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Dieses Thema hat 364 Antworten
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 Pausierende und abgebrochene Fortsetzungen!
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kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

30.01.2011 15:16
#326 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
ein dickes fettes Sorry, dass es schon wieder solange nichts zu Lesen gab, aber ich habs einfach nicht geschafft eher zu schreiben. Danke für eure Kommis und viel Spaß beim ersten Teil des Aufeinandertreffens von Marc und Grethen. Vielleicht gibts heute Abend dann noch Teil zwei.
GGLG Edina


Vor der Tür blieb er kurze Zeit stehen und versuchte irgendwie seine Gedanken zu ordnen. Gretchen meldete sich nicht bei ihm, wollte nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten und das obwohl sie vor noch nicht einmal vierundzwanzig Stunden noch miteinander geschlafen hatten?! Gut, es war zwar nichts Neues, dass Marc von vielen Frauen, mit denen er geschlafen hatte, nichts mehr hörte, aber das mit Gretchen war doch etwas anderes. Gretchen war doch nicht der Typ für unverbindliche One Night Stands, nur wegen ihr hatte er sich doch erst auf so eine Beziehungskacke eingelassen...
Irgendwas ist da doch faul...(dachte er mürrisch) Ich hoffe nur Fräulein „Ich treffe jegliche Entscheidungen im Alleingang“ hat ne verdammt gute Erklärung für die ganze Scheiße hier! Und wenn nicht, dann muss ich ihr leider ihren schönen Hals umdrehen...
Marc fuhr sich aufgewühlt durch die Haare. Was war aus ihm geworden, dem selbstbewussten Typen, der über allem stand, er war beinahe verschwunden und an allem war nur Gretchen schuld. Er musste das auf der Stelle mit ihr klären, bevor ihn die Frau noch endgültig in den Wahnsinn trieb. Deswegen eilte er auch wie ein wild gewordener Tiger über die Flure des Krankenhauses, auf der Suche nach seiner „Beute“. Doch als sie weder im Stationszimmer, noch im OP-Bereich zu finden war und auch den Pieper geflissentlich zu ignorieren schien, wollte er die Suche schon aufgeben...Aber als er sich umdrehte, um zurück in sein Büro zu gehen, bot sich ihm ein Bild, das in ihm blinde Wut, blinden Hass und auch eine riesengroße Enttäuschung auslöste...
Gretchen lag in den Armen von Alexis, der sie gerade auf die widerlichste Art und Weise ab schlabberte. Eine Sekunde stand er wie erstarrt da, ehe er die brodelnde Eifersucht in ihm aufsteigen spürte, die sich wie ätzende Säure, durch seine Eingeweide fraß. Niemand durfte seinem Hasenzahn so nahe sein, niemand außer ihm selbst! Ohne es wirklich zu wollen, stürzte er auf die beiden zu und riss Gretchen unsanft von Alexis weg. Diese erschrak und sah mit großen Augen in das Gesicht des Mannes, der sie so sehr verletzt hatte. Für eine Sekunde starrten sich beide gegenseitig an, unfähig die Gefühle des jeweils anderen zu erkennen, obwohl es doch die selben waren. Wut, Hass, Enttäuschung, Trauer, Angst...
Marc war der Erste, der sich wieder aus dem Bann löste.
M:KANNST (setzte er schreiend zu einer Standpauke an, besann sich dann aber eines Besseren und sprach leiser weiter. Immerhin musste nicht gleich das ganze Krankenhaus mitbekommen, dass sie sich stritten.) du mir mal sagen, was die Scheiße hier soll?!
Gretchen schaute ihn verständnislos an, ehe sie begriff und sich wütend von Marc losriss.
Ausgerechnet er fragt das?! Frechheit!
Dachte sie empört und stemmte die Arme in die Hüften. Mit vor Wut funkelten Augen sagte sie.
G:DU mein Lieber,brauchst dich hier ja mal gar nicht zu beschweren!
Marc schreckte innerlich von der Schärfe in ihrer Stimme zurück. Sie war so kalt, so verändert. Doch ließ er sich das nicht anmerken sondern grinste sie nur an.
M:Hasenzahn, ich weiß ja nicht was du unter dem Begriff „Beziehung“ verstehst, die wohlgemerkt ja du unbedingt wolltest und nicht ich, um das mal klarzustellen, aber ich dachte eigentlich, dass man sich da treu ist und nicht mit irgendwelchen anderen Typen herumknutscht.
Nach Marcs kleiner Moralpredigt, mischte sich nun auch Alexis ein, der bis jetzt relativ ruhig neben den Beiden gestanden hatte und jedes Wort aufmerksam angehört hatte.
AL:Beziehung?! (wiederholte er unsicher und schaute von Gretchen zu Marc und wieder zurück zu ihr.) Was hat das zu bedeuten, Sternchen?
Gretchen trat unbehaglich von einem Fuß auf den anderen und suchte verzweifelt nach einem Weg aus der Diskussion, aber den gab es nicht. Sie setzte mehrmals zu einer Antwort an, führte sie jedoch nicht zu Ende. Marc wurde es zu bunt, er kam Alexis nun ebenfalls bedrohlich nahe und sagte mit einer trügerisch ruhigen Stimme.
M:Da Madame im Moment ja anscheinend nicht in der Lage dazu ist zu antworten, will ich dir die Bedeutung mal ganz langsam erklären, so dass es selbst du verstehst. (sein dreckiges Grinsen wurde immer breiter, als er sah wie Alexis Gesicht vor Wut rot anlief.) Also (sagte er extra langsam, als wäre sein Gegenüber schwer von Begriff) Sie hat die Schnauze voll, von so nem Waschlappen wie dir und hat endlich erkannt, wer der Richtige ist!

kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

30.01.2011 21:21
#327 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,
hier noch der zweite Teil des Gesprächs. Danke für die Kommis ud bitte seit nicht ganz so grausam. Eine kurze Erklärung habe ich in meiner Kommiecke geschrieben. Danke für die Kommis und viel Spaß beim Lesen.
GGLG Edina


Mehr hatte es an Provokation nicht gebraucht, Alexis holte aus und traf Marc im Gesicht. Dieser wollte zurückschlagen, aber da ging Gretchen dazwischen.
G:Hört auf! SOFORT! (beide verharrten in der Bewegung und sahen Gretchen an, die mit den Nerven völlig am Ende war.) Ich...will das...nicht.
Stammelte sie aufgelöst und kämpfte gegen die Tränen an. Was änderte es denn an der beschissenen Situation, wenn die beiden sich auch noch die Köpfe einschlugen?! Alexis ließ Marc stehen und kam zu ihr, um sie zu beruhigen.
AL:Es tut mir leid, Sternchen.
Sagte er ehrlich und lächelte sie beruhigend an. Gretchen erwiderte das Lächeln und antworte beinahe schon liebevoll.
G:Ja das weiß ich doch.
Marc, der die ganze Szene mit zunehmender Übelkeit beobachtet hatte, guckte Gretchen nun direkt an und lachte kurz spöttisch, aber dennoch enttäuscht in sich hinein.
M:Und ich hab geglaubt du bist anders, aber du bist genau...
Marc wollte zu Ende sprechen, doch er bekam keine Gelegenheit dazu, weil Gretchen bereits mit erhobenem Finger auf ihn zukam. Wenn sie so dastand, erinnerte sie ihn irgendwie an eine Lehrerin.
G:Und du (sagte sie giftig) erzählst mir nie mehr was von Ehrlichkeit oder Treue!
Ey was soll dieses ganze Theater hier eigentlich?! Sie behandelt mich hier wie den letzten Arsch, obwohl ich nicht das Geringste getan habe und kuschelt sich auch noch auf widerlichste Art und Weiße an dieses Arschloch!
Innerlich spürte er schon wie Wut in ihm aufstieg, aber er versuchte sich noch einigermaßen zu beherrschen und zog verwirrt die Augenbrauen hoch. Einen fiesen Spruch konnte er sich aber dennoch nicht verkneifen, dafür kam er sich einfach schon viel zu verarscht vor.
M:Heute noch keine Schokolade gehabt, oder wieso zickste hier so rum?!
Gretchen hatte große Mühe sich zu beherrschen. Zuerst betrog er sie und dann riss er in dieser Situation auch noch blöde Witze?! Das war echt nicht fair!
G:Du fragst mich jetzt also allen Ernstes was los ist?!
M:JA!
Schrie Marc sie schon beinahe an, der diese Ungewissheit, dieses Spiel mit sich kaum noch ertrug.
G:Dann will ich dir doch mal auf die Sprünge helfen.
Entgegnete Gretchen unglaublich bitter und wütend. Sie atmete kurz durch, ehe sie die Fotos aus der Kitteltasche zog und sie ihm mit voller Wucht vor die Füße schmiss. Danach sah sie ihn giftig an und eines war sicher. Wenn Blicke töten könnten, wäre Marc spätestens jetzt tot umgefallen. Dieser sah, nachdem er die auf dem Boden liegenden Bilder kurz betrachtet hatte wieder hoch zu ihr und fragte immer noch mehr als verwirrt.
M:Ja was?!
Diese Reaktion versetzte Gretchen einen schmerzenden Stich mitten in ihr Herz. Jetzt tat er auch noch so,als wäre nichts gewesen. Nicht einmal die Mühe es abzustreiten, gab er sich. Das war so lächerlich, so unglaublich hinterhältig und gemein. Ein Lachen entfuhr ihr, aber es war kein fröhliches sonder ein unglaublich nüchternes und trauriges und genauso sprach sie auch die nächsten Worte.
M:Das ist wieder so typisch für dich, Marc. Du merkst dir die Frauen ja nicht mal mit denen du Sex hattest. Aber jetzt weiß ich wenigstens woran ich bin.
Marc sah Gretchen mit großen Augen an und langsam dämmerte es ihm, was sie denken könnte. Er schüttelte leicht mit dem Kopf und spürte, wie unbändige Enttäuschung in ihm aufstieg. Gut er hatte Fehler gemacht, hatte sie verletzt in der Vergangenheit, aber wie konnte sie nur denken,er würde sie betrügen, nach all dem, was in den letzten Tagen zwischen ihnen passiert war? Er wollte etwas sagen, wollte sich rechtfertigen, aber er bekam keine Möglichkeit dazu, denn Gretchen drehte sich ohne ein weiteres Wort um, schnappte sich Alexis am Arm und meinte an ihn gewandt.
G:Komm Alexis, wir gehen.
Marc starrte den beiden einige Sekunden hinterher, ehe er sich aus seiner Starre löste und ihr noch nach rief.
M:Hasenzahn, das klären wir aber noch!
Danach bückte er sich und hob die Fotos auf, die immer noch einsam und verlassen am Boden lagen und betrachtete sie näher.
M:Und ob wir das klären...
Murmelte er dann noch leise in sich hinein und zerknüllte eines der Bilder dann wütend in seiner Hand nur um es danach mit voller Wucht in den nächst gelegenen Mülleimer zu pfeffern.

kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

04.02.2011 21:54
#328 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
es tut mir furchtbar leid, dass ihr schon wieder so lange auf den Teil warten musstet, aber ich habs wieder mal nicht früher geschafft. Jetzt gehts weiter mit Marc, Gretchen und einer anderen alten Bekannten. Viel Spaß beim Lesen und danke für jedes Kommi.
GGLG Edina


Die nächsten Tage in Marcs Leben waren so grau und trostlos wie schon lange nicht mehr. Er war es gewohnt, dass ihm seine Kollegen nicht wirklich mit Liebe überschütteten, dass hatte er auch nie gewollt, aber die Stimmung die jetzt herrschte, war beinahe eisig. Dass er Gretchen Haase betrogen hatte, diese Geschichte hatte schnell die Runde gemacht und wie es nicht anders zu erwarten war, stand er als Arschloch der gesamten Nation da. Medhi hatte ihm eine ordentliche Abreibung verpassen wollen, die er nur schwer hatte vermeiden können und selbst Sabine, die ihm ja zweifelsohne immer gut gesonnen war, kehrte ihm, wenn immer es möglich war den Rücken zu und Hasenzahn, die sah er kaum noch. Meistens waren die Schichten so gelegt, dass sie sich nicht begegneten und selbst wenn sich ihre Wege in der Umkleidekabine oder im Stationszimmer kreuzten, verließ sie fluchtartig den Raum, als hätte der Tod höchstpersönlich den Raum betreten. Auch die Op´s waren nicht mehr das, was sie einmal waren. Marc hatte immer gedacht, er wäre froh wenn er einmal ohne Gretchens Dauergequatsche operieren könnte und oft genug hatte er sich die alten Zeiten herbeigesehnt. Aber jetzt kam ihm der OP seltsam leer vor. Die Eingriffe waren eintönig und auch sonst hatte er niemanden mehr, den er so köstlich zur Weißglut bringen konnte. Knechtelsdorfer ertrug jeglichen Spruch ohne Gegenwehr und so verlor die Sache schnell ihren Reiz. Nicht selten ertappte Marc sich in den letzten Tagen dabei, wie er sich krampfhaft Gretchen in den OP-Saal wünschte. Einmal war es ihm sogar passiert, dass er den Österreicher mit „Hansenzahn“ angesprochen hatte. Abgesehen davon, dass die ganze Situation verdammt peinlich gewesen war, verdeutlichte es ihm wieder aufs Neue, was für ein erbärmlicher Schatten seiner selbst er im Moment war....
Es war ja nicht so, dass er nicht versucht hätte, etwas an der Situation zu ändern. Er hatte sogar öfter versucht mit Gretchen zusprechen, jedoch ohne Erfolg. Und auch nächtliche Ausflüge in diverse Nachtclubs brachten keine Ablenkung, sondern führten immer dazu, dass er abends besoffen und alleine in seinem Bett landete.
Und warum diese ganze Scheiße?! (dachte Marc wieder einmal frustriert, als er sich nach einer OP Gesicht und Hände wusch.) Nur wegen ein paar dreckigen Fotos! Aber sollte ich jemals das Glück haben und denjenigen finden, der diese Fotos geschossen hat, dann drehe ich demjenigen höchstpersönlich den Hals um und wenn es das Letzte ist, was ich tue. Niemand , ich wiederhole absolut niemand nimmt mir ungestraft meinen Hasenzahn weg!
Danach trat er unsanft gegen die OP-Tür und machte sich auf den Weg in die Umkleidekabine. Das er des Rätsels Lösung, aber schon sehr bald ein Stück näher sein würde, davon ahnte er in diesem Moment noch nichts.

Lissy von Buren hatte ebenfalls keinen blassen Schimmer davon, dass sich ihr Leben bald grundlegend ändern könnte. Gut gelaunt ging sie zum Briefkasten um die Post hereinzuholen. Wenn sie nicht alles täuschte, müsste nämlich heute der Bestellkatalog der neuen Gucci Winterkollektion geliefert werden und den wollte sie sich so schnell wie möglich durchsehen. Darauf zu warten, bis Frau Nettelsbacher endlich ihrem Job nachkam und die Post aufs Zimmer lieferte, dauerte ihr definitiv zu lange. Aber mit dem Katalog fiel ihr auch noch etwas anderes in die Hände, dass ihre Aufmerksamkeit erweckte. Es war ein Brief mit der Aufschrift „Streng vertrauliche Angelegenheit“. Auch wenn dieser an ihren Bruder adressiert war, weckte er Lissys Neugierde und sie öffnete ihn schließlich. Schnell überflog sie die Zeilen und murmelte dann geschockt.
LvB:Scheiße...

Gretchens Leben hatte sich in den letzten Tagen und Wochen grundlegend geändert, oder hatte sich zumindest privat wieder stabilisiert. Die Ehe mit Alexis lief besser denn je und so fiel es zumindest auf oberflächlicher Ebene ziemlich leicht, sich von Marc abzulenken. Auch die berufliche Veränderung hatte ihr gut getan. Während sie jetzt tagtäglich unter fachmännischer Anweisung von Frau Doktor Hassmann durch die Windungen des menschlichen Gehirns irrte, die ihr zumindest auf medizinischer Ebene immer vertrauter wurden, entfernte sie sich Schritt für Schritt auch geistlich immer weiter von Marc. Zumindest tat sie ihr Bestes und wenn sie dabei war, einen ihrer häufigen Rückfälle zu bekommen, stand ihr Maria tatkräftig zur Seite und bestärkte sie weiterhin darin, eine starke und emanzipierte Frau zu sein, die es Marc ordentlich bewies. Und überhaupt war ihr Maria in letzter Zeit zu einer guten Freundin geworden und Gretchen hatte den Verdacht, dass es nicht zuletzt daran lag, dass es privat mit Medhi immer besser lief. Nachdem sie das Misstrauen gegenüber Gretchen endgültig abgelegt hatte, sie könnte ihr ja Medhi wieder vor der Nase wegschnappen hatte sie sogar begonnen ein wenig aus ihrem Privatleben zu erzählen. So waren die oft stundenlangen OP´s mit ordentlich Gesprächsstoff versorgt und Gretchen erfuhr zum Beispiel auch, dass Lukas, Medhi furchtbar cool und Lilly echt süß fand.
G:Na dann wären ja die Weichen für eine gemeinsame Zukunft gestellt, meinen Sie nicht?
H:Wenn es nach Lukas ginge ja.
G:Und wenn es nach Ihnen ginge?
Bohrte Gretchen forschend nach, während sie im Gehirn des Patienten akribisch nach einem Splitterrückstand suchte.
H:Ich weiß es nicht. Eigentlich hatte ich die Nase gestrichen voll von Männern und außerdem weiß ich nicht ob Medhi überhaupt bereit wäre, sich neu zu binden, also im Falle das...
G:Ach Frau Kollegin bitte! (unterbrach sie Gretchen.) So wie ich Medhi kenne, wünscht der sich nichts sehnlicher als ne intakte Beziehung und so glücklich wie in den letzten Tagen, habe ich ihn auch selten gesehen.
H.Wenn das so ist. (Maria grinste und hielt Gretchen die Hand hin.) Ich bin Maria.
Gretchen schaute verwirrt auf die Hand und musterte Maria dann ungläubig.
Das gibt’s doch echt nicht. Hat die allen Ernstes die ganze Zeit nur drauf gewartet, dass ich ihr sage, dass sie die Richtige für Medhi ist und ich nicht?! Das hätte sie auch früher haben können.
G:Gretchen.
Erwiderte sie lächelnd und gab Maria die Hand. Wenigstens waren zwei hier wirklich glücklich...

kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

08.02.2011 22:25
#329 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,
ich weiß, der letzte Teil war traurig und ich habe euch mit einer offenen Frage zurückgelassen. Was es mit Lissy auf sich hat, werde ich noch nicht aufklären, aber dafür gibt es eine andere erstaunliche Wende, die euch vielleicht Hoffnung gibt. Danke für eure Kommis und viel Spaß beim Lesen.
GGLG Edina


Marc wollte gerade die Umkleidekabine betreten, als er sah, dass seine „geliebte“ Kollegin Gina Amsel gerade dabei war sich umzuziehen. Das musste er sich nun wirklich nicht antun. Ihr Anblick im angezogenem Zustand, löste bei ihm schon Übelkeit in einem höchst ungesundem Maße aus und von den paar Sekunden, in denen er sie nackt gesehen hatte (By the way: Es war ihm absolut schleierhaft, wie er sich jemals auf ein solch niedriges Niveau hatte herablassen können.) hatte er heute noch Alpträume. Deswegen nahm er sich auch noch eine Tasse Kaffee und beschloss solange sich die Schreckschraube noch dem unmöglichem Unterfangen widmete, einigermaßen attraktiv auszusehen, noch in einer Fachzeitschrift zu schmökern. Mann konnte sich ja nicht genug bilden, besonders wenn es sonst ja nichts Interessantes zu sehen oder tun gab...
Marc war völlig in den Bericht versunken, sodass er erst hochschreckte, als in der Umkleide das Handy von Gigi zu klingeln begann. In der Hoffnung, dass es sich nur noch um Sekunden handeln konnte, bis sie die Umkleide verließ,stand er auf und wollte sie nun auch betreten. Aber als er die Worte der Ärztin hörte, wurde er hellhörig und blieb doch noch vor der Tür stehen.
GI:Hey Jacqueline...ja danke der Nachfrage...besser hätte es kaum laufen können...
Boar die fängt jetzt hier aber nicht auch noch an, mit irgendeinem nutzlosem Gequatsche aus ihrem noch viel nutzloserem Leben...Dachte er genervt und lehnte sich mit der Stirn an die kalte Wand. Womit hatte er die ganze Scheiße hier nur verdient?!
GI:Na klar ist sie darauf angesprungen...die Fotos waren ja auch wirklich glaubhaft...
Mooooment mal, welche Fotos?!
Grübelte Marc gleichermaßen sauer wie aufgeregt.
GI:Gretchen ist endlich wieder glücklich und da bin ich wirklich froh darüber. Ich hätte dieses Trauerspiel auch nicht mehr länger ertragen...
Marcs Gedanken überschlugen sich förmlich.In seinem Kopf wirbelte es nur so von Bildern, von Handlungen, die für ihn bis jetzt keinen Sinn ergeben hatten, bedeutungslos waren. Wie ein Puzzle fügte er Teil für Teil zusammen zu einem großem Gesamtbild. Und sah dann mit chirurgischer Klarheit, den Fehler dieser Operation und die verheerenden Auswirkungen. Er hatte Gina unterschätzt, sie nicht ernst genommen und hatte damit den größten Fehler überhaupt begangen. Diese falsche Schlange, diese Ausgeburt des Teufels....
Schmiss er ihr in Gedanken sämtliche Schimpfwörter an den Kopf, die ihm nur im Entferntesten einfielen. Er hatte schon oft Abneigung und Hass für diese Frau empfunden, aber das was gerade in ihm hochkochte, stellte alles bisher dagewesene in den Schatten. Er schaffte es nur mit größter Mühe, nicht sofort auf Gigi loszugehen.
Er straffte die Schultern und betrat so lässig wie möglich, die Umkleide.
M:Guten Tag, Frau Kollegin.
Säuselte er und riss seinen Spind auf. Gigi, die vom plötzlichen Auftauchen Marcs total überrascht war, fiel fast das Handy aus der Hand.
GI:Du ich muss auflegen...
Sagte sie schnell und schmiss ihr Handy in die Tasche. Dann griff sie nach ihrer Jacke und verließ hektisch den Raum. Marc blieb der fast ängstliche Blick, dem sie ihm zuwarf, nicht verborgen und er grinste hämisch.
Na, wenn du mal nichts zu verbergen hast. Aber verlass dich drauf, ich komme dahinter...
Dachte er siegessicher und beschloss besser noch einen kleinen Abstecher in das Büro von Gina Amsel zu machen. Zuhause gab es sowieso niemanden, der auf ihn wartete und der Fernseher lief bekanntlich nun auch nicht davon...
Doch als er gerade dabei war, die fremde Bürotür mit einer Haarnadel aufzubrechen. Diesen Trick hatte er sich von Sabine abgeschaut, kam Gabi um die Ecke. Schnell wollte er die Nadel hinter dem Rücken verbergen,, aber Gabi hatte sie bereits bemerkt.
GA:Marc, was machst du da?!
Fragte sie skeptisch und sah zur Tür.
Boar die hat mir gerade noch gefehlt...
M:Gabi (sagte er sauer) wenn ich Eines hasse, dann sind das Frauen, die sich in meine Angelegenheiten einmischen, verstanden?!
GA:Da du mich sowieso nicht ausstehen kannst, lieber Marc, ist mir das herzlich egal und nur so am Rande, Frau Doktor Amsel ist nicht hier.
M:Ach wirklich?!
Fragte Marc und konnte den ironischen Unterton nicht verbergen.
GA:Ja, also musst du wohl noch ein bisschen warten, bist du sie flachlegen kannst. Zu schade.
Marc stockte kurzzeitig der Atem, dieser Gedanke war auch einfach zu widerlich. Nachdem er sich von den Bildern befreit hatte, kam er auf Gabi zu.
M:Nochmal zum mitschreiben Gabi. (zischte er wütend) Ich werde weder mit dir, Gina Amsel oder sonst einer dahergelaufenen Nutte schlafen, obwohl das bei euch sowieso das selbe wäre. Im Bett seit ihr nämlich sicher alle scheiße und jetzt verschwinde!
Gabi grinste.
GA:Ja Marc, wir haben es alle nicht drauf, außer unser blonder Assistenzmobbel ne?! Nur schade, dass die dich nicht mehr rann lässt.
Ihr Grinsen war so gehässig, dass Marc ihr am Liebsten eine runter gehauen hätte.
M:Lass mich in Ruhe ja und kümmere dich gefälligst um dein eigenes verkorkstes Leben.
Die Schwester lächelte ihn kühl an.
GA:So beschissen wie deines, ist mein Leben noch lange nicht.
Dann drehte sie sich um und ging weiter den Gang entlang. Marc konnte es sich nicht verkneifen und rief ihr nach.
M.Übrigens Gabi, du hattest recht. Gretchen war wirklich tausendmal besser im Bett als du!

kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

15.02.2011 23:27
#330 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
DD ist wieder vorbei. Da haben wir so lange gewartet und jetzt geht es schon wieder zu Ende. Ich habe mich nach dem herzergreifenden Finale gestern wieder drangesetz und habe es endlich geschafft weiterzuschreiben. Viel Spaß beim Lesen und danke für jedes Kommi!
GGLG Edina


Nachdem Marc, Gabi nun endlich abgeschüttelt hatte, betrat er das feindliche Gebiet und schreckte vor dem Anblick des Büros, erst einmal zurück. Die Wände waren nicht weiß, sondern mit einer absolut geschmacklosen Tapete verunstaltet worden. Marc schüttelte sich angewidert. Da hatte ja das Wohnzimmer seiner Großmutter noch mehr Stil gehabt. Aber dann entschied er sich die Einrichtung des Büros außer acht zu lassen und sich stattdessen auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und handfeste Beweismittel zu finden, die er Gretchen dann unter die Nase halten konnte.
Nach einer halben Stunde, in der sich Marc allmählich zu fragen begann ob er nicht den Beruf verfehlt hatte, kam er endlich einem nützlichem Gegenstand auf die Spur. In einer Schublade lag eine Kamerahülle und er schöpfte Hoffnung. Wenn da eine Hülle lag, dürfte die Kamera ja eigentlich nicht weit sein. Und er sollte recht behalten, gut begraben unter Formularen lag auch der heiß ersehnte Schlüssel zum Erfolg. Mit einem siegessicheren Lächeln zog er die Kamera aus der Lade und ließ sie schnell in seiner Kitteltasche verschwinden. Dann beseitigte er die letzten Anzeichen seines „Besuchs“ und verließ das Büro in dem selben grässlichen Zustand,wie er es vorgefunden hatte...

Am nächsten Tag wartete Marc dann auf eine günstige Gelegenheit um Gina so richtig schön eine reinzuwürgen. Die Welle des Hochgefühls,auf der er gerade schwamm, war mit keinem Wort der Welt zu beschreiben. Er hatte etwas gegen diese Schlange in der Hand und Gina hatte vielleicht eine kleine Schlacht gewonnen, aber aus dem Krieg würde er als Sieger hervorgehen, da war er sich jetzt sicher.
In der Mittagspause, als Gina direkt vor ihm bei der Essensausgabe stand um sich ein Stück Kuchen zu holen, konnte er sich nicht mehr beherrschen und sagte leise.
M:Du falsche Schlange hast doch nicht wirklich geglaubt du kommst damit durch oder?!
Gina drehte sich widerwillig zu Marc und sagte genervt.
GI:Marc, ich habe keine Ahnung von was du redest, aber tu mir den Gefallen und lass mich einfach zufrieden ja?!
Marc grinste dreckig.
M:Glaub mir Gina, nichts lieber als das aber ich geb dir nen gut gemeinten Rat. Pass auf, dass dir der Kuchen nicht im Hals stecken bleibt, denn lange wird es nicht mehr dauern und du hast ein großes Problem.
Gigi wurde stutzig und musterte Marc genauer.
GI:Wie meinst du das denn jetzt?
Fragte sie und versuchte die aufkeimende Panik zu unterdrücken. Für Marc war es der reinste Hochgenuss zu sehen, wie sie langsam ins Wanken geriet. Bald würde sie wie ein hilfloses Kaninchen, in der Falle zappeln und er würde entspannt dabei zusehen wie sie langsam zu Grunde ging.
M:Hmmm, lass mich mal überlegen...(Sagte er und tat so als würde er wirklich für einen Moment nachdenken.) Ist schon scheiße, wenn einem die eigenen Waffen den Todesstoß versetzten, ne?!
Während er lässig die Arme vor der Brust verschränkte und den Moment in vollen Zügen auskostete, war die Oberärztin nicht mehr annähernd so entspannt.
GI:Du hast doch nicht etwa...
Setzte sie zu einer Frage an und sämtliche Farbe wich aus ihrem Gesicht. Aber anstatt zu antworten lächelte Marc nur und sagte dann freundlich.
M:Guten Appetit, Frau Kollegin.
Danach setzte er sich an den nächsten Tisch und beobachtete vergnügt, wie Gina Amsel ihr Stück Kuchen förmlich hinunter schlang und ihm immer, wenn sie sich unbeobachtet fühlte unsichere Blicke zuwarf. Er konnte ihre Angst förmlich riechen und als sie schließlich aufstand wurde es offensichtlich, dass Marcs kleine Drohung, die reinste Panik bei ihr ausgelöst hatte. Ihre Hände zitterten leicht und sie hetzte wie ein tollwütiger Fuchs aus der Cafeteria.
Lauf nur, aber das wird dir auch nichts mehr helfen...
Dachte der Oberarzt und nahm die Kamera aus der Kitteltasche.

Synonym ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 17:19
#331 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

echt super story
bin gespannt wie es weiter geht!
lg

kussmausale Offline

Alter Ha(a)se:


Beiträge: 3.958

07.03.2011 22:23
#332 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
zu aller erst "Ja, ich lebe noch." auch wenn ich vor zwei Wochen erstmal nach Deutschland abgedüst bin. Tut mir leid, dass ihr so lange auf Nachschub warten musstet, aber ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel und seit mir immer noch treu. Auch wenn ich im Moment wirklich viel Stress habe, führe ich die Story unter allen Umständen zu Ende.
Vielen Dank an die Jury für die Nominierung bei den DD-Forum Awards, für die beste Story. Ich habe mich wirklich sehr gefreut und fühle mich geehrt. Über jede Stimme würde ich mich natürlich tierisch freuen.
Vielen Dank für eure Kommis.
@Synonym:Es freut mich sehr, dass dir meine Story gefällt und du dir die Zeit nimmst sie zu kommentieren, ich würde dich nur bitten, dass das nächste Mal in der Kommiecke zu tun
An dieser Stelle viel Spaß beim Lesen.
GGLG Edina

PS:Ich war in den zwei Wochen nicht ganz umtätig und habe begonnen gemeinsam mit Vanny an einer anderen Story zu basteln. Ist anders als die hier aber vielleicht gefällt sie euch ja auch. Wir würden uns freuen.
Tagebuchstory von Vanny & Edina


Nach ein paar Minuten beschloss Marc dann doch einmal nachzusehen, was sein „Lieblingsopfer“ so trieb. Immerhin wollte er sich den köstlichen Anblick nicht entgehen lassen, wenn sie entdeckte, dass die Kamera wirklich nicht mehr dort war, wo sie sein sollte. Gut es war fies den Triumph so auszukosten, aber Gina Amsel hatte es nicht anders verdient.
Als Marc bei ihrem Büro ankam, betrat er es ohne anzuklopfen und begegnet dem Anblick, den er erwartet hatte. Gina Amsel wühlte wie verrückt in ihren Unterlagen und ihrer Schreibtischlade und suchte die Kamera fieberhaft. Das Büro sah bereits aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und sie war so damit beschäftigt, die Kamera endlich zu finden, dass sie Marc nicht einmal bemerkte, als er das Büro betrat. Dieser lehnte sich genüsslich gegen den Türstock und betrachte das Spektakel vergnügt. Die Genugtuung stieg von Sekunde zu Sekunde und er hätte sich das stundenlang ansehen können. Aber da er seine Zeit nun auch nicht gestohlen hatte und in zwanzig Minuten bereits die nächste OP auf dem Plan stand, entschied er sich dann doch dazu, das ganze etwas abzukürzen.
M:Suchst du vielleicht das hier?
Fragte er lässig und ließ die Kamera locker in der Luft baumeln. Gina schreckte hoch und sah sich ertappt um. Als sie Marc in der Tür stehen sah wich sämtliche Farbe aus ihrem Gesicht, ehe sie sich wieder fing und wütend auf ihn zuging.
GI:Gib das sofort her! (forderte sie energisch und stemmte die Hände in die Hüften) Die gehört mir!
Oh Gott, da hat aber wer Angst, tut mir jetzt aber auch furchtbar leid... Gott, wie mich diese Frau ankotzt, das ist wirklich unbeschreiblich!
Marc zögerte keinen Moment und gab ihr die Kamera mit einem breiten Grinsen im Gesicht, zurück. Ihm lag ja wohl wirklich nichts an diesem Billigmodell. Gina schaute ihn für einen Moment erstaunt an, ehe sie sich die Kamera schnappte und wie verrückt begann, auf dem Display herum zu tippen. Hecktisch löschte sie Bild für Bild. Marc sah sich das Schauspiel für einen Moment an, ehe er sie unterbrach und mit kühler Stimme sagte.
M:Gib dir keine Mühe, ich habe sowieso eine Sicherheitskopie gemacht.
Gina sah auf und blitze ihn böse an.
GI:Du kannst mir sowieso nichts beweisen!
Fauchte sie und versuchte ihn in irgendeiner Art und Weise zu verunsichern, aber Marc ließ dieser Versuch völlig kalt. Er wusste was er wollte und ihm war völlig klar, dass sie gegen ihn chancenlos war. Wie lange hatte er darauf gewartet, ihr für diese kleine Eskapade im Fahrstuhl eine rein würgen zu können?! Ewig und er hätte sie sogar in Frieden gelassen, wenn sie sich nicht wieder in SEINE Angelegenheiten eingemischt hätte. Aber nun galt nur noch eines nämlich „Rache ist süß“.
M:Das nicht (antwortete er leichthin) aber die Bilder die da noch drauf waren...wäre schon sehr dumm, wenn die morgen im ganzen Krankenhaus hängen würden.
Er lächelte sie kühl an und beobachtete mit Freuden, wie die Panik in ihren Augen aufblitze.
GI:Das wagst du nicht.
Presste Gina zwischen den Zähnen hervor und man sah sichtlich,wie sie versuchte, ihre Angst zu verbergen.
M:Davon wäre ich an deiner Stelle nicht so überzeugt.
Entgegnete Marc, woraufhin es Gigi dann anscheinend sie Sprache verschlagen hatte, denn sie sagte einfach gar nichts mehr. Bevor das Schweigen dann zu lange andauerte, ergriff Marc dann wieder das Wort und in seiner Stimme schwang ein wahnsinnig bedrohlicher und gefährlicher Unterton mit.
M:Weißt du was ich überhaupt nicht leiden kann? (fragte er und beantworte seine Frage daraufhin gleich selbst.) Wenn mir jemand etwas wegnimmt, was nur mir gehört.
GI:Du bist doch echt krank.
Flüsterte Gigi schockiert und starrte ihn an. Für diese Aussage hatte Marc wirklich nur ein spöttisches Lachen übrig. Er sollte krank sein?! Wer war es denn gewesen, der dieses absurde Spiel begonnen hatte?! Er garantiert nicht!
M:Ja, DAS sagt genau die Richtige!
Gina versuchte sich beinahe schon händeringend zu verteidigen.
GI:Ich hab mir rein gar nichts vorzuwerfen, ja! Ich wollte sie von Anfang an nur vor dir schützen, da sie ja anscheinend nicht in der Lage ist, die richtige Entscheidung zu treffen!
Die richtige Entscheidung?! Ich muss zugeben, ich habe oft an Hasenzahn´s Kompetenz gezweifelt, aber den Schleimscheisser abblitzen zu lassen, war mit Abstand die beste Entscheidung, die sie jemals getroffen hat! Blöde Gans!
Marc lachte wieder nur spöttisch und antwortete.
M:Du kannst es doch nur nicht ertragen, dass ich dich hab sitzen lassen, deswegen ziehst du hier die Scheiße ab!
Dieser Spruch hatte gesessen doch Gina setzte zum Konter an. Sie bäumte sich auf und sagte kalt.
GI:Du denkst doch echt du wärst der aller Größte, dabei bist du nichts weiter als ein kleines armseliges Arschloch das fast schon ein bisschen Mitleid verdient hätte.
Marc atmete noch einmal tief durch und schluckte seine Aggressionen so gut wie möglich hinunter. Schließlich war er nicht hier, um sich mit Gina irgendein nutzloses Wortgefecht zu liefern, dass sie ohnehin verlieren würde. Schnell kam er ihr näher und flüsterte ihr daraufhin ins Ohr.
M:Du klärst das und wenn du mich verarscht, dann weiß spätestens nächste Woche das ganze Krankenhaus womit du dir deine sonst so langweilige Freizeit vertreibst.
GI:Das ist Erpressung.
Bravo, der Kandidat hat hundert Punkte! Hätte ihr soviel Intelligenz gar nicht zugetraut.
Dachte Marc genervt und ging gar nicht auf ihre Feststellung ein. Dafür meinte er lässig.
M:Schickes Kostüm übrigens.
GI:Haha sehr witzig Marc. Verarschen kann ich mich auch selber.
Entgegnete Gigi im resignierten Tonfall. Sie hatte verloren und das wusste sie.
M:Das war kein Witz. (entgegnete Marc und beschloss noch einen drauf zusetzten.) das Kostüm ist echt heiß nur diejenige die es trägt...(er zwinkerte ihr zu) naja du weißt doch sicher selber wo deine Problemzonen sitzen.
Er grinste ihr nochmal frech zu und verließ dann lässig das Büro.
GI:Du bist so ein Arsch!
Schrie ihm Gina wutentbrannt hinterher.
Danke für das Kompliment!
Dachte Marc zufrieden und wandte sich nochmal zu Gina um.
M:Du gibst dir ja wirklich die aller größte Mühe, aber an Gretchen wirst du trotzdem die nächsten hundert Jahre nicht rankommen.

