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Dieses Thema hat 832 Antworten
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 Abgeschlossene Fortsetzungen!
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Dornröschen Offline

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29.09.2009 18:20
#151 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=iSZGvTXA11g

Schwester Sabine sah auf die Uhr. 22:56 Uhr. Mittlerweile hatte sie aufgehört die verstrichene Zeit zu zählen, in der Gretchen jetzt nun schon zum unzähligen Mal versuchte ihren Oberarzt wieder ins Leben zurück zu holen, weil sie diese Hoffnung eigentlich schon längst begraben hatte.
Gretchen unterdessen hatte mittlerweile jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren. Sie kam sich vor wie in einem Traum...einem ALPtraum!
„Okay...Ich tu das nicht gerne, aber du lässt mir keine andere Wahl!“ meinte sie schließlich, worauf Sabine sie nur fragend ansah.
Was sollte denn jetzt noch helfen? fragte sie sich in diesem Moment.
„W...Was...haben sie vor?“ fragte sie deshalb auch gleich erstaunt, nachdem sie sah, dass die junge Blonde hektisch in den Schubladen kramte.
„Wo sind verdammt noch mal die Herzkanülen? Vielleicht hat er ne Luftembolie. Die Symptome würden passen!“ wollte sie schließlich wissen.
„Äh...Die sind...Die sind...“ stotterte Sabine unsicher vor sich hin.
„Das dauert mir jetzt zu lange hier!!“ maulte sie sie an und stürmte wie der Blitz aus dem Zimmer.
Ein paar Sekunden später kam sie dann mit den Utensilien ins Zimmer gerannt und machte sich auch direkt an die Arbeit.
„Das Spray!“ forderte Gretchen während sie gerade dabei war die richtige Einstichstelle zu suchen.
„Und sie wollen wirklich...?“ fragte Sabine immer noch mit einer Stimme zwischen geschockt und ungläubig.
„JA!! Und jetzt machen sie schon!“ maulte Gretchen sie an und streckte ungeduldig die Hand aus.
Mit mittlerweile schon mehr als zittrigen Händen und schwer atmend tastete sie noch einmal die Stelle ab und forderte anschließend: „Kanüle!“
Die Schwester gab ihr dann wortlos die Spritze. Die junge Blonde atmete nochmal tief durch, um sich zu beruhigen, was ihr aber nicht so ganz gelang und stach dann zu.


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29.09.2009 18:48
#152 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„So. Und jetzt erzählen sie mal, was sie auf dem Herzen haben.“ forderte Mehdi Kaan nachdem er Gabi eine Tasse Tee gereicht hatte.

http://www.youtube.com/watch?v=8jXdsDcrbU8

Wir fürchten uns davor verurteilt zu werden, für das was wir getan haben. Dabei wollten wir doch eigentlich diesmal alles richtig machen....

„Ähm...Nichts. Alles okay. War einfach nur ein harter Tag.“

Deshalb entschließen wir uns letztendlich dazu zu lügen. Obwohl das eigentlich das ist, was wir nie mehr tun wollten....

Trotzdem sollten wir niemals die Dinge so akzeptieren wie sie sind, wenn wir der Überzeugung sind, dass wir etwas ändern können....

Gretchen atmete einmal tief durch und eine weitere Träne lief ihr die Wange herunter, als Marc endlich nach einem schier endlosen Kampf kurz nach Luft schnappte und sie kurz anblinzelte.

Denn manchmal lohnt es sich nicht aufzugeben...

„MACH....DAS....NIE....WIEDER! Hörst du?!“ meinte die junge Ärztin dann immer noch ganz außer Atem und strich ihm anschließend sanft durch die Haare. Eine ganze Ladung Steine fiel ihr in diesem Moment vom Herzen und sie war wirklich noch nie so froh gewesen das gleichmäßige leise Piepen eines EKG´s zu hören.

Denn oft sind es schon die kleinen Dinge des Lebens, die uns eine Freude bereiten....


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29.09.2009 20:30
#153 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Sie haben es...tatsächlich geschafft...“ sagte Sabine immer noch leicht ungläubig, worauf die junge Blonde nur stumm nickte.

Mittlerweile war sie kreidebleich im Gesicht, weil sie erst so langsam begriff was in den letzten Minuten überhaupt passiert war. Nicht nur die ganze Anspannung ließ langsam nach, sondern auch ihre Kräfte, weshalb ihre Beine langsam unter ihr weg sackten.

„Frau Doktor! Geht es ihnen nicht gut? Wollen sie sich nicht lieber setzen?“ fragte die Schwester besorgt, nachdem sie das sah und wollte sie vom Bett weg, auf den nahe gelegenen Stuhl ziehen. Doch Gretchen befreite sich aus ihrem Griff und meinte: „Danke...geht schon....“

Sie sah nochmal zu Marc, der seine Augen mittlerweile wieder geschlossen hatte. Anschließend streichelte sie ihm über die Wange und flüsterte mit einem kleinen, doch sehr erschöpften Lächeln: „Ich hab doch gesagt ich geb dich nicht auf....niemals....“
Plötzlich schlug er die Augen ganz auf und die beiden sahen sich einfach nur für einen Moment lang an.

Und eben in solchen Momenten erkennen wir dann, dass gerade diese, sämtliche Anstrengung und jede einzelne Träne durchaus wert sind. Und wenn es nur ein Blick in DIE Augen ist, die wir so lange vermisst haben.


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29.09.2009 21:35
#154 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Plötzlich betrat dann Nyota das Zimmer.
„Was ist passiert?!“ fragte sie, nachdem sie die Unordnung und die völlig erschöpfte Ärztin bemerkte.
„Ich...“
Bevor Gretchen dazu kam weiter zu sprechen, übernahm Sabine das dann für sie.
„Er wäre fast gestorben...aber unsere Frau Doktor hat ihn gerettet.“ meinte sie dann mit einem verschmitzten Lächeln und halb schrägem Blick.
„Aber es war doch alles in Ordnung...Ich versteh das nicht....“ Sie brach ihren Satz ab, weil sie ebenfalls die leere Spritze unter dem Bett entdeckt hatte. Sie nahm sich ein Papiertuch und hob sie vorsichtig auf.
Gretchen sah das ebenfalls, deutete auf den Gegenstand und meinte: „Aber Moment mal...Das würde ja bedeuten, dass....“
„Ein Verbrechen!“ sagte Sabine dann mit ihrer Verschwörungsstimme, worauf Nyota und Gretchen sie kurz verwundert an sahen.
„Dr. Rogelt Band 74 Kapitel 12...Der Tod lauert überall...“ fügte die Schwester dann noch als Begründung für ihre Theorie hinzu und hatte dabei wieder dieses Funkeln in ihren Augen.
Nach dieser Aussage sah Nyota sie fragend an, weil sie um ehrlich zu sein überhaupt nicht die geringste Ahnung hatte wovon die Schwester da sprach. Aber das war jetzt auch erstmal zweitrangig für sie.
„Aber wer sollte denn so etwas tun? Hat er Feinde?“ fragte Dr. Samura dann an Gretchen gewandt.
„Ich...Ich...weis....es nicht...“ erwiderte die immer noch verwirrt.

