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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Verena1991 Offline

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Beiträge: 4.598

23.12.2009 12:10
#301 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Hasenzahn,
zuerst möchte ich eines klarstellen: Dieser Brief ist nur für dich und wenn du ihm irgendwem zeigst, dann muss ich dich wohl oder übel töten.


Das geht ja schon mal gut los, dachte sich Gretchen. Wenn das so weiter geht, will sie den Brief doch eh niemandem zeigen.

Ja, ich weiß, so wie der Brief bis jetzt ist, willst du ihn schnellstmöglich verbrennen und keinem zeigen. Aber warte erst einmal ab, was ich dir noch zu sagen habe.

Wie du dich sicher erinnern kannst, hatten wir keinen optimalen Start. Ich habe sich ziemlich scheiße behandelt, weil ich mir ein Bild von dir gemacht habe ohne dich wirklich zu kennen. Hätte ich versucht, dich wirklich kennenzulernen, hätte ich vielleicht schon früher bemerkt, was für ein besonderer Mensch du bist.


Okay, jetzt würde sie den Brief sogar vielleicht herzeigen.

Aber das habe ich erst viele Jahre später, als auch du Ärztin warst und im Krankenhaus angefangen hast. Du hattest etwas an dir, was mir furchtbar imponierte. Ich wusste erst nicht genau, was es war und erst später habe ich herausgefunden, dass mich einfach alles an dir faszinierte. Dein Lächeln, dein Strahlen in den Augen, wenn du dich für etwas begeisterst und auch deine manchmal furchtbar nervige, aber wunderbare Art. Aber das wusste ich damals noch nicht und dachte, ich wollte dich nur so wie alle Frauen vor dir. Aber es war anders. Ich ertrug es nicht, dich mit anderen Männern zu sehen und wünschte mir manchmal, du wärest jetzt einfach bei mir.

Sie musste diesen Brief unbedingt herzeigen!

Aber ich redete mir ein, dass das nichts Besonderes war und wollte nicht wahrhaben, dass da mehr zwischen uns war. Irgendwie wusste ich es aber trotzdem. Nur bei dir spürte ich so ein Kribbeln im Bauch, wenn ich dich küsste oder dich sah oder sogar nur an dich dachte. Erst als du dieses Arschloch geheiratet hast, habe ich erkannte, wie viel du mir bedeutest und dass ich nicht ohne dich leben kann. Kurz vor deiner kirchlichen Hochzeit wollte ich dir dann im Fahrstuhl sagen, was ich für dich empfinde, aber du weißt ja selbst, was dann passiert ist. Du hast also diesen Idioten geheiratet und ich bin auch der Kirche geflüchtet, weil ich es nicht ertragen konnte, euch zusammen zu sehen. Ich wollte dich vergessen, aber es ging nicht und ich habe immer an dich gedacht. Ich wollte dich in Ruhe lassen, aber auch das ging nicht und ich habe immer wieder deine Nähe gesucht. Das alles, weil ich einfach hoffnungslos in dich verliebt war. Am liebsten würde ich vergessen, was dann alles passiert ist, aber letztendlich sind wir danach zusammengekommen und ich war so glücklich wie nie zuvor. Ich hatte mehr als ich jemals vom Leben erwartet hatte und mehr als ich verdient hatte.

Sie würde diesen Brief einrahmen und aufhängen, das stand für sie fest.

Doch uns wurden wieder Steine in den Weg gelegt und ich war unglücklich wie nie zuvor. Es hat mir das Herz zerrissen und plötzlich erschien alles sinnlos ohne dich. Ich wünschte mir, dass ich einfach aufhören könnte dich zu lieben, aber das konnte ich nicht und werde ich wohl auch niemals können. Doch wir bewältigten alle Hindernisse und kamen wieder zusammen. Zudem warst du auch noch schwanger und ich, der niemals Kinder wollte, begann, mich auf meine Familie zu freuen. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als mit dir eine Familie zu gründen. In letzter Zeit habe ich viel über unsre Zukunft nachgedacht und darüber, wie es weitergehen wird. Und mit ist klar geworden, dass ich nie wieder ohne dich sein will und allen zeigen will, dass wir beide zusammen gehören. Denn ich liebe dich über alles, Gretchen. Und deswegen möchte ich dich etwas fragen. Und ich tue das nicht, weil du es dir erträumst oder weil es das Beste für unser Kind ist, sondern auch weil es das Beste für mich ist. Du bist das Beste für mich. Etwas Besseres hätte mir nie passieren können. Du hast mich zu einem neuen, besseren Menschen gemacht und ich will, dass es genauso bleibt. Du bist alles für mich! Du bist die Sonne, die mein Leben erhellt und alles zum Schönen wendet. Und du bist die Luft, die ich zum Leben brauche. Ohne dich kann und will ich nicht mehr leben. Ich will, dass du für immer an meiner Seite bist und mich jeden Tag zum glücklichsten Mann der Welt machst. Erst durch dich habe ich gelernt, was Leben bedeutet und wie wertvoll jeder Tag ist.
Und deswegen frage ich dich, Gretchen Haase:
Willst du meine Frau werden?

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Verena1991 Offline

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23.12.2009 20:37
#302 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Sie musste sofort alle Zeitungen anrufen und eine Anzeige aufgeben! Die Story des Jahrhunderts! Am besten rief sie noch sämtliche Fernsehsender an, die sollten das Programm für eine Sondermeldung unterbrechen. Marc Meier macht Gretchen Haase einen Heiratsantrag. Das konnte doch nicht wahr sein! Das musste ein Traum oder so etwas sein! Sie zwickte sich vorsichtshalber in den Arm und stellte fest, dass sie doch noch Schmerz verspüren konnte. Sie träumte also schon mal nicht! Standen da wirklich diese Zeilen? Ja, eindeutig! Das war eindeutig ein Heiratsantrag! Wie lange hatte sie darauf gewartet? Wie lange hatte sie davon geträumt? Sie bemühte sich um einen regelmäßigen Atem, was ihr aber gerade unmöglich war. Sie schrie vor Freude kurz auf, während gleichzeitig Freudentränen über ihre Wangen rannen. Marc wollte sie wirklich heiraten. Der Marc Meier, der zuvor jede Art von fester Beziehung verabscheut hatte, wollte tatsächlich den ewigen Bund der Ehe mit ihr eingehen. Sie musste sofort zu ihm! Sie legte den Brief auf den Wohnzimmertisch und schlüpfte nur schnell in ihre Plüschhausschuhe, in denen sie auf die Straße rannte. Für mehr reichte die Zeit nicht, sie musste doch JETZT zu ihm! Als draußen stand, sah sie sich um und entdeckte Marc auch gleich nervös umhergehend. Er nahm einen tiefen Zug von seiner Zigarette und schien wirklich nervlich am Ende. Als er sie erblickte, ließ er seine Zigarette zu Boden fallen und wartete auf eine Reaktion ihrerseits. Er sah nur, wie ein Haufen Tränen auf ihren Wangen schimmerte und wusste nicht so recht, wie er diese interpretieren sollte. Freute sie sich oder machte es sie traurig, dass sie ihm gleich eine Abfuhr erteilen musste? Gretchen sah seine Verunsicherung und lief schleunigst weiter auf ihn zu. Schwungvoll ließ sie sich in seine Arme fallen und drückte sich fest an ihn.
„JA! JA! Natürlich will ich dich heiraten!“, rief sie glücklich aus und konnte weitere Tränen nicht verhindern. Marc schob sie ein wenig weg, so dass er ihr direkt ins Gesicht sehen konnte.
„Wirklich?“ Es war einfach zu schön, diese Worte aus ihrem Mund zu hören, um es glauben zu können. Womit hatte er dieses Glück verdient?
„Ja, natürlich! Ich will nichts mehr als dich zu heiraten und dass wir eine richtige Familie sind! Ich liebe dich doch!“
„Ich liebe dich auch!“ Überglücklich drückte Marc Gretchen wieder ganz fest an sich und schlang seine Arme dicht um ihren Körper. Er vergrub sein Gesicht an ihrem Hals und atmete ihren perfekten Duft ein. Allgemein war sie rundum perfekt und er durfte sein restliches Leben mit ihr verbringen. Eine Weile standen sie nur so da und genossen die Nähe des anderen, bevor Marc dann bemerkte, wie Gretchen zu zittern begann. Erst jetzt registrierte er erst richtig, dass Gretchen nichts trug außer Jeans, Pullover und ihre komischen Hausschuhe. „Komm, wie gehen rein!“ Marc gab der bibbernden Gretchen noch einen flüchtigen Kuss und hob sie dann hoch, um sie in die Wohnung zu tragen.

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Verena1991 Offline

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24.12.2009 11:09
#303 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Moin, ihr Lieben
Das Christkind hat bei mir eben schon mal kurz reingeschaut und mir ne Kleinigkeit für euch dagelassen
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten




Im Schlafzimmer legte er sie schließlich auf dem Bett ab und nachdem er seinen Mantel ausgezogen hatte, beugte er sich über sie, während er sie mit Küssen überhäufte. Gewärmt von seiner Liebe, hörte Gretchen bald auf zu frieren und gab sich voll seinen Küssen hin. Den Küssen ihres Verlobten… Sie konnte das alles noch immer nicht richtig glauben! Sie machte sich gerade am obersten Knopf seines Hemdes zu schaffen, als er seine Lippen von ihr löste und sich aufrichtete.
„Was ist los?“, fragte eine verwirrte Gretchen. Sonst hatte sie immer gehört, dass man nach der Hochzeit keinen Sex mehr hatte, aber schon nach dem Heiratsantrag?
„Ich hab noch was vergessen!“ Er bückte sich und wühlte in den Taschen seines Mantels. Gretchen hatte sich inzwischen auf dem Bett aufgesetzt und sah ihm dabei zu, wie er an seinem Mantel hantierte. Schließlich zog er ein kleines, schwarzes Kästchen hervor und kniete sich vor Gretchen. „Wenn schon, dann richtig!“ Er klappte das Kästchen auf und Gretchen blickte auf den goldenen Ring darin, in dem ein kleiner Diamant eingearbeitet war. Der Ring war so unglaublich schön… Einen schöneren hätte sich Marc nicht aussuchen können. Ihre Gefühle übermannten sie wieder und ein erneuter Fluss von Tränen lief über ihre Wangen. Sie war einfach so unglaublich glücklich, dass sie das Gefühl hatte, die ganze Welt umarmen zu können. Wo konnte man öffentliche Feiertage beantragen? Wenn das kein Grund für einen Nationalfeiertag war, was dann?
„Marc, der… der ist wunderschön!“
„Ja, ich dachte, der passt zu dir! Also dann… Gretchen Haase, willst du mich heiraten und den Rest deines Lebens mit mir verbringen?“ Er lächelte sie an und es gab nichts Schöneres für ihn, als ihr Strahlen zu sehen.
„Ja, Marc Meier, ich will dich heiraten!“ Sie streckte ihm ihre Hand entgegen und er holte den Ring aus dem kleinen Kästchen, welches er dann beiseite legte. Sowohl ihre, als auch seine Hand zitterte, als er ihr langsam und zärtlich den Ring überstreifte. Dieser Moment war einzigartig magisch und beide waren unendlich glücklich. Sie bewunderte den Ring an ihrem Finger, der ein Zeichen von Marcs Liebe war. Es war das schönste Geschenk, was er ihr hätte machen können. Dann überwog jedoch das Bedürfnis, Marc wieder ganz nah zu spüren und schlang ihre Arme um seinen Hals und legte ihre Lippen auf die des noch immer knienden Marc. Sie verschmolzen zu einem schier endlosen Kuss und Gretchen wollte ihn schon zu sich aufs Bett ziehen, als er sich losriss und nochmal seine Lippen aneinander rieb, um den Geschmack ihrer Lippen noch einmal zu erleben.
„Tschuldigung, wir machen gleich weiter, da ist nur noch eine Kleinigkeit zu klären!“, erläuterte Marc und schob Gretchens Pullover ein wenig nach oben. Gretchen fragte sich schon, was er denn noch zu erledigen hatte, erfuhr die Antwort, aber bald, als er sich mit seinem Gesicht ihrem Bauch näherte und zu sprechen begann: „Hallo, du da drin! Ich würde ganz gerne deine Mama heiraten! Natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast! Weil du wirst dann ja auch ein richtiger Meier! Also, was meinst du? Darf ich die Mama heiraten?“ Gretchen wurde von Moment zu Moment immer glücklicher und lachte auf. „Hey, was gibt’s da zu lachen? Ich führe hier ein ernstes Gespräch!“, verteidigte Marc sich sofort und auch er grinste von einem Ohr zum anderen. „Hörst du das? Wir werden ausgelacht!“, sprach Marc wieder zu Gretchens Bauch und sah dann erneut zu Gretchens Gesicht hoch. „Sollen wir dieses Schweigen als ‚Ja’ oder als ‚Nein’ betrachten?“
„Also ich höre zumindest keinen Widerspruch! Also ist es wohl für unsere Motte in Ordnung!“, meinte Gretchen noch immer lachend.
„Na dann, Danke, Kollege!“ Marc küsste Gretchens Bauch und stand dann auf, beugte sich über Gretchen und legte sich über sie auf das Bett.

