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Dieses Thema hat 55 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
Seiten 1 | 2 | 3
Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

26.11.2009 13:14
#26 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 26


„Alexis, ich bin zuhause!“; rief sie ins Haus herein, doch außer dem Ticken der großen Uhr im Flur war kein Geräusch aus dem Haus zu vernehmen. Gretchen ging zur Küche herüber, wo ihr direkt ein weißer Zettel ins Auge fiel.
„Na, mal wieder noch einen Patienten gehabt? Danke fürs Bescheid geben, ich bin ja nur dein Ehemann. Bin auf Geschäftsreise. Alexis.“ Gretchen las den Zettel ein zweites Mal durch und schmiss ihn dann auf die Anrichte zurück.
„Und wo bitte schön?“, fragte sie und ging dann nach oben, wo tatsächlich ein Koffer und ein paar Klamotten fehlten. Gretchen nahm ihr Handy hervor und versuchte erneut Alexis anzurufen, doch auch dieses Mal nahm er ihren Anruf nicht entgegen.
„Okay, ich kann verstehen dass du sauer bist. Aber sag mir bitte wohin du gefahren bist, sonst mache ich mir Sorgen.“, schrieb Gretchen am Abend als SMS, doch auch als sie am nächsten Morgen aufwachte hatte sie keine Nachricht bekommen, wobei sie innerlich begann sich über dieses kindische Verhalten aufzuregen. Was sollte das sein? Seine Rache dafür, dass auch er sich Sorgen gemacht hatte? Gretchen machte sich für die Arbeit fertig und ging dort angekommen als erstes zu Marc herüber. Heute fehlte jede Spur von Mehdi, der Marcs Ratschlag gefolgt war und endlich nach Hause gegangen war. Marc sah Gretchen bereits an als diese den Raum betrat. Er sah schon besser aus als noch am gestrigen Tag.
„Guten Morgen.“, sagte Gretchen leise, was von Marc erwidert wurde.
„Fühlst du dich besser?“ Marc nickte. Er hatte keine Lust mehr auf diese Fragen. In den letzten Tagen war es ihm dreckig genug gegangen, doch jetzt wo er sich besser fühlte kam wieder diese Ungeduld in ihm auf.
„Was macht eigentlich die Station?“, fragte er um sich abzulenken. Seine Gedanken hatten sich schon viel zu lange nicht mehr um seine Arbeit gedreht, was sie sonst andauernd taten. „Es läuft okay. Es ist anders wenn du nicht da bist.“
„Netter, ich weiß.“
„Ja, das ist es wohl. Aber auch irgendwie….ich habe halt bei den anderen nicht das Gefühl, dass ich mich zu hundertzehn Prozent auf sie verlassen kann.“
„Aber bei mir hast du das?“
„Im Arbeitsbereich auf jeden Fall.“
„Und wie viele Operationen macht ihr am Tag?“
„Marc, was sollen diese Fragen?“
„Hasenzahn ich werde wahnsinnig wenn ich noch einen Tag länger hier sein muss.“
„Du wirst auch noch viele weitere Tage hier sein, also gewöhn dich lieber schon einmal daran.“
Marc verdrehte die Augen und sah sich genervt im Raum um.
„Kannst du mir wenigstens ein paar Fachbücher und einen Laptop besorgen?“
„Marc, du bist auf der Intensivstation, das mit dem Laptop ist also ziemlich aussichtslos.“ „Apropos, wann werde ich denn verlegt?“
„In etwa vier bis fünf Tagen denke ich.“
„Und wann fangen wir mit allem anderen an? Essen, rumlaufen, operieren?“
„Witzig. Essen in etwa drei Tagen, rumlaufen je nachdem wie du das Essen verträgst in einer Woche und operieren, Gott weiß wann Marc.“ Marc schnaufte kurz und sah Gretchen dann an.
„Glaubst du, dass ich wieder operieren werde?“, fragte er, während Gretchen sich nun zu ihm aufs Bett setzte.
„Ich glaube niemand wird dich davon abhalten können es zu versuchen.“
„Stimmt, aber glaubst du auch, dass es wieder funktionieren wird?“
„Mit vierzig Prozent weniger Magen eine zehnstündige Operation durchstehen und das wörtlich genommen, ich denke es wird schwierig werden.“
„Oder auch unmöglich.“, sagte Marc nun, wobei Gretchen sich bei seinem Tonfall erschreckte.
„Ich denke schon, dass du das schaffst. Ich meine du bist du. Überleg mal in welchem Alter du Oberarzt geworden bist, du wirst das schon wieder hinkriegen.“, sagte Gretchen nun, doch Marc zuckte lediglich mit den Schultern und sank noch tiefer in seine Kissen.
„Soll ich dich jetzt alleine lassen?“, fragte Gretchen nach, während Marc nickte. Im Umkleideraum traf Gretchen auf Mehdi, der nun ebenfalls seinen Dienst begann.
„Guten Morgen.“
„Morgen!“, entgegnete Mehdi und drehte sich lächelnd zu Gretchen um. Seitdem er aufgestanden war fühlte er sich wie ein neuer Mensch. Wie erholsam Schlaf doch sein konnte für den Körper.
„Ich mache mir Sorgen um Marc.“
„Oh nein, was ist jetzt schon wieder los?“, fragte Mehdi, wobei seine gute Laune und die Erholung binnen Sekunden verschwunden waren. Marc hatte diese schwere Operation nun mal gehabt und er war noch lange nicht über den Berg, weshalb sie immer und immer wieder mit Rückschlägen rechnen mussten.
„Rein körperlich geht es ihm heute gut, aber er setzt sich gerade mit dem Thema auseinander ob er jemals wieder operieren kann.“
„ Verdammt.“, fluchte Mehdi. Genau davor hatte er sich gefürchtet. Auch Marc neigte wie seine Mutter dazu depressiv zu werden, mit dem Unterschied, dass Marc sich meist schnell wieder erholte und man es als Außenstehender nicht mitbekam.
„Ich werde gleich mal vorbeigehen.“; versprach Mehdi und verließ dann den Umkleideraum, nur um auf schnellstem Wege zu Marc zu gehen. Dieser starrte an die Decke als Mehdi hereinkam. Sein Job war sein Leben, operieren war sein Leben, das führte sich auch Mehdi noch einmal vor Augen, bevor er den Raum betrat.
„Guten Morgen. Na, wie geht’s dem Patienten?“, fragte Mehdi locker.
„Hey.“, entgegnete Marc lediglich.
„Und wie sind die Werte heute?“
„Gut.“
„Fieber?“
„Keins mehr.“
„Na, das hört sich ja gut an.“
„Wunderbar..“
„Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen? Nerven die Schwestern wieder?“ „Nein.“
„Marc, was ist los?“, fragte Mehdi, der sich nun ebenfalls auf Marcs Bett gesetzt hatte. „Glaubst du, dass ich wieder operieren werde?“
„Ja, nach erfolgter Reha, wieso nicht.“
„Das weißt du genauso gut wie ich. Die Chancen sind so gering.“
„Ja, aber sie sind da Marc. Was ist los mit dir? Du kannst doch jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, erst mal abwarten wie es jetzt weitergeht.“ Marc nickte etwas und sah Mehdi dann kurz an.
„Wenn ich nicht mehr operieren kann, dann werde ich meinen Posten als Oberarzt verlieren. Marc Meier an den Arsch der Welt. Huhu, dann kann ich eine Praxis als Allgemeinmediziner aufmachen, was für eine wahnsinnige Freude das wird.“
„Ja, aber Marc, es ist nicht das Ende der Welt, wenn man nicht mehr operieren kann.“ „Vielleicht nicht das Ende deiner Welt, aber auf jeden Fall das Ende meiner Welt.“
„Weißt du was? Ich mache dann auch dicht hier und wir machen eine Gemeinschaftspraxis auf. Das wäre ein Spaß. Den ganzen Tag Kaffee trinken, Däumchen drehen und zu geregelten Zeiten nach Hause gehen.“
„Kaffee trinken werde ich wohl auch nicht mehr können, Däumchen drehen ist mir zu langweilig und was soll ich bitte zuhause?“
„Marc hör auf damit!“
„Mehdi, wenn ich nicht mehr operieren kann, dann war’s das!“
„Seit wann steckst gerade du so schnell den Kopf in den Sand. Überleg doch mal durch was du dich schon alles durchgebissen hast. Du wirst dich doch jetzt wohl nicht hängen lassen, bevor es einen wirklichen Grund dazu gibt, oder?“
„Schau mich an Mehdi. Ich werde künstlich ernährt….ach weißt du was? Lass mich einfach alleine, ja?“
„Ja, ich werde dich jetzt alleine lassen, aber ich werde dich nicht in Ruhe lassen und das weißt du auch. Zur Not gibt es Antidepressiva wie bei Elke.“
„Ja, tolle Idee, du musst dir nur noch was einfallen lassen, wie ich sie einnehmen soll. Bei der nächsten Mahlzeit vielleicht?“ Mehdi atmete tief durch und stand dann auf.
„Hör auf dir solche Gedanken zu machen und fang lieber an dich durchzubeißen, statt dich hängen zu lassen.“, sagte Mehdi und verließ dann Marcs Zimmer. Er musste Gretchen Bescheid geben.

....to be continued!



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Ganz viel Marc, ganz viel Doktor Meier und ganz viel Drama

Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

30.11.2009 17:56
#27 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 27

„Okay, ich war gerade dort.“, erklärte Mehdi als er auf Gretchen traf.
„Tolle Laune, oder?“, fragte Gretchen, während sie ihr Frühstück in der Cafeteria mit einem großen Schokoladenriegel ausklingen ließ.
„Das hat nichts mehr mit toller Laune zu tun. Marc driftet gerade mit voller Wucht auf eine große Depression zu.“
„Marc? Der hatte mit so was doch wirklich noch nie Probleme.“, sagte Gretchen lachend. Marc Meier und Depressionen? Momente in denen er sich schlechter machte als er war? Gretchen lachte noch einmal, musste dann allerdings feststellen, dass es kein Scherz war, da Mehdi sie noch immer ernst ansah.
„Du meinst das ernst?“, fragte Gretchen und legte ihren Schokoriegel beiseite.
„Elke nimmt seit Jahren Antidepressiva und auch Marc hatte zwischendurch eine Phase, wo es ihm richtig dreckig ging, das war allerdings vor deiner Zeit. Da war er von heute auf Morgen dem Druck im Krankenhaus nicht mehr gewachsen und hat den Kopf in den Sand gesteckt. Erinnerst du dich noch, das wir darüber gesprochen haben, dass sein Job sein Leben ist und an das was ich dir gesagt habe, als wir in seiner Wohnung waren?“
„Du meinst dass er keinen Selbsterhaltungstrieb hatte?“
„Ja, zum Beispiel. Das ist das was er gerade deutlich äußert. Wenn er nicht mehr operieren kann, verliert er seinen Oberarztposten und ist für den Krankenhausdienst nicht mehr geeignet. Was soll er dann tun? Eine eigene Praxis eröffnen? Er hat für sich keine Zukunftsperspektive, sollte er nicht mehr selber operieren können.“
Gretchen sah Mehdi eine Weile schweigend an.
„Was machen wir denn jetzt?“, fragte sie.
„Abwarten und ihn ertragen. Vielleicht legt sich das alles ja wieder, wenn er in den nächsten Tagen beginnt Fortschritte zu machen.“ Gretchen nickte und schaute dann auf ihr Handy. Immer noch keine Nachricht von Alexis. Wo er bloß steckte?
Marc versuchte sich derweil nicht mehr mit seinen Gedanken zu quälen, was ihm allerdings so gut wie gar nicht gelang. Als Gretchen am Abend zu ihm kam, war Marc gerade eingeschlafen, so dass sie leise wieder herausging. Sie hatte mit ihrem Vater besprochen, dass Morgen ein paar Tests stattfinden sollten um zu überprüfen ob Marcs Magen schon wieder funktionsfähig war, so dass sie ihn wenigstens von der künstlichen Ernährung befreien konnten. Gretchen konnte nur schätzen wie viel er bereits abgenommen hatte, aber es war nicht wenig.
„So guten Morgen.“, tönte Gretchen am nächsten Morgen laut als sie die Tür zu Marcs Zimmer aufstieß.
„Morgen.“, entgegnete Marc und blinzelte Gretchen verschlafen an.
„Genug geschlafen. Wir haben heute einiges mit dir vor.“ Gretchen lächelte Marc dabei an, der ihr sichtlich nicht folgen konnte und ging zum Monitor herüber um Marcs Werte zu kontrollieren, wobei sie insgeheim hoffte, dass diese so gut ausfielen, dass ihr Plan nicht ins Wanken geriet. Eigentlich war es zu früh, eigentlich brauchte Marc noch Ruhe, doch nach allem was Mehdi ihr gestern erklärt hatte, konnte sie verstehen, dass sie nicht mehr warten konnten. Marc würde das nicht ertragen.
„Erklärst du mir noch was hier los ist, oder spielen wir ein Spiel?“
„Gute Idee. Du hast einen Patienten, der nach einer vierzigprozentigen Magenresektion künstlich ernährt wird, allerdings stabile Werte aufweist. Der Patient ist sehr schwierig. Er hat ein zu großes Ego und definitiv viel zu wenig Geduld. Außerdem hat er momentan eine nicht ganz stabile Psyche. Du magst den Patienten und hast Angst, dass es ihm statt besser bald schlechter geht, wenn du nichts unternimmst. Was also würdest du tun?“
„Untersuchen um festzustellen, inwieweit die künstliche Ernährung noch notwenig ist und dann baldmöglichst wieder auf die Menschheit loslassen.“, entgegnete Marc.
„Gut.“, stimmte Gretchen zu und setzte sich dann zu Marc aufs Bett, wobei sie den Knoten seines OP Hemdes im Nacken löste und seinen Oberkörper freilegte um ihn von den Kabeln zu befreien. Marc schloss kurz die Augen als Gretchen sich so über ihn beugte. Er liebte den Duft ihrer wallenden Haare so sehr.
„So, du versprichst mir auf dem Weg nicht instabil zu werden, ich befreie dich nämlich jetzt von dem ganzen Kram.“, sagte Gretchen und löste die Elektroden vorsichtig von Marcs Brust. „Ich verspreche dir mich auf jeden Fall zu melden.“
„Du weißt das ich das alles nicht gut finde, es aber für dich tue, okay.“, stellte Gretchen noch einmal klar, die es definitiv für zu früh hielt.
„Glaub mir, ich sag Bescheid wenn was nicht stimmt, aber lass es uns wenigstens versuchen, sonst werde ich mit Sicherheit noch wahnsinnig.“, erklärte Marc, während Gretchen die Decke wieder über ihn legte und die Bremsen des Bettes löste.
„Ich danke dir.“, sagte Marc, wobei er Gretchen sanft am Arm fasste.
„Ich weiß, dass du das Selbe definitiv auch für mich tun würdest.“
„Ich hoffe nicht, dass du jemals in diese Situation kommen wirst.“ Gretchen sah Marc in die Augen, wobei seine Hand noch immer auf ihrem Arm lag. Sie streckte ihre Hand aus und strich Marc eine Strähne aus der Stirn.
„Wir kriegen das schon alles wieder hin, nur bitte, verlier nicht die Geduld, sollte es heute nicht funktionieren. Gib dir selber etwas Zeit.“, appellierte Gretchen noch einmal. Währenddessen kam eine Schwester herein, die Marc gemeinsam mit Gretchen zur Untersuchung begleiten sollte.
„Meier. Kälbchen, wo ist denn der Monitor?“
„Papa, er meldet sich schon, wenn was ist.“
„Richtig. Herr Professor. Danke das sie die Untersuchung heute schon durchführen.“
„Danken Sie nicht mir Meier, ich hätte ihr Starrsinnigkeit schon ausgebremst, aber meiner Tochter war es aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund sehr wichtig.“ Marc nickte etwas und atmete dann tief durch.
„So, dann schauen wir uns das Ergebnis der Operation mal an. Meier, wenn sie Schmerzen haben, machen sie den Mund auf.“ Marc lehnte sich in seinem Bett zurück und schloss die Augen. Er würde mit Sicherheit nichts sagen. Je besser die Untersuchung verlief umso schneller war er hier raus.
„Das sieht gut aus Meier, hervorragend.“, stellte Franz fest und drehte den Monitor so, dass Marc die Ergebnisse selber begutachten konnte. Marc gab sich größte Mühe konzentriert auf den Monitor zu achten, wobei er versuchte die unmenschlichen Schmerzen zu ignorieren. Gretchen nahm die Schweißperlen auf Marcs Stirn und auch die zusammengebissenen Zähne wahr und fragte sich ob es nicht doch zu früh gewesen war für diese Qualen.
„Sehr gut, ja.“, brachte Marc hervor, während Franz nun aufhörte Druck auf Marcs Abdomen auszuüben, da er sich nun alles von allen Seiten ausreichend angesehen hatte.
„Die Wunde sieht auch gut aus. Meinetwegen können die nächsten Schritte jetzt eingeleitet werden.“
„Danke Herr Professor.“, sagte Marc und schaute dann auf Gretchen. Es fiel ihm schon schwer genug vor Gretchen Schwäche zu zeigen, aber vor dem Professor war das eine einzige Katastrophe.
„Na dann hoffe ich, dass du ordentlichen Hunger hast.“, sagte Gretchen und schob Marc dann aus dem Zimmer heraus. Wieder auf der Intensivstation angekommen sah Gretchen Marc nachdenklich an, der weiß war wie eine Wand.
„Geht’s dir gut?“, fragte sie skeptisch.
„Was denkst du denn?“
„Ich denke du hast dich auf jeden Fall ganz wacker geschlagen.“, sagte Gretchen und schloss Marc dann wieder an den Monitor an, wobei Marc binnen Sekunden eingeschlafen war. Es hatte ihn unendlich viel Kraft gekostet, auch wenn er das nicht wahr haben wollte.
Gretchen beschloss Marc noch etwas schlafen zu lassen, bevor sie ihn mit dem Essen malträtierte, was Marc so oder so schwer genug fallen würde.
„So, ich habe gekocht.“, sagte Gretchen lachend und stellte Marc die Schüssel mit dem Haferschleim vor, wobei Marc angeekelt das Gesicht verzog.
„Na ja, kein Schnitzel mit Pommes, aber ein wahrhaftiges Festmahl im Gegensatz zur künstlichen Ernährung, was?“
„Okay, Punkt für dich. Aber wirklich freuen tue ich mich erst, wenn ihr mir alle Schläuche entfernt habt.“ Gretchen nickte und setzte sich zu Marc aufs Bett.
„Willst du dir das jetzt wirklich antun?“, fragte sie skeptisch und war sich dabei nicht sicher, ob sie es aushalten konnte ihn schon wieder leiden zu sehen.
„Alles andere würde mir nicht ähnlich sehen.“, antwortete Marc und nahm dann den Löffel zur Hand.
„Ganz langsam und stell dich darauf ein, dass es sich seinen Weg nach draußen wieder suchen wird.“ Marc warf Gretchen einen bösen Blick zu und aß dann den ersten Löffel, wobei er selber spüren konnte, wie das Essen sich seinen Weg zum Magen suchte, was nicht grade angenehm war. Ohne die Reaktion seines Magens abzuwarten schob Marc den zweiten Löffel hinterher, während Gretchen ihn genau beobachtete.
„Die Köchin sollte erschossen werden.“, sagte Marc und atmete dabei tief durch.
„Na, was gibt’s hier gutes, pürierte Möhrchen?“, fragte Mehdi als er den Raum betrat und erntete von Marc ebenfalls einen bösen Blick.
„Eigentlich fehlt es wirklich nur noch, dass Hasenzahn mir ein Lätzchen umbindet und mir nach jedem Hapsie den Mund abwischt.“, entgegnete Marc, während Gretchen die Augen verdrehte.
„Morgen dann also püriertes Schnitzel mit Mayonnaise, ne Marci.“, sagte Gretchen und wuschelte Marc dabei durch die Haare.
„Witzig.“
„Nein ohne Witz, verträgst du es?“, fragte Mehdi nun nach.
„Hallo? Ich hatte gerade mal zwei Löffel. Man kommt ja hier nicht zum essen.“, sagte Marc und nahm den Löffel dann erneut zur Hand, obwohl sein Magen mittlerweile zu schmerzen begann.

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Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

01.12.2009 16:55
#28 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 28

„Ich komme gleich wieder rein, muss erst noch zu einer Patientin.“, erklärte Mehdi und verließ den Raum dann wieder, während Marc einen weiteren Löffel zur Hand nahm. Es war der Letzte der sich in der Schüssel befunden hatte. Gretchen nahm die leere Schüssel an sich und stand dann auf.
„Ich bringe sie schnell raus, sehe auf dem Weg noch nach einem anderen Patienten und bin dann sofort wieder bei dir.“, erklärte Gretchen und verließ dann den Raum, während Marc sich in seine Kissen sinken ließ. Sein Magen schmerzte und er hatte das Gefühl als würde das Essen sich seinen Weg zurück nach oben suchen. Marc stellte sein Bett senkrecht, was zumindest gegen letzteres Abhilfe verschaffte. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und hoffte, dass Gretchen sich noch etwas Zeit ließ um nicht das komplette Elend mit ansehen zu müssen, allerdings kam Gretchen postwendend ins Zimmer zurück. Sie fragte erst gar nicht, sondern setzte sich lediglich zu Marc aufs Bett.
„Mal schauen ob es drin bleibt, was?“, fragte Gretchen, während Marc nur nickte. Es hatte keinen Sinn vor Gretchen den starken zu markieren, oder so zu tun als sei alles in bester Ordnung.
„Kannst du mir irgendwas erzählen?“, fragte Marc, der dringend Ablenkung benötigte. „Natürlich kann ich das. Neulich hat Schwester Sabine….“, begann Gretchen zu erzählen, während Marc weiter mit sich selber kämpfte. Gretchen beobachtete Marc genau und redete dabei über belangloses Zeug, was Marc wirklich abzulenken schien.
„Und, wie sieht’s jetzt aus?“, fragte Mehdi direkt als er das Zimmer wieder betrat.
„Bis jetzt ist alles drin geblieben und ich mag mal die vorsichtige Prognose aufstellen, dass es das jetzt auch bleibt.“
„Gute Neuigkeiten. Bin grad ein bisschen im Stress. Komme später wieder rein.“, sagte Mehdi und verließ das Zimmer dann wieder.
„Dann kann ich ja jetzt wohl endlich aufhören zu reden. Langsam sind mir aber auch wirklich die Themen ausgegangen.“, sagte Gretchen lachend.
„Ach wirklich? Ich hätte da noch ein Thema.“, sagte Marc und nahm sich nun endlich ein Herz. Er hatte gerade ein Erfolgserlebnis. Eines der wenigen, das er in den nächsten Wochen haben konnte, weshalb er einen Tiefschlag nun besser verkraften konnte als zu einem anderen Zeitpunkt. Das zumindest redete er sich ein, während Gretchen ihn interessiert ansah. Nichtsahnend, definitiv, da sie noch nicht wieder versucht hatte abzublocken.
„Ich….du….als ich zusammengebrochen bin, wegen Kalle, ich habe….ich weiß, dass ich dir gesagt habe, dass ich….“, stotterte Marc und holte dann noch einmal tief Luft.
„Ich weiß, dass ich dir gesagt habe, dass ich dich liebe und ich weiß immer noch nicht was du darüber denkst.“
„Marc bitte.“
„Nein Hasenzahn. Was ist denn los mit dir? Sonst bist du diejenige die immer über alles reden will, ich kann das jetzt einfach nicht länger vor mir herschieben. Ich habe das Gefühl als würde es mich von innen auffressen und ich kann es mir wirklich nicht erlauben auch noch den Rest meines Magens zu verlieren.“, scherzte Marc und sah Gretchen dabei an.
„Ich kann das nicht.“
„Was kannst du nicht?“
„Glaubst du du bist mir egal?“
„Ich weiß, dass ich dir nicht egal bin.“
„Also warum tust du mir das an? Ich bin verheiratet Marc und das weißt du auch und ich mag Alexis wirklich sehr und bin sehr glücklich mit ihm. Ich war es zumindest bis du dich nicht mehr zurückhalten konntest und mir unbedingt deine Liebe gestehen musstest.“
„Ja, weil es so ist Gretchen!“
„Und wie soll das bitteschön funktionieren? Soll ich mich jetzt scheiden lassen und mich meinen Gefühlen für dich hingeben nur um dann nach ein paar Monaten von dir betrogen und sitzen gelassen zu werden? Niemals Marc! Niemals.“
„Wieso bist du dir so sicher, dass ich dir so was antun würde?“
„Weil du nun mal so bist Marc.“
„Mittlerweile solltest du eigentlich mehr über mich wissen.“
„Können wir bitte aufhören über dieses Thema zu reden. Tu mir das bitte nicht an und lass mich mein Leben mit Alexis weiterleben. Du hattest deine Chance, du hattest genau genommen unendlich viele Chancen, aber du hast sie nicht genutzt und jetzt ist nun mal der Zeitpunkt erreicht, wo es zu spät ist.“ Marc nickte etwas.
„Also hast du dich entschieden?“
„Was bleibt mir denn anders übrig? Glaubst du mir fällt das leicht? Aber ich trage nun mal diesen Ring hier und diesen Namen und ich werde das alles nicht einfach so wegwerfen um deine Gefühle zu befriedigen, die in wenigen Monaten dann, wie hast du es so schön genannt, nonexistent sind. Das geht einfach nicht Marc.“
„Gretchen ich habe das nicht aus Spaß gesagt.“
„Nein, aber du wusstest auch nicht ob du jemals wieder aufwachen würdest.“
„Ach glaubst du ich habe es nicht ernst gemeint?“
„Du warst auf jeden Fall in keiner klaren Verfassung.“
„Gut, fein. Hasenzahn….ich…..ich liebe dich!“, sagte Marc, während Gretchen nun mit Tränen in den Augen von seinem Bett aufstand.
„Das geht aber nicht.“, sagte sie und verließ dann den Raum. Wie lange hatte sie sich dieses Gespräch mit Marc gewünscht? Wie lange hatte sie darauf gewartet, dass er ganz der nette Marc Meier war, der Mann der auch mal offen über seine Empfindungen und Gefühle sprechen konnte? Und ausgerechnet jetzt wo sie seine Gefühle nicht mehr erwidern konnte und wollte geschah genau dieser Moment. Sie war verheiratet. Wo zum Teufel war eigentlich Alexis?
Marc merkte derweil wie Tränen in ihm aufstiegen. Etwas das er so selten verspürte. Wieso hatte er nur so lange gewartet?
Gretchen schaute in ihrem Spind auf ihr Handy, das tatsächlich eine SMS anzeigte.
„Gut, mein Verhalten war also kindisch, deins aber auch. Ich hab dich gesehen in seinem Bett und ich kann und werde mir so etwas einfach nicht gefallen lassen, egal wie sehr ich dich liebe. Ich brauchte diese Geschäftsreise nun um Abstand zu gewinnen und dir die Zeit zu geben dir über deine Gefühle klar zu werden, ich liebe dich nämlich. Mach dir bitte keine Sorgen, ich bin nur in England und melde mich wieder. Alexis.“
Gretchen warf ihr Handy zurück in den Schrank und atmete tief durch. Er hatte sie also zusammen gesehen und alles falsch interpretiert, wobei er dann auch noch abgehauen war, statt mit ihr darüber zu reden. Das war nun wirklich kindisch.

