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Dieses Thema hat 359 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Verena1991 Offline

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04.10.2009 14:35
#26 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Als Frank etwa eine Stunde später nach Hause kam, wurde er schon von seiner Schwester erwartet. „Boah, da bist du ja endlich, ich hab schon auf dich gewartet!“
„Ja, tut mir leid, hatte geschäftlich zu tun.“, rechtfertigte Frank seine Abwesenheit. „Wieso hast du denn auf mich gewartet, gibt’s was Wichtiges?“
„Ja, allerdings, sag mal, denkst du vielleicht, ich merk nicht, dass hier irgendwas abläuft?“
„Wieso, was soll denn sein? Ist alles in Ordnung!“, versuchte er sich rauszureden. Doch so leicht ließ sie seine Schwester nicht abwimmeln.
„Vielleicht kannst du deiner Frau das weismachen oder auch allen andren, aber mir nicht! Ich kenn dich mein ganzes Leben lang, wir haben so viel gemeinsam gemacht, ich kenn dich und ich weiß, dass du verdammt nochmal irgendwas planst!“, schrie sie ihn nun schon an.
Frank wusste, dass jegliches Lügen keinen Zweck hätte. Und bevor sie selbst nachforschte und womöglich in die Sache hineinrutschte, beschloss er ihr einen kleinen Teil der Wahrheit zu sagen.
„Gut, da ist etwas, aber ich kann dir wirklich nicht sagen, worum es geht. Lissi, es ist so das Beste für dich!“
„Aber wir sind ein Team, das geht mich sehr wohl was an!“
„Ich kann es dir nicht sagen, okay? Aber bitte sorg dafür, dass du übermorgen nicht hier bist! Sei irgendwo, aber ja nicht hier! Vertrau mir einfach, ich muss das so tun!“ Mit jedem Wort hob er seine Stimme und wurde immer lauter.
„Du hast mir hier gar nicht vorzuschreiben, verstehst du? Ich kann selbst entscheiden, wann ich wo bin! Denkst du, es gibt irgendetwas, was mich schocken könnte?“
„Das ist es ja, Lissi, du hast schon zu viel getan! Ich hätte dich da niemals mitreinziehen dürfen. Und das, was ich jetzt plane, hat noch weniger mit dir zu tun, das ist allein mein Problem. Du wirst bald selbst merken, worum es geht, aber davor will ich dich nicht zu meiner Mittäterin machen. Also sorg bitte einfach dafür, dass du übermorgen nicht da bist.“
Lissi sah ein, dass jegliches Einreden umsonst war und gab schließlich auf. „Dann mach deinen Scheiß halt allein, aber ich sag dir eins! Wenn irgendwas schief läuft, bin ich schneller weg als du gucken kannst und dann kannst du allein im Knast verrotten!“

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Verena1991 Offline

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04.10.2009 16:06
#27 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Kurz darauf kam Gretchen die Treppen runter und sah einen verzweifelt wirkenden Frank vor der Tür stehen. „Hey, was ist los, dich und Lissi hört man ja bis oben!“
„Wie, hast du uns gehört?“ Panik lag in Franks Stimme. Sie durfte doch nichts wissen!
„Also den genauen Wortlaut hab ich nicht mitbekommen, aber es war sehr gut zu hören, dass ihr euch gestritten habt. Worum ging’s denn, wenn ich fragen darf?“ Frank fiel ein Stein vom Herzen, sie hatte nichts Verdächtiges mitbekommen, er könnte sein Vorhaben weiter wie geplant durchführen.
„Nichts wichtiges, war nur ein Bruder-Schwester-Streit, kennst du ja, da macht man einfach mal aus einer Mücke einen Elefanten.“, redete Frank sich raus.
„Oh ja, das kenn ich nur zu gut! Wird sich schon wieder irgendwie klären.“
„Die wird sich sicher wieder einkriegen. Und wie war dein Tag so?“
Sie hatte ein Liebesgeständnis bekommen, fast ihren Oberarzt geküsst und ganz nebenbei zweifelte sie wieder an ihrer Ehe wegen so einer blöden Astro-Zeitschrift. Aber sonst war alles in Ordnung.
„Ganz normaler Tag im Krankenhaus, nichts besonderes.“, antwortete Gretchen knapp und überlegte dabei, ob es überhaupt so normale Tage gab. Wenn man mit Marc Meier zusammenarbeitete bestimmt nicht.
Anschließend aßen sie noch gemeinsam zu Abend und redeten ein wenig über dieses und jenes, bevor sie dann ins Bett gingen. Doch keiner von beiden konnte so schnell einschlafen. Während Frank nochmal seinen Plan durchging, dachte Gretchen mal wieder darüber nach, wie ihre Zukunft aussehen könnte, wenn sie bei Alexis blieb oder alles für Marc aufgab.

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Verena1991 Offline

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04.10.2009 16:59
#28 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Am nächsten Tag wartete Frank bis Gretchen auf dem Weg zum Krankenhaus war. Er konnte absolute keine Gesellschaft gebrauchen bei dem, was er nun vorhatte. Eddy hatte ihm bereits erzählt, dass er morgen das Gift haben würde. Dabei handelte es sich um irgendein biologisches Gift, das in geringen Mengen sogar als Medikament benutzt wurde. Eine Überdosis davon war jedoch absolut tödlich. Das Internet wollte er nicht für seine genauere Recherche verwenden, das konnte man doch zu leicht zurückverfolgen. Er ging also ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich ab, bevor er auf das Regal mit Gretchens Fachbüchern zuschritt. In einem Fach ziemlich weit oben fand er das gewünschte Buch über biologische Gifte. Er setzte sich damit aufs Bett und durchblätterte das Buch. Nach einigen Minuten hatte er die gewünschte Seite gefunden und las aufmerksam die Eigenschaften des Giftes. Es war ein Nervengift, das mit einer hohen Dosierung alle Zellen lähmte, wodurch das Opfer langsam ersticken würde. Klang nach einem grausamen Tod. Aber das Gift war schon nach wenigen Stunden nicht mehr nachzuweisen. Die Alte konnte er ja nicht einfach so verschwinden lassen wie seine bisherigen Opfer, sie musste offiziell sterben. Er merkte sie die tödliche Dosis und wollte das Buch gerade zurück ins Regal stellen, als er sah, dass dahinter ein kleines rosa Buch versteckt war, auf dem groß „Tagebuch“ stand.