Wer sollte so etwas schreckliches denn tun?


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29.09.2009 22:40
#155 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Hmm...Wir sollten der Sache unbedingt auf den Grund gehen....Nicht dass so etwas nochmal passiert!“ meinte die junge Frau dann und besah sich dabei nochmal die Spritze in ihrer Hand. In der Zwischenzeit hatte die junge Blonde ihren Oberarzt wieder bequem hingelegt und deckte ihn gerade zu.
Nyota sah ihn kurz an und fragte erstaunt: „Er ist wach?“
Gretchen nickte nur stumm.
„Seit wann?“
„Seit...“ Weiter kam sie nicht, denn plötzlich versuchte Marc leise etwas zu sagen.
„Da...war...jemand....vorhin...“ meinte er noch ziemlich leise, so dass die beiden Frauen Mühe hatten ihn zu verstehen.
„Er muss den Täter anscheinend gesehen haben...“ schlussfolgerte Dr. Samura daraus und beugte sich anschließend über ihn.
„Haben sie denn erkennen können, wer es war?“ wollte sie von dem Oberarzt wissen.
„Er...hatte...“ Er brach seinen Satz ab, weil ihn das Sprechen doch noch sehr anstrengte. Gretchen schritt dann ein und meinte: „Wir sollten erstmal warten, bis es ihm wieder besser geht.“
Ihre Kollegin nickte kurz und erwiderte dann: „Ja...vielleicht.“
Die junge Blonde wandte sich dann Marc zu, strich ihm nochmal über die Haare und meinte mit ruhiger Stimme: „Ruh dich erstmal aus. Ich bleib hier....“
Marc nickte nur stumm und schloss anschließend die Augen wieder.
„Okay...War vielleicht alles ein bisschen viel...WIR lassen sie dann mal alleine.“ sagte Nyota dann nach einiger Zeit und gab Sabine ein Zeichen. Doch die stand nur verträumt in der Ecke und beobachtete die Beiden. Die junge Ärztin nahm sie dann sanft am Arm und meinte: „Kommen sie mit.“
„Wenn was ist, melden sie sich bitte.“ fügte sie dann noch hinzu bevor sie endgültig die Türe hinter sich schloss.

Im Stationszimmer angekommen, gab sie Sabine dann das „Tatwerkzeug“ in die Hand und meinte sie solle es an einen sicheren Ort aufbewahren, bis sie mehr wüssten.
„Sollten wir nicht vielleicht die Polizei einschalten? Vielleicht gibt es ja Beweise...“ warf die Schwester dann ein und deutete auf die Spritze, die sich zwischenzeitlich in ihrer Hand befand.
„Nein...Ich würde gerne warten...bis Dr. Meier sich dazu äußern kann...alles andere wäre unsinnig.“ erwiderte Nyota und verließ anschließend den Raum. Sabine legte dann die Spritze auch weg und machte sich so ihre eigenen Gedanken, darüber wer es gewesen sein könnte.


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30.09.2009 00:33
#156 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Nachdem Gabi einfach aufgestanden und gegangen war, beschloss Mehdi dann auch nichts mehr dazu zu sagen und machte sich ebenfalls auf den Weg ins Zimmer. Seine Helferin war ja schon immer etwas eigenartig gewesen, dachte er sich. Wieso sollte es also diesmal anders sein. Außerdem dachte er wieder an sein Vorhaben, welches er morgen direkt in die Tat umsetzen würde. Als erstes käme die Wohnungssuche an die Reihe. Denn in den 4 Monaten, in denen er jetzt bei Gabo wohnte, konnte er schon gar nicht mal die Male zählen, in denen Oberschwester Stefanie morgens wie ein Hausdrache im Türrahmen gestanden hatte und er sich den Kopf an dem blöden Hochbett gestoßen hatte, welches viel zu niedrig war. Mittlerweile müsste er davon schon einen leichten Hirnschaden davon getragen haben.

Mittlerweile war es fast Mitternacht. Gretchen saß noch immer an Marc´s Bett. Auch wenn sie ziemlich müde war und ihr von Zeit zu Zeit die Augen zufielen wollte sie dennoch wach bleiben, damit so was nicht nochmal passierte. Im Stillen überlegte sie immer noch fieberhaft, wer so etwas feiges und grausames tun könnte. Doch ihr fiel niemand ein. Irgendwann schlief sie aber dann doch mit dem Kopf auf der Bettdecke im sitzen ein.

http://www.youtube.com/watch?v=PVCzTza6mCE

Der Morgen brach rein über Berlin und die Sonne vertrieb die Dunkelheit. Doch nicht für alle begann dieser Morgen gut....

Alexis wachte auf und fasste sich zuerst an den Kopf. Nach Monaten, in denen er Gretchen jetzt kannte hatte er sich nach dem Schäferstündchen mit seiner „Mutter“ gestern zum ersten Mal wieder die Kante gegeben. So langsam wurde ihm das alles zu viel. Das ständige hin und her mit Gretchen, seine neurotische zickige Schwester, die ihm bei allem was er tat einen Vorwurf machte und dann auch noch eine notgeile verschrumpelte fast 80 Jährige Frau, die einfach unersättlich war. Nachdem er damit weiter gemacht hatte, wo er gestern aufgehört hatte und sich erstmal einen ordentlich Schluck Whiskey trank, torkelte er dann ins Bad.

Auch für den Gynäkologen begann der Morgen nicht besonders gut. Diese Etagenbetten waren nämlich nicht nur besonders niedrig sondern auch noch tierisch unbequem. Noch ein Grund mehr sich schleunigst eine neue Bleibe zu suchen. Schließlich stand er auf, streckte sich erstmal vorsichtig und ging anschließend ins Bad. Bevor er sich allerdings auszog und unter die Dusche stellte lugte er erstmal ob er diese feind seelige Oberschwester nirgendwo entdeckte. Nachdem die Luft rein zu sein schien, zog er sich dann aus, drehte das warme Wasser auf und startete erstmal mit einer Dusche in den Tag.

Marc blinzelte kurz, als er die Sonnenstrahlen vernahm, die durchs Fenster spähten. Plötzlich merkte er, dass etwas seine Hand festhielt und sah sich im Raum um. Ein kleines Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er entdeckte, dass dieser jemand Gretchen war. Schließlich nahm er seine andere Hand und strich ihr sanft durch die blonden Engelslocken, die wild über der Bettdecke verteilt waren. Als er bemerkte, dass sie auch langsam wach zu werden schien, nahm er seine Hand wieder weg und sah sie einfach nur an. Gretchen gähnte kurz und hob dann langsam ihren Kopf.