....to be continued!



DANKE AN MARC_MEIER_FAN für die tolle Signatur.
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Ganz viel Marc, ganz viel Doktor Meier und ganz viel Drama

Dr.Ryina Offline

Schwesternhelferin:


Beiträge: 279

02.12.2009 20:06
#29 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 29

Mehdi hatte derweil ein weiteres Kind auf die Welt geholt und wischte sich zufrieden den Schweiß ab, das war wirklich ein erfolgreicher Tag heute. Nachdem er sich gewaschen hatte beschloss er zu Marc zu gehen, da dieser am heutigen Tag wirklich zu kurz gekommen war. Als Mehdi die Tür zu Marcs Zimmer aufstieß traute er im ersten Moment seinen Augen nicht. „Marc. Was um alles in der Welt tust du da?“, fragte Mehdi und sah Marc an, der gerade die Beine aus dem Bett geschwungen hatte und im Begriff war aufzustehen. Den Monitor hatte er abgestellt und sich von den Kabeln befreit.
„Ich muss hier weg Mehdi!“
„Du musst vor allen Dingen zurück ins Bett!“, entgegnete Mehdi und ging auf Marc zu, der auf dem besten Wege war wirklich aufzustehen.
„Hast du keine Schmerzen?“
„Ach Mehdi, die halte ich schon aus. Hilfst du mir jetzt oder nicht?“
„Was? Nein! Natürlich helfe ich dir nicht. Ich helfe dir höchstens zurück ins Bett und schließe dich wieder an den Monitor an, das ist dann allerdings auch schon mit Abstand alles wobei ich dir helfe.“
„Du verstehst das nicht. Ich war schon viel zu lange hier, ich muss….“
„Leg dich wieder hin Marc, ich meine es ernst. Was zur Hölle ist denn in dich gefahren.“ „Nichts worüber ich jetzt mit dir reden will.“
„Hey, wir reden über alles.“
„Ja, aber nicht darüber.“
„Legst du dich jetzt freiwillig wieder hin, oder musst du erst kläglich scheitern bei dem Versuch aufzustehen und dich möglicherweise mit dieser Aktion um Tage zurückwerfen, da die Schmerzen unerträglich sein werden?“, fragte Mehdi und trat einen Schritt zurück. Er konnte Marc so oder so nicht aufhalten, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte. Und tatsächlich startete Marc den Versuch aufzustehen, wobei er sich am Bett festhielt. Seine Narbe schmerzte und das Essen, welches er ja erst vor so kurzer Zeit aufgenommen hatte, rebellierte auf schmerzhafte Art und Weise in seinem Magen. Mehdi stand lediglich dort und betrachtete Marc, der sich wütend wieder aufs Bett sinken ließ und im selben Moment schon zu würgen begann. Sein Magen krampfte sich zusammen und ehe er sich versah übergab er sich auch schon, direkt auf den Boden vor seinem Bett, wobei er vor Schmerzen laut aufstöhnte. Mehdi war direkt bei Marc angekommen und drückte auf den Alarmknopf neben Marcs Bett, woraufhin Gretchen direkt allarmiert werden würde. Was auch immer zwischen den beiden vorgefallen war, es hatte Marc schwer mitgenommen, da er eigentlich zu vernünftig war um eine solche Dummheit anzustellen und seine Genesung dermaßen in Gefahr zu bringen. Gretchen schreckte aus ihren Gedanken auf, als ihr Piepser losschrillte. Sie hatte sich gerade alleine ins Schwesternzimmer zurückgezogen um nachzudenken.
„Mist!“, entfuhr es ihr sofort und sie lief los. Mehdi hatte Marc mittlerweile wieder ins Bett verfrachtet.
„Ich hoffe für dich, dass du sie nicht angepiept hast.“, brachte Marc hervor.
„Natürlich habe ich sie angepiept. Ich bin kein Halbgott in Weiß, ich behandele nur dicke Frauen, weißt du nicht mehr?“ Marc schüttelte den Kopf und erklärte Mehdi dann was er tun musste und welche Medikamente er nun brauchte, wobei im selben Moment schon die Tür aufging und Gretchen hereinkam.
„Wir haben hier alles unter Kontrolle, du kannst also wieder gehen.“, sagte Marc sofort, wobei Mehdi ihn überfordert ansah, denn eigentlich hatten sie bisweilen noch gar nichts unter Kontrolle.
„Was ist denn los?“, fragte Gretchen und schaute auf Mehdi.
„Marc hat….“, begann Mehdi, doch Marc unterbrach ihn direkt.
„Es ist alles okay, okay? Du kannst wieder gehen.“ Gretchen sah Marc eine Sekunde lang an und erschrak bei der Kälte in seinem Blick. Sie drehte sich um und verließ den Raum, während Marc Mehdi weitere Instruktionen gab, was er nun tun sollte.
„Was war das gerade für eine Nummer mit Gretchen?“, fragte Mehdi als es Marc wieder besser ging.
„Hatte ich nicht gesagt, dass ich nicht darüber reden will.“
„Du weißt ja, dass es mir schon immer egal war, ob du über ein Thema reden wolltest oder nicht. Wenn ich finde, dass du darüber reden solltest, dann tu es besser.“ Marc sah Medhi genervt an.
„Also, ich warte.“
„Ich habe ihr noch einmal gesagt dass ich sie liebe.“
„Mutig.“
„Bescheuert. Sie hat mich in meine Schranken gewiesen und jetzt stehe ich da wie ein verliebter Dorftrottel.“
„Ja, das Gefühl kenne ich.“
„Nein, das kennst du nicht. Ich liege hier in diesem scheiß Zimmer, kann nicht weg, kann ihr nicht aus dem Weg gehen und bin auf eine gewisse Art und Weise vollkommen auf sie angewiesen. Ich will hier weg Mehdi, ich meine es wirklich ernst.“
„Ja, aber Marc, du weißt, dass es da keine Chance gibt. Du hast nur noch ein paar Tage hier und dann wirst du wenigstens auf deine eigene Station verlegt.“
„Ja, das ist sowieso das Beste was mir passieren kann.“, sagte Marc ironisch und atmete dann tief durch. Egal wie er es drehte und wendete, Mehdi hatte Recht, es gab keine andere Möglichkeit für ihn.
„Geht’s dir jetzt wieder besser?“
„Ich sprühe förmlich vor Gesundheit.“, entgegnete Marc genervt.
„Es war richtig, dass du es ihr noch mal gesagt hast. Ich denke nicht das du vollkommen chancenlos dort stehst, aber klar sie ist mit einem Millionär verheiratet und….“
„Ja danke Mehdi, ich kenne die Geschichte und meine Aussichten in dieser.“
„Kann ich dich jetzt alleine lassen?“
„Ich wäre dir auf jeden Fall dankbar dafür.“ Mehdi nickte und klopfte seinem besten Freund auf die Schulter.
„Und bau keine Dummheiten mehr, im Enddefekt werfen sie dich nur um Lichtjahre zurück und alles dauert noch viel länger.“ Marc nickte und war erleichtert als Mehdi den Raum verlassen hatte. Gretchen wartete derweil noch immer vor Marcs Zimmer und sah Mehdi direkt an als dieser herauskam.
„Was ist los?“
„Marc wollte gehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Schlussendlich ist dann sein Essen gegangen. Tat glaube ich weh.“
„Klasse! Dieser Idiot!“
„Er hat also mit dir geredet, ja?“ Gretchen nickte kurz.
„Und du hast dich entschieden, richtig?“
„Ich habe keine Möglichkeit mich zu entscheiden oder drücken wir es anders aus, ich habe mich bereits entschieden.“
„Du weißt wie er ist, geh ihm am besten in den nächsten Tagen so gut wie es geht aus dem Weg.“
„Gute Idee und echt super zu realisieren als seine behandelnde Ärztin.“
„Dann gib es ab. Frag jemand anderen, aber bitte erspart euch beiden das einfach. Ich kann ihn nicht aufhalten, wenn er hier raus will, dann wird er sich entlassen.“ Gretchen nickte etwas und ging dann zurück zur Station. Marc lag derweil grübelnd in seinem Bett und versuchte den Tag herum zu kriegen. Morgen hatte er eine neue Chance etwas zu essen und das mit dem Aufstehen hatte soweit doch schon ganz gut geklappt.
„Marc.“, erklang plötzlich eine Frauenstimme, die Marc nur allzu bekannt vorkam.
„Gabi.“, brachte Marc sarkastisch heraus.
„Ich….wie geht’s dir?“, fragte Gabi und blieb dabei zögerlich in der Tür stehen.
„Du willst wissen wie es mir geht?“, fragte Marc. Dieser Tag war wirklich super. Marc schlug die Bettdecke zurück und schob sein Hemd herauf, so dass Gabi den Zugang für die künstliche Ernährung und den Verband erkennen konnte.
„Erklär es dir selber. Wie kann man nur so abgebrüht sein? War das dein Plan ja? Wolltest du mich fertig machen, dafür dass ich dein beschissenes und nutzloses Leben gerettet habe? Das ist die gelungen. Herzlichen Glückwunsch. Ich werde in diesem Leben wahrscheinlich niemals wieder operieren können und bin vollkommen am Ende. Du hast alles erreicht was du erreichen wolltest. Ich hoffe du wirst an deinen Schuldgefühlen ersticken du Miststück!“, machte Marc sich Luft, während Gabi ihren Tränen freien Lauf ließ.
„Es tut mir so leid!“
„Steck dir deine scheiß Entschuldigung in deinen hässlichen Arsch und lass mich in Ruhe!“, entgegnete Marc scharf, während Gabi nun den Raum verließ. Gabi, das war genau das gewesen was ihm an diesem schrecklichen Tag gefehlt hatte um ihn komplett zu machen.
„Hallo Doktor Meier!“, erklang wenige Minuten später die Stimme eines anderen Oberarztes. „Dr. Lützow.“, entgegnete Marc und war froh, dass er keine Sekunde gehabt hatte überhaupt nachzudenken.
„Frau Doktor Haase….“
„van Buren.“, unterbrach Marc ihn sarkastisch. Sollte sie doch seinen scheiß Millionärsnamen tragen und damit glücklich werden.
„Ach ja stimmt ja, Herr Kollege. Mensch, ich vergesse immer, dass sie ja jetzt verheiratet ist.“ „Ja? Ich nicht.“, entgegnete Marc und sah seinen Kollegen dann wieder an.
„Nun ja, ich habe Ihren Fall auf jeden Fall nun übernommen und wollte mir alles mal ansehen.“ Marc nickte etwas. Ein sauberer Schnitt.

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Dr.Ryina Offline

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04.12.2009 16:14
#30 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 30

Gretchen versuchte sich in den nächsten Tagen nicht nach Marc zu erkundigen und stattete ihm auch keinen Besuch ab, aber schon am dritten Tag musste sie feststellen, dass sie es kaum aushielt und ging nun doch zu Mehdi.
„Wie geht’s ihm?“, fragte Gretchen und ließ sich auf den Stuhl vor Mehdis Schreibtisch fallen.
„Gut. Er macht Fortschritte. Heute ist Tag drei mit essen und es klappt gut. Dr. Lützow hat mit Marc besprochen, dass er heute von der künstlichen Ernährung befreit wird und dann in den nächsten Tagen verlegt wird.“
„Heute schon? Aber ist das nicht etwas früh, ich meine….“
„Gretchen bitte.“, unterbrach Mehdi sie, während Gretchen tief durchatmete und wieder zurück auf die Station ging. Sie machte einen Abstecher in Marcs Büro, wo der Schreibtisch vor lauter Akten kaum noch zu erkennen war. Irgendjemand musste sich bald darum kümmern, was sie dringend mit ihrem Vater besprechen musste. Gretchen holte sich die Krankenakte hervor die sie benötigte und schaute sich an der Tür noch einmal um. Wie gerne sie ihn nun hinter dem Schreibtisch gesehen hätte. Marc wurde derweil auf die Entfernung der Sonde vorbeireitet. Er kannte die Abläufe genau, weshalb er nicht sonderlich nervös war. Das Einzige was ihn nervös machte, war die Tatsache dass die Verlegung auf die andere Station, seine Station, zum greifen nah war. Dr. Lützow konnte ihn dort nicht weiter behandeln und zwangsweise würde Gretchen wieder involviert werden, zumindest solange bis das er sich dagegen aussprechen würde. Marc hatte auch dank Mehdi beschlossen den Kopf nicht hängen zu lassen, was ihm allerdings von Tag zu Tag schwerer fiel. Er kämpfte dagegen an, dass die schlechten Gedanken Besitz von ihm ergriffen und doch wurde es mit jedem einzelnen Tag den er sie nicht sah schwieriger. Gretchen hatte wirklich einen sauberen Schnitt gemacht. Sie hatte mit seiner Behandlung nichts mehr zu tun und hielt es auch nicht für nötig zu ihm zu kommen um ihn zu besuchen. Nicht mal an einem Tag wie heute. Marc wusste das Mehdi ihn und seine Laune genau beobachtete, zurecht. Seine Mutter hatte schon öfter als einmal bewiesen, dass Depressionen in hoher Art und Weise zur Familie gehörten, doch Marc wollte das nicht zulassen, obwohl er kaum wusste wie er dagegen ankämpfen sollte.
„So, dann ist jetzt also der große Tag da. Zwei Schwestern werden Sie gleich abholen und auf die neue Station bringen.“, sagte Dr. Lützow fröhlich als er zu Marc ins Zimmer hereinkam. Er hatte die Entfernung der Magensonde erfolgreich hinter sich gebracht und auch die ersten Schritte hatte er schon gemacht.
„Na ja, neu ist die Station ja nun wirklich nicht für mich.“, entgegnete Marc und sah seinen Kollegen dabei an, der amüsiert lächelte.
„Alles Gute Meier, ich hoffe wir treffen uns bald mal wieder im OP.“ Marc nickte etwas, auch wenn er das selber immer noch für vollkommen unwahrscheinlich hielt.
Schwester Sabine und Schwester Yvonne kamen vorbei um Marc abzuholen.
„Wir sind ja alle sehr froh Sie wieder zu sehen.“, erklärte Schwester Sabine, während Marc etwas auflachte.
„Ich glaube Ihnen kein Wort!“, entgegnete er, während Sabine ihn nur schmunzelnd ansah und Marc sich zum ersten Mal in seinem Leben Gedanken darüber machte, ob ihn auf seiner Station überhaupt jemand leiden konnte. Marc wurde es mit einem Mal unwohl als er daran dachte, dass ihn höchstwahrscheinlich niemand dort vermisst hatte. Das alles hatte ihm noch nie etwas ausgemacht. Er hatte es sogar genossen oder sich darüber lustig gemacht, aber heute nahm es ihn mit und beschäftigte ihn. Natürlich bekam Marc das schönste Einzelzimmer der Station und es war Knechtelsdorfer der ihn aufnahm, nicht Hasenzahn. Knechtelsdorfer redete sich wie immer um Kopf und Kragen, während Marc ihm kaum zuhörte.
„….aber er ist unter den ganzen Akten dann doch nicht zusammengebrochen.“, drang es zu Marc durch, der Knechtelsdorfer direkt ansah.
„Wer?“
„Wer was?“
„Wer ist unter welchen Akten nicht zusammengebrochen?“, fragte Marc genervt.
„Na Ihr Schreibtisch unter all den liegengebliebenen Akten.“
„Wie viele liegengebliebene Akten?“, fragte Marc, dem sich sofort die Nackenhaare aufstellten. Er wollte seine Station ordentlich geführt haben.
„Ja wenn ich jetzt mal so schätzen sollte….“
„Ja?“
„Ich denke mal so zwanzig bis dreißig.“
„Was?“, Marc schüttelte fassungslos den Kopf.
„Knechtelsdorfer, Sie gehen jetzt in mein Büro und holen den ersten Stapel Akten herbei.“
„Ja aber Doktor Meier, ich…..“
„Äh, Knechtelsdorfer, das war ein Befehl keine Bitte. Also los, Akten holen!“, befahl Marc in alter Manier. Knechtelsdorfer nicke etwas und verließ dann den Raum, während Marc unwillkürlich zu lächeln begann. Er hatte also etwas zu tun.
„Was haben Sie denn vor?“, fragte Gretchen als sie Knechtelsdorfer mit einem Stapel Akten aus Marcs Büro kommen sah.
„Der Doktor Meier hat mir befohlen die Akten zu holen, nachdem ich ihm erzählt habe, dass ja alles liegengeblieben ist.“
„Sie haben was? Mein Gott Knechtelsdorfer, wie dumm sind Sie denn eigentlich?“
„Bitte?“
„Glauben Sie Doktor Meier ist hier auf die Station zurückgekommen um seinen Schriebtisch aufzuarbeiten? Er ist krank und kann das hier alles noch nicht wieder. Jetzt gehen Sie zurück in Doktor Meiers Büro und legen die Akten wieder zurück auf ihren Schreibtisch.“
„Nein, das geht nicht. Doktor Meier hat mit befohlen die Akten zu holen!“
„Und ich befehle Ihnen jetzt sie wieder zurück zu legen und zwar ebenfalls sofort.“
„Das kann ich nicht. Ich mache lieber was der Doktor Meier mir gesagt hat.“ „Knechtelsdorfer haben Sie eigentlich gar kein bisschen Arsch in der Hose?“, fragte Gretchen und nahm ihm die Akten ab um sie wieder zurück in Marcs Büro zu bringen. Marc war derweil in seinem Zimmer aufgestanden. Das durfte er laut Aussage von Doktor Lützow vorerst nur unter ärztlicher Aufsicht und die war nun mal 24 täglich so oder so vorhanden. Reine Auslegungssache. Marc ging langsam zum Fenster herüber und freute sich wahrhaftig über die andere Aussicht, die sich ihm hier nun bot. Endlich sah er etwas anderes als die tristen Krankenhauswände und endlich konnte er wieder aus diesem Gefängnis herausgehen. Zwar war sein Körper bei Weitem noch nicht in der Lage mehr als zehn Schritte zu machen, aber er war überhaupt in der Lage dazu und es wurde von Tag zu Tag besser. Die Tür öffnete sich und Knechtelsdorfer kam zögerlich herein.
„Äh Knechtelsdorfer, die Akten?“
„Sie wurden mir abgenommen.“
„Abgenommen?“
„Ja wirklich.“
„Knechtelsdorfer wer um alles in der Welt nimmt ihnen Patientenakten ab. Entweder Sie machen jetzt mal den Mund auf und lassen sich nicht alles aus der Nase ziehen oder es war der letzte Tag den Sie hier auf meiner Station hatten!“
„Doktor von Buren war es. Sie hat sie mir abgenommen.“ Marc nickte direkt.
„Raus Knechtsldorfer. Man kann Sie ja noch nicht mal für die kleinsten Aufgaben gebrauchen, also raus!“ Marc grinste etwas als Knechtelsdorfer den Raum verlassen hatte. Es hatte sich definitiv gut angefühlt.

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06.12.2009 11:26
#31 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 31


„Na wieder in Hochform?“, fragte Mehdi direkt als er wenige Sekunden nach Knechtelsdorfers Verlassen den Raum betrat.
„Ich? Wieso?“
„Ich dachte nur du hättest was mit dem verstörten Assistenzarzt zu tun, der sich mit gekrümmtem Haupt aus deinem Zimmer geschlichen hat.“ Marc lächelte etwas, was auch Mehdi zum lächeln brachte.
„Wieso stehst du eigentlich? Das sollst du doch erstmal nur unter….“
„Ärztlicher Aufsicht? Reicht die Überwachung durcheinen Oberarzt nicht?“
„Du bist unmöglich.“
„Mag sein, aber ich habe recht. Außerdem mache ich Fortschritte und passe schon auf.“ „Gut.“
„Du musst mir übrigens noch einen Gefallen tun. Knechtelsdorfer hat mir erzählt, dass auf der Station einiges bis so ziemlich alles liegengeblieben ist. Ich habe ihm gesagt er soll mir die Akten bringen, aber Hasenzahn hat sie ihm abgenommen.“
„Und jetzt willst du das ich sie dir hole?“
„Ja zumindest ein paar, damit ich schon mal gucken kann was fehlt.“
„Marc, du musst dich jetzt darauf konzentrieren gesund zu werden und mit Sicherheit musst du noch nicht wieder ans Arbeiten denken.“
„Mehdi bitte, dadurch werde ich gesund und das weißt du genauso gut wie ich es weiß. Außerdem weißt du auch, dass ich vollkommen wahnsinnig werde wenn ich nichts tue.“ „Wieso kommst du nicht mit in dein Büro und ich trage dir die Akten rüber. Ich meine unter der Aufsicht von zwei Oberärzten.“, schlug Mehdi vor. Marc hatte vollkommen Recht. Das Lesen der Akten und das Erfassen des Bestands strengte ihn nicht an, sondern lenkte ihn nur ab und gab ihm das Gefühl zurück gebraucht zu werden.
„Extrem gute Idee.“, stimmte Marc bei und sah dann an sich herunter.
„Nein, ich werde dir deinen Kittel nicht holen, du kommst jetzt so mit. Außerdem wissen wir eh nicht ob wir es bis zu deinem Büro schaffen.“ Marc verdrehte gespielt die Augen und verließ dann hinter Mehdi sein Zimmer. Wie gut der Moment tat als er seinen Blick erhobenen Hauptes über seine Station gleiten lassen konnte.
„Doktor Meier. Hallo! Geht’s Ihnen wieder besser?“, fragte Schwester Simone direkt.
„Ja, danke Schwester Simone.“, entgegnete Marc und ging dann weiter neben Mehdi her, wobei sie extra langsam gingen. Mehdi konnte nur abschätzen welch hohe Anstrengung dass nach all der Zeit für Marc war, aber er wusste auch, dass es nach all dem Balsam für Marcs Gemüt war. Bereits nach ein paar Metern verlangsamte Marc seinen Schritt deutlicher, so dass auch Mehdi langsamer wurde.
„Geht’s?“, fragte er, worauf Marc wie immer mit einem genervten Blick reagierte. Mehdi hob unschuldig die Arme in die Höhe.
„Ich wollte ja nur gefragt haben.“
„Ja, sehr nett von dir, danke.“, entgegnete Marc und ging unbeirrt weiter.
„Heilige Scheiße!“, stieß Marc aus als er die Tür zu seinem Büro geöffnet hatte und seinen Schreibtisch erblickte, wobei er noch mehr erschrak als im selben Moment Gretchen hinter dem Schreibtisch hervorkam.
„Marc, was machst du denn hier?“, fragte Gretchen erschrocken und war gleichzeitig unendlich froh Marc wieder auf den Beinen zu sehen.
„Fit werden.“, entgegnete Marc, ging aber sofort durch zu der Liege die in seinem Büro stand um sich kurz hinzulegen. Der Weg hatte ihn beinah unmenschlich angestrengt.
„Alles okay?“, fragte Gretchen als sie sah wie Marc sich mit schmerzverzehrtem Gesicht auf die Liege legte, wobei er Gretchen erst gar nicht auf ihre Frage antwortete, die nun Mehdi ansah, der nur nickte.
„Und was macht ihr hier?“, fragte Gretchen belanglos.
„Die Akten holen die du Knechtelsdorfer abgenommen hast.“, entgegnete Marc nun von der Liege aus, während Mehdi wieder nickte, damit Gretchen erst gar nicht widersprechen konnte. „Gut dann, bis später. Ich muss noch zu einem Patienten.“, redete sich Gretchen heraus und verließ dann den Raum, während Marc sich noch immer von dem langen Weg erholte und sich fragte wie er jemals wieder zurück kommen sollte. Gretchen verschanzte sich derweil im Schwesternzimmer. Sie war so aufgeregt gewesen als sie Marc wiedergesehen hatte und sie hatte sich so sehr gefreut, was sie sich nun auch selber eingestehen musste. Sie hatte gestern mit Alexis telefoniert, der erst in ein paar Tagen zurückkommen wollte und auch ihn vermisste sie, wobei sie schon jetzt befürchtete, dass sie sich bei seiner Rückkehr nur halb so viel freuen würde, wie beim Wiedersehen mit Marc. Mehdi war derweil skeptisch ob es eine gute Idee gewesen war mit Marc zu seinem Büro zu gehen, da dieser noch immer total erschöpft auf der Liege lag.
„Glaubst du du schaffst den Weg zurück?“, fragte Mehdi, wobei Marc nun ehrlich den Kopf schüttelte.
„Ich denke ich schaffe noch nicht mal den Weg zur Tür.“, erklärte Marc und es war in seiner Stimme deutlich zu erkennen, dass er sich dafür schämte.
„Ich hol einen Rollstuhl und dann fahren wir dich zurück.“, erklärte Mehdi, während Marc erst gar nicht widersprach. Marc war froh als er wieder in seinem Zimmer angekommen war und legte sich dort direkt ins Bett, wo er nach Sekunden erschöpft einschlief. Mehdi verdeutlichte dies noch einmal wie sehr die Operation Marc mitgenommen hatte und gleichzeitig verdeutlichte es ihm, dass es wahrscheinlich wirklich unmöglich war, dass Marc jemals wieder selbstständig operieren würde. Gretchen konnte sich am nächsten Tag nicht davor drücken zu Marc zu gehen, da sie seine morgendlichen Werte kontrollieren musste. Schon vor der Tür wischte sie sich ihre schweißnassen Hände am Kittel ab und ging dann langsam ins Zimmer herein, wo Marc sie bereits ansah.
„Guten Morgen.“, sagte Gretchen zögernd.
„Morgen.“
„Ich muss deine Werte kontrollieren.“
„Ich weiß.“
„Gestern noch gut zurück gekommen?“
„Nicht wirklich.“ Gretchen nickte etwas. Marc war noch kälter zu ihr als sie es erwartet hatte, obwohl sie sein Verhalten mehr als verdient hatte. Dieses Mal hatte er seine Mauer vollkommen zurecht um sich aufgebaut, denn sie hatte ihm weh getan und tat es mit jedem Mal, dass sie sich sahen wieder.
„Okay, alles in Ordnung. Schwester Sabine bringt dir gleich dein Frühstück.“ Marc nickte wieder und sah Gretchen dann hinterher als sie den Raum verließ. Wie weh es tat so von ihr behandelt zu werden. Die Distanz zwischen ihnen war deutlich spürbar und vielleicht sogar sichtbar gewesen. Auch Gretchen ging frustriert zum Schwesternzimmer herüber, wo Sabine gerade Marc Frühstück zubereitet hatte. Marc bekam auch heute wieder Physiotherapie und musste sich verschiedenen Untersuchungen unterziehen. Gretchen sah er den ganzen Tag nicht ein einziges Mal, was ihn nur noch zunehmend frustrierte. Es tat weh sie zu sehen und sie um sich zu haben, aber es war bei weitem kaum zum aushalten sie gar nicht zu sehen. Als sie am nächsten Morgen sein Zimmer betrat, wartete Marc schon förmlich. Wieder gab es nur kurzen Smaltalk bis Gretchen sich ein Herz fasste.
„Wollen wir heute Nachmittag mal in den Park gehen, du hast seit Wochen keine frische Luft mehr bekommen und heute ist wirklich richtig schönes Wetter.“, sagte sie, während Marc sie überrascht anblickte. Er hatte eigentlich die Meinung vertreten Abstand zu ihr zu halten und sie nicht mehr nah an sich herankommen zu lassen, um nicht erneut von ihr verletzt zu werden, doch was genau hatte er eigentlich zu verlieren

