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Dieses Thema hat 152 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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julie Offline

Krankenschwester:


Beiträge: 801

23.10.2009 22:15
#76 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Hab jetzt ein bisschen überlegt, ob ich den letzten TEil heute noch rein stelle, aber ich kann ja nicht verantworten, dass ihr nicht schlafen könnt. Dafür müsst ihr euch morgen etwas gedulden, ich muss nämlich arbeiten und kann nicht viel weiter schreiben... Also VIEL SPASS JETZT!!!

http://www.youtube.com/watch?v=IPa6bjNPT6w

Sie standen mittlerweile sehr dicht beieinander, nur noch Gretchens Arme zwischen ihnen. Marc musste sich ein weiteres grinsen über ihren Schmollmund verkneifen. Nicht jetzt, das nimmt sie dir dann nur wieder übel, dachte er. Er sog den Duft ihrer Haare ein und schloss für einen Moment die Augen. Sie guckte aus dem Fenster und tat beleidigt. Marc nahm seinen ganzen Mut zusammen und drehte ihren Kopf wieder in seine Richtung. Sie lies es zu, schaute aber zu Boden.
„Schau mich mal an“, flüsterte er.


Mist Gretchen, daran musst du auch noch üben, nicht immer gleich das zu tun was er fordert. Nicht immer gleich nachgeben, dachte ich und blickte in seine grünen Augen. Ich hörte beinahe auf zu Atmen. Die Zeit blieb stehen, alles andere um uns herum verschwand. Es schien mir eine Ewigkeit, in der wir uns nur anschauten. Er lachte nicht, er grinste nicht blöd und er war endlich mal der Marc den ich vor mir haben wollte.
„Ich hab dich vermisst“, sagte ich kaum hörbar.
Marc strich mir eine Strähne aus dem Gesicht, ich lies meine Arme fallen. Sofort kam er noch ein Stück näher und endlich küsste er mich. Ich fühlte mich wie bei einem Feuerwerk… Wir hatten uns ja schon öfters geküsst, aber diesmal war es noch besser. Diesmal spürte ich, dass Marc gerade wirklich an gar nichts anderes dachte. Und ich spürte, dass er mich auch vermisst hatte….

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julie Offline

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24.10.2009 08:27
#77 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Frau Doktor Hassmann kam gerade an Marcs Zimmer vorbei, als er Gretchen küsste. Sie verdrehte die Augen und kaute genervt auf ihrem Kaugummi herum. Warum bekam sie nie einen ab? So toll war Gretchen ja auch nicht, total tollpatschig und übergewichtig. Anscheinend fanden das die Männer toll, wenn die Frauen süß und hilflos sind. So ekelig süß, dass man sie schon wieder mögen musste. Kamen die heute noch mal von einander los?
Sie schaute auf ihre Uhr. Sollte sie reingehen und sagen „ätsch bätsch, Besucherzeit ist vorbei“? Es war schon verlockend, doch dann dachte sie an dieses Buch, dass sie letztens gelesen hatte…. Mieses Karma, da wurde so ne böse, intrigante Zicke als Ameise wieder geboren und so wollte sie nicht enden. Deswegen dachte sie sich „jeden Tag eine gute Tat“, zog von außen das Rollo zu und lief kopfschüttelnd weiter.

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julie Offline

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24.10.2009 16:40
#78 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Marc schaute nur kurz auf, als er das Rollo zugehen sah. Es war ihm egal, wer das war und es war ihm noch mehr egal, was die anderen dachten, die das jetzt gesehen hatten. Er konnte sich noch nicht von Gretchen lösen. Sanft zog er sie zu sich aufs Bett, so lange stehen war noch nicht so gut, da spielte sein Kreislauf verrückt. Oder war ihm jetzt von Gretchen schwindelig. Sie machte ihn einfach wahnsinnig.
Er wusste nicht wie lange sie sich schon küssten, es musste eine Ewigkeit gewesen sein, als Gretchen plötzlich flüsterte: „ich sollte jetzt wirklich mal gehen!“
„Nein, warum?“
„Marc, ich kann doch nicht hier übernachten! Die Hassmann hat Nachtschicht, da sind wir morgen das Gespräch schlechthin!“
„Sind wir eh schon“, schmunzelte Marc und deutete auf das zugezogene Rollo.
„Ich möchte jetzt trotzdem in mein Bett, es war ein langer Tag! Jochen hat meinen Eltern bestimmt schon erzählt dass ich wieder hier bin und sie wollten mir auch noch irgendeine unglaubliche Geschichte erzählen!“
Marc runzelte die Stirn. „Die Story von Alexis nehme ich an…“
„Keine Ahnung…. Sehen wir uns morgen?“
„Will ich doch hoffen“, sagte er und küsste sie ein letztes mal.

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24.10.2009 16:43
#79 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

An der Tür drehte ich mich ein letztes Mal um und hauchte ihm einen Handkuss zu. Marc lächelte und schickte mir einen zurück. Dann ging ich nach draußen. Als ich die Tür hinter mir geschlossen hatte, musste ich einen Luftsprung unterdrücken. Gott sei dank schaffte ich das, denn soeben kam Hassmann über den Flur geschlichen. Boah die brauchte ich jetzt nicht wirklich.
„Na, bekommt Dr. Meier jetzt schon eine Privatbehandlung?“
„Hm, soll ja Wunder bewirken“, lächelte ich offen zurück. Ich war so glücklich, dass mich selbst ein zynischer Spruch nicht mehr umhauen konnte. Ich fühlte mich so leicht, fast als würde ich schweben. So flog ich hinaus in die Nacht und winkte mir ein Taxi herbei. Ab morgen wird aber wieder das Fahrrad bevorzugt, dachte ich noch. Sonst wird das ja nichts mit der Traumfigur.
Zehn Minuten später stieg ich bei meinen Eltern aus. Im Wohnzimmer brannte noch Licht. Jochen hatte tatsächlich gepetzt, dass ich wieder im Lande war. Mama und Papa saßen einträchtig auf der Couch und wunderten sich gar nicht, dass ich wieder hier war.
„Hallo Kälbchen! Schön, dass du wieder da bist!“ sagte Papa nur.
„Setz ich doch zu uns.“
Das machte ich auch. Zuvor ging ich aber noch am Kühlschrank vorbei und holte mir eine Tafel Schokolade. Keiner der beiden sagte etwas dazu. Keiner sagte, Gretchen du wirst zu dick oder so. Was für ein geiler Tag, dachte ich.
Und so fing ich an, von Malle zu erzählen, Mehdi verschwieg ich aber. Als ich fertig war sagte ich: „Und ihr seid bestimmt total sauer, dass ich die Hochzeit hochgehen hab lassen.“ Mein Vater schüttelte den Kopf. „Wir sind froh drum“, sagte er und begann, die Geschichte von Alexis zu erzählen.
Ich konnte hinterher nicht beschreiben was ich empfand. Ekel, Wut, Enttäuschung. Er hatte mir die ganze Zeit etwas vorgemacht. Mir schauderte es, als ich an meinen Traum dachte, dass Mechthild ihn anders genannt hatte. Frank Schneider, irgendwie passte der Name nicht zu ihm. Dann fiel mir auch wieder ein, dass ich auch von Marc und einem EKG geträumt hatte und ein Schauer lief mir über den Rücken. War das Intuition? Da musste ich dringend Sabine mal fragen, die kannte sich ja aus mit allen mystischen Sachen.
Ich war so aufgewühlt, dass ich nicht ins Bett wollte. Zu viele Gedanken kreisten in meinem Kopf herum. Jetzt wurde mir auch klar, warum Alexis so austickte. Er hatte noch ein zweites Gesicht. Sabine würde hier bestimmt anmerken, dass das für Zwillinge nicht ungewöhnlich sei. Aber hallo? Das war schon krass. Und ich hatte in einem Haus geschlafen, in dem eine – hier schüttelte es mich wieder – Leiche eingemauert war. Boah das war so unheimlich, dass ich samt meiner wirren Gedanken doch hoch in mein Zimmer schlich und schnell unter meine Bettdecke schlüpfte. Mir war Kalt. Ich fror aus Übermüdung und Ekel, wenn doch nur Marc hier wäre, war mein letzter Gedanke, bevor ich einschlief.