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Verena1991 Offline

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04.10.2009 18:19
#29 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Ein kleiner Blick rein konnte ja nicht schaden. Andrerseits waren es ihre ganz persönliche Gedanken, das ging ihn doch nichts an! Wobei, er war ihr Ehemann, da durfte er doch wissen, was seine Frau dachte und sich wünschte. Wenn er das lesen würde, könnte er Gretchen verstehen und genau auf sie eingehen. Sie wäre glücklich damit und dadurch er auch. Dieses Buch in seinen Händen würde ihm unbegrenzte Möglichkeiten aufzeigen. Er räumte das Fach weiter aus, um das Tagebuch hinter den andren Büchern hervorholen zu können und setzte sich damit hin.
Er schlug die erste Seite auf, den Eintrag hatte sie ein paar Tage vor ihrer Hochzeit geschrieben. Er lächelte, als er las, wie liebevoll sie über ihn schrieb und auf die Trauung gespannt war und sich freute. Er blätterte einige Seiten weiter, es war nach der Hochzeit, nach dem Tod ihres Vaters. Die Einträge waren voller Trauer und Verzweiflung geschrieben, an manchen Stellen schienen sogar Tränen auf das Papier gefallen zu sein. Er las aber nicht alles, seine Frau dachte scheinbar ziemlich viel, das würde Tage brauchen, um alles durchzuhaben. Er übersprang ein paar weitere Seiten und kam schließlich zu den neuesten Einträgen. Geschockt las er die dort geschriebenen Worte und nach jedem Satz ballte er seine Faust fester zusammen. Ständig schrieb sie von diesem Marc. Wegen diesem Arsch zweifelte sie an ihrer Ehe? Der hat sie ihr ganzes Leben lang gequält und trotzdem liebte sie ihn? Und er, der sie auf Händen trug, war nur zweitrangig für sie?
Wütend schlug er das Tagebuch zu und verstaute es wieder an seinem Platz. Er stürmte aus seiner Villa, setzte sich in seinen Ferrari und raste Richtung Berlin. Niemand würde ihm sein Gretchen wegnehmen!

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Verena1991 Offline

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04.10.2009 19:12
#30 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Gretchen und Marc waren noch mit einer Blinddarm-OP beschäftigt, bevor sie danach endlich in den Feierabend verschwinden durften. Marc verhielt sich im Grund wie immer, nur dass Gretchen das Gefühl hatte, dass er ihre Hände während der OP öfter streifte als notwendig gewesen war. Suchte Marc ihre Nähe oder war es einfach nur Zufall? Oder gab es zwischen den beiden einfach eine natürliche Anziehungskraft, so wie zwischen Minus- und Pluspol?
„Und was machst du heute noch so, Hasenzahn?“, fragte Marc sie im Fahrstuhl nach der gelungenen OP. „Spielst du wieder die brave Ehefrau?“
„Weiß noch nicht, mal sehen, was der Abend so bringt.“, antwortete sie betont gleichgültig.
„Ich wollte heute noch was kochen, nur fehlt mir noch etwas Gesellschaft. Willst du vielleicht? Dann koch ich eben bisschen mehr, kein Problem…“
Wollte der etwa ein Date mit ihr? Aber das konnte sie doch nicht machen, Alexis wartete bestimmt schon auf sie. Den konnte sie doch nicht einfach warten lassen. Also definitiv Nein!
„Ja klar, hört sich super an!“, hörte sie sich stattdessen sagen. Wieso hatte sie das denn jetzt gesagt? War sie von allen guten Geistern verlassen? Gut, eigentlich wollte sie das ganze ja schon. So ein romantisches Essen mit Marc. Außerdem musste sie ja prüfen, ob Saturn ihr wirklich den richtigen Weg gesagt hatte. Ihr blieb ja gar nichts anderes übrig!
„Na dann, komm, ich nehm dich im Auto mit!“ Marc lächelte sie freundlich an, bevor er aus dem Fahrstuhl ging und in Richtung seines Wagens marschierte.



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Übrigens mal ein ganz liebes Danke an die Leute, die mir Kommentare zu meiner Story hinterlassen, gibt keine schönere Motivation Image and video hosting by TinyPic

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Verena1991 Offline

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04.10.2009 20:54
#31 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Nach einer viertel Stunde Fahrt parkte Marc sein Auto vor seiner Wohnung. Gretchen war bis jetzt erst einmal da gewesen und das war, als sie herausfinden wollte, womit Gabi ihn erpresste. Nur gab es diesmal keine Gabi mehr, Marc hatte sie hierher eingeladen und sie musste sich nicht reinschleichen.
Marc kam um das Auto herum und öffnete Gretchen die Tür, er konnte ja ein echter Gentleman sein. Sie hakte sich bei ihm ein und gemeinsam gingen sie hoch zu seiner Wohnung.
„Willst du schon mal was trinken?“, fragte Marc, als er treffsicher seine Schlüssel auf die kleine Kommode warf.
Gretchen stand etwas unsicher in der geräumigen Wohnung und sah sich um. Hier hatte sich nicht viel verändert, alles war noch immer an seinem Platz. Es fühlte sich dennoch anders an als das letzte Mal. Vielleicht weil sie wusste, dass hier nun keine Frau mehr wohnte. Sie hatten die ganze Wohnung für sich.
„Gretchen?“ Marc kam wieder von dem Küchenbereich und blickte Gretchen fragend an.
„Mmh?“ war alles von Gretchens Reaktion.
„Ob du was trinken willst?“
„Achso, ja, ein Wasser bitte!“ Toll gemacht, kaum war sie hier allein mit Marc, stellte sie sich schon wieder blöd an.
Marc holte zwei Gläser und eine Wasserflasche und füllte beide Gläser. „Willst du irgendwas Bestimmtes essen?“
„Spaghetti“, kam wie aus der Kanone geschossen aus Gretchens Mund. Wie blöd klang das denn? Hätte sie doch besser irgendwas Kulinarisches gesagt, aber Spaghetti? Was Marc jetzt wohl von ihr dachte? Seinem Gesichtsausdruck zufolge war auch er etwas überrascht von Gretchens Antwort.
„Okay? Mit Tomatensoße? Da müsste ich noch irgendwo ne Packung haben. Damit überrasche ich meinen Damenbesuch eigentlich nicht, aber wenn du willst!“
„Musst du jetzt mit deinen Frauenbekanntschaften anfangen? Dann kann ich auch gleich wieder gehen!“ Gretchen wollte schon empört zurück zur Tür gehen, als Marc ihr hinterherlief und sie festhielt.
„Nein, Gretchen, es tut mir Leid! So hab ich das nicht gemeint! Ich war nur etwas überrascht, aber nicht negativ, eher ganz im Gegenteil!“ Er senkte seine Stimme und fuhr leise fort: „Bitte geh jetzt nicht.“
Wow, so was aus dem Mund von Marc Meier, das war schon was ganz besonderes!
„Gerade noch so die Kurve gekriegt!“ Gretchen lächelte ihn an und Marc nahm ihre Hand, um sie wieder von der Türe wegzuführen.

