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Dieses Thema hat 204 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Frieda Offline

PJler:


Beiträge: 1.560

20.09.2010 15:08
#201 RE: Story von Frieda Zitat · Antworten

Hey Ihr Lieben! Hab ja gerade mal wieder mit Schrecken festgestellt, das ich den letzten Teil vor knapp zwei Wochen reingestellt habe. Dachte eigentlich das es erst eine Woche her ist. Irgendwie verfliegt die Zeit im Moment. Als Entschädigung gibt es heute dafür einen längeren Teil.
Ich muß dabei sagen, das jetzt vielleicht in dem kommenden Teil alles ziemich schnell zu ende geht (war eigentlich auch anderes geplant) aber so langsam aber sicher muß ich ja jetzt doch mal zum Ende kommen - denke ich......
Ich weiß noch nicht genau, wieviel Teile noch kommen werden, aber so langsam steuern ich doch auf das Ende zu. Mmmmhhh....mal nur so am Rande erwähnt. Aber das könnt ihr euch ja auch sicher schon denken.
So! Aber im Moment ist sie ja noch nicht zu Ende und deswegen geht es jetzt erstmal weiter!

Liebe Grüße
Frieda♥

P.S.: Ich möchte mich nochmal für die super super lieben Kommi´s vom letzten Mal bedanken. Freut mich zu lesen, das euch der letzte Teil doch irgendwie berührt hat, auch wenn er traurig war. ♥!Danke!♥



Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis Marc sich wieder beruhigt hatte. Geschwächt legte er sich wieder auf die Liege und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Er atmete bewusst langsam ein und wieder aus um wieder runterzukommen. Als er seine Augen öffnete, sah er zum ersten Mal den Jungen, den Bärbel mitgebracht hatte vor ihn stehen. Er stand immer noch, verwirrt von Marc´s Gefühlsaubruch, nahe bei Bärbel. Diese stand direkt hinter ihm und hatte ihre Hände auf seine Schultern gelegt. „Das ist Lukas. Er hat dir etwas mitgebracht.“ versuchte Bärbel Marc´s fragenden Blick zu beantworten. Und da fiel Marc´s Blick auf den Gegenstand, dem der kleine Junge ihm hinhielt. Es war die Flaschenpost, die er von der Maja aus in den Scharmützelsee geworfen hatte. „Danke.“ sagte Marc nur leise, als er Lukas die Flasche aus der Hand nahm. Mit leeren Blick schaute er in die zwei Augenpaare, die ihn fragend ansahen. „Würdet ihr mich bitte alleine lassen?“
Bärbel schaltete sofort und plapperte im plötzlichen fröhlichen Ton zu Lukas: „Komm wir gehen rüber. Ich glaube ich habe noch etwas von dem leckern Schokokuchen übrig. Und wenn du magst bekommst du noch ein großes Glas Limo dazu. Hm, was meinst du?“ Lukas nickte nur und ließ sich von Bärbel in die Richtung ihres Hauses schieben. Dankbar nickte Marc Bärbel noch zu, als sie sich noch kurz zu ihm umblickte, bevor sie hinter der Hecke verschwand.

Marc drehte die Flasche in seinen Händen. Da hatte sie doch tatsächlich zu ihm gefunden. Naja eigentlich zu Gretchen. Ein zaghaftes Lächeln huschte über seinen Lippen. Wäre Gretchen jetzt hier, würde sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einen Freudentanz im Garten aufführen. Er konnte sich das bildlich vorstellen, wie sie sich ihn packte und mit ihm lachend durch den Garten wirbelte. Ihr Kleid und ihr Haare schwangen bei jeder Bewegung mit. Oh man, er hat im Moment wirklich das Gefühl durchzudrehen, denn er konnte ihr Lachen hören. So als wäre sie ihm ganz nah.

Marc zuckte zusammen, als er merkte das plötzlich ein Schatten über ihn lag. Mit einer Hand vor der Sonne schützend schaute er hoch, wer denn der Besucher war.
„Herr Professor!?“ Marc stand sofort auf.
„Marc…..ich meine Meier….“ fing Franz an zu haspeln, aber Marc unterbrach ihn. „Marc ist okay.“
„Okay Marc. Also die Polizei hat gerade eben angerufen. Sie haben eine Spur.“
„WAS?“ kam es ziemlich hysterisch aus Marc´s Mund.
Franz legte Marc eine Hand auf die Schulter, damit er sich sofort wieder beruhigte. Er hatte gerade schon von Bärbel erfahren, das Marc einen Nervenzusammenbruch hatte und wollte eine Wiederholung tunlichst vermeiden.
„Wo ist sie? Ich mein……wo…….nun sagen sie schon!“ Marc zappelte nervös vor Franz herum.
„Marc, sie haben nur eine Spur. Wir sollen zum Polizeirevier kommen. Jetzt. Mehr weiß ich auch nicht.“


Auf dem Polizeirevier……..
In Marc´s Kopf drehte sich alles. Die Stimmen um ihn herum nahm er nur noch aus ein Flüstern im Hintergrund wahr. Die neusten Erkenntnisse über Gretchen weckten in ihm neue Hoffnung. Die Hoffung wurde aber sogleich in einer unbändigen Wut umgewandelt, als sie erfuhren, wer der Entführer war. Marc ballte unter dem Tisch seine Hände zu Fäuste. Wie konnte das sein, das man erst jetzt einen Zusammenhang sah, das Frank etwas damit zu tun haben könnte. Auch das es keiner für nötig hielt die Haases, geschweige denn ihm von dem Ausbruch aus dem Gefängnis zu erzählen.

Wenige Minuten zuvor hatten Franz und er erfahren, das Gretchen gesehen worden war. Ein aufmerksamer Passant hatte sie zusammen mit Frank vor ein paar Tagen bei einem Streit beobachtet……
…..es war an dem Tag, als Frank mit Gretchen weiter flüchten wollte. Zuerst muckte sie sich nicht. Eigentlich war Gretchen auf froh darüber, endlich aus diesem Loch heraus zu kommen. Endlich mal wieder die Sonne auf der Haut spüren und frische Luft einzuatmen. Vor dem Haus blieb sie aber dann abrupt stehen, auch wenn Frank sie am Arm hielt und sie versuchte weiter mitzuziehen. Gretchen schloss ihre Augen und sog bewusst langsam die warme Nachmittagsluft ein. Für einen kleinen Moment entglitten ihre Gedanken…….wo wäre ich jetzt, wenn ich nicht hier wäre……mmmhhh….wahrscheinlich in dem neuen Haus. Zusammen mit Marc. Unwillkürlich musste sie lächeln. Auch wenn sie eigentlich nicht vorhatte in das Nachbarhaus ihrer Eltern einzuziehen, wusste sie doch insgeheim, das Marc letztendlich doch gewonnen hätte. Sie konnte ihm nur schwer einen Wunsch abschlagen.
Ein kalter Schauer zog über Gretchens Rücken, als sie plötzlich wieder in der Realität ankam und jemand immer noch unsanft an ihren Arm zog.
„Jetzt komm endlich!“ zischte Frank „Wir haben nicht ewig Zeit!“
„AUA!“ protestierte Gretchen und versuchte ihren Arm wegzuziehen. „Du tust mir weh!“
„Dann hör auf jetzt rum zu zicken und beweg dich.“ wieder zog Frank an ihren Arm und als er merkte, das Gretchen immer noch stur stehen blieb, packte er feste zu und wollte sie zum Auto zerren.
Blanke Panik überkam Gretchen, als sie spürte, das er wohl keine Skrupel hatte ihr weh zu tun. Das Einzige, was ihr in diesen Moment in den Sinn kam war los zu schreien. Und das tat sie dann auch.
Gretchen schrie aus Leibeskräften in der Hoffnung das er wieder von ihr ab lies.
„Halts Maul!“ sagte Frank nur unwirsch und öffnete mit einer Hand die Autotür.
Plötzlich spürte sie eine weitere Hand auf ihren Arm. „Alles okay mit ihnen Fräulein?“ die zögerlichen Worte kamen von ihrer Rechten Seite aus und Gretchen hörte schlagartig auf zu schreien. Neben ihr stand ein alter Herr, der Frank und sie abschätzend ansah.
°Gott sei Dank! Er wird mir helfen. ° dachte sich Gretchen und versuchte mit einen beherzten Rück sich abermals von ihrem Entführer los zu eisen, aber Frank kam ihr zuvor, bevor sie überhaupt etwas sagen konnte und stellte sich vor Gretchen. Der Mann versuchte an ihm vorbei zu Gretchen zu gucken, aber Frank ließ ihn kein Blick gewähren. „Es ist alles in Ordnung mit ihr.“ plapperte Frank in einem übertriebenen freundlichen Ton.
„Aber sie hat doch geschrien, das hab ich doch gehört!“ und versuchte wieder an Frank vorbei zu gucken. Dieser seufzte und ließ tatsächlich den älteren Herren einen kurzen Blick auf Gretchen gewähren. Frank strich Gretchen über den Bauch, was bei ihr sofort eine Gänsehaut auslöste und sie einen Schritt zurück wich. „Ach wissen sie, wir bekommen ein Baby.“ strahlte Frank den immer noch skeptisch dreinschauenden Mann an. „Sie hat Wehen. Es ist bald soweit.“
„Mmmmhhhh….“ der Mann begutachtete Gretchen Bauch. Der mittlerweile eine beachtliche Größe angenommen hatte „…..okay. Und sie wollen jetzt zum Krankenhaus nehmen ich an?“ Frank wollte gerade den Mund aufmachen und antworten, als Gretchen ihm zu vor kam. „ Sie müssen mir hel……“ weiter kam sie nicht, denn blitzschnell bugsierte er sie in Auto. Gretchen fing wieder an zu schreien und Frank tätschelte ihr auf die Schulter „Psssschhh….Sternchen. Alles wird gut. Wir fahren ja gleich los.“ und knallte die Autotür zu, bevor Gretchen wieder zu einem neuen Schrei ansetzten konnte.
Der Mann räusperte sich und wagte einen Blick ins Auto. Anschließend schaute er Frank verständnisvoll an. „Ihr erstes Kind oder?“
„Ja. Und sie ist ziemlich nervös - wissen sie?“ Frank lächelte zaghaft, worauf der Mann ihm auf die Schulter klopfte. „Ach wem sagen sie das. Ich habe 5 Kinder. Und vor jeder Geburt war meine Irmi immer so nervös, als wenn es ihre Erste wäre.“
„Ja äh……“ Frank blickte mittlerweile etwas genervt in das Gesicht von dem Mann vor ihn, der fast einen Kopf kleiner war als er selbst. Sie hatten hier schon eh viel zu lange gestanden. Er konnte nur hoffen, das der Mann sich bei dem Auftritt von Gretchen nichts weiter dabei dachte. „….wir müssen dann auch los.“ und deutete mit einer Kopfbewegung zu Gretchen. „Sie wissen ja wie schnell so was unter Umständen auch gehen kann. Und es soll ja nicht unbedingt im Auto zur Welt kommen.“ Frank lächelte schief. Aber anscheinend hatte der ältere Herr die Ausrede geschluckt. „Ja dann……“und klopfte Frank mit der flachen Hand auf den Oberarm „ ….wünsche ich ihnen alles Gute.“ und ging weiter. Frank verdrehte wegen der unnötigen Zeitverzögerung nur die Augen und stieg ebenfalls ins Auto ein.
Gerade als er das Auto starten wollte, klopfte es an der Fensterscheibe. Mit einem Blick durchs Fenster, ließ Frank nur widerwillig die Schreibe runter. Der Mann war noch mal zurück gekehrt. Ein kleines Fünkchen Hoffnung machte sich in Gretchen breit und sie beugte sich weiter zum Fenster vor, worauf sie von Frank sofort wieder unsanft zurück geschoben wurde.
„Wissen sie…“ begann der Mann und zeigte mit dem Finger wippend auf Gretchen „….irgendwie kommen sie mir bekannt vor!“
Gretchen konnte ihr Glück gar nicht so schnell realisieren. Anscheinend wusste man doch über ihre Entführung bescheid. Sonst würde er sie doch nicht kennen, oder? Sie sah ihre Chance und beugte sich sofort wieder nach vorne. Blitzschnell waren Franks Hände wieder bei ihr. Während sie versuchte ihn abzuwehren keuchte sie „Ja ich bin Gretchen Haase. Sie müssen mir helfen! Ich bin entführt worden“ Aber bevor der Mann auch nur in geringster Weise darauf reagieren konnte, hatte Frank auch schon den Gang eingelegt und das Gaspedal durchgedrückt. Mit quietschenden Reifen brauste das Auto davon und zurück blieb der Mann, der nur vor wenigen Minuten Gretchen Bild aus der Zeitung wiedererkannt hatte.