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24.10.2009 16:47
#80 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=C-JNk6miG4U

Als Mehdi vom Strand zurückkam, suchte er verzweifelt nach Gretchen. Er wollte noch einmal mit ihr reden, sich bei ihr entschuldigen. Für alles, für die Sache mit Marc und für den gestrigen Abend. Aber er konnte sie nicht finden. Sie war nicht beim Kuchenbuffet, nicht an der Poolbar und auch nicht auf einer Liege. Also beschloss er, ins Zimmer zu gehen. Das war der einzige Ort, an dem sie noch sein konnte. Als er die Tür öffnete, sah er schon, dass etwas nicht stimmte, es fehlte irgendetwas. Er sah sich um aber es viel ihm auf den ersten Blick gar nicht auf. Erst als er den Schrank öffnete, wurde ihm bewusst, dass hier nichts mehr von ihr lag, kein Schlafanzug, keine Zahnbürste, kein Puder. Er setzte sich aufs Bett und stützte sein Gesicht auf die Hände. Verdammter Mist. Seine letzte Hoffnung war, dass sie sich nur ein anderes Zimmer genommen hatte, also rief er den Portier an.
„Frau Haase ist mit der 13:30h Maschine zurück nach Berlin geflogen. Sie hat ihnen keine Nachricht bei mir hinterlassen, sie hatte es sehr eilig…“
Mehdi war geschockt. Warum war er ihr nicht nachgelaufen? Er hätte es sich doch denken können! Zuerst erzählte er ihr nicht von Marc und dann tröstete er sie nicht mal wegen der Geschichte, noch schlimmer, er hatte sich nicht mal ordentlich entschuldigt, dass er es verheimlicht hatte. Plötzlich machte sich ein scheiß Gefühl in ihm breit. Eifersucht. Er wäre so gerne an Marcs Stelle. Ob der überhaupt wusste, was sie alles für ihn tat? Bestimmt nicht. Wäre er nur Marc, hätte er nur einmal die Chance, sie glücklich zu machen… Er würde nicht so leichtfertig damit umgehen wie Marc. Marc würde bestimmt wieder alles versemmeln, sie blöd anmachen, dumme Sprüche bringen oder, oder…. Eine einzelne Träne tropfte von seiner Wange hinunter auf sein Knie. Dann kam ihm ein Gedanke, der ihm wirklich wehtat. Er wollte Gretchen glücklich sehen, auch wenn er dafür unglücklich war. Er hoffte für Marc, dass er sie verdammt noch mal nicht mehr enttäuschte…. Sonst würde er ihm die Freundschaft kündigen.

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24.10.2009 20:51
#81 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Ich wachte um zehn Uhr am nächsten Morgen auf. Die Sonne schien zu meinem Zimmerfenster herein und nahm den Gedanken von gestern Abend etwas den Schrecken. Mein Kopf war noch immer voll davon. Ich hatte schreckliche Sachen geträumt. Ich rannte durch die Villa und Lissy hinter mir her, mit einem Küchenmesser.
Mit Zeige- und Mittelfinger massierte ich meine Schläfen. Anschließend zog ich mich an und ging nach unten. Meine Eltern waren anscheinend schon bei der Arbeit, ich hatte ja noch Urlaub, Gott sei Dank. Mama hatte mir noch Frühstück stehen lassen. Kaffee war auch noch in der Thermoskanne. Ich frühstückte ausgiebig, mein Magen kannte es nicht anders von der letzten Woche. Ich überlegte, was ich mit diesem schönen Tag anfangen sollte. Ob Marc schon ein bisschen raus durfte in den Park? Dürfte ja unter meiner Aufsicht kein Problem sein, außer Hassi wollte mich mal wieder schräg von der Seite mobben. Aber das neue Gretchen lässt sich nicht mobben. Nach gestern konnten die alle machen was sie wollten, sie könnten meine gute Laune nicht zerstören. Nach kurzer Zeit hatte ich die schrecklichen Gedanken von gestern und nachts verdrängt und ging mich duschen.
Eine Stunde später radelte ich los zur Klinik.

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24.10.2009 20:52
#82 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Als Marc aufwachte fühlte er sich blendend. Die Sonne tat ihr übriges. Selbst Schwester Stefanie, die heute das Frühstück brachte, konnte ihm seine Laune nicht verderben. Er lächelte nur. Der Professor kam zur Visite.
„Meier heute gefallen sie mir schon viel besser!“ sagte er laut.
„Danke, ich fühl mich auch blendend!“ antwortete Marc.
Der Professor zwinkerte ihm zu. „Aber vorsichtig bitte im Umgang mit ihren „Drogen“, sie wissen, in der Hinsicht sitze ich ihnen im Nacken. Erlauben sie sich keinen Schnitzer mehr oder ich….“
Marc hob beschwichtigend die Hände. „Keine Angst, ich werde ihr keine ihrer Engellocken krümmen!“
„Wenn sie möchten dürfen sie ab heute ein bisschen das Krankenhaus verlassen, dann möchte ich sie aber auch bitten, nicht mehr hier am Fenster zu rauchen.“
„Ist ja gut… ähm, sagen sie, wissen sie vielleicht, wann sie kommt?“
„Nein, sie hat gerade eben noch geschlafen, die ganze Alexis Geschichte hat sie ganz schön mitgenommen, gestern Abend…“
Marc nickte, das sollte das geringste Problem sein, dagegen hatte er schon eine Medizin.
Um halb zwölf wurde er aber langsam ungeduldig, wo blieb sie nur? Mittlerweile hatte er sich schon lange angezogen und rasiert. Ein Blick in den Spiegel sagte ihm, dass er fast so gut aussah, wie er sich fühlte. Er lief zu Schwester Stefanie und holte sich noch eine Schmerztablette, ganz so ohne ging es noch nicht und er wollte jetzt mit Gretchen einen schönen Tag verbringen, da konnte er keine Schmerzen brauchen. Heute wollte er endlich mal mit ihr sprechen, über alle Missverständnisse. Von nun an sollte es solche nicht mehr geben. Okay, es würde ihm schwer fallen, das war einfach nicht seine große Stärke. Aber er musste es tun. Er war an der Deadline angekommen, jetzt oder nie. Alle guten Dinge sind drei. Wenn er nicht ihr nächster Versuch war, dann war der Zug abgefahren. Jetzt wurde es echt Zeit…