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08.12.2009 20:26
#32 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 32

„Eigentlich liebend gerne.“
„Aber?“, fragte Gretchen und war bereit seine Moralpredigt zu ertragen.
„Aber ich komme nicht so weit.“, gab Marc nun geknickt zu, während Gretchen ihn sofort ansah.
„Dann fahre ich dich halt.“
„Das ist mehr als peinlich.“
„Nein Marc, das ist mehr als normal. Es wissen doch alle hier im Krankenhaus was mit dir los ist.“ Marc nickte etwas. Wo sie Recht hatte, hatte sie recht und er vermisste es so sehr draußen zu sein. Normalerweise nutzte er jede Pause um sich im Park aufzuhalten und nun war ihm das schon so lange verwehrt.
„Okay. In der Mittagspause?“
„Ja, ich hole dich ab.“ , sagte Gretchen und lächelte Marc dabei an, der sich für den heutigen Tag vorgenommen hatte seine Akten durchzuarbeiten Marc sah Gretchen noch immer verwirrt hinterher als diese die Tür hinter sich geschlossen hatte und zwang sich innerlich dazu sich keine Hoffnungen zu machen. Sie war nur nett zu ihm als eine Freundin, ihre Meinung zum Thema Beziehung hatte sie mehr als deutlich geäußert und Marc konnte ihre Einschätzung sogar nachvollziehen, obwohl er sich sicher war, dass er es nicht versauen würde, wenn er eine Frau wie Hasenzahn an seiner Seite hätte. Marc war froh als Mehdi endlich zu seinem morgendlichen Besuch vorbeikam, nicht weil er ihm die Geschichte mit Gretchen dann erzählen konnte, sondern weil er dringend seine Hilfe brauchte.
„Kannst du mir wohl helfen?“, fragte Marc, was ihn bis dato schon viel Kraft gekostet hatte. Er hatte Mehdi bereits von dem bevorstehenden Ausflug erzählt.
„Wobei?“, fragte Mehdi.
„Ich….beim…:“
„Marc!“, sagte Mehdi direkt, der merkte, dass Marc irgendetwas unglaublich unangenehm war.
„Beim anziehen. Ich möchte was Normales anziehen und….“
„Kein Problem! Schon was ausgesucht, oder überlässt du mir die Wahl?“
„Mehdi ich will keinen Anzug anziehen, es soll lediglich was anderes sein als ein Trainingsanzug oder ein Schlafanzug, dann bin ich schon vollkommen wunschlos glücklich. Wie ist das Wetter überhaupt?“
„Poloshirt reicht.“, entgegnete Mehdi und rupfte ein blaues Poloshirt aus Marcs Schrank heraus.
„Ich denke eine Jeans kannst du mit Sicherheit vergessen.“
„Ja, das weiß ich auch. Ich hab überlegt ob ich eine von den Arzthosen anziehe. Sehen gut aus und sind bequem.“ Mehdi nickte und holte auch diese aus Marcs Schrank heraus um dann mit den Sachen zu Marc herüber zu gehen.
„Jetzt hör auf zu gucken als würdest du jeden Moment im Erdboden versinken, ja? Ich bin’s Mehdi.“ Marc nickte etwas und doch war es ihm unangenehm.
„Jetzt bräuchtest du nur noch deinen Kittel und schon siehst du wieder aus wie der Alte.“ „Meinetwegen.“
„Nein Marc.“, grinste Mehdi und verabschiedete sich dann, da er einen Termin hatte. Sie waren gerade rechtzeitig, da wenige Minuten später auch schon Gretchen hereinkam.
„So, der exklusive Fahrservice zum Park für Doktor Meier.“
„Findet du grade auch, dass wir so etwas mal einrichten sollten? Sobald wir Pause haben werden wir nur noch schonender Weise durch die Gegend gekarrt.“ Gretchen lachte auf. „Gute Idee. Fahrservice zur Cafeteria.“
„War klar, dass du dabei sofort wieder ans Essen denkst.“
„Marc!“
„Ja, ja, ist schon gut. Aus Angst das du mich sonst vor irgendeine Wand fahren lässt.“, sagte Marc und nahm dann im mitgebrachten Rollstuhl Platz. Marc atmete tief ein als sie draußen im Park angekommen waren und fühlte sich gleich besser. Die frische Luft hatte ihm wirklich gefehlt und auch die warmen Sonnenstrahlen taten ihr Übriges.
„Herrliches Wetter, oder?“, fragte Gretchen, während Marc nickte.
„So Endstation. Bis zur Bank schaff ich es nicht. Ist kein Allrad.“, sagte Gretchen, während Marc den Kopf schüttele.
„Hundsmiserabel dieser Service, ich glaube wir müssen das doch nicht einführen.“, sagte er und stand dann auf.
„Willst du dich unterhaken?“, fragte Gretchen und hielt Marc ihren Arm hin, was dieser natürlich sofort annahm. Sie suchten sich eine Bank in der Sonne und Gretchen schloss die Augen um die Sonnenstrahlen zu genießen.
„Das ist mit Abstand das Schönste was ich seit Wochen mache.“, sagte Marc und merkte dabei wie er sich entspannte. Gretchen sah kurz zu ihm herüber und lächelte zufrieden.
„Du sagst aber Bescheid, wenn du wieder rein willst, ja?“
„Freiwillig will ich bestimmt nicht wieder rein.“, entgegnete Marc und öffnete seine Augen dann um Gretchen wieder anzusehen.
„Hast du schon was herausgefunden wegen der Reha?“
„Ich denke wir werden dich in zwei Wochen dorthin schicken.“ Marc nickte etwas. Dann würde er Gretchen mindestens sechs Wochen lang nicht sehen, doch daran wollte er momentan noch wirklich nicht denken. Zu schön war der momentane Augenblick. Marc begann mit Gretchen über Belanglosigkeiten zu reden und über Knechtelsdorfer zu lästern, wobei beide wirklich Spaß hatten und Marc sich zum ersten Mal wieder ausgelassen fühlte. „So und jetzt muss ich dich leider wieder mit rein nehmen.“, sagte Gretchen nach einem Blick auf die Uhr und stand auf. Marc tat es ihr gleich, wobei Gretchen ihn vorsichtig festhielt. Es machte ihr immer Angst wie schwach und wackelig Marc noch auf den Beinen war. Gretchen bot Marc wieder ihren Arm an, den Marc dankend wahrnahm.
„Lass uns ein Stück gehen, okay?“, fragte Marc, während Gretchen ihn unsicher ansah.
„Du darfst dich jetzt wirklich nicht jeden Tag überanstrengen.“
„Aber nur dann bin ich zufrieden und weiß das ich am Tag genug getan habe um wieder fit zu werden.“, erklärte Marc, während Gretchen sich gemeinsam mit ihm auf den langen Weg zur Station machte. Marc schaffte heute schon ein großes Stück und war gerade dabei stolz auf sich zu sein als er plötzlich eine ihm vertraute Stimme vernahm.
„Gretchen.“, sagte Alexis, der am Ende des Flurs aufgetaucht war und einen riesigen Blumenstrauß in seiner Hand hielt.

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09.12.2009 18:11
#33 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 33

„Oh mein Gott Alexis!“, rief Gretchen und rannte auf Alexis zu, der sie sofort in seine Arme schloss und über ihre Schulter hinweg Marc triumphierend anlächelte, der sich nun an einer Wand festhielt. Sie waren wirklich schon weit gegangen und er hatte seine Kraft nur aufbringen können, da er vor Gretchen keine Schwäche zeigen wollte. Genau das wollte er jetzt schon gar nicht, da nun auch noch Alexis dabei war. Marc ging unbeirrt weiter und an Gretchen und Alexis vorbei. Es war noch so weit bis zu seinem Zimmer. Marc war sich darüber im Klaren, dass er den Weg dorthin niemals schaffen würde. Als er an Gretchen und Alexis vorbeiging küssten sie sich grade zärtlich und Marc merkte wie sein Körper von einem unmenschlichen Schmerz durchzogen wurde. Das Bild das sich ihm bot zeigte ihm noch einmal in aller Deutlichkeit, dass Gretchen sich entschieden hatte und dass er ihr dabei vollkommen egal war. Marc merkte, wie ihm mit einem Mal schlecht wurde, wobei er nicht sagen konnte ob dies vom Anblick herrührte oder eher von der viel zu großen Anstrengung. Er brauchte jetzt Mehdi der ihn abholte und weit weg von Gretchen brachte, denn alleine war er dazu nicht in der Lage.
„Hey Marc, warte, ich bringe dich noch auf dein Zimmer.“, sagte Gretchen, während Marc sich gespielt locker herumdrehte.
„Nicht nötig. Ich bin noch fit, ich schaffe das schon.“, sagte er und ging weiter. Gretchen hatte keine Zeit etwas z u entgegnen, da Alexis sie bereits wieder fester in seine Arme zog. Gretchen sah Marc mitleidig hinterher und wünschte sich so sehr ihn jetzt in sein Zimmer zu begleiten, dafür zu sorgen, dass es ihm gut ging und er sich so wohl fühlte wie grade im Park. „Ich bin so froh.“, sagte Alexis, während Gretchen einfach nur die Augen schloss und merkte wie sich ihr Herz mittlerweile entschieden hatte, auch wenn ihr Verstand ihr immer noch mehr als deutlich von all dem abriet und sie wusste, dass es unvernünftig und vollkommen dumm war Alexis hinter sich zu lassen und sich für Marc zu entscheiden. Marc war derweil bei einem Telefon angekommen und wählte dort die Piepsernummer von Medhi, der auch umgehend zurückrief. Marc hielt sich mittlerweile nur noch mit Hilfe der Wand oben.
„Marc hier. Du musst dringend kommen. Mir geht’s echt scheiße. Beeil dich bitte.“, sagte Marc und ließ Mehdi gar keine Zeit nachzufragen. Marc merkte selbst wie sein Kreislauf immer weiter absackte und ging in die nahegelegene Toilette herüber, wo er sich langsam zu Boden sinken ließ. Sein Körper hatte mittlerweile zu zittern begonnen und der Schweiß lief ihm über das Gesicht. Es war definitiv zuviel des Guten gewesen. Mehdi schaute sich hektisch um als er an dem Telefon angekommen war, von dem Marc ihn angerufen hatte. Sein Blick fiel auf Gretchen und Alexis, die Arm in Arm den Gang entlang geschlendert kamen. „Wo ist Marc?“, fragte Mehdi hektisch.
„Er wollte in sein Zimmer gehen. Wir sind den ganzen Weg vom Park hierher gelaufen und er hat mir versichert, dass er sich gut fühlt. Wieso? Mehdi was ist den los?“ Mehdi’s Blick fiel auf die Toilette und er ging herüber und riss die Tür mit Schwung auf. Marc saß an einer Wand gelehnt am Boden und sah Mehdi an als dieser hereinkam.
„Hey!“, sagte Mehdi sofort und kniete sich zu Marc auf den Boden, während sich nun auch Gretchen von Alexis befreite und zur Toilette stürmte.
„Marc! Verdammt, warum hast du denn nichts gesagt?“, fragte Gretchen sofort, während Mehdi sie direkt ansah.
„Das hättest du dir auch selber denken können.“, sagte Mehdi und stand dann auf.
„Ich brauche nur was für den Kreislauf.“, erklärte Marc, während Mehdi nickte und zum Arzneimittelschrank loslief. Gretchen hockte sich derweil zu Marc auf den Boden und legte ihre Hand an seinen Hals um seinen Puls zu kontrollieren.
„Kann ich auch irgendwas tun?“, fragte Alexis nun, während Gretchen sich kurz zu ihm umdrehte.
„Fahr ruhig schon mal nach Hause, das Ganze hier dauert mit Sicherheit noch. Ich komme nach Hause sobald ich fertig bin.“ Alexis nickte etwas und verließ dann den Ort des Geschehens.
„Wieso hast du denn nichts gesagt?“, fragte Gretchen noch einmal.
„Ich wollte das glückliche Pärchen nicht stören.“, entgegnete Marc sarkastisch und sah Gretchen dann an, wobei sein Blick Gretchen schmerzte.
„Hier.“, sagte Mehdi als er zurückkam und reichte Gretchen die Spritze, die sie Marc initiierte.
„Gehst du trotzdem noch mal mit mir in den Park?“, fragte Gretchen als sie sah, dass es Marc besser ging.
„Wenn du mich nicht wieder an der ersten Ecke stehen lässt, dann könnte ich mir das durchaus vorstellen.“, entgegnete Marc.
„Ich verspreche dir, dass ich das nie wieder tun werde.“, sagte Gretchen und sah Marc dabei in die Augen. Marc lächelte etwas, doch es reichte ihm was er gesehen hatte. Wie sie ihm in die Arme gefallen war, wie sie sich geküsst hatten. Sie war nun definitiv Frau von Buren. Marc ließ sich von Mehdi und Gretchen wieder nach oben ziehen, wobei er unendlich froh war als er endlich in seinem Krankenhausbett lag. Heute hatte er wirklich alles gegeben, was ihn zufrieden stimmte. Gretchen hatte derweil noch dafür gesorgt, dass es Marc wirklich an nichts fehlte und hatte sich dann direkt für den nächsten Tag mit ihm verabredet, da sie erneut in den Park wollten. Auf dem Weg zum Ausgang fiel Gretchens Blick auf einen Papierkorb, wobei sie feststellen musste, dass Alexis ihren Blumenstrauß in den Mülleimer geworfen hatte. Gretchen holte ihn wieder hervor, allerdings hatte er ihn so in den Papierkorb gequetscht, dass er wirklich nicht mehr zu gebrauchen war. Das fing ja gut an, er war also bereits wieder sauer.

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11.12.2009 21:54
#34 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 34

„Ich bin da.“; rief Gretchen als sie zuhause hereinkam, während Alexis sich im Wohnzimmer bemerkbar machte.
„Ist das schön nach Hause zu kommen und nicht alleine zu sein.“, sagte Gretchen, während Alexis sie ansah.
„Und, wie geht’s Marc?“
„Ein bisschen Kreislaufmittel später hatte er wenigstens wieder etwas Farbe im Gesicht. Ich denke morgen ist er wieder einigermaßen auf dem Damm.“
„Du warst also zusammen mit ihm im Park?“
„Was soll die Frage denn jetzt Alexis? An Tagen vor seiner Krankheit haben wir zusammen gefrühstückt, waren dann zusammen bei der Visite, haben zusammen operiert, zusammen Mittagspause gemacht. Ich verstehe dieses Misstrauen in deiner Stimme jetzt wirklich nicht.“ „Ach vergiss es einfach. Willst du was essen? Wir könnten Pizza bestellen, ich verhungere.“ „Gerne.“ Alexis nickte und holte die Bestellkarte, während Gretchen ihn beobachtete. Wie sehr er sich zusammenreißen musste.
„Wieso hast du die Blumen weggeschmissen?“, fragte Gretchen als Alexis die Bestellung aufgegeben hatte.
„Du hast mich nach Hause geschickt. Ich war gerade mal fünf Minuten da und du hast mich nach Hause geschickt, weil es diesem Kasper nicht gut ging. Du hast ihm die Nummer doch wohl nicht ernsthaft abgekauft, oder?“
„Bitte was?“
„Na, dass hat er doch extra gemacht, damit du dich wieder um den armen kleinen Marc kümmerst.“
„Ich kann nicht glauben was du da gerade sagst. Er stand kurz vor einem akuten Kreislaufzusammenbruch und ich glaube es ist nur seinen Fähigkeiten als Arzt zu verdanken, dass es nicht wirklich soweit gekommen ist. Alexis Marc ist schwer krank und sein Zustand bessert sich nur langsam. Er wird bald für mindestens sechs Wochen in die Reha müssen und….“
„Oh gut, wenigstens mal sechs Wochen Ruhe!“
„Alexis!“
„Merkst du es selber eigentlich gar nicht? Marc hier, Marc da. Armer Marc. Das kotzt mich an.“
„Ich würde mich um jeden anderen Patienten genauso kümmern. Und wenn es ein anderer Patient gewesen wäre, der dort in der Toilette gelegen hätte, dann hätte ich dich auch nach Hause geschickt, weil ich dem Patienten helfen muss. So ist das nun mal, wenn du mich auf der Arbeit besuchst. Auf der Arbeit hat meine Arbeit nun mal Vorrang. Ich denke nicht, dass das unbedingt schwer zu verstehen ist. Und die Sache mit Marc, da geht es wirklich nur um Marc und darum, dass du eifersüchtig auf ihn bist Alexis.“
„Ich hab dich zusammen mit ihm gesehen.“, sagte Alexis nun lauter, während Gretchen ihn fragend ansah.
„In der Nacht bevor ich gefahren bin. Ich hätte eigentlich überhaupt nicht auf diese bescheuerte Geschäftsreise gemusst. Zumindest nicht jetzt sofort. Du bist nicht nach Hause gekommen und daraufhin bin ich zu dir gefahren und was musste ich feststellen? Meine Frau, schlafend in seinem Bett. Das lasse ich mir nicht bieten!“; machte Alexis sich Luft, während Gretchen erst einmal zurück überlegen musste.
„Und was glaubst du was in dieser Nacht in diesem Bett passiert ist? Marc hatte wahnsinnig hohes Fieber und heftige Fieberträume. Ich habe dafür gesorgt, dass es ihm besser ging und er ruhiger schlafen konnte. Mehr war dort nicht. Außerdem hat Mehdi die ganze Nacht ebenfalls am Bett gesessen, weil die Situation wirklich ernst war.“
„Ach ja und das würdest du auch für jeden Patienten so tun, ja?“
„Nein, natürlich nicht. Aber ich würde es für jeden Freund oder jede Freundin tun, weil es der einzige Weg ist auch so eine Nacht gut zu überstehen.“ Alexis wollte etwas entgegnen, stand stattdessen allerdings auf, da es an der Tür geschellt hatte. Die Pizza war da. Gretchen und Alexis saßen nun schweigend voreinander und aßen stumm ihre Pizza, bevor Gretchen das Schweigen brach.
„Das ist mir jetzt echt zu blöd hier. Ist das Thema Marc jetzt durch, oder willst du noch irgendwas bereden? Ansonsten würde ich jetzt gerne wieder normal sein und auch normal mit dir reden und zusammen sein.“
„Ich weiß nicht ob dieses Thema jemals beendet sein wird.“, sagte Alexis, während Gretchen nun aufstand.
„Weißt du, wenn das so ist, dann werde ich glaube ich heute Nacht eines der Gästezimmer beziehen. Ich hab keine Lust für Dinge angefeindet zu werden, die ich nicht getan habe. Ich habe dich nie betrogen und ich habe auch nie irgendwas getan, was dir irgendwie das Gefühl dazu geben könnte. Also wenn du meinst, dass du unbedingt sauer sein musst, dann wünsche ich dir noch ganz viel Spaß dabei, aber lass es an einer Flasche Wein oder sonst was aus und nicht an mir.“, sagte Gretchen und ging dann nach oben, während Alexis sich vorkam wie der letzte Idiot. Er konnte tun und lassen was er wollte, das Thema Marc war für ihn viel zu sehr präsent und die Wut über dieses Thema hatte sich seit dem Moment in dem er die beiden zusammen im Bett liegen sehen hatte immer und immer weitere aufgestaut, bis es das Nachhauseschicken am heutigen Tag endgültig zum Überlaufen gebracht hatte.
Gretchen hatte sich derweil das Gästezimmer fertig gemacht und dachte über den heutigen Tag nach. Sie hatte es wirklich sehr genossen mit Marc im Park zu sein und sie hatte sich ohne Zweifel auch darüber gefreut Alexis endlich wieder zu sehen, doch in dem Moment als sie Marc davongehen sah, während Alexis sie gerade geküsste hatte, war dieses Gefühl in ihr aufgestiegen. Sie hätte Alexis am liebsten von sich gestoßen und wäre Marc hinterher gelaufen, hätte ihn in den Arm geschlossen und es nicht dazu kommen lassen, wozu es schlussendlich gekommen war. Auch jetzt machte sie sich noch Gedanken darum, ob es Marc wohl im Moment gut ging. Der Kreislaufzusammenbruch war nicht ohne gewesen und mit Sicherheit würde er sich auch morgen noch hundeelend fühlen. Sie würde morgen als erstes nach ihm sehen und sich davon überzeugen, dass alles in Ordnung war. Als Gretchen am nächsten Morgen die Augen aufschlug fühlte sie sich hundeelend. Ihr Hals schmerzte, ihr Kopf schmerzte, ihr Körper schmerzte.
„Oh bitte nicht jetzt.“, dachte sie sofort, da sie feststellen musste, dass alle Symptome auf eine dicke Grippe hindeuteten. Gretchen stand auf und holte das Fiebermesser aus dem Badezimmerschrank. 39 Grad.
„Das war’s dann wohl mit arbeiten und mit dem Parkbesuch.“, sagte Gretchen niedergeschlagen und rief dann bei ihrem Hausarzt an. Sie brauchte dringend Medikamente um schnell wieder auf den Damm zu kommen.
Als Mehdi Marcs Zimmer betrat war in diesem noch alles dunkel. Er machte noch einmal einen Schritt zurück ins Licht und schaute auf seien Uhr. Es war kurz nach 11.
„Marc?“, fragte Mehdi leise.
„Mh.“
„Schläfst du noch.“
„Mhm.“ Mehdi nickte etwas. Er hatte bereits damit gerechnet, dass Marc heute erschöpft sein würde.
„Wie spät ist es?“
„Du musst nicht aufstehen. Gretchen kommt heute nicht. Sie hat sich krank gemeldet.“ „Was?“, fragte Marc direkt.
„Nichts schlimmes, wohl nur die Grippe.“
„Scheiße!“, entfuhr es Marc. Dann war ihr Parkbesuch nicht nur für heute, sondern für eine ganze Woche erledigt.
„Wenn du willst, dann gehe ich morgen mit dir raus.“
„Okay.“
„Bitte nicht so enthusiastisch.“
Gretchen hatte sich derweil nach dem Arztbesuch wieder ins Bett sinken lassen, während nun die Tür aufging.
„Gretchen?“, fragte Alexis verwirrt.
„Ja?“
„Was machst du hier?“
„Ich bin krank.“, entgegnete Gretchen und zitterte unter ihrer Bettdecke.
„Was ist los?“, fragte Alexis besorgt und setzte sich zu ihr auf die Bettkante.
„Grippe. Ich war schon beim Arzt und hab mir Medikamente geholt. In drei Tagen soll es besser gehen.“ Alexis streichelte Gretchen zärtlich durch die Haare.
„Kann ich irgendwas für dich tun?“, fragte er fürsorglich.
„Musst du nicht in die Firma?“
„Du weißt doch, ich kann dahingehen wenn ich das will und wenn ich das nicht will, dann lasse ich es.“
„Geh du ruhig. Ich will eigentlich nur schlafen.“
„Gut, dann sag ich aber Maggie Bescheid, damit sie nach dir sieht und dich mit Suppe und Tee versorgt, in Ordnung?“ Gretchen nickte etwas und war froh als Alexis wieder gegangen war. Marc hatte mittlerweile beschlossen das Beste daraus zu machen, das Gretchen nicht hier war. Er wollte so fit werden wie eben gerade möglich um dann eigenständig neben Gretchen in den Park gehen zu können.
In der folgenden Woche ging er jeden Tag mit Mehdi los, der ihn immer wieder bremste, so dass er sich nicht vollkommen überanstrengte, aber die Fortschritte waren für jeden sichtbar. Auch die Narbe tat jeden Tag weniger weh und Marc konnte sich von Tag zu Tag mehr bewegen, was auch Mehdi positiv auffiel. Alexis hatte sich währenddessen die ganze Zeit um Gretchen gekümmert, der es nach zwei miserablen Tagen ebenfalls von Tag zu Tag besser ging. Nach einer Woche Krankheit musste sie noch zwei weitere Tage zuhause bleiben, bevor sie endlich wieder arbeiten gehen konnte. Das Gästezimmer, aus dem sie am ersten Tag ins Schlafzimmer gewechselt hatte, hatte sich nach und nach mit Blumen und Geschenken von Alexis gefüllt, doch Gretchen merkte jeden Tag mehr, dass ihr das alles nichts bedeutete. Viel lieber hätte sie mit Marc im Park gesessen und es genossen ihn zufrieden zu sehen.
Gretchen musste ihre Freude über die Tatsache, dass sie endlich wieder arbeiten gehen konnte zurückhalten, da sie Alexis nicht kränken wollte. Er hatte sich wirklich wahnsinnig große Mühe gegeben und sich sehr sehr gut um sie gekümmert.
„Gretchen kommt heute wieder.“, sagte Mehdi als er zu Marc ins Zimmer kam. Bis jetzt hatte noch keiner von ihnen eine Ahnung davon wie schicksalhaft dieser Tag noch werden würde.