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Verena1991 Offline

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25.12.2009 13:42
#304 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Schönes Weihnachten gehabt? Alle Geschenke bekommen? Ich hoffe mal ja und jetzt gehts auch hier weiter


Wenig später lag Gretchens Pullover in einer Ecke des Schlafzimmers und Marcs Hemd war schon halb aufgeknöpft, als Gretchens Körper wieder zu beben begann und wieder Tränen aus ihren Augen flossen. Aber diesmal waren es bittere Tränen voller Verzweiflung und Traurigkeit.
„Was ist denn los?“, fragte Marc nach. Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Bis eben war doch noch alles in Ordnung gewesen…
„Nichts…“ Gretchen versuchte ihre Tränen wegzuwischen, aber es kamen immer neue nach.
„Ja, das sehe ich! Hey, du musst mir sagen, was dich bedrückt! Ich kann zwar vieles, aber Gedankenlesen übersteigt sogar meine Fähigkeiten!“ Sorgenvoll blickte er zu Gretchen runter und versuchte aus ihrem Gesicht ihre Gedanken herauszulesen. Aber er konnte schlichtweg nicht erkennen, was ihre Stimmung so drückte.
„Das verstehst du nicht…“
„Ach Nein? Und woher willst du das wissen? Ich bin dein Verlobter! Wem kannst du es sagen, wenn nicht mir?“ Verlobter… Das klang noch immer so komisch, aber es fühlte sich gut an!
„Es ist nur…“ Zögerlich begann Gretchen zu sprechen, wusste aber nicht, wie sie es ihm sagen sollte. Was, wenn er es doch nicht verstand?
„Was? Wenn’s dir schlecht geht, geht’s mir auch schlecht! Und ich würde wirklich gerne wissen, warum es uns schlecht geht!“ Diese Worte überzeugten Gretchen schließlich. Wenn er so fühlte wie sie, musste er sie doch verstehen…
„Es ist nur wegen meiner Mutter… ich vermisse sie so!“, schluchzte Gretchen schließlich und Marc schaute erstmal etwas schockiert. Wie konnte sie in diesem Moment nur an ihre Mutter denken?
„Aha…“, meinte Marc nur kurz. Er wüsste noch immer zu gerne, wie sie jetzt auf dieses Thema kam.
„Siehst du! Ich wusste, dass du das nicht verstehst!“ Obwohl sie es dennoch gehofft hatte…
„Nein, Gretchen! Ich versteh das schon… irgendwie! Ich weiß nur nicht, warum du ausgerechnet jetzt darauf kommst!“
„Na, weil… Mann, Marc, weißt du eigentlich, wie sehr ich mir das immer gewünscht habe? Ich hab schon mit zwölf unsere Hochzeit perfekt durchgeplant!“ Bei dem Gedanken musste Marc unweigerlich schmunzeln. Er hörte ja nicht ungern, dass er schon damals Gretchens Traummann gewesen war.
„Du fandest mich also schon immer unwiderstehlich?“
„Marc! Kannst du jetzt bitte mal aufhören damit? Ich mein das wirklich ernst! Ich hab so oft von diesem Moment geträumt und wollte, dass alles perfekt wird! Und ich kann doch nicht ohne meine Mutter heiraten! Ich will diesen Moment mit ihr teilen und dass sie sich mit mir freut! Können wir bitte zu ihr fahren?“
„Wie? Jetzt?“ Ja, Gretchen meinte jetzt. Und so standen sie einige Minuten später wieder vollkommen bekleidet vor Gretchens Elternhaus.

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Verena1991 Offline

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25.12.2009 21:42
#305 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Wir sind jetzt aber nicht hier hergefahren, nur damit wir dir Tür anstarren, oder?“ Marc fand diese Frage durchaus berechtigt, nachdem beide nun schon einige Zeit vor der Tür standen, ohne dass die Klingel betätigt wurde.
„Ich trau mich nicht…“, gestand Gretchen verlegen. „Was soll ich denn sagen?“
„Weiß ich doch nicht! Ist immerhin deine Mutter…“ Und wann hatte er bei der schon jemals etwas richtig gemacht? „Dir wird schon etwas einfallen!“
„Aber was ist, wenn sie nicht mit mir reden will? Wenn sie mich einfach rausschmeißt?“
„Also erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass deine Mutter nichts mehr von dir wissen will und zweitens bist du diejenige, die hier im Recht ist! Immerhin hat sie hier Scheiße gebaut und nicht du!“
„Ja, schon… Dann klingle ich jetzt!“ Sie legte die Hand auf die Klingel und atmete noch einmal tief ein, zog sie dann aber wieder abrupt weg und sah unsicher zu Marc. „Ich kann das nicht!“ Marc stöhnte genervt auf, so schwer konnte Klingeln doch nicht sein.
„Wieso nicht? Das ist ganz einfach! Du legst die Hand auf die Klingel und drückst dann einfach drauf! In etwa so!“ Schon befand sich seine Hand auf der Klingel und er betätigte diese. „Siehst du! War wirklich gar nicht so schwer!“
„Marc! Wieso hast du das gemacht?“, fragte Gretchen verzweifelt. Was sollte sie denn jetzt machen? Sie war noch gar nicht bereit dafür.
„Damit ich hier nicht noch stundenlang in dieser Kälte stehen muss!“
„Okay, okay! Wir hauen ab, ja?“ Sie packte Marcs Hand und wollte schon wieder die Treppenstufen hinabsteigen, als sie jedoch von Marc zurückgezogen wurde und ihr Blick schon wieder der Tür galt. Marc legte seine Arme eng um sie und drückte sie an sich. Dabei stütze er seinen Kopf auf ihrer Schulter ab und flüsterte ihr leise ins Ohr.
„Du klärst das jetzt, okay? Ich seh mir nämlich nicht mehr länger mit an, wie du unter dem Verhältnis zu deiner Mutter leidest! Wenn du eine perfekte Hochzeit mit deiner Mutter willst, dann kriegst du sie auch!“ Ermutigt von seinen Worten, entspannte sich Gretchen langsam und legte ihren Kopf leicht schräg, um in Marcs Gesicht sehen zu können.
„Danke!“ Glücklich strahlte sie ihn an und war sehr dankbar, dass er hier bei ihr war und sie nicht alleine ließ. Nachdem er ihr Lächeln erwiderte, wandte sie ihren Blick wieder zur Tür, die noch immer geschlossen war. Langsam wurde sie doch wieder nervös, dass so lange niemand öffnete. Als würde Marc ihre Anspannung wieder spüren, fühlte sie in diesem Augenblick zwei Lippen auf ihrer Wange, die sie erneut zu beruhigen versuchten. Gretchen schloss einen Moment lang die Augen und genoss diese Geborgenheit, die Marc ihr schenkte. Als sie jedoch hörte, wie die Tür geöffnet wurde, schreckte sie wieder auf und ihr Puls beschleunigte sich, als sie nach vielen Wochen ihrer Mutter wieder in die Augen blickte.

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Verena1991 Offline

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26.12.2009 00:51
#306 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Margarethe!“ Überrascht blickte Bärbel ihre Tochter an. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, einen so schönen Besuch am Heiligen Abend zu erhalten. Natürlich hatte sie gehofft, mit Gretchen Weihnachten feiern zu können, aber richtig glauben konnte sie es nicht. Aber sie stand hier eindeutig vor ihr, in den Armen von Marc. Sie hatte es nicht für möglich gehalten, aber es schien Gretchen wirklich glücklich zu machen. Seine Hände lagen auf Gretchens Bauch, der durch das Kind schon ein wenig gewachsen war. Vor ihr stand eine kleine, glückliche werdende Familie. Nur wusste sie nicht, ob auch sie selbst noch Teil dieser Familie war…
„Hallo Mama!“, begrüßte nun auch Gretchen ihre Mutter und lächelte leicht. Das stellte sich aber nicht als einfach da, wenn man nebenbei versuchte, die Tränen zurückzuhalten. Gretchen hatte ja ohnehin einen sehr hohen Hormonspiegel, dank der Schwangerschaft stieg der vermutlich ins Unermessliche…
„Was machst du denn hier? Ich dachte, du…“, fing Bärbel an, wurde aber unterbrochen, als sich plötzlich zwei Arme um sie schlangen und ihr Gesicht in einer blonden Lockenmähne vergraben war. Noch etwas zögerlich legte auch Bärbel ihre Hände auf den Rücken ihrer Tochter und nachdem sie die anfängliche Überraschung verarbeitet hatte, festigte sie ihren Griff und drückte Gretchen nah an sich. Sie hatte schon befürchtet, nach Franz nun auch noch Gretchen verloren zu haben, war nun aber umso glücklicher über diese kleine Familienzusammenführung. Und dann noch an Weihnachten… Das machte das alles umso schöner. Es war das schönste Geschenk, was man ihr hätte machen können. Marc beobachtete derweil das Geschehen und überlegte, ob es sich lohnte, sich jetzt noch eine Zigarette anzuzünden. Wer wusste schon, wie lange sich die beiden noch umarmen wollten? Dauerte bis jetzt bestimmt schon länger, als alle Umarmungen zwischen ihm und seiner Mutter zusammen… Er wollte sich gerade seine Zigarettenschachtel hervorholen, als sich die beiden Frauen doch lösten und einander ansahen. Hätte er gewusst, wie lange man sich so ansehen konnte, hätte er die Zigaretten doch geholt.
„Ich hab dich so vermisst, Mama!“, schluchzte Gretchen und sah ihre Mutter durch den Tränenschleier ihrer Augen an.
„Ich dich auch, mein Kind!“ Bärbel strich mit ihrem Daumen über Gretchens Wange und wischte einige Tränen weg. „Du bist mir also nicht mehr böse?“ Gretchen schüttelte energisch den Kopf und schluckte einige neue Tränen herunter.
„Solange du so was nie wieder machst!“ Gretchen lächelte leicht und Bärbel tat es ihr gleich. Die beiden waren einfach zu glücklich, sich wiedergefunden zu haben.
„Versprochen!“ Ehrlich blickte Bärbel in die blauen Augen ihrer Tochter. Sie wusste jetzt, dass Gretchen wirklich ihr Glück gefunden hatte und das würde sie bestimmt nicht zerstören.
„Gut, wenn ihr das dann geklärt habt, können wir ja wieder gehen!“, warf Marc ein, der schnellstmöglich da weitermachen wollte, wo sie vorher aufgehört hatten. Die beiden Frauen warfen ihm einen verwunderten Blick zu, bevor sich Bärbel wieder fragend ihrer Tochter zuwandte.
„Glaubt der wirklich, dass ihr jetzt schon geht?“
„Männliche Naivität… Wir bleiben natürlich noch!“