Marc sprang so schnell von seinem Stuhl auf, das dieser hinten rüber fiel. Er stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch ab und beugte sich zu dem Polizeibeamten rüber, worauf dieser erschrocken ein Stück zurück wich.
„Und warum sitzen wir dann eigentlich noch hier?“ schrie Marc den Polizisten an.
Der Beamte versuchte eine ruhige Miene aufzusetzen. „Hören sie Herr Meier. Meine Kollegen sind bereits vor Ort und wir werden alles erdenkliche tun, damit wir ihre Freundin wiederfinden. Machen sie sich keine Sorgen.“ Marc dachte keine Sekunde nach und packte den Polizisten mit beiden Händen am Hemdkragen. Seine Stimme war hoch und fast schon hysterisch „ICH soll mir keine Sorgen machen? Sie ist schwanger - verdammt noch mal. Und sie ist mit diesem Frank unterwegs. Geht das eigentlich in ihr kleines Beamtenspatzhirn rein? Wenn er ihr auch nur ein Haar krümmt, werde ich sie hier alle zur Verantwortung ziehen. Ist das klar?“
Frank packte Marc von hinten an die Schulter und zog ihn wieder zurück zum Stuhl.“Lass mich.“ zischte Marc ihn nur zu und ging zum Fenster. Der Beamte versuchte eine coole Miene aufzusetzen und zupfte sich sein Hemd wieder gerade. „Ähm…Herr Meier, ich glaube es ist besser, wenn wir diesen kleinen Vorfall einfach vergessen.“ Seine Miene war zwar äußerlich cool, aber seine Stimme war zittrig. Marc´s Auftritt hatte ihn ziemlich geschockt.
„Gar nichts brauchen sie zu vergessen!“ und Marc ging wieder schnellen Schrittes auf den Tisch zu, worauf der Polizist dieses sofort aufsprang und ein paar Meter zurück wich, was aber nicht nötig war, da Franz Marc sofort wieder zu packen bekam. „Jetzt ist´s aber mal gut Marc!“ zischte Franz ihm zu. „Beruhig dich und setz dich wieder hin.“ Nur widerwillig ließ Marc sich von ihm auf den Stuhl drücken.
Langsam traute sich der Beamte wieder zu seinem Schreibtisch. Eigentlich hätte er Marc für diesen Zwischenfall drankriegen können, aber er kannte es nur zu genüge, das die Angehörigen einer vermissten Person von Zeit zu Zeit auch mal ausrasteten. Er konnte es auch nachvollziehen, deswegen versuchte er stillschweigen über den Vorfall hinwegzusehen.
„Ähm….“räusperte er sich und zupfte noch mal an seiner Krawatte herum „….ja dann würde ich sagen…“ Das Telefon klingelte und er verstummte. Er blickte kurz zu Marc rüber um sich zu vergewissern, das er ihm nicht wieder jeden Augenblick an den Hals sprang und ging ran.
Genervt schaute Marc durch das Zimmer, während er darauf wartete, das das Telefonat ein Ende fand. Er achtete nicht darauf, doch als Gretchen Name fiel zuckte er augenblicklich zusammen und spürte Franz Hand auf seinen Oberarm.
„….und sie sind ganz sicher, das es sich um Margarethe Haase handelt?“ murmelte der Polizist ins Telefon.
Marc versuchte in dem Gesicht von dem Beamten zu lesen. Ging es um etwas Gutes? Oder war Gretchen etwas zugestoßen? Die Miene seines Gegenübers war wie ein zugeschlossenes Buch. Schlagartig schossen Marc die Bilder in der Pathologie wieder in den Kopf. Für einen Moment hatte er wirklich gedacht, das er Gretchen für immer verloren hatte und die Angst stieg wieder in ihm hoch. Nervös sprang Marc wieder auf und ging zum Fenster. Immer wieder blickte er zu dem Polizisten rüber, aber dessen Gesicht noch seine Worte verrieten ihm etwas.

Endlich wurde das Telefonat beendet. Der Polizist räusperte sich kurz und stand auf. „Herr Haase, Herr Meier…..“ und nickte Franz und Marc kaum merklich zu. „…..es ist zu Ende.“

Marc und Franz Blicke trafen sich für einen kurzen Moment und waren dann wieder auf den Polizisten gerichtet.
„Wo ist meine Tochter?“ und dieses Mal war es Franz der ungeduldig wurde.
„Es gab einen Unfall.“
„WAS?“ kam es aus einen Mund von den Ärzten. Beschwichtend hob der Beamte die Hände.
„Unsere Leute hatten Glück. Kurz nachdem der Vorfall von dem älteren Herren gemeldet wurde, konnten sie zwar die Pension ausfindig machen, in dem sie seit Wochen gewohnt hatten, aber danach verlief sich jede Spur über deren weiteren Aufenthalt. Aber anscheinend scheint ihre Tochter……“und lächelte dabei Franz zaghaft an „…..ein großes Durchsetzungsvermögen zu haben. Sie nutze wohl bei jeder Gelegenheit die sich ergab auf sich aufmerksam zu machen. Wir gehen davon aus, das er vorhatte über die Polnisch-Russische Grenze zu flüchten, aber soweit kam es gar nicht.“ Der Polizist machte eine kurze Pause um Luft zu holen. Definitiv zu lange für den ungeduldigen Oberarzt „Ja wie wäre es mal mit weitererzählen?!“ zischte Marc ihn an. Der Polizist überhörte ihn einfach und redete weiter. „Margarethe Haase wurde mehrmals auffällig an verschiedenen Rastplätzen beobachtet, wie sie immer wieder lauthals auf ihren Entführer einschrie. Das war klug von ihr und sie hatte auch Glück. Da die Entführung auch über Deutschland hinaus, das heißt auch in den angrenzenden Ländern der Republik, publik gemacht wurde, wurde sie wiedererkannt. Und somit hatten wir wieder ein Spur. Letztendlich konnten unsere Kollegen in Polen die Verfolgung aufnehmen. Sie waren anscheinend schon tagelang unterwegs. Einmal quer durch Polen. Aber an der Grenze zu Russland war dann Schluss mit dem Spielchen.“
Marc formte seinen Augen zu Schlitzen. „ Was soll das heißen, dann war Schluss mit dem Spielchen? Haben sie sie jetzt, oder nicht? Und was ist mit Gretchen?“
„Ähm…wie gesagt, es gab einen Unfall.“ diese Aussage versetzte Marc wieder einen Stich in der Magengegend. Das hatte er für einen kurzen Moment wieder vergessen. „Heißt das……“ Marc schluckte „….sie ist tot?“ und schaute den Polizisten mit versteinerten Gesichtsausdruck an.
„Nein, aber Frank (?). Er ist bei der Verfolgungsjagd von der Fahrbahn abgekommen. Direkt vor einen Baum.“
Marc schnaubte verächtlich. „Pah geschieht diesem Schwein auch ganz recht.“ aber dann wurden seine Gesichtszüge wieder besorgter „Was ist mit Gretchen? Und vor allen Dingen, wo ist sie jetzt?“
„Sie ist im Warschauer Krankenhaus. Soweit ich weiß wird sie gerade operiert.“
Marc schaute in das ebenfalls panische Gesicht von Franz und fuhr sich durch die Haare. „Verfluchte Scheiße!“ schrie Marc und trat mit dem Fuß gegen den Stuhl, der krachend ein Meter weiter umfiel. Er wusste in diesem Moment nicht wirklich was er fühlen sollte. Er spürte Wut in sich. Wut das dieser Ex Möchtegern Millionär, das Gretchen angetan hatte und er mal einfach so gegen einen Baum raste und jetzt tot war. Zu gern hätte Marc ihn zwischen seinen Fingern bekommen und ihn eigenhändig die 10fache Ladung an Qualen spüren lassen, die er in den vergangen Monaten durchgemacht hatte.
Zum anderen spürte Marc, wenn auch nur getrübt durch den Unfall, endlich wieder Leben in seinem Körper. Ein Stück der Leere, die sich schon seit Wochen in ihm befand, machte Platz für das Glücksgefühl, das er endlich bald wieder Gretchen in den Armen halten konnte.
Konnte er doch. Oder nicht?
„Was für eine Operation ist das genau?“ Marc wusste selbst, das es keine Lappalie sein konnte, wenn man eine schwanger operieren musste. Dieses tat man nur, wenn man keine andere Möglichkeit hatte.
Der Beamte zuckte aber nur mit seinen Schulter „Tut mir leid. Das kann ich ihnen nicht sagen. Aber wenn sie möchten, kann ich ihnen die Adresse von dem Krankenhaus besorgen, damit sie selber…..“ „Ja! Worauf warten sie denn noch!?“ unterbrach Marc den Polizisten.



Einen Tag später………
Marc saß am Krankenhausbett, in dem Gretchen lag und hielt ihre Hand. Sie schlief. Immer wieder blieb sein Blick auf die große Wölbung der Bettdecke hängen, die Gretchen´s Bauch abzeichnete. Es beruhigte ihn auf eine Art und Weise, wie sich ihr Brustkorb regelmäßig hob und wieder senkte. Er hörte das regelmäßige gepiepe von den Überwachungsgeräten an den sie angeschlossen war schon gar nicht mehr.
Er lauschte ihren Atemzügen und legte seinen Kopf sachte auf ihre Hand. Marc schloss seine Augen.
Die letzten Wochen hatten ihm eins klargemacht. Er liebte Gretchen nicht nur. Nein. Sie war sein Leben.
An jeden Tag der letzten Wochen, wo die Hoffnung sie wieder in den Armen schließen zu können schrumpfte, war auch ein Teil von ihm gestorben. Er hätte es nie für möglich gehalten, das er mal jemanden soviel Liebe schenken konnte und das er alles für diese Person tun würde. Er stellte ihr Leben über seins.
Nie wieder, aber auch wirklich nie, nie wieder wollte er das durchmachen, was er in den letzten Wochen durchmachen musste. Für ihn war es sein persönlicher Rundgang durch die Hölle gewesen. Unbewusst hielt er Gretchen´s Hand noch fester. °Was wäre wenn° gewesen? Daran wollte er keinen Gedanken mehr verschwenden.
Jetzt würde wieder alles gut werden. Denn Kinder ging es auch gut. Nur Gretchen hatte etwas abbekommen. Gott sei Dank hatte sie NUR einen Milzriss und jetzt war sie wieder auf den Weg der Besserung. Heute Morgen war sie sogar für einen kurzen Moment wach. Da er nicht wollte, das sie sich überanstrengte, bat er darum, das sie nur zuhörte.