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

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13.12.2009 10:44
#35 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

@Linda83: ALLES ALLES GUTE UND LIEBE ZUM GEBURTSTAG! Hab das Kapitel extra heute als Geburtstagsgeschenk gepostet! Hoffe du hast einen schönen Tag und feierst schön!

Kapitel 35

Marc konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen und ging zu seinem Kleiderschrank herüber um sich etwas Vernünftiges zum Anziehen heraus zu holen. Durch all die Fortschritte die er gemacht hatte sollte in drei Tagen nun seine Reha beginnen, was für Marc noch immer die absolute Albtraumvorstellung war, aber er selbst wusste, dass er das dringend brauchte, denn mehr Fortschritte als jetzt konnte er eigenständig nicht erreichen.
„Guten Morgen.“, erklang die Stimme von Gretchen als sie in Marcs Zimmer hereinkam. Dieser tippte gerade etwas in den Laptop und war hinter den Akten kaum zu erkennen. „Hasenzahn. Na wieder fit?“, fragte Marc und stand auf, wobei Gretchen nicht entging, dass er dabei viel lockerer war als noch vor einer Woche.
„Wieder fit. Und wie geht’s dir?“
„Ich würde mal sagen bestens. Ich komme in drei Tagen zur Reha. Hab kräftig mit Mehdi trainiert und die Wunde ist so gut wie abgeheilt.“, erklärte Marc, während Gretechen ihre Freude über Marcs Fortschritte nicht zurückhalten konnte und ihm um den Hals fiel.
„Ich freue mich auch dich wieder zu sehen.“, sagte Marc, während Gretchen auflachte.
„Ja darüber freue ich mich auch. Und ich freue mich darüber wie fit du geworden bist.“, sagte Gretchen, die wahrhaft fühlte wie eine große Last von ihr abfiel. Endlich musste sie sich keine Sorgen mehr um Marc machen, wobei sie nicht ahnen konnte, dass sie sich schon in wenigen Stunden größere Sorgen um ihn machen musste als jemals zuvor in ihrem Leben.
„Also heute in der Mittagspause, ja? Ohne Fahrdienst.“
„Liebend gerne.“, entgegnete Gretchen und verließ dann Marc Zimmer. Gretchen fühlte sich beschwingt und erleichtert als sie zum Schwesternzimmer herüber ging und auch ihr schlechtes Gewissen Alexis gegenüber, welches sie sonst in jeder freien Minute begleitet hatte, war verflogen. Sie freute sich wahnsinnig auf den Spaziergang und ihren Aufenthalt im Park, wieso sollte sie nicht alles auf eine Karte setzen?
Aber vorher warteten erst einmal die Patienten und ihre Arbeit auf sie.
Marc hatte sich gerade fertig gemacht und setzte sich noch einmal um sich für den langen Weg zu schonen als plötzlich seine Tür mit einer riesigen Wucht aufflog.
„Dr. Meier, kommen sie schnell mit. Schnell!“, rief Schwester Sabine, wobei sie komplett in Panik war.
„Was ist denn los?“, fragte Marc und stand dabei auf.
„Frau Doktor. Sie, es kamen….“
„Sabine!“
„Wir haben eine Patientin, es ist jemand dort, es hat eine Waffe.“
„Was?“ Marc griff in seinen Schrank und zog sich seinen Kittel über, während er Sabine folgte.
„Rufen Sie die Polizei an.“, sagte Marc und sah dann durch die Scheibe. Gretchen stand dort an der Wand und ein Mann stand mit gezogener Waffe vor ihr. Marc riss die Tür mit Schwung auf, wobei die Waffe im nächsten Moment schon in seine Richtung zeigte.
„Raus hier, sofort raus.“, schrie der Mann, während Gretchen leise Marcs Namen flüsterte.
„So, ich bin der Chef hier und auf meiner Station sage immer noch ich wer hier zu gehen hat und wer zu bleiben. Dr. von Buren, raus, ich regele das hier selber.“, sagte Marc bestimmend. „Sie bleibt genau da wo sie ist.“
„Was ist denn hier überhaupt los? Was soll das ganze Theater hier?“, fragte Marc und schaute auf die Patientin im Bett.
„Sie muss operiert werden, sofort.“
„Ach ja, das entscheide wohl immer noch ich. Dr. von Buren, muss die Patientin hier operiert werden?“
„Sie hat einen akuten Darmverschluss. Schwester Sabine hat die Abdomenaufnahmen, danach wollten wir operieren.“
„So also sehen Sie. Sie wird ja operiert werden, aber ich denke auch, dass es in ihrem Sinn ist, dass erst einmal eine adäquate Untersuchung durchgeführt wird bevor wir sie operieren.“
„Ihr werdet sie jetzt operieren. Sofort.“
„Aus welchem Grund denn?“
„Weil ich sein Koks in mir trage und es nicht ausscheißen kann.“, antwortete die Patientin nun, während Marc langsam nickte.
„Gut, das würde jetzt auch die Waffe erklären.“, stellte Marc fest, wobei der Mann mit dieser wieder auf Gretchen zuging, die bereits Tränen in den Augen hatten.
„Du bist ihre Ärztin, also los. Schneit sie auf und hol mir mein Koks daraus.“, befahl er, wobei er Gretchen bedrohlich nah kam.
„So, jetzt hören sie mal auf. Frau Dr. von Buren wird hier niemanden operieren, sie ist von ihrer Ausbildung her nämlich überhaupt noch nicht soweit, wenn übernehme ich das selber.“, sagte Marc.
„Marc nein.“, flehte Gretchen sofort.
„Dann mach.“, sagte der Mann und hatte seine Waffe nun wieder auf Marc gerichtet, der die Bremsen des Bettes löste.
„Ich brauche die Abdomenansichten noch von Sabine. Den Rest mache ich allein!“, sagte Marc an Gretchen gewandt, wobei er das alleine besonders betonte.
„Marc nein, bitte nicht.“, flehte Gretchen erneut, während Marc nun auf Gretchen zuging. „Hey, keine Zeit verlieren, machen!“, rief der Mann, den Marc nun vollkommen ignorierte. „Tu das nicht, bitte.“
„Hasenzahn, ich würde dich niemals mit diesem Irren in den OP lassen.“
„Ich liebe dich.“, entfuhr es Gretchen nun, während sich ein Lachen auf Marcs Gesicht abzeichnete.
„Wir müssen damit aufhören uns das nur zu sagen, wenn wir nicht wissen ob wir den anderen jemals wiedersehen werden, aber ich liebe dich auch.“, entgegnete Marc und gab Gretchen dann einen zärtlichen Kuss.
„Verdammte scheiße los jetzt!“, brüllte der Mann und Gretchen merkte wie Marc sich steif machte. Grund dafür war die Tatsache, dass ihm der Mann den Lauf der Waffe in den Rücken bohrte.
„Marc, du wirst das nicht schaffen.“
„Mir ist es lieber, dass das hier meine letzte Operation ist, als hinterher zu wissen, dass ich dich über Stunden unter Waffengewalt in den OP geschickt habe. Also bitte, ruf einfach die Polizei und drück die Daumen.“, sagte Marc.
„Sie müssen mir schon helfen beim Bett schieben, oder soll ich sie rüberfliegen?“, fragte Marc, während der Mann nun mit anpackte. Auf dem Flur angekommen hob der Mann direkt seine Waffe in die Luft und verschaffte Marc und sich somit einen freien Flur. Schwester Sabine, die auch noch Mehdi informiert hatte, kam gerade mit diesem aus dem Aufzug als sie Marc und den bewaffneten Mann entdeckten.
„Marc!“, rief Mehdi, während Marc sich kurz zu ihm umdrehte und ihm ein Lächeln schenkte. „Gretchen!“, kam es Mehdi nun in den Sinn und er bog um die Ecke in das Zimmer herein. Gretchen saß dort auf dem Boden und weinte bittere Tränen, während Mehdi sie direkt in den Arm nahm.
„Marc, er….“
„Ich weiß.“, sagte Mehdi und zog Gretchen dann langsam nach oben.

....to be continued!



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15.12.2009 20:46
#36 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 36

„Komm, wir gehen irgendwo anders hin.“, sagte Mehdi ruhig und führte Gretchen dann aus dem Zimmer heraus um mit ihr in sein Büro zu gehen.
Der Aufzug indem Marc sich befand stoppte unterwegs, wobei ausgerechnet Gabi vor dem Aufzug stand. Der Mann, der die Waffe nun auf Gabi gerichtet hatte, zog sie mit einem Ruck in den Aufzug herein, während Gabi laut aufschrie.
„So jetzt hätten wir auch eine Schwester zum Besteck angeben, Schweiß abputzen, oder weiß Gott wofür.“, sagte der Mann und nickte zufrieden, während Gabi Marc ängstlich ansah. „Was geht hier vor sich?“, flüsterte sie leise.
„Wir werden die Patientin jetzt von einer Menge Koks in ihrem Bauch befreien.“, erklärte Marc ebenfalls leise.
„Du operierst?“
„Tut mir leid, dass du mit reingezogen wurdest. Wirklich.“; sagte Marc, da er sah wie Gabi vor Angst zitterte. Der Aufzug stoppte und sie gingen zum OP herüber, wo ein Anästhesist die Patientin in den Schlaf schickte und sich dann schnell aus dem Staub machte. Marc konnte es ihm nicht verübeln. Er zog sich seine OP Kleidung über, was blieb ihm auch anderes übrig.. Auch Gabi hatte sich umgezogen, während der Mann, der sich mittlerweile als Jo vorgestellt hatte, alles genau beobachtete. Marc zog sich sein Oberteil aus, wobei nicht nur Gabis Blick auf die lange Narbe auf seinem Bauch fiel.
„Glaubst du du schaffst das?“, fragte Gabi, während Jo nun aufhorchte.
„Wieso sollte er das nicht schaffen? Ich dachte du bist hier Chef.“
„Bin ich ja auch.“
„Und was ist das dann da? Was meinen die alle?“
„Ich bin selber operiert worden, okay.“
„Freundchen, ich will dir raten das du mich nicht verarscht hast, sonst gnade dir Gott!“, zischte Jo und bohrte seine Waffe dabei noch einmal in Marcs Arm.
„Ich hab’s kapiert, okay?“
„Das will ich hoffen.“ Marc zog sich sein OP Hemd an und wandte sich dann an Gabi. „Haube.“, sagte er, als wenn dies selbstverständlich wäre. Er hatte keine Lust darauf Jo noch mehr zu reizen, wobei er seine Arme allerdings tatsächlich noch nicht hoch genug bekam um sich die Haube selbstständig aufzusetzen. Gabi verstand ihn Gott sei Dank sofort und half ihm.
„Schwester Gabi, ich bräuchte noch eine Spritze mit Morphium.“, orderte Marc und errechnete dann kurz die Dosis. Gabi ging zum Medizinschrank herüber und zog die Spritze auf, während Marc sich den Arm abband.
„Und was wird das jetzt? Bist du ein verdammter Junkie oder was?“
„Gleiches könnte ich Sie glaube ich auch fragen, oder?“, entgegnete Marc und nahm die Spritze von Gabi entgegen um sie sich zu verabreichen.
„Gabi zieh zur Sicherheit noch zwei Spritzen mit Kreislaufmitteln auf, okay?“ Gabi nickte, während Marc nun begann sich steril zu waschen und das wohlige Gefühl des Morphiums in seinen Armen genoss. So hatte er wenigstens eine Chance die OP zu überstehen.
„So dann wollen wir mal. Schwester Gabi, Skalpell.“, orderte Marc und fühlte sich wunderbar dabei. Endlich war die Sache mit Gretchen geklärt und er war vollkommen in seinem Element. Marc schaute hinter sich auf die Abdomenaufnahmen um die Beutelchen zu lokalisieren.
„Wie viele Päckchen sind es insgesamt, damit wir auch keins vergessen?“, fragte Marc. „Fünfzehn. Und ich will alle davon hier haben, alle!“
„Das ist mein Ziel.“ Marc begann den Eingriff routiniert und auch Gabi assistierte ihm gut. Trotz allem fehlten ihm die helfenden Hände von Gretchen heute mehr als zuvor.
„So, hier haben wir Beutelchen Nummer eins.“, sagte Marc und legte es vorsichtig in eine Schüssel. Er wusste, dass er keines der Beutelchen im Körper der Frau beschädigen durfte, da das ihren sicheren Tod bedeuten konnte. Marc überprüfte die Werte auf dem Monitor und nickt zufrieden. Nichts worüber er sich Sorgen machen musste. Gabi hatte mittlerweile um den Tisch herum gewechselt und hielt die Sauger und Hacken nach Marcs Anweisungen fest, wobei sie ihm immer und immer wieder prüfend ins Gesicht schaute. Sie hatte Angst davor, dass er hier vor ihren Augen zusammenbrechen könnte. Zum einen weil sie sich dann noch schuldiger fühlen würde, zum anderen weil sie nicht wusste wie sie ihm dann helfen konnte. Nachdem Marc das dritte Päckchen entfernt hatte nahm er das Operationsbesteck heraus und lockerte kurz seine Schultern.
„Gabi, kannst du mir vielleicht irgendwas erzählen?“, fragte Marc, während Gabi ihn besorgt ansah.
„Ich bin diese Stille im OP nicht gewohnt.“, erklärte Marc, wobei Gabi bereits begriffen hatte, dass es ihm schlechter ging.
„Ich frag mich gerade ob du eigentlich nett geworden bist, oder ob das nur an der Waffe hinter mir liegt?“
„Gabi ich bitte dich, ich war schon immer nett.“
„Dann aber auf eine Art und Weise die weder ich, noch alle anderen verstanden haben. Der Flurfunk hat schon berichtet, dass du wohl deine softe Seite entdeckt hast. Oder liegt das an einer verheirateten Ärztin, die du zu bezirzen versuchst.“
„Okay, ich könnte jetzt gemein sein. Eigentlich müsste ich jetzt sogar gemein sein, aber ich habe keine Lust dazu. Soll ich es dir mal ganz ernsthaft erklären?“
„Stimmt von deiner ernsthaften Seite habe ich auch schon erfahren.“
„Ich hätte es bald nicht gepackt und als ich aufgewacht bin habe ich festgestellt, dass es nur drei Menschen gibt, die es für nötig halten mich zu besuchen. Gretchen, Mehdi und meine Mutter, sonst hat sich kein Schwein dafür interessiert was mit mir ist, wie es mir geht. Kein Schwein von meiner Station ist vorbeigekommen und hat nach mir gesehen und warum nicht? Weil sie froh waren, dass ich weg war. Außerdem sind ein paar Sachen, die ich immer für mich behalten habe, endlich ausgesprochen worden, weshalb ich überhaupt kein Arschloch mehr sein muss. Und um dich noch vollkommen auf den neusten Stand zu bringen, ich bezirze sie nicht, ich liebe sie.“
„Liebe. Pf, Marc, du hast doch überhaupt keine Ahnung was Liebe ist, was es bedeutet einen Menschen zu lieben. Jeder andere vielleicht, aber du mit ganz großer Sicherheit nicht.“
„Und was macht dich da so sicher? Die Tatsache, dass ich dich nicht liebe müsste dir doch beweisen, dass ich ganz genau weiß was er bedeutet.“ Gabi funkelte Marc böse an, während dieser sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen konnte. Sie beide waren einfach wie Katz und Maus, was auch Gabi nun feststellen musste, die ihre Gefühle für Marc trotz all seiner Boshaftigkeiten und all der Sachen die er ihr angetan hatte, noch immer nicht vollkommen unter Kontrolle hatte.

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16.12.2009 18:08
#37 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 37

Mehdi und Gretchen hatte derweil ebenfalls die Nachricht erreicht, dass Gabi mit Marc in den OP gebracht wurde.
„Ausgerechnet Gabi.“, sagte Gretchen direkt und war doch irgendwie froh darüber, dass Marc nicht ganz alleine mit diesem Irren war.
Marc hatte mittlerweile das sechste Päckchen herausgeholt, wobei das OP Besteck in seiner Hand noch immer vollkommen ruhig war, was nicht zuletzt an der Spritze lag die er sich verabreicht hatte.
„Scheiße!“; fluchte Marc und führte Gabis Hand mit dem Sauger an die richtige Stelle.
„Was ist los?“, fragte Jo und kam ein Stück näher.
„Ein Tütchen ist etwas aufgerissen. Gabi, schön saugen.“, sagte Marc und lächelte dabei trotz allem etwas, wofür Gabi ihm am liebsten sofort eine verpasst hätte. Marc hatte das Päcken nach wenigen Sekunden herausgeholt und atmete tief durch. Auch Jo machte wieder einen Schritt zurück, wobei Marc nun nach der Aufregung merkte, dass er sich schlechter fühlte. Er stand nun schon ganze eineinhalb Stunden dort, was ihm auch sein Kreislauf langsam übel nahm. Das Besteck in seiner Hand fing unwillkürlich an zu zittern und Gabis Blick schnellte nach oben. Sie nahm einen Tupfer und fuhr Marc damit über die Stirn, während dieser die Augen kurz schloss. Er war noch nicht einmal in der Hälfte der Operation, so dass er unbeirrt fortfuhr und versuchte trotz seiner zitternden Hände so präzise wie möglich zu arbeiten. Päckchen Nummer sieben landete sicher in der Schüssel, wobei Marc nun sein Besteck zur Seite legte und Gabi ansah, die ihn ebenfalls anschaute. Marc wusste, dass sie keine Ahnung hatte was sie tun sollte. Wenn Gretchen doch jetzt hier wäre.
„Was ist los? Wieso macht ihr nicht weiter?“, fragte Jo und kam wieder näher. Marc schluckte schnell und versuchte die Übelkeit loszuwerden, die in ihm aufschwappte.
„Ich brauche eine Sekunde.“, erklärte Marc und verließ dann schnellen Schrittes den OP, dicht gefolgt von Jo, der Gabi ebenfalls aufforderte mitzukommen. Marc konnte die Übelkeit, die durch seinen Kreislauf verursacht wurde, nun nicht mehr zurückhalten, so dass er sich übergeben musste, wobei er sich sicher war, dass das noch immer das schmerzhafteste war, was er jemals erlebt hatte. Marc stöhnte laut auf, bevor er erneut zu würgen begann. Gabi zögerte nicht lange und ging zu Marc herüber, wobei sie ihm über den Rücken streichelte. Sie hatte keine Ahnung wie es nun weitergehen sollte. Marc war unendlich froh als der Druck in seinem Magen nachließ und auch das Würgen eine Ende hatte.
„Was soll die Scheiße hier denn? Die OP muss weitergehen!“, tobte Jo, während Marc sich langsam wieder aufrichtete.
„Ich brauche eine von den Kreislaufspritzen.“
„Verträgt sich dass alles untereinander?“, fragte Gabi zweifelnd.
„Würde ich es mir sonst verabreichen?“ Gabi nickte etwas und holte eine der Spritzen herbei, wobei die Spritze in Marcs Hand so sehr zitterte, dass Gabi sie ihm abnahm und sie ihm schlussendlich selber initiierte.
„Du kannst so nicht weiteroperieren.“, flüsterte Gabi, was Marc auch wusste.
„Entweder du operierst jetzt weiter, oder wir werden sofort deine kleine blonde Freundin holen, die das ganze hier zu Ende bringt. Du kannst es dir aussuchen.“, drohte Jo, während Marc nickte. Er würde es auf gar keinen Fall zulassen, dass er Gretchen etwas tat oder auch nur in ihre Nähe kam.
„Machen wir weiter.“, sagte Marc und wusch sich genau wie Gabi steril, die sich fragte ob Marc dasselbe wohl auch für sie getan hätte.
„Okay, noch acht Päckchen.“, sagte Marc und nahm sein Operationsbesteck dann wieder zur Hand. Er konnte noch nicht einmal am Schluss die Aufgabe übertragen den Bauchraum der Patientin zu schließen, er war einfach vollkommen auf ich alleine gestellt. Marc hatte stark mit sich zu kämpfen, wobei Gabi nun ganz von alleine begann ihm etwas Belangloses zu erzählen. Marc dachte derweil an Gretchen und daran was es für Konsequenzen hätte, wenn er es nicht schaffen würde.
„Marc!“, sagte Gabi, während Marc sie fragend ansah. Gabi deutete auf den Bauchraum der Patientin, wo Marcs Hände schon wieder zitterten.
„Noch drei Päckchen.“, sagte Gabi motivierend und lächelte Marc dabei aufmunternd an. Es tat ihr so unheimlich leid Marc so zu sehen. Sie hatte in ihm immer einen Helden gesehen, hatte ihn bei Operationen bewundert, da er immer alles wusste und immer alles schaffte und nun war es einzig und alleine ihre Schuld, dass er in dieser Verfassung in einem OP stand. „Wie lange dauert es noch?“, fragte Jo und sah dabei auf die Uhr.
„Ich denke eine bis eineinhalb Stunden.“, antwortete Marc und schaute Gabi dabei an.
„Wir müssen noch einmal unterbrechen.“, sagte Marc, während Jo nun ungehalten auf ihn zukam.
„Nein, dass müssen wir nicht!“, sagte er und hielt Marc dabei die Pistole an die Schläfe, was Gabi ein Stück vom OP Tisch zurückweichen ließ.
„Sie können mich bedrohen so sehr Sie wollen, ich brauche noch eine Spritze.“
„Dann verabreich sie dir hier verdammt noch mal, wieso noch mehr Zeit verlieren?“
„Der Bereich hier ist steril, die Spritze ist es nicht und sobald mich Schwester Gabi berührt sind meine Arme nicht mehr steril, aber das hat sich jetzt eh gerade erledigt, da sie ja unmittelbar hinter mir stehen und ich nicht annehme, dass sie ihre Waffe vorher steril gewaschen haben.“
„Schnauze jetzt. Du holst die Spritze und du machst jetzt hier weiter, ich habe keine Lust mehr auf das Theater hier.“ Gabi nickte etwas und ging in den vorderen Raum herüber, während Jo die Waffe nun herunternahm und sich ebenfalls entfernte. Marc atmete tief durch, da er unwillkürlich die Luft angehalten hatte.
„Wohin?“, fragte Gabi ratlos.
„Gib sie mir in den Fuß, dann verseuchen wir hier wenigstens nicht alles.“
„In den Fuß?“, fragte Gabi irritiert.
"Ja Gabi, dass ist der unterste Teil von meinen Beinen auf denen ich stehe.", brach es aus Marc heraus, wobei er noch einmal tief Luft holte.
„Fußvene, ist quasi das Selbe wie die Armvene. Tu’s einfach.“ Gabi nickte und beugte sich dann herunter, während Marc versuchte sich wieder auf die OP zu konzentrieren, was nicht leicht war, da Jo jetzt noch immer in seiner unmittelbaren Nähe stand.

....to be continued!