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Verena1991 Offline

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26.12.2009 12:32
#307 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Und so folgten Gretchen und Marc Bärbel ins Wohnzimmer der Familie Haase. Es sah noch immer so aus wie immer, nur dass es eben weihnachtlich dekoriert war. Ein liebevoll und geschmackvoll dekorierter Weihnachtsbaum verschönerte das Zimmer. Der von Gretchen geschmückte Baum war mehr eine Ansammlung von allerlei Weihnachtsschmuck, der nicht immer gut miteinander harmonierte. Sie hatte dafür einfach nicht so ein Gefühl wie ihre Mutter… Einen gewohnten Anblick bot jedoch Jochen, der es sich auf der Couch bequem gemacht hatte und das neueste Spiel seines Nintendo Wiis spielte. Der wünschte sich auch jedes Mal aufs Neue ein Videospiel… Männer… Als er hörte, wie die drei eintraten, sah er kurz auf und blickten in das Gesicht seiner Schwester.
„Hi Gretchen!“, begrüßte er sie und richtete seinen Blick wieder auf den Fernseher.
„Hallo Jochen, ich freu mich auch wahnsinnig, dich wiederzusehen!“, erwiderte Gretchen Jochen ironisch, der schon wieder in sein Spiel vertieft war.
„Passt schon…“, kam von diesem, während Bärbel ihren Besuch an den Esstisch führte.
„Wollt ihr vielleicht etwas essen? Ich hab noch etwas von der Weihnachtsgans übrig!“ Bärbel deutete den beiden, dass sie sich setzen sollten, während sie aufgeregt in der Küche verschwand, um das Essen zu holen. Gretchen setzte sich auch sofort an den bekannten Tisch und erwartete, dass der Stuhl neben ihr auch gleich besetzt sein würde. Doch er blieb leer… Sie drehte sich auf dem Stuhl um und sah dafür, dass Jochen nicht mehr alleine auf der Couch saß. Zu ihm hatte sich nämlich Marc gesetzt, der als zweiter Spieler hinzukam.
„Marc!“, rief ihn Gretchen entrüstet. Sie wollten hier gleich essen und er zockte lieber noch eine Runde an der Konsole.
„Ja?“ Diesen Ton kannte Gretchen. Marc war jetzt schon so in das Spiel vertieft, dass sie ausschließen konnte, dass er dem Essen beiwohnen würde.
„Muss das jetzt sein?“ Sie wusste, dass das sinnlos sein würde, aber versuchen konnte man es ja mal…
„Ja!“ Wie erwartet hatte sie Recht behalten. Sie sah auf dem Bildschirm, dass die beiden wohl irgendein Fußballspiel spielten. Na hoffentlich würde sich Marc das Spiel nicht auch noch selbst kaufen… Gretchen rollte mit den Augen und wartete dann, bis ihre Mutter wiederkam.
„So, hier ist die Gans! Du musst ja jetzt viel essen, Margarethe!“ Bärbel stellte das Essen auf den Tisch und bemerkte erst dann, dass nur ein hungriges Maul auf sie wartete. „Will der Doktor Meier nicht mitessen?“
„Nein! Vielleicht hättest du Jochen nicht dieses Videospiel kaufen sollen…“
„Ach so…“ Bärbel setzte sich Gretchen gegenüber an den Tisch und strahlte ihre Tochter wieder an. „Aber dann können wir wenigstens ungestört miteinander reden!“ Sie nahm Gretchens Hand und bemerkte dann den Ring, der an ihrem Finger funkelte. „Margarethe! Ist das etwa ein Verlobungsring?“

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Verena1991 Offline

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26.12.2009 22:41
#308 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Ein breites Lächeln breitete sich auf Gretchens Gesicht aus, die glücklich auf ihren Ring starrte. Der Ring, der ihr Glück komplettierte und ein Zeichen dafür war, dass sie und Marc für immer zusammengehörten.
„Ja!“, antwortete sie glücklich und musste aufpassen, dass sich ihre Stimme vor Freude nicht überschlug. Es war einfach alles perfekt. Auch Bärbel schien sich über diese Tatsache zu freuen und sie stand auf, ging um den Tisch und nahm Gretchen in ihre Arme.
„Mein Kind, ich freu mich so für dich!“ Sie setzte sich wieder auf ihren Stuhl, hielt Gretchens Hand aber noch immer fest und betrachtete den Ring. „Da hat sich der Doktor Meier aber wirklich Mühe gegeben! Und Geschmack hat er auch bewiesen! Nicht zu protzig, sondern sehr edel!“
„Ja…“, seufzte Gretchen verträumt und konnte den Blick nicht von dem Ring abwenden. Das war der schönste Ring, den er hätte aussuchen können.
„Und wann ist es soweit? Noch vor der Geburt? Ich meine, so ein uneheliches Kind, das ist doch nichts!“
„Mama! Das macht doch wirklich keinen Unterschied, ob das Kind ehelich oder unehelich geboren wird!“, tadelte Gretchen ihre Mutter und legte dabei die ringfreie Hand auf ihren Bauch. Bärbel zuckte nur kurz mit den Schultern und Gretchen redete dann ruhiger weiter. „Wobei ich es eigentlich auch schöner fände… Dann wären wir eben irgendwie so ganz offiziell eine Familie. Aber wir werden sehen, wie wir es machen! Das wichtigste ist doch, das wir zusammen sind und uns lieben!“
„Natürlich, aber du musst auch bedenken, dass du jetzt nicht mehr die Jüngste bist! Immerhin wirst du bald 31, da ist auch nicht mehr alles so straff!“
„Mama!“
„Ja, was denn? Ich rede hier immerhin aus Erfahrung! Und wenn du dann erstmal das Kind bekommen hast, ändert sich dein Körper auch total! Danach ist nichts mehr wie vorher! Also ich will dir ja nicht reinreden, aber wenn du mich fragst, solltest du unbedingt noch vor der Geburt heiraten! Außerdem ist das die einzige Möglichkeit, dass dich keiner komisch anschaut, weil du zu dick für dein Kleid bist!“
„Mama!“, entrüstete sich Gretchen erneut. War ja nicht zu glauben, was sie sich hier alles anhören durfte. Wieso hatte sie ihrer Mutter nochmal vergeben? Bestimmt nicht, um sich anzuhören, dass sie zu dick war! „Ich bin nicht dick!“
„Bist du doch!“ Gretchen blickte sich überrascht um, als sie Marcs Stimme vernahm. Der saß noch immer neben Jochen auf dem Sofa und schien noch immer in das Spiel vertieft.
„Hast du uns etwa zugehört?“
„Nein! Nur dass du irgendwas von ‚nicht dick’ gesagt hast…“ Toll, hatte der jetzt ein Radar, das ihm genau sagte, wann er sie ärgern konnte?
„Aber nur weil ich dein Kind austrage!“
„Schon dein ganzes Leben lang oder was?“ Gretchen drehte sich wieder ihrer Mutter zu und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust. Hatten sich hier alle gegen sie verschworen?
„Wo er Recht hat…“, meinte Bärbel nur und servierte Gretchen endlich das Essen, während dem Gretchen ihrer Mutter haarklein jedes Detail des Abends erzählte.

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27.12.2009 13:59
#309 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Nachdem sie den letzten Bissen runtergeschluckt hatte, rieb sich Gretchen genüsslich den Bauch und hatte das Gefühl, gerade 5 Kilo zugenommen zu haben. Aber hier hielten sie anscheinend eh alle für dick, wozu sollte sie sich dann zurückhalten?
„Danke, Mama, das war echt lecker! Ich glaub, so gut hab ich schon lange nicht mehr gegessen!“
„Du kannst ja auch nicht kochen!“, ertönte es wieder von hinten und Gretchen fragte sich langsam wirklich, wie Marc das machte.
„Halt die Klappe, Marc!“, rief Gretchen nach hinten und sprach dann mit ihrer Mutter weiter. „Du, Mama, ich glaube, wir fahren dann langsam mal wieder nach Hause…“
„Was? Gretchen, wir spielen hier ne WM, ja? Wir können jetzt noch nicht nach Hause!“
„Marc, du willst wegen so einem blöden Fußballspiel hier bleiben? Ich dachte, wir feiern noch ein bisschen unsere Verlobung!“ Gretchen hatte sich ganz umgedreht, um mit Marc zu diskutieren. Dessen Augen waren aber noch immer starr auf den Fernseher gerichtet und nicht einmal fiel sein Blick auf Gretchen.
„Ja, später! Wir sind kurz vorm Einzug ins Halbfinale! Ihr könnt ja noch quatschen oder so…“, argumentierte Marc und hämmerte wild auf die Wii-Fernbedienung ein. Genervt drehte sich Gretchen wieder auf dem Stuhl und stütze ihre Arme dann auf dem Tisch ab.
„Bleiben die so?“, fragte sie an ihre Mutter gewandt.
„Die Männer? Die meisten schon… Es sei denn, du hast eine strenge Hand und erziehst sie richtig…“
„Ich glaub kaum, dass ich Marc noch weiter erziehen kann… Der hat sich schon zu sehr geändert, als dass man da noch mehr erwarten könnte.“
„Ach, das ergibt sich schon alles irgendwie! Da fällt mir ein, ich hab da noch was für dich!“ Bärbel stand von ihrem Stuhl auf und verschwand schon aus dem Zimmer. Gretchen blieb verwundert zurück, aber es dauerte nicht lange, bis Bärbel wieder zurückkam und sich aufgeregt neben Gretchen setzte.
„Was hast du da?“ Neugierig fiel Gretchens Blick auf ein gelbes Stück Stoff in Bärbels Händen.
„Ein kleines Geschenk für euch!“ Bärbel breitete den Stoff aus und überreichte Gretchen einen kleinen Strampler, auf dem ein kleiner Teddybär gestickt war. Überrascht nahm Gretchen das kleine Kleidungsstück an sich. Der erste Strampler ihres Kindes. Und er war so klein… So ein kleines Baby würde sie in ein paar Monaten in den Armen halten dürfen.
„Danke, Mama!“ Glücklich umarmte Gretchen kurz ihre Mutter und dankte ihr so für das Geschenk. Ihr Kind konnte nur froh sein, eine solche Oma zu haben. Und sie konnte froh sein, eine solche Mutter zu haben. Auch wenn sie nicht immer ganz einfach war… „Wann hast du den denn gekauft?“
„Vor ein paar Tagen, als ich ein paar Weihnachtsbesorgungen gemacht habe. Und irgendwie musste ich den einfach kaufen, hab sofort an dich gedacht! Ich hatte ja doch noch ein bisschen die Hoffnung, dass du mal wieder vorbeischaust!“

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27.12.2009 20:27
#310 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Nachdem das Team von Jochen Haase und Marc Meier Weltmeister geworden war, gab Marc auch endlich sein Einverständnis zum Nachhauseweg. Sie schlossen die Wohnungstür hinter sich und Gretchen ließ sich gleich mal erschöpft auf die Couch fallen. So langsam machte es sich bemerkbar, dass sie schon seit über 12 Stunden auf den Beinen war und zudem noch für zwei gehen durfte.
„Du willst doch nicht etwa schon schlappmachen?“, fragte Marc und setzte sich neben Gretchen. Danach dauerte es keine drei Sekunden bis von oben eine Hand den Weg unter ihren Pulli fand und ihre Brust fest umschloss. Gleichzeitig schob Marcs andere Hand ihre Haarpracht nach hinten, um seinen Lippen den Weg zu ihren Hals zu erleichtern, den er mit warmen und fordernden Küssen bedeckte.
„Und du willst wirklich nicht lieber Fußball spielen?“ Frech grinste sie ihn an und Marc hob sein Gesicht so an, dass er ihr ins Gesicht sehen konnte und grinste ebenfalls.
„Nö, ich spiel jetzt lieber mit andren Bällen!“, sagte er und machte auch prompt damit weiter. So unromantisch Marc auch schon wieder war, so sehr hingen noch die Worte seines Heiratsantrags in ihrem Kopf, die ihr Herz noch immer überschlagen ließen.
„Du, Marc?“, unterbrach sie sein ‚Spiel’ und sah ihm eindringlich in die Augen. „Könntest du vielleicht erstmal deine Hand aus meinem Ausschnitt nehmen?“ Zwar hatte Marc die Küsse eingestellt, aber seine Hand war noch immer sicher geparkt. Nach Gretchens Aufforderung zog er sie wieder zu sich und wartete darauf, was Gretchen ihm sagen wollte. „Das war wirklich das schönste Weihnachten aller Zeiten! Und sogar der schönste Tag meines Lebens! Danke dafür!“ Sie legte ihm die Hand mit dem Ring auf die Wange und strich mit ihrem Daumen sanft über seine Haut. „Ich… ich kann nur nicht glauben, dass du das auch willst! Das ist so unwirklich!“
„Gretchen, ich hätte dich wohl kaum gefragt, wenn ich es nicht wollte! Aber ich will dich wirklich heiraten! Ich hab dir doch extra aufgeschrieben, warum!“ Wenn er es schon nicht so gut sagen konnte, hatte er es ihr eben einfach geschrieben… Seine ganzen Gefühle auf einem Blatt Papier, wenn das jemand außer Gretchen sehen würde, müsste er wohl oder übel auswandern…
„Ja, ich weiß ja… Ich brauch wahrscheinlich einfach nur Zeit, um das zu realisieren! Vor ein paar Wochen, da… warst du noch so dagegen…“
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Wichtig ist doch, dass ich dich jetzt heiraten will!“ Sein Blick war ehrlich und treu und ließ ihr Herz aufgehen. Dabei näherte sich sein Gesicht wieder ihrem und ihre Lippen verschmolzen zu einem zärtlichen Kuss. Während der Kuss immer leidenschaftlicher wurde, setzte sich Gretchen auf Marc und verschränkte ihre Arme hinter seinem Nacken. Seine Hände fuhren die Silhouette ihres Körpers entlang und zogen dabei ihren Pullover immer weiter nach oben, bis er ihn ihr schließlich über den Kopf zog und achtlos auf den Boden schmiss. Sofort suchten sich ihre Lippen wieder und fanden sich in einem atemberaubenden Kuss wieder. Seine Hände kitzelten leicht ihren Rücken und hinterließen an jeder Stelle eine Gänsehaut. Nach einer endlos erscheinenden Zeit, löste Gretchen ihre Lippen und sah Marc tief in die Augen, bei denen sie noch immer Gefahr ließ, sich darin zu verlieren.
„Ich liebe dich!“, hauchte sie und spürte schon gleich darauf wieder Marcs warme Lippen, die ihre wieder verschlossen. Liebestrunken torkelten sie dann ins Schlafzimmer, wo sie endlich ihre Verlobung angemessen feierten.

