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Dieses Thema hat 86 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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esperanza_ Offline

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Beiträge: 404

28.11.2009 12:55
#51 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Doch die junge Frau schaute sie ungläubig an und wurde nur noch wütender auf Gigi. „Ich muss gar nichts. Warum sollte ich dir zuhören? Damit du mir auch Märchen erzählst und mich nach Strich und Faden belügst? Nein, das muss ich mir nicht geben. Es reicht schon, dass du Gretchen so was antust. Und jetzt werde ich versuchen, ihr dabei zu helfen, den Karren, den du in den Dreck gefahren hast, wieder rauszuziehen...“ Dann grinste sie Gigi an und fügte noch hinzu: „Wenn du mich also entschuldigen würdest...“ Mara lächelte zuckersüß.
„Du warst doch gerade bei Marc, oder? Hast du ihm was erzählt?“ Gigi war sichtlich nervös.
„Ich wüsste zwar nicht, was dich das angeht, aber nein, ich wollte zuerst mit Gretchen reden.“ Ihr Gegenüber atmete erleichtert auf. „Schließlich ist sie diejenige, die belogen wurde, Marc weiß ja, wie es wirklich war. Ich kann ihn im Übrigen gut verstehen, dass er es sich im letzten Moment noch anders überlegt hat, und die Finger von dir gelassen hat. Dass er sich das überhaupt antun wollte...“
Maras Blick wanderte an Gigi hinab, dann schaute sie ihr wieder ins Gesicht. „Erstaunlich...“
Doch Gigi wollte Mara nicht noch mehr verärgern und hielt deshalb lieber ihren Mund, obwohl sie ihr gerne die Meinung gesagt hätte. „Bitte, tu mir das nicht an, Mara. Du darfst das Gretchen nicht erzählen, ich will sie nicht verlieren.“
Mara grinste sie überlegen an. „Was glaubst du denn bitte? Das ich sie auch weiter anlügen werde und mit dir noch gemeinsame Sache mache? Nein, wirklich... Das hättest du dir vorher überlegen sollen! Außerdem hast du es nicht anders verdient.“ Sie drehte sich wieder um und wollte gehen.

esperanza_ Offline

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28.11.2009 16:14
#52 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Doch Gigi hielt sie erneut zurück. „Mara, jetzt warte doch! Ich wollte ihr doch nur helfen... Ich wollte es ihr ersparen, dass sie wieder auf Marc hereinfällt und sich wieder unglücklich macht... Wenn ich nichts unternommen hätte, dann hätte sie vielleicht sogar die Hochzeit platzen lassen. Hätte sie denn alles wegwerfen sollen mit Alexis, nur wegen diesem Idioten?“
Mara schaute sie ungläubig an. „Gigi, unglücklich ist sie jetzt. Das hast du also ganz super hinbekommen. Hör endlich auf, dich in ihr Leben einzumischen, so wie du es schon immer getan hast. Sie liebt diesen Idioten. Er kann ihr noch so oft weh tun, sie noch so oft verletzten, sie wird ihn immer lieben... Warum kapierst du das nicht? Sie kann zu uns noch so oft sagen, dass das nicht stimmt, aber ihre Augen sprechen eine andere Wahrheit. Und selbst wenn das aus den beiden nichts werden würde, selbst wenn er der größte Arsch der Welt wäre... Es ist ihre Entscheidung, ob sie es mit ihm versuchen will und um ihn kämpfen will oder nicht, nicht deine.“
„Du mischst dich jetzt auch ein, weil du, wenn du ihr jetzt die Wahrheit sagst, ihre Beziehung zu Alexis entgültig zerstörst...“
„Sag mal, willst oder kannst du es nicht verstehen? Wenn du sie nicht angelogen hättest, dann hätte sie Alexis wahrscheinlich nie geheiratet... Soll sie also jetzt weiterhin mit diesem Fehler leben, nur weil sie dir vertraut hat? Nein, Gigi, so läuft das nicht. Dann wirst du eben jetzt die Konsequenzen für deine Lüge tragen müssen. Ich werde ihr die Wahrheit sagen und daran wirst auch du nichts mehr ändern.“
„Ja, schön, vielleicht war es ein Fehler, aber das verzeiht sie mir nie... Und das will ich nicht...“

esperanza_ Offline

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28.11.2009 22:54
#53 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Weißt du, Gigi, dass kann ich sogar verstehen. Aber es war dir auch egal, was sie will... Vielleicht hätte sie es noch einmal versuchen wollen, um Marc zu kämpfen, es war dir egal. Vielleicht hätte sie sich anders entschieden, hätte sie gewusst, dass er sie auch liebt, es war dir egal...“ Mara grinste ihr Gegenüber plötzlich wieder an. „Und jetzt ist es mir egal, was sie mit dir macht... Wenn ich ehrlich bin, dann freu ich mich sogar schon drauf. Ich sollte mir noch schnell einen Platz in der ersten Reihe reservieren...“ Dann drehte sie sich um und ging.
Gigi stand verzweifelt mitten auf dem Gang und überlegte, wie sie aus der Nummer wieder rauskommen würde. „Aber trösten darfst du sie dann alleine, wenn er sie wieder verarscht!“, schrie sie Mara dann noch hinterher.

Als Mara schließlich im Stationszimmer auf Sabine traf, fragte sie wo Gretchen sei. Die Schwester deutete nur stumm hinter zu den Spinds. Mara ging in die angegeben Richtung und sah ihre Freundin schon an ihren Spind gelehnt auf dem Boden sitzen.
„Was ist passiert?“, fragte sie deshalb auch gleich, als sie merkte, dass die junge Blonde sogar Tränen in den Augen hatte.
„Ich kann das alles nicht mehr“, schluchzte sie. „Ich weiß, einfach nicht mehr, was ich machen soll.“
Im Anbetracht der momentanen Lage befand Mara es nicht für sonderlich gut, jetzt auch noch Gretchens angebliche Freundin als Lügnerin zu entlarven. Also wollte sie das auf später verschieben.
„Weißt du was? Wir gehen jetzt nach Hause, schauen eine schöne DVD an und lenken dich ein bisschen ab, ja? Du musst erst mal zur Ruhe kommen. Es nützt niemandem was, wenn du dich unter Druck entscheidest und du gar nicht weißt, was du wirklich willst.“ Oder es nur verdrängst, dachte sie still bei sich. Gretchen nickte und ließ sich von Mara hochziehen. Dann packte sie ihre Sachen zusammen und machte sich mit ihrer Freundin auf den Weg nach Hause.