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17.12.2009 18:05
#38 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 38

„So, noch ein Päckchen.“; sagte Marc und sah Gabi dabei an, die ihm zunickte. Durch die Spritze waren seine Hände nun wieder ruhiger, allerdings wusste Marc, dass die Wirkung nicht ewig anhalten würde und dass es ihn umso härter treffen würde, sobald die Wirkung nachließ. Trotz allem musste er sich eingestehen, dass er die Höchstdosis schon um Längen überschritten hatte und dass alles Weitere ihn in Gefahr bringen würde. Marc atmete auf als das letzte Päckchen in der Schüssel landete und wechselte dann sein Besteck.
„Es sind alle draußen, ich werde den Bauchraum nun wieder verschließen.“, erklärte Marc und sah auf den Monitor. Die Werte der Patientin waren hervorragend und er hatte nur ein einziges Tütchen angerissen, unter normalen Umständen hätte er sich nun zweifelsohne gelobt.
„Haben Sie schon einen Plan wie sie mit dem Zeug hier rauskommen wollen? Ich denke nicht, dass man sie so einfach herausspazieren lassen wird. Zumindest nicht nach der ganzen Aktion hier.“, sprach Marc die Frage an die ihn beschäftigte.
„Das ist mir schon klar, dafür hab ich ja dich Mister Chef. Die werden hier schon alle darauf bedacht sein, dass dir nichts passiert, oder?“ Marc lachte etwas auf. Genau das war es was er vermutet hatte und wieder hatte er Recht behalten. Gabi sah ihn ängstlich an, während Marc mit seiner Arbeit fortfuhr.
Gretchen schaute derweil nervös auf die Uhr. Es waren nun schon etwas mehr als vier Stunden vergangen. Sollte es keine Komplikationen gegeben haben, müsste die OP eigentlich bereits beendet sein. Der Bereich vor dem betroffenen OP war abgesperrt und durch die Polizei gesichert worden. Mehdi und Gretchen standen in einem sicheren Abstand und warteten auf die Dinge die dort noch kamen.
„Ich hole den Notfallwagen doch schon mal.“, sagte Gretchen, während Mehdi ihr zunickte. „Dann sind wir ausgerüstet, falls was ist.“, erklärte sie leise und ging dann los. Mehdi atmete tief durch. Auch ihm stand die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Marc beendete die OP derweil mit einer sauberen Naht und legte sein Besteck dann zur Seite.
„OP erfolgreich abgeschlossen.“, sagte er und wich vom Tisch zurück.
„Du, wasch das Zeug ab!“, befahl Jo Gabi, die die Päckchen säubern sollte, während Gabi die Schüssel zur Hand nahm.
Marc folgte ihr in den Vorraum und befreite sich von seinen blutigen Handschuhen.
„So, wie geht’s jetzt weiter? Ich wüsste gerne was mich erwartet.“, sagte Marc und befreite sich auch vom OP Kittel und dem Mundschutz.
„Wir gehen jetzt da raus und du sorgst dafür, dass ich gut zum Auto komme.“ Marc nickte etwas und ging zum Waschbecken herüber um etwas Wasser zu trinken, wobei er das kalte Wasser auch über seine Handgelenke laufen ließ. Vielleicht schaffte er es so, dass sein Kreislauf ihm noch einen letzten Dienst erwies.
„Sie…sie können mich auch mitnehmen.“, sagte Gabi plötzlich, während Marc und Jo sich zu ihr umdrehten.
„Nehmen Sie mich mit und lassen Sie Dr. Meier hier.“
„Gabi!“, sagte Marc direkt.
„Nein wirklich, es ist okay. Du musst dank mir genug leiden. Nehmen Sie mich bitte mit.“ „Wieso sollte ich eine kleine Schwester mitnehmen, wenn ich einen Oberarzt haben kann? Was wirkt wohl mehr Schätzchen?“, fragte Jo und zog Marc im nächsten Moment unsanft an sich, wobei er ihm fast den Arm verdrehte.
„Ich schwör dir, machst du da draußen Unsinn oder irgendwelche Faxen, ich knall dich ab!“, sagte Jo, während Marc langsam nickte. Er wollte das alles hier einfach nur hinter sich bringen, wobei er in diesem Moment plötzlich unheimlich froh darüber war, dass er sich wenigstens mit Gretchen ausgesprochen hatte, falls ihm was passieren sollte. Jo nahm das Koks an sich und trat dann auf den Hebel, so dass sich die Tür vor ihnen öffnete. Gretchen war gerade mit der kompletten Ausrüstung wieder da, als sie merkten, dass vorne etwas geschah. Während sie am Anfang noch froh gewesen war, dass die Polizei Mehdi und ihr erlaubt hatte in sicherer Entfernung für den Fall der Fälle zu warten, so sehr bereute sie es als sie Marc erblickte, der mit hochgehobenen Armen vor Jo herging und ihm als Schutzschild diente.
„Ich bin Dr. Meier, Oberarzt. Bitte lassen Sie uns durch.“, rief Marc und Gretchen zuckte zusammen bei der Angst die in Marcs Stimme mitschwang.
„Immerhin hat er die OP überstanden.“, sagte Mehdi, da er nicht einmal damit gerechnet hatte Marc kniff seine Augen zusammen, da er merkte wie der Flur vor seinen Augen verschwamm, allerdings half dies nicht mehr viel. Binnen Sekunden war Marc klar, dass er seien Zusammenbruch nun nicht mehr verhindern konnte, ihm fehlte die Kraft dazu. Auch Jo merkte wie Marc vor ihm ins Schwanken kam, doch ehe er reagieren konnte sank Marc vor ihm zusammen.
„Marc!“, entfuhr es Gretchen direkt, die loslaufen wollte, allerdings von Mehdi festgehalten wurde.
„Steh auf!!“, schrie Jo und trat Marc dabei mit dem Fuß in die Seite.
„Nein! Nicht!“, rief Gretchen und musste tatenlos mit ansehen, wie Jo Marc einen Tritt in die Magengegend verpasste. Mehdi hatte alle Mühe Gretchen festzuhalten- Durch Gretchens
Geschrei hatte Jo von Marc abgelassen, wobei sich nun einer der Polizisten zu Wort meldete. „Geben Sie auf Herr Muri, Sie haben keine Chance mehr hier raus zu kommen!“ Jo war weiter nach vorne gegangen und sah die Polizisten an die dort vor ihm standen. Gabi nutzte die Gunst der Stunde um ebenfalls aus dem OP herauszutreten, wobei sie Marc unter den Armen fasste und ihn in den OP herüberzog. Heraus aus dem Schussfeld.
„Gott sei dank.“, sagte Gretchen und war beeindruckt davon, dass Gabi so mutig gewesen war.
„Marc!“, rief Gabi und gab Marc dabei eine leichte Ohrfeige, worauf dieser allerdings nicht reagierte. Gabi fühlte nach seinem Puls und sah dann auf eine Stelle an Marcs Poloshirt, die sich rot verfärbte.
„Oh Gott!“, sagte sie und schob das Shirt hoch, wobei sie erkennen musste, das Marcs Narbe etwas aufgeplatzt war und nun blutete. Gabi fuhr zusammen als das Telefon des OPs, welches sich direkt neben ihr an der Wand befand, zu schellen begann.
„Hallo.“, meldete sie sich hektisch.
„Gabi hier ist Gretchen. Wie sieht’s aus?“
„Marc braucht Hilfe. Die Narbe ist aufgeplatzt, er blutet und er ist bewusstlos.“
„Ich weiß. Wir sind ganz hier in der Nähe, aber ich kann nicht zu euch durchkommen, nicht solange dieser Irre noch dort ist.“
„Kann ich ihm noch eine von den Kreislaufspritzen geben.“
„Kreislaufspritzen sind immer gut.“
„Aber er hatte bereits zwei.“ „
Was? Nein, dann auf gar keinen Fall. Wieso hat er sich zwei Spritzen gegeben?“
„Die OP war echt hart für ihn. Er hat auch noch Morphium gespritzt.“
„Oh ja, großartig. Dieser Idiot. Gabi kontrollier weiterhin seinen Puls, ich bleibe die ganze Zeit hier am Telefon. Wie geht es der Frau im OP?“ Gabi weitete die Augen und drehte sich um. Die Frau hatte sie vollkommen vergessen.
„Alles gut. Marc hat gute Arbeit geleistet.“
„Gabi tu mir den Gefallen und kontrollier bei Marc Puls und Blutdruck und gib es mir dann durch, ja?“
„Soll ich ihn an einen OP Monitor anschließen?“
„Großartige Idee, dann haben wir alles was wir brauchen. Ich bleibe am Telefon, ja? Wenn was ist.“
„Alles klar.“ Gretchen nickte und sah dann auf Mehdi.
„Marc war heute wieder sein bester Kunde.“, sagte sie, was bei Mehdi allerdings nur auf Unverständnis stieß.
„Morphium in einer grenzwertigen bis absolut grenzwertigen Dosis und dann noch zwei Kreislaufspritzen.“
„Innerhalb der vier Stunden?“ Gretchen nickte, während Mehdi die Augen verdrehte.
„Das konnte Marc schon immer ganz gut.“
„Was?“
„Seinen Körper bis an die Grenzen treiben und dann mit Medikamenten nachhelfen, damit die Grenzen noch ganz weit überschritten werden können. Kannst du dich noch an seinen 72 Stunden Dienst erinnern, wo er nach sechzig Stunden auf den Beinen erst einmal noch sechs Stunden lang operiert hat.“ Gretchen nickte. Sie war noch ganz neu gewesen und hatte sich gefragt wie sie so etwas jemals schaffen sollte.
„Glaubst du da war nichts im Spiel?“
„Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass Marc….“
„Nein, aber er ist oft nicht weit davon entfernt.“ Gretchen schüttelte den Kopf etwas. Die Beziehung mit Marc würde auf jeden Fall auch mit viel Arbeit verbunden sein. Gretchen lächelte etwas. Die Beziehung mit Marc. Wie unwirklich alleine diese Gedanken klangen. Marc und sie zusammen als ein Paar. Gretchen war unendlich froh, dass sie jetzt endlich auf ihr Herz hörte und nicht mehr auf ihren Verstand. Es war nicht mehr und nicht weniger als der pure Wahnsinn Alexis für Marc zu verlassen und es war hochgradig wahrscheinlich, dass sie diesen Schritt später einmal bereuen würde, wobei ihr bewusst war, dass sie es ihr ganzes Leben lang jede Sekunde lang bereuen würde, wenn sie es mit Marc nicht versuchen würde. „Gretchen?“, fragte Gabi, was Gretchen direkt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Bis jetzt hing alles noch am seidenen Faden. All ihre Gedanken und alles worüber sie nachdachte setzten voraus, dass es Marc gut ging und das ihm nichts passierte.

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

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19.12.2009 17:10
#39 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 39

„Ich hab den Monitor angeschlossen.“
„Wie sind die Werte?“ Gabi gab Gretchen die Werte durch, während diese die Augen weitete. „Trotz zwei Kreislaufspritzen?“, fragte sie schockiert, wobei Mehdi sie sofort ansah.
„Okay, okay und die Blutung? Hast du den Eindruck, dass der Bauch verhärtet ist? Nein? Das ist schon mal gut.“ Wie lange es wohl dauern würde, bis die Polizei Jo endlich außer Gefecht gesetzt hatte? Gretchen hatte diesen Gedanken noch nicht einmal zu Ende gedacht als sie Mehdi neben sich plötzlich
„Nein!“, schreien hörte. Noch bevor Gretchen verstanden hatte was hier passierte hörte sie Gabi auch schon kreischen und die Verbindung brach ab.
„Was ist? Wo….?“, fragte Gretchen und sah Mehdi an.
„Das kann doch nicht wahr sein. Wie können Sie das zulassen? Es befinden sich zwei Patienten in dem OP!“, rief Mehdi, während Gretchen langsam verstand, dass der bewaffnete Jo ohne Perspektive hier herauszukommen wieder in den OP zu Marc gestürmt war.
„Nein!“, flüsterte Gretchen wie in Trance und sah dabei auf ihr Telefon, welches nur noch ein Tüten von sich gab. Das durfte nicht passiert sein.
„Scheiße!“, fluchte Jo derweil und trat einen Rollwagen um, der mit im Raum stand, was Gabi noch mehr zusammenzucken ließ.
„Seien Sie bitte bitte vernünftig und lassen Sie uns wenigstens Dr. Meier hier rausbringen.“, flehte Gabi.
„Halt die Schnauze!“, fuhr Jo sie an, während Gabi nun Tränen über die Wange rollten. Was sollte sie denn jetzt nur tun? Sie hatte zuvor schon eine Kompresse besorgt, die sie Marc nun auf den Bauch presste. Die Blutung aus der Wunde musste dringend gestoppt werden, da Blutverlust nicht gerade zur Verbesserung von Marcs Allgemeinzustand beitrug.
„Marc wach auf. Bitte bitte wach auf, ich weiß doch nicht was ich machen soll!“, flehte Gabi und sah auf die Werte des Monitors, wobei sie nur hoffen konnte, dass sie sich nicht noch weiter verschlechterten.
„Hätte dieses miese kleine Arschloch mich nicht im Stich gelassen, dann wären wir jetzt erst gar nicht in dieser Situation!“, schrie Jo nun und drehte sich zu Marc um, wobei er auf ihn zukam.
„Bitte lassen Sie ihn doch in Ruhe!“, flehte Gabi, deren Nerven mittlerweile blank lagen. „Weck ihn wieder auf, er soll für das bezahlen was er mir damit angetan hat.“
„Ich kann ihn nicht aufwecken, er ist bewusstlos.“, erklärte Gabi, während Jo sich wieder umdrehte und noch einmal gegen den am Boden liegenden Rollwagen trat, wobei er unaufhörlich fluchte. Gabi streichelte Marc über die Wange und sah dann wieder auf den Monitor, wobei die Werte sich eher verschlechtert hatten. Auch die Narbe hatte noch nicht aufgehört zu bluten und Gabi sah auf ihre Hand, die blutverschmiert war. Blutverschmiert mit Marcs Blut.
„Kann ich bitte eine neue Kompresse holen?“, fragte Gabi, während Jo sich zu ihr umdrehte. „Nein!“
„Aber….bitte er verblutet. Ich dachte sie wollen, dass er wieder aufwacht und dann.....“ „Schnauze jetzt! Meinetwegen kann er auch verbluten. Hauptsache er bezahlt für das was er getan hat.“
„Hören Sie auf damit! Dr. Meier hat alles getan was in seiner Macht stand. Er hat der Frau 15 Päckchen Kokain aus dem Bauchraum operiert. Das ist eine wahnsinnig gute Leistung. Ich habe auch geglaubt er müsste für etwas zahlen. Ich habe mein Baby verloren. Dr. Meier hat mich operiert und hat mir das Leben gerettet. Ich war ziemlich schwer verletzt, aber er hat eine wahnsinnige Leistung vollbracht und mich gerettet, mein Baby dadurch allerdings sterben lassen. Ich habe dafür gesorgt, dass er so zugerichtet wurde, dass er jetzt in dieser Verfassung ist. Glauben Sie mir, Dr. Meier hat genug bezahlt. Tun Sie mit mir was sie tun möchten, aber lassen Sie mich bitte um Himmels Willen Dr. Meier helfen.“, appellierte Gabi an Jo, der allerdings nur den Kopf schüttelte.
„Kann ich wenigstens eine andere Ärztin anrufen und mir Rat holen?“
„Du kannst jetzt verdammt noch mal deine verdammte Klappe halten!“, schrie Jo plötzlich und war dabei mehrere Schritte auf Gabi zugegangen, wobei seine Waffe sich nun unmittelbar vor ihrem Kopf befand. Gabi hatte die Augen geschlossen und weinte nun bitterlich, wobei Jo ausholte und Gabi mit der flachen Hand ins Gesicht schlug, was Gabi kurz aufschreien ließ. Jo ließ von Gabi ab und setzte sich nun ebenfalls auf den Boden, wo er begann zu überlegen, was er nun tun konnte, obwohl ihm bewusst war, dass er im Enddefekt bereits verloren hatte. Gabi rappelte sich schnell wieder auf und ignorierte den Geschmack von Blut auf ihrer Zunge. Sie wusste, dass ihre Lippe blutete, aber nichts blutete so sehr wie Marcs Wunde. Gabi, die noch immer neben Marc kniete und ihre Hände auf seine Wunde hielt, erschrak als Marc sich unter ihren Händen plötzlich bewegte.
„Ah“, entfuhr es Marc vor Schmerzen und er drehte sich leicht, wobei Gabi seine Schulter sanft nach unten drückte.
„Pscht ganz ruhig. Es ist alles in Ordnung.“, flüsterte Gabi, während Marc nun die Augen öffnete. Er sah an sich herunter auf die blutende Wunde und schaute dann in Gabis verweintes und blutiges Gesicht. Marc blickte sich etwas um, wobei er auch Jo entdeckte, der noch gar nicht mitbekommen hatte, dass Marc wieder bei Bewusstsein war.
„Was ist passiert? Was geht hier vor?“, fragte Marc leise, wobei es für Gabi schon fast an ein Wunder grenzte, dass Marc so schnell und von alleine wieder zu Bewusstsein gekommen war. „Du bist umgefallen. Jo ist nicht davongekommen und hat sich jetzt hier verschanzt.“, erklärte Gabi in Kurzform. Marc sah auf den Monitor neben sich und nickte etwas. Nicht berauschend, aber immerhin war er wieder bei Bewusstsein.
„Gabi nimm bitte deine Hände von der Wunde.“
„Marc es blutet wie wahnsinnig.“
„Das sehe ich. Danke für die Einschätzung.“
„Marc!“
„Ich halte den Druck nicht aus.“, sagte er und atmete dann aus als Gabi ihre Hände von seiner Wunde nahm. Wie gut dieser Moment tat.

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02.01.2010 17:34
#40 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 40

„Du hast alles versaut!“, sagte Jo nun, während Marc den Kopf leicht zu ihm umdrehte.
„Ich schwöre Ihnen, dass wollte ich nicht, aber ich konnte meinen Kreislauf wirklich nicht länger kontrollieren.“, erklärte Marc, wobei Jo nun wieder schwieg, was Marc Zeit dazu gab seine Wunde zu begutachten. Sein Magen schien den Tritt gut ausgehalten zu haben, ganz anders als seine Narbe, die es förmlich zerfetzt hatte.
„Jo, hören Sie zu, ich muss die Wunde an meinem Bauch versorgen, sonst bin ich Ihnen ziemlich bald nicht mehr von nutzen.“
„Halt deine verdammte Schnauze.“
„Aber ich kann Sie sicher hier rausbringen.“
„Ja, das hast du eindrucksvoll bewiesen. Schnauze jetzt, ich muss überlegen.“
„Was ist das für ein Piepen?“, fragte Gabi, während Marc die Augen weitete.
„Die Patientin. Jo, ich muss nach ihrem Drogenkurier gucken.“, sagte Marc, während Gabi ihn fragend ansah. Jo stand nun auf und sah in den OP herein.
„Mach!“, sagte er, während Marc sich langsam aufsetzte und dabei vor Schmerzen aufstöhnte. „Marc sei vernünftig, bleib liegen um Gottes Willen!“, sagte Gabi.
„Sie wird nicht sterben! In meinem OP stirbt niemand!“, sagte Marc energisch. Marc sah auf den Monitor der Patientin, wobei er erleichtert feststellen musste, dass eine einfache Spritze sie wieder auf den Damm bringen würde. Er erklärte Gabi was er brauchte, wobei diese wenige Minuten später wieder da war.
„So und jetzt, wo ich ihrem Drogenkurier schon das zweite Mal an diesem Tag das Leben gerettet habe, möchte ich bitte meine Wunde nähen.“, forderte Marc, während Gabi ihn von der Seite ansah. Der Gedanke dass Marc sich selber nähen würde verursachte bei ihr direkt eine Gänsehaut.
„Du kannst der Alten meinetwegen auch noch einhundert Mal das Leben retten, von mir bekommst du gar nichts mehr. Nicht nach der Aktion draußen.“ Marc wollte widersprechen, allerdings besann er sich lieber darauf den Weg in den Vorraum gut hinter sich zu bringen, wo er sich mit Gabis Hilfe wieder zu Boden sinken ließ. Marcs Zähne begangen zu klappern, ihm war kalt aufgrund des ganzen Blutverlustes.
„Ich kann doch jetzt nicht hier sitzen und zusehen wie es dir von Minute zu Minute schlechter geht!“, sagte Gabi entschlossen und richtete sich wieder auf, wobei sie geradewegs zum Materialraum herüber ging.
„Was glaubst du was du vorhast?“, fragte Jo direkt, während Gabi ihn komplett ignorierte. „Gabi bitte!“, sagte Marc ernst, doch Gabi nahm sich hiervon nichts an. Sie würde alles wieder gut machen und Marc helfen, das war sie ihm einfach schuldig.
„Du bleibst jetzt sofort stehen!“, sagte Jo und ging dabei auf Gabi zu.
„Ich werde nicht dabei zusehen, wie Dr. Meier vor meinen Augen verblutet!“, stellte Gabi klar, während sie Sekunden später erneut einen Schlag von Jo ins Gesicht bekam.
„Hey!“, rief Marc nun, wobei Jo Gabi zum zweiten Mal ins Gesicht schlug. Marc stand so schnell er konnte vom Boden auf und ging auf die beiden zu, wobei Gabi schon langsam zu Boden ging.
„Wie arm ist es denn bitte eine Frau zu schlagen?“, fragte Marc entsetzt und bekam im nächsten Moment Jos Faust in sein Gesicht. Marc ignorierte die Schmerzen und versuchte seine eigene Wut zu zügeln. Unter normalen Umständen hätte er sich gegen Jo widersetzt, aber dies waren keine normalen Umstände. Marc kniete sich vor Gabi auf den Boden und legte ihren Kopf in den Nacken, wobei er vorsichtig ihre Nase und ihre Wange abtastete.
„Es ist nichts gebrochen.“, sagte Marc leise und wischte sich dabei mit dem Handrücken ebenfalls das Blut unter der Nase ab.
„Ich hoffe ihr wisst jetzt, wer hier sagt wo es langgeht.“, stellte Jo triumphierend klar, während Marc sich wieder zu Boden sinken ließ.
„Gabi.“, sagte Marc, wobei Gabi ihn langsam ansah. Sie weinte noch immer.
„Es wird schon alles wieder gut werden.“, sagte Marc aufbauend, wobei er sich selbst bereits fragte, wie lange er noch bei Bewusstsein bleiben konnte.
„Das ist es! Ja verdammt, das ist es!“, sagte Jo auf einmal und klatschte dabei in die Hände. „Du!“, sage er und deutete dabei auf Gabi, die ihn ängstlich ansah.
„Steh auf.“, sagte er, was Gabi langsam tat.
„Geh los und hol die blonde Ärztin.“, sagte Jo, während Marc am Boden direkt den Kopf schüttelte.
„Das wird sie nicht tun!“, widersprach Marc.
„Sie wird es sehr wohl tun.“; sagte Jo lachend und trat mit drei großen Schritten auf Marc zu. „Du hast die Wahl. Mittlerweile habe ich ja gecheckt, dass du geil bist auf den Herrn Doktor, also entweder du holst jetzt sofort die blonde Ärztin, oder ich werde deinem Herrn Doktor das Gehirn wegblasen.“, sagte Jo und entsicherte seine Waffe, mit der er direkt auf Marcs Kopf zielte. Gabi zögerte keine Minute, sondern drehte sich sofort zur Tür um.
„Gabi nein! Tu das nicht! Hol Gretchen nicht hier hin. Bitte!“, flehte Marc, doch Gabi riss die Tür auf und stürzte auf den Flur.
„Gretchen!“, schrie Gabi, während Gretchen zusammenzuckte als sie ihren Namen hörte und direkt aufsprang.
„Gabi?“
„Gretchen du musst kommen. Du musst hier reinkommen. Er wird Marc umbringen. Bitte!“, rief Gabi panisch, während Gretchen keine Sekunde zögerte.
„Was hast du vor? Gretchen nein. Bleib hier!“, sagte Mehdi direkt, doch Gretchen ließ sich von ihm nicht aufhalten. Marc brauchte ihre Hilfe.
„Seien Sie vernünftig und bleiben Sie hier!“, sagte auch ein Polizist, doch Gretchen schüttelte den Kopf und ging unbeirrt weiter. Mehdi war Gretchen gefolgt und hielt sie nun am Arm fest.
„Bitte Gretchen, sei vernünftig.“, flehte er, während Gretchen ihn ansah.
„Was würdest du tun, wenn du an meiner Stelle wärst? Würdest du gehen oder nicht?“ Gretchen nickte etwas.
„Siehst du.“, sagte sie und lächelte Mehdi dann an.
„Was ist los?“, fragte Gretchen leise als sie bei Gabi angekommen war.
„Er hat mich vor die Wahl gestellt dich zu holen, oder….“ Gretchen nickte etwas, sie wollte überhaupt nicht weiterhören.
„Woher kommt das ganze Blut?“, fragte Gretchen bei einem Blick auf Gabis Hände und ihren Kittel.
„Marc.“
„Marc?“, fragte Gretchen schockiert und spätestens jetzt war es keine Frage mehr für sie ob sie es tun sollte oder nicht. Jo ließ direkt von Marc ab, als Gretchen den OP betrat, während Gabi sich nun in Sicherheit begab. Sie konnte das ganze dort drin nicht mehr durchstehen. Marc war bei Gretchen in den besten Händen.
„So willkommen in unserer kleinen gemütlichen Runde.“, sagte Jo, während Gretchen sich direkt neben Marc auf den Boden kniete.
„Wieso bist du nur hier rein gekommen?“, fragte Marc direkt, was Gretchen mit einem zärtlichen Kuss beantwortete.

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03.01.2010 14:46
#41 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 41