Er erzählte ihr, das der Spuk jetzt endlich einen Ende hatte. Das sie wieder gesund werden würde und er sie sobald es möglich war wieder nach Deutschland holen würde.
Und er erzählte ihr vom Haus. Gretchen lächelte bei dem Gedanken, das Marc nie die Hoffnung aufgegeben hatte. Marc hatte sich zu ihr auf das Bett gelegt und sie vorsichtig in den Arm genommen. „Und du mußt erstmal den Garten sehen Hasenzahn….“ flüsterte er ihr leise zu „….du wirst ihn lieben, wenn er erst einmal fertig ist. Genauso wie das Haus. Wenn du wieder nach Hause kommst, wird alles fertig sein. Und dann wird es nur noch 4 geben. Nichts, aber auch rein gar nichts wird dich mir wieder nehmen. Das verspreche ich dir.“ Marc küsste sie sanft auf ihre Schläfe, worauf Gretchen ihre Augen schloss. „Ich liebe dich Marc.“ und schmiegte ihren Kopf an seinen, bevor sie wieder einschlief.

Frieda Offline

PJler:


Beiträge: 1.560

24.09.2010 11:32
#202 RE: Story von Frieda Zitat · Antworten

„Jahaaa. Großes Indianerehrenwort!“ Gretchen leckte kurz an ihren Zeige- und Mittelfinger um sie anschließend wie ein V hoch zuhalten. „Ich schwöre, das ich mich nicht vom Fleck rühren werde!“ und grinste dabei Marc mit roten Wangen an.
„So ist´s brav. Oder soll ich doch schnell Bärbel rüberholen?!“ Marc zwinkerte ihr zu und beugte sich zu Gretchen hinunter, die auf dem Liegestuhl auf der Veranda hinter dem Haus saß, wo er selbst noch vor keine 2 Wochen gelegen hatte und dachte, das sein Leben vorbei war. Er schenkte Gretchen sein Lächeln, in welches sie sich verliebt hatte und griff ihr sachte in den Nacken. Für einen kurzen Moment hielt er inne und schaute sie verliebt an. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch fingen wieder an zu tanzen. Wäre sie nicht schon ohnehin rot gewesen, wäre sie es spätestens jetzt geworden. Gretchen wollte sich erst gar nicht vorstellen, wie es ihm in den der Zeit, wo sie nicht da war ergangen war. Die Vorstellung wie er gelitten haben musste schmerzte sie. Aber jetzt, wo sie wieder zu Hause war, trug er sie nur noch auf Händen und zu dem ließ er sie kaum noch aus den Augen. Er hatte immer noch eine gewisse Angst die er mit sich trug, das sie von jetzt auf gleich wieder verschwunden sein könnte. Das konnte sie seinen Blicken sehen.
Immer wieder und wenn er ihr auch nur eine Strähne zurückstrich, suchte er ihre Nähe und berührte sie immer wieder, so als wenn er sich selbst davon überzeugen müsste, das sie noch da war.
Aber eine kleine Schattenseite gab es doch. Bärbel und Marc hatten einen Schichtplan ausgeklügelt. Wie zwei Wachhunde wichen sie abwechselnd nicht von ihrer Seite, seit sie wieder in Berlin war. War Marc im Krankenhaus, hatte sie ihre Mutter an der Backe. Bärbel putze dann das Haus, kochte oder machte sich an den Garten zu schaffen. Als wenn sie nicht mir ihrem eigenen Haus nicht schon genug zu tun hätte. Aber jeden Einwand wiegelte Bärbel immer locker ab und meinte, das sie die Zeit noch genießen sollte, solange die Kinder noch nicht da waren. Denn wenn die Zwerge erst einmal da wären, würde Gretchen froh um jede ruhige Minute sein. Mmmmhh…okay - so kann man es natürlich auch auslegen.

Marc strich Gretchen sanft über die Wange, bevor er sie etwas zu sich zog und sie küsste.
„Noch 4 Wochen.“ flüsterte Marc ihr zu und legte seine Stirn an ihrer. Beide lächelten sich an. „Noch 4 Wochen.“ sagte Gretchen noch mal zu Bestätigung und strich sich über den prallen Bauch.
Marc´s Handy klingelt und mit einem entschuldigend Blick zu Gretchen ging er ran.
„Meier!“……….“Bin quasi schon unterwegs.“ Marc legte wieder auf und gab Gretchen noch einen schnellen Kuss. „Tut mir leid, aber ich muss jetzt los.“ Gretchen versuchte beleidigt auszusehen, aber es gelang ihr nicht wirklich, bzw. ihr fehlte die Zeit zum Schnute ziehen, den Marc hatte sich längst schon wieder zu ihr runtergebeugt. Wieder spürte sie seine warmen Lippen auf ihre. Als der Kuss endete schaute er sie wieder mit dem sorgenvollen Blick an, als wenn er Angst hätte, das wenn er wiederkommt, sie nicht mehr da ist.
„Alles ist gut Marc. Nun geh schon.“ sagte Gretchen leise.
Sachte malte Marc die Konturen ihrer Oberlippe mit seinem Finger nach. Dann lächelte er plötzlich. „Ich weiß. Kommst ja auch nicht weit mit der Kugel da.“ und stupste mit seinem Finger gegen ihren Bauch. Worauf er sich auch gleich außer Schlagweite brachte, denn Gretchens entrüstetes Gesicht entging ihm nämlich nicht und er schnellte lachend ein paar Schritte zurück, damit ihr Schlag ihn verfehlte. „Marc Meier! Ich glaub ich spinne! Komm sofort wieder hierher.“
Marc warf ihr noch grinsend einen Kuss zu und verschwand ins Haus.

Hmpf. Aber wirklich sauer war sie nicht wirklich auf Marc. Er hatte ja Recht. Jegliche Bewegung ihrerseits, mit diesem riesigen Bauch, brachte ihr nur einen erneuten Schweißausbruch ein. Die momentane Hitze leistete ihr übriges dazu.
Gretchen ließ sich zurück auf den Liegestuhl sinken und kicherte. Sie vermisste ihn jetzt schon. Irgendwie albern. Sie wusste ja, das er gleich wieder da sein würde,
aber seit der Sache mit der Entführung spürte sie, das Marc und sie sich noch näher standen, als sie zuvor geglaubt hatte, das so was überhaupt noch möglich war.
Gretchen schloss ihre Augen und seufzte zufrieden. Wo er wohl hin ist?! Es war absolut nicht aus ihm herauszubekommen, was er vorhatte. Selbst die Drohung, das die Kinder - insofern ist wirklich zwei Jungs, laut Marc´s Aussage, werden würden- den Namen Franz und Klaus bekommen würden, brachten ihn nicht zum reden.
Mmmhhh…..wäre ja eigentlich auch gegen ihre Vereinbarung gewesen. Die Abmachung war, das sich jeder einen Namen für ein Kind aussuchen konnte. Egal welchen, aber das wiederum bedeutete auch, das man an den Namen des anderen auch akzeptieren musste. Ohne Widerworte. War gar nicht so einfach jemanden einem Namen zu geben. Schließlich begleitete er einen das ganze Leben……hilfreich wäre es auch zu wissen, ob es für ein Mädchen oder Junge wird……mhhhh……vielleicht Sophie…..aber bestimmt nicht Margarete, den Namen hatte sie schon immer gehasst. Gretchen war ihr da schon lieber……oder Hasenzahn. Gretchen kicherte wieder.
Plötzlich wehte ein leichter Windzug durch den Garten und ließen ihre Haare für einen kurzen Moment in der Luft tanzen. Stirn runzelnd öffnete sie die Augen und blickte in den Himmel, der immer noch in seinen schönsten hellblau strahlte. Mhhh..komisch. Kaum hatten sich ihre Haare wieder gelegt, kam schon die nächste Böe, aber dieses Mal länger und stärker. Irritiert setzte Gretchen sich auf, als das Pfeifen vom Wind ein klirren mit sich nachzog. Irgendetwas war umgefallen. Aber das Geräusch war doch unter ihr. Mühsam hievte sie sich aus dem Liegestuhl und hob die Liege an. Das Einzige was sie dort vorfand war eine Bierflasche.
Gretchen verdrehte die Augen, weil sie sich schon dachte, das Marc die liegen gelassen hatte. Sie hob sie auf und wollte sie gerade ins Haus bringen, als die Sonne sie auf den Inhalt der Flasche aufmerksam machte. Neugierig betrachtete sie die Flasche näher. Das Etikett fehlte. Sie hielt die Flasche gegen die Sonne, um den Inhalt besser sehen zu können. Das sah ganz nach einem gerollten Zettel aus.
Sie drehte die Flasche noch mal. Und tatsächlich - in der Bierflasche steckte tief und fest ein Korken. Gretchen hielt die Flasche wieder hoch.
Wieso lag die bei uns im Garten?
Die Neugierde wurde in ihr geweckt.
Mhh….und wie krieg ich das Dingen jetzt auf?
Nachdem Gretchen geschlagene 15 Minuten an dem Korken herumgewerkelt hatte und letztendlich keine Dinge mehr in der Küchenschublade übrigblieben, womit sie ihn noch malträtieren konnte, wickelte sie kurzerhand ein Küchentuch um die Flasche und ging wieder nach draußen. Vorsichtshalber lugte sie um die Ecke, ob nicht Marc schon im Anmarsch war und ging haute anschließend die Flasche auf den Boden. Sie brauchte dazu keinen zweiten Versuch. Die Flasche zerbrach mit einen kurzen °tick° und °klirr° und lag nun in tausend Stücke vor ihr. Und mittendrin der Zettel. Vorsichtig nahm Gretchen ihn heraus uns setzte sich aufgeregt auf die oberste Stufe von der Veranda.
Zögerlich rollte sie das Stück Papier auf. Als sie Marc´s Handschrift anhand der ersten Zeilen erkannte, spürte sie wie ihr Herz ein Gang zu legte und es wilder gegen ihren Brustkorb klopfte.
Gretchen versuchte sich auf die ziemlich krakelige Schrift zu konzentrieren. Auch wenn sie ziemlich unleserlich war, konnte sie dennoch Marc´s Schrift daraus erkennen.
Mhhh….wann er den wohl geschrieben hatte?


Hasenzahn,

kann man sich für jemanden ändern? Oder besser gesagt, sollte man sich für jemanden ändern, damit der Jenige für den man sich verbiegt, anschließend sagen kann >>Ja, jetzt habe ich meinen Traumpartner, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe?<<
Ich denke, das das keine gute Idee ist, weil letztendlich würde das auf Dauer garantiert nicht funktionieren, wenn der andere sich ein Leben lang verstellen müsste nur damit er dem anderen zu 100% gefällt.
Und dann nach etlichen Jahren Beziehung würde man feststellen, das es doch nur eine Komödie war, die man sich die ganze Zeit vorgespielt hat. Aber dann müßte man letztendlich auch wieder zugeben, das man sich nicht in den Menschen verliebt hat den man sich zurechtgebogen hat, sondern in den Menschen wie er vorher war - mit all seinen Ecken und Kanten. Was nützt einem schon die Perfektion? Mit ihr wäre es doch irgendwann langweilig, abgesehen davon, das ich nicht deine Ungeschicktheit in manchen Dingen missen möchte. Oder das du wenn du sauer bist, es auch lauthals kund tust, anstatt es einfach runterschluckst -wie es halt in manchen Situationen erforderlich wäre. Nur mal so nebenbei - ich liebe es wenn du dich aufregst und dabei rot anläufst.
Aber was ich eigentlich damit sagen wollte ist, das ich bin wie ich bin. Ja ich habe meine Ecken und Kanten, die nicht gerade bei jedem gut ankommen. Und ja, ich habe meine Fehler, aber so bin ich nun einmal. Gern hätte ich mich für dich verbogen, aber ich kann das nicht. ABER durch dich sehe und fühle ich jetzt viele Dinge anderes. Du hast mir wirklich gezeigt was Liebe ist und was sie bedeutet. Vor einem Jahr, hätte ich dich dafür ausgelacht, wenn du mir erzählt hättest, was wir zusammen bis zum heutigen Tage erleben werden, oder das wir überhaupt ein Paar werden…………geschweige denn Eltern!


Marc! Komm endlich zum Punkt.
Gretchen stand auf und um ein paar Schritte zu laufen. Ihr Rücken tat ihr weh. Mühsam streckte sie sich wieder und setzte sich anschließend wieder auf die Treppe. Sie las weiter.