esperanza_ Offline

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29.11.2009 22:10
#54 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Den nächsten Vormittag verbrachten die beiden Frauen damit, Kartons auszupacken, weil Gretchen heute Nachtschicht hatte. Mara war ihr dabei eine wirklich große Hilfe, ohne die es nicht halb so schnell gegangen wäre. Sie alberten ein wenig herum und die Ärztin vergaß sogar für eine kurze Weile ihre Probleme.
Die konnte sie aber leider nicht verdrängen, was sie schnell feststellte, als sie Marc im Krankenhaus wieder traf.
„Hey“, murmelte sie nur leise, als er schon im Stationszimmer nach irgendwelche Unterlagen suchte.
„Hi“, begrüßte er sie ebenfalls und lächelte sie an.
Die beiden Ärzte bearbeiteten eine Weile ein paar Akten, da in dieser Nacht nichts los war. Keine Notfälle, nichts!
„Ich hol mir jetzt einen Kaffee. Willst du auch einen?“, meinte Marc nach einiger Zeit.
„Ich geh schnell mit“, erwiderte Gretchen und folgte ihm. Sie machten sich auf den Weg in die Cafeteria und holten sich einen Kaffee aus dem Automaten. Dann ging Gretchen auf die Dachterrasse, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Marc ging ihr hinterher.
„Was macht die Wohnung? Geht’s voran?“
Seit wann interessiert den denn so was?
„Hmm.“ Gretchen nahm einen Schluck aus dem Becher. Sie standen beide eine Weile am Geländer und schauten auf die Stadt hinunter. Warum ist das nur so verkrampft zwischen uns? Wenn ich doch endlich wissen würde, was ich wirklich will... Liebe ich ihn noch? Aber ich hab doch Alexis geheiratet...
Dann versuchte Marc nochmals, mit ihr zu reden.
„Gretchen, als du vor ein paar Tagen einfach...“

esperanza_ Offline

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30.11.2009 13:29
#55 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Doch sie unterbrach ihn. „Marc,...es war besser so...“ Auch wenn es sich nicht so angefühlt hat...
Er drehte ihren Kopf zu sich, damit sie ihn anschauen musste. „Besser wofür? Besser, um vor deinen Gefühlen davon zu laufen?“
Sie wand sich aus seinem Griff und schaute wieder auf die Häuser der Stadt. „Das...tu ich doch gar nicht...“ Sonst würde ich ja wenigstens wissen, ob ich für ihn überhaupt noch Gefühle habe... Erst dann könnte ich davor davonlaufen...
„Sicher.“ Der Oberarzt grinste sie an. „Deshalb hast du mich auch geküsst.“
Sie drehte sich wieder zu ihm und schaute ihn erschrocken an. „Das...ich...“ Sie stockte. Er hat ja irgendwie Recht. Warum hab ich das getan?
„Na ja“, meinte Marc gleichgültig. „Du warst es schließlich selbst, die behauptet hatte, sie küsse nicht einfach wild in der Gegend rum.“ Er lachte.
Das tue ich ja auch nicht. Marc ist schließlich nicht irgendjemand. Hab ihn eben mal geliebt... Und jetzt?
„Das ist nicht witzig, Marc.“
„Ich find schon, du müsstest mal dein Gesicht sehen.“
Sie schaute ihn wütend an und wollte etwas erwidern, drehte sich dann aber einfach um und ging. Doch Marc dachte gar nicht daran, sie jetzt einfach gehen zu lassen und hielt sie am Arm zurück. Dann zog er sie wieder zu sich, näher als ihr lieb war. Erschrocken sah sie ihn an und schaute ihm dabei direkt in die Augen.
Und wieder spürte sie dieses Kribbeln!

esperanza_ Offline

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30.11.2009 19:22
#56 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Oh, nein, bitte nicht schon wieder. Dieses Mal lass ich es nicht soweit kommen, das sorgt nur für noch mehr Chaos. Warum kann er mich nicht einfach in Ruhe lassen? Wenn er sowieso nichts von mir will, wieso quält er mich dann so?
„Wo ist eigentlich dein Problem?“
„Ich kann das einfach nicht...“ Damit schob sie ihn von sich weg und ging mit schnellen Schritten wieder in die Cafeteria. Ich muss hier weg, sonst kann ich für nichts garantieren... Und das würde es nur noch schlimmer machen!
Er folgte ihr und meinte: „Man kann es auch kompliziert machen.“
Gretchen drehte sich um und blickte fassungslos zu ihrem Oberarzt. „Kompliziert, ja?“ Dann fuhr sie verzweifelt, aber auch wütend fort. „Weißt du, Marc, ich will mich einfach nicht wieder von dir verarschen lassen.“
„Aber...“
“Nein, Marc, nur weil du es dir immer einfach machst, heißt das nicht, dass andere Leute genauso denken müssen!“
Nun wurde auch der Chirurg sauer. „Ach, ich mach es mir einfach, oder was? Sich mit dir rumzuschlagen, und das auch noch freiwillig, nennst du also einfach?“
Das glaub ich ja jetzt nicht! Der findet es also anstrengend mit mir? Na super! Frag mich, warum er sich das dann überhaupt antut?!
„Es hat dich niemand dazu gezwungen“, schrie sie ihn an. „Und außerdem suchst du dir ja anscheinend des öfteren eine nette Abwechslung zu dem Stress mit mir. Oder warum sonst hast du dich mit Gigi auf meinem Polterabend vergnügt, hm?“ Damit rannte sie entgültig aus der Cafeteria.
„Scheiße!“, murmelte der Oberarzt vor sich hin. Er ließ sich in der Cafeteria auf einen Stuhl sinken und dachte über das Gespräch gerade eben nach, während Gretchen im Stationszimmer ihre Sachen zusammen packte und daraufhin nach Hause fuhr.

esperanza_ Offline

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30.11.2009 22:22
#57 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Gretchen stand erst gegen Mittag irgendwann auf, weil sie sich erst am frühen Morgen hingelegt hatte. Und selbst dann konnte sie nicht gleich einschlafen. Immer wieder dachte sie an Marc und ihren Streit. Wie soll ich denn jemals Ordnung in das ganze Chaos bringen? Ich muss mich endlich entscheiden, was ich wirklich will! Das macht mich sonst noch fertig... Und Alexis gegenüber ist es auch nicht fair, ihn so im Ungewissen zu lassen.
Sie stand auf und ging ins Wohnzimmer, wo Mara schon auf der Couch saß.
„Morgen“, nuschelte Gretchen.
„Hey, guten Morgen“, erwiderte ihre Freundin gut gelaunt und grinste. „War wohl eine lange Nacht gestern, was? Wie war’s?“
„Äh, wie genau meinst du das jetzt?“, fragte Gretchen misstrauisch. „Wir haben gearbeitet...“
„Okay?! Und sonst?“
„Nichts...und sonst... Was glaubst du denn, was wir gemacht haben?“
„Nichts, gar nichts“, sagte Mara schnell und stand auf. „Kaffee?“
„Ja, bitte. Mara, nur weil wir gestern alleine waren...also, weißt du, es ist so verdammt schwer... Ich kann das nicht von jetzt auf gleich. Kannst du nicht wenigstens versuchen mich zu verstehen?“
Mara dachte wieder an das Gespräche mit Gigi. Es wäre nicht mehr schwer für sie, wenn sie von der Lüge wüsste, dessen war sie sich sicher. Aber was würde Marc sagen, wenn sie nur zu ihm kommen würde, weil sie plötzlich gemerkt hat, dass er nicht gelogen hat? Was, wenn es mal wieder eine solche Situation geben würde? Würde sie nicht immer wieder genauso reagieren? Wäre es nicht vielleicht sogar besser, sie würde ihm wieder vertrauen, obwohl sie denkt, er hätte mit Gigi geschlafen? Aber dann würde sie ihm erst recht eine Szene machen, wenn es irgendwann auch nur einmal so aussehen würde, als hätte er sie wieder betrogen... Gigi brauch nur mit einer neuen Lüge zu kommen und sie glaubt ihr wieder. Das war ein riesiges Chaos und jede Entscheidung wäre die falsche. Sollte sie also bei einer Chance von fünfzig zu fünfzig, dass es schief gehen würde, wirklich die Wahrheit verschweigen und sich auf das selbe Niveau hinab begeben wie Gigi?
Sie würde erst einmal abwarten, wie sich die Situation zwischen den beiden entwickeln würde.
„Äh, Mara? Ich hab mit dir geredet...“
„Was...äh...ja...ich kann es versuchen!“ Sie lächelte gequält. „Kann ich heute mal mitkommen? Also, ins Krankenhaus?“
„Äh, ja, klar... Aber das wird wahrscheinlich eher langweilig, wenn wir OPs haben und Visite machen. Kannst ja schlecht mitkommen.“ Gretchen lachte.
„Ja, also, ich find schon irgendwie Beschäftigung. Mach dir um mich keine Sorgen! Ich schau mich einfach ein bisschen um.“