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Verena1991 Offline

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27.12.2009 23:34
#311 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Was kommt nach Weihnachten? Rüschtüüüüsch, Silvester
Und hier der etwas längere Auftakt dazu, hat sich quasi wie von selbst geschrieben



Die Feiertage vergingen wie im Flug, was Marc jedoch sehr bedauerte. Denn eigentlich wäre er lieber noch weitere 3 Tage mit Gretchen im Bett geblieben. Doch leider konnte er das Knurren des Magens seiner Verlobten nicht einfach ignorieren. Deshalb beschlossen die beiden widerwillig sich aus ihrem Spielplatz zu schleusen und in den nächstbesten Supermarkt zu fahren.
„Sag mal Marc, was willst du eigentlich alles einkaufen? Bald ist ja schon wieder n Feiertag und wir haben ja wohl beide gemerkt, das man nicht nur von Luft und Liebe leben kann!“
„Wieso? Ich kann das! Ich kann alles! War ja schließlich nicht mein Magen, der so rebelliert hat!“
„Marc du Schlaukopf! Ich muss ja schließlich auch für zwei essen!“
„Tust du doch schon dein ganzes Leben!“
„Vielen Dank auch!“ Nun wandte sich Gretchen ihrem immer weiter wachsenden Bäuchlein zu und sprach mit ihrem kleinen Würmchen. „ Dein Papa ist echt wieder so was von gefühlskalt! Ich hoffe nur, dass du diese Eigenschaft nicht von ihm übernimmst!“
Nun meldete sich auch Marc wieder zu Wort. „ Bitte? Meine Gene sind perfekt! Ich versteh gar nicht, was du hast!“
„Ja so perfekt wie, n Pferd zwischen hundert Kühe passt!“
„Was soll das denn heißen?“
„Nichts und jetzt park da vorne hab keine Lust soweit zu laufen!“
Ein Lautes Lachen konnte sich der Oberarzt daraufhin nicht verkneifen. „ Ach, ist Madame jetzt auch noch zu faul zum laufen, ja?“
„Marc?“
„Ja?“
„Aussteigen und Schnauze halten! Danke!“
„Wie du willst!“ erwiderte der junge Mann nur kurz, verdrehte die Augen, schloss den gemieteten Wagen ab und ging mit Gretchen gemeinsam in den Supermarkt hinein.
Leider Gottes hatte Gretchen die kleinen Macken ihres Freundes völlig verdrängt, denn dieser erblickte gerade die extra eingerichtete Silvester / Böllerabteilung des Lebensmittelmarktes und freute sich wie ein kleines Kind. Schnellen Schrittes zog er seine Verlobte hinter sich her, betrachtete die ganzen schönen Raketen und D-Böller und fing an, alles, was er kriegen konnte, in den bis jetzt noch leeren Einkaufswagen zu stopfen.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“ fragte Gretchen völlig perplex und schaute weiterhin ratlos zu, wie Marc ein Paket nach dem anderen sorgfältig und behutsam in den Einkaufswagen legte.
„Doch, wieso?“
„Ähh… hallo? Ich dachte, wir wollten einkaufen gehen… LEBENSMITTEL EINKAUFEN! Keine Böller, die für 5 Jahre Silvester ausreichen!“
„Hasenzahn, jetzt hab dich doch nicht so, Mensch! Lass mir doch auch mal meinen Spaß!“
„Nee den lass ich dir garantiert nicht! Nur mal so nebenbei! So wie du diese… diese… Dinger da anstarrst und berührst… so hast du mich, DEINE VERLOBTE, noch nie angefasst!“
„Das ist ja auch was anderes!“ erwiderte Marc immer noch abwesend und betrachtete weiterhin die Chinaböller.
„Wie darf ich das jetzt verstehen? Solche blöden Silvesterknaller sind dir lieber als ich?“
„Nein… so würde ich das jetzt nicht sagen… die Viecher hier kann ich nur einmal im Jahr knallen… dich dafür fast jeden Tag!“
„BITTE?!“ Mit einem Ruck hatte Marc Gretchens Ellbogen in den Rippen und stöhnte gleich daraufhin vor Schmerzen auf.
„Sag mal spinnst du?“
„Nee… aber das Gleiche wollte ich dich gerade fragen!“
Sauer wie eh und je griff Gretchen nach dem Einkaufswagen und schob ihn vor sich her in die Abteilung, für die sie eigentlich auch hergekommen war.
Nachdem sie einige Sachen eingekauft hatten, alles im Auto verstaut hatten und Gretchen weiterhin eisern Marc ignorierte, setzte dieser zu einer wichtigen Tatsache an.
„Hasenzahn, aber ich sag dir eins, wir feiern Silvester im Krankenhaus, ne?“
„Willst du mich veräppeln?! Was willst du denn da?“
„Feiern?! Wie jedes Jahr?“
„Aha!“
„Ja… da ist immer big Fete! Und ich und Mehdi schießen immer alle Komapatienten mit unseren Böllern aus dem Dornröschenschlaf! Ist immer total geil!“
„Kannst ja gerne hingehen! Dann bleib ich zuhause! Und außerdem, meinst du wirklich, dass diese Furie von Stefanie Mehdi diesen Spaß gönnt?“
„Erstens, Mehdi ist ein Mann! Hoffe ich zumindest, und setzt sich durch wie ich auch und zweitens kommst du mit! Keine Widerrede!“
„DAS werden wir ja noch sehen!“ erwiderte die Blondine nur gleichgültig und schaute desinteressiert aus dem Fenster der Beifahrertür.
Der Tag war für sie gelaufen…

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Verena1991 Offline

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29.12.2009 13:29
#312 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Mit viel Liebe und Zuwendung konnte Marc Gretchen wieder einigermaßen besänftigen. Zumindest, was ihre Einstellung ihm gegenüber betraf. Den Chinaböllern trat sie jedoch noch immer mit Skepsis und Misstrauen gegenüber. Sie wollte nicht auf diese Silvesterparty. Ihr hing noch zu gut die Erinnerung an den 23.Dezember im Kopf und befürchtete, dass auch diese Party ein Reinfall werden könnte. Hinzu kam, dass sie alles, was mehr als drei Schritte benötigte, anstrengte. Sie würde viel lieber in Ruhe in das neue Jahr starten. Alles, was sie dafür brauchte, war Marc. Nur dass der unbedingt mit großem Kaboom das Jahr 2010 begrüßen wollte. Und so fiel ihr Blick auch am 31.Dezember gegen 16 Uhr wieder auf die Raketen, die Marc liebevoll und gut sichtbar im Wohnzimmer platziert hatte.
„Und? Fit für die Party heute?“, fragte Marc gut gelaunt, als er zur Tür hineingeschneit kam und weitere Böller im Wohnzimmer abstellte.
„Marc? Was ist das?“ Schockiert stand Gretchen auf und ging auf den immer größer werdenden Haufen der Silvesterknaller zu.
„Was denn? Du hast mich ja vor ein paar Tagen unterbrochen, da musste ich eben jetzt noch neue kaufen!“ Unschuldig sah Marc sie an und legte sorgfältig Böller für Böller auf seinen angestammten Platz. Gretchens Wut stieg exponential zur Anzahl der Böller und entlud sich schließlich lautstark.
„Sag mal, HAST DU SIE NOCH ALLE? Wir bekommen ein Kind, wir heiraten und wir brauchen so langsam mal wieder ein richtiges Auto! Und du investierst unser Geld lieber in haufenweise Müll? Das kann doch echt nicht wahr sein!“
„Was regst du dich jetzt so auf? Ich verdiene genug, da kommt’s auf die paar Euro auch nicht drauf an!“, verteidigte sich Marc sofort und konnte Gretchens Wut nicht verstehen.
„Mann, Marc, es geht hier ums Prinzip! Du kannst nicht länger dein Geld so ausgeben, wie es dir passt! Du musst bald Verantwortung übernehmen! Für unser KIND! Du erinnerst dich?“ Da reichte es nun auch Marc und auch er hob nun seine Stimme an und hielt sich mit der Lautstärke nicht mehr zurück.
„Bin ich etwa verantwortungslos, weil ich mir ein paar Silvesterknaller kaufe? Ich arbeite hart, um genug Geld für uns drei zu verdienen! Ich gehe abends nicht mehr weg, sondern komme zu dir nach Hause, um meine freie Zeit mit dir zu verbringen und dich zu unterstützen! Ich lege meinen Schichtplan so, dass ich bei jedem Ultraschall dabei sein kann! Ich rauche nur noch draußen! Ich habe verdammt nochmal mein gesamtes Leben umgekrempelt, um dir und unserem Kind ein gutes und geordnetes Leben bieten zu können! Und jetzt sagst du mir wegen so ein paar Böllern, dass ich keine Verantwortung übernehme?“ Mit jedem Wort schrumpfte Gretchen innerlich ein wenig und die Wut in ihrem Blick ging gänzlich zurück. Sie hatte gar nicht wirklich bedacht, was diese Schwangerschaft auch für Marc bedeutete.
„Marc, ich… ich weiß, dass du ein ganz toller Vater sein wirst! Ich hätte nicht behaupten dürfen, dass du keine Verantwortung übernimmst! Aber irgendwie… hatte ich das Gefühl, dass du selbst noch zu sehr Kind bist!“
„Wegen ein paar Chinaböllern und Raketen?“
„Und wegen dem Spiel bei meiner Mutter…“, fügte Gretchen noch kleinlaut hinzu und Marc zog seine Augenbrauen hoch. Deswegen hielt sie ihn für ein Kind?
„Gretchen, jetzt hör mal zu! Dann feiere ich eben gerne richtig Silvester oder zocke ab und zu mal an der Konsole, aber ich bin erwachsen und kann für das Kind sorgen! Und deswegen ist überhaupt nichts dabei, wenn wir beide auf die Silvesterparty gehen!“ Es bedurfte noch einige Minuten mehr bis sich Gretchen überreden ließ, aber am Ende machten sich beide gemeinsam auf den Weg ins Krankenhaus, um ins neue Jahr zu starten.