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30.09.2009 01:40
#157 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Morgen.“ sagte sie zunächst noch ganz verschlafen, als ob es das normalste von der Welt wäre und sie das jeden Morgen zu ihm sagen würde.
Doch dann erinnerte sie sich langsam wieder an alles und fragte anschließend: „Wie geht es dir?“
Marc sah sie weiter hin an, lächelte und erwiderte: „Jetzt...gut.“
„Freut mich.“ meinte sie und ärgerte sich auch im nächsten Moment wieder über diese Worte.

Verdammt! Da hab ich so lange auf diesen Moment gewartet und ich stell mich wieder extra blöd an! Echt typisch! Der denkt doch ich bin total bekloppt!!

Der Oberarzt nahm noch mal einen Anlauf und fragte noch eher verhalten aber dennoch mit einem Lächeln: „Warst du...ich meine...die ganze Nacht hier?“
Die junge Blonde nickte nur kurz stumm und etwas verlegen, weil sie sich mit einem Mal wieder an die Situation von damals erinnerte, wo sie schon mal die Nacht an seiner Seite verbracht hatte und befürchtete, dass das ganze hier wieder peinlich für sie enden könnte. Deshalb stand sie auch schließlich auf, räusperte sich kurz und meinte: „Ja...äh....Ich geh dann auch mal...Hab ja auch noch zu tun.“
„Gretchen?“ An der Türe hielt er sie dann noch mal zurück.
Sie drehte sich um, sagte aber nichts und sah ihn einfach nur an.
„Ich...“ Er unterbrach seinen Satz und stattdessen kam ihm ein leises „Danke“ über die Lippen.
„Keine Ursache.“ erwiderte die junge Blonde und schloss anschließend die Tür hinter sich.


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30.09.2009 19:59
#158 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Als sie dann später vor dem Spiegel stand und sich die Haare wieder hoch steckte verfiel sie dann wieder ihren Gedanken.

Was ist nur los? Keine Ursache! Das klingt so, als ob ich mal eben ein Paket oder so für ihn angenommen hätte!! Auf der einen Seite bin ich dem lieben Gott so unendlich dankbar dafür, dass er noch da ist...Ich hätte echt nicht gewusst was ich gemacht hätte wenn das gestern anders ausgegangen wäre. Aber andererseits...ach ich weis auch nicht...Es war schon immer schwierig zwischen uns, ist es noch und wird wahrscheinlich auch immer so bleiben...Wir sind...

Plötzlich wurde sie von ihrer Kollegin unterbrochen, die sich kurzzeitig neben sie an den Spiegel gestellt hatte und ihren Teint überprüfte.

„Hab von ihrer Heldentat gehört...Da haben sie ja wirklich ganze Arbeit geleistet...“ meinte Maria während sie nochmal Lippenstift und Make-Up nachlegte.
Gretchen drehte sich zu ihr um und sah sie erstaunt an.
„Ähm...“
„Ich muss schon sagen...ich hab sie unterschätzt...sie können doch was!“ erwiderte Dr. Hassmann mit ihrem typisch sarkastischen Lächeln.
Nun war Gretchen verwirrt.
„War das jetzt etwa gerade ein Kompliment?!“
„Nennen sie es wie sie es wollen!“ gab Maria nur kurz zurück, packte ihre Schminkutensilien weg und verschwand aus der Mitarbeitertoilette.
Die junge Blonde sah ihr noch einige Zeit hinterher. „Tzz...“ meinte sie leise Kopf schüttelnd und sah anschließend nochmal in den Spiegel.

Vielleicht hat sie Recht...Vielleicht unterschätze ich mich wirklich manchmal und gar nicht Marc...sondern ich bin das Problem! Vielleicht sollte ich auch einfach mal mutig sein und etwas riskieren....


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30.09.2009 21:50
#159 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Sie stand noch einige Zeit da und betrachtete ihr Spiegelbild. Schließlich verließ sie auch die Toilette und ging ins Stationszimmer.
„Morgen Frau Doktor. Kaffee?“ begrüßte sie Sabine sofort und hielt ihr eine Tasse entgegen.
„Oh ja! Den brauch ich jetzt!“ Gretchen schnaufte kurz und nahm anschließend die Tasse entgegen. Anschließend setzte sie sich damit an den Schreibtisch und griff nach ein paar Akten.
„Schwester Sabine? Darf ich ihnen eine Frage stellen?“ unterbrach Gretchen dann nach einiger Zeit die Stille im Raum.
„Alles was sie wollen Frau Doktor!“ strahlte sie die Schwester an.
„Finden sie,...als sind sie der Meinung, dass...ich mich in letzter Zeit irgendwie verändert habe?“
Sabine sah sie erstaunt an und erwiderte: „Also...Ihre Haare sind genauso wundervoll wie immer.“
Die junge Blonde lächelte kurz und meinte: „Ja...Danke...Aber das meinte ich jetzt eigentlich nicht...“
„Was dann?“
Gretchen stöhnte kurz. Verstand diese Frau denn manchmal wirklich nur Bahnhof?!
„Ich meinte...jetzt so...vom Wesen her...charakterlich halt...“
„Also ich finde sie immer noch genauso großartig, wie damals als sie hier angefangen haben. Das gestern...war einfach beeindruckend...Wenn sie nicht gewesen wären, dann...“


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01.10.2009 07:09
#160 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Die junge Blonde unterbrach sie dann, weil sie diese Nacht eigentlich aus ihrem Gedächtnis streichen wollte und sagte: „Ich bin Ärztin. Demnach ist es meine Pflicht Menschenleben zu retten.“
Sabine verstand nicht so recht, warum sie jetzt schon wieder so reagierte und quasi völlig dicht machte, erwiderte aber dennoch: „Nein....Das ist es nicht nur...“
„Ist es nicht?“
„Nein...ich finde sie sind nicht nur eine hervorragende Ärztin, sondern auch eine bemerkenswerte junge Frau, die sich überhaupt nicht vor irgendwas verstecken muss.“

Wie meinte sie das denn jetzt?

„Tue ich das?“ fragte sie deshalb sofort im Anschluss.
Die Schwester sah sie kurz an und wusste zunächst nicht was sie ihr darauf antworten sollte.
„Nun ja...manchmal da...“
„Ja?“
„Gestern da waren sie einfach sie selbst...sie haben gekämpft und haben sich nicht unterkriegen lassen auch als es eigentlich schon so schien als ob es zu spät wäre...aber manchmal da...verstecken sie sich oder laufen weg...Sie machen sich einfach kleiner als sie sind.“
Gretchen sah sie einige Sekunden lang an, dachte nach und stand dann schließlich auf.
„Danke für ihre Ehrlichkeit.“ meinte sie dann und verließ anschließend das Stationszimmer.