„Ach so sieht das hier aus. Du nimmst sie hier wohl alle durch Superdoc, was?“, fragte Jo, worauf weder Gretchen noch Marc reagierten. Gretchen sah sich zuerst Marcs Nase an und sah dann an seinem Körper herunter, wobei sie sein blutgetränktes Poloshirt langsam hochschob.
„Oh Marc!“, flüsterte Gretchen und schloss kurz die Augen, bevor sie sich zusammenriss.
„Die Wunde muss dringend versorgt werden.“, sagte Gretchen und drehte sich dabei zu Jo um.
„Mir kommt es so vor als hätte ich das schon mal gehört.“, erklärte dieser, während Gretchen Marc wieder ansah, da sein gesamter Körper unter ihren Händen mittlerweile zu zittern begann. Marc wusste, dass es die Anspannung war. Er versuchte alles um nicht ohnmächtig zu werden, denn er konnte es nicht zulassen Gretchen mit diesem Irren alleine zu lassen. Schon die Tatsache, dass sie jetzt hier bei ihm war und Jo mit einer Waffe hinter ihr stand zeriss Marc beinah. Gretchen zog ihren Kittel aus und rollte diesen zusammen. Marc wollte gerade protestieren, als Gretchen den Kittel bereits auf seine Wunde presste, was Marc aufstöhnen ließ.
„Es muss sein.“, flüsterte Gretchen und lächelte Marc dabei etwas an.
„Ist Gabi draußen geblieben?“, fragte Marc, was Gretchen mit einem Nicken beantwortete. „Wie ist die OP verlaufen?“, fragte Gretchen, da sie Marc unbedingt ablenken wollte.
„Gut. Sehr gut sogar. Ich kann’s noch.“
„Ja, das habe ich wohl mitbekommen. Und das obwohl du noch nicht mal in der Reha warst.“ „Na ja, die müssen auf jeden Fall noch einiges wieder hinbekommen.“
„Ja, das habe ich schon mitbekommen, sonst müssen wir demnächst größere Arzneimittelmengen bestellen.“ Marc grinste etwas, während Gretchen ihm sanft seine Haare aus der Stirn strich.
„Bitte pass auf dich auf, der Typ ist wahnsinnig.“, flüsterte Marc ernst, während Gretchen ihn weiter anlächelte. Sie wollte vor Marc nicht zeigen wie viel Angst sie in Wirklichkeit hatte. Marc schloss seine Augen kurz, doch Gretchen stupste ihn direkt wieder an.
„Marc, du musst wach bleiben. Sieh mich an und red mit mir.“, sagte Gretchen und drehte sich dann zu Jo um. Sie wusste, dass Marc das alles nicht mehr lange durchstehen würde. „Entschuldigen Sie, wie war noch gleich ihr Name.“
„Jo.“
„Jo, Dr. Meiers Wunde muss dringend versorgt werden, deshalb haben Sie mich doch hergeholt oder?“
„Ach kleines blondes Dummchen. Mir ist es scheißegal was mit dem tollen Superdoc hier wird. Du bist mein Schlüssel zur Freiheit und wirst mich später gut und sicher hier raus bringen.“
„Das werde ich nicht. Zumindest nicht solange ich Dr. Meier nicht behandelt habe.“
„Ts, ts, ts. Toller Dr. Meier, woran merkt man, dass die kleine blonde Ärztin noch nicht solange in diesem Raum ist?“, fragte Jo und machte dann einen Schritt auf Gretchen zu, während Marc vor Schreck die Augen weitete. Er zog Gretchen ruckartig zurück, so dass der Schlag mit der Pistole nicht Gretchen traf, sondern Marcs Arm. Er würde nicht zulassen, dass er ihr weh tat. Niemals. Gretchen sah erschrocken auf Jo und dann auf Marc, der sich wieder zu Boden sinken ließ. Sie wusste, dass sie dieser Schlag normalerweise mit voller Wucht getroffen hätte, was sie zutiefst erschrak. Sie sah auf Marc, dessen Arm nun ebenfalls zu bluten begann.
„Verdammt!“, fluchte Gretchen und wollte nach Marc sehen, doch Jo zog sie mit einem Ruck nach oben.
„Aua! Lassen Sie mich los, Sie tun mir weh!“, sagte Gretchen anhand der Tatsache wie grob Jo sie berührte. Marc richtete sich derweil ebenfalls auf, wobei er die Wand hinter sich zur Hilfe nahm.
„Lassen Sie Sie los!“, sagte Marc drohend. Er wusste, dass er nun noch einmal all seine Kraft aufbringen musste.
„Sonst was?“, fragte Jo spöttisch und zog Gretchen noch fester an sich, was diese erneut vor Schmerzen aufstöhnen ließ. Marc kniff die Augen zusammen, da das taube Gefühl versuchte Besitz von seinem Körper zu ergreifen. Er fixierte Gretchens Gesicht, welches schmerzverzehrt war, während Jo ihren Arm unnatürlich hinter ihrem Körper verdreht hatte. „Was wollen Sie von uns Jo? Was sollen wir noch alles für Sie tun? Ich habe 15 Beutel aus dem Körper Ihres Drogenkuriers operiert. Sie werden nicht aus diesem Krankenhaus herauskommen, egal wen Sie bei sich haben. Glauben Sie ernsthaft, dass die Polizei nichts in der Hinterhand hat. Sie sitzen in der Falle Jo, Sie haben den Kampf verloren und egal ob Sie jetzt versuchen mir weh zu tun, oder Dr. von Buren, die für all das hier nichts kann, es wird sie nicht weiterbringen, sondern verschlimmert ihre Situation noch. Ich kann Ihnen einen Deal anbieten. Ich lasse auf der Stelle 10 der Beutel verschwinden und wir alle bewahren Stillschweigen darüber wie viele es waren, ich denke dann wird ihre Strafe weitaus geringer ausfallen.“
„Genau, weitaus geringer, wenn man die Körperverletzung und die Geiselnahme mal abzieht, was?“
„Ich werde keine Anzeige stellen. Niemand von uns wird das tun, wenn Sie uns jetzt gehen lassen. Bitte Jo, ich flehe Sie an. Lassen Sie wenigstens Dr. von Buren gehen, das alles hier führt doch zu nichts.“, sagte Marc, während Jo nun endlich Gretchens Arm losließ, wobei diese sich schnell von Jo wegbewegte und zu Marc herüberlief, der von der Wand wegging und Gretchen schützend hinter sich schob, wobei Gretchen Marc gleichzeitig abstützte. Marc wusste, dass Jo noch immer eine Waffe bei sich trug, was Gretchen bis dato noch nicht realisiert hatte.
„Geben Sie auf Jo.“, sagte Marc noch einmal.
„Noch nicht!“, entgegnete Jo entschlossen und sah Marc dabei an.
„Eins muss man dir lassen Superdoc, du hast ganz schön Arsch in der Hose. Dafür das du blutest wie eine Sau und dir die ganze Scheiße bei der OP reingepfiffen hast schlägst du dich tapfer.“
„Lassen Sie es zu, dass Dr. von Buren meine Wunde näht und ich verspreche Ihnen, dass wir zusammen eine Lösung finden werden um all das hier gut hinter uns zu bringen.“
„Ach was soll’s. Geh und hol was du brauchst.“, sagte Jo nun, wobei Gretchen losgehen wollte, doch Marc hielt sie zurück und sah Gretchen einen kurzen Moment an.
„Vertraust du mir?“, flüsterte er, während Gretchen direkt nickte.
„Jederzeit.“, entgegnete sie.
„Ich hole die Sachen selbst.“, sagte Marc und machte einen wackeligen Schritt auf Jo zu, wobei er tief Luft holte. Er musste einfach durchhalten.
„Was soll das?“
„Sie ist Assistenzärztin.“, erklärte Marc kurz und ging dabei weiter, während Gretchen ihm skeptisch hinterher sah. Sie hatte keine Ahnung was Marc vorhatte. Auch Marc war sich auf dem Weg in den Materialraum noch nicht darüber im Klaren, wie er die Situation nun zu ihren Gunsten verwandeln sollte. Er kniff die Augen wieder zusammen, da das taube Gefühl weiter vorgerückt war. Marc schloss den Arzneimittelschrank mit zittrigen Händen auf und holte eine kleine Ampulle Adrenalin hervor. Sein Körper musste das alles einfach verkraften. Marc startete mehrere Versuche, allerdings gelang es ihm nicht sich die Spritze in den Arm zu verabreichen. Marc kniete sich langsam hin und verabreichte sich die Spritze in die Fußvene, zum zweiten Mal an diesem Tag, bevor er sich aufrichtete und eine weitere Spritze aufzog, die er in einer Hand versteckte, wobei er hoffte, dass nun alles nach Plan verlaufen würde. Wofür waren Fußvenen sonst gut? Marc ließ sich zu Boden sinken und riss dabei etwas vom Regal mit herunter, so dass es sich danach anhörte als sei er hingefallen.
„Marc!“, rief Gretchen erschrocken und lief an Jo vorbei zum Materialraum, dicht gefolgt von Jo selbst. Gretchen stieß die Tür auf und sah erschrocken auf Marc, der dort am Boden lag. Sie kniete sich direkt neben ihn, wobei Marc ihr leicht zuzwinkerte, was Gretchen für eine kleine Sekunde aus dem Konzept brachte. Ihr Blick fiel auf das kleine Fläschchen, welches unmittelbar neben Marc zu Boden gegangen war. Adrenalin.
„Was ist hier los?“, fragte Jo und kam dabei näher, wobei Gretchens Blick nun auf die Spritze fiel, die Marc umklammert hielt.
„Wonach sieht es denn aus?“, fragte Gretchen und nutzte die Tatsache, dass sie sich im Materialraum befanden dazu einen Verband zu holen, welchen sie Marc provisorisch auf die Bauchwunde legte.
„Jo, können Sie mir helfen Dr. Meier in den OP herüber zu bringen, ich muss die Bauchwunde sofort nähen.“, sagte Gretchen, wobei Jo nun näher herantrat. Genau auf diese Sekunde hatte Marc gewartet. Ruckartig drehte er sich zu Jo um und rammte ihm die Spritze ins Bein, doch noch bevor Marc alles initiieren konnte trat Jo um sich, wobei sein Fuß Marc direkt am Kopf traf. Jo kam nun doch ins Taumeln und stürzte zu Boden, was als Konsequenz hatte, dass seine Waffe ebenfalls hinfiel. Marc, der durch das Adrenalin aufgeputscht war sprang nun ebenfalls vom Boden auf und lief zur Waffe herüber, die auch Jo im selben Moment erfasste. Marc stürzte durch den Ruck von Jo nach vorne, wobei sich die Waffe nun in beiden Händen befand. Jo gewann für einen kurzen Moment die Oberhand und Gretchen wollte sich gerade auf ihn stürzen als Marc Jo wiederum zu Boden riss und die Oberhand gewann.
„Marc, hör auf, das ist Wahnsinn!“, rief Gretchen und musste tatenlos mit ansehen, wie Jo erneut die Oberhand gewann und Marc zu Boden drückte. Gretchen schrie auf als ein ohrenbetäubender Knall die Stille erfüllte. Ein Schuss aus der Waffe hatte sich gelöst und sowohl Marc, wie auch Jo lagen nun still übereinander dort am Boden.

....to be continued!



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05.01.2010 19:06
#42 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 42

„Hasenzahn.“. hörte Gretchen nun die leise Stimme von Marc.
„Oh Gott sei dank!“, brachte Gretchen hervor und zog Jo mit einem Ruck von Marc herunter. „Bist du okay?“, fragte sie direkt, während Marc nickte. Gretchen beugte sich zu ihm herunter und gab ihm einen zärtlichen Kuss, wobei im selben Moment die Türen zum OP aufflogen und die bewaffneten Polizisten hereinstürmten. Gretchen drehte sich derweil zu Jo um, der durch einen Schuss im Abdomen betroffen wurde.
„Lebt er noch?“, fragte Marc, was Gretchen mit einem Nicken beantwortete.
„Der Mann hier muss so schnell wie möglich operiert werden.“, sagte Gretchen, was durch die Polizisten weitergeleitet wurde. Mehdi kam nun ebenfalls hereingestürmt.
„Oh Gott ich bin so froh euch zu sehen.“, sagte er und sah dann auf Marc, der mittlerweile wieder am ganzen Körper zitterte.
„Ich gebe jetzt auf, okay?“, fragte er, während Gretchen und Medhi ihn ansahen und Marc im selben Moment seine Augen schloss.
„Wir brauchen eine Trage, einen OP und Blutkonserven!“, instruierte Gretchen nun, da auch Dr. Schmidt und Dr. Hermann in den OP geeilt waren. Gemeinsam mit Mehdi hievte sie Marc auf eine der Liegen und bahnte sich dann den Weg zum nebenan liegenden OP. Der Anästhesist leitete die Narkose ein, während Gretchen sich gemeinsam mit Mehdi steril wusch.
„Glaubst du nicht die OP sollte jemand anderer übernehmen?“, fragte Mehdi skeptisch, nachdem was Gretchen gerade noch durchgemacht hatte.
„Mein Vater kommt hinzu und ich werde nun assistieren.“, erklärte Gretchen, während sich im selben Moment schon die Türen öffneten.
„Kälbchen!“, sagte Franz erleichtert und wollte Gretchen umarmen, wobei Gretchen sofort zurückwich.
„Ich bin steril Papa. Jetzt mach voran, Marc hat genug gelitten.“, sagte Gretchen und ging dann in den OP herein. Franz versorgte die Wunde am Bauch, während Gretchen sich um die Armwunde kümmert und Mehdi die kleine Platzwunde am Kopf übernahm.
„Und Meier hat alle 15 Päckchen rausoperiert?“, fragte Franz ungläubig.
„Mit nur 40 Prozent Magen.“, fügte Mehdi hinzu.
„Das schaffen andere nicht mit 100 Prozent Magen.“, stelle Gretchen fest und lächelte dabei vor stolz. Auch wenn er sich während der Operation viel verabreicht hatte, so war es wirklich sehr gute Arbeit gewesen und über sein Durchhaltevermögen musste man gar nicht sprechen. „Wofür schicken wir ihn dann eigentlich noch in die Reha?“
„Papa!“, entfuhr es Gretchen, während Franz sie unter seinem Mundschutz anlächelte.
„So, fertig. Du musst dich mit der Reha in Verbindung setzen, dass Meier etwas später kommt. Der Blutverlust und die aufgeplatzte Narbe werfen ihn zweifelsohne ein paar Tage zurück.“, instruierte Franz noch an Gretchen gewandt. Gretchen lächelte in sich hinein, je länger es dauerte bis er zur Reha konnte, je länger war er bei ihr. Marc wurde in den Aufwachraum verlegt, wobei Gretchen sich einen Stuhl herbeizog. Sie hatte frei und konnte nun ungehindert bei ihm bleiben. Vor einer Aufgabe graute es ihr allerdings umso mehr. Wie sollte sie Alexis das alles beibringen? Es würde ihm das Herz brechen, doch darüber wollte Gretchen jetzt noch nicht nachdenken. Es dauerte nicht lange bevor Marc sich leicht regte und die Augen öffnete.
„Hallo mein Held.“, sagte Gretchen und setzte sich auf sein Bett um ihm einen zärtlichen Kuss zu geben.
„Selber Held. Das du da reingestürmt bist.“, nuschelte Marc noch etwas benommen von der Narkose.
„Das war ja wohl das Wenigste was ich tun konnte.“
„Bin ich wieder zusammengeflickt?“
„Ja, mein Vater hat die Bauchwunde wieder hergestellt, ich habe mich um deinen Arm gekümmert und Mehdi durfte auch zwei Stiche am Kopf machen.“
„Seit ihr wahnsinnig? Der ist Gynäkologe.“, scherzte Marc, worüber Gretchen leise lachte. Marc schloss seine Augen kurz wieder, nur um Gretchen dann klar anzusehen.
„Was machst du jetzt?“, fragte er, während Gretchen ihn verwirrt ansah.
„Deine Hand halten?“, fragte sie irritiert.
„Nein das meine ich nicht. Mit Alexis. Was machst du jetzt mit Alexis?“
„Marc, mach dir doch jetzt keine Gedanken darum. Du wurdest gerade operiert und….“ „Wirst du ihm überhaupt etwas erzählen?“, fragte Marc, wobei Gretchen der bange Unterton in seiner Stimme nicht entging.
„Ja aber natürlich werde ich ihm etwas erzählen. Marc, was denkst du denn?“
„Ich weiß es nicht, deshalb frage ich ja.“
„Ich werde ihm noch heute alles erzählen und dann wohl meinen Papa fragen ob ich mein Kinderzimmer mal wieder beziehen darf.“
„Zieh zu mir.“, entfuhr es Marc, während Gretchen ihn erschrocken ansah.
„Was?“
„Zieh zu mir.“, wiederholte Marc und merkte im selben Moment, dass er noch nie etwas so ernst gemeint hatte.
„Du weißt ja gar nicht was du da redest, du stehst wohl doch noch mehr unter Narkose als ich gedacht habe.“
„Gretchen ich bin so klar wie noch niemals zuvor in meinem Leben. Zieh zu mir. Lass Alexis hinter dir und zieh zu mir. Ich meine das vollkommen ernst.“
„Marc!“
„Ich habe genug Platz und es wird ewig dauern bis ich selbst wieder zuhause bin. Pack deine Sachen und richte dich ein. Was haben wir denn zu verlieren? Wenn es nicht klappt kannst du immer noch um dein Kinderzimmer bitten, das läuft dir schließlich nicht weg.“ Gretchen lachte laut auf und beugte sich dann zu Marc herunter um ihn zu küssen.
„Ja.“, sagte sie, während nun auch Marc lachte.
„Ja?“
„Ja. Das ist mit Abstand das bescheuertste, leichtsinnigste und überstürzteste was ich jemals in meinem Leben getan habe, aber ja, wieso nicht? Wenn ich schon meine Ehe in den Wind schieße, warum dann nicht so richtig?“ Marc lachte nun lauter und zog Gretchen wieder herunter.
„Ich liebe dich.“, sagte er, was von Gretchen entgegnet wurde, die sich insgeheim fragte, wann sie aus diesem Traum aufgeweckt würde.
„Außerdem so überstürzt ist es ja gar nicht, wenn man bedenkt, dass du seit deiner Kindheit mit mir zusammenziehen wolltest.“, sagte Marc, was Gretchen erneut zum Lachen brachte. „Punkt für dich.“, erklärte sie und stand dann auf.
„Was hast du vor?“
„Umziehen.“, sagte sie und küsste Marc dann noch einmal. Sie stand nun vor einer der schwersten Aufgaben ihres Lebens, doch sie wusste wofür und sie wusste das es sich lohnte.

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06.01.2010 18:00
#43 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 43

Gretchen atmete tief durch als sie die Haustür aufschloss und ins Innere herein trat.
„Alexis?“, rief Gretchen. In dem großen Haus wusste man nie wo jemand war.
„Ich bin im Wohnzimmer.“, rief Alexis zurück, während Gretchen ihre Jacke auszog und zum Wohnzimmer herüber ging.
„Hey.“, sagte Alexis sofort, während Gretchen das hey erwiderte, allerdings in der Tür stehen blieb.
„Alles okay??“, fragte Alexis direkt.
„Nein. Alexis ich….wir müssen reden.“
„Reden? Okay.“, sagte Alexis und legte sein Buch zur Seite.
„Meier?“, fragte Alexis nach einer kurzen Pause, während Gretchen vorsichtig nickte und sich an die Ecke der Couch gegenüber von Alexis setzte.
„Oh nein Gretchen, sag mir jetzt nicht, dass du mit mir Schluss machen willst!“, sagte Alexis sofort, während Gretchen ihn mit Tränen in den Augen ansah.
„Alexis bitte, ich kann nicht anders.“
„Verdammte scheiße, dass darf doch jetzt nicht wahr sein. Du machst mit mir Schluss für dieses egoistische Arschloch? Ist das dein Ernst?“
„Ja, mein vollkommener ernst.“
„Wieso um alles in der Welt hast du mich dann geheiratet?“
„Weil ich dich liebe.“
„Ja, das merkt man.“
„Nein Alexis, ich liebe dich wirklich, aber nicht so sehr wie ich ihn liebe. Ich habe wirklich gedacht ich kann ihn vergessen, dass alles hinter mir lassen und ein glückliches und zufriedenes Leben mit dir führen, aber das kann ich nicht, ich kann Marc nicht hinter mir lassen.“
„Gretchen wir sind verheiratet.“
„Das weiß ich.“
„Und trotzdem schmeißt du alles so mir nichts dir nichts weg?“
„Glaub mir, ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht.“
„Ich werde dich nicht gehen lassen!“
„Alexis bitte, was willst du denn dagegen unternehmen?“
„Ich werde mir dieses Arschloch vorknöpfen und dafür sorgen, dass du wieder zur Vernunft kommst.“
„Das wirst du nicht tun. Marc ist krank und braucht Ruhe.“
„Du machst mich auch krank mit deinem Geschwätz.“
„Gut. Ich werde kurz ein paar Sachen zusammen packen und den kleinen Rest dann in den nächsten Tagen abholen.“ Alexis lachte auf und schüttelte dabei den Kopf.
„Das alles hier kann doch nicht wahr sein, das ist doch nicht dein Ernst!“, rief er, doch Gretchen hatte sich bereits herumgedreht und ging die Treppen zum Schlafzimmer herauf, dicht gefolgt von Alexis.
„Tu mir das nicht an. Was soll ich tun damit du bei mir bleibst? Was fehlt dir bei mir, was du bei ihm haben kannst? Sag es mir. Ich werde mich ändern und alles besser machen. Gretchen bitte, gib mir noch eine Chance. Du kannst nicht einfach so weggehen.“, flehte Alexis, während Gretchen sich ihre Tränen von der Wange wischte.
„Ich liebe Marc von dem Moment an an dem ich ihn das erste Mal gesehen habe, viele viele Jahre vor dir. Du hast nichts falsch gemacht und es gibt auch nichts was du tun kannst, außer mich gehen zu lassen.“, stellte Gretchen klar und begann dann ihre Sachen zusammen zu packen, damit sie das alles so schnell wie möglich hinter sich lassen konnte, bevor sie wieder einknickte. Gretchen packte einen Koffer zusammen und machte sich dann auf den Weg nach unten, wo von Alexis zum Glück jegliche Spur fehlte.
Sie schloss die Tür zu Marcs Wohnung langsam auf und streichelte beim Hereingehen kurz über das Namensschild an seiner Tür. Dr. Meier. Das war jetzt ihr zuhause. Gretchen nahm Marcs Telefon zur Hand und wählte die Nummer von Marc im Krankenhaus, der sich auch sofort meldete.
„Schön hast du es hier.“, sagte Gretchen, während Marc erleichtert auflachte.
„Ich bin froh das du gut angekommen bist.“, sagte er.
„Ich auch.“, entgegnete Gretchen und verabschiedete sich dann von Marc. Sie brauchte nun erst einmal etwas Ruhe. Ruhe und mindestens eine Tafel Zartbitterschokolade.
„Hey. Und wie geht’s unserem Helden?“, fragte Mehdi als er zu Marc ins Zimmer hereinkam. Er hatte ihn zuvor noch nicht besucht, da er erst ein Kind zur Welt geholt hatte.
„Gretchen ist gerade bei mir eingezogen.“, sagte Marc lächelt, während Mehdi die Augen weitete.
„Was?“, fragte er überrascht, während Marc lachend nickte.
„Ihr…wann? Ach ist ja auch egal. Verdammt, das freut mich so für euch!“, sagte Mehdi und nahm Marc kurz in den Arm.
„Was sagt den Mister Millionär dazu?“
„Gretchen sagte, es sei grausam gewesen, aber sie wüsste ja wofür sie es getan hätte.“, sagte Marc lächeln, während Mehdi zufrieden nickte.
„Ja, dann kann es ja jetzt bergauf gehen.“
Als Gretchen am nächsten Morgen ihren Dienst begann ging sie erst einmal zu Marc ins Zimmer, der noch friedlich schlief. Gretchen küsste ihn sanft, worauf Marc direkt seine Augen öffnete.
„Guten Morgen!“, sagte Gretchen, was von Marc entgegnet wurde.
„Und, hast du gut geschlafen in deinem neuen Bett?“
„Hervorragend. Es wäre allerdings noch um einiges besser gewesen hättest du neben mir gelegen.“
„Ja, das kann ich dir versprechen.“, entgegnete Marc und gab Gretchen noch einmal einen Kuss.
„Wir müssen uns dann heute mal ansehen wie sehr dich die Aktion gestern zurückgeworfen hat.“, sagte Gretchen und streichelte Marc dabei durch sein Gesicht.
„Heute schon?“, fragte Marc, der sich bei seinen Schmerzen noch nicht einmal vorstellen konnte sich auch nur aufzusetzen, geschweige denn herum zu laufen.
„Ja leider, damit wir der Reha mitteilen können wann du kommst.“
„Oh ich glaube es tut wirklich zu weh.“, scherzte Marc während Gretchen nur lachte und dabei nickte.
„Wenn dein Platz nicht verfallen würde, dann würde ich dir auf jeden Fall noch eine Schonfrist von drei Wochen attestieren.“, sagte Gretchen, während Marc die Decke zurückschlug und sich langsam aufsetzte.
„Was hat Frau Doktor sich denn so ausgedacht?“
„Eigentlich einen Spaziergang in den Park, nachdem du dein Mittagessen zu dir genommen hast.“
„Fies.“
„Das weiß ich. Aber ich weiß auch, dass du gestern kaum etwas zu dir genommen hast.“
„Und das ist wieder draußen gelandet.“
„Was?“, fragte Gretchen, da sie diesen Teil der Geschichte noch gar nicht kannte.
„Ungefähr in der Hälfte der Operation.“
„Oh Marc.“
„Na ja, dafür machen wir heute wieder Fortschritte, richtig?“
„Richtig.“
„Also um ein Uhr hier?“
„Um ein Uhr bei dir.“
„Denk dran bei dir ist jetzt bei uns.“, stellte Marc noch einmal klar. „
Bei dir zuhause ist jetzt bei uns. Bei dir hier, ist nur bei dir und auf Station sind wir auch nur bei dir, weil es schließlich deine Station ist.“, entgegnete Gretchen.
„Apropos meine Station. Was liegt denn heute so an? Nachdem ich den Papierkram endlich mal wieder so einigermaßen auf Vordermann gebracht habe will ich ja wissen was als nächstes durcheinander gebracht wird.“
„Heute assistiere ich Dr. Hoffmann bei zwei Operationen, sonst weiß ich nicht was hier noch vor sich gehen soll.“
„Gut, dann mach das ordentlich, ja? Denk dran du bist jetzt schließlich die Freundin des Oberarztes.“
„Oh ja, ich glaube ich kann es schon merken. Die Milzanziehungskraft lässt nach und ich fühle mich schon ein bisschen wie Gott.“ Marc lachte auf, während Gretchen die Tür hinter sich schloss. So traurig und deprimiert sie gestern nach dem Gespräch mit Alexis auch gewesen war, so fröhlich war sie jetzt.

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

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08.01.2010 14:39
#44 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 44

„Gretchen sagte, es sei grausam gewesen, aber sie wüsste ja wofür sie es getan hätte.“, sagte Marc lächeln, während Mehdi zufrieden nickte.
„Ja, dann kann es ja jetzt bergauf gehen.“
Als Gretchen am nächsten Morgen ihren Dienst begann ging sie erst einmal zu Marc ins Zimmer, der noch friedlich schlief. Gretchen küsste ihn sanft, worauf Marc direkt seine Augen öffnete.
„Guten Morgen!“, sagte Gretchen, was von Marc entgegnet wurde.
„Und, hast du gut geschlafen in deinem neuen Bett?“
„Hervorragend. Es wäre allerdings noch um einiges besser gewesen hättest du neben mir gelegen.“
„Ja, das kann ich dir versprechen.“, entgegnete Marc und gab Gretchen noch einmal einen Kuss.
„Wir müssen uns dann heute mal ansehen wie sehr dich die Aktion gestern zurückgeworfen hat.“, sagte Gretchen und streichelte Marc dabei durch sein Gesicht.
„Heute schon?“, fragte Marc, der sich bei seinen Schmerzen noch nicht einmal vorstellen konnte sich auch nur aufzusetzen, geschweige denn herum zu laufen.
„Ja leider, damit wir der Reha mitteilen können wann du kommst.“
„Oh ich glaube es tut wirklich zu weh.“, scherzte Marc während Gretchen nur lachte und dabei nickte.
„Wenn dein Platz nicht verfallen würde, dann würde ich dir auf jeden Fall noch eine Schonfrist von drei Wochen attestieren.“, sagte Gretchen, während Marc die Decke zurückschlug und sich langsam aufsetzte.
„Was hat Frau Doktor sich denn so ausgedacht?“
„Eigentlich einen Spaziergang in den Park, nachdem du dein Mittagessen zu dir genommen hast.“
„Fies.“
„Das weiß ich. Aber ich weiß auch, dass du gestern kaum etwas zu dir genommen hast.“
„Und das ist wieder draußen gelandet.“
„Was?“, fragte Gretchen, da sie diesen Teil der Geschichte noch gar nicht kannte.
„Ungefähr in der Hälfte der Operation.“
„Oh Marc.“
„Na ja, dafür machen wir heute wieder Fortschritte, richtig?“
„Richtig.“
„Also um ein Uhr hier?“
„Um ein Uhr bei dir.“
„Denk dran bei dir ist jetzt bei uns.“, stellte Marc noch einmal klar. „
Bei dir zuhause ist jetzt bei uns. Bei dir hier, ist nur bei dir und auf Station sind wir auch nur bei dir, weil es schließlich deine Station ist.“, entgegnete Gretchen.
„Apropos meine Station. Was liegt denn heute so an? Nachdem ich den Papierkram endlich mal wieder so einigermaßen auf Vordermann gebracht habe will ich ja wissen was als nächstes durcheinander gebracht wird.“
„Heute assistiere ich Dr. Hoffmann bei zwei Operationen, sonst weiß ich nicht was hier noch vor sich gehen soll.“
„Gut, dann mach das ordentlich, ja? Denk dran du bist jetzt schließlich die Freundin des Oberarztes.“
„Oh ja, ich glaube ich kann es schon merken. Die Milzanziehungskraft lässt nach und ich fühle mich schon ein bisschen wie Gott.“ Marc lachte auf, während Gretchen die Tür hinter sich schloss. So traurig und deprimiert sie gestern nach dem Gespräch mit Alexis auch gewesen war, so fröhlich war sie jetzt.