………..Was bedeutet eigentlich Schicksal?
Wenn Schicksal wirklich bedeutet, das die Zukunft des Jeweiligen schon geplant ist und die Dinge so eintreffen werden, wie das Schicksal es möchte, dann würde ich jetzt genau dieses herausfordern und testen.
Ich werde diesen Brief hier gleich in eine Flasche stecken……..
Jetzt wird’s interessant. Gretchen strich sich eine Strähne hinter das Ohr.
……..und sie in den See werfen. Da der See ja nun mal ein See ist und Berlin nicht gerade um die Ecke, bin ich mal gespannt, ob das Schicksal es schafft sie zu dir zu bringen. Solltest du den Brief dann wirklich in den Händen halten, darfst du dieses Blatt umdrehen. Da steht noch etwas für dich. Okay ich weiß, das ist vielleicht alles nicht so wie du dir das vorgestellt hast und vielleicht bin ich ja auch ein feiger Hund, aber - Ich bin nun mal ich- und ich weiß das du mich so wie ich bin liebst.
Jetzt darfst das Blatt umdrehen.


Gretchen war just dabei das zu tun, als sie merkte, das sich nicht mehr alleine war.
„Hey.“ sagte Marc leise und schaute Gretchen nachdenklich an.
„Hey.“ Gretchen hielt den Brief hoch „Hab ich gefunden.“
Marc schloss für einen klitzekleinen Moment seine Augen, so als würde er mit sich selber ringen. „Hast du…..“ Marc kratze sich am Kinn. Irgendwie schien er doch ein wenig nervös zu sein. „….schon die Rückseite gelesen?“ und deutete auf den Zettel.
„Nein!?“ Gretchen schaute ihn fragend an und Marc streckte seine Hand nach den Brief aus.
„Würdest du mir den bitte geben?“
„Aber ich habe den noch nicht zu Ende gelesen.“
„Bitte!“ sagte Marc mit Nachdruck, aber immer noch mit leiser Stimme.
Zögerlich hielt Gretchen ihm den Brief hin. Sie hätte schon gerne gewusst, was auf der Rückseite stand. Aber anscheinend war es ihm wichtig.
Gretchen spürte die veränderte Stimmung zwischen ihnen. Auch wenn Marc ziemlich ernst schaute, sah man doch das er nervös war.
Er nahm den Brief und rollte ihn wieder sorgfältig zusammen. Das seine Hände ein wenig dabei zitterten entging Gretchen nicht.
Allmählich machte sie sich Sorgen. „Marc was ist los?“
Er kniete sich zu ihr runter und legte ihr den Finger auf die Lippen.“Schhhhh……ich möchte dir etwas sagen Gretchen.“ und zum ersten Mal, seit er wieder zurück war lächelte er. Aber das war nur von kurzer Dauer, dann wurde er wieder ernst.
Gretchen blickte in sein Gesicht. Es sagte alles aber auch nichts. Seit wann nannte er sie Gretchen? Ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit. Der Brief war ja auch schon irgendwie seltsam. Was wollte er ihr sagen.
Marc´s Blick hielt sie gefangen. Für einen Augenblick schauten sie sich einfach nur in die Augen und versuchten die Gedanken des anderen zu erahnen. Bis Marc dann ihre Hand nahm.
Gretchen schluckte und sie spürte wie sie unter seinen intensiven Blick eine Gänsehaut bekam. Sein Blick der auf ihrem Gesicht ruhte, ließ ihr ungutes Gefühl in Luft auflösen.
„Gretchen…..“ begann er und musste sich aber räuspern. Er war einfach zu nervös und sein Stimme wollte nicht mithalten. Sein Puls stieg. Er war noch nie in so einer Situation gewesen.
Marc war in solchen Situation noch nie ein Mann großer Worte gewesen. So wie auch jetzt. Er hatte sich schon Tage zuvor überlegt, was er ihr sagen wollte. Immer und immer wieder hatte er sich die Worte eingeprägt. Aber jetzt wo der Moment gekommen war wo er alles sagen wollte, kam er sich vor wie ein kleiner verliebter Junge. Sein Kopf war leer. Für einen kleinen Moment schloss er wieder seine Augen und versuchte sich zu konzentrieren. Aber sobald er sie wieder öffnete und in ihre Augen sah, war es auch schon wieder vorbei. Sie schaute ihn liebevoll an. Er wusste, das sie spürte das dieses ein besonderer Moment war und ließ ihm Zeit, seine Gedanken zu sortieren. Mit den Daumen strich er über ihren Handrücken und schaute verlegen auf den Boden.
Gretchen spürte wie er mit sich ring und wollte nicht, das er einen Rückzieher machte. Sie legte ihre Hand unter sein Kinn und hob seinen Kopf wieder sachte an.
Wieder trafen sich ihre Blick. Marc spürte wie sein Herz ein Marathon lief.
Jetzt reiß dich zusammen Meier. Es war eh schon längst überfällig.

Marc atmete noch einmal tief ein………
„Gretchen - du weißt, das ich Zweifel hatte. Zweifel - ob ich überhaupt eine Beziehung führen kann. Zweifel - das ich dir jemals das geben kann, was du dir wünschst. Und mit den Zweifeln stellte sich immer wieder die Frage, ob ich es schaffen würde dich glücklich zu machen. Ich wollte nicht der Nächste sein, der dir dein Herz wieder bricht. Denn das hätte mich auch zerbrochen.
Tu mir einen Gefallen und vergiss die Flaschenpost. Wenn ich an die Situation auf dem Boot zurück denke, ist es mir schon fast peinlich. Ja ich hatte da noch Zweifel. Ich wollte es darauf ankommen lassen…..wie schon gesagt dem Schicksal überlassen, was uns die Zukunft bringt. Das war ein alberner Gedanke gewesen. Ich weiß jetzt was ich will Gretchen ohne wenn und aber.“ Marc strich ihr sanft über die Wange und ließ für einen Moment seine Hand auf ihrem Gesicht ruhen. Gretchen spürte die Wärme seiner Hand auf ihrer Haut und schloss die Augen. Als sie sie wieder öffnete nahm sie seine Hand in ihre. Das machte Marc wieder Mut und er sprach weiter.
„Das was dir passiert ist, ist schrecklich gewesen. Ich werde alles dafür tun, das dir niemals wieder jemand so weh tun wird.
Aber ein Gutes hatte die Sache. Ich habe schon vor der Entführung geglaubt dich zu lieben.“ Marc kniff leicht seine Augen zusammen und murmelte noch ein „Über alles
zu lieben.“ hinterher. Marc lachte kurz auf. Er lachte über sich selbst, weil ihm der Gedanke daran albern vor kam.
„Als du weg warst Gretchen…..“ Marc stockte. Die Erinnerungen daran ließ sein Puls wieder erhöhen. „…….und nicht mehr wieder kamst. Da war ich irgendwann an einen Punkt angelangt, das ich wie die anderen gedacht habe, das du tot bist. Und weißt du was? In dem Moment, als mir klar wurde, das du nie wieder zu mir zurückkehren würdest, ist ein Teil von mir gestorben. Ich wollte nicht mehr sein ohne dich. Es war für mich die Hölle. Da ist mir erst wirklich bewusst geworden wie sehr ich dich liebe.“ zögerlich schaute er sie an. „Ist es falsch, das ich mir erst da darüber klargeworden bin, was du mir wirklich bedeutest? Was du für mich bist?!“
Gretchen schluckte. Sie spürte wie die erste Träne über ihre Wange lief. Zaghaft strich Marc sie ihr weg und beugte sich vor. Er strich ihr eine dicke Haarsträhne zur Seite. Seine Lippen waren ihrem Ohr ganz nahe, so das sie seinen warmen Atem auf der spüren konnte. „Gretchen. Du bist mein Leben.“ hauchte er ihr ins Ohr, was letztendlich dazu führte, das sie ihre Tränen nicht mehr zurück halten konnte. Er nahm sie in den Arm und sie schmiegte sich an ihn.
Geduldig warte er ab, bis ihre Tränen wieder versiegten. Mit glasigen Blick schaute sie ihn an. „Ich liebe dich Marc.“ Anstatt zu antworten schenkte er ihr ein Lächeln. Dann holte er etwas aus seiner Hosentasche. „Du wolltest doch wissen wo ich war.“
Wieder ein lächeln, dieses Mal mischte sich die Nervosität aber wieder mit unter.
Gretchen Augen wurden größer, als er eine kleines Schmuckkästchen in seiner flachen Hand hinhielt. Er Herz überschlug sich. War jetzt der Moment gekommen, worauf sie so lange gewartet hatte? Sie wagte es nicht zu atmen.
Marc öffnete das kleine Kästchen und zum Vorschein kam ein schmaler silberner Ring mit einem hellblauen Stein.
Gretchen legte sich überrascht eine Hand auf den Mund „Oh Marc!“ während seine Blick auf ihr Gesicht ruhten. Er lächelte. „Der Stein hat deine Augenfarbe.“ und holte den Ring heraus. Er nahm ihre Hand.
Gretchen spürte wie wieder die Tränen in die Augen schossen. Sie versuchte sie herunter zu schlucken. Zu wichtig war dieser Moment, als das sie ihn nur durch einen Tränenschleier erleben wollte. Marc legte ihr den Ring in die flache Hand. Irritiert betrachtete sie das kleine Schmuckstück und dann ihn.
Hatte sie etwas verpasst? Sie lachte innerlich kurz auf über ihre eigene Dummheit.
Für einen Moment hatte sie wirklich gedacht, das diesem besonderen Moment ein Heiratsantrag folgen würde. Statt dessen schaute er sie einfach nur lächelnd an. Lachte er etwa über mich?

Marc konnte nicht anders und musste über ihren Gesichtsausdruck schmunzeln. Er wusste was gerade in ihrem Kopf vorging. Dafür kannte er sie schon zu gut. Ohne sein lächeln auf den Lippen versiegen zu lassen, deutete er auf den Ring. „Möchtest du ihn dir nicht mal genauer ansehen?“
Immer noch irritiert schaute sie ihn abschätzend an und ärgerte sich ein wenig darüber, das er immer noch grinste.
Aber die Neugierde siegte und sie betrachtete den Ring genauer. Nach mehrmaligen drehen entdeckte sie dann auch das, was Marc ihr anzudeuten versuchte.
Sie drehte den Ring so ins Licht, das sie die Gravur lesen konnte. Gretchen hielt wieder die Luft an, als sie immer und immer wieder die Worte las, bis ihr bewusst wurde was da stand.
>>Möchtest du mich heiraten?<<
Als sie wieder zu ihm aufblickte, war sein Dauergrinsen verschwunden. Da war wieder dieser ernste Blick.
Hatte Marc Meier Angst, das sie °Nein° sagen würde? Aber das konnte sie auch. Wie du mir - so ich dir.
Jetzt war Gretchen an der Reihe zu lächeln. „Ach Marc….°fing sie an in einen nichtigen Tonfall zu sprechen „…..meinst du nicht das wir noch etwas damit warten sollten? Ich mein - was bedeutet denn schon so ein Eheversprechen?!“ Marc zog seine Augenbrauen so hoch, das er Stirnfalten bekam. Das war doch jetzt nicht ihr ernst oder? „Ähhhh…..“ nervös fuhr er sich durch die Haare.
Gretchen konnte nicht anders und lachte laut los, während sie sich zu ihm rüberbeugte und quasi in die Arme sprang. „Du Idiot! Natürlich möchte ich dich heiraten!“ quietschte Gretchen. Marc stand immer noch stocksteif da. Es dauerte einen kleinen Moment bis ihre Worte zu seinem Gehirn durchdrangen.
Er konnte es nicht fassen. Sie hat ja gesagt. Ja zu ihm.
Marc schmiegte seine Arme um ihren Körper und hielt sie ganz fest. Er wollte sie nie mehr wieder loslassen. Ein warmes Gefühl durchströmte seinen Körper, bis in jede Haarwurzel. Er hatte es geschafft - sie war glücklich!!!