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01.10.2009 07:17
#161 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=MEtg1LlApr8

Wir Menschen streben alle nach Sicherheit...einer Garantie für etwas, die uns aber niemand auf dieser Welt geben kann. Deshalb sind wir manchmal unsicher und verkriechen uns in lieber in unserem Schneckenhaus, weil wir Angst haben uns den Dingen zu stellen, die eigentlich schon lange offensichtlich und allgegenwärtig sind.....

Wir verstecken unsere Gefühle und hören auf unseren Verstand, statt einmal auf unser Herz zu hören, dass uns doch eigentlich noch nie enttäuscht hat.... (Gretchen)

Wir geben lieber den Unnahbaren, weil wir Angst davor haben verletzt zu werden, obwohl wir uns doch eigentlich wie jeder Mensch auch nur nach ein bisschen Liebe, Verständnis und Geborgenheit suchen.... (Marc)

Wir machen Fehler, weil wir Angst haben etwas oder jemanden zu verlieren, der uns wichtig ist in unserem Leben.... (Alexis)

Doch dann kommt irgendwann der Punkt, an dem wir merken, dass es Zeit ist für Veränderungen. Doch nicht die anderen müssen sich ändern, sondern wir selbst. Wir sehen ein, dass wir erstmal etwas riskieren müssen, um zu verlieren. Denn: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt....

Denn selbst wenn wir auf der einen Seite etwas verlieren oder sich eine Türe schließt, könnte sich im nächsten Moment eine neue öffnen und wir erkennen, dass es eigentlich gar nichts gibt, wovor uns verstecken müssen.... (Gretchen saß in der Umkleide, drehte ihre Ehering und schaute ihn sich an. Plötzlich nahm sie ihn ab, steckte ihn in die Kitteltasche und verließ anschließend den Raum. Vor Marc´s Zimmertüre, atmete sie tief durch, klopfte dann aber dann dennoch an.)

Wir sehen ein, dass wir zwar Fehler gemacht haben. Es aber nie zu spät dafür ist sich diese einzugestehen und versuchen es in der Zukunft besser zu machen, weil man uns eigentlich schon längst vergeben hat.... (Marc lag im Bett und dachte darüber nach, ob er Gretchen endlich sagen sollte, was er für sie empfand, immer hin war sie nun verheiratet. Da er Gretchen kannte, wusste er, dass sie Alexis niemals wieder verlassen würde. Nicht umsonst war sie eben so schnell gegangen. Er wurde es seinen Gedanken gerissen, als sich plötzlich die Türe wieder öffnete und Gretchen rein kam. „Wir sollten reden.“ meinte sie und kam anschließend näher.)

Wir müssen schmerzlich erkennen, dass wir schon lange nicht mehr der Mensch sind, der wir einmal waren. Und auch wenn das Leben, dass wir jetzt führen eigentlich das ist was wir uns immer erträumt haben, ist es nicht mehr das was wir wollen. Denn wir haben erkannt, dass es nicht unser Konto ist, welches uns wertvoll in den Augen anderer Menschen macht.... (Alexis sah in seinem riesigen Wohnzimmer auf der Couch. Vor ihm auf dem Glastisch lagen aufgefächert die vielen Pässe. Dokumente der Vergangenheit. Seiner Vergangenheit. Plötzlich stand er auf, nahm sie mit und bewegte sich zum Kamin.)

Doch auch wenn wir nun wissen, was wir wollen oder wo wir hingehören, sollten wir es nie als selbstverständlich ansehen und uns immer vor Augen führen, dass nichts für Ewigkeit ist. Denn es wird immer Menschen geben, die versuchen unser Glück zu zerstören.....


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01.10.2009 14:46
#162 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

- 6 -


http://www.youtube.com/watch?v=q-0pPOz0o58

Wir Frauen sind ja von Natur aus Wesen, die gerne und viel reden. Hauptsächlich über die neuste Diät oder Modekollektionen....

Gretchen stand immer noch mitten im Raum und knibbelte nervös an ihren Fingernägeln herum. Eben da war sie sich noch so sicher gewesen was sie jetzt sagen würde, aber jetzt, wo sie in seiner Nähe war fühlte sie sich unsicher, wie ein kleines Mädchen, dass etwas angestellt hatte und nicht wusste, wie sie es ihrem Vater beibringen sollte. Marc schlug schließlich leicht mit seiner Hand auf die Bettdecke, um ihr zu signalisieren, dass sie sich setzen solle.

Doch irgendwann kommt auch einmal der Moment, wo wir über andere Dinge reden müssen. Dinge, die uns vielleicht im ersten Moment nicht angenehm erscheinen, deren Klärung aber unser Glück bedeuten könnten....

Immer noch recht zögerlich bewegte sie sich dann auf´s Bett zu und nahm schließlich Platz.

Zur selben Zeit saß Mehdi in der Cafeteria und durchsuchte die Zeitung nach Wohnungsanzeigen.
„Helle, freundliche, 2 Zimmer Altbauwohnung, in Fluss Nähe. 64 m², Komplett saniert, 1. Obergeschoss in 3 Familienhaus.“ las er sich die Anzeige durch.
Das hörte sich doch mal gar nicht schlecht an. Er nahm dann auch direkt an Ort und Stelle sein Handy heraus und rief die Nummer aus der Anzeige, ein Maklerbüro, an.
„Guten Tag. Kaan mein Name. Ich rufe wegen der Anzeige an.... Also die Wohnung....im Berliner Blatt.“
Als die freundliche Dame ihn am anderen Ende dann erklärte, um welche Wohnung es sich genau dabei handelte, staunte der Gynäkologe zunächst nicht schlecht. Dennoch vereinbarte er mit ihr einen Besichtigungstermin für morgen Abend.


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01.10.2009 15:06
#163 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Nachdem Lissy das Wohnzimmer betreten hatte, stürmte sie sofort auf ihrem Bruder zu und schrie ihn an: „Bist du jetzt total bescheuert?!“
Anschließend riss sie ihm die noch nicht verbrannten Pässe aus der Hand. Frank stand immer noch total neben sich und gab ihr da keine Antwort. Deshalb wurde sie auch wütend und fragte ihn was das sollte.
„Weist du Lissy... Ich habe viel nachgedacht und denke das ist an der Zeit ist, etwas in unserem Leben zu ändern. Ich will mich nicht mein ganzes Leben lang verstecken müssen oder jemand sein, der ich eigentlich gar nicht bin.“
Seine Schwester stemmte die Arme in ihre Hüften und sah ihn vorwurfsvoll an.
„Ach ja! Und das hat der feine Herr einfach mal gerade ebenso für sich entschieden?! Ohne mich auch nur einmal nach meiner Meinung zu fragen!“
Die junge Mann versuchte nun bei seiner Antwort möglichst selbstsicher zu klingen.
„Ja das hab ich!“
„Wie schön für dich!“
Eine Weile herrschte dann Schweigen zwischen den beiden.