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Verena1991 Offline

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05.10.2009 15:43
#32 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Gretchen und Marc standen gemeinsam am Herd und hatten jede Menge Spaß zusammen. Sie redeten und lachten viel und blödelten sogar rum. Wer hätte gedacht, dass auch ein Marc Meier so kindisch sein kann?
Mit einigen Tomatenspritzern auf ihrer Kleidung konnten sie sich endlich ans Essen machen, der Spaß riss dabei aber keinesfalls ab. Es war schon lange her, dass die beiden so herzhaft gelacht hatten und so vergaßen sie völlig die Zeit um sich herum. Sie saßen noch über eine weitere Stunde am Tisch und unterhielten sich, als Gretchen einen Blick auf Marcs Uhr warf.
„Oh mein Gott, schon so spät? Ich… Ich muss gehen!“ Sie sprang von ihrem Stuhl auf und lief eiligst zur Tür, doch wieder einmal wurde sie von Marc zurückgehalten. Er drehte sie um und sah ihr direkt in die Augen. Ehe sie sich versah, legte er seine Lippen auf ihre und küsste sie voller Leidenschaft. Sie verschränkte ihre Arme hinter seinem Kopf und gab sich voll diesem Kuss hin, während er seine Hände auf ihren Hüften ruhen ließ. Dieser Moment sollte nie zu Ende gehen, doch Gretchen wusste, dass es jemanden gab, der auf sie wartete. Sie löste ihre Lippen und begann leise zu sprechen.
„Marc, ich kann das so noch nicht…“
Er löste seinen Griff um sie und wandte sich enttäuscht ab. „Wegen diesem Lackaffen?“ Gretchen gab ihm keine Antwort, sondern sah ihn nur mit traurigem Blick an. „Liebst du ihn?“
Es dauerte etwas, bis Gretchen ihm ihre Antwort gab. Die Frage war berechtigt. Sie hörte tief in sich hinein und merkte, dass da eigentlich nichts mehr war. Sie spürte zwar eine gewisse Zuneigung für Alexis und er bedeutete ihr viel, aber es war keine Liebe mehr. Falls es das überhaupt jemals war.
„Nein…“, hauchte sie schließlich hervor. Marc blickte auf und sah sie an. Sie liebte ihren Mann nicht mehr! Er trat wieder an Gretchen heran und stütze seine Stirn an ihrer, während er mit seinen Händen ihr Gesicht umschloss.
Sie standen einige Minuten einfach nur so da und genossen die Nähe des anderen, bevor Gretchen die Stille durchbrach. „Ich muss das mit ihm klären, er hat es nicht verdient, dass ich ihn so betrüge…“
Marc nickte nur und begleitete sie noch zu seinem Auto. Dort nahm er ihre Hände in seine und fragte sie, ob er sie nach Hause fahren solle.
„Besser nicht, ich nehm einfach den Bus.“
„Sehen wir uns dann morgen?“
„Da wir beide morgen Schicht haben, nehm ich das mal ganz stark an…“ Sie grinste ihn frech an und Marc drückte ihr noch einen Kuss auf die Lippen, bevor sie sich auf den Weg zur Bushaltestelle machte.
„Ähm, Gretchen, die Bushaltestelle in der andren Richtung ist näher!“, rief er ihr nach, nachdem sie sich ein paar Schritte wegbewegt hatte. Sie blieb stehen und drehte sich dann schnell um.
„Ja, das weiß ich!“ Dass diese Frau auch immer im Recht sein musste…
Sie ging also nochmal an Marc vorbei und holte sich noch einen Kuss ab. Danach verschwand sie endgültig aus seinem Sichtfeld.
Marc huschte noch ein glückliches Lächeln über sein Gesicht und machte sich wieder auf den Weg in seine Wohnung. Er bemerkte dabei nicht den roten Ferrari, von dem aus ihn die ganze Zeit zwei wütende Augen beobachtet hatten.

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Verena1991 Offline

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05.10.2009 17:17
#33 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Marc hatte sich gerade auf seine Couch gesetzt und legte zufrieden den Kopf zurück. Wann hatte er das letzte Mal so einen Spaß gehabt? Er hatte sich doch gerade dazu entschieden, wieder der alte zu werden und jetzt kam wieder diese Frau und stellte alles auf den Kopf. Waren sie jetzt irgendwie zusammen? Aber dazu musste sie erstmal diesen Idioten in den Wind schießen. Und danach? Würden sie den Rest ihres Lebens miteinander verbringen? Komischerweise machte ihm dieser Gedanke gerade keine Angst! Sein Leben lang war er vor einer festen Bindung davongelaufen und jetzt wünschte er sich nichts mehr, als allen zu zeigen, dass Gretchen nur ihm gehörte! Als es an der Tür klingelte, nahm er fest an, dass es Gretchen sei. Lächelnd ging er zur Tür und öffnete sie.
„Na, hast mich schon vermisst?“ Er stockte, als er den Satz zu Ende sprach, den ihm gegenüber stand nicht Gretchen, sondern deren Ehemann, der nicht gerade erfreut zu sein schien. „Kann ich Ihnen weiterhelfen?“
Franks Antwort bestand aus einem kräftigen Schlag inmitten von Marcs Gesicht.
„Sag mal, geht’s noch?“, rief dieser aus und fing mit seiner Hand das Blut auf, das aus seiner Nase tropfte.
„Das könnte ich dich fragen, du mieses Arschloch oder wer vögelt hier andrer Leute Ehefrauen?“
„Hey, hey, Moment mal! Erstens, ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir schon beim ‚Du’ waren!“ Frank wollte schon zum zweiten Schlag ausholen, aber Marc deutete ihm, ihn erstmal ausreden zu lassen. „Aber gut, lassen wir das mal! Es geht hier um Gretchen richtig? Wir haben wirklich nicht miteinander geschlafen, das wollte sie Ihnen nicht antun!“
„Und das soll ich glauben, ja? Ich hab doch verdammt nochmal gesehen, dass sie stundenlang in Ihrer Wohnung war und ich hab auch gesehen, wie Sie ihr die Zunge in den Hals gesteckt haben! Aus irgendeinem Grund scheinen Sie ihr etwas zu bedeuten, aber sie hat mich geheiratet und wird mit mir auch ihr restliches Leben verbringen! Und glauben Sie mir eines, Sie wollen mich nicht erleben, wenn Sie mir Gretchen wegnehmen! Also lassen Sie es!“
„Sie können mir drohen so viel Sie wollen, das bringt Ihnen Gretchen auch nicht zurück!“
Das war zu viel für Frank, er holte nochmal aus und verpasste Marc einen weiteren Schlag, der diesen zu Boden fallen ließ. Anschließend holte Frank ein Geldbündel aus seiner Jacketttasche und warf es Marc vors Gesicht. „Das sind 10.000 Euro, das sollte Anreiz genug sein, um Gretchen in Ruhe zu lassen! Sie verlassen Berlin und fangen irgendwo ein neues Leben an! Wenn ich Sie noch einmal mit meiner Frau erwische, dann sind Sie dran!“
Nachdem sein Besuch gegangen war, richtete sich Marc wieder auf und nahm die Geldscheine in die Hand. Er hatte jetzt die Wahl zwischen einem ruhigen Leben außerhalb Berlins oder einem ständig chaotischem Leben mit Gretchen und irgendwelchen Drohungen seitens ihres gestörten Bald-Ex-Mannes...