So ganz ohne Worte kann ich den Teil doch nicht reinstellen
Mmmmhhh......Okaaaay....vielleicht ist Marc in eine Zuckerpott gefallen Ich weiß, das es normalerweise nicht Marc´s Art ist so über seine Gefühle zu Reden und schon garnicht so. ABER vielleicht hat Gretchen es ja doch geschafft ihn zu ändern - er ist sich dessen nur vielleicht noch nicht bewußt Achjaa....oder er ist einfach nur wie bolle über beide Ohren verliebt! Oder die Schreiberin dieses Teils hat im Moment ihren eigentlich nicht vorhanden Hang zum Romatischen endeckt und läßt es jetzt durch Marc leben
Hoffe es hat euch trotzdem gefallen

Liebe Grüße
Frieda

Frieda Offline

PJler:


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26.09.2010 12:05
#203 RE: Story von Frieda Zitat · Antworten

Hey Ihr! Erst einmal muss ich ja zugeben, das ich ja schwer begeistert von euren Kommentaren bin!! Ich dachte wirklich, das ich zu dick aufgetragen hätteJa dann hat unser °Romeo° ja doch alles richtig gemacht Danke!

Hab jetzt gerade nur einen relativ kurzen Teil für euch - bin grad ein wenig in Eile. Ich denke aber das ich heute Abend noch einen reinstellen werde.
So - ich bin auch schon weg!
Achja......ja auf der Rückseite vom Zettel stand das Gleiche wie im Ring

Liebe Grüße
Frieda♥


Aber einen Gang hatte Marc noch zu erledigen, bevor er sich mit Gretchen in die Hochzeitsvorbereitungen stürzen konnte.
Er hatte bei Franz noch nicht um die Hand seiner Tochter angehalten. Gretchen bestand darauf.
„Das ist doch nicht dein Ernst Hasenzahn.“ ungläubig starrte Marc seine Verlobte an, die gerade dabei war genüsslich in ein Nutellabrötchen reinzubeißen.
„Marc….“ erwiderte Gretchen ohne ihren Blick von der Köstlichkeit die sie in der Hand hielt abzuwenden.“….nenn es wie du willst. Ja von mir aus auch altmodisch. Aber du kennst meinen Vater. Und er wird enttäuscht sein, wenn er erfährt, das du nicht erst ihn sondern mich gefragt hast.“
Marc´s Mund schnappte wie bei einem Karpfen auf und zu. Er hatte das nicht alles durchgemacht um letztendlich an Franz zu scheitern.
„Haben die anderen ähh Vögel ihn auch vorher gefragt?“
Gretchen kicherte. Er meinte Peter und Alexis. „Ja Marc. Das haben sie.“ Marc zog eine Schnute „Oh.“ kam es nur tonlos aus seinen Mund. Eigentlich fand er es nur lächerlich, aber was hatte er denn schon zu befürchten? Besser als die Beiden Vollpfosten war er allemal, oder?!
Gretchen stand auf und schlang ihre Arme um seine Taille. „Komm schon. Geh mal rüber. Ich glaube er ist zu Haus.“
„Mmmmhhh….“ brummte Marc nur und erwiderte ihre Umarmung.
„Dann hättest du es aber auch hinter dir und wir könnten endlich mit den Vorbereitungen anfangen, hm?!“
„Mmmmhhh.“ brummte er wieder und verdrehte seine Augen. Seufzend legte er sein Kinn auf ihren Kopf und zog Gretchen noch ein wenig näher zu sich ran. „Und wenn er etwas gegen die Hochzeit hat?“
„Quatsch. Warum sollte er?“
„Naja, seit wir zusammen sind, kann ich nicht gerade wirklich sagen, das du ein ruhiges Leben führst. Vielleicht denkt er ja auch, das ich nicht gut genug für seine Tochter bin.“
„Seit wann zweifelst du denn an dir selber Marc?“ Gretchen schmiegte ihren Kopf an seine Schulter. „Außerdem will ich keinen Anderen außer dir. Schon vergessen - du bist der Jenige der mich glücklich macht.“
Marc nickte und löste sich aus der Umarmung. „Und du meinst er ist zu Hause?“ etwas nachdenklich schaute er aus dem Küchenfenster zum Nachbarhaus.
„Mmhmmh!“
„Ja dann muss ich wohl das tun, was ein Mann tun muss.“
„Du wirst es überleben Marc.“ und zwinkerte ihm zu.
„Oh Mann!“ stöhnte Marc nur und ging rüber.


Für einen kurzen Moment hatte Marc noch die Hoffnung gehabt, das Franz nicht zu Hause war. Aber das Glück war heute nicht wirklich auf seiner Seite. Nachdem sein Chef ihn reingelassen hatte und an den Esstisch geführt hatte, wollte Franz nun wissen was Marc von ihm wollte.
„Du wolltest was von mir?“
„Ja….hähäm…also….“ Marc wand sich auf seinen Stuhl und rieb sich seine Hände die etwas feucht waren an der Hose ab. Warum war er eigentlich nervös?
„Kaffee?“
„Was? Nein. Nein danke. Also was ich dich fragen wollte…..“
Franz war gerade im Begriff aufzustehen „Kekse?“
Marc fuhr sich durch die Haare und seufzte. Frontalangriff. „Ich möchte deine Tochter heiraten!“ Franz hielt in der Bewegung inne und guckte Marc abschätzend an. Er musterte seinen Oberarzt. Eigentlich hatte Franz schon darauf gewartet, das die Beiden endlich heiraten würden. Auch wenn er sich am Anfang in Marc getäuscht hatte und er ihn für seine Tochter nicht als gut genug befunden hatte, musste er sich doch jetzt eingestehen, das Marc und sein Kälbchen doch zueinander gehörten. Und das Marc Gretchen liebte lag auf der Hand. Franz bemerkte, das Marc nervös war. Kennst man eigentlich gar nicht von den sonst so smarten Marc Meier. Hatte er doch tatsächlich muffesausen. Er beugte sich etwas zu Marc vor. „Soso. Du hältst also um die Hand meiner Tochter an. Verstehe ich das richtig?“
„Jaaa.“ kam es zögerlich von Marc.
„Mmmmhhh…“
Oha. War das jetzt ein gutes oder schlechtes -mmmmh-. Marc versuchte wieder ruhiger zu werden.
„Ich liebe Gretchen.“
„Ich weiß.“ sagte Franz ruhig.
Marc nickte zaghaft, als Franz keine Anstalten machte weiter zu sprechen.
„Und wir werden bald Eltern.“ ergänzte er dann.
„Und ich Opa.“ Franz grinste. Marc atmete erleichtert aus, als er Franz entspanntes Gesicht sah. War doch alles halb so schlimm, oder?
Aber Franz Gesicht wurde abrupt wieder ernst. „Aber du bist dir schon im klaren darüber, das du nicht der Erste bist, der um die Hand meiner Tochter angehalten hat.“
„Ja.“
„Und du weißt auch - das ich, nachdem ich den Beiden mein Vertrauen geschenkt habe, sie es nur missbraucht hatten und Margarethe anschließend zum wiederholten Male unglücklich und alleine dastand.“
„Ja.“ Marc schluckte. War wohl doch nicht so einfach.
„Du bist dir aber auch im klaren darüber, das wenn ich euch meinen Segen gebe, das du dir auch wirklich nie, aber auch wirklich niemals etwas zu Schulden kommen lassen wirst, was sie unglücklich machen wird.“
„Das hatte ich nicht vor. Ihre Tochter ist bei mir in guten Händen.“
Jetzt huschte Franz doch wieder ein kleines lächeln über die Lippen. „Ich weiß Marc.“
„Danke.“
„Aber ich habe eine Bedingung.“
Marc versuchte nicht erschrocken darüber auszusehen.
„Und die da wäre?“



Als Marc das Meierische Haus, mit anschließendem lauten Türknallen wieder betrat, zuckte Gretchen im oberen Stockwerk vor Schreck zusammen. Rasch legte sie die Wäsche beiseite, die sie gerade im Begriff war zusammen zu falten und ging die Treppe hinunter.
„Marc?“
„Hier.“ grummelte er vom Sofa aus.
„Was ist passiert?“
„Du kannst schon mal nen Hasenstahl bauen.“ brummelte Marc weiter vor sich hin.
Gretchen kicherte. „Bitte was?“
„Du hast schon richtig gehört. Bald wird es hier nur noch vor Haasen so wimmeln.“
Gretchen konnte das grinsen nur schwer einstellen. Er sah einfach nur zum anbeißen aus, wenn er rumschmollte. „Ich verstehe nur Bahnhof.“
„Pffff.“
„Na komm jetzt sag schon.“ und knuffte ihn in die Seite worauf er sich schmollend wegdrehte.
„Ey-muss ich dir erst mit Liebesentzug drohen oder sagst du es mir jetzt freiwillig?“
Widerwillig dreht er sich ihr wieder zu.
„Er will das ich euren Namen annehme.“
Gretchen lachte laut los, was Marc nur noch mehr verärgerte.
„Marc Haase. Weißt du wie bescheuert sich das anhört?“ wütend sprang er auf.
„Ach Marc, er meint das bestimmt nicht ernst.“
Marc reagierte gar nicht darauf. „Hat er das von den anderen auch verlangt?“
„Nein hat er nicht. Komm - was ist denn daran überhaupt so schlimm, hm?“
„Was daran so schlimm ist? Ich will doch nicht wie nen Viech heißen.“
Gretchen kicherte wieder und zog ihn wieder zu sich auf das Sofa. „Ich regel das schon.“
„Hmpf.“
„Ach komm schon du Schmollmaus.“ Gretchen spitze ihre Lippen und beugte sich zu ihm vor. Aber sie kam nur in den Genuss eines kurzen Kusses. Enttäuscht lehnte sie sich wieder zurück, als er wieder vom Sofa aufsprang. Er hielt ihr seine Hand hin.
„Komm Hasenzahn! Wir haben noch ein Aufgebot zu bestellen!“ sagte er bestimmend.
Auch wenn Marc noch verärgert war - nur zu gerne nahm sie seine Hand. Denn jetzt ging es endlich los.

Frieda Offline

PJler:


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26.09.2010 20:09
#204 RE: Story von Frieda Zitat · Antworten

So jetzt gibt es den versprochenen zweiten Teil. Jetzt wird geheiratet
Mmmhhhh....ja...wie schon angekündigt ist meine Geschichte fast am Ende angelangt. Ich habe nach diesem Teil hier, noch 1 maximal noch einen 2 Teil für euch. Nur so mal erwähnt, das ihr euch nicht wundert, das plötzlich Schluss ist
Aber jetzt gehts ersteinmal weiter........als Zuschauer bei einer ganz NORMALEN Hochzeit!

Liebe Grüße
Frieda




Es war ein Tag wie jeder andere - zumindest für Außenstehende. Die Sonne schien und es wehte ein schwacher Wind, so das die Wärme einigermaßen ertragbar war. Eigentlich ein ganz normaler Sommertag
…..nur für etwa 4 Handvoll Leute, war dieser Tag heute etwas besonderes. Heute war der große Tag von Gretchen und Marc. Sie wollten heiraten.