Genauso ging es auch Gretchen und Marc nun schon seit fast fünf Minuten. Sie saßen nur da und schauten sich an. Sie nahm sich dann schließlich all ihren Mut zusammen und begann.
„Weshalb ich eigentlich hier bin...“
Marc sagte nichts und sah sie fragend an. Deshalb fuhr sie dann auch gleich fort.
„Es gibt da etwas... Dass ich dir gerne sagen möchte...“ Wieder machte sie eine kurze Pause und überlegte, wo sie am besten anfangen sollte.
„Gretchen.... Ich....“ Weiter kam er nicht, denn sie unterbrach ihn.
„Ich weis was du jetzt sagen willst, aber bevor du das tust, möchte ich das gerne loswerden.“ Sie seufzte.
Daraufhin nickte der Oberarzt stumm und überließ ihr somit das Wort.

Okay... Jetzt ist es wohl so weit... Die Stunde der Wahrheit also... Oh mein Gott! Ich weis gar nicht was ich sagen soll!


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01.10.2009 18:36
#164 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Ja... Ähm... Das ist so... Weist du...“ Stotterte sie schon wieder herum und ärgerte sich im gleichen Moment noch darüber.

Das kann doch echt nicht so schwer sein! GRRR!!!

Sie atmete nun noch mal tief durch und nahm einen erneuten Anlauf.
„Ich weis, dass zwischen uns viel schiefgelaufen ist in der letzten Zeit... Und ich auch ein bisschen mit daran schuld bin. Diese Hochzeit... Das war ein Fehler... Das hab ich mittlerweile eingesehen. Denn auch, wenn du mich noch so oft verletzt und gedemütigt hast, werde ich es wohl nie schaffen dich endgültig aus meinem Gedächtnis und auch... Oder vor allen aus meinem Herzen zu streichen...“
Marc wollte gerade etwas dazu sagen, aber sie hob sofort ihre rechte Hand und meinte: „Ich weis... Du stehst nicht so auf diesen Romantik Kram... Aber das ist nun mal genau das was ich fühle und denke. Ich schleppe das nun jetzt schon so viele Jahre mit mir herum und ich denke, dass es jetzt an der Zeit dazu ist dir das endlich mal zu sagen.... Auch wenn ich weis, dass du wohl nie das gleiche für mich empfinden würdest und...“
Der Oberarzt unterbrach sie.
„Bevor du jetzt noch irgend was sagst, hörst du mir jetzt mal zu...“ Er atmete noch mal tief durch und versuchte dann etwas zu sagen.
„Gretchen... Ich weiss nicht, ob ich das jetzt so hin kriege,... Aber ich wollte dir schon die ganze Zeit über etwas sagen... Ich... Ähm... Also...“

Scheiße! Das kann doch wohl echt nicht so schwer sein! Im Aufzug hat das doch auch geklappt! Warum dann jetzt nicht?!

Wieso stottert der denn jetzt so rum? Scheint auch irgendwie nervös zu sein... Kennt man gar nicht von ihm...

Marc nahm dann noch einmal einen Anlauf, setze sich im Bett auf und versuchte einen halbwegs anständigen Satz herauszubekommen.
„Also das, was ich dir letztens schon im Aufzug sagen wollte ist... Dass ich... Also ich... Ähm... Na ja... Ich dich... liebe.“

Meine Fresse!! Was für eine Geburt!!


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02.10.2009 04:53
#165 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Gretchen schaute ihn zunächst einmal sprachlos an. Sie war völlig verwirrt und wusste nicht, was sie davon halten sollte.

Moment mal... Hat der das jetzt gerade wirklich gesagt... Also, dass er mich... liebt??? Das kann doch eigentlich nur ein Traum sein!

Nachdem sie dann längere Zeit einfach schwieg und vor sich her starrte, kamen ihm langsam Zweifel, ob er gerade wirklich das Richtige getan hatte.

Wieso sagt die denn nix? Ich wusste es!! Ich hätt´s bleiben lassen sollen!! Fuck!!

Schließlich fand Gretchen aber dann ihre Sprache langsam wieder und meinte: „Also...äh...Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt vollkommen vor dir zum Affen mache...“ Sie deutete mit dem Zeigefinger in seine Richtung und fragte dann: „Hast du gerade wirklich gesagt, dass du mich liebst...oder war das wieder mal nur ein Streich, den meine Mädchenphantasie mir gespielt hat?!“
Im ersten Moment schwieg Marc und vermied es auch sie anzusehen.

Manche Dinge sind einfach zu schön, um wahr zu sein....

Doch als er sah, wie sie sich ein paar Mal in den Unterarm kniff, sah er sie zunächst fragend an.

Unsere Phantasie ist es dann, die uns in diesen Momenten einen Streich spielt...

„Kannst du mir mal verraten, was du da machst?“ fragte er schließlich ungläubig und deutete auf ihren Arm, der mittlerweile schon eine leichte Rötung aufwies.
„Ich kneif mich...“ erwiderte Gretchen wie im Trance.
„Ah ja....Und warum wenn ich fragen dürfte?!“
„Damit ich endlich aus diesem schrecklichen Alptraum aufwache.“ meinte sie dann ziemlich leise und neben sich stehend. Dabei hatte sie ihren Blick starr auf den Boden gerichtet und wenn man in ihre Augen gesehen hätte, hätte man annehmen können, dass man durch sie hindurch sah.
„Alptraum...Hmm?“ meinte Marc dann, wobei in seiner Stimme ein wenig Enttäuschung mitschwang.

Dass ich sie liebe ist also ein Alptraum für sie?! Versteh einer die Frauen!


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02.10.2009 09:39
#166 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Nachdem sie nur stumm nickte, sagte er dann: „Na...Wenn das so ist...dann....vergessen wir das Ganze lieber!“ Anschließend legte er sich wieder zurück ins Kissen und richtete seinen Blick zur Decke.
Plötzlich erwachte sie dann auch wieder aus ihrem Trance und fragte: „Äh...Was denn bitte vergessen?“
„NA ALLES!“ Er wollte das nicht, aber plötzlich wurde er etwas lauter.

Wieso reagiert er denn jetzt so aggressiv? Spinnt der?! Mich hier so an zuschnautzen!

Plötzlich sprang sie wie von einer Tarantel gestochen vom Bett auf und schrie ihn ebenfalls an: „Sag mal! GEHT´S noch?! Hast du überhaupt die leiseste Ahnung davon was ich in den letzten Tagen durch gemacht hab?! Nee! Wie denn auch?! Andere Menschen interessieren dich ja sowieso nen feuchten Kehricht!!“
„Äh...“
„Ja! Jetzt wieder schön aus der Affäre ziehen! Wie immer!! Wenn´s ernst wird, kneifst du! Das ist SO...so...TYPISCH für dich!!“
Sie fasste sich kurz an den Kopf und lief wie ein aufgescheuchtes Huhn im Zimmer auf und ab. „Tzz...Ich fass es nicht! Da komm ich hier hin, weil ich endlich ein ernsthaftes Gespräch führen will und dann so was! Wie konnte ich nur wieder so blöd sein und daran glauben, dass...ach auch egal jetzt! Du...“ fluchte sie währenddessen vor sich her.
Marc unterbrach sie dann kurz: „Also nur für´s Verständnis...Wo genau liegt jetzt dein Problem?!“

Also das glaub ich ja jetzt wohl nicht!