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Verena1991 Offline

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05.10.2009 21:06
#34 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

So entschlossen sie auch war, als sie bei Marc war, so unsicher war Gretchen jetzt, als sie vor Alexis’ Villa stand. Gleich würde sie ihm also sagen, dass sie ihn nicht mehr liebte und ihn verlassen würde. Aber wie sollte sie es ihm beibringen? Schonend und mitfühlend oder einfach ein kurzes „Es ist aus!“? Aber vielleicht war er gar nicht da. Dann könnte sie es noch eine Weile hinauszögern. Bitte lass ihn nicht da sein! Sie konnte ihm doch nicht sein Herz brechen, nachdem sie ihm vor nicht mal einem Monat geschworen hatte, ihn ewig zu lieben. Sie atmete noch einmal tief durch und schloss die Tür auf.
„Alexis?“, flüsterte sie in die Stille der Dunkelheit hinein, sie wollte ja niemanden wecken. Keine Reaktion. Sie schlich die Treppe hinauf und sah im Schlafzimmer nach, aber auch dort war er nicht. Das störte sie nicht sonderlich, es graute ihr ja vor dem unausweichlichen Gespräch. Aber was würde Marc denken, wenn er morgen erfuhr, dass sie offiziell noch immer mit Alexis zusammen war? Aber das war ja nicht ihre Schuld, wenn ihr Mann sich nicht blicken ließ. Oder sie könnte auch per SMS Schluss machen! Dann müsste sie auch nicht Alexis traurigen Blick ertragen. Aber so was machte sie nicht, per SMS war doch respektlos. Und sie respektierte Alexis wirklich, nur lieben konnte sie ihn nicht.
Sie versuchte zu schlafen, was sich jedoch als äußerst schwierig herausstellte, da sie bei jedem Geräusch zusammenzuckte und vermutete, Alexis wäre nach Hause gekommen.
Aber dieser machte keinerlei Anstalten zu ihr zu kommen. Zumindest noch nicht heute, nicht nachdem ihn seine Ehefrau mit diesem Machoarsch betrogen hatte. Aber trotz allem liebte er sie und er würde ihr verzeihen, aber erstmal brauchte er Abstand. Und morgen wäre dann sein Nebenbuhler mit dem Geld verschwunden und auch seine „Mutter“ würde seinem Glück nicht mehr im Wege stehen. Danach würde er endlich ein perfektes Leben führen.

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Verena1991 Offline

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05.10.2009 21:38
#35 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Gretchen machte sich beunruhigt auf den Weg zur Arbeit. Dass Alexis so ganz ohne Bescheid zu sagen die ganze Nacht über nicht nach Hause gekommen war, fand sie doch merkwürdig. Es war ihr nicht recht, dass er einfach so wegblieb, aber wäre er doch aufgetaucht, wäre es auch nicht in ihrem Sinne gewesen. Es war schon eine große Kunst, Gretchen zu ihrer vollsten Zufriedenheit zu behandeln, wenn nicht sogar eine Sache der Unmöglichkeit.
Frank beobachtete sie schon, als sie die Villa verließ und betrat diese selbst, als er sicher war, dass Gretchen schon längst weg war. Er holte ein kleines Fläschchen aus seiner Tasche und begutachtete es. Das war also der Schlüssel zu seinem Glück, Eddy hatte gute Arbeit geleistet. Er hätte nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen würde. Aber je früher desto besser.
Er schlich sich die Treppen hinauf und wagte erst mal einen vorsichtigen Blick in das Zimmer seiner „Mutter“. Wie erwartet schlief sie noch, es lief also noch alles nach Plan. Nun war es noch an ihm zu überprüfen, ob Lissi wirklich Wort gehalten hatte und nicht hier war. Bei der wusste man ja nie genau, sie war ja schon immer ein Sturkopf gewesen. Erleichtert stellte er fest, dass sie nicht in ihrem Zimmer und auch sonst nirgends aufzuspüren war. Er konnte endlich seinen Plan in die Tat umsetzen!

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05.10.2009 21:52
#36 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Frau Doktor!“ waren die ersten Worte, die Gretchen hörte, als sie die Chirurgie betrat. Es war natürlich Sabine, sie sie so lautstark begrüßte.
„Ja, Schwester Sabine, was ist denn?“
„Frau Doktor, was machen Sie denn hier?“
„Also eigentlich hatte ich vor zu arbeiten!“, erwiderte diese. Was sollte sie bitte sonst hier wollen?
„Ja, aber wissen Sie das denn gar nicht?“
„Wenn Sie mir sagen, worum es geht, würde es mir eventuell weiterhelfen zu verstehen, was Sie meinen.“ Warum konnte Sabine nie einen ganzen Satz sagen, so einen richtig schönen mit Nebensätzen, die einem alles verständlicher machten, immer musste man ihr alles aus der Nase ziehen.
„Der Doktor Meier hat heute alle OP-Termine abgesagt oder dem Doktor Rössler gegeben, Sie müssen heute gar nicht arbeiten…“ Marc war gar nicht da? Wollte er sie schon nicht mehr sehen oder was war da los? Vielleicht war er krank? Sie müsste nachher unbedingt bei seiner Wohnung vorbeischauen!
„Und Sie hätten mich da nicht anrufen können, um mir das zu sagen?“ Gretchen war schon wieder leicht genervt, dafür hatte Sabine wirkliches Talent.
„Naja, ich dachte, Sie wüsste das schon, wo Sie doch gestern Nacht noch bei dem Doktor Meier waren.“
„Woher wollen Sie das denn wissen?“ Allmählich wurde ihr die Frau unheimlich.
„Ich hab Sie gestern dabei beobachtet, wie Sie in das Auto von dem Doktor Meier gestiegen sind und dann bin ich Ihnen noch etwas nachgefahren, um sicher zu gehen, dass Ihnen nichts passiert.“ Okay, jetzt war sie ihr unheimlich! Außerdem was hätte ihr bitteschön passieren sollen?
„Sabine! Sie können doch nicht einfach andren Leuten nachspionieren!“, rief Gretchen empört aus.
„Es tut mir Leid, Frau Doktor, ich habe mir nur Sorgen gemacht…“
„Jaja, ist schon gut, also ich geh dann wieder!“ Gretchen drehte sich um und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder nach unten. Irgendwann würde sie Sabine umbringen, das stand fest! Dass die Frau sich auch immer in ihr Leben einmischen musste!

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05.10.2009 22:29
#37 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Frank umklammerte mit seinem Griff das Giftfläschchen und ging damit in die Küche, wo er erstmal ein Glas mit dem letzten Rest seines besten Cognacs füllte. Sollte die Alte doch mit Stil sterben, solange sie vorher keinen Verdacht schöpfte, war alles gut. Er nahm das Glas und das Giftfläschchen und begann alles vorzubereiten. Er gab eine ordentliche Portion Gift in das Glas und stellte es auf die Küchentheke. Er selbst könnte aber auch ganz gut noch ein Gläschen gebrauchen. Aber nicht bevor er nicht die Beweise verschwinden ließ! Nach einigen Überlegungen kam er zu dem Entschluss, dass die Flasche in seinem Geheimgang am besten aufgehoben wäre. Nachdem er sicher war, dass keiner je das Gift finden würde, ging er in den Keller hinab, um sich eine neue Flasche Cognac zu holen. An der alten hatte ja schön die gute Mechthild ihre Freude. Er stieg die Treppen runter und bemerkte dabei nicht, wie jemand die Haustür aufschloss und die Villa betrat. Jemand, der eigentlich am allerwenigsten in die Sache reingezogen werden sollte…