kussmausale Offline

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24.03.2011 21:32
#333 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,
hier bin ich wieder und ich muss sagen, ich schäme mich wirklich zutiefst dafür, dass ich euch so lange habe warten lassen. Das ist normalerweiße wirklich nicht meine Art, aber in den letzten zwei Wochen ist bei mir so unglaublich viel passiert und ich kam aus dem Stress gar nicht mehr raus. Proben und Klassenkonzert,Test, Schularbeiten, lernen und dann auch noch der wunderbare Filmball. Wenn ich anden Abend denke, habe ich jetzt noch ein strahlendes Lächeln im Gesicht...
Aber heute in den drei Freistunden habe ich mich in die Cafeteria gesetzt und mich dem Schreiben gewidmet, somit geht es jetzt auch weiter und ich gebe wirklich alles, umeuch nicht mehr so lange warten zu lassen, denn das tut mir furchtbar leid. Ich freue mich über jedes Kommi riesig und sie sind für mich ein wunderbarer Ansporn. Also danke und ich würde mich freuen, wenn ihr mir weiterhin treu bleibt.
Eure, aus der Versenkung aufgetauchte, Edina


Lissy von Buren, rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Villa und versuchte vergeblich sich irgendwie zu beruhigen. Seitdem sie den Brief gestern in der Post entdeckt hatte, verfiel sie in regelmäßigen Abständen, in Panik. Etliche Male hatte sie versucht ihren Bruder zu erreichen, aber er war nie ans Telefon gegangen, zu wichtig waren seine Geschäftstermine. Schreiben konnte sie ihm auch nicht, was wenn die SMS jemand anderes als er zu lesen bekommen würde? Nicht auszudenken,was das für Folgen hätte....
Wieder starrte sie entsetzt auf den Brief und schüttelte gleichermaßen verzweifelt, wie wütend den Kopf. Sie hatte doch gewusst, dass es irgendwann hatte so weit kommen müssen, hatte Frank immer gewarnt, aber er war ja viel zu verliebt gewesen, als dass er ihr Gehör geschenkt hätte. Und was hatte sie jetzt davon?! Einen bis zur Kante besoffenen Bruder, wenn sich das Moppelchen mal wieder gegen ihn und für ihren Oberarzt entschied und einen fast widerlich glücklichen Bruder, der sie mit seinem Glück fast erschlug, wenn Gretchen Haase bei ihm war. Es war ja nicht so, dass Lissy ihrem Bruder kein Glück gönnte, nein ganz im Gegenteil, sie wünschte sich, dass er irgendwann mal glücklich sein konnte...auch ohne Liebe, die es nach dem Weg, den sie beide im gemeinsamen Einverständnis gewählt hatten, einfach nicht mehr geben konnte und durfte...
„Ich habs die ganze Zeit gewusst, dass das alles niemals gutgehen konnte...“ fluchte sie leise und wünschte sich zum hundertsten Mal an diesem Tag, dass Gretchen Haase niemals in das Leben ihres Bruders getreten wäre. Sie hasste die blonde Frau dafür, dass sie alles zerstört hatte, die traute Zweisamkeit, die Unabhängigkeit und jetzt war sie, wenn das so weiterging,auch noch der Grund dafür, dass Lissy ihre Freiheit verlor. Gut die junge Frau wusste, dass sie die Ärztin eigentlich nicht dafür verantwortlich machen durfte, wie auch sie wusste doch von nichts, aber es war so verlockend, die Schuld auf jemand anderen zu schieben.Wenn man einen Schuldigen hatte, war es so viel leichter mit der ganzen Situation umzugehen...
Wieder wanderte ihr Blick auf den Brief, auf den in großen Lettern geschrieben stand:


„Ich weiß alles. Also wenn dir die Ehe zu deiner Frau und deine Freiheit wichtig sind, solltest du dir das etwas kosten lassen. 500 000 Euro, Mittwoch Abend, im Schließfach Nummer 210 am Berliner Hauptbahnhof zu hinterlegen, ansonsten wird die Polizei von deinem schmutzigen Geheimnis erfahren.“


Wer auch immer dieser Erpresser war, er war gefährlich und jede Minute mehr, die sie damit verschwendeten abzuwarten, machte eine unbemerkte Flucht schwieriger. Sie musste etwas unternehmen und das besser heute als morgen. Schweren Herzens fasste Lissy von Buren einen Entschluss und griff sich ihre Schlüssel, um ins Krankenhaus zu fahren.

Medhi Kaan hingegen, verließ nach einer langen Schicht endlich das Krankenhaus. Trotz der Müdigkeit war er bestens gelaunt und das lag nicht zuletzt an Maria Hassmann. Auch wenn sie sich während der Arbeit nur sehr selten sahen, war es trotzdem schön zu wissen, dass es jemanden gab, mit dem man die Pausen verbringen konnte.
„Gott, das hört sich ja so an, als gingen wir noch in die Schule....“, dachte Medhi lächelnd und blinzelte in die warme Herbstsonne. Und es war tatsächlich ein wenig, wie früher auf dem Schulhof, wo alles noch so einfach war. Maria und er wussten eigentlich, dass sie sich mochten, aber eingestehen wollte es sich keiner der Beiden und so traf man sich immer ganz zufällig in den Pausen. Ganz unverbindlich, nicht geplant, obwohl man in Wirklichkeit schon auf den anderen gewartet hatte...Medhi mochte Maria wirklich, aber er wollte nichts überstürzen. Er wusste aus Erzählungen, das Maria wohl eine relativ schwere Ehe hinter sich hatte und sie hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie nichts mehr von Beziehungen hielt und den Glauben in die Liebe verloren hatte. Und auch er selbst, war sich nicht sicher, ob er wirklich schon für eine neue Beziehung bereit war. Die Sache mit Anna beschäftigte ihn immer noch, er wollte ihr helfen und doch wusste er, dass er in dieser Situation nichts für sie tun konnte, außer Lilly ein guter Vater zu sein und auch mit Gretchen verhielt sich die Sache ähnlich. Er liebte sie und das würde er auch immer tun, aber etwas an seiner Liebe zu ihr, hatte sich in den letzten Wochen verändert. Sie war es nicht mehr, deren Gesicht er bei jeder Gelegenheit vor sich sah, die er heimlich beobachtete und begehrte. Nein viel mehr war sie für ihn eine Freundin geworden, so wie es sich Gretchen immer gewünscht hatte. Die Einsicht, dass Gretchen nur Marc jemals so bedingungslos lieben würde, tat nicht mehr weh, sie war viel eher eine unumstößliche Tatsache und er hatte sie akzeptiert.
Eigentlich standen doch alle Tore offen für eine gemeinsame Zukunft mit Maria, seiner kleinen Lillymaus und Lukas, den er in den letzten Wochen schon sehr ins Herz geschlossen hatte. Sie wären eine kleine Familie, sie wären seine kleine Familie, genau das, was er sich immer gewünscht hatte. Alles wäre perfekt....
Verwirrt fuhr er sich durch die Haare. Sollte er es wirklich wagen und alles auf eine Karte setzten? Der Gynäkologe schloss die Augen und dachte nach...und einige Minuten später kannte er die Antwort. Er würde auf sein Herz hören und den Verstand ausblenden, er würde mutig sein und nicht noch eine Frau gehen lassen, nur weil er zu feige war, richtig zu handeln. Gretchen zu verlieren hatte viel zu wehgetan, als dass er nochmals eine Frau verlieren wollte...
Medhi startete das Auto und fuhr vom Parkplatz, um einen großen Entschluss reicher. Er würde Maria seine Gefühle offenbaren, ohne an die Konsequenzen zu denken. Er wollte Klarheit schaffen und ihr gegenüber ehrlich sein. Maria sollte wissen woran sie bei ihm war und wenn sie Zeit brauchte um sich über ihre Gefühle klar zu werden, dann würde er ihr die gerne geben...

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27.03.2011 22:48
#334 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
hier der nächste Teil und vielenDank Nora für dein Kommi <3. Hab mich sehr gefreut und freue mich natürlich über jegliche Rückmeldung von euch. Hier ein Teil mit einem alten Bekannten. Ich hoffe es ist nicht zu "Österreichisch".
GGLG Edina


Maurice Knechtelsdorfer war gerade auf dem Weg in die Cafeteria , um sich etwas zu Essen zu holen. Seine Laune war auf dem absoluten Nullpunkt und er war dankbar für jede Sekunde, die er nicht mit Doktor Meier in einem Raum verbringen musste. Vor ein paar Wochen noch, hatte er seine Kollegin Haase dafür beneidet, dass sie so viel mit Doktor Meier hatte zusammenarbeiten dürfen und ganz offensichtlich sein Liebling war, doch jetzt fragte er sich immer mehr, wie es die blonde Ärztin so lange mit ihm hatte aushalten können. Marc Meier war ohne Zweifel ein Genie in seinem Fach, doch so gut er auch operierte, desto erbarmungsloser ging er mit seinem Personal um. Sabine brach regelmäßig in Tränen aus und auch er hätte es auf Dauer ohne seine „Beruhigungszigaretten“ nicht ertragen. Es war offensichtlich, dass ihm Gretchen Haase sehr fehlte und den Frust darüber, bekam Maurice in jeder freien Sekunde zu spüren...einfach zum Kotzen...
Doch als er die Cafeteria betrat, sah er etwas, was seine Laune augenblicklich hob. Eine junge, zugegebenermaßen sehr attraktive Frau, saß ganz alleine an einem Tisch und starrte Löcher in die Luft.
„Des Mädl is jo moi siaß, wär auf jedn Foll an Versuch wert.“
Dachte der junge Assistenzarzt und steuerte zielstrebig auf den Tisch zu, an dem eine äußerst angespannte Lissy von Buren saß.
K:Na schene Frau, so allan hier?
Lissy schreckte hoch und drehte sich hastig zu dem jungen Mann um. Als sie sein etwas dämliches Grinsen sah wurde sie schlagartig wütend und funkelte ihn böse an. Einen Typen der sie jetzt auch noch blöd anmachte, konnte sie nun wirklich ganz schlecht gebrauchen.
LvB:Siehst du hier noch jemanden?!
Fragte sie pampig und verwirrte Maurice damit ganz gehörig, der mit so einer abweisenden Reaktion nicht gerechnet hätte.
K:Na...net wirkli...
Stotterte er etwas überrumpelt und bekam dafür gleich die nächste Breitseite.
LvB:Na eben, also kannst du dir Frage auch echt sparen. Billige Anmachen sind nämlich echt das Letzte, was ich im Moment gebrauchen kann...
K:Gibt´s Probleme? Viellicht kann i jo höfn.
Lissy verdrehte die Augen, der Typ wollte es anscheinend einfach nicht verstehen. Dann musste sie wohl deutlicher werden.
LvB:Tu mir nen Gefallen ja und hilf mir damit, indem du dich einfach verpisst.
Meinte sie genervt und drehte ihrem Gegenüber jetzt endgültig den Rücken zu, aber Maurice ließ sich davon nicht abschrecken. Er mochte Frauen mit ordentlich Temperament, sie zu zähmen hatte etwas unglaublich Interessantes und darin Beleidigungen zu ertragen, hatte er ja dank Doktor Meier genügend Übung genossen.
K:Du bist eindeutig gestresst, oiso i hätt do wos, des hilft prima.
Lissy schaute ihn skeptisch an und dachte sich ihren Teil. Eines musste man dem Österreicher ja lassen. Er war verdammt hartnäckig und ließ sich LEIDER nicht so schnell verscheuchen.
LvB:Das glaube ich kaum...
K:Und ob, (bestand Maurice darauf) des is mei ganz spezielle Geheimmedizin, die gibt’s nur bei Doktor Knechtelsdorfer.
Die junge Frau gab sich nun schon halb geschlagen.
LvB:Und die wäre?
Fragte sie mit gespielter Neugierde in der Stimme, aber auch irgendwie dankbar für die Ablenkung.
K:Kumm mit (meinte Maurice und zog Lissy vom Stuhl hoch) die Runde geht auf mi.

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28.03.2011 23:11
#335 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

So meine Lieben,
im Angebot hätte ich heute einen Assistenzarzt mit "Sprachfehler",eine dreudoofe Krankenschwester und einen Oberarzt kurz vorm Nervenzusammenbruch. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank für eure Kommis. Ich hab mich wirklich sehr gefreut.
@Kate: Ich möchte nur klarstellen, Medhi kann zu Hause bleiben nur Kai kann jederzeit gerne vorbeischauen. Nur,dass da nicht das Gerücht aufkommt ich wäre Medhifan...zzz... Hier haste einen Hauptcharakter mein Omchen, nur Geduld
GGLG Edina


Marc saß entspannt im Stationszimmer und gönnte sich in seiner sowieso schon viel zu kurzen Pause, etwas Ruhe. Er hatte sich eine Zeitung geschnappt, aß sein von Sabine sorgfältig belegtes Brötchen und hatte der Schwester aufgetragen, jegliches menschliche Wesen von ihm fernzuhalten. Auf Gesellschaft hatte er jetzt nun wirklich keine Lust...es sei denn diese Gesellschaft hieß Gretchen Haase, hatte blonde Engelslocken, einen unglaublich sinnlichen Mund...
Boahr Alter (schellte er sich in Gedanken selbst) hör endlich auf wie so ein verliebter, weichgespülter Waschlappen vor dich hin zu träumen! Das ist ja absolut widerlich und außerdem total unangebracht! Sie wird schon noch merken, dass sie einen Fehler gemacht hat und dann wird sie dich sowieso anflehen, sie wieder zurückzunehmen und sich tausendmal dafür entschuldigen, dass sie dir nicht vertraut hat. Also bleib locker...
Locker bleiben, eine Devise, die viel einfacher klang als sie umzusetzen war, denn in Wirklichkeit war Marc seit der Trennung von Gretchen, keine einzige Sekunde mehr locker gewesen. Ganz im Gegenteil, Sehnsucht, Eifersucht und die Angst sie für immer zu verlieren, hatten ihm mehr zugesetzt, als er sich jemals eingestehen würde....
Unsanft wurde er einige Sekunden später aus seinen Gedanken gerissen, als vor der Tür anscheinend ein Tumult ausbrach. Sabine rannte aus dem Zimmer und Marc spielte für einen Moment mit dem Gedanken, ihr nachzugehen, verwarf ihn dann aber schnell wieder. Dem Geschrei nach zu urteilen war es sicher nur irgendein Besoffener der randalierte und darauf konnte er gut und gerne verzichten. Er lehnte sich wieder in seinem Stuhl zurück und las weiter. Doch die Ruhe währte nicht lange, denn einige Sekunden später flog die Tür auf und ein völlig abgehetzter Doktor Knechtelsdorfer stand mitten im Zimmer.
K:I brauch an Arzt! Schnell!
Keuchte er und hielt eine junge Frau in den Armen, die bewusstlos wirkte. Sabine kam eine Sekunde später hinterher und meinte entschuldigend in Marcs Richtung.
SA:Herr Doktor, es tut mir leid, aber er ist einfach an mir vorbei gerannt...
Marc legte die Zeitung auf den Tisch und drehte sich entnervt um. Die Ruhe war wohl vorbei, unfähiges Gesindel...
M:Ich kann es ja selbst kaum glauben, (meinte Marc an seinen Assistenzarzt gerichtet) aber sie sind selbst Mediziner, also hören sie auf hier rumzubrüllen wie ein Geisteskranker! Und Sabine, dass sie es nicht mal schaffen mir zehn Minuten den Rücken freizuhalten, hätte ich mir eigentlich denken können.
Die Schwester schaute beschämt zu Boden und der Assistenzarzt stand völlig verwirrt und verunsichert in der Gegend herum und rührte sich nicht.
K:Jo oba...die Frau...
Setzte er nach einem kurzen Moment wieder an. Marc verdrehte die Augen.
M:Ja was Knechtelsdorfer, die hatte nen Schwächeanfall, also tun sie was zu tun ist. (er wollte sich wieder seiner Zeitung widmen als Maurice erneut etwas sagte.)
K:Herr Doktor Meia, bitte i glab net, dass de an Schwächeanfall hot...und außadem wiard de mit da Zeit echt schwer...
Boahr, was ist das denn bitte für ein Schwächling?! Schafft es ja nicht mal eine zierliche junge Frau fünf Minuten auf den Armen zu tragen und ich hab Hasenzahn schon...okay falscher Gedanke! Auf jeden Fall dachte ich der hätte Muskeln vom vielen durch die Alpen klettern in der Kindheit, aber war wohl nix!
M:Sondern?
Fragte Marc genervt und verdrehte erneut die Augen. Der Österreicher schrumpfte unter seinem Blick förmlich zusammen, als Sabine sich plötzlich wieder einmischte.
SA:Also ich glaube ja es ist ne Überdosis.
M:Eine Überdosis?!
Wiederholte Marc skeptisch und zog die Augenbrauen hoch. Noch ein neunmalkluger Kommentar mehr und es würde hier Tote geben...
SA:Ja (sagte Sabine überzeugt) wie in Doktor Rogelt Band 46. „Höllische Versuchung“. Monique verliebt sich in einen wüsten Drogenhändler und nur Doktor Rogelt kann ihr das Leben retten...
Marc wusste nichts mehr, weder wie er sich beherrschen sollte, noch wem von den beiden Intelligenzpinseln er zuerst den Hals umdrehen sollte....nur eins stand fest: Die Bande machte ihn WAHNSINNIG!!!
M:Sie haben sie ja echt nicht mehr alle...
Zischte er der Schwester zu und verfluchte seine Mutter wiedereinmal dafür, dass sie ihre kranken Hirngespinste auch noch zu Papier bringen musste. Zu allem Überfluss mischte sich Maurice erneut ein.
K:Oiso i sogs ja wirkli ungern, oba i glaub Sabine könnt recht hobn...
Daraufhin beäugte Marc die junge Frau genauer und alles was ihm noch über die Lippen kam, war ein kurzes „Scheiße“ bevor er alle folgend nötigen Schritte einleitete.
Womit habe ich das nur verdient...
Schoss es ihm noch durch den Kopf.