esperanza_ Offline

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30.11.2009 22:50
#58 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Im Krankenhaus angekommen zeigte Gretchen ihrer Freundin noch schnell die Cafeteria und machte sich dann an die Arbeit.
„Hier, kannst du was essen, wenn du noch Hunger hast. Ich muss dann auch an die Arbeit! Oh, schau mal, da drüben ist Mehdi, ein...guter Freund von mir... Kannst dich ja zu ihm setzen!“ Die junge Ärztin grinste. „Bis später!“
Mara zögerte, machte sich dann aber doch auf den Weg zu Mehdi.
„Hey, kann ich mich noch dazu setzen?“ Sie lächelte ihn freundlich an.
„Na ja, also...“
„Tut mir Leid, ich hab mich gar nicht vorgestellt. Ich bin Mara Schwarz, eine Freundin von Gretchen.“
„Oh, ach so. Ja, dann setzen Sie sich doch. Ich bin Mehdi Kaan.“
„Danke, Herr Doktor.“ Mara grinste ihn an.
„Sind Sie zu Besuch hier bei Gretchen?“, erkundigte sich der Gynäkologe.
„Ja“, die junge Frau seufzte. „Hab mir einen tollen Zeitpunkt ausgesucht.“
„Warum? So viel Stress mit dem Umzug?“
„Eigentlich nicht, damit sind wir fast fertig. Aber ich glaub nicht, dass es mit ihren Liebesangelegenheiten auch so schnell geht.“
„Der Streit mit Alexis, ich weiß.“
„Ja, genau, und dann noch die Frage, wen sie wirklich liebt...“
„Bitte was?!“ Er war sichtlich geschockt und schaute die junge Frau mit großen Augen an.
„Oh, ich... Tut mir Leid, ich wusste nicht...“
„Schon okay, es überrascht mich ja nicht wirklich“, meinte er geknickt. „Sie hängt immer noch an ihm!“
„Eine Frage... Wart ihr beiden...also, ich meine... wart ihr auch mal zusammen?“ Sie schaute ihn vorsichtig an.
„Kurz, ja...“ Mehdi erzählte ihr, warum ihre Beziehung in die Brüche gegangen war und erwähnte auch, dass sie ihm trotz allem nicht egal war.
„Oh mein Gott, also Dr. Kaan, wirklich nichts gegen Sie, aber sie hätte es wirklich mal verdient glücklich zu sein.“
„Sehe ich doch auch so...“, er lächelte Mara traurig an. Dann schaute er auf die Uhr und verabschiedete sich schnell, da er noch Termine hatte. Also war Mara nun wieder alleine und überlegte, was sie tun sollte. Sie entschied sich dann dafür, zunächst eine Runde im Park spazieren zu gehen und das schöne Wetter zu genießen.

esperanza_ Offline

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30.11.2009 23:05
#59 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Abends war Gretchens Schicht vorbei und sie war, nach langem Überlegen, zu dem Schluss gekommen, dass sie gestern wohl doch ein wenig überreagiert hatte und wollte sich nun bei Marc entschuldigen. Sie machte sich auf den Weg zu seinem Büro und klopfte.
„Herein!“, hörte sie von drinnen seine Stimme. Sie atmete noch einmal tief durch und betrat dann das Zimmer.
„Hey! Kann ich...mit dir reden?“
„Ich hab gerade keine Zeit, tut mir Leid.“ Er wendete seinen Blick nicht von den Unterlagen vor ihm ab.
„Bitte, Marc!“ Sie ging auf seinen Schreibtisch zu. Doch als von ihm keine Reaktion zu vernehmen war, seufzte sie nur und ging zum Fenster.
„Heute kann man viele Sterne sehen!“, meinte sie, während sie zum Himmel schaute. Der Oberarzt drehte sich überrascht um. „Äh, was genau wird das jetzt?“
Gretchen stöhnte und wendete sich wieder ihm zu. „Ich wollte mich entschuldigen. Das, was ich gestern gesagt hab, war nicht richtig. Ich hab’s nicht...so gemeint! Ich war nur einfach sauer.“
„Das hab ich gemerkt!“ Er grinste sie an. Dann stand er auf, ging auf sie zu und wurde wieder ernst. „Du machst oder sagst öfters Dinge, die du nicht so meinst, oder?“ Marc stand mittlerweile unmittelbar vor ihr und Gretchen spürte schon wieder dieses Kribbeln im Bauch. Das gibt’s doch nicht... Warum bringt er mich immer wieder dermaßen um den Verstand?

esperanza_ Offline

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01.12.2009 17:38
#60 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Vielleicht?!“ Die junge Blonde versuchte seinem Blick auszuweichen, um nicht wieder die Kontrolle zu verlieren. Wenn er weiter so macht, dann kann ich für nichts mehr garantieren...
„Dann war der Kuss also doch nicht ohne Grund“, meinte er lachend.
„Ich weiß es nicht...“, erwiderte Gretchen verzweifelt und hatte dabei schon wieder Tränen in den Augen.
Als er das bemerkte, lächelte er sie leicht an. „Hey.“ Er hob ihr Kinn leicht an, damit sie ihm in die Augen sah. Dann wischte er ihr eine Träne von der Wange. Gerade als er seine Hand zurückziehen wollte, weil er fürchtete, dass es ihr gleich wieder zu viel wurde, hob sie ihre Hand und hielt seine fest. Sie kamen sich immer näher, bis sich ihre Lippen berührten. Zunächst war Gretchen unsicher und erwiderte den Kuss nur zögernd, doch dann ließ sie sich immer mehr fallen und zog Marc näher zu sich heran. Es fühlt sich so wunderschön an... Warum sollte es dann falsch sein? Wenn es mich doch glücklich macht? Ich will jetzt einfach nicht mehr darüber nachdenken, ob richtig oder falsch, ich will den Moment einfach genießen... Aber eins weiß ich jetzt: Ich liebe Marc! Immer noch...
Der Kuss wurde mit der Zeit immer wilder und leidenschaftlicher und Gretchen zog Marc zu der Couch in seinem Büro. Der Oberarzt ließ Gretchen sanft darauf sinken und legte sich über sie. So lagen sie eine Weile einfach nur da und küssten sich. Beide genossen einfach den Moment, und das Gefühl, dass sie so lange vermisst hatten...