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06.10.2009 11:58
#38 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Gretchen schloss die Tür wieder hinter sich und betrat die Villa. Sie hatte schon gesehen, dass der Ferrari wieder in der Einfahrt stand und Alexis demzufolge wohl wieder da war. Dann war es jetzt wohl an der Zeit, ihm alles zu beichten. Das war womöglich das letzte Mal, dass sie dieses Haus ihr Zuhause nennen konnte. Sie strich mit den Händen über die Möbel und die Wände. Das alles würde sie nun hinter sich lassen…
Sie erreichte die kleine weiße Statue, die sie noch nie gemocht hatte, aber Alexis hatte sich geweigert, sie zu entfernen. Irgendwie würde auch sie ihr fehlen. Sie fuhr mit der Hand über die Figur und als sie deren Arm berührte, gab dieser zu ihrem Erschrecken plötzlich nach und neben ihr öffnete sich eine ihr bis jetzt unbekannte Tür in der Wand, hinter sich ein dunkler Gang erstreckte. Wo kam der Gang denn her? War der schon immer da gewesen? Die richtig interessanten Dinge kamen anscheinend immer zum Ende. Sollte sie da jetzt wirklich reinschauen? Aber es war immerhin noch auch ihr Haus, da sollte sie doch alle Räume kennen. Sie schlich in den geheimen Gang und ihr wurde plötzlich ganz kalt. Hier sollte mal jemand ne Heizung einbauen. Und Staubwischen konnte auch nicht schaden… Langsam wurde ihr hier ziemlich unheimlich, aber am Ende siegte doch die Neugier, ob es hier noch etwas zu entdecken gab. Einen Schatz oder so…
Nach ein paar Schritten entdeckte sie eine komische Mulde in der Wand. Was war das denn? Das sah ja aus wie ein Ohr! Langsam näherte sie sich mit dem Finger dem komischen Objekt. Das war ja tatsächlich ein Ohr! Ein menschlicher Kopf! Oh Gott, das war eine Leiche! Ein Toter in ihrem Haus! Sie taumelte zurück und hielt sich die Hand vor den Mund, um sich nicht übergeben zu müssen. Was war hier passiert? Hatte womöglich Alexis etwas damit zu tun? Schnell stürmte sie den Gang zurück und lief einfach durchs Haus, weit weg von diesem Ort! Letztendlich war sie in der Küche gelandet und sah dort auf der Theke ein Glas Cognac. Ja, das war genau das, was sie jetzt brauchte!

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06.10.2009 13:06
#39 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Sie schritt auf das Glas zu und kippte sich den Inhalt in einem Schluck runter. Geholfen hatte es aber nicht wirklich, sie fühlte sich genauso verwirrt und schlecht wie zuvor. Sie hielt sich die Hände vors Gesicht und betete, dass das alles nur ein böser Traum war. In ihrem Haus war keine Leiche und ihr Mann war nicht vielleicht ein Mörder! Das war alles nur ein böser Traum, das war nie passiert! Gleich würde sie aufwachen und alles war wieder normal!
Frank hatte sich endlich für einen Cognac entschieden und ging mit der Flasche glücklich wieder nach oben. Damit konnte er gut in ein freies Leben starten! Fröhlich pfeifend kam er in die Küche und sah dort eine verzweifelte Gretchen, die ihn jedoch nicht wahrnahm, sonder nur ständig vor sich hinmurmelte „Das ist nie passiert, das ist alles nicht wahr!“ Was meinte sie, was machte sie überhaupt schon hier?
„Gretchen, was machst du denn hier?“, fragte er sie schließlich und stellte sie Flasche ab. Gretchen schreckte auf und starrte ihm in die Augen. Ihr Blick verriet ihm, dass sie etwas herausgefunden hatte. Sie war voller Angst.
„Dieser Gang, da war… Was… Hast du…?“ Ihre Gedanken waren zu durcheinander, nur diese Wortfetzen kamen aus ihrem Mund. Franks Blick fiel jedoch auf das leere Glas hinter ihr. Sie hat doch nicht etwa daraus getrunken?
„Gretchen“, versuchte er ruhig mit ihr zu sprechen „das Glas, der Cognac, was ist damit passiert, hast du daraus getrunken?“
„Geh weg! Lass mich in Ruhe!“ Panisch schrie sie ihren Ehemann an, sie hatte einen Toten gefunden und er interessierte sich für seinen blöden Cognac? Der musste doch etwas damit zu tun haben!
Nun wurde auch Frank laut: „Gretchen, jetzt hör du mir mal zu! Hast du den Cognac getrunken?“ Er packte sie an den Oberarmen und schüttelte sie.
„Lass mich los, du tust mit weh!“ Je mehr sie sich wehrte, desto fester wurde Franks Griff und umso größer die Schmerzen, die sie erlitt.
„Erst sagst du mir, ob du daraus getrunken hast!“
„Gut, dann hab ich eben daraus getrunken und jetzt lass mich gehen!“ Tränen sammelten sich in ihren Augen, was wenn er sie nicht mehr gehen ließe? Würde er sie auch umbringen?

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06.10.2009 15:15
#40 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Gretchen, tu jetzt einfach mal das, was ich dir sage! Du musst das alles wieder erbrechen, Gretchen, bitte hör auf mich!“, flehte Frank seine Frau an. Er wollte sie nicht umbringen, er liebte sie doch, wie konnte das nur so schief gehen?
„Bitte? Ich soll mich hier übergeben? Du hast sie ja wohl nicht mehr alle!“ Gretchen wehrte sich heftiger und konnte sich schließlich aus Franks Griff befreien. So schnell sie konnte rannte sie weg. Doch schon nach wenigen Metern wurde sie von Frank eingeholt, der sie wieder zurückzog.
„Gretchen, du kannst so nicht gehen! Jetzt halt still und hör mir zu!“ Doch Gretchen dachte nicht im Traum daran, sie wollte nur weg hier. Sie versuchte nach irgendwas zu greifen und spürte plötzlich das kalte Glas der Cognacflasche zwischen ihren Fingern. Sie festigte ihren Griff darum und zertrümmerte sie mit all ihrer Kraft auf Franks Schädel. Schlagartig ließ er seine Frau los und sackte zu Boden. Das war ihre Chance zu entkommen. Sie rannte erneut los und wäre fast noch über ihre Tasche gestolpert, bevor sie aus der Tür in sie Freiheit stürmte.
Was war das da drin bitte? War ihr Mann wirklich ein Mörder? Hatte er etwas mit dem Toten zu tun? Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen, zu viel war in den letzten Minuten passiert. Sie war mit einem Geisteskranken verheiratet! Einem Irren, der gehörte weggeschlossen! So jemand kann doch nicht hier so frei rumlaufen dürfen! Wieso war er damit durchgekommen? Was hatte er mit dem Toten zu schaffen? Wen hatte sie da geheiratet?
Weinend lief sie die Straße entlang und interessierte sich nicht für die Blicke der Nachbarn, sie nahm das alles gar nicht wahr. Es gab nur eine Person zu der sie jetzt wollte, nur eine Person, bei der sie sich sicher fühlen würde. Aber wo war diese Person? Wo war Marc jetzt?