Sie kam wieder ein Stück auf ihn zu und sah ihn mit einem gleichzeitig wütenden aber auch enttäuschten Blick an. „Du fragst mich also allen ernstes wo mein Problem liegt?!“
Der Oberarzt nickte. „Hmm?!“
„Okay! Dann werd ich dir jetzt mal sagen WAS mein Problem ist, beziehungsweise WER!“ Sie atmete noch mal tief durch, weil sie gerade wirklich das dringende Bedürfnis hatte in die Luft zu gehen und fuhr dann fort: „DU! Bist mein Problem Marc Meier! Seit Jahren machst du mir jetzt schon mein Leben zur Hölle. Früher in der Schule schon und heute auch!! In einem Moment bist du...also für deine Verhältnisse total nett und gibtst mir das Gefühl was Besonderes für dich zu sein, um dann im nächsten wieder auf mir rum zu trampeln wie...auf ner ollen Fußmatte, die sowieso schon abgenutzt ist...“
„Aber...“ Er unterbrach sie, kam aber nicht weit, weil sie ihn in einem harschen Ton unterbrach: „NEIN verdammt! JETZT rede ich!!“


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02.10.2009 11:51
#167 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Ich war wirklich wieder so blöd zu glauben, das mit uns....das könnte was werden...aber da hab ich mich wohl getäuscht! Du bist wie ein Orkan...Kommst daher...wirbelst mich durch einander und verschwindest genau so schnell wieder! Und im Endeffekt bin ich es dann wieder, die das was du in kurzer Zeit zerstört hast wieder zusammensetzen kann! Aber das ist jetzt endgültig vorbei! Ich will das nicht mehr! Ich will endlich eine funktionierende Beziehung und einfach nur glücklich sein!!“ Sie atmete noch mal tief durch, weil sie sich nachdem sie ihm das alles an den Kopf geschmissen hatte irgendwie befreit fühlte.
„Bist du jetzt fertig?!“ fragte der Oberarzt dann plötzlich.
„Hmm!!“ erwiderte sie immer noch innerlich kochend.
„Gut...“

Gut? GUT??? Oh! Ich würde ihm am liebsten...NEIN! Beherrsch dich!!

„Dann hab ich jetzt mal ne ganz blöde Frage an dich!“ fügte er dann noch hinzu.
„Die da wäre?!“ erwiderte sie zickig.
„Hast du mir überhaupt zugehört, was ich eben gesagt habe? Denke eher nicht...“

HÄ??? Entweder bin ich jetzt blöd oder er...Eher Letzeres!!

„Also...Tschuldige...aber ich fürchte ich kann dir gerade nicht so ganz folgen...“ meinte sie dann und machte dabei kreisende Bewegungen mit ihrem Finger.

Scheint wohl öfters so zu sein...Aber darüber schweig ich jetzt lieber...sonst geht sie mir wirklich noch an die Kehle! Diese Frau ist einfach unberechenbar.

Er überlegte eine Weile und meinte dann: „Gut...dann eben anders...Weist du überhaupt was du willst?“
„Der jenige, der das nicht weis bist hier ja wohl eindeutig du!“ raunzte sie ihm entgegen.
Doch nun platze ihm auch langsam der Kragen. „IRRTUM Gretchen! ICH weis schon länger was ich will! Nur DU zickst ständig rum!!“


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02.10.2009 13:10
#168 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Sie deutete empört mit dem Finger auf sich und war schon wieder kurz davor in die Luft zu gehen. Dennoch versuchte sie sich zu beherrschen und fragte: „Ich zicke also ständig rum he?!“
„Ja...Tust du...Meine Güte! Erst rennste mir Monatelang hinter her, machst einen auf Miss Undercover und versuchst heraus zu finden warum ich Gabi heirate und dann...wenn die endlich weg ist...angelste dir diesen arroganten Geldsack und heiratest den auch noch gleich...BESOFFEN in VEGAS!! Und jetzt stehste wieder hier und jammerst mir die Ohren voll, dass dein Leben ja so zum kotzen ist und das nachdem ich...Marc Meier, der sowas eigentlich nie zu ner Frau sagen würde, dir mal so gerade eben gesagt hab, dass ich dich liebe! Also da frag ich mich schon, ob du wirklich glücklich sein willst oder einfach nur jemanden suchst wo du deinen Frust abladen kannst!!“ Mit der Zeit war er auch immer lauter geworden, weil sich bei ihm über die Monate verteilt auch einiges angestaut hatte, was einfach mal gesagt werden musste!
Nun war Gretchen verwirrt. „Äh...Du hast das wirklich eben gesagt und auch ernst gemeint?“
„Mein Gott Hasenzahn! Bist du so blöd oder tust du nur so? Willst du es schriftlich und besiegelt, damit du es glaubst oder was?!“
„A...Aber das würde ja dann bedeuten, dass...“

Ja...Gute Frage...Was bedeutet das jetzt eigentlich?


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02.10.2009 14:28
#169 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Dass was?“
„Äh...ja....was....Also um ehrlich zu sein, weis ich gerade nicht so wirklich was ich jetzt sagen soll...“
„Tja...Da hilft dann wohl nur noch eins!“
„Äh...Und was wenn ich fragen darf?!“
„Darfst du! Dass du endlich deinen süßen Arsch hier hin bewegst und mich verdammt noch mal küsst!“

Was hat der gerade gesagt?

„Hast du mir gerade wirklich ein Kompliment gemacht?!“ fragte sie immer noch ungläubig.
„Ehm...Kann sein...ja?!“
Ohne noch etwas zu sagen, ging sie dann auf ihn zu und küsste ihn. Erst noch zaghaft. Doch dann immer leidenschaftlicher. Sie schlossen beide Augen und genossen einfach diesen Moment, auf den sie so lange gewartet hatten.