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24.10.2009 20:53
#83 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Gut gelaunt kam ich an der Klinik an, es war mild draußen und ich wollte mit Marc unbedingt ein bisschen nach draußen gehen, wenn er sich fit genug fühlte. Im Schwesternzimmer saß Schwester Stefanie und zog ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter, also wie immer. Ich lachte sie fröhlich an und wünschte ihr einen schönen Tag. Sie musterte mich missbilligend. Ärzte mochte sie noch nie, männliche gar nicht und weibliche musste sie auch nicht haben. Wenn sie jetzt noch erfuhr, dass Marc und ich…. Ich ignorierte ihre Laune und legte meinen Fahrradhelm in den Spind. Dann ging ich zu Marc.
„Gretchen, na endlich!“ rief er, als ich das Zimmer betrat. „Ich warte schon den ganzen Vormittag auf dich!“
„Ähm bist du wirklich so gut gelaunt oder spielst du mir das nur vor?“ fragte ich ein bisschen misstrauisch.
„Gretchen, hör bitte gleich wieder auf zu denken…“
„Naja weißt du, ich will nur sicher gehen… du warst noch nie SOO nett. Du nennst mich kaum mehr Hasenzahn“, ich lächelte leicht schief.
„Das hat… andere Gründe…“ Marc dachte an die Situation, als Schwester Sabine todernst sagte, dass sie diesen Spitznamen nicht wirklich amüsant fand, aber das sagte er Gretchen nicht.
Er zog mich an sich und küsste mich, dass ich alle schlechten Gedanken wieder zur Seite schob.
„Ich darf raus heute“, sagte er plötzlich. „Komm!“ sagte er und zog mich mit sich. Er legte seinen Arm um mich und wir gingen über den Flur nach draußen. Schwester Stefanie schaute regelrecht angewidert als wir am Schwesternzimmer vorbei kamen. Wir grinsten uns nur gegenseitig an und sagten nichts. Als wir zum Hauptausgang raus gingen, lief uns plötzlich Marcs Mutter über den Weg.

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24.10.2009 21:27
#84 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

„Olivier! Was machst du hier draußen? Musst du nicht liegen!“ rief sie hysterisch.
„MUTTER NICHT OLIVIER!!!!“
„Guten Tag Frau Fischer“, sagte ich höflich.
Sie schenkte mir ein herablassendes Lächeln.
„Ähm…. Mutter das ist Gretchen….“
Ich streckte ihr meine Hand hin. Sie sagte noch immer nichts und gab mir ihre wortlos. Dann wandte sie sich wieder Marc zu.
„Marc ich bräuchte nun doch deine Hilfe, irgendwie KOMM ich einfach nicht weiter. Monique ist zurück, aber es kommt noch kein Pep rein!“ sagte sie verzweifelt.
„Meine Güte Mutter! Das ist doch nicht dein erstes Buch! Außerdem, warum schreibst du nicht einfach an dieser Vampirgeschichte weiter…“
„Schwester Sabine kann ihnen sicherlich hilfreich sein, Frau Fischer. Ihr Dienst beginnt in 20Minuten. Warten sie doch einfach so lange“, schlug ich vor.
Sie schaute mich wieder ein bisschen von oben herab an. Ob ich gut genug war für Olivier? Ich glaube, diese Entscheidung wollte sie heute noch nicht treffen.
„Olivier, bevor du dieses mal Heiratsabsichten hegst, würde ich deine Freundin bei einem Essen gerne näher kennen lernen“, sagte sie kühl, warf mir noch ein halbherziges Lächeln zu. Mit so viel Freundlichkeit hatte ich gar nicht gerechnet.
„Äh, Mutter….wir…wollen noch gar nicht heiraten!“
Ich gab ihm einen Schubs „Wollen wir nicht?“ ich spielte die Entrüstete.
Frau Fischer schnappte hörbar nach Luft.
Marc sah mich etwas verwirrt an: „Nein…..wir….sollten jetzt erstmal reden!“ Sagte er und zog mich mit sich. Frau Fischer liefen wir einfach stehen.

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24.10.2009 21:29
#85 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Oh man, jetzt fährt er ja gleich wieder hoch auf hundert, man wird doch einmal einen Spaß machen dürfen, dachte ich.
„Ich dachte, wir hätten jetzt erstmal alles andere zu klären, bevor wir….ans heiraten denken!“
„Mensch Marc, das war nur Spaß!“ rief ich. „Meinst du ich will in nem halben Jahr gleich wieder vorm Alter stehen? Von Hochzeiten hab ich jetzt echt mal die Schnauze voll!“
„Du…..hast das gar nicht….ernst gemeint?“
„Puh da fällt dir wohl ein Stein vom Herzen, was? Ist wohl ne ganz schreckliche Vorstellung für dich!“ rief ich.
„Oh nee Gretchen so war das doch gar nicht gemeint, aber….ich mein, wir müssen…wir sind ja noch nicht einmal…..“
„Was sind wir noch nicht? Zusammen oder was? Wie würdest du das dann nennen? Ablenkung zwischendurch ohne Verpflichtungen? Sag es mir bitte gleich, dann flieg ich wieder zurück nach Malle zu…..“ ups, fast hätte ich es ausgesprochen.
„ZU? Wen haste denn da schon wieder aufgerissen? Muss schon sagen, dein Verschleiß an Männern ist im Moment ganz schön hoch!“ spöttelte Marc. Jetzt wurde es mir aber echt zu dumm. Okay, ich gebs ja zu, das mit Mehdi hätte nicht sein müssen…
„Ach und wenn ihr Männer jede Nacht eine andere abschleppt dann ist das in Ordnung oder?“ giftete ich zurück.
Marc schnappte nach Luft.
„Du hast also wirklich…..?“
„Ach glaub doch was du willst“, sagte ich bockig setzte mich auf eine Bank und verschränkte meine Arme. Marc setzte sich neben mich.