esperanza_ Offline

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02.12.2009 18:08
#61 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Dann schob die junge Ärztin ihm das T-Shirt hoch und zog es ihm über den Kopf. Marc begann damit ihre Bluse zu öffnen und ihren Hals zu küssen. Doch als Gretchen gerade seinen Gürtel aufmachen wollte, zögerte er kurz und hielt ihre Hand fest.
Er sah ihr direkt in die Augen, küsste sie noch einmal vorsichtig und fragte dann: „Willst du das wirklich?“ Sie sah ihn fragend an, also fügte er noch hinzu: „Ich will nicht, dass du es dann wieder bereust...“
Nachdem sie ihn eine Weile einfach nur anschaute, kamen ihr plötzlich wieder die Tränen. Sie knöpfte ihre Bluse hektisch wieder zu und stand auf. „Ich... Es tut mir Leid...“ Die Verzweiflung hatte sie wieder. Was soll ich denn jetzt machen? Ich hätte fast mit ihm geschlafen und hab es nur ihm zu verdanken, dass es zum Glück nicht soweit gekommen ist? Was heißt das jetzt? Hatte er keine Lust mit mir...? Aber mit Gigi schon oder wie...? Ich versteh das alles nicht mehr, ich versteh mich nicht mehr...!
„Meine Güte, war das jetzt auch schon wieder falsch, oder was?“, stöhnte Marc genervt.
Gretchen schaute ihn mit den tränennassen Augen an. Dann ging sie noch einmal zu ihm. „Nein, nein, war es nicht. Danke, Marc. Du hast Recht, das geht so nicht... Das macht alles nur noch schlimmer...“
„Okay!?“, meinte er verwirrt. Diese Frau soll mal einer verstehen...
Gretchen schaute ihm noch einmal in die Augen, gab ihm dann einen flüchtigen Kuss und verschwand zur Tür hinaus.
Sie ließ einen erstaunten Marc zurück, der diese Reaktion nicht wirklich einzuordnen wusste.

Als die junge Ärztin nach Hause kam, knallte sie die Tür zu und ließ sich weinend zu Boden sinken. Ich kann einfach nicht mehr... Was soll ich denn jetzt machen? Ich liebe ihn... Aber ich kann mich doch auch nicht einfach von Alexis trennen...
„Gretchen? Bist du das?“ Mara kam aus dem Badezimmer. „Gretchen...“, rief sie nochmals, da sah sie ihre Freundin plötzlich vollkommen verzweifelt an der Tür sitzen. „Hey, Süße, was ist passiert?“ Sie stürzte zu ihr und schaute sie erschrocken an. Doch Gretchen schüttelte nur mit dem Kopf, sie wollte jetzt eigentlich nicht darüber reden. Aber ihre Freundin nahm sie einfach in den Arm und zog sie mit auf die Couch. „Was ist passiert?“, fragte sie schließlich wieder.

esperanza_ Offline

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06.12.2009 13:59
#62 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Ich war bei Marc...“, brachte Gretchen zwischen all den Schluchzern heraus.
„Habt ihr euch gestritten?“ Mara ahnte schon das schlimmste, doch Gretchen winkte ab und schüttelte mit dem Kopf.
„Gestern, aber nicht schlimm, ich wollte mich vorhin entschuldigen.“
„Ja, das ist doch gut. Oder hat er dir nicht zugehört? Was war denn?“, fragte Mara schon leicht ungeduldig. Dass man ihr aber auch alles aus der Nase ziehen musste.
Doch Gretchen wurde von einem erneuten Heulkrampf geschüttelt. Mara legte ihre Hand auf die Schulter ihrer Freundin. „Hey, das wird schon wieder. Das renkt sich alles wieder ein, du wirst schon sehen!“ Sie versuchte die junge Blonde aufzumuntern, obwohl sie noch immer nicht wusste, was eigentlich passiert war.
Nachdem sich Gretchen wieder einigermaßen beruhigt hatte, saßen sie eine Weile schweigend da.
„Das renkt sich nicht wieder ein, nicht von alleine. Ich kann einfach nicht mehr, Mara. Aber ich muss mich endlich entscheiden...“, meinte Gretchen dann.
„Willst du mir nicht sagen, was passiert ist? Ich mein, du kommst vollkommen verzweifelt nach Hause, brichst heulend zusammen... Das ist doch nicht normal?“
Sie hat ja Recht. Vielleicht sollte ich es ihr erzählen? Und sie hat vielleicht auch einen guten Rat für mich... Das hatte sie doch eigentlich immer...
„Also, gut... Marc...und ich...wir...ich hätte fast mit ihm geschlafen!“, rückte Gretchen schließlich mit der Sprache raus, schaute Mara dabei aber nicht an.
„Ihr habt was?“ Mara schaute die junge Ärztin erstaunt an. „Das ist jetzt nicht dein Ernst?“
Gretchen schaute sie beleidigt an. „Ich sagte fast.“
„Was heißt das?“
„Dass wir...nein, dass er...noch rechtzeitig die Notbremse gezogen hat...“
„Er hat bitte was getan?“ Mara konnte das eben gehörte einfach nicht glauben. Sie dachte, er würde Gretchen lieben. „Aber...warum?“

esperanza_ Offline

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06.12.2009 21:45
#63 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Gretchen hatte schon wieder Tränen in den Augen. „Woher soll ich das denn wissen?“, schrie sie wütend. „Vielleicht hatte er keinen Bock auf mich und hätte lieber Gigi flach gelegt?!“
Mara schaute sie erschrocken an. Sie war diejenige, die Gretchen klarmachen könnte, dass dem sicher nicht so war. Aber sollte sie das auch tun? Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt?
„Das glaub ich nicht... Er muss doch irgendwas gesagt haben?“
„Er meinte, er würde nicht wollen, dass ich es dann bereue... Wer’s glaubt! Das war ihm doch sonst immer egal... Bei jedem verdammten Kuss, der...“
Doch Mara unterbrach ihre Freundin wütend. „Äh... Gretchen!“
„Hmm?“ Die junge Blonde sah sie fragend an.
Was will sie denn jetzt? Ist die jetzt sauer, oder was?
„Sag mal, wie blind bist du eigentlich?“, fragte Mara ungläubig. „Du sagst, dass es ihm sonst immer egal war? Mein Gott, Gretchen! Nenn mir einen guten Grund, warum er dann diese Chance nicht nutzen sollte, dich flach zu legen - nach all den Wochen, in denen du dich so geziert hast - wenn es ihm wirklich nur darum ginge! Hast du eigentlich ein mal darüber nachgedacht, dass du ihm vielleicht mehr bedeutest...“ Gretchen sah sie nur verwirrt an. Das kann doch jetzt nicht wahr sein, oder? Meint sie das jetzt etwa ernst? „Was wäre denn gewesen, wenn du wirklich mit ihm geschlafen hättest. Du hättest es bereut, ich kenn dich, weil du immer noch irgendwie mit Alexis zusammen bist. Es hätte wunderschön sein können, du hättest merken können, dass du ihn liebst, aber du hättest es trotzdem bereut. Und wem hättest du die Schuld dafür gegeben? Marc! Ich kann es ihm wahrlich nicht verübeln, wenn er darauf keinen Bock hat...“ Damit erhob sie sich von der Couch und wollte gehen.