„Und was bedenkst du jetzt zu tun?“ Ohne auf eine Antwort auf seine Frage zu warten fuhr Lissy mit vorgehaltener Hand fort: „Also falls du jetzt mit dem Gedanken spielst dich zu stellen und einen auf reumütig zu machen...sag ich dir gleich...OHNE MICH!! Ich geh nicht in den Knast klar?!“
„Geht´s vielleicht auch noch ein bisschen lauter?!“ fragte Frank dann genervt.
„Also du hattest ja schon vorher nicht mehr alle Tassen im Schrank, aber seit du die Olle kennst...hast du keine einzige mehr!!“
Der junge Mann sprang plötzlich auf und stand nun mit einer drohenden handbewegung vor seiner Schwester: „Wenn du Gretchen noch einmal Olle nennst, dann...“
„Dann was? Boah check´s endlich! Sie will dich nicht! Weder Alexis noch Frank!! Sonst wäre sie ja wohl hier! Apropos...Wo is die überhaupt?!“
„In der Klinik...“
„Hä? Seit 10 Tagen?! Wohnt die da neuerdings oder was?!“
„Nee...“
„Ja! Dann klär mich mal auf!“


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02.10.2009 16:26
#170 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Sie hat halt viel zu tun...und...“
„Jaaa...Und?!“
„Ach! Kümmer dich einfach um deinen eigenen Kram okay?! Und lass mich mein Leben leben!“
„Das werd ich nicht tun! Weil von dieser schwachsinnigen Sinneswandlung nunmal nicht nur dein Leben abhängt, sondern rein zufälliger weise auch MEINS!!“
Frank sagte nichts mehr und stöhnte nur kurz.
Daraufhin kam Lissy auf ihn zu und meinte: „Überleg´s dir...Ein besseres Leben wie das hier können wir doch gar nicht führen. Das ist doch das wovon auch DU immer geträumt hast!“
Nun rastete ihr Bruder aus. „Klar doch!! Genau DAVON hab ich immer geträumt! Ne zickige Schwester, die sich wie Paris Hilton höchstpersönlich aufspielt, ne Frau, die lieber bei nem Arschloch ist und ne „Mutter“, der ich es regelmäßig besorgen kann!! Von dem „Friedhof“ im Haus schweig ich jetzt mal!!“
„Also, dass mit der Alten biste selber Schuld...Hätte deine Zuckerpuppe die Olle nicht hier angeschleppt, weil sie ja immer will, dass sich alle ach so gut verstehen, hätteste das Problem nicht! Zu deiner „Frau“, wie du sie nennst...Ich hab dir gleich gesagt das mit euch klappt nicht! Aber nein! Auf mich wollte ja mal wieder keiner hören!! Und zum letzten...Das biste auch selber Schuld! Ich hab dir damals gesagt lass wir ihn in den See schmeissen! Aber du wusstest ja mal wieder alles besser und wolltest ihn unbedingt da...“ Sie zeigte kurz zur Wand uns schüttelte sich. „Urgh! Ich darf gar nicht dran denken! Da kotz ich immer noch!“
„Ach halt einfach die Fresse! Außerdem musstest DU ja die Drecksarbeit nicht machen, also!!“
Anschließend stand er auf und ließ sie einfach stehen.
„Dann mach doch was du willst!!“ schrie sie ihm noch hinter her.
„Mach ich sowieso!“ hörte sie dann noch von oben von Frank, worauf sie kurz stöhnte und anschließend wieder das Haus verließ.


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02.10.2009 19:09
#171 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Was hatte diese Frau nur aus ihrem Bruder gemacht? Sie hatten endlich DAS Leben geführt, was sie sich immer erträumt hatten und jetzt war das plötzlich alles nichts mehr? Das konnte die junge Frau beim besten Willen nicht verstehen....

Nachdem sich die Beiden nach einer halben Ewigkeit von einander lösten sahen sie sich zunächst einmal nur an.

Wir erkennen, dass wir gar nicht mehr träumen müssen, weil wir unsere Ziele, ohne es merken, längst erreicht haben....

Gretchen beugte sich leicht zu ihm herüber und flüsterte ihm ein leises „Ich liebe dich auch“ ins Ohr.

Wenn wir nur einmal mutig sind und sagen, was wir denken....

Marc lächelte sie daraufhin ebenfalls an und sah, dass ihr eine kleine Träne die Wange herunter lief. Nachdem er sie verwundert ansah, wischte sie sich schnell die Träne weg und meinte: „Tschuldigung...Manchmal heul ich einfach, weil ich...“

Spästens dann, werden wir sehen, dass wir manchmal gar nichts sagen müssen, denn ein Blick sagt oft mehr als tausend Worte.

Der Oberarzt streichelte ihr über die Wange und meinte: „Schhhhh....Es ist okay.“ Anschließend zog er sie zu sich.


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02.10.2009 20:00
#172 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=u6_s0QIbI94

Nachdem sie einfach eine Weile so dagelegen hatten und keiner etwas sagte, hob Gretchen plötzlich ihren Kopf und sah, dass Marc wieder eingeschlafen war. Er hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Sie lächelte ebenfalls kurz und gab ihm noch einen Kuss auf die Wange.
„Du hast mich heute zum glücklichsten Menschen auf der Welt gemacht, weist du das?“ flüsterte sie ihm noch leise zu und verließ anschließend das Zimmer.

Liebe ist nicht bloß ein Wort. Sie ist ein Zusammenspiel von verschiedensten Gefühlen.... Denn es ist die Vernunft, die uns sagt es ist Unsinn, die Angst, die uns vor dem Schmerz warnt. Manchmal ist es aber auch einfach nur unser Stolz, der uns im Weg steht und sagt, es ist lächerlich oder die Vorsicht, die uns warnt und meint es ist leichtsinnig....Trotzdem haben wir in diesem Moment das Gefühl uns in einem wunderschönen Traum zu befinden, aus dem wir am liebsten nie wieder aufwachen würden....

Während Gretchen über den Flur ging hatte sie wirklich das Gefühl zu schweben, so glücklich war sie. Plötzlich waren all die Tränen, all das Leid und auch die Wut wie weggeblasen und sie träumte vor sich hin.

Doch wie das nun mal so ist, hat jeder noch so schöner Traum ein Ende oder man wird schnell wieder von jemandem in die Realität zurück geholt....


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02.10.2009 21:06
#173 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

„Margarethe! Da bist du ja...Ich hab dich schon überall gesucht!“ meinte Bärbel als sie ihre Tochter auf dem Flur begegnete.
„Ja Mama...Jetzt bin ich ja da!“ erwiderte Gretchen immer noch mit einem Zahnpastalächeln.
Daraufhin kniff sie ihr kurz in die Wange. „Was grinst du denn so wie ein Honigkuchenpferd?!“ Dabei musste sie selbst schmunzeln, weil sie ihre Tochter schon lange nicht mehr so gesehen hatte.
„Ich bin einfach nur glücklich!“
Bärbel sah sie nur fragend an, weil sie absolut keine Ahnung hatte, was ihre Tochter damit meinte.
„Ich hab mein Leben endlich wieder im Griff und alles macht wieder einen Sinn!“
Doch die Hausfrau hatte eine andere Vorstellung von einem glücklichen Leben für ihre Tochter und meinte euphorisch: „Gott sei Dank! Du bist endlich zur Vernunft gekommen! Glaub mir...Alexis ist die richtige Wahl...Das wusste ich sofort!“

BAAAHHMM!! Und da war es wieder! Dieses Gefühl als ob sie geradewegs auf eine Mauer zu gerannt wäre!!