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24.10.2009 22:22
#86 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Ich kann euch einfach nichts vorenthalten deswegen gleich noch ein Teil



Echt toll. Kaum verbrachten wir Zeit miteinander mussten wir streiten. Und ich hatte mich so auf einen romantischen Tag gefreut. Na gut, ich hätte mir an drei Fingern abzählen können, dass Marc und romantisch überhaupt keinen Sinn zusammen ergibt, aber man hofft ja immer bis zu Schluss.
„Marc, was ist das mit uns? Wieso funktioniert das nicht? Warum stolpern wir immer?“ fragte ich.
Er zuckte mit den Schultern und zündete sich eine Zigarette an.
„Du verstehst doch immer alles falsch“, warf er mir vor.
„Was war den bitte FALSCH zu verstehen? Wann hast du denn schon einmal Klartext gesprochen?“
„Oft genug!“ rief er.
„WANN! Nenn mir ein Beispiel!“
„Also gut…. Du erinnerst dich bestimmt an die Geburt im Aufzug, hinterher im Waschraum. Du sagtest zu mir, ich solle endlich mal die richtige Entscheidung treffen. Weißt du, was danach passiert ist?“ Marc wurde bei jedem Wort lauter. „ICH bin heimgefahren und habe GABI RAUSGEWORFEN. Ich habe meine Zulassung riskiert, riskiert dass sie mich anzeigt! DANN bin ich zu dir gefahren. DEINE MUTTER hat gesagt du bist nicht da, also hab ich versucht dich anzurufen und DU hast mich weggedrückt. ALS ich dich am nächsten Tag bei diesem Drecksack aufgesammelt habe, wollte ich dir alles gestehen. Und was machst du? Gibst mir nen Umschlag mit verbrannten Liebesbriefen. GANZ TOLL! Du hast mich doch nie ausreden lassen!“
Moment Mal, das hieße ja, dass er Gabi auch verlassen wollte obwohl sein Job auf dem Spiel stand. Und ich hatte ihn gefragt „wie viel mehr hättest du mich lieben müssen“, ich erinnerte mich noch genau an die Situation in der Cafeteria…. Und was sagte er da von meiner Mutter? Sie hatte ich nicht hereingelassen? Oh nee, das war der Abend als ich ihr von dem Date mit Alexis erzählt hatte. Ein Millionär, sie hatte Dollarzeichen in den Augen….
„Ich….“ Stotterte ich, konnte aber keinen Satz heraus bringen.
„Ich hab deiner Mutter gesagt sie soll dir ausrichten, dass ich noch immer weiß was die richtige Entscheidung ist….“
Ich schluckte.
Ich wollte es dir anschließend immer wieder mal sagen, aber dann kam ja auch Alexis ins Spiel…. Ich dachte, du willst mich nicht mehr, hast du ja auch oft genug erzählt und ich wollte nicht dastehen wie Mehdi.
„Wie der letzte „Dorftrottel“ erinnerte ich mich und grinste.
„Und du weißt dass mir solche Situationen nicht leicht fallen…“ Marc war gerade nicht nach Späßen und mir eigentlich auch nicht. Scheiße ich hatte mir das größtenteils wohl wirklich selbst verbockt.
„Aber du warst auch meistens nicht sehr nett zu mir“, merkte ich an.
„Aber doch nur aus verletztem Stolz! Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwer mir solche Gespräche fallen.“
„Männer!“
Oh kann die einfach mal die Klappe halten wenn ich grad im Reden bin? Ständig unterbricht sie mich, dachte Marc.
Und da redete ich auch schon weiter: „ wie soll es jetzt weiter gehen?“
„Was denkst du denn?“ fragte Marc.

Oh ne ist das jetzt lustiges Rätselraten mit Marc Meier? Ich nehme Tor 3, oh tut mir Leid, das war leider der Zonk, sie gehen zurück zu Frank Schneider oder was?

Ich biss mir auf die Lippen. Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich gerne mit ihm zusammen wäre, dann käme bestimmt wieder ein blöder Spruch.

Will sie jetzt oder will sie nicht, dachte Marc, man ist das bescheuert. Alles muss man selber machen, also sagte er: „Gretchen, ich weiß immer noch, was die richtige Entscheidung ist!“

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24.10.2009 22:54
#87 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

„Na da bin ich ja mal gespannt!“ ups, war wohl wieder die falsche Aussage, seinem Gesicht nach zu urteilen.
Entnervt stand Marc auf und lief weiter.
„Marc jetzt warte doch…“
„WOZU? Was soll ich noch sagen?
„Oh ja Marc ich weiß… Manchmal will ich es eben doppelt und dreifach hören, weil ich es nicht einfach nicht glaube kann!“ rief ich ihm hinterher.
„Was kannst du nicht glauben?“
„Dass du….naja…“ mich liebst, dachte ich, sprach aber nicht weiter.
Marc blieb stehen, das mit dem fliehen klappte nicht so ganz, also musste er es nun doch hinter sich bringen. Gewöhne es dir schon mal an Meier, glaub die Frau will das öfters hören, dachte er bei sich. Es wird bestimmt mit jedem Mal leichter.
„Okay, pass auf. Ich werde das dir nicht oft sagen…..“
Na das war ja schon wieder so eine Ansage. So a la „ey pass auf ich sags nicht noch mal!“
Er kam einen Schritt näher, stand nun direkt vor mir, schaute mich an, lächelte ein bisschen.
„ICH……LIEBE……….DICH, war das jetzt gut so? Klar und unmissverständlich, auch für blonde Gretchens?“
Ich lächelte verlegen und dann nickte ich. Marc nahm mich in den Arm, ich schloss meine Augen und wünschte, er würde mich nie wieder loslassen…