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03.04.2011 21:29
#336 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,
hier ein weiterer Teil und schön langsam spitzen sich die Ereignisse zu. Über Kommis würde ich mich natürlich sehr freuen.
Viel Spaß beim lesen und GGLG Edina


Zehn Minuten später war die Patientin wieder in einem stabilem Zustand und Marc warf nochmals einen abschließenden Blick in die Patientenakte.
M:Knechtelsdorfer?
K:Ja?
M:Haben sie eine Ahnung woher die Frau die Drogen hatte?
Fragte er nach und warf ihm einen prüfenden Blick zu. Irgendwie kam ihm die Geschichte, dass er die Frau im Krankenhauspark aufgegriffen hatte, spanisch vor.
K:I hob ka Auhnung...
Murmelte dieser eingeschüchtert und sein Blick wanderte schuldbewusst zu Boden. Marc hatte zwar bei Weitem keine gute Menschenkenntnis, aber dass sein Kollege log, war selbst ihm klar. Aber andererseits war das auch nicht sein Problem. Es war schließlich seine Aufgabe Menschen zu helfen und nicht Detektiv zu spielen.
M:Gut (meinte er an seine österreichische Assistenz gewandt) dann können sie jetzt auch gehen.
Der Arzt nickte dankbar und sah, dass er wegkam. Das war knapp gewesen, er musste in Zukunft besser aufpassen.
Als er gegangen war atmete Marc tief durch und sah dann Sabine an, die immer noch ruhig in der Ecke stand und auf weitere Anweisungen wartete.
M:Sie wissen doch etwas, Schwester Sabine.
Sabine nickte und meinte dann sachlich.
SA:Ich habe einen Verdacht ja, aber ich bin mir nicht sicher.
M:Behalten Sie den Kollegen Knechtelsdorfer im Auge, verstanden? Und wenn es Neuigkeiten gibt, dann melden sie es mir oder besser gleich dem Professor. Aber wagen Sie es nicht, mit irgendeiner erfundenen Geschichte unsere kostbare Zeit zu verschwenden, sonst fliegt nicht nur Knechtelsdorfer in hohem Bogen aus der Klinik sondern Sie gleich mit.
SA:Ich habe verstanden...
Antwortete Sabine schnell und verließ nun ebenfalls den Raum. Marc blieb alleine zurück und warf einen weiteren, nachdenklichen Blick auf die Patientin vor ihm. Lissy von Buren nahm doch tatsächlich Drogen. Verwunderlich, dass ihr Bruder ihr solche Geschäfte finanzierte, obwohl wer wusste schon so genau, was sich dieser widerliche Sack, außer Alk noch alles hinter die Binde goss oder schnupfte...
Er schüttelte verwirrt den Kopf. Was interessierte ihn das schon. Er sollte besser schauen, dass er Land gewann, denn sobald Alexis oder Gretchen davon Wind bekamen, war hier garantiert die Hölle los und er hatte nun wirklich keine Lust, dem Schleimscheißer oder Hasenzahn über den Weg zu laufen. Erst sollten sich die Dinge klären. Marc ging zur Tür, doch gerade als er das Zimmer verlassen wollte hörte er eine heisere Stimme.
LvB:Frank...Frank geh nicht...
Murmelte die junge Frau, die wieder leicht krampfte und deren Augenlider bedenklich oft auf und ab flatterten. Sie stand ganz eindeutig noch unter Drogeneinfluss.
Marc drehte sich um und beschloss vorsichtshalber noch mal nach dem Rechten zu sehen.
M:Hallo, können Sie mich hören?!
Sprach er die junge Frau an, die wirr im Raum umherblickte.
LvB:Frank, ich muss dir was sagen...
Marc rüttelte Lissy leicht an den Schultern und sprach sie erneut an.
M:Ich bin Doktor Marc Meier, können Sie mich verstehen?!
Versuchte er es diesmal etwas lauter, doch die junge Frau zeigte weiterhin wenig Reaktion auf ihn und redete weiter wirres Zeug.
LvB:Frank, wir müssen weg...
Was habe ich eigentlich verbrochen, dass ich mich jetzt auch noch mit einer pubertären, unter Drogen stehenden Göre herumschlagen darf?! Ich meine, ich bin kein Unschuldsengel, aber das hab ich nicht verdient...
Bemitleidete sich Marc in Gedanken selbst und verfluchte seinen Beruf.
M:Sie gehen nirgendwo hin.
Sagte er entschlossen und griff nach einer Spritze mit einem leichten Beruhigungsmittel.
LvB:Frank, sie werden uns kriegen! Sie wissen, dass du nicht Alexis bist!
Schrie Lissy nun schon fast und Marc hielt in der Bewegung inne. Ungläubig starrte er er die Frau vor sich an und versuchte irgendwie aus dieser Information schlau zu werden. Tausende Fragen schossen ihm durch den Kopf. Wer war dieser Frank, für den ihn Lissy ganz offensichtlich hielt und was hatte das zu bedeuten. Alexis sollte nicht er selbst sein?! Das ergab doch alles gar keinen Sinn und trotzdem machte ihn die Vehemenz, mit der Lissy darum kämpfte, gehört zu werden, irgendwie stutzig. Ihr schien die Sache wichtig zu sein...
M:Wer weiß das, Lissy?
Fragte er vorsichtig nach und hoffte auf weitere Informationen. Die Sache hatte seine Neugierde geweckt.
LvB:Ich weiß es nicht...(murmelte die junge Frau und zuckte immer noch leicht. Verzweiflung spiegelte sich in ihrem verklärtem Blick wieder.) Aber sie wissen alles, sie werden uns einsperren!
M:Wer soll uns einsperren?
Bohrte Marc nach, während ein Verdacht wuchs. Es war unwahrscheinlich, aber es könnte sein.
LvB:Die Polizei! Sie wissen, wer du wirklich bist, wer wir wirklich sind!
Ihre Stimme überschlug sich, während sie die letzten Worte schrie und Marc entschied, dass es nun an der Zeit war, sie wieder zu beruhigen. Er hatte schließlich genug gehört. Schnell verabreichte er ihr das Beruhigungsmittel und ging zur Tür. Alexis würde ihm einiges erklären müssen...

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10.04.2011 22:45
#337 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,
zuerst einmal vielen Dank für eure lieben Kommis, habe mich sehr gefreut und entschuldigung für die teilweise viel zu lange Wartezeit. Tut mir wirklich leid. Was den heutigen Teil angeht entschuldige ich mich für die teilweise sehr unschöne Wortwahl, aber es ist ein Gespräch zwischen Alexis und Marc und ich glaube kaum, dass das netter ablaufen wüde. Also viel Spaß beim Lesen und danke für jegliche Rückmeldung.
GGLG Edina


Doch er musste nicht lange nach seinem größtem Konkurrenten suchen, denn als er aus dem Zimmer kam, rannte Alexis beinahe in ihn hinein.
AL:Wie geht es ihr?
Fragte er den Oberarzt sofort und in seinem Gesicht spiegelte sich ehrliche Besorgniss wieder, aber das war Marc so was von egal. Er war so unglaublich wütend, auf Alexis, dass er kaum noch wusste, wie er sich beherrschen sollte. Wenn sich seine Vermutung tatsächlich bewahrheitete, würde er dieses Arschgesicht eigenhändig zu Hackfleisch verarbeiten.
M:Zuerst beantwortest du mir meine Fragen, du Arschgesicht!
Knurrte Marc und stellte sich breitbeinig in die Tür um ihm den Weg zu versperren. Alerxis schaute ihn ungläubig an und sagte gereizt.
AL:Ey! Ich weiß gar nicht was du immer von mir willst man?!
Was ich von ihm will. Das fragt er noch?! Ich mach ihn so was von fertig, darauf kann er Gift nehmen. Er kann vielleicht Hasenzahn verarschen, aber mit mir kann er die Scheiße nicht abziehen!
M:Ach?! Das weißt du nicht?! (Fragte er in ironischem Unterton und seine Stimme wurde immer bedrohlicher.) Gut! Dann klär ich dich mal auf!...Hmm oder noch besser...(Marc grinste dreckig) wir spielen ein kleines nettes Spiel! Du stehst doch auf Spielchen, ne?!
Alexis kam Marc noch einige Schritte näher und versuchte vergebens an ihm vorbeizukommen, doch Marc blieb weiterhin in der Tür stehen was Alexis zunehmend aggressiver machte.
AL:Ich will jetzt sofort zu meiner Schwester, du Vixxer!
Schrie er und packte Marc unsanft am Kragen, der sich aber sofort wehrte und seine Hand weg schlug.
M:Eh eh eh! An deiner Stelle würd ich den Ball mal ganz schön flach halten, klar?! Denn ich weiß nämlich was du nicht weißt!
Alexis hingegen stöhnte nur genervt und fragte.
AL:Und was soll das sein?!
Was das sein soll?! Er hat alle verarscht diese miese kleine Ratte und dafür mach ich ihn fertig und wenns das Letzte ist was ich tue!?
Regte sich Marc in Gedanken auf und hatte große Mühe seine Wut noch zurückzuhalten. Am liebsten hätte er Alexis sonst wohin getreten...
M:Dass du nicht der bist, für den dich alle halten! Von wegen Millionär! Ein kleiner mieser Betrüger bist du! Nix weiter!
Marc hatte ihm die Worte förmlich entgegen gespien und desto schöner war es für ihn zu sehen, wie Alexis Gesichtszüge entglitten und er für einen kurzen Moment völlig die Fassung verlor. Doch dann versuchte er sich wieder zu fangen und fragte geschockt.
AL:Woher willst du das denn bitte wissen?!
M:Ich stell hier die Fragen, klar?!
Fuhr ihn Marc an und genoss das Gefühl der Macht. Zu lange hatte er tatenlos zusehen müssen wie ihm der einzige Mensch genommen wurde, der ihm wirklich etwas bedeutete und nun war es er, der Alexis alles heimzahlen konnte. Ja der ach so tolle Millionär war ihm ausgeliefert und zappelte wie ein Fisch am Angelhaken. Chancenlos und todgeweiht. Alexis jedoch dachte nicht daran aufzugeben und setzte zum Gegenangriff an. Der Oberarzt konnte ihm nichts beweisen, hatte nichts gegen ihn in der Hand, so hoffte er zumindest...
AL:Du kannst es doch bloß nicht ertragen, dass sie zu mir zurück gekommen ist! (Schmiss er Marc frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ entgegen.) Ich mach dir nen Vorschlag....vögel dich weiter durch die Weltgeschichte und lass uns in Ruhe!
Marc tat kurz so als würde er überlegen und meinte dann gespielt locker.
M:Also ich hätte da ja ne weitaus bessere Idee.
Daraufhin erwiderte Alexis gar nichts mehr und zog es stattdessen vor sein Gegenüber giftig anzusehen. So standen die beiden Rivalen einige Zeit lang da, bis es Marc irgendwann zu bunt wurde und er zufrieden meinte.
M:Was ist Arschloch?! Da biste sprachlos was?!
Alexis kam Marc nochmals bedrohlich nahe und klammerte sich innerlich an den letzten Strohalm an Hoffnung, der ihm noch geblieben war.
AL:Sie wird dir sowieso nicht glauben! Gretchen liebt mich! Und ich liebe sie!
Diese Aussage quittierte Marc nur mit einem spöttischen Lachen. Ja Gretchen liebte diesen Schleimscheißer, sie liebte ihn so sehr, dass sie sich ohne mit der Wimper zu zucken, von ihm getrennt hatte um mit Marc eine Beziehung zu beginnen. Das war keine wahre Liebe, nein das war einfach nur lächerlich...
Alexis ging ohne ein weiteres Wort zu sagen an ihm vorbei während Marc ihm noch nachrief.
M:Das werden wir ja noch sehen!

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18.04.2011 23:43
#338 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

jetzt wo endlich die langersehnten Ferien begonnen haben bin ich wieder zum Schreiben gekommen und habe euch einen langen Teil geschrieben, dessen Ende euch eventuell gefallen könnte. Über Kommis würde ich mich sehr Freuen. Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß dabei.

GGLG Edina

@Omchen: Man sollte dich als Zuckerspürhund einsetzten



G:Was werden wir noch sehen?
Fragte Gretchen, die gerade gekommen war um nach Lissy zu sehen, in die Runde und sah verunsichert von Marc zu Alexis und von Alexis wieder zu Marc. Die beiden Männer, gleichermaßen überfordert mit der Situation schwiegen für einen Moment. Marc starrte Gretchen einfach nur an. Wie lange war es her gewesen, dass sie in seiner Gegenwart gesprochen hatte. Eine Woche, zwei, drei? Alexis war der Erste der sich aus seiner Schockstarre löste und die Initiative ergriff.
AL:Wir werden noch sehen ob...Lissy wieder ganz gesund wird.
Gretchen wandte sich an Marc.
G:Ist es so schlimm, Marc?
Fragte sie besorgt und krallte sich die Patientenakte.
M:Ich...ähm...weiß nicht...
Stammelte Marc und ärgerte sich im nächsten Moment tierisch darüber. Was war denn mit ihm los, dass er sich hier aufführte wie ein verliebter Dorftrottel?! Vor ihm stand nur Hasenzahn, der furchtbar nervige Hasenzahn, sonst niemand.
Gretchen schüttelte entnervt den Kopf und studierte die Werte. Danach legte sie die Mappe zur Seite und meinte an Alexis gewandt.
G:Mach dir keine Sorgen Schatz, das wird wieder ist nicht weiter schlimm.
AL:(erleichtert) Gut, ich habe mir schon solche Sorgen gemacht.
Marc betrachtete das Schauspiel und hätte kotzen können. Diese gespielte Besorgnis und jetzt auch noch dieser begossene Pudelblick auf den Hasenzahn natürlich sofort ansprang und ihn auf widerliche Art und Weiße abknutschte. Eine Schnulzenoper war ein Dreck dagegen...echt. Alexis nutze die Situation natürlich schamlos aus und demonstrierte sofort, wie sehr ihm sein Sternchen doch verfallen war indem er seine Zunge noch tiefer in ihren Mund bohrte. Für einen kurzen Moment überlegte Marc ob er nicht besser gehen sollte, aber dann kam ihm eine bessere Idee. Er lehnte sich lässig an den Türrahmen und wartete darauf bis Alexis Blick ihn streifte. Dann hob er seinen Finger demonstrativ an den Hals und machte eine Geste die nicht anders verstanden werden konnte, als als das was sie war. Das Zeichen dafür, dass er ihm den Hals durchschneiden würde, wenn er sich nicht verpissen würde. Alexis wurde blass und das blieb auch Gretchen nicht verborgen. Sie ging einen Schritt zurück und betrachtete ihn besorgt.
G:Alles in Ordnung Alexis?
Fragte sie ihren Mann der einen kurzen Seitenblick auf Marc warf, deren Blick unverändert kalt war.
A:Ja, ich...
G:Du siehst erschöpft aus. (Stellte Gretchen fest und griff ihm an die schweißnasse Stirn) Fühlst du dich krank?
A:Ich....(stammelte er) es tut mir leid Gretchen...ich muss weg...
Mit diesen Worten stürmte er aus dem Zimmer, ohne Gretchen auch nur die geringste Chance zu geben, nachzufragen. Marc zog sich ebenfalls aus dem Zimmer zurück und beobachtete Gretchen die noch immer im Zimmer stand und verunsichert vor sich hin starrte. Eigentlich wollte er gehen, wollte sie alleine lassen, sich wieder zurückziehen, aber er schaffte es nicht. Irgendeine unsichtbare Anziehungskraft machte es ihm unmöglich sie alleine zulassen. Sein Blick klebte an ihr, wie der eines Verdurstenden, an der Wasserquelle. Als Gretchen ganze fünf Minuten später, immer noch am Gang stand und wie bestellt und nicht abgeholt in die Richtung schaute, in die Alexis verschwunden war, beschloss er dann doch einmal nachzufragen. Immerhin war der Zustand schon fast beängstigend...
M:Na Hasenzahn?! (Sprach er sie an und versuchte möglichst cool zu wirken. Sie sollte nicht merken wie es ihm wirklich ging.) Hat dein Mann schon die Nase voll von dir oder musste er nur mal ganz dringend aufs Klo?!
Gretchen schreckte aus ihrer Starre hoch und funkelte ihn böse an. Das waren die ersten Worte die er seit Wochen privat mit ihr wechselte und dann kam so ein blöder Spruch?! Hatte er sie nicht schon genug verletzt?!
G:Haha sehr witzig. Marc! (Pampte sie ihn an) Du kannst dir deine blöden Sprüche echt sparen, wir sind nämlich sehr glücklich zusammen!
Marc hatte wieder das Gefühl als hätte sie ihn geschlagen, dabei stand sie nur da und funkelte ihn böse an. Aber das war es nicht was ihn traf, es war die Kälte in ihrer Stimme, die Augen die ihn nicht mehr anfunkelten sondern durch ihn hindurchsahen, als wäre er nicht da und es war die Überzeugung, mit der sie diese Lüge aussprach. Das alles machte ihn so wütend, er hatte nichts getan, sie belog ihn, sie belog sich selbst...
M:Ach ja?! (Fragte er etwas eingeschnappt) Und deswegen haste auch mit mir gevögelt und wolltest ihn verlassen?! Weil ihr ja soooo glücklich seid, klar doch Hasenzahn!
Gretchen starrte ihn verwirrt an, der Spott in seiner Stimme, die Verletzlichkeit die ganz kurz in seinen Augen aufgeblitzt war, sprachen eine andere Sprache als seine Taten. Sie passten nicht zusammen. Gretchen verstand Marc nicht, sie war verunsichert...
Warum ist er jetzt so anders, wieso ist er beleidigt?! Marc hat den Weg doch gewählt, als er mit diesem Flittchen geschlafen hat, nicht ich! Also was soll das alles hier?!
G:Das...das war...ich...(fing sie völlig verunsichert an zu stottern und suchte nach den richtigen Worten, die ihr irgendwie nicht über die Lippen kommen wollten.)...du hast mich verwirrt! Ja wie immer, wenn ich glücklich bin! Weil du es einfach nicht ertragen kannst, wenn andere glücklich sind! Ja wohl!
Sie versuchte überzeugend zu wirken doch in dem Moment in dem sie die Worte aussprach merkte sie, wie wenig Wahrheit eigentlich in diesen Worten steckte. Sie war nicht glücklich, nein seit dem Tag war etwas in ihr gestorben was niemand mehr kitten konnte und diese Erkenntnis schmerzte tief.
Marc hingegen stand nur da und schaute Gretchen an. Versuchte irgendwie Blickkontakt herzustellen aber sie wich ihm aus. Es war wie eine Mauer durch die er nicht sehen konnte. Er war so wütend auf Gigi, auf Alexis, auf sie...warum verdammt nochmal hatte alles so kommen müssen?! Da schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf und er handelte aus einem Impuls heraus. Später würde Marc merken, dass dieser Impuls Verzweiflung gewesen war...
Er setze alles auf eine Karte, kam ihrem wunderschönem Gesicht langsam näher.
M:Verwirrt dich das auch?
Fragte Marc leise, ehe er seine Lippen auf ihre presste...