Marc atmete tief durch bevor er anfing sein Mittagessen zu essen. Es machte ihm noch immer zu schaffen. Pünktlich um eins kam Gretchen herein und umarmte Marc zärtlich.
„Erste OP gut gelaufen?“
„Hervorragend. Mittagessen gut gelaufen?“ Mark zuckte mit den Schultern, während Gretchen ihn fragend ansah.
„Lass uns spazieren gehen.“, sagte Marc und legte dabei den Arm um Gretchen. Marc genoss die verdutzten Blicke der Schwestern als er Arm in Arm mit Gretchen zum Park herüber ging. „Ich brauche deine realistische Einschätzung dazu wann du in die Reha kannst.“, sagte Gretchen als sie gemeinsam mit Marc auf einer Bank im Park Platz genommen hatte.
„Also die Fäden werden in ca. einer Woche gezogen, richtig? Ich denke dann sollte es losgehen. Die weitere Wundversorgung kann ich selber übernehmen.“ Gretchen nickte etwas und sah Marc dabei an.
„Du fühlst dich wirklich gut?“
„Ja, wieso?“
„Ich überlege gerade ob wir dich nicht entlassen können. Ich hab noch viel Urlaub und wir können uns auch zuhause um dich kümmern.“
„Mein Gott, wie unvernünftig deine Gedanken schon sind. Ist das bereits mein Einfluss?“, fragte Marc und lachte dabei, da er normalerweise ständig Moralpredigten von Gretchen bekommen hatte bei diesen Gedanken.
„Was sagst du?“, fragte Gretchen noch einmal nach.
„Du wei0t doch, ich bin für so was immer zu haben.“, erklärte Marc, während Gretchen ihm einen Kuss gab.
„Dann sind wir uns ja einig.“
„Gut. Bereitest du meine Entlassungspapiere vor?“
„Ja aber natürlich. Schreibst du deinen Arztbrief selber?“
„Witzig.“
„Schade, ich dachte das könnte ich auf dich abwälzen.“
„Ich werde ihn Korrektur lesen, das ist aber auch schon alles. Du weißt doch, ich muss mich noch schonen.“
„Klar, aber operieren und herumlaufen darfst du schon wieder. Wieso habe ich gerade das Gefühl, dass schonen bei dir eine extreme Auslegungssache ist?“
„Keine Ahnung. Weiß auch nicht wie du darauf kommst. Wann entlassen Sie mich denn Frau Doktor?“
„Morgen?“
„Morgen find ich gut, dann kann ich Müller vorher noch in den Arsch treten.“
„Marc.“
„Ja was denn? Hast du mitgekriegt wie er neulich die Operation gehandhabt hat? So nicht auf meiner Station, das werde ich ihm nur kurz mit auf den Weg geben.“
„Der Arme.“
„Wieso der Arme? Der Unfähige würde ich das eher nennen.“
„Ja, er ist unfähig im Vergleich zu dir, aber der Arme, weil er mir aufgrund deiner vernichtenden Kritik schon jetzt leid tut.“
„Mein Gott, du hast das doch bis jetzt auch immer überstanden.“
„Ja, weil du mit mir von Anfang an anders umgegangen bist als mit den anderen. Du musst mal Knechtelsdorfer sehen wenn du mit ihm fertig bist. Glaub mir du bringst selbst Männer zum weinen wenn du richtig gut in Fahrt bist.“
„Dann wollen wir mal schauen ob ich Müller auch zum weinen bringe. Grund genug zum weinen hat er bei seinen Leistungen auf jeden Fall.“
„Ich bin froh, dass wir dich morgen entlassen. Du bist schon wieder viel zu sehr bei der Arbeit.“
„Gretchen ich liege auf meiner eigenen Station und bekomme es zwangsläufig mit wenn dort was schief geht und das finde ich dann meistens gar nicht so lustig.“
„Das weiß ich. Krieg ich eigentlich auch noch einen Anschiss?“
„Für den Patzer bei der OP mit Dr. Kringel?“
„Woher um alles in der Welt weißt du eigentlich schon wieder davon?“
„Der liebe Gott und ich, wir wissen alles Gretchen.“
„Ach, ich dachte ihr wärt eine Person.“
„Ja, so kann man das zum Teil auch sehen. Was war los? Du patzt sonst nie.“
„Ich hab schon öfter mal gepatzt.“
„Ja, aber dann habe ich dich unter Druck gesetzt.“
„Marc weißt du, die ganze Sache mit Alexis.“, begann Gretchen, wobei Marc ihr direkt ansah, dass sie dieses Thema sehr mitnahm.
„Du bereust es doch nicht, oder?“, fragte Marc vorsichtig und legte seinen Arm dabei um Gretchen, wobei er sie schon fast vorsichtig ansah. Gretchen blickte Marc ebenfalls an, wobei ihr die Angst in seinem Blick nicht entging. Er war im Umgang mit ihr so anders, als im Umgang mit allen anderen Menschen und das erstaunte sie schon wieder, bestimmt schon zum zehnten Mal am heutigen Tag.
„Natürlich bereue ich es nicht. Aber du musst auch verstehen, dass das alles nicht leicht für mich ist.“
„Das verstehe ich auch. Sag mir nur Bescheid wenn du zu zweifeln beginnst.“
„Wieso sollte ich das tun?“
„Weil ich dann reagieren kann.“
„Nein Marc, nicht warum ich es dir sagen soll, warum sollte ich zu zweifeln beginnen?“ „Weil ich weiß, dass du Alexis auch noch liebst und damit müssen wir erst mal umgehen können.“ Gretchen nickte etwas, während Marc ihr einen Kuss auf die Wange gab.

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Dr.Ryina Offline

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10.01.2010 18:33
#45 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 45

„Gehen wir jetzt wieder rein?“, fragte er, worauf Gretchen ihn fragend ansah. Normalerweise stellte Marc diese Frage von sich aus nie. Sie blickte ihn nun aus Sicht der Ärztin Gretchen und nicht aus Sicht der verliebten Freundin mit der rosaroten Brille an.
„Du bist ganz bleich Marc, alles okay.“
„Würde ich sonst rein wollen?“
„Was ist los?“
„Nichts worüber du dir Gedanken machen müsstest.“
„Dafür ist es jetzt mal wieder zu spät.“
„Ich verspreche dir es ist wirklich nur der Kreislauf. Die paar Liter Blut die gestern draufgegangen sind merke ich noch etwas.“
„Oh Marc, darüber habe ich überhaupt nicht mehr nachgedacht als ich dich heute hochgejagt habe!“, stellte Gretchen erschrocken fest.
„Ich hätte schon was gesagt, wenn es nicht in Ordnung gegangen wäre.“
„Das glaubst du dir jawohl jetzt selber nicht.“
„Okay, falsche Formulierung. Ich hätte dir etwas gesagt.“, erklärte Marc, was Gretchen nun zum Lachen brachte.
„Ja, das habe ich schon mit Freude festgestellt.“, erklärte sie und stand dann auf, was Marc ihr gleichtat.
Gretchen legte ihren Arm wieder um Marc, wobei sie dies nun mehr aus Angst tat, als aus purer Liebe. Marc ging es eindeutig nicht gut, was Gretchen wieder in Erinnerung rief, dass noch ein sehr weiter Weg vor ihnen lag. Umso erleichterter war Gretchen als sie mit Marc wieder in seinem Zimmer ankam. Sie hatte erwartet, dass Marc nun erst einmal zu Dr. Müller ging um diesem die Leviten zu lesen, doch stattdessen ging er schnurgrade auf sein Bett zu. „Kannst du mir das hier noch erklären?“, fragte Gretchen, die nun Marcs Mittagessen auf dem Tisch entdeckte, von dem nicht einmal die Hälfte gegessen worden war.
„Ich weiß nicht, aber das war heute einfach keine gute Idee.“
„Marc du weißt wie wichtig es ist“
„Ja, das weiß ich, aber glaub mir einfach, dass es heute nicht ging.“
„Hast du Schmerzen?“
„Hasenzahn, ich habe gestern einen Fuß in den Rest meines Magens bekommen und zwar so feste, dass meine ganze Narbe aufgeplatzt ist. Was denkst du denn?“ Gretchen atmete tief durch und setzte sich zu Marc aufs Bett, wobei sie ihm sanft durchs Gesicht strich.
„Wir lassen das morgen. Es war eine dumme Idee.“
„Nein, das war eine der besten Ideen die du je hattest. Bis morgen geht’s mir mit Sicherheit wieder gut.“
„Und wenn nicht, dann lassen wir es okay?“ Marc nickte und gab Gretchen einen Kuss, bevor diese aufstand.
„Ich muss weiter. Wir haben noch eine OP.“
„Klar. Kommst du nachher noch mal vorbei?“
„Natürlich.“, sagte Gretchen und ging dann hinaus. Marc war gerade kurz davor einzuschlafen als die Tür zu seinem Zimmer aufging.
„Du mieses kleines Arschloch, hast du jetzt endlich was du immer wolltest?“, erklang die Stimme von Alexis.
„Was willst du hier?“
„Du nimmst mir Gretchen nicht so einfach weg, das werde ich nicht zulassen. Ich wollte dich nur vorwarnen, dass du das mit mir nicht machst.“
„Ach ja und was genau willst du dagegen unternehmen? Gretchen hat sich entschieden und es ist einzig und alleine ihre Entscheidung.“
„Sobald du wieder auf den Beinen bist, mache ich dich fertig. Du hast dich eindeutig mit dem Falschen angelegt mein Freund.“
„Tu was du nicht lassen kannst.“, sagte Marc, während Alexis sich nun herumdrehte und aus Marcs Zimmer heraus stürmte.
„Idiot.“, fluchte Marc und legte sich wieder in seine Kissen zurück. Er war heute definitiv zu erledigt um sich darüber aufzuregen. Marc beschloss Gretchen nichts von Alexis Drohung zu erzählen. Sie sollte sich weder Sorgen machen, noch sollte sie sich unnötig aufregen.
„So, bereit nach Hause zu gehen?“, fragte Gretchen am nächsten Tag, was Marc mit einem breiten Grinsen beantwortete. Mehdi hatte ihm am gestrigen Abend bereits geholfen seine Tasche zu packen, so dass sie nun los konnte. Marc unterschrieb seine Entlassungspapiere und ging dann zusammen mit Gretchen zum Auto herüber.
„Lässt du mich fahren?“, fragte Marc, während Gretchen ihm die Schlüssel aushändigte. Marc setzte sich hinters Steuer und startete den Motor, wobei er sich zum ersten Mal seit so langer Zeit wieder fühlte als würde er ein ganz normales Leben leben. Zuhause angekommen begann Marc direkt zu lächeln. Gretchen hatte ein großes „Herzlich Willkommen zuhause!“ – Schild an der Tür angebracht und auch im Inneren seiner Wohnung herrschte nun eine gemütliche Atmosphäre.
„Du kannst alles wieder wegräumen wenn es dir nicht gefällt, aber ich fand die Wohnung so kahl.“, erklärte Gretchen.
„Nein, es sieht toll aus.“, sagte Marc und küsste Gretchen zärtlich.
„Danke dass du das möglich gemacht hast.“
„Nichts zu danken. Ich werde dir jetzt Mittagessen vorbereiten. Glaubst du heute wird es besser gehen?“
„Klar. Was gibt’s denn gutes?“
„Witzig. Das Gleiche wie im Krankenhaus natürlich. Ich habe übrigens mit der Reha geredet und werde dort einen Kurs mitmachen.“
„Einen Kurs?“
„Na ja, ich will jetzt nicht Kochkurs sagen, weil das ist es nicht. Ein Kurs indem ich lerne was du essen darfst und was nicht und wie ich in Zukunft zu kochen habe.“
„Du musst das nicht tun.“
„Aber ich möchte es tun.“, erklärte Gretchen, während Marc sich auf seine Couch sinken ließ. Er schaute zu Gretchen herüber, die in der Küche werkelte, wobei direkt ein Lächeln über sein Gesicht huschte. Er war noch niemals in seinem Leben so glücklich gewesen wie in diesem Moment.

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Dr.Ryina Offline

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12.01.2010 18:26
#46 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 46


Die Woche zuhause ging sowohl für Gretchen, wie auch für Marc viel zu schnell rum. Sie nutzten die Tage dazu spazieren zu gehen und Zeit miteinander zu verbringen, bevor sie sich nun für sechs Wochen kaum sehen würden. Der Abschied fiel beiden gleichermaßen schwer, wobei Marc insgeheim hoffte, dass Alexis Gretchen während der Zeit die er nicht da war in Ruhe ließ. Marc machte in der Reha immer weitere Fortschritte, wobei er auch nach vier Wochen noch weit von seiner alten Form entfernt war.
„Und wie war’s heute?“, fragte Gretchen, die zweimal am Tag mit Marc telefonierte.
„Geht. Du brauchst auf jeden Fall nicht lernen wie man Fisch zubereitet.“
„Wieso?“
„Ich habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt, den ganzen lieben langen Tag lang und jetzt darf ich morgen nichts machen.“
„Oh Schatz. Das tut mir leid. Aber ich mag so oder so keinen Fisch.“
„Dann ist ja gut. Schokolade vertrag ich nämlich.“
„Na siehst du, damit haben wir mein Grundnahrungsmittel schon abgedeckt.“
„Ich wünschte ich wäre wieder bei dir.“
„Das wünschte ich auch. Alexis war heute im Krankenhaus.“
„Was?“
„Na ja, ich habe ihm ja gestern am Telefon meine Meinung dazu gesagt, dass er jeden Tag Blumen ins Krankenhaus schickt und deshalb ist er dann heute persönlich vorbeigekommen.“ „Und?“
„Wir haben uns nett unterhalten und er ist wieder gegangen.“
„Mh.“
„Ich glaube er fühlt sich wirklich schlecht.“ Marc atmete am anderen Ende tief durch. Genau das war die Situation vor der er sich gefürchtet hatte.
„Und was nun?“
„Nichts. Er muss zusehen wie er damit klarkommt, ich habe mich nun mal entschieden.“
„Das hoffe ich doch.“
„Marc, ich kann nicht mehr tun als es dir zu versprechen. Ich liebe dich.“
„Ich dich auch. Noch drei Wochen, dann leben wir das auch endlich richtig aus.“
„Ich kann es kaum erwarten.“, lachte Gretchen und verabschiedete sich dann von Marc.
Nach Abschluss der sechs Wochen kehrte Marc endlich nach Hause zurück um direkt am nächsten Tag im Rahmen der Wiedereingliederung wieder zu arbeiten.
„Und du bist wirklich bereit dazu?“, fragte Gretchen als Marc und sie am nächsten Morgen zusammen aufstanden.
„Absolut. Außerdem darf ich ja erst mal nur zwei Stunden am Tag.“
„Ja und da wird sich auch dran gehalten, sonst hetze ich dir meinen Vater auf den Hals.“
„Das befürchte ich.“, lachte Marc und stieg dann zusammen mit Gretchen ins Auto.
„So guten Morgen zusammen. Ab jetzt hier wieder alles unter meiner Leitung.“, erklärte Marc als sie sich zur Visite trafen und ging dann erhobenen Hauptes voran, während ihm sein Tross folgte und Marc dieses Gefühl unendlich genoss. Zu Gretchens Zufriedenheit hielt sich Marc in der ersten Woche wirklich daran, was mit seinen Ärzten in der Reha vereinbart war und ging pünktlich nach zwei Stunden jeden Tag nach Hause. Bis dato hatte er noch keinen Operationssaal von innen gesehen, sondern sich lediglich mit der Visite und dem liegengeblieben Papierkram in seinem Büro befasst, für Montag stand allerdings die erste kleine Operation auf seinem Plan, die er natürlich gemeinsam mit Gretchen absolvieren wollte.
„Polypenop und ich bin aufgeregt wie ein achtjähriger vor Weihnachten:“, gab Marc zu als er sich steril wusch, während Gretchen ihn anlächelte.
„Ich bin ja dabei und kann jederzeit übernehmen.“
„Das meine ich ja damit. Selbst meine Assis können so eine OP bewerkstelligen.“, sagte Marc grinsend.
„Nenn mich nicht so!“
„Na ja, ich sag ja nur die Wahrheit. Auch du bist im Enddefekt einer meiner Assis.“
„Marc!“
„Na was denn? Ein anscheißendes „Marc“ musste ich doch von dir noch hören bevor wir in den OP gehen, sonst wäre es ja schließlich nicht wie immer.“, erklärte Marc.
„Glaub mir, wenn ich nicht schon steril wäre würde ich dich jetzt bewegungsunfähig kitzeln.“ Marc lachte auf und trat dann gegen die Tür, wobei er kurz das Gefühl genoss den OP Saal wieder zu betreten.
„So, dann wollen wir mal. Skalpell bitte.“, sagte Marc und begann dann mir ruhiger Hand die Operation, die ohne besondere Vorkommnisse verlief.
„Wir müssen heute unbedingt deine erste OP feiern!“, sagte Gretchen zufrieden als sie aus dem OP Saal herauskamen.
„Meinst du?“
„Ja. Ich habe extra etwas zu essen für uns zwei vorbereitet.“
„Ich hoffe du hast dir was Anständiges zubereitet.“
„Ja, zugegeben. Deins ist allerdings auch nicht übel.“
„Okay, ich bin gespannt. Ich schau dann gleich schon mal in den Kühlschrank, weil ich ja jetzt schon wieder nach Hause gehen kann.“
„Kann man sich da nicht dran gewöhnen? Jeden Tag nur drei Stunden arbeiten und dann nach Hause?“
„Definitiv nein. Ich langweile mich die übrige Zeit viel zu sehr. Aber ab nächste Woche sind es ja schon vier Stunden. Wir kommen den üblichen 14 Stunden näher.“
„Marc!“
„Ja, ja, ich weiß ich weiß. Wir sehen uns heute Abend.“, sagte Marc und gab Gretchen dann einen Kuss, bevor er sich auf den Weg in sein Büro machte. Marc stoppte abrupt als er schon von weitem vor seiner Bürotür Alexis erkannte.
„Und was kommt jetzt? Schlägst du mich jetzt windelweich?“, fragte Marc genervt als er bei Alexis angekommen war, der ihn düster anblickte.
„Hättest du das gerne?“
„Wenn du das nötig hast.“
„Ich weiß nicht, sag du’s mir.“
„Hör zu, ich hab keine Lust auf diesen Kindergarten hier. Geh zu Gretchen, frag sie was sie will und lass mich mit der ganzen Scheiße in Ruhe.“, sagte Marc und wollte sich eigentlich an Alexis vorbeischieben um in sein Büro zu gelangen. Alexis zog Marc allerdings zurück und drückte ihn abrupt gegen die Wand, wobei er ihm den Arm gegen den Hals drückte. Marc sah Alexis lediglich an, während dieser ihn noch fester gegen die Wand drückte.
„Lass sie gehen, oder ich schwöre dir, dass ich dich fertig mache.“, erklärte Alexis und wollte noch etwas hinzufügen, allerdings bog Gretchen im selben Moment um die Ecke. Sie sah Gedankenverloren zu Marcs Büro herüber und traute im ersten Moment ihren Augen nicht. „Alexis, Marc, stopp!“, rief sie und lief los, dicht gefolgt von Mehdi, der ebenfalls auf dem Weg zu Marcs Büro gewesen war um zu hinterfragen, wie die OP verlaufen war. Alexis ließ direkt von Marc ab, während Mehdi ihn im nächsten Moment schon mit einem Ruck von Marc wegzog. Marc rieb sich den Hals, während Gretchen sofort auf ihn zustürmte.
„Alles in Ordnung?“, fragte sie, während Marc Alexis mit seinem Blick fixierte.
„Bei mir schon.“, sagte er, wobei Gretchen nun ebenfalls Alexis ansah, dem die Wut ins Gesicht geschrieben stand.
„Was geht hier vor sich? Alexis?“, fragte Gretchen, während Alexis allerdings schwieg. „Hasenzahn, vielleicht kannst du diesem wildgewordenen Irren kurz erklären, wie du dich entschieden hast und das er da nichts mehr dran ändern kann. Der Herr Millionär glaubt das nämlich scheinbar nicht.“
„Alexis, wie oft soll ich es dir noch erklären Herr Gott noch mal. Ich habe mich für Marc entschieden, find dich damit ab und lern es zu akzeptieren und lass Marc verdammt noch mal in Ruhe, er kann für das alles definitiv nichts. Wenn du also irgendwas in dieser Sache mit irgendwem ausmachen willst, dann mach es mit mir aus und lass Marc in Frieden.“ Alexis schlug nun Mehdis Hände von sich, die ihn noch immer davon abhalten sollten wieder auf Marc zuzustürmen und drehte sich dann Wutentbrannt herum.

....to be continued!



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20.01.2010 19:39
#47 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 47

„Geht’s dir gut? Ist alles in Ordnung?“
„Ja, ihr habt mich ja nicht bis zum Showdown gelassen.“, scherzte Marc, während er sich noch immer den Hals rieb.
„Sympathisch. Wirklich sehr sympathisch.“, sagte Mehdi ironisch, der Alexis noch eine Weile hinterher geschaut hatte und drehte sich dann zu Marc und Gretchen herum, wobei Gretchen Marc gerade einen sanften Kuss gab.
„So, ich werde mich dann jetzt mal umziehen gehen und nach Hause fahren, schließlich mache ich sonst Überstunden und dann kommt der Herr Professor….“, scherzte Marc und lächelte Gretchen dabei an, der es noch gar nicht zum lachen zumute war.
„Er wird dich nicht in Ruhe lassen Marc.“, sagte sie nun, während Marc nickte.
„Das weiß ich.“
„Und wie um alles in der Welt kannst du dann noch so gelassen sein? Was ist wenn er dir draußen auflauert? Du brauchst doch nur einen Schlag in den Magen abbekommen und wir stehen wieder komplett bei null.“
„Das weiß ich Hasenzahn, aber das wird mein ganzes Leben lang so sein, egal was ich mache. Ich kann genauso gut bei uns zuhause die Treppe herunterfallen und eine Bauchlandung hinlegen, oder einen Autounfall bauen, oder auch einfach nur vors Waschbecken rennen. Es hat keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen. Es wird schon nichts passieren. Alexis ist in seiner männlichen Ehre geknickt und versucht nun irgendwie damit klar zu kommen. Wenn er mich dazu braucht, dann lass ihn einfach, ich komme schon klar. Eine Prügelei ist wirklich das Letzte worauf ich es momentan anlegen werde.“, erklärte Marc, während Gretchen ihm noch einmal einen Kuss gab.
„Ich kann auch eben mit dir rausgehen zum Auto.“, bot Mehdi nun an, während Marc ihm lediglich einen bösen Blick zuwarf.
„Okay, war nur ein Angebot.“, sagte er und hob dabei abwehrend die Hände. Marc befreite sich im Büro von seinen OP Sachen und machte sich dann auf den Weg nach Hause, wobei von Alexis allerdings jede Spur fehlte. Marc lachte laut auf als er die Kühlschranktür öffnete und darin einen Topf vorfand, der mit Klebeband zugeklebt war. Darauf lag ein Zettel „Wag es bloß nicht“ hatte Gretchen darauf geschrieben. Marc sah auf die Uhr. Er musste sich genau an seine Essenszeiten halten, sonst brachte er seinen Rhythmus unnötig durcheinander. Momentan stellte das kein Problem dar, aber spätestens wenn er mehrere Stunden lang im OP stand würde der Plan gehörig ins Wanken geraten. Marc zwang sich momentan noch keine Gedanken daran zu verschwenden, da er sich noch früh genug mit dem Problem beschäftigen konnte. Er nahm sein neues Fachbuch vom Schreibtisch und ließ sich auf die Couch sinken. Das Zusammenleben mit Gretchen war bei Weitem noch schöner als alles was er bis jetzt in seinem Leben kennengelernt hatte. Sie brachte ihn jeden Tag aufs Neue zum lachen und nach und nach lernte er ihre ganzen kleinen Macken kennen, die ihm im Krankenhausalltag immer verborgen geblieben waren. Als Gretchen am Abend nach Hause kam lag Marc mittlerweile schlafend auf dem Sofa. Gretchen schloss die Tür leise hinter sich und blickte stumm auf Marc. Ihr kam es noch immer wie ein Traum vor nach Hause zu kommen und Marc dort vorzufinden. Auch sie dachte über das bisherige Zusammenleben nach, was viel schöner und einfacher gewesen war als sie es sich je erträumt hatte. Leise hing sie ihre Jacke an den Hacken und zog sich ihre Schuhe aus um nicht unnötig krach zu machen während sie in die Küche ging. Marc hatte bereits eine Kleinigkeit gegessen, so wie es sein Essensplan vorschrieb. Gretchen holte das vorbereitete Essen hervor und begann dann zu kochen, während sie zwei Arme von hinten sanft umschlossen.
„Ich habe gar nicht gehört, dass du nach Hause gekommen bist.“, sagte Marc und küsste Gretchens Wange, während diese sich zu ihm umdrehte und ihn ebenfalls sanft küsste.
„Du hast ja auch geschlafen.“
„Was riecht denn hier so lecker? Mein Essen oder dein Essen?“
„Ich befürchte es ist meins, aber bei deinem habe ich mir auch wirklich Mühe gegeben.“, erklärte Gretchen und zeigte Marc dann was sie vorbereitet hatte.
„Das sieht wirklich lecker aus.“
„Dann hoffen wir mal, dass du es verträgst und es dir auch lecker schmeckt.“ Marc nickte und holte schon einmal die Teller hervor um den Tisch zu decken, wobei Gretchen immer noch erstaunt darüber war, dass Marc zu jedem Essen Kerzen auf den Tisch stellte und alles schön herrichtete.
Als sie am nächsten Morgen zum Dienst erschienen ging Marc durch in sein Büro, während Gretchen sich mit den Patienten beschäftigte. Marc war gerade dabei den ersten Arztbericht zu verfassen als seine Tür plötzlich aufging.
„Dr. Meier, ich soll sie holen, wir haben einen Notfall!“, sagte Schwester Sabine.
„Einen Notfall?“, fragte Marc und lächelte dann. Normalerweise hatte sich die ganze Station, insbesondere dank Gretchen, zusammengetan und hielt alle Arbeit von ihm fern, nun allerdings schien es wirklich ernst zu sein.
„Okay, was haben wir?“, fragte Marc und zog sich beim Hereinkommen seine Handschuhe an, während Gretchen ihn überfordert ansah.
„Ich glaube es sind innere Blutungen.“
„Glaubst du das oder weißt du das?“
„Marc, ich habe keine Ahnung. Die Symptome passen einfach nicht zusammen.“, erklärte Gretchen, während Marc den Patienten nun selber abtastete und dann genauer untersuchte. „Alles klar, ich denke wir haben es mit einer Leberblutung zu tun. Würde auch zu der Fahne passen die der Mann hat. Gretchen, OP vorbereiten und los geht’s.“, sagte Marc, während Gretchen alles weitere übernahm. Im OP angekommen sah Gretchen Marc skeptisch an.
„Du weißt schon, dass wir jetzt mindestens vier bis fünf Stunden hier drin sind.“, sagte sie, während Marc unter seinem Mundschutz leicht lächelte.
„So ein Mist, ich verpasse die Nachmittagsfolge von „Eine schrecklich nette Familie“.“, scherzte Marc, während Gretchen kurz auflachte, dann allerdings wieder ernst wurde.
„Wann musst du wieder was essen?“
„In einer Stunde.“
„Oh Marc.“ „Hasenzahn, mach dir bitte keine Sorgen, okay?“, forderte Marc, während Gretchen ihn ansah. Sie machte sich immer Sorgen um ihn.
„Okay?“, fragte Marc erneut, was Gretchen mit einem Nicken beantwortete.
„So und jetzt legen wir hier besser mal los, ich habe keine Lust, dass es hier noch zum Kammerflimmern kommt.“, sagte Marc und fuhr dann routiniert fort. Gretchen entging es nicht, dass Marc nach etwas drei Stunden damit begann sein Gewicht immer wieder von einem auf das andere Bein zu verlagern. Er wirkte deutlich müde.
„Sabine, wischen Sie mir bitten den Schweiß ab.“, sagte Marc und legte seinen Kopf dann etwas zu Seite, während Sabine ihm den Schweiß abtupfte.
„Hasenzahn, du machst dir vollkommen umsonst Sorgen.“, erklärte Marc, während Gretchen sich wieder auf den Bauchraum des Patienten konzentrierte. Nach geschlagenen fünf Stunden beendete Marc die OP und riss sich im Vorraum den Mundschutz vom Gesicht, während Gretchen direkt sein Strahlen aufnahm und feststellen musste, dass sie dieses Gesicht schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte, denn nach wie vor konnte Marc Meier nichts so glücklich machen wie eine komplizierte, gut gelungene OP.
„Soviel dann dazu, dass ich wohl nie wieder für längere Operationen im OP stehen werde.“, sagte Marc, während Gretchen ihm einen langen Kuss gab.
„Und was machen wir jetzt mit deinem Essen?“
„Ich fahre jetzt nach Hause, esse eine Kleinigkeit und heute Abend essen wir dann wieder zusammen.“
„Gute Idee. Und dir geht’s gut?“
„Nicht gut Hasenzahn, hervorragend.“, erklärte Marc und verließ dann den OP um seine Sachen aus dem Büro zu holen und nach Hause zu fahren. Das Adrenalin, welches sein Körper während der OP ausgeschüttet hatte, verließ seinen Körper nach und nach, so dass er sich nur noch grauenvoll fühlte als er zuhause ankam. Marc machte sich eine Kleinigkeit zu essen und legte sich dann direkt auf die Couch, wo er auch am Abend noch lag als Gretchen nach Hause kam.