„Ich kann nicht mehr Sabine.“ schnaufend ließ sich Gretchen auf das Bett in ihrem Schlafzimmer plumpsen. Sabine war just dabei Gretchen den Reisverschluss vom Hochzeitskleid zu schließen, als sie Beide mit erschrecken feststellen mussten, das ihr Bauch schon wieder ein wenig in den letzten Tagen gewachsen war.
„Hmmm….hast du nichts anders zum anziehen?“ Sabine blickte sich im Zimmer um.
„Dann müsste ich im Jogginganzug zu meiner Trauung gehen. Das ist noch das Einzigste was mir einigermaßen passt.“
„Oh!“
„Du sagst es.“ Gretchen wollte sich wieder aufrichten, was sich aber als kleine Herausforderung herausstellte. Helfend reichte Sabine ihr die Hand.
„Und jetzt?“
„Sicherheitsnadeln?“ fragend sah Sabine zu Gretchen runter, die darauf mit den Schultern zuckte. „Ja vielleicht.“ Auch wenn sie mittlerweile schon sehr nervös war, wenn sie an die bevorstehende Trauung dachte, aber die nötige Energie sich etwas anderes zum anziehen zu besorgen fehlte ihr. Außerdem wollte sie unbedingt in diesem Kleid heiraten.
„Könnte klappen. Wo bleibt Stefan eigentlich - die Lockenwickler müssen doch noch raus. Sonst kannst ich den Schleier nicht anstecken.“
„Der kommst gleich wieder. Wollte irgendetwas besorgen.“
„Jetzt noch? Weißt du eigentlich wie spät es schon ist Gretchen?“
Ihr Blick schweifte zum Wecker auf dem Nachtischchen.
„Ach du Scheiße!“ Ruckartig versuchte sie sich hoch zu hieven. „In einer halben Stunde geht´s los.“ Adrenalin schoss Gretchen durch die Adern.


Nervös zupfte Marc an seinem Jackett herum und tauschte immer wieder mit Mehdi - der sein Trauzeuge war- hilflose Blicke aus. Die Trauung hätte schon längst beginnen sollen. Etwa 20 Personen, nur die engsten Freunde und Verwandten, hatten sich in der kleinen Kappelle am Rande von Berlin eingefunden.
Gretchen und Marc hatten einen guten Kompromiss gefunden, was die Hochzeit anbelangte. Sie wollte groß feiern, wie sie es sich immer erträumt hatte und Marc dagegen lieber klein und still. Aber nur mit den engsten und vertrautesten Personen um sich herum war es dann doch eine gute Entscheidung gewesen.
„Soll ich sie anrufen?“ verzweifelt blickte Marc in die braunen Augen seines besten Freundes, der ihm eine Hand auf die Schulter zur Beruhigung auf die Schulter legte. „Sie wird kommen. Glaub mir.“
„Ja und wo ist Hasenzahn dann?“
Mehdi zuckte nur ratlos mit den Schultern.


Endlich hatten Gretchen, Sabine und Stefan es geschafft. Das Kleid war mit Sicherheitsnadeln am Reißverschluss bestückt. Aber solange sie den Schleier nicht abnahm, sah man es auch nicht. „Sabine du musst schneller fahren. Die haben schon angefangen!“ Gretchens Stimme war schon fast hysterisch.
Sabine und Stefan lachten.
„Die werden wohl kaum ohne dich anfangen Liebes!“ entgegnete Stefan und beugte auf den Rücksitz neben ihr rüber um ihr einen Kuss auf die Wange zu drücken. Jetzt musste auch Gretchen lachen. Sie war einfach nur zu nervös.
Sabine drängelte sich so gut es ging durch den dichten Verkehr.
„STOOOOP!“ schrie Gretchen plötzlich, worauf Sabine aus Reaktion auf die Bremse trat und fast einen Auffahrunfall verursachte.
Etwas panisch schauten Gretchen zwei Augepaare an.
„Ich muss mal!“
Irritiert wechselten Sabine und Stefan Blicke aus.
„Ja was denn? Ich bin schwanger. Äh und ich muss jetzt - SOFORT!“ Gretchen blickte sich hektisch um damit sie sich orientieren konnte, wo sie überhaupt waren. Da ein Baumarkt. Gretchen öffnete die Autotür.
„Du kannst doch nicht einfach hier aussteigen?“ rief Sabine, aber Stefan war schon dabei Gretchen an ihren Rücken voranzuschieben, damit sie aussteigen konnte.


Gretchen raffte ihr Bodenlanges Kleid hoch und versuchte so schnell wie möglich die Toiletten in den Baumarkt zu suchen. Das sie die ganzen Blicke auf sich zog registrierte sie gar nicht.
Wo waren die verdammten Toiletten. Allmählich geriet Gretchen in Panik. Vielleicht hätte sie nicht so viel Zeit bei Ikea sondern lieber im Baumarkt verbringen sollen.
Information! Hektisch schaute sie sich nach dem Schild um. Endlich hatte sie es gefunden und steuerte schnell die Theke der Information an, hinter dem ein Mann stand der sie freundlich beobachtete.
Völlig außer Atem und mit roten Wangen kam sie zum stehen.
„Wo……°schnauf°…..haben sie denn hier die Toiletten °japs°?“
Der Mann hob eine Augenbraue und lächelte sie an. Er fand Gretchen irgendwie süß. So wie sie da stand - im Brautkleid und mit roten Wangen-.
„Also?“ fragte Gretchen ungeduldig.
„Ja das kommt darauf an ob sie eine kaufen oder benutzen möchten!“ antwortete er ihr ruhig. Er hatte anscheinend alle Zeit der Welt.
Gretchen kniff die Augen zusammen und keifte los.
„Sie sehen aber schon, das ich hier in einem Brautkleid vor ihnen stehe - und das mitten in einem Baumarkt, obwohl ich eigentlich schon seit ner Viertelstunde neben meinen zukünftigen Ehemann vor dem Altar stehen sollte.“
In den kurzen Moment wo Gretchen nur Luft holte um erneut anzusetzen, weiteten sich die Augen des Verkäufers, da er die plötzliche hysterische Frau die vor ihm stand nicht wirklich einschätzen konnte.
„Und wie sie unschwer erkennen können bin ich schwanger. Ziemlich schwanger sogar. Meinen sie wirklich, das ich jetzt in diesen Augenblick eine verdammte Toilette KAUFEN möchte?“ völlig aus der Puste stütze sich Gretchen mit beiden Händen an der Theke ab. "Mhhhh, oder soll ich etwa hier entbinden?"
Der Verkäufer der immer noch erschrocken in ihr erhitztes Gesicht blickte, deutete nur tonlos in die erfragte Richtung.
„Danke!“ stieß Gretchen nur aus und lief los.

„Meeehdi!“ flüsterte Marc seinen Freund an, der seitlich von ihm stand.
Verständnisvoll nickte Mehdi. „Ich glaube ich rufe sie jetzt mal besser an.“ Gerade als Mehdi sein Handy zückte räusperte sich der Pfarrer.
„Tschuldigung. Ich gehe raus zum telefonieren.“ Mehdi setzte zum Gang an.
„Nein, das brauchen sie nicht.“ Der Pfarrer ging auf Marc zu. „Ich denke, das wir zu einem Ende kommen sollten. Es sieht nicht so aus, als wenn ihre Verlobte noch erscheinen wird.“
„Was? Nein!“ Marc hob panisch seine Hände und blickte wieder hilfesuchend zu Mehdi. Der stand Marc - der schlagartig blass wurde, zur Seite. „Hören sie…“ sagte er zu dem Geistlichen „….sie wird sicherlich jeden Moment hier auftauchen!“ Just in dem Moment wo Mehdi das ausgesprochen hatte öffnete sich mit Schwung die Kapellentür und eine abgehetzte Truppe, bestehend aus drei Mann, hechtete ins innere vom Gebäude. Ein erleichtertes raunen erfüllte die Kapelle.
Mehdi schaute den Pfarrer noch mit einen °Hab ich´s doch gesagt° Blick an und stellte sich auf seine Position in der Nähe von Marc.
Marc stand wie versteinert da. Sein Herz klopfte wie wild. Die Anspannung die sich in der letzten halben Stunden aufs extremste aufgebaut hatte waren mit einem Schlag wie weggeblasen.
Endlich war sie da. Seinen Blick galt nichts anderes als ihr. Er nahm noch nicht einmal wahr, wie Sabine und Stefan anfingen an Gretchen herum zu zuppeln um alles an ihr zurechtrückten.
Endlich ließen sie von ihr ab und Franz trat an die Seite seiner Tochter.
Gretchen hatte die ganze Zeit ihren Blick gesenkt, aus Schäm weil sie spät war. Dann aber hob sie ihren Kopf und sah Marc direkt an.
Es traf ihn wie ein Schlag.
Wie sie da stand, von der Hektik mit leicht zerzausten Haar und geröteten Wangen. Ihr Blick verriet ihm, das ihr das Ganze unendlich peinlich war, das alle auf sie warten mussten. Aber dieser Blick machte ihn glücklich. Er liebte wie sie guckte, wenn sie verlegen war.

Gretchen harkte sich bei ihren Vater ein. Die Orgel ertönte, und langsam - Schritt für Schritt kam sie ihm - mit dem wohlgeformten prallen Babybauch voran- näher.
Sie ist so wunderschön. Marc spürte wie sein Herz gegen sein Brustkorb schlug und konnte nur ein stöhnen schwer unterdrücken. Er war hin und weg von ihren Anblick und diesem Augenblick.
Marc senkte für einen kurzen Augenblick den Kopf und schloss die Augen. Jetzt war es soweit - er würde heiraten. Und er wurde noch nicht einmal dazu gezwungen. Wer hätte das gedacht. Schnell öffnete er wieder seine Augen. Er wollte keinen Moment verpassen.

Dann war der Moment gekommen das Franz seine Tochter an Marc übergab. Mit wehmütigen Blick schaute er ihr nach, wie sie die zwei Stufen zu Marc alleine hochging. Marc und sein Blick trafen sich kurz und er nickte seinen zukünftigen Schwiegersohn anerkennend zu. Marc nickte zwar zurück, aber drehte schnell den Kopf wieder zu Gretchen, damit Franz sein gequältes Lächeln nicht sah. Die Sache mit den Nachnamen war für Marc immer klar gewesen. Meier - nicht Haase! In der Sache hatte er sich stur gestellt. Selbst Gretchen´s >>ach komm, es ist doch nur ein Name. Tu es um des Friedens Willen<< hatte nichts an seiner Einstellung geändert. Nur Franz wusste noch nichts davon.

Als Gretchen endlich neben Marc stand, nahm er ihre Hand und drückte sie sachte. Gretchen drückte zurück. Das war ihr Geheimzeichen, welches sich irgendwann bei ihnen eingeschlichen hatte. Es hieß - Hand drücken - °Ich liebe dich°, dann drückte der andere zurück °ich dich auch°!
Beide wagten einen kurzen Blick, unter den kritischen Augen des Pfarres- und schauten sich lächelnd an.
„Nun gut.“ fing er an. „Wie ich sehe, haben sie ja doch noch zu uns gefunden.“ und schaute Gretchen dabei ernst an. Sie senkte wieder ihren Blick.
„Na besser als gar nicht.“ und jetzt lächelte der Geistliche sogar etwas. Gretchen atmete erleichtert auf.
Sie durften sich setzten.
Nach geschlagenen 30 Minuten fing dann die eigentliche Trauung an. Gretchen gab Sabine, ihrer Trauzeugin, den Brautstrauß.
Gleich war es soweit. Ein Traum ging für Gretchen in Erfüllung. Sie stand hier mit den Mann den sie liebte. Den einzigen Mann den sie schon immer geliebt hat. Für sie hat es nie einen anderen gegeben und mit keinen wäre sich glücklicher geworden. Noch wenige Minuten, dann würde sie Margarethe Meier heißen. So wie es in ihrem Tagebuch schon seit je her gestanden hatte. Bei den Namen Meier blickte sie verstohlen zu ihrem Vater. Oje, das würde den ersten Streit geben. Aber darüber konnte sie sich noch nachher Sorgen machen. Jetzt musste sie erst einmal heiraten.

Marc und Gretchen legten ihre Hände aufeinander und schauten den Pfarrer erwartungsvoll an. Marc atmete noch einmal ziemlich tief und geräuschvoll ein um sich zu beruhigen, worauf Gretchen nur schwer ein kichern unterdrücken konnte. Ihr erging es nicht anders. Aber gut zu wissen, das sie nicht alleine mit ihren weichen Knien dastand.