esperanza_ Offline

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12.12.2009 22:14
#64 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Doch Gretchen hielt sie am Arm zurück. „Was soll ich denn deiner Meinung nach tun? Ich hab einfach Angst, dass es schief geht und er sich doch nicht geändert hat...“
Mara seufzte und setzte sich wieder. „Gretchen, du kannst dir Alexis nicht warm halten, bis du weißt, ob es mit Marc funktioniert oder nicht! Das wäre nicht fair, Alexis gegenüber am allerwenigsten.“
„Vielleicht sollte ich aber Marc auch einfach vergessen... Das soll vielleicht einfach nicht sein!“ Mara wusste, dass, wenn sie jetzt nichts unternahm, Gretchen das tatsächlich versuchen würde durchzuziehen, auch wenn sie dabei unglücklich werden würde.
Sie atmete noch einmal tief durch und sagte dann: „Nein, tu das nicht. Ich meine... Gib euch...gib ihm eine Chance!“ Sie schaute Gretchen bittend an. „Er liebt dich wirklich!“, fügte sie dann noch schnell hinzu.
Doch Gretchen sah sie weiterhin zweifelnd an. „Woher willst du das denn wissen? Du kennst ihn doch gar nicht richtig...“ Mara hat leicht reden, sie weiß doch gar nicht, wie lange ich darauf schon hoffe...
„Nein, das stimmt“, räumte Mara plötzlich nervös ein. Doch dann traf sie eine Entscheidung. „Ich weiß es aber trotzdem. Er liebt dich! Und das nicht erst seit gestern!“ Sie fühlte sich plötzlich richtig mies, weil sie Gretchen nicht gleich die Wahrheit gesagt hatte.
„Wie meinst du das?“, fragte Gretchen jetzt misstrauisch. „Was weißt du, was ich nicht weiß?“
„Du hast mir erzählt, dass damals am Tag nach dem Polterabend, im Fahrstuhl...“ Mara wusste nicht, wie sie das jetzt ihrer Freundin beibringen sollte.
„Ja, als Gigi mir eben mal so gesagt hat, dass sie und Marc... Ist ja auch egal, was hat das damit zu tun?“ Gretchen wurde langsam ungeduldig.
Da wurde Mara lauter und schaute Gretchen nun direkt an. „Nein, es ist eben nicht egal“, schrie sie.

esperanza_ Offline

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13.12.2009 12:58
#65 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Wie... Ich versteh nicht...“
„Gretchen, Marc und Gigi, sie...“ Dann brach sie wieder ab und atmete zuerst noch einmal tief durch. „Verdammt noch mal, Gigi hat dich angelogen, okay?! Sie hat niemals mit ihm geschlafen, verstehst du? Sie hat sich das nur ausgedacht, damit du die Hochzeit nicht absagst!“
Gretchen schüttelte nur geschockt mit dem Kopf. Das ist jetzt nicht ihr Ernst? Das glaub ich einfach nicht...
„Das stimmt nicht, das hat Marc mir auch schon versucht zu erzählen, aber Gigi würde mich nicht anlügen...“ Zumindest war ich mir dessen bis jetzt sicher...
„Es tut mir so Leid, aber es ist die Wahrheit“, meinte Mara leise.
„Ja, aber...“ Der jungen Ärztin liefen jetzt wieder die Tränen über die Wangen. „Das kann man sich doch nicht einfach ausdenken...“
„Er wollte mit ihr schlafen, um...um dich eifersüchtig zu machen!“, versuchte ihre Freundin zu erklären.
„Siehst du! Woher willst du dann wissen, dass er es nicht auch getan hat?“
„Von Gigi...“, jetzt flüsterte Mara nur noch. Sie wusste nicht, warum sie überhaupt solange geschwiegen hatte. „Er hat nicht mit ihr geschlafen, weil...weil er dich liebt!“
„Ja, das wäre wirklich zu schön, um wahr zu sein. Aber du und Gigi, ihr könnt euch nicht leiden! Du wärst die letzte, der sie so was erzählen würde. Das ist doch alles totaler Unsinn!“
„Sie hat es mir natürlich nicht freiwillig erzählt“, meinte Mara dann reichlich genervt. Dann grinste sie. „Im Gegenteil, sie hat mich angefleht, dir nichts zu sagen, als sie erfahren hatte, dass ich Bescheid weiß.“
„Aber woher...?“
Daraufhin wurde Mara wieder ernst. „Ich hab vor ein paar Tagen deine Mutter besucht, als du arbeiten warst. Einfach so, nicht um über dich zu reden, ich hab sie schließlich auch viele Jahre nicht mehr gesehen. Haben uns über München und so unterhalten.“
„Ja? Und dann?“

esperanza_ Offline

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13.12.2009 17:31
#66 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Ich war kurz im Badezimmer, als es an der Tür klingelte. Ich bekam nicht mit, wer es war, aber als ich wieder runter ins Wohnzimmer wollte, hörte ich Gigi und deine Mutter streiten. Sie erzählte von dem Treffen mit dir am Vortag und meinte, dass sie sich nicht mehr einmischen würde in dein Leben. Das hatte sie einmal getan und sie wollte es nicht noch einmal riskieren. Sie hatte wohl Angst, dass du es irgendwie rauskriegst. Sie hat es deiner Mutter dann erzählt und gemeint, dass sie den Rest schon selber machen müsse. Dann ist sie abgedampft. Deine Mutter hat, als sie gemerkt hatte, dass ich mitgehört hatte, noch versucht, mich davon abzuhalten, es dir zu erzählen, aber ich bin dann einfach gegangen.“
Gretchen war fassungslos. „Sie hat mich angelogen...“ Sie starrte vor sich auf den Boden. Ich kann das alles immer noch nicht glauben? Was wäre gewesen, wenn ich es noch vor der Hochzeit erfahren hätte? Hätte ich sie abgesagt? Dann sprang sie plötzlich auf und schaute Mara an. „Verdammt, ich hab ihr vertraut. Ich hab ihr geglaubt und Marc unterstellt, er würde lügen.“ Sie schlug die Hände vor ihr Gesicht.
„Hey.“ Mara ging auf ihre Freundin zu und legte ihre Hand auf Gretchens Arm. Doch sie wusste nicht, wie sie ihr jetzt helfen konnte. „Vielleicht solltest du noch mal mit ihm reden?“
„Er wollte mir etwas sagen damals im Aufzug... Was mach ich denn, wenn er mir endlich sagen wollte, dass er mich liebt?“ Gretchen schaute Mara verzweifelt an.
„Red mit ihm!“, meinte Mara bestimmt.
Doch das brachte Gretchen jetzt auch nicht weiter. Sie schrie: „Was soll ich ihm denn jetzt sagen? ‚Tut mir Leid, Marc, ich weiß jetzt, dass nicht du gelogen hast, sondern Gigi.’ Einmal war er aufrichtig und ehrlich...und ich hab ihm nicht geglaubt. Stattdessen hab ich meiner angeblich besten Freundin vertraut. Verdammt, ich hab alles kaputt gemacht! Und das nur wegen Gigi...“
Mara schaute sie schweigend an. Was sollte sie darauf schon sagen? Sie hatte ja Recht.
„Weißt du was? Die erste, mit der ich jetzt reden werden...“, fuhr Gretchen dann fort, während sie ihre Tasche und ihre Jacke holte und zur Tür ging. „...ist Gigi!“ Wenn sie das überlebt! Damit riss sie die Tür auf und verließ die Wohnung.
Mara atmete einmal tief durch und ließ sich dann zurück auf die Couch fallen. War es richtig, ihr alles zu sagen? Ja, es war besser... Sonst wäre sie am Ende wirklich noch zurück zu Alexis! Und so würde sie nicht glücklich werden.