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Verena1991 Offline

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29.12.2009 20:46
#313 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Eineinhalb Stunden später waren die beiden mittlerweile mehr als genervten Ärzte am Ziel. Ja ja… Berlins Straßen waren halt nicht gerade leer und dies hätte Marc Meier eigentlich auch wissen müssen. Dann hätte er sich vielleicht den ein oder anderen Spruch seiner Verlobten nicht anhören müssen. Aber schließlich waren sie angekommen und stiegen frohen Mutes aus.
„Herr Meier ich sag dir nur eins! NIE WIEDER!! Verstanden?!“
„Mensch Hasenzahn, so schlimm war’s jetzt auch wieder nicht!“
„Ach quatsch … NEIN!! Gar nicht! Hab ja nur tierische Rückenschmerzen und Kopfweh von deinem Geballer da, was du Musik nennst!“
Doch der Oberarzt ließ sich von seiner Lebensgefährtin nicht noch einmal die Laune verderben, das hatte er sich geschworen. Deshalb schloss er das Auto an der Beifahrerseite ab, gab Gretchen noch einen Kuss auf die Stirn, grinste hämisch und ging weiter zum Kofferraum und holte seine ganze „Kriegsmonition“ aus diesem. Vollgepackt und ohne jegliche Reaktion von Hilfe von Gretchens Seite fuhren die beiden dann in den 7. Stock, um Silvester zu feiern. Es wurde angestoßen, hier ein Glas Sekt, dort etwas Sprudeliges, doch Gretchen langweilte sich bis jetzt zu Tode. Mit ihrem Orangensaft bewaffnet, schlenderte sie durch den Raum und fand schließlich Maria Hassmann und Schwester Sabine diskutierend und wild gestikulierend vor. Anscheinend hatte Sabine aus Versehen etwas von ihrem Sprudelgesöff auf der weißen Bluse der Neurochirurgin verteilt, was Maria richtig in Fahrt brachte.
„Aber Frau Doktor, so können Sie nicht mit mir reden! Vielleicht bin ich nur eine von vielen Krankenschwestern aber…“
„Hallo ihr beiden!“
„Schnauze Haase! Wenn die Kuchen sich unterhalten haben die Krümel Sendepause!“
„Bitte?!“
„Ach, Hallo, Frau Doktor! Nehmen Sie es nicht so ernst! Ich glaube die Frau Doktor Hassmann ist ein wenig angeschwippst!“ meinte Sabine und schaute verstohlen zu der Brünetten herüber.
„Ich zeig Ihnen gleich mal, was es heißt angeschwippst zu sein und das OHNE Alkohol!“
„Na! Wir wollen jetzt mal nicht übertreiben, Maria! Es ist doch nichts passiert und außerdem sieht man nichts von dem Fleck!“ meinte Gretchen und versuchte die Parteien ein wenig zu besänftigen, was ihr jedoch nicht gelingen wollte. Es mutierte eher alles ins Gegenteil!
„Was wissen Sie dicker Haase eigentlich?! Die war verdammt teuer!!! Und diese… diese Frau hier wird mir sie ersetzen haben wir uns da verstanden?“
Was keiner der drei Frauen bemerkt hatte, war, dass sich ein gewisser Oberarzt die Situation genau angeschaut hatte und nach den Worten der Neurochirurgin mit schnellen Schritten auf den Pfropfen Frauen zuging, um seinen Hasenzahn zu verteidigen. Leider Gottes war dies nicht so überzeugend wie es sein sollte, denn Marc Meier hatte schon nach 2 Stunden mächtig einen im Tee
„Ey Hassmann, reden Sie nicht so mit meiner Ver… na… Verlobten! Ja?“ Bei dieser Aussage griff der junge Chirurg provokativ zu Gretchens linker Hand und stach der brünetten Frau fast mit Gretchens Fingern beim Hochhalten der Hand die Augen aus.
„Ach so ist das also ja? Haben Sie den Hengst hier doch noch zähm gekriegt, Haase?“
Doch bevor Gretchen antworten konnte hatte Marc schon das Wort ergriffen.
„Ja das hat sie… hätte keine andere jeschafft und außerdem kommt bald ein kleiner Meier hihi… Cool ne? Da sind Se jetzt baff, was?“

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Verena1991 Offline

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31.12.2009 00:07
#314 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Ach, und ich dachte schon, Sie wären einfach nur fett geworden!“, meinte Maria Hassmann nur mit einem Blick auf Gretchen Bauch.
„Neeeeee! Da ist Gretschen jar nicht dran Schuld! Den Bauch hat se mir su verdanken!“, lallte Marc unbeirrt weiter und legte seinen Arm um Gretchen, die wenig begeistert Marcs Fahne riechen musste.
„Na dann schmerzlichen Glühstrumpf! Oder ne, anders… herzlichen Glückwunsch! So war’s!“, meinte Maria nur trocken.
„Ja, von mir auch, Herr und Frau Doktor!“, sagte auch Sabine schüchtern und brachte somit Marc unbewusst zum Lachen.
„Hassu gehört, Gretchen? Herr und Frau Doktor! Hört sisch doch schon voll verheiratet an!“
„Ja, Marc, ich hab’s gehört! Und du hast echt genug getrunken!“ Gretchen stieß Marc ein wenig von sich weg, aber der fand sofort wieder den Weg an ihre Seite und ‚erfreute’ sie weiter mit seiner Fahne. „Außerdem ist das mit der Schwangerschaft eigentlich gar kein Geheimnis mehr!“
„Ach? Und warum weiß ich dann noch nichts davon?“
„Sie wissen es doch! Hab ich Ihnen doch gerade geschagt!“, antwortete Marc Maria sofort, was aber gleich übergangen wurde. Keine der drei Frauen konnte und wollte ihn so recht ernst nehmen.
„Also im Schwesternzimmer reden wir eigentlich nur noch davon! Wir freuen uns ja alle für Sie, Frau Doktor!“ Sabine strahlte Gretchen so froh und glücklich an, als wäre sie selbst die Schwangere.
„Da zeigt sich doch mal wieder, wer arbeitet und wer lieber tratscht! Und überhaupt, was grinsen Sie hier so blöd? Sie müssen mir noch immer die Bluse ersetzen!“ Schlagartig wich die gute Laune aus Sabines Gesicht, als Maria sie auf das ursprüngliche Thema zurückführte.
„Nun sein Sie mal nicht so, hm?“, versuchte Gretchen zu vermitteln und die Wogen zu glätten. „Ist doch nur eine Bluse! Kein Grund, sich die Laune verderben zu lassen!“
„Gib’s ihr, Baby!“, feuerte Marc seine Verlobte an und kassierte dafür einen abschätzigen Blick von Maria, einen erstaunten von Sabine und einen Misch von beiden von Gretchen.
„Frau Haase, wir haben’s alle kapiert! Sie sind verlobt, bekommen ein Kind und sind ja ach so glücklich! Wenn Ihnen Ihre Bluse egal ist, ist das Ihre Sache, aber ich sehe das anders! Und jetzt zischen Sie ab!“
„Ey, Hassi! Isch hab doch jesagt, so nicht! So redet keiner mit Gretschen!“
„Erstens heiße ich noch immer Hassmann und zweitens rede ich Ihrer Verlobten wie ich will!“ Mit erwachtem Beschützerinstinkt nahm Marc seinen Arm von Gretchen weg und torkelte ein paar Schritte auf Maria zu.
„Willschte Ärger? Kannschte haben!“ Leider unterschätzte Marc seinen Alkoholpegel gewaltig und ein offenes Schuhband tat sein Übriges, um ihn zu Boden zu stürzen. Maria tat blitzschnell einen Schritt zurück und wich dem fallendem Marc geschickt aus. Gretchen kam sofort herbeigelaufen und kniete sich besorgt neben den liegenden Marc.
„Marc? Geht’s dir gut? Hast du dir wehgetan?“ Behutsam half sie ihm, seinen Kopf aufzuheben, sobald Marc sich wieder aufrichten wollte.

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Verena1991 Offline

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31.12.2009 13:48
#315 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Guten Rutsch euch allen und viel Spaß mit diesem Teil


„Wuuuuh! Das nenn ich mal nen Flug!“, sagte dieser nur belustigt und grinste stolz über seinen Auftritt. Gretchen war erstmal erleichtert darüber, dass es Marc offensichtlich gut ging und sein Hirn nicht noch mehr Schaden genommen hatte als ohnehin schon, schüttelte aber gleichzeitig den Kopf über sein Verhalten. An Silvester war der gute Herr zumindest noch nicht sehr verantwortungsbewusst…
„Da haben Sie sich aber einen ganz tollen Verlobten und Vater für Ihr Kind ausgesucht!“, bestätigte auch Maria sarkastisch Gretchens These.
„Marc, ich glaube, wir gehen lieber nach Hause!“
„Hasensahn! Willscht du mir jetzt schon an sie Wäsche oder was?“
„Nein, Marc! Du bist total dicht!“
„Quatsch! Nur weil ich ein paar Bier getrunken habe, bin isch noch lange nicht besoffen! Wir bleiben!“
„Damit ich dich dann nach Hause schleppen kann?“ Gretchen gefiel die Aussicht, einen betrunkenen Marc zu babysitten, überhaupt nicht. Am liebsten würde sie ihn ins Bett verfrachten und das Jahr abhaken.
„Neee, abschleppen kannste mich später! Jetzt wird Party gemacht!“
„Du kannst ja nicht einmal aufrecht stehen! Wie willst du da noch feiern?“
„Und ob ich noch stehen kann! Bin nur gestolpert!“ Zum Beweis stand Marc zwar etwas zaghaft, aber doch erfolgreich auf und präsentierte sich schließlich stolz als stehender Mann. „Siehste! Voll einfach!“
„Genau deswegen wollte ich nicht hier her! Ich wusste, dass so etwas passiert!“
„Was’n passiert?“
„Na, du blamierst mich, du Vollpfosten!“
„Also erstens binisch kein Vollfosten! Und zweitens blamier ich dich gar nicht!“, verteidigt sich Marc sofort, schien Gretchen aber nicht überzeugen zu können.
„Und manche geben ihr Geld für Kino aus! Dabei braucht man doch gar nicht mehr als das hier!“ Maria vergaß für einen Moment ihre Bluse und konzentrierte sich lieber auf das Schauspiel, das sich ihr bot. Der Abend schien ja doch noch ein Erfolg zu werden.
„Halten Sie doch einfach den Rand!“, pflaumte Gretchen die Zuschauerin von der Seite an und widmete sich dann wieder ihrem zukünftigen Ehemann. „Und jetzt zu dir, mein Lieber! Meinetwegen bleiben wir, aber halt dich jetzt bitte zurück! Ich darf schließlich auch nichts trinken!“
„Ach, daher weht der Wind? Mein kleiner Alki will auch was trinken?“
„Wenn hier einer ein Alki ist, dann ja wohl du! Und ich hoffe mal für dich, dass du nachher noch nüchtern genug für deine Böller bist! Denn die könnten für sehr lange Zeit das einzige sein, was du knallen kannst!“
„Sie sind richtig schlagfertig heute, Haase!“, kommentierte die Neurologin nur amüsiert die Situation.
„Lernt man eben, wenn man mit so einem Vollidioten zusammen ist!“

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01.01.2010 16:48
#316 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Alle gut ins neue Jahr gerutscht? Ich wünsche euch allen jedenfalls ein frohes neues Jahr und ganz viel Glück!