kussmausale Offline

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27.04.2011 22:24
#339 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey ihr Lieben,

vielen Dank für eure vielen Kommis und der regen Beteiligung an meiner Story. Das spornt mich troz des Schulstresses im Moment, enorm an, weiterzuschreiben Jetzt wird hier mal Tacheles geredet, ganz nach Kates Wunsch, eventuelle Folgen oder Schläge sind bitte an sie weiterzuleiten.
Viel Spaß beim Lesen und seit so lieb an Kommis zu denken.

GGLG Edina




Verwirren war gar kein Ausdruck, es traf Gretchen so unvermittelt und mit einer Intensität, dass es ihr schlichtweg den Boden unter den Füßen wegzog. Sie geriet ins Straucheln und klammerte sich verzweifelt an Marc um nicht den Halt zu verlieren. Kurz starrte sie ihn an, versuchte zu begreifen was gerade geschah, bis sie Marcs warme Hände sanft auf ihrem Gesicht spürte und die Augen schloss. Seine Berührungen brannten wie Feuer, seine Lippen lösten einen wahren Sturm in ihr aus. Wie betrunken erwiderte sie den Kuss, zog Marc näher an sich heran, genoss die Nähe des Mannes den sie die letzten Wochen so schrecklich vermisst hatte, dass es ihr fast das Herz zerriss...
Wieso kann es nicht immer so sein...
Schoss es ihr durch den Kopf und die eben noch gefühlte Geborgenheit, verwandelte sich in pure Verzweiflung, in hilflose Wut...Eine kleine Träne bahnte sich ihren Weg über ihre Wange als sie die Hand hob und sie mit voller Wucht auf Marcs Wange niederfahren ließ. Das Geräusch des Schlags ließ sie zusammenzucken, bereitete ihr fast genauso viel Schmerz wie ihm, der sie abrupt losgelassen hatte und sich die glühende Wange hielt. In seinen Augen lag, Verwirrung, Wut und....Enttäuschung. Für einen kurzen Moment verspürte Gretchen den Impuls Marc über die Wange zu streichen, sich zu entschuldigen aber sie unterdrückte ihn, kämpfte um das letzte Fünkchen Selbstbeherrschung was ihr noch geblieben war und straffte ihren Rücken.
G:Maaaarc....lass das! Ich bin...schließlich verheiratet!
Die Worte kamen stockend über die Lippen, aber wenigstens brachte sie überhaut einen Ton heraus. Eine Glanzleistung wenn man bedachte, was gerade passiert war.
M:Also bis vor ein paar Wochen hat dich das auch nicht gestört!
Es war ihm deutlich anzumerken wie gekränkt und sauer er war. Noch immer rieb er sich die Wange und warf Gretchen einen vorwurfsvollen Blick zu. Er verstand diese Frau einfach nicht. Gerade eben war es doch gewesen wie früher, ihre Gefühle mussten also noch die selben sein, sonst hätte sie ihn nicht so geküsst und trotzdem hatte sie ihm danach wieder eine gescheuert...Er wurde einfach nicht schlau aus dieser Frau...
G:Ja...(Antwortete Gretchen und die Erinnerung tat wieder weh.) da wusste ich ja auch noch nicht, dass du...(Die nächsten Worte kamen ihr einfach nicht über die Lippen, zu widerlich war der Gedanke und zu sehr hatte sie versucht die ganze Sache nicht mehr an sich heranzulassen.)...hmmmmm...du weißt schon!
Marc verdrehte genervt die Augen.
Wenn ich mal abgesehen davon, was ich wissen sollte, etwas ganz sicher weiß, dann ist es das, dass erstens niemals etwas passiert ist und das sie mir tierisch auf den Arsch geht, mit ihrer Methode, einen Kuss abzubrechen!
M:Boah ey! (Fuhr er Gretchen an) Und ich dachte ich hätte dir die Prüderie endlich ausgetrieben!
Gretchen funkelte ihn böse an und am liebsten hätte sie ihm gleich nochmal eine gedonnert, aber sie beherrschte sich. Gewalt war schließlich auch nicht die Lösung für all ihre Probleme...
G:Du bist...du bist...(Marc sah sie fragend an, während Gretchen immer noch nach dem richtigen Schimpfwort suchte.)...manchmal echt unmöglich!
Beendete sie dann ihren Satz.
Kompliment Gretchen echt! Für meine Schlagfertigkeit hätte ich doch echt einen Oskar verdient...echt zum Kotzen, aber Marc macht mich einfach total verrückt! Genau das ist es! Er ist schuld, er ist sowieso immer an allem schuld...und deswegen geh ich jetzt auch!!!
Entschlossen drehte sie sich um und ging wütend den Gang entlang, als ihr Marc noch etwas hinterherrief. Er hatte die Nase so gestrichen voll, sie konnte ihn schlagen, ihn beschimpfen, aber einfach so abzuhauen, dass ließ er nicht zu. Sie musste endlich aufwachen aus ihrer rosaroten * Meine Ehe ist ja so toll * Welt.
M:Und du bist so was von naiv!
Rief er ihr hinterher und unterdrückte dabei den Drang das Krankenhausinventar zu demolieren. Gretchen drehte sich mit hochrotem Kopf nochmals zu ihm um und brüllte trotzig.
G:Ich bin überhaupt nicht naiv! Nur weil ich noch an die Liebe glaube und daran dass...
Tränen stiegen ihr in die Augen doch Marc nahm keine Rücksicht darauf und unterbrach sie einfach.
M:Oh bitte verschon mich, ja?! (Meinte er in völlig genervtem und ironischem Tonfall. Die Frau war so doof, dass es manchmal wirklich wehtat!) Der Typ verarscht dich wo du dabei bist und du merkst es nicht mal! Also ich nenn das schon naiv!
Gretchen sah ihn fragend an und versuchte diese Aussage als einen seiner schlechten Scherze abzutun, aber irgendwas sagte ihr, dass ihm gerade überhaupt nicht zum Scherzen zumute war und schließlich siegte, wie sooft bei Gretchen Haase, die Neugierde.
G:Wie...wie meinst du das?
Fragte sie verunsichert nach und wartete auf eine Antwort, die ihr der aufgebrachte Oberarzt nur zu gerne gab.
M:Na ganz einfach, Hasenzahn! Du hast einen Betrüger geheiratet! (Er atmete tief ein um sich zu beruhigen und fügte dann etwas gefasster hinzu.) Wobei... ich mir unter diesen Umständen noch nicht mal so ganz sicher bin, ob ihr das überhaupt noch seid.
Gut, jetzt war es raus, vielleicht nicht auf die feine englische Art, aber von der konnte er sich nun auch nichts kaufen. Schließlich war er Chirurg und nicht die Queen... Er warf einen vorsichtigen Blick auf Gretchen, auf dessen Gesicht sich ein wahres Gedankenspektakel abspielte. Zuerst war Erstaunen in ihrem Gesicht abzulesen, dann Unsicherheit bis sich diese schließlich in Wut umwandelte.
G:Du...du spinnst doch total! (Fand sie schließlich ihre Sprache wieder und zeigte Marc nen Vogel.) Lass dich mal untersuchen!
Schrie sie ihn an und war kurz davor ihm wieder eine zu scheuern.
Alexis soll ein Betrüger sein?! Aber sicher?! Marc hat doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank! Frechheit echt!
M:Danke der Nachfrage, Hasenzahn! (Schoss Marc scharf zurück) Aber mir geht´s bestens! Bei dir bin ich mir da allerdings nicht so sicher!
Gretchen hatte inzwischen einen hochroten Kopf so sehr ärgerte sie sich über dieses...dieses...ja was auch immer! Mit hoch erhobenem Zeigefinger kam sie auf ihn zu und meinte mit bedrohlicher Stimme.
G:Marc Meier! Treib´s nicht zu weit!
Marc grinste Gretchen provozierend an.
M:Was dann?!
Fragte er, wohl wissend, dass er Gretchen damit wieder aus dem Konzept brachte.
G:Dann...dann lernst du mich kennen! Und zwar richtig!
Fuhr sie ihn an und ärgerte sich im selben Moment mal wieder über ihre grandiose Schlagfertigkeit. Wütend drehte sie sich um und rannte davon.
M:Okay Hasenzahn, ich üb dann schon mal das Zittern.
Fügte Marc noch hinzu und musste grinsen.

kussmausale Offline

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06.05.2011 22:19
#340 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

ich entschuldige mich ein weiteres Mal für die lanen Wartenzeiten, aber im Moment komme ich zu fast nichts mehr. Die Schule beherrscht mein Leben und Ausicht auf Besserung besteht im Moment keine...
Troz allem, vielen vielen Dank für eure Kommis, die mich immer wieder aufs Neue motivieren. Ein weiterer Teil, der euch hoffentlich gefällt. Feedback ist natürlich jederzeit erwünscht und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

GGLG Edina



Gretchen war sauer, so richtig sauer und wie schon so oft in ihrem Leben, trug Marc die Schuld daran. Sie hatte es so lange geschafft, ihm aus dem Weg zu gehen, war konsequent geblieben und das hatte ihr einiges an Selbstbeherrschung abverlangt. Jeden Tag hatte sie hart an sich gearbeitet, sich geschworen, nie wieder auf Marc hereinzufallen und ganze vier Wochen hatte das auch hervorragend funktioniert, dank ihrer Freundin Maria, die ihr immer wieder in den Arsch getreten hatte, wenn sie in Versuchung geriet schwach zu werden, dank Medhi, der ihre Tränen trocknete und dank Sabine, die ihr erklärte, dass sie doch alles hatte was sie sich immer gewünscht hatte, eine glückliche Ehe...aber hatte sie die?! Eine verdammte Begegnung mit Marc, ein kleiner Kuss und eine an den Haaren herangezogene Behauptung und er hatte es wieder einmal geschafft. Ihre geordnete Welt war erneut ein einziges Chaos! Er spukte wieder in ihrem Kopf herum, hatte sich erneut in jeder ihre Gehirnzellen geschlichen und an den Innenseiten ihrer Augen, hatte sich sein Bild eingebrannt. Gretchen hasste sich so sehr, sie hasste sich dafür, zu lieben, den falschen zu lieben und sie hasste sich dafür, dass sie es trotz allem nicht schaffte, ihn einfach loszulassen. Was sie tat war masochistisch, absolute Selbstvernichtung und Erniedrigung und trotzdem konnte sie nicht anders...
In ihrem Kopf herrschte ein erbitterter Kampf um ihr Gewissen. Auf der einen Seite schrie eine Stimme, dass sie Marc glauben sollte, dass er viel zu ernst gewesen war, als er gesagt hatte, dass Alexis ein Betrüger war, als das er gelogen haben könnte und auf der anderen Seite sagte ihr der Gegenspieler, dass sie naiv war, leichtgläubig zu denken, dass Marc ihr die Wahrheit sagen würde. Das sie ihm nicht glauben durfte und dass er ihr Vertrauen nur ein weiteres Mal zu missbrauchen versuchte....
Gretchen hielt sich verzweifelt die Ohren zu, wünschte sich ganz weit weg von ihren Problemen, von Marc und von Alexis. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe haben...
Lange Zeit saß sie still im Schwesternzimmer und versuchte das Gesagte zu vergessen, aber es wollte ihr einfach nicht gelingen. Ihre Neugierde und der Wunsch nach Klarheit machten ihr wieder einmal einen Strich durch die Rechnung...
SA:Frau Doktor, alles okay bei Ihnen?
Gretchen schreckte hoch und sah verwirrt zu der Schwester auf.
G:Jaja alles bestens.
Antwortete sie schnell und wollte aufstehen, aber die Krankenschwester hielt sie zurück.
SA:Ich wollte übrigens nochmal mit Ihnen...ähm dir reden.
Gretchen stöhnte auf. Ein Gespräch mit Sabine hatte ihr zu ihrem Glück ja gerade noch gefehlt.
G:Muss das jetzt sein Sabine? Ich habe jetzt eigentlich Pause und wollte schnell zuhause vorbeischauen.
Sabine schaute gekränkt.
SA:Aber ich glaube, dass ihre Mutter und...
Oh nein, jetzt bitte nicht wieder irgendeine peinliche Tratschgeschichte über meine Mutter. Dafür fehlt mir jetzt wirklich die Geduld...

Schnell stand sie auf und klopfte der Schwester entschuldigend auf die Schulter.
G:Ich muss jetzt wirklich los...tut mir leid, aber wir reden sobald wie möglich weiter, okay?!
Meinte sie vorsichtig und nahm sich vor nicht so bald eine Möglichkeit für ein Gespräch aufkommen zu lassen...
Sa:Ja aber...
Rief ihr Sabine noch hinterher, aber Gretchen reagierte nicht mehr darauf.
„Dann muss ich meinen Verdacht eben gleich dem Professor schildern und Doktor Meier auch. Schließlich liegen jetzt erdrückende Beweise vor,” dachte die Schwester und machte sich stolz auf den Weg zu dem Büro ihres Chefs. Sie war eine Meisterdetektivin, dass war nicht mehr zu bestreiten...

Gretchen hingegen machte sich auf den Weg zur Burenvilla. Ihr war ganz und gar nicht wohl bei der ganzen Sache und auch wenn sie sich nicht erklären konnte, woher dieses ungute Gefühl kam, würde sie schon sehr bald erfahren, dass es mehr als berechtigt gewesen war...

kussmausale Offline

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12.05.2011 23:21
#341 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,

vielen Dank für eure Kommis würde mich natürlich auch über weitere freuen. Auf jeden Fall kommt heute schon mal ein Teil der Wahrheit auf den Tisch und ich sage nur so viel. Die große Abrechnung hat begonnen. Auch wenn Gretchen jetzt nochmals fürchterlich leiden muss in nächster Zeit, so passiert das nur in weiser Voraussicht auf ein Happy End. Und ich denke ehrlich gesagt, dass euch die kommenden Teile handlungsmäßig gefallen werden.
Also viel Spaß beim Lesen und vielleicht lasst ihr mir ja den ein oder anderen Kommi da.