„Marc Meier so frage ich dich jetzt - möchtest du Margarethe Haase zu deiner rechtsmäßigen angetrauten Ehefrau nehmen, sie lieben und ehren bis der Tod euch scheidet. So antworte mit einem- ja ich will.“ Der Pfarrer ließ seinen Blick freundlich lächelnd auf Marc´s Gesicht ruhen. Gretchen hörte……gar nichts. Warum antwortete er denn nicht. Sie traute sich gar nicht Marc anzuschauen und schaute stur den Pfarrer an, der auch auf Marc´s Antwort wartete.
Und dann endlich - drei oder vier Atemzüge weiter- ertönte ein deutliches °Ja ich will° aus seinen Mund und alle atmeten erleichtert auf.
Jetzt war Gretchen an der Reihe.
„Und somit frage ich dich Margarethe Haase, möchtest du Marc Meier zu deinem rechtsmäßigen Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet? So antworte mit einem -ja ich will.“
Für einen kurzen Moment herrschte wieder nur Stille in der Kapelle.
Einen murmeln ging durch die Reihe, warum die Beiden das so spannend machten.
Dann aber hörte Marc etwas neben sich.
„Nein!“
Es war zuerst nur ein flüstern und er dachte er hätte sich verhört. Aber es kam aus ihrem Mund. Er hatte das Gefühl, das sein Herz stehen blieb. Der Schmerz der sich wie aus dem Nichts in seinem Körper bemerkbar machte, schien ihn bewegungslos zu machen. Er nahm nichts mehr um sich herum wahr.

Er merkte noch nicht einmal wie ein zweites kraftvolleres „Nein!“ wieder von seiner Seite kam und Gretchen in die Hocke ging.
Mehdi schupste seinen versteinerten Freund unsanft zur Seite. Erst als Marc in die Arme von dem Geistlichen flog, landete er wieder mit seinen Gedanken in der Kapelle. Aber immer noch wie in Zeitlupe schaute er sich zu Gretchen um und ab dem Moment als er ihr in das schmerzverzehrte Gesicht sah, war er wieder voll da.
„Hasenzahn!“ Er hastete nach vorne und wollte sich den Platz mit Mehdi, der Gretchen festhielt, streitig machen. Aber dieser ließ es nicht zu. Statt dessen Blickte er Marc nur kurz an „Marc! Die Kinder kommen!“
„Was?“ nervös fuhr er sich durch die Haare und schaute in die Gesichter der Gäste, die sich mittlerweile alle um Gretchen gescharrt hatten. „Aber….das ist doch noch zu früh.“ sagte Marc mehr zu sich selbst.
„Seit wann haben Kinder einen Terminkalender?!“ murmelte Mehdi darauf nur und half Gretchen zusammen mit Sabine wieder auf die Beine.
„Meeeehdi. Das tut ja richtig weh! Auuuuuaaaa!“ Gretchen verzog wieder ihr Gesicht vor schmerzen.
Marc kam sich so hilflos vor. Es tat ihm selber weh, das sie solche Schmerzen hatte. “Sollten wir sie nicht besser ins Krankenhaus bringen?“ fragte Marc ihn, obwohl die Antwort ja schon irgendwie klar war. Mehdi nickte. “Ja das wollte ich gerade auch sagen.“ Marc half Mehdi Gretchen zu stützen.
„NEIN!“ schrie Gretchen plötzlich los.
Mehdi und Marc schauten sich erschrocken an. „Meeehdi. Sie hat schon wieder ne Wehe. Wir sollten uns beeilen.“ Die Beiden Ärzte nickten sich zu und wollten gerade gehen, als Gretchen sich mit Gewalt versuchte loszueisen. Wild mit den Armen fuchtelnd schaffte sie es auch. „Nein sagte ich. Ich werde diese Kirche hier nicht verlassen, bis ich Margarethe Meier heiße!“ Marc hielt inne. Er spürte die Blicke von Franz auf seinem Gesicht, die auf seiner Wange brannten, aber er ließ sich nicht davon beirren. „Äh Hasenzahn, ich glaube nicht, das das jetzt der richtige Moment ist auf dein Recht zu bestehen.“
„Oh doch Marc. Genau das werde ich jetzt auch tun. Ich werde diesen Ort hier nicht unverheiratet verlassen. OKAY?! Auuuuuua -scheiße tut das weh.“ Gretchen krümmte sich wieder, als sie die nächste Wehe überrollte. Sofort waren Mehdi und Marc wieder an ihrer Seite um sie zu stützen. So schnell wie die Wehe kam, so schnell ging sie auch wieder vorüber. Gretchen atmete erleichtert auf. „Los lassen hab ich gesagt!“ und machte sich wieder von den Händen frei, die sie umfassten. Entschlossen ging sie wieder zu dem Altar, an der gleichen Stelle wie sie vor wenigen Minuten noch gestanden hatte. Sie reckte ihr Kinn vor. „Können wir?“
Der Pfarrer schaute Marc ratlos an. Marc dagegen schaute darauf hin zu Mehdi rüber, um sich abzusichern. Er hatte ja keine Ahnung wie viel Zeit sie noch hatten.
Mehdi nickte Marc zu und formte dann noch ein lautloses „Dann aber schnell!“
Alle gingen wieder zügig auf ihre Plätze.
Die nächste Wehe überrollte Gretchen. Krampfhaft versuchte sie sie wegzuatmen. Was ihr auch wirklich gelang. „Alles okay.“ flüsterte sie „Aaalles okaaay.“, als sie wieder zu Atem kam. „Wir können loslegen.

Der Pfarrer fragte Gretchen noch einmal, ob sie Marc heiraten möchte und endlich bekamen alle eine Antwort die sie zufrieden stellte.
„Ja ich will!“ glücklich schauten Marc und Gretchen sich an.
„Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Das ließ Marc sich nicht zweimal sagen. Euphorisch beugte er sich zu Gretchen vor uns zog sie an sich um sie zu küssen. Erst das Räuspern des Pfarrers holte die Beiden wieder in das Hier und Jetzt zurück. Die nächste Wehe kam, als sie just die Ringe ausgetauscht hatten. Mehdi stupste Marc an. „ Wir sollten jetzt los. Die Wehen kommen in so kurzen Abständen. Es wird nicht mehr lange dauern.“
Gesagt getan. Wieder griffen die Beiden Männer Gretchen unter die Arme. Dieses Mal ließ sie es gewähren und war dankbar dafür. Die Schmerzen wurden immer unerträglicher.
Sie brachten sie in die Klinik.

Frieda Offline

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04.10.2010 15:10
#205 RE: Story von Frieda Zitat · Antworten

Hey Ihr!!
Tschuldigung, das ihr so lange auf den letzten Teil warten musstet, aber letzte Woche fehlte mal wieder irgendwie die Zeit dafür. Danke für eure tollen Kommentare! Mann, mann, mann…..hab ja teilweise ganz schön rote Ohren vor Verlegenheit bekommen.
Aber jetzt halte ich mal meinen Mund bzw. meine Finger still und gebe euch nun den letzten Teil meiner Geschichte.
Viel Spaß beim lesen, auch wenn der Teil vielleicht nicht ganz so lang ausfällt wie die zuvor ;o)


Hätte jemand mal ein Blick auf den Oberarzt geworfen, der gerade dabei war ein Schälchen mit Schokopudding aus der Auslage der Cafeteria zu nehmen, der hätte dann feststellen können, das dieser anders aussah als sonst.
Marc streckte abermals seine Hand nach einer weiteren Schüssel Schokopudding aus und legte auch dieses Schälchen auf sein Tablett. Das hat mein Hasenzahn sich wirklich verdient, dachte er und trug mit einem Dauergrinsen- welches schon seit über 2 Stunden auf sein Gesicht eingemeißelt war- sein Tablett weiter zur Kasse. Immer wieder fiel ihm eine Haarsträhne aus seiner etwas zerzausten Frisur ins Auge. Er wusste gar nicht wie oft er sich in den letzten Stunden durch die Haare gefahren war - vor Nervosität wohlgemerkt. Aber im Moment war es dem sonst so eitlen jungen Mann, ziemlich egal wie er heute aussah.
Nachdem sie Gretchen ins Krankenhaus gebracht hatten, ging alles - so wie Mehdi schon vorausgesagt hatte - ziemlich schnell. Länger hätte die Trauung wirklich nicht mehr dauern dürfen, denn eine Stunde nachdem sie im EKH angekommen waren, hatte Gretchen die Kinder auch schon zur Welt gebracht.
Mit vor Stolz angeschwollner Brust und leicht geröteten Wangen stand er jetzt ungeduldig in der Schlange vor der Kasse. Seit die Kinder auf der Welt waren, ist er keine Sekunde mehr von der Seite seiner neuen Familie gewichen. Nur auf Gretchen´s Bitten hin, ließ er sich erweichen und verließ die Drei kurz, um für seine Frau den Schokoladenpudding zu besorgen. Er vermisste sie jetzt schon.

Just als Marc mit dem Tablett in Gretchen Zimmer gehen wollte, wurde die Tür geöffnet und Franz kam -gefolgt von Bärbel- raus.
Franz zog sofort die Tür hinter sich zu, so das er keine Chance hatte vor ihm zu flüchten. Er ging ein Stück zurück, als sein Chef sich vor ihn aufbaute und tief einatmete. Marc lächelte schwach. Er wusste das es jetzt Ärger gab wegen den Nachnamen.
„Meier!“ sagte Franz in einen ruhigen, aber dennoch bestimmten Ton.
„Franz.“ Marc nickte leicht.
„Komm schon. Lass ihn in Ruhe.“ Bärbel zerrte an den Arm von ihren Mann und warf Marc entschuldigende Blicke zu.
„Nein Butterböhnchen ich möchte das hier eben noch klären. Also - ich hoffe du hast eine gute Erklärung dafür.“
Marc schluckte und schaute hilfesuchend zu Bärbel rüber und dann wieder zu Franz der ihn mit abschätzenden Blick ansah.
Was sollte er ihm den schon sagen?! Das er den Namen Haase echt scheiße findet. Käme glaube ich nicht so gut. Oder das Gretchen dann ihr komplettes Tagebuch neu schreiben müsste?“ Mmmhhh….
„Ähhhh…..“kam aber nur aus seinem Mund
Für einen Moment blieb Franz Miene wie versteinert. Er war sauer auf Marc - sauer weil er sich nicht an die Abmachung gehalten hatte. Aber dann sah er noch etwas anderes, als er in das Gesicht seines Schwiegersohnes blickte. Es hätte auch sein Spiegelbild vor 30 Jahren gewesen sein können. Mit dem selben stolzem Blick und den glänzenden Augen hatte er bei Bärbel am Bett gesessen, während er Margarethe - die erst wenige Stunden alt war- im Arm hielt. Franz Gesichtszüge entspannten sich. Zum erstaunen von Marc und Bärbel breitete er seine Arme aus „Ach komm schon her. Was ist denn schon ein Name!“ lachte er. Marc zögerte erst, denn er konnte nicht so recht einordnen woher der plötzliche Sinneswandel kam, reichte aber dann Bärbel doch das Tablett und ließ sich von Franz umarmen.
Als Franz ihn dann länger umarmte als Marc für nötig hielt, musste er sich doch mal mucken. „Ähhh Franz, du kannst mich jetzt wieder loslassen.“
„Oh ja.“ giggelte Franz albern von seinen Gefühlen übermannt. „Na mach schon, das du da wieder rein kommst. Sie wartet schon auf dich.“ Franz nahm Bärbel das Tablett ab und reichte es Marc.
„Danke Franz.“