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24.10.2009 23:27
#88 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Am nächsten Tag traf ich mich mit Sabine zum Frühstücken. Sie brannte vor Neugier und wollte unbedingt wissen, wie mein Abend mit Marc verlaufen war.
„Und hast du jetzt alles mit Dr. Meier geklärt?“ fragte sie.
„Ich denke schon“, grinste ich breit.
„Und was heißt das nun? Seid ihr jetzt….ein Paar?“
„Ich denke schon!“
Sabine jubelte.
„Ach Gretchen ich freu mich so für dich! Aber jetzt sag mal, warum warst du mit Dr. Kaan auf Mallorca?“
Och das hatte ich verdrängt, die Antwort war ich Sabine noch schuldig. Sie sah mich durch dringlich an.
„Okay… also es war so…“ begann ich und erzählte, dass Mehdi mir nachgefahren war und plötzlich im Flieger auftauchte.
„Der Dr. Kaan tut ja wirklich alles für dich“, träumte Sabine.
Ich gab ihr einen leichten Schubs.
„Pst, sonst hab ich wieder ein schlechtes Gewissen, dass ich ihn einfach so hab stehen lassen…“
„Wie einfach so stehen lassen?“
„Ich bin zurück geflogen ohne ihm Bescheid zu sagen. Als er mir erzählt hatte dass Marc im Krankenhaus liegt, war ich so sauer, er wusste es schon die ganze Woche! Das geht mir noch immer nicht in meinen Kopf. Er hat es mir einfach verheimlicht! Obwohl er wusste, was mir Marc bedeutet!“
Sabine runzelte die Stirn.
„Vielleicht hat er sich Hoffnungen gemacht? Dass das mit euch doch noch was werden könnte?“
Ich nickte.
„Hm… hat er auch zugegeben…“
„Und? Hast du ihm wieder Hoffnungen gemacht?“ wollte sie wissen.
„Sabine, ich liebe Marc!“ sagte ich entrüstet.
„Naja ich dachte nur… so unattraktiv ist ja der Dr. Kaan auch nicht“, grinste Sabine. Ich wurde rot.
„Wohl war…“, brummelte ich.
„Du hast ihm DOCH Hoffnungen gemacht!“ ahnte Sabine.
„Nee…..ja…..eigentlich hab ich ihm die ganze Zeit gesagt, dass es nichts wird mit uns… bis auf den einen Abend….“
Sabines Mund stand offen, es kam keine Antwort mehr von ihr….
„Nein…wir haben nicht… wenn du das meinst…“ murmelte ich.
„Sondern?“
„Wir haben uns geküsst…“ gestand ich.
„NEIN!“ Sabine riss die Augen weit auf.
„Doch…“ sagte ich leise.
„Aber nicht mehr… dann war er sauer und ist abgehauen, hat sich die Nacht in der Bar herumgeschlagen und anschließend am Sofa gepennt…“
„IHR HATTET EIN BETT ZUSAMMEN?“
„Dafür konnte ich nichts!!! Er hat ja der Tussi am Tui Schalter erzählt, ich wäre seine Braut und da hat die ihm halt ein Doppelzimmer draus gemacht!“
Sabine fand das alles höchst amüsant.
„Dass du da nicht schwach geworden bist….“, raunte Sabine über den Tisch weg. „Respekt!“
Ich lächelte gequält…
„Wenn das der Dr. Meier erfährt….“
„Sabine, das darf Marc NIE erfahren!“
„Ich weiß von nichts“, sagte sie und zwinkerte mir zu.
Aber da hatte ich auch keine Bedenken. Sie würde dicht halten und wer anders weiß es nicht.

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24.10.2009 23:27
#89 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Die Woche zog sich für Mehdi zäh dahin. Ohne Gretchen war es langweilig. Es war wie Suppe ohne Salz oder Hochzeit ohne Braut, haha, wie treffend dachte er. Morgens joggte er am Strand entlang. Es gab einige jungen Frauen, die ihn täglich beobachteten, aber Mehdi nahm sie nicht einmal wahr. Tagsüber lag er am Strand, ging schwimmen, abends hockte er an der Bar und trank meistens zu viel. Wenn ihn die Frauen ansprachen, wimmelte er sie ab. Er konnte es kaum abwarten wieder nach Hause zu fliegen. So schön die erste Woche mit Gretchen war, so ätzend war die zweite. Tja Mehdi, auch das Paradies ist doof ohne Frau, so wie alles eben. Das einzig Gute: hier bekam er nicht mit, was zwischen Marc und Gretchen lief. Nächste Woche wenn er wieder arbeiten musste, sah er die beiden wohl jeden Tag zusammen. Er konnte nicht mehr mit ihm oder ihr einfach Mittag machen. Jetzt musste er sie beide im Doppelpack ertragen, Händchen haltend und knutschend, wie damals mit 15 in der Schule. Er wollte gar nicht daran denken.
Dann war der Tag gekommen. Samstag. Sein Flug ging gleich morgens um 10h. Endlich durfte er nach Hause, bei der Arbeit konnte er sich wenigstens ablenken.

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24.10.2009 23:29
#90 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Es war Freitagnachmittag. Marc und ich saßen auf seinem Bett und lachten. Ich wusste gar nicht, dass er so witzig sein konnte, wenn er mal nicht gemein war!
Plötzlich kam Papa rein. Er hatte uns in dieser Woche noch nicht zusammen gesehen. Ich machte immer einen Bogen um sein Büro, daheim ging ich Fragen aus dem Weg. Ich wusste nicht wie er reagieren würde, wenn er mich plötzlich mit Marc Meier zusammen sehen würde. Er schätzte ihn wirklich sehr, als Oberarzt, aber ich glaubte nicht, dass er ihn an meiner Seite sehen wollte, schon gar nicht jetzt nach Alexis. Es war noch kein Jahr her, da hatte er mir sogar verboten, eine Beziehung mit einem Kollegen zu beginnen. Deswegen wurde ich plötzlich unsicher und setzte mich intuitiv aufrechter hin, bereit zu rechtfertigen, warum ich hier saß.
Doch er lächelte. Ich konnte es kaum glauben.
„Hallo Kälbchen!“
Marc grinste, ich knuffte ihn in die Seite, als Papa kurz in seine Akte schaute.
„Jetzt weiß ich warum ich dich daheim so wenig zu Gesicht bekomme!“ Ich wurde rot. Mist, hatte er es doch bemerkt, dass ich abends meist sehr spät nach Hause kam…
Ich wusste nicht was ich darauf sagen sollte. Marc nahm demonstrativ meine Hand. Hey was sollte das? Musste das jetzt sein? Dann war es ja offensichtlich.
„Meier, hier sind ihre Entlassungspapiere! Sie können packen und gehen. Viel brauch ich ihnen zur weiteren Behandlung ja nicht sagen“, grinste Papa.
„Danke!“ sagte Marc überrascht, er dachte, dass er noch bis morgen hätte bleiben müssen.
Ich war immer noch ein wenig perplex, dass Papa so gar nichts weiter zu mir sagte, normal machte er mir sonst immer voll die Szene wenn ich mit Meier zusammen auftauchte.
„Tja…. Dann wünsch ich euch noch einen schönen Tag“, sagte Papa und drehte sich zur Tür um. Ich schaute überrascht zu Marc. Doch plötzlich drehte sich mein Vater noch mal um: „Sonntag Punkt 12! Ihr wisst Bescheid!“
Marc schluckte, das hatte er befürchtet.
Ich war noch immer perplex.



So nun reicht es für heute Ich muss jetzt mal unbedingt ins Bett...