GGLG Edina



Als sie fünfzehn Minuten später an der Villa ankam erwartete sie ein leeres Anwesen. Das Haus war wie ausgestorben, die Haustür stand offen und im inneren herrschte gespenstische Leere. Vorsichtig betrat Gretchen das Haus und wurde das Gefühl nicht los, das hier irgendetwas nicht stimmte.
G:Alexis?!
Rief sie fragend und plötzlich aufkommende Panik schnürte ihr die Kehle zu. Sie wusste nicht woher diese auf einmal kam, aber die ganze Situation war ihr unheimlich. Durch die letzten Sonnenstrahlen des Tages, die durch die großen Fenster fielen, ließen das Haus nicht wie sonst immer gemütlich und einladend wirken, sondern irgendwie gespenstisch.
G:Alexis?!
Rief sie erneut, diesmal lauter und eindringlicher, aber wieder bekam sie keine Antwort.
Kurzerhand griff sie in ihre Tasche und holte ihr Handy hervor. Schnell wählte sie seine Nummer aber es meldete sich nur die Mailbox.
Das gibt´s doch nicht! (wunderte sie sich in Gedanken) Er wollte doch hier auf mich warten, damit wir gemeinsam zu Abend essen können und danach wollte er nochmals bei Lissy vorbeischauen. Irgendwas stimmt doch hier nicht...
Ein schlürfendes Geräusch von Schritten riss Gretchen aus ihren Gedanken. Erschrocken drehte sie sich um und erblickte ihre Schwiegermutter, die gebeugt in der Tür stand.
MvB:Gretchen?
Fragte die ältere Frau und wirkte beinahe etwas überrascht, dass jemand im Haus war.
G:Ja Mechthild, ich bin´s nur. Kannst du mir vielleicht sagen wo Alexis ist. Er geht nicht an sein Handy und ich mache mir langsam Sorgen.
Mechthild nickte nachdenklich und meinte dann in einem eigenartigen Tonfall.
MvB:Komm, setzten wir uns mein Kind.
Gretchen tat ihr den Gefallen, auch wenn ihr immer mulmiger zu Mute wurde. Warum klang Mechthild so, als müsste sie ihr gleich eine schlechte Nachricht überbringen?
G:Okay...
Murmelte Gretchen und setzte sich mit Mechthild auf die Couch. Gespannt wartete sie auf das, was jetzt kommen möge.
Also Alexis oder besser gesagt Frank hat mir etwas gegeben. Er meinte das wäre für den Fall, dass er keine Zeit mehr hätte, dir das alles selbst zu erklären. Ich sollte es dir geben, falls es einmal dazu kommt.
Gretchen starrte ihre Schwiegermutter wie vom Blitz getroffen an und fragte verwirrt und leicht geschockt.
G:Frank?!
In Gretchens Kopf überschlugen sich die Gedanken.
Kann es tatsächlich sein das Marc mit dem was er gesagt hatte, recht gehabt hatte und Alexis wirklich nicht der ist, für den ich ihn halte?! Und der Brief?! Was kann mir Alexis bitte nicht mehr selbst erklären? Schön langsam bekomme ich wirklich Angst...
Mechthild nickte mitfühlend und meinte dann.
MvB:Ja Frank, aber lies am besten selbst (Sie streckte Gretchen den Brief entgegen, den diese mit zittrigen Händen entgegennahm.) Doch bevor du das liest lass dir eines sagen.
Du bist eine wunderbare Frau Gretchen. Begehe nicht den Fehler, dir die Schuld an allem zu geben. Du hast etwas besseres verdient, also vergiss diesen Mann so schnell du kannst.
Mechthild drückte Gretchen tröstend die Hand und stand dann auf um ihre Schwiegertochter alleine zulassen. Diese starrte wie vom Blitz getroffen auf den Brief in ihren Händen. Vorsichtig faltete sie das Blatt auseinander und eine kleine Kette fiel ihr in die Hände. Es war ein Medaillon in Herzform. Es schien aus purem Gold zu sein und auf beiden Seiten des Herzens war ein Buchstabe zu sehen. Sorgfältig eingearbeitet mit Rosa und weißen Swarovskisteinen. Was Gretchen jedoch stutzig machte war, dass auf einer Seite ein G zu sehen war und auf der anderen ein F. Sie runzelte verwirrt die Stirn und ihrem Kopf pochte nur eine Frage: Was zum Geier war hier los?!
Schnell öffnete sie das Medaillon und sah zwei Bilder. Eines von Alexis und ihr, als sie gerade frisch zusammengekommen waren und glücklich strahlten und eines von zwei Kindern die, die Arme umeinander gelegt hatten und glücklich lächelten. Sie betrachtete das Bild genauer und überlegte fieberhaft, wer diese Kinder sein konnten, doch sie erkannte sie nicht. Doch dann fiel ihr Blick auf die Augen des Jungen und sie verstand. Das hier war der kleine Alexis oder Frank und das neben ihm war Lissy...
Nun verstand sie nichts mehr. Was hatte das alles zu bedeuten. Noch nie hatte Gretchen Fotos aus Alexis Kindheit gesehen, geschweige denn irgendetwas darüber erfahren. Wenn sie ihn danach gefragt hatte, was zugegebenermaßen fast jeden Tag der Fall gewesen war, hatte er stets gesagt, dass bei einem Hausbrand sämtliche Fotos verbrannt waren und dass er eigentlich nicht über seine Kindheit sprechen wollte, weil er damit keine schöne Erinnerungen verband. Gretchen war das immer etwas seltsam vorgekommen, aber sie hatte seine Entscheidung respektiert, weil sie sah, dass Fragen nach seiner Vergangenheit ihn stets quälten. Aber jetzt, wo sie mehr zu wissen fürchtete, als ihr lieb war, fügte sich alles zu einem neuen schrecklichem Bild zusammen, dass ihr ganz und gar nicht gefiel. War sie wirklich über die ganzen letzten Monate hinweg getäuscht worden?! Wie durch einen Nebel bemerkte sie, dass sie am ganzen Körper zitterte und ihr das Medaillon aus der Hand fiel. Stattdessen griff sie nach dem Brief und begann zu lesen...

kussmausale Offline

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13.05.2011 19:55
#342 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

weil ihr mir so liebe Kommis geschrieben habt und ich den Brief gestern schon abgetippt hatte, bekommt ihr den jetzt gleich zu lesen. Wir wollen ja schließlich mal fertigwerden hier
Rückmeldungen sind wie immer erwünscht.

GGLG Edina
l]



Mein Sternchen,

es tut mir so unendlich leid, dass ich mich nicht selbst von dir verabschieden konnte und das alles was ich dir geben kann, diese Kette ist. Bevor du das alles liest möchte ich dir eines sagen. Egal was du über mich denken magst und egal wer ich in deinen Augen jetzt sein mag, der ehrliche Teil in mir hat dich immer geliebt und wird es immer tun. Du bist die einzige Frau die mir jemals etwas bedeutet hat und auch wenn ich nicht ehrlich zu dir war, so habe ich aus Angst gehandelt, aus Angst dich zu verlieren, wenn du die ganze Wahrheit weißt...
Ich kann es dir nicht verdenken, wenn du dich von mir abwendest aber bevor du das tust solltest du die Wahrheit wissen, denn du hast ein Recht darauf, alles zu erfahren. Ich hätte schon viel früher ehrlich zu dir sein sollen und offenbaren wer ich wirklich bin, doch dann hättest du mir vielleicht niemals vertraut und ich hätte nicht die wunderbarsten und glücklichsten Monate meines Lebens mit dir verbringen können. Ich bereue alles was ich getan habe, jede einzelne Tat, Ich habe es so satt dieses Spiel zu spielen, aber ich habe keine Wahl mehr. Ich muss es weiterspielen, auch wenn ich dafür alles verlassen muss, was mir wichtig war. Nämlich dich. Gretchen du hast den Menschen in mir hervorgeholt, der ich schon seit Jahren nicht mehr war und dessen Existenz ich bereits bezweifelt hatte und glaub mir, hätte ich einen Wunsch frei, so wäre es der, meine Vergangenheit auszulöschen um für immer mit dir zusammen sein zu können...
Ich bin nicht der für den ich mich ausgegeben habe. In Wirklichkeit heiße ich Frank Schneider und meine Schwester Lissy heißt eigentlich Marie. Ich war nie reich und hatte nie den Luxus einer großen eigenen Villa. Meine Schwester und ich stammen aus einer armen Familie und sind bei unserer Mutter aufgewachsen. Sie hatte nie genug Geld uns zu ernähren und so fing ich früh an kleine Dinge zu stehlen oder reichen Leuten die Geldtasche zu klauen um etwas zum Familienunterhalt beizutragen. So kamen wir einigermaßen um die Runden, doch als meine Mutter im Aller von gerade einmal dreiunddreißig Jahren an Brustkrebs starb, stand ich mit Marie alleine da. Unseren Vater haben wir nie gekannt und auch sonst hatten wir niemanden zu dem wir gehen konnten...
So flohen wir von zuhause um nicht ins heim zu müssen und ich hatte von da an die Aufgabe meine Schwester und mich zu ernähren. Ich trug die Verantwortung für sie und ich wusste, dass meine Mutter gewollt hätte, dass es ihr gut ging. So wurde aus den kleinen Lausbubenstreichen bald harter Alltag um uns beide über Wasser zu halten. Ich rutschte in miese Geschäfte ab, in der Hoffnung so genug Geld für uns zu bekommen und wurde in einige Betrügereien verwickelt. Vor ein bisschen mehr als zwei Jahren nahm ich dann die Identität von Alexis von Buren an. Ich arbeitete zu dieser Zeit gemeinsam mit Marie als Immobilienmakler. Es war der erste anständige Job seit Jahren und ich dachte wir hätten endlich den Absprung geschafft. Wir wurden an diesen Tag von Alexis von Buren gebucht, der das Anliegen hatte, seine Villa zu verkaufen. Zuerst war es ein ganz normales Gespräch, wir klärten die Einzelheiten und tranken zum guten Geschäftsabschluss die ein oder andere Flasche Wein. Doch ihm bekam der Alkohol nicht gut, desto später der Abend wurde, desto aufdringlicher wurde er Marie gegenüber. Sie stieß ihn immer wieder von ihr weg, doch er ließ nicht locker, bedrängte sie immer mehr. Er war so besoffen, dass er nicht mehr wusste was er tat. Marie begann zu weinen versuchte sich zu wehren und schrie meinen Namen, bettelte um Hilfe. Ich war wie erstarrt, wusste nicht was ich tun sollte. Ich versuchte ihn schließlich von ihr runter zuziehen aber er krallte sich nur noch fester in sie, rammte seine Nägel in ihre Arme. Ich bekam Panik, meine geliebte Schwester weinend unter diesem Mann zu sehen warf mich völlig aus der Bahn. Ich hatte keine Ahnung mehr was ich tun sollte, ich musste ihr nur irgendwie helfen, also nahm ich mir den Briefbeschwerer vom Schreibtisch und zog ihm mit voller Wucht eine über. Alexis von Buren kippte zur Seite weg und war sofort tot. Ich hatte ihn zu fest getroffen. Ich wollte ihn nicht umbringen, es geschah als Notwehr. Marie wollte die Polizei rufen aber ich hatte Angst. Was würde passieren wenn die Polizei mir nicht glauben würde, dass ich es nur getan hatte um Marie zu helfen? Ich wollte nicht ins Gefängnis, nicht nach dem langem Kampf den wir führen mussten um frei von Hunger und Sorge zu sein. Deswegen beschlossen wir die Leiche verschwinden zu lassen und uns fortwährend als Alexis von Buren und seine Schwester Lissy auszugeben...
Meine Vergangenheit ist keine Entschuldigung für das, was ich getan habe, aber vielleicht kannst du mich jetzt etwas besser verstehen. Ich hatte so große Angst dich zu verlieren, dass ich es nicht übers Herz brachte, dir die Wahrheit zu sagen. Zuerst wollte ich es tun, aber als wir uns dann näher kamen und ich mich in dich verliebt hatte, wusste ich, dass ich das Risiko nicht eingehen durfte. Und doch habe ich dich jetzt verloren...
Ich hatte keine Wahl als zu fliehen, denn wenn ich es nicht getan hätte, hätte mich die Polizei geschnappt. Dein Oberarzt hätte sie verständigt und ich wäre im Knast gelandet, gemeinsam mit Marie. Ich bitte dich nicht um viel Gretchen nur um eines. Verurteile mich nicht für mein Handeln und zweifle nicht an meinen Gefühlen zu dir, denn jedes Wort was ich zu dir gesagt habe war ehrlich gemeint. Ich liebe dich Gretchen Haase und ich werde dich niemals vergessen, denn du warst die Frau meines Lebens.

In Liebe,
Frank

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29.05.2011 22:02
#343 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hallo meine Lieben,

ihr habt euch sicher schon gewundert wo ich abbleibe und wann es Nachschub gibt. Da ich die ganze letzte Woche nicht zuhause war, hat sich das nun alles verzögert, aber jetzt gibts wieder ordentlich was zu lesen für euch. Ich hoffe es gefällt euch und ihr lasst mir das ein oder andere Kommi da. Viel Spaß beim lesen wünsch ich euch

GGLG Edina

Ps:Sorry das der Teil etwas kurz geraten ist aber ich dachte mir besser weniger als nichts



Nachdem Gretchen den Brief gelesen hatte, saß sie lange Zeit einfach nur da und starrte auf die Buchstaben, die ihr gerade eine so unmögliche, traurige und alles verändernde Geschichte erzählt hatten, dass sie es nicht fassen konnte. Sie war nicht fähig sich zu bewegen, geschweige denn einen klaren Gedanken zu fassen. In ihrem Kopf drehte sich alles, jeder Versuch irgendeine Ordnung in dieses Chaos zu bringen schlug fehl. Die erdrückende Gewissheit, dass sie die ganze Zeit über mit einem Betrüger unter einem Dach gelebt hatte, ihn geliebt und ihm vertraut hatte, schnürte ihr die Kehle zu. Sie wollte schreien, aber kein Laut kam aus ihrer ausgetrockneten Kehle. Langsam drängte sich die Realität wieder in ihrem Kopf durch, versuchte sich Gehör zu verschaffen und Gretchen fand ihre Sprache wieder, wenn auch gebrochen und leise.
G:Das kann einfach nicht wahr sein...das kann einfach nicht war sein...
Immer wieder murmelte sie diese Worte und kämpfe ein letztes Mal gegen die Wahrheit an. In einem verzweifelten Versuch sich vom Gegenteil zu überzeugen stand sie auf und ging langsam durch die wie ausgestorben wirkende Villa, die einmal ihr zuhause gewesen war. Steif setzte sie einen Fuß vor den anderen und durchsuchte Raum für Raum, um sich davon zu überzeugen, ob wirklich alle von Alexis Habseligkeiten verschwunden waren. Und wo sie auch suchte, sie fand nichts mehr vor, fast so als hätte es Alexis nie gegeben....was ja auch irgendwie stimmte. Alexis hatte nie existiert, nur ein Betrüger namens Frank Schneider und seine Schwester Marie...
Jetzt wo sie es endlich zu denken wagte, wusste sie, dass es die Wahrheit war, aber Gretchen spürte nichts. Weder Hass, noch Mitleid, Enttäuschung oder Trauer. In ihrem Inneren sagte ihr eine leise Stimme, dass sie ja irgendetwas fühlen musste, aber da war nichts, außer einer Leere und einer abgebrühten Kühle, die sie schon beinahe beängstigte. Sie fühlte nichts, nicht einmal als sie Türen des Schlafzimmerschrankes öffnete und ihre notwendigsten Kleidungsstücke und Besitztümer in eine Reisetasche schmiss. Sie blieb so ruhig wie noch nie in ihrem Leben und sah klar vor sich, was sie zu tun hatte. Als erstes würde sie Gigi anrufen um mit ihr zu reden, denn ihr medizinischer Verstand sagte ihr, dass sie sich in einem Schockzustand befinden musste und dass es in so einer Situation wichtig war, mit jemanden zu reden, danach würde sie zurück in die Klinik fahren und ihre Reisetasche möglichst unauffällig an Sabine vorbeischmuggeln und wenn das geschafft war, würde sie wieder an die Arbeit gehen und sich so verhalten als wäre nichts gewesen. Sie würde Marc gegenüber kühl bleiben und ihm keinen Einblick in ihr Inneres gewähren, schon gar nicht würde sie zugeben, dass er mit seiner Vermutung recht gehabt hatte. Den Triumpf würde sie ihm nach all dem was geschehen war nicht gönnen und außerdem würde sie Frank nicht verraten. Klar, er hatte sie betrogen, aber er hatte es in seinem Leben nicht leicht gehabt und ihr schließlich selbst die Wahrheit gesagt. Besser später als nie und wenn man seinen Worten Glauben schenken durfte litt er ohnehin schon genug. Außerdem hatte ja auch sie ihn, in einer gewissen Art und Weiße betrogen. Hatte sie insgeheim doch immer etwas für Marc empfunden und ihn nie so aufrichtig lieben können, wie er es verdient hätte. Sie waren quitt und Gretchen Hasse war ein für alle Mal fertig mit der Liebe. Sie brachte keine Liebe mehr, Liebe tat weh, in der Liebe gab es nur Verlierer und sie war nicht mehr stark genug, noch eine weitere Niederlage wegzustecken. Besser sie zog jetzt die Notbremse, ehe ihr Herz in solche kleine Splitter zersprungen war, dass es nie wieder heilen konnte. Ein paar Narben konnte sie verkraften und auch die Gewissheit alleine zu bleiben. Es gab keine Märchen und auch keine Happy Ends, das hatte sie nun endlich verstanden...auch der verträumteste Mensch sah der Wahrheit irgendwann einmal ins Auge, auch wenn sie dreißig Jahre gebraucht hatte, um dies zu tun...

kussmausale Offline

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05.06.2011 00:00
#344 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

ich bin endlich wieder dazu gekommen weiter zuschreiben. Ich weiß ich hatte gesagt, die nächsten Teile würden euch gefallen und ich bleibe dabei. Auch wenn ihr sie jetzt im Moment nicht mögt wird euch die Handluchsrichtung durchaus gefallen. Aber genug geplaudert. Ich würde mich wirklich sehr über Kommentare freuen, denn das zeigt mir auch ob ihr überhaupt noch wissen wollt wie es weiter und auch bald zu Ende geht. Vielen Dank für alle die sich die Zeit nehmen und viel Spaß beim Lesen wünsch ich euch.