esperanza_ Offline

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13.12.2009 18:26
#67 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Gretchen rannte die Treppen hinunter und holte ihr Fahrrad. Dabei hatte sie schon ihr Handy gezückt und wählte Gigis Nummer.
„Ja, hallo?“, hörte sie deren Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Hier ist Gretchen. Können wir uns treffen?“ Die junge Blonde versuchte ruhig zu bleiben und sich nicht gleich zu verraten. Sonst würde Gigi sicher gleich das Weite suchen. Aber Gretchen hatte ihr noch einiges zu sagen.
„Ja, sicher...“, meinte Gina unsicher. „Wieder im Cafe...“ Lieber nicht!
„Nein“, fuhr Gretchen bestimmt dazwischen. „Wo bist du? Noch im Hotel?“
„Äh, ja...“
„Gut, dann komm ich vorbei... Bis gleich!“ Sie legte schnell auf.
Gigi ahnte nichts Gutes und wartete unruhig auf ihre Freundin.

Die junge Ärztin radelte so schnell sie konnte zu besagtem Hotel. Von ihrer Wut angetrieben trat sie immer fester in die Pedale. Als sie ihr Ziel erreichte, stellte sie ihr Rad in einen Ständer und machte sich nicht einmal die Mühe, es abzuschließen. Sie stürmte durch die Lobby des Hotels und fuhr mit dem Fahrstuhl in den zweiten Stock, wo Gigis Zimmer sich befand. So sehr sie vorher versucht hatte, ihre Wut und Enttäuschung vor Gigi zu verbergen, aber jetzt konnte sie sich nicht mehr zurückhalten. Sie rannte auf die Tür zu und trommelte dagegen.
Ein älterer Herr mitte 60 stand plötzlich vor ihr und schaute sie wütend an. „Ja, bitte?“
„Oh, oh, das tut mir Leid! Ich hab mich wohl im Zimmer geirrt.“ Gretchen schaute ihn zerknirscht an. Ihr war das extrem peinlich! Super, so was kann ja auch nur mir passieren.
„Offensichtlich. Wenn Sie mir dann wieder meine Ruhe lassen würden...“ Damit knallte er ihr die Tür vor der Nase zu.
Gretchen überprüfte die Zimmernummer und merkte, dass sie sich um eine Zahl vertan hatte. Also ging sie zum nächsten Zimmer, klopfte aber dennoch dieses Mal nicht ganz so stürmisch.
Ihre Freundin öffnete sogleich, kam aber gar nicht dazu, Gretchen zu begrüßen.

esperanza_ Offline

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14.12.2009 14:44
#68 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Diese stürmte nämlich an ihr vorbei ins Zimmer, funkelte Gigi wütend an und schrie: „Sag mal, was fällt dir eigentlich ein?“
Gigi schloss schnell die Tür und versuchte, Gretchen zu beruhigen. „Süße, ich kann dir das alles erklären!“ Sie schaute flehend zu ihrer Freundin.
„Ach ja? Da bin ich aber mal gespannt...wie du aus der Nummer wieder rauskommen willst!“ Sie schüttelte ungläubig den Kopf. „Gigi, du hast mich belogen, mich hintergangen und verarscht. Und ich dachte, du wärst meine Freundin, ich hab dir vertraut. Ich hab Marc unterstellt, dass er lügt, dabei war er es, der die Wahrheit gesagt hatte. Ich hab alles...alles kaputt gemacht. Und das nur wegen dir... Weil ich dachte, dass du ehrlich bist, weil ich dir nicht zugetraut hätte, dass du mir so was antust. Ist dir eigentlich klar, dass ich die Hochzeit abgeblasen hätte, wenn ich das alles gewusst hätte? Er hätte mir gesagt, dass er mich liebt, er wäre über seinen Schatten gesprungen, nur um die Hochzeit zu verhindern! Und dann sagst du, dass er sich nicht geändert hat? Das hätte er nie getan, wenn es ihm nicht wirklich ernst wäre. Ich lag die ganze Nacht nach dem Polterabend wach, ich hab gehofft, dass er zu mir kommt... Und dann im Aufzug, er hätte es mir gesagt! Das war der Moment, von dem ich jahrelang geträumt habe. Und du hast ihn kaputt gemacht. Du hast alles kaputt gemacht!!!“
Warum hat sie mir das angetan? Ich versteh es einfach nicht...
Gretchen hatte sich so in Rage geredet, dass sie sich weinend auf das Bett hinter ihr sinken ließ. „Ich versteh dich einfach nicht. Warum machst du so was?“, fragte sie leise, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.
„Ich dachte, dass es sowieso schief gehen würde. Aber ich wollte dir diese Prüfung ersparen, weil ich dich nicht wieder unglücklich sehen wollte. So hattest du wenigstens noch Alexis. Ich konnte einfach nicht zuschauen, wie du dabei warst, alles wieder für Marc aufzugeben...“, versuchte Gigi sich zu erklären.
„Du willst mir jetzt also sagen, dass du mir helfen wolltest? Und du glaubst, damit ist es getan?“