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25.10.2009 09:34
#91 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

„Was war das denn?“ fragte ich als Papa zur Tür draußen war.
Marc grinste und schaute zu Boden.
„Weiß er etwa…. Wusste er etwa schon……von uns?“
„Ich hab ihm nichts gesagt….er hat es selbst erraten!“ verteidigte sich Marc.
„Wie selbst erraten?“
„Naja er ist eben auch ein Mann und er weiß anscheinend wie ich ticke, ich brauchte nichts sagen, er wusste was ich denke..“
„Na das nenn ich mal beeindruckend.“ Mehr fiel mir dazu nicht ein.
Ich half Marc seine Klamotten in den Koffer zu packen, dann machten wir uns auf zu ihm nach Hause.
„Und nun?“ fragte ich, als ich die Koffer neben der Gardarobe fallen gelassen hatte.
„Hm… ich wüsste da schon was…“ Marc legte seine Arme um meine Hüften und zog mich an sich.
„MARC! Du bist gerade vom Krankenhaus heimgekommen!“
„Endlich, meinst du, ich bin endlich heimgekommen!“
Er küsste meinen Hals und seine Hände waren schon unter meinem T-Shirt. Ich bekam sofort Gänsehaut….
Trotzdem: ich hatte Prinzipien.
„Marc, das ist jetzt aber nicht gerade romantisch…“
„Muss ja nicht immer romantisch sein oder?“
„Nein, aber unser erstes Mal schon! Das hab ich dir schon mal gesagt!“

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25.10.2009 11:21
#92 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Die Frau macht mich wahnsinnig, dachte Marc. Endlich gibt es hier keine Glasscheibe mehr durch die wir beobachtet werden konnte, und trotzdem lässt sie mich nicht ran. Das gibt’s doch nicht. Gabi hatte sich da nicht so geziert. Ja gut, ich weiß, Gretchen und Gabi kann man nun wirklich nicht vergleichen, aber langsam wird es schon hart, dachte Marc. Ich muss mir unbedingt etwas einfallen lassen….
Plötzlich hatte Marc eine Idee.
„Okay, Gretchen, was hältst du von Kochen?“
„Super Idee! Was möchtest du?“
„Du darfst dir etwas aussuchen. Es gibt nur einen Haken an der Geschichte…“
„Und der wäre?“ fragte Gretchen.
Marc hielt mir seinen Autoschlüssel hin und sagte: „ ich war zwei Wochen nicht daheim, es gibt hier nichts essbares. Du musst schon noch mal losfahren.“
Ich lächelte, damit konnte ich leben.
„Und du legst dich schön auf dein Sofa und ruhst dich aus“, befahl ich. Schnappte mir den Schlüssel, hauchte ihm noch einen Kuss auf die Wange und ging zur Tür hinaus.
Von wegen, dachte Marc. Hinlegen konnte er sich später immer noch. Jetzt war keine Zeit zu verlieren.

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25.10.2009 13:16
#93 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Also, Marc haut sich jetzt wirklich rein, er weiß, dass er es jetzt nicht versemmeln darf
Was meint ihr, wird er Gretchen rumkriegen





http://www.youtube.com/watch?v=a_864Y7G4tk

Er ging in die Küche und öffnete einen Schrank, fand gleich darauf was er suchte. Eine große Tüte voll mit Teelichtern. Er ging ins Schlafzimmer. Puh Meier, das wird jetzt ganz schön hart. Das hatte er noch nie gemacht. Wie zaubert man Romantik?
Er verteilte die Teelichter im ganzen Raum. Hm, da fehlte irgendwie noch einiges. Meier denk nach, was ich noch romantisch? Draußen war es noch hell. Rollo runter vielleicht? Er testete es aus und es gefiel ihm ganz gut. Nur Kerzen noch nicht anzünden… Sollte er die Kerzen vielleicht als Herz auf den Boden stellen? Also ein paar davon? Gute Idee. Und nun? Sekt. Irgendwo musste doch noch so ein verflixter Kühler herumstehen, den hatte er mal von seiner Mutter geschenkt bekommen, weil sie der Meinung war, Mann von Welt braucht so etwas. Sekt war also gebongt, der Kühler stand in einem unteren Küchenschrank. Eis rein, Sekt rein, zwei Gläser, fertig. Na das ging doch alles ganz gut. Und Gretchen war gerade mal 15 Minuten weg. Er hatte bestimmt noch etwas Zeit. Gretchen im Lebensmittelladen, das konnte sich noch etwas hinziehen. Die Zeit würde reichen, um schnell noch bei dem Blumenladen unten gegenüber auf der anderen Straße…..
Er nahm seinen Ersatzhaustürschlüssel und flitzte los, okay, er war noch nicht wieder ganz fit, aber er lief so schnell er konnte.
Keuchend kam er im Laden an. Boah zwei Wochen im Bett und schon war die Kondition flöten.
„Zwanzig roten Rosen bitte….von den langstieligen“
Die Verkäuferin fing sofort an, die Rosen abzuzählen.
„Ach nehmen sie dreißig!“ korrigierte Marc.
Fünf Minuten später verließ er den Blumenladen wieder. Der Strauß war ja mal gar nicht auffällig, also schnell wieder ab in die Wohnung. Gott sei Dank, Gretchen war noch nicht wieder da. Ihm war in letzter Minute noch eingefallen, dass er noch ein paar kurze, günstigere Rosen mitnahm. Die langen stellte er nun in eine große Bodenvase neben das Bett, den kurzen zupfte er kurzerhand die Blätter ab und warf sie auf die cremefarbene Satinbettwäsche. Soweit war ja alles recht schön, aber irgendetwas fehlte noch. Er überlegte und sah sich im Zimmer um, langsam wurde er nervös.
MUSIK! Wo war noch dieser tragbare CD Player? Im Schrank ganz unten hinten, schnell raus damit und an die Steckdose. Ah, geht, was für ein Glück heute! Aber nun sollte es auch noch ein ganz besonderes Lied sein…..
Nach kurzem Suchen fand er die CD in seinem Regal. Da hörte er auch schon, wie der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde.
Oh nein, jetzt war es soweit, nervös blickte er sich um. Dann ging er nach draußen ins Wohnzimmer.

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25.10.2009 14:21
#94 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