GGLG Edina




Nachdem Gretchen sich sicher war, dass sie alles nötige beisammen hatte, setze sie sich nochmals auf das große Ehebett und sah sich im Zimmer um. Dieses Kapitel war Geschichte und in einer gewissen Art und Weiße fühlte sie sich befreit auch wenn noch immer total betäubt. Aber das war nebensächlich, ihre Gefühle sollten von nun an sowieso keine Rolle mehr in ihrem Leben spielen. Sie wollte und musste sich nur mehr an ihren Plan halten und nur an den. Deswegen nahm sie auch ihr Handy in die Hand und wählte Gigis Nummer. Nach dem fünften Läuten, ging Gina Amsel dann auch endlich ans Telefon.
GI: Frau Doktor Amsel?!
G: Gina? Gut, dass du rangehst, ich muss nämlich ganz dringend mit dir sprechen.
Meinte Gretchen erleichtert und war irgendwie froh darüber, dass sie irgendjemanden hatte, der ihr zuhörte. Diese Ruhe machte sie wahnsinnig....
GI: Gretchen? Wärst du mir sehr böse, wenn wir später reden, ich hab´s nämlich gerade ziemlich eilig. Ich muss in einer halben Stunde im OP stehen und bin noch nicht mal bei der Tür draußen...
Normalerweise hätte Gretchen jetzt gesagt, dass es kein Problem wäre und dass es später noch genug Zeit zum reden geben würde, aber jetzt war nun mal alles anders. Einmal nur in ihrem Leben musste sie nur an sich denken...
G: Ja um ehrlich zu sein schon Gigi. Es ist grade wirklich dringend und ich muss unbedingt mit dir reden...
GI: Okay, warte mal einen Moment bitte. (Schnell setzte sich die Ärztin in ihr Auto und fuhr los. Frauen waren schließlich nicht umsonst Multitasking fähig....) So bin wieder da, also was ist los?
Was los ist?! Hmm...wo fange ich denn da am besten an? Immerhin ist alles ein verdammtes Chaos! Oh Mann ich brauche Schokolade...
Kurze Zeit überlegte sie wie sie Gigi das alles am besten beibringen sollte und entschied sich dann für den direkten Weg.
G: Alexis ist ein Betrüger und heißt in Wirklichkeit Frank.
Diese Art und Weise war aber fast etwas zu direkt denn Gigi hätte vor lauter Schreck fast einen Auffahrunfall gebaut und konnte im letzten Moment abbremsen, bevor schlimmeres geschah.
GI: Was?! (Keuchte sie völlig entgeistert und merkte wie ihre Hände nass wurden.) Das ist jetzt ein Scherz, oder Gretchen?
Fragte sie hoffnungsvoll aber ihre Freundin meinte nur trocken.
G: Nein Gigi, das war kein Scherz. Alexis ist abgehauen und hat mir zum Abschied einen Brief geschrieben in dem er mir alles erklärt hat. Er hat nie Geld gehabt und der echte Alexis von Buren ist schon längst tot.
Während Gretchen das alles erzählte als wäre es eine x-beliebige Zeitungsmeldung, die sie nicht betraf, keuchte Gina am anderen Ende der Leitung und schnappte nach Luft.
GI: Hat er ihn umgebracht?
Fragte sie entsetzt und versuchte sich nebenbei auf den Verkehr zu konzentrieren, was ihr nur mehr schlecht als recht gelang.
G: Nein, der echte Alexis wollte Lissy...also eigentlich Marie vergewaltigen und da hat er sie verteidigt.
GI: Verteidigt?!
Fragte Gigi ungläubig nach.
G: Ja, er hat den Briefbeschwerer genommen und ihm eines übergezogen. Und er starb an dem Schlag. Aus Angst vor der Polizei haben Frank und Marie dann die Leiche versteckt und die Identität von Alexis und seiner Schwester angenommen....
GI: Dieses Arschloch...
Zischte Gigi und versuchte den Schock des gerade Erfahrenen zu verarbeiten. Alexis war also ein Betrüger, die ganze Zeit über und sie selbst hatte alles dafür getan, dass Gretchen für immer mit Alexis zusammen blieb...
G: Wer jetzt?!
Fragte Gretchen leicht irritiert.
GI: Na Alexis, also Frank!
G: Er hat Marie nur verteidigt...
GI: Ja aber er hat dich DICH die ganze Zeit über verarscht!
G: Ich weiß...
Murmelte Gretchen und spürte zum allerersten Mal seit Beginn dieses Gespräches so etwas wie Schmerz. Es tat nicht richtig weh aber es traf sie auch wenn sie es nur spürte, wie einen Spritzenstich, wenn man noch halb benebelt von der Betäubung war.
GI: Das tut mir leid Gretchen...ich...

kussmausale Offline

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07.06.2011 22:11
#345 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,

vielen lieben Dank für eure tollen Kommis! Ich habe mich wirklich riesig darüber gefreut, dass ihr alle unbedingt wissen wollt, wie es weitergeht und um meinen guten Willen zu begründen habe ich hier wieder einen kleinen Teil und auch einen etwas größeren Cliffhanger für euch im Gebäck. Ich freue mich wirklich auf eure Reaktionen und versuche so schnell wie möglich wieder in die Tasten zu hauen.
Dickes Bussi und eine gute Nacht,

Edina




Und das tat es ihr in diesem Moment wirklich. Zum ersten Mal seit Monaten spürte sie wie sich ihr schlechtes Gewissen regte und das machte ihr Angst. Hatte sie wirklich alles falsch gemacht?! War es falsch gewesen Marc als Arschloch hinzustellen?! Solche Fragen waren ihr fremd, doch zum ersten Mal gab es jemanden den Gina Amsel noch mehr hasste als Jerome oder Marc und das war Frank. Wie konnte sie nur auf ihn hereinfallen und glauben, dass dieser Betrüger der Richtige für Gretchen sein konnte?!
G: Du kannst ja nichts dafür.
Sagte Gretchen leise und spürte wie ihr eine einsame Träne die Wange heruntertropfte. Niemand konnte etwas dafür, dass in ihrem Leben wieder einmal alles schief lief, dass sie anscheinend einfach nicht glücklich werden konnte...
Gina hingegen bekam gerade furchtbar große Angst. Die Panik schnürte ihr die Kehle zu. Sie konnte nichts dafür....schön wärs...
GI: Naja das stimmt so nicht ganz....
Murmelte Gina leise. Sie zitterte am ganzen Körper und klammerte sich an das Lenkrad ihres Wagens. Die Panik legte sich um ihren Hals wie eine kalte Hand und schnürte ihr förmlich die Kehle zu. Sie hatte so sehr gehofft, dass dieser Moment niemals kommen würde, hatte alles dafür getan die Lüge am Leben zu erhalten. Zu Gretchens Schutz und zu ihrem eigenem. Und jetzt musste sie die Wahrheit sagen, musste die Karten klar auf den Tisch legen und zugeben, dass ihr ehemals größter Feind, Marc Meier, doch der Richtige für Gretchen gewesen wäre... Würde ihre beste Freundin, ihr das was sie getan hatte, jemals verzeihen?
Gretchen hingegen machte sich gerade ihre ganz eigenen Gedanken.
Was soll denn das jetzt heißen?! Das stimmt nicht so ganz? Hä...verschweigt Gigi mir vielleicht etwas? Wobei das würde sie nie tun....Aber Nachfragen kann ja nicht schaden... Schlimmer als jetzt kann es schließlich nicht mehr werden....
Doch da irrte sich Gretchen gewaltig, wie sie schon bald erfahren sollte.
G: Gigi, weißt du vielleicht etwas, das ich nicht weiß? (Fragte sie vorsichtig nach.) Irgendwie scheinen hier ja alle mehr zu wissen als ich. Marc zum Beispiel hat mit gesagt, dass Alexis ein Betrüger ist und dann hab ich ihm gesagt, dass er verrückt ist...Ich meine woher sollte ich auch wissen, dass er diesmal die Wahrheit gesagt hat...
GI: Gretchen?
Versuchte Gina ihre Freundin zu unterbrechen. Aber die redete ununterbrochen weiter.
G: Er hat mich geküsst Gigi, weißt du? Und danach hat er mir das gesagt. Ich meine ich konnte doch nicht...
GI: Gretchen!!!
Versuchte sie es ein zweites Mal. Sie musste Gretchen einfach die Wahrheit sagen, auch auf die Gefahr hin, dass diese nie mehr ein Wort mit ihr reden würde. Die Wahrheit war sie ihr schließlich schuldig, ihr und auch Marc. Außerdem würde der sie ja sowieso fertig machen, wenn sie Gretchen nicht alles erzählen würde. Gigi hätte sich zwar einen denkbar besseren Zeitpunkt dafür gewünscht, aber das spielte jetzt wohl keine Rolle mehr...
G: Ja?!
Meinte Gretchen verwundert und machte eine Pause.
GI: Also (fing Gigi stockend zu sprechen an) was wäre, wenn ich dir jetzt sage, dass Marc dich nie angelogen hat? Das er immer ehrlich zu dir war?

kussmausale Offline

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12.06.2011 21:22
#346 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

hier der nächste Teil des Geschehens. Bin gespannt was ihr darüber denkt. Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Abend wünsche ich euch.

GGLG Edina




Gretchen schüttelte verwirrt den Kopf und runzelte die Stirn. Sie verstand nicht im Geringsten was Gina ihr sagen wollte. Marc sollte immer ehrlich gewesen sein?! Er hatte sie doch in den letzten Monaten nur belogen und betrogen und niemand wusste das besser als ihre beste Freundin!
G: Gina, also ich weiß gerade wirklich nicht, was du meinst. Marc hat mich belogen...
Die blonde Chirurgin atmete nochmal tief durch und beschloss dann, endgültig mit der Wahrheit rauszurücken. Es wäre auch um vieles leichter, wenn Gretchen ihr nicht andauernd ins Wort fallen würde...
GI: Gretchen! Ich habe einen großen Fehler gemacht okay! Um ehrlich zu sein, nicht nur einen. Ich habe...(sie geriet ins Stottern weil sie der Mut zu verlassen schien.) Also ich und Marc haben...
G: Miteinander geschlafen?!
Ergänzte Gretchen den Satz und wunderte sich ehrlich darüber, was daran jetzt so besonders war. Okay, die Tatsache, dass Gigi es als Fehler ansah, war zum Teil neu, aber nicht wirklich erwähnenswert.
Gigi musste hingegen den Reflex unterdrücken, ihren Kopf gegen das Lenkrad zu schlagen. Das durfte doch einfach nicht wahr sein! War es denn so schwer, jemanden einfach mal ausreden zu lassen?!
GI: Nein eben nicht! Und das versuche ich dir auch schon die ganze Zeit zu sagen! (Schrie sie fast um sich Gehör zu verschaffen.) Gretchen, nicht Marc hat dich belogen, sondern ich habe es getan und das war ein verdammt großer Fehler! (Gretchen wollte etwas sagen aber Gigi sprach einfach weiter. Sie musste das einfach hinter sich bringen, ehe sie der Mut völlig verließ.) Ich habe damals nicht mit Marc geschlafen, Gretchen! Ich wollte es und wir waren auch am See, aber bevor wir uns näher kamen, hat Marc mich abgeblockt, meinte er hätte keinen Bock auf mich hässliche Brillenschlange und es wäre alles eine bescheuerte Idee gewesen. Danach ist er abgehauen und hat mich einfach stehen lassen. Und als du mir dann am nächsten Morgen von dem Kuss erzählt hast, wurde mir auch klar warum. Ihm ist bewusst geworden, dass er dich liebt und ihm ist klar geworden, dass er dich braucht und das wollte er dir auch sagen, damals im Aufzug.
G: Aber du...
Warf Gretchen völlig neben der Spur ein, doch ihre Freundin appellierte an ihren Verstand.
GI: Gretchen, denk doch mal nach! Was hätten die drei Worte noch bedeuten können?!
Im Gretchens Kopf überschlugen sich die Gedanken und nachdenken war so ziemlich das Letzte zu dem sie gerade im Stande war.
G: Ich....weiß es nicht?
Antworte sie immer noch vollkommen verwirrt und Gina fragte sich am anderen Ende der Leitung, wie begriffsstutzig ein Mensch eigentlich sein konnte?! Sie liebte Gretchen aber manchmal musste man sie wirklich vor sich selbst schützen...
GI: Ich liebe dich! Das wollte er dir sagen oder hast du die ganze Zeit wirklich geglaubt, dass er den Aufzug am Tag deiner Hochzeit aufhält um dir zu beichten, dass er mit mir Sex hatte?!
Jetzt wo Gigi die Frage aussprach wurde Gretchen nach all den Monaten zum aller ersten Mal bewusst, wie blind sie die ganze Zeit über, eigentlich gewesen war. Gut, es war naheliegend gewesen, dass Marc mit Gigi schlafen könnte und auch, dass das ans Licht kam, aber nicht, dass er es ihr auf die Nase band. Dazu hatte es doch praktisch nie einen Grund gegeben, denn er war ihr zu diesem Zeitpunkt keinerlei Rechenschaft schuldig, schließlich waren sie nicht zusammen gewesen. Mal abgesehen davon, dass Marc sich generell vor nichts und niemanden rechtfertigte....
Ganz langsam wurde Gretchen die ganze Tragweite dieses Geschehens bewusst. Hätte Gigi damals nicht gelogen wären Marc und sie glücklich zusammen und sie wäre nicht auf Frank hereingefallen...
Gigi, der die Stille langsam unheimlich wurde fragte vorsichtig nach.
GI: Gretchen, bist du noch dran?
G: Wieso hast du das getan, Gigi?
Fragte Gretchen völlig fassungslos und ihre Stimme klang brüchig.

kussmausale Offline

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14.06.2011 21:55
#347 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,

vielen Dank für eure Kommis und ganz viel Spaß mit dem nächsten Teil. Bin sehr gespannt auf eure Reaktionen. Der Teil ist etwas länger als die anderen aber ich wollte nicht nochmal ein Cut im Gespräch machen. So und jetzt viel Spaß beim Lesen

GGLG Edina




Einzelne Tränen rannen ihr über die Wange und tropften in ihren Schoß. Das durfte alles nicht war sein....nein garantiert war das alles nur ein schlechter Scherz...
GI:Es...tut mir so furchtbar...leid, Gretchen.(antworte Gina und spürte ebenfalls wie sich eine kleine Träne den Weg über ihre Wange bahnte. Wie hatte sie das alles nur tun können? Was war sie eigentlich für eine miese Freundin?) Ich hätte das alles nicht tun sollen, aber ich wollte, dass du glücklich wirst. Du bist von uns zweien immer den schweren Weg gegangen und ich dachte, dass du durch Alexis endlich den Mann gefunden hast, den du dir immer schon gewünscht hast! Es konnte niemand wissen, dass das dann alles so kommt.... Gretchen ich dachte Marc will nur mit dir spielen, will dich erobern und dich dann wieder fallen lassen wie ne heiße Kartoffel, wenn er mit dir „gespielt“ hat! Ich dachte er ist genau so ein Mistkerl wie Jerome und das wollte ich dir ersparen! Außerdem war ich so gekränkt darüber, dass er mich einfach hat stehen lassen, dass ich ihm eine Lektion erteilen wollte.
G: Naja, die hatte er anscheinend auch verdient....
Sagte Gretchen nüchtern und dachte an die Fotos die Marc mit einer Anderen zeigten....Wie groß war diese Liebe, wenn er es nicht einmal schaffe, eine Woche treu zu bleiben?!
GI:Wie meinst du das denn jetzt?
Fragte Gigi verunsichert und versuchte ihrer Freundin zu folgen, was sie zugegebenermaßen immer mehr Anstrengung kostete...Der Verkehr verdichtete sich zunehmend und sie konnte sich kaum noch konzentrieren, so sehr nagte das schlechte Gewissen an ihr.
G: Naja, so sehr kann er mich wohl kaum geliebt haben, wenn er mich nach nicht mal einer Woche mit einer Anderen betrügt...
Flüsterte Gretchen leise und versuchte die Bilder zu verdrängen, welche die letzten Wochen allgegenwertig in ihren Gedanken gewesen waren. Der Schmerz war im Moment einfach zu groß. Damit konnte sie sich jetzt nicht auch noch auseinandersetzten. Und als ob die Verwirrung, die Wut und die Enttäuschung noch nicht groß genug gewesen wären, setzte Gigi noch einen drauf und verpasste so der ohnehin schon in Scherben liegenden Welt von Gretchen Haase, den endgültigen Todesstoß.
GI: Ich denke es gibt da noch etwas, was ich dir sagen sollte Gretchen. (Gigi machte eine kurze Pause und sprach sich in Gedanken Mut zu.) Also...(sie atmete noch einmal tief durch) Marc hat dich nicht betrogen. Diese Fotos waren in gewisser Art und Weiße ein Fake...
Gretchen wusste nicht was sie denken oder fühlen sollte, in ihrem Kopf fuhren die Gedanken Achterbahn und sie war völlig hin und her gerissen. Ein Teil von ihr wollte glauben, dass Gigi die Wahrheit sagte und jubelte über diese Neuigkeit aber der andere Teil war einfach nur wütend und verletzt...
G: Das...sag mir, dass das nicht war ist Gina!
Presste sie schließlich zwischen den Lippen hervor und ihre Stimme nahm einen unnatürlich hohen und hysterischen Tonfall an.
GI: Doch leider Gretchen und es tut mir leid. Ich habe diese Frau auf den Bildern extra arrangiert, damit sie Marc verführt.
G: Du hast das alles geplant um mich und Marc auseinanderzubringen?!
Gretchens Stimme überschlug sich...
GI: Nein, also nur in gewisser Weiße...(gab Gina zu) Ich wollte seine Treue testen und ich wollte deine Ehe schützen. Ich wusste, dass du und Marc zusammen wart und du warst so glücklich, Gretchen! Ich hatte einfach Angst davor was passieren würde, wenn Marc eines Tages doch wieder das Arschloch sein würde, dass er früher immer gewesen ist.... Ich habe befürchtet, dass du es nicht verkraften würdest wenn er nach zwei Jahren Beziehung...
Gretchen merkte wie unbeschreiblich große Wut in ihr aufflammte. So intensiv hatte sie dieses Gefühl noch nie verspürt und diese Wut in ihrem Bauch, vermischt mit der Enttäuschung der letzten Stunde wurde immer größer. Es brodelte in ihr und es war nur mehr eine Frage der Zeit bis sie sich nicht mehr beherrschen konnte....
G: Ach ja (unterbrach sie ihre Freundin wütend.) und da dachtest du einfach mal. Lügen wir sie besser jetzt an bevor sie später vielleicht mal verletzt wird. Jetzt tut´s ihr ja nicht weh, sie hat ja Alexis mit dem sie sich trösten kann, oder was?!
GI: Nein Gretchen so war das nicht! Ich wollte doch nur, dass du glücklich bist!
Versuchte sich Gina zu rechtfertigen und heiße Tränen stiegen ihr in die Augen.
G: Du wolltest, du wolltest, du wolltest! (zischte Gretchen) Seit Beginn dieses Gesprächs hab ich nichts anderes von dir gehört, Gina! Hast du dich während den letzten Monaten auch nur ein einziges Mal gefragt was ICH eigentlich will?! Nein oder?!
Gina war inzwischen völlig aufgelöst. Ihre schlimmsten Befürchtungen schienen wahr geworden zu sein, denn so aufgebracht wie jetzt hatte sie Gretchen noch nie erlebt....
GI: Doch...(schluchzte sie) Ich...wollte...doch...nur, dass... du...glücklich...bist, Gretchen!
Unter anderen Umständen hätte Gretchen sich wieder beruhigt aber nun schnaubte sie nur verächtlich. All die aufgestaute Wut entlud sich nun endgültig....
G: Glücklich ja?! Schau dir doch an wie wunderbar glücklich ich gerade bin! Ich war mit einem Betrüger verheiratet, habe Marc zu Unrecht gemieden und ihn verletzt und am aller schlimmsten ist, dass mich der Mensch dem ich blind vertraut habe belogen hat und das über Monate hinweg!
GI: Es tut mir so leid, Gretchen! (Wimmerte Gina Amsel völlig aufgelöst und die Straße verschwamm hinter dem Tränenschleier.) Ich konnte doch nicht wissen, dass Alexis ein Betrüger ist!
G: Nein das nicht, (gab Gretchen zu) aber du hättest wissen müssen, wie ich für Marc fühle! Du wusstest besser als alle anderen, wie lange ich Marc schon liebe und was ich trotz allem noch für ihn empfinde! Du warst meine aller beste Freundin Gina und ich habe dir vertraut, verdammt nochmal!
Gina Amsel zitterte am ganzen Körper und die Tränen rannen ihr in Strömen über das Gesicht. Nur zu sehr wusste sie, wie recht ihre Freundin, mit dem was sie sagte hatte. Sie hätte es wissen müssen und sie hatte nie das Recht gehabt sich in ihr Lebeneinzumischen....eine wahre Freundin hätte so etwas nie getan.
GI:Es...tut...mir...so...unendlich leid...
Schluchzte sie immer wieder vor sich hin aber die Worte fanden bei Gretchen kein Gehör.
G: Halt dich einfach in Zukunft aus meinem Leben heraus ja! Ich will dich nie mehr sehen!
Fauchte Gretchen und ihre Stimme klang so hart wie noch nie in ihrem Leben. Ihr Gegenüber setzte ein weiteres mal zu einer Entschuldigung an und Gretchen wollte auflegen. Doch bevor sie dazu kam hörte sie ein Geräusch von Bremsen, dicht gefolgt von einem Aufprall.
G: Gina?
Fragte sie besorgt, doch das Schluchzen ihrer Freundin war verstummt...

kussmausale Offline

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20.06.2011 21:17
#348 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

nun geht es wieder mit unserem Oberarzt weiter. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich wirklich sehr über Kommis freuen.