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06.10.2009 16:11
#41 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Wie es das Schicksal so wollte, sah sie in diesem Augenblick einen ihr nur allzu bekannten BMW ihr entgegenfahren. „Marc!“, rief sie heulend aus und lief dem Wagen weiter entgegen. Dieser begann zu bremsen und hielt an. Marc stieg aus und fing Gretchen auf, die in seine Arme stürzte und ihr Gesicht an seiner Brust vergrub.
„Gretchen, was ist los? Was ist passiert?“ Marc versuchte die völlig aufgewühlte Ärztin zu beruhigen, was ihm jedoch nicht so richtig gelingen konnte. Nach einigen Momenten hatte Gretchen genug Kraft gesammelt, um zu sprechen.
„Alexis, er ist total durchgedreht! Da war eine Leiche! Und dann ist er auf mich losgegangen! Marc, ich hatte solche Angst, ich will hier weg!“ Marc war fassungslos, was er da hörte. Er wusste ja, dass dieser Futzi ein Arsch war, aber ein Krimineller? Er leitete Gretchen sanft zur Beifahrerseite und setzte sie auf den Sitz, wo er sogar das Anschnallen für sie übernahm. Danach lief er um den Wagen herum, setzte sich hinters Steuer und fuhr los ohne großartig auf die Geschwindigkeit zu achten. Er musste Gretchen hier schnellstmöglich wegbringen, am besten ins Krankenhaus, da könnte er ihr gleich etwas gegen den Schock geben. Immer wieder sah er besorgt zu Gretchen, die schwer nach Luft schnappte. Die hyperventilierte ja gleich! Er nahm seine rechte Hand und ergriff damit die von Gretchen, wobei er immer wieder mit dem Daumen sanft über ihren Handrücken strich, um ihr zu zeigen, dass er da war und sie das nicht allein durchstehen musste. Tatsächlich normalisierte sich ihr Atem wieder halbwegs und Marc konnte beruhigter zum Krankenhaus fahren.

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06.10.2009 20:20
#42 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Als sie endlich am Krankenhaus ankamen, ging er wieder zur Beifahrertür und half Gretchen aus dem Auto. Die ersten Schritte führte er sie liebevoll neben sich her, hatte aber bald das Gefühl, dass sie zusammenklappen würde. Den einen Arm legte er unter ihre Achseln während er mit dem andren ihre Beine in die Luft hob. Müde legte sie ihre Arme locker um seinen Hals und hielt sich an ihm fest. Er trug sie auf seine Station und legte sie vorsichtig auf ein freies Bett.
„Kommst du klar oder soll ich dir was zur Beruhigung spritzen?“, fragte er sie leise während er ihr eine Strähne aus dem Gesicht strich.
„Ich mag keine Spritze… Bleib bitte einfach bei mir, dann geht es.“ Er lächelte sie an und hielt ihre Hand.
„Keine Angst, ich bleib hier!“
„Wo warst du heute? Sabine sagte, du hast alle Termine abgesagt?“
„Willst du das jetzt wirklich wissen? Nach all dem, was gerade war?“ Sie nickte nur leicht und so fuhr er fort, die Begegnung mit Frank ließ er bewusst weg. „Meine Mutter hatte mich mitten in der Nacht angerufen, sie war in Hamburg und hat ihren neuen Roman vorgestellt. Jedenfalls dachte sie wieder, dass sie irgendeine schlimme Krankheit hatte und wurde nach eigenen Angaben in dem Krankenhaus da nicht richtig behandelt. Also musste ich hinfahren. Sie hatte natürlich nichts. Danach wollte ich eigentlich gleich schlafen gehen, aber dann wollte ich dir noch unbedingt einen Besuch abstatten. Tja, jetzt weißt du’s!“ Als er die Geschichte erzählte, huschte immer wieder mal ein schwaches Lächeln über Gretchens Gesicht. „Und du willst wirklich nicht irgendein Schlafmittel oder was zur Beruhigung? Sonst bin ich ganz umsonst hier her gefahren.“
Gretchen schüttelte nur mit dem Kopf, aber sie fand es süß, dass er sich solche Gedanken um sie machte. Sie schloss ihre Augen, als sie sich plötzlich ganz unwohl fühlte.
„Marc… ich… ich krieg so schlecht… Luft… Tut so… weh…“, presste sie heraus und Marcs Gesichtsausdruck verwandelte sich in Panik. Was war los mit ihr?

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06.10.2009 22:05
#43 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Gretchen? Gretchen, was ist los?“ Die Sorge war dem Oberarzt deutlich anzuhören. Gretchen konnte nicht mehr antworten, zu schwer fiel ihr schon das Atmen. Wenn sie nicht gerade vor Schmerz ihre Augen zusammenkniff, sah sie ihn angsterfüllt an. Was passierte mit ihr? Marc hielt ihre Augen auf uns musterte sie. Pupillen erweitert.
„Hast du irgendwas genommen?“ Wieder konnte Gretchen nicht antworten, sie brachte nur einige Laute heraus, die Marc als ein „Nein“ interpretierte. „Scheiße verdammt!“ Marc sprang auf und lief auf den Gang. „Ich brauch hier ein Ärzteteam, sofort!“ Gleich darauf stürmten schon ein Arzt und einige Schwestern herbei und sammelten sich um Gretchen, die dabei auch an diverse Geräte angeschlossen wurde. Marc erklärte die Situation. „Sie bekommt kaum noch Luft, Pupillen sind bereits erweitert, aber sie hat nichts Verdächtiges genommen!“
„Möglicherweise eine Vergiftung, wir sollten den Magen auspumpen, bevor noch mehr davon in die Blutbahn gerät!“, schlug der Arzt vor.
„Sie hat nichts genommen!“, schrie Marc diesen daraufhin nur an.
„Vielleicht will sie es nur nicht zugeben, die Symptome passen!“, mischte sich eine Schwester ein. Dafür erntete sie von Marc einen bösen Blick.
„Okay, alle raus hier, ich mach das allein! Sie hat nichts genommen!“
„Doktor Meier, Sie scheinen hier nicht mehr objektiv zu sein, ich übernehme jetzt, wir pumpen Doktor von Buren den Magen aus!“, orderte der andre Arzt an.
„Ich bin hier sehr wohl objektiv, ich werde sie behandeln!“, wehrte sich Marc noch immer.
„Seien Sie vernünftig, es ist die wahrscheinlichste Theorie, wenn Sie eine bessere Idee haben, sagen Sie bescheid. Aber wir haben jetzt keine Zeit mehr, wir müssen sofort handeln.“ Daraufhin wurde Gretchen aus dem Zimmer gefahren und kam in den OP. Marc wartete verzweifelt davor und ging vor der Tür immer wieder auf und ab. Wie lange dauerte das denn noch? Wieso erledigten das diese Stümper? Er war der beste Arzt, er sollte das machen! Gerade als er in den OP gehen wollte, sah er eine Person die Chirurgie betreten, die ihn vollends in Rage brachte. Was tat dieser Mistkerl hier, der war doch Schuld an Gretchens Situation!