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

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24.01.2010 12:14
#48 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 48

„Hallo.“, sagte Marc direkt und richtete sich auf, während Gretchen ihre Tasche neben ihn auf die Couch stelle und ihn mit einem sanften Kuss begrüßte.
„Wie geht’s dem Patienten?“, fragte Marc nach.
„Wunderbar. Herr Doktor hat das sehr gut hinbekommen.“, erklärte Gretchen und ging dann erneut in die Küche herüber, was sich mittlerweile schon fest eingebürgert hatte.
„Heute gibt’s schnelle Kost, ich bin wirklich müde.“, erklärte Gretchen, während Marc sie ansah.
„Ich habe dir schon mal angeboten, dass ich auch kochen kann, schließlich sitze ich hier den ganzen Tag nur herum wenn ich aus dem Krankenhaus wieder da bin.“
„Das ist ja auch Sinn der Sache. Außerdem macht es mir Spaß und ich habe diesen Kurs schließlich nicht umsonst besucht.“
„Den hast du mit Sicherheit nicht umsonst besucht. Ich habe schon zwei Kilo zugenommen.“ „Wirklich?“
„Ja wirklich.“
„Marc, das ist toll!“, sagte Gretchen begeistert. Wenn sie sich mal so darüber freuen könnte wenn sie zwei Kilo zunahm.
„Du kannst meinetwegen wieder den Tisch decken, ich bin gleich soweit.“, erklärte Gretchen, während Marc nickte und die Teller aus dem oberen Schrank herausholte. Gretchen drehte sich gerade vom Herd herum als Marc schmerzhaft das Gesicht verzog, während er die Teller von oben aus dem Schrank herunterholte.
„Marc?“, fragte Gretchen besorgt und nahm ihm die Teller aus der Hand, während Marc sich kurz an der Anrichte festhielt.
„Hey, alles in Ordnung?“, fragte Gretchen besorgt.
„Alles bestens.“
„Aber?“
„Nicht aber, ich glaube ich hab mich verhoben.“
„An zwei Tellern?“, fragte Gretchen, während Marc sich leicht über seinen Bauch rieb, wobei seine andere Hand noch immer die Anrichte umklammerte.
„Marc!“, sagte Gretchen fordernd, während Marc ihr nun ein Lächeln schenkte und ihr die Teller wieder aus der Hand nahm.
„Glaub mir, es ist wirklich alles okay.“, sagte Marc und deckte dann den Tisch als sei nichts gewesen. Gretchen sah ihm besorgt hinterher und zwang sich wieder dazu sich nicht allzu viele Sorgen um ihn zu machen, schließlich war er selber Arzt und konnte abschätzen ob es in Ordnung ging, oder nicht. Gretchen konnte erleichtert feststellen, dass Marc seinen Teller komplett leer gegessen hatte und auch mit ihr zusammen den Tisch abräumte, da es ihm wirklich nicht allzu schlecht zu gehen schien.
„Gordon, seit wann bringt ihr Notfälle eigentlich zu uns?“, fragte Gretchen am nächsten Tag genervt, da sie Marc nun erneut rufen lassen musste.
„Wir haben die Charite schon genug eingedeckt. Heute ist die Hölle los!“, erklärte Gordon, während Gretchen den Patienten übernahm. Marc war derweil angepiept worden und kam ins Behandlungszimmer herein.
„Was haben wir?“
„Männlich, 50 Jahre. Nach Sturz ohne Bewusstsein. Offener Beinbruch rechts, sowie offener Armbruch links. Die Hüfte ist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Es scheint wahrscheinlich, dass auch das andere Bein gebrochen ist.“
„Super. Röntgen und dann mit den Bildern in den OP. Hasenzahn, du kümmerst dich um den OP, ich gehe mit hoch zum Röntgen,.“, ordnete Marc an.
„So die Bilder sind eindeutig. Offener Armbruch, offener Beinbruch, drei gebrochene nicht operationsbedürftige Rippen, keine inneren Blutungen, aber eine Hüfte um die wir uns auch noch kümmern müssen. Los geht’s, wir beginnen mit dem offenen Beinbruch.“, erklärte Marc und begann dann den Eingriff. Heute mischte Gretchen sich nicht ein, sondern beobachtete Marc ganz genau. Das alles würde bei weitem noch viel länger dauern als gestern und das war beiden bewusst.
„Okay, weiter zum Arm, wir haben noch eine Menge vor uns.“, sagte Marc und wechselte dann gemeinsam mit Gretchen die Position. Nach fast vier Stunden begann Marc Operationsbesteck in seinen Händen zu zittern, während Gretchen ihn direkt besorgt anblickte. Wie sehr hatte sie gehofft das nicht noch einmal sehen zu müssen.
„Schwester Susanne?“
„Ja Dr. Meier.“
„Tun Sie mir einen Gefallen und holen mir ein trockenes Brötchen oder irgendwas trockenes was sie finden können aus der Cafeteria?“
„Okay.“, sagte Susanne und verließ dann den OP, während Marc Gretchen ansah.
„Kann ich dich gleich zwei Minuten alleine lassen?“
„Natürlich. Geht’s dir gut?“
„Du sollst dir keine Sorgen machen.“
„Hey, ich habe heute den ganzen Tag noch nichts gesagt, aber dieses Zittern in deinen Händen berechtigt mich doch ausnahmsweise mal dir diese Frage zu stellen, oder?“ Marc nickte und operierte dann so gut er konnte weiter bis Susanne aus der Cafeteria zurückkehrt.
„Dr. Meier, es tut mir sehr leid, aber sie hatten keine Brötchen und auch sonst überhaupt nichts trockenes. Ich habe Ihnen einen Schokoriegel mitgebracht. Was anderes habe ich wirklich nicht bekommen.“
„Besser als gar nichts.“, erklärte Marc und trat dann vom OP Tisch zurück.
„Marc, bist du dir sicher, dass du den verträgst?“
„Nein, absolut nicht, aber besser als gar nichts, richtig.“ Gretchen nickte etwas, während Marc in den Vorraum herüber ging und den Schokoriegel zu sich nahm, wobei er sich beeilte, was eigentlich ebenfalls untersagt war. Marc wusch sich die Hände wieder steril und ging dann zurück zu Gretchen in den OP.
„Was glaubst du wie lange es noch dauern wird?“, fragte Gretchen nach einer weiteren Stunde, während Marc mit den Schultern zuckte und noch einmal einen Blick auf die Bilder warf.
„Schwer zu sagen, ich tippe auf ein bis eineinhalb Stunden.“, erklärte Marc und er sollte damit recht behalten. Nach eineinhalb Stunden war auch der letzte Bruch ausreichend versorgt. Marc hatte die Operation glänzend hinter sich gebracht, das konnte man nicht anders sagen und trotzdem sah Gretchen nicht das stolze Lächelnd als sie aus dem OP in den Vorraum trat. Was sie sah war ein bleicher, schwitzender Marc Meier, der sich beeilte aus seinen Sachen heraus zu kommen.

....to be continued!



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Dr.Ryina Offline

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25.01.2010 17:49
#49 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 49

„Marc?“
„Wir sehen uns gleich.“, sagte Marc und verließ dann den Vorraum. Gretchen ahnte bereits das er sich übergeben musste. Auch sie befreite sich von ihrer OP Kleidung und ging dann zur Männertoilette herüber, wo Marc gerade die Toilettenspülung betätigt hatte.
„Geht’s?“, fragte Gretchen in den Raum hinein.
„Alles okay. Ich bin gleich wieder bei dir.“, antwortete Marc, während Gretchen eigentlich auf dem Flur auf ihn warten wollte, wobei ihr Pieper sie allerdings davon abhielt. Sie ging zu einem Patientenzimmer herüber, wo es einem Patienten schlechter ging.
„Wo ist Dr. Meier, wir haben ihn ebenfalls angepiept.“
„Dr. Meier kann….“
„Dr. Meier ist bereits hier.“, sagte Marc, der im selben Moment den Raum betrat.
„So Herr Norder, was ist denn los? Wo kommen die Schmerzen her?“, fragte Marc und beugte sich über den Patienten. Nachdem Marc die Untersuchung abgeschlossen hatte verabreichte er dem Patienten ein Schmerzmittel und verließ dann dicht gefolgt von Gretchen den Raum.
„Hast du dich übergeben?“, fragte Gretchen, was Marc mit einem Nicken beantwortete. „Schokoriegel sind dann im Gegensatz zu Schokolade wohl doch nicht so meine Stärke. Ich werde dann jetzt auch nach Hause gehen.“ Gretchen nickte etwas und gab Marc dann einen Kuss.
„Im Übrigen sehr gute OP Dr. Meier.“
„Danke, ich weiß.“, entgegnete Marc und schloss Gretchen dann in seine Arme.
„Wir sehen uns heute Abend.“
„Na ja, so lange ist es auch nicht mehr. Genau genommen in zwei Stunden.“
„Umso besser.“, entgegnete Marc und machte sich dann auf den Weg nach Hause. Auch er war stolz auf die geleistete Operation. Klar hatte er seine Probleme gehabt, aber es war im Großen und Ganzen einfach super gelaufen.
„Meier!“, erklang auf dem Parkplatz die Stimme von Alexis hinter ihm. Marc drehte sich genervt um und sah Alexis an. Marc war unendlich müde und wollte eigentlich nur nach Hause und nun stand dieser Irre auch noch vor ihm.
„Was willst du schon wieder von mir?“, fragte Marc genervt, während Alexis mit zwei langen Schritten bei ihm angekommen war.
„Ich dachte ich gebe dir noch einmal eine Chance.“
„Du gibst mit eine Chance. Das ist ja ganz reizend und so großzügig von dir, wenn ich wüsste wozu.“
„Lass Gretchen in Ruhe, sie gehört zu mir.“
„Ach komm Mann, nicht diese Leier schon wieder. Ich dachte wir hätten uns schon darüber unterhalten und du hast Gretchens Worte doch selber gehört. Wenn du mir nicht glaubst, dann komm, wir gehen zusammen rein und fragen sie zusammen, damit sie dir noch mal klar und deutlich erklären kann was sie darüber denkt. Du hast sie verloren Mann, find dich endlich damit ab!“, sagte Marc, wobei im nächsten Moment schon Alexis Faust sein Gesicht traf. Alexis schüttelte seine Hand direkt kräftig. Er hatte noch niemals jemanden ins Gesicht geschlagen und war sich gar nicht bewusst darüber gewesen wie weh es tat.
„Sag mal spinnst du?“, fragte Marc nun, der gegen sein Auto geflogen war und sich nun wieder aufrichtete. Er schmeckte das Blut eindeutig auf seiner Zunge.
„Ich werde nicht aufgeben und eins kann ich dir versprechen, beim nächsten Mal trifft meine Faust die richtige Stelle.“; sagte Alexis und drehte sich dann um, während Marc kurz überlegte wieder rein zu gehen, dann allerdings doch ins Auto stieg um nach Hause zu fahren. Als Gretchen am Abend nach Hause kam sah sie auf der Anrichte in der Küche direkt den ausgebreiteten erste Hilfe Kasten, der in Marcs Haushalt definitiv etwas größer ausgefallen war als in jedem normalen Haushalt. Spätestens als Gretchens Blick den blutigen Tupfer traf ließ sie ihre Tasche aus der Hand fallen.
„Marc?“, rief sie sofort, während Marc sich aus dem Wohnzimmer meldete.
„Was ist passiert?“, fragte Gretchen, konnte sich das Ganze allerdings schon fast selber erklären als sie Marc mit einer Tamponade in der Nase vorfand.
„Ich hab mir nicht selber eins auf die Glocke gegeben und hingefallen bin ich auch nicht.“, erklärte Marc, während Gretchen die Augen verdrehte.
„Ich werde mit ihm reden.“
„Das wäre vielleicht mal eine gute Idee. Er ist immer noch der Meinung, dass du zu ihm zurückkehren wirst.“ Gretchen schüttelte genervt den Kopf und holte dann ihr Handy aus ihrer Tasche hervor. Sie musste die Sache ein für allemal mit ihm klären.
„Von Buren.“, meldete sich Alexis am anderen Ende, während Gretchen tief Luft holte. Seine Stimme ließ sie noch immer schwach werden, allerdings fiel ihr Blick wieder auf Marc, was ihr sofort wieder bewusst machte, wofür sie das alles tat.
„Hier ist Gretchen.“
„Gretchen!“, stieß Alexis am anderen Ende fröhlich aus.
„Bist du wahnsinnig geworden? Was um alles in der Welt hat Marc dir denn getan? Es ist vollkommen in Ordnung und legitim, wenn du sauer auf mich bist, aber dann regel das bitte mit mir und nicht mit Marc, der für das alles nun wirklich nichts kann. Ich habe mich für ihn entschieden und dabei wird es auch ein für allemal bleiben, verstehst du das jetzt endlich?“, fragte Gretchen.
„Lass uns doch darüber reden.“
„Das können wir gerne tun.“
„Ich bin in fünfzehn Minuten bei dir.“
„Was? Nein. Alexis!“, sagte Gretchen noch, doch Alexis hatte am anderen Ende längst aufgelegt.
„Was ist?“, fragte Marc und sah Gretchen an, die wie angewurzelt dort stand.
„Er kommt jetzt vorbei.“
„Hier?“, fragte Marc und stand dann auf. Er entfernte sich die Tamponade und ging dann auf Gretchen zu.
„Ich werde ihn auf gar keinen Fall hier reinlassen.“, sagte Marc, während Gretchen seine Nase begutachtete.
„Gut, dass sie nicht gebrochen ist.“
„Noch nicht.“
„Marc!“
„Glaubst du er kommt hierhin um sich mit uns an den Tisch zu setzen und einen Wein zu trinken?“
„Aber ich denke nicht, dass er vorhat noch eine Prügelei mit dir vom Zaun zu brechen.“ „Hasenzahn. Er hat mir deutlich erklärt, dass das heute Mittag erst der Anfang war.“
„Was?“
„Soll ich ihn zitieren? Ich glaube er hat so etwas gesagt wie ,ich werde nicht aufgeben und beim nächsten Mal trifft meine Faust die richtige Stelle’“.“
„Scheiße!“, fluchte Gretchen, während Marc sich seine Schuhe anzog. Wenn dann wollte er mit Alexis vor die Tür gehen. Seine Wohnungseinrichtung war ihm viel zu lieb dafür. Als es schellte schob Marc Gretchen von der Tür zurück und öffnete sie dann.

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30.01.2010 14:40
#50 RE: Story von Dr. Ryina Zitat · Antworten

Kapitel 50

„Darf ich reinkommen?“, fragte Alexis friedlich.
„Mit Sicherheit nicht!“
„Ich komme wirklich nur zum reden, das verspreche ich.“
„Weißt du was ich mich bei dir immer frage? Warum ich dir eigentlich kein Wort glaube das du sagst.“
„Gretchen hat mich angerufen und ich möchte jetzt mit ihr sprechen.“, erklärte Alexis, wobei er noch immer ganz ruhig sprach.
„Ich warne dich, komm erst gar nicht auf die Idee ihr weh zu tun, sonst….“
„Wie kommst du auf so einen Scheiß? Sie ist meine Frau und ich liebe sie über alles. Ich könnte und würde Gretchen niemals irgendetwas antun.“
„Dann ist ja gut. Ich wollte es nur noch mal klargestellt haben.“, sagte Marc und trat dann zur Seite, so dass Gretchen hinter seinem Rücken zum Vorschein kam.
„Wollen wir hier wirklich im Türrahmen stehen und reden? Komm wir setzen uns auf die Bank.“, sagte Alexis, während Gretchen nickte. Marc, der mit verschränkten Armen in der Tür stand nickte Gretchen kurz zu und stellte sich dann in die Tür, so dass er beide noch sehen konnte. Er traute Alexis nicht.
„Hier wohnst du jetzt also?“
„Ja, das tue ich.“
„Ist schon kleiner als das was du vorher hattest. Gott Gretchen er kann dir doch gar nicht all das geben und bieten was ich kann.“
„Du weißt, dass es mir nicht darauf ankommt und das es mir auch noch nie darauf angekommen ist. Du weißt, dass ich auf mein Herz höre und das schlägt nun mal einzig und alleine für Marc und nicht für dich.“
„Ja aber warum? Ich kann das alles noch immer nicht verstehen. Warum waren wir dann zusammen? Warum zum Teufel hast du mich geheiratet?“
„Weil ich auch dich geliebt habe, aber die Gefühle für Marc waren immer stärker. Ich habe versucht vernünftig zu sein und ich mochte dich wirklich sehr, aber es reicht nicht Alexis. Ich gehöre zu Marc und zu niemand anderem sonst.“
„Aber Gretchen, ich kann das alles ohne dich nicht mehr.“
„Doch das kannst du und das weißt du auch. Hey, du bist Alexis von Buren, du schaffst das mit Sicherheit.“, sagte Gretchen, während nun Tränen in Alexis Augen schimmerten.
„Ich liebe dich Gretchen.“
„Ich weiß und im Enddefekt liebe ich dich auch, aber nicht so sehr wie ich Marc liebe.“ Alexis nickte langsam, während Gretchen ihn vorsichtig in den Arm nahm. Marc hatte mittlerweile genug gesehen und gehört und ging ins Haus zurück. Er würde ihr mit Sicherheit nichts tun.
„Kannst du mir jetzt bitte versprechen Marc in Ruhe zu lassen? Er hat gerade eine sehr schwere Zeit hinter sich und erholt sich langsam, bitte nimm ihm das nicht.“ Alexis schüttelte den Kopf und sah Gretchen dann wieder an.
„Ich würde ihm so einiges nehmen, denn er hat mir dich genommen.“
„Alexis, Marc kann doch da überhaupt nichts zu.“
„Du bist so blind Gretchen. Natürlich kann er da etwas zu. Mit seiner gesamten Art und Weise. Erst behandelt er dich jahrelang wie scheiße und dann heiratet Gretchen und plötzlich ist das riesige Arschloch ein ach so lieber und sanfter Typ? Erzähl mir doch nichts Gretchen.“ „So wie jetzt könnten wir ja vielleicht noch Freunde sein und du würdest mich nicht vollständig verlieren, aber mit diesen Gedanken und wenn du so redest, dann kannst du selbst das vergessen Alexis!“, sagte Gretchen wütend und stand dann auf. Marc, der mitbekommen hatte, dass es draußen lauter geworden war, war mittlerweile aus dem Haus zurückgekommen und sah gerade noch, wie Alexis Gretchen grob am Arm packte um sie davon ab zu halten das Gespräch zu beenden und ins Haus zurück zu kehren.
„Aua Alexis, du tust mir weh!“, sagte Gretchen, während Marc im nächsten Moment schon neben ihr angekommen war.
„Lass sie augenblicklich los.“
„Was sonst? Willst du mich fertig machen?“, fragte Alexis und lachte dabei höhnisch. Er war bereit um Gretchen zu kämpfen, egal mit welchen Mitteln. Alexis ließ Gretchen los und schupste sie leicht nach vorne, während er nun Marc gegenüber stand, der sich nach Gretchen umblickte um zu sehen ob alles in Ordnung ist.
„Ich möchte dir nur kurz zeigen wie lächerlich deine Drohungen sind.“, sagte Alexis und schlug Marc dann leicht in die Magengegend, was Marc direkt zu Boden gehen ließ.
„Siehst du , noch nicht einmal verteidigen könntest du sie, wenn du müsstest.“, sagte Alexis. Gretchen die sich gerade wieder vom Boden aufgerappelt hatte schaute schockiert auf den am Boden hockenden Marc, der sich allerdings sofort wieder aufrichtete. Marc schupste Alexis nach vorne, was dieser bei Marc wiederholte, allerdings bei weitem fester. Marc verlor direkt sein Gleichgewicht, wobei Gretchen ihn auffangen wollte, allerdings sein Gewicht mit voller Wucht abbekam und ebenfalls mit zu Boden ging. Gretchen schrie laut auf als sie am Boden ankam, was Marc dazu bewegte sich direkt zu ihr umzudrehen und seine eigenen Schmerzen zu vergessen.
„Gretchen?“, fragte er, bekam allerdings keine Antwort.
„Gretchen. Hasenzahn. Hey!“, sagte Marc nun lauter und kniete sich neben Gretchen, die bewusstlos am Boden lag. Er fasste ihr leicht unter den Kopf und sah im nächsten Moment auf seine Hand die blutig war.
„Scheiße!“, fluchte Marc und stand dann auf um ins Haus hereinzurennen. Binnen Sekunden war er mit dem Erste-Hilfe-Kasten wieder zurück und kniete sich wieder neben Gretchen. „Das…das wollte ich nicht!“, sagte Alexis schockiert, während Marc kurz hochguckte.
„Hast du es jetzt weit genug getrieben, ja?“, fragte Marc und versorgte dann Gretchens Kopfwunde provisorisch, während Gretchen sich langsam unter seinen Händen rührte.
„Au Marc au.“, sagte sie leise, während Marc die Arme unter sie legte.
„Pscht, ich weiß. Es wird alles wieder gut. Halt dich an mir fest, wir fahren jetzt ins Krankenhaus.“, sagte Marc ruhig, während Gretchen die Arme um Marc Hals legte und dieser mit Gretchen vom Boden aufstand. Er ignorierte das Reißen in der Magengegend.
„Halt, du darfst nicht schwer tragen!“, sagte Gretchen, die auf dem Weg zum Auto wieder etwas klarer wurde.
„Dann können wir ja froh sein, dass du nicht schwer bist.“
„Witzig.“ Marc setzte Gretchen behutsam ins Auto und setzte sich dann selbst hinters Steuer. „Ist dir schwindelig oder schlecht?“ Gretchen nickte etwas.
„Falls deine Frage darauf hinauslaufen soll eine Gehirnerschütterung zu diagnostizieren, dann beantworte ich die Frage mit ja.“, erklärte Gretchen, während Marc mit der Hand wütend aufs Lenkrad schlug.
„Hey, es ist okay, mir geht’s ja soweit ganz gut.“
„Nichts ist okay! Dieses neureiche Arschloch, ich könnte ihn umbringen!“, sagte Marc, während Gretchen langsam seine Hand nahm, an der sich immer noch ihr Blut befand. „Beruhig dich bitte.“
„Wieso um alles in der Welt hast du eigentlich versucht mich aufzufangen?“
„Ich wollte nicht das du dir weh tust. Oh Gott, wie geht’s dir überhaupt.“
„Na mach du dir mal um mich keine Sorgen.“, entgegnete Marc und parkte dann seinen Wagen auf seinem Parkplatz, der sich Gott sei dank nah am Haupteingang befand.
„Komm, ich trag dich.“
„Nein, du hättest mich jetzt eben schon nicht tragen dürfen.“, erklärte Gretchen.
„Gut, dann bleibst du hier sitzen.“
„Marc, ich kann laufen.“
„Ich werde dir einen Rollstuhl organisieren. Du bleibst solange hier sitzen und rührst dich bloß nicht von der Stelle.“
„Marc!“
„Keine Widerreden, ich bin dein Oberarzt und es wird getan was dein Oberarzt sagt!“, erklärte Mark und lief dann ins Krankenhaus herein.
„Was machst du denn schon wieder hier? Oh Gott, ist das Blut?“, fragte Mehdi als er Marc hereingelaufen kommen sah.
„Ich hab Gretchen im Auto. Sie hatte einen Unfall. Bereite das CT vor und hol eine Schwester herbei.“
„Was?“
„Los!“, sagte Marc und rannte dann mit dem Rollstuhl wieder nach draußen, wo er Gretchen half aus dem Wagen auszusteigen.

....to be continued!



DANKE AN MARC_MEIER_FAN für die tolle Signatur.
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