GGLG Edina




Marc hingegen war nach dem Gespräch mit Gretchen wie ein Irrer durch das Krankenhaus getigert und jeder der ihm begegnet war bekam augenblicklich seine miese Laune zu spüren. Schwester Sabine zum Beispiel, die vergessen hatte, Zucker in Marcs Kaffee zu geben hatte er als absolut unfähig beschimpft und das bis sie weinend aus dem Schwesternzimmer gerannt war. Danach hatte Maurice Knechtelsdorfer wahrlich schlechte Karten als er mit seinem Oberarzt im OP stand, denn egal wie viel Mühe er sich auch gab, er hatte nicht einmal annähernd die Chance dies zur Zufriedenheit seines Chefs zu erledigen. Marc suchte Fehler und er fand sie gnadenlos. Als die OP nach einer Stunde endlich zu Ende war flüchtete der Assistenzarzt aus dem Saal und ihm war anzusehen, dass er mit den Nerven reichlich am Ende war. Marc hingegen trat missmutig aus dem Saal und beschloss die kleine Verschnaufpause, im Klinikgarten zu verbringen. Hier fiel ihm nämlich einfach die Decke auf den Kopf und außerdem brauchte er dringend eine Beruhigungszigarette, ansonsten würde es hier noch Opfer geben...
Müde ließ Marc sich sinken und sein Rücken glitt langsam am Stamm des großen Baumes entlang. Nachdem er sich eine Zigarette angezündet hatte, nahm er einen tiefen Zug und blickte gedankenverloren in die Blätter hinauf die sich langsam in allen möglichen Farben verfärbten. Bald würde es wieder kalt werden und der Winter würde Einzug halten... Verwirrt schüttelte er den Kopf und versuchte seine Fassung wiederzugewinnen, aber so sehr er sich auch bemühte, es wollte ihm einfach nicht gelingen. Er war viel zu sauer, zu aufgewühlt und in einer gewissen Art und Weiße auch verletzt.
Ich soll mich untersuchen lassen?! Ja nee is klar...
(dachte Marc sauer an das Gespräch mit Gretchen zurück) Im Gegensatz zu ihr habe ich kein Problem die Realität zu sehen und bin auch nicht so verdammt naiv! Das ist doch krank...
Marc fuhr sich durch die Haare und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Gut, vielleicht war die Art wie er Gretchen beigebracht hatte, dass Alexis in Wirklichkeit ein Betrüger war, nicht sonderlich sensibel aber anders hätte sie es auch nicht verstanden, so verwirrt wie sie gewesen war....Und der Kuss, ja der war eine Art Probe , gegründet auf einer tiefen Hoffnung, dass Gretchen ihn vielleicht doch noch lieben würde und all die Probleme bereits aus der Welt geschafft waren, wie aus Zauberhand...
Ey Alter, (sprach ihn seine innere Stimme schroff an) raffst du eigentlich annähernd wie du dich anhörst?! Wie ein kleiner verliebter und verzweifelter Jammerlappen Was ist aus dir geworden, Mann!?
Das war tatsächlich eine begründete Frage. Was war in den letzten Monaten wirklich aus ihm geworden? Alles drehte sich gnadenlos um Gretchen Haase, seine Arbeit (zumindest bis vor einigen Wochen, ehe sich Madame dazu entschlossen hatte, ihn auf ewig zu ignorieren), sein Privatleben, verbrachte er doch viel mehr Zeit als es ihm lieb war damit, Nachforschungen anzustellen, seine Gedanken, spukte ihm doch immer wenn er die Augen schloss ein ganz spezieller blonder Lockenschopf im Kopf herum und als ob das nicht schon reichen würde, handelten auch die meisten seiner Träume von ihr. Ja Marc Meier hatte sich tatsächlich verändert und das gefiel ihm ganz und gar nicht.
Das hat jetzt ein Ende, ein für alle Mal! (schwor er sich) Es wird Zeit, dass ich mein Leben wieder in vollen Zügen genieße und es nicht dadurch vergeude, auf Wunder zu hoffen, denn die geschehen sowieso niemals...
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, zerriss das schrille Geräusch seines Piepers die idyllische Stille um ihn herum. Frustriert zog er ihn aus der Kitteltasche. Soviel zum Thema Pause... Als er jedoch sah, WER ihn angepiept hatte, sprang er wie von der Tarantel gestochen auf und rannte so schnell er konnte Richtung Notaufnahme. Als er sein Ziel endlich erreicht hatte, nahm er verwundert das Gewusel wahr, dass vor einem der Partientenliegen stattfand. Was ihn aber kurz darauf schockierte war Gretchen, die blass wie die Krankenhauswand war und mit zusammengepressten Lippen dastand. Wenn ihn nicht alles täuschte zitterte sie sogar leicht und aus ihren Augen sprach der Schock. Marc wollte sie beruhigen und ging einen Schritt auf sie zu um sie in den Arm zu nehmen. Als er jedoch über Gretchens Schulter einen Blick auf die Patientin erhaschte entfuhr ihm ein leises „Scheiße“ und alles andere war augenblicklich vergessen.

kussmausale Offline

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02.07.2011 23:59
#349 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey meine Lieben,

ich weiß es ist Ewigkeiten her seit ich hier den letzten Teil gepostet habe, aber zum einen war ich bis Montag noch im Schulstress und wusste auch ansonsten nicht wo mir der Kopf steht. Ich konnte mich einfach nicht dazu überwinden auch nur ein paar sinnvolle Sätze zu Papier zu bringen. Mir mangelte es schlichtweg an Konzentration. Ich weiß das ist keine Entschuldigung für die zugegebenermaßen sehr lange Pause, aber ich hoffe ihr freut euch dennoch, diesen Teil zu lesen und lasst mir das ein oder andere Kommi da. Immerhin geht es um Leben und Tod. Viel Spaß beim lesen und einen schönen Abend wünsch ich euch.

GGLG Edina




Schnell ließ Marc Gretchen los, so plötzlich, dass diese beinahe ins Straucheln geriet, und begann sich einen genaueren Überblick über die Lage zu verschaffen. Dass es Gina Amsel nicht gut ging stand außer Frage und sie benötigte sofortige Hilfe, das war allen Anwesenden mehr als bewusst.
M: Gordon, die Fakten bitte.
Wandte sich der Chirurg an den Rettungssanitäter und gab Sabine währenddessen ein Zeichen, dass sofort ein OP vorzubereiten war.
GO: Also die Frau heißt Doktor Gina A...
M: Jaja, (unterbrach Marc ihn ungeduldig) ich weiß wer die Frau ist!
Gordon warf dem Oberarzt einen verwunderten Blick zu und fuhr dann mit dem Erstbericht fort, während sie neben der Trage her, Richtung OP rannten.
GO: Unfall auf der A 10, Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto. Die Patientin musste von der Feuerwehr aus dem Frack geschnitten werden und war nicht ansprechbar. Ihr Zustand ist äußerst kritisch und es besteht Verdacht auf akute innere Blutungen.
Marc legte die Stirn in Falten und sah nochmals auf seine ehemals größte Feindin hinab. Wenn er sie so sah, total entstellt, blutig und mehr tot als lebendig, sagte ihm sein Verstand, dass es mehr als fair war, dass ihr so etwas passierte, aber sein schlechtes Gewissen regte sich jedoch. Auch wenn Gina Amsel viel schlechtes getan hatte, sie war immerhin noch ein Mensch und es würde nicht fair sein sie jetzt einfach sterben zu lassen.
Während er sich konzentriert die Hände desinfizierte und sich die OP Kleidung überwarf, kam plötzlich jemand in den Vorbereitungsraum gestürzt. Erschrocken drehte Marc sich um und erblickte Gretchen, die völlig außer Atem vor ihm stand und den Anschein machte als würde sie gleich umkippen. Dennoch griff sie nach der OP-Kleidung und machte Anstalten sich anzuziehen.
M: Hasenzahn, was genau wird das hier?
Fragte er skeptisch und deutete auf die OP-Kleidung in ihren Händen.
G: Was wohl, ich werde dir assistieren.
Antwortete Gretchen kurz angebunden und versuchte das Zittern in ihrer Stimme zu verbergen. Sie musste jetzt stark sein, ganz egal was in den letzten Stunden passiert war.
M: Das wirst du nicht!
Sagte Marc entschlossen und dachte sich seinen Teil. Nie im Leben würde er Gretchen in diesem Zustand in die Nähe des OP-Tisches lassen. Erstens wäre sie nur ein weiteres Risiko und in ihrem Zustand absolut unzurechnungsfähig und zweitens war er sauer auf sie. Die ganzen letzten Wochen hatte sie es nicht einmal gewagt ihren süßen Arsch in die Nähe seines OPs zu bewegen und ausgerechnet jetzt wollte sie helfen....
G: Doch Marc, das werde ich.
Sagte sie entschlossen und funkelte ihn wütend an. Daraufhin zog Marc die Augenbrauen hoch und meinte in einem Tonfall, der keinen Widerspruch zuließ.
M: Nein Gretchen du wirst mir bei diesem Eingriff nicht assistieren und damit ist die Diskussion auch beendet! Ich habe bei Gott keine Lust dich dort drinnen auch noch vom Boden zu kratzen, ja! Und wenn du nicht willst, dass die Amsel über den Jordan geht, bevor ich überhaupt einen Schnitt gesetzt habe, hältst du jetzt die Klappe, setzt dich hin und versuchst zur Ruhe zu kommen, hast du mich verstanden!?
Gretchen erschrak über die Art und Weise wie Marc mit ihr sprach und für einen kurzen Moment hatte sie das Gefühl, Sorge in seinen Augen aufblitzen zu sehen, doch ehe sie sich sicher sein konnte war der Ausdruck auch schon wieder aus seinem Gesicht verschwunden und er ging ohne ein weiteres Wort durch die Tür.
G: Das ist doch genau das was du willst! Du willst doch dass Gina stirbt!
Schrie Gretchen in ihrer Verzweiflung und folgte ihm in den OP. Marc stöhnte gequält auf und gab sich schließlich geschlagen. Warum wollte diese Frau einfach nicht begreifen, dass er sie schützen wollte?!
M: Ich bin vielleicht ein Arsch Hasenzahn, aber ein Mörder bin ich deswegen noch lange nicht! Und deswegen zieh dich verdammt nochmal um und tu was du tun musst aber ich sag dir eins: Solltest du hier umkippen, ist mir das völlig egal!
Mit diesen Worten wandte er sich endgültig von ihr ab und versuchte seine Wut hinunterzuschlucken und auch Gretchen war klar, dass ihre Beziehungskiste nichts im OP zu suchen hatte. Hier ging es um Ginas Leben und der Eingriff war auch ohne dass man sich stritt, schwierig genug. Deswegen ging sie auch zurück in den Vorbereitungsraum und kam zwei Minuten später, völlig angezogen wieder zurück an den Tisch.

kussmausale Offline

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06.07.2011 19:28
#350 RE: Story von kussmausale Zitat · Antworten

Hey Mädels,

es freut mich sehr, dass ihr meine Story alle noch aktiv verfolgt, auch wenn ich es im Moment nicht schaffe selbst sehr aktiv zu sein. Danke für eure Kommis und die Spannung wird auch jetzt noch bis zum Ende erhalten bleiben. Ich bin wirklich sehr gespannt, was ihr vom Ausgang der OP haltet und hoffe ihr seit damit einverstanden. Ansonsten wünsche ich euch einen wunderschönen Abend und viel Spaß beim Lesen.

GGLG Edina



Von da an arbeiteten Marc und Gretchen Hand in Hand und verstanden sich blind. Es war so, als hätte es die wochenlange Pause nie gegeben und zumindest arbeitsmäßig waren sie ein absolutes Dream-Team. Bis auf das Klirren der Instrumente, das Piepen der Überwachungsmaschinen und Marcs gelegentlichen Anweisungen herrschte Stille im OP. Doch egal wie konzentriert das gesamte Team auch arbeitete, die Erfolge die sie erzielten waren klein und die Zerstörung in Ginas Körper beträchtlich. Sie hatte einen Milzriss, eine Niere war gequetscht, zwei Rippen waren gebrochen und ragten gefährlich in Richtung Lunge. Überall war Blut und Gretchen war meistens damit beschäftigt die Unmengen abzusaugen, damit Marc überhaupt etwas sah. Obwohl sie versuchten den Blutverlust auszugleichen und alles taten um Gigis Zustand zu stabilisieren kam es irgendwann wie es kommen musste. Das zuerst noch regelmäßige Piepen des EKG´s wurde immer schneller und die Kurven immer höher. Gretchen blickte panisch auf den Monitor und die Angst die schon den ganzen Eingriff über in ihr gewütet hatte, brach ohne Umschweife hervor.
G: Marc, die Sauerstoffsättigung fällt...
Keuchte sie und Marc sah sofort, dass sie recht hatte.
M: Kammerflimmern...
Stellte er fluchend fest und legte das Skalpell aus der Hand. Gretchen schob den Defibrillator an den Tisch und reichte Marc so schnell wie nur irgendwie möglich die Paddles. Dieser nahm sie entgegen und ließ den ersten Stromstoß durch Gigis Körper jagen. Als Gretchen sah wie sich der Körper ihrer Freundin aufbäumte stiegen ihr die Tränen in die Augen. Bald sah sie durch den Schleier nur mehr verschwommen, versuchte aber dennoch zu helfen. Doch Marc stieß sie weg.
G: Marc, wir verlieren sie...
Keuchte Gretchen panisch als die Lage auch nach dem zweiten Stromstoß unverändert blieb und schickte stille Stoßgebete gen Himmel.
Bitte lieber Gott, lass ein Wunder geschehen, ich flehe dich an. Gigi hat vielleicht Fehler gemacht, aber den Tod hat sie nicht verdient! Das darf einfach nicht passieren, bitte...
Marc, der auch nach dem dritten Stromstoß keinen Erfolg hatte, warf einen kurzen Blick auf Gretchen die weinend dastand und am ganzen Körper zitterte. Ein kurzer Gedanke schoss ihm durch den Kopf.
Was wenn sie es nicht schafft?! Das verkraftet Hasenzahn einfach nicht! Scheiße...
Der Oberarzt ließ sich davon jedoch nichts anmerken und fuhr seine Assistenzärztin stattdessen an.
M: Verdammt nochmal Hasenzahn hör auf zu flennen, das rinnt doch alles in die Wunde!
G: M...Marc (schluchzte sie verzweifelt) tu irgendwas!
M: Ich versuchs ja (keuchte er unter größter Anstrengung) aber zaubern kann ich auch nicht!
Er trat wieder vom Tisch weg aber auch der Stromstoß mit 300 Volt holte Gina Amsel nicht mehr ins Leben zurück. Die Kurve auf dem Monitor war nur mehr eine Linie und das schrille Piepen war erbarmungslos und nahm kein Ende.
G: Gina, du darfst nicht sterben, hörst du! (schluchzte Gretchen und sah auf Ginas lebloses Gesicht) bitte du musst kämpfen!
Marc unternahm noch einen letzten Versuch und legte die Paddles dann niedergeschlagen zur Seite. Dieser Kampf war verloren. Doch Gretchen sah das anders.
G: Marc! (schrie sie in panisch an) du musst weitermachen!
Marc schüttelte den Kopf und meinte ehrlich betrübt.
M: Hasenzahn, es hat keinen Zweck mehr.
Gretchen wollte das nicht hören. Nein, Gina durfte nicht tot sein, das ging einfach nicht.
G: Marc! (sie rüttelte ihn an den Schultern und die Tränen rannen in Strömen über ihre Wangen) Gina darf nicht sterben, bitte! Sie muss überleben!
Sie schluchzte so herzzerreißend, dass Marc ganz flau im Magen wurde. Es tat ihm weh Gretchen so aufgelöst zu sehen. Gut, er hatte Gigi nie gemocht aber er wollte nicht, dass Gretchen litt.
M: Gretchen, (sagte er so sanft wie es ihm nur irgendwie möglich war) wir können nichts mehr tun. Es ist vorbei. Gina ist tot.

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