„Hi! Du liegst ja gar nicht! Solltest dich doch ausruhen!“ schimpfte ich.
„Bleib mal bitte stehen wo du bist!“ sagte Marc und rannte an mir vorbei zur Gardarobe.
Was ist denn jetzt schon wieder, dachte ich leicht genervt.
„Wir kochen jetzt Pasta!“ rief ich ihm hinterher.
„Kochen kannst du später immer noch“, murmelte Marc. In einer Schublade fand er was er suchte.
„Kann ich jetzt nicht wenigstens erstmal die Sachen auspacken?“ fragte ich. „Die Tüten werden langsam schwer!“
Ich stand da wie der letzte Depp an der Bushaltestelle. Marc kam und nahm mir die Tüten ab, stellte sie bei Seite. Dann kam er wieder zu mir her und verband mir die Augen mit einem Tuch.
„Hey was….“
„Psssst“, sagte er nur und legte mir einen Finger auf die Lippen.
Na jetzt war ich ja mal gespannt!
„Und jetzt warte hier“, sagte er leise. „Bin gleich wieder da…“
Okay, mal sehen was jetzt kommt, dachte ich. Konnte mir nichts Besonderes vorstellen. Es könnte ja den Anschein erwecken, dass jetzt irgendwas total romantisches passierte, aber hallo? Ich war hier mit Marc Meier. Dieses Adjektiv gab es in Marcs Wortschatz nicht, also konnte da auch nichts kommen. Also wartete ich. So langsam würde ich mich dann doch gerne mal hinsetzen, wie lange dauert das denn noch? Am liebsten hätte ich mir dieses blöde Tuch wieder von den Augen genommen und angefangen zu kochen. Man hatte ich Hunger!
Aber ich wollte ja kein Spaßverderber sein…. Nach einer geschätzten Viertelstunde kam Marc endlich zurück. Er nahm mich an der Hand und führte mich durchs Wohnzimmer. Echt ein saublödes Gefühl so blind hinter ihm hergehen zu müssen. Hoffentlich stolperte ich nicht oder so was blödes. Dafür war ich ja prädestiniert. Immer im richtigen Moment ins Fettnäpfchen treten.
Ich spürte, dass Marc hinter mir stand, ich hörte einen leisen Klick und wusste kurz darauf, dass er Musik angemacht hatte…

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25.10.2009 14:24
#95 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=8fw8ilsqc2I

Dann nahm er mir das Tuch von den Augen. Ich musste zweimal blinzeln, weil ich dachte ich sehe nicht mehr richtig, dann musste ich mich in den Arm kneifen. Gretchen, du hast Halluzinationen. Du träumst, wach wieder auf.
„Gefällt es dir?“ hörte ich Marc fragen.
„Was meinst du?“ hörte ich mich fragen.
Marc sah mich etwas verdutzt an…
„Ist das echt?“ beeilte ich mich zu fragen.
Mensch Gretchen, jetzt aber… geht’s noch?
Aber diesmal verstand Marc mich nicht falsch. Mittlerweile hatte er sich gemerkt, dass ich immer alles doppelt und dreifach bestätigt haben musste. Also nickte er.
„Hast du…..das alles in der kurzen Zeit gemacht? Ich…..ich…“, mehr konnte ich nicht sagen. Mir stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben. Ich schaute mich in Marcs Schlafzimmer um. Überall Kerzen, am Boden bildeten sie sogar ein Herz. Musik. ROSEN UND ROSENBLÄTTER! Marc gab mir ein Glas Sekt. Der würde mich gleich noch abschießen, also der Sekt ;-)
Es war schöner als ich mir es jemals geträumt hatte.
„Marc das ist……traumhaft“, und schon wieder kamen mir die Tränen. Ich dachte ich hätte das jetzt unter Kontrolle.
„Gretchen, was hast du denn jetzt? Warum heulst du denn SCHON wieder?“ Jetzt war die Situation gekommen, in der Marc total überfordert war. Er hatte sich so viel Mühe gegeben und sie heulte? Also gut, heulen konnte man das nicht nennen, aber verstehen konnte er es auch nicht.

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25.10.2009 14:41
#96 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

„Vor Glück“, presste ich heraus.
Marc atmete erleichtert aus und nahm mich in die Arme...

Mit 14 wurde ich für diesen Traum in der Schule übel ausgelacht (ihr wisst schon, die Story in der Bravo) und jetzt, mit 30 durfte ich ihn endlich träumen. Und das Beste daran war, dass es in live noch viel besser war als im Traum…. Die erste Nacht mit Marc auf den Rosenblättern würde für mich unvergessen bleiben…



Den Rest dürft ihr euch denken

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25.10.2009 15:17
#97 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Als Marc am nächsten Morgen erwachte schlief Gretchen noch. Ihre blonden Locken verteilten sich rings um ihr Gesicht, das konnte er gerade so erkennen. Ein klein bisschen Licht viel durch die Schlitze des Rollos. Marc stand auf und zog es ein wenig weiter hoch, nicht viel, nur soviel, dass er sie betrachten konnte. Dann legte er sich wieder neben sie ins Bett.
War das eine Nacht. Er hätte nie geglaubt, dass Sex wirklich romantisch sein könnte. In dieser Nacht hatte dieses Wort eine ganz andere Bedeutung für ihn bekommen. So war es bis jetzt mit keiner Frau gewesen. Gretchen hatte ihn wahnsinnig gemacht, es hatte gefühlte Stunden gedauert. Der Sex mit Gabi war immer nur etwa 3-5 Minuten lang. Boah Meier, vergleich sie doch nicht immer mit Gabi, das ist ja voll aso. Das mit Gretchen, das war nicht vergleichbar, mit keiner Frau, die er je erlebt hatte. DAS war einzigartig. Jetzt wusste er auch, warum Mehdi so gar nicht von ihr los kam. Oh ne, weg mit dem Gedanken! Mehdi konnte er jetzt nicht in seinem Kopf brauchen, er wollte den Moment noch weiter genießen.
Ich könnte ihr Frühstück ans Bett bringen, dacht er plötzlich und wunderte sich über sich selbst. Ob die Kopfnuss von Alexis was an seinem Gehirn verändert hatte? Irgendwie war das schon alles sehr suspekt. Aber warum nicht. Sekt war auch noch da, ein paar Brötchen und so ließen sich sicher organisieren.
Marc war wirklich erstaunt über sich selbst. Er hätte nicht gedacht, dass er so etwas Mal für eine Frau tun würde….