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06.10.2009 22:27
#44 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Marc packte Frank und drängte ihn mit voller Wucht gegen die Wand. Er musste herausfinden, was er Gretchen angetan hatte, möglicherweise konnte man sie nur so retten. Jetzt lag ihr Schicksal in der Hand dieses Schweins, dabei hatte er sie doch erst in diese Lage gebracht.
„Du sagst mir jetzt sofort, was du Gretchen angetan hast! Was ist mit ihr los?“ Er stieß Frank kräftiger gegen die Wand, sein Blick war voller Hass.
„Ich hab das so nicht gewollt…“ Auch Frank klang verzweifelt, wie konnte das nur passieren? Wie konnte ihm so ein Fehler unterlaufen? Er wollte das alles für Gretchen tun und nun war sie hier und starb.
„Es ist mir scheiß egal, was du wolltest und was nicht! Fakt ist, dass Gretchen da im OP liegt und um ihr Leben kämpft! Also frag ich dich noch mal, was zur Hölle ist los mit ihr?“ Frank stöhnte auf und sagte Marc leise den Namen des Giftes. Dieser ließ ihn daraufhin los und sah ihn noch drohend an. „Falls Gretchen da drin… falls sie es nicht schafft, dann mach ich dich fertig, ich schwöre dir, dann würdest du wünschen, dass du hier an ihrer Stelle… Du verdammter Dreckskerl!“ Während Frank sich verzweifelt an der Wand herabließ, verschwand Marc ins Stationszimmer und suchte nach einem Gegengift. Er würde Gretchen retten und wenn es das letzte wäre, was er tat!

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07.10.2009 14:24
#45 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Die noch immer narkotisierte Gretchen wurde inzwischen wieder aus dem OP in ein Patientenzimmer verlegt. Jetzt hieß es abwarten und hoffen, dass das Gift noch nicht zu sehr in der Blutbahn war. Marc fand endlich das richtige Mittel und machte sich eiligst auf den Weg zurück zu Gretchen. Er lief den Gang entlang zum OP, als er sah, dass Gretchen gerade aus diesem herauskam. Er kämpfte sich durch das Team uns tastete ihren Arm ab. Als er einen Puls gefunden hatte, holte er die Spritze raus und setzte sie an.
„Doktor Meier, was machen Sie da? Sie dürfen zu der Patientin, aber Sie sind nicht der behandelnde Arzt!“ Marc hörte nicht auf ihn, sondern injizierte Gretchen das Gegengift. Hoffentlich zeigten die Antikörper bald ihre Wirkung!
„Ich habe Doktor Haase womöglich gerade das Leben gerettet, wenn Sie was dagegen haben, ich das nicht mein Problem. Und jetzt hauen Sie ab, ab sofort ist sie wieder meine Patientin!“
„Wie oft soll ich es Ihnen noch sagen, Sie sind nicht objektiv genug, am Ende machen Sie alles nur noch schlimmer!“ Langsam reichte es Marc, wieso dachten alle, dass er sich nicht gut um Gretchen kümmern konnte?
„Dann bin ich eben nicht objektiv! Trotzdem habe ich rausgefunden, was mit ihr los ist, und ihr gerade die richtigen Antikörper gespritzt! Also sagen Sie nicht, dass ich sie nicht richtig behandeln würde! Und jetzt können Sie gehen!“ Der Arzt erkannte, dass es sinnlos war, weiter zu diskutieren und ließ die beiden alleine. Zur Zeit blieb ihnen eh nichts andres übrig als abzuwarten…

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07.10.2009 19:49
#46 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Was ist denn mit der Frau Doktor passiert?“ Marc sah auf, als er hinter sich die Stimme von Schwester Sabine vernahm. Die hatte ihm noch gefehlt…
„Die Frau Doktor wurde von ihrem so genannten Ehemann vergiftet, das ist passiert…“
„Oh meine Güte, ein Verbrechen. Wir müssen sofort die Polizei rufen.“ Selbst das sagte sie in ihrem typischen Tonfall, konnte die überhaupt ihre Stimmlage verändern? Aber sie hatte Recht, der Typ durfte damit nicht davonkommen.
„Ja, Schwester Sabine, was stehen Sie dann hier noch so rum? Machen Sie schon!“ Sabine drehte sich schon um, als ihr noch etwas einfiel.
„Ach, und Herr Doktor?“
„Ja, Schwester Sabine?“ Genervt rollte er mit den Augen, was Sabine glücklicherweise nicht sehen konnte.
„Wird die Frau Doktor denn wieder gesund?“ Was sollte er da drauf antworten? Vielleicht, vielleicht auch nicht? Die zweite Möglichkeit wollte er gar nicht in Betracht ziehen.
„Sie ist stark, wenn das einer schafft, dann sie!“ Er hoffte so sehr, dass das stimmte, die Vorstellung, Gretchen zu verlieren, war für ihn unerträglich, ohne sie fühlte er sich so unvollkommen. Sabine nickte kurz und machte sich dann auf den Weg ins Stationszimmer, um die Polizei zu informieren.
„Meinen Sie das ernst, wird sie durchkommen?“ Diesmal war es nicht Sabine, die sich nach Gretchen erkundigte, sondern Frank. Marc spürte wieder die ganze Wut in sich und funkelte ihn böse an.
„Das kann Ihnen doch egal sein, Sie werden sie eh nie wieder sehen!“, zischte er zornig. Frank sah nur beschämt und traurig zu Boden und begann nach einiger Zeit zu sprechen: „Ich kann verstehen, wenn Sie mir nicht glauben, aber ich liebe Gretchen wirklich, ich hab das alles nur für sie gemacht…“ Das war zu viel für Marc, er trat an Frank ran und verpasste ihm einen ordentlichen Schlag ins Gesicht.
„Für sie gemacht? Sie liegt hier und kämpft um ihr Leben! Das ist alles Ihre Schuld, also wagen Sie es ja nicht zu sagen, dass Sie sie lieben!“ Er holte erneut aus und schlug zu. „Und das war für gestern! Ihr dreckiges Geld können Sie sich sonst wo hin stecken! Aber wenn Sie im Knast sind, haben Sie dafür bestimmt keine Verwendung mehr!“
„Ich weiß, dass das, was ich getan habe, unverzeihlich ist. Und ich habe es nicht anders verdient! Wenn Gretchen dann aufwacht… könnten Sie ihr dann sagen, dass ich das so nicht wollte und ich sie liebe?“
„Das werde ich ganz sicher nicht tun! Das haben Sie nicht verdient und es ist auch für Gretchen besser, wenn sie Sie so schnell wie möglich vergisst!“