Jaa...Die Realtität....Sie ist hart und verdrängt jeden noch so schönen Traum früher oder später. Denn auch wenn wir die Augen vor ihr verschließen, die Probleme....sie bleiben.

„Was hat er denn gesagt, als du ihm gesagt hast, dass du ihm verzeihst? Warst du jetzt die ganze Zeit bei ihm?“
Gretchen bekam nur so am Rande mit wie ihre Mutter sie mit Fragen zuschüttete, die sie ihr in diesem Moment einfach nicht beantworten konnte und auch nicht wollte. Deshalb lächelte sie nur gequält, legte Frau Haase ihre Hand auf die Schulter und meinte: „Mama...ich hab noch zu tun...jetzt. Wir...reden ein ander mal darüber.“ Anschließend verschwand sie sofort.
„Ja...Gut! Kommt doch am Sonntag mal wieder zum Essen bei uns vorbei! Wir würden uns freuen!“ rief Bärbel ihr noch etwas verwirrt hinter her.
Die junge Ärztin gab ihr aber gar keine Antwort und ging einfach weiter Richtung Cafeteria.
Nachdem sie sich eine Tafel Schokolade geholt hatte, ging sie raus auf die Dachterasse und sah in den Himmel. Mittlerweile ging die Sonne langsam unter und die Skyline von Berlin war in ein warmes rötliches Licht getaucht.

Im ersten Moment sehen wir nur den Horizont. Doch dann entdecken wir den Abgrund, den es vorher zu überwinden gilt und fragen uns noch im selben Augenblick, ob unsere Flügel wirklich stark genug dafür sind, diesen zu überwinden, um endlich unser Glück zu finden....


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02.10.2009 22:13
#174 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Nun stand sie da, biss in ihre Schokolade und beobachtete weiter hin wie die Sonne unterging, bis es plötzlich dunkel wurde.

Weil wir genau davor Angst haben, stellen wir in dem Moment wieder alles in Frage. Wir zweifeln an uns und auch an dem Menschen, der unser Glück bedeuten könnte. Denn da wo wir einmal standen, wollen wir nie mehr hin.... Im Dunklen, allein und vor dem Scherbenhaufen unseres Lebens...Und genau dann erkennen wir, dass Liebe vor allen Dingen eins bedeutet....Mut zur Wahrheit. Keine Angst davor zu haben geradewegs auf den Abgrund zu zu laufen, weil wir wissen, dass auch wenn unsere Flügel versagen, jemand da sein wird, der uns auffängt....

Noch im selben Moment fragte Gretchen sich dann, ob Marc wirklich dieser jemand sein könnte.

Was ist wenn er es nicht ernst meint mit mir und gar keine Beziehung will? Oder wir es versuchen und es schief geht? Was ist dann?

Die Angst vor der Zukunft...vor dem Ungewissen...Sie ist unser ständiger Begleiter und hindert uns daran einfach mal den Verstand und die Vernunft auszuschalten und stattdessen auf unser Herz zu hören, dass uns doch eigentlich noch nie betrogen hat....

Immer noch völlig hin und her gerissen, machte sich Gretchen dann schließlich auf den Weg ins Stationszimmer.
„Frau Doktor? Alles in Ordnung mit ihnen?“ fragte Sabine, nachdem sie merkte, dass die junge Ärztin komplett neben sich stand.
Gretchen gab ihr gar keine Antwort und ging stattdessen zu ihrem Spind.
Die Schwester nahm dann nochmal einen neuen Anlauf und fragte sie: „Ist etwas passiert?“
Plötzlich drehte sich die junge Blonde um und meinte: „Kennen sie das, wenn man das Gefühl hat eine Entscheidung treffen zu müssen, die man aber eigentlich gar nicht treffen will oder kann, weil man Angst hat das falsche zu tun? Wenn man das Gefühl hat in der Mitte eines Raumes zu stehen und plötzlich kommen die Wände von allen Seiten auf einen zu, bis sie uns innerlich erdrücken?“
Zunächst mal sah Sabine sie fragend an, erwiderte aber dann: „Also wenn ich zum Beispiel nicht weis, was ich anziehen soll, befrag ich immer meine Karten.“

DAS erklärt dann auch ihren unmöglichen Kleidungsstil, den sie manchmal hat! Aber hier geht’s nicht nur darum was ich morgen anziehen werde, sondern um mein Leben verdammt! Und das kann ich doch nicht einfach von ein paar Karten oder der nächsten Mondphase abhängig machen!


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02.10.2009 22:57
#175 RE: Denn sie wissen nicht was sie tun... - LIEBE, INTRIGEN und andere MISSGESCHICKE Zitat · Antworten

Gretchen schloss den Spind wieder und meinte dann mir einem gequälten Lächeln: „Ja...Dann...Trotzdem danke für ihre Hilfe.“ Und verschwand wieder noch eher Sabine dazu kam noch etwas zu sagen. Die Schwester sah ihr nur noch einige Zeit verwundert hinterher. Was war denn bloß passiert, dass sie so reagierte?

Gretchen unterdessen lief immer noch völlig ratlos durch die Flure und überlegte ob sie wirklich schon bereit dazu war eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Ich MUSS einfach eine Entscheidung treffen, aber ich kann das nicht....noch nicht!

Sie ging dann zur Gynäkologie und beobachtete die Babys durch die Scheibe, in der Hoffnung, dass die sie irgendwie beruhigen und auch ablenken würden. Doch das Gegenteil war der Fall.

Und weil wir so große Angst vor Veränderungen haben, geben wir uns mit dem zufrieden was wir haben und reden das Neue einfach nur schlecht. Denn was wir haben wissen wir, was wir bekommen können wir nie sagen....

Während sie an der Scheibe stand und den kleinen Wesen in ihren Glasbettchen beim schlafen zu sah, drängten sich ihr wieder neue Zweifel auf.

Okay...Er hat gesagt er liebt mich. Eigentlich das wo ich schon Jahrelang drauf warte, aber wird das in ein paar Jahren noch genauso sein? Oder ist das bloß eine Phase und in ein paar Jahren oder sogar schon Monaten wird ihm das alles zu viel? Angenommen ich entscheide mich wirklich gegen Alexis und für Marc...Wie würde unser Leben dann aussehen? Ich will später mal Kinder haben...Marc hasst Kinder....Wie soll das gehen? Ich möchte eine richtige Familie mit allem drum und dran...Marc will bestimmt noch nicht mal her heiraten geschweige denn irgendwann mal zusammen wohnen...Wieso ist das verdammt noch mal so schwierig? Ich hasse Entscheidungen! Hab ich das eigentlich schon mal gesagt?


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