„Hey.“ begrüßte Marc seine Frau leise, als er das Tablett abstellte.
Gretchen lächelte ihn an. „Und? War es sehr schlimm?“ Sie hatte gesehen, das Marc ihren Vater in die Arme gelaufen war.
„Nein. Es gibt nichts mehr worüber du dir deinen hübschen Kopf zerbrechen musst Hasenzahn.“ flüsterte er und küsste erst sie und anschließend Emely, die in Gretchens Arm eingeschlafen war, auf die Stirn. Für einen kurzen Moment verharrte er an den Kopf seiner Tochter und sog ihren Duft ein. Er schloss die Augen und genoss das Glückgefühl, das sich wieder in seinem Bauch meldete.
In den kleinen Kinderbettchen, das neben Gretchens Bett stand machte sich jemand bemerkbar. Bevor Melina überhaupt zum Schrei ansetzten konnte, hatte Marc seine Tochter aus dem Bettchen genommen und hielt sie vorsichtig an seinen Oberkörper. Auch sie küsste er sachte auf ihrer Stirn und streichelte sie sanft über den Rücken. Melina beruhigte sich sofort und schlief kurz darauf wieder ein.
Mit einem breiten Grinsen -wegen seinen herausragenden Fähigkeiten als Vater- setzte er sich zu Gretchen aufs Bett. Diese verdrehte lächelnd ihre Augen und deutete an, das Marc sich zu ihr legen sollte.
Vorsichtig kuschelte sich Marc zu seinen Mädels ins Bett. Die Mädchen legten sie zwischen sich. Er konnte sich einfach nicht an den Beiden satt sehen.
Gretchen blickte zu ihren frisch gebackenen Ehemann auf „Sie sind wunderschön, oder?“
„Kein Wunder bei dem Vater!“ grinste Marc sie an. Gretchen schüttelte grinsend ihren Kopf.
„Komm mal her.“ Marc beugte sich vorsichtig über seine Kinder und legte seine Hand unter Gretchens Kinn. „Sie sind genauso wunderschön wie ihre Mutter.“ Verlegen senkte sie ihren Blick, worauf Marc ihren Kopf wieder anhob. „Das ist mein ernst Hasenzahn. Du……nein ihr - seit das Beste was in meinen Leben passiert ist. Ich danke dir dafür.“ Bevor Gretchen auch nur etwas erwidern konnte, spürte sie seine warme Lippen auf ihre. Nur zu gerne ließ sie sich von ihren Traum küssen. Ein Traum für den es sich gelohnt hat zu kämpfen und der endlich wahr geworden war.

~~Ende~~




Nein…..noch nicht ganz……..

Was wird eigentlich aus den Anderen?

Mehdi und Hassi:
Seit Monaten fragte man sich, wenn man an dem knutschenden Ärztepärchen vorbei ging - welches sich immer wieder in irgendwelche Nieschen im EKH zu verstecken versuchte- wann die Beiden endlich dazu stehen würden, das sie zusammen gehörten.

Nachdem Beide sich letztendlich doch eingestehen mussten, das °Affäre° wohl doch eine falsche Bezeichung für ihre Beziehung war, machten sie Diese offiziell für die Jenigen, die sie noch nicht beim herumknutschen °erwischt° hatten.

Die Beiden fackelten nicht lange herum und zogen dann mit Marias Tochter in eine 3 Zimmer Wohnung in der Nähe vom EKH. Auch wenn Maria Mehdi vergötterte, sie blieb das Alphatierchen von den Beiden.


Jochen:
Jochen gestand -nachdem er sich für 2 Monate einfach abgesetzt hatte- das er eine neue Freundin hat. Besser gesagt eine Frau. Er hatte seine Isabella, die in der Uni kennengelernt hatte, spontan nach Las Vegas entführt und geheiratet. Stolz grinsend tippte er vor Franz Augen auf die Heiratsurkunde: „Siehste Paps! Ich werde dafür sorgen, das der Name Haase nicht ausstirbt!“ worauf ihn Franz nur seufzend auf den Kopf tätschelte.

Jan und Tina:
Jan und Tina nahmen sich eine Auszeit. Gemeinsam machten sie den Bootführerschein und seit dem tuckerten sie gemütlich auf fremden Gewässern herum. Ab und zu flatterte den Meier´s eine Ansichtskarte ins Haus, von dem Ort wo sie gerade waren.

Franz und Bärbel:
Franz hatten die Ereignisse des vergangen Jahres ganz schön mitgenommen. Seine Affäre mit Elke, die Affäre seiner Frau, das Hin und Her was die Beziehung seiner Tochter anging, dann ihre Entführung, die Hochzeiten seiner Kinder und letztendlich das er jetzt zwei wunderbare Enkelinen hatte. All die Hoch und Tief´s hatten ihn immer wieder zum Nachdenken gebracht. Aber auch egal mit welcher Situation er gerade umgehen musste - seine Frau Bärbel hatte in quasi immer zur Seite gestanden. Mit ihr hatte er bisher noch jedes °Abenteuer° gemeistert. Er sah sie mittlerweile mit anderen Augen - es schämte sich für die ganzen Affären, die er ihr zugemutet hatte……..er verliebte sich neu in sie.
Und so kam es, das Franz eines schönen Nachmittags erneut um die Hand seiner Frau anhielt.
Franz entführte seine Frau zu einer 2 Hochzeitsreise. Gemeinsam gingen sie auf eine Weltreise und waren für 2 Monate nicht zu erreichen.

Sabine und Pedro:
Sabine hatte es nicht leicht, als sich herausstellte das ihr Pedro eine schwere Allergie gegen Katzenhaare hatte. Schweren Herzens musste sie sich zwischen ihrer norwegischen Waldkatze Gismo und ihren Schatz entscheiden.
Glücklicherweise bot sich Pedros Cousine an Gismo zu sich zu nehmen. Mit einer Träne im Auge gab Sabine sie ab. Denn ihren größten Schatz Pedro wollte sie nie mehr wieder her geben.
Pedro der ziemlich gerührt davon war - da er wusste wie sehr sie an ihrer Katze hängte- dachte sich etwas Schönes für sie aus.
Jeden Tag trudelte darauf hin ein großer Umschlag bei Sabine mit der Post ein. In den Umschlägen befand sich jeweils immer ein gedruckter Buchstabe auf feinstem Papier. Dieses machte er an 14 aneinander folgenden Tagen.
Sabine verstand erst gar nicht was sie mit den ganzen Buchstabensalat anfangen sollte - geschweige denn von wem sie stammen. Kurzfristig kam ihr in den Sinn, das sie jemand erpressen wollte, aber den Gedanken verwarf sie wieder schnell - denn ein Erpresser würde sich bestimmt nicht die Mühe machen, so ein schönes Papier zu verwenden. Mit ein paar Dinkelstangen und einem leckeren Tee machte Sabine es sich auf den Boden gemütlich. Vor ihr lagen die 14 Zettel verstreut zu ihren Füßen. Und nach mehrmaligen hin und herschieben, war ihr Verdacht das es ein Erpresser gewesen sein könnte nur noch lächerlich. Sabine klatschte freudig ihre Hände zusammen und freute sich wie ein kleines Kind. Schnell machte sie sich auf den Weg zu Pedro um ihn zu sagen, das sie ihn sehr gerne, heiraten würde.

Emely und Melina & Marc und Gretchen:
Mit jedem Tag an dem die Beiden quirligen Mädchen älter wurden, sahen sie ihren Eltern ähnlicher. Emely hatte bereits mit einem Jahr einen hellblonden Lockenkopf und blaue Augen wie ihre Mutter. Melina war ganz das Gegenteil von ihrer Schwester - mit dunkelblonden glatten Haaren und blau-grünen Augen, sah sie Marc - von Tag zu Tag ähnlicher.
Mal abgesehen von den zahlreichen schlaflosen Nächten und den vielen Extraschichten die Marc im EKH -dank Franz, der ja auf Hochzeitsreise war- schieben musste, standen Gretchen und Marc das Glück ins Gesicht geschrieben. Gretchen war vollkommen ausgelastet mit den Mädchen und dem riesigen Haus, aber sie vermisste das EKH dennoch. Auf die Gretchens Frage hin, ob sie nicht mal für eine Weile die Rolle tauschen könnten, erntete sie nur einen Vogel von Marc. Klar - er liebte seine Frau und Kinder über alles und verbrachte seine freie Zeit auch am liebsten mit ihnen- aber er liebte auch seinen Arbeit als Oberarzt.
Kurzum -Gretchen gefiel der Einfall, das sie sich zusätzlicher Hilfe mit einem Au pair Mädchen ins Haus holte. Vielleicht konnte sie so auch wieder für ein paar Stunden im Krankenhaus arbeiten. Da Marc ziemlich oft, noch Papierkram mit nach Hause brachte, bekam er auch nicht viel mit von Gretchens Vorschlag, da er nur mit einem halben Ohr hinhörte. Und so war er ziemlich überrascht darüber, als eines Tages ein junges Mädchen -polnischer Abstammung- bei ihm in der Küche stand.
„Hallo! Ich heißen Irina.“ selbstbewusst hielt sie Marc ihre Hand hin. „Ich komme von Polen.“
„Äh Hasenzahn?!“ Marcs fragender Blick wanderte zwischen den beiden Frauen hin und her.
Erstaunt drehte sich Irina zu Gretchen „Ich dachten du heißen Gretchen und nicht Hasenzahn? Komischer Name.“ Gretchen kicherte und Marc überlegte krampfhaft, ob er irgendetwas verpasst hatte. Irina ließ sich nicht von Marc´s Gesichtsaudruck beirren. „Aber du heißen schon Marc? Marc Meier, oder?. Meine Freundin immer sagen. Meier wie - Großes M und kleine Eier.“ Gretchen konnte nicht mehr an sich halten und lachte los, worauf Marc sie wütend am Arm zur Seite zog.
Nachdem Gretchen ihn aber darüber aufklärte, das er dieses mal der Jenige war, der nicht zugehört hatte und ihm nochmals die Vorteile eines Au pair Mädchens aufzählte, stimmte Marc - was blieb ihn denn auch anderes übrig- zu, das Irina bleiben konnte. Gretchen freute sich, denn jetzt stand ihr nichts mehr im Weg endlich auch wieder für ein paar Stunden im EKH arbeiten zu können. Schließlich hatte sie sich fest vorgenommen ihren Facharzt zu machen, bevor die Kinder Eingeschult wurden.




Huhu…….! Ja was soll ich sagen °seufz°. Meine Geschichte ist nun zu Ende, wobei ich manchmal echt gedacht habe, das ich sie nie fertig bekommen würde. Aber dank euch und eurer superlieben Unterstützung konnte ich mich doch immer wieder dazu aufraffen sie weiter zu schreiben!!!
Ganz, ganz, ganz lieben Dank an alle die mich durch die Geschichte fast ein Jahr begleitet haben! Natürlich auch den vielen stillen Lesern! Und ich muss ja selber sagen, das ich jetzt nicht weiß, ob ich nach dem grausigen Anfängen der Geschichte noch weiter gelesen hätte….deswegen noch mal ein dickes Danke an euch die tapfer bei den ganzen Hoch´s und Tief´s durchgehalten haben.

Aber eins muss ich noch los werden. Ich hätte nie gedacht, das so eine Geschichte soooo viel Zeit in Anspruch nehmen würde, abgesehen davon das es gar nicht so einfach ist, sich immer wieder etwas neues auszudenken, wenn der Kopf mal wieder leer ist :o) Deswegen Hut ab vor den Leuten, die so was beruflich und unter Zeitdruck machen müssen.
Abgesehen davon, werde ich das Schreiben wahrscheinlich trotzdem auch etwas vermissen……außer mein Mann - der ist jetzt wahrscheinlich froh, das der Laptop des Öfteren auch wieder für ihn zugänglich wird :o)
Mmmmhhhhh……und wenn es interessiert: Meine Geschichte besteht aus 185779 Wörtern. Was jetzt auch wahrscheinlich erklärt warum die Tasten mit dem Alphabet auf dem Laptop mittlerweile speckig glänzen ;o)

Nochmal danke für alles

Ganz liebe Grüße
Frieda

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