„Und ich dachte, du wärst mit mir susammen!“ Bei Marcs Bemerkung und dem frechen Grinsen dabei stöhnte Gretchen äußerst genervt auf und hatte nur noch einen abschätzigen Blick für Marc übrig. Der trieb sie heute noch zur Weißglut.
„Kannst du bitte mal damit aufhören und die Klappe halten? Geh zu Mehdi und spiel mit dem weiter! Dich kann man momentan ja nur ertragen, wenn man selbst betrunken ist!“
„Ach, kommen Sie schon! Ist doch so lustig gerade, da können Sie den doch nicht einfach wegschicken!“
„Sie haben hier auch nichts zu melden, Hassmann!“, stellte Gretchen weiter klar. Wieso nahm sie eigentlich nie jemand ernst?
„Was biste denn jetzt so zickig, Mensch? Mach dich mal locker, Hasensahn!“
„Ich bin zickig? Ich bin nur schwanger, mein Verlobter ist total besoffen, meine Kollegen sehen mich gerade nur als lustige Attraktion an und meine Füße sind verdammt nochmal so angeschwollen, dass mich jeder Schritt fast umbringt! Seht es mir bitte nach, wenn ich nicht ganz so gut gelaunt bin!“
„Haase, zu viel Information! Das will doch keiner hören!“
„Dann hören Sie nicht hin! Mit Ihnen redet hier doch eh keiner!“
„So wie Sie schreien, kann man Sie gar nicht überhören!“
„Also, Frau Doktor… Wenn Sie geschwollene Füße haben… ich hab da ja auch noch eine selbst gemachte Creme zu Hause!“, warf Sabine schüchtern ein und unterbrach das Gezanke der Ärzte. „Meine Cousine war ja auch mal schwanger… Nur hat sie die Creme wohl nicht so gut vertragen…“, fügte sie noch bei den fragenden Gesichtern, die sie anstarrte, hinzu.
„Da würde sich Doktor Haase aber freuen! Genauso wie bei Ihrer Gesichtscreme!“, meinte Maria mit einem Sarkasmus, den Sabine nicht zu verstehen vermochte. Und so strahlte die liebenswürdige, aber naive Krankenschwester glücklich über das Kompliment in die Runde.
„Boah, ey, Weiber… Ich bin weg!“ Und schon war Marc abgerauscht und in der Menschenmenge verschwunden, auf der Suche nach Mehdi. Zurück blieben die drei Frauen, die dem Mann noch eine Weile hinterhersahen.
„Schade… Hätte noch so lustig werden können!“
„Sie haben sich jetzt echt schon genug auf meine Kosten amüsiert!“
„Ehrlich gesagt hätte ich gerne noch etwas damit weitergemacht! Aber Sie müssen ja immer gleich die Spießerin raushängen lassen!“ Gretchen wollte gerade wieder zum Gegenschlag ansetzen, fand dann aber noch eine andere Verteidigerin.
„Also ich finde die Frau Doktor gar nicht spießig! Ich finde, sie ist eine sehr bewundernswerte Frau!“ Gretchen schenkte Sabine ein dankbares Lächeln, wohingegen die Krankenschwester von der Brünetten nur einen herabblickenden Blick erhielt.
„Jetzt sind Sie übrigens der Krümel!“, meinte Maria Hassmann nur forsch zu Sabine und widmete sich dann wieder der blonden Chirurgin. „Und versuchen Sie erst gar nicht, sich rauszureden! Sie sind spießig!“
„Also das… das wird mir jetzt echt zu blöd!“, empörte sich Gretchen und drängte sich an der Neurologin vorbei. Als Sabine der Ärztin jedoch folgen wollte, wurde sie jedoch aufgehalten.
„Sabine! Sie bleiben! Sie müssen mir noch immer die Bluse ersetzen!“

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02.01.2010 01:07
#317 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Wenige Minuten vor Mitternacht machte sich Gretchen dann mit einem Glas Apfelsaft bewaffnet wieder auf die Suche nach Marc. Trotz seiner Eigenheiten wollte sie dennoch mit ihm zusammen ins neue Jahr starten. Es dauerte nicht lange, da fand sie ihn auch schon auf der Dachterrasse und neben ihm stand auch schon Mehdi, der gerade eine mächtige Standpauke von Stefanie erhielt. Scheinbar war sie hier nicht die einzige ‚Spießerin’. Gretchen ging weiter auf die kleine Gruppe zu und gesellte sich dazu.
„Hey ihr!“, begrüßte der Neuankömmling die drei anderen und lächelte freundlich in die Runde.
„Gretscheeeeeeeeeen!“ Marc schloss seine Verlobte gleich mal in die Arme und drückte sie erstmal fest an sich, achtete dabei aber auch genau auf das Sektglas, das er schon mal in die Hand genommen hatte. „Isch dachte schon, du kommscht nich mehr! Dann hätte Kaan meinem erschten Kuss im neuen Jahr bekommen!“
„Ja, ihr wärt bestimmt auch sehr glücklich miteinander geworden!“
„Bei dem darfisch wenigschtens so viel knallen, wie ich will!“ Um Schlägen ihrerseits zu entgehen, legte er den Arm ganz eng um sie herum und zog sie nah an sich. Gretchen überlegte kurz, ob sie ihn vielleicht einfach treten sollte, entschied sich dann aber doch dagegen. Sie wollte ja nicht unbedingt als Schlägerbraut dastehen…
„Ich sag doch… ihr passt perfekt zusammen! Und eure Kinder würden bestimmt traumhaft aussehen!“
„Muss ja bei meinen… Dings… äh, Genen!“
„Sicher…“ Nicht gerade überzeugt nickte Gretchen ihrem Verlobten zu. „Deine Gene sind…“ Bevor sie jedoch weiter Ausführungen über seine Gene machen konnte, wurde sie durch ein einheitliches Herabzählen der verbleibenden Sekunden übertönt.
„10… 9… 8…“ Sie schmiegte sich näher an Marcs Brust und wartete gespannt auf das Ende des Countdowns. Dann wäre das neue Jahr angebrochen und Millionen von Menschen würden sich wieder irgendwelche Vorsätze nehmen, die sie am Ende sowieso nicht hielten. In den vergangenen Jahren hatte sie auch immer einen ganz bestimmten Vorsatz gehabt: Endlich mal in eine 38 passen… Aber für das nächste Jahr wünschte sie sich nur eines… Glück! Sie wollte einfach glücklich sein mit ihrer kleinen Familie. Mehr verlangte sie gar nicht. Sie hatte alles, was sie brauchte und wollte das einfach nur behalten. Für das nächste Jahr und alle folgenden. Dafür nahm sie gerne weiterhin Größe 40 in Kauf. Seit sie sich ihres Glückes sicher sein konnte, waren diese materialistischen Wünsche nebensächlich. Brauchte man das vielleicht nur, um sein eigenes Leid zu verdrängen? Damit man sich des Unglücks, das im eigenen Leben herrschte, nicht so bewusst wurde? Dass man dadurch nur eine innere Leere füllen konnte? Aber brauchte man das noch, wenn diese Leere nicht mehr da war? Gretchen jedenfalls wünschte sich einfach, dass alles so blieb, wie es war. Sie hatte alles, was sie sich je erträumt hatte. Mehr brauchte sie nicht, um glücklich zu sein.
„3…2…1…“ Und schon waren von allein Seiten frohe Neujahrswünsche zu hören, alle stießen miteinander an, man sah zahlreiche Umarmungen und etliche Küsse verliebter Paare.
„Frohsch Jahr!“, wünschte Marc Gretchen, während sie ihm das gleiche weniger betrunken sagte. Er beugte sich zu ihr herunter und versiegelte ihre Lippen mit einem gefühlvollen Kuss, dem ersten, aber noch lange nicht letztem in diesem Jahr.

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03.01.2010 04:07
#318 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Doch leider wurde dieser für Gretchen so wichtige Moment von einem gewissen Gynäkologen unterbrochen, der Marc am Ärmel hing und ihn ansprach.
„Marc… kennste des noch? Des isch doch Polka! Komm wir müssn danzen!“
„Jetzt nischt, Mehdi!“
„Doohhooooch, jenau jetscht!“ Und schon verschwand der Halbperser mit seinem besten Freund auf den Tischen der Cafeteria um ein bisschen die Sau rauszulassen. Zum Leidtragen von Gretchen legten Mehdi und Marc wirklich einen gigantischen Polkatanz hin.
http://www.youtube.com/watch?v=EUv76QcT_5c
„Mensch, Haase, ich wusste gar nicht, dass der Meier auf so ne Mukke steht!“ meinte Maria Hassmann nur sarkastisch zu der jungen Assistenzärztin und lachte lauthals los.
„Ich auch nicht!“ meinte die Blondine nur entsetzt und schaute dem Spektakel weiterhin zu. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Denn plötzlich spielte der DJ ein wirklich sehr bekanntes Partylied, bei dem der verehrte Herr Oberarzt Meier nur noch mehr abging.
http://www.youtube.com/watch?v=hfiJc-pyiTI
Schnell schnappte er sich ein Mikro und fing lauthals an mitzu„singen“. Wenn man dies denn noch Singen nennen konnte.

„Das Fischjeschäft war sauba und ordentlisch jepflegt
Isch schaute in das Kühlrejal ob sisch irjendwasch bewegt
Gläscher mit einjelegtem Rollmopsch standen im Regal
Drum sag ich zur hübschen Verkäüferin entschuldije mal

Zeig doch mal die Möpsche die würden misch interessie'rn
Zeig doch mal die Möpsche hab lange keine mehr geseh'n
Ich steh total auf Möpsche und am liebsten hätt ich zeh'n
Zeig doch mal die Möpsche aber ich will nischt dass
Ich will nischt dass die friern

Lalalalalalalalalala… laulilalalalalaililililalelelelele

Isch bin in höchscht guter Verfassung
Und leb total gesund
Um nischt alleine joggen zu müssen
Dacht isch mir holst du dir 'nen Hund
Im Tierheim jab es viele Rassen
Vor 'nem Käfig blieb isch steh'n
Und rief zur süßen Pflegerin
Kann ich diesche zweimal seh'n

Zeig doch mal die Möpsche ...

lalalalalala“

Laut trällerte Marc mit und zeigte beim Refrain immer wieder auf Gretchen, der dies mehr als peinlich war. Deshalb ging sie auch schleunigst auf den Oberarzt zu und versuchte ihm vom Tisch herunter zu bekommen.
„Marc! Komm sofort darunter!“
„Haschenzahn! Wieso? Zeig doch mal die Möpsche… die würden mich lalalala… Ist doch gerade soooo lustig, Mensch!“
„Jaja… und jetzt komm sofort da runter, verdammt! Du bist echt peinlich! Wir gehen jetzt SOFORT nach Hause!“
Mittlerweile war die schwangere Blonde auf 320.
„Nix da! Isch bleibe hier! Ohh hör mal! Dasch sind die 10 nackten Frisösen!
Esch jigbt hunderttausend Frauen denen ischt alles zuzutrauen doch isch sag no… nooo… Isch will 10 nackte Frisösen hoho!“
„MARC MEIER! Entweder du kommst da jetzt freiwillig runter oder ich zieh dich da weg… und das könnte durchaus schmerzhaft werden!“
„Och Haschenzahn! Sei doch nischt so spiiiiiiießig ey… Ischt doch cool hier!“
„Weißt du was? Du KANNST MICH MAL!“
„Jaja… vielleicht späder oder souuh!“

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05.01.2010 21:41
#319 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Hey, meine Lieben
Ich weiß, in letzter Zeit kam nicht wirklich viel, aber ich gelobe Besserung! Hatte heute nen mordsmäßgen Schreibflash, also hab ich in nächster Zeit etwas mehr für euch! Versprochen!
LG