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25.10.2009 15:18
#98 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Franz und Bärbel erwachten Samstagmorgen etwas später als sonst. Die Überstunden bei Gordon machten Bärbel echt zu schaffen. Zusätzlich zum Klinikdienst war es schon echt ziemlich anstrengend, sie hatte ja die ganzen letzten Jahre gar nichts gearbeitet. Es lag jetzt ein schönes, ruhiges Wochenende vor ihnen und sie hatte keine Lust auch nur einen Finger krumm zu machen.
„Franz was hältst du davon wenn wir morgen Essen gehen. Ich muss ja nicht immer kochen oder? Gretchen lässt sich eh kaum blicken und Jochen… Sag mal weißt du überhaupt wo Gretchen steckt? Ich hab sie gestern Abend gar nicht heimkommen hören. Das hat sie die ganze Woche nicht gemacht…“
„Bärbel wir können morgen nicht Essen gehen, ich hab Meier eingeladen. Das sollte auch deine zweite Frage beantworten!“
Bärbel fuhr erschrocken hoch.
„Sag nicht, Gretchen ist bei diesem…..diesem arroganten, beleidigendem, Mistkerl? Lernt sie es denn nie?“
„Franz zuckte nur mit den Schultern. Sie scheint glücklich zu sein…“
„Du weißt das schon länger? Warum hast du nichts erzählt?“
„Weil ich wusste dass du dich aufregen würdest und weil ich keinen Nerv dafür hatte.“
Bärbel guckte beleidigt.
„Hätte dir eigentlich auffallen müssen, sie war ja auch jeden Tag im Krankenhaus bei ihm!“
Bärbel sagte jetzt nichts dazu. Ihre Schicht lief jedes Mal nur so nebenher. Durch ihren Nebenjob hatte sie die Welt um sich herum ganz schön aus den Augen verloren. Und was sollte sie auch bei Meier im Zimmer nachschauen? Gut, er war wirklich ein hübscher, junger Mann und von daher konnte sie ihre Tochter auch verstehen. Aber vom Charakter her war er ja wirklich ein Mistkerl. Sie hatte sogar schon dazu beigetragen, dass aus den Beiden nichts wurde. Okay, war auch kein so galanter Zug von ihr, dafür hatte sie Gretchen ja in die Arme dieses Betrügers getrieben. Aber wer konnte das schon wissen!
„Na gut“, gab sie klein bei. „Dann kochen wir eben zu Hause.“ Es kam nämlich doch ein bisschen schlechtes Gewissen bei ihr durch. Wahrscheinlich wären die beiden schon längst glücklich miteinander wenn sie damals Gretchen die Botschaft von Marc ausgerichtet hätte.
Insgeheim wünschte sie sich nämlich nichts mehr, dass ihre Tochter endlich unter die Haube kam, mit wem auch immer. Sie wollte Gretchen als Hausfrau sehen, das sagte sie natürlich so niemals. Aber eine Frau gehört nicht den OP. Sie, Bärbel, merkte ja selbst wie anstrengend arbeiten für eine Frau ist und Gretchen ist zudem schon 30. Sie hatte genug gearbeitet und sollte nun endlich die schönen Seiten des Lebens kennen lernen. Kinder zum Beispiel. Bärbel lächelte still in sich hinein.
Also gut, gehen wir den nächsten Versuch an! Dachte sie und stand auf, um sich anzuziehen...

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25.10.2009 15:19
#99 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Mehdi landete pünktlich um halb zwölf in Berlin Tegel. Keine Sau wartete am Flughafen auf ihn, so sehr er es auch hoffte, aber wer hätte schon da sein sollen? Es wusste ja keiner außer Gretchen, wann er wieder hier ankommen würde. Und Gretchen….die hielt bestimmt schon wieder Marcs Hand, wenn er es nicht verbockt hatte. Grimmig wartete er auf seinen Koffer, der natürlich ganz am Schluss erst herauskam. Dann ging er nach draußen. Es war kein so ein schöner Tag. Für Ende September aber normal. Der Himmel hing voll Wolken, passend zu seiner Stimmung. Es nieselte leicht. Er winkte sich ein Taxi und stieg ein. Der Weg zu seiner Wohnung führte direkt bei Marc vorbei. Ob er mal aussteigen und klingeln sollte? Nur so zum Lagecheck? Dann beschloss er allerdings, es doch sein zu lassen. Vielleicht später, wenn er seine Koffer zuhause ausgepackt hatte. Er wusste eh nicht, wie er sich gegenüber Marc verhalten sollte. Eigentlich musste er so tun als wüsste er von gar nichts. Immerhin war er in Persien, laut der aktuellen Version. Wenn er jetzt Marc erzählen würde, dass er mit Gretchen zusammen auf Malle war, dann wäre es bestimmt kontraproduktiv. So gemein wollte er ja auch nicht sein. Immerhin hatte er es sich selbst zuzuschreiben, dass Gretchen davon gelaufen war. Er war so ein Volltrottel gewesen. Er hätte das wirklich anders aufziehen müssen. Aber alles wenn und aber half ja nun nichts mehr. Er entschloss sich dazu, Marc später Mal anzurufen und ihn zu fragen ob er heute Abend ein Bier mit ihm trinken würde.

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25.10.2009 15:26
#100 RE: Story von Julie Zitat · Antworten

Verschlafen blinzelte ich. Es war noch nicht richtig hell, wie viel Uhr es wohl war. Im Vergleich zu dem Morgen als ich neben Mehdi im Hotel aufgewacht war, wusste ich heute gleich, wo ich mich befand. Die Bettwäsche roch vertraut nach Marc und nach Rosenblättern, ein Glas Sekt stand neben mir auf dem Nachttisch. Ich schloss noch einmal die Augen, um die Nacht revue passieren zu lassen. Von dieser Seite hatte ich Marc noch nicht gekannt. Er sich vielleicht selbst noch nicht? Es war alles so romantisch, so zauberhaft kitschig. Ich musste lächeln. Bed of roses…. Rote Baccararosen, Sekt. Nur deswegen hatte er mich zum einkaufen geschickt. Ob das geplant war? Nee eher nicht, es war ganz spontan gewesen, wahrscheinlich weil ich ihn in der Gardarobe abgeblockt hatte. Wieder musste ich grinsen. Er hatte sich echt verdammt viel Mühe gegeben. Ob er das bei einer anderen auch schon mal gemacht hatte? Ich stellte mir Gabi, die blöde Schlampe in einem Rosenbett vor, es passte nicht zusammen. Außerdem lagen sie ja DAMALS auf dem Sofa, diese Bild prägte meine Vision. Ich war erleichtert.
Wo war eigentlich Marc? Im Bett lag er anscheinend nicht mehr, und hören konnte ich ihn auch nicht. Hm… ich glaub ich geh erst einmal duschen, er kommt bestimmt bald wieder.
Ich stand auf und schlich mich nackt aus dem Schlafzimmer. Im Bad lag schon ein feuchtes Handtuch und die Luftfeuchtigkeit war deutlich erhöht. Marc war also auch schon hier gewesen. Ich suchte nach einem frischen Badetuch und ging unter die Dusche. Hier kannte ich mich ja schon ein bisschen aus. Ich grinste erneut als ich an die Situation dachte, als ich mich hier verstecken wollte, gegen die vielen Knöpfe an der Wand kam und es dann von oben herab regnete. Damit hatte ich mich selbst ausgeliefert.
Diesmal war die Situation entspannter, ich duschte und ging wieder nach draußen. Im Bad hing ein Morgenmantel von Marc, den zog ich mir an. Um meine nassen Haare schlang ich mir ein Handtuch. Von Marc noch immer keine Spur. Mein Magen knurrte verdächtig. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon nach zehn war. Auf dem Weg zurück ins Schlafzimmer stolperte ich über meine Einkaufstüten vom Vortag. Hätte ja gleich dran denken könne, etwas zum Frühstück einzukaufen. Da aber nichts Essbares da war, schaltete ich die Kaffeemaschine ein und legte mich wieder ins Bett. Im Vorbeigehen schaltete ich den CD Player wieder ein und gab mir erneut Bon Jovi.
http://www.youtube.com/watch?v=ZMRPfCRV2xI

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