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07.10.2009 21:27
#47 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Stunden später saß Marc noch immer an Gretchens Bett und hielt ihre Hand. Er sprach ihr und somit auch sich selbst immer wieder Mut zu, dass sie das schaffte. Bärbel war inzwischen auch benachrichtigt worden und sofort ins Krankenhaus gefahren. Erst ihr Mann und dann noch ihre Tochter? Das konnte Gott ihr doch wirklich nicht antun!
Die Polizei war zwar hier gewesen, aber Frank hatte es geschafft, sich irgendwie unbemerkt rauszuschleichen. Hoffentlich würden sie in der Villa irgendwelche Beweise finden oder sogar Hinweise auf seinen neuen Aufenthaltsort. Aber das war für Marc momentan nebensächlich, es ging hier um Gretchens Leben. Außerdem glaubte er nicht daran, dass dieser widerwärtige Kriminelle so schnell wieder hier auftauchen würde. Marc spürte allmählich die Anstrengungen des Tages in sich und streckte sich gähnend.
„Herr Meier, wollen Sie sich nicht lieber mal hinlegen? Ich passe schon auf Gretchen auf!“, schlug Bärbel vor. Doch Marc schüttelte nur energisch mir dem Kopf.
„Nein, ich bleibe hier, man kann nie genug auf Gretchen aufpassen!“ Bärbel sah ihre Tochter an und streich ihr über ihr blondes Haar.
„Ja, das stimmt. Sie ist schon immer sehr anfällig für Schwierigkeiten gewesen. Kennen Sie die Geschichte von vor 15 Jahren? Damals war sie ja so verliebt in Sie und hatte gehört, dass Sie eine Party gaben. Aber mein Franz und ich haben an dem Tag unseren Hochzeitstag gefeiert und wollten nicht, dass Gretchen stattdessen wo anders war.“ Sie hielt kurz inne und seufzte bei dem Gedanken an ihren geliebten Ehemann. „Aber sie wollte unbedingt zu Ihrer Feier. Also hat sie sich krankgestellt, das konnte sie immer besonders gut, wissen Sie? Und während wir unten zusammensaßen, hat Gretchen sich hübsch gemacht und wollte sich dann durch das Fenster davonstehlen. Davor stand immer ein großer Baum, an dem wollte sie nach unten klettern. Sie hat dann den Halt verloren und ist abgerutscht. Sie ist mit dem Po zwischen zwei Ästen stecken geblieben. Zum Glück hab ich eine Stunde später nach ihr gesehen, wer weiß, wie lange sie da sonst noch gefangen gewesen wäre. Wir mussten sogar die Feuerwehr rufen, um sie da rauszubringen.“ Marc huschte ein Lächeln über das Gesicht, als er die Geschichte hörte. Gretchen brauchte wirklich jemanden, der auf sie und ihren dicken Hintern aufpasste und vielleicht konnte er dieser jemand sein. Wieso war ihm nicht schon früher aufgefallen, wie besonders und einzigartig Gretchen war?

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07.10.2009 21:45
#48 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

„Marc, hör auf damit!“, lachte Gretchen und Marc tauchte unter der Bettdecke hervor.
„Was denn?“ Frech grinste er sie an, schlug sich wieder die Decke über den Kopf und machte sich wieder an Gretchen zu schaffen.
„Maaarc, das kitzelt!“ Der machte allerdings keinerlei Anstalten aufzuhören und verwöhnte seine Freundin weiterhin.
„Ich mein das ernst, die Kinder sind doch nebenan!“ Wieder streckte Marc seinen Kopf raus und gab Gretchen einen dicken Schmatzer.
„Ja und? Frühe Aufklärung ist wichtig.“ Nie konnte er ernst sein, immer machte er seine Witze. Aber das liebte sie ja auch so an ihm.
„Normalerweise macht man so was aber nur in der Theorie und zeigt’s den Kleinen nicht gleich in der Praxis.“ Sie fuhr ihm durch seine braunen Haare und lächelte ihn an. So was es eben, wenn man mit Marc verheiratet war, aber da gab es ja bei Weitem schlimmeres.
„Dann machen wir es eben anders, sind doch keines von diesen 0815-Pärchen!“
„Hab ich dir schon mal gesagt, wie sehr ich dich liebe?“, fragte Gretchen mit sanfter Stimme.
„Ein paar Mal vielleicht. Aber du kannst es mir so oft sagen, wie du willst!“
„Ich liebe dich!“
„Ich liebe dich auch!“ Er beugte sich vor und küsste Gretchen zärtlich, die Frau, die er über alles liebte. Er wollte sich gerade wieder unter der Decke verstecken, als ein nervtötendes Piepen anfing. Kann das nicht aufhören? Wo kam das überhaupt her?
Plötzlich schreckte er auf und fand sich an Gretchens Krankenbett wieder. Wie kam er hier her? Was war los? Da fiel es ihm wieder ein, Gretchen wurde vergiftet und kämpfte gerade um ihr Leben! Und der Blick auf ihre Geräte verhieß nichts Gutes!

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07.10.2009 22:30
#49 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Er hatte vorhin nur geträumt, das war nicht real gewesen. Aber das hier war die Wirklichkeit, die manchmal einfach nur grausam sein konnte. Er starrte auf den Monitor und stellte Kammerflimmern fest.
„Was ist mir ihr?“, rief Bärbel panisch aus.
„Frau Haase, verlassen Sie den Raum! Schwester, ich brauch hier nen Defi, schnell!“ Sofort stürmte Schwester Sabine mit dem Defibrilator herein. Ausgerechnet die, gab’s hier keine andren Schwestern? Aber immer noch besser als nichts…
„Was ist mit der Frau Doktor?“
„Kammerflimmern, sehen Sie das nicht? Man könnte meinen, dass Sie wenigstens das bei mir gelernt hätten. 200 Volt!“
Er setzte das Gerät an und ein Stromstoß durchfuhr die junge Ärztin, ihr Zustand aber blieb unverändert.
„300! Gretchen, jetzt komm schon!“ Doch Gretchens Herz hörte diesmal nicht auf Marc Meier. Stattdessen hörte es ganz auf zu schlagen...

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07.10.2009 22:45
#50 RE: Verenas Fortsetzung zu DD Zitat · Antworten

Gretchen befand sich in einem weißen Raum, einfach überall war es weiß. Klar, weiß war ja ganz schön, schlicht, edel und stilvoll. Mit weiß konnte man nie was falsch machen. Hochzeitskleider waren weiß. Die Ärztekittel waren auch weiß. Sie hatte beides ja schon mehrfach getragen. Rückblickend betrachtet hatte sie wirklich viel weiß getragen. Und vielleicht würde sie ja auch nochmal in ein weißes Hochzeitskleid schlüpfen, am besten für Marc. Weiß war wirklich schön, aber ein wenig Farbe konnte nie schaden. Aber was dachte sie hier jetzt über Farben nach, sie wusste ja nicht mal, wo sie war. Vor ihr tat sich eine große weiße Tür auf und wie durch eine magische Kraft gezogen ging Gretchen in den nächsten Raum. Wieder ganz in weiß, man konnte es auch übertreiben.
„Hallo Kälbchen!“ Erschrocken drehte sie sich um und sah in die warmen Augen ihres Vaters.
„Papa!“ Tränen sammelten sich in ihren Augen und sie umarmte ihren Vater, sie dachte, sie würde ihn nie wieder sehen. Er war doch tot! Hieß das, dass sie auch tot war? Sie wollte aber noch nicht sterben, sie wollte zu Marc. Und zu ihrer Mutter, sogar zu Jochen, einfach zu allen! „Papa, was mach ich hier?“ Sie löste die Umarmung und sah ihren Vater fragend an. Franz strich ihr liebevoll über ihre Wange.
„Dein Herz hat aufgehört zu schlagen, du bist hier im Himmel.“ Sie war also wirklich tot! Aber wenigstens im Himmel, das war doch schon mal was.
„Also Papa, versteh das nicht falsch, ich würd ja echt gern bei dir bleiben, aber ich will noch nicht sterben, das kann doch noch nicht alles gewesen sein!“
„Ich weiß, aber ich kann da nichts machen, es geht hier schließlich um dein Herz!“
„Und was soll ich jetzt machen?“ Sonst hatte ihr Vater doch immer eine Antwort, wieso nicht auch diesmal? Es durfte so nicht zu Ende gehen…

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