esperanza_ Offline

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15.12.2009 19:32
#69 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Nein, natürlich nicht. Ich versuch nur, dir zu erklären, warum ich so gehandelt hab.“
„Gigi, es wäre meine Entscheidung gewesen. Du hättest zu mir kommen können, mit mir reden können. Aber du kannst doch nicht so eine verdammte Lüge in die Welt setzen.“
„Gretchen, ich hätte alles mögliche sagen können, du hättest nicht auf mich gehört.“
„Ach, und da dachtest du, du erfindest mal einfach irgendwelchen Schwachsinn und dann werde ich schon nicht mehr zu ihm rennen?“
Sie macht es sich wirklich einfach... Lügen, nur weil man keine andere Lösung sieht? Und so was nennt sich Freundin...
„Ich wollte doch nur, dass du glücklich bist...“
„Ja, schau dir an, wie glücklich ich bin... Du hast alles, wirklich alles, kaputt gemacht und wenn es eine Chance für mich und Marc gegeben hätte, dann hast die sie vielleicht für immer zerstört. Das hast du wirklich toll hingekriegt, Gigi. Du wolltest mir helfen, wolltest, dass ich glücklich bin, ja? Mit deiner Lüge hast du alles noch viel schlimmer gemacht. Du kannst sagen und machen, was du willst, ihn noch so oft als Arschloch dastehen lassen, ich liebe ihn. Und soll ich dir was sagen? Das war mir heute klar, noch bevor Mara mir alles erzählt hat! Das hättest du nicht geändert, egal, wie oft du dich noch in mein Leben eingemischt hättest. Und jetzt versuch ich zu retten, was zu retten ist.“
„Gretchen, warte...“ Gigi versuchte verzweifelt, ihre Freundin vom Gehen abzuhalten.

esperanza_ Offline

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16.12.2009 21:47
#70 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Nein, ich muss mir deine Lügen nicht mehr anhören.“
Ich hab jetzt einfach keine Kraft mehr, die sollte ich mir für das Gespräch mit Marc aufheben... Ich muss das irgendwie wieder geradebiegen... Dass er überhaupt noch mit mir redet, das wundert mich schon... Wenn mich jemand so verletzt hätte, dann hätte ich wahrscheinlich kein Wort mehr mit ihm gewechselt!
Da wurde es Gigi zu bunt. „Du machst mir Vorwürfe, ja? Ich hätte angeblich alles kaputt gemacht, mit dir und Marc. Aber du bist doch selbst Schuld! Es hat dich niemand dazu gezwungen Alexis zu heiraten.“ Sie lachte. „Du schreist mich an, weil ich dich verarscht hab? Was machst du denn mit Alexis? Wenn du Marc trotz dem angeblichen One-Night-Stand mit mir liebst, warum hast du dann Alexis geheiratet? Du hintergehst ihn doch auch, spielst ihm vor, dass du ihn liebst. Wahrscheinlich war das nie der Fall!“
Gretchen schaute Gigi geschockt an. Das glaub ich jetzt nicht! Will die mir jetzt etwa Vorwürfe machen? Nach dem Mist, den sie gebaut hat?
„Nein, das muss ich mir jetzt hier echt nicht antun!“ Gretchen hatte schon die Türklinke in der Hand.
„Hey, warte. Ich hab das jetzt nicht so gemeint, aber versuch mich zu verstehen. Ich wollte dir wirklich nichts böses, sondern dir nur helfen. Ich hab mich entschuldigt, mehr kann ich nicht tun. Ich weiß ja, dass es ein Fehler war. Es tut mir doch Leid!“ Sie sah Gretchen noch einmal flehend an.

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18.12.2009 15:12
#71 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Gretchen, die noch immer mit dem Gesicht zur Tür stand, atmete einmal tief durch und drehte sich dann um. „Ich weiß, Gigi. Aber das macht es leider nicht ungeschehen! Egal, wie oft du beteuerst, dass es dir Leid tut, aber das macht eine Freundin nicht. Eine echte Freundin hätte gewusst, dass ich es versucht hätte. Vor allem, weil du genau wusstest, dass er mich liebt. Aber dir ging es wahrscheinlich nur darum, auch ihm eine reinzudrücken. Und darauf kann ich echt verzichten. Mara hätte mir so was niemals angetan, das weiß ich!“
„Ach, komm... Das sagst du jetzt nur, weil du ihr dankbar bist, dass sie dir die Wahrheit gesagt hat.“
Ja, das bin. Aber das ist nicht der Grund, warum ich mich auf sie verlassen kann... Sie ist einfach immer für mich da. Und versucht mir nicht den Mann auszureden, den ich liebe...
„Nein, Gigi, das tu ich nicht. Du wusstest schon seit ein paar Tagen, dass sie es weiß, aber nicht einmal da hattest du den Mut, zu mir zu kommen und mir selbst alles zu erklären. Stattdessen hast du darauf gehofft, dass sie den Mund hält. Bereuen sieht anders aus!“ Damit drehte sie sich um, öffnete die Tür und verließ das Zimmer. Auf dem Weg zu ihrem Fahrrad hatte sie schon wieder Tränen in den Augen.
Gigi stand immer noch oben in ihrem Hotelzimmer und wusste nicht, wie ihr geschah. Jetzt war genau das geschehen, wovor sie sich am meisten gefürchtet hatte. Gretchen wusste, was damals wirklich auf dem Polterabend geschehen war. Was sollte sie jetzt tun?

Auf dem Weg nach Hause liefen Gretchen die Tränen unaufhaltsam über die Wangen. Wie konnte Gigi mir das antun? Egal, wie sinnlos es gewesen wäre, Marc wieder hinterher zu laufen, so was tut eine Freundin doch nicht... Und Marc? Ich hab ihm nicht geglaubt, gedacht, er würde mich wieder einmal nur anlügen. Dabei hat er es wirklich ernst gemeint... Warum war mir das nicht schon damals klar?
Sie dachte die ganze Zeit nur über diese Lüge nach und versuchte eine Lösung zu finden, wie sie aus dem Schlamassel wieder heraus kam. Aber die größte Frage, die sie sich stellte war: Was bedeutete das ganze jetzt für sie und Marc? Sollte sie jetzt einfach alles vergessen und einen Schritt auf ihn zugehen? Sie liebte ihn, keine Frage. Aber was war mit Alexis?
Zu Hause abgekommen stellte sie ihr Rad weg und ging hoch in die Wohnung. Mara lag schon schlafend auf der Couch, sie sah ziemlich fertig aus. Auch Gretchen beschloss nun ins Bett zu gehen, da es doch schon sehr spät war. Aber im Gegensatz zu Mara konnte sie kaum Schlaf finden in dieser Nacht.