Später bestand für Marc dann aber nur noch mehr aus dem Umarmen der Kloschüssel. Mehdi und er hatten zwar noch die meisten ihrer Böller und Raketen in die Luft gejagt, aber irgendwann war es dann doch zu viel des Guten gewesen. Gretchen hatte lange vergeblich versucht, Marc zum Heimweg zu motivieren, hatte das aber nur geschafft, indem sie ihm geschworen hatte, zu Hause eine Riesenrakete gebunkert zu haben, die nur darauf wartete, dass er sie endlich in den Himmel schoss. Kaum dass sie dann aber zu Hause angekommen waren, verschwendete Marc keinen Gedanken mehr ans Knallen, sondern hing stattdessen nur noch im Bad über der Schüssel, wo sein Magen gehörig ausgeräumt wurde. Gretchen hatte sich auf den Badewannenrand gesetzt und stand Marc unterstützend zur Seite. Auch wenn er es eigentlich nicht verdient hatte, aber bevor der gute Herr noch an seinem eigenen Erbrochenen erstickte, hatte sie doch lieber ein wachsames Auge auf ihn.
„Nie mehr!“, krächzte er immer wieder, während er wie ein Häufchen Elend zusammengekauert auf den Fliesen saß.
„Was?“
„Nie mehr souh viel Algohoul! Gretschen, isch versprechsch dir!“ Anschließend wechselte er wieder einige Worte mit der Kloschüssel und Gretchen tätschelte ihm beruhigend den Rücken.
„Ja, ist klar! Das sagen sie doch alle!“
„Näääää! Isch mein dasch escht souh! Greeeeeeeeeeetschen, mir isch soooouh schlecht!“
„Da biste jetzt aber auch irgendwie selber Schuld, hm?“ Und wer hatte ihn noch gewarnt? Und wer wollte wieder nicht hören?
„Isch kann nisch mehr!“
„Du schaffst das schon! Das muss jetzt einfach alles raus!“
„Noch einmal und isch ste…sterbe! Isch weiß dasch genau!“ Hätte er sich mal früher überlegen sollen… Leider bezweifelte sie, dass er sich später noch großartig daran erinnern würde und der Lehreffekt nicht unbedingt der größte sein würde.
„Ich hab mir monatelang wegen dir die Seele aus dem Leib gekotzt! Also reg du dich hier mal nicht wegen einer Nacht so auf! Vor allem war es alleine deine Entscheidung, so viel zu trinken! Wenn du nicht mit den Konsequenzen leben kannst, dann lass den Mist lieber!“
„Haschensahn! Bischu böse?“
„Nein, ich bin nicht böse! Na gut, vielleicht ein bisschen! Und ich bin fertig, ich will schlafen!“ Dazu kam sie dann aber mehrere Minuten später. Doch irgendwann war Marc dann soweit transportfähig und sie half ihm ins Bett. Sie war gerade dabei, ihm die Hose irgendwie vom Körper zu reißen, als Marc wieder mit dem Meckern begann.
„Gretschen! Jetz nisch! Isch will schlafen!“ Als ob sie jetzt Sex wollte… Das war sowieso nicht mehr möglich gewesen, denn noch bevor die Hose neben dem Bett auf den Boden fiel, verschwand Marc auch schon ins Reich der Träume. Gretchen war unheimlich froh darüber und hatte dann endlich Zeit, sich zu erholen und sich ebenfalls schlafen zu legen. Selten hatte sie einen anstrengenderen Jahresbeginn erlebt…

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Verena1991 Offline

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05.01.2010 23:40
#320 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Zwischendurch ein kleiner Rückblick meiner Story im Schnelldurchlauf Ich hab euch echt viel zugemutet



Gretchen wachte am nächsten Morgen als Erste auf. War ja auch kein Wunder, Marc musste einen gewaltigen Rausch ausschlafen. Sie drehte sich um und den neben ihr liegenden Mann an, der tief im Reich der Träume verschwunden war. Hoffentlich nicht von nackten Friseusen…
„Das war das letzte Silvester, an dem du dich so betrinkst, okay? Ich hab nämlich keine Lust, mich nächstes Jahr um zwei hilfsbedürftige Meiers zu kümmern!“, flüsterte sie ihm zu und strich ihm eine einzelne Haarsträhne sorgfältig von der Stirn. Marc ließ sich davon jedoch nicht beirren und schlief friedlich wie ein Baby weiter. Gretchen seufzte kurz und machte sich dann auf ins Bad, um sich fertig zu machen. Sollte ja wenigstens einer in dieser Wohnung vorzeigbar aussehen. Während das warme Wasser über ihre Haut lief, ließ sie das letzte Jahr Revue passieren. Der größte Schicksalsschlag war zweifellos der Tod ihres geliebten Vaters. Aber auch sonst hatte sie ja im letzten Jahr einiges durchmachen müssen. Sie hatte den vermutlich größten Fehler ihres Lebens gemacht und einen Betrüger geheiratet. Gott sei Dank war sie diesem Albtraum aber entkommen und war endlich, nach 20 Jahren, mit Marc zusammengekommen. Dann kam die durch Gigi und Bärbel herbeigeführte Trennung und die Annullierung ihrer Ehe. Danach folgte eine sich anbahnende Beziehung mit ihrem Anwalt, der jedoch mehr Trost in dieser schweren Zeit war. Und dann war noch die Schwangerschaft, die alles änderte. Dann hatte sie fast eine Fehlgeburt und Marc diesen Autounfall. Sie hatte die Wahrheit über alles rausgefunden und die Welt wendete sich wieder zum Guten. Marc und sie waren wieder vereint und freuten sich gemeinsam auf das Kind. Und jetzt waren sie verlobt. Das vorangegangene Jahr hatte mehr als genug an Drama zu bieten gehabt, dieses Jahr konnte eigentlich nur ruhiger werden. Anstatt diesen ständigen Hochs und Tiefs wollte sie einfach nur eine glückliche Zeit erleben. Sie wollte Marc heiraten und ihr Kind zur Welt bringen. Was brauchte man mehr als ein normales Familienleben? Nach einiger Zeit schaltete Gretchen das Wasser ab und stieg wieder aus der Dusche. Nach ein paar weiteren Minuten sah sie dann schließlich wieder ins Schlafzimmer, womöglich war ihre Schnapsleiche ja inzwischen aufgewacht… Diese lag aber noch immer wie ein Stein im Bett und stieß gelegentlich einen lauten Schnarcher aus. „Tja, mein Schatz, das ist dann wohl dein Papa!“, machte sie ihrem Kind noch einmal klar und machte sich und dem Kleinen dann einen Kakao. „Aber wir haben ihn ja trotzdem lieb!“
Sie verbrachte einige Stunden gemütlich vor dem Fernseher und genehmigte sie die ein oder andere Tafel Schokolade, bis sie ein lautes, gequältes Stöhnen aus dem Schlafzimmer vernahm. Gemächlich erhob sie sich von der Couch und machte sich auf Richtung Marc, wo sie sich entspannt an die Tür anlehnte. Ein bisschen Leiden hatte er verdient…
„Gretchen, bist du das?“ Marc hatte noch immer die Augen geschlossen und machte ein ziemlich leidendes Gesicht, während er nach seiner Verlobten verlangte.
„Nein, ich bin der Heilige Geist!“
„Auch gut, aber kannst du bitte diese Kopfschmerzen wegmachen?“
„Hat der arme Marci Kopfweh?“, meinte Gretchen nur gespielt mitleidig und setzte sich dann neben ihn aus Bett. „Dann hättest du vielleicht nicht so viel trinken sollen!“
„Ich mach’s nie wieder! Aber mach, dass es aufhört!“

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Verena1991 Offline

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06.01.2010 02:40
#321 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Kannst dir ja ne Aspirin holen, weißt ja, wo die sind!“ Wer im Vollrausch seine Verlobte blamierte und in den Wahnsinn trieb, musste auch mit den Konsequenzen leben können.
„Gretchen, bitte! Hilf mir!“ Und schon bröckelte ihr innerer Widerstand ein wenig. Wieso konnte sie nicht auch einfach mal so richtig fies sein? Vielleicht sollte sie mal eine Nachhilfestunde bei ihrem Verlobten nehmen. Aber ein wenig würde sie ihn doch noch leiden lassen.
„Wieso denn? Du hast gestern doch immer wieder gesagt, dass du nicht betrunken bist! Kannste jetzt ja unter Beweis stellen!“
„Gut, ich hab Scheiße gelabert gestern! Und ich hab mich auch scheiße benommen! Tut mir Leid, okay?“ Wenn Marc sich hier schon entschuldigte, musste es ihm wirklich ziemlich dreckig gehen… Und auch wenn er es eigentlich nicht verdient hatte, stand sie auf, um ihm doch eine Aspirintablette zu holen. „Wo gehst du denn hin? Du kannst mich doch nicht einfach hier alleine lassen!“ Das könnte sie auch kaum, so wie es ihm gerade ging. Wie hatte er nur ohne sie nach einer durchzechten Nacht wieder ins Leben finden können?
„Ich hol dir ne Aspirin, du Idiot! Damit du schnell wieder geradeaus gehen kannst!“ Von Marc vernahm sie nur noch ein undefinierbares Geräusch, welches sie einfach mal als eine Art ‚Danke’ auffasste. Obwohl sie gerade mal eine Minute weg war, wurde sie dennoch schon wieder sehnsüchtig erwartet, als sie wieder ins Schlafzimmer trat.
„Wo warst du so lange?“, fragte Marc sofort und richtete sich aus eigener Kraft etwas auf. Gretchen setzte sich wieder neben den Chirurgen und reichte ihm das Glas mit der Kopfschmerztablette.
„Ich war nicht lange weg! Hast du mich etwa vermisst?“ Gretchen grinste den trinkenden Mann frech an, sie wusste ja ganz genau, dass er so etwas nicht gerne hörte. Dieser ließ sich aber nicht beirren und drückte ihr wieder das Glas in die Hände, bevor er sich wieder hinlegte.
„Gretchen? Ich liebe dich!“ Das freche Grinsen verschwand augenblicklich aus ihrem Gesicht und konnte nur in letzter Sekunde das Glas vor dem Fall retten. Sie hatte diese Worte zwar nicht das erste Mal von ihm gehört und war sich seiner Gefühle auch bewusst, aber so eine Liebeserklärung aus heiterem Himmel war doch Neuland für sie. Normalerweise war das bei ihm total kalkulierbar und kam nur in Ausnahmesituationen vor.
„Äh, ja... Ich dich auch! Aber womit genau hab ich das jetzt verdient?“
„Darf ich dir nicht einfach mal sagen, dass ich dich liebe?“
„Doch, klar! Nur normalerweise passiert so was eher… nie!“, erinnerte ihn Gretchen und spürte dann, wie ihre Hand von seiner umschlossen wurde. Ein angenehmer Schauer durchlief ihren Körper, als sie seine Wärme fühlte. Er musste ihr seine Gefühle gar nicht sagen, es reichte schon, wenn sie sie spürte. Und das tat sie jedes Mal, wenn er sie berührte oder sie auch nur ansah. Dieser Mann liebte sie bedingungslos und es bedurfte im Grunde keiner Worte, um ihr das klarzumachen. Marc war inzwischen wieder in der Lage, aus seinen Augen zu sehen und war verzaubert von ihrem glücklichen Lächeln, das sie ihm jeden Tag aufs Neue schenkte. Das war alles, was er wollte und brauchte. Trotz allem, was war, liebte sie ihn und ebenso liebte er sie. Durch sie hatte er verstanden, wieso alle so begeistert von der Liebe sprachen und jeder nach dem Mensch fürs Leben suchte. Und er hatte das Glück, diesem Menschen gefunden zu haben. Und nichts konnte dieses Glück zerstören.

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Verena1991 Offline

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06.01.2010 13:20
#322 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Guten Morgen erstmal
Da war doch noch irgendwas in meiner Story, was noch aufzuklären ist... Ich hatte da auch echt mal ne gute Idee, aber die ist meinem Erbsenhirn leider abhanden gekommen
Wusste dann ewig nicht, wie ich es umsetzen soll und hab einfach mal drauf losgeschrieben... Gut isses nicht geworden, aber irgendwas musste ich schreiben
Ich hoffe, ihr habt trotzdem euren Spaß




