgen spürte Gretchen ein Magenkneifen. Sie öffnete die Augen und starrte gegen die weiße Krankenhauswand. Ziemlich unästhetisch sieht die aus, dachte sie und fuhr sich mit der Hand durch ihre Haare. Dann kam wieder ein Krampf im Magen. Und dazu spürte sie einen Würgreiz. Kurz atmete sie tief ein und wieder aus, dabei hielt sie sich den Bauch voller Schmerzen. Irgendwann wurde es schlimmer. Irgendetwas hatte sie nicht bekommen oder kam es noch von der Schwangerschaft? Phantomschwangerschaftszeichen oder so? Sie hielt sich noch die Hand vor den Mund, doch es half nichts. Schnell musste sie aufstehen, sie drehte sich nach links und da war es auch schon passiert.
Erst jetzt sah Gretchen richtig, was da eigentlich genau geschehen war. Jemand hatte sich zu ihr ins Bett gelegt und war nun von ihrem Mageninhalt geweckt worden. Sie rieb sich noch einmal die Augen und sah nicht mehr verschwommen. Dann bekam sie einen Schock. Es war Marc.
„Marc?“ fragte Gretchen völlig verdutzt. Marc schien gerade erst zu erwachen, denn er sah noch ganz schön verschlafen aus, seine Haare verwuschelt.
„Ich….ich….Gretchen, was machst du da?“ begrüßte auch Marc sie. Anscheinend wusste er gar nicht mehr, wieso er sich eine Nacht zuvor in ihr Bett gelegt hatte.
„Weiß nicht, das frage ich ja dich!“ erst jetzt fiel Gretchen auf, dass es Marcs babyblaues Hemd ganz schön erwischt hatte.
„Tschuldigung“ nuschelte sie, doch Marc verstand nicht ganz.
„Was? Wofür?“
„Na…“ sie sprach nicht weiter.
„Nein nein, wenn dann müsste ich mich entschuldigen, schließlich bin ich in dein Bett gekrochen und hab..“
„Was hast du?“
„Na….nichts“
„Hä?“ Gretchen sah Marc schräg an. Irgendwie bekam sie Kopfweh.
„Ich hab nur aufgepasst“
„Auf mich?“
„Ja“
„Aha. Und wofür?“
„Na, wegen eventuellen Komplikationen“
Gretchen sah ihn verblüfft an. Er konnte so gut lügen. Aber im Moment war ihr das eher egal, denn noch viel unangenehmer war ihr, dass sie soeben auf Marcs Hemd gekotzt hatte. Dabei hatte ihr ihre Mutter doch immer beigebracht, bei akutem Würgreiz sofort die Toilette aufzusuchen.
Marc kratzte sich am Kopf. Er sah Gretchen mit einem Schmunzeln an. Seine Grübchen fielen Gretchen jetzt besonders auf. Sie lächelte zurück.
Gretchen drehte sich und wollte soeben auf ihr Malleure deuten, als Marc mit seiner Hand immer weiter runter fuhr und schließlich auf seiner Brust angekommen war. Er stutzte auf. Dann sah er die Ärztin an. Seine Augen wechselten wieder den Blick auf seine Brust.
„Da….das….das ist nicht dein Ernst, oder?“ fragte Marc und deutete noch immer auf die Brust.
Gretchen schwieg. Sie wäre am liebsten in Grund und Boden versunken, so peinlich war ihr das ganze.
„Gretchen, was hast du, ich meine, was ist?“
„Tschuldigung“ nuschelte sie und sah weg. Marc sprang derweil auf und rannte aus dem Zimmer.
Gretchen verkroch sich in ihre Bettdecke und schmollte. Dann kamen ihr sogar die Tränen. Immer versaute sie alles und katapultierte sich immer in größere emotionale Supergaus.

Nach ein paar Minuten kam Marc wieder in ihr Zimmer gerannt. Er hatte ein fettes Grinsen im Gesicht.
„So Hasenzahn, wo wir ja jetzt beide wissen, dass du wieder wach bist, können wir dich doch gleich mal untersuchen“
Marc schob Gretchen in einen anderen Raum und sie wurde gründlichst untersucht.
Am Ende lächelte Marc immer noch.

Was eine dämliche Grinsebacke, macht sich bestimmt nur über mich lustig!

„So Hasenzahn, dann kannst du ja heute auf ein normales Zimmer verlegt werden“ meinte Marc und gab der Schwester die Liste mit den Blutwerten. Dann schob er sie höchstpersönlich in ihr neues Zimmer. Natürlich Fensterplatz mit Blick auf den Park. Marc öffnete die Fenster und ließ die kalte Herbstluft in das Zimmer wehen. Dann setzte er sich noch einmal neben Gretchen aufs Bett.
Sie schwiegen eine Weile.
„Bist du mir noch sauer wegen….na du weißt schon“ fragte Gretchen schüchtern und deutete auf Marcs Hemd. Dieser lachte und machte eine abweisende Bewegung.
„Ach was, deswegen doch nicht“
„Weswegen denn dann?“
„Na, dass du diesen Millionär geheiratet hast“
Gretchen stockte. „Warum?“
„Na weil….weil….weil er“ Marc bekam es nicht über die Lippen.
„Was Marc? Du musst schon in Sätzen sprechen, sonst kann ich dich leider nicht verstehen“
„Ist mir schon klar“ antwortete der Oberarzt genervt von sich selbst.
„Also?“ Gretchen sah ihn fragend an.
„Ih….ich….na weil…..du….weil….ich meine….weil du doch einen viel besseren verdient hast!“ sagte er schließlich.
„So, und der da wäre?“
„Na weiß nicht. Einen Schokoweihnachtsmann oder so“ Marc lachte. Doch dann wurde er wieder ernst.
„Nein, du hast jemand ganz anderen verdient, jemanden der wirklich auf dich aufpasst, der dich nicht mit materiellen Dingen gewinnen möchte, jemand der es wirklich ernst meint…“ weiter kam er nicht…


Steffi, Kirsten, Verena,Meine Wischmoppschleuder & Mini
Ihr seid die Besten!!

Verena? Zeig doch mal die Möpsche

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