esperanza_ Offline

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18.12.2009 16:18
#72 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Nachdem sie in den frühen Morgenstunden doch noch eingeschlafen war, brachte ihr Mara, als es schon fast Mittag war, einen Kaffee ans Bett.
„Morgen, Süße“, weckte sie Mara vorsichtig. „Wie geht’s dir?“
Langsam richtete sich Gretchen im Bett auf und blinzelte Mara verschlafen an. „Ging schon mal besser“, erwiderte sie müde.
„Hier, nimm den. Vielleicht muntert der dich ein bisschen auf.“ Mara streckte ihr schmunzelnd die Tasse entgegen.
„Danke.“ Die junge Ärztin nahm die Tasse entgegen und trank einen großen Schluck.
Ihre Freundin erhob sich wieder vom Bett und wollte das Zimmer verlassen. Sie zögerte, als sie schon an der Tür stand, drehte sich dann aber noch einmal um. „Gretchen?“
„Hmm?“ Die Blonde schaute sie fragend an.
„Ich wusste nicht, ob es richtig oder falsch ist, es dir zu sagen. Ich wollte weder Gigi in die Pfanne hauen, noch dein Chaos noch größer machen, oder irgendetwas dergleichen. Ich hatte keine Ahnung, was das beste für dich ist, also...also hab ich mich für die Wahrheit entschieden.“ Mara schaute ihre Freundin zerknirscht an. „Ich hoffe, ich hab es für dich jetzt nicht noch komplizierter gemacht.“
„Mara, natürlich macht es die Sache nicht einfacher. Ich hab plötzlich eine Freundin, die mich nach Strich und Faden belügt. Dann der Mann, den ich liebe, scheint mich plötzlich auch zu lieben, obwohl ich noch vor ein paar Stunden alles darauf verwettet hätte, dass ich ihm scheißegal bin... Aber, Mara, ich kann mich nur entscheiden, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen. Was wäre denn gewesen, wenn Gigi wieder irgendetwas erfunden hätte, um mich von Marc fernzuhalten? Ich hätte ihr wahrscheinlich wieder geglaubt. Aber jetzt weiß ich, dass ich das besser nicht mehr tue. Also war es richtig! Danke, Mara. Für alles...“
Mara ging noch einmal zu Gretchen und nahm sie in den Arm. „Ich bin immer für dich da, das weißt du.“
„Ja, ich weiß. Danke!“

esperanza_ Offline

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18.12.2009 17:59
#73 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

„Darf ich dich was fragen?“
Gretchen schaute sie skeptisch an, nickte aber. „Sicher.“
„Wie soll es jetzt weiter gehen?“
Die junge Ärztin blickte erschrocken zu ihrer Freundin. „Wie meinst du das?“
„Na ja, du weißt, dass Marc nicht gelogen hat. Du weißt, dass er dich liebt. Und du ihn ja auch, nicht wahr?“
„Schon, aber...“
„Gretchen, was? Was willst du noch? Worauf wartest du?“
„Ich weiß es nicht... Aber Alexis, die Hochzeit... Ich hab mich dafür entschieden...“
Mara lachte kurz auf. „Ja, weil du dachtest, dass Marc dich wieder mal verarscht... Mal ehrlich, was hättest du gemacht, wenn Gigi nicht dazwischen gekommen wäre, wenn er dir damals gesagt hätte, dass er dich liebt...?“
Die junge Ärztin schaute Mara unsicher an. „Na ja, ich...hätte mich vielleicht nicht gleich von Alexis getrennt, aber ich hätte ihn wahrscheinlich...nicht geheiratet.“
„Kommt das nicht auf dasselbe heraus? Allein die Tatsache, dass du dir unsicher gewesen wärst...“
„Du hast ja Recht, aber es ist nun mal nicht so gekommen. Ich hab es erst jetzt erfahren, nach Wochen...“
„Und was genau ändert das jetzt an deinen Gefühlen?“ Mara wusste beim besten Willen nicht mehr, wo das Problem ihrer Freundin lag.
„An meinen Gefühlen nichts. Aber jetzt bin ich verheiratet, und das kann ich nicht einfach wieder rückgängig machen...“
„Aber glücklich wirst du damit auch nicht! Überleg dir also genau, was du jetzt tust.“ Damit stand sie auf und ging wieder zu Tür. Dort drehte sie sich aber erneut um und sagte: „Weißt du, was noch ein Grund war, warum ich dir letztendlich die Wahrheit gesagt hab?“
Gretchen schüttelte langsam mit dem Kopf. Aber sie ahnte, was jetzt kam. Aber ich kann doch jetzt nicht einfach zurück zu Marc rennen... Ich kann Alexis das nicht antun.
„Ich dachte, das würde dich in die richtige Richtung schubsen. Zu dem Mann, den du immer noch liebst.“ Dann ging Mara aus dem Zimmer.

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20.12.2009 18:26
#74 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Als Gretchen dann später im Krankenhaus das Stationszimmer betrat, wurde sie sogleich von Sabine begrüßt.
„Guten Morgen, Frau Doktor.“
„Morgen“, murmelte Gretchen schlecht gelaunt und schleuderte ihre Tasche auf den Schreibtisch, sodass die Schwester gleich ängstlich den Kopf einzog.
„Sabine, wo sind die Unterlagen von Frau Maler?“, kam dann auch prompt von Marc, der in diesem Moment durch die Tür kam.
„Äh...ja. Moment, bitte, Herr Dr. Meier.“
„Ja, aber heute noch, wenn’s geht, ja?!“ Da sah er Gretchen, die im hinteren Zimmer an ihrem Spind stand, woraufhin der Oberarzt zu ihr ging. „Morgen“, meinte er freundlich.
Die junge Ärztin drehte sich erschrocken um und sah ihm direkt in die Augen. Was mach ich denn jetzt? Ich kann doch nicht so tun, als ob nichts gewesen wäre... Aber ich kann es ihm auch nicht sagen... Wie würde er reagieren?
„Hi.“ Sie schaute ihn unsicher an. „Ich bin zu spät, ja, ich weiß. Aber jetzt bin ich ja da.“ Damit ging sie schnell an ihm vorbei, nahm die Unterlagen vom Schreibtisch und trat zu Tür hinaus.
Marc blieb verwirrt im Stationszimmer zurück und sah ihr hinterher. „Okay!?“, meinte er dann schließlich und schüttelte noch mal den Kopf. Dann folgte er seiner Assistenzärztin.

esperanza_ Offline

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20.12.2009 19:54
#75 RE: Story von esperanza_ Zitat · Antworten

Der Nachmittag verlief relativ ruhig, nur ein paar kleinere OPs. Deshalb beschloss Gretchen, bevor sie Mittagspause machen wollte, noch einmal bei ihrem Vater vorbeizuschauen, der in den nächsten Tagen entlassen wurde.
Sie öffnete die Tür und steckte ihren Kopf ins Zimmer. „Hallo, Papa.“
„Kälbchen! Komm doch rein!“
Die junge Blonde schloss die Tür hinter sich und ging auf das Bett des Professors zu. „Na, wie geht’s dir? In zwei Tagen darfst du nach Hause.“
„Gott sei Dank. Viel länger hätte ich das nicht ausgehalten. Und das Krankenhaus braucht schließlich auch wieder einen gesunden Chefarzt.“
„Du kannst aber nicht gleich wieder voll arbeiten, Papa. Das ist dir doch wohl klar?“
„Ja, ja, das sehen wir dann schon.“
Gretchen schüttelte lachend den Kopf. „Du kannst so stur sein...“
„Na ja, von irgendjemandem musst du das ja haben!“ Er musste auch lachen. „Wie geht’s dir denn so?“, meinte er dann ernst.
„Gut.“ Doch für Franz’ Geschmack kam diese Antwort ein wenig zu schnell.
„Deine Mutter meinte, deine Freundin Mara wäre hier?“
„Ja, ihr Freund ist momentan beruflich im Ausland. Da dachte sie, dass sie mich mal wieder besuchen könnte.“
„...und dir beim Umzug helfen könnte.“

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