Er wollte nicht mehr das egoistische Arschloch sein, das er früher war. Das hatte Gretchen nicht verdient… Das hatte niemand verdient.
„Gretchen, gib mir mal mein Handy!“, forderte er nach einiger Zeit, in der sie einfach nur die Liebe des anderen gefühlt hatten.
„Warum? Wen willst du denn anrufen?“ Sie bückte sich zu seiner Jeans, die achtlos neben dem Bett lag und zog sein Handy aus der Hosentasche, um es ihm zu reichen.
„Ich muss da was klären!“, sagte er abwesend und schon tippte er wild auf seinem Mobiltelefon herum. Nur Gretchen war noch nicht wirklich schlau aus ihm geworden und wartete ab, mit wem Marc reden wollte.
„Ja, und was?“
„Gleich, okay?“ Er legte das Handy an sein Ohr und wartete ungeduldig das Tuten ab, das in gleichmäßigem Abstand ertönte. Gretchen würde ohnehin gleich mitbekommen, was er jetzt klären wollte und auch musste. Viel zu lange hatte er das Thema vor sich hergeschoben…
„Meier?“, ertönte es am andren Ende der Leitung, nachdem Marcs Vater ans Telefon gegangen war.
„Ja, hier auch…“ Es war noch immer komisch für Marc, denselben Nachnamen wie dieser Mann zu haben. Er musste sich einfach erst wieder daran gewöhnen, einen Vater zu haben. 25 Jahre lang hatte er schließlich nichts mehr mit diesem Mann zu tun gehabt.
„Marc?“ Erstaunt stellte Klaus Meier fest, dass tatsächlich sein erster Sohn angerufen hatte. Zwar hatte er auf einen solchen Anruf gehofft, aber nicht wirklich damit gerechnet. Immerhin herrschte schon seit mehreren Wochen wieder Funkstille zwischen Vater und Sohn, denn Klaus hatte sich vorgenommen, auf Gretchens Rat zu hören und nicht weiter Druck auszuüben.
„Ja, genau der…“ Drei Worte ertönten aus Marcs Mund und schon folgte wieder eine peinliche Stille. Keiner wusste, was er sagen sollte und wie sie das Gespräch führen sollten.
„Wieso rufst du denn an?“
„Ich, äh… hab nochmal über die ganze Sache nachgedacht… mit der Leber und so…“ Unsicher griff er nach Gretchens Hand, die das Telefonat still beobachtete. Sie hatte schon vermutet, dass Marc deshalb anrief, sagte aber erstmal nichts dazu. Sie würden später reden, wenn er es brauchte.
„Hast du… es dir anders überlegt? Willst du doch…?“
„Ja, ich mach’s!“, sagte Marc mit einer Entschlossenheit, die ihm nur durch Gretchens Nähe gelang. Ohne sie könnte er das nicht…
„Wa…? Äh… Ich weiß nicht, was ich sagen soll… Danke!“
„Jaja, passt schon! Aber ich mach das nicht für dich!“
„Ich weiß… Das habe ich auch nicht verdient! Aber ich danke dir!“
„Gut, dann… wär’s das erst mal! Wir regeln das dann später!“ Schließlich hatte sich Marc noch immer nicht von seinem Kater erholt und wollte nicht unbedingt jetzt über seine Leber sprechen.
„Gut, dann bis später irgendwann!“ Ohne sich noch einmal explizit zu verabschieden, legte Marc auf und schmiss das Handy neben sich auf das Laken. Er atmete einmal tief durch und sah dann Gretchen in die Augen, die ihn verständnisvoll ansah. So, als wüsste sie genau über alles Bescheid und dass keine weiteren Erklärungen notwendig waren. Sie verstanden sich auch so…

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06.01.2010 16:29
#323 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Soo, dann hier noch was... Ich will dat ganze ja noch vorm Wochenende abhaken


Sie beugte sich zu ihm herunter und küsste ihn zärtlich auf die Wange. Der Mund war ihr nach seinem Besäufnis doch noch zu heikel…
„Ich wusste, dass du dich so entscheiden würdest!“, flüsterte sie ihm dann noch zu und setzte sich wieder aufrecht hin.
„Woher?“ Er hatte es ja nicht einmal selbst gewusst… Gerade erst war ihm klar geworden, dass er es machen musste. Dass er ein besserer Mensch werden wollte und nicht mehr das Arschloch von früher. Und nur weil sein Vater ihn im Stich gelassen hatte, durfte und wollte er nicht genauso verantwortungslos handeln.
„Weil du niemals einen Menschen einfach so im Stich lassen würdest! Erst recht nicht, wenn du seine letzte Chance bist!“
„Würd ich nicht?“ Wenn er da nur an die beiden Male zurückdachte, als ihm eine Vaterschaft offenbart wurde. Besonders verantwortungsvoll war er da nicht gewesen, besonders nicht bei Gabi…
„Kann es sein, dass ich dich gerade besser kenne als du dich selbst? Wir wissen beide, dass du früher ein ziemliches Arschloch warst und vielleicht auch noch manchmal bist! Ich erinnere dich da nur an gestern! Aber wenn es um ein Menschenleben geht, dann würdest du alles dafür tun! Und deswegen bist du nicht nur ein guter Arzt, sondern auch ein guter Mensch!“ Gebannt folgte Marc ihren Worten, die ihn sogar für kurze Zeit die Kopfschmerzen vergessen ließen. Noch nie hatte jemand so viel in ihm gesehen wie Gretchen es tat. Und das trotz aller Schikane, die er ihr angetan hatte… „Und du hättest mich mit dem Kind auch nicht alleine gelassen! Dass ich das damals gedacht habe, war falsch! Weil ich eben falsche Dinge über dich gehört habe! Aber das warst nicht du! Du hättest mich unterstützt!“
„Und Gabi? Glaubst du, die hätte ich auch unterstützt?“
„Ich weiß es nicht… Aber ich glaube schon, dass du in gewisser Weise für sie da gewesen wärst! Oder zumindest für das Kind!“ Konnte sie das wirklich glauben? Er wollte das Kind immerhin abtreiben lassen… Aber ein Kind mit Gabi hatte er einfach nicht gewollt. Eigentlich wollte er gar keine Kinder… Nur bei Gretchen war es etwas anderes. Denn sie liebte er wirklich. Und sie liebte ihn. Sie liebte nicht den gutaussehenden Doktor Marc Meier, sondern einfach nur den Menschen Marc. Sie wollte nicht nur die Hülle, sondern alles. „Wenn dir jemand wichtig ist, dann tust du alles für ihn. Du liest zum Beispiel jedes Mal diese blöden Romane deiner Mutter. Oder du hast Mehdi gesagt, dass du eine Affäre mit Anna hattest, weil ihn die Wahrheit noch mehr verletzt hätte. Und dein Vater und dein Halbbruder bedeuten dir auch was! Was andres kannst du mir nicht erzählen!
„Du bist etwas ganz Besonderes, weißt du das?“ Er musste schmunzeln, als er sah, wie ihre Wangen leicht erröteten und sie ihren Blick verlegen nach unten richtete.
„Schleimer!“, sagte sie schließlich, um ihre Verlegenheit zu überspielen. Dass dieser Mann das nach all der Zeit noch immer schaffte…

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06.01.2010 21:25
#324 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

2 Wochen später war es dann so weit. Die Familie Meier samt Gretchen hatte sich in der Charitè eingefunden und in wenigen Stunden würde die OP sein. Marc stand mit Gretchen im Krankenhausflur und hielt sich an ihr fest. Er war froh, dass sie mitgekommen war. So fühlte er sich viel wohler und geborgener. Irgendeinen Beistand brauchte er einfach und er hätte niemanden lieber hier als Gretchen. Elke wollte sich später noch blicken lassen, aber für Marc war viel wichtiger, dass seine zukünftige Ehefrau bei ihm war. Wie verliebte Teeanger standen sie an der Wand gelehnt und knutschten wild rum. Besser konnte man ihrer Meinung nach die Wartezeit nicht überbrücken. Ihre Aktion wurde aber jäh unterbrochen, als Marc ein Tippen auf seiner Schulter spürte. Schon jett war er genervt von dem Störenfried und drehte sich auch dementsprechend um.
„Was ist denn?“ Vor ihm stand ein Teeangerjunge mit braunem Haar, das ihm frech ins Gesicht hing, und grünen Augen, ebenso wie Marc sie auch hatte. Eine Ähnlichkeit ließ sich nicht bestreiten und beide wussten, wer der Junge war, der sich zu ihnen gesellt hatte. Es war zweifellos ein weiterer Meier.
„Du bist Marc, oder?“ Der Angesprochene musterte seine jüngere Ausgabe ausgiebig und ein komisches Gefühl machte sich in ihm breit. Er hatte sich oft vorgestellt, wie diese Begegnung sein würde, aber es war anders als er gedacht hatte. Er fühlte eine gewisse Verbundenheit, aber war das wirklich seine Familie?
„Ähm, ja, der bin ich!“
„Hi, ich bin Leon!“ Der 14-jährige reichte seinem großen Bruder die Hand zur Begrüßung. Offenbar hatte er keine so großen Probleme mit der Familienerweiterung. Er schien sogar richtig froh, seinen Bruder endlich mal kennenzulernen. Marc war jedoch noch immer skeptisch und schüttelte die Hand eher zurückhaltend.
„Ja, schön! Das ist übrigens Gretchen, meine Verlobte!“, stellte Marc die blonde Frau neben ihm vor, die dem Jungen nun auch die Hand schüttelte.
„Ich weiß, Papa hat mir auch schon von Ihnen erzählt!“
„Hat er das?“ Marc hatte nicht damit gerechnet, dass über sein Privatleben geredet wurde und er wohl nicht nur als irgendein Organspender angesehen wurde.
„Klar doch! Er redet sowieso total viel von dir, Marc! Er hat sogar ein paar Zeitungsartikel über dich aufgehoben!“ Das kam nur noch überraschender für Marc. Hatte sein Vater doch etwas wie Gefühle für ihn? Wieso hat er ihn dann die ganze Zeit allein gelassen und sich nie gemeldet? Das konnte doch nicht sein! „Danke übrigens für die Leber! Irgendwie wollte nie eine passen, aber sterben wollte ich ja jetzt auch nicht!“, meinte Leon dann nach einiger Zeit des Schweigens.
„Kein Ding, das Teil wächst ja wieder nach! Außerdem bin ich Arzt, ich muss ja quasi Leben retten!“
„Ich will auch mal Arzt werden! Dann wär Papa bestimmt auch genauso stolz auf mich!“
„Ja… Wenn du Arzt werden willst, solltest du aber nicht hier rumstehen, sondern lieber lernen! Glaub mir, das ist kein Zuckerschlecken!“ Marc hoffte, seinen Bruder irgendwie wieder loszuwerden. Das war einfach alles gerade zu viel.

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Verena1991 Offline

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07.01.2010 14:33
#325 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Ich versteh schon! Ihr wollt weitermachen, richtig?“ Leon zwinkerte seinem Bruder und dessen Verlobten zu und drehte sich dann um, um wieder auf sein Zimmer zu gehen, wo er sich auf die OP vorzubereiten.
„Wo er Recht hat!“, meinte Marc wieder besser gelaunt und wollte Gretchen einen neuen Kuss aufdrücken, was diese aber entschieden abwehrte. „Was denn?“
„Meinst du nicht, dass wir darüber jetzt reden sollten?“
„Nein!“, sagte er und startete einen neuen ‚Angriff’ auf ihre Lippen.
„Du siehst deinen Bruder das erste Mal, er erzählt dir, dass dein Vater anscheinend sehr große Stücke auf dich hält und du willst einfach weiterknutschen?“
„Wieso nicht?“
„Weil ich denke, dass du vielleicht gerne mit jemandem darüber sprechen möchtest!“
„Gut, ich ruf dann mal Mehdi an!“ Grinsend stieß sich Marc von der Wand ab und griff in seine Hosentasche.
„Mit mir, Marc!“ Ohne sein Handy kam die Hand wieder zum Vorschein und nahm stattdessen Gretchens Hand.
„Ich weiß! Und ich würde auch wirklich nur mit dir darüber reden, aber ich hab keine Ahnung, was ich dazu sagen soll!“ Mit ihrer freien Hand fuhr Gretchen über Marcs Wange und sah ihn verständnisvoll an.
„Du kannst mir alles sagen! Das weißt du, oder?“ Er nickte, blieb aber weiter stumm. „Er ist ein netter Junge!“
„Kann sein…“ Auch wenn er es nicht so ganz zugeben wollte, empfand Marc doch Sympathie für seinen Bruder. Nur hatte der etwas, was er nie hatte… Einen Vater…
„Gib’s ruhig zu!“
„Gar nichts tu ich! Toll, jetzt weiß ich wie er aussieht, aber sonst auch nichts!“
„Ach, wirklich? Er hat einige interessante Sachen gesagt!“
„Hab ich gehört… Aber soll ich den Scheiß glauben? Nachdem mich mein Erzeuger jahrelang mit Nichtachtung gestraft hat?“
„Vielleicht ist es ja auch die Wahrheit! Wie wär’s, wenn ihr nach der OP miteinander redet?“ Vorsichtig schnitt Gretchen das heikle Thema weiter an. Aber sie fand eben, dass es ein nötiger Schritt war.
„Wozu? Dann ist doch eh alles geklärt! Er kann sich mit seiner neuen Familie wieder verpissen und wir beide können die Hochzeit planen!“ Marc wollte mir ihr die Hochzeit planen? Das war ja… Nein! Er musste zuerst das andere klären! Und wenn er nicht wollte, musste sie ihn eben zu seinem Glück zwingen!
„Das machen wir danach! Jetzt bringen wir erst mal diese Sache hinter uns!“

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